RZR - Rinderzucht Schleswig-Holstein e.G.

rsheg

RZR - Rinderzucht Schleswig-Holstein e.G.

ZKZ 30665

Ausgabe 1/2009 • 1. Vierteljahr

Rind im Bild

Mitteilungsorgan der Rinderzucht Schleswig-Holstein eG und des Landeskontrollverbandes Schleswig-Holstein e.V.


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Ihre Anprechpartner: Marco Falk · Mobil: 0171/6 81 69 91 und Nils Butenschön · Mobil: 0171/2 27 06 66

Rinderzucht Schleswig-Holstein eG | Rendsburger Straße 178 | D-24537 Neumünster | Tel. +49 (0)4321 / 905-300 | Fax +49 (0)4321 / 905-395 & -396 | E-Mail rsheG@rsheG.de


Liebe Mitglieder,

„Der Bauer ist kein Spielzeug“ mahnte Adelbert von Chamisso zu Beginn des 19. Jahrhunderts

in einem Gedicht, in dem ein Riesenkind einen seinen Acker pflügenden Bauern mit

seinem Gespann als Spielzeug auf eine Burg mitnimmt. Die Riesen gibt es nur im Märchen.

Doch auf den Bauern wirken heute riesige Kräfte. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts wird die

Landwirtschaft zum Spielball weltweiter Einflüsse. Das zwar nicht zufriedenstellende, aber

relativ sichere und kalkulierbare Netz der EU-Regelungen wird löcheriger mit guten und

schlechten Auswirkungen. Globale Marktentwicklungen wirken sich zunehmend auch auf

die Mitglieder des Landeskontrollverbandes Schleswig-Holstein e. V. aus.

Vor gut einem Jahr erreichte der Milchauszahlungspreis ein Niveau, von dem vor zwei Jahren

noch niemand zu träumen wagte, weil Milch und Milchprodukte aufgrund von ungünstigen

Produktionsbedingungen auf anderen Kontinenten auf dem Weltmarkt knapp waren. Die

Fachleute warnten schon damals vor einer Euphorie. Inzwischen befindet sich der Milchpreis

in einer Abwärtsspirale. Die Milcherzeugung stieg weltweit wieder an, und die Nachfrage

ging zurück, weil die Verbraucher aufgrund der gestiegenen Preise weniger Milchprodukte

kauften. So herrscht in der EU trotz der Milchquote wieder Preisdruck. Im Hinblick auf das

Auslaufen der Milchquote im Jahre 2015 wird sie laufend erhöht, damit die Milcherzeuger

sich auf den Übergang von der begrenzten auf die mögliche unbegrenzte Produktion einstellen

können. Dadurch ist zukünftig, wie bereits im letzten Jahr geschehen, mit entsprechend

der Nachfrage am Weltmarkt stark schwankenden Milchpreisen zu rechnen.

Unter solchen Voraussetzungen ist daran zu erinnern, dass eine gute Produktionstechnik die

Basis des Betriebserfolges ist. Wer kostengünstiger produziert, hat Vorteile gegenüber anderen

Betrieben. Die schleswig-holsteinischen Milchproduzenten unterstreichen ihre Leistungsfähigkeit

z. B. dadurch, dass sie ihren Betriebszweig ausweiten und neue Möglichkeiten des

Quotenerwerbs aus anderen Bundesländern nutzen. Seit der Einführung des Länder übergreifenden

Quotenhandels vor eineinhalb Jahren wurden zusätzliche Milchquoten für ca.

10.000 Kühe erworben. Das macht sich bemerkbar beim Umfang der Milchleistungsprüfung

(MLP), bei der Nachfrage nach Zuchtvieh und durch zusätzliche Besamungen, also positiven

Entwicklungen beim Landeskontrollverband und der Rinderzucht Schleswig-Holstein eG. Die

Durchschnittsgröße der Herden in der MLP ist z. B. in den letzten beiden Jahren um 13,5 %

auf 74 Kühe/Betrieb angestiegen. Eine höhere Zahl an Kühen in der MLP gab es zuletzt zu

Beginn des Jahres 2004.

Doch Größenwachstum bringt allein noch keine zusätzliche Rentabilität. Die Produktionstechnik

darf darunter nicht leiden. Es ist ganz offensichtlich, dass nicht mehr so stark selektiert

wird. Es gab im Prüfjahr 2008 keinen Leistungsfortschritt, und der Milchzellgehalt liegt

auf dem Niveau von 2007 und höher als 2006. Auffällig ist dabei der seit dem letzten Winter

deutlich unter dem Vorjahresniveau liegende Milchharnstoffgehalt, der wahrscheinlich auf

eine Verringerung des Kraftfuttereinsatzes zurückzuführen ist.

Ein wesentlicher Kostenfaktor bei der Milchproduktion sind die Aufzuchtkosten für die Nachzucht.

Um sie in einem Vergleich von Kühen einfließen zu lassen, hat der LKV die neue Information

Lebenseffektivität (= Leistung je Lebenstag) eingeführt. Eine kurze Aufzuchtphase und

eine lange Nutzungsdauer der Kühe steigern die Rentabilität der Milchproduktion und werden

in einem höheren Wert für die Lebenseffektivität deutlich – unabhängig vom Milchpreis.

Es gilt daher, den Betriebserfolg über eine ausgefeilte Produktionstechnik zu verbessern. Der

Landeskontrollverband steht dabei an der Seite der Milcherzeuger und stellt die wichtigen

Informationen für ein erfolgreiches Herdenmanagement zu Verfügung. Möge Ihnen, liebe

Mitglieder, dieses gelingen. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Milchproduktion!

Eckhard Marxen Gerd Schulz

Vorsitzender Geschäftsführer

Rind im Bild 1/2009

Inhalt

INHALT

Termine 4

Top Thema 5

Milchpotentialanalyse 5

RSH eG 8

Wahlen Vertreter und Ersatzvertreter FL 8

Erläuterung zur Bilanz 9

LKV 14

Aus den Rasseabteilungen 18

Angler 18

Fleischrinder 19

Früher und Heute 24

Jungzüchter 26

Für Sie gelesen 28

Personalien 31

Zucht/Besamung 34

Fruchtbarkeitsseminar 34

100.000 Liter Kühe 42

Zuchtwertschätzung Januar 44

Bullenväter 48

Bullenseiten 51

Testbullen 57

Titelbild:

Datenerfassung bei der

Milchleistungsprüfung

unter Einsatz des

Ezi-Scanners in

Schleswig-Holstein

Foto:

Svenja Springmann, LKV

3


4

TERMINE

Auktionstermine 2009

Schwarzbunt/Rotbunt

19. März 2009 Neumünster

16. April 2009 Neumünster

11. Juni 2009 Neumünster

20. Aug. 2009 Neumünster

Terminkalender

24. Sept. 2009 Neumünster

15. Okt. 2009 Neumünster

12. Nov. 2009 Neumünster

10. Dez. 2009 Neumünster

Für alle Auktionen gilt Status nach BHV1-Bundes VO BVD/MD:

alle Auktionstiere sind antigen-negativ oder stammen aus unverdächtigen Beständen

05. März. 2009 Meldeschluss für Herdbuchkuhbewertung im April

Schwarzbunt – Rotbunt – Angler

Veranstaltungskalender

Schwarzbunt – Rotbunt – Angler – Fleischrinder

07.03.2009 SRB-Schau in Buchloe

11.03.2009 Excellent-Schau in Leer, VOSt.

15.03.2009 RBW-Schau in Ilshofen

17.03.2009 Sunrise Sale, Karow

18.03.2009 Rind aktuell, Karow, RMV

05.04.2009 Jungzüchterschau RD-ECK in Gnutz

26.04.2009 Landesjungzüchterschau

02.05.2009 Galloway Open, Hessenhalle Alsfeld

06.05.2009 Fleischrinderfärsenauktion, Groß Kreutz

09.06.2009 Abendschau Angler

17./18.06.2009 DHV-Schau in Oldenburg

26.06.2009 Bundesrasseschau Angus, Rodenbach

10.-13.07.2009 Tarmstedter Ausstellung

03.-06.09.2009 Landesfleischrinderschau NORLA, Rendsburg

06.09.2009 Landesfleischrinderschau, Rendsburg

22.10.2009 RUW-Schau in Hamm

28./29.10.2009 Sächsische Holsteintage, Masterrind

19.11.2009 Blickpunkt Rind, Paaren/Glien (RBB)

23.11.2009 Elite-Auktion, Hamm (DHV)

02.12.2009 Jahreshauptversammlung der Jungzüchter

11.12.2009 Nikolausschau, Stendal, RSA

Kreisjungzüchterschau in Gnutz

Veranstaltet von den Kreisvereinen der Rot- und Schwarzbuntzüchter im

Kreis Rendsburg-Eckernförde am Sonntag, den 5. April 2009 um 10.00 Uhr in Gnutz.

Delegiertenversammlung 2009

Die Delegiertenversammlung 2009 findet am Donnerstag, 12.03. – wie gehabt –

in den Räumlichkeiten der Holstenhalle statt.

Einladung mitsamt Tagesordnung und Anlagen, wie Jahresabschluss und Informationen zu

Satzungsänderungen, werden bis spätestens 14 Tage vor Beginn der Sitzung rechtzeitig an die

Delegierten versandt. Zu diesem Zeitpunkt wird der Geschäftsbericht, der die Einladung und

Tagesordnung zur Delegiertenversammlung 2009 enthält, auf der Homepage der Rinderzucht

Schleswig-Holstein eG einzusehen sein.

Rind im Bild 1/2009

IMPRESSUM

„Rind im Bild“, 18. Jahrgang, Nr. 1/2009

Mitteilungsorgan der Rinderzucht Schleswig-Holstein eG

u. des Landeskontrollverbandes Schleswig-Holstein e.V.

„Rind im Bild“ soll die Rinderzüchter und -halter in

Schleswig-Holstein über die laufende Entwicklung in

Zucht, Besamung, Absatz sowie der Milchleistungsprüfung

informieren.

Verlag und Herausgeber:

„Rind im Bild“

Rendsburger Str. 178

D-24537 Neumünster

E-mail: redaktion@rsheg.de

Telefon 04321/905300

Fax 04321/905396

Internet: www.rsheg.de · www.angler-rind.de

Bankverbindung: VR Bank Flensburg-Schleswig

(BLZ 216.617.19), Kto.-Nr. 417 220

„Rind im Bild“ wird herausgegeben von:

Der RSH eG mit folgenden Abteilungen:

Matthias Leisen

Abt. Besamung/Vermarktung/

Herdbuch

Telefon 04321/905351

Dr. Heiner Kahle

Abt. Schwarzbunte Schleswig-Holsteiner

Telefon 04321/905301

Günter Koch

Abt. Rotbunte Schleswig-Holsteiner

Telefon 04321/905303

Claus-Peter Tordsen

Abt. Angler

Telefon 04321/905359

Claus Henningsen

Abt. Fleischrinder

Telefon 04321/905305

Landeskontrollverband Schleswig-Holstein e. V. ,

Gerd Schulz

Steenbeker Weg 151

D-24106 Kiel

Telefon: 0431/339870

Fax: 0431/3398713

E-Mail: info@lkv-sh.de

Redakt. Schriftleitung:

Ann-Kathrin Hamdorf

Rendsburger Str. 178

D-24537 Neumünster

Erscheinungsweise: Viermal im Jahr

Auflage 9.000 Exemplare

Anzeigenverwaltung: „Rind im Bild“

Rendsburger Str. 178

D-24537 Neumünster

Telefon 04321/905300

Fax 04321/905396

Preisliste Nr. 9 vom 01. September 2001

Anzeigenschluss Nr. 1 am 15. Januar,

Nr. 2 am 15. April,

Nr. 3 am 15. August,

Nr. 4 am 15. November

Satz und Layout:

bdrops GmbH Werbeagentur

Werftbahnstr. 8 · D-24143 Kiel

Telefon 0431/70 28 170

Fax 0431/70 28 171

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Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und fotomechanische

Wiedergabe - auch auszugsweise - nur mit Genehmigung

des Verlages gestattet.


Gutachten Milchpotentialanalyse

zu Wachstum und Wachstumshemmnisse

Ist-Analyse

in Schleswig-Holstein

Einleitung

In Schleswig-Holstein ist eine große Bereitschaft

zur Ausdehnung der Milcherzeugung vorhanden,

wie die vergangenen Termine der Milchquotenbörse

gezeigt haben. Weitere Aufstockungen der

Milchquote sind durch den Ratskompromiss zum

Health Check vom 20. November 2008 beschlossen

worden.

Vor diesem Hintergrund ist vom Ministerium ein

Gutachten zur Analyse des Milcherzeugungspotentials

in Schleswig-Holstein in Auftrag gegeben worden.

Das Gutachten wurde vom Informations- und

Forschungszentrum für Ernährungswirtschaft e.V.

(ife) in Kiel erstellt und soll einen Beitrag zur Einschätzung

des zukünftigen Milcherzeugungspotentials

in Schleswig-Holstein leisten.

Die Ergebnisse sind bedeutsam für die zukünftige

Politikausrichtung auf dem Weg zu einem Milchquotenausstieg

2015. Analysiert wurden dabei

insbesondere die natürlichen, wirtschaftlichen und

rechtlichen Rahmenbedingungen und begrenzenden

Faktoren der Milcherzeugung in Schleswig-Holstein.

Bestandteil des Gutachtens ist auch eine Milcherzeugerbefragung,

die vom ife mit Unterstützung des

Landeskontrollverbandes durchgeführt wurde.

Ist-Analyse

Seit Beginn des bundesländerübergreifenden Milchquotenhandels

im Juli 2007 kommt es zu deutlichen

Milchquotenzuwächsen in Schleswig-Holstein (vgl.

Abb. 1).

Zusammen mit den Milchquotenerhöhungen als

Folge der Mid-Term-Review erhöhte sich die Milchquote

in Schleswig-Holstein im Milchquotenjahr

2007/08 um +2,3 Prozent und im Jahr 2008/09 um

+4,3 %. Auch für das Milchquotenjahr 2009/10 ist

von einer Erhöhung um mindestens +2,8 bis 4,6

Prozent auszugehen. Allein in diesen drei Jahren

erhöhte sich kakulativ die ursprüngliche Milchquotenmenge

Schleswig-Holsteins von 2,3 Mrd. kg um

220 bis 270 Mio. kg auf dann 2,5 bis 2,6 Mrd. kg.

Potentialanalyse:

Bei linearer Fortschreibung der bisherigen Produktivitätssteigerungen

ergeben sich Milchleistungen

November 2008 beschlossen worden. Vor diesem Hintergrund ist vom Ministerium e

Gutachten zur Analyse des Milcherzeugungspotentials in Schleswig-Holstein in Auftr

gegeben worden. Das Gutachten wurde vom Informations- und Forschungszentrum f

Ernährungswirtschaft e.V. (ife) in Kiel erstellt und soll einen Beitrag TOP-THEMA zur Einschätzung d

zukünftigen Milcherzeugungspotentials in Schleswig-Holstein leisten. Die Ergebnisse sin

bedeutsam für die zukünftige Politikausrichtung auf dem Weg zu einem Milchquotenaussti

2015. Analysiert wurden dabei insbesondere die natürlichen, wirtschaftlichen und rechtlich

Rahmenbedingungen und begrenzenden Faktoren der Milcherzeugung in Schleswig-Holstei

Bestandteil des Gutachtens ist auch eine Milcherzeugerbefragung, die vom ife m

Unterstützung des Landeskontrollverbandes durchgeführt wurde.

Seit Beginn des bundesländerübergreifenden Milchquotenhandels im Juli 2007 kommt es z

deutlichen Milchquotenzuwächsen in Schleswig-Holstein (vgl. Abb. 1).

Abbildung 1: Milchquotensalden der Übertragungsgebiete nach Übertragungsstellen

vom Abbildung 01.07.2007 1: Milchquotensalden bis 02.11.2008 der Übertragungsgebiete

nach Übertragungsstellen vom 01.07.2007 bis 02.11.2008

in Tonnen Milchquote

100.000

80.000

60.000

40.000

20.000

0

-20.000

-40.000

-60.000

Quelle: MLUR, November 2008

SH* NI/SH BW BY NW HE RP

Demgegenüber gibt es durch die Düngemittelverordnung,

die eine Grenze von 170 kg Stickstoff aus

Wirtschaftsdünger (Viehhaltung) je ha vorsieht,

Grenzen. Im Rahmen des Gutachtens wurden auf

Basis des bisherigen Milchmengenwachstums

Wachstumsregionen auf Gemeindeebene bzw.

Unternaturraumebene identifiziert. Es wurde unterstellt,

dass es dort auch weiterhin zu Wachstum

kommt.

Unterstellt man auch in den Nicht-Wachstumsregionen

die gleichen Milchleistungssteigerungen wie

in den Wachstumsregionen unter Ausschöpfung der

Düngeverordnungsgrenzen in den Wachstumsregi-

Rind im Bild 1/2009

Milchquotenbörsentermine:

01.07.2007

02.11.2007

01.04.2008

01.07.2008

02.11.2008

Übertragungsstellen an der Milchquotenbörse West-Deutschland

von Quelle: rd. 8.800 MLUR, kg je Kuh November und Jahr im 2008 Jahr 2020 in onen kann sich die Milchmenge in Schleswig-Hol-

Schleswig-Holstein. Das Szenario „Trendfortschreistein auf rd. 4,0 Mrd. kg Milch (bzw. +1,7 Mrd. kg)

bung Milchleistung“ ergab im Jahr 2020 eine um bis zum Jahr 2020 erhöhen. Dieses Extremszenario

614 Zusammen Mio. kg erhöhte mit den Milcherzeugungsmenge.

Milchquotenerhöhungen ist als in Abbildung Folge der 2 dargestellt. Mid-Term-Review Dies würde einer erhöhte Er- sich d

Die Milchquote Analyse der in Schleswig-Holstein Bestimmungsfaktoren für im die Milchquotenjahr höhung der gegenwärtigen 2007/08 um Milcherzeugungsmenge

+2,3 Prozent und im Ja

Begrenzung der Milcherzeugung in Schleswig- im Jahr 2007 um 74 % entsprechen. Um diese Po-

Holstein zeigt, dass weder die Einschränkung tentiale zu erschließen, müssten die Milcherzeuger

beim Grünlandumbruch noch die Begrenzung der in den Wachstumsregionen (rot schraffierte Fläche

Flächennutzung durch Vertragsnaturschutz eine Be- in Abb. 2) deutlich mehr Kühe melken als bisher und

grenzung für die Ausdehnung der Milcherzeugung die Milchleistung müsste sich gegenüber 2007 im

in der Zukunft bedeuten würde.

Durchschnitt um 30 % erhöhen.

Je nach Szenariorechnung bedeutet dies mögliche

jährliche Wachstumsraten der Milcherzeugung in

Schleswig-Holstein in Höhe von 2 bis 5 Prozent bis

2020.

Die Molkereiwirtschaft in Schleswig-Holstein verarbeitet

zur Zeit von rd. 2,3 Mrd. kg Milch weniger

als 50 % im Lande zu Milchprodukten mit höherer

Wertschöpfung.

Etwa 300 bis 400 Mio. kg werden in benachbarten

Bundesländern verarbeitet und rd. 1 Mrd. kg

Rohmilch werden als Versandprodukte (Magermilchkonzentrat,

Rahm) in andere Bundesländer

oder in das benachbarte EU-Ausland versendet.

5


6

TOP-THEMA

Abbildung 2: Zukunftsszenario 2020: Potentiale der Milcherzeugung in Schleswig-

Holstein unter Berücksichtigung der Vorgaben der Düngeverordnung

Abbildung 2: Zukunftsszenario 2020: Potentiale der Milcherzeugung

in Schleswig-Holstein unter Berücksichtigung der Vorgaben der Düngeverordnung

Die hohen Wachstumserwartungen der schleswigholsteinischen

Milcherzeuger kam auch dadurch

zum Ausdruck, dass rd. 2/3 der Milcherzeuger die

Erweiterung der Kuhzahl und der Milcherzeugungsmenge

des Betriebes in der Zukunft planen. In den

nächsten 5 Jahren planen sie im Durchschnitt den

Kuhbestand um ca. 20 Kühe (entspricht rd. 150.000

kg Milch je Betrieb) zu erweitern. Von den 1/3 der

Milcherzeuger, die nicht weiterwachen wollen,

wurden folgende Gründe dafür genannt: 1. nicht

vorhandene Hofnachfolge (41%), 2. Zu hohe Arbeitsbelastung

(27%), Flächenknappheit und zu

hohe Pachtpreise (19%), zu geringe Milchpreise

Befragung von 1.390 Milcherzeuger des LKV

(14%).

Dies ist ein wichtiger Bestimmungsgrund für eine Allen teilnehmenden Milcherzeugern sei für die

Im Rahmen des o.g. Gutachtens fand von August bis Oktober 2008 – erstmalig in Schleswigim

Bundesvergleich geringere Wertschöpfung bzw. Bereitschaft den Bogen auszufüllen und zurückzu- Die Auswertung der Befragungsergebnisse zeigte,

Holstein für geringere – Milchpreise. eine Befragung Zukünftig der wird im es wichtig Landeskontrollverband senden gedankt. Nur Schleswig-Holstein so war die für solche Befra- e.V. organisierten

dass 51 % der Milcherzeuger im Rahmen des

Milcherzeuger sein, eine höhere Wertschöpfung zum Betriebswachstum in der Milchverar- und deren Hemmfaktoren statt. Von den 4.141

Mitgliedsbetrieben beitung in Schleswig-Holstein des zu LKV erzielen. haben 1.390 Abbildung Betriebe, 3: also Betriebsgrößenverteilung 33,5 Prozent, den (Anzahl zweieinhalbseitigen

Kühe je Betrieb) in Schleswig-Holstein je nach

Fragebogen zurückgesendet. Insgesamt konnten Datengrundlage: davon Grundgesamtheit 1.351 Fragebögen (SH 2007), im Hinblick LKV Mitgliedsbetriebe auf die (LKV 2008) und LKV Stich-

4

Notwendigkeiten Befragung von 1.390 Milcherzeuger und auch die des Hemmnisse LKV probe (Stichprobe 2008)

im Unternehmenswachstum anonym ausgewertet

Im Rahmen des o.g. Gutachtens fand von August

werden. Die Stichprobe kann sowohl für die Gesamtheit der schleswig-holsteinischen

bis Oktober 2008 – erstmalig in Schleswig-Holstein

SH 2007 LKV 2008 Stichprobe2008

Milcherzeuger als auch für die LKV-Mitgliedsbetriebe 60,0% – die üblicherweise etwas größer als der

– eine Befragung der im Landeskontrollverband

Durchschnitt Schleswig-Holstein in e.V. Schleswig-Holstein organisierten Milcherzeu- sind - als repräsentativ angesehen werden, wie die

Abbildung ger zum Betriebswachstum 3 zeigt. und deren Hemmfak- 50,0%

toren statt. Von den 4.141 Mitgliedsbetrieben des

Abb.3: LKV haben Betriebsgrößenverteilung 1.390 Betriebe, also 33,5 Prozent, den (Anzahl 40,0% Kühe je Betrieb) in Schleswig-Holstein je

nach zweieinhalbseitigen Datengrundlage: Fragebogen Grundgesamtheit zurückgesendet. (SH 2007), LKV Mitgliedsbetriebe (LKV

2008) Insgesamt und konnten LKV davon Stichprobe 1.351 Fragebögen (Stichprobe im 30,0% 2008)

Hinblick auf die Notwendigkeiten und auch die

Hemmnisse im Unternehmenswachstum anonym

20,0%

ausgewertet werden.

Die Stichprobe kann sowohl für die Gesamtheit der

schleswig-holsteinischen Milcherzeuger als auch

für die LKV-Mitgliedsbetriebe – die üblicherweise

etwas größer als der Durchschnitt in Schleswig-

Holstein sind - als repräsentativ angesehen werden,

wie die Abbildung 3 zeigt.

10,0%

0,0%

Rind im Bild 1/2009

Allen teilnehmenden Milcherzeugern sei für die Bereitschaft den Bogen auszufüllen und

zurückzusenden gedankt. Nur so war die für solche Befragungen sehr hohe Rücklaufquote von

3

gungen sehr hohe Rücklaufquote von 32,6 Prozent

erst möglich.

Die bisherige Dynamik der Betriebsentwicklung wird

daran deutlich, dass insgesamt rd. 80 % der Milchviehbetriebe

in den letzten 10 Jahren gewachsen

sind. Laut Befragungsergebnis ist von durchschnittlich

rd. 20 % freien Kuhplatzkapazitäten – die zur

Zeit insbesondere durch Jungvieh belegt sind - je

Betrieb auszugehen. Als Hauptgründe für die Nichtausschöpfung

des Wachstumspotentials in Form

freier Kuhstallplätze gaben rd. 70 % die mit der

Nutzung verbundenen Kosten der zusätzlichen Lieferrechte

(Milchquote) an. Als weitere Hauptgründe

wurde die Flächen- und Arbeitsknappheit sowie die

Notwendigkeit der Unterbringung der Nachzucht

genannt.

1-49 50-99 100-199 200-299 >300

Quelle: ife Forschungszentrum 2008, eigene Berechnung und Darstellung auf Basis der Daten des Landeskontrollverbands

Schleswig-Holstein e.V., Statistikamt Nord, 2008.

Quelle: ife Forschungszentrum 2008, eigene Berechnung und Darstellung auf Basis der Daten

des Landeskontrollverbands Schleswig-Holstein e.V., Statistikamt Nord, 2008.


von frei werdenden Produktionsstätten in der Milcherzeugung auszugehen ist. Die Analyse

zeigte, dass 31 % der heutigen Milcherzeuger keinen Nachfolger haben und weitere 26 %

unsicher über die zukünftige Hofnachfolge sind. Übertragen auf die Grundgesamtheit bedeutet

dies, dass von den z.Zt. bestehenden 5.352 Milcherzeugern allein aus TOP-THEMA

dem Grund mangelnder

Hofnachfolge mindestens 1.700 Betriebe bis maximal 3.000 Betriebe in den nächsten

Jahren/Jahrzehnten aufgeben werden.

Wachstums Investitionen durchführen wollen. Da- Abb. Abbildung 4: Wenn 4: Wenn die Milchquote bald nicht bald mehr nicht existiert, mehr existiert, dann wird die

bei dominiert bei Kuhplatzerhöhungen die Erwei- Flächenknappheit dann wird die Flächenknappheit das Hauptproblem das Hauptproblem im Wachstum im Wachstum sein! sein!

terungsinvestitionen vor den Neubauinvestitionen;

im Fall der Melkstände – die ohnehin geringere "Welches sind die wichtigsten Hemmnisse

Investitionssummen erfordern- überwiegen dagegen

die Neubauinvestitionen. Die zu erwartende

Modernisierung der Betriebe wurde auch darin

bei Erhöhung der Kuhzahl und der

Milchmenge"

deutlich, dass 17 % der Betriebe den Einsatz eines

Melkroboters und 32 % die Einführung eines elektronischen

Tiererkennungssystems planen.

Milchquote

45%

Flächenknappheit

Als Hemmnisse für das einzelbetriebliche Wachstum

gelten in der Reihenfolge der Wichtigkeit

1. die Milchquote, 2. die Flächenknappheit, 3. der Arbeitskräftemangel

Arbeitskräftemangel und 4. die Kapitalknappheit.

Der niedrige Milchpreis als Wachstumshemmnis Kapitalknappheit

wurde erst an 5. Stelle genannt (vgl. Abb. 4). Ihre

Entwicklungschancen sehen die Milcherzeuger

in Schleswig-Holstein hauptsächlich in Aufsto- Niedriger Milchpreis

ckungen, Kostensenkungen und dem Aufbau neuer

Quelle: Eigene Erhebung, 2008.

Betriebszweige im Bereich Bioenergie.

Quelle: Eigene Erhebung, 2008.

Die Befragungsergebnisse zeigen auch, dass in der nachfolge mindestens 1.700 Betriebe bis maximal

Zukunft im Rahmen des Strukturwandels von frei 3.000 Betriebe in den nächsten Jahren/Jahrzehnten

werdenden Produktionsstätten in der Milcherzeu- Handlungsempfehlungen

aufgeben werden.

gung auszugehen ist.

Handlungsempfehlungen

Die Analyse zeigte, dass 31 % der heutigen Mil- Schleswig-Holstein hat ein ausgesprochen hohes

cherzeuger keinen Nachfolger haben und weitere Milcherzeugungspotential. Mit der zukünftigen Er-

26 % unsicher über die zukünftige Hofnachfolge schließung dieses Potentials kann eine deutliche

angewiesen.

sind. Übertragen auf die Grundgesamtheit bedeutet Steigerung der Wertschöpfung der schleswig-

dies, dass von den z.Zt. bestehenden 5.352 Milholsteinischen Landwirtschaft verbunden sein. Die

cherzeugern allein aus dem Grund mangelnder Hof- gesamte Wertschöpfungskette Milch ist dabei auf

178x90 Rind im Bild 20.01.2009 13:57 Uhr Seite 1

BIO-SIL ®

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1a für schwer silierbares Futter

BIO-SIL ® + Sila-fresh:

In der Zukunft ist im Rahmen des Strukturwandels

Schleswig-Holstein hat ein ausgesprochen hohes Milcherzeugungspotential. Mit der

von freiwerdenden Produktionsstätten in der Mil-

zukünftigen Erschließung dieses Potentials kann eine deutliche Steigerung der Wertschöpfung

cherzeugung auszugehen. Die Analyse zeigte, dass

der schleswig-holsteinischen Landwirtschaft verbunden sein. Die gesamte

31 % der heutigen Milcherzeuger keinen Nachfolger

Wertschöpfungskette Milch ist dabei auf Innovationen und Wertschöpfungssteigerung

haben und weitere 26 % unsicher über die Hofnachfolge

sind. Weiterhin ist laut Befragungsergebnis

In der Zukunft ist im Rahmen des Strukturwandels von durchschnittlich von freiwerdenden rd. 20 % freien Produktionsstätten Kuhplatzkapa- in

der Milcherzeugung auszugehen. Die Analyse zeigte, zitäten – dass die zur 31 Zeit % insbesondere der heutigen durch Milcherzeuger

Jungvieh

Rind im Bild 1/2009

20%

25%

36%

34%

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7


8

RSH eG

belegt sind - je Betrieb auszugehen. Es sollte daher

geprüft werden, ob die bisherige Konzentration der

Investitionsförderungen auf Neubauinvestitionen

nicht ergänzt werden sollte um die Förderung von

Erweiterungsinvestitionen. Insbesondere ist bei

einer weitergehenden Förderung darauf zu achten,

dass das vorhandene Altkapital der Milcherzeugung

(z.B. aufgebende Betriebe) entsprechend genutzt

wird. Angesichts der Kapitalknappheit wäre dies

für die Phase der Erschließung des Milcherzeugungspotentials

gesamtwirtschaftlich sinnvoll.

Die Analyse zeigt auch, dass deutlich erhöhte

Milcherzeugungsmengen hohe Anforderungen an

die zukünftige Milchverarbeitung stellen. Diese

ergeben sich daraus, dass längerfristig nur bei Erhöhung

der Wertschöpfung der Milch höhere Milcherzeugungspreise

im Vergleich zu anderen Regionen

möglich sind. Die aktuelle Milchmarktreform

(„Health Check“) setzt genau hier an und sieht eine

verstärkte Förderung in den Bereichen Milcherzeugung,

Milchverarbeitung und Milchvermarktung

vor.

Bei der Ausgestaltung der Förderung ist zu beachten,

dass die Milcherzeugung in Hinblick auf die

Nutzung bzw. Umnutzung vorhandener Ressourcen

gestärkt wird. Verstärkte Anreize zur Unterstützung

von Erweiterungsinvestitionen anstelle der Konzentration

auf Neubauinvestitionen sind zu prüfen.

In der Ausgestaltung der Förderung ist – vor dem

Hintergrund der abstockungs- und aufgebenden

Betriebe - zu prüfen, ob verstärkt Anreize gesetzt

werden sollten, um Produktionsalternativen zur Milcherzeugung

attraktiv zu machen, wie dies bisher

bereits im Rahmen der Förderung der Diversifizierung

erfolgt. Für die gesamte schleswig-holstei-

nische Milchverarbeitung wird eine Konzeption bzw.

ein Masterplan benötigt, damit die vorhandene und

eine zukünftige Förderung zur erhöhten nachhaltigen

Wertschöpfung der Milch beitragen. Ein derartiger

Masterplan sollte auf folgende Punkte eine

Antwort haben:

Wie können Anreize gesetzt werden, um Dichtevorteile

der Milcherzeugung und Milchverarbeitung

(z.B. im Rahmen von Transportkosteneinsparungen)

nutzen zu können?

Welche Anreize müssen gesetzt werden, damit die

schleswig-holsteinische Rohmilch höhere Verwertungen

am Markt erzielt und im Vergleich zu anderen

Regionen höhere Milchpreise für die Milcherzeuger

erzielt werden können?

Wie kann zukünftig mit der erhöhten Volatilität und

dem Preisrisiko in der Wertschöpfungskette Milch

effizient umgegangen werden, damit es nicht zu einseitigen

Belastungen durch Preisrisiken kommt?

Wie kann das Know-How und die Ausbildung im

Bereich Milchverarbeitung gesichert und verstärkt

werden?

Wie können die Exportchancen für schleswig-holsteinische

Milchprodukte verbessert werden?

Welche strategischen Allianzen können zur höheren

Wertschöpfung der Rohmilch in Schleswig-Holstein

beitragen?

Welche Anreize müssen gesetzt werden, damit längerfristig

die Energieeffizienz der gesamten Wertschöpfungskette

Milch verbessert werden kann

(Klimaschutz, Energiekosten)?

Wenn Antworten auf diese Fragen gefunden werden,

Rind im Bild 1/2009

können positive regionale Effekte erwartet werden.

