ZKZ 30665 Ausgabe 2/2008 • 2. Vierteljahr - Rinderzucht Schleswig ...

rsheg

ZKZ 30665 Ausgabe 2/2008 • 2. Vierteljahr - Rinderzucht Schleswig ...

ZKZ 30665

Ausgabe 2/2008 2. Vierteljahr

Rind im Bild

Mitteilungsorgan der Rinderzucht Schleswig-Holstein eG und des Landeskontrollverbandes Schleswig-Holstein e.V.


Day of the Newcomer.

10 interessante Nachzuchten neuer Bullen und jede Menge gute Unterhaltung

Am 29. Mai 2008

von 9.30 bis 16 Uhr

in Cloppenburg

auf dem Gelände

der GGI.

Was Sie außerdem erwartet:

- Mitgliedsverbände der GGI informieren über aktuelles Zuchtgeschehen -

- Essen & Trinken, viel Spaß & Mitmach-Aktionen -

- Interessante Gespräche mit Züchterkollegen -

- Besichtigung des landwirtschaftlichen Betriebes der Firma Urban -

- Museumsdorf Cloppenburg mit Extra-Führungen -

- Agrarunternehmen stellen aus -

Für weitere Informationen über das Programm und die Anreise

wenden Sie sich bitte an Ihren Verband.

Day of the Newcomer 2006

German Genetics International Am Osterfeld 14 D-49661 Cloppenburg-Bethen Tel.: 04471 - 9174-0 Fax: 04471 - 9174-74 www.ggi.de info@ggi.de

Rinderzucht Schleswig-Holstein eG | Rendsburger Straße 178 | D-24537 Neumünster | Tel. +49 (0)4321 / 905-300 | Fax +49 (0)4321 / 905-395 & -396 | E-Mail rsheG@rsheG.de


Liebe Mitglieder,

nach hervorragenden Milchpreisen im abgelaufenen Kalenderjahr hat sich die Groß-Wetter-

Lage in der Rinderzucht wieder verändert und ist zur Zeit nicht eindeutig einzuordnen.

Im Mittelpunkt der Diskussionen stehen neben gefallenen Milchpreisen, dem knappen Rinderangebot

mit hohen Zuchtviehpreisen die Aufstockung der Milchquote in den schleswigholsteinischen

Betrieben. Die Auswirkungen der Blauzungenkrankheit mit der dazu geplanten

fl ächendeckenden Impfung sorgt für Unsicherheit und viele Missverständnisse auf Grund

kaum nachvollziehbarer wöchentlich neuer Meldungen.

Die Rinderzucht Schleswig-Holstein eG kann als Halbzeitbilanz des neuen Geschäftsjahres

auf deutlich gestiegene Besamungen zurückblicken, die auf Grund des Quotenzugangs insbesondere

in den Milchrinderrassen ihren Ursprung haben. Bei Fleischrindern sind dagegen

Rückgänge bei den Besamungen zu verzeichnen. Die Zuchtviehvermarktung erfreut sich

nach wie vor einer anhaltend starken Nachfrage, die zur Stabilisierung der Zuchtviehpreise

geführt hat. Sicherlich bleibt hier abzuwarten, wie sich die weitere Entwicklung der Blauzungenkrankheit

auswirken wird. Die Forderungen des Berufstandes, die Impfung als Bekämpfungsmaßnahme

und den innergemeinschaftlichen Handel geimpfter sowie natürlich

immunisierter Tiere zuzulassen, ist in das europäische Recht aufgenommen worden. Der

Impfstoff ist bestellt und wird voraussichtlich ab Anfang Juni zum Einsatz kommen. Unseren

Betrieben ist zu empfehlen, unverzüglich alle erforderlichen Maßnahmen zu treffen, um

einen schnellen Schutz ihrer Tierbestände durch die Impfung zu erreichen, damit sie von

gravierenden wirtschaftlichen Schäden, verursacht durch die Blauzungenkrankheit, in ihren

Rinderbeständen verschont bleiben.

Mit der Zuchtwertschätzung April 2008 hat der DHV einige Änderungen umgesetzt, die das

Ziel verfolgen, nachhaltig die Funktionalität und Nutzungsdauer der Holsteins zu verbessern.

Neben der Zuchtwertschätzung für die Töchterfruchtbarkeit (RZR) wurde die Exterieureinstufung

um neue Merkmale ergänzt und Veränderungen in der Gewichtung vorgenommen. So

wird heute im Rahmen der Nachzuchtbewertung im Bereich der Fundamente das Merkmal

„Bewegung“ erhoben und nun mit als Zuchtwert dargestellt. Der Einfl uss dieses Merkmals

auf die Funktionalität ist erfahrungsgemäß hoch. Die Beziehung der Komplexe Milchtyp und

Körper auf die Langlebigkeit der Kuh sind geringer als die Beziehung der Merkmale Fundament

und Euter. Aus diesem Grund wurde insgesamt die Gewichtung der Exterieurmerkmale

in der Gesamtnote zugunsten der Fundamentbewertung verändert. Nähere Einzelheiten werden

in dieser Ausgabe ausführlich erläutert. Die RSH kann insgesamt auf eine durchaus

erfolgreiche Zuchtwertschätzung zurückblicken. Unsere TOP-Vererber Vachim, Faromir und

Rudolf DN überzeugen auch mit den neuen Merkmalen und konnten sich in der Spitzengruppe

ihrer Rasse behaupten. Die vorgenommenen Änderungen sind im Interesse der Zucht auf

Langlebigkeit und Funktionalität sinnvoll und erforderlich. Nachdem die Schau „Neumünster

am Abend“ ein absolutes Highlight im Reigen der zahlreichen Verbandsschauen darstellte,

konnte im Rahmen der RMV-Schau in Karow die Bullennachzucht von Vachim erneut ihre

TOP-Qualität unter Beweis und die Siegerkuh der Nachzuchten stellen.

Die RSH wird auch in diesem Jahr im Rahmen des Newcomer Day der GGI und der EURO-

Tier mit Nachzuchten von Spitzenvererbern präsent sein, um für unsere Zuchtprodukte zu

werben. Die Marktaussichten für den Milchsektor sind durch die Milchquotenentwicklung

für die RSH weiterhin positiv einzuschätzen und werden durch steigende Besamungszahlen

ihren Ausdruck fi nden. Die Aussichten in der Zuchtviehvermarktung sind eher skeptisch einzuschätzen,

da auf Grund der unklaren und sich zum Teil widersprechenden Anforderungen

im Bezug auf die Blauzungenkrankheit derzeit nicht abzuschätzen ist, wie sich insbesondere

die starken Importländer verhalten werden. Bleibt zu hoffen, dass Politik und Veterinärverwaltung

schnell fachlich fundierte, nachvollziehbare Lösungen fi nden, die eine vernünftige

Vermarktungsplanung und Vermarktungsstrategie ermöglichen. Vorstand, Aufsichtsrat und

die Mitarbeiter der RSH eG erwartet also viel Arbeit, um weiterhin erfolgreiche Rinderzucht

und Vermarktung erhalten und gestalten zu können. Wir bitten alle Mitglieder um ihre Unterstützung.

g

M. MLi

Leisen

Rind im Bild 2/2008

Inhalt

INHALT

Termine 4

RSH eG 5

Delegiertenversammlung 5

Anpaarungsberatung 7

Top Thema 8

Änderungen in der Zuchtwertschätzung 8

LKV 11

Prüfjahr 2008 11

Neuer Geschäftsführer bei der AG Tierzucht 13

Früher & Heute 14

Aus den Rasseabteilungen 16

Rotbunte 16

Angler 17

Fleischrinder 20

Kreisvereine 22

Jungzüchter 27

Für Sie gelesen 40

Personalien 43

Zucht/Besamung 45

Bullenmütterprüfung Karkendamm 45

Zuchtwertschätzung April 48

Bullenväter 53

Schauen 55

Nachzuchten für Sie gesehen 58

Testbullen 62

Bullenangebot 64

Titelbild:

Evita EX 90 v. Juote,

Besitzer: Lienau-Jöhnk

GbR, Neritz – Juote

bestätigt jetzt auch mit

RZR 107 seinen Ruf als

Vater unkomplizierter und

dabei schöner Töchter

(RZE 127)

Foto: Arkink

3


4

TERMINE

Auktionstermine 2008

Angler Schwarzbunt/Rotbunt

2. Sept. 2008 Süderbrarup 12. Juni 2008 Neumünster

14. Okt. 2008 Süderbrarup 14. Aug. 2008 Neumünster

9. Dez. 2008 Süderbrarup 25. Sept. 2008 Neumünster

16. Okt. 2008 Neumünster

13. Nov. 2008 Neumünster

11. Dez. 2008 Neumünster

Für alle Auktionen gilt Status nach BHV1-Bundes VO

BVD/MD: alle Auktionstiere sind antigen-negativ oder stammen aus unverdächtigen Beständen

Terminkalender

23. Juni 2008 Meldeschluss für Herdbuchkuhbewertung im Juli

Schwarzbunt – Rotbunt – Angler

Veranstaltungskalender

Schwarzbunt – Rotbunt – Angler – Fleischrinder

29. Mai 2008 Tag der Newcomer, Cloppenburg (GGI)

30. Mai 2008 Verein der Holsteinzüchter im Kreis Ostholstein: Rinderschau

für schwarz- und rotbunte Kühe in der Reithalle der

Familie Behrens in Merkendorf, Abendveranstaltung

2. Juni 2008 Verein der Schwarzbuntzüchter im Kreis Stormarn:

Tagesfahrt nach Mecklenburg

6./7. Juni 2008 German Open, Melle

8. Juni 2008 Vereine der Rot- und Schwarzbuntzüchter im Kreis RD-ECK:

Jungzüchtertag auf dem Betrieb von Hans-Wilhelm Stange,

Bordesholm

10. Juni 2008 Verein der Holsteinzüchter im Kreis Ostholstein: Fahrt

„Zwischen den Melkzeiten“ zum Milchhof Wesenberg der

Familie Schmahl

18. Juni 2008 Verein der Schwarzbuntzüchter im Kreis Segeberg.

Grillabend bei Familie Siemann in Kükels, 19.00 Uhr

24. Juni 2008 Verein der Holsteinzüchter im Kreis Plön: Grillabend auf

dem Betrieb Röschmann/Ernst GbR in Tröndel, 19.00 Uhr

29. Juni 2008 Vereine der Schwarzbuntzüchter in den Kreisen Stormarn

und Segeberg: Fitting-Tag bei Christian Fischer in Brunsbek,

10.00 Uhr

3. Juli 2008 Verein der Holsteinzüchter im Kreis Ostholstein: Sommerfahrt

ins nördliche Schleswig-Holstein

3. Juli 2008 Verein der Rot- und Schwarzbuntzüchter in den Kreisen

Steinburg und Pinneberg: Grillabend bei Stefan Kruse,

Rellingen, 19.30 Uhr

11. – 14. Juli 2008 Tarmstedter Ausstellung

17. Juli 2008 Verein der Schwarzbuntzüchter im Kreis SL-FL: Züchterabend

bei Familie Neuwerk in Barderup, 19.00 Uhr

18. Juli 2008 Verein der Rotbuntzüchter im Kreis RD-ECK: Grillabend bei

Familie Koep in Holtdorf, 19.00 Uhr

24. Juli 2008 Verein der Schwarzbuntzüchter im Kreis NF: Züchterabend

bei Ingwer-Martin Carstensen, Lütjenholm, 19.30 Uhr

28. August 2008 Verein der Rotbuntzüchter im Kreis Ditmarschen:

Tierschau in Bargenstedt

3. – 4. Okt. 2008 Bundesschau Highland-Cattle

8. Nov. 2008 Charolais Jungviehschau, Northeim

11. – 14. Nov. 2008 Euro-Tier, Hannover

20. Nov. 2008 Blickpunkt Rind, Paaren (RBB)

24. Nov. 2008 Elite-Auktion, Hamm (DHV)

Rind im Bild 2/2008

IMPRESSUM

„Rind im Bild“, 17. Jahrgang, Nr. 2/2008

Mitteilungsorgan der Rinderzucht Schleswig-Holstein eG u.

des Landeskontrollverbandes Schleswig-Holstein e.V.

„Rind im Bild“ soll die Rinderzüchter und halter in

Schleswig-Holstein über die laufende Entwicklung in

Zucht, Besamung, Absatz sowie der Milchleistungsprüfung

informieren.

Verlag und Herausgeber:

„Rind im Bild“

Rendsburger Str. 178

D-24537 Neumünster

E-mail: redaktion@rsheg.de

Telefon 04321/905300

Fax 04321/905396

Internet: www.rsheg.de

Bankverbindung: VR Bank Flensburg-Schleswig

(BLZ 216.617.19), Kto.-Nr. 417 220

„Rind im Bild“ wird herausgegeben von:

Der RSH eG mit folgenden Abteilungen:

Matthias Leisen

Abt. Besamung/Vermarktung/Herdbuch

Telefon 04321/905351

Dr. Heiner Kahle

Abt. Schwarzbunte Schleswig-Holsteiner

Telefon 04321/905301

Günter Koch

Abt. Rotbunte Schleswig-Holsteiner

Telefon 04321/905303

Claus-Peter Tordsen

Abt. Angler

Telefon 04321/905359

Claus Henningsen

Abt. Fleischrinder

Telefon 04321/905305

Landeskontrollverband Schleswig-Holstein e. V. ,

Gerd Schulz

Steenbeker Weg 151

D-24106 Kiel

Telefon: 0431/339870

Fax: 0431/3398713

E-Mail: info@lkv-sh.de

Redakt. Schriftleitung:

Susanne Derner

Rendsburger Str. 178

D-24537 Neumünster

Erscheinungsweise: Viermal im Jahr

Aufl age 9.000 Exemplare

Anzeigenverwaltung: „Rind im Bild“

Rendsburger Str. 178

D-24537 Neumünster

Telefon 04321/905300

Fax 04321/905396

Preisliste Nr. 9 vom 01. September 2001

Anzeigenschluss Nr. 1 am 15. Januar,

Nr. 2 am 15. April,

Nr. 3 am 15. August,

Nr. 4 am 15. November.

Satz und Layout:

bdrops.werbeagentur GmbH

Werftbahnstr. 8

D-24143 Kiel

Telefon 0431/70 28 170

Fax 0431/70 28 171

E-mail: info@bdrops.de

Druck:

Neue Nieswand Druck GmbH

Weftbahnstr. 8

D-24143 Kiel

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und fotomechanische

Wiedergabe - auch auszugsweise - nur mit Genehmigung

des Verlages gestattet.


Delegiertenversammlung der RSH eG

Am 05. März 2008 fand – wie gewohnt – in den

Holstenhallen zu Neumünster die alljährliche Vertreterversammlung

der Rinderzucht Schleswig-Holstein

eG statt. Neben den zahlreich erschienenen

Vertretern der Rinderzucht Schleswig-Holstein eG

konnte Herr Otto Gravert, Aufsichtsratsvorsitzender

der RSH eG, Vertreter des Landeskontrollverbandes,

der Uni Kiel, des Genossenschaftsverbandes Norddeutschland

sowie zahlreiche Ehrenmitglieder begrüßen.

Erneut konnte die RSH eG einen sehr guten Jahresabschluss

präsentieren, wie Herr Jürgen Ahlert,

RSH eG, berichtet. Ursache des guten Ergebnisses

waren Zuwächse in den Erstbesamungszahlen, dies

erstmals nach vielen Jahren, und starke Zuwächse

im Zuchtviehhandel. Aus dem Jahresergebnis konnte

eine Warenrückvergütung in Höhe von 340.000

EURO gewährt werden. Weiterhin hat die Vertreterversammlung

eine 6-prozentige Dividende in Höhe

von 210.000 EURO beschlossen.

Nach der Präsentation des sehr guten Jahresergebnisses

sowie dem positiven zusammengefassten

Prüfungsergebnis des GVN Hannover, verlesen von

Herr Christian Fischer erhält für seine hervorragende

Zuchtarbeit und als Züchter des Grand Champions

„Neumünster am Abend 2008“ ein Präsent, überreicht

durch den Vorstandsvorsitzenden der RSH eG Karl-Heinz

Boyens Fotos: Danger

Herrn Dr. Burghardt Otto, war die einstimmige Entlastung

von Vorstand und Aufsichtsrat sowie die

Genehmigung des Jahresabschlusses nur noch eine

Formsache.

Wie Herr Karl-Heinz Boyens, Vorstandsvorsitzender

der RSH eG, in seinen Ausführungen zum laufenden

Geschäftsjahr berichtet, wird sich der positive

Trend des Geschäftsjahres 2006/2007 in 2007/2008

nicht uneingeschränkt fortsetzen. Bedingt durch

Quotenzuwächse und gute Milchauszahlungspreise

hat die Zahl der durchgeführten Erstbesamungen in

der ersten Jahreshälfte des neuen Geschäftsjahres

deutlich zugenommen, während in der Vermarktung

von Zuchtvieh ein drastischer Rückgang hingenommen

werden musste, bedingt durch das Auftreten

der Blauzunge und die relativ geringe Bereitschaft,

Tiere aus dem eigenen Bestand abzugeben. Im Zusammenhang

mit der Blauzungenkrankheit spricht

sich Herr Karl-Heinz Boyens für eine fl ächendeckende

Impfung aus. Es sei davon auszugehen,

dass mittelfristig, wahrscheinlich sogar langfristig,

mit dieser Krankheit umzugehen ist.

Als Zuchtorganisation ist die Rinderzucht Schleswig-Holstein

eG eingebettet in nationale und internationale

Kooperationen, wie z. B. der Nord-Ost

Genetic GmbH & Co. KG, die sicherstellen, dass den

schleswig-holsteinischen Milchbauern stets ein

Rind im Bild 2/2008

RSH eG

Neben den zahlreich erschienenen Vertretern der Rinderzucht Schleswig-Holstein eG konnten Vertreter des Landeskontrollverbandes,

der Uni Kiel, des Genossenschaftsverbandes Norddeutschland sowie zahlreiche Ehrenmitglieder

begrüßt werden

breites und passendes Angebot an zuchtwertgeschätzten

Vererbern zur Verfügung steht. Herr Karl-

Heinz Boyens weist insbesondere darauf hin, dass

die RSH eG zwar nicht wie andere Mitwettbewerber

im Markt mit Rabatten werbe, wohl aber eine

seriöse Preispolitik betreibt und insbesondere unter

Berücksichtigung von Warenrückvergütungen, Dividenden

und anderen Rückfl üssen an die Mitglieder

im Durchschnittspreis deutlich unter den Durchschnittspreisen

der Mitwettbewerber, selbst unter

Berücksichtigung von hohen Rabatten, liege.

Herausragendes Ereignis des laufenden Geschäftsjahres

sei die Schau „Neumünster am Abend“ gewesen,

die mit fast 4.000 Besuchern eine hervorragende

Resonanz hatte. Die in der Vielzahl und

Qualität gezeigten Nachzuchten sind in dieser Kompaktheit

auf keiner bundesdeutschen Verbandsschau

zu fi nden. Selbst größere Organisationen

als die RSH eG können weder mit der Anzahl der

Besucher noch mit der Anzahl der gezeigten Nachzuchten

aufwarten.

In seinem Schlusswort appelliert Herr Karl-Heinz

Boyens an die Vertreter und Mitglieder der Rinderzucht

Schleswig-Holstein eG, dem Unternehmen

auch weiterhin das Vertrauen zu schenken, bei der

Auswahl der eingesetzten Portionen auf Vererber

der RSH eG zu setzen und der Abteilung Zuchtvieh-

5


6

RSH eG

handel möglichst viele Verkaufstiere zur Verfügung

zu stellen. Der Erfolg des Unternehmens sei unmittelbar

gekoppelt an die enge Zusammenarbeit

mit den Mitgliedern, aber auch an die Leistungsbereitschaft

und die Identifi kation der Mitarbeiter

der Rinderzucht Schleswig-Holstein eG mit dem

Unternehmen. Sein Dank gilt den Mitarbeitern. Er

bittet den Betriebsratsvorsitzenden, dies an die Belegschaft

zu übermitteln.

Herr Matthias Leisen, Geschäftsführer der RSH

eG, greift in seinen Ausführungen zum laufenden

Geschäftsjahr die Notwendigkeit der nationalen

Kooperationen nochmals auf. Innerhalb der NOG

seien fasst 200.000 Portionen gegenseitig ausgetauscht

worden. Dies belegt, dass sowohl für die

Mitglieder der Rinderzucht Schleswig-Holstein eG

als auch natürlich für die Mitglieder der in der NOG

beteiligten Organisationen ein breites Angebot an

Genetik vorgehalten werden kann.

Ebenso würden die Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres

die Konkurrenzfähigkeit der Rinderzucht

Schleswig-Holstein eG, insbesondere in ihrer

Preispolitik, unter Beweis stellen. So würde der

vor dem Hintergrund der aktuellen Blauzungensituation

und der bevorstehenden Blauzungenimpfung

in den Beständen möchten wir Sie

nachfolgend über die Anlieferungsbedingungen

bezüglich der Blauzungenerkrankung informieren.

Da wir aufgrund der Hygieneanforderungen in

Besamungsstationen möglichst nur Bullen aufstallen,

die keinen Kontakt mit dem Blauzungenvirus

hatten, können nur virologisch negative

Kälber abgenommen werden.

Darüber hinaus sollen die Kälber auch serologisch

negativ sein. Dementsprechend dürfen

durchschnittliche Portionspreis je EB inklusive aller

Nachbesamungen bei der Rinderzucht Schleswig-

Holstein eG knapp 26 EURO betragen, beim Fremdsperma

beträgt dieser Preis inklusive der gewährten

Gratisportionen immerhin fast 41 EURO.

Weiterhin berichtet Herr Matthias Leisen zur

Umstellung des Zuchtprogramms auf Testherdenmodell.

Zum September 2007 wurde das Testprogramm

der Rinderzucht Schleswig-Holstein eG auf

ein Testherdenprogramm mit defi nierten Mindestleistungen

umgestellt.

Eine erste Auswertung der im neuen Geschäftsjahr

durchgeführten Testbesamungen hat ergeben, dass

die Umstellung Früchte trägt, insofern als dass die

durchschnittlichen Leistungen der Testherden die

geforderten Mindestbedingungen erfüllen. Ebenso

bewegen sich die Abstammungen auf einem hohen,

gewünschten Niveau.

Als Gastredner nimmt der oberste Landesveterinär

Schleswig-Holsteins, Herr Dr. Martin Heilemann

vom Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und

ländliche Räume zur aktuellen Verbreitung der

Rind im Bild 2/2008

Blauzungenkrankheit Stellung. Auch Herr Dr. Martin

Heilemann weist darauf hin, dass sich die Blauzungenkrankheit

kurz- und mittelfristig nicht aus

Schleswig-Holstein wird zurückdrängen lassen, und

dass es insofern dringend notwendig sei, die Tierbestände

fl ächendeckend zu impfen. Bei Rindern ist

ein zweimalige Erstimpfung erforderlich. Jährlich

muss dann nachgeimpft werden.

Im Rahmen der Wahlen werden die bisherigen Vertreter

im Vorstand und Aufsichtsrat bestätigt. Herr

Knut Ludwig Ahsbahs-Diercks, Sommerland, wird

einstimmig in den Aufsichtsrat gewählt.

Ebenso werden notwendige Satzungsänderungen

von der Vertreterversammlung beschlossen.

Zu guter Letzt wird Herr Claus Peter Ralfs, Christinenthal,

der Ende 2007 wegen Betriebsübergabe

ausgeschieden ist, zum Ehrenmitglied der Rinderzucht

Schleswig-Holstein eG ernannt.

Herr Christian Fischer erhält für seine hervorragende

Zuchtarbeit und als Züchter des Grand Champions

„Neumünster am Abend 2008“ ein Präsent.

J. Ahlert

Geänderte Anlieferungsbedingungen

für Zuchtprogrammkälber aufgrund

der Blauzungensituation

Sehr geehrte Züchter und Lieferanten von Zuchtprogrammkälbern,

die Zuchtprogrammkälber weder Biestmilch von

seropositiven Müttern/Leihmüttern erhalten noch

geimpft werden.

Wenn die Mütter/Leihmütter geimpft wurden oder

selbst eine Infektion hatten, erhält deren Biestmilch

Blauzungenantikörper, die das Kalb aufnehmen würde

und bei der Untersuchung des Kalbes zu einem

positiven Ergebnis führen würde.

Deshalb trennen Sie bitte das Kalb unmittelbar

nach der Geburt von der Mutter/Leihmutter und

versorgen das Kalb in den ersten drei Lebenstagen

mit Kolostrumersatz, den Sie von unserer Station

erwerben können.

Bitte besorgen Sie sich rechtzeitig vor der Abkalbung

den blauzungenfreien Kolostrumersatz.

Kälber, die Blauzungenantikörper zum Zeitpunkt

der geplanten Abnahme haben, können wir nur in

Einzelfällen abnehmen.

Da mütterliche Antikörper nach ca. 9 Monaten im

Kalb abgebaut werden, werden wir uns bemühen,

Kälber, die negativ werden, später abzunehmen.

Bitte achten Sie auf die blauzungenfreie Aufzucht

der Zuchtprogrammkälber im gemeinsamen Interesse.

Herzlichen Dank.


Rind im Bild 2/2008

RSH eG

Frischer Wind für die Anpaarungsberatung

Aufgrund der weiter steigenden Nachfrage ist das

Team der Anpaarungsberatung verstärkt worden.

Von nun an kümmern sich vier Fachkräfte um den

züchterischen Weg Ihrer Herde.

Neu im Team der Anpaarungsberatung sind seit

Anfang des Jahres Frau Miriam Nobbe und Frau

Claudia Zettler. Ende Mai wird Frau Silja Bethke bei

der RSH aufhören.

Dadurch ergeben sich folgende Veränderungen in

der Gebietsaufteilung:

Herr Butenschön:

Ostholstein, Segeberg, Stormarn,

Lauenburg, Hamburg

Frau Lucanus:

Plön, Rendsburg, Schleswig

Frau Nobbe:

Nordfriesland, Schleswig-Flensburg

Frau Zettler:

Steinburg, Dithmarschen, Pinneberg

Herr Tordsen:

Angler in ganz Schleswig-Holstein

Kreise Steinburg,

Dithmarschen,

Pinneberg

Claudia Zettler

Tel.: 04321 / 905 354

Mobil: 0151 / 125 459 44

Ihre Ansprechpartner nach Kreisen

Kreise Nordfriesland,

Schleswig-Flensburg

Miriam Nobbe

Tel.: 04321 / 905 354

Mobil: 0151 / 120 388 06

Die Anpaarungsberatung der Rinderzucht Schleswig-Holstein

ist und bleibt kostenlos. Eine Beratung

verpfl ichtet auch nicht zur Abnahme einer festen

Spermamenge.

SE

Kreise Plön, Rendsburg-

Eckernförde, (Schleswig)

Ute Lucanus

Tel.: 04321 / 905 354

Mobil: 0170 / 79 22 791

OD

RZ

HL

OH

Kreise Ostholstein,

Segeberg, Stormarn,

Herzogtum Lauenburg,

Hamburg

Nils Butenschön

Tel.: 04321 / 905 354

Mobil: 0171 / 22 70 666

Also nutzen Sie die Chance auf eine unabhängige,

fachlich fundierte Analyse Ihrer Herde und die Anpaarung

Ihrer Kühe mit bester deutscher Genetik.

U. Lucanus

7


8

TOP-THEMA

Bedeutende Änderungen

in der Zuchtwertschätzung

Mit der Zuchtwertschätzung April 2008 wurden

nach ausführlicher Diskussion zwischen Zuchtorganisationen,

Wissenschaft und VIT eine ganze Reihe

von Änderungen eingeführt. Die größten Auswirkungen

hat die Einführung des Töchterfruchtbarkeitsindex

RZR und die sich u.a. daraus ergebenden

Änderungen in der Zusammensetzung des Gesamtzuchtwert

RZG. Bei den Exterieurzuchtwerten gilt

es sich an neue Zahlen zu gewöhnen, denn die

Standardisierung wurde jetzt an diejenige bei allen

anderen Relativzuchtwerten angepasst. Die Folge

sind deutlich weniger hohe Extremwerte, was aber

nur die Zahlenhöhe, nicht aber die Rangierung der

Bullen betrifft. Die jährliche Basisanpassung muss

ebenfalls beim Vergleich mit den Januar-Zahlen

berücksichtigt werden, nicht nur beim Exterieur,

sondern vor allem auch beim RZM.

Einführung Töchterfruchtbarkeitsindex RZR

Seit Januar 2008 ist das neue Mehrmerkmalsmodell

für Töchterfruchtbarkeit eingeführt, das dem

komplexen biologischen Zusammenspiel verschiedener

Faktoren bei der Fruchtbarkeit mit insgesamt

fünf Merkmalen Rechnung trägt. Für die praktische

Zuchtarbeit sind fünf Einzelmerkmale wenig sinnvoll.

Daher werden die vier Konzeptionsmerkmale

zum Relativzuchtwert Konzeption (KON) sowie die

Konzeption und die Rastzeit zum Relativzuchtwert

Reproduktion (RZR) zusammengefasst. Der RZR

beinhaltet die Merkmalskomplexe Rastzeit und

Konzeption im Verhältnis 25:75. Beide Komplexe verursachen

etwa die Hälfte der genetischen Gesamtvariation

für Zwischenkalbezeit. Dennoch erhält die

Konzeption mit 75% deutlich mehr Gewicht im RZR

als die Rastzeit mit 25% (siehe Abbildung 1).

Der Grund sind die unterschiedlichen Kosten. Wenn

sich durch eine längere Rastzeit (Zyklusbeginn)

Claudia v. Player, Besitzer: P.Hansen-Petersen, Nordhackstedt Foto: Kathy DeBruin

Abbildung 1: Der Relativzuchtwert Töchterfruchtbarkeit, RZR (R=Reproduktion),

fasst die Komplexe Konzeptionsfähigkeit und Zyklusbeginn ökonomisch sinnvoll zusammen

Rind im Bild 2/2008

oder Umrindern die Zwischenkalbezeit verlängert,

so kostet dies unabhängig von der Ursache etwas

Milchleistung. Bei schlechterer Fruchtbarkeit durch

Umrindern entstehen aber zusätzlich Kosten für die

(Nach-) Besamung. Die Gewichtung im RZR trägt

dieser Tatsache Rechnung.

Die Erblichkeit für Fruchtbarkeitsmerkmale ist bekanntermaßen

niedrig (1-5%). Daher sind die Sicherheiten

der geschätzten Zuchtwerte anhand der

begrenzten Töchterzahl aus dem Testeinsatz auch

nicht sehr hoch. Der RZR erreicht aus dem Testeinsatz

eine Sicherheit von 60-70%. Erst mit vielen

Wiedereinsatz-Töchtern werden hohe Sicherheiten

erreicht. Erst mit höheren Sicherheiten streuen die

RZR-Werte auch stärker und es gibt auch extreme

Werte. Bei der praktischen Zuchtarbeit sollte die

negative Beziehung zwischen Milchleistung und

Töchterfruchtbarkeit (ca. –0,30) berücksichtigt

werden. Bei hoher Leistungsveranlagung wird die

Kombination mit mindestens durchschnittlichem

RZR immer seltener. Ein leicht unterdurchschnittlicher

RZR bei hohen Leistungsbullen sollte also

nicht so kritisch gesehen werden. Ansonsten läuft

man Gefahr die unbestrittenen (wirtschaftlichen)

Vorteile solcher Bullen ungenutzt zu lassen. Die Lösung

kurzfristiger betrieblicher Fruchtbarkeitsprobleme

durch die Auswahl hoher RZR-Bullen ist zum

Scheitern verurteilt. Eine Erblichkeit von unter 5%

besagt ja gerade, dass 95% der Unterschiede in der

Fruchtbarkeit nicht genetisch bedingt sind, sondern

z.B. durch die Umwelt/das Management.


Änderungen bei Exterieurzuchtwerten

Seit einigen Jahren werden im Rahmen der linearen

Beschreibung die Merkmale „Bewegung“ und

„BCS“ (Body Condition Score) erfasst und sind seit

letztem Jahr auch international als Standardmerkmale

festgelegt worden. Bewegung erhält zukünftig

20% Gewicht im Fundamentindex und wird somit

auch im RZE berücksichtigt. Die Gewichtung von

Klauen und Hinterbeinwinkelung wird dafür reduziert,

so dass künftig alle fünf linearen Fundamentmerkmale

jeweils mit 20% Berücksichtigung im

Fundamentindex fi nden. Bewegung hat nur mittlere

Beziehungen zu den anderen linearen Fundamentmerkmalen

und liefert damit wichtige zusätzliche

Aspekte zur Beurteilung der Fundamentqualität.

Weiterhin haben von den Zuchtorganisationen bei

der Universität Halle angeregte wissenschaftliche

Untersuchungen gezeigt, dass extrem große, breite

und tiefe Tiere eine signifi kant geringere Nutzungsdauer

aufweisen. Diesen Erkenntnissen wird jetzt

im Merkmalskomplex „Körper“ Rechnung getragen,

Abbildung 2: Neue Gewichtung von Körpertiefe, Stärke und Größe im Körper-Index im Vergleich

zur bisherigen Praxis und der optimalen Berücksichtigung hinsichtlich Nutzungsdauer

indem solche Tiere für die oben genannten „Dimensionsmerkmale“

oberhalb eines Zuchtwertes von

112 keine weiteren Zuschläge bei der Berechnung

des Körperindex mehr erhalten (siehe Abbildung 2).

Gewichtung im RZE Holstein DN Angler

bisher neu bisher neu unverän.

Milchtyp 15% 10% 15%** 20%** -

Körper 20% 20%* 20% 20% 20%*

Fundament 25% 30% 25% 30% 40%

Euter 40% 40% 40% 30% 40%

*) Grö, KTi, Stä ab 112 gekappt **) DN-Typ inkl. Bemuskelung

Rind im Bild 2/2008

TOP-THEMA

Fulda v. Pernod R, Besitzer: O. Dölling, Raa-Besenbek Foto: Arkink

Allerdings sind die Zahlenunterschiede in der Spitze

nicht mehr so groß. Aufgrund der neuen Merkmale

und Erkenntnisse wird auch die Gewichtung innerhalb

des RZE angepasst.

Das Gewicht für Fundament wird für Schwarzbunt,

Rotbunt und DN leicht auf 30% erhöht. Dafür wird

bei Schwarz- und Rotbunt der Milchtyp jetzt nur

noch mit 10% gewichtet (negative Korrelation zu

Fruchtbarkeit). Bei DN wird der Doppelnutzungs-Typ

(keine negative Beziehung zu Fruchtbarkeit) dagegen

stärker gewichtet und dafür das Euter weniger

stark. Der Angler-RZE war bereits im letzten Jahr

aufgrund der neuen Erkenntnisse geändert worden

und enthält seitdem keinen Milchtyp mehr und dafür

Fundament mit 40% Gewicht.

Die vorgenannten fachlichen Änderungen beim

Exterieur wurden zum Anlass genommen, auch

die Streuung der Werte zu harmonisieren. Zukünftig

werden auch alle Exterieurzuchtwerte vom

Linearmerkmal bis zum RZE so wie die Relativzuchtwerte

für alle anderen Merkmalskomplexe

standardisiert: auf 12 Punkte für eine GENETISCHE

Standardabweichung. Bisher waren die Exterieurzuchtwerte

weder direkt untereinander noch mit

denen anderer Merkmalskomplexe zu vergleichen,

da die Standardisierung auf 12 Punkte Streuung der

ZUCHTWERTE innerhalb der Basisbullen erfolgte.

Dadurch entsprach eine genetische Standardabweichung

für jedes Merkmal einem anderen Wert

auf der Relativskala, abhängig davon wie hoch

die tatsächliche genetische Streuung in den Basisjahrgängen

war und wie sicher die ZW in den

Basisjahrgängen geschätzt waren (Heritabilität).

Mit der neuen vergleichbaren Standardisierung

geht die Streuung der Exterieur-Zuchtwertzahlen

je nach Merkmal um 10% (z.B. Eutertiefe) bis 30%

(z.B. Klauen) zurück. Wenn also ein Bulle im Januar

RZE 142 und jetzt 135 hat, so hat er sich netto nicht

9


10

TOP-THEMA

verändert d.h. er ist innerhalb aller Bullen nach RZE

gleichhoch rangiert.

Angepasste Gewichtung im Gesamtzuchtwert RZG

Nach nunmehr sechs Jahren wurde aufgrund der

neuen Erkenntnisse und der Einführung des RZR

auch eine Änderung der Zusammensetzung im Gesamtzuchtwert

RZG beschlossen (siehe Tabelle).

Als Grundlage für die Neuausrichtung dient unter

anderem eine von den Zuchtorganisationen am

Tierzuchtinstitut in Göttingen in Auftrag gegebene

wissenschaftliche Untersuchung zur Ableitung von

Wirtschaftlichkeitskoeffi zienten in der Rinderzucht.

Die Fitness- und Gesundheitsmerkmale (Nutzungsdauer,

Fruchtbarkeit, Zellzahl, Kalbemerkmale) werden

bei Schwarz-, Rotbunt und DN künftig mit insgesamt

40% Gewicht etwas stärker berücksichtigt.

Dafür wurde der Leistungsbereich um fünf Prozent

in der Gewichtung auf 45% reduziert. Das Gewicht

für die Exterieurmerkmale bleibt mit 15% unverändert.

Bei Schwarz- und Rotbunt ist aber nicht mehr

das Gesamtexterieur Bestandteil des RZG, sondern

nur noch die Merkmale Fundament und Euter mit

jeweils 7,5%. Der RZE als Zusammenfassung aller

Gewichtung im RZG Holstein DN Angler

bisher neu bisher neu bisher neu

Leistung (RZM) 50% 45% 50% 45% 40% 40%

Exterieur 15%* 15%* 15%** 15% 20% 20%*

Nutzungsdauer (RZN) 25% 20% 25% 20% 28% 28%

Zellzahl (RZS) 5% 7% 5% 7% 10% 10%

RZZ 5% - 5% - 2% -

Fruchtbarkeit (RZR) (1%)*** 10% (1%)*** 10% (1%)*** 2%

Kalbemerkmale maternal (2%)*** 3% (2%)*** 3% (1%)*** -

*) bisher RZE; neu: nur Fundament u. Euter 1:1 **) DN-RZE ***) bisher über RZZ

Exterieurmerkmale bleibt aber den besonders auf

Exterieur ausgerichteten Züchtern erhalten. Bei den

Anglern wurde auch für den RZG bereits im letzten

Jahr eine geänderte Gewichtung beschlossen und

jetzt lediglich der RZZ durch den RZR im RZG ersetzt.

Die neue Gewichtung im RZG kann durchaus erhebliche

Auswirkungen auf die Rangierung der Bullen

haben. Den größten Effekt hat die Umgewichtung

von Leistung zugunsten von Töchterfruchtbarkeit.

Bullen mit einem ungünstigen Verhältnis von Leistung

und Töchterfruchtbarkeit verlieren deutlich.

Bei schwarzbunt sind die Auswirkungen in der

aktuellen Topliste größer als bei Rotbunt, da die

Bandbreite für Töchterfruchtbarkeit bei den wichtigsten

schwarzbunten Bullenvätern deutlich größer

als bei Rotbunt ist. Insgesamt ist das Niveau

für Töchterfruchtbarkeit bei Rotbunt etwas höher

als bei Schwarzbunt sowie bei DN noch einmal

Fiesta v, Dagufa, Besitzer: Cl.-P. Richelsen, Dammende Foto: Arkink

um fast zwei genetische Standardabweichungen.

Die Fruchtbarkeitszuchtwerte sind über die Rassen

direkt vergleichbar, denn es gibt wie bei Nutzungsdauer

eine einheitliche Rassebasis. Deutlich weniger

Auswirkungen auf die Rangierung nach RZG hat

die Gewichtung von nur noch Fundament und Euter

im Schwarz- und Rotbunt-RZG statt bisher RZE. Bullen,

die ihren hohen RZE vor allem überragendem

Milchtyp und Körper verdanken verlieren durch diese

Umstellung, während Bullen, die euter- und vor

allem fundamentstark sind, Plätze gewinnen.

Da es nur wenige wichtige Bullen gibt, für die alle

Änderungen in die negative oder positive Richtung

wirken, gibt es auch nur wenige wichtige Vererber,

die aufgrund der Änderungen jetzt völlig anders eingeschätzt

werden. Eindeutige Gewinner sind aber

Bullen wie Gibor, Ramos und Laudan. Es ist kein Zufall,

dass es sich dabei um Wiedereinsatzvererber

mit hoher Sicherheit handelt. Heute zählen die funktionalen

Merkmale von der Töchterfruchtbarkeit bis

zum Fundament, in denen die Holsteinzucht in der

Rind im Bild 2/2008

Vergangenheit leider keinen so großen oder sogar

negativen Zuchtfortschritt gemacht hat, stärker.

