Prowindo-Pressekonferenz auf der Fensterbau Frontale ... - Rewindo

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Prowindo-Pressekonferenz auf der Fensterbau Frontale ... - Rewindo

Prowindo zieht positives Fazit und benennt die Herausforderungen

der Zukunft

Nürnberg, 25. März 2010. In den 60er Jahren fiel der Startschuss für den Erfolgskurs

des Kunststofffensters auf dem Fenstermarkt. Heute ist es mit über 56 Prozent der

unangefochtene Marktführer und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Viele aktuelle

Entwicklungen sowie künftige Chancen und Herausforderungen warten am

Wegesrand auf die Hersteller von Kunststofffenstern und Kunststofffenstersystemen.

Am 25.3.2010 zogen die Partner der Prowindo - Allianz für Kunststofffenster auf ihrer

Pressekonferenz im Rahmen der fensterbau/frontale, der weltweit führenden

Fachmesse für Fenster, Türen und Fassaden, ein Fazit aus ihrer Arbeit des

vergangenen Jahres und informierten über Tendenzen, die sich in der Zukunft

abzeichnen.

Zum Auftakt der Pressekonferenz verdeutlichte Ulrike Grawe, Executive Secretary der

European PVC Window Profile and Related Building Products Association (EPPA), dass die

PVC-Industrie und somit auch die Hersteller von Kunststofffenstersystemen selbst in einem

wirtschaftlich angespannten Jahr wie 2009 das Projekt „Vinyl 2010“ engagiert verfolgten. So

wurden die im Rahmen der freiwilligen Selbstverpflichtung gesetzten Mengenziele des

Recyclings nahezu erreicht. Im Abschlussjahr von „Vinyl 2010“ haben alle Projekte eine

Weg weisende Rolle für die gesamte PVC-Industrie, wie Ulrike Grawe betonte. Die

Geschäftsführerin von EPPA ist zuversichtlich, dass die Branche die Zielsetzung von „Vinyl

2010“ erreichen und somit einen wichtigen Schritt gehen wird, um das in sie gesetzte

Vertrauen zu bestätigen. Bereits heute wird über eine zweite Phase der freiwilligen

Selbstverpflichtung, „Vinyl 2020“, nachgedacht. Für die Definition von „Vinyl 2020“ sieht es

EPPA als unabdingbar an, dass neben den Profilherstellern auch die Kunststofffensterbauer

stärker in diesen Prozess eingebunden werden. Nur durch deren Integration ist es möglich,

die Grundlage dafür zu schaffen, dass die Endkunden verstärkt nach Profilen mit recyceltem

Material fragen und somit ebenfalls einen wichtigen Anteil an der nachhaltigen und

Ressourcen schonenden Verwendung von PVC haben.


Michael Vetter, Geschäftsführer der Rewindo Fenster-Recycling-Service GmbH, unterstrich,

dass 2009 die Recyclingmengen im Vergleich zum Vorjahr – trotz schwierigem Umfeld –

wieder gesteigert wurden. Somit leistete die PVC-Branche ganz im Sinne der

Produktverantwortung einen wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit.

Als Herausforderungen der Zukunft sieht Michael Vetter vor allem die erfolgreiche Schaffung

einer breiten Akzeptanz für das Recycling und für Produkte mit Recyclat sowie die

Ausweitung des Recyclings innerhalb Europas. In seinen Augen ist es essentiell, dass die

Branche weiter zu ihrer Verpflichtung steht und weitere Applikationen für steigende

Recyclatmengen eröffnet.

Die energetische Gebäudesanierung entlastet die Umwelt und spart Geld. Kunststofffenster

leisten hier aufgrund ihrer hohen Effizienz einen wichtigen Beitrag, der mit der

Marktführerschaft belohnt wird. Dass im Bereich der energetischen Gebäudesanierung auch

in den kommenden Jahren noch ein großes Potential für den Einsatz von Kunststofffenstern

verborgen liegt, bestätigte Werner Preusker, der Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft

PVC und Umwelt e.V. auf der Pressekonferenz in Nürnberg. Nach einer Studie von Prognos

und dem Öko-Institut für die Umweltstiftung WWF, die im Februar 2010 auf einer

Gemeinschaftsveranstaltung der AgPU und der profine GmbH vorgestellt wurde, können bis

2050 mit jährlichen zusätzlichen Investitionen von rund 18 Milliarden € 86 Prozent des

Wärmebedarfs von Gebäuden und damit etwa 40 Prozent des Gesamtenergiebedarfs in

Deutschland eingespart werden. Würden die bisher schon aufgewandten Mittel im Sinne

einer ganzheitlichen Betrachtung von Gebäudehülle und Gebäudetechnik effizienter

eingesetzt, ließen sich laut Werner Preusker zudem die Einsparziele der EU erreichen.

