Reformation in Altenburg - Altenburg Tourismus

altenburgtourismus

Reformation in Altenburg - Altenburg Tourismus

Pilgern auf der Via Imperii und

Kirchen im Altenburger Land

Auf den Spuren der alten Reichsstraße führt ein Pilgerweg durch das Altenburger

Land: von Leipzig über Borna durch den Pahnaer Wald bis Windischleuba

und nach Altenburg. Hier stößt der Pilgerweg auf den Reformationspfad

durch die historische Altstadt. In Richtung Süden führt der

Pilgerweg über die malerischen Dörfer Paditz und Ehrenberg nach Mockern,

wo er auf den Städtekette-Radweg und den Pleiße-Radweg trifft.

Von Saara läuft man durch Obstwiesen und Felder nach Maltis mit seiner

schön ausgemalten kleinen Kirche. Über Wiesenwege gelangt man nach

Gößnitz, wo Pilger in der historischen Stadtpfarrei Aufnahme finden. Auf

dem Weg nach Zwickau über Meerane lohnt es sich, am Renaissanceschloss

Ponitz Rast zu machen. Die Strecke im Altenburger Land

ist mit der Jakobsmuschel gekennzeichnet. In Planung befinden sich ein

weiterer Pilgerweg entlang des Peter-und-Paul-Wegs nach Zeitz und ein

Zweig der Thüringer Lutherwege über Gera und Saalfeld nach Coburg.

Buchbar für Gruppen: www.altenburg-tourismus.de

Geführte Radtouren zu den Dorfkirchen des Altenburger Landes, mit Führungen und

Orgelvorspiel in verschiedenen Kirchen sowie kulinarischen Überraschungen am

Wegesrand.

Tipp www.burg-posterstein.de

Burgkirche Posterstein mit naiver Holzschnitzausstattung aus dem

Barock.

Georg Spalatin und das Versuchsfeld

Reformation in Altenburg

(1525–1545)

Als Georg Spalatin 1525 auf Luthers Bitten hin nach Altenburg kommt,

lässt er höchste Macht und Einfluss in der sächsischen Politik hinter

sich. Er nimmt sich vor, in Altenburg die Ideen der Reformation umzusetzen.

Modern gesprochen startet er in Luthers Auftrag zunächst als Stadtpfarrer,

dann als einer der ersten Superintendenten das „Pilotprojekt“

Altenburg. Die Reformation lässt Weniges im täglichen Leben der Stadt

unverändert: Die Klöster werden aufgelöst, was oft mit einem jahrelangen

zähen Kampf verbunden ist. Die Krankenhäuser, die Schulen und die

Armenversorgung müssen neu organisiert werden. Einfluss und Ländereien

sind zwischen den Interessen der Städter, der Kirche und dem Kurfürsten

neu zu verteilen. Die Qualität der kirchlichen Versorgung wird

mit Hilfe von „Visitationen“ streng beurteilt und verbessert. Spalatin

dokumentiert diese Prozesse während der 20 Jahre seines Wirkens und

steht in engem brieflichen Kontakt zu Luther, der selbst oft persönliche

Hilfe bei seinem guten Freund und Vertrauten suchte. Heute sieht sich

Altenburg als ein „Versuchsfeld“ der umgesetzten Reformation.

Mehr zur Reformation

in Altenburg:

www.spalatin.info

www.luther2017.de

Impressum

Herausgeber Stadtverwaltung Altenburg, Projektgruppe

Lutherdekade, Markt 1, 04600 Altenburg Fotos Burg

Posterstein, Fremdenverkehrsverband Altenburger Land,

Angela Liebig, Lindenau-Museum, Christian Repkewitz,

Ronny Seifarth, Frithjof Tostlebe

© 2011 Alle Rechte vorbehalten, insbesondere das Recht

auf Vervielfältigung und Verbreitung sowie Übersetzung.