Für diese Merkmale sind aber ältere Bullen relativ

besser als die jüngeren. Insgesamt führt die neue

Gewichtung im RZG dazu, dass jetzt eine hohe Rangierung

auch ohne extreme Leistungsveranlagung

möglich ist. Es führen jetzt also mehr „verschiedene

Wege nach Rom“.

Dr. Stefan Rensing, vit-Verden

ELKO NAGEL · 24797 BREIHOLZ

Kraftfutter lagern

Innen- und Außensilos

von 3-30 t

Schnecken und Spiralen

direkt vom Hersteller

zu äußerst

günstigen Preisen

www.mecansysteme.de

Tel. (0 43 32) 3 62 · Fax (0 43 32) 18 17


Halbzeitbilanz in der

Milchleistungsprüfung im Prüfj ahr 2008

Das am 1. Oktober 2007 begonnene Prüfjahr 2008

ist zum jetzigen Zeitpunkt schon gut zur Hälfte

durchlaufen und damit ein geeigneter Zeitpunkt erreicht,

um eine Zwischenbilanz über die bisherige

Entwicklung zu ziehen. Es ist dabei festzustellen,

dass sich die Trends des Vorjahres fortsetzen. Die

normalerweise ausgangs des Winters einsetzende

Selektion und Reduzierung der Herdengröße fi ndet

wie im Vorjahr bisher nicht statt. In den ersten vier

Monaten des Jahres 2008 ist die Durchschnittskuhzahl

je Betrieb statt dessen um 0,6 Kühe angestiegen.

Vor zwei Jahren gab es in dem entsprechenden

Zeitraum noch eine Verringerung um 2,0 Kühe. Der

Leistungsanstieg ist in dieser Phase der Ausweitung

des Kuhbestandes allerdings minimal.

Mehr Kühe als vor einem Jahr

Die Tabelle 1 zeigt die eindrucksvolle Entwicklung

der Zahl der geprüften Kühe in den einzelnen Monaten

jeweils im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat.

Die derzeitige Kuhzahl von 303.155

liegt um über 17.000 Kühe über dem Vorjahresstand.

Im Vergleich zum April 2006 ist die Kuhzahl

um über 24.000 Kühe bzw. 8,7 % angestiegen.

Die Zahl der geprüften Betriebe ist dennoch weiterhin

rückläufi g, weil auch bei den für die Milchproduktion

verbesserten Rahmenbedingungen des

letzten Jahres Milcherzeuger den Betriebszweig

aufgegeben haben. Innerhalb eines Jahres hat sich

die Zahl der Mitgliedsbetriebe im Landeskontrollverband

Schleswig-Holstein e. V. (LKV) um 95 auf

4.162 Betriebe verringert (Tab. 2). Der Rückgang fi el

allerdings nicht so stark aus wie im Jahr zuvor.

Aus den vorstehend dargestellten Entwicklungen

ergibt sich eine deutliche Erhöhung der Kuhzahl je

Betrieb. Die durchschnittliche Herdengröße ist innerhalb

eines Jahres um 5,6 Kühe auf 72,6 Kühe/

Betrieb angestiegen. In dem entsprechenden Zeitraum

von 2006 bis 2007 gab es einen Anstieg um

4,2 Kühe. In den vier davor liegenden Jahren gab es

jedoch nur einen Anstieg bei der Herdengröße um

weniger als 0,5 Kühe/Jahr.

Aus der Tabelle 2 ist auch zu ersehen, wie sich die

Zahl der Herden in den einzelnen Größenklassen

entwickelt hat. In den kleineren Herdengrößenklassen

sind anteilmäßig mehr Betriebe ausgeschieden

als bei den größeren Herden. Eine Zunahme der

Zahl der Herden ist ab der Größenklasse mit mindestens

80 Kühen zu verzeichnen. Aber auch bei den

größeren Herden werden noch vereinzelt Abgänge

registriert. Die Kühe tragen z. T. im Rahmen von Be-

Tabelle 1: Zahl der geprüften Kühe nach Monaten

- Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat -

Monat 2007 2008

Anzahl Vorjahr Anzahl Vorjahr

Januar 286.463 - 3.938 302.056 +15.593

Februar 287.733 + 120 302.671 +14.938

März 288.015 + 4.850 305.151 +17.136

April 285.895 + 7.040 303.155 +17.260

Mai 284.536 +11.858

Juni 282.319 + 8.810

Juli 279.021 + 9.776

August 279.856 +11.471

September 281.274 +10.297

Oktober 289.171 +11.731

November 296.112 +16.018

Dezember 299.663 +13.449

Durchschnitt 286.672 + 8.457

triebszusammenlegungen zur Vergrößerung anderer

Herden bei. Die starke Ausweitung der Milchproduktion

in einem Teil der Betriebe wird z. B. daran

deutlich, dass die Herden mit mehr als 200 Kühen

ihren Bestand innerhalb eines Jahres um 14,8 %

bzw. durchschnittlich 35 Kühe/Herde aufgestockt

haben.

Nur geringer Leistungsanstieg

Durch die starke Bestandsaufstockung konnten die

Milchviehhalter die Leistung bei der Selektion weniger

berücksichtigen. Es wurde deshalb von den

Tabelle 2: Verteilung der Betriebe nach Herdengröße und durchschnittlicher

Kuhzahl je Betrieb jeweils im April in den Jahren 2006 bis 2008

Rind im Bild 2/2008

LKV

Kühen in der Milchleistungsprüfung (MLP) seit dem

Beginn des Prüfjahres nur ein geringer durchschnittlicher

Leistungsanstieg um 38 kg Milch, 1 kg Fett und

2 kg Eiweiß erreicht (Tab. 3). Die beste Entwicklung

im Prüfjahr 2008 weisen bisher die Angler Herden

mit einem Leistungsanstieg um 6 kg Fett+Eiweiß auf,

während die Leistung bei den Schwarzbunten zzt.

stagniert. Mit einer Leistung von 657 kg Fett+Eiweiß

im gleitenden Herdendurchschnitt haben die Angler

Herden die Rasse Schwarzbunt überholt, die in

den letzten zwölf Monaten durchschnittlich 654 kg

Fett+Eiweiß erreichten.

Herdengröße 04/2006 04/2007 04/2008 Veränderung

Anzahl % Anzahl % Anzahl % 2008:2007 %

- 19 123 2,8 103 2,4 79 1,9 - 24 -23,3

20 - 39 798 18,0 672 15,8 571 13,7 -101 -15,0

40 - 59 1.430 32,3 1.246 29,3 1.048 25,2 -198 -15,9

60 - 79 1.123 25,3 1.092 25,6 1.075 25,8 - 17 - 1,6

80 - 99 525 11,9 598 14,0 676 16,3 + 78 +13,0

100 - 149 351 7,9 442 10,4 542 13,0 +100 +22,6

150 - 199 59 1,3 67 1,6 119 2,9 + 52 +77,6

200 u. m. 23 0,5 37 0,9 52 1,2 + 15 +40,5

Gesamt 4.432 100,0 4.257 100,0 4.162 100,0 -95 - 2,2

Kühe/Betrieb 62,8 67,0 72,6 +5,6

11


12

LKV

Tabelle 3: Durchschnittsleistung aus dem gleitenden Herdendurchschnitt

- Vergleich mit dem Ergebnis des Prüfjahres 2007 - (Stand April 2008)

Rasse Anzahl Milch Fett Eiweiß

Herden kg % kg % kg

Angler 154 7.918 4,67 370 3,62 287

Probenuntersuchung im Juli 2008

Wie bereits in den Vorjahren bietet der LKV seinen

Mitgliedern die Untersuchung von Milchproben während

der Urlaubspause im Juli an. Die Ergebnisse der

Untersuchung der Sonderproben fl ießen nicht in die

allgemeine Leistungsberechnung des Betriebes ein.

Vielmehr soll den Mitgliedern die Möglichkeit geboten

werden, trotz der Prüfruhe im Juli bei Bedarf die

wichtigen Informationen über Zellzahl, Harnstoffgehalt

sowie Inhaltsstoffe zu erhalten. Das sind Daten,

die gerade bei frisch abgekalbten Kühen oder nach

Futterumstellungen schnell verfügbar sein sollen.

Hohe Auszeichnung für

Jürgen Bennewitz, Meggerdorf

Für sein herausragendes ehrenamtliches Engagement

ist Jürgen Bennewitz, Meggerdorf, vom Bundespräsidenten

mit dem Verdienstkreuz am Bande

des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

ausgezeichnet worden. Der Ministerpräsident

+82 -0,01 +3 0,00 +3

Rotbunte 1.155 7.514 4,23 318 3,45 259

+46 0,00 +2 +0,01 +2

Schwarzbunte 2.327 8.663 4,14 359 3,41 295

+ 7 -0,01 0 +0,01 +1

LKV 1) 4.152 8.239 4,19 345 3,42 282

1) einschließlich Jersey, Fleckvieh und gemischte Herden

Tabelle 4: Leistungsergebnisse am Prüftag nach Monaten

+38 0,00 +1 +0,01 +2

Monat Milch Fett Eiweiß Harnstoff Zellzahl

kg ±Vj. % ±Vj. % ±Vj. mg/kg ±Vj. (1.000) ±Vj.

Oktober 2007 24,8 - 0,1 4,25 +0,05 3,49 +0,06 253 -16 246 - 7

November 25,0 +0,1 4,30 0,00 3,50 +0,05 241 + 4 245 - 6

Dezember 25,7 +0,1 4,26 - 0,01 3,45 +0,02 238 - 2 255 + 2

Januar 2008 26,4 +0,3 4,20 - 0,05 3,41 +0,02 241 - 2 249 - 2

Februar 26,5 +0,4 4,19 - 0,08 3,40 -0,02 238 - 8 251 +10

März 26,1 +0,1 4,25 - 0,01 3,39 -0,04 232 - 8 245 + 3

Die Entwicklung der Leistung in den einzelnen Monaten

des Prüfjahres 2008 im Vergleich zu den entsprechenden

Vorjahresmonaten zeigt die Tabelle 4.

Die insgesamt nur geringen Veränderungen haben

zu der beschriebenen Entwicklung des gleitenden

Herdendurchschnitts geführt. Die seit der Hitzeperiode

im Sommer 2006 angestiegene Zellzahl hält

sich weiterhin auf dem höheren Niveau, obwohl die

Daher ist es bei der Probenuntersuchung im Juli

möglich, Proben nur von den Tieren zu ziehen, über

die die aktuellen Ergebnisse gerade benötigt werden.

Für die Sonderproben stellt der LKV Probenfl aschen

und Messgeräte zur Verfügung. Da ein Großteil der

Messgeräte und alle Probenkisten im Juli in der Geschäftsstelle

in Kiel zusammengezogen werden, ist

es erforderlich, die Sonderprobenziehung rechtzeitig

vor dem gewünschten Termin mit dem Außendienstbüro

unter der Telefonnummer 0431/33987-35 oder

-36 abzustimmen. Die Kosten für die Sonderproben

Peter Harry Carstensen überreichte die Auszeichnung

am 3. März 2008 im Schloß zu Glücksburg.

Jürgen Bennewitz hat sich nahezu 5 Jahrzehnte

ehrenamtlich in verschiedenen Bereichen in der Ge-

Rind im Bild 2/2008

witterungsbedingten Einfl üsse längst nicht mehr

wirksam sind. Die Ursache dafür ist vermutlich bei

der durch die starke Aufstockung verringerten Selektionsintensität

zu suchen.

Ausblick

Zu Beginn der zweiten Hälfte des Prüfjahres 2008

halten die LKV-Mitglieder 6,0 % mehr Kühe als vor

einem Jahr. Für die höhere Produktionskapazität benötigen

sie zusätzliche Milchquoten. Die von der EU

beschlossene Erhöhung um 2 % reicht dafür nicht

aus. Die Ergebnisse der Milchquotenbörsen vom 2.

Juli 2007 und 1. April 2008 zeigen, dass in erheblichem

Umfang Milchquoten aus anderen Bundesländern

nach Schleswig-Holstein verkauft wurden.

Die Basis für die höhere Produktionskapazität ist

also durchaus geschaffen. Eine über die im Verlauf

eines Prüfungsjahres normale Selektion des Milchkuhbestandes

hinausgehende Verringerung der Zahl

der geprüften Kühe ist deshalb nicht zu erwarten.

während der Prüfruhe betragen unverändert 0,25 €

je Probe. Hinzu kommt je Probenanlieferung, unabhängig

vom Umfang, eine Gebühr in Höhe von 2,50 €.

Auch außerhalb des Monats Juli können jederzeit

Sonderproben untersucht werden. Die Kosten richten

sich dann danach, was im Einzelnen untersucht

werden soll. Neben allen in der MLP üblichen Untersuchungen

können weitere Untersuchungen, z. B. auf

Hemmstoffe, Keimzahl u. v. m. durchgeführt werden.

Nähere Informationen erhalten Sie ebenfalls über

das Außendienstbüro.

meinde und auf Landesebene, besonders aber auch

in berufständischen Gremien eingesetzt und dabei

große Verdienste erworben.

Sein Engagement im Ehrenamt begann schon in

jungen Jahren als Vorsitzender des Landjugendver


andes Stapelholm. Danach setzte er sich im Orts-,

Bezirks- und Kreisbauernverband seiner Heimatregion

ein.

Viele Jahre war Jürgen Bennewitz auch als ehrenamtlicher

Richter beim Landwirtschaftsgericht

in Schleswig tätig. Sein umfangreiches Wissen

in der Milchviehhaltung und der Tierzucht brachte

er als Vorsitzender des Landeskontrollverbandes

Schleswig-Holstein e. V. von 1992 bis 2006 ein. In

seiner Amtszeit formte er durch straffe Organisation

im Außen- und Innendienst sowie durch die Elektronisierung

der Datenmeldung den LKV zu einem

modernen Dienstleistungsunternehmen.

Außerdem bekleidete er einige Jahre das Amt als

stellvertretender Vorsitzender des Landesverbandes

Schleswig-Holsteinischer Rinderzüchter e. V. sowie

der Arbeitsgemeinschaft Schleswig-Holsteinischer

Tierzüchter e. V..

Neuer Geschäft sführer bei der Arbeitsgemeinschaft

Schleswig-Holsteinischer

Tierzüchter e.V.

Die Arbeitsgemeinschaft Schleswig-Holsteinischer

Tierzüchter e. V., die als zusammengefasste Vertretung

der Gesamtinteressen in der Schleswig-

Holsteinischen Tierzucht gegenüber Behörden und

Institutionen auftritt und nach Außen sichtbar seit

Jahrzehnten die Landestierschau anlässlich der

Norla in Rendsburg ausrichtet, hat auf der Mitgliederversammlung

Anfang Januar 2008 einen neuen

Geschäftsführer gewählt.

Als Nachfolger von Dr. Werner Lüpping, Landwirtschaftskammer

Schleswig-Holstein, der die

Geschäfte der Arbeitsgemeinschaft seit 1993

geführt hatte, wurde Dr. Jan Bielfeldt zum neuen

Geschäftsführer gewählt. Dr. Jan Bielfeldt ist

Zuchtleiter und Geschäftsführer des Verbandes

Schleswig-Holsteinischer Schweinezüchter e. V. in

Neumünster. Der Wechsel in der Geschäftsleitung

war durch das Inkrafttreten der Änderung der Tierzuchtzuständigkeitsverordnung

im Jahre 2007 und

der damit verbundenen Übertragung erweiterter

Aufgaben zur Erfüllung nach Weisung auf die Landwirtschaftskammer

notwendig geworden.

Im Anschluss an die Regularien dankte der wiedergewählte

Vorsitzende Otto-Boje Schoof, Hedwigenkoog,

Herrn Dr. Lüpping für die erfolgreiche Arbeit

Die Rinderzüchter in Schleswig-Holstein gratulieren

Jürgen Bennewitz zu dieser hohen Auszeichnung und

wünschen ihm für die kommenden Jahre alles Gute!

und hob dessen großes Engagement für die Arbeitsgemeinschaft

hervor.

Mit vielen neuen Ideen und großem persönlichen

Einsatz hat Dr. Lüpping nicht nur 8 Landestierschauen

organisiert und erfolgreich durchgeführt, sondern

auch die notwendigen Kontakte zu Vertretern

von Behörden und der Politik hergestellt und fachlich

hervorragend begleitet.

Nach den Wahlen setzt sich der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft

Schleswig-Holsteinischer Tierzüchter

e. V. aus dem Vorsitzenden Otto-Boje Schoof,

Hedwigenkoog, dem stellvertretenden Vorsitzenden

Karl-Heinz Boyens (RSH eG), den Beisitzern Armin

Eggers (Landesverband Schleswig-Holsteinischer

Rassegefl ügelzüchter e. V.), Hans-Heinrich Stien

(Pferdestammbuch Schleswig-Holstein/Hamburg

e. V.), Karsten Rohwer (Verband Schleswig-Holsteinischer

Schweinezüchter e. V.), und Herbert Tietjen

(Landesverband Schleswig-Holsteinischer Schafzüchter

e. V.) zusammen.

Die Geschäftsstelle der Arbeitsgemeinschaft wird

im Frühsommer dieses Jahres von Kiel-Steenbek

nach Neumünster in das Haus der Tierzuchtverwaltung

verlegt werden. Gerd Schulz

Rind im Bild 2/2008

LKV

Ebenso stellte er sich als Vorstandsmitglied der

Milcherzeugervereinigung Schleswig-Holstein e. V.

und im Fachausschuss Tierhaltung und Futterbau

der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein zur

Verfügung.

Auf Bundesebene vertrat Jürgen Bennewitz das

Land Schleswig-Holstein in verschiedenen Gremien

der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Rinderzüchter

e. V. in beispielhafter Weise.

Zusätzlich brachte er sich über viele Jahre als

Gemeindevertreter in der kommunalen Selbstverwaltung

der Gemeinde Meggerdorf, im Schul- und

Elternbeirat des Schulverbandes sowie als Vorsitzender

des heimatlichen Sportvereins an führender

Stelle ein.

Gerd Schulz

13


14

FRÜHER & HEUTE

Früher

Aus dem Jahresbericht des LKV von 1958

Nach der Ermittlung des Landeskontrollverbandes Schleswig-Holstein e. V. über die Abgangsursachen der kontrollierten Kühe ist

die Ausmerzung von Tbc- und Bang-Reagenten mit 52,8 % im Jahre 1958 gegenüber 43,9 % im Jahre 1957 in verstärktem Umfang

fortgesetzt worden. Trotz dieser starken Substanzeingriffe ist die Beteiligung an den Milchleistungsprüfungen weiterhin gestiegen.

Nachfolgende Übersicht zeigt die Entwicklung im Umfang der Leistungskontrolle seit 1948:

Jahr Kontrollbezirke Betriebe Kühe

1948 1.028 19.975 221.548

1949 991 19.186 242.182

1950 1.004 19.130 262.010

1951 1.022 19.431 262.542

1952 1.033 19.469 261.948

1953 1.026 19.351 263.489

1954 999 19.088 256.695

1955 985 18.786 240.487

1956 943 18.653 240.702

1957 937 19.947 245.740

1958 941 19.254 249.428

Heute

Demnach ist sowohl die Zahl der Mitglieder als auch die Anzahl der kontrollierten

Kühe gegenüber dem Vorjahr weiterhin gestiegen, ohne dass die Zahl

der Kontrollbezirke wesentlich vermehrt werden musste. Die durchschnittliche

Kuhzahl je Bezirk entspricht mit 275 Kühen etwa der Zahl des Vorjahres, wobei

in den kontrollierten Betrieben im Durchschnitt 13 Kühe gehalten werden .

Das trotz der auch bisher bereits großen Beteiligung noch steigende Interesse

an der Leistungskontrolle ist auch daraus ersichtlich, dass der Umfang der

kontrollierten Kuhzahl von 56,2 % im Jahre 1957 auf 57,6 % im Jahre 1958

gestiegen ist. Dabei ist die Gesamtzahl der Kühe in Schleswig-Holstein nach

den jeweiligen Dezember-Zählungen von rund 430.000 auf 426.000 gefallen.

Im übrigen ist das steigende Interesse an den Leistungsprüfungen in allen

Landesteilen in nahezu gleichem Umfang festzustellen. Eine wesentliche Verschiebung

in der Beteiligung nach Bestandsgrößen ist nicht zu beobachten,

wenn man von der fortlaufenden Verringerung der Bestände mit mehr als 100

Kühen absieht; der Schwerpunkt liegt nach wie vor nach Zahl der Betriebe und

nach Zahl der Kühe in den Größenklassen von 6-10, 11-20 und 21-50 Kühen,

mit insgesamt 86,1 % aller kontrollierten Kühe.

Seuchenhafte Infektionskrankheiten setzen den Milchkühen auch heute noch zu. Während sie früher durch Bakterien ausgelöst wurden,

sind jetzt Viren die Verursacher: BHV1-Viren, BVD-Viren und Reoviren als Verursacher der Blauzungenkrankheit bereiten heute die

Probleme. Das steigende Interesse an der Milchleistungsprüfung hat sich fortgesetzt: Im Herbst 2007 wurden 84,1 % aller Milchkühe

in Schleswig-Holstein und Hamburg geprüft.

Jahr Kontrollbezirke Betriebe Kühe

2000 124 5.042 302.145

2002 105 4.901 300.859

2004 90 4.656 303.695

2005 79 4.529 291.479

2006 71 4.332 282.332

2007 67 4.212 296.431

Während die durchschnittliche Herdengröße in den letzten Jahren immer

etwa 65 Kühe betrug, ist sie im Jahre 2007 innerhalb kurzer Zeit um 5 Kühe

auf 70,4 Kühe/Betrieb angestiegen. Neue Rahmenbedingungen bei den

Milchquoten und ein attraktiver Milchpreis lösten die Entwicklung aus. 45 %

aller Milchkühe werden heute in Herden mit 60 bis 100 Kühen gehalten. Im

Unterschied zu der Zeit vor 50 Jahren, als die Gutsbetriebe die Milchproduktion

einstellten und sich der Anteil der Herden mit mehr als

100 Kühen verringerte, nimmt der Anteil der Herden in dieser Größenklasse

heute stark zu. 15 % aller Mitglieder mit ca. 30 % des

gesamten Kuhbestandes halten inzwischen mehr als 100 Kühe. Im

Jahre 2000 war dieser Anteil nur gut halb so hoch.

Rind im Bild 2/2008


Rinderzählung 2008:

Grünes Licht für die Nutzung von HIT

Ab Mai 2008 werden die Landwirte in Schleswig-Holstein

von einem Teil ihrer statistischen

Auskunftspfl icht entlastet. Das Europäische Statistikamt

(EUROSTAT) hat grünes Licht für die statistische

Nutzung des HIT (Herkunftssicherungs-

und Informationssystem für Tiere) gegeben. Somit

werden in Deutschland zukünftig die Angaben aus

dem HIT für statistische Zwecke ausgewertet, die

Befragung der landwirtschaftlichen Betriebe zu ihren

Rindern entfällt.

Die Nutzung von HIT anstelle der Rinderzählung ist

Teil des von Bund und Ländern getragenen Aktionsplans

zur Verringerung bürokratischer Hemmnisse

in der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft. Die

Daten des HIT anstelle der Rinderzählung konnten

nicht früher genutzt werden, weil die Statistischen

Landesämter Informationen über die so genannte

„betriebliche Produktionsrichtung“ benötigen, um

die Berichtspfl ichten gegenüber der EU zu erfüllen.

Diese Informationen lagen aber bisher in der HIT-

Datenbank nicht vor.

Da das Landwirtschaftsministerium Schleswig-

Holstein (MLUR) im Interesse der betroffenen Land-

BIO-SIL ®

wirte einen Ersatz der Rindererhebung durch die

Nutzung der HIT-Daten anstrebte, wurde es vor gut

einem Jahr aktiv:

Die landwirtschaftliche Kontroll- und Dienstleistungsgesellschaft

mbH (LKD) wurde unter Einsatz

zusätzlicher Haushaltsmittel des MLUR beauftragt,

alle 12.000 meldepfl ichtigen Rinderhalter in Schleswig-Holstein

anzuschreiben und um die freiwillige

Angabe ihrer Produktionsrichtung zu bitten.

Diesem Aufruf wurde rege gefolgt, und bereits im

September 2007 hatten gut 90 % aller schleswigholsteinischen

Rinderhalter ihre Meldung zur

Produktionsrichtung via Internet oder mit dem

Meldeformular an die LKD abgegeben. Andere Bundesländer

folgten dem schleswig-holsteinischen

Beispiel.

Die Neuregelung trägt erstmals zur aktuell angelaufenen

Bodennutzungs- und Viehbestandserhebung

Mai 2008 Früchte: Die rund 5600 Landwirte, die

als repräsentative Stichprobe für diese Erhebung

ausgewählt sind, bekommen die Rinderfragen nicht

mehr gestellt.

Rind im Bild 2/2008

Diese Angaben brauchen Sie zukünftig nicht mehr

zu machen

MLUR

Das Statistikamt Nord wertet zentral für alle Bundesländer

und den Bund die HIT-Datenbank für die

Agrarstatistik aus.

Cora Haffmans, Statistikamt Nord

Stefan Beuster, MLUR

Erfolgreich Silieren mit BIO-SIL ®

Kategorie 1b,1c,4b,4c (Milchleistung)

Mehr Milch! Mehr Biogas!

Nur BIO-SIL ® : Unter normalen Bedingungen (ca. 90 % aller Fälle!) für leicht bis

mittelschwer vergärbares Siliergut mit ausreichendem Gärsubstrat

bei Gräsern, Leguminosen, Silomais, GPS u.s.w.

BIO-SIL ® + Melasse:

oder NEU

BIO-SIL ® + Amasil ® NA:

} für

Hochaktive homofermentative

Milchsäurebakterien für Silage, die schmeckt!

Siliergut mit zu niedrigem Gehalt an Gärsubstrat

und/oder an Trockenmasse (Gräser und Leguminosen)

BIO-SIL ® + Sila-fresh: für aerob stabile Gras- und Maissilagen, CCM und Feuchtmais

BIO-SIL ® + Harnstoff: für aerob stabile Maissilagen

Für alle Flüssigdosierer verwendbar Auch für den ökologischen Landbau geeignet

Einmaliges Preis-Leistungsverhältnis: Nur 0,53 - 0,74 €/t Siliergut!

Direktbezug oder über Einkaufsgemeinschaften, Landhändler, Lohnunternehmen. Weitere Markenprodukte aus dem Hause Dr. PIEPER finden Sie auf unserer Internetseite.

Dr.PIEPER

Technologie- und Produktentwicklung GmbH

Dorfstraße 34 · 16818 Neuruppin / OT Wuthenow

Tel.: 03391/ 68 48 0

Fax: 03391/ 68 48 10

info@dr-pieper.com

15


16

ROTBUNT

Tipps aus der Praxis für die Praxis

Altes Fressgitter durch Überstülpen eines Kunststoffschlauches geräuschreduziert.

So gesehen auf dem Betrieb der Ketelsen/Johannsen GbR in Munkwolstrup.

Weitere Joyboy-Tochter

aus dem Testeinsatz Excellent

Die zweite Joyboy-Tochter aus dem Testeinsatz in

Schleswig-Holstein ist nach dem dritten Kalb excellent

eingestuft worden. Eileen aus dem Züchterstall

der Familie Ralfs in Christinenthal wurde im Rahmen

der Herdbucheinstufung mit 90 Punkten insgesamt

eingestuft. Im Euter ist sie mit 91 Punkten

bewertet worden. Eileen war bereits Mitglied der

ersten Nachzuchtgruppe von Joyboy bei der Verbandsschau

Neumünster am Abend am 26. Januar

2006.

Eileen Reservesiegerin bei

Neumünster am Abend 2008

Am 24. Januar 2008 hatte Eileen wieder ihren

Auftritt bei der Verbandsschau, diesmal im Schaukontingent.

Sie präsentierte sich hervorragend und

wurde nur knapp geschlagen von der Siegerin, der

bekannten Achtung-Tochter Emsige. Eileen wurde

Reservesiegerin der mittleren Klassen und erreicht

einen Höhepunkt in ihrer Schaukarriere. Eileen hat

drei mal gekalbt und immer weibliche Kälber bekommen,

d.h. sie wird der Herde von Familie Ralfs

weiter ihren Stempel aufdrücken. Eileen hat ihre

Leistung stetig gesteigert, d.h. in der zweiten Laktation

9.500 kg mit hervorragenden 3,50 % Eiweiß

produziert. Diese wird sie in der dritten Laktation

sicherlich übertreffen. Es gilt der Familie Ralfs, d.h.

Claus-Peter Ralfs als Züchter und Dirk Ralfs als

heutigen Besitzer herzlich zu gratulieren und die

Rind im Bild 2/2008

Fotos: Heesch

Eileen bei ihrem Auftritt als Reservesiegerin der mittleren Klassen bei Neumünster am Abend 2008 Foto: Böhnke

RSH eG hofft, dass Eileen ihre Fitness und Ausstrahlung

noch lange behält und sie weitere Schauen

besucht. G. Koch


Rind im Bild 2/2008

ROTBUNT DN/ANGLER

Knut L. Ahsbahs-Diercks neuer

Vorsitzender im Zuchtausschuss Rotbunt DN

Bei der letzten Zuchtausschusssitzung Rotbunt DN

gab der Vorsitzende C.-P. Ralfs bekannt, dass er

seinen landwirtschaftlichen Betrieb an seinen Sohn

Dirk übergeben hat,

Er gibt daher seine Ehrenämter ab, die er für die

Rinderzucht Schleswig-Holstein eG ausübte. Bei

der letzten Delegiertenversammlung wurde er aus

dem Aufsichtsrat verabschiedet, jetzt trat er als

Vorsitzender des Zuchtausschusses Rotbunt DN

zurück.

Rotviehzüchter treff en sich in Westfalen

Es ist inzwischen schon Tradition, dass sich die

Mitglieder des Verbandes Deutscher Rotviehzüchter

nach der Frühjahrszuchtwertschätzung in einem

Zuchtgebiet treffen, um die neuesten Zahlen zu

diskutieren.

In diesem Jahr haben die Rotviehzüchter aus Nordrhein-Westfalen

die Veranstaltung ausgerichtet.

Am Samstag, den 05.04.2008 fanden sich Rotviehzüchter

und –liebhaber aus Hessen, Sachsen, Thüringen

und aus Schleswig-Holstein auf dem Hof der

Familie Wagener in Netphen (Siegerland) ein. Trotz

des schlechten Wetters war die Stimmung gut.

Familie Wagener bewirtschaftet auf 640 m Höhe

einen reinen Grünlandbetrieb mit 128 ha. Die 60

Rotviehkühe gaben 2007 durchschnittlich 8066 kg

Trotz des Regenwetters bestaunten die Besucher die Rotviehherde der Familie

Wagener

Die Mitglieder des Zuchtausschusses wählten einstimmig

Knut Ludwig Ahsbahs-Diercks aus Sommerland

zum neuen Vorsitzenden. K.L. Ahsbahs-Diercks

bewirtschaftet in Sommerland einen Futterbaubetrieb

mit Rotbunten Kühen, überwiegend und wieder

zunehmend mit Rotbunt-Doppelnutzungskühen.

Er ist regelmäßiger Beschicker der Auktion in

Neumünster und erzielt hier in der Regel für seine

DN-Bullen Spitzenpreise. Des weiteren wurden in

letzter Zeit mehrere Rotbunte DN-Testbullen für

Milch bei 4,41 % Fett und 3,58 % Eiweiß. Die Gesamtleistung

betrug somit 645 kg Fett und Eiweiß.

Es wird aufgrund der Höhenlage ausschließlich

Grassilage gefüttert. Im Jahr 2008 soll auf Vollweide

(Tag und Nacht) umgestellt werden.

Im Auslauf wurden verschiedene interessante Rotviehkühe

präsentiert, darunter auch die Bullenmutter

Heide. Von ihr wurde der der Zober-Sohn Geode

in Angeln getestet. Es werden fast ausschließlich

Bullen aus Schleswig-Holstein, sowie die im Zuchtprogramm

verfügbaren RDM und SRB Bullen benutzt.

Die Herde macht einen sehr guten Eindruck. Trotz

der schwierigen Voraussetzungen werden hier mit

dem Rotvieh sehr gute Ergebnisse erzielt (Zwischenkalbzeit

373 Tage).

das Zuchtprogramm der RSH eG auf diesem Zuchtbetrieb

angekauft. K.L. Ahsbahs-Diercks übernimmt

von Herrn Ralfs auch das Amt als Körungsmitglied

in der Aufzuchtstation Ruhwinkel.

Die Rinderzucht Schleswig-Holstein eG wünscht

dem neuen Vorsitzenden ein glückliches Händchen

für sein neues Amt und bedankt sich ganz herzlich

bei C.-P. Ralfs für die sehr gute und produktive Zusammenarbeit

im Zuchtausschuss Rotbunt DN.

G. Koch

Der zweite Besichtigungsbetrieb gehört der Familie

Neumann in Bad Berleburg. Hier werden ca. 100

ha Dauergrünland in einer Höhenlage von 600 m

bewirtschaftet. Gemolken werden im Jahresdurchschnitt

82 Kühe, die 2007 über 8000 kg Milch mit

4,60 % und 3,50 % Eiweiß erzielt haben. Die Gesamtleistung

betrug somit 654 kg Fett und Eiweiß.

Bei Bernd Neumann wurden verschiedene Rotviehkühe

in Vorführring präsentiert. Es handelte sich um

Töchter der Vererber Toulon, Zober und Arena. Die

Tulano (Tulip)-Tochter Flocke fand besondere Beachtung.

Mit einer Jahresleistung von über 9000 kg

Milch, bei 5,50 % Fett und 4,00 % Eiweiß, gehörte

die Kuh 2007 zu den leistungsstärksten Rotviehkühen

im RUW Gebiet. Als besonderer Höhepunkt

wurde zum Abschluss der 3-jährige Bulle Igor ge-

Flocke von der Familie Neumann gehörte 2007 zu den leistungsstärksten Rotviehkühen

im RUW-Gebiet Fotos: Tordsen

17


18

ANGLER

zeigt. Auf der Grünen Woche 2008 vertrat dieser

Fleischberg das Rote Höhenvieh in Berlin.

Am Abend wurde dann über Zuchtwerte und

Leistungen diskutiert. Die leistungsstärkste Rotviehkuh

in RUW Gebiet brachte es auf über 13.000

kg Milch und 1028 kg Fett und Eiweiß. Sie steht in

Höxter bei der Busse GbR. Eine Faber-Tochter bei

Familie Henk in Bad Berleburg schaffte es auf über

11.000 kg Milch. Erfreulicherweise stehen im Versuchsbetrieb

der LWK NRW von Hans Düsse, Bad

Sassendorf auch zwei sehr leistungsstarke Rasse-

Australier zu Besuch in Angeln

Im April besuchten Steve Snowdon und seine Frau

Eileen das Angler Zuchtgebiet, um sich über den

derzeitigen Stand der Angler Rasse zu informieren.

Steve wohnt mit seiner Familie in Tyers, Victoria in

Australien.

Hier werden auf 133 ha 430 Kühe gehalten. Die

Herde besteht zu 60 % aus Kreuzungskühen, die

mit SRB Genetik in Richtung Aussie Red gezüchtet

werden. Die restlichen 40 % seiner Herde sind australische

Rotviehkühe (Aussie Red). Seit 1996 hat

Steve rote Gene für seine damalige Holsteinherde

benutzt. Er gehört seit 2002 den Australischen Roten

Rassen (ARBD) an. 2004 wurde er Vizepräsident und

seit Januar 2008 ist er der 1. Vorsitzende der Aussie

Reds. Da Steve in der Funktion des Präsidenten natürlich

dem Aussie Red Zuchtausschuss angehört,

sucht er in der ganzen Welt nach geeigneten roten

Genen, um die heimische Rasse zu verbessern. Die

Aussie Red erleben seit einigen Jahren einen regelrechten

Boom in der Spermavermarktung. Viele

Holsteinbetriebe in Australien setzen die Rasse ein,

um die Gesundheit, Fruchtbarkeit, Leichtkalbigkeit

und Wirtschaftlichkeit zu verbessern. Bankmanager,

Farmberater, Tierärzte und Forscher fördern

dort die Kreuzungs- und Rotviehzucht, um bessere

Betriebsergebnisse zu erzielen.

Steve war in Frankreich um Montebeliarde Kühe

anzusehen, die für Kreuzungen genutzt werden. Ein

weiteres Reiseziel war Kalifornien (USA), wo die

großen Kreuzungsherden, mit denen Les Hansen arbeitet,

angesehen werden sollten. Zwischen diesen

beiden Stationen wurde das Angler Zuchtgebiet

eingeplant, um die aus dem Internet bekannten

Kühe in Natur zu erleben. An zwei Tagen wurden

mehrere Betriebe besichtigt, um verschiedene Kuhstämme

zu besehen.

Im Betrieb von Vinzenz und Wiebke Andersen,

Rosgaard waren es die Didolum-Töchter, die das

vertreterinnen, die in der Bestenliste erscheinen,

wie auch auf dem Eichhof im hessischen Bad Hersfeld.

Somit lernen die Auszubildenden in Hessen

und Nordrhein-Westfalen bei der überbetrieblichen

Ausbildung das Deutsche Rotvieh kennen.

Bei den besten Färsen in NRW ist eine Walstad

von Ingold Weyrich in Krottelbach (Pfalz) mit knapp

9.000 kg Milch an der Spitze. Die Kühe Lore und

Alina (v. Stadel u. Walstad) aus dem Zuchtbetrieb

Wagener, Netphen befi nden sich unter den besten

fünf Färsen.

Christina-Johanna Paulsen-Schlüter begutachtet mit Eileen und Steve Snowdon (v.l.)

die Angler-Jungbullen in Schönböken

größte Interesse auf sich zogen, doch auch einige

Kreuzungskühe Angler x Schwarzbunt mit hohen

Leistungen wurden hier gezeigt.

Bei Peter-Dietrich Henningsen in Bockholm sind

durch Embryotransfer mehrere Kuhstämme erfolgreich

weiterbearbeitet worden. Als erstes wurde

Amsel, die Eukal-Mutter bewundert. Nicht weniger

gefi el Cule, die im Januar die alten Kuhklassen in

Neumünster für sich entscheiden konnte. Zwei Zober-Töchter

aus dieser Kuh verdeutlichen die Qualität

dieser Kuhfamilie. Aus der Familie des Angler

Vererbers Catom, sowie des Newcomers Epitaph

wurden ebenso ausdrucksstarke Kühe vorgestellt.

In Gangerschild bei Klaus Dieter Petersen stand die

Stadel-Tochter R 499 im Mittelpunkt. Seit vielen

Schätzterminen rangiert sie unter den ersten 3 der

Angler Topliste. Eine frisch gekalbte Orraryd-Toch-

Rind im Bild 2/2008

Der Rotviehtag in Nordrhein-Westfalen hat gezeigt,

dass unser Rotvieh gerade auch unter schwierigen

Bedingungen, wie extreme Höhenlage (kein

Maisanbau) und hohe Niederschläge sehr gute

Leistungen erbringen und wir hoffen, dass weitere

Milchviehhalter diese Vorteile nutzen.

Den Familien Neumann und Wagener sagen wir

recht herzlichen Dank für die reichliche Bewirtung

und Vorbereitung dieser Veranstaltung, wie auch

der RUW für die freundliche Unterstützung.

C.-P. Tordsen

ter wurde besonders „unter die Lupe“ genommen,

denn am Sperma des Vollbruders Honda besteht

seitens der Australier großes Interesse.

Bei der Vorsitzenden Christina-Johanna Paulsen-

Schlüter in Tolk war es die Zober-Tochter Fibrille,

die am meisten gefi el. Im Kontrolljahr 2007 hatte

die Ausnahmekuh die höchste Leistung der jungen

Kühe erbracht, inzwischen wurde sie erfolgreich für

das Angler Zuchtprogramm mit SRB Gunnarstorp

gespült.

Bei Familie Fuschera-Petersen in Fahrdorf wurden

die auf der Schau in Neumünster erfolgreichen

Kandidaten vorgestellt, wie z.B. Res. Sieger „alt“

Francka (Walter) und Sieger „jung“ Hanni (Baldo).

