Bayernfonds BestInvest - Real IS

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Bayernfonds BestInvest - Real IS

Bayernfonds BestInvest

Investieren mit den Profis!


Sehr geehrte Anlegerin, sehr geehrter Anleger,

München, im August 2006

Sie halten ein aktuelles Beteiligungsangebot aus dem Hause der Real I.S., den „Bayernfonds BestInvest 1“ in

Ihren Händen. Das Angebot bietet Ihnen ein interessantes Investment, das überwiegend in einen Private Equity

Dachfonds investiert.

Sie können im Rahmen dieses geschlossenen Fonds über einen Dachfonds und weitere Zielfonds eine attraktive

Investition in Bezug auf Private Equity tätigen. Das Ihnen vorliegende Beteiligungsangebot bietet Ihnen als

Anleger darüber hinaus die Chance zur individuellen Anlagediversifikation.

Das vorliegende Angebot zeichnet sich aus durch die professionelle Betreuung durch den erfahrenen

Initiator Real I.S. sowie die Zusammenarbeit mit dem renommierten und erfolgreichen Investmentmanager

der CAM-Gruppe. Die CAM-Gruppe ist einer der weltweiten Marktführer beim Investment und der laufenden

Verwaltung von Private Equity Dachfonds. Dies eröffnet den Zugang zu einer Anlageform, die aufgrund der

sonst in der Regel geforderten Mindestbeteiligungssummen nur institutionellen Anlegern oder Großanlegern

vorbehalten ist. Darüber hinaus bietet CAM den wichtigen Zugang auch zu Top Quarter Fonds, d. h. zu den in

der Vergangenheit überdurchschnittlich erfolgreichen Private Equity Fonds.

Bisher haben sich bereits mehr als 34.000 private und institutionelle Anleger für ein Produkt aus dem Hause

der Real I.S. entschieden. Die Real I.S. ist eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Bayern LB, mit der Erfahrung aus

einem Emissionsvolumen von über EUR 4 Mrd. Die Real I.S. AG Gesellschaft für Immobilien Assetmanagement

übernimmt als Prospektherausgeber für den Inhalt des vorliegenden Prospektes allein und insgesamt die

Verantwortung entsprechend § 3 VermVerkProspV und erklärt, dass die Angaben richtig sind und keine wesentlichen

Umstände ausgelassen wurden, die für das Angebot wichtig sind.

Wir laden auch Sie ein, sich an dem Beteiligungsangebot „Bayernfonds BestInvest 1“ zu beteiligen und

wünschen Ihnen viel Freude mit Ihrer Beteiligung.

Real I.S. AG Gesellschaft für Immobilien Assetmanagement, München

Josef Brandhuber Jochen Schenk

Vorstandsvorsitzender Vorstand


Inhaltsverzeichnis

1. Der Initiator 7

2. Das Angebot im Überblick 9

3. Die Risiken der Beteiligung 15

4. Private Equity 27

5. Das Beteiligungskonzept, der Investmentmanager, das Anlageziel,

die Anlagestrategie und der Investitionsprozess 35

6. Der prognostizierte Investitions- und Finanzierungsplan 49

7. Die Rentabilitätserwartung der Beteiligung 53

8. Eröffnungsbilanz, Zwischenbilanz, Planbilanzen und

Plan-Gewinn- und Verlustrechnungen 57

9. Die rechtlichen Grundlagen 63

10. Die steuerlichen Grundlagen 81

11. Die Vertragspartner und die personellen Verflechtungen 91

12. Der Gesellschaftsvertrag 100

13. Der Treuhandvertrag 115

14. Die Abwicklungshinweise 121

15. Die Ausfüllhinweise 123

16. Verbraucherinformationen für den Fernabsatz 124

17. Das Glossar 127

18. Die Prospektverantwortung und Vollständigkeit 131

Anlage

– Beitrittsvereinbarung –


Der vorliegende Prospekt unterliegt hinsichtlich der Vollständigkeit der Angaben der Prüfung durch die

Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Die inhaltliche Richtigkeit der im Prospekt gemachten

Angaben ist nicht Gegenstand der Prüfung des Prospektes durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.


. Der Initiator

1.1 Der Initiator Real I.S.

Die Real I.S. AG Gesellschaft für Immobilien Assetmanagement

1) , eine 100 %ige Tochtergesellschaft der

Bayerische Landesbank mit Sitz in München 2) , zählt

zu den großen, bankgebundenen Initiatoren auf dem

deutschen Kapitalanlagemarkt. Mit attraktiven Angeboten

wendet sie sich sowohl an Privatanleger als

auch an institutionelle Anleger.

Seit 1991 wurden von ihrer Vorgängergesellschaft,

der Bayernfonds Immobiliengesellschaft mbH 3) mit

Sitz in München, sowie ab dem Jahr 2001 von der

Real I.S. selbst, über 90 Fondsmodelle (Immobilien-,

Großmobilien-, Medien-, Lebensversicherungs- sowie

Schiffsfonds) sowie Immobilienaktienportfolien mit

einem Investitionsvolumen von insgesamt über

EUR 4 Mrd. platziert.

Real I.S. begleitet die bisher mehr als 34.000 privaten

und institutionellen Anleger von der Zeichnung der

Fondsanteile über die Verwaltung bis hin zur späteren

Liquidation des Fonds. Für die seit dem Emissionsjahr

1991 aufgelegten Immobilienfonds wurde eine

Leistungsbilanz zum 31.12.2004 gemäß Definition des

Arbeitskreises des Verband Geschlossene Fonds e.V.

erstellt und von einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

geprüft (Einzelheiten hierzu siehe Tz. 11 „Die Vertragspartner

und die personellen Verflechtungen“).

1.2 Die Qualität als Philosophie

Die Real I.S.-Unternehmensphilosophie orientiert

sich an den Maximen Qualität, Kundenorientierung,

Innovation und Verantwortung. Real I.S. bietet ihren

Kunden ein hochwertiges und umfangreiches Produktportfolio

von Beteiligungsmodellen an. Hierbei

übernimmt die Real I.S. bei den von ihr aufgelegten

Produkten im Sinne ihrer Kunden die wichtige Aufgabe,

die Beteiligungsprodukte unter Ertrags-, Kosten-

und Risikogesichtspunkten zu optimieren. Real I.S.

ist eingebunden in die Sparkassen-Finanzgruppe

und wählt bewusst nur Vertriebspartner mit hoher

Fachkompetenz und Kundenverantwortung aus, um

eine stetige Kundenzufriedenheit zu erreichen. Das

Unternehmen ist mit einem ganzheitlichen Qualitätsmanagementsystem

nach DIN EN ISO 9001:2000 vom

TÜV Süddeutschland zertifiziert.

1.3 Das Leistungsangebot

Die Anleger können bei Real I.S. auf das professionelle

Management ihrer Investitionen bauen. Die

Real I.S. verfügt gemeinsam mit Fachleuten der CAM-

Unternehmensgruppe auf dem Gebiet Private Equity

über ein umfangreiches Netzwerk und die Kompetenz

für alle notwendigen Aufgaben:

• Auswahl von geeigneten Zielfondsportfolios

• Verwaltung und Abwicklung aller vereinbarten

Investitionen

• Leistungscontrolling

• Rechts- und Steuerkompetenz

• detaillierte, übersichtliche Informationsaufbereitung

für die Anleger

Wer in ein Beteiligungsmodell der Real I.S. investiert,

vertraut sein Vermögen einem seriösen und

erfahrenen Initiator an. Neben dem attraktiven

Produktangebot steht das professionelle

Management für hohe Qualität.

1) Nachfolgend Real I.S.

2) Nachfolgend BayernLB.

3) Nachfolgend BFI genannt.


. Das Angebot im Überblick

Das nachfolgende „Angebot im Überblick“ stellt

lediglich eine verkürzte Zusammenfassung des

Beteiligungsangebotes dar. Maßgeblich für eine

Anlageentscheidung ist der gesamte Beteiligungsprospekt.

Beteiligungsangebot

Der Anleger beteiligt sich in der Regel über einen

Treuhänder an der Bayernfonds BestInvest 1 GmbH

& Co. KG mit Sitz in Oberhaching (nachfolgend auch

„Fondsgesellschaft“ bzw. „Bayernfonds BestInvest 1“

genannt). Das Zielvolumen des Fonds beträgt

zunächst EUR 30 Mio., kann jedoch auf bis zu

EUR 100 Mio. aufgestockt werden.

Der Anleger beteiligt sich an einem geschlossenen

Private Equity Fonds in der Rechtsform einer deutschen

GmbH & Co. KG (Fondsgesellschaft). Die

Fonds gesellschaft wird sich als Kommanditist voraus-

Übersicht zum Beteiligungsangebot Bayernfonds BestInvest 1

GS Beteiligungs

GmbH

(Komplementär)

Weitere Private Equity Fonds

min. 10 %, max. 15 %

der Investmentsumme

Zielfonds 1

Anleger

Bayernfonds BestInvest 1 GmbH & Co. KG

(Fondsgesellschaft, Kommanditist)

„Blocker-GmbH“

WS Beteiligungs

GmbH

(geschäftsführender

Kommanditist)

sichtlich mit ca. 85 % bis 90 % der Investmentsumme

(Eigenkapital abzüglich Fondskosten) an dem Dachfonds

CAM VIER Private Equity GmbH & Co. KG (nachfolgend

„CAM VIER“ genannt), einem so genannten

Blind-Pool, beteiligen. Die Beteiligung der Fondsgesellschaft

an dem Dachfonds CAM VIER erfolgt

voraussichtlich zeitgleich mit dem ersten closing von

CAM VIER zum Ende des Jahres 2006. Das Zielvolumen

des Dachfonds CAM VIER beträgt EUR 300 Mio.

CAM VIER investiert für die Fondsgesellschaft über

drei so genannte Segmentgesellschaften in Private

Equity und Venture Capital Fonds. Dabei ist folgende

Verteilung der Investmentsumme geplant: etwa 50 %

in Buy-out Europe, etwa 30 % in Global Private Equity

und etwa 20 % in Venture Capital. Zu ca. 50 % bis

70 % wird in Europa und zu ca. 30 % bis 50 % Global

investiert.

CAM VIER ist ein so genannter „Blind Pool“, d. h. zum

Zeitpunkt der Erstellung dieses Beteiligungsangebotes

können die Zielfonds, an denen sich CAM VIER

beteiligen wird, nicht definitiv festgelegt werden.

Finanzcontrol

Treuhandgesellschaft

mbH

(Treuhandkommanditist)

CAM VIER Private Equity GmbH & Co. KG

Investiert über Segmentgesellschaften in

Buy-out Europe ca. 50 %, Global Private Equity ca. 30 %,

Venture Capital ca. 20 %,

ca. 85 % - 90 % der Investmentsumme

Zielfonds ... Zielfonds ... Zielfonds ...

Weitere Kommanditisten

(institutionelle Anleger)


CAM VIER wird sich über die Segmentgesellschaften

und gegebenenfalls über so genannte „Blocker-GmbHs“

voraussichtlich an etwa 25 verschiedenen Private

Equity Anlageprogrammen weltweit beteiligen. Diese

Anlagekonzepte decken ein breites Spektrum an

Unternehmensbeteiligungen und -finanzierungen

ab und finanzieren in der Regel Unternehmen, die

nicht börsennotiert sind. Die wesentlichen Exitmöglichkeiten

sind der Verkauf an strategische oder

Finanzinvestoren sowie Börsengänge. Die bei weitem

wichtigsten Ertragsquellen sind Veräußerungserlöse.

Laufende Einnahmen spielen, mit Ausnahme von

Zinserträgen, eine untergeordnete Rolle.

Durch die Beteiligung an CAM VIER bietet sich der

Fondsgesellschaft der Zugang zu dem Top Quarter

der Private Equity Fonds, d. h. zu den in der Vergangenheit

besten 25 % der am Markt befindlichen

Zielfonds.

Daneben ist vorgesehen, dass sich die Fondsgesellschaft

an weiteren Private Equity Fonds (ebenfalls mit

Blind Pool Charakter) mit mindestens 10 %, maximal

15 % der Investitionssumme beteiligt (nachfolgend

„weitere Private Equity Fonds“ genannt). Damit kann

die Fondsgesellschaft sich bietende besondere Investitionsgelegenheiten

mit z. B. regionalen, Branchen-

oder Phasen-Schwerpunkten wahrnehmen.

Einzelheiten hierzu und zu den mit der Beteiligung

verbundenen Rechten siehe Tz. 9 „Die rechtlichen

Grundlagen“ sowie Tz. 10 „Die steuerlichen Grundlagen“.

Beteiligung über den Treuhandkommanditisten

Der Anleger ist als Treugeber nach dem Gesellschaftsvertrag

einem Direktkommanditisten wirtschaftlich

gleichgestellt. Die Haftung des Anlegers ist auf die

Höhe seiner Einlage beschränkt. Die im Handelsregister

für den Treuhandkommanditisten einzutragende

Haftsumme entspricht 5 % seines Kapitalanteils. Ein

Wechsel in die Stellung eines Direktkommanditisten

ist unter Wahrung bestimmter im Gesellschaftsvertrag

der Fondsgesellschaft genannter Voraussetzungen

möglich.

Einzelheiten hierzu siehe Tz. 9 „Die rechtlichen

Grundlagen“.

0

Zielgruppe

Das vorliegende Beteiligungsangebot wendet sich

vornehmlich an Anleger,

• die in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig

sind,

• die ihre Beteiligung im Privatvermögen halten,

• die langfristig in Private Equity (Dach-) Fonds

investieren möchten und deren Vermögen nach

Höhe und Struktur ein entsprechendes Investment

erlaubt.

Die Risiken, die mit dieser Beteiligung verbunden

sind, sind unter Tz. 3 „Die Risiken der Beteiligung“

dargestellt und bei der Anlageentscheidung zu berücksichtigen.

Der Investmentmanager:

die CAM-Unternehmensgruppe

Die CAM-Unternehmensgruppe (nachfolgend auch

„CAM“ genannt) wurde 1998 gegründet und investiert

ausschließlich in Private Equity Fonds. Der erste CAM-

Fonds wurde 1999 aufgelegt. Mittlerweile verwaltet

CAM ein Vermögen von mehr als EUR 1,5 Mrd.

Der größte Teil der CAM-Investoren sind institutionelle

Investoren wie z. B. Banken, Versicherungen

und Pensionsfonds. Zu den Kunden gehören u. a. die

größte deutsche staatseigene Versicherungsgruppe

sowie zwei der drei größten österreichischen Versicherungsgesellschaften.

Das Managementteam der CAM verfügt gemeinsam

über mehr als 149 Jahre in verschiedenen Bereichen

erworbene Private Equity Erfahrung sowie über 110

Jahre Erfahrung in damit verbundenen Bereichen.

Einzelheiten hierzu siehe Tz. 5 „Das Beteiligungskonzept,

der Investmentmanager, das Anlageziel, die

Anlagestrategie und der Investitionsprozess“ sowie

Tz. 9 „Die rechtlichen Grundlagen“.

Die Anlagestrategie

Die Anlagestrategie hinsichtlich der Investmentsumme

in CAM VIER sieht vor, diese Investitionsmittel auf

etwa 25 langjährig erfahrene und in der Vergangen-


heit besonders erfolgreiche Private Equity Manager

aus dem In- und Ausland aufzuteilen.

Das Anlageprogramm CAM VIER sieht vor, etwa 50 %

der Investitionsmittel in Anlageprogramme mit

Schwerpunkt Buy-out, etwa 30 % mit Schwerpunkt

Global Private Equity und etwa 20 % mit Schwerpunkt

Venture Capital zu investieren. Über eine zielgerichtete

Auswahl der Anlageprogramme soll eine ausgewogene

Mischung aus unterschiedlichen Unternehmenslebensphasen

erreicht werden.

Darüber hinaus ist eine regionale Gewichtung der

Investitionen vorgesehen: Global sollen ca. 30 %

bis 50 % und in Europa ca. 50 % bis 70 % investiert

werden.

Das gesamte Anlageprogramm CAM VIER wird mehrere

100 Investitionen in bzw. Beteiligungen an Unternehmen

umfassen, die aus unterschiedlichen Branchen

und Regionen stammen und unterschiedliche

Reifegrade der Unternehmensentwicklung aufweisen.

Um sich bietende besondere Investitionsgelegenheiten

mit z. B. regionalen, Branchen- oder Phasen-

Schwerpunkten wahrnehmen zu können, werden

mindestens 10 %, maximal 15 % der Investmentsumme

in weitere Private Equity Fonds investiert.

Einzelheiten hierzu siehe Tz. 5 „Das Beteiligungskonzept,

der Investmentmanager, das Anlageziel, die

Anlagestrategie und der Investitionsprozess“ sowie

Tz. 9 „Die rechtlichen Grundlagen“.

Umsetzung der Anlagestrategie/

Investitionsentscheidung

Der Investmentmanager CAM führt die Prüfung und

Auswahl der Anlageprogramme, die Verhandlungen

der Beteiligungen und nach Eingehung deren Verwaltung

sowie gegebenenfalls deren Desinvestition

durch.

Hinsichtlich der Beteiligung an den weiteren Private

Equity Fonds bereitet CAM die Entscheidungsfindung

im Rahmen eines Geschäftsbesorgungsvertrages vor.

Die Investitionsentscheidung wird anschließend von

der Geschäftsführung der Fondsgesellschaft getroffen.

CAM wird die weiteren Private Equity Fonds im

Rahmen des Geschäftsbesorgungsvertrages auch

hinsichtlich Verwaltung und Desinvestition betreuen.

Informationen über Zielfonds sind auf Ebene des

Dachfonds CAM VIER und der weiteren Private Equity

Fonds ggf. vertraulich zu behandeln und daher eventuell

nur unter Einschränkungen an die Anleger der

Fondsgesellschaft weiterzugeben.

Weitere Einzelheiten hierzu siehe Tz. 5 „Das Beteiligungskonzept,

der Investmentmanager, das Anlageziel,

die Anlagestrategie und der Investitionsprozess“

sowie Tz. 9 „Die rechtlichen Grundlagen“.

Ergebnisverteilung und Ausschüttungen

Üblicherweise kommt es bei Private Equity Fonds

nach ca. drei bis fünf Jahren abhängig von der Performance

der Beteiligungen zu ersten Ausschüttungen.

Die Ergebnisse der Private Equity Fonds werden nach

festgelegten Verteilungsschlüsseln an den Dachfonds

CAM VIER bzw. die Fondsgesellschaft ausgeschüttet

(Einzelheiten hierzu siehe Tz. 9 „Die rechtlichen

Grundlagen“).

Liquiditätsüberschüsse auf Ebene der Fondsgesellschaft

aus den Rückflüssen des Dachfonds CAM VIER

bzw. der weiteren Private Equity Fonds werden

nach Abzug von Kosten und Gebühren der Fondsgesellschaft

an die Anleger ausgeschüttet und nicht

reinvestiert.

Der Anleger erhält auf Ebene der Fondsgesellschaft

eine rechnerische Vorabverzinsung in Höhe von

8,0 % p. a. auf die tatsächlich einbezahlte Pflichteinlage

(ohne Agio) ab dem 1. des Monats, der dem wirksamen

Beitritt des Anlegers folgt, bis zur Schließung

des Fonds. Die Vorabverzinsung wird mit der ersten

Ausschüttung bevorzugt an die Anleger ausgezahlt.

Nach Möglichkeit werden auf Ebene der Fondsgesellschaft

die Ergebnisse der Geschäftsjahre 2006 bis

2007 (nach Berücksichtigung der Vorabverzinsung)

so verteilt, dass sämtliche Gesellschafter unabhängig

vom Beitrittszeitpunkt entsprechend dem Verhältnis

ihrer vertragsgemäß eingezahlten Kapitalanteile

gleich behandelt werden. Hierzu werden die später

beitretenden Gesellschafter von den nach ihrem

Beitritt anfallenden Gewinnen bzw. Verlusten Vorabanteile

erhalten, bis sämtlichen Gesellschaftern

Gewinne oder Verluste in gleicher anteiliger Höhe

zugerechnet sind.


Die Vergütung des Initiators Real I.S. beträgt

EUR 3.636.455 einschließlich 5 % Agio sowie gegebenenfalls

anfallender Umsatzsteuer in jeweils gültiger

Höhe. Die Gesamthöhe der Provisionen beträgt maximal

EUR 2.724.955 (einschließlich Agio). Dieser Betrag

umfasst ausschließlich die Provisionen für die Kapitalvermittlung.

Weitere Provisionszahlungen, auch nicht

an Dritte, werden nicht geleistet.

Einzelheiten hierzu siehe Tz. 5 „Das Beteiligungskonzept,

der Investmentmanager, das Anlageziel, die

Anlagestrategie und der Investitionsprozess“, Tz. 7

„Die Rentabilitätserwartung der Beteiligung“, Tz. 9

„Die rechtlichen Grundlagen“ sowie Tz. 10 „Die

steuerlichen Grundlagen“.

Empfohlene Mindestzeichnungssumme

Die empfohlene Mindestzeichnungssumme je Anleger

beträgt EUR 20.000.

Höhere Zeichnungsbeträge müssen durch 1.000 ohne

Rest teilbar sein. Auf den Kapitalanteil wird ein Agio

von 5 % erhoben.

Einzelheiten hierzu siehe Tz. 9 „Die rechtlichen

Grundlagen“.

Einzahlungsbedingungen

Der Beitritt der Anleger kommt durch die Annahme

der Beitrittserklärung durch die Fondsgesellschaft,

vertreten durch ihre Geschäftsführung, zustande. Bei

Treugebern sind zusätzlich die Annahme der Beitrittserklärung

durch den Treuhandkommanditisten

erforderlich.

Es ist vorgesehen, dass der Beteiligungsbetrag

(Kapitalanteil) in bis zu vier Tranchen als Barleistung

wie folgt fällig ist:

Tranche 1: 20 % sofort mit Beitritt*

Tranche 2: 25 % zum 31.12.2007

Tranche 3: 25 % zum 31.12.2008

Tranche 4: 30 % zum 31.12.2009

* zzgl. 5 % Agio auf die gesamte Zeichnungssumme

Die Tranchen zwei bis vier können von der Geschäftsführung

mit einer sechswöchigen Vorankündigungsfrist

auch früher oder später und gegebenenfalls auch

in anderer Stückelung abgerufen werden. Hinsichtlich

der Verzugsregelungen wird auf Tz. 9 „Die rechtlichen

Grundlagen“ verwiesen.

Sollte das bis zum 31.12.2006 eingeworbene Eigenkapital

weniger als EUR 10 Mio. betragen, kann die

Geschäftsführung der Fondsgesellschaft die Rückabwicklung

des Fonds beschließen. Die Anleger würden

in diesem Fall ihr bis dahin geleistetes Kapital zurückerhalten.

Weitere Ansprüche der Anleger bestehen

nicht.

Einzelheiten hierzu siehe Tz. 9 „Die rechtlichen

Grundlagen“.

Beteiligungsdauer

Die Fondsgesellschaft wird auf unbestimmte Zeit

eingegangen, wobei eine Kündigung erstmals zum

31.12.2021 möglich ist. Unabhängig hiervon ist ein

Anleger berechtigt, nach Maßgabe von § 23 des

Gesellschaftsvertrages seinen Anteil durch Abtretung

mit Wirkung zum 31.12./01.01. eines jeden Jahres auf

einen Erwerber zu übertragen.

Die Laufzeit des Beteiligungs-/Investitionsprogramms

an CAM VIER wird grundsätzlich 12 Jahre betragen.

Für die Auswahl und die Verhandlung der Verträge

der unterhalb der Dachgesellschaftsebene liegenden

Anlageprogramme sind etwa zwei bis drei Jahre

vorgesehen. Die den Beteiligungsmanagern zugeleiteten

Mittel werden von diesen sukzessive über etwa

drei bis fünf Jahre investiert. Bis zur Realisierung der

Einzelinvestitionen (Börseneinführung/Verkauf) ist im

Durchschnitt ein Zeitraum von etwa weiteren fünf Jahren

anzusetzen. Sollten einzelne Investitionen nach

Ablauf von 12 Jahren, gerechnet ab Gründung von

CAM VIER, noch nicht bzw. nicht vollständig desinvestiert

bzw. liquidiert sein, kann der geschäftsführende

Kommanditist der CAM VIER nach pflichtgemäßem

Ermessen die Laufzeit des CAM VIER maximal zwei

Mal um je ein Jahr verlängern.

CAM kann die Laufzeit des Dachfonds CAM VIER

in freiem Ermessen zu einem früheren Zeitpunkt

beenden, wenn sämtliche unmittelbar oder mittelbar

gehaltene Beteiligungen veräußert oder unmittelbar

abgeschrieben sind. Für die weiteren Private Equity

Fonds entscheidet die Geschäftsführung der Fondsgesellschaft

über eine eventuelle Beendigung zu einem

früheren Zeitpunkt.

Die Laufzeit der Fondsbeteiligung orientiert sich an

den Gegebenheiten und Laufzeiten von CAM VIER


und den weiteren Investitionen.

Einzelheiten hierzu siehe Tz. 9 „Die rechtlichen Grundlagen“,

Tz. 10 „Die steuerlichen Grundlagen“ sowie

Tz. 12 „Der Gesellschaftsvertrag“.

Einkunftsart, steuerliches Ergebnis

Die Fondsgesellschaft wird steuerlich im Wesentlichen

Einkünfte aus ihrer Beteiligung an der CAM

VIER Private Equity GmbH & Co. KG sowie aus ihrer

Beteiligung an weiteren Private Equity Gesellschaften

erzielen. Bei erwartetem Verlauf werden sich diese

Einkünfte vorrangig aus nach derzeitiger Rechtslage

(mittelbare Beteiligungsquote des einzelnen Anlegers

von weniger als einem Prozent, mindestens einjährige

Behaltefrist) steuerfreien Veräußerungsgewinnen,

aus Dividendeneinkünften im Sinne des § 20 Abs. 1

Nr. 1 EStG (Einkünfte aus Kapitalvermögen), die dem

Halbeinkünfteverfahren nach § 3 Nr. 40 lit. d) EStG unterliegen

und voll steuerpflichtigen Zinseinkünften im

Sinne des § 20 Abs. 1 Nr. 7 EStG (Einkünfte aus Kapitalvermögen)

zusammensetzen. Die Fondsgesellschaft

wird voraussichtlich aus der Anlage der Liquiditätsreserve

selbst ebenfalls voll steuerpflichtige Zinseinkünfte

im Sinne des § 20 Abs. 1 Nr. 7 EStG (Einkünfte

aus Kapitalvermögen) erzielen. Das steuerliche Ergebnis

wird den Gesellschaftern anteilig zugerechnet.

Einzelheiten hierzu siehe Tz. 10 „Die steuerlichen

Grundlagen“.

Platzierungszeitraum

Das öffentliche Angebot beginnt gemäß § 9 Abs. 1

VerkProspG einen Werktag nach Veröffentlichung des

Verkaufsprospektes.

Das Beteiligungsangebot soll spätestens am

30.06.2007 geschlossen werden, sofern die Geschäfts-

führung der Fondsgesellschaft nicht eine Verlängerung

des Platzierungszeitraums bis längstens

31.12.2007 beschließt und endet frühestens mit

Vollplatzierung.

Einzelheiten hierzu siehe Tz. 9 „Die rechtlichen

Grundlagen“.

Stimmrecht

Das Stimmrecht der Anleger bemisst sich nach ihrer

Hafteinlage. Je EUR 100 Haftkapital gewähren eine

Stimme.

Anlegerbetreuung

Die Anlegerbetreuung sowie das Fondsmanagement

der Fondsgesellschaft werden durch die Real I.S.

übernommen.

Einzelheiten hierzu siehe Tz. 9 „Die rechtlichen

Grundlagen“.

Anlegereignung

Bei dem Beteiligungsangebot handelt es sich um eine

langfristige unternehmerische Beteiligung. Dementsprechend

richtet sich das vorliegende Angebot an

Anleger, die bereit sind, eine langfristige, ggf. auch

über das Jahr 2021 hinausgehende unternehmerische

Beteiligung einzugehen und darüber hinaus die in

diesem Prospekt enthaltenen Einschätzungen teilen.

Anleger sollten vor einer Anlageentscheidung prüfen,

ob sie bereit und wirtschaftlich in der Lage sind, bei

unerwartet negativem Verlauf der Beteiligung, einen

teilweisen oder vollständigen Verlust ihrer Zeichnungssumme

hinnehmen zu können (Einzelheiten

hierzu Tz. 3.6). Außerdem darf kein kurz- oder mittelfristiger

Bedarf bestehen, über die angelegten Mittel

zu verfügen. Anleger sollten vor der Anlageentscheidung

unbedingt den gesamten Prospekt im Zusammenhang,

insbesondere jedoch die Risikohinweise in

Tz. 3 sorgfältig gelesen haben. Soweit nach Kenntnisnahme

der Prospektangaben weiter gehende Fragen

bestehen sollten, ist u. a. vor der Anlageentscheidung

die Inanspruchnahme eines unabhängigen, fachlichen

Ratgebers, z. B. eines Steuerberaters, angezeigt.

Initiator und Prospektherausgeber

Initiator des Beteiligungsangebotes und Herausgeber

des vorliegenden Prospektes ist die

Real I.S. AG

Gesellschaft für Immobilien Assetmanagement

Innere Wiener Straße 17

81667 München

(Alleingesellschafter dieses Unternehmens ist die

Bayerische Landesbank, München.)


. Die Risiken der Beteiligung

3.1 Allgemeine Hinweise

Beteiligungen an einem geschlossenen Private Equity

Fonds und damit auch in das vorliegende Beteiligungsangebot

sind langfristige unternehmerische

Beteiligungen. Insbesondere können zukünftige,

unvorhersehbare Entwicklungen die erwarteten

Ergebnisse nachteilig beeinflussen. Durch die Struktur

des vorliegenden Fonds, insbesondere durch die Entscheidung

für eine Beteiligung an CAM VIER und die

Auswahl des Investmentmanagers, wurde versucht,

potenziellen Risiken Rechnung zu tragen. Dennoch

ist es nicht möglich, sämtliche Risiken vollständig abzusichern.

Folglich eignet sich die Beteiligung nur für

Anleger, die sich langfristig engagieren wollen und

keine Kapitalanlage mit fester Verzinsung und einer

schon heute feststehenden Rückzahlung des eingesetzten

Kapitals zu einem festen Zeitpunkt wünschen.

Der Anleger sollte einen angemessenen finanziellen

Spielraum mit einer ausreichenden Liquiditätsreserve

zur Verfügung haben. Die Beteiligung sollte ohne

Übergewichtung lediglich Beimischungscharakter

zum sonstigen Vermögensdepot besitzen und eigenfinanziert

sein. Die folgende Darstellung der Risiken

kann nur die wesentlichen allgemeinen Risiken einer

Beteiligung an der Fondsgesellschaft berücksichtigen.

Mögliche individuelle Risiken einzelner Anleger sind

nicht berücksichtigt.

Es ist darauf hinzuweisen, dass die nachfolgend

beschriebenen Risiken der Beteiligung über CAM VIER

und CAM-Segmentgesellschaften für eine Umsetzung

des Beteiligungskonzepts über die Investition

von mindestens 10 %, maximal 15 % der Investmentsumme

der Fondsgesellschaft in weitere Private

Equity Fonds entsprechend gelten.

Der Analyse der mit dieser Beteiligung verbundenen

Risiken kommt dabei eine besondere Bedeutung zu.

Der Erfolg der Beteiligung ist von verschiedenen,

in der Zukunft liegenden rechtlichen, steuerlichen

und wirtschaftlichen Parametern abhängig, die sich

während der Beteiligungsdauer verändern können,

ohne dass dies zum Zeitpunkt der Prospekterstellung

voraussehbar war. Unvorhergesehene Ereignisse

können zu negativen Abweichungen bis hin zu einem

Totalverlust der Anlage führen.

Interessierte Anleger, denen die notwendigen Fachkenntnisse

für eine Beteiligung an einem geschlossenen

Private Equity Fonds fehlen, sollten keine Betei-

ligungsentscheidung treffen, ohne sich zuvor den Rat

eines sachkundigen Beraters einzuholen.

Aus Sicht der Prospektverantwortlichen sind derzeit

außer den im Folgenden dargestellten Risiken keine

wesentlichen weiteren Risiken bekannt.

3.2 Spezifische Risiken bei Private Equity

Beteiligungen (Blind Pool)

3.2.1 Blind Pool

Für Anleger stellt die Beteiligung an der Fondsgesellschaft

eine mittelbare Investition in einen sog. „Blind

Pool“ dar. Dies bedeutet, dass zwar die Investition

in CAM VIER und in Höhe von mindestens 10 %,

maximal 15 % der Investmentsumme der Fondsgesellschaft

in weitere Private Equity Fonds feststeht,

die Beteiligungen an den jeweiligen Zielfonds aber

erst ausgewählt und erworben werden. Der Blindpool-Charakter

wirkt sich für den Anleger auf zwei

Ebenen aus. Einerseits stehen die Zielfonds noch nicht

fest, an denen sich die CAM-Segmentgesellschaften

beteiligen werden. Darüber hinaus steht noch nicht

fest, in welche Zielunternehmen die Zielfonds investieren

werden. Den Anleger trifft das Risiko, dass

im geplanten Investitionszeitraum nicht genügend

geeignete Zielfonds zur Verfügung stehen bzw. sich

die Investitionen in einen Zielfonds zeitlich verzögern.

Eine geringere Anzahl an Zielfondsbeteiligungen als

geplant vermindert die Risikostreuung und verstärkt

die Abhängigkeit des Beteiligungserfolgs von der Rentabilität

einzelner Zielfonds, an denen sich beteiligt

wurde.

3.2.2 Private Equity Fonds

Die Fondsgesellschaft erwirbt über die CAM VIER und

die CAM-Segmentgesellschaften Eigenkapitalbeteiligungen

an Private Equity Fonds, die wiederum Eigenkapital

an Unternehmen geben und eigenkapitalähnliche

Beteiligungen an Unternehmen eingehen. Die

Fondsgesellschaft nimmt dadurch mittelbar an der

wirtschaftlichen Entwicklung der Zielfonds und der

Zielunternehmen teil, d. h. die Anleger tragen ein unternehmerisches

Risiko. Es kann keine Gewähr dafür

übernommen werden, dass sich diese so entwickeln,

wie bei Prospekterstellung erwartet wurde.

Bei den Zielunternehmen handelt es sich in der Regel

um nicht börsennotierte Unternehmen, die sich auch

in einer Verlustphase (v. a. aufgrund von Anfangsver-


lusten) befinden können. Können die Unternehmen

die sich ihnen stellenden Herausforderungen nicht

erfolgreich bewältigen, kann dies dazu führen, dass

sich die wirtschaftlichen Verhältnisse des jeweiligen

Zielunternehmens verschlechtern, sich geplante

Entwicklungen verzögern, sich eine Investition nicht

wie geplant entwickelt oder dass diese teilweise oder

vollständig abgeschrieben werden muss.

3.2.3 Portfolio

Die Fondsgesellschaft ist in der CAM VIER bzw. die

CAM-Segmentgesellschaften sind bei den Zielfonds

auf die Wahrnehmung von Gesellschafterrechten,

meist aus einer Minderheitsbeteiligung, beschränkt.

Die Zielfonds wiederum sind auf die Wahrnehmung

vertraglicher und gesetzlicher Gesellschafterrechte

bzw. sonstiger bestehender Rechte (z. B. aus Gesellschaftervereinbarungen)

bei den Zielunternehmen

beschränkt. Weisungsrechte gegenüber der Geschäftsführung

von Zielfonds oder Zielunternehmen bestehen

regelmäßig nicht. Abhängig von den Mehrheitsverhältnissen

kommt insbesondere ein Überstimmen von

Fondsgesellschaft, CAM-Segmentgesellschaften bzw.

den Zielfonds in jeweiligen Gesellschafterversammlungen

in Betracht.

Durch diese Struktur hat die Fondsgesellschaft nur

mittelbaren Einfluss auf den Erwerb von Beteiligungen

an Zielfonds durch die CAM-Segmentgesellschaften.

Nach dem Erwerb einer Beteiligung an

einem Zielfonds hat die jeweilige CAM-Segmentgesellschaft

regelmäßig keinen Einfluss auf die Kauf-

und Verkaufsentscheidungen durch den jeweiligen

Zielfonds, da diese von den jeweiligen Entscheidungsträgern

des Zielfonds getroffen werden. Der

Einfluss der CAM-Segmentgesellschaften ist auf die

Wahrnehmung von Investorenrechten im jeweiligen

Zielfonds beschränkt. Die Einflussmöglichkeiten der

Fondsgesellschaft sind wegen der Minderheitsbeteiligung

am CAM VIER noch weiter beschränkt. Sowohl

die CAM-Segmentgesellschaften als auch die Fondsgesellschaft

können in den jeweiligen Gesellschafterversammlungen

überstimmt werden.

Durch diese mittelbare Minderheitsbeteiligung besteht

das Risiko, dass sich die Anlageziele der Fondsgesellschaft

auf Ebene der Zielfonds nicht verwirklichen

lassen. Dies kann zu einer Verminderung der

Erträge führen.

Daneben kann es dazu kommen, dass weiteres Kapital

notwendig ist, um die weitere Entwicklung eines

Zielunternehmens zu ermöglichen. Zu Kapitalerhöhungen

und Nachschüssen sind weder die Gesellschafter

der Fondsgesellschaft, noch die Fondsgesellschaft

gegenüber der CAM VIER aus dem jeweiligen

Gesellschaftsvertrag verpflichtet. Kann notwendiges

Kapital aus dem in der Regel begrenzten Kapital der

Zielunternehmen und Zielfonds nicht erbracht werden

oder sind diese aus steuerlichen Gründen an der

Hingabe von weiterem Kapital gehindert, besteht das

Risiko, dass die Beteiligung an einem Zielfonds oder

Zielunternehmen verwässert wird. Dies führt zu einer

Einschränkung der Rechte sowie einer Reduzierung

des möglichen Erlöses der Zielfonds bei einer Veräußerung

der Beteiligung und kann die Notwendigkeit

der Aufnahme von Fremdmitteln zur Folge haben.

Handelt es sich um Beteiligungen an jungen Unternehmen,

so sind diese aufgrund des Standes der

Entwicklung mit größeren Risiken verbunden.

3.2.4 Veräußerung der Beteiligungen und

Entwicklung der Zielunternehmen

Es ist möglich, dass Beteiligungen an Zielunternehmen

nicht mehr, nur mit Verzögerung oder nur mit

erheblichen Abschlägen veräußert werden können.

Die Gründe hierfür können in den Zielunternehmen

selbst liegen, aber auch außerhalb der Zielunternehmen,

etwa in ungünstigen Marktbedingungen und

Konjunkturentwicklungen. Es kann keine Gewähr dafür

übernommen werden, dass sich der Markt und die

Konjunktur wie erwartet entwickeln. Bei jungen Zielunternehmen

oder Zielunternehmen, die sich in einer

Verlustphase befinden, sind negative Entwicklungen

nicht unwahrscheinlich. Einzelne Zielunternehmen

können insolvent werden, so dass die Beteiligung

daran wertlos wird. Bei besonders ungünstiger Entwicklung

können Verluste auch auf Ebene der CAM

VIER eintreten.

Wegen des mangelnden Einflusses auf Markt und

Konjunktur sowie einer möglichen negativen Entwicklung

von Zielunternehmen besteht das Risiko verminderter

Erträge und des Verlustes des eingesetzten

Kapitals.


3.2.5 Wechselkursschwankungen und

Kapitalverkehrsbeschränkungen

Es ist beabsichtigt, auch Beteiligungen im Ausland

und in Fremdwährungen zu erwerben. Ungünstige

Veränderungen der Wechselkurse fremder Währungen

zum Euro und etwaige Beschränkungen des

Kapitalverkehrs mit dem Ausland können zu Verlusten

führen.

3.2.6 Kosten

Die Kosten für die Gründung der Fondsgesellschaft,

die Fondskonzeption (einschließlich der Prospektierung

und des Marketings), die Beschaffung des Eigenkapitals,

die damit zusammenhängende Rechts- und

Steuerberatung sowie die laufenden Verwaltungskosten

der Fondsgesellschaft und die Vergütung für ihre

Gesellschaftsorgane führen zu Aufwendungen der

Fondsgesellschaft.

Es ist nicht auszuschließen, dass beauftragte Leistungsumfänge

für angebotene Dienstleistungen

nicht ausreichen, dass beauftragte Leistungen nicht

in erforderlichem Umfang erbracht werden und die

beauftragten Leistungen nur zu höheren Honoraren/

Kosten/Gebühren durch einen neuen Leistungspartner

erbracht werden müssen. Mithin reichen die angesetzten

Kosten möglicherweise nicht aus. Hieraus

resultierende Mehraufwendungen müssten durch die

Liquiditätsreserve aufgefangen werden oder würden

zu einem Nachfinanzierungsbedarf auf Ebene

der Fondsgesellschaft führen. Dadurch könnten die

prognostizierten Ausschüttungen niedriger oder von

diesem Zeitpunkt an ganz ausfallen.

Vertragliche Verpflichtungen zur Zahlung, insbesondere

von Dienstleistungshonoraren, bestehen

unabhängig von der Höhe der Einnahmen und können

daher zu einer hohen Belastung bei sinkenden

Einnahmen sowie gegebenenfalls zu einem außerplanmäßigen

Finanzierungsbedarf des Fonds führen.

3.2.7 Schlüsselpersonen

Weder die Auswahl der Zielfonds noch die Auswahl

der Zielunternehmen steht zum Zeitpunkt der

Prospekterstellung fest. Die erfolgreiche Beteiligung

an aussichtsreichen Zielfonds und Zielunternehmen

ist vom persönlichen Know-how, den geschäftlichen

Kontakten und der Qualifikation des Managements

der CAM VIER, der CAM-Segmentgesellschaften bzw.

der Zielfonds abhängig. Können diese Faktoren nicht

erfolgreich genutzt werden, könnten die Anlageziele

möglicherweise nicht wie erwartet erreicht werden.

Ferner besteht das Risiko, dass Schlüsselpersonen

nicht über die gesamte Laufzeit des Anlageprogramms

zur Verfügung stehen und somit notwendige

Fachkompetenz verloren geht.

Kommt das Management der Fondsgesellschaft, der

CAM VIER, der CAM-Segmentgesellschaften, der Zielfonds

oder der Zielunternehmen seinen vertraglichen

Pflichten nicht oder nicht vollständig nach, können

auch auf Ebene der CAM VIER Verluste eintreten. Dies

kann negative Auswirkungen auch auf die Ertragslage

der Fondsgesellschaft haben und die Anlagesumme

der Anleger dauerhaft mindern.

3.2.8 Zugang zu und Laufzeit von Zielfonds

Für den Anlageerfolg ist der Zugang zu solchen Zielfonds

erforderlich, die den Anlagekriterien der Fondsgesellschaft

und denen der CAM VIER entsprechen.

Bei der Investition in Zielfonds steht CAM VIER über

die CAM-Segmentgesellschaften im Wettbewerb mit

weiteren, auch institutionellen Anlegern. Gelingt es

nicht, sich im Wettbewerb um die Beteiligungen, die

den Anlagekriterien der Fondsgesellschaft und der

CAM VIER entsprechen, gegen Mitbewerber durchzusetzen,

können Zugangshürden bei den ausgewählten

Zielfonds nicht überwunden werden. Ist der Zugang

zu den ausgewählten Zielfonds nicht möglich, kann

sich dies negativ auf die Risikostreuung und auf die

Erträge der Fondsgesellschaft auswirken und zu Verlusten

führen.

Die Zielfonds haben in der Regel eine begrenzte Laufzeit.

Können die Beteiligungen nicht vor Beendigung

des Zielfonds zu den geplanten Konditionen verkauft

werden, kann dies negative Auswirkungen auf die

Ertragslage haben oder dazu führen, dass die Laufzeit

eines Zielfonds verlängert werden muss.

3.2.9 Interessenkollisionen

An der CAM VIER sind weitere Kommanditisten beteiligt.

Auch an den Zielfonds sind neben den CAM-Segmentgesellschaften

weitere Gesellschafter beteiligt.

Es ist denkbar, dass sich Interessenkollisionen ergeben,

die zu Lasten der CAM-Segmentgesellschaften

und/oder der Fondsgesellschaft gelöst werden.

Dadurch besteht das Risiko, dass die Anlageziele der

Fondsgesellschaft nicht erreicht werden können und

Verluste entstehen.


3.3 Wirtschaftliche und rechtliche Risiken

3.3.1 Abweichungen vom Investitions- und

Finanzierungsplan

Die der Prospekterstellung zugrunde liegenden

absoluten Größen basieren auf durchschnittlichen

historischen Werten der wirtschaftlichen Gegebenheiten

und der weiteren zu erwartenden Entwicklung

bzw. auf Erfahrungswerten der involvierten externen

Experten (z. B. Gutachter, Steuerberater), des Projektpartners

CAM sowie des Initiators im Allgemeinen.

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich die

angenommenen Werte in der Zukunft aufgrund einer

anderen wirtschaftlichen Entwicklung nicht bestätigen.

Die angenommenen Werte beruhen auf Prämissen,

deren Eintritt nicht verlässlich vorausgesagt

werden kann. Mit Abweichungen ist in der Praxis zu

rechnen. Auch nennenswerte Abweichungen sind aus

heutiger Sicht nicht auszuschließen. Abweichende

Entwicklungen können die Rendite des Anlegers

nachhaltig beeinflussen.

Durch eine erhöhte Nachfrage nach Zielfonds und/

oder Zielunternehmen besteht das Risiko, dass es zu

verzögerten Investitionen kommen bzw. die geplante

Investitionsquote nicht oder nur zu höheren Kaufpreisen

erreicht werden kann. Dies kann die Rendite

des Anlegers nachhaltig beeinflussen.

Die dargestellten finanzmathematischen Renditen

(IRR) stellen daher einen Orientierungswert dar und

können nur bedingt mit der Rendite von Kapitalanlagen

(z. B. von Pfandbriefen) verglichen werden.

Durch den Ausfall von Vertragspartnern, verzögerte

Eigenkapitalplatzierung, etc. kann sich ein erhöhter

Finanzierungsbedarf ergeben.

3.3.2 Fehlen einer Platzierungsgarantie

Die Fondsstruktur sieht nicht vor, dass von dritter

Seite eine Platzierungsgarantie übernommen wird.

Eine Platzierungsgarantie bewirkt bei ausreichender

Liquidität des Platzierungsgaranten, dass ein teilweises

Fehlschlagen der Platzierung von Vermögensanlagen

kompensiert werden kann. Der jeweilige

Platzierungsgarant würde die nicht platzierten Anteile

selbst übernehmen.

Sollte die in diesem Prospekt angebotene Beteiligung

an der Fondsgesellschaft nicht vollständig im Markt

platziert werden können, besteht keine Möglichkeit,

auf die Verpflichtung zur Übernahme durch einen

Dritten zurückzugreifen. Fehlende Eigenmittel würden

dazu führen, dass die Beteiligung an CAM VIER

nicht oder nicht in dem geplanten Umfang erworben

werden kann. Darüber hinaus kann eine Aufnahme

von Fremdkapital notwendig werden. Dadurch kann

die Ertragslage der Fondsgesellschaft eingeschränkt

werden. Bei einem Scheitern der Platzierung drohen

Verluste des angelegten Kapitals.

3.3.3 Zwischenfinanzierung

Es ist grundsätzlich nicht vorgesehen, dass die

Fondsgesellschaft Fremdmittel aufnimmt. Davon

ausgenommen ist jedoch eine eventuelle Zwischenfinanzierung

zur Erbringung der Einlage gegenüber

der CAM VIER.

Die Kosten einer eventuellen Zwischenfinanzierung

gehen zu Lasten der Liquiditätsreserve der Fondsgesellschaft.

Dies kann die Liquiditätslage der Gesellschaft

beeinträchtigen.

Die gesamte Finanzierung ist mithin nur sichergestellt,

wenn das Fondskapital vollständig gezeichnet

ist und alle Anleger ihren Einzahlungsverpflichtungen

pünktlich nachkommen. Zahlen Anleger das bei

ihnen abgerufene Kapital nicht vollständig oder nicht

rechtzeitig ein, kommen sie in Verzug und es kann

zu einem Rückgriff der zwischenfinanzierenden Bank

auf die Fondsgesellschaft kommen. Ferner kann die

Fondsgesellschaft ihrerseits gegenüber CAM VIER

in Verzug geraten und zur Leistung entsprechender

Zinsen verpflichtet sein.

3.3.4 Außerplanmäßiger Finanzierungsbedarf

Sollte bei der Fondsgesellschaft aufgrund der in

diesem Prospekt genannten Risiken weiterer Finanzierungsbedarf

entstehen und kann dieser nicht aus

einer Kapitalerhöhung gedeckt werden, zu der die

Kommanditisten der Fondsgesellschaft nach dem

Gesellschaftsvertrag nicht verpflichtet sind, so müsste

die Fondsgesellschaft möglicherweise Fremdmittel

aufnehmen. Dies würde sich auf die Liquidität der

Fondsgesellschaft erheblich nachteilig auswirken.

Entsprechendes gilt, wenn z. B. durch Kündigung ein

nicht unerheblicher Teil der Gesellschafter ausscheidet

und die Fondsgesellschaft dadurch mit erheblichen

Abfindungszahlungen belastet wird.


3.3.5 Ausschüttungen

Die in die Prospektierung einfließenden Größen und

Variablen basieren auf derzeit geltendem Recht, der

Beratung durch namhafte steuerliche, rechtliche und

wirtschaftliche Berater, der Beratung und Analyse

technischer Experten, auf abgeschlossenen Verträgen,

der Erfahrung der CAM sowie auf zeitlichen und

quantitativen Annahmen und Schätzungen des Initiators.

Die Ausschüttungen können durch die

bereits im Einzelnen ausgeführten Risiken, soweit

diese sich verwirklichen, beeinträchtigt werden. Dies

wäre beispielsweise bei geringeren oder keinen Rückflüssen

aus den Zielfonds und Zielgesellschaften oder

höheren Investitionskosten als prognostiziert bzw.

geplant der Fall. Eine Ausschüttung an die Anleger

ist nur möglich, wenn die Fondsgesellschaft über

genügend liquide Geldmittel verfügt. Eine Ausfallreserve

für Ausschüttungen, bei ausbleibenden oder

verminderten Rückflüssen, steht auf der Ebene der

Fondsgesellschaft nicht zur Verfügung.

3.3.6 Liquidität

Es ist vorgesehen, dass für unvorhergesehene Ausgaben

eine Liquiditätsreserve gebildet wird. Die Liquiditätsreserve

der Fondsgesellschaft besteht aus einem

im Investitions- und Finanzierungsplan eingestellten

Betrag sowie aus etwaigen laufenden Liquiditätsüberschüssen

der Gesellschaft. Durch die tatsächliche

Entwicklung kann die Liquiditätsreserve geringer sein

als in der Kalkulation zu Grunde gelegt. Es ist nicht

auszuschließen, dass die tatsächlich vorhandene

Liquiditätsreserve nicht ausreicht, um die vorgenannten

Risiken vollständig oder teilweise absichern zu

können und daher andere Kapitalbeschaffungsmaßnahmen

(z. B. Fremdkapitalaufnahme) erforderlich

werden. Im Falle der Aufnahme von Fremdmitteln

würde sich die Ertragslage der Fondsgesellschaft

verschlechtern. Sollten andere Kapitalbeschaffungsmaßnahmen

scheitern, droht der Totalverlust des

investierten Kapitals.

3.3.7 Ausländische Rechtsordnungen und

Rechtsänderungen

Ein Teil der Investitionsmittel wird im europäischen

Ausland bzw. weltweit angelegt. Wegen der Beteiligung

der CAM-Segmentgesellschaften an ausländischen

Private Equity Fonds bzw. die Beteiligung

von in- und ausländischen Private Equity Fonds an

ausländischen Unternehmen unterliegen diese Be-

teiligungen jeweils ausländischen Rechtsordnungen,

die z. T. deutlich von der deutschen Rechtsordnung

abweichen. Dies kann aus Sicht der Fondsgesellschaft

die Durchsetzung von Rechtsansprüchen erschweren

oder unmöglich machen. Eine effektive Rechtsdurchsetzung

kann mit höheren Aufwendungen als

in Deutschland verbunden sein. Veränderungen der

politischen oder wirtschaftlichen Situation derjenigen

Länder, in denen die CAM-Segmentgesellschaften

investieren, können ebenfalls negative Auswirkungen

haben.

Künftige Gesetzesänderungen, aber auch Änderungen

der Auslegung, der Anwendung oder der Handhabung

bestehender Gesetze sowie Beschränkungen

des freien Kapitalverkehrs können für die Fondsgesellschaft

und die Anleger negative Auswirkungen rechtlicher

und/oder steuerlicher Art zur Folge haben. Es

ist nicht auszuschließen, dass sich besonders ungünstige

Rechtsentwicklungen verlustbringend auswirken.

3.3.8 Quellenangaben und Informationen

Es ist nicht auszuschließen, dass die von Dritten im

Rahmen dieses Beteiligungsangebots getätigten

Aussagen unrichtig, unvollständig und/oder aus dem

Sachzusammenhang herausgelöst, missverständlich

oder sogar irreführend sind und damit zu negativen

Abweichungen vom prognostizierten Verlauf der

Beteiligung führen. Eine Haftung der Dritten, deren

Aussagen übernommen wurden, ist in der Regel

ausgeschlossen.

Informationen über kleinere Gesellschaften sind nur

in sehr begrenztem Umfang vorhanden oder schwer

zugänglich. In diesen Fällen ist die Einschätzung der

Risiken entsprechend schwieriger.

3.3.9 Beteiligung an der Fondsgesellschaft/

Management/Verwaltung

Das Ausscheiden aus der Fondsgesellschaft durch

Kündigung ist erstmals zum 31.12.2021 möglich.

Der ausscheidende Gesellschafter erhält hierbei

grundsätzlich eine Abfindung von der Fondsgesellschaft,

die sich grundsätzlich nach dem Verkehrswert

seiner Beteiligung bemisst. In bestimmten Fällen des

Ausscheidens, wie z. B. Ausschluss aus wichtigem

Grund, erfolgt ein Abschlag in Höhe von 20 % auf den

Verkehrswert der Beteiligung.

Die Fondsgesellschaft müsste die Zahlung der Abfindung

aus der laufenden Liquidität, der Liquiditäts-


eserve und unter Umständen durch die Aufnahme

zusätzlicher Fremdmittel finanzieren. Dies könnte für

die verbleibenden Gesellschafter zu negativen Auswirkungen

auf die Ertragslage und die Rentierlichkeit

der Beteiligung, insbesondere auf mögliche Ausschüttungen,

führen.

Ein Missbrauch der Vertretungsmacht, Fehlentscheidungen

bzw. Unterlassung notwendiger Handlungen

der Geschäftsführungen sowie die Verfolgung von

Eigeninteressen zum Nachteil der Anleger können

die Entwicklung der Fondsgesellschaft und der CAM

VIER negativ beeinflussen. Bei Ausscheiden von

Mitarbeitern in verantwortlichen Positionen müssen

geeignete Nachfolger gefunden werden. Weiterhin

ist aufgrund der größeren Anzahl der verantwortlich

Beteiligten das Risiko eines Missmanagements höher.

Den Gesellschaftern dieses Beteiligungsangebotes

wurden verschiedene Informations-, Kontroll- und

Mitspracherechte eingeräumt. Trotzdem ist nicht

auszuschließen, dass Fehlentscheidungen und Verfehlungen

nicht erkannt werden. Daher kann es zu

verminderten Erträgen und Verlusten kommen.

3.4 Steuerliche Risiken

3.4.1 Steuerrechtliche Anerkennung

Die steuerlichen Erläuterungen des Beteiligungsangebotes

sind nach bestem Wissen zusammengestellt.

Die Ausführungen basieren auf den derzeit gültigen

nationalen deutschen gesetzlichen Regelungen, den

veröffentlichten Verwaltungsanweisungen und der

aktuellen Rechtsprechung der Finanzgerichte. Für das

vorliegende Fondskonzept liegt keine verbindliche

Auskunft der zuständigen Finanzbehörden vor. Daher

kann die Finanzverwaltung in jedem Wirtschaftsjahr

aufgrund des allgemeinen Besteuerungsverfahrens

und/oder auf der Grundlage einer Betriebsprüfung

– auch bei unveränderter Gesetzeslage – zu einer

Beurteilung des steuerlichen Konzepts gelangen, die

von der Darstellung dieses Prospekts abweicht. Eine

vorläufige Sicherheit hinsichtlich der steuerlichen

Qualifikation für das betreffende Wirtschaftsjahr der

Fondsgesellschaft ist erst dann gegeben, wenn die

Steuerbescheide erstellt sind, eventuell anschließende

Einspruchs- und finanzgerichtliche Verfahren abgeschlossen

und die entsprechenden Steuerbescheide

bestandskräftig geworden sind.

0

Darüber hinaus kann trotz größter Sorgfalt nicht ausgeschlossen

werden, dass bereits von Anfang an eine

von der Prospektierung und Kalkulation abweichende

Handhabung durch die Finanzverwaltung erfolgt.

3.4.2 Steuerrechtsänderungen

Eine Änderung der steuerlichen Beurteilung kann

sich auch daraus ergeben, dass während der Beteiligungsdauer

des Anlegers an der Fondsgesellschaft

die zu berücksichtigenden Rechtsvorschriften (Gesetze,

Steuerrichtlinien und Steuererlasse) sowie die

u. U. einschlägigen Doppelbesteuerungsabkommen

durch den jeweiligen Normgeber im Ausland und in

Deutschland abgeändert werden.

Es ist ferner denkbar, dass die Rechtsprechung der

Finanzgerichte aufgrund einer geänderten oder auch

bei unveränderter Gesetzeslage von ihren bisherigen

Standpunkten abweicht oder durch Entscheidungen

des Europäischen Gerichtshofs oder des Bundesverfassungsgerichts

angehalten ist, seine bisherigen

Auffassungen zu modifizieren.

Daneben ist es möglich, dass auch die Finanzverwaltung

ihre Auffassung zu einzelnen Rechtsfragen

ändert.

Die Parteien der gegenwärtigen Regierungskoalition

aus CDU, CSU und SPD einigten sich in ihrem

Koalitionsvertrag darauf, dass eine Neuregelung der

Besteuerung von privaten Veräußerungsgewinnen

i.S.d. § 23 EStG vorzunehmen ist. Es wird erwartet,

dass dies zu einer generellen Besteuerung privater

Veräußerungsgewinne führen wird. Die Neuregelung

soll im Rahmen der Unternehmensteuerreform bis

zum 1. Januar 2008 umgesetzt werden. Aktuell wird

eine pauschale Abgeltungssteuer für private Veräußerungsgeschäfte

erwogen, die unabhängig von der

derzeit bestehenden steuerschädlichen „Spekulationsfrist“

von nicht mehr als einem Jahr (bzw. nicht mehr

als zehn Jahren bei Gründstücken) ist. Die geplante

Besteuerung hätte u. a. zur Folge, dass Gewinne aus

Beteiligungsveräußerungen generell steuerpflichtig

werden. Zum Zeitpunkt der Prospektherausgabe sind

keine weiteren Informationen hinsichtlich der Einzelheiten

zur Bemessungsgrundlage oder zum Anwendungszeitpunkt

verfügbar.

In diesem Zusammenhang ist auch die Anhebung des

regulären Umsatzsteuersatzes von derzeit 16 % auf

19 % zu erwähnen, die im Rahmen der Verabschie-


dung des Haushaltsbegleitgesetzes vom 29. Juni 2006

für die Zeit nach dem 1. Januar 2007 beschlossen

wurde.

Nachteilige Effekte bei Steuerrechtsänderungen

oder im Fall der unterschiedlichen steuerrechtlichen

Beurteilung (vgl. Ziffer 3.4.1) durch die deutschen

Finanzbehörden können dazu führen, dass die

steuerlichen Belastungen der Einkünfte der Fondsgesellschaft

und damit auch der Anleger deutlich

höher ausfallen. Dies würde zu einer verminderten

nachsteuerlichen Rendite führen.

Das Eintreten der steuerlichen Wirkungen des

Investments kann bei Erstellung des Prospekts nicht

garantiert werden. Das Nachsteuerergebnis einer

Beteiligung hängt von den individuellen steuerlichen

Faktoren des Anlegers ab, die in dem Prospekt nur

typisierend berücksichtigt werden konnten. Das Risiko

der steuerlichen Konzeption und der Steuerrechtsänderungen

trägt somit vollständig und allein der

Anleger.