Kontakt: Altenburger TourismusInformation, Markt 17,

Tel. +49(0)34 47-51 28 00 www.altenburg-tourismus.de

Geschichte entdecken

Altenburg

Versuchsfeld der Reformation

Reformationsstadt Altenburg

Schon 1522 wandten sich die Bürger Altenburgs an Martin Luther mit

der Bitte um einen evangelischen Prediger. Dieser sandte seinen Vertrauten

Wenzeslaus Linck. Luther kam häufig nach Altenburg, ob zu Besuch

bei Georg Spalatin, auf der Durchreise nach Leipzig, Zeitz oder auf

dem Weg nach Coburg. 1518 traf er hier auf den päpstlichen Gesandten

Karl von Miltitz, der die begehrte „Goldene Rose“ vom Papst für den

Kurfürsten überbringen sollte und vergebens versuchte, den Mönch

zum Schweigen zu bewegen. Luthers Ehefrau, Katharina von Bora,

besaß ein Landgut im nahen Zölsdorf. Luthers Ururenkel starb 1677 in

Altenburg und liegt noch heute an der Brüderkirche begraben. Die rege

Korrespondenz zwischen Luther und Spalatin sowie eine Bibel Spalatins,

die Luther wahrscheinlich für seine Übersetzung der Bibel auf

der Wartburg nutzte, sind im Stadtarchiv erhalten. Herausragend ist die

Lebendigkeit, mit der die Reformation und ihre praktische Umsetzung

an den Originalschauplätzen in Altenburg erlebt werden kann.

Georg Spalatin

Steuermann der Reformation

Er war der Mann hinter Luther, der Steuermann der Reformation. Georg

Spalatin, 1484 als Georg Burkhardt in Spalt im Bistum Eichstätt geboren,

stellte sein Wissen und seine Fähigkeiten nicht nur in den Dienst

seines späteren Dienstherrn, Kurfürst Friedrich des Weisen von Sachsen,

sondern auch der Reformation der Kirche.

Nach dem Besuch der Universität Erfurt, auf der er den Grad eines Baccalaureus

erwarb, wechselte er 1502 zur neu gegründeten Universität

Wittenberg, wo er im folgenden Jahr die Magisterwürde erhielt. Nach

einem erneuten Aufenthalt in Erfurt und im Zisterzienserkloster Georgenthal

(bei Gotha) wurde Spalatin im Jahr 1508 in Erfurt zum Priester

geweiht. Im selben Jahr wechselte er an den kurfürstlichen Hof nach

Torgau, wo er als Prinzenlehrer fungierte. Kurfürst Friedrich der Weise

übertrug ihm aber auch weitere Aufgaben. Spalatin erlangte schnell

das Vertrauen des Kurfürsten. Er wurde Geheimsekretär, geistlicher Berater

und Hofprediger. Nicht zuletzt diese Vertrauensstellung war die

Voraussetzung dafür, dass Spalatin seinem Freund Martin Luther den

Schutz des Kurfürsten anbieten konnte.

Spalatin vermittelte fortan zwischen den beiden Persönlichkeiten. Er

ebnete Wege und hatte großen Anteil daran, dass Martin Luther heute

als großer Reformator bekannt ist und die evangelische Kirche überhaupt

erst entstehen konnte. Als Vertrauter der sächsischen Kurfürsten

nahm Spalatin an allen entscheidenden Reichstagen und Fürstentreffen

teil. Seit 1516 in der kurfürstlichen Kanzlei tätig, oblagen ihm verschiedene

Aufgaben in Kirchen- und Universitätsfragen. Mit Luther und

Melanchthon setzte er sich für die Universitätsreform in Wittenberg

ein. Als Übersetzer von Luther- und Melanchthonschriften sowie eigenen

Werken förderte er die evangelische Lehre. Nach dem Tod Friedrichs

des Weisen kam Spalatin 1525 als Pfarrer nach Altenburg. Er

diente auch den Kurfürsten Johann und Johann Friedrich als Berater.