Dazu gehören eine höhere Investitionsbereitschaft,

die Erhöhung der Nachfrage nach Arbeitskräften in

der Milcherzeugung und -verarbeitung, die Kostensenkungen

durch stärkere Kooperationen im Absatz

und in der Vermarktung, die niedrigeren Transportkosten

der Milch, günstigere CO2- und Umweltbilanzen,

ein größeres Angebot an Arbeitskräften mit

dem Spezialwissen Milch und positive Effekten zwischen

Forschung und Unternehmen.

Angesichts steigender Milchquotenmengen innerhalb

Europas und innerhalb Deutschlands wird es

in Schleswig-Holstein – als Wachstumsregion für

Milch - zukünftig darauf ankommen, ob man es

schafft, höhere Marktanteile im deutschen und europäischen

Milchmarkt zu erzielen.

Die beschlossenen Milchquotenerhöhungen und

die bundesweite Handelbarkeit von Milchquoten

verbessern die Chancen der Wachstumsbetriebe.

Da die Milchquote auch weiterhin ein großes

Wachstumshemmnis darstellt, sollte im Sinne einer

Wachstumsregion am Kurs ihrer Entwertung

festgehalten werden. Zusätzlich sind auch für Abstockungsbetriebe

begleitende Maßnahmen notwendig.

Dr. Holger D. Thiele,

ife Informations- und Forschungszentrum

für Ernährungswirtschaft e.V., Kiel.

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Vertreter und Ersatzvertreter der Rinderzucht

Schleswig-Holstein eG gewählt 2008

Vertreter

Betr.Nr. Mitgl.Nr. Name Vorname Straße PLZ Ort

Rasse Fleischrinder 60580 26360 Jaspers Anke Dockenhudener Chaussee 198 25468 Halstenbek

3 58919 32474 Greiner Jürgen Ginsterweg 1 24576 Hagen

30875 32655 Tews Rüdiger Dorfstraße 8 24113 Molfsee

Ersatzvertreter

Betr.Nr. Mitgl.Nr. Name Vorname Straße PLZ Ort

Rasse Fleischrinder 53605 33008 Eckert Olaf Paul-Gerhardt-Str. 58 23611 Bad Schwartau

3 28673 33922 Ackermann Hans Adolf Loiter Straße 8 24888 Steinfeld

12659 11902 Lass Carsten Theodor Dorfstraße 23 25926 Westre


Erläuterung zur Bilanz und

Gewinn- und Verlustrechnung

Bilanz

Aktiva

Die Position der immateriellen Vermögensgegenstände

der RSH eG - EDV-Standard- und Individual-

Software - ist bedingt durch planmäßige Abschreibungen

auf knapp 30.000 EURO gesunken.

Die Position der Sachanlagen umfasst Grundstücke,

Gebäude, technische Anlagen und Maschinen,

Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie den

Kälberbestand in der Position der Anlagen im Bau.

Insgesamt sind die Sachanlagen um rund 300.000

EURO auf 6,3 Mio. gesunken, eine Folge der vorgenommenen

planmäßigen Abschreibungen. Investitionen,

die über Ersatzinvestitionen hinaus gehen,

fanden im Geschäftsjahr nicht statt. Die Zahl der

gehaltenen Bullen und neu aufgestallten Kälber ist

– verglichen zum Geschäftsjahr 2006/2007 – erneut

leicht rückläufig.

Die Position der Finanzanlagen ist im Geschäftsjahr

um 34.000 EURO gesunken, eine Folge der Teilrückführung

eines Kredites an die Tierzuchtverwaltung.

Als wesentliche Beteiligungen bestehen nach wie

vor die Beteiligung an der Rinderzucht Mecklenburg-

Vorpommern, der German Genetics International,

der Zuchtviehexport GmbH sowie in der Position

der Geschäftsguthaben bei Genossenschaften die

Beteiligung an der Tierzuchtverwaltung. Die sonstigen

Ausleihungen betreffen ausschließlich einen

Liquiditätskredit an die Tierzuchtverwaltung.

Das Vorratsvermögen der Genossenschaft, bestehend

aus Futterbeständen, Laborartikeln sowie dem

Spermabestand und Embryonen, liegt wertmäßig

auf dem Niveau des Vorjahres. Die Einzelpositionen

werden unter Berücksichtigung von Wertabschlägen

kaufmännisch vorsichtig bewertet.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

betragen knapp 1,9 Mio. EURO. Sie liegen damit

auf dem Niveau des Vorjahres, wobei zu beachten

ist, dass zur Abdeckung von Forderungsausfällen -

insbesondere im Viehhandelsbereich - Einzel- und

Pauschalwertberichtigungen gebildet worden sind.

Mögliche Risiken für die Genossenschaft sind damit

ausreichend abgedeckt.

Die Position der Forderungen gegen Unternehmen,

mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht umfasst

das Kapitalanlagekonto bei der NOG GmbH

& Co. KG.

Die Position der sonstigen Vermögensgegenstände

wird im Wesentlichen geprägt durch ein bei der

Allianz zur Absicherung von Altersteilzeitverhält-

Rind im Bild 1/2009

RSH eG

Schleswig-Holsteins Laurie EX91 (Stormatic EX90 x Rudolph EX90 x Comestar Laurie VG87) von der Wendell GbR, Beringstedt.

Halbschwester von NOG Jeremy. Laurie, väter- und mütterlicherseits auf Laurie Sheik zurückgehend, erreichte

auf der RSH-Verbandsschau 2008 eine 1d-Platzierung und war 1b auf der German Open 2008. Sie wurde 2008 für den All

German Wettbewerb des DHV in der Kategorie „Kühe mit mehr als 3 Abkalbungen“ nominiert. Sie kombiniert Exterieur

und Produktionsbereitschaft (1.200 kg F + E) auf höchstem Nievau und ist Bullenmutter der RSH eG. Dr. H. Kahle

Foto: KeLeKi

nissen angelegtes Festgeld. Im Wertpapierbestand

befindet sich nach wie vor ein Papier emittiert von

der Raiffeisenbank Heide.

Die liquiden Mittel sind um knapp 900.000 EURO

auf 8 Mio. EURO gestiegen. Die Rechnungsabgrenzungsposten

valutieren zum 31.08.2008 mit 216.000

EURO. Sie beinhalten abgegrenzte Prämien zur Altersvorsorge

sowie zu diversen Beiträgen.

Passivseite

Das wirtschaftliche Eigenkapital der RSH eG beträgt

15,9 Mio. EURO zu 15,7 Mio. EURO im Vorjahr bzw.

76% der Bilanzsumme. Die nominelle Erhöhung des

Eigenkapitals ist zurückzuführen auf Zuweisungen

von Dividenden, Warenrückvergütungen sowie Laktationsprämienansprüche

zu den Geschäftsguthaben

in den Fällen, in denen diese noch nicht vollständig

eingezahlt waren.

Die Positionen der Kapitalrücklagen und der Ergebnisrücklagen

sind auf dem Niveau des Vorjahres.

Der Bilanzgewinn der Genossenschaft liegt mit

448.754,03 EURO knapp unter dem Niveau des Vorjahres

und setzt sich aus dem Gewinnvortrag in Höhe

von 275.000 EURO sowie dem Jahresüberschuss in

Höhne von knapp 174.000 EURO zusammen.

Die Position der Rückstellungen ist um 300.000

EURO angestiegen, im Wesentlichen durch Zuführungen

zur Position Instandhaltungsrückstellungen

für laufende Umbaumaßnahmen am Standort

Schönböken, die zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung

beauftragt waren sowie für im Geschäftsjahr

2008/2009 geplante Umbaumaßnahmen am

Standort Schönböken. Ansonsten setzen sich die

Rückstellungen im Wesentlichen aus Rückstellungen

für Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von

525.000 EURO, für Personal (Weihnachtsgeld, Endabrechnung

auf Leistungslohn, Urlaubsansprüche)

in Höhe von 900.000 EURO sowie Zahlungen im

Rahmen des Zuchtprogramms (Laktationsprämie,

Zuchtprogrammbonus) in Höhe von 665.000 EURO

zusammen.

Gegenüber Kreditinstituten bestehen zum Bilanzstichtag

Verbindlichkeiten in Höhe von 606.000

EURO. Hierbei handelt es sich um ein für die

Baumaßnahmen in Gönnebek aufgenommenes

langfristiges Darlehen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und

Leistungen betragen - wie im Vorjahr - knapp über 1

Mio. EURO. Die größten Positionen hierin sind Verbindlichkeiten

aus der Warenrückvergütung in Höhe

9


10

RSH eG

Bilanz zum 31. August 2008

Aktiva Passiva

Geschäftsjahr Vorjahr Geschäftsjahr Vorjahr

EURO TEURO EURO TEURO

Anlagevermögen Eigenkapital

- immaterielle - Geschäftsguthaben 3.658.053,70 3.423

Vermögensgegenstände 29.482,05 87

- Grundstücke und Gebäude 4.035.889,09 4.380

Rind im Bild 1/2009

- Rücklagen 11.817.264,94 11.811

- Bilanzgewinn 448.754,03 482

- Technische Anlagen,

Maschinen

- Betriebs- und

267.248,91 233

Geschäftsausstattung 1.830.922,99 1.810

- Anlagen im Bau 205.661,59 226

- Finanzanlagen 1.175.676,70 1.210

Anlagevermögen gesamt 7.544.881,33 7.946 Eigenkapital gesamt 15.924.072,67 15.716

Umlaufvermögen Fremdkapital

- Vorräte 1.808.201,98 1.839

- Forderungen 2.572.824,38 2.597

- Rückstellungen 3.052.670,67 2.711

- Wertpapiere 776.413,56 744

- Verbindlichkeiten 1.782.917,24 1.791

- Kasse, Guthaben bei

7.978.851,91 7.022 - Rechnungs- 137.412,91 155

Kreditinstituten

abgrenzungsposten

- Rechnungsabgrenzungsposten

215.900,33 225

Summe der Aktivseite 20.897.073,49 20.373 Summe der Passivseite 20.897.073,49 20.373

477.000 EURO sowie Verbindlichkeiten aus Warenlieferungen

in Höhe von ebenfalls 477.000 EURO.

An sonstigen Verbindlichkeiten weist die Genossenschaft

115.000 EURO aus. Im Wesentlichen

handelt es sich hierbei um Verbindlichkeiten aus

sonstigen Steuern.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten mit

137.000 EURO beinhalten einen abgegrenzten Zinszuschuss

für das aufgenommene Fremdkapital im

Zusammenhang mit dem Bau in Gönnebek.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die beiden Hauptbereiche der Genossenschaft

– Besamung und Zucht sowie Zuchtviehhandel –

nahmen auch im laufenden Geschäftsjahr völlig

unterschiedliche Entwicklungen. Während der

Zuchtviehhandel auf Grund der Blauzungenverbreitung

und der damit einhergehenden Handelshemmnisse

eingebrochen ist und ein Bruttoumsatzverlust

in Höhe von knapp 2 Mio. EURO hingenommen

werden musste, stiegen die Erlöse im Bereich der

Besamung um 1,5 Mio. EURO an. Bei den Umsatzsteigerungen

der Besamung ist allerdings zu berücksichtigen,

dass hiervon rund 400.000 EURO auf

die zu Beginn des Geschäftsjahres vorgenommene

Preiserhöhung bei der Grundgebühr zurückzuführen

waren. Gleichwohl ist es erfreulich, dass mit einer

Zunahme von etwa 4,5% in den Erstbesamungen

dieser Bereich so deutliche Zuwächse hatte wie

noch nie seit Bestehen der RSH eG. Auch wenn

überproportionale Zuwächse in den Spermaaufpreisen

für eigenproduziertes Sperma die Bindung unserer

Mitglieder zum Unternehmen dokumentieren,

muss weiterhin der Marktanteil des Fremdspermas

kritisch betrachtet werden. Hier gilt es, verlorene

Marktanteile zukünftig zurückzugewinnen.

Die Erträge aus Dienstleistungen, Mitgliedsbeiträgen,

Herdbuch, Herdbuchaufnahmegebühren, Kör-

gebühren etc. sind - verglichen zum Vorjahr - nur

unwesentlich angestiegen.

Die Bestandsveränderung liegt mit 303.000 EURO

deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Hierbei ist

zu berücksichtigen, dass zum 31.08. eine Modifikation

der Bewertung des eigenproduziertem und des

Zukaufspermas vorgenommen wurde. Eine entsprechende

Gegenposition findet sich in der Position

Pauschalwertberichtigungen auf Spermabestände,

so dass die Veränderung der Bewertungssystematik

erfolgsneutral gebucht wurde.

Während noch im Vorjahr die Position der sonstigen

betrieblichen Erträge entscheidend geprägt

war durch Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen

sowie aus der Auflösung von Rückstellungen

(141 TEURO bzw. 260 TEURO) liegen diese

mit 1,2 Mio. nunmehr wieder auf dem Niveau eines

üblichen Geschäftsjahres.


Die Gesamtleistung des Unternehmens beträgt 23,4

zu 24,4 Mio. EURO im Vorjahr. Die für das laufende

Geschäftsjahr gewährte Warenrückvergütung in

Höhe von 446 TEURO (Vorjahr 340 TEURO) ist hierin

bereits enthalten.

Der Rückgang im Zuchtviehhandelsgeschäft schlägt

sich ebenfalls nieder im Rückgang der Aufwendungen

für Roh- und Betriebsstoffe, diese Position

ist von 11,1 Mio. auf 9,6 Mio. im laufenden

Geschäftsjahr gesunken. Der Rückgang ist fast

ausschließlich auf den Rückgang bei den Zuchtviehzukäufen

zurückzuführen. Unter weiterer Berücksichtigung

der Aufwendungen für bezogene

Leistung (Laktationsprämie, Tierarztgebühren und

Trächtigkeitsuntersuchungen) ergibt sich ein Rohergebnis

von 13 Mio. EURO. Dieses liegt um 400.000

EURO über dem Niveau des Vorjahres.

Die Position Personalaufwand ist um 350.000 EURO

gestiegen. Die Steigerung in Höhe von knapp 5%

entspricht der vereinbarten Lohnsteigerung zum

01.09.2007 sowie 01.09.2008.

Die Abschreibungen betragen 1,3 Mio. wie im

Vorjahr und beinhalten die ordentlichen Abschreibungen

auf Sachanlagevermögen.

Die Position der sonstigen ordentlichen betrieblichen

Aufwendungen ist um 300.000 EURO gestiegen.

Die Steigerung ist ausschließlich zurückzuführen

auf die Erhöhung der Position Instandhaltung, hier

wurden Umbaumaßnahmen eines Stallsegmentes

in Schönböken zur Quarantänisierung von Vererbern

im Zusammenhang mit der Blauzungenkrankheit sowie

zukünftig durchzuführende Umbaumaßnahmen

im Bereich des Labors berücksichtigt.

Das Zinsergebnis der RSH eG beträgt 114.000 EURO.

Hierbei ist allerdings zu berücksichtigen, dass die

anteilige Übernahme von Zuchtprogrammkosten der

NOG GmbH & Co. KG in Höhe von 330.000 EURO als

Aufwand aus Verlustübernahme gebucht wird und

somit das Zinsergebnis mindert, wirtschaftlich sind

dies Zuchtprogrammkosten.

Die sonstigen Steuern der RSH eG betragen 43.000

EURO und setzen sich zusammen aus Grundsteuer

sowie Kfz-Steuer. An Steuern von Einkommen und

Ertrag ist das Körperschaftssteuerguthaben in Höhe

von 16.000 EURO verbucht.

Der Jahresüberschuss 2007/2008 beträgt

173.630,64 EURO. Unter Berücksichtigung eines

Gewinnvortrags in Höhe von 275.123,39 EURO ergibt

sich ein Bilanzgewinn in Höhe von 448.754,03

EURO. Unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch

die Delegiertenversammlung soll aus dem Bilanzgewinn

eine Dividende in Höhe von 6%, entsprechend

rund 200.000 EURO, ausgeschüttet werden, der

Rest soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

J. Ahlert

Gewinn- und Verlustrechnung

vom 01.09.2007 bis 31.08.2008

Geschäftsjahr

Rind im Bild 1/2009

Geschäftsjahr

EURO

RSH eG

Vorjahr

TEURO

Erlöse 23.424.431,75 24.391

./. Materialaufwand 10.378.101,60 11.732

= Rohergebnis 13.046.330,15 12.659

./. Personalaufwand 6.966.901,48 6.613

./. Abschreibungen 1.267.576,98 1.328

./. sonstige Aufwendungen 4.725.320,66 4.406

Zwischensumme 86.531,03 312

+ Zins- und Beteil.-Erträge 114.275,49 7

= Ergebnis der gewöhnlichen

Geschäftstätigkeit 200.806,52 319

+/./. Steuer ./. 27.175,88 ./.84

= Jahresüberschuss 173.630,64 235

+ Gewinnvortrag 275.123,39 247

./. Einstellungen in Rückl. - -

= Bilanzgewinn 448.754,03 482

Dunja x VG 86 Roels vom Milchhof Wesenberg, Groß Wesenberg. 1a und Sieger alt RSH-Verbandsschau 2008, war 2008

nominierte für den All German Wettbewerb des DHV. Dunja ist mit EX 92 aktuell die höchst eingestufte Rotbuntkuh in

Schleswig-Holstein. Ihr außergewöhnliches Exterieur machte sie zu einer der erfolgreichsten Schaukühe der Rinderzucht

Schleswig-Holstein eG. auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene. Ebenso war sie Mitglied der Faber-

Nachzucht auf der EURO-Tier in Hannover. Neben dem Exterieur überzeugt sie auch mit einer sehr guten Milchleistung

und sehr gutem Milchinholtsstoffen. Aus diesem Grund qualifizierte sie sich als Bullenmutter im Rotbuntzuchtprogramm

der RSH eG., ihr Elago-Red-Sohn Edberg geht zurzeit in den Testeinsatz. G. Koch, Foto: Schulze

11


12

RSH eG

Aktualisierung unserer Mitgliederdatei

Bitte helfen Sie uns, unsere Mitgliederdatei auf dem laufenden zu halten.

Dazu möchten wir Sie bitten, diesen Erfassungsbogen an die Zentrale in Neumünster zu faxen (04321 / 905-396).

Diese Maßnahme dient ausschließlich dem Abgleich der bisher schon bei uns gespeicherten Mitgliedsdaten. Wir versichern, dass diese Daten

ausschließlich der internen Verwendung zur Sicherstellung eines korrekten Betriebsablaufes dienen. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben!

J. Ahlert

Fax: 04321 / 905-396

Betriebs-Nr.

Name (Bitte den korrekten, rechtsgültigen Namen, z.B. Max Mustermann GbR, angeben)

Straße

Ort

Telefax

Mobil-Tel.

Name (Nur für Personengesellschaften (z.B. GbR) oder Kapitalgesellschaften:

bitte Angabe des/der Vertretungsberechtigten)

Mitglieds-Nr.

Vorname

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Vorname

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Geburtenmeldung nutzen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch auf www.rsheG.de.

Rinderzucht Schleswig-Holstein eG | Rendsburger Straße 178 | D-24537 Neumünster | Tel. +49 (0)4321 / 905-300 | Fax +49 (0)4321 / 905-395 & -396 | E-Mail rsheG@rsheG.de


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LKV

71. Hauptversammlung des Landes-

kontrollverbandes Schleswig-Holstein e.V.

Der Landeskontrollverbandes Schleswig-Holstein

e.V. (LKV) führte am 9. Dezember 2008 im Rendsburger

„Conventgarten“ seine 71. Hauptversammlung

durch. Der Vorsitzende Eckhard Marxen zog

auf dieser Veranstaltung vor den Delegierten aus

den Kreiskontrollvereinen und zahlreichen Gästen

aus dem Landwirtschaftsministerium, der Landwirtschaftskammer,

dem Bauernverband, der Rinderzucht

Schleswig-Holstein sowie Institutionen der

Forschung und der Lehre ein positives Fazit über die

Arbeit im abgelaufenen Jahr. Dank der erneut gestiegenen

Kuhzahl und der sparsamen Wirtschaftsweise

ist der LKV für die Zukunft gut aufgestellt.

Der als Vorstandsmitglied ausgeschiedene ehemalige

Präsident der Landwirtschaftskammer, Hermann

Früchtenicht (r.), nach der Verabschiedung durch den

LKV-Vorsitzenden Eckhard Marxen.

Der Vorsitzende begrüßte auf dieser Hauptversammlung

besonders den neu gewählten Präsidenten der

Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, Claus

Heller, Wendtorf, der durch sein neues Amt auch

Vorstandsmitglied beim LKV wurde. Sein Vorgänger

Hermann Früchtenicht, der dieses Amt zehn

Jahre lang ausgeübt hatte, wurde herzlich verabschiedet.

In die Amtszeit von Früchtenicht fiel eine

Neuausrichtung der Landwirtschaftskammer, die

auch Konsequenzen für den LKV hatte. So konnte

der LKV 2001 das bis dato nur gemietete Gelände

in Kiel-Steenbek von der Landwirtschaftskammer

erwerben.

Der Vorsitzende dankte auch den übrigen Gästen für

die fruchtbare Zusammenarbeit im abgelaufenen

Jahr. In seinen Begrüßungsworten beklagte er die

brisante wirtschaftliche Lage der Milchviehbetriebe

und äußerte die Hoffnung, dass das tiefe Tal der

niedrigen Milchpreise bald durchschritten sei.

Ehrengäste auf der 71. Hauptversammlung.

Geschäftsbericht

Über die Arbeit des LKV im abgelaufenen Jahr

berichtete der Geschäftsführer Gerd Schulz. Arbeitsschwerpunkte

waren neben den vielen Routinearbeiten

verschiedene Weiterentwicklungen

in Verbindung mit der Datenverarbeitung. Der

Großrechnerbetrieb soll durch ein modernes Datenbank-System

abgelöst werden. Dafür erfolgten

umfangreiche Vorarbeiten und Schulungen. Damit

die erforderlichen Programme nicht vollständig neu

entwickelt werden müssen, sondern Vorhandenes

auch beim LKV Schleswig-Holstein eingesetzt

werden kann, wurde er Gesellschafter der RDV

EDV-Entwicklungs- und Vertriebs GmbH mit Sitz in

München. Bei der Weiterentwicklung der Datenerfassung

mit dem Ezi-Scanner wird auf dänische

Erfahrungen zurückgegriffen. Auch bei der Durchführung

der MLP mit einem Melkroboter kommt es

Mit großem Interesse verfolgen die Delegierten den Verlauf der Hauptversammlung

Rind im Bild 1/2009

nicht nur auf die Melkarbeit an. Die Bereitstellung

der Daten auf den Betrieben für die Auswertung

beim LKV ist auf zahlreichen Betrieben noch verbesserungsfähig.

In Zusammenarbeit mit der Rinderzucht Schleswig-

Holstein eG hat der LKV einen Weg zur Meldung der

Deckdaten von gekörten Bullen in Verbindung mit

der Anmeldung des Kalbes in der HIT-Datenbank

eingerichtet. Des Weiteren wurde den Mitgliedern

mit der Einführung des neuen Kennwertes „Leistung

je Lebenstag“ auf den LKV-Rückberichten

eine neue Information an die Hand gegeben, um die

Effizienz ihrer Kühe zu vergleichen. Da in diesem

Wert neben der Leistung auch die Aufzuchtphase

und die Trockenstehzeiten mit einfließen, ist er aussagekräftiger

als ein Vergleich allein auf der Basis

der Leistung.


Wahlen

Das Mitglied des Geschäftsführenden Vorstandes

Lorenz Christian Carstensen, Ipernstedt, wurde für

weitere drei Jahre in sein Amt gewählt. Er gehört

dem Gremium seit 1999 an und ist seit 2005 stellvertretender

Vorsitzender des LKV.

Neu in das Schiedsgericht wählten die Delegierten

Vinzenz Andersen aus Rosgaard bei Flensburg.

Er tritt die Nachfolge von Klaus-Dieter Petersen

aus Gangerschild an, der sich nach 16 Jahren in

diesem Gremium nicht wieder zur Wahl stellte.

Hans-Jürgen Wendt aus Riepsdorf wurde als stell-

Die im Kreiskontrollverein Rendsburg ausgezeichneten

Mitglieder nach der Übergabe der Stallplaketten und

Urkunden.

vertretendes Mitglied des Schiedsgerichts wiedergewählt.

Vortrag

Zum Abschluss der Hauptversammlung referierten

Frank Koschinski aus dem Ministerium für Landwirtschaft,

Umwelt und ländliche Räume (MLUR)

und Dr. Holger Thiele vom Informations- und Forschungszentrum

für Ernährungswirtschaft e. V.,

Kiel, über das „Entwicklungspotential des Milcherzeugungsstandortes

Schleswig-Holstein“. Die

Ausführungen der Referenten nahmen dabei Bezug

auf eine vom MLUR initiierte Befragung der LKV-

Der LKV zeichnet Betriebe für

eine gute Produktionstechnik aus

Die Produktionstechnik ist ein Zusammenspiel vieler

einzelner Faktoren im Betrieb.

Ihre Beurteilung und positive Beeinflussung sind

die Basis für eine erfolgreiche Produktion. Bei der

Milchleistungsprüfung (MLP) werden neben der

Leistung der Kühe zahlreiche andere Daten erfasst

bzw. errechnet, die für die Beurteilung der Produktionstechnik

hilfreich sind, insbesondere für die Fütterung,

die Eutergesundheit, die Reproduktion und

die Selektion.

Die Ergebnisse werden den Mitgliedern jährlich mit

der Auswertung Herdenvergleich mitgeteilt. Auf

der Basis der Ergebnisse dieses Herdenvergleichs

wählt der LKV jährlich Betriebe mit überdurchschnittlichen

Leistungen bei der Produktionstechnik

aus, um sie im Laufe des Winters auf den Kreisvereinsversammlungen

auszuzeichnen.

Von allen bei der Erstellung des Herdenvergleichs

anfallenden Informationen werden sieben Parame-

ter für die Auswahl der Spitzenbetriebe herangezogen,

die in unterschiedlicher Gewichtung zu einem

Gesamtergebnis beitragen. Das größte Gewicht hat

die Milchleistung mit einem Anteil von 45 %.

Die Bewertung der Milchleistung basiert auf der

energiekorrigierten Lebensleistung der ganzjährig

geprüften und der Abgangskühe unter Berücksichtigung

der Nutzungsdauer. Sie orientiert sich also

nicht an der aktuellen Herdenleistung.

Die im Prüfjahr zugegangenen Färsen gehen noch

nicht in die Berechnung der Leistung ein.

Bei der Auswahl werden des Weiteren folgende

Kriterien berücksichtigt:

• Eutergesundheit

(= Zellzahl im Jahresdurchschnitt), 20 %

• Harnstoffgehalt der Milch

(= Abweichungen zu einem Optimalbereich

von 200 bis 280 mg/kg Milch), 10 %

Anerkennung für herausragende Leistungen bei der

Produktionstechnik für Mitglieder im Kreiskontrollverein

Pinneberg.

Rind im Bild 1/2009

LKV

Mitglieder im Sommer 2008. Koschinski stellte

die Entwicklung des Umfangs der Milchquoten der

schleswig-holsteinischen Milcherzeuger dar. Durch

die aktuellen Milchquotenaufstockungen und den

Erwerb von Quoten in anderen Bundesländern hat

sich die Milchquote in Schleswig-Holstein in den

letzten drei Jahren um 7,2 %, das sind durchschnittlich

2,4 % pro Jahr, erhöht. Aus der genannten Erhebung

und weiteren Analysen leitete Dr. Thiele

ab, dass die wachstumswilligen Milcherzeuger ihre

Produktion in Zukunft deutlich steigern werden. Die

natürlichen Voraussetzungen sind dafür in Schleswig-Holstein

vorhanden.

• Erstkalbealter, 10 %

• Remontierungsrate, 5 %

• Vollständigkeit der Abstammung, 5 %

• Zwischenkalbezeit, 5 %.

Bei der Bewertung handelt es sich nicht um finanzielle

Kriterien. Sie ist deshalb unabhängig von der

aktuellen Milchpreissituation. Gute Leistungen bei

den genannten Kriterien verbessern jedoch den Betriebserfolg.

Die Auswahl der Betriebe erfolgt innerhalb der

Kreise unter Berücksichtigung der Herdenrasse.

Bei den rotbunten Herden wird zusätzlich die

schwerpunktmäßige Zuchtrichtung der Herden berücksichtigt.

Auszeichnung für Mitglieder im Kreiskontrollverein

Lauenburg für überdurchschnittliche Leistungen bei der

Produktionstechnik.

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16

LKV

Neuer Vorsitzender im

Kreiskontrollverein Rendsburg

Im Kreiskontrollverein Rendsburg stellte sich der

bisherige Vorsitzende Hans-Detlef Müller, Barkhorn/Jevenstedt,

nach Ablauf seiner Wahlperiode

nicht wieder zur Wahl. Hans-Detlef Müller war seit

1988 für den LKV ehrenamtlich tätig, zunächst als

Ersatzdelegierter und seit 1994 als Vorsitzender

des Kreiskontrollvereins. In dieser Funktion war

er auch Mitglied des LKV-Gesamtvorstandes. Der

LKV-Vorsitzende Eckhard Marxen dankte ihm für

sein langjähriges Engagement für den Landeskontrollverband

Schleswig-Holstein e.V. und wünschte

ihm alles erdenklich Gute in dem nun allmählich

nahenden Ruhestand.

Zu seinem Nachfolger wählten die Mitglieder

des Kreiskontrollvereins auf der Versammlung am

Der LKV in Kürze

Die LKV-Mitglieder hielten im Januar 308.906

Kühe. Das ist der höchste Kuhbestand seit dem

Januar 2004.

Die starke Ausstockungsphase ebbt jedoch ab.

Gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat

wurden 2,2 % mehr Kühe geprüft. Vor einem Jahr

betrug der Anstieg gegenüber dem Januar 2006

5,4 %.

Die Leistungsentwicklung zu Beginn des Prüfjahres

2009 zeigt die nachstehende Tabelle. Nach der Lei-

Ergebnisse der Milchleistungsprüfung

in Mecklenburg-Vorpommern

Der Landeskontrollverband für Leistungs- und Qualitätsprüfung

in Mecklenburg-Vorpommern e.V.,

Güstrow, weist für das Prüfjahr 2008 733 Mitgliedsbetriebe

mit einer durchschnittlichen Herdengröße

von 238 Kühen aus.

Die Zahl der kontrollierten A+B-Kühe ist mit 172.902

Kühen um 2,3 % gewachsen. Die geprüften A+B-

Der neu gewählte Vorsitzende des Kreiskontrollvereins

Rendsburg, Paul-Hermann Hameister (l.), und sein

Vorgänger, Hans-Detlef Müller.

14. Januar 2009 in der Gastwirtschaft Margarethenmühle

in Legan den 48-jährigen Landwirtschaftsmeister

Paul-Hermann Hameister. Herr Hameister

Leistungsergebnisse am Prüftag nach Monaten

Rind im Bild 1/2009

bewirtschaftet mit seiner Familie einen Betrieb in

Timmaspe bei Neumünster. Die 70 Kühe umfassende

schwarzbunte Herdbuchherde und Schweinemast

bilden die Schwerpunkte seines Betriebes.

Neben dem neuen Amt als Vorsitzender des Kreiskontrollvereins

Rendsburg und damit auch Mitglied

des LKV-Gesamtvorstandes engagiert Herr Hameister

sich in weiteren Ehenämtern bei der Rinderzucht

Schleswig-Holstein eG als Vorsitzender des

Kreisvereins Schwarzbunte, bei der VR-Bank und im

Aufsichtsrat der Meierei Upahl.

Der LKV-Vorsitzende Eckhard Marxen wünschte

dem neu gewählten Vorsitzenden eine glückliche

Hand und viel Freude in seinem neuen Amt.

Monat Milch Fett Eiweiß Harnstoff Zellzahl

kg ±Vj. % ±Vj. % ±Vj. mg/kg ±Vj. (1.000) ±Vj.

Oktober 2008 24,6 -0,2 4,27 +0,02 3,47 -0,02 218 -35 250 + 4

November 25,1 +0,1 4,28 -0,02 3,49 -0,01 219 -22 259 +14

Dezember 25,9 +0,2 4,28 +0,02 3,48 +0,03 225 -13 253 - 2

stungsstagnation im Prüfjahr 2008 ist auch im neuen

Jahr noch keine deutliche Veränderung zu erkennen.

Die Verringerung des Milchharnstoffgehaltes,

Kühe erbrachten eine Leistung von 8749 kg Milch

mit 4,06 % Fett, 3,38 % Eiweiß und insgesamt 651

Fett+Eiweiß-kg. Die Leistungssteigerung beträgt 52

kg Milch bei unveränderter Fett+Eiweiß-Menge.

Die 113.178 A+B-Herdbuchkühe (+ 3,0 %) erreichten

mit 9108 kg Milch (+74 kg) 4,04 %

Fett (-0,04 %), 3,38 % Eiweiß (-0,01 %) und 676

die vor gut einem Jahr begann, setzt sich auch in

diesem Winter fort. Der Milcheiweißgehalt bleibt

dennoch auf dem hohen Niveau des Vorjahres.

Fett+Eiweiß-kg (+1 kg) ebenfalls eine Leistungssteigerung.

71 % der MLP-Betriebe hatten eine

Kuhzahl von mehr als 100 Kühen.

Jeder dritte Betrieb lag in der Größenordnung

zwischen 200 und 500 Kühen.


Deckdaten per Internet

Deckdaten per Internet.

Sie sind es leid, die Deckdaten Ihrer Herde per Liste

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an den LKV zu melden und Ihr PC dreht Däumchen?