3.4.3 Gewerblichkeit der Fondsgesellschaft

Die prospektierten Angaben gehen davon aus, dass

das vorliegende Beteiligungsangebot den Anforderungen

an eine vermögensverwaltende Tätigkeit der

Fondsgesellschaft entsprechend dem BMF-Schreiben

vom 16. Dezember 2003 (BStBl. I 2004, S. 40)

entspricht. Gleichwohl handelt es sich bei den im

BMF-Schreiben enthaltenen Abgrenzungskriterien

zur steuerlichen Qualifikation der Fondsgesellschaft

als vermögensverwaltende oder gewerbliche Personengesellschaft

nicht um abschließende Beurteilungsregelungen.

Es kann daher nicht ausgeschlossen

werden, dass die deutsche Finanzverwaltung zu einer

von den prospektierten Angaben abweichenden steuerlichen

Beurteilung gelangt.

Des Weiteren kann nicht ausgeschlossen werden,

dass sich nach Ansicht der Finanzverwaltung eine

gewerbliche „Infizierung“ der Fondsgesellschaft auch

durch die unmittelbare oder mittelbare Beteiligung

der Fondsgesellschaft an CAM VIER Private Equity

GmbH & Co. KG und/oder an weiteren, gewerblichen

und/oder gewerblich geprägten in- oder ausländischen

Zielfonds oder Portfoliogesellschaften ergibt.

Die CAM-Segmentgesellschaften können sich grundsätzlich

nur als Minderheitsgesellschafter an in- oder

ausländischen Zielfonds beteiligen, so dass sie keinen

Einfluss darauf haben, ob die Zielfondsmanager den

vermögensverwaltenden Charakter während der

Laufzeit der Zielfonds sicherstellen können und die

Zielfonds die jeweiligen Kriterien zur Vermeidung

einer Gewerblichkeit erfüllen. Ebenso können sich auf

Ebene der Beteiligungsgesellschaften (z. B. CAM VIER

Private Equity GmbH & Co. KG) Sachverhalte ergeben,

die von der Finanzverwaltung bei vergleichbaren,

anderen Auslands- oder Inlandsfällen bisher als steuerlich

unproblematisch angesehen wurden, nunmehr

aber eine Gewerblichkeit herbeiführen können, weil

das Management im Vertrauen auf eine steuerliche

Gleichbehandlung keine geeigneten Vorsichtsmaßnahmen

im konkreten Sachverhalt getroffen hat. Auch

eine Veränderung in der Struktur der Gesellschaften

kann dazu führen, dass die Anforderungen des Private

Equity Erlasses nicht mehr erfüllt werden.

Sollte die Finanzverwaltung die Tätigkeit der Fondsgesellschaft

entgegen dem steuerlichen Konzept nicht

als vermögensverwaltend, sondern als gewerblich

bzw. gewerblich infiziert qualifizieren, so hätte dies

neben der Gewerbesteuerpflicht der Fondsgesellschaft

insbesondere zur Folge, dass die Anleger mit

den anteilig auf sie entfallenden gewerblichen Einkünften

aus der Beteiligung an der Fondsgesellschaft

der Einkommensteuer (zzgl. Solidaritätszuschlag und

ggf. der Kirchensteuer) unterliegen. Ebenso würden

sämtliche Dividenden und ansonsten steuerfreie

Gewinne aus der Veräußerung von Beteiligungen an

in- oder ausländischen Kapitalgesellschaften beim

Anleger grundsätzlich im Rahmen des Halbeinkünfteverfahrens

als steuerpflichtige, gewerbliche Einkünfte

erfasst. Es besteht für den Anleger die Möglichkeit,

die auf Ebene der Fondsgesellschaft anfallende

Gewerbesteuer anteilig und der Höhe nach begrenzt,

entsprechend seiner Beteiligungsquote an der Fondsgesellschaft

auf seine persönliche Einkommensteuer

anzurechnen, sofern die Voraussetzungen des § 35

EStG erfüllt werden. Durch die gewerbesteuerliche

Anrechnungsmöglichkeit für die Anleger kann die

Gewerbesteuer vermindert werden.

Die Gewerblichkeit der Fondsgesellschaft kann sich

negativ auf die nach Steuern erzielten Überschüsse

des Anlegers auswirken.

3.4.4 Erbschaftsteuerliche Behandlung treuhänderisch

gehaltener Kommanditbeteiligungen

Die Anleger, die sich über den Treuhandkommanditis-


ten an der unterstellt vermögensverwaltend tätigen

Fondsgesellschaft beteiligen, unterliegen dem Risiko,

dass die steuerliche Bewertung der Übertragung der

Treugeberstellung an der Fondsgesellschaft im Erb-

und/oder Schenkungsfall zu höheren Wertansätzen

als bei einem Direktkommanditisten führt.

Bei einem Direktkommanditisten ermittelt sich

die erb- und schenkungsteuerliche Bewertung der

unentgeltlichen Übertragung der Beteiligung an der

vermögensverwaltenden Fondsgesellschaft nach

den Steuerwerten der zum Gesamthandsvermögen

der Fondsgesellschaft gehörenden einzelnen Wirtschaftsgüter.

Dabei werden Beteiligungen an in- und

ausländischen Kapitalgesellschaften derzeit nach dem

„Stuttgarter Verfahren“ bewertet.

Nach einem koordinierten Ländererlass (z. B. Finanzministerium

Baden-Württemberg vom 27. Juni 2005)

soll bei der Ermittlung der erbschaft- bzw. schenkungsteuerlichen

Werte bei Anlegern, die sich im

Gegensatz zu Direktkommanditisten nur mittelbar

über den Treuhandkommanditisten an der Fondsgesellschaft

beteiligt haben, nicht länger auf die wirtschaftlich

dem Treugeber (Anleger) zuzurechnenden

Steuerwerte der zum Gesamthandsvermögen der

Fondsgesellschaft gehörenden einzelnen Wirtschaftsgütern

ankommen. Vielmehr soll die steuerliche Bewertung

des zivilrechtlichen Herausgabeanspruches

der Fondsbeteiligung gegen den Treuhandkommanditisten

maßgebend sein. Dieser Herausgabeanspruch

ist mit dem gemeinen Wert anzusetzen. Hierdurch

können sich andere steuerliche Wertfeststellungen als

bei einem Direktkommanditisten ergeben.

Es wird empfohlen, dass sich der Anleger vor der

Zeichnung der Beteiligung an der Fondsgesellschaft

mit seinem persönlichen steuerlichen Berater in

Verbindung setzt, um denkbare nachteilige Steuerfolgen

aufgrund seiner persönlichen wirtschaftlichen

Verhältnisse zu klären.

3.4.5 Besteuerungen im Ausland

Darüber hinaus können die Erträge der Fondsgesellschaft

mit Steuern belastet sein, die in den ausländischen

Ansässigkeitsstaaten der Zielfonds bzw. ihrer

Portfoliogesellschaften erhoben werden. Auch wenn

in zahlreichen einschlägigen Doppelbesteuerungsabkommen

neben der Freistellungsmethode für ausländische

Einkünfte (unter Progressionsvorbehalt) auch

die Anrechnungsmethode zur Verringerung derartiger

Steuern vorgesehen ist, können rechtliche und

tatsächliche Hindernisse dazu führen, dass z. B. die

geschuldete Steuer nicht reduziert oder durch eine

Anrechnung der im Ausland gezahlten Steuer nicht

gemindert werden kann und sich so eine Doppelbesteuerung

ergibt. Es ist nicht auszuschließen, dass

die Anleger im Ausland Steuererklärungen abgeben

müssen und dafür Kosten anfallen.

3.4.6 Investmentsteuergesetz

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich die

Fondsgesellschaft mittelbar an Zielfonds beteiligt

und sich die Steuerfolgen für die Anleger nach den

Regelungen des Investmentsteuergesetzes (InvStG)

richten. Sofern die jeweiligen Zielfonds als Investmentgesellschaften

nicht die Nachweis- und Veröffentlichungspflichten

nach § 5 InvStG erfüllen, greift

die sog. „Pauschalbesteuerung“ nach § 6 InvStG für

die erwirtschafteten Erträge. In diesem Fall unterliegen

die Ausschüttungen der Zielfonds sowie fiktive

Wertzuwächse aus der Beteiligung an den Zielfonds

bei Privatanlegern der vollen Besteuerung (keine

Anwendung des Halbeinkünfteverfahrens).

3.4.7 Steuerbelastung ohne Gewinnzuweisung

Für den Anleger besteht grundsätzlich das Risiko, dass

das in einem Wirtschaftsjahr der Fondsgesellschaft

anteilig auf ihn entfallende steuerliche Ergebnis aus

der Beteiligung an der Fondsgesellschaft zu einer persönlichen

Steuerbelastung führt, ohne dass entsprechende

Ausschüttungen aus der Beteiligung erfolgen.

3.5 Risiken der Anlage

3.5.1 Haftung und Nachhaftung

Mit der Eintragung des Kommanditisten in das

Handelsregister ist die Haftung gegenüber Dritten

für nach diesem Zeitpunkt entstehende Verbindlichkeiten

auf die in das Handelsregister eingetragene

Hafteinlage beschränkt. Grundsätzlich erlischt die

Haftung eines Kommanditisten, wenn und soweit

die Hafteinlage (5 % des Kapitalanteils ohne Agio)

geleistet ist. Für den Fall, dass die Hafteinlage infolge

von Auszahlungen (z. B. Ausschüttungen, sonstigen

Entnahmen, Abfindungen bei Ausscheiden) an einen

Kommanditisten zurückbezahlt wird, lebt die Haftung

des Kommanditisten insoweit wieder auf (§ 174

Abs. 4 HGB). Die mittelbar an der Kommanditgesell-


schaft beteiligten Anleger haften gegenüber den

Gläubigern der Fondsgesellschaft nicht direkt. Sie sind

jedoch dem Treuhandkommanditisten gegenüber

zum Ersatz von Aufwendungen sowie zur Befreiung

von Verbindlichkeiten verpflichtet, die sich aus deren

Haftung gegenüber der Fondsgesellschaft ergeben.

Die eingangs dargestellte Kommanditistenhaftung gilt

daher für mittelbar beteiligte Anleger entsprechend.

Im Falle des Ausscheidens aus der Fondsgesellschaft

haften Kommanditisten gemäß § 161 Abs. 2 HGB

i.V.m. § 160 Abs. 1 HGB sowie Treugeber gemäß den

Regelungen des Treuhandvertrags für die bis dahin

begründeten Verbindlichkeiten der Gesellschaft noch

bis zu fünf Jahre nach der Eintragung ihres Ausscheidens

im Handelsregister gegenüber den Gläubigern

der Gesellschaft.

Da die Fondsgesellschaft an CAM VIER ebenfalls als

Kommanditist beteiligt ist, bestehen die vorbeschriebenen

Risiken der Direktkommanditisten und Treugeber

auch für die Fondsgesellschaft.

3.5.2 Persönliche Anteilsfinanzierung

Jedem Anleger steht es grundsätzlich frei, seine

Beteiligung an der Fondsgesellschaft aus Eigenmitteln

aufzubringen und/oder ganz oder teilweise durch

Aufnahme eines persönlichen Darlehens zu finanzieren.

Bei Aufnahme eines persönlichen Darlehens wird

in erster Linie auf die Bonität des einzelnen Anlegers

abgestellt werden. Sofern der einzelne Anleger eine

persönliche Anteilsfinanzierung aufnimmt, muss er in

der Lage sein, den regelmäßigen Kapitaldienst (Zins

und Tilgung) unabhängig von etwaigen Ausschüttungen

oder etwaigen Veräußerungserlösen der

Fondsgesellschaft aufbringen zu können und muss

sich bewusst sein, dass die Einkünfte aus der Beteiligung

durch die Finanzverwaltung als gewerbliche

Einkünfte gegebenenfalls mit negativen steuerlichen

Folgen qualifiziert werden könnten.

Es ist darauf hinzuweisen, dass sich bei den Anlegern,

die den Erwerb ihrer Beteiligung ganz oder teilweise

fremd finanzieren, das Gesamtrisiko insoweit erhöht,

als diese Kreditmittel grundsätzlich unabhängig von

den Einnahmen des Anlegers aus dem Ergebnis der

Fondsgesellschaft zurückgeführt werden müssen.

Dies kann dazu führen, dass neben dem für die

Vermögensanlage eingesetzten Vermögen auch das

sonstige Vermögen des Anlegers bis zur Privatinsolvenz

gefährdet wird. Von einer Anlagestrategie

der Bedienung der Fremdfinanzierung aus zu erwartenden

Ausschüttungen der Fondsgesellschaft

muss daher grundsätzlich abgeraten werden. Können

Fremdmittel nicht zurückgeführt werden, besteht

die Gefahr der Verwertung der Anlage durch die

darlehensgewährende Bank. Daher ist die Anlage im

Fall der Fremdfinanzierung grundsätzlich gefährdet.

Sofern der Anleger die Beteiligung ganz oder teilweise

fremdfinanziert, ist daher außerdem darauf hinzuweisen,

dass sämtliche Risiken, die den Teil- oder

Totalverlust der Zeichnungssumme zur Folge haben

können, auch gleichzeitig als das übrige Vermögen

des Anlegers gefährdend einzustufen sind.

3.5.3 Eingeschränkte Fungibilität

Für den Handel mit Anteilen an einer Kommanditgesellschaft

gibt es keinen öffentlichen Markt; die

Fungibilität ist somit eingeschränkt. Ein kurzfristiger

Verkauf der Kommanditanteile ist nicht gewährleistet.

Ferner ist die Fungibilität auch durch die steuerliche

Situation, insbesondere durch die Auswirkung der

derzeitigen einjährigen Spekulationsfrist für Kapitalbeteiligungen

beschränkt. Des Weiteren sind bei

einer Veräußerung der Beteiligung die Vorschriften

des Gesellschaftsvertrages, insbesondere das Zustimmungsbedürfnis

des geschäftsführenden Kommanditisten

während der ersten fünf Jahre nach Vollplatzierung,

zu beachten. Es besteht das Risiko, dass trotz

der privaten Notwendigkeit eine Anlage nicht oder

nur mit Verlusten veräußert werden kann.

Auch für die Kommanditbeteiligung der Fondsgesellschaft

an der CAM VIER existiert kein öffentlicher

Markt. Zudem besteht für eine Kommanditbeteiligung

in der Höhe, wie die Fondsgesellschaft an der

CAM VIER beteiligt ist, nur ein sehr begrenzter Kreis

potenzieller Käufer. Dies schränkt die Möglichkeit der

gewinnbringenden oder wenigstens gewinnneutralen

Veräußerung ein und kann zu dem Verlust des investierten

Kapitals auf Ebene der Anleger führen, wenn

der Anteil bei Bedarf nicht veräußert werden kann.

3.5.4 Beschlussfassung/Stimmrechte/

Majorisierung/Verwässerung

Es besteht grundsätzlich die Gefahr, dass Kommanditisten/Treugeber

aufgrund einer Minderheitenstellung

ihre gesellschaftsrechtlichen Interessen nicht

durchsetzen können. Insbesondere besteht diese

Gefahr bei Nichtwahrnehmung von Stimmrechten

durch Anleger, z. B. durch Nichtteilnahme an der

Gesellschafterversammlung oder am schriftlichen


Abstimmungsverfahren. Beschlüsse der Gesellschafter

sind auch für die nicht am Beschlussverfahren teilnehmenden

Kommanditisten/Treugeber bzw. Gesellschafter

bindend. Vor allem bei der Beteiligung von Anlegern

mit hohen Beteiligungssummen, insbesondere

also von institutionellen Anlegern, oder wenn die BFI

in hohem Maße von ihrem Vorverkaufsrecht Gebrauch

gemacht hat, besteht die Gefahr einer Beherrschung

der Entscheidungsgremien der Fondsgesellschaft

bzw. der CAM VIER und der Zielfonds. Hinzuweisen

ist darauf, dass der Treuhandkommanditist bei fehlender

Weisung durch den Treugeber im Sinne der

Beschlussvorlage der Geschäftsführung abstimmt. Bei

einer Erhöhung des Kapitals der Fondsgesellschaft bis

zu einem Betrag in Höhe von EUR 100.000.000, wie

dies durch den geschäftsführenden Kommanditisten

veranlasst werden kann, würde der einzelne Anlegeranteil

entsprechend verwässert. Die Möglichkeiten

der Einflussnahme auf Ebene der Fondsgesellschaft

würde entsprechend verringert.

Die Beschlussfähigkeit der Gesellschafterversammlung

der CAM VIER ist davon abhängig, dass 50 % der

Stimmen aller Gesellschafter anwesend oder vertreten

sind. Es ist somit möglich, Beschlüsse der Gesellschaft

durch Abwesenheit von Gesellschafterversammlungen

zu blockieren.

3.5.5 Platzierungsverlauf/Scheitern der Platzierung/

Rückabwicklung der Vermögensanlage

Der Anbieter geht davon aus, dass die Platzierung

in dem geplanten Umfang und der geplanten Zeit

erfolgen wird. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass

die Platzierung fehlschlägt. Eine Platzierungsgarantie

wurde von dritter Seite nicht übernommen. Scheitert

die Platzierung, könnte das gesamte Fondskonzept

scheitern, so dass der Fonds rückabgewickelt werden

müsste. Dieses Risiko würde sich vor allem dann

realisieren, wenn infolge eines unerwartet ungünstigen

Verlaufs der Platzierung nicht genügend Mittel

zur Verfügung stehen, um die Einlageverpflichtungen

im Zusammenhang mit dem Erwerb der Beteiligung

an der CAM VIER zu erfüllen. Die Platzierung des

Beteiligungsangebotes kann auch gegen den Willen

des Anlegers beendet werden. Gleiches gilt für die

Beteiligungen der CAM VIER und der weiteren Private

Equity Fonds.

Im Falle einer Rückabwicklung würden dem Anleger

nicht nur mögliche Erträge und Vorteile aus dem

Halten der Beteiligung entgehen, sondern darüber

hinaus würde das Risiko bestehen, dass die Fondsgesellschaft

nicht in der Lage ist, das bis dahin einbezahlte

Kapital vollständig zurückzuzahlen, weil bereits

nicht rückzahlbare Kosten angefallen sind.

Dem Anleger steht nach deutschem Recht die

Möglichkeit eines Rücktritts, insbesondere nach

den Regelungen über Haustürgeschäfte (§§ 312 ff.

BGB), Fernabsatzgeschäfte (§ 312b ff. BGB) sowie

Verbraucherverträge (§§ 355 ff. BGB), offen. Wird

ein Rücktrittsrecht ausgeübt, sind von der Fondsgesellschaft

die vom Anleger geleisteten Mittel gegen

die gezeichnete Anlage zurückzugewähren. Sofern

die Fondsgesellschaft zum Zeitpunkt der Ausübung

des Rücktrittsrechts nicht über ausreichende Mittel

zur Rückzahlung der vom Anleger gewährten Mittel

verfügt, kann auch das Risiko bestehen, dass der Anleger

seine Anlage nicht oder nicht in vollem Umfang

zurückerhält.

3.6 Kumulation von Risiken bzw.

maximales Risiko des Anlegers

Die vorstehenden Erläuterungen beschreiben die

wesentlichen einzelnen Risiken, die mit einer Beteiligung

an der Fondsgesellschaft und mittelbar an CAM

VIER und den weiteren Private Equity Fonds verbunden

sind. Die beschriebenen Risikofaktoren können

nicht nur einzeln auftreten, sondern sich vielmehr

auch gemeinsam realisieren. Dadurch können sich die

beschriebenen Auswirkungen auch über die Summe

der einzelnen Auswirkungen hinaus verstärken.

Insbesondere bei einem Zusammentreffen mehrerer

der vorgenannten Risiken, reicht unter Umständen

die gebildete Liquiditätsreserve nicht zur Abdeckung

aller Kosten aus. Dies kann zu einer Kürzung oder

zu einem Ausfall der Ausschüttung bis hin zu einem

Verlust der gesamten Zeichnungssumme führen.

Wenn man davon ausgeht, dass der Anleger seine

Beteiligung aus Eigenmitteln erbringt und unter

der Annahme, dass der Anleger wie vorgesehen

als Treugeber beitritt (oder im alternativen Fall des

direkten Beitritts, dass keine die Einlage übersteigenden

Haftungsfälle nach Beitritt bis zum Eintrag in das

Handelsregister entstehen), stellt für den Anleger der

Verlust der gesamten Einlage (Totalverlustrisiko) zuzüg-

lich etwaiger vor Ausschüttung geleisteter Steuern


auf Anlegerebene somit das maximale Risiko im

Zusammenhang mit dieser Beteiligung dar. Sollte der

Anleger tatsächlich einen Verlust erleiden, kann dieser

Verlust steuerlich nicht geltend gemacht werden,

da das Beteiligungsangebot vermögensverwaltend

konzipiert ist.

Sollte der Anleger eine gemäß dem Beteiligungskonzept

nicht vorgesehene zusätzliche persönliche

Anteilsfinanzierung zum Erwerb der Beteiligung

aufnehmen, würde das maximale Risiko um das auf

der Ebene des Anlegers zusätzlich aufgenommene

Fremdkapital bis zum Risiko einer Privatinsolvenz

erweitert.


. Private Equity

4.1 Definition Private Equity

Unter „Private Equity“ wird die Bereitstellung von

Eigenkapital für nicht börsennotierte Unternehmen

verstanden. Im Unterschied zur klassischen Fremdfinanzierung

mit Darlehen stellt der Private Equity

Geber dem Beteiligungsunternehmen voll haftendes

Eigenkapital zur Verfügung. Der Private Equity Geber

wird in Höhe seiner Kapitaleinlage Miteigentümer des

Unternehmens und trägt damit anteilig unternehmerisches

Risiko, nimmt aber auch an den unternehmerischen

Erfolgen teil.

Private Equity Geber erzielen ihre Rendite im Wesentlichen

aus dem Veräußerungserlös der Unternehmensbeteiligungen

und weniger aus Ausschüttungen

laufender Erträge: daher sind die Investitionen in

der Regel zeitlich begrenzt. Bei der Veräußerung der

Beteiligung werden der über die Haltedauer eingetretene

unternehmerische Erfolg und die dadurch

geschaffene Wertsteigerung realisiert.

Bekannte Unternehmen mit Private Equity Beteiligungen

sind beispielsweise:

Sun Microsystems, Compaq, Qiagen, amazon.com,

ebay, Google, debitel, Kabel Deutschland.

4.2 Segmente des Private Equity

Private Equity ist eine eigenständige Asset-Klasse mit

einem breiten Spektrum an Investitionsmöglichkeiten.

Die Finanzierungsmotive bzw. Lebensphasen der

finanzierten Unternehmen sind dabei wesentliche

Unterscheidungsmerkmale.

Private Equity kann im Wesentlichen in die Segmente

Buy-out, Venture Capital und Special Situations unterschieden

werden.

Erfahrungsgemäß liegen die durchschnittlichen

Renditen von Private Equity Investitionen in der Regel

erheblich über denen von Public Equity Engagements,

also von Beteiligungen an Unternehmen, die an einer

Aktienbörse notiert sind. Typisch für Private Equity

ist zudem, dass die Streuung der Ergebnisse um den

Marktdurchschnitt sehr groß ist.

Performance-Vergleich USA und Europa zwischen

Private Equity und börsennotierten Unternehmen

IRR in %

50 %

30 %

10 %

-10 %

MSCI* US

US AII PE**

5 Jahre

10 Jahre 20 Jahre

MSCI* EU

EU AII PE**

US PE** Top Quarter EU PE** Top Quarter

* MSCI Morgan Stanley Capital International ** Private Equity

Quelle(n): EVCA, Thomson Financial Venture Economics; Zahlen zum 31.12.2005

In der Grafik sind beispielhaft die Renditewerte der

Vergangenheit des europäischen und US-amerikanischen

Marktes gegenübergestellt.

Private Equity Anlagen sind in der Regel mittel- bis

langfristige Investments. Deshalb sind den mittel- bis

langfristig erzielten Renditen der Vergangenheit die

zeitgleichen Performanceziffern des jeweiligen Aktienindex

MSCI (Morgan Stanley Capital International)

gegenübergestellt.

In der Regel weisen Private Equity Anlagen neben den

zu erwartenden hohen Renditen eine relativ geringe

Abhängigkeit in deren Wertentwicklung von den

Wertentwicklungen traditioneller Anlageklassen wie

Aktien oder Renten auf.

In der kurzfristigen Betrachtung liegt ein Grund

hierfür in den in sehr viel größeren Zeitabständen

durchgeführten Bewertungen von Portfoliounternehmen

gegenüber börsentäglich fixierten Kursen.

Weitere Gründe liegen darin, dass die Private Equity

Industrie mit teilweise erheblichen individuellen


Abschlägen gegenüber vergleichbaren Börsenbewertungen

arbeitet sowie darin, dass Investitions- und

Verkaufsbewertungen (Ausnahme: Börsengang) privat

verhandelt werden.

Die Motive, sich in der Asset-Klasse Private Equity zu

engagieren, sind vor allem die Diversifizierung des

Gesamtportfolios, die Möglichkeit, hohe absolute

Erträge erzielen zu können sowie eine mögliche

Reduzierung von Volatilitäten. Damit kann Private

Equity ein wichtiger Baustein sein, um auch bei einem

niedrigen Zinsniveau langfristig stabile und dennoch

überdurchschnittliche Renditen zu ermöglichen.

Institutionelle Anleger, in Nordamerika wie z. B. Pensionskassen,

Banken, Versicherungsgesellschaften oder

Stiftungen haben im Jahr 2005 etwa 7 % ihrer Kapitalanlagen

in die Asset-Klasse Private Equity angelegt. In

Europa liegt dieser Wert bei 4,5 %, jedoch beabsichtigen

die befragten Institutionen, diese Quote bis 2007

auf 6,1 % zu erhöhen 1) .

Pensionskassen als größte Kapitalquelle für Private

Equity in Europa investierten in 2005 EUR 16,8 Mrd.

und repräsentierten 25 % der gesamten Kapitalzu-

Quelle:

1) Russel Survey of Alternative Investing 2005-06

Fundraising nach Investoren

Kapitalmärkte

1,2 %

Universitätsstiftungen

2,5 %

Fund-of-Funds

13,1 %

Versicherungen

11,1 %

Pensionskassen/-fonds

24,8 %

(Rundungsdifferenzen möglich)

flüsse. Das entspricht einer Erhöhung auf fast das

Vierfache des Vorjahresbetrages vonEUR 4,5 Mrd.

Damit verdrängten Pensionskassen als Kapitalquelle

für Private Equity die Banken auf Platz zwei (18 %),

die den Kapitalzufluss von 2004 bis 2005 „nur“ um

das 2,3-fache, vonEUR 5,1 Mrd. aufEUR 11,9 Mrd.

steigerten. Private Equity Funds-of-Funds haben im

gleichen Zeitraum mit knappEUR 9 Mrd. das 2,8-fache

des Vorjahresbetrages erreicht und sind in 2005 mit

13 % der drittgrößte Financier für Private Equity

Fonds in Europa.

4.2.1 Buy-out

Das nach dem Finanzierungsvolumen heute stärkste

Segment der Private Equity Industrie ist die Finanzierung

von Eignerwechseln durch Buy-outs/Buy-ins.

Bei Buy-outs übernehmen Private Equity Investoren

etablierte Unternehmen, die auch über marktführende

Stellungen in ihren Märkten verfügen können.

Ein Management-Buy-out (MBO) liegt hingegen vor,

wenn das vorhandene Management Anteile an dem

Unternehmen übernimmt, das es bislang als angestellter

Vorstand oder Geschäftsführung geleitet hat.

Dem gegenüber bezeichnet ein Management-Buy-in

nicht verfügbar

8,6 %

Unternehmen

5,1 %

Retail Investoren

6,0 %

Behörden

9,9 %

Banken

17,6 %

Quelle(n): EVCA; Zahlen zum 31.12.2005


(MBI) die Übernahme der operativen Verantwortung

durch ein neues, externes Managementteam.

Für diese Formen des Eignerwechsels, die durch eine

Kombination von Eigenkapital und Fremdmitteln finanziert

werden, ist ein möglichst hoher und stabiler

Cashflow des Beteiligungsunternehmens eine der

Voraussetzungen für ein erfolgreiches Investment.

Buy-out-/Buy-in-Gelegenheiten ergeben sich beispielsweise

bei Konzernen und Unternehmenszusammenschlüssen,

die sich im Zuge der Konzentration auf ihre

Kernkompetenzen von Tochtergesellschaften oder

Sparten trennen wollen oder mittelständische und

eignergeführte Unternehmen, die aus Gründen ungeregelter

Nachfolge oder unzureichender Eigenkapitalbasis

einen Eignerwechsel herbeiführen wollen.

Weitere Quellen sind staatliche Unternehmen, die im

Rahmen der Privatisierung erworben werden, und

börsennotierte Unternehmen, bei denen durch den

Aufkauf der börsennotierten Anteile aus Public Equity

Private Equity wird.

Üblicherweise wird bei Buy-out-Investitionen die

Mehrheit am jeweiligen Zielunternehmen übernommen.

Dadurch gewinnen die Buy-out-Fonds die

Kontrolle über das Unternehmen und können Einfluss

Wertschöpfung einer Buy-out-Transaktion

Kaufpreis

Unternehmen

Umsatzerhöhung

Margenerhöhung

Erhöhung

Verkaufspreis-Multiple

Hebelung

durch

Darlehen

auf die Unternehmensstrategie und das Management

ausüben. Erfolgreiche Buy-out-Fonds identifizieren

systematisch die Werttreiber in Unternehmen und

heben diese Potenziale sukzessive.

Die nachfolgende Grafik illustriert schematisch die

Wertschöpfung einer Buy-out-Transaktion:

Die Buy-out-Märkte zeigen eine rasante Entwicklung

und haben volkswirtschaftlich eine bedeutende Rolle

übernommen.

Nach einer Studie der Technischen Universität München

und der EVCA haben europäische Unternehmen,

die in Buy-out-Transaktionen übernommen wurden,

im Zeitraum von 2000 bis 2004, 420.000 neue Arbeitsplätze

geschaffen. Einer Untersuchung der NVCA

zufolge waren in den USA im Jahr 2003 mehr als 10

Millionen Arbeitnehmer bei Private Equity-finanzierten

Unternehmen beschäftigt 2) .

Die Private Equity Aktivitäten stiegen in den letzten

Jahren insbesondere in den wichtigen Buy-out-Märkten

Europa und USA stark an. Zusätzlich haben zahlreiche

Buy-out-Fonds regional expandiert und sich

Quelle:

2) EVCA: „The Employment Contribution of PE an VC in Europe“ November 2005;

Global Insight: „VC Benefits to the US economy“, 2004

Kaufpreis

Verkaufspreis


eispielsweise in Asien engagiert, um interessante

Investitionsmöglichkeiten auch in neuen, wachstumsstarken

Regionen zu prüfen. Das US-amerikanische

Buy-out-Haus KKR gab beispielsweise im Juni 2006

seine erste Milliarden-US-Dollar-Transaktion in Australien

bekannt, nachdem bereits in 2005 US$ 2,6 Mrd. in

Singapur investiert wurden.

Allein in 2005 wurden weltweit acht Private Equity

Buy-out-Fonds aufgelegt, die jeweils mehr als 5 Mrd.

EUR bzw. US$ an Kapital und insgesamt mehr als US$

60 Mrd. Kapital einwerben konnten 3) .

Private Equity, insbesondere im Bereich der Buy-out-

Fonds, verzeichnete einen starken Kapitalzufluss: Vor

dem Hintergrund der Börsencrashs in 2000/2001 und

den langfristig konstant hohen Returns der besten

Private Equity Manager, hat sich die Auffassung über

die relativen Risiken von privat gehaltenen (Private

Equity) gegenüber öffentlich notierten (Public Equity)

Asset-Klassen geändert.

In den USA hat sich das Private Equity Fund-of-Funds

zugeflossene Kapital von US$ 3,5 Mrd. in 2003 auf

US$ 7,9 Mrd. in 2004 mehr als verdoppelt 4) . In Europa

erhöhte sich dieser Wert von EUR 3,2 Mrd. (2004) auf

EUR 8,9 Mrd. (2005) um das 2,8-fache.

Das heute für Investitionen zur Verfügung stehende

Kapitalvolumen eröffnet den Private Equity Fonds die

Möglichkeit, auch gemeinsam in Konsortien Unternehmen

zu übernehmen, deren Transaktionsvolumina

vor geraumer Zeit noch undenkbar waren. So wurde

beispielsweise das dänische Telekommunikationsunternehmen

TDC gemeinsam von den fünf Private

Equity Gesellschaften Apax Partners, Blackstone

Group, KKR, Permira und Providence Group für US$

15,6 Mrd. übernommen. Für die Zukunft wird auch

die Übernahme von Firmen in der Größenordnung

von DAX-Unternehmen durch einen oder mehrere

Private Equity Gesellschaften nicht ausgeschlossen.

Andererseits haben sich die den Fonds zur Verfügung

stehenden Exit-Kanäle verbreitert und machen damit

Verkäufe potenziell einfacher. Traditionell haben

Private Equity Fonds ihre Investments im Wesentlichen

über die Börse oder an einen strategischen

Investor veräußert. Der Anteil der Unternehmen, die

in sogenannten Secondary-Transaktionen an andere

Private Equity Gesellschaften veräußert werden

(Secondary Buy-outs), stieg etwa in Großbritannien

0

in den letzten Jahren deutlich an 5) . Auch in den USA

erhöhte sich der Anteil der Secondary Buy-outs am

Gesamtmarkt von 2003 auf 2004 signifikant 6) .

4.2.2 Venture Capital

Viele Jahrzehnte übertraf die Performance von Venture

Capital als erfolgreiches Private Equity Segment

die meisten Aktienindizes und zum Großteil auch die

übrigen Private Equity Segmente.

Um 2000 zeigte Venture Capital infolge einer weltweiten

Überhitzung der IT-Märkte, die auch renommierte

Großunternehmen wie Cisco, SAP und Intel traf, eine

enttäuschende Performance.

Nach Bewältigung der Technologiekrise und der

Einführung vieler Sicherungsmechanismen zur Vermeidung

einer erneuten Überhitzung sprechen heute

wieder Faktoren dafür, dass Investments in erfahrene

Venture Capital Gesellschaften zukünftig wieder überdurchschnittliche

Returns erwarten lassen können.

Besonders bei Venture Capital streuen die Ergebnisse

zwischen dem besten und schlechtesten Quarter

signifikant, deshalb ist eine sorgfältige Selektion der

Fonds von großer Bedeutung.

Für die Innovationskraft der Weltwirtschaft liefern

Venture Capital Unternehmen wichtige Beiträge

und haben hohes Renditepotenzial. Sie sind an der

Umsetzung von Innovationen wesentlich beteiligt und

sorgen für den Wissenstransfer in Großunternehmen

hinein. Venture Capital weist daher wieder eine steigende

Bedeutung auf.

So gehen beispielsweise globale Pharmakonzerne

Kooperationen mit Biotechnologie-Start-ups ein und

entwickeln dadurch ein intelligentes System der

Arbeitsteilung. Dies bezieht sich auf Forschungs- und

Entwicklungsaktivitäten sowie die Zusammenarbeit

mit Genehmigungsbehörden bzgl. der Zulassung von

neuen Medikamenten und der Vermarktung dieser

neu zugelassenen Medikamente.

Weitere Themen und Trends, die innovative Geschäftskonzepte

mehr denn je erforderlich machen

und vorwiegend durch Technologie und Investitionskapital

umgesetzt werden, lassen sich ableiten.

Quellen:

3) Thomson Venture Economics/NVCA/Apax Partners

4) Almeida Capital: “A review of private equity funds-of-funds“ April 2005

5) Barclays Private Equity/Apax Partners

6) Dealogic


Die hohe Veränderungsdynamik bei wichtigen

Themen und Trends (wie z. B. Globalisierung, Umweltschutz,

Demographie usw.) fördert das Entstehen

neuer innovativer Technologien. Diese verändern

Märkte, Fertigungssysteme und Strukturen zum Teil

grundlegend, so dass die etablierten Firmen häufig

nicht in der Lage sind, sich in der notwendigen

Geschwindigkeit anzupassen. Wechselnde Rahmenbedingungen

erfordern anpassungsfähige Strukturen,

die Start-up-Unternehmen in der Regel sehr viel

einfacher schaffen können als große Firmen.

Trotz der Globalität des Venture Capital Geschäftes

haben sich in den USA, in Europa einschließlich Israel

bis hin nach Asien regionale Schwerpunkte und Netzwerke

gebildet.

Da Mehrheitsbeteiligungen in Asien nur in wenigen

Fällen realisierbar sind, ist die Grenze zwischen

Venture Capital und Buy-out fließend. Transaktionen

mit Fremdkapital sind nur in einigen Ländern möglich.

Die Größe der Märkte bieten eine Vielzahl von

Geschäftsmodellen für Venture Capital, die sehr hohe

Wachstumsraten erwarten lassen. Im Fundraising

hat der asiatische Markt aufgeholt. Im Gegensatz

zu den USA herrscht in Asien jedoch eine Kapitalunterdeckung

zwischen den regional eingesammelten

Fondsvolumina und den tatsächlich investierten

Geldern. Einige der in Asien vereinzelt existierenden

erfahrenen Venture Capital Fonds können mit den

Ergebnissen der amerikanischen und europäischen

Fonds Schritt halten.

4.2.3 Special Situations

Der Bereich der „Special Situations“ gewinnt neben

den klassischen Private Equity Segmenten, Buy-out

und Venture Capital, an Bedeutung.

Hierunter werden im Folgenden im Wesentlichen

Fonds verstanden, die sich auf die Bereiche „Turnaround“,

„Distressed Debt“, „Royalties“ oder aber auf

den Sektor „Energie/Rohstoffe“, das Feld „Infrastruktur“

sowie auf Private Equity in „Real Estate“ spezialisiert

haben. Special Situations Fonds haben in der

Vergangenheit innerhalb ihrer jeweiligen Nische gute

Ergebnisse erzielen können und dabei ein interessantes

Risiko-/Returnprofil ausgewiesen 7) .

Die Tätigkeit in diesen Nischen erfordert vom jeweiligen

Management eine besondere Expertise und

geht zum Teil über das hinaus, was typischerweise

das Management für einen Buy-out-Fonds qualifiziert.

So sollte das Management eines Turnaround-Fonds

beispielsweise zusätzliches Know-how im Umgang

mit Restrukturierungssituationen besitzen. Diese

teilweise notwendigen Spezialisierungsanforderungen

sowie der Fokus auf eine Nische sind u. a. ein

Grund dafür, dass sowohl die Anzahl als auch das

Commitment-Volumen der Special Situations Fonds

im Vergleich zu Buy-out- oder Venture Capital Fonds

deutlich geringer sind. Das Segmentwachstum bei

Special Situations in den letzten 15 Jahren ist jedoch

gemessen am Volumen größer als in den Bereichen

Buy-out bzw. Venture Capital.

Nachfolgende Grafik zeigt diesen Sachverhalt anhand

einer Übersicht zur Entwicklung des Commitment-Volumens

und der Fondsanzahl im Vergleich zu Buy-outs

bzw. Venture Capital 8) .

Quellen:

7) Vgl. The 2006 Private Equity Monitor

(Daten basieren auf Datenbasis von ca. 6.000 Fonds weltweit)

8) Vgl. The 2006 Private Equity Monitor

Entwicklung des Commitment-Volumens und

der Fondsanzahl im Vergleich

in Mio. US $

800

700

600

500

400

300

200

100

0

1991-1995

Entwicklung Commitments

1996-2000 2001-2005 1991-2005

Special Situations Venture Capital

Buy-outs

Quelle: The 2006 Private Equity Performance Monitor


in Mio. US $

3000

2500

2000

1500

1000

500

0

1991-1995

Entwicklung Anzahl Fonds

1996-2000 2001-2005 1991-2005

Special Situations Venture Capital

Buy-outs

Quelle: The 2006 Private Equity Performance Monitor

Die Performance bei Special Situations Fonds ist im

Mittel vergleichbar mit der von Buy-outs. Gleichwohl

liegt die Streuung in den Erträgen zwischen Top

Quarter und Durchschnitt in ähnlicher Größenordnung

wie bei Venture Capital. Ein stark heterogenes

Umfeld hinsichtlich Investmentstrategie und Qualität

des Fonds-Managements erfordert daher eine genaue

Kenntnis dieses Marktes und möglichen Zugang zu

den Top Fonds. Special Situations Fonds können über

hervorragende Ertragsaussichten verfügen und zur

Diversifizierung des Gesamtportfolios beitragen.

Die sechs wesentlichen Untersegmente im Bereich

Special Situations lassen sich kurz wie folgt charakterisieren:

Untersegmente im Bereich Special Situations

Untersegment Kurzbeschreibung der Fonds-Strategie

Turnaround

Distressed Debt

Royalties

Natural

Resources

Infrastructure

Real Estate

• Fonds, die Beteiligungen an Unternehmen

mit einer operativen Schieflage

eingehen, bei denen eine aktive

Restrukturierung durch den Investor

geeignet erscheint

• Fonds, die sich darauf spezialisiert

haben, Fremdkapital von Unternehmen

aufzukaufen, die bereits insolvent bzw.

ohne zusätzliches Kapital insolvenzgefährdet

sind

• Fonds, die Lizenz- bzw. Nutzungsrechte

an Produkten in unterschiedlichen

Entwicklungsstadien kaufen, um

anschließend von den Lizenzeinkünften

zu profitieren

• Fonds, die sich auf Energie bzw.

Rohstoffe spezialisiert haben und in

diesem Segment in Unternehmen mit

konventioneller oder zukunftsweisender

Technologie investieren

• Fonds, die sich auf Infrastrukturprojekte

spezialisiert haben, wie z. B. Brückenbau,

Autobahnen oder Flughäfen,

und dabei von Privatisierungen durch

die öffentliche Hand profitieren

• Fonds, die in Immobilien-Gesellschaften

oder Immobilien-Assets investieren,

welche aufgrund von Privatisierung

oder in Schwierigkeiten geratener

Verkäufer auf den Markt gelangen


4.3 Beteiligungsmöglichkeiten

Es bestehen grundsätzlich drei Möglichkeiten, eine

Private Equity Investition zu tätigen:

4.3.1 Beteiligung an einem oder mehreren

Dachfonds („Fund-of-Funds“)

Hierunter versteht man einen Fonds, der seine Mittel

strategisch auf verschiedene Private Equity Fonds

verteilt, um so eine breitere Risikostreuung zu erzielen.

Ein Dachfonds legt in mindestens zehn bis 15

Zielfonds an, die ihrerseits wieder Beteiligungen von

meist zehn bis in der Regel 15 Zielunternehmen erwerben.

Der Anleger ist somit indirekt an mindestens

100 bis 200 Unternehmen beteiligt. Dafür muss er die

zusätzlichen Kosten für das Dachfondsmanagement in

Kauf nehmen.

4.3.2 Ausschließliche Beteiligung an einem

einzelnen Fonds

Hierbei handelt es sich um eine Investitionsmöglichkeit,

bei der sich der Anleger an einer Beteiligungsgesellschaft

oder an einem Beteiligungsfonds beteiligt,

die/der die eingeworbenen Mittel direkt in Unternehmen

ausgewählter Zielbranchen bzw. Unternehmensphasen

investiert. Diese Investitionsstrategie

weist zwar eine im Vergleich zum Dachfonds höhere

Renditechance auf, ist jedoch aufgrund einer geringen

Diversifizierung auch mit einem höheren Risiko

verbunden.

4.3.3 Direktbeteiligung

Hierunter versteht man die unmittelbarste Art der

Beteiligung an einem Unternehmen, dass sich der

Anleger direkt an einem Unternehmen beteiligt. Der

Investitionserfolg ist hierbei in hohem Maße abhängig

von Qualifikation, Erfahrung und Netzwerk des

Investors. Unter Diversifikationsgesichtspunkten

eignet sich diese Form der Anlage nur für Investoren,

die schon andere Beteiligungen halten und ihr Risiko

somit streuen können.

4.3.4 Fazit: Eine ausgiebige Prüfung folgender Kriterien

ist deshalb von besonderer Wichtigkeit:

• Klarheit der Anlagestrategie

• Jährliche Gesamtkosten (Managementgebühren,

Höhe der Vorzugsrendite)

• Ausreichende Größe des Dachfonds für Investition

in attraktive Zielfonds (Mindestbeteiligungsgrößen)

• Rechtliche und steuerliche Konzeption

• Management

• Zugang zu attraktiven Fonds.

4.4 Die Ausfallwahrscheinlichkeit

Im Vergleich zu anderen Private Equity Anlageformen

ist das Investment über einen Private Equity Dachfonds,

wie in dem vorliegenden Beteiligungsangebot,

erfahrungsgemäß wirtschaftlich relativ sicher. Es gibt

nur eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit, einen Verlust

zu erleiden.

Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben,

dass das Risiko eines Kapitalausfalls bei Private Equity

Dachfonds empirisch mit 0 % bis 1 % beziffert wird,

d. h. nahezu Kapitalgarantie/-erhalt. Im Markt wird

zusätzlich zwischen der Breite aller Private Equity

Zielfonds und den so genannten „Top Quarter Fonds“

unterschieden, d. h. den in der Vergangenheit überdurchschnittlich

erfolgreichen Private Equity Fonds.

CAM beabsichtigt, auch in diese Top Quarter Fonds zu

investieren. In der Praxis erzielten Dachfonds in der

Vergangenheit nicht nur einen Kapitalerhalt, sondern

auch nennenswerte Renditen.

Quelle: Weidig/Mathonet: The Risk Profile of Private Equity, Januar 2004


. Das Beteiligungskonzept, der Investmentmanager,

das Anlageziel, die Anlagestrategie

und der Investitionsprozess

5.1 Das Beteiligungskonzept

Neben der Beteiligung an CAM VIER mit voraussichtlich

85 % bis 90 % der Investmentsumme wird sich

die Fondsgesellschaft mit mindestens 10 %, maximal

15 % an weiteren Private Equity Fonds beteiligen.

5.1.1 Das Beteiligungskonzept CAM VIER

Das Dachfonds Anlageprogramm CAM VIER investiert

weltweit in voraussichtlich 25 Private Equity Fonds,

die in der Regel als geschlossene Fonds und als transparente

sowie zeitlich befristete Beteiligungsgesellschaften

aufgelegt sind: z. B. in Deutschland als GmbH

& Co. KG, in angelsächsischen Ländern als Limited

Partnerships, in Frankreich als FCPR oder FCPI.

Die von CAM VIER gezeichneten Anlageprogramme

decken ein weites Spektrum an Unternehmensbeteiligungen

und -finanzierungen ab, deren gemeinsamer

Nenner ist, dass die Unternehmen, die finanziert

werden, in der Regel nicht börsennotiert sind.

Wesentliche Exit-Szenarien sind der Verkauf an

strategische oder Finanzinvestoren, Börsengänge

und Rekapitalisierungen. Die bei weitem wichtigsten

Ertragsquellen sind Veräußerungserlöse. Laufende

Einnahmen spielen nur eine untergeordnete Rolle.

Innerhalb des Dachfonds CAM VIER stehen grundsätzlich

nachfolgende drei Private Equity Segmente zur

Verfügung.

Buy-out Europe

Global Private

Equity

Venture Capital

• Abdeckung der europäischen Buy-out-

Segmente von Small- über Mid- bis hin

zu Large-Buy-out Fonds sowie Pan-

Europa-Fonds

• Vorwiegend Investition in etablierte

europäische Märkte mit gewissem

Anteil an der CEE-Region

• Abdeckung der Buy-out-Märkte

außerhalb Europas, vorwiegend Nordamerika,

Größensegmente Mid/Large

• Weltweite Abdeckung des Segments

Special Situations, vorwiegend Nordamerika

und Europa

• Abdeckung der weltweiten Venture Capital

Märkte von USA über Europa inkl.

Israel bis nach Asien mit Schwerpunkt

auf den etablierten Venture Capital

Märkten USA und Europa

Beteiligungskonzept CAM VIER

Investor

CAM VIER Private Equity

(Poolgesellschaft)

50 % 30 % 20 %

Buy-out

Europe

Global Private Venture

Equity

Capital

Dabei wird in eine nach Einschätzung der CAM

ausgewogene Allokation der Anlagemittel auf die

Segmente „Buy-out Europe“ (50 %), „Global Private

Equity“ (30 %) sowie „Venture Capital“ (20 %)

angestrebt.

Mindestens 80 % der Anlagemittel sollen in den

Later-Stage-Bereich und mindestens 50 % in Europa

investiert werden.

Dadurch soll dem Anleger die Möglichkeit geschaffen

werden, sich an einem ausgewogenen Private Equity

Portfolio zu beteiligen.


Nachfolgende Abbildung gibt eine Übersicht zur

angestrebten Asset-Allokation wieder:

Angestrebte Asset Allokation CAM VIER

Venture

Capital

20 %

Aufteilung des Fonds nach Segmenten

Global Private Equity

30 %

Nordamerika

bis zu 40 %

Aufteilung des Fonds nach Regionen

Sonstige Regionen

(z. B. Asien) bis zu

10 %

Buy-outs

Europe

50 %

Europa

mindestens

50 %

Auf Ebene der Segmentgesellschaften beträgt das

laufende Ergebnis-Vorab für Geschäftsführung

(Management-Fee) 1 % p. a. vom Zeichnungsvolumen.

Ab einem Zeichnungsvolumen von EUR 25 Mio. werden

0,25 % der jährlichen Management-Fee erstattet.

Nach dem dritten Jahr reduziert sich das laufende

Ergebnis-Vorab jedes Jahr um jeweils 10 % des

Vorjahreswertes. Der Mindestsatz beträgt 0,3 % p. a.

des Zeichnungsvolumens.

Die Haftungsvergütung pro Segmentgesellschaft

beläuft sich auf je EUR 10.000 p. a.

Das einmalige Ergebnis-Vorab der CAM VIER beträgt

0,5 % der Zeichnungssumme, maximal EUR 1,5 Mio.

Die Ausschüttungen der Segmentgesellschaften

werden zwischen den CAM VIER-Anlegern im Ver-

hältnis ihrer Kapitaleinlagen zueinander verteilt, bis

sie insgesamt einen Betrag erhalten haben, der ihrer

gezeichneten Kapitaleinlage zuzüglich einer internen

Verzinsung von 10 % p. a. (mit jährlicher Zinseszinsberechung)

auf das gebundene Kapital (die „Hurdle“)

hierauf entspricht.

Die danach verbleibenden Ausschüttungen erhalten

zunächst vollständig der Gründungskommanditist der

Segmentgesellschaften, bis dieser insgesamt einen

Betrag erhalten hat, der 11 1/9 % der an die CAM

VIER-Anleger zugewiesenen Hurdle bekommen hat.

Die verbleibenden Ausschüttungen werden zwischen

Gründungskommanditist und CAM VIER-Anlegern im

Verhältnis 10 zu 90 aufgeteilt.

5.1.2 Das Beteiligungskonzept für die weiteren

Private Equity Fonds

Mindestens 10 %, maximal 15 % der Investmentsumme

werden in weitere Private Equity Fonds investiert.

Damit kann die Fondsgesellschaft sich bietende

besondere Investitionsgelegenheiten mit z. B. regionalen,

Branchen- oder Phasen-Schwerpunkten wahrnehmen.

Im Übrigen gleicht das Beteiligungskonzept

für die weiteren Private Equity Fonds im Wesentlichen

dem Beteiligungskonzept CAM VIER.

Laufende Kosten (Managementfee) sowie Ergebnisverteilung

orientieren sich an dem Beteiligungskonzept

CAM VIER.

Weitere Einzelheiten hierzu siehe Tz. 9 „Die rechtlichen

Grundlagen”.

5.2 Der Investmentmanager CAM

Die CAM-Unternehmensgruppe (nachfolgende auch

„CAM“ genannt) wurde 1998 von Dr. Rolf Wickenkamp

und Constantin von Dziembowski gegründet.

CAM investiert ausschließlich in Private Equity Fonds

und bietet diversifizierte Anlageprogramme, auf

einzelne Investoren zugeschnittene Fund-of-Funds

sowie so genannte Managed Accounts. 1999 wurde

der erste CAM-Fonds aufgelegt und hatte sein erstes

Commitment im Jahr 2000.

Im November 2003 übernahm CAM die Private Equity

Fund-of-Funds-Aktivitäten von Sal. Oppenheim jr. &

Cie. KGaA (Sal. Oppenheim), der größten europä-


ischen Privatbank. Sal. Oppenheim hält seit dieser

Zeit einen Anteil von 15 % an CAM. Die restlichen

85 % der Gesellschaftsanteile liegen in den Händen

der Partner von CAM.

CAM verwaltet derzeit ein Vermögen von mehr als

EUR 1,5 Mrd. Institutionelle Investoren wie Pensionsfonds,

Versicherungen, Banken und Family Offices

stellen einen Großteil der Anleger von CAM dar. Zum

Zeitpunkt der Prospektherausgabe zählen zu den

Kunden u. a. die größte deutsche staatseigene Versicherungsgruppe,

eine der größten deutschen genossenschaftlichen

Versicherungsgesellschaften sowie

zwei der drei größten österreichischen Versicherungsgesellschaften.

Derzeit beschäftigt CAM 28 Mitarbeiter, einschließlich

elf Investment Professionals. Das CAM-Team verfügt

über ein enges und weitreichendes Netzwerk. Die

Team-Mitglieder haben in 14 unterschiedlichen Ländern

gearbeitet.

Das Kernteam sitzt in Köln, Deutschland; weitere Mitarbeiter

arbeiten in Büros in München, Amsterdam,

Kopenhagen und in Greenwich, CT./USA.

Das Managementteam von CAM verfügt über operative

wie auch Private Equity Erfahrung. Es hat eine

breite Expertise in den Bereichen Private Equity

(zusammen 149 Jahre) und damit verbundenen

Bereichen (zusammen 110 Jahre) aufgebaut. Die

Private Equity Erfahrung zeigt sich unter anderem

durch intensive Kenntnisse im Bereich der Direktbeteiligungen,

die bei führenden europäischen Private

Equity Firmen gewonnen wurden. Insgesamt hat das

CAM-Team Erfahrungen mit weit über 100 Private

Equity Fonds.

Über seine Expertise im Bereich Private Equity

hinaus hat das CAM-Team umfangreiche Kenntnisse

in angrenzenden relevanten Bereichen (Industrie,

Vermögensverwaltung, Banken, Versicherungen und

Beratung sowie weit reichende Board-Erfahrungen

– als passiver Investor und als aktiver Fondsmanager).

Die Kombination von Private Equity Wissen und operativen

Erfahrungen ermöglicht CAM eine sicherere

Beurteilung der Private Equity Manager und deren

Investitionsstrategien.

5.3 Das Anlageziel

Anlageziel ist es, über eine strategische Allokation

von Investitionsmitteln auf verschiedene Anlageprogramme

und damit aus einem im Hinblick auf

Beteiligungsmanager, Anlagestrategien, Unternehmensbranchen,

Reifegrad und Lebensphasen von

Unternehmen sowie Regionen weit diversifizierten

Portfolio von indirekten Eigenkapital- und eigenkapitalähnlichen

Beteiligungen, eine überdurchschnittliche

Rendite zu erwirtschaften.

5.4 Die Anlagestrategie

Die Anlagestrategie des CAM VIER sieht vor, die Investitionsmittel

auf mindestens 25 langjährig erfahrene

und in der Vergangenheit besonders erfolgreiche

Private Equity Manager aus dem In- und Ausland

aufzuteilen.

Dem Auswahlprozess zur Identifizierung spezifischer

Anlageprogramme wird die Analyse makroökonomischer

Parameter wie Konjunkturperspektiven,

Inflationsaussichten und Währungsprognosen für

Wirtschaftsregionen sowie Zukunftsaussichten für

Industriesektoren und Branchen vorgeschaltet sein

(top-down-Ansatz). Darauf aufbauend wird über

klassische bottom-up-Auswahlkriterien wie bisherige

Investitionserfolge (track record), Investitionsstrategie,

finanzielles Eigenengagement der Manager,

Branchenerfahrungen, Fähigkeiten und Beziehungsnetzwerke

für Deal-Generierung, Preisdisziplin,

Team-Zusammensetzung etc. die Mittelallokation zu

spezifischen Anlageprogrammen bzw. deren Managern

erfolgen.

Ca. 85 % bis 90 % der der Fondsgesellschaft zur Verfügung

stehenden Investmentsumme sollen zu etwa

50 % bis 70 % in Anlageprogramme mit Schwerpunkt

in Europa und zu etwa 30 % bis 50 % mit globalem

Schwerpunkt investiert werden.

Über die zielgerichtete Auswahl der Anlageprogramme

ist ferner geplant, eine Mischung aus unterschiedlichen

Unternehmenslebensphasen – wie z. B.

Start Up, Early Stage, Expansion/Growth Financing,

Buy-out/Buy-in etc. –, Branchen und Größenordnungen

zu erreichen. Angestrebt wird, dass mindestens

80 % der Investitionsmittel von CAM VIER in

spätphasenorientierte Anlageprogramme investiert

werden.


Das Gesamtportfolio wird sich voraussichtlich auf

durchgerechnet mehrere 100 Investitionen in bzw.

Beteiligungen an Unternehmen (Portfolio-Unternehmen)

erstrecken, die aus unterschiedlichen Branchen

und Regionen stammen und unterschiedliche Reifegrade

der Unternehmensentwicklung aufweisen.

Um sich bietende besondere Investitionsgelegenheiten

mit z. B. regionalen, Branchen- oder Phasen-

Schwerpunkten wahrnehmen zu können, werden

mindestens 10 %, maximal 15 % der Investmentsumme

in weitere Private Equity Funds investiert.

Die Anlagestrategie hinsichtlich der weiteren Private

Equity Fonds wird von CAM umgesetzt: CAM obliegt

die Prüfung und Auswahl der Anlageprogramme, die

Verhandlungen der Beteiligungen, d. h. die Vorbe-

Auswahlprozess der Zielfonds

SOURCING

Quellen PE-Fonds:

• CAM-Netzwerk

• Marktuntersuchung

• Platzierungsagenten

• Konferenzen

Aktivität:

• Aktives Beschaffungsmarketing

• Identifikation aus

Fondsuniversum

• Ggf. Kontaktaufnahme

Tools:

• Marktdatenbank

• Forward Calendar

• Beschaffungs-

Marketingplan

Entscheidung durch:

• Investmentmanager

PRE-CHECK PRELIMINARY

DUE DILIGENCE

Aktivität:

• Erstbewertung Fonds

• Klassifizierung (ABC)

Kriterien:

• Fondsgröße/

Segment/Region

• Management

• Erzielte Ergebnisse/

Track Record

• Investitionsstrategie

• Reputation

Investoren-Familie

• Konditionen &

Reporting

Tools:

• Portfoliokonstruktion

• Scoring-Checkliste

Entscheidung durch:

• Investmentmanager

Aktivität:

• Erste Management

Treffen/Tele-

Konferenz

• Analyse erzielter Ergebnisse/Track-Rec.

• Ggf. Referenz-Checks

• Wettbewerbsanalyse

• Bewertung/Scoring

Tools:

• CAM Performance

Analyse (CAMPA)

• Scoring-Checkliste

• DD-Qualifikation

Entscheidung durch:

• Investmentkomitee,

i.d.R. im Rahmen

vom Planungskomiteetreffen

CAM Portal (inkl. Forward Calendar)

reitung der Entscheidungsfindung. Die Investitionsentscheidung

wird anschließend von der Geschäftsführung

der Fondsgesellschaft getroffen. CAM wird

die weiteren Private Equity Fonds im Rahmen des

Geschäftsbesorgungsvertrages auch hinsichtlich Verwaltung

und Desinvestition betreuen.

5.5 Der Investitionsprozess

Eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiches Fundof-Funds-Management

ist die systematische und disziplinierte

Bearbeitung sämtlicher Prozessabschnitte.