1528 übernahm er in Altenburg die neue Superintendentur. Durch zahlreiche

Visitationen leistete er in den Jahren 1527 bis 1542 einen

entscheidenden Anteil am Aufbau landeskirchlicher Strukturen. 1545

starb der „Steuermann der Reformationin Altenburg und wurde in

der St. Bartholomäi-Kirche beigesetzt. Seine Gebeine sind verschollen,

die Erinnerung an den sprachlich begabten Welten- und Kirchenmann

Georg Spalatin hingegen leben in Altenburg fort.

Tipp www.lindenau-museum.de

Im Lindenau-Museum befindet sich die größte Sammlung früher

italienscher Meister der Renaissance nördlich der Alpen. In den 180

Tafelbildern spiegelt sich der tiefe Glauben dieser Zeit wider, in dem

auch Luther und Spalatin verwurzelt waren.


Musik als „Schöpfergabe“

Martin Luther liebte Musik. Er dichtete und komponierte selbst Choräle

und schätzte die Orgel. Der „Urkantor“ Johann Walter ist mit Altenburg

verbunden und auch für Georg Spalatin wird die Musik zu einem

wichtigen Teil des Gottesdienstes. Die großen Namen der barocken

Musik wie Bach, Schütz und Händel arbeiteten in der Region. Altenburg

ist reich an wertvollen Orgeln, die zu zahlreichen Konzerten über

das Jahr erklingen.

Die Trostorgel (1735–39) in der beeindruckenden Altenburger Schlosskirche

wurde von Bach selbst bewundert und von seinem Schüler

Johann Ludwig Krebs lange gespielt und ist im barocken Originalklang

restauriert (Konzerte von Mai bis September).

Die Silbermannorgel in der romantisch gelegenen Friedenskirche in

Ponitz (1734/35) ist ein spätes Werk des Meisters und in allen wesentlichen

Teilen original erhalten (Konzerte von April bis Dezember).

Die Ladegastorgel in der St. Bartholomäi-Kirche und die 2006 restaurierte

Sauerorgel in der Brüderkirche sind wichtige Instrumente des

romantischen Orgelbaus.

Buchbar für Gruppen:

Ein Treffen mit …

… dem Schlossorganisten Dr. Felix Friedrich, der die Trostorgel vorstellt und spielt.

… dem Organisten Wido Hertzsch auf einer musikalischen Führung in den Kirchen

und ihren Orgeln

… der Altenburger Gemeinde bei einer Führung mit Orgelvorspiel, einer kurzen

Andacht und einem Imbiss in der Brüderkirche.

Auf den Spuren der Reformation

St. Bartholomäi-Kirche – steinerne Zeugin der Reformation

Die St. Bartholomäi-Kirche im Herzen der Stadt ist die älteste Stadtkirche

Altenburgs und wurde nach 1100 als romanische Saalkirche erbaut.

Aus dieser Zeit erhalten ist eine Krypta unter dem südlichen Seitenschiff.

Ursprünglich war die Kirche mit einer Doppelturmanlage versehen.

Die Hussiten zerstörten die Kirche 1430 fast vollständig. Sie wurde

1459 als dreischiffige gotische Hallenkirche wieder hergestellt, wobei

beide romanische Türme erhalten blieben. 1659 stürzte der 1644 von

einem Blitz getroffene nördliche Turm der St. Bartholomäi-Kirche ein.

1660 wurde auch der andere Turm abgetragen sowie der Grundstein für

den noch heute stehenden Kirchturm (1668 vollendet) gelegt. Im

barocken Turm befindet sich ein Türmerstübchen. Von der Plattform aus

genießt der Besucher einen einzigartigen Blick auf die Altstadt

Altenburgs.

Die St. Bartholomäi-Kirche ist wichtigste steinerne Zeugin der Reformation

in Altenburg. Martin Luther predigte hier und schloss 1523 in der

Kirche eine der ersten Priesterehen. Seit 1524 ist die St. Bartholomäi-

Kirche evangelische Stadtkirche. Georg Spalatin wirkte an der Kirche als

Superintendent und wurde hier begraben. An seine Grabstelle im Chorraum

erinnert heute noch eine Marmorplatte.