Auch die zur Eukal-Nachzuchtgruppe gehörenden

Kühe Happy und Hirse fanden Beachtung. Am Ende

der Betriebsbesuche stand für Steve fest, Zober


Rind im Bild 2/2008

ANGLER

Familienfoto mit Steve bei den Andersens in Rosgaard Steve zu Besuch bei Familie Fuschera-Petersen in Fahrdorf Fotos: Tordsen

würde durch seine Vererbung besonders gut zu den

Aussie Reds passen.

In der Tierzuchtverwaltung in Neumünster wurde

über eine bessere Zusammenarbeit im Spermahandel

diskutiert.

Auf der Besamungsstation in Schönböken wurden

interessante Angler Jungbullen, wie z.B. der Orra-

ryd-Sohn Honda angesehen und für sehr gut befunden.

Die Angler Züchter konnten Steve während

eines Vortrages über die Zucht der Aussie Reds

erleben, indem er von „seiner“ Welt berichtete. Die

australischen Verhältnisse können zwar nicht übertragen

werden, dennoch ist es interessant, etwas

aus einem Zuchtgebiet zu erfahren, wo die Kühe 12

Monate Weidehaltung haben (mit und ohne Bewäs-

serung), wo die Kalbesaison nur 9 Wochen dauert

und wo stabile Kühe gebraucht werden.

Wieder wurden wichtige Kontakte geknüpft, die

Angler haben in Australien seit dem Einsatz des

Bullen King einen guten Namen und wir hoffen,

dass die „Aussies“ weiter auf Genetik aus Schleswig-Holstein

setzen. C.-P. Tordsen

Der mit dem Wolf tanzt ... Foto: Tordsen

19


20

FLEISCHRINDER

Gelungener Tag der off enen Tür

bei Familie Lucanus

Der Limousin-Zuchtbetrieb Lucanus aus Fargau-

Pratjau im Kreis Plön lud Ende März zum „Tag der

offenen Tür“ ein.

Zahlreiche Gäste aus Nah und Fern nutzten die

Gelegenheit, die „Lucanische“ Limousin-Herde in

Augenschein zu nehmen. Auch Züchterkollegen

aus anderen Bundesländern war der Weg nicht zu

weit, um die 30-köpfi ge Limousin-Mutterkuhherde

zu besichtigen.

Von Ute Lucanus wurden die einzelnen Tiere des

Betriebes vorgestellt.

Der Deckbulle Strauß von Familie Lucanus, Fargau-Pratjau, überzeugt bei seinen

Nachkommen mit viel Wuchs, guter Bemuskelung und korrekten Fundamenten

Aktuelle Ergebnisse der

Zuchtwertschätzung Fleischrinder

In dieser Ausgabe werden die Ergebnisse der

Fleischrinder-Spitzenkühe dargestellt. Die überregionalen

Listen sind im Internet unter: www.vit.de

einzusehen.

Bei den Charolais glänzt ANDANTE von Anke

Jaspers, Halstenbek, mit dem besten maternalen

Zuchtwert von 121 und mit einer Aufzuchtleistung

von 129 % zum Betriebsdurchschnitt.Ebenfalls stark

in den Aufzuchtzahlen (114%) mit einem RZF von

117 ist die Limousin-Kuh EUGENIE, eine Cash Flow-

Tochter von Peter Hinrich Peters aus Jagel. Bei

der Rasse Blonde d´ Aquitaine steht die Podium-

Tochter HENNA von Carsten Theodor Lass, Westre,

aus der Uriel-Tochter Helena auf dem ersten

Zur Zeit decken zwei genetisch hornlose Limousin-

Bullen: zum einen der rahmige Monty Pyton-Sohn

MANITU mit sehr gutem Exterieur und der sehr gut

bemuskelte Safran-Sohn STRAUß.

Viel Aufmerksamkeit erregten die Nachkommen

der beiden Bullen, die sich mit einer sehr guten

Bemuskelung, langer Mittelhand und sehr typvoll

präsentierten.

Neben den Deckbullen werden über die künstliche

Besamung die Bullen Ionesco, Troubadour, Jeansonnet,

Cub, Silverbird, Canada und Ulysse eingesetzt.

Der Betrieb beeindruckte die Züchterkollegen und

Die Juban-Tochter JULIANE von Jörn Christern, Geesthacht,

mit dem höchsten maternalen Zuchtwert von 115

Foto: Henningsen

Platz. Mit einem EKA von 25 Monaten und einem

RZF von 118 erreichte die Gitan-Tochter ULTRA

Rind im Bild 2/2008

Besucher auch mit einem exzellent bemuskelten

Mozart-Sohn und einer ebenfalls sehr gut bemuskelten

Ulysse-Tochter.

Die Limousinkühe des Betriebes werden im Boxenlaufstall

mit 54 Liegeplätzen und in einer Scheune

mit Tiefstreuboxen gehalten, in der sich auch die

Abkalbeboxen befi nden. Der hervorragende Zustand

der Herde und der vielversprechende Nachwuchs

der „Lucanischen“ Herde erfreute die Besucher.

Der Familie Lucanus gilt ein herzliches Dankeschön

für die großzügige Gastfreundschaft und die Vorstellung

ihres Betriebes. C. Henningsen

Vielversprechender Monty Pyton-Sohn Manitu Fotos: Henningsen

von Klaus-Dieter Thomsen, Tarpfeld, den höchsten

Zuchtwert der Rasse Salers. Aus der Zucht von

Jörn Christern, Geesthacht, stammt die Angus-Kuh

JULIANE mit dem höchsten maternalen Zuchtwert

(115). Die Aufzuchtleistung liegt bei 126 %

zum Betriebsdurchschnitt bei einer Zwischenkalbezeit

von 361 Tagen.

Bei der Rasse Hereford hat die Richardt-Tochter

ELLENA von Jens Reimers, Henstedt-Ulzburg, eine

Aufzuchtleistung, die 27 % über dem Betriebsdurchschnitt

liegt. Die Rasse Fleckvieh wird angeführt

(RZF 109) von der Lexus-Tochter IRENE aus

dem Besitz von Hans Werner Schumacher, Krüzen.

C. Henningsen


Aktive Kühe mit Zuchtwerten für Fleischleistung (Mind. 30% Sicherheit, mind. 1 Nachkomme und RZF > 108)

Rind im Bild 2/2008

FLEISCHRINDER

Charolais

HB-NR. Name Horn GJ Vater RZF Si% ZWmat ZW_TZ ZW_B Besitzer

DE 0113837014 Andante 2002 Oh-Guiness 110 46 121 87 108 Jaspers, Halstenbek

DE 0113837010 Dolores 2002 Fiskus 108 46 105 99 111 Dressel, Ahrensbök

DE 0113840411 Edda 2003 Laurel 108 46 103 99 114 Schacht, Bad Oldesloe

Limousin

DE 0113413511 Eugenie P 2002 Cash Flow 117 54 107 109 111 Peters, Jagel

DE 0113800441 Josefi ne Pp 2003 Sacapuce 114 49 99 110 118 Bielfeldt, Erfde/Bargen

DE 0113867495 Octavia 2004 Rosario 113 43 104 107 112 Peters, Jagel

DE 0113203227 Loretta P 2001 Jack 112 51 96 115 108 Bielfeldt, Erfde/Bargen

DE 0111936347 SOPHIA 1998 Galant 110 58 107 102 106 Bielfeldt, Erfde/Bargen

DK 6446700723 OLIVIA 1998 Goliath 109 53 106 102 107 Peters, Jagel

DE 0112774986 Emma Pp 2001 Canada 109 52 103 107 103 Lucanus, Fargau-Pratjau

DE 0113800443 Tika 2003 Sacapuce 109 49 93 111 115 Carstens, Wittbek

DE 0114721643 Nema Pp Pp 2004 Lino 109 48 98 109 108 Böttger, Ascheberg

DE 0114299672 Felia P 2004 Jack 109 47 93 116 105 Volkers, Scheppern

DE 0340059103 ELIA P 1995 Sundance 108 62 104 103 106 Peters, Jagel

DE 0110709001 LIVA 1997 Frankenstein 108 56 101 105 106 Lucanus, Fargau-Pratjau

DE 0112006689 NESSIE Pp 1999 Grand 108 56 108 99 107 Bielfeldt, Erfde/Bargen

DE 0113203231 Nanja P 2001 Jack 108 53 96 113 102 Bielfeldt, Erfde/Bargen

DE 0113965051 Dolores 2003 Heinrich 108 51 96 108 112 Lucanus, Fargau-Pratjau

DE 0113789674 Efeu 2002 Dustin 108 50 95 109 111 Sothmann, Fargau-Pratjau

DK 1768800061

Blonde d`Aquitaine

Sofi e 2001 Golden 108 43 105 103 106 Bielfeldt, Erfde/Bargen

DE 0114113744 Henna 2004 Podium 115 42 105 107 113 Lass, Westre

DE 0114113745 Hella 2004 Podium 114 42 100 112 110 Lass, Westre

DE 0113673757 Monalisa 2002 Podium 113 40 103 109 107 Lass, Westre

DE 0112966024 FELLA 2000 Filou 110 42 106 104 106 Röschmann, Nortorf

FR 2832903947 Seville 2001 Okinawa 109 40 112 97 105 Ackermann, Steinfeld

DE 0113413860 Sandra 2002 Odeon 109 36 89 115 112 Schnoor, Treia

DE 0114380274 Harmonie 2004 Podium 108 42 90 115 109 Lass, Westre

DE 0111662796 FLORONCE 1998 Lolo 108 40 115 94 102 Röschmann, Nortorf

DE 0114253900

Salers

Odesa 2003 Bijou 108 37 108 100 106 Feldhoff, Wanderup

DE 0112371516 ULTRA 2001 Gitan 118 46 103 113 113 Thomsen, Tarpfeld

DE 0111693317 TELSE 1999 Gitan 117 36 107 109 110 Thomsen, Tarpfeld

DE 0114365514 Tara 2003 Ds Dreyfus 116 36 102 112 111 Thomsen, Tarpfeld

DE 0114589632 Geri 2004 Falk 114 43 109 105 107 Callsen, Bögelhuus

DE 0112943970 Tilli 2002 Hurleur 109 33 103 108 102 Thomsen, Tarpfeld

DE 1301839773 Tosca 2004 Templier 108 42 105 101 107 Callsen, Bögelhuus

DE 1500604347

Angus

Gabi 2000 Diamant 108 36 103 105 106 Callsen, Bögelhuus

DE 0113693095 Juliane 2002 Juban 113 52 115 98 106 Christern, Geesthacht

DE 0115140823 Buche 05 2005 Ralala 112 42 102 109 108 Göttsche, Hennstedt

DE 0113306345 Vaola 2002 Max 112 38 109 104 105 Göttsche, Hennstedt

DE 0113999448 Silwa 2003 Carlos 108 47 96 109 108 Gutsv. Moltsfelde, Boostedt

DE 0115140820

Hereford

Linde 05 2005 Ralala 108 39 99 108 106 Göttsche, Hennstedt

DE 0114830962 Ellena P 2005 Richardt 116 44 107 108 109 Reimers, Henstedt-Ulzburg

DE 0113300091 Elli P 2001 Laprint 767 115 42 96 116 112 Reimers, Henstedt-Ulzburg

DE 0114720522

Fleckvieh

Kitta P 2004 Richardt 111 47 100 110 106 Reimers, Henstedt-Ulzburg

DE 1601651207 Irene P 2003 Lexus 109 50 106 102 106 Schumacher, Krüzen

DE 0110931028 Anemone P 2003 Eisenherz 109 49 104 106 103 Kuhnke, Achtrup

DE 1302385763 Bella P 2004 Parker 109 38 104 103 109 Schumacher, Krüzen

DE 0113840422 Steffani Pp 2004 Landgraf 108 45 96 110 108 Schacht, Bad Oldesloe

21


22

FLEISCHRINDER

Galloway-Export

nach Großbritannien

Mitte März 2008 realisierten die Galloway-Betriebe

Jürgen Greiner, Hagen, und Karl-Ludwig Freiherr

von Hollen, Schönweide, einen Export von 2 Galloway-Bullen

und einem Rind in das Ursprungsland

der Galloways: nach Großbritannien.

Schon im letzten Jahr sind 2 Bullen der „Holsten-

Herde“ von Jürgen Greiner ins Vereinigte Königreich

verkauft worden.

Die Käufer legten Wert auf rahmige Tiere mit einer

sehr langen Mittelhand und tadellosem Exterieur.

Für Sie gelesen

Auf der ordentlichen Mitgliederversammlung des Ramelshoven, Alfter, wurde einstimmig bestätigt.

Bundesverbandes Deutscher Fleischrinderzüch- Ebenfalls einstimmig wiedergewählt wurde Martin

ter und -halter e.V. (BDF) am 13. März 2008 standen Holm aus Oyten. Für Friedrich Schumacher, der aus

turnusgemäß die Wahl von drei der vier Vorstands- Altersgründen aus dem Vorstand ausschied, wurde

mitglieder an. Vorsitzender Johannes Frizen, Burg Benjamin Junck, Vornagelhof, Jungingen/Baden-

Verein der Rotbuntzüchter

im Kreis Nordfriesland

Anfang März hielt der Kreisverein der Rotbunten

in Nordfriesland seine Jahreshauptversammlung

in Breklum ab. Neben Rüdiger Böhnke, Johann

Dierks und Dr. Hasenpusch von der RSH eG konnte

der Vorsitzenden Klaus-Jürgen Lorenzen noch Herrn

Petersen vom LKV sowie ein Drittel der Herdbuch-

Mitglieder begrüßen.

In Nordfriesland wird jedes Jahr noch ein Färsenjahrgang

gemessen. 310 Kühe ergaben eine Durchschnittsgröße

von 147 cm. Die Messungen variierten

von 135 bis 165 cm.

33 Testbullen und 36 Vererber waren eingesetzt

worden, 62 x Avanti (Ø 149 cm), 25 x Kismet (Ø 146

cm), 14 x Taecks (Ø 149 cm) und 9 x Tokio Red (Ø

147 cm).

Beim Färsenwettbewerb nahmen 2/3 der Herdbuchbetriebe

teil. An drei Tagen bewertete Andreas Petersen

aus Horsbüll als Richter 58 RH- und 4 DN-Kühe.

Bei Rotbunt DN siegte die Sammlung von Martje

Paulsen Borkowitz aus Koldenbüttel. Beste DN-Kuh

Ebenfalls war die Blutführung entscheidend für den

Kauf.

So ging an die Klondyke-Farm in Dumfriesshire der

knapp zweijährige Holsten Byron-Sohn HOLSTEN

BARON aus einer fruchtbaren Solway Kass 12F-

Tochter.

Karl-Ludwig von Hollen exportierte einen Sohn

vom australischen Bullen Globex Xplosive. SCHÖN-

WEIDER XPLOSIVE imponiert durch seine extreme

Körperlänge in der Mittel- und Hinterhand. Der

Rind im Bild 2/2008

Bulle deckt jetzt bei John Finlay in Castle Douglas.

An seinen Sohn Ian Finlay ging die Schönweider

Enterprise-ET-Tochter SCHÖNWEIDER STAR, die

eigentlich auf der Bundesschau im Mai gezeigt

werden sollte.

Beiden Zuchtbetrieben gratulieren wir ganz herzlich

zum Verkauf ihrer Tiere an Zuchtbetriebe in Großbritannien.

C. Henningsen

Württemberg, neu in den Vorstand gewählt. Neben

den genannten Personen gehört Uwe Harstel, Rohrbeck,

dem BDF-Vorstand an. Schumacher, der seit

1990 Mitglied im BDF-Vorstand war, wurde einstimmig

zum Ehrenmitglied gewählt. adr-Info. 11/08

Goldmarie v. September, Reservesiegerin Rotbunt jung bei Neumünster am Abend 2008, Besitzer I.-M. Carstensen,

Lütjenholm Foto: Schulze


war die Didus-Tochter mit 86 Punkten. Bei den RH-

Kühen siegte die Sammlung von Ingwer Martin Carstensen

aus Lütjenholm mit 258,8 Punkten, vor der

Sammlung von Rainer Nissen, Horstedt mit 258,35

und Ralf Bahnsen, Immenstedt, mit 257,75 Punkten.

Einzelsieger RH wurde die Goldstar-Tochter von

Rainer Nissen, Horsbüll, mit 4x 87 Punkten. Zweite

wurde die Rotschenk-Tochter Stall-Nr. 32 von der

Joachim Maat GbR, Nordstrand mit 87 Punkten.

Dritte wurde die September-Tochter Goldmarie

von Ingwer Martin Carstensen, Lütjenholm, mit 87

Punkten. Vier Kühe erreichten die Punktzahl 87. 14

Kühe erreichten die Punktzahl 86.

Die Rotbuntzüchter der Kreis Schleswig-Flensburg

und Nordfriesland planen für den September erstmals

eine Prämierung in der Herde im Norden. So

wird ein Richter in den beiden Kreisen Typ- und Euterbewertungen

bei Kühen und Färsen vornehmen,

die in der Laktation noch keine Bewertung haben.

Der diesjährige Züchterabend des Kreisvereins

fi ndet am Donnerstag, den 03.Juli 2008 um 19.30

Uhr auf dem Betrieb Stefan Kruse in Rellingen,

Kirchstieg 1, statt. Familie Kruse wird Kühe aus ihrer

190 Kuh-Hochleistungsherde vorstellen. Für die

Am Donnerstag, den 17. Juli 2008 um 19.00 Uhr fi ndet

der diesjährige Züchterabend der Schwarzbuntzüchter

Am Freitag, den 18. Juli 2008 beginnt der diesjährige

Grillabend des Vereins der Rotbuntzüchter im

Kreis Rendsburg-Eckernförde auf dem Betrieb der

Die Sieger bekamen jeweils eine Stallplakette und

wurden mit von der RSH eG gestifteten Preisen belohnt.

Herzlichen Glückwunsch an alle Züchter!

Nach den Neuwahlen setzt sich der Vorstand wie

folgt zusammen:

Vorsitzender: Klaus-Jürgen Lorenzen, seit 1990

Stellvertreter: Matthias Detlefsen, seit 1995

Kassenwart: Peter Max Hansen, seit 1990

Protokollführer: Ralf Bahnsen, seit 2002

Beisitzer: Joachim Knutzen, seit 2004

Kassenprüfer: Rainer Nissen

Prämierung im Norden

Von den 4 Kühen (drei beste in der Wertung) und 4

Färsen (drei beste in der Bewertung) wird getrennt

für jeden Kreis eine Siegersammlung herausgestellt

und ach die beste Siegerfärse prämiert. Von allen

gesehen Tieren soll schließlich der „Grand Champion

des Nordens“ ausgezeichnet werden

Rind im Bild 2/2008

KREISVEREINE

Verein der Rot- und Schwarzbuntzüchter

in den Kreisen Steinburg und Pinneberg

Zuschauer wird ein Rangierungswettbewerb durchgeführt,

es gibt attraktive Preise zu gewinnen.

Besichtigt werden kann außerdem die Ziegenzucht

und die hofeigene Meierei, in der ein Teil der Kuhmilch

und die Ziegenmilch selbst verarbeitet wird.

Verein der Schwarzbuntzüchter

im Kreis Schleswig-Flensburg

im Kreis Schleswig-Flensburg statt. Familie Neuwerk,

Barderup, wird ihren Betrieb vorstellen. Für das leib-

Verein der Rotbuntzüchter im

Kreis Rendsburg-Eckernförde

Familie Koep in Holtdorf. Der Betrieb stellt einiger

Kühe aus der Herde vor. Außerdem werden noch

weitere Attraktionen für jung und alt geboten. Für

Reinhard Petersen berichtete anschließend über die

Leistungsentwicklung der rotbunten Herdbuchkühe in

Nordfriesland. So hat sich in den letzten 15 Jahren der

Kreis Nordfriesland vom letzten Platz in Schleswig-

Holstein im Jahre 2007 an die Spitze gesetzt. Rüdiger

Böhnke referierte über aktuelle Geschehnisse von der

RSH eG und Dr. Hasenpusch hielt einen sehr interessanten

Vortrag über die Fruchtbarkeit im Kuhstall. Für

das Jahr 2008 ist vom Vorstand noch eine Abendfahrt

gemeinsam mit den Rotbuntzüchtern aus dem Kreis

Schleswig-Flensburg geplant und im Sommer eine

Schau in der Herde. Wir wünschen allen Rotbuntzüchtern

ein erfolgreiches Jahr. K.-J. Lorenzen

Die beiden Vorstände hoffen auf viele Anmeldungen.

Bei Fragen stehen Max Engelland, Kropp, Tel.:

04624/8190 oder Klaus-Jürgen Lorenzen, Norderfriedrichskoog,

Tel.: 04864/391 zur Verfügung.

K.-J. Lorenzen

Für das leibliche Wohl ist mit Gegrilltem und Getränken

gesorgt.

Familie Kruse freut sich über viele Besucher und

Freunde der Holsteinzucht, Jungzüchter und Gäste

aus den benachbarten Kreisvereinen. S. Bethke

liche Wohl ist gesorgt. Alle Interessierten sind zu dieser

Veranstaltung herzlich eingeladen. C. Henningsen

das leibliche Wohl ist gesorgt. Alle Interessierten

sind zu dieser Veranstaltung herzlich eingeladen.

A. Jensen

23


24

KREISVEREINE

Frühjahrsausfahrt des Kreisvereins der

Rot- und Schwarzbuntzüchter in den

Kreisen Steinburg und Pinneberg

Zwischen den Melkzeiten fand die diesjährige

Frühjahrsausfahrt des Kreisvereins der Rot- und

Schwarzbuntzüchter im Kreis Steinburg und Pinneberg

am Dienstag nach Ostern statt.

Um 8.15 Uhr startete die Bustour pünktlich bei

schneebedeckten Straßen von Itzehoe in Richtung

Hamburg, um den Zuchtbetrieb von Steffi und Christian

Fischer in Brunsbek zu besichtigen.

Erwartet wurden wir auf dem Betrieb Fischer, der

schon über 100 Jahre in Familienbesitz bewirtschaftet

wird von Christian, dem Betriebsleiter und

seiner Frau Stefanie, die uns aufs Herzlichste begrüßten

und willkommen hießen.

Bewirtschaftet werden 125 ha, davon sind 65 ha

Ackerland und 60 ha Grünland. Das Ackerland wird

mit Silomais, Weizen, Ackergras und Wintergerste

bestellt.

Zur Zeit werden rund 80 Holsteinkühe mit einer Leistung

von über 11.000 kg Milch mit 4,11% Fett und

3,50% Eiweiß gemolken.

Aufgezogen werden die weiblichen Jungrinder und

ca. 20 Bullen für die Auktion. Diese Daten sollten

aber nach einem kurzen Betriebsrundgang neben-

sächlich werden. Im Kuhstall ans Fressgitter gelehnt

erfuhren die Zuchtinteressierten dann vieles

über die Zuchtphilosophie des Betriebes und natürlich

über die einzelnen Kühe, die Christian uns

vorstellte.

So marschierte die Kuh „Udessa“ (V: Mountain) mit

zur Zeit neun Kälbern und über 100.000l Lebensleistung

an den neugierigen Blicken vorbei. Auch

„Wanka“ mit ihrer Mutter und einer Tochter, die

auch alle über eine ähnlich hohe Lebensleistung

verfügen, durften bei der Vorstellung nicht fehlen.

„Esther“ eine Juote-Tochter, die schon an der Europaschau,

der DHV-Schau und bei Neumünster am

Abend erfolgreich teilgenommen hat, präsentierte

sich mit zur Zeit 4 Kälbern den Besuchern.

Auch die EX 91eingstufte „Winzerin“ von Juror, die

schon auf mehrmalige Schauerfolge zurückblicken

kann und mit einer Höchstleistung in der siebten

Laktation von fast 12.000 l mit hervorragenden Inhaltsstoffen

aufwarten kann, präsentiert sich in der

Herde in topform.

Eine durfte aber natürlich in der Parade der Kühe

nicht fehlen und das war „Bettina“, Siegerkuh bei

Christian und Steffi Fischer, Brunsbek, freuen sich über den Doppelsieg ihrer Kühe bei Neumünster am Abend 2008

in den alten Kuhklassen. Bettina, die Lee-Tochter (rechts) wurde Siegerin der alten Kuhklassen und dafür mit der

silbernen Plakette des Bundesministeriums für Landwirtschaft dekoriert, während die Winzerin (links) als Reservesiegerin

die ADR-Silberplakette erhielt. Foto: Thomsen

Rind im Bild 2/2008

Neumünster am Abend 2004 und 2008 und Reserve

Kuh bei den All German Open 2004. Zur Zeit befi

ndet sie sich in der Vorbereitung auf die German

Open 2008 und präsentierte sich uns in hervorragender

Kondition und Fitness.

Zuchtziel ist die langlebige Schaukuh mit hoher Lebensleistung,

so fasste Christian seine Zuchtphilosophie

zusammen, dass dabei nicht immer die neusten

Vererber, sondern auch besonders bewährte

Bullen in die Anpaarung aufgenommen werden und

so auch der Index mal nicht so hoch ist, wie gewünscht,

ist hierbei zweitrangig. Aber auch gezielte

Anpaarungen mit Bullen mit züchterisch extremeren

Zuchtwerten werden gezielt eingesetzt.

Eins wurde deutlich, als bei Glühwein und kleinen

gefüllten Windbeuteln der Blick durch den Stall

glitt, das unter recht normalen Produktionsbedingungen

hervorragende und langlebige Holsteinkühe

mit hohen Lebensleistungen (Herdendurchschnitt

48.000 l) gezüchtet werden können.

Dann ging es weiter zum Mittagessen in den Braaker

Krug. Hier erwartete uns ein reichhaltiges Essen

mit Kassler und Roastbeef, Sauerfl eisch und

Matjes mit Remoulade und Bratkartoffeln satt. Zum

Nachtisch, es war kaum mehr Platz, reichte der Wirt

einen großen Eisteller mit den verschiedensten Sorten.

Gut gerüstet und etwas in Eile, da die Zeit drängte,

brach die Tour in Richtung Wiemersdorf auf.

Dort erwartete und begrüßte uns die Familie Steffens

mit ihrer hervorragenden durchgezüchteten

Rotbuntherde aufs Herzlichste. Familie Steffens

hatte sich sehr viel Mühe gegeben und präsentierte

uns 15 Rotbuntkühe aus ihrer Herde, vom 3.Kalb bis

zur jungen Färse. Herr Böhnke von der RSH eG stellte

uns die Tiere einzeln vor und kommentierte die

Leistungs- und Zuchtdaten.

Schwere rotbunte Kühe mit hoher Leistung und von

Topvererbern abstammend, kennzeichnen die Herde

Steffens und begründen das Zuchtziel.

Bewirtschaftet werden insgesamt 130 ha, davon

sind 75 ha Ackerland und 52 ha Grünland. Angebaut

werden Zuckerrüben, Raps, Mais und Winterweizen,

sowie Braugerste.

Gemolken werden zur Zeit 84 Kühe mit fast 9.000 l

Herdenschnitt mit 4,36% Fett und 3,46% Eiweiß.


Zur Kaffeepause ging es ins nahe gelegene Golfcafe.

Hier erwartete die Teilnehmer ein riesiges

Kuchenbüfett mit Tee und Kaffee in gemütlicher

Landatmosphäre. Begrüßt wurden wir ganz unkompliziert

vom Besitzer des Cafes. Neben dem Cafe-

und Golfplatzbetrieb wird von mehreren Partnern

eine Rollrasenproduktion gemanagt. Der Golfplatz

wird von Familien und Profi s bespielt, weil er eine

angenehme Spieldauer von 1,5 h hat und so am

Auch in diesem Jahr begannen die Aktivitäten

des Kreisvereins der Schwarzbuntzüchter im Kreis

Rendsburg-Eckernförde mit dem Jungkuhwettbewerb

in der Herde. Insgesamt 31 Betriebe hatten

sich angemeldet. Während der dreitätigen Bewertungstour

wurden dem Richter, Herrn Lorenz Carstensen

aus Ipernstedt, 93 Kühe vorgestellt.

Am stärksten waren in diesem Jahr die Bullen Lexikon

(5 Töchter), Strunz (5), Manager (4) und Laudan,

Ticket und Titanic mit je 3 Töchtern vertreten. 49

weitere Bullen waren in den Pedigrees als Väter zu

fi nden.

Die Betriebe waren auf drei Klassen aufgeteilt. In

der ersten Klasse, Betriebe mit einer Betriebsgröße

von bis zu 57 Kühen, nahmen 9 Betriebe teil.

In dieser Klasse gewann Marc Köpke aus Felm

(ø 85,87 Pkt.). Er konnte eine sehr einheitliche Gruppe

auf hohem Niveau vorstellen. Die Färsengruppe

bestand als folgenden Kühen: Hillary von Goldwin,

Gescha von James und Harmonie von Titanic. War

der Abstand zwischen erst- und zweitplaziertem

noch deutlich, so ging es zwischen nächsten Platzierungen

enger zu. Auf dem zweiten Rang folgte

Marco Voß aus Arpsdorf mit diesen Färsen: Grace

von Manager, Heike von Manager und Habicht von

Stormatic. Dritter in dieser Klasse wurde Jürgen

Möller aus Stampe mit den Färsen: Gelli von Lexikon,

Gerlie von Leif und Heidi von Zecher. Auf dem

vierten Rang dann Carsten Lück aus Osdorf. Seine

Färsengruppe: Hurrican von Detmold, Houtsun von

Manager und Hanna von Leif.

In dieser Klasse, wie auch in anderen beiden, konnte

sich der erstplazierte über ein Kuhbild, der zweite

über einen Werkzeugkasten, der dritte über einen

Spermagutschein von RSH eG und der vierte über

einen Präsentkorb freuen. Die Preise wurden im

Nachmittag gut beschickt werden kann. Ach gibt es

einen Probeplatz und Angebote rund ums Golfen zu

erschwinglichen Preisen.

Die Rollrasenproduktion ist eine arbeitsintensive

Produktion mit hohem Saatgut- und Düngeraufwand.

Produziert wird überwiegend für Gartenbaufi

rmen, aber auch für private Personen. Gut gestärkt

traten wir den Rückweg an.

Jungkuhwettbewerb im

Kreis Rendsburg-Eckernförde

Rahmen der Jahreshauptversammlung in Bünsdorf

übereicht.

Die zweite Klasse umfasste die Betriebe mit einer

Bestandsgröße von 58 bis 96 Kühen. Hier waren 10

Betriebe vertreten. Die Ergebnisse der ersten vier

Betriebe lagen dicht beieinander.

Gewinnen konnte in dieser Gruppe der Betrieb Jan

Krabbenhöft aus Revensdorf (ø 84,72 Pkt.). Seine

Färsengruppe setzte sich wie folgt zusammen:

Gimpel von Lexikon, Himmel von Nabur und Heurike

von Laudan. Zweiter wurde Klaus Anders aus Friedensthal

mit den Tieren: Grete von Laudan, Happy

von Maat und Gipsy von Lyoto. Auf dem dritten

Platz in dieser Klasse lag die Jacobsen/Nehls GbR

aus Mielkendorf. Die Färsen des Betriebes: Gritt

von Elfo, Gunilla von Elfo und Geda von Fordbell.

Vierter wurde Klaus Tensfeldt aus Bordesholm mit

den Färsen: Goldige von Escado, Geo von Eiderstedt

und Germany von Eiderstedt.

In der dritten Klasse waren alle Betriebe zusammengefasst,

die mehr als 96 Milchkühe haben.

Zehn Betriebe gehörten zu dieser Klasse. Mit sicherem

Vorsprung konnte der Betrieb SH Wendell-

Andresen GbR in dieser Klasse gewinnen (ø 85,62

Pkt.). Die Färsengruppe setzte wie folgt zusammen:

SH Sam Modell von Mr. Sam, SH Stormatic Lustre

von Stormatic und SH Allen Alane von Allen.

Die Abstände zwischen den Plätzen zwei und vier

waren eng. Auf dem zweiten Platz lag der Betrieb

Volker Wehde aus Bünsdorf mit den Färsen: Gesche

von Lee, Halali von Lucky Mike und Honululu von

Ramos. Den dritten Platz belegte die Prall & Marxen

GbR aus Gettorf. Ihre Färsengruppe: Honeymoon

von Balance, Hofrose von Lexikon und Glücksfee

von Strunz. Vierter wurde in dieser Klasse Carsten

Sieh-Petersen aus Bünsdorf mit den folgenden Tieren:

Harriet von Titanic, Gundi von September und

Highway von Laurell Red.

Rind im Bild 2/2008

KREISVEREINE

Der Kreisverein bedankt sich herzlichst bei den

Betriebsleitern und ihren Familien für die tolle

Präsentation der Betriebe und die Möglichkeit, diese

besichtigen zu dürfen, was heute nicht immer

selbstverständlich ist.

Vielen Dank an alle, die an der Planung beteiligt

waren und diesen Tag so toll gestaltet haben.

S. Bethke

Insgesamt zeigten sich die Färsen an diesen drei

Tagen auf einem sehr guten züchterischen Niveau.

Interessant sind aber auch die besten Einzelergebnisse.

Im folgenden sind die sechs besten Kühe des

Wettbewerbs aufgeführt.

SH Allen Alane (87 Pkt.)

V: Allen MV: Storm

Züchter: Sächsischer Rinderzuchtverb.

Besitzer: SH Wendell-Andresen GbR

SH Stormatic Lustre (87 Pkt.)

V: Stormatic MV: Progress

Zü. + Bes.: SH Wendell-Andresen GbR

Harmonie (86 Pkt.)

V: Titanic MV: Lyster

Zü. + Bes.: Marc Köpke

Gescha (86 Pkt.)

V: James MV: Storm

Zü. + Bes.: Marc Köpke

Hillary (86 Pkt.)

V: Goldwin MV: Starleader

Zü. + Bes.: Marc Köpke

Gesche (86 Pkt.)

V: Lee MV: Juote

Zü. + Bes.: Volker Wehde

Dank an dieser Stelle noch einmal für die gute Beteiligung

und das Vorbereiten der Färsengruppen.

Aber auch unsere Gratulation an die Teilnehmer zu

solch guten und hoffnungsvollen Färsen.

Sehr erfreulich war es auch, dass sich neue Namen

in die Teilnehmerliste mischten.

Aufführen möchte ich an dieser Stelle, die neuen

100 000 l Kühe im Verein der Schwarzbuntzüchter

25


26

KREISVEREINE

im Kreis Rendsburg-Eckernförde. Es waren vier

Stück im vergangenen Jahr. Als Aufmerksamkeit

erhielten die Besitzer einen Präsentkorb vom Kreisverein.

Die 100 000 l Kühe:

Uta v. Camel

Bes.: H. Schütt, Felde

Rinderschauen in Schleswig-Holstein

Schau Ostholstein

Nach langjähriger Pause veranstaltet

der Verein der Holsteinzüchter

im Kreis Ostholstein am Freitag,

den 30. Mai 2008 eine Rinderschau

für schwarz- und rotbunte Kühe.

Die Schau wird als Abendveranstaltung

in der Reithalle der Familie

Behrens in Merkendorf bei Neustadt

stattfi nden. R. Witt

Schau Dithmarschen

Der Verein der Rotbuntzüchter im

Kreis Dithmarschen veranstaltet

anlässlich seines 125-jährigen Bestehens

am Donnerstag, den 28. August

2008 eine Tierschau. Die Schau

wird als Abendveranstaltung in Bargenstedt

stattfi nden. Der Kreisverein

ruft hiermit seine Mitglieder auf,

schaufähige Tiere bereitzustellen.

B. Buhmann

Ulida v. Nassau

Bes.: E. Smith-Sievers, Elsdorf-Westermühlen

Uran v. Ami

Bes.: K.-W. Hass, Neu-Holtsee

Wabe v. Nimbus

Bes.: M. Schwark, Wulfshagenerhütten

NOG Gute v. Emil aus der Zuchtstätte J.-D. Enninga, Liensfeld Foto: Arkink

Frohe v. Hepcat Red, Besitzer: S. Heuer, Bargenstedt Foto: Arkink

Rind im Bild 2/2008

Geplant für dieses Jahr ist ein Züchterabend im

Sommer, sowie ein Jungzüchtertag gemeinsam mit

dem Kreisverein der Rotbuntzüchter im Kreis Rendsburg-Eckernförde

am 8.6.2008 auf dem Betrieb der

Familie Hans-Wilhelm Stange in Bordesholm.

U. Lucanus


Landesjungzüchterfahrt vom 25.08. bis 30.08.2008 in die Schweiz

Es geht wieder los!

Bei Interesse bitte bis zum 16. Juni bei Jörn-Thore

Heesch melden: Tel.: 0170 / 454 471 9.

Der Unkostenbeitrag für diese Reise wird sich auf

ca. 250 € belaufen.

Programmentwurf:

Montag, 25.08.2008

- Besichtigung des Josera-Werkes in Kleinheubach

(Unterfranken)

Dienstag, 26.08.2008

Im Laufe des Nachmittags trefft ihr in Langnau ein.

Die Jugendherberge wird unsere Unterkunft für 4

Nächte sein. Nach der Ankunft und dem Beziehen

von den Zimmern, können wir uns in der nahe gelegenen

Badeanstalt oder beim Minigolf von den

Reisestrapazen erholen.

Mittwoch, 27. 8. 2008

- Besichtigung Forschungsanstalt Posieux

- Besuch Zuchtbetrieb Bachmann Estavayer-le Lac

(RH, HF)

Donnerstag, 28.8.2008

- Besuch Treichelmacher Bigler, Eggiwil

- Besuch Alpbetrieb Gfeller (RH- Zuchtbetrieb)

- Besichtigung Brown-Swiss Betrieb Peter Gfeller

in Kappelen

Freitag, 29.8.2008

- Besuch Swiss Fleckvieh Betrieb im Berner

Oberland

- Besuch HF- Zuchtbetrieb in Biére

Samstag, 30.8.2008

- Rückreise

Rind im Bild 2/2008

JUNGZÜCHTER

Impressionen der Landesjungzüchterfahrt 2007

Text: J.-T. Heesch /Fotos: Fuschera-Petersen

27


28

JUNGZÜCHTER

Landesjungzüchterschau 2008

Wahres Kaiserwetter strahlte über der Reithalle

Müller in Aukrug, als der Jungzüchtervorstand der

RSH eG zu seiner Landesschau am 27.April geladen

hatte. Und obwohl sicher manch Jungzüchterpapa

auf dem Acker zu tun gehabt hätte, konnte eine seit

Jahren nicht mehr da gewesene Rekordzahl von

64 Teilnehmern verbucht werden! Das Richteramt

oblag in diesem Jahr Andre Krohn aus dem RUW-

Gebiet, der seine Entscheidungen zügig und sicher

fällte und sich außerdem die Zeit nahm, jedem

Jungzüchter im Anschluss an die Vorführung noch

persönliche Tipps oder Erklärungen zur Platzierung

zu geben.

Die jungen Klassen

Gerade einmal 4 Jahre ist Jenny alt und wusste doch

schon ganz genau, worum es bei der Vorstellung

eines Kalbes ankommt. Gekonnt und ohne fremde

Hilfe führte sie ihr Angler-Kalb Karina (v. Arena,

Z.u.B.: Heiner Staggen, Schipphorst) vor, was ihr

den 1a-Platz vor Jannik Fischer aus Brunsbek einbrachte,

der einen besonders guten Draht zu seiner

Zett-Tochter Katharina bewies und sich somit den

2. Platz verdiente. Die nächste Gruppe konnte mit

einer sehr ruhigen und konzentrierten Leistung Janice

Hameister aus Timmaspe gewinnen, die mit ihrer

Emil2-Tochter Karona ein sehr harmonisches Team

bildete. Zum ersten Mal auf einer Landesjungzüchterschau

dabei und gleich zweitplatziert wurde Jule

Hauschildt aus Kükels, die eine sehr gute Haltung

am Halfter ihrer Korea (v. Jodokai) zeigte.