Der Prozess zur Auswahl der Zielfonds von CAM VIER

und der weiterer Private Equity Fonds gliedert sich im

Wesentlichen in folgende Schritte:

DUE DILIGENCE

Aktivität:

• Detailanalyse Due

Diligence-Material

(Finanzinfos,

Cashflows, CVs)

• Vor-Ort-Besuch

(File-Check Management-Treffen)

• Portfolioanalyse

• Referenz-Checks

• Rechtliche/steuerliche

Prüfung &

Stellungnahme

• Rechtliche

Verhandlung

Tools:

• Due Diligence-

Checkliste

• Detaillierte CAMPA

• Investment-

Memorandum

Entscheidung durch:

• Investmentkomitee

Ablehnung Ablehnung Ablehnung

COMMIT-

MENT

MONITORING

& REPORTING

Informationsbasis:

• Quartals-Reporting

der Fondsmanager

• Persönliche Treffen

mit Fondsmanagern

• Jährl. Investoren-

Treffen

• Beiratssitzungen

• Darüber hinausgehender

GP-Kontakt

Aktivität:

• Lfd. Performance-

Analyse und

Vorschau

• Beobachtung

Teamentwicklung

Tools:

• Monitoring-

Checkliste

• Monitoring-

Übersicht und

Vorschau


5.5.1 Sourcing

Informationsquellen sind vor allem die jahrzehntelangen

Kontakte der CAM Professionals zu Fondsmanagern,

Private Equity Investoren, Sales Agents und

Investmentbanken. Daneben werden Branchenperiodika

systematisch ausgewertet, einschlägige Konferenzen

besucht und Internetrecherchen durchgeführt.

CAM nutzt die eigens entwickelte Software CAM

Portal. CAM Portal ist eine integrierte Softwarelösung

für das Management von Private Equity Portfolios,

deren Datenbank Informationen zu mehreren tausend

Private Equity Anlageprogrammen und deren Managementgesellschaften

enthält. Diese Informationen

werden laufend ergänzt und aktualisiert. Diese Datenbasis

unterstützt die weltweite Beobachtung der

Aktivitäten von Private Equity Managern. CAM Portal

ermöglicht es zudem, aktiv eine Vielzahl von Fonds-

Angeboten für das jeweils gesuchte Private Equity

Segment zu sichten.

Der ständige Kontakt zu Fondsmanagern – auch

außerhalb der Platzierungs-Phasen – wird von CAM

aktiv gepflegt. Dieser ist notwendig, um Marktentwicklungen

frühzeitig zu erkennen. Darüber hinaus

werden so zeitnah personelle Veränderungen in den

jeweiligen Managementteams beobachtet.

5.5.2 Pre-Check

Die vorgesehene Portfoliostruktur des Fund-of-

Funds bestimmt im Verlauf der Investitionsphase die

grundsätzliche Vorauswahl von Anlageprogrammen,

wobei die konkrete Auswahl sich auch nach aktuellen

makroökonomischen Erkenntnissen richtet, die sich

u. a. aus dem Dialog mit den CAM-Beiräten ergeben.

Erst Kriterien für die Identifizierung eines Zielfonds

sind die Kompatibilität mit den Investitionsvorgaben

des jeweiligen Anlageprogramms sowie ein augenscheinlich

stabiles und in der Vergangenheit überdurchschnittlich

erfolgreiches Management. Aus einer

solchen Vorauswahl gehen regelmäßig je Private

Equity Segment mehrere Zielfonds hervor, die dann

einem detaillierten Segmentvergleich unterzogen

werden. Der jeweilige CAM Investmentmanager entscheidet

zu diesem Zeitpunkt eigenständig darüber,

ob der Fonds weiterverfolgt wird oder nicht. Dies

führt dazu, dass ca. 70 – 80 % aller Fonds in dieser

Phase des Investitionsprozesses abgelehnt werden.

Die wichtigsten Fondsinformationen bleiben jedoch

in der Datenbank für weitere Analysen gespeichert.

5.5.3 Preliminary Due Diligence

In dieser zweiten Phase des Investitionsprozesses

werden die Kernelemente der Fonds wie z. B. die

Investitionsstrategie, das Wertschöpfungskonzept,

das Managementteam und der Track Record weiter

geprüft. Neben einer fondsspezifischen Analyse führt

CAM ein Benchmarking mit vergleichbaren Fonds

desselben Segments durch. Die benötigten Informationen

werden nicht nur von der CAM-Fondsdatenbank

geliefert, sondern kommen auch aus Gesprächen mit

anderen CAM Investment Professionals oder internen

Diskussionen. Zu diesem Zeitpunkt wird die „Scoring

Checklist“ als ein internes Tool eingesetzt, um die

Hauptkriterien qualitativ bewerten zu können. Sollte

der Fonds positiv eingeschätzt werden, erstellt der

CAM Investmentmanager eine schriftliche Empfehlung,

den Fonds weiterzuverfolgen („Due Diligence

Qualification Memorandum“). Diese Empfehlung wird

im monatlichen Investment Planning Meeting besprochen,

an dem alle elf CAM Investment Professionals

teilnehmen. Ein positiver Entscheid bedeutet, dass bei

dem Fonds eine ausführliche Due Diligence durchgeführt

wird. Zu diesem Zeitpunkt wird einer der drei

CAM Partner benannt, um den Investmentmanager

bei der weiteren Analyse zu unterstützen und als

„Lead Partner“ zu agieren.

5.5.4 Wirtschaftliche Due Diligence

In der letzten Phase des Investitionsprozesses werden

das Managementteam des Zielfonds sowie weitere

Aspekte intensiv analysiert. Hierzu finden ein oder

mehrere intensive Meetings vor Ort statt. Diese

Meetings werden seitens des CAM Investmentmanagers

und des Partners anhand der vorhergegangenen

Analysen detailliert vorbereitet.

Hauptbereiche der Due Diligence sind u. a. das

Fondskonzept, das Management, die Performance

der Vorgängerfonds und die Zusammenarbeit mit den

Investoren.

Der gesamte Due Diligence Prozess wird von einem

Partner der CAM verantwortlich gestaltet und begleitet.

So wird sichergestellt, dass sämtliche Informationen

mit dem breiten Wissens- und Erfahrungshintergrund

der Partner ausgewertet werden.

Die Due Diligence nimmt in der Regel mehrere

Monate in Anspruch. Detaillierte Analysen werden

im Hause CAM und in den Büros der Fondsmanager

durchgeführt.


Die Entwicklung und Performance der Vorgängerfonds

wird gründlich geprüft. CAM legt Wert darauf,

die Erfolgsfaktoren der Vergangenheit zu identifizieren

und deren Wiederholbarkeit nachvollziehen zu

können.

Dabei wird der Performance auf den Grund gegangen.

Der Cashflow jeden Investments der Vergangenheit

geht in eine Analyse ein, die mit der CAM-

eigenen Software CAMPA (CAM Performance-Analyse)

die Stabilität unterschiedlicher Erfolgskennziffern

ermittelt.

CAM arbeitet auch mit Daten, welche die Manager

nicht standardmäßig zur Verfügung stellen. Die Angaben

zur Performance in den öffentlichen Fondspräsentationen

sind häufig nicht aussagefähig genug

und basieren auf unterschiedlichen Kriterien oder

Definitionen. Die hohen Informationsanforderungen

der CAM an das Management erwachsen aus der

Überzeugung, dass verdichtete Erfolgskennziffern der

Vergangenheit allein nur eine begrenzte Aussagekraft

hinsichtlich einer nachhaltig guten Performance

haben.

In den Büros der Fondsmanager trifft CAM nicht

nur Partner, sondern auch andere relevante Investmentmanager.

Managementqualifikation, Organisationsaufbau

und -abläufe bewertet CAM vor dem

Hintergrund der geplanten Investmentstrategie des

Anlageprogramms. Unter anderem werden abgeschlossene

Investments bezüglich Investitionsgrund,

Wertschöpfungsbeiträgen des Managements und

schließlich Realisierungsstrategien betrachtet und

bewertet. Ziel dieses Analyseschrittes ist, die Schlüssigkeit

des Anlagekonzepts und die Fähigkeit des

Managements, dies erfolgreich umzusetzen, festzustellen.

Neben den Informationen, die CAM von den Managern

direkt erhält, nimmt CAM Kontakt zu Personen

und Unternehmen auf, die eine gute Kenntnis des

jeweiligen Managements haben (existierende Investoren,

andere Manager im selben Marktbereich, Geschäftsleitungen

von Portfoliogesellschaften). Solche

Kontakte sind für die Bewertung der Aktivitäten der

Manager sehr wichtig.

5.5.5 Rechtliche Due Diligence

Zeitgleich wird eine rechtliche Due Diligence durch-

0

geführt. Sie richtet sich auf die Durchsetzung und

Wahrung der Interessen der CAM Investoren.

Private Equity Programme weisen eine Vielzahl von

Gemeinsamkeiten in Struktur und steuerrechtlichen

Bedingungen auf. Dennoch ist jeder Zielfonds ein

konzeptionell und rechtlich individuelles Konstrukt

– zudem in jeweils unterschiedlichen Rechtsräumen.

Die Existenz oder das Risiko wirtschaftlicher Nachteile

– sei es im Verhältnis zum Management des Zielfonds

oder in steuerlicher Hinsicht – sollen identifiziert

und gegebenenfalls durch Vertragsänderungen und

-ergänzungen oder durch andere geeignete Maßnahmen

aus dem Weg geräumt werden.

CAM stützt sich vor allem bei der rechtlichen Due

Diligence nicht nur auf die eigene Expertise, sondern

gibt für jedes potenzielle Investment bei einschlägig

spezialisierten und auf Private Equity fokussierten

Anwaltskanzleien Gutachten in Auftrag.

5.5.6 Investitionsentscheidung

Das ausschließlich aus Partnern der CAM bestehende

Investmentkomitee der CAM trifft die Investitionsentscheidungen.

Dazu werden die Partner der CAM in

Vorbereitung auf die Investitionsentscheidung vom

erstverantwortlichen Partner über den gesamten Analyseprozess

hinweg informiert. Auch Entscheidungen

in Zwischenstadien über weitere Analyseschritte werden

gemeinsam getroffen. So kann die gesamte Expertise

und Objektivität bestmöglich genutzt werden.

Bei den weiteren Private Equity Fonds wird die Investitionsentscheidung

durch CAM im Rahmen eines Geschäftsbesorgungsvertrages

so vorbereitet, dass die

Geschäftsführung der Fondsgesellschaft anschließend

die Investitionsentscheidung auf Grundlage einer

Entscheidungsvorlage treffen und beschließen kann.

5.5.7 Monitoring und Reporting

Die laufende Analyse der Entwicklung der einzelnen

Fondsbeteiligungen, die Überwachung der Einhaltung

der Vertragsbedingungen sowie das Management

der Kapitalabrufe und Rückzahlungen der einzelnen

Fondsbeteiligungen wird von CAM durchgeführt.

CAM wertet die vierteljährlichen Berichte der Anlageprogramme

aus und sorgt dafür, dass zusätzliche

Informationen zur Verfügung gestellt werden, soweit


diese für das Monitoring und Reporting der CAM

erforderlich sind.

Neben der regelmäßigen Berichtsanalyse durch CAM

und der Teilnahme an Investorentreffen, unterhält

CAM einen intensiven Gesprächskontakt zum Management

der Zielfonds.

Die Analyse der Fondsbeteiligungen fasst CAM in

einem vierteljährlichen Report an die Fondsgesellschaft

zusammen. Diese Berichterstattung reicht von

der Darstellung der Performance des Dachfonds über

die Darstellung jedes Zielfonds, bis hin zur Darstellung

jedes einzelnen Portfoliounternehmens.

Jährlich erhält die Fondsgesellschaft einen Jahresabschluss

mit Wirtschaftsprüfertestat mit einer Beschreibung

der Aktivitäten der einzelnen Anlageprogramme

während des Berichtzeitraums.

Über das Investment in die weiteren Private Equity

Fonds berichtet CAM im Rahmen des Geschäftsbesorgungsvertrages

ebenfalls einmal jährlich.

Die Anleger der Fondsgesellschaft erhalten einmal

jährlich einen Bericht über die Entwicklung des Investments

in CAM VIER sowie über die weitere Private

Equity Fonds.

5.6 Ausgewählte Commitments der CAM-Dachfonds

Die von CAM gemanagten Investmentvehikel haben

sich seit dem Jahr 2000 an über 70 Private Equity

Fonds beteiligt, deren Managements in der Vergangenheit

weit überdurchschnittliche Ergebnisse in den

jeweiligen Segmenten erzielt haben.

Von CAM gemanagte Investmentvehikel haben u. a.

in die folgenden Fonds investiert, die hier beispielhaft

dargestellt sind.

CVC EUROPEAN EQUITY PARTNERS III

(www.cvceurope.com)

Fondstyp/Region: Large Buy-out/Europa

Büros: Zwölf Büros in Europa: London, Paris,

Frankfurt, Stockholm

Fondsvolumen: EUR 3,97 Mrd.

CAM-Commitment: EUR 7,5 Mio.

Investitionsdatum: Mai 2001

Der Fondsmanager:

CVC Europe wurde 1981 gegründet und hat seitdem

Fonds in Höhe von mehr als US$ 15 Mrd. aufgelegt.

Insgesamt akquirierte CVC in diesem Zeitraum über

220 Gesellschaften, von denen mehr als 180 bereits

wieder veräußert wurden. CVC zählt zu den erfahrensten

und erfolgreichsten Private Equity Fondsmanagern

in Europa.

Die Investmentphilosophie:

CVC Europa investiert europaweit in große Buy-out-

Transaktionen. Es gibt keinen Branchenfokus. CVC

sucht Investitionen in etablierte Unternehmen, die

ein starkes und motiviertes Managementteam haben

und bei denen Möglichkeiten gesehen werden, etwa

durch Akquisitionen zu wachsen.

Das Team:

CVC verfügt über eines der erfahrensten Private

Equity Teams in Europa. Für das europäische Team

arbeiten 53 Investment Professionals, davon 15 Partner.

Diese sind verantwortlich für die Bewertung der

Investitionen, das Management der Portfoliogesellschaften

und den Dialog mit den Investoren. Die Partner

sind durchschnittlich 12 Jahre bei CVC. Insgesamt

verfügt das CVC-Team über 400 Jahre Private Equity

Erfahrung.

Beispielhafte Investitionen:

Spirit Group (2003, Betreiber von Pubs), Toi Toi & Dixi

(1995, Mobile Toiletten), Kalle (1997, Wurstsaitlinge),

Ruhrgas Industries (2005, Systeme zur Gasmessung,

Strom-und Wasserzähler), Cementbouw (2003,

Produktion & Vertrieb von Zement und Baustoffen),

Mivisa (2005, Blechdosen für Lebensmittel), Kappa

Packaging (1998, Verpackungen), SEAT Pagine Gialle

(2003, Telefonverzeichnisse).

HIGHLAND CAPITAL PARTNERS VI

(www.hcp.com)

Fondstyp/Region: Venture Capital/USA

Büros: Drei Büros in USA (Menlo Park, Lexington,

Bethesda)

Fondsvolumen: US$ 800 Mio.

CAM-Commitment: US$ 3,0 Mio.

Investitionsdatum: September 2002

Der Fondsmanager:

Highland Capital investiert seit 1988. Zu den Investoren

zählen Universitäten, Stiftungen, Pensionsfonds,


Finanzinstitute und Familien. Insgesamt betreut Highland

US$ 1,8 Mrd. an gezeichnetem Kapital.

Die Investmentphilosophie:

Highland investiert in Seed-, Early Stage- und Growth

Stage-Gesellschaften aus den Bereichen Informationstechnologie,

Kommunikation und Healthcare. Highland

ist in der Regel der erste institutionelle Investor

des jeweiligen Unternehmens. Die Portfoliounternehmen

erfahren große operative Unterstützung durch

Highland. In 90 % aller Portfoliogesellschaften hat

Highland einen Board-Sitz.

Das Team:

Das Investmentteam besteht aus 22 Professionals,

davon zwölf Partner, die gemeinsam über mehr als

100 Jahre Venture Capital Erfahrung haben. Das Team

ist in drei Sektorenteams untergliedert.

Beispielhafte Investitionen:

Lycos (Betriebssystem), staples.com (Büroausstatter),

Sybase (Software für mobile Unternehmensanwendungen),

Simpler Networks (Netzwerklösungen für

Telekomm-Unternehmen), VistaPrint (Internetbasierte

Druckauftragsbearbeitung), Amp Resources (Geothermischer

Energieerzeuger).

KELSO INVESTMENT ASSOCIATES VII

(www.kelso.com)

Fondstyp/Region: Mid-Market-Buy-out/USA

Büros: New York

Fondsvolumen: US$ 2,1 Mrd.

CAM-Commitment: US$ 20,0 Mio.

Investitionsdatum: Dezember 2003

Der Fondsmanager:

Kelso ist eine der ältesten und etabliertesten Private

Equity Firmen und wurde 1971 als Beratungsunternehmen

gegründet. Seit 1980 konzentriert sich Kelso

ausschließlich auf Private Equity und hat in mehr als

80 Unternehmen investiert. Die sieben bisher aufgelegten

Private Equity Fonds haben ein Gesamtvolumen

von über US$ 4,9 Mrd.

Die Investmentphilosophie:

Das Hauptaugenmerk bei der Identifikation von

Zielunternehmen liegt bei Kelso, mehr noch als bei

anderen Teams, auf dem Managementteam. Kelso investiert

nur in Gesellschaften, bei denen auch das Managementteam

einen erheblichen Anteil persönlich

investiert. Durch diese Zusammenarbeit entsteht ein

weitverzweigtes Netzwerk mit den Managern, sowie

die Reputation, ein guter Partner bei Management

Buy-outs zu sein. Kelso hat keinen Branchenfokus.

Das Team:

Kelso wird von neun Principals geleitet. Die neun

Principals arbeiten seit mehr als zehn Jahren zusammen

und gehören zu den größten Investoren der

eigenen Private Equity Fonds. Die Partner werden

von sechs Transaction Professionals unterstützt. Das

Kelso-Team ist hochqualifiziert und verfügt über

weitreichende Erfahrungen in den Bereichen Private

Equity, Mergers & Acquisitions, Corporate Finance,

Kreditwesen, Investments, Wirtschaftsprüfung, Recht

und Unternehmensberatung.

Beispielhafte Investitionen:

Unilab (1999, Labors für klinische Prüfungen), 21st

Century (1997, Zeitungsverlag), Optigas (2004,

Erdgasförderung & Marketing), Nortek (2003, Ventilatoren

& Klimageräte), Globenet (1999, Unterwasserkabel),

Waste Service (2003, Entsorgung).

PAI EUROPE III

(www.paipartners.com)

Fondstyp/Region: Mid-Market-/Large-Buy-out/Europa

Büros: Paris, London, Madrid, Mailand

Fondsvolumen: EUR 1,8 Mrd.

CAM-Commitment: EUR 21,0 Mio.

Investitionsdatum: Januar 2002

Der Fondsmanager:

PAI Partners ist der führende Buy-out-Investor in Frankreich.

Die Ursprünge gehen zurück auf die Investmentabteilung

der französischen Bank Paribas. Heute ist

PAI unabhängig und partnergeführt und managet

Private Equity Fonds mit über EUR 7,0 Mrd. Volumen.

Die Investmentphilosophie:

PAI Partners investiert europaweit in Private Equity

Transaktionen mit Transaktionswerten von mehr als

EUR 300 Mio. Dabei übernimmt PAI grundsätzlich die

führende Investorrolle, um die Beteiligungsunternehmen

aktiv weiterzuentwickeln. Der Branchenfokus

liegt auf den Segmenten Konsumgüter, Dienstleistungen

und Industrieunternehmen, für die PAI über

spezialisierte Sektorteams verfügt.

Das Team:

Das PAI-Team setzt sich zusammen aus Mitarbeitern

aus diversen europäischen Ländern, die erhebliche

Branchenkenntnisse und tiefgreifende Kenntnisse des

europäischen Marktes vorweisen können. Die 14 Part-


ner sind seit durchschnittlich 14 Jahren bei PAI. Das

gesamte Managementteam ist in zwei Branchenteams

und drei lokale Teams in Madrid, Mailand und London

gegliedert. Insgesamt beschäftigt PAI 39 Investment

Professionals mit umfangreichen Erfahrungen in zahlreichen

Branchen.

Beispielhafte Investitionen:

Kwik Fit (2005, Automobilzulieferer), Saeco (2004, Kaffeemaschinen),

Elis (2002, Vermietung & Reinigung

von Berufsbekleidung), Yoplait (2002, Joghurthersteller),

Provimi (2002, Tiernahrung), United Biscuits

(2000, Kekse & Snacks).

PLATINUM EQUITY CAPITAL PARTNERS

(www.platinumequity.com)

Fondstyp/Region: Special Situations/USA und Europa

Büros: Los Angeles, Boston, New York, Atlanta, Paris,

London

Fondsvolumen: US$ 700 Mio.

CAM-Commitment: US$ 15,5 Mio.

Investitionsdatum: April 2004

Der Fondsmanager:

Platinum Equity wurde 1995 gegründet. Die Gesellschaft

investiert weltweit und ist spezialisiert auf die

Übernahme von „angeschlagenen“ Unternehmen.

Viele Transaktionen wurden zusammen mit Blue-Chip-

Gesellschaften durchgeführt, z. B. General Electric,

Vivendi Universal, Hays, CompuCom, Alcatel, Kemper

Services, Motorola, Lucent Technologies, Fujitsu,

AT&T und IBM. Auf der Forbes-Liste der größten privaten

Gesellschaften der USA steht Platinum Equity auf

Rang 18. Insgesamt hat Platinum bislang mehr als 90

Transaktionen abgeschlossen.

Die Investmentphilosophie:

Platinum besitzt eine langjährige Investitions-

expertise. Platinums Ziel ist es, die jeweiligen Portfoliounternehmen

durch Finanzierungs-, operative und

Management-Expertise auf dem Weg zum Wachstum

zu unterstützen. Dieser operative Ansatz spielt eine

tragende Rolle bei jeder Akquisition. Der Branchenfokus

liegt auf Unternehmen aus dem Dienstleistungsbereich.

Das Team:

Die 25 Senior Executives von Platinum Equity verfügen

über weitreichende Erfahrungen in den Bereichen

Finanzen, Steuern, Versicherung, Mergers &

Acquisitions, operatives Management, Technologie,

Recht, Immobilien, Vertrieb, Marketing und Kommunikation.

Beispielhafte Investitionen:

American Racing Equipment (2005, Hochleistungs-

Autoreifen), compu-Com Systems (2004, Softwareanbieter),

DyStar (2004, Färbemittel für die Mode- und

Textilindustrie), Metals Supply Co. (2006, Stahl),

USRobotics (2005, Modems und Netzwerklösungen),

Vanguard Managed Solutions (2001, Netzwerklösungen).

SV LIFE SCIENCES IV

(www.svlifesciences.com)

Fondstyp/Region: Venture Capital Life Sciences/USA

Büros: Boston, San Francisco, London

Fondsvolumen: US$ 220 Mio. (bei erstem Closing im

Juni 2006)

CAM-Commitment: US$ 8,0 Mio.

Investitionsdatum: Juni 2006

Der Fondsmanager:

SV Life Sciences wurde 1993 in London als Schroder

Ventures Life Sciences gegründet und war Teil der

Schroder-Gruppe. Der erste Fonds wurde 1994 aufgelegt.

Insgesamt beträgt das gezeichnete Kapital der

vier bislang aufgelegten Fonds US$ 900 Mio.

Die Investmentphilosophie:

SV Life Sciences investiert in Gesellschaften in allen

Entwicklungsphasen und im gesamten menschlichen

Life Sciences-Bereich (Biotechnologie & Arzneimittel,

medizinische Geräte und Instrumente, sowie Healthcare-,

Informationstechnologie und -Dienstleistungen).

Die Investitionsbeträge liegen zwischen US$ 1

bis 20 Mio. Der regionale Investitionsfokus liegt im

Wesentlichen in den USA und in Europa.

SV Life Sciences legt großen Wert auf einen operativen

Ansatz im Management der Portfoliogesellschaften.

Das Team:

SVLS hat ein Team von 25 Professionals: Das Kern-

Team arbeitet seit 15 Jahren im Life Sciences-Bereich

und verfügt zusätzlich über umfassende Erfahrung in

der Pharmaindustrie sowie der klinischen Forschung.

Beispielhafte Investitionen:

Vicurion Pharmaceuticals (2003, Arzneimittel für

Infektionskrankheiten), Triangle Pharmaceuticals

(1995, Antivirale und antikanzerogene Arzneimittel),

Auxilium Pharmaceuticals (2001, Hormonersatzthe-


apie für Männer), Eyetech Pharmaceuticals (2000,

Arzneimittel für Augenkrankheiten).

VESTAR CAPITAL PARTNERS V

(www.vestarcapital.com)

Fondstyp/Region: Mid-Market-/Large-Buy-out/USA

Büros: New York, Denver, Boston, Paris, Mailand

Fondsvolumen: US$ 3,5 Mrd.

CAM-Commitment: US$ 18,5 Mio.

Investitionsdatum: August 2005

Der Fondsmanager:

Vestar wurde 1988 von fünf Partnern gegründet, die

zuvor gemeinsam Buy-out-Transaktionen bei der First

Boston Bank durchführten. Seit 1988 hat Vestar in

mehr als 50 Unternehmen investiert und dabei ein

Transaktionsvolumen von über US$ 17 Mrd. bewegt.

Die Investmentphilosophie:

Vestar investiert im oberen Mid-Market-Buy-out-Segment

in USA und Europa. Zielunternehmen sind häufig

Unternehmensbereiche oder Tochtergesellschaften

von Konzernen, die verkauft oder rekapitalisiert werden.

Dabei verfolgt Vestar einen eher konservativen

als aggressiven Investitionsansatz, der sich in einer

sehr niedrigen Verlustrate widerspiegelt. Vestar investiert

vornehmlich in marktführende Unternehmen mit

starken Management-Teams und Wachstumspotenzial

und betrachtet sich als langfristigen Partner des

Managements. Die typische Transaktionsgröße liegt

zwischen US$ 100 Mio. und US$ 3 Mrd.

Das Team:

Das Vestar Team besteht aus 40 Professionals, die in

Büros in den USA (3), Paris und Mailand arbeiten. Teile

des Teams arbeiten in spezialisierten Gruppen, die sich

auf die Segmente Konsumgüter, Industrie, Healthcare,

Medien, Kommunikation und Dienstleistung, sowie

Financial Services fokussieren.

Beispielhafte Investitionen:

Cesare Fiorucci (2005, Nahrungsmittel), Sunrise Medical

Inc (2000, Home Care Equipment), OGF (2004,

Beerdigungsinstitute), Wilton Re (2005, Rückversicherung),

Birds Eye Foods (2002, Tiefkühlkost).

5.7 Track Record von CAM

Seit Gründung der CAM Private Equity im Jahr 1998 ist

es CAM gelungen, ein bedeutendes Vertragsvolumen

an Private Equity Assets aufzubauen. Mit aktuell über

EUR 1,5 Mrd. Assets under Management zählt CAM

zu den führenden Fund-of-Funds-Managern in Europa

und ist in Deutschland bereits Marktführer unter den

unabhängigen Fund-of-Funds. Neben einem Portfolio

an breit diversifizierten Fund-of-Funds-Produkten, zu

denen auch die Fund-of-Funds-Serie CAM ZWEI, CAM

DREI und CAM VIER zählt, bietet CAM seinen Kunden

zudem spezialisierte Fund-of-Funds sowie Managed

Accounts und Portfolio-Administration an.

Mit den verschiedenen Investmentvehikeln hat CAM

mittlerweile in über 70 Fonds investiert. Die Auswahl

potenzieller Zielfonds erfolgt anhand eines detaillierten

und restriktiven Selektionsprozesses (weitere

Einzelheiten siehe Tz. 5.5). Ein breites und intensiv

gepflegtes Private Equity Netzwerk ermöglicht CAM

den Zugang zu Top Quarter Managern weltweit.

Abbild der konservativen und in der Vergangenheit

erfolgreichen Investmentstrategie von CAM ist der

breit diversifizierte Fund-of-Funds CAM ZWEI.

CAM ZWEI

Als erster CAM-Fund-of-Funds wurde CAM ZWEI im

Jahr 2000 mit dem Ziel aufgelegt, für die Investoren

ein über Segmente, Unternehmensphasen sowie in

der regionalen Ausrichtung ausgewogenes Fondsportfolio

aufzubauen. Zudem wurden nur Private

Equity Anlageprogramme gezeichnet, bei denen das

Management in der Vergangenheit weit überdurchschnittliche

Ergebnisse in den jeweiligen Segmenten

und Regionen erzielt hat.

Im April 2004 hat CAM ZWEI sein Fondsvolumen von

EUR 132 Mio. in 28 Zielfonds committet und bis zum

2. Quartal 2006 wurden davon 85 % (per 31.12.2005

78 %) von den Fonds-Investoren abgerufen (Paid-In

to Capital Commitment). Die Kapitalausschüttungen

an Investoren betrugen per Juni 2006 bereits EUR 41

Mio. bzw. 36 % (29 % per 31.12.05) bezogen auf den

abgerufenen Betrag (Distribution to Paid-In). Darüber

hinaus weist CAM ZWEI zum Jahresende 2005 eine

Bewertung von 117 % auf (Total Value to Paid-In). Mit

dieser Bewertung und der Kapitalausschüttungsquote

liegt CAM ZWEI im Vergleich zu anderen Fund-of-

Funds deutlich oberhalb des von Private Equity Intelligence

angegebenen Durchschnitts für Fund-of-Funds

der Auflegungsjahre 2000/2001.


Nachfolgende Abbildung zeigt den Aufbau des

Commitments und den Verlauf der Cashflows von

CAM ZWEI:

Übersicht zu CAM ZWEI

in Mio. EUR

200

150

100

50

0

in Mio. EUR

100

80

60

40

20

0

1

2000

3 %

2000

6

Aufbau des Commitments

9

40

2001 2002 2003 2004

Gesamt-Commitment Anzahl Fonds

10 %

21

Verlauf der Cashflows

22 %

1 %

100

41%

4 %

TVPI*: 117 %

2001 2002 2003 2004 2005

Total Capital Paid-In Paid-In to Capital

Committed

Total Distribution Distribution to

Paid-In

* TVPI: Total Value to Paid-In

26

125

61%

14 %

28

132

78%

29%

Zahlen zum 31.12.2005

Eine detaillierte Aufteilung der Fonds-Allokation lässt

sich der folgenden Grafik entnehmen:

Asset Allokation von CAM ZWEI

Venture

Capital

11 %

Secondaries

16 %

Aufteilung des Fonds nach Segmenten

Nordamerika

44 %

Aufteilung des Fonds nach Regionen

Buy-outs

67 %

Special

Situations

6 %

Europa

54 %

Sonstige

Regionen

2 %

Zahlen zum 30.06.2006

Die Anlagestrategie von CAM ZWEI zeigt sich auch in

der Aufteilung der Investments nach Phasen und Regionen.

67 % des Volumens wurde in Buy-out-Fonds

investiert und 98 % der zur Verfügung stehenden Mittel

in den etablierten Private Equity Märkten USA und

Europa angelegt. Für einen im Jahr 2000 aufgelegten

Fund-of-Funds ist besonders die geringe Venture

Capital Allokation von nur 11 % hervorzuheben.


CAM DREI

In Fortschreibung der Investmentstrategie von

CAM ZWEI basiert auch das Anlageprogramm von

CAM DREI auf einer gezielten Diversifizierung über

Regionen, Auflegungsjahre, Lebensphasen sowie

Branchen und Industriesegmente in überdurchschnittlich

erfolgreiche Private Equity Fonds. Der Investmentansatz

wurde auch mit dem Anlageprogramm

CAM DREI umgesetzt. Bis zum 30.06.2006 erfolgten

ca. 71 % des Commitments in Buy-out-Fonds,

während 10 % in Venture Capital investiert wurden.

Über den Schwesterfonds CAM DREI Secondary &

Mezzanine wurden bis zum gleichen Stichtag 10 %

in Mezzanine- bzw. Secondary-Anlageprogramme

allokiert.

Im Jahr 2004 aufgelegt, verfügt das gesamte

CAM DREI-Anlageprogramm über ein Commitment-

Volumen von EUR 306 Mio., wovon per Juni 2006

bereits 76 % committet und ca. 22 % bei den Investoren

abgerufen wurden.

Voraussichtlich wird CAM DREI bis Ende 2006 voll

committet sein. Nachfolgende Grafik gibt eine

Übersicht des bisher erfolgten Commitment-Aufbaus

beider Fonds seit Auflegung des Anlageprogramms

CAM DREI.

Übersicht zu CAM DREI

Aufbau des Commitments

in Mio. EUR

300

250

200

150

100

50

0

27

5

2004

137

2005 2006

Gesamt-Commitment Anzahl Fonds

18

231

28

Zahlen zum 30.06.2006

Über das gesamte CAM DREI Anlageprogramm

gerechnet, ergibt sich zum 30.06.2006 eine Aufteilung

der Mittel nach Phasen und Regionen entsprechend

der Grafik:

Asset Allokation von CAM DREI

Venture

Capital

10 %

Secondaries

7 %

Nordamerika

45 %

Aufteilung des Fonds nach Segmenten

Aufteilung des Fonds nach Regionen

Buy-outs

71 %

Mezzanine

4 %

Special

Situations

8 %

Europa

55 %

Zahlen zum 30.06.2006


. Der prognostizierte Investitions­

und Finanzierungsplan

In diesem Kapitel werden Prognosen hinsichtlich der

geplanten Investition und der hierfür vorgesehenen

Finanzierung dargestellt. Diese in die Zukunft gerichteten

Aussagen beruhen auf zahlreichen Annahmen,

die dem Beteiligungskonzept zugrunde liegen.

Der Anleger beteiligt sich an einem geschlossenen

Private Equity Fonds in der Rechtsform einer deutschen

GmbH & Co. KG (Fonds-Gesellschaft). Die

Fonds-Gesellschaft wird eine Beteiligung als Kommanditist

der Dachfonds-Gesellschaft CAM VIER eingehen

6.1 Der prognostizierte Finanzierungsplan bei einem Zielvolumen von EUR 30.000.000

6.2 Der prognostizierte Investitionsplan bei einem Zielvolumen von EUR 30.000.000

(voraussichtlich zeitgleich mit dem ersten closing von

CAM VIER) und weitere Private Equity Fonds von mindestens

10 %, maximal 15 % der Investmentsumme

halten.

Das Zielvolumen der Fonds-Gesellschaft beläuft

sich zunächst auf EUR 30.000.000. Die nachfolgend

dargestellten Kosten und Gebühren erhöhen sich

bei einem höheren Fondsvolumen (bis maximal

EUR 100.000.000) entsprechend.

Kapitalanteil geschäftsführender Kommanditist 500

Kapitalanteil Zeichner ohne Agio 29.999.500

in EUR Fondsvolumen

1) Eigenkapital (gesamte Kapitaleinlage)*) 30.000.000 100,00

2) Fremdkapital 0 0,00

Gesamtfinanzierung 30.000.000 100,00

in EUR Fondsvolumen

3) Investition in Zielfonds inkl. Liquiditätsreserve **) 27.788.520 92,63

4) Gesellschafts- und Rechtsberatungskosten (geschätzt) 75.000 0,25

5) Eigenkapitalbeschaffung *) 1.224.980 4,08

6) Konzeption, Prospektierung und Marketing 750.000 2,50

7) Nicht abzugsfähige Vorsteuer 161.500 0,54

Gesamtinvestition 30.000.000 100,00

*) zzgl. 5 % Agio in Höhe von EUR 1.499.975

**) einschl. einmaligem Ergebnis-Vorab CAM und laufende Fondskosten

Rundungsdifferenzen sind möglich

in %

in %


Die Vergütung des Initiators Real I.S. in Höhe von

EUR 2.136.480 setzt sich zusammen aus den Positionen

5) und 6) zzgl. ggf. anfallender gesetzlicher

Umsatzsteuern in jeweils gültiger Höhe gemäß Position

7) (zzgl. Agio). Die Position Eigenkapitalbeschaffung

enthält die Provision für die Kapitalvermittlung

der Real I.S. sowie ggf. weiterer mit dem Vertrieb beauftragter

Unternehmen in Höhe von EUR 1.224.980

(zzgl. Agio).

6.1 Der prognostizierte Finanzierungsplan bei einem

Zielvolumen von EUR 30.000.000

Der Investitionsbedarf soll durch Eigenkapital ohne

Einsatz von Fremdkapital abgedeckt werden.

1) Eigenkapital

Das Eigenkapital ohne Agio beträgt EUR 30.000.000

(Zielvolumen) und setzt sich neben dem noch einzuwerbenden

Kapitalanteil der Zeichner in Höhe

von EUR 29.999.500 und aus dem Kapitalanteil des

geschäftsführenden Kommanditisten der Fondsgesellschaft

in Höhe von EUR 500 zusammen. Das Agio in

Höhe von 5 % beträgt EUR 1.499.975.

Es ist vorgesehen, dass die Einzahlung des von den

Kommanditisten zu erbringenden Eigenkapitals in bis

zu vier Tranchen als Barleistung wie folgt fällig ist:

Tranche 1: 20 % sofort mit Beitritt*

Tranche 2: 25 % zum 31.12.2007

Tranche 3: 25 % zum 31.12.2008

Tranche 4: 30 % zum 31.12.2009

* zzgl. 5 % Agio auf die gesamte Zeichnungssumme

mit Beitritt

Die Tranchen zwei bis vier können von der Geschäftsführung

mit einer sechswöchigen Vorankündigungsfrist

auch früher oder später und gegebenenfalls auch

in anderer Stückelung abgerufen werden.

Die im Gesellschaftsvertrag vorgesehene Schließung

des Angebots soll grundsätzlich zum 30.06.2007 erfolgen,

sofern nicht die Geschäftsführung eine Verlängerung

der Schließungsfrist bis 31.12.2007 beschließt.

Der Anleger erhält auf Ebene der Fondsgesellschaft

eine Vorabverzinsung in Höhe von 8,0 % p. a. auf die

tatsächlich eingezahlte Pflichteinlage (ohne Agio) ab

dem 1. des Monats, der auf den wirksamen Beitritt

des Anlegers folgt, bis zur Schließung des Fonds. Die

0

Vorabverzinsung wird mit der ersten Ausschüttung an

die Anleger ausgezahlt.

Sollte bis zum 31.12.2006 lediglich ein Fondsvolumen

von weniger als EUR 10 Mio. Eigenkapital erreicht

worden sein, kann die Geschäftsführung der Fondsgesellschaft

beschließen, dass die Anleger ihr bis

dahin einbezahltes Kapital zurückbezahlt bekommen.

Weitere Ansprüche der Anleger bestehen nicht.

2) Fremdkapital

Das Beteiligungskonzept sieht den Einsatz von Fremdkapital

grundsätzlich nicht vor. Davon ausgenommen

ist jedoch eine eventuelle Zwischenfinanzierung zur

Erbringung der Einlage gegenüber dem Dachfonds

CAM VIER.

Der Geschäftsführung der Fondsgesellschaft ist es

insoweit gestattet, eine Zwischenfinanzierung bis

maximal EUR 1 Mio. zur Überbrückung ausstehender

Eigenkapitaleinzahlungen in Anspruch zu nehmen.

Die Kosten dieser Zwischenfinanzierung haben die

säumigen Anleger anteilig zu tragen.

6.2 Der prognostizierte Investitionsplan bei einem

Zielvolumen von EUR 30.000.000

3) Investition in Zielfonds inkl. Liquiditätsreserve

Die Investitionsquote (Investmentsumme) für den

Erwerb von Beteiligungen an Private Equity Fonds

beträgt einschließlich Liquiditätsreserve, dem einmaligen

Ergebnis-Vorab für CAM sowie den laufenden

Fondskosten voraussichtlich 92,6 % des platzierten

Kommanditkapitals (EUR 27.788.520).

Ca. 1 % der Investmentsumme wird als Liquiditätsreserve

zur Zwischenfinanzierung der laufenden Kosten

bis zu den ersten erwarteten Rückflüssen sowie zur

Bestreitung unvorhergesehener Kosten vorgehalten.

0,5 % der insgesamt gezeichneten Kommanditeinlagen

bei CAM VIER, höchstens EUR 1,5 Mio. entfallen

auf das Ergebnis-Vorab der CAM. Dieses betrifft die

Abgeltung des erhöhten Geschäftsführungsaufwandes

in der Gründungsphase sowie die Kosten für Strukturierung

und Konzeption des Anlageprogramms CAM

VIER.

4) Gesellschaftskosten

Die Gesellschaftskosten wurden vom Initiator auf

EUR 75.000 geschätzt und setzen sich zusammen aus

Gründungskosten EUR 5.000 und Kosten für Rechts-


eratung EUR 70.000. Sollten die Gesellschaftskosten

tatsächlich höher ausfallen als angenommen, geht

dies zu Lasten der Liquiditätsreserve.

5) Eigenkapitalbeschaffung (zzgl. Agio)

Die Beschaffung des Eigenkapitals der Fondsgesellschaft

übernehmen die Real I.S. und ggf. weitere

Vertriebspartner. Die Vergütung beträgt maximal

9 % des Eigenkapitals zuzüglich einer Vergütung von

EUR 25.000 zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer in

jeweils gültiger Höhe für die Organisation und Provisionsabwicklung

der Kapitalvermittlung, mithin bei

einem Zielvolumen von EUR 30 Mio. EUR 1.224.980

zuzüglich des Agios von EUR 1.499.975.

6) Konzeption, Prospektierung und Marketing

Für Konzeption, Prospektierung und Marketing des

vorliegenden Beteiligungsangebotes erhält die Real I.S.

eine einmalige Vergütung bei einem Zielvolumen

von EUR 30 Mio. in Höhe von EUR 750.000 zuzüglich

gesetzlicher Umsatzsteuer in jeweils gültiger Höhe

(siehe Tz. 9 „Die rechtlichen Grundlagen“).

7) Nicht abzugsfähige Vorsteuer

Für nicht abzugsfähige Vorsteuer wurde eine Kostenposition

von EUR 161.500 vorgesehen.

6.3 Die laufenden Geschäftsbesorgungskosten

Haftungs- und Geschäftsführungsvergütung

(Vorabgewinn)

Die Vergütungen des Komplementärs und des

geschäftsführenden Kommanditisten der Fondsgesellschaft

wurden für 2006 zeitanteilig zusammen

mit EUR 5.000 (EUR 10.000 p. a.) angesetzt. In 2007

betragen diese Vergütungen zusammen EUR 10.000

und steigen ab 2008 um jährlich 2 %.

Vergütung Treuhandkommanditist

Die Vergütung für den Treuhandkommanditisten

wurde für 2006 zeitanteilig mit EUR 7.500 (EUR 15.000

p. a.) zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer in jeweils

gültiger Höhe angesetzt. In 2007 beträgt diese Vergütung

EUR 15.000 und steigt ab 2008 um jährlich 2 %.

Vergütung für Geschäftsbesorgung

Gemäß dem Geschäftsbesorgungsvertrag zwischen

der Fondsgesellschaft und der Real I.S. fällt eine

Vergütung für die Real I.S. für das Jahr 2006 in Höhe

von EUR 65.000 zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer

in jeweils gültiger Höhe an. Die Vergütung beläuft

sich ab 2007 auf 0,65 % des platzierten Eigenkapitals

der Fondsgesellschaft zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer

in jeweils gültiger Höhe und steigt ab 2008 um

jährlich 2 %.

Gemäß dem Geschäftsbesorgungsvertrag mit CAM

hinsichtlich der Betreuung und Verwaltung der weiteren

Private Equity Fonds (Einzelheiten hierzu siehe

Tz. 9 „Die rechtlichen Grundlagen“) fällt eine voraussichtliche

Vergütung für das Jahr 2006 in Höhe von

EUR 9.263 und für das Jahr 2007 in Höhe von 27.789,

jeweils zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer in jeweils

gültiger Höhe an. Nach dem dritten Vertragsjahr reduziert

sich diese Vergütung jedes Jahr um jeweils

10 % des Vorjahreswertes. Der Mindestsatz beträgt

0,3 % p .a. des Zeichnungsvolumens der weiteren

Private Equity Fonds.

Gesellschaftskosten der Fondsgesellschaft

Für die laufende Buchhaltung, den jährlichen Abschluss,

die Erstellung der Steuererklärung und die

steuerliche Betreuung sowie für Büro-, Marketing-,

Beirats-, Wirtschaftsprüfer-, Gesellschafts- und ggf.

Sachverständigenkosten oder sonstige aus heutiger

Sicht unvorhersehbare Ausgaben wird für das Jahr

2006 ein geschätzter Betrag in Höhe von EUR 54.000

zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer in jeweils

gültiger Höhe kalkuliert. Diese Position kann z. B.

wegen eines höheren, jetzt noch nicht absehbaren

oder auch eines niedrigeren Aufwandes, höher oder

niedriger ausfallen. Ab dem Jahr 2008 erhöht sich der

vorgenannte Betrag um 2,0 % p. a. Die angesetzten

Steuerberatungskosten beziehen sich auf ein Zielvolumen

von EUR 30 Mio. und einer angenommenen

Anlegerzahl von 1.500 und erhöhen sich bei einem

höheren Zielvolumen.

Vergütungen auf Ebene der Zielfonds

Auf Ebene der Zielfonds werden ebenfalls Vergütungen

anfallen. Art und Höhe der Vergütungen

können aufgrund des Blind-Pool-Konzeptes noch nicht

genannt werden.


. Die Rentabilitätserwartung

der Beteiligung

7.1 Die J-Curve

Die Beteiligung in die Zielfonds sowohl über CAM

VIER als auch über die weiteren Private Equity Fonds

erfolgen nach den festgelegten Anlagekriterien

(siehe hierzu auch Tz. 5 „Das Beteiligungskonzept,

der Investmentmanager, das Anlageziel, die Anlagestrategie

und der Investitionsprozess).

Bei einer Investition in Private Equity Fonds kommt

es in der Regel nach ca. drei bis fünf Jahren abhängig

von der Performance der Beteiligungen zu ersten

Ausschüttungen. Die Ausschüttungen setzen sich üblicherweise

aus Dividenden und Veräußerungserlösen

der gehaltenen Unternehmensbeteiligungen zusammen,

abzüglich der Vorabergebnisse für Geschäftsführung

und Haftung sowie der laufenden Kosten.

Beispielhaft ist in der folgenden Abbildung ein mögliches

Liquiditätsprofil einer Beteiligung der Fondsgesellschaft

an den Zielfonds dargestellt (Der tatsächliche

Liquiditätsverlauf wird von dieser Darstellung

abweichen):

Beispielhafter Performance-Verlauf einer Private Equity Beteiligung

in % des Zeichnungskapitals

80

60

40

20

0

-20

-40

-60

-80

Jahr

Typischerweise weist eine Private Equity Beteiligung

zu Beginn ausschließlich Liquiditätsabflüsse in Form

von Einzahlungstranchen auf. Nach etwa drei bis

fünf Jahren konnten in der Vergangenheit sukzessive

Ausschüttungen beobachtet werden (sog. „J-Curve-

Verlauf“).

Die Ergebnisse des Zielfonds werden nach festgelegten

Verteilungsschlüsseln an den Dachfonds

CAM VIER bzw. die Fondsgesellschaft ausgeschüttet

(Einzelheiten hierzu siehe Tz. 9 „Die rechtlichen

Grundlagen“).

Liquiditätsüberschüsse auf Ebene der Fondsgesellschaft

aus den Rückflüssen des Dachfonds CAM VIER

bzw. der weiteren Zielfonds werden nach Abzug von

Kosten und Gebühren der Fondsgesellschaft an die

Anleger ausgeschüttet und nicht reinvestiert.

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

Einzahlungen Rückflüsse Kumulierter Cash-Verlauf


7.2 Die Vorabverzinsung für die Anleger

des Bayernfonds BestInvest 1

Der Anleger erhält auf Ebene der Fondsgesellschaft

eine rechnerische Vorabverzinsung in Höhe von 8,0 %

p. a. auf die tatsächlich einbezahlte Pflichteinlage

(ohne Agio) ab dem 1. des Monats, der dem wirksamen

Beitritt des Anlegers folgt, bis zur Schließung

des Fonds. Die Vorabverzinsung wird mit der ersten

Ausschüttung bevorzugt an die Anleger ausgezahlt.

Nach Möglichkeit werden auf Ebene der Fondsgesellschaft

die Ergebnisse der Geschäftsjahre 2006 bis

2007 (nach Berücksichtigung der Vorabverzinsung)

so verteilt, dass sämtliche Gesellschafter unabhängig

vom Beitrittszeitpunkt entsprechend dem Verhältnis

ihrer vertragsgemäß eingezahlten Kapitalanteile

gleich behandelt werden. Hierzu werden die später

beitretenden Gesellschafter von den nach ihrem

Beitritt anfallenden Gewinnen bzw. Verlusten Vorabanteile

erhalten, bis sämtlichen Gesellschaftern

Gewinne oder Verluste in gleicher anteiliger Höhe

zugerechnet sind.

Attraktive Renditen im zweistelligen Bereich

12

10

8

6

4

2

0

1985 - 2005 Ø p.a. in % nach IRR

3

5

6

Weitere Einzelheiten, auch zur Ergebnisverteilung,

siehe Tz. 9 „Die rechtlichen Grundlagen“.

7.3 Die Renditeerwartung

Grundsätzliche Voraussetzung für eine Ausschüttung

ist, dass genügend geeignete und erfolgreiche

Zielfonds identifiziert werden können, deren gute

Performance sich auch beim Exit (oftmals im Rahmen

eines Börsengangs) durch einen entsprechenden

Veräußerungserlös zeigt.

Im Durchschnitt der letzten 20 Jahre zeigten Private

Equity Fonds eine Rendite (IRR, siehe hierzu auch Tz.

17 „Das Glossar“) in Höhe von ca. 11,9 % p. a.

Sparbuch Festgeld Sparbrief Anleihen Aktien Private Equity

7

10

11,9

Quelle: EVCA


Die Top Quarter Private Equity Fonds konnten im

Durchschnitt der letzten 20 Jahre eine Rendite (IRR)

in Höhe von ca. 23,5 % p. a. aufweisen.

Renditen Top Quarter

Performance-Vergleich Europa

10,1 9,8

30,8

Damit lagen die Renditen der Private Equity Fonds

in der Vergangenheit meist über den Renditen von

börsennotierten Aktien.

Diese historischen Daten bieten jedoch keine Gewähr,

dass die genannten Renditen auch in der Zukunft

erreicht werden können.

10,5

9,1

10-Jahresrendite 20-Jahresrendite

23,5

MSCI* Europe Aktienindex All Private Equity Top Quarter Private Equity

* Morgan Stanley Capital International

in Prozent

Quelle: EVCA


. Eröffnungsbilanz, Zwischenbilanz,

Planbilanzen und Plan­Gewinn­ und

Verlustrechnungen

Die Eröffnungsbilanz sowie die Planbilanzen und

die Plan-Gewinn- und Verlustrechnungen der

Bayernfonds BestInvest 1 GmbH & Co. KG wurden

in EUR und unter Berücksichtigung der Rechnungslegungsvorschriften

des Handelsgesetzbuches (HGB)

erstellt. Aus Gründen der Übersichtlichkeit wurden

die Kapitalkonten II bis IV (Kapitalrücklagenkonto,

Entnahmen- und Einlagenkonto, Gewinn- und Verlustvortragskonto)

innerhalb der Bilanzen als Kapitalrücklage

zusammengefasst.

Bisher wurde keine Vermögensanlage i.S.d. § 8f

Abs. 1 des Verkaufsprospektgesetzes vom Emittenten

ausgegeben.

8.1 Eröffnungsbilanz der Fondsgesellschaft

zum 28. Juni 2006

Die Bayernfonds BestInvest 1 GmbH & Co. KG wurde

am 28. Juni 2006 gegründet. Die Eröffnungsbilanz

stellt sich wie folgt dar:

Eröffnungsbilanz 28.06.2006

Aktiva

in EUR

A. Ausstehende Einlagen 500

Passiva

Bilanzsumme 500

A. Eigenkapital

Kommanditkapital

500

Bilanzsumme 500

Das Eigenkapital weist nur das gezeichnete Kommanditkapital

aus, zu dessen Einzahlung sich der geschäftsführende

Kommanditist bei der Gründung

verpflichtet hat.

8.2 Zwischenübersicht zum 28. August 2006

Zwischen Aufstellung der Eröffnungsbilanz und der

Zwischenübersicht haben sich keine bilanz- oder

ergebniswirksamen Geschäftsvorfälle ereignet.

Zwischenübersicht zum 28.08.2006

Aktiva

in EUR

A. Ausstehende Einlagen 500

Passiva

Bilanzsumme 500

A. Eigenkapital

Kommanditkapital

500

Bilanzsumme 500

8.3 Prognose der Planbilanzen der Fondsgesellschaft

zum 31. Dezember 2006 und zum

31. Dezember 2007

Für neu gegründete Unternehmen, die am Markt als

Emittenten auftreten, schreibt die Vermögensanlagenverkaufsprospektverordnung

(VermVerkProspV)

vor, dass der Prospekt neben der Eröffnungsbilanz

und einer Zwischenübersicht auch Angaben zur

voraussichtlichen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

enthalten muss. Diese Angaben sind in den

nachfolgenden zusammengefassten Planbilanzen und

Plan-Gewinn- und Verlustrechnungen nach handelsrechtlichen

Grundsätzen dargestellt. Es wird darauf

hingewiesen, dass es sich bei den Planbilanzen um

Prognosen handelt, die erheblich von den tatsächlichen

Bilanzen abweichen können (siehe nachfolgende

Grafik).

Annahmen

Die Planbilanzen beruhen auf der Annahme, dass bis

zum 31. Dezember 2006 Kommanditanteile von insgesamt

EUR 30 Mio. (ohne Agio) durch Anleger gezeichnet

werden. Die Beteiligungen an Zielfonds werden

ausschließlich mit Eigenkapital finanziert. Es wird kein

Fremdkapital aufgenommen.


Planbilanz der Bayernfonds BestInvest 1 GmbH & Co. KG (Prognose)

in EUR

Aktiva

31.12.2006 31.12.2007

A. Ausstehende Einlagen 23.999.600 16.499.725

B. Anlagevermögen

I. Finanzanlagen

1. Beteiligung an CAM VIER Private Equity GmbH & Co. KG 3.350.530 7.893.141

2. Sonstige Beteiligungen 0 2.605.593

C. Umlaufvermögen

I. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 277.885 277.885

Bilanzsumme

Passiva

27.628.015 27.276.344

A. Eigenkapital

I. Kapitalanteile der Kommanditisten (Haftsumme) 1.500.000 1.500.000

II. Rücklagen 26.128.015 25.776.344

B. Verbindlichkeiten

I. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0

II. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0

Bilanzsumme 27.628.015 27.276.344

Ausstehende Einlagen

Es wird unterstellt, dass bis zum 31. Dezember 2006

EUR 30 Mio. platziert werden. Die Anleger zahlen das

gezeichnete Kapital nicht sofort ein, sondern verpflichten

sich, den Beteiligungsbetrag in vier Tranchen

bis zum 31. Dezember 2009 zu erbringen. Der

Kapitalabruf bei den Anlegern ergibt sich aus den

in Tz. 2 „Das Angebot im Überblick“ dargestellten

Einzahlungsterminen. Sie hängen wesentlich vom

Kapitalbedarf der Zielfonds ab und können von der

dargestellten Prognose abweichen.

Beteiligungen

Es wird unterstellt, dass das gesamte eingezahlte

Kapital abzüglich einer Liquiditätsreserve und der zahlungswirksamen

Aufwendungen in demselben Jahr

durch die Zielfonds abgerufen wird. Der Emittent wird

sich mit ca. 85 % bis 90 % seiner Investitionsquote an

dem Dachfonds CAM VIER Private Equity GmbH & Co.

KG beteiligen. Die nach dem Investitionsplan noch

freien Mittel werden im Geschäftsjahr 2007 zur Finanzierung

der Beteiligung an weiteren Private Equity

Fonds verwendet.

Wertsteigerungen wirken sich auf den bilanziellen

Beteiligungswert nicht aus. Ebenso wirken sich – im

Gegensatz zu der Steuerbilanz – Gewinn- und Verlustanteile

aus nachgeordneten Beteiligungen nicht

sofort in der Handelsbilanz aus. Gewinne aus der

Beteiligung sind nur als eine Forderung einzubuchen

und als Beteiligungsertrag zu erfassen, wenn der Gewinnanspruch

entstanden ist. Aus den Zielfonds sind

in den ersten vier Jahren keine Erträge zu erwarten.

Unterschiede zwischen der Handelsbilanz und der

Steuerbilanz

In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen,

dass steuerlich Verluste aus nachgeordneten Beteiligungen,

bei der Gewinnermittlung der Fondsgesellschaft

im jeweils gleichen Veranlagungszeitraum zu

berücksichtigen sind. Aus diesem Grunde kann das

steuerliche Ergebnis, das letztendlich den Anlegern

der Fondsgesellschaft anteilig zugewiesen wird, von

dem in der Handelsbilanz ausgewiesenen Ergebnis

erheblich abweichen.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Zur Sicherung der Zahlungsfähigkeit wird eine Liqui


ditätsreserve von ca. einem Prozent des in Beteiligungen

investierten Kapitals gebildet.

Verbindlichkeiten

Eine Aufnahme von Darlehen für eine kurzfristige

Zwischenfinanzierung der einzelnen von den Zielfonds

erwarteten Abrufe ist nicht geplant. Es wird

im Rahmen der Planbilanzen davon ausgegangen,

dass sämtliche Verbindlichkeiten aus einmaligen und

laufenden Aufwendungen noch vor dem jeweiligen

Bilanzstichtag bedient wurden.

8.4 Prognose der Plan-Gewinn- und Verlust-

rechnungen der Geschäftsjahre 2006 und 2007

Erträge und Aufwendungen leiten sich aus den oben

dargestellten Annahmen ab. In den ersten vier Jahren

werden prognosegemäß keine Erträge aus Beteiligungen

erzielt. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

resultieren aus der Anlage der Liquiditätsreserve

(unterstellter Zinssatz von zwei Prozent). Sonstige

betriebliche Aufwendungen enthalten Kosten der Investitionsphase,

wie Eigenkapitalbeschaffungskosten,

sowie die laufenden Kosten, wie Geschäftsführungs-

vergütung und Beratungskosten. In den ersten vier

Jahren wird ein negatives Ergebnis ausgewiesen, da

den Fondsanlaufkosten noch keine Erträge aus den

Zielfonds gegenüberstehen.

Die Entnahmen aus den Kapitalrücklagen dienen

der Erzielung eines ausreichenden Bilanzgewinns,

der erforderlich ist, um die dem geschäftsführenden

Kommanditisten und dem Komplementär laut Gesellschaftsvertrag

(§ 21) zustehenden Vorabgewinne

zuweisen zu können.

Es wird darauf hingewiesen, dass die vorstehend

prognostizierten Aufwendungen und Erträge von den

tatsächlichen Werten erheblich abweichen können.

8.5 Prognose der Liquiditätsplanung der

Fondsgesellschaft

Die Fondsgesellschaft wird sich an der CAM VIER

Private Equity GmbH & Co. KG sowie an weiteren

Private Equity Fonds beteiligen. Es ist vorgesehen,

dass die Fondsgesellschaft frühestens ab 2009

Einnahmen aus diesen Beteiligungen erzielen wird.

Plan-Gewinn- und Verlustrechnung der Bayernfonds BestInvest 1 GmbH & Co. KG (Prognose)

in EUR 2006 2007

1. Erträge aus Beteiligungen 0 0

2. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0 5.558

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

3.1 Treuhänder - 8.700 - 17.850

3.2 Steuerberatung - 59.160 - 60.690

3.3 Miete Geschäftsräume - 1.500 - 3.570

3.4 Geschäftsbesorgung Real I.S. - 75.400 - 232.050

3.5 Geschäftsbesorgung CAM VIER Fondsmanagement - 10.745 - 33.068

3.6 Kosten der Investitionsphase (einschließlich nabz. USt) - 3.711.455 0

3.7 Gesellschaftskosten - 75.000

3.8 Eigenkapitalbeschaffung (zzgl. Agio) - 2.724.955

3.9 Konzeption, Prospektierung und Marketing - 750.000

3.10 nicht abzugsfähige Vorsteuer - 161.500

4. Sonstige Zinsen und änliche Aufwendungen 0 0

5. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag - 3.866.960 - 341.671

6. Entnahmen aus den Kapitalrücklagen 3.871.960 351.671

7. Bilanzgewinn 5.000 10.000


Die einzigen Einnahmen des Betrachtungszeitraums

werden entsprechend der Prognose in Zinserträgen

aus der Anlage der Liquiditätsreserve bestehen. Die

vorstehenden Einnahmen beinhalten nicht die durch

die Anleger im Betrachtungszeitraum eingezahlten

Eigenkapitalanteile.