Brüderkirche – Kloster, Schule und neue Kirche

Die 1905 erbaute Brüderkirche am westlichen Abschluss des Marktes ist

der Ersatzbau einer alten Franziskaner-Klosterkirche. Das Franziskanerkloster

wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts gegründet. Im

Zuge der Reformation wurde das Kloster geschlossen und am 9. Februar

1529 vom Rat der Stadt übernommen. Die Klosterkirche diente fortan als

Ersatz für die 1528 geschlossene Nikolaikirche, von der heute nur noch

der Nikolaiturm im malerischen Nikolaiviertel steht. Dieser diente auch

nach der Schließung der Kirche als Glockenturm für die „alte“ Brüderkirche,

da die Franziskaner-Klosterkirche über keinen Glockenturm verfügte.

Weitere Gebäude des Klosters wurden später für Schulzwecke genutzt.

1901 wurde die Kirche wegen Baufälligkeit abgerissen.

Die „neue“ Brüderkirche wurde nach den Plänen Jürgen Krögers erbaut.

Die Reformatoren Martin Luther, Georg Spalatin und Wenzeslaus Linck

sind bildlich dargestellt. Das Gotteshaus am Hauptmarkt prägt maßgeblich

das Stadtbild und hat für die Altenburger eine große Bedeutung.

Besonders während der Friedlichen Revolution 1989/90 war die

Brüderkirche der zentrale Ort der politischen Erneuerung.

Schlosskirche – Repräsentation und Musik

Die Schlosskirche, die dem Besucher bereits beim Beschreiten der

Schlossauffahrt als prägendes Gebäude des Schlosskomplexes ins

Auge fällt, wurde im 15. Jahrhundert im spätgotischen Stil errichtet. Die

Kirche geht auf die Gründung eines Kollegiatstifts im Jahr 1413 zurück.

Sie besitzt eine reiche Innenausstattung. In Wänden und im Fußboden

eingelassene Bronzeplatten sind Hinweise auf die Bestattung adliger

und kirchlicher Würdenträger. Georg Spalatin war Mitglied des Chorher-

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P

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Rethelstraße

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Stauffenbergstr.

Barlachstr.

180

in Richtung

Zeitz

Kleingartenanl.

„Neuland“

Kleingartenanl.

„Zur Erholung“

Städtischer

Friedhof

Krematorium

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Friedhof der

Kirchengemeinde

Jahnplatz

Grüntaler

Gabelsbergerstr.

JC JUGENDCLUB

i

SPIELPLATZ

TELEFON

Barlachstr.

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Zeitzer Straße

Blumenstraße

Jahnstr.

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Franzosengraben

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Turnerstr.

Elie- Wiesel- Straße

Weg

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Gottesackerkirche

INFORMATION

MED. P EINRICH.

Kleingartenanl.

H HOTEL „Zur Kiste“

BAR P

RESTAURANT

CAFÉ/BISTRO

Jakobsweg Lutherweg

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Sportplatz

Kauerndorfer Allee

Fürstengruft

Runkwitz-

Mittelstraße

Sporthalle

Rosenweg

Kleingartenanl.

„Zum Wetterhahn“


Behringstr.

Deutscher Bach

Pier e r straße

Hospital-

Platz

Weststr.

Zeitzer

Mittel- straße

Am Anger

Kleingartenanl.

„Am Lärchengrund“

Kleingartenanl.

Kleingartenanl. „Zeitzer Linden“

„Grüntaler Weg“

Geraer

APOTHEKE

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P PARKPLATZ

P TIEFGARAGE

L i e b e r mannstraße

Straße

Anger

auch Bus

Am Anger

Steinweg

Steinweg

Kleingartenanl.

„Nordblick“

Kleingartenanl.

„Zur Sonne“

Riegenstraße

Kleingartenanl.

TAXI

Franz- Mehring- Straße

P

Albert-

Grabenstraße

straße

straße

pital-

Hos-

Psych. Klinik

Robert-Koch-Str.

P

P

P

Kleingartenanl.

„Grüne Laube“

Planken-

GOLDENER

PLFUG

Beim

Gold. Pflug

Johannisvorstadt

1 x Bus

Freimaurer- P

loge

Brauhaus- straße

Talstraße

Ärztehaus

Theodor- Neubauer-Str.

