NFV_10_2009_Altliga RWD - Rot Weiss Damme

rotweissdamme

NFV_10_2009_Altliga RWD - Rot Weiss Damme

FUSSBALL

NIEDERSACHSEN

Herausgegeben vom

Niedersächsischen

Fußballverband

Nr. 10/2009

H 5304 E

3,00 €

Internet

http://www.nfv.de

4:0 gegen Aserbaidschan:

Marcel Schäfer & Co.

blicken jetzt nach Moskau


Hannover bleibt ein gutes Pflaster für die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft der Männer. In nunmehr

25 internationalen Begegnungen seit 1931 gab es in der niedersächsischen Landeshauptstadt 19 Siege, nur drei

Mal verließ Deutschland als Verlierer den Platz. Die Bilanz weiter aufpoliert hat das Team von Trainer Joachim Löw

am 9. September beim 4:0-Erfolg im WM-Qualifikationsspiel gegen Aserbaidschan. Höher gewann eine deutsche

Mannschaft in Hannover nur fast auf den Tag genau vor 38 Jahren. Am 8. September 1971 feierten Franz Beckenbauer

und Co. im damaligen Niedersachsenstadion einen 5:0-Erfolg über Mexiko.

Dreifacher Torschütze war damals der legendäre Gerd Müller, während jetzt zwei Mal Miroslav Klose traf. Seine

Treffer heizten die Stimmung der rund 35.000 Zuschauer in der AWD-Arena noch einmal richtig an, nachdem es

nach phasenweisen Leerlauf im ersten Spielabschnitt zwischenzeitlich recht ruhig im weiten Rund geworden war.

Am Ende hat sicherlich kein Fan sein Kommen bereut, wurde doch ein weiterer Schritt in Richtung 2010 getan.

Bei aller Freude über einen torreichen deutschen Sieg gab es doch zwei Wermutstropfen für mich. Ich hätte mir

eine ausverkaufte AWD-Arena gewünscht, doch die späte Anstoßzeit von 20.45 Uhr an einem Mittwochabend hat

sicherlich verhindert, dass insbesondere noch mehr Kinder aus dem weiten niedersächsischen Umland den Weg

nach Hannover gefunden haben. Enttäuscht war ich auch, dass unerwartet ein Trio gesprengt wurde, dass gemeinsam

einen besonderen Platz in den Annalen des Niedersächsischen Fußballverbandes einnimmt. Per Mertesacker

(2005), Robert Enke (2007) und Marcel Schäfer (2009) sind jeweils schon einmal mit dem Titel „Niedersachsens Fußballer

des Jahres“ ausgezeichnet worden. Eine rätselhafte Viruserkrankung verhinderte dann aber ausgerechnet den

Einsatz vom sympathischen Schlussmann aus Hannover. René Adler ist sicherlich ebenfalls ein ausgezeichneter Torwart,

doch hätte ich Enke als Lokalmatadoren sein Heimspiel gegönnt.

Der „gute Geist von Barsinghausen“ ist an dieser Stelle bereits mehrfach in Erinnerung gerufen worden. Vielleicht

hat er einmal mehr die deutsche Mannschaft beflügelt und zum ungefährdeten Erfolg beigetragen. Denn wie

bei fast jedem Länderspiel in Hannover gastierten die deutschen Elitefußballer auch jetzt vor dem Spiel in unserem

Sporthotel Fuchsbachtal. Sie sind dort stets gern gesehene Gäste und schon heute freuen wir uns auf den nächsten

Besuch einer deutschen A-Nationalmannschaft am Deister.

„Fußballer des Jahres“ – diese Auszeichnung konnte in Niedersachsen 2008 auch Martina Müller vom VfL

Wolfsburg schon einmal gewinnen. Die 29-Jährige hat jetzt ihre beeindruckende Sammlung internationaler Titel

noch einmal erweitert. Nach dem Gewinn der Weltmeisterschaften von 2003 und 2007 sowie der Europameisterschaft

von 2001 trägt Martina nun erneut die europäische Krone. Sie bestritt bei der Frauen-Europameisterschaft in

Finnland in der Vorrunde das komplette Spiel gegen Island (1:0) und wurde im Viertelfinale beim 2:1-Erfolg gegen

Italien eingewechselt. Dabei stellte sie unter Beweis, dass sie im Team von Bundestrainerin Sylvia Neid weiterhin eine

verlässliche Größe ist. Mein herzlicher Glückwunsch gilt deshalb einem wirklichen Aushängeschild des niedersächsischen

Frauenfußballs.

Karl Rothmund

(Präsident)

Der NFV N

– Ein Ball verbindet

Liebe

Fußballfreunde

Oktober 2009 3


Inhalt

4

Editorial

Karl Rothmund über einen gern gesehenen Gast im Sporthotel 4

WM-Qualifikation

Hannover bleibt für Miroslav Klose und die DFB-Auswahl ein gutes Pflaster 6

Frauen-Europameisterschaft

Martina Müller ist die vierte Europameisterin des NFV 10

Frauen-WM 2011

Vorverkauf beginnt am 29. Oktober 2009 12

Talentförderung

Nachwuchskonzept des DFB weltweit anerkannt 14

Zeitungsforschung

„Wer liest denn noch den Sportteil?“ – Paul-Josef Raue referiert beim NFV 16

Länderspiel

DFB und Schweden treffen in Hameln und Barsinghausen aufeinander 20

Schulfußball

Elbmarschen-Schule wird DFB-Partnerschule – Drei weitere Jahre Schul-Ass 21

Namen und Nachrichten I

DFB-Torwarttrainer Andreas Köpke zu Gast bei NDR I – Radio Niedersachsen 22

Namen und Nachrichten II

Karen Rotter stellt Aktivitäten zur Frauen-WM 2011 vor 24

Portraits

Drei U 18-Auswahlspieler des NFV stellen sich vor 26

U 18-Junioren II

Spannender (Süd)-Western in Duisburg-Wedau 28

U 18-Junioren III

Imponierende Steigerung beim Nordturnier 30

Integration

Britta Carlson leitet Training beim Mädchenfußballcamp 32

U 17 Juniorinnen

NFV-Team hat „noch viel Luft nach oben“ 34

Profis in der Schule

Bewerbungen noch bis 30. November 2009 möglich 36

Frauenfußball

Deisterauswahl erhält 50 Freikarten für 18 Gegentore 37

NFV-Sportschule

T Rex 600 kreist über dem Fuchsbachtal 38

Fritz-Walter-Medaille

Konstantin Rausch zum zweiten Mal ausgezeichnet 39

Altligafußball

RW Damme im Norden die neue Nummer eins 40

ARAG Sportversicherung

Schadenfall des Monats: Unfreiwilliges Badevergnügen 41

Behinderten-Fußball

Team der Lebenshilfe Wolfsburg belegt Rang 8 in Duisburg 42

„Studio B 54“ – Unter diesem Namen wird am 23. Oktober der neue Fitness- und Wellnessbereich der NFV-Sportschule feierlich eingeweiht. Am 24. und 25.

Oktober stellt der Niedersächsische Fußballverband die 600 Quadratmeter große Anlage mit einem „Tag der offenen Tür“ vor. Geleitet wird das „Studio B 54“,

das von den Sportschulgästen und der Öffentlichkeit voraussichtlich ab dem 1. November genutzt werden kann, von Tina Kohlhof (Bild).

Oktober 2009

Titel

Die Deutsche Nationalmannschaft

hält Kurs

auf die Weltmeisterschaft

2010 in Südafrika.

In Hannover

setzte sich die Mannschaft

von Bundestrainer

Joachim Löw

gegen Aserbaidschan

mit 4:0 (1:0) durch und

festigte damit Platz eins

in der Qualifikationsgruppe

4. Da Russland

zeitgleich in Wales

mit 3:1 gewann, kommt

es jetzt am 10. Oktober

in Moskau zum Entscheidungsspiel

um den

Gruppensieg und damit

der direkten Qualifikation

für das erste WM-

Turnier auf dem afrikanischen Kontinent. Marcel Schäfer vom

VfL Wolfsburg (Titel) bestritt in Hannover sein sechstes Länderspiel

und hofft nun auch auf einen Einsatz in der russischen Metropole.

Aufgenommen wurde die Spielszene mit Aserbaidschans

Vagif Dzavadov im Hintergrund von Stefan Zwing.

Namen und Nachrichten III

Landespolitiker tagten im Sporthotel Fuchsbachtal 44

U 21-Länderpokal des DFB

NFV-Auswahl fährt optimistisch in die Sportschule Duisburg-Wedau 45

Eliteschule des Fußball

Hohe Auszeichnung für Eichendorffschule in Wolfsburg 46

EUROGREEN

Die Sportplatz-Pflegeplanung für 2010 47

Porträt

Schiedsrichter Horst Germer macht auch im 81. Lebensjahr weiter 48

Bezirk Braunschweig

Einstimmiges Votum für Egon Trepke 50

Bezirk Hannover

Eingespieltes Team bleibt in Holzminden an der Spitze 52

Bezirk Lüneburg

Scorpions-Gitarrist Schenker sponsert Leinetaler G-Junioren 56

Bezirk Weser-Ems

DFB-Direktor Willi Hink beim Kreistag im Ammerland 61

NFV intern

Amtliche Nachrichten und Sportschultermine 66


WM-Qualifikation Hannover bleibt für Miroslav Klose ein gutes Pflaster: Wie

bereits 2002 gegen die Färöer-Inseln und 2007 gegen

Zypern traf der Stürmer des FC Bayern München gegen

Aserbaidschan in der AWD-Arena.

6

Klose und Hannover – das passt!

4:0: Deutschland erfüllt Pflicht gegen Aserbaidschan und reist als Erster nach Moskau

Von MANFRED FINGER

Die Stimme des „Prinzen“ hallte durch

das Fuchsbachtal: „Jogi, wir wollen

Dich siegen sehen!“ Die Aufforderung

von Lukas Podolski galt dem Bundestrainer.

Unter den Augen des Kölner Stürmers, dem

sich auf dem Balkon seines Zimmers ein Panoramablick

über die NFV-Sportanlage bot,

ging Joachim „Jogi“ Löw auf Torejagd.

Wie alle seine Vorgänger bis auf Jürgen

Klinsmann, in dessen Amtszeit (2004 bis

2006) kein Länderspiel in Niedersachsen ausgetragen

wurde, hatte Löw die Deutsche Nationalelf

im Vorfeld einer DFB-Partie in Hannover

nach Barsinghausen gebeten. Und wie

2007 vor dem Zypern-Spiel stand auch an

den beiden Abenden vor der Aufgabe gegen

Aserbaidschan das „Betreuerspiel“ auf dem

Oktober 2009

Programm. Ein Kick zwischen Mitarbeitern

des Trainerteams, des Büros der Nationalmannschaft,

der Pressestelle sowie weiteren

Mitgliedern der insgesamt 24-köpfigen Delegation

im Umfeld der Mannschaft.

Als „Gastspieler“ mit von der Partie war

NFV-Direktor Bastian Hellberg. Mit Oliver

Bierhoff spielte er sich sowohl im Soccercourt

der Coca-Cola-Fußballschule als auch

am zweiten Abend auf dem A-Platz der NFV-

Sportschule gekonnt die Bälle zu und durfte

sich an beiden Tagen über Erfolge gegen das

Team um Joachim Löw freuen.

Sieht man einmal von diesen „Niederlagen“

ab, fiel die Bilanz des Bundestrainers

über den Aufenthalt in Niedersachsen,

nimmt man nur die nackten Zahlen zur

Hand, positiv aus. Im 42. Spiel seit seinem

Amtsantritt im August 2006 feierte die DFB-

Die Darmerkrankung des Hannoveraner Torwarts Robert Enke lässt die Empfehlung dieser Zuschauerin

an Joachim Löw vorerst zur Makulatur werden. Fotos (2): Zwing

Auswahl gegen Aserbaidschan ihren 30.

Sieg und wiederholte mit dem 4:0-Erfolg das

Ergebnis ihres letzten Auftrittes in Hannover.

Doch während im November 2007 gegen

Zypern die Qualifikation für die Europameisterschaftsendrunde

bereits sicher war,

bildete Aserbaidschan jetzt nur den Aufgalopp

für das große Finale um das Ticket für

die kommende WM in Südafrika. Am 10.

Oktober ist der Moskauer Luschniki-Park

Schauplatz der Entscheidung zwischen Russland

und Deutschland. Auf dem Spiel steht

der Sieg in der Gruppe 4 und damit die Direktqualifikation

(der Gruppenzweite muss

in die Play-offs). Nach acht von zehn Spieltagen

weist die Löw-Elf einen Zähler mehr auf,

so dass die Ausgangslage klar ist: Bei einem

Sieg kann die DFB-Auswahl für Südafrika buchen,

bei einem Remis wohl auch – voraus-

Spielstatistik

Deutschland: Adler (24 Jahre/6

Länderspiele) – Lahm (25/60), Mertesacker

(24/57), Westermann (26/14),

Schäfer (25/6) – Ballack (32/95), Hitzlsperger

(27/49) – Schweinsteiger (25/70),

Özil (20/4), Podolski (24/66) – Gomez

(24/28). Trainer: Löw.

Aserbaidschan: Agayev (23/8) –

Shukurov (26/36), Levin (25/6), Abbasov

(31/36), Allahverdiyev (25/5) – Yunisoglu

(23/21) – Nadyrov (22/24), Chertoganov

(29/27), Sadygov (27/57) – Mammadov

(21/12) – Dzavadov (20/25). Trainer:

Vogts Eingewechselt: 46. Klose (31/91)

für Gomez und Beck (22/4) für Schäfer,

67. Trochowski (25/25) für Schweinsteiger

– Pereira (31/11) für Nadirov, 67. Huseynov

(21/15) für Mammadov.

Tore: 1:0 Ballack (14., Rechtsschuss,

Foulelfmeter, Abbasov an Podolski), 2:0

Klose (55., Rechtsschuss, Vorarbeit

Lahm), 3:0 Klose (66., Rechtsschuss,

Beck), 4:0 Podolski (71., Linksschuss, Ballack).

Chancen: 10:2 – Ecken: 11:2 –

Gelbe Karte: Pereira (81.) – Gelb-Rote-

Karte: Abbasov (50.) – Zuschauer: 35

369. Quelle: kicker/uefa.com


Sportart gewechselt? Vor dem Aufwärmtraining

schnappte sich Hamburgs Piotr Trochowski

einen American Football und präsentierte

sich zielsicher. Foto: Zwing

Per Mertesacker, Oliver Bierhoff und Marcel Schäfer (von links) informierten sich über den

Stand der Baumaßnahmen für den neuen Fitness- und Wellnessbereich der NFV-Sportschule.

Unter dem Namen „Studio B 54“ wird die 600 Quadratmeter große Anlage am 23. Oktober

eingeweiht sowie am 24. und 25. Oktober mit einem „Tag der offenen Tür“ der Öffentlichkeit

vorgestellt. Die Leitung hat Tina Kohlhof. Foto: Zwing

Frank Schmielau

aus dem NFV-

Handwerkerteam

war für

Assistenzcoach

Hansi Flick ein

wichtiger Ansprechpartner.

Zu Schmielaus

Aufgaben gehörte

unter anderem

die Pflege

des A-Platzes.

WM-Qualifikation

Einen Blick fürs Detail bewies Lukas Podolski (rechts). Während des gemeinsamen Torwandschießens

zwischen Nationalspielern und den Siegern des Mc’Donalds Gewinnspiel positionierte der

„Prinz“ erst einmal die Markierungstonne. Foto: Zwing

Ein neuer Mann für Jogi? Zum abendlichen Betreuerspiel

erhielt Bastian Hellberg spontan eine

Einladung von Oliver Bierhoff. Da der NFV-Direktor

keine Ausrüstung dabei hatte, wurde er mit

Utensilien der Nationalmannschaft ausgerüstet.

Die Schuhe kamen dabei vom nicht angereisten

Robert Enke. Foto: Zwing

Foto: Finger ➤

Oktober 2009 7


WM-Qualifikation

8

Übereinstimmend waren die Kräfteverhältnisse

beider Mannschaften wie hier zwischen

Piotr Trochowski (links) und Elnur Allahverdiyev

nur selten. Trotz einer Schwächephase in

der ersten Hälfte dominierte die DFB-Elf klar.

gesetzt, sie löst die Heimaufgabe vier Tage

später in Hamburg gegen Finnland.

Auf Schützenhilfe Aserbaidschans, dem

letzten russischen Qualifikationsgegner am

14. Oktober, darf Deutschland nicht bauen.

„Wenn man sich auf uns verlässt, ist man verlassen“,

rechnet selbst Berti Vogts, der das

Team vom Kaspischen Meer seit April 2008

betreut, nicht damit, dass Aserbaidschan

dem ehemaligen Unionspartner aus dem

untergegangenen Reich der Sozialistischen

Sowjetrepubliken gefährlich werden kann.

Deshalb wollen es Joachim Löw und

sein Team selber richten. „Wir werden nicht

auf Unentschieden spielen. Wir werden versuchen,

jede Chance zu nutzen und das Spiel

zu gewinnen“, erklärte der 49-Jährige nach

der Begegnung in Hannover. Vor der Partie

auf dem Moskauer Kunstrasen muss der

Bundestrainer aber noch an manchen Mannschaftsteilen

ordentlich basteln. Als Warnsignal

dient die Phase nach Michael Ballacks

Führungstor (14. Minute), die Philipp Lahm

später „mit zu den schlechtesten 20 Minuten,

die ich in der Nationalmannschaft mitgemacht

habe“ zählte. „Wir waren relativ

schlampig und haben Fehler gemacht im Abspiel“,

monierte der Münchener nach seinem

60. Länderspiel.

Dass der Auftritt der Gastgeber in der

zweiten Hälfte ein deutlich besserer wurde,

ist nicht zuletzt das Verdienst eines Mannes,

der beim FC Bayern derzeit eher im Schatten

steht, in Hannover aber alle überstrahlte: Miroslav

Klose. In der Halbzeit für seinen Vereinskollegen

Mario Gomez gekommen, präsentierte

er sich spritzig und treffsicher. Mit

seinen Treffern in der 55. und 66. Minute beseitigte

Klose letzte theoretische Zweifel am

deutschen Sieg.

„Klose und Hannover – das passt!“ Dieses

Fazit drängt sich auf, denn in jedem seiner

Länderspiele an der Leine war der 31-

Jährige erfolgreich. Im Oktober 2002 erzielte

er gegen die Färöer-Insel den 2:1-Siegtreffer,

im November 2007 gegen Zypern das 2:0

und nun gegen Aserbaidschan seinen bereits

Oktober 2009

neunten „Doppelpack“ im DFB-Dress. Mit

diesem schob er sich auf Platz drei der ewigen

Torjägerliste des Deutschen Fußball-Bundes

(DFB). Mit aktuell 47 Länderspieltoren

teilt er sich die Position mit Rudi Völler und

Jürgen Klinsmann. Angeführt wird die Statistik

von Gerd Müller (68 Tore in 62 Länderspielen)

und DDR-Rekordnationalspieler Joachim

Streich (55 Tore in 102 Länderspielen).

Ein gutes Pflaster ist Niedersachsens

Hauptstadt aber nicht nur für Miroslav Klose.

Im 25. Länderspiel seit dem ersten Auftritt

1931 gegen Dänemark (4:2) verbesserte die

DFB-Auswahl ihre Hannover-Bilanz auf 19

Siege, denen jeweils nur drei Unentschieden

und Niederlagen gegenüber stehen.

„Jogi Löw: DENKE gut nach!“ Die Empfehlung

einer Zuschauerin zugunsten des

Torwarts von Hannover 96 hatte sich bereits

zwei Tage vor dem Aserbaidschan-Spiel als

Makulatur erwiesen. Als der Bus der Deutschen

Nationalmannschaft am Montag,

„Schau in die Kamera und Du wirkst“ – Perfekt beherzigte der Balljunge in der Mitte eines der

wichtigsten Gesetze der Fernsehbranche. Während sein Blick die mobile Kamera sucht, scheint Elvin

Mammadov (dahinter) mit seinen Gedanken schon beim Spiel zu sein. Fotos (2): Zwing

Stimmen

Joachim Löw: Nach dem frühen Tor

war ich mit dem Spiel absolut unzufrieden.

Das habe ich der Mannschaft in der

Halbzeit auch deutlich gesagt. Wir haben

die Zweikämpfe überhaupt nicht angenommen

und sind nur nebenher gelaufen,

da war es klar, dass die Zuschauer zur

Halbzeit gepfiffen haben. Für Miroslav

Klose war die zweite Halbzeit wie eine

Befreiung. Er ist noch nicht bei 100 Prozent,

aber er hat heute hervorragend gespielt.

Er und Lukas Podolski haben unglaubliche

Quoten, und auch wenn es

mal nicht so läuft, werde ich zu ihnen stehen.

Bisher ist die Qualifikation mit 22

von 24 möglichen Punkten fast optimal

gelaufen. Nun werden wir gut vorbereitet

nach Russland reisen.

Berti Vogts: Wir haben bis zum

Platzverweis hervorragend gespielt und

der deutschen Mannschaft das Leben

sehr schwer gemacht. Nach dem Platzverweis

hatten wir aber keine Chance

mehr, das Spiel zu gewinnen. Wichtig ist,

dass sich der Fußball in Aserbaidschan

weiterentwickelt und wir den Anschluss

zum europäischen Mittelmaß finden.

Michael Ballack: Wir haben das

Soll erfüllt, jetzt geht es ans Eingemachte.

Das Spiel in Russland wird das schwerste

Spiel der gesamten Qualifikation. Wir haben

gut begonnen, nach dem Tor aber

unerklärlicherweise den Faden verloren.

Da sind wir nur hinterher gelaufen, das

war ganz schlecht von uns. In der zweiten

Halbzeit war es dann wieder okay.

Philipp Lahm: Wir müssen heute

die 20, 25 Minuten vor der Halbzeit aufarbeiten.

So darf man sich vor heimischem

Publikum nicht präsentieren. Das

war sehr schlecht, nachdem wir eigentlich

gut ins Spiel gekommen waren. Das

war einfach unverständlich.

Miroslav Klose: Wir haben eine

gute Mannschaft, die auch in Russland

bestehen kann. Fußball ist ein Mannschaftsport,

da geht es nicht um den Einzelnen.

Der Bundestrainer weiß aber, dass

ich alles dafür tun werde, umso schnell

wie möglich wieder bei 100 Prozent zu

sein. Quelle: dfb.de


7. September, um 17 Uhr ohne den „Lokalmatadoren“

vor dem Sporthotel Fuchsbachtal

vorfuhr, beschäftigte schnell eine Frage

die wartenden Journalisten: „Was ist mit Robert

Enke?“ Damit begann das Rätselraten

um die Gesundheit des 32-Jährigen, der

nach dem Südafrika-Spiel 48 Stunden zuvor

über Magen- und Darmprobleme geklagt

hatte. Nach zahlreichen Untersuchungen

(u. a. im Tropen-Institut in Hamburg) und

den kuriosesten Vermutungen stand schließlich

zwei Wochen später fest: Der Sympathieträger

von Hannover 96 leidet unter einer

Campylobakter-Infektion (Darm-Entzündung

durch Bakterien).

Eine Erkrankung, die Enke nicht nur sein

„Heimspiel“ gegen Aserbaidschan kostete,

sondern auch seinen Status als Nummer 1

für die Spiele in Russland und gegen Finnland.

„Robert wird in Absprache mit den

Ärzten in den kommenden zwei Wochen nur

leichtes Training absolvieren können und

muss vorerst Antibiotika nehmen. Das bedeutet

für uns, dass er bis zu den Länderspielen

im Oktober nicht vollends fit sein wird

und somit nicht eingesetzt werden kann“,

begründete Joachim Löw in einer DFB-Pressemitteilung

vom 21. September die Nicht-

Nominierung des Hannoveraners für die

Spiele gegen Russland und Finnland.

So ruhen die deutschen Hoffnungen in

Moskau auf dem gegen Südafrika glänzend

aufgelegten René Adler im Tor, auf Kapitän

Michael Ballack, dem wiedererstarkten Miroslav

Klose und – im DFB-Trikot immer eine

Bank – auf Lukas Podolski. Mit seinem Linksschuss

zum 4:0-Endstand gegen Aserbaidschan

erzielte der 24-Jährige in seinem 66.

Länderspiel bereits Länderspieltor 34 und

schaffte damit den Sprung in die Top Ten der

ewigen DFB-Torschützenliste. Und vielleicht

wird sich Joachim Löw in den Tagen von

Moskau an die Anfeuerung von Barsinghausen

erinnern und dem „Prinzen“ seinerseits

mit auf den Weg geben: „Poldi, wir wollen

Dich treffen und siegen sehen“… ■

WM-Qualifikation

„De Prinz kütt“ – Zwei Tage vor dem Länderspiel gegen Aserbaidschan bezog die Deutsche Nationalmannschaft

um Lukas Podolski Quartier im Sporthotel Fuchsbachtal. Foto: Zwing

Michail Kassabov (4. von rechts) war der UEFA-Delegierte für das Länderspiel zwischen Deutschland und Aserbaidschan. Am Abend vor der Partie besuchte

der perfekt Deutsch sprechende Bulgare, der seit Jahren enge freundschaftliche Beziehungen zu NFV-Ehrenpräsident Dr. h.c. Engelbert Nelle

und NFV-Präsident Karl Rothmund unterhält, das Quartier der Deutschen Nationalmannschaft in Barsinghausen. Anlass war das gemeinsame Abendessen

mit dem NFV-Präsidium im „Fuchsbau“. Von links: Georgi Tutundjiev (NFV-Beauftragter für die Bulgarien-Projekte des Verbandes), Jan Baßler

(Leiter des Präsidialbüros), Wolfgang Mierswa (betreute das für das Länderspiel angesetzte Schiedsrichtergespann), Herbert Lange, Engelbert Nelle,

Egon Trepke, Michail Kassabov, August-Wilhelm Winsmann, Karl Rothmund, Ferdinand Dunker (alle NFV-Präsidium). Foto: Finger

Oktober 2009 9


Frauenfußball

10

„Fußball ist ein Spiel, bei dem 22

Spieler hinter einem Ball herjagen und

am Ende gewinnt immer Deutschland.“

– Das legendäre Zitat des englischen

Ex-Nationalspielers Gary Lineker ist vor

wenigen Wochen einmal mehr bestätigt

worden. Denn fast immer dann, wenn

Frauen-Fußball-Europameisterschaften

ausgetragen werden, heißt der spätere

Sieger Deutschland. Bei den seit 1984

ausgetragenen zehn Turnieren triumphierten

DFB-Teams insgesamt sieben

Mal, zuletzt fünf Mal in Folge. Wenn

allerdings auf dem Siegerpodest um die

Wette gestrahlt wird, machen sich Fußballerinnen

niedersächsischer Vereine rar.

Eine der wenigen Ausnahmen bildete

jetzt Martina Müller (VfL Wolfsburg),

die in Finnland zum erfolgreichen Aufgebot

der deutschen Fußball-Frauen

gehörte.

Einen Europameistertitel gewannen

als Fußballerinnen aus Niedersachsen

zuvor erst drei Spielerinnen. Petra

Damm und Doris Fitschen waren 1989

und 1991 als Aktive von VfR Eintracht

Wolfsburg mit der deutschen Auswahl

erfolgreich. Bei den EM-Titelgewinnen

von 1997 und 2001 kam Claudia Müller

als Spielerin von Fortuna Sachsenross

Hannover bzw. WSV Wolfsburg-Wendschott

zum Einsatz.

Und nun durfte also Martina Müller

in Helsinki den Gewinn ihres zweiten Europameistertitels

nach 2001 bejubeln. Die

29-jährige Stürmerin des VfL Wolfsburg

bestritt beim Turnier in Finnland zwar

„nur“ zwei Spiele, unterstrich dabei aber,

dass Bundestrainerin Sylvia Neid sich

stets auf ihre Angreiferin verlassen kann.

Im Gruppenspiel gegen Island (1:0) blieb

Martina ein Tor verwehrt, doch glänzte

sie als unermüdliche Angreiferin und

scheiterte nur knapp mit einem Lattentreffer.

Ihr Auftritt überzeugte auch die

Technical Study Group der UEFA, die die

Wolfsburgerin zum „Player of the

match“ kürte. Im Viertelfinale gegen Italien

(2:1) schließlich wurde die VfLerin

noch einmal eingewechselt.

Weltmeisterin 2003 und 2007, Europameisterin

2001 und 2009, Gewinnerin

der olympischen Bronzemedaille 2004 –

die Erfolgsbilanz des 1,61 m kleinen Wirbelwinds

kann sich sehen lassen. Auf 82

Spiele im DFB-Dress kann die gebürtige

Kasselerin inzwischen verweisen, war dabei

28 Mal als Torschützin erfolgreich.

Für den VfL Wolfsburg ist „MM“, die

zuvor für FSV Frankfurt und SC 07 Bad

Neuenahr spielte, seit der Saison

2005/2006 aktiv. Der Niedersächsische

Fußballverband zeichnete Martina erst im

vergangenen Jahr als „Fußballer des Jahres

in Niedersachsen“ aus. bo

Oktober 2009

EURO-Krone für „MM“

Wolfsburgerin ist nach Petra Damm, Doris Fitschen und Claudia Müller

die vierte Frauen-Europameisterin für Niedersachsen

Martina Müller ist zum zweiten Mal nach

2001 Fußball-Europameisterin. Bei der Pokalübergabe

in Helsinki jubelte sie ausgelassen

mit Inka Grings (rechts). Foto: gettyimages


Frauenfußball

12

„Seid Ihr wie ich auch bei der Frauen-WM 2011 dabei?“ Fotos: gettyimages

„Siebter Titel, siebter Himmel.“ So titelte

die DFB-Homepage nachdem die

deutsche Frauen-Nationalmannschaft

in Finnland die Europameisterschaft gewonnen

hatte. Eine bessere Werbung

für die WM 2011 im eigenen Land hätte

die Auswahl von DFB-Trainerin Silvia

Neid gar nicht betreiben können. Bis

dahin verbleibt aber noch genug Zeit

für weitere Werbeaktivitäten. So startet

jetzt die große DFB-Schul- und Vereinskampagne

TEAM 2011.

Da Niedersachsen mit der Volkswagenarena

in Wolfsburg WM-Standort ist,

dürfte die Frauen-Weltmeisterschaft

von großem Interesse sein. TEAM 2011

richtet sich exklusiv an alle Schulen,

Fußballvereine und -abteilungen. Bis

zur Frauen-Weltmeisterschaft 2011 haben

Interessierte die Gelegenheit, spannende

Aufgaben zu lösen und dabei

Punkte zu sammeln. – Aufgezeichnet

von REINER KRAMER.

Mit der großen DFB-Schul- und

Vereinskampagne TEAM 2011

können 35.000 Schulen und

26.000 Vereine zu einem Teil der FIFA

Oktober 2009

Kampagne Team 2011

Frauenweltmeisterschaft wirft ihre Schatten voraus –

Vorverkauf beginnt am 29. Oktober 2009

Frauen-Weltmeisterschaft Deutschland

2011 werden und neben dem Spaß

beim Lösen der vier Aufgaben auch

noch tolle und einzigartige Preise gewinnen.

Preise, die es nirgendwo zu

kaufen gibt. Am 1. Juli 2009 startete

das ehrgeizige und zukunftsorientierte

Projekt, das sich der Deutsche Fußball-

Bund (DFB) stolze 19,3 Millionen Euro

kosten lässt. Im Fokus der Kampagne

steht die Intensivierung der Zusammenarbeit

von Schule und Verein und das

Ziel, noch mehr Mädchen die Möglichkeit

zu geben, die Faszination des Fußballs

kennen zu lernen.

Mit dem Bus der deutschen Nationalmannschaft

in die Hauptstadt Berlin

reisen, die Eröffnungsfeier miterleben

und im Olympiastadion das Eröffnungsspiel

der FIFA Frauen-WM 2011 mit

der deutschen Mannschaft verfolgen.

Alle weiteren 31 WM-Spiele live im

Stadion sehen. Möchten Sie Bundestrainerin

Silvia Neid, Bundestrainer

Jogi Löw, Franz Beckenbauer, Steffi

Jones, Oliver Bierhoff, Matthias Sammer,

Uwe Seeler oder Günther Netzer

persönlich kennen lernen? Nie waren

die Möglichkeiten für Schulen und

Vereine größer, attraktive und emotionale

Preise zu gewinnen. Die Teilnahme

an der DFB-Schul- und Vereinskampagne

TEAM 2011 lohnt sich in

jedem Fall.

Nach erfolgreicher Anmeldung für

die DFB-Schul- und Vereinskampagne

TEAM 2011 erhält die Schule bzw. der

Verein eine Welcome-Box mit dem

Handwerkszeug für eine erfolgreiche

Teilnahme.

Schulen und Vereine können

sich darüber hinaus im Rahmen einer

Sonderprämierung noch einmal besonders

freuen. Schulen, die eine neu

gegründete Fußball-Arbeitsgemeinschaft

für Mädchen melden, erhalten ein

Paket mit allen wichtigen Utensilien

für das Training. Neu gegründete

Mädchenmannschaften in Vereinen,

die am Spielbetrieb teilnehmen, erhalten

einen TEAM 2011-Trikotsatz. Hierfür

stehen insgesamt 6000 Starter-Sets

und 3000 adidas-Trikotsätze zur Verfügung.

Die Teilnahmebedingungen sind

ganz einfach: Jede Schule und jeder

Verein in Deutschland kann sich anmelden

und drei der vier Aufgaben ➤


Tickets

2011 ist Deutschland wieder

Ausrichter einer Fussball-Weltmeisterschaft

- dieses Mal die der Frauen.

Bereits am 29. Oktober 2009

beginnt der Ticketverkauf für das

Festival des Frauenfussballs. Das

Umfeld könnte idealer nicht sein.