Die Ausgaben beinhalten die laufenden Fondskosten

(Treuhänder, Steuerberatung, Mietaufwendungen,

Geschäftsbesorgung REAL I.S., Geschäftsbesorgung

CAM VIER Fondsmanagement, jeweils einschließlich

nichtabzugsfähiger Umsatzsteuer). Die Kosten der

Investitionsphase sowie die Investitionen in Beteiligungen

sind nicht in den Ausgaben enthalten.

Die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben

stellt den Liquiditätsüberschuss (Cashflow) der

Fondsgesellschaft dar, der die Liquiditätsreserve der

Fondsgesellschaft entweder erhöht oder vermindert.

Die Änderungen der Liquiditätsreserve werden durch

die in den Jahren 2006 bis 2009 vorgenommenen

Eigenkapitaleinzahlungen der Anleger in gleicher

Höhe ausgeglichen. Ausschüttungen sind im vorstehenden

Betrachtungszeitraum nicht vorgesehen.

Liquiditätsplanung der Fondsgesellschaft (Prognose)

in EUR 2006 2007 2008

a) Einnahmen 0 5.558 5.558

b) Ausgaben - 155.505 - 347.228 - 421.466

c) Liquiditätsüberschuss - 155.505 - 341.671 - 415.908

d) Liquiditätsreserve zum 01.01. 0 277.885 277.885

e) Ausschüttung 0 0 0

f) Liquiditätsreserve zum 31.12. 277.885 277.885 277.885

g) Ausschüttung in % vom Eigenkapital 0 % 0 % 0 %

0


8.6 Prognose der Planzahlen des Emittenten

Nach § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 VermVerkProspV sind die

Planzahlen des Emittenten, insbesondere zu Investitionen,

Produktion, Umsatz und Ergebnis mindestens

für die folgenden drei Geschäftsjahre anzugeben.

Die Bayernfonds BestInvest 1 GmbH & Co. KG beabsichtigt,

sich bis 2009 in unterschiedlichen Tranchen

an der CAM VIER Private Equity GmbH & Co. KG

und weiteren Private Equity Fonds zu beteiligen.

Aus diesen Beteiligungen werden prognosegemäß

Planzahlen (§ 15 Abs. 1 Nr. 4 VermVerkProspV) (Prognose)

in EUR 2006 2007 2008 2009

Investitionen

Beteiligungen 3.350.530 7.148.204 7.073.767 8.483.429

Umsatzerlöse

bis einschließlich 2009 keine Erträge erwartet. Aus

der Anlage der Liquiditätsreserve wird der Emittent

voraussichtlich Zinserträge erzielen. Der Jahresüberschuss

der Bayernfonds BestInvest 1 GmbH & Co. KG

ergibt sich wie bereits in Tz. 8 (Planzahlen) dieses

Prospektes beschrieben.

Planzahlen des Emittenten im Hinblick auf eine

Produktion existieren nicht, da nichts produziert wird

(§ 15 Abs. 1 Nr. 4 der Verordnung).

Beteiligungserträge 0 0 0 0

Zinsen und ähnliche Erträge 0 5.558 5.558 5.558

Ergebnis - 3.866.960 - 341.671 - 415.908 - 506.017


. Die rechtlichen Grundlagen

9.1 Gesellschaftsvertrag der Fondsgesellschaft

Die Gesellschaft, an der sich die Anleger entweder

direkt oder als Treugeber über den Treuhandkommanditisten

beteiligen, ist die Bayernfonds BestInvest 1

GmbH & Co. KG, Linienstraße 40, 82041 Oberhaching,

(„Fondsgesellschaft“). Bei dieser Gesellschaft handelt

es sich um eine Kommanditgesellschaft, welche der

deutschen Rechtsordnung unterliegt. Die Gründung

der Gesellschaft auf unbestimmte Zeit erfolgte am

28.06.2006, diese ist im Handelsregister des Amtsgerichts

München unter HRA 88409 eingetragen. Sitz

der Gesellschaft ist Oberhaching.

Die Hauptmerkmale der Kommanditanteile an der

Fondsgesellschaft sind die Beteiligung am Ergebnis

der Fondsgesellschaft und deren Vermögen, ggf.

ein Anspruch auf Vorabverzinsung, Kontrolle der

Geschäftsführung durch Kontroll- und Informationsrechte

sowie Zustimmungserfordernisse zu bestimmten

Rechtsgeschäften und Handlungen, Teilnahmerecht

an der Gesellschafterversammlung bzw. dem

schriftlichen Umlaufverfahren zur Beschlussfassung

und Stimmrecht sowie das Recht, über die Kommanditbeteiligung

im Rahmen der gesellschaftsvertraglichen

Regelungen zu verfügen. Wegen der Einzelheiten

wird auf die folgenden Darstellungen und den

unter Tz. 12 abgedruckten Gesellschaftsvertrag der

Fondsgesellschaft verwiesen.

Die Fondsgesellschaft wird sich mit einem Betrag in

Höhe von ca. 85 % bis 90 % des eingeworbenen Kapitals

(abzüglich Fondskosten) als Kommanditist an der

CAM VIER Private Equity GmbH & Co KG, eingetragen

im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter HRA

24095 („CAM VIER“) sowie mit einem Betrag in Höhe

von mindestens 10 %, maximal 15 % des eingeworbenen

Kapitals (abzüglich Fondskosten) an weiteren

Private Equity Fonds beteiligen. Komplementär der

CAM VIER ist die CAM Private Equity Verwaltungs-

GmbH, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts

Köln unter HRB 33708 und einem Stammkapital

von EUR 25.000. Die Umsetzung dieser Beteiligungen

stellen die einzigen laufenden Investitionen der

Fondsgesellschaft dar.

Der nachfolgend erläuterte Gesellschaftsvertrag

weicht hinsichtlich der Struktur des persönlich haftenden

Gesellschafters in den folgenden Regelungen

vom gesetzlichen Leitbild ab:

Gesetzliche Regelung Abweichung

Natürliche Personen als

Gesellschafter

Eigenhandeln aller

Gesellschafter

Bei dem Komplementär handelt

es sich um eine Gesellschaft mit

beschränkter Haftung (§ 3 des

Gesellschaftsvertrages). Diese ist

eine juristische Person und haftet

für Verbindlichkeiten gegenüber

Gläubigern ausschließlich mit

ihrem Gesellschaftsvermögen.

Berechtigung des geschäftsführenden

Kommanditisten zur Erhöhung

des Gesellschaftskapitals

(§ 4 des Gesellschaftsvertrages).

§ 164 HGB Der Komplementär ist von der

Geschäftsführung ausgeschlossen.

Der geschäftsführende Kommanditist

führt die Geschäfte der

Gesellschaft und ist zur Beauftragung

Dritter mit Aufgaben der

Geschäftsführung berechtigt

(§ 9 des Gesellschaftsvertrages).

§ 170 HGB Der geschäftsführende Kommanditist

hat Generalvollmacht zur

Vertretung der Gesellschaft

(§ 9 des Gesellschaftsvertrages).

§§ 112, 161 Abs.1 HGB Der Komplementär ist vom

gesetzlichen Wettbewerbsverbot

befreit (§ 9 des Gesellschaftsvertrages).

§ 166 HGB Der geschäftsführende Kommanditist

informiert die Gesellschafter

über deren gesetzliches Kontrollrecht

hinaus über wesentliche Geschäftsvorgänge,

die wirtschaftliche

Situation der Gesellschaft

sowie über Geschäftsverlauf und

Lage der Gesellschaft sowie in

begrenztem Umfang auch über

CAM.

(§ 10 des Gesellschaftsvertrages)

Der Komplementär erhält für die

Übernahme des Haftungsrisikos

einen jährlichen Vorabgewinn

in Höhe von EUR 5.000 (§ 21 des

Gesellschaftsvertrages).


Der Gesellschaftsvertrag des Komplementärs weicht

in den folgenden Regelungen vom gesetzlichen Leitbild

ab:

Gesetzliche Regelung Abweichung

Verfügung über Geschäftsanteile

durch

notarielle Beurkundung

der Abtretung

(§ 15 Abs. 3 und Abs. 5

GmbHG)

Gemeinsame

Vertretungsmacht der

Geschäftsführer

(§ 35 Abs. 2 Satz 2

GmbHG)

Selbstvertretungsverbot

(§ 181 BGB)

Wettbewerbsverbot für

den Geschäftsführer

Wettbewerbsverbot für

Gesellschafter

Unternehmensgegenstand/Wichtigste

Tätigkeitsbereiche

Jede Verfügung über Geschäftsanteile

bedarf zu ihrer Wirksamkeit

der vorherigen Zustimmung

des Komplementärs.

Im Falle des Übergangs eines

Geschäftsanteils im Wege des

Erbganges ist der übergegangene

Geschäftsanteil unverzüglich

nach Übergang einem von der

Real I.S. bestimmten Dritten zum

Erwerb anzubieten.

Die Gesellschaft hat nur einen

Geschäftsführer, der die Gesellschaft

allein vertritt.

Der Geschäftsführer ist von den

Beschränkungen des § 181 BGB

befreit.

Der Geschäftsführer ist ohne

Entgelt allgemein von jedem

Wettbewerbsverbot befreit.

Gesellschaftern können Tätigkeiten

auf dem Tätigkeitsgebiet

der Gesellschaft auch außerhalb

der Gesellschaft durch einstimmigen

Gesellschafterbeschluss

gestattet werden.

Zweck der Fondsgesellschaft ist der Erwerb, das

Verwalten und die Veräußerung einer Beteiligung an

CAM VIER sowie an weiteren Private Equity Fonds.

Die Fondsgesellschaft ist zu allen Rechtsgeschäften

und Rechtshandlungen berechtigt, die geeignet

erscheinen, den Gesellschaftszweck unmittelbar oder

mittelbar zu fördern. Sie kann zur Erreichung des

Gesellschaftszwecks auch Beteiligungen an anderen

Gesellschaften eingehen. Die Fondsgesellschaft kann

die zur Erreichung ihres Zwecks erforderlichen oder

zweckmäßigen Handlungen selbst vornehmen oder

durch Dritte vornehmen lassen (vgl. § 2 des Gesellschaftsvertrages).

Der wichtigste Tätigkeitsbereich der Fondsgesellschaft

besteht in der Beteiligung an der CAM VIER sowie an

weiteren Private Equity Fonds und der Ausübung der

Mitgliedschaftsrechte der Fondsgesellschaft in diesen

Gesellschaften, dem Verwalten der eigenen Vermögenswerte

und der Anlegerbetreuung.

Gesellschafter, Kapital, Einlagen

Persönlich haftender Gesellschafter (Komplementär)

der Fondsgesellschaft ist die GS Beteiligungs GmbH,

Oberhaching. Diese ist am Kapital und am Vermögen

der Fondsgesellschaft nicht beteiligt und erbringt keine

Einlage. Am Ergebnis ist der Komplementär über

einen Anspruch auf Zahlung eines jährlichen Vorabgewinns

in Höhe von EUR 5.000, der ab dem Jahr 2008

jährlich jeweils um 2 % erhöht wird, beteiligt (vgl.

§ 21 des Gesellschaftsvertrages). Geschäftsführender

Kommanditist ist die WS Beteiligungs GmbH,

München („geschäftsführender Kommanditist“), mit

einer Pflichteinlage (= Hafteinlage) in Höhe von

EUR 500. Weiterer Kommanditist ist die FINANZ-

CONTROL TREUHANDGESELLSCHAFT mbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft,

München („Treuhandkommanditist“). Der Treuhandkommanditist

wird im Laufe der Einwerbungsphase

entsprechend dem Beitritt der Treugeber seinen Kapitalanteil

erhöhen und diesen treuhänderisch halten

(vgl. § 3 des Gesellschaftsvertrages).

Aufnahme weiterer Kommanditisten/Treugeber

Der geschäftsführende Kommanditist ist berechtigt,

das Gesellschaftskapital durch Zulassung von neuen

Kommanditisten oder Personen, die sich über den

Treuhandkommanditisten mittelbar beteiligen,

– zunächst um bis zu EUR 29.999.500 und dann –

um bis zu EUR 99.999.500 (ohne Agio) zu erhöhen.

Bei der Aufnahme neuer Kommanditisten wird die

Fondsgesellschaft durch den geschäftsführenden

Kommanditisten vertreten. Zuzüglich der durch den

geschäftsführenden Kommanditisten zu erbringenden

Pflichteinlage (EUR 500) würde das Gesellschaftskapital

nach vollständiger Durchführung der vorbeschriebenen

Kapitalerhöhungen zunächst EUR 30.000.000

betragen. Nach dem Gesellschaftsvertrag ist der

geschäftsführende Kommanditist berechtigt, eine

Aufstockung des maximalen Gesellschaftskapitals auf

bis zu EUR 100.000.000 vorzunehmen (vgl. § 4 des

Gesellschaftsvertrages).

Bei der Erhöhung der Kommanditeinlage des Treu-


handkommanditisten sowie bei der Aufnahme

neuer Direktkommanditisten ist die Maßgabe zu

beachten, dass die für jeden Kommanditisten in das

Handelsregister einzutragende Haftsumme 5 % des

jeweils übernommenen Kapitalanteils (Hafteinlage

ohne Agio) betragen muss. Die Summe der in das

Handelsregister einzutragenden Haftsumme würde

damit nach vollständiger Durchführung der Kapitalerhöhung

auf zunächst EUR 30.000.000 maximal

EUR 1.500.000 betragen, bei einer Erhöhung auf den

Maximalbetrag von EUR 100.000.000 EUR 5.000.000

(vgl. § 4 des Gesellschaftsvertrages). Bei der Erhöhung

des Kapitals der Fondsgesellschaft in Abhängigkeit

vom Investitionsvolumen kann das Gesellschaftskapital

abweichend von dem Betrag in Höhe von

zunächst EUR 30.000.000 bzw. EUR 100.000.000 festgelegt

werden. Der geschäftsführende Kommanditist

kann hierbei eine Unterschreitung des Betrages von

EUR 30.000.000 um bis zu 10 % beschließen, sofern

der Finanzierungsbedarf den vorgesehenen Bedarf

unterschreitet.

Der Beitritt soll bis zum 30.06.2007 bzw. bis zur Vollplatzierung

(ggf. früher als der 30.06.2007) erfolgen

(vgl. § 4 des Gesellschaftsvertrages). Das öffentliche

Angebot beginnt in Anlehnung an § 9 Abs. 1 des

Verkaufsprospektgesetzes einen Werktag nach Veröffentlichung

des Prospektes und endet spätestens

am 30.06.2007 oder früher mit der Vollplatzierung.

Der Beitritt weiterer Kommanditisten ist damit bis

zum 30.06.2007 möglich. Die Frist für die Platzierung

kann durch den geschäftsführenden Kommanditisten

bis zum 31.12.2007 verlängert werden (vgl. § 4 des

Gesellschaftsvertrages). Derzeit beträgt die gezeichnete

Beteiligung der drei Gründungsgesellschafter

EUR 500.

Es sollen mindestens ein und maximal 6.667 Anleger

eingeworben werden. Bei erwartetem Verlauf

werden mindestens EUR 10.000.000 zur Realisierung

des Investments benötigt. Es verbleibt die Einlage

des geschäftsführenden Kommanditisten in Höhe

von EUR 500.

Der Kapitalanteil eines neu beitretenden Kommanditisten

– mit Ausnahme des geschäftsführenden Kommanditisten

– soll mindestens EUR 15.000 betragen,

wobei die empfohlene Mindestbeteiligungssumme

EUR 20.000 beträgt. Zusätzlich hat jeder eintretende

Kommanditist ein Agio in Höhe von 5 % bezogen auf

seinen Kapitalanteil entsprechend der Beitrittsvereinbarung

zu leisten (vgl. § 3 des Gesellschaftsvertrages).

Höhere Beteiligungen müssen jeweils durch 1.000

ohne Rest teilbar sein.

Die Haftsumme, mit der der jeweilige Kommanditist

in das Handelsregister eingetragen wird, beträgt

5 % der Hafteinlage ohne Agio, also mindestens

EUR 750 (bei der empfohlenen Mindestbeteiligungssumme

in Höhe von EUR 20.000 dementsprechend

EUR 1.000). Für Treugeber gilt die Regelung über

die Mindestbeteiligung entsprechend. Die Treugeber

werden allerdings nicht in das Handelsregister

eingetragen. Außer bei Direktkommanditisten – bei

ihnen fallen für die Handelsregistervollmacht und

-eintragung/-löschung Notar- bzw. Gerichtsgebühren

nach den jeweils anwendbaren Gebührenordnungen

an – sind auf Anlegerebene aus heutiger Sicht bei

geplantem Verlauf keine weiteren Kosten mit dem

Erwerb, der Verwaltung und der Veräußerung

verbunden.

Treugeber und Direktkommanditisten

Der Treuhandkommanditist erwirbt, hält und verwaltet

die Einlage treuhänderisch anteilig für die Treugeber,

mit denen er einheitliche Treuhandverträge

abschließen wird, im eigenen Namen für fremde

Rechnung. Die Treugeber werden im Innenverhältnis

zur Fondsgesellschaft wie Kommanditisten behandelt,

sofern der Treuhandkommanditist die Rechte an die

Treugeber abgetreten oder Vollmacht zur Ausübung

seiner mitgliedschaftlichen Rechte erteilt hat. Sie sind

dann insbesondere wie ein unmittelbar Beteiligter

wirtschaftlich am Gewinn und Verlust, Auseinandersetzungsguthaben

und Liquidationserlös beteiligt.

Jeder Treugeber kann dem Treuhandkommanditisten

Weisungen zur Wahrnehmung seines Stimmrechts

geben und auch selbst in den Gesellschafterversammlungen

abstimmen (vgl. § 5 des Gesellschaftsvertrages).

Anleger, die unmittelbar als Kommanditisten beitreten,

sowie Treugeber, die in die Stellung als Kommanditist

wechseln, sind jeweils verpflichtet, dem

geschäftsführenden Kommanditisten eine Handelsregistervollmacht

auszustellen, die für Handelsregisteranmeldungen

jeglicher Art im Zusammenhang mit

der Fondsgesellschaft gilt. Die Kommanditisten tragen

die mit der Erteilung der Handelsregistervollmacht


und der Handelsregisteranmeldung einschließlich der

Handelsregistereintragung verbundenen Kosten (vgl.

§ 30 des Gesellschaftsvertrages).

Alle Kommanditisten/Treugeber haben im Rahmen

des Gesellschaftsverhältnisses nur Vorsatz und grobe

Fahrlässigkeit zu vertreten. Davon ausgenommen ist

die Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit.

Schadenersatzansprüche der Gesellschafter untereinander

sowie im Verhältnis zur Fondsgesellschaft

verjähren nach Ablauf von drei Jahren, gerechnet ab

dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden

ist und der Gesellschafter von den anspruchbegründenden

Umständen und der Person des

Schuldners Kenntnis erlangt oder ohne grobe Fahrlässigkeit

hätte erlangen müssen. Unabhängig von

der Kenntnis bzw. der grob fahrlässigen Unkenntnis

verjährt der Anspruch bei vorsätzlichen Handlungen

spätestens nach Ablauf von zehn Jahren. Im Übrigen

spätestens nach Ablauf von fünf Jahren nach der Entstehung

des Anspruchs. Für die Geltendmachung von

Ansprüchen gilt eine Ausschlussfrist von sechs Monaten

nach Kenntniserlangung vom Schaden. Innerhalb

dieser Frist ist der Anspruch schriftlich geltend zu

machen, andernfalls geht der Anspruch verloren (vgl.

§ 11 des Gesellschaftsvertrages).

Im Außenverhältnis gegenüber Gläubigern der

Fondsgesellschaft haften bisher beigetretene sowie

künftig beitretende Kommanditisten/Treugeber vor

Leistung ihres Beteiligungsbetrages unmittelbar bzw.

mittelbar über den Treuhänder nach § 171 Abs. 1 HGB

bis zur Höhe der jeweils im Handelsregister eingetragenen

Einlage (= Haftsumme). Nach Leistung des

Beteiligungsbetrages ist die Haftung gemäß § 171

Abs. 1 HGB für danach begründete Verbindlichkeiten

ausgeschlossen.

Soweit über 95 % des Beteiligungsbetrages eines

Kommanditisten/Treugebers zurückbezahlt oder nach

Entnahmen der Kapitalanteil unter den Betrag der

Haftsumme herabgemindert wird, lebt die unmittelbare

Haftung gegenüber Gläubigern der Gesellschaft

bis zur Höhe der Haftsumme wieder auf (§§ 172 Abs.

4, 171 Abs. 1 HGB).

Mit Ausscheiden des Kommanditisten/Treugebers endet

nicht zeitgleich die Haftung in Höhe der Haftsumme.

Kommanditisten/Treugeber haften gemäß

§§ 161 Abs. 2, 160 HGB trotz ihres Ausscheidens aus

der Fondsgesellschaft für die bis dahin begründeten

Verbindlichkeiten der Fondsgesellschaft, wenn die

Verbindlichkeiten vor Ablauf von fünf Jahren nach

dem Ausscheiden fällig und Ansprüche gegen den

Kommanditisten bzw. Treuhänder in seiner Eigenschaft

als Treuhandkommanditist gerichtlich geltend

gemacht werden. Bei öffentlich-rechtlichen Verbindlichkeiten

genügt der Erlass eines Verwaltungsakts.

Im Innenverhältnis besteht keine Nachschussverpflichtung

der Kommanditisten/Treugeber, so dass diese

zum Ausgleich etwaiger Verluste der Fondsgesellschaft

über die geleistete Pflichteinlage (zzgl. Agio)

hinaus keine weiteren Leistungen an die Fondsgesellschaft

zu erbringen haben. Nur mit einstimmigem

Gesellschafterbeschluss können Nachschüsse beschlossen

werden (vgl. § 15 Abs. 3 des Gesellschaftsvertrages).

Ohne jeweilige Zustimmung müssen

Kommanditisten oder Treugeber nicht an Kapitalerhöhungen

teilnehmen (vgl. § 8 des Gesellschaftervertrages).

Erbringung der Einlagen

Die Anleger haben ihre Beteiligungsbeträge entsprechend

den im Prospekt enthaltenen Bedingungen

zu erbringen. Diese sehen vor, dass mit Wirksamkeit

des Beitritts 20 % zuzüglich 5 % Agio auf die gesamte

Zeichnungssumme, am 31.12.2007 sowie am

31.12.2008 jeweils weitere 25 % und die abschließende

Tranche (30 %) zum 31.12.2009 des Beteiligungsbetrages

jeweils als Barleistung zu erbringen

sind. Außer der Eingangstranche können Tranchen

von der Geschäftsführung mit einer sechswöchigen

Vorankündigungsfrist auch früher oder später und

gegebenenfalls auch in anderer Stückelung abgerufen

werden.

Werden Pflichteinlage und Agio nicht innerhalb der

o. g. Fristen erbracht, so ist die Fondsgesellschaft bzw.

der Treuhandkommanditist berechtigt, Verzugszinsen

ab Fälligkeit in gesetzlicher Höhe zu verlangen. Zur

Zeit der Herausgabe dieses Verkaufsprospektes beträgt

der gesetzliche Verzugszins 5 % p. a. über dem

jeweils geltenden Basiszinssatz. Ein darüber hinausgehender

Schaden der Fondsgesellschaft kann ebenfalls

geltend gemacht werden.

Im Falle des Zahlungsverzugs kann der jeweilige

Treugeber bzw. Direktkommanditist aus der Fondsgesellschaft

ausgeschlossen oder der Beteiligungsbetrag


auf den Betrag bereits geleisteter Zahlungen herabgesetzt

werden. Die im Zusammenhang mit dem Ausscheiden

entstandenen Kosten hat der Treugeber/Direktkommanditist

zu tragen. Die Fondsgesellschaft ist

berechtigt, für die Kosten des Austritts eine Schadenspauschale

mindestens in Höhe des Agios bzw. für die

Kosten der Herabsetzung des Beteiligungsbetrages

mindestens in Höhe von EUR 500 geltend zu machen,

soweit nicht der Kommanditist/Treugeber einen geringeren

Schaden nachweist.

Geschäftsführung und Vertretung

Zur Geschäftsführung der Fondsgesellschaft ist allein

der geschäftsführende Kommanditist berechtigt.

Die Vertretung der Fondsgesellschaft erfolgt durch

den Komplementär. Er ist von der Geschäftsführung

ausgeschlossen. Dem geschäftsführenden Kommanditisten

ist Generalvollmacht erteilt. Diese kann nur aufgrund

eines wichtigen Grundes widerrufen werden

und umfasst auch die Berechtigung, Dritte mit der

Geschäftsführung oder einzelnen Geschäftsführungsaufgaben

zu beauftragen. Zustimmungsrechte der

Gesellschafterversammlung (§ 15 des Gesellschaftsvertrages)

sind zu beachten (vgl. § 9 des Gesellschaftsvertrages).

Kontrollrechte

Jedem Kommanditisten und Treugeber stehen die

Kontrollrechte gemäß § 166 HGB zu. Darüber hinaus

haben sie jeweils das Recht, die Handelsbücher und

Papiere der Fondsgesellschaft selbst einzusehen oder

durch einen Angehörigen der steuerberatenden oder

wirtschaftsprüfenden Berufe einsehen zu lassen. Ferner

sind sie durch die Geschäftsführung jährlich über

wesentliche Geschäftsvorgänge in der Gesellschaft, in

der CAM VIER sowie bei den weiteren Private Equity

Fonds zu informieren. Hinsichtlich der Informationen

zu CAM VIER und den weiteren Private Equity Fonds

geht diese Verpflichtung allerdings nur so weit, wie

der Fondsgesellschaft eine Information möglich ist

(vgl. § 10 des Gesellschaftsvertrages).

Nachschusspflicht und Haftung

Durch Eintragung der Fondsgesellschaft als Kommanditgesellschaft

sowie der jeweiligen Kommanditisten

in das Handelsregister wird die Haftung dieser

Kommanditisten gegenüber den Gläubigern der

Gesellschaft auf ihre jeweils in das Handelsregister

eingetragene Hafteinlage (5 % der Pflichteinlage)

begrenzt. Die Haftung ist ausgeschlossen, sobald die

Hafteinlage geleistet ist (vgl. §§ 171 ff. HGB). Eine

Nachschusspflicht besteht nicht (vgl. § 8 des Gesellschaftsvertrages).

Werden die Einlagen durch Entnahmen

(insbesondere Barauszahlungen) jedoch unter

die Hafteinlage gemindert, so lebt die Haftung bis

zur Höhe der Hafteinlage wieder auf. Das gilt auch,

soweit Entnahmen getätigt werden, während der

Kapitalanteil des Kommanditisten/Treugebers durch

Verluste unter den Betrag der Hafteinlage herabgemindert

wird (vgl. § 172 Abs. 4 i. V. m. § 171 Abs. 1

HGB). Bei Konkretisierung der Haftung (z. B. Illiquidität

der Fondsgesellschaft) wären insoweit erhaltene

Entnahmen (Barauszahlungen) von den Kommanditisten/Treugebern

ganz oder teilweise zurückzuzahlen.

Die Haftung des Komplementärs ist grundsätzlich

unbeschränkt. Vorliegend ist der Komplementär eine

Kapitalgesellschaft und haftet daher nur beschränkt

mit seinem Gesellschaftsvermögen.

Gesellschafterversammlung und Beschlussfassung

Einmal jährlich, spätestens bis zum 30.11., ist ein

schriftliches Umlaufverfahren durchzuführen, in dem

die Gesellschafterbeschlüsse gefasst werden. Eine

Gesellschafterversammlung findet nur auf Antrag des

geschäftsführenden Kommanditisten, des Treuhandkommanditisten,

des Beirats oder von Gesellschaftern/Treugebern,

die mindestens 30 % des Gesellschaftskapitals

vertreten, statt (vgl. § 13 und § 17 des

Gesellschaftsvertrages). Die Gesellschafterversammlung

der Fondsgesellschaft ist insbesondere zuständig

für nachfolgende Beschlussfassungen, welche auch

Zustimmungen im Innenverhältnis zu Rechtsgeschäften

und Handlungen des geschäftsführenden Kommanditisten

umfassen:

• Feststellung des Jahresabschlusses;

• Beschluss über Entnahmen;

• Wahl des Abschlussprüfers;

• Entlastung des geschäftsführenden

Kommanditisten;

• Wahl, Entlastung und Vergütung des Beirats;

• Änderung des Gesellschaftsvertrages;

• Ausschluss von Gesellschaftern;

• Bestellung eines neuen Treuhandkommanditisten;

• Veräußerung wesentlicher Teile des Gesellschafts-

vermögens;

• Auflösung der Gesellschaft;

• Widerruf der Geschäftsführungsbefugnis des

geschäftsführenden Kommanditisten nebst

Generalvollmacht;


• Zustimmung der Gesellschaft in ihrer Eigenschaft

als Gesellschafterin der CAM VIER in Gesellschafterversammlungen

der CAM VIER, sofern ein Rechtsgeschäft

oder eine Handlung auf Ebene der CAM

VIER ein außerordentliches Geschäft darstellt.

Gesellschafterbeschlüsse im schriftlichen Umlaufverfahren

bzw. in der Gesellschafterversammlung

werden mit einfacher Mehrheit der vertretenen bzw.

anwesenden Stimmen gefasst, soweit gesetzliche

Bestimmungen oder der Gesellschaftsvertrag dies zulassen.

Der Gesellschaftsvertrag der Fondsgesellschaft

sieht für Beschlüsse über die Änderung des Gesellschaftsvertrages,

die Veräußerung wesentlicher Teile

des Gesellschaftsvermögens sowie für die Auflösung

der Gesellschaft eine Mehrheit von drei Vierteln aller

vertretenen bzw. anwesenden Stimmen vor (vgl. § 15

des Gesellschaftsvertrages). Jede vollen EUR 100 Einlage

(gezeichnete Summe abzüglich Agio) gewähren

eine Stimme. Der geschäftsführende Kommanditist

hat dementsprechend 5 Stimmen; der Komplementär

hat in Ermangelung einer geleisteten Einlage kein

Stimmrecht. Der Treuhandkommanditist kann das ihm

zustehende Stimmrecht in Anbetracht der vielfältigen

Interessen, die er vertritt, gespalten ausüben (vgl.

§ 13 des Gesellschaftsvertrages).

Beschlussfähigkeit im schriftlichen Umlaufverfahren

ist gegeben, wenn mindestens 30 % der Stimmen

aller Gesellschafter der Fondsgesellschaft teilnehmen.

Sofern eine Gesellschafterversammlung entsprechend

den Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages ordnungsgemäß

einberufen wurde, ist diese unabhängig

von der Zahl der anwesenden oder vertretenen

Stimmen beschlussfähig sofern der geschäftsführende

Kommanditist und der Treuhandkommanditist anwesend

oder vertreten sind. Wird die Beschlussfähigkeit

im schriftlichen Umlaufverfahren nicht erreicht, können

Beschlüsse in einer weiteren schriftlichen Abstimmung

unabhängig von der Zahl der teilnehmenden

Stimmen gefasst werden (vgl. § 16 und § 17 Abs. 6

des Gesellschaftsvertrages). Die Unwirksamkeit eines

Beschlusses kann nur innerhalb einer Frist von einem

Monat nach Kenntniserlangung durch Klage unter

Angabe der Gründe geltend gemacht werden. Nach

Ablauf der Ausschlussfrist gilt ein Mangel als geheilt

(vgl. § 13 Abs. 4 des Gesellschaftsvertrages).

Beirat

Die Gesellschafter können einen Beirat zur Beratung,

Unterstützung und Überwachung der Geschäftsführung

wählen. Bis zur Wahl eines entsprechenden Beirats

ist der geschäftsführende Kommanditist berechtigt,

einen vorläufigen Beirat zu bestellen. Der Beirat

ist berechtigt, von der Geschäftsführung Bericht über

einzelne Geschäftsführungsangelegenheiten zu verlangen.

Eine Weisungsbefugnis hat er jedoch nicht.

Jedes Beiratsmitglied erhält neben der Erstattung

seiner Auslagen eine Vergütung in Höhe von EUR 500

p. a. zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer in jeweils gültiger

Höhe (vgl. § 12 des Gesellschaftsvertrages).

Vergütungen des Komplementärs, des geschäftsführenden

Kommanditisten und des Treuhandkommanditisten

Der Komplementär erhält für seine Übernahme der

Haftung für das Jahr 2007 eine jährliche Vergütung

in Form eines Vorabgewinns in Höhe von EUR 5.000,

die ab dem Jahr 2008 jährlich jeweils um 2 % erhöht

wird (vgl. § 21 Abs. 2 des Gesellschaftsvertrages).

Der geschäftsführende Kommanditist erhält für die

Übernahme der Geschäftsführung für das Jahr 2007

eine jährliche Vergütung in Form eines Vorabgewinns

in Höhe von EUR 15.000, die ab dem Jahr 2008 jährlich

jeweils um 2 % erhöht wird (vgl. § 21 Abs. 1 des

Gesellschaftsvertrages). Der Treuhandkommanditist

erhält von der Gesellschaft für seine Tätigkeit ab dem

Jahr 2007 eine jährliche Vergütung in Höhe von

EUR 15.000, die sich ab dem Jahr 2008 jährlich um

jeweils 2 % erhöht (vgl. § 22 des Gesellschaftsvertrages).

Alle genannten Vergütungen sind jährlich

bis spätestens zum 31.12. zur Zahlung fällig. Für das

Jahr 2006 werden die für das Jahr 2007 vorgenannten

Vergütungen pro rata temporis für jeden Monat, welcher

dem Monat der Gründung der Fondsgesellschaft

folgt, gewährt.

Ergebnisbeteiligung, Entnahmen und

Liquiditätsüberschuss, Vorabverzinsung

Maßgeblich für die Gewinn- und Verlustverteilung

bzw. die Verteilung des Ergebnisses der Einnahmen-

Überschuss-Rechnung ist der von einem Wirtschaftsprüfer

geprüfte und von den Gesellschaftern

festgestellte Jahresabschluss. Nach Abzug der Vorabgewinne

von Komplementär und geschäftsführendem

Kommanditisten sowie der Vorabverzinsung werden

die verbleibenden Gewinne und Verluste sowie die

steuerlichen Ergebnisse auf die Gesellschafter/Treugeber

im Verhältnis ihrer zum jeweiligen Bilanzstichtag

eingezahlten festen Kapitalkonten verteilt. Ver-


lustanteile werden allen Gesellschaftern auch dann

zugerechnet, wenn sie die Höhe ihrer Kapitalanteile

übersteigen.

Der Anleger erhält eine rechnerische Vorabverzinsung

in Höhe von 8,0 % p. a. auf die tatsächlich eingezahlte

Pflichteinlage (ohne Agio) ab dem 1. des Monats, der

dem wirksamen Beitritt des jeweiligen Anlegers folgt,

für einen Zeitraum bis zur endgültigen Schließung

des Fonds, spätestens also bis zum 31.12.2007. Die

Ansprüche auf Vorabverzinsung werden den Anlegern

gutgeschrieben. Die Vorabverzinsung wird vor

Ausschüttungen bedient. Die Beträge der ersten und

folgenden Ausschüttungen werden dementsprechend

bevorzugt an die Anleger zur Tilgung der Ansprüche

aus der Vorabverzinsung ausgezahlt, bis diese sämtlich

vollständig getilgt sind. Erst danach erfolgen

reguläre Ausschüttungen an die Anleger (vgl. § 19

Abs. 4 und § 20 Abs. 2 des Gesellschaftsvertrages).

Nach Möglichkeit werden die Ergebnisse der Geschäftsjahre

2006 bis 2007 (nach Berücksichtigung

der Vorabverzinsung) so verteilt, dass sämtliche

Gesellschafter unabhängig vom Beitrittszeitpunkt

entsprechend dem Verhältnis ihrer vertragsgemäß

eingezahlten Kapitalanteile gleich behandelt werden.

Hierzu werden nach Möglichkeit die später

beitretenden Gesellschafter so behandelt, dass ihnen

Gewinne oder Verluste in gleicher anteiliger Höhe

zugerechnet werden (Gleichverteilungsabrede, vgl.

§ 19 des Gesellschaftsvertrages). Soweit Gewinne

und Liquiditätsüberschüsse nach Auffassung des

geschäftsführenden Kommanditisten nicht als angemessene

Liquiditätsreserve benötigt werden, entscheiden

die Gesellschafter über deren Verwendung.

Der geschäftsführende Kommanditist, der Treuhandkommanditist

und ggf. der Beirat unterbreiten

den Gesellschaftern einen gemeinsamen Vorschlag

über die für das vorangegangene Geschäftsjahr zu

beschließenden Entnahmen. Der geschäftsführende

Kommanditist ist berechtigt, Gewinnausschüttungen

bzw. Auszahlungen freier Liquidität auch bereits vor

einem Gesellschafterbeschluss zur Auszahlung zu

bringen. Entnahmen können auch dann erfolgen,

wenn der Kapitalanteil durch Verluste gemindert ist

(vgl. § 20 des Gesellschaftsvertrages).

Die Auszahlung erfolgt unmittelbar über die Fondsgesellschaft

Bayernfonds BestInvest 1 GmbH & Co. KG,

Linienstraße 40, 82041 Oberhaching, als Zahlstelle.

Verfügungen über Kommanditanteile

Die Übertragung der Anteile kann durch Abtretung

erfolgen. Die freie Handelbarkeit der Gesellschaftsbeteiligung

ist für die ersten fünf Jahre nach Vollplatzierung

und im Übrigen durch ein Vorkaufsrecht der

Bayernfonds Immobiliengesellschaft mbH eingeschränkt.

Auf das Fehlen eines organisierten Zweitmarktes

für den Handel mit Kommanditbeteiligungen

wird hingewiesen. Verfügungen über Kommanditanteile

sind grundsätzlich nur mit Wirkung zum Ablauf

des 31.12. eines Jahres bzw. zum Beginn des 01.01.

eines Jahres möglich und bedürfen der Zustimmung

des geschäftsführenden Kommanditisten, sofern sie

innerhalb von fünf Jahren nach der Vollplatzierung

erfolgen. Die Zustimmung darf nur aus wichtigem

Grund versagt werden. Im Übrigen sind beabsichtigte

Verfügungen dem geschäftsführenden Kommanditisten

anzuzeigen. Die Kosten der Verfügung hat der

jeweilige Gesellschafter zu tragen. Der Bayernfonds

Immobiliengesellschaft mbH steht ein Vorkaufsrecht

zu, das nach Wahl der Bayernfonds Immobiliengesellschaft

mbH von ihr selbst oder von einem

Dritten ausgeübt werden kann (vgl. § 23 des Gesellschaftsvertrages).

Tod eines Gesellschafters

Stirbt ein Gesellschafter, so wird die Fondsgesellschaft

mit den jeweiligen Erben fortgesetzt, die sich durch

die Vorlage eines Erbscheines oder Erbnachweises

nach § 35 GBO zu legitimieren haben. Die Kommanditbeteiligung

wird in eine Treuhandbeteiligung

umgewandelt. Mehrere Erben haben einen gemeinsamen

Vertreter zu bestellen (vgl. § 24 des Gesellschaftsvertrages).

Laufzeit der Fondsgesellschaft, Kündigung,

Ausscheiden, Auseinandersetzungsguthaben

Die Fondsgesellschaft wurde für unbestimmte Zeit

eingegangen, kann aber jederzeit zum Ende eines

Geschäftsjahres durch Beschluss der Gesellschafterversammlung

mit Dreiviertelmehrheit aufgelöst werden

(vgl. § 29 und § 15 des Gesellschaftsvertrages).

Wenn Gesellschafter, deren Kapitalanteile insgesamt

mindestens 75 % des gesamten Kapitals der Fondsgesellschaft

bilden, die Fondsgesellschaft wirksam

kündigen, ist die Fondsgesellschaft aufgelöst, es sei

denn, die verbleibenden Gesellschafter fassen mit

75 % ihrer Stimmen einen Fortsetzungsbeschluss (vgl.

§ 25 Abs. 5 des Gesellschaftsvertrages). Jeder Gesell-


schafter kann seine Beteiligung an der Fondsgesellschaft

mit einer Frist von 6 Monaten zum Jahresende

schriftlich kündigen, erstmals jedoch zum 31.12.2021.

Abweichend hiervon kann der Treuhandkommanditist

nur mit Einwilligung oder auf Weisung sämtlicher

Treugeber kündigen. Die Kündigungserklärung muss

mit einer Frist von sechs Monaten erfolgen. Die Kündigung

hat nicht die Auflösung der Fondsgesellschaft,

sondern nur das Ausscheiden des kündigenden

Gesellschafters zur Folge.

Ein Gesellschafter scheidet bei Kündigung der Beteiligung,

bei Rücktritt der Fondsgesellschaft wegen

Nichtleistung der Einlage, bei Ausschluss aus wichtigem

Grund, rechtskräftiger Eröffnung des Insolvenzverfahrens

über sein Vermögen, Ablehnung der

Eröffnung mangels Masse, Versuch einer außergerichtlichen

Einigung mit Gläubigern über die Schuldenbereinigung

nach § 305 Abs. 1 Nr. 1 Insolvenzordnung

oder infolge der Pfändung seines Anteils, sofern

die Pfändung nicht innerhalb von sechs Monaten

wieder aufgehoben ist, aus der Fondsgesellschaft aus.

Dem ausscheidenden Kommanditisten steht grundsätzlich

ein Abfindungsanspruch zu, der sich nach

dem Verkehrswert seiner Beteiligung bemisst. In den

vorgenannten Fällen der Kündigung der Beteiligung

durch die Fondsgesellschaft aus wichtigem Grund,

Ausschluss aus wichtigem Grund sowie bei Eröffnung

des Insolvenzverfahrens über das Vermögen des

Gesellschafters bzw. der Ablehnung der Eröffnung

mangels Masse, Versuch einer außergerichtlichen

Einigung mit Gläubigern über die Schuldenbereinigung

nach § 305 Abs. 1 Nr. 1 Insolvenzordnung

oder in Folge der Pfändung seines Anteils erfolgt ein

Abschlag in Höhe von 20 % auf den Verkehrswert. Das

Abfindungsguthaben ist in drei gleichen Jahresraten,

erstmals sechs Monate nach seiner verbindlichen

Feststellung bzw. Wirksamwerden der Kündigung

fällig. Eine Sicherstellung kann der ausscheidende

Gesellschafter nicht verlangen. Das Abfindungsguthaben

ist mit 4 % p. a. zu verzinsen (vgl. § 28 des

Gesellschaftsvertrages). Die Kosten zur Ermittlung des

Abfindungsguthabens trägt der ausscheidende Kommanditist.

Die Höhe des Abfindungsanspruchs wird

von dem für das betreffende Geschäftsjahr bestellten

Abschlussprüfer, bei Streit durch einen durch den

Präsidenten der zuständigen Industrie- und Handelskammer

bestellten Schiedsgutachter festgestellt.

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9.2 Treuhandvertrag

Gegenstand des Treuhandvertrages

Die FINANZCONTROL TREUHANDGESELLSCHAFT mbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

schließt als Treuhandkommanditist mit

allen Treugebern gleichlautende Treuhandverträge

ab. Danach erwirbt, hält und verwaltet der Treuhandkommanditist

den Anteil des Treugebers im eigenen

Namen, aber für Rechnung des Treugebers, wobei

für das Verhältnis zwischen dem Treugeber und dem

Treuhandkommanditisten die Regelungen des Gesellschaftsvertrages

entsprechend gelten (vgl. § 1 des

Treuhandvertrages).

Rechtsverhältnisse

Der Treuhandkommanditist tritt nach außen im

eigenen Namen auf und wird als Kommanditist in

das Handelsregister eingetragen. Im Innenverhältnis

handelt der Treuhandkommanditist im Auftrag und

für Rechnung der Treugeber, so dass die Stellung des

Treugebers wirtschaftlich der eines Kommanditisten

der Fondsgesellschaft entspricht. Der Beteiligungsbetrag

eines Treugebers ohne Agio soll mindestens EUR

15.000 betragen, wobei die empfohlene Mindestbeteiligungssumme

EUR 20.000 beträgt. Beteiligungen

müssen jeweils (ohne Berücksichtigung des Agios)

durch 1.000 ohne Rest teilbar sein. Der Treugeber

hat die in der Beitrittserklärung bezeichnete Pflichteinlage

zzgl. 5 % Agio fristgerecht einzuzahlen. Im

Verzugsfall gelten die Regelungen des Gesellschaftsvertrages

entsprechend (vgl. § 7 des Gesellschaftsvertrages).

Pflichten des Treugebers

Der Treugeber ist verpflichtet, den von ihm übernommenen

Beteiligungsbetrag zzgl. Agio gemäß den

Bedingungen der Beitrittsvereinbarung zu erbringen.

Der Treuhandkommanditist ist in Abstimmung mit der

Fondsgesellschaft zum Rücktritt von diesem Vertrag

berechtigt, wenn der Treugeber seiner Verpflichtung

zur Einzahlung des Beteiligungsbetrages nicht oder

nicht vollständig nachkommt. Statt dessen kann der

Treuhandkommanditist in Abstimmung mit der Fondsgesellschaft

den Beteiligungsbetrag auf den Betrag

der geleisteten Zahlung abzüglich 5 % Agio herabsetzen.

Der Treugeber hat alle Rechte und Pflichten des

Treuhandkommanditisten aus dem Gesellschaftsvertrag,

mit Ausnahme der dort speziell im Hinblick auf

den Treuhandkommanditisten vorgesehenen Rechte


(z. B. Aufnahme weiterer Kommanditisten, Kapitalerhöhung),

zu übernehmen (vgl. § 4 des Treuhandvertrages).

Rechte des Treugebers

Der Treuhandkommanditist tritt dem Treugeber seinen

Anspruch auf den festgestellten Gewinn, die beschlossenen

Entnahmen sowie auf dasjenige, was ihm

im Falle seines Ausscheidens oder der Beendigung

der Fondsgesellschaft zusteht, in dem Umfang ab,

wie diese Ansprüche dem Treugeber gebühren. Die

Abtretung ist auflösend bedingt durch den Rücktritt

des Treuhandkommanditisten. Der Treuhandkommanditist

bleibt ermächtigt, die an den Treugeber abgetretenen

Ansprüche im eigenen Namen auszuüben.

Der Treugeber ist berechtigt, an den Gesellschafterversammlungen

und an sonstigen Abstimmungen

(schriftliches Umlaufverfahren) teilzunehmen. Der

Treuhandkommanditist erteilt dem Treugeber Vollmacht

zur Ausübung des Stimmrechts aus dem für ihn

treuhänderisch gehaltenen Kapitalanteil und der ihm

aus diesem Kapitalanteil zustehenden Kontroll- und

Widerspruchsrechte eines Kommanditisten. Diese

Vollmacht kann nur aus wichtigem Grund widerrufen

werden. Wenn der Treugeber sein Stimmrecht nicht

selbst oder durch einen Dritten wahrnimmt oder

nicht vorher eine andere Weisung für den Einzelfall

erteilt, wird der Treuhandkommanditist angewiesen,

das Stimmrecht entsprechend den Beschlussvorschlägen

der Geschäftsführung der Fondsgesellschaft

auszuüben (§ 5 des Treuhandvertrages).

Treugeberregister

Der Treuhandkommanditist führt ein Register über

alle persönlichen und beteiligungsbezogenen Daten

der Treugeber (§ 3 des Treuhandvertrages).

Freistellung des Treuhandkommanditisten

Der Treugeber hat den Treuhandkommanditisten von

allen Verbindlichkeiten freizustellen, die dieser für

ihn eingeht, jedoch beschränkt auf seine jeweils noch

offenen Einzahlungspflichten zzgl. Agio. Ausgenommen

hiervon sind die Kosten der laufenden Verwaltung,

die mit der Vergütung des Treuhandkommanditisten

(§ 14 des Treuhandvertrages) abgegolten sind

(vgl. § 4 des Treuhandvertrages).

Übertragung der Beteiligung

Treugeber können ihre Beteiligung unter den gleichen

Bedingungen übertragen wie Kommanditisten

(vgl. § 23 des Gesellschaftsvertrages und § 8 des

Treuhandvertrages).

Dauer, Kündigung

Der Treuhandvertrag wird auf unbestimmte Zeit

geschlossen. Jeder Treugeber ist berechtigt, den

Treuhandvertrag mit einer Frist von sechs Monaten

zum Jahresende, frühestens jedoch zum 31.12.2021,

zu kündigen. Eine Kündigung zur Umwandlung der

Treugeberstellung in eine Beteiligung als Direktkommanditist

ist jederzeit zulässig. Die Kündigung aus

wichtigem Grund bleibt unberührt. Darüber hinaus

endet der Treuhandvertrag, wenn der Treuhandkommanditist

von diesem Vertrag zurücktritt, der Treuhandkommanditist

ohne einen Nachfolger aus der

Fondsgesellschaft ausscheidet oder in der Person des

Treugebers ein Grund vorliegt, aufgrund dessen ein

Gesellschafter gemäß dem Gesellschaftsvertrag aus

der Fondsgesellschaft ausscheiden würde (vgl. § 9 des

Treuhandvertrages). Verstirbt ein Treugeber, wird der

Treuhandvertrag mit seinen Erben oder mit einem

seiner Erben fortgesetzt (vgl. § 10 des Treuhandvertrages).

Vergütungen des Treuhandkommanditisten

Die Vergütungen des Treuhandkommanditisten

wurden bereits bei der Zusammenfassung zu § 22

des Gesellschaftsvertrages erläutert (vgl. i.Ü. § 14

des Treuhandvertrages).

9.3 Gesellschaftsvertrag der CAM VIER

Die Fondsgesellschaft beteiligt sich an der CAM VIER.

Gesellschaftsstruktur

Das Anlageprogramm CAM VIER umfasst (i) die übergeordnete

Pool-Gesellschaft CAM VIER sowie die drei

darunter angeordneten CAM-Segmentgesellschaften

(ii) CAM VIER Buy-out Europe GmbH & Co. KG, (iii)

CAM VIER Global Private Equity GmbH & Co. KG und

(iv) CAM VIER Venture Capital GmbH & Co. KG („CAM-

Segmentgesellschaften“). Die Gesellschaften (i) bis

(iv) werden zusammen als die „CAM VIER-Gesellschaften“

bezeichnet.

Die CAM VIER-Gesellschaften werden jeweils als deutsche

Kommanditgesellschaft mit Sitz in Köln errichtet.

Ihr Komplementär ist jeweils die CAM Private Equity

Verwaltungs-GmbH, Köln, eingetragen im Handelsregister

des Amtsgerichts Köln unter HRB 33708.


Das Stammkapital des Komplementärs beträgt EUR

25.000. Der Komplementär ist am Gesellschaftskapital

der jeweiligen CAM VIER-Gesellschaft nicht beteiligt.

Die Haftung des Komplementärs für Verbindlichkeiten

der jeweiligen CAM VIER-Gesellschaft ist unbeschränkt,

als Gesellschaft mit beschränkter Haftung

jedoch beschränkt auf die Höhe des Stammkapitals.

Kommanditist mit Geschäftsführungsbefugnis der

CAM VIER-Gesellschaften ist jeweils die CAM Private

Equity Consulting & Verwaltungs-GmbH, Köln, eingetragen

im Handelsregister des Amtsgerichts Köln

unter HRB 30739. Ihr Stammkapital beträgt

EUR 53.750. Diese übernimmt eine Kapitaleinlage in

Höhe von EUR 100.

Gesellschaftszweck

Der Zweck der CAM VIER-Gesellschaften besteht im

Aufbau, Halten und Verwalten eines Portfolios von

passiven Kapitalanlagen in eigenem Namen und auf

eigene Rechnung. Der Zweck der Gesellschaft wird

insbesondere durch das Eingehen von folgenden

Beteiligungen an Gesellschaften mit einem ähnlichen

Gesellschaftszweck nach Maßgabe von bestimmten

Investitionsgrundsätzen verfolgt:

Es ist vorgesehen, dass sich CAM VIER mit ihrem

Zeichnungskapital in folgendem Verhältnis an den

CAM-Segmentgesellschaften beteiligt:

CAM VIER Buy-out Europe

GmbH & Co. KG 50 %

CAM VIER Global Private Equity

GmbH & Co. KG 30 %

CAM VIER Venture Capital

GmbH & Co. KG 20 %

Grundsätze der Investitionstätigkeit

Die CAM-Segmentgesellschaften ihrerseits haben

beim Aufbau und der Verwaltung des Portfolios folgende

Investitionsgrundsätze zu beachten:

Das Gesellschaftskapital der CAM-Segmentgesellschaften

wird in Zielfonds investiert.

Soweit sich eine CAM VIER-Gesellschaft an ausländischen

Zielfonds beteiligt, wird die Geschäftsführung

der CAM VIER-Segmentgesellschaften durch

ihre Berater prüfen lassen, ob dieses Engagement

nach Einschätzung der Berater als ausländisches

Investmentvermögen des Investmentsteuergesetzes

(„InvStG“) zu qualifizieren ist. Sofern dies der Fall ist,

darf eine Beteiligung an dem jeweiligen Zielfonds nur

erfolgen, wenn die CAM-Segmentgesellschaft über

eine deutsche Parallelgesellschaft investiert, die mit

der entsprechenden ausländischen Fondsgesellschaft

parallel pro rata im Verhältnis der jeweils insgesamt

gezeichneten Kapitaleinlagen in dieselben Portfoliounternehmen

investiert oder sich die Geschäftsführung

der ausländischen Fondsgesellschaft verpflichtet,

die entsprechenden Voraussetzungen nach dem

InvStG zu erfüllen.

Soweit Beteiligungen an Zielfonds unmittelbar erworben

werden, die die Rechtsform von steuerlich transparenten

Personengesellschaften haben, sollen diese

nach Einschätzung der Berater der Geschäftsführung

der CAM VIER-Segmentgesellschaften im Zeitpunkt

ihrer Eingehung weder einen Gewerbebetrieb kraft

Prägung noch einen Gewerbebetrieb kraft Tätigkeit

unterhalten. Liegt eine entsprechende gewerbliche

Prägung oder Tätigkeit vor, ist die Beteiligung an dem

betreffenden Zielfonds über eine der Gesellschaft

zu 100 % gehörende Kapitalgesellschaft einzugehen

(sog. „Blocker-GmbH“).

Die Anlagen einer CAM VIER-Segmentgesellschaft

können von einem Treuhänder auf Rechnung der

jeweiligen CAM-Segmentgesellschaft erworben und

gehalten werden.

Die Beteiligung einer CAM VIER-Segmentgesellschaft

an einem einzelnen Zielfonds darf 20 % des gesamten

Zeichnungskapitals der jeweiligen CAM VIER-Segmentgesellschaft

nicht übersteigen.

Aufnahme neuer Gesellschafter;

Kapitalerhöhung; Einzahlung

Der Kommanditist mit Geschäftsführungsbefugnis der

CAM VIER-Gesellschaften ist berechtigt, mit Wirkung

für alle Gesellschafter und ohne das Erfordernis der

Zustimmung der übrigen Gesellschafter weitere

Kommanditisten in die CAM VIER-Gesellschaften

unmittelbar oder mittelbar über einen Treuhandkommanditisten

als Treugeber aufzunehmen. Der Mindestzeichnungsbetrag

für die Übernahme eines Kommanditanteils

an der CAM VIER soll EUR 10.000.000

betragen. Die Kosten der notariellen Beglaubigung

der Handelsregistervollmacht im Rahmen des Beitritts

sind vom Beitretenden zu tragen. Die Aufnahme in

die CAM VIER-Gesellschaften erfolgt unter der auf-


schiebenden Bedingung der Eintragung des Anlegers

als Kommanditist in das Handelsregister. Für die Zeit

zwischen der Annahme der Zeichnung und der Eintragung

in das Handelsregister ist der Beitretende

als atypisch stiller Gesellschafter beteiligt, wobei

sämtliche Regelungen des Gesellschaftsvertrages der

CAM VIER-Gesellschaften für diese Zeit bereits entsprechende

Anwendung finden.

Ein erster Zeichnungsschluss der CAM VIER-Gesellschaften

erfolgt, wenn im Anlageprogramm CAM

VIER Zeichnungsangebote über insgesamt mindestens

EUR 50.000.000 vorliegen. Weitere Anleger können

danach mittelbar oder unmittelbar bis zum ersten

Jahrestag des ersten Zeichnungsschlusses aufgenommen

werden.

Eine erste Kapitaleinzahlung der Beitretenden wird

im Ermessen der Geschäftsführung der CAM VIER-

Gesellschaften abgerufen. Bei nach dem ersten

Zeichnungsschluss Beitretenden beläuft sich die erste

Kapitaleinzahlung auf den ihrer Beteiligungsquote

entsprechenden Teil der bereits erfolgten Kapitalabrufe.

Sofern das Beitrittsangebot eines Beitretenden

nach dem ersten Kapitalabruf angenommen wird,

hat dieser zuzüglich zu dem auf diesen entfallenden

Anteil an bereits erfolgten Kapitalabrufen einen

Ausgleichszins in Höhe von 0,50 % je angefangenem

Monat ab Fälligkeit des ersten Kapitalabrufs bzw. ab

Fälligkeit von weiteren Kapitalabrufen bis zur Fälligkeit

ihrer ersten Rate zu entrichten.

Folgeraten werden von den Kommanditisten im

Verhältnis der Kapitaleinlagen der Kommanditisten

zueinander nach dem Mittelbedarf der CAM VIER-Gesellschaften

in jeweils notwendiger Höhe abgerufen.

Zur Ausschüttung an die Gesellschafter fällige Beträge

können mit Einzahlungsverpflichtungen bezüglich der

Kapitaleinlagen verrechnet werden.

Die einzelnen Raten der gezeichneten Kapitaleinlage

werden durch die Geschäftsführung der CAM VIER-Gesellschaften

schriftlich mit einer Frist von mindestens

sieben Werktagen zur Einzahlung abgerufen.

Wird eine Kapitaleinzahlung nicht bei Fälligkeit

geleistet, kommt der Nichtleistende ohne Erfordernis

einer Mahnung ab Fälligkeit in Verzug. Unbeschadet

sonstiger gesetzlicher oder gemäß diesem Vertrag

vorgesehener Rechtsfolgen werden für die Dauer des

Verzugs Verzugszinsen in Höhe von 4 % p. a. über

dem Sechs-Monats-EURIBOR geschuldet. Leistet ein

Gesellschafter auf eine nach Eintritt des Verzugs

abgesandte schriftliche Zahlungsaufforderung nicht

innerhalb einer Frist von vier Wochen den rückständigen

Betrag nebst aufgelaufener Verzugszinsen, kann

der Gesellschaftsanteil des Säumigen durch schriftliche

Erklärung des Kommanditisten mit Geschäftsführungsbefugnis

unter Zahlung einer Abfindung in

Höhe von 50 % der geleisteten Kapitaleinzahlungen,

höchstens jedoch den Verkehrswert des Geschäftsanteils,

eingezogen werden. Die Rechtsfolgen im Falle

des Verzugs bestehen neben den gesetzlichen Bestimmungen,

über deren Anwendung die Geschäftsführung

der CAM VIER-Gesellschaften nach freiem

Ermessen entscheidet.

Geschäftsführung und Vertretung

Die Geschäfte der CAM VIER-Gesellschaften werden

nach Maßgabe der Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages

durch den Komplementär und den Kommanditisten

mit Geschäftsführungsbefugnis, jeweils

mit Alleingeschäftsführungsbefugnis, geführt.

Die Geschäftsführungsbefugnis des Komplementärs

und des Kommanditisten mit Geschäftsführungsbefugnis

beschränkt sich auf das Gesellschaftsvermögen.

Kreditaufnahmen zu Lasten des Gesellschaftsvermögens

sind ausgeschlossen. Von diesem

Kreditaufnahmeverbot ausgenommen sind die

Inanspruchnahme öffentlicher Fördermittel, soweit

diese als Darlehen gewährt werden, und die kurzfristige

Zwischenfinanzierung von Kapitaleinzahlungen

zur Überbrückung der Abruffrist.

Die CAM VIER-Gesellschaften werden vertreten durch

Komplementär und Kommanditist mit Geschäftsführungsbefugnis,

jeweils mit Einzelvertretungsbefugnis

unter Befreiung von den Beschränkungen des § 181

BGB. Für den Kommanditisten mit Geschäftsführungsbefugnis

wird entsprechende Vollmacht erteilt.