P

in Richtung

Schmölln

Levy- Straße

in Richtung

Leipzig

Altenburger Destillerie

& Liqueurfabrik

P

H

Schmöllnsche Landstraße

Puschkinstraße

Straße

Hotel

Altenburger

Hof

Goldener

Pflug

Spinnbahn

Kleingartenanlage

„Am Deutschen

Bach“

Zeitzer Str.

Schmölln.

Vorstadt

Langen-

weg

Braugarten-

Martin- Luther- Straße

Nord-

Carl-

Johannis- graben

Sterlsg.

Geschwister-Scholl -Straße

gasse

weg

Hirtengas.

Landratsamt

Klosterg.

Topfmarkt

Fleischerg.


Dechanei

Gnadenkapelle

Neustadt

Am Lerchenberg

Stadt- und

Kreisbibliothek

i

Markt Marktg.

Kornmarkt

Kesselgasse

Friedrich-Wolf-Ring

Topfg.

Insel-

Zoo Gr oßer

Boots-

Te ichverleih

Berthold-Brecht-Straße

Ebert-Str.

Baderei

Hillgasse

Lerchenberg

Glockeng.

Dr.- Wilhelm- Külz-

TAXI

Mühlpforte

Brühl

Hinter d. Waage

Kunstg.

Pauritzer Straße

B e rg g.

Torg.

Mönchsg.

Kunstturm

Kleiner

Teich

Kleingartenanl.

„Friedenshöhe“

Frauengasse

Treppeng.

Pauritzer

Teich

Kräutrichsg.

Neugasse

Mauerstraße

Auf den Röhren


Friesenstr.

Friesenplatz

DRK

Schloßberg

S t i f t s -

P

Kleingartenanl.

Kleingartenanl.

„Günthers „Günthers Gärten“

straße

Schiller- Teehaus

Denkmal Orangerie

L e te rg .

H.-Mann-Str.

Hempel-

Thümmel-

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Meißnerstraße

straße

Wieland- straße

P

TAXI

Kanal- straße

g r a b e n

Schmölln. StraßeKleingartenanl.

Nikolaikirchhof

Botanischer

Erlebnisgarten

Kleingartenanl.

Dürerstraße

Otto-Dix-Straße Feldstraße

AWO, Malteser ,

Caritasverband,

Umweltbibliothek

Kirschhöhe

Rudolf- Breitscheid- Straße

Humboldtstr.

Gutenbergstraße

Heinrich-Zille-Str.

Diakonie

Lindenau-

Brüdergasse

straße

von- Ossietzky-

G.-Altenbourg-Str.

P

Brüderk.

H

Johannisstraße

Jüdeng.

Nikolaiturm

Spiegelg.

H

Kauerndorfer Allee

Spalatinpromenade

Spalatinpromenade

Haeckelstraße

Weiberm.str.

Moritz-

Pestalozzistr.

Amendestr.

Straße

Standesamt

Pohlhof

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Pohl-

Friedrich-

straße

Teichstraße

Stadtmauerturm

Langen- gasse

Burgstraße

Rathaus

Friedrich-

Kroneng.

Teichpromenade

Dürerstraße

Wolf-Ring

Sportplatz

Frauenfelsstr.

„Immergrün

Borchertstr.

Alte

Post

Zschernitzscher Str.

KAUERN-

DORF

Brauerei mit Museum

Jugendstil-Sudhaus

Friedr.-

Franz- Mehring- Straße

Hotel

Engel

Bei der

Brüderk.

H

Parkhotel

Roß-

P plan

P

Hotel am

Rossplan

Sporenstr.

Ebert-S traße

Ringstr.

Stadtmauerturm

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Am

Brückchen

Straße

Dostojewskistr.

Kulisse

Bartholomäik. Skat-

brunnen

Wallstraße

Am Kl. Teich

Kino

„Capitol“

Elfenweg

Fu

Wolfsg.