Denn das Online-Bestellformular auf

www.FIFA.com soll im Rahmen des

am gleichen Tag stattfindenden

Frauen-Länderspiel-Hits Deutschland

gegen die USA im neuen FIFA Frauen-WM-Stadion

Augsburg (Anstoß:

18.00 Uhr) freigeschaltet werden.

Damit wird die erste Verkaufsphase

starten, die bis zum 31. Januar

2010 laufen soll. Exklusiv angeboten

werden sollen in dieser Phase

die so genannten Städte-Serien.

In der zweiten Verkaufsphase

von Frühjahr bis Sommer 2010

sollen mit spezifischen Gruppen-

Kontingenten exklusiv die Vereine

angesprochen werden. Der Verkauf

der Einzeltickets, vor allem auch

für das Eröffnungsspiel in Berlin,

das Endspiel und die Spiele mit

deutscher Beteiligung, ist ab der

zweiten Jahreshälfte 2010 geplant.

Registrieren Sie sich schon

jetzt und versorgen Sie sich mit

allen wichtigen Informationen zum

Verkaufsstart. Darüber hinaus erhalten

Sie natürlich auch alles Wissenswerte

rund um die erste FIFA

Frauen-Weltmeisterschaft in

Deutschland.

Insgesamt eine Million Eintrittskarten

sind für die 32 Spiele

der FIFA Frauen-WM 2011 in

Augsburg, Berlin, Bochum, Dresden,

Frankfurt, Leverkusen, Mönchengladbach,

Sinsheim und

Wolfsburg verfügbar.

„20ELF VON SEINER SCHÖNS-

TEN SEITE!“ lautet das Motto der

6. FIFA Frauen-Weltmeisterschaft.

Seien auch Sie dabei und sichern

Sie sich Ihr fantastisches WM-Erlebnis!

Frauenfußball

Eine farbenfrohe und fröhliche Weltmeisterschaft

wünschen sich Fans des Frauenfußballs.

selbstständig lösen. Um in den

„Goldtopf“ mit den attraktivsten

Preisen zu gelangen, müssen Schule

und Verein den vierten Baustein gemeinsam

bearbeiten. Erreicht eine

Schule oder ein Verein die Maximalpunktzahl

(zwölf Punkte), sind zehn

adidas-Bälle garantiert. Weitere Informationen

und die Möglichkeit zur Anmeldung

im Internet unter

http:/team2011.dfb.de.

DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger

und die beiden Schirmherren Silvia Neid

und Jogi Löw freuen sich auf die DFB-

Schul- und Vereinskampagne TEAM

2011 und wünschen allen teilnehmenden

Schulen und Vereinen viel Spaß

und Erfolg beim Punktesammeln und

drücken allen die Daumen für die zahlreichen

Prämierungen. ■

Oktober 2009 13


DFB/NFV-Stützpunkt Barsinghausen

14

Nachwuchskonzept des DFB

ist jetzt weltweit anerkannt

336 DFB-Stützpunkte gibt es bundesweit seit der Saison 2002/2003 – In Niedersachsen

sind es 36 Ausbildungszentren – REINER KRAMER besucht Stützpunkt Barsinghausen

Traumtore am Fließband. Sie sind wöchentlich

in der ARD-Sportschau zu sehen.

Wie schwer es ist, überhaupt Tore

zu erzielen, erfahren die Talente des

DFB/NFV-Stützpunktes Barsinghausen in einer

ausgiebigen Trainingseinheit. Die richtige

Körperhaltung und Schusstechnik muss

immer wieder geübt und verbessert werden.

Individuelle Schulung nennt das Barsinghausens

Stützpunkttrainer Ralf Serra. Der 49-

Jährige trainiert montags von 17 bis 20 Uhr

im August-Wenzel-Stadion Talente des Jahrgänge

1995 bis 1998. Barsinghausen ist einer

von 36 niedersächsischen Stützpunkten

in Niedersachsen.

Das Projekt des Deutschen Fußball-Bundes

wurde 1999 in Niedersachsen gestartet.

Seitdem ist Ralf Serra als Stützpunkttrainer

dabei. In den zehn Jahren hat er viele Talente

kommen und gehen sehen. Auch wenn

letztlich nicht vielen Spielern der Sprung in

den Profifußball gelingt, ist er von diesem

Projekt überzeugt. Der ehemalige DFB-Präsident

Gerhard Mayer-Vorfelder hat es forciert

und zum bundesweiten Saisonstart

2002/2003 wie folgt beschrieben: „Es ist

unsere Absicht, die Talentförderung zum bedeutendsten

Schwerpunkt unserer Arbeit zu

machen. Mit dem Talentförderprogramm

setzt der Deutsche Fußball-Bund ein Nachwuchskonzept

in einer Dimension um, an

die weltweit kein anderer Verband heranreicht.“

Die Erfolge geben ihm recht: Im

Faires

Tackling.

Oktober 2009

letzten Jahr wurde

die U 19-Nationalmannschaft

Euromameister,

im Jahre 2009

holten die DFB-

Teams der U 17

und U 21 jeweils

den EM-

Titel.

Zahlreiche

Eltern

schauen sich

an diesem sonnigenMontagnachmittag

das

Training ihrer Kinder

an. Wie sie individuell

geschult

werden

und mit

großerBegeisterung

bei der Sache

sind. Mayer-

Vorfelder sei

Dank. Vier Jahrgänge

Perfekte Schusshaltung. Fotos: Kramer

(1995-1998) werden zeitversetzt trainiert.

Zu jeder Trainingsgruppe gehören etwa 15

Fußballer und ein Übungsleiter.

Beste Voraussetzungen für eine effektive

Schulung auf dem Fußballplatz. Ralf Serra

hat elfjährige Talente aus der Region Hannover

um sich versammelt. Mit seiner ruhigen

und klar verständlichen Ansprache erklärt er

jeden Übungsteil im Detail. Wenn ein junger

Fußballer ihn nicht richtig umsetzt, erhält er

unmittelbar die Rückmeldung, was er besser

machen könnte. Konstruktive Kritik, die der

Djunge Mann gerne annimmt.

as Torschusstraining wird an diesem

Montag intensiv geübt. Später wird

auf engstem Raum „Vier gegen Vier“

gespielt. Eine von vielen Spielformen, bestens

geeignet für gruppentaktisches Trai-

Tolle Parade.


ning. Dribbeln, Fintieren und Passen sind

weitere Schwerpunkte des Stützpunkttrainings.

Bei aller Kritik ist auch viel Lob dabei.

Es kommt immer wieder auf den richtigen

Ton an. Den findet Ralf Serra, der aufgrund

seiner langjährigen Erfahrung außerdem

wertvolle Tipps geben kann.

Außerhalb des DFB/NFV-Stützpunktes

Barsinghausen fährt Ralf Serra mit seinen

jungen Fußballern pro Saison zu drei Turnieren,

um sich mit anderen Stützpunktteams

zu messen. Eine willkommene Abwechslung

zum Training am Montag sowohl für den

Trainer als auch für die Jungs. Etwa 40 Mal

im Jahr treffen sich die Talente zur Eliteschulung.

Ein Training dauert etwa 90 Minuten.

Für viele Fußballer endet die Zeit im Stützpunkt

nach vier Jahren. Einige wechseln

dann in ein Leistungszentrum eines Bundesligisten,

andere müssen sich dann wieder ausschließlich

auf das Training in ihrem Heimatverein

konzentrieren.

Seit 2008 findet in 16 der 36 niedersächsischen

DFB-/NFV-Stützpunkte eine spezielle

C-Junioren-Förderung statt. Einer davon

ist in Barsinghausen. „Etwa 20 Prozent

aller gesichteten Fußballer kommen in den C-

Junioren-Spezialstützpunkt. Von dieser Gruppe

hat es in diesem Jahr etwa ein Drittel den

Sprung in die C-Junioren-Regionalliga geschafft“,

berichtet Ralf Serra. Zu einer guten

Analyse gehört eben auch eine realistische

EEinschätzung.

ine wichtige Frage: Wie komme ich

überhaupt in einen der 36 Stützpunkte?

Fast jedes Talent aus Niedersachsen

kann sich beim alljährlichen Sparkassen-Cup

empfehlen. Das größte Sichtungsturnier

weit und breit. Bereits vorher haben die

Kreise im E-Junioren-Bereich (10-Jährige)

gesichtet. Im Kreis Hannover-Land werden

die Talente von den Vereinen an den Kreislehrausschuss

gemeldet. Das sind pro Jahrgang

cirka 150 Talente. Etwa je 15 von ihnen

kommen dann in die Stützpunkte Barsinghausen

und Hannover-Ost. Ganz wichtig:

Seiteneinsteiger, die zum Beispiel nicht

am Sparkassen-Cup teilgenommen haben,

hätten jederzeit eine Chance, ebenfalls auf-

genommen zu werden, versichert Serra.

Kreis- und Vereinstrainer, aber auch Eltern,

könnten ein Talent empfehlen.

Nun schult und fördert der Niedersächsische

Fußballverband nicht nur junge

Fußballer, die irgendwann in der Bundesliga

landen. Den oberen Amateurbereich

erreichen viele Talente, die in einem

Stützpunkt und in einer NFV-Auswahl

trainiert und gespielt haben. Aus dem

Stützpunkt Barsinghausen schaffte beispielsweise

Bastian Schulz (ehemals Hannover

96, heute 1. FC Kaiserslautern)

den Sprung ins Profigeschäft. Ebenso

Ferhat Bikmaz (ehemals Hannover 96),

der heute beim türkischen Erstligisten Sivasspor

spielt. Sofien Chahed hat alle

Nachwuchsteams bei Hannover durchlaufen

und jetzt einen Profivertrag unterschrieben.

Lasse Neubert spielt heute für

den Regionalligisten SV Wilhelmshaven.

DFB/NFV-Stützpunkt Barsinghausen

Stützpunkttrainer Ralf Serra bei der Arbeit. Mit viel Feingefühl zeigt er den jungen Fußballern die Fehler auf und wie sie sich verbessern können.

Jeder Übungsteil wird intensiv besprochen.

Pausengespräche zwischen einer Übungseinheit.

Nicht zu vergessen die Fußballerinnen

Jana Kieras (Viktoria Gersten), Kristin Demann

(Turbine Potsdam), Jennifer Horwege

(MTV Mellendorf) und Tessa Rinkes (FF USV

Jena), die den Sprung in den Frauenspitzenfußball

geschafft haben.

Ralf Serra steht für Kontinuität in der Talentförderung.

Seit zehn Jahren ist er mit Begeisterung

Stützpunkttrainer. „Es freut mich

immer wieder, wie sich junge Fußballer

weiterentwickeln, wenn sie regelmäßig am

Training teilnehmen. Wir bieten das zusätzliche

Training an, um den gestiegenen Anforderungen

auf höherer Ebene gerecht zu werden.

Ich würde mir noch wünschen, dass sich

die Qualität der Vereinstrainer in der Breite

weiter steigert. Ohne die Grundlagenarbeit

an der Basis kann sich ein junger Fußballer

nicht ganz nach oben spielen“, betont Ralf

Serra und freut sich auf die nächsten Talente

im Stützpunkt Barsinghausen. ■

Oktober 2009 15


Zeitungsforschung

16

Paul-Josef Raue, Chefredakteur der Braunschweiger Zeitung, referierte auf der diesjährigen Tagung der NFV-Kreispressewarte. Fotos (3): Neumann

„Wer liest denn noch den Sportteil?“

Kreispressewartetagung: Chefredakteur Paul-Josef Raue stellt digitale Methode zum

Erfassen des Leseverhaltens vor – Zeitungen müssen Sport auch für Frauen machen

Von MANFRED FINGER

„Irre!“ – Mit diesem Ausruf betitelte

die Braunschweiger Zeitung (BZ) Anfang

Februar ihr Aufmacherfoto für den Sportteil

am Montag. Das Bild, das fast die gesamte

Seite einnimmt, zeigt einen jungen

Mann, der nahezu nackt durch eine Landschaft

aus Schlamm und Feuer rennt. Bekleidet

ist er lediglich mit Schuhen und

einem neongrünen Borat-Tanga, so dass er

eher an den kasachischen Fernsehreporter

bei einem Einsatz in Absurdistan als an

einen Sportler im Wettkampf erinnert.

Das „Einsatzgebiet“ des abgebildeten

Mannes liegt im mittelenglischen Perton.

Dort treffen sich jedes Jahr Hunderte von

Sportler zum härtesten Rennen der Welt,

der „Tough Guy Challenge“. Wer daran

teilnimmt, bekommt es mit Schlamm,

Stacheldraht, Feuer und Elektroschocks zu

tun, wer darüber liest, mit außergewöhnlichen

Bildern.

Hinter der Entscheidung der Sportredaktion

für dieses Motiv steckt dabei

Methode. Ganz bewusst setzen die Braunschweiger

Blattmacher, nicht nur im Sport,

auf Bilder, die hoch emotional sind, auf

Bilder, die, so Paul-Josef Raue, „die

menschliche Seele berühren.“ Seit 2001

leitet der 59-Jährige die Geschicke der

Braunschweiger Zeitung. Unter seiner Führung

entwickelte sich die zweitgrößte Zeitung

Niedersachsens zu einer der innova-

Oktober 2009

tivsten Regionalzeitungen in Deutschland

(siehe Zur Person auf Seite 18).

Chefredakteure wie Raue interessieren

sich vor allem für eine Frage: „Was

wird gelesen und wie lange?“ Zu ihrer

Beantwortung werden normalerweise

Leserbefragungen per Interview oder

Fragebogen durchgeführt. Seit 2004 gibt

es aber dank moderner Technik eine

neue Untersuchungsmethode, mit der

sich exakter als bisher ergründen lässt,

welche Vorlieben der Leser hat und

welche nicht: ReaderScan.

„Seit fünf Jahren wissen wir nun recht

gut, was Menschen wirklich lesen“, sagte

Paul-Josef Raue bei seinem Besuch in Barsinghausen.

Auf Einladung von Jürgen

Nitsche, beim NFV Vorsitzender der Medienkommission

und bei der Braunschweiger

Zeitung Leiter des Vertriebs, stellte er

auf der diesjährigen Tagung der NFV-Kreispressewarte

die ReaderScan-Methode und

ihre Ergebnisse vor.

Gaben sich Leser in Befragungen immer

gerne kulturinteressiert, so zeigte die

Wirklichkeit des Scanners, dass das Feuilleton-Ressort

ein Signal zum Weiterblättern

ist. Während die Kulturjournalisten nicht

besonders verwundert gewesen sein dürften,

traf es ihre Kollegen aus einem anderen

Ressort eher unvermutet: „Das herausragende

Ergebnis war das überraschend

schlechte Abschneiden des Lokalsports“,

verdeutlichte Michael Reinhard, Chef-

redakteur der Main-Post, bereits nach der

zweiten Untersuchungswelle.

„Wer liest denn noch den Sportteil?“

lautete deshalb der provokante Titel des

Referats von Paul-Josef Raue, in dessen

Mittelpunkt Beispielseiten aus Reinhards

Main-Post standen. Als erste deutsche

Tageszeitung hatten sich die Würzburger

2004 entschieden, mit ReaderScan das

Nutzerverhalten ihrer Leserinnen und Leser

zu ermitteln.

Die Untersuchungsmethode basiert

auf einem elektronischen Stift (Scanner),

der aussieht wie ein Textmarker und

ähnlich zu handhaben ist. Mit dem Stift

liest eine repräsentativ ausgewählte

Gruppe von 120 Lesern drei Mal für

jeweils vier Wochen wie gewohnt ihre

Zeitung. Von hinten oder erst die Wirtschaft,

jede Meldung oder nur den

Bildtext.

Durch Anstreichen markiert der Leser,

welchen Artikel er bis zu welcher Stelle

gelesen hat. Die Daten werden auf einem

Chip gespeichert und über ein Modem in

ein Rechenzentrum zur Auswertung gegeben.

So ergibt sich eine Lesequote, die

angibt, zu welchem Prozentsatz ein bestimmter

Text von der Leserschaft im

Durchschnitt gelesen worden ist. Eine

Lesequote von 100 Prozent bedeutet,

dass der Zeitungstext von sämtlichen

Lesern vollständig gelesen wurde, eine

Lesequote von 0 % dagegen, dass kein ➤


einziger Leser den Artikel überhaupt wahrgenommen

hat.

Quoten – seit ReaderScan sind sie keine

Domäne des Fernsehens mehr. Erfunden

hat diese Methode der Schweizer Medienforscher

Dr. Carlo Imboden, der mit dem

digitalen Stift allem Anschein nach den Geschmack

der Verleger getroffen hat. Bereits

2007 griffen rund 50 Titel auf diese Untersuchungsmethode

zurück. In Deutschland

reicht die Teilnehmerliste von der BILD-Zeitung

bis zur Wochenzeitung DIE ZEIT. Die

Braunschweiger Zeitung ist zwar nicht dabei,

orientiert sich aber durchaus an den Ergebnissen,

da sich eigene Erhebungen „total

mit den Erkenntnissen von ReaderScan

decken“ (Vertriebsleiter Jürgen Nitsche,

siehe Interview Seite 19).

Warum der Sport, gleich ob lokal oder

überregional, in nahezu allen untersuchten

Zeitungen lediglich bescheidene Leserzahlen

erreicht, liegt für Experten wie Imboden

daran, dass er einen wesentlichen Teil der

Nutzer nicht erreicht: die Leserinnen.

„Frauen greifen nicht nur häufiger zur

Tageszeitung. Sie lesen auch mehr darin“,

betont der Schweizer. In seinem Artikel für

das „medium magazin“ kam er 2006 zu

dem Ergebnis, dass Frauen in den meisten

Tageszeitungen aus dem Sportteil praktisch

ausgeschlossen sind. Nach Imboden liegt

die durchschnittliche Beachtungsquote ei-

Zeitungsforschung

ner typischen Sportseite unter 40 Prozent.

Das bedeutet, dass mehr als die Hälfte der

Leserschaft und fast alle Frauen gar nicht in

die Sportseiten einsteigen.

Mit der Fokussierung auf Spielberichte

und Resultate ignorieren viele Sportredaktionen

in Deutschland, dass der Sportinteressierte

sich zunehmend tagesaktuell

im Internet über die Partien informiert und

nicht die Zeitung vom nächsten Tag abwartet.

Zudem missachten die Redakteure,

dass auch der Sport Stoffe bietet, für die

sich Frauen interessieren. Da Männer viel

stärker als Frauen dazu neigen, ins Internet

abzuwandern, kommt Imboden zu dem

Schluss: „Ein Sportressort welches sich nur

Nur sehr geringe Quoten erreichte diese Lokalsportseite aus der Main-Post vom 13. April 2004. Neben dem Artikel „Auswärtsstarker FCK“ wurden

noch zwei weitere Texte von keinem einzigen Leser beachtet und erzielten einen Wert von 0,0.


Oktober 2009 17


Zeitungsforschung

18

auf Spielberichte und Resultate ausrichtet,

verfehlt nicht nur die Leserin, sondern in

der Konkurrenzsituation mit dem Internet

zunehmend auch den Leser.“

„Die Sportredaktion muss daran denken,

Sport auch für Frauen zu machen“,

formulierte Paul-Josef Raue vor diesem

Hintergrund ein Gebot der Zeit. Zumal

sich Topquoten für die Sportberichterstattung

nur dann erreichen lassen, wenn

die Beiträge auch von den Frauen gelesen

werden. Ein gutes Beispiel dafür präsentierte

Raue in Barsinghausen. Als es 2004

nach dem Rücktritt von Rudi Völler als

Teamchef der Deutschen Nationalmannschaft

um die Frage ging, ob vielleicht

Ottmar Hitzfeld sein Nachfolger wird,

machte die Main-Post in ihrer Montags-

Oktober 2009

ausgabe mit einem Bild auf, das Hitzfeld

mit seiner Frau Beatrice zeigt. Die dazu

gehörige Überschrift lautete: „Die Gattin

hat das letzte Wort“.

„Dieser Artikel ist von 23,9 Prozent der

Leser gelesen worden und in der Mehrheit

von Frauen. Die durchschnittliche Lesequote

im Sport der Main-Post lag aber nur

bei 3,3 Prozent. Nach der Umstrukturierung

anhand der ReaderScan-Ergebnisse

verbesserte sie sich auf 5,4 Prozent“, verdeutlichte

Raue. In diesem Zusammenhang

zeigte er den Kreispressewarten eine typische

Lokalsportseite der Main-Post aus dem

Untersuchungszeitraum, wo die höchste

Lesequote bei 1,7 Prozent lag und gleich

drei Artikel den deprimierenden Wert von

0,0 erzielten (siehe Seite 17).


Mit diesem Bild vom Rennen „Tough Guy Challenge“ im mittelenglischen Perton machte die

Braunschweiger Zeitung am 2. Februar 2009 ihren Sportteil auf.

Zur Person

Paul-Josef Raue, Jahrgang

1950, wuchs in Castrop-Rauxel

auf und studierte Philosophie. Als

Schiedsrichter war er auf dem

Weg zur Bundesliga, konzentrierte

sich dann aber zunehmend auf

den Beruf. Sein journalistisches

Handwerk erlernte er an der

Hamburger Journalistenschule unter

Wolf Schneider, mit dem er

später ein Standardwerk verfasste

(Das neue Handbuch des Journalismus).

Bevor er 2001 die Leitung

der Braunschweiger Zeitung

übernahm, war er Chefredakteur

der Magdeburger Volksstimme

und der Frankfurter Neuen Presse.

Die Oberhessische Presse, die

Eisenacher Presse sowie das

Hamburger Nachrichtenmagazin

„stern“, wo er acht Jahre im

Sportressort tätig war, sind weitere

Stationen seines Werdegangs.

Unter Raues Führung entwickelte

sich die Braunschweiger Zeitung

zu einer der innovativsten

Regionalzeitungen in Deutschland.

Für die Idee einer Bürgerzeitung

mit verschiedenen Angeboten, die

Leser am Zeitungsmachen zu beteiligen,

wurde die BZ im September

2009 von Bundespräsident

Horst Köhler mit dem Deutschen

Lokaljournalistenpreis der Konrad-

Adenauer-Stiftung ausgezeichnet.

Regelmäßig darf sie sich zudem

seit 2001 über den jährlich verliehenen

European Newspaper Award

(Auszeichnung für Zeitungsdesign

und Zeitungskonzeption) freuen.

Mit einer Auflage von 178.000

Exemplaren ist die Braunschweiger

Zeitung die zweitgrößte Zeitung in

Niedersachsen. Der Braunschweiger

Zeitungsverlag, zu dem auch die

Salzgitter Zeitung und die Wolfsburger

Nachrichten zählen, gehört

seit 2007 zur Mediengruppe der

Westdeutschen Allgemeinen Zeitung

(WAZ).


Doch wie lassen sich Frauen zum

Lesen des Sportteils verführen? Die Antwort

ist für Carlo Imboden klar: „Frauen

steigen immer dann in Sporttexte ein,

wenn die Sportler als Menschen im Vordergrund

sind. Nicht das Resultat, sondern das

Hintergründige fasziniert.“ Auch ein starkes

Bild führt dazu, dass die gesamte Seite

von Frauen besser genutzt wird. Imboden:

„Die Biologie lügt nicht. Die rechte weibliche

Hirnhälfte ist vergleichsweise leistungsfähiger

als die rechte männliche.

Der Gefühlsbonus schlägt sich auch im

Leseverhalten nieder. Artikel, die mit

attraktiven Fotos aufgemacht sind, werden

von Frauen signifikant besser gelesen als

von Männern.“

Menschen und Menschliches sind immer

interessant – dies gilt auch für das Leseverhalten

von Männern und ist eine der

Leitlinien, die durch ReaderScan bestätigt

wurden. Die vermischte oder bunte Seite

(zum Beispiel „Aus aller Welt“) wird am

häufigsten gelesen. Nicht erwartet hinge-

gen war, dass die Leser die „Tagesschau-

Themen“ des Vortages auch in ihrer Zeitung

wieder finden wollen, oder sie keineswegs

immer nur Kurzes und Leichtes vorgesetzt

bekommen möchten. „Lange, gut geschriebene

Artikel lesen die Leute am meisten.

Das war für mich das eigentlich Überraschendste“,

erklärte Paul-Josef Raue.

Als Quotenrenner erwiesen sich Kommentare,

Interviews und Porträts, als Quotenkiller

Meldungsspalten, Terminkalender,

Infokästen, Ankündigungen, Kurzkritiken

und – originelle Überschriften.

Versteht der Leser nicht schon anhand der

Überschrift, worum es im darunter stehenden

Text geht, ignoriert er ihn. Deshalb

bevorzugt er vermeintlich langweilige,

sachlich informierende Titel.

Als Allheilmittel wird ReaderScan

weder von Raue noch von seinen Kollegen

verstanden. Eher schon als ein Riesenfortschritt

gegenüber den bisherigen

Leserumfragen. Ohnehin lassen sich die

Ergebnisse nicht immer 1:1 in die Praxis

Zeitungsforschung

umsetzen. Bereits die Pioniere der Main-

Post machten die Erfahrung, dass die örtlichen

Kulturliebhaber trotz ihrer überschaubaren

Zahl nicht ganz unwichtige

und notfalls auch lautstarke Leser sind.

Als die Würzburger nach einer Reader-

Scan-Erhebungswelle ihren Kulturteil radikal

umbauten, gab es einen Sturm der

Empörung, der zur teilweisen Rücknahme

der Änderungen führte.

Und auch der in Bamberg herausgegebene

Fränkische Tag sah sich heftigen Leser-

Protesten ausgesetzt, als er den Fortsetzungsroman

wegen schwacher Reader-

Scan-Ergebnisse absetzte. Er wurde ebenso

wieder eingeführt wie die Berichte über

Ehrungsveranstaltungen in den Vereinen.

Nicht zuletzt musste das Blatt die Einschränkungen

bei den lokalen Sport-Tabellen wieder

zurücknehmen. Dies belegt: Auch wenn

Ergebnistabellen aus dem Lokalsport vom

Großteil der Leser überblättert werden,

kann es keinen Zweifel an ihrer Notwendigkeit

für die Berichterstattung geben. ■

„Siege bringen Auflage“

BZ-Vertriebsleiter Jürgen Nitsche über die Marktforschung seiner Zeitung, Kritik am

Lokalsport, den Einfluss der Eintracht auf die verkaufte Auflage und

wie die Braunschweiger Zeitung versucht, Leserinnen für den Sportteil zu begeistern

Fußball-Journal: Wie ermittelt die

Braunschweiger Zeitung das Nutzungsverhalten

seiner Leser?

Nitsche: Primär durch eine permanente

telefonische Abbestelleruntersuchung

sowie durch gezielte telefonische Leserbefragungen

durch Marktforschungsunternehmen.

Zuletzt hatten wir speziell den

Wolfsburger Konkurrenzmarkt untersuchen

lassen, wo ja zwei Titel mit jeweils rund 25

Prozent Haushaltsabdeckung gleiche Werte

aufweisen konnten.

Fußball-Journal: Decken sich Ihre

Ergebnisse mit denen von ReaderScan?

Nitsche: Die Ergebnisse von insgesamt

drei großen Umfragen in den vergangenen

acht Jahren decken sich total mit den Erkenntnissen

von ReaderScan!

Fußball-Journal: Zusammen mit dem

Ressort Feuilleton weist der Lokalsport die

schlechtesten Quoten auf. Hat Sie dieses

Ergebnis überrascht?

Nitsche: Es hat mich schon etwas überrascht,

aber man erkennt auch daran, wie

eine sehr stark interessierte und auch aktiv

auftretende Zielgruppe die Wahrnehmung

verfälschen kann. Erste Erkenntnisse dazu

brachte uns eine umfassende Aktion zu Beginn

dieses Jahrhunderts. Wir sind zu zahllosen

Diskussionsrunden zu den Lesern gegangen

(Braunschweiger Zeitung/Wolfsburger

Nachrichten/Salzgitter Zeitung vor ORT;

d. Red.) und haben dabei Kritik über den

überdimensionierten Lokalsport gehört. Diese

Aktion der Öffnung der Redaktionen war

übrigens für mich der Start hin zur BÜRGER-

ZEITUNG.

Fußball-Journal: In den meisten Tageszeitungen

sind Frauen aus dem Sportteil

praktisch ausgeschlossen, da sich die Berichterstattung

auf Spielberichte und Resultate

fokussiert. Wie versucht die Braunschweiger

Zeitung, Leserinnen

für ihren Sportteil

zu gewinnen?

Nitsche: Es

wurden zunehmendTrendsportarten

und besondere

Aktivitäten von

Frauen in den

Mittelpunkt der Berichterstattunggestellt.

Im Kreis

Helmstedt beispielsweise

nimmt

Jazz-Dance einen

hohen Stellenwert

ein, was aber auch

leistungsmäßig zu

begründen ist. So

wurde der MTV

Schöningen in diesem

Jahr Dritter bei

den Weltmeisterschaften.

Darüber

hinaus sind Reitsport, Radpolo, wo wir mit

dem MTV Frellstedt ein Team in der 1. Frauen-Bundesliga

haben, und der alljährliche

Frauensporttag mit fast 200 Teilnehmern

„große Themen" für die weibliche Leserschaft.

Fußball-Journal: Zur WM 2006 hat

die Braunschweiger Zeitung ihren Sportteil

umstrukturiert. Was waren die wesentlichen

Veränderungen?

Nitsche: Neben der großen Bebilderung

der ersten Sportseite montags und täglich

bei großen Ereignissen wie WM, EM und

Olympische Spiele wurden die regionalen Ereignisse,

teils mit unterschiedlichen Schwerpunkten,

breit positioniert. Wir machen in

Wolfsburg mehr Eishockey als in Braunschweig

und in Braunschweig mehr Basket-

ball als in Wolfsburg. Da unsere

Region, insbesondere was die

Mannschaftssportarten anbetrifft,

absolute Bundesspitze

darstellt, ist diese breite Positionierung

auch gerechtfertigt.

Unsere Region hat deutlich

mehr Bundesligisten als beispielsweise

Hannover. Dies

geht natürlich platzmäßig klar

zu Lasten anderer Ereignisse,

wie Tennis- oder Reitturniere.

Ich möchte Ihnen abschließend

dazu ein Beispiel geben: Wir

haben sehr üppig über die Basketball-Europameisterschaft

berichtet, weil der Playmaker

des Teams nächste Saison für

Braunschweig spielt und er bei

der EM überragend war.

Fußball-Journal: Wie

wichtig sind Erfolge der Eintracht

für die verkaufte Auflage

der Braunschweiger Zeitung?

Nitsche: Das ist einfach zu beantworten:

Siege bringen Auflage, am besten

sonntags, denn bei den Samstagspielen

greifen die kostenlosen Sonntagsblätter

Leserinteresse ab.

Jürgen Nitsche, Jahrgang 1950, ist seit 31

Jahren bei der Braunschweiger Zeitung tätig.

1990 übernahm der studierte Betriebswirt

die Leitung des Vertriebs. Im Fußball ist

Nitsche seit Jahrzehnten engagiert. Er gehörte

20 Jahre dem Vorstand des NFV-Kreises

Helmstedt an, war von 1987 bis 2000

Kreisauswahltrainer und wirkte im Vorstand

des NFV-Bezirks Braunschweig. 2005 wurde

Nitsche zum Vorsitzenden des NFV-Ausschusses

für Öffentlichkeitsarbeit und Marketing

(heute Medienkommission) gewählt.

Oktober 2009 19


Namen & Nachrichten

20

Pia Hess (links) und Bianca Bechert, DFB-Mitarbeiterinnen, trafen sich in Barsinghausen mit NFV-Präsident Karl Rothmund (2. von rechts)

und NFV-Direktor Bastian Hellberg (rechts). Anlass des Arbeitsgesprächs war der kommende Aufenthalt der deutschen U 19- und U 20-Frauennationalmannschaft,

die vom 26. bis 29. Oktober im Sporthotel Fuchsbachtal einen Gemeinschaftslehrgang mit Schweden bestreiten wird. Dabei kommt es

zu zwei Länderspielen. Am 27. Oktober treffen zunächst die U 19-Teams beider Länder in Hameln aufeinander. Der Anstoß im Weserbergland-Stadion

ist um 17 Uhr. Am Tag darauf kommt es im Barsinghäuser August-Wenzel-Stadion (11 Uhr) zum Duell der DFB-U 20 gegen die U 23-Vertretung der

Skandinavierinnen. Die Tickets für das Spiel in Hameln sind in allen Geschäftsstellen der Sparkasse Weserbergland erhältlich. Für die Begegnung in

Barsinghausen liegt der Kartenverkauf in den Händen der NFV-Mitarbeiterin Angelika Lesk (Tel. 05105/75-134; angelika.lesk@nfv.de). Für die Organisation

verantwortlich ist Jan Baßler (2. von links), Leiter des NFV-Präsidialbüros. Unterstützt wurde er bei den Vorbereitungen von NFV-Praktikant

Elk Jörn (links). Foto: Finger

Adriano Grimaldi, früherer NFV-Auswahlspieler,

feierte am fünften Spieltag der Fußball-Bundesliga

ein sensationelles Erstligadebüt.

Im Spiel Mainz 05 gegen Hertha BSC (2:1) wurde er

nach 70 Minuten beim Stand von 0:1 eingewechselt.

Mit seiner unbekümmerten Spielweise sorgte

der 18-Jährige für die Wende, indem er zunächst

einen Elfmeter erzwang, den Andreas Ivanschitz

zum zwischenzeitlichen Ausgleich verwandelte,

und anschließend seinen Mitspielern „bewusst

machte, dass wir noch ein paar Liter im Tank haben“

(05-Trainer Thomas Tuchel). Das „kickersportmagazin“

kürte den Niedersachsen mit dem

Namen der Fürstenfamilie von Monaco prompt

zum „Spieler des Spiels“.

Adriano Grimaldi, dessen Papa Luciano in Italien

eine Pizzeria betreibt, wuchs in Göttingen auf. Mit

fünf Jahren schloss er sich dem Nikolausberger SC

an. Über die Station SCW Göttingen wechselte er

2006 als B-Jugendlicher zu Hannover 96, wo er

allerdings nach zwei Jahren ausgemustert wurde.