Beteiligung am Vermögen

Die Gesellschafter der CAM VIER-Gesellschaften sind

im Verhältnis ihrer Kapitaleinlagen zueinander am

Vermögen der CAM VIER-Gesellschaften beteiligt.

Gesellschafter ohne Kapitalanteil sind am Gesellschaftsvermögen

nicht beteiligt. Demnach ist der

Komplementär nicht am Gesellschaftsvermögen

beteiligt. Der Kommanditist mit Geschäftsführungsbefugnis

ist mit je EUR 100 daran beteiligt.


Mitwirkungsrechte der Gesellschafter

Die Gesellschafter beschließen über die Feststellung

des geprüften Jahresabschlusses der CAM VIER-Gesellschaften,

die Entlastung des Komplementärs und

des Kommanditisten mit Geschäftsführungsbefugnis

für ihre Tätigkeiten im abgelaufenen Geschäftsjahr,

die Bestellung eines anderen Wirtschaftsprüfers als

desjenigen, der für das erste Geschäftsjahr bestellt

wurde, die Änderungen und Ergänzungen des Gesellschaftsvertrags

sowie alle sonstigen Angelegenheiten,

die in dem Gesellschaftsvertrag oder nach Gesetz

der Entscheidungskompetenz der Gesellschafterversammlung

vorbehalten sind. Gesellschafterbeschlüsse

werden im Ermessen des Kommanditisten mit

Geschäftsführungsbefugnis in Versammlungen oder

schriftlich, per Telefax oder per E-Mail im Umlaufverfahren

gefasst. An einer Beschlussfassung im Umlaufverfahren

sind sämtliche Gesellschafter zu beteiligen.

Gibt ein Gesellschafter innerhalb der Frist für ein

Umlaufverfahren (3 Wochen) seine Stimme nicht

ab, gilt dies als Enthaltung. Je EUR 100 der jeweils

gezeichneten Kapitaleinlage gewähren eine Stimme.

Hält ein Gesellschafter seinen Gesellschaftsanteil als

Treuhänder, kann er die auf seinen Gesellschaftsanteil

entfallenden Stimmrechte gespalten ausüben.

Soweit nicht in diesem Gesellschaftsvertrag oder gesetzlich

zwingend eine höhere Mehrheit vorgesehen

ist, werden Gesellschafterbeschlüsse mit der einfachen

Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst.

Beschlüsse über Änderungen dieses Gesellschaftsvertrags

bedürfen einer Mehrheit von 75 % aller abgegebenen

Stimmen und der Zustimmung des Kommanditisten

mit Geschäftsführungsbefugnis.

Gesellschafterversammlungen werden durch den

Komplementär, den Kommanditisten mit Geschäftsführungsbefugnis

oder auf Verlangen von Gesellschaftern,

die mindestens 10 % der gezeichneten

Kapitaleinlagen auf sich vereinigen, schriftlich durch

einfachen Brief unter Angabe der Tagesordnung

einberufen. Die Ladungsfrist beträgt vier Wochen gerechnet

ab dem Tag der Aufgabe der Ladung zur Post.

In einer Gesellschafterversammlung können Beschlüsse

gefasst werden, wenn mehr als 50 % des Kommanditkapitals

der CAM VIER-Gesellschaften anwesend

oder vertreten sind. Ist eine Beschlussfähigkeit nicht

gegeben, ist die Gesellschafterversammlung zu

vertagen und mit derselben Tagesordnung und einer

Ladungsfrist von zwei Wochen erneut zu laden. Diese

Gesellschafterversammlung ist dann beschlussfähig

unabhängig von der Höhe des anwesenden oder

vertretenen Kapitals. Hierauf ist in der Ladung hinzuweisen.

Den Vorsitz der Gesellschafterversammlung führt der

Kommanditist mit Geschäftsführungsbefugnis. Der

Vorsitzende oder ein Beauftragter führt ein Protokoll

über den Verlauf der Gesellschafterversammlung sowie

alle gefassten Beschlüsse. Das Protokoll ist unverzüglich

jedem Gesellschafter zuzusenden. Gesellschafterbeschlüsse

können innerhalb einer Frist von sechs

Wochen nach Beschlussfassung ausschließlich durch

gerichtliche Klageerhebung angefochten werden.

Haftung der Gesellschafter

Der Komplementär haftet für die Verbindlichkeiten

der CAM VIER-Gesellschaften unbeschränkt gemäß

den Bestimmungen des Handelsgesetzbuches. Auf

die Haftungsbeschränkung und auf die Höhe des

Stammkapitals aufgrund der Rechtsform des Komplementärs

wird verwiesen. Die Kommanditisten

haften für die Verbindlichkeiten der CAM VIER-Gesellschaften

beschränkt nach den Bestimmungen

des Handelsgesetzbuches für die Kommanditisten

einer Kommanditgesellschaft. In das Handelsregister

der CAM VIER-Gesellschaften sind 1 % ihrer jeweils

gezeichneten Kapitaleinlage als Kommanditeinlage

(Haftsumme) im Sinne des § 172 HGB einzutragen. Für

den Kommanditisten mit Geschäftsführungsbefugnis

ist eine Kommanditeinlage in Höhe von je EUR 100 in

das Handelsregister einzutragen.

Ergebnisverteilung und Ausschüttungen

Der Bilanzgewinn der CAM VIER wird nach einem

Schlüssel verteilt, der vom Bilanzgewinn ausgeht.

Bilanzgewinn ist der nach den handelsrechtlichen

Bestimmungen ermittelte Jahresüberschuss bzw.

Jahresfehlbetrag zuzüglich der Entnahmen aus den

Rücklagen zugunsten des Bilanzgewinns gemäß § 275

Abs. 4 HGB. Der Kommanditist mit Geschäftsführungsbefugnis

ist berechtigt und verpflichtet, Rücklagen

in der Höhe zugunsten des Bilanzgewinns aufzulösen,

die gegebenenfalls erforderlich ist, um einen

Bilanzgewinn in Höhe der im jeweils abgelaufenen

Geschäftsjahr vorgenommenen Ausschüttungen zu

generieren.


Verteilung auf Ebene der

CAM-Segmentgesellschaften

Bis zum Erreichen der „Vollrückzahlung“ für den jeweiligen

Gesellschafter auf Ebene der CAM-Segmentgesellschaften

erfolgen Ausschüttungen der CAM-

Segmentgesellschaften auf den Anteil des jeweiligen

Gesellschafters ausschließlich zugunsten des betreffenden

Gesellschafters.

Die „Vollrückzahlung“ auf Ebene der CAM-Segmentgesellschaften

wird in Bezug auf einen Gesellschafter

erreicht, wenn der Gesellschafter von den CAM-Segmentgesellschaften

Sach- oder Barausschüttungen

erhalten hat in Höhe seiner bei den CAM-Segmentgesellschaften

insgesamt gezeichneten Kapitaleinlagen

zuzüglich einer internen Verzinsung in Höhe von

10 % p. a. (mit jährlicher Zinseszinsberechnung) auf

das gebundene Kapital (die „Hurdle“). Hierbei werden

Steuergutschriften, anrechenbare Quellensteuern und

Ertragsteuern, die auf Ebene der CAM-Segmentgesellschaften

sowie auf Ebene einer zwischengeschalteten

Kapitalgesellschaft, über die Anlageprogramme

gehalten werden, anfallen, als an den Gesellschafter

ausgeschüttet behandelt. Das gebundene Kapital ist

der Betrag, um den die Summe der an die CAM-Segmentgesellschaften

geleisteten Kapitaleinzahlungen

zuzüglich der Hurdle die Summe der von diesen

insgesamt geleisteten Sach- oder Barausschüttungen

für die jeweiligen Berechnungszeiträume übersteigt.

Wird nicht das gesamte Zeichnungskapital der CAM-

Segmentgesellschaften abgerufen, ist „Voll-Rückzahlung“

der Zeitpunkt, zu dem ein Gesellschafter

Ausschüttungen – in Geld oder in Sachwerten – in

Höhe des von den CAM-Segmentgesellschaften abgerufenen

Zeichnungskapitals zuzüglich der Hurdle

erhalten hat.

Nach Erreichen der Vollrückzahlung für den jeweiligen

Gesellschafter erfolgen Ausschüttungen auf den

Anteil eines Gesellschafters auf Ebene der CAM-Segmentgesellschaften

solange zu 100 % an den Gründungskommanditisten,

bis dieser insgesamt einen

Betrag in Höhe von 11 1/9 % der dem jeweiligen

Gesellschafter vollständig zugewiesenen Hurdle

bekommen hat. Danach erhält der Gründungskommanditist

von den Ausschüttungen der CAM-Segmentgesellschaften

auf den Anteil eines Gesellschafters

einen Anteil in Höhe von 10 % und der jeweilige

Gesellschafter den verbleibenden Anteil von 90 %.

Mit dieser Methode soll erreicht werden, dass die Investoren

am Gewinn der CAM-Segmentgesellschaften

mit mindestens 90 %, der Gründungskommanditist

mit bis zu 10 % teilnehmen sowie dass die 10 %-

Gewinnbeteiligung zugunsten des Gründungskommanditisten

(Carried Interest) erst ausbezahlt wird,

nachdem die Investoren ihre bei den CAM-Segmentgesellschaften

insgesamt gezeichneten Kapitaleinlagen

zuzüglich der Hurdle zurückerhalten haben.

Verteilung der Ausschüttungen

auf Ebene der CAM VIER

Die CAM VIER ist im Verhältnis der Standardverteilung

an den CAM-Segmentgesellschaften als Investor beteiligt

und erhält von diesen Ausschüttungen nach dem

vorstehend dargestellten Verteilungsschlüssel.

Auf Ebene der CAM VIER erfolgen Ausschüttungen an

die Gesellschafter allein im Verhältnis ihrer gezeichneten

Kapitaleinlagen zueinander. Ein Carried Interest

wird auf Ebene der CAM VIER nicht belastet.

Grundsätze für Ausschüttungen

Realisierte Erlöse werden grundsätzlich zeitnah nach

Vereinnahmung ausgeschüttet und nicht reinvestiert.

Erhält eine CAM-Segmentgesellschaft Sachwertausschüttungen

von den Anlageprogrammen, können

diese Sachwerte weiter ausgeschüttet werden,

wenn sie an einer deutschen oder internationalen

Wertpapierbörse gelistet sind und keinerlei Verfügungsbeschränkungen

unterliegen. Für Zwecke der

Ergebnisermittlung werden Sachwertausschüttungen

mit dem Wert angesetzt, den das Anlageprogramm

festsetzt, von dem die betreffende CAM-Segmentgesellschaft

die ausgeschütteten Sachwerte erhalten

hat.

Bei der Ermittlung des auszuschüttenden Betrags

kann der Kommanditist mit Geschäftsführungsbefugnis

eine angemessene Liquiditätsreserve bilden

für die von der jeweiligen CAM VIER-Gesellschaft zu

tragenden Kosten sowie für die Ergebnis-Vorab für

Haftung und Geschäftsführung (wobei gilt, dass auf

Ebene der CAM VIER kein Ergebnis-Vorab für Haftung

und Geschäftsführung anfällt). Soweit empfangene

Ausschüttungen zeitnah fälligen Einzahlungsverpflichtungen

gegenüber den Anlageprogrammen gegenüber

stehen, können die zur Weiterausschüttung an

die Gesellschafter vorgesehenen Beträge mit deren


Einzahlungsverpflichtungen gegenüber der jeweiligen

CAM VIER-Gesellschaft verrechnet werden. Die CAM

VIER-Gesellschaften sind weiterhin berechtigt, von

der Ausschüttung von erhaltenen Erlösen abzusehen,

soweit diese unter dem Vorbehalt des Wiederabrufs

stehen. Beträge können von den CAM VIER-Gesellschaften

auch unter dem Vorbehalt des Wiederabrufs

ausgeschüttet werden, soweit diese unter dem Vorbehalt

des Wiederabrufs stehen.

Ergebnisverteilung

Das Ergebnis der CAM VIER-Gesellschaften wird nach

den Grundsätzen und in der Reihenfolge den Gesellschaftern

zugewiesen, nach denen sie Ausschüttungen

erhalten.

Ergebnis-Vorab für Haftung und Geschäftsführung

a) Laufender Ergebnis-Vorab

Im Rahmen der jährlichen Ergebnisverteilung der

jeweiligen CAM-Segmentgesellschaft erhält der Komplementär

für die Übernahme der unbeschränkten

Haftung einen Ergebnis-Vorab in Höhe von je

EUR 10.000 p. a. Der Kommanditist mit Geschäftsführungsbefugnis

erhält für die Übernahme der

Geschäftsführung bei den CAM-Segmentgesellschaften,

nicht jedoch bei der CAM VIER, einen jährlichen

laufenden Ergebnis-Vorab in folgender Höhe:

(i) vom Beginn der Gesellschaft bis zum Ende des

dritten vollen Kalenderjahres nach dem letzten

Zeichnungsschluss: 1,0 % p. a. des Zeichnungskapitals

der betreffenden CAM-Segmentgesellschaft;

Zeichnungen nach dem ersten Zeichnungsschluss

erhöhen die Bemessungsgrundlage rückwirkend

auf den Beginn der jeweiligen CAM-Segmentgesellschaft;

(ii) nach Ablauf des dritten vollen Kalenderjahres

nach dem letzten Zeichnungsschluss reduziert sich

der laufende Ergebnis-Vorab jährlich um 10 % des

Vorjahreswertes; der laufende Ergebnis-Vorab beträgt

jedoch mindestens 0,3 % p. a. auf die Summe

der in der betreffenden CAM-Segmentgesellschaft

zum letzten Zeichnungsschluss insgesamt gezeichneten

Kapitaleinlagen.

Der laufende Ergebnis-Vorab kann aus der betreffenden

CAM-Segmentgesellschaft halbjährlich im Voraus

entnommen werden, unabhängig davon, ob die

betreffende CAM-Segmentgesellschaft einen Jahres-

überschuss in der entsprechenden Höhe erzielt hat,

jedoch abhängig vom Vorliegen eines Bilanzgewinns

in entsprechender Höhe.

Der Kommanditist mit Geschäftsführungsbefugnis ist

berechtigt und verpflichtet, Rücklagen in der Höhe

zugunsten des Bilanzgewinns aufzulösen, die gegebenenfalls

erforderlich sind, um einen Bilanzgewinn

in Höhe der Entnahme für den Ergebnis-Vorab zu

generieren.

Aus dem laufenden Ergebnis-Vorab bestreitet der

Kommanditist mit Geschäftsführungsbefugnis der

CAM VIER-Segmentgesellschaften die Kosten der

eigenen laufenden Verwaltung. Hierzu zählen

insbesondere: a) Personalkosten für die Beschäftigten

des Kommanditisten mit Geschäftsführungsbefugnis;

b) die Bürokosten des Kommanditisten

mit Geschäftsführungsbefugnis; c) Post- und Telekommunikationskosten

des Kommanditisten mit

Geschäftsführungsbefugnis und die Kosten seiner

eigenen allgemeinen Verwaltung; d) die Kosten der

Buchhaltung und Buchführung des Kommanditisten

mit Geschäftsführungsbefugnis sowie die Kosten für

die Erstellung und Prüfung seiner eigenen Jahresabschlüsse;

e) die Kosten und Gebühren für die Rechts-,

Steuer-, und sonstige Beratung des Kommanditisten

mit Geschäftsführungsbefugnis in seinen eigenen

Angelegenheiten; f) Reisekosten des Kommanditisten

mit Geschäftsführungsbefugnis sowie g) die internen

Kosten der Erstellung des Jahresabschlusses der CAM

VIER-Gesellschaften.

Von dem laufenden Ergebnis-Vorab des Kommanditisten

mit Geschäftsführungsbefugnis erhalten

Gesellschafter, die am Anlageprogramm CAM insgesamt

eine Kapitaleinlage in Höhe von mindestens

EUR 25 Mio. übernehmen, einen Anteil in Höhe des

Produkts aus (i) der vom jeweiligen Gesellschafter an

der betreffenden CAM-Segmentgesellschaft mittelbar

oder unmittelbar übernommenen Kapitaleinlage

und (ii) 0,25 % p. a. Der entsprechende Anteil am

Ergebnis-Vorab reduziert sich nach Ablauf des dritten

vollen Kalenderjahres nach dem letzten Zeichnungsschluss

jährlich um 10 % des Vorjahreswertes. Der

entsprechende Anteil am Ergebnis-Vorab reduziert

sich weiter, wenn und soweit die Differenz zwischen

(i) der prozentualen Höhe des laufenden Ergebnis-

Vorabs des geschäftsführenden Kommanditisten und

(ii) der nach der vorstehenden Regelung berechneten


prozentualen Höhe des Anteils für den Gesellschafter

kleiner als 0,3 Prozentpunkte wird. Der entsprechende

Anteil am Ergebnis-Vorab ist an die berechtigten

Gesellschafter (ggf. mittelbar über die CAM

VIER) von der jeweiligen CAM-Segmentgesellschaft

anteilig im Voraus zu den Zeitpunkten zu entrichten,

zu denen der Kommanditist mit Geschäftsführungsbefugnis

in der jeweiligen CAM-Segmentgesellschaft

den Restbetrag des laufenden Ergebnis-Vorabs entnimmt.

b) Einmaliger Ergebnis-Vorab

Zur Abgeltung des erhöhten Geschäftsführungsaufwandes

in der Gründungsphase hat der Kommanditist

mit Geschäftsführungsbefugnis Anspruch auf einen

einmaligen Ergebnis-Vorab (zusätzlich zum laufenden

Ergebnis-Vorab) in Höhe von 0,5 % der insgesamt

gezeichneten Kommanditeinlagen der CAM-Segmentgesellschaften,

höchstens jedoch in Höhe von

EUR 1,5 Mio. bei sämtlichen CAM-Segmentgesellschaften

zusammen. Auf Ebene der CAM VIER fällt

kein einmaliger Ergebnis-Vorab für den Kommanditisten

mit Geschäftsführungsbefugnis und den Komplementär

an. Aus dem einmaligen Ergebnis-Vorab trägt

der Kommanditist mit Geschäftsführungsbefugnis die

Kosten für Gründung, Strukturierung und Konzeption

des Anlageprogramms CAM VIER. Der einmalige

Ergebnis-Vorab kann aus der ersten Kapitaleinzahlung

bei den CAM-Segmentgesellschaften entnommen

werden.

Verfügungen, Ausscheiden, Ausscheidungsguthaben

Die Anteile an den CAM VIER-Gesellschaften sind nur

bedingt fungibel. Über die Anteile kann nur verfügt

werden, wenn die nachfolgend erläuterten Voraussetzungen

erfüllt sind. Ein öffentlicher Handel ist

nicht vorgesehen. Rechtsgeschäftliche Verfügungen

der Anleger (mit Ausnahme von Versicherungsgesellschaften,

die ihren Anteil an der Gesellschaft im

Sicherungsvermögen oder im gebundenen Vermögen

halten) über ihren Gesellschaftsanteil bedürfen der

vorherigen schriftlichen Zustimmung des Kommanditisten

mit Geschäftsführungsbefugnis, die nicht

unbillig verweigert werden darf. Verfügung ist insbesondere

der Verkauf, der Tausch, die Übertragung,

Abtretung oder Belastung des gesamten oder eines

Teils des Gesellschaftsanteils.

Außer aus wichtigem Grund sind das Ausscheiden aus

der CAM VIER und die Kündigung des Gesellschaftsverhältnisses

ausgeschlossen.

Bei Ausscheiden oder Kündigung eines Gesellschafters

ist der Kommanditist mit Geschäftsführungsbefugnis

berechtigt, den Gesellschaftsanteil des

ausscheidenden Kommanditisten innerhalb von 45

Tagen nach der Erklärung des Ausscheidens beziehungsweise

der Kündigung durch Aufnahme eines

neuen Kommanditisten zu übertragen. Wird der

Gesellschaftsanteil des ausscheidenden Kommanditisten

nicht innerhalb dieser Frist übertragen,

so wächst dessen Gesellschaftsanteil den übrigen

Gesellschaftern im Verhältnis ihrer Kapitaleinlagen zueinander

an. Vorbehaltlich der Regelungen über die

Abfindungshöhe in Fällen des vom ausscheidenden

Gesellschafter zu vertretenden Ausscheidens erhält

der ausscheidende bzw. kündigende Gesellschafter

als Abfindung eine Zahlung in Höhe des Verkehrswerts

seines Anteils zum Zeitpunkt des Ausscheidens

bzw. des Wirksamwerdens seiner Kündigung. Der

Verkehrswert wird durch den Kommanditisten mit

Geschäftsführungsbefugnis nach den Bewertungsregeln

des Gesellschaftsvertrages festgestellt; über

die Angemessenheit der Bewertung ist auf Verlangen

und Kosten des ausscheidenden bzw. kündigenden

Gesellschafters die Stellungnahme einer anerkannten

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft einzuholen. Bei Streitigkeiten

über den Verkehrswert ist der ordentliche

Rechtsweg gegeben.

Die Abfindung erfolgt in Geld; sie ist in Raten zahlbar.

Die einzelnen Raten sind zur Zahlung fällig bei der

Vornahme von Ausschüttungen durch die CAM VIER.

Jede einzelne Rate beläuft sich auf denjenigen Betrag,

den der ausscheidende bzw. kündigende Gesellschafter

erhalten hätte, wenn er nicht ausgeschieden wäre

bzw. gekündigt hätte. Die einzelnen Raten sind unverzinslich;

ein Anspruch auf Stellung von Sicherheiten

besteht nicht.

Bei Ausscheiden wegen Verzugs oder aus einem

sonstigen vom ausscheidenden Gesellschafter zu vertretenen

Grund schuldet die CAM VIER als Abfindung

50 % der geleisteten Kapitaleinzahlungen, höchstens

jedoch den Verkehrswert des Geschäftsanteils. Der

Verkehrswert wird in diesen Fällen durch den Kommanditisten

mit Geschäftsführungsbefugnis nach billigem

Ermessen festgestellt. Die Kosten der Verkehrswertermittlung

hat in diesem Fall der ausscheidende

Gesellschafter zu tragen. Über die Angemessenheit

der Bewertung ist auf Verlangen und Kosten des

ausscheidenden Gesellschafters die Stellungnahme


einer anerkannten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

einzuholen. Bei Streitigkeiten über den Verkehrswert

ist der ordentliche Rechtsweg gegeben. Etwaige vom

ausscheidenden Gesellschafter bereits empfangene

Ausschüttungen werden auf die Abfindung angerechnet.

Die Abfindung reduziert sich um einen weitergehenden

Schaden der CAM VIER, z. B. aus eingetretenem

Verzug der CAM VIER mit eingegangenen

Zahlungsverpflichtungen, sowie um die Kosten der

Verkehrswertermittlung. Die Abfindung ist frühestens

dann fällig, wenn feststeht, dass kein derartiger

Schaden entsteht.

Statt der Einziehung kann der Kommanditist mit

Geschäftsführungsbefugnis die Veräußerung des

Gesellschaftsanteils des säumigen Gesellschafters an

den Kommanditisten mit Geschäftsführungsbefugnis

oder an einen von diesem benannten Dritten zu

einem Kaufpreis in Höhe von 50 % der geleisteten

Einlage, gemindert um bereits erfolgte Ausschüttungen,

höchstens jedoch in Höhe des in Übereinstimmung

mit den Bestimmungen des vorstehenden

Absatzes ermittelten Verkehrswerts des Gesellschaftsanteils

des säumigen Gesellschafters verlangen. Jeder

Gesellschafter beauftragt und bevollmächtigt den

Kommanditisten mit Geschäftsführungsbefugnis unwiderruflich

für den Fall einer entsprechenden Veräußerung

seines Gesellschaftsanteils aufgrund Verzugs

sämtliche Erklärungen abzugeben und Handlungen

vorzunehmen, die erforderlich sind, um die Veräußerung

zu bewirken.

Laufzeit und Auflösung der Gesellschaft

CAM VIER beginnt im Außenverhältnis mit ihrer Eintragung

im Handelsregister und im Innenverhältnis

der Gesellschafter untereinander mit dem Beitritt. Die

Gesellschaft läuft bis zum 12. Jahrestag des ersten

Zeichnungsschlusses.

Der Kommanditist mit Geschäftsführungsbefugnis hat

das Recht, die Laufzeit der Gesellschaft bis zu zwei

Mal jeweils um ein Jahr zu verlängern, wenn dies zur

ordnungsgemäßen Abwicklung der CAM VIER erforderlich

ist, insbesondere weil die Laufzeit einer oder

mehrerer der CAM-Segmentgesellschaften entsprechend

verlängert wurde.

Wird über das Vermögen des Komplementärs das

Insolvenzverfahren eröffnet oder die Eröffnung

eines solchen Verfahrens mangels Masse abgelehnt,

scheidet der Komplementär aus den CAM VIER-Gesellschaften

aus. In jedem Fall des Ausscheidens des

Komplementärs hat der Kommanditist mit Geschäftsführungsbefugnis

das Recht, eine Gesellschaft zu benennen,

die als neuer Komplementär der Gesellschaft

an die Stelle des Komplementärs tritt, es sei denn, die

übrigen Gesellschafter bestimmen mit einer Mehrheit

von 75 % aller vorhandenen Stimmen einen anderen

Komplementär.

Bei Auflösung der CAM VIER-Gesellschaften wird das

Gesellschaftsvermögen durch den Komplementär als

Liquidator abgewickelt. Gewinne und Verluste aus der

Abwicklung des Gesellschaftsvermögens werden den

Gesellschaftern in entsprechender Anwendung der

vorgenannten Bestimmungen über die Ergebnisverteilung

der CAM VIER zugewiesen.

9.4 Wichtige Verträge der Fondsgesellschaft

9.4.1 Management- und Beratungsvertrag mit

der CAM Private Equity Consulting &

Verwaltungs-GmbH vom 24.08.2006

Die Fondsgesellschaft beteiligt sich mit ca. 85 % bis

90 % der Investmentsumme als Kommanditistin an

der CAM VIER und mit mindestens 10 %, maximal

15 % ihrer Investmentsumme an weiteren

Private Equity Fonds. Zur Unterstützung der Fondsgesellschaft

bei der Auswahl, dem Erwerb, dem Halten

und Verwalten der weiteren Private Equity Fonds ist

die CAM Private Equity Consulting & Verwaltungs-

GmbH beauftragt. Für die Management- und Beratungsleistungen

ist ein Jahreshonorar in Höhe von

1,0 % der per Ende des jeweiligen Vertragszeitraumes

aufgelaufenen Zeichnungssumme der Fondsgesellschaft

für Private Equity vorgesehen. Der Beginn des

ersten abzurechnenden Jahreszeitraumes ist mit dem

Vertragsbeginn identisch. Die Folgejahreszeiträume

schließen sich entsprechend an. Nach dem dritten

Jahr reduziert sich diese Vergütung jedes Jahr um

jeweils 10 % des Vorjahreswertes. Der Mindestsatz

beträgt 0,3 % p. a. des Zeichnungsvolumens der weiteren

Private Equity Fonds. Als Vorauszahlung auf das

Jahreshonorar wird jeweils zum Halbjahresanfang die

Hälfte des sich der aktuellen Zeichnungssumme der

Auftraggeberin für Private Equity Anlageprogramme

ergebenden Jahreshonorars fällig und an die CAM

VIER Private Equity Consulting & Verwaltungs-GmbH

zahlbar. Das Gesamthonorar bzw. der verbleibende


Differenzbetrag ist zum Ende des jeweiligen Jahreszeitraumes

fällig und an die CAM VIER Private Equity

Consulting & Verwaltungs-GmbH zahlbar. Die Honorare

und Pauschalbeträge verstehen sich zuzüglich

jeweils gültiger gesetzlicher Umsatzsteuer in jeweils

gültiger Höhe. Die Haftung der CAM VIER Private

Equity Consulting & Verwaltungs-GmbH im Rahmen

des Management- und Beratungsvertrags beschränkt

sich auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.

9.4.2 Kapitalbeschaffungsvertrag vom 28.08.2006

Mit der Beschaffung des Eigenkapitals der Fondsgesellschaft

sind die Real I.S. sowie weitere Vertriebspartner

beauftragt. Hierbei dürfen für den Vertrieb

auch weitere Aufträge namens und für Rechnung der

Fondsgesellschaft erteilt werden. Für die Beschaffung

des Kapitals der Fondsgesellschaft ist eine Vergütung

in Höhe von maximal 4 % zuzüglich Agio in Höhe

von 5 % vereinbart. Die Vergütung sowohl für die

Organisation als auch für die Provisionsabwicklung

der Kapitalvermittlung beträgt EUR 25.000 zuzüglich

gesetzlicher Umsatzsteuer in jeweils gültiger Höhe.

Die Vergütung ist fällig, wenn mehrere Voraussetzungen

kumulativ eingetreten sind, frühestens

zum 29.12.2006 und spätestens mit Schließung der

Gesellschaft. Durch die Vergütung sind alle mit dem

Vertrieb zusammenhängenden Kosten der Real I.S.

und der anderen Vertriebspartner abgegolten. Die

Haftung der Real I.S. und der anderen Vertriebspartner

im Rahmen des Kapitalbeschaffungsvertrages

beschränkt sich auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.

9.4.3 Konzeptionsvertrag vom 28.08.2006

Die Real I.S. wurde von der Fondsgesellschaft beauftragt,

die im Zusammenhang mit der Konzeption,

der Prospektierung und des Marketing stehenden

Leistungen zu erbringen, insbesondere einen Investitions-

und Finanzierungsplan sowie einen Verkaufsprospekt

entsprechend den gesetzlichen Vorgaben

und dem Standard IDW S 4 zu erstellen, sämtliche

Vertragsunterlagen abzustimmen und zu gestalten.

Die Vergütung hierfür beträgt 2,5 % des Fondsvolumens,

mit hin bei einem Zielvolumen von

EUR 30.000.000 EUR 750.000 (bei einem Volumen

von EUR 100.000.000 EUR 2.500.000) zuzüglich

gesetzlicher Umsatzsteuer in jeweils gültiger Höhe

und ist frühestens am 29. Dezember 2006 und spätestens

mit Schließung der Gesellschaft fällig. Zusätzlich

werden Beratungskosten im Zusammenhang mit der

Prospekterstellung ersetzt. Die Haftung der Real I.S.

im Rahmen des Konzeptionsvertrages beschränkt sich

auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.

9.4.4 Geschäftsbesorgungs-/Fondsverwaltungsvertrag

vom 28.08.2006

Als Vergütung für die von der Real I.S. zu erbringenden

Leistungen im Zusammenhang mit der

Geschäftsbesorgung/Fondsverwaltung erhält die

Real I.S. im Jahr 2006 eine Vergütung von EUR 65.000

(frühestens fällig am 29. Dezember 2006 und spätestens

mit der Schließung der Gesellschaft), zuzüglich

der gesetzlichen Umsatzsteuer in jeweils gültiger

Höhe. Ab dem Jahr 2007 beträgt die Geschäftsbesorgungsvergütung

insgesamt 0,65 % des Fondsvolumens,

mindestens jedoch EUR 100.000 p. a. (fällig

jeweils zum 30.06. eines jeden Jahres), jeweils zuzüglich

der gesetzlichen Umsatzsteuer in jeweils gültiger

Höhe. Die Haftung der Real I.S. im Zusammenhang

mit Geschäftsbesorgung/Fondsverwaltung beschränkt

sich auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.

Sämtliche erforderlichen behördlichen Genehmigungen

liegen vor.


0. Die steuerlichen Grundlagen

Die nachstehende Darstellung ist eine Zusammenfassung

der wesentlichen steuerlichen Aspekte, die

für einen Privatanleger von Bedeutung sind, der sich

unmittelbar oder mittelbar an der Emission des

Bayernfonds BestInvest 1 GmbH & Co. KG“ (nachfolgend:

„Fondsgesellschaft“) beteiligen will.

Es wird dabei davon ausgegangen, dass es sich bei

dem Anleger um eine natürliche Person handelt, die

in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig ist und

die die Beteiligung an der Fondsgesellschaft in ihrem

Privatvermögen hält.

Diese Zusammenfassung kann nicht alle Aspekte

berücksichtigen, die sich für den Anleger aus seiner

Beteiligung an der Fondsgesellschaft ergeben. Jedem

Anleger wird daher dringend geraten, sich wegen

seiner persönlichen steuerlichen Situation und der

steuerlichen Folgen aus der Beteiligung an diesem

Anlageprodukt mit seinem persönlichen Berater in

Verbindung zu setzen. Dies gilt insbesondere für jene

Anleger, die die vorgenannten Prämissen nicht erfüllen.

Es wird darauf hingewiesen, dass die Darstellungen

des Beteiligungsprospekts nicht die zukünftigen

Einkommensverhältnisse des Anlegers berücksichtigen.

Alle nachfolgenden Hinweise stellen lediglich eine allgemeine

Darstellung der anlagenspezifischen Aspekte

aus steuerlicher Sicht dar. Wegen dieses allgemeinen

Charakters des Prospekts wird eine Haftung für die

von der Gesellschaft und den Anlegern erstrebte steuerliche

Behandlung nicht übernommen.

Die nachfolgenden Ausführungen beruhen auf dem

Stand des zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung

geltenden deutschen Rechts, der bis dahin veröffentlichten

Rechtsprechung sowie der ausgeübten Praxis

der Finanzverwaltung, sofern diese bekannt ist. Insbesondere

sind die Kriterien des Schreibens des Bundesministeriums

der Finanzen (BMF) vom 16. Dezember

2003 zu Fragen der Abgrenzung der Vermögensverwaltung

vom Gewerbebetrieb bei Private-Equity- und

Venture-Capital-Gesellschaften (BStBl. I 2004 S. 40)

berücksichtigt worden.

Es wird darauf hingewiesen, dass sich alle vorgenannten

Grundlagen während der Laufzeit der Gesellschaft

ändern (Einzelheiten hierzu siehe Tz. 3 „Die

Risiken der Beteiligung“) und hierdurch steuerliche

Effekte eintreten können, die von den folgenden

Ausführungen abweichen können. Die Geschäftsführung

ist jedoch bemüht, soweit es rechtlich und

tatsächlich möglich ist, negative Steuerfolgen durch

entsprechende Maßnahmen zu begrenzen oder auszuschließen.

Ferner wird darauf aufmerksam gemacht, dass eine

abschließende Würdigung aller steuerlich relevanten

Sachverhalte durch die deutsche Finanzverwaltung

erst im Rahmen steuerlichen Veranlagung bzw. der

Außenprüfung (Betriebsprüfung) erfolgen wird. Daher

sind auch unter diesem Gesichtspunkt Abweichungen

von den Ausführungen des Prospekts möglich.

10.1 Einkommensteuer

Die Fondsgesellschaft ist als deutsche Personengesellschaft

für Zwecke der Einkommensteuer kein eigenes

Steuersubjekt. Einkommensteuersubjekte sind vielmehr

die Gesellschafter der Fondsgesellschaft. Diese

werden nach ihren persönlichen Merkmalen auf der

Grundlage der ihnen zuzurechnenden Ergebnisanteile

zur Einkommensteuer herangezogen. Lediglich für

die Ermittlung der Einkommensart wird auf den Tatbestand

abgestellt, den die Fondsgesellschaft selbst

erfüllt.

Beteiligen sich Anleger mittels der Treuhandschaft

an der Fondsgesellschaft, so wird auch ihnen das

anteilige Ergebnis der Beteiligung unmittelbar

zugerechnet, weil die konkrete Ausgestaltung des

Treuhandverhältnisses den Anforderungen des sog.

„Treuhanderlasses“ (BMF-Schreiben vom 1. September

1994; BStBl. I 1994 S. 604) genügt.

Aus der Sicht des Einkommensteuerrechts ist es ohne

Bedeutung, ob sich die Anleger direkt als Kommanditisten

oder indirekt über den Treuhänder an der

Fondsgesellschaft beteiligen.

10.1.1 Qualifikation der Einkünfte der

Fondsgesellschaft

Zur Beurteilung der Frage, welche Einkunftsart die

Fondsgesellschaft erzielt, ist auf deren Tätigkeit abzustellen.

Geplant ist, dass die Fondsgesellschaft vermögensverwaltend

tätig wird, weil sich ihre Tätigkeit auf

das Halten und Verwalten von Vermögen beschränken

soll. Dieses Vermögen werden Beteiligungen an

verschiedenen Beteiligungsgesellschaften sein, wobei


maximal 90 %, jedoch mindestens 85 % der Investitionssumme

auf Kommanditanteile an der „CAM VIER

Private Equity GmbH & Co. KG“ (nachfolgend: „CAM

VIER“) entfällt. Das restliche Vermögen soll in weitere,

noch nicht näher bestimmte Private Equity Fonds

investiert werden.

a) Originär gewerbliche Tätigkeit

Die Fondsgesellschaft beabsichtigt zum einen eine

langfristige Anlage durch die Beteiligung an der

„CAM VIER Private Equity GmbH & Co. KG“. Zum anderen

beabsichtigt die Fondsgesellschaft auch den Erwerb

von Anteilen an weiteren Private Equity Fonds.

Dies könnte eine gewerbliche Tätigkeit begründen.

Bis zur Veröffentlichung des „Private Equity Erlasses“

am 16. Dezember 2003 bestand regelmäßig große

Unsicherheit darüber, welche Gestalt die Tätigkeit

einer Projektentwicklungsgesellschaft (auch: Private

Equity Gesellschaft) haben darf, ohne dass sie in den

Bereich der gewerblichen Tätigkeit fiele. In dem Erlass

hat die Finanzverwaltung nunmehr Kriterien benannt,

die eine Abgrenzung zwischen der gewerblichen und

der vermögensverwaltenden Tätigkeit ermöglichen.

Demnach spricht es für eine vermögensverwaltende

Tätigkeit der Fondsgesellschaft, wenn

• die Finanzierung der Portfoliobeteiligung im

Wesentlichen aus Eigenmitteln erfolgt und keine

Kreditaufnahme zur Finanzierung von Investments

erfolgt. Unschädlich sind aber kurzfristige Darlehen,

die der Überbrückung der Einforderungsfristen

für abgerufene Kapitaleinzahlungen dienen,

oder auch die Inanspruchnahme staatlicher Fördermittel,

die zivilrechtlich als Darlehen ausgestaltet

sind.

Besichert die Fondsgesellschaft Verbindlichkeiten

einer Portfolio-Gesellschaft, soll dies mehr dem

Bild eines Gewerbebetriebs entsprechen als dem

privater Vermögensverwaltung.

• die Fondsgesellschaft für die Verwaltung des

Fondsvermögens keine eigene umfangreiche

Organisation unterhält,

• die Fondsgesellschaft sich nicht eines Marktes

bedient und nicht auf fremde Rechnung unter

Einsatz beruflicher Erfahrung tätig wird,

• die Fondsgesellschaft nicht Portfoliobeteiligungen

einer breiten Öffentlichkeit anbietet oder auf

fremde Rechnung handelt,

• die Portfoliobeteiligungen im Durchschnitt

mindestens mittelfristig, d. h. drei bis fünf Jahre,

gehalten werden,

• die erzielten Erlöse nicht reinvestiert, sondern ausgeschüttet

werden. Doch wird nicht jede Reinvestition

als „Handel mit Beteiligungen“ angesehen. So

darf die Fondsgesellschaft Veräußerungserlöse bis

zu einem Betrag, zu dem Kosten und der Ergebnis-

Vorab für die Geschäftsführung aus Kapitaleinzahlungen

finanziert wurden, erstmals in neue

Beteiligungen investieren. Zum anderen ist es

unschädlich, wenn die Fondsgesellschaft Portfoliogesellschaften,

an denen sie bereits beteiligt ist,

mit Veräußerungserlösen bis zu einem Betrag von

20 % ihres Zeichnungskapitals nachfinanziert.

• die Fondsgesellschaft bzw. seine Beauftragten

sich nicht am aktiven Management der Portfoliogesellschaft

beteiligen. Die Wahrnehmung von

Kontrollfunktionen in gesellschaftsrechtlichen

Gremien (z. B. Aufsichtsrat) der Portfoliogesellschaft

ist unschädlich. Ebenso unschädlich ist ein

Zustimmungsvorbehalt bei bestimmten Geschäftsführungsmaßnahmen

(analog) zu § 111 Abs. 4 S.

2 AktG. Beides dient nicht dazu, die unternehmerische

Kontrolle über die Portfolio-Gesellschaft

zu erlangen und damit „produzententypisches“

Verhalten auszuüben, sondern allein der Sicherung

der eigenen Beteiligung.

Wird aber das Entscheidungsrecht der eigentlichen

Geschäftsführung durch den Zustimmungsvorbehalt

so stark eingeschränkt, dass diese

keinen eigenen Entscheidungsspielraum mehr hat,

so wird in das aktive Management eingegriffen.

• die Fondsgesellschaft weder gewerblich geprägt

(§ 15 Abs. 3 Nr. 2 EStG) noch kraft „Infektion“ (§ 15

Abs. 3 Nr. 1 EStG) Gewerbebetrieb ist (Tz. 17).

Die Geschäftsführung der Fondsgesellschaft ist bemüht,

bei der Auswahl der Private Equity Fonds (CAM

VIER, weitere Private Equity Fonds) auf die Einhaltung

der vorstehenden Kriterien zu achten, so dass sie davon

ausgeht, dass die Tätigkeit der Fondsgesellschaft

keine gewerbliche Tätigkeit ist.

b) Gewerbliche Prägung

Eine gewerbliche Tätigkeit kann aber auch vorliegen,

weil die Struktur der Gesellschaft die Einkünfte

gewerblich prägt. Dies ist nach § 15 Abs. 3 Nr. 2 EStG


gegeben, wenn ausschließlich eine oder mehrere Kapitalgesellschaften

persönlich haftende Gesellschafter

sind und nur diese oder Personen, die nicht Gesellschafter

sind, zur Geschäftsführung befugt sind.

Persönlich haftender Gesellschafter der Fondsgesellschaft

ist die „GS Beteiligungs GmbH“. Als geschäftsführender

Kommanditist ist jedoch die „WS Beteiligungs

GmbH“ berufen. Nach derzeitiger Ansicht

der Finanzverwaltung liegt in solchen Fällen keine

gewerbliche Prägung der Fondsgesellschaft vor.

c) Gewerbliche Infizierung

Es kann auch die Gewerblichkeit einer Beteiligungsgesellschaft

(CAM VIER, weitere Private Equity Fonds),

an der die Fondsgesellschaft beteiligt ist bzw. sein

wird, die Fondsgesellschaft in der Weise infizieren,

dass sämtliche Einkünfte der Fondsgesellschaft als

gewerblich anzusehen sind. Dass die Gewerblichkeit

schon durch die Beteiligung an einer gewerblich

tätigen Gesellschaft begründet werden kann, ist nicht

unumstritten. Der Bundesfinanzhof sprach mit Urteil

vom 6. Oktober 2004 (Az. IX R 53/01) aus, dass eine

gewerbliche Infizierung auf eine vermögensverwaltende

Gesellschaft nicht möglich sei. Auf dieses Urteil

hin ordnete die Finanzverwaltung an, dass der Inhalt

des Urteils nicht über den entschiedenen Einzelfall

hinaus anzuwenden sei (vgl. Nichtanwendungserlass

des BMF vom 18. Mai 2005 - BStBl. I 2005 S. 298).

Damit wendet die Finanzverwaltung die Infektionstheorie

bis auf Weiteres an. Eine Abfärbung erfolgt

dann nicht, wenn die gewerblichen Einkünfte gegenüber

den vermögensverwaltenden Einkünften einen

„äußerst geringen Anteil“ an den Gesamteinkünften

der Beteiligungsgesellschaft ausmachen. Die Bagatellegrenze

soll dabei bei zwei bis drei Prozent liegen.

Diese Grenzen hat der BFH in einem Beschluss (am

8. März 2004; Az. IV B 212/03) bestätigt. Der BFH

nahm in dieser Entscheidung an, dass gewerbliche

Einkünfte in Höhe von 2,81 % am Gesamtumsatz die

restlichen Einkünfte nicht infizieren könnten.

Ob die Fondsgesellschaft gewerblich infizierte Einkünfte

erzielt, ist von der Qualifikation der Einkünfte

der Beteiligungsgesellschaften abhängig, an denen

sich die Fondsgesellschaft beteiligt bzw. beteiligen

wird (vgl. nachstehende Ziffer 10.1.2).

10.1.2 Qualifikation der Einkünfte der CAM VIER

und der weiteren Private Equity Fonds

Die Qualifikation der Einkünfte der Beteiligungsgesellschaften

(CAM VIER und der weiteren Private

Equity Fonds) richtet sich nach den bereits vorstehend

ausgeführten Merkmalen (vgl. Ziffer 1). Zusammenfassend

bedeutet dies, dass die Einkünfte der einzelnen

Gesellschaften gewerblicher Natur sind, wenn

• die Tätigkeit einer Beteiligungsgesellschaft

originär gewerblicher Natur ist,

• die Gesellschaft aufgrund ihrer Struktur

gewerblich geprägt ist oder

• die Gewerblichkeit einer Portfoliogesellschaft, an

der die Beteiligungsgesellschaft beteiligt ist, auf

die Beteiligungsgesellschaft abfärbt und diese

gleichsam „infiziert“.

a) CAM VIER Private Equity GmbH & Co. KG

Gegenwärtig beabsichtigt die Fondsgesellschaft,

sich vor allem an der CAM VIER zu beteiligen. Über

diese Gesellschaft liegen bereits zum gegenwärtigen

Zeitpunkt Informationen vor. Hiernach wird die „CAM

VIER Private Equity GmbH & Co. KG“ ihr Vermögen in

drei Segmentgesellschaften investieren, die sich ihrerseits

an verschiedenen Zielfonds beteiligen werden.

Die „CAM VIER Private Equity GmbH & Co. KG“ beschränkt

sich in ihrer Tätigkeit auf den Erwerb, das

Halten und ggf. die Veräußerung von Kommanditanteilen

an den drei Segmentgesellschaften „CAM

VIER Buy-out Europe GmbH & Co. KG“, CAM VIER

Global Private Equity GmbH & Co. KG” und “CAM VIER

Venture Capital GmbH & Co. KG”. Es ist dagegen nicht

beabsichtigt, dass die „CAM VIER Private Equity GmbH

& Co. KG“ eine Tätigkeit entfaltet, die aufgrund des

Private-Equity-Erlasses als gewerblich gilt.

Einziger persönlich haftender Gesellschafter der

CAM VIER Private Equity GmbH & Co. KG ist die „CAM

Private Equity Verwaltungs-GmbH“. Geschäftsführender

Gesellschafter ist „CAM Private Equity Consulting

& Verwaltungs-GmbH“, der Kommanditist der Gesellschaft

ist. Somit ist die CAM VIER Private Equity

GmbH & Co. KG nicht aufgrund einer gewerblichen

Prägung i.S.v. § 15 Abs. 3 Nr. 2 EStG gewerblich, weil

ausschließlich eine persönlich haftende Gesellschaft

Geschäftsführer der CAM VIER Private Equity GmbH &

Co. KG wäre.


Ebenso sind auch die CAM VIER-Segmentgesellschaften

nicht gewerblich geprägt, weil die gewerblich

prägenden Voraussetzungen nach § 15 Abs. 3

Nr. 2 EStG nicht erfüllt sind.

Die Einkünfte der CAM VIER könnten gewerblicher

Natur sein, weil die Einkünfte einer der Gesellschaften,

an denen die CAM VIER beteiligt ist,

gewerblicher Natur ist. Die CAM VIER Private Equity

GmbH & Co. KG ist an drei Segmentgesellschaften

beteiligt, so dass die Gewerblichkeit einer dieser Gesellschaften

zur Gewerblichkeit der CAM VIER Private

Equity GmbH & Co. KG führen kann, wenn nicht der

Anteil der aus dieser Gesellschaft bezogenen Einkünfte

einen nur ganz geringen Anteil der Gesamteinkünfte

der Gesellschaft ausmacht.

Die Geschäftsführung der CAM VIER beabsichtigt,

dass zur Vermeidung der gewerblichen Infizierung

des Portfolios der CAM VIER-Segmentgesellschaften

ein – nach Einschätzung des geschäftsführenden

Kommanditisten – als „gewerblich“ zu qualifizierendes

Anlageprogramm ggf. über eine zwischengeschaltete

Kapitalgesellschaft gehalten wird (so

genannte „Blocker-GmbH“). Das Wesen der Kapitalgesellschaft

vermag es, die jeweilige Obergesellschaft

steuerrechtlich abzuschirmen. Doch geht durch

eine zwischengeschaltete Kapitalgesellschaft auch

die steuerliche Transparenz in Hinblick auf die der

Kapitalgesellschaft nachgeordneten Gesellschaften

verloren. Die von der zwischengeschalteten Kapitalgesellschaft

bezogenen Einkünfte sind als Dividenden

(vgl. Ziffer 3. lit. a)) einzuordnen.

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass eine der

Segmentgesellschaften gewerbliche Einkünfte beziehen

wird, doch ist die Geschäftsführung der CAM

VIER Private Equity GmbH & Co. KG und auch der Segmentgesellschaften

bemüht, dies zu vermeiden, um

so zu verhindern, dass sich die Gewerblichkeit einer

der untergeordneten Gesellschaften bis auf die Ebene

der CAM VIER Private Equity GmbH & Co. KG fortsetzt.

b) Weitere Private Equity Fonds

Zum Zeitpunkt der Prospekterstellung ist es neben der

beabsichtigten Beteiligung an der CAM VIER Private

Equity GmbH & Co. KG nicht absehbar, an welchen

weiteren Private Equity Fonds sich die Fondsgesellschaft

beteiligen wird. Auch ist es noch offen, an

welchen Zielfonds sich die CAM VIER-Segmentge-

sellschaften beteiligen werden. Aus diesem Grund

sind weitergehende Ausführungen darüber, ob die

weiteren Beteiligungen gewerbliche Einkünfte erzeugen

und dies zu einer Gewerblichkeit der Fondsgesellschaft

insgesamt führen kann, nicht möglich.

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass einer

der Zielfonds bzw. der weiteren Beteiligungsgesellschaften

gewerbliche Einkünfte bezieht. Doch wird

sich die Geschäftsführung der Fondsgesellschaft und

der CAM VIER-Segmentgesellschaften bemühen zu

vermeiden, dass sich die Gewerblichkeit einer der

untergeordneten Gesellschaften bis auf die Ebene der

Fondsgesellschaft fortsetzt.

10.1.3 Rechtsfolgen der Qualifizierung als

vermögensverwaltende Einkünfte

Werden die Einkünfte aus der Fondsgesellschaft von

der Finanzverwaltung als solche aus der Verwaltung

von Vermögen angesehen, so hat dies im Wesentlichen

die nachstehenden steuerlichen Folgen.

a) Dividenden

Werden dem Anleger aufgrund seiner Beteiligung

Dividenden anteilig zugerechnet, so unterliegen

diese dem Halbeinkünfteverfahren nach §§ 3 Nr. 40,

3c Abs. 2 EStG. Dies bedeutet, dass eine Hälfte der

Dividenden steuerfrei bleibt, wohingegen die andere

Hälfte mit dem persönlichen Steuersatz des Anlegers

besteuert wird.

Der persönliche Steuersatz ist von den persönlichen

Verhältnissen des Anlegers abhängig und kann sich

auf einen Grenzsteuersatz von bis zu 42 % belaufen.

Es ist durch den Gesetzgeber bereits entschieden,

dass der Grenzsteuersatz ab dem 1. Januar 2007 unter

bestimmten Umständen 45 % beträgt.

b) Kapitalvermögenseinkünfte

Erzielt der Anleger aus der Beteiligung Zinsen oder

andere Kapitalvermögenseinkünfte, so sind diese

nach Abzug des Sparerfreibetrags und des Pauschbetrags

für die Werbungskosten in vollem Umfang der

Besteuerung mit dem persönlichen Steuersatz des

Anlegers unterworfen.

Der Pauschbetrag für Kapitaleinkünfte beträgt bei

Ledigen gegenwärtig 51 EUR. Der Sparerfreibetrag

wird Ledigen gegenwärtig i.H.v. 1.370 EUR (bei zusammenveranlagten

Ehegatten: 2.740 EUR) gewährt.

Doch ist es durch den Gesetzgeber schon beschlossen,

dass der Freibetrag ab dem 1. Januar 2007 auf


750 EUR für Ledige und 1.500 EUR für zusammenveranlagte

Ehegatten abgesenkt werden soll.

c) Veräußerung wesentlicher Beteiligung

i.S.v. § 17 EStG

aa) Steuerpflichtigkeit der Veräußerung

Veräußert der Anleger eine wesentliche Beteiligung

an einer Kapitalgesellschaft, so ist der erzielte Veräußerungsgewinn

nach § 17 EStG als Gewerbeertrag

zu versteuern. Eine wesentliche Beteiligung an einer

Kapitalgesellschaft liegt dann vor, wenn der Veräußerer

in den letzten fünf Jahren zu mindestens 1 % am

gezeichneten Kapital der betreffenden Gesellschaft

beteiligt war.

Wird die Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft

nicht direkt, sondern über zwischengeschaltete

Personengesellschaften gehalten, so ist wegen der

steuerlichen Transparenz der Personengesellschaft

die Höhe der durchgerechneten Beteiligung (Anteil

des Anlegers an der Fondsgesellschaft und deren Anteil

an der Portfoliogesellschaft, die durch die Beteiligungsgesellschaft

(CAM VIER, weitere Private Equity

Fonds) vermittelt wird, maßgeblich.

Es ist davon auszugehen, dass der einzelne Anleger

an der Fondsgesellschaft einen nur geringen Anteil

hält. Zudem wird die Beteiligungsgesellschaft an den

unterschiedlichen Portfoliogesellschaften nur in geringer

Höhe beteiligt sein. Somit wird ein Anleger in

der Regel keine wesentliche Beteiligung aufweisen.

bb) Umfang der Besteuerung

Sollte im Einzelfall ausnahmsweise eine wesentliche

Beteiligung eines Anlegers an einem Unternehmen

entsprechend den oben genannten Grundsätzen

vorliegen, so unterliegt ein möglicher Veräußerungsgewinn

unabhängig von der Haltedauer den Regeln

des Halbeinkünfteverfahrens. Veräußerungsgewinne

unterliegen damit nur mit ihrem hälftigen Betrag

der Einkommensteuer (zuzüglich des Solidaritätszuschlags

und ggf. der Kirchensteuer). Werbungskosten

sind folglich auch nur hälftig abzugsfähig.

cc) Geltendmachung von Verlusten

In gleicher Weise sind auch Verluste, die aufgrund der

Veräußerung der Beteiligung erzielt werden, nur zur

Hälfte abzugsfähig. Sollte die Finanzverwaltung aber

der Auffassung sein, bei dem Fonds handle es sich um

ein Steuerstundungsmodell i.S.v. § 15b EStG, so ist die

Möglichkeit der Verlustverrechnung auf vergangene

oder zukünftige Gewinne aus der gleichen Einkunftsquelle

beschränkt. Eine Verrechnung mit anderen

Einkünften ist nicht zulässig.

Ob die Regelung des § 15b EStG anwendbar ist, hängt

unter anderem davon ab, ob in der Anfangsphase das

Verhältnis der Summe der prognostizierten Verluste

zur Höhe des gezeichneten und nach dem Konzept

aufzubringenden Kapitals 10 % übersteigt.

d) Private Veräußerungsgeschäfte nach

§ 23 i.V.m. § 22 EStG

aa) Voraussetzungen der Steuerpflichtigkeit

Ob die Veräußerung einer Beteiligung, die nicht

wesentliche Beteiligung im Sinne des § 17 EStG ist,

als privates Veräußerungsgeschäft steuerpflichtig ist,

hängt von der Haltedauer des veräußerten Wirtschaftsgutes

durch den jeweiligen Anleger ab. Die

Gewinne sind steuerpflichtig, wenn das Wirtschaftsgut

binnen eines Jahres („Spekulationsfrist“) nach

seiner Anschaffung wieder verkauft wird. Für Zwecke

der Berechnung der Haltedauer werden die Fondsgesellschaft

und die zwischengeschalteten Gesellschaften

in der Rechtsform einer Personengesellschaft

steuerlich als transparent behandelt. Damit ist die

Haltedauer stets aus Sicht des Anlegers zu beurteilen.

Hinsichtlich der Beteiligung des einzelnen Anlegers

bedeutet dies, dass eine Besteuerung als privates

Veräußerungsgeschäft insbesondere dann in Betracht

kommt, wenn

• der Zeitraum zwischen dem Erwerb und der

Veräußerung der Beteiligung an der Fondsgesellschaft

durch den Anleger nicht mehr als ein Jahr

beträgt,

• die Fondsgesellschaft innerhalb der Jahresfrist

Beteiligungen an einer Beteiligungsgesellschaft

veräußert,

• eine Beteiligungsgesellschaft oder eine der

nachgeordneten Gesellschaften Beteiligungen an

einer jeweils nachgeordneten Gesellschaft binnen

Jahresfrist veräußert oder

• die Fondsgesellschaft bzw. eine Beteiligungsgesellschaft

Beteiligungen an einer Beteiligungsgesellschaft

bzw. einer nachgeordneten Gesellschaft

außerhalb der Jahresfrist veräußert, der Anleger

aber seinerseits die Jahresfrist hinsichtlich seiner

entsprechenden Beteiligung nicht wahrt.


) Umfang der Steuerpflicht

Für Gewinne aus der Veräußerung innerhalb der Jahresfrist

gilt das Halbeinkünfteverfahren, soweit es sich

um Beteiligungen an Kapitalgesellschaften handelt.

Dies bedeutet, dass die Veräußerungsgewinne der

Einkommensteuer (nebst des Solidaritätszuschlags

und ggf. der Kirchensteuer) letztlich nur zur Hälfte

unterliegen. Die andere Hälfte bleibt steuerfrei. Werbungskosten

der Veräußerung können nur zur Hälfte

steuerlich geltend gemacht werden.

cc) Berücksichtigung von Verlusten

Eventuell anfallende Veräußerungsverluste, die nicht

auf einer wesentlichen Beteiligung beruhen, können

nur dann geltend gemacht werden, wenn sie innerhalb

der Spekulationsfrist von einem Jahr realisiert

werden.

Trifft dies zu, so können die Verluste trotzdem nicht

unbeschränkt mit anderen Einkünften verrechnet

werden, sondern es ist die Verlustverrechnung nach

Maßgabe des § 23 Abs. 3 S. 8 EStG beschränkt. Im

Kalenderjahr nicht ausgeglichene Verluste dürfen nur

den Gewinn aus privaten Veräußerungsgeschäften

des unmittelbar vorangegangenen Veranlagungszeitraums

(Verlustrücktrag) oder den der folgenden

Veranlagungszeiträume (Verlustvortrag) mindern.

dd) Beabsichtigte Steueränderung

Der Koalitionsvertrag der gegenwärtigen Regierungskoalition

aus CDU, CSU und SPD sieht vor, dass private

Veräußerungserlöse zukünftig immer steuerpflichtig

sind. Erwogen wird in diesem Zusammenhang

teilweise eine pauschale Abgeltungssteuer mit einem

Steuersatz von 20 % oder auch 30 %. Ein konkretes

Gesetzesvorhaben besteht gegenwärtig aber nicht.

e) Ermittlung der Höhe der Einkünfte

Aufgrund der vermögensverwaltenden Tätigkeit

ermittelt die Fondsgesellschaft ihre Einkünfte durch

eine sog. Einnahmen-Überschuss-Rechnung. Einkünfte

sind damit die Einnahmen abzüglich der Werbungskosten.

aa) Werbungskosten

Werbungskosten können grundsätzlich nur insoweit

geltend gemacht werden, als diese mit steuerpflichtigen

Erträgen in Zusammenhang stehen (§ 3c

Abs. 1 und Abs. 2 EStG). Die im Zusammenhang mit

laufenden Zinseinnahmen stehenden Werbungskosten

können voll, die mit Dividenden zusammenhän-

genden Werbungskosten nur zur Hälfte (Halbeinkünfteverfahren)

geltend gemacht werden.

Soweit Werbungskosten in Zusammenhang mit Veräußerungsgewinnen

anfallen, die nicht steuerpflichtig

sind, können diese steuerlich nicht geltend gemacht

werden.