Brauerei-

B rockhausstraße

Theater

Teichvorst.

Zwickauer

Theaterplatz

Winterstr.

Alt-Kauernd.

Le onh.-Frank-Str.

Joh.-Seb.-

Terrassen-

Ärztehaus

H

Rote Hotel

Spitzen Treppengasse

Straße

straße

Offenburger Allee

Schulstraße

Kanalstraße

Bach-Str.

P

Schloß

Schloß- u.

Spielkartenmuseum

Rosa-Luxemburg-Straße

in Richtung

Zwickau

Katholische

Kirche

Jungfern-

Kreuzstraße

Rasephaser Str.

Bergstr.

gartenanl.

„Blaue Flut“

Eisenbahnstraße

WC

Fußgängertunnel

G.-Hauptmann-Str .

Wenzelstraße Bahnhofstraße

H

Pauritzer

Platz

Hotel

Astor

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Wettiner

Hof

Sorge

Neue

H.-Got tfried-Trost-Weg

Unterm Schloß

Wenzel-

straße

Marstallstraße

Fabrik-

straße

Gabelentzstraße

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Körnerstr.

straße

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Magdalenenstift

Käthe- Kollwitz- Straße

P

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„Tagessonne“

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Wettinerstraße

Blaue Flut

Lindenau-Museum

Schloßpark

Schiller-

Marstall

Heinrich-

Kleingartenanl.

„Sonnenhang“

Kauerndorfer

Kleingartenanl.

„Fortschritt“

Sportplatz

„Plateau“

Feuerwehr

Uhlandstraße

Kleingartenanl.

„Kleiner Jordan“

Kleiststraße

straße

Goethe-

Bahnhof

Agneskirche

Kleingartenanl.

„Bauhof I“

straße

Spinoza-

Leipziger Straße

Polizeiinspektion

Albert-

Kleingartenanl.

„Bauhof II“

Lessing- straße

Sportplatz

Spielkartenfabrik

Darwin-

Gymnasium

Grundschule

Allee

Wolfen-

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Fußgängerbrücke

Hausweg

Erich- Mäder- Straße

Münsaer

Einstein-

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Sperlingsberg Rousseaustraße

Käthe- i

Naturkundemuseum

Mauritianum

Münsaer Straße

Kollw tz-Straße

Parkstraße

Hausweg

Ärztehaus

Straße

180

Sporthalle

„Südost“

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Newtonstr.

Schwanenstr.

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Am Wolfenholz

Straße

Platanenstraße

Kleingartenanl.

Richard-

Wagner-

Platz

Beethovenstraße

Kleingartenanl.

„Heimgärten“

Kleingartenanl.

„Friedenseck“

Eselsweg

Reiherstraße

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Spe r b e r s t r a ß e

Kleingartenanl.

„Morgensonne“

P

Birkenstraße

Kleingartenanl.

„Glück-Auf“

in Richtung

Waldenburg

Ahornstr.

Ahornstr.

Birkenstraße

l

renstifts und kannte deshalb das Chorherrengestühl mit seinen filigranen

gotischen Schnitzereien aus der Zeit um 1500. Bei Restaurierungsarbeiten

im Nordschiff der Kirche wurde eine an die italienische

Schule erinnernde Wandmalerei von 1499 mit der Darstellung Christi

vor Pilatus freigelegt. Zahlreiche innenarchitektonische Veränderungen

erfuhr das Gotteshaus im 17. Jahrhundert. So entstanden

u. a. der prunkvolle barocke Altar, die Bet- und Andachtshäuschen, die

Emporen sowie die Fürstenloge. An der kunstvollen Kanzel ist eine

Abbildung des Reformators Martin Luther zu sehen. Vom Altan der

Kirche aus genießt man einen hervorragenden Blick über die Altstadt.

www.residenzschloss-altenburg.de

Die Roten Spitzen – Machtbau, Kloster und Wahrzeichen

Weithin sichtbar ist in der vieltürmigen Silhouette der Stadt die Doppelturmanlage

der Roten Spitzen. Die beiden Backsteintürme prägen

das Stadtbild und avancierten zum Wahrzeichen Altenburgs. Doch die

Doppelturmanlage ist nur der Überrest einer ehemaligen Stiftskirche,

die zu einem Augustiner-Chorherren-Stift gehörte.