„Beim Übergang zur A-Jugend reichte es nicht. Wir

haben uns gegen ihn entschieden“, räumte 96-Jugendkoordinator

Jens Rehhagel gegenüber der

BILD-Zeitung ein. Grimaldi kehrte kurzfristig zum

SCW Göttingen zurück, ehe er im Februar 2009 einen

Vertrag bei Sachsen Leipzig unterschrieb. Von

dort lotste ihn Mainz 05 im Sommer für 10.000 Euro

an den Bruchweg, wo er für die Regionalliga-

Amateure vorgesehen war. Mit drei Toren in sechs

Viertliga-Spielen empfahl er sich für höhere Aufgaben.

„Ich freue mich für ihn. Er hat eine gute Entwicklung

genommen. Die Art und Weise wie er gegen

Hertha aufgespielt hat, überrascht mich nicht. Er

lebt von seiner körperlichen Präsenz und ist ein

Spieler, der sich immer reinhaut“, erklärte NFV-

Verbandssportlehrer Thomas Nörenberg, der für

Grimaldis 1991er-Jahrgang verantwortlich ist. Für

den Niedersächsischen Fußballverband bestritt der

Göttinger im Jahr 2008 zwölf Spiele, in denen er

neun Tore erzielte. Sieben davon erzielte er, noch

mit kurzen Haaren, während der NFV-Polenreise

im Juli 2008, wo er vom gastgebenden Großpolnischen

Fußballverband für seine Treffsicherheit mit

einem Pokal ausgezeichnet wurde (kleines Foto).

Oktober 2009


„Es geht fast nichts auf der Welt ohne

Fußball“ – Anlässlich der Vertragsverlängerung

des Projektes „Schul-Ass“ fasste NFV-

Präsident Karl Rothmund die Bedeutung

des Fußballsports in einem Satz zusammen.

Da Fußball die Menschen aller Nationen,

Kulturen und Schichten fasziniere, sollte er

genutzt werden, um das Zusammenleben

von Menschen, insbesondere für Kinder

und Jugendliche verschiedener Kulturen, zu

erleichtern.

Doch nicht nur durch seine unvergleichliche

integrative Kraft eignet sich der

Fußball in besonderem Maße für den Schulsport.

Über den körperlich-motorischen Bereich

hinaus fördert das Fußballspielen die

ganzheitliche Entwicklung der Kinder. Der

Niedersächsische Fußballverband trägt dem

speziellen Potenzial des Fußballs für den

Schulsport bereits seit 2002 Rechnung. In

Zusammenarbeit mit dem Barsinghäuser

Schulzentrum am Spalterhals (Lisa-Tetzner-

Schule/Hannah-Ahrendt-Gymnasium) sowie

der Stadtsparkasse Barsinghausen bietet

der Fußballverband das Projekt „Schul-

Ass“ an. Drei Mal in der Woche werden talentierte

Mädchen und Jungen der Klassen

5 und 6, die als Viertklässler gesichtet wurden,

zusätzlich zum normalen Stundenplan

im Fach Fußball unterrichtet. Das „Lehrpersonal“,

das ausnahmslos aus lizenzierten

Trainern besteht, wird vom NFV gestellt.

Bisher haben 300 Schüler an dem Projekt

teilgenommen. Zehn davon qualifizier-

Schulfußball

Bernhard Augustin (links), DFB-Stützpunktkoordinator für

den Bereich Nordost-Niedersachsen, besiegelte in Drochtersen gemeinsam

mit Stades NFV-Kreisvorsitzenden Paul-Reinhard Schmidt

und Schulleiterin Doris Löhrer-Vogt die offizielle Partnerschaft der dortigen

Elbmarschen-Schule mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB). Die

Schule wird in diesem Schuljahr zweimal in der Woche in den Nachmittagsstunden

ein Fußballtraining für die Schüler anbieten. Drochtersen

ist bereits die zweite Schule im NFV-Kreis Stade, die in den Rang einer

Partnerschule erhoben wird. Das Schulzentrum Horneburg war im vergangenen

Jahr Pilotprojekt. Dort wurde aufgrund der großen Nachfrage

bei den Schülern die Anzahl der Fußball-Sportstunden verdoppelt.

Die Elbmarschen-Schule ist in Sachen Fußball ganz weit vorne. Dort

gibt es seit vielen Jahren dank der Arbeit des didaktischen Leiters Lutz

Bendler (rechts) zahlreiche Aktivitäten, zum Beispiel die Zusammenarbeit

mit dem örtlichen Niedersachsen-Oberligisten SV Drochtersen/Assel.

Bendler, nebenbei einer der profiliertesten Trainer in der Region,

wird gemeinsam mit seinen Lehrerkollegen und dem aktiven Fußballer

Volker Gramkow das Extra-Training leiten. Foto: Stader Tageblatt

Fußball bleibt auf dem Stundenplan

NFV und Schulzentrum Spalterhals setzen Projekt „Schul-Ass“ fort – Auch Goetheschule dabei

Das NFV-Projekt „Schul-Ass“ wird auch in den kommenden drei Jahren angeboten. Darauf einigten

sich die Vertragspartner. Hinten von links: Niels Schäfer (Schulleiter Hannah-Arendt-Gymnasium),

Waltraut Korbjun (Schulleiterin Lisa-Tetzner-Schule), Georgi Tutundjiev (NFV-Trainer),

Thorsten Frenzel-Früh (Schulleiter Goetheschule). Vorne: Christian Glockmann, Klaus Plagge (beide

Stadtsparkasse Barsinghausen), NFV-Präsident Karl Rothmund, NFV-Direktor Bastian Hellberg.

Nicolas-Cederic Bär, Lennart Bolt und Dennis

Sieveritz (von links) vom Hannah-Arendt-

Gymnasium nehmen bereits im zweiten Jahr

am Projekt „Schul-Ass“ teil. Trainiert werden

sie von Georgi Tutundjiev (hinten rechts), der

in diesem Schuljahr von Denis Hillmann unterstützt

wird. Hillmann absolviert beim NFV

sein Freiwilliges Soziales Jahr. Fotos (2): Finger

ten sich über „Schul-Ass“ für den niedersächsischen

DFB-Stützpunkt Barsinghausen.

„Wir sehen unser Engagement als Teil der

gesellschaftspolitischen Verantwortung, die

wir als Stadtsparkasse Barsinghausen für

unsere Region gerne bereit sind zu übernehmen.

Vor diesem Hintergrund haben wir

uns entschlossen, auch für die nächsten drei

Jahre die Finanzierung des Projektes zu

übernehmen“, erklärte der Vorstandsvorsitzende

Klaus Plagge bei der Unterzeichnung

des neuen Vertrages. Darüber hinaus begrüßte

Plagge die Erweiterung der Kooperation.

Neben der Lisa-Tetzner-Schule

(Haupt- und Realschule/Gesamtschule) und

dem Hannah-Arendt-Gymnasium nimmt in

diesem Schuljahr erstmals die Goetheschule

(Kooperative Gesamtschule) teil. Aktuell

werden durch das Schul-Ass-Projekt 75

Mädchen und Jungen gefördert. -maf-

Oktober 2009 21


Namen & Nachrichten

22

Mikael Forsell (hinten rechts), Fußballprofi von Hannover 96,

unterstützte jetzt den NFV bei der DFB-Aktion „Mitspielen kickt – die

Welt auf 1000 Minispielfeldern“ beim HSC Hannover. Anlässlich des

Freundschaftsspiels zwischen dem HSC und der Bundesligamannschaft

von Hannover 96 wurde ein Turnier mit fünf Teams aus niedersächsischen

Minispielfeld-Standorten ausgetragen, die sich an dem NFV-Projekt

„Kleines Feld – große Leidenschaft“ beteiligen. Das Projekt,

unterstützt vom Niedersächsischen Innenministerium und Landes-

SportBund (LSB) Niedersachsen, wird mittlerweile landesweit an insgesamt

15 Standorten durchgeführt. Es richtet sich in erster Linie an Kinder

im Alter von sieben bis zehn Jahren mit und ohne Migrationshintergrund,

die bisher nicht in einem Verein integriert sind. An den vom

Andreas Köpke, DFB-Torwarttrainer, war prominentester

Gesprächsgast der NDR 1 – Sportlandsendung live aus dem Vereinsheim

des TSV Barsinghausen, die wie immer von Peter Berg

moderiert wurde. Köpke logierte zur gleichen Zeit mit der Deutschen

Nationalmannschaft im Sporthotel Fuchsbachtal, um sich

auf das Länderspiel gegen Aserbaidschan in Hannover vorzubereiten.

Weitere Talkgäste: DFB-Mediendirektor Harald Stenger, NFV-

Präsident Karl Rothmund und Hans-Joachim Zwingmann, ehemals

Sportchef bei dpa-Hannover. Foto: Kramer

Oktober 2009

NFV ausgewählten Standorten finden unter Anleitung eines Übungsleiters

regelmäßige, wöchentliche Trainings- und Spieleinheiten mit

den Kindern statt. Höhepunkt des Projektes ist im Sommer 2010 im

August-Wenzel-Stadion zu Barsinghausen ein gemeinsames Fußball-

Camp. Die Auswahl des HSC konnte sich bei dem Turnier letztlich gegen

die Teams aus Bergen, Immensen/Lehrte, Badenstedt und Braunschweig

durchsetzen. Die Siegerehrung wurde vor über 1.500 Zuschauern

von Mikael Forsell durchgeführt. Dieser überreichte an alle Mannschaften

einen handsignierten Fußball sowie an die glücklichen Sieger

ein von allen 96-Profis handsigniertes Trikot. Höhepunkt des Abends

war schließlich der gemeinsame Einlauf mit den Mannschaften des

HSC und Hannover 96. Foto: Spiegel

Bernd Dierßen, Buchhaltungsleiter beim Niedersächsischen Fußballverband,

feierte vor einigen Tagen seinen 50. Geburtstag. Erster Gratulant

war NFV-Direktor Bastian Hellberg (rechts), der die Glückwünsche

zum besonderen Ehrentag auch im Namen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

der Geschäftsstelle überbrachte. Der ehemalige Fußballprofi von

Schalke 04 und Hannover 96 arbeitet seit 2003 beim NFV. Für die Mitarbeiter

der NFV-Pressestelle ist er nicht nur der „Herr der Zahlen“, sondern

aufgrund seiner fußballerischen Vergangenheit jederzeit ein beliebter

Gesprächspartner. Dass er auch heute noch ein „Fan“ der Schalker und

96er ist, versteht sich von selbst. Foto: Kramer


Namen & Nachrichten

24

Sabine Eger, Marketing-Managerin bei adidas, besuchte

jetzt den Niedersächsischen Fußballverband. Vor dem neuen Fitness-

und Wellnesscenter des NFV wurde sie von NFV-Direktor

Bastian Hellberg (links) und dem Geschäftsführer des Sporthotel

Fuchsbachtal Bernd Dierßen (2.v.r.) begrüßt. Die Firma adidas ist

seit vielen Jahren Partner des Niedersächsischen Fußballverbandes

und rüstet unter anderem die Auswahlteams des NFV aus.

Hellberg bedankte sich bei dieser Gelegenheit für diese großartige

Unterstützung und stellte Sabine Eger die Sportanlagen des

NFV vor. Die erfreulichste Nachricht: adidas wird auch in den

nächsten Jahren Partner des NFV bleiben. Rechts auf dem Foto

Manfred Drechsler, adidas-Servicemann bei der Deutschen Nationalmannschaft.

Foto: Kramer

Walter Burkhard (NFV-Direktor), sitzend im roten Wagen, begleitete jetzt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der NFV-Geschäftsstelle

Barsinghausen zu einem Betriebsausflug in die Autostadt Wolfsburg. Die meisten von ihnen waren zum ersten Mal in der Autostadt und fasziniert

von der Vielfalt der Automodelle eines Jahrhunderts. Der Volkswagenkonzern hat eine imposante Ausstellung auf die Beine gestellt. Unter fachkundiger

Führung erfuhren die NFV-Mitarbeiter alles Wichtige rund ums Auto. Foto: Kramer

Oktober 2009

Karen Rotter (rechts), Vorsitzende des NFV-Frauen- und Mädchenausschusses,

stellte in der jüngsten Vorstandssitzung die DFB-Zielvorgaben

zur Frauen-Weltmeisterschaft 2011 vor. Danach sind die Funktionäre

der Kreise und Bezirke im Verband demnächst besonders gefordert, zumal

DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger diese WM zur Chefsache erklärt

hat und sich natürlich einen ähnlich großen Erfolg wie bei der WM 2006

erhofft. Dabei setze der DFB-Präsident auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

an der Basis, die als Werbeträger eine wichtige Aufgabe zu erfüllen

hätten, betonte Rotter. Im Gegensatz zum Fußballmärchen 2006 müsse

die Popularität des Frauenfußballs bis zur WM 2011 noch erheblich gesteigert

werden.

Weitere Themen der Vorstandssitzung: NFV-Direktor Walter Burkhard

stellte das Bauprojekt Fitness- und Wellnesscenter vor und freute sich

über mehr als 100 DFB-Mobil-Einsätze in Niedersachsen. Steffen Heyerhorst

aus der NFV-Rechtsabteilung informierte den Vorstand über Amateurfußballspiele,

die nur dann ohne Genehmigung des NFV ins Internet

gestellt werden dürfen, wenn sie nicht kommerziellen Interessen dienen.

Mitgliedsvereine des NFV dürften selbstverständlich Spielberichte auf ihrer

Homepage platzieren. Foto: Kramer


Portrait Auswahlspieler

26

Engagiert, aber jederzeit fair gingen die U 18-Auswahlspieler des NFV (dunkle Trikots) beim norddeutschen Länderpokal in Barsinghausen zur Sache.

Foto: Borchers

Wenige Stunden bevor die deutsche

Nationalmannschaft ihr

Trainingsquartier vor dem Länderspiel

gegen Aserbaidschan (4:0) im

Sporthotel Fuchsbachtal aufschlägt, gewinnt

die U 18-Auswahl des NFV in Barsinghausen

den Norddeutschen Länderpokal

(siehe Seite 30). Mit dabei Julian

Wolf, Patrick Jöcks und Nils Röseler. Sie

haben sich mit ihrem Team in der Sportschule

auf das norddeutsche Turnier vorbereitet.

Die zeitliche und räumliche Nähe

zur Nationalmannschaft im Trainingsquartier

Barsinghausen lassen bei den

Dreien zwar Gedankenspiele zu. Aber als

angehende Abiturienten haben sie gelernt,

Realität und Wunschdenken richtig

einzuschätzen.

Auch wenn es bis zum Nationalspieler

wohl nicht reichen wird, so träumen

Nils, Julian und Patrick aber sehr

wohl von einer möglichen Profikarriere.

Das muss erlaubt sein. Viel wichtiger

wird später sein, dass sie bei möglicher

Oktober 2009

Mit positivem Denken auf

das große Ziel hin arbeiten

Julian Wolf, Patrick Jöcks und Niels Röseler beenden ihre Ausbildung beim

Niedersächsischen Fußballverband und möchten in einigen Jahren im

Profibereich Fuß fassen – REINER KRAMER stellt die drei NFV-Auswahlspieler vor

Nichterfüllung ihres Wunsches dennoch

weiterhin Spaß am Fußballspielen haben,

auch wenn sie damit ihren späteren

Lebensunterhalt nicht bestreiten

können.

Vorgesorgt haben die Drei schon

jetzt. Das Erreichen des Abiturs hat für

sie Priorität. Darauf lässt sich eine berufliche

Karriere außerhalb der großen Fußballbühne

auch gut aufbauen. Doch soweit

ist es noch nicht. Fußball, Schule

und die Vorbereitung auf die Abiturprüfung

im nächsten Jahr lassen nicht mehr

viel Spielraum für andere Aktivitäten zu.

Auch wenn die drei jungen Auswahlspieler

sowohl im körperlichen als auch im

geistigen Bereich sehr belastbar sind. Das

perfekte Zusammenspiel zwischen Körper

und Geist beschrieb Marcus Aurelius, römischer

Kaiser von 161 bis 180, so: „Das

Glück Deines Lebens hängt von der Beschaffenheit

Deiner Gedanken ab.“ Mentaltrainer

bedienen sich schon Mal dieses

Zitats.

Zurück zum Bodenständigen. Julian

Wolf ist noch nicht so lange im

Team von NFV-Trainer Wulf Rüdiger

Müller. Er kommt aus Westfalen, spielte

bei Arminia Ibbenbüren, bevor er als C-

Junior zum VfL Osnabrück wechselte.

Dort spielte er zunächst in der C-Junioren-Regionalliga.

Wie bewertet er die

Zeit als Auswahlspieler beim Niedersächsischen

Fußballverband? „Ich habe dort

durchweg positive Erfahrungen für den

Ligaspielbetrieb gesammelt.“ Beim VfL

Osnabrück fühlt er sich sehr wohl. „Der

Verein setzt auf den Nachwuchs“, weiß

der 17-Jährige. Als Beispiele nennt er

Konstantin Engel, Jonas Gottwald und

Kevin Samide, die zum Kader des Drittligisten

zählen. Am weitesten hat es der

21-jährige Engel geschafft, der im vergangenen

Jahr schon 20 Mal in der 2.

Bundesliga eingesetzt wurde. Die ein Jahr

jüngeren Samide und Gottwald wollen

ihre Chance jetzt nutzen. Julian Wolf arbeitet

ebenfalls auf ein Ziel hin, das er so ➤


eschreibt: „Ich möchte in einigen Jahren

Dmit Fußballspielen Geld verdienen.“

as gilt auch für Patrick Jöcks von

Hannover 96. Der defensive Mittelfeldspieler

besucht die 13. Klasse

und weiß, dass es bis zum Abi im Jahr

2010 noch ein weiter Weg ist. Fünf Mal

in der Woche Training und das Punktspiel

am Wochenende nehmen sehr viel Zeit in

Anspruch. „Ich nehme zu Spielen und

zum Auswahltraining oftmals meine

Schulsachen mit“, betont Patrick und

sammelt damit sicherlich auch Pluspunkte

bei den Lehrern. Fleiß wird sicherlich

oft belohnt. Der 17-Jährige hat 38 Spiele

für die NFV-Auswahl bestritten. Jetzt versucht

er sich bei Hannover 96 in der A-

Junioren-Bundesliga für eine mögliche

Profikarriere zu empfehlen.

Fußballtalente aus dem Emsland

oder der Grafschaft Bentheim zieht es

seit geraumer Zeit in großer Zahl zum

niederländischen Vorzeigeausbildungsverein

Twente Enschede. So auch Nils Röseler,

der seit erstes Jahr D-Junioren fast

täglich innerhalb von 30 Minuten von

Bentheim zum Training nach Enschede

fährt. Fünf Mal Training und ein Spiel am

Wochenende heißt sein fußballerisches

Arbeitspensum. „Ich sehe das alles als

Belohnung an“, merkt er bescheiden an

und nimmt dafür die Strapazen gern in

Kauf. Von morgens sechs bis abends um

19 Uhr ist Nils fast jeden Tag für den

Fußball im Einsatz. „Ich opfere die Zeit

gern, denn ich sehe für mich gute Chancen

in den nächsten zwei Jahren in den

Profikader von Twente Enschede aufgenommen

zu werden“, blickt der 17-Jährige

optimistisch in die Zukunft. 42 Auswahlspiele

für den NFV ist schon eine

Bstolze Zahl.

leibt zu hoffen, dass Julian, Patrick

und Nils sich weiter steigern und

von schweren Verletzungen verschont

bleiben. Dann könnte sich ihr

Traum von einer Profikarriere durchaus

erfüllen. Mit dem A-Junioren-Länderpokal

in Duisburg (siehe Seiten 28 und 29) endet

die Ausbildung beim Niedersächsischen

Fußballverband. Ihr Trainer Wulf-

Rüdiger Müller hat die Drei für das Interview

vorgeschlagen, weil er von ihnen

überzeugt ist, sie menschlich sehr schätzt

und natürlich weiß, dass Julian, Patrick

und Nils mit so viel Lob gut umgehen

Vkönnen.

ielleicht hilft da ja auch ein Werbeslogan

eines Mentaltrainers weiter,

der im Internet mit folgendem Satz

wirbt: „Wenn Sie ihr Leben verändern

Portrait Auswahlspieler

Drei talentierte Nachwuchsspieler des NFV von links: Nils Röseler, Julian Wolf und Patrick

Jöcks. Fotos: Kramer

BU

möchten, wenn Sie positiv, glücklich,

leicht und erfolgreich leben möchten und

bereit sind, dafür an sich zu arbeiten,

und das Handwerkszeug für den Alltag

erhalten möchten, kommen Sie zu mir.“

Julian Wolf, Patrick Jöcks und Nils Röseler

arbeiten auch ohne Mentaltrainer daran.

Dass für eine mögliche Profikarriere und

das Abitur im nächsten Jahr noch viel

Zeit und Arbeit aufgebracht werden

muss, wissen sie nur zu gut. Positives

Denken kann dabei sicherlich helfen.

Aber auch dafür brauchen die drei keinen

Mentaltrainer ... ■

Siegerehrung in Barsinghausen. Julian Wolf (vorn mit Lotto-Trikot) nimmt zusammen mit seinen Kollegen die Glückwünsche zum norddeutschen Länderpokalsieg

entgegen.

Oktober 2009 27


U 18-Junioren-Länderpokal

28

Die U 18-Junioren des NFV haben beim

Länderpokalwettbewerb des DFB trotz

eines neunten Platzes einen ausgezeichneten

Eindruck hinterlassen. Das Team

von NFV-Trainer Wulf-Rüdiger Müller verzeichnete

beim Vergleich der 21 Landesverbände

in der Sportschule Duisburg-Wedau

zwei Siege und zwei Niederlagen. Turniersieger

wurde die Auswahl Württembergs vor

Südwest und Baden.

„Meine Mannschaft hat die Topleistung,

die sie bereits beim Norddeutschen

Turnier in Barsinghausen gezeigt hat, in

Duisburg bestätigt. Leider ist sie mit Platz 9

nicht für ihre tolle Moral, die gute Ordnung

und einen geschlossenen Auftritt belohnt

worden.“ - Wulf-Rüdiger Müller bedauerte

nach Turnierende, dass ein schwaches Spiel

gegen die Rheinlandauswahl das gute Gesamtbild

seiner Auswahl trübte. „Das ändert

aber nichts daran, dass dieser Jahrgang viel

Freude bereitet hat.“

Müller musste in Duisburg auf die

Wolfsburger Kevin Scheidhauser und Kevin

Schulze sowie den Hannoveraner Willi

Evseev verzichten, die wie alle übrigen

Spieler des DFB-Leistungskaders nicht am

Länderpokal teilnahmeberechtigt waren.

Da zudem Patrick Jöcks (Hannover 96) und

Leon Henze (VfL Wolfsburg) ausfielen,

nominierte der Trainer Atilay Batbay (FC

Groningen), Dominic Hartmann (VfL Wolfsburg)

und Daniel Schröder (Preußen Hameln)

nach. Das Trio fügte sich nahtlos in

das NFV-Team, das in den zurückliegenden

Jahren immer wieder personelle Veränderungen

erfahren hatte, ein.

„Die Leistungsdichte im 92er Jahrgang

ist sehr groß. Nicht nur der VfL Wolfsburg

Seine Auftritte imponierten

auch den

DFB-Sichtern:

Christopher Avevor

(links) beim

„Tänzchen“

mit einem

Rheinländer.

Oktober 2009

Spannender (Süd)-Western

Starkes NFV-Team beim DFB-Turnier in Duisburg auf Rang neun –

Tolle Moral wird nicht belohnt – Platz zwei war möglich –

DFB-Einladungen für acht Spieler von Trainer Wulf-Rüdiger Müller

Akaki Gogia

(links), hier im

Spiel gegen die

Rheinland-

Auswahl, ist bei

seinen Vorstößen

kaum zu

bremsen.

Fotos: Borchers

und Hannover 96, die sonst das Gerüst unserer

Auswahlteams bilden, sondern sieben

weitere Vereine haben Spieler für unsere

Länderpokalmannschaft abgestellt. Das

spricht für eine erfolgreiche Talentförderung

im ganzen Land, für eine gute Stützpunktarbeit

und eine gute Zusammenarbeit mit

den Lizenzvereinen“, freut sich Müller über

seinen großen personellen Spielraum.

„Einige Spieler besitzen die Grundvoraussetzungen

für eine gute sportliche Laufbahn“,

traut der NFV-Trainer dem einen

oder anderen Akteur bei allen Unabwägbarkeiten

durchaus eine gehobene Fußball-

Karriere zu. Besonders gefallen hat Müller

die diziplinierte Abwehrarbeit von Christopher

Avevor, Nils Röseler, Julian Wolf

und Robin Knoche sowie Torwart Marius

Sauß. Zudem hob der NFV-Verbandssportlehrer

seine Kreativkräfte Akaki Gogia und

Erdogan Pini hervor.

Auch die Sichter um DFB-Jahrgangscoach

Marco Pezzaiuoli sind in Duisburg auf

einige Spieler in der NFV-Auswahl aufmerksam

geworden. Allen voran Christopher

Avevor hat für Furore gesorgt und darf sich

sogar noch Hoffnung machen, mit der deutschen

Mannschaft an der U 17-WM in Nigeria

(24. Oktober bis 15. November) teilzunehmen.

Darüber hinaus können Marius

Sauß, Nils Röseler, Matthias Braczkowski,

Dominic Hartmann, Christian Pauli, Akaki

Gogia und Erdogan Pini mit Einladungen zu

DFB-Lehrgängen rechnen.

Die NFV-Spiele im Überblick

Niedersachsen – Hamburg 2:0

(0:0), Tore: 1:0 Hartmann (58.), 2:0 Beqiri

(65.)

Mit einem Erfolgserlebnis startete die

NFV-Auswahl in das Turnier. In einem zunächst

ausgeglichenen Spiel gegen Ham- ➤


urg entwickelte das Team von NFV-Trainer

Wulf-Rüdiger Müller in der Endphase

mehr Druck und kam mit zwei späten Toren

zu einem verdienten Sieg. Damit gelang

den Niedersachsen die schnelle Revanche

für die 0:1-Niederlage, die sie noch

zwei Wochen zuvor beim Gewinn des

Nordturniers in Barsinghausen gegen die

Hanseaten hinnehmen mussten.

Niedersachsen – Rheinland 0:2

(0:1), Tore: 0:1 (29.), 0:2 (45.)

Gegen einen äußerst destruktiven

Gegner konnte die NFV-Auswahl zu keiner

Zeit ihre Möglichkeiten abrufen. Außer einem

Lattentreffer von Erdogan Pini blieben

Torchancen für Niedersachsen Mangelware.

Die Rheinländer hingegen nutzten

ihre Möglichkeiten zu einem letztlich

schmeichelhaften Erfolg über ein schwaches

NFV-Team.

Niedersachsen – Sachsen 5:1 (1:1),

Tore: 1:0 Braczkowski (8.), 1:1 (20.), 2:1

Pauli (39.), 3:1 Pauli (52.), 4:1 Hartmann

(62.), 5:1 Braczkowski (68.)

Ihren ganzen Frust über die Rheinland-Niederlage

ließ die stark verbesserte

NFV-Auswahl an den Sachsen aus. Schon

in der ersten Halbzeit deutlich dominierend,

drückte sich die Überlegenheit nach

dem Wechsel auch in Toren aus. Dabei offenbarte

Niedersachsen spielerische Stärke

und Konsequenz im Abschluss.

Niedersachsen – Südwest 3:4 (2:2),

Tore: 0:1 (7.), 0:2 (20.), 1:2 Pauli (30.), 2:2

Gogia (33.), 2:3 (39.), 3:3 Knoche (60.),

3:4 (68.)

Aufgrund der Tabellenkonstellation

war klar: Der Sieger diese Partie würde

das Turnier als Vizemeister beenden.

Beide Mannschaften boten vor diesem

Hintergrund schließlich 70 Minuten lang

ein Spiel, das an Dramatik nicht zu

überbieten war. Dabei bewies das NFV-

Team eine glänzende Moral. Noch vor

der Halbzeit glich es einen 0:2-Rückstand

aus und konnte auch im zweiten

Auch Erdogan Pini (rechts)

darf sich auf eine Einladung

zu einem DFB-Lehrgang

freuen.

Christian Pauli – in Duisburg

dreifacher Torschütze – hier

einmal ohne Chance. Gleich

zwei Rheinländer schirmen

den Ball vor ihm ab.

U 18-Junioren-Länderpokal

Spielabschnitt nach erneutem Führungstreffer

der Südwest-Auswahl noch einmal

egalisieren. Zwei Minuten vor dem

Abpfiff musste Niedersachsen dann

allerdings ein weiteres Gegentor und

damit eine unglückliche Niederlage hinnehmen.

Die Top-Ten in Duisburg:

Tore Punkte

1. Württemberg 11:3 7:1

2. Südwest 10:5 6:2

3. Baden 7:2 6:2

4. Brandenburg 9:5 6:2

5. Rheinland 7:4 6:2

6. Mittelrhein 4:3 6:2

7. Niederrhein 9:3 5:3

8. Hessen 2:6 5:3

9. Niedersachsen 10:7 4:4

10. Saarland 10:8 4:4

Das NFV-Aufgebot: Akaki Gogia,

Dominic Hartmann, Robin Knoche, Erdogan

Pini, Marius Sauß (alle VfL Wolfsburg),

Christopher Avevor, Matthias Braczkowski

(alle Hannover 96), Lirim Beqiri, Christian

Pauli, Julian Wolf (alle VfL Osnabrück),

Thomas Kemper (SV Meppen), Deniz Taskesen

(Viktoria Georgsmarienhütte), Nils

Röseler (Twente Enschede), Felix Hackstein

(FC Hansa Lüneburg), Atilay Batbay (FC

Groningen), Daniel Schröder (Preußen Hameln);

Trainer: Wulf-Rüdiger Müller; Co-

Trainer: Sven Kathmann. bo ■

Oktober 2009 29


U 18-Junioren-Nordturnier

30

Die U 18-Junioren des NFV sind Norddeutscher

Länderpokalsieger. Das

Team von NFV-Trainer Wulf-Rüdiger

Müller setzte sich nach spannendem Turnierverlauf

im Barsinghäuser August-Wenzel-Stadion

aufgrund des besseren Torverhältnisses

vor den punktgleichen Teams

aus Hamburg und Bremen durch.

Nach einem Fehlstart und einer verdienten

Niederlage gegen eine starke

Hamburger Auswahl hatte es zunächst

nicht nach einem Turniersieg für die

Niedersachsen ausgesehen. Fehlte zunächst

die spielerische Leichtigkeit, so gelang

es der NFV-Auswahl mit einer imponierenden

Steigerung von Spiel zu Spiel,

das Blatt zu ihren Gunsten zu wenden. In

der entscheidenden Begegnung gegen

Bremen hatte Niedersachsen schließlich

klar das Heft in der Hand, überzeugte in

Defensive und Offensive gleichermaßen.

Bereits zur Pause hätte die Mannschaft um

Kapitän Julian Wolf deutlich höher als mit

1:0 führen müssen, ließ aber beste Chancen

ungenutzt. Dennoch führte die spielerische

Überlegenheit letztlich zu einem

klaren 3:0-Erfolg und einem Zwei-Tore-

Vorsprung gegenüber dem Turnierzweiten

aus Hamburg.

„Gegen Bremen hat meine Mannschaft

das Niveau gezeigt, das sie zuletzt

ausgezeichnet hat. Unser Prunkstück war

sicherlich die Abwehr mit Avevor, Röseler

und Wolf“, zog Wulf-Rüdiger Müller nach

dem Turnier ein zufriedenes Fazit.

Niedersachsen – Hamburg 0:1

(0:0), Tor: 0:1 (62.) Eigentor Knoche

Niedersachsen – Schleswig-Holstein

3:1 (2:0), Tore: 1:0 (24.) und 2:0

(34.) Gogia, 2:1 (60.), 3:1 (70.) Pauli

Niedersachsen – Bremen 3:0 (1:0),

Tore: 1:0 (32.) Taskesen, 2:0 (50.) Pauli, 3:0

(55.) Gogia

Oktober 2009

Imponierende Steigerung

Trotz Auftaktniederlage gewinnen U 18-Junioren des NFV das Nordturnier

„Wir sind gut gerüstet“

D ie niedersächsische Auswahl der U 18-Junioren hat ein Freundschaftsspiel gegen

ein Auswahlteam aus Sachsen-Anhalt mit 3:1 (1:0) gewonnen. Der Test im

Barsinghäuser August-Wenzel-Stadion diente der Vorbereitung auf den Norddeutschen

Länderpokal in Barsinghausen sowie den DFB-Länderpokal in Duisburg-Wedau.

In der Begegnung gegen Sachsen-Anhalt bestätigte das NFV-Team die guten

Leistungen, die es zuletzt in Polen gezeigt hatte. Vor allem im Offensivspiel weiß die

Auswahl zu überzeugen. „Wir sind gut gerüstet“, blickte NFV-Trainer Wulf-Rüdiger

Müller den bevorstehenden Aufgaben nach dem letzten Vorbereitungsspiel zuversichtlich

entgegen.

Wulf-Rüdiger Müller stand vor den Länderpokalwettbewerben ein relativ großer

Spielerkreis zur Verfügung. „Die Leistungsdichte ist groß. Die Auswahl für die beiden

Turniere wird schwer fallen“, sah sich der Trainer vor Barsinghausen und Duisburg vor

der Qual der Wahl.