Diese Abzugsbeschränkungen gelten auch für Sonderwerbungskosten,

d. h. Ausgaben, die der Gesellschafter

selbst auf seiner Ebene aufgewandt hat (z. B. Finanzierungszinsen).

Diese können nicht oder nur sehr

eingeschränkt steuerlich geltend gemacht werden.

Von einer Fremdfinanzierung wird abgeraten.

Aus verwaltungstechnischen Gründen ist vorgesehen,

die Anleger nicht zur Mitteilung der Sonderwerbungskosten

aufzufordern.

bb) Anlaufkosten/Dienstleistungshonorare

Die sog. Anlaufkosten wie z. B. die Eigenkapitalvermittlungsprovision,

die Konzeptions- und Rechtsberatungsgebühren

sowie Prüfungskosten im Zusammenhang

mit der Auflegung dieses Beteiligungsangebots

stellen keine sofort abzugsfähigen Werbungskosten

dar, sondern sind anteilig als zusätzliche Anschaffungskosten

für die Beteiligungen an den Portfoliogesellschaften

anzusehen und entsprechend zu aktivieren

(analoge Anwendung des BMF-Schreibens vom

20. Oktober 2003; BStBl. I 2003 S. 546).

10.1.4 Rechtsfolgen der Qualifizierung als

gewerbliche Einkünfte

a) Veräußerungsgewinne und Dividenden

Qualifiziert die Finanzverwaltung die Einkünfte

als gewerblich, dann unterliegen die dem Anleger

zugerechneten Ergebnisanteile insoweit sie aus Veräußerungsgewinne

und Dividenden herrühren, dem

Halbeinkünfteverfahren nach §§ 3 Nr. 40, 3c Abs. 2

EStG. Dies bedeutet, dass die Hälfte der bezogenen

Einkünfte von der Besteuerung freigestellt werden.

Die zweite Hälfte der Einkünfte wird der Besteuerung

mit dem persönlichen Steuersatz des Steuerpflichtigen

unterworfen. Zusätzlich zur Einkommensteuer

fallen hierauf auch der Solidaritätszuschlag und ggf.

die Kirchensteuer an.

b) Kapitalvermögenseinkünfte und

Währungsgewinne

Gehen die zugerechneten Ergebnisanteile auf Zinsen

und ähnliche Kapitalvermögenseinkünfte oder auf


Währungsgewinne zurück, unterliegt dieser Teil der

Einkünfte als gewerbliches Einkommen beim Anleger

in voller Höhe der Besteuerung mit dem persönlichen

Steuersatz (zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf.

Kirchensteuer). Dabei kann der Sparerfreibetrag nicht

abgezogen werden.

c) Behandlung von Verlusten

Unterfällt die Fondsgesellschaft der Regelung des

§ 15b EStG, so ist die Verrechnung von Verlusten nur

beschränkt möglich: werden dem Anleger Verluste

zugerechnet, so können diese aufgrund der neuen

Regelung des § 15b EStG nicht mehr mit sonstigen

positiven Einkünften verrechnet werden. Vielmehr

ist es nur noch möglich, dass die erzielten Verluste

mit Gewinnen aus der gleichen Einkunftsquelle, d. h.

mit anderen Gewinnen aus dem Fonds verrechnet

werden.

Sofern § 15b EStG keine Anwendung findet, so kommt

die Beschränkung für Verlustverrechnungen nach

§ 15a Abs. 1 EStG zum Tragen. Dies bedeutet, dass

eine unmittelbare Verrechnung von Verlusten weder

mit anderen Einkünften aus Gewerbebetrieb noch mit

Einkünften aus anderen Einkunftsarten möglich ist. In

diesen Fällen besteht nur die Möglichkeit der Verlustverrechnung

mit späteren positiven Einkünften.

10.1.5 Besonderheiten bei Auslandsbeteiligungen

Wurden auf eine Auslandsbeteiligung der CAM-

Segmentgesellschaften oder der anderen Private

Equity Fonds im Ausland Ertragssteuern gezahlt,

die nach dem jeweiligen „Abkommen zur Vermeidung

der Doppelbesteuerung“ (DBA) keinem

Erstattungsanspruch unterliegen, so wird die im

Ausland entrichtete Quellensteuer auf die deutsche

Einkommensteuerschuld angerechnet, soweit die

Einkommensteuerschuld auf die Einkünfte der Auslandsbeteiligung

entfällt. Verbleibt ein Überhang von

ausländischer Quellensteuer, kann dieser Überhang

nicht angerechnet werden.

Die Anrechnung der entrichteten Quellensteuer kann

davon abhängig sein, dass bestimmte formelle Kriterien

erfüllt sind, die sich aus dem deutschen Einkommensteuerrecht

oder dem DBA ergeben. Es kann nicht

ausgeschlossen werden, dass diese formellen Voraussetzungen

im Einzelfall nicht erfüllt werden können.

Quellensteuer auf Einkünfte, die aufgrund des jeweiligen

DBAs nicht der deutschen Besteuerung unterfallen,

können nicht auf die deutsche Einkommensteuer

angerechnet werden.

10.1.6 Besteuerungszeitpunkt

Wegen der steuerlichen Transparenz erfolgt die

Besteuerung der erzielten Einkünfte bei den Gesellschaftern

in dem Kalenderjahr, in dem die Fondsgesellschaft

mittelbar über die Beteiligungsgesellschaft

bzw. die Portfoliogesellschaften die Erträge erzielt.

Da die Auszahlung der Erträge an die Anleger nach

den Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags ggf.

erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgt, kann den

Gesellschaftern bereits steuerpflichtiges Einkommen

zugerechnet werden, ohne dass die zu versteuernden

Erträge an sie ausgezahlt wurden.

10.2 Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag

10.2.1 Solidaritätszuschlag

Auf die aus der Beteiligung erzielten Einkünfte ist der

übliche Solidaritätszuschlag von derzeit 5,5 % der

geschuldeten Einkommensteuer zu entrichten.

10.2.2 Kirchensteuer

Je nach Konfession wird nach den bundesstaatlichen

Regelungen die Kirchensteuer auf die aus der Beteiligung

erzielten Einkünfte erhoben. Die Einzelheiten

der Kirchensteuer sind sehr stark von Besonderheiten

des Einzelfalls abhängig.

10.3 Gewerbesteuer

10.3.1 Grundsätzlich keine Gewerbesteuerpflicht

Die Fondsgesellschaft unterliegt aufgrund ihrer

beabsichtigten vermögensverwaltenden Tätigkeit

nach derzeitiger Rechtslage nicht der Gewerbesteuer.

Laufende Erträge und Veräußerungsgewinne, die

die Fondsgesellschaft aus ihrer Beteiligung an der

CAM VIER Private Equity GmbH & Co. KG, an weiteren

Private Equity Fonds bzw. aus den nachgeordneten

Portfoliogesellschaften erzielt, unterliegen daher

keiner Gewerbesteuerbelastung.

10.3.2 Gewerbesteuerpflichtigkeit

Eine Gewerbesteuerpflicht kann jedoch eintreten,

wenn die Fondsgesellschaft gewerblich tätig oder

gewerblich infiziert wird. Dies führt unter anderem


dazu, dass die Fondsgesellschaft gewerbesteuerpflichtig

würde, was zur Folge hätte, dass ihr Gewerbeertrag,

d. h. ihr um die Kürzungen und Hinzurechnungen

des Gewerbesteuerrechts bereinigter Gewinn,

der Gewerbesteuer unterläge.

Das Gewerbesteuerrecht sieht vor, dass der Gewerbeertrag

der Fondsgesellschaft um die Gewinnanteile

aus denjenigen deutschen und ausländischen Beteiligungs-

und Portfoliogesellschaften zu kürzen ist, die

ihrerseits gewerblich sind.

Teile des Gewerbeertrags sind wegen der Gewerbesteuerpflichtigkeit

der Fondsgesellschaft auch die Gewinnanteile

aus denjenigen Portfoliogesellschaften,

die aus sich heraus nicht gewerblich sind, weil der

Gewinn der gesamten Fondsgesellschaft gewerblich

ist.

Auf der Grundlage des Gewerbeertrags wird nach

Abzug eines Freibetrags von 24.500 EUR (für Personengesellschaften)

in Abhängigkeit von der Höhe der

Einkünfte ein Gewerbesteuermessbetrag ermittelt.

Der Gewerbesteuermessbetrag ist die Bemessungsgrundlage

für die Gewerbesteuer, die durch Anwendung

des lokalen Hebesatzes ermittelt wird.

Soweit die Gewinnanteile der Anleger durch Gewerbesteuer

gemindert sind, können die Anleger die auf

sie entfallende anteilige Gewerbesteuer nach Maßgabe

der Bestimmungen in § 35 EStG auf ihre persönliche

Einkommensteuer anrechnen.

10.4 Investmentsteuergesetz

Die Fondsgesellschaft und die CAM-Gesellschaften

sind deutsche Personengesellschaften, auf die das

Investmentsteuergesetz (InvStG) schon nach seinem

Wortlaut keine Anwendung findet.

Die Anlagestrategie der CAM VIER-Segmentgesellschaften

sieht unter anderem vor, sich an Anlageprogrammen

zu beteiligen, die ausländischem Recht

unterliegen. Daher ist es möglich, dass ausländische

Portfoliogesellschaften, an denen sich die Fondsgesellschaft

mittelbar beteiligen wird, dem InvStG

unterfallen. Die Geschäftsführung der CAM VIER-

Segmentgesellschaften wird vor der Eingehung einer

solchen Beteiligung prüfen bzw. prüfen lassen, ob die

betreffende Portfoliogesellschaft auf der Grundlage

der Verlautbarungen des früheren Bundesaufsichtsamtes

für das Kreditwesen (jetzt: Bundesanstalt für

Finanzdienstleistungsaufsicht) und des am 1. Januar

2004 in Kraft getretenen Investmentmodernisierungsgesetzes

ein ausländisches Investmentvermögen i.S.v.

§ 1 Abs. 1 Nr. 2 InvStG darstellt.

Würden die Bestimmungen des InvStG zur Anwendung

gelangen und würde das entsprechende

Anlageprogramm den dann erforderlichen Nachweispflichten

gemäß § 5 Abs. 1 InvStG nicht genügen,

wäre der gesamte Ertrag aus der betreffenden

ausländischen Portfoliogesellschaft voll steuerpflichtig

und würde zusätzlich der fiktiven Wertzuwachsbesteuerung

gemäß § 6 InvStG unterliegen. Das

Halbeinkünfteverfahren bzw. die Steuerfreiheit von

Veräußerungsgewinnen gilt für Erträge aus ausländischem

Investmentvermögen bei Nichterbringung

der Nachweispflichten gemäß § 5 Abs. 1 InvStG nicht.

Die vorstehenden Ausführungen finden entsprechende

Anwendung und werden von der Geschäftsführung

der Fondsgesellschaft ebenfalls berücksichtigt,

wenn sich die Fondsgesellschaft an weiteren

Private Equity Fonds beteiligen wird.

10.5 Umsatzsteuer

Die Fondsgesellschaft ist auf die reine Verwaltung von

Beteiligungen beschränkt und daher nicht unternehmerisch

im Sinne des Umsatzsteuergesetzes tätig.

Eigene Umsätze werden von der Fondsgesellschaft

nicht erzielt, dementsprechend ist die Fondsgesellschaft

nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt. Soweit

der Fondsgesellschaft Umsatzsteuer in Rechnung

gestellt wird, stellt dies Aufwand dar.

In dem Finanz- und Investitionsplan des Beteiligungsangebots

wurde bereits die durch das Haushaltsbegleitgesetz

2006 (BGBl. I, S. 1402) verabschiedete

Erhöhung des regulären Umsatzsteuersatzes von derzeit

16 % auf 19 % zum 1. Januar 2007 berücksichtigt.

10.6 Erbschaft- und Schenkungsteuer

Überträgt ein Anleger seine Beteiligung an der Fondsgesellschaft

durch Schenkung oder Erbschaft auf eine

andere Person, so unterliegt dieser Fall grundsätzlich

der Erbschaft- und Schenkungsteuer. Die Höhe und


Entstehung der Steuerschuld sind von verschiedenen

Faktoren abhängig, wie etwa dem verwandtschaftlichen

Näheverhältnis zwischen den Beteiligten und

dem Wert des übertragenen Vermögens.

10.6.1 Direkte Beteiligung

Für Zwecke der Erbschaft- und Schenkungsteuer

wird die Beteiligung des Anlegers an der Fondsgesellschaft

als anteilige Beteiligung an den durch die

Fondsgesellschaft gehaltenen Wirtschaftsgütern (z. B.

Unternehmensbeteiligungen) behandelt. Bei der

Ermittlung der erbschaft- und schenkungsteuerlichen

Bemessungsgrundlage ist für Beteiligungen an nicht

notierten in- oder ausländischen Kapitalgesellschaften

das sog. „Stuttgarter Verfahren“ anzuwenden (§ 12

Abs. 2 ErbStG). Demgegenüber werden Beteiligungen

an Kapitalgesellschaften, die zum Besteuerungszeitpunkt

an einer deutschen Börse zum amtlichen

Handel oder zum geregelten Markt zugelassen sind,

nach § 12 Abs. 1 ErbStG i.V.m. § 11 Abs. 1 BewG zu

den maßgebenden Kursen zum Bewertungszeitpunkt

bewertet.

10.6.2 Mittelbare Beteiligung über den

Treuhandkommanditisten

Bei der mittelbaren Beteiligung des Anlegers über

das Treuhandverhältnis an der Fondsgesellschaft ist

zu beachten, dass der deutsche Fiskus in Anwendung

des auf Bundesebene abgestimmten Schreibens des

Finanzministeriums von Baden-Württemberg vom

27. Juni 2005 nicht länger die vermittelten Steuerwerte

der durch die Fondsgesellschaft gehaltenen

Wirtschaftsgüter (z. B. Unternehmensbeteiligungen)

als steuerpflichtige Bemessungsgrundlage heranzieht,

sondern den steuerlichen Wert des Herausgabeanspruchs

gegen den Treuhänder ermitteln möchte.

Dieser Herausgabeanspruch ist ein Sachleistungsanspruch,

der mit dem gemeinen Wert zu besteuern ist.

Die Anwendung des Stuttgarter Verfahrens kann im

Vergleich zur Ermittlung der Bemessungsgrundlage

mittels des gemeinen Wertes zu einer abweichenden

Bewertung gelangen. Darüber hinaus können sich

negative Steuerfolgen ergeben, wenn die Fondsgesellschaft

oder eine der nachgeschalteten Beteiligungsgesellschaften

einen Gewerbebetrieb unterhalten

würden. In diesem Fall sollen – im Gegensatz zu

einem Direktkommanditisten – die steuerlichen Begünstigungsvorschriften

nach §§ 13a, 19a ErbStG (z. B.

Freibetrag von 225.000 EUR; Bewertungsabschlag von

35 %) keine Anwendung finden.

10.6.3 Höhe der Erbschaftsteuer

Die Höhe der Freibeträge und des Erbschaftsteuersatzes

richtet sich nach dem verwandtschaftlichen

Nahestehensverhältnis zwischen dem Erblasser/

Schenker und dem Erben/Beschenkten. So können

z. B. Ehegatten einen Freibetrag von 307.000 EUR in

Anspruch nehmen, wohingegen nur entfernt oder

nicht verwandte Personen lediglich in den Genuss

eines Freibetrags von 5.200 EUR kommen.

Der Steuersatz der Erbschaftsteuer liegt zwischen 7 %

bei kleinen Vermögen, die von Verwandten in direkter

Linie oder Ehegatten erworben werden, und 50 % bei

großen Vermögen, die durch entfernt Verwandte oder

Nichtverwandte geerbt werden.

10.6.4 Besteuerung im Ausland

Sofern die Fondsgesellschaft mittelbar auch Beteiligungen

an ausländischen Portfoliogesellschaften hält,

kann nicht ausgeschlossen werden, dass die unentgeltliche

Übertragung der Fondsbeteiligung im Wege

des Erbfalls/der Schenkung auch im Ausland der

Besteuerung unterliegt. Eine im Ausland anfallende

Erbschaft-/Schenkungsteuer kann nach Maßgabe

des § 21 ErbStG auf die deutsche Erbschaft-/Schenkungsteuer

angerechnet werden.


. Die Vertragspartner und die

personellen Verflechtungen

Real I.S. AG Gesellschaft für

Immobilien Assetmanagement, München

Bezeichnung: Anbieter (Initiator)

Funktion: Prospektherausgabe, Konzeption,

Gesellschaftskapitalbeschaffung,

Geschäftsbesorgung, Anlegerverwaltung

Gegenstand des Unternehmens: Gegenstand des Unternehmens ist die Auflage

von strukturierten Beteiligungsangeboten

(z. B. geschlossenen Immobilienfonds, Immobilien

AGs und Mobilienfonds)

Registergericht: Amtsgericht München

Registernummer: HRB 132654

Tag der ersten Eintragung: 16.08.2000

Geschäftsanschrift und Sitz: Innere Wiener Straße 17, 81667 München

Grundkapital/Geleistete Einlagen: EUR 2.500.000 (voll eingezahlt)

Die Gesellschaft ist eine 100 %ige Tochtergesellschaft

der Bayerische Landesbank Girozentrale (BayernLB),

München

Vorstand: Josef Brandhuber, Oberhaching

Jochen Schenk, München

Brigitte Walter (stv.), Egmating

Aufsichtsorgane: Dr. Rudolf Hanisch, München (Vorsitzender)

Theo Harnischmacher, München

Dr. Peter Kahn, Diedorf


Die geschlossenen Immobilienfonds des Initiators

Die nachstehende Übersicht ist ein Auszug aus der geprüften

Leistungsbilanz der Real I.S. zum 31.12.2004 und

Immobilienfonds

Deutschland

Bayernfonds Burkardus

Wohnpark Bad Kissingen

Emissionsjahr

Gesamtinvestition

Investitionsart-

Gegenstand

in TEUR Vermietungsstand seit

Emission

SOLL

1996 31.802 Seniorenwohnungen mit

Pflegestation in

Bad Kissingen

100,00 %

Bayernfonds Berlin Mitte I 1996 66.220 Büroimmobilien in Berlin

75,89 %

Bayernfonds CityInvest

Erfurt Jena

Bayernfonds Berlin

Schönhauser Allee

Bayernfonds München,

Berlin, Wiesbaden

Bayernfonds Circoleum

Bad Homburg

1997 62.474 Büro- und Gewerbeimmobilien

in Erfurt und Jena

97,96 %

1998 171.857 Einkaufszentrum in Berlin

100,00 %

2000 65.603 Büroimmobilien in

München, Berlin und

Wiesbaden

84,83 %

2001 62.970 Büroimmobilie in

Bad Homburg

80,32 %

Bayernfonds Berlin Mitte II 2002 65.845 Bankgebäude in Berlin

100,00 %

Bayernfonds Düsseldorf 2002 51.622 Bürogebäude in

Düsseldorf

100,00 %

BF REAL I.S. / DB Real Estate

CityInvest

Immobilienfonds

Ausland

Bayernfonds US Real Estate

US I, L.P

Bayernfonds US Real Estate

US II, L.P

Bayernfonds Austria Salzburg

und Wien

Bayernfonds Austria

Bischofshofen

2004 180.913 Bürogebäude in Essen

und Düsseldorf, Einkaufszentrum

in Berlin

99,38 %

Emissionsjahr

Gesamtinvestition

in TEUR/

TUSD

Investitionsart-

Gegenstand

Vermietungsstand seit

Emission

SOLL

1998 98.065 TUSD Büroimmobilien in

Chicago und Washington

88,50 %

1999 196.737 TUSD Büroimmobilie in

San Francisco

100,00 %

2001 61.211 TEUR 2 Büroimmobilien in

Wien, eine Büroimmobilie

in Salzburg

100,00 %

2002 21.664 TEUR Einkaufszentrum in

Bischofshofen

zeigt die Entwicklung der von der Bayernfonds Immobiliengesellschaft

mbH (BFI) bzw. Real I.S. in der jüngeren

Vergangenheit (seit 1996) aufgelegten geschlossenen

Immobilienfonds.

Ausschüttung in % steuerliches Ergebnis

kumuliert

IST

seit

Emission

SOLL

in %

kumuliert

IST

in % in % in % in %

12,00 % 12,00 % -54,43 % -60,79 %

31,50 % 29,44 % -24,77 % -31,47 %

32,50 % 29,23 % -25,46 % -32,20 %

30,00 % 30,87 % -31,13 % -39,60 %

20,00 % 18,56 % -20,35 % -22,10 %

18,00 % 18,00 % -14,38 % -17,20 %

13,50 % 13,50 % -13,92 % -18,63 %

18,00 % 20,00 % -13,77 % -20,41 %

6,00 % 6,00 % -7,53 % -12,10 %

Ausschüttung in % steuerliches Ergebnis

in %

kumuliert

IST

seit

Emission

SOLL

kumuliert

IST

in % in % in % in %

53,75 % 46,38 % DBA DBA

42,00 % 33,59 % DBA DBA

24,00 % 24,00 % DBA DBA

12,00 % 12,00 % DBA DBA


Die Real I.S. hat bisher sieben Auslands-Immobilienfonds

aufgelegt.

Neben den unten stehenden Immobilienfonds in USA

und Österreich hat die Real I.S. in den Jahren 2005 und

Liquiditätsreserve Valuta Fremdmittel gebundenes Kapital Anmerkungen

seit

Emission

SOLL

kumuliert

IST

seit

Emission

SOLL

kumuliert

IST

seit

Emission

SOLL

kumuliert

IST

in TEUR in TEUR in TEUR in TEUR in % in %

1.767 1.504 10.134 10.818 61,10 % 59,00 % Zur Errichtung eines Wintergarten-Cafés wurde in 2001

ein Darlehen von DM 1,4 Mio. aufgenommen

1.957 2.119 6.300 6.300 57,50 % 54,20 % aktive Nachvermietung in schwierigem

Büromarkt Berlin

2.138 5.942 13.211 13.008 56,20 % 53,40 % deutlich erhöhte Liquiditätsreserve aufgrund

in 2004 vom Verkäufer vereinnahmter

Kaufpreisrückerstattung

5.273 14.778 70.880 70.880 52,60 % 49,50% deutlich erhöhte Liquiditätsreserve aufgrund vom

Verkäufer vereinnahmter Kaufpreisnachbewertungen

1.128 2.897 29.682 30.347 70,20 % 71,70 % aktive Nachvermietung und umfangreiche Maßnahmen

zur baulichen Aufwertung der Gebäude

1.091 1.786 29.353 29.353 75,50 % 82,40 % aktive Nachvermietung; bis 2004 prognosegemäßer

Verlauf der Beteiligung

950 2.926 31.000 31.000 85,80 % 84,30 % erfreulicher Verlauf der Beteiligung, erhebliche

Einsparungen in der Investitionsphase

907 1.745 25.760 25.760 80,70 % 79,90 % erfreulicher Verlauf der Beteiligung, erhebliche

Einsparungen in der Investitionsphase

2.523 5.490 100.100 100.100 95,80 % 93,70 % erfreulicher Verlauf der Beteiligung, erhebliche

Einsparungen in der Investitionsphase

Liquiditätsreserve Valuta Fremdmittel gebundenes Kapital Anmerkungen

seit

Emission

SOLL

in TEUR/

TUSD

kumuliert

IST

in TEUR/

TUSD

seit

Emission

SOLL

in TEUR/

TUSD

kumuliert

IST

in TEUR/

TUSD

seit

Emission

SOLL

kumuliert

IST

in % in %

2006 vier weitere Auslandsfonds aufgelegt, in Australien,

Frankreich, Ungarn und Großbritannien sowie zwei Lebensversicherungs-Fonds.

Der Bayernfonds BestInvest 1

ist der erste Private Equity Fonds der Real I.S.

1.264 792 49.440 49.440 52,38 % 60,80 % Verkauf der Immobilien im Februar bzw. August 2005.

Der Veräußerungsgewinn beträgt 37 % bzw. 29 % bezogen

auf den Einkaufspreis

4.824 7.611 0 26.200 64,44 % 73,93 % Verkauf der Immobilien im April 2005.

Der Veräußerungsgewinn beträgt 28 % bezogen

auf den Einkaufspreis

1.884 1.631 23.000 27.391 80,50 % 80,50 % Erweiterungsinvestition für 5,35 Mio. EUR. Finanzierung

durch Darlehen in Höhe von 4,4 Mio. EUR und

Eigenmittel aus der Liquiditätsreserve

481 1.088 9.000 9.000 88,60 % 89,90 % erfreulicher Verlauf der Beteiligung, erhebliche

Einsparungen in der Investitionsphase


Bayernfonds BestInvest 1 GmbH & Co. KG

Bezeichnung: Emittent/Fondsgesellschaft

Funktion: Fonds- bzw. Beteiligungsgesellschaft, späterer

Kommanditist der CAM VIER, Zahlstelle

Gegenstand des Unternehmens: Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb, das

Verwalten und die Veräußerung einer Beteiligung

an der CAM VIER Private Equity GmbH & Co. KG mit

dem Sitz in Köln sowie an weiteren Private Equity

Fonds. Die Gesellschaft ist zu allen Rechtsgeschäften

und Rechtshandlungen berechtigt, die geeignet

erscheinen, den Gesellschaftszweck unmittelbar oder

mittelbar zu fördern. Sie kann zur Erreichung des

Gesellschaftszwecks auch Beteiligungen an anderen

Gesellschaften eingehen. Die Gesellschaft kann die

zur Erreichung ihres Zwecks erforderlichen oder

zweckmäßigen Handlungen selbst vornehmen oder

durch Dritte vornehmen lassen. Ausgenommen sind

genehmigungsbedürftige Tätigkeiten, insbesondere

Tätigkeiten gemäß § 34 c GewO sowie Bankgeschäfte.

Registergericht: Amtsgericht München

Registernummer: HRA 88409

Tag der ersten Eintragung: 27.07.2006

Gründung: 28.06.2006

Geschäftsanschrift: Linienstraße 40, 82041 Oberhaching

Rechtsform: GmbH & Co. KG

Gesellschaftskapital am 28.08.2006: EUR 500 (noch nicht geleistet)

Gesellschafterkapital nach Vollplatzierung: EUR 100.000.000

(Zielvolumen zunächst: EUR 30.000.000)

Kontoverbindung: Bayern L B

Konto 4 115 660

BLZ 700 500 00

Persönlich haftender Gesellschafter: GS Beteiligungs GmbH

Bezeichnung/Funktion beim Emittenten:

Komplementär, Gründungsgesellschafter

Gegenstand des Unternehmens:

Übernahme von Geschäftsführungen an anderen Gesellschaften,

insbesondere bei der Firma BGV Holding

GmbH & Co. KG

Registergericht, -nummer:

Amtsgericht München, HRB 129314


Tag der ersten Eintragung:

08.10.2001

Geschäftsanschrift und Sitz:

Linienstraße 40, 82041 Oberhaching

Stammkapital/geleistete Einlage:

EUR 25.000 (voll eingezahlt)

Rechtsform:

Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Geschäftsführer:

Gottfried Selmair,

Linienstraße 40, 82041 Oberhaching

Kapitalanteil:

Kein Anteil

Weitere Gesellschafter: WS Beteiligungs GmbH

Bezeichnung/Funktion beim Emittenten:

Geschäftsführende Kommanditistin,

Gründungsgesellschafterin

Gegenstand des Unternehmens:

Verwaltung eigenen Vermögens, Übernahme von

Beteiligungen und Geschäftsführungen an anderen

Gesellschaften

Registergericht, -nummer:

Amtsgericht München, HRB 153918

Tag der ersten Eintragung:

16.09.2004

Geschäftsanschrift und Sitz:

Truderinger Straße 217, 81825 München

Stammkapital/geleistete Einlage:

EUR 25.000

Rechtsform:

Gesellschaft mit beschränkter Haftung (die Haftung

für Verbindlichkeiten gegenüber Gläubigern ist beschränkt

auf das Gesellschaftsvermögen der GmbH)

Geschäftsführer:

Walter Saar, Truderinger Straße 217, 81825 München

Kapitalanteil (Kommanditanteil):

EUR 500


Finanzcontrol Treuhandgesellschaft mbH,

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,

Steuerberatungsgesellschaft, München

Kapitalanteil:

keiner

Maßgebliche Rechtsordnung: Recht der Bundesrepublik Deutschland

CAM VIER Private Equity GmbH & Co. KG

Bezeichnung: Kommanditgesellschaft

Funktion: Dachfondsgesellschaft

Gegenstand des Unternehmens: Aufbau, Halten und Verwalten eines Portfolios von

passiven Kapitalanlagen in eigenem Namen und auf

eigene Rechnung

Registergericht: Amtsgericht Köln

Registernummer: HRA 24095

Tag der ersten Eintragung: 08.08.2006

Geschäftsanschrift und Sitz: Zeppelinstraße 4-8, 50667 Köln

Gesellschaftskapital: EUR 100

Persönlich haftender Gesellschafter: CAM Private Equity Verwaltungs-GmbH, Köln

Kapitalanteil: keiner

Kommanditist: CAM Private Equity Consulting &

Verwaltungs-GmbH & Co. KG, Köln

Kapitalanteil: EUR 100

CAM Private Equity Verwaltungs-GmbH

Die Aufnahme weiterer Kommanditisten u. a. der Bayernfonds

BestInvest 1 GmbH & Co. KG ist vorgesehen.

Bezeichnung: Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Funktion: Komplementär CAM VIER

Gegenstand des Unternehmens: Übernahme der persönlichen Haftung und der

Geschäftsführung bei Handelsgesellschaften,

insbesondere die Beteiligung als persönlich haftende

und/oder geschäftsführende Gesellschafterin an

der CAM ZWEI Private Equity GmbH & Co. KG oder

weiteren Personengesellschaften, die zur Umsetzung

von Private Equity Programmen zum Einsatz kommen.

Registergericht: Amtsgericht Köln


Registernummer: HRB 33708

Tag der Ersteintragung: 13.07.2000

Geschäftsanschrift: Zeppelinstraße 4-8, 50667 Köln

Stammkapital: EURO 25.000

Geschäftsführung: Dr. Rolf Wickenkamp, Köln

Constantin von Dziembowski, Starnberg

Eberhard Witt, Köln

Gesellschafter: Constantin von Dziembowski

Dr. Rolf Wickenkamp

CAM Private Equity Consulting & Verwaltungs GmbH

Bezeichnung: Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Funktion: Geschäftsführender Kommanditist CAM VIER, Geschäftsbesorgung

für die weiteren Private Equity

Fonds

Gegenstand des Unternehmens: Anlage von Vermögen im Bereich Private Equity sowie

die Verwaltung und Veräußerung dieser Vermögensanlagen

Registergericht: Amtsgericht Köln

Registernummer: HRB 30739

Tag der Ersteintragung: 29.09.1998

Beratungsdienstleistungen im Zusammenhang mit

der Anlage, Verwaltung und Veräußerungen von

Vermögen im Bereich Private Equity

Geschäftsanschrift: Zeppelinstraße 4-8, 50667 Köln

Stammkapital: EURO 53.750

Geschäftsführung: Dr. Rolf Wickenkamp, Köln

Constantin von Dziembowski, Starnberg

Gesellschafter: Constantin von Dziembowski

Stephanie von Dziembowska

Tatiana von Dziembowska

Alexis von Dziembowski

Jelena von Dziembowska

Dr. Rolf Wickenkamp

Karin Wickenkamp

Nora Wickenkamp

Felix Wickenkamp

Sal. Oppenheim jr. & Cie. KGaA


Finanzcontrol Treuhandgesellschaft mbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft

Funktion: Treuhandkommanditist des Emittenten. Aufgabe des

Treuhandkommanditisten ist, eine Beteiligung am

Emittenten für die einzelnen Anleger treuhänderisch

zu halten und zu verwalten.

Gegenstand des Unternehmens: Für Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Steuerberatungsgesellschaften

gesetzlich und berufsrechtlich

zugelassene Tätigkeiten gemäß §§ 2 und 43 Abs. 4

WPO und §§ 33 und 57 Abs. 3 StBerG. Handels- und

Bankgeschäfte sind ausgeschlossen.

Registergericht, -nummer: Amtsgericht München, HRB 83045

Tag der ersten Eintragung: 27.11.1987

Geschäftsanschrift: Karolinenplatz 5, 80333 München

Stammkapital: EUR 25.564 (DM 50.000)

Rechtsform: GmbH

Geschäftsführung: Matthäus Paulus, Puchheim

Dr. Rainer Polster, Seefeld-Hechendorf

INTEGRA Treuhandgesellschaft mbH,

Steuerberatungsgesellschaft

Funktion: Buchführung der Fondsgesellschaft, Erstellung des

Jahresabschlusses und sonstige steuerliche Beratung

der Fondsgesellschaft in deutschen steuerlichen

Angelegenheiten

Gegenstand des Unternehmens: Für Steuerberatungsgesellschaften gesetzlich und

berufsrechtlich zugelassene Tätigkeiten gemäß § 33

in Verbindung mit § 57 Abs. 3 StBerG. Handels- und

Bankgeschäfte sowie gewerbliche Tätigkeiten sind

ausgeschlossen.

Registergericht: Amtsgericht München

Registernummer: HRB 67077

Tag der Ersteintragung: 20.10.1981

Geschäftsanschrift: Innere Wiener Strasse 17, 81667 München

Stammkapital: EUR 25.565 (DM 50.000)

Geschäftsführung: Stefan Köglmayr, München

Harald Henning, München


Gesellschaftsrechtliche, personelle und

kapitalmäßige Verflechtungen

Die Real I.S. Gesellschaft für Immobilien Assetmanagement

(Real I.S.) ist Prospektherausgeber des Beteiligungsangebots

und zeichnet dafür verantwortlich.

Die Real I.S., die Bayernfonds Immobiliengesellschaft

mbH sowie die Bayerische Landesbank sind kapitalmäßig

und/oder personell miteinander verbunden.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates der Real I.S. sind

oder waren Vorstände bzw. ehemalige Führungskräfte

der Bayerischen Landesbank. Die INTEGRA Treuhandgesellschaft

mbH, Steuerberatungsgesellschaft,

steht in laufender Geschäftsbeziehung zur Real I.S.

Die CAM Private Equity Consulting & Verwaltungs

GmbH, die CAM Private Equity Verwaltungs-GmbH

und die CAM VIER Private Equity GmbH & Co. KG

sind kapitalmäßig und/oder personell miteinander

verbunden.

Dadurch, dass die Finanzcontrol zum Zeitpunkt der

Prospektherausgabe an dem Emittenten einen Anteil

von mehr als 50 % hält, ist der Emittent ein Konzernunternehmen

der Finanzcontrol. Sofern der Anteil der

Finanzcontrol am Emittenten aufgrund von zukünftigen

Kapitalerhöhungen unter 50 % fällt, ist der Emittent

(Fondsgesellschaft) kein Konzernunternehmen

der Finanzcontrol mehr.


. Der Gesellschaftsvertrag

I. Firma, Sitz, Gesellschaftszweck

§ 1

Firma, Sitz

1. Die Gesellschaft führt die Firma:

Bayernfonds BestInvest 1 GmbH & Co. KG

2. Sitz der Gesellschaft ist Oberhaching.

§ 2

Gesellschaftszweck

1. Zweck der Gesellschaft ist der Erwerb, das Verwalten

und die Veräußerung einer Beteiligung an der

CAM VIER Private Equity GmbH & Co KG mit dem

Sitz in Köln („CAM VIER“) sowie der an weiteren

Private Equity Fonds.

2. Die Gesellschaft ist zu allen Rechtsgeschäften

und Rechtshandlungen berechtigt, die geeignet

erscheinen, den Gesellschaftszweck unmittelbar

oder mittelbar zu fördern. Sie kann zur Erreichung

des Gesellschaftszwecks auch Beteiligungen an

anderen Gesellschaften eingehen. Die Gesellschaft

kann die zur Erreichung ihres Zwecks erforderlichen

oder zweckmäßigen Handlungen selbst

vornehmen oder durch Dritte vornehmen lassen.

Ausgenommen sind genehmigungsbedürftige

Tätigkeiten, insbesondere Tätigkeiten gemäß

§ 34 c GewO sowie Bankgeschäfte.

II. Gesellschafter, Kapitalerhöhungen, Rechtsstel-

lung der Treugeber

§ 3

Gesellschafter und Kapital

1. Komplementär (persönlich haftender Gesellschafter)

ist die GS Beteiligungs GmbH, mit Sitz in

Oberhaching, ohne Kapitalanteil.

2. Geschäftsführender Kommanditist ist die WS Beteiligungs

GmbH, mit Sitz in München, mit einem

Kapitalanteil in Höhe von EUR 500 (nachfolgend

„geschäftsführender Kommanditist“).

3. Treuhandkommanditist ist die FINANZCONTROL

TREUHANDGESELLSCHAFT mbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft,

Karolinenplatz 5, 80333 München. Er hält derzeit

keinen Kapitalanteil. Er wird jedoch im Rahmen

der Kapitalerhöhungen gemäß § 4 einen Kapital-

00

anteil übernehmen und diesen treuhänderisch auf

Rechnung der Anleger und Treugeber halten.

4. Darüber hinaus kann sich jede natürliche oder

juristische Person im Rahmen der Kapitalerhöhungen

gemäß § 4 Abs. 1 unmittelbar als Kommanditist

an der Gesellschaft (Eintragung in das

Handelsregister) oder auch mittelbar über den

Treuhandkommanditisten als Treugeber beteiligen.

Die beitrittswillige(n) Person(en) gibt/geben

dazu im Rahmen einer Beitrittsvereinbarung

ein Beteiligungsangebot an die Gesellschaft ab.

Der Beitritt erfolgt durch Annahme dieses Angebotes

durch die Gesellschaft, vertreten durch den

geschäftsführenden Kommanditisten. Die Beteiligung

an der Gesellschaft als Treugeber erfolgt

durch Abgabe eines Angebots des Treugebers auf

Abschluss eines Treuhandvertrags und Annahme

dieses Angebots durch den Treuhandkommanditisten

sowie durch Zulassung des Treuhandkommanditisten

zur Kapitalerhöhung gemäß § 4 durch die

Geschäftsführung.

5. Der Kapitalanteil eines in § 3 Abs. 4 benannten

Kommanditisten soll mindestens EUR 15.000 betragen;

Beteiligungen müssen jeweils durch 1.000

ohne Rest teilbar sein. Zusätzlich hat der eintretende

Kommanditist ein Agio in Höhe von

5 % bezogen auf seinen Kapitalanteil entsprechend

der Beitrittsvereinbarung zu leisten.

6. Den beitretenden Gesellschaftern ist bekannt,

dass zwischenzeitlich verschiedene Verträge abgeschlossen

wurden. Die Gesellschafter können die

abgeschlossenen Verträge entsprechend § 10

Abs. 1 einsehen und stimmen ihnen mit ihrem

Beitritt zu.

7. Der geschäftsführende Kommanditist leistet seinen

Kapitalanteil bis spätestens zum 30.09.2006.

Die übrigen Kommanditisten werden ihre Kapitalanteile

nach Maßgabe des § 7 erbringen.

8. Die für jeden Kommanditisten im Handelsregister

einzutragende Haftsumme entspricht 5 % des

jeweils übernommenen Kapitalanteils (Hafteinlage

ohne Agio).

9. Für den Treuhandkommanditisten wird nach

Durchführung der einzelnen Kapitalerhöhungen

ebenfalls eine Haftsumme in Höhe von 5 % des

gezeichneten Kapitalanteils (ohne Agio) eingetra-


gen. Bis zur Durchführung der einzelnen Kapitalerhöhungen

ist der Treuhandkommanditist nicht

zu einer Einlage verpflichtet und nicht am Gesellschaftsvermögen

beteiligt.

§ 4

Kapitalerhöhungen

1. Die Geschäftsführung ist im Rahmen der

Durchführung der im Beteiligungsprospekt beschriebenen

Investitionsvorhaben berechtigt,

das Gesellschaftskapital durch Zulassung des

Treuhandkommanditisten zur Erhöhung seines

Kapitalanteils sowie durch Aufnahme weiterer

Gesellschafter bis zum 30.06.2007 in einem oder

mehreren Schritten um bis zu EUR 29.999.500

zzgl. Agio, somit auf insgesamt EUR 30.000.000

(zzgl. Agio) zu erhöhen. Die Geschäftsführung ist

berechtigt, das Gesellschaftskapital abweichend

von dem Betrag von EUR 30.000.000 festzulegen.

Die Geschäftsführung kann hierbei das Gesellschaftskapital

in Höhe von EUR 30.000.000 um bis

zu 10 % unterschreiten.

Darüber hinaus kann das Gesellschaftskapital

seitens der Geschäftsführung über den in Satz 1

des vorstehenden Absatzes genannten Betrag

(EUR 30.000.000) hinaus bis zu einem Höchstbetrag

in Höhe von EUR 100.000.000 erhöht werden.

In diesem Falle ist die Geschäftsführung berechtigt,

das Gesellschaftskapital durch Zulassung des

Treuhandkommanditisten zur Erhöhung seines

Kapitalanteils sowie durch Aufnahme weiterer

Gesellschafter in einem oder mehreren Schritten

um bis zu EUR 99.999.500 zzgl. Agio zu erhöhen.

Die Geschäftsführung ist berechtigt, die Frist für

die Platzierung des Gesellschaftskapitals bis zum

31.12.2007 zu verlängern.

2. Mit der Annahme des Beitrittsangebots des Anlegers

durch die Gesellschaft bzw. der Zulassung des

Treuhandkommanditisten zur Kapitalerhöhung

und der Annahme des Angebots des Anlegers zum

Abschluss eines Treuhandvertrags durch den Treuhandkommanditisten

erhöht sich der Kapitalanteil

des Treuhandkommanditisten automatisch, ohne

dass es einer weiteren Maßnahme oder Erklärung

bedarf, um den entsprechenden in der Beitrittserklärung

bezeichneten Betrag. Die Erbringung der

Kommanditeinlage des Treuhandkommanditisten

richtet sich nach § 7.

0

3. Die Kapitalerhöhungen des Treuhandkommanditisten,

des geschäftsführenden Kommanditisten

sowie der Beitritt der Kommanditisten erfolgen

jeweils mit Wirkung zum Beginn des Monats der

jeweiligen Kapitalerhöhung bzw. des Beitritts.

§ 5

Rechtsstellung der Treugeber

1. Den Gesellschaftern ist bekannt, dass der Treuhandkommanditist

an den geplanten Kapitalerhöhungen

gemäß § 4 Abs. 1 und 2 zwar im eigenen

Namen, jedoch als Treuhänder für fremde Rechnung

teilnimmt und seinen Kapitalanteil für die

Treugeber halten wird. Dieses Treuhandverhältnis

wird in einem Treuhandvertrag geregelt, den der

Treuhandkommanditist mit den Treugebern unmittelbar

selbst abschließt.

2. Soweit der Treuhandkommanditist seine Rechte an

die Treugeber abgetreten oder diesen Vollmacht

zur Ausübung der mitgliedschaftlichen Rechte

erteilt hat, werden die Treugeber im Verhältnis

zur Gesellschaft und den Gesellschaftern wie

Kommanditisten behandelt. Dies gilt insbesondere

für die Beteiligung am Gesellschaftsvermögen,

am Gewinn und Verlust, an einem Auseinandersetzungsguthaben

und einem Liquidationserlös

sowie für die Ausübung mitgliedschaftlicher Rechte,

insbesondere Stimm- und Entnahmerechte. Die

Gesellschafter sind ausdrücklich damit einverstanden,

dass die Treugeber kraft der ihnen erteilten

Vollmacht die auf ihre Beteiligung entfallenden

mitgliedschaftlichen Rechte unmittelbar selbst

oder durch Bevollmächtigte ausüben, insbesondere

an Beschlussfassungen der Gesellschafter

mitwirken können.

3. Soweit die Treugeber nicht unmittelbar handeln,

wird der Treuhandkommanditist diese Gesellschafterrechte

nach deren Weisungen, und insbesondere

nach Maßgabe des Treuhandvertrages, im

Interesse der Treugeber ausüben.

4. Jeder Treugeber kann nach Durchführung der

entsprechenden Kapitalerhöhungen gemäß § 4

Abs. 1 und 2 und nach Vorlage einer Handelsregistervollmacht

gemäß § 30 verlangen, dass seine

Treuhandbeteiligung in eine Direktbeteiligung als

Kommanditist umgewandelt wird.


III. Gesellschafterkonten, Erbringung der Komman-

diteinlagen, Ausschluss der Nachschusspflicht

§ 6

Gesellschafterkonten

1. Für jeden Gesellschafter werden folgende Kapitalkonten

geführt:

a) Die Kommanditeinlage (Haftsumme) des Gesellschafters

wird auf dem Kapitalkonto I geführt.

Dieses ist unveränderlich und maßgebend für

das Stimm- und Entnahmerecht und – vorbehaltlich

§ 19 Abs. 1 und 2 – für die Ergebnisverteilung,

die Beteiligung am Vermögen und am

Auseinandersetzungsguthaben. Für die Beteiligung

am Vermögen und am Auseinandersetzungsguthaben

ist in den Jahren 2006 und 2007

unabhängig vom Zeitpunkt der Einlagenleistung

der vereinbarte Kapitalanteil maßgeblich.

b) Das Agio sowie der die Kommanditeinlage nach

vorstehendem Absatz a) übersteigende Teil der

Pflichteinlage werden als Kapitalrücklage auf

dem Kapitalkonto II gebucht. Das Kapitalkonto

II gilt als Rücklage nach § 264c Abs. 2 S. 1 Ziffer

II HGB.

c) Ausschüttungen, Vorabzinsen und sonstige

Entnahmen sowie sonstige Einlagen werden auf

dem Kapitalkonto III gebucht.

d) Gewinne und Verluste werden auf dem Kapitalkonto

IV gebucht (Gewinn- und Verlustvortragskonto).

2. Die Salden auf den Kapitalkonten sind

unverzinslich.

3. Für den Leistungsverkehr und die sonstigen

Ansprüche zwischen der Gesellschaft und den Gesellschaftern,

wie z. B. fällige Einzahlungspflichten

auf Einlagen und Agio, wird ein gesondertes

Verrechnungskonto geführt. Das Konto hat im

Verhältnis der Gesellschaft zu den Gesellschaftern

Forderungs- und Verbindlichkeitscharakter.

§ 7

Erbringung der Kommanditeinlagen

Für die Leistung der Kapitalanteile durch die gemäß

§ 3 Abs. 3 und 4 beitretenden Kommanditisten gilt

Folgendes:

0

1. Die Kommanditisten im Sinne des § 3 Abs. 4 sind

zur Erbringung des Kapitalanteils zzgl. Agio gemäß

den Bedingungen der Beitrittsvereinbarung

verpflichtet. Einzahlungen werden vorrangig dem

Kapitalkonto II, sodann dem Kapitalkonto I gutgeschrieben.

2. Der Treuhandkommanditist erhöht seinen Anteil

im Rahmen der jeweiligen Kapitalerhöhung

gemäß § 4 und erbringt diesen Kapitalanteil zzgl.

Agio durch Abtretung seines gegen die jeweiligen

Treugeber bestehenden entsprechenden Ansprüche

an die Gesellschaft. Die Gesellschaft nimmt

die Abtretung hiermit an. Eine weiter gehende

Haftung des Treuhandkommanditisten für die

Erbringung der Einlagen ist im Innenverhältnis zur

Gesellschaft ausgeschlossen.

3. Wird der Kapitalanteil zzgl. Agio zu den über die

Beitrittsvereinbarung vereinbarten Terminen nicht

oder nicht in voller Höhe erbracht, kann die Gesellschaft

von der Beitrittsvereinbarung mit dem

säumigen Gesellschafter bzw. Treugeber zurücktreten.

4. Der infolge Abs. 3 gemäß § 26 Abs. 1 c) ausscheidende

Gesellschafter oder Treugeber trägt die im

Zusammenhang mit seinem Ausscheiden entstehenden

Kosten, mindestens aber eine Schadenspauschale

in Höhe des vereinbarten Agios. Macht

die Gesellschaft diese Schadenspauschale geltend,

bleibt es dem Gesellschafter oder Treugeber vorbehalten,

einen geringeren Schaden nachzuweisen.

Die Gesellschaft ist berechtigt, ihre Schadensersatzansprüche

mit etwaigen Rückzahlungs- oder

Abschichtungsverpflichtungen zu verrechnen.

5. Anstelle des Rücktritts gemäß Abs. 3 kann die

Gesellschaft den Kapitalanteil eines in Verzug

geratenen Gesellschafters bzw. Treugebers unter

Beachtung des § 3 Abs. 5 bzw. § 4 Abs. 1 und 2

auf den Betrag der von ihm geleisteten Zahlung

abzüglich 5 % Agio sowie abzüglich sämtlicher

Schadensersatzansprüche herabsetzen. Im Falle

der Herabsetzung hat der hiervon betroffene

Gesellschafter bzw. Treugeber der Gesellschaft

die diesbezüglichen Kosten, mindestens aber eine

Schadenspauschale in Höhe von EUR 500 zu ersetzen.

Macht die Gesellschaft diese Schadenspauschale

geltend, kann der betroffene Treugeber

einen geringeren Schaden nachweisen.


6. Bei nicht fristgerechter Einzahlung der Gesellschaftereinlagen

gemäß Abs. 1 können dem Zeichner

Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe berechnet

werden. Die Geltendmachung von darüber

hinausgehenden Schadensersatzforderungen, z. B.

zusätzlichen Bearbeitungsgebühren, bleibt davon

unberührt.

7. Der Treuhandkommanditist tritt bereits hiermit die

ihm gegenüber den jeweiligen Treugebern zustehenden

Ansprüche auf Verzugszinsen und sonstigen

Schadenersatz an die diese Abtretung hiermit

annehmende Gesellschaft ab. Die Gesellschaft ist

somit berechtigt, die entsprechenden Ansprüche

unmittelbar gegenüber dem jeweiligen Treugeber

geltend zu machen; ein darüber hinausgehender

Anspruch der Gesellschaft gegenüber dem Treuhandkommanditisten

besteht nicht.

§ 8

Ausschluss der Nachschusspflicht

1. Über die Verpflichtung zur Leistung des in der

Beitrittsvereinbarung vereinbarten Kapitalanteils

zzgl. Agio hinaus übernehmen die Kommanditisten

bzw. Treugeber – auch im Falle des § 4 Abs. 1 Satz

2 und 3 – keine weiteren Zahlungs- oder Nachschusspflichten

oder Haftungen. Die gesetzliche

Regelung über die Haftung der Kommanditisten

gegenüber Gesellschaftsgläubigern gemäß § 171 ff.

HGB bleibt von diesem vertraglichen Ausschluss

unberührt.

2. Der einzelne Gesellschafter oder Treugeber ist

ohne seine Zustimmung nicht verpflichtet, sich

an einer beschlossenen Kapitalerhöhung zu

beteiligen.

IV. Geschäftsführung und Vertretung, Kontrollrechte

und Geschäftsbericht, Haftung, Beirat

§ 9

Geschäftsführung und Vertretung

1. Zur Geschäftsführung befugt ist ausschließlich der

geschäftsführende Kommanditist (geschäftsführender

Gesellschafter). Der Komplementär ist von

der Geschäftsführung ausgeschlossen.

2. Der geschäftsführende Gesellschafter ist verpflichtet,

die Geschäfte der Gesellschaft unter Beach-

0

tung der sich aus § 15 ergebenden Zuständigkeiten

der Gesellschafter sowie nach Maßgabe der

von diesen demgemäß gefassten Gesellschafterbeschlüsse

mit der Sorgfalt ordentlicher Kaufleute

zu führen sowie seine Geschäftserfahrungen und

seine Verbindungen der Gesellschaft nach besten

Kräften zur Verfügung zu stellen.

3. Der Komplementär ist von den Beschränkungen

des § 112 Abs. 1 HGB befreit. Dies gilt sinngemäß

für den geschäftsführenden Gesellschafter.

4. Der geschäftsführende Gesellschafter ist von den

Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

5. Der Komplementär vertritt die Gesellschaft

einzeln. Der geschäftsführende Gesellschafter

erhält hiermit, soweit gesetzlich zulässig, Generalvollmacht

zur Vertretung der Gesellschaft. Er

ist im Rahmen dieser Generalvollmacht ebenfalls

einzelvertretungsberechtigt.

6. Die Gesellschafter sind bei Vorliegen eines wichtigen

Grundes ermächtigt, die dem geschäftsführenden

Kommanditisten erteilte Geschäftsführungsbefugnis

nebst Generalvollmacht durch

Beschluss zu widerrufen.

7. Geschäftsführungs- und Vertretungsbefugnis

erlöschen automatisch mit dem Ausscheiden

des geschäftsführenden Gesellschafters bzw. des

persönlich haftenden Gesellschafters aus der

Gesellschaft, insbesondere wenn diese von dem

ihnen gemäß § 25 Abs. 1 und 2 eingeräumten

Kündigungsrecht Gebrauch machen.

8. Der geschäftsführende Gesellschafter ist auch zur

Beauftragung anderer juristischer oder natürlicher

Personen mit der Geschäftsführung oder mit

einzelnen Geschäftsführungsaufgaben bevollmächtigt.

§ 10

Kontrollrechte und Geschäftsbericht

1. Die Gesellschafter haben über das Kontrollrecht

des § 166 HGB hinaus das Recht, die Handelsbücher

und Papiere der Gesellschaft selbst einzusehen

oder durch einen Angehörigen der steuerberatenden

oder wirtschaftsprüfenden Berufe

einsehen zu lassen sowie von der Geschäftsführung

alle erforderlich erscheinenden Aufklärungen

– auch bezüglich die Fondsgesellschaft betreffende


Vorgänge in der CAM VIER und den weiteren

Private Equity Fonds – zu verlangen. Das Recht,

Aufklärungen über Vorgänge in der CAM VIER und

den weiteren Private Equity Fonds zu verlangen ist

dabei beschränkt auf solche Aufklärungen, die die

Gesellschaft aufgrund ihrer Stellung als Kommanditistin

der CAM VIER oder eines der weiteren

Private Equity Fonds zumutbarerweise erlangen

kann.

2. Die Geschäftsführung informiert die Gesellschafter

und gegebenenfalls den Beirat über wesentliche

geschäftliche Vorgänge und über die wirtschaftliche

Situation der Gesellschaft, der CAM VIER und

der weiteren Private Equity Fonds. Abs. 1 Satz 2

findet entsprechende Anwendung.

3. Die Geschäftsführung hat jährlich den Gesellschaftern

schriftlich über den Geschäftsverlauf und die

Lage der Gesellschaft zu berichten.

§ 11

Haftung

1. Die Gesellschafter haben untereinander sowie

im Verhältnis zu der Gesellschaft nur Vorsatz und

grobe Fahrlässigkeit zu vertreten. Davon ausgenommen

ist die Verletzung von Leben, Körper und

Gesundheit. Die Bestimmungen des § 9 Abs. 2

bleiben unberührt.

2. Schadenersatzansprüche der Gesellschafter untereinander

sowie im Verhältnis zur Gesellschaft

verjähren nach Ablauf von drei Jahren, gerechnet

ab dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch

entstanden ist und der Gesellschafter von den Anspruch

begründenden Umständen und der Person

des Schuldners Kenntnis erlangt oder ohne grobe

Fahrlässigkeit erlangen müsste. Unabhängig von

der Kenntnis bzw. grob fahrlässigen Unkenntnis

verjährt der Anspruch bei vorsätzlichen Handlungen

spätestens nach Ablauf von zehn Jahren,

im Übrigen spätestens nach Ablauf von fünf Jahren

nach der Entstehung des Anspruchs.

3. Derartige Ansprüche sind innerhalb einer Ausschlussfrist

von 6 Monaten nach Kenntniserlangung

vom Schaden gegenüber dem Verpflichteten schriftlich

geltend zu machen. Die Nichteinhaltung der

Ausschlussfrist führt zum Verlust des Anspruchs.

0

§ 12

Beirat

1. Die Gesellschafter können einen Beirat wählen,

der aus drei Mitgliedern besteht. Zusätzlich kann

ein Ersatzmitglied gewählt werden.

2. Die Beiratsmitglieder werden für die Zeit bis zum

Ablauf des dritten Jahres bestellt, das auf ihre

Wahl folgt. Auch nach Ablauf dieser Zeit bleibt ein

Beiratsmitglied so lange im Amt, bis ein Nachfolger

bestimmt ist. Eine Wiederwahl ist zulässig.

Scheidet ein Beiratsmitglied während seiner

Amtszeit aus oder verstirbt es, rückt das Ersatzmitglied

an dessen Stelle nach. Wurde seitens der

Gesellschafter kein Ersatzmitglied gewählt, rückt

als nächstes Beiratsmitglied die Person nach, die

die nächst meisten Stimmen bei der vorangegangenen

Beiratswahl erhalten hatte, wenn diese die

Wahl annimmt. Sofern das nachrückende Mitglied

die Wahl nicht annimmt, bestimmt der geschäftsführende

Gesellschafter eine Person, die diese

Funktion annimmt. Die Amtszeit des Ersatzmitgliedes

bzw. des nachrückenden Mitgliedes endet

mit der regulären Amtszeit des Beirats.

3. Bis zur Wahl eines ordentlichen Beirats kann der

geschäftsführende Gesellschafter einen vorläufigen

Beirat bestellen.

4. Der Beirat fasst seine Beschlüsse mit einfacher

Mehrheit. Er ist beschlussfähig, wenn mindestens

zwei seiner Mitglieder anwesend sind.

5. Der Beirat gibt sich selbst eine Geschäftsordnung

und wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden.

6. Aufgabe des Beirates ist die Beratung, Unterstützung

und Überwachung der Geschäftsführung.

Der Beirat ist nicht berechtigt, der Geschäftsführung

Weisungen zu erteilen. Er kann jedoch von

der Geschäftsführung Berichterstattung über einzelne

Geschäftsführungsangelegenheiten verlangen

und eines seiner Mitglieder oder einen sachverständigen

Dritten auf Kosten der Gesellschaft

beauftragen, die Geschäftsbücher der Gesellschaft

einzusehen und Bericht zu erstatten.

7. Mindestens ein Beiratsmitglied nimmt an den

Gesellschafterversammlungen gemäß § 17 dieses

Vertrages teil. Auf Verlangen des Beirates nimmt

der geschäftsführende Gesellschafter oder ein


durch diese zu benennender Vertreter an den

Beiratssitzungen teil; der geschäftsführende

Gesellschafter seinerseits ist berechtigt, an den

Beiratssitzungen teilzunehmen.

8. Der Beirat ist kein Organ im Sinne des Aktienrechts.

Seine Mitglieder haften nur für Vorsatz

oder grobe Fahrlässigkeit. Schadenersatzansprüche

der Gesellschafter und der Gesellschaft

verjähren nach Ablauf von drei Jahren, gerechnet

ab dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch

entstanden ist und der Anspruchsberechtigte von

den den Anspruch begründenden Umständen

und der Person des Schuldners Kenntnis erlangt

oder ohne grobe Fahrlässigkeit erlangen müsste.

Unabhängig von der Kenntnis bzw. grob fahrlässigen

Unkenntnis verjährt der Anspruch bei

vorsätzlichem Handeln spätestens nach Ablauf von

10 Jahren, im Übrigen spätestens nach Ablauf von

fünf Jahren nach der Entstehung des Anspruchs.

9. Derartige Ansprüche sind innerhalb einer Ausschlussfrist

von 6 Monaten nach Kenntniserlangung

vom Schaden gegenüber dem Verpflichteten

schriftlich geltend zu machen. Die Nichteinhaltung

der Ausschlussfrist führt zum Verlust des Anspruchs.

10. Jedes Beiratsmitglied erhält neben der Erstattung

seiner Auslagen eine Vergütung in Höhe von EUR

500 p. a. zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer in jeweils

gültiger Höhe. Änderungen hierzu sind durch die

Gesellschafter zu beschließen.

V. Gesellschafterbeschlüsse, Niederschriften

über Gesellschafterbeschlüsse, Zuständigkeit

der Gesellschafter, Gesellschafterbeschlüsse

im schriftlichen Umlaufverfahren,

Gesellschafterversammlung

§ 13

Gesellschafterbeschlüsse

1. Die von den Gesellschaftern in den Angelegenheiten

der Gesellschaft zu treffenden Bestimmungen

erfolgen durch Beschlussfassung. Die

Gesellschafterbeschlüsse werden grundsätzlich im

Wege des schriftlichen Umlaufverfahrens gefasst.

Das schriftliche Umlaufverfahren ist einmal

jährlich bis spätestens zum 30.11. eines Jahres,

0

erstmals im Geschäftsjahr 2007, durchzuführen.