Preisrichter Andre Krohn aus dem RUW-Gebiet hatte das Sagen,

versäumte es aber nicht, auf jeden Teilnehmer einzeln einzugehen

Eine äußerst knappe Entscheidung gab es dann in

der Klasse 3, deren beeindruckendes Niveau von

Andre Krohn besonders hervorgehoben wurde. Wie

schon so oft bewies Sven Schramm aus Wanderup,

dass er in seinen jungen Jahren bereits ein echter

Kenner ist und schaffte es, seine nicht leicht vorzuführende

Jurus-Tocher Kellen in sehr korrekter Manier

vorzustellen. Nur ganz knapp geschlagen geben

musste sich Sina Thomsen aus Kleinwiehe, die

nicht nur eine optimale Haltung am Halfter ihrer Kosima

(v.Talent2) hatte, sondern auch den Preisrichter

dabei immer im Auge behielt und seine Signale

umsetzte. Eine eindeutige Spitze gab es hingegen

in Klasse 4, die von Rieke Eggers aus Brunsbek dominiert

wurde. Verdient auf den 1b-Platz kam Annelie

Andersen aus Wees, die bei optimaler Arbeit

am Halfter eine sehr gleichmäßige Vorführung ihrer

Dragomir-Tochter Korina bot.

„Sie hat einfach alles richtig gemacht, was man

richtig machen kann, sie hat gezeigt, was sie drauf

hat, sie ist die Beste hier“, so lautete der Kommentar

von Andre Krohn bei der Siegerauswahl der jungen

Klassen. Gemeint war damit Rieke Eggers, die

sich hier hochverdient den Titel sicherte. Am Halfter

hatte sie dabei mit Kontura (v. Roy) aus dem Zuchtbetrieb

von Christian Fischer ein Rind, mit deren

Mutter zwei Jahre zuvor schon einmal Mario Körner

auf dem Siegertreppchen gestanden hatte! Von

ihrem Reservesieg ein wenig überrascht war die

kleine Jenny Stichert, deren Unbekümmertheit sich

auszahlte und sie sich ihren Titel gegen die große

Eine starke Doppelspitze mit Sina Thomsen und

Sven Schramm dominierte die Klasse 3

Rind im Bild 2/2008

und ältere Konkurrenz mit einer tollen Vorführleistung

sichern ließ.

Die mittleren Klassen

Manchem Zuschauer mag es fast vorkommen, als

hätte Torben Schramm aus Wanderup schon so etwas

wie ein Dauer-Abo auf den 1a-Platz. Aber an

seinem exzellenten Vorführstil kommt einfach kein

Richter vorbei, zumal er mit seiner Kanada (v. Final

Cut) ein sehr harmonisches Team bildete. Kein einfaches

Kalb an der Hand hatte Wigo Andresen aus

Kattbek, der aber unermüdlich mit seiner Shottle-

Tochter Königin arbeitete und sich dann durch ein

fehlerfreies Aufstellen den 1b-Preis sicherte. Auf

den 3. Platz kam Hanna Sieh-Petersen aus Bünsdorf

mit Jenny (v. Jackpot). Eine tolle Leistung bot in der

folgenden Klasse 6 Torben Harder aus Höbek auf

dem 1a-Platz, der nicht nur durch eine sehr gute

Kopfhaltung seines Rindes beeindruckte, sondern

es auch jederzeit verstand, Jessica (v. Lexikon)

korrekt und zügig aufzustellen. Beinahe ebenbürtig

war ihm allerdings Marika Andersen aus Wees, die

mit ihrer Chartres-Tochter Irland gleichmäßig wie

ein Uhrwerk zu ticken schien und mit ihr ein außergewöhnlich

stimmiges Duo bildete. Der 1c-Preis

ging an Lisa Schümann mit Beatrice (v. September

RF, Z.u.B. Heiner Staggen, Schipphorst). Als eindeutiger

Gewinner der Klasse 7 ging Tobias Tank aus

Fockbek mit seiner Avanti-Tochter Jo hervor. Gonne

Clasen aus Lübeck hatte das Pech, dass sein Rind

kurzfristig ausgefallen war. Mit seinem Ersatzrind

Die Walter-Tochter Katja von Hans-

Jürgen Joost, Gintoft, Reservesieger

der jungen Typtiere, am Halfter

von Johanna Wolf aus Esgrusschauby,

die zum ersten Mal dabei war


RH Mirage-Red, das Familie Staggen ihm kurzfristig

zur Verfügung gestellt hatte, konnte er nur zwei Mal

üben. Sein Talent, sich so schnell und perfekt auf

das fremde Tier einzustellen wurde vom Preisrichter

besonders gelobt und brachte Gonne einen verdienten

2. Platz ein. Den 3. Platz konnte sich Ellen

Schramm aus Wanderup mit ihrer Wildman-Tochter

Janine sichern. Ein herausragendes Duo mit ihrer

Toystory-Tochter HGS Utary war Christin Ottzen aus

Sieverstedt, die mit einer fehlerfreien Vorführung

und einer bestmöglichen Halfterhaltung punktete

und den Klassensieg in Gruppe 8 errang. Nicht

minder versiert war auch Mario Körner aus Linau

auf 1b, der eine sehr ruhige Vorstellung bot und es

stets verstand, seine Jennifer (v. Dundee, B.: Christian

Fischer, Brunsbek) korrekt aufzustellen. Auf

1c platzierte sich Hanna Schumacher aus Kiel mit

ihrem Braunvieh-Rind Judith (v. Aytra).

Manchmal braucht man einen langen Atem, aber

irgendwann kann man dann die Früchte seiner Arbeit

auch ernten. Eine reiche Ernte einfahren konnte

auf dieser Jungzüchterschau der 13-jährige Tobias

Tank. Oft schon hat er an Landesschauen teilgenommen,

oft war er hoch platziert, aber diesmal

stimmte einfach alles. Perfekt präsentierte er seine

schicke rotbunte Jo dem Preisrichter und ließ bis

zum Ziehen in die Endlinie keine Wünsche offen.

Der Siegertitel der mittleren Klassen war der wohl

verdiente Lohn dafür! Durch unermüdliches Einwirken

auf sein nicht leicht vorzuführendes Kalb konnte

Torben Schramm seine Leistung aus der Klasse

in der Siegerauswahl noch steigern und so mit dem

Reservesieg seiner Jungzüchterkarriere einen weiteren

Titel hinzufügen!

Die älteren Klassen

Eine starke Doppelspitze gab den Ton in Gruppe 9

an. Mit einer sehr aufmerksamen und kontinuier-

Erster Auftritt bei einer Schau und gleich 1b platziert: Jannik Fischer

lichen Vorführung und einer perfekten Aufstellung

seiner Illinois (v. Buckeye) konnte sich schließlich

Stefan Thomsen aus Kleinwiehe durchsetzen und

auf 1a platzieren. Nicole Harder aus Höbek verstand

es aber ebenfalls, ihre Ivonne (v.Classic) fehlerlos zu

präsentieren und setzte sich so auch vom Rest der

Gruppe ab. Den 1c-Platz erreichte Christoph Wendt

aus Riepsdorf mit Ira (v. Zinfandel). Auch die Klasse

10 wurde von alten Bekannten im Jungzüchterzirkus

angefürt. Christina Wendt aus Riepsdorf konnte

durch eine etwas bessere Aufstellung in der Endlinie

ihren schärfsten Konkurrenten auf den 1b-Platz

verweisen und die Klasse für sich entscheiden.

Wie gewohnt äußerst professionell präsentierte

Simon Ottzen aus Sieverstedt seine HGS Ustory (v.

Toystory) und erreichte verdient den 2.Platz. Der 3.

Platz ging an Gönna Andresen aus Kattbek mit der

Durham-Tochter Hofdame. Als „wohl stärkste Klasse

am heutigen Tag“ bezeichnete Andre Krohn die

älteste Gruppe. Mehrmals mussten die Teilnehmer

ihre Rinder aufstellen, um ihm die schwere Entscheidung

beim Richten zu erleichtern. Eine perfekte

Vorstellung ihrer Talent2-Tochter Goldtaler (im

Besitz ihres Lehrbetriebes Klose-Köhler GbR in Trittau)

gelang schließlich Christine Kuppler, die auch

gerade beim Aufstellen sehr mit ihrem Rind harmonierte

und diese harte Klasse gewinnen konnte.

Des Weiteren konnte sich Levke Petersen, die mit

ihrer Markwell Rosa Red (v. Advent, B.: CCClub,

Struxdorf) ein sehr elegantes Team bildete, gegen

die Konkurrenz durchsetzen und sich den 1b-Platz

sichern. Der 1c-Preis ging an Tanja Staggen mit RH

Mirage-Red (v. Rampage).

„Ihr habt es mir so richtig schwer gemacht“, lautete

der Kommentar des Richters zur Siegerauswahl der

älteren Klassen. Gemeint war das höchste Niveau,

auf dem sich die Vorführleistungen der älteren Teilnehmer

bewegten, wobei oft nur Nuancen über die

Siegerauswahl im Vorführwettbewerb der jüngsten Klassen

Rind im Bild 2/2008

JUNGZÜCHTER

Platzierungen entschieden. Besonders hervorzuheben

war aber letztendlich die Leistung von Christina

Wendt, die sich äußerste Mühe gab, ihre Ingwer

(v. Fortune) stets optimal zu präsentieren, ihr Rind

immer sofort korrigierte und perfekt aufstellte. Aus

den Händen des SPD-Bundestagsabgeordneten

Jörn Thießen, der der Einladung der Jungzüchter

gefolgt war, konnte sie den Siegerpokal entgegennehmen.

Ganz dicht dran war aber auch Simon Ottzen,

dessen hervorragende Darbietung ihn verdient

den Reservesieg nach Sieverstedt holen ließ.

Typwettbewerb

Zur Siegerauswahl jung waren acht hoffnungsvolle

Kälber angetreten: Die Arena-Tochter Karina von

Heiner Staggen aus Schipphorst, die bereits Jenny

Stichert zum Reservesieg im Vorführen verholfen

hatte und die schicke Elayo-Tochter Pounts Faints

Esprit von Kjell Voss aus Nehms aus der jüngsten

Klasse. Des Weiteren Karona (v. Emil2) von Janice

Hameister und Kürbis (Titanic x Outback) von Madita

Sieh-Petersen aus Bünsdorf sowie Kellen (v. Jurus)

von Sven Schramm und Kirsche (v. Cornetto) von

Anna Hauschildt aus Kükels. Zur Reservesiegerin

kürte Andre Krohn das Anglerkalb Katja von Hans-

Jürgen Joost aus Gintoft. Diese Walter-Tochter

überzeugte durch ihren ausgeglichenen Typ mit viel

Länge und einem sehr korrekten Becken und wurde

vorgeführt von Johanna Wolf. Ein toller Erfolg, handelte

es sich doch um das Schaudebüt auf Landesebene!

Der Siegertitel ging unangefochten an die

schicke Kosima (Talent2 x Lee) von Sina Thomsen,

die auf einem sehr guten Fundament steht und für

die Zukunft noch einiges erwarten lässt!

Für die Siegerauswahl mittel qualifi zierten sich AG

Geraldine (Goldwin x Rubens RF) von Werner Andresen

aus Struxdorf, die von Jan Horstmann vorgeführt

wurde, Irland (v. Chartres) von Marika Ander-

29


30

JUNGZÜCHTER

sen, und Jo (v. Avanti) und Insel (v. Joyboy) aus dem

Zuchtbetrieb Tank in Fockbek, vorgeführt von Tobias

Tank und Pascal Stolley. Aus Klasse 8 waren es die

aus Embryonenimport stammende Jennifer (eine

Dundee aus Allen Dragonfl y EX91) von Christian Fischer,

vorgeführt von Mario Körner, und HGS Utary

(v. Toystory) von Christin Ottzen, die auf die Familie

der berühmten Mohr-Tochter Ulrike zurückgeht. Den

Siegertitel zugesprochen bekam die Final Cut-Tochter

Kanada (MV: Rudolph) von Torben Schramm, die

hinsichtlich Fundamenten, Becken Rippentiefe und

Vorhandstärke bei sehr viel Milchtyp wirklich keine

Wünsche offen ließ. Zur Reservesiegerin erklärte

der Preisrichter die rotbunte September RF-Tochter

Beatrice aus der Zucht von Heiner Staggen, die von

Lisa Schümann vorgeführt wurde und extrem viel

Schliff bei sehr korrekten Übergängen und feinster

Knochenqualität zeigte.

Um den Titel der älteren Rinder konkurrierten aus

Klasse 9 die Buckeye-Tochter Illinois von Stefan

Thomsen und SH Storm Lizy (Stormatic x Progress)

von der Wendell GbR in Beringstedt, vorgeführt

von Swantje Lück. Außerdem waren die Joyboy-

Tochter Joy von Timm Staggen aus Schipphorst und

die Goldwin-Tochter Jeanette von Frank Thomsen

aus Kleinwiehe dabei. Robin Schattschneider hatte

Jeanette am Halfter, die keine geringere zur Mutter

hat als die bekannte Schaukuh Arelia (v. Gelpro), die

für ihren Besitzer schon einen Klassensieg auf der

DHV-Schau gewinnen konnte. Einen weiteren Triumph

in ihrer Schaukarriere konnte aber schließlich

RH Mirage-Red aus dem Stall von Heiner Staggen

in Schipphorst für sich verbuchen. Die über eine

Auktion zugekaufte Rampage-Tochter stammt di-

Siegerin im Vorführwettbewerb der jungen Klassen: Rieke

Eggers und Reservesiegerin Jenny Stichert

rekt aus der berühmten RH Meggilee EX91 und ist

damit eine Halbschwester zu einer der derzeit erfolgreichsten

rotbunten Schaukühe Deutschlands,

Talent Maxima! Mirage-Red konnte bereits bei der

Schau Neumünster am Abend den Reservesiegertitel

der rotbunten Jungrinder einfahren und präsentierte

sich am Halfter von Tanja Staggen abermals

in bestechender Form mit glasklarem Fundament

und viel Ausstrahlung. Der Reservesieg ging an die

Fortune-Tochter Ingwer von Christina Wendt aus

Riepsdorf. Auch Ingwers Kuhfamilie dürfte manchem

Zuschauer nicht ganz unbekannt gewesen

sein, denn ihre Eminenz-Mutter Ernte holte sich

einen 3.Platz in Neumünster und ihre Halbschwester

Gerste konnte schon mehrere Titel für sich verbuchen:

Grand Champion Typtier der Landesjungzüchterschau

2006, Siegerrind bei Neumünster am

Abend 2006 sowie einen 1a-Preis bei den Färsen

auf der diesjährigen Schau in Neumünster!

Grand Champions

Der absolute Höhepunkt der Schau war natürlich

wieder einmal die Wahl der Grand Champions aus

den Siegern des Typ- und des Vorführwettbewerbes.

Im Rampenlicht standen nun noch einmal die drei

Rinder Kosima von Sina Thomsen Kanada von Torben

Schramm und RH Mirage-Red von Tanja Staggen.

Die angesichts der Altersunterschiede und der

bei allen dreien sehr gleichmäßig hohen Qualität

sicher nicht leichte Wahl fi el letztendlich zugunsten

von Kanada! Diese aus einer mit 83 Punkten bewerteten

Rudolph-Mutter stammende Final Cut-Tochter

ist damit ein echter Senkrechtstarter im Schaugeschehen

und ließ Andre Krohn bei seiner Kommen-

Die beiden jüngsten Teilnehmer Jenny

Stichert und Kjell Voss

Rind im Bild 2/2008

tierung durch ihren absolut tadellosen Körper mit

fester Oberlinie, hervorragenden Übergängen, korrektem

Becken und traumhaften Fundamenten noch

einmal ins Schwärmen geraten.

Auch bei den Vorführern sollte nun der/die Beste

der Besten gekürt werden. Mit Rieke Eggers, Tobias

Tank und Christina Wendt gingen drei wirklich

phantastische Vorführer ins Rennen, die noch einmal

großes Feingefühl für ihre Rinder bewiesen

und hochkonzentriert und stilvoll ihre letzten Runden

durch den Ring zogen. Sicher hätte zum Zeitpunkt

der Entscheidung keiner der Zuschauer in der

Haut des Preisrichters stecken mögen, so schwierig

war es, die absolute Spitze aus den drei Vorführern

heraus zu kristallisieren. Schließlich war es dann

wieder einmal die absolut bestechende Vorführung

von Christina Wendt, an der Andre Krohn „nicht

vorbei kam“ und Christina konnte damit nicht zum

ersten Mal in ihrer tollen Jungzüchterlaufbahn das

Siegerpodest der Grand Champions besteigen!

Den letzten Nervenkitzel gab es nach der Ehrung

der Grand Champions wie immer bei der Verlosung.

Christoph Horn, Gonne Clasen, Tanja Staggen und

Thomas Last konnten je einen Gutschein über einen

wertvollen Embryo entgegen nehmen, die die

RSH eG gestiftet hatte und Sönke Clasen, Christian

Fischer und Uwe Sieh-Petersen freuten sich über

einen Sperma-Gutschein der Firma Semex.

Ein herzlicher Dank gilt damit wie immer allen

Sponsoren der Schau, sowie den Teilnehmern, Beschickern,

dem Jungzüchtervorstand und dem Preisrichter,

deren Zusammenspiel so eine tolle Schau

möglich gemacht hat!

Nanna Harms

Sieger im Typwettbewerb der jungen Klassen: Kosima

(Talent II x Lee) von Frank Thomsen, optimal vorgeführt

von Sina Thomsen


Alle Rassen waren vertreten, hier nicht im Bild:

Braunvieh

Siegerauswahl im Typwettbewerb der mittleren Klassen,

im Vordergrund der spätere Grand Champion

Knud-Detlef Andresen vom Vorstand

der RSH eG übergibt den Pokal dem

Grand Champion des Vorführwettbewerbes

Christina Wendt

Ein großes Dankeschön an Ernst und

Hilde Wachs, die auch in diesem

Jahr wieder die Siegerkränze

gebunden haben

Typwettbewerb der mittleren Klassen: Reservesiegerin

Beatrice und der spätere Grand Champion Kanada

vorgeführt von Torben Schramm

Die Stars der Schau

Jörn Thießen, Mitglied des Deutschen

Bundestages, übergibt

den Pokal an Simon Ottzen

Rind im Bild 2/2008

Impressionen Im

am Rande

JUNGZÜCHTER

Sieger im Vorführwettbewerb der

mittleren Klasse: Tobias Tank

Eine Doppelspitze dominierte die Klasse 10, letztlich

siegte Christina Wendt vor Simon Ottzen

Grand Champion des Typwettbewerbes:

Kanada

Die stärksten Beschicker der Schau wurden geehrt mit einem

Präsentkorb der Hansa-Milch AG

Fotos: Tordsen

31


32

JUNGZÜCHTER

Mitgliederversammlung des

Jungzüchterclubs Steinburg / Pinneberg

Die diesjährige Mitgliederversammlung fand am

27.02.2008 in der Gaststätte „Strüvens Gasthof in

Neuenbrook statt.

Die Versammlung wurde mit einer Begrüßung des

Vorsitzenden Thies Magens eröffnet, der anschließend

alle Unternehmungen des Jungzüchterclubs

in dem vergangenen Jahr aufzählte. Dazu gehörten

u.a. der „Tag des offenen Hofes“, das zweitägige

Landesjungzüchtertreffen im August und die Kreisfahrt

nach Niedersachsen.

Nach den Geschäfts- und Kassenberichten wurde

mit den Wahlen zum Vorstand fortgefahren. Tim

Kölling wurde als stellvertretender Vorsitzender

einstimmig wieder gewählt. Das Amt des Kassenwartes

bleibt in den Händen von Fabian Offt, der

ebenfalls einstimmig wieder gewählt wurde. Wencke

Reimers und Markus Schütt übernehmen die

Aufgaben der Kassenprüfer.

An den Wahlen schloss sich ein Vortrag von Dr.

Graack aus Krempe an, der über das Thema „Tierärztliche

Betreuung einer 10.000 l Kuh“ referierte. Er

ging als erstes auf die Abhängigkeit zwischen der

Hochleistung und der Fruchtbarkeit ein. Er machte

auf weitreichende Managementfehler aufmerksam

und gab hilfreiche Tipps, damit die Signale der Kuh

von dem Landwirt besser erkannt und richtig beurteilt

werden können. Dr. Graack ging anschließend

Kreisjungzüchterschau in der Angeln-Halle

Am Samstag, dem 29. März 2008 fand in der Süderbraruper

Angeln-Halle die erste (und sicher nicht

die letzte) Kreisjungzüchterschau statt. Kälber und

Jungrinder der drei Schleswig-Holsteinischen Rinderrassen

wurden im glänzendem Fell den beiden

Preisrichtern Sandra Staggen aus Schipphorst und

Christina Wendt aus Riepsdorf präsentiert.

Den Auftakt machten die „Jüngsten“, mit ihren 5-8

Jahren hatten sie schon Mühe, ihre lebhaften Kälber

in den Griff zu bekommen. Anna Engelbrecht aus

Grundhof schaffte es auf ihrer ersten Schau, den

Vorführsieg zu erringen. Das sehr gut entwickelte

R Cirkel Kalb wurde gleichzeitig Typsieger der Angler

Rasse in dieser Klasse. Den zweiten Platz erreichte

Sören Andresen aus Kattbek mit der Talent-Tochter

Der Vorstand (v.l.): Tim Kölling (stellv. Vorsitzender), Maria Schnepel (Pressewartin), Thies Magens (1.Vorsitzender),

Svenja Pein (Schriftführerin), Fabian Offt (Kassenwart)

näher auf die Themen Haltung, Fütterung, Body

Condition Score und verschiedene Möglichkeiten

der Trächtigkeitsuntersuchungen ein. Zusammenfassend

kann man sagen, dass die Teilnehmer viele

Informationen darüber erhalten haben, wie das

Wohlbefi nden der Kuh und damit auch die Leistung

gesteigert werden kann. Der Vortrag wurde durch

eine passende Power-Point Präsentation, die viele

Käfer, die den Typsieg für die Holsteins erzielte. Den

dritten Preis erzielte Lasse Martensen aus Gulde,

für den diese Schau ebenfalls eine Premiere war.

In der zweiten Klasse trafen sich die 8-9 jährigen.

Ganz souverän gewann hier Sina Thomsen aus

Kleinwiehe mit Kosima. Die Talent-Tochter wurde

auch als bestes Schwarzbunt-Typtier der Klasse

ausgezeichnet. Der sieggewohnte Sven Schramm

aus Wanderup wurde Zweiter vor Mats Engelbrecht

aus Grundhof mit Krokus. Das Angler-Typtier dieser

Klasse stellte Christoph Andresen aus Gräfsholz mit

der Zober Enkelin Karin.

Die dritte Klasse konnte Jörg Andresen aus Gräfsholz

durch eine perfekte Vorführleistung für sich

Rind im Bild 2/2008

Bilder beinhaltete, unterstützt, und im Anschluss

hatte man die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal bei

Dr. Graack für diesen sehr interessanten und informativen

Vortrag bedanken.

Im Anschluss wurde ein kleiner Imbiss gereicht.

Maria Schnepel

entscheiden. Auf den zweiten Platz marschierte Jan

Horstmann aus Ellbek. Ebenfalls sehr professionell

war Torben Schramm aus Wanderup auf Platz drei,

der mit Kanada den Schwarzbunt-Typsieger dieser

Klasse stellte. Bei den Anglern wurde die Walter

Tochter Katja am Halfter von Johanna Wolf zur

Typsiegerin gekürt.

Die Klasse 4 war wieder sehr ausgeglichen. Hoch

konzentriert zeigten sich die 12-13 jährigen Vorführer

dem Preisgericht. Bei Stefan Joost aus Gintoft

hatte das intensive Üben zum Erfolg geführt und

so erhielt er den 1a Preis. Der 1b Preis wurde der

sehr erfahrenen Ellen Schramm aus Wanderup anerkannt,

die Wildman-Tochter Janine wurde hier

zum Schwarzbunt-Typsieger bestimmt. Marika An-


Klasse 2 ist fertig rangiert

dersen aus Rosgaard hatte mit dem 1c Preis und

dem Siegertyptier der Angler auch zwei Preise eingeheimst.

Stefan Thomsen aus Kleinwiehe siegte in Klasse

5. Die sehr stark entwickelte Goldwin-Tochter

Jeanette hatte er genauso im Auge wie das stets

souveräne Richtergespann. Auf den Plätzen 2 und

3 folgten Christin Ottzen aus Sieverstedt und Katja

Schlott aus Kleinwiehe. Den Typsieger der Klasse

stellten bei den Anglern Julia Melchertsen mit der

eleganten Arena-Tochter Jolante, bei den Holsteins

gewann AG Final Laurana von Hauke Andresen aus

Struxdorf.

In der Klasse der „Ältesten“ (18-24 Jahre) trafen

dann die Profi s aufeinander. Alle haben mehrjährige

Erfahrungen im Schauring, so waren es die ganz

Angler Siegertyptier Chartres-Tochter Irland, präsentiert von

Marike Andersen, Rosgaard

Vorführsieger der Klasse 4 – Stefan Joost

kleinen Unterschiede, die den Sieger ausmachten.

Klarer Sieger wurde hier Simon Ottzen aus

Sieverstedt vor Levke Petersen aus Gangerschild.

Gönna Andresen aus Kattbek erreichte einen guten

dritten Platz.

Zum Schluss galt es den Vorführsieger bzw. das

Typtier der gesamten Schau auszuwählen. Dazu

mussten die Erstplazierten erneut in den Ring. In

den jungen Klassen konnte Sina Thomsen den Pokal

für die beste Vorführleistung aus den Händen

der Landesjungzüchtervorsitzenden Maria Detlefsen

entgegen nehmen. Reservesieger wurde der

8-jährige Sven Schramm aus Wanderup. Auch bei

den älteren Vorführern ging der Sieg an die Abteilung

Schwarzbunt. Zum Sieger wurde Simon Ottzen

aus Sieverstedt erklärt. Den Typwettbewerb bei

den Anglern konnte die Chartres-Tochter Irland aus

Gewonnen haben alle

Rind im Bild 2/2008

Richterbesprechung

Ri

JUNGZÜCHTER

dem Bestand von Wiebke und Vinzenz Andersen,

Rosgaard gewinnen. Das Reservetyptier kommt aus

dem Stall von Hans-Jürgen Joost, Gintoft, es ist die

Walter-Tochter Katja.

Bei den Holsteins konnte die einzige rotbunte Färse

die Schärpe für den Sieg nach Hause tragen. Es ist

Markwell Advent Rosa Red vom Canadian Cattle

Club in Struxdorf. Die Talent-Tochter Kosima aus

der Zucht von Frank Thomsen, Kleinwiehe wurde

als Reserve-Siegerin ausgezeichnet.

Die Jungzüchterveranstaltung war ein voller Erfolg.

Die Mühen im Vorfeld wurden durch eine voll besetzte

Angeln-Halle belohnt. Den Züchtern gilt ein

herzliches Dankeschön für die Bereitstellung und

Vorbereitung der Schautiere.

C.-P. Tordsen

33


34

RSH eG

Ihre Ansprechpartner bei der Rinderzucht Schleswig-Holstein eG

Zucht

Matthias Leisen

Geschäftsführer

Zuchtprogramme, Zuchtwertschätzung,

Bulleneinsatz, Bullenstamm

Tel.: 04321 / 905 351

Mobil: 0170 / 8500458

E-Mail: rsheg@rsheg.de

Produktion

Dr. Erwin Hasenpusch

Stellv. Geschäftsführer / Abteilungsleiter

Landwirtschaft/Bullenhaltung, Labor,

Besamungsdurchführung

Tel.: 04321 / 905 322

Mobil: 0170 / 3335488

E-Mail: hasenpusch@rsheg.de

Administration

Jürgen Ahlert

Abteilungsleiter

Rechnungswesen, Personal,

Verwaltung, Marketing/QM

Tel.: 04321 / 905 341

Mobil: 0171 / 3304699

E-Mail: ahlert@rsheg.de

Vertrieb

Dr. Heiner Kahle

Abteilungsleiter

Zucht/Nutzviehvermarktung,

Spermavermarktung, Herdbuch, Tierschauen

Tel.: 04321 / 905 301

Mobil: 0170 / 5641934

E-Mail: kahle@rsheg.de

Verwaltung

Ruth Ulmer

Sekretariat M. Leisen

Sachbearbeitung Zucht

Tel.: 04321 905 350

E-Mail: rsheg@rsheg.de

Nachzuchtbewertung, Herdbuchkuhbewertung

Günter Koch

Ansprechpartner Rotbunt,

Nachzuchtbewertung, HKB

Tel.: 04321 / 905 303

Mobil: 1710 / 7947845

E-Mail: koch@rsheg.de

Verwaltung

Sylvia Hinzmann

Sekretariat Dr. E. Hasenpusch,

Sachbearbeitung

Landwirtschaft, Bullenhaltung

Tel.: 04321 / 905 323

E-Mail: hasenpusch@rsheg.de

Thomas Thomsen

Besamungsabrechnung,

EDV, Statistik

Tel.: 04321 / 905 353

E-Mail:

datenverarbeitung@rsheg.de

Claus-Peter Tordsen

Ansprechpartner Angler

Nachzuchtbewertung, HKB,

An- und Verkauf

Tel.: 04641 / 933 221

Mobil: 0171 / 8619858

E-Mail: angler@rsheg.de

Spermaproduktion, Spermaversand – Station Schönböken

Dr. Angelika Weyand

Stationstierärztin

Spermaproduktion Labor,

Versand

Tel.: 04323 / 9 62 67

E-Mail: labor@rsheg.de

Angelika Kurschus

Sekretariat J. Ahlert

Schweineherdbuchzucht,

Ebervermarktung

Tel.: 04321 / 905 340

E-Mail: ahlert@rsheg.de

Sabrina Rahn

Telefonzentrale

Tel.: 04321 / 905 300

Verwaltung

Steffi Klemm

Sekretariat Dr. H. Kahle

Herdbuch Fleischrinder

Tel.: 04321 / 905 312

E-Mail: fl eischrind@rsheg.de

Außendienst Zucht- und Nutzviehvermarktung

Karl-Heinz Arp

Kreis PLÖ: Sbt + Rbt

Kreis SE: Sbt

Tel.: 04321 / 905 314

Mobil: 0170 / 9182805

E-Mail: vermarktung@rsheg.de

Heinz Danger

Außenstellenbetreuung,

Besamungsdaten

Tel.: 04321 / 905 324

Mobil: 0170 / 9182790

E-Mail: brat@rsheg.de

Wiebke Leye

Spermaproduktion Labor,

Versand

Tel.: 04323 / 9 62 67

E-Mail: labor@rsheg.de

Silvia Berndt

Finanzbuchhaltung allgemein

Tel.: 04321 / 905 344

E-Mail: buchhaltung@rsheg.de

Michael Sobottka

EDV, Hard- und Software,

Netzwerk und Technik

Tel.: 04321 / 905 330

Mobil: 0170 / 7947843

E-Mail:

datenverarbeitung@rsheg.de

Jemina Fenner

Herdbuch, ET-Anerkennungen,

Ab Stall Verkäufe

Tel.: 04321 / 905 308

E-Mail: kahle@rsheg.de

Birte Buhmann

Kreise STEI, PI, DITH: Sbt + Rbt

Tel.: 04321 / 905 318

Mobil: 0170 / 2275844

E-Mail: vermarktung@rsheg.de

Rind im Bild 2/2008

Christoph Zimmer

Zuchtprogramm,

Reklamationen

Tel.: 04321 / 905 352

E-Mail: rsheg@rsheg.de

Claus Henningsen

Ansprechpartner Fleischrinder,

Nachzuchtbewertung

Tel.: 04321 / 905 305

Mobil: 0151 / 16733569

E-Mail: fl eischrind@rsheg.de

Madlen Sauer

Spermaproduktion Labor,

Versand

Tel.: 04323 / 9 62 67

E-Mail: labor@rsheg.de

Toni Kolakowski

Finanzbuchhaltung allgemein

Tel.: 04321 / 905 332

E-Mail: buchhaltung@rsheg.de

Susanne Derner

Marketing,

Qualitätsmanagement

Tel.: 04321 / 905 343

E-Mail: redaktion@rsheg.de

André Dose

Herdbuch, Auktion Angler

Tel.: 04321 / 905 304

E-Mail: vermarktung@rsheg.de

Johann Dierks

Kreis NF: Sbt + Rbt

Kreise SL-FL, RD-ECK: Sbt

Tel.. 04321 / 905 313

Mobil: 0171 / 9725547

E-Mail: vermarktung@rsheg.de

Rüdiger Böhnke

Nachzuchtbewertung, HKB,

Hannov. Rotbunte, Auktionsreklamationen,

-fragen

Tel.: 04321 / 905 310

Mobil: 0170 / 7947829

E-Mail: vermarktung@rsheg.de

Gudrun Schuchnelski

Spermaproduktion Labor

Tel.: 04323 / 9 62 67

E-Mail: labor@rsheg.de

Sönke Petersen

Finanzbuchhaltung allgemein

Tel.: 04321 / 905 311

E-Mail: buchhaltung@rsheg.de

Birgit Kattoll

HIT-Meldungen, Abrechnung

von Tierverkäufen, Exporte

Tel.: 04321 / 905 317

E-Mail: vermarktung@rsheg.de

Andre Jensen

Kreise SL-FL, RD-ECK, SE: Rbt

Tel.: 04321 / 905 315

Mobil: 0171 / 9725548

E-Mail: vermarktung@rsheg.de


Anpaarungsberatung

Nils Butenschön

Anpaarungsberatung, Fotos,

Besuchergruppen

Tel.: 04321 / 905 354

Mobil: 0171 / 2270666

E-Mail: rsheg@rsheg.de

Jörn-Thore Heesch

Nachzuchtbewertung, HKB,

Auktionsreklamationen,

-fragen, Geschäftsführer

Jungzüchter

Tel.: 04321 / 905 309

Mobil: 0170 / 5644719

E-Mail: rsheg@rsheg.de

Wiebke Timm

Spermaproduktion Labor,

Versand

Tel.: 04323 / 9 62 67

E-Mail: labor@rsheg.de

Sylvia Bartsch

Buchhaltung Absatz

Tel.: 04321 / 905 347

E-Mail: buchhaltung@rsheg.de

Pia Thies

AZUBI Bürokauffrau

Marianne Blöcker

Exportabwicklung,

Auktionen Sbt und Rbt

Tel.: 04321 / 905 307

E-Mail: vermarktung@rsheg.de

Rüdiger Witt

Kreise LAU, OH, STO: Sbt + Rbt

Tel.: 04321 / 905 314

Mobil: 0170 / 3304468

E-Mail: vermarktung@rsheg.de

Ute Lucanus

Anpaarungsberatung, Fotos,

Besuchergruppen

Tel.: 04321 / 905 354

Mobil: 0170 / 7922791

E-Mail: rsheg@rsheg.de

Bettina Lienau

Nachzuchtbewertung, HKB,

Auktionsreklamationen, -fragen

Tel.: 04321 / 905 316

Mobil: 0160 / 7178418

E-Mail: rsheg@rsheg.de

Jan Brumund

Spermabelieferung TZT

und EBB

Tel.: 04323 / 9 62 67

E-Mail: labor@rsheg.de

Ann-Kathrin Hamdorf

Buchhaltung Absatz,

Hofschilder

Tel.: 04321 / 905 342

E-Mail: buchhaltung@rsheg.de

Simone Heide

AZUBI Bürokauffrau

Exportstall Dätgen

Markus Petersen

Leitung Exportstall

Vermarktung Kreis RD-ECK: Sbt

Tel.: 04329 / 912 895

Mobil: 0170 / 9182713

E-Mail: vermarktung@rsheg.de

Miriam Nobbe

Anpaarungsberatung, Fotos,

Besuchergruppen

Tel.: 04321 / 905 354

Mobil: 0151 / 12038806

E-Mail: rsheg@rsheg.de

NOG

Rind im Bild 2/2008

Ingo Schnoor

Koordination und Selektion

NOG-Zuchtprogramme,

Bullenmutterprüfung

Tel.: 04321 / 905 348

Mobil: 0170 / 2232335

E-Mail: nog-schnoor@rsheg.de

Rainer Kropp

Spermabestellung,

Spermaversand

Tel.: 04323 / 9 62 67

E-Mail: labor@rsheg.de

Birgit Struve-Kühl

Personal, Fuhrpark,

Versicherungen, Immobilien

Tel.: 04321 / 905 320

E-Mail: fuhrpark@rsheg.de

Holger Keller

Abwicklung Exportstall

Tel.: 04329 / 912895

Claudia Zettler

Anpaarungsberatung, Fotos,

Besuchergruppen

Tel.: 04321 / 905 354

Mobil: 0151 / 12545944

E-Mail: rsheg@rsheg.de

Rosmarie Ohlsen

Genossenschaftswesen,

Mitgliederverwaltung

Tel.: 04321 / 905 345

E-Mail: buchhaltung@rsheg.de

Zur Zeit in Elternzeit

Esther Kracht Sheila Lempe

RSH eG

35


36

JUNGZÜCHTER

Auswahl des Siegertyptieres bei den Holsteins

Reserve-Typtier Reserve-Typtier bei bei den den Holsteins, Holsteins, Kat.-Nr. Kat.-Nr. 9 – Kosima Kosima von von Frank Frank Thomsen Thomsen

Rind im Bild 2/2008

Klasse Klasse K 5, 5, links links der der Sieger Sieger Stefan Stefan Thomsen Thomsen

Schau Schau mir mir in in die die Augen Augen Kleines Kleines – – Sieger Sieger der der Klasse Klasse

1 1 Anna Anna Engelbrecht

Engelbrecht

Großes Interesse an der Kreisjungzüchterschau

im Kreis Rendsburg-Eckernförde

Zum wiederholten Mal traf sich der züchterische

Nachwuchs des Kreises Rendsburg-Eckernförde

am Sonntag, den 6. April 2008 in Gnutz zur gemeinsamen

Kreisjungzüchterschau der Kreisvereine der

Schwarz- und Rotbuntzüchter.

In acht Klassen unterteilt zeigten 44 Kinder im

Alter von 4 bis 22 Jahren ihr Können. Als erstes

kamen die Jüngsten mit ihren Kälbern in den Ring.

Gerade einmal 4 Jahre alt wird Ove Solterbeck in

diesem August und war damit jüngster Teilnehmer.

In der ersten Klasse waren die Kinder zwischen 4

und 6 Jahre alt. Und die machten ihre Sache sehr

gut, manchmal mit dem Beistand von Vater oder

Mutter, manchmal aber auch schon ganz alleine.

Gewinnen konnte in dieser Klasse Jonas Ziegler,

Bordesholm mit seinem Kalb Kandis, auf 1b folgte

Janice Hameister, Timmaspe mit Karona. In diesem

Jahr richtete Markus Fuschera-Petersen aus Fahrdorf

bei Schleswig. Er war begeistert von den guten

Vorführleistungen in den jungen Klassen. Vielleicht

klappte das Aufstellen bei den aller Jüngsten noch

nicht immer so wirklich, aber das Führen und Vorstellen

der Tiere war schon sehr gut.

Fotos: Tordsen

In der Klasse 1b gab es dann eine klare Siegerin.

Madita Sieh-Petersen aus Bünsdorf konnte mit ihrem

Kalb Kürbis überzeugen und knüpfte damit an

die guten Leistungen vom Vorjahr an. Auf dem 1b-

Platz folgte Nina Wehde, Bünsdorf mit Kanada.

Ihren Heimvorteil nutzen konnten Lara Sophie

Armling, sie gewann mit Kalb Kosima, und Finja

Schneede (1b), beide aus Gnutz in der Klasse 1c.

Hier konnte man immer deutlicher die Fortschritte

der Jungzüchter mit zunehmendem Alter sehen. Die

Vorführleistungen wurden immer souveräner und

geübter. Besonderes Lob verdiente sich Lukas Zieg-


ler, Bordesholm in dieser Klasse. Sein Kalb „Kampf“

war schon im August letzten Jahres geboren und

wollte immer ein wenig schneller durch den Ring

als der Rest. Aber Lukas meisterte die Situation

souverän und behielt sein Kalb die ganze Zeit unter

Kontrolle.

Sieger der jungen Klassen wurde Madita Sieh-Petersen,

Bünsdorf und Reservesiegerin Lara Sophie

Armling aus Gnutz.