Das Testspiel im Stenogramm

Niedersachsen – Sachsen-Anhalt 3:1 (1:0), Tore: 1:0 (17.) Pauli, 2:0 (43.) Sane,

2:1 (57.), 3:1 (75.) Taskesen

Das NFV-Aufgebot: Christopher Avevor, Matthias Braczkowski, Dominic Hartmann,

Patrick Jöcks, Saliou Sane (alle Hannover 96), Tolga Cigerci, Akaki Gogia, Erdogan

Pini, Marius Sauß (alle VfL Wolfsburg), Lirim Beqiri, Christian Pauli, Julian Wolf (alle

VfL Osnabrück), Atilay Batbay (FC Groningen), Stephan Brehmer (Eintracht Braunschweig),

Felix Hackstein (FC Hansa Lüneburg), Thomas Kemper (SV Meppen), Daniel

Schröder (Preußen Hameln), Deniz Taskesen (Viktoria Georgsmarienhütte). bo

Nicht zu stoppen: Atilay Batbay im Spiel gegen

Bremen. Foto: Borchers

Die weiteren Ergebnisse: Bremen

– Schleswig-Holstein 3:2 (2:0), Hamburg

– Bremen 1:3 (0:2), Hamburg – Schleswig-Holstein

4:1 (2:0)

Die Abschlusstabelle: 1. Niedersachsen

(6:2 Tore, 6 Punkte), 2. Hamburg

(6:4 Tore, 6 Punkte), 3. Bremen (6:6 Tore,

6 Punkte), 4. Schleswig-Holstein (4:10

Tore, 0 Punkte)

Das NFV-Aufgebot: Christopher

Avevor, Matthias Braczkowski, Patrick

Jöcks (alle Hannover 96), Akaki Gogia,

Robin Knoche, Erdogan Pini, Marius

Sauß (alle VfL Wolfsburg), Lirim Beqiri,

Christian Pauli, Julian Wolf (alle VfL

Osnabrück), Atilay Batbay (FC Groningen),

Stephan Brehmer (Eintracht

Braunschweig), Thomas Kemper (SV

Meppen), Daniel Schröder (Preußen

Hameln), Deniz Taskesen (Viktoria

Georgsmarienhütte), Nils Röseler

(Twente Enschede); Trainer: Wulf-Rüdiger

Müller; Co-Trainer: Sven Kathmann.

bo


Integration

32

„Wollt ihr wissen, ob man als Fußballerin

reich werden kann?“ Britta Carlson

blickt in die Runde und wartet eine Antwort

auf ihre Frage gar nicht erst ab.

„Kann man nicht“, verrät die Europameisterin

von 2005 ihren jungen Zuhörerinnen

und impft ihnen im Nachsatz ein: „Fußball

spielen macht Spaß. Aber das Wichtigste

ist, dass ihr einen Schulabschluss erreicht.

Darauf kommt es an!“ Dies ist nur eine

von vielen wertvollen Anregungen, die

Oktober 2009

„Kennen Sie Michael Ballack?“

Britta Carlson leitet Training beim Mädchenfußballcamp in Barsinghausen

„Fußball spielen macht Spaß.“ – Die strahlenden Gesichter der Mädchen, die beim Fußballcamp in Barsinghausen unter Anleitung von Britta Carlson

(vorne) trainierten, bestätigen die WM-Botschafterin aus Wolfsburg. Fotos: Borchers

Plauderstunde mit der Europameisterin von 2005.

24 Mädchen von einem Fußballcamp in

Barsinghausen mit nach Hause nehmen

werden.

Im Rahmen des Projektes „Soziale

Integration von Mädchen durch Fußball“

richtete der NFV Ende August gemeinsam

mit der Uni Osnabrück ein Mädchenfußballcamp

in der NFV-Sportschule aus. Die

Teilnehmerinnen, 24 neun- bis zwölfjährige

Grundschülerinnen, kamen aus Salzgitter,

Wolfsburg und Hildesheim. Unter An-

leitung von lizenzierten Trainern der Coca-

Cola-Fußballschule des NFV widmeten sich

die Mädchen drei Tage lang intensiv dem

Fußballspiel, wobei Spiel und Spaß immer

im Mittelpunkt standen. Höhepunkt des

Camps war jedoch der Besuch von WM-

Botschafterin Britta Carlson. Die Ex-Nationalspielerin

führte mit den jungen Spielerinnen

eine 90-minütige Trainingseinheit

im Barsinghäuser August-Wenzel-Stadion

durch, um danach geduldig die Fragen der

jungen Kickerinnen zu beantworten.

„Meine Eltern waren eher unsportlich,

aber ich wollte schon immer Fußball

spielen und habe bereits im Alter von fünf

Jahren damit begonnen. Insgesamt habe

ich 26 Jahre gespielt. Nun wisst ihr also

auch, wie alt ich bin“, ergreift Britta Carlson

die Initiative, als ihre jungen Zuhörerinnen

sich zunächst in schüchterner Zurückhaltung

üben. Aber nach und nach

tauen Hatice, Nesrin, Mareike und die

übrigen Mädchen auf und löchern ihre

prominente Gesprächspartnerin. Ob Britta

Michael Ballack kenne interessiert zu allererst.

Einmal sei sie wohl auf den Kapitän

der deutschen Männer-Nationalmannschaft

getroffen, aber kennen, nein kennen

würde sie ihn deshalb nicht, erzählt

die Wolfsburgerin.

Sie muss die Anzahl ihrer Länderspiele

und Bundesligaspiele aufzählen, berichten,

für welche Vereine sie aktiv war und

lenkt dann das Gespräch in eine andere

Richtung. Dabei wird deutlich, dass für die

Frauen-Fußball-Weltmeisterschaft 2011 ➤


Julika Vosgerau (links) wertete das Camp in Barsinghausen als vollen Erfolg. Das war nicht zuletzt

ein Verdienst von Britta Carlson.

noch ordentlich Werbung betrieben werden

muss. Beim Versuch, die zwölf WM-

Städte von 2011 aufzuzählen, landen Zarah

und Co. mit Augsburg und Wolfsburg

nur zwei Treffer. „Ich hoffe, dass ihr Weltmeisterschaftsspiele

sehen könnt“, wirbt

die Botschafterin für das bevorstehende

Großereignis, verteilt dann Autogramme

und verabschiedet sich schließlich von

jeder einzelnen Spielerin mit einem Abklatschen.

Nach beachtlichen Erfolgen des

bundesweiten Projektes „Soziale Integration

von Mädchen durch Fußball“ entschied

sich das Niedersächsische Innenministerium

2008, die ursprünglich im Oldenburger

Stadtteil Ohmstede entstandene

Idee auch in Niedersachsen weitergehend

aufzugreifen und in einem zusätzlichen

Projekt zu fördern. An acht Standorten

(Delmenhorst, Hildesheim, Lüneburg,

Nienburg, Osnabrück, Salzgitter, Stade

und Wolfsburg), an denen Merkmale

sozialen Ausschlusses und der sozialen Benachteiligung

das Stadtleben prägen und

es einen hohen Anteil an Kindern und

Jugendlichen mit Migrationshintergrund

gibt, stärken die Universität Osnabrück,

das Niedersächsische Innenministerium,

der Niedersächsische Fußballverband

(NFV) und der Landessportbund (LSB) gemeinsam

die Integration durch Mädchenfußball.

Julika Vosgerau wertet das Camp in

Barsinghausen als vollen Erfolg. „Es sind

erstaunlich viele Mädchen gekommen. Für

einige ist es das erste Mal, dass sie – abgesehen

von schulischen Veranstaltungen –

vom Elternhaus getrennt sind. Deshalb

muss großes Vertrauen geschaffen werden,

vor allem bei den Eltern. Das ist die

Basis“, weiß die wissenschaftliche Mitarbeiterin

der Uni Osnabrück, die das Projekt

federführend begleitet.

Über die Zusammenarbeit von Schule

und Sportverein, das Angebot von

Mädchenfußball in schulischen Arbeitsgemeinschaften,

die Durchführung von

lokalen Schulfußballturnieren und Mädchenfußball-Camps

werden Mädchen mit

Migrationshintergrund für Bewegung begeistert

und in und über den Sport integriert.

Im vertrauensstiftenden Rahmen

ihrer Schule werden die Mädchen für

den Fußball gewonnen und auf ihrem

Weg in den Sportverein begleitet. Da

weibliche Bezugspersonen insbesondere

für Mädchen mit Migrationshintergrund

und deren Eltern von entscheidender Bedeutung

sind, vielfach aber noch im Fuß-

Integration

ballsport fehlen, wurde der Baustein der

Ausbildung von Fußballassistentinnen in

das Projekt integriert.

Viele der Mädchen, die das Camp in

Barsinghausen besuchen, nehmen schon

am Training beim TSV Wolfsburg, der Fortuna

aus Salzgitter oder der SG Achtum/Einum

teil. Diejenigen, die den Schritt noch

nicht gewagt haben, sind zumindest in

AG´s der Regenbogenschule Westhagen,

der Grundschule Am Ziesberg Salzgitter

oder der GS Drispenstedt fußballerisch aktiv.

Kerstin Opitz, die in Salzgitter eine AG

leitet und mit ihrer Lehrerkollegin aus

Wolfsburg, Britta Schumacher, die Camp-

Mädchen in Barsinghausen betreut, berichtet:

„Wir bieten einmal in der Woche

eine AG ausschließlich für Mädchen an.

Sie benötigen einen gewissen Schutzraum,

würden beim gemeinsamen Training

mit den Jungs untergehen.“

Dass die Mädchen im zurückliegenden

Jahr in ihren AG´s fußballerisch schon

eine ganze Menge gelernt haben, stellen

nicht nur die NFV-Trainer Martin Mohs und

Arndt Westphal, sondern auch Julika Vosgerau

anerkennend fest. „Einige von ihnen

sind schon richtig fit“, freut sich die

Osnabrückerin.

Weitere Informationen gibt es auf der

Homepage www.fussball-ohne-abseits.de

Geschäftsführung und wissenschaftliche

Leitung des Projekts: Dr. Ulf Gebken

ulf.gebken@uni-osnabrueck.de

Julika Vosgerau

julika.vosgerau@uni-osnabrueck.de

Projektbetreuer des NFV: Marko Kresic

Marko.Kresic@nfv.de

Telefon (0 51 05) 7 51 67 bo ■

Einige der Mädchen beim Camp in Barsinghausen sind fußballerisch schon richtig fit. Davon überzeugte

sich auch Britta Carlson.

Oktober 2009 33


Norddeutscher Länderpokal

34

Norddeutscher Vizemeister: Die U 17-Juniorinnen des NFV. Das Foto zeigt (hintere Reihe von links) Co-Trainerin Tanja Schroten , Laura Prigge, Sabrina

Buitmann, Lena Steenken, Pauline Peters, Laura Lopez, Franziska Fiebig und Trainer Thorsten Westenberger sowie (vordere Reihe von links) Anika

Nohl, Jennifer Bochmann, Linda Röttgers, Laura Danziger, Amelie Rose, Fenna Elfers und Sophie Gerkens. Auf dem Foto fehlen Simone-Nicole Niemann,Sarah

Stöckmann und Juliana Meier. Fotos: Borchers

Die U 17-Juniorinnenauswahl des NFV

hat sich beim Norddeutschen Länderpokalturnier

mit einem zweiten Platz

begnügen müssen. Turniersieger wurde die

Hamburger Auswahl, die im entscheidenden

Spiel gegen Niedersachsen mit 2:1 gewann.

Die Siegerehrung im Barsinghäuser

August-Wenzel-Stadion wurde vorgenommen

von Ulrike Ballweg, Co-Trainerin der

Deutschen Frauen-Nationalmannschaft.

„Wir haben noch viel Luft nach

oben.“ - NFV-Trainer Thorsten Westenberger

hatte in Barsinghausen „kein gutes

Turnier“ seiner Auswahl gesehen. Zehn

Tage vor Beginn des DFB-Länderpokalwettbewerbes

in Duisburg-Wedau (1. bis

4. Oktober) vermisste er vor allem das

schnelle Umschalten von Abwehr auf Angriff

und machte zudem einen gewissen

Hang zur Überheblickkeit bei seinen Spielerinnen

aus. Offenkundig wurde: Nach

den Abgängen von Kristin Demann und

Lyn Meyer (beide Turbine Potsdam) sowie

Lena Petermann (Hamburger SV) verfügt

die NFV-Auswahl über keine Spielerinnen

mit herausragenden individuellen Fähigkeiten.

Niedersachsen – Bremen 4:1 (2:0),

Tore: 1:0 Stöckmann (18.), 2:0 Buitmann

Oktober 2009

„Wir haben noch

viel Luft nach oben“

U 17-Juniorinnen des NFV belegen beim Turnier

in Barsinghausen Rang zwei hinter starken Hamburgerinnen

(21.), 2:1 (38.), 3:1 Gerkens (49.), 4:1 Eigentor

(60.)

Die überlegene NFV-Auswahl fand zunächst

kein Mittel gegen die Bremerinnen,

die die Räume eng machten und gut dagegen

hielten. Erst nach einem Abstaubertor

von Sarah Stöckmann war der Bann gebrochen.

Jetzt kombinierte Niedersachsen ansprechend,

verpasste es aber, höher als mit

einer 2:0-Führung in die Pause zu gehen.

Der zunächst überhebliche Auftritt des

NFV-Teams nach dem Wechsel wurde von

Bremen prompt durch den Anschlusstreffer

bestraft. Niedersachsen fand zwar allmählich

zurück in die Spur und legte zwei Treffer

nach, ließ weitere gute Möglichkeiten

für einen höheren Sieg jedoch ungenutzt

Niedersachsen – Hamburg 1:2 (1:0),

Tore: 1:0 Meier (2.), 1:1 (50.), 1:2 (57.)

Die frühe Führung gegen die kämpferisch

und spielerisch starken Hamburgerinnen

verleitete die NFV-Spielerinnen erneut

zur Lässigkeit. Obwohl sie zu weit weg von

ihren Gegnerinnen standen und das Verschieben

der Positionen nicht gelang,

konnte der Vorsprung in die Pause gerettet

werden. Doch im zweiten Spielabschnitt

drehten die Hanseatinnen die Partie verdientermaßen

zu ihren Gunsten. Dabei

Schussversuch von Sophie Gerkens.


Laura Prigge (links) im Laufduell mit einer

Gegenspielerin aus Schleswig-Holstein.

Norddeutscher Länderpokal

markierte ausgerechnet National- und Ex-

NFV-Auswahlspielerin Lena Petermann, die

zur neuen Saison vom SV Ahlerstedt-Ottendorf

zum Hamburger SV gewechselt war,

den zwischenzeitlichen Ausgleich für Hamburg.

Niedersachsen – Schleswig-Holstein

2:0 (1:0), Tore: 1:0 Fiebig (1.), 2:0 Fiebig

(60.)

Gegen einen schwer zu spielenden

Gegner, der auf mannschaftliche Geschlossenheit

setzte, gelang ein verdienter, aber

glanzloser Sieg. Bei ausgeglichenen Spielanteilen

besaßen die kämpferisch starken

Niedersachsen die klareren Torchancen und

nutzen zwei davon in der ersten und letzten

Spielminute durch die in diesem Spiel

gut aufgelegte Franziska Fiebig. Bereits

beim Länderpokalturnier in Duisburg-Wedau

wird es am Donnerstag, 1. Oktober,

um 15 Uhr zur Neuauflage des Kräftemessens

mit den Schleswig-Holsteinerinnen

kommen.

Die weiteren Ergebnisse: Hamburg

– Schleswig-Holstein 3:2 (2:1), Bremen –

Schleswig-Holstein 0:7 (0:4), Hamburg –

Bremen 1:0 (0:0)

Die Tabelle: 1. Hamburg (6:3 Tore,

9 Punkte), 2. Niedersachsen (7:3 Tore,

6 Punkte), 3. Schleswig-Holstein (9:5 Tore,

3 Punkte), 4. Bremen (1:12 Tore, 0 Punkte)

Das NFV-Aufgebot: Fenna Elfers,

Sophie Gerkens, Simone-Nicole Niemann,

Amelie Rose, Sarah Stöckmann (alle Eintracht

Immenbeck), Jennifer Bochmann,

Laura Prigge (beide ATSV Scharmbeckstotel),

Sabrina Buitmann (Victoria Gersten),

Franziska Fiebig, Laura Lopez

(beide VfL Wolfsburg), Anika Nohl (MTV

Wolfenbüttel), Pauline Peters (SG Süderneuland/Leybucht),

Linda Röttgers

(BW Papenburg), Lena Steenken (BV

Cloppenburg), Laura Danziger (SC Deckbergen/S.),.

Juliana Meier (SG Schamerloh).

bo

Westenberger hat Alternativen

NFV-U 17-Juniorinnen belegen beim westdeutschen

Turnier in Kaiserau den dritten Platz

D ie U 17-Juniorinnenauswahl des NFV hat in der Sportschule Kaiserau beim

westdeutschen Turnier mit Auswahlteams der Landesverbände Westfalen,

Mittelrhein und Niederrhein Rang 3 belegt. Turniersieger wurde die Auswahl

Westfalens vor dem Team vom Mittelrhein. Das Turnier diente der Vorbereitung

auf das Länderpokalturnier des DFB, das vom 1. bis 4. Oktober in Duisburg-Wedau

stattfindet.

„Für einige meiner Spielerinnen war dies der erste Ländervergleich. Deshalb bin

ich durchaus zufrieden, wie gut sie sich verkauft haben“, zog NFV-Trainer Thorsten

Westenberger trotz Niederlagen gegen Westfalen und Mittelrhein keinesfalls enttäuscht

Bilanz. „Spielerisch war das sehr ordentlich und das Turnier hat gezeigt, dass

ich Alternativen habe“, befand der Trainer, der seine besten Kräfte in den Verteidigerinnen

Kea Eckermann und Simone-Nicole Niemann, der Mittelfeldspielerin Franziska

Fiebig und Stürmerin Fabienne Stejskal ausmachte. Die NFV-Spiele im Überblick:

Niedersachsen – Westfalen 1:2 (1:1), Tore: 1:0 (6.) Fiebig, 1:1 (25.), 1:2 (48.)

Niedersachsen – Niederrhein 2:0 (2:0), Tore: 1:0 (13.) Koehle, 2:0 (24.) Stejskal

Niedersachsen – Mittelrhein 0:3 (0:1), Tore: 0:1 (27.), 0:2 (42.), 0:3 (43.)

Das NFV-Aufgebot: Maleen Gerkens, Svenja Giesecke, Simone-Nicole Niemann,

Fabienne Stejskal (alle Eintracht Immenbeck), Franziska Fiebig, Jana Schauer (beide

VfL Wolfsburg), Kristina Skibba (BV Cloppenburg), Laura Danziger (SC

Deckbergen/S.), Kea Eckermann (TuS Obenstrohe), Marie Sophie Ewald (SV Groß Oesingen),

Christina Heins (MTV Wohnste), Madeleine Johannes (Piesberger SV), Nele

Kaether (HSC Hannover), Jana Koehle (ATSV Scharmbeckstotel), Pauline Peters (SG

Süderneuland/Leybucht), Juliana Meier (SG Schamerloh). Trainer: Thorsten Westenberger;

Co-Trainerin: Tanja Schroten. bo

Oktober 2009 35


Profis in der Schule

36

Unter dem Motto „Profis in der Schule“

veranstaltet der Niedersächsische

Fußballverband (NFV) in Kooperation

mit der Sparkassen-Finanzgruppe, das sind

die VGH Versicherungen, die LBS Norddeutsche

Landesbausparkasse und die

Sparkassen in Niedersachsen, und radio

ffn auch im Jahr 2010 einen Tag voller

Spaß, Bewegung und Miteinander an bis

zu sechs ausgewählten Schulen im Landesgebiet.

Zum umfangreichen Programm gehören

unter anderem eine Podiumsdiskussion

mit Spitzensportlern der Region, die

Vorstellung modernster Trainingsmethoden,

Gespräche über die soziale Wirksamkeit

des Sports, ein Markplatz der Vereine

sowie zahlreiche sportliche Bewegungsspiele

für Mädchen und Jungen.

Zu den Kooperationsvereinen gehören:

• VfL Wolfsburg

• Werder Bremen

• Hannover 96

• VfL Osnabrück

• Eintracht Braunschweig

• FC St. Pauli Hamburg.

Schulen, die Interesse bekunden und

das Anforderungsprofil erfüllen, können

sich ab sofort bis zum 30.November 2009

unter www.nfv.de (Rubrik: Schule und

Fußball, Aktuelles & Projekte) für die Ausrichtung

im Jahr 2010 bewerben. Die ausgewählten

Schulen werden im Januar

2010 vom NFV benachrichtigt.

Weitere Fragen und Informationen erteilt

Marko Kresic, Telefon 05105-75-167

oder E-Mail: marko.kresic@nfv.de.

Profis in der Schule –

Spaß, Bewegung und Miteinander

an Ihrer Schule

Projektbeschreibung:

• Spitzensportler/innen der Region gemeinsam

mit Bundesliga-

Schiedsrichter/innen sowie Sportwissenschaftler/innen

im Gespräch (Podiumsdiskussion)

• Fußball-Profis hautnah erleben

• Vorstellung modernster Trainingsmethoden

• Bewegungsspiele für Mädchen und Jungen

in zahlreichen Variationen

• Wege zur Vermeidung von Gewalt, hin

zum Fair Play

• Musik & Entertainment auf der radio ffn-

Bühne

Die Ziele des Projekts sind:

• den Spaß am Fußballsport vermitteln

• sich mit Fragen zu sportlichen Ausbildungswegen

und sozialrelevanten Themenbereichen

wie Gewaltprävention

und Wertevorstellungen auseinandersetzen

Oktober 2009

Ein Fußballtraum

wird wahr

Niedersächsischer Fußballverband

bringt Profis in die Schule

• Kooperationen zwischen Schule

und Vereinen schaffen

• Anregungen zu gemeinsamen Spiel- und

Sportaktivitäten geben

Veranstaltungsablauf:

• Podiumsdiskussion mit Spitzensportler,

Spitzenschiedsrichtern und Funktionären

• Profis zum Anfassen (Frage- und Autogrammstunde)

• Aktivitäten (z.B. DFB-Fußball-Abzeichen,

Trainingsvorführungen, Messung der

Schussgeschwindigkeit, Torwand, Soccer-Outdoor-Courts,

Turniere, weitere

attraktive Bewegungsspiele)

• Verlosung lukrativer Preise (Gewinnspiel,

Regelquiz)

• Offene Veranstaltung (Bühnen- und Partyprogramm

von radio ffn, Marktplatz

der Vereine, Essen und Getränke)

Voraussetzungen:

• Mindestens 600 Schülerinnen und Schüler

im Alter von 8 bis 15 Jahren

• Geeignete Sportanlagen (möglichst Naturrasen-

und/oder Kunstrasenplatz)

• Geeignete Räumlichkeiten für die Podiumsdiskussion

(Sporthalle, Aula,

Pausenhalle mit Platz für alle Schüler.

• Ansprechpartner für organisatorische

und technische Fragen

• Mindestens 25 freiwillige Helfer (Lehrkräfte/Eltern/ältere

Schülerinnen und

Schüler) zur Betreuung diverser Stationen

• Gewährleistung (und Mithilfe) von

(beim) Auf- und Abbau der Gerätschaften

Sportgerätschaften werden vom NFV

gestellt. Materialien wie Bälle, Leibchen,

Hütchen/Pilonen und Lehrmaterial verbleiben

in der Schule.

Grafite, Stürmerstar des Vfl Wolfsburg, besuchte kürzlich zwei Schulen in Gifhorn.

Foto: VfL Wolfsburg


50 Freikarten für 18 Gegentore

Bundesligist VfL Wolfsburg lässt einer Deisterauswahl in Springe keine Chance

Melissa Thiem (am Ball) erzielte einen Treffer für den VfL.

Für die Spielerinnen des VfL Wolfsburg

war es laut Trainer Ralf Kellermann

„eine willkommene Abwechslung zum

Trainingsalltag“, für die meisten der in einer

Deister-Auswahl formierten Gegnerinnen

dürfte es hingegen laut Trainerin Ingrid

Wistal „das Highlight ihrer Karriere“

gewesen sein. Trotz einer dicken Packung,

denn das Testspiel gegen den Bundesligisten

im Stadion des FC Springe endete vor

rund 350 Zuschauern mit 0:18 (0:5).

Auch ohne Martina Müller und die

Finnin Katri Nokso-Koivisto, die beide bei

der Frauen-Europameisterschaft in Finnland

im Einsatz waren, dominierten die

Wolfsburgerinnen ihre Kontrahentinnen

nach Belieben. Die spielen normaler Weise

in der Bezirksliga oder Kreisliga, sind beim

SC Völksen, FC Bennigsen, TSV Nettelrede,

1. FC Germania Egestorf-Langreder und

FC Springe beheimatet und bekamen es

nun mit Fußballprominenz wie Navina

Omilade oder Shelley Thompson zu tun.

Zumindest eine Halbzeit lang verkaufte

sich der Außenseiter vom Deister teuer,

hatte es aber insbesondere der mutigen

Franziska Kubitza zu verdanken, dass es

zur Pause nur 0:5 stand. Mit tollen Paraden

hatte die Torhüterin aus Völksen in einer

einseitigen Partie Schlimmeres verhindert

und dafür wiederholt Beifall auf offener

Szene erhalten. „Sie hat ganz stark gespielt“,

lobte auch Ingrid Wistal die Keeperin

und machte in Jovana Strehaljuk die

zweite große Stütze ihrer Auswahl aus. Die

Nationalspielerin aus Bosnien ist derzeit

für den SC Völksen aktiv und konnte den

„Wölfinnen“ im Mittelfeld Paroli bieten.

Genutzt hat es nichts, denn nach dem

Wechsel drehte der VfL richtig auf und

produzierte Tor auf Tor. Allen voran die

Ex-Nationalspielerin und Bundesliga-Torschützenkönigin

von 2003/2004, Shelley

Thompson, die fünf Mal traf.

Das Endergebnis war zweitrangig.

„Viel wichtiger ist, dass tolle Werbung für

Frauenfußball

den Frauen-Fußballsport betrieben wurde.

So eine Kulisse wie heute hat es in Springe

seit Jahren nicht gegeben“, freute sich

Wilfried Liebhold, der den Besuch des

Bundesligisten eingefädelt hatte. Liebhold

ist Vorsitzender des Vereins Sportsammlung

Saloga, der vor fünf Jahren das Springer

Fußballmuseum eingerichtet hat. Dort

ist ein Raum dem Frauen-Fußball gewidmet,

gehören die Fußballschuhe, die Stefanie

Gottschlich 2004 bei der WM in den

USA trug, und das Trikot, das Martina Müller

drei Jahre später bei der WM in China

überstreifte, zu den herausragenden Exponaten.

Wiederholt haben Delegationen

aus Wolfsburg das Museum besucht, waren

neben Gottschlich und Müller auch

WM-Botschafterin Britta Carlson oder

Sportdirektor Bernd Huneke zu Gast. Dabei

sind gute Kontakte entstanden.

Einen guten Draht hat das Fußballmuseum

auch zu den Springer Stadtwerken.

Die nutzten den Anlass, um durch Springes

Bürgermeister Jörg-Roger Hische, Aufsichtsratschef

der Stadtwerke, vor dem

Spiel einen Scheck in Höhe von 1000 Euro

für das Fußballmuseum zu überreichen.

Profitieren wird der „Heimatraum“ des

Museums, in dem der lokale Fußball der

Deisterstadt beleuchtet wird.

Gut eine Stunde haben sich die Wolfsburgerinnen

nach Spielschluss noch Zeit

genommen und mit den Spielerinnen der

Deisterauswahl im Klubhaus des FC Springe

zusammen gesessen. „Die sind ausgesprochen

nett und aufgeschlossen. Unsere Mädels

haben das Zusammensein sehr genossen

und sind stolz und glücklich“, freute

sich Ingrid Wistal mit ihrem Auswahlteam.

Besonders gut angekommen ist natürlich,

dass Bernd Huneke quasi als Entschädigung

für die 18 Gegentore 50 Freikarten

für den Bundesligaauftakt des VfL gegen

1. FFC Frankfurt (2:3) spendierte. bo

Vor dem Spiel begrüßten (v.l.) Wilfried Liebhold (Sportsammlung Saloga), WM-Botschafterin Britta

Carlson, NFV-Vizepräsident „Auwi“ Winsmann und Springes Bürgermeister Jörg-Roger Hische

die Zuschauer im FC-Stadion in Springe. Fotos: Borchers

Oktober 2009 37


NFV-Sportschule

38

Luftaufnahmen mit T Rex. Während

auf dem Kunstrasenplatz der NFV-Sportschule

Anfang September die Teilnehmer eines B-Lizenz-Lehrganges

den praktischen Teil ihrer Prüfung

absolvieren, kreist Minuten lang ein Modell-

Hubschrauber über dem Fuchsbachtal. Sein Interesse

scheint aber nicht den angehenden Trainern

zu gelten, sondern vielmehr dem oberhalb des

Platzes liegenden Sporthotel. Am Bug ausgerüstet

mit einer Panasonic Lumix-Digitalkamera macht

der „T Rex 600“ Aufnahmen vom neuen Wellnessund

Fitness-Komplex des Sporthotels, der im

Oktober seiner Bestimmung übergeben werden

soll. Per Fernbedienung dirigiert Bodo Hartmann

(Foto oben) im Auftrag der hannoverschen Firma

Coastland den nur drei Kilogramm schweren Helicopter

und fängt die Bilder ein, mit denen ein bereits

produzierter Image Film-Trailer über das FIFA

WM Quartier 2006 und Sporthotel Fuchsbachtal

ergänzt werden soll. Foto: Borchers

Charles Akonnor (stehend, 7.v.l.), ehemaliger ghanaischer Nationalspieler und u.a. von 1998 bis 2004 Profi des VfL Wolfsburg, war jetzt der

prominenteste Teilnehmer eines Trainer-B-Lizenzlehrganges, der unter Leitung von NFV-Verbandssportlehrer Wulf-Rüdiger Müller in der NFV-Sportschule

Barsinghausen angeboten wurde. Akonnor, der zuletzt beim Oberligisten SC Langenhagen aktiv war, ist inzwischen in seiner Heimat Trainer

des Erstligisten FC Eleven Wise Sekondi. Mit Akonnor bestanden 16 weitere Lehrgangsabsolventen, darunter sechs Niedersachsen, nach ihrer zweiwöchigen

Ausbildung die Prüfung. Zur Prüfungskommission gehörten die DFB-Trainer Michael Müller und Paul Schomann sowie die Verbandssportlehrer

aus Berlin, Ingo Weniger, und Thüringen, Hubert Steinmetz. Die neuen B-Lizenztrainer: Charles Kwablan Akonnor (FC Eleven Wise Sekondi),

Johannes Beck (Post SV Nürnberg), Frank Böringer (SV Sandhausen), Benjamin Duda, Michael Duda (beide VfB Peine), Stefan Heck (SG Rosenhöhe

Offenbach), Carsten Helzig (SG An der Lache), Carsten Hennig (FSV Frankfurt), Thomas Karl (ASV Rimpar), Maik-Oliver Kietzmann (Heesseler SV),

Emrullah Kizildag (SV Bruchhausen-Vilsen), Gordon Lehfeld (Frauenfußball USV Jena), Alexander Reifschneider (FC Ingolstadt 04), Thorsten Schuschel

(HSC Hannover), Pierre Schwital (FC Hude), Slavik Siabandov (VfV Borussia 06 Hildesheim), Marco Slupek (SV RW Damme), Christoph Spiertz (SSV Ulm

1846). Foto: Borchers

Oktober 2009


Vermischtes

DFB verleiht Fritz-Walter-Medaille

an 96er Konstantin Rausch

Wurde vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Aserbaidschan in Hannover mit der Fritz-Walter-

Medaille ausgezeichnet: Konstantin Rausch (5.v.r.) im Kreise der Gratulanten. Foto: gettyimages

Die Zukunft des Fußballs im Blick: Vor

dem WM-Qualifikationsspiel gegen

Aserbaidschan ehrte der Deutsche

lerisch und menschlich herausragend präsentiert

haben. Dazu gehört auch Konstantin

Rausch (Hannover 96).

Fußball-Bund (DFB) die Nachwuchsspieler

Dotiert sind die Fritz-Walter-Medaillen

des Jahres mit den Fritz-Walter-Medaillen. mit jeweils 20.000 Euro (Gold), 15.000 (Sil-

Die Auszeichnung wurde zum fünften Mal ber) und 10.000 Euro (Bronze). Das Geld

an insgesamt zwölf Preisträger verliehen, kommt den Vereinen zugute, die sich um

die sich in der vergangenen Saison in ihren die Ausbildung der jungen Spieler verdient

Klubs und den Jugend-Nationalteams spie- gemacht haben. Der im russischen Koshew-

nikow gebürtige Konstantin Rausch ist seit

2004 Spieler von Hannover 96, war zuvor

für TuS Lachendorf und SV Nienhagen aktiv.

Geehrt wurden in Hannover jeweils

drei U 19-, U 18- und U 17-Junioren sowie

drei Juniorinnen. In der Altersklasse U 19

wurde Lewis Holtby vom FC Schalke 04 mit

der goldenen Fritz-Walter-Medaille ausgezeichnet.

Die silberne Medaille wurde an

Konstantin Rausch verliehen. Der 19-jährige

Linksverteidiger von Hannover 96 gehörte

wie Holtby zum Aufgebot der U 19-Nationalmannschaft

von DFB-Trainer Heiko Herrlich,

die im Mai unglücklich die Qualifikation

zur U 19-Europameisterschaft in der

Ukraine verpasste. Bereits 2007 war „Kocka“

Rausch in der Klasse U 17 mit der Fritz-

Walter-Medaille in Silber ausgezeichnet

worden, nachdem er mit der deutschen

Mannschaft bei der U 17-WM in Südkorea

Bronze gewonnen hatte.

Bei Hannover 96 hat Rausch, der am

30. März 2008 gegen den VfB Stuttgart

(0:0) sein Debüt gab, den Sprung zum

Stammspieler geschafft. Inzwischen stehen

für ihn 33 Bundesligaeinsätze (Stand 20.

September 2009) zu Buche. „Konstantin ist

ein absoluter Teamplayer, der auf dem Platz

alles für seine Mitspieler gibt. Er verfügt

über eine enorme Dynamik und verschafft

sich auf dem Feld Vorteile durch seine Zweikampfstärke.

Zudem erzeugt er von der linken

Außenbahn enormen Druck", beurteilt

DFB-Trainer Heiko Herrlich die Leistungen

des Hannoveraners.

Ü 35-Frauen aus Immenbeck

sind Vizemeister im Norden

Die Ü 35-Frauen von Eintracht Immenbeck sind

Norddeutscher Vizemeister. Bei der erstmals ausgetragenen

Meisterschaft auf Kleinfeld musste das

Team von Trainer Ingo Merkens im schleswig-holsteinischen

Sarzbüttel nur dem MTV Leck (Schleswig-Holstein)

den Vortritt lassen, blieb in vier Begegnungen jedoch ungeschlagen.

Die zweite niedersächsische Vertretung vom

SV Ahlerstedt/Ottendorf belegte in Sarzbüttel Rang 4.

Die Ergebnisse im Überblick:

MTV Leck (SH) – Altona 93 (HH) 1:0, SV Ahlerstedt/Ottendorf

– Eintracht Immenbeck 1:1, SSV Sarzbüttel

(SH) – MTV Leck 1:2, Altona 93 – SV Ahlerstedt/Ottendorf

1:3, Eintracht Immenbeck – SSV Sarzbüttel 2:1, MTV

Leck - SV Ahlerstedt/Ottendorf 7:0, Altona 93 – Eintracht

Immenbeck 0:2, SV Ahlerstedt/Ottendorf – SSV Sarzbüttel

2:4, Eintracht Immenbeck – MTV Leck 0:0, SSV Sarzbüttel

– Altona 93 2:1.

Die Abschlusstabelle: 1. MTV Leck (10:1 Tore,

10 Punkte), 2. Eintracht Immenbeck (5:2 Tore, 8 Punkte),

3. SSV Sarzbüttel (8:7 Tore, 6 Punkte), 4. SV Ahlerstedt/

Ottendorf (6:13 Tore, 4 Punkte), 5. Altona 93 (2:8 Tore,

0 Punkte).

Das Team des Vizemeisters aus Immenbeck: Conny

Linke, Nina Nouri, Katrin Fritz, Angela Goltz, Katja Hagedorn,

Conny Hillenbrand, Ines Brüggemann, Rosl Krümmelbein,

Tanja Saleina, Nicole Will, Monika Altmann. So jubelte der Vizemeister aus Immenbeck nach dem Nordturnier in Sarzbüttel.

Oktober 2009 39


Altliga

40

Feiern den größten Erfolg ihrer Oldie-Geschichte: Die Altligafußballer von RW Damme.

Die Altligafußballer von RW Damme

freuen sich über den bisher größten

Erfolg ihrer Oldie-Geschichte – und

zum Meistertitel setzte das Team danach

per 4:0 gegen den Schleswig-Holstein-Vertreter

SV Henstedt-Ulzburg, der schwächs-

Frank Werner, der nun mit den Teamkollegen

natürlich dem nahenden 3. DFB-Cup

in Berlin entgegenfieberte – dem absolu-

auch den des Kreises Vechta bei den Seten Truppe in der Konkurrenz; die Dammer ten Saison-Höhepunkt.

niorenkickern. Die „Ü 40“ der Rot-Weißen Treffer erzielten Frank Werner (2) sowie Jür- Mit Rang 4 musste sich das Team von

ist in Hamburg Norddeutscher Meister gen Staffehl und Heinz Schmiesing.

Fortuna Sachsenross begnügen, leistete

geworden und qualifizierte sich somit

Ausschlaggebend für den Erfolg war den Dammern aber Schützenhilfe, indem

zusammen mit „Vize“ TSV Lesum als die Geschlossenheit. So wurden die in es Lesum einen Punkt abknöpfte. Der 0:1-

Nordvertreter für die Deutsche Meister- Hamburg verletzt ausgeschiedenen Ulli Niederlage gegen Damme folgten ein 1:0schaft

in Berlin.

Pellenwessel und Olaf Nyhuis gut ersetzt. Sieg über SV Henstedt-Ulzbug, eine 0:2-

„Es hat riesig Spaß gemacht in Ham- Besonders dankbar waren die Aktiven für Niederlage gegen TSV Reinbek sowie ein

burg, aber Berlin wird natürlich noch mal die starke Unterstützung der RWD-Fans. 0:0-Unentschieden gegen TSV Lesum.

ein echtes Highlight“, sagte Dammes

Teamsprecher Frank Werner nach dem er-

„Das war wirklich super“, schwärmte

ha/Oldenburgische Volkszeitung

folgreich absolvierten Qualifikationsturnier

auf der Sportschulanlage des Hamburger

Fußballverbandes. Mit drei Siegen und

einer Niederlage setzte sich RWD an die

Spitze des fünf Mannschaften umfassenden

Klassements.

Mit dem 1:0-Auftaktsieg gegen den

sehr spielstarken Niedersachsenmeister

RW Damme schlägt sich auch

beim DFB-Ü 40 Cup achtbar

Rot-Weiß Damme hat sich auch beim DFB-Ü 40 Cup im Berliner Olympiapark achtbar

aus der Affäre gezogen. Der amtierende Norddeutsche Meister und Vize-

Fortuna Sachsenross Hannover fanden die Niedersachsenmeister belegte in der Gruppe B nach zwei Siegen und zwei Niederla-

Dammer einen gelungenen Einstieg. Das gen Rang 3. Champion wurde der TSV 07 Bergrheinfeld, der sich im Finale nach ei-

entscheidende Tor erzielte Engelbert Rechnem 1:1 in der regulären Spielzeit mit 4:1 im Elfmeterschießen gegen SF Köllerbach

tien bereits nach elf Minuten. Anschlie-

durchsetzte. Platz 3 belegte TSV Lesum-Burgdamm, das sich im Elfmeterschießen mit

ßend gab es eine kalte Dusche in Form ei- 4:3 gegen Hertha BSC Berlin behaupten konnte.

nes 0:2 gegen den TSV Lesum, dem amtie-

Mit einem 1:0-Erfolg gegen Hoppstädten-Weiersbach war Rot-Weiß Damme in

renden Deutschen Meister aus Bremen, in das Turnier gestartet. Es folgte eine knappe 0:1-Niederlage gegen Hertha BSC, ehe

dessen Reihen auch der aus Lohne stam- Louisiana Oberhausen erneut mit 1:0 bezwungen werden konnte. Zum Abschluss

mende frühere Schüler- Nationalspieler

unterlag das Team von Trainer Norbert Possenriede dem späteren Meister TSV 07

Martin Haskamp steht. „Die Niederlage

Bergrheinfeld mit 0:2.

war auch verdient“, urteilte Frank Werner.

Zehn Mannschaften aus den fünf Regionalverbänden hatten sich für das zweitä-

Mit einigen taktischen Umstellungen gige Turnier qualifiziert, das zum dritten Mal in Folge vom Deutschen Fußball-Bund in

lief es anschließend gegen den TSV Reinbek der Hauptstadt ausgetragen wurde. Insgesamt 200 Aktive hatte der DFB nach Berlin

aus Hamburg wieder besser. Die Dammer

eingeladen und die Teilnehmer der Finalrunde in einem Fitness-Hotel untergebracht.

gewannen 2:0 durch Tore von Frank Werner Ein Besuch im Kanzleramt und ein Abendessen auf Einladung des Berliner Senats im

und Uwe Fischer und lieferten ihr bestes

Spiel an diesem Tag ab. Den letzten Schritt

Olympiastadion gehörten zum Rahmenprogramm.

Oktober 2009

Damme im Norden

neue Nummer eins

Riesenerfolg für Ü 40-Fußballer in Hamburg – Rang 4 für Sachsenross


Schadenfall des Monats:



ARAG Sportversicherung informiert

Unfreiwilliges Badevergnügen

Die vom Verein angebotene Freizeit

im Feriendorf war ein voller Erfolg.

Aber auch die schönsten

auch schon im See – mit ihm sein

hochwertiges Foto-Handy.

cherten Sachen durch „…bestimmungswidrig

eindringendes Wasser“ ersetzt.

Tage gehen mal zu Ende. Jugendleiter Die nassen Sachen waren nach

Nach Einreichung der Schadenan-

Ludger und die teilnehmenden 17 zwei Stunden wieder getrocknet, aber zeige und Übersendung des defekten

Jugendlichen waren restlos begeistert – das fast neue Handy im Wert von Handys sowie des Anschaffungsbeleges

kein Wunder bei täglichen Aktivitäten rund 500 Euro war irreparabel beschä- erhielt Ludger von der ARAG Versiche-

wie Beachvolleyball, Fußball, Ausflügen, digt.rung

nach wenigen Tagen einen Ver-

Kanu fahren, Lagerfeuern und Discorechnungsscheck,

der ihm den entstanabenden,

und das alles bei tollem

Was tun? Die Haftpflicht-Versichedenen Schaden ersetzte.

Wetter.

rung der Jugendlichen lehnte eine Eintrittspflicht

ab, da Ludger nachweislich Er war sehr froh, dass die unfrei-

Nun war der Tag der Abreise durch eigene Unachtsamkeit zu Fall willige Schwimmrunde glimpflich aus-

gekommen. Ein letztes Abschlussfoto gekommen und ins Wasser gefallen gegangen war und beschloss, auch

noch auf dem Bootssteg, dann sollte war; er hätte sich, so wurde argumen- zukünftig für die Jugendfreizeiten die

es mit dem Bus nach Hause gehen. tiert, zudem eine andere Stelle für das zusätzliche Reisegepäckversicherung ab-

Als Ludger seine Mannschaft endlich Foto aussuchen können als den belebzuschließen. Quelle: aragvid-arag 09/09

„fotogen“ auf dem Steg platziert hatten und schmalen Steg.

te, wollte eine andere Gruppe, die ge-

Weitere Informationen, Prospektmarade

ihr Kanu zum Steg trug, lachend Da fiel ihm ein, dass er auf Anraterial und Anträge erhalten Sie bei der

und lärmend an ihnen vorbei.

ten seines Vereinsvorsitzenden eine zu- ARAG Sportversicherung, Versichesätzliche

Reisegepäckversicherung über rungsbüro Sporthilfe Niedersachsen,

In dem Moment, als Ludger auf das Versicherungsbüro abgeschlossen

Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg 10,

den Auslöser drücken wollte, stolperte hatte. Nach den „Allgemeinen Bedin- 30169 Hannnover oder unter

er, irritiert durch die lärmende Gruppe, gungen für die Reisegepäckversiche-

www.ARAG-Sport.de

verlor das Gleichgewicht - und lag rung“ werden auch Schäden an versi-









Oktober 2009 41


Behinderten-Fußball

42

In einem spannenden Finale um die

Deutsche Fußball-Meisterschaft der

Werkstätten für behinderte Menschen

setzte sich das Team der Recklinghäuser

Werkstätten mit 3:2 gegen die Mannschaft

aus Kappeln durch. Insgesamt 16

Werkstatt-Teams aus allen Bundesländern

spielten in der Sportschule Duisburg-Wedau

um den Titel. Darunter auch der

Niedersachsenmeister, das Team der

Lebenshilfe Wolfsburg, das am Ende

Rang 8 belegte.

In der vollbesetzten Aula der Sportschule

wurden die Recklinghäuser als Nachfolger

des Titelverteidigers Reha-Werkstatt

Oberrad aus Hessen mit dem Siegerpokal

ausgezeichnet. Aber auch alle übrigen

Teams erhielten Pokale, Medaillen und einen

Wimpel. Wolfgang Watzke, der Geschäftsführer

der DFB-Stiftung Sepp Herberger, betont:

„Ich freue mich, dass wir in diesem

Jahr zum zweiten Mal einen Deutschen Fußball-Meister

der Werkstätten für behinderte

Menschen auszeichnen konnten. Ich gratuliere

dem Team aus Nordrhein-Westfalen

ganz herzlich zu diesem Erfolg."

Die Meisterschaft war durch den ehemaligen

Bundesaußenminister Dr. Klaus Kinkel

eröffnet worden. Dabei betonte das Kuratoriumsmitglied

der DFB-Stiftung Sepp

Herberger: „Behinderte Menschen sind auf

Unterstützung angewiesen. Die Integration

behinderter Sportler ist eine wichtige gesellschaftliche

Aufgabe. Die Deutsche Fußball-

Meisterschaft der Werkstätten ist ein gutes

Beispiel für ein vorbildliches Engagement

des Fußballs im Behindertensport und ein

Oktober 2009

„Am Ende war die Luft raus“

Team der Lebenshilfe Wolfsburg belegt bei der Deutschen

Meisterschaft der Werkstätten für behinderte Menschen Rang 8

Im Juni war das Team der Lebenshilfe Wolfsburg in Barsinghausen durch NFV-Präsident Karl Rothmund (rechts) und Karl Finke (Präsident des Behindertensportverbandes

Niedersachsen, 2.v.r.) als erfolgreicher Titelverteidiger des Endrundenturniers der Behinderten-Fußball-Liga Niedersachsen

(BFLN) ausgezeichnet worden. Archivfoto: Borchers

besonderes Erlebnis für die teilnehmenden

Sportler."

Neben dem sportlichen Geschehen auf

den Plätzen gab es ein abwechslungsreiches

Rahmenprogramm. So besuchte Peter Neururer

das Turnier. „Wer diese Spiele und diese

Mannschaften einmal gesehen hat,

kommt wieder, weil die Emotionen und die

Leistungsbereitschaft beispielhaft sind",

fasste der Cheftrainer des MSV Duisburg seine

Eindrücke zusammen. Ein Einlagespiel

gegen eine Gastmannschaft aus Holland

verlor eine Turnierauswahl knapp mit 2:1.

Auf Einladung der Sepp Herberger-Stiftung

besuchten die Aktiven zudem das Freundschaftsländerspiel

Deutschland gegen Südafrika.

„Mit einem attraktiven Rahmenprogramm

wollen wir zur Förderung des Zusammengehörigkeitsgefühls

beitragen und

den Sportlern eine Abwechslung zu ihrem

individuellen Lebensalltag in den Werkstätten

bieten", betont Watzke.

„Für Duisburg müssen wir noch ein

bisschen was tun, vor allem an der Kondition

arbeiten“, hatte der Wolfsburger Trainer

Eckard Hobuß nach dem Gewinn der

Niedersachsenmeisterschaft im Juni in Barsinghausen

als Marschrichtung vor der

Deutschen Meisterschaft ausgegeben. Doch

so ganz hat das nicht geklappt. „In der Endrunde

hat man deutlich gemerkt, dass die

Luft raus war“, gestand Hobuß, dass es mit

der Ausdauer seiner Spieler weiterhin nicht

zum Besten gestellt ist. Im Übrigen aber verkauften

sich die Wolfsburger gut, hatten in

der Gruppe Rang 2 belegt und waren in der

Zwischenrunde erst nach Elfmeterschießen

am Gegner aus Berlin gescheitert. „Da hatten

wir viel Pech“, bedauerte Hobuß.

„Für meine Mannschaft war die Teilnahme

an der Deutschen Meisterschaft ein

beeindruckendes Erlebnis. Wir werden im

kommenden Jahr alles dafür tun, um noch

einmal nach Duisburg zu kommen“, bleibt

der Ehrgeiz des Wolfsburger Trainers ungebrochen.

Die Spiele des Teams aus

Wolfsburg in der Übersicht

Vorrunde Gruppe A

Kappelner Werkstätten – Lebenshilfe

Wolfsburg 2:0

Lebenshilfe Wolfsburg – WZB Spiesen-

Elversberg 4:1

Behindertenzentrum Landkreis Delitzsch

– Lebenshilfe Wolfsburg 0:4

Zwischenrunde

Berliner Werkstätten für Behinderte –

Lebenshilfe Wolfsburg 4:3 n. E.

Endrunde Gruppe B

Lebenshilfe Wolfsburg – Reha-Werkstatt

Oberrad 0:5

Werkstatt für behinderte Menschen

Stralsund – Lebenshilfe Wolfsburg 0:1

Lebenshilfe Wolfsburg – Werkstatt Bremen

Martinshof 2:3

Das Team der Lebenshilfe Wolfsburg:

Emiliano Cacioppo, Patrick Langthaler,

Flavio Roma, Tobias Oberg, Timo Mummert,

Tim Kalkstein, Marc-Olaf Gerdinand,

Fabio De-Angelis, Andre Badendiek, Martin

Klähn; Trainer: Eckard Hobuß.


Namen & Nachrichten

44

Heinrich Aller (rechts), niedersächsischer SPD-Landtagsabgeordneter, tagte jetzt mit seinem Arbeitskreis Haushalt und Finanzen im Sporthotel

Fuchsbachtal. NFV-Präsident Karl Rothmund (3.v.l.) begrüßte die Landespolitiker vor dem Veranstaltungsort. Die Themen der Gesprächsrunde:

Sportfinanzierung, Sportwetten, Zusammenlegung Sportstiftung und Lotto-Stiftung und aktuelle Themen des Sports. Weiter auf dem Foto von links:

Bernd Gronenberg (Barsinghausen), Wiard Siebels (Aurich), Bernhard Brinkmann (Hildesheim), Renate Geuter (Friesoythe), Andrea Schröder-Ehlers

(Lüneburg) und Reinhard Rawe, Direktor des LandesSport-Bund (LSB). Foto: Kramer

Walter Fricke, Vorsitzender

des NFV-Jugendausschusses, hat jetzt

veranlasst, einen kleinen „Handzettel“

zu erstellen, der für Vereine, Trainer,

Betreuer, Schiedsrichter, Eltern

und Platzwarte sehr wichtig ist: Denn

darauf sind die wesentlichen Regeln

auf dem Kleinspielfeld der G- bis

E-Junioren in dieser Saison (Stand

1. Juli 2009) anschaulich erklärt. Der

Grund: Nicht jeder Fußball interessierte

Funktionär oder Zuschauer

kennt die Regeln. Weitere Informationen

auch im Internet unter

http://www.nfv-www.de/

page.php?id=544

Oktober 2009


Über den U 21-Länderpokalwettwerb in

der Sportschule Duisburg-Wedau ist in

den vergangenen Jahren schon viel

geschrieben und diskutiert worden. Insider

sprechen jetzt davon, dass er in diesem Jahr

zum letzten Mal ausgetragen wird. Zwei

Gründe: Er kostet dem Deutschen Fußball-

Bund viel Geld und das Argument, die Talentsichtung

auf höherer Ebene sei in dem

Alter nicht mehr in dem Maße notwendig,

sind nicht wegzudiskutieren. Weitere Argumente

der Neinsager-Fraktion: In den Nachwuchsleistungszentren

der Profiklubs stehen

die Talente ohnehin schon unter fachkundiger

Beobachtung. Außerdem endet in den

21 Landesverbänden die Förderung der Auswahlspieler

mit dem A-Junioren-Länderpokal-Wettbewerb,

der ebenfalls alljährlich in

der Sportschule Duisburg-Wedau ausgetragen

wird.

Bei so vielen schlagkräftigen Argumenten

findet kaum noch jemand Gründe, warum

der U 21-Wettbewerb aufrechterhalten

werden soll. Für die weit über 350 jungen

Fußballer steht er jedenfalls hoch im Kurs.

Auch wenn die Profiklubs sich immer schwerer

damit tun, Spieler dafür abzustellen. Die

Chance für Talente aus „Nicht-Profiklubs“,

sich auf hohem Niveau zu präsentieren, ist in

Duisburg also noch ein Mal gegeben. Vielleicht

tatsächlich zum letzten Mal.

Vorschau U 21-Länderpokal

„Wenn ich ein Turnier spiele,

will ich es auch gewinnen“

NFV-Trainer Hans-Werner Hartwig rechnet realistisch mit

einem Platz im ersten Drittel unter 21 Landesverbänden

Eine Szene aus dem

Testspiel der NFV

U 21-Auswahl gegen

SV Barenstedt.

Foto: Kramer

Dementsprechend hoch motiviert reist

die NFV-Auswahl mit NFV-Trainer Hans-

Werner Hartwig zum DFB-U 21- Länderpokal

nach Duisburg (8. bis 13. Oktober). Begonnen

hat die Spielersuche bereits im August,

als Hartwig 40 Fußballer zu einem

Spiel untereinander nach Barsinghausen

einlud. Es folgten ein Testspiel gegen den

Oberligisten SV Bavenstedt (6:2) und ein

weiterer Vergleich mit dem TSV Havelse

(4:1).

Nun sind es nicht nur Fußballer wie

Suleyman Celikyurt oder Marcel Maluck,

die in allen Altersklassen der NFV-Auswahlteams

dabei waren: Hartwig hat sich im

Vorfeld mehrere Spiele angesehen und sich

einen Eindruck verschafft und dabei neue

Spieler entdeckt. Zum Beispiel Finn Gierke,

Tim Natusch und Jannik Löhden. „Damit

werden die Etablierten unter Druck gesetzt“,

meint der NFV-Trainer. Die meisten

nominierten Spieler kommen aus dem

Jahrgang 1989. Einige Jüngere (1990) gesellen

sich dann noch hinzu.

Wie stehen die Chancen? „Wenn ich

ein Turnier spiele, will ich es auch gewinnen“,

verrät Hartwig. Mit einem Platz im ersten

Drittel der 21 Landesverbände ist er

aber auch zufrieden.

Viel wird davon abhängen, ob die Leistungsträger

Sofien Chahed und Jannik Hil-

ker (beide Hannover 96) dabei sind und zu

großer Form auflaufen. „Meine Spieler sollen

Herz erfrischenden Fußball spielen. dafür

erhalten sie viele Freiheiten“, betont der

NFV-Coach. Wie schon in der Vergangenheit,

so bilden Spieler von Hannover 96 zusammen

mit VfL Wolfsburg und VfL Osnabrück

drei große Blöcke.

Ein Mal gelang Hartwig fast der Titelgewinn.

Nämlich 2003, als noch ein richtiges

Finale außerhalb der Sportschule Duisburg-Wedau

ausgetragen wurde. Damals

unterlag die NFV-Auswahl (4:6 n.E.) gegen

den Landesverband Südwest. Mit dabei

Nationalspieler Per Mertesacker, der in

dem Jahr von den DFB-Sichtern entdeckt

wurde. Björn Lindemann, heute Leistungsträger

beim Drittligisten VfL Osnabrück

und Jens Robben, für SV Meppen in der

Oberliga Niedersachsen im Einsatz, deuteten

2003 bereits ihr großes fußballerisches

Potenzial an.

Schöne Erinnerungen, die vor einem

möglichen Ende des DFB-Länderpokalwettbewerb

für U 21-Junioren angebracht sind.

Wenn es jetzt auch noch der Auswahl des

NFV Anfang Oktober gelingt, einen Spitzenplatz

zu belegen, wird der Wettbewerb zumindest

in Niedersachsen im Geschichtsbuch

einen vorrangigen Platz einnehmen.

Reiner Kramer

Oktober 2009 45


Eliteschule des deutschen Fußballs

46

Wolfsburger Eichendorffschule

darf sich jetzt Eliteschule nennen

DFB übergibt Zertifikat an Schulleiter –

Zweite „Eliteschule des deutschen Fußballs“ in Niedersachsen offiziell eröffnet

Das Zertifikat „Eliteschule des Fußballs“ übergaben DFB-Vizepräsident Dr. Hans-Dieter Drewitz (6.v.r.)

und DFB-Trainer Frank Engel (4.v.r.) an den Leiter der Eichendorffschule. Bei der Übergabe mit dabei

war die niedersächsische Kultusministerin Elisabeth

Heister-Neumann (2.v.r.). Vom VfL Wolfsburg nahmen

Geschäftsführer Jürgen Marbach (Bildmitte)

und Bernhard Janssen (Leiter des VfL Nachwuchs-

LeistungsZentrums, 3.v.r.) an der Übergabe teil.

Körper und Geist in Einklang zu bringen,

heißt ein Ziel, das für Menschen

immer wieder anzustreben ist. Dies

kann in vielfältiger Weise geschehen. Zum

Beispiel die besonderen sportlichen Fähigkeiten

mit den geistigen zu verbinden. Die

Wolfsburger Eichendorffschule darf jetzt

in ihrem Namen den Zusatz „Eliteschule

des deutschen Fußballs“ führen. Der Deutsche

Fußball-Bund hat ein entsprechendes

Zertifikat übergeben. Damit befindet sich

Die Eichendorffschule in Wolfsburg, die mit dem Niedersächsischen Fußballverband

und dem VfL Wolfsburg einen Verbund bildet, ist eine christliche Schule in freier

Trägerschaft des Bistums Hildesheim. Die Schule vereinigt drei Schulformen unter einem

Dach: eine Hauptschule, eine Realschule und ein Gymnasium. Aus der Schülerliste

ist der aktuelle U 17-Europameister Kevin Scheidhauer hervorzuheben.

„Eliteschule des Fußballs“ ist ein Zertifikat für ein gut funktionierendes Netzwerk

von Schule, Leistungszentrum und Verband, das garantiert, dass alle Spitzentalente auf

umfassende Hilfe- und Serviceleistungen mit dem Ziel einer parallelen sportlichen und

schulischen Karriereförderung zurückgreifen können. Dies zeigt sich zum einen in zusätzlichen

Trainingseinheiten im Rahmen des Vormittagsunterrichts, zum anderen in

Punkten wie beispielsweise Hausaufgabenbetreuung, Nachhilfe und zeitlich flexibler

Klausurtermine.

Mit Wolfsburg gibt es nun 28 Eliteschulen des Fußballs im Bundesgebiet. „Ziel des

DFB ist, ein bundesweites Netz an Eliteschulen des Fußballs zu knüpfen. Jede dieser

Schulen muss an ein Leistungszentrum eines Vereins gekoppelt sein und höchste Qualitätsstandards

im Hinblick auf die Förderung der Talente erfüllen. Zur Sicherung der Ausbildungsqualitäten

an den Eliteschulen dient ein umfangreiches Zertifizierungssystem.

Die Einführung der Eliteschulen ist ein weiterer konsequenter Schritt in der Nachwuchsförderung,

durch den die größten Talente der Stützpunkte des Talentförderprogramms

in Zusammenarbeit mit den Leistungszentren konzentriert und intensiv gefördert werden

können“, erklärt DFB-Sportdirektor Matthias Sammer.

Oktober 2009

die Eichendorffschule im illustren Kreis

weiterer 27 Schulen in Deutschland, die

mit diesem Prädikat werben können. Die

Carl-Friedrich-Gauß-Schule in Hemmingen

(Region Hannover) ist im Herbst vergangenen

Jahres als erste Eliteschule des deutschen

Fußballs in Niedersachsen aufgenommen

worden.

Was verbirgt sich hinter diesem Prädikat?

Talentierte junge Fußballer erhalten in

der Eliteschule eine spezielle fußballerische

Förderung, ohne dabei die schulischen Anforderungen

zu vernachlässigen. Die Eichendorffschule

in Wolfsburg liegt in direkter

Nachbarschaft des VfL-Nachwuchsleistungszentrums,

so dass sich eine Kooperation

mit dem Bundesligisten geradezu

anbot. 14 Nachwuchsfußballer aus

dem VfL-Internat und weitere neun Spieler

aus dem Wolfsburger Talentschuppen besuchen

derzeit die Eichendorffschule.

Im Rahmen einer Feierstunde durften

sie sich vorstellen, bevor DFB-Vizepräsident

Dr. Hans-Dieter Drewitz und DFB-

Nachwuchstrainer Frank Engel das Zertifi-

Fußballer der Eichendorffschule führten ihre

Kunststücke vor. Fotos: Kramer

kat an den Schulleiter Hans-Werner Siebenborn

übergab. Mit dabei Niedersachsens

Kultusministerin Elisabeth Heister-

Neumann, die von einem Meilenstein der

Zusammenarbeit zwischen Schule, Verein

und DFB sprach. Dr. Drewitz erinnerte daran,

dass diese Auszeichnung auch eine sozial

verpflichtende Aufgabe beinhalte.

Somit war in der Eichendorffschule

die Brücke zwischen Sport und Bildung geschlagen.

Jürgen Marbach, Geschäftsführer

der VfL Wolfsburg-Fußball GmbH, freute

sich über die Kooperation mit der Eichendorffschule.

Er hofft, dass immer mal

wieder ein eigenes Talent den Sprung in

den Profikader schafft. Dies sei ein hohes

Ziel der Nachwuchsförderung des Bundesligisten.

Reiner Kramer


Sportplatz-

Pflegeplanung 2010

Rasen- und Tennensportplätze müssen die nutzungsgerechte und faire

Ausübung des Sports sicherstellen. Allzu häufig wird den Plätzen zu

wenig Aufmerksamkeit gewidmet. Erst wenn der Zustand der Plätze untragbar

geworden ist, rückt das Spielfeld wieder in den Vordergrund.

Damit die Plätze ihre Funktion erfüllen können, wird in den nächsten

Wochen und Monaten in den Kommunen und Vereinen die Planung für

die Pflege der Sportanlagen besprochen. Für eine klare Budgetgestaltung

zur Abdeckung der anfallenden Kosten müssen Art und Umfang der notwendigen

Pflegearbeiten festgelegt werden.

Gleichzeitig dient die Planung auch als Hilfestellung für die Platzwarte

und Vorstände der Vereine. Nur so kann zum einen die rechtzeitige

Durchführung der Arbeiten gesichert und zum anderen die Pflege auch

auf die Spielsaison abgestimmt werden.

Gerne bedienen sich Pflegeverantwortliche bei der Festlegung von

Art und Umfang der erforderlichen Pflege- und Regenerationsarbeiten des

Sachverstandes von Spezialisten. Die Fachberater von EUROGREEN erkennen

die Schwachstellen der Plätze und können zuverlässige Hilfestellung

zur Problemlösung geben. Für die Pflegeplanung im kommenden Jahr

kann Ihnen die folgende Checkliste eine Planungshilfe sein:

Checkliste für Pflege- und Regenerationsarbeiten

Platzart Art der Arbeit Wann Einflussfaktoren

Rasen Tenne

x Mähen Wöchentlich Anzahl der Schnitte, Kosten pro

Schnitt und

Schnittgutentsorgung.

x Düngen 3 bis 4x/Jahr Bodenprobe, Nutzungsintensität,

Kosten für Langzeitdünger und

Ausbringung.

x x Wässern Bei Bedarf Witterung, Bodenaufbau (Sand,

Lehm), Gräserbestand, Nutzung.

Abschätzung des Wasserverbrauchs

in m3 , Kosten pro m3 .

x x Abschleppen Bei Bedarf Rasen 1x pro Woche, Tenne nach

jedem Spieltag abschleppen.

x Egalisieren,

Walzen

Wöchentlich Zuzüglich Materialkosten für

Verfüllen von Durchtritten.

x x Markieren Bei Bedarf Rasen mit Flüssigmarkierung:

Wöchentlich. Bei Rasen und Tenne

mit Kreide: Jeder Spieltag.

x x Säubern/

Instandhalten

Bei Bedarf Reinigungs- und Wartungsarbeiten

an Gebäuden und sonstigen Anlagen.

x Vertikutieren Frühjahr/

Spielpause

Grad der Verfilzung, Pflanzenbestand.

Kosten für Durchführung.

x Aerifizieren Spielpause

und Herbst

Grad der Verdichtung, Bodenart.

Lochzahl pro m2 und Lochtiefe.

Kosten für Durchführung.

x Besanden Spielpause Notwendige Menge (ca. 30 t),

und Herbst Sandqualität, Kosten für Material

und Ausbringung.

x Lockern Spielpause Art der Lockerung (punktuell,

flächig). Lockerungstiefe. Flächengröße.

Kosten für Durchführung.

x Nachsäen Spielpause Kosten für Saatgut, Starterdünger,

Perforationssaat, Folgedüngung.

Flächengröße.

x Renovation

der Deckschicht

Spielpause Grobkornsammeln, Deckschicht

lockern, Material aufbringen.

Diese Checkliste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie

kann durchaus für Ihre Anlage zu umfangreich sein, sie kann aber auch

noch durch notwendige Maßnahmen ergänzt werden.

Wenn Sie konkrete Hilfestellung bei der Pflegeplanung Ihrer Sportanlage

benötigen, wenden Sie sich bitte an Ihren EUROGREEN Fachberater vor

Ort: Rainer Kornet, Moorkamp 31, 30165 Hannover (Tel. 0511-2351092,

Fax: 0511-3363437, Mobil: 0170-6318797 oder

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Oktober 2009 47


Portrait

48

Die Kombination guter Fußballer und guter

Schiedsrichter gibt es nicht so häufig,

aber bei Horst Germer aus Gronau (NFV-

Kreis Hildesheim) trifft diese Feststellung zu –

bei bester Gesundheit und geistiger Frische

feierte der noch immer aktive Unparteiische im

August seinen 80. Geburtstag.

Disziplin, Gradlinigkeit, Kameradschaft

und eine vorbildliche Einstellung zum Fair Play

zeichnen Germer aus. Bei Vereinsfunktionären,

Spielern und Schiedsrichterkameraden genießt

der ehemalige Kraftfahrer großen Respekt und

Anerkennung. „Schiedsrichter wie Horst Germer

gibt es leider viel zu wenige. Er ist immer

zuverlässig, einsatzbereit und pflegeleicht“,

lobt ihn der Hildesheimer Schiedsrichterobmann

Wilhelm König.

Den Fußballsport entdeckte Germer

1939 als 10-Jähriger im Turnverein Mehle.

Durch den 2. Weltkrieg kam der Spielbetrieb

in den folgenden Jahren zum Erliegen. „1944

habe ich mit den englischen Soldaten Fußball

gespielt“, erinnert er sich an den Neubeginn.

1945 schlossen sich die Turner und die Fußballer

zum SV Mehle zusammen. „Als 16-Jähriger

brauchte ich damals ein ärztliches Attest,

um bei den Herren spielen zu dürfen“, berichtet

Horst Germer, der 1959 zum SSV Elze

wechselte.

Nach sechs Jahren in Blau-Weiß kehrte er

zu seinem Heimatverein zurück und avancierte

– inzwischen 36-jährig – zu den Stützen jener

Mehler Elf, die drei Mal in Folge die Kreismeisterschaft

errang. Allerdings gelang der Aufstieg

in die Bezirksklasse erst im dritten Anlauf

– dank Horst Germer. Im Entscheidungsspiel in

Freden gegen TuSpo Holzminden steuerte der

Oktober 2009

„Schnell und leichtfüßig

wie eine Gazelle“

Horst Germer:Auch im 81. Lebensjahr als Schiedsrichter aktiv –

100 Meter in 14 Sekunden – Mit Mehle drei Mal in Folge Kreismeister

Zu seinem 80. Geburtstag wurde Horst Germer

mit der Goldenen Ehrennadel des NFV-

Kreises Hildesheim ausgezeichnet.

noch immer pfeilschnelle Rechtsaußen drei

Treffer zum sensationellen 6:1-Erfolg bei.

Nach zwei Jahren musste die Mannschaft

wieder absteigen und Germer tauschte erneut

das grüne Trikot des SV Mehle gegen ein blauweißes

– diesmal zog es ihn zum SV Duingen,

mit dem er Anfang der 1970er Jahre noch einmal

den Aufstieg in die Bezirksklasse schaffte.

Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits

längst das Fundament für seine zweite Karriere

gelegt: die des Schiedsrichters. Nach erfolgreich

abgelegter Prüfung im Jahr 1959 und guten

Leistungen in der Kreisklasse war ein

schneller Aufstieg vorgezeichnet. Ab 1962

Die Herrenmannschaft des SSV Elze im Jahre 1962 mit Horst Germer (vorn in der Mitte).

pfiff er in der Bezirksklasse, danach in der Bezirksliga

und schließlich in der Verbandsliga.

Hier erinnert er sich besonders an die Aufstiegsspiele

von TuSpo Petershütte gegen VfR

Osterode, „wo es richtig zur Sache ging“.

Mit 45 Jahren war aus Altersgründen ein

weiterer Aufstieg nicht mehr möglich – Germer

wurde fortan in der Kreisliga und in der Kreisklasse

eingesetzt und half bei den Spielleitungen

im Altherren- und Altseniorenbereich aus.

Erschien dort der angesetzte Schiedsrichter

nicht, und Germer weilte unter den Zuschauern,

pfiff der Mehler in Straßenschuhen und

Zivilkleidung. Später wappnete er sich für solche

Fälle, indem er im Kofferraum seines Autos

eine Schiedsrichterausrüstung mitführte.

Bis vor zwei Jahren nahm Germer noch an

den Leistungsprüfungen teil und verblüffte im

Alter von 78 Jahren über die 100-Meter-Strecke

mit einer Zeit von 14 Sekunden. „Er läuft

noch immer wie eine Gazelle. Schnell und

leichtfüßig“, berichtet Burghard Neumann,

Vorstandsmitglied im NFV-Kreis Hildesheim.

Horst Germer ist ein besonnener, aber

auch konsequenter Schiedsrichter. Er ließ sich

von den Spielern nie auf der Nase herum tanzen.

Für erzieherische Maßnahmen schritt er

im richtigen Moment mit kurzen, knappen Ermahnungen

und Verwarnungen ein. Wenige

rote Karten sprechen für seine lange Erfahrung.

Trotz seines Alters ist er immer noch aktiv

und leitet Spiele bei den Ü 40-Altsenioren.

„Wenn ich gesund bleibe, hänge ich noch drei

Jahre dran“, verriet er anlässlich der Feierlichkeiten

zu seinem 80. Geburtstag verschmitzt.

Mit seiner Frau lebt er inzwischen in einem

Seniorenheim in Gronau. -bn-


Bezirk Braunschweig

50

Alle geehrten Funktionäre stellten sich am Bezirkstag dem Fotografen. Fotos: Günter Schacht

Einstimmiges Votum für Egon Trepke

Neidhard Paul ist jetzt Ehrenmitglied des Bezirks Braunschweig

Sehr harmonisch verlief der

12. Bezirkstag des NFV-Bezirks

Braunschweig im Dorfgemeinschaftshaus

in Groß

Flöthe. Einstimmige Vertrauensbeweise

gab es für den Vorsitzenden

Egon Trepke sowie

auch alle Vorstandsmitglieder.

Zum Ehrenmitglied des Bezirkes

wurde Neidhard Paul von

den Delegierten ernannt. Paul

hatte 28 Jahre den Bezirksjugendausschuss

als Vorsitzender

geführt.

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Oktober 2009

Eine Verschlankung des Vorstands

wurde durch die Nichtbesetzung

des Schriftführers und

des zweiten Vorsitzenden durchgeführt.

Wolfgang Laas (Schriftführer)

und Hans-Jürgen Lotz

(Stellvertreter) erhielten ebenso

wie die in Ausschüssen ausgeschiedenen

Mitglieder Heinz

Becker, Dirk Sammann, Dieter

Sandmann, Herbert Rings, Wilhelm

Sander, Günter Hausen

und Florian Wichert einen Präsentkorb

als kleines Dankeschön

für ihr jahrelanges ehrenamtliches

Wirken

auf Bezirksebene.

Trepke wird in den

kommenden drei Jahren

den Bezirk mit folgendem

Team führen:

Stellvertreter Gerhard

Dix, Schatzmeister

Horst Kloß, Bezirks-

SchiedsrichterausschussvorsitzenderStefan

Voth, Bezirks-

Sportgerichtsvorsitzen-

der Meinhart Schlenker,Bezirks-Spielausschussvorsitzender

Wolfgang Reese und

Günter Schacht als Referent

für Öffentlichkeitsarbeit.

Die Strukturen im

NFV werden sich in naher

Zukunft ebenfalls

verändern. Es wird laut

Trepke nur noch eine

Ebene aus Verband

und Kreisen geben.

Erste Gespräche darüber

waren bereits

von ernstzunehmender

Natur. Die Folgen

werden sich insbesondere

auf Kreisebene

für die Vereine ergeben. Geplant

ist eine Halbierung aller Kreise.

Die Kreise sollen dann eine

Mannschaftsstärke von 600

Teams erhalten.

„Über diese Entwicklung

werden wir in den kommenden

Monaten noch völlig ergebnisoffen

diskutieren. Etwaige Zusammenschlüsse

von Kreisen

kann es nur auf freiwilliger Basis

geben“, stellte Trepke klar.

Günter Schacht

Ehrungsliste

des Bezirkstages

DFB-Verdienstnadel: Bärbel

Brosene, Manfred Müller,

Wolfgang Reese, Wolfgang Kaese,

Günter Schacht.

NFV-Verdienstnadel in

Gold: Horst Seeliger, Horst

Döring, Gerhard Haupt.

NFV-Verdienstnadel in

Silber: Bernd Naujoks, Hans

Wehmann, Jens Goldmann,

Christian Biel, Ivan Lovric, Klaus

Alber, Dietmar Fink, Martin Marschall,

Johann Riedl, Jörg Scholle,

Benno Seibel, Karl Voges, Thomas

Scholz, Dieter Schwarze,

Horst Tylewski, Klaus Schempershauwe,

Reinhard Saust, Jürgen

Bitter, Hartmut Mielchen.

NFV-Verdienstnadel: Khalil

Chour, Jürgen Kaden, Andreas

Beer, Karl Friedrich Dreyer,

Wolfgang Fisch, Thomas Krause,

Dierk Bollwien, Dietmar

Freiberg, Stefan Sommerfeld,

Lothar und Patrick Gritzka,

Claudio Menna.

Goldene Ehrennadel NFV:

Hans-Peter Schwan, Hubert

Wunsch, Friedhelm Gerke.

Silberne Ehrennadel NFV:

Günter Böhme, Michael Kraj,

Thomas Menzel, Günther Schönfeld,

Stefan Voth, Jürgen Dietrich,

Uwe Achtermann, Uwe

Stucki.

Bezirksehrennadel in Gold:

Joachim Wojtke, Gerd Lampe,

Ingo Zimpel, Volker Baumgärtel,

Hannes Wittfoth.

Bezirksehrennadel in Silber:

Susanne Ebel, Anja Hoppe,

Andrea Ostermann, Hans-

Joachim Behme, Joachim

Behnsch, Andreas Friebel, Klaus

Wendroth, Hartmut Zelder, Dieter

Klinzmann, Andreas Kolbig,

Dieter Valentini, Hennig Böhl,

Rolf Kobbe, Fritz Osterloh,

Klaus Wulfes, Werner Dingenthal,

Reinhard Arndt, Gisbert

Franz. G.S.

Zum Ehrenmitglied des NFV-Bezirks

Braunschweig wurde Neidhard

Paul (links) vom alten und

neuen Bezirksvorsitzenden Egon

Trepke ernannt.


Schacht macht Pressearbeit

Bezirk Braunschweig

Hannover-Tour. Auf Einladung des Helmstedter MdL Wittich Schobert besuchten Vorstands- und Ausschussmitglieder des NFV-Kreisverbandes

Helmstedt den niedersächsischen Landtag. Eine Führung durch das Leineschloss, Informationen rund um den Landtag und seine Abgeordneten sowie

die Teilnahme an der Plenarsitzung standen auf dem umfangreichen Programm. Den Abschluss bildete eine Diskussionsrunde mit den Abgeordneten

Wittich Schobert (CDU) und Stefan Perli (Die Linke). Auch Ministerpräsident Christian Wulff begrüßte die Helmstedter Gruppe persönlich. Abschluss

der Fahrt in die Landeshauptstadt war eine Bootsfahrt auf dem Maschsee bei bestem Wetter. Der Dank der Teilnehmer galt Hans-Peter Schwan, der

diesen gelungenen Ausflug hervorragend vorbereitet hatte.

Pokal für Fichte. Bereits zum 2. Mal in Folge konnte die Frauenmannschaft

des TSV Fichte Helmstedt den Wanderpokal des Landrates Gerhard

Kilian für das fairste Team im NFV-Kreis Helmstedt gewinnen. Von allen

Mannschaften im Kreisgebiet blieben die Helmstedterinnen ohne Strafpunkte.

Landrat Kilian überreichte den Pokal und stellte dabei die enorme

Bedeutung und Wichtigkeit des Fair Play im Sport heraus. Darüber hinaus

wurden vom Spielausschuss unter Federführung des Vorsitzenden Hubert

Wunsch gemeinsam mit dem Helmstedter Sonntag die drei fairsten Mannschaften

der jeweiligen Spielklassen geehrt. Unser Foto zeigt die Pokalübergabe

durch Landrat Gerhard Kilian (2.v.r.) in Gegenwart vom NFV-Kreisvorsitzenden

Wolfgang Kaese, Sylvia Czok und Jacqueline Hartmann (beide

TSV Fichte) und Hubert Wunsch (v.l.).

Elf neue Fachübungsleiter C

Eine erfolgreiche Übungsleiterausbildung hat kürzlich im NFV-

Kreis Northeim/Einbeck stattgefunden. Nach insgesamt 120 Lerneinheiten

haben die Trainer-Lizenz zum Fachübungsleiter C erfolgreich

absolviert: Anna-Maria Brandt (SSG Bishausen), Detlef Agte

(FC Auetal), Rui Elisiario (TSV Dassensen), Dirk Ißmer, Frank Fuchs

(beide TSV Gladebeck), Volker Brinkmann (TSV Angerstein), Thomas

Magnus, Heinz Brandt, Peter Gubig (alle SSG Bishausen), Frank

Stichnoth und Christoph Adamek (beide SVG Einbeck). Lehrgangsleiter

war Kreis-Lehrwart Thomas Scholz (Bad Gandersheim). Die

Prüfung wurde durch den Bezirks-Lehrbeauftragten Heinz Rosenbaum

auf der Sportanlage des MTV Markoldendorf abgenommen.

Der NFV-Bezirk Braunschweig hat einen neuen Mitarbeiter.

Günter Schacht ist seit dem Bezirkstag am 22. August für die Öffentlichkeitsarbeit

zuständig. Damit ist er auch Ansprechpartner

für die Kreis-Pressewarte und zuständig für die Braunschweiger

Bezirksseiten im NFV-Journal. Erreichbar ist der 59-Jährige telefonisch

unter der Nummer (0 53 41) 3 45 37, per Fax unter der

Nummer (0 53 41) 3 58 14 oder per E-Mail an Guenter-

Schacht@t-online.de

Große Ehre für Wolfgang Kaese, Hans-Peter Schwan und Dieter

Valentini. Auf dem Bezirkstag des NFV-Bezirks Braunschweig in Groß

Flöthe wurden die drei Fußballer für ihren selbstlosen Einsatz und ihr unermüdliches

Engagement für den Fußball auf Kreis- und Bezirksebene mit

Verbandsnadeln ausgezeichnet. Bezirkspräsident Egon Trepke würdigte

in seiner Laudatio das herausragende ehrenamtliche Wirken der zu Ehrenden

und überreichte die DFB-Verdienstnadel an den Vorsitzenden des

NFV Kreises Helmstedt, Wolfgang Kaese (rechts). Die Goldene Verbandsnadel

erhielt der stellvertretende Vorsitzende des Kreises, Hans-Peter

Schwan (TSV Jerxheim, links). Die Silberne Bezirksnadel bekam Dieter Valentini

(SV Ingeleben). Foto: Günter Schacht

Oktober 2009 51


Bezirk Braunschweig

52

Marathon beim

Bambini-Cup vorn

Buntes Treiben herrschte kürzlich

auf dem Sportplatz von Adler

Handorf, wo sich 90 Bubifußballer

beim ersten von den Stadtwerken

Peine und dem NFV-Kreis Peine

veranstalteten Bambini-Cup tummelten.

Die Organisatoren Detlef

Fließ, Henry Ohlendorf und Hans-

Joachim Elsner sowie von den

Stadtwerken Petra Kawaletz und

Björn Sommerburg freuten sich,

dass folgende zehn Teams teilnahmen:

Adler Handorf, Arminia

Vöhrum, JSG Woltorf/Schmedenstedt

I und II, JSG Rosenthal/

Schwicheldt, Marathon Peine, SSV

Stederdorf, TSV Wipshausen, MTV

Oktober 2009

Peine und TSV Essinghausen. Als

Turniersieger ging schließlich die

Mannschaft von Marathon Peine

vom Platz, die sich über einen Trikotsatz

der Stadtwerke freuen

durfte.

Die über 150 Zuschauer waren

begeistert von den Dribbelkünsten

der Kicker oder auch über

den Torjubel, der fast wie bei den

Bundesligastars vonstatten ging.

Aber auch Niederlagen wurden

tapfer geschluckt und verarbeitet.

Die Organisatoren freuten

sich über eine tolle Resonanz und

planen, dieses Turnier zu einer

ständigen Einrichtung in Peine

werden zu lassen.Peter Baumeister

Die Siegermannschaft von Marathon Peine freut sich über Pokal, Medaillen,

Urkunde und einen Siegergutschein. Einer der ersten Gratulanten

war Björn Sommerburg (weißes T-Shirt) von der Marketingabteilung der

Stadtwerke Peine.

Am DFB-Vereinswettbewerb haben aus dem NFV-Kreis Göttingen die Vereine Dransfelder SC, VfV Oberode und VfB Tiftlingerode erfolgreich

teilgenommen. Dabei mussten verschiedene Aufgaben bewältigt werden. Der Dransfelder SC erfüllte alle vier geforderten Aufgaben: Aktivitäten im

Mädchenfußball, Angebot für ältere Fußballer, eine Kooperation zwischen Verein und Schule sowie die Abnahme des DFB & McDonald’s Fußball-Abzeichens.

Hierfür erhielt der Verein in der Kategorie Gold eine Urkunde und zehn Fußbälle. VfV Oberode und VfB Tiftlingerode bekamen in der Kategorie Silber

eine Urkunde und einen Gutschein für DFB-Fanartikel im Wert von 200 Euro. Die Urkunde und der Gutschein an den VfB Tiftlingerode wurden während des

Trainings der C-Juniorinnen, D- und C-Junioren (Foto) vom stellvertretenden Kreisvorsitzenden Hans-Dieter Dethlefs an VfB-Jugendobmann Ludger Wüstefeld

überreicht. Hans-Dieter Dethlefs/Foto: Ursula Dethlefs

Bezirk Hannover

Eingespieltes Team

bleibt an der Spitze

Ganz im Zeichen der Wahlen

und Ehrungen stand der

Kreisfußballtag des NFV-Kreises

Holzminden in Stadtoldendorf.

Dabei wurde mit großer Mehrheit

entschieden, dass ein eingespieltes

Vorstandsteam eine weitere

Amtsperiode an der Spitze bleibt.

Dazu zählen der Vorsitzende August

Borchers, Rolf Gans als sein

Stellvertreter, Schatzmeister Manfred

Tophinke und Schriftführer

Fritz Ohm. Als Ausschussvorsitzende

fungieren Burkhardt Walden

(Spielausschuss), Rolf Gans

(Jugendausschuss), Klaus Dröge

(Schiedsrichterausschuss), Werner

Brennecke (Lehrausschuss)

und Siegfried Kaiser (Sportgericht).

Für ihre ehrenamtlichen

Tätigkeiten wurden ausgezeichnet:

Goldene Kreisehrennadel:

Egon Stock (MTV Bevern); Ehrenteller

des Kreisverbandes: Eckhardt

Lehmann (SCM Bodenwerder)

und Manfred Almstedt (MTV

Bevern); Silberne NFV-Ehrennadel:

Günter Schreiber (TSV Kirchbrack)

und Michael Wiedwald (SV

Rühle); Goldene NFV-Verdienstnadel:

Hans-Günther Sehl; Silberne

Kreisehrennadel: Walter Gömann

(FC Hertha Lütgenade),

Lars Meier, Henning Paul, Jörg

Weber (MTV Derental), Steffen

Niemeyer (SV Frischauf Rühle),

Uwe Riedel (FC Eintracht Polle)

und Eduard Seipelt (TSV Stern

Hohenbüchen).

Steuern die Geschicke des NFV-Kreises: Vorsitzender August Borchers,

sein Stellvertreter Rolf Gans, Schriftführer Fritz Ohm und Spielausschuss-

Vorsitzender Burkhard Walden (von links).


Die preisgekrönte und vom

Bundesfamilienministerium

unterstützte Ausstellung „Ballarbeit“

ist ein Versuch, das Zusammenspiel

von Fußball und Migration

erfahrbar zu machen. Zu sehen

war sie kürzlich auch im Vestibül

des Nienburger Rathauses.

Die Exposition, die von den

NFV-Kreisverbänden Verden und

Nienburg präsentiert wurde, beschäftigte

sich unter anderem mit

den Fragen: Fußball als Feld für

Integration? Was kann Fußball

Zusammenspiel von

Fußball und Migration

Ausstellung „Ballarbeit“ in Nienburg

leisten? Wo findet Ausgrenzung

im Fußball statt?

Die Ausstellung machte die

Selbstorganisation von Migranten

sichtbar und stellte die persönlichen

Hintergründe von

Amateur- und Profifußballern

vor. Was hat Zinedine Zidane so

geprägt? Wieso spielten beim

belgischen Profiklub Beveren

überwiegend Spieler der Elfenbeinküste?

Yves Eigenrauch beim Betrachten der Ausstellung. Foto: Die Harke, Brosch

Hoch hinaus ist

es für den Vorstand des

NFV-Bezirks Hannover

gegangen. Gemeinsam

mit ihren Ehefrauen erklommen

die Mitglieder

mit der Schmalspurbahn

von Wernigerode zum

Brocken Norddeutschlands

höchste Erhebung

und besichtigten Wernigerode.

Gedient hatte

das Wochenende in Alexisbad

dem neu formierten

Gremium zum gegenseitigenKennenlernen.

Wenig überraschend

nahm auch das

Thema Fußball einen

breiten Raum bei den

Gesprächen in Anspruch.

Bezirk Hannover

Nienburgs Kreisvorsitzender

Michael Brede konnte zur Eröffnung

namhafte Gäste präsentieren.

In einer lockeren Talkrunde

standen Gerd Dembowski (Initiator),

Yves Eigenrauch (ehemaliger

Bundesligaprofi des FC Schalke

04), Nazil Pehlivan (Dialogbeauftragte

der Türkisch-Islamischen

Anstalt für Religion) und Tanja

Walther-Ahrens (Sportwissenschaftlerin)

als Gesprächspartner

Rede und Antwort.

Brede zog ein überwiegend

positives Fazit: „Bei der Eröffnungsveranstaltung

war die Thematik

‚Fußball und Integration’

mehr übergeordnet diskutiert

worden. Der lokale Bezug, insbesondere

die vielen positiven Beispiele

erfolgreicher Integration in

den Vereinen, kamen leider zu

kurz.“ Anders sah es beim Seminar

„Fußball und Integration –

was kann verbessert werden?“

aus. Mit Vertretern der Nienburger

Vereine Inter Komata und SV

Sila Spor wurde auf lokale Probleme

eingegangen. „Wir konnten

feststellen, dass wir zum Thema

Integration im Kreis Nienburg

sehr gut aufgestellt sind. Dies gilt

auch für unsere Trainerausbildung,

die sich immer wieder des

Themas annimmt. Es gibt darüber

hinaus viele gute positive Beispiele

in unseren Vereinen“, bilanziert

der Kreisvorsitzende. Jens Lucenz

Waldemar Erdmann hat sich 54 Jahre nach seinem ersten

Auftritt als Schiedsrichter sowie vielen Funktionen im Fußballkreis

Diepholz aus der ehrenamtlichen Arbeit verabschiedet – und

will sich nun ausschließlich seiner Familie widmen. „Mir hat das alles

immer großen Spaß bereitet“, unterstrich Erdmann, der beim

ETSV Kirchweyhe anfing und sich 1967 dem TSV Weyhe-Lahausen

anschloss. Für sein 15-jähriges Engegement als Unparteiischer und

Ansetzer hatte zuvor Armin Raschke (TuS Wagenfeld) die Silberne

Ehrennadel der Schiedsrichter-Vereinigung erhalten. Die Goldene

Ehrennadel erhielten Fritz Bünte (SV Barver), der seit den 60er-

Jahren dabei ist, und Klaus Sagemann (SV Dimhausen) für seine

30-jährige Tätigkeit. Die Goldene Ehrennadel des NFV ging an

Horst Mose (Barnstorfer SV) für 40-jährige Schiedsrichtertätigkeit.

Unser Foto zeigt Waldemar Erdmann und Friedrich Wietelmann

von der Schiedsrichter-Vereinigung (v.l.) sowie Kreisschiedsrichter-Obmann

Werner Bollow (4.v.l.), die Fritz Bünte, Armin Raschke

und Klaus Sagemann (vorne v.l.) auszeichneten. Dieter Plaggemeyer

ehrte zudem Horst Mose (v.r.). Foto und Text: Cord Krüger

Oktober 2009 53


Bezirk Hannover

54

„Eine Region in Balance“

Integrations-Turniere am 10. Oktober in Burgdorf und Grasdorf

Das Thema Integration ist in aller

Munde und auch der Fußballkreis

Hannover-Land fühlt sich

Menschen mit Migrationshintergrund

nachhaltig verpflichtet. Mit

dem Ausschuss „Förderung der

Integration“ unter Leitung von

Rolf G. Schmidtmann hat sich ein

Arbeitskreis aus Vereins- und

Verbandsreprä-

Die Fußballjugend der DJK Blau-

Weiß Hildesheim hat sich im

wahrsten Sinne des Wortes auf eine

besondere Reise begeben: 16

Kicker und zwei Trainer waren auf

Einladung des Deutschen Fußball-

Bundes (DFB) zu einer Fußballferienfreizeit

nach Schönhagen an die

Ostsee gefahren.

Die Hildesheimer trafen dort

auf fünf weitere Teams aus Norddeutschland.

Allesamt gehörten

sie zu den auserwählten Klubs,

die sich um den Jugendförderpreis

der DFB Egidius-Braun-Stiftung

beworben hatten. Diese

zeichnet damit Vereine aus, die

sich im besonderen Maße um die

Jugendarbeit verdient gemacht

haben. Ein besonderer Schwerpunkt

des DJK-Nachwuchskonzepts

liegt in der Ausbildung ihrer

Trainer, da jedes Team von lizenzierten

Übungsleitern betreut

wird.

Doch bei der Abreise ahnte

noch niemand der Beteiligten,

was auf der 300 Kilometer langen

Zug-Anreise alles passieren würde.

Denn eine gesperrte Gleisstrecke

und eine defekte Lok bescherten

dem Team acht Umstiege und

neuneinhalb Stunden Fahrt. Entschädigt

wurden die Hildesheimer

Oktober 2009

sentanten dem Thema angenommen.

Unter dem Motto: „Eine Region

in Balance – Fußball integriert“

wurden mit maßgeblicher

Unterstützung der Hannoverschen

Volksbank, der Region Hannover

und des Landessportbundes Niedersachsen

vielversprechende Aktionen

konzipiert, um insbesondere

Jugendliche, Mädchen und

Jungen mit oder ohne Migrationshintergrund

in den Fußballsport

einzugliedern.

Der Start für das Projekt

erfolgt am Sonnabend, 10.

Oktober, mit zwei Integrations-Turnieren

in Burgdorf

und Laatzen. Dazu sind alle

Mädchen und Jungen im

Alter von 15 bis 18 Jahren

(Jahrgänge 1991 bis 1994)

eingeladen. Der Spaß am

Fußball in bunt gemischten

Teams soll dabei

Straßenfußballer, Sportler

aus Freizeitgruppen

sowie Fußballvereinen

zusammenführen. Im

Vorfeld wurde dazu ein

umfangreiches Informationspaket

mit Foldern

und Plakaten an

Schulen und Jugendpflege-Einrichtungen

sowie Kulturvereine

versandt. Ab 10 Uhr

wird auf Kleinspielfeldern

um Punkte und Tore gefightet,

wobei ein Team aus sieben

in Schönhagen mit Fußballturnieren

und dem Ostseestrand, Fahrten

in den Hansa-Park und zu den

Karl-May-Festspielen in Bad Sege-

Akteuren besteht und eine

Partie 20 Minuten

dauert.

Der SV Germania

Grasdorf wird die Veranstaltung

in der Region

Hannover-Süd im Einzugsgebiet

Laatzen

und den Kommunen

Pattensen, Hemmingen

und Sarstedt ausrichten.

Der FC Burgdorf

nutzt die Feierlichkeiten

seines 50jährigen

Bestehens,

um den Wettstreit

der Region Hannover-Ost

im Einzugsgebiet

Burgdorf

und den Kommunen Sehnde,

Lehrte, Burgwedel und Uetze zu

organisieren. Beide Vereine widmen

sich dem Thema Integration

bereits seit Jahren intensiv und haben

spontan eine Vorreiterrolle

mit Beispielcharakter angenommen.

Für alle Nachbarvereine besteht

die Möglichkeit, sich über einen

Infostand zu präsentieren.

Dies bietet einem breiten Umfeld

die Chance, mit den Jugendlichen

ins Gespräch zu kommen oder

vielleicht nicht organisierte

Mädchen und Jungen langfristig

für Aktivitäten in einem Sportverein

zu interessieren.

Eine Voranmeldung ist erwünscht

– und die ersten 35 gemeldeten

Teilnehmer erwartet ein

berg. Der Abschlusstag hatte es

dann mit der Abnahme des DFB-

Fußballabzeichens noch einmal so

richtig in sich: Dabei erbeuteten

Präsent. Aber auch Kurzentschlossene

werden noch berücksichtigt.

Startgebühren werden nicht erhoben

und jeder Teilnehmer erhält

neben einem T-Shirt eine kostenfreie

Essen- und Getränkemarke.

Ansprechpartner und Meldepunkte

sind die gastgebenden

Vereine. Beim 1. FC Burgdorf

steht Artur Geisler, Telefon (0 51

36) 40 58 oder (01 75) 8 28 63 44,

E-Mail artur.geisler@gmx.de zur

Verfügung. Der Grasdorfer Ansprechpartner

ist Paul Derabin, Telefon

(05 11) 86 65 98 96 oder

(0175) 19 48 133, E-Mail

paul.derabin@gmail.com.

In 9,5 Stunden an die Ostsee

Genoss nach strapaziöser Anfahrt ihren Aufenthalt in Schönhagen: Die Fußballjugend der DJK Blau-Weiß Hildesheim.

die Hildesheimer zweimal Gold

durch Florian Klodwig und Valentin

Haliti sowie dreimal Silber und

viermal Bronze. Berthold Klodwig


Schiri wirkt auch

in Wald und Flur

Günther Schaper feierte 60. Geburtstag

Die Faszination Fußball hat auch

bei Günther Schaper Begeisterung

hervorgerufen und ist ein Teil

seines Lebens geworden. Der Sinn

nach Gerechtigkeit und Fairness

war es, der ihn dazu getrieben

hat, Schiedsrichter zu werden. 40

Jahre ist er nun schon als Unparteiischer,

Beobachter und Funktionär

mit großem Engagement

dabei. Gradlinigkeit, Zuverlässigkeit

und der freundliche und korrekte

Umgang mit Spielern, Verbands-

und Vereinsfunktionären

wurden ihm von allen Seiten bestätigt.

Im August feierte Schaper

seinen 60. Geburtstag.

Seine Schiedsrichterprüfung

legte er im April 1969 ab. Mit guten

Leistungen auf Kreisebene

folgte für den Mann in Schwarz

der schnelle Aufstieg über die Bezirksklasse,

Bezirksliga, Bezirksoberliga

und die Verbandsliga

bis hin zur Amateuroberliga. Zugleich

war er Schiedsrichterassistent

beim Deutschen Fußball-

Bund in der 1. und 2. Bundesliga.

1994 beendete er seine aktive

Laufbahn und wurde Schiedsrichterbeobachter

beim NFV, beim

Norddeutschen Fußball-Verband

und beim DFB. Weitere Funktionen

in der Schiri-Ausbildung und

Tätigkeiten als Funktionär waren:

Kreisschiedsrichterlehrwart beim

NFV-Kreis Hildesheim von 1979

bis 1989, Mitglied im Bezirksschiedsrichterausschuss

Hannover

von 1989 bis 2009, Regionalreferent

des NFV (früher Lehrstab) von

1992 bis heute, Bezirksschiedsrichterlehrwart

von 1997 bis

2000. Von dem Amt als Bezirksschiedsrichterobmann,

das Schaper

von 2000 bis 2009 bekleidete,

ist er im März dieses Jahr aus persönlichen

Gründen zurückgetreten.

Einige Silberne und Goldene

Ehrennadeln seines Vereins MTV

Almstedt, dem er seit 1957 angehört,

und von Fußballverbänden

sind Zeugen seiner unermüdlichen

Arbeit. Beim diesjährigen

Bezirkstag erhielt er die DFB-Verdienstnadel,

beim Hildesheimer

Kreisfußballtag die Goldene NFV-

Verdienstnadel.

Schaper ist ein echter Segester

Junge. „Bei uns ist die Dorfgemeinschaft

noch intakt“, sagt er

über den Ort, in dem er viele

Freunde hat und wo er sich neben

dem Fußball auch anderweitig

entfaltet. Viele reden vom Naturschutz

– Schaper handelt. Denn er

ist Mitbegründer der Schutzge-

113 Schiedsrichter haben beim Lehrabend des NFV-Kreises

Schaumburg in Stadthagen für den richtigen Rahmen zahlreicher Ehrungen

gesorgt. Für seine35-jährige Schiedsrichter-Laufbahn wurde Fritz Ostermeier

(TSV Ahnsen) die Goldene Ehrennadel des Kreises Schaumburg

verliehen, Silber ging für seine 15-jährige Tätigkeit an Fritz Kungel (ETSV

Haste). Die Goldene NFV-Verdienstnadel erhielt Heinz Schulte (TuS Jahn

Lindhorst) für 40-jähriges Engagement. In Silber bekamen diese Auszeichnung

Reinhard Humbracht (TuS Riehe), Klaus Stannek, Ralf Krömer (FC

Hevesen) und Hans Förster (TuS Sülbeck) für jeweils 25 Jahre aktive

Schiedsrichter-Tätigkeit. Für 15 Jahre an der Pfeife wurden Boris Krumsiek

(TSV Bückeberge) und Werner Scholz (TuS Niedernwöhren) mit der

Schiedsrichter-Verdienstnadel geehrt. Unser Foto zeigt (stehend v.l.) Fritz

Ostermeier, Wilhelm Kläfker, Boris Krumsiek, Klaus Stannek, Werner

Scholz, Reinhard Humbracht, Heinz Schulte sowie (kniend v.l.) Ralf Krömer,

Hans Förster und Fritz Kungel.

meinschaft Wald und Flur Segeste

und seit 1964 zweiter Vorsitzender.

„Besonders legen wir Wert

auf die Waldameisenhege“, erklärt

er. Dazu gehören der Nest-

Bezirk Hannover

Günther Schaper feierte seinen 60. Geburtstag. Außer der Schiedsrichterei

nimmt der Naturschutz einen großen Stellenwert in seinem Leben ein.

Vor allem die kleinen Roten Waldameisen haben es ihm angetan. Hier

präsentiert er ein besonders „großes Exemplar“. Foto: Burghard Neumann

schutz und die Umsiedlung der

von der Ausrottung bedrohten

Waldameisenvölker, besonders

der Gattung der kleinen Roten

Waldameise. Burghard Neumann

Nur Frauen mit

weißer Weste

Gleich drei Lehrgangsbeste

konnte Lehrwart Michael

Nitsche in Burgdorf beim

jüngst durchgeführten Anwärterlehrgang

für den

Schiedsrichternachwuchs im

NFV-Kreis Hannover-Land auszeichnen.

Mit Anna Korf (SC

Völksen), Stefanie Pätsch und

Carmen Heidrich (beide SV

Sorgensen) behielten ausschließlich

die Frauen mit null

Fehlern eine weiße Weste.

Ebenfalls bestanden haben

in Burgdorf: Agirman

Celal und Burkert

Renz (beide

TSV Godshorn),Benjamin

Bohn,

Dschemil

Gousseinov

und Lennart

Sprick (alle

TuS Altwarmbüchen),

Pascal

Deierling und

Alexander Tietz (bei-

de TSV Sievershausen), Serif

Deniz und Lars Krzywina (beide

SV Ramlingen), Ferhat Deniz,

Tahsim Erdem, Mohammed

Aimal Khan, Benjamin

Homeyer und Maximilian

Thamm (alle VSV Hohenbostel),

Eileen Engelke (Heesseler

SV), Lars Hanczuch (TSV

Schloß Ricklingen), Jörg Heuer

(SV Otze), Dennis

Kieckeben (TSV Pattensen), Ismet

Kizilboga, Dimitri Swisch

und Maurice Klinkowski (FC

Lehrte), Volker Koch

(FC Mecklenhorst),

Thomas Krull

(SG Thönse/

Wettmar),

Alexander

Kunz (GermaniaEgestorf),

Philipp

Mühl (SC

Langenhagen)

und Lutz

Nolte (MTV Lemmie).

Oktober 2009 55


Bezirk Lüneburg

56

Gruppenfoto der G-Junioren der JSG Leinetal mit Trainern, Funktionären und Sponsoren, darunter Rudolf Schenker

(hintere Reihe, 5. v. l.).

„Spielt Euch zu Glück und Erfolg!“

Leinetaler G-Jugend-Fußballer erhalten Fußball-Outfits von Scorpions-

Gitarrist Rudolf Schenker – „Fußball und Rock’n’Roll passen zusammen“

Für die 25 G-Jugend-Spieler und

ihre Trainer bei der JSG Leinetal

ist fast schon ein bisschen Weihnachten.

Die jüngsten Kicker der

Fußball-Spielgemeinschaft aus

der Samtgemeinde Schwarmstedt

freuen sich über eine komplette

Bekleidungs-Ausstattung für die

bevorstehende Saison: T-Shirts

zum „Aufwärmen“ oder „Ausgehen“

und Anzüge zum „Einkuscheln“

vor und nach strapaziösen

Trainingseinheiten. Kreisjugendobmann

Manfred Peters

steuert noch einen Spielball sowie

Trainingsutensilien dazu. Das Besondere

an dieser sommerlichen

Bescherung: Rudolf Schenker persönlich

ist gekommen, um die

großzügigen Geschenke zu übergeben.

Und Schenker hat auch noch

eine Menge gut gemeinter Tipps

mit im Gepäck. „Macht etwas aus

Euren Möglichkeiten, nutzt jede

Chance und erfüllt Euch Eure

Träume“, appelliert der 60-Jährige

wohl eher an die interessiert

lauschenden Eltern der fünf- und

sechsjährigen Nachwuchskicker

seiner Wahlheimat Bothmer.

„Spielt Euch zu Glück und Erfolg.

So wie ich es gemacht habe – und

ich tue es immer noch!“

Voller Stolz haben die Leinetaler

G-Jugendlichen soeben beim

SVN Buchholz den ersten Turnier-

Sieg der gerade begonnenen Saison

gefeiert. Sie glauben nun, die

sportliche Arbeit sei für diesen Tag

getan, als wenig später am heimischen

Sportheim in Bothmer ein

regelrechter Medienrummel über

sie hereinbricht. Eine geschlagene

Stunde müssen die Kicker noch

Oktober 2009

einmal alles geben, um von allen

Seiten – wahlweise mit T-Shirt

oder Trainingsanzug – zurecht gezuppelt,

perfekt postiert und

schließlich fotografiert zu werden.

Zu den Hauptdarstellern avancieren

dabei Miles (5) und Madeleine

(2) Schenker, die Enkelkinder

des weltberühmten Scorpions-Gitarristen.

Ihr Großvater, „Opa Lalla“,

hatte schließlich auch die Idee gehabt,

dem kompletten Team eine

Ausstattung an Bekleidung zu

spendieren, wobei die Hälfte der

Geschenke vom Schwarmstedter

Ringhotel Hotel Bertram gesponsert

wurde – dort ist „Opa Werner“,

Schwiegervater von Schen-

ker-Sohn Marcel, der Seniorchef.

Als endlich auch diese Aufgabe

mit Bravour bestanden ist, dürfen

sich die Fußballer mit Bratwurst

und Brause stärken, während Rudolf

Schenker sich viel Zeit für

Plaudereien über sein Leben als

Fußballer und Musiker nimmt.

Beim FSV Sarstedt ebenso

klein wie Enkel Miles gestartet,

schien die fußballerische Karriere

Rudolf Schenkers in der Jugend

sehr vielversprechend. „Sogar im

Niedersachsen-Stadion habe ich

damals gegen Hannover 96 gespielt“,

erinnert sich der Fußball-

Fan schmunzelnd an vergangene

Zeiten, die ihn Anfang der 80er

Jahre beim 1. FC Rock’n’Roll zu

Scorpions-Gitarrist Rudolf Schenker (2.v.r.) mit Enkelin Madeleine, Sohn

Marcel, Lebensgefährtin Tatyana Sazanova und Enkel Miles.

fußballerischen Höchstleistungen

gegen die damals „Unbesiegbaren“

der Band Iron Maiden zwangen.

„Fußball war immer ein Thema

neben der Musik“, ließ er den

Erinnerungen freien Lauf. „Fußball

und Rock’n’Roll passen zusammen!“

Aber der Fußball blieb eine

schöne Nebensache. Die Musik

führte die Schenkers inzwischen

mehrfach um die ganze Welt.

„Jetzt ist es mir ein Anliegen, die

weite Welt nach Bothmer zu bringen.

Sehr gern würde ich den

Kids und auch meinen Enkelkindern

vermitteln, dass mehr zu machen

ist, als das, was Eltern, Lehrer

und Fußballtrainer von einem

verlangen und erwarten. Sich

selbst den Auftrag stellen, die

Dinge anzupacken – dann führt

der Weg zu Glück und Erfolg.“

Miles und Madeleine Schenker

durften auf zahlreichen Touren

bereits miterleben, wie ihr

Großvater die Dinge anpackt,

nach welcher Lebensphilosophie

er die Weichen stellt, die ihn mittlerweile

mit den Scorpions zu

80 Millionen verkauften Schallplatten

und zum kräftig gefeierten

40-jährigen Bühnenjubiläum

führten. „Ich habe die Ansage,

nur durch harte Arbeit nach vorne

zu kommen, keinesfalls beherzigt.

Ich habe immer gespielt und versucht,

mir meine Träume zu erfüllen,

möglichst alle Chancen zu

nutzen – die Kreativität kommt

aus spielerischer Leichtigkeit!“

Rudolf Schenker machte keinen

Hehl daraus, in seiner Karriere

vielfach gegen den Strom geschwommen

zu sein, um sich, seinen

Fans und auch den Kritikern

zu beweisen, dass der Weg dennoch

von Erfolg gekrönt wird. Unzählige

Auszeichnungen und zuletzt

die Echo-Verleihung im Februar

dieses Jahres für das Lebenswerk

der Scorpions sprechen für

sich.

Mit einem deutlichen „Nein“

antwortet das Scorpions-Gründungsmitglied

auf die Frage nach

einem Aufhören. „Im Moment

haben wir eher das Gefühl, es

handelt sich um eine Endlos-

Schleife ...“, lächelt der gutgelaunte

Star in die gespitzten Ohren

der immer hellhöriger werdenden

Journalisten-Schar.

Nach kurzem Schwenk auf

sein erstes Buch (wird präsentiert

am 18. Oktober auf der Frankfurter

Buchmesse), das mit dem Titel

„Rock Your Life“ die persönliche

Erfolgsgeschichte Rudolf Schenkers

nachvollziehbar macht und

40 Jahre Musik-Erfolg am dafür

nicht gerade günstigen Standort

Deutschland dokumentiert, reiht

er sich mit Miles und Madeleine in

die Schlange am Bratwurst-Grill

ein. Nicht nur für die Schenker-

Kinder wird es ein unvergesslicher

Tag mit „Opa Lalla“.

Heide Tegtmeier


DFB-Mobil zu Gast

beim FC Langwedel

Wertvolle Anregungen für Vereinstrainer

Das komplett mit Trainingsmaterial

ausgestattete DFB-Mobil

machte erstmals im NFV-Kreis

Verden Etappenstopp. Zu Gast

beim FC Langwedel boten die

DFB-Teamer Edmund Timm (Rotenburg)

und Sascha Bremsteller

(Riede) den über 20 Nachwuchskickern

und Jugendtrainern ein

abwechslungsreiches Programm

mit praktischen Übungen und

reichhaltigen Informationen.

Ziel des DFB-Mobil-Einsatzes

ist die Förderung der kontinuierlichen

Nachwuchsarbeit und die

Verbesserung der Ausbildung der

Trainer. Der erste Teil der Veranstaltung

bestand aus einem

Praxisteil. Dabei stand die einfache

Organisation und Durchführung

eines entwicklungsgerechten

Trainings auf dem Programm.

Das Entscheidende dabei:

Die Vereinstrainer wurden

aktiv in das Demonstrationstraining

mit eingebunden und ihre

Fragen unmittelbar beantwortet.

Die am Training teilnehmenden

Nachwuchskicker befolgten

90 Minuten lang mit sehr viel Begeisterung

die Anweisungen der

Teamer. Auch die Resonanz interessierter

Zuschauer, darunter der

Vorsitzende des NFV-Kreises Verden,

Horst Lemmermann, und

sein Stellvertreter Kurt Thies, war

positiv.

Engagiert. Anhaltenden Beifall, Lob, Urkunden und

Ehrennadeln gab es für Sportkameraden des NFV-Kreises

Harburg, die sich durch langjährige Arbeit in ihren Vereinen

hervortaten. Silberne Verdienstnadeln des NFV nahmen Alfred

Kruse (SG Scharmbeck-Pattensen), Dietmar Stadie (TuS

Nenndorf) und Wolfgang Koch (Heidesiedlung Neu Wulmstorf)

entgegen. Die Goldene Kreisnadel erhielt Dieter Schulz

(TSV Stelle). Silber gab es für Peter Heinrich (VfL Maschen)

und Sven Passerini. Gewürdigt wurde auch das sportliche

Verhalten der 2. Mannschaft des MTV Hanstedt. Fußballobmann

Stefan Sahling nahm als Anerkennung dafür ein Ehrenschild

in Empfang. Dieses wurde vom Vorsitzenden des

Kreisspielausschusses, Helge Schreiber, überreicht. – Unser

Foto zeigt die Ehrennadelträger, die vom Kreisvorsitzenden

Manfred Marquardt (2. von links) ausgezeichnet wurden:

(von links) Alfred Kruse, Wolfgang Koch, Dietmar Stadie,

Sven Passerini, Dieter Schulz und Peter Heinrich. Ulrich Balzer

Den zweiten Baustein bildete

ein Vortrag im Vereinsheim

des FC Langwedel. Hier wurden

die verschiedenen Möglichkeiten

zum Erwerb der Trainerlizenzen

vorgestellt und nach Vorführungen

von Kurzfilmen die Frauen

Fußball WM 2011 in Deutschland,

der Frauen- und Mädchenfußball

im Verein sowie die Integration

von Kindern und Jugendlichen

mit Migrationshintergrund

im Verein in den Fokus

gerückt.

Bezirk Lüneburg

Nach über drei Stunden bedankte

sich der Jugendleiter und

Vorsitzende des FC Langwedel,

Rolf Korb, bei beiden Teamern,

die viele wertvolle Informationen

und Anregungen angeboten

hatten.

Der NFV-Kreis Verden möchte

hiermit alle Vereine auf Kreisebene

dazu anregen, das Informations-

und Service-Angebot

des DFB anzunehmen und das

Mobil auch zu sich zu holen.

Alexandra Rose

Das DFB-Mobil machte Zwischenstopp beim FC Langwedel. Unser Foto zeigt (von links) DFB-Teamer Sascha

Bremsteller, Jugendtrainer Niclas Preiss und Patrik Böhm, DFB-Teamer Edmund Timm, den NFV-Kreisvorsitzenden

Horst Lemmermann, Jugendbetreuer Jörg Preiss, den FCL-Vorsitzenden und Jugendobmann Rolf Korb sowie

21 von insgesamt 24 teilnehmenden Nachwuchskickern.

Ausgezeichnet. Im Verlauf der Jahresarbeitstagung

der Fußball-Schiedsrichtervereinigung

wurden verdienstvolle Schiedsrichter für ihren Einsatz

im Celler Fußballkreis als auch für besonders lang

anhaltende Mitgliedschaft und treue Verbundenheit

ausgezeichnet. Unser Foto zeigt (hintere Reihe

von links): Detlef Wiedemeier, Helmut Laumert,

Kreis-Schiedsrichterausschuss (KSA)-Mitglied Wolfgang

Neumann, den Lüneburger Bezirksvorsitzenden

Hans-Günther Kuers und Joachim Borken. Rudolf

Kirsch und Uwe Bregler (vorne von links) konnten sich

jetzt über 45 Jahre Mitgliedschaft besonders freuen.

Außerordentlich geehrt für ein halbes Jahrhundert

wurden: NFV-Staffelleiter Horst Weidt, „Mister Ehrenamt“

Arnold Hellbusch (KSA-Mitglied), Gerhard

Kroll und Rainer Helms. Celles Schiedsrichterobmann

Michael Frede gratulierte seinen beständig zuverlässigen

Kollegen und kann inzwischen selbst nicht ganz

ohne Stolz auf 25 Jahre „ständiger Schiedsrichter-

Rufbereitschaft“ zurück blicken. Horst Friebe

Oktober 2009 57


Bezirk Lüneburg

58

Im Rahmen des Sommerfestes

des SV Teutonia Uelzen sind

gleich zwei Mannschaften des

Vereins für ihr faires Auftreten in

der vergangenen Saison durch

die VGH-Regionaldirektion Lüneburg

ausgezeichnet worden. In

der regionalen Fairness-Wertung

der Landkreise Uelzen, Harburg,

Lüneburg und Lüchow-Dannenberg

hatte die zweite Herrenmannschaft

(Kreisliga) in der

zurückliegenden Saison Platz 1

belegt und die erste Herrenmannschaft

(Bezirksoberliga) war Dritter

geworden. Für beide Teams

gab es Pokale und Medaillen, zusätzlich

erhielten Teutonias E-Junioren

15 Sporttaschen und die

C-Mädchen einen kompletten

Trikotsatz von der VGH.

Auch Jörg Firus als stellvertretender

Uelzener Bürgermeister

sowie der Vorsitzende des Kreissportbundes,

Jürgen Wöhling,

gratulierten. Die Glückwünsche

des NFV überbrachte Uelzens

Kreisvorsitzender Gerd Lüdtke.

Ein weiterer Höhepunkt

des Sommerfestes war der Be-

Oktober 2009

such eines der 30 DFB-Mobile,

die zurzeit durch die Republik

touren. Die beiden Teamer Peter

Heinrich (Kreis Harburg) und

Edmund Timm (Kreis Rotenburg)

hatten Praxistipps für mo-

U 8-Junioren des TSV

zieren jetzt Brummis

DFB-Mobil gastierte beim TSV Adendorf

Der DFB schickt deutschlandweit

in seine 21 Landesverbände 300

Teamer und 30 Kleintransporter,

ausgestattet mit umfangreichem

Demonstrationstrainingmaterial,

mit Tipps für Vereinstrainer und

DFB-Informationen zu den Themen

Qualifizierung, FIFA Frauen-WM

2011, Mädchenfußball und Integration.

Ziel ist es, Nachwuchstrainern,

die überwiegend nicht lizenziert

sind, direkt und unkompliziert praktische

Tipps zu geben.

Ein DFB-Mobil steht noch für

rund sechs Monate im Bezirk Lüneburg

in Rotenburg. Danach wird

Pokale für die Plätze eins und drei

Teutonia Uelzen glänzt im VGH-Fairness-Cup

Stephan Kempf (Zweiter von links) als Vertriebsleiter der VGH–Regionaldirektion Lüneburg und Norbert

Hamann (Dritter von rechts) überreichen der 2. Mannschaft des SV Teutonia Uelzen den Pokal und Medaillen.

der Wagen für den Bremer Fußballverband

abgestellt.

10.000 Veranstaltungen

plant der DFB in den nächsten drei

Jahren für dieses Projekt. Nach

Deutsch-Evern hat auch der TSV

Adendorf als zweiter Verein im

Kreis Lüneburg das kostenlose Angebot

genutzt und seine U 8- und

U 9-Junioren fachmännisch ausbilden

lassen.

Bei schönem Wetter fand auf

der Sportanlage des TSV Adendorf

ein 90 Minuten-Training mit

anschließender Infoveranstaltung

statt. Gleichzeitig wurde dieser

Ehrung der Preisträger im DFB-Vereinswettbewerb. Unser Foto zeigt von

links Bernd Ehlers (SV Bliedersdorf), Jörn Seefried, Horst Wiebusch (beide

VfL Stade), Helmut Bardenhagen (Deinster SV), Ralf Tolksdorf (TSV Eintracht/Immenbeck),

Thorsten Meyer (SV Ahlerstedt/Ottendorf) und den

Kreisvorsitzenden Paul-Reinhard Schmidt. Text und Foto: Wolfgang Diekmann

dernes F- und E- Juniorentraining

an Bord und gaben Informationen

zu verschiedenen aktuellen

Themen des Fußballs

wie die Frauen-WM 2011 in

Deutschland.

Anlass genutzt, um sich beim

Sponsoren Hiller zu bedanken. Das

Logistik- und Transportunternehmen

hat einen Satz Trikots ge-

Auf der Sportanlage des VfL

Stade in Ottenbeck wurden

jetzt die Preisträger im DFB-Vereinswettbewerb

geehrt. Im zweiten

Wettbewerbsjahr erreichten

die vier Kreisvereine SV Ahlerstedt/Ottendorf,

SV Bliedersdorf,

Deinster SV und VfL Stade die Kategorie

„Goldcup“.

Für TSV Eintracht Immenbeck

und FC Eintracht Oste reichte

es für die Kategorie „Silvercup".

Ausschlaggebend für das

gute Abschneiden war das Engagement

bei den vier gestellten

Aufgaben. Zunächst galt es, die

Aktivitäten des Vereins im

Mädchenfußball, beim Angebot

Vereinsintern kürte der SV

Teutonia Uelzen seine A-Junioren,

die den Aufstieg in die Bezirksoberliga

schafften, zur

Mannschaft des Jahres.

Harald Nolting

Das DFB-Mobil machte Zwischenstation beim TSV Adendorf.

sponsert und fährt demnächst mit

dem Mannschaftsfoto der U 8-Junioren

auf den Brummis durchs

Land. Michael Paul

Vier im „Goldcup“

DFB-Vereinswettbewerb im NFV-Kreis Stade

für die älteren Fußballer sowie in

der Zusammenarbeit mit den örtlichen

Schulen zu melden. Als

dann noch eine Veranstaltung zur

Abnahme des DFB & McDonald`s

Fußball-Abzeichens auf dem Vereinsgelände

erfolgreich durchgeführt

wurde, waren alle Bedingungen

erfüllt und der Weg in

den „Goldcup frei."

Für das Erreichen des „Silvercup“

waren zwei bis drei erfüllte

Kategorien Voraussetzung. Der

Vorsitzende des NFV-Kreises Stade,

Paul-Reinhard Schmidt, lobte

die geehrten Vereine und hofft

auf eine größere Beteiligung beim

Wettbewerb „TEAM 2011".


Ära Torsten Plikat

beim ATSV beendet

45-Jähriger jetzt Trainer der SG Marßel

Die Ära Torsten Plikat gehört

beim aktuellen Fußball-Kreisligisten

ATSV Scharmbeckstotel

(Kreis Osterholz) der Vergangenheit

an. Der 45-jährige Hafenfacharbeiter

stellte nach 14 Jahren

sein Amt als Trainer der ersten

Herrenmannschaft des Vereins

zur Verfügung.

Der Familienvater erlebte mit

den Gelb-Schwarzen viele Höhen

und Tiefen auf Bezirks- und Kreisebene.

Torsten Plikat füllte gleich

zwölf Jahre den Part des Spielertrainers

und zwei Jahre den Posten

als Coach aus. Der ATSV

Scharmbeckstotel ist seinem

Langzeit-Trainer zu großem Dank

Das „Harald-Wellmann-Gedächtnis-Damen-Kleinfeldturnier“

des SV Hönisch ist auf

echte Gegenliebe gestoßen. Der

Verein aus dem NFV-Kreis Verden

wartete mit seiner zweiten Auflage

des Frauen-Wettbewerbs auf.

Das Kleinfeldturnier wurde zu

Gedenken des im vorletzten Jahr

verstorbenen Vereins- sowie Vorstandsmitglieds

Harald Wellmann

organisiert und durchgeführt.

Er war langjährig im Verein

aktiv und betreute zudem die

erste Damenmannschaft des SV

Hönisch.

25 Mannschaften hatten

sich zu dem Turnier eingefunden

und ermittelten in fünf Gruppen

die Achtelfinalisten. In den Spielen

wurde toller Fußball gezeigt

und damit viel Werbung für den

Frauenfußball betrieben. In den

spannenden Halbfinalbegegnungen

setzten sich der TSV Eiche

Neu St. Jürgen (1:0 gegen SV

Grohn) und die SG Bassen/Posthausen

(1:0 gegen SV Holtebüttel)

durch.

Bezirksoberligist SG Bassen/

Posthausen wusste sich im Finale

im Neunmeterschießen mit 2:1

verpflichtet, dass er dem 1902

gegründeten Klub so lange die

Treue hielt.

Dem Ex-Spieler des Bremer

SV (Amateuroberliga Nord) lagen

Anfragen anderer Klubs vor. „Der

Verein hat sich positiv entwickelt“,

zieht Torsten Plikat ein

erfreuliches Fazit seiner langjährigen

Arbeit. Die Fußball-Frauen

des ATSV Scharmbeckstotel trugen

mit ihrem Höhenflug von der

Kreisliga bis zur Oberliga Niedersachsen

maßgeblich mit zum erfreulichen

Erscheinungsbild des

Vereins bei.

Der Höhepunkt in der Vereinsgeschichte

war für den

Trainer der Gelb-Schwarzen

vom Ergebnis her ein Tiefpunkt.

Torsten Plikat kassierte

mit dem ATSV Scharmbeckstotel

gegen den damaligen Bundesligisten

Arminia Bielefeld in

einem Freundschaftsspiel eine

0:18-Niederlage. „Das war so

in der Höhe nicht eingeplant“,

denkt Torsten Plikat etwas ungern

an die deftige Packung

gegen die Ostwestfalen zurück

(2002).

Eigentlich wollte Fußball-

Trainer Plikat nach seinem Abschied

beim ATSV Scharmbeckstotel

erst einmal eine längere

Pause einlegen. Der Trainer-Alltag

hat ihn inzwischen längst

wieder eingeholt. Der Ex-Coach

des ATSV Scharmbeckstotel ist

nach nur wenigen Spieltagen

der Saison 2009/10 die Herausforderung

als Trainer beim Bremer

Landesligisten SG Marßel

eingegangen. Reiner Tienken

Bezirk Lüneburg

Torsten Plikat stellte nach 14 Jahren

sein Amt als Trainer der ersten

Herrenmannschaft des ATSV

Scharmbeckstotel zur Verfügung.

Tolle Werbung für den Frauenfußball

Die SG Bassen gewinnt Kleinfeld-Turnier des SV Hönisch

Gewann das Turnier des SV Hönisch: Das Team der SG Bassen/Posthausen.

gegen den Bezirksligisten TSV Eiche

Neu St. Jürgen zu behaupten

und durfte damit den Wanderpokal

und das Siegerpreisgeld mit

nach Hause nehmen. Das kleine

Finale gewann SV Holtebüttel mit

2:0 gegen den SV Grohn. Die

Teilnehmerinnen waren sehr be-

geistert über die gelungene Veranstaltung,

und viele kündigten

bereits ihre Teilnahme für das

kommende Jahr an.

Im DFB-Vereinswettbewerb 2008/09 erreichten

drei Vereine aus dem NFV-Kreis Verden die Höchstpunktzahl

und wurden damit Gewinner in der Goldcup-Wertung. Gerd Adomeit

(FC Verden 04, Mitte) und Jörg Kutsch (TSV Ottersberg, rechts)

nahmen am Kreisehrensamtsfeiertag ihre Prämien vom Kreisvorsitzenden

Horst Lemmermann (links) in Empfang. Sie erhielten neben

einer Urkunde ein Netz mit zehn Fußbällen. Gleiches bekam auch

der SV Wahnebergen als dritter Verein des Kreises Verden am Tag

des Workshops „Wie kann man Gewalt im Fußball begegnen? Was

tun gegen Rassismus und Diskriminierung?“. Die Preise übergab der

stellvertretende Kreisvorsitzende Kurt Thies an Spartenleiter Norbert

Defiebre. Zusätzlich können die genannten drei Vereine bei der

Verlosung von wertvollen Preisen profitieren: Da kann ein Besuch

im Trainingslager der Nationalmannschaft ebenso herausspringen

wie Eintrittskarten für ein Fußball-Länderspiel. Alexandra Rose

Oktober 2009 59


Bezirk Lüneburg

60

Oktober 2009

Bundesliga-

Nachwuchsrunde

Der TSV Eiche Neu St.

Jürgen (Kreis Osterholz)

fiebert einem weiteren

Großereignis entgegen. Der

Verein aus der Gemeinde

Worpswede ist am Sonntag,

11. Oktober (11 bis 17

Uhr), Gastgeber einer Spielrunde

für Bundesliga-Nachwuchsmannschaften.

Organisator Heinz Hastedt

liegen die Zusagen der

Vereine Hamburger SV, SV

Werder Bremen, Hannover

96, VfL Wolfsburg, Hertha

BSC Berlin, Borussia Dortmund,

Schalke 04, VfL Osnabrück,

Holstein Kiel, der

Kreisauswahl Osterholz so-

Bezirk Weser-Ems

wie vom Ausrichter TSV Eiche

Neu St. Jürgen vor. Offen

war bei Redaktionsschluss

noch, ob sich auch

der VfL Bochum und der

1. FC Köln zum Stelldichein

der jungen Nachwuchstalente

einfinden.

Der Wettbewerb ist

ausgeschrieben für U 12-,

U 13- und U 14-Mannschaften.

Gespielt wird auf insgesamt

vier Spielflächen. Der

TSV Eiche Neu St. Jürgen ist

als Kooperationspartner des

Hamburger SV bereits seit

2004 Ausrichter der Bundesliga-Nachwuchsrunde.

Reiner Tienken

„Helmuth Cornelius war mehr als 50 Jahre für den Fußball

tätig“, sagte Friedrich Harms, Vorsitzender des Fußballkreises Aurich,

jetzt bei der offiziellen Verabschiedung des verdienten Funktionärs in

Ihlow. Der Moordorfer Cornelius war seit 1958 Schiedsrichter, danach lange

Schiedsrichter-Ansetzer und Mitglied im Schiedsrichterausschuss des

Fußballkreises Aurich. Diesen Posten gab der 74-Jährige jetzt aus Altersgründen

ab. Für seine Arbeit wurde Helmuth Cornelius oft geehrt. Schon

1978 erhielt er die Goldene Schiedsrichter-Ehrennadel des damaligen Bezirks

Ostfriesland. Die Verdienstnadel des Niedersächsischen Fußballverbandes,

die Silberne Ehrennadel des Fußballkreises Aurich sowie die Silberne

Verdienstnadel des NFV nennt Cornelius ebenso sein Eigen wie die

Goldene Ehrennadel seines Heimatvereins Ostfrisia Moordorf. Vom Fußballkreis

erhielt Cornelius (rechts) jetzt noch einen Präsentkorb, überreicht

vom Kreisvorsitzenden Friedrich Harms. Foto: Trauernicht

Rekordbeteiligung

Fünftes Trainingslager des FC Huntlosen

Bereits seit 2005 richtet der

FC Huntlosen im NFV-

Kreis Oldenburg-Land jedes

Jahr ein großes Trainingslager

für Kinder und Jugendliche

aus. 174 Teilnehmer sorgten

nun bei der fünften Auflage

für eine neue Rekordbeteiligung

auf der Sportanlage des

FC.

Insgesamt 20 ehrenamtlich

tätige Trainer kümmerten sich in

acht Trainingseinheiten um die

Schwerpunkte Passspiel, Torschuss,

Dribbling, Ballan- und

Mitnahme, Spiel ohne Ball, Koordination,

Zweikampf und Partnerübungen.

Im Abschlussturnier

konnten dann alle Teilnehmer zeigen,

was sie gelernt hatten.

Förderung für die

Lüneburger D2-Junioren

Erstmalig werden im Fußballbezirk

Lüneburg jüngere D-Juniorenspieler

extra geschult und als

Kreisauswahlspieler gefördert. So

kommen in dieser Saison neben

den Jahrgängen 1995 bis 97 auch

die Spieler des Jahrgangs 1998 in

den Genuss, an Bezirkspokalspielen

teil zu nehmen. Die U 12-Junioren

spielen ihre Bezirksmeisterschaft

an einem Tag (17. April

2010) im Kreis Uelzen mit zehn

Teilnehmern aus.

Der Kreis Lüneburg hat seine

ersten Hausaufgaben erledigt. Mitte

August trafen sich 40 Spieler des

Jahrgangs 1998 aus diversen Lüneburger

Vereinen auf der Sportanlage

des VfL Lüneburg und durften

sich sogar auf dem A-Platz den

Sichtern präsentieren.

Bei einem Preis von weit unter

100,- Euro erhielt jeder Teilnehmer

einen neuen Trainingsanzug,

eine Regenjacke und einen

Fußball eines namhaften

Sportartikelausstatters im Wert

von über 150 Euro, was nur

durch die Hilfe zahlreicher Sponsoren

möglich war, denen der FC

Huntlosen einen besonderen

Dank zukommen ließ.

Neben kostenlosen Speisen

und Getränken konnten in diversen

Spielen noch tolle Preise

gewonnen werden und im

Abschlussturnier erhielten 45

Nach einer weiteren Sichtung

im September wurden die

neuen Lüneburger Kreisauswahlspieler

des Jahrgangs 1998 bestimmt.

Zu den glücklichen Anwärtern

gehören: Robert Pepper

und Jannis Ahrens (beide FC

Hansa Lüneburg), Finn-Jordan

Richter und Pascal Spomer (MTV

Treubund Lüneburg), Jan-Luca

Pfeifer (TuS Barendorf), Ricardo

Pathe (SV Ilmenau), Sören Bullmann,

Joshua Okunnga, Jorge

Link, Noah Barth und Jan Hagenow

(alle JSG Scharnebeck/

Neetze), Robert Lazo-Garcia (TSV

Bardowick), Ramon Werner (TuS

Reppenstedt), Nico Kliche, Finn

Dröge, Marvin Panek und Lennart

Junge (alle VfL Lüneburg).

Michael Paul

Spieler und Spielerinnen neben

neuen Schienbeinschonern

noch Familiengutscheine für ein

Spaßbad in Oldenburg und

natürlich gab es für alle eine

Urkunde.

Logistisch war dieses Trainingslager

eine große Herausforderung,

die von den Verantwortlichen

des FC Huntlosen jedoch

mit Bravour gemeistert wurde.

Alle Teilnehmer traten zufrieden

die Heimreise an, so dass auch die

sechste Auflage im nächsten Jahr

beschlossene Sache ist.

Jan Uwe Harberts

174 begeisterte Teilnehmer sorgten für einen neuen Teilnehmerrekord beim Trainingslager des FC Huntlosen. Foto: Harberts


Eine rundum zufriedene Bilanz

der vergangenen drei Jahre

konnte Kreisvorsitzender Wolfgang

Mickelat auf dem Kreistag

im Westersteder Dannemann-Forum

ziehen.

Hinter dem NFV-Kreis Ammerland

liegen ereignis- und erlebnisreiche

Jahre, deren Herausforderungen

zum Wohle des Fußballs

bewältigt werden konnten.

So hatte sich der Fußballkreis vorgenommen,

insbesondere die

Freude am und mit dem Fußball

im Ammerland flächendeckend

zu erhalten. Der Anstieg der

Mannschaften um 5,4 Prozent

zeigt, dass das Vorhaben erfolgreich

war. Lediglich im Frauenfußball

gibt es eine Stagnation,

während die Mitgliederzahlen bei

der männlichen und weiblichen

Jugend zugelegt haben.

Ein Schwerpunkt im Kreis ist

die Förderung der Jugendarbeit.

Mit den vielfältigen Qualifizierungsangeboten

wurden viele

Übungsleiter aus- und fortgebildet.

Diese Maßnahmen sind sehr

intensiv genutzt worden, womit

den Vereinen auch mehr lizenzierte

Übungsleiter zur Verfügung

stehen.

Die Bedeutung des Fußballsports

unterstrichen auch die

zahlreichen Ehrengäste, zu denen

die Vertreter aller sechs Gemeinden

und des Landkreises ebenso

gehörten wie Bezirksjugendobmann

Dieter Ohls und einige Abordnungen

aus benachbarten

Fußballkreisen.

Die gute Zusammenarbeit im

Kreisvorstand und ihre Ausstrahlung

auf die fast komplett anwesenden

Ammerländer Vereine

fand auch ihre Bestätigung im

einstimmigen Vertrauensbeweis

bei den Neuwahlen. Der Vorstand

setzt sich für die nächste Wahlperiode

wie folgt zusammen: Wolfgang

Mickelat (1. Vorsitzender),

Uwe Schütte (stv. Vorsitzender),

Dieter Tempel (Schatzmeister),

Ralf Geisler (Vors. Spielausschuss),

Arno Erbrich (Vors. Jugendausschuss),

Claus Freese

(Vors. Schiedsrichterausschuss),

Jürgen Hinrichs (Presse- und Sozialwart),

Gerhard Hasseler (Vors.

Kreissportgericht), Edda Hemken

(Frauen- und Mädchenfußball),

Volker Specht (Vors. Kreislehrausschuss)

und Klaus Linke (Ehrenamt

und Seniorenbeauftragter).

Auf Einladung des Kreisvorsitzenden

war DFB-Direktor Willi

Hink aus Frankfurt angereist, der

Neue Gesichter bei

der Beiratssitzung

Das Bezirkstreffen fand in Garrel statt

Zu einer zweitägigen Beiratssitzung

hatte der Vorstand des

Fußballbezirkes Weser-Ems ins

Sport- und Tagungshotel „Drei

Brücken“ nach Garrel (Kreis Cloppenburg)

eingeladen. Hierzu begrüßte

der Bezirksvorsitzende

Ferdinand Dunker auch den Eh-

Die langjährigen Kreisvorsitzenden Helmut Quaas (links) und Franz Koryciak

(rechts) wurden vom Bezirksvorsitzenden Ferdinand Dunker auf der

Beiratssitzung in Garrel verabschiedet. Foto: Bartsch

Einstimmiges Votum

für den Vorstand

Willi Hink besucht Kreistag im Ammerland

ein Referat zum Thema „Zukunft

des Amateurfußballs unter

Berücksichtigung der demografischen

Entwicklung“ hielt. Hink

führte aus, dass die Gruppe der

älteren Fußballer mittel- und

langfristig deutlich zunehmen

werde. Hier sei es wichtig, adäquate

Angebote für diese Altersgruppe

zu installieren. Die strategisch

wichtigste Komponente sei

aber, genügend weibliche und

männliche Jugendfußballer zu

gewinnen. Hier sind trotz des Geburtenrückgangs

noch deutliche

Ressourcen vorhanden, die es zu

erschließen gilt. Vor allem die Kooperationen

zwischen Schule und

Verein sind verbesserungswürdig.

Bezüglich der Gewinnung

von ehrenamtlichen Kräften sollte

vereinsintern der Fokus auf die

Kräfte gerichtet werden, die sich

bereits im jugendlichen Alter über

das reine Fußballspielen hinaus

engagierten. Engagierte Jugendliche

sollten daher auf ihrem weiteren

Weg gezielt gefördert und

mit entsprechenden Aufgaben

betraut werden.

renvorsitzenden Hermann Lüken

und den Präsidenten des Norddeutschen

Fußballverbandes, Eugen

Gehlenborg.

Zudem konnte der Bezirksvorstand

auch einige neue Gesichter

im Beirat begrüßen und

zugleich zwei langjährige Kreisvorsitzende

aus diesem Gremium

verabschieden. Bei den im Sommer

durchgeführten Kreistagen

wurden mit Thorsten Böning

(Wesermarsch) und Erich Meenken

(Delmenhorst) zwei neue

Kreisvorsitzende von den Delegierten

gewählt, welche in ihrer

Funktion nun erstmals im Bezirksbeirat

vertreten waren. Der Vorsitzende

Ferdinand Dunker nutzte

die zweitägige Sitzung, um die

aus ihren Ämtern ausgeschiedenen

Kreisvorsitzenden Helmut

Quaas und Franz Koryciak zu verabschieden

und sich für deren

langjährige Tätigkeit im Bezirk

Weser-Ems zu bedanken.

Eine personelle Veränderung

hat auch der Frauenausschuss des

Bezirkes zu verzeichnen. Mit Maren

Krenitz (Wissingen) konnte

die Ausschussvorsitzende Sabine

Lischewski eine neue Mitstreiterin

für ihren Ausschuss gewinnen,

die sogleich die Gelegenheit

nutzte, sich zu Beginn der Beiratssitzung

den Delegierten vorzustellen.

Erfreut zeigte sich Sabine Lischewski

auch über die Reso-

Bezirk Weser-Ems

DFB-Direktor Willi Hink sprach vor

den Delegierten auf dem Kreistag

der Ammerländer Fußballer über

die Zukunft des Amateurfußballs.

Foto: Hinrichs

Bei den Ehrungen wurde der

SV Gotano als aktivster, fairster

und bestgeführter Verein ausgezeichnet.

Der TuS Ekern wurde

für seine sehr gute Jugendarbeit

mit dem Sepp-Herberger-Preis

bedacht. „Dankeschön-Präsente“

erhielten Hero Eiben (Vors. Kreissportbund

Ammerland), Thorsten

Jäger (Spielausschuss), Dieter

Tempel, Arno Erbrich und Gerhard

Hasseler. Die NFV-Verdienstnadel

wurde an die beiden

Schiedsrichter Erwin Küpker (40

Jahre) und Uwe Kleinschmidt (25

Jahre) überreicht. Jürgen Hinrichs

nanz auf das von ihr betreute

DFB-Mobil. „Jeder Verein, der

dieses Mobil anfordert, ist begeistert“,

konnten ihr die anwesenden

Kreisvorsitzenden nur

beipflichten.

Auch Werner Busse, Vorsitzender

des Spielausschusses,

hatte Grund zur Freude. „Der zu

Saisonbeginn in der Bezirksoberliga

eingeführte Online-Spielbericht

hat sich hervorragend bewährt.“

Dies konnte auch

Schiedsrichterobmann Georg

Winter nur bestätigen. In der

kommenden Saison soll der Online-Spielbericht

auch in den

fünf Bezirksligen eingeführt werden.

Weniger erfreulich ist für

den Bezirksschiedsrichterobmann

allerdings der Verlust einiger

Schiedsrichter auf der höheren

Ebene. „Leider haben wir mit Kuno

Fischer und Rainer Bippen

gleich zwei unserer Zweitliga-Assistenten

verloren“, so Winter,

der seine Schiedsrichter jedoch

insbesondere in den Junioren-

Bundesligen sehr gut aufgestellt

sieht.

Nachdem auch Bezirksjugendobmann

Dieter Ohls ein

äußerst positives Fazit vom abgelaufenen

Bezirksjugendtag ziehen

konnte, schickte Ferdinand Dunker

am Ende durchweg zufriedene

Beiratsmitglieder auf die

Heimreise. Peter Bartsch

Oktober 2009 61


Bezirk Weser-Ems

62

43 Schiedsrichter begrüßte

Bezirksschiedsrichterobmann Georg

Winter (Wildeshausen) in der

Sportschule Lastrup zum obligatorischen

Lehrgang der Bezirksliga-Schiedsrichter

für den Beobachtungskader.

Am Ende konnten

nicht alle den von Lehrwart

Werner Brinker (Werlte) erstellten

Regeltest erfolgreich absolvieren,

so dass sich die Zahl der künftig

unter gesonderter Beobachtung

stehenden Bezirksliga-Referees

noch etwas reduzierte.

Drei jungen Unparteiischen

konnte der Schiedsrichterausschuss

des Bezirkes Weser-Ems

nach der Leistungsprüfung noch

eine besonders erfreuliche Nachricht

überbringen. Mit Christian

Der Fußballkreis Aurich

kann stolz sein: In Niedersachsen belegte

er in der Fairness-Wertung

der Versicherungsgruppe Hannover

(VGH) im letzten Spieljahr den zweiten

Platz unter 47 Kreisen. Im Bereich

der Regionaldirektion Ostfriesland

eroberten gleich drei Auricher

Mannschaften die ersten drei Plätze:

Erster wurde der TSV Riepe, Zweiter

der TuS Norderney und Dritter der

SV Großefehn. „Das ist eine beachtliche

Leistung“, freuten sich Theo

Christians (2. v. l.), stellvertretender

Vorsitzender des Fußballbezirks Weser-Ems,

und Friedrich Harms (links),

Vorsitzender des Fußballkreises Aurich.

In Emden überreichte die VGH

jetzt die Pokale, Plaketten und Trikots

für die drei Auricher Vereine.

Regionaldirektor Lothar Streblau

(rechts) freute sich, dass der Fairnessgedanke

im Fußball wieder an

Bedeutung gewonnen hat. „Wir

werden uns auch künftig für Fairness

auf den Fußballplätzen einsetzen“,

versprach Streblau. Hinrich Trauernicht

Oktober 2009

Nachträgliche Aufsteiger

Katz, Mesenbrink und Lünebrink pfeifen

jetzt in der Bezirksoberliga

Katz (Ammerland), Christian Mesenbrink

(Oldenburg-Land) und

Max-Magnus Lünebrink (Osnabrück-Land)

steigen nachträglich

noch drei Schiedsrichter in die Bezirksoberliga

auf. Sie profitierten

von kurzfristig frei gewordenen

Plätzen und werden ab sofort für

Spielleitungen in der höchsten

Spielklasse des Bezirkes nominiert.

Insgesamt zeigte sich Georg

Winter mit dem Ablauf und dem

Ergebnis des Lehrganges sehr zu-

frieden. Auch NFV-Schiedsrichterlehrwart

Bernd Domurat (Wilhelmshaven)

hatte dem Lehrgang

wieder einmal einen Besuch abgestattet

und berichtete umfangreich

über den Stand der Talentförderung

im Niedersächsischen

Fußballverband. Sowohl durch

die Einrichtung des Talentkaders

als auch durch die Einführung einer

weiteren Nachwuchssichtung,

die im November diesen

Jahres erstmals vorgenommen

Sonja Buß (stehend 4. v.l.),

Referentin für Frauen- und

Mädchenfußball im NFV-Kreis Emden,

wurde jetzt im Rahmen der

DFB-Aktion Ehrenamt mit einer Ehrenurkunde

und einer Armbanduhr

des Deutschen Fußball-Bundes ausgezeichnet.

Die 30-Jährige ist seit

2006 federführend für den Frauenund

Mädchenfußball im NFV-Kreis

Emden verantwortlich und durfte

die vom Kreisvorsitzenden Theo

Christians vorgenommene Ehrung

für ihre verdienstvolle ehrenamtliche

Tätigkeit im Kreise der von ihr

trainierten Mädchenauswahlmannschaft

entgegen nehmen. Mit Beginn

der neuen Saison wurde sie

vom Fußballkreis Emden auch zur

Koordinatorin für die FIFA-Frauen-

WM 2011 bestimmt. Als aktive Fußballerin

ist Sonja Buß seit vielen

Jahren für die Regionalliga-Frauen

des SuS Timmel am Ball. Ebenso

geehrt wurden Anton Frikke,

langjähriger Platzwart des Oberligisten

Kickers Emden, und Gerold

Mühleis, seit 40 Jahren Mitglied im

Platzausschuss beim SV Blau-Weiß

Borssum. Peter Bartsch

wird, sieht Domurat den NFV

auch im Vergleich mit den anderen

Landesverbänden gut aufgestellt.

„Das sind alles Top-Leute“,

lautete sein Fazit vom jüngsten

Talentlehrgang in Barsinghausen.

Auch Georg Winter hofft,

dass sich aus den nun für die Bezirksliga

qualifizierten Schiedsrichtern

in der laufenden Saison

wieder das eine oder andere Talent

herausbilden wird.

Für die von den Kreisen gemeldeten

Neulinge auf der Bezirksebene

wird der Bezirksschiedsrichterausschuss

vom 6.

bis 8. November noch einen gesonderten

Nachwuchslehrgang in

der Sportschule Lastrup durchführen.

Peter Bartsch


Delegierte stimmen

für die Vereinigung

Delmenhorst und Oldenburg-Land vor Fusion

Der erste Schritt in Richtung

Fusion der Fußballkreise Oldenburg-Land

und Delmenhorst

ist gemacht. Während des Kreistages

der Delmenhorster Fußballer

stimmten die Delegierten –

bei einer Enthaltung – für die

Vereinigung.

Das Ziel sei es, dass der neue

Kreisverband zum 1. Januar

2010 seine Arbeit aufnehmen

solle, erklärte Erich Meenken,

der während der Sitzung zum

neuen Vorsitzenden des Fußballkreises

Delmenhorst gewählt

wurde. Er ist damit Nachfolger

von Franz Koryciak, der nicht

wieder zur Wahl antrat. „Ich habe

dieses Amt übernommen,

weil das Thema Fusion in den

vergangenen Wochen auf den

Tisch gekommen ist“, sagte

Meenken. Er werde mit seinen

Vorstandskollegen daran arbeiten,

diesen Weg zu gehen. Bereits

seit vier Jahren arbeiten die

Kreise mit einem gemeinsamen

Spielbetrieb im Jugend-, Herrenund

Frauenbereich eng zusammen.

„Etwas, das funktioniert,

sollte man weiterführen“, erklärte

Meenken.

Erste Gespräche zwischen

Vorstandsmitgliedern beider

Kreise und Vertretern des Niedersächsischen

Fußballverbandes

und des Bezirkes Weser-Ems haben

bereits stattgefunden. Es

werde in nächster Zeit darum gehen,

die Verteilung der Posten zu

regeln. Dabei solle keiner der

beiden Kreisverbände benachteiligt

werden, so Hartmut Heinen,

Vorsitzender im NFV-Kreis Oldenburg-Land.

Es gibt viele Synergie-

Effekte, so Heinen weiter. Ziel sei

es, die vorhandenen Stärken beider

Kreise gewinnbringend einzusetzen.

„Wir werden aber natürlich

auch zuerst unsere Mitglieder

befragen“, erklärte Heinen.

Wenn die Vereine aus dem Kreis

Oldenburg-Land zustimmen,

könnte noch vor Weihnachten

der erste Kreistag des neuen

Kreisverbandes stattfinden.

Meenken und Heinen wiesen

daraufhin, dass sich wegen

des bereits bestehenden gemeinsamen

Spielbetriebes für die

Mannschaften nichts verändere.

Bezirk Weser-Ems

Der neue Delmenhorster Kreisvorsitzende Erich Meenken (links) konnte

die Glückwünsche seines Vorgängers Franz Koryciak (Mitte) und des Bezirksvorsitzenden

Ferdinand Dunker entgegen nehmen. Foto: Bartsch

Manfred Nolte, Spielausschussvorsitzender

im Landkreis Oldenburg,

organisiert bereits den gesamten

Spielbetrieb. „Die Pokalwettbewerbe

werden in der Saison

2009/2010 noch getrennt

ausgetragen“, sagte Nolte. „Ich

denke, dass das im nächsten Jahr

anders aussehen wird.“

Peter Bartsch

NFV-Promis lösen ein Versprechen ein

0:4-Niederlage: Ein Neuenhauser Auswahlteam spielt Fußball und hält gut mit

Die Prominentenauswahl des

Niedersächsischen Fußballverbandes

hat ein Freundschaftsspiel

gegen eine Neuenhauser Samtgemeindeauswahl

mit 4:0 gewonnen.

Das Spiel fand auf der

Anlage des TSV Georgsdorf vor

etwa 280 Zuschauern statt.

Es war ein Versprechen, das

NFV-Präsident Karl Rothmund im

vergangenen Jahr beim Besuch in

der Grafschaft Bentheim anlässlich

des 50-jährigen Bestehens

des TSV Georgsdorf gegeben hatte:

Ein kostenloser Besuch der

NFV-Prominentenauswahl zu einem

Freundschaftsspiel gegen ein

Auswahlteam der Gastgeber. Nun

hat die Mannschaft um Teamchef

Asmus Weber die Zusicherung

des Präsidenten eingelöst.

Verstärkt wurde das NFV-

Team unter anderem durch den

Präsidenten des Norddeutschen

Fußball-Verbandes, Eugen Gehlenborg,

der die Sportanlage der

Gastgeber, aber auch den Gegner

lobte. „Wir sind auf ein Team getroffen,

das Fußball gespielt hat“,

meinte der 61-Jährige. Das fand

auch Ralf Heskamp, der ehemals

auch in der Grafschaft Bentheim

für Eintracht Nordhorn spielte

und nun als Geschäftsführer beim

Drittligisten VfL Osnabrück tätig

ist: „Die Anlage ist toll und der

Gegner hat uns gut gefordert.“

Mit dabei war auch der

„weiße Brasilianer“ Ansgar Brinkmann,

der die Zuschauer, aber

auch seine Gegenspieler mit einigen

Kabinettstückchen verzauberte.

Mit dem Erlös aus dem

Freundschaftsspiel möchte der

TSV Georgsdorf das Defizit der

Kosten aus dem Bau des neuen

Vereinsheimes verringern.

Samtgemeinde-Auswahl: Dieter

Sloot/Andre Köster – Armin

Ahuis, Thomas Koops, Jörn Braakmann,

Michael Tüchter, Werner

Hund, Christian Schupe, Stefan

Terwey, Martin Lambers, Sascha

Feiertag, Gerhard Lamberink, Jan

Brüna, Sascha Scholten, Oliver Ende,

Heinz Koops, Frank Olthoff,

Harald Wolbert, Berthold Onste.

NFV-Promi-Team: Aleksander

Lazic, Georgi Tutundjiew, Christof

Hanses, Ralf Heskamp, Bastian

Hellberg, Gerd Heuermann, Jan

Basler, Eckhard Vorholt, Ansgar

Brinkmann, Robert Thoben,

Christian Claaßen, Eugen Gehlenburg,

Asmus Weber.

Als Schiedsrichter fungierte

Holger Waldmann (Union Lohne).

Andreas Huisjes

Mit 4:0 bezwang die Prominentenauswahl des NFV (weiße Trikots) das Auswahlteam der Samtgemeinde Neuenhaus in der Grafschaft Bentheim.

Foto: Huisjes

Oktober 2009 63


Bezirk Weser-Ems

64

Seit 1974 ist es gute Tradition

im NFV-Kreis Osnabrück-Land,

die „Fußballsenioren“ einzuladen.

Weggefährten aus alten Zeiten

treffen sich, um miteinander

zu reden und zu feiern. Diesmal

kamen die „Oldies“ in Hagen

a.T.W. zusammen und waren bei

der SpVg Niedermark zu Gast.

Empfangen wurden sie dort unter

anderem vom stellvertretenden

Bürgermeister der Gemeinde, Jürgen

Leonhard, und der amtierenden

Kirschkönigin Laura Kampe.

Mehr als 80 Personen – darunter

Wilhelm Stiene mit 87

Jahren als ältester Teilnehmer –

waren der Einladung gefolgt.

Der Kreisvorsitzende Helmut

Buschmeyer stellte in seiner

Eröffnungsrede noch einmal die

Bedeutung des ehrenamtlichen

Engagements der „Ehemaligen“

heraus, ohne das es vielleicht

den ein oder anderen Verein im

Kreisverband in der Form heute

gar nicht mehr geben würde.

Vom Kreisvorstand hatten Astrid

Lindner, Friedel Unland und Lud-

Oktober 2009

Seniorentreffen im

Kreis Osnabrück-Land

80 Personen waren der Einladung gefolgt

Kreisvorsitzender Helmut Buschmeyer, Hagens stellvertretender Bürgermeister

Jürgen Leonhard, Kirschkönigin Laura Kampe und Grünkohlkönig

Heinrich Pabst (von links) stellten sich dem Erinnerungsfoto.

Foto: Norbert Niemeyer

ger Meyer die Veranstaltung bei

der SpVg Niedermark organisiert

und die Besucher waren voll des

Lobes.

Nach Kaffee und Kuchen

gab es ein Fußball-Quiz, bei dem

die ehemals Aktiven mit Fachwissen

glänzen konnten, die

sportliche Fitness wurde dann

beim Korbball und Kastenschießen

getestet. Friedel Unland

schwang zwischendurch

den Taktstock und neben dem

Niedersachsenlied erinnerten

sich die Anwesenden auch textfest

an frühere Gassenhauer.

„Horst Schlemmer“ alias Sven

Bensmann unterhielt die Gäste

mit Unterstützung von Astrid

Lindner und des amtierenden

Grünkohlkönigs des Fußballkreises

Osnabrück-Land, Heinrich

Pabst, und hatte dabei die Lacher

auf seiner Seite. So verging

der unterhaltsame Nachmittag

wie im Flug und am Schluss waren

sich alle einig: Im nächsten

Jahr sind wir wieder dabei!

Anita Lennartz

Klaus Linke, Seniorenbeauftragter im NFV-

Kreis Ammerland, hatte die Fußballsenioren des

Ammerlandes wieder einmal zu einem Tagesausflug

eingeladen. Ziel war diesmal das Millerntor-

Stadion des FC St. Pauli. 48 Fußballsenioren aus

dem Fußballkreis Ammerland waren der Einladung

des Seniorenbeauftragten gefolgt. Sie sahen

gemeinsam mit 22.500 Zuschauern die spannende

Spitzenpartie der 2. Bundesliga zwischen dem FC

St. Pauli und dem MSV Duisburg (2:2). Die Senioren

waren über das faire Verhalten der Fans beider

Vereine vor und nach dem Spiel positiv überrascht.

Beim Auflaufen der Mannschafen läuteten die

Glocken zum Lied „Hells Bells“ von AC/DC,

während nach Spielschluss alle Zuschauer gemeinsam

das Lied „You’ll never walk alone“ für den auf

dem Aachener Tivoli verunglückten St. Pauli-Fan

anstimmten. Auf der Heimfahrt waren sich alle Senioren

einig, dass eine solche Fahrt auch 2010 wieder

stattfinden sollte. Jürgen Hinrichs

Beeindruckt von den Dimensionen des ehemaligen Zisterzienserklosters in Ihlow waren die Senioren des Fußballkreises Aurich, die kürzlich die Kloster-Konstruktion

im Ihlower Wald bewunderten. Seniorenbeauftragter Ubbo Voss und der stellvertretende Kreisvorsitzende Eilert Janssen boten den 35

Senioren ein interessantes Programm, das sich in diesem Jahr ausschließlich in Ihlow abspielte. Eine weitere Station der Fußballkreis-Senioren war die Gärtnerei

Kuhlmann in Ihlowerfehn (Foto), die mit ihrer Rosen- und Fuchsienschau weit über die Grenzen Ostfrieslands bekannt ist. „Die älteren Kollegen und

die Ehepartner dürfen nicht vergessen werden“, sagte der Seniorenbeauftragte Ubbo Voss. „Seit mehr als 20 Jahren gibt es Veranstaltungen dieser Art“,

freute sich Aurichs Kreisvorsitzender Friedrich Harms. „Die Qualität eines Sportverbandes erkennt man auch daran, wie man mit den Senioren umgeht“, bestätigte

Remmer Hedemann, Vorsitzender des Kreissportbundes Aurich, der zudem auf enge personelle Verbindungen zwischen Kreissportbund und Fußballkreis

hinwies. Ein „Sniertje-Braten-Essen“ in der Gaststätte Pupkes in Ihlowerfehn beendete die Veranstaltung. Zu den Senioren des Fußballkreises Aurich

gehört, wer aufgrund langjähriger Verdienste die Goldene Ehrennadel des Kreises hat und aktuell kein Amt mehr ausübt. Hinrich Trauernicht


Deutsch-holländische Fußball-Premiere: Erstmals

stand ein Fußballspiel auf ostfriesischem Boden unter niederländischer

Spielleitung. Jan Willem Echten (Zuidwolde) leitete gemeinsam mit seinem

Landsmann Jeroen Vredevoogd (Haren) und dem Emder Marco

Schindler (links) das Kreisliga-Spiel zwischen Frisia Emden und Blau-

Weiss Borssum II. Sie gaben damit den offiziellen Startschuss für den

Schiedsrichteraustausch zwischen den Schiedsrichter-Vereinigungen aus

Emden und Veendam. Der Schiedsrichter-Beobachter des KNVB, Henk

Meuleman, zeigte sich mit der Leistung der drei Unparteiischen ebenso

zufrieden wie Emdens Schiedsrichterobmann Bernd Garen. Im Laufe der

Saison werden noch drei weitere Partien der Kreisliga Aurich/Emden

von niederländischen Schiedsrichtern geleitet.

Foto: Hinrich Wilken (Emder Zeitung)

Der Hagener SV und TuS Glane mit seinem Vorsitzenden

Fritz Wellmann (rechts) freuten sich jetzt bei der Einweihung ihrer

Kunstrasenplätze über deren Fertigstellung und Inbetriebnahme. Weit

über 100.000 Euro mussten die Vereine an Eigenleistungen für die Baumaßnahme

aufbringen, für den Trainings- und Spielbetrieb war sie beiden

Orten allerdings unerlässlich. Natürlich gratulierte auch der NFV-

Kreis Osnabrück-Land in Hagen und Glane. Der stellvertretende Vorsitzende

Bernd Kettmann (links) lobte den ehrenamtlichen Einsatz der

Vereinsmitglieder und dankte dem Landes- und dem Kreissportbund

ebenso wie den Kommunen für die geleistete Unterstützung. Spielausschussobmann

Egon Maschke nahm im Anschluss die Plätze ab und

wünschte den Vereinen für die Zukunft einen geregelten Spielbetrieb.

In den kommenden Jahren stehen weitere Bauprojekte für Kunstrasen

in Bad Laer, Glandorf, Borgloh und Wissingen an. Die Vereine erhoffen

sich hierbei mehr Unterstützung durch den Landessportbund und durch

die Kommunen, insbesondere aber vom Landkreis Osnabrück.

Foto: Lothar Rottmann

Bezirk Weser-Ems

Quitt Ankum hat sein neues Vereinsheim (Foto) mit der Grundsteinlegung

und der Segnung offiziell eingeweiht. Mit dabei war auch der Vorsitzende

des Fußballkreises Osnabrück-Land, Helmut Buschmeyer. Er überzeugte

sich vor Ort von dem beispielhaften Gesamtkomplex der Quitt-Anlage

– vier bestens gepflegte Sportplätze mit einem wunderbaren Vereinsheim

– und war voll des Lobes. Besonders hob er die gut durchdachten

Schiedsrichter-Umkleideräume hervor. Für diesen „rührigen Verein“, so

Buschmeyer, hatte er auch allerhand im Gepäck: Die Ehrenvorsitzenden Rolf

Wegener und Werner Buschermöhle erhielten jeweils eine Flasche Sekt, der

Vorsitzende Günter Feldmann nahm für Quitt Ankum mehrere Fußbälle in

Empfang. Und die „gute Seele“ des Vereins, Peter Hermann, überraschte

Buschmeyer mit zwei Karten für das traditionelle Grünkohlessen des Kreisfußballverbandes

im November. Foto: Burkhard Dräger

Horst Behnke-Cup. Zwölf Juniorenteams des Jahrgangs 2000

konnte der Fußballkreis Wittmund zu diesem Turnier in Leerhafe begrüßen.

Lehrwart Hans-Hermann Heinen (stehend Mitte) und Kreisjugendobmann

Günter Janssen hatten alles bestens vorbereitet. Es wurde

in drei Gruppen auf zwei Spielfeldern und ohne Schiedsrichter gespielt,

was hervorragend funktionierte. Nach den Gruppenspielen besiegte im

Halbfinale der TuS Strudden den SV Wittmund mit 2:1. Der TuS Holtriem

setzte sich mit 1:0 gegen den SV Werdum durch. Im Spiel um Platz 3 bezwang

SV Wittmund den SV Werdum mit 2:1. Cup-Gewinner wurde TuS

Strudden mit einem knappen 2:1-Erfolg über TuS Holtriem. Anschließend

erhielten folgende Spieler eine Einladung zum Talentfördertraining: Timo

Benniga, Frank Til, Finn Rosenboom (alle TuS Holtriem), Jonas Jeuring (SV

Blomberg/N.), Niklas Göken (TSV Carolinensiel), Lukas Hayen (SV Ardorf),

Jerik Braje, Tim Glanzer (beide TuS Esens), Luca Badberg, Hendrik Schwarz

(beide TuS Strudden), Hauke-Jan Bents (SV Werdum), Tjark Grafe (TuS

Horsten), Patrik Wübbenhorst (BSC Burhafe), Marvin Bendig und Mika

Stafforst (beide SV Wittmund). Text und Foto: Reinhard Schultz

Oktober 2009

65


Amtliche Bekanntmachungen

66

Oktober 2009

Geburtstage

15. Oktober bis

15. November

Theo Christians, Vorsitzender

des NFV-Kreises

Emden, feiert am 16. Oktober

seinen 63. Geburtstag.


Alfred Schön, Ehrenmitglied

des NFV, wird am 17.

Oktober 83 Jahre alt.


Dieter Neubauer, Vorsitzender

des Verbandslehrausschusses,

feiert am

20.Oktober seinen 59.

Geburtstag.


Gerhard Dix, Vorsitzender

des NFV-Kreises Osterode,

wird am 24. Oktober

57 Jahre alt.


Hans-Günther Kuers,

NFV-Vizepräsident und

Vorsitzender des NFV-Bezirks

Lüneburg, feiert am

27. Oktober seinen 58.

Geburtstag.


Eckehard Schütt, Vorsitzender

des NFV-Kreises

Osterholz, wird am 29.

Oktober 59 Jahre alt.


Karl Frewert, Ehrenmitglied

des NFV, feiert am

30. Oktober seinen 73.

Geburtstag.


Wolfgang Mierswa,

Vorsitzender des Verbandsschiedsrichterausschusses,

wird am 1. November

62 Jahre alt.


Michael Brede, Vorsitzender

des NFV-Kreises

Nienburg, feiert am 1. November

seinen 48. Geburtstag.


Herbert Lange, NFV-Vizepräsident

Finanzen,

wird am 4. November 70

Jahre alt.


Johannes Budde, Vorsitzender

des Verbandssportgerichtes,

feiert am

5. November seinen 59.

Geburtstag.


Hermann Lührs, Ehrenmitglied

des NFV, wird am

7. November 70 Jahre alt.


Wolfgang Fisch, Vorsitzender

des NFV-Kreises

Salzgitter, feiert am 8. November

seinen 55. Geburtstag.

Sportschul-Termine

28. September bis 1. November 2009

Trainerausbildung

Mo. 28.9. bis Fr. 2. DFB-Trainer-C-Lizenz, Leistungs-Fußball, Reihe IV, Teil 2

Trainer C Breitenfußballlehrgang für FSJler

Mi. 30.9. bis Fr. 2. Seminar für Torwarttrainer, Teil 1, Grundlagen

Mi. 7. bis Fr. 9. Lehrgang für Lehrerinnen, Teil 2

Mo. 12. bis Mi. 14. DFB-/NFV-Jungtrainerlehrgang, Prüfung, Gruppe A

Mi. 14. bis Fr. 16. DFB-/NFV-Jungtrainerlehrgang, Prüfung, Gruppe B

Mo. 19. bis Fr. 23. DFB-Trainer-C-Lizenz, Leistungs-Fußball, Senioren, Reihe II, Teil 3

Ausbildung Trainer C Breitenfußball, Teil 3

Sa. 24. bis So. 25. Fortbildung für Honorartrainerinnen im Mädchenbereich

Mo. 26. bis Fr. 30. Trainer C Breitenfußballlehrgang für FSJler

Mi. 28. bis Fr. 30. Fortbildung Trainer C Breitenfußball

Verbandsmitarbeiter

Do. 1. Verbandslehrausschusssitzung

Fr. 23. bis Sa. 24. Verbandsjugendausschusssitzung

Talentförderung

So. 4. bis Mi. 7. U 17-Nationalmannschaft des DFB

Mo. 5. bis Mi. 7. U 14-Juniorenauswahllehrgang

Fr. 9. bis Sa. 10. U 18-Juniorenauswahllehrgang

Fr. 16. bis So. 18. U 15-Juniorinnenauswahllehrgang

Mo. 26. bis Mi. 28. U 16-Junioren-Sichtungslehrgang

Schiedsrichter

Mo. 5. bis Do. 8. Jungschiedsrichterlehrgang

Fr. 9. bis So. 11. Jungschiedsrichterlehrgang des NFV-Kreises Uelzen

Mo. 12. bis Do. 15. Schülerschiedsrichterlehrgang

Fr. 23. bis So. 25. Leistungslehrgang für Bezirksschiedsrichter

Fr. 30. bis So. 1.11. Lehrgang für Schiedsrichterinnen

Leistungslehrgang für Bezirksschiedsrichter

Ferienangebote

Fr. 2. bis Di. 6. Coca-Cola-Fußballschule

Di. 6. bis Sa. 10. Coca-Cola-Fußballschule

Sa. 10. bis Mi. 14. Coca-Cola-Fußballschule

Mi. 14. bis Sa. 17. Coca-Cola-Fußballschule

Vereinsneuaufnahmen

Durch Beschluss des Verbandspräsidiums ist die Aufnahme folgender

Vereine als Mitglied im Niedersächsischen Fußballverband bestätigt

worden:

• TSV Blau-Weiß Katlenburg von 1920 e.V., vertreten durch

Steffen Sudhoff, Fußballfachwart, Akazienstr 14, 37154 Northeim

(NFV-Kreis Northeim-Einbeck)

• NOSTALGIE 61 e.V., vertreten durch Günay Sünger, Meller Str.

31, 49082 Osnabrück (NFV-Kreis Osnabrück-Stadt)

• TuS Lübbow von 1907 e.V., vertreten durch Hartmut Carmienke,

Mauerstr. 4, 29488 Lübbow (NFV-Kreis Lüchow-Dannenberg)

Karl Rothmund

Präsident

Aufnahmegesuch

Der Verein FSG Rasilien, vertreten durch Sven Schröder, Holzhausen

3, 29225 Celle (NFV-Kreis Celle) bittet um Aufnahme in den

Niedersächsischen Fußballverband.

Einsprüche können gemäß § 9 der Verbandssatzung innerhalb von

vier Wochen nach Veröffentlichung eingelegt werden.

Karl Rothmund, Präsident

Redaktionsschluss

für die nächste Ausgabe der Amtlichen Bekanntmachungen ist der

12. Oktober 2009.

Impressum

Fußball-Journal

Niedersachsen

Zeitschrift des Niedersächsischen

Fußballverbandes (NFV)

Herausgeber:

Niedersächsischer Fußballverband

Schillerstraße 4

30890 Barsinghausen

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Telefax (0 51 05) 7 51 56

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Internet: http://www.nfv.de

Verlag:

Beteiligungs- und

Verwaltungs-GmbH des NFV

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Telefax (0 51 05) 7 51 56

Redaktion:

Reiner Kramer

(verantwortlich für den Inhalt)

Peter Borchers

Manfred Finger

NFV-Pressestelle, Schillerstraße 4

30890 Barsinghausen

Telefon (0 51 05) 7 51 42

Telefax (0 51 05) 7 51 55

E-Mail: Reiner.Kramer@nfv.de

E-Mail: Peter.Borchers@nfv.de

E-Mail: Manfred.Finger@nfv.de

Mitarbeiter in den NFV-Bezirken:

Günter Schacht (Braunschweig)

Käthe-Kollwitz-Str. 4

38259 Salzgitter

GuenterSchacht@t-online.de

Gerrit Nolte, An der Windmühle 10,

30890 Barsinghausen

E-Mail: Gerrit.Nolte@t-online.de

Reiner Tienken (Lüneburg)

Mevenstedter Str. 24,

27726 Worpswede

E-Mail:

ReinerTienken@aol.com

Peter Bartsch (Weser-Ems)

Korrvettenweg 5 b, 26723 Emden

E-Mail: peter_bartsch@gmx.de

Verantwortlich für

Amtliche Bekanntmachungen:

Walter Burkhard, NFV-Justitiar

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des NFV ist er im

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