// Rind im Bild 3/2012 1 - Rinderzucht Schleswig-Holstein e.G.

rsheg

// Rind im Bild 3/2012 1 - Rinderzucht Schleswig-Holstein e.G.

ZKZ 30665

Rind im Bild

MITTEILUNGSORGAN DER RINDERZUCHT SCHLESWIG-HOLSTEIN EG UND DES LANDESKONTROLLVERBANDES SCHLESWIG-HOLSTEIN E.V.

3. VIERTELJAHR

3/2012

// Top-THEmA 20 JAHRE RSH eG S. 13

// RSH eG Besamungssaison 2012/13 S. 5

// KREISVEREInE Versammlungstermine Herbst S. 39

// JunGzücHTER Landesjungzüchterschau S. 52

// TIERGESundHEIT neues aus der Reproduktion S. 69

// zucHT neue zuchtwerte // Rind im Bild S. 723/2012

1


Besuchen Sie uns vom 13. bis 16. November 2012

auf der Euro-Tier in Hannover!

Die RSH eG beteiligt sich an der Präsentation von Nachzuchten unter dem Dach der GGI.

Nutzen Sie die Gelegenheit zu Information über das aktuelle Zuchtgeschehen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Sie finden uns

in der Halle 27 in

unmittelbarer Nähe

zum Top Tier Treff.


Liebe Mitglieder,

die Rinderzucht Schleswig-Holstein eG wurde vor 20 Jahren gegründet.

Rückblickend können wir festhalten, dass die damalige Entscheidung richtig war und ein national

und international wettbewerbsfähiges Zuchtunternehmen entwickelt wurde, das die laufenden

Herausforderungen und sich ändernden Anforderungen, sowohl seitens der Mitglieder,

als auch der Kunden, gerecht wurde und dabei wirtschaftlich stets solide gehandelt hat.

Das Geschäftsjahr 2011/2012 war in der Milchproduktion durch den deutlich zunehmenden

Einsatz genomischer Jungbullen geprägt. Die steigende Akzeptanz dieser innovativen Zuchtmethode

bei unseren Milchviehhaltern wird den Zuchtfortschritt, insbesondere bei den funktionalen

Merkmalen, deutlich verbessern.

Die Besamungszahlen haben sich zum Ende des Geschäftsjahres deutlich erhöht. Mit einem

Zuwachs der Erstbesamungen um 3% wurde ein nicht erwartetes Ergebnis erreicht. Während

die Zahl der Milchkuhhalter sich weiter deutlich verringert, wachsen die aktiven Betriebe sehr

schnell und bauen dabei auf die Qualität hervorragend töchtergeprüfter Vererber und Jungbullen

mit genomischen Zuchtbullen der RSH eG, bei vergleichbaren Portionspreisen wie im

Vorjahr.

Die Zuchtviehvermarktung ist nach wie vor durch Handelsrestriktionen, verursacht durch das

Schmallenbergvirus, gekennzeichnet. Insbesondere die Drittland-Exporte sind deutlich rückläufig.

Aufgrund der starken Inlandsnachfrage und der wachsenden Milchproduktion in Schleswig-

Holstein konnte das gute Preisniveau des Vorjahres gehalten werden. Insgesamt ist die Anzahl

der vermarkteten Zuchttiere mit ca. 20% rückläufig. Erste Ansätze der Bundesrepublik lassen

uns hoffen, dass sich die derzeitigen Beschränkungen lockern und wir zum Herbst wieder weitere

aufnahmefähige Absatzmärkte in Drittländern bedienen können. Die Bedeutung der Tiergesundheit

im Zuchtviehhandel wird zukünftig weiter an Bedeutung zunehmen. So gilt gerade

für Schleswig Holstein, dass der im Vergleich zu anderen Bundesländern ungünstige BHV1

Status noch konsequenter verbessert werden muss.

In den letzten Monaten haben sich Vorstand und Aufsichtsrat intensiv mit der Optimierung

der Zuchtprogramme beschäftigt. Ab dem 01.07.2012 führen die NOG-Partner national und

international ein gemeinsames schwarzbuntes Selektionsprogramm durch, um die Qualität

der genomischen Jungbullen weiter zu verbessern. Die anzukaufenden Bullenkälber aus der

gemeinsamen schwarzbunten Selektion werden nach einem Schlüssel auf die NOG-Partner

verteilt und gehen in den Besitz des jeweils zugeordneten Gesellschafters über, stehen aber

allen NOG-Partnern über Sperma zur Verfügung. Dies führt zur weiteren Reduzierung der anzukaufenden

genomischen Jungbullen, wird aber die Qualität des genomischen Jungbullenangebotes

deutlich steigern. Durch diese Maßnahme werden unsere Mitglieder beim Einsatz genomisch

geschätzter Jungbullen profitieren. Neben dem bewährten Austausch töchtergeprüfter

Vererber ist damit ein weiterer Schritt für die Zukunft gestellt.

Die RSH eG hat sich für das nächste Geschäftsjahr viel vorgenommen. Neben der Präsentation

auf der NORLA und der EuroTier und den Informationsveranstaltungen im Herbst wird die

Entwicklung und Umsetzung der Zuchtprogramme und der Dienstleistungen der RSH eG für

ihre Mitglieder im Bereich der Besamung und Zuchtviehvermarktung im Mittelpunkt stehen.

Vorstand, Aufsichtsrat und Mitarbeiter werden alles daran setzen, auch zukünftig ein kompetenter

und zuverlässiger Partner unserer Rinderhalter zu sein und sie mit allen uns zur Verfügung

stehenden Möglichkeiten zu unterstützen.

Matthias Leisen

Geschäftsführer

// Vorwort

Inhalt

Termine 4

RSH eG 5

Besamungssaison 2012/2013 5

Gebührenordnung 8

Kammerehrenpreisverleihung 9

TOP-THEMA 13

20 Jahre RSH eG 13

LKV 16

Aus den Rasseabteilungen 23

Tipps aus der Praxis 23

Angler 25

Fleischrinder 25

Kreisvereine 36

Kreistierschau RD-ECK 36

Versammlungstermine Herbst 39

Jungzüchter 52

Landesjungzüchterschau 52

Landesfahrt 54

Kreisjungzüchterschau in Kleve 57

Für Sie gelesen 59

Personalien 62

Neue Gebietsaufteilung 67

Anpaarungsberatung 67

Tiergesundheit 68

Fortbildungskurs Absamtechniker 68

Neues aus der Reproduktion 70

Zucht 72

Zuchtwertschätzung August 2012 72

Genomische Zuchtwerte 75

Ergebnisse ungelenkte Feldprüfung 77

Nachzuchten für Sie gesehen 79

Schauen 81

Testbullen 82

Titelbild:

v.l.: Magdalena v. Schamura,

Besitzer: J. Krabbenhöft, Revensdorf,

Lollipop v. Joyboy,

Besitzer: L. Frohbös, Goosefeld und

Lady v. Eukal,

Besitzer: C.-H. Jacobsen, Holtsee

Foto: Arkink

// Rind im Bild 3/2012 3


4

Termine

Auktionstermine 2012/2013

Für alle Auktionen gilt Status nach BHV1-Bundes-VO

BVD/MD: Alle Auktionstiere Antigen-negativ

Terminkalender

24.09.2012 Meldeschluss für Herdbuchkuhbewertung im Oktober

Schwarzbunt – Rotbunt – Angler

// Rind im Bild 3/2012

// Termine

Schwarzbunt – Rotbunt

20. Sept. 2012 Neumünster 18. April 2013 Neumünster

11. Okt. 2012 Neumünster 16. Mai 2013 Neumünster

15. Nov. 2012 Neumünster 22. Aug 2013 Neumünster

13. Dez. 2012 Neumünster 26. Sept. 2013 Neumünster

17. Jan. 2013 Neumünster 24. Okt. 2013 Neumünster

28. Feb. 2013 Neumünster 14. Nov. 2013 Neumünster

21. März 2013 Neumünster 12. Dez. 2013 Neumünster

Veranstaltungskalender

Schwarzbunt – Rotbunt – Angler – Fleischrinder

18. Okt. 2012 Blickpunkt Rind, Paaren (RBB)

13. -16. Nov. 2012 Eurotier, Hannover

26. Nov. 2012 Elite-Auktion, Hamm (DHV)

12. Jan. 2013 Limousin Polled Elite Sale, Holstenhallen, Neumünster

17. Jan. 2013 Auktion am Abend, Neumünster

1.-2. März 2013 Europa Schau, Fribourg, Schweiz

12.-13. Juni 2013 Deutsche Holstein Schau, Oldenburg (DHV)

17. April 2013 5. Deutsches Färsenchampionat „Best of“, Groß Kreutz

Einladung

zu einer gemeinsamen Informationsveranstaltung der Landwirtschaftskammer

Schleswig-Holstein und der Rinderzucht Schleswig-Holstein eG

zum Thema

„Eutergesundheit" – Donnerstag, den 29. November 2012, 10.00 Uhr – ca. 15.30 Uhr

in der DEULA-Halle.

Moderation

Dr. W. Lüpping, Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein,

M. Leisen, Rinderzucht Schleswig-Holstein eG

Vorträge ab 10.00 Uhr

1. Stand aktuell – Eutergesundheit in der MLP und Anlieferungsmilch

– Referent: Hergen Rowehl, Landeskontrollverband Schleswig-Holstein e.V.

2. Behandlungs- und Prophylaxestrategien unter Berücksichtigung der aktuellen

Antibiotikadiskussion – Referent: Dr. Thomas Peters, MFB

3. Was können wir an der Melktechnik und Melkhygiene tun, um die Eutergesund-

heit zu erhalten – Referent: Dr. Michael Hubal, Landwirtschaftskammer Niedersachsen

12.00 h Mittagspause

4. Genetische Möglichkeiten und Zuchtstrategien zur nachhaltigen Verbesserung

der Eutergesundheit – Referent: Prof. Dr. Swalve, Uni Halle

5. Praktischer Teil – Mit der richtigen Stategie langfristig niedrige Zellzahlen in der Praxis

– Referent: Söhnke Huuck, Herdenmanager LWK Futterkamp

Teilnahmekosten: 15,00 EURO/Person (Schüler und Studenten 10,00 EURO/Person) inkl. Getränke und Mittagessen

Über eine Teilnahme würden wir uns sehr freuen. Anmeldungen bitte bis zum 26. November 2012.

Impressum

Rind im Bild“, 21. Jahrgang, Nr. 3/2012

Mitteilungsorgan der Rinderzucht Schleswig-Holstein eG

u. des Landeskontrollverbandes Schleswig-Holstein e.V.

Rind im Bild“ soll die Rinderzüchter und -halter in

Schleswig-Holstein über die laufende Entwicklung in

Zucht, Besamung, Absatz sowie der Milchleistungsprüfung

informieren.

Verlag und Herausgeber:

Rind im Bild

Rendsburger Str. 178

D-24537 Neumünster

E-mail: redaktion@rsheg.de

Telefon 04321/905300

Fax 04321/905396

Internet: www.rsheg.de

www.angler-rind.de

Bankverbindung: VR Bank Flensburg-Schleswig

(BLZ 216.617.19), Kto.-Nr. 417 220

Rind im Bild“ wird herausgegeben von:

Der RSH eG mit folgenden Abteilungen:

Matthias Leisen

Abt. Zucht

Telefon 04321/905351

Dr. Heiner Kahle

Abt. Schwarzbunte Schleswig-Holsteiner

Telefon 04321/905301

Günter Koch

Abt. Rotbunte Schleswig-Holsteiner

Telefon 04321/905303

Claus-Peter Tordsen

Abt. Angler

Telefon 04641/933221

Claus Henningsen

Abt. Fleischrinder

Telefon 04321/905305

Landeskontrollverband Schleswig-Holstein e. V. ,

Hergen Rowehl

Steenbeker Weg 151

D-24106 Kiel

Telefon: 0431/339870

Fax: 0431/3398713

E-Mail: info@lkv-sh.de

Redakt. Schriftleitung:

Susanne Derner

Rendsburger Str. 178

D-24537 Neumünster

Erscheinungsweise: Viermal im Jahr

Auflage 8.000 Exemplare

Anzeigenverwaltung: „Rind im Bild

Rendsburger Str. 178

D-24537 Neumünster

Telefon 04321/905331

Fax 04321/905396

Preisliste Nr. 9 vom 01. September 2001

Anzeigenschluss

Nr. 1 am 15. Januar,

Nr. 2 am 15. April,

Nr. 3 am 15. August,

Nr. 4 am 15. November

Satz und Layout:

bdrops GmbH Werbeagentur

Werftbahnstr. 8

D-24143 Kiel

Telefon 0431/70 28 170 · Fax 0431/70 28 171

E-Mail: info@bdrops.de

Druck:

Neue Nieswand Druck GmbH

Am Kiel-Kanal 2 · D-24106 Kiel

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und fotomechanische

Wiedergabe – auch auszugsweise – nur mit Genehmigung

des Verlages gestattet.


RSH eG

Wichtige Informationen aus dem Besamungsbereich

Aktuelles zur Besamungssaison 2012/2013

Zum Beginn des neuen Geschäftsjahres

2012/2013 haben wir mit unseren Partnern in

der NOG, der GGI und der EUROGenetic wieder

ein qualitativ hochwertiges und international

konkurrenzfähiges Spermaangebot für die Rassen

Schwarzbunt, Rotbunt RH, Rotbunt DN und Angler,

sowie verschiedene Fleischrinderrassen bereitgestellt.

Neben den töchtergeprüften Vererbern

kommen Jungbullen mit genomischen Zuchtwerten

zum Einsatz. Neben dem klassischen Bullenkatalog

„Bullen 2013“, in dem nur töchtergeprüfte

Vererber mit vollständigen Informationen enthalten

sind, wird ein breites, qualitativ hochwertiger genomisch

selektierter Jungbullen unter dem Logo „RSH

Genomic“ präsentiert, das ständig aktualisiert und

an alle Mitglieder versendet wird.

An dieser Stelle möchten wir Sie aktuell über einige

wesentliche Punkte aus dem Besamungsbereich

informieren.

Hinweise zur Durchführung

der Rinderbesamung

1. Ausgeglichene, wiederkäuergerechte Fütterung

ist die Voraussetzung für Leistung, Gesundheit und

Fruchtbarkeit. Erst die Ergebnisse von Grundfutteranalysen

ermöglichen die Auswahl des richtigen, d.h.

passenden Kraft- bzw. Ausgleichfutters.

2. Vorbereitung der Besamung

Beobachten und notieren Sie sorgfältig das erste

Rindern nach dem Kalben und notieren Sie weiter

die Brunst bis zum Zeitpunkt der Besamung in dem

Brunstkalender. Nur so wird die zyklusgerechte Besamung

stillbrünstiger Tiere möglich und Fehlbesamungen

(Kosten) vermieden. RSH-Brunstkalender,

die auf die Bedürfnisse unserer Mitglieder zugeschnitten

sind, erhalten Sie über Ihren Tierzuchttechniker

oder Besamungstierarzt.

3. Besamungsanmeldungen bis 8.00 Uhr

Tiere, die am gleichen Tag besamt werden sollen,

müssen bis 8.00 Uhr bei dem zuständigen Zentralbüro

oder dem jeweiligen Besamungsbeauftragten

angemeldet werden. Die Telefonnummer entnehmen

Sie bitte dem Bullenkatalog 2013.

Es erleichtert die Besamungsdurchführung, wenn

bereits bei der Anmeldung der ausgewählte Bulle

genannt wird.

- Besamungsnachmeldungen bis 9.00 Uhr (Handy)

Madam v. Impalu Besitzer: Lausen GbR, Kiesby – Impalus Exterieurwerte sind mehr als überzeugend Foto: Arkink

Die RSH eG bietet den Mitgliedern die Möglichkeit,

Besamungen nachzumelden. Unsere Tierzuchttechniker

sind mit Handys ausgerüstet und nehmen verspätete

Anmeldungen bis 9.00 Uhr entgegen. Die

so angemeldeten Besamungen werden am gleichen

Tag durchgeführt. Beachten Sie bitte, dass für diese

Besamungen durch zusätzlichen Arbeitsaufwand

eine Nachmeldegebühr von 3,00 EURO zzgl. USt.

pro Betriebsbesuch erhoben wird.

4. Besamungsfreie Tage

Am 1. Weihnachtstag, Neujahr, am 1. Ostertag und

am 1. Pfingsttag werden keine Besamungen durchgeführt.

An allen übrigen Sonn- und Feiertagen sowie

Werktagen führen die Besamungsbeauftragten

die vollen Serviceleistungen der RSH eG durch.

5. Durchführung der Besamung

Zur Besamung angemeldete Tiere sollen im

Laufstall fixiert oder angebunden sein. Bessere

Besamungsresultate erzielt man bei

Rindern und Kühen, die von der Herde abge-

sondert und ruhig behandelt wurden. Es ist

Aufgabe des Tierbesitzers, für das angemeldete Tier

folgende Daten bereitzuhalten:

• Besamungskarte

• Name oder Stallnummer

• Lebensohrmarke

• Vater des Tieres

• Stellen Sie bei angekauften Tieren den Vater

fest und tragen ihn, wie bei den eigenen Kühen,

in die Besamungskartei ein, um Inzucht zu ver

meiden

• Bei Umbullern bitte das letzte Besamungs-

datum notieren, damit der Besamungsbeauf-

tragte eine eventuelle Trächtigkeit ausschließen

kann.

Wir weisen darauf hin, dass für die Richtigkeit der

Abstammung der Züchter verantwortlich ist.

Wird jemand anwesend sein, um dem Besamungstechniker

ggf. zu helfen und etwaige Fragen zu beantworten?

Die besten Ergebnisse werden erzielt,

// Rind im Bild 3/2012 5


6

wenn der Besamungsbeauftragte möglichst viele

Vorinformationen zum zu besamenden Tier erhält

und ein Helfer anwesend ist.

6. Trächtigkeitsuntersuchungen

Auf Anfrage führen die Besamungsbeauftragten

Trächtigkeitsuntersuchungen durch. Auch für Trächtigkeitsuntersuchungen

gilt wie für Besamungen: Die

zu untersuchenden Tiere sollen angebunden sein, es

sollen möglichst alle Informationen bezüglich der Besamung

bereitgehalten werden und das notwendige

Personal abgestellt werden, damit eine ordentliche

Untersuchung durchführbar ist. Trächtigkeitsunter-

// Rind im Bild 3/2012

// RSH eG

suchungen in größerer Anzahl (5 oder mehr Kühe)

sollten Sie terminlich mit den Besamungsbeauftragten

abstimmen und an Sonn- und Feiertagen auf das

unbedingt notwendige Maß beschränken.

7. Aufgabe des Tierbesitzers

Für das richtige Eintragen der Lebensohrmarke

nach VVVO des zu besamenden Tieres in die Besamungskartei

sind die Mitglieder verantwortlich.

Benutzen Sie darüber hinaus den hierfür vorgesehenen

Vordruck, er erleichtert die Registrierung der

Besamung und man vermeidet so unnötige Fehler

in der Abrechnung.

Mechthild VG86 v. Edway, Besitzer: T. Magens, Kollmar – Edways Kuhfamilie überzeugt durch sechs Generationen VG und EX eingestufte

Kühe in direkter Generationenfolge Foto: Geverink

Magdalena v. Schamura, Besitzer: J. Krabbenhöft, Revensdorf - Schamura , der Exterieurspezialist mit Allroundqualitäten Foto: Arkink

8. Lassen Sie den ganzen Bestand besamen, verwenden

Sie auf keinen Fall ungekörte Bullen, denn

der Zuchtfortschritt ist mit der Besamung in allen

Merkmalen besser und wirtschaftlicher! Zudem

lassen sich die weiblichen Tiere besser vermarkten,

wenn Sie einen Besamungsbullen als Vater nachweisen

können.

9. Milchleistungskontrolle ist die Voraussetzung für

den betriebswirtschaftlichen Erfolg der Einzelkuh

und damit des Gesamtbestandes und sichert nachhaltig

den züchterischen Fortschritt!

Anmerkungen zur Gebührenordnung

1. Betriebsgrundbeitrag

Der Betriebsgrundbeitrag ist, unabhängig von der

Anzahl der im Geschäftsjahr durchgeführten Besamungen,

von jedem Mitgliedsbetrieb einheitlich

fällig. Er deckt einen Teil der bei der RSH eG für

jedes Mitglied entstehenden allgemeinen Kosten,

wie Mitgliederführung, Bezug Rind im Bild, Katalog

etc., ab.

2. Besamungsgebühren

Die Grundgebühr pro EB beträgt 22,00 EURO. Sie

beinhaltet nach wie vor 3 kostenlose Nachbesamungen.

Für die 5. Besamung ist eine Grundgebühr

von 15,00 EURO zu entrichten, die aber dann alle

weiteren Folgebesamungen der Kuh beinhaltet. Die

Gebühren für mehrere Erstbesamungen an einem

Tag in einem Mitgliedsbetrieb bleiben unverändert

und betragen:

• bis 3 EB pro EB EURO 22,00

• bis 5 EB pro EB EURO 18,50

• bis 7 EB pro EB EURO 17,00

• bis 9 EB pro EB EURO 14,50

• 10 und mehr EB pro EB EURO 12,00

Die jeweils erreichte Grundgebührenklasse gilt

dann für alle an diesem Tag durchgeführten Erstbesamungen

(Bsp.: 8 EB/Betrieb, Gebühr 14,50 EURO

= 8 x 14,50 EURO = 116,00 EURO).

Bei Vertretungsbesamungen durch Tierzuchttechniker

und Vertragstierärzte der RSH eG in

Eigenbestandsbesamerbetrieben wird eine Gebühr

von 12,00 EURO pro durchgeführter Besamung

berechnet.

Durch die Etablierung der genomischen Zuchtwertschätzung

gibt es den klassischen Testbullen nur

noch bei den Rassen Rotbunt DN und Angler. Hier

werden die Testbullen mit einem Portionspreis von

5,00- EURO berechnet. Bei den Holsteins liegen für

alle Jungbullen genomische Zuchtwerte vor. Die

Portionspreise für genomisch zuchtwertgeschätzte


Jungbullen betragen je nach Zuchtwerthöhe und

Abstammung 5,00 bis 20,00 EURO. Die Portionspreise

für töchtergeprüfte Vererber bleiben weitestgehend

unverändert.

3. Fremdspermabestellung

Bestellungen von Fremdsperma sind für alle Bullen

erforderlich, die nicht stationseigen sind oder über

den Vererberaustausch kommen. Wir beschaffen

Ihnen dieses Sperma sehr gerne auf dem schnellstmöglichen

Weg.

Für einzelne, auf Wunsch der Mitglieder bestellte

Portionen, die nicht von der RSH eG angeboten

werden, besteht Abnahmeverpflichtung.

Die anfallenden Kosten für die Besamungserlaubnis,

Herdbuchaufnahme sowie die Spermabeschaffungs-

und Bearbeitungskosten gehen zu Lasten

des Bestellers.

Bei direkt gekauftem Sperma von anderen Stationen,

das nicht über die RSH eG bezogen wurde,

ist pro Portion eine Bearbeitungsgebühr von 4,00

EURO zzgl. USt. zu entrichten. Diese Gebühr beinhaltet

alle anfallenden Kosten für die Registrierung,

Datenverarbeitung, Zuchtwertschätzung, etc..

Die zusätzlichen Kosten der Herdbuchaufnahme,

Transportkosten etc. müssen vom

Besteller zusätzlich übernommen werden.

Das bestellte Sperma soll im Laufe eines Jahres

verbraucht werden. Andernfalls ist die

Genossenschaft berechtigt, das Restsperma

zu vernichten. Das Risiko für das Zukaufssperma

trägt der Besteller.

Für die Richtigkeit der Vaterschaft bei zugekauften

Fremdsamenportionen übernimmt die Genossenschaft

keine Haftung!

Die Portionspreise des Fremdspermas können

sich im Laufe der Saison ändern.

4. Haftungsausschluss

Die Angaben im Katalog, anderen Printmedien und

im Internet erfolgen nach bestem Wissen nach dem

jeweiligen Erfahrungsstand der Genossenschaft.

Die Angaben zu Zuchtwerten und Leistungsdaten

basieren auf den Grundlagen der staatlich anerkannten

Leistungsprüfung und mit der Zuchtwertschätzung

beauftragten staatlich anerkannten

Rechenstellen, für deren Richtigkeit die Genossenschaft

nicht haftet. Angaben zum Gesundheitsstatus

und zu gendiagnostischen Untersuchungsergebnissen

basieren auf Untersuchungsergebnissen

von Tierärzten und/oder anerkannten Untersuchungslabors.

Für die Richtigkeit dieser Ergebnisse

// RSH eG

Korni GP84 v. Maxime DN, Besitzer: H. & T. Karstens GbR, Tensbüttel-Röst – Maxime DN hat besondere Vorzüge in den Sekundärmerkmalen

Eutergesundheit und Nutzungsdauer Foto: Geverink

haftet die Genossenschaft nicht. Darüber hinaus

wird eine Haftung nicht übernommen.

Für züchterischen Erfolg und den Befruchtungserfolg

des eingesetzten Spermas und der Embryonen

wird keinerlei Garantie übernommen. Das Erfolgsrisiko

verbleibt beim Besteller.

Bei allen Zukäufen kann die Genossenschaft davon

ausgehen, dass die von dem Lieferanten angegebenen

Abstammungsunterlagen und Qualitätshinweise

richtig sind. Als beweisfähige Unterlagen

sind insbesondere die Zuchtbescheinigung und die

Bluttypenkarte bzw. DNA-Mikrosatellitenkarte sowie

die begleitenden Veterinäratteste und sonstige

Untersuchungsergebnisse ausreichend.

Eine Gewährleistung für die Richtigkeit dieser Angaben

ist ausgeschlossen. Sollten sich insbesondere

bei späteren Untersuchungen der Nachzucht

Zweifel an der Richtigkeit der Abstammung ergeben,

haftet die Genossenschaft gegenüber dem

Mitglied hierfür nicht. Sie ist jedoch verpflichtet,

ihre etwaigen Ansprüche gegen den Lieferanten an

das Mitglied abzutreten und es bei der Geltendmachung

derartiger Ansprüche nach Möglichkeit zu

unterstützen.

5. Mitgliedschaft

Jedes Mitglied der RSH eG hat sich laut Satzung

mit bis zu drei Geschäftsanteilen an der Genossenschaft

zu beteiligen.

Die Anzahl der Geschäftsanteile und die Höhe des

auszuzahlenden Geschäftsguthabens richten sich

nach der Anzahl der jeweils im Vorjahr durchgeführten

Erstbesamungen.

Die Höhe des Genossenschaftsanteils beträgt

800,00 EURO, darauf sind mindestens 10 % =

80,00 EURO gem. § 7 Satz 1 GenG sofort einzuzahlen.

Die weitere Einzahlungspflicht ergibt sich

aus der Zahl der durchgeführten Erstbesamungen

in der abgelaufenen Saison. Ab der 101. Erstbesamung

ist ein weiterer Anteil zu zeichnen und ab der

201. Erstbesamung wiederum ein weiterer Anteil.

Zur Beachtung!

Alle Angaben und Empfehlungen zu den jeweiligen

Bullen entsprechen dem gegenwärtigen Wissensstand.

Da bei der Weitergabe der Vererbungsmerkmale

stets mit einer gewissen Streuung gerechnet

werden muss, berechtigt die Abweichung von der

durchschnittlichen Vererbung nicht zu Schadenersatzansprüchen!

M. Leisen

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// Rind im Bild 3/2012

// RSH eG

Gebührenordnung der RSH eG

Abt. Besamung (gültig ab 01.09.2012)

1. Beiträge

1.1. Betriebsgrundbeitrag pro Mitglied / Jahr ............................................................................ EURO 25,00

1.2. Ein Genossenschaftsanteil beträgt ...................................................................................... EURO 800,00

Einzahlungsstaffel nach EB, mind. 80,00 EURO.

2. Besamungsgebühren (Änderungen vorbehalten)

2.1. Besamungsdurchführungsgebühr pro Erstbesamung inkl.

dreier Nachbesamungen für alle Bullen ............................................................................... EURO 22,00

Die EB-Gebühr ist nicht übertragbar von Betrieb zu Betrieb

bei Besitzwechsel von Rindern.

2.2. Gebühr für die 5. Besamung ................................................................................................ EURO 15,00

Die Gebühr für die 5. Besamung schließt alle weiteren

Besamungen ein, d. h. eine Gebühr für die 9. / 13. / etc.

Besamung wird nicht mehr erhoben.

2.3. Sonderregelung bei mehreren Erstbesamungen an einem Tag

in einem Mitgliedsbetrieb

bis 3 EB pro EB .................................................................................................................................. EURO 22,00

bis 5 EB pro EB .................................................................................................................................. EURO 18,50

bis 7 EB pro EB .................................................................................................................................. EURO 17,00

bis 9 EB pro EB .................................................................................................................................. EURO 14,50

10 und mehr EB pro EB ...................................................................................................................... EURO 12,00

Die Gebühren gelten jeweils für alle an diesem Tag

durchgeführten EB’s.

Zzgl. zu der Grundgebühr ist die jeweils festgesetzte

Portionsgebühr des eingesetzten Bullen zu entrichten.

2.4. Vertretungsbesamungen TZT in EBB-Betrieben je Besamung .............................................. EURO 12,00

2.5. Nachmeldegebühr für Besamungen zwischen 08.00 – 09.00 Uhr,

die über Handy angemeldet werden, pro Betriebsbesuch .................................................................... EURO 3,00

3. Portionsgebühren

3.1. Vererbersperma pro Portion nach Bullenkarte

3.2. Sperma pro Portion je Bullen aus genomischer Selektion nach Bullenkarte

3.3. Gebühr für nicht über RSH eG bezogenes Fremdsperma

pro Portion zzgl. sonstiger Beschaffungskosten ................................................................................... EURO 4,00

4. Sonstiges

4.1. Gutschrift in ehemaligen Vertragstestherden für Bewertung

von Nachzuchttöchtern und Vergleichstieren aus

Besamungen mit 3.2 je Tier ................................................................................................................ EURO 10,00

4.2. Trächtigkeitsuntersuchungen je Untersuchung .................................................................... EURO 4,00

Alle Preise zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer mit Ausnahme der Genossenschaftsanteile.


RSH eG

Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein zeichnet züchter aus

Auszeichnung für besondere

tierzüchterische Leistungen 2012

Andreas Bewersdorff, Ruhwinkel

Der Präsident der Landwirtschaftskammer Schleswig

Holstein Herr Claus Heller zeichnete im Rahmen

einer Feierstunde am 23.07.2012 Herrn Andreas

Bewersdorff, Ruhwinkel für vorbildliche Leistungen

in der Tierzucht aus. In seiner Laudatio blickte der

Präsident auf die züchterische Arbeit zurück. So ist

der Zuchtbetrieb Andreas Bewersdorff bereits seit

mehr als 20 Jahren sehr aktiv in der Holsteinzucht

tätig. Inspiriert durch seinen Bruder, hat er schon

in jungen Jahren die Weichen auf Zucht gestellt

und über den gezielten Bulleneinsatz und vereinzelte

Zukäufe von Spitzentieren und Embryonen

im Rahmen der Zuchtprogramme eine erfolgreiche

Zuchtherde aufgebaut. Neben der Beteiligung an

Zuchtprogrammen mit zahlreichen Bullenmüttern

hat sich der Zuchtbetrieb von Andreas Bewersdorff

in den letzten Jahren durch überragende Erfolge auf

Tierschauen erworben.

Ein erstes züchterisches Highlight war sicherlich

der Bulle: „Jannik“. Der 2000 geborene Jocko Besn

Sohn aus der Geoffry Tochter „Vivaldi“ weißt heute

noch einen beachtlichen Zuchtwert von RZG 120

auf. Seine Markenzeichen sind leichte Kalbungen,

eine sehr hohe Milchmenge und problemlose, etwas

feinzellige Milchtypen, mit hervorragenden

Fundamenten, die sich hervorragend zur Laufstallhaltung

eignen.

Zahlreiche Bullenmütter sind in den letzten Jahren

im Zuchtbetrieb gewesen, viele von Ihnen haben

erfolgreich die NOG-Bullenmutterprüfung in Kar-

„Mumparo“ aus der Zucht von Andreas Bewersdorff ist ein Allroundvererber Foto: KeLeKi

Der Präsident der Landwirtschaftskammer Schleswig Holstein Herr Claus Heller gratuliert Familie Bewersdorff für vorbildliche Leistungen

in der Tierzucht Foto: Schnoor

kendamm absolviert. Im Zeitalter der genomischen

Zuchtwertschätzung wurden die züchterischen Herausforderungen

deutlich höher. Auch hier konnte

die Zuchtstätte Bewersdorff sich behaupten. Aktuelle

RSH-Bullen, wie „Mustino“ (Man-O-Man x

Justine 86 VG Goldwin x Allen x Rudolph aus der

Prelude Spottie Familie) mit einem gRZG von 139,

der besondere Stärken in der Nutzungsdauer, der

Zellzahl und Fruchtbarkeit aufweist sowie „Mumparo“

(Man-O-Man x Danita 86 VG Goldwin x Morty

x Lee) mit ebenfalls gRZG 139, der ein absoluter

TOP Leistungsvererber mit sehr gutem Fett, Eiweißverhältnis

ist, belegen, dass absolute Spitzenbullen

ihren Ursprung in der Zuchtstätte Bewersdorff

haben. Es wäre sicherlich einfach diese Reihe an

Bullen beliebig zu ergänzen.

In diesem Jahr wurde “HaH Darina” zum Grand Champion der Schau Neumünster am Abend

gewählt Foto: Arkink

// Rind im Bild 3/2012 9


10

So wurden zahlreiche Bullen auch an auswärtige

Organisationen verkauft und züchterisch wertvolle

Embryonen in verschiedene Länder exportiert.

Auch in der Rotbuntzucht setzt die Zuchtstätte Bewersdorff

Zeichen. Ein Destry Sohn aus Elayo aus

Talent aus der bekannten Bonatus „Zonika“, die

vor einigen Jahren Siegerkuh jung auf der Schau

in Neumünster war, ist einer der höchsten genomischen

Rotbunt-Vererber, der aktuell in der Aufzucht

bei der RSH eG ist.

Um züchterisch noch weiter voranzukommen wurden

einige Jungrinder im Bestand genomisch getestet.

Aktuell steht die höchste Rotbunte Destry

Deutschlands mit gRZG 140 aus der bekannten

Marygold-Familie im Zuchtbetrieb. Gleiches gilt

für einige Vollschwestern der Bullen „Mustino“,

„Mumparo“ und einem Destry Vollbruder aus der

Mary-Gold-Familie. Hier ist also Genetik für die Zukunft

vorhanden.

Neben den Aktivitäten im Zuchtprogramm ist der

Zuchtbetrieb Bewersdorff einer der erfolgreichsten

Schau-Beschicker Schleswig Holsteins. Dies fängt

eigentlich schon mit den Jungzüchterschauen an.

Hier wurden immer wieder von Andreas Bewersdorff

beste Jungtiere an Kinder und Jugendliche

gegeben, die damit auf Landes- und Bundesschauebene

überragende Erfolge feiern konnten.

Als Beispiel sei die von Timm Staggen, auf der DHV

Schau 2010, präsentierte „Kanada“ (Allen x SH

Laura VG87) genannt, die als bestes Typtier in ihrer

Klasse ausgewählt wurde. Diese intensive Jungzüchterarbeit

trägt auch dazu bei, dass die Erfolge

mit Kühen keine Zufallsprodukte sind. In den letz-

// Rind im Bild 3/2012

// RSH eG

Im Rahmen einer Feierstunde überreichte der Präsident der Landwirtschaftskammer Herr Claus Heller, den Preis für besondere tierzüchterische

Leistungen an Christine und Heiko Wendell Andresen Foto: Schnoor

ten 20 Jahren konnte die Zuchtstätte auf Landes-

und Bundesschauen immer erfolgreich teilnehmen.

Der Höhepunkt des züchterischen Erfolges waren

jedoch sicherlich die letzten beiden Schauen „Neumünster

am Abend“ 2010 und 2012. Allein 2010

stellte der Zuchtbetrieb bei der Schau Neumünster

am Abend mit der Siegerfärse „Kanada“ (v. Allen),

der Siegerkuh jung: der späteren Grand Champion

Kuh „Grazie“ (v Freelance) und der Pedant Tochter

„Darina“ aus, die beeindruckten.

Diesen Erfolg konnte er 2012 wiederholen. „HaH

Darina“ wurde zum Grand Champion der Schau

2012 gewählt. Die Rotbunte Siegerkuh „Kadett“,

ebenfalls aus der Zuchtstätte Bewersdorff kämpfte

bis zur letzten Minute in der internen Stallkonkurrenz

um den Grand Champion Titel.

Bereits seit Mitte der 90er Jahre haben Kühe aus

dem Zuchtbetrieb die RSH-Fahnen auf Nationalschauen

(DHV) vertreten. Dabei wurden immer

solide Platzierungen erreicht. Damit wird optimale

Werbung für Zuchtprodukte aus dem Betrieb

Bewersdorff betrieben. Der dahinter stehende

zeitliche Einsatz und das Engagement werden oft

übersehen.

Für die RSH eG gratulierte der stellvertretende Vorsitzende

Christian Fischer zu der hohen Auszeichnung

und unterstrich die überragende Kuhqualität

und das genetische Potential der Zuchtherde.

Anlässlich der Preisverleihung wurden einige Zucht-

und Schaukühe vorgestellt, die nachhaltig die Qualität

der Herde unterstrichen

Der Zuchtbetrieb Bewersdorff gehört schon seit

Jahren zu den Auktionsbeschickern - Bullen aus

dem Zuchtbetrieb sind gefragt. Herr Bewersdorff

beschickt auch die überregionalen Auktionen. So

gehören Tiere aus dem Zuchtbetrieb auf der DHV

Elite-Auktion in Hamm und auf dem SunriseSale

eigentlich schon zum ständigen Angebot.

Der Zuchtbetrieb ist weit über Schleswig Holstein

hinaus, sowohl national als auch international für

die überragende Zuchtprodukte und die Kuhqualität

bekannt. Hier wird mit Sachverstand und viel

Augenmaß Zucht betrieben, die auf höchstem Niveau

angekommen ist. Die Rinderzucht Schleswig

Holstein gratuliert Herr Bewersdorff zu dieser hohen

Auszeichnung und wünscht auch für die Zukunft

viel züchterischen Erfolg.

Dr. H. Kahle

Heiko & Christine Wendell-Andresen,

Beringstedt

Im Rahmen einer Feierstunde überreichte der Präsident

der Landwirtschaftskammer Herr Claus Heller,

den Preis für besondere tierzüchterische Leistungen

an Christine und Heiko Wendell Andresen, Beringstedt.

In seiner Laudatio stellte er heraus, das die

züchterischen Wurzeln dem Betriebsleiter Heiko

Wendell-Andresen und seiner Frau Christine mit

in die Wiege gelegt wurden. Er kommt von einem

erfolgreichen Schwarzbunt-, sie aus einem erfolgreichen

Rotbuntzuchtbetrieb, so dass die Zucht

immer im Fokus des Interesses des Betriebsleiters

stand.

Heiko Wendell-Andresen hat sich in jungen Jahren

bereits bei den Jungzüchtern stark engagiert. Neben

dem Vorsitz im Kreis Schleswig-Flensburg war

er maßgeblich am Aufbau des Landesverbandes der

ersten Jungzüchter der RSH eG beteiligt und wurde

direkt zum Vorsitzenden gewählt. Seine Züchterpassion

und das Interesse an Schauen haben stark zum

Aufschwung der Jungzüchter beigetragen. Die Landestierschau

der Jungzüchter wurde im würdigen

Rahmen jährlich, mit immer wachsenden Teilnehmerzahlen,

durchgeführt. Der Jungzüchterwettbewerb

entwickelte sich zu einem festen Bestandteil

bei der Verbandsschau der RSH eG „Neumünster

am Abend“. Zahlreiche andere Aktivitäten, zum

Beispiel auf der Norla, auf Bundesebene und auch

in Richterworkshops wurden unter dem Vorsitz von

Heiko Wendell Andresen installiert.

Durch sein Studium der Agrarwissenschaften und

die Tätigkeit als Journalist im Bereich der Rinderzucht,

aber insbesondere seine Reisen nach Nordamerika,

wurde Heiko Wendell-Andresens Zuchtarbeit

geprägt. Er suchte immer schon die funktionelle

Kuh, die aber auch „schön“ sein musste. Das Denken

in Kuhfamilien und Zuchtlinien war und ist trotz

der weiterentwickelten Zuchtwertschätzung für die

züchterischen Entscheidungen sehr wichtig. Dies

wurde immer sehr umsichtig durchgeführt. So wur-


„Manpower“, aus der Zucht der SH Wendell GbR, ist aktuell mit gRZG 144 einer der höchsten genomischen

Vererber. Aktuell ist er der am meisten eingesetzte genomische Vererber der RSH eG

Foto: Arkink

de schon frühzeitig in Genetik durch Embryoimport

investiert. Nur beste, selbst gesehene Kuhfamilien

kamen in Frage. Aus diesen Embryoimporten gingen

unter anderem die bekannten Vererber „NOG

Metz“ und der Lee Sohn „Linie“ hervor, die einen

breiten Absatz hatten.

Aktuell sind es die töchtergeprüften Vererber

„Terbium“ und „Glabot“, die aus der Zuchtstätte

Wendell-Andresen kommen. „Terbium“ stammt

ebenfalls aus Embryoimport.

Terbium-Töchter wurden auf der DHV Schau 2011,

auf der RMV Schau und bei Neumünster am Abend

gezeigt. Sie unterstrichen nachhaltig die hohe Qualität

dieses Ausnahmevererbers.

In seine Fußstapfen tritt aktuell der Bulle „Glabot“.

Die ersten töchterbasierten Zuchtwerte sind vielversprechend.

Die genomische Zuchtwertschätzung wurde auch

im Betrieb direkt integriert und als notwendiger

züchterischer Weiterentwicklungsschritt umgesetzt.

Zwei Bullen aus der Zucht Wendell-Andresen sind

dabei zu nennen:

„Manpower“ (Man-O-Man x COM Jolie 89 VG v.

Goldwin x Durham x Blackstar 94 EX). „Manpower“

ist aktuell mit gRZG 144 einer der höchsten genomischen

Vererber. Aktuell ist er der am meisten

eingesetzte genomische Vererber der RSH eG.

Ebenfalls TOP ist der Rotbunt-Bulle „Designer“:

Mit dem gRZG von 133, einem RZM von 127 und

sehr guten Daten für Nutzungsdauer, Exterieur und

Zellzahl ist er aktuell bei Rotbunten ein gefragter

Bullenvater und Allrounder.

Auch im Bereich der Rinderschauen hat der Zuchtbetrieb

Wendell-Andresen zahlreiche beachtliche

Erfolge aufzuweisen.

In jüngster Vergangenheit sorgten die Achtung-

Tochter „Chrissy“ und die Marmax-Tochter „Rosanna“

(Mutter des RSH genomic Vererbers „Designer“)

für große Erfolge.

// RSH eG

Im Jahr 2010 erlangte „Chrissy“ den Siegertitel und

„Rosanna“ den Reservesiegertitel der mittleren

Kuhklassen, bei Neumünster am Abend. Zu nennen

ist auch „Storm Lizy“. Diese Stormatic-Tochter aus

Progress, aus der Laurie Sheik Familie wurde Reservesiegerkuh

bei der Schau Neumünster am Abend.

Auf den letzten DHV Schauen in Oldenburg war der

Betrieb immer vertreten.

Das Jahr 2011 war sicherlich ein Highlight. Neben

der Teilnahme mit den Einzelkühen „SH Lauri Red“

(einer Savard-Tochter aus Rubens, aus der bekannten

TOP Modell), wurde eine Nachzuchtgruppe

des Vererbers Terbium gezeigt, der ja aus dieser

Zuchtstätte stammt. Dabei waren zwei Töchter des

Bullen in der Nachzuchtgruppe aus dem Zuchtbetrieb

Wendell-Andresen.

Überlegene Siegerin der Nachzuchtgruppe wurde

die Terbium-Tochter „Karina“, die sich auch im Anschluss

im Einzelwettbewerb gut behaupten konnte.

Diesen züchterischen Erfolg, eine Nachzuchtgruppe

auf Bundesebene mit Töchtern aus dem Testeinsatz

eines Bullen aus dem eigenen Zuchtbetrieb zu haben,

ist sicherlich ein Höhepunkt in jeder Kariere

eines Rinderzüchters, der kaum zu toppen ist.

Die Erfolge setzten sich auf der Kreisrinderschau in

Rendsburg 2012 fort, wo die Zuchtstätte Wendell-

Andresen mit einigen Siegertiteln und der Betriebssammlung

voll überzeugte.

In züchterischer Hinsicht wird in diesem Zuchtbetrieb

Pionierarbeit geleistet. Mit viel Sachverstand,

einem fundierten Wissen über die Holsteinzucht

und Kenntnisse des weltweiten Zuchtgeschehens

wird hier die Zuchtarbeit nach vorne entwickelt.

Dabei stehen immer funktionale, gut ausbalancierte

Kühe im Vordergrund, die auch die tägliche Arbeit

im Laufstall verrichten können.

Mit dem gRZG von 133, einem RZM von 127 und sehr guten Daten für Nutzungsdauer, Exterieur und

Zellzahl ist „Designer“ aktuell bei Rotbunten ein gefragter Bullenvater und Allrounder Foto: Arkink

Im Rahmen der Preisverleihung wurde dies durch

die Demonstration von fünf Kühen aus den einzelnen

Kuhfamilien nachhaltig unterstrichen.

Der Zuchtbetrieb Wendell-Andresen hat sich in den

letzten Jahren an zahlreichen Elite-Auktionen beteiligt.

Dies sowohl als Beschicker außergewöhnlicher

Genetik, aber auch als Käufer. Nach der aktiven

Tätigkeit als Vorsitzender des Jungzüchterclubs ist

Heiko Wendell Andresen seit März 2010 im Vorstand

der RSH eG tätig. Aufgrund der züchterischen

Kompetenz und des fundierten Fachwissens bringt

er sich dabei aktiv in alle Fragen des Unternehmens

ein, um die RSH eG im Interesse der Landwirte

weiter zu entwickeln. Folgerichtig ist er auch seit

diesem Zeitpunkt in der Körkommission und Auswahlkommission

für Schauen tätig.

Im Namen der Rinderzucht Schleswig Holstein

gratulierte der Vorsitzende Herr Boyens recht herzlich

zu der hohen Auszeichnung. Er unterstrich die

zahlreichen Aktivitäten im züchterischen Bereich

und betonte dabei das dies neben einer enormen

Betriebsentwicklung geleistet wurde. Zahlreiche

Gruppen aus dem In- und Ausland haben mittlerweile

den Zuchtbetrieb besichtigt, der sicherlich alle

beeindruckt. Hierzu gehört ein großes Maß an optimaler

Planung und Strategie. Die Verbindung von

intensivster Zuchtarbeit und Führung des landwirtschaftlichen

Betriebes auf höchstem Niveau zeichnen

den Zuchtbetrieb Wendell-Andresen aus. Die

Rinderzüchter der RSH eG gratulieren der Familie

Wendell-Andresen recht herzlich zu dieser hohen

Auszeichnung und wünschen weiterhin viel Erfolg

in der Holsteinzucht.

M. Leisen

// Rind im Bild 3/2012 11


12

Mit Wirkung vom 1. Juli 2012 haben die Gesellschafter

der NOG NORD-OST Genetic GmbH & Co KG

• MASTERRIND GmbH

Rinderproduktion Berlin-Brandenburg GmbH

Rinderzucht Mecklenburg-Vorpommern GmbH

Rinderzucht Schleswig-Holstein eG

beschlossen, ihre Zuchtprogramme zukünftig über

die NOG zusammen zu führen.

Kernpunkte der Vereinbarung sind die gezielte

gemeinsame Selektion geeigneter Genetik, die

verstärkte Anwendung moderner biotechnischer

Methoden sowie die effektive Nutzung der Spitzenbullen

durch einen verstärkten Spermaaustausch

und eine Anpassung der Bullenbestände der Gesellschafter.