Bei den mittleren Klassen ging es mit guten

Leistungen weiter und so fi elen dem Richter Markus

Fuschera-Petersen die Entscheidungen nicht

leichter. Im Vordergrund steht bei der Jungzüchterschau

im Kreis der Gedanke, die Kinder an Tierschauen

heranzubringen und so soll es ihnen vor

Klasse 1a

Rang Kat.-Nr. Tier Vater Vorführer/in

1a 5 Kandis Glenzer Jonas Ziegler, Bordesholm

1b 4 Karona Emil II Janice Hameister, Timmaspe

1c 1 Kokain Tonikum Ove Solterbeck, Beringstedt

1c 2 Kalina Classic Nele Armling, Gnutz

1c 3 Kalkutta Rembrandt Thore Sieh-Petersen, Bünsdorf

Klasse 1b

Rang Kat.-Nr. Tier Vater Vorführer/in

1a 6 Kuerbis Titanic Madita Sieh-Petersen, Bünsdorf

1b 9 Kanada Dominator Nina Wehde, Bünsdorf

1c 7 Koblenz Maryland Hannes Gosch, Oldenbüttel

1c 8 Krokus Wilg Flemming Schneede, Gnutz

1c 10 Kollmar NOG Jumit Sönke Gosch, Oldenbüttel

Klasse 1c

Rang Kat.-Nr. Tier Vater Vorführer/in

1a 13 Kosima Einar Lara Sophie Armling, Gnutz

1b 15 Kerra Outside Finja Schneede, Gnutz

1c 11 Kamille Joyboy Tim-John Solterbeck, Beringstedt

1c 12 Kampf Glenzer Lukas Ziegler, Bordesholm

1c 16 Kalina Classic Morlin Göttsche, Gnutz

Klasse 2a

Rang Kat.-Nr. Tier Vater Vorführer/in

1a 22 Blackchen Gringo Melanie Eckhoff, Grauel

1b 23 Peter Terbium Katharina Langemeyer, Hohenwestedt

1c 17 Klaudia Lichtblick Tim Klaas Koep, Holtdorf

1c 18 Klaudia Carmano Louisa Solterbeck, Beringstedt

1c 19 Kenia Bambam Marvin Wehde, Bünsdorf

1c 20 Italien Douglas Markus Schröder, Oldenbüttel

1c 21 Kora Laudan Christoph Plambeck, Brügge

allem Spaß bringen. Hatten sich die meisten Kinder

ein schwarz- oder rotbuntes oder Angler Kuhkalb

ausgesucht, so gab es in diesem Jahr auch Braunvieh,

Jersey, eine Kreuzung und „Peter“, ein noch

sehr junger, friedlicher schwarzbunter Bulle.

In der ersten der drei mittleren Klassen konnte Melanie

Eckhoff, Grauel mit Blackchen gewinnen. Die

beiden zeigten sich als sehr eingespieltes Team. Auf

dem 1b-Platz folgte Catharina Langemeyer, Hohenwestedt

mit Peter. Ein toller Erfolg, denn es war die

erste Teilnahme an einer Tierschau für Catharina.

Die folgende Klasse konnte Malte Wehde, Bünsdorf

mit Kroni für sich entscheiden, gefolgt von Christof

Koep, Holtdorf mit Jo. In dieser Klasse gab es ein

Geburtstagkind. Jonas Riecken wurde an diesem

Tag 12 Jahre alt. Mit einem Sieg in seiner Klasse

Rind im Bild 2/2008

JUNGZÜCHTER

konnte er nicht beschenkt werden, aber er erhielt

einen Jungzüchterpullover.

In der letzten der mittleren Klassen, die Kinder waren

hier 13 Jahre alt, konnte Jan-Hinnerk Templin,

Felm mit seinem Jerseykalb Java überzeugen und

gewann vor Thorben Harder, Hoebek mit Ilex.

Deutlich steigern konnte sich Thorben Harder dann

in der Siegerauswahl der mittleren Klassen. So

wurde er dann aufgrund einer sehr guten Vorführleistung

Sieger der mittleren Klassen. Reservesiegerin

wurde Melanie Eckhoff, Grauel.

Und nun waren die ältesten an der Reihe. Die meisten

von ihnen schon mit Schauerfahrung und so

wurden die Anforderungen hier auch größer. Die

Jungzüchter mussten auf Handzeichen des Rich-

Klasse 2b

Rang Kat.-Nr. Tier Vater Vorführer/in

1a 25 Kroni Grobi Malte Wehde, Bünsdorf

1b 28 Jo Lichtblick Christof Koep, Holtdorf

1c 24 Klee Joyboy Sophie Richrath, Bordesholm

1c 27 Jula Jeiko Jonas Riecken, Embühren

Klasse 2c

Rang Kat.-Nr. Tier Vater Vorführer/in

1a 33 Java Paul Jan-Hinnerk Templin, Felm

1b 29 Ilex Blaschko Thorben Harder, Hoebek

1c 30 Imperial Goldwin Jannik Hameister, Timmaspe

1c 31 Jeanne Juote Lucas Ulrich, Timmaspe

1c 32 Kaline Juote Julian-Alexander Haß, Holtsee

1c 34 Jena Avanti Malte Blöcker, Schmalstede

Klasse 3a

Rang Kat.-Nr. Tier Vater Vorführer/in

1a 36 Kleo Starjoke Theresa Plambeck, Brügge

1b 38 Jette Rustler Lisa Suhr, Oldenbüttel

1c 39 Kjana Lenstar Svenja Krieger, Bordesholm

1d 40 Hasi Korfu Annika Stange, Bordesholm

1e 35 Jo Avanti Tobias Tank, Fockbek

1f 37 Insel Joyboy Pascal Stolley, Fockbek

Klasse 3b

Rang Kat.-Nr. Tier Vater Vorführer/in

1a 43 Ivonne Classic Nicole Harder, Hoebek

1b 42 Herrliche Jackpot Jasmin Hameister, Timmaspe

1c 44 Ilona Avanti Karina Koep, Holtdorf

1d 45 Inetta Minister Ronja Goldmann, Nortorf

1e 46 Isa Baldo Bente Jordan, Revensdorf

1f 47 Jasmin Taecks Svea Sievers, Holtsee

1g 41 Isabell December Neele Isabel Harder, Hoebek

37


38

JUNGZÜCHTER

ters mit ihrem Tier stehen bleiben, der Blickkontakt

zu Richter und Tier sollte gegeben und insgesamt

sollten die Ausführungen der Kinder immer genauer

sein. In den letzten Klassen wurde die Platzierung

bis zum letzten Platz durchgeführt.

Die Jungzüchter dieser Altersklassen konnten dann

auch überzeugen. In der ersten der älteren Klassen

gewann Theresa Plambeck, Brügge mit Kleo, gefolgt

von Lisa Suhr, Oldenbüttel mit Jette. Die weiteren

Rangierungen in diesen Altersklassen entnehmen

sie bitte der beigefügten Tabelle.

Die letzte Klasse an diesem Tag gewann Nicole

Harder, Hoebek mit ihrem Kalb Ivonne. Ihre gute

Vorführleistung überzeugte den Richter und so ver-

Das große Waschen

Voller Erwartung auf die Preisverleihung

Aufstellen bei den jungen Kuhklassen

wies sie Jasmin Hameister, Timmaspe mit Herrliche

auf den 1b-Platz.

Die beiden Jungzüchterinnen, die in der letzten

Klasse überzeugen konnten, sollten dann auch in

der Siegerauswahl der älteren Klassen wieder

die Nase vorn haben. Sieger der älteren Klassen

wurde Nicole Harder, Hoebek und Reservesiegerin

Jasmin Hameister, Timmaspe. Ein schönes Bild

zum Abschluss dieser Schau, standen doch mit Siegerin

und Reservesiegerin eine rotbunte und eine

schwarzbunte Kuh nebeneinander im Ring.

Insgesamt konnten wir uns sowohl bei den Teilnehmern

als auch bei den Zuschauern über ein großes

Interesse freuen. Ein herzlichen Glückwunsch an

Rind im Bild 2/2008

Vorbereitung für den großen Auftritt

dieser Stelle noch einmal an alle Jungzüchter, die

an dieser Schau teilgenommen haben, zu ihren

wirklich guten Leistungen.

Auch in diesem Jahr konnte sich jedes Kind über ein

Geschenk und einen Pokal freuen. Außerdem bekam

jedes Kind auch wieder ein Jungzüchter T-Shirt.

Ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmer, Unterstützer,

Sponsoren und Helfer, die es überhaupt

erst ermöglichen, eine solche Jungzüchterschau

durchzuführen. Ein besonderer Dank gilt auch in

diesem Jahr der Familie Honermeier aus Gnutz, die

zum wiederholten Mal ihre Maschinenhalle zur Verfügung

gestellt hat. U. Lucanus

Der jüngste Teilnehmer der Schau mit fast 4 Jahren: Ove Solterbeck

Sieger der jungen Klassen wurde Madita Sieh-Petersen, Bünsdorf

(links) und Reservesiegerin Lara Sophie Armling aus Gnutz (rechts)


Prämierungsergebnis – die Sieger

junge Klassen

Sieger

Vorführerin: Madita Sieh-Petersen, Bünsdorf

Ktlg-Nr. 6 Kuerbis V: Titanic

Bes.: Carsten Sieh-Petersen, Bünsdorf

Res.-Sieger

Vorführerin: Lara Sophie Armling, Gnutz

Ktlg-Nr. 13 Kosima V: Einar

Bes.: Ralf Schneede, Gnutz

mittlere Klassen

Bei den mittleren Klassen konnte Melanie Eckhoff, Grauel (rechts) mit

Blackchen gewinnen. Auf dem 1b-Platz folgte Catharina Langemeyer,

Hohenwestedt (rechts) mit Peter. Ein toller Erfolg, denn es war die erste

Teilnahme an einer Tierschau für Catharina

Aufgrund einer sehr guten Vorführleistung wurde

Thorben Harder Sieger der mittleren Klassen.

Reservesiegerin wurde Melanie Eckhoff

Sieger

Vorführer: Thorben Harder, Hoebek

Ktlg-Nr. 29 Ilex V: Blaschko

Bes.: Klemens Harder, Hoebek

Res.-Sieger

Vorführerin: Melanie Eekhoff, Grauel

Ktlg-Nr. 22 Blackchen V: Gringo

Bes.: Eekhoff/Ruhsert GbR, Grauel

Jan-Hinnerk Templin, Felm mit Java

In der ersten der älteren Klassen gewann

Theresa Plambeck (vorne) gefolgt

von Lisa Suhr (hinten)

Gut besucht war die Kreisjungzüchterschau in der Maschinenhalle

der Familie Honermeier in Gnutz

Rind im Bild 2/2008

ältere Klassen

JUNGZÜCHTER

Sieger

Vorführerin: Nicole Harder, Hoebek

Ktlg-Nr. 43 Ivonne V: Classic

Bes.: Klemens Harder, Hoebek

Res.-Sieger

Vorführerin: Jasmin Hameister

Ktlg-Nr. 42 Herrliche V: Jackpot

Bes.: Paul Hameister, Timmaspe

Malte Wehde, Bünsdorf mit dem Braunvieh-

Kalb Kroni

Sieger Sie der älteren Klassen wurde Nicole Harder

(re ( (rechts) und Reservesiegerin Jasmin Hameister

(((lin ((li (links)

Fotos: Nobbe

39


40

FÜR SIE GELESEN

Preise für Schlachtrinder

könnten 2008 steigen

Für einen Anstieg der Schlachtrinderpreise im Jahr

2008 sprechen nach Angaben der Zentralen Markt-

und Preisberichtstelle (ZMP) aktuell einige Gründe.

Das heimische Angebot wird voraussichtlich kaum

größer ausfallen als im Vorjahr. Die Bonner Marktbeobachter

rechnen mit einer Bruttoeigenerzeugung

an Rindfl eisch von 1,201 Mio t Schlachtgewicht (SG);

das wären 1,5 % weniger als 2007. Die deutsche

Nettoproduktion soll im Jahresvergleich um 1,3 %

auf 1,171 Mio t SG zurückgehen. Deshalb dürfte der

Wettbewerb um die Schlachttiere intensiv bleiben,

da die Schlachtereien bemüht sind, ihre Kapazitäten

voll auszuschöpfen. Auch für die Europäische Union

insgesamt wird ein leichter Rückgang der Rindfl eischerzeugung

vorausgesagt. Zudem ist die Einfuhr

Die Quotenausnutzung in Deutschland steigt deutlich

an. Eine Überlieferung im Quotenjahr 2007/08

wird immer wahrscheinlicher.

Von April bis Dezember 2007 beläuft sich die fettkorrigierte

Anlieferungsmenge auf 21,05 Millionen

Tonnen, das sind 1,1 Prozent mehr als vor Jahresfrist.

Nach vorläufi gen Berechnungen der ZMP ergibt sich

damit für diesen Zeitraum ein Ausnutzungsgrad der

anteiligen Referenzmenge von 99,5 Prozent.

brasilianischen Rindfl eisches in die EU nach dem

Inkrafttreten der neuen Außenhandelsregularien

zunächst gestoppt worden. Die weitere Entwicklung

ist unklar. Brüssel will künftig nur noch Fleisch

von Rindern akzeptieren, die von zugelassenen

Betrieben stammen und die strengen Kriterien der

Rückverfolgbarkeit erfüllen. Brasilien war 2007 mit

der Lieferung von mehr als 300 000 t Rindfl eisch

mit Abstand das wichtigste Herkunftsland der EU-

Importe. Vor diesem Hintergrund erwartet die ZMP

bei in etwa stabiler Verbrauchsentwicklung eine

Preisbefestigung. Möglich sei vielleicht sogar ein

deutlicherer Preisanstieg, so die Bonner Marktbeobachter.

Jungbullen der Handelsklasse R3 könnten

im Jahresmittel 2008 mehr als 3 Euro/kg SG kosten.

Überlieferung der Milchquote

nicht auszuschließen

Vieles spricht dafür, dass es zu einer Überlieferung

kommt und diese sogar größer ausfällt als im

Vorjahr. Der leichte Zuwachs bei den Milchkuhbeständen,

das vergleichsweise geringe Schlachtkuhangebot

und das hohe Niveau der Erzeugerpreise

für Milch bieten den Erzeugern derzeit sowohl die

Möglichkeiten als auch den Anreiz, die Milchanlieferung

zu steigern. Außerdem ist es wahrscheinlich,

dass die Fettgehalte höher bleiben als im Vorjahr

und damit auch die Fettkorrektur weiter steigt.

(ZMP) adr-informationen 06/08

Rind im Bild 2/2008

Die Kalbfl eischerzeugung dürfte aufgrund wieder

höherer Erlöse trotz weiterhin hoher Produktionskosten

etwas lukrativer werden. Leicht fester als im

Vorjahr werden 2008 nach Einschätzung der ZMP

auch die Preise für Schlachtkühe tendieren, vor

allem wenn es zu einer zusätzlichen Quotenaufstockung

kommt und die Tiere für die Milchproduktion

benötigt werden. Ein höheres Angebot an Schlachtkühen

als 2007 ist deshalb zunächst nicht zu erwarten.

Erst wenn die Altkühe durch jüngere Tiere ersetzt

worden sind, ist eine Zunahme wahrscheinlich.

Verstärkt nachgefragt werden außerdem Tiere, die

von der Qualität und Sicherheit GmbH (QS) zertifi -

ziert worden sind; hier übersteigt die Nachfrage das

Angebot. (AgE) adr-informationen 06/08

Am 8. März fand die

ordentliche Mitgliederversammlung

des Deutschen

Holstein Verband

e.V. in Leipzig statt.

Aus Altersgründen schieden der bisherige DHV-

Vizepräsident Hugo Balster, Selm, und Henning

Beinsen, Lehrte, aus dem Vorstand aus. Zum neuen

DHV-Vizepräsidenten wurde Dr. Hartwig Johansen

aus Badel gewählt. Georg Geuecke aus Attendorn

und Heinrich Ruprecht aus Stöckse wurden neu in

den Vorstand gewählt.

adr-informationen 10/08

Goldfee v. Laudan, Besitzer: Lienau-Jöhnk GbR, Neritz Herzogin v. Mr. Sam, Besitzer: H. Andresen, Böklund Fotos: Arkink


24. Milchquotenbörse

Rind im Bild 2/2008

FÜR SIE GELESEN

Niedrigster Quotenpreis seit Börseneinführung

Der Preis für Milchquoten ist bei der 24.Milchbörse

am 1. April 2008 deutlich gesunken. Der Deutsche

Bauernverband (DBV) ermittelte einen gewogenen

Durchschnittspreis für Deutschland von 0,31 Euro/

kg. Dieser stellt damit den niedrigsten Quotenpreis

seit Einführung der Börse im Jahr 2000 dar. Gegenüber

dem letzten Handelstermin ist dieser um 4

Cent (11 Prozent) gesunken. Für den Übertragungsbereich

West wurde ein Handelspreis von 0,32

Euro/kg errechnet.

Damit ist dieser auf einen historischen Tiefstand

gefallen. Im Vergleich zum Novemberhandelstermin

ist er um 5 Cent zurückgegangen. Der Handelspreis

für den Übertragungsbereich Ost lag bei 0,25 Euro/

kg. Gegenüber dem Novembertermin ist der Quotenpreis

konstant geblieben.

Insgesamt wurden rund 197 Millionen Kilogramm

Milchquote gehandelt. Im Vergleich zum letzten

Europäischer

Holstein Wettbewerb

2008 abgesagt

Nach Mitteilung des Europäischen Holstein und

Red-Holstein Verbandes (EHRC) hat dessen Vorstand

die Entscheidung getroffen, den Europäischen

Holstein Wettbewerb 2008 abzusagen.

Die europäische Holsteinschau sollte im Oktober

dieses Jahres in Cremona/Italien stattfi nden. Als

Grund für die Absage führt der EHRC die unsichere

Situation wegen der Blauzungenkrankheit an.

Das Ausmaß der Seuche sei in den verschiedenen

EHRC Mitgliedsländern zurzeit sehr unterschiedlich.

Zudem sei mit einer weiteren Ausbreitung der Blauzungenkrankheit

im Sommer zu rechnen.

Für einige Länder werde es aufgrund der Beschränkungen

für das Verbringen oder beim Transport von

Tieren daher nicht möglich sein, an der Veranstaltung

teilzunehmen.

Auch wenn die Verfügbarkeit von Impfstoffen gegen

die Blauzungenkrankheit in naher Zukunft erwartet

werde, sei die Situation hinsichtlich der Impfprogramme

in den Ländern und der daraus entstehende

Konsequenzen heute noch völlig unklar.

Aufgrund der Absage würden auch der Europäische

Jungzüchterwettbewerb und der European Star

Sale nicht stattfi nden.

(DHV) adr-informationen 07/08

Handelstermin war die Gesamtnachfrage nach

Milchquoten mit rund 325 Millionen Kilogramm

deutlich höher als das Gesamtangebot mit rund 224

Millionen Kilogramm.

Die Auswertung des Übertragungsbereiches West

zeigte, dass insbesondere in Niedersachsen und

Nordrhein-Westfalen die Nachfrage mehr als das

Zweieinhalbfache über dem Angebot lag. Im Übertragungsbereich

Ost wurde nur in Sachsen-Anhalt

weniger nachgefragt als angeboten. Insbesondere

in Brandenburg war die Nachfrage vier Mal höher

als das Angebot.

Von insgesamt 4.394 Anbietern konnten ca. 89

Prozent (3.893) erfolgreich Milchquoten verkaufen.

Rund 76 Prozent der Gesamtnachfrager (6.961)

konnten erfolgreich Quoten kaufen.

Die Auswertung der Zu- und Abgänge der einzelnen

Übertragungsstellen zeigt, dass eine deutliche

Erzeugerpreis für Milch in 2007 in Deutschland

um mehr als ein Fünft el angestiegen

Im Kalenderjahr 2007 erreichte der Preis für Milch

mit 3,7 % Fett und 3,4 % Eiweiß mit Nachzahlungen

im Durchschnitt 33,46 Cent/kg. Das sind rund 22 %

mehr als in 2006.

In allen Ländern lagen die Erzeugerpreise deutlich

über dem Vorjahreswert.

Am stärksten war der Anstieg der Auszahlungspreise

in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern

und Sachsen. In Bayern fi el der Anstieg

knapp 20 % aus.

Die höchsten Auszahlungspreise wurden an die

Landwirte in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-

Vorpommern, Sachsen und Hessen gezahlt. Die

niedrigsten Erzeugerpreise wurden in Sachsen-

Anhalt und Nordrein-Westfalen ausgezahlt. Nahezu

identisch waren die Erzeugerpreise in Baden-Württemberg

und Thüringen, Rheinland-Pfalz konnte sein

über viele Jahre erzieltes hohes Erzeugerpreisniveau

nicht mehr erreichen.

Auf Basis des tatsächlichen Fett- und Eiweißgehalts

lag der durchschnittliche Erzeugerpreis in den neuen

Ländern bei 34,81 Cent/kg und damit um 0,13

Cent/kg über dem westdeutschen Niveau (34,68

Cent/kg). Für Deutschland insgesamt ergab sich im

Zeitraum Januar bis Dezember 2007 ein Wert von

34,31 Cent/kg (+ 21,8 %).

Quotenwanderung im Übertragungsbereich West in

Richtung Niedersachsen und im Übertragungsbereich

Ost in Richtung Brandenburg stattgefunden

hat. Aber auch in Ländern wie Baden-Württemberg

und Bayern haben die Nachfrager mehr als 70 Prozent

ihrer nachgefragten Milchquote kaufen können.

Der Deutsche Bauernverband sieht den Rückgang

der Quotenpreise als positives Zeichen in Hinblick

auf das Auslaufen der Milchquotenregelung am 31.

März 2015. Zudem sei der heutige Quotenpreis von

besonderer Bedeutung, da viele Pachtverträge zum

31. März 2008 ausgelaufen sind. Nimmt der bisherige

Pächter sein Übernahmerecht in Anspruch,

orientiert sich der Übernahmepreis am April-Börsenpreis.

Damit sei der Börsenpreis auch für die

Pächter von Quoten entscheidend.

(dbv) adr-informationen 14/08

Der Milchpreis im Januar 2008 stellt sich gegenüber

Dezember 2007 schwächer dar. Die Preise dürften

im Bundesdurchschnitt ausgehend vom Dezember

um rund 1,5 bis 2 Cent/kg zurückgehen.

Damit könnte sich nach vorläufi gen Berechungen

ein Erzeugerpreis von rund 38,50 Cent/kg ergeben.

In Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern

sind die Preise voraussichtlich

stärker rückläufi g als im übrigen Bundesgebiet.

Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert wäre

dies jedoch bundesweit immer noch ein Anstieg

von bis zu 40 %.

Nach vorläufi gen Informationen aus dem Markt

wird im Februar 2008 auf Bundesebene ein durchschnittlicher

Auszahlungspreis von rund 37 Cent/kg

ausgezahlt, dabei wird der Preisrückgang und die

Preisspannen im Norden und Westen höher ausfallen

als im Süden und Osten.

Über die weitere Preisentwicklung kann derzeit keine

verlässliche Auskunft erteilt werden.

Im Januar 2007 wurden im Bundesdurchschnitt

27,47 Cent/kg Milch ausgezahlt, im Februar und

im März schwächten sich die Erzeugerpreise weiter

leicht ab. Erst ab Mai 2007 zeichnete sich eine

Preisbefestigung ab.

(BMELV) adr-informationen 13/08

41


42

FÜR SIE GELESEN

ADR-Vortragstagung

zur Blauzungenkrankheit

Die traditionelle Vortragstagung am Tag nach der

ADR-Delegiertenversammlung befasste sich in

diesem Jahr ausschließlich mit dem Thema Blauzungenkrankheit.

Als Referenten waren Dr. Mark Holsteg vom Tiergesundheitsdienst

Nordrhein-Westfalen, Dr. Hans-

Joachim Bätza vom BMELV und Dr. Bernd Hoffmann

vom Friedrich-Loeffl er-Institut, Insel Riems, geladen.

Dr. Holsteg schilderte eingangs eindrucksvoll den

klinischen Verlauf der Blauzungenkrankheit beim

Rind, bevor er auf die wirtschaftlichen Schäden

einging, die durch diese Seuche in Nordrhein-

Westfalen entstanden sind. Insgesamt seien Anträge

für über 5.000 entschädigungsfähige Rinder

bei der Landestierseuchenkasse eingegangen. Die

voraussichtlichen fi nanziellen Leistungen bezifferte

er auf 7,5 Mio. Euro. Hinzu kämen Ausfälle in der

Milchleistung, die bei 10 - 30 % je nach Herde anzusiedeln

seien. Als Ursachen für die verminderte

Milchleistung nannte er eine geringere Futteraufnahme

oder einen Fehlstart in die Laktation sowie

verlängerte Zwischenkalbezeiten. Zudem trügen

Schmerzen und Lahmheiten zu einer verringerten

Futteraufnahme und so zu einer verringerten

Milchleistung bei.

Hinzu kämen Kälberverluste durch embryonalen Tod

oder Aborte. Nicht zu vernachlässigen seien ferner

erhöhte Zellzahlen; außerdem werde über verminderte

Non-Return-Raten berichtet.

Auf die Zucht könnten auch durch Schädigung

generativer Gewebe bei Deck- oder Besamungsbullen

erhebliche Probleme zukommen. Als von

Belang für eine Impfstrategie nannte Holsteg, dass

Zuchtrinder älter als 20 Monate zu einem Anteil

von 65-85 % durchseucht seien, Kälber unter

sechs Monaten über kolostralen Antikörperschutz

verfügten und besamungsfähige Rinder, die voraussichtlich

im Herbst kalben werden, zu 50 %

ungeschützt seien.

Dr. Hans-Jürgen Bätza berichtete über rechtliche

Maßnahmen zur Bekämpfung der Blauzungenkrankheit.

Unter anderem wies er darauf hin, dass für die

Impfung gegen Blauzungenkrankheit nur inaktivierte

Impfstoffe verwendet werden dürften. Außerdem

beinhalte die EG-Blauzungenbekämpfung-Durchführungsverordnung

die Befugnis der zuständige

Behörden, eine Impfung anzuordnen, sowie eine

Auskunftspfl icht des Tierhalters über durchgeführte

Diana v. Robel, Besitzer: K. Junghans, Bokholt-Hanredder Foto: Arkink

Impfungen gegenüber den zuständigen Behörden.

In seinem Vortrag über die Impfung gegen das

Blauzungenvirus aus veterinärmedizinischer Sicht

erläuterte Dr. Hoffmann zunächst die die Diagnostikverfahren

zur Detektion von BTV-Antigenen

und BTV-Antikörpern.

Schließlich ging er detailliert auf die Impfung gegen

das Blauzungenvirus ein. Der Referent wies auf eine

Feldstudie hin, die das Friedrich-Loeffl er-Institut in

Mecklenburg-Vorpommern durchführt.

Damit soll die Sicherheit und Wirksamkeit der Impfstoffe

überprüft werden. Auf zwei Schaf- und einem

Rinderbetrieb würden 300 Tiere pro Impfstoff und

Tierart der drei Anbieter, die einen Zuschlag von

Deutschland bekommen hätten, geimpft und anschließend

untersucht.

Als Ziele der Studie nannte Hoffmann:

aussagekräftige Daten zur Unschädlichkeit bei

Schaf und Rind

Daten zur Wirksamkeit der Applikation unter

Feldbedingungen

Entscheidungshilfe beim Impfstoffeinsatz bei der

nationalen Zulassung und bei der Entschädigungsbewertung.

Schließlich ging Hoffmann noch auf die Untersuchung

von Sperma auf das Blauzungenvirus mittels

PCR ein. Eine solche Methode sei im Prinzip

möglich. Allerdings müsse diese Methode – um in

Rind im Bild 2/2008

der EU-Gesetzgebung für den Handel akzeptiert zu

werden – vom internationalen Tiergesundheitsamt

(OIE) anerkannt werden.

Stellvertretend für Dr. Fröhlich, Hessen, berichtete

Dr. Bätza über die Bereitstellung von Impfstoffen

gegen die Blauzungenkrankheit. Eingangs verwies

er auf § 2 Absatz 1 des Tierseuchengesetzes, nach

dem weite Bereiche der Anwendung von Impfungen

den zuständigen Landesbehörden obliegen. Mitte

Dezember 2007 habe man sich in Deutschland

darauf geeinigt, die Bestellung von Impfstoffen

unter der Federführung Federführung des Landes

Hessen durchzuführen. Zugleich habe man sich auf

Grundzüge des Vergabeverfahrens und auf eine solidarische

Verteilung der zu erwartenden knappen

Impfstoffmenge geeinigt. Mitte Januar sei die Ausschreibung

veröffentlicht worden. Bei der Eröffnung

der Angebote Anfang März habe ergeben, dass die

Angebotsbedingungen von drei Herstellern akzeptiert

wurden.

Ende März-und somit etwa zeitgleich mit Beginn

des Feldversuchs in Mecklenburg-Vorpommern, mit

dem die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Impfstoffe

validiert werden sollen-seien die Zuschlagserklärung

und der Vertragsabschluss über insgesamt

etwa 20 Mio. Impfdosen für Rinder und etwa

3,6 Mio. Impfdosen für Schafe und Ziegen für einen

Gesamtwert von etwa 17 Mio. Euro erfolgt.

adr-informationen 14/08


PERSONALIEN

Jubiläen bei der RSH eG

5 Jahre

Birte Buhmann

Silja Bethke

10 Jahre

Rosmarie Ohlsen

Marcus Petersen

30 Jahre

Peter Dettmann

Jubiläen beim LKV

40 Jahre beim LKV

Horst Möller

Am 1. April konnte Horst Möller aus Kleinfl intbek

im Kreis Rendsburg als 168. Mitarbeiter in der Geschichte

des Landeskontrollverbandes Schleswig-

Holstein e.V. das heute eher selten gewordene

40-jährige Dienstjubiläum als Milchleistungsprüfer

begehen.

Zu Beginn seiner Anstellung im Jahre 1968 übernahm

Herr Möller den Kontrollbezirk in Flintbek,

Kleinfl intbek und Voorde mit 20 Betrieben und

durchschnittlich 20,6 Kühen pro Betrieb. Der erste

Neu bei der RSH eG

Sabrina Rahn

Am 30.03.2008 hat

Frau Sabrina Rahn

ihren Dienst bei der

RSH eG begonnen.

Frau Rahn wird für

ca. 1 Jahr die Stelle

von Frau Lempe in

der Telefonzentrale

einnehmen. Frau

Lempe befi ndet

sich zur Zeit in

Mutterschutz und

wird nach der Geburt

ihres Kindes für 1 Jahr in Elternzeit gehen. Wir

wünschen Frau Rahn viel Spaß für ihre Tätigkeit bei

der RSH eG! J. Ahlert

Jahresabschluss ergab damals eine Leistung von

4.695 kg Milch mit 185 kg Fett. Im Laufe der Jahre

kamen durch den Strukturwandel in der Landwirtschaft

und die Einführung neuer Prüfverfahren zunächst

in den umliegenden Dörfern, später auch in

weiterer Entfernung ständig weitere Betriebe hinzu.

In den letzten Jahren betreute Herr Möller mehr als

70 Betriebe, in denen durchschnittlich 60 Kühe gehalten

wurden. Die Leistung in dem Bezirk ist inzwischen

auf 8.300 kg Milch mit 347 kg Fett und 282 kg

Eiweiß gestiegen.

In einer kleinen Feierstunde sprach der LKV-Vorsitzende

Eckhard Marxen dem Jubilar Dank und

Anerkennung für die geleistete Arbeit in den vielen

Jahren seiner Tätigkeit aus. Der Dank galt aber

auch Frau Möller, die ihrem Mann, insbesondere

nach der Einführung der neuen Meldetechnik in der

Milchleistungsprüfung, tatkräftig bei der täglichen

Arbeit geholfen hat. Da Herr Möller Ende März das

Rentenalter erreicht hatte, war das Jubiläum beim

Landeskontrollverband sogleich auch der Abschied

aus dem Berufsleben.

Für die in den 40 Jahren geleistete Arbeit spreche

ich Herrn Möller an dieser Stelle meinen Dank aus

und wünsche ihm für den Ruhestand alles Gute.

Gerd Schulz

Rind im Bild 2/2008

Versorgungslücken

schließen!

Top-Leistungen absichern mit

KULMIN

TMR-ProVit HL

Optimale Mineral-

u. Wirkstoffzufuhr

für dauerhaft leistungsstarke

Kühe

Spezielle

Lebendhefen zur

Unterstützung der

Pansenfunktion

Effektive

Biotin-Dosierung

für stabilere Klauen

Hohe Futteraufnahme durch appetitanregende

Kräutermischung

Mehr Informationen zur

KULMIN ProVit HL-Linie unter

www.vitales-milchvieh.de

Bergophor Futtermittelfabrik

Dr. Berger GmbH & Co. KG

95326 Kulmbach · Tel. (09221) 806-0 · Fax 806-188

HOHBURG Mineralfutter GmbH, Sachsen

04808 Hohburg · Tel. (034263) 786-0 · Fax 786-48

service@bergophor.de · www.bergophor.de

Unsere aktuellen Qualitätsprogramme: DIN ISO 9001

HACCP · DLG-Gütezeichen · QS-zertifi ziert · A-Futter

Öko-zertifi ziert · GMP + - anerkannter Betrieb


44

PERSONALIEN

25 Jahre beim LKV

Leonhard Kiehne

Ebenfalls am 1. April feierte Leonhard Kiehne

aus Osdorf im Kreis Rendsburg sein 25-jähriges

Jubiläum beim LKV. Herr Kiehne war geradezu

Herbert Gröhn

Nach längerer Krankheit verstarb im April 2008 Herr

Herbert Gröhn aus Todesfelde, der sich jahrelang

für die Belange und das Wohl der Rinderzüchter

eingesetzt hat.

Neben seiner Vorstandstätigkeit im Kreisrindviehzuchtverein

Segeberg hat er sich stark in der Einkaufskommission

für Schwarzbunte Bullen in der

damaligen Rinderbesamung Schönböken engagiert.

Seine Sachkunde und sein Auge für das Rind machten

ihn zu einem hochangesehenen Viehkenner, der

Heinz Magens

Plötzlich und unerwartet verstarb Herr Heinz Magens,

Bahrenfl eth, der sich jahrelang intensiv in verschiedenen

Funktionen aktiv um die Rotbuntzucht in

Schleswig-Holstein verdient gemacht hat.

Schon als junger Landwirt hat er in seinem Betrieb

aktiv rotbunte Kühe gezüchtet.

Sein Auge für die Kuh und sein fachlich fundiertes

Urteilsvermögen, das über die schleswig-holsteinischen

Landesgrenzen hinaus geschätzt wurde,

brachten ihn schon als jungen Mann in die Herd-

prädestiniert dafür, eine Tätigkeit beim Landeskontrollverband

aufzunehmen. Von einem landwirtschaftlichen

Betrieb in Birkenmoor im Dänischen

Wohld stammend, machte er, obwohl er als zweiter

Sohn nicht auf dem Betrieb bleiben würde, eine

landwirtschaftliche Ausbildung. Gleich nach der

Landwirtschaftsschule erfolgte der Lehrgang für

Leistungsprüfer in Futterkamp – damals noch vor

der offi ziellen Anstellung beim LKV. Nach der Bundeswehr

wurde dann die Einstellung zum 1. April

1983 vorgenommen.

Anfangs wurde Herr Kiehne vor allem für Vertretungen

in Bezirken südlich des Nord-Ostsee-Kanals

eingesetzt, bis die Übernahme des Kontrollbezirkes

Lindau-Revensdorf erfolgte. Neben der Tätigkeit als

Milchleistungsprüfer wurde Herr Kiehne auch für

Arbeiten in der Hauptgeschäftsstelle, so u.a. für die

Fehlerberichtigung in der EDV eingesetzt.

dies auch in seiner eigenen Herde durch hervorragende

Kühe umgesetzt hat.

So ist es nicht verwunderlich, dass sein Sachverstand

insbesondere im Umzüchtungsprozess zu

Holstein Frisian zum Nutzen aller Betriebe gefragt

war.

Mit seiner ruhigen, sachlichen Art und seiner aktiven

Beteiligung am Zuchtgeschehen hat er die damalige

Bullenvielfalt der Rinderbesamung Schönbö-

buchkuhbewertungskommission des damaligen

Verbandes Rotbunte Schleswig-Holstein eV.

In seinem Kreisverein war er jahrelang Vorsitzender

der Rotbuntzüchter und hat zahlreiche Rotbuntschauen

auf Körbezirksebene mit organisiert,

durchgeführt und gestaltet.

Auf Grund seines starken Engagements gehörte er

von 1985 bis zur Fusion 1992 dem Vorstand des Verbandes

Rotbunte Schleswig-Holstein eV an.

Sein Fachwissen, sein Engagement und sein di-

Rind im Bild 2/2008

Durch die Nähe seines Wohnortes zum Sitz des LKV

wurde er weiterhin häufi g für Versuche eingesetzt,

auch die Einarbeitung neuer Mitarbeiter sowie die

Einweisung einiger „Kieler“ Mitarbeiter in die MLP

fand durch ihn statt. Bedingt durch den Strukturwandel

und die Einführung neuer Prüfverfahren hat

sich auch der Kontrollbezirk von Herrn Kiehne deutlich

verändert, so dass heute fast alle Kühe im Dänischen

Wohld monatlich von ihm geprüft werden.

Den Dank für die geleistete Arbeit sowie ein Geschenk

aller von Herrn Kiehne betreuten Betriebe

überbrachte der LKV-Vorsitzende Eckhard Marxen,

Niendamm.

Herrn Kiehne danke ich für die mit viel Idealismus

und Engagement für den Verband geleistete Arbeit

und wünsche ihm für die vor ihm liegenden Berufsjahre

alles erdenklich Gute. Gerd Schulz

ken in den 70iger und 80iger Jahren entscheidend

mitgeprägt.

Alle, die Herrn Gröhn auf diesem Weg begleitet

haben, werden sich immer an die angenehme, zuverlässige

und hervorragende Zusammenarbeit mit

ihm gerne und dankbar erinnern.

Unser Mitgefühl gilt seiner Familie.

M. Leisen

rekter Bezug zu den Züchtern förderten nachhaltig

die Entwicklung der Rotbuntzucht in unserem Lande.

Alle, die ihn auf diesem Weg begleitet haben, behalten

ihn als angenehmen, zuverlässigen und zuvorkommenden

Menschen in Erinnerung, mit dem

die Zusammenarbeit zum Wohle der Rotbuntzucht

eine Freude war.

Unser Mitgefühl gilt seiner Frau und der gesamten

Familie. M. Leisen


Bullenmütterprüfung Karkendamm –

Funktionalität wird messbar

Die Bullenmütterprüfung auf dem Versuchsbetrieb

Karkendamm ist seit sieben Jahren etabliert, die

ersten Bullen aus dem Prüfprogramm der Nord-Ost-

Genetic sind bereits im Wiedereinsatz.

In den ersten Jahren wurden die Datenlogistik und

die Zuchtwertschätzverfahren für die „konventionellen“

Merkmale wie Milch-, Fett- und Eiweißkilogramm

erarbeitet und für die Selektion nutzbar gemacht.

In den letzten zwei Jahren wird vornehmlich

der Frage nachgegangen, wie man in einem Bullenmütterprüfprogramm

die Funktionalität der Kühe

messen und damit in die Selektionsentscheidungen

einbeziehen kann.

Landwirte erwarten von einer „funktionalen Kuh“,

dass diese jedes Jahr problemlos ein lebendes Kalb

zur Welt bringt und bei bester Gesundheit viele

Laktationen hohe Milchmengen produziert. Leider

muss man jedoch feststellen, dass im Hochleistungsbereich

der Betreuungsaufwand für die Kühe

oft sehr hoch ist.

In der Bullenmütterprüfung wird versucht, die Funktionalität

der Kühe in den folgenden Bereichen zu

messen:

Eutergesundheit

Klauen- und Gliedmaßengesundheit

Stoffwechselstabilität

Fruchtbarkeit

Für die Eutergesundheit und die Klauen- und Gliedmaßengesundheit

können auf der Basis aller lückenlos

protokollierten Behandlungsmaßnahmen

ausreichend genaue Zuchtwerte für die Einzelkuh

ermittelt werden, diese „Leistungsbereiche“ werden

in der Selektion der Bullenmütter heute schon

stark berücksichtigt.

Zukünftig wird es auch Messwerte für Stoffwechselstabilität

und Fruchtbarkeitsleistung geben. Für

die Stoffwechselstabilität einer Milchkuh ist es

entscheidend, dass besonders zu Beginn der Laktation

ausreichend Energie für die Milchproduktion

bereitgestellt werden kann. Das Energiedefi zit,

dass bei fast allen Tieren zu Beginn der Laktation

auftritt, kann nur über eine ausreichend hohe

Futteraufnahme begrenzt werden. Die mittleren

Futteraufnahmen und die Energiebilanz der bisher

geprüften Bullenmütter sind in der folgenden Abbildung

dargestellt.

kg

40

35

30

25

20

15

10

5

0

Rind im Bild 2/2008

ZUCHTWERTSCHÄTZUNG

0 20 40 60 80 100 120 140 160

Die Futteraufnahme (FUATM in kg Trockenmasse)

steigt zu Beginn der Laktation an und erreicht nach

circa 60 Laktationstagen ein Niveau von über 20

Kilogramm Trockenmasse. Die Milchleistung (ECM)

erreicht das Maximum allerdings sehr viel schneller

nach ungefähr 20 Laktationstagen, so dass über

einen Zeitraum von 50 Laktationstagen ein Ener-

FUATM ECM EB

Laktationstag

80

60

40

20

0

-20

-40

-60

-80

MJ NEL

giedefi zit (EB in MJ NEL) besteht. Überraschend

ist allerdings, dass die potentiellen Bullenmütter

bereits nach 50 Tagen in eine positive Energiebilanz

kommen.