An Material, Ausführung, Service und damit an Qualität zu sparen mag kurzfristig

Kostenvorteile bieten, mittel- bis langfristig hat sich diese Strategie selten ausgezahlt. Dies

gilt insbesondere dann, wenn – wie beim Kunststofffenster - Anforderungen an Material,

Konstruktion und Gebrauchseigenschaften kontinuierlich wachsen. Gerald Feigenbutz,

Geschäftsführer des Qualitätsverbandes Kunststofferzeugnisse e.V. (QKE), stellte die RAL-

Gütesicherung für Kunststofffenstersysteme als ein bewährtes Instrument vor, das sich den


Herausforderungen des Marktes an Qualität stellt. Vor allem der internationale Fokus, die

kontinuierliche Weiterentwicklung des state-of-the-art sowie die Kosteneffizienz benannte

Gerald Feigenbutz als die wichtigsten Zukunftsthemen für die Hersteller von

Kunststofffenstern und -systemen.

Abschließend sprach Ralf Olsen, Geschäftsführer des pro-K Industrieverbandes Halbzeuge

und Konsumprodukte aus Kunststoff e.V., über eine der größten Herausforderungen, die die

Hersteller von Kunststofffenstern bereits heute betrifft und in Zukunft immer stärker betreffen

wird. Hochwertige und zukunftsfähige Fenster entstehen nur durch qualifizierte Mitarbeiter.

Der demographische Wandel lässt die Lücke zwischen vorhandenen Ausbildungsplätzen

und fehlenden Auszubildenden jedoch weiter dramatisch anwachsen. Um dieser

Entwicklung entgegenzuwirken und die Ausbildung zum Kunststofffensterbauer für

Schulabgänger und Unternehmen zugleich attraktiver zu machen, wurde in diesem Jahr

unter Federführung des pro-K – im Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie

zuständig für die Bildungspolitik und Berufsbildung – die Neuordnung der Ausbildung zum

Verfahrensmechaniker Kunststoff- und Kautschuktechnik auf den Weg gebracht. Dieser ist

die Ausbildung zum Kunststofffensterbauer seit 2006 angegliedert. Die Branche hat nun die

Möglichkeit im Zuge der Novellierung die Ausbildungsinhalte für die kommenden Jahre zu

gestalten und auf die Bedürfnisse der Kunststofffensterbauer abzustimmen. Ralf Olsen

rechnet damit, dass die neu gestaltete Ausbildung schließlich mit dem Ausbildungsjahr

2011/2012 in Kraft tritt.

Ansprechpartner:

Werner Preusker, Geschäftsführer, Arbeitsgemeinschaft PVC und UMWELT e.V. (Working

Group PVC and Environment)

Am Hofgarten 1-2, D-53113 Bonn

Tel. +49 (0)228 917 83-0, Fax +49 (0)228 538 95 94

www.agpu.com | agpu@agpu.com


Ulrike Grawe, Executive Secretary, European PVC Window Profile and related building

products Association

Avenue de Cortenbergh 66, B-1000 Brussels - Belgium

Tel. +32 (0)2 739 63 84, Fax: +32 (0)2 732 42 18

www.eppa-profiles.org I info@eppa-profiles.org

Ralf Olsen, Geschäftsführer

pro-K Industrieverband Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff e.V.

Städelstr. 10, D-60596 Frankfurt am Main

Tel. +49 (0)69 / 27105-29, Fax +49 (0)69/259837

www.pro-kunststoff.de I info@pro-kunststoff.de

Gerald Feigenbutz, Geschäftsführer,

Qualitätsverband Kunststofferzeugnisse e.V.

Am Hofgarten 1-2, D-53113 Bonn

Tel. +49 (0)228 766 76 54, Fax +49 (0)228 766 76 50

www.qke-bonn.de I info@qke-bonn.de

Michael Vetter, Geschäftsführer, Rewindo Fenster-Recycling-Service GmbH

Am Hofgarten 1-2, D-53113 Bonn

Tel. +49 (0)228.92 12 83 -0, Fax. +49 (0)228.5 38 95 94

www.rewindo.de I info@rewindo.de

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