Eine Beschlussfassung in einer Gesellschafterversammlung

ist unter den Voraussetzungen des § 17

dieses Vertrages möglich.

2. Soweit in zwingenden gesetzlichen Bestimmungen

oder diesem Gesellschaftsvertrag nicht

ausdrücklich etwas anderes geregelt ist, bedürfen

Gesellschafterbeschlüsse der einfachen Mehrheit

der abgegebenen Stimmen. Stimmenthaltungen

gelten als nicht abgegebene Stimmen. Bei Stimmengleichheit

gilt ein Antrag als abgelehnt.

3. Das Stimmrecht bemisst sich nach dem Kapitalanteil

(Kapitalkonto I jedes Gesellschafters) mit der

Maßgabe, dass auf je EUR 100 Kapitalanteil eine

Stimme entfällt.

4. Die Unwirksamkeit eines Gesellschafterbeschlusses

kann nur binnen einer Ausschlussfrist

von einem Monat nach Kenntniserlangung durch

eine gegen die Gesellschaft zu richtende Klage,

in der auch die Gründe genannt werden müssen,

aus denen sich die Unwirksamkeit des Gesellschafterbeschlusses

ergibt, geltend gemacht werden.

Nach Ablauf der Frist gilt ein etwaiger Mangel als

geheilt.

5. Jeder Gesellschafter kann sich im Rahmen der

Ausübung seines Stimmrechts vertreten lassen.

6. Ein Bevollmächtigter, der mehrere Gesellschafter

vertritt, kann entsprechend ihm erteilten Weisungen

voneinander abweichende Stimmen abgeben.

Dies gilt auch für den Treuhandkommanditisten;

dieser ist berechtigt, das ihm zustehende

Stimmrecht gespalten auszuüben. Stets kann

jedoch für einen einzelnen Gesellschafter bzw.

Treugeber das Stimmrecht nur einheitlich abgegeben

werden. Im Übrigen kann ein Gesellschafter

für seinen Kapitalanteil nur eine einheitliche Stimme

abgeben.

§ 14

Niederschriften über Gesellschafterbeschlüsse

1. Über die Gesellschafterbeschlüsse ist eine Niederschrift

anzufertigen, die vom geschäftsführenden

Gesellschafter, dem Treuhandkommanditisten und,

sofern ein Beirat besteht und zumindest eines seiner

Mitglieder an der Beschlussfassung mitgewirkt

hat, einem Beiratsmitglied zu unterzeichnen und

den Gesellschaftern zu übersenden ist.


2. Die Niederschrift hat das Abstimmungsergebnis

sowie die getroffenen Gesellschafterbeschlüsse zu

enthalten; im Falle der Beschlussfassung gemäß

§ 17 zusätzlich den Ort und den Tag der Versammlung,

die Teilnehmer, die Gegenstände der Tagesordnung

und alle Anträge.

3. Der Inhalt der Niederschrift gilt als von dem

einzelnen Gesellschafter genehmigt, sofern er der

Richtigkeit nicht binnen zwei Wochen seit dem

Empfang gegenüber der Geschäftsführung schriftlich

unter Angabe von Gründen widerspricht.

§ 15

Zuständigkeit der Gesellschafter

1. Die Gesellschafter sind insbesondere für folgende

Beschlussfassungen zuständig:

a) Feststellung des Jahresabschlusses;

b) Beschluss über Entnahmen gem. § 20 Abs. 1;

c) Wahl des Abschlussprüfers gem. § 18 Abs.

3 Satz 1;

d) Entlastung der geschäftsführenden

Gesellschafter;

e) Wahl, Entlastung und Vergütung des

Beirats gem. § 12;

f) Änderung des Gesellschaftsvertrages;

g) Ausschluss von Gesellschaftern, insbesondere

nach § 26d;

h) Bestellung eines neuen Treuhandkommanditisten

gemäß § 26 Abs. 3;

i) Veräußerung wesentlicher Teile des Gesellschaftsvermögens;

j) Auflösung der Gesellschaft gem. § 29;

k) Widerruf der Geschäftsführungsbefugnis nebst

Generalvollmacht gem. § 9 Abs. 6;

l) Zustimmung der Gesellschaft in ihrer Eigenschaft

als Gesellschafterin der CAM VIER in

Gesellschafterversammlungen der CAM VIER,

sofern ein Rechtsgeschäft oder eine Handlung

auf Ebene der CAM VIER ein außerordentliches

Geschäft darstellt.

0

2. Beschlüsse im Sinne von Abs. 1 f), i), j) und l) bedürfen

einer Mehrheit von 75 % der abgegebenen

Stimmen.

3. Eine etwaige Nachschusspflicht kann nur mit den

Stimmen aller Gesellschafter beschlossen werden.

§ 16

Gesellschafterbeschlüsse im schriftlichen

Umlaufverfahren

1. Im Wege der schriftlichen Abstimmung (Umlaufverfahren)

kommt ein Beschluss nur zustande,

wenn mindestens 30 % der Stimmen aller Gesellschafter

bzw. Treugeber an der Abstimmung

teilnehmen. Wird im Rahmen der schriftlichen

Abstimmung diese Quote nicht erreicht, kann

der geschäftsführende Gesellschafter oder der

persönlich haftende Gesellschafter eine weitere

schriftliche Abstimmung mit gleicher Tagesordnung

(Abstimmungsgegenstände) veranlassen.

2. Im Rahmen dieser zweiten schriftlichen Abstimmung

können Beschlüsse unabhängig von der Anzahl

der teilnehmenden Stimmen gefasst werden.

Hierauf ist im Rahmen der Bekanntgabe der Abstimmungsgegenstände

gemäß Abs. 2 hinzuweisen.

Alternativ kann auch eine außerordentliche

Gesellschafterversammlung einberufen werden.

3. Bei schriftlichen Abstimmungen hat der geschäftsführende

Gesellschafter den Abstimmungsgegenstand

mit einer begründeten Stellungnahme

bekannt zu geben. Die Bekanntgabe erfolgt

schriftlich an die der Gesellschaft zuletzt benannte

Anschrift des jeweiligen Gesellschafters. Die

Abstimmungsunterlagen sind zuvor dem Treuhandkommanditisten

und, soweit vorhanden,

dem Beirat mit angemessener Frist vorzulegen.

Soweit diese eigene Stellungnahmen abgeben,

sind sie den Abstimmungsunterlagen beizufügen.

Die Stimmabgabe der Gesellschafter muss

innerhalb von drei Wochen nach Absendung der

Abstimmungsaufforderung bei der Gesellschaft

eingehen. Bis dahin nicht eingegangene Stimmen

zählen als Stimmenthaltung. Die Auszählung

der Stimmen erfolgt durch die Gesellschaft bzw.

den Treuhandkommanditisten für die Treugeber.

Der Treuhandkommanditist und gegebenenfalls

der Beirat haben das Recht, die Auszählung zu

überprüfen. Über das Ergebnis der Abstimmung


sind die Gesellschafter durch die Zusendung einer

Niederschrift gemäß § 14 dieses Vertrages zu

unterrichten.

§ 17

Gesellschafterversammlung

1. Gesellschafterversammlungen finden statt auf

Antrag eines geschäftsführenden Gesellschafters,

eines Komplementärs, des Treuhandkommanditisten,

des Beirats oder auf Antrag von Gesellschaftern

bzw. Treugebern, die zusammen mindestens

30 % des Gesellschaftskapitals vertreten.

2. Die Gesellschafterversammlung wird durch den

geschäftsführenden Kommanditisten einberufen.

Die Einberufung erfolgt schriftlich an die

der Gesellschaft zuletzt benannte Anschrift des

jeweiligen Gesellschafters. Sie muss den Zeitpunkt,

den Ort und die Tagesordnung angeben. Zwischen

der Absendung einerseits sowie dem Tag der

Versammlung andererseits muss eine Frist von

mindestens drei Wochen liegen. Bei eilbedürftigen

Fällen kann die Frist auf zehn Tage verkürzt werden.

Bei der Berechnung der Fristen werden der

Tag der Absendung und der Tag der Versammlung

mitgezählt.

3. Die Gesellschafterversammlung findet grundsätzlich

am Sitz der Gesellschaft statt, sofern die

Gesellschafter nicht etwas anderes beschließen.

4. Den Vorsitz in der Gesellschafterversammlung

führt der geschäftsführende Kommanditist.

5. Wird eine Gesellschafterversammlung auf Antrag

eines Komplementärs, des Treuhandkommanditisten,

des Beirats oder der Gesellschafter bzw.

Treugeber, die mindestens 30 % des Gesellschaftskapitals

vertreten, nicht innerhalb von 14 Tagen

nachdem der entsprechende Antrag nach Abs. 1

einem geschäftsführenden Gesellschafter zuging,

einberufen, ist der Antragsteller oder der Treuhandkommanditist

berechtigt, die Versammlung

einzuberufen.

6. Eine ordnungsgemäß einberufene Gesellschafterversammlung

ist ohne Rücksicht auf die Zahl

der anwesenden oder vertretenen Gesellschafter

beschlussfähig, sofern der geschäftsführende

Kommanditist sowie der Treuhandkommanditist

anwesend oder vertreten sind.

0

VI. Geschäftsjahr, Jahresabschluss, Beteiligung am

Ergebnis, Entnahmen, Vergütung des geschäftsführenden

Gesellschafters und des Komplementärs,

Vergütung des Treuhandkommanditisten

§ 18

Geschäftsjahr, Jahresabschluss

1. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

2. Die Geschäftsführung hat in den ersten acht

Monaten des Geschäftsjahres für das vorangegangene

Geschäftsjahr unter Beachtung der

Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung und

Bilanzierung sowie der gesetzlichen Vorschriften

die Bilanz und die Gewinn-und-Verlust-Rechnung

der Gesellschaft sowie die für die Zwecke der

Besteuerung maßgebliche Einnahmen-Überschussrechnung

aufzustellen und zu unterzeichnen.

3. Der Jahresabschluss (Bilanz und die Gewinn-und-

Verlust-Rechnung) sowie die Einnahmen-Überschussrechnung

werden, jedoch erstmals für das

Geschäftsjahr, in dem neue Gesellschafter gemäß

§ 4 der Gesellschaft beitreten (Beitrittsjahr),

jährlich von einem vereidigten Buchprüfer bzw.

Wirtschaftsprüfer oder einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

auf Kosten der Gesellschaft geprüft.

Für sämtliche Geschäftsjahre bis einschließlich des

Geschäftsjahres, in dem das Gesellschaftskapital

gemäß § 4 vollständig platziert wird (sämtliche

Beitrittsjahre) bestimmt die Geschäftsführung den

Abschlussprüfer.

4. Der geprüfte Jahresabschluss sowie die Einnahmen-Überschussrechnung

sind allen Gesellschaftern

bekannt zu geben bzw. mit der Einladung

zur Gesellschafterversammlung gem. § 17 dieses

Vertrages zuzusenden. Die Gesellschaft hat den

Prüfungsbericht dem Treuhandkommanditisten

und gegebenenfalls dem Beirat auszuhändigen.

§ 19

Beteiligung am Ergebnis

1. Ergebnis ist der Bilanzgewinn, der sich aus dem

handelsrechtlichen Jahresüberschuss bzw. Jahresfehlbetrag

zuzüglich der Entnahmen aus den

Rücklagen zu Gunsten des Bilanzgewinns gemäß

§ 275 Abs. 4 HGB ermittelt.

2. Die Beteiligung der Gesellschafter am Ergebnis der


Gesellschaft, wie es sich nach Berücksichtigung des

Vorabgewinns des geschäftsführenden Kommanditisten

und des persönlich haftenden Gesellschafters

gemäß § 21 und des Vorabgewinns gemäß

nachfolgendem Absatz 4 ergibt, bestimmt sich

nach dem Verhältnis der zum jeweiligen Bilanzstichtag

geleisteten Kapitalanteile (Kapitalkonto I).

3. Abweichend von Abs. 2 werden nach Möglichkeit

die Ergebnisse der Geschäftsjahre 2006 und 2007

so verteilt, dass sämtliche Gesellschafter unabhängig

vom Beitrittszeitpunkt entsprechend dem

Verhältnis ihrer vertragsgemäß eingezahlten Kapitalanteile

gleich behandelt werden. Hierzu werden

die später beitretenden Gesellschafter von den

nach ihrem Beitritt anfallenden Gewinnen bzw.

Verlusten Vorabanteile erhalten, bis sämtlichen

Gesellschaftern Gewinne oder Verluste in gleicher

anteiliger Höhe zugerechnet sind.

4. Kommanditisten und Treugeber erhalten ab dem

1. Tag des Monats, der dem Zeitpunkt folgt, zu

dem der Beitritt wirksam wird, eine rechnerische

Vorabverzinsung in Höhe von 8,0 % p. a. auf

die tatsächlich eingezahlte Pflichteinlage ohne

Berücksichtigung des Agios. Der Zeitraum, für den

eine Vorabverzinsung gewährt wird, endet mit

dem Tag, nach dem die Aufnahme weiterer Gesellschafter

nach § 4 Abs. 1 – ggf. nach Verlängerung

des Platzierungszeitraumes – nicht mehr zulässig

ist. Die entsprechende Vorabverzinsung wird den

Anlegern auf deren jeweiligen Kapitalkonten III

gutgeschrieben und nach Maßgabe des § 20 Abs.

2 ausgezahlt.

5. Etwaige Umsatzsteuerrückerstattungen sind den

Gesellschaftern zuzurechnen, denen einer Umsatzsteuerrückerstattung

zugrunde liegende Umsatzsteuerzahlung

einkommensteuerrechtlich als

Werbungskosten zuzurechnen war. Die Umsatzsteuerzahlungen

gelten im Rahmen der Ergebnisverteilung

dementsprechend als Aufwand dieser

Gesellschafter.

6. Allen Gesellschaftern werden Verlustanteile

auch dann zugerechnet, wenn sie die Höhe ihrer

Kapitalanteile übersteigen; eine Ausgleichspflicht

ergibt sich hierdurch nicht.

7. Die Gesellschaft ist nicht verpflichtet, die Gesellschafter

zum Nachweis von Sonderwerbungs-

0

kosten gesondert aufzufordern. Sonderwerbungskosten

müssen bis spätestens 31.03. des

Folgejahres der Gesellschaft unter Vorlage von

Belegen schriftlich mitgeteilt werden, anderenfalls

können zusätzliche Kosten für den jeweiligen

Anleger berechnet werden. Dies gilt entsprechend

für Sonderbetriebsausgaben und -vermögen.

§ 20

Entnahmen

1. Die Gesellschafter entscheiden über die Verwendung

von Gewinnen und Liquiditätsüberschüssen

(Entnahmen), soweit sie nicht nach Auffassung

der Geschäftsführung als angemessene Liquiditätsreserve

zur Sicherstellung einer ordnungsgemäßen

Fortführung der Geschäfte der Gesellschaft

benötigt werden. Die Geschäftsführung, der

Treuhandkommanditist und gegebenenfalls der

Beirat unterbreiten gemeinsam den Gesellschaftern

einen Vorschlag über die Höhe der für das

vorangegangene Geschäftsjahr zu beschließenden

Entnahmen.

2. Die Ansprüche aus der Vorabverzinsung nach

§ 19 Abs. 4 werden nach diesem Absatz dergestalt

erfüllt, dass kumulierte Vorabgewinne der Kommanditisten

und Treugeber in Höhe des Betrages,

wie dieser gutgeschrieben wurde, vollständig

getilgt werden müssen, bevor eine Ausschüttung

nach diesem Absatz erfolgen darf. Reichen die

Beträge, die für eine Ausschüttung zur Verfügung

stehen, nicht aus, um sämtliche gutgeschriebenen

Vorabgewinne der Kommanditisten und Treugeber

vollständig zu tilgen, wird die Tilgung aus

den Beträgen der folgenden Ausschüttung vorab

fortgesetzt, bis sämtliche Ansprüche der Kommanditisten

und Treugeber aus den Vorabgewinnen

vollständig erfüllt sind.

3. Die Geschäftsführung ist berechtigt, Entnahmen

für das vergangene Geschäftsjahr auch vor einem

Beschluss der Gesellschafter zu veranlassen (vorläufige

Ausschüttungen), nicht jedoch vor dem

30.06. des Folgejahres.

4. Soweit der persönlich haftende Gesellschafter und

der geschäftsführende Kommanditist gemäß § 21

Abs. 1 und 2 Anspruch auf einen Vorabgewinn

haben, sind sie berechtigt, diesen während des


laufenden Geschäftsjahres zu entnehmen. Abs. 1

und 2 kommen insoweit nicht zur Anwendung.

5. Entnahmen können auch dann erfolgen, wenn der

Kapitalanteil durch Verluste gemindert ist.

§ 21

Vergütungen des geschäftsführenden

Gesellschafters, Vergütung des Komplementärs

1. Für die Übernahme der Geschäftsführung erhält

der geschäftsführende Kommanditist für das

Jahr 2007 einen jährlichen Vorabgewinn in Höhe

von EUR 5.000. Dieser Vorabgewinn ist ab dem

01.01.2008 jährlich um 2 % zu erhöhen.

2. Für die Übernahme des Haftungsrisikos erhält der

Komplementär für das Jahr 2007 einen jährlichen

Vorabgewinn in Höhe von EUR 5.000. Dieser Vorabgewinn

ist ab dem Jahr 2008 jährlich um 2 % zu

erhöhen.

3. Der Vorabgewinn nach Abs. 1 und Abs. 2 ist

– unbeschadet von § 20 Abs. 4 – spätestens am

31.12. eines jeden Jahres zur Zahlung fällig.

4. Für das Jahr 2006 werden die unter Abs. 1 und

Abs. 2 genannten Vergütungen jeweils pro rata

temporis für jeden Monat, welcher dem Monat

der Gründung der Fondsgesellschaft folgt,

geleistet.

5. Der Komplementär und der geschäftsführende

Kommanditist haben Anspruch auf den Ergebnisvorab

auch dann, wenn in dem betreffenden Geschäftsjahr

kein entsprechender Jahresüberschuss

realisiert wurde. Jedoch ist der Anspruch abhängig

davon, dass Rücklagen in entsprechender Höhe

zu Gunsten eines ausreichenden Bilanzgewinns

aufgelöst werden konnten. Der geschäftsführende

Kommanditist ist berechtigt und verpflichtet,

entsprechende Auflösungen von Rücklagen zu

Gunsten des Bilanzgewinns vorzunehmen.

6. Notwendige Reisekosten werden gesondert

ersetzt.

§ 22

Vergütung des Treuhandkommanditisten

1. Gemäß den zwischen dem Treuhandkommanditisten

und den einzelnen Treugebern abgeschlossenen

Treuhandverträgen erhält der Treuhandkommanditist

von der Gesellschaft für sämtliche

0

mit den Treuhandschaften verbundenen Tätigkeiten

ab dem Jahr 2007 eine jährliche Vergütung

in Höhe von insgesamt EUR 15.000 zzgl. gesetzlicher

Umsatzsteuer in jeweils gültiger Höhe.

2. Diese Treuhandvergütung erhöht sich ab dem

01.01.2008 jährlich um 2 %. Die Treuhandvergütung,

ebenso wie die Reisekosten sowie die

Kosten, die dem Treuhandkommanditisten für

drucktechnische Anfertigungen und den Versand

der für die Treugeber bestimmten Unterlagen im

Zusammenhang mit Gesellschafterversammlungen

und schriftlichen Gesellschafterabstimmungen

entstehen, sind Kosten der Gesellschaft und werden

von dieser an den Treuhandkommanditisten

gezahlt. Die Modalitäten der Zahlung sind in § 14

des Treuhandvertrags geregelt.

3. Für das Jahr 2006 werden die unter Abs. 1 und

Abs. 2 genannten Vergütungen jeweils pro rata

temporis für jeden Monat, welcher dem Monat

der Gründung der Fondsgesellschaft folgt,

geleistet.

VII.Übertragung, Belastung und Teilung von

Gesellschaftsanteilen, Tod eines Gesellschafters

§ 23

Übertragung, Belastung und Teilung von

Gesellschaftsanteilen

1. Jeder Kommanditist kann seinen Gesellschaftsanteil

durch Abtretung übertragen oder in sonstiger

Weise darüber verfügen. Eine Übertragung kann

jeweils nur zum Ablauf des 31.12. eines Jahres

bzw. zum Beginn des 01.01. eines Jahres erfolgen.

Übertragungen von Gesellschaftsanteilen, die

innerhalb von fünf Jahren nach dem Zeitpunkt der

Platzierung des gesamten Gesellschaftskapitals

gem. § 4 Abs. 1 dieses Vertrages vorgenommen

werden, sind nur mit vorheriger Zustimmung

der Geschäftsführung zulässig und wirksam.

Die Zustimmung der Geschäftsführung darf nur

aus wichtigem Grund verweigert werden. Jede

beabsichtigte Verfügung ist der Geschäftsführung

schriftlich anzuzeigen.

2. Der Bayernfonds Immobiliengesellschaft mbH

(nachfolgend „BFI“) steht an der Beteiligung eines

jeden Gesellschafters einzeln ein Vorkaufsrecht


gemäß den nachstehenden Bestimmungen zu. Vor

entgeltlicher Abtretung der Beteiligung an einen

Dritten ist diese zunächst der BFI schriftlich unter

Beifügung einer Kopie des Kaufvertrages mit dem

kaufwilligen Dritten zum Kauf anzubieten, wobei

das Vorkaufsrecht von der BFI oder einem nach

ihrem freien Belieben zu benennenden Dritten

ausgeübt werden kann. Die Frist zur Ausübung

des Vorkaufsrechtes durch die BFI oder den von

ihr benannten Dritten beträgt 30 Kalendertage,

gerechnet ab dem Zugang der im obigen Sinne

vollständigen schriftlichen Aufforderung zur Einlösung

beim geschäftsführenden Kommanditisten.

Im Übrigen gelten hinsichtlich des Vorkaufsrechtes

die gesetzlichen Bestimmungen (§ 463 ff. BGB).

3. Die Teilung von Gesellschaftsanteilen ist nur mit

vorheriger Zustimmung der Geschäftsführung

zulässig. § 5 Abs. 4 bleibt unberührt.

4. Bei jedem Übergang der Gesellschafterstellung

auf einen Dritten, ob im Rahmen von Gesamtrechts-

oder Sonderrechtsnachfolge, werden alle

Konten gemäß § 6 unverändert und einheitlich

fortgeführt. Der Übergang einzelner Rechte und

Pflichten hinsichtlich nur einzelner Gesellschafterkonten

ist nicht möglich. Der Übergang ist der

Gesellschaft schriftlich anzuzeigen.

5. Die im Zusammenhang mit einer Übertragung

oder Teilung von Gesellschaftsanteilen verbundenen

Kosten trägt der Gesellschafter. Diese Kosten

werden von der Geschäftsführung gesondert dem

Gesellschafter in Rechnung gestellt.

6. Unterjährige Übertragungen von Kommanditanteilen

kann der geschäftsführende Kommanditist

nach pflichtgemäßem Ermessen zulassen.

§ 24

Tod eines Gesellschafters

1. Stirbt ein Gesellschafter, der eine natürliche Person

ist, geht die Beteiligung auf seine Erben nach

Maßgabe von Abs. 3 über. Die Gesellschaft wird

nicht aufgelöst, sondern mit diesen fortgesetzt.

Die Erben müssen sich durch Vorlage eines Erbscheines

oder eines Erbnachweises entsprechend

§ 35 GBO legitimieren. Der Erbfall ist unverzüglich

der Geschäftsführung schriftlich anzuzeigen.

0

2. Die Gesellschaft kann auf die vorstehende Legitimierung

verzichten, wenn ihr eine Ausfertigung

oder eine beglaubigte Abschrift des Testamentes

des Gesellschafters sowie die Niederschrift über

die Eröffnungsverhandlung des Nachlassgerichtes

vorgelegt wird.

3. Stirbt ein Kommanditist im Sinne des § 3 Abs. 4

dieses Gesellschaftsvertrages, wandelt sich

dessen Kommanditbeteiligung in eine Treuhandbeteiligung

im Sinne von § 4 Abs. 2 und § 5

dieses Vertrages um (Wechsel von einer direkten

Kommanditbeteiligung in eine Treuhandbeteiligung).

Gleichzeitig entsteht mit dem Ableben des

Kommanditisten ein Treuhandvertrag zwischen

dem Treuhandkommanditisten und dem bzw. den

Erben des verstorbenen Kommanditisten. Die einzelnen

Bedingungen dieses Treuhandverhältnisses

richten sich nach dem Inhalt dieses Gesellschaftsvertrages

und des Treuhandvertrages im Sinne von

§ 4 Abs. 2 dieses Vertrages in der jeweils geltenden

Fassung. Für die Erben eines Komplementärs

gilt dies entsprechend.

4. Mehrere Erben bestellen zur Ausübung ihrer Gesellschafterrechte

einen gemeinsamen schriftlich

bevollmächtigten Vertreter, der zur Entgegennahme

von Entnahmen zu ermächtigen ist. Solange

ein gemeinsamer Vertreter nicht bestellt oder die

Legitimation des oder der Erben nicht erfolgt ist,

ruhen die Rechte aus der Gesellschaftsbeteiligung,

soweit es sich nicht um Beschlüsse über die Änderung

oder Ergänzung des Gesellschaftsvertrags

handelt. Testamentsvollstreckung an Gesellschaftsanteilen

von Kommanditisten ist zulässig.

VIII. Dauer der Gesellschaft, Kündigung,

Ausscheiden von Gesellschaftern,

Beendigung des Treuhandvertrages

§ 25

Dauer der Gesellschaft, Kündigung

1. Die Gesellschaft wird für unbestimmte Zeit

eingegangen.

a) Ein Gesellschafter kann die Gesellschaft ordentlich

erstmals mit einer Frist von 6 Monaten zum

31.12.2021 kündigen, danach mit gleicher Frist

jeweils zum Ende eines Geschäftsjahres.


) Das Recht zur Kündigung aus wichtigem Grund

bleibt unberührt. Der Treuhandkommanditist

kann nur mit Einwilligung oder auf Weisung

sämtlicher Treugeber kündigen. § 27 bleibt

unberührt.

2. Der Komplementär (sofern er eine natürliche

Person ist) ist berechtigt, auch vor Ablauf der vorgenannten

Frist durch Kündigung gegenüber der

Gesellschaft zum Ende eines Geschäftsjahres aus

der Gesellschaft auszuscheiden, erstmals jedoch

mit Wirkung zum 31.12.2011. Die Kündigungserklärung

muss mit einer Frist von 6 Monaten

erfolgen.

3. Die Kündigung hat schriftlich zu erfolgen und ist

an die Gesellschaft, im Fall der Kündigung gemäß

Abs. 2 an die verbleibenden geschäftsführenden

Gesellschafter zu richten. Maßgeblich für die Einhaltung

der Kündigungsfrist ist der Eingang des

Kündigungsschreibens bei der Gesellschaft bzw.,

im Fall der Kündigung gemäß Abs. 2, bei einem

der verbleibenden geschäftsführenden Gesellschafter.

4. Die Kündigung hat nicht die Auflösung der Gesellschaft,

sondern nur das Ausscheiden des kündigenden

Gesellschafters zur Folge.

5. Wenn Gesellschafter, deren Kapitalanteile insgesamt

mindestens 75 % des gesamten Kapitals der

Gesellschaft bilden, die Gesellschaft wirksam kündigen,

ist die Gesellschaft aufgelöst, es sei denn,

die verbleibenden Gesellschafter fassen mit 75 %

ihrer Stimmen einen Fortsetzungsbeschluss.

§ 26

Ausscheiden von Gesellschaftern

1. Ein Gesellschafter scheidet aus der Gesellschaft

aus, wenn

a) er das Gesellschaftsverhältnis wirksam gekündigt

hat, mit Wirksamwerden der Kündigung;

b) ihm das Gesellschaftsverhältnis aus wichtigem

Grund gekündigt worden ist, mit Wirksamwerden

der Kündigung;

c) ihm gegenüber gemäß § 7 Abs. 3 der Rücktritt

von der Beitrittsvereinbarung erklärt worden ist,

mit Zugang der Rücktrittserklärung;

d) er durch Gesellschafterbeschluss aus wichtigem

Grund aus der Gesellschaft ausgeschlossen worden

ist, mit Zugang der Ausschlusserklärung;

e) über sein Vermögen oder seinen Nachlass ein

Insolvenzverfahren eröffnet oder die Eröffnung

mangels Masse abgelehnt worden ist, oder der

Gesellschafter eine außergerichtliche Einigung

mit seinen Gläubigern über die Schuldenbereinigung

nach § 305 Abs. 1 Nr. 1 Insolvenzordnung

versucht, oder sein Kapitalanteil von

einem Gläubiger gepfändet und die Vollstreckungsmaßnahme

nicht innerhalb von 6 Monaten

aufgehoben wird.

2. Durch das Ausscheiden eines Gesellschafters wird

die Gesellschaft nicht aufgelöst, sondern unter

den verbleibenden Gesellschaftern mit der bisherigen

Firma fortgeführt. Scheidet der Treuhandkommanditist

aus der Gesellschaft aus, so wird

diese gemäß Abs. 3 mit einem neuen Treuhandkommanditisten

oder gemäß § 27 Abs. 1

Satz 2 mit den betreffenden Treugebern fortgesetzt;

anderenfalls gilt § 27 Abs. 1 Satz 1. Für den

Fall des Ausscheidens des letzten Komplementärs

wandelt sich bis zum Zeitpunkt der Bestellung

oder zum Beitritt eines neuen Komplementärs die

Stellung des geschäftsführenden Kommanditisten

in die Stellung eines Komplementärs um. Die

Umwandlung in die Stellung eines Komplementärs

ist zeitlich begrenzt bis zur Bestellung oder zum

Beitritt eines neuen Komplementärs. Ab diesem

Zeitpunkt fungiert der ehemalige geschäftsführende

Kommanditist wiederum als geschäftsführender

Kommanditist. Im Falle des Ausscheidens

des geschäftsführenden Kommanditisten oder der

Umwandlung deren Stellung in die Stellung eines

Komplementärs – im letzteren Falle jedoch zeitlich

befristet für den Zeitraum der Stellung als Komplementär

– tritt die BFI zeitgleich der Gesellschaft

als Kommanditist ohne Kapitalanteil und mit einer

in das Handelsregister einzutragenden Haftsumme

von EUR 100 mit sofortiger Wirkung bei und

übernimmt zugleich die Funktion des geschäftsführenden

Kommanditisten. Für diesen Fall wird

der BFI bereits hiermit, soweit gesetzlich zulässig,

Generalvollmacht zur Vertretung der Gesellschaft

erteilt. Die Geschäftsführungsbefugnis der BFI

endet spätestens mit dem Zeitpunkt der erneu-


ten Übernahme der Geschäftsführung durch den

ehemaligen geschäftsführenden Kommanditisten

oder mit dem Zeitpunkt der Bestellung oder des

Beitritts eines neuen geschäftsführenden Kommanditisten.

Die Gesellschaft stellt die BFI von

der Inanspruchnahme sämtlicher vor Beitritt der

BFI bereits entstandenen und bis zur Eintragung

der BFI in das Handelsregister noch entstehenden

Ansprüche frei.

3. Bei Ausscheiden des Treuhandkommanditisten

kann gemäß § 15 Abs. 1 h) ein neuer Treuhandkommanditist

bestellt werden, der unter Ausschluss

der Auseinandersetzung im Wege der

Sonderrechtsnachfolge in alle Rechte und Pflichten

des ausscheidenden Treuhandkommanditisten

eintritt; hierzu ist eine außerordentliche Gesellschafterversammlung

einzuberufen, es sei denn,

die ordentliche Gesellschafterversammlung findet

innerhalb von zwei Monaten nach dem Ausscheiden

des Treuhandkommanditisten statt. Wird ein

neuer Treuhandkommanditist bestellt, haben alle

Treugeber ihr bisheriges Treuhandverhältnis nach

Maßgabe der Beschlussfassung mit diesem fortzusetzen.

4. Wird kein neuer Treuhandkommanditist bestellt,

so endet der Treuhandvertrag mit der Folge

des § 27.

§ 27

Beendigung des Treuhandvertrages

1. Die Beendigung des Treuhandvertrages eines

Treugebers im Rahmen der Kommanditbeteiligung

hat, sofern die Treugeberstellung nicht einverständlich

auf einen anderen Treugeber übertragen

wird, eine Herabsetzung des Kapitalanteils und

der Haftsumme des Treuhandkommanditisten

entsprechend dem betroffenen Beteiligungsbetrag

zur Folge. Statt der Kapitalherabsetzung kann der

Treugeber von dem Treuhandkommanditisten

die Übertragung des treuhänderisch gehaltenen

Kapitalanteils auf sich oder eine von ihm benannte

dritte Person verlangen; auf Verlangen des

Treuhandkommanditisten ist der Treugeber zur

Übernahme des Kapitalanteils verpflichtet.

2. Liegt in der Person eines Treugebers ein Grund

vor, nach dem ein Gesellschafter aus der Gesellschaft

gemäß § 26 Abs. 1 lit. b) bis e) ausscheiden

würde, so können in entsprechender Anwendung

der Regelungen dieses Vertrages der Kapitalanteil

und die Haftsumme des Treuhandkommanditisten

in dem Umfange herabgesetzt werden, wie es

dem Beteiligungsbetrag dieses Treugebers entspricht.

3. Bei einer Kapitalherabsetzung gelten für den

Treuhandkommanditisten die Regelungen des

§ 28 entsprechend.

IX. Auseinandersetzungsguthaben, Abfindung,

Auflösung der Gesellschaft

§ 28

Auseinandersetzungsguthaben, Abfindung

1. Scheidet ein Gesellschafter aus der Gesellschaft

aus, hat er, außer im Falle des Ausscheidens nach

§ 26 Abs. 1c), Anspruch auf ein Auseinandersetzungsguthaben

in Höhe des Verkehrswertes seiner

Beteiligung. Der Anteil des Gesellschafters am

Verkehrswert der Gesellschaft (Verkehrswert der

Beteiligung) bestimmt sich nach dem Verhältnis

seiner Kapitaleinlage (Kapitalkonto I) zu der Summe

der Kapitaleinlagen.

2. Scheidet ein Gesellschafter gem. § 26 Abs. 1b),

d) oder e) aus der Gesellschaft aus, bestimmt sich

das Auseinandersetzungsguthaben nach dem Verkehrswert

seiner Beteiligung gemäß Abs. 1 unter

Berücksichtigung eines Abschlags in Höhe von

20 % (verminderter Verkehrswert der Beteiligung).

3. Das Auseinandersetzungsguthaben ist von dem

gegebenenfalls gemäß § 18 Abs. 3 bestellten

Abschlussprüfer bzw. anderenfalls von einem Steuerberater,

vereidigten Buchprüfer oder einer Steuerberatungsgesellschaft

bzw. einem Wirtschaftsprüfer

oder einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,

der bzw. die einvernehmlich von der Geschäftsführung

und dem ausscheidenden Gesellschafter

oder, sofern ein diesbezügliches Einvernehmen

nicht herzustellen ist, von dem Präsidenten der

für den Sitz der Gesellschaft zuständigen Industrie

und Handelskammer bestimmt wird, als Schiedsgutachter

nach billigem Ermessen verbindlich

festzustellen. Die Kosten des Schiedsgutachtens

trägt der ausscheidende Gesellschafter.


4. Das Auseinandersetzungsguthaben wird 6 Monate

nach seiner verbindlichen Feststellung fällig,

der Anspruch auf eine Abfindung 6 Monate nach

Wirksamwerden der Kündigung. Die Gesellschaft

ist berechtigt, das Auseinandersetzungsguthaben

oder die Abfindung in drei gleichen Jahresraten

auszuzahlen. In diesem Fall ist der jeweils rückständige

Rest mit 4 % p. a. zu verzinsen.

5. Ausscheidende Gesellschafter können keine

Sicherstellung ihres Auseinandersetzungsguthabens

oder der Abfindung verlangen. Eine Haftung

der übrigen Gesellschafter, insbesondere des

Komplementärs, für die Erfüllung des Auseinandersetzungsguthabens

ist ausgeschlossen.

§ 29

Auflösung der Gesellschaft

1. Die Gesellschaft kann zum Ende eines jeden

Geschäftsjahres aufgelöst werden. Im Falle einer

Auflösung ist die Gesellschaft durch die geschäftsführenden

Gesellschafter abzuwickeln und das

Gesellschaftsvermögen zu verwerten. § 265 Abs.

2, 4 und 5 und § 273 Abs. 4 AktG gelten entsprechend.

Vor dem Abschluss von Verträgen über die

Veräußerung von Grundbesitz ist gegebenenfalls

der Beirat darüber zu hören, ob der angebotene

Kaufpreis angemessen und das Interesse der

Gesellschafter insgesamt gewahrt ist.

2. Der Erlös aus der Verwertung des Gesellschaftsvermögens

wird dazu verwendet, zunächst die

Verbindlichkeiten der Gesellschaft gegenüber

Drittgläubigern und danach solche gegenüber

den Gesellschaftern auszugleichen. Ein verbleibender

Verwertungserlös wird im Verhältnis der

Hafteinlagen (Kapitalkonto I) an die Gesellschafter

ausgezahlt. Eine Haftung des Komplementärs für

die Erfüllung der Gesellschafterforderungen ist in

diesem Fall ausgeschlossen.

X. Schlussbestimmungen

§ 30

Handelsregistervollmacht und -kosten

Jeder Kommanditist hat den geschäftsführenden

Gesellschafter jeweils einzeln in der gesetzlichen

Form zu bevollmächtigen, Anmeldungen zum Handelsregister

für ihn vorzunehmen. Er hat die für die

Vollmacht und seine Eintragung ins Handelsregister

entstehenden Kosten zu übernehmen.

§ 31

Schriftform

1. Nebenabreden zu diesem Vertrag sowie

Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrages,

einschließlich dieser Bestimmung, bedürfen

– vorbehaltlich Abs. 2 – der Schriftform, soweit

nicht notarielle Form erforderlich ist.

2. Auf eine feste Verbindung dieses Gesellschaftsvertrages

selbst sowie mit anderen Verträgen und

Erklärungen – insbesondere auch mit solchen, auf

die hier Bezug genommen wird – wird verzichtet.

Für die Annahme der Beitrittsvereinbarung durch

die Gesellschaft genügt die Unterzeichnung durch

Faksimile.

§ 32

Salvatorische Klausel, Erfüllungsort, Gerichtsstand

1. Sollten einzelne Bestimmungen dieses Vertrages

ganz oder teilweise unwirksam oder undurchführbar

sein oder werden, wird dadurch die Wirksamkeit

der übrigen Bestimmungen nicht berührt. An

die Stelle unwirksamer bzw. undurchführbarer

Bestimmungen treten solche Regelungen, die in

gesetzlich zulässiger Weise dem wirtschaftlichen

Zweck der unwirksamen oder undurchführbaren

Bestimmungen am nächsten kommen. Entsprechendes

gilt, wenn sich bei der Durchführung

des Vertrages eine ergänzungsbedürftige Lücke

ergeben sollte.

2. Erfüllungsort für die Verpflichtungen und Gerichtsstand

für sämtliche Streitigkeiten aus diesem

Vertrag sowie über das Zustandekommen dieses

Vertrages ist der Sitz der Gesellschaft, soweit dies

rechtlich zulässig vereinbart werden kann. Sämtliche

Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit

dem Gesellschaftsverhältnis, wie z. B. Streitigkeiten

im Zusammenhang mit Beitritt, Ausscheiden,

Rechten und Pflichten von Gesellschaftern und

Gesellschafterbeschlüssen, können als Aktiv- oder

Passivprozesse von der Gesellschaft selbst geführt

werden.


§ 33

Anwendbares Recht

Dieser Gesellschaftsvertrag unterliegt dem Recht der

Bundesrepublik Deutschland.

München, den 28.08.2006

Gottfried Selmair Walter Saar

GS Beteiligungs GmbH WS Beteiligungs GmbH

Dr. Rainer Polster

FINANZCONTROL TREUHANDGESELLSCHAFT mbH

Josef Brandhuber Christian Berger

Bayernfonds Immobiliengesellschaft mbH


Dieser Treuhandvertrag wird zwischen dem Anleger

und dem unten genannten Treuhänder abgeschlossen

werden. Hierzu bedarf es der Annahme des Beitrittsangebotes

des Anlegers durch die Fondsgesellschaft

und der Annahme des Angebots des Anlegers zum Abschluss

des Treuhandvertrages durch den Treuhänder.

Treuhandvertrag

zwischen

der in der „Beitrittsvereinbarung Bayernfonds

BestInvest 1 GmbH & Co. KG“ genannten Person

– im Folgenden „Treugeber” genannt –

und

der FINANZCONTROL TREUHANDGESELLSCHAFT mbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft,

Karolinenplatz 5, 80333 München,

– im Folgenden „Treuhänder” oder „Treuhandkommanditist“

genannt –

Präambel

. Der Treuhandvertrag

Die in der Beitrittsvereinbarung genannte Person

beabsichtigt, sich an der Bayernfonds BestInvest 1

GmbH & Co. KG

– im Folgenden „Gesellschaft“ genannt –

zu beteiligen.

Die Beteiligung eines Anlegers an der Gesellschaft

als Treugeber erfolgt dergestalt, dass der Treuhänder,

der an der Gesellschaft als Kommanditist beteiligt ist,

seinen Kapitalanteil erhöht und dann im eigenen Namen

für Rechnung und im Interesse des Treugebers

einen entsprechenden Anteil an der Gesellschaft hält.

Mit Unterzeichnung der Beitrittsvereinbarung gibt der

Treugeber ein verbindliches Angebot zum Abschluss

des vorliegenden Treuhandvertrages ab. Dieses Angebot

bleibt wirksam, sofern der Treugeber nicht von

dem in der Beitrittsvereinbarung bezeichneten Widerrufsrecht

Gebrauch macht. Der Treuhandvertrag wird

mit dessen Annahme durch den Treuhänder und die

Annahme der Beitrittsvereinbarung durch die Gesellschaft

wirksam. Durch die Annahme der Beitrittsvereinbarung

durch die Gesellschaft wird die Beteiligung

des Treugebers begründet. Der Gesellschaftsvertrag

der Gesellschaft (im Folgenden „Gesellschaftsvertrag”)

ist Grundlage und Bestandteil des Treuhandvertrages.

Den beitretenden Gesellschaftern ist bekannt, dass

zwischenzeitlich verschiedene Verträge abgeschlossen

wurden. Die Treugeber können entsprechend

§ 10 Abs. 1 des Gesellschaftsvertrages sämtliche

Verträge einsehen und stimmen ihnen hiermit ausdrücklich

zu.

§ 1

Treuhandauftrag

1. Der Treugeber beauftragt und ermächtigt hiermit

den Treuhänder, für ihn unter Befreiung von den

Beschränkungen des § 181 BGB eine Kommanditbeteiligung

in Höhe desjenigen Beteiligungsbetrages

zu erwerben und zu verwalten, der in

der Beitrittsvereinbarung des jeweiligen Anlegers

angegeben ist.

2. Der Beteiligungsbetrag ohne Agio soll mindestens

EUR 15.000 betragen; Beteiligungen müssen

jeweils (ohne Berücksichtigung des Agios) durch

1.000 ohne Rest teilbar sein.

3. Soweit in diesem Vertrag nichts anderes bestimmt

ist, gelten die Regelungen des Gesellschaftsvertrages

entsprechend.

4. Die Treuhandschaft erstreckt sich ausschließlich

auf die Verwaltung der Kommanditanteile. Der

Treugeber erkennt deshalb an, dass der Treuhänder

nicht verpflichtet ist, die im Beteiligungsprospekt

getroffenen Aussagen auf Übereinstimmung

mit den tatsächlichen Gegebenheiten hin zu

überprüfen. Insoweit wird auf den hiermit verbundenen

Haftungsausschluss gem. § 13 Abs. 3 dieses

Vertrages verwiesen.

§ 2

Auftragsdurchführung

1. Der Treuhänder erwirbt und erhöht seinen Kapitalanteil

nach Maßgabe von § 3 Abs. 4 und 5 sowie

§ 4 Abs. 2 des Gesellschaftsvertrages.

2. Der Treuhänder hält seine Kommanditbeteiligung

für den Treugeber und die anderen Treugeber im

Sinne des § 5 Abs. 1 des Gesellschaftsvertrages der

Gesellschaft im Außenverhältnis als einheitlichen


Gesellschaftsanteil. Der Treuhänder ist unter anderem

auch berechtigt, die mit dem treuhänderisch

gehaltenen Gesellschaftsanteil verbundenen Rechte

nach Maßgabe dieses Vertrages wahrzunehmen.

Er ist berechtigt, Kommanditbeteiligungen

an der Gesellschaft auch gleichzeitig für mehrere

Treugeber treuhänderisch zu verwalten. Er tritt

nach außen im eigenen Namen auf und wird als

Kommanditist in das Handelsregister eingetragen.

Nach Durchführung der Kapitalerhöhung wird für

den Treuhänder eine Haftsumme in Höhe von 5 %

des von ihm übernommenen Kapitalanteils gemäß

§ 3 Abs. 5, 6 und Abs. 9 des Gesellschaftsvertrages

ins Handelsregister eingetragen. Im Innenverhältnis

handelt der Treuhänder ausschließlich im Auftrag

und für Rechnung des jeweiligen Treugebers,

so dass wirtschaftlich dieser Kommanditist ist.

3. Der Treuhänder ist berechtigt, die Erhöhung

seines Kapitalanteils davon abhängig zu machen,

dass der Treugeber seinen Beteiligungsbetrag

zzgl. 5 % Agio auf das in der Beitrittsvereinbarung

genannte Konto erbracht hat.

§ 3

Treugeberregister

1. Der Treuhänder führt für alle Treugeber ein Register

mit ihren persönlichen und beteiligungsbezogenen

Daten (Treugeberregister).

2. Der Treugeber erhält einen Auszug aus dem Treugeberregister.

Ihm obliegt es, alle Änderungen

seiner eingetragenen Daten dem Treuhänder

unverzüglich bekannt zu geben und auf Verlangen

des Treuhänders auf eigene Kosten durch Vorlage

entsprechender Urkunden (Erbschein, Übertragungsvertrag

etc.) nachzuweisen.

3. Auskünfte über die Beteiligung und die eingetragenen

Daten darf der Treuhänder in dem erforderlichen

Umfang nur dem persönlich haftenden

Gesellschafter, dem geschäftsführenden Kommanditisten,

dem zuständigen Finanzamt, den

Kreditgebern bei berechtigtem Interesse, gegebenenfalls

dem Beirat und zur Berufsverschwiegenheit

verpflichteten Prüfern und Beratern der

Gesellschaft erteilen. Der Treugeber hat keinen

Anspruch auf Bekanntgabe der Daten anderer

Treugeber.

§ 4

Pflichten des Treugebers

1. Der Treugeber übernimmt hiermit alle Rechte

und Pflichten des Treuhänders aus dem Gesellschaftsvertrag,

mit Ausnahme der dort speziell im

Hinblick auf den Treuhänder (Treuhandkommanditist)

vorgesehenen Rechte (z. B. Aufnahme weiterer

Kommanditisten, Kapitalerhöhung).

2. Der Treugeber stellt den Treuhänder von allen

Verbindlichkeiten frei, die dieser für ihn eingeht,

jedoch beschränkt auf seine jeweils noch offenen

Einzahlungspflichten zzgl. Agio. Ausgenommen

sind die Kosten der laufenden Verwaltung, die mit

der Vergütung gemäß § 14 abgegolten sind.

3. Der Treugeber ist verpflichtet, den von ihm übernommenen

Beteiligungsbetrag zzgl. Agio gemäß

den Bedingungen der Beitrittsvereinbarung zu

erbringen.

4. Der Treuhänder ist in Abstimmung mit der Gesellschaft

zum Rücktritt von diesem Vertrag berechtigt,

wenn der Treugeber seiner Verpflichtung

zur Einzahlung des Beteiligungsbetrages gemäß

Abs. 3 nicht oder nicht vollständig nachkommt.

Stattdessen kann der Treuhänder in Abstimmung

mit der Gesellschaft den Beteiligungsbetrag unter

Beachtung von § 1 Abs. 2 auf den Betrag der geleisteten

Zahlung abzüglich 5 % Agio herabsetzen.

§ 5

Rechte des Treugebers

1. Der Treuhänder tritt hiermit seine Ansprüche aus

dem treuhänderisch gehaltenen Kapitalanteil auf

den festgestellten Gewinn, die beschlossenen

Entnahmen sowie auf dasjenige, was ihm im

Falle ihres Ausscheidens oder der Beendigung

der Gesellschaft zusteht, in dem Umfang an den

diese Abtretung annehmenden Treugeber ab, wie

diesem die Ansprüche gebühren. Die Abtretung ist

auflösend bedingt durch den Rücktritt des Treuhänders

gemäß § 4 Abs. 4. Der Treuhänder bleibt

ermächtigt, die an den Treugeber abgetretenen

Ansprüche im eigenen Namen auszuüben.

2. Für den Fall der Eröffnung eines Insolvenzverfahrens

über ihr Vermögen tritt der Treuhänder hiermit

den treuhänderisch gehaltenen Kapitalanteil

an den diese Abtretung annehmenden Treugeber


in der Höhe des von diesem übernommenen

Beteiligungsbetrages ab. Die Abtretung des Kapitalanteils

ist im Außenverhältnis aufschiebend

bedingt durch die Eintragung des Treugebers in

das Handelsregister. Entsprechendes gilt, wenn die

Eröffnung eines Insolvenzverfahrens abgelehnt

wird oder von Privatgläubigern des Treuhänders

Maßnahmen der Einzelzwangsvollstreckung in den

Kapitalanteil durchgeführt werden oder der Treuhandvertrag

sonst aus wichtigem Grund endet,

der nicht vom Treugeber zu vertreten ist.

3. Werden an den Treuhänder Entnahmen ausbezahlt,

während der handelsrechtliche Buchwert

des Kapitalanteils durch Verluste oder Entnahmen

unter den Betrag der im Handelsregister eingetragenen

Haftsumme herabgemindert ist oder wird,

lebt die Freistellungspflicht des Treugebers gegenüber

dem Treuhänder gemäß § 4 Abs. 2 in dem

Umfang wieder auf, wie die Haftung des Treuhänders

gemäß § 172 Abs. 4 HGB wieder auflebt. Die

Freistellungsverpflichtung entfällt jeweils anteilig

auf die einzelnen Treugeber.

4. Der Treuhänder nimmt vorbehaltlich § 5 Abs. 6

und 7 die Gesellschaftsrechte und Pflichten im

Interesse des Treugebers und unter Beachtung

seiner Treuepflicht gegenüber den übrigen Gesellschaftern

und Treugebern wahr. Der Treuhänder

ist berechtigt, Untervollmachten zu erteilen oder

sich zur Ausführung der ihm übertragenen Aufgaben

geeigneter Erfüllungsgehilfen zu bedienen.

5. Der Treugeber ist berechtigt, an den Gesellschafterversammlungen

und an sonstigen Abstimmungen

(schriftliches Umlaufverfahren) teilzunehmen.

Der Treuhänder wird dem Treugeber unverzüglich

die Einladung zur Gesellschafterversammlung

nebst Anlagen übersenden. Entsprechendes gilt

für schriftliche Abstimmungen.

6. Der Treuhänder erteilt hiermit dem Treugeber

Vollmacht zur Ausübung des Stimmrechts aus dem

für ihn treuhänderisch gehaltenen Kapitalanteil

und der ihm aus diesem Kapitalanteil zustehenden

Kontroll- und Widerspruchsrechte eines Kommanditisten.

Diese Vollmacht kann nur aus wichtigem

Grund widerrufen werden.

7. Für den Fall, dass der Treugeber sein Stimmrecht

nicht selbst oder durch einen Dritten wahrnimmt,

weist er den Treuhänder hiermit an, das auf ihn

entfallende Stimmrecht entsprechend den Beschlussvorschlägen

der Geschäftsführung der

Gesellschaft auszuüben, sofern er dem Treuhänder

nicht für den Einzelfall vorher eine andere Weisung

erteilt. Der Treugeber erhält die Niederschrift

über die Gesellschafterbeschlüsse.

§ 6

Rechnungslegung, Berichtspflicht

1. Der Treuhänder ist verpflichtet, für jeden Treugeber

die in § 6 des Gesellschaftsvertrages vorgesehenen

Konten zu führen. Die Treuhandbuchhaltung

ist zusammen mit dem Jahresabschluss von

dem Abschlussprüfer zu prüfen, sofern gemäß

§ 18 Abs. 3 des Gesellschaftsvertrages eine solche

Prüfung stattfindet.

2. Von der Verpflichtung nach Abs. 1 ist der Treuhänder

befreit, wenn die Gesellschaft die Treuhandbuchhaltung

in ihre Finanzbuchhaltung integriert.

3. Der Treuhänder hat den Treugeber über alle

wesentlichen Geschäftsvorfälle zu unterrichten.

Im Übrigen erhält der Treugeber jährlich den

Geschäftsbericht der Gesellschaft.

§ 7

Treuhandvermögen

1. Der Treuhänder hält und verwaltet das Treu-

handvermögen getrennt von seinem sonstigen

Vermögen.

2. Der Treugeber ist entsprechend seinem Beteiligungsbetrag

am Kapitalanteil des Treuhänders

beteiligt. Die Kommanditeinlage (Haftsumme)

wird auf dem Kapitalkonto I geführt. Die Kommanditeinlage

(Kapitalkonto I) ist maßgebend für die

Beteiligung am Vermögen und am Auseinandersetzungsguthaben

der Gesellschaft, für das Stimm-

und Entnahmerecht sowie – vorbehaltlich des

§ 19 Abs. 1 und 2 des Gesellschaftsvertrages –

die Ergebnisverteilung.

3. Entnahmen und sonstige Auszahlungen stehen

dem jeweils zum Zeitpunkt der Ausschüttungen

im Treugeberregister eingetragenen Treugeber zu.

§ 5 Abs. 1 bleibt unberührt.


§ 8

Verfügung des Treugebers

1. Seine Stellung als Vertragspartei des Treuhandvertrages

kann der Treugeber nur mit allen Rechten

und Pflichten mit Wirkung zum Ablauf des 31.12.

bzw. zum Beginn des 01.01 eines Jahres auf Dritte

übertragen. § 23 Abs. 1 Satz 2 bis 4 des Gesellschaftsvertrages

gelten entsprechend. Teilübertragungen

sind zulässig, wenn die Anforderungen

von § 1 Abs. 2 und von § 8 Abs. 2 gewahrt bleiben.

Jede Verfügung ist dem Treuhänder schriftlich

anzuzeigen.

2. Bei jeder Übertragung gem. Abs. 1 werden alle

Konten im Sinne von § 6 Abs. 1 unverändert und

einheitlich fortgeführt. Der Übergang einzelner

Rechte und Pflichten hinsichtlich nur einzelner

Treugeberkonten ist nicht möglich.

§ 9

Beendigung des Treuhandvertrages

1. Der Treuhandvertrag wird auf unbestimmte Zeit

geschlossen. Der Treugeber kann ihn ordentlich

erstmals zum 31.12.2021 mit einer Frist von 6 Monaten

kündigen, danach mit gleicher Frist jeweils

zum Ende eines Geschäftsjahres der Gesellschaft.

Eine Kündigung des Treuhandvertrages durch den

Treugeber kann jederzeit für den Fall erfolgen,

dass der Treugeber seine Beteiligung gemäß § 5

Abs. 4 des Gesellschaftsvertrages in eine Direktbeteiligung

umwandeln will. Im Übrigen kann

der Treuhandvertrag nur aus wichtigem Grund

gekündigt werden. Die Kündigung des Treuhandvertrages

hat schriftlich zu erfolgen.

2. Darüber hinaus endet der Treuhandvertrag, wenn

a) der Treuhänder von diesem Vertrag zurücktritt

(§ 12);

b) der Treuhänder ohne einen Nachfolger aus der

Gesellschaft ausscheidet (§ 11);

c) in der Person des Treugebers ein Grund vorliegt,

aufgrund dessen ein Gesellschafter gemäß § 26

Abs. 1 lit. b) bis e) des Gesellschaftsvertrages

aus der Gesellschaft ausscheiden würde.

3. Die Beendigung des Treuhandvertrages löst gemäß

§ 27 des Gesellschaftsvertrages die Herabsetzung

des Kapitalanteils des Treuhänders entspre-

chend dem Beteiligungsbetrag des Treugebers

und somit die Aufgabe der vom Treuhänder für

ihn gehaltenen Beteiligung an der Gesellschaft

aus. Für Ansprüche des Treugebers gegenüber

dem Treuhänder gilt § 28 des Gesellschaftsvertrages

entsprechend. Statt der Kapitalherabsetzung

kann der Treugeber vom Treuhandkommanditisten

die Übertragung des treuhänderisch

gehaltenen Kapitalanteils auf sich oder eine von

ihm benannte dritte Person verlangen. Auf Verlangen

des Treuhandkommanditisten ist der Treugeber

verpflichtet, den Kapitalanteil zu übernehmen.

§ 10

Tod eines Treugebers

Verstirbt ein Treugeber, wird der Treuhandvertrag mit

seinen Erben oder mit einem seiner Erben fortgesetzt.

§ 24 Abs. 1 und 2 des Gesellschaftsvertrages gelten

entsprechend.

§ 11

Ausscheiden des Treuhänders

1. Scheidet der Treuhänder aus der Gesellschaft aus,

kann diese gemäß § 26 Abs. 3 des Gesellschaftsvertrages

mit einem neuen Treuhandkommanditisten

fortgesetzt werden. Wird kein neuer Treuhandkommanditist

bestellt, so gilt § 9 Abs. 2b).

2. Wird gemäß § 15 Abs. 1h), § 26 Abs. 4 des Gesellschaftsvertrages

ein neuer Treuhandkommanditist

bestellt, hat der Treugeber mit diesem den Treuhandvertrag

nach Maßgabe des diesbezüglichen

Gesellschafterbeschlusses fortzuführen.

§ 12

Rücktritt des Treuhänders

1. Der Treuhänder ist berechtigt, von diesem Vertrag

zurückzutreten, wenn

a) sich herausstellt, dass die geplante Beteiligung

aus Gründen, die er nicht zu vertreten hat,

undurchführbar ist oder wird;

b) es dem Treuhänder wegen Überzeichnung

des in § 4 Abs. 1 des Gesellschaftsvertrages

vorgesehenen Gesellschaftskapitals nicht mehr

möglich ist, seinen Kapitalanteil zur Übernahme

weiterer treuhänderischer Beteiligungen zu

erhöhen.

2. § 4 bleibt unberührt.


§ 13

Haftung des Treuhänders

1. Der Treuhänder hat seine Pflichten mit der Sorgfalt

eines ordentlichen Kaufmannes nach pflichtgemäßem

Ermessen zu erfüllen. Er haftet den

Treugebern nur für grob fahrlässige oder vorsätzliche

Verletzung der ihr obliegenden Pflichten.

2. Für weiter gehende Ansprüche, insbesondere für

die vom Treugeber verfolgten wirtschaftlichen und

steuerlichen Ziele, haftet der Treuhänder genauso

wenig wie dafür, dass die geschäftsführenden

Gesellschafter, der gegebenenfalls gewählte

Beirat oder die Vertragspartner der Gesellschaft

die ihnen obliegenden Pflichten ordnungsgemäß

erfüllen.

3. Der Treuhänder hat an der Konzeption und

Erstellung des der Beitrittsvereinbarung mit dem

Treugeber zu Grunde liegenden Beteiligungsprospektes

nicht mitgewirkt und insbesondere nicht

die darin getroffenen Aussagen auf ihre Übereinstimmung

mit den tatsächlichen Gegebenheiten

hin überprüft. Der Treugeber erkennt in diesem

Zusammenhang an, dass der Treuhänder zu einer

solchen Prüfung auch nicht verpflichtet war.

Eine Haftung des Treuhänders für etwaige Prospektmängel

sowie im Zusammenhang mit dem

Vertrieb der Kommanditanteile ist ausgeschlossen.

4. Der Anspruch auf Schadensersatz – gleich aus

welchem Rechtsgrund – verjährt in drei Jahren,

gerechnet ab dem Schluss des Jahres, in dem der

Anspruch entstanden ist und der Treugeber von

den den Anspruch begründenden Umständen

und der Person des Schuldners Kenntnis erlangt

oder ohne grobe Fahrlässigkeit erlangen müsste.