Die Unterschiede in der Futteraufnahme zwischen

den Prüftieren sind groß, eine Senkung des Energie-

NOG Birte VG 85 v. Manager, Besitzer: D. Kumlehn, Holzminden – schon NOG Birte´s Mutter hat sich als NOG-Bullenmutter

bewähren können

45


46

ZUCHTWERTSCHÄTZUNG

defi zits ist nur über eine Steigerung der Futteraufnahme

möglich. Die dargestellten Ergebnisse aus

den Voruntersuchungen werden im Laufe dieses

Jahres in eine Zuchtwertschätzung für Futteraufnahme

umgesetzt und für die Selektionsentscheidungen

genutzt.

Als weiterer Teilbereich der Funktionalität wird

die Fruchtbarkeitsleistung der Prüftiere intensiv

untersucht. Um Fruchtbarkeit überhaupt messen

zu können, ist die Kenntnis des Zyklusverlaufs der

Einzelkuh notwendig.

Von allen Prüftieren werden zweimal wöchentlich

Milchproben gezogen, die auf den Progesterongehalt

untersucht werden.

Aus den Progesteronprofi len kann der Zyklusverlauf

der Einzelkuh abgelesen werden und der Abstand

der ersten Brunst von der Kalbung sowie die Länge

der Intervalle zwischen Brunstereignissen sind

messbar.

NOG Santana VG 85 v. Ready, Besitzer: H. Maack, Zeven, „Eiweißpower“ pur, denn sie produzierte in der 1. Laktation

knappe 11.000 kg Milch mit 3,56 % Eiweiß Fotos: Arkink

NOG Haiti GP 84 v. Best, Besitzer: K. Heldt, Gross Schlamin – NOG Haiti stammt aus der international bekannten

Kuhfamilie des Bullen Dixie-Lee-Aaron

Aus der Abbildung wird deutlich, dass immer dann

ein Brunstereignis vorliegt, wenn der Progesterongehalt

auf einem Niveau nahe der Nulllinie liegt. Zu

diesem Zeitpunkt ist auf dem Eierstock kein Gelbkörper

vorhanden und aus dem gereiften Follikel

kann der Eisprung erfolgen.

Erste Auswertungen der Progesteronprofi le zeigen,

dass das Brunstgeschehen nach dem Kalben im

Durchschnitt am 22. Tag einsetzt. Die Zwischenbrunstintervalle

sind im Mittel mit 24 Tagen etwas

länger als die erwarteten drei Wochen Zykluslänge.

Die Unterschiede zwischen den Kühen sind jedoch

erheblich. Einige Tiere zeigen bereits nach 9 Tagen

die erste Brunst nach dem Kalben und haben danach

einen regelmäßigen Zyklus wohingegen andere

Kühe erst am 50. Laktationstag die erste Brunst

aufweisen und sehr unregelmäßige Zwischenbrunsintervalle

haben.

In den jetzt laufenden Auswertungen werden die

Kennzahlen der Fruchtbarkeitsleistung auf ihre Eignung

als Selektionskriterium geprüft und danach in

die Selektionsentscheidungen einbezogen.

In der Bullenmütterprüfung Karkendamm wird intensiv

an der Weiterentwicklung des Prüfverfahrens

gearbeitet. Im Focus stehen dabei die Stoffwechselstabilität

und die Fruchtbarkeit der Prüftiere.

Über die Futteraufnahme des Einzeltieres und die

genaue Kenntnis der Brunstzyklen aus Progesteronmessungen

werden beide Bereiche messbar. Eine

Selektion von Bullenmüttern mit guter Fruchtbarkeit

und hoher Futteraufnahme wird möglich.

Rind im Bild 2/2008

Wolfgang Junge und Eckhard Stamer

Institut für Tierzucht und Tierhaltung

der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel,

TiDa Tier und Daten GmbH, Brux


Kommentar zur

Zuchtwertschätzung April 2008

Rind im Bild 2/2008

ZUCHTWERTSCHÄTZUNG

Nachdem vor allen Dingen von den Spermaimporteuren Semex Deutschland und WWS Germany in der vergangenen

Zeit populistische und zum Teil fachlich falsche Informationen zu den Zuchtwertänderungen in

Umlauf gebracht wurden, sah sich der DHV zu einer Kommentierung und Richtigstellung dieser Aussagen

veranlasst.

Kritische und zum Teil falsche Informationen zur Änderung

der Exterieur-Zuchtwertschätzung für Deutsche

Holsteins, die durch Spermaimporteure Semex-

und WWS-Germany an deren Kunden verschickt

wurden, veranlassen uns zu einer Kommentierung

und Richtigstellung dieser Aussagen. Die zum Teil

sehr populistischen Behauptungen zur aktuellen

Zuchtwertschätzung entbehren in vielerlei Hinsicht

jeder sachlichen und fachlichen Grundlage.

1. Wissenschaftliche Grundlagen und Entscheidungen

mit der Praxis Die Änderungen der ZWS

wurden in den vergangenen zwei Jahren in Zusammenarbeit

mit der Wissenschaft und dem VIT

in den Gremien des DHV diskutiert und erarbeitet.

Grundlage waren zwei wissenschaftliche Arbeiten

an den Tierzuchtinstituten Göttingen und Halle, die

im Auftrag und in fachlicher Begleitung der Zuchtorganisationen

durchgeführt wurden. Die Semex-

Aussage, dass „Theoretiker“ diese Entscheidungen

herbeigeführt haben, ist ein Beleg dafür, dass entweder

Semex-Deutschland die Entscheidungswege

für die ZWS Exterieur in Deutschland nicht kennt

oder bewusst unsachlich und populistisch argumentiert.

Die Auftraggeber für die ZWS Exterieur sind die

deutschen Zuchtverbände. Alle Änderungen wurden

basierend auf wissenschaftlichen Untersuchungen

der Tierzuchtinstitute Göttingen und Halle sowie begleitenden

Auswertungen des Rechenzentrums VIT

entsprechend der deutschen Zuchtzielsetzung durch

die DHV-Mitgliederversammlung beschlossen.

2. Das VIT ist eine unabhängige Organisation, das als

Dienstleister die Zuchtwertschätzung im Auftrag der

zuständigen Behörden oder der Zuchtverbände (für

die Merkmale Exterieur, für die Zusammensetzung

der Relativzuchtwerte sowie für den Gesamtzuchtwert)

durchführt. Die Rechenmodelle und Ergebnisse

werden den zuständigen Institutionen transparent

für Überprüfungszwecke vorgelegt. Ähnlich ist es in

vielen anderen Ländern wie z. B. auch in Kanada. Allerdings

bedient das VIT viele konkurrierende Zucht-

programme, während zum Beispiel das kanadische

Rechenzentrum CDN nur einen großen Kunden aus

der Zuchtindustrie, nämlich Semex, hat! Neben diesen

grundsätzlichen Bemerkungen soll im Folgenden

zu den fachlichen Aussagen der Zuchtwertschätzung

Stellung genommen werden. Es hat zugegebenermaßen

viele Änderungen in der Zuchtwertschätzung

vom April 2008 gegeben. Diese sind durch

wissen-schaftliche und fachliche Erkenntnissen der

vergangenen zwei Jahre jetzt in einem Schritt umgesetzt

und im Zusammenhang mit einer Anpassung

des Zuchtzieles eingeführt worden.

3. Änderung der Standardisierung der Exterierurzuchtwerte

Die Standardisierung der Exterieurzuchtwerte

wurde angepasst. Die Relativzuchtwerte

werden jetzt auch wie alle anderen Merkmale auf

die genetische Streuung standardisiert und sind dadurch

etwas niedriger. Diese „optische“ Änderung

führt zwar bei allen extremen Exterieurzuchtwerten

zu niedrigeren Zahlen, (was vorher 112 Punkte war,

ist heute 108-109) aber nicht zu Rangfolgeveränderungen.

Zukünftig werden also Exterieurzuchtwerte

jenseits der 140 nicht mehr regelmäßig vorkommen,

sondern die Spitze wird wie bei allen anderen Merkmalen

bei 136 bis 140 liegen. Wenn also die besten

Exterieurvererber nur noch Werte in diesem Bereich

haben, sind sie nicht etwa schlechter geworden,

sondern diese Zahlen sind jetzt nur direkt mit den

anderen Merkmalen vergleichbar. Der mit Abstand

größte Teil der Zuchtwertänderung beruht hierauf.

Dies ist allerdings von den o. g. Spermaimporteuren

nicht erwähnt worden. Auch die jährliche Basisanpassung,

die zu einer durchschnittlichen Verringerung

der Exterieurzuchtwerte um 0,5 – 1,5 Punkte

geführt hat, bleibt unerwähnt.

4. Kappung der Dimensionsmerkmale Größe, Stärke

und Körpertiefe Neuere wissenschaftliche Untersuchungen

in Deutschland und auch in anderen

wichtigen Holsteinländern zeigen deutlich, dass extreme

Ausrichtungen in den Dimensionsmerkmalen

Deutscher Holstein Verband e.V.

„Größe“, Stärke“ und „Körpertiefe“ einen negativen

Einfl uss auf die Funktionalität und damit auf die Nutzungsdauer

der Tiere haben. Das heißt, dass sowohl

kleine als auch sehr große Tiere, sehr schwache und

sehr starke Tiere sowie Tiere mit wenig oder aber

mit viel Körpertiefe ein kürzeres produktives Leben

aufweisen als Tiere mit mittleren Dimensions-merkmalen.

Insofern ist die „Kappung“ dieser Zuchtwerte

ab 112 Punkten ein Kompromiss: ab einer Standardabweichung

über dem Durchschnitt erhalten Bullen

keine weiteren Zuschläge so wie früher bei rein linearer

Betrachtung (je größer, tiefer, breiter, desto besser),

obwohl man nach wissenschaftlichen Erkenntnissen

diesen Bullen sogar einen Abschlag geben

sollte, da sie eine schlechtere Nutzungsdauer als

Bullen mit durchschnittlichem Zuchtwert haben (s.

Schaubild im Anhang). Dennoch ist deutlich darauf

hinzuweisen, dass wir trotz dieser Kappung in den

genannten Merkmalen weiterhin Zuchtfortschritt bei

reiner Selektion nach dem RZE erzielen!

6. Milchcharakter und Beckenbreite werden nicht

gekappt! Die Behauptung von WWS Germany, dass

Milchcharakter und Beckenbreite gekappt wurden,

ist falsch.

7. Gute Körperbullen sind auch zukünftig zu erkennen

Die höchsten echten Körperbullen stehen nach der

alten und nach der neuen Formel oben. Lediglich die

Unterschiede zwischen den Bullen sind aufgrund der

geänderten Standardisierung und Kappung etwas

geringer geworden. Behauptungen, dass echte Körperbullen

nicht mehr zu erkennen sind, sind falsch.

In diesem Zusammenhang sei noch einmal betont,

dass den Züchtern nach wie vor die Zuchtwerte aller

Einzelmerkmale zur Verfügung stehen. Sie zeigen die

Stärken und Schwächen der Bullen und sind dadurch

sicherlich für die Anpaarungssentscheidungen von

größerer Bedeutung.

8. Fundament jetzt zusätzlich mit dem Linearmerkmal

„Bewegung“ Zusätzlich wird das lineare Merkmal

47


48

ZUCHTWERTSCHÄTZUNG

„Bewegung“ im Fundament berücksichtigt. Dadurch

ergeben sich zum Teil andere Werte im Fundamentindex.

Obwohl wir von ausländischen Bullen in diesen

Merkmalen keine Interbull-Informationen erhalten,

schätzt VIT über die Korrelationen zu vorhandenen

Merkmalen die bestmöglichen Parameter und setzt

nicht willkürlich 100 ein, so wie andere Länder es

machen.

9. Änderung der Merkmalsgewichtungen im Exterieurzuchtwert

RZE Zukünftig wird im RZE eine geringere

Gewichtung für Milchtyp (-5%) und eine stärkere

Gewichtung des Fundaments (+5%) vorgenommen.

Dieses ist bewusst als Ausdruck der veränderten

Zuchtzielsetzung so beschlossen, da Milchcharakter

eine negative Beziehung zur Nutzungsdauer hat und

das Fundament weiter in unserer Population verbessert

werden soll. Wir brauchen Milchcharakter nicht

mehr zur Zucht auf Leistung. Wir defi nieren, gutes

Exterieur‘ bewusst angepasst und anders als Nordamerika,

nämlich dass das Fundament mit 30% im

RZG mindestens genauso wichtig ist wie Kapazität

(20%) und Milchtyp (10%).

10. Berücksichtigung des Exterieur im Gesamtzuchtwert

(RZG) Es gibt kein anderes Land, das - so wie

bisher Deutschland - das Gesamtexterieur auch in

der gleichen Form im Gesamtzuchtwert berücksichtigt

hat. Dieses ist jetzt auch bei uns geändert worden,

da der RZG noch stärker auf Fitness und Nutzungsdauer

ausgerichtet wurde. Daher gehen vom Exterieur

nur noch der Fundament- und der Euterindex in

den Gesamtzuchtwert ein. Daneben bleiben der RZE

sowie die Indices der Merkmalskomplexe Milchtyp,

Körper, Fundament und Euter aber bestehen und stehen

als Selektionskriterien voll zur Verfügung. Hier

stehen den Züchtern also nach wie vor alle Selektionsmöglichkeiten

offen.

April-Zuchtwertschätzung:

Viele Änderungen – Qualität der

RSH-Vererber bestätigt

Die April-Zuchtwertschätzung brachte einige Neuerungen,

die die Rangierung der Bullen zum Teil

durcheinander wirbelte. Die Ausbeute an neuen

Vererbern ist dagegen national und international

gering.

Durch die Neugewichtung im RZG, die Einführung

des Töchterfruchtbarkeitsindexes RZR, sowie die

Basisanpassungen und die Änderungen im Exterieur

führten zu einer insgesamt geringeren Streuung

der Exterieurwerte und zu einer stärkeren Betonung

der funktionalen Merkmalen in allen Zuchtwerten.

Die Details der Zuchtwertumstellungen und der

damit verbundenen Änderungen sind an anderer

Stelle in dieser Ausgabe der Rind im Bild analysiert

und dargestellt.

Schwarzbunt

Der RSH-Vererber Vachim kann als einer der Gewinner

der Zuchtwertschätzung bezeichnet werden.

Nach dem überragenden Auftritt der Nachzuchtgruppe

auf den Schauen „Neumünster am Abend“

und insbesondere auf der Schau in Karow konnte

er sich nunmehr in der April-Zuchtwertschätzung in

Rind im Bild 2/2008

Es ist für uns mehr als verwunderlich, dass Spermaimportorganisationen

derart populistisch zu den

zuchtpolitischen Entscheidungen der deutschen

Holsteinzucht Stellung beziehen und ihre Kunden

zum Teil fachlich falsch informieren. Dieses scheint

ein neuer Stil zu sein, um sich im Wettbewerb zu

behaupten. Daher sei an dieser Stelle die Frage erlaubt,

wie man in anderen Ländern wohl reagieren

würde, wenn dort deutsche Spermaexportfi rmen in

ähnlicher Weise zuchtpolitische Entscheidungen

kommentieren würden?

Bonn, 14. April 2008 Deutscher Holstein

Verband e. V. (DHV)

St.-Nr. 532 v. Vachim, Besitzer: S. Jacobsen, Handwitt. Insbesondere die sehr gute Fundament- und Euterbewertung,

der solide gute Geburtsverlauf und der gestiegene Zellzahlzuchtwert machen Vachim zu einem international gefragten

Bullenvater der Sonderklasse Foto: Schulze


der TOP-Liste der deutschen Vererber verbessern.

Sein solider Leistungszuchtwert, das hervorragende

Exterieur, insbesondere die sehr gute Fundament-

und Euterbewertung, der solide gute Geburtsverlauf

und der gestiegene Zellzahlzuchtwert machen ihn

zu einem international gefragten Bullenvater der

Sonderklasse.

Insgesamt konnten die Jocko Besne-Söhne nicht

ganz das Niveau der vorherigen Zuchtwerte halten.

Eine positive Ausnahme unter den Jocko-Söhnen

ist der RSH-Vererber Jackpot, der leider abgegangen

ist. Er kann mit fast 50 Plätzen vorwärts

wieder in die Top-100 aufsteigen, denn er verbindet

die Exterieurstärke von Jocko mit positiver Töchterfruchtbarkeit

(RZR 104), Eutergesundheit (RZS 107)

und Nutzungsdauer (RZN 110).

Der im NOG-Austausch verfügbare Jocko-Sohn

Jango (MV: Lukas) gehört nach wie vor zu den TOP-

Vererbern Deutschlands, der in punkto Leistung,

Exterieur, speziell im Fundament und Euter aber

auch in dem neuen Sekundärmerkmal der Töchterfruchtbarkeit

und Nutzungsdauer keine Wünsche

offen lässt.

Neben Jango ist der RBB-Bulle Junker einer der

Gewinner, während Jefferson auf Grund seines

schwächeren Zellzahlzuchtwertes heute nicht mehr

so dominierend ist.

Einer der Gewinner der Zuchtwertschätzung neben

Vachim ist der RMV-Vererber Zar (Zappa x Amaretto)

aus der Zuchtstätte Lau, Lüngerau, der mit

seiner funktionellen Töchtergruppe auf der Schau

in Karow, die mit Topeutern brillierten, für Aufmerksamkeit

sorgte und in Punkto Milchleistung und

Eiweiß aber auch im Kalbeverlauf kaum Wünsche

offen lässt.

Die bewährten RSH-Vererber Labiate, NOG Murmel

und NOG Jumit sowie NOG Salem haben

leider etwas verloren durch die Einführung des

Töchterfruchtbarkeitsindexes RZR während ihre

Leistungszuchtwerte und Exterieurzuchtwerte

nachhaltig das Niveau bestätigten.

Erika v. NOG Jumit, Besitzer: H. Hochstein, Klein Wesenberg - Mit NOG Jumit hat sich ein weiterer Jocko Besne-Sohn

in der deutschen RZG-Topliste etabliert, der eine extreme Leistungsbereitschaft mit hervorragender Eutervererbung

kombiniert Foto: Arkink

Rind im Bild 2/2008

ZUCHTWERTSCHÄTZUNG

Gama v. Labiate, Besitzer: H.-P. Grell, Duvensee - Bullen wie Labiate runden das sehr gute Angebot der NOG-Partner ab

und sind Garant für sicheren Zuchtfortschritt Foto: Arkink

Als neue Vererber empfi ehlt sich der Morty-Sohn

Musikus (MV: Novalis) aus der Zucht von K.-D.

Andresen, Haurup, der mit hoher Milchmenge bei

etwas knapperen Inhaltsstoffen durch gute Fundament-

und sehr gute Euterzuchtwerte auf sich aufmerksam

macht.

Insbesondere die Jocko-Söhne Jannik und Jostar

konnte sich in der deutschen Rangliste genau wie

die RMV-Vererber Elmar und Minister deutlich

verbessern.

Laudan an Nr. 12 hat jetzt über 20.000 Töchter. Er

gewinnt bei konstanter Leistung in der Eutergesundheit

und vor allem in der Nutzungsdauer auf jetzt

RZN 137 (+5)! Für Töchterfruchtbarkeit gehört er mit

RZR 112 zu den stärksten Vererbern in der Topliste.

Man sollte nicht vergessen, dass Töchterfruchtbarkeit

genetisch negativ mit der Milchleistung korreliert

ist und damit die Topbullen im Mittel nur 96 für

RZR haben. Um so höher sind die 112 bei Laudan

einzuschätzen. Auch die anderen Lukas-Söhne vererben

i.d.R. eine gute Töchterfruchtbarkeit. So hat Leif

ebenfalls RZR 112 (RZG 130; #42) und NOG Lanugo

hat mit über 2.500 Töchtern aus dem Wiedereinsatz

sogar RZR 119.

Mit Herold schiebt sich ein anderer Wiedereinsatzbulle

immer mehr ins Rampenlicht. Mit jetzt

über 10.000 Töchtern springt der Heldostar-Sohn

an Nr. 104 fast in die TOP-100 (RZG 126, +8). Mit

Fundament 119 und Euter 126 ist er ein hoher Exterieurvererber,

der jetzt mit neutraler Zellzahl und

extrem hoher Nutzungsdauer von RZN 136 sowie

ausgezeichneter Fruchtbarkeit (RZR 115) auf sich

aufmerksam macht.

49


50

ZUCHTWERTSCHÄTZUNG

Juote bestätigt jetzt auch mit RZR 107 seinen Ruf

als Vater unkomplizierter und dabei schöner Töchter

(RZE 127).

Bullen wie Jurus aber auch Labiate und einige andere

mehr runden das sehr gute Angebot der NOG-

Partner ab und sind Garant für sicheren Zuchtfortschritt.

Aus dem Spermaaustausch der DTG haben

sich einige bewährte Vererber deutlich verändert.

Alle Umstellungen konnten der alten und neuen

Nr. 1 Mascol nichts anhaben. Im Gegenteil, mit

gleichem RZG 151 hat er basisbereinigt sogar 2

Punkte gewonnen und führt weiter souverän.

Gibor an Nr. 2 ist der wohl größte Gewinner dieser

Schätzung. Bei nahezu unveränderten Einzelwerten

mit über 8.000 Töchtern wirken sich sämtlichen

Änderungen zu seinen Gunsten aus, so dass er 9

Punkte RZG auf jetzt 147 und 11 Plätze steigt. Mit

RZR 111 ist er hochpositiv für Töchterfruchtbarkeit.

Als ausgesprochener Fundament- (135) und Euterspezialist

profi tiert er auch davon, dass im RZG nur

noch diese Teile des Exterieurs gewichtet werden.

Für Eutergesundheit (RZS 128) und Nutzungsdauer

(132) bleibt er auf höchstem Niveau.

Bobas muss sich durch die beiden Gewinner jetzt

mit Platz 3 zufrieden geben. Er fällt mit einigen

neuen Töchtern leicht in Leistung und Exterieur,

gewinnt aber in der Eutergesundheit (122) und der

Nutzungsdauer mit seinen ältesten Töchtern jetzt in

der zweiten Laktation.

Der Emerson-Sohn Eleve an Nr. 16, der Exterieurspezialist

(RZE 137) steigt bei konstant guter

Rotbunt RH

In der Rotbunt-Topliste gibt es etliche neue Bullen,

davon fünf in der Top 25. Dabei sind die RSH-Vererber

nach wie vor zahlreich in der Spitze vertreten.

Neben dem bewährten RSH-Vererber Bravisi, der

nach wie vor in der Spitze zu fi nden ist und durch

hohe Milchmenge, solides Exterieur, gute Nutzungsdauer

und Töchterfruchtbarkeit überzeugt,

konnte sich der RSH-Vererber und Rubens-Sohn (VV:

Rudi) Runaway in der Spitze etablieren. Runaway

steigt auf fast allen Gebieten. Von der Leistung

(RZM 113, +3) bis zur Nutzungsdauer (111, +7). Mit

RZE 122 und RZS 119 ist er ein sehr interessanter

Allrounder.

Der RSH-Vererber Fascinator ist mit Ubbo und

Boy George auf der Mutterseite interessant gezogen

und geht auf eine kanadische Kuhfamilie

zurück. Die Fascinator-Töchter sind leistungsstark

(+2.160kg Milch, RZM 126) und haben gute Euter

(111, RZE 112). Etwas Unterstützung braucht Fascinator

beim Fundament.

Während bei Fascinator die leichten Fundamentproblemen

nicht zu übersehen sind gehört hier

Die Vachim-Nachzucht präsentierte sich in überragender Form bei der RMV-Verbandsschau in Karow Foto: RMV

Leistung deutlich in der Nutzungsdauer (112, +5)

Stylist (Platz 28) steigt in der Nutzungsdauer auf

jetzt deutlich positive 108.

Bewährt

Mit Spannung erwartete man die Zuchtwerte der

Mtoto-Söhne. Sie behaupten sich mit Wiedereinsatztöchtern

vor allem in den Gesundheitsmerkmalen.

Merinit hat jetzt bereits über 2.000 Töchter aus

Drambuie-Tochter – Drambuie hat inzwischen insgesamt 224 Töchter auch aus dem Paralleltest in der Schweiz und den

USA, Körper- (116) und Euterspezialist (125) Foto: Kathy DeBruin

Rind im Bild 2/2008

dem Wiedereinsatz, die ihn deutlich steigen (RZG

124, +2; Nr. 153) lassen.

Minister gehörte über mehrere Jahre zu den meisteingesetzten

Bullen und jetzt rollt die Welle der

Zweiteinsatztöchter an. Diesmal waren es bereits

über 2.000. Bei konstantem RZM und RZS, hat er im

Exterieur jedoch deutlich auf RZE 120 nachgegeben.

Es fehlt doch bei vielen Töchtern an Stärke und Substanz

und Tiefe.


Faromir zu den exzellenten Fundamentvererbern

(129; RZE 126). Faromir (Nr. 24) kommt die stärkere

Gewichtung mit 30 % im RZE dagegen entgegen.

Gestiegene Nutzungsdauer (RZN 106, +3) und jetzt

positive Eutergesundheit (101, +2) sowie gute Töchterfruchtbarkeit

(RZR 109) machen den Faber-Sohn

sicher noch gefragter.

Der hohe Neueinsteiger vom Januar, Drambuie,

muss deutlich Terrain preisgeben. Er hat inzwischen

insgesamt 224 Töchter auch aus dem Paralleltest in

der Schweiz und den USA. In der Leistung relativ

konstant (RZM 119) büßt der Körper- (116) und Euterspezialist

(125) im Fundament noch mal ein (94).

Jake-Red ist unbeeindruckt von allen Änderungen

und auch von einigen neuen Töchtern. Mit RZE 129

gehört er nach wie vor zu den besten Exterieurvererbern,

vor allem für Euter (128).

Zur Spitze der rotbunten Exterieurvererber gehören

nach wie vor Avanti mit RZE 133 und 10.452 Töchtern,

Rustler mit RZE 133 und der vorher beschriebene

Jake-Red, die auch durch die Umstellung der

Zuchtwertschätzung kaum verlieren.

Noch gerade in die offi zielle Topliste hat es der

letzte Neuling Asgaard (Achtung x Laredo) an Nr.

72 geschafft. Asgaard ist im Exterieur mit RZE 114

Stall-Nr. 14 v. Jake Red, Besitzer: G. Rehder, Kronsmoor – Jake Red gehört mit RZE 129

nach wie vor zu den besten Exterieurvererbern, vor allem für Euter (128) Foto: Arkink

Rotbunt DN

Rudolf DN ist die neue Nr. 1

Bei der April-Zuchtwertschätzung konnte sich Rudolf

DN an die Spitze der Topliste nach Gesamtzuchtwert

setzen. Mit einem RZG von 136 liegt er

gleich auf mit Swingfox.

Rudolf DN ist ein Rozax-Sohn aus einer mit 90

Punkten excellent eingestuften Langemaat-Tochter.

Die Mutter Katrien hat in 4 Laktationen beinahe

10.000 kg im Schnitt gegeben, und dies bei guten

Inhaltsstoffen. Vor der Lagemaat-Tochter steht im

Pedigree von Rudolf DN eine mit 86 Punkten bewertete

Erik1-Tochter.

deutlich stärker (Euter 118), könnte mit RZM 101

aber etwas mehr Leistung vererben. Seine Platzierung

verdankt er vor allem der guten Eutergesundheit

(124) und Fruchtbarkeit (115) sowie der hoch

vorgeschätzten Nutzungsdauer (112).

Die weiteren RSH-Vererber Rugard, Taecks, die

Cared-Söhne Cornetto und Chorherr, sowie der

Lentini-Sohn Hepcat bilden die Basis eines sehr

soliden RSH-Angebotes das durch die EUROGenetic-Vererber

ergänzt wird.

Hier an erster Stelle zu nennen der Nr. 1-Vererber

Tocar. Der Vorsprung des Topred-Sohnes ist aber

geschmolzen. Basisbereinigt mit leichten Gewinnen

im RZM (142, +1) und RZN (108, +6) steht dem ein

leicht unterdurchschnittlicher RZR von 93 gegenüber.

An Platz 2 der höchste Neueinsteiger ist Rulead.

Der Rubens Red-Sohn stammt aus Alina, der Vollschwester

zu Kismet und Kaplan und damit aus

der mit zahlreichen Vererbern erfolgreichen Astra-

Familie. Rulead verbindet hohe Leistungen mit

positiven Inhaltsstoffen (RZM 132). Mit Fundament

111 und Euter 118 (RZE 122) sowie RZS 119 ist er

ein recht kompletter Vererber. Allerdings hat er

mit nur 33 Töchtern im Leistungszuchtwert und 21

Im Exterieur vererbt sich Rudolf DN ohne jede

Schwäche. Die großrahmigen, sehr gut bemuskelten

Kühe weisen eine überdurchschnittliche

Stärke auf.

Die Becken sind optimal gelagert und ausreichend

breit. Die Fundamente sind laufstallgerecht, vor

allem die parallele Hinterbeinstellung ist optimal.

Im Euter fallen das starke Zentralband sowie die

optimale Strichplatzierung vorne und hinten direkt

in Auge.

Der Wert für die Eutergesundheit (RZS 120) ist

überdurchschnittlich hoch und mit der Wert von 118

Rind im Bild 2/2008

ZUCHTWERTSCHÄTZUNG

Töchtern im Exterieur die Veröffentlichungskriterien

nur denkbar knapp erreicht und die Sicherheit ist

entsprechend relativ gering.

Malvoy steigt einen Platz auf Nr. 4. Er steigt leicht

in der Eutergesundheit und vor allem im RZN auf

jetzt positive 101.

Auch Stabilo, der höchste Stadel-Sohn an Nr. 5,

steigt im RZN (115, +4). Mit 122 ist er nach wie vor

der stärkste Bulle für Exterieur in der Top-5.

Auch die beiden vieleingesetzten Cadon-Söhne Cadisco

(Nr. 7; +5) und Carmano (Nr. 10; +6) gehören

zu den Gewinnern. Mit nochmals verbesserter Nutzungsdauer

(113, +3 bzw. 126, +4) und sehr guter

Eutergesundheit geben sie sich auch für Töchterfruchtbarkeit

mit RZR 102 bzw. 103 keine Blöße.

Der vielleicht interessanteste neue Bulle vom Januar,

der hornlos vererbende Lypoll Pp (Lyon x

Cliffhanger) kann seine Leistungszahlen bestätigen

(RZM 113, -1) und im Exterieur noch steigen (RZE

125). Er hat inzwischen auch erste Töchter aus

einem Paralleltest in Frankreich.

Ein insgesamt breitgefächertes Angebot qualitativ

hochwertiger Vererber garantiert auch dauerhaft

rotbunten Zuchtfortschritt in allen Bereichen.

M. Leisen

Gondel v. Taecks, Besitzer: H. Jaacks, Hamburg – der RSH-Vererber Taecks rundet das

solide Angebot ab Foto: Schulze

für die Mastleistung lässt Spitzenergebnisse in der

Bullenmast seiner Nachkommen erwarten. Rudolf

DN wird als Bullenvater im Zuchtprogramm Rotbunt

DN stark eingesetzt werden.

Gleich mit Rudolf DN ist der Topvererber Swingfox,

der aktuell die meisten Besamungen bei Rotbunt

DN macht. Seine Werte sind inzwischen sehr

stabil, so dass einem weiteren starken Einsatz

nichts im Wege steht.

Vespo als Nr. 3 ist aufgrund seiner Exterieurvererbung

nie in den Wiedereinsatz gekommen. Die

51


52

ZUCHTWERTSCHÄTZUNG

Schwächen im Fundament und Euter waren zu gravierend.

Mit einem RZM von 129 bleibt er hier nach

wie vor einsame Spitze.

Buster hält sich ebenfalls als relativ alter Bulle

immer noch ganz oben in der Topliste. Für die DN-

Population gilt es jetzt, gute DN-Bullenmütter mit

Buster-Blut im Pedigree für das Zuchtprogramm

anzupaaren.

Es folgt der Parole-Sohn Mark 44 aus Holland, der

in der Eutervererbung Schwächen aufweist.

An sechster Stelle befi ndet sich Pacht. Der Parole-

Sohn von der Karstens GbR aus Röst behauptet sich

sehr stabil und rechtfertigt seinen starken Einsatz.

An siebter Position liegt der RSH-Bulle Dolpho.

Dieser Dino-Sohn weist zwar eine positive Milchmengenvererbung

auf (RZM 118), auch hat er dabei

positive Eiweißgehalte aber im Exterieur hat er zu

große Mängel, vor allem die Körper- und Fundamentnoten

müssen einen Wiedereinsatz ausschließen.

Der „gute alte Dorus“ hat jetzt 1338 Töchter in der

Milchzuchtwertschätzung und weist einen RZM von

120 aus. Im Exterieur sind beinahe 200 Töchter linear

beschrieben worden. Dies führt zu einem RZE

von 112. Auf den nächsten Plätzen folgen Daniel

und Putz. Putz ist nach RZM (130) die Nr. 1, aber

kann in der Fundament- und Eutervererbung nicht

überzeugen.

Angler

An der Spitze bleibt Dragomir. Mit RZG 139 kann

er 5 Punkte hinzugewinnen. Der Stadel Sohn Didolum

bleibt auf Platz 2, er konnte sich weiter in der

Milchmenge verbessern. Der RZG stieg um 6 Punkte

auf 137. Centini bleibt auf Platz 3 bei RZG 132. Auf

den nachfolgenden Plätzen gab es Verschiebungen.

Mit RZG 132 steigt der erste Faber Sohn in die

Angler Topliste ein. Der Bulle Einblick wurde von

Dirk Meyn-Winder, Bimöhlen gezogen und stammt

aus einer eiweißstarken Motor Tochter. Einblick

verfügt über eine hohe Milchmenge bei negativen

Fett und positiven Eiweißprozenten. Der Zellzahlzuchtwert

von 90, sowie das knapp durchschnittliche

Exterieur lassen jedoch zur Zeit keinen Einsatz

zu.

Der neue Exterieurstar Eukal kann auch 3 Punkte

Zugewinn verbuchen, nach dem glanzvollen Auftritt

während der Verbandschau in Neumünster wird er

damit weiter ins Rampenlicht gerückt.

Dagufa (v. Stadel) steigt um 4 Punkte auf 126, der

RZR ist mit 117 deutlich über dem Durchschnitt.

Damaskus bleibt in seinen Zahlen stabil, von ihm

Gerdi v. Rudolf DN, Besitzer: U. Schröder, Beidenfl eth - Bei der April-Zuchtwertschätzung konnte sich Rudolf DN an die

Spitze der Topliste nach Gesamtzuchtwert setzen (RZG 136) Foto: Arkink

An Position 12 und 13 haben sich Mark und Bas

gut behauptet. An 14. Stelle befi ndet sich der Man

183-Sohn Daniel aus Holland, vor dem Eiweißvererber

Matthijs, der als Bullenvater im Zuchtprogramm

eingesetzt wurde.

Die weiteren RSH-Einsatzbullen in der Abteilung

Rotbunt DN konnten ihre Werte alle halten, so dass

Hirse v. Eukal, Besitzer: F. Fuschera-Petersen, Fahrdorf – nach dem glanzvollen Auftritt während der Verbandsschau in

Neumünster wird Eukal weiter ins Rampenlicht gerückt Foto: Schulze

Rind im Bild 2/2008

nichts gegen ihren weiteren Einsatz spricht. Den

Rotbunt DN-Züchtern steht wieder ein gefächertes

Angebot an DN-Bullen zur Verfügung. Vor allem mit

Rudolf DN und Swingfox stehen zwei absolute Topvererber

an der Spitze der Tabelle.

Jeder Züchter müsste somit den passenden DN-

Bullen fi nden. G. Koch


ist der neue RZR jedoch deutlich niedriger (86) ausgefallen.

Mit Eledo kommt der erste Valedo-Sohn

zum Wiedereinsatz. Eledo stammt aus der Kom

Leader-Tochter Ava von C.-J. Paulsen-Schlüter aus

Tolk. Bei einer knappen Milchmenge vererbt Eledo

hohe Fett- und Eiweißprozente. Im Exterieur sind

die Beine seine Stärke. Der Zellzahlzuchtwert ist

sehr gut, die Melkbarkeit sollte bei der Anpaarung

beachtet werden. Aufgrund der gemeldeten Geburten

dürfte er für Rinder geeignet sein.

Der zweite Neueinsteiger ist Epitaph, ein Faber

Aktuelle Bullenväter

Die Zuchtwertschätzung April 2008 brachte wenige

außergewöhnliche neue Bullenväter, sowohl für die

Schwarz- als auch für die Rotbuntzucht.

In den nachfolgenden Tabellen haben wir die für

uns aktuellen Bullenväter zusammengestellt, die in

den nächsten Monaten die Anpaarungspartner für

unsere Bullenmütter sind.

Schwarzbunt

Trotz Umstellungen in der Zuchtwertschätzung

konnte der Bulle Jango noch einmal deutlich zulegen.

Insbesondere im Bereich der Zellzahl, der

Nutzungsdauer und der Töchterfruchtbarkeit (RZR)

unterscheidet er sich von vielen Jocko Besne-Söhnen,

der darüber hinaus mit besten Leistungseigenschaften

überzeugt.

Zweiter Jocko Besne-Sohn ist der Bulle Stol Joc

(MV: Manfred). Dieser außergewöhnliche Leistungsvererber

ist mit vorzüglichem Fett-:Eiweißverhältnis

der wohl derzeit stärkste französische Jocko-Sohn

mit sehr guter Eutergesundheit und hervorragenden

Körpermerkmalen.

Komplettiert wird das Angebot durch den Champion-Sohn

Gavor, der mit seinen Zuchtwerten aus

den Ländern Tschechien und Ungarn nachhaltig seinen

Leistungszuchtwert behaupten und über gute

Zellzahl- und Nutzungsdauerzuchtwerte verfügt.

Sohn aus einer Kom Leader x Caveman x Erik von

P.D. Henningsen in Bockholm. Der Bulle dürfte aufgrund

der Blutführung die Red Holstein Fans interessieren.

Eine hohe Milchmenge (+1245 kg) bei

gutem Fett- und Eiweißverhältnis und Melkbarkeit

sind seine Stärken. Die Töchter sind groß mit tiefer

Rippe, sowie etwas weniger Stärke. Die Beine

sind durchschnittlich. Die Euter sind hoch und fest

angesetzt.

Der Allrounder Zober hat inzwischen 100 Töchter

in Estland unter Milchleistungsprüfung, so dass

Rind im Bild 2/2008

BULLENVÄTER

nun über 1000 Töchter ihre Daten liefern. Der

Leistungszuchtwert bleibt konstant und auch im Exterieur

kann er seine Zahlen mit über 200 Töchtern

bestätigen.

Valedo und vor allem Zaster haben sehr gute Zahlen

für Töchterfruchtbarkeit und bleiben somit im

Angebot. Die Bullen Rubin und Chartres werden

künftig nicht mehr angeboten.

Das aktuelle Bullenangebot hält für jeden Geschmack

den passenden Vererber bereit.

C. P. Tordsen

Stall-Nr. 532 v. Vachim, Besitzer: S. Jacobsen, Handewitt – 1a-platziert bei Neumünster am Abend 2008 Foto: Schulze

Die gezeigte Nachzuchtgruppe bestach durch einheitliche

Typ- und Eutervererbung und solide Fundamente

mit nicht immer ganz klaren Gelenken, die

ihn als Bullenvater qualifi zieren.

Die Jesther-Söhne Juwel und Jelder sind sehr

Bullenväter Schwarzbunt – Zuchtwertschätzung April 2008 – Milchleistung

gute Leistungsvererber mit Schwächen in den

Eiweißprozenten, die aber auf Grund ihrer überragenden

Milchmenge, der hervorragenden Eutergesundheit

und der gesamten Exterieurvererbung als

Bullenväter einzusetzen sind.