Die Stiftung selbst geht auf Friedrich I. Barbarossa zurück. Gemäß den

Überlieferungen war er auch im Jahr 1172 zur Weihe des Kirchenbaus in

Altenburg. Mehrfach weilte er hier. In der Politik des Stauferkönigs

besaß Altenburg als zentraler Ort des Reichslandes Pleißenland eine

herausragende Bedeutung. So ist es nicht verwunderlich, dass die

Roten Spitzen nicht nur kirchlichen Zwecken dienten, sondern vor

allem ein steinernes Symbol des kaiserlichen Machtanspruchs darstellte.

Das Kloster selbst war mit vielfältigen Rechten ausgestattet und

entwickelte sich damit zum größten und reichsten Kloster des

Pleißenlandes.

Erst die Reformation setzte der Stellung des Klosters ein Ende. Das Kloster

besaß keinen guten Ruf unter den Reformatoren und wurde nach

langwierigen Verhandlungen 1543 aufgehoben. Später kaufte die Stadt

Altenburg die Anlage. Die heutige Form der Doppelturmanlage wurde

1618 vollendet, als der nördliche Turm eine barocke Haube erhielt. Seit

2006 sind die Roten Spitzen als Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung

offiziell anerkannt. Schließlich handelt es sich um einen der wichtigsten

frühen Backsteinbauten der Romanik. Nach den jüngsten Betrachtungen

der Bauforschung zeichnet sich zunehmend ab, dass mit den Roten Spitzen

der Initialbau für das Aufkommen der Backsteingroßbauten nördlich

der Alpen überhaupt vorliegt. Von der Bedeutung her sind die Roten Spitzen

damit dem Kaiserdom in Speyer zur Seite zu stellen.

Das Nonnenkloster – archäologisches Zeugnis

der Reformation

Am unteren Ende der Teichstraße befand sich das Marien-Magdalenen-

Nonnenkloster. Der Klostername wurde von der Zugehörigkeit der Nonnen

zum Magdaleniten-Orden abgeleitet. Zur Zeit der Reformation

wehrten sich die Nonnen unter Führung ihrer Priorin gegen die Schließung,

verließen später das Kloster dennoch. Die Stadt kaufte die

Gebäude im Jahr 1541 und verkaufte sie weiter. Das um 1750 dort erbaute

Bürgerhaus wurde im ausgehenden 20. Jahrhundert abgerissen.

Heute befindet sich dort eine archäologische Grabungsstätte.

Klosterpfad

Die Reformation veränderte das Schicksal der kirchlichen Gebäude oft

dramatisch. Entdecken Sie in einem etwa dreistündigen Spaziergang

durch die historische Altstadt fünf Kirchen und 1.000 Jahre Baugeschichte.

Buchbar für Reisegruppen:

… thematische Stadtführung „Altenburg – Versuchsfeld der Reformation

… ein Treffen mit dem Stadtarchäologen und Besuch der Ausgrabungen im Nonnenkloster

oder den „Roten Spitzen“.

Donnerstag 18 Uhr: Führung durch die archäologischen Ausgrabungen der Roten Spitzen

(Anmeldung erforderlich, Teilnehmerzahl begrenzt, auch für Gruppen buchbar)

Tipp

Geschichte genießerisch erleben mit einem üppigen Luthermahl in

der Küchenmeysterey der „Uferburg“. Nur für Gruppen ab 20 Personen

Versuchsfeld „Reformation“ – ein Wochenende in Altenburg

Anmeldung für Gruppen: www.altenburg-tourismus.de

Freitag 18 Uhr Stadtführung auf den Spuren der Reformation

Sonntag Besuch des Gottesdienstes in der Altenburger Gemeinde

und Führung „Kunst und Kirche“ durch die Sammlung italienischer

Meister der frühen Renaissance im Lindenau-

Museum

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