Unabhängig von der Kenntnis bzw. grob fahrlässigen

Unkenntnis verjährt der Anspruch bei

vorsätzlichen Handlungen spätestens nach Ablauf

von zehn Jahren, im Übrigen spätestens nach

Ablauf von fünf Jahren nach der Entstehung des

Anspruchs.

5. Der Treugeber hat seine Ansprüche innerhalb

einer Ausschlussfrist von 6 Monaten nach Kenntniserlangung

gegenüber dem Treuhänder schriftlich

geltend zu machen. Eine Fristversäumnis führt

zum Verlust der Ansprüche.

§ 14

Vergütung des Treuhänders

1. Der Treuhänder erhält für die mit der Treuhandschaft

verbundenen Tätigkeiten ab dem Jahr 2007

eine jährliche Vergütung in Höhe von insgesamt

EUR 15.000 zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer in

jeweils gültiger Höhe.

2. Ab dem 01.01.2008 erhöht sich die in Abs. 1 genannte

Vergütung jährlich um 2 % p. a.

3. Die Vergütung ist jeweils am 31.12. des Jahres zur

Zahlung fällig.

4. Der Treuhänder ist verpflichtet, jeweils vor Fälligkeit

einer Zahlung eine ordnungsgemäße Rechnung

auszustellen.

5. Reisekosten sowie Kosten, die dem Treuhänder

für drucktechnische Anfertigungen und Versand

der für die Treugeber bestimmten Unterlagen im

Zusammenhang mit Gesellschafterversammlungen

und schriftlichen Gesellschafterabstimmungen

entstehen, werden von der Gesellschaft getragen.

6. Die Vergütungen werden von der Gesellschaft

gezahlt.

7. Für das Jahr 2006 werden die unter Abs. 1 und

Abs. 2 genannten Vergütungen jeweils pro rata

temporis für jeden Monat, welcher dem Monat

der Gründung der Fondsgesellschaft folgt, geleistet.

§ 15

Sonderwerbungskosten

1. Der Treugeber kann Sonderwerbungskosten (persönlich

getragene Kosten im Zusammenhang mit

seiner Beteiligung) nicht bei seiner persönlichen

Einkommensteuererklärung, sondern ausschließlich

im Rahmen der gesonderten und einheitlichen

Feststellung der Einkünfte der Gesellschaft geltend

machen (§§ 179, 180 Abgabenordnung).

2. Der Treuhänder ist nicht verpflichtet, den Treugeber

zum Nachweis der Sonderwerbungskosten

gesondert aufzufordern. Bezüglich der Geltendmachung

von Sonderwerbungskosten gilt § 19 Abs. 7

des Gesellschaftsvertrages. Dies gilt entsprechend

für Sonderbetriebsvermögen.


§ 16

Schriftform

1. Nebenabreden zu diesem Vertrag sowie Änderungen

und Ergänzungen dieses Vertrages,

einschließlich dieser Bestimmung, bedürfen – vorbehaltlich

Abs. 2 – der Schriftform, soweit nicht

notarielle Form erforderlich ist.

2. Auf eine feste Verbindung dieses Treuhandvertrages

selbst sowie mit anderen Verträgen und

Erklärungen – insbesondere auch mit solchen, auf

die hier Bezug genommen wird – wird verzichtet.

Für die Annahme der Beitrittsvereinbarung durch

den Treuhänder genügt die Unterzeichnung durch

Faksimile.

§ 17

Salvatorische Klausel, Erfüllungsort, Gerichtsstand

1. Sollten einzelne Bestimmungen dieses Vertrages

ganz oder teilweise unwirksam oder undurchführbar

sein oder werden, wird dadurch die Wirksamkeit

der übrigen Bestimmungen nicht berührt. An

die Stelle unwirksamer bzw. undurchführbarer

Bestimmungen treten solche Regelungen, die in

gesetzlich zulässiger Weise dem wirtschaftlichen

Zweck der unwirksamen oder undurchführbaren

Bestimmungen am nächsten kommen. Entsprechendes

gilt, wenn sich bei der Durchführung

des Vertrages eine ergänzungsbedürftige Lücke

ergeben sollte.

2. Erfüllungsort für die Verpflichtungen und Gerichtsstand

für sämtliche Streitigkeiten aus diesem

Vertrag sowie über das Zustandekommen dieses

Vertrages ist der Sitz des Treuhänders, soweit dies

rechtlich zulässig vereinbart werden kann.

§ 18

Anwendbares Recht

Dieser Treuhandvertrag unterliegt dem zurzeit gültigen

Recht der Bundesrepublik Deutschland.

Datum (Annahme des Angebotes des Anlegers durch

den Treuhänder)

0


. Die Abwicklungshinweise

Wenn Sie sich entschlossen haben, der Bayernfonds

BestInvest 1 GmbH & Co. KG beizutreten, reichen Sie

bitte die vollständig ausgefüllte und rechtsverbindlich

unterzeichnete Beitrittsvereinbarung bei Ihrem Anlageberater

ein, oder senden Sie diese direkt an die:

Real I.S. AG

Gesellschaft für Immobilien Assetmanagement

Innere Wiener Straße 17

81667 München

Die von Ihnen unterzeichnete Beitrittsvereinbarung

stellt ein rechtsverbindliches Angebot zum Abschluss

eines Beitrittsvertrages zwischen Ihnen und der

Fondsgesellschaft sowie – im Falle der Beteiligung als

Treugeber – ein rechtsverbindliches Angebot zum

Abschluss eines Treuhandvertrages dar. Die Beitrittsvereinbarung

kommt durch die Annahme der Beitrittserklärung

durch die Fondsgesellschaft, vertreten

durch ihre Geschäftsführung, zustande. Die Beitrittsvereinbarungen

werden in der Reihenfolge ihres

zeitlichen Eingangs registriert und angenommen,

sofern freies Zeichnungskapital zur Verfügung steht.

Die Annahme zum Abschluss des Treuhandvertrages

erfolgt durch den Treuhänder. Die gegengezeichnete

Beitrittsvereinbarung wird Ihnen als Durchschlag

zurückgesandt.

Im Rahmen der Konzeption ist eine Beteiligung über

einen Treuhänder vorgesehen.

Zahlungsweise und -termin

Es ist vorgesehen, dass nach Abgabe des Beteiligungs-

und Treuhandangebotes der Beteiligungsbetrag

(Kapitalanteil) zuzüglich Agio als Barleistung in bis

zu vier Tranchen zur Zahlung fällig ist wie folgt:

Tranche 1: 20 % sofort mit Beitritt*

Tranche 2: 25 % zum 31.12.2007

Tranche 3: 25 % zum 31.12.2008

Tranche 4: 30 % zum 31.12.2009

* zzgl. 5 % Agio auf die gesamte Zeichnungssumme

Die Tranchen zwei bis vier können von der Geschäftsführung

mit einer sechswöchigen Vorankündigungsfrist

auch früher oder später und gegebenenfalls auch

in anderer Stückelung abgerufen werden.

Die Einzahlung der Einlage erfolgt wie folgt:

Die Real I.S. AG Gesellschaft für Immobilien Assetma-

nagement ist berechtigt, den Gegenwert der Beteiligung

(insgesamt 105 % des Beteiligungsbetrages)

tranchenweise bei Fälligkeit zu den im Beteiligungsprospekt

vorgesehenen Terminen und den im Beteiligungsprospekt

vorgesehenen Stückelungen, ggf. nach

sechswöchiger Ankündigungsfrist auch abweichend

hiervon, vom in der Beitrittsvereinbarung genannten

Euro-Konto des Anlegers abzubuchen.

Ausschüttungen

Üblicherweise kommt es bei Private Equity Fonds

nach ca. drei bis fünf Jahren abhängig von der Performance

der Beteiligungen zu ersten Ausschüttungen.

Diese sind in EUR zum 30.06. eines Jahres für das

vorangegangene Geschäftsjahr geplant.

Der Anleger erhält auf Ebene der Fondsgesellschaft

eine rechnerische Vorabverzinsung in Höhe von

8,0 % p. a. auf die tatsächlich eingezahlte Pflichteinlage

(ohne Agio) ab dem 1. des Monats, der dem

wirksamen Beitritt des Anlegers folgt (Beginn der

Ausschüttungsberechtigung), bis zur Schließung

des Fonds. Die Vorabverzinsung wird mit der ersten

Ausschüttung an die Anleger ausgezahlt.

Empfohlene Mindestzeichnungssumme

Die empfohlene Mindestzeichnungssumme beträgt

EUR 20.000 zzgl. Agio. Beteiligungen müssen (ohne

Berücksichtigung des Agios) jeweils durch 1.000 ohne

Rest teilbar sein.

Sonderwerbungskosten

Aus verwaltungstechnischen Gründen ist vorgesehen,

die Anleger nicht zur Mitteilung der Sonderwerbungskosten

aufzufordern.

Übertragung von Anteilen

Bei einer Übertragung oder Teilung von Gesellschaftsanteilen

gemäß § 23 des Gesellschaftsvertrages der

Fondsgesellschaft ist der jeweilige Anleger verpflichtet,

die im Zusammenhang mit der Übertragung oder

Teilung seines Gesellschaftsanteils entstehenden

Kosten zu übernehmen. Gemäß dem Geschäftsbesorgungsvertrag

ist die Real I.S. berechtigt, für jeden

Übertragungs- oder Teilungsvorgang eine Gebühr

für die Umschreibung der Anteile entsprechend dem

jeweils aktuellen Preisverzeichnis zu erheben. Für

das Jahr 2006 beträgt die Gebühr EUR 150 zzgl. der

gesetzlichen Umsatzsteuer in jeweils gültiger Höhe

je neu entstandener Beteiligung.


Widerrufsfrist

Dem Anleger steht das Recht zu, binnen einer Frist

von zwei Wochen seine im Rahmen der Beitrittsvereinbarung

abgegebene Willenserklärung zum Erwerb

einer Beteiligung an der Fondsgesellschaft und zum

Abschluss des Treuhandvertrages ohne die Angabe

von Gründen zu widerrufen. Der Widerruf ist in

Textform (z. B. Brief, Telefax, E-Mail) gegenüber der

Real I.S. zu erklären und hat u. a. zur Folge, dass die

bereits empfangenen Leistungen zurückzugewähren

und gegebenenfalls gezogene Nutzungen (z. B. Zinsen)

herauszugeben sind.

Datenschutz

Die Verarbeitung der bei Ihrem Eintritt anfallenden

Daten erfolgt über eine EDV-Anlage bei der Fondsgesellschaft.

Diese Daten werden ausschließlich für

interne Zwecke zur Verwaltung der Fondsgesellschaft

und zu Ihrer Betreuung sowie zur Information des

vermittelnden Vertriebspartners verwendet und Dritten

nur zugänglich gemacht, wenn dies zur Verwaltung

der Fondsgesellschaft und/oder der steuerlichen

Abwicklung erforderlich ist. Die Bestimmungen des

Datenschutzgesetzes werden dabei strikt beachtet.


. Die Ausfüllhinweise

Das Beteiligungsangebot Bayernfonds BestInvest 1

ist konzipiert für Anleger, die in Deutschland unbeschränkt

steuerpflichtig sind und die ihre Beteiligung

im Privatvermögen halten.

Alle erbetenen Daten des Zeichners/Anlegers tragen

Sie bitte gut leserlich in Blockschrift in die jeweiligen

Felder der Beitrittsvereinbarung ein und leisten

insgesamt vier Unterschriften an den gekennzeichneten

Stellen.

1. Beitrittsvereinbarung

Bitte tragen Sie in die Beitrittsvereinbarung die erbetenen

Daten in die hierfür vorgesehenen Felder ein

und leisten Sie die zwei erforderlichen Unterschriften

jeweils mit Angabe von Ort und Datum an den mit X

gekennzeichneten Stellen.

Mit der ersten Unterschrift bieten Sie den Abschluss

des Treuhandvertrages und den Erwerb der Beteiligung

an. Mit der zweiten Unterschrift erklären Sie,

dass Sie den Beteiligungsprospekt einschließlich

Gesellschaftsvertrag und Treuhandvertrag erhalten

und zur Kenntnis genommen haben und dem Inhalt

der Verträge zustimmen.

2. Belehrung über das Widerrufsrecht

Bitte tragen Sie in die Belehrung über das Widerrufsrecht

die erbetenen Daten in die hierfür vorgesehenen

Felder ein und leisten Sie die zwei erforderlichen

Unterschriften mit Angabe von Ort und Datum

an der mit X gekennzeichneten Stelle.

Mit Unterzeichnung der Belehrung über das Widerrufsrecht

bestätigen Sie, dass Sie binnen zwei Wochen

Ihre im Rahmen der Beitrittsvereinbarung abgegebene

Willenserklärung zum Erwerb der Beteiligung

und zum Abschluss des Treuhandvertrages ohne Angabe

von Gründen widerrufen können. Mit der ersten

Unterschrift erklären Sie, dass Sie die Belehrung zur

Kenntnis genommen haben.

Mit der zweiten Unterschrift bestätigen Sie den Erhalt

einer Abschrift der Widerrufsbelehrung.


. Verbraucherinformationen für den

Fernabsatz

Aufgrund des „Gesetzes zur Änderung der Vorschriften

über Fernabsatzverträge bei Finanzdienstleistungen“

vom 2. Dezember 2004 ist die Fondsgesellschaft

verpflichtet, dem Anleger folgende

Informationen zur Verfügung zu stellen:

16.1 Informationen zum Anbieter und zu anderen

mit dem Verbraucher in Kontakt tretenden

gewerblich tätigen Personen

a) Fondsgesellschaft

Bayernfonds BestInvest 1 GmbH & Co. KG

Sitz: Oberhaching, eingetragen im Handelsregister

des Amtsgerichts München (HRA 88409)

Ladungsfähige Anschrift:

Linienstraße 40, 82041 Oberhaching

Persönlich haftender Gesellschafter der

Fondsgesellschaft (Komplementär)

GS Beteiligungs GmbH, gesetzlich vertreten

durch ihren einzelvertretungsberechtigten

Geschäftsführer, Herrn Gottfried Selmair

Sitz: München, eingetragen im Handelsregister

des Amtsgerichts München (HRB 129314)

Ladungsfähige Anschrift:

Linienstraße 40, 82041 Oberhaching

Geschäftsführer der Fondsgesellschaft

(Geschäftsführender Kommanditist)

WS Beteiligungs GmbH, gesetzlich vertreten

durch ihren einzelvertretungsberechtigten

Geschäftsführer, Herrn Walter Saar

Sitz: München, eingetragen im Handelsregister

des Amtsgerichts München (HRB 153918)

Ladungsfähige Anschrift:

Truderinger Straße 217, 81825 München

Treuhandkommanditist

Finanzcontrol Treuhandgesellschaft mbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,Steuerberatungsgesellschaft,

gesetzlich vertreten durch ihren

einzelvertretungsberechtigten Geschäftsführer,

Herrn Dr. Rainer Polster

Sitz: München, eingetragen im Handelsregister

des Amtsgerichts München (HRB 83045)

Ladungsfähige Anschrift:

Karolinenplatz 5, 80333 München

b) Initiator des Beteiligungsangebots,

Prospektherausgeber

Real I.S. AG Gesellschaft für Immobilien

Assetmanagement

Sitz: München, eingetragen im Handelsregister

des Amtsgerichts München (HRB 132654)

Gesetzliche Vertreter: Josef Brandhuber, Jochen

Schenk

Ladungsfähige Anschrift:

Innere Wiener Straße 17, 81667 München

Die Hauptgeschäftstätigkeit der Real I.S. AG Gesellschaft

für Immobilien Assetmanagement besteht

in der Auflage von strukturierten Beteiligungsangeboten

(z. B. geschlossenen Immobilienfonds,

Immobilienaktiengesellschaften und Mobilienfonds)

und allen damit mittelbar und unmittelbar

zusammenhängenden Geschäften.

c) Die Sparkasse/Bank bzw. der Vermittler, über

die/den Sie den Prospekt, die Beitrittsvereinbarung

und die Widerrufsbelehrung erhalten

haben, wird Ihnen gegenüber als Vermittler(in)

der Fondsgesellschaft tätig.

Die ladungsfähige Anschrift der vorgenannten

Personen ergibt sich aus den Ihnen von der

Sparkasse/Bank oder den sonstigen Vermittlern

zugesandten oder überlassenen Unterlagen.

16.2 Informationen zum Unternehmensgegenstand

der Fondsgesellschaft und zur Finanzdienstleistung

selbst

a) Gesellschaftszweck der Fondsgesellschaft

1. Zweck der Gesellschaft ist der Erwerb, das Verwalten

und die Veräußerung einer Beteiligung an der

CAM VIER Private Equity GmbH & Co. KG mit dem

Sitz in Köln sowie weiteren Private Equity Fonds.

2. Die Gesellschaft ist zu allen Rechtsgeschäften

und Rechtshandlungen berechtigt, die geeignet

erscheinen, den Gesellschaftszweck unmittelbar

oder mittelbar zu fördern. Sie kann zur Erreichung

des Gesellschaftszwecks auch Beteiligungen an

anderen Gesellschaften eingehen. Die Gesellschaft

kann die zur Erreichung ihres Zwecks erforderlichen

oder zweckmäßigen Handlungen selbst

vornehmen oder durch Dritte vornehmen lassen.

Ausgenommen sind genehmigungsbedürftige


Tätigkeiten, insbesondere Tätigkeiten gemäß

§ 34 c GewO sowie Bankgeschäfte.

b) Gegenstand der konkret vorliegenden Anlagemöglichkeit

und Zustandekommen des hierfür

erforderlichen Vertrages

Gegenstand der vorliegenden Anlagemöglichkeit ist

die direkte Beteiligung des Anlegers als Kommanditist

oder die indirekte Beteiligung des Anlegers über den

Treuhandkommanditisten als Treugeber an der Fondsgesellschaft.

Um der Fondsgesellschaft als Kommanditist

oder Treugeber beizutreten, hat der Anleger eine

vollständig ausgefüllte und von ihm unterzeichnete

Beitrittsvereinbarung bei seinem Anlageberater oder

direkt bei dem Prospektherausgeber einzureichen.

Die unterzeichnete Beitrittsvereinbarung stellt ein

rechtsverbindliches Angebot zum Abschluss eines

Beitrittsvertrages zwischen dem Anleger und der

Fondsgesellschaft sowie – im Falle der Beteiligung

als Treugeber – ein rechtsverbindliches Angebot zum

Abschluss eines Treuhandvertrages zwischen dem

Anleger und dem Treuhandkommanditisten dar. Der

Beitrittsvertrag kommt durch die Annahme der Beitrittserklärung

durch die Fondsgesellschaft, vertreten

durch ihre Geschäftsführung, zustande. Die Annahme

zum Abschluss des Treuhandvertrags erfolgt durch

den Treuhänder. Die von der Geschäftsführung der

Fondsgesellschaft gegengezeichnete „Beitrittsvereinbarung“

wird dem Anleger – im Fall des Beitritts als

Treugeber nach Unterzeichnung durch den Treuhandkommanditisten

– als Durchschlag zurückgesandt.

c) Mindestlaufzeit der Fondsgesellschaft/

Kündigung

Die Dauer der Fondsgesellschaft ist unbefristet.

Sie wird für unbestimmte Zeit eingegangen. Eine

Kündigung des Gesellschaftsvertrages ist unter

Einhaltung einer Kündigungsfrist von 6 Monaten

zum Ende eines Geschäftsjahres, erstmals jedoch

zum 31.12.2021, möglich. Einzelheiten hinsichtlich

Dauer und Kündigung der Fondsgesellschaft finden

sich im vorliegenden Prospekt, insbesondere in Tz. 9

„Die rechtlichen Grundlagen“ und Tz. 12 „Der Gesellschaftsvertrag“.

d) Kapitalanteil

Der empfohlene Kapitalanteil eines beitretenden

Kommanditisten oder Treugebers soll mindestens EUR

20.000 zzgl. Agio betragen. Beteiligungen müssen

(ohne Berücksichtigung des Agios) durch 1.000 ohne

Rest teilbar sein.

e) Von dem Anleger zu entrichtender Gesamtbetrag

zum Erwerb der Beteiligung

Die vom Anleger zu zahlende Gesamtsumme ist

abhängig von der Höhe, mit der sich der Anleger an

der Fondsgesellschaft beteiligen will. Zusätzlich zu

der Beteiligungssumme hat der Anleger ein Agio in

Höhe von 5 % zu entrichten. Weitere Leistungen hat

der Anleger im Zusammenhang mit dem Erwerb der

Vermögensanlage nicht zu erbringen, insbesondere

hat er keine weiteren Zahlungen zu leisten. Auch

zusätzliche Liefer- und Versandkosten fallen nicht an.

Eigene Kosten für Telefon, Internet, Porti usw. hat der

Anleger allerdings selbst zu tragen. Angaben zu den

steuerlichen Auswirkungen der Beteiligung des Anlegers

an der Fondsgesellschaft und zur steuerlichen

Abwicklung finden sich im vorliegenden Beteiligungsprospekt,

insbesondere in Tz. 10 „Die steuerlichen

Grundlagen“ und Tz. 14 „Die Abwicklungshinweise“.

f) Zahlungsmodalitäten

Es ist vorgesehen, dass der Beteiligungsbetrag

(Kapitalanteil) in bis zu vier Tranchen als Barleistung

wie folgt fällig ist:

Tranche 1: 20 % sofort mit Beitritt*

Tranche 2: 25 % zum 31.12.2007

Tranche 3: 25 % zum 31.12.2008

Tranche 4: 30 % zum 31.12.2009

* zzgl. 5 % Agio auf die gesamte Zeichnungssumme

Die Tranchen zwei bis vier können von der Geschäftsführung

mit einer sechswöchigen Vorankündigungsfrist

auch früher oder später und gegebenenfalls auch

in anderer Stückelung abgerufen werden.

Sollte das bis zum 31.12.2006 eingeworbene Eigenkapital

weniger als EUR 10 Mio. betragen, kann die

Geschäftsführung der Fondsgesellschaft die Rückabwicklung

des Fonds beschließen. Die Anleger würden

in diesem Fall ihr bis dahin geleistetes Kapital zurückerhalten.

Weitere Ansprüche der Anleger bestehen

nicht.

Weitere Einzelheiten zu den Zahlungsmodalitäten

finden sich im vorliegenden Prospekt, insbesondere

in der Tz. 14 „Die Abwicklungshinweise“.


Wird die Einlage ganz oder teilweise nicht oder nicht

fristgerecht gezahlt, so können dem betreffenden

Anleger unter anderem Verzugszinsen berechnet

werden. Weiterhin ist der Rücktritt von der Beitrittsvereinbarung

oder eine Herabsetzung der gezeichneten

Einlage möglich. Zu den weiter gehenden Folgen

im Falle der Nichtleistung bzw. der nicht rechtzeitigen

Leistung der Einlage durch den Anleger wird auf § 7

des Gesellschaftsvertrages (abgedruckt in Tz. 12 „Der

Gesellschaftsvertrag“ sowie auf Tz. 9 „Die rechtlichen

Grundlagen“) verwiesen.

g) Ausschüttung

Vorgesehen ist, dass der Anleger eine Ausschüttung

erhält. Die an den Anleger zu leistende geplante Ausschüttung

erfolgt in Höhe des Liquiditätsüberschusses

der Fondsgesellschaft, soweit dieser nicht der Liquiditätsreserve

zugeführt wird. Es erfolgt grundsätzlich

eine anteilige Ausschüttungsbeteiligung bezogen

auf den vertragsgemäß zu leistenden Kapitalanteil

(ohne Agio) ab dem Ersten des auf die Einzahlung

folgenden Monats. Die Barausschüttungen erfolgen

jeweils zum 30.06. des jeweiligen Folgejahres. Die

Ausschüttung erfolgt durch die Fondsgesellschaft als

Zahlstelle. Andere Stellen, die bestimmungsgemäß

Zahlungen an den Anleger ausführen, existieren

nicht.

h) Beitrittsgrundlage

Die den Anlegern zur Verfügung gestellten Informationen,

insbesondere der vorliegende Prospekt „Bayernfonds

BestInvest 1“, befinden sich auf dem Stand

vom 28. August 2006 und gelten bis zur Mitteilung

von Änderungen.

16.3 Angaben zum Fernabsatzvertrag selbst

a) Anwendbares Recht

Das Vertragsverhältnis zwischen der Fondsgesellschaft

und dem einzelnen Anleger unterliegt dem

Recht der Bundesrepublik Deutschland.

b) Sprache

Die Kommunikation zwischen der Fondsgesellschaft,

ihren Gesellschaftern und den Anlegern erfolgt ausschließlich

in deutscher Sprache.

c) Widerrufsrecht

Dem Anleger steht das Recht zu, binnen einer Frist

von zwei Wochen seine im Rahmen der Beitrittsver-

einbarung abgegebene Willenserklärung zum Erwerb

einer Beteiligung an der Fondsgesellschaft ohne

Angabe von Gründen zu widerrufen. Der Widerruf ist

in Textform (z. B. Brief, Telefax, E-Mail) gegenüber der

Real I.S. AG Gesellschaft für Immobilien Assetmanagement,

Innere Wiener Straße 17, 81667 München, zu

erklären und hat unter anderem zur Folge, dass die

beiderseits empfangenen Leistungen zurückzugewähren

und gegebenenfalls gezogene Nutzungen (z. B.

Zinsen) herauszugeben sind. Einzelheiten finden sich

in der vom Anleger zu unterzeichnenden Widerrufsbelehrung

am Ende des Dokuments „Beitrittsvereinbarung“.

16.4 Informationen zu etwaigen außergerichtlichen

Rechtsbehelfen und das Bestehen von

Garantiefonds

a) Außergerichtlicher Rechtsbehelf

Beschwerden im Zusammenhang mit der Finanzdienstleistung

kann der Anleger, unbeschadet seines

Rechts, die Gerichte anzurufen, an die Deutsche Bundesbank,

Schlichtungsstelle, Postfach 11 12 32, 60047

Frankfurt am Main, richten. Hierzu hat der Anleger

der Schlichtungsstelle den Sachverhalt kurz schriftlich

zu schildern und sämtliche zum Verständnis der

Beschwerde erforderlichen Unterlagen beizufügen.

Zudem hat der Anleger der Schlichtungsstelle zu versichern,

dass er in der Streitigkeit noch kein Gericht,

keine Streitschlichtungsstelle und keine Gütestelle,

die Streitbeilegung betreibt, angerufen und auch keinen

außergerichtlichen Vergleich mit dem Beschwerdegegner

abgeschlossen hat. Der Anleger kann sich

im Verfahren vertreten lassen.

Ein Merkblatt zum Beschwerdeverfahren sowie die

Schlichtungsstellenverfahrensverordnung sind bei der

Deutschen Bundesbank erhältlich.

b) Garantiefonds

Garantiefonds oder andere Entschädigungsregelungen,

die nicht unter die Richtlinie 94/19/EG des Europäischen

Parlaments und des Rates vom 30.05.1994

über Einlagensicherungssysteme (ABl. EG Nr. L 135

S. 5) und die Richtlinie 97/9/EG des Europäischen Parlaments

und des Rates vom 03.03.1997 über Systeme

für die Entschädigung der Anleger (ABl. EG Nr. L 84

S. 22) fallen, bestehen nicht.


. Das Glossar

Agio

Aufgeld. Von einem Anleger zusätzlich zum Beteiligungsbetrag

zu leistender Geldbetrag, der zur Deckung

der Kosten, die beim Absatz von Fondsanteilen

entstehen, dient.

Annuität

(Lat. annus = Jahr); Betrag, der für die Verzinsung

und Tilgung eines Darlehens jährlich vom Schuldner

zu zahlen ist. Man unterscheidet die konstante und

die variable Annuität. Die konstante Annuität bleibt

im Zeitablauf gleich. Sie ist mit sinkendem Zins- und

wachsendem Tilgungsanteil verbunden, weil durch

fortlaufende Tilgung die Zinslast abnimmt. Bei der

variablen Annuität bleibt der Tilgungsbetrag bei jeder

Zahlung unverändert, so dass die Annuität im Zeitablauf

durch die geringer werdende Zinslast sinkt.

Anteilsfinanzierung

Partielle oder vollständige Fremdfinanzierung der

Beteiligung durch den Anleger.

Ausschüttung

Die vorhandenen Liquiditätsüberschüsse, d. h., die

Überschüsse der Einnahmen, werden regelmäßig an

die Gesellschafter im Verhältnis zu ihrer Kommanditeinlage

ausgeschüttet. Über die Höhe der Ausschüttung

beschließt in der Regel die Gesellschafterversammlung.

Die Ausschüttung ist zu unterscheiden

vom Gewinn oder Jahresertrag des Fonds: Dieser

kann höher oder niedriger sein als die Ausschüttung.

Blocker-GmbH

Zwischengeschaltete Kapitalgesellschaft, über die

als gewerblich zu qualifizierende Anlageprogramme

gehalten werden, um eine gewerbliche Infizierung

des gesamten Anlageportfolios zu vermeiden.

Buy-out

Bei Buy-out Transaktionen übernehmen das bestehende

Management (Management-Buy-out) oder ein

neues Management (Management-Buy-in) zusammen

mit Private Equity Investoren Anteile eines Unternehmens.

Dachfonds

Fonds, der in verschiedene Private Equity Fonds

investiert.

Distressed Debt

Verbindlichkeiten, bei denen sich der Schuldner in

erheblichen finanziellen Schwierigkeiten befindet.

Due Diligence

Detaillierte Untersuchung, Prüfung und Bewertung

einer potenziellen Beteiligung an einem Fonds oder

Unternehmen als Grundlage für die Investmententscheidung.

Effektivzins

Nach der Preisangabenverordnung (PAngV) muss

bei Krediten als Preis die Gesamtbelastung pro Jahr

in Prozent angegeben werden. Mit Hilfe des Effektivzinses

können Darlehensangebote mit gleicher

Zinsfestschreibung verglichen werden. In der Effektivzinsermittlung

werden neben dem Nominalzinssatz

weitere Faktoren wie Damnum, Tilgungsfreijahre,

Tilgungssatz, Art der Tilgungsverrechnung etc. berücksichtigt.

Einkunftserzielungsabsicht

Absicht, durch die Anlage langfristig einen Gewinn

bzw. einen Überschuss der Einnahmen über die

Werbungskosten zu erzielen. Voraussetzung für die

steuerliche Anerkennung von Verlusten.

Emittent

Fondsgesellschaft, an der sich der Anleger beteiligt.

Exit

Ausstieg eines Private Equity Fonds aus einer Unternehmensbeteiligung.

Family Office

Umfassende und individuelle Beratung und Betreuung

von Kunden bezüglich ihrer Vermögenssituation

aus juristischer, steuerlicher und anlagetechnischer

Sicht.

Fungibilität

Die Fungibilität (Tauschbarkeit, Handelbarkeit,

Verfügbarkeit) für Anteile an geschlossenen Fonds

ist eingeschränkt, da kein geregelter Markt existiert.

Es handelt sich grundsätzlich um eine langfristige

Anlage. Sofern aber ein Verkauf gewünscht ist, sind

der Initiator Real I.S. und auch die Vertriebspartner

behilflich, einen Käufer zu finden.

Geschlossener Fonds

Gegenteil zum offenen Fonds. Bei geschlossenen

Fonds sind der Investitionsgegenstand und das Investitionsvolumen

bereits vorher fixiert und die Zahl

der Anleger ist damit begrenzt. Sobald das benötigte

Eigenkapital (Fondsfinanzierung) eingeworben wurde,

schließt der Initiator den Fonds und ein Beitritt ist

dann nicht mehr möglich.


Gesellschaftsvertrag

Der Gesellschaftsvertrag der Fondsgesellschaft regelt

die Belange der Gesellschaft. Er ist einer der wichtigsten

Verträge und im Emissionsprospekt vollständig

abgedruckt. Vor einem Beitritt sollte er gelesen und

verstanden werden.

Geschäftsbesorgungsvertrag

Die Fondsgesellschaft überträgt dem Geschäftsbesorger

die mit ihrem gewöhnlichen Geschäftsbetrieb

verbundenen laufenden Geschäfte. Die Geschäftsbesorgung

erstreckt sich auf alle Geschäfte und Maßnahmen,

die dem Betriebsablauf und dem Zweck der

Gesellschaft dienen.

Haftung

Beim Kauf von Fondsanteilen wird der Anleger

Gesellschafter und haftet unter Umständen für das

Unternehmen. Sofern die Anleger Kommanditisten

einer KG werden, ist ihre Haftung gemäß HGB auf das

im Handelsregister eingetragene Kapital (Hafteinlage)

begrenzt. Die persönliche Haftung des Kommanditisten

erlischt, wenn er seine Pflichteinlage geleistet hat.

Die persönliche Haftung lebt aber wieder auf, wenn

die Einlage z. B. durch Ausschüttungen an ihn zurückgezahlt

und damit sein Kapitalkonto unter die Hafteinlage

gemindert wird. Im Falle des Ausscheidens

aus der Fondsgesellschaft haften Kommanditisten

für die bis dahin begründeten Verbindlichkeiten der

Gesellschaft noch bis zu fünf Jahre nach Eintragung

ihres Ausscheidens ins Handelsregister gegenüber

den Gläubigern der Gesellschaft.

Hurdle-Rate

Verzinsung bezogen auf das Kapital. Erst nach Überschreiten

der Hurdle-Rate wird die Gewinnbeteiligung

an den Gründungskommanditisten fällig.

Index-Klausel

Wertsicherungsklausel. Vereinbarung über die Anpassung

z. B. von Dienstleistungshonoraren in Abhängigkeit

von der Entwicklung eines Index (z. B. Harmonisierter

Verbraucherpreisindex [HVPI]).

Initiator

Anbieter des Beteiligungsangebots an der Fondsgesellschaft

und Prospektherausgeber.

Interner Zinsfuß

Auch Prognoserendite, Renditeprognose, prognostizierte

Rendite genannt. Kapitaleinzahlung, Aus-

schüttungen und steuerliche Ergebnisse fallen zu

unterschiedlichen Zeitpunkten an. Die Renditeberechnung

nach der Methode des Internen Zinsfußes (IRR)

berücksichtigt diesen Tatbestand durch Abzinsen der

einzelnen Zahlungsströme zu dem jeweils angenommenen

Fälligkeitstermin. Es wird der Abzinsungssatz

ermittelt, bei dem die Summe der Barwerte aller

Einzahlungen und Auszahlungen gleich groß ist und

damit zu einem Kapitalwert von null führt (mathematische

Definition). Ökonomisch gesehen gibt der

Interne Zinsfuß damit die Verzinsung des jeweils in

der Anlage gebundenen Kapitals bzw. des durchschnittlich

dynamisch gebundenen Kapitals p. a. im

Durchschnitt über den Betrachtungszeitraum an.

Der Interne Zinsfuß ist eine von zahlreichen mehrperiodischen

finanzmathematischen Methoden der

Investitionsrechnung und hat sich, obwohl er in der

wissenschaftlichen Literatur durchaus kontrovers

diskutiert wird, als ein häufig verwendetes Verfahren

zur Beurteilung der Vorteilhaftigkeit von Investitionen

durchgesetzt. Auch bei der Renditeberechnung im

Bereich der steuerorientierten Kapitalanlagen hat

sich der Interne Zinsfuß etabliert. Die Berechnung

erfordert zahlreiche Annahmen, wie z. B. über die

Veräußerung des Investitionsgutes zum Ende des

Prognosezeitraums, und ist damit durch Unsicherheiten

geprägt. Der Interne Zinsfuß darf daher nicht

als alleiniges Kriterium für die Vorteilhaftigkeit einer

Investition in steuerorientierte Kapitalanlagen herangezogen

werden, sondern muss immer im Gesamtzusammenhang

betrachtet werden. Insbesondere der

Vergleich mit Renditen von anderen Kapitalanlagen,

z. B. festverzinslichen Wertpapieren, ist nicht zweckmäßig,

da hier Zinsen zu einem bestimmten Zeitpunkt

vertraglich geschuldet werden und Sicherheit über

die Rückzahlung des Kapitals besteht.

Investitions- und Finanzierungsplan (Mittelherkunft

und Mittelverwendung)

Die wesentlichen zahlenmäßigen Eckdaten eines

geschlossenen Fonds finden sich im Investitions- und

Finanzierungsplan. Der Investitions- und Finanzierungsplan

ist eine Aufstellung über die Gesamtausgaben

(Mittelverwendung) und die Gesamtfinanzierung

(Mittelherkunft) der Fondsgesellschaft. Während der

Investitionsplan die Verwendung der finanziellen Mittel

bezüglich einzelner Kostengruppen abbildet, zeigt

der Finanzierungsplan die Beschaffung bzw. Herkunft

dieser Mittel.


Investmentmanager

Der Investmentmanager ist zuständig für die Auswahl

und den Erwerb der Zielfondsbeteiligungen sowie

das Berichtswesen über die Entwicklung der Investitionen.

IRR

Die „Internal Rate of Return“ (siehe „Interner Zinsfuß“).

Kapitalmarktzins

Zins für mittel- und langfristige Kapitalanlagen.

Normalerweise ist er höher als der Geldmarktsatz

für kurzfristige Anlagen. Dies liegt daran, dass die

längere Kapitalbindungsdauer vergütet werden muss

und wegen der Langfristigkeit der Geldausleihung

ein höheres Risiko vorhanden ist, dass das Geld nicht

zurückgezahlt wird. Dieses Risiko wird mit einem

höheren Zins belohnt.

Kommanditgesellschaft (KG)

Rechtsform, in der viele geschlossene Fonds angeboten

werden. Bei der Kommanditgesellschaft haftet

mindestens ein Gesellschafter unbeschränkt, er wird

Komplementär genannt. Die anderen Gesellschafter

(Anleger) haften normalerweise nur mit ihrer Einlage,

sie heißen auch Kommanditisten. Etwaige steuerliche

Verluste sind auf die Höhe der Einlage begrenzt.

Kommanditist

Der Kommanditist ist, im Gegensatz zum Komplementär,

der beschränkt haftende Gesellschafter (Anleger)

einer Kommanditgesellschaft. Seine Haftung

ist grundsätzlich auf die von ihm geleistete Einlage

begrenzt.

Komplementär

Als Komplementär wird der voll haftende Gesellschafter

einer Kommanditgesellschaft bezeichnet. Seine

Haftung ist nicht auf die geleistete Einlage begrenzt,

sondern umfasst sein gesamtes Vermögen (siehe

auch „Kommanditist“).

Liquiditätsreserve

Sicherungsposition in der Prognoserechnung einer

Fondsgesellschaft, die z. B. der Abdeckung unvorhergesehener

Kosten dient.

Majorisierung

Hier: durch Stimmenmehrheit Einfluss auf Minderheitsgesellschafter

ausüben.

Nachschusspflicht

Ist eine durch die Satzung den Gesellschaftern auferlegte

Verpflichtung zur Leistung von Zahlungen.

Primary

Ersterwerb von Beteiligungen an Private Equity Fonds.

Private Equity

Eigenkapital, das überwiegend nicht börsennotierten

Unternehmen zur Verfügung gestellt wird.

Private Equity Fonds

Geschlossene Fonds, deren Manager Anteile an

Unternehmen kaufen.

Rating

Bonitätseinstufung eines Unternehmens durch ein

Analyseinstitut zur Beurteilung des Ausfallrisikos.

Rendite

Kennzahl zum Vergleich der Vorteilhaftigkeit von

Kapitalanlagen. Bei geschlossenen Fonds bezieht

sich die Rendite auf das jeweils gebundene Eigenkapital.

Die Rendite geschlossener Fonds ist nicht zu

vergleichen mit der Effektivverzinsung festverzinslicher

Wertpapiere. Je mehr Prognosewerte in die

Renditeberechnung einfließen, umso größer wird der

Gestaltungsspielraum. Haupteinflussfaktoren sind

z. B. die Länge des gewählten Prognosezeitraums, die

angenommene Inflationsrate, die angenommenen

Konditionen einer Anschlussfinanzierung nach dem

Auslaufen der ersten Festzinsvereinbarung und der

geschätzte Veräußerungserlös am Ende des Prognosezeitraums.

Siehe auch vorstehend „Interner Zinsfuß“.

Royalties

Anteil am Umsatz, der von einem Lizenznehmer,

einem Franchisenehmer, etc. an den Markeninhaber

für die Verwendung der Marke abgegeben werden

muss (Lizenzgebühren).

Secondary

Erwerb von Anteilen an einem bereits geschlossenen

Private Equity Fonds von anderen Anteilseignern.

Top Quarter Fonds

Die nach Renditekennziffern (meist Netto-IRR) besten

25 % der Private Equity Fonds einer Anlagekategorie

über einen bestimmten Zeithorizont – auch Top

Quartil Fonds genannt.


Treuhänder

Der Treuhänder ist eine natürliche oder juristische

Person wie z. B. ein Anwalt, ein Steuerberater, ein

Notar oder eine Steuerberatungs-/Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

Der Treuhänder verpflichtet sich

schuldrechtlich gegenüber seinem Treugeber (dem

Anleger), nur gemäß Treuhandvertrag über das ihm

anvertraute Treugut zu verfügen. Treuhänder können

bei geschlossenen Fonds unterschiedliche Funktionen

übernehmen, wie z. B. die Kontrolle über die ordnungsgemäße

Verwendung der Anlegergelder oder

die Begründung und Verwaltung der Beteiligung. Der

Treuhandvertrag ist im Prospekt wegen seiner Bedeutung

in vollem Umfang abgedruckt und sollte aufmerksam

gelesen werden. In der Regel fungiert der

Treuhänder als Treuhandkommanditist, d. h., er wird

ins Handelsregister entsprechend den gesellschaftsvertraglichen

Regelungen eingetragen.

Turnaround

Als Turnaround bezeichnet man die Entwicklung

eines Aktienwertes bzw. eines Unternehmens, die

eine positive Veränderung im Gesamttrend erkennen

lässt.

Unternehmensbeteiligungen

Unternehmen, an denen die Private Equity Fonds

beteiligt sind.

Vintage-Jahr

Jahr der Auflage eines bestimmten Private Equity

Fonds bzw. des ersten Kapitalabrufs.

Zahlstelle

Stelle, die bestimmungsgemäß Zahlungen an den

Anleger ausführt.

Zielfonds

Private Equity Fonds, in die der Emittent beabsichtigt,

mittelbar oder unmittelbar zu investieren.

Zweitmarkt

Grundsätzlich handelt es sich bei der Anlage in

geschlossenen Fonds um eine langfristige Anlage,

insbesondere auch unter steuerlichen Gesichtspunkten.

Die Fungibilität der Anteile ist eingeschränkt. Ein

institutionalisierter Zweitmarkt für die Veräußerung

von Fondsanteilen existiert nicht.

0


. Die Prospektverantwortung und

Vollständigkeit

18.1 Schlussbemerkungen

Die Real I.S. AG Gesellschaft für Immobilien Assetmanagement,

Innere Wiener Straße 17, 81667 München,

ist Prospektherausgeber und übernimmt gemäß § 3

der Vermögensanlagen-Verkaufsprospektverordnung

vom 16. Dezember 2004 die Verantwortung für dieses

Angebot und die in diesem Prospekt enthaltenen

Angaben. Die im Prospekt gemachten Angaben

berücksichtigen die bei der Aufstellung des Prospekts

maßgebenden rechtlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse

und die zu dieser Zeit gültigen gesetzlichen

Vorschriften und Verwaltungsrichtlinien in Deutschland.

Der Prospektherausgeber erklärt, auch im Hinblick

auf § 264a StGB, dass seines Wissens die Angaben im

Prospekt richtig und keine wesentlichen Umstände

ausgelassen worden sind.

Der Prospektherausgeber haftet nicht für Abweichungen

aufgrund künftiger Entwicklungen und

Änderungen rechtlicher und steuerlicher Grundlagen

sowie für Änderungen und Entwicklungen der

wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland

bzw. in den Ländern, in denen investiert wird, insbesondere

nicht für die erwarteten Rückflüsse. Sollten

Vertragspartner der Fondsgesellschaft bzw. des

Dachfonds/der Zielfonds ihren vertraglichen Verpflichtungen,

gleich welchen Grundes, nicht nachkommen,

oder sollten (z. B. aufgrund unterschiedlicher Vertragsauslegung)

Sachverhalte sich anders darstellen

als von dem Prospektherausgeber verstanden und daher

in diesem Prospekt dargestellt, besteht keine Haftung

seitens des Prospektherausgebers für Schäden

oder Nachteile, die für die Anleger hieraus entstehen

können. Auch werden der Eintritt eines bestimmten

steuerlichen Ergebnisses und das steuerliche Konzept

dieses Beteiligungsangebotes nicht garantiert.

Der Prospektherausgeber haftet auch nicht für Angaben

Dritter, insbesondere solcher, die durch Quellenangaben

oder entsprechende Hinweise im Prospekt

kenntlich gemacht sind. Der Inhalt des Prospektes

berücksichtigt nur die aus Sicht des Prospektherausgebers

bekannten und erkennbaren Sachverhalte bis

zum Zeitpunkt der Aufstellung des Prospekts. Über

die im Prospekt genannten wesentlichen Vereinbarungen

mit dem Prospektherausgeber und den mit

ihm verbundenen Unternehmen hinaus, bestehen

keine weiteren Vertragsbeziehungen.

Der Komplementär, der geschäftsführende Kommanditist,

die Fondsgesellschaft, der Treuhandkommanditist

und seine verbundenen Unternehmen haben

an der Erstellung der Prospektunterlagen nicht

mitgewirkt. Für die Angaben im Prospekt und in

den sonstigen Emissionsunterlagen wird von diesen

Gesellschaften und den für sie handelnden Personen

keine Haftung übernommen.

Wenn sich für einen Anleger Fragen ergeben, wird

die Real I.S. diese jederzeit beantworten. Verbindlich

sind aber nur schriftlich bestätigte Angaben.

Vermittler oder sonstige Dritte sind nicht berechtigt,

Auskünfte zu erteilen oder Zusagen zu machen, die

von den Aussagen im Prospekt abweichen.

Alle mit der Konzeption und Durchführung des Angebotes

beauftragten Personen und Gesellschaften

haften gegenüber der Fondsgesellschaft und den

Anlegern nur bei grob fahrlässiger oder vorsätzlicher

Verletzung der ihnen obliegenden Sorgfaltspflichten.

Dies gilt auch für die Real I.S. als Prospektherausgeber

dieses Beteiligungsangebotes.

Mit seinem Beitritt erklärt der Anleger, dass er von

dem Prospekt, den vorstehenden Angaben und dem

Haftungsvorbehalt Kenntnis genommen hat und damit

einverstanden ist.

18.2 Vollständigkeit des Prospekts

Um dem Gebot der Vollständigkeit der Angaben nach

der Vermögensanlagen-Verkaufsprospektverordung

vom 16. Dezember 2004 – nachfolgend kurz als „Verordnung“

bezeichnet – Rechnung zu tragen, werden

abschließend nachfolgende Erklärungen abgegeben:

18.2.1 Der Verkaufsprospekt ist in deutscher Sprache

und nicht weder ganz noch zum Teil in einer anderen

in internationalen Finanzkreisen gebräuchlichen Sprache

abgefasst. Aus diesem Grunde ist eine vorangestellte

deutsche Zusammenfassung nicht erforderlich

(§ 2 Abs. 1 S. 5 der Verordnung).

18.2.2 Vorgeschriebene Angaben werden, obwohl sie

unmittelbar dem freiwillig beigefügten, aber nicht geprüften

Jahresabschluss entnommen werden können,

gleichwohl im Verkaufsprospekt wiederholt (§ 2 Abs.

5 der Verordnung).


18.2.3 Für den Inhalt des Verkaufsprospektes übernimmt

keine natürliche Person die Verantwortung

(§ 3 Abs. 1 HS. 1 der Verordnung).

18.2.4 Die Anzahl und der Gesamtbetrag der angebotenen

Vermögensanlagen standen bei Hinterlegung

des Verkaufsprospekts noch nicht fest (§ 4 Satz 1 Nr. 1

der Verordnung).

18.2.5 Der Anbieter übernimmt für den Anleger keine

Zahlung von Steuern (§ 4 Satz 1 Nr. 2 der Verordnung).

18.2.6 Eine Möglichkeit, die für die Zeichnung oder

den Erwerb der Vermögensanlagen vorgesehene Frist

vorzeitig zu schließen oder Zeichnungen, Anteile oder

Beteiligungen zu kürzen, besteht außer im Fall der

vollständigen Zeichnung der gesamten erforderlichen

Beteiligungssumme nicht (§ 4 Satz 1 Nr. 7 der Verordnung).

18.2.7 Das Angebot erfolgt nicht gleichzeitig in verschiedenen

Staaten mit bestimmten Teilbeträgen. Das

Angebot der Vermögensanlage findet ausschließlich

in Deutschland statt (§ 4 Satz 1 Nr. 8 der Verordnung).

18.2.8 Es entstehen keine weiteren Kosten für den

Erwerb, die Verwaltung und die Veräußerung der

Vermögensanlage. Bei Direktkommanditisten fallen

für die Handelsregistervollmacht und -eintragung Notar-

bzw. Gerichtsgebühren in gesetzlicher Höhe nach

der Gebührentabelle für Gerichte und Notare sowie

der Kostenordnung an (siehe hierzu auch Tz. 9.1). Die

Höhe der Gebühren hängt vom Gegenstandswert ab.

Die Anleger sind nicht zum Nachschuss verpflichtet.

Der Erwerber der Vermögensanlage ist bis auf den

im Prospekt beschriebenen Fall der Einlagenhaftung

bzw. Einlagenrückgewähr (§ 171, § 172 IV HGB) nicht

verpflichtet, weitere Leistungen zu erbringen. Es sind

jedoch die persönlichen Kosten des Anlegers nicht berücksichtigt

(§ 4 S. 1 Nr. 1o und 11 der Verordnung).

18.2.9 Der Emittent ist nicht für eine bestimmte Zeit

gegründet (§ 5 Nr. 2 der Verordnung).

18.2.10 Der Emittent ist vor Platzierungsbeginn ein

Konzernunternehmen des Treuhänders. Sobald die

Einlage des Treuhänders weniger als 50 % des Gesamtkapitals

des Emittenten umfasst, ist der Emittent

kein Konzernunternehmen (§ 5 Nr. 6 der Verordnung).

18.2.11 Bislang wurden noch keine Wertpapiere oder

Vermögensanlagen im Sinne des § 8f Abs. 1 des Verkaufsprospektgesetzes

ausgegeben (§ 6 S. 1 Nr. 2 der

Verordnung).

18.2.12 Der Emittent ist weder eine Aktiengesellschaft

noch eine Kommanditgesellschaft auf Aktien und

kann daher keine Umtausch- oder Bezugsrechte auf

Aktien einräumen (§ 6 Satz 2 der Verordnung).

18.2.13 Die in Tz. 9 genannten Gründungsgesellschafter

erhalten außer den dort genannten Vergütungen

keine Entnahmerechte und insbesondere keine

Gehälter, Gewinnbeteiligungen, Aufwandsentschädigungen,

Versicherungsentgelte, Provisionen und Nebenleistungen

jeder Art außerhalb des Gesellschaftsvertrages

(§ 7 Abs. 1 Nr. 3 der Verordnung).

18.2.14 Der Emittent wurde nicht vor mehr als 5

Jahren vor Aufstellung des Verkaufsprospektgesetzes

gegründet, so dass die Angaben nach § 7 Abs. 1 nicht

entfallen können (§ 7 Abs. 1 Satz 2 der Verordnung).

18.2.15 Die Gründungsgesellschafter waren und sind

weder unmittelbar noch mittelbar an Unternehmen,

die mit dem Vertrieb der emittierten Vermögensanlagen

beauftragt sind, beteiligt (§ 7 Abs. 2 Nr. 1 der

Verordnung).

18.2.16 Die Gründungsgesellschafter waren und sind

weder unmittelbar noch mittelbar an Unternehmen,

die dem Emittenten Fremdkapital zur Verfügung stellen,

beteiligt (§ 7 Abs. 2 Nr. 2 der Verordnung).

18.2.17 Die Gründungsgesellschafter waren und sind

weder unmittelbar noch mittelbar an Unternehmen,

die im Zusammenhang mit der Herstellung des Anlageobjekts

nicht nur geringfügige Lieferungen oder

Leistungen erbringen, beteiligt (§ 7 Abs. 2 Nr. 3 der

Verordnung).

18.2.18 Der Emittent ist nicht abhängig von Patenten,

Lizenzen und neuen Herstellungsverfahren, die von

wesentlicher Bedeutung für seine Geschäftstätigkeit

oder Ertragslage sind (§ 8 Abs. 1 Nr. 2 der Verordnung).

18.2.19 Gerichts- oder Schiedsverfahren des Emittenten,

die einen wesentlichen Einfluss auf seine

wirtschaftliche Lage haben können, sind nicht

anhängig (§ 8 Abs. 1 Nr. 3 der Verordnung). Laufende

Investitionen mit Ausnahme der Umsetzung der

Finanzanlage werden nicht getätigt (§ 8 Abs. 1 Nr. 4

der Verordnung).


18.2.20 Die Tätigkeit des Emittenten ist nicht durch

außergewöhnliche Ereignisse beeinflusst worden (§ 8

Abs. 2 der Verordnung). Die Nettoeinnahmen werden

nicht für sonstige Zwecke genutzt (§ 9 Abs. 1 der

Verordnung).

18.2.21 Den Personen oder Gesellschaften, die für

den Inhalt des Verkaufsprospekts die Verantwortung

übernehmen (Real I.S. AG Gesellschaft für Immobilien

Assetmanagement) stand und steht nicht das

Eigentum am Anlageobjekt oder wesentlichen Teilen

desselben zu. Auch aus anderen Gründen steht diesen

Personen eine dingliche Berechtigung am Anlageobjekt

nicht zu (§ 9 Abs. 2 Nr. 2 der Verordnung).

18.2.22 Den Gründungsgesellschaftern des Emittenten

stand und steht nicht das Eigentum am Anlageobjekt

oder wesentlichen Teilen desselben zu. Auch

aus anderen Gründen steht diesen Personen eine

dingliche Berechtigung am Anlageobjekt nicht zu (§ 9

Abs. 2 Nr. 2 der Verordnung).

18.2.23 Den Mitgliedern der Geschäftsführung des

Emittenten stand und steht nicht das Eigentum am

Anlageobjekt oder wesentlichen Teilen desselben zu.

Auch aus anderen Gründen steht diesen Personen

eine dingliche Berechtigung am Anlageobjekt nicht

zu (§ 9 Abs. 2 Nr. 2 der Verordnung).

18.2.24 Es bestehen keine erheblichen dinglichen

Belastungen des Anlageobjekts (§ 9 Abs. 2 Nr. 3 der

Verordnung).

18.2.25 Rechtliche Beschränkungen der Verwendungsmöglichkeiten

des Anlageobjekts, insbesondere im

Hinblick auf das Anlageziel, bestehen nicht (§ 9 Abs. 2

Nr. 4 der Verordnung).

18.2.26 Tatsächliche Beschränkungen der Verwendungsmöglichkeiten

des Anlageobjekts, insbesondere

im Hinblick auf das Anlageziel, bestehen nicht (§ 9

Abs. 2 Nr. 4 der Verordnung).

18.2.27 Ein Bewertungsgutachten für das Anlageobjekt

wurde nicht erstellt (§ 9 Nr. 6, 7 der Verordnung).

18.2.28 Die Gründungsgesellschafter GS Beteiligungs

GmbH und WS Beteiligungs GmbH und die Finanzcontrol

Treuhandgesellschaft mbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft, die

Prospektverantwortlichen und Mitglieder der Geschäftsführung

der Fondsgesellschaft haben Leistun-

gen und Lieferungen, die nicht nur geringfügig sind,

weder erbracht noch erbringen sie solche (§ 9 Abs. 2

Nr. 8 der Verordnung).

18.2.29 Bei dem Emittenten handelt es sich um keine

Gesellschaft i.S.v. §§ 264 a, 267 Abs. 1 HGB. Eine Prüfungspflicht

für den Jahresabschluss und den Lagebericht

besteht nach den §§ 264 a, 316 HGB für kleine

Gesellschaften nicht. Daher kann von der Wahlmöglichkeit

gemäß § 10 Abs. 1 Nr. 2 Gebrauch gemacht

werden: der Prospektherausgeber hat sich für einen

deutlich gestalteten Hinweis nach § 10 Abs. 2 Nr. 2 lit.

b) entschieden (§ 10 Abs. 1 – ausgenommen Nr. 2 lit.

b) – der Verordnung).

18.2.30 Eine Zwischenübersicht wurde nicht veröffentlicht

(§ 10 Abs. 1 S. 1 Nr. 3 der Verordnung).

18.2.31 Es sind keine wesentlichen Änderungen der

Angaben zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

nach dem Stichtag der Eröffnungsbilanz eingetreten

(§ 10 Abs. 3 der Verordnung).

18.2.32 Es besteht kein Konzernverhältnis mit dem

Emittenten. Es besteht auch keine Konzernzugehörigkeit

des Emittenten. Dementsprechend bestehen auch

keine konzernrechtlichen Pflichten für den Emittenten

(§ 10 Abs. 2 der Verordnung).

18.2.33 Da eine Pflicht zur Prüfung des Jahresabschlusses

nicht besteht und der freiwillig beigefügte

Jahresabschluss nicht geprüft wurde, können weder

Name noch die Anschrift oder die Berufsbezeichnung

eines Abschlussprüfers angegeben werden. Aus den

gleichen Gründen kann weder ein Bestätigungsvermerk

noch etwaige Einschränkungen oder eine Versagung

wiedergegeben werden (§ 11 der Verordnung).

18.2.34 Der Emittent hat weder einen Vorstand noch

ein Aufsichtsgremium. Ein Beirat besteht derzeit nicht;

die Gesellschafter-/Treugeberversammlung kann

dessen Einrichtung zur Überwachung, Beratung und

Unterstützung der Geschäftsführer beschließen (§ 12

Abs. 1 S. 1 der Verordnung).

18.2.35 Den Mitgliedern der Geschäftsführung des

Emittenten sind für das letzte abgeschlossene Geschäftsjahr

keine Bezüge gewährt worden, insbesondere

sind ihnen keine Gehälter, Gewinnbeteiligungen,

Aufwandsentschädigungen, Versicherungsentgelte,

Provisionen oder Nebenleistungen jeder Art gewährt

worden (§ 12 Abs. 1 Nr. 2 der Verordnung).


18.2.36 Die nach § 12 Abs. 1 der Verordnung zu nennenden

Personen einschließlich der Mitglieder der

Geschäftsführung sind nicht für Unternehmen tätig,

die mit dem Vertrieb der angebotenen Vermögensanlagen

vertraut sind (§ 12 Abs. 2 Nr. 1 der Verordnung).

18.2.37 Die nach § 12 Abs. 1 der Verordnung zu nennenden

Personen einschließlich der Mitglieder der

Geschäftsführung sind nicht für Unternehmen tätig,

die dem Emittenten Fremdkapital geben (§ 12 Abs. 2

Nr. 2 der Verordnung).

18.2.38 Die nach § 12 Abs. 1 der Verordnung zu

nennenden Personen einschließlich der Mitglieder

der Geschäftsführung sind nicht für Unternehmen

tätig, die im Zusammenhang mit der Herstellung des

Anlageobjekts nicht nur geringfügige Lieferungen

oder Leistungen erbringen (§ 12 Abs. 2 Nr. 3 der

Verordnung).

18.2.39 Es liegen keine Umstände oder Beziehungen

vor, die Interessenskonflikte des Treuhänders begründen

können (§ 12 Abs. 3 Nr. 5 der Verordnung).

18.2.40 Personen, die nicht in den Kreis der nach der

Verordnung angabepflichtigen Personen fallen, die

Herausgabe oder den Inhalt des Prospekts oder die

Abgabe oder den Inhalt des Angebots der Vermögensanlage

aber wesentlich beeinflusst haben, existieren

nicht (§ 12 Abs. 4 der Verordnung).

18.2.41 Vorliegend handelt es sich nicht um ein

Angebot von Vermögensanlagen, für deren Verzinsung

oder Rückzahlung eine juristische Person oder

Gesellschaft die Gewährleistung übernommen hat

(§ 14 der Verordnung).

Datum der Aufstellung des Prospekts:

28. August 2006


Real I.S. AG

Gesellschaft für

Immobilien Assetmanagement

Innere Wiener Straße 17

81667 München

www.realisag.de

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