Nr Name HB-Nummer Abstammung RZG Milch Fett Fett Eiw Eiw Si RZM RZS Mtyp Kör Fund Eut RZE RZN RZR

kg % kg % kg %

1 Jango 831082 Jocko Besn x Lukas 140 +1983 -0,22 +58 -0,02 +66 90 131 104 107 127 132 130 142 105 104

2 Gavor 505962 Champion x Aaron-ET 134 +2258 -0,57 +32 -0,07 +69 73 129 109 131 119 115 125 132 106 88

3 Eleve 142245 Emerson ET x Storm 134 +2006 -0,45 +36 -0,12 +56 95 122 105 125 117 129 126 137 112 103

4 Juwel 632734 Jesther x Lord Lily 133 +2526 -0,69 +29 -0,21 +63 94 125 112 112 108 121 122 127 113 94

5 Stylist 632644 Steven x Gibbon 132 +1215 +0,03 +53 +0,21 +62 94 129 96 118 111 125 123 131 108 89

6 Stol Joc 505973 Jocko Besn x Manfred-ET 130 +1842 -0,38 +38 +0,03 +66 70 128 104 112 119 115 112 122 106 99

7 Vachim 565756 V Brando x Etazon Celsius 130 +1569 -0,06 +59 -0,07 +47 92 120 98 127 105 132 125 135 106 102

8 Jelder 821367 Jesther x Basar 128 +2369 -0,58 +35 -0,16 +63 94 126 105 119 131 117 128 137 112 80

9 Howie 503942 Morty x Marshall 126 +2130 -0,38 +47 -0,21 +51 77 120 105 116 113 121 126 131 100 90

53


54

BULLENVÄTER

Der Steven-Sohn Stylist bestätigt seit einigen

Zuchtwertschätzungen seine Ausnahmestellung

in den Eiweißprozenten (+0,21 %) und bringt eine

feinzellige, gut mittelrahmige Kuh mit sehr guter

Körperbalance, die über tadellose Fundamte und

super Euter verfügt.

Abgerundet wird das Angebot durch den RSH-Vererber

Vachim, der auf Grund der Blutführung aber

Rotbunt

Bei den Rotbunten hat sich gegenüber der letzten

Zuchtwertschätzung bei den Bullenvätern ebenfalls

nicht viel Neues getan.

Von den bisherigen Bullenvätern bleibt Tocar (Top

Red x Lucky Leo) auf Grund seiner hervorragenden

Leistungsvererbung (RZM 142) mit besten Eiweißprozenten

bei solidem Exterieur einer der dominierenden

Bullenväter.

Die Rubens-(VV: Rudi)Söhne Rugny (Rubens x

Laurel) sowie der RSH-Vererber Runaway (Rubens

x Power) empfehlen sich auf Grund ihrer sehr ausgeglichenen

Exterieurvererbung mit soliden Typ-

und Fundamentzuchtwerten und hervorragenden

Euterzuchtwerten bei durchschnittlichem Milchtyp

und ordentlicher Fundamentqualität von dieser

Seite für einen Einsatz. Darüber hinaus sind sie leistungsstark

und überzeugen allesamt sowohl in der

Eutergesundheit und den überragenden Zellzahlzuchtwerten

und sehr guter vorgeschätzter Nutzungsdauer.

Der Lightning-Sohn Spencer konnte bei mittlerer

Milchmenge insbesondere durch seine außergewöhnlichen

Eiweißprozente (+0,30 %) sein sehr

gutes Niveau halten. Er ist ein Bulle, der mit RZS

120 und RZN 112 im Bereich der Funktionalität auch

durch seine gute Fundament – und Eutervererbung

als Bullenvater benutzt werden soll.

Ein interessanter Newcomer ist der Lightning-Sohn

Moonlight, der mit solidem RZM, gutem Exterieur

und guter Nutzungsdauer auf Grund seiner alternativen

Blutführung dann als Bullenvater eingesetzt

Bullenväter Rotbunt – Zuchtwertschätzung April 2008 – Milchleistung

insbesondere auf Grund seiner soliden Leistungs-,

hervorragenden Fundament- und Eutervererbung

und nach verbesserten Zellzahlzuchtwerten kaum

Wünsche offen lässt.

Letztlich hat die überragende Nachzucht auf der

RMV-Schau in Karow ihn zu einen der gefragtesten

deutschen Bullenväter gemacht.

Als erster Morty-Sohn empfi ehlt sich der Bulle

Rind im Bild 2/2008

Howie (MV: BW Marshall). Er ist ein hoher Milchmengenvererber

mit unterdurchschnittlichen

Eiweißprozenten, der eine ausgeglichene Exterieurvererbung

mit besonderen Stärken im Euter

aufweist und dabei insbesondere zur Verbesserung

der Substanz und Körpertiefe sowie der gesamten

Hintereuteraufhängung als interessante Blutalternative

zu nutzen ist.

Gesche v. Faromir, Besitzer: H. Riecken, Embühren Foto: Arkink

wird, wenn wir uns von den Qualitäten der Nachzucht

überzeugt haben.

Mit Malvoy und Devil bleiben zwei bisher bewährte

Bullenväter im Angebot, die beide zu den

leistungsstärksten gehören, wobei Malvoy sicherlich

Vorzüge im Körper und in den Fundamenten hat

und Devil der etwas besserer Eutervererber sein

sollte.

Abgerundet wird das rotbunte Bullenvätersegment

von dem RSH-Vererber Faromir (MV: Koerier), der

als einer der wenigen Faber-Söhne bei mittlerer Lei-

stungsvererbung mit sehr guten Eiweißprozenten

durch seine überragende Fundament- und sehr gute

Eutervererbung überzeugt, ein Garant für gute Zellzahlen

ist und eine gute Prognose für Funktionalität

hat.

Auf Grund der gewählten Abstammungsvielfalt

dürfte auch hier für jede Anpaarung die richtigen

Bullen gefunden sein, die sicher stellen, dass auch

zukünftig interessante neue Vererber bei der RSH in

den Ställen stehen. M. Leisen

Nr. Name HB-Nummer Abstammung RZG Milch Fett Fett Eiw Eiw Si RZM RZS Mtyp Kör Fund Eut RZE RZN RZR

kg % kg % kg %

1 Tocar 915938 Topred x Lucky Leo 137 + 1432 + 0,58 +111 + 0,22 + 68 90 142 103 113 109 110 106 113 108 93

2 Rugny 916801 Rubens x Laurel 132 + 932 + 0,31 + 65 + 0,27 + 54 76 128 112 103 108 110 113 116 110

3 Spencer 2 297737 Lightning x Spectrum 132 + 664 + 0,16 + 41 + 0,30 + 46 87 121 120 98 101 113 116 115 112 111

4 Malvoy 916301 Marmax ET x Celsius 130 + 2185 - 0,59 + 37 - 0,08 + 66 94 130 97 106 114 125 106 120 101 99

5 Devil 297924 Las Vegas x Tulip Red 129 + 1726 - 0,13 + 61 - 0,03 + 56 78 127 105 99 119 111 124 125 101 92

6 Moonlight NLD 360734337 Lightning x Merton 128 + 1621 - 0,30 + 42 - 0,02 + 53 77 123 100 109 111 117 122 125 105 94

7 Runaway 596296 Rubens x Power 126 + 1399 - 0,19 + 43 - 0,14 + 35 92 113 119 100 113 115 120 122 111 109

8 Faromir 596291 Faber x Koerier 124 + 851 + 0,04 + 39 + 0,07 + 34 90 113 101 114 107 129 115 126 106 109


„Rind aktuell“ in Karow

Vachim Tochter Gesche

Siegerkuh der Nachzuchten

Im schönsten Frühlingsfl air empfi ng die Rinderzucht

Mecklenburg-Vorpommern weit über 1.000

Gäste, die die Halle an die Grenzen ihrer Aufnahmefähigkeit

brachten. Vertreter anderer deutscher

Zuchtgebiete und Züchter benachbarten Staaten,

wie Polen, Schweden, Großbritannien, der Schweiz

und Russland zeigten ihr Interesse an der Zucht in

Mecklenburg

Das Preisrichteramt war Guido Simon, Sundern anvertraut,

der souverän und sicher richtete.

Bullennachzuchten begeistern

Einer Jubiläumsschau angemessen die hochkarätige

Präsentation der fünf Bullennachzuchten, bestens

selektiert und vorbereitet.

Mit dem Gast aus Schleswig-Holstein Vachim und

den einheimischen Check, Moses und Zar stellten

sich vier junge, hoffnungsvolle Vererber mit

Töchtern aus dem Testeinsatz, in der 1. Laktation

stehend den kritischen Augen von Preisrichter und

Publikum. Der Fünfte im Bunde war Fitnessstratege

Leif EX91, der mit sieben Töchtern aus dem Wiedereinsatz

antrat.

Im Abschlussduell setzte sich die Vachim

- Tochter Gesche als beste Nachzuchtkuh

durch und verwies Leiftochter Leonor auf den

Reserveplatz. Unser Glückwunsch geht an die Familie

Holtz, Kaltenhof aus Schleswig Holstein.

Mit ihrem super Euter, ihrer Frische und Ausstrahlung führte kein Weg an BcH Beate vorbei, die verdient Grand Champion

wurde. Gratulation an die Zuchtstätte Augustin Foto: Schulze

Rind im Bild 2/2008

SCHAUEN

Im Abschlussduell setzte sich die Vachim-Tochter Gesche als beste Nachzuchtkuh durch. Unser Glückwunsch geht an

die Familie Holtz aus Kaltenhof Foto: Arkink

Allen Beschickern und Ausstellern von Nachzuchtkühen

gilt unser besonderer Dank für die

Bereitstellung ihrer Kühe.

Schauwettbewerb quantitativ und qualitativ

stark besetzt

Mit 31 Startern am stärksten besetzt die jungen

Klassen, es wurde in vier Ringen gerichtet.

Ring 1 sah die Farben der RZ Augustin KG vorn.

Mit BcH Anabel ging hier eine Predello aus prominenter

Mutter vorn. Anabel punktete mit viel Typ

und offener Rippe. Auch Ring 2 sah eine Vertreterin

der Zuchtstätte Augustin vorn – BcH Paola, eine

Ministertochter mit hohem Leistungsvermögen und

TOP Euter.

Mit Leetochter Fanta gab Familie Peters nach

langer Abwesenheit einen erfolgreichen Einstand.

Mit ihrem perfekten Seitenbild und der Euterqualität

war ihr Ia sicher. Vorn RZA Gina mit viel Typ

und bestens ausbalanciertem Euter der ADAP RZ

Ahrenshagen. Aus den acht Ia und Ib prämierten

Tieren wählte der Preisrichter die euterstarke Ministertochter

BcH Paola zur Siegerin, der Reservetitel

ging an Stallgefährtin BcH Anabel. Herzlichen

Glückwunsch an Familie Augustin.

55


56

SCHAUEN

22 Kühe mit zwei Kalbungen stellten sich in drei

Ringen Preisrichter und Publikum. Ring 1 ging an

Ramostochter Belinea, in den Augen des Preisrichters

eine fast fehlerlose Kuh mit viel Ausstrahlung

von Kuhpon. Auch in Ring 2 die gleiche Konstellation

– Kuhpon Kaarz sichert sich Ia mit der Lucky

Mike-Töchtern KP Lucil . Ring 3 sieht andere Sieger.

Vorn Strobel-Tochter Sunny von Dr. Markmann.

Der Sieg Mittel ging an die jugendliche, typ-und

euterstarke Belinea, der Reserveplatz blieb für KP

Lucil, beide aus der Zuchtstätte Kupon. Herzlichen

Glückwunsch nach Kaarz.

Traditionell in M-V stark besetzte alte Klassen. 26

Kühe ab drei Abkalbungen traten in vier Ringen an.

Im ersten Ring der „jungen“ Alten gab es mit BcH

Beate von Klaus-Dieter Augustin eine klare Spitze.

Die Nobel-Tochter glänzte mit dem besten Euter

und konnte auch sonst rundum überzeugen. Kühe

mit drei Kalbungen auch in Ring 2. Bond x Astre

die Sieg-Rezeptur aus dem Hause Peters, Körchow.

Reika zeigte viel Ausstrahlung und tadellose Übergänge.

In Ring 3 sechs Kühe mit vier Kalbungen. Unangefochten

vorn die schauerprobte Bambi-Tochter

RZA Karina. Das Zuchtprodukt aus Ahrenshagen

bot das beste Euter , überzeugte im Seitenbild und

zeigte viel Rippe und Ausstrahlung.

Mit 5 Kälbern ging der 1o Preis an BcH Roulet. Die

Kuh überzeugte mit Balance, einer offenen Rippe

und viel Frische und Ausstrahlung. Guido Simon

Erfolgreicher Sunrise Sale 2008

Am 19.03.2008 wurde der 13. Sunrise Sale veranstaltet.

Abermals fand er im Anschluss an die Verbandsschau

der RMV „Rind aktuell“ in Karow statt.

Die 27 verkauften Katalognummern erzielten mit

4.793,- Euro einen Rekord im Durchschnittspreis.

Top-Seller war die Katalognummer 36, ein Erste-

Wahl-Kuhkalb aus der Kombination Emerald ACR-

SA T-Baxter x Magliana Boliver Lupa VG 88 für

14.300,- Euro, welche von Holsteinforum und der

Köster KG, Laer, angeboten und von der Morsan-

Farm, Kanada, erworben wurde. Lupa ist eine gefragte

italienische Kuh, sie stammt aus der Kuhfamilie,

die so bekannte Vererber wie Eaton, Banderas

und den berühmten Leadman hervorgebracht hat.

8.900,- Euro erzielte als zweithöchsten Zuschlagpreis

die Mirabell der Rinderzucht Augustin KG,

Neuendorf, RMV. Mirabell ist eine Mascol-Tochter,

ebenfalls aus einer italienischen Kuh, der Aral Vico

Storm Moira EX 91, einer überragenden Schaukuh,

die außergewöhnliches Exterieur mit hohem Index

kombiniert. Mirabell wurde für einen Interessenten

aus Bayern zugeschlagen.

Für 7.500,- Euro wurde die vielversprechende Elayo

Red-Tochter Veronique von Matthias Nosbisch, Niederweis,

zugeschlagen. Veronique stammt aus der

Valencia VG 86, einer Marmax-Tochter, welche sicher

derzeit zu den europaweiten interessantesten

rotbunten Bullenmüttern gezählt werden darf. Die

Veronique steht zukünftig in Schleswig-Holstein

und wird die Bullenmütterprüfstation durchlaufen.

Unter den Beschickern der Rinderzucht Schleswig-

Holstein e.G. erzielte erneut Heiko Wendell-An-

dresen, Beringstedt, den höchsten Verkaufspreis.

4.600,- Euro erlöste er für seine Schleswig-Holsteins

Laurie Model-Red, einem rotbunten Elayo-

Kalb, dass über Rubens Model VG 86 und Top Model

VG 89 auf die bekannte Comestar Laurie Sheik

zurückgeht. Erstmals erzielte damit ein rotbuntes

Tier unter den Beschickern aus Schleswig-Holstein

den höchsten Zuschlagpreis auf dem Sunrise Sale.

Für 4.200,- Euro wurde ein Jardin-Jungrind der

Holstein Genetik Sieverstedt, der Jensen & Ottzen

Rind im Bild 2/2008

entscheidet sich bei den alten Kühen für eine „junge“.

Siegerin alt Drittkalbin BcH Beate, Augustin

KG. Den Reservetitel erringt, wie schon im Vorjahr

Viertkalbskuh RZA Karina, ADAP Ahrenshagen

– herzlichen Glückwunsch an beide Zuchtstätten.

Damit waren die Würfel wohl schon für die letzte

Entscheidung des Tages gefallen. Mit ihrem super

Euter, ihrer Frische und Ausstrahlung führte

kein Weg an BcH Beate vorbei, die verdient Grand

Champion wurde.

RMV/ gekürzt und überarbeitet M. Leisen

Schleswig-Holsteins Talent Model VG 88, im Besitz der Wendell GbR, Beringstedt, Bullenmutter (TOP Q, VOST) hat

gerade einen rotbunten Testbullen bei RSH (V. Classic) in der Ausgabe und war mit 88 Punkten die höchst bewertete

schwarzbunte Färse 2006/2007 im RSH-Zuchtgebiet. Ihre Elayo-Halbschwester – verkauft von Heiko Wendell-Andresen,

Beringstedt – erzielte 4.600,- € und war damit teuerstes Tier der Verkaufkollektion aus Schleswig-Holstein auf dem

Sunrise Sale 13. Foto: Arkink

Agrar GbR Sieverstedt, zugeschlagen, deren Mutter

die schaubewährte Champion-Tochter Usate VG

87 ist. Aus dieser Kuhfamilie werden zur Zeit fünf

Generationen auf dem Zuchtbetrieb gehalten, was

für die hohe Langlebigkeit des Kuhstammes spricht,

der bereits mehrfach Siegerkühe der Verbandsschau

der Rinderzucht Schleswig-Holstein e.G. „Neumünster

am Abend“ hervorgebracht hat.

3.600,- Euro erzielte Heinrich Weilandt, Presen a.

F., für ein hochelegantes Goldwin-Kalb aus T-Farm


Durham Premium EX 93, welches sich ein Käufer

aus Schleswig-Holstein sicherte.

Jürgen Schack, Fahrenhorst, erlöste 3.100,- Euro

für Alster Dairy Karlotta, einer außergewöhnlich

korrekten und rahmigen jungen Dolman-Tochter aus

Schleswig-Holsteins Lady Jocko VG 88.

Knud Detlef Andresen, Haurup, verkaufte für 2.600,-

Euro ein Erste-Wahl-Kuhkalb aus der Kombination

Schau der Besten

Auf der diesjährigen Schau der Besten errang die

sechsjährige Kuh DT Spottie nach 2007 zum zweiten

mal den Gesamtsieg und verteidigte damit ihren

Titel „Miss Schau der Besten“. Züchter von Spottie,

einer Derry-Tochter, ist Karl-Heinz Hahn.

Zur schönsten Nachzuchtkuh in Verden wählten

die Richter Jürgen Ballmann und Martin Biederbick

„Avalon“, eine Tochter des MASTERRIND-Bullen

Alert II. Avalon stammt aus dem Stall von Gerd

Fritzsch in Marienberg. Sie verwies die Alves-Tochter

MHD Askani, vom Milchhof Diera in Diera auf

den zweiten Rang.

Siegerin der Kühe, die zwei Mal gekalbt haben,

wurde Venise MZ, Freelanze-Tochter von Windlooper

+ Wilcor Holsteins in Warmsen. Reservesiegerin

der Drittkalbskühe.

Aus den 14 angetretenen Kühen, die bereits 4 Kalbungen

vorzuweisen hatten, wählten die Richter

Kendall-Tochter Furia von Wolfgang Blaschke aus

Neuhausen zur Siegerin.

Der Sieg bei den ältesten Kühen ging an die Manat-Tochter

Isabella, die bereits im Vorjahr bei den

Viertkalbskühen gesiegt hatte. Sie stammt aus der

Zucht der Wentrot GbR in Gleichen.

Als Kuh mit der höchsten Milch-Lebensleistung

wurde Raider-Tochter Kerri ausgezeichnet. Das Tier

Nach der gelungenen Premiere im Jahr 2006 fi ndet

am 29. Mai 2008 erneut der Tag der Newcomer bei

der German Genetics International (GGI) in Cloppenburg

Bethen statt.

Schon vor zwei Jahren überzeugte der Tag der

Newcomer durch seine besondere Atmosphäre. Die

Zesty x NOG Samba, einer Riverland-Tochter, die

den NOG-Bullenmütter-Stationstest in Karkendamm

erfolgreich absolvierte.

Die einzige abgekalbte Tochter der gesamten

Auktion, die Laudan-Tochter Glenda, von Reiner

Haselhorst, Presen a. F., wurde für 2.900,- Euro

zugeschlagen.

Mit einem sehr festen Euter und belastbarem Fundament

ausgestattet, wird sie auch weiterhin auf

Spottie verteidigte ihren Titel

Tag der Newcomer 2008

Die sechsjährige Kuh DT Spottie errang nach 2007 zum zweiten mal den Gesamtsieg und verteidigte damit ihren Titel

„Miss Schau der Besten Foto: Schulze

aus dem Stall der Lattwesen GbR in Hohnhorst kann

eine Gesamt-Milchmenge von mehr als 80.000 kg

vorweisen. Der Ehrenpreis für die älteste Kuh der

Vom Experiment zum Event

gelungene Kombination von vielseitigen Information-

und Diskussionsmöglichkeiten sowie diversen

Attraktionen machten das Experiment zum Event.

Mehr als 2.000 nationale und internationale Gäste

besuchten die letzte Veranstaltung.

Auch in diesem Jahr werden in rustikalem Ambiente

Rind im Bild 2/2008

SCHAUEN

einer Ostseeinsel gehalten, fand sie doch einen

Käufer auf der Insel Rügen.

Wir bedanken uns bei den Kollegen und Züchtern

der RMV für die freundliche Aufnahme und die exzellente

Vorbereitung, Betreuung und Organisation

des Sunrise Sale. Ebenfalls gilt unser Dank dem Betreuungsteam

und den RMV-Jungzüchtern.

Dr. H. Kahle

Schau ging an Starleader-Tochter Gracie, vom Rinderzuchtbetrieb

Derboven.

adr-informationen 09/08

auf dem Gelände der GGI zehn topaktuelle Nachzuchten

präsentiert. Dabei ist jedermann eingeladen,

sich an den Ständen der teilnehmenden Verbände zu

informieren. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit zu

einem regen Informationsaustausch mit Berufskollegen

und den Zuchtverantwortlichen der Verbände.

57


58

NACHZUCHTEN

Schon vor zwei Jahren überzeugte der Tag der Newcomer durch seine besondere Atmosphäre

Außerdem gibt es ein reichhaltiges Rahmenprogramm

für Groß und Klein.

Verschiedene landwirtschaftsnahe Firmen präsentieren

sich auf einer Gewerbeschau vor Ort,

spannende Aktivitäten für Jung und Alt laden zum

Mitmachen ein, und es besteht die Möglichkeit zu

Betriebsbesichtigungen. Abgerundet wird das Programm

durch interessante Führungen im bekannten

Cloppenburger Museumsdorf.

Mit volkskundlichen, agrargeschichtlichen und kulturhistorischen

Themen, kann dort das Leben auf

dem Lande in vergangenen Zeiten erforscht werden.

Nachzuchten für Sie gesehen

Stol Joc 505973

Jocko Besne x Manfred x Duster

RZG 130 RZM 128 RZN 106

RZE 122 RZS 104 RZR 99

Es wurden sechs Stol Joc-Töchter gezeigt, davon

standen zwei Tiere bereits in der zweiten Laktation.

Die großrahmigen Töchter zeigten viel Länge in

der Mittelhand und eine gute Oberlinie. Bei durchschnittlicher

Rippentiefe war die Rippenwölbung

überdurchschnittlich und das bei einer extremen

Offenheit. In der Vorhand waren die Stol Joc-Töchter

hoch und nur knapp durchschnittlich breit, was

die ansonsten sehr stilvollen Kühe in der Vorhand

eher unharmonisch erscheinen ließ. Bei kurzen

sehr breiten und sehr gut gelagerten Becken war

die Umdreherposition zu offen. Die Euter der gesehen

Töchter hatten ausreichend Volumen und

waren auch in den Voreutern in der Tendenz etwas

schwerer, hinten jedoch extrem hoch aufgehangen

und mit vorbildlichen Zentralbändern versehen. Die

Strichplatzierung war durchweg im gewünschten

Rind im Bild 2/2008

Fotos: Arp/Böhnke

Die Veranstaltung fi ndet am 29. Mai 2008 von 9:30

Uhr bis 16:00 Uhr in Cloppenburg-Bethen, Am Osterfeld

14, statt.

Infos zu Programmplanung und Anreise erhalten Sie

bei den regionalen Zuchtverbände, weitere Infos im

Internet unter www.ggi.de oder telefonisch unter

04471-9174-0. GGI - German Genetics International

Stall-Nr. 267 v. Jadanko, Besitzer: Jacobsen GbR, Handewitt Foto: Schulze


Bereich, lediglich 2 Töchter zeigten eine engere

Hinterstrichplatzierung. Die Hintereuterbreite war

eher etwas knapper aber letztlich rundete eine sehr

gute Eutertextur und Gewebequalität das Euterbild

sehr positiv ab. In den Fundamenten vermisste man

etwas die Parallelität in der Hinterbeinstellung.

Die Trachten waren durchschnittlich hoch und gut

geschlossen. Die Knochenqualität war bis auf eine

Ausnahme sehr gut und trotz etwas Winkel zeigten

die Stol Joc-Töchter eine gute Mobilität.

Fazit: Stol Joc benötigt als Anpaarungsgrundlage

rundere, vorhandstarke Kühe mit ausreichend Beckenlänge.

Hier kann er sehr gut den Stil, die Länge,

Beckenbreite und die Offenheit der Rippe, sowie

die Zentralbänder und vor allem die Euterqualität

verbessern.

Besichtigt durch: Sersia France Bericht von CON-

VIS, Luxemburg

Turcat Fd FRA 506132485

Ford x Lantz x Knouckout

RZG 120 RZM 109 RZN 111

RZE 123 RZS 116 RZR 101

Von Turcat Fd wurden fünf Töchter in vier Betrieben

vorgestellt. Davon waren drei Töchter in der zweiten

Laktation und eine Tochter war trocken. Die

gesehenen Tiere waren alle überdurchschnittlich

groß, korrekt in der Oberlinie bei etwas aufgesetzten

Kreuzbeinen. Herausragend war die Vorhandtiefe

und Breite. Im Allgemeinen präsentierten sich

die Turcat Fd-Töchter mit viel Kraft und Breite vom

Flotzmaul bis zum Becken. Die Rippentiefe war sehr

gut und auch hier ist die Rippenwölbung und der

Rippenabstand als extrem offen zu bezeichnen. Den

Becken wäre mehr Länge zu wünschen gewesen

und neben der Umdreherposition muss man bei

Turcat Fd auch auf die Beckenlage achten. In der

Eutervererbung zeigten sich die Töchter des Bullen

sehr einheitlich und es waren nahezu keine Fehler

zu erkennen. Hervorragende Vordereuter, ein sehr

hoher Euterboden, ein Euterkörper mit viel Balance,

gute Strichplatzierung und sehr guten Textur und

Drüsigkeit. Einzig die Euterreinheit war nicht immer

Hippie v. Morell, Besitzer: Reimers GbR, Westerhorn Foto: Arkink

Rind im Bild 2/2008

NACHZUCHTEN

Frieda v. Lancelot, Besitzer: K. Heldt, Groß Schlamin Foto: Schulze

gegeben, vereinzelt zeigten die Turcat Fd-Töchter

Afterstriche. In den Fundamenten viel die Parallelität

sowie die gute Knochenqualität auf. Etwas

Winkel und deutlich unterdurchschnittliche, jedoch

geschlossenen Trachten hinderten die Töchter nicht

daran sich sehr gut zu bewegen.

Fazit: Turcat Fd vererbt sehr viel Stärke und sehr

viel Stil an seine Töchter. Er ist ein Bulle der die

Substanz und das Kaliber deutlich verbessert und

das bei allerbester Eutervererbung. Beachten muss

man sicherlich die Trachtenhöhe und die Beckenneigung,

dann kann man mit diesem Bullen produktive

Schaukühe züchten.

Besichtigt durch: Sersia France Bericht von CON-

VIS, Luxemburg

Gavor 505962

Champion x Aaron ET x Bellwood

RZG 134 RZM 129 RZN 106

RZE 132 RZS 109 RZR 88

Besichtigt wurden zehn Kühe in acht Betrieben (Bestandsgrößen

zwischen 300-1800 Kühen), die sich

fast alle am Ende der ersten Laktation befanden.

Es war eine einheitliche Nachzucht, die klar die

Stärken und Schwächen des Bullen erkennen lies.

Die rahmigen Gavor-Töchter besaßen genügend

Milchtyp in Kombination mit einer tiefen, offenen

Rippe und sehr guter Stärke in der Vorhand. Bei der

Ausprägung der Becken war eine überdurchschnittliche

Beckenbreite zu beobachten, während die Beckenneigung

von eben bis leicht abfallend variierte.

59


60

NACHZUCHTEN

Hinsichtlich der Fundamente war eine etwas stärkere

Hinterbeinwinkelung mit mittelhohen Trachten

und gröberen Sprunggelenken zu erkennen. Auffallend

positiv war allerdings die gute parallele Hinterbeinstellung

aller gezeigten Gavor-Tochter.

Die drüsigen Euter zeigten für Erstkalbskühe schon

etwas mehr Volumen mit breiterer vorderer Strichplatzierung.

Vereinzelt wäre auch eine festere Vordereuteraufhängung

wünschenswert. Glanzpunkt

der Eutervererbung sind die Merkmale Hintereuterhöhe

und –breite sowie das Zentralband und die

Platzierung der hinteren Striche. Die Strichlänge ist

als überdurchschnittlich einzustufen.

Allgemein lobten die Betriebe die Leistungsbereitschaft

sowie die Persistenz und die Entwicklungsfähigkeit

der Gavor-Töchter.

Fazit: Gavor ist ein Milchmengenvererber mit

knapperen Fettprozenten, der zur Verbesserung von

Kapazität, Hinterbeinstellung und Hintereuterhöhe

/-breite eingesetzt werden kann. Die Anpaarungsgrundlage

sollte dennoch über stabile Fundamente

und genügend fest aufgehängte Euter verfügen.

Besichtigt durch: Ingo Schnoor, NOG

Check 802612

Champion x Fatal x Holiday

RZG 112 RZM 103 RZN 106

RZE 122 RZS 107 RZR -

Fünf sehr einheitliche und milchtypische Töchter

demonstrierten die Fähigkeiten ihres Vaters ein-

drucksvoll. Mit guter Körpertiefe und Vorhandstärke

ausgestattet und überzeugend durch feste

Oberlinien warben die Check-Töchter außerdem

wegen ihrer breiten und leicht abfallend gelagerten

Becken für ihren Vater. Check-Töchter stehen auf

korrekt gestellten und ideal gewinkelten Hinterbeinen,

welche sich durch eine gute Klauenqualität

auszeichnen. Besonders hervorzuheben war die Euterqualität

der vorgestellten Töchter. Dabei gefi elen

besonders die lang und fest aufgehängten Vordereuter.

Tendenziell nach innen platzierte Striche

runden den positiven Eindruck ab.

Besichtigt durch: Matthias Leisen, RSH eG

Moses 802608

Morty x Emerson x Rudolph

RZG 113 RZM 113 RZN -

RZE - RZS - RZR -

Moses entstammt einer exterieurstarken Kuhfamilie,

welche besonders in Italien durch Schauerfolge

auf sich aufmerksam machte.

Während der Schau präsentierten sich sechs sehr

junge (Ø EKA 24 Monate) und großrahmige Kühe,

denen ihr Leistungsvermögen aufgrund ihres Milchcharakters

anzusehen war. Besonders wegen ihrer

überdurchschnittlichen Körpertiefe und ihrer Tiefe

und Stärke in der Vorderhand sollten Moses-Töchter

in der Lage sein, diese hohen Leistungen dauerhaft

zu ermelken. Die breiten und leicht abfallend gelagerten

Becken runden das körperbetonte Bild ab.

Moses-Töchter stehen auf Fundamenten, die hin

Hazienda v. Kardiros, Besitzer: K.-H. Stürtz, Wöhrden Foto: Arkink

Rind im Bild 2/2008

und wieder etwas mehr Winkelung zeigen, jedoch

korrekt gestellt und mit hohen Klauen versehen

sind. Hervorzuheben sind die funktionalen Euter der

Moses-Töchter. Die Hintereuter sind hoch und breit

und lassen Entwicklungspotential für folgende Laktationen

erkennen.

Besichtigt durch: Matthias Leisen, RSH eG

Zar 802593

Zappa x Amaretto x Ladin

RZG 132 RZM 129 RZN 108

RZE 116 RZS 123 RZR 94

Bereits der dritte positive Vererber neben NOG

Salem und NOG Sensal aus Amaretto-Alena. Das

spricht für die Vererbungskraft dieser Kuhfamilie,

aus der Zuchtstätte Monika Lau , Lüngerau.

Sechs Zar-Töchter demonstrierten Einheitlichkeit

und Funktionalität. Überwiegend am letzten Abschnitt

der ersten Laktation angekommen, zeigten

die Zars bei mittlerem Rahmen genug Körpertiefe

und Stärke. Sie wirkten kompakt und geschlossen

mit festen Übergängen. Die durchschnittlich breiten

Becken zeigten die gewünschte abfallende

Neigung. Auch die Fundamente der präsentierten

Zar-Töchter überzeugten. Etwas steiler in der Winkelung

war die Knochenqualität positiv zu bewerten

und die Qualität der Klauen hinsichtlich Trachtenhöhe

und Geschlossenheit tadellos. Glanzpunkt der

Gruppe waren jedoch die Euter. Hohe und breite

Hintereuter, welche von einem starken Zentralband

gehalten werden, sprechen ebenso für die

überdurchschnittliche Euterqualität wie die langen

festen Vordereuter mit innen platzierten Strichen.

Der hohe Euterboden und viel Textur tragen dazu

bei, dass beim Melken Freude aufkommt.

Fazit: Zar empfi ehlt sich als Vererber für große

kommerzielle Herden.

Besichtigt durch: Matthias Leisen, RSH eG

Vachim 565756

V Brando x Celsius x Leadman

RZG 130 RZM 120 RZN 106

RZE 135 RZS 98 RZR 102

Die Vachim-Nachzuchtgruppe konnte den positiven

Eindruck der Nachzuchttour 2007 im Verbandsgebiet

der RSH eindrucksvoll bestätigen.

Sechs einheitliche, großrahmige Töchter überzeugten

mit viel Milchcharakter, genügend Stärke

und Körpertiefe. Die auffallend breiten Becken

zeigten sich eben gelagert. Vachims bewegen sich

sehr gut auf trockenen, korrekt gewinkelten und


parallel gestellten Fundamenten mit Klauen von hoher

Trachtenhöhe. Besonders hervorzuheben ist die

Qualität der ausbalancierten Euter der vorgestellten

Vachim-Töchter. Starke Zentralbänder, hohe Euterböden,

feste und mittellange Vordereuter sprechen

genauso für Vachim als Euterverbesserer wie hohe

und breite Hintereuter.

Fazit: Insgesamt eine sehr gute Gruppe, welche

den Einsatz als Bullenvater in verschiedenen Zuchtprogrammen

rechtfertigt.

Besichtigt durch: Matthias Leisen, RSH eG

Leif 801705

Lukas x Zack x Prelude

RZG 130 RZM 115 RZN 123

RZE 118 RZS 128 RZR 112

Leif produziert mittelrahmige Kühe mit durchschnittlich

viel Milchcharakter. Leif-Töchter strahlen überdurchschnittlich

viel Kraft aus, was zusätzlich durch

feste Oberlinien und breite, eben gelagerte Becken

unterstützt wird. Die etwas kräftig wirkenden, aber

trockenen und gesunden Sprunggelenke können

den positiven Eindruck, welchen die Fundamente

hinterlassen, nicht abwerten und hindern in keinster

Weise an einem langen Herdenverbleib. Leifs stehen

auf korrekt gewinkelten, auffallend parallel

gestellten Hinterbeinen mit fest geschlossenen

und hohen Klauen, auf denen sie sich problemlos

bewegen. Sowohl vorne als auch hinten hoch und

fest aufgehängte Euter, getragen von einem sehr

starken Zentralband, lassen erahnen, warum Leif

als Experte für Eutergesundheit und Nutzungsdauer

gilt. Die etwas längeren Striche und die feste Euteraufhängung

gleichen die tendenziell etwas weitere

Strichplatzierung aus.

Besichtigt durch: Matthias Leisen, RSH eG

Woody 297950

Rubens Red x Lentini x Tulip

RZG 129 RZM 122 RZN 106

RZE 123 RZS 114 RZR 94

Gezeigt wurden neun Töchter in sieben Herden, die

sich in der Mitte bzw. am Ende der ersten Laktation

befanden. Die Herdengröße lag zwischen 50

und 100 Kühen, das Herdenniveau war gut durchschnittlich

bis sehr gut. Die gut mittelrahmigen

bis großrahmigen Woody-Töchter stehen im angestrebten

Milchtyp und zeigen bei Unterschieden in

der Brusttiefe eine gut ausgeprägte Rippe. Die feste

Oberlinie endet in einem durchweg langen und sehr

gut gelagerten Becken. Bei überwiegend korrekter

Hinterbeinstellung war die Knochenqualität durchschnittlich

bis gut. Sehr auffällig waren die sehr

kurzen Klauen, versehen mit einem steilen Winkel

und einer überdurchschnittlichen Trachtenhöhe. Die

Bewegungsqualität war durchweg einwandfrei.

Absolut einheitlich ist die Eutervererbung von Woody,

alle Kühe zeigten hoch angesetzte Euter mit

überdurchschnittlichen Zentralbändern und ausgeprägter

Textur, speziell im Vordereuterbereich. Besonders

auffällig war die durchweg gute bis sehr

gute vordere Strichplatzierung bei den Kühen.

Fazit: Da in sieben von neun Fällen die Mütter in

den Herden zu sehen waren, konnte hier die Vererbungsleistung

des Bullen sehr gut eingeschätzt

werden. Der besondere Schwerpunkt in der Vererbung

von Delta-Woody ist neben hervorragend gelagerten

Becken und sehr gut ausgebildeten Klauen

mit optimalem Winkel, das extrem fest angesetzte

Euter und die optimale vordere Strichplatzierung.

Besichtigt durch: Jost Grünhaupt (ZBH)

Nachzuchtbesichtigung in Verden –

„35. Schau der Besten“

Zinfandel 505511

Merchant 2 x Mandel x Sexation

RZG 113 RZM 98 RZN 106

RZE 137 RZS 107 RZR 104

Zinfandel ist ein Merchant-Sohn aus der berühmten

Ocean-View Mandel Zandra EX95 und damit ein

Rind im Bild 2/2008

Halbbruder zu dem wohl bekannteren Durham-Sohn

Ocean-View Zenith.

Die Töchter von Zinfandel präsentierten sich mit

genügend Substanz und korrekten, mittelbreiten

Becken. Bei korrekter Hinterbeinstellung sind die

kräftigereren Fundamente tendenziell steiler in der

Seitenansicht. Mit festen Vordereutern ausgestattet

zeigt die Eutervererbung des Bullen Zinfandel

zudem noch längere Striche und eine breiteren Platzierung

der hinteren Striche.

Jobess 463395

Jocko Besne x Airliner x Moutain

RZG 137 RZM 138 RZN 111

RZE 113 RZS 114 RZR 87

NACHZUCHTEN

Hexe v. Einblick, Besitzer: S. Andresen, Wees Foto: Arkink

Jobess ist einer von vielen Jocko Besne-Söhnen,

der allerdings bei sehr hoher Milchmenge fast neutrale

Inhaltsstoffe und positive Werte für Zellgehalt

vorweisen kann.

Seine Töchter sind spätreife Kühe, denen es dadurch

etwas an Kapazität und Beckenbreite fehlt,

während sie über eine korrekte Beckenneigung verfügen.

Auch hier waren die Fundamente in der Seitenansicht

tendenziell steiler mit guter, paralleler

Hinterbeinstellung. Die Sprunggelenksqualität war

durchschnittlich und der Bewegungsablauf könnte

etwas fl üssiger sein. Wie bei fast allen Jocko-

Söhnen, so ist auch bei Jobess eine etwas festere

Vordereuteraufhängung wünschenswert. Insgesamt

vermittelten die Euter aber dennoch den Eindruck,

lange zu halten.

61


62

TESTBULLEN

Stempler 463037

Stormatic x Rudolph x Nick

RZG 116 RZM 92 RZN 118

RZE 124 RZS 110 RZR 126

Mit Stempler betritt ein junger Stormatic-Sohn die

deutsche „Zuchtbühne“, der im Januar sein Debüt

feierte.

Die milchtypischen Stempler-Töchter besitzen neben

einer guten Körpertiefe auch genügend Vorhandstärke.

Allerdings sind die Becken schmaler

und eher eben gelagert.

Die Kühe konnten sich gut auf ihren Fundamenten

bewegen, die über etwas mehr Hinterbeinwinkelung

verfügen und damit nicht ganz dem linearen

Profi l entsprachen. Die Euter werden hoch über dem

Sprunggelenk getragen und sind von sehr guter

Textur. Die Ausprägung des Zentralbandes variierte

und die Striche sind deutlich kürzer.