- Die gesamte Selektionsarbeit in den Zucht-

gebieten der NOG-Partner wird nach einheit-

lichen Selektionskriterien von den jeweiligen

Zuchtorganisationen durchgeführt. Die Vertrags-

// Rind im Bild 3/2012

// RSH eG

NOG-Partner intensivieren die

Zusammenarbeit im Zuchtprogramm

bedingungen der heimischen Züchter für die

Unterstützung bei der Durchführung von Bio-

technischen Maßnahmen sowie dem Ankauf von

Bullenkälbern werden weiter vereinheitlicht.

- Die Selektionsarbeit in auswärtigen Zucht-

gebieten wird in der NOG koordiniert und von

den jeweils zuständigen Sire Analysten für alle

NOG-Partner durchgeführt.

- Die Koordination der Zuchtprogramme in der

NOG gibt uns die Möglichkeit national und

international die besten Jungrinder und Kühe

für die Anpaarung auszuwählen. TOP-Jungrinder

mit hohen genomischen Zuchtwerten können in

der Biotechnikstation intensiv züchterisch

genutzt werden.

- Alle für den Ankauf ausgewählten Jungbullen

werden entsprechend dem Bedarf auf die NOG-

Partner aufgeteilt und gehen in das Eigentum

der jeweiligen Organisation.

Auch die bisherigen NOG-Bullen werden den

Gesunde Kälber? r?

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NORD-OST GENETIC

NOG-Partnern zugeteilt, so dass die NOG

zukünftig keine Bullen mehr halten wird.

- Durch die Auswahl der Bullenkälber von einer

gemeinsamen Ergebnisliste kann der Ankauf

hinsichtlich Qualität der Zuchtwerte und Pedi

greevielfalt optimiert werden.

- Das schon über Jahre bewährte Spermaaus-

tauschprogramm sichert den Züchtern im NOG-

Gebiet einen Zugriff auf alle Bullen der NOG-

Partner. Eine wichtige Voraussetzung für die

breite Nutzung der besten Genetik.

Mit den genannten Maßnahmen werden die NOG-

Partner die Effizienz ihrer Zuchtarbeit verbessern,

die züchtungsbedingten Kosten senken und ihren

Mitgliedsbetrieben ein qualitativ verbessertes Angebot

an genomischen und töchtergeprüften Vererbern

zur Verfügung stellen können.

NOG GmbH & Co KG


20 JAHRE RSH eG

Rinderzucht Schleswig-Holstein eG feiert Jubiläum

damals bis heute

Die Geschichte der RSH eG

Seit den Fusionen der Rinderbesamungsgenossenschaft

Ende der 80 er Jahre wurde immer

wieder versucht, die verbleibenden Zucht- und Besamungsorganisationen

in einer Genossenschaft

zusammen zu bringen, um den wachsenden Anforderungen

der Rinderhalter in Schleswig-Holstein

gerecht zu werden. Bis 1991 wurden noch erhebliche

finanzielle Förderungsmittel, insbesondere im

Bereich der Leistungsprüfung und Herdbuchführung,

durch das Land Schleswig Holstein bereitgestellt.

Der drohende Wegfall der finanziellen Hilfen

durch die Landesregierung brachte die damaligen

Zuchtverbände in eine schwierige Situation, die

dauerhaft den Zusammenschluss aller Rinderzucht-

und Besamungsorganisationen erforderlich

machte. Die Erkenntnis, dass wettbewerbsfähige

Zucht- und Besamungsorganisationen zukünftig

über die regionalen Grenzen hinaus wettbewerbsfähig

sein müssen und hinsichtlich ihrer Zucht- und

Vermarktungsstrategien breit aufgestellt sein müssen,

beschleunigte die Diskussion. Angeregt durch

den damaligen Landwirtschaftsminister Hans Wiesen

und den Tierzuchtreferenten Herr Dr. Kalweit

wurden ab Frühjahr 1991 Verhandlungen zu dem

Zusammenschluss der Rinderzuchtorganisationen

in Schleswig Holstein geführt. Dabei stellte das Ministerium

in Aussicht, erhebliche finanzielle Mittel

für den Bau einer zentralen Tierzuchtverwaltung

bereitzustellen.

Nach intensiven Verhandlungen beschlossen die

Gremien der nachfolgenden Organisationen die

Verschmelzung zur Rinderzucht Schleswig Holstein

eG zum 01. September 1992:

Rinderbesamung Nordwest eG, Wanderup,

Rinderbesamung Holstein eG, Schönböken,

• Verband Angler Rinderzüchter eV, Süderbrarup,

• Verband Schwarzbunte Schleswig-Holsteiner eV,

Lübeck,

• Verband Rotbunte Schleswig-Holsteiner eV,

Neumünster,

• Zuchtrinder-Erzeugergemeinschaft eG, Lübeck.

Im März 1992 beschlossen die o.g. Organisationen

auf ihren Mitgliederversammlungen die Verschmelzung

zum 01.09.1992 und wählten den ersten

Vorstand und Aufsichtsrat der neuen Rinderzucht

Schleswig Holstein eG. Zum Vorstandsvorsitzenden

wurde Peter Thomsen, Kleinwiehe, zum Aufsichtsratsvorsitzenden

Herr Hans Jürgen Harder Schmalensee

gewählt. Ziel war es, bereits frühzeitig durch die

Vollfusion von Herdbuch, Besamung und Absatz, die

Zuchtarbeit effizienter zu gestalten und mit vereinten

Kräften mehr Leistungsfortschritt in der Wirtschaftlichkeit

und hinsichtlich der Qualitätsstandards der

Rinderzucht zu generieren.

Schon im ersten Geschäftsjahr der RSH eG stellte sich

durch Rationalisierungsmaßnahmen und dem Abbau

doppelter Arbeiten der wirtschaftliche Erfolg ein.

Durch den Bau und Bezug der Tierzuchtverwaltung

in Neumünster konnten die Arbeitsabläufe der RSH

eG ab Herbst 1993 weiter optimiert werden und

Synergien genutzt werden.

Der Zusammenschluss zur RSH eG führte gleichzeitig

zur Schließung vieler liebgewonnener Standorte,

die nicht immer einfach umgesetzt werden konnten.

So wurde bereits 1993 die Bullenhaltung auf

die Standorte Schönböken und Wanderup und die

Aufzuchtstation in Ruhwinkel konzentriert. Die Verwaltungsstandorte

der Rotbuntzüchter in Neumünster,

die Verbandsanlagen der Schwarzbuntzüchter

in Lübeck und die Besamungsstation der Angler

Rinderzüchter in Süderbrarup wurden nicht mehr

gebraucht und wurden veräußert. Der Konzentrationsprozess

ging über die Jahre weiter. Mit finanzieller

Unterstützung des Landes wurde nach der

zentralen Tierzuchtverwaltung die Bullenaufzuchtstation

in Ruhwinkel komplett erneuert und modernisiert.

Damit konnte bereits 1995 die Bullenaufzucht

an einem Standort durchgeführt werden.

Mitgliederbewegung

Im Jahr 1992/93 hatte die RSH eG 13.978 Mitglieder,

im Geschäftsjahr 2011/2012 waren es noch

5781. Die Mitgliederzahlen zeigen uns auch die

Entwicklung in den 20 Jahren. Fast 8.000 Betriebe

haben die Rinderhaltung eingestellt. Die verbleibenden

Betriebe sind sehr stark gewachsen.

Besamung und Zuchtprogramm

Im ersten Geschäftsjahr 1992/93 der neu fusionierten

RSH eG wurden 300.103 Erstbesamungen

durchgeführt. Die Entwicklung der 90er Jahre bis

2010 war maßgeblich geprägt durch die damalige

Quotenregelung und führte bei steigenden Leistungen

zwangsläufig zu stark sinkenden Kuhzahlen

und dadurch bedingt sinkende Besamungszahlen.

Seit der Einführung der Milchbörse und der damit

verbundenen Möglichkeit des überregionalen Zukaufs

von Milchquote ist in den letzten 3 Jahren die

Zahl der Milchkühe in Schleswig Holstein wieder

angestiegen:

Entwicklung der Besamungszahlen in den

einzelnen Rassen

Rasse 1992/93 2008/2009 2010/11

Schwarzbunt 157.128 156525 168.845

Rotbunt 106.972 61559 60.005

Angler 18.882 12746 12.868

Fleischrinder 17.121 10150 11.563

Gesamt 300.103 240.980 253.281

Während sich die Zahl der Erstbesamungen bei

Schwarzbunten vergrößert hat, ist bei Rotbunten,

Fleischrindern und Anglern ein deutlicher Rückgang

zu verzeichnen. Diese Zahlen spiegeln auch deutlich

die Entwicklung in Schleswig Holstein wider.

Stark wachsende Betriebe haben auf Milchleistung

gesetzt. Bei der deutlichen Überlegenheit der

Schwarzbunten war dieser Schritt in Zeiten der

Milchquote nicht anders zu erwarten. Die Durchführung

der Besamungen wurde in den 20 Jahren

überwiegend über festangestellte Tierzuchttechniker

und Vertragstierärzte durchgeführt. Der Anteil

// Rind im Bild 3/2012 13


14

TOP THEMA 20 JAHRE RSH eG

der Eigenbestandsbesamer hat sich in den letzten

Jahren deutlich erhöht, liegt aber mit 6 % aller

Erstbesamungen auf niedrigem Niveau, während

87% der EB über Tierzuchttechniker und 7 % über

Vertragstierarztpraxen durchgeführt werden.

Zuchtprogramme

Anfang der 90er Jahre wurden ca. 80- 90 Schwarzbuntbullen,

50 Rotbuntbullen und 20 Angler Bullen

pro Jahr getestet Die sich permanent weiterentwickelnde

Zuchtwertschätzung erforderte flexible

Zuchtprogramme, die sich rasch auf die neuen Anforderungen

einstellten. Während zu Beginn der 90

er Jahre die konventionelle Bullenmutter im Fokus

der Selektionen stand, wurde mit Gründung der

RSH eG das Färsenspülprogramm intensiviert. Auf

Basis der ersten Kontrollen wurden damals schon

junge Kühe selektiert, um damit mehr Zuchtfortschritt

zu generieren. Im Nachhinein betrachtet war

dies sehr erfolgreich. Bullen wie Patrick und Preval

stammen aus diesen Anpaarungen. Die Weiterentwicklung

in der Zuchtwertschätzung zum BLUP

Tiermodell hin zu einem Rechenzentrum in ganz

Deutschland war die Grundlage der Vergleichbarkeit

aller deutschen Zuchtwerte und den Übergang

der Zuchtwertschätzung und Herdbuchdatenverarbeitung

in das Rechenzentrum VIT nach Verden.

Relativ schnell haben wir uns mit unseren Bullen

dort gut etablieren können und in allen Rassen

TOP Vererber bereitgestellt. Das Zuchtprogramme,

wie die der RSH alleine nicht ausreichen, um ein

international wettbewerbsfähiges Angebot zu erstellen,

führte schnell zu gemeinsamen Aktivitäten

in der Nod Ost Genetic und der EuroGenetic . Die

gemeinsamen Zuchtprogramme führten zu einer

deutlichen Reduzierung der Testbullenkapazitäten

der einzelnen Partner und zu einem intensiven

Spermaaustausch zum Vorteil aller Mitglieder. Die

Etablierung der NOG Bullenmutterprüfung in Karkendamm,

der Spermaaustausch und die gemein-

// Rind im Bild 3/2012

same Selektion mit der RMV in USA und Kanada

seien nur beispielhaft für die gemeinsamen Aktivitäten

im Zuchtprogramm angeführt.

Bei Rotbunt DN wurde eine Zuchtwertschätzung

mit der niederländischen MRIY Population auf einer

Basis geschaffen, um vergleichbare Zuchtwerte

zu erhalten. Dies hat sich in der Praxis und die DN

Zucht stabilisiert. In der Angler Zucht wurde nach

dem sehr erfolgreichen Einsatz von Red Holstein

eine Konsolidierung auf Rotviehbasis durchgeführt.

Durch die genomische Selektion hat sich die Welt

der Rinderzucht für die Rassen Schwarzbunt und

Rotbunt RH verändert. Durch die relativ genaue

Vorhersage der Zuchtwerte schon beim Kalb, sind

die Selektionsprogramme weiter intensiviert und

die Bullenbestände deutlich abgebaut worden.

Dies ist nur möglich, wenn in den bestehenden Partnerschaften,

auch im Bereich der Zuchtprogramme

und des Spermaaustausches, enger zusammen

gearbeitet wird. Seit Juli 2012 wird die Selektion

der Schwarzbunten Bullen innerhalb der NOG in

einem Zuchtprogramm durchgeführt und die Bullen

zugeordnet. Dies trägt zur Effizienzsteigerung des

Zuchtprogrammes bei und hilft, die Kosten weiter

zu optimieren. Durch die genomische Selektion hat

die Zukunft der Zucht erst gerade begonnen. Der

zukünftige Zuchtfortschritt, insbesondere in den

funktionellen Merkmalen wird sich dadurch erheblich

beschleunigen.

Aktuell werden 25 Schwarzbunte genomische Vererber,

ca. 20 Rotbunte genomische Vererber, 10

Angler und 4-5 Rotbunt DN Jungbullen jährlich neu

eingestallt.

Bullenhaltung und Spermaproduktion

Seit Gründung der RSH eG ist ein enormer Wandel

in der Bullenhaltung und Spermaproduktion

vollzogen worden. Bis 2008 wuchs die Zahl der

gehaltenen Bullen durch die gestiegenen Test-

möglichkeiten. Zum Zeitpunkt der Fusion wurde

noch an den Standorten Wanderup und Schönböken

Sperma produziert und Bullen in Schönböken,

Ruhwinkel, Wanderup, Süderbrarup und Haddeby

gehalten.

Durch den Umbau und die Modernisierung der

Aufzuchtstation in Ruhwinkel wurde ein erster

Konzentrationsprozess eingeleitet und alle Kälber

zentral aufgezogen. An den Standorten Süderbrarup

und Haddeby wurde bereits 1994 die Bullenhaltung

eingestellt und die Spermaproduktion

auf den Standort Schönböken konzentriert. In der

Wartebullenstation Wanderup, der Aufzuchtstation

in Ruhwinkel und der produzierenden Station in

Schönböken wurden in der Spitze über 650 Bullen

vom Kalb bis zum 18 Jahre alten Vererber gehalten.

Nach langer Vorbereitung und intensiver Beratung

in den Gremien wurden 2004 die Bullenställe in

Schönböken und Wanderup komplett modernisiert.

In Schönböken wurde ein moderner, großzügiger

Vererberstall neu errichtet, um den Bullenkomfort

deutlich zu erhöhen. In Gönnebek wurde zusätzlich

ein neuer Wartebullenstall gebaut, der die Gruppenhaltung

von Bullen ermöglichte. Mit dieser Investition

und der Belegung der neuen Stallungen

im Herbst 2004 verfügte die RSH eG sicherlich über

optimale Haltungsbedingungen für die Bullen, die

sich auch positiv auf die Qualitätsspermaproduktion

auswirkten. Als letzte Restrukturierungsmaßnahme

wurde 2011 der komplette Labor- und

Spermaversandbereich in Schönböken erneuert.

Dieser mit modernster Technik ausgerüstete Bereich

ist heute Garant für eine hochwertige Spermaproduktion

und bietet den Mitarbeitern beste Arbeitsbedingungen.

Rückwirkend betrachtet können einige Kritiker

sagen: „ Die Stallungen sind zu groß“. Nur im

Jahr 2003 und 2004 war der Durchbruch der ge-

Die alte und die neue Generation Bullen: Patrick mit seinem Züchter Heinrich Blunck Foto: Arkink und der genomische Jungbulle Snowtruck Foto: Geverink


nomischen Zuchtwertschätzung nicht vorhersehbar.

Mittlerweile wurde der Standort Wanderup

aufgegeben und die Bullenhaltung komplett nach

Ruhwinkel, Gönnebek und Schönböken konzentriert.

Mit der Weiterentwicklung der genomischen

Zuchtwertschätzung ist es fraglich, ob eine Wartebullenhaltung

dauerhaft noch durchgeführt wird.

Vorerst wird es jedoch bei den bisherigen Ställen

bleiben.

Herdbuch und Vermarktung

Seit dem Zusammenschluss zur RSH eG hat sich

auch im Herdbuchbereich einiges verändert. Während

die Kuhzahlen in Schleswig Holstein insgesamt

von 1992 bis 2012 um fast 60.000 Kühe gesunken

ist, hat der gesamte Herdbuchbereich in allen

Rassen eine positive Entwicklung genommen und

folgende Ergebnisse erreicht:

Herdbuchpopulation und Herdbuchbestand 2010/1211

Schwarzbunt

Rotbunt RH

Rotbunt DN

Angler

Die Zahl der Herdbuchkühe hat sich gegenüber

1992 um über 20.000 Kühe erhöht. Das Leistungsniveau

in allen Rassen gehört bundesweit zur absoluten

Spitze und ist international konkurrenzfähig.

Vermarktung

Die Zuchtviehvermarktung ist eine der Säulen der

RSH eG. Insgesamt bewegt sich die Zuchtvermarktung

seit der Fusion zur RSH eG auf einem stabilen

Niveau. Dabei hat die RSH eG sich als stabiler

Zuchtviehvermarkter mit starkem Exportanteil etabliert.

Zwischen 8.000 und 10.000 Zuchttiere wurden

pro Geschäftsjahr vermarktet. Davon gingen im

Durchschnitt über 60 % in den Export. Diese Tatsache

hat die RSH Gremien bereits 1998 veranlasst,

einen leistungsfähigen, EU-anerkannten Exportstall

in Dätgen, mit optimaler Verkehrsanbindung, zu errichten.

Diese Investition hat sich für eine professionelle

Zuchtviehvermarktung bewährt.

Im Laufe der 20 Jahre wurden die Anzahl der Auktionen

in Neumünster deutlich auf nunmehr 10 Veranstaltungen

reduziert. Die Auktionen in Süderbrarup

wurden im Zuge der BTV Krise eingestellt, da

die Auftriebszahlen gering waren. Den Verantwortlichen

bei der RSH ist bewusst, dass Auktionen als

Preisbarometer für alle Rinderhalter auch im Lande

wichtig sind. Deshalb wird alles unternommen, um

die Auktionen attraktiv zu halten.

Elementar für die Zuchtviehvermarktung der vergangenen

20 Jahre waren die geänderten Anforderungen

an den Gesundheitsstatus der vermarkteten

Tiere. Im Jahr 1992 war die BHV 1 Sanierung im Fokus.

Zuweilen wurde sie auch als RSH Krankheit bezeichnet.

Heute ist sie weltweit Standard. Tiere aus

nicht anerkannten BHV 1 unverdächtigen Betrieben

Anzahl Milch-kg Fett-% Fett-kg Eiweiß-% Eiweiß-kg

75,595 9,136 4,12 376 3,36 307

23,767 8,371 4,25 356 3,40 285

4,659 7,366 4,36 321 3,49 257

7,740 8,369 4,72 395 3,60 301

Fleischrinder 2010/2011 Betriebe: 179

Rasse Bullen Kühe gesamt in %

gesamt 137 2.030 2.167 100,0

haben im Bereich der Zuchtviehvermarktung zur

Erzielung weiterer Betriebserlöse keine Chance

mehr. Sehr hart getroffen hat die RSH eG und die

hiesigen Züchter die Feststellung des ersten BSE

Falles in Schleswig Holstein. Die Zuchtviehvermarktung

kam Anfang 2000 zum vollständigen erliegen,

so dass unsere Mitarbeiter im Vermarktungsbereich

und Herdbuch zum Teil vorübergehend andere Aufgaben

im Bereich der Tierkennzeichnung und BLE

übernommen haben. Diese Flexibilität hat sich ausgezahlt.

Mit der Lockerung der BSE Bedingungen

hatten wir ein schlagfähiges Team, das sofort nahtlos

den Export und die gesamte Zuchtviehvermarktung

in Gang gebracht hat.

Buchstabenkrankheiten sollten uns auch danach

begleiten. Auf viel Verständnis bei den Landwirten

stieß die freiwillige BVD-MD Sanierung, die aktiv

unterstützt wurde. In jüngster Zeit beeinflussten

20 JAHRE RSH eG TOP THEMA

zuerst die Blauzungenerkrankung und mittlerweile

das Schmallenberg – Virus die Zuchtviehvermarktung

negativ. Aktuell ist es wichtiger denn

je, schnellstmöglich auf alle Gesundheitsanforderungen

passend zu reagieren, um die vorhandenen

Kundenstämme zu pflegen und die Nachfrage nicht

an den Wettbewerber zu verlieren.

Dienstleistungen:

Ursprünglich bestand die Dienstleistung der RSH

ausschließlich aus gut ausgebildeten Tierzuchttechnikern,

die die Besamung durchführten und

Außendienstmitarbeiter im Bereich der Zuchtviehvermarktung;

Kreisvereinsbetreuung und Exterieureinstufung.

Die Anforderungen an kompetente

und weitere zuverlässige Ansprechpartner haben

dazu geführt, dass heute zusätzlich eine intensive,

kostenlose Anpaarungsberatung und ein Vermarktungsservice

für Sperma und Agrarartikel erfolgreich

integriert wurden, die heute das Bild der RSH

als zuverlässiger, kompetenter , fairer Partner rund

um das Rind prägen. Mit der Erschließung der automatisierten

Brunsterkennung wurde ein weiterer

Baustein für die Optimierung der Rinderzucht in

unserer Mitgliedsbetrieben erschlossen. Die Nachfrage

zeigt, dass diese Serviceleistungen einen sehr

hohen Stellenwert einnehmen und von vielen Mitgliedern

genutzt werden.

Fazit

Die RSH eG kann mit Stolz auf ihre 20-jährige

Geschichte zurückblicken. Der Umsicht und dem

Geschick der verantwortlichen in Vorstand und

Aufsichtsrat ist es zu verdanken, dass die RSH kontinuierlich

weiterentwickelt wurde und in vielen

Bereichen Maßstäbe gesetzt hat. Motivierte und

engagierte Mitarbeiter haben sich stets für die RSH

weit über das normale Maß engagiert. Unsere Mitglieder

haben die RSH auch in schwierigen Phasen

unterstützt und mitgetragen.

Hinzu kamen mit Bullen wie Patrick, Laredo Red,

Juote, Preval , Door und Lothar und in jüngster Zeit,

Zabing, Vereber der RSH eG, die Weltruf haben und

hatten und zum großartigen Erfolg des Unternehmens

beigetragen haben. Für die Zukunft erwarten

wir weitere rasante Veränderungen im Bereich der

Zuchtprogramme, die nachhaltig unsere volle Kraft

fordern werden. Der Wettbewerb hat nicht vor uns

halt gemacht. Wir sind optimistisch, dass auf Basis

einer vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen

dem Vorstand, dem Aufsichtsrat und den Mitarbeitern,

Ergebnisse erreicht werden können, die sich

an den Interessen unserer Mitglieder in allen Bereichen

Rund ums Rind richten.

M. Leisen

// Rind im Bild 3/2012 15


16

Die Zellzahl stellt ein wichtiges Instrument zur

Einschätzung der Eutergesundheit dar. Die Analyse

der Zellzahlen aus dem MLP-Rückbericht bietet

eine gute Möglichkeit die Eutergesundheit der Herde

zu überwachen. Um den Mitgliedern den Überblick

über die Situation in der Herde zu erleichtern

und ihnen weitere Kennzahlen zur Eutergesundheit

in der Herde mitzuteilen, wird der MLP-Rückbericht

zum neuen Prüfjahr um eine spezielle Auswertung

und Kennzahlen erweitert, die in einem Eutergesundheitsbericht

zusammengefasst sind. Die neuen

Auswertungen werden im Folgenden erläutert.

1. Entwicklung der Herdenzellzahl im Verlauf

des letzten Jahres (Übersicht 1)

Der Verlauf der Herdenzellzahl über einen längeren

Zeitraum ermöglicht die Einschätzung, inwiefern

sich die Eutergesundheit der Herde verbessert oder

verschlechtert hat. Die Übersicht 1 zeigt den Verlauf

der durchschnittlichen Herdenzellzahl des letzten

Jahres, unterteilt in Färsen und Kühe. Als Orientierungshilfe

sind die verschiedenen Zellzahlstufen

entsprechend einem Ampelsystem eingefärbt. Seit

vielen Jahren gilt unter Eutergesundheitsfachleuten

ein Herdenzellgehalt von weniger als 100.000

Zellen/ml als physiologisch, die Herde kann als eutergesund

eingestuft werden (grün eingefärbt). Ab

einem Zellgehalt von mehr als 200.000 Zellen/ml

muss davon ausgegangen werden, dass bereits ein

großer Anteil der Kühe von einer subklinischen Mastitis

betroffen ist. Dieser Bereich wird in der Übersicht

rot dargestellt. Der Bereich zwischen 100.000

und 200.000 Zellen/ml kann als Grenzbereich angesehen

werden und ist deshalb gelb hinterlegt.

2. Kennzahlen zur Beschreibung der Mastitissituation

des Betriebes (Übersicht 2)

Die Herdenzellzahl erlaubt nur eine grobe Einschätzung

des Eutergesundheitsstatus der Herde.

Die Einzeltierzellzahlen aus der MLP ermöglichen

eine genauere Beurteilung, die Analyse ist jedoch

in größeren Herden aufwendig. Durch die aufgeführten

neuen Kennzahlen (Übersicht 2) bekommt

der Landwirt auf einen Blick wesentliche Entwicklungen

aufgeführt. Zur Einschätzung der Werte ist

neben dem Wert des Betriebes der in der Fachliteratur

empfohlene Idealwert angegeben.

I. Einteilung der Herde in Zellzahlklassen

Die Aufstellung gibt einen Überblick über den Anteil

an eutergesunden und an Mastitis erkrankten

// Rind im Bild 3/2012

// LKV

mLp-Rückbericht

Neuer Eutergesundheitsbericht beim LKV

Übersicht 1: Entwicklung der Herdenzellzahl

Kühen. Tiere mit einem Zellgehalt von weniger als

100.000 Zellen/ml werden als gesund eingestuft.

Übersteigt die Zellzahl diese Grenze kann man bereits

davon ausgehen, dass ein oder mehre Viertel

subklinisch an einer Mastitis erkrankt sind. Der

Anteil an Tieren mit einem Zellgehalt von mehr als

100.000 Zellen/ml an der Herde sollte weniger als

25 % betragen. Ab 200.000 Zellen/ml muss mit

deutlichen Einbußen in der Milchleistung gerechnet

werden. Tiere mit einem Zellgehalt von mehr

als 400.000 Zellen/ml sind definitiv krank und führen

zu einem Anstieg der Zellzahl in der Herdensammelmilch.

Ein zu hoher Anteil an Tieren mit so

hohen Zellgehalten kann zu einer Gefährdung der

Lieferfähigkeit führen.

II. Chronische Erkrankungen

Tiere, die über einen längeren Zeitraum (in den letzten

3 Prüfterminen) einen stark erhöhten Zellgehalt

aufweisen, müssen als unheilbar krank eingestuft

werden. Ihr Anteil an der Herde sollte weniger als

2 % ausmachen.

III. Färsenmastitis

Diese Kennzahl weist auf Färsen hin, die bereits mit

einem zu hohen Zellgehalt (> 100.000 Zellen/ml) in

die Laktation einsteigen. Der Anteil sollte unter 5 %

liegen, da Färsen grundsätzlich unbelastet mit einer

niedrigen Zellzahl in die Laktation starten können

und auch sollten.

IV. Trockenperiode

Neuinfektions- und Ausheilungsrate in der Trockenperiode

geben einen Hinweis auf das Trockenstellmanagement.

Wichtig ist dafür die Entwicklung der

Zellzahl von der letzten MLP vor dem Trockenstellen

zur ersten MLP nach der Kalbung. Wiesen die Tiere

vor dem Trockenstellen einen erhöhten Zellgehalt

auf, sollte dieser nach der Kalbung wieder unter

100.000 Zellen/ml liegen. So fand eine Ausheilung

der Infektion in der Trockenstehphase statt. Neuinfektionen

sollten in dieser Zeit nicht stattfinden.

Liegen sie dennoch vor, weist das auf Verbesserungsbedarf

im Trockenstellmanagement hin.

3. Einteilung der Herde nach Infektionsstadium

(Übersicht 3)

Die wichtigste Maßnahme zur Verbesserung der

Eutergesundheit ist die Vermeidung von Neuinfektionen.

Die Entwicklung der Zellzahl von einer MLP

zur nächsten lässt erkennen welche Tiere sich in

der Eutergesundheit verbessert, verschlechtert oder

gleichbleibend entwickelt haben (Übersicht 3). Die

Zellzahl der aktuellen MLP (y-Achse) wird über der


Zellzahl der vorangegangenen MLP (x-Achse) je Tier

aufgetragen. Der Grenzwert für eine Infektion wird

bei 200.000 Zellen/ml gesetzt, erkennbar durch die

roten Linien. Dadurch ergibt sich eine Einteilung der

Grafik in vier Felder:

Gesunde Kühe (unten links): Kühe, die in beiden

MLPs einen Zellgehalt von unter 200.000 Zellen/ml

aufwiesen.

Geheilte Kühe (unten rechts): Kühe, deren ZZ in

der vorherigen MLP über 200.000 Zellen/ml und in

der aktuellen MLP darunter lag.

Chronisch erkrankte Kühe (oben rechts):

Kühe, die in beiden MLPs eine ZZ von über 200.000

Zellen/ml aufwiesen.

Neu infizierte Kühe (oben links): Kühe, deren

ZZ sich verschlechtert hat. Die ZZ der vorherigen

MLP lag unter 200.000 Zellen/ml, die der aktuellen

darüber. Die Vermeidung von Neuinfektionen ist die

beste Maßnahme um Mastitiden entgegenzuwirken.

Optimalerweise sollte der Anteil an Neuinfektionen

unter 5 % der Herde liegen.

Der Punkteschwarm sollte bei den gesunden Kühen

im Feld unten links liegen. Dann ist die Eutergesundheit

in Ordnung. In der oberen Hälfte der

Grafik liegen chronisch erkrankte und neu infizierte

Kühe. Hier sollten möglichst wenige Punkte vorhanden

sein (jeweils unter 5 % der Kühe). Die farbliche

Unterscheidung von Färsen und Kühen in der

Grafik ermöglicht zudem eine Einschätzung, ob die

Problematik eher bei den Färsen oder eher bei den

älteren Tieren liegt.

Der Grenzwert für eine Neuinfektion wird hier bei

200.000 Zellen/ml festgelegt. Das Verschieben der

Grenzlinien ermöglicht die Betrachtung der Situation

bei einem anderen Grenzwert.

Die Erweiterung des MLP-Rückberichts liefert eine

gute und schnelle Übersicht zur Eutergesundheit

des Bestandes. Besonders der Vergleich mit den

Soll-Werten einer eutergesunden Herde erleichtert

die Einschätzung der Mastitissituation auf dem

eigenen Betrieb. Eine Untersuchung zur Eutergesundheit

in Niedersachsen zeigt, dass gute Betriebe

durchaus diese Sollwerte erreichen. Dieses gelingt

zur Hauptsache durch hohe Standards im Bereich

der Haltung, der Fütterung, des Melkens und des

Tiergesundheitsmanagements. Das Ausmaß eines

Mastitisproblems in einem Bestand ist charakterisiert

durch den Grad und die Häufigkeit der Erkrankung

sowie durch das vorherrschende Erregerspektrum.

Eine Statuserhebung der Eutergesundheit mit

den hier aufgeführten Kennzahlen dient neben der

Einschätzung der Eutergesundheit dem Ansatz für

weiterführende Untersuchungen und Problemlösungen.

Ist die Eutergesundheit eines Bestandes als gut

// LKV

Übersicht 2: Kennzahlen zur Mastitissituation

Kennzahl Bedeutung

I. Einteilung der Herde in ZZ-Klassen

Betrieb Ideal

Tiere mit ZZ < 100.000 Eutergesund 35 % > 75 %

Tiere mit ZZ > 100.000 Subklinische Mastitis 55 % < 25 %

Tiere mit ZZ > 200.000 Deutlicher Leistungsabfall 38 % < 25 %

Tiere mit ZZ > 400.000 Gefährdung der Lieferfähigkeit

II. Chronische Erkrankungen

15 % < 8 %

Tiere mit ZZ > 700.000

in den letzten 3 MLPs

Krank

mit schlechten Heilungsaussichten

4,5 % < 2 %

Euterkrank abkalbende Erstlaktierende

(1. MLP > 100.000) pro Jahr

Tiere mit ZZ < 100.000 in der 1. MLP

nach Abkalbung von allen Tieren

> 100.000 zum Trockenstellen

Tiere mit ZZ > 100.000 in der 1. MLP

nach Abkalbung von allen Tieren

< 100.000 zum Trockenstellen

Übersicht 3: Einteilung der Herde nach Infektionsstadium

einzustufen, gilt es durch konsequente Einhaltung

von Hygienemaßnahmen diesen Status zu erhalten.

Lassen die Kennzahlen Probleme in der Eutergesundheit

erkennen, gilt es gemeinsam mit dem

Tierarzt und evtl. dem Berater Problembereiche

aufzudecken. Dabei können zunächst geeignete

Tiere für eine weitergehende Untersuchung auf

Mastitiserreger ausgewählt werden und die Bereiche

Haltung, Fütterung und Melken analysiert

werden. Anhand dieser Ergebnisse können dann

Behandlungs- und Sanierungskonzepte erarbeitet

werden. Für den Erfolg solcher Konzepte ist neben

III. Färsen

Färsenmastitis 40 % < 5 %

IV. Trockenperiode

Ausheilung 50 % > 65 %

Neuinfektion 15 % < 15 %

der konsequenten und kontinuierlichen Umsetzung

der Maßnahmen auch eine gute Absprache mit allen

Beteiligten (Betriebsleiter, Mitarbeiter, Tierarzt,

Berater) unerlässlich.

Der Eutergesundheitsbericht ermöglicht regelmäßig

eine schnelle Einschätzung der Eutergesundheit der

Herde, bietet eine Hilfestellung bei der Aufdeckung

von Problembereichen und stellt somit eine wertvolle

Unterstützung des Herdenmanagements dar.

Dr. Monika Brandt, LKV

// Rind im Bild 3/2012 17


18

mitgliedsbetriebe des LKV

Der LKV in Kürze

In den Mitgliedsbetrieben des LKV ist seit einigen

Jahren eine positive Entwicklung der Kuhzahl

und in den letzten beiden Prüfjahren eine rückläufige

Leistungsentwicklung festzustellen. Ende Juni

gab es 320.306 geprüfte Kühe. Die Zahl lag um

10.085 Kühe bzw. 3,3 % über dem Vorjahresstand.

Die durchschnittliche Herdengröße erhöhte sich

innerhalb des letzten Jahres um 5 Kühe auf 89,1

Kühe/Betrieb. Der Anteil der in Schleswig-Holstein

und Hamburg in der MLP geprüften Kühe stieg um

1,4 %-Punkte auf eine Prüfdichte von 85,2 % an.

Aus der Tabelle 1 wird ersichtlich, dass die Leistungsentwicklung

in den letzten Monaten im

Vergleich zum Vorjahr deutlich rückläufig war. Die

Kühe gaben seit April durchschnittlich 0,6 kg Milch

je Tag weniger als vor einem Jahr. Steigende Kosten

bei fallenden Milchpreisen tragen vermutlich dazu

bei, dass die Milcherzeuger keine Leistungsmaximierung

anstreben. An den Leistungsdaten fällt die

rückläufige Entwicklung der Zellzahlen auf. Dies ist

im Hinblick auf die Eutergesundheit und Milchqualität

positiv zu bewerten.

Die rückläufige Leistung an den Prüftagen führt

dazu, dass sich der gleitende Herdendurchschnitt

verringert (Tabelle 2). Die Leistung von 8.143 kg

Milch mit 4,21 % und 343 kg Fett sowie 3,40 %

und 277 kg Eiweiß liegt um 112 kg Milch, 5 kg

// Rind im Bild 3/2012

// LKV

Tabelle 1: Leistungsergebnisse am Prüftag nach Monaten

Milch Fett Eiweiß Harnstoff Zellzahl

kg ± Vj. % ± Vj. % ± Vj. mg/kg ± Vj. 1.000 ± Vj.

Oktober 2011 24,3 -0,8 4,27 +0,03 3,43 -0,03 254 + 12 256 + 4

November 24,5 -0,4 4,33 +0,02 3,48 +0,03 244 - 1 249 - 4

Dezember 25,0 -0,1 4,30 -0,09 3,45 -0,04 245 + 7 245 - 4

Januar 2012 25,6 -0,2 4,24 -0,07 3,42 ±0,00 247 ± 0 244 - 11

Februar 25,4 -0,7 4,30 +0,02 3,44 +0,04 243 ± 0 241 - 7

März 25,8 -0,2 4,24 -0,04 3,40 +0,01 253 - 3 242 - 9

April 25,7 -0,7 4,24 +0,04 3,38 +0,04 252 - 1 237 - 15

Mai 26,2 -0,5 4,14 +0,03 3,34 +0,02 260 + 1 244 - 8

Juni 25,8 -0,6 4,08 -0,03 3,32 - 0,02 255 - 18 251 - 10

Fett und 3 kg Eiweiß unter dem Ergebnis des Prüfjahres

2011. Das Jahresergebnis 2012 wird bei dem

derzeitigen Trend deutlich unter dem Ergebnis des

Jahres 2011 liegen.

Warum auf wichtige Informationen

verzichten?

In der Milchleistungsprüfung (MLP) werden vielfältige

Daten festgestellt. Sie dienen einerseits

dem Betrieb als Grundlage für die Fütterung, die

Zucht, das Herdenmanagement und das Erkennen

von Fehlentwicklungen z. B. im Bereich der Eutergesundheit.

Damit bilden die Daten der MLP ein

DEKAMIX ® alkalische Hygieneeinstreu

Ø senkt die Keimbelastung und die Zellzahlen

Ø fördert die Klauengesundheit

Ø trocknet die Lauf- und Liegeflächen

Ø verringert den Fliegenbesatz

Ø erhöht die Vitalität der Tiere

Ø verbessert die Stallluft sowie die Mist- und Güllequalität

Ø ist biogasanlagentauglich

wichtiges Monitoringsystem für den Milcherzeuger

und sind auch als Eigenkontrolle zu verstehen. Darüber

hinaus sind die Daten auch die Basis für überbetriebliche

Auswertungen z. B. in Form von Zuchtwertschätzungen

(ZWS). Dafür werden sie um Daten

aus anderen Quellen, z. B. von der Rinderbesamung,

ergänzt. Mit ihren Meldungen im Rahmen der Tierkennzeichnung

liefern die Milchviehhalter ebenfalls

Daten, die in die MLP und die ZWS einfließen.

Mit der Anmeldung eines Kalbes in der Datenbank

HI-Tier kann der Tierhalter zusätzlich zu dem Geschlecht

des Kalbes auch Angaben über die beab-

DEKAMIX ® ist in der FiBL-Betriebsmittelliste für den ökologischen Landbau gelistet.

Beratung und Information:

Getreide AG

Agrarhandel Schleswig-Holstein GmbH

Friedrich-Voss-Str. 11 · 24768 Rendsburg

Tel.: 0 43 31/596-117 · Fax: 0 43 31/596-100

www.getreide-ag.de · agrarhandel-sh@getreide-ag.de

DEKAMIX ® gibt es:

→ lose

→ Big Bag (1.000 kg)


sichtigte weitere Nutzung (Verbleib) und über den

Verlauf der Geburt machen. Diese Daten werden

aus der Datenbank „HI-Tier“ in den MLP-Datenbestand

übertragen und stehen dem Betrieb dann

auch für betriebliche Auswertungen zur Verfügung.

In Verbindung mit den im Rahmen der MLP gemeldeten

Totgeburten ist eine umfassende Übersicht

über den Verbleib der Kälber und den Geburtsverlauf

in der Herde möglich. Auf den Kälberlisten werden

diese Informationen den Betrieben im Herbst

Tabelle 1: Durchschnittsleistung aus dem gleitenden Herdendurchschnitt

Vergleich mit dem Ergebnis des Prüfjahres 2011

– Stand Juli 2012

// LKV

und Frühjahr mitgeteilt. Sie fließen auch in den Herdenvergleich

ein, auf dem die Betriebsdaten auch

mit Ergebnissen anderer Betriebe und den Herden

mit der höchsten Leistung innerhalb der Rasse verglichen

werden.

Leider erkennen nicht alle Mitglieder die Vorteile

der Datenmeldung und können diese deshalb nicht

nutzen. Die Auswertungen, die auf diesen Meldungen

zu Verbleib und Geburtsverlauf basieren,

Anzahl Milch Fett Eiweiß

Herden kg % kg % kg

Angler 123 7.731 4,70 363 3,60 278

-2,4 % -159 +0,02 -6 +0,02 -4

Rotbunte 835 7.438 4,30 320 3,43 255

-4,9 % -132 ±0,00 -5 +0,01 -4

Schwarzbunte 2.010 8.510 4,16 354 3,38 288

-1,5 % -120 ±0,00 -5 ±0,00 -3

gemischte Herden 626 7.725 4,26 329 3,42 264

+1,3 % -107 ±0,00 -5 +0,01 -3

Gesamt 3.598 8.143 4,21 343 3,40 277

-1,8 % -112 -0,01 -5 ±0,00 -3

können keine aussagekräftigen Ergebnisse enthalten.

Bei ca. 20 % aller Kälber fehlen diese Angaben.

Für solche Betriebe könnte eine Auswertung

folgendermaßen aussehen: Kälberverluste 100 %,

Schwergeburten 0 %. Weil die Totgeburten mit den

MLP-Meldungen erfasst werden, liegen dann nur

für diese tot geborenen Kälber Angaben über den

Verbleib der Kälber in der Herde vor, woraus folgt,

dass alle Kälber tot geboren werden. Herden, in

denen überhaupt keine Schwergeburten auftreten,

sind sicherlich auch die Ausnahme.

Durch die fehlenden Datenmeldungen verzichten

die Mitglieder auf wertvolle Daten über ihren Betrieb.

Für den überbetrieblichen Herdenvergleich

sind die Ergebnisse ebenfalls wertlos. Und auch

für die Zuchtarbeit im Rahmen von ZWS sind die

Daten aus solchen Betrieben unbrauchbar. Gerade

für Aussagen zur Reproduktionsleistung von Bullen

sind aufgrund des geringen Erblichkeitsgrades umfangreiche

Informationen von den Töchtern nötig.

Es ist deshalb an die Milchviehhalter, die diese Daten

bisher nicht melden, zu appellieren: Keine Informationen

für das Management des eigenen Betrieb

und die Zuchtarbeit verschenken, nur um ein

paar Sekunden bei der Datenmeldung zu sparen.

Außendienst des LKV

Der LKV-Zuchtwart – Ihr Ansprechpartner

vor Ort für die Milchleistungsprüfung

Der Außendienst des Landeskontrollverbandes

steht auf einer breiten Basis und setzt sich aus

mehreren Ebenen zusammen. In der Fläche ist der

LKV durch seine Milchleistungsprüferinnen und

Milchleistungsprüfer vertreten. Diese unterstehen

regional den Zuchtwartinnen und Zuchtwarten. Die

Bezeichnung „Zuchtwart“ ist historisch gewachsen,

die Aufgaben haben sich jedoch im Lauf der

Zeit gewandelt und haben nur noch bedingt mit

Zucht zu tun. Vielmehr sind die Zuchtwartinnen und

Zuchtwarte heute ein wichtiges Bindeglied zwischen

den Mitgliedern des LKV, den Milchleistungsprüferinnen

und Milchleistungsprüfern sowie den

Fachabteilungen in der Geschäftsstelle des Landeskontrollverbandes.

Eine fundierte landwirtschaftliche Ausbildung, in

der Regel mit dem Abschluss der Höla bzw. als

Agraringenieur, sowie eine intensive mehrmonatige

Einarbeitung in alle Arbeitsbereiche des LKV macht

sie zu kompetenten Ansprechpartnern in allen Belangen

rund um die Milchleistungsprüfung und die

Haltung von Milchkühen.

Aufgaben der Zuchtwarte/innen :

• Die Milchleistungsprüfung als originäre Aufgabe

des LKV muss laufen – auch wenn Leistungsprüferinnen

oder Leistungsprüfer z.B. wegen Krankheit

plötzlich ausfallen. Organisation und teilweise

Übernahme von Vertretungen ist Aufgabe der

Zuchtwartinnen und Zuchtwarte.

• Ohne korrekt arbeitende Messgeräte kann es

keine zuverlässigen Messergebnisse geben. Die

jährliche Überprüfung aller zur MLP verwendeten

Gerhard Sieck, LKV

Direkt vor Ort: Zuchtwart Stephan Wulf (links) bei einer Besprechung

im Melkstand

// Rind im Bild 3/2012 19


20

Im Juli werden alle Trutest-Geräte überholt und die Messgenauigkeit

geprüft. Zuchtwartin Christin Röschmann bei der Prüfung

// Rind im Bild 3/2012

// LKV

Messgeräte obliegt den Zuchtwartinnen und Zuchtwarten.

Das gilt auch für ca. 400 Betriebe, die über

fest eingebaute betriebseigene Messtechnik verfügen.

Soll diese Technik zur Milchleistungsprüfung

eingesetzt werden, muss diese ebenfalls jährlich

nach den Vorgaben der Arbeitsgemeinschaft Deutscher

Rinderzüchter (ADR) und der Hersteller vor

Ort geprüft werden.

• Durchführung der gesetzlich vorgeschriebenen

Bestandsnachprüfungen zur Absicherung der MLP-

Ergebnisse. In Betrieben mit einem B-Prüfverfahren

ist dies eine wichtige Unterstützung des Landwirts

bei der Absicherung der Ergebnisse, die Grundlage

für das Herdenmanagement sind.

• Unterweisung und Unterstützung von Leistungsprüferinnen

und Leistungsprüfern sowie von Mitgliedern,

die die B-MLP durchführen in sämtlichen

Bereichen der MLP. So wird eine gleichbleibend

gute Arbeitsqualität bei der MLP in allen Mitgliedsbetrieben

gewährleistet.

Neues Mailbox-System eingeführt

Die Ergebnisse der Milchleistungsprüfung werden den

Mitgliedern per Post in schriftlicher Form innerhalb von

4 – 5 Tagen nach dem Prüfungstag mitgeteilt. Zusätzlich

bietet der LKV aber schon seit vielen Jahren die Bereitstellung

der betriebsindividuellen Daten per Datei an, um

sie in Fütterungs- bzw. Herdenmanagementprogrammen

einfließen zu lassen.

Seit dem 01.05.2012 erfolgt die Übermittlung der sogenannten

ADIS-Dateien mittels eines Mailbox-Systems

über die Homepage des LKV (www.lkv-sh.de). An diesem

Mailbox-System kann jeder Mitgliedsbetrieb teilnehmen.

Anwendungsbeschreibung

Nach dem vom Betrieb der Antrag „Anmeldung zum Abruf

von ADIS-Dateien aus der LKV-Mailbox“ (sie finden

diesen Mitglieder-Antrag auf unserer Homepage unter

dem Menüpunkt „Download“ Unterpunkt „MLP“) ausgefüllt

und unterschrieben beim LKV als Fax oder Brief

eingegangen ist, wird die Mailbox für den Betrieb eingerichtet.

Die für den Betrieb erforderlichen Zugangsdaten wie

Benutzername und Passwort gehen direkt nach der Freischaltung

im Rechnersystem nur per Brief an den Antragsteller

zurück.

Gemeinsam mit den Zugangsdaten enthält der Nutzer eine

Anleitung zur Benutzung der Mailbox und zu wichtigen

einmaligen Einstellungen im Microsoft Internet Explorer 8.

• Durchführung der Audits im Rahmen des „Qualitätsmanagementsystems

Milch“ (QM-Milch) im

Auftrag der jeweiligen Meiereien und der Milcherzeugervereinigung.

• Ansprechpartner vor Ort, falls es zu Problemen

bei der Durchführung der MLP oder mit der Messtechnik

kommt.

• Ansprechpartner bei Zellzahlproblemen, die auf

Haltungs- oder Managementfehlern beruhen.

• Durchführung einer Melkberatung mit Hilfe des

Lactocorders.

Welcher Zuchtwart ist für sie zuständig ist und wie

sie ihn erreichen können, ist auf der ersten Seite des

MLP-Rückberichts angegeben.

Svenja Springmann, LKV

Nach der erfolgreichen Verarbeitung der monatlichen

Milchleistungsprüfung wird neben dem geschriebenen

und per Post versandtem Rückbericht zusätzlich die ADIS-

Datei in das Mailbox-System eingestellt. Nach der Einwahl

des Benutzers in das System ist die jüngste Datei des Betriebes

in komprimierter Form in das Mailbox-System geladen.

Durch akzeptieren der Nutzungsvereinbarung steht

die Datei zum Download bereit und kann auf einen vom

Nutzer bestimmten Ort auf dem Rechner abgelegt werden.

Nach dem Dekomprimieren der Datei kann diese in ein Fütterungs-

bzw. Herdenmanagementprogramm geladen werden.

Achtung: Diese Datei steht nur einmal je Bereitstellung

zum Download bereit.

Mit Zustimmung des Betriebes können aber auch Berater

und Tierärzte als Nutzer die Daten monatlich bereitgestellt

bekommen. Bis zu 3 Nutzer (z. B. Landwirt, Tierarzt

und Berater) sind im monatlichen Preis von 4,00 Euro

zzgl. gesetzl. MwSt. enthalten. Hierfür sind separate Anträge

(s.o. externe Nichtmitglieder) zu stellen.

Die zusätzlichen Nutzer erhalten per Brief eigene Zugangsdaten.

Auch eine Nutzung nur durch Berater oder

Tierarzt ist möglich.

Bei Fragen zum Mailbox-System können sie sich telefonisch

unter 0431-33987 32 oder per E-Mail an

car@lkv-sh.de an den LKV wenden.

Hans-Christian Carstensen, LKV


LKV

Verbraucher erwarten hochwertige milch

Mit dem Lactocorder

Zellzahlproblemen auf der Spur

Mehr denn je erwarten die Verbraucher von

den Milcherzeugern die Produktion einer ernährungsphysiologisch

hochwertigen Milch, die von

gesunden Kühen stammt. Wichtige Voraussetzung

dafür ist neben dem regelmäßigen und richtigen

Melken eine korrekt funktionierende und regelmäßig

gewartete Melkanlage. Bei Betriebsbesuchen

der Zuchtwarte ist leider oft festzustellen, dass die

Melkanlage als wichtigste Maschine im Milchviehbetrieb

eher unregelmäßig eine Wartung erhält. Oft

wird der Techniker erst gerufen, wenn ein Bauteil

nicht mehr funktioniert.

Gleichzeitig sind in den Betrieben mit unregelmäßiger

Melkanlagenwartung oft hohe Zellzahlen in der

Milchleistungsprüfung (MLP) und der Anlieferungsmilch

festzustellen. Hier liegt die Vermutung nahe,

dass Zellzahlprobleme und mangelnde Melkanlagenwartung

in direktem Zusammenhang stehen.

Eine Wartung sollte jährlich erfolgen und auf

Grundlage der DIN/ISO 6690 – für automatische

Melksysteme nach der DIN/ISO 20966 - durchgeführt

werden. Nicht immer ist jedoch die Technik

für Zellzahlprobleme verantwortlich. Deshalb bietet

der LKV in seinen Mitgliedsbetrieben eine Melkberatung

mit Hilfe des Lactocorders an.

Der Lactocorder ist ein mobil einsetzbares Milchmengenmessgerät,

das neben der Milchmenge

auch den Milchfluss aufzeichnet. Durch die grafische

Darstellung als Milchflusskurve kann das

Milchabgabeverhalten einer Kuh vom Zeitpunkt

des Ansetzens der Zitzenbecher bis zum Abnehmen

nach dem Melken analysiert und ausgewertet wer-

den. Derart detaillierte Daten werden von keiner

anderen Technik routinemäßig während des Melkens

aufgezeichnet. Weil viele Fehler direkt bei der

Milchabgabe ermittelt werden können, stellen die

Daten aus dem LactoCorder einen hohen Wert für

eine Optimierung des Melkens dar.

Knapp 10 % der Mitglieder des LKV nutzen den

Lactocorder für die monatliche MLP und erhalten

zusätzlich zum MLP-Rückbericht dreimal im Jahr

eine gesonderte Auswertung der Milchflusskennzahlen,

sowie einmal jährlich die detaillierten und

interpretierten Milchflusskurven ihrer Herde.

Aber auch Betriebe, die bei der MLP nicht den

Lactocorder nutzen, können auf Wunsch die Milchflusskurven

ihrer Herde bei einem einmaligen

Betriebsbesuch ermitteln und auswerten lassen.

Durch die Aufzeichnung der Milchflusskurven und

die gleichzeitige Beobachtung der Melkarbeit durch

eine geschulte Person kann das Zusammenwirken

der Melkarbeit, der technischen Funktionsfähigkeit

der Melkanlage sowie der Melkbarkeit der Kühe

analysiert und daraus resultierende Mastitisprobleme

erkannt werden.

Typen von Milchflusskurven:

Jede Kuh bildet ihre individuelle Milchflusskurve

aus, die durch verschiedene Faktoren, wie z.B. eine

Mastitis oder abweichende Melkroutine beeinflusst

werden kann. Großen Einfluss auf den Verlauf der

Kurve haben neben dem Melker auch Laktationstag,

Laktationsnummer, Eutergesundheit, und Melktechnik.

Um eine Euter schonende und effektive Milch-

Abbildung 1: Trapezförmige Milchflusskurve Abbildung 2: Milchflusskurve mit Bimodalität

abgabe zu erreichen, muss der Melker versuchen die

verschiedenen Phasen des Melkvorgangs (Anstieg,

Plateau, Abstieg/ Nachgemelk) zu optimieren. Um

Schwachstellen im Melkprozess aufzudecken, werden

die verschiedenen Phasen analysiert.

Im Idealfall ist die Milchflusskurve trapezförmig und

weist einen steilen, schnellen Anstieg, ein langes

Plateau ohne Unterbrechungen und einen steilen Abstieg

ohne Blind- und Nachgemelk auf (Abbildung 1).

Zeigt die Milchflusskurve wie in Abbildung 2 in

der Anstiegsphase eine Unterbrechung, so spricht

man von so genannten Bimodalitäten (Zweigipfligkeiten).

Die Bimodalität tritt aufgrund von zu

geringer Stimulation zum Melkbeginn auf, die nicht

ausreicht, um eine genügende Menge des Hormons

Oxytocin freizusetzen. Das heißt, das Anrüsten

erfolgt nicht intensiv genug, oder die Zeitspanne

zwischen Anrüsten des Euters und Ansetzen des

Melkgeschirrs ist nicht optimal. Hierbei ist zu beachten,

dass zwischen dem ersten Berühren der

Zitze und Ansetzen des Geschirrs ca. 60 Sekunden

liegen sollten. Sowohl längere, als auch kürzere

Wartezeiten wirken sich negativ auf die Melkbereitschaft

der Kuh aus. Wird eine maschinelle Stimulation

verwendet, so muss diese optimal auf die

Herde eingestellt sein. Bimodalitäten treten häufig

bei altmelkenden Kühen auf, die einen erhöhten Stimulationsbedarf

haben. Durch das Auftreten einer

Bimodalität verlängert sich die Anstiegsphase und

auch die Plateaudauer wird negativ beeinflusst.

Außerdem ist durch die höhere mechanische Bela-

// Rind im Bild 3/2012 21


0605004

1208

22

stung des Euters langfristig ein negativer Effekt auf

die Eutergesundheit zu erwarten.

Negativ auf die Eutergesundheit wirken sich auch

lange Blindmelkzeiten zum Ende des Melkvorgangs

aus, da das Eutergewebe stärker belastet wird. Als

Blindmelken wird Melken mit einem Milchfluss von

weniger als 0,2 kg pro Minute bezeichnet. Schließt

sich dem Blindmelken wieder eine Phase mit höherem

Milchfluss an, so wird dies als Nachgemelk

bezeichnet. Blind- und Nachgemelke (Abbildung 3)

sollten möglichst vermieden werden. In der Praxis

treten hier oft Probleme mit einer nicht korrekt

arbeitenden Abnahmeautomatik auf, die von Fachpersonal

eingestellt werden muss. Ebenso sollten

Kontroll- und Nachmelkgriff trotz Technikeinsatz

angewendet werden und rechtzeitig erfolgen.

Peaks im Plateauverlauf mit darauf folgendem

Abfall des Milchflusses deuten auf Lufteinbrüche

während des Melkens hin (Abbildung 4). Lufteinbrüche

treten bei Unruhe im Melkstand, bei nicht

passenden Melkzeugen (kurze, dünne Zitzen) und

insbesondere bei den ersten Melkungen von Färsen

// Rind im Bild 3/2012

// LKV

Abbildung 3: Milchflusskurve mit Blind- und Nachgemelk Abbildung 4: Milchflusskurve mit Lufteinbruch

Zum Lebensstart

ideal geschützt

BERGIN Kälberfi t

auf. In der Regel erreicht der Milchfluss nach einem

Lufteinbruch nicht wieder das gleiche Niveau wie

vor dem Lufteinbruch, wodurch der Melkvorgang

länger dauert.

Mithilfe der Milchflusskurven und der Beurteilung

von Melkarbeit und Melkroutine durch eine externe

Person kann bei einer Melkberatung das komplexe

Zusammenspiel zwischen Kuh, Melktechnik und Melker

analysiert werden. Durch die Melkberatung mit

dem Lactocorder bekommt der Landwirt einen Überblick,

ob die Kühe vor dem Melken optimal stimuliert

werden, oder ob weiterer Stimulationsbedarf besteht.

Fehler in der Einstellung einer eventuell vorhandenen

Stimulationsautomatik werden aufgezeigt.

Außerdem wird ermittelt, ob die Abnahme des

Melkzeuges zum richtigen Zeitpunkt erfolgt, und

ob eine eventuell vorhandene Abschalt- oder Nachmelkautomatik

korrekt arbeitet. Ebenso werden

Lufteinbrüche aufgezeigt und mögliche Ursachen

analysiert. Zusätzlich bekommt der Landwirt Informationen

zu den Melkeigenschaften der gesamten

der kraftvolle „Startschuss“ für neugeborene Kälber

• hochkonzentrierte probiotische Milchsäurebakterien

• hochverfügbares organisch gebundenes Eisen und Selen

• hochkonzentrierte Biestmilch- und Eipulver-

Immunglobuline mit breitem Antikörperspektrum

Bergophor Futtermittelfabrik

Dr. Berger GmbH & Co. KG

95326 Kulmbach · Tel. (09221) 806-0

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www.hohburg-mineralfutter.de

Herde, sowie einzelner Kühe, wie z.B. maximaler

Milchfluss, durchschnittlicher Milchfluss, ungleiche

Viertelverteilung und Gesamtgemelksdauer.

Durch Optimierung der Melkarbeit auf Grundlage

der gewonnenen Erkenntnisse kann der Landwirt

direkten Einfluss auf die Eutergesundheit seiner

Herde nehmen, ggf. die Milchleistung steigern oder

den Durchsatz im Melkstand erhöhen.

Der LKV bietet seinen Mitgliedern die Melkberatung

mit dem Lactocorder als Serviceleistung an.

Dabei werden während einer Melkzeit von allen

Kühen die individuellen Milchflusskurven und Parameter

ermittelt. In einem abschließenden Gespräch

werden die Kurven und Ergebnisse ausgewertet und

interpretiert. Betriebsindividuelle Einzelfälle und Besonderheiten

können so berücksichtigt werden.

Bei Fragen oder Interesse an einer Melkberatung mit

dem Lactocorder wenden sie sich beim Landeskontrollverband

an Martina Thomsen (MSc. agr.) entweder

per Mobiltelefon unter 0152-56890300 oder

per Mail unter der Adresse mthomsen@lkv-sh.de .

Martina Thomsen, LKV


Interview – Fragen zum Stallbau

Alles aus Holz

Familie Unruh aus Kisdorfer-Wohld erbaute ihren

neuen Laufstall für 130 Kühe im Laufe dieses

Jahres. Der Stall hat eine mittlere Firsthöhe, passt

sehr gut in die Landschaft und ist so konzipiert,

dass auch sämtliche Altgebäude weiterhin genutzt

werden können. Auffällig an dem Gebäude ist, dass

der Baustoff Holz überdurchschnittlich häufig zur

Anwendung gekommen ist.

Herr Arp: Herr Unruh wie sind Sie auf die Idee

gekommen selbst die Liegeboxen mit Holzbalken

einzufassen?

Herr Unruh: Um den Kühen ein hindernisfreies,

zügiges Ablegen und Aufstehen zu ermöglichen,

sind großzügige Boxenmaße erforderlich, gleichzeitig

sollen sie in den Boxen liegend, möglichst sauber

bleiben, d. h. das Abkoten sollte minimiert werden.

Meine Beobachtung war, dass diese beiden

Faktoren in Ställen mit Fertigbetonliegemulden am

ehesten erfüllt wurden. Diese haben auch an den

Seiten Betonabtrennungen, die für ein geraderes

Liegen des Tieres durch seitliche Führung und eine

stabilere Matratzenbildung sorgen. Sie sind jedoch

verhältnismäßig teurer (ca. 250 EURO + Verlegen).

Da mein Bruder Zimmermann ist, kam uns die Idee

seitliche Abtrennungen aus Holz zu fertigen. Hierfür

wurden einfache Balkenschuhe im Betonsockel

vorne verbolzt und am Boxenende im Holzbalken

vernagelt. Darauf wurden dann die 10 x 15 cm

Trennbalken 5 cm unterm Rand des Abschlussbalkens

befestigt.

Herr Arp: Der Aufbau der Liegeboxen erfolgt aus

einem Kanal heraus – Wie tief ist dieser und warum

diese Methode?

Herr Unruh: Wir wollten den Kühen einen maximalen

Liegekomfort bieten. Die Einstreumatratze

soll weich und federnd, aber auch möglichst stabil

bleiben, um den Strohverbrauch und die Zeit für die

Boxenpflege im Rahmen zu halten. Um die Stabilität

der Einstreu zu verbessern, sollte die Einstreumatratze

meiner Erfahrung nach möglichst dick sein. Hierfür

eine Vertiefung (20 cm) unter Laufgangniveau zu

schaffen, wurde bereits einmal in der „Rind im Bild"

veröffentlicht, wir legten jedoch eine etwas flachere

Mulde an. Die hintere Boxenkante besteht aus 12 x

20 cm Fichtenbalken die wir auf in den Laufgängen

einbetonierte Gewindestangen schraubten. Somit ist

eine Matratzendicke von 28 cm möglich, trotzdem

haben die Kühe nur einen 20 cm Absatz zum Betreten

und Verlassen der Liegebuchten.

Herr Arp: Sie sprechen von der aufzubauenden

// Tipps aus der praxis

Für die Liegeboxen wurden einfache Balkenschuhe im Betonsockel vorne verbolzt und am Boxenende im Holzbalken vernagelt. Darauf

wurden dann die 10 x 15 cm Trennbalken 5 cm unterm Rand des Abschlussbalkens befestigt Fotos: Arp

Der Planer des Stalles Ben Unruh beim Einbringen der oberen

Strohschicht

Matratze – wie dick ist diese und welche Komponenten

verwenden Sie dafür?

Herr Unruh: Die Kalk-Stroh Matratze setzt sich aus

einer Ober-und Unterschicht zusammen. Wir verwendeten

für die Unterschicht einen Liegeboxenkalk

(Cocolithenkalk) ohne Körnung (ViBO) und Pferdemist

und für die Oberschicht einen Liegeboxenkalk

mit einem ph-Wert von 13 (Desical), Stroh und

Pferdemist. Alles wurde im Mischwagen angemixt.

Insbesondere die Unterschicht verdichteten wir mit

einem gemieteten motorisierten Stampfer, welcher

einen hohen Verdichtungseffekt brachte. Damit die

Federwirkung erhalten bleibt ist der Kalkanteil nicht

zu hoch zu dosieren (Strohmist: Kalk ca. 1:1,2).

Die Matratzen sind 28 cm dick, trotzdem haben die Kühe nur einen

Absatz von 20 cm zum Betreten und Verlassen der Liegebuchten

Herr Arp: Wir müssen auch die Kosten ansprechen.

Ist diese Form des Liegeboxenbaus erschwinglich?

Herr Unruh: Ja das ist sie. Die Kosten für das

unbehandelte frische Fichtenholz, Balkenschuhe,

Holzanker und Nägel betrugen 13,50 EURO pro

Box. Der Zeitaufwand für das Einbauen betrug ca.

eine halbe Stunde pro Bucht für eine versierte Arbeitskraft

(Zimmermann).

Vielen Dank für das Gespräch Herr Unruh. Wir wünschen

Ihnen viel Glück im neuen Stall und hoffen

mit Ihnen, dass das erdachte Stallkonzept erfolgreich

sein wird.

// Rind im Bild 3/2012 23


24

Auch zum download auf www.rsheg.de

Stall-Liste für Zuchtbetriebe

Auf dem Zuchtbetrieb der Familie Rörden aus getragen. Olaf Rörden betont, dass so nichts ver- Sie können sich diese Stallliste auf unserer

Witsum auf Föhr wird zur Erfassung von Geburtsgessen wird und mit Hilfe der Liste außerdem eine Internetseite unter

daten eine Stall-Liste eingesetzt.

fehlerfreie HIT-Datenmeldung sichergestellt ist, www.rsheg.de/online-service/stallliste.html

auch wenn die meldende Person bei der Geburt des herunterladen.

Wird ein Kalb geboren, so werden sofort alle re- Kalbes nicht anwesend war. Vielleicht auch eine Anlevanten

Daten zu Kuh und Kalb in die Liste ein-

HI-­‐Tier-­‐Liste Geburt

regung für Ihren Betrieb.

HI-­‐Tier-­‐Liste Geburt

Ohrmarken-­‐ Geb.-­‐Datum Ohrmarke weibl. / Einling / Geburtsverlauf Name des Festliegen Nabel-­‐ Nachgeb.-­‐

Ohrmarken-­‐ Nummer

Nummer

Geb.-­‐Datum Ohrmarke Mutter

Mutter

weibl. männl. /

männl.

Einling Zwilling/ Zwilling

0Geburtsverlauf keine Angabe

1 Nachtkalbung

0 keine Angabe

Name Tieres des

Tieres

Festliegen Nabel-­‐ bruch

bruch

Nachgeb.-­‐ verhalten

verhalten

HI-­‐Tier-­‐Abgang/Zugang/Verendung

HI-­‐Tier-­‐Abgang/Zugang/Verendung

Ohrmarken-­‐Nummer Zugang/Abgang/Verendung

Ohrmarken-­‐Nummer Zugang/Abgang/Verendung

// Rind im Bild 3/2012

// Tipps aus der praxis

Wir bitten um Beachtung!

Bei Hofübergabe, Verpachtung,

Sterbefall oder Wohnungswechsel

bitten wir um umgehende Meldung

an die Geschäftstelle

in Neumünster!

Tel.: 04321 – 905 345 oder

Fax: 04321 – 905 396

2 mittel (Geburtshelfer)

1 Nachtkalbung

3 schwer (mehr. Helfer)

2 mittel (Geburtshelfer)

4 OP

3 schwer (mehr. Helfer)

4 OP

Datum

Datum

Name Vorname

Ort Straße

Telefonnummer Betriebsnummer

Fax Handy

Datum Unterschrift


Ron Graham bewirtschaftet gemeinsam mit seinem

Sohn Sam einen Milchviehbetrieb in Numbaa

ca. 100 km von Sydney entfernt.

Es werden 400 rote Kühe gemolken. Die Aussie

Reds werden seit Jahren mit Genetik aus Skandinavien

veredelt. Bereits im Sommer 2009 besuchte

Ron das Angler Zuchtgebiet, um sich über das

Deutsche Rotvieh zu informieren. Es wurde Sperma

von Zober, Didolum und Dragomir eingesetzt.

Zober überzeugend

Die mittelrahmigen Zober Töchter mit viel Stärke

in der Vorhand und guten Fundamenten sind seine

// Angler

Besuch aus down under

Australier nach 3 Jahren erneut in Angeln

Ron Graham hält seinen Eindruck per Video fest. Foto: Tordsen

Die Top-Listen 2012 für Bullen und Kühe der

Nicht-RZF-Rassen liegen vor.

Damit werden Bullen und Kühe, die sich in der Praxis

besonders bewährt haben, herausgestellt. Die

vollständige Liste für das Bundesgebiet findet Sie

unter www.bdf-web.de.

Kriterien für die Auswahl der Tiere sind:

Favoriten. Im laufenden Jahr kommen Töchter von

Dragomir in die Herde. Diese sehen auch viel versprechend

aus. Ein Viertel der Herde ist derzeit von

Haithabu tragend. Die Kälber werden mit Spannung

erwartet.

Während einer 3-tägigen Rundreise durch Angeln

wurden 20 Betriebe besucht. In erster Linie waren

es Haithabu und Impalu Töchter, die besehen wurden,

aber auch aktuelle Bullenmütter weckten das

Interesse des Aussie Züchters.

In Australien haben die „Beauland Aussies“ einen

großen Namen. In der aktuellen Angebotsliste befindet

sich der Orraryd-Sohn „ARB LEX“, und einige

Bullen

• Eingetragen in die Abteilung A des Zuchtbuchs

• Mindestens 3 Nachkommen,

die in Abt. A eingetragen worden sind

• Aktive Bullen (auch abgegangene Tiere, sofern

im aktuellen Jahr noch Nachkommen gebracht

wurden)

• Bewertung in Typ und Skelett mind. 7, in der

Summe mindestens 15; es gilt die letzte vom ZV

eingetragene Bewertung

Jungbullen stehen in verschiedenen australischen

Besamungsstationen.

Die Milchviehhaltung in Australien unterscheidet

sich zwar deutlich von dem deutschen System. Die

Angler Bullen erzielen dort jedoch hervorragende

Ergebnisse.

Ron Graham wird sich als Mitglied des Aussie

Zuchtausschusses weiter für den Einsatz Angler

Vererber in Australien einsetzen.

Wir freuen uns über die positiven Nachrichten.

Top-Listen für Bullen & Kühe

Top-Listen 2012 der Nicht-RZF-Rassen

C.-P. Tordsen

Kühe

• Eingetragen in die Abteilung A des Zuchtbuches

• Bewertung in Typ und Skelett mindestens 7, in

der Summe mind. 15 (es gilt die letzte vom ZV

eingetragene Bewertung)

• Mindestens vier lebend geborene Nachkommen

• ZKZ max. 400 Tage

• Mutter in Abteilung A eingetragen.

C. Henningsen

Top-Listen siehe nächste Seite »

// Rind im Bild 3/2012 25


26

Top-Liste Bullen Nicht RZF-Rassen bzw. Extensivrassen

// Rind im Bild 3/2012

// Fleischrinder

Name GJ Vater NK Typ Muskel Skelett Körind. Züchter Besitzer

Galloway

Callier vom Bebensee 2003 Rollo 11 8 7 7 117 Bening, Bebensee Bening, Mechthild, Bebesee

Cremoso vom Bebensee 2002 Rolf 8 9 8 8 127 Bening, Bebensee Mahnke, Hans Heinrich, Harmsdorf

Schönweider Dean 1997 Donau 8 8 8 7 125 von Hollen, Giekau Helge Petersen, Wanderup

Schönweider Enterprise 2004 Enterprise 4 8 8 8 116 von Hollen, Giekau Boye, Timm, Jahrsdorf

Aubrac

Ayssou II von Schönberg 2005 Tayssou 3 8 8 7 131 Hof Schönberg, Westerhorn Betz, Volker, Lütjensee

Top-Liste Kühe Nicht RZF-Rassen bzw. Extensivrassen

Name GJ Vater NK Typ Muskel Skelett Rahmen ZKZ Züchter Besitzer

Welsh-Black

Lütt Deern 1992 Christian 15 8 8 7 G 369 Frahm, Neuengörs Frahm, Andreas, Neuengörs

Maiti 2000 Sylvester 10 8 7 7 M 365 Eckert, Süsel Eckert, Olaf, Süsel

Larissa 2003 Kevin 8 8 7 7 M 345 Frahm, Neuengörs Frahm, Andreas, Neuengörs

Luka 2002 Sylvester 8 8 7 7 M 364 Eckert, Süsel Eckert, Olaf, Süsel

Bess 2004 Kevin 5 8 7 7 M 387 Eckert, Süsel Eckert, Olaf, Süsel

Betty 2005 Sylvester 5 8 7 7 M 364 Eckert, Süsel Eckert, Olaf, Süsel

Shorthorn

Hever Afra 2002 Tennessee 10 8 7 7 M 357 Eggers & Kohrs GbR, Osterhever Eggers & Kohrs GbR, Osterhever

Sina 24K von Schönberg 2001 Halfred 10 8 7 7 M 367 Hof Schönberg, Westerhorn Hansen, Peter Theodor, Osterhever

Hever Angel 2003 Tennessee 8 8 7 7 M 350 Eggers & Kohrs GbR, Osterhever Eggers & Kohrs GbR, Osterhever

Hever Ghana 2003 Tennessee 8 8 7 7 G 350 Eggers & Kohrs GbR, Osterhever Johannsen, Finn, Sprakebüll

Hever Genoa 2007 True Blue 4 8 7 8 G 383 Eggers & Kohrs GbR, Osterhever Eggers & Kohrs GbR, Osterhever

Hever Gianna 2006 Tennessee 4 8 7 8 G 345 Eggers & Kohrs GbR, Osterhever Johannsen, Finn, Sprakebüll

Hever Mali 2007 Tomar 4 8 7 7 M 353 Eggers & Kohrs GbR, Osterhever Petersen, Karl-Albert, Risum-Lindholm

Highland Cattle

Geisha ut Hogendunn 2000 Armunn 10 8 7 7 M 348 Heinen, Hochdonn Heinen, Claudia, Hochdonn

Gelbvieh

Nicole 2001 Ipp 8 8 7 7 M 398 Kühne, Kamp-Lintfort Hansen, Arne, Ascheffel

Galloway

Solway 3 H Kassie 1998 Marksman 13 8 7 7 G 365 Canada von Hollen, Karl-Ludwig Freiherr, Giekau

Toni vom Bebensee 1998 Duran 12 8 8 8 M 369 Bening, Bebensee Kähler, Cai & Hans-Hermann, Dobersdorf

Schönweider Pamela 1998 Donau 12 8 7 8 G 365 von Hollen, Giekau von Hollen, Karl-Ludwig Freiherr, Giekau

Homeless Wilona 1997 Popinjay 12 8 7 7 M 365 Behrens, Holstenniendorf Behrens, Hans-Heinrich, Holstenniendorf

Beeklands Silvie 1998 Windsor 11 8 8 8 M 370 Petersen, Wanderup Petersen, Helge, Wanderup

Toffifee vom Bebensee 1998 Earl 9 9 8 8 M 368 Bening, Bebensee Bening, Mechthild, Bebesee

Schönweider Salta 2000 Donau 9 8 8 8 G 387 von Hollen, Giekau von Hollen, Karl-Ludwig Freiherr, Giekau

Tiramisu vom Bebensee 1998 Earl 9 8 7 7 G 369 Bening, Bebensee Mahnke, Hans Heinrich, Harmsdorf

Schönweider Edaline 2000 Donau 8 8 8 7 M 381 von Hollen, Giekau von Hollen, Karl-Ludwig Freiherr, Giekau

Fella vom Glashütter Hof 2002 Etzel 8 8 7 7 M 374 Sellhorn, Rausdorf Sellhorn, Peter, Rausdorf

Quellenhof Anne 2002 Wilhelm 3 7 9 7 7 M 390 Boye, Jahrsdorf Boye, Timm, Jahrsdorf

Banja von de Friweh 2003 Shogun 7 8 7 7 M 346 Dirks, Duvensee Dirks, Manfred, Duvensee

Ballerina vom Bebensee 2002 Earl 7 8 7 7 M 366 Bening, Bebensee Wätjen, Andrea, Daldorf

Ediet 2003 Berty 7 8 7 7 M 368 Borchers, Bremen Wieckhorst, Harald, Kuden

Anuschka vom Fischbeker Buchenhof 2003 Platus 6 8 7 8 M 381 Tiedemann, Elmenhorst Tiedemann, Hans, Elmenhorst

Gracia vom Glashütter Hof 2003 Beethoven 6 8 8 7 M 384 Sellhorn, Rausdorf Sellhorn, Peter, Rausdorf

Schönweider Wanda 2004 Edward I49 5 8 7 7 M 377 von Hollen, Giekau von Hollen, Karl-Ludwig Freiherr, Giekau

Ilsegret vom Glashütter Hof 2005 Etzel 5 8 7 7 M 374 Sellhorn, Rausdorf Sellhorn, Peter, Rausdorf

Ariella vom Fischbeker Buchenhof 2004 Platus 5 8 7 7 M 399 Tiedemann, Elmenhorst Tiedemann, Hans, Elmenhorst

Jette vom Glashütter Hof 2006 Gringo 4 8 7 7 M 372 Sellhorn, Rausdorf Sellhorn, Peter, Rausdorf

Bibi von de Friweh 2005 Shogun 4 8 7 7 M 338 Dirks, Duvensee Dirks, Manfred, Duvensee

Engelchen vom Bebensee 2004 Unikum 4 8 7 7 M 392 Bening, Bebensee Bening, Mechthild, Bebesee

Edda 2005 Cremoso 4 8 7 7 M 379 Hof Peeneland GbR, Meesiger Heim, Johann, St. Annen

Quellenhof 2005 Hulk 4 8 7 8 G 399 Boye, Jahrsdorf Boye, Timm, Jahrsdorf

Quellenhof Anna 2005 Hulk 4 8 7 8 M 369 Boye, Jahrsdorf Boye, Timm, Jahrsdorf

Blackcraig NoreenN205 2005 Knock Out 4 8 8 7 G 370 Großbritannien von Hollen, Karl-Ludwig Freiherr, Giekau

Ilsemarie vom Glashütter Hof 2005 Etzel 4 8 8 7 M 371 Sellhorn, Rausdorf Sellhorn, Peter, Rausdorf

Aubrac

Obeline 1998 Mignion 13 8 7 7 G 362 Frankreich Hof Alsterau, Lürschau

Ortense 1998 Muscat 12 8 7 7 360 Frankreich Hof Alsterau, Lürschau

Olphea 1998 Jalbouze 12 8 7 7 G 349 Frankreich Hof Alsterau, Lürschau

Regente 2000 Lion 11 8 7 7 G 352 Frankreich Schümann, Edith, Bimöhlen

Olga 2000 Obelix 10 8 8 7 M 355 Frankreich Schümann, Edith, Bimöhlen

Roumba 2000 Oskar 9 8 8 7 M 356 Frankreich Schümann, Edith, Bimöhlen

Jenka von Fuhrwegen 2002 Omnibus 8 8 7 7 M 341 Betz, Lütjensee Betz, Volker, Lütjensee

Riva 2005 Unitradeau 8 8 7 7 M 368 ACT Land-u. Forstw., Heringsdorf ACT Land-u. Forstw., Heringsdorf

Uta 2003 Margent 7 8 7 7 M 371 Hof Schönberg, Westerhorn Köhn, Lutz, Kasseedorf

Anni 2005 Uredo 5 8 8 7 G 346 Köhn, Kasseedorf Köhn, Lutz, Kasseedorf

Amelie von Fuhrwegen 2004 Super 2 5 8 7 7 G 340 Betz, Lütjensee Rohr, Dieter, Krumstedt

Valerie von Schönberg 2004 Plion 4 8 7 7 M 388 Hof Schönberg, Westerhorn Böhnke, Ewald & Birgit, Klamp


4. deutsches Färsen-championat „Best of“

Gute Qualitäten sicherten Höchstpreise

In dem guten gefühlten Vermarktungszentrum

Groß Kreutz (Brandenburg) wurden auf der „Best

of“ Fleischrindfärsenauktion alle aufgetriebenen

Fleischrind-Färsen von neun verschiedenen Organisationen

versteigert. Die 68 Färsen der Rassen

Angus, Charolais, Fleckvieh-Fleisch, Hereford und

Limousin fanden zufriedene Käufer. Der Durchschnittspreis

lag bei 2494,- Euro und damit um

437,- Euro über dem Vorjahresniveau.

Den Tageshöchstpreis erreichte mit 5000,- Euro

eine rahmige, sehr gut entwickelte Fleckviehfärse

aus der Zucht von Petra Rauschenbauch, Windischleuba.

Sie wurde am Vortag zur Klassensiegerin

gekürt. Das Richtamt übernahm in diesem

Jahr Anne Menrath, Rinderproduktion Berlin Brandenburg

und Claus Henningsen. Am Vortag wurden

die Klassensieger der einzelnen Rassen ausgewählt

und am Auktionstag fand die Kür der „Champions“

der jeweiligen Rassen statt. Höhepunkt war

die Wahl zum „Grand Champion“. Für die typvolle

und harmonische Erscheinung mit einem tadellosen

Fundament und die sehr gute Entwicklung erhielt

„Rosemarie“ vom Fleckvieh-Hof Hansel, Madlitz-

Wilmersdorf, den Titel „Grand Champion“.

Die drei schleswig-holsteinischen Limousinfärsen

erreichten 2 Klassensiegertitel und einen 1b Preis.

Die sehr gute Qualität der drei Färsen aus schleswig-holsteinischer

Zucht verhalf der Auktion zu

sehr zugigen Geboten und zu Spitzenpreisen. Die

Mutter der Klassensiegerfärse „Stella vom Schaudamm“

wurde von Thomas Henningsen, Weseby

Die Rassechampions der Best of 2012 Fotos: D. Kinter

Ergebnisse „Best of“ 2012

Ein noch sehr junges aber ausdruckstarkes Limousinrind, gezogen von Dr. Jan Bielfeldt, erzielte den

Tageshöchstpreis der Rasse

// Fleischrinder

Rasse Anzahl Ø Preis in € max. Preis in €

Angus 10 1.980 3.000

Charolais 21 2.248 3.800

Fleckvieh 15 2.773 5.000

Hereford 5 2.660 3.800

Limousin 17 2.806 4.500

Gesamt 68 2.494 5.000

vor drei Jahren auf der „Best of“ Premierenveranstaltung

ersteigert. Für diese und eine weiter Färse

„vom Schauedamm“ erzielte Thomas Henningsen,

3200,- und 3000,- Euro.

Den Tageshöchstpreis der Rasse Limousin erreichte

Dr. Jan Bielfeldt, Erfde-Bargen für seine korrekte

und sehr entwickelte „Viking“- Tochter „Selma von

Eiderland“. Für 4500,- Euro wurde „Selma“ zugeschlagen

und fand einen neuen Besitzer in Brandenburg.

Insgesamt wurden die sehr guten Qualitäten mit

flotten Geboten honoriert. Wir wünschen allen Käufern

viel Erfolg mit ihren neuen Tieren.

C. Henningsen

Die sehr ausgeglichene 1a Preisträgerin „Stella vom Schauedamm“ aus dem Zuchtbetrieb Thomas

Henningsen, Weseby

// Rind im Bild 3/2012 27


28

Traditionell findet die niedersächsische Landesschau

der Fleischrinder während der Tarmstedter

Ausstellung am ersten Juliwochenende statt.

Ein Rekordauftrieb von über 130 Fleischrindern

sorgte für einen spannenden Wettbewerb. Drei

Fleischrinderzüchter der Rinderzucht Schleswig-

Holstein e.G. nahmen am Richtwettbewerb teil und

dies äußerst erfolgreich.

// Rind im Bild 3/2012

// Fleischrinder

Landesfleischrinderschau Tarmstedt

Schleswig-Holstein stellt „Mr. Tarmstedt“

Charolais: Klassensieg für Anke Jaspers

Bei den Charolais nahmen 19 Tiere aus neun Betrieben

am Wettbewerb teil.

Mit dem Charolais-Rind „Estella vom Brandener

Hof“ sicherte sich der Zuchtbetrieb Jaspers,

Halstenbek, den 1a Platz. Die sehr gut entwickelte

Jet-Tochter bestach durch den hervorragenden

Rassetyp, ein breites Becken und besonders gute

Bemuskelung.

Siegerrind der Rasse Charolais wurde „Lawine“

eine Bol-Tochter aus der Zucht von Marko Beu,

Osterholz-Scharmbeck und im Besitz von Heinz

Lueers jun, Bremen. Sie zeigte sich bestens im

Rassetyp mit perfekten Fundamenten.

„Mr. Tarmstedt 2012“ von Jens Reimers, Brodersby. Der vierjährige Herefordbulle „De Luxe Fresh“ wurde ausgezeichnet mit einem versilberten Ehrenteller vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft,

Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein.

In einer starken Klasse erreichte die White Galloway-Kuh „Filou von de Friweh“ aus der Zucht von

Manfred Dirks, Duvensee und im Besitz von Hans-Heinrich Mahnke, Harmsdorf, den 1b Platz.

Einen Klassensieg bei den älteren Charolais-Rindern holte „Estella vom Brandener Hof“ von Anke

Jaspers, Halstenbek. Fotos: Henningsen


Bei den Kühen ging der Klassensieg an die Honk-

Tochter „Elvira Pp“ aus der Zucht von Diethelm

Meyerdierks, Lilienthal.

Galloways mit starkem Kontingent

Bei den Galloways wurden 31 Tiere aufgetrieben.

Bei den Rindern schaffte es „Bunny von Zuchthof

Loemker“ auf den obersten Platz. Die sehr lange

und harmonische Black Jack-Tochter stammt von

Jörg Büttemeyer, Zuchthof Loemker, Espelkamp.

Der White Galloway-Zuchtbetrieb Hans-Heinrich

Mahnke, Harmsdorf, erreichte mit seiner Kuh „Filou

von de Friweh“, einer Panto-Tochter aus der Zucht

von Manfred Dirks, Duvensee, mit einem schön gezeichneten

Bullenkalb den 1b Platz bei den Gallowaykühen.

Siegerkuh war die Nils-Tochter „Upsala

aus dem Suletal“ aus der Zucht von Friedrich Wiegmann,

Sulingen. Mit ihrem sehr gut entwickelten

Bullenkalb zeigte sie sich in Topform.

Mr. Tarmstedt kommt aus Schleswig-Holstein

In der Gruppe der fünf Herefordbullen fiel „De

Luxe Fresh“ von Jens Reimers, Brodersby, schon

positiv auf und errang verdient den Klassensieg.

Der vierjährige, in Dänemark gezogene Bulle mit

kanadischer Abstammung, bestach mit seinem hervorragenden

Rassetyp, seiner enormen Entwicklung

und wirkte dabei sehr harmonisch und korrekt.

Ein Highlight war in diesem Jahr die Wahl zu „Mr.

Tarmstedt“, da auch mit „De Luxe Fresh“ ein

schleswig-holsteinischer Bulle in der engsten Auswahl

stand. Neben „De Luxe Fresh“ von Jens Reimers

waren es die stattlichen Alt-Bullen „Gado“,

ein Angus-Bulle von Thorsten Ahlers, Visselhövede

und der Limousin-Bulle „Devernois“ von Jochen

Willen, Löningen.

Die Qualität der drei Bullen war außerordentlich

gut, hinsichtlich der hervorragenden Erscheinung

war der Herefordbulle von Jens Reimers nicht zu

schlagen und so fiel der Titel „Mr. Tarmstedt“ auf

ihn.

Für diese besondere Leistung wurde der Zuchtbetrieb

mit einem versilberten Ehrenteller des Ministeriums

für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt

und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein

ausgezeichnet.

Herzlichen Glückwunsch an alle schleswig-holsteinischen

Aussteller, besonders an Jens Reimers für

diesen hervorragenden Sieg!

C. Henningsen

// Fleischrinder

Prämierungsergebnisse der Tarmstedter Landesschau 2012

Platz

Charolaiskühe

Name Vater MVater Besitzer

1a

Charolaisrinder

Elvira Pp Honk Pp Major Meyerdierks, Diethelm, Lilienthal

Sieger Lawine Bol Römer Lüers, Heinz jun., Bremen

Res-Sieger California Abricot Megane Fraas, Josef, Vechta

1a Estella Jet Maxim Jaspers, Anke, Halstenbek

1e

Limousinbullen

Antonia Jet Ulm Jaspers, Anke, Halstenbek

1a

Limousinkühe

Devernois Adams Loriot-Lux Willen, Jochen, Löning

1a

Limousinrinder

Mona Bismark Otan Knurbein, Josef, Lindern

Sieger Malene Nikita Otan Knurbein, Josef, Lindern

Res-Sieger KH Honca Champion Danny Boy Hinrichs, Klaus, Edewecht

Blonde d´Aquitainebullen

1

Gallowaybullen

Corpulent Papyrus Hibernatus Westendorf, Bernhard, Damme

Sieger Nordlicht aus dem Suletal Nils Chris Haase, Carsten, Dinklage

RS-Sieger

Gallowaykühe

Elcano von der Bergweide Eugen Cawallo Seehusen, Hans-Werner, Steinfeld

Sieger Upsala aus dem Sulethal Nils Highlight Ampertal Wiegmann, Friedrich, Sulingen

RS-Sieger Tari Westside Fernando Dwertmann, Theo, Cappeln

1b

Gallowayrinder

Filou von de Friweh Panto Shogun Mahnke, Hans Heinrich, Harmsdorf

Sieger Bunny vom Zuchthof Loemker Black Jack Taxus Büttemeyer, J., Espelkamp

RS-Sieger

Highlandbullen

Renate von der Angeliter Wies Rambas Erbprinz Seehusen, Hans-Werner, Steinfeld

1a

Highlandkühe

Adriano vom Stührener Berg Adonis Olymp Diers, Herbert, Bassum

1a

Highlandrinder

Natascha Paulchen Cappuccino Wannewitz, Klaus, Verden

Sieger Malin vom Zockeldraff Lumberjack Angus 2 Heinz, Manfred, Scholen

RS-Sieger

Welsh Blackbullen

Greetje vom Zockeldraff Orwell Lennox Heinz, Manfred, Scholen

1a

Welsh Blackkühe

Dorfknecht Delmi Carw Glyn Stucke, Hans, Loxstedt

1a

Welsh Blackrinder

Berina Delmi Lemming Maack, Susanne, Gödenstorf

1a

Fleckviehrinder

Adele Benji Kaspar Michaelis, Rudolf + Annedore, Rätzlingen

Sieger Cecilia P Hoeness PP Hornig PP Hinck, Günter, Oldendorf

RS-Sieger

Angusbullen

Akira P H. United P Pako Pp Möllenberg, Christoph, Wiefelstede

Sieger Gado Galerius Chohe Ahlers, Thorsten, Visselhövede

RS-Sieger

Anguskühe

Lerry Sav Legacy Red Gold Oelkers, Timo, Burgwedel

1a

Angusrinder

Ballade Dakota Dorant Meyer, Dieter, Bissendorf

Sieger Linda Take Swiss Glacier Eickermann/Nietsche GbR, Bad Pyrmont

RS-Sieger

Herefordbullen

Helen Orlando Korso Edel-Heidhues, Ulrike, Bad Harzburg

Mr. Tarmstedt

Herefordkühe

De Luxe Fresh ET P Fresh P Deluxe P Reimers, Jens, Brodersby

1a

Herefordrinder

Inghua Pp Hustler P Acbar Pp Niemeyer, Hans-Jürgen, Heinade

1a Berta Wister Pp Captain P Rust, Carsten, Bad Fallingborstel

// Rind im Bild 3/2012 29


30

// Rind im Bild 3/2012

// Fleischrinder

zu Besuch in Geesthacht

Anguszüchter zu Besuch bei Dirk Ludwig

Besonderes Highlight: die Besichtigung der Bullenmast von Dirk Ludwig, Geesthacht, in der sehr gute Ergebnisse mit der Mast von

Angusbullen erzielt werden Fotos: Henningsen

Vermarktung Fresserbörse

Auch in diesem Jahr führt die RSH eG

wieder eine FRESSERBÖRSE durch.

Bitte melden Sie Ihre Fresser rechtzeitig

an, damit wir sie vermarkten können:

1.

2.

3.

Name, Vorname

Rinderzucht Schleswig-Holstein eG

z. Hd. Herrn Henningsen

Rendsburger Str. 178 · 24537 Neumünster

Tel.: 04321/905 – 305

Fax: 04321/905 - 394 oder 04321/905 - 395

Anzahl Geschlecht Ø-Alter von / bis Vaterrasse Mutterrasse

Straße und Hausnummer, PLZ und Ort

Telefon

Anmeldedatum

Unterschrift

Seit 2007 treffen sich die schleswig-holsteinischen

Anguszüchter und -halter jährlich zum

Züchtertreffen. In diesem Jahr fand dieses Mitte

Juli auf dem Betrieb von Dirk Ludwig in Geesthacht

statt.

Bewirtschaftet werden auf dem Betrieb ca. 370 ha

Fläche. Auf gut 300 ha werden Getreide, Raps, Silo-

und Körnermais sowie Zuckerrüben in der Fruchtfolge

angebaut. 65 ha sind Grünlandflächen, auf

denen die 45 Angus-Mutterkühe samt Nachzucht

gehalten werden oder das Winterfutter geerntet

wird. Dazu kommen 400 Mastbullenplätze, auf den

nur Angus bzw. Anguskreuzungen eingestallt werden.

Die Tageszunahmen während der Mastperiode

betragen durchschnittlich 1400 g, je nach Qualität

der Absetzer. Das Schlachtgewicht liegt durchschnittlich

bei 400 kg bei 56 - 57 % Ausschlachtung

und einer U-Klassifizierung, einige auch R

oder E-klassifiziert. Mit einer Fettabdeckung von

2 bis 3. Werden diese Werte nicht erzielt, wird die

Fütterung neu berechnet.

Der Grundstein der Angusherde wurde 1957 durch

einen Import von Aberdeen Angus Bullen und Rindern

gelegt.

Die Kühe werden im Winter in einem Altgebäude

kostengünstig gehalten. Die Kalbesaison ist von

November bis Dezember. Im Stall erhalten die Kälber

Roggenpellets und wie die Kühe Grassilage zur

freien Verfügung. Die Weideflächen sind extensiviert,

jegliche Düngung ist auf diesen Flächen untersagt.

Die Kälber erhalten keine Zufütterung auf der

Weide. Die Mastbullen werden mit einer Mischung

aus Mais- und Grassilage sowie entsprechenden Eiweißausgleich

und Mineralstoffen gefüttert.

Im Anschluss berichteten Michael Frädrich, Sprecher

der Fleischrinderbetriebe der RSH eG und

Claus Henningsen über Aktuelles aus dem Verbandsgeschehen.

Die sehr schöne Angus -Mutterkuherde und die

400 Angusmastbullen machten die Veranstaltung

zu einem besonderen Erlebnis.

Wir danken den Familien Ludwig und Christern für

die Bereitschaft, das Treffen durchzuführen und für

die leckere Verpflegung.

C. Henningsen


Fleischrinder

Aubrac-Züchtertreffen unter Westernreitern

Das wohl originellste Züchtertreffen fand Anfang Mai auf dem Betrieb von Volker Betz in Fitzen/Buchen statt. Bei herrlichem Sonnenschein veranstaltete

Familie Betz dort ihr traditionelles Westerntreffen. Neben der Live-Band, die schwungvoll zu Country Musik spielte, bekam man reichlich Cowboys und

Indianer zusehen.

Die Rinderzüchter trafen sich im authentisch zurechtgemachten

Saloon der kleinen Westernstadt.

Der 1. Vorsitzender des Bundesverbandes der

Aubrac-Züchter, Ernst-Friedrich Baumer, berichtete

von der bevorstehenden Ausstellung EuroTier in

Hannover. Der Rasseverband beteiligt sich auf dem

Stand der deutschen Fleischrinder des BDF. Es wird

ein ausgewachsener Aubrac-Bulle präsentiert.

Im Anschluss fand durch Claus Henningsen die

Vorstellung der Rasse Aubrac statt, bei welcher der

neue Herdenbulle „Fotto Ι von Schönberg“ präsentiert

wurde. Außerdem fand die Körung eines

Bullen aus dem Bestand von Volker Betz statt sowie

mehrere Einstufungen der Kühe, unter anderen

wurde die schauerfolgreiche „Jojo von Fuhrwegen“

nach dem dritten Kalb neu eingestuft.

Für die schönen Stunden, die köstliche Bewirtung

und die Wiederbelebung des Rassetreffens bedanken

wir uns herzlich bei Familie Betz.

C. Henningsen

Bei guter Beteiligung trafen sich die Blonde

d‘ Aquitaine-Züchter und -Halter der Rinderzucht

Schleswig-Holstein e.G. Mitte Juni bei Hans Ackermann,

dem 1. Vorsitzenden des Bundesverband

Blonde d‘ Aquitaine im Kreis Schleswig-Flensburg

in Steinfeld.

Auf 25 ha Grünlandfläche werden ca. 30 Pferde,

sowie die acht Blonde d‘ Aquitaine Zuchtkühe mit

Deckbullen „Digne“ und der Nachzucht gehalten.

Bei durchwachsenem Juniwetter wurden die verschiedenen

Herden begutachtet und besprochen,

u.a. die Nachzucht des derzeitigen Deckbullens

„Digne“, der 2009 aus Frankreich importiert wurde.

Besonders die Rassequalitäten und die sehr

gute Länge und Bemuskelung zeichnen den Bullen,

aber auch seine Nachzucht aus. Der größte Teil der

Herde erhält in der Weideperiode Weidegang, eine

kleine, wechselnde Gruppe dient im Mutterkuhstall

„Ruhe vor dem Sturm“, kurz vor der Eröffnung des Westerntreffens. Im Hintergrund die Westernstadt mit Postkutsche. Im Vordergrund

ein Teil der Aubrac-Herde von Volker Betz Fotos: Henningsen

züchtertreffen in Steinfeld

Blonde d‘ Aquitaine Züchter trafen sich

dazu, den Pferdemist als Liegefläche zu verfestigen.

Um züchterisch permanent die Herde zu verbessern,

werden regelmäßig Zuchtbullen, aber auch weibliche

Tiere aus dem Ursprungsland der Rasse importiert.

Im Anschluss wurden von Hans Ackermann und Claus

Henningsen aktuelle Themen und Veranstaltungen

angesprochen, u.a. die EuroTier 2012, auf der sich

die Blonde d‘ Aquitaine Züchter auf dem Stand der

„Deutschen Fleischrinder“ des BDF präsentieren.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die Familie

Ackermann für die hervorragende Gastfreundschaft.

C. Henningsen

Die Teilnehmer des Blonde d‘ Aquitaine Züchtertreffens trafen sich in diesem Jahr auf dem Betrieb von Hans Ackermann in Steinfeld

Fotos: Henningsen

// Rind im Bild 3/2012 31


32

// Rind im Bild 3/2012

// Fleischrinder

züchtertreffen auf den Betrieben Frahm und Eckert

Ausländische Gäste zu Besuch in Schleswig-Holstein

Anlässlich der Weltkonferenz der Rasse Welsh

Black, die Mitte August in Deutschland stattfand,

wurden zwei schleswig-holsteinische Welsh Black

Zuchtbetriebe angesehen. Dazu konnten Gäste

aus Wales, dem Ursprungsgebiet der Rasse, sowie

Luxemburg und Neuseeland, begrüßt werden. Auch

zahlreiche Züchter aus den anderen Bundesländern

und die Züchterkollegen aus Schleswig-Holstein

nahmen an diesem Event teil.

Besucht wurde der Betrieb von Andreas Frahm aus

Stubben, auf dem 15 Welsh Black-Kühe, die beiden

Deckbullen „Earl“ und „Ammon“ sowie die Nachzucht

gehalten werden. Dem Betrieb stehen 70 ha

Grünland zur Verfügung, davon 56 ha Naturschutz-

fläche. Die Zucht der Rasse begann 1988 durch

den Zukauf von zwei importierten Rindern. Heute

zählt der Bestand 50 Welsh Black-Rinder. Die wohl

bekannteste Kuh des Bestandes war „Lütt Deern“,

die im August 20 Jahre alt geworden wäre. „Lütt

Deern“ führte die Top-Liste der Welsh Black-Kühe

jahrelang an und hat bei 16 Kalbungen 15 Kälber

aufgezogen. Außerdem war sie für einen bekannten

Autohersteller Fotomodell.

Im Anschluss ging es dann auf dem Betrieb von

Olaf Eckert in Süsel. Vorgestellt wurde die Herde

von gut 40 Welsh Black-Kühen sowie dem Importbullen

„Gwern-Cynyddion Rhys 37TH“. Der enorm

tiefe, gut bemuskelte und typvolle „Cynyddion“

2. Limousin Polled Elite Sale

zeigte eindrucksvoll an seiner Nachzucht seine positiven

Vererbungseigenschaften. Begonnen wurde

1999 mit dem Aufbau der Herde durch den Zukauf

von drei Rindern sowie des Bullen „Sylvester vom

Sandfuhrtsmoor“ aus der Zucht von Horst Nelle,

Trittau, der die Herde maßgebend beeinflusst hat.

Die Herde wird ganzjährig im Freien gehalten. Die

Flächen sind größtenteils Naturschutzflächen rund

um den Betrieb.

Für die hervorragende Gastfreundschaft und gute

Präsentation ihrer Herden danken wir den Familien

Frahm und Eckert.

C. Henningsen

Neben den gehörnten Rindern züchtet Andreas Frahm aus Stubben auch hornlose Welsh Black Gäste aus Wales, Luxemburg und den anderen Bundesländern sowie Schleswig-Holstein während der

Besichtigung des Betriebes von Olaf Eckert aus Süsel Fotos: Henningsen

Zum Verkauf kommen ausschließlich genetisch hornlose Limousin-Bullen und Färsen von überdurchschnittlicher Qualität und interessanten Abstammungen.

Neben einer vielfältigen Auswahl an Deckbullen werden auch Jungrinder, tragende Rinder und Embryonen angeboten.

Holstenhallen, neumünster – 12. Januar 2013 – 13.00 uhr


Fleischrinder

Limousinzüchter begutachten

Besamungsbullen

Nachzuchtbesichtigung

Beim Fachsimpeln auf der Weide von Volker und Nils Butenschön

Foto: Henningsen „ AutoRotor: komfortabler und

Mitte Juli ging es für die Limousinzüchter zur

Besamungsbullen-Nachzuchtbesichtigung auf die

Betriebe von Volker & Nils Butenschön nach Schmalstede

und zu Ute Lucanus nach Fargau-Pratjau.

Ziel war es, die Nachzucht einzelner Besamungsbullen

zu begutachten und einen breiteren Einsatz für

besonders gute Besamungsbullen zu empfehlen.

Da beide Betriebe fast ausschließlich mit der künstlichen

Besamung arbeiten und relativ groß sind,

waren sehr gute Vergleichsmöglichkeiten vorhanden.

Insbesondere die gute Qualität der beiden

Herden war beeindruckend.

Im Anschluss wurden die einzelnen Bullen besprochen.

Daneben berichtete Claus Henningsen über

Aktuelles aus der RSH eG, insbesondere wurde der

“2. Polled Limousin Elite Sale“ vorbereitet, der am

12. Januar 2013 in Neumünster in den Holstenhallen

stattfindet.

Zum Auftrieb kommen ausschließlich hornlose Limousin

mit interessantem Pedigree, hohen Leistungen

und guten Zuchtwerten. Neben Bullen sollen

auch Rinder und Embryonen versteigert werden.

Den Familien Butenschön und Lucanus danken wir

an dieser Stelle nochmals für die Bereitwilligkeit,

ihre Nachzucht vorzustellen und für die nette Gastfreundschaft.

C. Henningsen

wirtschaftlicher geht’s nicht.“

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// Rind im Bild 3/2012 33


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// Rind im Bild 3/2012

// Fleischrinder

Zweite Shorthorn-Jungvieh-Schau

am 27.10.2012 um 11 Uhr

bei Walter Klotz, Poggenkrugsweg 24 in 24113 Molfsee.

Auf dem Programm stehen die Schau und Prämierung von Shorthorn-Jungtieren. Darüber

hinaus ist der Verkauf einzelner Schautiere geplant. Weitere Informationen erhalten Sie

bei Jens Kohrs unter 0 48 65 / 90 18 42 oder 01 76 / 23 98 68 90.

Jahreshauptversammlung 2012 in Schleswig-Holstein

Bundesversammlung der Charolaiszüchter

Besonderes Highlight: die Besichtigung der Bullenmast von Dirk Ludwig, Geesthacht, in der sehr gute Ergebnisse mit der Mast von Angusbullen

erzielt werden Fotos: Henningsen

In diesem Jahr hat Schleswig-Holstein die Ausrichtung

der Jahreshauptversammlung mit Rahmenprogramm

turnusmäßig übernommen.

Am 8./9. Juni 2012 fanden sich etwa 90 Züchter,

Halter und Freunde unserer Charolais-Rinder aus

der ganzen Bundesrepublik, Frankreich und Luxemburg

in Schenefeld, Kreis Pinneberg, ein.

Anke und Peter Jaspers aus Halstenbek hatten die

Planung übernommen und alle Teilnehmer im Hotel

Klövensteen untergebracht. Hier fand auch die

Jahreshauptversammlung statt. Dazu begrüßte der

Vorsitzende, Wilfried Zachert, die Anwesenden und

die Ehrengäste vom BDF und den Zuchtverbänden.

Besonders erfreut war man über die Anwesenheit

von Herrn Otto Gravert, Aufsichtsratsvorsitzender der

Rinderzucht Schleswig-Holstein e.G., der den weiten

Weg auf sich genommen hat, um die Grußworte der

RSH eG an die Versammlung zu überbringen.

Der Tagesordnungspunkt über die Gestaltung der

Jubiläumsveranstaltung 2013 in Brandenburg wurde

vom Geschäftsführer, Herrn Friedrich Averbeck,

vorgetragen. Der Bundesverband feiert dann sein

50-jähriges Bestehen.

Unter Punkt Verschiedenes berichtete Frau Heike

Beu aus Osterholz-Scharmbek, dass Herr Averbeck

schon 10 Jahre den Verband als Geschäftsführer mit

viel Geschick und Sachverstand leitet und wir hoffen

alle, dass er es auch weiterhin tun wird.

Aus organisatorischen Gründen mussten wir nach

der Versammlung einen Fußmarsch von ca. 2 km

Gut entwickeltes Shorthorn-Kuhkalb des Kälberjahrgangs 2012

Foto: Zettler

zum Reitstall-Restaurant Klövensteen zurücklegen,

wo uns dann aber festlich gedeckte Tische und ein

reichhaltiges kalt-warmes Buffet erwarteten. Gut

gesättigt verbrachten wir einen gemütlichen Abend.

Am Samstagmorgen fuhren wir 8:30 Uhr mit zwei

Bussen zu uns, zum Brandener Hof.

Alle waren neugierig auf unseren jungen Charolais-

Bullen „Gazouillis“, einen Episode-Sohn aus der

Zucht von Ernest Höffel, Walburg, Frankreich und

natürlich auch auf die gesamte Herde. Unsere Kühe

mit Kälbern und Bulle laufen auf vier verschiedenen

Weiden. Anhand eines Betriebsspiegels konnte jeder

interessierte Züchter zuordnen und vergleichen.

Wir ernteten viel Lob und Anerkennung für unsere

Herde, was uns natürlich sehr gefreut hat.

Nach einem rustikalen Mittagessen bei uns auf dem

Hof, sind wir dann zu den Hamburger Landungsbrücken

gefahren, wo das Schiff „Seute Deern“

auf uns wartete und wir eine ausgiebige Hafenrundfahrt

mit Kaffee und Kuchen an Bord machten.

Auch ein „Hey lücht“ war dabei und erklärte uns

den Hamburger Hafen.

Anschließend ging es dann kreuz und quer mit dem

Bus durch Hamburg. Zwei stadtkundige Damen erklärten

uns auf fröhliche Weise, was wir gerade von

der Stadt gesehen haben. Das allgemeine Fazit der

Stadtrundfahrt war: Hamburg ist eine Reise wert!

Nach einem schmackhaften Abendessen im Hotel

und viel Diskussionsstoff, verbrachten wir bei handgemachter

Musik, einen schönen Abend, der für

viele erst gegen Morgen endete.

Wir hatten den Eindruck, dass es eine gelungene

Veranstaltung war, deren Ausrichtung uns viel Spaß

gemacht hat.

A. Jaspers


Fleischrinder

Auktion des Bundesverbandes der Shorthorn-züchter und -Halter e.V.

Erste Shorthorn-Jungbullen-Auktion

Am 2. Juni 2012 fand die erste Jungbullen-Auktion

des Bundesverbandes der Shorthorn-Züchter

und -Halter e.V. auf dem Betrieb der Eggers & Kohrs

GbR in Osterhever statt. Zahlreiche Shorthorn-Interessierte

aus dem gesamten schleswig-holsteinischen

Zuchtgebiet sowie Züchterkollegen aus Niedersachsen

aus diesem Grund nach Eiderstedt gekommen.

Im Anschluss an die Körung durch Herrn Henningsen

von der RSH eG standen ab 13 Uhr sechs Jungbullen

aus den Zuchtbetrieben von Ahnen (Westerhever),

Hansen und Eggers & Kohrs GbR (beide Osterhever)

zum Verkauf. Nach zunächst zögerlichen Geboten

konnte der diesjährige Sieger der Rasse Shorthorn

in Viöl, „Ebensburg Ture“ aus der Zucht von Peter T.

Hansen, versteigert werden. Dieser Bulle deckt künftig

in der Gebrauchs-Shorthornherde von Henning

Hinz in Hillgroven. Auch die Bullen „Hever Hamish“

und „Hever Vampir“ von der Eggers & Kohrs GbR

gingen an neue Besitzer.

Diese Auftaktveranstaltung wurde von allen Beteiligten

und Besuchern als äußerst gelungen bewertet,

so dass eine weitere Auktion im Frühjahr 2013

geplant ist.

Jens Kohrs

Erster Vorsitzender des Bundesverbandes der

Shorthornzüchter und -Halter e.V.

Galloway

Auktion

„Nena vom Glashütter Hof“, eine zweijährige

Jimbo-Tochter aus der Zucht von Peter

Sellhorn, Rausdorf, war auf der Auktion

anlässlich der Galloway Färsenweide die

teuerste Färse der Auktion. Sie wechselte zu

einem Zuchtbetrieb nach Bayern.

Die ausdrucksstarke Färse stammt aus einer

typvollen und fruchtbaren Etzel-Tochter.

Herzlichen Glückwunsch an den Zuchtbetrieb

Sellhorn.

Foto: Dr. Hans-Joachim Fritze

„Ebensburg Ture“ – Siegerbulle der Rasse Shorthorn auf der Landestierschau in Viöl 2012 Foto: Zettler

// Rind im Bild 3/2012 35


36

Am 14. Juni 2012 fand bei bestem Wetter die gemeinsame

Kreisrinderschau der Schwarzbunt- und

Rotbuntzüchter auf der gepflegten Reitanlage der

Familie Sievers in Jevenstedt-Schwabe statt. Insgesamt

stellten sich knapp 100 Kühe der Konkurrenz.

Zahlreiche Zuschauer aus nah und fern fanden sich

in der großen Halle ein. Als Richter wurden die beiden

Routiniers Claus-Dieter Augustin aus Neuendorf

(Mecklenburg-Vorpommern) für die Schwarzbunten

und Heinrich Buxtrup, Nottuln (Nordrhein-Westfalen)

für die Rotbunten eingeladen. Als Jungrichter

wurden ihnen Tanja Staggen, Schillsdorf und Sabrina

Heldt, Groß Schlamin, an die Seite gestellt.

Das Richtgeschehen Schwarzbunt

Die jungen Klassen

In Klasse 1 belegte den

ersten Platz „Miriam“

(Vater: Pagewire) aus der

Zucht von Paul Hameister,

Timmaspe. „Miriam“ zeigte sich an diesem Abend

von der besten Seite. Sie ist groß, milchtypisch,

mit einem sehr guten Fundament und einer guten

Beckenbreite ausgestattet und lief vor „Snowgirl“

(V.: Jalusko) aus dem Besitz von Heiko & Christine

Wendell-Andresen, Beringstedt, eine typvolle, rahmige

junge Kuh mit trockenem Fundament.

Die Klasse 2 wurde von „Sunshine“ (Vater: Ice

Pack) aus dem Besitz von Heiko & Christine Wendell-Andresen,

Beringstedt angeführt. Eine sehr

harmonische Färse mit einem festen und lebhaftem

Euter, die nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen vor

„Levinja“ (Vater: Atlas), einer rahmigen, eleganten

Färse von Carsten Sieh-Petersen, Bünsdorf, landete.

Bei der anschließenden Siegerauswahl der jungen

Färsen, siegte „Miriam“ von Paul Hameister vor der

Reserve-Siegerin „Sunshine“ von Heiko & Christine

Wendell-Andresen.

Die mittleren Klassen

In Klasse 3 kam es zum ersten

Auftritt von „Lisante“

(Vater: Goldwin) aus der

Zucht von Marc Köpke,

Felm. Eine jugendliche Kuh mit viel Präsenz im Ring,

einem sehr guten Fundament und einer korrekten

Oberlinie. Sie konnte die Zweitplatzierte „Lakonia“

(Vater: NOG Gogol) aus der Zucht der Gravert GbR,

// Rind im Bild 3/2012

// Kreisvereine

Kreisrinderschau der Schwarzbunt- und Rotbuntzüchter in Jevenstedt

Die Rotbunt- und Schwarzbuntzüchter zeigen

sich von ihrer besten züchterischen Seite

Lindau, hinter sich lassen.

„Lady Sun“ (Vater: Douglas) von Hans-Joachim

Dibbern, Neudorf-Bornstein, eine Kuh mit viel Substanz

und einem hervorragenden Euter, belegte in

der Klasse 4 den ersten Rang, gefolgt von „SH Kristall“

(Vater: NOG Jeremy) aus der Zucht von Heiko

& Christine Wendell-Andresen, Beringstedt, die auf

dem 1b-Platz folgte.

Klasse 5 wurde von einem Spitzenduo dominiert.

„HaH Lyon“ (Vater: Shottle) aus dem Besitz von

Heiko & Christine Wendell-Andresen, Beringstedt

und „Kecke“ (Vater: Final Cut) aus der Zucht von

Carsten Sieh-Petersen, Bünsdorf, das die sehr korrekte

„HaH Lyon“ knapp für sich entschied vor „Kecke“

mit ihrem hoch angesetztem, drüsigen Euter.

In Klasse 6 belegt „Karina“ (Vater: Terbium) aus

dem Besitz von Heiko & Christine Wendell-Andresen,

Beringstedt, laut Richter Augustin „Glanzpunkt

– ein Idealbild einer HF-Kuh“ mit viel Typ und korrekter

Oberlinie den ersten Platz in der Klasse vor

„Insulin“ (Vater: Talent 2) aus der Zucht von Marco

Voß, Arpsdorf, die mit einem Spitzenfundament aufwarten

konnte.

Bei der anschließenden Siegerauswahl der mittleren

Klassen siegte „Lisante“ von Marc Köpke vor „Karina“

aus dem Besitz von Heiko & Christine Wendell-

Andresen, Beringstedt.

Die älteren Klassen

Durch einige Ausfälle wurden

die beiden älteren

Klassen 7 und 8 zusammengelegt.

In dieser Klasse

mit Kühen die vier bis fünf Mal gekalbt haben,

belegte „Indy“ (Vater: Roy) aus der Zucht von Marc

Köpke, Felm, den ersten Platz. Sie beeindruckte

durch ihre guten Körpermerkmale. Den zweiten

Platz in dieser Klasse belegte die etwas kleinere,

aber frisch wirkende „Havanna“ (Vater: Manager

ET) aus der Zucht von Klaus Tensfeldt, Bordesholm,

die mit einem besten Fundament aufwarten konnte.

In Klasse 9 kam es zum Showdown von vier Kühen

mit acht bis elf Abkalbungen. Diese Klasse entschied

„Dachs“ (Vater: Enemy) aus der Zucht von

Jan Krabbenhöft, Lindau, für sich, die das am höchsten

angesetzte Euter in der Klasse hatte. Auf dem

zweiten Platz rangierte „Huldige“ (Vater: Ubbo)

aus dem Besitz von Evelyn Tönjes aus Schülldorf.

Bei der Siegerauswahl der älteren Klassen erreichte

„Indy“ von Marc Köpke, Felm, den Sieg vor „Havanna“

von Klaus Tensfeldt, Bordesholm, die den Reserve-Sieger-Titel

der älteren Klassen nach Hause trug.

Ausstellersammlungen

Schwarzbunt

In diesem Wettbewerb

wurden drei Kühe eines

Ausstellers vorgestellt. Das

harmonischste und beste Trio stellte die Gravert

GbR aus Lindau vor, der somit den Sieg bei den

Ausstellersammlungen errang. Die Reserve-Sieger-

Ausstellersammlung stellte die Kollektion aus dem

Stall Carsten Sieh-Petersen aus Bünsdorf.

Das Richtgeschehen Rotbunt

Die jungen Klassen

In der ersten Rotbuntklasse

hatte der Richter Heinrich

Buxtrup gleich neun

tolle Färsen zu richten. Am

Ende lief „SH Buchhorn-Acres Red Rose“ (Vater:

Advent-Red) aus dem Besitz von Heiko & Christine

Wendell-Andresen, Beringstedt, mit ihrem sehr

guten Seitenbild und einen excellentem Fundament

vor „Monalisa“ (Vater: Carvoy) aus der Zucht von

Claus Solterbeck aus Beringstedt, eine stark entwickelte

Färse mit viel Körper, sehr gutem Fundament

und gutem Euter.

In Klasse 2 gewann „Randy“ (Vater: Glacier Red)

aus dem Besitz von Matthias Jakob, Beringstedt,

die Klasse. Nach Aussage des Richters, eine kleine

Färse, die jedoch groß genug sei, mit viel Entwicklungspotential

und einem hervorragendem Euter.

Den zweiten Platz belegte „DE 01 16477586“ (Vater:

Epsie) aus der Zucht der Eekhoff/Ruhsert GbR,

Grauel, eine rahmige, sehr gute Färse.

Die dritte Klasse wurde von „Melodie“ (Vater:

Spencer2) aus der Zucht von Walter Fechter, Hamdorf,

angeführt, die auf Grund der besseren Beckenlage

den Vorzug bekam vor „DE 01 17122381“ aus

der Zucht der Eekhoff/Ruhsert GbR, Grauel.

Bei der anschließenden Siegerauswahl der jungen

Klassen siegte „Randy“ von Matthias Jakob, Beringstedt,

vor „SH Buchhorn-Acres Red Rose“ aus

der Zucht von Heiko & Christine Wendell-Andresen,

Beringstedt. Richter Buxtrup lobte „Randy“ als

„fast perfekte Färse“.


Die mittleren Klassen

In Klasse 4 belegte „Lübeck“

(Vater: Faromir) aus

dem Stall Christian Blöcker,

Schmalstede, den ersten

Platz. Eine Kuh mit einem langen, breiten, gut gelagertem

Becken und einem klaren Fundament. Ihr

folgt „Las Vegas“ (Vater: Carmano) aus der Zucht

von Klaus-Jürgen Wichmann, Haby, eine lange, tiefe

Kuh mit viel Ausstrahlung.

Die Klasse 5 wurde angeführt von „Lolli“ (Vater:

Stabilo) von Klaus-Jürgen Wichmann, Haby, eine

sehr ausdrucksstarke Kuh. „Kalkutta“ (Vater: Rembrandt)

von Carsten Sieh-Petersen, Bünsdorf, folgte

auf Platz zwei.

Bei der Siegerauswahl der mittleren Klassen errang

„Lolli“ von Klaus-Jürgen Wichmann, Haby, die Siegerschärpe.

Die Reservesiegerschärpe erhielt „Kalkutta“

aus der Zucht von Carsten Sieh-Petersen, Bunsdorf.

Die älteren Klassen

Die Klassen 6 und 7 der

Kühe mit drei und vier

Kalbungen wurden auf

Grund von Ausfällen zu einer

Klasse zusammengelegt. In dieser Klasse siegte

„Jennifer“ (Vater: Rustler) aus der Zucht von Walter

Fechter, Hamdorf. Eine sehr große Kuh mit viel Rippe,

einem sehr guten Fundament und einem sehr

drüsigen Euter. Den zweiten Platz in der Klasse errang

„Jane“ (Vater: Luizu) von der Boyens GbR aus

Rickert. Eine sehr große und lange Kuh, bei der das

Euter jedoch nicht so drüsig war als bei der vor ihr

laufenden Jennifer.

In der neuen Klasse 7 liefen fünf Kühe, die vier bis

fünf Mal gekalbt hatten. Richter Buxtrup stellte „SH

Chrissy“ (Vater: Achtung) aus der Zucht von Heiko

& Christine Wendell-Andresen, Beringstedt auf

Platz 1. Ausschlaggebend war für ihn die bessere

Beinwinkelung, so dass „Jette“ (Vater: Rustler) aus

der Zucht von Rolf Suhr, Oldenbüttel, den zweiten

Platz belegte. Der Richter meinte: „Jette hätte mit

ihrer jugendlichen Ausstrahlung auch in einer Zweikalbsklasse

mitlaufen können.“ Insgesamt eine

Klasse mit sehr viel Ausstrahlung und hervorragenden

Eutern.

Bei der Siegerauswahl der älteren Klassen kam

es zu einer hauchdünnen Entscheidung zwischen

„Jennifer“ von Walter Fechter und „SH Chrissy“

von Heiko & Christine Wendell-Andresen, welches

„SH Chrissy“ als Sieger für sich entschied.

Ausstellersammlungen

Rotbunt

Hier stellte der Richter Heinrich

Buxtrup die sehr milchtypische

Truppe von Heiko &

// Kreisvereine

Jannik Hameister mit „Miriam“, Siegerin der jungen Klassen,

erhält die Siegerschärpe aus der Hand von Otto Gravert

Foto: Tordsen

Sieger Ausstellersammlung Schwarzbunt von der Gravert GbR

Foto: Danger

„Lisante“, Grand Champion 2012, mit ihrem Züchter Marc Köpke Foto: Tordsen

Eine gut besuchte Schau in Jevenstedt Foto: Danger

// Rind im Bild 3/2012 37


38

// Rind im Bild 3/2012

// Kreisvereine

v. l. „Randy“ mit Matthias Jakob, Siegerin der jungen rotbunten Klassen vor „SH Buchhorn – Acres Red Rose“ mit Heiko Wendell-

Andresen der Reservesiegerin Foto: Böhnke

„Lolli“ mit Klaus Jürgen Wichmann, Siegerin der mittleren rotbunten Klassen Foto: Böhnke

„SH Chrissy“ – Siegerin der älteren rotbunten Klassen aus der Zucht von Heiko & Christine Wendell-Andresen Foto: Böhnke

Christine Wendell-Andresen, Beringstedt, nach vorne,

die den Siegertitel erhielten. Gefolgt vom Trio

aus dem Stall Walter Fechter aus Hamdorf, die mit

sehr viel Rahmen und besten Eutern ausgestattet

eine sehr homogene Kollektion zeigten.

Auswahl

1 Grand Champion

2

Zu guter Letzt kamen alle

3 Sieger in den Ring um

den Grand Champion des

Abends zu ermitteln. Beide Richter steckten ihre

Köpfe mit den Jungrichtern zusammen und man

kam zum Ergebnis, dass „Lisante“ (V.: Goldwin)

aus der Zucht von Marc Köpke aus Felm der Grand

Champion 2012 der Kreisrinderschau in Jevenstedt-

Schwabe ist.

Marc Köpke aus Felm hat somit mit seinen beiden

aufgetriebenen Kühen „Lisante“ und „Indy“ jeweils

die Klasse gewonnen, den Sieger der mittleren

und älteren Klassen gestellt und schließlich den

Grand Champion gestellt – besser und effektiver

geht es nicht!

Ausgestellte Nachzuchten Glabot und Edway

Die Rinderzucht Schleswig-Holstein e. G. präsentierte

zwei Nachzuchtgruppen neuer Bullen auf

dieser Schau. Zum einen „Edway“ (Vater: Elayo),

der sich mit einem sehr guten Exterieur und besten

Euter zeigte. Zu erwähnen ist noch, dass „Edway“

aus einer Kuhfamilie stammt, die über sechs Generationen

VG und EX eingestufte Kühe in direkter

Generationsfolge verfügt.

„Glabot“ (Vater: Goldwin) präsentierte sich mit

fünf sehr funktionellen Kühen mit sehr gutem Exterieur

und fest ansitzenden, sehr guten Eutern.

„Glabot“ zeigt einen günstigen Kalbeverlauf, gute

Eutergesundheit und Nutzungsdauer.

Die Kreisvereine der Rotbunt- und der Schwarzbuntzüchter

möchten sich recht herzlich bei Ausstellern,

Sponsoren, Unterstützern sowie Helfern, die zum

Gelingen dieser Schau beitrugen, bedanken.

Ein herzlicher Dank geht an Familie Sievers für die

zur Verfügung Stellung der Halle und des Geländes,

die der Schau einen sehr gepflegten und ordentlichen

Anstrich gaben.

A. Jensen


Versammlungen Schwarzbunt

// Kreisvereine

Versammlungstermine Herbst 2012

SL-FL 22. Oktober 2012 19.30 Zur Doppeleiche, Hollingstedt

NF 22. Oktober 2012 19.30 Deichgraf Stedesand, Stedesand

DI 23. Oktober 2012 19.30 Lindenhof, Sarzbüttel

RD 23. Oktober 2012 19.30 Hotel Stadt Hamburg, Gettorf

PLÖ 24. Oktober 2012 19.30 Dörpskrog Lindemann, Ratjensdorf

NF 24. Oktober 2012 20.00 Nordseeblick am Hafen, Pellworm

NF 25. Oktober 2012 10.00 Midlumer Krog, Midlum/Föhr

LAU 25. Oktober 2012 19.30 Gothmann’s Hotel, Breitenfelde

PLÖ 29. Oktober 2012 19.30 Schlüters Gasthof, Wankendorf

NF 29. Oktober 2012 19.30 Gasthof Marschenblick, Oldenswort

OH 30. Oktober 2012 19.30 Kremper Krug, Altenkrempe

STEI/PI 31. Oktober 2012 19.30 Strüven`s Gasthof, Neuenbrook

STOR 31. Oktober 2012 19.30 Braaker Krug, Braak bei Hamburg

RD 01. November 2012 19.30 Magarethen-Mühle, Legan

SE 01. November 2012 19.30 Gasthof Teegen, Leezen

SL-FL 05. November 2012 19.30 Westerkrug, Wanderup

NF 05. November 2012 19.30 Carstens Gasthof, Horstedt

Versammlungen Rotbunt

RD 22. Oktober 2012 19.30 Landkroog, Todenbüttel

STEI/PI 22. Oktober 2012 19.30 Cafe Sievert, Wrist

PLÖ/OH 23. Oktober 2012 19.30 Giekauer Kroog, Giekau

LAU 23. Oktober 2012 19.30 Gaststätte Hack, Berkenthin

RD 24. Oktober 2012 19.30 Hülsens Gasthof, Dätgen

STEI/PI 24. Oktober 2012 19.30 Gasthaus Dückerstieg, Sachsenbande

SE/STOR 25. Oktober 2012 19.30 Gaststätte Gerth, Struvenhütten

DI 25. Oktober 2012 19.30 Lindenhof, Sarzbüttel

RD 29. Oktober 2012 19.30 Specks Dörpskrog, Oldenhütten

STEI/PI 29. Oktober 2012 19.30 Stadt Hamburg, Horst

HR 30. Oktober 2012 13.00 MarC 5, Cadenberge

NF 30. Oktober 2012 19.30 Möllgaards Kirchspielkrug, Breklum

SL-FL 31. Oktober 2012 19.30 Jägerkrug, Schuby

Versammlung Angler

SL-FL 30. Oktober 2012 19.30 Lindenhof Böel, Böel

Tagesordnung

1. Eröffnung und Begrüßung

2. Wahl der Vertreter und Ersatzvertreter für die RSH-Delegiertenversammlung

3. Aktuelles aus der RSH eG

4. Vorstellung der neuen Bullen für die Besamungssaison 2012/2013

5. Verschiedenes

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40

Die Holsteinzüchter aus dem Kreis Stormarn waren

am 7. Juni auf Tagesfahrt. Ziel der Reise war der

Kreis Schleswig-Flensburg und hier insbesondere

der Zuchtbetrieb der Familie Schramm in Wanderup-Grünberg.

Die Familie Schramm bereitete uns einen herzlichen

Empfang mit zweitem Frühstück, Kaffee und Kaltgetränken.

Mit großem Hallo wurden Verwandte,

Freunde und Bekannte begrüßt, denn die Schramms

kommen aus dem Zuchtgebiet Stormarn.

// Rind im Bild 3/2012

// Kreisvereine

Verein der Holsteinzüchter im Kreis Stormarn e.V.

Tagesfahrt der Holsteinzüchter Stormarn

Die Holsteinzüchter aus dem Kreis Stormarn zu Gast auf dem Zuchtbetrieb der Familie Schramm in Wanderup-Grünberg Foto: Heesch

2006 nutzte Kai Schramm seine Chance, gab den

beengten Standort Ahrensburg auf und kaufte den

Betrieb in Grünberg von Werner Knaus (vormals Peter

Petersen). Der gesamte vorhandene Kuhbestand

konnte übernommen werden, die Herde aus Ahrensburg

wurde ebenfalls mit in den neuen Betrieb

integriert. Mit Unterstützung eines Mitarbeiters, der

bereits bei Werner Knaus angestellt war, bewirtschaftet

Familie Schramm den heute 157 ha großen

Betrieb. Es werden 130 Kühe gemolken mit über

9.700kg Milch bei 4,20 % Fett und 3,39 % Eiweiß.

Die Kühe erhalten eine Teil-TMR, weiteres Kraft-

Verein der Holsteinzüchter im Kreis Stormarn e.V.

Grillabend der Holsteinzüchter

Gastgeber Bernd Ellerbrock präsentierte Top-Kühe seines Betriebes

Foto: Petra Gehrke

Am Mittwoch, den 9. Mai hatte der Verein der

Holsteinzüchter im Kreis Stormarn e.V. zum ersten

Mal zu einem Grillabend mit Ehrung der aktuellen

100.000 l-Kühe des Kreises geladen.

Bernd Ellerbrock aus Westerau, der selbst eine dieser

Ausnahmekühe besitzt, hatte seinen landwirtschaftlichen

Betrieb für diesen Event zur Verfügung

gestellt. Nachdem der Vorsitzende, Karsten Kaack,

die ca. 100 Züchter und Interessierten begrüßt hatte

übergab er das Wort an den Betriebsleiter. Bernd

Ellerbrock stellte seinen Betrieb vor, den er zusammen

mit seiner Ehefrau und einem Auszubildenden

bewirtschaftet. Junior Phillip besucht im Moment

die Höhere Landbauschule in Bad Segeberg.

Aktuell werden auf dem Betrieb 75 Kühe mit einer

Leistung von 10.410kg Milch bei 4,15% Fett und

3,37% Eiweiß gemolken. Das der Betrieb nicht nur

über eine hohe Milchleistung sondern auch über

eine exterieurstarke Herde verfügt wurde den Besuchern

beim Richtwettbewerb eindrucksvoll demonstriert.

Sechs junge Kühe galt es hier zu rangie-

futter wird über Transponderstationen ergänzt. Im

Sommerhalbjahr hat die Herde täglich acht Stunden

Weidegang auf den am Hof gelegenen Flächen.

Jährlich werden 2-3 Embryotransfers durchgeführt,

interessante Bullen vermarktet Kai Schramm über

den Auktionsplatz Neumünster.

Ein Highlight der Betriebsbesichtigung war die

Vorstellung mehrere schauerfahrener Top-Kühe der

Herde wie z.B. der Juote-Tochter „Falke EX 91“, die

sich am Ende ihrer sechsten Laktation immer noch

jugendlich und frisch präsentierte.

Nach einem reichhaltigen Bratkartoffelbuffet im

Wanderuper Kaffee „Speicher“ begaben wir uns

auf den ersten Teil der Heimfahrt. Am Schleswiger

Hafen endete diese zunächst, wo als Tagesabschluss

ein Oldtimerschiff zur Schleifahrt mit Kaffeetafel

auf die Züchter wartete. Das Schiff erwies

sich dann auch tatsächlich als museumsreif… “Warum

soll es gerade heute untergehen?!“ machte

der Ehrenvorsitzende, Heinrich Blunck, der Gruppe

Mut. Das Schiff ging nicht unter, Kaffee und Kuchen

schmeckten gut und am frühen Abend erreichte unser

vom Vorsitzenden Karsten Kaack gelenkter Bus

sicher Bad Oldesloe.

J.-T. Heesch

ren. RSH-Geschäftsführer Matthias Leisen fungierte

als Preisrichter. Er beglückwünschte die Familie Ellerbrock

zu der hervorragenden Qualität der jungen

Kühe und stellte anschließend die Vachim-Tochter

La Fayette als Siegerin heraus.

Als weiterer Zuschauerwettbewerb musste die Lebensleistung

einer Kuhfamilie geschätzt werden.

„Arizona“ (V. Devastator) befindet sich in der 9

Laktation, ihre Tochter „Eldorado“ (V.Campino) hat

zum siebten Mal gekalbt und deren Tochter „Miami“

(V. Carmano) kalbte zu ersten Mal im Februar

2012. Insgesamt hatten die drei Kühe am 1. Mai

2012 eine Lebensleistung von über 176400 kg

Milch ermolken.

Das anschließende gemütliche Beisammensein in

der mit viel Grün verschönerten Scheune des Hofes


egann dann auch mit der Siegerehrung der Zuschauerwettbewerbe.

Zum „Grand Champion“ des

Abends kürte der Kreisvorsitzende Karsten Kaack

Birgit Hoeppner aus Rümpel.

Sie konnte sich in beiden Wettbewerben in der

Spitze der Teilnehmer platzieren. Im Anschluss an

die Preisverleihung folgte die Ehrung der 100.000

l Kühe. Die geehrten Betriebe und Kühe sind der

folgenden Tabelle zu entnehmen.

Ein gelungener Abend ging gegen 23 Uhr zu Ende.

Einen herzlichen Dank an Familie Ellerbrock für die

tolle Vorbereitung und den schönen Abend auf Ihrem

Betrieb! Ein Dank auch an die Feuerwehr Westerau

für die Unterstützung, an die RSH eG sowie

die Firmen Josera und Hypred für das Stiften von

Ehrenpreisen.

J.-T. Heesch

Die geehrten 100.000-Liter-Kühe

// Kreisvereine

La Fayette VG 88 v. Vachim, Besitzer: B. Ellerbrock, Westerau Foto: Geverink

Kuh GJ Vater Lebensleistung Besitzer

M-kg F-% F-kg E-% E-kg

DIANA 2001 PREVAL 105294 2,95 3102 3,00 3158 Ewald Bestmann, Grönwohld

BETTINA 1999 ADEMA 103856 4,35 4517 3,45 3578 Dieter Burmeister, Rausdorf

ANNEROSE 1998 MALOY 103208 4,63 4779 3,52 3635 Bernd Ellerbrock, Westerau

AMORE 1998 LASSO 108411 3,48 3777 3,38 3663 Christian Fischer, Brunsbek

BERESINA 2000 BROCK 104574 3,97 4156 3,35 3503 Christian Fischer, Brunsbek

BRITTA 1999 CHAMOIR 109183 4,06 4430 3,50 3818 Christian Fischer, Brunsbek

GLORA 1994 TONIC 149804 4,17 6241 3,45 5172 Christian Fischer, Brunsbek

WANKA 1997 ESQUIMAU 137860 4,26 5875 3,67 5062 Christian Fischer, Brunsbek

WELTDAME 1996 DOMBINATOR 144769 3,77 5451 3,25 4700 Christian Fischer, Brunsbek

ZORA 1997 PATRICK 100015 3,63 3635 2,98 2980 Jens Gerken, Pölitz

ZINELLA 1997 PATRICK 101553 4,02 4079 3,06 3106 Carsten Hagemann, Tangstedt

VIONA 1996 OPAL 113590 4,50 5110 3,54 4016 Henning Hochstein, Kl. Wesenberg

COUSINE 2001 CONVOY 106426 3,69 3932 3,19 3397 Kaack KG, Ratzbek

ZEA 1997 LUCKY 113219 3,82 4330 3,14 3551 Lienau + Lienau-Jöhnk GbR, Neritz

COLA 2000 LENTINI RF 101250 4,65 4710 3,34 3381 Milchhof Steensrade KG, Rethwisch

DUFFY 2001 PREDELLO 104089 3,26 3392 3,00 3124 Milchhof Steensrade KG, Rethwisch

CONNI 2000 UBBO 103063 4,08 4201 3,32 3425 Thomas Rübcke, Ahrensburg

VONKI 1995 NAGEL 140969 4,49 6332 3,30 4653 Thorsten Timmermann-Thies, Lütjensee

ZESA 1997 NAGEL 105228 4,46 4688 3,39 3572 Thorsten Timmermann-Thies, Lütjensee

ZORRO 1997 NAGEL 121218 3,83 4643 3,23 3915 Thorsten Timmermann-Thies, Lütjensee

ZOTTEL 1997 UROLITH 106443 4,30 4576 3,36 3574 Thorsten Timmermann-Thies, Lütjensee

AKTE 1999 PREVAL 102734 4,03 4143 3,32 3409 Uwe Wagner, Braak

BENITA 1999 107068 3,34 3576 3,23 3460 Volker Westphal, Stapelfeld

// Rind im Bild 3/2012 41


42

Jungzüchter

Aus den

RAsseAbteilungen

Limousinzüchter aktiv

Weltkongress in Dänemark

Der internationale Limousin Kongress fand Anfang Juli

in Dänemark statt. Schleswig-holsteinische Limousinzüchter

nahmen an zwei Tagen teil und waren beeindruckt

von der Qualität der aufgetriebenen Tiere. Am

ersten Tag fand der Rangierwettbewerb mit über 200

Limousins statt. Weiteres Highlight war die Prämierung

der besten Nachzuchtgruppe, die in diesem Jahr der

Nachzucht des Bullen „Aede“ zuerkannt wurde. Die harmonische Gruppe bestach durch sehr viel

Typ, mit guten Becken und breiter und vor allem tiefer Bemuskelung der Innenkeule.

Am darauffolgenden Tag siegte ebenfalls bei den jungen Tieren eine „Aede“-Tochter aus der Zucht

von Jan Winum Povlsen, Brorup. Bei den mittleren Rinder errang die sehr typvolle und entwickelte

Ultrabo-Mn-Tochter „Grunnet Gold“ von Søren Grunnet, Billund, den Siegertitel. Den Siegertitel der

älteren Rinder bekam „Borre Flica“ von Tommy Jessing, Brorup zugesprochen, für seine harmonische,

gut bemuskelte Neuf-Tochter. Den Titel Sieger jung bei den Kühen erhielt „Gandrup Elina“ von Lars

Juellund, Arden für die sehr harmonische Kuh. Beste mittlere Kuh wurde „Risvang Elina“ aus der

Zucht von Bent Svenning Jessen, Brorup. Die sehr rassetypische Kuh mit guter Bemuskelung hatte

ein sehr gut entwickeltes Kuhkalb bei Fuß. Siegerkuh Alt erreichte eine Parisien-Tochter aus dem

Bestand von Lars Juellund. Champion der Kühe wurde dann die Aede-Tochter „Risvang Elina“.

Highlight war sicherlich die Kür der Bullen. Hier bestach der Bulle „Engkjær Get It“ von Jan Winum

Povlsen, der den besten Jungbullen stellte. Der Aede-Sohn überzeugte die Preisrichter durch seine

Harmonie und Ausgeglichenheit. In der Klasse der Alt-Bullen war „Hammel Calvados“ von Kirsten &

Rasmus Levinsen, Mariager nicht zu schlagen. Der großrahmige und lange Vermouth-Sohn zeigte sich

sehr korrekt und mit besten Rassemerkmalen.

Insgesamt überzeugte die gute Qualität der aufgetriebenen Schautiere, aber auch die Gastfreundschaft

der dänischen Züchter war nicht zu übertreffen.

C. Henningsen

// Rind im Bild 3/2012

Jungzüchter im Kreis Rendsburg-Eckernförde

Die Jungzüchter veranstalten ihren diesjährigen Jungzüchtersonntag

am 16. September 2012 ab 10.00 Uhr auf dem Hof der Familie

Dirk Struve, Dorfstr. 7, 25557 Steenfeld.

Wie jedes Jahr werden hier zahlreiche Aktivitäten angeboten. Am

Ende gibt es Preise zu gewinnen und es wird gemeinsam gegrillt.

Um Anmeldung wird bei Nicole Harder (Tel.: 04331/92321) gebeten.

Alle Interessierten sind herzlich willkommen.

A. Jensen

EuroTier 2012

Vom 13. bis 16. November 2012 findet auf

dem Messegelände in Hannover, das weltweite

Top-Event für die Tierhalter, die

EuroTier 2012, statt. Auf dem Stand des

Bundesverbandes Deutscher Fleischrinderzüchter

und –halter e.V. werden die

deutschen Fleischrinder wieder gemeinsam

präsentiert. Besuchen Sie uns in

Halle 27 am Stand des BDF oder am

Stand der German Genetics International

GmbH (GGI).

C. Henningsen


Jungzüchterschau in Futterkamp

Der Jungzüchterclub in den Kreisen Plön und Ostholstein plant eine Jungzüchterschau am

28. Oktober 2012 auf dem Gelände des Lehr- und Versuchszentrums in Futterkamp.

Angedacht ist eine Schau, bei welcher der Spaß am Umgang mit den Kälbern und Jungrindern,

gerade bei den jüngeren Teilnehmern, an erster Stelle stehen soll. Geplant haben wir

einen kleinen Parcours für die jüngsten Teilnehmer und ihre Kälber, die Älteren können

sich in einem Vorführwettbewerb messen. An den Wettbewerben können alle Kinder und

Jugendliche bis 25 Jahre mit einem Rind aus den Kreisen Plön oder Ostholstein teilnehmen.

Für weitere Fragen stehen Katharina Wendt: 0160 – 98680260, Sabrina Heldt: 0172 –

4079188 und Timm, Sandra und Tanja Staggen: 04394 -1004 gerne zur Verfügung.

Eine Einladung wird in den nächsten Wochen mit weiteren Details auf den Betrieben eintreffen.

Wir hoffen auf rege Beteiligung und freuen uns auf

viele neue Gesichter!

T. Staggen

Kreisvereine

Die Vereine der Holsteinzüchter

in den Kreisen Ostholstein und Plön

Einladung

laden ihre Mitglieder hiermit das dritte Mal zu einem gemeinsamen Seminar

in den Räumen Futterkamps ein.

Der Beginn der Veranstaltung wird am 5. November 12 um 09.30 Uhr sein.

Unsere Referenten beschäftigen sich mit der „trockenstehenden Kuh“

und stellen ihre Gedanken zu einem Fruchtbarkeitsmanagement dar.

Als Vortragende konnten wir die Herren Oliver Meyer, Fa. Ahrhoff und den

Tierarzt Dr. Chris Schmiedel gewinnen. Einladungen dafür erfolgen im Oktober.

––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––

Die Vereine der Rot-und Schwarzbuntzüchter

im Kreis Segeberg

laden ihre Mitglieder zum Seminar „Jungviehaufzucht“ ein.

Beginn ist am Donnerstag, den 08. November 10 Uhr in Leezen im Hotel

Teegen. Wir hören Vorträge von Frau Dr. Malkow Landwirtschaftskammer

und Herrn Söth VRS Segeberg

– Mittagessen –

Den Abschluss bildet die Besichtigung des Kälber- und Jungviehstalles

der Familie Hauschildt in Kükels. Um Anmeldung wird gebeten.

Schriftliche Einladungen erfolgen im Oktober.

zu einer gemeinsamen Informationsveranstaltung

der Landwirtschaftskammer

Schleswig-Holstein und der Rinderzucht

Schleswig-Holstein eG

zum Thema „Eutergesundheit “

am Donnerstag, den 29. November 2012

10.00 Uhr – ca. 15.30 Uhr in der

DEULA-Halle

K.-H. Arp

// Rind im Bild 3/2012 43


44

In diesem Jahr traf sich der Kreisverein der Rotbuntzüchter

im Kreis Nordfriesland zu einem Züchterabend

// Rind im Bild 3/2012

// Kreisvereine

Verein der Holsteinzüchter im Kreis Stormarn e.V.

Züchterabend im Kreis Stormarn

Interessierte Gäste beim Rangierwettbewerb Für den musikalischen Rahmen sorgte die Duvenseer Blasmusik Fotos: Lucanus

Anfang Juni hatte der Kreisverein Stormarn zum

diesjährigen Züchterabend auf dem Betrieb der Familie

Hans-Peter Grell in Duvensee eingeladen.

Bei bestem Wetter fand sich eine große Zahl von interessierten

Gästen in Duvensee ein. Der Betrieb der

Familie Grell hat sich in den letzten Jahren immer

wieder weiter entwickelt und hat inzwischen eine

Größe von 350 melkenden Kühen erreicht. Neben der

baulichen Entwicklung des Betriebes standen aber an

diesem Abend vor allem die Kühe im Mittelpunkt des

Interesses. Für den Rangierwettbewerb hatte Hans-

Peter Grell mit seinen Mitarbeitern zwei Gruppen vorbereitet,

eine Gruppe Färsen und eine weitere Gruppe

Mehrkalbskühe. Für jede Gruppe war ein Stück auf der

Weide eingezäunt und so konnten alle Besucher die

Tiere in aller Ruhe in Augenschein nehmen und ihre

Entscheidung für den Richterwettbewerb treffen. Gerichtet

wurden die zwei Gruppen von Dr. Kahle. In den

Gruppen des Rangierwettbewerbs zeigte sich auch die

gute Qualität der Kühe des Betriebes.

Danach ging es dann zum gemütlichen Teil des Abends

über. Für Essen und Trinken war gesorgt. Und dann

wurden natürlich die Ergebnisse des Rangierwettbewerbs

bekannt gegeben. Ein Höhepunkt des Abends

sollte aber noch folgen und das war die Verabschiedung

des Kreisvereins von einem seiner langjährigen

Verein der Rotbuntzüchter im Kreis nordfriesland

Züchterabend des Kreisvereins Nordfriesland

Günther Koch von der RSH erläutert anhand zweier Rinder wie bei der Kuhbewertung vorgegangen wird Gespannt wird die Rangierung von Dr. Heiner Kahle und Günther Koch erwartet Fotos: Krabbenhöft

auf dem Betrieb von Elisabeth und Klaus-Jürgen Lorenzen

in Norderfriedrichskoog. Am Abend des 19.06.

Tierzuchttechniker Herrn Weißert in den Ruhestand.

Über mehrere Jahrzehnte war Herr Weißert auf vielen

Betrieben als Tierzuchttechniker im Einsatz. An dieser

Stelle möchten sich die Betriebe noch einmal für die

langjährliche, gute Zusammenarbeit bedanken und

wünschen Herrn Weißert alles Gute für die Zukunft.

Abgerundet wurde der Züchterabend durch ein weiteres

Highlight. Die Duvenseer Blasmusik in der Hans-

Peter Grell selber mitspielt, trat auf und sorgte für den

musikalischen Rahmen.

Ein Herzlicher Dank an Familie Grell für die Ausrichtung

eines gelungenen Züchterabends.

U. Lucanus

kamen daher etwa 80 Landwirte und Zuchtinteressierte

aus dem In- und Ausland bei allerbestem Wetter auf


dem Betrieb der Familie Lorenzen zusammen.

Zunächst begrüßte der erste Vorsitzende Klaus-

Jürgen Lorenzen alle Besucher die zum Teil auch

aus Dänemark angereist waren, und erklärte den

Anwesenden, dass dies für ihn zugleich eine Abschiedsveranstaltung

ist, da sich die Familie Lorenzen

entschieden hat, im Laufe des nächsten

Jahres mit der Milchviehhaltung aufzuhören.

Nach der Begrüßung der Anwesenden, folgte zunächst

eine Demonstration von Herrn Günther Koch

von der RSHeG, der anhand einer „Jerudo“ Tochter

in der ersten Laktation und einer Drittkalbskuh des

Vererbers „Kian“ erläuterte, worauf es bei der Tierbeurteilung

ankommt und welche Schwerpunkte

Im Februar 2012 fand die bereits „14. Färsenschau

in der Herde“ der nordfriesischen Schwarzbuntzüchter

statt.

Die 40 teilnehmenden Betriebe bestätigten das

große Interesse der Züchter an dieser Veranstaltung.

Es wurden 120 Färsen in 6 Klassen vorgestellt

und von Karsten Kaak, Ratzbek und Stefan Kruse,

Rellingen, punktiert. Außerdem bewerteten die

Richter eine „Ältere Kuh“ pro Betrieb.

Der Kreisverein bedankt sich bei beiden Richtern

sehr herzlich.

Die RSH-Vererber Vachim (18 Töchter) und Zabing

(12 Töchter) waren die am häufigsten eingesetzten

Väter der Färsen Klasse.

// Kreisvereine

Verein der Schwarzbuntzüchter im Kreis nordfriesland

14. Färsenschau in der Herde

Sieger Ältere Kühe

gesetzt werden. So wurde zunächst die Färse und

dann die Mehrkalbskuh besprochen und eingestuft,

danach folgte ein Rangierwettbewerb mit einer Färsenklasse

mit 6 Tieren und einer Kuhklasse mit 8

Tieren als Höhepunkt des Abends.

Herr Dr. Kahle und Herr Günther Koch von der RSHeG

übernahmen die schwere Aufgabe diese sehr homogenen

Klassen zu richten und auch zu kommentieren.

Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt, so dass

nach einer Stärkung die Gewinner und Gewinnerinnen

des Wettbewerbs durch Herrn Lorenzen

bekannt gegeben werden konnten. Sie wurden

durch Spermagutscheinen der RSH und wertvollen

Die Qualität der vorgestellten Färsen und Kühe war

sehr gut. Der Vorstand des Kreisvereins bedankt

sich bei allen Züchtern für ihre Teilnahme.

Die Sieger und Platzierten wurden auf der Jahreshauptversammlung

am 6. März 2012 in Horstedt

bekanntgegeben und erhielten Spermagutscheine

und Geldpreise für ihre Bemühungen.

Als besonderer Höhepunkt wurden auch in diesem

Jahr zwei wertvolle Kuhkälber unter allen teilnehmenden

Betrieben verlost. Die Gewinner der Kälber

vom Zuchtbetrieb Rainer Eggers aus Herrenkoog

waren Ulf Hansen, Bargum und Edmund Freitag,

Neukirchen.

J. Dierks

Klasse 1

1. Gloria v. Lanugo 86,60 Pkt. C.H. Hansen, Wittbek

2. Hindu v. Zabing RF 85,70 Pkt. J.P. Johannsen, Lütjenholm

Klasse 2

1. Gabe v. Stern 88,70 Pkt. H.C. Clausen, Oster-Ohrstedt

2. Hanna v. Stern 87,30 Pkt. N. Hansen, Hoxtrup

Klasse 3

1. Hansa v. Minister 88,70 Pkt. K. Schmidt, Klintum

2. Jaguar v. Ford 87,80 Pkt. J. Hansen, Pobüll

3. Glocke v. Enquido 87,80 Pkt. R. Hansen, Löwenstedt

Klasse 4

1. 76369 v. Salem 88,00 Pkt. K. Wosnitza, Löwenstedt

2. Hanna v. Maat 87,20 Pkt. J. Maart, Nordstrand

Klasse 5

1. Hawai v. Lancelot 86,60 Pkt. C. Gonnsen, Struckum

2. Gelting v. Outside 86,20 Pkt. E. Freitag, Neukirchen

Klasse 6

1. Goldlack v. Talent 89,00 Pkt. I.M. Catstensen, Lütjenholm

2. Daggy v. Pedant 87,70 Pkt. M. Lorenzen, Efkebüll

Sachpreisen für ihr Können belohnt. Als Hauptpreis

stand sogar ein BigBag Kälberfutter bereit.

Nach Beendigung des offiziellen Teils nutzten viele

der Anwesenden die Gelegenheit, sich in geselliger

Runde mit Berufskollegen auszutauschen und bei

gutem Wetter, den Abend in Ruhe ausklingen zu lassen.

Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle der Familie

Lorenzen für ihre Mühen und die viele Arbeit bei

der Vorbereitung und Durchführung, des so gelungenen

Abends!

Herzlichen Dank und viel Glück für die Zukunft!

W. Krabbenhöft

Übersicht – Färsenschau in der Herde 2012

- Teilnehmende Betriebe: 40

- 120 Färsen in 6 Klassen punktiert,

von 59 verschiedenen Besamungsbullen

Am stärksten vertreten:

1. Vachim – 18 Töchter

2. Zabing RF – 12 Töchter

3. Laudan – 5 Töchter

Sieger

Gruppe 1

Andreas Petersen, Olderup 84,43

Jans P. Johannsen, Lütjenhorn 84,30

Theo Thordsen, Kolkerheide

Gruppe 2

83,93

H.C. Clausen, Oster-Ohrstedt 85,10

Birger Nagel, Löwenstedt 83,80

N. Hansen, Hoxtrup

Gruppe 3

83,70

R. Hansen. Löwenstedt 84,80

Klaus Schmidt, Klintum 84,17

J. Hansen, Pobüll

Gruppe 4

84,06

Dirk Petersen, Pellworm 84,66

Kirsten Wosnitza, Löwenstedt 84,30

Thore Nissen, Ockholm

Gruppe 5

83,76

Möllgaard/Heesch GbR, Tinningstedt 85,18

Edmund Freitag, Neukirchen 84,70

Christian Gonnsen, Struckum

Gruppe 6

84,33

Ingwer M. Carstensen, Lütjenholm 84,50

Thomas Pagel, Tinningstedt 84,10

Marten Lorenzen, Efkebüll 84,00

// Rind im Bild 3/2012 45


46

Im Kreis Nordfriesland hat es in diesem Jahr wieder

eine rotbunte Dame geschafft Trägerinnen des

Titels „100.000-Liter-Kuh“ zu werden.

Die Stoll Tochter „Cera“ aus einer Laredo Red Mutter

von der Knudsen Hunnebüll GbR (Stedesand) erreichte

die 100.000 Liter zu Beginn diesen Jahres in ihrer achten

Laktation und ist nun von Dertour trächtig.

Die Glückwünsche des Kreisvereins überbrachten

der Vorsitzende Klaus-Jürgen Lorenzen und Peter

Max Hansen.

Der Kreisverein gratuliert Familie Knudsen zu diesem

Erfolg und freut sich auf zukünftige Titelträgerinnen.

// Rind im Bild 3/2012

W. Krabbenhöft

// Kreisvereine

Verein der Rotbuntzüchter im Kreis nordfriesland

Ehrung einer neuen 100.000-Liter-Kuh

Verein der Schwarzbuntzüchter im Kreis Segeberg

Grillabend am 5. Juli in Mözen

lockte viele Besucher

Nicht nur aus dem Kreis Segeberg – auch aus

den umliegenden Regionen Plön, Stormarn und

Rendsburg konnten die Familie Kaack und der

Verein der Schwarzbuntzüchter im Kreis Segeberg

Interessierte begrüßen.

Nach 17 Jahren war der Kreisverein erneut in

Mözen zu Gast – dieses Mal konnten wir den am

Dorfrand gelegenen, neu ausgesiedelten Betrieb in

Augenschein nehmen. Die Familie Kaack, bekannt

durch die Teilnahme an Tierschauen und Auktionen

sowie Züchter zahlreicher Bullen, melkt heute gemeinsam

mit Ihren Mitarbeitern 180 Kühe in einem

Stolltochter „Cera“ mit Familie Knudsen, Klaus- Jürgen Lorenzen und Peter Max Hansen Foto: Krabbenhöft

Karussell. Für diesen Abend waren 12 Kühe halftertauglich

gemacht und gewaschen worden, um

dann in zwei Klassen von den Zuschauern rangiert

zu werden.

In der Klasse mit 2-4 Kälbern waren gefragte Bullenmütter

wie Desiree 89 Punkte (eine Goldwin-

Tochter) und Goldrose 86 Punkte (eine Captain-

Tochter) mit von der Partie.

Auch die Klasse der einkalbigen Kühe war hochkarätig

besetzt. Mit Dooley, einer Shottle Tochter und

der Zabing Tochter Mikado konnten wir hochleistende,

exterieurstarke, junge Kühe sehen.

Für die Vorbereitung und das Führen der Kühe geht

ein besonderer Dank an die Mitglieder des Jungzüchterclubs

Stormarn-Lauenburg-Segeberg. Als

Sieger aus dem Richtwettbewerb gingen Stefan

Voß aus Nehms gefolgt von Ronald Stegelmann

aus Krems II hervor. Kleine Preise wurden an diese

beiden Herren sowie an 8 weitere Teilnehmer übergeben.

Bei regenfreiem Wetter endete der Abend in

der Halle bei Essen und Trinken.

Vielen Dank an alle Beteiligten.

K.-H. Arp

Großes Gedränge am Vorführring und schön vorbereitete Kühe in Aktion Für das offizielle Richterergebnis und eine detaillierte Vorstellung der Zuchtkühe sorgte an diesem

Abend Ingo Schnoor von der RSH eG Fotos: Danger


Kreisvereine

Verein der Rot- und Schwarzbuntzüchter im Kreis Schleswig-Flensburg

Züchterabend auf dem Betrieb

der Familie Horstmann

Bei herrlichem Sommerwetter fand am 9. August

der Züchterabend des Kreisvereins der Rot- und

Schwarzbuntzüchter Schleswig-Flensburg auf dem

Betrieb von Detlef Horstmann in Jerrishoe statt.

Der in den letzten Jahrzehnten gewachsene Betrieb

ist in den letzten Jahren weiter stark expandiert.

Der neue Milchviehstall ist für 450 Kühe ausgelegt.

Mit denen im alten Milchviehstall untergebrachten

Kühen werden insgesamt 520 Kühe gehalten. Dazu

kommen die Nachzucht sowie 80 Mastbullen. Es

werden 380 ha Landfläche bewirtschaftet auf denen

Feldgras und Silomais angebaut werden. Der

gleitende Herdendurschnitt liegt bei 9.200 kg Milch

bei 3,85 % Fett und 3,32 % Eiweiß.

Neben der Besichtigung des Betriebes fand außerdem

noch ein Rangierwettbewerb statt. Die sechs

Kühe des Betriebes wurden am Halter bestens vorgeführt

und gekonnt von Ingo Schnoor, RSH eG, gerichtet.

Den Wettbewerb gewann bei den Kindern

und Jugendlichen: Caroline Behrend, Kolkerheide

vor Dalm-Sören Gendlar aus Ipernstedt und Peer

Thomsen, Dörpum. Bei den Frauen entschied den

Wettbewerb für sich: Gesa Carstensen, Ipernstedt

Sehr gut besuchter Züchterabend auf dem Betrieb von Detlef Horstmann, Jerrishoe Foto: Tordsen

vor Elisabeth Hansen, Osterby und Levke Boysen,

Großenwiehe. Bei den Männern führte Tim Hinz aus

Norderdeich vor Heiko Gondesen, Handewitt und

Jürgen Melchertsen, Norgaardholz die Klasse an.

Die Jungzüchter sorgten mit Fleisch und Wurst vom

Grill für einen gemütlichen Ausklang des Abends.

Für die Bereitschaft den Züchterabend auszurich-

ten, danken wir Familie Horstmann und ihren Mitarbeitern.

Beeindruckt von diesem hochmodernen

Betrieb und den bestens herausgebrachten Kühen

war der Abend eine gelungene Veranstaltung.

Verein der Rot- und Schwarzbuntzüchter in den Kreisen Steinburg und pinneberg

Ehrung – 100.000 Liter „Zitronenmilch“

„Zitrone“ heißt nämlich die Ausnahmekuh aus

dem Stall von Marco und Daniela Fels in Kaaks, die

es geschafft hat die magische Grenze von 100.000

l Milch zu überschreiten. „Zitrone“ ist im September

1997 geboren und befindet sich momentan in

der 13. Laktation. Ihre höchste Laktationsleistung

erreichte sie in der 6. Laktation mit deutlich über

10.000 l. Diese außergewöhnliche Nomen (v. Caveman)-

Tochter wurde als Färse mit VG 85 eingestuft

und präsentierte sich der Abordnung des Kreisvereins

auch heute noch in einem erstaunlich vitalen

Zustand mit tadellosem Fundament und Euter. Auch

ist sie wieder belegt, so dass wir hoffen, dass sie der

Familie Fels noch lange Zeit Freude bereiten wird.

Wir gratulieren der Familie Fels zu dieser außergewöhnlichen

Leistung ganz herzlich und wünschen

weiterhin viel Erfolg!

B. Wiencken

C. Henningsen

Zitrone präsentierte sich der Abordnung des Kreisvereins auch heute noch in einem erstaunlich vitalen Zustand Foto: Dieckmann

// Rind im Bild 3/2012 47


48

Von Donnerstag, den 7. Juni 2012 bis Montag

den 11. Juni 2012 fand die Prämierung in der Herde

des Vereins der Rot- und Schwarzbuntzüchter in

den Kreisen Steinburg und Pinneberg mit großer

Teilnehmerzahl statt.

41 Betriebe hatten sich für die Prämierung mit ihren

besten Tieren angemeldet. Auf Grund der hohen

Teilnehmerzahl konnten bis zu vier Tiere pro Betrieb

teilnehmen, so dass am Ende 146 Tiere in drei Tagen

von der Kommission bewertet wurden.

Durch das große Interesse der Steinburger und Pinneberger

Züchter, fuhren alle drei Tage zusätzlich

eine große Anzahl interessierter Landwirte mit, um

sich die Toptiere ihrer Züchterkollegen anzuschauen

und ein wenig Zeit zu finden, mit gleich Gesinnten

am Rande der Tiervorstellung zu fachsimpeln.

Alle Tiere wurden sehr gut vorbereitet im Stall oder

auf einer Hofweide vorgestellt.

// Rind im Bild 3/2012

// Kreisvereine

Verein der Rot- und Schwarzbuntzüchter in den Kreisen Steinburg und pinneberg

Prämierung in der Herde

Platzierungen 1a-1c nach Rassen und Kalbungen

Ille (Mark) von Andreas Junghans eingestuft EX 91 Foto: Krabbenhöft

Platz

DN

1. Kalbung 2. Kalbung 3. Kalbung 4. Kalbung und mehr 5. Kalbung und mehr

Leibgarde (Reblan), Konstanze (Dorus), Karlsberg (Matthijs), lle (Mark)

1a Jens Kahlke

Andreas Junghans Knut Ahsbahs- Diercks Andreas Junghans

86 Pkt.

86 Pkt.

86 Pkt.

91 EX

Marburg (Rudolf) Leguan (Dorus),

Josephine (Dorus), Jerita (Dorus)

1b Knut Ahsbahs-Diercks Dierk von Drathen Andreas Junghans Dirk Blohm

85 Pkt.

86 Pkt.

86 Pkt.

87 Pkt.

Maike (Dorus),

Kakadu (Gengler) Hibiskus (Dorus)

Hirse (Dorus)

1c Dirk Blohm

Dierk von Drathen Peter von Drathen Peter von Drathen

84 Pkt.

85 Pkt.

85 Pkt.

86 Pkt.

Schwarzbunt

Malaga (Bolivia)

Limo (Ralstorm)

Kakana (Jackpot)

Domino (Basar)

1a Dirk u. Ulf Blohm Maik Bornholdt

Maik Bornholdt

Engelbrecht GbR

86 Pkt.

86 Pkt.

86 Pkt.

89 Pkt.

Mandy (Zabing)

Ladira (Labiate)

Karla (Terbium)

Cremona (Pedant)

1b Jörg Göttsche

Jörg Göttsche

Matthias Gülck

Stefan Kruse

86 Pkt.

86 Pkt.

86 Pkt.

88 Pkt

Luisa (Juwel)

Lago (Labamba)

Isetta (Optimal)

Irmi (Douglas)

1c Johann-Wilhelm Ehlers Dirk u. Ulf Blohm Stefan Kruse

Hof Nyding GbR

85 Pkt.

86 Pkt.

86 Pkt.

88 Pkt.

Rotbunt

Madison (Classic) Leibnitz (Laurel)

Iran ( Rustler)

Juleika (Classic)

Gera (Runaway)

1a Hauke Jaacks

Paul-H. Thamling

Hauke Jaacks

Reimers GbR

Claus-D. Reimers

86 Pkt.

87 Pkt.

87 Pkt.

88 Pkt.

88 Pkt.

Merle (Landslide) Nashville (Mr Burns) India (Bravisi)

Hawai (Talent2)

Holli (Rachtus)

1b Reimers GbR

Thies Magens

Hilde Wachs

Voßbarg GbR

Jörg Göttsche

86 Pkt.

87 Pkt.

86 Pkt.

87 Pkt.

87 Pkt.

Mechthild (Edway) Levy (Joyboy)

Kase (Avanti)

Helda (Kanzler)

Hortensie (Komtur)

1c Thies Magens

Reimers GbR

Ernst Sötje

Peter Bestmann

Thies Magens

86 Pkt.

87 Pkt.

86 Pkt.

86 Pkt.

87 Pkt.


Viele Kreisvereinsmitglieder begutachten die Auswahl der Reimers GbR in Westerhorn

Am 13.7. fand dann die Siegerehrung im Gasthof

„zur Erholung“ in Heiligenstedten statt. Trotz des

EM Spiels Deutschland gegen Holland waren fast

alle Züchter bei der Siegerehrung dabei um voller

Spannung die Bewertungen und Platzierungen zu

erfahren.

Bewertet wurden die Tiere getrennt nach Rassen

(Holstein Schwarzbunt, Holstein Rotbunt und Rotbunt

Doppelnutzung) und Abkalbungen.

Sowohl während der Fahrt, als auch bei der Siegerehrung

betonten die Richter, wie außerordentlich

gut die Qualität der vorgestellten Tiere war.

// Kreisvereine

Besonders die Rotbunt Doppelnutzungskuh „Ille“,

eine sehr typstarke Tochter des DN Bullen Mark

vom Betrieb von Andreas Junghans, in Bokholt-

Hanredder, in der vierten Laktation, war den Richtern

und auch den Mitfahrern in Erinnerung geblieben,

die im Zuge der Bewertung mit 91 Punkten

eingestuft wurde.

Bei der Preisverleihung erhielt jeder Betrieb eine

Stammrose für die Teilnahme, sowie die besten 30

% jeder Klasse einen Ehrenpreis, die Dank der großzügigen

Spenden der Sponsoren möglich waren.

Kühe mit Familienanschluss bei Familie Fels in Kaacks Fotos: Krabbenhöft

Natürlich stand an diesem Abend die Preisverleihung

im Vordergrund, doch bei gutem Essen und

Getränken kam auch der Klönschnack in gemütlicher

Runde nicht zu Kurz.

An dieser Stelle soll auch noch einmal allen Sponsoren,

Teilnehmern und vor allem allen Helfern noch

einmal ein großer Dank ausgesprochen werden!

Vielen Dank!

Ohne Sie wären solche Aktionen nur schwer möglich.

W. Krabbenhöft

Kreisverein Steinburg-pinneberg

„Auf zur Kieler Woche“ – Junglandwirte on Tour

Zum „Swimming Barbecue“ auf der Kieler Woche

hatte dieses Jahr der Kreisverein Steinburg-Pinneberg

seine Junglandwirte eingeladen. Insgesamt

folgten 70 Mitglieder dem Angebot des Kreisvereins.

An Bord eines Großseglers konnte vom Wasser

aus der größte Segelevent der Welt miterlebt werden.

Los ging es, „Klar Schiff zum ablegen“ und

raus auf die Kieler Förde. „Segel setzen“ hieß es

Trotze selbst dem aufkommenden Gewitter. Am Steuer: Peter Wischmann, Süderauerdorf

als Nächstes für den einen oder anderen „Freiwilligen“,

der sich in der Nähe der Leinen befand. Bei

gemächlichem Tempo (es war windstill) konnte das

zunächst gute Wetter bei dem einen oder anderen

Getränk an Deck genossen werden. Weiter draußen

auf der Förde wurde das kleine Schlauchboot (recht

unscheinbar) des Schiffes startklar gemacht und

die Mutigen durften zusteigen. Mit einem „Affenzahn“

flog das kleine Boot über die Wellen und um-

kreiste das Schiff. Um den aufkommenden Hunger

zu stillen wurde der Grill an Bord angefeuert und

ein reichhaltiges Büfett sorgte dafür, dass niemand

hungrig das Schiff verließ. Nach drei Stunden endete

der Segeltörn wieder an der Anlegestelle. Die Zeit

bis zur Rückfahrt der Busse reichte noch für einen

ausgiebigen Bummel entlang der Kieler Hörn.

M. Nobbe

Begeisterung bei den Mitfahrern im Schlauchboot Fotos: Nobbe

// Rind im Bild 3/2012 49


50

Am Dienstag, den 15. Mai 2012 fand die traditionelle

Seniorentour des Vereins der Rot- und

Schwarzbuntzüchter in den Kreisen Steinburg und

Pinneberg mit großer Teilnehmerzahl statt. 83 interessierte

Steinburger und Pinneberger verbrachten

einen gut organisierten Tag mit vielen interessanten

Höhepunkten im benachbarten Kreis Rendsburg-

Eckernförde.

Morgens um kurz vor neun ging es auf zum ersten

Höhepunkt der Seniorentour, der Besichtigung des

500-Kuh-Betriebes von Heiko und Christine Wendell-Andresen

in Beringstedt.

Nach einem kleinen Frühstück erzählte Heiko Wendell-

Andresen Grundsätzliches zu seinem Werdegang

und über den Betrieb, sprach aber auch offen

über die Probleme die eine Betriebsvergrößerung

mit sich bringt. So bliebe u.a. leider nicht mehr

so viel Zeit sich mit der Zucht zu beschäftigen, die

Herr Wendell- Andresen sich gerne dafür nehmen

würde.

Nach einem allgemeinen Überblick ging es für die

Besucher in zwei Gruppen über den 500 Kuhbetrieb

wo der Betriebsleiter sowie sein Herdenmanager

Matthias Jacob dann auf einzelne Fragen der Besucher

eingingen.

Den Besuchern gefiel der imposante neue Betrieb

und auch die gute Herde, so dass fast nicht genug

Zeit blieb, alles anzuschauen und alle Fragen zu

stellen.

Den Vormittag hatte sich das Wetter gut gehalten,

aber pünktlich zur Weiterfahrt beschleunigte ein

Schauer den Aufbruch der Gruppe Richtung Haale,

wo es zum Mittagsbuffet in „Timm’s Gasthof“ ging.

Dort wurde in gemütlicher Runde beim Essen noch

weiter über die Rinderzucht diskutiert.

Nach dem Mittagessen stand dann ein Besuch

auf dem Betrieb von Hauke Jäger in Lütjenweststedt

auf dem Programm. Herr Jäger bereitet junge

Pferde auf Körungen und Stutenleistungsprüfungen

vor. Um seine Arbeit zu veranschaulichen bat er die

Gruppe in die Reithalle, und demonstrierte dann,

beginnend mit den jüngeren seiner Schützlinge, wie

die jungen Pferde langsam an die Arbeit herangeführt

werden und dann bei den älteren Pferden den

schon deutlich höheren Trainingsstand. Um seine

Arbeitsmethode zu veranschaulichen erklärt er,

dass die jungen Pferde bei ihm in den Kindergarten

// Rind im Bild 3/2012

// Kreisvereine

Verein der Rot- und Schwarzbuntzüchter in den Kreisen Steinburg und pinneberg

Traditionelle Seniorentour

Der erste Vorsitzende des Kreisvereins der Rot- und Schwarzbuntzüchter Steinburg-Pinneberg Björn Wiencken begrüßt die Besuchergruppe

auf dem Betrieb von Heiko und Christine Wendell- Andresen

und in die Grundschule gehen. Dort sollen sie neben

der Grundausbildung vor allem lernen, sich und

dem Menschen, der mit ihnen arbeitet zu vertrauen,

um einen möglichst guten Start in ein erfolgreiches

Leben zu haben.

Nach dieser eindrucksvollen Präsentation ging es

noch weiter auf den Holsteinerzuchtbetrieb von

Herrn Hennings in Keller, der eng mit Herrn Jäger

zusammen arbeitet.

Nach einer kleine Stippvisite an der neuen, top

modernen Reithalle von Herrn Hennings, fuhr die

Gruppe weiter nach Bendorf-Keller, auf den Zucht

und Ausbildungsbetrieb der Familie.

Neben der Besichtigung der Reit- und Stallanlagen

stand ein Besuch auf der Fohlenkoppel auf dem

Programm, dort konnten die Stars von morgen

mit ihren Müttern aus nächster Nähe begutachtet

werden. Nachdem wir einige Zeit den Fohlen beim

Herumtollen auf der Koppel zuschauen konnten

und Herr Hennings alle Fragen zur Zucht und zum

Betrieb beantwortete, ging die Reise weiter nach

Schenefeld, wo in der Gaststätte „Zum Nordpol“

die Kaffee und Kuchentafel gedeckt war. Dort klang

bei Kuchen und Klönschnack ein interessanter Tag

aus.

Ein großer Dank gilt Herrn Wendell-Andresen, Herrn

Jäger und Herrn Hennings für die tolle Präsentation

ihrer Betriebe und dem Vorstand des Kreisvereins

für die interessante und gut organisierte Tour.

W. Krabbenhöft

Kälberdorf

Ein Youngster bei Hauke Jäger präsentiert sein Können

Sieger von Morgen Fotos: Krabbenhöft


Am 25. und 26. Juni 2012 führten die Rotbuntzüchter

im Kreis Segeberg eine Prämierung in der

Herde durch. 12 Betriebe hatten über 80 Kühe angemeldet

und stellten sie der Körkommission und

den fachkundigen Zuschauern vor.

Alle Aussteller hatten ihre Kühe sehr gut vorbereitet,

so dass an den zwei Prämierungstagen, sowohl

im Stall, als auch auf der Weide, hervorragende

Kühe bewertet und bestaunt werden konnten.

Am Freitag, den 6. Juli waren alle Mitglieder zu

einem Züchterabend auf den Betrieb von Familie

Gerdes in Schmalfeld eingeladen. Nach einer umfassenden

Besichtigung des neuen Kuhstalls und

des Betriebs ging es im Festzelt zum gemütlichen

Teil über. Für das leibliche Wohl war mehr als gesorgt,

und die Züchter konnten bei der mit Spannung

erwarteten Siegerehrung die Ehrenpreise für

die besten rotbunten Kühe entgegennehmen. Herzlichen

Glückwunsch den Siegern und Platzierten

und ein ganz großes Dankeschön an Familie Gerdes

für den herzlichen Empfang und den schönen Züchterabend

auf ihrem Betrieb.

N. Butenschön

// Kreisvereine

Verein der Rotbuntzüchter im Kreis Segeberg

Prämierung in der Herde

Färsen

Siegerfärse Madonna v. Malvoy, Rolf Mahlstedt, Großenaspe

Reservesiegerfärsen Morning Sun 6 v Ruacana, Stefan Voß, Nehms

Marina v. Malvoy, Frank Fischer, Armstedt

Junge Klasse (2 Kalbungen)

Siegerkuh Kroni v. Joyboy, Claus-Wilhelm Steffens, Wiemersdorf

Reservesiegerkühe Kathrin v. Joyboy, Klaus Hauschildt, Kükels

Lady v. Romano, Heiko Rahlf, Seedorf

Lady v. Fascinator, Eckhard Kohn, Borstel

Datenschutz

Die zur Abrechnung der Besamungsgebühren und Tierverkäufe

nebst Aufpreisen notwendigen Datenmengen, aber

auch die vom LKV und der Herdbuchführung benötigten

Züchterdaten können heute nur noch mittels des Einsatzes

der elektronischen Datenverarbeitung bearbeitet und verarbeitet

werden.

Die Sieger der Prämierung in der Herde Foto: C. Röschmann

Mittlere Klasse (3 Kalbungen)

Siegerkuh Jette v. Joyboy, Claus-Wilhelm Steffens, Wiemersdorf

Reservesiegerkühe Latina v. Classic PS, Stefan Voß, Nehms

Kinga v. Hume, Lars Gerdes, Schmalfeld

Ältere Klassen (5 und mehr Kalbungen)

Siegerkuh Gracia v. Knirps, Frank Fischer, Armstedt

Reservesiegerkühe Nr.910 v. Jerom, Werner Ahrens, Kisdorf

Gudi v. Roubignole, Sönke Sebelin, Braak

Die hierfür benötigten persönlichen Daten werden in unserer

elektronischen Datenverarbeitungsanlage gespeichert

und dienen ausschließlich nur unserem Geschäftszweck.

Eine Weitergabe an unbefugte Dritte erfolgt nicht.

S. Petersen, Datenschutzbeauftragter

// Rind im Bild 3/2012 51


52

Die strahlenden Sieger des Tages:

Tanja Staggen und Katharina Wendt

Insgesamt waren in diesem Jahr 84 Teilnehmer im Alter von

drei bis 25 Jahren am Start

Es wird gewaschen…

…das Lieblingsfutter geholt…

…ein letztes Mal geübt, bevor es dann richtig losgeht

// Rind im Bild 3/2012

// Jungzüchter

Landesjungzüchter Schleswig-Holstein

Landesjungzüchterschau 2012

Am 22.04.2012 traf sich die Gemeinschaft

der engagierten Landesjungzüchter Schleswig-

Holsteins, um bei durchwachsenem Wetter in der

Reithalle der Familie Müller in Aukrug die besten

Vorführer unter sich auszumachen. Von dem gerade

mal drei Jahre alten Nic-Luca Hollesen bis hin zur

25 jährigen Iris Knaus, nahmen 84 Kinder und junge

Erwachsene an dem Wettbewerb teil.

Sie alle stellten sich dem Urteil des Preisrichters

Alexander Braune (21 Jahre) aus Schönwalde im

RSA-Gebiet, der mit viel Kompetenz richtete, seine

Entscheidungen sehr gut erläuterte und sich

begeistert von der Qualität der schleswig-holsteinischen

Jungzüchter zeigte. Herr Braune nahm sich

auch die Zeit, jedem Teilnehmer nach der Platzierung

noch ein paar Tipps und Anregungen mit auf

den Weg zugeben.

Die jungen Klassen

In den sehr gut besuchten

jungen Klassen zeigten

die Allerkleinsten bis hin

zu den Neunjährigen, wie

souverän sie ihre Kälber präsentieren können.

In der ersten Klasse bewies Thorge Bethke aus Königshügel

mit viel Ruhe und sehr konzentriert, dass

er sein Fleckviehkalb „Omlett“ alleine vorstellen

kann und setzte sich damit auf den 1. Platz vor Laura

Sprick aus Sophienhamm, die ihre „Otje“ auch

souverän durch den Ring führte und dabei den Blick

auf den Richter nicht vergaß.

In der zweiten Klasse dominierten die jungen

Herren das Geschehen. So präsentierte Jes Heinrich

Carstensen aus Lütjenholm seine „Ornis“ mit ruhiger

Hand und konnte sich durch seine stetige Arbeit

mit dem Tier und dem ständigen Blickkontakt

zum Richter knapp vor Jesse Wischmann setzen,

der auch eine ganz hervorragende Vorführleistung

zeigte, die bewies, wie gut er sich und sein Kalb auf

diesen Wettbewerb vorbereitet hat.

Etwas eindeutiger war hingegen die Platzierung in

der dritten Klasse. Aileen Jakobsen aus Beschendorf

präsentierte ihre „Opal“ hoch konzentriert in fast

perfekter Manier, mit der linken Hand am Halfter,

den Blick auf den Richter gerichtet. Damit sicherte

sie sich den 1a Platz ihrer Klasse vor Victoria

Schnoor aus Dosenbeck mit „Oregon“.

In der vierten Klasse gab es ein knappes Kopf-an-

Kopf-Rennen zwischen Fynja Becker aus Bredenbeck

und Jenny -Christin Stichert aus Nessendorf.

Beide zeigten für ihr Alter hervorragende Vorführlei-

stungen und wussten ihre Tiere sehr gut dem Richter

zu präsentieren, der um seine Aufgabe nicht zu

beneiden war. Am Ende gab er dann jedoch Fynja

Becker mit „Overtuere“ den Vorrang auf den 1a

Platz, da „Overtuere“ sich in der Bewegung motivierter

zeigte und noch besser mitarbeitete. Jenny

-Christin und „Clara“ folgten nun knapp auf dem

1b Platz.

Auch in der nachfolgenden Siegerauswahl bestach

Fynja Becker durch eine absolut souveräne Leistung,

so war es nicht verwunderlich, dass der Gesamtsieg

im Vorführwettbewerb der jungen Klassen

an sie und ihre „Overtuere“ ging. Dicht gefolgt von

Jes Heinrich Carstensen, der ebenfalls eine sehr

starke Leistung zeigte. Siegerin im Typwettbewerb

der jungen Klassen wurde Jenny-Christin Stricherts

Windbrook-Tochter „Clara“ (Züchter und Besitzer:

Heiner Staggen, Schipphorst), die durch zarte, glasklare

Gelenke und einem absolut schicken, entwicklungsfähigen

Körper knapp vor der ebenfalls sehr

typvollen „Oregon“ (Züchter und Besitzer: Hinrich

Schnoor, Bothkamp) von dem RSH-Vererber Calysto,

vorgestellt von Victoria Schnoor, landete.

Für alle Kinder, und auch die älteren Jungzüchter,

gab es neben den Pokalen und Ehrenpreisen, wie

schon im letzten Jahr, zusätzlich eine prall gefüllte

Naschitüte am Ausgang, die bei einigen vielleicht

auch ein bisschen über die Enttäuschung hinweghalf,

keine vordere Platzierung abbekommen zu

haben.

Die mittleren Klassen

In den stark besetzten

mittleren Klassen waren

viele altbekannte Gesichter

der letzte Jahre

wieder anzutreffen.

In der Klasse fünf zeigten alle acht Vorführer eine

sehr gute Leistung, bei der sich am Ende Mara Liena

Callsen aus Lütjenholm über einen verdienten

1a Platz freuen konnte, da sie ihre „Ozean“ sehr

harmonisch und korrekt, insbesondere dem Richter,

zu präsentieren wusste. Den 1b Platz erkämpfte

sich Sören Andresen aus Böklund mit seiner „OHF

Orly“, dicht gefolgt von Arne Fischer aus Armstedt

mit „Olanka“.

In der folgenden Klasse fand sich schon einer der

Favoriten des Tages auf den Gand Champion Titel

wieder. Sven Schramm aus Wanderup wusste sich

und seine „Oase“ exzellent vorzustellen. Ruhig


und konzentriert harmonierte er so gut mit seinem

Tier, dass Richter Alexander Braune ihn klar auf

dem ersten Platz sah. Gefolgt von Synje Becker

aus Bredenbek, die auch nach ihrem Erfolg auf der

Kreisjungzüchterschau in Rendsburg-Eckernförde,

sich und „Nemesis“ wieder in ein sehr gutes Licht

rücken konnte und so verdient den 1b Platz in ihrer

Klasse gewann.

Einige altbekannte Konkurrenten aus dem Vorjahr

trafen sich in Klasse 7 wieder. Den 1a Platz belegt

- in inzwischen gewohnter Manier - Sina Thomsen

aus Kleinwiehe mit ihrer „THH Ottawa“. In absolut

überzeugender Leistung wusste sie ihr Tier zu präsentieren

und die etwas bessere Arbeit mit dem Tier

setzte sie vor den 1b platzierten Gunnar Fischer aus

Armstedt mit „Nugget“, der sich mit seiner Ruhe

und Konzentration gegenüber der 1c platzierten

Anna Hausschild aus Kükels mit „Ohio“ durchzusetzten

vermochte.

In der letzten der mittleren Klassen hatte Alexander

Braune es sehr schwer. Die Jungzüchter zeigten

sich mit ihren Tieren als sehr harmonische Paare

von besonderer Qualität. Es gewann jedoch, wie

auch schon in den letzten Jahren in ihrer Klasse,

Rieke Eggers aus Brunsbeck mit „Nasa“, einer

NOG Salem-Tochter. Rieke hatte ihr sehr temperamentvolles

Jungtier die ganze Zeit gut im Griff und

wusste „Nasa“ immer dem Richter ideal aus jedem

Blickwinkel zu zeigen, womit sie sich vor Svea Löding

aus Oldenborstel mit „New York“ setzte. Auch

Svea verstand es „New York“ sehr gut vorzustellen,

lediglich ihre Körperposition beim Präsentieren des

Tieres im Stand riet ihr der Richter Alexander Braune

zu optimieren, um das Tier noch offener präsentieren

zu können.

Diesen Rat setzte Svea dann bei der Prämierung

des besten „Vorführer Mittel“ auch gleich gekonnt

um, so dass sich Alexander Braune zunächst gar

nicht zwischen ihr, Sven Schramm und Sina Thomsen

entscheiden konnte. Am Ende führte dann aber

doch kein Weg an Sven vorbei. Er sicherte sich und

„Oase“ (Vater: Lauthority; Züchter und Besitzer: Kai

Schramm, Wanderup) souverän den Titel des besten

Vorführers Mittel und des besten Typtieres Mittel.

1b Platzierte im Vorführwettbewerb wurde Svens

Konkurrentin aus den letzten Jahren, Sina Thomsen.

1b Platzierte in der Wahl des Typtieres Mittel wurde

„Ola“, eine Shottletochter (Züchter und Besitzer:

Dirk Huhne, Kasseedorf), die Marie-Sophie, wie

schon in der Klassenauswahl, auf den Punkt vorzustellen

wusste.

Die älteren Klassen

Dass das Preisrichteramt

keine einfache Aufgabe

ist, war Alexander Braune

klar; an den schleswig-hol-

// Jungzüchter

steinischen Jungzüchtern, besonders in den älteren

Klassen, hatte er jedoch eine besonders harte Nuss

zu knacken. Durchweg sehr homogene Leistungen,

in extrem starken Gruppen machten es schwer, eine

Auswahl zu treffen und so brauchte der Richter hier

doch etwas mehr Zeit und nahm in den meisten

Klassen mindestens einen Tiertausch zwischen den

Teilnehmern vor, um weiter Anhaltspunkte für das

Richten zu haben.

Familie Schramm kann in diesem Jahr sehr stolz auf

ihre Kinder sein! Dominierte Sven noch die mittlere

Klasse, konnte sich sein Bruder Torben in seiner

Klasse sowohl den 1a Platz im Vorführen. Mit seiner

ruhigen, sicheren Art und der besseren Arbeit am

Kopf des Tieres setzte er sich vor Janina Last aus

Arkebek.

Und auch in Klasse zehn kam man wieder nicht

an der Familie Schramm vorbei. Ellen Schramm gewann

mit „Nymphe“ nach Tiertausch souverän vor

Stefan Joost mit „Nele“ aus Steinbergkirche.

In der Gruppe elf war es Hauke Gonnsen aus

Struckum, bei dem alles passte. Er bot eine tadellose

Vorführung seiner „Mandel“ und platzierte

sich damit vor einem ebenfalls sehr starken Mario

Körner aus Lienau, der mit seiner „Nicola“ ein sehr

harmonisches Duo bildete, und vor Lea Holtmeier,

der man nicht anmerkte, dass sie nur kurze Zeit mit

ihrer „Lola“ hatte üben könne, da ihr ursprüngliches

Tier ausgefallen war. Die beiden zeigten sich

als so harmonisches Paar, als hätten sie wochenlang

zusammen geübt.

Den Sieg in Klasse zwölf sicherte sich Nicole Harder

aus Höbeck, die ihr Tier immer wieder aufmerksam

zu machen wusste und selber die Aufmerksamkeit

für den Richter nie außer Acht ließ. Damit landete

sie knapp vor Gönna Andresen aus Böklund, die

ihr Tier fest im Griff hatte, sehr schnell auf die Anweisung

des Richters reagierte und damit auf dem

zweiten Platz landete.

Bei den ältesten Teilnehmern war es eine besonders

schwere Entscheidung. Alexander Braune ließ

die Teilnehmer öfter die Tiere tauschen, um die in

seinen Augen alle auf Bundesniveau laufenden

Jungzüchter noch besser einschätzen zu können.

Mit einer exzellenten Leistung ohne Fehler gewann

Tanja Staggen ihre Klasse vor Katharina Wendt aus

Ripsdorf auf dem 1b Platz.

Die Siegerauswahl der älteren Klassen stellte Alexander

Braune vor eine große Aufgabe. Die Auswahl

der älteren Klassen war mit Sicherheit auf Bundesniveau

und so gaben sich alle die größte Mühe,

noch einmal alles zu geben, um den begehrten

Pokal mit nach Hause zu bekommen. Schlussendlich

gewann mit einer perfekten Leistung, wie auch

schon in ihrer Gruppe, Tanja Staggen mit ihrer „My

Lady“ vor Katharina Wendt mit „Antika“. Bei der

Typtierentscheidung Alt hatte dann Katharina mit

Gute Tipps gab es für jeden von Richter Alexander Braune

Groß wurden die Augen an unserem gut gefüllten Pokaltisch

Fynja Becker und Overtüre, Sieger Jung im Vorführwettbewerb

Unsere Jüngsten Teilnehmer

Sieger und Reservesieger Mittel: Sven Schramm und Sina

Thomsen Fotos: Tordsen

// Rind im Bild 3/2012 53


54

ihrer Knowledgetocher „Antika“ (Besitzer: Ute und

Hans-Jürgen Wendt GbR, Riepsdorf) die Nase vorne

und platzierte ihr Tier knapp vor dem ihrer Schwester

Christina, die sich über den Reservesiegerplatz

ihrer Cassanotochter „IHC Bellavista“ (Züchter

und Besitzer: Ute und Hans-Jürgen Wendt GbR,

Riepsdorf) von ihrer allerbesten Seite präsentiert

hatte. Beide Sieger und Reservesieger strahlten und

freuten sich mit ihren Freunden und Familien über

den Gewinn!

Grand Champion

1 Höhepunkt der Veranstal-

2

tung war, wie auf allen

3

großen Zuchtveranstaltungen,

die Wahl des Grand

Champion. So bot sich den zahlreichen, gespannten

Zuschauern ein tolles Bild, als Fynja, Sven und Tanja

ihre Tiere ein letztes Mal an diesem Tag mit ihrer

exzellenten Vorführkunst präsentierten. Mit großem

Applaus wurde Tanja Staggen zur strahlenden

Gesamtsiegerin gekürt, da Alexander Braune ihrem

// Rind im Bild 3/2012

// Jungzüchter

Vorführstil einfach nichts mehr hinzuzufügen hatte!

Unter so vielen, so guten Paaren, das eine Paar herauszukristallisieren,

war eine sehr große, schwierige

Aufgabe, aber an diesem Tag passte bei Tanja

einfach alles, so dass sie als strahlende Gesamtsiegerin

den Tag für sich beschließen konnte.

Auch bei den besten Typtieren wurde es noch einmal

spannend. „Clara“, „Oase“ und „Antika“ boten

ein tolles Bild im Ring und es war dem Richter

anzusehen, dass er sich bei diesen drei wunderschönen

Tieren zu einer Entscheidung durchringen

musste. „Ein so tolles Tier, dass man sich ärgert, keinen

Anhänger mitgebracht zu haben“ sagt Alexander

Braune mit einem Augenzwinkern und schickt

die seidig schwarze Siegerin der alten Klassen „Antika“

von Katharina Wendt auf das Siegerpodest

des Grand Champion Typtier.

Wie schon in den letzten Jahren, hat die RSH eG

auch in diesem Jahr wieder vier exklusive Embryonen

für die Verlosung gestiftet. Losfee Aileen Ja-

Jungzüchter machen Ferien

„Grüß Gott“ aus Baden-Württemberg

Es sind Ferien in Schleswig-Holstein und wieder

machen sich 42 Jungzüchter auf den Weg, um nach

zwei Jahren außerhalb der Bundesgrenze, nun im

Inland Baden-Württemberg, zu besuchen. Da unser

Ziel am Abend das Landwirtschaftliche Zentrum in

Aulendorf (Bodensee) sein sollte, hieß es für alle

früh aus den Federn und pünktlich an den Haltestellen

sein. Ein langer Weg lag vor uns.

Ziemlich genau auf halben Weg stand der erste Betriebsbesuch

auf dem Programm. Edermünde-Grifte

in Nordhessen ist der Heimatort des Betriebes von

Günter Steinhagen. Auf dem Betrieb finden insgesamt

214 schwarzbunte Holstein Kühe mit einer

durchschnittlichen Herdenleitung von fast 9.400kg

Milch ihr Zuhause. Die Jungtiere des Betriebes gehen

ab einem Alter von 5 Monaten in einen 55km

entfernten Aufzuchtstall bis sie dann 8 Wochen vor

der Abkalbung wieder auf den Betrieb Steinhagen

zurückkehren. Bekannt ist der Betrieb von Familie

Steinhagen für das gute Fütterungsmanagement.

Es werden entsprechend dem Leistungsstand Totale

Mischrationen für momentan fünf verschiedene

Fütterungsgruppen gemacht. Als weiteres Standbein

hat Günter Steinhagen die alte Wassermühle

des Betriebes zu einem Wasserkraftwerk mit

460kW umgebaut. Etwa 660 Haushalte können

Strom aus diesem Kraftwerk beziehen. Auch mit

seiner innovativen Fischtreppe setzt der Landwirt

aus Grifte Maßstäbe, sie ermöglicht es den Fischen,

das Hindernis Wasserkraftwerk zu umschwimmen.

Nach fast zwei Stunden Aufenthalt in Grifte sollte

es dann weitergehen, um Abends pünktlich in Aulendorf

anzukommen.

Der nächste Tag begann gleich mit einem der Highlights

der Fahrt. Der Betrieb von Markus Mock in

Markdorf wartete auf uns. Dieser liegt 4,5km nördlich

vom Bodensee. Ein recht mildes Klima sorgt in

dieser Gegend für zahlreiche Obstanbauflächen,

was die Fläche insgesamt sehr knapp werden lässt.

130ha Landfläche gehören zum Hof von denen

100ha zugepachtet sind. Bis 1995 wurden die ca.

60 Kühe auf dem Stüblehof der Familie Mock im Anbindestall

gemolken. Mittlerweile werden ca. 130

schwarz- und rotbunte Holsteins in einem großzügig

angelegten Boxenlaufstall gehalten. Zusätzlich

haben sich ein paar Braunviehkühe unter die Holsteins

gemischt. Die gesamte Nachzucht wird für

den weiteren Zuchteinsatz aufgezogen. Gerade

in Züchterkreisen ist der Betrieb durch seine zahlreichen

Erfolge auf nationalen und internationalen

Schauen bekannt. Dieses hochklassige Tiermaterial

kobsen brachte den Familien Harder aus Höbeck

und Voss aus Nehms Glück, die je zwei Embryonen

gewannen.

Für diesen erfolgreichen Tag sei all den Sponsoren,

Züchtern, Helfern, Zuschauern und auch den Organisatoren

ein herzlicher Dank ausgesprochen. Ohne

die vielen helfenden Hände wäre es schwer, eine

solche Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Auch

bei Familie Wachs möchten wir uns noch einmal für

die tollen Siegerkränze bedanken!

Ein ganz besonderer Dank und ein großes Lob gilt

natürlich auch Alexander Braune, der seine schwere

Aufgabe mit großer Kompetenz und viel Herz gemeistert

hat, und dem ein oder anderen Jungzüchter

vielleicht noch einen guten Tipp mit auf den Weg

geben konnte.

Und last but not least möchten wir uns natürlich bei

allen aktiven Jungzüchtern bedanken, ohne euch

wäre so ein Tag nicht möglich!

W. Krabbenhöft

fiel auch direkt bei der Betriebsbesichtigung ins

Auge. So nutzt Markus Mock seine herausragendes

Zuchtmaterial als zweites Standbein des Betriebes.

Zum einen über Embryonenverkäufe zum anderen

durch den alle 2 Jahre auf dem Betrieb stattfindende

Mox-Sale. Der Herdenschnitt liegt derzeit bei

33kg/Kuh mit 3,8%Fett und 3,4% Eiweiß.

Nach einer Stärkung zur Mittagszeit führte uns

unser Programm nach Seelfingen-Stockach, auf

den Fleckviehzuchtbetrieb von Franz und Lucia


Präsentation von ausgesuchten Fleckviehkühen

der Familie Käppeler

Das Heidelberger Schloss

Fischtreppe, so ist für die Fische das

Umschwimmen des Kraftwerkes möglich

// Jungzüchter

Mit bereits 5 Kälbern ist sie eine der

großen Hoffnungen von Franz Käppeler

Wartehof mit Kuh-Dusche

und Ventilatoren im LZBW

Bergbahn – rauf zum Königstuhl

Wasserkraftwerk – zweites Standbein

der Familie Steinhagen

Melkstand des Landw. Zentrums Aulendorf

mit insges. 4 verschiedenen Melksystemen

Reservesiegerin der jungen Klassen Vivien Hackauf

Tolle Braunviehkühe mit viel

Potential wurden uns gezeigt

Heidelberg

Flugdemonstration in der Falknerei Tinnunculus

Boxenlaufstall der Familie

Mock: planbefestigte Lauffläche

mit extra Gummi auf den

Laufwegen und Tiefboxen

// Rind im Bild 3/2012 55


56

Käppeler. Seit vielen Jahren züchtet Familie Käppeler

erfolgreich. Im Stall setzt Familie Käppeler

auf Praktikabilität, weshalb sie sich für einen sehr

flachen Cucettenstall entschieden haben. Durch die

geringe Höhe des Stalles konnte beim Bau fast alles

selbst erledigt werden. Der Stall liegt nah am

Hang, weshalb es auf den offenen Laufgängen

kaum zieht. Das Dach wurde isoliert um ein aufheizen

des Stalles im Sommer zu verhindern. Gefüttert

werden die 115 Kühe über eine Totalmischration,

wobei es eine zusätzliche Leistungsfütterung bei

über 30 Litern Tagesgemelk gibt. Die durchschnittliche

Herdenleistung liegt derzeit bei 8.168kg mit

4,27% Fett und 3,34% Eiweiß. Zusätzlich zu den

115 Fleckviehkühen betreibt der Betrieb noch eine

intensive Deckbullenvermarktung über die Auktion

in Donaueschingen und ab Hof. Hierzu werden zusätzlich

Bullen mit interessanter Abstammung zugekauft.

Am Mittwochmorgen standen uns alle Türen des

Lehr-, und Versuchsstalles des Landwirtschaftlichen

Zentrums offen. Der landwirtschaftliche Betrieb

ist mit seiner Struktur auf die besondere Aufgabenstellung

der Aus-, Fort,- und Weiterbildung

ausgerichtet und somit schwer mit einem konventionellen

Betrieb vergleichbar. Die Fleckviehherde

mit 81 Kühen zog erst 2010 vom Anbindestall in

die neue Fress- Liegehalle der Lehranstalt. Diese ist

eingerichtet mit insgesamt 76 Liegeplätzen und 91

Fressplätzen für die, die unterschiedlichsten Stalleinrichtungssysteme

verwendet wurden. Auch im

Melkstand können die Lehrgangsteilnehmer mit

den verschiedensten Melksystemen arbeiten. So

sind 6 Plätze als normale Fischgräte, 5 Plätze als

Side by Side und 4 Plätze als steile Fischgräte installiert.

Vor der Besichtigung hieß es schon für alle

Sachen packen und den Bus abreise fertig machen,

denn die Jungendherberge in Heidelberg sollte am

Abend unser Ziel sein.

// Rind im Bild 3/2012

// Jungzüchter

Da wir die zwei am meisten vorkommenden Milchviehrassen

in Baden-Württemberg nun schon in

Augenschein genommen hatten, sollte am Mittwochmittag

das Braunvieh im Mittelpunkt stehen.

Deshalb führte uns unser Weg nach Dietenheim zur

Familie Neuhauser. 1998 zogen die Braunviehkühe

aus dem Anbindestall direkt am Hof in den neuen,

ausgesiedelten Boxenlaufstall. Dieser bot 50 Kühen

Platz. 2005 folgte dann der Anbau eines neuen Kälber-

und Jungviehstalles. Erst 2011 kam der neue

Anbau für dann insgesamt 100 Kühe dazu. Derzeit

werden 89 Kühe gemolken, die eine durchschnittliche

Herdenleistung von 9.500kg bei 4,40% Fett

und 3,70% Eiweiß haben. Auch Familie Neuhauser

nimmt regelmäßig erfolgreich an regionalen

Schauen teil. Eine kleine Auswahl dieser Schaukühe

wurde uns genauer gezeigt. Im Braunviehbereich

scheint momentan der Exterieurvererber „Huray“

sehr viele hervorragende Kühe hervorzubringen.

Was auch die Kühe bei Familie Neuhauser bestätigen

konnten.

Für den Donnerstag war zunächst ein ausgedehnter

Stadtbummel in der schönen Altstadt von Heidelberg

geplant. Bevor jedoch alle in Gruppen losziehen

durften, erklommen wir zusammen den Berg

zum Schloss von Heidelberg und genossen die klare

Sicht über die Stadt. Nachmittags sollte es noch

weiter hoch zum Königstuhl gehen. Die Bergbahn

sollte uns aber den anstrengenden Fußmarsch ersparen.

Oben angekommen wartete die Flugschau

der Falknerei Tinnunculus auf uns. Mit schnellen,

spektakulären Flugmanövern konnten die Greifvögel

der Falknerei unsere volle Aufmerksamkeit

gewinnen.

Am Freitagmorgen besichtigen wir in der Nähe von

Heidelberg die Großhans GbR Weinheim, oder wie

sie sich selber nennen: “Home of happy Cows“

Auf dem Betrieb stehen 140 Milchkühe, die eine

Fotos: Krabbenhöft

Milchtankstelle der Familie Grosshans Strahlende Gesichter im John Deere Forum Mannheim Die Teilnehmer der Landesjungzüchterfahrt 2012

Leistung von über 10.500kg bei 3,56% Fett und

3,21% Eiweiß ermelken. Besonders interessant der

2004 großräumig, neu gebaute, 1 Reihige Laufstall

mit 5 Meter breitem planbefestigten Laufgang.

Auch eine 650kw-Biogasanlage, die einer der Söhne

der Familie betreibt, ergänzt das „Home of happy

Cows“. Für die 2006 gebaute und 2009 erweiterte

Anlage kaufen Großhans´ den Mais zu. Als kleines

Zubrot hat sich die Familie dazu entschlossen eine

Milchtankstelle zu bauen. Jeden Tag werden so in

der Woche ca. 100 Liter und am Wochenende bis

zu 200 Liter Milch verkauft.

Abschluss der diesjährigen Landesjungzüchterfahrt

sollte nun der von vielen lang ersehnte Besuch

des John Deere Werkes in Mannheim sein. Sehr

freundlich wurden wir von den Mitarbeitern dort

empfangen. Wir bekamen eine Führung durch den

gesamten Produktionsablauf. Bei reibungslosem

Ablauf verlässt alle 6 Minuten ein fertiger Traktor

die Produktionshallen. Das John Deere Werk Mannheim

ist die zweitgrößte Fabrik des Unternehmens

mit einer Betriebsfläche von 46 ha, wovon 20 ha

überdacht sind. Produziert werden Traktoren von

72PS (53 kW) bis 160PS (118 kW) Motorleistung.

Die Betriebsführung endete im „John Deere Forum“

hier gab es die Gelegenheit, die neuesten Modelle

noch einmal genauer unter die Lupe zu nehmen

und das eine oder andere Souvenir aus den John

Deere Shop zu kaufen.

Nun lagen noch ca. 8 Stunden Fahrzeit vor uns. Um

Mitternacht erreichten wir wieder das „Land zwischen

den Meeren“. Müde aber zufrieden lieferten

wir alle Teilnehmer an den Haltestellen ab.

Zum Schluss sei noch einmal allen Betrieben gedankt,

die uns so herzlich in Empfang genommen

haben.

M. Nobbe


Am Sonntag den 12. August 2012 fand auf dem

Hof des Reit- und Fahrvereins Wilster u. Umgebung

in Kleve die diesjährige Schau des Jungzüchterclubs

Steinburg/ Pinneberg/ Wilstermarsch statt.

Bei bestem Wetter trafen sich 24 Nachwuchszüchter

aus den Kreisgebieten um in der Reithalle des

Reit- und Fahrvereins Wilster u. Umgebung ihr

Können zu messen.

Katharina Wendt aus Riepsdorf und Eileen Sophie

Körting aus Westerau waren nicht um ihre Aufgabe

zu beneiden, die besten Jungzüchter zu küren.

Beide haben mit viel Engagement die schwierige

Aufgabe gemeistert.

Die stolzen Sieger und auch alle Teilnehmer wurden

von den zahlreichen Zuschauern mit viel Beifall

bedacht, die gekommen waren um den engagierten

Jungzüchtern zuzuschauen.

Sieger der Klasse Jung wurde Lennard Merz mit

dem Kalb „Omega“ einer Faromir Tochter aus

dem Betrieb von Jürgen Peter Bestmann aus Rade,

die er mit sehr guter Haltung vorzustellen wusste,

dicht gefolgt von Marieke Fels aus Kaaks. Marieke

konnte mit ihrer „ Praline“ einer Dertour Tochter

vom elterlichen Betrieb so überzeugen, dass ihr

am Ende der Schau auch der zusätzlich verliehene

Titel „ Bester Zweiter“ sicher war. Besonders in

den Jungen Klassen war das Richten eine schwere

Aufgabe, da einige der Kälber sehr geschafft waren

und es damit ihren Vorführern nicht leicht machten.

// Jungzüchter

Jungzüchterclub Steinburg-pinneberg-Wilstermarsch

Schau des Jungzüchterclubs

Die jüngste Teilnehmerin, Bente Borstel mit „Osella“,

mit Lennard Merz

Alle Teilnehmer der Schau des Jungzüchterclubs Steinburg/ Pinneberg/ Wilstermarsch 2012

Eine Neuerung in diesem Jahr ist der Wanderpokal

für den jüngsten Teilnehmer, gestiftet von Detlef

Bolten, der an Bente Borstel mit „Osella“ (Vater:

Micha, Züchter und Besitzer: Detlef Bolten, Wewelsfleth)

ging, die mit ihren drei Jahren „Osella“

souverän alleine vorstellen konnte.

Zum Sieger der mittleren Klassen wählten die Richter,

wie schon im letzten Jahr, Merle Sophie Brandt

mit ihrem Jungrind „Olea“ (V. Salaban) aus dem

Betrieb von Marco Fels aus Kaaks. Merle Sophie

arbeitete unermüdlich mit ihrem sehr unruhigen

Jungrindes und setzte sich so vor Jannes Fels mit

„Olanda“ (V. Rujock) aus Kaaks, der seine „ Olanda“

jedoch ebenfalls souverän vorzustellen wusste.

In den älteren Klassen wurde verdient Jana Blohm

aus Klein Nordende Siegerin. Mit ihrem Jungrind

„Natalia“ (V. Jurus) zeigte sie eine sehr gute Vorführleistung

präsentierte sich mit ihrer „ Natalia“

als sehr harmonisches Paar. Jana wurde dicht gefolgt

von Freya Marita Reimers aus Fitzbek, die mit

ihrer Runaway Tochter „Narbe“ mit einer souveränen

Leistung überzeugte.

Traditionell wird auf dieser Schau nicht der Grand

Champion gewählt, sondern aus allen 1b Platzierten

der „ Beste Zweite“ gekürt. Dieser Titel mit

dem von Erwin Wiggers gestifteten Pokal ging in

diesem Jahr, wie schon erwähnt, an Marike Fels aus

Kaaks mit ihrer „Praline“.

In diesem Jahr gab es eine Schaueinlage, Ivonne

Schlotfeldt zeigte mit ihrer bekannten Reitkuh

„Lady“ eine Sprungvorführung. Danach durften interessierte

Jungzüchter selbst noch einmal im Sattel

platz nehmen.

Klasse Jung

Klasse 1

1a Bente Borstel mit „Osella“

1b

Klasse 2

Hauke Becker mit „Owschlag“

1a Lennard Merz mit „Omega“

1b Marike Fels mit „Praline“

Sieger Lennard Merz mit „Omega“

Res. Sieger Marike Fels mit „Praline“

Klasse Mittel

Klasse 3

1a Jannes Fels mit „Olanda“

1b

Klasse 4

Lasse Bolten mit „Ortrud“

1a Merle Sophie Brandt mit „Olea“

1b Mats Ahsbahs-Diercks mit „Oharia“

Sieger Merle Sophie Brandt mit „Olea“

Res. Sieger Jannes Fels mit „Olanda“

Klasse Alt

Klasse 5

1a Charlotte Heincke mit „Nesquick“

1b

Klasse 6

Laura Marie Brandt mit „Nora“

1a Jana Blohm mit „Natalia“

1b Freya Marita Reimers mit „Narbe”

Sieger Jana Blohm mit „Natalia“

Res. Sieger Freya Marita Reimers mit „Narbe”

// Rind im Bild 3/2012 57


58

Sieger Jung: Lennard Merz mit „Omega“ und Reservesiegerin

Jung sowie „Beste Zweite“ Marieke Fels mit „Praline“

Die strahlenden Sieger Alt: Jana Blohm mit „Natalia“

und Freya Marita Reimers mit „Narbe“

// Rind im Bild 3/2012

// Jungzüchter

Sieger und Reservesieger Mittel: Merle Sophie Brandt mit

„Olea“ und Jannes Fels mit „ Olanda“

Ivonne Schlotfeldt zeigt, dass Kühe auch sportlich nicht zu

unterschätzen sind Fotos: M. Nobbe/D. Fels

Zusätzlich hatte der Jungzüchterclub ein Preisrätsel

vorbereitet, Maiskörner in einem Glas galt es auf

die Menge zu schätzten.

Am dichtesten kam hier Claus Detlef Reimers aus

Fitzbek an die tatsächliche Menge heran, und kann

sich über einen Spermagutschein über 2 Portionen

des genomischen Vererbers „ Brisbane“ , gestiftet

von der Rinderzucht Schleswig Holstein eG, freuen.

Die Jungzüchterschau war auch in diesem Jahr wieder

ein voller Erfolg!

Ein großer Dank geht an Hilde und Ernst Wachs die

wieder ihre heiß begehrten Siegerkränze gebunden

und gestiftet haben.

Ein herzliches Dankeschön geht auch an alle Helfer

die dazu beigetragen haben diese Veranstaltung auf

die Beine zu stellen, sowie den beiden Richterinnen

Katharina Wendt und Eileen Sophie Körting die sich

der schweren Aufgabe angenommen haben.

Herzlichen Glückwunsch allen Teilnehmern, den

Platzierten und dem Jungzüchterclub zu dieser tollen

Veranstaltung.

W. Krabbenhöft

Die Kreisvereine der Rot- und Schwarzbuntzüchter

im Kreis Nordfriesland laden zur

Jungzüchterschau ein.

Am 29. September 2012 ist es wieder soweit. Die Kreisvereine der Rot- und Schwarzbuntzüchter im

Kreis Nordfriesland laden zur Jungzüchterschau ein.

Veranstaltungsort ist die

Reithalle von markus Schmidt, Klintum

– 29. September 2012

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.


Für Sie gelesen

Start für deutschlandweites programm

Verbesserung der Eutergesundheit

Der Deutsche Verband für Leistungs- und Qualitätsprüfungen

e.V. (DLQ), Bonn, sowie die Fachhochschule

Hannover, Abteilung Bioverfahrenstechnik

– Mikrobiologie, starten ein deutschlandweites

Programm zur Verbesserung der Eutergesundheit in

Milchviehherden.

Finanziell unterstützt wird dieses über drei Jahre

laufende Vorhaben durch das Programm zur Innovationsförderung

des Bundesministeriums für

Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Ziel des Vorhabens ist es, das Vorkommen von Eutergesundheitsstörungen

deutlich zu reduzieren

und die damit einhergehenden Milchverluste und

Kosten zu senken. Damit soll die Ressourceneffizienz

in der Milcherzeugung erhöht werden.

In dem Projekt wird auf zwei sich ergänzenden

Ebenen gearbeitet. Auf der ersten Ebene werden

die Voraussetzungen geschaffen, um auf Basis

der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse und

der bereits verfügbaren Proben und Daten der

Milchleistungsprüfung klare Handlungsempfehlungen

zur Reduzierung der Mastitisprävalenz für

landwirtschaftliche Betriebe und ihre betreuenden

Tierärzte zu geben. Hierzu werden im Vorfeld Milcherzeuger

und Tierärzte hinsichtlich ihrer Vorgaben

und Wünsche zur Informationsbereitstellung einbezogen.

Bereitgestellte Datenanalysen sollen vor allem die

Kommunikation zwischen Landwirten und Haustierärzten

anregen und verbessern. Auf der zweiten

Ebene soll eine standardisierte Methode der Zelldifferenzierung

von in der Milch vorkommenden

somatischen Zellen entwickelt werden. Hierauf

aufbauend ist es das Ziel eine innovative Hochdurchsatzmethode

auf der Basis bestehender Rou-

tinegeräte zur Zellzahlbestimmung zu entwickeln,

welche die Zelldifferenzierung in Proben aus der

Milchleistungsprüfung erlaubt. Mit den ermittelten

Analysenergebnissen sollen zusätzliche neue Diagnose-

und Prognose-Werkzeuge zur Erkennung

und Bewertung subklinisch erkrankter Kühe für die

Unterstützung von Managemententscheidungen

geschaffen werden. Aufgrund der engen Zusammenarbeit

zwischen der Fachhochschule Hannover

und den Mitgliedern des DLQ ergibt sich in dem

Vorhaben eine Netzwerkstruktur, die einen zeitnahen

Erkenntnistransfer aus der Wissenschaft in die

Praxis sicherstellt.

So werden durch den DLQ die Projektergebnisse

den Milcherzeugern in ganz Deutschland flächendeckend

zur Verfügung gestellt.

DLQ/FH Hannover

ADR-Info 19/12 vom 08.05.2012

deutsche Bauernverband setzt sich zur Wehr

Milchviehhaltung ist praktizierter Tierschutz

Gegen Vorwürfe des Deutschen Tierschutzbundes

an den gegenwärtigen Haltungsbedingungen

in der Milcherzeugung hat sich der Deutsche

Bauernverband (DBV) zur Wehr gesetzt.

Kein Landwirt in Deutschland müsse sich generell

„gravierende Missstände in der Haltung von Milchkühen“

vorwerfen lassen, so der DBV in einer Presseverlautbarung.

Gerade im Milchviehbereich sei

der Tierschutz heute gelebte Praxis.

Der Tierschutzbund hatte „Hochleistungszucht,

Anbindehaltung und Langstreckentransporte“ angeprangert.

Damit der Exportschlager „deutsche

Milch“ auf dem Weltmarkt bestehen könne, würden

die Tiere ausgenutzt, um möglichst billig zu

produzieren, hieß es in einer Pressemitteilung des

Verbandes.

Dabei würden die artgerechte Haltung und Fütterung

ignoriert.

Der DBV wies Vorstellungen des Tierschutzbundes

zur Haltung von Milchkühen als weltfremd zurück.

Offenbar seien die modernen Entwicklungen und

Investitionen in Millionenhöhe in Kuhkomfort und

Laufställe völlig an den Tierschützern vorbeigegangen.

Dass zudem versucht werde, Milchbauern in

Süddeutschland in besonderer Weise an den Pranger

zu stellen, sei geradezu absurd.

Zudem zeige das aktuelle Konjunkturbarometer

Agrar, dass die Milchbauern weiterhin in moderne

Milchställe investierten, erklärte der Bauernverband.

Kein Landwirt würde dies vor dem Hintergrund

der gesellschaftlichen Diskussion um die Tierhaltung

tun, wenn er nicht davon überzeugt wäre,

dass sich die Investition in mehr Tierwohl langfristig

auszahle.

Der Bauernverband empfahl dem Tierschutzbund,

„sich mit den Realitäten vor Ort zu befassen“. Dazu

gehöre auch, den enormen Preiskampf des Lebensmitteleinzelhandels

auf Kosten der Milchbauern zur

Kenntnis zu nehmen.

Die hohe Nachfrage nach Milchprodukten aus

Deutschland in aller Welt sei darauf zurückzuführen,

dass die natürlichen Voraussetzungen in

Deutschland ein Wettbewerbsvorteil in den international

offenen Märkten seien. Dieses müsse auch

der Tierschutzbund anerkennen.

AgE

ADR-Info 24/12 vom 12.06.2012

// Rind im Bild 3/2012 59


60

// Rind im Bild 3/2012

// Für Sie gelesen

Impfstoff gegen das Schmallenberg-Virus

MSD kündigt Impfstoff gegen

Schmallenberg-Virus für Ende des Jahres an

MSD Animal Health hofft bis zum Ende des

Jahres die Zulassung für einen Impfstoff gegen das

Schmallenberg-Virus zu erhalten. Dies teilt das Unternehmen

in einer Pressemitteilung mit. Das Unternehmen

hatte bereits Ende 2011 nach der Identifizierung

des Erregers mit einem beschleunigten

Entwicklungsprogramm begonnen. Der entwickelte

Impfstoff basiert dabei auf dem Virus-Wildtyp, der

inaktiviert wurde und mittels Adjuvans zu einer

Stimulation der Immunantwort führt. In den durch-

geführten Untersuchungen konnte gezeigt werden,

dass alle geimpften Tiere Antikörper gegen das

Schmallenberg-Virus bildeten.

Die Untersuchungen beziehen sich auf Sicherheit

und Wirksamkeit bei Kälbern, Lämmern und

trächtigen Mutterschafen. Bei der jetzt erfolgten

schnellen Entwicklung des Impfstoffes profitierte

das Unternehmen von den Erfahrungen, die bei

der Entwicklung eines Impfstoffes gegen das Blauzungenvirus

vom Typ 8 gesammelt wurden.

uS Landwirtschaftsministerium berichtet

Wachstum der Weltmilchproduktion

ungebrochen

Das Wachstum der globalen Milcherzeugung

wird im laufenden Jahr ungebrochen voranschreiten

und voraussichtlich noch stärker als 2011 ausfallen.

Davon geht zumindest das US Landwirtschaftsministerium

aus. In ihrer jüngsten Marktanalyse schätzen

die Washingtoner Fachleute das Kuhmilchaufkommen

in den wichtigsten Erzeugerländern im

Kalenderjahr 2012 auf insgesamt 461,8 Mio. t; das

wären 11,6 Mio. t oder 2,6 % mehr als im Vorjahr.

Mary VG85 v. Gouda, Besitzer: Andreas Petersen, Olderup – Gouda komplettiert den Reigen junger

RSH Vererber Foto: Geverink

Für die im US-Bericht betrachteten Staaten, die zusammen

etwa 80 % der gesamten Welterzeugung auf

sich vereinen, wird für 2011 eine Zunahme der Milcherzeugung

von insgesamt 10,8 Mio. t oder 2,5 %

auf 450,3 Mio. t ausgewiesen.

In den Jahren zuvor war die Milchmenge um weit

weniger als 2 % gesteigert, im Wirtschaftskrisenjahr

2009 insgesamt sogar leicht reduziert worden.

Die relativ starke Ausweitung der Kuhmilcherzeu-

Damals konnte innerhalb von 21 Monaten ein

Impfstoff entwickelt werden.

Das Unternehmen geht davon aus – vorbehaltlich

der notwendigen Genehmigungen durch die

zuständigen Behörden - noch in diesem Jahr den

Impfstoff gegen das Schmallenberg-Virus auf den

Markt bringen zu können.

Vetion

ADR-Info 27/12 vom 03.07.2012

gung im laufenden Jahr ist nach Darstellung der

US Marktexperten noch Folge des Preisanstiegs von

2011, als die weltweite Importnachfrage nach Milcherzeugnissen

das verfügbare Angebot übertraf.

Als Reaktion auf den kräftigen Preisauftrieb und

die damit verbundenen Erlöszuwächse dehnten

die Milcherzeuger in wichtigen exportorientierten

Staaten die Produktion spürbar aus und stockten

die Kuhbestände auf.

Das US Landwirtschaftsministerium veranschlagt

Melli v. Jovalix, Besitzer: Klaus Bols, Tensbüttel-Röst – ebenfalls neu im RSH-Angebor ist der Joyboy-

Sohn Jovalix Foto: Geverink


den Umfang der Milchkuhherde in den erfassten

Ländern in diesem Jahr auf 132,9 Millionen Tiere,

das sind 1,83 Millionen Kühe beziehungsweise 1,4

% mehr als 2011; damals war der Bestand bereits

um 1,62 Millionen Kühe oder 1,3 % gewachsen.

Gleichzeitig geben die Kühe immer mehr Milch; mit

Ausnahme von Kanada und Brasilien erwarten die

US-Experten für alle wichtigen Erzeugungsländer

steigende Milchleistungen je Kuh.

Vetion

ADR-Info 27/12 vom 03.07.2012

Zahl der

Rinder nahe-

zu konstant

Zum Stichtag 3. Mai 2012 standen in

Deutschland 12,5 Millionen Rinder in rund

163 000 Haltungen. Wie das Statistische

Bundesamt (Destatis) weiter berichtet,

wurden von November 2011 bis Mai 2012

etwa 5 100 Rinderhaltungen aufgegeben

(– 3 %). Die Zahl der gehaltenen Rinder

blieb jedoch nahezu konstant (– 0,4 %).

Bei den Haltungen von Milchkühen ist

ebenfalls ein deutlicher Rückgang zu beobachten.

Im Mai 2012 wurden rund 85

000 Ställe mit Milchkühen erfasst, das sind

rund 2,6 % weniger als noch im November

2011.

Insbesondere kleinere Milchkuhhaltungen

wurden aufgegeben – dies wurde jedoch

durch einen Bestandsausbau in größeren

Haltungen kompensiert. Innerhalb der

letzten sechs Monate ist die Zahl der Haltungen

mit mehr als 100 Milchkühen um

rund 250 auf rund 8 300 gestiegen. Vor

zwei Jahren gab es nur rund 7 100 Haltungen

mit mehr als 100 Milchkühen.

Destatis

ADR-Info 28-12 vom 10.07.2012

// Für Sie gelesen

Validierung für wichtige Rinderrassen

Gentest Hornlosigkeit der

GeneControl GmbH anerkannt

Ende 2011 informierte die GeneControl GmbH

über die Entwicklung eines direkten Gentests auf

Hornlosigkeit, jedoch mit dem Hinweis: „Nicht akkreditiertes

Verfahren“. Mit der GeneControl GmbH

wurde eine Validierung für wichtige Rinderrassen,

koordiniert durch die Arbeitsgemeinschaft Süddeutscher

Rinderzucht- und Besamungsorganisationen

e. V. (ASR), den Bundesverband Deutscher

Fleischrinderzüchter und -halter e.V. (BDF) und den

Deutschen Holstein Verband e.V. (DHV), vereinbart.

Zu diesem Zweck wurden anonymisierte Proben

von 9 Rinderrassen über insgesamt 180 Zuchtrinder

mit bekanntem genetischen Hornstatus von

deutschen Zucht- undBesamungsorganisationen

zur Verfügung gestellt. Der Hornstatus der zu untersuchenden

Stichprobe war wie folgt: 40 Tiere

homozygot PP, 108 Tiere heterozygot Pp (incl. 9 PS)

und 32 gehörnte Tiere. Über die ASR wurden in Zusammenarbeit

mit dem ITZ Grub die Rassen Braunvieh,

Fleckvieh, Gelbvieh und Pinzgauer einbezogen,

über den BDF die Fleischrinderrassen Blonde

d'Aquitaine, Charolais, Limousin und Uckermärker.

Die Proben des DHV verteilten sich auf Deutsche

Holsteins der Farbrichtungen Rot- und Schwarz-

bunt. Im Februar 2012 wurden die Laboruntersuchungen

mit dem neuen Gentest auf Hornlosigkeit

der GeneControl GmbH durchgeführt. Die Validierungsergebnisse

für die 180 anonymisierten Proben

mit bekanntem Hornstatus (PP, Pp incl. PS, pp)

führten nur in einem Fall zu einer Ergebnisabweichung

und damit zu sehr plausiblen Hornstatus-

Genotypen, so dass der Gentest für alle Rassen

als geeignet beurteilt werden kann (bei dem abweichenden

Ergebnis ist die Überprüfung noch

nicht abgeschlossen). Im März 2012 erfolgte in

beschlussfähigen Gremien der Rassedachverbände

ASR, BDF und DHV eine Anerkennung des Gentests

auf Hornlosigkeit der GeneControl GmbH. Bereits

vorhandene (Marker-) Gentests behalten weiterhin

Gültigkeit, soweit die Gentest- Ergebnisse eine Sicherheit

von mindestens 95% besitzen. Im Herdbuchsystem

werden Gentest-Ergebnisse mit einem

„*“ hinter dem Kürzel für den Hornstatus gekennzeichnet

(z. B. Pp*, PP*). Bei der Feststellung von

Wackelhörnern überschreibt der Status PS ein vorhandenes

Pp*-Ergebnis.

ADR-Informationen 14/12 vom 03.04.2012

Parma PP – hochinressanter genomischer Vererber, der als homozygot hornloser Vererber international sehr beliebt ist Foto: Arkink

// Rind im Bild 3/2012 61


62

Jubiläen bei

der RSH eG

15 Jahre

André Dose

Steffi Klemm

30 Jahre

Karl-Heinz Arp

// Rind im Bild 3/2012

// Für Sie gelesen

Expansion der milcherzeugung in der Europäischen union

Geringeres Wachstum der

EU-Milcherzeugung erst 2013 zu erwarten

Die Milcherzeugung in der Europäischen Union

wird im laufenden Jahr ähnlich stark expandieren

wie 2011; erst 2013 soll der Produktionsanstieg an

Schwung verlieren. Dies geht aus einer aktuellen

Prognose der EU-Kommission hervor, in der die

Entwicklungen auf dem Milchmarkt bis Ende 2013

betrachtet werden. Für das Kalenderjahr 2012 erwarten

die Brüsseler Experten gegenüber 2011 einen

Anstieg der Milchproduktion um 2,3 Mio t oder

1,5 % auf 153,7 Mio t, 2013 dann nur noch um

1,0 Mio t oder 0,7 % auf 154,7 Mio t. In einem

35 Jahre

Ralf Beyer

Herr Beyer begann 1978

mit der Tätigkeit für die

Rinderbesamungsgenossenschaft

Haddeby-

Eckernförde im Rahmen

des dritten Lehrjahres

einer landwirtschaftlichen

Ausbildung. Die Lehre hatte

er unmittelbar nach der

Schulzeit aufgenommen. Nach dem ersten Semester

ähnlichen Ausmaß dürfte sich das Milchaufkommen

in den Molkereien entwickeln. In der Prognose wird

davon ausgegangen, dass 2013 rund 142,2 Mio t

Milch für die Verarbeitung zu Molkereierzeugnissen

zur Verfügung stehen werden; das wären 1,6 %

mehr als im Jahr 2012, für das ein Plus von 1,1 %

gegenüber 2011 angenommen wird. Ursache der

höheren Erzeugung soll ausschließlich der Anstieg

der Milchleistung je Kuh sein, die in diesem Jahr

um 2,0 % auf fast 6 600 kg im EU-Durchschnitt

klettern dürfte. Für 2013 wird eine weitere Zunah-

// personalien

der Landwirtschaftsschule wechselte er die Ausbildungsrichtung

und absolvierte den Ausbildungskurs

zum Besamungsbeauftragten in Futterkamp nach

entsprechend intensiver Vorbereitung durch Dr. Baumann

und die Technikerkollegen.

Im folgenden Winterhalbjahr ging Herr Beyer erneut

zur Landwirtschaftsschule, um mit dem zweiten Wintersemester

auch diese Ausbildung vollständig abzuschließen.

Im Anschluss folgte die zu der Zeit übliche

Ableistung des Grundwehrdienstes. Nach Beendigung

aller Pflichtzeiten kehrte Herr Beyer endgültig

zur Station nach Haddeby zurück und übernahm

nach Vertretungseinsätzen im November 1981 einen

Bezirk im Raum Hüttener Berge und Schwansen.

Von 1991 bis Mai 1999 wechselte sein Einsatzgebiet

mehr westlich, sodass er aus dem Zentralbüro Bargum

die tägliche Besamungstourenplanung begann.

Durch Veränderungen in den Zentralbüros infolge

des rentenbedingten Ausscheidens einiger Technikerkollegen

konnte Herr Beyer ab Mai 1999 einen

heimatnäheren Bezirk vom Zentralbüro Treia aus

übernehmen, den er nunmehr die letzten 13 Jahre

betreut.

Herr Beyer hat in den 35 Jahren seiner Tätigkeit

stets flexibel auf die verschiedenen Einsatzgebiete

reagiert und die Mitglieder in den unterschiedlichen

Regionen intensiv unter Einsatz seiner ganzen Fähigkeiten

einsatzbereit und zuverlässig betreut.

Dem Einsatz neuer Techniken wie der elektronischen

Datenerfassung oder der Erweiterung des Servicean-

me, und zwar um 1,2 % auf 6 676 kg erwartet.

Demgegenüber sollen die Milchkuhherden weiter

leicht abgestockt werden, wodurch das Produktionswachstum

gebremst wird. Die Kommission geht

davon aus, dass der Bestand dieses und nächstes

Jahr um jeweils 1 % abnehmen wird und Ende

2013 etwa 22,4 Millionen Milchkühe in der Gemeinschaft

gehalten werden.

AgE

ADR-Information 31/12 vom 31.07.2012

gebotes für die Mitglieder im Vertrieb der Agrarprodukte

stand er stets aufgeschlossen gegenüber.

Zur Optimierung des täglichen Arbeitsablaufes hat er

durch die Entwicklung eines einfachen Besamungsstandes

für Laufstallbetriebe beigetragen, der als

technische Lösung sogar preisgekrönt wurde.

Im Kreis der Kollegen gilt Herr Beyer als hilfsbereiter

Kollege, der in Partnerschaft und Zuverlässigkeit einen

kollegialen Umgang pflegt.

Im Namen, vor allem der betreuten Betriebe, sowie

der Gremien der Rinderzucht Schleswig-Holstein, aller

Mitarbeiter und Kollegen bedanken wir uns für

die über die vielen Jahre so zuverlässige, einsatzbereite

und engagierte Arbeit und die kollegiale Treue

zum Unternehmen.

Wir wünschen Herrn Beyer und seiner Familie für die

Zukunft neben Gesundheit alles Gute und freuen uns

auf eine weiterhin engagierte und konstruktive Zusammenarbeit

zum Wohle unserer Mitgliedsbetriebe.

Dr. E. Hasenpusch

Neu bei der RSH eG

Silja Bethke

Frau Silja Bethke, die bereits als Anpaarungsberaterin

bei der Rinderzucht Schleswig-Holstein eG beschäftigt

war, verstärkt das Team der Anpaarungsberatung

bereits seit August 2012.


Frau Bethke war nach dem

Abschluss des Studiums

an der FH Rendsburg bis

2008 bei der RSH eG tätig.

Nach „Kinderpause“,

Elternzeit und der Mitbewirtschaftung

eines Milchviehbetriebes,

kehrt sie

nun befristet und auf Teilzeitbasis

in das ihr bestens vertraute Aufgabengebiet

zurück. Frau Bethke wird unsere Mitgliedsbetriebe in

den Kreisen Herzogtum Lauenburg, Stormarn und

Hamburg züchterisch beraten.

Wir wünschen ihr einen guten Start bei der RSH eG

und bitten unsere Mitgliedsbetriebe um eine vertrauensvolle

Zusammenarbeit mit Frau Bethke.

Sie erreichen Frau Bethke in der Zentrale unter

04321-905354 bzw. mobil: 0171-5612893.

Miriam Kuhrt

Dr. H. Kahle

Seit dem 01.08.2012 verstärkt

Frau Miriam Kuhrt

unser Team im Außendienst

als Trainee. Frau

Kuhrt hat, nach Ende ihrer

landwirtschaftlichen

Ausbildung, Auslandserfahrungen

auf Betrieben

in Australien gesammelt

und bereits ein Praktikum im Labor der Rinderzucht

Schleswig-Holstein eG absolviert.

Im Sommer 2010 hat Frau Kuhrt nach ihrer Lehre

ihre Ausbildung an der HöLA fortgesetzt, die sie im

Sommer dieses Jahres als staatlich geprüfte Agrarbetriebswirtin

abgeschlossen hat.

Frau Kuhrt ist zunächst befristet für ein Jahr bei uns

als Trainee beschäftigt und wird schwerpunktmäßig

in Anpaarungsberatung, Nachzuchtbewertung und

in der Abteilung Zucht eingesetzt.

Wir freuen uns auf eine angenehme Zusammenarbeit.

Christin Koll

Am 01.08.2012 beginnt

Frau Christin Koll ihre Ausbildung

bei der RSHeG zum

Beruf der Bürokauffrau.

Frau Koll hat im Sommer

ihren Realschulabschluss

erfolgreich bestanden und

sieht ihrem neuen Lebensabschnitt

mit Spannung

entgegen. Wir freuen uns auf Frau Koll und wünschen

ihr und uns eine erfolgreiche Ausbildung!

// personalien

Jaquelin Weddern

Wir begrüßen zum

01.08.2012 als neue Auszubildende

zum Beruf der

Bürokauffrau Frau Jacquelin

Weddern.

Frau Weddern hat im Sommer

ihren Realschulabschluss

erfolgreich bestanden

und sieht ihrem neuen

Lebensabschnitt mit Spannung entgegen.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ihr und

wünschen Frau Weddern eine erfolgreiche Ausbildung

bei der RSHeG!

J. Ahlert

Lars Ole Petersen und Alexander Ullmann

Herr Petersen ist am 15.

Juli 2012 in die Ausbildung

zum Tierzuchttechniker

eingetreten. Zuvor

hat er eine dreijährige

landwirtschaftliche Lehre

abgeschlossen, war

als landwirtschaftlicher

Facharbeiter auf einem

Milchviehbetrieb tätig und hat die landwirtschaftliche

Fachschule erfolgreich absolviert. Anschließend

besuchte er die höhere Landbauschule in Segeberg,

die er im Juni 2012 mit dem Abschluss „Staatlich geprüfter

Agrarwirt“ beendete.

Herr Ullmann hat am 01.

August 2012 mit der Ausbildung

zum Tierzuchttechniker

in unserem Unternehmen

begonnen.

Herr Ullmann hat nach

dem Realschulabschluss

in Erfurt eine dreijährige

landwirtschaftliche Lehre

auf Milchviehbetrieben in Schleswig-Holstein durchlaufen.

Im Anschluss war er fast fünf Jahre als Herdenmanager

auf großen Milchviehbetrieben im Norden

Schleswig-Holsteins tätig und hat parallel landwirtschaftliche

Fachschulen in Stadtroda und Bredstedt

erfolgreich besucht.

Wir wünschen beiden hochmotivierten neuen Kollegen

einen guten Start in die intensive Ausbildung

und viel Freude im kollegialen Team aller Mitarbeiter

der Rinderzucht Schleswig-Holstein.

Dr. E. Hasenpusch

Lena Göttsche

Im Juni 2012 ist Frau Göttsche

unmittelbar nach

Ihrer erfolgreichen Abschlussprüfung

zur TiermedizinischenFachangestellten

im Labor der Station

Schönböken angefangen.

Frau Göttsche hat nach

der Realschule eine Ausbildung zur staatlich geprüften

kaufmännischen Assistentin mit Erwerb der Fachhochschulreife

absolviert und dann die tiermedizinische

Fachangestellten Ausbildung angeschlossen.

Frau Göttsche hat im Labor die Vertretung von Frau

Sauer übernommen, die sich in der Schwangerschaftszeit

befindet.

Wir wünschen Frau Göttsche alles Gute im Team und

freuen uns auf ihre positive Mitarbeit im Labor.

Bei der RSH eG

ausgeschieden

Dr. E. Hasenpusch

Ruth Ulmer

Am 31.07.2012 ist Frau Ruth Ulmer, nach über

13-jähriger Tätigkeit als Vorstandssekretärin, aus unserem

Unternehmen ausgeschieden.

Frau Ulmer hatte sich innerhalb kürzester Zeit in die

vielfältige und komplizierte Materie ihres Aufgabenbereiches

eingearbeitet und genoss, sowohl bei den

Beschäftigten der RSH eG als auch überregional, ein

hohes Ansehen.

Frau Ulmer hat bereits zum 01.08.2012 eine neue

Anstellung als Vorstandssekretärin gefunden. Ihr

Ausscheiden bedauern wir zutiefst, haben jedoch für

ihre Beweggründe vollstes Verständnis.

Wir wünschen Frau Ulmer für ihren weiteren Lebensweg

alles erdenklich Gute.

Als Nachfolgerin auf der Stelle der Vorstandssekretärin

hat ab sofort Frau Ann-Kathrin Hamdorf die

Arbeiten übernommen.

Frau Hamdorf hat am 01.09.2004 ihre Ausbildung

zur Bürokauffrau bei der RSHeG begonnen und wurde

nach erfolgreicher Ausbildung von der RSH eG

als Sachbearbeiterin in der Abteilung Buchhaltung

übernommen.

Bitte bringen Sie Frau Hamdorf das gleiche Vertrauen

entgegen, wie ihrer Vorgängerin!

// Rind im Bild 3/2012 63


64

Wilfried Weißert

Im November 1970 begann

Wilfried Weißert seine

Laufbahn als Tierzuchttechniker

an der Station

in Eutin. Nach intensiver

Ausbildung und gutem

Abschluss des Technikerkurses

in Futterkamp wurde

Herr Weißert zunächst

als Vertretungstechniker eingesetzt. Danach wechselte

er zur Außenstelle Cismar in Ostholstein, um für

sechs Monate unter den Fittichen von Herr Voß einen

Teilbezirk zu betreuen.

Die Fusion der Station in Eutin mit der Reinfelder zur damaligen

Rinderbesamung Südost führte zur Schaffung

eines neuen Besamungsbezirkes im Lauenburgischen,

den Herr Weißert dann 1974 übernehmen konnte.

In Nusse wurde Familie Weißert dann sesshaft und

von dort aus betreute Herr Weißert bis Anfang der

90ziger Jahre den Bezirk als Einzelbezirk. Die letzten

knapp zwanzig Jahre seiner nahezu 42jährigen

Jacob Hinrichs

23.05.2012

Unerwartet ist unser langjähriger, verdienstvoller

Mitarbeiter und Techniker im

Ruhestand, Herr Jacob Hinrichs, verstorben.

Wir werden ihm ein ehrendes Andenken

bewahren. Unser Mitgefühl gilt seiner Lebensgefährtin

und der Familie.

Uwe Müller

28.05.2012

// Rind im Bild 3/2012

Dr. E. Hasenpusch

Nach schwerer Krankheit hat uns Herr

Uwe Müller verlassen, der während seiner

aktiven Zeit als Tierzuchttechniker mit

großem Einsatz in den Betrieben im Gebiet

Reinfeld gewirkt hat.

Wir trauern mit der Familie, der unser Mitgefühl

gilt und werden ihm ein ehrendes

Andenken bewahren.

Dr. E. Hasenpusch

// personalien

Dienstzeit erfolgte die intensive Mitgliederbetreuung

gemeinsam mit den Kollegen aus den Zentralbüros

Todendorf beziehungsweise Sandesneben.

Herr Weißert hat in all den Jahren seinen Beruf als

Berufung gelebt und am Tier eine hervorragende

Arbeit mit großem Engagement und Liebe zum Detail

geleistet. Überzeugt von und durch die Qualität

seiner Arbeit hat er die Mitgliedsbetriebe intensiv

beraten und seine Sicht der Dinge orientierend in die

Betriebsbetreuung zum Wohle der Mitglieder versucht

einzubringen.

Über 34 Jahre Tätigkeit im Bereich Lauenburg hat

Herr Weißert so einen großen Einfluss auf die Entwicklung

der züchterischen Entscheidungen der

Mitgliedsbetriebe gehabt und einen großen Beitrag

zur qualitativen Entwicklung der Rinderbestände der

Region geleistet. Ein besonderes Steckenpferd von

Herrn Weißert war die sehr frühe Trächtigkeitsdiagnose,

die er im Laufe der Jahre zur manuellen Perfektion

entwickelte. Auch in anderen Bereichen wie

der Schweinebesamung oder dem Agrarprodukteser-

Dr. Paul Otto Grothe verstorben

Plötzlich und unerwartet verstarb Dr. Paul Otto

Grothe im Alter von 85 Jahren.

Dr. Paul Otto Grothe war von 1960 bis 1992

Geschäftsführer des Verbandes Deutscher

Schwarzbuntzüchter e.V. (VDS) bevor dieser

1996 zum Deutschen Holstein Verband e.

V. wurde. Dr. Grothe hat den Aufbau und die

Entwicklung des VDS maßgeblich gestaltet. Er

war auch Initiator und Gestalter der Zeitschrift

„Deutsche Schwarzbunte“, die seit 1977 vom

VDS herausgegeben wurde und seit 1992 unter

dem Titel „milchrind“ tituliert.

Als 1966 die Europäische Vereinigung der

Schwarzbuntzüchter gegründet wurde, wählte

man Dr. Grothe zu ihrem Generalsekretär. Dieses

Amt hatte er bis zu seinem Ausscheiden aus

dem aktiven Dienst 1992 inne.

Aber auch im Weltverband der Holstein-Friesian

(WHFF) übernahm Dr. Grothe eine aktive

Rolle und war der Motor für die seit 1964 im

vierjährigen Rhythmus stattfindenden Welt

Holstein-Konferenzen sowie für die Gründung

des Welt Holstein-Friesian Verbandes (WHFF).

vice hat Herr Weißert stets Ehrgeiz entwickelt möglichst

die gesteckten Ziele zu erreichen und wenn

möglich noch „einen drauf zu setzen“.

Die Mitgliedsbetriebe haben ihre Wertschätzung

der langjährigen Arbeit von Herrn Weißert anlässlich

eines Frühstücks im Zentralbüro Sandesneben

am letzten Arbeitstag und auf dem Grillabend des

Vereins der Holsteinzüchter im Kreis Herzogtum Lauenburg

eindrucksvoll zum Ausdruck gebracht und

damit Herrn Weißert eine sehr große Freude bereitet.

Im Namen der betreuten Mitglieder, der Gremien,

Mitarbeiter und Kollegen möchten wir uns an dieser

Stelle nochmals für die ausgezeichnete, engagierte

und zuverlässige Arbeit bei Herrn Weißert und die ihn

stets unterstützende Familie bedanken.

Wir wünschen Herrn Weißert und seiner Familie für

die Zukunft alles Gute, stabile Gesundheit, immer

ein ordentliches Skatblatt und ein stets gut funktionierendes

Fahrrad zur Freude am neu entdeckten

Hobby.

Dr. E. Hasenpusch

In allen Positionen hat er maßgeblichen Einfluss

auf die Entwicklung der Verbandsaktivitäten

und die schwarzbunte Holsteinrasse

gehabt. Seine nationalen und internationalen

Kontakte haben ihm weltweit ein hohes Ansehen

verschafft.

Unermüdlich, zielstrebig und mit viel Erfolg

hat er über lange Jahre die organisierte Holsteinzucht

bundesweit zusammengehalten und

nach außen hin vertreten.

Durch Sachkunde, Entscheidungsbereitschaft

und Verhandlungsgeschick ist ihm damals die

zeitgemäße Weiterentwicklung des tierzüchterischen

Organisationswesens in Deutschland

gelungen. Weiterhin war er maßgeblich an der

Zusammenführung der fünf Zuchtverbände in

den neuen Bundesländern sowie deren Integration

1990 in den VDS beteiligt.

Die deutschen Rinder- und Tierzüchter verlieren

mit Dr. Grothe einen langjährigen und engagierten

Mitstreiter und werden ihm ein stetes

Andenken bewahren.

DHV April 2012


Peter Thomsen verstorben

Mit seiner Familie trauern wir um unseren Gründungsvorsitzenden

und Ehrenmitglied Herr Peter

Thomsen. Seine langjährige, ehrenamtliche Tätigkeit

für die Rinderzucht Schleswig-Holstein

und den Landeskontrollverband Schleswig-

Holstein e.V. verdient es, einen kleinen Rückblick

auf sein Wirken als Vertreter der Rinderzüchter

vorzunehmen.

Die Einigung der schleswig-holsteinischen

Rinderzucht und die Zusammenführung unter

dem Dach der „RSH eG“ sind ein wesentlicher

Verdienst von Peter Thomsen, den man daher

ohne Übertreibung als „Vater der RSH“ bezeichnen

kann. In den ersten Jahren war er der

Vorsitzende der neuen Zuchtorganisation. Über

30 Jahre aktive, erfolgreiche Tätigkeit, 30 Jahre

Vordenken und Erahnen von Notwendigkeiten,

basierend auf einem breitem Wissen, und seine

Schaffenskraft haben allen Rinderhaltern in

Schleswig-Holstein viel Positives beschert. Ob

Personalien beim LKV

25 Jahre

Hermann Beecken

Am 1. September 2012

konnte Hermann Beecken

aus Winseldorf im

Kreis Steinburg auf die

25-jährige Tätigkeit als

Milchleistungsprüfer beim

Landeskontrollverband

Schleswig-Holstein e.V. zurückblicken.

// personalien

es die Ausgestaltung der Zuchtprogramme, der

Bullenmütterselektion oder erforderlicher Rationalisierungsmaßnahmen

im Personalbereich und

der Organisationsstruktur waren - alle Maßnahmen

sind Dank des Geschicks von Peter Thomsen

sehr erfolgreich umgesetzt worden.

Auch in der Organisation und der Durchführung

der Milchleistungsprüfung engagierte sich Peter

Thomsen. So hat er von 1978 bis 1993 als Vorsitzender

im Kreiskontrollverein Flensburg und

von 1984 bis 1992 als stellvertretender Vorsitzender

im Geschäftsführenden Vorstand an der

Verbreitung der B-Prüfverfahren sowie der Optimierung

des Außendienstes mitgewirkt.

Dank seines Verhandlungsgeschicks ist es Peter

Thomsen als langjähriger Vorsitzender gelungen,

bei der RSH eG eine gesunde, wirtschaftliche

Basis zu schaffen, die orientiert an den

Interessen der Mitglieder ein stabiles, gesundes

Unternehmen hervor gebracht hat, das international

und national als Zuchtunternehmen konkurrenzfähig

ist und anerkannt wurde.

Bereits in den 80er Jahren hat er den Kreisverein

Schwarzbunte als Kreisvereinsvorsitzender geleitet.

Zahlreiche Tierschauen und Veranstaltungen

wurden durchgeführt, um das Interesse an der

Zucht zu fördern.

Seine Weitsicht führte dazu, dass er sehr schnell

die Notwendigkeit einer gemeinsamen internationalen

Spermavermarktung der deutschen Holsteinorganisationen

erkannte und zu den Gründungsmitgliedern

der GGI gehörte. Viele Jahre

war er erfolgreich als Aufsichtsratsvorsitzender

der GGI tätig und hat die positive Entwicklung

aktiv mit gestaltet.

Mit dem gleichen Engagement hat er sich nach

Herr Beecken ist auf dem elterlichen Betrieb in Winseldorf

aufgewachsen. Nach der Schule erfolgte eine

handwerkliche Ausbildung, bevor er in der Landwirtschaft

tätig wurde.

Um eine zusätzliche Einnahmequelle zu haben, die sich

mit der Arbeit auf dem elterlichen Betrieb in Einklang

bringen ließ, bewarb er sich 1987 als Probenehmer zur

Durchführung der MLP in einigen Betrieben in Winseldorf,

Schlotfeld, Kollmoor und Itzehoe. In den folgenden

Jahren schwankte das Arbeitsmaß ständig, einerseits

war dies durch die Haupttätigkeit auf dem Hof des Bruders

bedingt, andererseits aber auch durch die vielen

Veränderungen in den Betrieben der Region.

der Wende für die Zusammenarbeit der RSH eG

und der Rinderzucht Mecklenburg-Vorpommern

(RMV) stark gemacht. Mit der Beteiligung der

RSH eG an der RMV GmbH hat er dort als Aufsichtsratsmitglied

konstruktiv die züchterische

Zukunft und den Aufbau des Unternehmens mit

Rat und Tat begleitet.

Nicht zuletzt ist in seiner Amtszeit eine sehr enge

Zusammenarbeit mit dem Landeskontrollverband

und der Tierzuchtwissenschaft aufgebaut

worden, die stets am Wohle der Rinderhalter unseres

Bundeslandes orientiert war und innovative,

wegweisende Veränderungen, die bis heute

die Zuchtpraxis mitbestimmen, hervorbrachte.

Trotz dieses starken, ehrenamtliches Engagements

wurde zielstrebig der eigene landwirtschaftliche

Betrieb mit der gesamten Familie zu

einem der erfolgreichsten Schwarzbuntzuchtbetriebe

Deutschlands, aus dem zahlreiche positive

Vererber und viele überragende Schaukühe hervorgingen,

weiterentwickelt.

Bereits 1996 zeichnete der damalige Bundespräsident,

Herr Prof. Roman Herzog, Peter Thomsen

mit dem Bundesverdienstkreuz in Anerkennung

seiner hervorragenden züchterischen Leistung

und für über drei Jahrzehnte ehrenamtliches

und uneigennütziges Arbeiten in zahlreichen

Gremien der Berufsorganisationen, insbesondere

der Rinderzucht aber auch im kommunalen

Bereich, aus.

Wir sind dankbar für die vielen wichtigen Impulse,

die Peter Thomsen der Rinderzucht in

unserem Lande gegeben hat und werden sein

Andenken in Ehren halten. Unser aufrichtiges

Mitgefühl gilt seiner Familie.

M. Leisen

Nachdem Herr Beecken vor einigen Jahren die Arbeit

in der Landwirtschaft aufgegeben hat, konnte er sich

voll auf die MLP-Tätigkeit konzentrieren. Heute betreut

er in einer weitaus größeren Region als zu Beginn

seiner Tätigkeit monatlich 75 Milchviehbetriebe.

Verbunden mit einem Dank für die in 25 Jahren

geleistete Arbeit wurde Herrn Beecken die Ehrenurkunde

für langjährige Dienste auf dem Gebiet der

Milchleistungsprüfung vom zuständigen Außendienstmitarbeiter,

Zuchtwart Rudolf Wittke, überreicht.

Ich bedanke mich bei Herrn Beecken für die langjährige

Tätigkeit zum Nutzen unserer Mitglieder und

// Rind im Bild 3/2012 65


66

des LKV. Für die Zukunft wünsche ich ihm weiterhin

Erfolg und Freude bei der Arbeit und persönliches

Wohlergehen.

Beim LKV ausgeschieden

Christian Theo Thordsen

// Rind im Bild 3/2012

Manfred Röstel, LKV

Am 15. Juni 2012 ist Christian Theo Thordsen aus

Kolkerheide im Kreis Nordfriesland nach einer fast

30-jährigen Tätigkeit als Milchleistungsprüfer beim

Landeskontrollverband Schleswig-Holstein e.V. ausgeschieden.

Herr Thordsen ist auf einem landwirtschaftlichen Betrieb

in Kolkerheide aufgewachsen. Nach der Schule

absolvierte er eine Ausbildung zum Schmied. Als der

Kontrollbezirk Löwenstedt 3 durch das Ausscheiden

eines Leistungsprüfers frei wurde, bewarb er sich als

Leistungsprüfer. Nach der Einstellung und Einarbeitung

sowie dem Besuch des Ausbildungslehrgangs

für Kontrollangestellte übernahm er den Bezirk mit

damals 25 Betrieben, in denen zu der Zeit noch die

herkömmliche A-Prüfung durchgeführt wurde. Im

Jahre 1994 hat seine Ehefrau Ellen ebenfalls die

Tätigkeit als Milchleistungsprüferin beim LKV aufgenommen.

Gemeinsam betreuten sie zuletzt etwa 60

Betriebe mit den unterschiedlichsten Prüfverfahren.

Nach dem Ausscheiden von Herrn Thordsen wird

// personalien

Frau Thordsen nunmehr ein Großteil dieser Betreibe

allein betreuen.

Ich bedanke mich bei Herrn Thordsen für die langjährige

Tätigkeit in den Mitgliedsbetrieben des Landeskontrollverbandes.

Für die Zukunft wünsche ich ihm

alles Gute für das persönliche Wohlergehen.

Gerhard Sieck

Am 31. Juli 2012 ist Gerhard Sieck aus Warnau im

Kreis Plön beim Landeskontrollverband Schleswig-

Holstein e.V. ausgeschieden. Herr Sieck hat in den

mehr als 40 Jahren beim LKV einen umfangreichen

und abwechslungsreichen „Lebenslauf“ absolviert.

Nach dem Studium der Landwirtschaft kam Herr

Sieck am 1. April 1972 als Diplom-Ingenieur zum

LKV nach Kiel.

Dort übernahm er zunächst Aufgaben zur Unterstützung

der Büroorganisation. Sehr engagiert hat sich

Herr Sieck bei der Zusammenführung der vielen regionalen

Milchuntersuchungsstellen zu einem zentralen

und modern ausgestatteten Labor in Kiel.

Nach Abschluss dieses für den LKV bedeutenden Rationalisierungs-

und Modernisierungsschritt wechselte

Herr Sieck zur Datenverarbeitung in die EDV-

Abteilung. Die Erstellung von Statistiken, Artikeln für

die Fachpresse, Auswertungen von Erhebungen und

Bestandsnachprüfungen sowie die Auswertung der

Milchleistungsprüfung bei Schafen und Ziegen ge-

neues vom Schleswig-Holsteinischen Tierzuchttechnikerverein

Jahreshauptversammlung

Teilnehmer der diesjährigen Jahreshauptversammlung Foto: Schnoor

hörten nunmehr zu seinem Tätigkeitsbereich.

Durch die Betreuung von Besuchern in der Geschäftsstelle

und auf dem LKV-Stand zur Norla sowie

über viele Jahre hinweg als Referent auf den

Winterversammlungen der früheren Kontrollbezirke

hat Herr Sieck sich ständig für die Öffentlichkeitsarbeit

eingesetzt. Dank seiner praxisorientierten

Ausbildung, der Mitarbeit in beinahe allen Bereichen

der Geschäftsstelle sowie seinen guten Kontakten

zum Außendienst hat Herr Sieck sich selbst eine

bedeutende Position innerhalb der Mitarbeiter des

Verbandes geschaffen.

Am 1. April 2012 erreichte Herr Sieck das in der heutigen

Zeit eher seltene 40-jährige Arbeitsjubiläum,

welches er mit einigen ehemaligen Wegbegleitern

und Kolleginnen und Kollegen in den Räumen des

LKV feierte. Jetzt, nur wenige Monate nach diesem

Jubiläum, wurde er im Rahmen einer kleinen Feierstunde

von der Geschäftsführung und den Kolleginnen

und Kollegen in den wohlverdienten Ruhestand

verabschiedet.

Für das langjährige Engagement für die Mitglieder

und den Landeskontrollverband bedanke ich mich

auch im Namen der Mitglieder sowie der Kolleginnen

und Kollegen bei Herrn Sieck recht herzlich.

Für den weiteren Lebensweg wünsche ich ihm und

seiner Familie alles Gute, vor allem Gesundheit und

Zufriedenheit.

Hergen Rowehl, LKV

Am 24.05.2012 fand die Jahreshauptversammlung

unseres Vereins am Boxberg in Hohenwestedt

statt. Nachdem unser Vorsitzender Sönke Schaumann

unsere Mitglieder, Kollege Henningsen aus

Dänemark und Susanne Derner als Betriebsratsvorsitzende

begrüßte, wurde der Tätigkeitsbericht gehalten.

An der BTB Sitzung im Oktober 2011 auf der

Station Bayern-Genetik nahmen Sönke Schaumann

und Karsten Schnoor teil. Ebenfalls im Oktober fand

die Jahreshauptversammlung der Dänischen Kollegen

statt, hieran nahmen Sönke Schaumann und

Axel Oldenbürger teil. Im Mai 2012 fand eine Fortbildung

mit Herrn Dr. Hasenpusch über Brunstsynchronisation

statt. Den Kassenbericht hielt Henning

Thiele, der auch einstimmig entlastet wurde.

Zur Wahl standen dieses Jahr Sönke Schaumann

und Karsten Schnoor. Beide stellten sich zur Wiederwahl

und wurden einstimmig gewählt.


Als Kassenprüfer wurden Axel Oldenbürger und

Werner Soltau gewählt. Ersatz ist Melf Carstensen.

Ehrungen standen in diesem Jahr nicht an.

Der Sommerausflug soll in diesem Jahr in den Kreis

Pinneberg gehen, in Sachen Gartenbau und Baum-

// personalien

schulen. Der Kollege Henningsen erzählte von der

Arbeit in Dänemark. Susanne Derner berichtete von

der Arbeit des Betriebsrates.

Nach dem Essen hielt Henning Thiele einen Vortrag

mit Bildern über seine 4-wöchige Arbeit in Afrika.

// neue Gebietsaufteilung

neue Gebietsaufteilung

Verstärkung für das Team

der Anpaarungsberatung

Mit dem Start in die neue Besamungssaison

2012/2013 wird Silja Bethke wieder in das Team

der Anpaarungsberatung zurückkehren. Frau Bethke

wird in Zukunft die Kreise Stormarn, Lauenburg

und Hamburg betreuen und den Betrieben mit Rat

und Tat zur Seite stehen.

Auch in diesem Jahr möchten wir die Betriebe bei

der Wahl der richtigen Besamungsbullen für Ihre

Herde unterstützen. Das Angebot der Anpaarungsberatung

ist für die Mitgliedsbetriebe der RSH eG

weiterhin kostenlos. Ziel ist

es, bei der Beurteilung der

einzelnen Tiere der Herde

die Stärken und Schwächen

des Kuhbestandes herauszuarbeiten.

Im Gespräch

mit dem Landwirt werden

Schwerpunkte für die Zukunft

gesetzt.

Bei der Erfassung der Daten

auf dem Betrieb dreht es sich

neben Exterieurmerkmalen

v.a. auch um funktionale

Merkmale wie Melkbarkeit,

Euter- und Klauengesundheit,

bei denen die Informationen

der Landwirte über ihre Kühe

sehr wichtig sind. Zur Anpaarungsberatung

gehört es

auch, die Ziele und Wünsche

des Landwirtes im abschließenden

Gespräch zu erfragen.

So kann jeder Betrieb

individuell betreut werden.

Verarbeitet werden die auf

dem Betrieb erfassten Daten

dann mit dem EDV-Programm

für die Anpaarung

Kreise Dithmarschen,

Steinburg, Segeberg,

Pinneberg

Wiebke Krabbenhöft

Tel.: 04321 / 905 306

Mobil: 0151 / 188 007 36

des VIT in Verden. Mit dem Programm werden u.a.

Daten über die Leistung der Kühe oder Erbkrankheiten

berücksichtigt. Die Abstammung der Kühe

wird drei Generationen nach hinten verfolgt und

berücksichtigt und Inzucht kann so vermieden werden.

Die Ergebnisse der Beratung können in Papierform

oder als Datei verschickt werden oder können

direkt in das Herdenmanagementprogramm des

Maschinenringes dem „Q-Milch Herdenmanager“

mit eingearbeitet werden.

Kreise Nordfriesland,

Schleswig-Flensburg

Wir freuen uns auf Ihre

Anmeldung zur Anpaarungsberatung!

Miriam Nobbe

Tel.: 04321 / 905 306

Mobil: 0151 / 120 388 06

Leider ist wieder aufgefallen, dass wir zu Veranstaltungen

des Vereins immer weniger jüngere Mitglieder

begrüßen konnten.

Karsten Schnoor

Seit 2000 gibt es die Anpaarungsberatung der RSH

eG und viele Betriebe werden seit mehreren Jahren

betreut. Neben einer Leistungssteigerung war und

ist es aber vor allem wichtig, die Exterieurqualität in

den Kuhbeständen zu stärken und damit die Fitness

und Langlebigkeit der Kühe zu steigern.

Ihren Ansprechpartner für die Anpaarungsberatung

der RSH eG in den Kreisen in Schleswig-Holstein

finden Sie auf der untenstehenden Karte:

Kreise Rendsburg-Eckernförde,

Plön, Ostholstein, Lübeck

Ute Lucanus

Tel.: 04321 / 905 354

Mobil: 0170 / 79 22 791

Kreise Herzogtum Lauenburg,

Stormarn, Hamburg

Silja Bethke

Tel.: 04321 / 905 354

Mobil: 0171 / 561 289 3

// Rind im Bild 3/2012 67


68

Fortbildung für Absamtechniker der Besamungsbullenstation

Fortbildungskurs vom 3. bis 4.Juli 2012

in der Besamungsbullenstation Schönböken

Absamtechnikern und Tierpflegern von Besamungsstationen

obliegt nicht nur das Wohlbefinden

und die Gesundheit der wertvollen Vatertiere,

sondern zum Teil auch deren wirtschaftlicher Erfolg.

Diese verantwortungsvolle Aufgabe ist vor allem in

Zeiten der genomischen Selektion von besonderer

Bedeutung. Seitdem es möglich ist, den Zuchtwert

bereits vor Aufnahme der Spermaproduktion zu

ermitteln, ist die Bedeutung eines Jungbullen mit

einem hohen genetischen Zuchtwert für den züchterischen

Fortschritt deutlich gestiegen. Die tägliche

Arbeit mit den Zuchtbullen ist stets auf eine

optimale Spermaqualität und damit bestmögliche

Zuchterfolge ausgerichtet. Dabei kommt es nicht

nur auf eine individuelle Betreuung der Bullen an.

Kursteilnehmer Diskutieren Vor- und Nachteile sowie die individuelle Handhabung verschiedener Modelle

von künstlichen Vaginen Foto: Röpke

// Rind im Bild 3/2012

// Tiergesundheit

Es gilt darüber hinaus Faktoren zu erkennen, die die

Produktionsleistung der Tiere mindern können. Nur

so ist es möglich die Vatertiere über viele Jahre in

bester Zuchtkondition zu erhalten.

Die reproduktive Phase von Besamungsbullen kann

viele Jahre andauern. Viele Vererber haben im Laufe

ihres Lebens eigene Vorlieben, Charaktere und

unterschiedliche Temperamente entwickelt und besitzen

nicht selten ein Körpergewicht von mehr als

1200 kg. Im Bullenstall sind dementsprechend Mitarbeiter

gefragt, die weder über mangelnden noch

übermäßigen Respekt verfügen. In dieser Position

zählen Abgeklärtheit, Erfahrung und Einfühlungsvermögen,

um auf jede „Bullenpersönlichkeit“ individuell

einzugehen.

Zwei bis drei Mal wöchentlich werden die Bullen

zum Sprungraum geführt. Der Sprung und das

Absetzen des Ejakulates in die künstliche Vagina

dauern bei optimaler Vorbereitung nur wenige Sekunden.

Das Einleiten der Reflexkette, die sexuelle

Stimulierung, ist dagegen für jeden Zuchtwertbullen

ein sehr unterschiedliches Prozedere. Prinzipiell

hat jedes männliche Tier ein natürliches Paarungsbegehren,

welches von unbedingten Reflexen gelenkt

wird.

Da im Sprungraum aus seuchenrechtlichen Erwägungen

keine brünstige Kuh steht, müssen entsprechende

Schlüsselreize von Bullenpfleger und

Absamtechniker an einem Phantom oder einem

anderen Bullen (Untersteller) gesetzt werden.

Teilnehmer des Fortbildungskurses 2012 Foto: IFN Tierärztin Maria Becker erklärt die Anatomie des Bullenhodens am Schlachtorgan Foto: IFN

Praktische Übungen im Sprungraum Foto: IFN


Tiergesundheit

Diese steigern die geschlechtliche Erregung der

Bullen und münden im sogenannten Kopulationsreflex

und der Ejakulation in die künstliche Vagina.

Was bei den jungen Bullen in wenigen Minuten

erreicht ist, kann bei älteren Tieren durchaus zeitaufwendiger

sein. Zudem beeinflusst gerade die

sexuelle Stimulierung die Menge der ejakulierten

Spermienzellen. Diese wiederum ist Ausgangsgröße

für die Anzahl der produzierbaren Spermaportionen

und dient letztlich der ausreichenden Versorgung

der landwirtschaftlichen Betriebe. Die Tätigkeiten

der Bullenpfleger und der Absamtechniker werden

von gelernten Landwirten oder Tierpflegern mit

den bereits beschriebenen besonderen Eignungen

ausgeführt. Seit dem Jahr 2005 führt das Institut

für Fortpflanzung landwirtschaftlicher Nutztiere

Schönow e.V. in wechselnder Kooperation mit Besamungsstationen

jährlich einen zweitägigen Fortbildungskurs

für diese kleine aber sehr wichtige

Berufsgruppe durch.

Hierbei ist der erste Kurstag als Vortragsveranstaltung

konzipiert, an dem die Kenntnisse der Kursteilnehmer

über Aufbau, Funktion und mögliche

Krankheiten der Geschlechtsorgane auch mittels

Demonstrationen (siehe Bild 2) vertieft werden. Darüber

hinaus werden in Gruppenarbeit persönliche

Erfahrungen zu einzelnen Themen zusammengetragen

und diskutiert (s. Bild 3).

Der zweite Kurstag findet überwiegend im Sprungraum

der Besamungsbullenstation statt. Alle

Teilnehmer bekommen die Gelegenheit bei verschiedenen

Bullen Absamungen durchzuführen. Die

Beobachtung der Kollegen bei der Arbeit führt zu

intensiven Diskussionen über das richtige Vorgehen

und veranschaulicht die Lehrinhalte.

Absamtechniker sind in der Regel Einzelkämpfer

mit wenig Kontakt zu ihren Berufskollegen aus anderen

Regionen. Dieser Fortbildungskurs hat sich

demnach als gutes Podium zum Erfahrungsaustausch

etabliert.

So ist das Interesse an dieser Veranstaltung auch in

der siebten Auflage, die Anfang Juli in Schönböken

stattfand, ungebrochen. Das Team des IFN Schönow

sowie die Teilnehmer des Kurses bedanken

sich herzlich bei den Mitarbeitern der Rinderzucht

Schleswig-Holstein eG um Dr. Erwin Hasenpusch

und Dr. Torleif Röpke für die hervorragende Organisation

dieses aufwendigen Fortbildungskurses.

Lutz Rothe und Maria Becker

Institut für Fortpflanzung landwirtschaftlicher

Nutztiere Schönow e.V.

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// Rind im Bild 3/2012 69


70

NEU

Die beste Lösung für Ihren Betrieb finden Sie in unserem

Fahrplan zur Silierung im Internet oder rufen Sie uns an.

// Rind im Bild 3/2012

// Tiergesundheit

neues aus der Reproduktion

Trächtig oder nicht trächtig?

Hilfe aus der Molekularbiologie

Forschung und Lehre im Bereich der Reproduktionsmedizin

verschiedener Tierarten haben einen

festen Platz an der Tierärztlichen Hochschule

Hannover. Dieses Fachgebiet der Tiermedizin wird

von wenigen Spezialisten mit hohem Engagement

stetig vorangetrieben. An dieser Stelle soll über

Neuigkeiten dieser Forschungsbestrebung zu einem

besonderen Thema kurz berichtet werden.

Ein hochinteressantes Thema aus Sicht des Rinderhalters

und -züchters ist die Trächtigkeitsdiagnostik.

Diese kann bei früher und sicherer Feststellung bei

Milchkühen zur Verkürzung der wirtschaftlich bedeutenden

Zwischenkalbezeit beitragen. Sie findet

üblicherweise durch rektale Untersuchung oder

mittels Ultraschalluntersuchung statt. Die Ultraschalluntersuchung

ermöglicht die sichere Diagnose

bereits ab dem 25. Tag der Trächtigkeit.

Methode

Material /

Befund

Diagnose

ab Tag

Richtigkeit

des Befundes

Aber auch labordiagnostisch kann die für den Landwirt

so entscheidende Frage „trächtig oder nicht“

geklärt werden.

Dies geschieht über die Bestimmung des Gehaltes

des Gelbkörperhormones Progesteron im Blut oder

in der Milch. Hohe Konzentrationen um den 20. Tag

nach der Besamung und in der Zeit danach sprechen

dabei für eine Trächtigkeit.

Liegt keine Trächtigkeit vor, wird der Gelbkörper

zurückgebildet und die Progesteronkonzentration

fällt ab dem 20. Tag sowohl im Blut als auch in der

Vollmilch messbar ab.

Neben der Messung von Progesterongehalten gibt

es neuerdings auch die Bestimmung von Trächtigkeits-assoziierten

Glykoproteinen, die in der frühen

Trächtigkeitsphase als Ergebnis der Kommunikation

zwischen Mutter und Kalb entstehen.

ca. Kosten EUR Untersuchung durch

Manuell Gebärmutter ca. 38 ca. 85 % RSH TZT / TA: 4,- TA, TZT

Ultraschall Gebärmutter ca. 26 ca. 95 - 99 % je nach Anz. 5,- bis 15,- TA

Progesteron Blut / Milch ca. 21 ca. 75 - 80 % je nach Anz. 2,50 bis 16,- Gerät im Stall; Labor, z.B TiHo

PSPB / PAG Blut ca. 30 ca. 97 % 5,- Labor, z.B. TiHo

Interferon-tau Blut vor Tag 20 ca. 80 - 85 % noch ca. 40,- Forschungslabor

TZT = Tierzuchttechniker, TA = Tierarzt, TiHo = Tierärztliche Hochschule Hannover

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Aktuell werden das sogenannte Pregnancy-associated

glycoprotein-1 (PAG-1) bzw. das Pregnancyspecific

protein B (PSPB) zur Trächtigkeitsdiagnostik

genutzt. Diese Glykoproteine werden in der Plazenta

gebildet, gelangen dann in den mütterlichen

Blutkreislauf und sind im Blut nachweisbar. Eine

sichere Diagnose kann mittels PSPB-Nachweis im

Blut ab dem 30. Tag nach der Besamung erhoben

werden. Die Aussagesicherheit dieses Tests auf

Trächtigkeit liegt zwischen Tag 30 und 35 nach Besamung

bei etwa 97 %.

Eine weitere Methode zur Trächtigkeitsfeststellung,

die aktuell unter Reproduktionsmedizinern der TiHo

Hannover diskutiert wird, ist die Untersuchung auf

Interferon-tau. Interferon-tau ist das entscheidende

Signal des Embryos an das Muttertier zur Erkennung

der Trächtigkeit.

Der Embryo bildet diesen überlebenswichtigen

Botenstoff schon vor dem 14. Trächtigkeitstag. Interferon-tau

hemmt die Prostaglandin-Synthese in

der Gebärmutterschleimhaut und erhält auf diese

Weise den Gelbkörper (siehe Abbildung).

Die Trächtigkeit ist damit gesichert und der Embryo

kann sich zwischen dem 18. und 19. Tag in das

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Gebärmutterhorn einnisten. Bei dieser Möglichkeit

können Prozesse, die von Interferon-tau im Blut

angeregt werden, durch eine molekularbiologische

Untersuchung vor dem 18. Tag bestimmt werden.

Es wäre ein weiteres labordiagnostisches Verfahren

zur möglichst frühen Erkennung nicht tragender

Tiere, die dann mit großer Sicherheit bei der nächsten

Brunst zur Besamung vorgestellt werden können.

Dieses frühe Untersuchungsergebnis würde

zur Verkürzung der ökonomisch wichtigen Zwischenkalbezeit

beitragen.

Alle aufgeführten Möglichkeiten geben zu unterschiedlichen

Zeitpunkten nach der Besamung eine

sichere Antwort auf die Frage „tragend oder nicht

tragend“ (siehe Tabelle). Früh als tragend diagnostizierte

Tiere können ihre Frucht durch Resorption

vor allem bis zur sechsten Trächtigkeitswoche noch

verlieren.

Dieser als embryonale Mortalität bezeichnete Vorgang

innerhalb der ersten sechs Wochen nach der

Besamung, führt dazu, dass zunächst als richtig tragend

erkannte Tiere später nicht mehr tragend sind.

Dieses frühe Absterben des Embryos ist für mehr als

die Hälfte aller Trächtigkeitsverluste verantwortlich.

Aufgrund dieser Problematik sollte bei der frühen

Trächtigkeitsuntersuchung, unabhängig von der

Europäische Holsteinschau

Schweiz, 1./2. März 2013

Seien Sie dabei und melden Sie Ihre passende Kuh oder Färse an!

Infos unter: www.holstein-dhv.de

Tel. 0228-91447-52 · info@holstein-dhv.de

Methode, eine zweite Untersuchung im Abstand

von vier bis acht Wochen stattfinden.

Dr. T. Röpke

// Rind im Bild 3/2012 71


72

Schwarzbunt

Die August Zuchtwertschätzung brachte einige

neue Vererber, die in den nächsten Jahren unsere

Population nachhaltig beeinflussen werden.

In der Top Liste liegt Snowman mit fast 800 Töchtern

aus dem Supersamplereinsatz in drei Ländern

weiter mit RZG 151 an der Spitze. Dies aber nur noch

hauchdünn vor dem höchsten Neueinsteiger Magorian

mit RZG 150 an Platz 2. Magorian ist damit

der höchste von insgesamt 29 Mascol-Söhnen in der

Top Liste. Magorian, als Idevra Mascol Zorro aus

einer italienischen O-Man-Tochter geboren, ist ein

Leistungsvererber (RZM 149), der aber mit RZE 101

(Euter 85) wohl nicht breit eingesetzt werden wird.

NOG und RSH Zuchtprogramm mit

vielversprechenden neuen Vererbern.

Knapp außerhalb der Top-10 steigt NOG Bero an

Rang 11 als höchster von jetzt 14 Bolton-Söhnen

neu in die Top Liste ein. Mit der Kombination aus

RZM 140 (+0,02 % Eiweiß) und RZE 126 (Fundament

124, Euter 117) dürfte er viel Aufmerksamkeit

auf sich ziehen. Mütterlicherseits stammt er aus einer

Best und davor eine Adam II, deren Vollschwester die

Mutter von u. a. dem Shottle-Sohn Sesterz an Platz

20 ist. Auch wegen seiner etwas anderen Abstammung

kann NOG Bero breit eingesetzt werden.

NOG Mato konnte weiter zulegen. Mit einem RZG

von 140 überzeugt der Mascol Sohn aus einer Laudan

Mutter in den Eiweißprozenten, dem Kalbeverlauf

und den tadellosen Fundamenten.

// Rind im Bild 3/2012

// zucht

zuchtwertschätzung – August 2012

RSH Bullen behaupten sich

Bertha VG85 v. NOG Bero, Besitzer: Landgut -Elbeland- Axien e.G. – NOG Bero dürfte mit der Kombination

aus RZM 140 (+0,02 % Eiweiß) und RZE 126 (Fundament 124, Euter 117) viel Aufmerksamkeit

auf sich ziehen Foto: Schulze

Bei den höchsten bewährten Top-10-Bullen schlägt

sich der sehr stark eingesetzte Goldwin Sohn

Guarini mit jetzt RZG 148 (+3) weiter hervorragend.

Die erneute Steigerung verdankt er mehr

Leistung (RZM 131) sowie einer gesteigerten Nutzungsdauer

(RZN 126) bei 151 Töchtern jetzt am

Ende der zweiten Laktation (RZE 128). Gunnar

(#26), dessen Töchter jetzt in der dritten Laktation

sind, ist nahezu unverändert (RZM 123, RZE 131)

und dürfte auf Grund seines überragenden Exterieurs

weiter stark nachgefragt werden. Die beiden

stark eingesetzten Laudan-Söhne Leko (#27, RZM

126, RZE 124) und Lonar (#65, RZM 115, RZE

129) sind unverändert – Lonar hat aber schon frühe

Wiedereinsatztöchter in Milch, die seine Werte

aber noch nicht beeinflussen.

Auf den neuen Encino-Sohn Elenus, von der RSH

eG, an Stelle 28 (MV: Riverland) lohnt ein näherer

Blick, obwohl er mit RZE 108 im ersten Moment

vielleicht nicht so interessant erscheint. Dies nicht

nur wegen der starken Leistungsvererbung (RZM

129) mit positivem Eiweiß (+0,06 %), sondern weil

er bei Fundament 115 und Euter 114 im funktionalen

Exterieur wie den sonstigen Merkmalen keinen

Fehler zeigt. Mit RZKd 112 ist er außerdem für

Rinderbesamungen geeignet.

Die Shottle Söhne behaupten sich bei mittlerer

Leistung. Dennoch könnte der späte Neuling Schamura,

(MV: Titanic) (RZG 124) von der RSH eG

dank RZE 127 (Fundament 123, Euter 123) interessant

sein (RZM 105). Seine exzellente Titanic-

Mutter geht über Durham auf die bekannte Lead

Mae EX 95 zurück. Neben dem Exterieur zeichnet

ihn eine sehr gute Funktionalität und Nutzungsdauer

aus. NOG Saiko (RZG 128); Schaffner (RZG

126) und Samburu (RZG 124) sind Shottle Söhne

mit ähnlichem Vererbungsstärken. Wer letztlich die

Nase bei den Shottle Söhnen vorn hat ist wie so

oft auch Ansichtssache und dem Geschmack des

Einzelnen überlassen.

Als besonderer Vererbern entpuppt sich der Goldwin

Sohn Glabot (RZG119) von der RSH eG. Der

über Encoder x Rubens x Top Gun auf die bekannte

Laurie Sheik zurückgehende Vererber überzeugt bei

durchschnittlicher Leistungsvererbung (RZM 101)

durch sein überragendes Exterieur (RZE 132) mit

besonderen Stärken im Fundament und Euter, der

guten Sekundärmerkmalsvererbung und dem sehr

günstigen Kalbeverlauf und sollte breit einsetzbar

sein.

Komplettiert wird der Reigen junger RSH Vererber

von den Goldwin Söhnen Goldri und Gouda,

die beide sichere Leistungsvererber mit sehr guter

Eutervererbung sind und dabei durch gute funktionelle

Merkmale überzeugen. Der Fortune 3 Sohn

Fotom verfügt über ein Outcross-Pedigree und

zeigt bei solidem Exterieur seine Stärke in der Eiweißvererbung.

Bewährte Vereber der RSH behaupten sich

Der Titanic-Sohn Thunderbolt der RSH eG kann

das deutlich gestiegene Niveau vom April halten

(RZM 134, RZE 112). Bei solider Exterieur und

guter Fundamentvererbung ist er +2276 kg Milch

Malta v. Glabot, Besitzer: Neuwerk-Kleeberg GbR, Oeversee – Glabot überzeugt durch sein überragendes

Exterieur (RZE 132) mit besonderen Stärken im Fundament und Euter Foto: Geverink


der aktuell höchste Milchmengenvererber im NOG

Angebot, Gleiches gilt für den Goldwin Sohn

Goldstein, der bei solidem Exterieur (RZE109) seine

Ausnahmestellung in der Milchmenge als höchster

Goldwin Sohn mit +1712 kg Milch bestätigt.

Die Stars der RSH eG Brigade (Best x Durham aus

der Bell Tammy Familie) und Terbium (Titanic x

Rudolph aus der Laurie Sheik Familie) bestätigen

ihren starken Einsatz. Während die Stärken von

Brigade (RZG 128; RZM 123; RZE 125; RZFit 117)

bei mittlerer Milchmenge und hohen Eiweißprozenten

eher im Allroundbereich liegen, verbessert

Terbium (RZG: 128; RZM 122; RZN 116; RZFit

113) nachhaltig die Milchmenge bei überragenden

Fundamenten und guten Kalbeeigenschaften.

Lemmna (Laudan x Jocko Besn) überzeugt nach

wie vor durch sehr gute Leistung (RZM 120), Top

Zellzahl (RZS 122), sehr guter Nutzungsdauer (RZN

122) und einem überragenden Fitnesszuchtwert

von RZFit 131 bei bester Fundamentqualität.

Abgerundet und komplettiert wird das Angebot

für die neue Besamungssaison vom Dauerbrenner

Zabing. Mit über 6000 Töchtern gehört er nach

wie vor zu den TOP Exterieur Bullen, der hinsichtlich

Köper, Substanz sowie der Fundament- und Euterqualität

auch international nach wie vor einer der

stark nachgefragten Bullen ist.

Damit steht ein überzeugendes Angebot von Bullen

mit maximaler Sicherheit und solider Vererbung zur

Verfügung, das allen Ansprüchen gerecht werden

kann.

Rotbunt RH

Bei den Rotbunten setzt sich Malvoy erstmals mit

RZG 137 an die Spitze und verdrängt damit Tableau,

obwohl dieser sich im RZG nicht verändert.

Malvoy steigt mit weiteren 1.883 Wiedereinsatztöchtern

um zwei Punkte im RZM auf 129 und

gleich 5 Punkte im RZN auf 119.

Tocar verteidigt seinen zweiten Platz durch leichte

Steigerung beim RZM (144, +1, RZE 108) bei jetzt

1.212 Töchtern (+141). Jerudo (#6) verdoppelt

seine Töchterzahl auf über 800 und steigt leicht auf

RZG 133 (RZM 122, RZE 112). Damit rechtfertigt er

seinen starken Einsatz als Allroundvererber.

Emdaru und Edway überzeugende

Elayo-Söhne bei der RSH eG

An Stelle 9 ist der Neueinsteiger in der Top-10:

Emdaru von der RSH eG. Er ist ein Elayo-Sohn aus

SH Talent Model und damit aus der Laurie Sheik-

Familie. Wie bei den meisten Elayo-Söhnen ist auch

das Vererbungsprofil von Emdaru leistungsbetont

(RZM 130, +0,03 % Eiweiß), bei solidem Exterieur

(RZE 116, Euter 119).

Unter den insgesamt 32 Elayo-Söhnen sticht nur

// zucht

Mandi GP 83 v. Goldri, Besitzer: Hauke Först, Böhnhusen – Goldri ist ein sicherer Leistungsvererber mit sehr guter Eutervererbung und

überzeugt dabei durch gute funktionelle Merkmale Foto: Geverink

einer als echter Exterieurvererber hervor: der neu

an Rang 23 eingestiegene Edway mit RZE 129 von

der RSH eG. Woher diese Exterieurstärke kommt, erschließt

sich bei einem Blick in das Pedigree sofort.

Seine Mutter ist RH Maryrose, eine der wenigen in

der zweiten Laktation exzellent eingestuften Kühe

und Vollschwester von Megall sowie Halbschwester

von Liek (#29), der seine außergewöhnliche Leistungs-

und Körpervererbung nachhaltig bestätigt.

Die Großmutter ist damit die bekannte RH Meggilee

EX 91. Außer sehr guten Fundamenten (120)

und Eutern (128) bietet Edway positives Eiweiß

(+0,07 %, RZM 107) sowie eine hervorragende

Eutergesundheit (RZS 126).

Mit Jara (Joyboy x Paradox) steht ein weiterer RSH

Vererber mit sehr guter Milchmenge (+1413), sehr

guter Eutergesundheit (RZS 112) und bester Eutervererbung

(RZ Euter 120) zur Verfügung, der eine solide

Vererbung in allen Merkmalen aufweisen kann.

Jovalix (#62), ebenfalls ein neuer Joyboy (RZM

114, RZE 110, Euter 112, Fundament 98) von der

RSH eG ist ein guter Leistungsvererber mit durchschnittlichem

Fundament und guter Funktionalität

der Nachkommen.

Tonikum (Talent x Rubens) bestätigt als einer der

ältesten Talent Söhne seine Qualitäten als Exterieurvererber

der Spitzenklasse (RZE 134) und bringt

bei solider Leistung und guter Zellzahl Kühe die sich

durch ihre Fitness (RZFit 114) auszeichnen

Außerdem ist mit RZG 116 der Classic-Sohn Clared

auf #81 (MV: Talent), der zwar nicht neu ist, aber

gegenüber seinem Debut um 7 Punkte RZE auf 122

gestiegen (RZM 111). Insgesamt ist die Ausbeute

aus 41 geprüften Classic-Söhnen aber leider enttäuschend.

Vincente, dessen erste Töchter aus dem Widereinsatz

jetzt abkalben, behauptet sich nach wie vor

gut mit sicherer Milchmengenvererbung und ausgeglichener

Exterieur Vererbung.

Der Colby Sohn Castory (RZG 116; RZM 109; RZE:

127; RZS 113) erweist sich als solider Vererber in

allen Merkmalen, der sehr stabil in seinen Zuchtwerten

ist. Der Komtur Sohn Keel, und der Avanti

Sohn Aval beeindrucken durch ihre sichere Exterieur

Vererbung und komplettieren das Rotbunt Vererberangebot

für die neue Besamungssaison.

M. Leisen

Wechsel an der Spitze

bei Rotbunt-Doppelnutzung (DN)

In der Topliste International bei Rotbunt-DN hat

sich eine neue Doppelspitze etabliert, bestehend

aus Baltimore und Adriaan. Der bisherige Listenführer

Rudolph DN liegt auf dem dritten Platz,

der seine Zuchtwerte mit 70 neuen Töchtern aus

dem Wiedereinsatz sehr gut behaupten konnte.

Adriaan (von Albert DN) ist ein extremer Leistungsbulle,

der aufgrund seiner Exterieurzuchtwerte sich

nicht für einen Wiedereinsatz qualifizieren konnte.

Mit weiteren Töchtern aus dem Wiedereinsatz

konnte Baltimore mit Adriaan gleichziehen. Baltimore

bleibt der Spezialist für die Milchinhaltsstoffe

Fett– und Eiweiß, bzw. Sekundärmerkmale

Eutergesundheit und Nutzungsdauer. Er wurde intensiv

als Bullenvater genutzt.

Neue Bullen in der Topliste Rotbunt- DN

Auf Anhieb auf Position 4 konnte sich Remco

platzieren. Der Matthijs-Sohn stammt aus einer

// Rind im Bild 3/2012 73


74

Monika v. Edway, Besitzer: Peter Ratjen, Fitzbek - Unter den insgesamt 32 Elayo-Söhnen sticht Edway

mit RZE 129 als echter Exterieurvererber hervor Foto: Geverink

Man 183-Mutter, davor steht Bernadasprinz. Er

stammt aus einer langlebigen Kuhfamilie in Holland

und seine Stärken liegen in den Inhaltsstoffen,

vor allem mit plus 0,42% im Eiweiß. Im Körper

überzeugen die Remco-Töchter mit guter Bemuskelung,

sehr viel Substanz und mittelbreiten Becken.

Die Beckenlage ist eher eben. Im Fundament –und

Euterbereich weißt er positive Zuchtwerte auf, nur

die Eutertiefe sollte bei der Anpaarung Beachtung

finden. Die Eutergesundheit ist ebenfalls positiv zu

beschreiben.

Die Geburten liegen im normalen bis leichten Bereich.

Remco wird als Bullenvater im Rotbunt-DN

Zuchtprogramm zum Einsatz kommen.

Auf den nächsten Plätzen folgen mit Mark 44,

Hero und Prisma DN Bullen, die sich nicht für den

Wiedereinsatz qualifizieren konnten. Prisma ist in

Deutschland und Holland getestet worden und hat

hier gleiche Ergebnisse.

Sehr konstant hält sich der Milchmengenvererber

Oskur von Orinat in der Spitzengruppe. Sehr gut bemuskelte,

körperstarke Tiere sind von ihm zu erwarten.

Oskur sollte auf euterstarke Kühe eingesetzt

werden, vor allem zur Verbesserung der Leistung.

Buster, geboren 1994, hält sich nach wie vor hervorragend,

auch bestätigen dies seine Söhne.

Der Robel-Sohn Rik, aus einer Dino-Mutter, hat seinen

ersten Zuchtwert bekommen. Neben sehr guten

Fett-und Eiweißprozenten in der Milch, bringt

er im Exterieur nur durchschnittliche Tiere. Seit der

letzten Zuchtwertschätzung ist Dos im Wiedereinsatz.

Der Manuel-Sohn aus einer Parole-Mutter

bringt solide Milchmenge mit sehr guten Eiweißgehalten.

Die großrahmigen Töchter besitzen viel

Substanz und überzeugen mit guten Fundamenten

und Eutern. Dos wird auch als Bullenvater zum Einsatz

kommen.

Weiter stark genutzt werden sollte nach wie vor

Maxime-DN. Der quellige DN-Bulle bringt sehr

gute Masteigenschaften und kombiniert dies mit

// Rind im Bild 3/2012

// zucht

solider Milchmenge. Im Exterieur bringt Maxime

DN viel Kraft, Substanz und top Becken. Die Fundamente

sind absolut laufstallgerecht und im Euter

muss nur das Zentralband beachtet werden.

Berus-DN neu im Angebot

Mit Berus DN kommt ein weiterer Bas-Sohn in den

Wiedereinsatz. Er stammt aus der gleichen Kuhfamilie

wie Biom und kann mit guter Milchleistung

und hohen Inhaltstoffen aufwarten. Im Exterieur

bringt er solide Wirtschaftskühe, d. h. er besitzt ein

ausgeglichenes Profil. Die Nutzungsdauer liegt eindeutig

über Schnitt, was eine langlebige, produktive

Zweinutzungskuh erwarten lässt.

Die Dorus-Söhne Daylight und Dadius bleiben im

Angebot, die beide ihre Stärken im DN-Typ und in

der Eutervererbung haben.

Das DN-Angebot wird abgerundet durch den Färsenbullen

Biom, der sehr gut bemuskelte Nachkommen

bringt. Es zeichnen ihn weiterhin die

hohen Michinhaltsstoffe aus und im Exterieur die

soliden Fundamente und Euter. Eine preisgünstige

Alternative bildet Matoma, der mit einer sehr gut

bemuskelten Nachzucht überzeugen kann.

Insgesamt zeichnen sich die angebotenen rotbunten

DN-Bullen durch ein breit gefächertes Angebot

aus und jeder DN-Züchter müsste den richtigen Anpaarungsbullen

für seine DN-Kühe finden.

G. Koch

Angler Vererberangebot wird durch

vier Neuzugänge ergänzt.

Der Orraryd Sohn Hardy steht mit einem RZG von

123 auf Rang 1 der Zuchtwertliste. Hardy wurde

aus einer Zamba Vollschwester gezogen und

stammt somit ebenso wie Centini aus der Rogge

Familie von Nikolaus Jensen, Südensee. Eine hohe

Milchmenge bei gutem Fett: Eiweißverhältnis kennzeichnet

seine Leistungsvererbung.

Mosaik VG85 v. Clared, Besitzer: Reimers GbR, Westerhorn – der Classic-Sohn Clared ist gegenüber

seinem Debut um 7 Punkte RZE auf 122 gestiegen Foto: KeLeKi

Die Hardy Töchter zeichnen sich durch sehr gute

Fundamente aus. Im Körper zeigen sie noch Entwicklungspotential.

Die Euter sind funktionell. Bei

der Anpaarung sollte der knappe RZS berücksichtigt

werden.

Impalu – der Neueinsteiger aus der Frühjahrsschätzung

hat 30 Töchter hinzubekommen. Die

Milchmenge ist noch einmal um 225 kg gestiegen.

Die Zahlen für Fruchtbarkeit, Nutzungsdauer, Exterieur

und Kalbeverlauf sind positiv.

Elegier – der Valedo Sohn hat die ersten Töchter

aus dem Wiedereinsatz hinzubekommen. Der

Zuchtwert ist stabil. Der Zellzahlzuchtwert von 128

ist überragend. Es gibt daher genügend Anpaarungsmöglichkeiten.

Faxe – als Wodka Sohn eine gute Alternative zu

den Stadel und Kom-Leader Linien in der Angler

Zucht. Die hohen Inhaltsstoffe (+0,32% Eiweiß),

sowie RZS 113 und RZN 110 rechtfertigen seinen

Platz im Angler Vererberangebot.

Kolibri – ist der zweite Neuzugang bei den Anglern.

Der erste Dragomir Sohn aus einer sehr leistungsstarken

Stadel Tochter (HL 1.200 kg Fett und

Eiweiß) davor kommt eine Hallstad Tochter. Züchter

des Bullen ist Jürgen Marxsen aus Scholderup. Bei

guter Leistungsvererbung (+765 kg Milch -0,06%

Fett, -0,05 % Eiweiß) kann Kolibri durch gute Fundamente

und feste gut melkbare Euter überzeugen.

Hexer – der Baldo Sohn kann seine Zuchtwerte bestätigen.

Die geborenen Kälber sind überzeugend,

jedoch nicht für Färsen geeignet. Hohe Fettprozente

(+0,77%) kennzeichnen seine Leistungsvererbung.

Durch gute Körper und beste Euter glänzt er im Exterieur.

Die Fundamente sollten bei der Anpaarung

beachtet werden.

Ilex – der R Bahama Sohn geht über Stadel x Kom-

Leader x Caveman auf die bekannte Hainbuche von

Nikolaus Jensen aus Südensee zurück. Bei einem

RZM von 115 vererbt Ilex eine gute Milchmenge

mit gutem Fett: Eiweißverhältnis. Die Töchter sind


zucht

Neu im RSH-Angebot: der Bas-Sohn Berus DN Foto: Arkink Melissa GP82 v. Kolibri, Besitzer: Dirk Petersen, Brarupholz – Kolibri kann bei guter Leistungsvererbung

durch gute Fundamente und feste, gut melkbare Euter überzeugen Foto: Arkink

groß mit viel Stärke und breiten Becken. Die Fundamente

sind trocken und parallel gestellt.

Bei der Anpaarung sollte der Zellzahl von 93

beachtet werden.

Kollund – ist der erste Peterslund Sohn in Angeln.

Er wurde aus der Anpaarung Rubens x Rubin von

Jürgen Marxsen in Scholderup gezüchtet. Mit einem

RZG von 114 und 106 RZM Punkte liegt gerade

die Leistung nur im mittleren Bereich. Die Sekundärmerkmale

machen ihn jedoch zu einem echten

Allrounder. Neben einem RZS von 116 sind die

Werte für Langlebigkeit und Fruchtbarkeit positiv.

Der Kalbeverlauf ist ebenfalls hochpositiv, so dass

ein Einsatz als Färsenbulle empfohlen wird. Kollund

züchtet etwas derbere Kühe mit gutem Rahmen,

funktionellen Becken und Fundamenten. Die Euter

verfügen über etwas längere Striche.

Haithabu – musste im Leistungsbereich Federn

lassen. Der RZM liegt bei 102. Die guten Werte für

das Exterieur von 122 haben ihm in der abgelau-

fenen Saison jedoch hohe Einsatzzahlen beschert.

Gobax – der Zober Sohn steht weiter als Eutervererber

zur Verfügung. Er züchtet mittelrahmige

Laufstallkühe mit guten Fundamenten.

Die Vererber Halma, Hybrid, Dagufa, Centini und

Eritrea konnten ihre Zuchtwerte zwar halten wurden

aber aufgrund der neuen Genetik aus dem Angebot

genommen.

C.-P. Tordsen

Genomische zuchtwerte

Jungbullen der RSH auf dem Vormarsch

Der Spermaeinsatz von Schwarzbunt und Rotbuntbullen

konzentriert sich immer mehr auf genomische

Jungbullen. Die ersten Ergebnisse töchtergeprüfter

Vererber, die vorher ausschließlich

genomische Zuchtwerte hatten, bestätigen im Wesentlichen

die vorherigen genomischen Zuchtwerte.

Die Schwankungen sind insgesamt geringer als

noch bei der Einführung der genomischen Zuchtwertschätzung

für Jungbullen vermutet wurde.

Heute kann man dem fortschrittlichen, aber etwas risikofreudigeren

Züchter schon verstärkt den Einsatz genomisch

geschätzter Jungbullen empfehlen, da er mit

Sicherheit mehr Zuchtfortschritt realisieren kann, als

mit den konventionellen, töchtergeprüften Vererbern.

Bei aller Euphorie sollte man jedoch nicht aus dem

Auge verlieren, dass diese jungen Bullen stärkeren

Schwankungen in der Zuchtwertschätzung als

töchtergeprüfte Vererber unterliegen. Daher gilt

nach wie vor, dass man sich nicht auf einen Bullen

konzentrieren soll, sondern immer auf ein breites

Spektrum ausgewählter genomischer Vererber beim

Besamungseinsatz achten sollte.

Schwarzbunt

Wie nicht anders zu vermuten ist in der Spitze eine

Vielzahl neuer TOP genomischer Vererber aufgetaucht,

die Snowman-, Freddie- und Beacon-Söhne sind.

Auch die RSH kann hier mithalten und mit Beaconator,

NOG Bondy, Snowtruck und Camera hochwertige

Bullen und neue TOP-Stars ins Rennen schicken.

Beaconator (RZG 145) ist ein Beacon-Sohn der

bekannten Planet Tochter Snooze, die über Bolton

auf ,die bekannte Zucht Kuh 2nd Wind der Gilette

Farm zurückgeht. Viel Milch, gepaart mit Allroundqualitäten

im Exterieur und guter Nutzungsdauer

machen ihn zu einem vielseitig einsetzbaren Bullen

mit interessanter Blutführung. Ein ebenfalls interessanter

Neueinsteiger dürfte sein Halbbruder (Vater

Jordan) „Simpson“ sein, der bei etwas weniger

Milch durch seine Superzuchtwerte im Exterieur

überzeugt. Beide Bullen sollten für Färsenbesamungen

geeignet sein. NOG Bondy ist ebenfalls

ein Beacon Sohn aus der Stol Joc Tochter Nena,

die auf die Zucht Kuh Neblina zurückgeht. Er verspricht

hohe Leistung mit guten Eiweißprozenten,

ist ein solider Exterieurvererber und kann mit sehr

guten funktionellen Eigenschaften wie Zellzahl,

Nutzungsdauer und Fruchtbarkeit bei guten Kalbeeigenschaften

punkten.

Die Snowman-Söhne Snowtruck und Camera gehören

zu den absoluten Spitzenbullen.

Snowtruck ist über Goldwin aus der bekannten

Familie der Durham Tochter Leadmae. Seine Stärke

ist neben dem überragenden Leistungspotential, die

sehr sichere Exterieurvererbung und die gute Funktionalität.

Er scheint einer der selten Snowman-Söhne

zu sein, die in der weiblichen Fruchtbarkeit (RZR 104)

deutlich positiv sind und in der Melkbarkeit überzeugen.

Camera ist ein Spitzenvererber für Milchmenge,

gepaart mit bestem Exterieur (RZE 140), der Schautypen

bringen wird, die durch gute Zellzahl, Melkbarkeit

und Nutzungsdauer punkten. Die genannten

Bullen werden sicherlich auch überregional in den

Zuchtprogrammen als Bullenväter auftauchen.

Neben Beacon und Shottle sind aber auch alternative

Blutführungen wichtig. Brisbane (RZG 151)

ist ein Bowser-Sohn aus O-Man, der dies in idealer

// Rind im Bild 3/2012 75


76

Weise verkörpert und neben Spitzenleistungen und

solidem Exterieur in der Nutzungsdauer und Zellzahl

sehr positiv vererben wird. Es ist daher nachzuvollziehen,

dass er international stark gefragt und

als Bullenvater verwendet wird.

Bei den Man-O-Man Söhnen Emray (RZG 148;MV:

Baxter 2), Manpower (RZG 144;MV.: Goldwin)

und Meido (RZG 144;MV Goldwin) hat die jetzige

Zuchtwertschätzung ihre hervorragendes Vererbungsbild

in der Leistung, den Eiweißprozenten

und der Nutzungsdauer nachhaltig bestätigt und

zeigt, dass diese Bullen zu recht sehr stark in der

Population eingesetzt werden, da sie ebenfalls

kaum Schwergeburten machen sollten.

Eine hochinteressante Alternative ist der Atwood-

Sohn Bradley (RZG136). Er steht für hohe Milchmenge

mit viel Rahmen, Körperbreite und Substanz

und sollte neben guter Euterqualität Zuchtfortschritt

in der Nutzungsdauer bringen.

Zahlreiche weitere genomische Vererber wie NOG

Alberi (AltaRoss x Donato; RZG 140), Caliber

(AltaCaliber x Mac; RZG 139; RZE 131), Cicero

( Cricket x Baxter2; RZG 134), den Super-Söhnen

Goodwan (MV: Shottle; RZG 136), Arrow ET

(MV: Goldwin RZG 140; RZS 129) und Bailey (MV:

Shottle; RZG 139; RZN 133) überzeugen durch ihre

Zuchtwerte und bieten sehr gute Alternativen für

die Anpaarungen, die man in dieser Vielzahl auf

diesem Zuchtwertniveau bei konventionellen Bullen

kaum finden wird. Gleiches gilt für Grande (Freddie

x Boliver), mit einem RZG von 140 und NOG

Jefrim (Jeeves x Laudan), RZG 140, der ein wahrer

Nutzungsdauerspezialist mit RZN 130 ist. Schauen

Sie ins Internet und fragen Sie unsere Berater.

Weitere genomische Vererber mit interessanten

Zuchtwerten und hervorragenden Abstammungen

warten auf den Einsatz in ihren Herden um diese

nachhaltig insbesondere im Bereich der funktionellen

Merkmale zu verbessern.

Camera's Stärke ist, neben dem überragenden Leistungspotential, die sehr sichere Exterieurvererbung

und die gute Funktionalität Foto: KeLeKi

// Rind im Bild 3/2012

// zucht

Rotbunt

Auch im Bereich der Rotbuntzucht hat sich dank

genomischer Zuchtwertschätzung viel verändert.

Da nur wenige, gute konventionelle Vererber in der

kleinen Population zur Verfügung stehen, konzentriert

sich das Interesse noch mehr auf die genomischen

Jungbullen mit guten Zuchtwerten.

Nach wie vor gehört Fodulo (Fidelity x Mr. Burns)

mit seinem RZG von 141 und der überragenden

Milchleistung (RZM 146) zu den absoluten Top

Vererbern.

Mit dem Destry Sohn Rubidus (MV: Canvas), RZG

135; hat die RSH einen Eiweißvererber, der durch

beste Fundamente, gute Euter und günstige Kalbeeigenschaften

aufwarten kann und seine Qualitäten

als Allrounder hat. Gleiches gilt für Sahin

(Matrix x Mr. Burns x Jocko Besn) der aus der bekannten

Grietje Familie stammt und zu den stärksten

Milchmengenbullen der Rotbuntzucht zählt.

Dabei überzeugt er durch sein ausgeglichenes Exterieur

und die einheitlich, positive Vererbung in allen

funktionellen Merkmalen.

Auch der Curtis Sohn Citoyo (MV: Mr. Burns; MMV:

Janos) kann durch hohe Milchmenge mit besten Eiweißprozenten

glänzen. Er verspricht Tiere mit viel

Körper, guter Beckenlage und bestem Fundament.

Die RSH hat darüber hinaus zwei besondere Bullen,

die auf die bekannte Goldwin Tochter Dish Rae,

die wiederum auf Durham Rae und Debutant Rae

zurückgeht, im Angebot. Der Erste, Lou P Red ist

ein Magna P RF Sohn, der selbst hornlos ist und

hiermit eine hochinteressante Alternative darstellt.

Mit seinem RZG von 130 überzeugt er bei solider

Leistung durch das hervorragende Exterieur, der

sehr guten Nutzungsdauer (RZN 122) und bester

Euterqualität. Hornlos mit diesen Qualitäten machen

Lou P zu einem gefragten Bullen, der stark in

USA als Bullenvater eingesetzt wird. Leider ist Lou

P Red Brachyspina-Träger.

Sein Halbbruder Dizzy Red (Durable Red x Dish

Rae); RZG 132, überzeugt bei ähnlich guter Leistung

durch sein hervorragendes, sehr ausgeglichenes

Exterieur in allen Merkmalen und ist auf

Grund der sehr guten funktionellen Zuchtwerte

(RZS 118; RZN 120; RZR 109) ein Allrounder erster

Klasse. Darüber hinaus weisen die Zuchtwerte auf

günstige Kalbeeigenschaften hin.

Ein weiteres Highlight bei den neuen genomischen

Vererbern sollte der Bulle Pheno-Red P sein.

Dieser Pitbull Sohn aus Lawnboy, aus Toystory ist

eine der seltenen Outcross- Bullen der gleichzeitig

hornlos ist. Bei etwas schwächeren Inhaltsstoffen

ist seine Milchmengenvererbung überragend. Dies

kombiniert er mit tollem Exterieur (RZE 136) und

guter Nutzungsdauer.

Im RSH Angebot befinden sich weiterhin die Destry

Söhne Designer (MV Marmax; RZG 131; RZM 126)

und Dertour (MV: Malvoy; RZG 133; RZE 136), die

sichere Leistung und bestes Exterieur miteinander

kombinieren und Allroundqualitäten haben. Gleiches

gilt für Jamasco (Jerudo x Mr. Burns), der ein

sehr ausgeglichenes Vererbungsbild zeigt und Kühe

mit viel Substanz und Körper bringen sollte.

Ergänzt wird das Angebot der Rotbuntbullen durch

viele andere hochinteressante genomische Vererber,

wie Parma PP (Mitey P x Perk Red) der als

homozygot hornloser Vererber international

sehr beliebt ist.

Das breite Spektrum dieser jungen Bullen mit genomischen

Zuchtwerten auf höchstem Niveau sollte

die Rotbuntzüchter ermutigen, noch mehr Zuchtfortschritt

mit dem verstärkten Besamungseinsatz

in den nächsten Jahren zu generieren um die Rasse

konkurrenzfähig zu halten.

Näheres zur Zuchtwertschätzung und aktuelle Listen

finden Sie auf der RSH-Homepage.

M. Leisen

Mit dem Destry-Sohn Rubidus hat die RSH einen Eiweißvererber, der durch beste Fundamente, gute

Euter und günstige Kalbeeigenschaften aufwarten kann Foto: Geverink


Seit 1997 führt die Landwirtschaftskammer

Schleswig-Holstein eine Zuchtwertschätzung

Fleischleistung durch. Die Datenbasis hierfür sind

die Informationen zu geschlachteten Jungbullen

(Schlachtgewicht, Handels- und Fettklasse), die von

den Schlachtorganisationen VION und ZNVG zur

Verfügung gestellt werden. Diese Daten werden

mit den beim Landeskontrollverband Schleswig-

Holstein (LKV) registrierten Geburts- und Abstammungsinformationen

verknüpft und ermöglichen so

die Schätzung von Fleischleistungs-Zuchtwerten für

die Väter der Schlachtbullen.

Leistungsinformationen und

Zuchtwertschätzung

Diese Form der Leistungsprüfung wird als „Ungelenkte

Feldprüfung“ bezeichnet. Sie liefert zwar im

Vergleich zu einer Nachkommen- oder Eigenleistungsprüfung

auf Station weniger exakte Daten,

ist dafür aber deutlich kostengünstiger und kann

aufgrund der höheren Anzahl von Beobachtungen

den Nachteil der ungenaueren Informationen mehr

als ausgleichen.

Die Zuchtwertschätzung Fleischleistung erfolgt mit

einem Mehrmerkmals-Tiermodell. Als Leistungsinformationen

werden die Merkmale „Tägliche

Nettozunahme“ und der „Handelswert“ der geschlachteten

Mastbullen verwendet. Die „Tägliche

Nettozunahme“ ergibt sich aus dem Schlachtgewicht

dividiert durch die Anzahl Tage von Geburt

bis zur Schlachtung. Der „Handelswert“ ist der

sich aus der Handels- und Fettklasseneinstufung

ergebende monetäre Erlös pro kg Schlachtgewicht.

Die Einflussgrößen Mastbetrieb, Mastsaison und

„Mastdauer“ (Alter der Schlachtbullen) werden

durch das Schätzmodell korrigiert. Die naturalen

// zucht

Genomische zuchtwerte – Fleischleistung 2012

Ergebnisse der ungelenkten Feldprüfung

Zuchtwerte für Nettozunahme und Handelswert

werden einheitlich für alle Rassen in Relativzuchtwerte

umgerechnet und anschließend im Verhältnis

4:1 zu einem Fleischleistungs-Zuchtwert (Relativzuchtwert

Fleischleistung, RZ-FL) zusammengefasst.

Die Relativzuchwerte sind jeweils so skaliert,

dass ein durchschnittliches Vatertier einen Wert von

100 erhält. Die Streuung der Relativzuchtwerte

beträgt hierbei 12 Punkte. Von der Skalierung sind

alle Rassen in gleicher Weise betroffen, so sind die

Zuchtwerte aller Bullen unabhängig von der Rasse

unmittelbar vergleichbar.

Die auf der Basis dieser Daten durchgeführte

Zuchtwertschätzung Fleischleistung liefert wichtige

Informationen zur züchterischen Verbesserung der

Fleischleistung. Diese sind besonders bedeutsam

für die züchterische Bearbeitung der Rasse Rotbunt-Doppelnutzung

(Rotbunt-DN).

Die Tabelle 1 gibt Aufschluss über den Datenumfang

und die Rohmittelwerte der in der Zuchtwertschätzung

berücksichtigten Schlachtinformationen

für Jungbullen gruppiert nach der Rasse des Vaters.

Leider ist die Gruppe der Schlachtbullen mit

Vaterrasse Anzahl Schlachtbullen Schlachtgewicht Nettozunahme Handelsklasse1) Fettklasse

unbekannt 197244 354 556 2.35 2.82

Schwarzbunt 140897 352 558 1.97 2.82

Rotbunt-RH 79743 357 570 2.27 2.85

Rotbunt-DN 17873 360 579 2.82 2.82

Angler 5407 349 537 2.07 2.86

Fleischrind-Rasse 3824 370 609 2.95 2.78

Fleckvieh 2331 378 636 2.88 2.82

Braunvieh 372 363 586 2.19 2.84

1) E=5, U=4, R=3, O=2, P=1

Abb. 1: Fleischleistungszuchtwerte nach Rasse

Tabelle 1: Übersicht zum Umfang der ungelenkten Feldprüfung Fleischleistung

// Rind im Bild 3/2012 77


78

unbekanntem Vater am größten. Die Daten dieser

Tieren werden in der Zuchtwertschätzung zwar

berücksichtigt, leisten aber aufgrund der nicht

herzustellenden Verknüpfungen zu den Leistungen

verwandter Tiere nur einen relativ geringen Beitrag

zur Genauigkeit der Zuchtwertschätzung.

Zuchtwertergebnisse

Die mittleren Zuchtwerte der Bullen nach Rasse

sind in Tabelle 2 dargestellt. Ein Vergleich der beteiligten

Rassen zeigt erwartungsgemäß die Überlegenheit

der Rotbunt-DN Bullen in den Merkmalen

der Fleischleistung, wobei insbesondere der durchschnittliche

„Relativzuchtwert Handelswert“ (berechnet

aus Handels- und Fettklasse) deutlich über

dem der übrigen Rassen liegt. Diese Überlegenheit

der DN-Bullen zeigt auch die grafische Darstellung

der individuellen Handelswert- (RZ-HW) und

Nettozunahme-Zuchtwerte (RZ-Netto) in Abbildung

1. Im Merkmal „Handelswert“ sind die DN-Bullen

mit den rot dargestellten Zuchtwerten (ein Punkt

symbolisiert jeweils einen Bullenzuchtwert für Handelswert

bzw. Nettozunahme) klar als Gruppe von

den Bullen der übrigen Rassen zu unterscheiden.

Diese deutliche Abgrenzung ist bei der „Nettozunahme“

nicht festzustellen, weil hier nur eine geringere

Überlegenheit der DN-Bullen besteht und

die Streuung innerhalb der DN-Bullen relativ hoch

ist. Die bessere „Fleischleistung“ der DN-Bullen

insgesamt resultiert demnach hauptsächlich auf die

günstigere Klassifikation der Schlachtkörper. Übertroffen

werden die DN-Bullen in dieser Hinsicht

jedoch noch von einigen Fleischrinderbullen der

Rassen Charolais und Limousin.

Dr. Jörg Piepenburg

Abteilung Tierzucht und Tierhaltung

Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein

Tel: 0431-33987 22

e-mail: pi@lkv-sh.de

Matoma weist mit RZFl 128 höchst positive Zuchtwerte für die Fleischleistung aus Foto: Arkink

// Rind im Bild 3/2012

// zucht

Tabelle 2: Mittelwerte und Streuungen der Zuchtwert-Ergebnisse „Fleischleistung“

(Bullen mit > = 50% Sicherheit der ZWS)

Rasse Merkmal Mittelwert StdAbw.

Rotbunt-DN

(n = 148)

Rotbunt-RH

(n = 546)

Schwarzbunt

(n = 874)

Angler

(n = 41)

Anzahl Söhne pro Bulle

Zuchtwert-Nettozunahme (g/Tag)

Relativ-ZW Nettozunahme (RZ-Netto)

Zuchtwert-Handelswert (Ct./kg SG)

Relativ-ZW Handelswert (RZ-HW)

Relativ-ZW Fleischleistung (RZ-FL)

Anzahl Söhne

Zuchtwert-Nettozunahme (g/Tag)

Relativ-ZW Nettozunahme (RZ-Netto)

Zuchtwert-Handelswert(Ct./kg SG)

Relativ-ZW Handelswert (RZ-HW)

Relativ-ZW Fleischleistung (RZ-FL)

Anzahl Söhne

Zuchtwert-Nettozunahme (g/Tag)

Relativ-ZW Nettozunahme (RZ-Netto)

Zuchtwert-Handelswert(Ct./kg SG)

Relativ-ZW Handelswert (RZ-HW)

Relativ-ZW Fleischleistung (RZ-FL)

Anzahl Söhne

Zuchtwert-Nettozunahme (g/Tag)

Relativ-ZW Nettozunahme (RZ-Netto)

Zuchtwert-Handelswert(Ct./kg SG)

Relativ-ZW Handelswert (RZ-HW)

Relativ-ZW Fleischleistung (RZ-FL)

101,3

12,6

109,3

10,5

121,3

113,0

117,4

-3,5

97,4

-4,1

91,7

95,6

124,9

-1,2

99,1

-0,5

99,0

99,1

81,0

-6,0

95,6

-0,9

98,2

96,5

145,3

12,6

9,3

3,6

7,2

7,2

250,1

13,1

9,6

4,8

9,7

8,4

365,9

14,0

10,3

4,2

8,6

8,7

57,0

15,1

11,1

4,2

8,5

8,8

St.-Nr. 408 v. Dadius, Besitzer: Eike Brumm, Klein Rheide – auch Dadius weist hohe Zuchtwerte für

Fleischleistung aus (RZFl 129) Foto: Arkink


nachzuchten

nachzuchten für Sie gesehen

Nachzuchtbesichtigung des Bullen Bolto im

Zuchtgebiet des LTR am 28.06.2012

Bolto 840896

Bolton x O-Man x Patron

gRZG 131 gRZM 123 gRZE 122 gRZS 109

gRZN 113 gRZR 95 RZKm 91

Es wurden 10 Töchter auf 10 Betrieben präsentiert,

die durch ihre Uniformität die Vererbungsstärken

des Bullen Bolto sehr gut unter Beweis stellen.

Die mittelrahmigen Tiere gefielen durch sehr viel

Milchtyp, ausreichend Stärke und harmonische

Übergänge. Die Becken der gezeigten Töchter variierten

in der Lage zwischen leicht abfallend und

eben, wobei sie durchweg mit ihrer überdurchschnittlichen

Breite und Länge überzeugten.

Die normal gewinkelten Fundamente ermöglichen

durch ihre korrekte Stellung sehr harmonische Bewegungsabläufe

und zeichneten sich besonders

durch ihre sehr gute Knochenqualität aus.

Die korrekt aufgehängten Euter der hochleistenden

Bolto-Töchter waren vorne gut angesetzt und überzeugten

vor allem in der Rückansicht durch ihre

Breite und das starke Zentralband. Weiter ist auch

die sehr gute Eutertextur zu loben.

Bolto vererbt sehr einheitlich und eignet sich zur

Verbesserung des Milchtyps, der Euterqualität und

der Leistung.

Bei entsprechender Bestätigung der Zuchtwerte

in der August – ZWS kann der Bulle von den Teilnehmern

der Nachzuchtbesichtigung für den DTG

– Austausch empfohlen werden.

Short Cut 675260

Shottle x Sumatra (Lambada) x Schakira

(Jocko Besne)

gRZG 134 gRZM 124 gRZE 121 gRZS 111

gRZN 117 gRZR 102 RZKm 112

In neun Betrieben wurden neun besonders uniforme

Töchter innerhalb des letzten Drittels der

ersten Laktation vorgestellt.

Short Cut’s Töchter präsentierten sich bei knapp

durchschnittlichem Milchcharakter als mittelrahmige

und kompakte Kühe mit festen Übergängen.

Dieser Eindruck wird durch viel Vorhandstärke unterstützt.

Sowohl die Wölbung als auch die Winkelung

der Rippen lassen hinsichtlich der Körpertiefe

Entwicklungspotential erkennen. Ausnahmslos feste

Oberlinien der Kühe gehen in optimal gelagerte

und durchschnittlich breite Becken über.

Passend zum Gesamteindruck der Kühe zeigen die

Stall-Nr. 911 v. Goldri, Besitzer: Horn/Struve GbR, Kiel – Goldri - sicherer Leistungsvererber mit sehr guter Eutervererbung Foto: Arkink

korrekt gewinkelten Fundamente überdurchschnittlich

viel Knochensubstanz. Sie stehen auf überwiegend

geschlossenen Klauen mit mittlerer Trachtenhöhe.

Die durchweg parallele Hinterbeinstellung

trägt maßgeblich zu den hervorragenden Bewegungseigenschaften

der Short Cut- Töchter bei.

Bezüglich Hintereuterhöhe und –breite bescheinigen

die Töchter ihrem Vater durchschnittliche

Vererberqualitäten. Die Euter werden von guten

Zentralbändern gehalten. Short Cut vererbt vorne

ideal und hinten vereinzelt etwas enger platzierte

Striche. Besonders die deutlich überdurchschnittliche

Länge der Striche aber auch deren nach außen

tendierende Stellung (nicht senkrecht) lassen

eine störungsfreie Melkarbeit zu, was von allen Besitzern

auf Nachfrage bestätigt wurde. Glanzpunkt

der insgesamt sehr guten Eutervererbung sind die

von viel Textur geprägten, langen und flach in die

Bauchdecke übergehenden Vordereuter.

Short Cut wird mittelrahmige, robuste und kompakte

Laufstallkühe produzieren, welche im Verlauf

der Laktation trotz hoher Leistungen kaum

an Körperkondition verlieren. Er sollte unter Berücksichtigung

der Inhaltsstoffe zur Steigerung der

Milchleistung, Verbesserung der Merkmale Vorde-

reuteraufhängung und Bewegungseigenschaften

vorzugsweise auf einer milchtypischen Anpaarungsgrundlage

zum Einsatz kommen. Die Besitzer

der Short Cut-Töchter lobten den umgänglichen

Charakter dieser Kühe.

Besichtigt durch Holger Reimer (RMV)

Nachzuchten auf der „NRM“ in Zwolle 2012

Fiction RF 500427

O-Man x Ronald x Lord Lily

gRZG 126 gRZM 118 gRZE 105 gRZS 118

gRZN 111 gRZR 112 RZKm 106

Es wurden 6 Töchter aus dem Wiedereinsatz gezeigt.

Die Fiction-Töchter präsentierten sich mit durchschnittlichem

Milchtyp. Die einheitliche Gruppe

zeigte genügend Rahmen, viel Stärke und gute Rippentiefe.

Die Oberlinie war fest mit guten Übergängen.

Die abfallenden Becken waren von mittlerer

Breite und hatten betonte Kreuzbeine.

Die Euter waren fest genug angesetzt, aber etwas

glatt und mit mehr Volumen. Die Strichplatzierung

und Strichlänge war in Ordnung.

// Rind im Bild 3/2012 79


80

Magna v. Edway, Besitzer: Rolf Mahlstedt, Großenaspe – Edway bietet positives Eiweiß

(+0,07 %, RZM 107) sowie eine hervorragende Eutergesundheit Foto: Arkink

Die Fiction-Töchter hatten gut gewinkelte und

parallel gestellte Hinterbeine. Die Sprunggelenke

waren klar genug. Die Klauen waren hoch und geschlossen.

Danillo 500491

Goldwin x O-Man x Durham

gRZG 141 gRZM 121 gRZE 139 gRZS 115

gRZN 122 gRZR 110 RZKm 101

Einen sehr starken Auftritt hatte der Goldwin-Sohn

Danillo mit seinen 6 Töchtern.

Die rahmigen, milchtypischen Danillo-Töchter

zeigten viel Stärke und Typ bei fester Oberlinie. Die

Becken waren eben bzw. z.T. ansteigend gelagert

bei genügend Beckenbreite. Die Umdreherposition

hätte zentraler sein können.

Die Glanzpunkte der Nachzucht waren die Euter

und die Fundamente. Die Euter waren fest und sehr

hoch angesetzt, lebendig und gut ausbalanciert.

Die Strichplatzierung, Strichstellung und Strichlän-

// Rind im Bild 3/2012

// nachzuchten

ge waren ohne Beanstandung. Die Hinterbeine waren

gut gewinkelt, sehr klar in den Sprunggelenken,

paralell und gut hohen Klauen versehen.

Pilot 500272

Mascol x Jocko Besn x Fatal

gRZG 130 gRZM 1124 gRZE 114 gRZS 108

gRZN 111 gRZR 105 RZKm 108

Die sechs bzw. fünf vorgestellten Pilot-Töchter

präsentierten sich mit gut mittleren Rahmen, viel

Länge, ordentlicher Rippentiefe und fester Oberlinie.

Die Gruppe war länger in Milch und hatte viel

Substanz und Körper. Die Becken waren breit genug

und gut gelagert.

Die Hinterbeine zeigten z.T. etwas mehr Winkel bei

guter Hinterbeinstellung und mittelhohen Klauen.

Die drüsigen, etwas kürzeren Euter waren hoch

genug angesetzt. Die kürzeren Striche waren gut

platziert.

Maike v. Kolibri, Besitzer: Owe Vollersen, Langenhorn - Kolibri kann durch gute Fundamente und feste,

gut melkbare Euter überzeugen Foto: Geverink

Angabe des Hornstatus Ihrer Kälber

Aus gegebenem Anlass weisen wir nochmals darauf hin, dass Kälber, die

von einem genetisch hornlosen Vererber abstammen und ohne Hornanlagen

geboren werden, zur korrekten Registrierung ihres Hornstatus an

die RSH eG gemeldet werden müssen.

Hierzu verwenden Sie bitte ein Formular, welches Sie auf unserer Internetseite:

www. rsheg.de unter „Online Service“-„Hornlosigkeit bei

// diverses

Norwin 500414

Norman x Lee x Benefit

gRZG 110 gRZM 106 gRZE 112 gRZS 118

gRZN 105 gRZR 105 RZKm 107

Der Norman-Sohn aus der bekannten Lee-Tochter

Meggilee zeigte trotz knapp durchschnittlicher Exterieurzahlen

eine sehr ansprechende Gruppe. Die

Norwin-Töchter zeigten sich bei viel Typ und Ausstrahlung

im passenden Rahmen mit guter Rippenausprägung.

Die Becken waren bei genügend Breite

gut bis eben gelagert.

Die Hinterbeine hatten klare Gelenke, waren gut

gestellt und mit mittelhohen Klauen ausgestattet.

Auffallend waren die hoch und fest ansitzenden

Euter, die mit etwas kürzeren Strichen versehen

waren.

Besichtigt durch Rüdiger Böhnke und

Günter Koch (RSH)

Milchrinderrassen“ finden oder in der Abteilung Herdbuch telefonisch

unter der 04321-905308 (Frau Juhls) anfordern können.

Nur auf Basis vollständig vorliegender Unterlagen können die betreffenden

Kälber im Herdbuch mit „P“ (phänotypisch hornlos) gekennzeichnet

werden.

A.-K. Juhls


Schauen

dänische nationalschau in Herning

R Ascona Töchter erringen 3 von 6 Titeln

Die Landestierschau in Herning konnte mit über

50 000 Besuchern einen neuen Rekord aufstellen.

Die „roten Dänen“ (RDM) hatten ca. 100 Schaukühe

aufgetrieben, diese wurden von den erfahrenen

Preisrichtern Mogens Madsen und Kristoffer Kappel

rangiert.

40 verschiedene Väter

Die Palette der angestellten Kühe war breit, so

wurden Töchter von 40 verschiedenen Bullen ausgestellt.

Mit 21 gezeigten Töchtern war R Ascona

wie bereits im Vorjahr dominierend und auch am

erfolgreichsten. Er stellte die mittlere Siegerkuh,

sowie Sieger und Reservesieger bei den jungen Kühen.

Von R David waren 19 Kühe ausgestellt. Die R

David Töchter zeigten sich mittelrahmig mit funktionalen

Eutern und guten Beinen.

Der Allrounder R Bangkok hatte 8 Töchter im Ring.

Diese fielen durch mittleren Rahmen auf, waren jedoch

deutlich überdurchschnittlich in der Stärke. Die Euter

zeigten sehr viel Textur und wussten zu gefallen.

R Degn hatte 7 Töchter im Wettbewerb, diese waren

überdurchschnittlich in Rahmen, Hintereuterhöhe

und Voreuteraufhängung.

Der Jerry Sohn R Facet hatte 3 Töchter in jungen

Klassen dabei, die als gute Kühe mit etwas längeren

Strichen beschrieben werden können. Im nächsten

Jahr sind höhere Töchterzahlen zu erwarten. Bei

den Jungrindern fielen die R Fastrup Töchter durch

Harmonie und Knochenqualität auf.

Schauwettbewerb

Bei den alten Kühen siegte wie im Vorjahr die R

Avensis Tochter Kat. Nr. 4 von Gert Aude, Ebeltoft.

Dänischer Grand Champion Foto: Tordsen

Die inzwischen 5 mal gekalbte Kuh zeigte sich erstaunlich

frisch. Reservesieger alt wurde eine sehr

harmonische R Bangkok Tochter von Ulla u. Bernd

Hornshøj Hansen aus Ebeltoft.

Bei den mittleren Kühen siegte ebenfalls das Ehepaar

Hornshøj Hansen, dieses Mal mit einer 2 mal

gekalbten R Ascona x ODA Best. Die Reservesiegerkuh

ist eine R Admiral x K Lens von Jordbrugskonden

aus Bjengby.

Bei den jungen Kühen erzielte Henrik Vest Hansen

aus Idestrup den Reservesieg mit der einkalbigen

R Ascona Tochter Kat. Nr. 84 (MV: Classic). Sieger

jung und Grand Champion wurde wieder einmal

eine Kuh von Ernst Leif Norgaard aus Viborg. Die

Kat. Nr. 97, eine R Ascona aus Vest Andy, war nicht

zu schlagen und gewann souverän.

Die beste Betriebssammlung wurde ebenfalls von

Ernst Leif Norgaard aus Viborg gestellt.

Die Schau fand bei bestem Wetter in angenehmer

Atmosphäre statt. Die Qualität der RDM Kühe war

überzeugend.

C. P. Tordsen

Zabing-Tochter siegt

in Wesel

Die Zabing-Tochter Eduna von Karl-Heinz Arden, Wesel-Bislich wurde Siegerfärse

auf der Kreisinderschau am 17.06.2012 in Wesel. Sie stammt aus einer VG

89-Faber Tochter und hat in den ersten 100 Tagen über 4.550kg Milch gegeben!

Foto: Hubert Fischer

// Rind im Bild 3/2012 81


82

Die GGI-Holland stellte anlässlich der NRM 2012

am 29./30. Juni 6 Zabing-Töchter aus (4 Rotbunte

und 2 Schwarzbunte), die die Vererbungsschwerpunkte

des Exterieursvererbers verdeutlichen.

Die sehr uniforme Gruppe überzeugte mit viel Rahmen

und Stärke und überdurchschnittlichen Körpertiefe.

Die Zabing-Töchter zeigen nicht den letzten

Milchtyp, haben aber sehr gute Übergänge und

sind offen in der Rippenausprägung.

Die Becken waren breit und gut gelagert. Glanzstück

waren die sehr drüsigen und fest ansitzenden

Euter. Hervorzuheben ist die optimale Strichplatzierung

bei mittlerer Strichlänge.

Insgesamt überzeugte die Gruppe in allen Belangen

und verdeutlichte eindrucksvoll die Vererbungskraft

des Outcross-Vererbers Zabing, sowohl für

Schwarzbunt als auch für Rotbunt.

// Rind im Bild 3/2012

G. Koch

// Schauen

niederländische nationalschau

Zabing-Töchter auf der NRM-Schau in Zwolle

Rotbunt DN

Onory 10.599497 TV TL TY 25.04.11

Pl RZG: 118 Pl RZM: 113 PI RZS: 111 PI RZE: 113

Zü: Karstens GbR, Tensbüttel-Röst

V: Owen

M: Elona 18 04/88-87-86-85/86 v.Robel

6/5 La. 9630 4,32 416 3,66 352

HL 5 10554 4,42 466 3,59 379

MM: Zenti 83 03/85-85-80-80/82 v.Villnow

6/5 La. 9415 3,59 338 3,55 334

Angler

Nolde 10.589824 TV TL TY 16.12.10

Pl RZG: 122 Pl RZM: 117 PI RZS: 113 PI RZE: 107

Zü: Melchertsen, Steinberg

V: R Facet

M: Kaiserin 03/86-85-85-84/85 v.Dragomir

3/2 La. 9072 4,57 415 3,59 326

HL 2 10107 4,37 442 3,48 352

MM: First Lady 03/85-85-84-85/85 v.FYN Aks

6/5 La. 10933 4,50 492 3,53 386

Die Zabing Nachzucht überzeugte in allen Belangen und verdeutlichte eindrucksvoll die Vererbungskraft des Outcross-Vererbers

Foto: Geverink

// Testbullen

Budapest 10.599493 TV TL TY 14.02.11

Pl RZG: 122 Pl RZM: 121 PI RZS: 115 PI RZE: 103

Zü: Karstens GbR, Tensbüttel-Röst

V: Baltimore

M: Glanz 93 02/90-89-85-85/86 v.NieuwWeert

4/4 La. 11102 3,82 424 3,44 382

HL 3 12550 3,77 473 3,40 427

MM: Burda 16 02/82-82-80-82/82 v.Parole

7/7 La. 11010 3,90 429 3,53 389

Nacet Nacet 10.589866 TV TV TL TL TY TY 01.05.11

Pl RZG: 127 Pl RZM: 120 PI PI RZS: 111 PI PI RZE: 112 112

Zü: Paulsen-SchlüterTolk

Paulsen-Schlüter, Tolk

V: R Facet

M: Lucille 01/84-84-85-85/85 v.Gunnarstop

200 Mtg. La. 6758 6758 5,46 369 369 3,49 3,49 236 236

MM: Fibrille 04/89-90-88-88/89 v.Zober v.Zober

5/4 La. 12616 4,78 4,78 603 603 3,54 3,54 447 447

Betisso 10.599496 TV TL TY 16.04.11

Zü: Niederlande

V: Bester

M: Dikkie 71 (1) VG 87 v.Mondrian

2/2 La. 7876 4,19 330 3,63 286

HL 2 8274 4,23 350 3,61 299

MM: Dikkie 69 (1) GP 83 v.Dino

6/6 La. 8412 4,07 342 3,35 282

Angler alter Zuchtrichtung

Manni 10.589985 TV TL TY 25.04.10

Angler alter Zuchtrichtung

Zü: Henningsen, Munkbrarup

V: Ozelot

M: Karaffe 02/85-83-84-82/83 v.Transit

3/1 La. 8755 5,43 475 3,53 309

MM: Gallone 69 01/82-79-83-84/82 v.Usidor

2/1 La. 5895 4,72 278 3,41 201


Jod in der Euterpflege

Sowohl schnell wachsende Betriebe als auch immer

höhere Tierleistungen lassen die Ansprüche an Hygiene

und Pflege in Milchviehbetrieben stetig wachsen. Akute

und chronische Mastitiden sorgen für große wirtschaftliche

Schäden.

Schätzungen der Deutschen Veterinärgesellschaft rechnen mit

Verlusten von bis zu 300 EURO pro Milchkuh bei Mastitiserkrankungen.

Nur Kühe mit gesundem Euter können Milch höchster Qualität

produzieren. Tägliches Melken, unterschiedliche Klimafaktoren

und haltungsbedingte Einflüsse machen somit den Einsatz von

Hygiene- und Pflegemaßnahmen zur Erhaltung der Zitzenfunktion

unbedingt erforderlich.

Die Zitze des Kuheuters ist die erste entscheidende Barriere gegenüber

der belebten Umwelt und damit ein entscheidendes

Organ zur Vermeidung bakterieller Infektionen des Euters. Um

diese Infektionsgefahr zu reduzieren bzw. Mastitis vorzubeugen,

hat sich neben einer sorgfältigen Eutervorreinigung das Dippen

oder Sprühen nach dem Melken als unverzichtbares Element

von Euterhygieneprogrammen bewährt.

Die Firma HYPRED GmbH hat sich im Bereich der Melkhygiene

in den letzten Jahren als kompetenter und innovativer Partner

etabliert. Neben innovativen Produkten mit den Wirkstoffen

Chlorhexidine, Milchsäure und Chlordioxid, als 2-Komponenten

Produkt, gehören auch hochwertige jodhaltige Produkte zum

Portfolio.

Seit über 100 Jahren ist Jod als effektives Desinfektionsmittel

mit einem breiten Wirkspektrum bekannt. Das Problem ist jedoch,

dass es differente Qualitäten gibt. Viele Hersteller verwenden

billige Jodquellen, die kaum eine desinfizierende Wirkung

aufweisen. INO Jod 50 Dip und INO Jod 50 Liquid enthalten

5000 ppm aktives Jod und einen hohen Anteil an hautpflegenden

Substanzen, die sowohl die Stabilität des Produktes

gewährleisten als auch Hautirritationen vorbeugen.

Sprühen oder Dippen?

Vorausgesetzt, dass die Anwendung von Zitzenpflegemitteln

einen Beitrag zur Eutergesundheit leistet, so bleibt die Frage

ob das Pflegemittel im Sprüh- oder Dipverfahren angewendet

werden soll:

Für Roboterbetriebe stellt sich diese Frage nicht, denn der Melkroboter

kann nur sprühen. Hier ist es unumgänglich, dass die

Sprüheinrichtungen einer täglichen Prüfung unterzogen werden

müssen, um Verschmutzungen der Düsen vorzubeugen und somit

eine unzureichende Mittelbenetzung der Zitze zu vermeiden.

Das Dippen von Pflegemitteln mit dickerer Viskosität, sogenannten

Filmbildnern, hat den Vorteil einer längeren Einwirkung der

Desinfektions- und Pflegestoffe, was die Wirksamkeit insgesamt

erhöht. Die Zitze wird bis mindestens Dreiviertel der Zitzenlänge

sowie im gesamten Umfang benetzt.

INO JOD 50

Bewährte Desinfektion zum Dippen

oder Sprühen

INO JOD 50 DIP

INO JOD 50 DIP ist ein gebrauchsfertiges Zitzendipmittel,

das sich Tag für Tag bewährt:

• Kraftvolle Desinfektion durch 5000 ppm Jod

• Intensive Filmbildung

• Enthält hautpflegende Substanzen

• Geprüft nach EN 1656

• Erhältlich im Kanister 22 Kg, Fass 61 Kg und 223 Kg

INO JOD 50 Liquid

INO JOD 50 Liquid ist ein gebrauchsfertiges, sprühfähiges

Zitzenpflege- und Desinfektionsmittel mit überzeugenden

Vorteilen in der Praxis:

• Kraftvolle Desinfektion durch 5000 ppm Jod

• Beste Haftung am Strich durch spezielle Formulierung

• Problemloser Einsatz in allen Sprühsystemen und

Melkrobotern

• Enthält hautpflegende Substanzen

• Geprüft nach EN 1656

• Erhältlich im Kanister 22 Kg, Fass 60 Kg und 200 Kg

Hersteller:

Hypred GmbH

Marie-Curie-Str. 23

53332 Bornheim

Tel.: 02227-9082-0

Fax: 02227-9082-22

hypred.de@roullier.com

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Biozide sicher verwenden. Vor Gebrauch stets Kennzeichnung und Produktinformation lesen.

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// Rind im Bild 3/2012 83


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