So können Sie diesen Zustand ändern:

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Zustand

LKV unter

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- Per Brief erhalten Sie die erforderlichen Zugangsdaten

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Die

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Lebensnummern

Lebensnummern ihrer

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Kühe

Kühe

brauchen

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erfassen:

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- alle weiblichen Tiere ab ab 12 12 Monate Monate stellen stellen wir in wir der in der

Zeitraum- und Stichtagserfassung bereit bereit.

- Herdbuch- oder oder Lebensnr. Lebensnr. des Hofbullen des Hofbullen und Deckzeitraum und Deckzeitraum

im

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Formularkopf

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einmal

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eingeben

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und die Kühe

und

anklicken

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- „Speichern“ drücken. - Fertig -.

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- Entsprechend funktioniert auch die Stichtagserfassung.

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Ein umfangreiche Hilfefunktion Hilfefunktion kann aufgerufen kann aufgerufen werden. werden.

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Rind im Bild 1/2009

LKV

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18

ANGLER

Der 1. stellvertretende Vorsitzende

Frank Bernhard wurde einstimmig wiedergewählt

Deutsche Rotviehzüchter

tagten in Süderbrarup

Die Jahresversammlung des Verbandes Deutscher

Rotviehzüchter (VDR) begann im Dezember 2008 mit

der Besichtigung des Zuchtbetriebes Fuschera-Petersen

in Fahrdorf. Anschließend wurde Frank Bernhard

aus Niederfrohna in Sachsen als 1. stellvertretender

Vorsitzender bestätigt. Bei den Berichten

aus den einzelnen Verbänden konnte von stabilen

Zahlen berichtet werden. Die höchsten Leistungen

wurden in Schleswig-Holstein ermolken. Bei den

Leistungszahlen aus dem hessischen Zuchtgebiet

fielen eine Reihe von Angler Auktionsfärsen auf,

die bei der Müller GbR in Mornshausen gewaltige

Leistungen erbrachten. Eine Zubel Tochter von L.

Teilnehmer des VDR bei Familie Fuschera-Petersen, Fahrdorf

Engelbrecht aus Grundhof erzielte knapp 12.000 kg

Milch in der 6. Laktation. Eine Ustor Tochter aus der

Zucht von D. Wree, Nordballig brachte es in der 4.

Laktation auf 11.647 kg Milch und 924 kg Fett und

Eiweiß. Eine Zamba Tochter schloss die 2. Laktation

mit knapp 11.000 kg Milch ab. Züchter ist D. Bendixen

aus Brebel. Eine Baldo Tochter produzierte

in der 4. Laktation 4,30 % Eiweiß bei 9.000 kg, sie

kommt ebenfalls aus dem Stall von Cl. H. Jacobsen,

Hohenlieth. Den Rotviehzüchtern aus allen Teilen

Deutschlands wurde mitgeteilt, das am 09. Juni 2009

wieder eine Tierschau in Angeln stattfinden wird.

C.-P. Tordsen

Ein kurzer Auslauf bei schönem Winterwetter Fotos: Tordsen

Rind im Bild 1/2009


Aktuelle Zuchtwerte Fleischrinder

Die aktuellen Ergebnisse der Zuchtwertschätzung für

Fleischrinder aus der Zuchtwertschätzung Dezember

2008 sind mit Jahresbeginn veröffentlicht. Bullen

der schleswig-holsteinischen Züchter dominieren

wieder stark die Topliste der bundesweiten Zuchtwertschätzung

Fleischrinder.

Charolais

Wie im Vorjahr befinden sich zwei Bullen unter den

Top 10 der Charolais-Bullen Deutschlands. Der Bulle

SALOMON von Anke Jaspers, Halstenbek, rangiert

an dritter Stelle und verbesserte sich um 4 RZF-

Punkte auf 127, Sicherheit: 54 %. Seine Teilzuchtwerte:

ZW maternal 106, ZW Tageszunahme 118,

ZW Bemuskelung 122 liegen deutlich im positiven

Bereich und haben sich in allen drei Merkmalen verbessert.

ULM, ebenfalls von Anke Jaspers, bestätigt

seine Leistungen: ZW TZ 128, ZW B 123 mit einem

RZF von 123, Sicherheit: 56 %.

Limousin

Der Lino-Sohn LASSE Pp aus der Jack P-Tochter Nissa

aus der Zucht von Dr. Jan Bielfeldt, Bargen, setzte

sich mit einem RZF von 125, Sicherheit 63 %, auf den

zweiten Platz der bundesweiten Topliste. Zahlreiche

positive Nachkommen beweisen die Vorzüge dieses

hornlosen Bullen. Seine Teilzuchtwerte verbesserten

sich auf ZW mat 97, ZW TZ 125, ZW B 121. Es folgt

JACK P mit einem RZF von 121, Sicherheit 64 %,

ebenfalls von Dr. Jan Bielfeldt.

Unter den Top 20 Bullen der Rasse Limousin folgen

auf Platz 15 der luxemburgische Bulle Alex von

Volker Butenschön, Schmalstede, und der Mas du

Clo-Sohn MARVIN von Jan Bielfeldt mit einem hohen

Zuchtwert von 118, Sicherheit 62 %. Der RSH-

Besamungsbulle SPENCER gehört mit einem RZF von

117, Sicherheit 54 % zu den besten Limousinbullen

Deutschlands (ZW TZ 120, ZW B 111).

Blonde d´ Aquitaine

Unter den Top 10 der überregionalen Gesamtliste

finden sich bei der Rasse Blonde d´ Aquitaine allein

6 Bullen aus schleswig-holsteinischer Zucht bzw.

im Besitz schleswig-holsteinischer Züchter. Wie in

den Jahren zuvor dominieren die Podium-Söhne die

Zuchtwertschätzung bei dieser Rasse.

Der Podium-Sohn POTTER von Carsten Theodor Lass,

Westre, führt die Topliste mit einem RZF von 123,

Sicherheit 53 % an. Sein Teilzuchtwert für Tageszunahme

liegt bei 127 und sein Zuchtwert für Bemuskelung

bei 121. Es folgt auf Rang 4 der französische

Bulle URANUS, ebenfalls im Besitz von C. T. Lass mit

einem RZF von 120, Sicherheit 53 %. Alle drei Teilzuchtwerte

liegen deutlich im positiven Bereich: ZW

mat 104, ZW TZ 112, ZW B 117. Der französische

Bulle PODIUM von Hans Ackermann, Steinfeld, verbessert

sich auf 115 bei 62 % Sicherheit. Es folgt der

Fleischvererber INDIGO (RZF 115, Sicherheit 47 %)

von Martin Schulz aus Jevenstedt und der großrah-

Die besten Bullen Deutschlands sowie Schleswig-Holsteins (RZF >107;Si. > 40% und > 5 Nachkommen)

Rind im Bild 1/2009

FLEISCHRINDER

mige Podium-Sohn PONTIAK von H. H. Butenschön,

Schmalstede, mit demselben Zuchtwert.

Angus

Der beste schleswig-holsteinische Angusbulle nach

RZF befand sich im Gemeinschaftsbesitz von Michael

Frädrich, Wyk und Karl-Ludwig Freiherr von Hollen,

Gottesgabe. Der RZF von 116 hat mit 77 % eine hohe

Sicherheit. Die Vorzüge des Bullen GAG liegen in der

Bemuskelung (ZW B 116 und ZW TZ 113). KREUZ-

BUBE von Jörn Christern, Geesthacht, erreicht einen

Zuchtwert von 114. Mit einem hohen Zuchtwert für

Tageszunahme (111) sorgt der Halloween-Sohn HET-

ZER für zahlreiche Nachkommen bei Peter Möller

Ehlers in Rodenäs.

Hereford

An der Spitze der Herefordbullen setzt sich Wolfmann

von Jens Reimer, Wakendorf, durch (RZF

127, Sicherheit 40 %). Der amerikanisch-dänisch

gezogene Wolfmann macht besonders auf sich aufmerksam,

wegen seiner guten Tageszunahme seiner

Nachkommen.

Fleckvieh-Fleisch

Zu den Spitzenbullen der Rasse gehört der Sirius-

Sohn ULRIK von Johann Peter Laß, Osterschnatebüll.

Ulrik verbessert sich um 5 Punkte auf 121 bei einer

Sicherheit von 48 %.

C. Henningsen, Abt. Fleischrinder

Charolais

HB-NR. Name Horn GJ RZF Si% ZWmat ZW_TZ ZW_B Status Besitzer

DE 0937485756 Salomon 2005 127 54 106 118 122 aktiv Jaspers, Halstenbek

FR 6770535233 Ulm 2003 123 56 90 128 123 aktiv Jaspers, Halstenbek

DE 0346058067 ENZIO 2003 112 65 104 104 113 aktiv Peters, Kaiser-Wilhelm-Koog

DE 0665124514 NATHAN 2000 111 75 105 101 114 Abg. Peters, Kaiser-Wilhelm-Koog

DE 1300952147 Onegin P 2001 111 57 110 101 105 Abg. Schacht, Bad Oldesloe

DE 0348398166 Jacko 2004 110 45 101 106 109 aktiv Thomsen, Sankelmark

DK 4956801370 ECCO P 2000 108 75 99 109 104 aktiv Jaspers, Halstenbek

DE 0346569080 CAPITAIN 2002 108 67 105 98 114 aktiv Peters, Kaiser-Wilhelm-Koog

DE 0349244679 Laurent 2004 107 55 109 97 108 Abg. Thomsen, Sankelmark

DE 0110400975 NIKLAUS 1998 107 46 99 104 111 Abg. Heldt, Bollingstedt

Limousin

HB-NR. Name Horn GJ RZF Si% ZWmat ZW_TZ ZW_B Status Besitzer

DE 0114663171 Lasse Pp 2005 125 63 97 125 121 aktiv Bielfeldt, Erfde/Bargen

DE 0112864806 JACK P 1999 121 64 95 126 112 Abg. Bielfeldt, Erfde/Bargen

LU 0898529268 ALEX 2005 119 52 96 120 115 aktiv Butenschön, Schmalstede

DE 0114289651 Marvin 2004 118 62 108 108 115 aktiv Bielfeldt, Erfde/Bargen

DE 0114663175 Spencer Lim 2005 117 54 96 120 111 aktiv RSH eG

FR 5703325274 Sacapuce 2001 116 71 102 110 116 aktiv Butenschön, Schmalstede

DE 0345901154 IVO P 2001 112 74 96 112 114 Abg. Prüß, Thumby

FR 2302612438 Sosie 2001 112 54 99 112 109 Abg. Peters, Jagel

DE 0114843145 Hanno PS 2006 112 49 104 107 108 aktiv Carstensen, Sollerup

DE 0110403982 GALANT 1996 111 72 100 110 108 Abg. Bielfeldt, Erfde/Bargen

DE 0114299631 Rossini PP 2003 111 65 99 111 109 Abg. Rahn, Tielen

DE 0349363145 Osiris 2003 110 70 99 107 113 aktiv Tews, Molfsee

19


20

FLEISCHRINDER

DE 0114299664 Kasper PS 2004 109 71 99 110 104 aktiv Prüß, Thumby

DE 0113203254 GRAF P 2001 109 70 102 108 100 aktiv Butenschön, Schmalstede

FR 5703325252 ROSARIO 2000 109 52 95 111 111 Abg. Peters, Jagel

DE 0113203239 Justus LI Pp 2001 108 69 101 107 102 aktiv RSH eG

DE 0114604826 Hiddo 2005 108 48 104 103 107 aktiv Henningsen, Weesby

DE 0577186981 HEROLD 1996 107 83 100 104 109 Abg. Böttger, Ascheberg

DE 0768763756 Strauß S 2005 107 53 91 115 108 aktiv Lucanus, Fargau-Pratjau

Blonde d`Aquitaine

HB-NR. Name Horn GJ RZF Si% ZWmat ZW_TZ ZW_B Status Besitzer

DE 0114380276 POTTER 2004 123 53 91 127 121 aktiv Lass, Westre

FR 4642162621 Uranus 2003 120 56 104 112 117 aktiv Lass, Westre

FR 8235024291 PODIUM 1999 115 62 88 123 117 Abg. Ackermann, Steinfeld

DE 0113673752 INDIGO 2002 115 47 101 114 109 aktiv Schulz, Jevenstedt

DE 0113673760 PONTIAK 2003 115 45 88 124 113 aktiv Butenschön, Schmalstede

DE 0115087555 ULINO 2005 112 44 98 109 115 aktiv Röschmann, Nortorf

DE 0114380279 ONTARIO 2005 108 45 98 108 107 aktiv RSH eG

Angus

HB-NR. Name Horn GJ RZF Si% ZWmat ZW_TZ ZW_B Status Besitzer

DE 0665147100 Game-Red 2002 126 80 93 125 130 n.aktiv Hilgert, Großderschau

DE 0349064223 Gag 2003 116 77 99 113 116 aktiv ZG Frädrich, Freih. von Hollen

DE 0348371103 Kreuzbube 2004 114 76 103 109 112 aktiv Christern, Geesthacht

DE 0580204135 Hetzer 2004 112 64 101 111 109 aktiv Ehlers, Rodenäs

DE 0113788000 Ralala 2003 112 46 100 107 117 Abg. Goettsche, Hennstedt

DE 0114224602 Christoph 2003 111 65 102 104 117 aktiv Frädrich, Wyk/Föhr

DE 0112524584 MAX 1999 111 48 106 106 105 Abg. von Hollen, Giekau

DE 0665172471 TORNADO 2005 109 54 101 107 107 aktiv Christern, Geesthacht

DE 0347396822 GARDUS 2002 108 82 96 117 96 Abg. Christern, Geesthacht

DE 0342902861 MENNO 1997 108 79 105 100 110 Abg. Christern, Geesthacht

DE 0580204150 Horch 2005 108 51 100 109 102 aktiv Schröder, Henstedt-Ulzburg

DE 0110700658 CONGO 1998 107 83 99 100 120 n.ak. Frädrich, Wyk/Föhr

DE 0349132192 Sambo 2003 107 61 107 99 106 aktiv Ehlers, Rodenäs

DE 0348793497 GILLO 2004 107 41 93 108 115 aktiv Goettsche, Hennstedt

Hereford

HB-NR. Name Horn GJ RZF Si% ZWmat ZW_TZ ZW_B Status Besitzer

DE 1402278816 Wrast P 2003 130 67 96 129 128 aktiv Hereford Mutterkuh GmbH, Münchehofe

DK 2531100217 Wolfmann P 2004 127 40 100 124 120 aktiv Reimers, Wakendorf

DE 0344998618 KONSUL 2000 107 58 99 108 105 Abg. Scholmann, Oering

Fleckvieh

HB-NR. Name Horn GJ RZF Si% ZWmat ZW_TZ ZW_B Status Besitzer

DK 8018500096 H.United P 2003 133 69 99 130 125 aktiv Jacobsen, DK

DK 4547200884 Ulrik P 2003 121 48 100 121 111 aktiv Laß, Osterschnatebüll

DE 0932106567 LANDGRAF Pp 1998 110 64 97 109 114 aktiv Schacht, Bad Oldesloe

DE 1302187806 Stuard P 2004 107 51 97 111 103 aktiv Lafrenz, Hamdorf

Schweiz-Export

White Galloways auch im Ausland gefragt

Kurz vor Weihnachten machten sich eine Kuh mit

Kalb und zwei Färsen auf den Weg in die Schweiz.

Esprit vom Bebensee, das Kalb Helena und die Färsen

Fee und Godiva waren für den Kunden aus der

Schweiz vorgesehen.

Die White Galloway´s von Mechthild Oertel aus

Bebensee sind in dem 1.200 km entfernten Breganzona

nicht unbekannt.

Bereits im Jahr 2003 gingen drei Rinder an Schweizer

Kunden.

C. Henningsen

Abt. Fleischrinder

White Galloways auch im Ausland gefragt Foto: Henningsen

Rind im Bild 1/2009


Best of

1. Färsenchampionat

Termin 6. Mai 2009

Ort Groß Kreutz

Rassen Angus

Blonde d´Aquitaine

Charolais

Fleckvieh

Hereford

Limousin

Uckermärker

Tiere ca. 70 Rinder vom Jährling bis zur

tragenden Färse

Schau Einlass ab 9.00 Uhr

Auktion 13.00 Uhr

Präsentation der Verkaufstiere ab 10.00 Uhr

Championwahl über alle Rassen

Beteiligte Verbände:

RBB Rinderproduktion

Berlin-Brandenburg GmbH

Lehniner Straße 9

D -14550 Groß Kreutz (Havel)

Telefon: +49-33207- 533-030


22

FLEISCHRINDER

Neuer Internet-Meldeweg für Kalbedaten der Fleischrinderbetriebe

HIT-und Herdbuch-Geburtsmeldung

Ab sofort steht für Fleischrinder-Herdbuchbetriebe

der Rinderzucht Schleswig-Holstein e.G. ein neuer

online-Meldeweg für Geburtsdaten zur Verfügung.

Bisher mussten die Herdbuch relevanten Daten wie

z. B. Geburtsgewicht, Farbe, Name und Vater an die

Herdbuchabteilung der RSH e.G. gemeldet werden.

Seit Dezember 2008 besteht nun die Möglichkeit,

sowohl die HI Tier-Meldung und ebenfalls die Herdbuchdaten

in einem Schritt einzugeben.

Unter dem Menüpunkt „Online-Service“ finden Sie

den Unterpunkt „Geburtsmeldungen Fleischrinder“.

Klicken Sie nun auf den Link: „Zur Geburtsmeldung

für Fleischrinder“. Von dort gelangen Sie zum Meldemodus

des VIT. Dort melden Sie sich mit Ihrer

HI-Tier-Registriernummer und Ihrem PIN wie auf

der HI-Tier-Homepage an. Die PIN wird nicht im VIT

gespeichert.

Nach der Anmeldung werden von HI-Tier die letzten

beiden vergebenen Ohrmarkenserien angezeigt.

Nachdem Sie eine Ohrmarke ausgewählt haben

und die VVVO relevanten Geburtsmeldedaten (Geburtsdatum,

Geschlecht, Ohrmarke der Mutter, Rasse

etc.) eingegeben haben, erscheint ein weiteres

Feld zur Eingabe der Herdbuch relevanten Daten:

Deckdaten, Vater des Kalbes, Name des Kalbes,

Geburtsgewicht, Farbe.

Voraussetzung für die erfolgreiche Teilnahme an

dem neuen Verfahren ist, dass die Mutter des gemeldeten

Kalbes im Herdbuch bekannt und dem

meldenden Betrieb zugeordnet ist bzw. im HI-Tier

auf dem Betrieb gemeldet ist.

Bitte beachten Sie, dass dieser Service zwischen

5:00 und 23:00 Uhr zur Verfügung steht. Außerhalb

dieser Zeit können aus technischen Gründen keine

Herdbuch relevanten Angaben eingegeben werden.

Nino vom Osterhof, ein Napoleon-Sohn von Karsten Blohm aus Bönningstedt Foto: Henningsen

Rind im Bild 1/2009

Die Vorteile des neuen Meldeweges sind:

- Kombinierte Geburtsmeldung für HI-Tier und die

Herdbuchführung

- Nutzung der eigenen Registriernummer und PIN

von HI-Tier

- Nach erfolgreicher Eingabe der VVVO-relevanten

Daten, Eingabe der Herdbuch relevanten Daten:

Deckdaten, Vater des Kalbes, Name des Kalbes,

Geburtsgewicht, Farbe

- Sofortige Fehlerprüfung

- Aktuelle Herdbuchführung

- Wie gewohnt erstellt die LKD GmbH automatisch

den Rinderpass/Stammdatenblatt

Nutzen Sie den neuen Online-Meldeweg, um Ihre

Fleischrinderkalbedaten an HI-Tier und gleichzeitig

an das Herdbuch zu melden!

C. Henningsen

Abt. Fleischrinder


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24

FRÜHER & HEUTE

Alle „Früher“-Bilder mit

freundlicher Genehmigung

von Familie Schübeler

Vielen Dank!

Melken – Frü

Rind im Bild 1/2009


her & Heute

„Heute“-Bilder: Arp

Rind im Bild 1/2009

FRÜHER & HEUTE

25


26

JUNGZÜCHTER

Jahreshauptversammlung des Landes-

jungzüchterverbandes der Rinderzucht

Schleswig-Holstein eG

Am Mittwoch, den 3. Dezember 2008 fand die Jahreshauptversammlung

des Jungzüchterverbandes

der Rinderzucht Schleswig-Holstein in der Tierzuchtverwaltung

in Neumünster statt.

Die 1. Vorsitzende Maria Detlefsen begrüßte die

Jungzüchter und Ehrengäste und fuhr mit ihrem

Jahresbericht fort. Sie ließ das vergangene Jahr

Revue passieren und deutlich werden, dass wieder

ein Jahr mit vielen Aktivitäten zu Ende gegangen

ist.

Der Kassenwart Markus Fuschera-Petersen berichtete

über die Kassenentwicklung im vergangenen

Jungzüchterjahr und erklärte, wo die Einnahmen

und Ausgaben her stammten. Er machte deutlich,

dass die Finanzen des Vereins eine solide Grundlage

für das neue Jahr bilden.

Es folgten die Wahlen, deren Rüdiger Böhnke sich

als Wahlleiter annahm. Als erstes wurde das Amt

von Maria Detlefsen als 1. Vorsitzende neu besetzt.

Sie hat bis dato sieben Jahre aktiv im Vorstand mitgewirkt

und schied nun auf eigenen Wunsch aus

dem Vorstand aus. Für sie wurde Markus Fuschera-

Petersen zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt. Auch

der 2. Vorsitzende Thorsten Freyer verließ den Vorstand

auf eigenen Wunsch nach siebenjähriger Mitarbeit.

Timm Staggen wurde zu seinem Nachfolger

gewählt. Dadurch wurde das Amt des 3. Vorsitzenden

frei, in das Christina Wendt gewählt wurde.

Durch die Neubesetzungen der ersten drei Vorsitzenden

musste ein neuer Kassenwart gewählt werden.

Die Wahl fiel auf Christoph Horn. Für zwei freigewordene

Beisitzer-Posten sind Maren Dethlefs

und Maria Schnepel neu in den Vorstand gewählt

worden.

Bei dieser Jahreshauptversammlung wurde außerdem

Miriam Nobbe offiziell in das Amt als Geschäftsführerin

des Landesjungzüchterverbandes

eingeführt und ist nun Nachfolgerin von Jörn-Thore

Heesch, der bis dahin sieben Jahre der Geschäftsführer

war. Auf die Zusammenarbeit mit den neuen

Vorstandsmitgliedern und der neuen Geschäftsführerin

freuen wir uns alle sehr!

Bei den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern

Maria Detlefsen und Thorsten Freyer, dem alten Ge-

Jungzüchtervorstand 2008/2009 Foto: Böhnke

schäftsführer Jörn-Thore Heesch sowie der neuen

Geschäftsführerin Miriam Nobbe, die uns im letzten

Jahr im Vorstand bereits begleitet hat, wurde für

den tollen Einsatz und die geleistete Arbeit für den

Landesjungzüchterverband gedankt.

Im Anschluss an die Wahlen folgte ein Vortrag von

Matthias Leisen, in dem er Aktuelles aus der RSH

e.G. bekannt gab und über die genomische Selektion

referierte. Dieses innovative Selektionsverfahren

ermöglicht eine Selektion von Bullen/Bullenmüttern

bereit als Kalb, was eine erhebliche Kosten und

Zeitersparnis bei der Nachkommenschaftsprüfung

bedeutet. Es folgte der Vortrag von Karl-Heinz Derboven,

Rinderzuchtbetrieb Derboven in Warpe, mit

dem Thema „Grenzen des Wachstums in modernen

Milchviehzuchtbetrieben“. Er zeigte hierin Faktorknappheiten

auf, die das Wachstum von Milchviehbetrieben

begrenzen könnten und schilderte auch

vergangene und zukünftige Wachstumsschritte

seines Betriebes. Dieses ließ im Anschluss an den

Vortrag eine rege Diskussion zwischen den interessierten

Zuhörern und dem Referenten entstehen.

Svenja Pein

Pressewartin im Landesjungzüchterverband

Rind im Bild 1/2009

Jungzüchter-

Landesfahrt

2009

Die diesjährige Landesfahrt wird uns in die

Mitte Deutschlands führen, nach Hessen.

Die Fahrt wird sich über einen Zeitraum von

fünf Tagen erstrecken.

Wir planen am 24.08.2009 zu Starten und

werden voraussichtlich am Freitag den

28.08.2009 zurück sein.

Am Programm wird derzeit gearbeitet, es wird

Euch wie immer per Post erreichen und in der

nächsten Rind im Bild veröffentlicht. Wir hoffen,

dass Ihr auch in diesem Jahr wieder Lust

habt und euch zahlreich anmeldet!


Zu dieser Veranstaltung sind alle

Interessierten herzlich eingeladen.

Der Eintritt ist frei, für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Der Vorstand des Landesjungzüchterverbandes


28

JUNGZÜCHTER

Jungzüchterschau im

Kreis Rendsburg-Eckernförde

Auch in diesem Frühjahr soll eine gute Tradition der

Rot- und Schwarzbuntzüchter im Kreis Rendsburg-

Eckernförde fortgesetzt werden:

Beide Kreisvereine laden ein zur gemeinsamen

Kreisjungzüchterschau am Sonntag, den 5. April

um 10.00 Uhr in Gnutz.

Ungefähr 50 bis 60 Kinder und Jugendliche werden

ihre Kälber und Jungrinder im Schauring präsentieren.

Entwicklung der Rinderproduktion

in 2008 und Vorschätzung für 2009

Das Statistische Bundesamt hat die vorläufigen

Ergebnisse der Viehbestandserhebung vom 3. Mai

2008 vorgelegt. Auf Grundlage dieser Ergebnisse

wird die Entwicklung des Rinder- und Schweinemarktes

in 2008 dargestellt und für 2009 vorausgeschätzt.

dadurch verringerte sich entsprechend der Durchschnittsbestand.

Aus Vergleichsgründen wurde für 2007 eine Rückrechnung

auf der neuen Basis vorgenommen.

• leichter Rückgang (- 0,1 %) bei den Rindern insgesamt,

Bestandsabbau bei den männlichen Rin-

Entwicklung der Rinderproduktion in 2008 und Vorschätzung für 2009

Rinderbestand Das Statistische am Bundesamt 3. Mai 2008 hat die vorläufigen Ergebnisse dern der verlangsamt. Viehbestandserhebung vom 3. Mai

Bislang 2008 vorgelegt. wurde die Auf Erhebung Grundlage des Viehbestandes dieser Ergebnisse bei •wird Derdie Bestand Entwicklung an Milchkühen des Rinder- stiegund gegen Mai

Rindern Schweinemarktes durch eine in repräsentative 2008 dargestellt Zählung und für 2009 durchvorausgeschätzt.

2007 leicht an, die Anzahl der Mutterkühe ist wiegeführt.

Diese Erhebung wird nunmehr durch eine der rückläufig.

Rinderbestand am 3. Mai 2008

Analyse der HIT-Datenbank vorgenommen.

Bislang wurde die Erhebung des Viehbestandes bei Rindern durch eine repräsentative Zählung

Da durchgeführt. Abschneidegrenzen Diese Erhebung für Kleinstbestände wird nunmehr fehlen, durch Entwicklung eine Analyse des Schlachtrindermarktes der HIT-Datenbank 2008

führt vorgenommen. dies zu einer verbesserten Genauigkeit. und Vorschätzung für 2009

Da Abschneidegrenzen für Kleinstbestände fehlen, führt dies zu einer verbesserten Genauigkeit.

• geringfügig niedrigere Schlachtgewichte bei

Jungbullen (-0,5 %), Gesamtschlachtmenge bei

Kühen und Kälbern leicht angestiegen

• 543 000 t Rind- und Kalbfleisch ausgeführt

(+ 5,1 %). Hauptabnehmerländer Italien, Frankreich,

Niederlande

• 334 000 t Rind- und Kalbfleisch eingeführt

(-3,1 %), Hauptlieferländer Niederlande, Frankreich,

Polen, Italien, Brasilien und Argentinien

• Der Pro-Kopf-Verbrauch bleibt 2008 mit 11,8 kg

nahezu unverändert

• Der Durchschnittspreis für Jungbullen (Handelsklasse

R3) lag im 1. Halbjahr 2008 bei 3,11 €/kg

SG (+ 7,9 % gegenüber vergleichbarem Vorjahreszeitraum)

Verbunden ist damit auch ein Bestandsanstieg an Rindern um rd. 300.000 Tiere gegenüber den

Verbunden

letzten Viehzählungsergebnissen.

ist damit auch ein Bestandsanstieg an Vorausschau

Zudem erhöhte sich die Gesamtzahl der Halter, dadurch verringerte sich entsprechend der

Rindern

Durchschnittsbestand.

um rd. 300.000 Tiere gegenüber den letzten • Rindfleischproduktion in Deutschland 2009 leicht

Viehzählungsergebnissen.

Aus Vergleichsgründen wurde für 2007 eine Rückrechnung rückläufig auf der neuen (- 1,2 Basis %) vorgenommen.

Zudem erhöhte leichter sich Rückgang die Gesamtzahl (- 0,1 %) der bei Halter, den Rindern • Beiinsgesamt, stabilem Inlandsverbrauch Bestandsabbau bei wird den 2009 ein

männlichen Rindern verlangsamt.

Der Bestand an Milchkühen stieg gegen Mai 2007 leicht an, die Anzahl der Mutterkühe

ist wieder rückläufig.

Entwicklung des Schlachtrindermarktes 2008 und Vorschätzung Rind für 2009 im Bild 1/2009

geringfügig niedrigere Schlachtgewichte bei Jungbullen (-0,5 %), Gesamtschlachtmenge

bei Kühen und Kälbern leicht angestiegen

Ort der Veranstaltung ist die Halle der Familie Jürgen

Honermeier, Heinkenborsteler Weg 23 in Gnutz. Alle

Interessierten sind herzlich dazu eingeladen. Für das

leibliche Wohl ist gesorgt und der Eintritt ist frei. Kinder,

die sich noch zur Kreisjungzüchterschau anmelden

möchten, wenden sich bitte an die Vorsitzenden

Klaus-Jürgen Wichmann (RBT) unter 04356 207 oder

Paul Hameister (SBT) unter 04392 5203. U. Lucanus

Selbstversorgungsgrad von 126 % erwartet

• moderater Anstieg des Verbraucherpreises bei

kaum verändertem Verbrauch möglich

• Erzeugerpreise auf bisherigem Niveau, stei-

gende Rindfleischexporte bei rückläufigen Im-

porten erwartet

• geringe Veränderungen bei den Importen/Expor-

ten lebender Tiere

• Zuchtfärsen für die eigene Bestandsergänzung

und Export bleiben gesucht

adr-informationen 49/08

Fleischkonsum

stagniert

Die Bundesbürger haben ihren Fleischverzehr im

vergangenen Jahr etwas eingeschränkt.

Nach Darstellung der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle

(ZMP) lag der Durchschnittsverbauch mit

60,5 kg pro Kopf rund 600 g unter dem Vorjahreswert;

allerdings bewegte er sich damit weiterhin in

der für die vergangenen Jahre ermittelten Spanne

von etwa 60 kg bis 61 kg Fleisch pro Einwohner und

Jahr, wie die Bonner Marktbeobachter mitteilten.

Bezogen auf die einzelnen Fleischarten verminderte

sich der mittlere Pro-Kopf-Verbrauch an Schweinefleisch

in Deutschland nach Angaben der ZMP im

Jahresvergleich um 800 g auf 39,2 kg, während

die Verbraucher den Rindfleischverzehr um durchschnittlich

200 g auf 8,3 kg und den Konsum von

Geflügelfleisch um 300 g auf 11,0 kg einschränkten.

(AgE)

adr-informationen 01/09


Änderung der Tierschutzstandards

für Rinder in der Vorbereitung

Mit dem Neuen Jahr werden in der Europäischen

Union auch die Planungen konkreter, eigene Tierschutzstandards

für Rinder zu entwerfen.

Die EU-Kommission hat bei der Europäischen Behörde

für Lebensmittelsicherheit (EFSA) ein Gutachten

zu den Haltungsbedingungen von Nutzrindern

in Auftrag gegeben, das Anfang dieses Jahres erwartet

wird. Außer für Kälber gibt es derzeit keine

umfassenden Vorschriften für die Rinderhaltung in

der Europäischen Union. Mit dem EFSA-Gutachten

dürfte die Diskussion daher wieder aufleben.

Als Vorreiter bei diesem Thema hat sich der Europarat

entpuppt, der sich bereits Ende der achtziger

Jahre auf Tierschutzempfehlungen für Nutztiere

verständigte. Mit deren Weiterentwicklung für den

Rinderbereich wurden in einen neuen Entwurf dieser

Empfehlungen auch konkrete Zahlen geschrieben.

Genaue Vorgaben sind beispielsweise bei Platzbedarf,

der Abschaffung von Vollspaltenböden

und Vorschriften zum Weidegang geplant. So wird

beispielsweise Zuchtbullen bis zu einem Gewicht

von 1.000 kg eine Liegefläche von mindestens

16 qm zugestanden, schwerere Tiere sollen pro

60 kg Mehrgewicht 1 qm Platz zusätzlich bekommen.

Darüber hinaus wird für Zuchtbullen genügend

Bewegungsfreiraum in einer Größenordnung von 25

qm gefordert. Für Masttiere bis zu einem Gewicht

von 400 kg wird ein Platzbedarf von 4,5 qm veranschlagt.

Milchkühe und Färsen sollen laut dem aktuellen

Entwurfsstand mindestens 90 Tage im Jahr

auf die Weide, Tiere in Anbindehaltung sollten jeden

Tag Auslauf bekommen. Bei Neubauten oder

Sanierungen soll das Anbinden vermieden werden.

In den Bestimmungen zum Stallbau wird Vollspaltenböden

aus Beton ein Riegel vorgeschoben. Ausnahmen

soll es geben, wenn ein Kunststoffüberzug

vorhanden ist.

Laut dem Entwurf für die überarbeiteten Rinderhaltungsempfehlungen

des Europarates bleibt ein

systematischer oder routinemäßiger Einsatz von

Medikamenten „außer für therapeutische oder

prophylaktische Zwecke“ verboten, wenn er dazu

dient schlechte Hygiene- oder Haltungsbedingungen

auszugleichen oder Schmerz und Not zu

verschleiern. Das gilt laut den Empfehlungen des

Europarates auch für Antibiotika. Starke plötzliche

Veränderungen in der Zusammensetzung und der

Entwicklung der durchschnittlichen

Kuhzahl in ICAR–

Milcherzeugerbetrieben

Die Erzeugungskosten der Milch hängen u. a. von

den Bestandsgrößen der Milch erzeugenden Betriebe

ab. Große Einheiten können die Milch in der

Regel kostengünstiger erzeugen als kleine.

In vielen Ländern der Erde werden deshalb die

Milchkuhherden aufgestockt.

Zunächst ist auf die traditionell großen Milchkuhherden

in Übersee (Neuseeland, Australien,

Argentinien, USA, Israel) und in einigen früheren

Ostblockstaaten (Slowakei, Tschechien) - aber auch

in England und Schottland hinzuweisen.

Deutlich kleiner waren seit jeher die Milchkuhherden

der Familienbetriebe in Westeuropa, speziell in

Gebirgsregionen.

In den neu hinzugekommenen Ländern Litauen,

Lettland, Polen, Ungarn und Kroatien sind die Herden

besonders klein.

Jedoch werden die Bestände fast überall dynamisch

aufgestockt, nur gebremst durch die natürlichen

Verhältnisse sowie Quoten- und Markt-Regelungen.

So ist es den Milcherzeugern in Übersee in

den vergangenen zehn Jahren offensichtlich leichter

gefallen als den Betrieben in Kontinentaleuropa,

ihre Herden zu vergrößern; aber auch innerhalb der

EU haben die Engländer und Dänen ihre Betriebe

dynamischer aufgestockt als die Milchkuhhalter in

den anderen EU-Mitgliedstaaten (siehe Tabelle).

Deutschland findet sich dort unter 23 MLP-Organisationen

an 15. Stelle. (ADR)

adr-informationen 03/09

Rind im Bild 1/2009

FÜR SIE GELESEN

Art des Futters sollen außer in Notfällen vermieden

werden.

Methoden und Zusatzstoffe, die Verletzungen oder

Stress verursachen, sind verboten. Konkrete Vorgaben

macht der Europarat auch zum Stallklima. So

soll die Ammoniakkonzentration in Rinderställen

einen Wert von 20 ppm pro Kubikmeter (cbm) nicht

dauerhaft überschreiten.

Für Kohlendioxid ist eine Obergrenze von 3 000

ppm, für Schwefelwasserstoff von 0,5 ppm und für

Staub von 10 mg/cbm vorgesehen.

Vom Verbot einer Verstümmelung der Rinder sollen

die nationalen Behörden Ausnahmen erlauben können,

so beispielsweise für das Enthornen, die Kastration

von Bullen und Bullenkälbern, Nasenringe

für Bullen und für die Markierung, sei es durch Ohrmarken,

elektronische Geräte oder aber auch mit

dem Brenneisen. Im Entwurf des Europarates steht

auch, dass die Rinder unnötigem, plötzlichem und

konstantem Lärm nicht ausgesetzt werden sollen.

Ventilatoren, Fütterungs- und Melktechnik sollen so

installiert, betrieben und gewartet werden, dass sie

möglichst wenig Geräusche machen. (AgE)

adr-informationen 01/09

Veränderung der Durchschnittskuhzahl in

ICAR-Mitgliedsorganisationen, 1996-2006

29


30

FÜR SIE GELESEN

Das Bild der Tierhaltung

in der Öffentlichkeit verbessert sich

Das Image wie auch das Bild der deutschen Landwirtschaft

hat sich bei den Verbrauchern in den

letzten Jahren in mehreren Punkten deutlich verbessert.

Dies ist das Ergebnis einer aktuellen, repräsentativen

Umfrage vom November/Dezember 2008, die

das Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag

der DLG (Deutsche Landwirtschafts- Gesellschaft)

durchführte. Die Geschäftsführerin des Allensbacher

Instituts, Prof. Dr. Renate Köcher, stellt die

Ergebnisse jetzt im Rahmen der DLG-Wintertagung

in Berlin vor. Die Verbesserungen beziehen sich

sowohl auf die Einschätzungen zu den Qualitätsstandards

als auch auf die Attribute Modernität,

Fortschrittlichkeit und Innovationsoffenheit.

„Dass Landwirte für neue Entwicklungen offen und

umweltbewusst sind sowie sich für die Interessen

der Verbraucher einsetzen und sich an den Prinzipien

einer artgerechten Tierhaltung ausrichten,

dieses Bild verstärkt sich in der Bevölkerung“, so

formuliert sie es in ihrem Ergebnisbericht.

Allerdings habe die deutsche Bevölkerung nach den

Aussagen von Professor Köcher „nach wie vor eine

tiefe emotionale Zuneigung zu dem Bilderbuch-

Bauernhof aus Kindertagen und revoltiert daher

innerlich gegen die Transformation der Landwirtschaft“.

Dies zeige sich auch an der nur begrenzten

Bereitschaft, Veränderungen in der Landwirtschaft

mitzutragen, selbst wenn dadurch die Lebensmittelpreise

deutlich gesenkt werden könnten.

Der Verbraucher in Deutschland stelle hohe Anforderungen

an die Landwirtschaft, so Professor Renate

Köcher. Dies gelte insbesondere bei tierischen

Erzeugnissen.

Artgerechte Tierhaltung stehe an der Spitze der

Erwartungen, noch vor Qualitätsgarantien der Sicherung

der Ernährung in Deutschland und nachhaltigen

Produktionsmethoden. 79 Prozent der

gesamten Bevölkerung erwarten von der Landwirtschaft

eine artgerechte Tierhaltung, 75 Prozent

die Garantie der Qualität von Fleischprodukten, 73

Prozent, dass sie die Ernährung der Bevölkerung in

Deutschland sichert, und 72 Prozent, dass sie bei

der Produktion von Nahrungsmitteln auf Nachhaltigkeit

setzt. Wichtig ist für den Verbraucher auch

die Erhaltung des ländlichen Raums und der Dorfgemeinschaften.

Trotz der hohen Erwartungen hat sich das Bild

der Tierhaltung in der Öffentlichkeit in den letzten

sechs Jahren deutlich hin zum Positiven entwickelt,

Müller: Deutsche Agrarexporte

gegen den Trend im stabilen Bereich

„Die Exporte der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft

zeigen aktuell ein deutlich anderes Bild

als der allgemeine Abwärtstrend im Gesamtexport“,

sagte der Parlamentarische Staatssekretär

und Exportbeauftragte bei der Bundesministerin für

Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz,

Dr. Gerd Müller, vergangenen Freitag in Berlin.

Gingen die deutschen Gesamtexporte nach vorläufigen

Angaben im November 2008 um 11,8 Prozent

im Vergleich zum Vorjahresmonat zurück, so werden

sich hingegen die Ausfuhren bei Gütern der Agrar-

und Ernährungsbranche im gleichen Zeitraum stabil

im Bereich des Vorjahreswertes von 4,3 Milliarden

Euro bewegen, sagte Müller. Insgesamt exportierte

die Branche im Jahr 2008 Güter im Wert von 53

Milliarden Euro, was im Vorjahresvergleich einen

Rekordzuwachs von 15 Prozent bedeutet.

Der Staatssekretär wertete diese Entwicklung als

positives Zeichen dafür, dass sich viele Unternehmen

der deutschen Land- und Ernährungswirtschaft

zukunftsträchtig aufgestellt hätten und erfolgreich

im internationalen Markt tätig sind.

Allerdings werden nach Auffassung Müllers die

Auswirkungen der Finanzkrise auch innerhalb der

deutschen Land- und Ernährungswirtschaft spürbar

Rind im Bild 1/2009

stellt die Direktorin des Allensbach-Instituts fest.

So seien mehr als die Hälfte der Bevölkerung überzeugt,

dass sich die Tierhaltung in den letzten Jahren

durch modernere Ställe, mehr Freilandflächen

oder andere Maßnahmen deutlich verbessert habe.

Insbesondere die ältere Bevölkerung ziehe diese

positive Bilanz. 64 Prozent der über 60-Jährigen sehen

deutliche Verbesserungen bei der Tierhaltung

in Deutschland.

Gerade auch bei den Einschätzungen zur Tierhaltung

treffe diese Feststellung zu, dass diejenigen,

die Landwirte kennen und Kontakt mit ihnen haben,

positiver über Tierhalter urteilen. Für diese hätten

die Landwirte zudem eine hohe berufliche Qualifikation,

seien gute Unternehmer und starke Persönlichkeiten.

Für Personen, die Landwirte persönlich kennen,

zähle die Landwirtschaft zu den modernen Wirtschaftszweigen.

Diese Tatsache verdeutliche, welche Chancen in

der zunehmenden Verbreitung der Direktvermarktung

oder des Absatzes über die Wochenmärkte

für die weitere Verbesserung des Nahbildes von

der Landwirtschaft liegen, betont Professor Renate

Köcher. (dlg/ADR) adr-informationen 02/09

sein. Einbrüche in Größenordnungen wie in anderen

Branchen zeichneten sich derzeit jedoch nicht ab.

Nach Müllers Angaben wird in der Agrar- und Ernährungswirtschaft

mittlerweile jeder vierte Euro

im Export erlöst.

Deutschland ist in der Summe drittgrößter Agrarexporteur

weltweit. Besondere Zuwächse erreichten

im letzten Jahr vor allem die Unternehmen der

Fleisch- und Milchbranche, so Müller.

(bmelv) adr-informationen 02/09


Jubiläen bei der RSH eG

5 Jahre

Angelika Kurschus

10 Jahre

Heino Andresen

15 Jahre

Silvia Berndt

Esther Kracht

Axel Oldenbürger

25 Jahre

Klaus-Jürgen Tramm

Herr Tramm ist auf

dem elterlichen Betrieb

aufgewachsen

und hat nach dem

Realschulabschluss

eine landwirtschaftliche

Lehre absolviert.

Nach dem erfolgreichen

Abschluss

der Landwirtschaftsschule war eine Stelle bei dem

Verband der Angler Rinderzüchter ausgeschrieben, auf

die sich Herr Tramm mit damals 22 Jahren bewarb.

Nach dem Vorstellungsgespräch mit Herrn Dr. Placke

und Herrn Bilet konnte Herr Tramm sofort beginnen.

Die Stellenausschreibung umfasste die Mitarbeit in

der Tierbetreuung und Fortbildung zum Tierzuchttechniker.

Nach Abschluss der Technikerausbildung von Ende

1984 bis 1992 war Herr Tramm dann in allen Arbeitsbereichen

im Einsatz. Er führte Besamungsvertretungen

durch, wirkte in der Spermagewinnung und

in der Bullenbetreuung sowie bei der Abwicklung von

Auktionen mit.

Von 1992 bis 1998 ergab sich fusionsbedingt ein

anderes Aufgabenfeld für Herrn Tramm, dass in der

Bewirtschaftung des Wartebullenstalles Pleistruper

Straße und den landwirtschaftlichen Flächen in Sü-

derbrarup gemeinsam mit Herrn Johannsen bestand.

Im Herbst 1998 wurde Herr Tramm erneut als Tierzuchttechniker

gebraucht. Nachdem er in Wanderup

Helge Petersen und im Zentralbüro Stafstedt Dieter

Jäger einige Wochen begleitet hatte, erfolgte ein

halbjähriger Einsatz in der Bezirksbetreuung in Dithmarschen.

Im Anschluss hat Herr Tramm für eineinhalb Jahre

einen Besamungsbezirk im Zentralbüro Klein Rheide

übernommen.

Am 1. Januar 2001 wurde dann ein Bezirk im Zentralbüro

Süderbrarup frei, den Herr Tramm als Jüngster in

der Runde der altgedienten Süderbraruper Techniker

übernahm und seit dem wieder im Ursprungsgebiet

tätig ist. In den folgenden acht Jahren hat Herr Tramm

den Bezirk im Raum Norgaardholz, Dollerupholz Nordballig

intensiv betreut und ist in dieser Zeit vom an

Lebensjahren jüngsten zum ältesten Techniker im Zentralbüro

geworden.

Herr Tramm hat in den 25 Jahren Dienst in vielen Bereichen

unserer Genossenschaft gewirkt.

Seine zurückhaltende freundliche Art, die verbunden

mit stillem Ehrgeiz, außerordentlicher Zuverlässigkeit

und unermüdlicher Einsatzfreude stets zu spüren ist,

hat ihm bei den betreuten Betrieben in den unterschiedlichen

Regionen sehr viel Sympathie und Anerkennung

eingebracht.

Die Kollegen an den unterschiedlichen Dienstorten

und Einsatzbereichen schätzen Herrn Tramm wegen

seiner Kollegialität, Flexibilität, positiven Arbeitshaltung

und nicht zuletzt wegen seines stillen Humors.

Herr Tramm zeigt seine Freude in der Arbeit mit den

Tieren in der Zucht und hat als besonderes Erlebnis

als Techniker schon zwei Drillingsträchtigkeiten mit

jeweils einer Besamung erzeugt.

Im Namen der betreuten Mitgliedsbetriebe, der Gremien

und Mitarbeiter der RSH bedanken wir uns für

25 Jahre hervorragende Arbeit im Dienste der Rinderzucht.

Wir wünschen Herrn Tramm für die Zukunft alles Gute

und freuen uns auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit.

Dr. E. Hasenpusch

Rind im Bild 1/2009

PERSONALIEN

40 Jahre

Karl-Heinz Bösel

Herr Karl-Heinz Bösel

wuchs im Umfeld

der Besamungsstation

Schönböken auf

und begann am 2.

Januar 1969 nach

abgeschlossener

Ausbildung mit der

Lehre zum Tierzuchttechniker.

Der Beruf des Technikers

hatte sich in der Zeit gerade etabliert und die

Besamungszahlen nahmen jedes Jahr stark zu, sodass

die Entscheidung in dieses Berufsfeld tätig zu werden

eine Entscheidung mit langfristiger Perspektive war.

Herr Bösel arbeitete erst ein Jahr im Stall, ein weiteres

Jahr im Labor und im dritten Ausbildungsjahr

erfolgte dann die Vorbereitung auf den Technikerkurs

sowie die Bezirksbetreuung.

Herr Bösel hat bereits in dieser Zeit die anstehenden

Aufgaben mit Elan und Freude erledigt und es nie an

einer ordentlichen Portion Humor vermissen lassen,

sodass aus dieser Zeit noch heute Erinnerungen bei

Zeitgefährten lebendig sind.

Nach abgelegter Technikerprüfung arbeitete Herr Bösel

im Besamungseinsatz in Niedersachsen und kehrte

zur Saison 1974/75 nach Schleswig-Holstein zurück.

Im Raum Todenbüttel war durch die Aufgabe der Besamungsdurchführung

der Tierarztpraxis Glänzer und

Wienecke ein Besamungsbezirk frei geworden, den

Herr Bösel übernahm. In diesem Besamungsbezirk ist

Herr Bösel nunmehr 35 Jahre im Einsatz. Bis Anfang

der 90iger erfolgte die Bezirksbetreuung von zu Hause,

danach aus dem Zentralbüro Stafstedt zeitweise

mit acht anderen Kollegen.

Herr Bösel hat durch seine humorvolle Art und sein

offenes Wesen erheblich zu dem guten Klima im

Zentralbüro beigetragen und damit eine Atmosphäre

geschaffen, in der die Einführung von neuen Entwicklungen

wie die elektronische Datenerfassung durch

einen Wissensaustausch im Team problemlos ablaufen

konnte.

In der Mitgliederbetreuung, Besamungsdurchführung

und Zuchtberatung hat Herr Bösel in den 35 Jahren

intensiver Arbeit in „seinem“ Bezirk Meilensteine ge-

31


32

PERSONALIEN

setzt und maßgeblich den Zuchtfortschritt in die Praxis

durch nahezu eine Viertel Million Besamungen umgesetzt.

Dieser Beitrag zur Entwicklung der betreuten

Betriebe wie auch die Pflege der persönlichen Beziehungen,

die sich in der fast täglichen Begegnung mit

den Betriebsleiterfamilien über den langen Zeitraum

ergeben haben, zeichnen Herrn Bösel auf besondere

Weise aus. Die betreuten Betriebe, Vorstand, Aufsichtsrat

sowie alle Mitarbeiter und Kollegen sagen

Danke für 40 Jahre vorbildlicher Arbeit, Betriebstreue

und Kollegialität. Wir wünschen Herrn Bösel für die

letzten Monate der aktiven Tätigkeit bis zum Eintritt

in den wohlverdienten Ruhestand alles Gute und die

nötige innere Ruhe und Gelassenheit vor dem Eintritt

in den neuen Lebensabschnitt. Auf das „unser Kalle“

fröhlich und gesund bleibt! Dr. E. Hasenpusch

Neu bei der RSH e.G.

Stefan Dithmer

Am 15.01.2009 ist

Herr Stefan Dithmer

erneut in das Mitarbeiterteam

der RSH

eG eingetreten. Der

bisherige berufliche

Weg führte Herrn

Dithmer nach dem

Realschulabschluss

über eine landwirtschaftliche

Lehre

zum Ausbildungsabschluss des staatlich geprüften

Wirtschafters. Daran schloss sich die Ausbildung zum

Agrarbetriebswirt an der Höla in Rendsburg an.

Nach einiger Zeit in der täglichen Praxis hat Herr Dithmer

von März 2006 bis August 2008 die Funktion des

Stallmeisters auf unserer Station in Schönböken inne

gehabt. Herr Dithmer verließ die RSH eG auf eigenen

Wunsch aufgrund sich für ihn abzeichnender anderer

Perspektiven, die sich anders entwickelten. Somit

steht uns Herr Dithmer ab 15. Januar 2009 zur Ausbildung

als Tierzuchttechniker zur Verfügung, die er

sicher mit dem bekannten Elan und der Einsatzfreude

gut absolvieren wird. Wir wünschen ihm während der

Ausbildung und für die weitere Zukunft alles Gute und

freuen uns auf eine Fortsetzung der guten Zusammenarbeit.

Dr. E. Hasenpusch

Neu bei der RSH e.G.

Jürgen Bahlmann

Mit Beginn des neuen

Jahres hat Herr

Jürgen Bahlmann

den Aufgabenbereich

von Frau Hinrichsen-Buhmann

übernommen. Sein

Tätigkeitsbereich

umfasst vorrangig

die Vermarktung

und Betreuung der

Mitgliedsbetriebe in den Kreisen Steinburg und Dithmarschen.

Herr Bahlmann ist den Rotbuntzüchtern

durch die intensive Auktions- und Schaubeschickung

bekannt und somit bestens vertraut mit der praktischen

Rinderzucht. Dieser langjährigen züchterischen

Tätigkeit vorausgegangen ist die erfolgreiche

schulische Ausbildung, die praktische Lehre auf dem

Rind im Bild 1/2009

Zuchtbetrieb Postel, Rastorferpassau, Landwirtschaftsschule

und Höla.

Herr Bahlmann ist verheiratet und hat 2 Töchter, die

noch zur Schule gehen.

Nach 20 Jahren Selbstständigkeit ist Herr Bahlmann

nun entschlossen, sich beruflich umzuorientieren und

für die Rinderzucht Schleswig-Holstein e.G. tätig zu

werden.

Wir bitten die Mitglieder, Herrn Bahlmann das für

eine erfolgreiche Zusammenarbeit erforderliche

Vertrauen entgegen zu bringen, und wünschen ihm

einen guten Start bei der Rinderzucht Schleswig-

Holstein e.G.

Sie erreichen Herrn Bahlmann in der Zentrale in Neumünster

unter Tel. 04321-905 318 bzw. mobil: 0170-

2275844. Dr. H. Kahle

Prüfung erfolgreich bestanden!

Simone Heide

Wir freuen uns,

dass unsere

Auszubildende,

Simone Heide,

ihre Prüfung zur

Bürokauffrau erfolgreichbestanden

hat und gratulieren

an dieser

Stelle nochmals

recht herzlich.

Frau Heide erhält im Anschluss an ihre bestandene

Prüfung einen befristeten Arbeitsvertrag und wird unser

Team im Herdbuch unterstützen. J. Ahlert


Ingwer Feddersen

Nach langer schwerer Krankheit verstarb am

24.12.2008 Herr Ingwer Feddersen.

Herr Feddersen war von 1966 -1992 Vorstandsmitglied

im Kreisverein der Schwarzbuntzüchter

im Kreis Schleswig-Flensburg und Vertreter bei

den Vorgängerorganisationen der RSH eG in

Jubiläen beim LKV

25 Jahre beim LKV

Ingrid Lorenzen

Am 1. Januar 2009 beging die Sachbearbeiterin

Ingrid Lorenzen das 25-jährige Dienstjubiläum.

Frau Lorenzen, aus Bad Oldesloe stammend, be-

Wolfgang Schmelow

Am 13. Januar

2009, ein

halbes Jahr vor

dem Erreichen

seines 40-jährigenDienstjubiläums

beim

Landeskontroll-

verband Schleswig-Holstein

e. V.,

verstarb völlig

unerwartet der Milchleistungsprüfer Wolfgang

Schmelow. Herr Schmelow wurde am 28. März

Besamungs- und Zuchtverband. Sein Engagement

galt neben der Entwicklung der Holsteinzucht in seinem

Betrieb der Weiterentwicklung der Zuchtorganisationen

in Schleswig-Holstein und im Kreisverein

Schleswig-Flensburg. Mit Ingwer Feddersen verlieren

die Rinderzüchter einen Menschen, den sie als

angenehmen, sehr zuverlässigen und geradlinigen

gann ihre Tätigkeit beim Landeskontrollverband

Schleswig-Holstein e. V. am 1. Januar 1984 als

Milchleistungsprüferin und übernahm in der damaligen

Außenstelle Süd den Bezirk Bargteheide und

Umgebung. Zunächst betreute Frau Lorenzen 19

Mitgliedsbetriebe mit 670 Kühen.

Im Laufe der Jahre erweiterte sich ihr Bezirk auf

43 Betriebe mit 2.117 Kühen. Bedingt durch die

starken Veränderungen im Außendienst durch die

Einführung neuer Prüfverfahren entschloss sich

Frau Lorenzen im August 1998, in den Innendienst

des Verbandes nach Kiel zu wechseln.

Zu diesem Zeitpunkt wurde die Abteilung Viehverkehrsverordnung

aufgebaut, und Frau Lorenzen

war von Anfang an daran beteiligt. Am 1. Januar

1999 wechselte Frau Lorenzen dann zur Landwirtschaftlichen

Kontroll- und Dienstleistungsgesell-

1948 in Ellerau im Kreis Segeberg geboren. Nach

dem Schulbesuch absolvierte er eine landwirtschaftliche

Lehre. Danach folgte der Besuch der Landwirtschaftsschule

in Kaltenkirchen.

Sein weiterer beruflicher Werdegang führte ihn am

1. Juli 1969 als Milchleistungsprüfer zum Landeskontrollverband,

wo er zunächst den Kontrollbezirk

Quickborn 4 mit 14 Betrieben in den Orten Ellerau

und Quickborn übernahm. Nebenbei führte er seinen

landwirtschaftlichen Betrieb weiter. Die eigene Angler

Milchviehherde wurde 1999 jedoch aufgegeben

und dafür die Tätigkeit beim LKV ausgeweitet.

Im weiteren Verlauf wuchs der Bezirk, der sich über

die Kreisvereine Segeberg, Pinneberg und Steinburg

erstreckte, kontinuierlich auf mehr als 100 Betriebe

mit rund 6.500 Kühen an. Zur Unterstützung und Bewältigung

der Arbeit in diesem Bezirk begann seine

Rind im Bild 1/2009

PERSONALIEN

Mitstreiter und zuvorkommenden Menschen in

Erinnerung behalten werden, der stets die Zusammenarbeit

zum Wohle der Schwarzbuntzucht positiv

vorangetrieben hat.

Unser Mitgefühl gilt seiner Frau und seiner Familie.

M. Leisen

schaft mbH (LKD), die als Tochtergesellschaft des

LKV zuvor mit den Aufgaben der Tierkennzeichnung

beauftragt war. Sie bearbeitet dort seit Jahren mit

Präzision und Fleiß die Meldekettenfehler, führt

Erfassungsarbeiten durch und ist am Telefondienst

beteiligt. Darüber hinaus wird Frau Lorenzen seit

einiger Zeit auch mit Erfolg in der Buchhaltung der

LKD eingesetzt.

Mit ihrem ruhigen und freundlichen Wesen,

aber auch mit ihrer besonnenen und präzisen Arbeit

hat sich Frau Lorenzen bei den Kollegen und

der Geschäftsleitung Wertschätzung erworben.

In einer kleinen Feierstunde anlässlich des Dienstjubiläums

bedankte sich der LKV-Vorsitzende Eckhard

Marxen, Niendamm, bei Frau Lorenzen für die

geleistete Arbeit und wünschte ihr alles Gute für

die weiteren Berufsjahre. Gerd Schulz

Ehefrau Hildegard Schmelow im Jahre 1990 ebenfalls

eine Tätigkeit als Milchleistungsprüferin.

Seine ruhige, sorgfältige und zuverlässige Arbeitserledigung

und sein reges Interesse an der

Milchviehhaltung machten Herrn Schmelow

zu einem geschätzten und gern gesehenen Ansprechpartner

in allen Fragen rund um die Milchwirtschaft.

Bei seinen Vorgesetzten und seinen

Kollegen ebenso wie bei den Mitgliedern seines

Bezirkes genoss er hohes Ansehen und große

Wertschätzung.

Wir werden Herrn Schmelow ein ehrendes Andenken

bewahren. Unsere aufrichtige Anteilnahme

gilt seiner Frau und seiner Familie.

Gerd Schulz

33


34

ZUCHT/BESAMUNG

Fruchtbarkeitsseminar bringt

viele neue Erkenntnisse für die Praxis

Im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung

der Rinderzucht Schleswig-Holstein eG mit der

Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein stand

in diesem Jahr vor vollbesetzter Kammerhalle in

Rendsburg das Thema „Fruchtbarkeit“ im Mittelpunkt.

Fruchtbarkeit ist eines der schwierigsten Kapitel

in der Rinderhaltung insgesamt. Daher erschien es

den Veranstaltern wichtig, in einem breiten Spektrum

Möglichkeiten zur Verbesserung der Herdenfruchtbarkeit

aus genetischer, tierärztlicher, sowie

aus Sicht der Fütterung und des Betriebsmanagements

darzustellen.

Die hochaktuellen Vorträge haben wir nachstehend

für Sie zusammengefasst. M. Leisen

Sind Fruchtbarkeitsstörungen bei unseren

Hochleistungsrindern vorprogrammiert?

– Prof. Dr. Heinrich Bollwein, Direktor der Klinik

für Rinder, Tierärztliche Hochschule Hannover

Eine Reihe von Studien zeigt, dass die Steigerung

der Milchleistung beim Rind mit einem Rückgang in

der Non Return-Rate einhergeht. Es gibt zwar Hinweise

darauf, dass dieser negative Zusammenhang

zwischen Milchleistung und Fruchtbarkeit auch genetisch

bedingt ist, die Heritabilität scheint jedoch

relativ gering zu sein. Außerdem gibt es Rinderbestände,

bei denen die Milchleistung in den letzten

Jahren deutlich gesteigert wurde und dies nicht

mit einer verminderten Fruchtbarkeit einherging. Es

stellt sich daher die Frage, ob die beobachtete

Abnahme der Non Return-Raten tatsächlich ein

unumgängliches Problem der Hochleistungsrinder

darstellt.

Die Ursache für den Rückgang in der Non Return-

Rate scheint weniger in einer zu geringen Befruchtungsrate,

als viel mehr in dem vermehrten Auftreten

eines Fruchttodes zu liegen.

Während man davon ausgeht, dass die Befruchtungsrate

bei ordnungsgemäß durchgeführter Besamung

mit Sperma eines fruchtbaren Bullen seit

Jahrzehnten nahezu konstant bei etwa 80 bis 90 %

liegt, gibt es Studien, nach denen die Wahrscheinlichkeit

des Auftretens eines Fruchttodes heute

etwa 30 bis 40% beträgt. Den Beobachtungen zufolge

nimmt sie jährlich um etwa 0,5 bis 1,0 % zu.

Auf die wichtigsten Gründe für dieses Phänomen

soll im Folgenden eingegangen werden:

Eine indirekte Rolle hinsichtlich des Fruchttodes

scheint die bei Hochleistungsrindern häufig auftretende

negative Energiebilanz zu spielen. So besteht

unumstritten ein negativer Zusammenhang

zwischen der Energiebilanz und der Zeitdauer bis

zur Wiederaufnahme des Zyklusgeschehens nach

der Geburt. Bei Kühen, die in den ersten Wochen

nach der Geburt ein hohes Energiedefizit aufweisen,

findet der erste Eisprung später statt als bei

Tieren, bei denen die Energiebilanz ausgewogener

ist. Die Hauptursache für den verspäteten ersten Eisprung

nach der Geburt liegt darin, dass bei diesen

Tieren der positive Effekt von Östrogen auf LH, dem

Hormon, das für den Eisprung verantwortlich ist,

vermindert ist bzw. die Konzentrationen der Stoffwechselhormone

Insulin und Insulin-like Growth

Factor-I reduziert sind.

Bei den Hochleistungsrindern mit verspätetem Eintreten

des ersten Eisprungs nach der Geburt wird

häufig die erste Brunst zur Besamung genutzt. Bei

einer sich möglicherweise darauffolgend entwickelnden

Trächtigkeit ist jedoch die Wahrscheinlichkeit

einer vorzeitigen Auflösung des Gelbkörpers

aufgrund einer Prostaglandin-Freisetzung erhöht.

Dies liegt hauptsächlich daran, dass eine Phase mit

hohen Progesteronspiegeln der Brunst vorausgehen

muss, damit es im darauffolgenden Zyklus bzw. in

der folgenden Trächtigkeit zu einer ausreichenden

Bildung von Rezeptoren für das Schwangerschaftshormon

Progesteron in der Gebärmutterschleimhaut

kommt.

Ist dies nicht der Fall, dann werden statt der Progesteron-

vermehrt Oxytozinrezeptoren gebildet, wodurch

das Corpus luteum frühzeitig aufgelöst wird.

Außerdem scheint ein hoher Progesteronspiegel

vor dem Eisprung auch für die Reifung der Eiblase

wichtig zu sein. Dies kann zu einer Verminderung

der Qualität der Eizellqualität führen. Solche Eizellen

können zwar in der Regel befruchtet werden;

die sich daraus entwickelnden Embryonen sterben

aber häufig in den ersten Tagen nach der Besamung

ab. Der bei Rindern mit hoher Milchleistung in der

Regel einhergehende verstärkte Leberstoffwechsel

scheint sich ebenfalls negativ auf das Überleben

des Embryos auszuwirken. So werden bei diesen

Tieren die Hormone in der Leber vermehrt abgebaut,

wodurch es zu einem Östrogen- bzw. Progesteronmangel

kommen kann. Während ein hoher

Östrogenspiegel wichtig für die Reifung der Eiblase

Rind im Bild 1/2009

ist, spielt ein ausreichender Progesteronspiegel

eine bedeutende Rolle bei der Sekretion der Drüsen

der Gebärmutterschleimhaut.

Damit spielen die beiden Hormone eine Schlüsselrolle

bei der Entwicklung der Frucht.

Eine weitere Ursache für das gehäufte Vorkommen

des frühen Fruchttodes bei Rindern liegt darin,

dass es bei diesen Tieren leistungsbedingt zu einer

verstärkten Beanspruchung des Immunsystem

kommt und dadurch äußere Belastungen leichter

entzündliche Erkrankungen mit nachfolgender Prostaglandinfreisetzung

auslösen. So ist die Häufigkeit

des frühen Fruchttodes bei Rindern, die von

einer Euterentzündung betroffen sind, deutlich

erhöht.

Aus den oben genannten Ursachen für das Auftreten

der embryonalen Sterblichkeit ergeben sich

eine Reihe von Vorsorgemaßnahmen, die durchgeführt

werden können, um diese zu vermindern:

Von entscheidender Bedeutung ist es, die Tiere

im Zeitraum um die Geburt energetisch möglichst

bedarfsgerecht zu füttern. Außerdem ist darauf zu

achten, in den ersten 4 Wochen nach der Geburt

auftretende Erkrankungen möglichst frühzeitig zu

behandeln. So hat sich gezeigt, dass Gebärmutterentzündungen,

deutliche Lahmheiten und insbesondere

Stoffwechselstörungen die Zeitdauer bis zum

Auftreten der ersten Brunst nach der Geburt verlängern.

Kommt es bei Kühen trotzdem zu einer verlängerten

Brunstlosigkeit nach der Geburt und soll

der erste Eisprung genutzt werden, so kann durch

eine mehrtägige Verabreichung von Progesteron die

Wahrscheinlichkeit einer vorzeitigen Auflösung des

Gelbkörpers gesenkt werden.

In einer Studie wurden positive Auswirkungen auf

die Trächtigkeitsrate durch die Applikation des

Hormons hCG am Tag 5 nach der Besamung erzielt.

HCG soll durch den Eisprung einer sich zu diesem

Zeitpunkt entwickelnden Eiblase und damit die Bildung

eines zusätzlichen Gelbkörpers auslösen. Dadurch

soll vermehrt Progesteron gebildet werden.

Allerdings wurde dieser Effekt nur bei Kühen festgestellt,

bei denen der Body Condition Score in den

ersten Wochen nach der Geburt um mehr als einen

Punkt abfiel.


Um einem Fruchttod durch vermehrte PGF2á-Freisetzung

vorzubeugen, werden in den letzten Jahren

vermehrt Futtermittel mit einem erhöhten Anteil an

Omega-3 Fettsäuren in der Ration eingesetzt. Es ist

jedoch dabei zu beachten, dass die entsprechenden

Fette in geschützter Form verabreicht werden müssen,

da sie ansonsten beim Wiederkäuer im Pansen

verstoffwechselt werden.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass bei

unserem Hochleistungsrind aufgrund unterschiedlichster

Ursachen die Non Return-Rate häufig

herabgesetzt ist. Bei einer Optimierung des Managements,

insbesondere der Fütterung, und der

Durchführung prophylaktischer und therapeutischer

Maßnahmen muss eine steigende Milchleistung

nicht unbedingt mit einer Abnahme der Fruchtbarkeit

einhergehen.

Gute Fruchtbarkeit bringt Kälber Foto: Tordsen

Möglichkeiten der züchterischen Beeinflussung

der Fruchtbarkeit – welche Daten haben

wir und wie sind sie in der Praxis anzuwenden?

– Dr. Reinhard Reents, Geschäftsführer

Vereinigte Informationssysteme Tierhaltung

w.V. (VIT), Verden

Anfang des Jahres wurde eine erweiterte Zuchtwertschätzung

für Fruchtbarkeitsmerkmale eingeführt.

Seit April hat die Töchterfruchtbarkeit außerdem

mit 10 Prozent ein deutlich höheres Gewicht

im Gesamtzuchtwert für die Milchrinderrassen, und

es stehen über Interbull auch für die internationalen

Bullen Zuchtwerte zur Verfügung.

Die Voraussetzungen für die gezielte züchterische

Verbesserung der Fruchtbarkeit sind damit deutlich

besser geworden.

Nach wie vor beruhen aber 95 Prozent der Unterschiede

in der Fruchtbarkeit zwischen Kühen und

Betrieben auf nicht-genetischen Faktoren, so dass

akute Fruchtbarkeitsprobleme zuerst und mit unmittelbarer

Wirkung immer über das Management

verbessert werden müssen.

Über die Zusammenführung aller Daten von allen

Tieren der Milchrassen in MLP-Betrieben inklusive

der Belegungsdaten (Besamungen und Bedeckungen)

für die Zuchtwertschätzung im vit hat

Deutschland eine sehr vollständige Datengrundlage

und Voraussetzungen für die Schätzung von aussagekräftigen

Fruchtbarkeits-Zuchtwerten. So gibt es

Zuchtwerte für die Non-Returnrate (NR) nach 90 Tagen

für KB-Bullen bereits seit den 80er Jahren.

Töchterfruchtbarkeit, RZR

Neuere Erkenntnisse zeigen, dass die weibliche

Fruchtbarkeit differenzierter als nur nach der Konzeptionsfähigkeit

betrachtet werden muss. Neben

der Konzeptionsfähigkeit ist auch die Zyklusfähigkeit

bzw. der Zyklusbeginn nach der Kalbung eine

wichtige Komponente der Fruchtbarkeit.

Schließlich ist die Fruchtbarkeit bei Rindern zumindest

teilweise ein anderes Merkmal als bei Milch

gebenden Kühen. Diese Erkenntnisse berücksichtigt

das neue Modell mit der Schätzung von fünf Einzelmerkmalen:

Non-Returnrate, Verzögerungszeit

(jeweils Rinder/Kühe getrennt) sowie Rastzeit (Zeit

Kalbung bis erste Belegung).

Entsprechend der international üblichen Praxis

bezieht sich die NR jetzt auf 56 Tage. Die Verzögerungszeit

(1. bis erfolgreiche Belegung) umfasst

auch die Unterschiede in der Konzeptionsfähigkeit

jenseits von 56 Tagen, liegt dafür aber nur für letztlich

wieder tragend gewordene Tiere vor.

Außer Deutschland sind bisher nur Infoveranstaltung

von Landwirtschaftskammer und Rinderzucht

Schleswig-Holstein Anfang des Jahres wurde eine

erweiterte Zuchtwertschätzung für Fruchtbarkeitsmerkmale

eingeführt.

Seit April hat die Töchterfruchtbarkeit außerdem

mit 10 Prozent ein deutlich höheres Gewicht

im Gesamtzuchtwert für die Milchrinderrassen, und

es stehen über Interbull auch für die internationalen

Bullen Zuchtwerte zur Verfügung.

Skandinavien und Kanada mit ihrer Zuchtwertschätzung

auf diesem aktuellen Stand. Daher können außer

Deutschland auch nur noch diese beiden Länder

alle diese von Interbull umgerechneten Zuchtwerte

auch wirklich liefern. Die meisten Länder liefern

(bisher) nur ein oder zwei der Merkmale, und entsprechend

liegen für die meisten internationalen

Rind im Bild 1/2009

ZUCHT/BESAMUNG

Bullen daher auch nicht für alle Fruchtbarkeitsmerkmale

Interbull-Zuchtwerte vor.

Für die züchterische Arbeit werden die fünf Einzelzuchtwerte

zum Relativzuchtwert Reproduktion,

RZR, zusammengefasst (siehe Abb. 1). Obwohl die

Rastzeit (Zyklusbeginn) und die vier Konzeptionsmerkmale

je etwa gleich viel zu den genetischen

Unterschieden in der Zwischenkalbezeit beitragen,

ist das Gewicht der Konzeption im RZR mit 75 Prozent

doch deutlich höher. Der finanzielle Verlust einer

Verlängerung der Zwischenkalbezeit verursacht

durch verlängerte Ratzeit wird vorwiegend von einer

etwas geringeren Milchleistung verursacht.

Verlängert sich die Zwischenkalbezeit aufgrund

schlechterer Konzeption (Umrindern) kommen die

deutlich höheren Kosten für die (Nach-)Besamung

hinzu.

Zehn Prozent Gewicht im Gesamtzuchtwert

In der Vergangenheit wurde der Töchter-Fruchtbarkeitszuchtwert

kaum beachtet, sicher auch weil er

mit 1 Prozent Gewicht (indirekt über den RZZ) kaum

Einfluss auf den Gesamtzuchtwert des Bullen und

damit seine Rangierung hatte. Durch die genetisch

negative Beziehung von Milchleistung und Töchterfruchtbarkeit

hat sich indirekt sogar ein negativer

genetischer Trend über die vergangenen Generationen

ergeben, denn für die Leistungsveranlagung

wurden große Zuchtfortschritte erzielt. Seit April

hat die Töchterfruchtbarkeit in Form des neuen RZR

mit 10 Prozent ein spürbares Gewicht, das auch

der ökonomischen Bedeutung entspricht. Da die

negative genetische Beziehung zur Milchleistung

aber weiter gilt, reichen 10 Prozent Gewicht gerade

aus, um den genetischen Abwärtstrend für Töchterfruchtbarkeit

zu stoppen. Eine positive Beziehung

besteht aber erwartungsgemäß zur Nutzungsdauer.

Der RZN mit 20 Prozent und der RZR mit 10 Prozent

bilden also jetzt ein deutliches funktionales Gegengewicht

zur Milchleistung (RZM = 45 Prozent) im

Gesamtzuchtwert RZG. Bullen mit vorwiegend nur

hoher Leistungsveranlagung haben es daher jetzt

deutlich schwerer, sich hoch zu platzieren, während

ausgeglichen gute Bullen mit auch guten Zuchtwerten

in den funktionalen Merkmalen inklusive

Töchterfruchtbarkeit jetzt öfter oben zu finden sind.

Der Anteil der älteren und sehr sicher geprüften

Bullen in der oberen Topliste wird ebenfalls größer.

Die Sicherheit in den funktionalen Merkmalen

steigt mit zunehmendem Alter und der Zahl der

Töchter langsamer an und damit auch die Zahl der

Bullen mit extremen (positiven) Zuchtwerten in diesen

Merkmalen.

Außerdem wurden in diesen Merkmalen in der

Vergangenheit kaum genetische Fortschritte erzielt

und die älteren Bullen können – anders als bei der

35


36

ZUCHT/BESAMUNG

Milchleistung – im Mittel durchaus mit den neuesten

Jahrgängen konkurrieren.

Bullenfruchtbarkeit

Die Töchterfruchtbarkeit ist für die mittel- und langfristige

züchterische Entwicklung sehr wichtig. Was

ist aber mit der Bullenfruchtbarkeit bzw. genauer

dem Befruchtungsvermögen des Spermas? Die

Analysen im Zusammenhang mit der Entwicklung

des neuen Modells haben gezeigt, dass die Befruchtungsfähigkeit

des Spermas nicht erblich ist,

das heißt, nicht vom Vater auf den Sohn übertragen

wird. Wohl aber gibt es eine, wenn auch nicht sehr

hohe, Wiederholbarkeit für die Befruchtungsfähigkeit

innerhalb des Bullen über die Zeit und zwischen

Bullen.

Dieser Effekt wird im Rahmen der neuen Zuchtwertschätzung

als Korrektureffekt bei der Beurteilung

der weiblichen Konzeption geschätzt und ab Januar

2009 für KB-Bullen mit mindestens 1.000 registrierten

Erstbesamungen (Vererber) veröffentlicht. Da es

sich nicht um einen Zucht-Wert handelt, wird das

Befruchtungsvermögen direkt als Abweichung auf

der Non-Return-Skala in Prozent angegeben.

Werte von –2 Prozent bis +2 Prozent NR-Abweichung

können dabei als „mittel“ interpretiert werden.

Das Befruchtungsvermögen eines Bullen kann

im Laufe der Zeit stärker schwanken. Daher kann

die mit der Zuchtwertschätzung veröffentlichte

NR-Abweichung ein „Frühwarnsystem“ der Besamungsorganisationen

für kurzfristige Probleme

nicht ersetzen.

Zusammenfassung

Deutschland hat eine sehr gute, wenn nicht einmalige

Datengrundlage für die Schätzung von Fruchtbarkeitszuchtwerten

sowie das zurzeit modernste

Schätzverfahren. In Zeiten zunehmender Liberalisierung

der Spermamärkte, des sich aus der Zucht

zurückziehenden Staates sowie größerer Betriebe

und zunehmendem Eigenbestandsbesamer-Anteil

gilt es, diese Datengrundlage zu sichern. Die verbesserten

Zuchtwerte geben uns die Instrumente für

eine gezielte langfristige genetische Verbesserung

der Fruchtbarkeit in die Hand. Das deutlich größere

und ökonomisch begründete Gewicht der Fruchtbarkeit

im Gesamtzuchtwert hilft, den negativen

genetischen Trend zu stoppen und die ausgeglichenen

Bullen mit auch guter Töchterfruchtbarkeit

mehr in den Fokus zu rücken. Mit den immer mehr

züchterischen Aspekten und Zuchtwerten, die die

komplizierte Wirklichkeit immer besser abbilden,

wird das Züchten aber nicht einfacher. Den Bullen

mit „dem goldenen Kopf“ gibt es nicht mehr, wie es

ihn nie gegeben hat. Heute wissen wir allerdings

um die Schwächen jedes Bullen und können gezielt

abwägen. Und das Ergebnis dieser Abwägung

Der neue Relativzuchtwert Reproduktion, RZR, kombiniert die Einzelmerkmale

der Töchterfruchtbarkeit entsprechend der ökonomischen Wertigkeit (Rastzeit

25 Prozent; Konzeption 75 Prozent)

Die Relativzuchtwert Reproduktion, RZR

Zyklusbeginn

Konzeption

Rastzeit (RZ) Kühe 25%

NRR 56 (NR)

Verzögerungszeit

(VZ)

Fasst Die Merkmalsdefinitionen die 5 Schätzmerkmale der Töchterfruchtbarkeit der Töchterfruchtbarkeit entsprechend ihre

ökonomischen Bedeutung zusammen:

Die 4 Merkmale

Die Merkmalsdefinitionen

für die Befruchtung

der Töchterfruchtbarkeit

bilden den Relativzuchtwert Konzeption

Rastzeit (RZ) als Merkmale für den Zyklusbeginn

Geburt EB 2. .... trag. 1. Kalb EB 2. .... trag. 2. Kalb usw.

RZR = Rastzeit I + // Konzeption I I I I I I I I I I

Negative Beziehung Milchleistung : Fruchtbarkeit (Internationale ZWS bei Interbull, alle KB

(Internationale ZWS bei Interbull, alle KB Bullen Holstein (50,000);

Bullen Holstein Mittel = (50,000); 100, SD Mittel = 10; Daten = 100, vom SD = Sept. 10; Daten 2007, vom Berglund, Sept. 2007, 2008 Berglund, 2008

Rind im Bild 1/2009

Rinder

Kühe

Rinder

Kühe

12,5 %

25 %

12,5 %

25 %

NRr-Rind Rastzeit (RZ) NRk-Kuh

VZr-Rind

Seite 2

Seite 3

VZk-Kuh

Güstzeit (GZk)

Relativ-ZW

Konzeption

(KON)

75 %

Beziehung Milchleistung Seite 1:

Fruchtbarkeit

Relativ-ZW

Reproduktion

RZR

NRr/NRk = Non-Return-Rate-56 Rinder/Kühe: wurde innerhalb von 56 Tagen nach

der Erstbesamung (2 Zyklen) eine weitere Belegung registriert (für Kühe nein/ja;

für Bullen als % ‚nicht wieder gekommene‘)

RZ = Rastzeit Kühe: Zeit von Kalbung bis zur ersten registrierten Belegung (Tage)

VZr/VZk = Verzögerungszeit Rinder/Kühe: Zeit von der ersten bis zur

erfolgreichen Belegung in Tagen, berechnet, wenn nachfolgende Kalbung mit

plausibler Tragezeit nach letzter Belegung vorliegt

GZk = Güstzeit (Days Open; int. oft verwendet): kein direktes Schätzmerkmal,

kann aber als Summe aus RZk + VZk berechnet werden


fällt je nach betrieblicher Situation unterschiedlich

aus, also nutzen wir die Chance. Die Genetik legt

die Basis. Wir sollten aber nie vergessen, dass das

Management mindestens genauso wichtig für das

Betriebsergebnis ist. Dies gilt wohl nirgends mehr

als für die Fruchtbarkeit.

Einfluss der Fütterung auf das Brunstgeschehen

und die Fruchtbarkeit bei Hochleistungskühen

– Dr. Katrin Mahlkow-Nerge,

Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein,

Futterkamp

Unbestritten ist, dass die Energieversorgung der

Tiere die zentrale Größe im Fruchtbarkeitsgeschehen

ist.

Man könnte auch sagen, dass die Fruchtbarkeit

eine Funktion der Energiebilanz der Kuh ist.

So ist in zahlreichen Untersuchungen nachgewiesen

worden, dass eine direkte Beziehung zwischen der

negativen Energiebilanz/dem Ausmaß der Körperfettmobilisation

und dem Einsetzen der zyklischen

Eierstockaktivität nach der Kalbung vorherrscht.

Dabei beeinflusst das Ausmaß des Energiemangels

(Höhe der negativen Energiebilanz) in den ersten

Wochen nach der Kalbung den Zyklusstart weniger,

als vielmehr die Geschwindigkeit, mit der dieser

Tiefpunkt (NADIR) erreicht wird (Geschwindigkeit

des Körpersubstanz/-fettabbaus).

Folgende Mechanismen sind für den negativen Effekt

der Energiebilanz auf die Fruchtbarkeit verantwortlich:

• verzögertes Einsetzen des ovariellen Zyklus

durch Effekte auf die hypothalamische, hypo-

physäre und ovarielle Funktion .

• Einflüsse auf die Oozyten- oder Gelbkörper-

„qualität“, Vitalität beziehungsweise Funktion,

manchmal auch Follikelgedächtnis genannt

• Entwicklung der Leberverfettung

Je größer das Energiedefizit bei der Kuh ist, desto

mehr verstoffwechselt die Kuh das gebildete

Trächtigkeit(schutz)hormon Progesteron, so dass

letztlich für die Erhaltung der Trächtigkeit zu wenig

Progesteron übrig bleibt.

Je größer das Energiedefizit ist, umso schlechter ist

auch die Qualität der Eizellen. Das bedeutet, dass

die Gefahr von Frühaborten steigt. Jede Milchkuh,

ob Jungkuh oder ältere Kuh, befindet sich in den

ersten Wochen nach der Kalbung in einernegativen

Energiebilanz. Diese erreicht in der Regel in der

zweiten bis fünften. Laktationswoche ihr Maximum.

Sicher ist das Ausmaß dieses Energiemangels bei

Tieren mit genetisch höherer Leistung auch größer.

Dennoch werden die Zeitdauer und der Umfang

dieser negativen Energiebilanz hauptsächlich vom

Management und hier vor allem von der Fütterung

beeinflusst.

Die größte Herausforderung besteht darin, die

Fütterung nach der Kalbung an den schnell wachsenden

Bedarf und die Leistung der Tiere anzupassen.

Die Anforderungen an die Kuhinder Phase

unmittelbar nach der Geburtbeziehungsweise in der

Frühlaktation sind sehr hoch. Sie muss sich an eine

neue Umgebung gewöhnen, verbunden mit einem

Sozialstress. Sie soll mit einer möglichst hohen

Milchleistung einsetzen, wobei aber gleichzeitig

ihr maximales Futteraufnahmevermögen noch nicht

erreicht ist und der Milchleistung oft in den ersten

sechs bis acht Laktationswochen hinterherhinkt.

Diese Situation führt zu einer enormen Belastung

des Stoffwechsels, besonders bei Färsen, die meistens

zu diesem Zeitpunkt erst 70 bis 75 Prozent

ihres endgültigen Körpergewichtes erreicht haben.

Das hauptsächlichste Ziel der Fütterung in dieser

Phase muss die Stabilisierung der Gesundheit und

die Verhinderung/Verminderung von Stoffwechselstörungen,

insbesondere Milchfieber, Ketose,

Pansenazidose und Labmagenverlagerung sein.

Die Höhe der Futteraufnahme entscheidet letztlich

über das Ausmaß dieses Energiedefizits. Deshalb

übt die Futteraufnahme der Tiere einen ganz entscheidenden

Einfluss auf das Brunstgeschehen und

andere Fruchtbarkeitsparameter aus.

Trockensteher im Mittelpunkt

Klar ist, dass die Höhe der Futteraufnahme in den

vergangenen Wochen vor der Kalbung, besonders

aber der Umfang des Futteraufnahmerückgangs

innerhalb der vergangenen sieben Tage vor der

Kalbung mit der Höhe der Futteraufnahme nach der

Kalbung in einer sehr engen Beziehung steht. Somit

wird auch deutlich, dass hauptsächlich vor der

Kalbung die Weichen für die Gesundheit, Leistung

und Fruchtbarkeit in der nachfolgenden Laktation

gestellt werden.

Rind im Bild 1/2009

ZUCHT/BESAMUNG

Die Fütterung der Trockensteher hat sich grundsätzlich

am Bedarf der Tiere auszurichten, und dieser

ist, zumindest was die früh trockenstehenden Kühe

angeht, sehr gering und mit Energie- und Eiweißgehalten

von 5,5 bis 5,7 MJ NEL/kg TM und 12 %XP

i.d. TM ausreichend gedeckt.

Das setzt nahezu in jeder Futterration für Trockensteher

das Einmischen von gehäckseltem Stroh voraus.

Vorteilhaft ist danach in den vergangenen zwei Wochen

vor der Kalbung die Verfütterung einer nährstoff-

und energiereicheren Ration (~6,5 MJ NEL/

kg TM, 15 %XP i.d. TM). Weitaus wichtiger jedoch

als diese Anfütterung der Tiere in den vergangenen

Tagen vor der Kalbung –so internationale Untersuchungen

in jüngerer Zeit –ist die Begrenzung der

Energieversorgung bei den Kühen vom Zeitpunkt

des Trockenstellens bis zur zweiten Woche vor der

Kalbung (Früh-Trockenstehphase). Gleiches gilt für

die hochtragenden Färsen. Die Widerstandsfähigkeit

von Kühen nimmt mit jedem Trächtigkeitstag

weiter ab und ist besonders in den vergangenen

Wochen vor der Kalbung sehr schlecht. Darüber

hinaus kann eine Immunsuppression bis zur vierten

Woche nach Kalbung andauern, weshalb die Tiere

in dieser gesamten Zeit besonders anfällig gegenüber

Infektionen sind. Eine ausreichende Versorgung

mit Vitaminen und Spurenelementen (vor allem

Zink, Selen, Vitamin A, D3 und E) kann zum einen

die Tiere in ihrer Immunabwehr unterstützen und

nimmt zum anderen auch Einfluss auf die Kolostralmilchqualität.

Gerade für die Fruchtbarkeit haben

Vitamine und Mineralstoffe eine sehr große Bedeutung.

Viele von ihnen sind für die Tiere essenziell,

das heißt, dass sie das Nutztier selbst nicht bilden

kann. Werden sie also nicht in erforderlichem Umfang

mit dem Futter verabreicht, können sie die Gesundheit

beeinträchtigen und leistungs-, vor allem

aber fruchtbarkeitsbegrenzend wirken.

Mit größter Aufmerksamkeit verfolgten die Teilnehmer die hochaktuellen Fachvorträge Foto: RSH

37


38

ZUCHT/BESAMUNG

Körperkondition entscheidet über Trächtigkeit

Immer wieder zeigt sich, dass Kühe und Färsen,

wenn sie sprichwörtlich zu viel Fett auf den Rippen

haben, deutlich mehr Probleme nach dem Kalben

haben als optimal konditionierte Tiere. Es beginnt

bereits damit, dass verfettete Tiere mehr zu großen,

schweren Kälbern neigen, was nicht selten eine

Schwergeburt mit nachfolgender Nachgeburtsverhaltung

und häufig dann auch einer Gebärmutterentzündung

bedeutet – alles Probleme, die das betroffene

Tier zusätzlich stresst und schwächt. Dass sich

damit keine zügige erneute Trächtigkeit bewirken

lässt, leuchtet ein. Darüber hinaus reagieren solche

Tiere in der Regel nach der Kalbung mit einem sehr

massiven Körperfettabbau. Dabei werden unter anderem

vermehrt das „trächtigkeitsschützende“ Hormon

Progesteron und andere Hormone wie Leptin

und IgF (insulinähnliches Wachstumshormon) freigesetzt,

die den Brunstzyklus bremsen und somit

Brunsterscheinungen zusätzlich abschwächen.

So wurden nur 13 Prozent der Tiere – meist jüngere

– während der Zeit des Gewichtsverlustes wieder

tragend (Tiefpunkt der Lebendmasse war am 86.

Tag nach der Kalbung).

Die tägliche Körperfettabnahme war aber bei diesen

Tieren weniger ausgeprägt, dauerte aber rund

30 Tage länger als bei den anderen. Die meisten

Tiere bauten stattdessen mehr Fettreserven je Tag

ab und wurden erst wieder bei einer Gewichtszunahme

tragend, und zwar im Durchschnitt 58 Tage,

nachdem sie begonnen hatten wieder an Gewicht

zuzunehmen.

Problem: Stille Brunst

Die Ursache für die so genannte „Stille Brunst“

sind in erster Linie Fütterungsfehler. Kühe mit einer

ausgeprägten negativen Energiebilanz sind nicht

(insulinähnliches Wachstumshormon) mehr freigesetzt, in Lage, über genügend die den Brunsthormone Brunstzyklus zu im Management. bremsen und somit

verfügen, da sie einen Großteil davon selbst ver-

Brunsterscheinungen zusätzlich abschwächen. Je fetter die Tiere beim Abkalben sind, desto

stoffwechseln. Bei stark verfetteten Tieren wird Dazu gehört:

stärker Je stärker fetter die wirken Tiere beim sich Abkalben sich diese sind, desto Effekte stär- aus. die aus. Neigung Desweiteren zur Stillbrünstigkeit reagieren noch durch überkonditionierte einen

Kühe und

Färsen ker Färsen wirken sich nach diese der Effekte Kalbung aus. Desweiteren in der rea- Regel weiteren häufig Effekt mit verstärkt: einem Um verstärkten ihren entgleisten Fettabbau und manövrieren

gieren überkonditionierte Kühe und Färsen nach der Stoffwechsel aufzufangen und das Energiemanko der Ruhezeiten der Herde).

sich damit nicht selten sehr schnell in eine sehr ausgeprägte (krankmachende)

Kalbung in der Regel häufig mit einem verstärkten zu reduzieren, bauen sie massiv Körperfettgewebe

Energiemangelsituation Fettabbau Energiemangelsituation und manövrieren sich damit (Ketose). nicht selten Der ab. Grund Dabei werden hierfür Hormone(zum liegt Beispiel hauptsächlich Progeste- in der, im Vergleich zu

optimal sehr optimal schnell konditionierten in eine sehr ausgeprägte Tieren, (krankma- deutlich ron), die geringeren während geringeren der vorausgegangenen Futteraufnahme. Trächtig- Sie erreichen damit erst

viel chende) viel später Energiemangelsituation wieder eine (Ketose). ausgeglichene keit Energiebilanz eingelagert wurden, und freigesetzt. werden Gleiches dadurch gilt auch erst viel später

auch für Endotoxine. Zusätzlich produzieren sie ver-

wieder erfolgreich tragend. Eine Arbeit von BRAND (2006) bestätigte diese deutliche

Der Grund hierfür liegt hauptsächlich in der, im mehrt Hormone (Leptin, IgF), die den Brunstzyklus

Beziehung Vergleich Beziehung zu optimal zwischen konditionierten der Tieren, Körperkondition/Lebendmasse deut- bremsen und somit Brunsterscheinungen der Kuhinder zusätzlich Frühlaktation und der

Fruchtbarkeit. lich Fruchtbarkeit. geringeren Futteraufnahme. So wurden Sie nur erreichen 13 Prozent abschwächen. der Tiere – meist jüngere –während der Zeit des

damit erst viel später wieder eine ausgeglichene

Gewichtsverlustes wieder tragend (Tiefpunkt der Lebendmasse war am 86. Tag nach der

Energiebilanz und werden dadurch auch erst viel Problematisch daran ist auch, dass eine Stillbrün-

Kalbung). später Kalbung). wieder erfolgreich Die tägliche tragend. Eine Körperfettabnahme Arbeit von stigkeit eine Trächtigkeit war aber vortäuschen bei diesen kann. So Tieren tritt Tieren weniger ausgeprägt,

dauerte BRAND dauerte (2006) aber bestätigte rund diese 30 Tage deutliche länger Bezie- als die „Stille bei den Brunst“ anderen. typischerweise Die wegen meisten der Füt- Tiere bauten stattdessen

mehr hung mehr zwischen Fettreserven der Körperkondition/Lebendmasse

je Tag ab und wurden terungsfehler erst erst wieder zum Zeitpunkt bei einer des größten Gewichtszunahme En- Rastzeit. tragend, und

der Kuhinder Frühlaktation und der Fruchtbarkeit. ergiedefizits (Laktationsspitze) auf. Mit steigender

zwar im Durchschnitt 58 Tage, nachdem sie begonnen hatten wieder an Gewicht zuzunehmen.

Vor der Kalbung überkonditionierte Tiere haben in der Frühlaktation meist sehr niedrige Futteraufnahmen,

bauen sehr schnell sehr viel Körperfett ab, setzen dabei vermehrt Hormone frei,

die den Brunstzyklus bremsen und Brunsterscheinungen abschwächen, weshalb sie schwer

wieder tragend werden Fotos: Mahlkow-Nerge

Leistung werden die Brunstsymptome ohnehin

schwächer. Deshalb fällt oft die erste Brunst nach

der Kalbung noch deutlich aus, aber die Folgebrunsten

(wenn die Kühe konzeptionsbereit sind)

werden dann schlechter bemerkt. Werden die Tiere

nun aufgrund dieser Problematik sehr früh besamt,

steigt das Risiko für Scheinträchtigkeiten. Bis die

Scheinträchtigkeit dann bemerkt wird, vergeht viel

kostbare Zeit (Kosten). Es ist nicht grundsätzlich

auszuschließen, dass Kühe auch bei sehr frühen Besamungen

(vier Wochen nach der Kalbung) trächtig

werden können, aber die Erfolgsergebnisse (Non

Return Rate) sind viel geringer als bei Besamungen

zum späteren Zeitpunkt.

Wenn also die zweite Brunst nach der Kalbung

nicht mehr oder nur noch andeutungsweise wahrgenommen

wird, liegt die Lösung des Problems

nicht in einer frühen Besamung, sondern eindeutig

• In erster Linie ein gutes Brunstmanagement

(dreimal täglich Brunstbeobachtung während

• Eine genügend lange Wartezeit, die grundsätzlich

mit größerer Leistung tendenziell auch länger

werden darf (muss). Jede Kuhbenötigt nach

der Kalbung diese Erholungszeit (Rastzeit; mindestens

42 Tage), damit sich der Geschlechtsapparat

normalisieren kann, der Brunstzyklus

einsetzen kann und das Tier erneut befruchtungsfähig

wird. Bei jeglichen Geburtsproblemen,

anderen Krankheiten (Gebärmutterentzündungen,

Mastitis,…) oder besonderem Stress

(Haltung, Hygiene,…) kommt es fast unweigerlich

(je nach Schweregrad) zur Verlängerung der

• Die vollständige Dokumentation des Brunst- und

Besamungsgeschehens (Brunstkalender; alle

Brunsten notieren, auch die nicht genutzten).

• Eine leistungs- und wiederkäuergerechte Fütterung

(Überwachung der Energiebilanz der Tiere

anhand des Milchfetts: Milcheiweiß-Quotienten

und des Milcheiweißgehaltes sowie der Körperkondition

der Tiere). Wenn der Milcheiweißgehalt

von der vorigen zur aktuellen Milchkontrolle

nicht mehr weiter abgesunken ist, sondern

stattdessen wieder steigt, kann die Kuhinder Regel

mit größerem Erfolg wieder besamt werden.

• Gute Abkalbekondition der Tiere.

• Gute Haltungsbedingungen (optimale Bodenbeschaffenheit,

keine Überbelegung, weiche

und trockene Liegeflächen).

Fazit

Die optimale Energieversorgung hat den wichtigen

Vor der Kalbung überkonditionierte Tiere haben in der Frühlaktation meist sehr

niedrige Futteraufnahmen, bauen sehr schnell sehr viel Körperfett Einfluss ab, auf den setzen Besamungserfolg. dabei

vermehrt Hormone frei, die den Brunstzyklus bremsen und Brunsterscheinungen

abschwächen, weshalb sie schwer wieder tragend werden. Fotos: Mahlkow-Nerge

Der größte Teil der Kühe wird erst dann wieder tra-

Problem: Stille Brunst

Rind im Bild 1/2009

Die Ursache für die so genannte „Stille Brunst“ sind in erster Linie Fütterungsfehler. Kühe mit


gend, wenn kein Gewichtsverlust mehr stattfindet,

oder wie es Professor Fürll treffend sagte: „Tiere,

die abnehmen, nehmen nicht auf!“

Die Milchleistung selbst hat auf den Besamungszeitpunkt

weniger Einfluss als angenommen; es ist

vielmehr eine Frage des Körperzustandes der Kühe

in der Trockensteh- und Abkalbephase und des späteren

Fettverlustes.

Brunsterkennung – technische Hilfsmittel in

Hochleistungsherden – Funktion, Kosten, Leistungsfähigkeit

und Einsatzmöglichkeiten –

Prof. Dr. Wilhelm Kanitz, FBN Dummerstorf, Forschungsbereichsleiter

Fortpflanzungsbiologie

Einleitung

Die Herdenfruchtbarkeit in Milchrindherden mit

Anwendung von Besamung wird wesentlich durch

die Brunsterkennungsrate, die Brunstnutzungsrate

und die Konzeptionsrate beeinflusst. Die Brunsterkennungsrate

und die Konzeptionsrate werden entscheidend

von der Qualität der Brunstfeststellung

und der Festlegung des Besamungszeitpunktes

bestimmt. Der Artikel gibt einen Überblick über Methoden

der Brunstfeststellung sowie Möglichkeiten

einer terminorientierten Besamung.

Brunsterkennung, Brunstnutzung

Bei der Brunsterkennungsrate handelt es sich um

den Anteil der korrekt als brünstig erkannten Tiere

pro Zeiteinheit, während die Brunstnutzungsrate

den Anteil der korrekt als brünstig erkannten und

besamten Kühe beschreibt.

Ziel einer jeden Brunstbeobachtung ist zum einen

eine hohe Effizienz und zum anderen eine hohe

Effekt verschiedener Brunsterkennungs- und Konzeptionsraten

auf den Anteil (%) tragender Tiere 90 Tage nach Besamungsbeginn

Brunsterkennungsrate Trächtigkeitsrate in %

in % 60 50 40 30

90 96 91 83 71

70 89 82 73 61

50 76 68 59 48

40 67 59 50 40

Genauigkeit. Eine hohe Effizienz bedeutet, dass

pro Zeiteinheit (i.d.R. 21 oder 42 Tage) möglichst

viele Tiere als brünstig erkannt und besamt werden.

Eine hohe Genauigkeit bei der Brunstbeobachtung

führt dazu, dass nur sehr wenige Tiere zum falschen

Zeitpunkt (außerhalb der Brunst) besamt werden.

Die Bedeutung der Brunsterkennung für die Trächtigkeitsrate

pro Zeiteinheit vermittelt die nachfolgende

Tabelle. Die Brunsterkennungsrate sollte in

milcherzeugenden Betrieben idealerweise etwa

60 % bis 80 % betragen. Studien aus Ländern mit

leistungsstarken Milchrindherden belegen jedoch,

dass die Brunsterkennungsraten häufig niedriger

(40 bis 50 %) sind.

Aus der Tabelle geht z.B. hervor, dass mit einer

Brunsterkennungsrate von 50 % und einer Trächtigkeitsrate

von 40 % nur 59 % der Rinder, die besamt

werden sollen, innerhalb von 90 Tagen tragend

werden. Deshalb sollte eine gut organisierte und

fachlich fundierte Brunstbeobachtung eine zentrale

Rolle im Fruchtbarkeitsmanagement jeder Herde

spielen.

Die Brunst ist ein hormonell gesteuerter Prozess,

der durch ansteigende Östrogenkonzentrationen

…Milch aus dem Grundfutter

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ZUCHT/BESAMUNG

bei gleichzeitig basalen Progesteronkonzentrationen

gekennzeichnet ist. Die Intensität und Brunstdauer

sowie die Ausprägung des Brunstverhaltens

werden von Umweltfaktoren beeinflusst. Studien

belegen, dass das Brunstverhalten deutlicher ausgeprägt

ist, wenn Kühe nicht durch Maßnahmen

wie Füttern, Melken oder Entmisten gestört werden.

Die Brunstbeobachtung sollte deshalb durch

entsprechende Fachkräfte zu den Ruhezeiten und

mindestens dreimal täglich über mindestens 20 Minuten

erfolgen. Angaben zur mittleren Brunstdauer

bei Kühen und Jungrindern variieren zwischen 7,1

und 17,8 Stunden.

Jüngere Studien mit dem nachfolgend beschriebenen

Heat Watch-System belegen, dass mit

zunehmender Milchleistung die Zeit der Duldung

kürzer wird. Die Frage nach dem Beginn der Brunst

im Tagesverlauf wird häufig kontrovers diskutiert.

Insgesamt kann hierzu festgestellt werden, dass

der Brunsteintritt bei Rindern relativ gleichmäßig

über den gesamten Tag verteilt ist und technologische

sowie Managementfaktoren bedeutsamer

für die Feststellung der Brunst in Abhängigkeit von

der Tageszeit sind als biologische Faktoren.

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39


40

ZUCHT/BESAMUNG

Methoden zur Brunsterkennung

Die verschiedenen Möglichkeiten zur Erkennung

von Brunst bei Rindern zeigt die nachfolgende Abbildung.

Eine optimale Brunsterkennungsmethode gewährleistet

die Einhaltung folgender Kriterien:

• permanente Überwachung der Tiere

• sichere Identifikation der Tiere

• geringer Arbeitszeitaufwand

• geringe Kosten

• hohe Erkennungsrate bei gleichzeitig

hoher Sensitivität

Da eine gleichzeitige und vollständige Umsetzung

der genannten Kriterien bisher nicht möglich ist,

sollte in der Praxis ein für die jeweilige Betriebssituation

angemessener Kompromiss gefunden werden.

Nachfolgend werden Methoden der Brunsterkennung

mit deren Vor- und Nachteile aufgeführt.

Konventionelle Brunstbeobachtung

Die Vor- und Nachteile der konventionellen Brunstbeobachtung

enthält in zusammengefasster Form

die nachfolgende Abbildung. Bedeutsam für die

Festlegung des Besamungszeitpunktes sind die zeitbezogenen

Angaben zur Brunst.

Messung unterschiedlicher Parameter

In der Vergangenheit ist wiederholt versucht worden,

Brunst bei Rindern durch Messung von Parametern

(Temperatur der Milch, Leitfähigkeit des

Vaginalschleims) festzustellen.

Bisher konnte sich kein Verfahren durchsetzen, weil

Unterschiede zwischen Tieren z.T. größer waren

als Unterschiede zwischen Brunst und Nichtbrunst.

Auch die Progesteronanalytik ist keine ideale Lösung

um Brunst festzustellen, weil niedrige Konzentrationen,

die für Brunst sprechen, über mehrere

Tage und auch bei Brunstlosigkeit auftreten.

Da Progesteronkonzentrationen jedoch grundsätzlich

ein gutes Mittel für die Diagnose von Reproduktionsfunktionen

sind und zunehmend dezentrale

Analysemöglichkeiten angeboten werden, soll mit

der nachfolgenden Abbildung die Aussagefähigkeit

von Progesteronkonzentrationen zusammengefasst

werden.

Rind im Bild 1/2009


Farbmarkierungssysteme

Mit Farbmarkierungstechniken soll die Duldung

eines Tieres als sicheres Anzeichen für eine Hauptbrunst

erkannt werden.

Auf dem Markt werden verschiedene Lösungen

(Kamar-System, Bovine Beacon-System, Tail painting,

Estrus-Alert-System, Chin ball marker) dafür

angeboten.

Die Effizienz der Brunstfeststellung liegt zwischen

44 und 96 %. Die verschiedenen Systeme gehören

insgesamt zu den preiswerten Lösungen für

Brunstfeststellung. Nachteilig sind der Verlust von

Systemen, der relativ hohe Anteil falsch positiver

Resultate und der Aufwand bei der Aufbringung der

Systeme.

Automatische Systeme

Mit automatischen Systemen wird entweder die

Duldung mittels Drucksensoren (DEC-System, Heat

Watch-System) oder die Bewegungsaktivität von

Rindern (z.B. ALPRO oder Heatime) erfasst.

Beim DEC-System wird die Duldung nach Auslösung

eines Sensors, welcher am Tier angebracht

wird, dem Nutzer in Form von Blinksignalen angezeigt.

Die Frequenz der Blinksignale steigt mit der

Anzahl der Aufsprünge. Das System ist nach Angaben

des Herstellers mehrfach verwendbar.

Da sich Sensor und Anzeigeeinheit komplett am Tier

befinden, ist dieses System sehr anwenderfreund-

Ihr Grundfutter ist wertvoller denn je

lich. Nachteilig wirken sich die höheren Kosten bei

Verlust der Einheit aus.

Das Heat Watch®-System ist auf dem nordamerikanischen

Markt schon seit längerer Zeit verfügbar.

Es arbeitet ebenfalls mit Drucksensoren, die am

Schwanzansatz der Tiere befestigt werden. Die

auslösenden Impulse werden im Gegensatz zum

DEC-System an eine zentrale Auswerteeinheit

weitergeleitet, welche die Intensität der Duldung

aufzeichnet. Für beide Systeme werden Brunsterkennungsraten

von > 90 % angegeben.

Bei den Bewegungsaktivitätsmessern (Pedometern)

wird die Bewegungsaktivität von Rindern drahtlos

(Funksignale oder Infrarot-Wellen) an eine Auswerteeinheit

weitergeleitet. Durchschnittlich werden

75 % der brünstigen Tiere erkannt. Darüber hinaus

lassen Analysen von Aktivitätsprofilen Rückschlüsse

auf mögliche gynäkologische Probleme (Zysten) und

andere Erkrankungen (Lahmheiten, gestörtes Allgemeinbefinden)

bei den Tieren zu. Unumgänglich

ist eine Überprüfung der Analysedaten durch eine

Beurteilung der Brunstsymptome oder tierärztliche

Untersuchung am Tier bzw. Abgleich mit bestehenden

Daten. Die Zusammenstellung neuer Gruppen,

Tierbehandlungen im Stall sowie orthopädische

Probleme bei Tieren können die Ergebnisse der Pedometrie

beeinflussen.

Fazit

Eine an verantwortliche Personen gebundene

Brunstbeobachtung, die fachlich gut und mehrmals

am Tag durchgeführt wird, ist auch unter veränderten

Das Siliermittel-Programm von SCHAUMANN bringt mehr Energie, mehr Stabilität

und mehr Leistung. Infos unter Tel. 0 41 01 / 2 18 20 00 oder www.schaumann.de

Rind im Bild 1/2009

ZUCHT/BESAMUNG

Produktionsbedingungen (steigende Leistungen bei

wachsenden Tierzahlen) die bedeutsamste Voraussetzung

für hohe Brunsterkennungsraten.

Durch die Kombination von visueller Brunstbeobachtung

mit technischen Hilfsmitteln kann die Brunstbeobachtung

qualitativ vervollkommnet, zeitlich

flexibler gestaltet und effizienter werden.

Aufgrund differenzierter Haltungs- und Managementsysteme

sind bei derartigen Kombinationen

betriebsspezifische Aspekte zu beachten.

Fruchtbarkeitsmanagement am Beispiel einer

Hochleistungsherde – Gerd Göldnitz, Agrarproduktgesellschaft

mbH, Lübesse

Als Schlussreferent berichtete Herr Göldnitz über Erfahrungen

und das Fruchtbarkeitsmanagement in ihrem

Betrieb. Der Betrieb hat ca. 550 Milchkühe und

ca. 550 weibliche Nachzucht. Die Jahresleistung

2008 liegt bei 9.655 kg.

Er bestätigte, dass auch in seinem Betrieb der entscheidende

Punkt für die Fruchtbarkeit die Brunsterkennung

ist. Straff aufeinander abgestimmte Programme

und gut geschultes Personal inklusive des

in Anspruch genommenen Fruchtbarkeitsservices

sind Grundlagen des Betriebserfolges.

Eine vollbesetzte Halle mit etwa 500 Teilnehmern

bestätigt, dass das Thema „Fruchtbarkeit“ ein Dauerbrenner

ist. Die vorstehenden Fachreferate sind

geeignet, gute Denkanstösse und Ansätze für die

Bewältigung von Fruchtbarkeitsproblemen und des

gesamten Fruchtbarkeitsmanagements zu geben.

M. Leisen

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42

100.000 LITER KÜHE

100.000 Liter Kühe im Kreis Rendsburg-Eckernförde

Erfolgreiche Damen stellen sich vor

Der Kreisverein der Schwarzbuntzüchter im Kreis

Rendsburg-Eckernförde kann auf ein sehr erfolgreiches

Jahr zurückblicken. Gleich 11 Kühe erreichten

die Lebensleistung von 100 000 l. Die 11 Kühe

stehen auf 7 verschiedenen Betrieben.

Besonders erfreulich ist es, dass noch mehrere

Kühe in den Beständen stehen. So können wir ihnen

auch die eine oder andere Kuh mit einem aktuellen

Bild vorstellen.

Gleich drei Kühe erreichten auf dem Betrieb Marc

Köpke in Felm die 100 000l-Marke. Allein das schon

etwas Besonderes. Zum einen ist es die Kuh „Zierblume“,

eine Lasso-Tochter aus Choke aus Neander.

Sie wurde in der siebten Laktation mit 85 Punkten

(83-86-86-84) eingestuft. Die zweite Kuh ist „Adele“,

eine Tochter des Vererbers Lee aus Design aus

Horton. Sie wurde mit der zweiten Laktation mit 86

Punkten (88-85-88-85) eingestuft und ist Ende 2008

abgegangen. Besonders in Erinnerung ist vielen mit

Sicherheit die Kuh „Zitrone“. Die Storm-Tochter aus

Nick aus Inspiration war mehrfach auf Schauen erfolgreich.

Zu ihrem erfolgreichsten Jahr wurde das

Jahr 2006. Im Januar wurde Zitrone Siegerkuh alt

bei Neumünster am Abend und im Sommer wurde

sie auf der Kreistierschau in Rendsburg „Miss

Rendsburg-Eckerförde 2006“. In der 6. Laktation

wurde Zitrone exzellent eingestuft mit 91 Punkten

(93-90-90-92).

Familie Müller, Jevenstedt freut sich über Ihre erfolgreiche Kuh „Unicef“

Paul Hameister gratuliert Familie Gravert, Lindau zu den beiden Kühen Vulkan und Vamme (v. l.)

Nicht weniger Grund zur Freude hatte die Familie

Gravert aus Lindau, in deren Herde gleich zwei

Kühe das Ziel der 100 000l erreichten. Die Kuh „Vulkan“

ist eine Nagel-Tochter aus Pilatus aus Fantastic.

Sie wurde in der 5. Laktation mit 85 Punkten

Rind im Bild 1/2009

(88-82-84-85) eingestuft. Die zweite erfolgreiche

Kuh ist „Vamme“, eine Prenonym-Tochter aus Locke

aus Gnu. Vamme war auch auf der Kreistierschau in

Rendsburg 2006 und konnte dort in ihrer Klasse den

1c Preis erringen. In der 6. Laktation erreichte sie

87 Punkte (89-86-86-87) in der Bewertung. Besonders

erfreulich ist, dass sich beide Kühe bester Gesundheit

erfreuen. Die eine gerade frisch gekalbt,

die andere trockenstehend. So hatten wir hier die

Gelegenheit mit beiden Kühen ein Foto zu machen.

Und Vamme zeigt dann auch, dass sie Schauerfahrung

besitzt!

Große Freude herrschte auch auf dem Betrieb von

Rainer Krabbenhöft in Revensdorf über gleich

zwei 100 000l Kühe. Eine der beiden ist „Vabiola“

eine Hj Vogd-Tochter aus Lotse. Die zweite heißt

„Zepter“. Sie ist eine Moschus-Tochter aus Cleison

aus Top Sprint. Beide Kühe sind zwar nicht mehr

im Bestand, zeichneten sich aber Zeit ihres Lebens

durch eine gute Fitness aus.

Auch die Familie von Hans Detlef Müller aus

Jevenstedt konnte sich in diesem Jahr über eine

erfolgreiche Dame freuen. Die Kuh „Unicef“ überschritt

die 100 000l-Marke. Unicef ist eine Lux-

Tochter aus Apel aus Modell. Sie ist immer noch

sehr fit. Für das Foto zeigte sie sich gelassen und

posierte eine Weile mit uns, bis wir das passende

Bild hatten.


Aber auch hier ist in diesem Jahr noch nicht Schluss

mit den erfolgreichen älteren Damen. Auch auf dem

Betrieb von Kay Schütt in Bünsdorf gibt es eine

100 000l-Kuh. Es ist „Viola“, eine Nagel-Tochter aus

Supreme aus Jos. In der 10. Laktation erhielt Viola

87 Punkte (83-83-89-89) in der Bewertung. Auch

das nicht alltäglich. Viola steht zurzeit trocken und

soll im Frühjahr wieder kalben.

Ein weiteres Foto konnten wir bei Volker Karstens

in Seefeld machen. Die Freude ist groß über die erste

100 000l Kuh auf diesem Betrieb. Vor kurzum

erst gekalbt, zeigte sich die Kuh sehr fit und vital.

Und natürlich soll sie auch wieder besamt werden.

Schließlich kommen wir zum Betrieb Henning

Büller in Westensee. Auch Familie Büller hat zum

ersten Mal eine 100 000l Kuh im Bestand. Es ist die

Kuh „Waldi“, eine Nagel-Tochter aus Narjan aus

Apel. Für die letzten Liter bekam sie im letzten Jahr

etwas extra Pflege. Aber eine 100 000l Kuh ist eben

auch etwas Besonderes!

Wir gratulieren noch einmal allen Betrieben und

ihren Kühen zu dieser Leistung. U.Lucanus

Rind im Bild 1/2009

100.000 LITER KÜHE

Die erste 100.000 l Kuh auf dem Betrieb Karstens, Seefeld. Kreisvorsitzender Paul Hameister gratuliert zu dieser Leistung.

Fotos: Lucanus

Rotbunte 100.000 kg-Kühe geehrt

In diesem Jahr wurde dem Kreisverein der Rotbuntzüchter

RD-ECK vom LKV drei neu hinzugekommene

100.000 l Kühe gemeldet. Also machte sich der

Vorstand kurz vor Weihnachten auf, den Besitzern

zu gratulieren und einen Blumenstrauß zu überbringen.

Ein größeres Geschenk wird erst anlässlich der

Jahreshauptversammlung überreicht.

Eine ganz besondere Leistung vollbrachte der Betrieb

Rix aus Schönbek, der gleich zwei Kühe in den

100.000-er Club hievte. Zum einen handelt es sich

um die DN-Kuh Vallay, die uns durch ihre Größe,

Breite und Kapazität beeindruckte. Imponierend lesen

sich auch ihre Leistungszahlen.

Mit einer Durchschnittsleistung von über 11.000 l

und einer Höchstleistung von 12.500 l schaffte sie

die 100.000 l Grenze im Schnelldurchlauf. Waren

die Zwischenkalbezeiten in jungen Jahren noch

etwas hoch, verbesserte sie sich auch in diesem

Bereich mit zunehmendem Alter. Von der Vitalität

Vallays konnten wir uns während des Fotoshootings

überzeugen, wollte sie doch stets ihren Kopf durchsetzen.

Kommentar des Besitzers: “Die Kuh will

arbeiten und Milch geben und sich nicht als Model

präsentieren.“ Das gleiche Lebensmotto trifft auch

auf die Savoy Red Tochter Vertraute zu, der zweiten

Familie Rix, Schönbek präsentiert stolz ihre 100.000 l Kuh Valley.

100.000 l Kuh der Familie Rix. Diese etwas kleinere

und edlere, mit einem sehr guten Euter ausgestatteten

Kuh steht ihrer Stallgefährtin leistungsmäßig

in keiner Weise nach. Eine Durchschnittsleistung

von 11.500 l und einer Höchstleistung von 13.000

zeugen von dem großen Arbeitseifer dieser Kuh.

Leider musste sie sich zum Zeitpunkt des Fototermins

in der Strohbox vom Geburtsstress erholen.

43


44

ZUCHTWERTSCHÄTZUNG

Beide Kühe haben mehrere Kuhkälber geboren und

somit der Herde ihren genetischen Stempel aufgedrückt.

Ein besonders glückliches Händchen bewies unser

Vorstandsmitglied Ralf Schneede, als er dem ehemaligem

schleswig-holsteinischem Rotbuntvorsitzendem

Otto-Boje Schoof die Kom Leader-Färse

Zaunburg abkaufte.

Ihre enorme Leistungsbereitschaft von 14.600 l

Höchstleistung und ihr umgängliches Wesen ließen

sie schnell zum Liebling von Ehefrau Steffi werden,

eine sichere Garantie für einen langen Herdenverbleib.

Somit war der Weg frei für die 100.000

l-Marke, die sie mit einer Durchschnittsleistung von

11.620 l schnell erreichte.

Auch ihre vier weiblichen Nachkommen können innerhalb

der Herde voll überzeugen. Ihre Faber-Tochter

Dallas hat ebenfalls schon 70.000 l ermolken.

Ein Optimal-Sohn von Dallas wurde an die RSH eG

für den Testeinsatz verkauft.

Zaunburg ist eine harmonische, gut ausbalancierte,

mittelrahmige Kuh. Die kleine Hinterbeinschwäche

hat ihr in ihrem Leben noch keine gravierenden

Schwierigkeiten gemacht. Sie zeigt sich in einer

sehr guten Konstitution und Familie Schneede freut

sich auf ihr Zabing-Kalb.

Für die 100.000 kg Lebensleistung wurde die Kuh Zaunburg von Familie Schneede, Gnutz ausgezeichnet. Fotos: Fechter

Der Kreisvorstand gratuliert den Besitzern recht

herzlich zu ihren außergewöhnlichen Kühen.

Es war den jungen Betriebsleitern anzumerken, dass

ihnen die drei „alten Damen“ ans Herz gewachsen

waren, denn die Fototermine wurden von den Fa-

Zuchtwertschätzung Januar 2009

Wenig neue Schwarzbuntbullen, aber eine

neue Spitze bei Rot- und Schwarzbunt

Keinen neuen Bullen unter der Top 40 bei Schwarzbunt

hat es schon lange nicht mehr gegeben. Auch

die Top 3 ist gleich, wird jetzt aber von Gibor angeführt.

Bei Rotbunt übernimmt der Paradox-Sohn

Pandora mit seinen ersten Werten gleich die Spitze.

SCHWARZBUNT

Nach längerer Zeit hat es einen Wachwechsel an

der Spitze gegeben.

In der Zuchtwertschätzung Januar 2009 konnte

der Bulle Gibor (DTG) mit über 10.000 Töchtern

den seit Februar 2006 ununterbrochen führenden

Mascol überholen, der mit dem ersten größeren

Schwung von 885 neuen Töchtern - darunter 250

in den Niederlanden, Dänemark, Finnland, Schweden

und den USA - etwas nachgab. Mit RZM 134

ist er aber weiter zusammen mit Shottle der weltweit

höchste Mtoto-Sohn. Unverändert an Nr. 3 ist

Ramos mit jetzt 43.000 Töchtern. Gettorf v. Vachim, Besitzer: O. Gravert, Lindau

Rind im Bild 1/2009

milien und Freunden aufmerksam verfolgt; keine

Selbstverständlichkeit in der heutigen hektischen

und stark materiell ausgerichteten Landwirtschaft..

W. G. Fechter


RSH-Vererber Vachim und Zabing bestätigen

ihre Ausnahmestellung

Das Vererberangebot der NOG-Partner und der RSH

zeichnet sich durch größte Stabilität aus.

Die beiden DTG-Vererber Laudan und Eminem

steigen mit verbesserten Werten in die Top 10 auf.

Eiweiß-Spezialist Eminem (+0,17%, RZM 125, Nr.

9) kann seine Nutzungsdauer auf Basis seiner Töchter

jetzt am Ende der zweiten Laktation deutlich auf

RZN 124 (+8) steigern und wird sicherlich auch als

Bullenvater eingesetzt. Laudan (Nr. 10) liegt jetzt

mit 30.214 Töchtern bei RZN 139 (+2).

Der Jocko-Sohn Jango hat sich nicht verändert.

Janosch (Nr. 12) ist knapp aus der Top 10 herausgefallen.

Der RSH-Vererber Jackpot (1.325 Töchter,

RZM 106, RZE 126) bestätigt seine guten Nutzungsdauerzuchtwerte

und ist einer der stärksten

Jocko Besne-Söhne in der Eutergesundheit. Leider

ist von ihm nur noch sehr wenig Sperma verfügbar.

Auch Jefferson hat über 1.000 Töchter. Er musste

jedoch, insbesondere im Exterieur, deutliche Abstriche

hinnehmen (RZE 123, -12, RZM 123).

Der Zappa-Sohn Zar, ebenfalls DTG-Vererber, hält

sich bei hoher Sicherheit konstant an Nr. 22 ganz

solide.

Wie die Gruppe auf der Eurotier zeigte, macht der

DTG-Vererber Leif (Nr. 49) nicht nur nach den Zahlen

große, breite und mit sehr viel Substanz ausgestattete

Töchter. Die Nutzungsdauer ist hervorragend

(RZN 127) und die Euter (120) sind in Form und Gesundheit

(RZS 129) hervorragend. Der Jesther-Sohn

Jurus steigt leicht in der Leistung und auf Nr. 54. Er

Hillery v. NOG Ranti, Besitzer Chr. Fischer, Brunsbek

Holla v. Zabing, Besitzer: Kl.-A. Dieckmann, Klein Offenseth

hat die eher seltene Kombination aus bester Eutergesundheit

(RZS 127) und Melkbarkeit (RZD 110).

Vachim (v. V Brando) steht mit nahezu unveränderten

Werten und Töchtern in der 2. Laktation in

der Zuchtwertschätzung. Die stabile Leistung und

sichere Exterieurvererbung sichern ihm eine nach

wie vor ungebrochen starke Nachfrage.

Zabing RF (Zunder x Rudolph) war eine der positiven

Überraschungen im August. Seither wird er

sowohl im Schwarz- und Rotbuntbereich als Bullenvater

eingesetzt. Mit RZE 142 (+4) ist er jetzt

Rind im Bild 1/2009

ZUCHTWERTSCHÄTZUNG

der höchste Exterieurvererber in der Topliste in

Deutschland. Neben dem Exterieur bringt er bei

mittlerer Milchmenge solide Eiweißprozente, eine

sehr gute Eutergesundheit und stabile, funktionelle

Kühe.

Fotograf (Ford x Rudolph) konnte ebenfalls seine

Allroundqualitäten untermauern. Sein Markenzeichen

ist eine in allen Belangen sehr ausgeglichene

Zuchtwertschätzung mit besonderen Stärken in der

Eutergesundheit und der Fundamentvererbung.

Unverändert bleiben auch die Vererber aus dem

NOG-Programm NOG Jumit, NOG Zamero und

NOG Salem, die auch in Zukunft breit eingesetzt

werden können. NOG Zamero empfiehlt sich dabei

als überdurchschnittlicher Eutervererber.

Besonders zu erwähnen sind die Jocko Besne-Söhne

Jannik und Jostar. Jannik hat seinen Zuchtwert

mit weiteren Töchtern aus dem Vererbereinsatz verbessert.

Er steht für hohe Milchleistung (+1845 kg),

beste Euter und überragende Fundamente.

Jostar steht Jannik in der Milchleistung kaum

nach und überzeugt durch hervorragende Eiweißprozente

(+0,04) und gehört zu den typstärkeren

Fundamentvererbern von Jocko Besne, der auf eine

Top-Eutergrundlage angepaart werden sollte.

Juote hat jetzt 27.500 Töchter und unveränderte

127 RZE und 112 RZN. Seine Beliebtheit liegt aber

sicher auch an der sehr guten Melkbarkeit (RZD

128) und Umgänglichkeit seiner Töchter (Temperament

120). Leider ist er abgegangen und es ist

nur noch wenig Sperma dieses Ausnahmevererbers

verfügbar.

45


46

ZUCHTWERTSCHÄTZUNG

Neue Bullen bei der RSH, der NOG und den

NOG-Partnern

Der sicherlich interessanteste Newcomer der RSH

eG ist Ratziputz (Riverland x Jocko Besn) aus der

Zucht von Thomsen, Stoltebüll. Bei guter Milchmenge

zeichnet er sich durch positive Eiweißprozente

(+0,03%), überragende Zellzahlen (RZS 125)

und eine gute Fundamentvererbung (120) aus, die

auf langlebige, solide und funktionelle Kühe schließen

lassen.

NOG Rubkar vergrößert die Zahl der positiven

Riverland-Söhne. Seine Ubbo-Mutter gehört zu den

in Karkendamm erfolgreich getesteten NOG-Bullenmüttern.

Hohes Milchvermögen verbindet sich mit

guten Fundament- und Euterqualitäten.

Stark im Eiweißgehalt und mit guter Eutervererbung

präsentiert sich der Ramos-Sohn NOG Ranti. Bei

mittlerer Milchmenge überragt der starke Eiweißvererber

(+0,10 %) durch Höchstwerte in der Funktionalität

(RZN 120). Alle drei Vererber verbinden ihre

Allroundqualitäten, die zu einem stärkeren Einsatz

berechtigen.

Einer der interessantesten Newcomer in der deutschen

Zuchtwertschätzung ist der RSH- Vererber

Liberty. Dieser Brant-Sohn aus einer Hershel-Mutter

geht auf die bekannte Fatal- Tochter Leeza zurück

und verfügt damit über ein Outcross-Pedigree.

Seine Vererbungsstärken sind bei hoher Milchmenge

und bestechendem Fett: Eiweißverhältnis die

gute Typ-, Körper- und Eutervererbung. Er sollte an

fundamentstarke Kühe angepaart werden.

Komplettiert wird die Riege der neuen RSH- und

NOG-Vererber durch den Durham-Sohn Duty (MV:

Integrity), einem sicheren Exterieurvererber mit solider

Leistung, durch Zanardi (Zunder x Rudolph),

der sich durch beste Euterqualitäten auszeichnet,

sowie dem Stormatic- Sohn Stewart, einem guten

Milchmengenvererber mit solidem Exterieur, die

im Rahmen der NOG-Partnerschaft ausgetauscht

werden.

Ausgewählte DTG-Vererber halten sich konstant

auf hohem Niveau

Ein Gewinner dieser Schätzung ist Stylist. Er klettert

mit den Töchtern in der dritten Laktation um

drei Punkte auf RZM 134. Bei einem unveränderten

RZE von 130 erfreut sich der Steven-Sohn inzwischen

auch international sehr großer Beliebtheit.

Zum zweiten Mal in Folge konnte Jelder sich – mit

seinen Töchtern in der dritten Laktation – in der

Leistung leicht steigern (RZM 130, +2). Er kombiniert

damit Leistung und Exterieur (RZE 137!) auf

höchstem Niveau. Auch Bobass konnte die hohen

Erwartungen bisher bestätigen und bleibt der TOP-

Milchmacher.

Novize hat jetzt 5.290 sehr harte (RZN 125) und

produktive (RZM 120) Töchter. Sein Sperma ist gesext

verfügbar.

Der höchste Neueinsteiger vom letzten Mal und

nach wie vor höchste Champion-Sohn Cassano

behauptet sich in der Top 50, wenn auch mit etwas

niedrigeren Leistungszahlen (RZM 124, -5 RZE127).

Seine Allroundvererbung machen ihn zum Bullenvater.

Der beliebte Emerson-Sohn Eleve steht unverändert

unter den TOP 20, kann sich aber im RZS auf

105, +4) verbessern. Juwel stellte seine ausgeglichene

und gute Exterieurvererbung mit Töchtern

auf der Eurotier ebenfalls unter Beweis (RZE 125,

Jesther x Lord Lily). In den Leistungszahlen geht er

etwas zurück (RZM 118, -3).

Insgesamt hat es selten einen Schätzlauf mit so

wenig wirklich interessanten neuen Bullen gegeben.

Insbesondere enttäuscht Morty bisher die

Hoffnungen als Bullenvater. Von bereits über 80

Söhnen mit offiziellen Werten konnte sich kein einziger

ins Rampenlicht stellen.

ROTBUNT

Auch bei Rotbunt ist die zahlenmäßige Ausbeute

an neuen Bullen begrenzt. Mit Pandora schafft

es aber ein Neuling gleich an die Spitze und zieht

alle Blicke auf sich. Pandora ist ein Paradox-Sohn

aus einer Yava RF-Tochter. Über Factor RF, Stollberg

und Orkan führt sein mütterliches Pedigree auf die

bekannte Adria-Familie zurück, aus der u.a. Rubens

Red stammt. Trotz +1.872 kg-Milch vererbt Pandora

deutlich positive Fettprozente (+0,18%) und ist neu-

Rind im Bild 1/2009

tral im Eiweiß (+-0,0%, RZM 137). Er zieht an der

bisherigen Nr. 1 Tocar vorbei, was er vor allem der

sehr guten Eutergesundheit (RZS 120) verdankt. Die

Pandora-Töchter sind mittelrahmig und eher spätreif.

Die Fundamente (115) tendieren zu etwas mehr

Winkelung, sind aber ansonsten tadellos mit klaren

Sprunggelenken und guter Bewegung. Die Euter

(108) sind trotz der sehr hohen Milchleistung fest

aufgehängt, vorne lang und hinten hoch. Pandora

ist für Rinderbesamungen geeignet. Die Sicherheit

seiner Zahlen ist bei 40 Töchtern noch begrenzt.

Tocar an Nr. 2 bleibt mit RZM 141 höchster Leistungsvererber.

Dahinter bleibt unverändert der Marmax-Sohn

Malvoy . Jerudo (Jerom x Rudolph) kann seine sehr

hohen ersten Leistungszahlen nicht ganz halten. Er

geht 3 Punkte auf RZM 123 zurück, verbessert sich

aber in der Eutergesundheit erheblich (RZS 116, +9).

Er wird trotzdem seinen Einsatz als Bullenvater in

der Rotbuntzucht bekommen.

RSH-Vererber halten, was sie versprechen

Neuen Aufwind bekommt durch die ersten 245 neuen

Töchter der RSH-Vererber Bravisi, der zu den

Eurogenetik-Vererbern gehört. Der Clifhanger-Sohn

gewinnt in Eutergesundheit (RZS 109, +4), Exterieur

(RZE 114, +1) und Töchterfruchtbarkeit (RZR 102,

+1) und dokumentiert mit Töchtern aus dem Wiedereinsatz

seine Ausnahmestellung.

Faromir an Nr. 16, ebenfalls für die Eurogenetik

ausgewählt, macht Dank verbesserter Leistungs-

(RZM 115, +2), Nutzungsdauer- (RZN 108, +3) und

Fruchtbarkeitszahlen (RZR 113, +3) einen guten

Schritt nach vorn mit seinen Töchtern in der drit-

Gerda v. Faromir, Besitzer: T. Otte, Schülp/R Fotos: Arkink


Habicht v.Jäberling, Besitzer: H. Rahlf, Seedorf Foto: Arkink

ten Laktation. Bei unverändert gutem Exterieur (RZE

125) ist er ein sehr kompletter Bulle, der als Bullenvater

eingesetzt wird.

Der Lightning-Sohn Lageno kann Dank gestiegener

Eutergesundheit (RZS 109, +6) einen Punkt RZG auf

jetzt 122 gewinnen und rechtfertigt so seinen breiten

Einsatz auch bei den Eurogenetik-Partnern.

Forest (Nr. 45) bleibt mit einigen zusätzlichen Töchtern

stabil (RZE 135).

Die Rubens- (v. Rudi) Söhne Rugard (RZG 122),

Runaway (RZG 121) und Rachtus (RZG 118), bestätigen

ihre vorherigen Zuchtwerte und überzeugen

durch eine insgesamt gute Exterieurvererbung.

Der Jerom-Sohn Jäberling bleibt mit RZM 131

ein TOP-Leistungsvererber mit solidem Exterieur,

der auf Kühe mit guter Eutergesundheit angepaart

werden soll.

Neu ist der Exterieurspezialist Kanzler. Kanzler ist

einer der ersten Komtur-Söhne. Mit Stoll als Muttersvater

ist er damit ein echtes Produkt aus dem

RSH-Zuchtprogramm. Gezogen wurde er allerdings

von der bekannten Zuchtstätte Nosbisch in Niederweis.

Bei begrenzter Milchmenge vererbt Kanzler

deutlich positiv in den Inhaltsstoffen (+0,45 %-F,

+0,12 %-E, RZM 108). Vor allem Auf Grund seines

überragenden Exterieurs mit RZE 131 wird er sicher

Freunde finden. Die Kanzler-Töchter sind mittelrahmige

Tiere mit guter Kondition. Herausragend

sind die Fundamente (127) und Euter (127).

Avanti hat seinen Ruf als bester Exterieurvererber

mit 99 % Sicherheit (RZE 133) aber weiter gefestigt.

Rustler kann auch mit neuen Töchtern seinen

hohen RZE bei 134 halten (RZM 93). Avanti und

Rustler sind sicherlich die Spezialisten für sicheres

Exterieur.

Eurogenetik-Vererber stabil im Zuchtwert

Carmano hat noch keine neuen Töchter in Milch.

Auf Grund seiner zahlreichen Töchter aus dem Wiedereinsatz

ist die Töchterfruchtbarkeit aber gestiegen

(RZR 108, +2).

Ruacana an Nr. 10 (Rubens Red x Lentini RF) wird

inzwischen in allen Rotbuntzuchtprogrammen als

Bullenvater eingesetzt. Mit RZE 133 (+3) sowie

RZM 122 (-3) bei positiver Eutergesundheit und

Nutzungsdauer rechtfertigt er dieses Vertrauen.

Stabilo ist mit RZM 121 und RZE 121 auch weiterhin

der höchste Stadel-Sohn (Nr. 11).

Der Lightning-Sohn Spencer bestätigt genau wie

Ruacana und Carmano die Erwartungen und sind

weiter als Allroundvererber einsetzbar.

Auch bei Rotbunt ist die Ausbeute neuer Bullen

zahlenmäßig eher gering. Dafür ist deren Qualität

durchaus vielversprechend.

Rotbunt DN

In der Rotbunt DN-Zucht sind bei der Zuchtwertschätzung

keine neuen Vererber hinzugekommen.

Der Gewinner der Januar-Zuchtwertschätzung ist

Baltimore. Dieser Buster-Sohn aus einer Door-

Mutter ist mit RZG 138 die unangefochtene Nr. 1.

Er gewinnt fast +400 kg-Milch und ist neben seiner

überragenden Eiweißvererbung (+0,39 %) ein absoluter

Spitzenvererber für Euterqualität, Zellzahl

und Nutzungsdauer und bringt dabei leichtere Geburten.

Rind im Bild 1/2009

ZUCHTWERTSCHÄTZUNG

Auf Platz zwei finden wir Rudolph DN (Rozak x

Langemmat), ein Milchmengenvererber (+753 kg),

der bei bester Eutergesundheit funktionelle Typ-

und Euterkühe mit sehr guter Mastleistung (RZFL

114) bringt.

Swingfox bestätigt seine bisherigen Werte und ist

ein Allroundvererber der DN-Zucht mit günstigem

Geburtsverlauf und guter Fleischleistung (RZFL

113).

Die bewährten Vererber Pacht, Mark, Bas und

Daniel bestätigen sehr stabil die bisherigen Ergebnisse.

Derzeit entwickeln wir gemeinsam mit dem Rechenzentrum

in Verden und den niederländischen

Partnern der Eurogenetik eine gemeinsame, verbesserte

Zuchtwertschätzung für Rotbunt DN und

MRIJ, die eine bessere Vergleichbarkeit zulassen.

Die Ergebnisse werden wir in der nächsten Rind im

Bild-Ausgabe näher vorstellen und erläutern.

Mit der Zuchtwertschätzung im April erwarten wir

neue DN-Bullen, die das derzeit breite Spektrum

unseres Vererberangebotes erweitern können.

GGI überarbeitet u. angepasst

M. Leisen

ANGLER

Der Rubens-Sohn Elkor wird ab Februar das

Angebot ergänzen

Die bisher eingesetzten Vererber konnten ihre Zahlen

im Wesentlichen halten.

An der Spitze bleibt Dragomir mit einem Gesamtzuchtwert

(RZG) von 137. Die Zahlen für Eutergesundheit

(RZS), Nutzungsdauer (RZN) und Fruchtbarkeit

(RZR) stiegen um 1 bzw. 2 Punkte, dadurch

stieg der RZG um 1 Punkt.

Mit einem RZG von 131 (+1) steigt Ekholt auf Platz

2. Bei hoher Milchmenge konnte er die Eiweißvererbung

auf + 0,04 % erhöhen.

Der Bulle Centini hält mit RZG 130 den nächsten

Platz in der Rangierung. Die Werte für Zellzahlen

(RZS), Nutzungsdauer (RZN) und Fruchtbarkeit (RZR)

sind mit steigenden Sicherheiten auf hohem Niveau.

Der Allrounder Didolum konnte sogar einen

RZG-Punkt dazu gewinnen und liegt nun ebenfalls

bei 130. Als Färsenbulle mit hoher Inhaltsstoffvererbung

macht der Stadel-Sohn weiter viele Besamungen.

Mit Elkor kommt eine neue Kuhfamilie ins Rampenlicht.

Elkor ist ein Rubens-Sohn aus einer

langlebigen und leistungsstarken Torpane-Tochter,

davor steht eine hochbewertete Caveman- Tochter,

die wiederum auf eine Dual-Tochter von G.

Marxsen, Böelwesterfeld zurückgeht. Elkor hatte

vor dem Test bereits einen Deckeinsatz, aus dem

einige sehr gute, inzwischen dreikalbige Kühe

hervorgingen. Aus der Stadel-Halbschwester von

Elkor absolvierte der Orraryd-Sohn Honda bereits

47


48

BULLENVÄTER

seinen Testeinsatz. Elkor vererbt knapp 1.000 Liter

bei leicht negativen Inhaltsstoffen. Die Töchter sind

knapp mittelrahmig und haben optimal geneigte

Becken. Fundamente und Euter sind die Stärken

der Nachzucht. Die steilen Beine sind parallel gestellt

und mit trockenen Sprunggelenken und hohen

Trachten versehen. Die Euter sind sehr fest aufgehängt,

gut ausbalanciert und mit innen platzierten

Strichen versehen. Elkor sollte an große, starke

Kühe zur Verbesserung der Beine und Euter eingesetzt

werden.

Der Origin Sohn-Fundus konnte mit 6 RZG Punkten

den größten Zuwachs erreichen. Neu hinzugekommene

Töchter lassen die Milchmenge um etwa 200

kg steigen, die Inhaltsstoffe sind weiter mit +0,38

%-Fett und +0,17 %-Eiweiß auf einem sehr hohen

Level. Mit einem Exterieurzuchtwert von 131 ist er

an der Angler-Zuchtspitze. Bei durchschnittlichem

Milchtyp erreichen die Euter einen Zuchtwert von

133. Fundus ist also eine gute Ergänzung im Angler-

Programm.

Dagufa hat keine Veränderungen zu verzeichnen

und hält den RZG von 127. Mit ebenfalls 127 im

Gesamtzuchtwert kann der Valedo-Sohn Elegier

aufwarten, d.h. er hat 5 Punkte hinzubekommen.

Die Milchmenge stieg um 200 kg auf 1.100 kg bei

konstanten Inhaltsstoffen (RZM +4). Die neuesten

Zahlen werden den Einsatz von Elegier sicher verstärken.

Neue Bullenväter

für die Zuchtprogramme

Schwarzbunt

Die Zuchtwertschätzung Januar 2009 brachte in

Deutschland wenig neue Bullen in der Spitze.

In den USA machen die ersten O-Man-Söhne auf

sich aufmerksam. National und international sind

einige interessante neue Vererber zu finden, die in

Zukunft im Rahmen der Zuchtprogramme eingesetzt

werden.

Nachdem O-Man-Söhne erstmals mit Zuchtwerten

vertreten sind und in den USA in den Toplisten sehr

hoch stehen, werden sie auch bei uns als Bullenväter,

trotz nicht so hoher Sicherheit, gezielt eingesetzt.

Der O-Man-Sohn Bogart, der aus einer 90 EXeingestuften

Louie-Mutter stammt und auf die

bekannte Tesk Terry Boo EX 90 zurückgeht, ist ein

solider Leistungsvererber mit guten Inhaltsstoffen,

dessen Stärken neben der Zellzahl in der vorzüglichen

Körper- und Eutervererbung liegen.

Wie Focus (O-Man x Durham x Juror x Leadman),

der bei etwas weniger RZM durch vorzügliche Zell-

St.-Nr. 28 v. Eukal, Besitzer: K.-H. Nissen, Dingholz Foto: Schulze

Der Rubens-Sohn Eukal hat leider einige Punkte

verloren, gehört jedoch mit RZG 124 noch zur Spitze.

Wer typstarke Kühe mit Spitzeneutern sucht,

kommt an Eukal nicht vorbei.

Damaskus bleibt stabil bei 121 RZG, ein gutes

Fett:Eiweißverhältnis und die Eignung für Färsen-

zahlen auffällt und ebenfalls aus einer exzellenten

Kuhfamilie stammt, werden beide Bullen im mittleren

Leistungsbereich durch Funktionalität überzeugen.

Als weiterer O-Man-Sohn wird Junction (V.: Convincer)

zum Einsatz kommen, der als überragender

Milchmengenvererber mit größerer Töchterzahl und

solider Fundament- und Eutervererbung gefällt.

Von den deutschen Vererbern rückt der Bulle Cassano

(Champion x Convincer x Marconi) immer

mehr in den Vordergrund. Hohe Milchmenge und

sehr gute Körper- und Fundamentmerkmale in Kombination

mit guter Zellzahl machen ihn zu einem der

besten Champion-Söhne.

Der Bulle Eminem (Eminenz x Maloy) hat sich permanent

in der Zuchtwertschätzung verbessert. Mit

seinem Eiweißgehalt (+0,17 %), den guten Fundamenten

und vor allem wegen seines RZN von 124

wird er gezielt als Bullenvater eingesetzt.

Mit Fibrax steht ein Step-Sohn aus Tugolo aus Magnitude

zur Verfügung, der hinsichtlich der Blutfüh-

Rind im Bild 1/2009

besamungen machen ihn beliebt. Zober und Valedo

bekommen Auf Grund ihres breiten Einsatz

kaum Daten dazu und bleiben auf gutem Niveau.

Den Angler-Züchtern steht also nach wie vor ein

sehr breites Angebot mit guten Vererbern zur Verfügung.

C.-P. Tordsen

rung etwas Besonderes ist. Bei durchschnittlicher

Milchmenge überzeugt er im Eiweiß und in der

Fundament- und Eutervererbung bei ausgeglichener

Zellzahl mit guter Töchterfruchtbarkeit.

Mit dem Income-Sohn Malic (MV: Marshall, x

Rudolph x Prelude), der auf eine harte, langlebige

Kuhfamilie zurückgeht, steht ein weiterer Milchmengenvererber

zur Verfügung, der sowohl in der

Nutzungsdauer als auch in der Fundament- und

Eutervererbung überzeugt und auf Kühe mit etwas

abfallenden Becken anzupaaren ist.

Mickey (Merchand x BW Marshall) hat seinen

Zuchtwert von August verbessert und ist ein Bulle,

der sowohl hinsichtlich der Leistung, der Zellzahl,

der soliden Typ- und Fundament- und guten Eutervererbung

eine interessante Alternative von der

Blutführung her darstellt.

Gleiches gilt für Million (Outside x Marshall x

Rudolph) aus der bekannten Dellia-Familie. Bei etwas

knappem Eiweiß liegen seine Stärken in der


sehr guten Exterieurvererbung, insbesondere in der

überragenden Euterqualität.

Mit Ping kommt ein Mr. Ships-Sohn zum Einsatz,

der mütterlicherseits über Emery und Southwind

ebenfalls nicht alltäglich gezogen ist. Seine solide

Leistungsvererbung auf Basis einer recht hohen

Töchterzahl und die überzeugende Fundament- und

Eutervererbung machen ihn zu einem interessanten

Anpaarungspartner für rahmigere, körperstarke

Kühe.

Last but not least steht mit Vittorio (Champion x

Durham x Emory) ein aus bester Kuhfamilie kommender

Bulle zur Verfügung, der bei mittlerer Leistung

durch sein sehr ausgeglichenes Exterieur

überzeugt und sicherlich eine interessante Anpaarungsalternative

darstellt. Leider ist noch nicht ganz

klar, wann und ob Sperma von ihm in Deutschland

verfügbar ist.

Rotbunt

Überzeugende neue Bullenväter sind auch bei Rotbunt

RH nicht so zahlreich. International schälen

sich zwei besonders starke Leistungsvererber heraus.

Mit Pandora (Paradox x Yava) ist ein neuer TOP-

Leistungsvererber (RZM 137) mit hoher Milchmenge

und guten Inhaltsstoffen verfügbar, der durch

seinen guten Zellzahlzuchtwert (RZS 120) und die

solide Fundamentvererbung funktionelle Kühe bringen

sollte.

In die gleiche Richtung vererbt der Kian-Sohn

Curtis. Der aus einer Lentini-Mutter stammende

Bulle bringt viel Milch mit hohen Eiweißprozenten

(+0,17%) und vererbt bei durchschnittlichem Typ

solide Beine und sehr gute Euter.

Der RSH-Vererber Faromir (Faber x Koerier) entpuppt

sich immer mehr als einer der besten Allrounder.

Solide Milchmenge, gute Inhaltsstoffe in

Kombination mit überzeugender Fundament- und

Eutervererbung rechtfertigen seinen Einsatz als

Bullenvater.

Jerudo (Jerom x Rudolph aus der Kuhfamilie von

Roels) konnte seinen RZG 132 festigen und wird neben

guten Inhaltsstoffen und guter Eutergesundheit

(RZS 116) typstarke Kühe mit soliden Fundamenten

Natalie v. Ping, Besitzer: USA Foto: DeBruin

Rind im Bild 1/2009

BULLENVÄTER

Hannover v. Lageno, Besitzer: Th. Gäthje, Kuden Foto: Arkink

und Eutern vererben. Seine Blutführung macht ihn

zu einem interessanten Anpaarungsbullen.

Mit dem RSH-Vererber Lageno (MV Power) und

Spencer 2 (MV.: Spectrum) stehen zwei Lightning

RF-Söhne auf der aktuellen Bullenväterliste, die bei

mittlerem RZM durch sicheres Exterieur und gute

Zuchtwerte in den funktionellen Merkmalen überzeugen.

Lageno überzeugt bei seinen Töchtern mit

Größe, Substanz und Stärke, sowie guten Fundamenten,

während Spencer 2 im Euter überzeugen

kann. Der Rubens-Sohn Ruacana konnte nachhaltig

seine bisherigen Zuchtwerte sowohl in der

Milchleistung als auch im Exterieur bestätigen. Sein

gutes Fett:Eiweißverhältnis und das ausgeglichene

Exterieur machen ihn zum kompletten Rubens-Sohn

und rechtfertigen den Einsatz als Bullenvater.

Mit Landslide (Marmax RF x Celsius) wird ein

Milchmengenvererber gezielt als Bullenvater eingesetzt,

der bei knappen Inhaltsstoffen ein sehr gutes

Exterieur bringt. Leider ist der Bulle in Deutschland

nicht verfügbar. Er soll für Embryonen in Übersee

einsetzen werden.

Die ersten September-Söhne haben ebenfalls im

Januar Zuchtwerte bekommen. Mit Reality (MV.:

Renaissance) steht ein sowohl in der Leistung als

auch im Exterieur (RZE 136) überzeugender Bulle

mit erstem Zuchtwert an der Spitze, der seine besondere

Stärke in der Fundament- und Eutervererbung

hat. Derzeit ist noch nicht ganz sicher, ob ein

Spermaimport nach Europa möglich ist.

Bei Red Holsteins haben wir eine breite genetische

Palette als Bullenväter auf der Anpaarungsliste, die

besondere in den funktionellen Merkmalen überzeugen

und gute zukünftige Vererber bringen sollten.

M. Leisen

49


50

BULLENVÄTER

Bullenväter Schwarzbunt – Zuchtwertschätzung Februar 2009 – Milchleistung

Nr Name HB-Nummer Abstammung RZG Milch Fett Fett Eiw Eiw Si RZM RZS Mtyp Kör Fund Eut RZE RZN RZR

kg % kg % kg %

1 Bogart USA 135257546 O-Man x Louie 133 +1526 -0,07 +56 -0,04 +49 66 121 114 104 121 115 132 133 113

2 Cassano 328422 Champion x Convincer 131 +1831 -0,10 +65 -0,10 +52 92 124 117 121 122 123 112 127 107 103

3 Eminem 810944 Eminenz x Maloy 137 +1122 +0,06 +52 +0,17 +54 94 125 102 119 100 120 114 121 124 108

4 Fibrax 505974 Step x Tugolo 125 +1275 -0,15 +38 +0,02 +46 72 117 106 105 111 116 124 126 107 111

5 Focus USA 52357952 O-Man x Durham 132 +1629 -0,28 +39 -0,12 +44 70 115 126 101 118 116 127 129 106

6 Junction USA 135650545 O-Man x Convincer 136 +2073 -0,24 +60 -0,05 +65 69 131 108 100 105 118 115 118 109

7 Malic 503966 Income x Marshal ET 133 +1957 -0,49 +30 -0,11 +56 70 121 93 112 106 127 133 136 113 97

8 Mickey USA 134774688 Merchant 2 x Marshall 132 +2188 -0,45 +43 -0,16 +58 69 124 114 114 113 114 127 128 108 98

9 Million 506090 Outside x Marshall 127 +1695 -0,16 +54 -0,20 +38 71 114 106 109 112 114 134 132 114 106

10 Ping 506112 Mr. Ships x Emery 127 +1643 -0,12 +56 -0,09 +47 71 120 111 105 97 116 120 119 109 97

11 Vittorio CAN 8875264 Champion x Durham 128 +1705 -0,22 +48 -0,10 +48 70 119 100 121 112 116 123 128 100

Bullenväter Schwarzbunt – Zuchtwertschätzung Februar 2009 – lineare Exterieurbeschreibung

Nr Name HB-Nummer Abstammung Grö MCh KTi Sta BNe BBr HBW Kla Spg HbS Bewg HEu ZBA SPlv SPlh EAu ETi SLa

1 Bogart USA 135257546 O-Man x Louie 121 105 112 119 108 116 83 118 0 104 113 115 114 130 111 127 125 95

2 Cassano 328422 Champion x Convincer 112 116 112 108 121 116 88 107 106 116 116 111 120 113 120 100 100 96

3 Eminem 810944 Eminenz x Maloy 112 113 90 87 103 90 93 117 109 110 115 109 110 93 92 106 122 88

4 Fibrax 505974 Step x Tugolo 115 105 102 106 108 109 103 111 0 111 114 117 106 109 102 117 125 95

5 Focus USA 52357952 O-Man x Durham 117 102 111 119 109 111 86 114 0 104 115 111 117 121 108 121 121 99

6 Junction USA 135650545 O-Man x Convincer 106 100 100 108 111 104 86 111 0 106 118 110 105 113 103 110 107 106

7 Malic 503966 Income x Marshal ET 112 113 108 109 77 100 97 119 0 115 119 130 118 104 105 131 120 105

8 Mickey USA 134774688 Merchant 2 x Marshall 121 115 113 110 115 104 97 102 0 110 114 116 136 135 131 118 116 105

9 Million 506090 Outside x Marshall 111 110 107 106 115 110 90 108 0 107 108 125 129 132 126 128 116 105

10 Ping 506112 Mr. Ships x Emery 106 106 95 96 107 93 72 116 0 115 110 107 110 117 108 113 120 97

11 Vittorio CAN 8875264 Champion x Durham 120 122 102 96 113 122 96 103 0 105 108 121 113 107 104 110 113 102

Bullenväter Rotbunt – Zuchtwertschätzung Februar 2009 – Milchleistung

Nr. Name HB-Nummer Abstammung RZG Milch Fett Fett Eiw Eiw Si RZM RZS Mtyp Kör Fund Eut RZE RZN RZR

kg % kg % kg %

1 Curtis 297983 Kian x Lentini RF 138 + 1532 + 0,05 + 69 + 0,17 + 67 77 136 99 104 104 111 124 121 110 89

2 Faromir 596291 Faber x Koerier 127 + 974 + 0,06 + 46 + 0,04 + 36 92 115 103 115 105 127 115 125 108 113

3 Jerudo 922393 Jerom x Rudolph 132 + 1398 - 0,01 + 59 + 0,03 + 50 91 124 116 106 119 112 110 118 107 112

4 Lageno 596600 Lightning x Power 122 + 977 + 0,15 + 54 - 0,01 + 33 89 113 109 102 122 119 110 122 107 104

5 Landslide USA 132945783 Marmax RF x Celsius 128 + 2517 - 0,74 + 34 - 0,23 + 63 74 127 98 105 112 115 118 122 102 102

6 Pandora 916884 Paradox x Yava 138 + 1872 + 0,18 + 96 + 0,00 + 63 82 137 120 118 96 115 108 113 108

7 Reality USA 134690997 September x Renaissance 133 + 1221 + 0,37 + 83 - 0,04 + 38 70 120 112 118 108 131 129 136 110

8 Ruacana 926406 Rubens x Lentini RF 129 + 1440 - 0,25 + 39 + 0,03 + 51 91 122 101 124 114 121 127 133 106 99

9 Spencer 2 297737 Lightning x Spectrum 133 + 723 + 0,18 + 45 + 0,31 + 49 89 123 120 98 101 113 115 115 111 111

Bullenväter Rotbunt – Zuchtwertschätzung Februar 2009 – lineare Exterieurbeschreibung

Nr. Name HB-Nummer Abstammung Grö MCh KTi Sta BNe BBr HBW Kla Spg HbS Bewg HEu ZBA SPlv SPlh EAu ETi SLa

1 Curtis 297983 Kian x Lentini RF 106 104 105 105 126 112 89 113 0 106 102 107 111 120 104 123 116 85

2 Faromir 596291 Faber x Koerier 101 110 109 100 114 98 86 117 115 114 106 115 98 102 94 110 108 104

3 Jerudo 922393 Jerom x Rudolph 114 105 108 109 109 105 98 114 100 111 96 102 104 98 93 113 107 80

4 Lageno 596600 Lightning x Power 125 98 102 114 101 111 77 117 98 119 110 98 107 112 109 102 114 104

5 Landslide USA 132945783 Marmax RF x Celsius 113 105 108 110 102 99 87 113 0 111 109 120 112 118 114 110 100 102

6 Pandora 916884 Paradox x Yava 92 117 104 89 104 93 106 100 121 113 98 108 110 111 115 104 103 95

7 Reality USA 134690997 September x Renaissance 130 119 103 99 90 106 87 121 0 118 115 129 116 110 113 115 119 112

8 Ruacana 926406 Rubens x Lentini RF 109 119 107 99 102 105 98 118 111 111 111 115 115 113 109 120 114 102

9 Spencer 2 297737 Lightning x Spectrum 118 98 89 92 105 107 86 115 0 105 95 112 104 105 104 108 120 84

Rind im Bild 1/2009


RATZIPUTZ

geb.: 26.10.03

Zü.: Zucht- und Milchvieh GbR,

Stoltebüll

Bes.: RSH

Standardisierte Zuchtwerte

Merkmal Extrem

88

t

100

t

112

t

124

t Extrem

Größe klein 109 groß

Milchcharakter derb 92 scharf/edel

Körpertiefe wenig 100 viel

Stärke schwach 103 stark

Beckenneigung ansteigend 98 abfallend

Beckenbreite schmal 98 breit

Hinterbeinwinkel. steil 92 gewinkelt

Klauen flach 106 hoch

Sprunggelenk derb 110 trocken

Hinterbeinstellung hackeneng 107 parallel

Bewegung lahm 110 gut

Hintereuterhöhe tief 104 hoch

Zentralband schwach 109 stark

Strichplatzierung vorn außen 106 innen

Strichplatzierung hinten außen 102 innen

Vordereuteraufh. lose 102 fest

Eutertiefe tief 107 hoch

Strichlänge kurz 101 lang

DUTY

geb.: 23.02.04

Zü.: Conant, D. & Keene,

St., Canton, USA

Bes.: MAR

aAa: 132546


RIVERLAND 10.820498

Dörte 876 DE 01.13163876

(4) 87 VG

4/4 LA 12405 4,10 509 3,26 405

HL 14175 4,40 624 3,17 449

t

Fett-Eiweiß-Verhältnis

Eutergesundheit

Fundamente

10-565927 TL TV

t

Rudolph 10.503536

RR Riva DE 10.15253628

JOCKO BESN 10.504921

Zailon 596 DE 01.10904596

(4) 87 VG

5/4 LA 11120 4,50 500 3,40 378

„Doerte“, Mutter von Ratziputz, Bes. Thomsen, Stoltebüll

Pedigree

Exterieur

Kalbeverlauf

Rind im Bild 1/2009

v. RUDOLPH

„Dutje v. Duty“,

Bes. Agrargenossenschaft, Kriebsstein/Grünlichenberg

Standardisierte Zuchtwerte

Merkmal Extrem

88

t

100

t

112

t

124

t Extrem

Größe klein 121 groß

Milchcharakter derb 112 scharf/edel

Körpertiefe wenig 103 viel

Stärke schwach 105 stark

Beckenneigung ansteigend 99 abfallend

Beckenbreite schmal 117 breit

Hinterbeinwinkel. steil 97 gewinkelt

Klauen flach 106 hoch

Sprunggelenk derb 101 trocken

Hinterbeinstellung hackeneng 114 parallel

Bewegung lahm 115 gut

Hintereuterhöhe tief 115 hoch

Zentralband schwach 124 stark

Strichplatzierung vorn außen 104 innen

Strichplatzierung hinten außen 102 innen

Vordereuteraufh. lose 118 fest

Eutertiefe tief 119 hoch

Strichlänge kurz 101 lang

t


DURHAM 43.250783

BC I Robin US 15865326

(3) 95 EX

3/3 LA 12209 4,23 516 3,28 400

HL 15799 4,04 638 3,21 507

10-831566 TL TV

t

Bell Elton 10.504191

SND Dellia US 12895802

INTEGRITY 10.504259

CHP Rhoda US 15554664

(5) 91 EX

5/5 LA 11307 4,52 511 3,33 376

v. PRELUDE

BULLENSEITEN

RZG 126

RZM 115

Tö. 107 Betr. 91 Si. 89%

1. Lakt.

Milch-kg 2759 + 1219

Fett-% 3,67 - 0,26

Fett-kg 101 + 25

Eiw.-% 3,17 + 0,03

Eiw.-kg 88 + 45

RZE 116

Tö. 40 Betr. 37 Si. 75%

Milchtyp 97

Körper 107

Fundament 120

Euter 109

RZS 125

RZR 102

Bulle Töchter

Befruchtung **

Kalbeverlauf 99 103

Kälberverluste 101 97

RZN 115

Si. 74%

RZD 101 Si. 58%

RZG 122

RZM 111

RZE 134

RZS 107

RZR

RZN 109

Si. 38%

Si. 32%

Tö. 55 Betr. 29 Si. 74%

1. Lakt.

Milch-kg 2971 + 1379

Fett-% 3,84 - 0,39

Fett-kg 114 + 19

Eiw.-% 3,18 - 0,07

Eiw.-kg 94 + 41

Tö. 20 Betr. 11 Si. 64%

Milchtyp 117

Körper 121

Fundament 120

Euter 127

RZD

Si. 59%

Bulle Töchter

Befruchtung **

Kalbeverlauf 105 77

Kälberverluste 111 77

Si. 21%

51


52

BULLENSEITEN

RZG 122

RZM 108

Tö. 106 Betr. 66 Si. 94%

1. Lakt.

Milch-kg 8488 + 1176

Fett-% 3,93 - 0,08

Fett-kg 334 + 41

Eiw.-% 3,30 - 0,11

Eiw.-kg 280 + 29

RZE 121

Tö. 75 Betr. 49 Si. 85%

Milchtyp 102

Körper 105

Fundament 108

Euter 125

RZS 128

RZR 96

Bulle Töchter

Befruchtung **

Kalbeverlauf 89 108

Kälberverluste 93 103

RZN 119

Si. 86%

RZD 102 Si. 70%

RZG 121

RZM 114

Si. 53%

Si. 51%

Tö. 95 Betr. 43 Si. 88%

1. Lakt.

Milch-kg 2985 + 1774

Fett-% 3,84 - 0,40

Fett-kg 115 + 32

Eiw.-% 3,10 - 0,17

Eiw.-kg 93 + 43

RZE 120

Tö. 36 Betr. 18 Si. 74%

Milchtyp 118

Körper 110

Fundament 111

Euter 115

RZS 105

RZD

RZR

RZN 111

Si. 72%

Bulle Töchter

Befruchtung **

Kalbeverlauf 111 104

Kälberverluste 104 104

Si. 33%

ZANARDI

geb.: 12.10.02

Zü.: Rinderzucht Wentrot GbR,

Gleichen

Bes.: RBB

aAa: 165234

Rind im Bild 1/2009

ZUNDER 10.820416

Flura DE 03.41943010

(3) 91 EX

5/5 LA 14573 4,29 625 3,06 446

HL 17087 4,11 702 2,96 505

Zellzahl

Nutzungsdauer

Euter

10-810941 TL TV

Zack 10.504382

Rohtdorn DE 01.08015561

RUDOLPH 10.503536

Flamme DE 10.21096452

(3) 90 EX

7/6 LA 12476 4,71 588 3,25 405

„Saruda v. Zanardi“, Bes. Bodien GbR, Bergsdorf

Standardisierte Zuchtwerte

Merkmal Extrem

88

t

100

t

112

t

124

t Extrem

Größe klein 100 groß

Milchcharakter derb 105 scharf/edel

Körpertiefe wenig 98 viel

Stärke schwach 104 stark

Beckenneigung ansteigend 92 abfallend

Beckenbreite schmal 112 breit

Hinterbeinwinkel. steil 86 gewinkelt

Klauen flach 98 hoch

Sprunggelenk derb 104 trocken

Hinterbeinstellung hackeneng 98 parallel

Bewegung lahm 111 gut

Hintereuterhöhe tief 110 hoch

Zentralband schwach 105 stark

Strichplatzierung vorn außen 106 innen

Strichplatzierung hinten außen 105 innen

Vordereuteraufh. lose 128 fest

Eutertiefe tief 116 hoch

Strichlänge kurz 114 lang

STEWART

geb.: 31.08.03

Zü.: Tirsvad-Anderstrup,

Dänemark

Bes.: MAR

aAa: 162543


t

STORMATIC 10.503603

Milchmenge

Kalbeverlauf

t

T.Wi. Jenny DK 24.41201100

(1) 90 EX

LA 01/02 14556 4,23 616 3,47 505

„Stacey v. Steward“,

Bes. Agrargenossenschaft, Marbach/Leubsdorf

Standardisierte Zuchtwerte

Merkmal Extrem

88

t

100

t

112

t

124

t Extrem

Größe klein 116 groß

Milchcharakter derb 113 scharf/edel

Körpertiefe wenig 97 viel

Stärke schwach 94 stark

Beckenneigung ansteigend 102 abfallend

Beckenbreite schmal 105 breit

Hinterbeinwinkel. steil 87 gewinkelt

Klauen flach 109 hoch

Sprunggelenk derb 100 trocken

Hinterbeinstellung hackeneng 106 parallel

Bewegung lahm 99 gut

Hintereuterhöhe tief 118 hoch

Zentralband schwach 110 stark

Strichplatzierung vorn außen 99 innen

Strichplatzierung hinten außen 100 innen

Vordereuteraufh. lose 105 fest

Eutertiefe tief 109 hoch

Strichlänge kurz 95 lang

t


t

10-831534 TL TV

t

v. LABAN

Storm 10.503544

Lausan Bla CA 00.05319830

WINCHESTER 10.504693

T. Danette DK 24.41200738

(1) 85 VG

1/1 LA 10139 4,11 417 3,77 382

v. DANNIX


NOG RANTI

geb.: 11.01.04

Zü.: Jürgen Hintze, Trebel

Bes.: NOG

RAMOS 10.253642

WEH Sally DE 03.46223138

(3) 87 VG

3/2 LA 11366 3,65 415 3,63 413

HL 13011 3,54 461 3,59 467

Standardisierte Zuchtwerte

Merkmal Extrem

88

t

100

t

112

t

124

t Extrem

Größe klein 95 groß

Milchcharakter derb 101 scharf/edel

Körpertiefe wenig 109 viel

Stärke schwach 98 stark

Beckenneigung ansteigend 93 abfallend

Beckenbreite schmal 91 breit

Hinterbeinwinkel. steil 97 gewinkelt

Klauen flach 98 hoch

Sprunggelenk derb 110 trocken

Hinterbeinstellung hackeneng 108 parallel

Bewegung lahm 112 gut

Hintereuterhöhe tief 122 hoch

Zentralband schwach 111 stark

Strichplatzierung vorn außen 105 innen

Strichplatzierung hinten außen 105 innen

Vordereuteraufh. lose 108 fest

Eutertiefe tief 103 hoch

Strichlänge kurz 89 lang

NOG RUBKAR

geb.: 07.03.04

Zü.: GbR Borchers/Nordbruch/

Steenken, Ehrenburg

Bes.: NOG

t

Eiweiß

Nutzungsdauer

Blutführung

10-490404 TL TV

t

Rudolph 10.503536

Heldine 47 DE 10.15240262

JESTHER 10.505030

Sandra 19

(2) 88 VG

NL 02.02427641

2/2 LA 9967 3,92 391 3,71 370

„Hillery v. NOG Ranti“, Bes. Christian Fischer, Brunsbek

RIVERLAND 10.820498

NOG Balt 72 DE 03.45791599

(4) 85 VG

4/3 LA 11604 3,54 411 3,29 382

HL 12504 3,52 440 3,19 399

Milch

Fundamente

Euterqualität

„NOG Balticum“, Mutter von NOG Rubkar,

Bes. Borchers, Sudbruch

Standardisierte Zuchtwerte

Merkmal Extrem

88

t

100

t

112

t

124

t Extrem

Größe klein 118 groß

Milchcharakter derb 99 scharf/edel

Körpertiefe wenig 89 viel

Stärke schwach 95 stark

Beckenneigung ansteigend 96 abfallend

Beckenbreite schmal 75 breit

Hinterbeinwinkel. steil 83 gewinkelt

Klauen flach 105 hoch

Sprunggelenk derb 108 trocken

Hinterbeinstellung hackeneng 111 parallel

Bewegung lahm 106 gut

Hintereuterhöhe tief 124 hoch

Zentralband schwach 114 stark

Strichplatzierung vorn außen 94 innen

Strichplatzierung hinten außen 97 innen

Vordereuteraufh. lose 110 fest

Eutertiefe tief 113 hoch

Strichlänge kurz 115 lang

t

t

t



10-490395 TL TV

t

Rind im Bild 1/2009

v. FATAL

Rudolph 10.503536

RR Riva DE 10.15253628

UBBO 10.134448

Bali 87 DE 03.42386057

(4) 90 EX

4/4 LA 10632 3,63 386 3,30 351

v. BLACKRED RF

BULLENSEITEN

RZG 118

RZM 106

Tö. 79 Betr. 55 Si. 87%

1. Lakt.

Milch-kg 2822 + 632

Fett-% 3,84 - 0,09

Fett-kg 108 + 18

Eiw.-% 3,24 + 0,10

Eiw.-kg 91 + 30

RZE 116

Tö. 46 Betr. 36 Si. 78%

Milchtyp 107

Körper 101

Fundament 108

Euter 117

RZS 106

RZR 105

Bulle Töchter

Befruchtung **

Kalbeverlauf 98 108

Kälberverluste 95 100

RZN 120

Si. 71%

RZD 101 Si. 57%

RZG 123

RZM 111

RZE 119

RZS 106

RZR

RZN 112

Si. 41%

Si. 34%

Tö. 73 Betr. 64 Si. 86%

1. Lakt.

Milch-kg 2895 + 1393

Fett-% 3,72 - 0,31

Fett-kg 108 + 27

Eiw.-% 3,04 - 0,10

Eiw.-kg 88 + 38

Tö. 33 Betr. 32 Si. 72%

Milchtyp 106

Körper 97

Fundament 117

Euter 119

Si. 68%

RZD 102 Si. 60%

Bulle Töchter

Befruchtung **

Kalbeverlauf 99 102

Kälberverluste 105 101

Si. 32%

53


54

BULLENSEITEN

RZG 121

RZM 122

Tö. 47 Betr. 39 Si. 71%

1. Lakt.

Milch-kg 3042 + 1566

Fett-% 3,82 - 0,34

Fett-kg 116 + 31

Eiw.-% 3,18 + 0,03

Eiw.-kg 97 + 57

RZE 120

Tö. 22 Betr. 18 Si. 65%

Milchtyp 119

Körper 113

Fundament 106

Euter 118

RZS 109

RZD

RZR

Bulle Töchter

Befruchtung **

Kalbeverlauf 99 77

Kälberverluste 91 77

RZN 104

RZG 119

RZM 126

Si. 54%

Si. 20%

Tö. 101 Betr. 40 Si. 89%

1. Lakt.

Milch-kg 3346 + 2464

Fett-% 3,55 - 0,42

Fett-kg 119 + 56

Eiw.-% 2,97 - 0,23

Eiw.-kg 99 + 59

RZE 113

Tö. 68 Betr. 26 Si. 83%

Milchtyp 111

Körper 119

Fundament 100

Euter 109

RZS 95

RZR

RZN 102

Si. 75%

RZD 122 Si. 57%

Bulle Töchter

Befruchtung **

Kalbeverlauf 99 95

Kälberverluste 100 104

Si. 32%

LIBERTY ET

geb.: 15.08.03

Zü.: USA

Bes.: RSH

Rind im Bild 1/2009

BRANT 43.151983

Lola US 1.31686456

(1) 86 VG

LA 03/08 12095 4,46 540 3,3 399

Milchmenge

Typ und Euter

Outcross

10-505552 TL TV

Celsius 10.501319

Brenda US 14771457

HERSHEL 10.505012

Leeza US 18058213

(1) 88 VG

LA 99/10 12017 5,29 636 3,58 430

„Halla v. Liberty“, Bes. J. Hildebrandt, Ellingstedt

Standardisierte Zuchtwerte

Merkmal Extrem

88

t

100

t

112

t

124

t Extrem

Größe klein 113 groß

Milchcharakter derb 118 scharf/edel

Körpertiefe wenig 101 viel

Stärke schwach 96 stark

Beckenneigung ansteigend 94 abfallend

Beckenbreite schmal 112 breit

Hinterbeinwinkel. steil 90 gewinkelt

Klauen flach 113 hoch

Sprunggelenk derb 101 trocken

Hinterbeinstellung hackeneng 96 parallel

Bewegung lahm 103 gut

Hintereuterhöhe tief 121 hoch

Zentralband schwach 100 stark

Strichplatzierung vorn außen 102 innen

Strichplatzierung hinten außen 99 innen

Vordereuteraufh. lose 109 fest

Eutertiefe tief 107 hoch

Strichlänge kurz 99 lang

LYON

geb.: 17.02.04

Zü.: Gaec De Laumone,

Mountiers

Bes.: RMV

t

LUCENTE 10.505324

Milchmenge

Melkbarkeit

Substanz

„Lyon“

Standardisierte Zuchtwerte

Merkmal Extrem

88

t

100

t

112

t

124

t Extrem

Größe klein 109 groß

Milchcharakter derb 110 scharf/edel

Körpertiefe wenig 112 viel

Stärke schwach 111 stark

Beckenneigung ansteigend 118 abfallend

Beckenbreite schmal 114 breit

Hinterbeinwinkel. steil 96 gewinkelt

Klauen flach 104 hoch

Sprunggelenk derb 88 trocken

Hinterbeinstellung hackeneng 112 parallel

Bewegung lahm 104 gut

Hintereuterhöhe tief 108 hoch

Zentralband schwach 104 stark

Strichplatzierung vorn außen 111 innen

Strichplatzierung hinten außen 108 innen

Vordereuteraufh. lose 103 fest

Eutertiefe tief 103 hoch

Strichlänge kurz 107 lang

t

t

Remarlinda FR 21.00001532

(2) 90 EX

2/2 LA 13988 3,97 556 3,37 472

HL 15125 3,93 594 3,35 506

10-802644 TL TV

t

v. FATAL

Patron 10.504475

Galizia IT 09.09004791

JOCKO BESN 10.504921

Nadia FR 42.97010909

(1) 86 VG

LA 00/04 9759 3,57 348 3,43 335

v. GIBBON


CASSANO

geb.: 27.08.03

Zü.: Andre Feige,

Bad Berleburg

Bes.: WEU

Standardisierte Zuchtwerte

Merkmal Extrem

88

t

100

t

112

t

124

t Extrem

Größe klein 112 groß

Milchcharakter derb 116 scharf/edel

Körpertiefe wenig 112 viel

Stärke schwach 108 stark

Beckenneigung ansteigend 121 abfallend

Beckenbreite schmal 116 breit

Hinterbeinwinkel. steil 88 gewinkelt

Klauen flach 107 hoch

Sprunggelenk derb 106 trocken

Hinterbeinstellung hackeneng 116 parallel

Bewegung lahm 116 gut

Hintereuterhöhe tief 111 hoch

Zentralband schwach 120 stark

Strichplatzierung vorn außen 113 innen

Strichplatzierung hinten außen 120 innen

Vordereuteraufh. lose 100 fest

Eutertiefe tief 100 hoch

Strichlänge kurz 96 lang

ELKOR

geb.: 06.10.02

Zü.: Peter Thomsen,

Süderbrarup

Bes.: RSH

CHAMPION 10.505223

Suleika DE 05.78713876

(2) 90 EX

2/2 LA 12568 3,76 473 3,23 406

HL 14259 3,73 532 3,23 460

t

Milchmenge

Zellzahl

Fundamente

„Cassano“

Melkbarkeit

Fundamente

Euter

10-328422 TL TV

t

Rudolph 10.503536

Lim. Claire US 00.15386863

CONVINCER 10.504408

Surprice 3 NL 02.03379576

(3) 92 EX

7/6 LA 12604 3,32 419 3,09 389

„G253 von Elkor“, Bes. K.-D. Petersen, Wagersrott

Standardisierte Zuchtwerte

Merkmal Extrem

88

t

100

t

112

t

124

t Extrem

Größe klein 95 groß

Milchcharakter derb 95 scharf/edel

Körpertiefe wenig 95 viel

Stärke schwach 96 stark

Beckenneigung ansteigend 109 abfallend

Beckenbreite schmal 95 breit

Hinterbeinwinkel. steil 77 gewinkelt

Klauen flach 124 hoch

Sprunggelenk derb 110 trocken

Hinterbeinstellung hackeneng 111 parallel

Bewegung lahm 109 gut

Hintereuterhöhe tief 113 hoch

Zentralband schwach 120 stark

Strichplatzierung vorn außen 129 innen

Strichplatzierung hinten außen 127 innen

Vordereuteraufh. lose 116 fest

Eutertiefe tief 117 hoch

Strichlänge kurz 88 lang

t

D e u t s c h e

TO P

G e n e t i k

RUBENS 10.912929

Wurmli 386 DE 01.11158386

(4) 86 VG

8/8 LA 10142 4,45 451 3,4 345

HL 11889 4,23 503 3,36 399

10-596844 TL TV

t

t

Rind im Bild 1/2009

v. MARCONI

Rudi 10.920228

WS Arktis DE 05.76424318

TORPANE 10.591864

Rully

(4) 84 GP

DE 01.02430897

6/5 LA 8100 4,89 396 3,80 308

v. CAVEMAN

BULLENSEITEN

RZG 131

RZM 124

Tö. 133 Betr. 114 Si. 92%

1. Lakt.

Milch-kg 8410 + 1831

Fett-% 3,90 - 0,10

Fett-kg 328 + 65

Eiw.-% 3,31 - 0,10

Eiw.-kg 279 + 52

RZE 127

Tö. 71 Betr. 62 Si. 83%

Milchtyp 121

Körper 122

Fundament 123

Euter 112

RZS 117

RZR 103

Bulle Töchter

Befruchtung **

Kalbeverlauf 107 97

Kälberverluste 103 79

RZN 107

Si. 80%

RZD 109 Si. 70%

RZG 129

RZM 113

RZE 127

RZS 101

RZR 112

RZN 111

Si. 43%

Si. 35%

Tö. 84 Betr. 55 Si. 87%

1. Lakt.

Milch-kg 2462 + 942

Fett-% 4,32 - 0,21

Fett-kg 106 + 28

Eiw.-% 3,29 - 0,12

Eiw.-kg 81 + 25

Tö. 42 Betr. 27 Si. 73%

Milchtyp 99

Körper 95

Fundament 124

Euter 124

Si. 70%

RZD 115 Si. 58%

Si. 29%

Bulle Töchter

Befruchtung **

Kalbeverlauf 100 98

Kälberverluste 94 100

Si. 33%

55


56

BULLENSEITEN

RZG 120

RZM 108

Tö. 64 Betr. 57 Si. 85%

1. Lakt.

Milch-kg 2508 + 394

Fett-% 4,28 + 0,44

Fett-kg 107 + 50

Eiw.-% 3,27 + 0,12

Eiw.-kg 82 + 22

RZE 131

Tö. 35 Betr. 32 Si. 72%

Milchtyp 101

Körper 108

Fundament 127

Euter 127

RZS 107

RZR 101

Bulle Töchter

Befruchtung **

Kalbeverlauf 102 99

Kälberverluste 100 91

RZN 106

Si. 67%

RZD 99 Si. 52%

RZG 138

RZM 137

Si. 34%

Si. 31%

Tö. 40 Betr. 40 Si. 82%

1. Lakt.

Milch-kg 2940 + 1872

Fett-% 4,13 + 0,18

Fett-kg 121 + 96

Eiw.-% 3,10 + 0,00

Eiw.-kg 91 + 63

RZE 113

Tö. 21 Betr. 21 Si. 64%

Milchtyp 118

Körper 96

Fundament 115

Euter 108

RZS 120

RZR

RZN 108

Si. 63%

RZD 97 Si. 46%

Bulle Töchter

Befruchtung **

Kalbeverlauf 104

Kälberverluste 103

Si. 27%

KANZLER

geb.: 26.06.03

Zü.: Matthias Nosbisch,

Niederweis

Bes.: RSH

Rind im Bild 1/2009

KOMTUR 10.593529

NH Valenti

(1) 86 VG

DE 07.67910057

4/3 LA 9531 4,6 438 3,54 337

HL 11033 4,66 514 3,53 390

Fett- und Eiweiß-%

Exterieur

Mastfähigkeit

„Kanzler“

10-597108 TL TV

Standardisierte Zuchtwerte

Merkmal Extrem

88

t

100

t

112

t

124

t Extrem

Größe klein 105 groß

Milchcharakter derb 100 scharf/edel

Körpertiefe wenig 101 viel

Stärke schwach 111 stark

Beckenneigung ansteigend 100 abfallend

Beckenbreite schmal 93 breit

Hinterbeinwinkel. steil 78 gewinkelt

Klauen flach 127 hoch

t

Sprunggelenk derb 100 trocken

Hinterbeinstellung hackeneng 121 parallel

Bewegung lahm 118 gut

Hintereuterhöhe tief 111 hoch

Zentralband schwach 105 stark

Strichplatzierung vorn außen 127 innen

Strichplatzierung hinten außen 112 innen

Vordereuteraufh. lose 127 fest

Eutertiefe tief 120 hoch

Strichlänge kurz 90 lang

PANDORA

geb.: 01.05.03

Zü.: Günter Buttighoffer,

Nachrodt-Wiblingwerde

Bes.: RUW

Leistung

Fundamente

Blutführung

„Pandora“

Standardisierte Zuchtwerte

Merkmal Extrem

88

t

100

t

112

t

124

t Extrem

Größe klein 92 groß

Milchcharakter derb 117 scharf/edel

Körpertiefe wenig 104 viel

Stärke schwach 89 stark

Beckenneigung ansteigend 104 abfallend

Beckenbreite schmal 93 breit

Hinterbeinwinkel. steil 106 gewinkelt

Klauen flach 100 hoch

Sprunggelenk derb 121 trocken

Hinterbeinstellung hackeneng 113 parallel

Bewegung lahm 98 gut

Hintereuterhöhe tief 108 hoch

Zentralband schwach 110 stark

Strichplatzierung vorn außen 111 innen

Strichplatzierung hinten außen 115 innen

Vordereuteraufh. lose 104 fest

Eutertiefe tief 103 hoch

Strichlänge kurz 95 lang

t

E U RO

G E N E T I C

E U RO

G E N E T I C

PARADOX 10.297648

t

t

t

Alice 90 DE 05.78492710

(1) 86 VG

2/1 LA 11603 5,21 605 3,59 416

t

Kom. Leader 10.297375

Edelgold DE 06.61039403

STOLL 10.591616

NH Virgina DE 07.59273336

(1) 86 VG

4/3 LA 10196 4,10 418 3,32 338

10-916884 TL TV

v. CADILLAC

Johnson 10.504509

Pillar Red US 00.15062983

YAVA 10.501339

Athen

(1) 87 VG

DE 05.77347770

2/1 LA 9117 5,20 474 3,50 319

v. FACTOR RF


Schwarzbunt

RULETO

geb.: 23.10.03

Zü.: Niederlande

Bes.: RUW

Testbullen

E U RO

G E N E T I C

Standardisierte Zuchtwerte

Merkmal Extrem

88

t

100

t

112

t

124

t Extrem

Größe klein 112 groß

Milchcharakter derb 99 scharf/edel

Körpertiefe wenig 97 viel

Stärke schwach 108 stark

Beckenneigung ansteigend 103 abfallend

Beckenbreite schmal 106 breit

Hinterbeinwinkel. steil 87 gewinkelt

Klauen flach 120 hoch

Sprunggelenk derb 109 trocken

Hinterbeinstellung hackeneng 106 parallel

Bewegung lahm 106 gut

Hintereuterhöhe tief 114 hoch

Zentralband schwach 109 stark

Strichplatzierung vorn außen 110 innen

Strichplatzierung hinten außen 103 innen

Vordereuteraufh. lose 107 fest

Eutertiefe tief 108 hoch

Strichlänge kurz 94 lang

Tegan 568512 TV TL 03.09.07

Pl RZG: 120 Pl RZM: 113 PI RZS: 107

Zü: Robin Sørensen, Dänemark

V: Toystory

M: Regan-Joy DH Roberta (2) 90 EX v.Durham

2/2 La. 12662 3,91 495 3,13 396

HL 2 13157 4,10 539 3,2 421

MM: Swanny (3) 90 EX v.Emory

3/3 La. 11102 4,29 476 3,44 382

Weltruhm 567492 ET TV TL 14.07.07

Zü: Canada

V: Wildman

M: Butoise SM Martina (2) 88 VG v.Stormatic

2/2 La. 12802 4,4 563 3,42 438

HL 2 14262 4,68 668 3,44 490

MM: B Marlee (3) 87 VG v.Lee

3/3 La. 10561 3,84 406 3,30 348

Gubold 567496 ET TV TL 26.08.07

Pl RZG: 112 Pl RZM: 108 PI RZS: 108 PI RZE: 115

Zü: Canada

V: Givenchy

M: Kildare Allen Anne (2) 87 VG v.Allen

2/2 La. 10565 3,81 402 3,38 357

HL 1 10450 3,95 413 3,46 362

MM: Pheneloppe (3) 86 VG v.Aaron

3/3 La. 13647 4,37 596 3,36 459

RUBENS 10.912929

AMH Aida LU 01.98255648

(2) 88 VG

3/3 LA 11062 4,44 491 3,26 361

HL 11771 4,43 521 3,27 385

t

t

E U RO

G E N E T I C

Allround

Fundamente

10-916920 TL TV

„Maleen v. Ruleto“,

Bes. N. Schnütgen, Attendorn (Sauerland)

t

Rudi 10.920228

WS Arktis DE 05.76424318

LIGHTNING 10.501529

Alexa

(1) 86 VG

DE 03.44595281

4/4 LA 8314 4,41 367 3,42 284

Forpi 567487 TV TL 04.06.07

Pl RZG: 127 Pl RZM: 119 PI RZS: 108

Zü: Bewersdorff, Ruhwinkel

V: Fortune 3

M: 112 02/90-90-88-89/89 v.Champion

3/2 La. 15297 3,55 543 3,32 508

HL 2 16204 3,57 579 3,45 559

MM: Windsor 02/90-89-89-89/89 v.Mandel

4/4 La. 13732 3,79 521 3,28 451

Tragebott 567491 ET TV TL 14.07.07

Pl RZG: 113 Pl RZM: 105 PI RZS: 108 PI RZE: 117

Zü: Canada

V: Toystory

M: Sunny Maple Tye (1) 88 VG v.Bosside Ruben

1/1 La. 10587 4,55 482 3,33 353

MM: SMR Trudy (3) 89 VG v.Rudolph

3/3 La. 15958 4,00 639 3,15 503

Toreon 567495 TV TL 26.08.07

Pl RZG: 123 Pl RZM: 118 PI RZS: 104 PI RZE: 122

Zü: Schnoor, Schillsdorf

V: Toystory

M: NOG Eike 02/87-88-85-88/87 v.Jocko Besn

2/2 La. 10365 3,86 400 3,72 386

HL 2 11672 3,89 454 3,73 435

MM: Edelgol 07/92-91-91-91/91 v.Titan

8/7 La. 11019 4,42 487 3,44 379

Rind im Bild 1/2009

v. RUBENS RF

BULLENSEITEN

RZG 127

RZM 123

Tö. 54 Betr. 49 Si. 84%

1. Lakt.

Milch-kg 2527 + 1318

Fett-% 3,97 + 0,01

Fett-kg 100 + 56

Eiw.-% 3,11 + 0,04

Eiw.-kg 79 + 48

RZE 125

Tö. 21 Betr. 19 Si. 64%

Milchtyp 102

Körper 115

Fundament 121

Euter 118

RZS 98

RZD

RZR 99

Bulle Töchter

Befruchtung **

Kalbeverlauf 99 92

Kälberverluste 95 96

RZN 105

Zabrit 567489 TV TL 18.06.07

Pl RZG: 130 Pl RZM: 119 PI RZS: 113

Zü: Baumeister GbR, Gütersloh

V: Zesty

M: Kabritt 01/86-86-86-85/86 v.Britt ET

1/1 La. 10058 4,09 411 3,48 350

MM: Ka 01/86-86-87-87/87 v.Ford

1/1 La. 13700 4,59 629 3,76 515

Tagomy 567493 TV TL 29.07.07

Pl RZG: 125 Pl RZM: 117 PI RZS: 112

Zü: Fischer, Brunsbek

V: Toystory

M: Dorina 02/86-90-86-86/87 v.Mtoto

3/3 La. 13074 4,12 539 3,4 444

HL 3 14009 4,53 634 3,29 461

MM: Bettina 03/93-94-94-90/92 v.Lee

6/6 La. 10960 4,58 502 3,32 364

Tjurre 567494 ET TV TL 28.08.07

Pl RZG: 113 Pl RZM: 105 PI RZS: 108 PI RZE: 117

Zü: Canada

V: Toystory

M: Sunny Maple Tye (1) 88 VG v.Bosside Ruben

1/1 La. 10587 4,55 482 3,33 353

MM: SMR Trudy (3) 89 VG v.Rudolph

3/3 La. 15958 4,00 639 3,15 503

Si. 65%

Si. 33%

Si. 32%

57


Schwarzbunt

Angler Rotbunt DN Rotbunt

58

TESTBULLEN

Trajan 567497 ET TV TL 09.09.07

Pl RZG: 128 Pl RZM: 124 PI RZS: 108

Zü: Engelbrecht, Grundhof

V: Toystory

M: Jenny (2) 90 EX v.Morty

2/2 La. 10881 3,87 421 3,33 362

HL 1 11461 3,81 437 3,48 399

MM: S.Joanna 01/87-86-84-87/86 v.Lee

1/1 La. 10381 4,07 423 3,54 368

NOG Garrol 490741 TV TL 25.05.07

Pl RZG: 117 Pl RZM: 109 PI RZS: 96 PI RZE: 117

Zü: Andresen, Böklund

V: Garrison

M: NOG Flamme 2658 02/84-86-84-85/85 v.Riverland

3/2 La. 10342 4,04 418 3,43 355

HL 2 10474 4,22 442 3,59 376

MM: Claudia 01/85-83-84-86/85 v.Jocko Besn

1/1 La. 9969 4,17 416 3,33 332

NOG Medin 490763 TV TL 13.09.07

Pl RZG: 121 Pl RZM: 117 PI RZS: 105 PI RZE: 122

Zü: Franke, Rinteln

V: Marbach

M: NOG Candy 2846 01/85-85-84-86/85 v.Vitus

1/1 La. 10542 3,1 327 3,23 340

MM: WEH Cindy 02/87-86-87-87/87 v.Jurmel ET

2/2 La. 13477 3,7 499 3,24 436

Edberg 597796 TV TL 07.10.07

Pl RZG: 115 Pl RZM: 111 PI RZS: 103

Zü: Milchhof Wesenberg GbR, Wesenberg

V: Elayo-Red

M: Dunja 03/92-93-92-91/92 v.Faber

4/4 La. 9723 4,56 443 3,48 338

HL 4 10151 4,69 476 3,45 350

MM: Bronze 04/85-88-86-85/86 v.Roels

4/3 La. 8904 4,44 395 3,56 317

Emdaru 597783 TV TL 10.09.07

Pl RZG: 125 Pl RZM: 121 PI RZS: 102

Zü: Wendell-Andresen, Beringstedt

V: Elayo

M: SH T. Model 01/87-88-87-88/88 v.Talent2

2/1 La. 12418 3,93 488 3,26 405

MM: SH C. SH Model 01/87-87-85-86/86 v.Rubens RF

2/2 La. 9988 3,54 354 3,47 347

Malborix 597786 TV TL 15.09.07

Pl RZG: 131 Pl RZM: 122 PI RZS: 113

Zü: Poehlmann, Owschlag

V: Matthijs

M: Falbe 1 02/86-85-82-84/84 v.Buster

2/2 La. 8181 4,49 367 4,12 337

HL 2 8726 4,53 395 4,13 360

MM: Berlin 03/84-84-82-80/82 v.Parole

5/4 La. 7282 3,87 282 3,78 275

Kollund 598974 TV TL 02.08.07

Pl RZG: 130 Pl RZM: 125 PI RZS: 109

Zü: Marxen, Scholderup

V: Peterslund

M: Eyra 03/86-87-86-82/85 v.Rubens

4/3 La. 10346 4,79 496 3,62 375

HL 3 11343 4,61 523 3,67 416

MM: Alfa 05/85-85-83-83/84 v.Rubin

6/5 La. 7618 4,94 376 3,61 275

Granini 567498 TV TL 15.09.07

Pl RZG: 133 Pl RZM: 123 PI RZS: 110 PI RZE: 132

Zü: Bewersdorff, Ruhwinkel

V: Goldwin

M: Elegante 03/88-90-87-87/88 v.Lheros

3/3 La. 11988 4,16 499 3,45 414

HL 2 12784 4,33 554 3,43 439

MM: Zonika 03/90-93-88-89/90 v.Bonatus

3/2 La. 12439 3,96 492 3,63 451

NOG Fermi 490752 TV TL 24.08.07

Pl RZG: 125 Pl RZM: 118 PI RZS: 107 PI RZE: 124

Zü: Andresen, Haurup

V: Fortune 3

M: NOG Miracel 2488 01/86-86-86-85/86 v.Riverland

2/2 La. 11774 3,97 468 3,49 411

HL 2 12670 4,23 536 3,47 440

MM: RR Mareke 02/90-90-85-86/87 v.Lantz

2/2 La. 14343 4,56 654 3,68 528

NOG Maderu 490764 TV TL 16.09.07

Pl RZG: 124 Pl RZM: 119 PI RZS: 103 PI RZE: 116

Zü: Bauern AG Neißetal, Gemeinde Schenkendöbern

V: NOG Munsa

M: NOG Peru 2845 01/85-84-86-86 v.Laudan

1/1 La. 9742 3,94 384 3,3 321

MM: Perfection 03-91-90-87-88/89 v.Outside

5/4 La. 10446 4,77 498 3,47 362

Jara 597797 TV TL 20.10.07

Pl RZG: 131 Pl RZM: 125 PI RZS: 105 PI RZE: 117

Zü: Wille, Essen

V: Joyboy

M: Number One 01/86-87-85-86/86 v.Paradox

1/1 La. 14820 3,58 530 3,29 488

MM: FG New York 01/87-88-86-86/87 v.Laredo Red

4/3 La. 12504 3,74 468 3,59 449

Elwind 597784 TV TL 24.09.07

Zü: Canada

V: Elayo

M: BI Eclipse (3) 90 EX v.Inquirer

3/3 La. 13753 4,26 586 3,31 455

HL 3 15373 4,23 651 3,17 487

MM: BJ Empress (4) 87 VG v.Jed

4/4 La. 11321 3,43 388 3,40 385

Kolibri 598973 TV TL 08.08.07

Pl RZG: 139 Pl RZM: 136 PI RZS: 108

Zü: Marxen, Scholderup

V: Dragomir

M: Donau 03/86-85-85-84/85 v.Stadel

5/4 La. 11582 5,28 611 3,82 443

HL 4 13010 5,27 686 3,94 512

MM: Taiga 07/81-83-82-85/83 v.Hällstad

7/7 La. 8643 4,91 424 3,62 313

Rind im Bild 1/2009

Eblee 568511 ET TV TL 18.09.07

Pl RZG: 96 Pl RZM: 79 PI RZS: 115 PI RZE: 107

Zü: Canada

V: Elegant

M: Fradon Lee Marie (2) 92 EX v.Lee

2/2 La. 12440 3,83 476 3,4 423

HL 2 14242 4,07 580 3,27 466

MM: Mariegold (3) 90 EX v.Broker

7/6 La. 10067 5,33 537 3,68 370

NOG Zesto 490753 TV TL 04.09.07

Pl RZG: 122 Pl RZM: 111 PI RZS: 112 PI RZE: 119

Zü: NOG NORD-OST Genetic GmbH & Co KG, Verden

V: Zesty

M: NOG Samba 2611 02/84-85-84-85/85 v.Riverland

2/2 La. 10521 3,89 409 3,37 355

HL 2 10359 4,14 429 3,45 357

MM: Sandra 03/91-90-90-90/90 v.Starleader

4/3 La. 12627 4,13 521 3,23 408

NOG Clio 490766 TV TL 21.09.07

Pl RZG: 117 Pl RZM: 110 PI RZS: 118 PI RZE: 120

Zü: Mangels GbR, Wanna

V: Cutler

M: NOG Esprit 2702 01/85-84-85-85/85 v.Zappa

2/2 La. 10619 4,21 447 3,43 364

HL 2 10920 4,37 477 3,53 386

MM: NOG Elite 02/89-87-86-87/87 v.Convincer

5/4 La. 11900 4,53 539 3,64 433

Elaskon 597795 TV TL 23.10.07

Pl RZG: 130 Pl RZM: 130 PI RZS: 103

Zü: Magens, Kollmar

V: Elayo Red

M: Gaity 03/86-91-90-87/89 v.Jocko Besn

3/2 La. 10829 4,33 469 3,71 402

HL 2 11441 4,24 485 3,7 423

MM: Zephania 03/84-86-85-84/85 v.Roels

8/7 La. 9399 4,53 426 3,64 342

„NOG Flamme“, Mutter von NOG Garrol, Bes. H. Andresen,

Böklund Foto: Arkink

Kristall 599901 TV TL 12.10.07

Pl RZG: 127 Pl RZM: 124 PI RZS: 105

Zü: Andersen GbR, Wees

V: R Cirkel

M: Elfe 04/85-84-83-85/84 v.Rubens

4/4 La. 9757 4,37 426 3,56 347

HL 2 10360 4,55 471 3,60 373

MM: Zauberfee 04/86-84-81-82/83 v.T Bruno

5/4 La. 8877 4,65 413 3,80 337


6-08 Pronto x Dellia

Dienstag, 17. März 2009, 19.30 Uhr

RMV-Vermarktungszentrum – Karow, Mecklenburg-Vorpommern

Im Rahmen der RMV-Schau ‚Rind Aktuell’

Wilcoxview DBL Dellia VG-87

Durham x EX-91 x Snow-N Denises Dellia EX-95

Traumhaftes Pedigree mit Dellia EX-95 und Promis EX-95. Grossmutter ist

Durene EX-91, die Vollschwester von Dundee und Halbschwester von Durham.

Dellia hat vier Töchter in Milch. Zwei sind VG-88-2YR-CAN und eine ist VG-87-

2YR-CAN bewertet.Pronto ist nicht in Europa verfügbar.

Verkäufer: Morsan Farms, Canada

Rinderzucht MV GmbH

Zarchliner Str. 7

19395 Karow

Frank Schultz

Fon +49-(0)38738-730 32

Fax +49-(0)38738-730 50

Mobil +49-(0)170-8566 301

Email rmv-karow@rinderzucht-mv.de

www.rinderzucht-mv.de

Holstein Forum GmbH

Borghorster Str. 52

48366 Laer

Bernd Sommer

Fon +49-(0)2554-917 543

Fax +49-(0)2554-921211

Mobil +49-(0)170-8306 092

Email info@holsteinforum.de

www.holsteinforum.de

9-08 Baxter -Lilac

Comestar Goldwyn Lilac VG-88

Goldwyn x Lylehaven Lila Z EX-91

Aus der besten Tochter der „One Million Dollar Cow“, Goldwyn Lilac VG-88,

wird eine Tochter von Baxter verkauft. Eine der ersten Töchter von Lilac weltweit,

welche zum Verkauf steht. Nutzen Sie diese grossartige Chance ! Qualifiziert

für den Export in alle europäischen Länder.

Verkäufer: ADAP Rinderzucht, Deutschland

Online bidding im Internet während der Auktion!

5 Verkaufstiere von Morsan Farms in Canada.

Alle Verkaufstiere qualifizieren für den Export ins europäische Ausland

Weitere Angebote:

6-08 Pronto x VG-88 Gibson x Dreane Astre Inksou EX-96-4E

8-08 Baxter x Southland Dellia 95 VG-89

6-08 Pronto x VG-87 Juror Bond x Ocean-View Lindy Sheen EX-94

9-08 Advent-Red x Winterfield Rubens Posy-Red EX-90

Weitere Informationen in Kürze unter:

WWW.SUNRISE-SALE.COM

7-08 Pronto x EX-91 Gibson x EX-92 x Stookey Elm Park Blackrose EX-96-3E

10-08 RF Ralstorm x Shottle x VG-86 Stormatic x Regancrest Durham Reginia EX-92

6-08 Pronto x VG-86 Stormatic x EX-92 Rudolph x Shoremar Alicia EX-97-3E

9-08 Laurin x VG-87 Shottle x EX-90 x EX-93 x Krull Broker Elegance EX-96

KATALOGE ERHALTEN SIE ÜBER DIE VERANSTALTER ODER IM INTERNET.

Rinderzucht Schleswig-Holstein eG

Rendsburger Str. 178

24537 Neumünster

Dr. Heiner Kahle

Fon +49-(0)4321-905 301

Fax +49-(0)4321-905 395

Mobil +49-(0)170-5641 934

Email kahle@rsheg.de

www.rsheg.de


vormals:

Hallen- und Stahlbau Nord

HallenBau für die Landwirtschaft

Ihr Stall- oder HallenNeubau setzt unternehmerische Ziele auf dem

Weg zur Existenzsicherung! Eine so langfristig angelegte Investition

braucht einen professionellen Partner.

Wir setzen unsere gesamte Fachkompetenz und jahrzehntelange

Erfahrung ein, um gemeinsam mit Ihnen die beste Lösung zu

erarbeiten. Die wichtigsten VORTEILE:

> Individuelle Planung - keine Halle „von der Stange“

> Kurze Bauzeit - schnelle Nutzungsmöglichkeit

> Kostengünstig - hochwertige Materialien zum guten Preis

> Vor-Ort-Service - um Sie zu entlasten

Unverbindliche Informationen und Beratung unter:

04847 801-0

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team hallenbau GmbH & Co. KG • Bi de School 1 • 25885 Ahrenviöl

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