Offspring 463390

Outside x Lee x Storm

RZG 118 RZM 110 RZN 113

RZE 120 RZS 109 RZR 103

Testbullen

Schwarzbunt

Selenit 567430 TV TL 16.03.06

Pl: 131 RFW: 110 RTZ: 110

Zü: Niederlande

V: Shottle RZM 122

M: S Dellia 44 (1) 88 VG v.Adam 2

1/1 La. 10035 3,71 372 3,42 343

MM: Dellia (1) 88 VG v.Lucky Leo

1/1 La. 9797 4,56 447 3,39 332

Gladys 567425 TV TL 22.03.06

Pl: 134

Zü: Andresen, Böklund

V: Goldwin RZM 115

M: Flanell 02/87-87-87-85/86 v.Champion

2/2 La. 11491 3,92 451 3,52 405

2 13284 3,94 523 3,49 464

MM: Charnell 02/84-86-83-84/84 v.Jocko Besn

3/3 La. 10786 3,87 417 3,52 380

Gofero 567444 TV TL 04.04.06

Pl: 130

Zü: Nosbisch, Niederweis

V: Goldwin RZM 115

M: Florenz 02/90-87-85-89/88 v.Champion

1/1 La. 10732 4,23 454 3,60 386

MM: NH Florida 03/89-86-86-87/87 v.Manat

4/3 La. 11845 3,62 429 3,41 404

Offspring ist über Outside, Lee und Storm sehr interessant

gezogen und hat für einen Outside-Sohn

relativ gute Eiweißprozente bei mittlerer Milchmenge

vorzuweisen.

Es war eine einheitliche Töchtergruppe mit gutem

Rahmen, einer offenen Rippe und korrekten mittelbreiten

Becken. Die korrekt gewinkelten Fundamente

zeigten eine gute Hinterbeinstellung und in

den Sprunggelenken etwas mehr Knochensubstanz.

Glanzpunkt dieser Nachzucht waren die drüsigen,

hoch aufgehängten Euter mit optimaler Strichplatzierung.

Alert II 505467

Storm x Encore x Odyssey

RZG 117 RZM 98 RZN 112

RZE 133 RZS 114 RZR 114

Alert II gilt als Exterieurvererber und ist ein Storm-

Sohn aus der bekannten Encore-Tochter Tri-Day

Ashlyn EX 96. Er vererbt bei knapperer Milchmenge

positive Fettprozente und leicht negative Eiweißprozente.

Die Töchter dieses Bullen sind großrahmige

Tiere mit tiefer Rippe und ansteigenden, mittelbreiten

Becken. Bei einem weiter hinten platzierten

Mungo 567452 TV TL 05.04.06

Pl: 120 RFW: 83 RTZ: 83

Zü: Thomsen, Kleinwiehe

V: Magical RZM 113

M: NOG Charly 02/86-88-86-84/86 v.Ubbo

2/2 La. 11074 4,24 470 3,50 388

2 12542 4,29 538 3,56 446

MM: Zabel 02/86-88-86-84/86 v.Esquimau

2/2 La. 11387 3,68 419 3,40 387

Goldstein 505927 13.04.06

Zü: USA

V: Goldwin RZM 115

M: Goldie (1) 87 VG v.Garter

1/1 La. 14256 3,87 552 3,10 442

MM: Lassy (3) 86 VG v.Laurier

3/3 La. 15377 3,62 557 2,91 447

Mariage 567453 TV TL 21.04.06

RFW: 89 RTZ: 95

Zü: Kanada

V: Magical RZM 113

M: Destiny (1) 85 VG v.Allen

1/1 La. 9981 4,45 444 3,46 345

MM: CK Design (4) 86 VG v.Mattie G

4/4 La. 12292 4,33 532 3,56 438

Rind im Bild 2/2008

Umdreher sind die Fundamente korrekt gestellt, trocken

und klar in den Sprunggelenken und besitzen

sehr gute Klauen. Die drüsigen Euter sind hoch und

breit im Hintereuter und mit einem starken Zentralband

ausgestattet.

Alves 830837

Amel x CMV Mica x Oscar

RZG 126 RZM 118 RZN 114

RZE 119 RZS 108 RZR 94

Alves war der einzige Vererber mit Töchtern aus

dem Wiedereinsatz und wurde vom Publikum zur

„Besten Nachzucht der Schau“ gewählt.

Dieser Leistungsvererber besitzt neben guten Sekundäreigenschaften

auch ein nicht alltägliches

Pedigree: Amel x CMV Mica x Oscar.

Seine mittelrahmigen Töchter präsentierten sich

sehr einheitlich mit ausreichend Kapazität und optimal

geneigten Becken durchschnittlicher Breite. Die

hervorragenden Fundamente ließen keine Wünsche

offen und auch die drüsigen, hoch aufgehängten

Euter konnten voll überzeugen.

Besichtigt durch: Ingo Schnoor, NOG

NOG Savero 505572 TV TL 21.04.06

Pl: 120

Zü: Milchviehzuchtb., Kirchlinteln

V: Mr. Sam RZM 117

M: Chantal 48 01/87-83-83-85/84 v.Marshal

3/2 La. 10749 3,68 396 3,25 349

2 11691 3,70 432 3,24 379

MM: L. Clover (1) 87 VG v.Rudolph

2/2 La. 12043 3,80 458 3,29 396

Sera 567454 TV TL 27.04.06

Pl: 131 RFW: 105 RTZ: 108

Zü: Holland

V: Shottle RZM 122

M: S Dellia 44 (1) 88 VG v.Adam 2

1/1 La. 10035 3,71 372 3,42 343

MM: Dellia (1) 88 VG v.Lucky Leo

1/1 La. 9797 4,56 447 3,39 332

NOG Jodin 490640 TV TL 09.05.06

Pl: 128

Zü: Kisgen, Niederweis

V: NOG Jofkin RZM 122

M: NOG Faithfull 02/85-86-86-88/87 v.Ford

3/2 La. 10817 4,03 436 3,37 364

2 12383 4,09 507 3,42 424

MM: NH Fatima 01/86-88-86-85/86 v.Lukas

2/1 La. 10522 4,50 473 3,33 350


NOG Jareo 490698 TV TL 28.05.06

Pl: 122

Zü: NORD-OST Genetic GmbH & Co KG, Verden

V: Janos RZM 122

M: NOG Florenz 01/86-87-86-86/86 v.Zunder

1/1 La. 10787 3,80 410 3,29 355

MM: NOG Bo2118 01/86-86-85-87/86 v.Basar

4/4 La. 10927 4,01 438 3,19 349

Jerez 567459 TV TL 07.07.06

Pl: 123 RFW: 107 RTZ: 107

Zü: Hansen, Löwenstedt

V: Jackpot RZM 112

M: Cara 03/88-87-88-87/87 v.Emerson

3/3 La. 11972 4,08 488 3,43 411

2 12829 4,07 522 3,41 438

MM: Zirkus 04/90-90-92-89/90 v.Patrick

5/5 La. 11950 3,83 458 3,25 388

Glabot 567460 TV TL 12.07.06

Pl: 124

Zü: Wendell - Andresen, Beringstedt

V: Goldwin RZM 115

M: SH Enc. Modell 01/87-88-86-87/87 v.Encore

2/2 La. 12629 3,56 450 3,22 407

MM: Top Model 02/90-90-90-87/89 v.Top Gun

4/2 La. 13204 3,18 420 3,19 421

NOG Jaboni 490656 TV TL 28.07.06

Pl: 129

Zü: Rinderzucht GmbH & CO KG, Seyda

V: Jefferson RZM 128

M: NOG Heideline 01/83-84-83-84/84 v.Bormio

2/1 La. 10190 4,08 416 3,36 342

MM: Thi 02/87-87-86-87/87 v.Terry

4/4 La. 11260 4,40 495 3,59 404

Rotbunt

Lashko 597760 TV TL 27.09.06

Pl: 124 RFW: 105 RTZ: 108

Zü: Zuchtbetrieb Batke, Visbek

V: Lichtblick RZM 117

M: Ashley Red 03/90-90-91-90/90 v.Maxximo

3/3 La. 12054 4,40 530 3,65 440

3 13515 4,93 666 3,72 503

MM: Alana 02/87-85-87-85/86 v.Roels

2/2 La. 11533 5,96 687 4,08 470

Cirello 597764 TV TL 08.11.06

Pl: 122

Zü: Wiewer-Rellmann GbR, Drensteinfurt

V: Classic PS RZM 107

M: Mariella 01/86-85-86-87/86 v.Talent RF

1/1 La. 10274 4,47 459 3,79 389

MM: Morelle 04/93-95-95-90/93 v.Koerier

5/5 La. 10659 4,70 501 3,60 384

Tektit 567446 TV TL 30.07.06

Pl: 122 RFW: 91 RTZ: 93

Zü: Andresen, Böklund

V: Titanic RZM 120

M: T-Monty (2) 89 VG v.Mtoto

2/2 La. 16755 3,89 651 3,03 508

2 19277 3,86 745 2,90 559

MM: Toot-ET (2) 90 EX v.Mandel

3/3 La. 14238 4,61 656 3,36 478

Echinit 567447 TV TL 10.08.06

Pl: 127 RFW: 98 RTZ: 94

Zü: Schnoor, Schillsdorf

V: Emil II RZM 124

M: NOG Eike 02/87-88-85-88/87 v.Jocko Besn

2/2 La. 10365 3,86 400 3,72 386

2 11672 3,89 454 3,73 435

MM: Edelgold 07/92-91-91-91/91 v.Titan

8/7 La. 11019 4,42 487 3,44 379

NOG Jervis 490676 TV TL 14.08.06

Pl: 129

Zü: Nosbisch, Niederweis

V: Jefferson RZM 128

M: NOG Faithfull 02/85-86-86-88/87 v.Ford

3/2 La. 10817 4,03 436 3,37 364

2 12383 4,09 507 3,42 424

MM: NH Fatima 01/86-88-86-85/86 v.Lukas

2/1 La. 10522 4,50 473 3,33 350

NOG Jacon 490662 TV TL 17.08.06

Pl: 119

Zü: Kaack, Mözen

V: Jackpot RZM 112

M: NOG Evening 01/84-87-86-87/86 v.Jasper

2/1 La. 10822 4,08 442 3,17 343

MM: NOG Calgary 03/88-84-85-84/85 v.PM Magic

4/4 La. 11841 3,76 445 3,34 395

Jedelgo 597765 TV TL 13.11.06

Pl: 121 RFW: 96 RTZ: 97

Zü: Magens, Kollmar

V: Joyboy RZM 108

M: Fiskus 02/88-86-86-89/88 v.Komtur

3/2 La. 10069 4,12 415 3,40 342

1 10028 4,24 425 3,43 344

MM: Connecti29 03/90-88-89-90/89 v.Stoll

4/4 La. 10762 3,98 428 3,29 354

Cheerio 597767 TV TL 08.12.06

Pl: 123 RFW: 96 RTZ: 101

Zü: Magens, Kollmar

V: Classic PS RZM 107

M: Corinna 03/90-86-89-91/89 v.Lentini

3/3 La. 12648 4,19 530 3,38 427

3 14138 4,21 595 3,41 482

MM: Anita 03/90-86-88-89/88 v.Jurist

7/7 La. 10149 4,65 472 3,67 372

Rind im Bild 2/2008

TESTBULLEN

Goldri 567436 TV TL 23.08.06

Pl: 123

Zü: Diamand Genetics, GK Zwolle

V: Goldwin RZM 115

M: WH Rita 282 (1) 88 VG v.RC Marshall

2/2 La. 13799 3,96 546 3,42 472

2 15446 3,80 587 3,29 508

MM: Rita 233 (2) 92 EX v.Lord Lily

2/2 La. 12454 4,47 557 3,52 438

Germinal 567431 TV TL 29.08.06

Pl: 130 RFW: 100 RTZ: 102

Zü: Niermann, Melle Schiplage

V: Goldwin RZM 115

M: Daylight 02/90-90-90-89/90 v.Lee

3/3 La. 12871 4,93 635 3,40 438

2 13884 4,97 690 3,37 468

MM: KNS Dorfgi 05/94-94-90-93/83 v.Integrity

6/6 La. 12097 4,41 534 3,34 404

NOG Banjul 490683 TV TL 24.09.06

Pl: 121

Zü: Nordrind GmbH, Verden

V: Buckeye RZM 119

M: NOG Dellia 01/86-84-85-85/85 v.Champion

1/1 La. 9499 3,84 362 3,40 323

MM: Dollyna (1) 85 VG v.Aeroline

2/2 La. 13000 4,46 580 3,32 432

NOG Togi 505725 TV 27.10.06

Pl: 123

Zü: Henke, Essel

V: Toystory RZM 116

M: NOG Jocko 01/87-86-86-86/86 v.Jocko Besn

3/2 La. 11254 4,02 452 3,37 379

2 12069 4,74 572 3,36 406

MM: Jamira 01/86-85-83-86/85 v.RC Matt

2/2 La. 10931 4,90 536 3,54 387

NOG Metin 490717 TV TL 18.03.07

Pl: 122

Zü: NORD-OST Genetic GmbH & Co KG, Verden

V: Marbach RZM 115

M: NOG Gaity 01/84-84-85-84/84 v.Lancelot

1/1 La. 9127 3,92 358 3,53 322

MM: Zagreb 03/88-84-84-86/85 v.Cash

7/6 La. 10776 4,06 437 3,24 349

Clared 597768 TV TL 08.12.06

Pl: 119

Zü: Holland

V: Classic PS RZM 107

M: Talent Maria Red (1) 89 VG v.Talent RF

1/1 La. 10711 3,94 422 3,53 378

MM: Massia 20 (1) 89 VG v.Lentini

1/1 La. 10574 4,41 466 3,41 361

Cabarus 597770 TV TL 13.12.06

Pl: 119

Zü: Wiethege, Halver

V: Classic PS RZM 107

M: Galante 02/87-86-87-87/87 v.Marcel-Red

2/2 La. 11062 3,68 407 3,72 412

2 11904 3,52 419 3,74 445

MM: Galaxie 01/86-84-85-86/85 v.Rubens RF

1/1 La. 11327 4,35 493 3,64 412

63


64

TESTBULLEN

Stromberg 597769 TV TL 14.12.06

Zü: Kanada

V: September RF RZM 104

M: Jodie (0) 90 EX v.Rudolph

4/4 La. 11942 3,86 461 3,22 384

3 13590 4,39 596 3,17 431

MM: Jodie-Red (0) 90 EX v.Inspiratio

4/4 La. 7726 4,31 333 3,44 266

Rotbunt DN

Robben 297967 16.06.06

Zü: Niederlande

V: Guido RZM 114

M: Danielle 39 (2) 88 VG v.Albert

3/2 La. 8521 4,18 356 3,74 319

2 8861 4,19 371 3,74 331

MM: Danielle 16 (6) 85 VG v.Piet

6/6 La. 8574 4,64 398 3,72 319

Angler

Isar 598182 TV TL 18.09.06

Pl: 127 RFW: 103 RTZ: 94

Zü: Richelsen GbR, Freienwill

V: R Bahama RZM 120

M: Donau 03/85-88-88-86/87 v.Stadel

5/4 La. 8146 4,69 382 3,65 297

3 9651 4,51 435 3,63 350

MM: Wienerin 01/83-84-83-83/83 v.Torpane

4/3 La. 7849 4,71 370 3,59 282

RZG 135

RZM 129

Tö. 145 Betr. 67 Si. 95%

1. Lakt.

Milch-kg 8740 + 1674

Fett-% 3,82 - 0,20

Fett-kg 334 + 49

Eiw.-% 3,38 + 0,06

Eiw.-kg 295 + 63

RZE 123

Tö. 84 Betr. 46 Si. %

Milchtyp 112

Körper 111

Fundament 125

Euter 111

RZS 107

Si. 91%

RZD 111 Si. 84%

RZR 103

Bulle Töchter

Befruchtung **

Kalbeverlauf 99 99

Kälberverluste 98 104

RZN 111

Si. 60%

Si. 74%

Saderi 597792 TV TL 27.12.06

Pl: 118

Zü: Petersen, Bollingstedt

V: Salto RF RZM 106

M: Erika 03/88-87-87-87/87 v.Faber

4/3 La. 10746 4,44 477 3,38 363

2 11736 4,38 514 3,51 412

MM: Angela 02/83-85-84-83/84 v.Laredo Red

2/2 La. 8535 5,12 437 3,76 321

Prisma 297966 20.01.07

Zü: Niederlande

V: Daniel RZM 117

M: Jana 216 (1) 86 VG v.Matthijs

2/2 La. 8107 4,82 391 4,05 328

2 8231 4,91 404 4,07 335

MM: Jana 199 (1) 82 GP

3/3 La. 8580 4,39 377 3,80 326

Index 598920 TV TL 25.12.06

Pl: 122 RFW: 98 RTZ: 99

Zü: Joost, Steinbergkirche

V: K Lens RZM 123

M: Dattel 05/90-89-85-84/86 v.Faber

5/4 La. 8388 4,85 407 3,59 301

4 9129 5,44 497 3,59 328

MM: Zank 06/83-85-82-83/83 v.Torpane

6/6 La. 7675 4,76 365 3,45 265

JUNKER

geb.: 04.09.2000

Zü.: T. Wiethege, Halver

Bes.: RBB

Rind im Bild 2/2008

NORD-OST GENETIC

JOCKO BESN 10.504921

REVUE

(2) 89 VG

DE 05.77147721

3/2 LA 10821 4,49 486 3,60 390

HL 12204 4,38 534 3,57 436

Milchmenge

Eiweiß-%

Nutzungsdauer

Clanhai 597793 TV TL 02.01.07

Pl: 110

Zü: Frankreich

V: Classic PS RZM 107

M: Shanghai (2) 89 VG v.Lentini

2/1 La. 10667 3,73 398 3,29 351

MM: Marionnet (1) 86 VG v.Esquimau

La. 8835 4,31 381 3,61 319

Vinkenhof 297968 28.03.06

Zü: Niederlande

V: Guido RZM 114

M: Cora 22 (1) 86 VG v.August

6/6 La. 9494 4,31 409 3,83 364

3 11382 4,24 483 3,82 435

MM: Cora 18 (4) 85 VG

5/4 La. 6176 5,02 310 3,84 237

„Kati“, Gut Kerkow-Milchproduktion, Kerkow

Standardisierte Zuchtwerte

Merkmal Extrem

88


100


112


124

▼ Extrem

Größe klein 103 groß

Milchcharakter derb 109 scharf/edel

Körpertiefe wenig 109 viel

Stärke schwach 103 stark

Beckenneigung ansteigend 87 abfallend

Beckenbreite schmal 106 breit

Hinterbeinwinkel. steil 96 gewinkelt

Klauen fl ach 122 hoch

Sprunggelenk derb 111 trocken

Hinterbeinstellung hackeneng 112 parallel

Bewegung lahm 117 gut

Hintereuterhöhe tief 118 hoch

Zentralband schwach 97 stark

Strichplatzierung vorn außen 100 innen

Strichplatzierung hinten außen 95 innen

Vordereuteraufh. lose 107 fest

Eutertiefe tief 103 hoch

Strichlänge kurz 100 lang


10.810821 TL TV


Besne Buck 10.504174

Pala FR 56.9107484

LASSO 10.131149

Reval

(3) 91 EX

DE 01.08063015

5/5 LA 12449 3,86 480 3,25 405

v. Nick


MUSIKUS

geb.: 21.04.2003

Zü.: K. D. Andresen,Haurup

Bes.: RSH

MORTY 10.503726

ARIZONA

(2) 85 VG

DE 01.11740305

3/2 LA 10794 4,28 462 3,62 391

HL 11827 3,97 469 3,60 426

Milchmenge

Euter

Kalbeverlauf

10.565795 TL TV

Standardisierte Zuchtwerte

Merkmal Extrem

88


100


112


124

▼ Extrem

Größe klein 109 groß

Milchcharakter derb 104 scharf/edel

Körpertiefe wenig 94 viel

Stärke schwach 101 stark

Beckenneigung ansteigend 96 abfallend

Beckenbreite schmal 112 breit

Hinterbeinwinkel. steil 90 gewinkelt

Klauen fl ach 109 hoch

Sprunggelenk derb 99 trocken

Hinterbeinstellung hackeneng 114 parallel

Bewegung lahm 105 gut

Hintereuterhöhe tief 119 hoch

Zentralband schwach 109 stark

Strichplatzierung vorn außen 122 innen

Strichplatzierung hinten außen 115 innen

Vordereuteraufh. lose 118 fest

Eutertiefe tief 105 hoch

Strichlänge kurz 91 lang

EPITAPH

geb.: 25.09.2002

Zü.: P.-D. Henningsen,

Glücksburg

Bes.: RSH


FABER 10.912913


ZULEIKA 58

(1) 84

DE 01.11925392

LA 8536 5,58 476 3,83 327

Produktion

Melkbarkeit

Standardisierte Zuchtwerte

Merkmal Extrem

88


100


112


124

▼ Extrem

Größe klein 110 groß

Milchcharakter derb 125 scharf/edel

Körpertiefe wenig 99 viel

Stärke schwach 88 stark

Beckenneigung ansteigend 100 abfallend

Beckenbreite schmal 96 breit

Hinterbeinwinkel. steil 87 gewinkelt

Klauen fl ach 97 hoch

Sprunggelenk derb 104 trocken

Hinterbeinstellung hackeneng 101 parallel

Bewegung lahm 100 gut

Hintereuterhöhe tief 112 hoch

Zentralband schwach 106 stark

Strichplatzierung vorn außen 97 innen

Strichplatzierung hinten außen 103 innen

Vordereuteraufh. lose 96 fest

Eutertiefe tief 105 hoch

Strichlänge kurz 93 lang


Formation 10.504534

CA Melissa US 15172400

NOVALIS 10.501459

Winnipeg

(2) 87 VG

DE 01.10037621

2/2 LA 12377 3,80 470 3,46 428

10.596816 TL TV


Rind im Bild 2/2008

v. Esquimau

Factor RF 10.504086

Loreley 12 DE 10.21135253

KOM LEADER 10.297375

Tiba

(3) 83

DE 01.08183332

4/4 LA 8429 5,71 481 3,74 315

v. Caveman

BULLENSEITEN

RZG 117

RZM 115

Tö. 87 Betr. 77 Si. 88%

100 Tg

Milch-kg 2846 + 1613

Fett-% 3,80 - 0,34

Fett-kg 108 + 33

Eiw.-% 3,28 - 0,12

Eiw.-kg 93 + 44

RZE 120

Tö. 29 Betr. 25 Si. %

Milchtyp 102

Körper 107

Fundament 112

Euter 121

RZS 101

Si. 72%

RZD 100 Si. 64%

RZR

Bulle Töchter

Befruchtung **

Kalbeverlauf 111

Kälberverluste 95

RZN 103

RZG 124

RZM 124

RZE 110

Si. 32%

Tö. 63 Betr. 41 Si. 86%

1. Lakt.

Milch-kg 6628 + 1246

Fett-% 4,45 - 0,22

Fett-kg 294 + 41

Eiw.-% 3,60 - 0,05

Eiw.-kg 238 + 41

Tö. 45 Betr. 28 Si. %

Milchtyp 126

Körper 105

Fundament 106

Euter 108

RZS 100

Si. 67%

RZD 114 Si. 53%

RZR 102

Bulle Töchter

Befruchtung **

Kalbeverlauf 102

Kälberverluste 100

RZN 105

Si. 28%

Si. 33%

65


66

BULLENSEITEN

RZG 125

RZM 116

Tö. 71 Betr. 47 Si. 77%

100 Tg

Milch-kg 2345 + 346

Fett-% 4,72 + 0,30

Fett-kg 110 + 39

Eiw.-% 3,57 + 0,24

Eiw.-kg 83 + 30

RZE 111

Tö. 41 Betr. 26 Si. 74%

Milchtyp 97

Körper 104

Fundament 114

Euter 103

RZS 115

RZD 94 Si. 50%

RZR

Bulle Töchter

Befruchtung **

Kalbeverlauf 105

Kälberverluste 98

RZN 111

RZG 136

RZM 116

Si. 31%

Tö. 39 Betr. 32 Si. 82%

1. Lakt.

Milch-kg 6254 + 730

Fett-% 4,07 - 0,28

Fett-kg 254 + 11

Eiw.-% 3,47 + 0,06

Eiw.-kg 217 + 29

RZE 120

Tö. 20 Betr. 16 Si. %

DN-Typ 107

Körper 119

Fundament 112

Euter 116

RZS 120

RZD

RZR

RZN 108

Si. 65%

Bulle Töchter

Befruchtung **

Kalbeverlauf 112

Kälberverluste 98

Si. 10%

ELEDO

geb.: 29.11.2002

Zü.: C. J. Paulsen-Schlüter,

Tolk

Bes.: RSH

Rind im Bild 2/2008

VALEDO 10.592940

AVA

(3) 86 VG

DE 01.11983715

1/1 LA 8666 4,05 351 3,75 325

Fett-Eiweiß-%

Fundamente

Blutführung

10.596819

TV

Motor 25.023216

Rio DE 12.70202005

KOM LEADER 10.297375

Vea DE 01.10007530

4/3 LA 7026 3,91 275 3,60 253

v. Hau

Standardisierte Zuchtwerte

Merkmal Extrem

88


100


112


124

▼ Extrem

Größe klein 100 groß

Milchcharakter derb 97 scharf/edel

Körpertiefe wenig 99 viel

Stärke schwach 102 stark

Beckenneigung ansteigend 104 abfallend

Beckenbreite schmal 107 breit

Hinterbeinwinkel. steil 94 gewinkelt

Klauen fl ach 112 hoch

Sprunggelenk derb 101 trocken

Hinterbeinstellung hackeneng 121 parallel

Bewegung lahm 103 gut

Hintereuterhöhe tief 108 hoch

Zentralband schwach 102 stark

Strichplatzierung vorn außen 94 innen

Strichplatzierung hinten außen 95 innen

Vordereuteraufh. lose 103 fest

Eutertiefe tief 100 hoch

Strichlänge kurz 99 lang

RUDOLF DN

geb.: 03.02.2001

Zü.: Holland

Bes.: RSH


ROZAX DN 10.297524

Eiweiß

Bemuskelung

Allrounder


KATRIEN 345 NL 01.59604812

(3) 90 EX

5/4 LA 9833 4,08 401 3,52 346

HL 10907 4,27 466 3,38 369

„Gofy“, U. Schröder, Beidenfl eth

Standardisierte Zuchtwerte

Merkmal Extrem

88


100


112


124

▼ Extrem

Größe klein 117 groß

Milchcharakter derb 96 scharf/edel

Körpertiefe wenig 103 viel

Stärke schwach 114 stark

Beckenneigung ansteigend 101 abfallend

Beckenbreite schmal 102 breit

Hinterbeinwinkel. steil 90 gewinkelt

Klauen fl ach 101 hoch

Sprunggelenk derb 101 trocken

Hinterbeinstellung hackeneng 116 parallel

Bewegung lahm 103 gut

Hintereuterhöhe tief 116 hoch

Zentralband schwach 111 stark

Strichplatzierung vorn außen 104 innen

Strichplatzierung hinten außen 108 innen

Vordereuteraufh. lose 109 fest

Eutertiefe tief 113 hoch

Strichlänge kurz 98 lang


10.595607


Ajax 10.891902

Roza 143 NL 05.10227506

LANGEMAAT 41.964499

Katrien

(3) 86 VG

NL 04.62663816

5/5 LA 8070 3,62 292 3,22 260

v. Erik 1 ET


Schwarzbunt

Zukauf-Vererber und Restportionen

Name CV / TV Hb-Nr. Vater M-kg F-% F-kg E-% E-kg RZM Si% RZS RZE M-Typ Körper Fund Euter RZR RZG Preis

Aramis TV 802529 Aaron +2549 -0,54 +46 -0,23 +63 127 92 112 110 114 102 99 114 112 123 15,00 €

Augustine TV 505579 Lantz-ET +2265 -0,75 +14 -0,16 +61 121 75 110 114 111 108 103 115 97 122 29,00 €

Baxter 2 TV 505854 Blitz +1853 -0,24 +52 -0,29 +34 111 72 105 134 119 123 123 123 98 126 36,00 €

Best TV 505395 Wade + 899 +0,05 +42 +0,09 +39 114 98 86 129 111 114 116 126 87 117 24,00 €

Bolton TV 505807 Hershel ET +2168 -0,26 +62 -0,18 +55 125 73 107 134 120 115 115 133 86 130 45,00 €

Bormio TV 505162 Bellwood +1395 -0,15 +42 -0,13 +35 111 99 101 106 104 106 95 109 120 115 25,00 €

Bruce ET TV 505084 Jabot + 885 -0,41 - 1 +0,01 +31 103 99 116 109 106 113 98 109 93 109 12,00 €

Buckeye TV 503857 Marshall +1983 -0,38 +42 -0,18 +50 119 71 113 131 106 115 118 128 102 131 37,00 €

Canvas RF TV 501914 Sparta +2628 -0,28 +77 -0,09 80 141 80 91 104 106 96 106 104 80 131 24,00 €

Champion TV 505223 Rudolph +1883 -0,43 +33 -0,19 45 115 99 115 123 134 127 109 110 98 123 23,00 €

Crest TV 505658 Lantz-ET +1817 +0,38 +36 -0,08 +54 121 69 109 120 99 113 105 123 88 123 25,00 €

Darling TV 505548 Winchester +1255 -0,33 +20 -0,08 +35 108 75 111 111 105 95 105 116 104 116 18,00 €

Desire TV 505656 Emerson + 942 -0,43 - 1 -0,03 29 102 79 99 120 112 116 108 117 93 106 21,00 €

Digman TV 505802 BW Marshall +1056 -0,28 +17 -0,15 22 100 72 115 127 103 120 111 126 102 111 19,00 €

Dolman TV 503878 Marshall +1472 -0,31 +30 -0,14 37 110 75 108 134 114 123 121 126 101 120 35,00 €

Elway TV 505429 Formation +1277 -0,71 -16 -0,15 +29 99 98 109 118 101 118 103 119 111 113 16,00 €

Encino TV 505679 BW Marshall +1878 -0,27 +50 -0,11 53 122 71 116 125 116 116 118 115 103 129 30,00 €

Fibrax TV 505974 Step +1139 -0,12 +36 +0,05 44 116 69 101 124 101 110 115 124 109 123 25,00 €

Final Cut TV 503876 Inquirer + 876 +0,02 +37 -0,18 14 98 82 119 128 129 110 110 128 95 110 32,00 €

Ford TV 505089 Juror +1066 -0,12 +33 -0,07 +30 107 99 124 124 103 123 110 119 100 120 29,00 €

Frasier 505880 Manat +1195 -0,08 +41 +0,02 43 116 70 104 124 122 122 101 122 83 118 22,00 €

Gavor TV 505962 Champion +2258 -0,57 +32 -0,07 +69 129 73 109 132 131 119 115 125 88 134 35,00 €

Gilles TV 505856 Marshal ET +1519 +0,03 +65 +0,04 +56 127 72 104 118 123 113 98 119 87 126 20,00 €

Goldwin TV 503839 James +1023 +0,14 +55 +0,02 37 115 83 128 142 124 111 128 138 102 133 75,00 €

Hosea TV 505605 Mtoto + 991 -0,18 +24 -0,17 18 98 76 120 122 102 103 115 123 107 120 19,00 €

Intruder TV 503884 Hershel +2238 -0,50 +39 -0,27 +48 117 77 91 126 109 119 119 118 69 114 26,00 €

Jackman TV 503822 Durham + 791 -0,42 - 6 -0,04 23 98 80 105 126 115 108 114 126 101 111 19,00 €

Jocko Besn TV 504921 Besne Buck +2044 -0,49 +33 -0,05 +65 127 99 95 126 112 114 123 116 91 130 25,00 €

Laurin TV 505906 Marshall +1718 -0,26 +45 -0,19 40 114 67 115 134 133 120 120 123 94 124 49,00 €

Lightning RF TV 501529 Labelle + 828 -0,31 + 6 +0,09 +36 108 99 95 113 100 106 117 106 101 113 15,00 €

Marsh 2 TV 505759 Marshall ET +1362 -0,15 +42 -0,10 37 112 78 115 121 103 106 112 123 100 124 21,00 €

Mr. Burns RF TV 503914 Markim +1470 -0,31 +30 +0,02 52 120 73 97 131 123 113 119 125 105 124 39,00 €

Murphy ET TV 505505 Manfred-ET +2070 -0,40 +43 -0,14 57 123 84 107 109 91 94 119 106 100 125 19,00 €

Pagewire TV 503915 Inquirer +1792 -0,32 +42 -0,06 55 122 80 101 124 130 108 106 124 99 131 32,00 €

Ramos TV 253642 Rudolph +1082 -0,06 +39 +0,00 +37 112 99 137 123 101 97 125 121 121 144 49,00 €

Roumare TV 505811 Jocko Besn +1124 -0,01 +46 +0,09 47 119 68 112 142 110 126 123 137 89 133 60,00 €

Sharky TV 505735 Brett +1768 -0,26 +46 -0,07 +53 122 72 111 114 106 98 107 118 96 122 24,00 €

Sidney TV 503937 Lheros +1662 -0,26 +42 +0,01 +58 124 76 103 116 115 111 104 114 101 127 36,00 €

Smarty TV 503790 Marty + 781 +0,01 +33 -0,08 20 101 94 109 97 100 82 92 110 105 102 18,00 €

Snow-man TV 503886 Allen +1016 -0,52 - 7 -0,07 28 101 78 88 125 113 118 113 120 89 104 24,00 €

Spartacus TV 506025 Outside +2303 -0,29 +63 -0,24 53 123 69 102 116 108 98 109 118 100 128 27,00 €

Stol Joc TV 505973 Jocko Besn +1842 -0,38 +38 +0,03 66 128 70 104 122 112 119 115 112 99 130 28,00 €

Throne TV 505212 Formation +1166 -0,57 - 6 -0,08 32 103 99 104 123 94 115 114 124 111 119 24,00 €

Toystory TV 505725 BW Marhall +1658 -0,20 +48 -0,14 43 116 73 104 130 114 116 109 132 100 124 36,00 €

Virzil 505888 Ford 1202 -0,33 18 0,03 44 113 69 106 124 100 120 118 117 99 120 35,00 €

Watha TV 500329 Durham 1371 -0,38 20 0,01 48 116 73 101 121 120 109 103 122 102 122 25,00 €

Wildman TV 505701 BW Marshall 2052 -0,44 39 - 0,2 49 118 71 103 128 116 118 114 123 94 119 32,00 €

Zenith TV 505319 Durham +1143 -0,08 +40 -0,05 34 110 98 123 124 124 109 105 127 102 125 29,00 €

Zesty

Rotbunt

TV 505755 BW Marshall +1680 -0,37 +33 -0,06 52 119 74 109 123 106 118 116 115 97 128 32,00 €

Name CV / TV Hb-Nr. Vater M-kg F-% F-kg E-% E-kg RZM Si% RZS RZE M-Typ Körper Fund Euter RZR RZG Preis

Altivo 297918 Stadel +1013 -0,34 +15 +0,03 +37 111 70 114 109 100 107 105 107 106 118 22,00 €

Devil TV 297924 Las Vegas +1723 -0,13 +61 -0,03 +56 127 78 105 125 99 119 111 124 92 129 19,00 €

Dominator TV 297686 Stadel + 581 -0,07 +19 +0,04 +23 103 94 108 119 89 105 112 123 107 116 22,00 €

Elayo TV 297865 Stadel +1490 -0,28 +39 -0,08 +44 117 73 108 124 107 107 114 124 90 122 27,00 €

Falada TV 916255 Faber + 869 -0,33 +10 -0,02 +28 104 93 99 116 107 109 113 111 96 109 20,00 €

Glacier Red TV 297657 Rubens + 959 -0,23 +22 -0,04 +30 107 80 107 122 124 101 105 126 87 110 23,00 €

Jasser TV 922049 Jaromir + 988 +0,14 +53 -0,10 +26 109 91 103 116 111 100 114 114 94 111 17,00 €

Jerom TV 297590 Clor +1099 -0,36 +16 -0,16 +24 103 99 87 113 93 127 113 99 98 101 15,00 €

Jorden TV 297883 Jerom + 506 -0,06 +17 +0,06 +22 102 79 104 111 103 114 105 107 105 105 20,00 €

Jordan Red TV 297677 Phideuax + 754 +0,06 +37 -0,06 +21 104 99 87 120 109 116 105 120 103 107 27,00 €

Laroso TV 921990 Lentini + 503 -0,44 -12 +0,05 +21 98 95 108 119 111 113 107 117 94 103 18,00 €

Lawn Boy TV 297913 +1177 -0,43 +14 -0,05 +36 109 74 104 124 90 105 112 132 112 126 49,00 €

Leikos TV 915454 Lentini +1508 -0,47 +23 -0,16 +37 111 93 94 109 120 90 100 114 93 110 17,50 €

Lypoll Pp TV 916401 Lyon Red +1556 -0,25 +44 -0,20 +35 113 92 114 125 106 112 116 122 119 18,00 €

Ludox TV 915040 Lucky-Red +1633 -0,01 +68 -0,12 +45 122 99 96 117 114 124 115 103 97 123 20,00 €

Origin TV 912090 Oregon - 456 +0,78 +34 +0,22 - 1 93 99 113 108 920 101 97 117 107 103 17,50 €

Ralstorm RF 505966 Storm + 500 +0,15 +34 +0,06 +22 103 72 121 125 108 108 122 119 105 120 27,00 €

Vince TV 926213 Cadon +2025 -0,38 +51 -0,25 +46 119 93 91 126 127 99 128 116 100 125 20,00 €

Rotbunt DN

Name CV / TV Hb-Nr. Vater M-kg F-% F-kg E-% E-kg RZM Si% RZS RZE M-Typ Körper Fund Euter RZR RZG Preis

Matthijs 297886 Manuel DN + 389 +0,05 +20 +0,18 +26 116 77 111 107 91 110 114 101 122 120 21,00 €

Rolin TV 593088 Roel + 274 +0,04 +14 +0,11 +17 110 97 97 103 108 101 97 104 142 114 10,00 €

Tonnywan TV 594986 Tajax -84 +0,37 +20 +0,21 +10 107 90 90 103 103 99 101 104 135 117 2,50 €

Angler

Name CV / TV Hb-Nr. Vater M-kg F-% F-kg E-% E-kg RZM Si% RZS RZE M-Typ Körper Fund Euter RZR RZG Preis

Catom TV 595911 Belltom RF +1442 -0,52 +25 -0,03 +50 130 95 95 111 104 99 112 106 90 119 21,00 €

K Lens TV 598016 Sköle + 964 -0,01 +45 +0,05 +39 123 76 110 95 85 92 92 105 118 122 22,00 €

Orraryd TV 596823 Backgard +1548 -0,40 +39 +0,02 +59 136 95 103 109 101 89 110 110 111 138 17,00 €

Peterslund TV 597199 T-Bruno + 825 -0,02 +38 +0,08 +37 121 87 107 99 94 89 107 97 122 127 27,00 €

R Bahama TV 597977 T Fjembe +1204 -0,36 +28 -0,12 +35 120 77 100 106 94 101 102 107 104 122 20,00 €

R David TV 598133 Fyn Aks +1617 -0,52 +33 -0,18 +44 126 76 100 106 86 100 105 106 124 126 20,00 €

Walter TV 592964 Ingemar - 163 -0,19 -21 +0,19 + 7 101 96 117 111 98 84 117 108 117 120 2,50 €

Rind im Bild 2/2008

BULLEN

Preise ab 01.05.2008

67


vormals:

Hallen- und Stahlbau Nord

HallenBau für die Landwirtschaft

Ihr Stall- oder HallenNeubau setzt unternehmerische Ziele auf dem

Weg zur Existenzsicherung! Eine so langfristig angelegte Investition

braucht einen professionellen Partner.

Wir setzen unsere gesamte Fachkompetenz und jahrzehntelange

Erfahrung ein, um gemeinsam mit Ihnen die beste Lösung zu

erarbeiten. Die wichtigsten VORTEILE:

> Individuelle Planung - keine Halle „von der Stange“

> Kurze Bauzeit - schnelle Nutzungsmöglichkeit

> Kostengünstig - hochwertige Materialien zum guten Preis

> Vor-Ort-Service - um Sie zu entlasten

Unverbindliche Informationen und Beratung unter:

04847 801-0

Rufen Sie JETZT an!

team hallenbau GmbH & Co. KG Bi de School 1 25885 Ahrenviöl

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine