GESCHÄFTSBERICHT 2009 SCA Hygiene Products SE

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GESCHÄFTSBERICHT 2009 SCA Hygiene Products SE

GESCHÄFTSBERICHT 2009

SCA Hygiene Products SE


Inhalt

2 Svenska Cellulosa Aktiebolaget SCA

3 Geschäftsbereiche Tissue und Personal Care

7 Vorstand, Aufsichtsrat, Ausschüsse des Aufsichtsrats

10 Bericht des Aufsichtsrats

17 Lagebericht

17 Zusammengefasster Lagebericht

17 Konjunkturelle Rahmenbedingungen

19 Geschäftsentwicklung

20 Dividende

20 Finanz- und Vermögenslage

22 Investitionen

23 Finanzierung

23 Leistungsindikatoren

23 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

24 Ausblick und Chancen der zukünftigen Entwicklung

25 Segmentinformationen

32 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

35 Forschung und Entwicklung

38 Umweltschutz und Arbeitssicherheit

41 Risikobericht

46 Corporate Governance Bericht

51 Angaben gemäß §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB

und erläuternder Bericht

54 Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289a HGB)

60 Umwandlung in eine Societas Europaea (SE)

62 Abschluss SCA Hygiene Products Konzern

62 Gliederung

123 Versicherung der gesetzlichen Vertreter

124 Bestätigungsvermerk

125 Abschluss SCA Hygiene Products SE

125 Gewinn- und Verlustrechnung

126 Bilanz

127 Anhang

139 Versicherung der gesetzlichen Vertreter

140 Bestätigungsvermerk

Weitere Informationen

142 Mandatsliste von Vorstand und Aufsichtsrat

143 Konsolidierungskreis

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Svenska Cellulosa Aktiebolaget SCA

Svenska Cellulosa Aktiebolaget SCA, Stockholm/Schweden, ist die Obergesellschaft eines

internationalen Konzerns für Konsumgüter und Papierprodukte (SCA). SCA schafft Werte

durch Kunden- und Serviceorientierung, durch Innovationen und die ständige Bereitschaft zu

mehr Effizienz, um zu einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen. SCA-Produkte bestehen

fast ausschließlich aus erneuerbaren und wieder verwertbaren Materialien.

Der Konzern entwickelt, produziert und vermarktet Personal Care-Produkte, Tissueprodukte,

Verpackungslösungen, Druckpapiere und Holzmaterialien. SCA-Produkte werden in mehr als

100 Ländern verkauft.

Der Konzernumsatz lag 2009 bei 10,5 Mrd. EUR. SCA beschäftigt rund 50.000

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die SCA-Aktie wird an der Börse in Stockholm gehandelt.

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Geschäftsbereiche

Tissue und Personal Care

Überblick

Die Geschäftsbereiche Tissue und Personal Care der Svenska Cellulosa Aktiebolaget SCA,

Stockholm/Schweden (SCA), in denen die SCA Hygiene Products SE, München, mit ihren

Tochtergesellschaften (SCA Hygiene Products Konzern) tätig ist, erwirtschafteten im

Geschäftsjahr 2009 einen Gesamtumsatz von 67,1 Mrd. SEK (6,3 Mrd. EUR). Dabei konnte

Tissue den Umsatz 2009 um 8% auf 41,4 Mrd. SEK (3,9 Mrd. EUR) und Personal Care um

10% auf 25,7 Mrd. SEK (2,4 Mrd. EUR) steigern. In beiden Geschäftsbereichen sind

insgesamt 25.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

SCA hat starke regionale Marken und Marken, die weltweit vertrieben werden.

Geschäftsbereich Tissue

Der Geschäftsbereich Tissue umfasst die Segmente Consumer Tissue und Away From Home

(AFH) Tissueprodukte. Zu den lokalen Marken des Geschäftsfelds Consumer Tissue zählen

z. B. „Zewa“ in Deutschland und Österreich, „Tempo“ und „Plenty“ in vielen Ländern in

Europa, „Velvet“ in Großbritannien sowie „Edet“ in Skandinavien und Benelux. „TORK“ ist die

Marke für AFH Tissueprodukte in Europa und Nordamerika.

Geschäftsbereich Personal Care

Im Geschäftsbereich Personal Care ist das Geschäft mit Inkontinenzprodukten, Produkten der

Damenhygiene und Babywindeln zusammengefasst. Der Schwerpunkt liegt bei

Inkontinenzprodukten, die weltweit unter der Marke „TENA“ vertrieben werden. In den

Bereichen Damenhygiene und Babywindeln hat SCA regionale Marken - „Libresse“ für

Damenhygieneprodukte und „Libero“ für Babywindeln.

Markenstrategie

Auch in Zukunft setzt SCA auf die eigenen starken, überregionalen Marken „TENA“ und

„TORK“. Im Bereich Consumer Tissue, Babywindeln und Damenhygiene liegt der Fokus auf

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der dualen Markenstrategie mit bekannten regionalen Eigenmarken und den Marken des

Einzelhandels. 2009 hat SCA damit begonnen, die Marke „Tempo“ zu einer Dachmarke

auszubauen und mit der Marke in weiteren Ländern zu expandieren. Die 2007 in Lizenz

erworbenen Marken „Bounty“ und „Charmin“ wurden 2009 in bestehende Eigenmarken und in

die neue Marke „Plenty“ überführt. Die internationale Präsenz von SCA sowie das Profil der

Markenprodukte bilden eine solide Basis für weiteres Wachstum und die Entwicklung der

Lieferbeziehungen zu den großen internationalen Handelsketten.

Vertriebswege und Marktposition

SCA vertreibt die eigenen Markenprodukte über den Einzelhandel an private Haushalte

(Endverbraucher), über Großhändler und im Direktvertrieb an Industrieunternehmen, Hotels

und Restaurants, Drogerien, Krankenhäuser sowie andere Institutionen des

Gesundheitswesens. Dabei werden im Vertrieb zunehmend auch elektronische Medien

eingesetzt. SCA hat in Europa, Nordamerika und weltweit eine gefestigte Marktpräsenz.

Marktposition von SCA:

Marktposition Europa Nordamerika Welt

Consumer Tissueprodukte Nr. 1 - Nr. 3

Away From Home Tissueprodukte Nr. 1 Nr. 3 Nr. 3

Inkontinenzprodukte Nr. 1 Nr. 3 Nr. 1

Babywindeln Nr. 3 - Nr. 4

Damenhygieneprodukte Nr. 3 - Nr. 5

Quelle: Geschäftsbericht 2009 der SCA AB, Stockholm/Schweden

Marktbezogene Stärken

Fortlaufende Marktanalyse

Neben der fortlaufenden Analyse der Markt- und Wettbewerbssituation spielt für SCA das

Detailwissen über die Wünsche der Kunden eine immer größere Rolle für die Entwicklung und

Optimierung von Produkten, Konzepten und Patenten. SCA bedient sich dazu des Einsatzes

elektronischer Medien, wie zum Beispiel von Internetportalen, die einen direkten

Informationsaustausch mit dem Endkunden ermöglichen.

Regionale Präsenz und globale Stärke

SCA folgt dem Prinzip des globalen Denkens bei gleichzeitig lokalem Handeln. So werden,

auch aus Gründen der Kosteneffizienz, Produktions- und Transportressourcen möglichst

marktnah (lokal) eingesetzt. Dennoch können in der weltweiten (globalen) Organisation des

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SCA-Konzerns Skaleneffekte genutzt und vorhandenes Know-how ausgetauscht werden. Dies

geschieht insbesondere in den Bereichen Forschung und Entwicklung von Produkten und

Produktkonzepten, Technologie und Markenführung. Um diese Effekte auch

geschäftsbereichsübergreifend nutzen zu können, sind die Themen Kunden- und Verbraucher

„Insight“, Innovation, Technologie und Markenentwicklung zentral dem unterstützenden

Geschäftsbereich „Global Hygiene Category“ zugeordnet, der gleichermaßen für beide

Geschäftsbereiche tätig ist.

Nachhaltiges Wirtschaften und gesellschaftliche Verantwortung

Die Grundsätze der Nachhaltigkeit und gesellschaftlichen Verantwortung sind seit Langem

Bestandteile der SCA-Kultur und spiegeln sich auch in den Produkten wider. SCA greift

Umwelt- und soziale Themen aktiv auf, um langfristig Werte für Eigentümer und Gesellschaft

zu schaffen. Der SCA-Verhaltenskodex (Code of Conduct) ist Leitfaden für das Handeln der

Mitarbeiter. Die Anstrengungen des SCA-Konzerns auf diesem Gebiet sind von Erfolg gekrönt.

Alljährlich wird das Unternehmen mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, die nachhaltiges

Wirtschaften und ethisches Handeln von Unternehmen honorieren.

Produktionskapazität

Im Geschäftsbereich Tissue verfügt SCA weltweit über eine Produktionskapazität von 2,6

Mio. t. In Europa werden an 24 Standorten in elf Ländern 1,7 Mio. t produziert. Der größte

europäische Standort ist Mannheim (266.000t), der größte außereuropäische Standort ist

Menasha/USA (211.000t).

Tissuekapazität in 1.000 t

Europa 1.661

Nordamerika 519

Südamerika 321

Restliche Welt 114

Gesamt 2.615

Quelle: Geschäftsbericht 2009 der SCA AB, Stockholm/Schweden

Moderne Produktionsanlagen, die weitreichende Integration der Produktionsprozesse und

die Skaleneffekte über die gesamte Wertschöpfungskette (Supply Chain) gewährleisten hohe

Produktivität. Die Supply Chain wird mit Effizienzprogrammen einem ständigen

Optimierungsprozess für bessere Kostenstrukturen und einen höheren Servicegrad

unterzogen.

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Der Geschäftsbereich Personal Care produziert an 23 Standorten in 20 Ländern (u. a. in

Schweden, in den Niederlanden, Polen, der Slowakei, in den USA, Kanada, Australien,

Mexiko, Kolumbien) Inkontinenz- und Damenhygieneprodukte sowie Babywindeln. Die

Standorte sind nach Kosten und Marktnähe auf die verschiedenen Produktgruppen

ausgerichtet und werden durch den zentralen Bereich Forschung und Entwicklung sowie

durch Investitionen in den Maschinenpark auf dem technologisch besten Stand gehalten.

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Vorstand der SCA Hygiene Products SE (seit 18. September 2009)

Günter Kaske, Oberaudorf

Vorsitzender des Vorstands

Walter Hirner, Mannheim

Vorstand und Arbeitsdirektor

Aufsichtsrat der SCA Hygiene Products SE (seit 18. September 2009)

Dr. jur. Gernot Wiedenbrüg, Riedering Frank Gottselig*, Lampertheim

Vorsitzender Erster stellvertretender Vorsitzender

Vorstandsvorsitzender der SCA Hygiene Products AG i. R. Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der

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SCA Hygiene Products SE, München

Dr. Karl-Heinz Maul, Friedrichsdorf-Burgholzhausen Jan Friman, Sollentuna/Schweden

Zweiter stellvertretender Vorsitzender Leiter Konzernbereich Steuern SCA AB

(bis 15. Februar 2010)

Wirtschaftsprüfer und Steuerberater

Clive Bell*, Prudhoe/Vereinigtes Königreich Klaus Huth*, Kostheim

Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats Vereinigtes Königreich Vorsitzender des Betriebsrats der

SCA Hygiene Products GmbH, Wiesbaden

Jan Carlson, Täby/Schweden Gordana Landén, Stockholm/Schweden

Unternehmensjustiziar SCA AB Leiterin Konzernbereich Personal SCA AB

Nico Evers*, Borgercompagnie/Niederlande Kurt Mayer*, Neusiedel/Österreich

Leiter Materialwirtschaft Standort Hoogezand/Niederlande Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrats der

SCA Hygiene Products GmbH, Ortmann/Österreich

Mischa Franz, Bobenheim-Roxheim Detlef Stutter*, Karlsruhe

Leiter Finanzen des Geschäftsbereichs SCA Tissue Europe Bezirksleiter der

*Arbeitnehmervertreter

IG Bergbau, Chemie, Energie, Mannheim


Ausschüsse des Aufsichtsrats (seit 18. September 2009)

Prüfungsausschuss Personalausschuss

Dr. Karl-Heinz Maul Dr. jur. Gernot Wiedenbrüg

Vorsitzender Vorsitzender

(bis 15. Februar 2010)

Mischa Franz Frank Gottselig*

Stellvertretender Vorsitzender Stellvertretender Vorsitzender

Dr. jur. Gernot Wiedenbrüg Gordana Landén

Frank Gottselig* Kurt Mayer*

Detlef Stutter*

*Arbeitnehmervertreter

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Vorstand der SCA Hygiene Products AG (bis 17. September 2009)

Günter Kaske, Oberaudorf

Vorsitzender des Vorstands

Walter Hirner, Mannheim

Vorstand und Arbeitsdirektor

Aufsichtsrat der SCA Hygiene Products AG (bis 17. September 2009)

Dr. jur. Gernot Wiedenbrüg, Riedering Frank Gottselig*, Lampertheim

Vorsitzender Stellvertretender Vorsitzender

Vorstandsvorsitzender der SCA Hygiene Products AG i. R. Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der

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SCA Hygiene Products AG, München

Mats Berencreutz, München Gunnar Johansson, Marzling

Leiter Geschäftsbereich SCA Tissue Europe Leiter Geschäftsbereich SCA Global Hygiene Category

Dr. jur. Hans-Peter Binder, Berg/Starnberg Klaus Huth*, Kostheim

Mitglied der Geschäftsleitung der Deutsche Bank AG i. R. Vorsitzender des Betriebsrats der

SCA Hygiene Products GmbH, Wiesbaden

Siegfried Birth*, Münster Prof. Dr. jur. Hans-Joachim Mertens, Königstein

Leiter der Abteilung Mitbestimmung der Geschäftsführender Direktor des Instituts für ausländisches

IG Bergbau, Chemie, Energie, Hannover und internationales Recht an der Johann Wolfgang Goethe-

Universität i. R.

Alexander Damian*, Mannheim Detlef Stutter*, Karlsruhe

Leiter Projekte und Technologie der Bezirksleiter der

SCA Hygiene Products GmbH, Mannheim IG Bergbau, Chemie, Energie, Mannheim

Andrea Hübenthal*, Kolbermoor Rijk Schipper, München

Teamkoordinatorin SCA IT Services, Ismaning Leiter Geschäftsbereich SCA Personal Care Europe

Ausschüsse des Aufsichtsrats (bis 17. September 2009)

Vermittlungsausschuss (§ 27 Abs. 3 MitbestG) Personalausschuss

Dr. jur. Gernot Wiedenbrüg Dr. jur. Gernot Wiedenbrüg

Vorsitzender Vorsitzender

Dr. jur. Hans-Peter Binder Dr. jur. Hans-Peter Binder

Frank Gottselig* Frank Gottselig*

Siegfried Birth* Siegfried Birth*

*Arbeitnehmervertreter/-in


Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

im Geschäftsjahr 2009 hat sich der Aufsichtsrat eingehend mit der Lage und der Entwicklung

der Gesellschaft befasst und die Maßnahmen des Vorstands entsprechend der dem

Aufsichtsrat nach Gesetz, Satzung und dem Deutschen Corporate Governance Kodex

zugewiesenen Aufgaben überwacht und begleitet.

Anhand mündlicher und schriftlicher Berichte des Vorstands hat der Aufsichtsrat die

Geschäftsführung regelmäßig überwacht, Fragen der strategischen und operativen

Entwicklung der Gesellschaft und des SCA Hygiene Products Konzerns detailliert mit dem

Vorstand erörtert und sich ausführlich mit den Geschäftsvorfällen beschäftigt, die seiner

Zustimmung unterliegen. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat quartalsweise schriftlich über die

aktuelle Geschäftsentwicklung unterrichtet. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen hat

der Vorstand den Aufsichtsratsvorsitzenden fortlaufend mündlich und schriftlich über

wesentliche strategische und operative Einzelheiten unterrichtet gehalten. Die Überwachung

der Geschäftsführung durch den Aufsichtsrat gab keinen Anlass zu Beanstandungen.

Im Geschäftsjahr 2009 trat der Aufsichtsrat der SCA Hygiene Products AG zu vier Sitzungen

zusammen. Die Beschlussfassung über den Halbjahresfinanzbericht erfolgte in einem

Ausschuss in einer Telefonkonferenz. Ein Mitglied des Aufsichtsrats hat im Geschäftsjahr

2009 an weniger als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats der SCA Hygiene Products AG

teilgenommen. Die durchschnittliche Präsenzquote der Aufsichtsratsmitglieder je Sitzung

betrug 73%. Der im Zuge des Formwechsels der SCA Hygiene Products AG in eine Societas

Europaea (SE) neu gewählte Aufsichtsrat der SCA Hygiene Products SE trat 2009 zu zwei

Sitzungen zusammen. Die durchschnittliche Präsenzquote der Aufsichtsratsmitglieder je

Sitzung betrug 96%.

Der Aufsichtsrat hat in jeder seiner Sitzungen die vom Vorstand erstatteten mündlichen und

schriftlichen Berichte eingehend erörtert und geprüft und die Entwicklung des

Geschäftsverlaufs mit ihm diskutiert. Für zusätzliche Prüfungsmaßnahmen, etwa durch

Einsichtnahme in die Unterlagen der Gesellschaft, bestand danach aus Sicht des Aufsichtsrats

kein Anlass.

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Der Aufsichtsrat der SCA Hygiene Products AG hatte zwei Ausschüsse gebildet, die sich aus

jeweils zwei Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer zusammensetzten – den

Ausschuss für Dienstvertragsangelegenheiten (Personalausschuss) sowie den Ausschuss

gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz (Vermittlungsausschuss). Der Personalausschuss

hat im Geschäftsjahr 2009 zweimal getagt und dabei die in Bezug auf die Anstellungsverträge

der Vorstandsmitglieder erforderlichen Beschlüsse gefasst. Der Vermittlungsausschuss

musste im Berichtsjahr nicht einberufen werden.

In der konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats der SCA Hygiene Products SE am 7. August

2009 hat der Aufsichtsrat zwei Ausschüsse gebildet; einen Personalausschuss, der sich aus

jeweils zwei Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer zusammensetzt, sowie einen

Prüfungsausschuss, der sich aus drei Vertretern der Anteilseigner und zwei der Arbeitnehmer

zusammensetzt. Der Personalausschuss der SCA Hygiene Products SE wurde im

Geschäftsjahr 2009 nicht einberufen. Am 24. Februar 2010 hat der Personalausschuss das

Vergütungssystem und die Gesamtvergütung des Vorstands geprüft und hierüber dem

Aufsichtsrat einen Vorschlag unterbreitet. Der Prüfungsausschuss führte am 16. November

2009 eine Videokonferenz durch, in der er seinen Vorschlag an den Aufsichtsrat für die

Geschäftsordnung des Prüfungsausschusses erstellte. In einer Präsenzsitzung am 29. April

2010 bereitete er die Feststellung des Jahresabschlusses und die Billigung des

Konzernabschlusses 2009 durch den Aufsichtsrat vor und prüfte den

Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands. Des Weiteren hat er dem Aufsichtsrat eine

Empfehlung für die Bestellung des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2010 gegeben.

Schwerpunkte der Beratungstätigkeit im Aufsichtsrat waren 2009 die Entwicklung der

Rohstoff- und Energiepreise, das Monitoring der Preisentwicklung der eigenen Produkte, eine

kritische Bewertung des Investitionsprogramms und des Budgets 2009 sowie die Planung und

Ergebnisvorschau für das Geschäftsjahr 2009. Die veränderte Markenstrategie des

Geschäftsbereichs SCA Tissue Europe mit einer Neuausrichtung auf Marken für die

Körperhygiene und Marken für die Objekthygiene wurde einer eingehenden Analyse

unterzogen. Breiten Raum nahm zudem die 2009 durchgeführte Umwandlung der

Gesellschaft in eine Societas Europaea (SE) ein.

In der Aufsichtsratssitzung am 19. Februar 2009 wurden der Stand der Vorbereitungen zum

Formwechsel der Gesellschaft in eine SE gemäß Art. 37 SE-Verordnung und die vom

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Vorstand vorgelegten Entwürfe der Umwandlungsdokumentation zustimmend zur Kenntnis

genommen. Ein weiterer Beschlussgegenstand war eine Kapitalerhöhung bei der

Tochtergesellschaft SCA Hygiene Products Russia LLC, Moskau/Russland, zur Finanzierung

der Investitionen in zwei neue Produktionsstandorte für Tissue- und Personal Care-Produkte.

Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat nach Information durch den Personalausschuss das

Vergütungssystem für den Vorstand behandelt und beschlossen. Weitere

Beratungsschwerpunkte in dieser Sitzung waren die Investitionsausgaben 2008, die

Geschäftsplanung 2009, das Risikomanagement-System und der Compliance-Status im

Konzern.

In der Aufsichtsratssitzung am 29. April 2009 hat der Aufsichtsrat den Stand der Beratungen

über die SE-Beteiligungsvereinbarung diskutiert und die Entwürfe des Umwandlungsplans

sowie der neuen Satzung der SCA Hygiene Products SE zustimmend zur Kenntnis

genommen. Weitere Beratungsschwerpunkte waren die Investitionsplanung 2009 und die

wirtschaftliche Entwicklung in Russland. Ferner wurde die Einladung zur ordentlichen

Hauptversammlung der Gesellschaft am 7. August 2009 beschlossen. Des Weiteren wurde

Herr Hirner in dieser Sitzung als Vorstand und Arbeitsdirektor wiederbestellt.

Am 18. Juni 2009 hat sich der Aufsichtsrat abschließend mit der Umwandlung der

Gesellschaft in eine Societas Europaea befasst und die Endfassung der

Umwandlungsdokumente zustimmend zur Kenntnis genommen. Die Einladung zur

ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 7. August 2009 wurde entsprechend

angepasst.

In der Aufsichtsratssitzung am 7. August 2009 erläuterte der Vorstand die wesentlichen

Aussagen des Halbjahresfinanzberichts, der vom Aufsichtsrat am 21. August 2009 zur

Veröffentlichung freigegeben wurde. Außerdem berichtete der Vorstand detailliert über die in

Deutschland geltenden Treuhandvereinbarungen zur Deckung der Pensionsverpflichtungen

(Contractual Trust Agreement).

In der konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats der SCA Hygiene Products SE im Anschluss

an die Hauptversammlung vom 7. August 2009 wurde Herr Dr. Wiedenbrüg zum

Aufsichtsratsvorsitzenden, Herr Gottselig zum ersten stellvertretenden

Aufsichtsratsvorsitzenden und Herr Dr. Maul zum zweiten stellvertretenden

Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. In dieser Sitzung wurden ein Personalausschuss und ein

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Prüfungsausschuss gebildet und deren Mitglieder gewählt. Die Mitglieder wählten aus ihrer

Mitte Herrn Dr. Wiedenbrüg zum Vorsitzenden und Herrn Gottselig zum stellvertretenden

Vorsitzenden des Personalausschusses sowie Herrn Dr. Maul zum Vorsitzenden und Herrn

Franz zum stellvertretenden Vorsitzenden des Prüfungsausschusses. Des Weiteren wurden in

dieser Sitzung die Herren Kaske und Hirner zu ersten Vorständen der SCA Hygiene Products

SE bestellt. Herr Kaske wurde zum Vorstandsvorsitzenden ernannt. Herr Hirner wurde unter

anderem mit dem Aufgabenbereich Arbeit und Soziales betraut und führt insofern die

Bezeichnung „Arbeitsdirektor“.

Gegenstand der Sitzung am 15. Dezember 2009 war auch die Umsetzung des Deutschen

Corporate Governance Kodex. Der Aufsichtsrat hat dabei insbesondere die von der

Regierungskommission am 18. Juni 2009 beschlossenen Änderungen des Kodex diskutiert,

die mit der Veröffentlichung im elektronischen Bundesanzeiger am 5. August 2009 in Kraft

getreten sind. Gemeinsam mit dem Vorstand hat der Aufsichtsrat am 15. Dezember 2009 die

Erklärung nach § 161 Aktiengesetz zu den Empfehlungen des Kodex abgegeben. Die

aktuelle und alle früheren Entsprechenserklärungen sind auf der Internetseite der

Gesellschaft dauerhaft zugänglich. Andere Beratungspunkte waren das Markengeschäft und

die Supply Chain von SCA Tissue Europe sowie die Entwicklung des Geschäftsbereichs

SCA Personal Care Europe. Des Weiteren wurden vorbereitende Überwachungsaufgaben

aus dem Bereich der Abschlussprüfung sowie die Erörterung der Halbjahresfinanzberichte

und der Zwischenmitteilungen auf den Prüfungsausschuss übertragen und die

Geschäftsordnung des Aufsichtsrats beschlossen. Breiten Raum nahm die Diskussion einer

gesellschaftsrechtlichen Restrukturierung zur Verbesserung der Ertragssteuerposition des

SCA AB Konzerns, dem auch SCA Hygiene Products SE mit ihren Tochtergesellschaften

angehört, in den Niederlanden ein. Zu diesem Zweck wurden die niederländischen

Beteiligungsgesellschaften, in denen die dortigen Hygieneaktivitäten gebündelt sind, durch

die SCA Hygiene Products SE an die SCA Group Holding BV, Amsterdam/Niederlande,

übertragen. Das wirtschaftliche Eigentum an den niederländischen Hygieneaktivitäten (z. B.

Dividende, Weisungsrechte) verblieb bei der SCA Hygiene Products SE. Auf der Grundlage

des Beherrschungsvertrags wurde der Vorstand der SCA Hygiene Products SE von der SCA

Group Holding BV angewiesen, an der Umsetzung der im Konzerninteresse liegenden

Maßnahme mitzuwirken.

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Die Hauptversammlung am 7. August 2009 hatte die PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, zum Abschlussprüfer für das

Geschäftsjahr 2009 gewählt. Der Abschlussprüfer hat die Jahresabschlüsse der SCA Hygiene

Products SE und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2009 sowie den zusammengefassten

Lagebericht der SCA Hygiene Products SE und des Konzerns unter Einbeziehung der

Buchführung geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Darüber

hinaus hat der Abschlussprüfer das Risikomanagement-System beurteilt und festgestellt, dass

der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 Aktiengesetz geforderten Maßnahmen getroffen hat, um

Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen.

Den Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden für die Bilanzsitzung am 30. April 2010 die

Jahresabschlüsse der SCA Hygiene Products SE und des Konzerns sowie der

zusammengefasste Lagebericht und die Prüfberichte rechtzeitig zugestellt. Der Vorstand hat

die Unterlagen in der Bilanzsitzung zusätzlich auch mündlich erläutert. Der Vorsitzende des

Prüfungsausschusses hat detailliert über die Ergebnisse der Sitzung des

Prüfungsausschusses vom 29. April 2010 berichtet. Die Wirtschaftsprüfer haben in dieser

Sitzung umfassend über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung berichtet und standen für

ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Die Prüfberichte entsprachen den gesetzlichen

Anforderungen aus §§ 317, 321 Handelsgesetzbuch und enthielten keine Hinweise nach §

321 Abs. 1 Satz 3 Handelsgesetzbuch.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der SCA Hygiene Products SE, den

Konzernabschluss, den zusammengefassten Lagebericht sowie den Vorschlag des Vorstands

für die Verwendung des Bilanzgewinns auch seinerseits eingehend geprüft und sich mit den

ihm vorgelegten Unterlagen intensiv auseinandergesetzt. Er hat das Ergebnis seiner Prüfung

mit Vorstand und Wirtschaftsprüfern detailliert diskutiert und keinen Anlass gesehen,

Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat teilt die Auffassung des Vorstands, wie sie in den

aufgestellten Abschlüssen der SCA Hygiene Products SE und des Konzerns und im

zusammengefassten Lagebericht zum Ausdruck kommt. Er hat dem Ergebnis der Prüfung

beider Abschlüsse durch den Abschlussprüfer zugestimmt und den vom Vorstand

aufgestellten Jahresabschluss der SCA Hygiene Products SE sowie den Konzernabschluss

zum 31. Dezember 2009 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat

hat den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands, der eine Dividende in Höhe von 15,15

EUR je Aktie vorsieht, eingehend diskutiert und diesem zugestimmt. Dies entspricht der

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Garantiedividende von 16,20 EUR brutto, abzüglich der jeweiligen

Körperschaftssteuerbelastung bezogen auf 41% des Bruttoausgleichs.

In der Aufsichtsratssitzung am 24. Februar 2010 hat der Aufsichtsrat das Vergütungssystem

für den Vorstand geprüft und auf Vorschlag des Personalausschusses vom 24. Februar 2010

beschlossen sowie – ebenfalls auf Vorschlag des Personalausschusses – die

Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder ab 1. Januar 2010 festgesetzt. Weitere

Beratungsschwerpunkte in dieser Sitzung waren der vorläufige Jahresabschluss 2009 der

SCA Hygiene Products SE und der aktuelle Stand der Jahresabschlussprüfung sowie die

Strategie des Bereichs SCA Tissue Europe, das Risikomanagement-System und der

Compliance-Status im Konzern.

Die Amtszeit des Aufsichtsrats der SCA Hygiene Products AG endete am 18. September 2009

mit der Eintragung des Formwechsels der Gesellschaft in eine Europäische

Aktiengesellschaft. Für die neue Amtsperiode des Aufsichtsrats der SCA Hygiene Products SE

ab dem 18. September 2009 haben sich die Herren Berencreutz, Dr. Binder, Johansson, Prof.

Dr. Mertens und Schipper nicht mehr zur Wiederwahl gestellt. Die Arbeitnehmervertreter Frau

Hübenthal und Herr Birth sowie der Vertreter der Leitenden Angestellten Herr Damian

schieden im Zuge des Formwechsels und der damit verbundenen Internationalisierung des

Aufsichtsrats aus diesem Gremium aus. In der Hauptversammlung am 7. August 2009 wurden

Frau Landén und die Herren Carlson, Franz, Friman, Dr. Maul und Dr. Wiedenbrüg als

Anteilseignervertreter in den Aufsichtsrat der SCA Hygiene Products SE gewählt. Die Herren

Bell, Evers, Gottselig, Huth, Mayer und Stutter gehören seit der Hauptversammlung am 7.

August 2009 dem Aufsichtsrat als Arbeitnehmervertreter an. Sie wurden entsprechend der

landesrechtlichen Vorschriften durch die jeweiligen Arbeitnehmervertretungen gewählt und

durch die Hauptversammlung am 07. August 2009 bestellt. Herr Dr. Maul ist mit Wirkung zum

15. Februar 2010 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Herr Morlock wurde am 28. April 2010

durch Beschluss des Amtsgerichts München/Registergericht zum Mitglied des Aufsichtsrats

bestellt; die Bestellung erfolgte befristet bis zur nächsten ordentlichen Hauptversammlung.

Der Aufsichtsrat dankt den ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitgliedern für ihre langjährige

erfolgreiche Arbeit und wünscht ihnen für die Zukunft viel Glück und Erfolg.

Dem Vorstand, dem Management, dem Betriebsrat sowie allen Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern der SCA Hygiene Products SE und der mit ihr verbundenen Unternehmen gilt der

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esondere Dank des Aufsichtsrats für die erfolgreiche, engagierte Arbeit im abgelaufenen

Geschäftsjahr.

München, 30. April 2010

Der Aufsichtsrat der

SCA Hygiene Products SE

Dr. jur. Gernot Wiedenbrüg

Vorsitzender

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Lagebericht des Vorstands für das

Geschäftsjahr 2009

Zusammengefasster Lagebericht

Geschäftsverlauf, Lage sowie Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung der SCA

Hygiene Products SE und ihrer Beteiligungsgesellschaften sind gleichgelagert, weil SCA

Hygiene Products SE als Managementholding tätig ist. Daher wurden die Lageberichte der

SCA Hygiene Products SE und des SCA Hygiene Products Konzerns wie in den Vorjahren

zusammengefasst. Über Unterschiede wird gesondert berichtet.

SCA Hygiene Products SE ist aufgrund eines mit der SCA Group Holding BV,

Amsterdam/Niederlande, bestehenden Beherrschungsvertrags eng in den SCA-Konzern

(SCA) eingebunden. Obergesellschaft des SCA-Konzerns ist die Svenska Cellulosa

Aktiebolaget SCA, Stockholm/Schweden.

Konjunkturelle Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Lage

Das Jahr 2009 stand ganz im Zeichen der schwersten Finanz- und Wirtschaftskrise der

Nachkriegszeit. In der Folge gingen die Wachstumsraten der großen Wirtschaftsräume

gegenüber dem Vorjahr stark zurück. Die Veränderungen des Bruttoinlandsprodukts lagen in

Deutschland bei -5,0%, in der Euro-Zone bei -4,0% und in den USA bei -2,4% im Vergleich

zum Vorjahr. Damit sollte die konjunkturelle Talsohle erreicht sein. Für 2010 wird von den

meisten Experten ein moderates Wachstum erwartet.

Bedingt durch den starken konjunkturellen Abschwung im ersten Halbjahr 2009 und die sich

abzeichnende Wirtschaftserholung im 2. Halbjahr waren die Preise für Rohstoffe und Energie

während des Jahres sehr starken Schwankungen unterworfen.

Beschaffungsmarkt

Der SCA Hygiene Products Konzern ist auf der Beschaffungsseite insbesondere von der

Entwicklung des Zellstoff- und Altpapiermarkts betroffen, da die Produkte des SCA Hygiene

Products Konzerns im Wesentlichen aus diesen Faserstoffen bestehen. Hinzu kommen die

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Bedeutung des Energiemarkts für Gas, Strom, Öl und die Transportkosten. Für die eigene

Zellstofferzeugung ist der Holzmarkt maßgebend.

Der in US-Dollar notierte Preis für Nadelsulfatzellstoff fiel in der ersten Jahreshälfte 2009 mit

575 USD/t auf den niedrigsten Stand seit dem Jahr 2003. Im Zuge der weltweiten

Produktionsdrosselungen in der Zellstofferzeugung und des damit verbundenen Lagerabbaus

begann in der zweiten Jahreshälfte ein deutlicher Preisanstieg. Nadelsulfatzellstoff notierte

bereits im Dezember 2009 wieder bei 800 USD/t. Der gegenüber dem US-Dollar starke Euro

wirkte preisdämpfend. Der Durchschnittspreis des Gesamtjahres auf Euro-Basis lag 18% unter

dem Niveau des Vorjahres.

Auch der Altpapierpreis erreichte infolge der schwachen Nachfrage sein Tief Mitte 2009. Dem

starken Preisrückgang folgte in der zweiten Jahreshälfte aufgrund der wieder anziehenden

Nachfrage vor allem aus China ein deutlicher Preisanstieg. Im Jahresvergleich konnte

gegenüber dem Jahr 2008 gleichwohl eine durchschnittliche Kostenentlastung von 22%

verzeichnet werden.

Die energieintensive Papierbranche hatte wie in den Vorjahren mit den Preisen für Öl und

Gas zu kämpfen. Gegenüber dem Jahr 2008 kam es im SCA Hygiene Products Konzern

2009 daher nur zu einer leichten Kostenentlastung von rund 5%. Die Konjunkturkrise prägte

auch die Entwicklung an den Energiemärkten, insbesondere an den internationalen

Rohölmärkten. Der Preis für ein Barrel Rohöl der Sorte Brent lag Anfang 2009 bei nur noch

40 USD. Produktionsdrosselungen der OPEC-Länder und Erwartungen in eine

Konjunkturerholung ließen die Notierungen in der zweiten Jahreshälfte um 70 USD pendeln.

Im Durchschnitt lagen die Preise in US-Dollar um ein Drittel unter dem Vorjahr. Die

Gasnotierungen in Europa folgten den Preisentwicklungen am Ölmarkt mit einer

Zeitverzögerung und lagen um rund 6% unter dem Vorjahresniveau.

Für den Holzmarkt begann das Jahr 2009 weniger stürmisch als im Vorjahr, und die

Witterungseinflüsse des Winters waren vergleichsweise gering. Die Sägeindustrie hatte

bereits zu Beginn des Jahres ihre Schnittholzproduktion aufgenommen und sorgte für ein

ausreichendes Angebot an Sägewerkshackschnitzeln – dem Hauptrohstoff für die

Zellstofferzeugung im SCA-Werk in Mannheim. Dies führte im ersten Quartal 2009 zu einer

Kostenentlastung gegenüber dem Vorwinter. Gegen Ende des 3. Quartals ging die

Schnittholzproduktion der Sägeindustrie in Mitteleuropa aufgrund zunehmender

18


Absatzschwierigkeiten im In- und Ausland und eines knappen Frischholzangebots immer mehr

zurück, so dass die Preise für Sägenebenprodukte, bei denen die Zellstoff- und

Papierindustrie in starkem Nachfragewettbewerb mit der Holzwerkstoffindustrie, einigen

Energieerzeugern und den Produzenten von Pellets steht, wieder anstiegen. Im Durchschnitt

des Jahres 2009 lagen die Kosten für sämtliche Nadelholz-Sortimente im Zellstoffwerk

Mannheim in etwa auf dem Niveau des Vorjahres.

Geschäftsentwicklung

Geschäftsjahr 2009

2009 war das Geschäft in Europa und Nordamerika durch das weltweite Konjunkturtief

geprägt. In diesem Umfeld hat sich das SCA-Geschäft mit Hygieneprodukten für den täglichen

Bedarf gut behauptet. In Nordamerika und in Europa konnte SCA die Ende 2008 erreichten

höheren Verkaufspreise überwiegend halten. Insbesondere das Tissuegeschäft verzeichnete

niedrigere Kosten für Zellstoff und Altpapier. Während die Nachfrage nach Consumer

Tissueprodukten zwar positiv war, aber unter der langfristigen Wachstumsrate lag, kam es bei

Away From Home-Produkten zu Nachfragerückgängen. Im Segment Personal Care konnte

das Absatzvolumen für Inkontinenzprodukte gehalten werden, während es zu Rückgängen im

Geschäft mit Babywindeln kam.

Umsatz

Der SCA Hygiene Products Konzern erzielte 2009 einen Umsatz von 3.634 Mio. EUR (2008:

3.763 Mio. EUR). Der Umsatzrückgang betrug 3,4%. Belastend wirkten insbesondere

Währungskurseffekte mit 2,5% und die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise. Besonders

hervorzuheben sind währungsbereinigte Wachstumsraten des Umsatzes von 27% in

Russland auf 191 Mio. EUR und von 36% in Polen auf 116 Mio. EUR. Der Anteil des

Umsatzes in Nordamerika am Konzernumsatz erhöhte sich von 22% auf 23%.

Ergebnis – Konzern

Das Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern gemäß International Financial Reporting

Standards (IFRS) lag 2009 bei 277 Mio. EUR (2008: 184 Mio. EUR) und damit um 93 Mio.

EUR über dem des Vorjahres. Die Verkaufspreise lagen 2009 im Jahresdurchschnitt über

dem Vorjahr. Hinzu kamen Einsparungen aus den Verbesserungen in der Supply Chain und

den niedrigeren Rohstoffkosten. 2008 belasteten ein Einmaleffekt aus der Marktbewertung

bestehender Hedgekontrakte für die Energiebeschaffung mit 14 Mio. EUR und einmalige

19


Restrukturierungsaufwendungen für die Schließung von unrentablen Tissuestandorten mit 28

Mio. EUR das Ergebnis.

Das Finanzergebnis des Konzerns hat sich gegenüber dem Vorjahr um 19 Mio. EUR auf -14

Mio. EUR verbessert. Ursache waren im Wesentlichen die gesunkene Nettoverschuldung und

niedrigere Zinsen am Kapitalmarkt. Im Vorjahr belastete eine Marktbewertung eines US-Dollar

Forward-Kontrakts zur Währungsabsicherung das Finanzergebnis. Der Ergebnisanteil an

assoziierten Unternehmen erhöhte sich auf 23 Mio. EUR (2008: 20 Mio. EUR).

Das Konzernergebnis vor Ertragsteuern lag 2009 mit 285 Mio. EUR um 114 Mio. EUR über

dem Ergebnis des Vorjahres (2008: 171 Mio. EUR). Nach Abzug der Ertragsteuerbelastung

von 86 Mio. EUR beträgt der Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2009 rund 199 Mio. EUR

(2008: 113 Mio. EUR).

Ergebnis – SCA Hygiene Products SE

Der handelsrechtliche Jahresüberschuss der SCA Hygiene Products SE (Muttergesellschaft)

beträgt 109,6 Mio. EUR (2008: 108,0 Mio. EUR). Nach Einstellung von 2,2 Mio. EUR in die

anderen Gewinnrücklagen verbleibt ein Bilanzgewinn von 107,4 Mio. EUR.

Dividende

Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn der SCA Hygiene Products SE

von 107,4 Mio. EUR zur Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 15,15 EUR je Aktie zu

verwenden.

Finanz- und Vermögenslage

Kapitalflussrechnung

Der SCA Hygiene Products Konzern erzielte einen Cashflow aus der laufenden

Geschäftstätigkeit von 472 Mio. EUR (2008: 202 Mio. EUR). Der Anstieg ist im Wesentlichen

auf das gestiegene operative Ergebnis und die Reduzierung des Working Capital

zurückzuführen.

Die Nettoverschuldung des Konzerns, bestehend aus Finanzanlagen, Flüssigen Mitteln, Fair-

Value-Derivaten, Finanzschulden, Pensionsrückstellungen und aktivischen und passivischen

Zinsabgrenzungen verringerte sich gegenüber dem Vorjahr deutlich um 112 Mio. EUR auf 524

Mio. EUR.

20


SCA Hygiene Products SE (Muttergesellschaft) erzielte einen Cashflow aus der laufenden

Geschäftstätigkeit von 65 Mio. EUR (2008: 107 Mio. EUR). Der Rückgang ist im Wesentlichen

auf gestiegene kurzfristige Forderungen gegen verbundene Unternehmen zurückzuführen.

Bilanzstruktur – Konzern

Die Bilanzsumme von 3.406 Mio. EUR lag am 31. Dezember 2009 um 4% über dem Vorjahr.

Bilanzstruktur des Konzerns

Mio. EUR 2009 2008

Langfristiges Vermögen 2.242 2.165

Kurzfristiges Vermögen 1 1.164 1.097

Bilanzsumme 3.406 3.262

Eigenkapital 1.525 1.428

Langfristige Verbindlichkeiten 330 296

Kurzfristige Verbindlichkeiten 1.551 1.538

1 Inklusive zum Verkauf vorgesehener Vermögenswerte

Die Eigenkapitalquote stieg gegenüber dem Vorjahr auf 45% (2008: 44%). Das langfristig

gebundene Vermögen war zu 83% (2008: 80%) durch langfristiges Kapital finanziert.

Hervorzuheben ist der Anstieg des Sachanlagevermögens (56 Mio. EUR) infolge der

Investitionen und der Zuwachs des Finanzmittelfonds (153 Mio. EUR) aufgrund des erzielten

Cashflows. Die Bilanzkennzahlen sind weiterhin solide.

21


Bilanzstruktur – SCA Hygiene Products SE

Das Eigenkapital stieg zum 31. Dezember 2009 auf 1.007 Mio. EUR (2008: 1.005 Mio. EUR).

Aufgrund einer um 92 Mio. EUR gestiegenen Bilanzsumme ging die Eigenkapitalquote von

55% auf 52% zurück.

Bilanzstruktur SCA Hygiene Products SE

Mio. EUR 2009 2008

Anlagevermögen 1.435 1.434

Umlaufvermögen 500 409

Bilanzsumme 1.935 1.843

Eigenkapital 1.007 1.005

Rückstellungen 61 51

Verbindlichkeiten 867 787

Investitionen

Der SCA Hygiene Products Konzern hat 2009 Investitionen in das Sachanlagevermögen in

Höhe von 215 Mio. EUR getätigt (2008: 269 Mio. EUR). Die Investitionen liegen deutlich über

den Abschreibungen für Sachanlagen in Höhe von 153 Mio. EUR.

2009 standen der Aufbau der neuen Produktionsstandorte in Sovetsk/Russland und

Veniov/Russland – beide in der Nähe von Moskau - mit 64 Mio. EUR im Vordergrund. In die

deutschen Standorte Mannheim und Kostheim wurden 30 Mio. EUR investiert. Im Werk

Mannheim wurde die Abwasserbelastung in der Zellstoffproduktion deutlich gesenkt; in

neuartige Verpackungslösungen investiert und mit dem Umbau der Wattemaschine 3

begonnen. Im Werk Kostheim wurden zwei neue Produktionsanlagen für Falthandtücher in

Betrieb genommen. Nach der Fertigstellung der neuen Tissuemaschine in Barton/USA in 2008

wurde das Investitionsvolumen in den USA auf 53 Mio. EUR (2008: 112 Mio. EUR)

zurückgenommen.

Im Bereich Personal Care wurde insbesondere die Kapazität des Werks Olawa/Polen, das auf

die Produktion von Babywindeln und Inkontinenzprodukten ausgerichtet ist, mit einem

Investitionsvolumen von 23 Mio. EUR erweitert. Hinzu kamen Erweiterungsmaßnahmen in den

Niederlanden mit 27 Mio. EUR.

22


Finanzierung

Ausgelöst durch die internationale Finanzkrise und den sich anschließenden konjunkturellen

Abschwung hat der Finanzierungsaspekt des Unternehmens wieder eine große Bedeutung

gewonnen. Die verzinsliche Nettoverschuldung des Konzerns betrug zum 31.12.2009 rund

524 Mio. EUR (2008: 636 Mio. EUR). Das Konzerneigenkapital betrug 1.525 Mio. EUR (2008:

1.428 Mio. EUR) bei einer Eigenkapitalquote von 45% (2008: 44%). Damit lag die

Nettoverschuldung in Relation zum Konzerneigenkapital bei verbesserten 34% (2008: 45%).

Der SCA Hygiene Products Konzern ist eng eingebunden in den schwedischen Mutterkonzern

der SCA AB. SCA Hygiene Products SE und ihre Tochtergesellschaften finanzieren sich

überwiegend bei der SCA Capital NV, Diegem/Belgien, und der AB SCA Finans,

Stockholm/Schweden, den Finanzierungsgesellschaften der SCA AB, zu marktüblichen

Konditionen. Lediglich 9% der Finanzschulden wurden extern aufgenommen. SCA AB hat ein

Rating von Baa1/BBB+ (langfristig) von Moody’s und Standard & Poor’s. SCA AB weist zum

31. Dezember 2009 im Konzern ein Eigenkapital von 67,9 Mrd. SEK, eine Eigenkapitalquote

von 45% und eine Nettoverschuldung von 40 Mrd. SEK aus, die in Relation zum Eigenkapital

bei 60% liegt.

SCA Hygiene Products SE erwartet unter den gegebenen Umständen keine

Beeinträchtigungen in der Finanzierung der Unternehmensaktivitäten, die weitgehend durch

die SCA Capital NV, Diegem/Belgien, und die AB SCA Finans, Stockholm/Schweden, erfolgt.

Leistungsindikatoren

Der Operating Surplus (Ergebnis vor Abschreibungen, Finanzergebnis und Ertragsteuern) im

Konzern betrug im Geschäftsjahr 435 Mio. EUR (2008: 333 Mio. EUR). Die Marge (Operating

Surplus im Verhältnis zum Umsatz) stieg auf 12,0% (2008: 8,8%).

Der Operating Profit (Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern) im Konzern betrug im

Geschäftsjahr 277 Mio. EUR (2008: 184 Mio. EUR). Die Marge (Operating Profit im Verhältnis

zum Umsatz) stieg auf 7,6% (2008: 4,9%).

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Ende März 2010 wurde beschlossen, den Personal Care-Standort Linselles/Frankreich

wegen zu hoher Herstellkosten zu schließen. An diesem Standort werden Babywindeln und

Inkontinenzprodukte produziert. Die Produktion wird auf andere SCA-Standorte in Europa

23


verlagert. Von der Schließung sind rund 280 Mitarbeiter betroffen. SCA Hygiene Products SE

ist an der Gesellschaft SCA Hygiene Products Supply S.A.S, zu der der Standort Linselles

gehört, mittelbar über die SCA Hygiene Products Holding S.A.S, Roissy Pôle/Frankreich,

beteiligt. SCA Hygiene Products Holding SAS wird als assoziiertes Unternehmen in den

Konzernabschluss einbezogen.

Ausblick und Chancen der zukünftigen Entwicklung

Im April 2010 ist noch nicht absehbar, ob der sich abzeichnende weltweite konjunkturelle

Aufschwung nachhaltig sein wird und wie sich die Rohstoffmärkte entwickeln werden. Der

Preis für Zellstoff steigt seit der zweiten Jahreshälfte 2009 an. Diese Entwicklung hat sich

Anfang 2010 in Folge des Erdbebens in Chile, wo rund 8% der weltweiten

Zellstofferzeugungskapazität betroffen ist, deutlich verstärkt. Der gleiche Preistrend ist beim

Rohstoff Altpapier zu verzeichnen, da sich in diesem Bereich die Nachfrage, insbesondere

aus China, nachhaltig belebt hat. Dies wird im SCA Hygiene Products Konzern zu

Kostenbelastungen führen, die nur mit Preiserhöhungen kompensiert werden können.

Trotzdem ist der Blick auf die Jahre 2010 und 2011 von verhaltenem Optimismus geprägt.

Das Produktsortiment für Consumer Tissue und Personal Care umfasst Produkte des

täglichen Bedarfs der Konsumenten, der zumindest im Volumen weitgehend

konjunkturunabhängig sein sollte. Auch werden die Anstrengungen beim Warengruppen-

Management, bei Innovationen im Produktprogramm und im Service das Angebot des

Unternehmens erneut verbessern und die Marktposition stärken.

Die Entwicklung bei den Kosten für Zellstoff und Altpapier wird 2010 eine deutliche

Belastung bringen und langfristig eine Herausforderung für die gesamte Branche bleiben.

Entscheidend wird die Preisentwicklung für das Produktsortiment sein, um die Profitabilität

des Geschäfts zu halten und mittelfristig zu verbessern.

Vor diesem Hintergrund erwartet SCA Hygiene Products im Zeitraum 2010 bis 2011 eine

stabile Entwicklung des operativen Ergebnisses, das temporär unter dem hohen Niveau des

Jahres 2009 liegen kann.

24


Segmentinformationen

Geschäftsbereich Tissue

Das Sortiment von Consumer Tissue umfasst Toilettenpapiere, Haushaltsrollen,

Taschentücher, Gesichtstücher und Servietten. Der Bereich Tissue für Großabnehmer – Away

From Home (AFH) – bietet komplette Hygienelösungen für Hotels, Restaurants, Catering,

Industrie und Institutionen an.

Strategie

SCA ist weltweit der drittgrößte und in Europa der größte Anbieter von Tissueprodukten und

gründet ihre Strategie auf der Kenntnis der Kunden- und Konsumentenbedürfnisse, einer

hohen Innovationsrate und einer effizienten Wertschöpfungskette. SCA beabsichtigt, die

Investitionen in Innovation und Produktentwicklung zu erhöhen, mit besonderem Fokus auf

Produktvielfalt, Stärke, Weichheit und Saugkraft von Hygieneprodukten. Strategische

Schwerpunkte sind:

• Kundenorientierung basierend auf spezifischem Wissen um die Kundenwünsche

• Stetige Verbesserung des Produktsortiments durch Innovation und Produktentwicklung

• Stärkung der Markenposition im Consumer Tissuegeschäft, kombiniert mit attraktiven

Angeboten für Handelsmarken

• Stärkung der globalen Markenplattform „TORK“ im AFH Geschäft

• Partnerschaften mit führenden Distributoren und Einzelhändlern

• Verbesserung der Wertschöpfungskette durch effiziente Produktion

• Präsenz in den Wachstumsmärkten, insbesondere mit Eigenmarken

Erweiterung der Fertigungskapazität

Eigens für den stark wachsenden osteuropäischen Markt wurde eine neue Tissuefabrik mit

einer jährlichen Fertigungskapazität von 30.000t in Sovetsk/Russland (Region Moskau)

errichtet. Die Inbetriebnahme der Verarbeitungsmaschinen fand Mitte 2009, die der

Tissuemaschine im November 2009 statt. Die lokale Produktion festigt die gute Marktposition

von SCA in Russland und Osteuropa durch die größere Marktnähe und die verbesserte

Kostenstruktur. So ist beispielsweise die Marke „Zewa“ eine der führenden Marken in der

Region.

25


Consumer Tissue

Weltweit werden Consumer Tissueprodukte mit einem Wert von 28 Mrd. EUR hergestellt,

wobei auf Europa ein Anteil von 25% entfällt. Das Marktwachstum beträgt in Europa

durchschnittlich 3% jährlich. Osteuropa weist bei einem niedrigeren Pro-Kopf-Verbrauch

infolge von Einkommenserhöhungen und einer zunehmend wachsenden Nutzung von

Tissueprodukten eine deutlich höhere Wachstumsrate auf.

Mit einem Marktanteil von 25% ist SCA Marktführer bei Consumer Tissueprodukten in Europa.

SCA hat mit den Marken „Tempo“ und „Zewa“ in vielen Ländern Europas, mit der Marke

„Edet“ in Skandinavien und den Niederlanden und mit der Marke „Velvet“ in Großbritannien

eine starke, regionale Präsenz. Mit „Zewa“ hat SCA in Osteuropa und insbesondere in

Russland eine führende Position inne.

Auch bei den Handelsmarken ist SCA größter Anbieter in Europa, mit starken Positionen in

den meisten europäischen Märkten.

Marktanteile

Consumer Tissue Europa

SCA 25%

Kimberly-Clark 13%

Georgia-Pacific 10%

Andere 52%

Quelle: Geschäftsbericht 2009 der SCA AB, Stockholm/Schweden

Der starke Wettbewerb bei den Herstellern und bei den Abnehmern, dem Einzelhandel, hielt

2009 an. SCA konzentriert die Ressourcen insbesondere auf Kundenorientierung, Innovation

sowie Produktentwicklung und bietet den Einzelhändlern weiterhin ein komplettes Sortiment in

höchster Produktqualität mit SCA-Marken und mit Handelsmarken an. Hinzu kommt ein Voll-

Service-Angebot, das nicht nur Herstellung und Lieferung, sondern als Service-Kooperation

auch Aspekte wie Design, Produktentwicklung, Sortiment, Marketing und Logistik umfasst.

Die Nachfrage nach Consumer Tissueprodukten war 2009 zufriedenstellend, wenn auch das

Marktwachstum infolge der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung unter der langfristigen

Wachstumsrate lag. Priorität für SCA hatte jedoch die Verbesserung der Erlössituation.

Einsparungen aus dem Effizienzprogramm sowie der Rückgang der Rohstoffpreise trugen zur

positiven Ergebnisentwicklung bei.

26


Um die führende Marktposition auszubauen, wurden im Jahr 2009 mit den Produkten „Zewa

Aktiv-Wisch-Tuch“ im Bereich der Objekthygiene als auch mit „Tempo“ Toilettenpapier im

Bereich der Körperhygiene neue innovative Produkte auf den Markt gebracht. In mehreren

europäischen Ländern wurde die neue Marke „Plenty“ für Haushaltsrollen im Markt eingeführt.

AFH Tissueprodukte

Der Weltmarkt für AFH Tissueprodukte beläuft sich auf 9,4 Mrd. EUR, wobei 40% des

Gesamtvolumens auf Nordamerika und 30% auf Europa entfallen. Das Sortiment umfasst

Papierhandtücher, Toilettenpapier, Servietten, Gesichtstücher, Spendersysteme und

Tissueprodukte für den Einsatz in der Industrie und im Gesundheitswesen sowie

Ergänzungsprodukte und Serviceleistungen für komplette Hygiene-Systemlösungen. SCA

vertreibt das Produktsortiment im Wesentlichen unter der globalen Marke „TORK“. Dieser

globale Ansatz nutzt Synergien, da sich die Nachfrage in Bezug auf Papier und

Spendersysteme regional kaum unterscheidet.

Der Markt wächst in Europa jährlich um 2% und mit einer etwas geringeren Wachstumsrate in

Nordamerika. Außerhalb von Nordamerika und Europa ist die Marktdurchdringung für AFH

Produkte bei leicht höheren Wachstumsraten niedriger. In Osteuropa liegt die

Umsatzentwicklung mit AFH Produkten für SCA deutlich über dem Marktwachstum.

Der Markt besteht auf der Kundenseite aus den Gruppierungen Hotels, Restaurants, Catering

(HoReCa), der Industrie, dem Gesundheitswesen sowie den Unternehmen im Sektor

Gebäudemanagement. Das größte Wachstum ist im Bereich HoReCa aufgrund der Zunahme

an Schnellrestaurants und der gestiegenen Besucherfrequenz sowie der Entwicklung im

Tourismus zu verzeichnen. Die übrigen Kundensegmente wachsen mit der allgemeinen

konjunkturellen Entwicklung.

Die Produkte werden über Großhändler und so genannte Facility Service Companies (z. B.

Gebäudereiniger) oder direkt an die Endkunden vertrieben. Aufgrund der Konsolidierung in

den Märkten werden die Kunden immer internationaler und umsatzstärker, ein Trend, von dem

SCA als international tätiges Unternehmen profitiert.

27


Marktanteile

AFH Tissueprodukte Europa Nordamerika

SCA 18% 18%

Kimberly-Clark 15% 28%

Georgia-Pacific 11% 21%

Andere 56% 33%

Quelle: Geschäftsbericht 2009 der SCA AB, Stockholm/Schweden

SCA ist mit einem Marktanteil von 18% der größte Anbieter von AFH Produkten in Europa. In

Nordamerika nimmt SCA mit einem Marktanteil von 18% die dritte Marktposition ein. Eine

besonders starke Stellung hat SCA in Nordamerika mit Servietten für Restaurants; nahezu

jede zweite Serviette wird in Nordamerika von SCA geliefert.

Die Nachfrage nach AFH Tissueprodukten war 2009 rückläufig. Umsatzrückgängen, vor allem

in den Bereichen Hotellerie und Gastronomie sowie in der Industrie, in der Folge der

weltweiten Wirtschaftskrise, stand die verstärkte Nachfrage nach Handtüchern und Seifen

wegen einer befürchteten Grippe-Pandemie gegenüber. Auch in diesem Bereich hatte die

Verbesserung des Erlösniveaus für SCA Priorität. SCA konnte trotz des zunehmenden

Wettbewerbs die Ergebnisse in Europa und Nordamerika, auch wegen der gesunkenen

Rohstoffpreise, deutlich steigern.

Neben dem Direktgeschäft wurden die Kooperationen mit strategischen Handelspartnern

intensiviert, die ihren nationalen und internationalen Kunden europaweit Hygieneartikel und

Dienstleistungen anbieten. Dabei profitiert SCA als Anbieter von AFH Produkten mit einer

globalen Plattform von der zunehmenden Konsolidierung auf der Kundenseite, die zu einem

höheren Anteil an großen, global agierenden Großkunden führt.

2009 hat SCA eine neue Spenderlinie für Papierhandtücher unter dem Begriff „TORK

Elevation“ am Markt eingeführt, die größte Produkteinführung im AFH Sektor in diesem

Jahrzehnt. Das Produkt erhielt bereits vor Markteinführung mehrere Designerpreise. SCA

vertreibt die „TORK Elevation“ Spenderlinie weltweit.

28


Geschäftsbereich Personal Care

SCA ist einer der führenden Anbieter von Personal Care-Produkten, weltweit der größte

Anbieter von Inkontinenzprodukten und hat regional führende Marktpositionen bei

Babywindeln und Damenhygiene. Die Stärken von SCA liegen im Wissen um die

Kundenbedürfnisse, in der innovativen Produktentwicklung, in den bekannten Marken und der

effizienten Wertschöpfungskette.

Strategie

Strategische Schwerpunkte sind:

• Ausbau der weltweiten Marktführerschaft bei Inkontinenzprodukten mit der Marke

„TENA“

• Weiterverfolgung globaler Markenplattformen und Nutzung von Synergien

• Erhöhung des Wachstums in schnell wachsenden Märkten

• Einführung einer höheren Anzahl innovativer Produkte auf Basis des Wissens um die

Kundenwünsche

• Verbesserung der Wertschöpfungskette durch effiziente Produktion und Distribution

• Wachstum durch Sortimentserweiterung bei globalen Marken und durch einen höheren

Anteil an Premiumprodukten

Das Sortiment von Personal Care besteht aus Inkontinenzprodukten, Babywindeln und

Produkten für Damenhygiene. Die Nachfrage war 2009 stabil. Der unvermindert starke

Wettbewerb machte sich insbesondere durch gestiegene Werbeaktivitäten der

Marktteilnehmer bemerkbar. Höhere Verkaufspreise, ein verbesserter Produktmix und

niedrigere Rohstoffkosten wirkten positiv auf das Ergebnis.

Erweiterung der Fertigungskapazität

2010 wird ein neuer Produktionsstandort in Veniov/Russland, südlich von Moskau, in Betrieb

genommen. Durch die lokale Produktion von Inkontinenzprodukten und Babywindeln werden

deutliche Kostenvorteile erzielt, die zu einer Verbesserung der Marktposition und des

Ergebnisses in Osteuropa führen werden.

Inkontinenzprodukte

SCA vertreibt Inkontinenzprodukte unter der Marke „TENA“ weltweit, so z. B. direkt an

Institutionen wie Krankenhäuser und Seniorenheime, aber auch über den Einzelhandel,

Apotheken und Spezialgeschäfte für medizinische Produkte.

29


Der Weltmarkt beläuft sich auf rund 5,7 Mrd. EUR, wobei auf Europa 40% und Nordamerika

30% entfallen. 38% der Inkontinenzprodukte werden über den Einzelhandel, 62% über

Institutionen, Drogerien und Apotheken vertrieben. Das durchschnittliche Marktwachstum

beträgt rund 5% jährlich, insbesondere getragen durch eine hohe Innovationsgeschwindigkeit,

die weltweit alternde Bevölkerung, steigende Haushaltseinkommen und höhere Ansprüche an

die Gesundheitssysteme. Hinzu kommen die höhere Verfügbarkeit der Produkte im

Einzelhandel, die zunehmende Akzeptanz der Inkontinenzproblematik im Bewusstsein der

Verbraucher und die verstärkte Werbung für diese Produkte.

Mit einem Marktanteil von 24% ist SCA weltweit größter Anbieter von Produkten für die

schwere und leichte Inkontinenz. Dabei belegt SCA die erste Position im europäischen und die

dritte Position im nordamerikanischen Markt.

Marktanteile

Inkontinenzprodukte Welt

SCA 24%

Kimberly-Clark 9%

First Quality Products 7%

Unicharm 7%

Andere 53%

Quelle: Geschäftsbericht 2009 der SCA AB, Stockholm/Schweden

2009 hat SCA die führende Weltmarktposition gehalten und das Geschäft mit Institutionen als

auch mit dem Einzelhandel weiter ausgebaut. Insbesondere in den Ländern Lateinamerikas

war ein gutes Wachstum zu verzeichnen. Im Geschäft mit den Institutionen liegt der Fokus von

SCA auf hochqualitativen Produkten mit Beratungsservice zur Vereinfachung der

Produktanwendung und zur Kostensenkung für diesen Kundenkreis. Im Geschäft mit dem

Einzelhandel stehen die Entwicklung von Produkten, die dem Endverbraucher eine diskrete

und effiziente Handhabung seines Inkontinenzprodukts garantieren, sowie die

Verbraucherinformation im Vordergrund.

Babywindeln

Der Weltmarkt für Babywindeln hat bei einer jährlichen Wachstumsrate von 6% einen Wert

von ca. 14 Mrd. EUR. Auf Europa entfällt ein Anteil von fast 30%, bei einer Wachstumsrate

von rund 5%. Das größte Wachstum ist aufgrund der demografischen Entwicklung und der

30


steigenden Haushaltseinkommen in den Ländern Asiens, Lateinamerikas und Afrikas zu

erwarten.

SCA ist einschließlich der Handelsmarken mit einem Marktanteil von 12% drittgrößter Anbieter

von Babywindeln in Europa. In den skandinavischen Ländern ist SCA mit der Marke „Libero“

Marktführer. In Russland und Osteuropa ist ein starkes Wachstum zu verzeichnen. In einigen

Ländern Asiens und Lateinamerikas hat SCA führende Marktpositionen.

Damenhygiene

Der Markt für Damenhygiene umfasst weltweit ein Volumen von 9,4 Mrd. EUR und wächst

jährlich mit 3%. Europa repräsentiert ca. 25% des Weltmarkts, wobei in Europa rund 50% des

Marktes auf Binden und je 25% auf Slipeinlagen und Tampons entfallen. In diesem Markt

belegt SCA mit einem Marktanteil von 8% die dritte Position. Das Wachstum in Westeuropa

liegt aufgrund des niedrigeren Anteils von Frauen im gebärfähigen Alter niedriger als in

Osteuropa, Lateinamerika oder dem Nahen Osten. Auch liegt in diesen letztgenannten

Regionen der Verwendungsgrad von Damenhygieneprodukten noch auf einem niedrigeren

Niveau und birgt damit großes Umsatzpotenzial. In einigen wichtigen schnell wachsenden

Märkten hat SCA führende Marktpositionen.

In Europa war der Markt für Damenhygieneprodukte unverändert von einem intensiven

Wettbewerb mit Marketingaktivitäten von allen großen Herstellern geprägt. SCA konzentriert

sich mit den Aktivitäten weiterhin erfolgreich auf einzelne, profitable Märkte und weitet das

Geschäft mit Handelsmarken aus. Neben Produktentwicklungen bei Binden und Slipeinlagen

wurden 2009 Tampons unter der Marke „Libresse“ erfolgreich auf den Pilotmarkt Norwegen

gebracht. 2010 wird die Einführung auf weiteren Märkten folgen.

Sonstige Aktivitäten

Die sonstigen Aktivitäten umfassen im Wesentlichen die Konzernholding SCA Hygiene

Products SE, die Holzhandelsgesellschaften, die auch die Holzversorgung für die

Zellstofffabrik in Mannheim sicherstellen, den Altpapierhandel, die GSW Süddeutsche

Wohnungsgesellschaft mbH, Mannheim, die sich mit der Verwaltung von Wohnungsbesitz

befasst, die Verpackungs- und fettdichten Papiere von SCA Hygiene Products GmbH,

Mannheim, sowie den Vertrieb von grafischen Papieren in Nordamerika.

31


Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Personalstand

Im SCA Hygiene Products Konzern waren am 31. Dezember 2009 insgesamt 9.970

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Dies entspricht einem Anstieg von 333

Personen gegenüber dem Jahresende 2008. Die Erweiterungsmaßnahmen in Russland

führten zu einem Personalaufbau von 298 Mitarbeitern. In den übrigen Gesellschaften

wurden verglichen mit dem Vorjahr im Saldo 35 Mitarbeiter mehr beschäftigt.

Die Anzahl der Arbeitnehmer erhöhte sich im Inland um 87 auf 2.837 Personen und in den

ausländischen Konzerngesellschaften um 246 auf 7.133 Personen.

Mitarbeiter zum 31.12.

Inland Ausland Gesamt

2005 2.713 9.702 12.415

2006 2.686 9.584 12.270

2007 2.692 6.969 9.661

2008 2.750 6.887 9.637

2009 2.837 7.133 9.970

Bei SCA Hygiene Products SE waren am 31. Dezember 2009 273 Mitarbeiter beschäftigt

(2008: 254 Mitarbeiter).

SCA Employee Portal

Das SCA Employee Portal ist ein internes, intranetbasiertes und weltweit einheitliches

Instrument der Personalverwaltung und -entwicklung, das es Mitarbeitern und

Führungskräften sowie den Personalabteilungen erlaubt, zentral auf Daten wie Arbeitszeit-

und Urlaubskonten, Reisekostenabrechnungen sowie Schulungsangebote zuzugreifen.

Auch besteht für jeden Mitarbeiter die Möglichkeit, sein persönliches Qualifikationsprofil

zentral zu hinterlegen. So kann sich der Mitarbeiter direkt auf freie Stellen innerhalb der SCA

bewerben, aber auch aufgrund seiner Qualifikation von den Personalabteilungen im Konzern

zur Besetzung freier Stellen identifiziert werden.

Das SCA Employee Portal wurde 2008 im Rahmen eines Pilotprojekts in Deutschland und

Österreich eingeführt. 2009 wurde es europaweit in allen SCA-Einheiten realisiert. Nur ein

Jahr nach dieser Einführung ist das SCA Employee Portal eine feste Größe im Arbeitsalltag

32


der Mitarbeiter geworden. Neben den Möglichkeiten eines Mitarbeiters zur persönlichen

Entwicklung, konnten insbesondere die administrativen Personalprozesse gestrafft werden.

Das System wurde unter Beachtung des Datenschutzes und in Abstimmung mit den lokalen

Arbeitnehmervertretungen entwickelt und eingeführt.

SCA als „Employer Brand“

Im Wettbewerb um die besten Mitarbeiter auf dem Arbeitsmarkt gewinnt vor dem Hintergrund

einer alternden Gesellschaft und des damit verbundenen Rückgangs von qualifiziertem

Personal, die Attraktivität der Marke „SCA“ als Arbeitgeber stetig an Bedeutung. SCA

unternimmt große Anstrengungen, das Unternehmen in der Öffentlichkeit bekannt und für

qualifizierte Bewerber attraktiv zu machen. So erhielt die SCA Hygiene Products GmbH,

Mannheim, im Jahr 2009 zum wiederholten Male die Auszeichnung „TOP Arbeitgeber

Deutschland“ im Rahmen der Qualifizierung durch das „CRF Institute“ (Corporate Research

Foundation). Das Gütesiegel „TOP Arbeitgeber Deutschland“ zertifiziert jährlich, auf Basis

eines definierten Kriterienkatalogs, Unternehmen mit einer zukunftsorientierten

Personalstrategie und verantwortungsvollen Personalpraxis, die insbesondere jungen

Akademikern gute Arbeits- und Karrierebedingungen bieten. Zugleich steht es für eine aktive

und glaubwürdige Kommunikation zwischen Unternehmen und jungen Talenten. Überzeugen

konnte die SCA-Gesellschaft vor allem bei den Kriterien Unternehmenskultur und

Jobsicherheit.

Vereinbarkeit von Beruf und Familie

SCA ist sich bewusst, dass die Leistungsfähigkeit jedes Mitarbeiters in hohem Maße von

dessen Lebenssituation abhängig ist. Ein wichtiger Baustein ist dabei die Vereinbarkeit von

Beruf und Familie. SCA legt daher Wert auf die Gestaltung einer familienfreundlichen

Arbeitsumgebung. So werden beispielsweise standortbezogene Kinderferienaktivitäten

organisiert und, in Zusammenarbeit mit einem externen Kooperationspartner, für jeden

Mitarbeiter Beratungsleistungen zu Kinderbetreuung sowie Pflege- und

Unterstützungsleistungen kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Altersversorgung

Seit einigen Jahren bietet SCA den inländischen Mitarbeitern aufgrund einer

tarifvertraglichen Vereinbarung die Möglichkeit, einen Teil ihres Arbeitsentgelts in einen

Beitrag für eine zusätzliche Altersversorgung umzuwandeln. Diese so genannte SCA-

33


Tarifrente sieht eine zusätzliche Förderung durch den Arbeitgeber vor. Von diesem Angebot

haben bislang insgesamt 886 Personen Gebrauch gemacht. Die Teilnahmequote stieg 2009

gegenüber dem Vorjahr von 28% auf 30%. In Kombination mit der betrieblichen

Altersvorsorge leistet die SCA-Tarifrente einen wesentlichen Beitrag dazu, eine eventuell

entstehende Rentenlücke für den Einzelnen zu schließen und ist somit ein

Vorsorgeinstrument zur finanziellen Absicherung im Alter.

Schwerbehinderte

Die Schwerbehindertenquote lag in den deutschen Gesellschaften des SCA Hygiene

Products Konzerns 2009 bei 5,5% und damit über der gesetzlich geforderten

Beschäftigungsquote. Die Integration von Mitarbeitern mit Dauererkrankungen sowie von

Schwerbehinderten in den Arbeitsprozess ist Bestandteil der Unternehmenskultur und

tarifvertraglich abgesichert. Besonderen Wert legt SCA bei der Eingliederung dieses

Personenkreises auf eine ergonomische und an die persönlichen Verhältnisse angepasste

Arbeitsplatzgestaltung.

Gesundheitsschutz

Gesunde Mitarbeiter können mehr leisten. Der vorbeugende Gesundheitsschutz nimmt bei

SCA einen großen Stellenwert ein. So besteht das Angebot für Mitarbeiter, Schutzimpfungen

oder andere medizinische Vorsorgemaßnahmen freiwillig in Anspruch zu nehmen. Im Jahr

2009 erfuhr dieses Angebot vor dem Hintergrund der Pandemieprävention großen Zuspruch.

Außerdem bieten Gesundheitswochen sowie Sicherheits- und Gesundheitstage,

beispielsweise in Form von Unfallsimulationen, ein informatives Programm, das von allen

Mitarbeitern genutzt werden kann. Eigens für Auszubildende hat SCA ein Programm zur

Gesundheitsprävention ins Leben gerufen. Ausgehend von einer Einführungsveranstaltung,

mit Vorträgen zu richtiger Ernährung und Bewegungseinheiten, stehen im Laufe der Lehrzeit

jährlich Vertiefungsschulungen auf dem Ausbildungsplan. Dies dient dem Ziel, junge

Menschen im Unternehmen möglichst frühzeitig für gesundheitsbewusstes Verhalten zu

sensibilisieren.

34


Forschung und Entwicklung

Der Bereich Forschung und Entwicklung ist für SCA von entscheidender Bedeutung.

Innovationen und verbesserte Systemlösungen schaffen Wachstum und sichern die

Wettbewerbsposition. Seit nunmehr zwei Jahren konzentriert sich SCA auf diese

Schwerpunkte. Dies drückt auch der Name der Abteilung „Product Development &

Innovation“ (PD & I) aus. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung im SCA

Hygiene Products Konzern betrugen 2009 15,3 Mio. EUR (2008: 16,7 Mio. EUR).

Tissue

Dem Geschäftsbereich Tissue sind für die Produktgruppen Toilettenpapiere, Haushalts- und

Wischtücher, Taschentücher und Kosmetiktücher einzelne Produktentwicklungsteams

zugeordnet, die von einem gemeinsamen Bereich unterstützt werden, der die Pilotanlagen

und die verschiedenen Labore betreibt. So konnte die Produktentwicklung in

Zusammenarbeit mit den Regionen im Berichtszeitraum zahlreiche Innovationen auf den

Markt bringen.

Im Geschäftsbereich Consumer Tissue gelang SCA mit der Markteinführung des „Aktiv-

Wisch-Tuchs“ in Deutschland, Österreich, der Schweiz und in den Niederlanden eine

Innovation, die neue Maßstäbe setzt. Das aus sehr nassfestem, blau gefärbtem Tissue

hergestellte Wischtuch weist eine ungewöhnlich hohe Grammatur von 60 g/m 2 auf und ist

bereits mit einem integrierten Allzweckreiniger versetzt, der nach Zugabe von Wasser

aktiviert wird. Das nasse Wischtuch ist vielseitig einsetzbar. Das Produkt wird mit

einheitlichem Grunddesign und länderspezifischen Adaptionen in den Duftnoten „Frische-

Duft“ und „Citrus-Duft“ in Deutschland, Österreich und der Schweiz unter der Marke „Zewa“

und in den Niederlanden unter der Marke „Plenty“ vertrieben. Die Markteinführung ist in

weiteren Ländern innerhalb und außerhalb Europas geplant.

Bereits im Entwicklungsstadium des Produktes konnten Prototypen an Pilotanlagen in

Mannheim für Marktstudien getestet werden. Dabei wurde, unter anderem in

Zusammenarbeit mit der Schwestergesellschaft SCA Packaging, eine neue

Verpackungslösung entwickelt, die sowohl Transportkostenoptimierungen als auch einen

höheren Verbrauchernutzen in sich vereint. Dies führte schließlich zu der Entscheidung, in

eine Produktionslinie am Standort Mannheim zu investieren. Das Investitionsvolumen belief

sich auf rund 5 Mio. EUR.

35


Auch bei den Toilettenpapieren gelang eine erfolgreiche Markteinführung. Unter der Marke

„Tempo“ wurde in Deutschland, Österreich und der Schweiz ein Premium-Toilettenpapier in

drei unterschiedlichen Varianten in den Handel gebracht, das die hohen Ansprüche der

Verbraucher an Weichheit und Produktsicherheit (Festigkeit) erfüllt. Die eigens für die

Herstellung dieses Toilettenpapiers entwickelte Produktionsanlage in der

Schwestergesellschaft SCA Hygiene Products Neuss GmbH, Neuss, ist seit Mai 2009 in

Betrieb.

Seit Ende des Jahres 2009 sind zudem die neuen „Tempo Feuchte Toilettentücher“ in den

Varianten „sanft & pflegend“, „sanft & sensitiv“ (parfümfrei) und „sanft & frisch“ auf dem

Markt. SCA hat das Produkt gemeinsam mit einem international tätigen Feuchttuch-

Hersteller entwickelt. Durch die bei SCA vorhandene Kompetenz auf dem Gebiet der

Imprägnierung von Hygienepapieren mit körperpflegenden Lösungen, sowie durch die

frühzeitige Berücksichtigung des Gesichtspunkts der Produktsicherheit, konnte die

Entwicklung des neuen Produkts nach nur neun Monaten abgeschlossen werden.

Auch im Geschäftsbereich Away From Home konnten mehrere neue Produkte erfolgreich

entwickelt und am Markt eingeführt werden. Die wichtigste Produktneueinführung des Jahres

2009 war die „TORK Elevation“ Spenderserie, die zeitgemäße Waschraumhygiene mit

ansprechendem, funktionalem Design kombiniert. Das System, bestehend aus leicht

bedienbaren Handtuch-, Toilettenpapier-, Duft- und Seifenspendern sowie einem

Abfallbehälter ist in den Farben weiß und schwarz erhältlich. Bereits im Einführungsjahr

wurde „TORK Elevation“ mit dem Product Design Award 2009 ausgezeichnet.

Unter der Marke „TORK Premium“ wurde im Jahr 2009 ein Produkt zur Oberflächenreinigung

eingeführt. Es besteht aus bereits in Reinigungslösung getränkten Tüchern, die aus einem

speziell für Großverbraucher entwickelten Spendereimer entnommen werden können.

Zielgruppe sind insbesondere Anbieter von Gebäudemanagement- und Gebäudereinigung.

Personal Care

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des Geschäftsbereichs Personal Care waren

neben dem ständigen Fokus auf Produkt-, Material- und Prozessverbesserungen vor allem

durch einen intensivierten Dialog mit Verbrauchern auf der Basis von Online-Plattformen und

einer Hervorhebung des Produktdesigns gekennzeichnet. Durch die Nähe zum Verbraucher

setzen die Marken „TENA“, „Libero“ und „Libresse“ die SCA-Philosophie Essentials for

36


Everyday Life, also Produkte für den täglichen Gebrauch bereit zu stellen, aktiv um. Alle

Produkte werden unter Berücksichtigung der Kundenwünsche und neuen Erkenntnissen zur

bevorzugten Handhabung kontinuierlich entwickelt, um die Lebensqualität der Verbraucher

zu verbessern.

Vor allem im Bereich der Inkontinenzprodukte spielen gesellschaftliche Tabus nach wie vor

eine wichtige Rolle in der Markenkommunikation. SCA investiert deshalb intensiv in die

Aufklärung und stellt eine Vielzahl von Informationen rund um das Thema Blasenschwäche

zur Verfügung – online auf der Internetseite www.TENA.de, unter einer Telefonhotline sowie

in der Kundenzeitschrift „momente“ und in zahlreichen Veröffentlichungen in der Presse.

Im Jahr 2009 wurde das Produktdesign von „TENA Lady“ grundlegend überarbeitet. Es

werden nun drei mit Farbcodes gekennzeichnete Produktsegmente angeboten. Der

Verbraucher kann nun leichter erkennen, ob es sich um Einlagen für leichte, mittlere oder

schwere Blasenschwäche handelt. Gleichzeitig ermöglicht die neue Farblogik ein besseres

Verständnis für das gesamte „TENA Lady“ Produktsortiment.

Für Frauen mit Blasenschwäche, die besonderen Wert auf Geruchsneutralität legen, wurde

im Jahr 2009 das System „TENA Lady Fresh Odour Control“ entwickelt. Einzigartige

Mikroperlen wirken der Entwicklung von Gerüchen und der Bildung von Bakterien für bis zu

acht Stunden entgegen und geben so den Verbraucherinnen im Alltag ein sicheres Gefühl.

Im Produktbereich Babywindeln bezieht SCA die Eltern über Online-Plattformen verstärkt in

die Produktentwicklung ein. Die einzelnen Phasen der Schwangerschaft und des

Aufwachsens des Kindes werden auf Internetseiten abgebildet, und ein reger

Informationsaustausch zu den jeweiligen Anliegen in den einzelnen Entwicklungsphasen

eines Kindes angeboten.

Auch im Jahr 2009 bot SCA für einen begrenzten Zeitraum die sogenannte „Libero“

Frühjahrskollektion in Skandinavien an. Windeln wurden mit eigens entwickelten Tiger-

Motiven eines bekannten japanischen Künstlers bedruckt. Ziel der Kampagne war es, die

bewährte Qualität der SCA-Windeln durch eine außergewöhnliche Verpackungsgestaltung

zu unterstreichen.

37


Die neuen Slipeinlagen der Damenhygiene-Marke „Libresse“ wurden auf Basis der Wünsche

der Verbraucherinnen entwickelt und im Jahr 2009 erfolgreich im Markt eingeführt. Die

Slipeinlagen sind in verschiedenen Formen und Größen erhältlich und passen sich so der

Unterwäsche an. Auch das Packungsdesign wurde grundlegend überarbeitet. Die

Packungsformen und -farben sind modern und auffällig. Die Form der Slipeinlage ist auf

jeder Packung grafisch dargestellt.

Die Einführung einer neuen Generation von Tampons unter der Marke „Libresse“ auf dem

Pilotmarkt Norwegen verlief ebenfalls sehr erfolgreich. Bereits kurz nach Einführung ergaben

Umfragen bei den Verbraucherinnen, dass 86% aller teilnehmenden Frauen sich vorstellen

könnten, auch künftig Tampons der Marke „Libresse“ zu kaufen. Basierend auf diesem

Kundenecho sind für das Jahr 2010 auch in anderen Ländern Markteinführungen geplant.

Indikator für die erfolgreiche Entwicklungsarbeit ist u.a. die Anzahl der eingereichten

Patentanmeldungen. SCA hat im Jahr 2009 insgesamt 26 eigene Patente für den Bereich

Tissue und 36 für den Bereich Personal Care angemeldet.

Umweltschutz und Arbeitssicherheit

Umweltschutz

SCA nimmt die Anforderungen an den Klimaschutz ernst. Dies spiegelt sich sowohl in der

fristgerechten Umsetzung neuer gesetzlicher Anforderungen als auch in den aus der SCA-

Selbstverpflichtung stammenden ambitionierten Zielen wider. Hierzu gehören insbesondere

die Reduzierung der CO2-Emissionen um 20% bis zum Jahr 2020, auf Basis des Jahres

2005, sowie Ziele bei der Einsparung von Wasser und Energie.

Bei SCA hat die effiziente Energienutzung und damit die Reduzierung des

Energieverbrauchs in den Produktionsprozessen, auch unter Kostenaspekten, hohe Priorität.

Seit dem Jahr 2000 sind alle Produktionsanlagen in ein internes Programm (ESAVE-

Programm) zur Optimierung der Ressourcen eingebunden, das den Energieverbrauch der

Prozesse systematisch erfasst, Potenziale und Maßnahmen zur Reduktion definiert und

deren Umsetzung überwacht. Die eingeleiteten Maßnahmen führten bereits zu deutlichen

Erfolgen. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Projekte von SCA im Bereich Energieautarkie

und Versorgung aus alternativen Energiequellen. So wird eine Windkraftanlage in

Nordschweden, an der SCA AB beteiligt ist, voraussichtlich im Zeitraum 2011 bis 2012 in

Betrieb gehen.

38


Das Ende des Jahres 2006 durch das Europäische Parlament verabschiedete REACH-

Programm (Registration, Evaluation, and Authorization of Chemicals) hatte 2009 für die

SCA-Fertigungsstandorte in Europa eine wichtige Bedeutung, da in diesem Jahr die

praktische Umsetzungs- und Erprobungsphase begann. Für den Produktionsprozess und die

Sicherstellung der hohen Qualitätsstandards bei Tissue- und Personal Care-Produkten wird

bei SCA eine Vielzahl von Chemikalien eingesetzt. Interne Richtlinien und Prüfverfahren

stellen sicher, dass die verwendeten Chemikalien stets die geforderten Produkt- und

Umweltstandards erfüllen. Mit dem Inkrafttreten von REACH haben sich für SCA daher keine

Umstellungen der im Produktionsprozess eingesetzten Stoffe ergeben. Im Zuge der

Umsetzung der REACH-Anforderungen wird SCA auch die Anforderungen aus dem neuen

globalen Sicherheitskennzeichnungssystem (GHS) umsetzen.

Auch die nachgewiesene Umweltverträglichkeit der eingesetzten Rohstoffe, insbesondere

des Zellstoffs, spielt für SCA eine wichtige Rolle. Das gestiegene Umweltbewusstsein der

Kunden und Verbraucher führt zu wachsenden Ansprüchen und Anforderungen seitens des

Marktes in Bezug auf die Herkunft des Zellstoffs. So hat SCA 2009 beispielsweise bezüglich

des Zellstoffs große Anstrengungen unternommen, um dessen Herkunft aus nachhaltiger

Waldwirtschaft gemäß der SCA-Einkaufspolitik zu gewährleisten. Zu diesem Zweck hat SCA

nahezu alle Hygienepapierfabriken in Europa nach dem FSC- (Forest Stewardship Council)

und PEFC- (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes)

Produktkettenstandard zertifizieren lassen. Diese Standards definieren Regeln für den

Materialfluss in der Wertschöpfungskette (Chain of Custody) vom Holzeinschlag bis zum

Endprodukt. Zusätzlich überwacht SCA die Zellstofflieferanten auf Basis von

Dokumentationen und im Rahmen von Prüfungen vor Ort mit Hilfe eines konzerninternen

Bewertungssystems. Dadurch wird sichergestellt, dass SCA nur Zellstoff verarbeitet, der den

definierten Kriterien der kontrollierten Herkunft entspricht.

Ein weiterer wichtiger Beitrag zur Verbesserung des Umweltprofils von SCA liegt in der

Zielsetzung, den bereits niedrigen Wasserverbrauch in den Herstellungsprozessen nochmals

signifikant zu reduzieren. Bis Ende des Jahres 2010 sollen der spezifische Wasserverbrauch

pro Tonne Fertigprodukt um 15% und die organische Belastung der Abwässer um 30% (auf

Basis des Jahres 2005) gesenkt werden. Hierfür wurden u. a. im Werk Kostheim und im

Werk Stembert/Belgien neue Anlagen errichtet. Die ersten Ergebnisse der Reduzierungen

sind vielversprechend.

39


Die vielfältigen Maßnahmen und Projekte, die SCA im Bereich des nachhaltigen

Wirtschaftens und der Corporate Social Responsibility definiert und umgesetzt hat, werden

jährlich im SCA AB-Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Die erheblichen Anstrengungen

werden auch von Non-Governmental Organizations, wie dem WWF (World Wide Fund for

Nature), positiv bewertet und durch gute Platzierungen bei internationalen

Unternehmensvergleichen zum Thema Nachhaltigkeit honoriert. 2009 wurde SCA AB zum

sechsten Mal in Folge von der kanadischen Mediengesellschaft Corporate Knights Inc. als

eines der 100 besten Unternehmen weltweit ausgezeichnet. Auch das New Yorker

Ethisphere Institute zeichnete SCA zum wiederholten Mal als eines der „World’s Most Ethical

Companies“ aus. Schließlich ist SCA als eines von vier schwedischen Unternehmen in zwei

weltweit renommierten Nachhaltigkeitsindizes gelistet, dem „Dow Jones STOXX

Sustainability Index“ und dem „Dow Jones Sustainability WORLD Index“.

Arbeitssicherheit

Die Gesundheit und die Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben bei SCA hohe

Priorität. Auch im Jahr 2009 konnte mit besonderen Anstrengungen bei der Verbesserung

der Arbeitssicherheit die Unfallhäufigkeit weiter reduziert werden. Mit 7,1 Unfällen pro einer

Million geleisteter Arbeitsstunden lag die Anzahl der Unfälle 27% niedriger als im Vorjahr.

Damit hat sich der in den letzten Jahren erreichte rückläufige Trend bei der Anzahl der

Arbeitsunfälle fortgesetzt.

Anzahl Unfälle pro 1 Million

geleisteter Arbeitsstunden

2005 13,4

2006 11,3

2007 11,2

2008 9,8

2009 7,1

Besonders große Sorgfalt misst SCA der genauen Analyse von Einzelereignissen wie

Unfällen, Kleinstverletzungen oder Beinaheunfällen bei. Ursachen und Risiken werden mit

dem Ziel der stetigen Verbesserung der Arbeitssicherheit genau untersucht, und daraus

abgeleitete Maßnahmen umgesetzt. So wurden beispielsweise Arbeitsanweisungen

entwickelt, die ein Höchstmaß an Sicherheit vorsehen, und umfangreiche

Schulungsmaßnahmen zum Thema Arbeitssicherheit durchgeführt. In Schulungen und

Besprechungen wird eine intensive Kommunikation, sowie vor allem eine offene

40


Gesprächskultur betrieben, um das Sicherheitsbewusstsein und die Motivation der

Mitarbeiter zu steigern.

In der Folge ist es zu einem festen Bestandteil des Mitarbeiterverhaltens geworden, sich im

Sinne des Prinzips „stoppen– denken – handeln“ sicherheitsbewusst zu verhalten.

Auch im Jahr 2010 wird der Schwerpunkt auf der Schulung des Bewusstseins für sicheres

Arbeiten liegen und Eingang in tätigkeitsbezogene Risikoanalysen finden. Technische

Analysen werden verbessert und insbesondere der Altmaschinenbestand kritisch betrachtet.

Risikobericht

Im Rahmen der Geschäftstätigkeit wird der SCA Hygiene Products Konzern mit

verschiedenen Risikofeldern konfrontiert.

Branchenrisiken

Produktinnovationen mit einem Schwerpunkt auf dem Markengeschäft,

Kostensenkungsmaßnahmen in der Supply Chain und der Rückgang der Rohstoffkosten

haben die Profitabilität des Geschäftsbereichs Tissue verbessert.

Ende 2009 ist die neue Tissuefabrik in Sovetsk/Russland angelaufen und wird die

Kostenposition für Lieferungen in den russischen Markt deutlich verbessern. Hinzu kommen

Investitionen in neue Verarbeitungsmaschinen an bestehenden Standorten, um die

Integration von Tissueerzeugung und Tissueverarbeitung zu erhöhen. Die strategische

Ausrichtung setzt auf eine Verstärkung der eigenen Markenpositionen, die weitere

Effizienzsteigerung in der Produktion, die strategische Zusammenarbeit mit großen

Handelspartnern und das Wachstum in Osteuropa.

Away From Home Tissueprodukte wurden von der weltweiten Wirtschaftskrise stärker

getroffen. Dies gilt insbesondere für die Bereiche Industrie und Hotel, Restaurant und

Catering. Der hohe Markenanteil mit „TORK“-Produkten, integrierte Produktlösungen für den

Kunden sowie die ausgewogene Kundenstruktur haben dazu beigetragen, den Effekt auf den

Konzern abzuschwächen. Hinzu kam infolge der Pandemiebefürchtungen eine deutliche

Marktbelebung für Papierhandtücher und Seife. Die Strategie, komplette Hygienelösungen

anzubieten, die auf die verschiedenen Kundengruppen zugeschnitten sind, und mit den

erfolgreichen Unternehmen des Handels und des Gebäudemanagements zu wachsen, hat

41


sich bewährt und federt Marktrisiken ab. Auch die Markteinführung der neuen Spenderlinie

„TORK Elevation“ hat zu einer verbesserten Kundenbindung geführt.

Die Risiken in dem Geschäftsbereich Tissue liegen hauptsächlich in der

Wettbewerbsintensität des Einzelhandels, dem Investitionsverhalten der Wettbewerber und

der damit verbundenen Kapazitätssituation der Branche sowie der Preisentwicklung im

Rohstoffsektor (Zellstoff und Altpapier) und bei den Energieträgern.

Im Geschäftsbereich Personal Care ist die Profitabilität weiterhin auf einem guten Niveau.

Das Mengenwachstum ist gegenüber den Vorjahren leicht zurückgegangen. Die Rückkehr

zu den Wachstumsraten wird die Priorität für das Jahr 2010 sein. Ziel ist es, so weit wie

möglich das in den verschiedenen Märkten bestehende Wachstumspotenzial auszuschöpfen

und organisch mit Raten von 5% bis 7% pro Jahr zu wachsen. Dies gilt insbesondere für die

Inkontinenzprodukte unter der Marke „TENA“ sowie für Babywindeln und Damenhygiene, bei

denen das Wachstum im Wesentlichen über das Geschäft mit Handelsmarken realisiert

werden soll. Hierzu werden verstärkt Anstrengungen in der Produktentwicklung

unternommen, um insbesondere die weltweite Marktführerschaft bei Inkontinenzprodukten

zu sichern. Positiv wirkt sich auch der zunehmende Anteil von Produkten aus Werken mit

niedrigen Standortkosten aus, wie aus dem SCA-Werk in Olawa/Polen. 2010 wird ein

weiterer Standort in Osteuropa, in Veniov/Russland, südlich von Moskau, in Betrieb

genommen. Dies wird die Kostenposition nochmals verbessern.

Die Risiken im Geschäftsbereich Personal Care liegen hauptsächlich in der Positionierung

der Wettbewerber, der Innovationsgeschwindigkeit, der Entwicklung des Einzelhandels und

der Entwicklung an den Rohstoffmärkten. Den Auswirkungen staatlicher

Kostensenkungsmaßnahmen im Gesundheitswesen, von denen die Inkontinenzprodukte

betroffen sind, begegnet SCA durch die Stärkung der Marke „TENA“, die Einführung

kundenspezifischer Produktsortimente und den Ausbau der Dienstleistungen.

Währungsrisiken

Der SCA Hygiene Products Konzern ist in die zentrale Treasury-Organisation der SCA

eingebunden und verfügt über ein eigenes finanzwirtschaftliches System zur Minimierung der

konzerninternen Zahlungsströme und Währungsrisiken. Die Verteilung der Umsätze und der

betrieblichen Aufwendungen des Konzerns nach den verschiedenen Währungen zeigt die

langfristige Währungssensitivität.

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Währung Umsatz Betrieblicher

Aufwand

EUR 48% 47%

USD 26% 27%

GBP 18% 12%

RUB 6% 6%

SEK 0% 6%

Übrige 2% 2%

Gesamt 100% 100%

Liquiditäts- und Zinsrisiken

Der SCA Hygiene Products Konzern finanziert sich im Wesentlichen bei der Muttergesellschaft

SCA, die an den Finanzmärkten auftritt und ein Rating im langfristigen Bereich von

Baa1/BBB+ von Moody’s und Standard & Poor’s aufweist. Im Herbst 2009 veränderte Moody’s

den Ausblick für SCA von negativ auf stabil. Der Ausblick von Standard & Poor’s für SCA blieb

unverändert negativ. Im kurzfristigen Bereich liegt das Rating von Standard & Poor’s bei K1 für

Schweden. Die Finanzierung erfolgt zu marktüblichen Konditionen.

Kreditrisiken

Zur Vermeidung von Zahlungsausfällen aus Lieferungen an Kunden wird bei SCA Hygiene

Products seit vielen Jahren ein systematisches Kreditmanagement betrieben. Jedem Kunden

wird, auf der Basis von extern eingeholten Kreditauskünften und Bonitätsanalysen eine

interne Kreditlinie zugeteilt. Im Laufe der Geschäftsbeziehung wird diese Kreditlinie laufend

überwacht und aktualisiert. In den Ländern, in denen das Instrument der Kreditversicherung

angeboten wird und einen Nutzen für das Unternehmen hat, kommt neben der internen

Kontrolle auch diese Absicherung zum Einsatz. Die Forderungsausfälle liegen auf einem

niedrigen Niveau von ca. 0,03%.

Beschaffungsrisiken

Die volatile Preisentwicklung für erdölbasierte Rohmaterialien und Energie sowie der

fehlende Wettbewerb auf den oligopolartigen Energiemärkten haben einen hohen Einfluss

auf die Ertragskraft des Unternehmens. Die Öl- und Gaspreise haben einen unmittelbaren

Einfluss auf die Energie- und Transportkosten. Darüber hinaus basieren insbesondere bei

Personal Care, aber auch bei Tissue, eine Vielzahl von Rohstoffen und Vormaterialien auf

Rohöl, z. B. flüssigkeitsabsorbierende Granulate, so genannte Super Absorbents, Non-

woven-Materialien oder auch Verpackungsfolien. Beide Geschäftsbereiche haben daher ihre

Einkaufsaktivitäten für besonders wichtige Güter zentralisiert, um durch die Bündelung der

Beschaffung Mengenvorteile zu erzielen. Darüber hinaus sind die Geschäftsbereiche in die

43


zentrale Organisation der SCA für den Energieeinkauf einbezogen. Eine der wichtigsten

internen Maßnahmen ist die Effizienzsteigerung in der Produktion durch einen geringeren

Energieverbrauch. Die Energiebeschaffung und der Energieverbrauch bleiben große

Herausforderungen in der Zukunft.

Für den Energieeinkauf hat der Konzern zentrale Richtlinien vorgegeben, in denen die

Risikohandhabung für diesen Beschaffungsbereich beschrieben ist. Diese Richtlinie wird

jährlich überprüft und den aktuellen Entwicklungen angepasst. Die Geschäftsbereiche sind

verpflichtet, den voraussichtlichen Energiebedarf über einen Zeitraum bis zu 3 Jahren in

einer definierten Bandbreite entweder zu Festpreisen physisch einzukaufen oder mit

Finanzkontrakten abzusichern. Dabei wird durchschnittlich der Bedarf des 1. Jahres

zwischen 30% und 70%, des 2. Jahres zwischen 10% und 50% und des 3. Jahres zwischen

0% und 40% gesichert.

Umweltrisiken

Die gesetzlichen Bestimmungen, u. a. in Bezug auf Emissionen, Abfallbehandlung und

Produktsicherheit, werden von SCA Hygiene Products eingehalten und Maßnahmen zur

Steuerung von Umweltrisiken getroffen. Die Zertifizierung der Standorte (beispielsweise nach

ISO 14001) wird planmäßig vorangetrieben. Die Produktionsstandorte des SCA Hygiene

Products Konzerns sind durch das SCA-Umweltkomitee in ein weltweites Netzwerk für

Umweltmanagement eingebunden.

Investitions- und Akquisitionsrisiken

Für Projekte im Rahmen von Sachanlageninvestitionen und Akquisitionen gelten zentrale

Vorschriften zur Steuerung von Investitions- und Akquisitionsrisiken. Diese umfassen die

Projektorganisation, den Projektablauf, die Projektbeschreibung, die

Wirtschaftlichkeitsrechnung und das interne Genehmigungsverfahren. Jedes Projekt wird

entsprechend dieser Vorschriften abgewickelt. Nach Abschluss des Projekts wird ein Bericht

mit einer Abweichungsanalyse erstellt. Ein besonderer Fokus wird auch auf die Lerneffekte

für andere Projekte gelegt. Einzelne Projekte werden einer Nachschau durch die interne

Revision unterzogen.

IT-Sicherheitsrisiken

Für die Entwicklung von IT-Lösungen gelten ebenso zentrale Richtlinien, um dem Risiko

eines möglichen Ausfalls des IT-Betriebs entgegenzuwirken. Die IT-Lösungen von SCA

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asieren weitgehend auf am Markt erhältlicher Standardsoftware. Ihr Betrieb erfolgt in

Rechenzentren, für die strenge Sicherheitsrichtlinien gelten. Benutzerberechtigungen

unterliegen einer regelmäßigen Kontrolle durch die interne Revision.

Politische Risiken

Die Regionen, in denen SCA Hygiene Products SE mit ihren Tochtergesellschaften tätig ist,

sind im Wesentlichen politisch stabil. Daher wird das politische Risiko als gering eingestuft.

Außerhalb der Europäischen Union und Nordamerikas sind unter 6% des gebundenen

Vermögens des SCA Hygiene Products Konzerns investiert.

Gesamtrisikosituation

Derzeit sind keine konkreten Hinweise auf Entwicklungen bekannt, die den Fortbestand des

Konzerns gefährden könnten.

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Corporate Governance Bericht

Corporate Governance, der faktische und rechtliche Ordnungsrahmen für eine gute und

verantwortungsvolle Unternehmensführung, ist fester Bestandteil der Führungsphilosophie

von SCA Hygiene Products SE. Neben den gesetzlichen Vorschriften, der Satzung der

Gesellschaft, der Vereinbarung über die Beteiligung der Arbeitnehmer in der SCA Hygiene

Products SE sowie dem SCA-internen Verhaltenskodex für die Mitarbeiter (Code of Conduct)

ist zu berücksichtigen, dass SCA Hygiene Products SE aufgrund eines mit der SCA Group

Holding BV, Amsterdam/Niederlande, bestehenden Beherrschungsvertrags eng in den SCA-

Konzern eingebunden ist.

Bezüge des Aufsichtsrats

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten gemäß § 17 der Satzung außer dem Ersatz der

baren Auslagen eine feste Vergütung von jährlich 12.500 EUR, der Vorsitzende und dessen

Stellvertreter das Doppelte. Für zusätzliche Ämter in den Ausschüssen des Aufsichtsrats

wird keine Vergütung gewährt. Die im SCA-Konzern beschäftigten Anteilseignervertreter im

Aufsichtsrat haben vor Annahme des Aufsichtsratsmandats auf die satzungsgemäße

Vergütung verzichtet. Ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat von SCA Hygiene Products SE ist mit

dem Gehalt gemäß jeweiligem Dienstvertrag abgegolten. Entsprechend der geltenden

Satzungsbestimmung betrugen die Bezüge des ersten Aufsichtsrats von SCA Hygiene

Products SE für das Geschäftsjahr 2009, vorbehaltlich der Billigung der ordentlichen

Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2009 beschließt,

insgesamt 139 TEUR (2008: 130 TEUR). Vorbehaltlich einer möglichen Änderung von § 17

Absatz 1 der Satzung durch die ordentliche Hauptversammlung erhalten die Mitglieder des

Aufsichtsrats für die persönliche Teilnahme an den Aufsichtsratssitzungen ein Sitzungsgeld

von 200 EUR; für die Teilnahme an Ausschusssitzungen wird kein Sitzungsgeld gewährt.

Vergütung des Vorstands

Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands von SCA Hygiene Products SE setzt sich aus

einer fixen Vergütung und einem variablen Vergütungsbestandteil zusammen. Der

erfolgsbezogene, variable Bestandteil beträgt ca. 30% der fest vereinbarten Vergütung. Der

variable Anteil besteht ausschließlich aus einer variablen Jahressondervergütung, die sich im

Wesentlichen an den erzielten Ergebnissen, insbesondere dem Cashflow, und der

wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft orientiert, wobei die Bemessungskriterien seit Jahren

konsistent angewendet werden. Mit den fixen Bezügen ist auch die Übernahme von

Mandaten bei Konzerngesellschaften und Verbänden sowie berufsständischen

46


Organisationen durch Vorstandsmitglieder abgegolten. Zusätzlich zu den fixen Bezügen

erhalten die Vorstandsmitglieder Sachzuwendungen, die insbesondere in der Überlassung

von Dienstwagen und Versicherungsschutz bestehen. Die auf die Sachzuwendungen

entfallenden Steuern werden von den Vorstandsmitgliedern getragen. Der

Personalausschuss hat das Vergütungssystem und die Gesamtvergütung für die einzelnen

Vorstandsmitglieder in seiner Sitzung am 24. Februar 2010 beraten und dem Aufsichtsrat

entsprechende Beschlussvorschläge unterbreitet. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom

gleichen Tag das Vergütungssystem und die Gesamtvergütung für die einzelnen

Vorstandsmitglieder seinerseits beraten und sich den Vorschlägen des

Personalausschusses angeschlossen. Die Bezüge des Vorstands im Geschäftsjahr 2009

betrugen 565 TEUR (2008: 613 TEUR), davon fix 466 TEUR (2008: 454 TEUR) und variabel

99 TEUR (2008: 159 TEUR). Vorstandsmitglieder haben unter bestimmten Voraussetzungen

einen Anspruch auf Pensionszahlungen. Am 31. Dezember 2009 betrugen die

Pensionsrückstellungen für Mitglieder des Vorstands 767 TEUR (2008: 689 TEUR). Frühere

Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen erhielten 1.512 TEUR (2008: 1.503

TEUR). Für diesen Personenkreis bestanden Rückstellungen für Pensionen von 11.665

TEUR (2008: 12.156 TEUR).

Von der individualisierten Offenlegung der Vorstandsgehälter wurde aufgrund des

Hauptversammlungsbeschlusses vom 7. August 2009 gemäß § 286 Abs. 5 HGB abgesehen.

Zu meldepflichtigen Wertpapiergeschäften der Mitglieder des Vorstands und des

Aufsichtsrats gemäß § 15 a WpHG (so genannte Directors’ Dealings) und zu

mitteilungspflichtigem Wertpapierbesitz der Organmitglieder lagen am Abschlussstichtag

keine Meldungen vor.

Kommunikation mit den Aktionären

Transparenz schafft Vertrauen in eine gute und verantwortungsvolle Unternehmensführung.

SCA Hygiene Products SE erfüllt den Anspruch der Aktionäre auf eine möglichst

umfassende und zeitnahe Information über aktuelle Entwicklungen im Konzern durch

Veröffentlichung von Ad-hoc-Mitteilungen, auch auf der Internetseite der Gesellschaft

www.scahygieneproductsse.com. Sie enthält die aktuelle und alle früheren Ad-hoc-

Mitteilungen. Dort werden den Anlegern außerdem weitere kapitalmarktrelevante

Informationen zu SCA Hygiene Products SE zur Verfügung gestellt, wie etwa die

Zwischenmitteilungen und die Halbjahresfinanzberichte. Eine Auflistung der

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Veröffentlichungen auf der Internetseite der Gesellschaft enthält das Jährliche Dokument,

das ebenfalls auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht wird.

Den Anteilseignern wird bereits seit einigen Jahren zur Steigerung der Präsenz neben der

Möglichkeit, ihr Stimmrecht auf der jährlichen Hauptversammlung selbst auszuüben, auch

die Gelegenheit geboten, dieses Recht von einem Bevollmächtigten nach Wahl ausüben zu

lassen oder einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter der Gesellschaft zu

beauftragen.

Risikomanagement und internes Kontrollsystem

Unternehmerisches Handeln ist immer auch mit Risiken verbunden. Teil einer guten

Corporate Governance ist daher auch der verantwortungsvolle Umgang mit Risiken. Risiken

frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und entsprechende Maßnahmen zur Minimierung

einzuleiten, gleichzeitig aber auch Gewinnchancen konsequent zu nutzen, ist die dauerhafte

Aufgabe des Vorstands und der Mitarbeiter auf allen Ebenen. SCA Hygiene Products SE hat

seit vielen Jahren ein bewährtes Risikomanagement-System im Einsatz. Dieses eröffnet die

Möglichkeit, Abweichungen bei den Planzahlen, insbesondere beim Auftragsbestand,

Umsatz, Cashflow und den Kosten rechtzeitig zu erkennen. Ferner werden die Entwicklung

der Absatz- und Beschaffungsmärkte sowie das Verhalten der Wettbewerber und wichtigsten

Kunden analysiert und bewertet. Das Risikomanagement-System von SCA Hygiene

Products SE ist in einem Risikomanagement-Handbuch verbindlich für alle

Tochtergesellschaften festgelegt; es wird kontinuierlich den veränderten

Rahmenbedingungen angepasst.

Die Risikoidentifikation erfolgt in den dezentralen operativen Einheiten und in den

Zentralbereichen. Soweit möglich, werden die Risiken nach ihrer Schadenshöhe und

Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet und quartalsweise über ein konzernweites Berichts- und

Melde-system auf der Ebene der Geschäftsbereiche wie auch auf Konzernebene

zusammengefasst. Dabei werden den Einzelrisiken entsprechende Gegenmaßnahmen zur

Risikovermeidung und -minimierung zugeordnet. Mit dieser systematischen und

konzerneinheitlichen Analyse verfügen der Vorstand und die Führungsgremien des SCA

Hygiene Products Konzerns jeweils über ein zeitnahes Bild der aktuellen Risikosituation.

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Im SCA Hygiene Products Konzern sind fünf wichtige Geschäftsprozesse einheitlich

strukturiert, dokumentiert und mit Kontrollmechanismen hinterlegt. Bei den Prozessen

handelt es sich um:

- Management von Sachanlagen (Asset Management)

- Bestellung bis Zahlungseingang (Order to Pay)

- Einkauf bis Zahlungsausgang (Purchase to Pay)

- Rechnungslegungsprozess (Closing)

- Lohn- und Gehaltsabrechnung (Payroll)

Die Einhaltung der Kontrollmechanismen (Minimum Internal Control Requirements) wird

regelmäßig durch die interne Revision überprüft. 2009 erfolgte zusätzlich eine

risikoorientierte Prüfung durch den Abschlussprüfer in ausgewählten Tochtergesellschaften.

Dabei wurde die Angemessenheit der internen Kontrollen bestätigt.

Wie in den Vorjahren haben die Abschlussprüfer die Wirksamkeit des Risikomanagement-

Systems der SCA Hygiene Products SE geprüft und beurteilt. Sie haben festgestellt, dass es

den Anforderungen des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich

(KonTraG) grundsätzlich entspricht und alle erforderlichen Maßnahmen zur frühzeitigen

Erkennung von Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten,

getroffen wurden.

Die wesentlichen Risikoklassen des SCA Hygiene Products Konzerns sind auf den Seiten 41

bis 45 beschrieben.

Rechnungslegungsbezogenes Risikomanagement-System und internes

Kontrollsystem (§ 289 Abs. 5 HGB)

Das Risikomanagement-System und das interne Kontrollsystem umfassen generell auch die

Rechnungslegungsprozesse, wobei in Bezug auf die Rechnungslegung die

Ordnungsmäßigkeit und Regelkonformität des Konzernabschlusses im Vordergrund stehen.

SCA Hygiene Products bedient sich in Europa und Nordamerika einer einheitlichen IT-

Software für die Rechnungslegung und das Berichtswesen, hat den

Rechnungslegungsprozess einheitlich definiert und mit Kontrollschleifen versehen. Die

Rechnungslegungsgrundsätze nach den International Financial Reporting Standards (IFRS)

sind, soweit unternehmensspezifisch notwendig, in einem Handbuch beschrieben und für

alle Gesellschaften des Konzerns verbindlich. Die Einhaltung der Regeln wird von der

49


internen Revision risikoorientiert und stichprobenweise geprüft. In größeren operativen

Einheiten erfolgt neben der Jahresabschlussprüfung zum Ende des 3. Quartals eines

Geschäftsjahres eine Zwischenprüfung durch die Wirtschaftsprüfer, um die

Jahresabschlussarbeiten zu erleichtern.

Neben den Richtlinien zur Bilanzierung und Abschlusserstellung sorgen angemessene

Zugriffsregelungen in den abschlussrelevanten IT-Systemen sowie die Zuordnung von

Verantwortlichkeiten, das Vier-Augen-Prinzip und die Funktionstrennung für Sicherheit in den

Rechnungslegungsprozessen.

Im Konsolidierungsprozess sind die Funktionen eindeutig definiert, sie gewährleisten die

Erstellung eines ordnungsgemäßen Konzernjahresabschlusses. Basierend auf den geprüften

Einzelabschlüssen der einbezogenen Gesellschaften erfolgt die Erstellung des

Konzernjahresabschlusses in der Konzernbuchhaltung. Dieser Prozess ist in Teilprozesse

gegliedert, wie beispielsweise Aufwands- und Ertragskonsolidierung, Schulden- und

Kapitalkonsolidierung sowie Zwischengewinn-Eliminierung. Nach der Erstellung des

Konzernabschlusses erfolgt die Anfertigung der Anhangsangaben nach IFRS und HGB. Die

Zugriffsrechte auf die relevanten IT-Systeme sind an die Funktionen in der

Konzernbuchhaltung angepasst.

Zwischen dem Bilanzstichtag und dem Tag der Lageberichterstattung gab es keine

wesentlichen Veränderungen des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems.

Compliance

Der bei SCA gültige Verhaltenskodex (Code of Conduct) ist in mehreren Sprachen verfügbar

und gibt den SCA-Mitarbeitern konzernweit gültige Regeln für ethisches Verhalten im

Arbeitsleben. Die Verhaltensgrundsätze bieten Orientierung für fairen Wettbewerb, den

Umgang mit Interessenkonflikten, gesetzestreues Verhalten sowie für den Umgang

miteinander, mit den Kunden und dem Gemeinwesen. Damit ermöglicht der Kodex

Verhaltenssicherheit nach innen und außen und fördert aufgrund seines umfassenden

Ansatzes die wertorientierte Unternehmenskultur bei SCA.

Um die Regeleinhaltung (Compliance) für eine verantwortungsbewusste

Unternehmensführung zu gewährleisten, werden periodisch wiederkehrend Manager und

50


ihre Mitarbeiter mit den gesetzlichen Entwicklungen in dem Bereich Compliance durch

Intensivseminare vertraut gemacht.

Vorstand und Aufsichtsrat haben sich mit der Compliance-Organisation und deren

Weiterentwicklung auseinandergesetzt und begleitende Maßnahmen beraten.

Angaben gemäß §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht

Das gezeichnete Kapital der SCA Hygiene Products SE beträgt 181.304.561,23 EUR und ist

eingeteilt in 7.092.018 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Jede Aktie gewährt ein

Stimmrecht. Es bestehen keine unterschiedlichen Aktiengattungen.

Es bestehen keine Beschränkungen bezüglich der Stimmrechte oder der Übertragung von

Aktien.

Nach dem Wertpapierhandelsgesetz hat jeder Anleger, der durch Erwerb, Veräußerung oder

auf sonstige Weise bestimmte Anteile an Stimmrechten der Gesellschaft erreicht,

überschreitet oder unterschreitet, dies der Gesellschaft und der Bundesanstalt für

Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) mitzuteilen. SCA Group Holding BV,

Amsterdam/Niederlande, hat SCA Hygiene Products SE am 14. Dezember 2007 mitgeteilt,

dass sie direkt 96,60% des Grundkapitals und der Stimmrechte der Gesellschaft hält.

Die Gesellschaft hat keine Aktien ausgegeben, die eine besondere Einflussmöglichkeit auf

die Gesellschaftsorgane und damit eine besondere Kontrollbefugnis verleihen. Eine

Trennung zwischen Stimmrechtskontrolle und Aktie im Zusammenhang mit

Arbeitnehmerbeteiligungen besteht nicht. Arbeitnehmer, die Aktien der Gesellschaft

erworben haben, können ihr Stimmrecht wie jeder andere Aktionär entweder selbst oder

durch einen Bevollmächtigten ausüben.

Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft sind in Art. 39

Absatz 2 und Art. 46 SE-VO in Verbindung mit §§ 84 und 85 AktG und in Verbindung mit §

12 Abs. 7 der Satzung geregelt. Die Bestellung bzw. Abberufung von Vorstandsmitgliedern

erfolgt durch den Aufsichtsrat mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Ergibt eine

Abstimmung Stimmengleichheit, so gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag; dies

gilt auch, wenn der Vorsitzende an der Beschlussfassung durch Übermittlung einer

schriftlichen Stimmabgabe nach § 12 Abs. 5 Satz 2 teilnimmt. Nimmt der

51


Aufsichtsratsvorsitzende nicht an der Beschlussfassung teil, gibt die Stimme des

stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden den Ausschlag, wenn dieser ein

Anteilseignervertreter ist und die Sitzung leitet. Gemäß § 11 der Vereinbarung über die

Beteiligung der Arbeitnehmer in der SCA Hygiene Products SE vom 2. Juni 2009 werden

sich der Aufsichtsratsvorsitzende und der erste stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende vor

Abberufung und Bestellung von Vorstandsmitgliedern ins Benehmen setzen, gegebenenfalls

auch mit dem Hauptaktionär.

Gemäß § 7 Abs. 1 der Satzung der SCA Hygiene Products SE besteht der Vorstand der

Gesellschaft aus mindestens zwei Personen. Die Bestellung eines Vorstandsvorsitzenden ist

zulässig. Ein Mitglied des Vorstands ist für den Bereich Arbeit und Soziales zuständig und

führt nach § 11 der Vereinbarung über die Beteiligung der Arbeitnehmer die Bezeichnung

„Arbeitsdirektor“. Der Aufsichtsrat bestellt die Vorstandsmitglieder nach § 7 Abs. 2 für einen

Zeitraum von höchstens fünf Jahren; Wiederbestellungen sind zulässig.

Änderungen der Satzung bedürfen gemäß Art. 59 Abs. 1 SE-VO eines Beschlusses der

Hauptversammlung, der, sofern die Rechtsvorschriften für Aktiengesellschaften im Sitzstaat

der SE keine größere Mehrheit vorsieht, eine Mehrheit von nicht weniger als zwei Drittel der

abgegebenen Stimmen. Nach § 179 Abs. 2 AktG ist für Satzungsänderungen eine Mehrheit

von mindestens drei Viertel des bei der Abstimmung vertretenen Grundkapitals erforderlich,

soweit die Satzung keine andere Mehrheit vorsieht. Soweit die Änderung des

Unternehmensgegenstandes betroffen ist, darf die Satzung jedoch nur eine größere

Mehrheit vorsehen. Die Satzung der SCA Hygiene Products SE macht in § 22 von der

Möglichkeit der Abweichung gemäß § 179 Abs. 2 AktG Gebrauch und sieht vor, dass

Beschlüsse grundsätzlich mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen

bzw. sofern mindestens die Hälfte des Grundkapitals vertreten ist, mit der einfachen

Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst werden. Schreiben zwingende

Rechtsvorschriften außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vor, genügt, soweit

gesetzlich zulässig, die einfache Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen

Kapitals. Die Befugnis zu Änderungen der Satzung, die nur die Fassung betreffen, wurde

gemäß § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG in Verbindung mit § 14 Abs. 2 der Satzung an den

Aufsichtsrat delegiert.

Es bestehen keine Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe oder zum Rückkauf von Aktien

der Gesellschaft.

52


Bei der Gesellschaft bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung

des Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Es bestehen auch keine

Entschädigungsvereinbarungen o. Ä. mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für

den Fall eines Übernahmeangebots.

Zusammenfassend bestehen keine besonderen Regelungen bezüglich der mit Anteilen

verbundenen Stimmrechte und hieraus resultierenden Kontrollmöglichkeiten, weder durch

Einrichtung besonderer Aktiengattungen noch durch Stimmrechts- oder

Übertragungsbeschränkungen. Über die gesetzlichen Regelungen hinausgehende

Vorschriften über die Bestellung oder Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind nicht

vorhanden. Es bestehen weder wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines

Übernahmeangebots stehen, noch Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des

Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots.

53


Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289a HGB)

SCA Hygiene Products SE ist aufgrund eines mit der SCA Group Holding BV,

Amsterdam/Niederlande, bestehenden Beherrschungsvertrags eng in den SCA-Konzern

eingebunden.

Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG

Am 15. Dezember 2009 haben Vorstand und Aufsichtsrat von SCA Hygiene Products SE die

Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom

18. Juni 2009 gemäß § 161 AktG abgegeben. Das vergangene, gegenwärtige und

voraussichtlich zukünftige Verhalten der Gesellschaft weicht in den nachfolgenden Punkten

von den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex

in der Fassung vom 18. Juni 2009 ab. Die aktuelle gemeinsame Entsprechenserklärung von

Vorstand und Aufsichtsrat gemäß § 161 AktG ist, wie auch die Entsprechenserklärungen der

vergangenen Jahre, auf der Internetseite der Gesellschaft unter

www.scahygieneproductsse.com der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

1. Ziff. 4.2.3, 4. Absatz des Kodex

„Bei Abschluss von Vorstandsverträgen soll darauf geachtet werden, dass Zahlungen an ein

Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund

einschließlich Nebenleistungen den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten

(Abfindungs-Cap) und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages vergüten. Für

die Berechnung des Abfindungs-Caps soll auf die Gesamtvergütung des abgelaufenen

Geschäftsjahres und gegebenenfalls auch auf die voraussichtliche Gesamtvergütung für das

laufende Geschäftsjahr abgestellt werden.“

Begründung:

SCA Hygiene Products SE ist über einen Beherrschungsvertrag eng in den schwedischen

Mutterkonzern der SCA AB eingebunden. Die Vorstandsverträge entsprechen den im SCA-

Konzern angewandten Vertragsgrundsätzen, die mit der deutschen Kodexvorschrift nicht

vollständig in Einklang stehen.

2. Ziff. 5.1.2, letzter Satz des Kodex

„Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder soll festgelegt werden.“

Begründung:

Eine ausdrückliche Altersgrenze für Vorstandsmitglieder ist nicht festgelegt. Es ist jedoch die

Regel, dass Anstellungsverträge mit Mitgliedern des Vorstands spätestens zum Zeitpunkt

des Erreichens der gesetzlichen Altersrente enden.

3. Ziff. 5.3.2, erster Satz des Kodex

54


„Der Aufsichtsrat soll einen Prüfungsausschuss (Audit Committee) einrichten, der sich

insbesondere mit Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements und der

Compliance, der erforderlichen Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, der Erteilung des

Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und

der Honorarvereinbarung befasst.“

Begründung:

Die Fragen des Risikomanagements und der Compliance werden im Aufsichtsratsplenum

behandelt.

4. Ziff. 5.3.3 des Kodex

„Der Aufsichtsrat soll einen Nominierungsausschuss bilden, der ausschließlich mit Vertretern

der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die

Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt.“

Begründung:

SCA Hygiene Products SE ist über einen Beherrschungsvertrag eng in den SCA-Konzern

eingebunden. Der Mehrheitsaktionär hält über 96% der Aktien. Ein Nominierungsausschuss

ist aus diesen Gründen nicht sachgerecht.

5. Ziff. 5.4.1, letzter Satz des Kodex

„Dabei soll auch auf die internationale Tätigkeit des Unternehmens, auf potenzielle

Interessenkonflikte und eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder sowie auf

Vielfalt (Diversity) geachtet werden.“

Begründung:

Eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder wurde nicht festgelegt. Dies erscheint

angesichts der Einbindung in den SCA-Gesamtkonzern nicht zweckmäßig, da sich hieraus

im Einzelfall ein legitimes Interesse des Mehrheitsaktionärs ergeben kann, unabhängig von

einer Altersgrenze bestimmte Personen für eine Mitgliedschaft im Aufsichtsrat zu gewinnen.

6. Ziff. 5.4.3, Satz 3 des Kodex

„Kandidatenvorschläge für den Aufsichtsratsvorsitz sollen den Aktionären bekannt gegeben

werden.“

Begründung:

Die Wahl des Vorsitzenden aus der Mitte des Aufsichtsrats ist dessen ureigene Kompetenz.

Sie sollte daher, ebenso wie die Diskussion von Kandidatenvorschlägen, im Aufsichtsrat

verbleiben. Die Veröffentlichung von Kandidatenvorschlägen vor endgültiger Abstimmung

berührt das Beratungsgeheimnis des Aufsichtsrats und ist geeignet, nicht zum Zuge

gekommene Kandidaten zu diskreditieren.

55


7. Ziff. 5.4.6, Satz 2 bis 6 des Kodex

„Sie trägt der Verantwortung und dem Tätigkeitsumfang der Aufsichtsratsmitglieder sowie

der wirtschaftlichen Lage und dem Erfolg des Unternehmens Rechnung. Dabei sollen der

Vorsitz und der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat sowie der Vorsitz und die

Mitgliedschaft in den Ausschüssen berücksichtigt werden. Die Mitglieder des Aufsichtsrats

sollen neben einer festen eine erfolgsorientierte Vergütung erhalten. Die erfolgsorientierte

Vergütung sollte auch auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogene Bestandteile

enthalten. Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder soll im Corporate Governance Bericht

individualisiert, aufgegliedert nach Bestandteilen ausgewiesen werden.“

Begründung:

Die Regelung in § 17 der Satzung über die Vergütung des Aufsichtsrats sieht keine

Berücksichtigung der Mitgliedschaft in den Ausschüssen und keine erfolgsorientierte

Vergütung vor. Eine Änderung der entsprechenden Satzungsbestimmung erscheint

angesichts der Einbindung der Gesellschaft in den SCA-Konzern und insbesondere des

bestehenden Beherrschungsvertrags nicht zweckmäßig; vielmehr wurde in der ordentlichen

Hauptversammlung 1998 gerade die früher bestehende erfolgsbezogene Vergütung im

Hinblick auf das Bestehen des Beherrschungsvertrags zugunsten einer ausschließlich festen

Vergütung abgeschafft. Nach § 17 Abs. 1 der Satzung erhalten die Mitglieder des

Aufsichtsrats außer dem Ersatz ihrer baren Auslagen eine feste Vergütung von jährlich Euro

12.500,00, der Vorsitzende und dessen Stellvertreter das Doppelte. Ein Ausweis dieser fixen

und in der Satzung festgelegten Beträge gesondert für jedes einzelne Aufsichtsratsmitglied

würde keine sinnvollen Zusatzinformationen vermitteln.

8. Ziff. 7.1.2, Satz 4 des Kodex

„Der Konzernabschluss soll binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende, die

Zwischenberichte sollen binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums, öffentlich

zugänglich sein.“

Begründung:

Aufgrund der engen Einbindung der Gesellschaft in den SCA-Konzern werden der von der

Gesellschaft erstellte Konzernabschluss und Zwischenbericht zeitlich nach den von der

Svenska Cellulosa Aktiebolaget SCA erstellten und veröffentlichten entsprechenden

Informationen bekannt gegeben. Konzernabschluss und Zwischenbericht der Gesellschaft

werden gemäß den gesetzlichen Vorschriften bekannt gegeben.

9. Ziff. 7.1.4, Satz 1 und 3 des Kodex

„Die Gesellschaft soll eine Liste von Drittunternehmen veröffentlichen, an denen sie eine

Beteiligung von für das Unternehmen nicht untergeordneter Bedeutung hält. [...] Es sollen

angegeben werden: Name und Sitz der Gesellschaft, Höhe des Anteils, Höhe des

Eigenkapitals und Ergebnis des letzten Geschäftsjahres.“

Begründung:

Aufgrund der organisatorischen und gesellschaftsrechtlichen Struktur des SCA Hygiene

Products Konzerns sind Drittunternehmen vielfach mit regional abgegrenzten

Geschäftsgebieten identisch. Aus Wettbewerbsgründen wird daher von der Empfehlung nicht

vollständig Gebrauch gemacht.

56


Angaben zu Unternehmensführungspraktiken

Die Unternehmensführung der SCA Hygiene Products SE wird in erster Linie durch die SE-

Verordnung, das Aktiengesetz und den Deutschen Corporate Governance Kodex bestimmt.

Bei der Umwandlung in die Gesellschaftsform der Societas Europaea (SE) hat sich SCA

entschieden, das bewährte duale Führungssystem beizubehalten. Vorstand als

Leitungsorgan und Aufsichtsrat als Überwachungsorgan sind personell getrennt und arbeiten

im Unternehmensinteresse zusammen.

Eine verantwortungsbewusste, auf nachhaltige Wertschöpfung ausgerichtete

Unternehmensführung, hat bei der SCA Hygiene Products SE einen hohen Stellenwert.

Diese gründet sich auf eine enge und effiziente Zusammenarbeit von Vorstand und

Aufsichtsrat, die Beachtung der Aktionärsinteressen, die ordnungsgemäße

Rechnungslegung sowie auf einen verantwortungsbewussten Umgang mit Risiken und

gesetzlichen und konzerninternen Regelungen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die SCA

Hygiene Products SE aufgrund eines mit der SCA Group Holding BV,

Amsterdam/Niederlande, bestehenden Beherrschungsvertrags eng in den SCA-Konzern

eingebunden ist.

Für SCA Hygiene Products SE ist ein hoher Standard ethischer Grundsätze Tradition. Der im

SCA-Konzern geltende und in mehreren Sprachen verfügbare Verhaltenskodex „Code of

Conduct“ beschreibt die Leitlinien für das Verhalten eines jeden Mitarbeiters und ist fester

Bestandteil der SCA-Unternehmenskultur. Der Verhaltenskodex bietet Orientierung für fairen

Wettbewerb, den Umgang mit Interessenkonflikten, gesetzestreues Verhalten sowie für den

Umgang miteinander, mit den Kunden und dem Gemeinwesen. Damit ermöglicht der Kodex

Verhaltenssicherheit nach innen und außen und fördert aufgrund seines umfassenden

Ansatzes die wertorientierte Unternehmenskultur bei SCA. Um die Einhaltung gesetzlicher

Vorschriften und freiwillig angewandter Grundsätze (Compliance) zusätzlich abzusichern,

erfolgen in regelmäßigen Abständen Präsenzschulungen zum Thema Compliance für

Führungskräfte und deren Mitarbeiter.

57


Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie

Zusammensetzung und Arbeitsweise von deren Ausschüssen

Hauptversammlung

Der Vorstand von SCA Hygiene Products SE legt der Hauptversammlung den

Jahresabschluss und den Konzernabschluss vor. Die Hauptversammlung entscheidet u. a.

über die Verwendung des Bilanzgewinns. Unabhängig von der Entscheidung der

Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns haben die außenstehenden

Aktionäre aufgrund des bestehenden Beherrschungsvertrags jedoch Anspruch auf Zahlung

einer Garantiedividende. Diese beläuft sich nach dem Beschluss des Oberlandesgerichts

München vom 17. Juli 2007 im Spruchstellenverfahren auf jährlich 16,20 EUR brutto,

abzüglich der jeweiligen Körperschaftssteuerbelastung bezogen auf 41% des

Bruttoausgleichs.

Vorstand

Der Vorstand leitet das Unternehmen grundsätzlich unter eigener Verantwortung. Die

Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die Unternehmensleitung.

Aufgrund des bestehenden Beherrschungsvertrags ist allerdings die SCA Group Holding BV,

Amsterdam/Niederlande, als herrschendes Unternehmen berechtigt, dem Vorstand der

Gesellschaft hinsichtlich der Leitung der Gesellschaft Weisungen zu erteilen. Dabei können

gemäß § 308 AktG auch Weisungen erteilt werden, die für die Gesellschaft nachteilig sind,

wenn sie den Belangen des herrschenden Unternehmens oder konzernverbundener

Unternehmen dienen. Die Geschäftsordnung des Vorstands regelt u. a. die

Ressortzuständigkeiten, die Beschlussfassung und die Mitwirkung des Aufsichtsrats. Der

Vorstand besteht derzeit aus zwei Mitgliedern; er hält den Aufsichtsrat regelmäßig und

zeitnah über die Geschäftsentwicklung, die Ertragssituation, die Risikolage und die

Compliance unterrichtet.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand. Nach § 16 der Satzung und aufgrund

eines weitergehenden Beschlusses des Aufsichtsrats bedürfen, über die gesetzlich

vorgeschriebenen Fälle hinaus, bestimmte Arten von Geschäften der Zustimmung des

Aufsichtsrats. Ein Weisungsrecht aufgrund des Beherrschungsvertrags besteht gegenüber

dem Aufsichtsrat nicht. Wird der Vorstand aufgrund des Beherrschungsvertrags von dem

herrschenden Unternehmen angewiesen, ein Geschäft vorzunehmen, das nur mit

58


Zustimmung des Aufsichtsrats der Gesellschaft vorgenommen werden darf und wird diese

Zustimmung nicht innerhalb einer angemessenen Frist erteilt, bestimmt § 308 Abs. 3 AktG,

dass der Vorstand dies dem herrschenden Unternehmen mitzuteilen hat. Wiederholt das

herrschende Unternehmen nach dieser Mitteilung die Weisung, so ist die Zustimmung des

Aufsichtsrats nach § 308 Abs. 3 Satz 2 AktG nicht mehr erforderlich. Der Aufsichtsrat besteht

aus zwölf Mitgliedern und ist paritätisch besetzt.

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Der paritätisch besetzte Aufsichtsrat der SCA Hygiene Products SE hat gemäß §107 Abs. 3

AktG einen Prüfungsausschuss und einen Personalausschuss gebildet. Dem

Prüfungsausschuss wurden vom Aufsichtsrat Überwachungsaufgaben aus den

Sachgebieten der Abschlussprüfung (Jahres- und Konzernabschluss sowie Lageberichte)

und der Zwischenberichterstattung übertragen. Der Prüfungsausschuss bereitet die

folgenden Entscheidungen des Aufsichtsrats vor: Auswahl des Abschlussprüfers, Prüfung

der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, Honorarvereinbarung mit dem Abschlussprüfer,

Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten, Vorbereitung der Feststellung des

Jahresabschlusses und der Billigung des Konzernabschlusses, Prüfung des

Gewinnverwendungsvorschlags. Darüber hinaus wurden dem Prüfungsausschuss

Überwachungsaufgaben zur abschließenden Entscheidung übertragen: Erörterung des

Halbjahresfinanzberichts und der Zwischenmitteilungen. Der Personalausschuss ist

zuständig für die Vorbereitung der Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern; er

befasst sich mit allen Personalangelegenheiten der Vorstandsmitglieder und macht

Vorschläge an den Aufsichtsrat für die Vergütungsstruktur des Vorstands und die

Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder. Die Beschlussfassung über das

Vergütungssystem für den Vorstand und die Festsetzung der Gesamtvergütung der

einzelnen Vorstandsmitglieder erfolgt durch den gesamten Aufsichtsrat.

Die Erklärung zur Unternehmensführung ist auch unter der Internetadresse

www.sca.com/de/scahygieneproductsse/corporate-governance abrufbar.

59


Umwandlung in eine Societas Europaea (SE)

SCA Hygiene Products AG (jetzt: SCA Hygiene Products SE) mit Sitz in München

erwirtschaftet mit ihren Tochtergesellschaften drei Viertel des Umsatzes außerhalb der

Bundesrepublik Deutschland. Mehr als die Hälfte aller Mitarbeiter sind im europäischen

Ausland tätig, waren vor der Umwandlung jedoch nicht in die Unternehmensmitbestimmung

(Aufsichtsrat) auf der Ebene der SCA Hygiene Products AG einbezogen.

Dies hat den Vorstand der SCA Hygiene Products AG im September 2008 zu dem

Beschluss veranlasst, den Aktionären die Umwandlung der Gesellschaft in eine Europäische

Aktiengesellschaft (Societas Europaea, SE) vorzuschlagen.

Die Europäische Aktiengesellschaft ist eine auf europäischem Recht beruhende

supranationale Rechtsform, die durch die Einbeziehung von Arbeitnehmern aus anderen EU-

Mitgliedstaaten in den Aufsichtsrat die in der SCA Hygiene Products Unternehmensgruppe

bestehende offene Unternehmenskultur fördert, die Zusammengehörigkeit der Belegschaft in

Europa stärkt und durch die Internationalisierung des Aufsichtsrats auch zur Verbesserung

der Corporate Governance beiträgt. Der Firmenbestandteil „SE" (Europäische

Aktiengesellschaft) unterstreicht im Markt die grenzüberschreitende Tätigkeit des

Teilkonzerns.

Die Hauptversammlung vom 7. August 2009, der eine umfangreiche

Umwandlungsdokumentation (Umwandlungsplan, Satzung, Umwandlungsbericht,

Kapitaldeckungsbescheinigung und Beteiligungsvereinbarung) vorgelegt wurde, hat dem

Formwechsel zugestimmt. Durch die Eintragung in das Handelsregister beim Amtsgericht

München am 18. September 2009 wurde der Formwechsel vollzogen.

Der Wechsel der Rechtsform in eine Europäische Aktiengesellschaft hat die SCA Hygiene

Products AG weder aufgelöst noch eine neue juristische Person gegründet. Aufgrund der

Identität des Rechtsträgers besteht die Beteiligung der Aktionäre unverändert fort. Personen

und Gesellschaften, die zum Umwandlungszeitpunkt Aktionäre der SCA Hygiene Products

AG waren, wurden Aktionäre der SCA Hygiene Products SE. Sie sind in demselben Umfang

und mit derselben Anzahl Stückaktien am Grundkapital der SCA Hygiene Products SE von

60


181.304.561,23 EUR beteiligt, wie sie es zum Umwandlungszeitpunkt an der SCA Hygiene

Products AG waren.

Die Arbeitsverhältnisse der Arbeitnehmer der SCA Hygiene Products Unternehmensgruppe

bestehen auch nach der Umwandlung unverändert mit den jeweiligen Gesellschaften des

Teilkonzerns fort. Ebenso gelten bestehende Betriebsvereinbarungen und Tarifverträge

sowie in anderen Mitgliedstaaten bestehende Kollektivvereinbarungen nach Maßgabe der

jeweiligen Vereinbarungen unverändert fort.

Der Aufsichtsrat ist weiterhin paritätisch besetzt und besteht aus zwölf Mitgliedern. Seine

Zusammensetzung richtet sich nach der „Vereinbarung über die Beteiligung der

Arbeitnehmer in der SCA Hygiene Products SE", die zwischen Vorstand und den

Arbeitnehmervertretern am 2. Juni 2009 unterzeichnet wurde. Drei der sechs

Arbeitnehmervertreter des derzeitigen Aufsichtsrats kommen aus anderen EU-

Mitgliedstaaten als der Bundesrepublik Deutschland.

Durch die Umwandlung in eine Europäische Aktiengesellschaft haben sich für die Mitglieder

betrieblicher Arbeitnehmervertretungen innerhalb der SCA Hygiene Products

Unternehmensgruppe keine Änderungen ergeben. Die auf nationaler Ebene bestehenden

Arbeitnehmervertretungen sind ebenso unberührt geblieben wie die Europäischen

Betriebsräte auf der Ebene der schwedischen Muttergesellschaft, der Svenska Cellulosa

Aktiebolaget SCA, Stockholm/Schweden.

61


Abschluss SCA Hygiene Products Konzern

63 Erklärung des Vorstands

64 Gewinn- und Verlustrechnung

65 Gesamterfolgsrechnung

66 Bilanz

67 Kapitalflussrechnung

68 Anhang

68 (1) Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

79 (2) Finanzierung (ergänzende Angaben zu IFRS 7)

87 (3) Wesentliche Schätzungen und Annahmen

89 (4) Übernahmen und Veräußerungen

89 (5) Segmentberichterstattung

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

90 (6) Sonstige betriebliche Erträge

91 (7) Personalaufwand und durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter

92 (8) Abschreibung und Wertminderungen von materiellen und immateriellen

Vermögenswerten des Anlagevermögens

93 (9) Materialaufwand und sonstige betriebliche Aufwendungen

95 (10) Finanzerträge und -aufwendungen

Erläuterungen zur Bilanz

96 (11) Immaterielle Vermögenswerte

97 (12) Sachanlagen

98 (13) Anteile an assoziierten Unternehmen

100 (14) Beteiligungen

100 (15) Langfristige Finanzanlagen

101 (16) Steuern

103 (17) Sonstige langfristige Vermögenswerte

104 (18) Vorräte

104 (19) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

105 (20) Sonstige kurzfristige Forderungen

106 (21) Kurzfristige Finanzanlagen, flüssige Mittel und finanzielle

Rechnungsabgrenzungsposten

106 (22) Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

107 (23) Eigenkapital

109 (24) Finanzschulden

110 (25) Personalbezogene Rückstellungen

114 (26) Sonstige langfristige Verbindlichkeiten

114 (27) Sonstige Rückstellungen

115 (28) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

116 (29) Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

117 (30) Kapitalflussrechnung

Sonstige Angaben

117 (31) Joint-Venture-Gesellschaften

119 (32) Eventualverbindlichkeiten

119 (33) Verpfändete Vermögenswerte

120 (34) Bericht zu nahestehenden Unternehmen und Personen

122 (35) Ergebnis je Aktie

122 (36) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

122 (37) Entsprechenserklärung

122 (38) Anteilsbesitz

62


Erklärung des Vorstands

Der Vorstand von SCA Hygiene Products SE ist verantwortlich für die Aufstellung des

Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Die Berichterstattung erfolgt nach den

International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU)

anzuwenden sind, und den Auslegungen des International Financial Reporting Interpretations

Committee (IFRIC). Der Konzernlagebericht wird unter Beachtung der Vorschriften des deutschen

Handelsgesetzbuches (HGB) erstellt. SCA Hygiene Products SE ist nach § 315a HGB verpflichtet,

den Konzernabschluss nach den Vorschriften des International Accounting Standards Board (IASB)

zu erstellen.

Die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts wird durch interne

Kontrollsysteme, den Einsatz konzernweit einheitlicher Richtlinien sowie durch Maßnahmen zur Aus-

und Weiterbildung der Mitarbeiter sichergestellt.

Die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften und konzerninternen Richtlinien sowie die

Zuverlässigkeit und Funktionsfähigkeit der Kontrollsysteme werden kontinuierlich konzernweit geprüft.

Die vom Gesetzgeber geforderte Frühwarnfunktion wird durch ein konzernweites Risikomanagement-

System erreicht, das dem Vorstand ermöglicht, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen und ggf.

Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat

gemäß Beschluss der Hauptversammlung den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht als

unabhängiger Wirtschaftsprüfer geprüft und den im Anschluss an den Anhang abgedruckten

uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

In Anwesenheit des Abschlussprüfers wurden der Konzernabschluss, der Konzernlagebericht und der

Prüfungsbericht im Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats eingehend erörtert. Der Vorsitzende des

Prüfungsausschusses hat im Aufsichtsrat über die Ergebnisse der Prüfung berichtet. In Anwesenheit

des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht, den

Prüfungsbericht sowie die vom Vorstand zu treffenden Maßnahmen zur frühzeitigen Erkennung von

Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, eingehend erörtert. Das

Ergebnis dieser Prüfung geht aus dem Bericht des Aufsichtsrats hervor.

Der Geschäftsbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des

Managements über zukünftige Entwicklungen beruhen. Diese Aussagen beinhalten keine Garantie für

das Eintreffen der zukünftigen Entwicklung. Die zukünftige Entwicklung des Konzerns ist abhängig

von Risiken und Unsicherheiten und kann daher von den zukunftsbezogenen Aussagen abweichen.

Eine Aktualisierung der zukunftsbezogenen Aussagen ist nicht beabsichtigt.

63


Konzern

Gewinn- und Verlustrechnung

vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009

TEUR Konzern Konzern

Anhang 2009 2008

Umsatzerlöse 3.634.036 3.763.014

Sonstige betriebliche Erträge (6) 137.454 187.466

Aktivierte Eigenleistungen 3.113 7.621

Bestandsveränderung -34.866 12.067

Materialaufwand (9) -1.773.585 -2.236.482

Personalaufwand (7) -606.163 -571.422

Sonstige betriebliche Aufwendungen (9) -924.413 -829.364

Planmäßige Abschreibungen (8) -158.484 -148.913

Wertminderung von Vermögenswerten (8) 0 -159

Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern 277.092 183.828

Finanzerträge (10) 76.203 108.758

Finanzaufwendungen (10) -90.529 -142.383

Ergebnisanteil an assoziierten Unternehmen (13) 22.555 20.359

Ergebnis vor Steuern 285.321 170.562

Ertragsteuern (16) -86.645 -57.916

Jahresüberschuss 198.676 112.646

Zuordnung Jahresüberschuss

Muttergesellschaft 173.784 101.936

Minderheitsgesellschafter 24.892 10.710

Ergebnis je Aktie (35)

Unverwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) 24,50 14,37

Verwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) 24,50 14,37

Vorgeschlagene Dividende (EUR) 15,15 15,15

Anzahl der Aktien 7.092.018 7.092.018

64


Konzern

Gesamterfolgsrechnung

vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009

TEUR 2009 2008

Jahresüberschuss der Periode 198.676 112.646

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus

leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen

Verpflichtungen

65

-39.918 -68.524

Marktbewertung von zur Veräußerung verfügbaren

Finanzinstrumenten 357 -716

Unterschied aus der Währungsumrechnung 37.300 -136.192

Latente Steuern auf direkt mit dem Eigenkapital verrechnete

Wertänderungen (23)

Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge/Aufwendungen

(Other Comprehensive Income)

9.582 23.778

7.321 -181.654

Summe der erfassten Erträge und Aufwendungen

(Total Comprehensive Income) 205.997 -69.008

Davon: auf Aktionäre der SCA Hygiene Products SE entfallend 189.545 -81.084

Davon: auf andere Gesellschafter entfallend 16.452 12.076


Konzern

Bilanz zum 31. Dezember 2009

TEUR Anhang 31.12.2009 31.12.2008

Langfristiges Vermögen

Geschäftswerte (11) 328.034 318.296

Sonstige immaterielle Vermögenswerte (11) 18.332 20.201

Sachanlagen (12) 1.576.488 1.520.462

Anteile an assoziierten Unternehmen (13) 156.700 137.452

Beteiligungen (14) 28 35

Langfristige Finanzanlagen (15) 115.724 104.017

Überschuss in Pensionsplänen (25) 0 16.109

Latente Steuererstattungsansprüche (16) 35.392 38.833

Sonstige langfristige Vermögenswerte (17) 11.190 9.666

2.241.888 2.165.071

Kurzfristiges Vermögen

Vorräte (18) 250.582 295.475

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (19) 373.488 398.288

Sonstige kurzfristige Forderungen (20) 68.295 75.413

Kurzfristige Finanzanlagen (21) 424.130 281.754

Flüssige Mittel und finanzielle Rechnungsabgrenzungsposten (21) 31.882 21.111

Steuererstattungsansprüche (16) 14.845 20.926

Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte (22) 895 3.766

1.164.117 1.096.733

Eigenkapital (23)

66

3.406.005 3.261.804

Gezeichnetes Kapital 181.305 181.305

Rücklagen 988.776 978.523

Konzerngewinn 173.784 101.936

Mutterunternehmen 1.343.865 1.261.764

Minderheitsgesellschafter 180.793 165.691

1.524.658 1.427.455

Langfristige Schulden

Langfristige Finanzschulden (24) 94.765 95.188

Personalbezogene Rückstellungen (25) 129.860 102.910

Sonstige langfristige Rückstellungen (27) 323 391

Latente Steuern (16) 100.591 93.737

Sonstige langfristige Verbindlichkeiten (26) 4.626 3.915

330.165 296.141

Kurzfristige Schulden

Kurzfristige Finanzschulden und finanzielle Rechnungsabgrenzungsposten (24) 871.101 860.791

Kurzfristige Rückstellungen (27) 12.563 23.969

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (28) 309.630 339.103

Steuerverbindlichkeiten (16) 27.504 16.231

Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (29) 330.384 298.114

1.551.182 1.538.208

3.406.005 3.261.804


Konzern

Kapitalflussrechnung 2009

Mio. EUR Anhang 2009 2008

Ergebnis vor Ertragsteuer 285,3 170,6

Zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen (30) 144,8 140,2

Steuerzahlungen -49,4 -45,5

Veränderung Vorräte 46,0 -7,6

Veränderung Forderungen 43,0 -54,5

Veränderung Verbindlichkeiten 2,4 -0,9

Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 472,1 202,3

Investitionen -218,5 -277,7

Verkauf Sachanlagen und Unternehmen 8,5 14,8

Veränderung Finanzanlagen -3,6 -128,1

Cashflow aus der Investitionstätigkeit -213,6 -391,0

Veränderung Finanzschulden -5,9 -29,8

Dividendenzahlung/-zufluss (30) -106,7 -87,8

Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -112,6 -117,6

Cashflow des Jahres 145,9 -306,3

Finanzmittelfonds am Jahresbeginn 302,9 645,3

Währungskursdifferenzen 7,2 -36,1

Finanzmittelfonds am Jahresende (30) 456,0 302,9

67


Anhang für das Geschäftsjahr 2009

Die Zahlen für 2009 und 2008 wurden gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Die

Berichtswährung ist Euro. Die Darstellung erfolgt in 1.000 EUR (TEUR) oder in Mio. EUR, kaufmännisch

gerundet.

Die SCA Hygiene Products SE und ihre Tochtergesellschaften produzieren und vertreiben im Wesentlichen

Hygieneprodukte (Tissue und Personal Care).

Die SCA Hygiene Products SE, Terminalstraße Mitte 18 in München-Flughafen ist an den Börsen in München,

Frankfurt und Berlin gelistet und ist beim Handelsregister des Amtsgerichts München, HRB-Nr. 181458,

eingetragen. Die SCA Hygiene Products SE wird in den Konzernabschluss der Svenska Cellulosa Aktiebolaget

SCA, Stockholm/Schweden (SCA AB), einbezogen.

Der Vorstand hat den Konzernabschluss am 14. April 2010 aufgestellt , zur Veröffentlichung im Sinne des IAS 10

freigegeben und durch den Prüfungsausschuss dem Aufsichtsrat für die Sitzung am 30.04.2010 zur Billigung

vorgelegt.

(1) Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung dieses Konzernabschlusses

angewandt wurden, werden im Folgenden dargestellt. Die beschriebenen Methoden wurden stetig auf die

dargestellten Berichtsperioden angewendet, soweit nichts anderes angegeben ist.

GRUNDLAGEN FÜR DIE ERSTELLUNG DES ABSCHLUSSES

SCA hat den Konzernabschluss gemäß § 315a HGB in Verbindung mit Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr.

1606/2002 nach den internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen International Financial Reporting Standards

(IFRS) / International Accounting Standards (IAS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind,

unter Berücksichtigung der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee

(IFRIC) und des Standing Interpretations Committee (SIC) erstellt. Dabei wurden alle Standards und

Interpretationen angewendet, die gemäß Artikel 3 bzw. Artikel 6 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 für

verbindlich erklärt wurden.

SCA wendet das Anschaffungskostenprinzip für die Bewertung der Aktiva und Passiva an. Zur Veräußerung

verfügbare finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Aktiva und Passiva, einschließlich derivativer Instrumente,

werden zum Zeitwert (Fair Value) bewertet.

EINFÜHRUNG DER NEUEN UND ÜBERARBEITETEN IFRS BZW. IAS

Die 2009 erstmals anzuwendenden bzw. die Änderungen überarbeiteter Standards und Interpretationen

führten zu keinen materiellen Veränderungen gegenüber dem Vorjahr. Es handelte sich hierbei um die

folgenden Interpretationen und Standards.

Interpretationen:

IFRIC 9 Neubeurteilung eingebetteter Derivate und IAS 39 Finanzinstrumente (Tag des Inkrafttretens:

30.11.2009). – Reklassifizierungsanforderungen für eingebettete Derivate. Die Änderung hat keine wesentliche

Auswirkung auf den Konzern.

IFRIC 13 Programme zur Kundenbindung (Tag des Inkrafttretens: 01.07.2008). – Dies ist eine neue

Interpretation der Bilanzierung von Kundenbonusprogrammen. Die Änderung hat keine wesentliche Auswirkung

auf den Konzern.

IFRIC 15 Immobilienfertigungsaufträge (Tag des Inkrafttretens: 22.07.2009). – Diese Interpretation regelt den

Zeitpunkt der Umsatzrealisierung bei Immobilienverkäufen mit Vertragsabschluss vor Abschluss der Bauarbeiten.

Diese Auslegung hat keine Auswirkung auf den Konzern.

Reporting Standards:

IFRS 1 und IAS 27 Anschaffungskosten von Anteilen an Tochterunternehmen, gemeinschaftlich geführten

Unternehmen oder assoziierten Unternehmen (Tag des Inkrafttretens: 01.01.2009). – Erleichterungen bei der

68


erstmaligen Bewertung von Beteiligungen für IFRS-Erstanwender. SCA bilanziert bereits nach IFRS, deshalb hat

diese Neuregelung keine Auswirkung auf den Konzern.

IFRS 2 Änderung aktienbasierte Vergütung (Tag des Inkrafttretens: 01.01.2009). – Änderung der Definitionen

und der Behandlung von Ausübungsbedingungen und Nicht-Ausübungsbedingungen. Diese Änderung hat keine

Auswirkung auf den Konzern.

IFRS 7 Änderung Angaben zu Finanzinstrumenten (Tag des Inkrafttretens: 27.11.2009). – Erweiterte

Anhangsangaben zu Finanzinstrumenten und Liquiditätsrisiken aus Finanzinstrumenten. SCA wendet diesen

Standard für das Geschäftsjahr 2009 an.

IFRS 8 Geschäftssegmente (Tag des Inkrafttretens: 01.01.2009). – IFRS 8 regelt die Segmentberichterstattung,

die nach dem so genannten Management Approach darzustellen ist. Danach liegen der Abgrenzung der

Segmente und den Angaben zu den Segmenten die Informationen zugrunde, die vom Management für die

Zwecke der Ressourcenallokation und Performancebeurteilung der Unternehmensbestandteile intern verwendet

werden. IFRS 8 verlangt keine wesentlichen Änderungen gegenüber der bisher vorgenommenen

Segmentabgrenzung.

IAS 1 Darstellung des Abschlusses (Tag des Inkrafttretens: 01.01.2009). – Die neue Fassung des Standards

enthält neue Vorschriften zur Darstellung des Abschlusses. Die wesentliche Änderung bezieht sich auf

ergebnisneutral im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen, die jetzt zwingend im Rahmen einer

Gesamterfolgsrechnung (Statement of Comprehensive Income) und nicht mehr in der Eigenkapital-

Veränderungsrechnung auszuweisen sind. Hinzu kommt eine strikte Trennung von eigentümerbezogenen und

nicht eigentümerbezogenen Eigenkapitalveränderungen. SCA wendet diesen Standard für das Geschäftsjahr

2009 an.

IAS 23 Fremdkapitalkosten (Tag des Inkrafttretens: 01.01.2009). – Zurechenbare Fremdkapitalkosten sind

verpflichtend als Bestandteil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten mit dem Vermögenswert zu aktivieren.

Der IASB hat damit das bisher bestehende Wahlrecht abgeschafft. SCA hatte dieses Wahlrecht bisher

wahrgenommen, so dass die Änderung des Standards keine Auswirkungen hat.

IAS 32 Änderung Finanzinstrumente und IAS 1 Änderung Darstellung des Abschlusses (Tag des Inkrafttretens:

01.01.2009). – Teilweise Neuregelung der Klassifizierung von Eigen- und Fremdkapital sowie Regelungen zu

kündbaren Finanzinstrumenten und zu Verpflichtungen bei der Liquidation. SCA hat keine solchen

Finanzinstrumente im Einsatz. Deshalb hat die Änderung keine Auswirkung auf den Konzern.

IAS 39 Finanzinstrumente: Umgliederung finanzieller Vermögenswerte (Tag des Inkrafttretens: 09.09.2009). –

Grundsätzlich wird es in Zukunft nur noch zwei Kategorien für finanzielle Vermögenswerte geben. Nach

Erfassung der finanziellen Vermögenswerte in eine der beiden Kategorien ist eine Umgliederung nicht mehr

möglich. SCA wendet diesen Standard für das Geschäftsjahr 2009 an.

Folgende Standards, Interpretationen, Änderungen zu Standards und Interpretationen wurden bereits

vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedet und von der EU in Kraft gesetzt,

sind jedoch verpflichtend erst in zukünftigen Berichtsperioden anzuwenden:

IFRIC 12 Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen (Tag des Inkrafttretens: 01.01.2008). – Diese

Interpretation befasst sich mit Vereinbarungen, durch die eine Regierung oder eine andere öffentliche Institution

Aufträge an private Betreiber vergibt. Diese Auslegung hat keine Auswirkung auf den Konzern.

IFRIC 16 Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb (Tag des Inkrafttretens:

04.06.2009). – Diese Interpretation klärt Fragestellungen im Zusammenhang mit der Währungssicherung von

ausländischen Geschäftsbetrieben. Diese Auslegung hat keine Auswirkung auf den Konzern.

IFRIC 17 Unbare Ausschüttungen an Anteilseigner (Tag des Inkrafttretens: 26.11.2009). – Diese Interpretation

regelt die Bilanzierung von Sachdividenden. Diese Auslegung hat keine Auswirkung auf den Konzern.

IFRIC 18 Übertragung von Vermögenswerten von Kunden (Tag des Inkrafttretens: 27.11.2009). – Diese

Interpretation regelt die Bilanzierung von Vermögenswerten, die vom Kunden an ein Unternehmen übertragen

werden. SCA wird diese Auslegung ab 01.01.2010 anwenden. Die Neuregelung hat keine Auswirkung auf den

Konzern.

IFRS 1 (Neufassung) Erstmalige Anwendung der IFRS (Tag des Inkrafttretens: 25.11.2009). – Erleichterungen

bei der erstmaligen Bewertung von Beteiligungen für IFRS-Erstanwender. SCA bilanziert bereits nach IFRS,

deshalb hat diese Neuregelung keine Auswirkung auf den Konzern.

IFRS 3 (Neufassung) Unternehmenszusammenschlüsse (Tag des Inkrafttretens: 03.06.2009). – Die

Neuregelung enthält veränderte Vorschriften zur Bilanzierung von Unternehmenserwerben. Die Anpassungen

69


etreffen den Anwendungsbereich und die Bilanzierung von sukzessiven Anteilserwerben. Zudem enthält der

Standard Regeln zur Bilanzierung von Verlustvorträgen und zur Klassifizierung von Verträgen des erworbenen

Unternehmens. Der geänderte Standard behält die Anwendung der Erwerbsmethode bei

Unternehmenszusammenschlüssen bei, führt jedoch wesentliche Änderungen bei Bestimmung der

Anschaffungskosten ein. Beispielsweise ist die Anpassung der Anschaffungskosten für den Fall, dass die

Kaufpreisvereinbarung von künftigen Ereignissen abhängig ist, unabhängig von ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit

mit ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt in die Bestimmung des Kaufpreises einzubeziehen.

Spätere Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von als Schulden klassifizierten bedingten

Kaufpreisbestandteilen sind grundsätzlich prospektiv erfolgswirksam zu erfassen. SCA wird diesen Standard ab

01.01.2010 anwenden.

IAS 27 Änderung Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS (Tag des Inkrafttretens: 03.06.2009). –

Erfolgswirksame Neubewertung bereits bestehender Beteiligungsanteile bei erstmaliger Erlangung der Kontrolle

und erfolgsneutrale Erfassung von Änderungen der Beteiligungsquote an einem Unternehmen, wenn es zu

keinem Kontrollverlust kommt. SCA wird diesen Standard ab 01.01.2010 anwenden.

IAS 39 Finanzinstrumente: Änderungen Eligible Hedged Items (Tag des Inkrafttretens: 15.09.2009). –

Ergänzung der Grundsätze der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen in den Bereichen der Designation von

Inflationsrisiken als Grundgeschäft und der Designation von Sicherungsgeschäften zur Absicherung eines

einseitigen Risikos. SCA wird diese Änderung ab 01.01.2010 anwenden. Die Neuregelung hat keine Auswirkung

auf den Konzern.

Annual Improvement Process:

Der IASB hat am 16.04.2009 den zweiten jährlich erscheinenden Sammelstandard zur Vornahme kleinerer

Änderungen an den IFRS, die sog. „Improvements to IFRSs“ veröffentlicht. Ein Großteil der Änderungen ist

erstmals auf Berichtsperioden, die am oder nach dem 01.01.2010 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Der

Konzern beabsichtigt nicht, die Standards vorzeitig anzuwenden. Geändert wurden: IFRS 2, IFRS 5, IFRS 8, IAS

1, IAS 7, IAS 17, IAS 18, IAS 36, IAS 38, IAS 39, IFRIC 9 und IFRIC 16. SCA erwartet keine wesentlichen

Auswirkungen auf den Konzern.

Folgende Standards, Interpretationen, Änderungen zu Standards und Interpretationen wurden bereits

vom IASB verabschiedet, sind jedoch noch nicht von der EU in Kraft gesetzt und daher erst in

zukünftigen Berichtsperioden verpflichtend anzuwenden:

IFRIC 14 Änderungen Beitragsvorauszahlungen bei bestehenden Mindestdotierungsverpflichtungen (Tag des

Inkrafttretens: 01.01.2011). – Relevant, wenn Untenehmen Mindestdotierungspflichten gegenüber einem

externen Pensionsvermögen unterliegen und Beitragsvorauszahlungen leisten. Die Neuregelung hat keine

Auswirkung auf den Konzern.

IFRIC 19 Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten mit Eigenkapitalinstrumenten (Tag des Inkrafttretens:

01.07.2010). – Maßgeblich für Fälle, in denen ein Unternehmen finanzielle Verbindlichkeiten durch Ausgabe von

Aktien oder anderen Eigenkapitalinstrumenten tilgt. Die Neuregelung hat keine Auswirkung auf den Konzern.

IFRS 9 Finanzinstrumente (Tag des Inkrafttretens: 01.01.2013). – Projekt zur Überarbeitung des IAS 39. Der

Standard führt neue Klassen, Klassifizierungskriterien und Bewertungsmaßstäbe für Finanzinstrumente ein .Es

werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern erwartet.

IAS 24 Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen (Tag des Inkrafttretens:

01.01.2011). – Vereinfachung der Angabepflichten von Regierungen nahestehenden Unternehmen. Die

Neuregelung hat keine Auswirkung auf den Konzern.

IAS 32 Finanzinstrumente - Darstellung (Tag des Inkrafttretens: 01.02.2010). – Änderung der Klassifizierung

von Bezugsrechten, Optionen und Optionsscheinen in Fremdwährung beim Emittenten. Die Neuregelung hat

keine Auswirkung auf den Konzern.

SCHÄTZUNGEN BEI DER BILANZIERUNG UND BEWERTUNG

Die Erstellung des Konzernabschlusses in Einklang mit den IFRS/IAS erfordert Schätzungen und Annahmen, die

sich auf ausgewiesene Aktiv- und Passivposten bzw. Ertrags- und Aufwandsposten sowie andere, im

Konzernabschluss enthaltene Informationen auswirken. Das tatsächliche Ergebnis kann von diesen Bewertungen

abweichen. Bereiche, in denen Schätzungen und Annahmen für den Konzern von Bedeutung sind, werden im

Anhang unter Punkt (3) genannt.

KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Der konsolidierte Abschluss beinhaltet den Abschluss der Muttergesellschaft und aller Konzerngesellschaften.

70


Konzerngesellschaften werden ab dem Tag konsolidiert, an dem die Gesellschaft, die zu einer der nachstehend

genannten entsprechenden Kategorien von Konzerngesellschaften gehört, in den Kontroll- oder Einflussbereich

des Konzerns fällt. Abgehende Konzerngesellschaften sind im konsolidierten Abschluss bis zu dem Tag

enthalten, ab dem der Konzern keine Kontrolle bzw. keinen Einfluss mehr auf die Gesellschaften ausübt. Um

innerhalb des Konzerns eine konsistente Berichterstattung sicherzustellen, gleichen Konzerngesellschaften ggf.

ihre Einzelabschlüsse an die Rechnungslegungsgrundsätze des Konzerns an.

Konzerninterne Transaktionen wie Einnahmen, Ausgaben, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie nicht

realisierte Erträge und Konzernbeiträge wurden eliminiert.

Tochtergesellschaften

Alle Gesellschaften, an denen der Konzern über 50% der Stimmrechte hält oder kontrolliert oder bei denen der

Konzern allein per Vereinbarung oder auf andere Art und Weise eine Beherrschungsmöglichkeit hat, werden

als Tochtergesellschaften konsolidiert. In diesem Zusammenhang werden die bestehenden potenziellen

Stimmrechte, die am Bilanzstichtag ausgeübt werden können, ebenfalls berücksichtigt.

Die Kapitalkonsolidierung wird nach der Erwerbsmethode vorgenommen. Die Anschaffungskosten bestehen aus

dem Zeitwert (Fair Value) der Vermögenswerte, den der Verkäufer als Gegenleistung erhält, der ausgegebenen

Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt,

zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten.

Das Eigenkapital von übernommenen Tochtergesellschaften wird auf Basis des beizulegenden Zeitwerts von

Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten am Übernahmetag bewertet. Die Bewertung

wird ohne Berücksichtigung des Umfangs von Minderheitsbeteiligungen vorgenommen. Falls die Bewertung

dieser Forderungen und Verbindlichkeiten zum Zeitwert andere Werte als die Buchwerte der übernommenen

Gesellschaft ergibt, bilden diese beizulegenden Zeitwerte die Anschaffungskosten für den Konzern.

Soweit die Anschaffungskosten der Anteile an Tochtergesellschaften den beizulegenden Zeitwert des

Konzernanteils am Nettovermögen der übernommenen Gesellschaft übersteigen, wird der Unterschiedsbetrag als

Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) ausgewiesen. Sind die Anschaffungskosten geringer als der Zeitwert des

Nettovermögens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Joint-Venture-Gesellschaften

Joint-Venture-Gesellschaften werden als Gesellschaften definiert, bei denen SCA zusammen mit anderen

Partnern aufgrund vertraglicher Vereinbarung die gemeinschaftliche Führung ausübt. Joint-Venture-

Gesellschaften werden nach der Quotenkonsolidierungsmethode einbezogen.

Die Anwendung der Quotenkonsolidierungsmethode bedeutet, dass der prozentuale Anteil des Konzerns an allen

Posten der Gewinn- und Verlustrechnung, der Bilanzposten und der Kapitalflussrechnung in den entsprechenden

Abschlussbestandteilen für den SCA-Konzern enthalten ist. Posten der Gewinn- und Verlustrechnung und andere

Änderungen, die direkt im Eigenkapital von den Joint-Venture-Gesellschaften erfasst werden, werden auch direkt

im Eigenkapital des Konzerns erfasst.

Assoziierte Unternehmen

Assoziierte Unternehmen sind Gesellschaften, bei denen der Konzern einen maßgeblichen Einfluss ausübt, ohne

dass die Gesellschaft eine Tochtergesellschaft oder eine Joint-Venture-Gesellschaft ist. In der Regel bedeutet

dies, dass der Konzern zwischen 20 und 50% der Stimmrechte besitzt. Die Bilanzierung von assoziierten

Unternehmen erfolgt nach der Equity-Methode; sie werden zunächst zu Anschaffungskosten bewertet. Die

Bewertung der Aktiva und Passiva von assoziierten Unternehmen erfolgt auf dieselbe Art und Weise wie bei

Tochtergesellschaften, und der Buchwert für assoziierte Unternehmen enthält Geschäfts- oder Firmenwerte und

andere Konzernanpassungen.

Der Konzernanteil am Ergebnis nach Steuern laut Gewinn- und Verlustrechnung des assoziierten Unternehmens,

wird vom Zeitpunkt des Erwerbs an in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung gesondert ausgewiesen.

Posten der Gewinn- und Verlustrechnung und andere Änderungen, die direkt im Eigenkapital des assoziierten

Unternehmens erfasst werden, werden auch direkt im Eigenkapital des Konzerns erfasst. Der Anteil am Ergebnis

wird auf Basis des Anteils von SCA am Eigenkapital des assoziierten Unternehmens ermittelt.

Anteile an assoziierten Unternehmen werden in der Konzernbilanz als ein gesonderter Posten ausgewiesen. Der

Buchwert der Anteile ändert sich um den Anteil von SCA am Ergebnis des assoziierten Unternehmens, der

sowohl in der Gewinn- und Verlustrechnung als auch direkt im Eigenkapital ausgewiesen wird, und vermindert

sich um die erhaltenen Dividenden. Nicht ausgeschüttete Erträge von assoziierten Unternehmen sind Bestandteil

des Gewinnvortrags des Konzerns.

71


Ist der Anteil des Konzerns an aufgelaufenen Verlusten höher als die Kosten für die Anteile am Unternehmen, wird

der Buchwert auf null reduziert, und zukünftige Verluste werden nicht mehr ausgewiesen, vorausgesetzt, der

Konzern hat aufgrund von Bürgschaften oder sonstigen Verpflichtungen keine Verpflichtungen gegenüber dem

assoziierten Unternehmen.

Nicht realisierte Gewinne und Verluste aus Transaktionen des Mutterunternehmens bzw. der

Tochtergesellschaften und assoziierten Unternehmen werden entsprechend der Anteilsquote des Konzerns auf

assoziierte Unternehmen eliminiert.

Minderheitsanteile

Minderheitsanteile am Nettovermögen einer Tochtergesellschaft werden als gesonderter Posten im Eigenkapital

des Konzerns ausgewiesen. In der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung ist der Minderheitsanteil im

Konzernüberschuss enthalten.

Zweckgesellschaften

Gemäß SIC 12 wird die Zweckgesellschaft Abwasserverband Oberes Piestingtal, Pernitz/Österreich, in den

Konzernabschluss einbezogen. SCA hat mehr als die Hälfte der Stimmrechte des Abwasserverbands und kann

damit die Finanz- und Geschäftspolitik kontrollieren und bestimmen. Außerdem stellt SCA die Geschäftsführung,

die Mehrheit im Vorstand und steuert die wesentlichen wirtschaftlichen Aktivitäten.

Bilanzstichtag

Der Bilanzstichtag der Konzerngesellschaften ist grundsätzlich der 31. Dezember eines Jahres.

WECHSELKURSUMRECHNUNGEN

Funktionalwährung und Berichtswährung

Die Konzerngesellschaften erstellen ihren Abschluss in der Währung, die in dem Wirtschaftsumfeld, in dem sie

hauptsächlich tätig sind, verwendet wird; diese wird als Funktionalwährung bezeichnet. Diese Abschlüsse stellen

die Grundlage für den konsolidierten Abschluss dar. Der Konzernabschluss wird in Euro erstellt, der die

Funktionalwährung der Muttergesellschaft ist. Sie ist daher die Berichtswährung sowohl für die Muttergesellschaft

als auch den Konzern.

Umrechnung von ausländischen Konzerngesellschaften

Die Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen aller Konzerngesellschaften, deren Funktionalwährung nicht

der Berichtswährung entspricht, werden wie folgt in die Berichtswährung des Konzerns umgerechnet:

• Aktiva und Passiva der einzelnen Bilanzen werden zu dem am Bilanzstichtag geltenden Schlusskurs

umgerechnet,

• Erträge und Aufwendungen der einzelnen Gewinn- und Verlustrechnungen werden zu dem im Geschäftsjahr

ermittelten Durchschnittskurs umgerechnet,

• alle entstehenden Umrechnungsdifferenzen werden direkt im Konzerneigenkapital als ein gesonderter Posten

ausgewiesen.

Umrechnungsdifferenzen, die sich aus den zur Absicherung des Nettovermögens gehaltenen Finanzinstrumenten

ergeben, fließen ebenfalls direkt in das Konzerneigenkapital ein. Wird ein ausländisches Unternehmen veräußert,

werden beide in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Umrechnungsdifferenzen als Teil des Gewinns

oder Verlusts bei Veräußerung dargestellt.

Transaktionen und Bilanzposten in Fremdwährung

Transaktionen in Fremdwährung werden unter Anwendung des am Transaktionszeitpunkt geltenden

Wechselkurses in eine Funktionalwährung umgerechnet. Monetäre Forderungen und Verbindlichkeiten in

Fremdwährung werden zu den am Bilanzstichtag geltenden Schlusskursen bewertet. Wechselkursgewinne oder

-verluste, die sich aus diesen Bewertungen und bei Erfüllung der Transaktion ergeben, werden in der Gewinn-

und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie werden im Einklang mit IAS 39 bei qualifizierten

Absicherungsgeschäften bezüglich dem Cashflow oder der Nettoinvestitionen im Eigenkapital erfasst. Gewinne

und Verluste aus Forderungen und Verbindlichkeiten aus der Geschäftstätigkeit werden saldiert im Ergebnis vor

Finanzergebnis und Steuern ausgewiesen. Gewinne und Verluste aus Ausleihungen und Finanzanlagevermögen

werden als sonstige Finanzerträge und -aufwendungen ausgewiesen.

Nichtmonetäre, zu Anschaffungskosten erfasste Aktiva und Passiva werden zu dem am Transaktionstag

geltenden Wechselkurs umgerechnet.

72


in EUR Durchschnittskurs Stichtagskurs

2009 2008 31.12.2009 31.12.2008

1 USD 0,7173000 0,6795850 0,6974960 0,7071140

1 GBP 1,1224800 1,2599400 1,1078300 1,0260900

1 PHP 0,0150771 0,0153550 0,0150225 0,0149149

1 RUB 0,0226954 0,0274445 0,0231135 0,0240964

1 SEK 0,0944087 0,1044070 0,0968583 0,0914410

1 PLN 0,2321360 0,2866120 0,2417580 0,2408420

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Über die Geschäftssegmente wird in einer Art und Weise berichtet, die mit der internen Berichterstattung an den

Hauptentscheidungsträger übereinstimmt. Der Hauptentscheidungsträger, der CEO der SCA AB, ist für

Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen zu den Geschäftssegmenten und für die Überprüfung von

deren Ertragskraft zuständig. SCA AB hat für das Hygienegeschäft die Geschäftssegmente Tissue und Personal

Care gebildet. Diese Abgrenzung ist gemäß IFRS 8 jetzt auch für die in den SCA AB-Konzern eingebundene SCA

Hygiene Products SE maßgeblich.

IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill)

Der Geschäfts- oder Firmenwert ist der Betrag, um den die Anschaffungskosten den beizulegenden Zeitwert des

vom Konzern übernommenen Nettovermögens im Zeitpunkt des Erwerbs übersteigen. Ein Geschäfts- oder

Firmenwert, der bei der Übernahme von assoziierten Unternehmen entsteht, ist im Buchwert des assoziierten

Unternehmens enthalten.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird nicht abgeschrieben, sondern einmal jährlich und zusätzlich auch bei

Vorliegen eines entsprechenden Anhaltspunktes einer Prüfung auf Wertminderung (Impairmenttest) unterzogen

und zu Anschaffungskosten, vermindert um kumulierte Wertminderungen, ausgewiesen. Wertaufholungen auf

den Geschäfts- oder Firmenwert werden nicht erfasst. Nettogewinne oder -verluste aus dem Verkauf von

Konzerngesellschaften beinhalten den verbleibenden Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts, der den

abgehenden Unternehmen zugeordnet ist.

Impairmenttests werden für zahlungsmittelgenerierende Einheiten vorgenommen, daher wird der Geschäfts- oder

Firmenwert den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten angerechnet, die voraussichtlich von dem Erwerb, durch

den der Geschäfts- oder Firmenwert entsteht, profitieren.

Warenzeichen

Warenzeichen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um kumulierte Abschreibungen, ausgewiesen.

Warenzeichen, die eine unbestimmte Nutzungsdauer haben, werden nicht abgeschrieben, sondern auf dieselbe

Art und Weise wie Geschäfts- oder Firmenwerte jährlich und zusätzlich auch bei Vorliegen eines entsprechenden

Anhaltspunktes auf Wertminderung überprüft. Zahlungsmittelgenerierende Einheiten, die für diese Warenzeichen

identifiziert werden, umfassen die Märkte in den Ländern, in denen das Warenzeichen besteht. Warenzeichen mit

einer begrenzten Nutzungsdauer werden während ihrer erwarteten Nutzungsdauer, die zwischen drei und fünf

Jahren beträgt, linear abgeschrieben.

Forschung und Entwicklung

Forschungskosten werden bei Entstehung aufwandswirksam verbucht. In Fällen, in denen es schwierig ist, die

Forschungs- von der Entwicklungsphase eines Projekts zu trennen, wird das gesamte Projekt als Forschung

behandelt und sofort aufwandswirksam verbucht. Entwicklungskosten für neue Produkte und Prozesse werden

aktiviert, so lange davon auszugehen ist, dass sie in Zukunft wirtschaftlichen Nutzen bringen werden und die

Kriterien nach IAS 38 erfüllt sind. In anderen Fällen werden die Entwicklungskosten bei Entstehung

aufwandswirksam verbucht. Aktivierte Aufwendungen werden ab dem Tag, an dem der Vermögenswert

kommerziell genutzt oder produziert werden, kann über die geschätzte Nutzungsdauer des Vermögenswerts

linear abgeschrieben. Der Abschreibungszeitraum beträgt fünf bis zehn Jahre.

73


Emissionsrechte und Kosten für CO2-Emissionen

Die von staatlichen Behörden erteilten Rechte für CO2-Emissionen werden als ein immaterieller Vermögenswert

verbucht. In gleicher Höhe wird eine Verbindlichkeit ausgewiesen. Die Rechte werden kostenlos erteilt und zu

dem am ersten Tag, für den die Rechte gelten, geltenden Marktwert bewertet und ausgewiesen. In Höhe des

erwarteten Verbrauchs wird eine Verbindlichkeit ausgewiesen. Die Emissionsrechte werden zur Erfüllung der

Verbindlichkeiten gegenüber staatlichen Behörden verwendet. Die für Emissionen kontinuierlich ausgewiesenen

Rechte und Verbindlichkeiten beruhen auf dem Wert, zu dem die erhaltenen Emissionsberechtigungen

ursprünglich verbucht wurden. Dies findet so lange Anwendung wie die erhaltenen Emissionsberechtigungen zur

Deckung der vom Konzern erforderlichen Rechte zur Erfüllung der Verbindlichkeit notwendig sind. Sobald die

erhaltenen Emissionsrechte nicht die abgegebenen Emissionen decken, bildet SCA eine Rückstellung für das

Defizit, das zu dem am Bilanzstichtag geltenden Marktwert bewertet wird.

Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte umfassen auch Patente, Lizenzen und sonstige Rechte. Bei Erwerb derartiger

Vermögenswerte werden die Anschaffungskosten als Vermögenswert bilanziert, der über die erwartete

Nutzungsdauer von drei bis 20 Jahren linear abgeschrieben wird.

Derzeit sind, mit Ausnahme des Goodwill, keine immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer

bilanziert.

SACHANLAGEVERMÖGEN

Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um kumulierte Abschreibungen bewertet.

Die Anschaffungskosten beinhalten Aufwendungen, die sich direkt dem Erwerb des Vermögenswerts zurechnen

lassen. Die Kosten von Grundstücken und Produktionsanlagen, die durch große Projekte entstehen, umfassen,

im Gegensatz zu den Anschaffungskosten für andere Anlagenzugänge, Aufwendungen für die Inbetriebnahme.

Die Fremdkapitalkosten in der Bau- und Montagezeit sind in den Kosten für große Investitionsprojekte (über

10 Mio. EUR und über sechsmonatige Bauzeit) enthalten. Anschaffungskosten für Anlagen im Bau werden

aktiviert.

Nachträgliche Anschaffungskosten erhöhen den Buchwert des Vermögenswerts oder werden als separater

Vermögenswert erfasst, wenn aus dem Vermögenswert dem Konzern in Zukunft wahrscheinlich ein

wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird und sich die Kosten des Vermögenswerts zuverlässig ermitteln lassen.

Reparaturen und Wartungen werden im Entstehungszeitraum in der Gewinn- und Verlustrechnung

aufwandswirksam verbucht.

Grundstücken wird eine unbestimmte Nutzungsdauer zugeordnet; sie werden daher nicht abgeschrieben.

Sonstiges Sachanlagevermögen wird bis auf den geschätzten Restwert des Vermögenswerts über die erwartete

Nutzungsdauer des Vermögenswerts linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer wird wie folgt festgelegt:

Nutzungsdauer Anzahl Jahre

Zellstoff- und Papiermaschinen 10 - 25

Verarbeitungsmaschinen 7 - 18

Fahrzeuge 4 - 5

Gebäude 15 - 50

Energieanlagen 15 - 30

Computer 3 - 5

Büroausstattung 5 - 10

Die Restwerte und Nutzungsdauern der Vermögenswerte werden jährlich überprüft und ggf. angepasst.

ABSCHREIBUNGEN

Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben,

sondern jährlich auf Wertminderung überprüft. Der Buchwert der Vermögenswerte wird immer dann auf

Wertminderung überprüft, wenn es Hinweise darauf gibt, dass der erzielbare Betrag des betreffenden

Vermögenswerts unter den Buchwert gesunken ist.

74


Falls der Buchwert eines Vermögenswerts seinen geschätzten erzielbaren Betrag übersteigt, wird der

Vermögenswert auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus dem

beizulegenden Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten und dem Nutzungswert. Der beizulegende Zeitwert ist der

bei einem Verkauf zu Marktbedingungen erzielbare Preis. Der Nutzungswert ist der Barwert der geschätzten

zukünftigen Cashflows, die sich durch die Nutzung des Vermögenswerts erzielen lassen, und dem geschätzten

Restwert am Ende der Nutzungsdauer. Bei einer Überprüfung auf Wertminderung werden die Vermögenswerte in

zahlungsmittelgenerierende Einheiten untergliedert und Bewertungen auf Basis dieser zukünftigen Cashflows der

Einheiten vorgenommen.

Eine zu einem früheren Zeitpunkt verbuchte Wertminderung wird aufgehoben, wenn der Grund dafür entfallen ist.

Die Zuschreibung erfolgt höchstens bis zu den um planmäßige Abschreibungen fortgeführten

Anschaffungskosten. Wertminderungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert werden niemals aufgehoben.

LEASING

Leasingverträge für Sachanlagen werden als Finanzierungsleasing klassifiziert, wenn der Konzern im

Wesentlichen alle mit dem Eigentum an einem Vermögenswert verbundenen Risiken trägt und den Nutzen hat.

Der geleaste Vermögenswert wird als Sachanlagewert aktiviert. Zudem wird eine sonstige Verbindlichkeit

ausgewiesen. Zu Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses ist der Wert der beiden Posten der niedrigere

Wert aus dem beizulegenden Zeitwert des Leasingobjekts und dem Barwert der Mindestleasingzahlungen.

Zukünftige Leasingzahlungen werden zwischen der Tilgung der Verbindlichkeit und den Finanzierungskosten

aufgeteilt, so dass in jedem Rechnungslegungszeitraum ein Zinsbetrag verbucht wird, der sich mittels eines

festen Zinssatzes für die in jedem Zeitraum verbuchte Verbindlichkeit errechnet. Der geleaste Vermögenswert

wird nach denselben Grundsätzen abgeschrieben, die auch auf andere Vermögenswerte derselben Art

Anwendung finden. Falls es ungewiss ist, ob der Vermögenswert am Ende des Leasingzeitraums übernommen

wird, wird der Vermögenswert über die Dauer des Leasingvertrags abgeschrieben. Wenn dieser länger als die

Nutzungsdauer ist, wird auf die Nutzungsdauer, die auf andere Vermögenswerte derselben Art Anwendung findet,

abgeschrieben.

Leasingverträge für Vermögenswerte, bei denen die mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Nutzen im

Wesentlichen beim Leasinggeber verbleiben, werden als Operating-Leasingverhältnis bezeichnet. Die

Leasingzahlungen werden über die Dauer des Leasingvertrags als Aufwand erfasst.

FINANZINSTRUMENTE

Zu den in der Bilanz ausgewiesenen Finanzinstrumenten zählen flüssige Mittel, Wertpapiere, sonstige

Finanzforderungen, Forderungen, Verbindlichkeiten, Darlehen und Derivate.

Erfassung und Ausbuchung

Ausgereichte Darlehen und Forderungen, zur Veräußerung verfügbare finanzielle Aktiva und sonstige finanzielle

Passiva werden am Erfüllungstag realisiert. Käufe und Verkäufe von Finanzinstrumenten werden zum Handelstag

erfasst. Finanzinstrumente, die nicht der Kategorie „erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert“ angehören,

werden zunächst zu den Anschaffungskosten ausgewiesen, die dem beizulegenden Zeitwert des Instruments

einschließlich Transaktionskosten entsprechen.

Finanzielle Aktiva werden aus der Bilanz gegen die Gewinn- und Verlustrechnung ausgebucht, wenn keine

Chancen und Risiken und kein Recht auf Zahlungsströme aus dem Instrument mehr bestehen oder diese auf

einen Dritten übertragen wurden. Finanzielle Passiva werden gegen die Gewinn- und Verlustrechnung aus der

Bilanz ausgebucht, wenn SCA ihren Verpflichtungen nachgekommen ist oder sie anderweitig erloschen sind.

Bewertung

Der beizulegende Zeitwert der Finanzinstrumente wird auf Basis der aktuellen, zum Bilanzstichtag geltenden

Börsennotierungen ermittelt. Liegen keine Börsennotierungen vor, ermittelt SCA die beizulegenden Zeitwerte mit

Hilfe der für den Finanzmarkt anerkannten Bewertungsmodelle. Hierbei wird insbesondere die Barwertmethode

unter Verwendung des für den jeweiligen Betrachtungszeitraum marktüblichen Zinssatzes angewendet. Der

erwartete Cashflow wird auf Basis verfügbarer Marktinformationen ermittelt. Eine Wertminderung der finanziellen

Aktiva entsteht, wenn eine Wertminderung objektiv nachgewiesen ist, beispielsweise bei der Einstellung eines

aktiven Marktes oder wenn ein Schuldner seinen Verpflichtungen dauerhaft nicht nachkommen kann. Bei

langfristigen Darlehen werden die aktuellen Marktzinsen und eine Schätzung des Risikoaufschlags für SCA bei

der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte berücksichtigt. Der beizulegende Zeitwert von kurzfristigen Krediten

und Beteiligungen entspricht dem Buchwert, unter der Berücksichtigung, dass eine Veränderung der Marktzinsen

eine zu vernachlässigende Wirkung auf den Marktwert hat.

75


Kategorisierung

SCA weist Finanzinstrumente mit einer Restlaufzeit von weniger als zwölf Monaten als kurzfristige

Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten und jene mit einer Laufzeit von mehr als zwölf Monaten als langfristige

Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten aus.

Die Kategorisierung von Finanzinstrumenten wird beim erstmaligen Ansatz festgelegt und zu jedem Stichtag

überprüft. Der Zweck der Transaktion entscheidet über die Kategorisierung. SCA klassifiziert Finanzinstrumente

anhand der nachstehenden Kategorien.

SCA kategorisiert aktive Finanzinstrumente wie folgt:

a) Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte

Diese Kategorie hat zwei Unterkategorien: zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (Held for

Trading) und solche, die SCA von Beginn an dieser Kategorie zugeteilt hat. Ein finanzieller Vermögenswert wird

dieser Kategorie zugeteilt, wenn dieser prinzipiell mit kurzfristiger Verkaufsabsicht erworben wurde oder der

finanzielle Vermögenswert vom Management entsprechend festgelegt wurde. Derivate mit einem positiven

Marktwert werden dieser Kategorie zugeteilt. Vermögenswerte in dieser Kategorie werden zum Zeitwert bewertet,

und Änderungen ihres Werts werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Nur Finanzderivate wurden während des Geschäftsjahres dieser Kategorie zugeteilt.

b) Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen (Held to Maturity)

Zu dieser Kategorie gehören finanzielle Vermögenswerte mit festen oder variablen Zahlungen, die keine Derivate

sind und die SCA bis zur Endfälligkeit zu halten beabsichtigt. Aktiva dieser Kategorie werden unter Anwendung

der Effektivzinsmethode zu den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, was bedeutet, dass eine

gleichbleibende Rendite erzielt wird.

Dieser Kategorie wurden während des Geschäftsjahres keine Finanzinstrumente zugeteilt.

c) Ausgereichte Darlehen und Forderungen

Diese Kategorie umfasst ausgereichte Darlehen und Forderungen mit festen oder variablen Zahlungen, die nicht

an einem aktiven Markt notiert werden. Sie enthält keine Derivate. Forderungen entstehen, wenn SCA Geld,

Güter oder Dienstleistungen einem Schuldner direkt zur Verfügung stellt, ohne die Absicht zu haben, mit den

Forderungen zu handeln. Vermögenswerte in dieser Kategorie werden zu den fortgeführten Anschaffungskosten

unter Verwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Zweifelhafte Forderungen werden einzeln bewertet.

Wertberichtigungen werden stets vorgenommen, wenn bekannt wird, dass (1) der Kunde Konkurs anmelden

muss, (2) ein Insolvenzverfahren gegen den Kunden eröffnet wurde, (3) der Kunde sich in Liquidation befindet,

(4) ein Vermögensverwalter beim Kunden aufgrund eines Vergleichs eingesetzt wurde, (5) nach dem dreistufigen

Mahnverfahren ein Gerichtsverfahren eingeleitet wurde. Für verbundene Unternehmen wird keine

Einzelwertberichtigung für Forderungen gebildet.

d) Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Diese Kategorie beinhaltet finanzielle Vermögenswerte, die dieser Kategorie zugeordnet werden oder in keiner

anderen Kategorie zugeordnet wurden, sowie Beteiligungen. Vermögenswerte in dieser Kategorie werden zum

beizulegenden Zeitwert bewertet und Änderungen ihres Werts, außer bei voraussichtlich dauernder

Wertminderung, im Eigenkapital erfasst. Hat ein einzelner Posten einen Wert von weniger als 0,5 Mio. EUR, wird

keine Marktbewertung vorgenommen, da die Auswirkung als unwesentlich beurteilt wird. Wird der Posten

verkauft, wird der im Eigenkapital erfasste kumulative Gewinn oder Verlust in der Gewinn- und Verlustrechnung

verbucht.

SCA kategorisiert passive Finanzinstrumente wie folgt:

a) Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Passiva

Diese Kategorie umfasst Derivate mit negativen beizulegenden Zeitwerten, die nicht für Absicherungszwecke

(Hedge-Accounting) genutzt werden, und zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Passiva. Passiva in dieser

Kategorie werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet, und Änderungen ihres Werts in der Gewinn- und

Verlustrechnung verbucht. Nur Derivate werden während des Geschäftsjahres dieser Kategorie zugeteilt.

b) Sonstige finanzielle Passiva

Diese Kategorie umfasst finanzielle Passiva, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Diese werden

zunächst zum beizulegenden Zeitwert abzüglich der Transaktionskosten und danach zu den fortgeführten

Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode verbucht.

VORRÄTE

Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und dem

Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden nach der FIFO-Methode

76


(first in, first out) für Fertigerzeugnisse und Handelswaren oder nach der Durchschnittskostenmethode für das

übrige Vorratsvermögen ermittelt.

Die Kosten für fertige und unfertige Erzeugnisse beinhalten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Personalkosten und

andere, direkt dem Fertigungsprozess zurechenbare Kosten und Fertigungsgemeinkosten, jeweils auf Basis der

normalen Betriebskapazität. Fremdkapitalkosten sind nicht in der Bewertung von Vorräten enthalten, da es bei

SCA keine „Qualifying Assets“ gibt. Als „Qualifying Assets“ werden Vermögenswerte bezeichnet, die nicht

unmittelbar, sondern erst nach längerer Zeit nach ihrer Herstellung betriebsbereit sind.

Der Netto-Veräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsverlauf erzielbare Verkaufspreis,

abzüglich der geschätzten Kosten für Fertigstellung und Verkauf des Produkts.

FLÜSSIGE MITTEL

Flüssige Mittel werden als Bar- oder Bankguthaben sowie kurzfristige Anlagen mit einer Laufzeit von weniger als

drei Monaten ab dem Tag der Anschaffung definiert. Auch gesperrte Gelder auf Bankkonten sind in den flüssigen

Mitteln enthalten.

ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENES SACHANLAGEVERMÖGEN

Sachanlagevermögen wird als zur Veräußerung gehaltenes Sachanlagevermögen klassifiziert, wenn dessen Wert

binnen eines Jahres durch den Verkauf und nicht durch die ständige Nutzung im Betrieb realisiert wird. Die

Vermögenswerte werden am Tag der Neuklassifizierung zum beizulegenden Zeitwert bewertet, um eventuelle

Wertminderungsverluste festzustellen. Diese Vermögenswerte werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert und

Netto-Veräußerungswert angesetzt. Für diese Vermögenswerte werden in Folgeperioden keine weiteren

Abschreibungen vorgenommen.

STEUERN

Die Ertragsteuern des Konzerns beinhalten Steuern auf die von den Konzerngesellschaften für das Geschäftsjahr

ausgewiesenen Gewinne und steuerliche Anpassungen für frühere Zeiträume sowie Änderungen der latenten

Steuern für die Periode.

Latente Steuern werden für sämtliche temporäre Differenzen nach der Verbindlichkeitenmethode gebildet

(Temporary-Konzept). Nach dieser Methode werden latente Steuern für sämtliche Differenzen zwischen den

Wertansätzen der Steuerbilanz und dem Buchwert der Aktiva und Passiva im IFRS-Abschluss berechnet.

Temporäre Differenzen entstehen hauptsächlich durch die Abschreibung von Sachanlagevermögen,

Pensionsrückstellungen sowie sonstige Verbindlichkeiten. Auch für die in der Zukunft realisierbaren steuerlichen

Verlustvorträge werden latente Steuern gebildet. Bei Unternehmensübernahmen entstehen temporäre

Differenzen durch die Differenz zwischen dem konsolidierten Wert der Aktiva und Passiva und deren

steuerrechtlichem Wert.

Temporäre Differenzen, die bei der ersten Erfassung eines Aktivums oder Passivums entstehen und die sich

keiner Unternehmensübernahme zuschreiben lassen und sich nicht auf einen Buchgewinn oder zu versteuernden

Gewinn auswirken, führen weder zu einer latenten Steuerverbindlichkeit noch zu einer latenten Steuerforderung.

Latente Steuern werden zu ihrem Nominalbetrag bewertet und beruhen auf den zum Bilanzstichtag geltenden

Steuersätzen. Aktive latente Steuerforderungen werden in der Höhe erfasst, bis zu der wahrscheinlich ein zu

versteuernder Gewinn verfügbar sein wird, durch den der latente Steuervorteil realisiert werden kann.

Bei erfolgswirksam erfassten Posten werden damit verbundene Steuereffekte ebenfalls in der Gewinn- und

Verlustrechnung erfasst. Bei Posten, die im Eigenkapital erfasst werden, werden die damit verbundenen

Steuereffekte im Eigenkapital erfasst.

LEISTUNGEN AN ARBEITNEHMER

Altersversorgung

Der Konzern führt einige beitragsorientierte und leistungsorientierte Pensionspläne. Bei einigen dieser Pläne hat

der Konzern Vermögenswerte in Pensionsfonds angelegt. Unabhängige Versicherungsmathematiker ermitteln die

Höhe der Verpflichtungen der einzelnen Pläne und bewerten die Verpflichtungen der Pensionspläne jedes Jahr

neu.

Ein beitragsorientierter Pensionsplan ist ein Plan, bei dem feste Beiträge an eine gesonderte juristische Person

zu zahlen sind. Es gibt keine Verpflichtung, zusätzliche Beiträge zu leisten, wenn der Fonds unzureichende

Vermögenswerte hat, um die Leistungen zu zahlen, auf die die Arbeitnehmer Anspruch haben. Ein

leistungsorientierter Pensionsplan ist ein Plan, bei dem die Höhe der Pensionsleistung, die ein Arbeitnehmer nach

77


Eintritt in den Ruhestand erhält, festgelegt wird. Dieser Betrag wird auf Grundlage von Faktoren wie Gehalt, Alter

und Dienstjahre festgelegt.

Die in der Bilanz erfasste Verpflichtung für leistungsorientierte Pensionspläne entspricht dem Barwert der

Verpflichtung am Bilanzstichtag, abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens. Vorfinanzierte

Pläne mit Nettovermögen, d. h. Pläne, bei denen das Vermögen die Verpflichtungen übersteigt, werden als

langfristiges Sachvermögen erfasst. Die Verpflichtung aus einem leistungsorientierten Plan wird jährlich von

unabhängigen Versicherungsmathematikern unter Anwendung der Projected Unit Credit Method, bei der die

Kosten auf die erwartete Dienstzeit des Arbeitnehmers verteilt werden, berechnet. Die Verpflichtung wird zum

Barwert der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme unter Anwendung eines Abzinsungssatzes bewertet, der den

Zinsen für erstklassige Unternehmensanleihen oder, wenn diese nicht vorliegen, Staatsanleihen entsprechen, die

in der Währung ausgegeben wurden, in der die Leistungen gezahlt werden und eine Restlaufzeit haben, die mit

der tatsächlichen Pensionsverpflichtung vergleichbar ist.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die aufgrund von geänderten

versicherungsmathematischen Annahmen entstehen, werden sofort im Eigenkapital im Entstehungszeitpunkt

erfasst.

Die Gesamtkosten bezüglich der leistungsorientierten Pläne werden auf Personalaufwand und

Finanzierungsaufwand verteilt. Der Finanzierungsaufwand wird auf Basis des Nettowerts des Plans zu

Jahresbeginn berechnet, und der Abzinsungsfaktor wird für jedes Land festgelegt.

Die Zahlungen des Konzerns bezüglich beitragsorientierter Pläne werden in der Periode aufwandswirksam

erfasst, in der die Arbeitnehmer den Dienst leisten, auf den sich die Zahlung bezieht. Vorausbezahlte Beiträge

werden nur insoweit als ein Vermögenswert erfasst, wie der Konzern Anspruch auf Rückzahlung oder Minderung

zukünftiger Zahlungen hat.

Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn,

Änderungen am Pensionsplan hängen davon ab, dass Arbeitnehmer während eines bestimmten Zeitraums im

Dienst bleiben. In solchen Fällen wird der Aufwand über diesen Zeitraum linear verteilt.

Sonstige Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Einige Konzerngesellschaften bieten Gesundheitsleistungen für im Ruhestand befindliche Arbeitnehmer an. Die

Verpflichtung und erwarteten Kosten für diese Leistungen werden in ähnlicher Weise wie die für

leistungsorientierte Pensionspläne berechnet.

Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden gezahlt, wenn der Konzern einem

Arbeitnehmer vor Eintritt in den Ruhestand kündigt oder wenn ein Arbeitnehmer gegen Zahlung einer solchen

Entschädigung freiwillig in den Ruhestand tritt. Entlassungsabfindungen werden als Aufwand erfasst, wenn der

Konzern nachweislich verpflichtet ist, Arbeitnehmern aufgrund eines detaillierten, formellen Plans zu kündigen

oder eine Entschädigung im Fall eines freiwilligen Ausscheidens zu zahlen.

RÜCKSTELLUNGEN

Rückstellungen werden erfasst, wenn der Konzern eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung hat,

die aus einem vergangenen Ereignis resultiert, und es wahrscheinlich ist, dass die Begleichung zu einer

Vermögensbelastung führen wird und die Höhe der Rückstellung verlässlich ermittelt werden kann.

Rückstellungen für Umstrukturierungsmaßnahmen werden gebildet, wenn ein detaillierter formeller Plan für die

Maßnahmen vorliegt und jene, die von den Maßnahmen betroffen sein werden, davon Kenntnis haben.

ERTRAGSREALISIERUNG

Die Umsatzerlöse umfassen den beizulegenden Zeitwert der Gegenleistung, die der Konzern für im Rahmen der

normalen Geschäftstätigkeit verkaufte Waren und Dienstleistungen erhalten hat. Der Umsatz wird erfasst, wenn

die Lieferung an den Kunden gemäß den Verkaufsbedingungen erfolgt ist. Umsatzerlöse werden ohne

Mehrwertsteuer und nach Abzug von Rabatten, Boni und konzerninternen Verkäufen erfasst.

Sonstige Erlöse umfassen im Wesentlichen Vergütungen für:

• Vermietung

• Lizenzen

• Serviceleistungen

Zinserträge werden zeitanteilig im Einklang mit der Effektivzinsmethode erfasst. Dividendenerträge werden

erfasst, wenn das Recht auf Empfang der Zahlung entsteht. Serviceleistungen werden entsprechend dem

erbrachten Leistungsumfang abgerechnet. Nutzungsentgelte werden entsprechend der Inanspruchnahme des

überlassenen Vermögenswerts in Rechnung gestellt und erfasst.

78


ÖFFENTLICHE ZUWENDUNGEN

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden zum beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn mit großer Sicherheit

davon auszugehen ist, dass die Zuwendungen gezahlt werden und der Konzern die damit verbundenen

Bedingungen einhält.

Öffentliche Zuwendungen für den Erwerb von Vermögenswerten werden als Minderung der Anschaffungskosten der

Vermögenswerte erfasst.

Als Kostenentschädigung erhaltene staatliche Zuschüsse werden abgegrenzt und in der Gewinn- und

Verlustrechnung in demselben Zeitraum wie die Kosten erfasst. Die Kosten werden um den Zuschuss gemindert.

(2) Finanzierung (ergänzende Angaben zu IFRS 7)

Die finanziellen Risiken für SCA Hygiene Products SE sind definiert als Markt-, Kredit- und Liquiditätsrisiko. Das

Marktrisiko beinhaltet Währungs-, Preis- und Zinsrisiken. Diese Risiken werden auf der Ebene der

Muttergesellschaft SCA AB behandelt und durch zentrale Finanzrichtlinien geregelt. Die Ziele sind die

Reduzierung der Volatilität und die bessere Vorhersehbarkeit der Einflüsse auf die Gewinn- und Verlustrechnung

sowie die Bilanz.

SCA Hygiene Products SE und ihre Tochtergesellschaften finanzieren sich im Wesentlichen bei der SCA Capital

NV, Diegem/Belgien, der Finanzierungsgesellschaft der SCA AB, zu marktüblichen Konditionen. SCA AB hat ein

Rating von Baa1/BBB+ (langfristig) von Moody’s und Standard & Poor’s. Im Herbst 2009 veränderte Moody’s den

Ausblick für SCA von negativ auf stabil. Der Ausblick von Standard & Poor’s für SCA AB blieb unverändert

negativ. Im kurzfristigen Bereich liegt das Rating von Standard & Poor’s bei K1 für Schweden.

Zum Risikomanagement-System und den getroffenen Maßnahmen wird auf den Risikobericht im Lagebericht

verwiesen.

Fremdwährungsrisiko

Die Gesellschaften des Konzerns haben Exporteinnahmen und Importkosten in verschiedenen Währungen. Diese

Verkäufe bzw. Käufe in Fremdwährung führen zu Fremdwährungsrisiken. Das Transaktionsrisiko wird

ausschließlich über AB SCA Finans, Stockholm/Schweden, gesichert. SCA Hygiene Products SE und ihre

Tochtergesellschaften haben kein eigenständiges Hedge-Accounting implementiert.

Langfristige Währungsintensität

Die Aufstellung der Umsatzerlöse und der betrieblichen Aufwendungen des Konzerns in den verschiedenen

Währungen zeigt die langfristige Währungsintensität.

Währung Umsatz Betrieblicher

Aufwand

EUR 48% 47%

USD 26% 27%

GBP 18% 12%

RUB 6% 6%

SEK 0% 6%

Übrige 2% 2%

Gesamt 100% 100%

Die Differenzen ergeben sich überwiegend daraus, dass der Konzern Zellstoff einkauft, der bei externer

Beschaffung überwiegend in US-Dollar gehandelt wird. Darüber hinaus werden die in Großbritannien

vertriebenen Personal Care-Produkte importiert.

Transaktionsrisiko

Das Transaktionsrisiko, das aus Importen und Exporten resultiert, wird bis zu einer Laufzeit von 18 Monaten

gesichert. Vertraglich vereinbarte künftige Zahlungen für langfristige Vermögenswerte in ausländischer Währung

werden in vollem Umfang gesichert.

79


Der prognostizierte Währungstransaktionsfluss nach Nettoberechnungen der entsprechenden Zahlungsströme in

derselben Währung beträgt 2010 87,7 Mio. EUR (2009: 36,3 Mio. EUR). Das gesamte Hedge-Volumen entspricht

0,5 Monate bezogen auf die Prognose für 2010. Der überwiegende Teil der Hedging-Positionen wird während des

ersten Quartals 2010 realisiert. Die nachstehende Tabelle stellt die Prognose für 2010 sowie offene Hedging-

Positionen zum Jahresende 2009 dar.

Die noch ausstehende Hedging-Position in Höhe von -0,2 Mio. EUR (2008: 0,2 Mio. EUR) beinhaltet Forward-

Kontrakte mit einem Netto-Marktwert von 590 TEUR (2008: 970 TEUR).

Währung 2010 31.12.2009 2009 31.12.2008

Prognose 1) Hedge- Anzahl Hedge Prognose 1) Hedge- Anzahl Hedge

Volumen 2) Hedge- in % Volumen 2) Hedge- in %

Mio. EUR Mio. EUR Monate Mio. EUR Mio. EUR Monate

CAD 31,5 - - - 26,3 - - -

GBP 47,2 1,8 0,5 3,8% 47,4 3,7 1,0 7,8%

JPY - - - -1,3 - - -

NOK - - - -0,9 - - -

PHP 8,5 - - - 10,7 - - -

PLN 38,2 - - - 38,2 - - -

RUB 117,2 - - - 105,7 - - -

SEK -30,8 - - - -19,9 - - -

USD -124,1 -5,5 0,5 4,4% -170,0 -10,2 0,7 6,0%

EUR -87,7 3,5 -36,2 6,7

Position

Gesamt

0,0 -0,2 0,0 0,2

1) Wert positiv: SCA ist Nettoverkäufer dieser Währung. Wert negativ: SCA ist Nettokäufer dieser

Währung.

2) Wert positiv: SCA hat einen bindenden Vertrag zum Verkauf dieser Währung. Wert negativ: SCA hat

einen bindenden Vertrag zum Erwerb dieser Währung.

Umrechnungsrisiko

Die Bilanz des Konzerns wird in Euro aufgestellt. Durch die Einbeziehung von ausländischen Gesellschaften mit

einer anderen Währung entsteht ein Umrechnungsrisiko für das konsolidierte Eigenkapital und die anderen

Bilanzposten. Dieses Risiko wird im Konzern nicht gesichert.

Derivate

Nachstehende Tabelle stellt die Derivate dar, die sich auf die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung des

Konzerns 2009 auswirkten.

Nicht realisierte Derivate 2009 2008

Mio. EUR Forderungen Verbindlichkeiten Forderungen Verbindlichkeiten

Nominal Marktwert Nominal Marktwert Nominal Marktwert Nominal Marktwert

Währungsderivate, ggü.

verbundenen Unternehmen 158,3 2,7 454,2 -7,5 6,6 1,3 607,0 -40,3

Energiederivate 11,1 0,8 51,8 -13,4 1,5 0,1 35,5 -12,4

Gesamt 169,4 3,5 506,0 -20,9 8,1 1,4 642,5 -52,7

Refinanzierungsrisiko und Liquidität

Zum Bilanzstichtag betrug die verzinsliche Bruttoverschuldung 965,3 Mio. EUR (2008: 955,8 Mio. EUR). Davon

sind 887,5 Mio. EUR (2008: 882,8 Mio. EUR) gegenüber verbundenen Unternehmen. Unter Hinzurechnung der

Netto-Pensionsrückstellungen und passivischen Zinsabgrenzung sowie abzüglich der flüssigen Mittel, finanziellen

Forderungen, der Marktwerte der finanziellen Derivate und der aktivischen Zinsabgrenzung ergibt sich eine

Nettoverschuldung von 524,0 Mio. EUR (2008: 635,9 Mio. EUR). Die Gesellschaften finanzieren sich im

80


Wesentlichen bei der Muttergesellschaft, der SCA AB, zu Marktkonditionen. Aufgrund der überwiegend

kurzfristigen Finanzierung, die sich an die Marktkonditionen anpasst, sieht die Gesellschaft kein wesentliches

Zinsänderungsrisiko. Am 31.12.2009 betrug die externe Verschuldung des Konzerns 9,1% (2008: 7,6%) der

gesamten Bruttoverschuldung.

Die Liquiditätsanalyse bezieht sich ausschließlich auf finanzielle Schulden und wird stets auf Basis der

undiskontierten Cashflows für die vertragliche Restlaufzeit unter Einbeziehung von Zinsen und Tilgung

durchgeführt.

Die brutto erfüllten Derivate haben überwiegend korrespondierende positive Cashflows und stellen nach Ansicht

des Unternehmens kein Liquiditätsrisiko dar. Die Wertangabe für brutto erfüllte Derivate entspricht ausschließlich

Cash-Outflows. Verträge mit variablen Zahlungen sind nicht vorhanden.

Mio. EUR 31.12.2009 31.12.2008

< 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre

Verzinsliche Bruttoverschuldung 1) 886,7 82,3 12,2 895,0 82,6 17,8

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und

Leistungen, extern 268,8 1,1 0,0 294,4 1,6 0,0

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und

Leistungen, verbundene Unternehmen 39,7 0,0 0,0 43,1 0,0 0,0

Energiederivate, verbundene

Unternehmen 8,8 4,6 0,0 8,5 3,9 0,0

Gesamt 1.204,0 88,0 12,2 1.241,0 88,1 17,8

Derivate, Cash-Outflows -611,3 0,0 0,0 -567,9 -2,3 0,0

Derivate, Cash-Inflows 616,0 0,0 0,0 607,1 2,1 0,0

Derivate, Cash netto 4,7 0,0 0,0 39,2 -0,2 0,0

1) In dieser Position sind auch Verbindlichkeiten für Finanz-Leasingverhältnisse enthalten.

Einzelne Vorjahreswerte wurden an die Berichtsstruktur 2009 angepasst.

Zinsrisiko

Die Erträge des Konzerns werden von Zinsschwankungen beeinflusst. Die Geldaufnahme erfolgt weitgehend

kurzfristig, da nach Ansicht des Unternehmens variable Zinssätze langfristig zu einem niedrigeren Zinsrisiko

führen. Die durchschnittliche fixe Zinsperiode für die verzinsliche Bruttoverschuldung inklusive Derivaten betrug

8,9 Monate (2008: 9,1 Monate). Der durchschnittliche Zinssatz für die Nettoverschuldung abzüglich der Netto-

Pensionsrückstellung und der Zinsabgrenzung betrug am 31.12.2009 6,73% (31.12.2008: 13,23%).

Kreditrisiko

Die Möglichkeit, dass Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen, stellt ein Kundenkreditrisiko dar.

Das maximale Kreditrisiko für am Bilanzstichtag noch nicht realisierte externe Forderungen für Lieferungen und

Leistungen betrug 351,6 Mio. EUR (2008: 368,9 Mio. EUR). Zur Risikominderung wurden Delkredere-

Versicherungen in Höhe von 105,5 Mio. EUR (2008: 118,8 Mio. EUR) abgeschlossen. Zur Minimierung dieses

Risikos werden Bonitätsprüfungen vorgenommen und individuelle Kreditlimits pro Kunde festgelegt. Wenn

möglich und wirtschaftlich, werden Kreditversicherungen abgeschlossen. Im Segment Personal Care ist der

Umsatz auf viele Kunden verteilt. Dies gilt ebenso im Segment Tissue für den Bereich Away From Home.

Lediglich im Bereich Consumer Tissue gibt es eine Kundenkonzentration auf die großen

Einzelhandelsunternehmen. Aufgrund dieser Kundenstruktur rechnet die Gesellschaft nicht mit einem hohen

Ausfallrisiko. Bei allen anderen finanziellen Vermögenswerten entspricht das maximale Kreditrisiko dem

Buchwert.

Energiepreisrisiko

SCA als energieintensives Unternehmen unterliegt Risiken in Bezug auf Preisänderungen bei Öl, Gas und Strom.

In den Märkten in Deutschland, Österreich, Großbritannien und USA, in denen der Handel mit Energiederivaten

etabliert ist, nutzt SCA Finanzinstrumente um dieses Risiko zu begrenzen. Am 31.12.2009 hatte SCA 2,81 TWh

(2008: 1,26 TWh) Außenstände an Energiederivaten, deren Marktwert -12,7 Mio. EUR (2008: -12,3 Mio. EUR)

betrug.

81


Sensitivitätsanalyse des Marktrisikos

Für die mit Risiken behafteten Finanzinstrumente wurde zum 31.12.2009 eine Sensitivitätsanalyse auf Basis von

Annahmen über mögliche Marktschwankungen im Jahr 2010 durchgeführt.

Währungsrisiko

Wenn die in der folgenden Tabelle aufgeführten Währungen um 5% schwächer bzw. stärker gegenüber anderen

Währungen notieren, unter Annahme sonst gleichbleibender Währungsparitäten, würden die noch nicht

realisierten Financial Hedges für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als auch für

Lieferantenverbindlichkeiten das Ergebnis vor Ertragsteuer wie folgt erhöhen bzw. vermindern:

Währung Ergebnis vor Ertragsteuer

Mio. EUR 2009 2008

EUR 0,7 0,6

USD 0,6 0,6

GBP -0,2 0,1

Wenn der Euro um 5% schwächer bzw. stärker gegenüber den anderen Währungen notiert, würden die

Finanzschulden in ausländischer Währung das Finanzergebnis des Konzerns um 7,8 Mio. EUR (2008: 7,9 Mio.

EUR) erhöhen bzw. vermindern.

Preisrisiko

Wenn die Börsenkurse um 15% steigen bzw. fallen und alle weiteren Variablen unverändert bleiben, würde sich

das Eigenkapital um 0,7 Mio. EUR (2008: 0,2 Mio. EUR) erhöhen bzw. um 0,9 Mio. EUR (2008: 1,2 Mio. EUR)

vermindern.

Wenn die Energiepreise für die noch nicht realisierten Financial Hedges für Gaslieferungen um 20% steigen bzw.

fallen und alle anderen Parameter unverändert bleiben, würden sich die jährlichen Energiekosten um 2,6 Mio.

EUR (2008: 4,9 Mio. EUR) erhöhen bzw. vermindern. Die gesamten Energiekosten des Konzerns hätten sich

jedoch wesentlich stärker verändert, wenn das Preisrisiko der Energieverträge einbezogen würde.

Zinsrisiko

Wenn das Zinsniveau bei unveränderter Zinslaufzeit und Nettoverschuldung um 1% höher bzw. niedriger ist,

würde sich das Zinsergebnis um 1,0 Mio. EUR (2008: 1,5 Mio. EUR) vermindern bzw. erhöhen.

Finanzinstrumente – Kategorien – Gewinn- und Verlustrechnung

Ergebnis vor Ertragsteuer nach Bewertungskategorien

Mio. EUR

Aus

Zinsen Aus Folgebewertung Aus Abgang Ergebnis vor Ertragsteuer

Fair

Value

82

Währungs-

umrechnung

2009 2008

Forderungen und Ausleihungen 5,9 0,0 -2,2 0,0 3,7 18,3

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert

bewertete finanzielle Vermögenswerte

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle

Vermögenswerte

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert

bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

Zum Restbuchwert bewertete finanzielle

Verbindlichkeiten

1,3 5,6 0,0 -0,4 6,5 14,6

0,2 0,0 0,0 0,0 0,2 0,1

-2,0 -70,9 0,0 0,0 -72,9 -95,9

-15,1 0,0 65,6 0,0 50,5 17,6

Gesamt -9,7 -65,3 63,4 -0,4 -12,0 -45,3


Finanzinstrumente – Kategorien - Bilanz

Die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften für Finanzinstrumente wurden für die folgenden Bilanzposten

angewendet:

31.12.2009 - TEUR Anhang

Vermögenswerte

Forderungen und

Ausleihungen

83

Erfolgswirksam

zum

beizulegenden

Zeitwert

bewertete

finanzielle

Vermögenswerte

Zur Veräußerung

verfügbare

finanzielle

Vermögenswerte

Gesamt Marktwert

Beteiligungen (14) 0 0 28 28 28

Langfristige Finanzanlagen (15) 0 0 5.375 5.375 5.381

Langfristige Finanzanlagen

ggü. verbundenen Unternehmen

Langfristige operative Derivate

ggü. verbundenen Unternehmen

Langfristige operative Forderungen

ggü. verbundenen Unternehmen

(15) 100.349 0 0 100.349 98.695

(17) 0 468 0 468 468

(17) 6.426 0 0 6.426 5.440

Kautionen für Mieten, Leasing und Kontrakte (17) 316 0 0 316 316

Ausleihungen (17) 14 0 0 14 14

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (19) 351.564 0 0 351.564 351.564

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

ggü. verbundenen Unternehmen

Kurzfristige operative Derivate

ggü. verbundenen Unternehmen

Kurzfristige operative Forderungen

ggü. verbundenen Unternehmen

Debitorische Kreditoren, Forderungen an

Versicherungen und aus Kautionen

(19) 21.924 0 0 21.924 21.924

(20) 0 928 0 928 928

(20) 2.421 0 0 2.421 2.421

(20) 8.621 0 0 8.621 8.621

Kurzfristige Finanzanlagen (21) 550 0 0 550 550

Kurzfristige finanzielle Derivate (21) 0 2.112 0 2.112 2.112

Kurzfristige Finanzanlagen

ggü. verbundenen Unternehmen

(21) 421.468 0 0 421.468 421.468

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (21) 31.167 0 0 31.167 31.167

Zinsabgrenzung (21) 715 0 0 715 715

Gesamt 945.535 3.508 5.403 954.446 951.812


31.12.2009 - TEUR Anhang

Verbindlichkeiten

Erfolgswirksam

zum

beizulegenden

Zeitwert

bewertete

finanzielle

Verbindlichkeiten

84

Zum

Restbuchwert

bewertete

finanzielle

Verbindlichkeiten

Leasing-

Verbindlichkeiten Gesamt Marktwert

Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten (24) 0 41.036 4.143 45.179 46.262

Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten

ggü. verbundenen Unternehmen

(24) 0 49.586 0 49.586 49.506

Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten (24) 0 42.188 376 42.564 42.564

Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten

ggü. verbundenen Unternehmen

Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten aus

Derivaten mit verbundenen Unternehmen

(24) 0 820.501 0 820.501 820.501

(24) 7.430 0 0 7.430 7.430

Zinsabgrenzung (24) 0 606 0 606 606

Langfristige operative Derivate ggü.

verbundenen Unternehmen

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und

Leistungen

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und

Leistungen ggü. verbundenen Unternehmen

Kurzfristige operative Verbindlichkeiten

ggü. verbundenen Unternehmen

Kurzfristige operative Verbindlichkeiten

ggü. assoziierten Unternehmen

(26) 4.626 0 0 4.626 4.626

(28) 0 269.865 0 269.865 269.880

(28) 0 39.748 0 39.748 39.748

(29) 0 14.904 0 14.904 14.904

(29) 0 48 0 48 48

Kreditorische Debitoren (29) 0 3.614 0 3.614 3.614

Verbindlichkeiten operativ (Kundenboni und -

skonti, Abwasser und Energie, Werbung,

Frachten und Lager, Prüfungs- und Beratung

sowie Miete und Leasing)

Kurzfristige operative Derivate

ggü. verbundenen Unternehmen

(29) 0 174.217 0 174.217 174.217

(29) 8.892 0 0 8.892 8.892

Gesamt 20.948 1.456.313 4.519 1.481.780 1.482.798


31.12.2008 - TEUR Anhang

Vermögenswerte

Forderungen und

Ausleihungen

85

Erfolgswirksam

zum

beizulegenden

Zeitwert

bewertete

finanzielle

Vermögenswerte

Zur Veräußerung

verfügbare

finanzielle

Vermögenswerte

Gesamt Marktwert

Beteiligungen (14) 0 0 35 35 35

Langfristige Finanzanlagen (15) 0 0 4.762 4.762 4.762

Langfristige Finanzanlagen

ggü. verbundenen Unternehmen

Langfristige operative Derivate

ggü. verbundenen Unternehmen

Langfristige operative Forderungen

ggü. verbundenen Unternehmen

(15) 99.255 0 0 99.255 95.889

(17) 0 233 0 233 233

(17) 5.952 0 0 5.952 5.095

Kautionen für Mieten, Leasing und Kontrakte (17) 334 0 0 334 334

Ausleihungen (17) 103 0 0 103 103

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (19) 368.889 0 0 368.889 368.889

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

ggü. verbundenen Unternehmen

Kurzfristige operative Derivate

ggü. verbundenen Unternehmen

Kurzfristige operative Forderungen

ggü. verbundenen Unternehmen

Debitorische Kreditoren, Forderungen an

Versicherungen und aus Kautionen

(19) 29.399 0 0 29.399 29.399

(20) 0 1.203 0 1.203 1.203

(20) 3.473 0 0 3.473 3.473

(20) 18.067 0 0 18.067 18.067

Kurzfristige Finanzanlagen (21) 5.704 0 0 5.704 5.704

Kurzfristige Finanzanlagen

ggü. verbundenen Unternehmen

(21) 276.050 0 0 276.050 276.050

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (21) 20.294 0 0 20.294 20.294

Zinsabgrenzung (21) 817 0 0 817 817

Gesamt 828.337 1.436 4.797 834.570 830.347


31.12.2008 - TEUR Anhang

Verbindlichkeiten

Erfolgswirksam

zum

beizulegenden

Zeitwert

bewertete

finanzielle

Verbindlichkeiten

86

Zum

Restbuchwert

bewertete

finanzielle

Verbindlichkeiten

Leasing-

Verbindlichkeiten Gesamt Marktwert

Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten (24) 0 45.062 4.198 49.260 45.266

Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten

ggü. verbundenen Unternehmen

(24) 0 45.928 0 45.928 47.560

Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten (24) 0 23.470 345 23.815 23.815

Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten

ggü. verbundenen Unternehmen

Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten aus

Derivaten mit verbundenen Unternehmen

(24) 0 796.867 0 796.867 796.867

(24) 39.971 0 0 39.971 39.971

Zinsabgrenzung (24) 0 138 0 138 138

Langfristige operative Derivate ggü.

verbundenen Unternehmen

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und

Leistungen

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und

Leistungen ggü. verbundenen Unternehmen

Kurzfristige operative Verbindlichkeiten

ggü. verbundenen Unternehmen

Kurzfristige operative Verbindlichkeiten

ggü. assoziierten Unternehmen

(26) 3.915 0 0 3.915 3.915

(28) 0 295.957 0 295.957 295.957

(28) 0 43.132 0 43.132 43.132

(29) 0 13.827 0 13.827 13.827

(29) 0 117 0 117 117

Kreditorische Debitoren (29) 0 2.576 0 2.576 2.576

Verbindlichkeiten operativ (Kundenboni und -

skonti, Abwasser und Energie, Werbung,

Frachten und Lager, Prüfungs- und Beratung

sowie Miete und Leasing)

Kurzfristige operative Derivate

ggü. verbundenen Unternehmen

(29) 0 159.043 0 159.043 159.043

(29) 8.837 0 0 8.837 8.837

Gesamt 52.723 1.426.117 4.543 1.483.383 1.481.021

Einzelne Vorjahreswerte wurden an die Berichtsstruktur 2009 angepasst.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Finanzinstrumente, die mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Zur

Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte wird dabei die folgende Hierarchie verwendet.

Stufe 1: Notierte Preise an aktiven Märkten für das gleiche Finanzinstrument.

Stufe 2: Bewertungstechniken, bei denen alle wesentlichen verwendeten Daten auf beobachtbaren Marktdaten

basieren.

Stufe 3: Bewertungstechniken, bei denen die wesentlichen verwendeten Daten nicht auf beobachtbaren

Marktdaten basieren.


Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

31.12.2009 - TEUR

Vermögenswerte

Zur Veräußerung

verfügbare

finanzielle

Vermögenswerte

Erfolgswirksam

zum

beizulegenden

Zeitwert

bewertete

finanzielle

Vermögenswerte

87

Erfolgswirksam

zum

beizulegenden

Zeitwert

bewertete

finanzielle

Verbindlichkeiten

Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3

Langfristige Finanzanlagen 5.375 0 0 5.375 0 0

Langfristige operative Derivate ggü.

verbundenen Unternehmen 0 468 0 0 468 0

Kurzfristige operative Derivate ggü.

verbundenen Unternehmen 0 928 0 0 928 0

Kurzfristige Finanzanlagen ggü.

verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0 0

Gesamt Vermögenswerte 5.375 1.396 0 5.375 1.396 0

Verbindlichkeiten

Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten

aus Derivaten mit verbundenen

Unternehmen

0 0 7.430 0 7.430 0

Langfristige operative Derivate ggü.

verbundenen Unternehmen 0 0 4.626 0 4.626 0

Kurzfristige operative Derivate ggü.

verbundenen Unternehmen 0 0 8.892 0 8.892 0

Gesamt Verbindlichkeiten 0 0 20.948 0 20.948 0

Im Berichtszeitraum gab es keine Übertragungen zwischen Zeitwertermittlungen der Stufe 1 und Stufe 2 und

keine Übertragungen aus der oder in die Zeitwertermittlung der Stufe 3. Für die Beteiligungen der

Bewertungskategorie als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte gibt es keinen aktiven Markt,

so dass der Fair Value nicht verlässlich ermittelbar ist. Es besteht keine Absicht die Beteiligungen zu veräußern.

(3) Wesentliche Schätzungen und Annahmen

Die Erstellung des Jahresabschlusses und die Anwendung einiger Rechnungslegungsstandards beruhen oft auf

den Beurteilungen des Managements oder den Annahmen und Schätzungen, die unter den gegebenen

Umständen als angemessen betrachtet werden. Diese Annahmen und Schätzungen beruhen auf Erfahrung, aber

auch auf anderen Faktoren, darunter erwartete zukünftige Ereignisse. Die hieraus abgeleiteten Schätzungen

können von den späteren tatsächlichen Gegebenheiten abweichen.

Die Annahmen und Schätzungen, die nach Ansicht von SCA die größte Auswirkung auf den Konzernüberschuss

sowie die Aktiva und Passiva haben, werden im Folgenden dargestellt.

Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) - Anhang (11)

Der Konzern prüft jedes Jahr, ob eine Wertminderung bezüglich des Goodwills eingetreten ist. Goodwill wird auf

zahlungsmittelgenerierende Einheiten verteilt; diese entsprechen den Segmenten des Konzerns.

Der erzielbare Betrag für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wird durch die Ermittlung des Nutzungswerts

festgestellt. Diese Ermittlung beruht auf dem bestehenden strategischen Plan des Konzerns, der erwartete

zukünftige Cashflows für die Geschäftsbereiche im nächsten Zehn-Jahres-Zeitraum beinhaltet. Cashflows nach

dem Zehn-Jahres-Zeitraum werden berücksichtigt, indem ein Multiplikator auf den nachhaltigen Cashflow

angewandt wird. Dieser Wert entspricht dem aktuellen Marktmultiplikator für ähnliche Unternehmen.

Der Abzinsungsfaktor, der bei der Ermittlung des Barwerts der erwarteten zukünftigen Cashflows benutzt wird, ist

der derzeitige durchschnittliche Kapitalkostensatz, der innerhalb des Konzerns für Märkte, in denen die

zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Geschäfte tätigen, festgelegt wird. Der Impairmenttest für das Jahr 2009

wies keine Wertminderung aus. Der Buchwert der Geschäftswerte betrug zum 31.12.2009 328 Mio. EUR (2008:

318 Mio. EUR).

Steuern - Anhang (16)

Latente Steuern werden für temporäre Differenzen zwischen den Buchwerten und dem steuerrechtlichen Wert

der Forderungen und Verbindlichkeiten gebildet (Temporary-Konzept). Es gibt vor allem zwei Bereiche, in denen


sich die Annahmen und Schätzungen auf die erfassten latenten Steuern auswirken. Der eine Bereich sind

Annahmen und Schätzungen zur Feststellung der Buchwerte der verschiedenen Vermögenswerte und Schulden.

Der andere Bereich sind Annahmen und Schätzungen hinsichtlich zukünftiger zu versteuernder Gewinne, von

denen eine zukünftige Nutzung der diesbezüglich erfassten und nicht erfassten latenten Steuerforderungen und

von bestehenden latenten Steuerverbindlichkeiten abhängt. Zum Jahresende wurden 35,4 Mio. EUR (2008: 38,8

Mio. EUR) auf Basis dieser Annahmen und Schätzungen als latente Steuerforderungen erfasst. Schätzungen und

Annahmen werden auch bezüglich der Erfassung von Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten hinsichtlich

Steuerrisiken vorgenommen.

Altersversorgung - Anhang (25)

Bilanzansätze, wie der Wert von Pensionsverpflichtungen für leistungsorientierte Pensionspläne, basieren auf

versicherungsmathematischen Berechnungen, die auf dem Abzinsungssatz, der erwarteten Rendite des

Planvermögens, den zukünftigen Gehaltserhöhungen, der Inflation und den demografischen Bedingungen

beruhen.

Der Abzinsungssatz bezieht sich auf hochwertige festverzinsliche Industrieanleihen mit Laufzeiten, die den

bestehenden Pensionsverpflichtungen des Konzerns entsprechen. Zu den Vermögenswerten des Planvermögens

zählen Aktien und Anleihen. Ihre erwartete Rendite wird auf Basis der Annahme ermittelt, dass die Rendite für

Anleihen dem Zins für eine Zehn-Jahres-Staatsanleihe entspricht und dass die Eigenkapitalrendite demselben

Satz, jedoch mit einem Aufschlag für die Risikoprämie, entspricht.

Die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen des Konzerns beliefen sich zum 31.12.2009 auf 599,1 Mio.

EUR (2008: 471,1 Mio. EUR). Eine Veränderung des Abzinsungssatzes um 0,25 %-Punkte würde den

Gesamtwert dieser Verpflichtungen mit rund 23,3 Mio. EUR (2008: 8,5 Mio. EUR) beeinflussen.

Rückstellungen - Anhang (26)

Die Bewertung von sonstigen Rückstellungen ist teilweise komplex und in erheblichem Maß mit Schätzungen

verbunden. Die von der Gesellschaft getroffenen Annahmen bezüglich des Eintritts sowie der möglichen Höhe

der Inanspruchnahme basieren u. a. auf Erfahrungswerten und Einschätzungen von Kostenentwicklungen.

88


(4) Übernahmen und Veräußerungen

Im Berichtsjahr erfolgten keine wesentlichen Übernahmen oder Veräußerungen.

(5) Segmentberichterstattung

2009 - Mio. EUR Tissue

Personal

Care

Sonstige Konzern

Gesamtumsatz 2.487 1.058 89 3.634

Ergebnis vor Finanzergebnis 219 67 -9 277

Finanzerträge 76

Finanzaufwendungen -90

Ergebnisanteil an assoziierten Unternehmen 11 12 0 23

Ertragsteuern -87

Jahresüberschuss 199

Aktiva 2.087 458 82 2.627

Anteile an assoziierten Unternehmen 65 90 2 157

Unverteilte Aktiva 622

Gesamt Aktiva 3.406

Verbindlichkeiten 388 162 105 655

Unverteilte Verbindlichkeiten/Eigenkapital 2.751

Gesamt Passiva 3.406

Investitionen 109 98 11 218

Abschreibungen 120 30 8 158

Wertminderungen 0 0 0 0

Zuschreibungen 0 0 0 0

Nicht zahlungswirksamer Aufwand/Ertrag 8 1 0 9

2008 - Mio. EUR Tissue

Personal

Care

Sonstige Konzern

Gesamtumsatz 2.547 1.093 123 3.763

Ergebnis vor Finanzergebnis 125 66 -7 184

Finanzerträge 109

Finanzaufwendungen -142

Ergebnisanteil an assoziierten Unternehmen 8 12 0 20

Ertragsteuern -58

Jahresüberschuss 113

Aktiva 2.089 414 139 2.642

Anteile an assoziierten Unternehmen 56 79 2 137

Unverteilte Aktiva 483

Gesamt Aktiva 3.262

Verbindlichkeiten 405 152 109 666

Unverteilte Verbindlichkeiten/Eigenkapital 2.596

Gesamt Passiva 3.262

Investitionen 200 66 12 278

Abschreibungen 111 29 9 149

Wertminderungen 0 0 0 0

Zuschreibungen 5 0 0 5

Nicht zahlungswirksamer Aufwand/Ertrag 17 0 -1 16

Die Verteilung der Vorjahreswerte wurde im „Ergebnis vor Finanzergebnis“ an die Berichtsstruktur 2009

angepasst.

89


Berichtspflichtige Geschäftssegmente

Der Konzern ist in zwei Hauptproduktgruppen gegliedert: Tissue und Personal Care. Diese Produktgruppen sind

die berichtspflichtigen Geschäftssegmente. Tissue umfasst Toilettenpapier, Haushaltstücher und

Papiertaschentücher, die an den Einzelhandel verkauft werden. Darüber hinaus werden Toilettenpapier,

Handtücher, Servietten und Reinigungsprodukte für industrielle Anwendungen an Unternehmenskunden in den

Branchen Büros, Hotels, Restaurants und Gastronomie, Gesundheit und andere verkauft. Personal Care umfasst

Inkontinenzprodukte, Babywindeln und Damenhygieneprodukte. Transaktionen zwischen den Segmenten sind

von untergeordneter Bedeutung. Die im Anhang (22) ausgewiesenen zur Veräußerung gehaltenen

Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sind dem Segment Tissue zuzuordnen.

Aktiva und Passiva

Die für jeden Unternehmensbereich angegebenen Aktiva umfassen das gesamte Betriebsvermögen des

Unternehmensbereichs, vor allem Forderungen, Vorräte und Sachanlagen. Die meisten Aktiva lassen sich direkt

einem Unternehmensbereich zuordnen. Darüber hinaus werden einige Aktiva, die zwei oder mehreren

Unternehmensbereichen gemeinsam zuzuordnen sind, auf diese Unternehmensbereiche verteilt. Die den

Unternehmensbereichen zuzuschreibenden Passiva umfassen alle Verbindlichkeiten aus der Geschäftstätigkeit,

hauptsächlich Verbindlichkeiten, Rückstellungen und Rechnungsabgrenzungsposten. Das Netto-

Betriebsvermögen wird auf alle Unternehmensbereiche verteilt.

Informationen über geografische Segmente

Die Geschäftstätigkeit des Konzerns wird in drei geografische Segmente aufgeteilt: Europa, Nordamerika und

übrige Welt.

Umsatz mit externen

Kunden

Gesamt

90

Gebundenes Vermögen

Davon langfristige

Vermögenswerte

Investitionen

Mio. EUR 2009 2008 2009 2008 2009 2008 2009 2008

Europa 2.778 2.907 3.113 2.979 2.163 2.071 162 159

Nordamerika 842 839 289 275 79 94 56 119

Übrige Welt 14 17 4 8 1 1 0 0

Gesamt 3.634 3.763 3.406 3.262 2.242 2.165 218 278

Die Umsatzzahlen beruhen auf der Region, in der sich der Kunde befindet. Vermögenswerte und Investitionen

werden dort ausgewiesen, wo sich der Vermögenswert befindet.

Die langfristigen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen die immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen,

Anteile an assoziierten Unternehmen, Beteiligungen, Finanzanlagen sowie latente Steuererstattungsansprüche.

Die Geschäftstätigkeit des Konzerns wird hauptsächlich in zwei Regionen abgewickelt. In Europa, dem

Heimatmarkt des Konzerns, produziert und verkauft der Konzern Tissue- und Personal Care-Produkte. In

Nordamerika produziert und verkauft der Konzern Away From Home Tissueprodukte und Inkontinenzprodukte.

(6) Sonstige betriebliche Erträge

TEUR 2009 2008

Sonstige betriebliche Erträge, extern

Erträge aus dem Herstellungsbereich 23.060 20.958

Energieverkäufe 18.437 12.418

Erträge aus dem Vertriebsbereich 7.067 9.143

Erträge aus dem Verwaltungsbereich 4.769 5.174

Auflösung von Rückstellungen 1.693 1.879

Zuschreibung Sachanlagevermögen 369 5.263

Sonstiges 3.661 25.615

Gesamt sonstige betriebliche Erträge, extern 59.056 80.450

Sonstige betriebliche Erträge, verbundene Unternehmen 78.398 107.016

Konzern 137.454 187.466


Die Vorjahreswerte der externen sonstigen betrieblichen Erträge wurden hinsichtlich der Aufgliederung an die

Berichtsstruktur 2009 angepasst.

Die sonstigen betrieblichen Erträge mit verbundenen Unternehmen sind gegenüber dem Vorjahr um 28,6 Mio.

EUR gesunken. Dies ist insbesondere auf den Rückgang des Geschäfts mit Altpapier und Faserstoffen

zurückzuführen. Darüber hinaus enthält dieser Posten Erträge aus Lizenzen, dem Handel mit Emissionsrechten,

aus Kostenverrechnungen sowie Verkäufen von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen.

(7) Personalaufwand und durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter

TEUR Konzern Konzern

2009 2008

Löhne und Gehälter 455.563 444.261

Altersversorgung 41.955 26.714

Sozialversicherung 77.816 73.294

Sonstiger Personalaufwand 30.829 27.153

Konzern 606.163 571.422

Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter

Inland 2.813 2.718

Ausland 7.031 7.028

Konzern 9.844 9.746

Der Posten Löhne und Gehälter beinhaltet 0 Mio. EUR (2008: 14,4 Mio. EUR) Restrukturierungsaufwand.

91


(8) Abschreibungen und Wertminderungen von materiellen und immateriellen

Vermögenswerten des Anlagevermögens

TEUR 2009 2008

Abschreibungen

Sachanlagen

Gebäude 23.198 22.205

Land 1.277 1.007

Maschinen und Betriebsausstattung 128.513 121.848

Gesamt Sachanlagen 152.988 145.060

Immaterielle Vermögenswerte

Patente, Lizenzen, Warenzeichen 5.416 3.728

Aktivierte Entwicklungskosten 80 125

Gesamt immaterielle Vermögenswerte 5.496 3.853

Gesamt Abschreibungen 158.484 148.913

Wertminderungen

Sachanlagen

Gebäude 0 3

Land 0 0

Maschinen und Betriebsausstattung 0 156

Gesamt Sachanlagen 0 159

Immaterielle Vermögenswerte

Patente, Lizenzen, Warenzeichen 0 0

Aktivierte Entwicklungskosten 0 0

Gesamt immaterielle Vermögenswerte 0 0

Gesamt Wertminderungen 0 159

Gesamt Abschreibungen und Wertminderungen

Sachanlagen

Gebäude 23.198 22.208

Land 1.277 1.007

Maschinen und Betriebsausstattung 128.513 122.004

Gesamt Sachanlagen 152.988 145.219

Immaterielle Vermögenswerte

Patente, Lizenzen, Warenzeichen 5.416 3.728

Aktivierte Entwicklungskosten 80 125

Gesamt immaterielle Vermögenswerte 5.496 3.853

Gesamt Abschreibungen, Wertminderungen 158.484 149.072

Die Abschreibungen haben sich gegenüber dem Vorjahr infolge der Investitionstätigkeit um rund 9 Mio. EUR

erhöht.

92


(9) Materialaufwand und sonstige betriebliche Aufwendungen

Materialaufwand

TEUR 2009 2008

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.381.273 1.775.087

Handelswaren 175.878 216.372

Energieaufwand 216.434 245.023

Gesamt Konzern 1.773.585 2.236.482

Sonstige betriebliche Aufwendungen

TEUR 2009 2008

Fracht- und Transportkosten 317.289 296.136

Werbungs- und Repräsentationskosten 181.606 130.694

Instandhaltung 88.924 65.752

IT Services 37.764 41.630

Miete 29.184 23.143

Forschung und Entwicklung 15.291 16.731

Übrige Aufwendungen 253.451 252.834

Währungskurseffekte 904 2.444

Gesamt Konzern 924.413 829.364

Die Vorjahreswerte der externen sonstigen betrieblichen Erträge wurden in ihrer Aufgliederung an die

Berichtsstruktur 2009 angepasst.

Die übrigen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Entsorgungskosten, Reisekosten, Fremdlöhne und

Fremdgehälter, Prüfungs- und Beratungskosten, Versicherungsbeiträge, Gebühren für Patente und Lizenzen,

Bürobedarf, Kostenumlagen und allgemeine Verwaltungskosten.

Leasing

Zukünftige Zahlungsverpflichtungen des Konzerns für unkündbare Operating-Leasingverhältnisse verteilen sich

wie folgt:

TEUR 2009 2008

Bis 1 Jahr 9.636 8.584

2 bis 5 Jahre 27.898 27.466

Nach 5 Jahren 28.148 27.664

Gesamt 65.682 63.714

Die jährlichen Kosten für Operating-Leasingverhältnisse für Vermögenswerte beliefen sich auf 9,9 Mio. EUR

(2008: 13,8 Mio. EUR). Geleaste Vermögenswerte umfassen eine große Anzahl von Vermögenswerten wie

Lagerhäuser, Büros, sonstige Gebäude, IT-Ausrüstung, Büroausstattung und Fahrzeuge. Es besteht eine große

Anzahl von Einzel-Leasingverträgen.

Leasingverträge mit jährlichen Kosten über 1 Mio. EUR sind:

- Bürogebäude in München (Laufzeit bis Oktober 2014)

- Bürogebäude in Philadelphia/USA (Laufzeit bis März 2017)

Es bestehen folgende zukünftige Zahlungsverpflichtungen für Finanz-Leasingverhältnisse des Konzerns:

2009 2008

TEUR Nominalwert Barwert Nominalwert Barwert

Bis 1 Jahr 804 741 764 704

2 bis 5 Jahre 2.575 1.961 2.639 2.008

Nach 5 Jahren 382 232 844 495

Gesamt 3.761 2.934 4.247 3.207

93


Die Zahlungen für Finanz-Leasingverhältnisse im Geschäftsjahr beliefen sich auf 0,8 Mio. EUR (2008: 1,7 Mio.

EUR). Im Geschäftsjahr wurden 0,2 Mio. EUR (2008: 0,9 Mio. EUR) als Zinsaufwand und 0,6 Mio. EUR (2008:

0,8 Mio. EUR) als Schuldentilgung ausgewiesen. Die Abschreibung von Vermögenswerten aus Finanz-

Leasingverhältnissen im Geschäftsjahr belief sich auf 0,4 Mio. EUR (2008: 0,4 Mio. EUR). Der Buchwert der

Vermögenswerte aus Finanz-Leasingverhältnissen betrug zum Jahresende 4,1 Mio. EUR (2008: 4,0 Mio. EUR)

für Gebäude und 0,6 Mio. EUR (2008: 0,6 Mio. EUR) für Maschinen.

Ein wesentlicher Vertrag, der mit einer Kaufoption versehen ist, besteht über ein Lagergebäude in

Prudhoe/Großbritannien mit einer Laufzeit bis 2015.

Honorar des Abschlussprüfers

Im Geschäftsjahr 2009 erhielt der Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Deutschland die folgenden Honorare:

TEUR 2009 2008

Jahresabschlussprüfung 393 456

Sonstige Bestätigungs- und Bewertungsleistungen 34 42

Steuerberatungsleistungen 149 129

Sonstige Leistungen 0 0

Gesamt 576 627

Währungskurseffekte im Ergebnis vor Abschreibungen und Finanzergebnis (Operating Surplus)

TEUR 2009 2008

Währungskurseffekte Absatzmarkt -1.940 3.074

Währungskurseffekte Beschaffungsmarkt -904 -2.444

Gesamt Konzern -2.844 630

94


(10) Finanzerträge und -aufwendungen

TEUR 2009 2008

Zinserträge und Ähnliches

Zinserträge, extern 1.125 5.266

Zinserträge, verbundene Unternehmen 7.039 22.404

Währungskursgewinne, extern 0 42

Währungskursgewinne aus der Konsolidierung

monetärer Vermögenswerte

Währungskursgewinne aus Derivaten

mit verbundenen Unternehmen

Erträge aus Wertpapieren und sonstigen

langfristigen Finanzanlagen

65.572 69.942

2.303 10.588

164 516

Finanzerträge Konzern 76.203 108.758

Zinsaufwendungen und Ähnliches

Zinsaufwendungen, extern -9.364 -10.568

Zinsaufwendungen, verbundene Unternehmen -27.889 -47.775

Aktivierte Zinsaufwendungen 12.601 2.161

Währungskursverluste, extern -27 0

Währungskursverluste aus Derivaten

mit verbundenen Unternehmen

Verluste aus Wertpapieren und sonstigen

langfristigen Finanzanlagen

-65.739 -85.680

95

-7 -413

Sonstiges -104 -108

Finanzaufwendungen Konzern -90.529 -142.383

Finanzergebnis Konzern -14.326 -33.625

In den Zinserträgen sind 5,9 Mio. EUR (2008: 21,8 Mio. EUR) der Finanzinstrument-Kategorie „Forderungen und

Ausleihungen“ zuzurechnen. Darüber hinaus sind in den Zinserträgen 1,3 Mio. EUR (2008: 4,1 Mio. EUR)

enthalten, die der Finanzinstrument-Kategorie „Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle

Vermögenswerte“ zuzurechnen sind. In den Zinsaufwendungen sind 15,1 Mio. EUR (2008: 52,0 Mio. EUR) der

Finanzinstrument-Kategorie „Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten“

zuzurechnen. Weiterhin sind in den Zinsaufwendungen 3,2 Mio. EUR (2008: 0,8 Mio. EUR) enthalten, die der

Finanzinstrument-Kategorie „Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten“

zuzurechnen sind.

Die Zinserträge von verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus Geldanlagen bei AB SCA

Finans mit 3,6 Mio. EUR (2008: 9,8 Mio. EUR), bei SCA UK Holdings Ltd, Darlington/Großbritannien, mit 0,7 Mio.

EUR (2008: 5,5 Mio. EUR) sowie aus einem an SCA Hygiene Products Manchester Ltd,

Manchester/Großbritannien, ausgereichten Kredit mit 1,3 Mio. EUR (2008: 3,0 Mio. EUR).

Die Währungskursgewinne/-verluste gegenüber verbundenen Unternehmen ergeben sich aus der

Marktbewertung des Forward-Kontrakts mit AB SCA Finans, Stockholm/Schweden.

Die Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus Kreditlinien der

AB SCA Finans mit 19,5 Mio. EUR (2008: 36,5 Mio. EUR) und der SCA Capital NV, Diegem/Belgien mit 5,9 Mio.

EUR, SCA UK Holdings Ltd, Darlington/Großbritannien, mit 1,0 Mio. EUR (2008: 4,6 Mio. EUR) sowie aus der

Finanzierung der US-Aktivitäten in Höhe von 1,1 Mio. EUR (2008: 3,5 Mio. EUR).


(11) Immaterielle Vermögenswerte

Geschäftswerte Lizenzen, Aktivierte Entwick- Anzahlungen Gesamt

Warenzeichen lungskosten

TEUR 2009 2008 2009 2008 2009 2008 2009 2008 2009 2008

Anschaffungskosten, kumuliert 428.368 415.642 46.516 43.563 1.216 893 95 76 476.195 460.174

Abschreibungen, kumuliert -100.334 -97.346 -35.060 -29.846 -825 -757 0 0 -136.219 -127.949

Wertminderungen, kumuliert 0 0 -142 -146 0 0 0 0 -142 -146

Stand 31.12. 328.034 318.296 11.314 13.571 391 136 95 76 339.834 332.079

Stand 01.01. 318.296 364.773 13.571 9.212 136 106 76 46 332.079 374.137

Zugänge 0 525 3.014 7.834 38 150 70 130 3.122 8.639

Abgänge 0 0 -11 -14 0 0 0 0 -11 -14

Umbuchungen 0 0 182 246 307 0 -51 -100 438 146

Abschreibung lfd. Jahr 0 0 -5.416 -3.728 -80 -125 0 0 -5.496 -3.853

Wertminderungen lfd. Jahr 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0

Währungskursdifferenzen 9.738 -47.002 -26 21 -10 5 0 0 9.702 -46.976

Stand 31.12. 328.034 318.296 11.314 13.571 391 136 95 76 339.834 332.079

Emissionsrechte

Emissionsrechte

TEUR 2009 2008

Anschaffungskosten 8.407 11.026

Wertminderung -1.874 -4.608

Buchwert 6.532 6.418

Stand 01.01. 6.418 9

Erhaltene Emissionsrechte 11.510 16.388

Erworbene Emissionsrechte 1.070 0

Von verbundenen

Schwestergesellschaften 1)

-36 -758

Veräußerte Emissionsrechte -5.075 -4.533

Abrechnung mit den Behörden -10.244 -3.262

Umbuchung aus dem

Umlaufvermögen

0 362

Rücknahme Wertminderung Vorjahr 4.610 3.252

Wertminderung lfd. Jahr -1.874 -4.610

Währungskurse, netto 153 -430

Stand 31.12. 6.532 6.418

1) SCA Emission Rights Pool

Am Bilanzstichtag waren 440.367t (2008: 327.808t) CO2-European Union Allowances (EUA) mit einem Marktwert

von 5.593 TEUR (2008: 5.229 TEUR) sowie 85.000t (2008: 79.927t) CO2-Certified Emission Reductions (CER)

mit einem Marktwert von 939 TEUR (2008: Anschaffungskosten 1.189 TEUR) bilanziert. EUA sind

Emissionsrechte, die in der EU gehandelt werden. CER sind Emissionsrechte, die durch das CDM-Institut (CDM:

Clean Development Mechanism) vergeben werden und in Ländern Verwendung finden, die sich nicht zu einer

Reduzierung der Emissionen verpflichtet haben. Am Bilanzstichtag wurde eine Abwertung der Emissionsrechte

auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Tonne CO2-EUA war am 31.12.2009 mit 12,70 EUR

(31.12.2008: 15,95 EUR) und die Tonne CO2-CER war am 31.12.2009 mit 11,05 EUR (31.12.2008:

Anschaffungskosten 14,50 EUR) bewertet. Daraus ergab sich eine Wertminderung in Höhe von 1,9 Mio. EUR

(2008: 4,6 Mio. EUR), die in gleicher Höhe zu einer Verminderung der Rückstellungen geführt hat.

96


Prüfung auf Wertminderung (Impairmenttest)

Der Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) wird jedes Jahr einer Prüfung auf Wertminderung unterzogen.

Goodwill verteilt sich auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wie folgt:

Mio. EUR 2009 2008

Tissue 275 265

Personal Care 52 52

Sonstige Aktivitäten 1 1

Gesamt 328 318

Die Veränderung der Geschäftswerte ist währungskursbedingt.

Der erzielbare Betrag für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit wird anhand der Berechnung des

Nutzungswerts ermittelt. Diese Berechnungen beruhen auf den strategischen Plänen der Konzernleitung für die

nächsten zehn Jahre. Der Zehn-Jahres-Zeitraum wurde aufgrund der langen Nutzungsdauer des

Sachanlagevermögens gewählt. Die Annahmen in den strategischen Plänen beruhen auf den derzeitigen Preisen

und Kosten, vermindert um Abzüge für reale Preise und Kosteninflation, sowie zuzüglich der angenommenen

Produktivitätsentwicklung. Der geplante Absatz hat je nach Unternehmensbereich und geografischem Markt ein

durchschnittliches jährliches Wachstum von 3 bis 4%. Erwartete zukünftige Zahlungsmittelströme gemäß diesen

Plänen bilden die Berechnungsgrundlage. Zahlungsmittelströme für die Zeit nach Ablauf des Zehn-Jahres-

Zeitraums werden berechnet, indem ein Multiplikator auf den geschätzten nachhaltigen Cashflow angewandt

wird. Bei der Berechnung des Gegenwartswerts erwarteter zukünftiger Zahlungsmittelströme wird der derzeitige

durchschnittliche Kapitalkostensatz (WACC: Weighted Average Cost of Capital) für den jeweiligen

Konzernbereich verwendet. Abgezinste Zahlungsmittelströme werden mit dem Buchwert des Nettovermögens je

zahlungsmittelgenerierender Einheit verglichen. Die Überprüfung der Wertminderung wird im 4. Quartal

durchgeführt. Die Überprüfung für 2009 ergab keine Wertminderung.

Es wurden die nachstehenden durchschnittlichen Kapitalkostensätze (WACC) zugrunde gelegt:

WACC in % 2009 2008

Tissue 6,4% 6,7%

Personal Care 6,7% 7,6%

(12) Sachanlagen

Gebäude Land Maschinen Betriebsausstattung Anlagen im Bau Gesamt

TEUR 2009 2008 2009 2008 2009 2008 2009 2008 2009 2008 2009 2008

Kumuliert

Anschaffungskosten

669.207 593.476 129.400 122.685 1.960.779 1.893.610 152.121 145.437 152.935 156.407 3.064.442 2.911.615

Abschreibungen -256.226 -233.605 -9.018 -7.655 -1.027.469 -965.431 -112.189 -101.744 0 0 -1.404.902 -1.308.435

Wertminderungen -12.053 -13.689 -980 1.320 -69.642 -69.614 -377 -331 0 -404 -83.052 -82.718

Stand 31.12. 400.928 346.182 119.402 116.350 863.668 858.565 39.555 43.362 152.935 156.003 1.576.488 1.520.462

Stand 01.01. 346.182 370.606 116.350 115.896 858.565 806.033 43.362 42.481 156.003 109.234 1.520.462 1.444.250

Investitionen 28.910 11.262 1.697 536 98.884 157.016 9.847 13.457 76.025 86.824 215.363 269.095

Verkäufe,

Abgänge

-155 -36 -54 -119 -1.072 -4.164 -368 -210 -3.046 -838 -4.695 -5.367

Umbuchung 45.028 1.249 4.958 0 20.820 19.754 1.430 4.111 -72.275 -25.260 -39 -146

Zur Veräußerung 0 -835 0 -2.931 -895 0 0 0 0 0 -895 -3.766

Abschreibungen -23.198 -22.205 -1.277 -1.007 -113.983 -106.083 -14.530 -15.765 0 0 -152.988 -145.060

Wertminderungen 0 -3 0 0 0 -64 0 -92 0 0 0 -159

Zuschreibungen 0 912 0 2.639 369 1.660 0 52 0 0 369 5.263

Kursdifferenzen 4.161 -14.768 -2.272 1.336 980 -15.587 -186 -672 -3.772 -13.957 -1.089 -43.648

Stand 31.12. 400.928 346.182 119.402 116.350 863.668 858.565 39.555 43.362 152.935 156.003 1.576.488 1.520.462

97


Im Geschäftsjahr wurden 12,6 Mio. EUR (2008: 2,2 Mio. EUR) Zinsen für folgende Investitionsprojekte während

der Bauphase aktiviert:

Mio. EUR 2009 2008

Tissuefabrik Sovetsk/Russland 8,8 0,4

Personal Care-Fabrik Veniov/Russland 2,5 0,2

Verarbeitungsmaschinen Olawa/Polen 0,9 0,0

Verarbeitungsmaschinen Hoogezand/

Niederlande

0,3 0,0

Tissuemaschine Barton/USA 0,0 1,6

Sonstige 0,1 0,0

Stand 31.12. 12,6 2,2

Die Zinssätze variierten in Polen zwischen 4,1% und 7,1%, in den Niederlanden zwischen 1,7% und 3,5% und in

Russland, aufgrund der Währungsturbulenzen zu Beginn des Jahres, zwischen 58,8% im Januar und 6,8% im

November und Dezember 2009.

Die Kapitalisierung von Zinsen erfolgt bei Maschinen bis zu dem Zeitpunkt, zu dem marktfähige Produkte

produziert werden können. Bei Bauten erfolgt die Kapitalisierung von Zinsen bis zu dem Zeitpunkt, an dem der

Vermögenswert in geplanter Weise genutzt werden kann.

(13) Anteile an assoziierten Unternehmen

TEUR 2009 2008

Stand 01.01. 137.452 131.761

Zugänge 22.555 20.359

Erhaltene Dividenden -2.150 -16.439

Sonstige neutrale Veränderungen -301 478

Währungskursdifferenzen -856 1.293

Stand 31.12. 156.700 137.452

Die Zugänge umfassen das anteilige Ergebnis nach Steuern und Fremdanteilen. Die erhaltenen Dividenden 2009

stammen im Wesentlichen von Productos Familia S.A., Medellín/Kolumbien. Die sonstigen neutralen

Veränderungen beinhalten neutral verrechnete versicherungsmathematische Gewinne bzw. Verluste bei den

Pensionsrückstellungen in Höhe von -301 TEUR (2008: 478 TEUR).

Wesentliche Posten der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechend dem SCA-Anteil

Mio. EUR 2009 2008

Umsatz 371,0 375,2

EBIT 37,0 31,0

Jahresergebnis 22,6 20,4

Wesentliche Posten der Bilanz entsprechend dem SCA-Anteil

Mio. EUR 31.12.2009 31.12.2008

Operative Aktiva, langfristig 117,2 106,2

Operative Aktiva, kurzfristig 102,4 136,6

Finanzielle Aktiva 55,3 20,9

Bilanzsumme 274,9 263,7

98


Die Aktiva enthalten weniger als 0,05 Mio. EUR (2008: rund 0,1 Mio. EUR) zum Verkauf vorgesehene

Sachanlagen.

Mio. EUR 31.12.2009 31.12.2008

Eigenkapital 155,4 130,7

Rückstellungen, langfristig 10,0 9,4

Sonstige operative Passiva 75,6 85,2

Finanzschulden 33,9 38,4

Bilanzsumme 274,9 263,7

Akquisitionen

Am 23.10.2009 hat Productos Familia S.A., Medellín/Kolumbien, 100% der Anteile von Algodonera Aconcagua

S.A., Buenos Aires/Argentinien, zu einem um die Nettoverschuldung bereinigten Preis von 22 Mio. USD

erworben. Nachfolgend ist die vorläufige Akquisitionsbilanz für den SCA-Konzernanteil dargestellt.

Mio. EUR 23.10.2009

Operative Aktiva, langfristig 2,2

Operative Aktiva, kurzfristig 1,3

Finanzielle Aktiva 0,0

Rückstellungen, langfristig 0,2

Sonstige operative Passiva 1,0

Finanzschulden 0,2

Nettovermögen 2,1

Goodwill 1,5

Noch ausstehende Zahlung 1,5

Bereits erfolgte Zahlung 2,1

Abzüglich Zahlungsmittel und

Zahlungsmitteläquivalente

Erworbene Nettoverschuldung ohne

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Bereits erfolgte Zahlung inklusive

Nettoverschuldung

Die Gesellschaften haben im Zeitraum 23.10.2009 bis 31.12.2009 zum Ergebnis aus Anteilen an assoziierten

Unternehmen wie folgt beigetragen.

0,0

-0,2

Mio. EUR 2009

Umsatzerlöse 1,2

Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern -0,1

Ergebnis nach Steuern -0,1

Sonstige Informationen

Mio. EUR SCA- Buchwert

2,3

Anteil der Anteile

SCA Hygiene Products Holding S.A.S., F 45,85% 21,5

Productos Familia S.A., Co 23,73% 62,7

Papyrus GmbH, A 31,67% 0,1

Belovo Paper Mill S.A., BG 28,42% 1,0

Herrera Holdings Inc., PH 40,00% 0,2

Gesamt 85,5

99


Mio. EUR Vereinnahmte Dividenden

2009 2008

SCA Hygiene Products Holding S.A.S., F 0,0 13,7

Productos Familia S.A., Co 2,0 2,5

Papyrus GmbH, A 0,1 0,2

Belovo Paper Mill S.A., BG 0,0 0,0

Gesamt 2,1 16,4

Zum 31.12.2009 bestanden keine Eventualverbindlichkeiten der Anteilseigner gegenüber den assoziierten

Unternehmen. Es wurden, mit Ausnahme der Ausfallbürgschaft (siehe Anhang (32)), keine Haftungsrisiken

übernommen.

Die Anteile von Productos Familia S.A., Medellín/Kolumbien, werden an der Börse in Bogota/Kolumbien

gehandelt. Aufgrund der geringen Bewegungen von lediglich 0,24% (2008: 0,24%) aller Aktien existiert zum

Bilanzstichtag kein offizieller Börsenkurs. 2009 wurden 41.208 Aktien (2008: 168.910 Aktien) im Durchschnitt für

570 COP (2008: 550 COP) gehandelt.

Das Geschäftsjahr der Papyrus GmbH, Wien/Österreich, weicht seit dem Jahr 2009 vom Geschäftsjahr des SCA

Hygiene Products Konzerns ab. Grund ist das abweichende Geschäftsjahr des Mehrheitsgesellschafters der

Papyrus GmbH, der Energie AG Oberösterreich, das den Zeitraum 01.10. bis 30.09. umfasst.

(14) Beteiligungen

TEUR 2009 2008

Stand 01.01. 35 446

Zugänge 1 2

Abgänge -8 -412

Wertänderung des Jahres 0 0

Währungskursdifferenzen 0 -1

Stand 31.12. 28 35

Beteiligungen beziehen sich auf Beteiligungen an anderen Unternehmen, die nicht als Tochtergesellschaften,

Joint-Venture-Gesellschaften oder assoziierte Unternehmen klassifizert werden und auch nicht zur Veräußerung

vorgesehen sind. Der Buchwert entspricht dem Zeitwert. 2009 wurden die Anteile an der Gesellschaft für Papier-

Recycling (GesPaRec) mbH, Bonn veräußert, an der SCA Hygiene Products GmbH, Mannheim, mit weniger als

1% beteiligt war.

(15) Langfristige Finanzanlagen

TEUR 2009 2008

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 1) 5.375 4.762

Ausleihungen an verbundene Unternehmen 110.343 99.255

Sonstige Ausleihungen 6 0

Gesamt 115.724 104.017

TEUR 2009 2008

1) Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Marktwert zum 01.01. 4.762 5.175

Zugänge 256 514

Abgänge 0 -211

Marktwertanpassungen (neutral im Eigenkapital) 357 -716

Marktwert zum 31.12. 5.375 4.762

100


1) Bei diesen zur Veräußerung verfügbaren Aktiva handelt es sich um Wertpapiere zur direkten Absicherung von

Pensionsverpflichtungen, die in den Pensionsberechnungen gemäß Anhang (25) nicht enthalten sind.

Bei den Ausleihungen an verbundene Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um eine Ausleihung an SCA

Hygiene Products Ltd, Manchester/Großbritannien, in Höhe von 104,9 Mio. EUR (2008: 97,2 Mio. EUR), die im

Berichtszeitraum zu marktüblichen Konditionen von 1,2% (2008: 2,5%) verzinst wurde. Der Anstieg aus dieser

Transaktion mit 7,7 Mio. EUR ist kursbedingt.

(16) Steuern

TEUR 2009 2008

Ergebnis vor Ertragsteuer 285.321 170.562

Aktueller Steueraufwand 66.600 40.765

Latenter Steueraufwand 20.045 17.151

Gesamt Steueraufwand 86.645 57.916

Steuerquote 30,4% 34,0%

Der Steueraufwand belief sich auf 30,4% (2008: 34,0%) des Konzernergebnisses vor Steuern.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem ausgewiesenen Steueraufwand und dem erwarteten Steueraufwand wird

im Folgenden erläutert. Der erwartete Steueraufwand, der mit dem gewichteten Steuersatz von 31,6% (2008:

30,0%) ermittelt wurde, wird entsprechend der aktuellen Konzernstruktur und den aktuellen Gewinnen in jedem

Land berechnet.

101

2009 2008

TEUR % TEUR %

Ergebnis vor Ertragsteuer 285.321 170.562

Ausgewiesener Steueraufwand 86.645 30,4% 57.916 34,0%

Erwarteter Steueraufwand 90.257 31,6% 51.240 30,0%

Differenz -3.612 -1,3% 6.676 3,9%

Erläuterung der Differenz:

Permanente Effekte 1)

Finanzierung verbundener Unternehmen -3.905 -1,4% -3.700 -2,2%

Nicht abzugsfähiger Teil erhaltener Dividenden 1.369 0,5% 612 0,4%

At Equity-Bewertung -7.760 -2,7% -6.260 -3,7%

Nicht abzugsfähige Zinsen aus Ertragsteuernachzahlungen 105 0,0% -154 -0,1%

Sonstiges 2) 2.886 1,0% 6.369 3,7%

Periodenfremde Effekte 3.628 1,3% 5.036 3,0%

Veränderung bisher nicht bilanzierter latenter Steuern 164 0,1% 4.598 2,7%

Effekte aus Steuersatzänderungen 3) -99 0,0% 175 0,1%

Differenz -3.612 -1,3% 6.676 3,9%

1) Permanente Effekte zwischen dem IFRS-Ergebnis und dem steuerrechtlichen Ergebnis

2) Dieser Posten enthält im Wesentlichen steuerliche Effekte aus nicht abzugsfähigen Betriebsausgaben

3) Lokale Änderungen des Steuersatzes im Berichtsjahr

TEUR 2009 2008

Ertragsteuer lfd. Jahr 65.261 44.483

Ertragsteuer Vorjahre 1.339 -3.718

Gesamt aktueller Steueraufwand 66.600 40.765


Tatsächliche Steuerverbindlichkeiten bzw. -erstattungsansprüche

Die Veränderung der tatsächlichen Steuerverbindlichkeiten nach Abzug der Steuererstattungsansprüche im

Berichtszeitraum wird nachstehend erläutert.

TEUR 2009 2008

Stand 01.01. -4.695 763

Aktueller Steueraufwand 66.600 40.765

Gezahlte Steuern -49.402 -45.453

Sonstige Veränderungen 0 -24

Währungskurseffekte 156 -746

Stand 31.12. 12.659 -4.695

Die Steuerverbindlichkeit zum Bilanzstichtag umfasst Steuerforderungen in Höhe von 14,8 Mio. EUR (2008: 20,9

Mio. EUR) sowie Steuerverbindlichkeiten von 27,5 Mio. EUR (2008: 16,2 Mio. EUR).

Latente Steuern

TEUR 2009 2008

Veränderung temporärer Differenzen 17.855 8.220

Periodenfremde Effekte 2.289 8.754

Sonstige Veränderungen -99 177

Latenter Steueraufwand 20.045 17.151

Die Veränderung der temporären Differenzen resultiert im Wesentlichen aus der Nutzung von Verlustvorträgen in

Folge von Ergebnissteigerungen in Höhe von 7,6 Mio. EUR sowie aus der Realisierung des anteiligen, im Vorjahr

gebildeten Zinsvortrags in Höhe von 1,2 Mio. EUR. Die periodenfremden Effekte waren im Vorjahr durch eine

Gesetzesänderung für Industriebauten in Großbritannien mit 6,2 Mio. EUR beeinflusst. Die sonstigen

Veränderungen beinhalten ausschließlich Effekte aus Steuersatzänderungen.

Die Veränderung der latenten Steuerverbindlichkeiten nach Abzug der aktivischen latenten Steuern im

Berichtszeitraum wird nachstehend erläutert. Die latente Steuerverbindlichkeit in Höhe von 65,2 Mio. EUR umfasst

am Bilanzstichtag aktivische latente Steuern in Höhe von 35,4 Mio. EUR (2008: 38,8 Mio. EUR) und passivische

latente Steuern von 100,6 Mio. EUR (2008: 93,7 Mio. EUR).

TEUR Stand Latenter Steueraufwand

01.01.2009 Veränderung Perioden- Sonstige

temporärer fremde Verände-

Differenzen Effekte rungen

102

Direkt im

Währungskurs-

Eigen-

Stand

kapital

erfasste

latente

Steuer

differenzen 31.12.2009

Immaterielles Vermögen 24.213 6.691 3 -1 0 -461 30.445

Land und Gebäude 50.286 -903 -1.343 -61 0 614 48.593

Maschinen 161.327 4.068 1.842 -77 0 -1.888 165.272

Finanzanlagen -11.384 -101 0 26 90 0 -11.369

Überschuss Pensionsplan 13.665 -13.665 0 0 0 0 0

Umlaufvermögen -2.910 -462 364 0 0 -41 -3.049

Pensionsrückstellungen -23.912 12.316 -173 -11 -9.672 112 -21.340

Sonstige Rückstellungen -22 0 0 0 0 0 -22

Verbindlichkeiten -5.969 1.487 1.429 -14 0 51 -3.016

Verlustvorträge -123.420 7.627 3 0 0 1.419 -114.371

Steuergutschriften -26.103 1.192 -62 6 0 11 -24.956

Sonstiges -867 -395 226 33 0 15 -988

Gesamt 1) 54.904 17.855 2.289 -99 -9.582 -168 65.199

1) Davon kurzfristig -5.651 -4.682

1) Davon langfristig 60.555 69.881


SCA weist keine latenten Steuern hinsichtlich temporärer Differenzen in Bezug auf Beteiligungen an

Tochtergesellschaften, assoziierten Unternehmen und Joint-Venture-Gesellschaften aus. Andere zukünftige

Effekte (Quellensteuer und sonstige latente Steuer für Gewinnmitnahmen innerhalb des Konzerns) werden dann

berücksichtigt, wenn SCA den zeitlichen Verlauf der Umkehrung der temporären Differenzen nicht mehr steuern

kann, oder wenn es wahrscheinlich ist, dass sich diese Differenzen in absehbarer Zeit umkehren werden.

Verlustvorträge

Verlustvorträge, für die aufgrund der Ertragsaussichten keine latenten Steuerforderungen erfasst wurden, beliefen

sich per 31.12.2009 auf 14,1 Mio. EUR (2008: 15,6 Mio. EUR). Davon haben Werte in Höhe von 0,1 Mio. EUR

(2008: 1,3 Mio. EUR) eine unbegrenzte Dauer. Die anderen Verlustvorträge können letztmalig in den unten

angegebenen Jahren genutzt werden.

Mio. EUR 31.12.2009 31.12.2008

Jahr

2009 3,7

2010 2,8 2010 2,8

2011 4,4 2011 4,4

2012 6,8 2012 0,0

2013 0,0 2013 und später 3,4

2014 und später 0,0

Gesamt 14,0 14,3

Der Wert der ungenutzten latenten Steuern auf Verlustvorträge beträgt 4,2 Mio. EUR. Von den 2009 noch

ungenutzten latenten Steuern auf Verlustvorträge sind 3,7 Mio. EUR ungenutzt verfallen und 0 Mio. EUR

realisiert.

(17) Sonstige langfristige Vermögenswerte

TEUR 2009 2008

Kautionen für Mieten, Leasing, Kontrakte 1) 316 334

Zuwendungen der öffentlichen Hand 261 282

Ausleihungen 1) 14 103

Derivative Instrumente, operativ,

ggü. verbundenen Unternehmen (A) 1)

468 233

Spendersysteme 3.559 2.571

Sonstiges 146 191

Forderungen an verbundene

Unternehmen 1)

6.426 5.952

Gesamt 11.190 9.666

1) Diese Posten werden nach den Regeln von IAS 39 bilanziert.

Ab dem Geschäftsjahr 2008 wurden in den USA die an Kunden nach dem 01.01.2008 gelieferten

Spendersysteme, so lange sie im Eigentum von SCA verbleiben, als Vermögenswerte bilanziert. In der Regel

werden diese Spendersysteme über einen Zeitraum von drei Jahren erfolgswirksam erfasst.

TEUR 2009 2008

(A) Derivative Instrumente, operativ

Währungsderivate 0 222

Energiederivate 468 11

Gesamt 468 233

103


(18) Vorräte

TEUR 2009 2008

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 76.433 86.013

Ersatzteile 36.725 36.368

Unfertige Erzeugnisse 21.502 30.917

Fertigerzeugnisse 104.984 129.343

Handelswaren 10.938 12.777

Vorauszahlungen 0 57

Gesamt 250.582 295.475

Das Vorratsvermögen ist gegenüber dem Vorjahr um 44,9 Mio. EUR zurückgegangen. Bereinigt um

Währungskurseffekte in Höhe von 0,8 Mio. EUR ergibt sich eine Bestandsverminderung von 44,1 Mio. EUR.

Hierzu haben im Wesentlichen SCA-interne Programme zur Reduzierung des Working Capital sowie der

Rückgang des Zellstoffpreises beigetragen. Aufgrund des Anlaufs der neuen Tissuefabrik in Sovetsk/Russland

und der Beschaffung neuer Verarbeitungsmaschinen in Olawa/Polen erhöhte sich der Vorratsbestand an

Rohmaterialien und Ersatzteilen für Maschinen um 2,5 Mio. EUR. Im Berichtsjahr ergaben sich keine

wesentlichen Wertminderungen oder Wertaufholungen.

(19) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

TEUR 2009 2008

Extern Verbundene Gesamt Extern Verbundene Gesamt

Unternehmen Unternehmen

Forderungen, brutto 354.406 21.924 376.330 370.213 29.399 399.612

Einzelwertberichtigung -2.842 0 -2.842 -1.324 0 -1.324

Nettobuchwert 351.564 21.924 373.488 368.889 29.399 398.288

Analyse des Ausfallrisikos bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

TEUR 2009 2008

Zahlungskondition nicht überschritten und

Rechnungsbetrag nicht wertberichtigt

Zahlungskondition überschritten und

Rechnungsbetrag nicht wertberichtigt

Extern Verbundene Gesamt Extern Verbundene Gesamt

Unternehmen Unternehmen

318.821 16.549 335.370 311.825 25.401 337.226

< 30 Tage 28.787 3.492 32.279 49.374 2.057 51.431

30 - 90 Tage 3.447 829 4.276 6.839 982 7.821

> 90 Tage 509 1.054 1.563 851 959 1.810

Einzelwertberichtigte Forderungen 2.842 0 2.842 1.324 0 1.324

Offene Forderungen 354.406 21.924 376.330 370.213 29.399 399.612

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne Überschreitung der Zahlungskondition und ohne

Einzelwertberichtigung enthalten keine Einzelposten, bei denen die Zahlungskondition neu verhandelt wurde.

Diese würden sonst in den Kategorien „Zahlungskondition überschritten“ oder „einzelwertberichtigte Forderungen“

ausgewiesen.

SCA hat die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen überwiegend in Form von Delkredere-Versicherungen

mit einem Betrag von 105,5 Mio. EUR (2008: 118,8 Mio. EUR) gesichert. Von diesem Betrag sind 15,9 Mio. EUR

(2008: 23,4 Mio. EUR) den Forderungen der Kategorie „überschrittene Zahlungskonditionen“ und 0 Mio. EUR

(2008: 0 Mio. EUR) der Kategorie „einzelwertberichtigte Forderungen“ zuzuordnen. Erhaltene

Sicherheitsleistungen in Form von Vorauszahlungen sind von untergeordneter Bedeutung.

Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem beizulegenden Zeitwert.

104


Entwicklung der Einzelwertberichtigungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

TEUR 2009 2008

Extern Verbundene Gesamt Extern Verbundene Gesamt

105

Unternehmen Unternehmen

Einzelwertberichtigung 01.01. -1.324 0 -1.324 -1.259 0 -1.259

Zugang aufgrund gebildeter

Einzelwertberichtigungen

-2.517 0 -2.517 -480 0 -480

Abgang aufgrund von Forderungsausfällen 1.072 0 1.072 77 0 77

Abgang aufgrund von Forderungsrealisierung 402 0 402 296 0 296

Reklassifizierungen -495 0 -495 0 0 0

Währungskursdifferenzen 20 20 42 0 42

Einzelwertberichtigung 31.12. -2.842 0 -2.842 -1.324 0 -1.324

Der Effekt auf das operative Ergebnis aus zweifelhaften Forderungen betrug -1,9 Mio. EUR (2008: 0 Mio. EUR).

(20) Sonstige kurzfristige Forderungen

TEUR 2009 2008

Derivative Instrumente, operativ, gg. verbundenen Unternehmen (A) 1) 928 1.203

Sonstige Forderungen, extern (B) 38.612 62.548

Sonstige Forderungen gg. verbundenen Unternehmen 1) 2.421 3.473

Rechnungsabgrenzung (C) 26.334 8.189

Gesamt 68.295 75.413

(A) Derivative Instrumente, operativ 2009 2008

Währungsderivate 635 1.067

Energiederivate 293 136

Gesamt 928 1.203

(B) Sonstige Forderungen, extern 2009 2008

Forderungen aus Vorsteuer, Vorauszahlungen 17.741 32.469

Debitorische Kreditoren 1) 7.955 17.726

Forderungen aus Strom- und Gasbezügen 7.582 5.890

Forderungen gegen Behörden 1.548 1.994

Forderungen gegen National Health Fund, SCA Vorsorge-Treuhand e. V. 1.367 576

Forderungen gegen Mitarbeiter 545 846

Forderungen gegen Versicherungen 1) 249 235

Forderungen aus Kautionen 1) 417 106

Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 1.208 2.706

Gesamt 38.612 62.548

(C) Rechnungsabgrenzung 2009 2008

Zölle und sonstige Steuern 5.641 941

Werbung 6.382 1.108

Miete und operatives Leasing 2.141 1.284

Wartung 2.105 753

Versicherung 2.254 1.653

Rabatte 107 116

Spendersysteme 3.472 1.698

Sonstiges 4.233 636

Gesamt 26.334 8.189

1) Diese Posten werden nach den Regeln des IAS 39 bilanziert.


Der Anstieg bei den sonstigen Rechnungsabgrenzungsposten ist insbesondere auf die hohen

Einmalaufwendungen für die Ausweitung der Fertigungskapazität in Russland zurückzuführen.

Derivative Instrumente beinhalten Devisentermingeschäfte und Währungsswaps zur Absicherung des

Transaktionsrisikos. Sonstige Forderungen enthalten unverzinsliche Posten, wie z. B. Vorsteuerforderungen.

Rechnungsabgrenzungsposten umfassen im Wesentlichen Vorauszahlungen für Miete, Versicherungen,

Werbung, Rabatte, Wartungsarbeiten und sonstige Steuern in Höhe von 18,6 Mio. EUR (2008: 5,9 Mio. EUR).

Die Rechnungsabgrenzungsposten schließen transitorische Aktiva (Geldausgang im laufenden Geschäftsjahr,

Aufwand im nächsten Geschäftsjahr) und antizipative Aktiva (Ertrag im laufenden Geschäftsjahr, Geldeingang im

nächsten Geschäftsjahr) ein.

Seit dem Geschäftsjahr 2008 werden in den USA die an Kunden gelieferten Spendersysteme, so lange sie im

Eigentum von SCA verbleiben, als Vermögenswerte bilanziert. In der Regel werden diese Spendersysteme über

einen Zeitraum von drei Jahren erfolgswirksam erfasst. Der kurzfristige Anteil betrug 3,5 Mio. EUR.

Der Buchwert der sonstigen kurzfristigen Forderungen entspricht dem beizulegenden Zeitwert.

(21) Kurzfristige Finanzanlagen, flüssige Mittel und finanzielle

Rechnungsabgrenzungsposten

Finanzielle Derivate

TEUR 2009 2008

Finanzielle Derivate mit verbundenen Unternehmen 2.112 0

Gesamt 2.112 0

Finanzielle Derivate (Forward-Kontrakt mit AB SCA Finans, Stockholm/Schweden) wurden zum Marktwert

bilanziert.

Kurzfristige Finanzanlagen und flüssige Mittel, Laufzeit < 3 Monate

TEUR 2009 2008

Forderungen gg. verbundene Unternehmen 421.468 276.050

Flüssige Mittel und externe Bankguthaben 31.167 20.294

Kurzfristige Finanzanlagen, < 3 Monate 550 5.704

Rechnungsabgrenzung, Zinsen 715 817

Gesamt 453.900 302.865

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um variabel verzinsliche

Geldanlagen bei der AB SCA Finans, Stockholm/Schweden, in Höhe von 156,8 Mio. EUR (2008: 180,5 Mio.

EUR), bei SCA Capital NV, Diegem/Belgien, in Höhe von 148,2 Mio. EUR (2008: 0 Mio. EUR) und um Cash Pool-

Forderungen in Höhe von 33,7 Mio. EUR (2008: 75,9 Mio. EUR). Hinzu kommt eine kurzfristige Anlage bei der

SCA UK Holdings Ltd, Darlington/Großbritannien, in Höhe von 82,8 Mio. EUR (2008: 19,6 Mio. EUR), die mit

1,7% (2008: 4,6%) verzinst wird und eine Endfälligkeit zum 31.03.2010 hat.

Geldanlagen mit einer Laufzeit bis zu drei Monaten und Bar- und Bankguthaben sind in den flüssigen Mitteln

enthalten. Der Buchwert der kurzfristigen Finanzanlagen und flüssigen Mittel entspricht dem beizulegenden

Zeitwert. Gesperrte Gelder auf Bankkonten sind nicht vorhanden.

(22) Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Bei den zum 31.12.2009 zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten handelt es sich um Maschinen des

Away From Home Tissuestandorts in South Glen Falls/USA. Diese Produktionsstätte gehört zur

Tochtergesellschaft SCA Tissue North America LLC, Wilmington/USA.

Die Vorjahreswerte zum 31.12.2008 enthalten ein Grundstück in Tawd/Großbritannien, das nach der Schließung

des Tissuestandorts zur Veräußerung vorgesehen ist. Darüber hinaus enthält der Vorjahreswert zur Veräußerung

vorgesehene Vermögenswerte der Tochtergesellschaft SCA Hygiene Products Corporation, Muntinlupa

City/Philippinen, deren Wertansatz auf einem Kaufangebot basierte. Die Vermögenswerte waren nach der

Stilllegung der Tissueproduktion nicht mehr betriebsnotwendig. Sowohl das Grundstück als auch das Gebäude

der Tochtergesellschaft auf den Philippinen konnten im Geschäftsjahr 2009 veräußert werden. Diese

Veräußerung hat das Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern mit 1,2 Mio. EUR belastet.

106


TEUR 2009 2008

Gebäude 0 835

Land 0 2.931

Maschinen 895 0

Gesamt Vermögenswerte 895 3.766

(23) Eigenkapital

Entwicklung des Konzerneigenkapitals

2008 - TEUR

Gezeichnetes

Kapital

SCA HP SE

Kapitalrücklage

SCA HP

SE

SCA HP

SE

107

Veräußerbare

Finanzinstrumente

Gewinnrücklagen

Währungskursveränderungen

Andere,

Konzern 1)

Mutterunternehmen

Eigenkapital

Minder-

heitsgesellschafter

Konzern-

eigen-

kapital

Eigenkapital zum 01.01.2008 181.305 128.765 586.868 216 -357.917 906.078 1.445.315 155.333 1.600.648

Umgliederung -54 54 0 0

Eigenkapital zum 01.01.2008 nach

Umgliederung

181.305 128.765 586.868 162 -357.917 906.132 1.445.315 155.333 1.600.648

Konzernjahresergebnis 0 0 601 0 0 101.335 101.936 10.710 112.646

Im Eigenkapital direkt erfasste Erträge und

Aufwendungen (Other Comprehensive

Income)

Versicherungsmathematische Veränderungen

aus Pensionszusagen

0 0 0 0 0 -63.658 -63.658 -4.866 -68.524

Marktbewertung der Wertpapiere 0 0 0 -627 0 0 -627 -89 -716

Währungskursveränderungen 0 0 0 0 -140.539 0 -140.539 4.347 -136.192

Latente Steuern auf direkt im Eigenkapital

erfasste Transaktionen

Summe der im Eigenkapital direkt erfassten

Erträge und Aufwendungen (Other

Comprehensive Income) - Netto

Summe der erfassten Erträge und

Aufwendungen (Total Comprehensive

Income)

0 0 0 157 0 21.647 21.804 1.974 23.778

0 0 0 -470 -140.539 -42.011 -183.020 1.366 -181.654

0 0 601 -470 -140.539 59.324 -81.084 12.076 -69.008

Dividendenausschüttung 0 0 0 0 0 -102.467 -102.467 -1.718 -104.185

Eigenkapital zum 31.12.2008 181.305 128.765 587.469 -308 -498.456 862.989 1.261.764 165.691 1.427.455

2009 - TEUR

Konzernjahresergebnis 0 0 2.165 0 0 171.619 173.784 24.892 198.676

Im Eigenkapital direkt erfasste Erträge und

Aufwendungen (Other Comprehensive

Income)

Versicherungsmathematische Veränderungen

aus Pensionszusagen

0 0 0 0 0 -40.065 -40.065 147 -39.918

Marktbewertung der Wertpapiere 0 0 0 314 0 0 314 43 357

Währungskursveränderungen 0 0 0 0 45.701 0 45.701 -8.401 37.300

Latente Steuern auf direkt im Eigenkapital

erfasste Transaktionen

Summe der im Eigenkapital direkt

erfassten Erträge und Aufwendungen

(Other Comprehensive Income) - Netto

Summe der erfassten Erträge und

Aufwendungen (Total Comprehensive

Income)

0 0 0 -79 0 9.890 9.811 -229 9.582

0 0 0 235 45.701 -30.175 15.761 -8.440 7.321

0 0 2.165 235 45.701 141.444 189.545 16.452 205.997

Dividendenausschüttung 0 0 0 0 0 -107.444 -107.444 -1.350 -108.794

Eigenkapital zum 31.12.2009 181.305 128.765 589.634 -73 -452.755 896.989 1.343.865 180.793 1.524.658

1) Die anderen Gewinnrücklagen im Konzern enthalten die thesaurierten Ergebnisse und die direkt im Eigenkapital

erfassten versicherungsmathematischen Veränderungen aus Pensionszusagen, sowie darauf entfallende latente

Steuern.


Spezifikation der latenten Steuer für die im Eigenkapital direkt erfassten Erträge und Aufwendungen (Other

Comprehensive Income)

TEUR 2009 2008

108

Vor

Steuern Steuern

Nach

Steuern

Vor

Steuern Steuern

Nach

Steuern

Versicherungsmathematische Veränderungen aus

Pensionszusagen -39.918 9.672 -30.246 -68.524 23.599 -44.925

Marktbewertung der Wertpapiere 357 -90 267 -716 179 -537

Währungskursveränderungen 37.300 37300 -136.192 -136.192

Summe der im Eigenkapital direkt erfassten Erträge und

Aufwendungen (Other Comprehensive Income) -2.261 9.582 7.321 -205.432 23.778 -181.654

Bei den Stammaktien von SCA Hygiene Products SE handelt es sich um nennwertlose Stückaktien.

Der Gewinnverwendungsvorschlag von SCA Hygiene Products SE an die Hauptversammlung ist die Ausschüttung

einer Dividende von 15,15 EUR je Aktie. Die Dividende soll am Tag nach der Hauptversammlung zur Auszahlung

kommen und entspricht der vom Oberlandesgericht München am 17.07.2007 festgesetzten Garantiedividende von

16,20 EUR brutto, abzüglich der jeweiligen Körperschaftssteuerbelastung bezogen auf 41% des Bruttoausgleichs.

Die Kapitalrücklage von SCA Hygiene Products SE enthält Entgelte für die Ausgabe inzwischen ausgelaufener

Optionsrechte und das Agio aus Kapitalerhöhungen sowie Verlustverrechnungen.

Die anderen Gewinnrücklagen von SCA Hygiene Products SE enthalten übernommene Ergebnisse aufgrund von

Ergebnisabführungsverträgen und direkte Dividendenzuflüsse von Tochtergesellschaften.

Kapitalmanagement:

Die Ziele des Konzerns im Hinblick auf das Kapitalmanagement liegen in der Sicherstellung der

Unternehmensfortführung, um den Anteilseignern weiterhin Erträge und den anderen Interessenten die ihnen

zustehenden Leistungen bereitzustellen. Ein weiteres Ziel ist die Aufrechterhaltung einer optimalen

Kapitalstruktur, um die Kapitalkosten zu reduzieren.

Der Konzern überwacht sein Kapital, d.h. das Eigenkapital laut Konzernbilanz, mit Hilfe der Eigenkapitalquote.

Diese stieg von 44% in 2008 auf 45% in 2009.

SCA Hygiene Products SE ist über den Beherrschungsvertrag mit der SCA Group Holding BV,

Amsterdam/Niederlande, eng in den Konzern der SCA AB, Stockholm/Schweden, eingebunden. Die Finanzierung

der Konzerngesellschaften und die Überwachung der Kapitalstruktur erfolgt überwiegend bei der zentralen

Finanzierungsgesellschaft SCA Capital NV, Diegem/Belgien. SCA Hygiene Products SE wendet sich als

beherrschtes Unternehmen nicht aktiv an den Kapitalmarkt. Die Gesellschaft unterliegt keinen satzungsmäßigen

Eigenkapitalerfordernissen.


(24) Finanzschulden

Am 31.12.2009 betrug die Bruttoverschuldung einschließlich der passivischen Zinsabgrenzung sowie der

verzinslichen Derivate 965,9 Mio. EUR (2008: 956,0 Mio. EUR). Die verzinsliche Bruttoverschuldung betrug 965,3

Mio. EUR (2008: 955,8 Mio. EUR) und ohne verzinsliche Derivate 957,8 Mio. EUR (2008: 915,9 Mio. EUR).

Verzinsliche Bruttoverschuldung Buchwert Marktwert

Mio. EUR 2009 2008 2009 2008

Verzinsliche Derivate

Finanzielle Derivate ggü. verbundenen Unternehmen 7 40 7 40

Gesamt 1) 7 40 7 40

Kurzfristige Finanzschulden

Externe Finanzschulden 43 24 43 24

Finanzschulden ggü. verbundenen Unternehmen 820 797 820 797

Gesamt 2) 863 821 863 821

Langfristige Finanzschulden

Darlehen mit Laufzeit 1 bis 5 Jahre 54 51 55 53

Darlehen mit Laufzeit > 5 Jahre 41 44 41 40

Gesamt 3) 95 95 96 93

Gesamt verzinsliche Bruttoverschuldung 965 956 966 954

Finanzschulden variabel verzinslich 34 47 34 47

Finanzschulden fest verzinslich 931 909 932 907

Gesamt verzinsliche Bruttoverschuldung 965 956 966 954

1) Finanzielle Derivate (Forward-Kontrakt mit AB SCA Finans, Stockholm/Schweden) wurden zum Marktwert

bilanziert.

2) Einschließlich der passivischen Zinsabgrenzung von 0,6 Mio. EUR (2008: 0,1 Mio. EUR) ergeben sich

kurzfristige Brutto-Finanzschulden von 871,1 Mio. EUR (2008: 860,8 Mio. EUR).

3) Darin sind 49,6 Mio. EUR (2008: 45,9 Mio. EUR) gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten.

Verzinsliche Bruttoverschuldung nach Währungen

Mio. EUR 2009 2008

EUR 463 390

USD 218 236

GBP 166 139

RUB 38 117

PLN 68 61

PHP 12 13

Gesamt 965 956

Die Vorjahreswerte wurden bei den Währungen USD (-177 Mio. EUR) und EUR (+177 Mio. EUR) aus Gründen der

Vergleichbarkeit angepasst.

109


(25) Personalbezogene Rückstellungen

SCA hat sowohl beitragsorientierte als auch leistungsorientierte Pensionspläne. Die bedeutendsten

leistungsorientierten Pläne beruhen auf der Dienstzeit und der Vergütung, die der Mitarbeiter bei oder kurz vor

seinem Eintritt in den Ruhestand erhalten hat. Die leistungsorientierten Pläne sehen Pensionsleistungen bei

Eintritt in den Ruhestand und bei Invalidität sowie Hinterbliebenenleistungen bei Tod des

Versorgungsberechtigten vor. Die gesamten Pensionskosten für die leistungsorientierten Pläne werden

nachfolgend dargestellt.

2009 - TEUR

Pensionszusagen

110

Jubiläumszusagen

Altersteilzeit Hinterbliebenenzusagen

Gesamt

Laufender Dienstzeitaufwand 11.350 564 4.163 38 16.115

Eingezahlte Beiträge durch Planteilnehmer -1.838 0 0 0 -1.838

Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 118 0 5.831 0 5.949

Amortisation versicherungsmathematischer

Gewinne und Verluste

0 1.022 -241 0 781

Zinsaufwand auf die Verpflichtung 30.618 664 1.282 31 32.595

Erwartete Erträge aus Planvermögen -22.480 0 0 0 -22.480

Plankürzungen und Abgeltungen 9 0 0 0 9

Gesamt 17.777 2.250 11.035 69 31.131

2008 - TEUR

Pensionszusagen

Jubiläumszusagen

Altersteilzeit Hinterbliebenenzusagen

Gesamt

Laufender Dienstzeitaufwand 14.288 580 3.825 40 18.733

Eingezahlte Beiträge durch Planteilnehmer -2.254 0 0 0 -2.254

Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 152 0 0 0 152

Amortisation versicherungsmathematischer

Gewinne und Verluste

0 -425 -301 0 -726

Zinsaufwand auf die Verpflichtung 29.268 549 848 30 30.695

Erwartete Erträge aus Planvermögen -32.439 0 0 0 -32.439

Plankürzungen und Abgeltungen -73 0 0 0 -73

Gesamt 8.942 704 4.372 70 14.088

Aufwendungen zu beitragsorientierten Versorgungsplänen sowie andere Vergütungen

im Zusammenhang mit beitragsorientierten Leistungen

TEUR 2009 2008

Staatliches Pensionssystem nach jeweiligem Landesrecht 1) 33.071 31.802

Leistungen, angelegt in Versicherungen, Fonds,

Pensionskassen und anderen externen Institutionen

13.726 13.022

Gesamt 2) 46.797 44.824

1) Es handelt sich um Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung. In Großbritannien sind

auch die Beiträge zu anderen Sozialversicherungen enthalten.

2) Angefallene Lohnsteuer ist in den Beträgen enthalten.

Die erwartete Rendite des Planvermögens wird anhand der Annahme festgestellt, dass die Rendite aus

Rentenpapieren genauso hoch sein wird wie die Verzinsung von Zehn-Jahres-Staatsanleihen und dass die

Eigenkapitalrendite dieselbe Verzinsung zuzüglich eines Risikoaufschlags erreichen wird. Die für jedes Land

beschlossene Verzinsung wird anhand des Anteils von Dividenden- bzw. Rentenpapieren gewichtet. Zum

Bilanzstichtag waren 229,6 Mio. EUR (2008: 163,6 Mio. EUR) in Dividendenpapieren investiert. Dies entspricht

49,0% (2008: 42,7%) des gesamten Zeitwerts des Planvermögens. Die übrigen 238,6 Mio. EUR (2008: 219,6

Mio. EUR) entsprechen 51,0% (2008: 57,3%) und waren in festverzinslichen Wertpapieren investiert. Die

tatsächliche Rendite des Planvermögens betrug 2009 76,8 Mio. EUR (2008: -89,8 Mio. EUR).


Pensionspläne mit Bilanzüberschüssen werden in der Bilanz als ein Aktivposten (Überschuss aus vorfinanzierten

Pensionsplänen) ausgewiesen. Andere Pensionspläne, die in Bezug auf die Bilanz nicht voll vorfinanziert sind,

werden als Pensionsrückstellungen ausgewiesen. Der Wert aller Pensionspläne wird auf den Überschuss aus

vorfinanzierten Pensionsplänen bzw. auf die Pensionsrückstellungen, wie unten dargestellt, verteilt.

2009 - TEUR

Pensionszusagen

111

Jubiläumszusagen

Altersteilzeit Hinterbliebenenzusagen

Gesamt

Überschuss in Pensionsplänen 0 0 0 0 0

Rückstellung 98.379 11.567 19.368 546 129.860

Rückstellung, netto 98.379 11.567 19.368 546 129.860

2008 - TEUR

Pensionszusagen

Jubiläumszusagen

Altersteilzeit Hinterbliebenenzusagen

Gesamt

Überschuss in Pensionsplänen 16.109 0 0 0 16.109

Rückstellung 78.893 9.845 13.689 483 102.910

Rückstellung, netto 62.784 9.845 13.689 483 86.801

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste des Jahres sind im Saldo negativ und belaufen sich auf

-39,9 Mio. EUR (2008: -68,5 Mio. EUR). Die auf diese Weise erfassten aufgelaufenen Gewinne und Verluste

machen somit -58,4 Mio. EUR (2008: -18,5 Mio. EUR) aus.

Zusätzlich zu der Auswirkung der geänderten versicherungsmathematischen Annahmen, wie der Änderung des

Abzinsungssatzes etc., entstanden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste durch die

erfahrungsbedingte Anpassung der Annahmen. Erfahrungsbedingte Anpassungen umfassen unerwartet hohe

oder niedrige Mitarbeiterfluktuation, vorzeitige Pensionierung, Sterbefälle oder Gehaltserhöhungen. Die

prozentuale Auswirkung dieser Anpassungen beträgt 0,5% (2008: -1,0%) für die leistungsorientierten

Verpflichtungen und 11,6% (2008: -31,9%) für das Planvermögen. Dies bedeutet, dass die Rendite für das

Planvermögen 2009 besser als erwartet war.

Nachstehende Tabelle weist die Nettorückstellung unter Berücksichtigung von vorfinanzierten, teilweise

vorfinanzierten, nicht finanzierten Pensionsplänen und sonstigen Personalverpflichtungen aus. Die Bezeichnung

„teilweise vorfinanziert” bezieht sich auf Pläne, die sowohl vorfinanzierte als auch gar nicht finanzierte

Verpflichtungen derselben Pläne umfassen; dem gegenüber stehen vorfinanzierte Pläne, bei denen alle

Verpflichtungen vorfinanziert sind. Die Finanzierungshöhe hängt von dem jeweiligen Plan ab.

2009 - TEUR

Vorfinanzierte Pläne

Pensionszusagen

Jubiläumszusagen

Altersteilzeit Hinterbliebenenzusagen

Gesamt

Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 530.471 530.471

Beizulegender Zeitwert des Planvermögens -468.169 -468.169

Netto vorfinanzierte Pläne 62.302 0 0 0 62.302

Noch nicht ergebniswirksam erfasster

nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand

-1.044 -1.044

Rückstellung vorfinanzierter Pläne 61.258 0 0 0 61.258

Nicht vorfinanzierte Pläne

Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 37.121 11.567 19.368 546 68.602

Rückstellung nicht vorfinanzierter Pläne 37.121 11.567 19.368 546 68.602

Rückstellung, netto 98.379 11.567 19.368 546 129.860


2008 - TEUR

Vorfinanzierte Pläne

Pensionszusagen

112

Jubiläumszusagen

Altersteilzeit Hinterbliebenenzusagen

Gesamt

Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 411.842 0 0 0 411.842

Beizulegender Zeitwert des Planvermögens -383.185 0 0 0 -383.185

Netto vorfinanzierte Pläne 28.657 0 0 0 28.657

Noch nicht ergebniswirksam erfasster

nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand

-1.162 0 0 0 -1.162

Rückstellung vorfinanzierter Pläne 27.495 0 0 0 27.495

Nicht vorfinanzierte Pläne

Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 35.289 9.845 13.689 483 59.306

Rückstellung nicht vorfinanzierter Pläne 35.289 9.845 13.689 483 59.306

Rückstellung, netto 62.784 9.845 13.689 483 86.801

Der Zeitwert des Planvermögens per 31.12.2009 beinhaltet Finanzinstrumente in Form von Interest Rate Swaps,

die den Marktwert des Planvermögens mit 11,2 Mio. EUR beeinflusst haben (2008: 17,7 Mio. EUR).

Die von SCA geplanten Zahlungen zum Planvermögen sowie an die Begünstigten betragen für 2010

voraussichtlich 11,4 Mio. EUR.

In der folgenden Tabelle werden die Entwicklung der leistungsorientierten Verpflichtungen und des

Planvermögens erläutert.

2009- TEUR Pensionszusagen

Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung

Jubiläumszusagen

Altersteilzeit Hinterbliebenenzusagen

Beizulegender

Zeitwert des

Planvermögens

Eröffnungsbilanz 447.131 9.845 13.689 483 -383.185

Laufender Dienstzeitaufwand 11.350 564 4.163 38

Zinsaufwand auf die Verpflichtung 30.618 664 1.282 31

Erwartete Erträge aus dem Planvermögen -22.480

Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 5.831

Amortisation versicherungsmathematischer

Gewinne und Verluste

Plankürzungen und Abgeltungen 9

1.022 -241

Beiträge der Teilnehmer des Plans -1.838

Beiträge des Arbeitgebers -18.546

Gezahlte Versorgungsleistungen -24.080 -528 -5.356 -59 20.830

Versetzungen von/nach verbundenen

Unternehmen

Versicherungsmathematische Gewinne und

Verluste, Annahmen

Versicherungsmathematische Gewinne und

Verluste, erfahrungsbedingt

Versicherungsmathematische Gewinne und

Verluste, Planvermögen

373

91.501 52

2.696 1

-54.332

Währungsumrechnungsdifferenzen 7.994 -8.618

Schlussbilanz 567.592 11.567 19.368 546 -468.169

Saldierter Verpflichtungsumfang (Funded

Status)

130.904


2008- TEUR Pensionszusagen

Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung

113

Jubiläumszusagen

Altersteilzeit Hinterbliebenenzusagen

Beizulegender

Zeitwert des

Planvermögens

Eröffnungsbilanz 518.714 9.770 14.352 503 -511.709

Laufender Dienstzeitaufwand 14.288 580 3.825 40 0

Zinsaufwand auf die Verpflichtung 29.268 549 848 30 0

Erwartete Erträge aus dem Planvermögen 0 0 0 0 -32.439

Amortisation versicherungsmathematischer

Gewinne und Verluste

0 -425 -301 0 0

Plankürzungen und Abgeltungen -73 0 0 0 0

Beiträge der Teilnehmer des Plans 0 0 0 0 -2.254

Beiträge des Arbeitgebers 0 0 0 0 -20.076

Gezahlte Versorgungsleistungen -23.660 -629 -5.035 -14 20.447

Versetzungen von/nach verbundenen

Unternehmen

Versicherungsmathematische Gewinne und

Verluste, Annahmen

Versicherungsmathematische Gewinne und

Verluste, erfahrungsbedingt

Versicherungsmathematische Gewinne und

Verluste, Planvermögen

0 0 0 0 0

-48.845 0 0 -32 0

-4.783 0 0 -44 0

0 0 0 0 122.228

Währungsumrechnungsdifferenzen -37.778 0 0 0 40.618

Schlussbilanz 447.131 9.845 13.689 483 -383.185

Saldierter Verpflichtungsumfang (Funded

Status)

87.963

Finanzielle versicherungs- 2009 2008 2007 2006 2005

mathematische Annahmen

Zinssatz für die Abzinsung 5,25% 6,35% 5,74% 4,90% 4,41%

Erwartete Erträge aus Planvermögen 6,1% 6,4% 6,7% 6,0% 5,7%

Künftiges Gehaltsniveau 3,1% 3,8% 3,6% 3,7% 3,2%

Lebenshaltungskostenindex 2,2% 2,2% 2,4% 2,4% 2,3%

Die versicherungsmathematischen Annahmen enthalten gewichtete durchschnittliche Annahmen, die bei der

Berechnung der leistungsorientierten Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Pensionskosten für das darauf

folgende Jahr zugrunde gelegt werden. Für die Ermittlung der Annahmen wurden überwiegend ausländische

Unternehmen einbezogen.

Historie 2009 2008 2007 2006 2005

Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 568.138 447.614 519.217 578.474 599.535

Beizulegender Zeitwert des Planvermögens -468.169 -383.185 -511.709 -543.733 -466.405

Saldierter Verpflichtungsumfang (Funded Status) 99.969 64.429 7.508 34.741 133.130

Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste, erfahrungsbedingt

Leistungsorientierte Verpflichtung 2.697 -4.827 7.004 6.250 -3.415

Planvermögen -54.332 122.228 38.284 -32.499 -50.087

Einzelne Vorjahreswerte der Anhangsangabe (25) wurden an die Berichtsstruktur 2009 angepasst.


(26) Sonstige langfristige Verbindlichkeiten

TEUR 2009 2008

Baukostenzuschuss 0 0

Derivative Instrumente, Energiederivate,

operativ, ggü. verbundenen

Unternehmen 1)

4.626 3.915

Gesamt 4.626 3.915

1) Diese Position wird nach den Regeln von IAS 39 bilanziert.

(27) Sonstige Rückstellungen

TEUR Rückstellungen

Stand 01.01.2009 24.360

Bildung 12.461

Verbrauch -23.334

Auflösung -1.693

Währungsdifferenzen 1.092

Stand 31.12.2009 12.886

Davon

kurzfristig 12.563

langfristig 323

Die sonstigen Rückstellungen belaufen sich auf 12,9 Mio. EUR (2008: 24,4 Mio. EUR). Diese umfassen im

Wesentlichen erwartete Aufwendungen für das Effizienzprogramm in Höhe von 4,9 Mio. EUR (2008: 18,0 Mio.

EUR), davon 0,3 Mio. EUR (2008: 0,4 Mio. EUR) langfristig, sowie 5,9 Mio. EUR (2008: 5,5 Mio. EUR) für

Emissionsrechte. Aufzinsungen waren nicht vorzunehmen. Der Verbrauch der langfristigen Rückstellungen wird

für das Jahr 2011 erwartet.

114


(28) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

TEUR

Verbleibende

Tage bis zur

Fälligkeit 2009 2008

Lieferungen und Leistungen, extern < 30 Tage 197.797 203.809

30 - 90 Tage 57.638 73.590

90 - 180 Tage 254 924

180 - 360 Tage 448 1.695

360 - 720 Tage 358 1.514

> 720 Tage 755 91

Gesamt 1) 257.250 281.623

Investitionen, extern < 30 Tage 3.391 0

30 - 90 Tage 2.957 0

Gesamt 1) 6.348 0

Strategische Investitionen, extern < 30 Tage 715 4.231

30 - 90 Tage 318 6.347

90 - 180 Tage 5.236 0

180 - 360 Tage 0 3.756

Gesamt 1) 6.269 14.334

Erhaltene Anzahlungen < 30 Tage 15 14

Gesamt 15 14

Ggü. verbundenen Unternehmen < 30 Tage 36.791 31.346

30 - 90 Tage 638 9.373

90 - 180 Tage 2.319 2.413

180 - 360 Tage 0 0

360 - 720 Tage 0 0

> 720 Tage 0 0

Gesamt 1) 39.748 43.132

Gesamt Verbindlichkeiten < 30 Tage 238.709 239.400

30 - 90 Tage 61.551 89.310

90 - 180 Tage 7.809 3.337

180 - 360 Tage 448 5.451

360 - 720 Tage 358 1.514

> 720 Tage 755 91

Gesamt 309.630 339.103

1) Diese Posten werden nach den Regeln von IAS 39 bilanziert.

Der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 29,5 Mio. EUR steht im

Zusammenhang mit dem Abbau der Vorräte in Höhe von 44,9 Mio. EUR. Verbindlichkeiten für strategische

Investitionen bestehen insbesondere für den neuen Tissuestandort in Sovetsk/Russland sowie den Personal

Care-Standort Veniov/Russland.

115


(29) Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

TEUR 2009 2008

Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 1) 14.904 13.827

Verbindlichkeiten ggü. assoziierten Unternehmen 1) 48 117

Derivative Instrumente, operativ,

ggü. verbundenen Unternehmen (A) 1)

116

8.892 8.837

Verbindlichkeiten Emissionsrechte 635 900

Verbindlichkeiten, operativ (B) 264.654 230.028

Sonstige operative Verbindlichkeiten (C) 41.251 44.405

Gesamt 330.384 298.114

(A) Derivate Instrumente, operativ 2009 2008

Währungsderivate 1) 94 319

Energiederivate 1) 8.798 8.518

Gesamt 8.892 8.837

(B) Verbindlichkeiten, operativ 2009 2008

Kundenboni und -skonti 1) 132.821 104.063

Sonstige Personalverpflichtungen 57.793 35.128

Urlaubsansprüche 16.033 16.584

Sozialversicherung 10.936 8.703

Abwasser, Energie 1) 14.687 30.455

Werbung und Promotion 1) 7.000 7.970

Frachten und Lager 1) 11.407 12.926

Prüfungs- und Beratungskosten 1) 6.673 2.784

Warenlieferungen 1.736 1.154

Investitionen Anlagevermögen, ausstehende Rechnung 0 3.378

Sonstige Einzelposten < 2 Mio. EUR 1) 5.568 6.883

Gesamt 264.654 230.028

(C) Sonstige operative Verbindlichkeiten 2009 2008

Umsatzsteuer aus Lieferungen und Leistungen 19.450 27.899

Sonstige Steuern 7.573 4.152

Fällige Sozialversicherungsbeiträge 4.351 4.305

Sonstige Personalverbindlichkeiten 3.461 4.823

Verbindlichkeiten für Sachanlagen 2.029 0

Kreditorische Debitoren 1) 3.614 2.576

Sonstige Posten 773 650

Gesamt 41.251 44.405

1) Diese Posten werden nach den Regeln von IAS 39 bilanziert.

Die Verbindlichkeiten beinhalten transitorische Passiva (Geldeingang im laufenden Geschäftsjahr, Ertrag im

nächsten Geschäftsjahr) und antizipative Passiva (Aufwand im laufenden Geschäftsjahr, Geldausgang im

nächsten Geschäftsjahr).

Die derivativen Instrumente umfassen Devisentermingeschäfte - Currency Forwards - sowie Währungsswaps

- Currency Swaps - und werden ausschließlich zur Absicherung des Transaktionsrisikos verwendet.


(30) Kapitalflussrechnung

Zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge

Mio. EUR 2009 2008

Abschreibungen und Wertminderungen 158 149

Zuschreibungen 0 -5

Ergebnisanteil an assoziierten Unternehmen -23 -20

Zuführung zu Rückstellungen 11 18

Sonstige -2 -2

Gesamt 145 140

Finanzmittelfonds

Mio. EUR 2009 2008

Flüssige Mittel und Bankguthaben 32 21

Kurzfristige Finanzanlagen 424 282

Gesamt 456 303

Zinsen

Mio. EUR 2009 2008

Zinseinnahmen 7 26

Zinsausgaben -79 -85

Netto -72 -59

Dividenden

Mio. EUR 2009 2008

Erhaltene Dividenden 2 16

Gezahlte Dividenden -109 -104

Gesamt -107 -88

(31) Joint-Venture-Gesellschaften

Joint-Venture-Gesellschaften, d. h. Unternehmen, die SCA zusammen mit anderen Partnern besitzt und über die

laut Vertrag gemeinsam Kontrolle ausgeübt wird, werden quotal konsolidiert. Es handelt sich hierbei um die

Teilkonzerne THOSCA-Holzhandelsgesellschaften und um die Altpapierhandelsgesellschaften Bunzl & Biach

Ges.m.b.H., Wien/Österreich, und die American Fiber Services LLC, Atlanta/USA. Der Anteil von SCA Hygiene

Products SE beträgt jeweils 50%. Im 3. Quartal des Geschäftsjahres 2009 wurde die Holz Logistik Nord GmbH,

Lübeck, auf die THOSCA Holz GmbH, Hösbach, verschmolzen, so dass der Teilkonzern THOSCA nunmehr noch

aus zwei Gesellschaften besteht.

Posten der Gewinn- und Verlustrechnung und Bilanz und die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter in Joint-

Venture-Gesellschaften, die im SCA-Konzern enthalten sind, beziehen sich auf den Anteil von SCA.

117


TEUR 2009 2008

Gewinn- und Verlustrechnung

Konzern Konzern

Umsatz 92.462 117.566

Sonstige betriebliche Erträge 1.071 780

Betriebliche Aufwendungen -91.957 -115.932

Abschreibungen -490 -713

Ergebnis vor Finanzergebnis 1.086 1.701

Finanzergebnis -514 171

Ergebnisanteil assoziierter

Unternehmen

-78 -21

Ergebnis vor Ertragsteuer 494 1.851

Ertragsteuer -179 -456

Jahresüberschuss 315 1.395

TEUR 2009 2008

Personalkosten

Konzern Konzern

Löhne und Gehälter 3.625 3.917

Altersversorgung 363 155

Sozialversicherung 878 960

Sonstiger Personalaufwand 20 37

Gesamt 4.886 5.069

Im Altpapierhandel musste ebenso wie im Holzhandel ein Umsatzrückgang von 19% bzw. 22% hingenommen

werden. Dies ist überwiegend auf den Preisverfall auf den Rohstoffmärkten zurückzuführen. Aufgrund der

Reduzierung der Wareneinsatzkosten in fast derselben Höhe wurde weiterhin ein positives operatives Ergebnis

erzielt.

TEUR 2009 2008

Bilanz

Konzern Konzern

Langfristige operative Aktiva 5.197 5.154

Langfristige finanzielle Aktiva 1.146 1.206

Kurzfristige operative Aktiva 10.733 10.772

Kurzfristige finanzielle Aktiva 6.102 4.784

Bilanzsumme 23.178 21.916

Eigenkapital 9.766 9.858

Langfristige operative Passiva 43 66

Langfristige finanzielle Passiva 2.312 1.887

Kurzfristige operative Passiva 11.056 10.066

Kurzfristige finanzielle Passiva 1 39

Bilanzsumme 23.178 21.916

118


TEUR 2009 2008

Konzern Konzern

Capital Employed 4.831 5.794

Nettoverschuldung 4.935 4.064

Anzahl Mitarbeiter (Durchschnitt) 101 109

(32) Eventualverbindlichkeiten

TEUR 2009 2008

Garantien

Cash Pool 11.078 41.044

Banken 0 207

Mietverträge 11 12

Bürgschaften

Wechselobligo 815 1.038

Zoll 235 235

Steuern 1.743 1.743

Sonstige 950 1.045

Gesamt 14.832 45.324

Im Zusammenhang mit der Veräußerung des Standorts Roanne in Frankreich am 28.02.2007 durch die SCA

Hygiene Products S.A.S., Roissy Pôle/Frankreich, wurde dem Erwerber von SCA Hygiene Products SE eine

Ausfallbürgschaft für eventuelle Umweltrisiken gegeben. Das maximale Risiko liegt nach internen Einschätzungen

bei 1,2 Mio. EUR. Der Miteigentümer, die SCA HP De Breul Holding BV, Amsterdam/Niederlande, hat in Höhe

seiner Beteiligung von 54,15% eine Garantie gegenüber SCA Hygiene Products SE gegeben. Der Rückgang der

Eventualverbindlichkeiten für Cash Pool-Garantien in Höhe von 30 Mio. EUR ist im Wesentlichen auf die

Herabsetzung einer Garantie der National Westminster Bank Plc, Großbritannien, von 40 Mio. GBP auf 10 Mio.

GBP zurückzuführen.

(33) Verpfändete Vermögenswerte

TEUR 2009 2008

In Verbindung mit

Finanzverbind-

lichkeiten

In Verbindung mit

Eventualverbind-

lichkeiten

Pfandrechte 0

119

Gesamt Gesamt

unbewegliche Sachen 46 2.378 2.424 2.664

bewegliche Sachen 0 0 0 0

Gesamt 46 2.378 2.424 2.664

Bei den Eventualverbindlichkeiten handelt es sich um ein durch die SCA Hygiene Products GmbH,

Wien/Österreich, hypothekarisch abgesichertes Darlehen, das von der Zweckgesellschaft Abwasserverband

Oberes Piestingtal, Pernitz/Österreich, beim österreichischen Umwelt- und Wasserwirtschaftsfonds

aufgenommen wurde.


(34) Bericht zu nahestehenden Unternehmen und Personen

SCA Hygiene Products SE und ihre Tochtergesellschaften sind mit einem Beherrschungsvertrag seit dem

01.01.1998 in den Konzern der Svenska Cellulosa Aktiebolaget SCA, Stockholm/Schweden (SCA AB),

eingebunden. Mit den anderen verbundenen Unternehmen des SCA AB-Konzerns (Mutter- und

Schwestergesellschaften) gibt es im Wesentlichen folgende Beziehungen.

Warenlieferungen werden nach der Cost Plus-Methode in Rechnung gestellt. Forschung und Entwicklung,

Datenverarbeitung und Management werden im Kostenumlageverfahren verrechnet. Aufgrund der

unterschiedlichen nationalen Regelungen und vertraglichen Bedingungen konnten 2.045 TEUR nicht an die

Leistungsempfänger weiterverrechnet werden. Finanzgeschäfte werden at arm’s length, d.h. wie unter fremden,

voneinander unabhängigen Unternehmen, berechnet.

Tochtergesellschaften der SCA Hygiene Products SE vertreiben Produkte unter der Marke „Tempo“, die von

Schwestergesellschaften erzeugt werden. Für die Nutzung der Markenrechte werden Lizenzgebühren an AB SCA

Finans, Stockholm/Schweden, entrichtet.

Im Zusammenhang mit der Veräußerung des Standorts Roanne in Frankreich durch die SCA Hygiene Products

S.A.S., Roissy Pôle/Frankreich, wurde dem Erwerber von SCA Hygiene Products SE eine Ausfallbürgschaft für

eventuelle Umweltrisiken gegeben. Das maximale Risiko liegt nach internen Einschätzungen bei 1,2 Mio. EUR.

Der Miteigentümer, die SCA HP De Breul Holding BV, Amsterdam/Niederlande, hat in Höhe seiner Beteiligung

von 54,15% eine Garantie gegenüber SCA Hygiene Products SE gegeben.

2009 hat SCA Hygiene Products SE eine Dividende in Höhe von 103,8 Mio. EUR an SCA Group Holding BV,

Amsterdam/Niederlande, ausgeschüttet. Die Tochtergesellschaft SCA Hygiene Products GmbH, Wien/Österreich,

hat 2009 1.350 TEUR Dividende an den Minderheitsgesellschafter SCA Hygiene Products AB,

Göteborg/Schweden, gezahlt.

2009 wurden gebrauchte Verarbeitungsmaschinen bzw. Maschinenteile und Emissionsrechte an

Schwestergesellschaften veräußert. Der Erlös in Höhe von 2.404 TEUR (2008: 4.249 TEUR) entsprach dem

Buchwert von 2.404 TEUR (2008: 3.491 TEUR) und führte daher zu keinem Ertrag (2008: 758 TEUR). Von

Schwestergesellschaften wurden gebrauchte Verarbeitungsmaschinen und Maschinenteile im Wert von 458

TEUR erworben (2008: 0 TEUR).

Die Liefer- und Leistungsbeziehungen mit dem Vorstand und der Geschäftsführung der Tochtergesellschaften

erfolgen ausschließlich im Rahmen der bestehenden Anstellungsverträge. Mit Angehörigen von nahestehenden

Personen bestehen keine Liefer- und Leistungsbeziehungen.

Die Bezüge des Vorstands von SCA Hygiene Products SE im Geschäftsjahr 2009 betrugen 565 TEUR (2008: 613

TEUR), davon fix 466 TEUR (2008: 454 TEUR) und variabel 99 TEUR (2008: 159 TEUR). Darin sind

Sachzuwendungen, die insbesondere in der Überlassung von Dienstwagen und Versicherungsschutz bestehen,

enthalten. Die auf die Sachzuwendungen entfallenden Steuern werden von den Vorstandsmitgliedern getragen.

Vorstandsmitglieder haben unter bestimmten Voraussetzungen einen Anspruch auf Pensionszahlungen. Am

31.12.2009 betrugen die Pensionsrückstellungen für Mitglieder des Vorstands 767 TEUR (2008: 689 TEUR).

Frühere Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen erhielten 1.512 TEUR (2008: 1.503 TEUR). Für diesen

Personenkreis bestanden Rückstellungen für Pensionen von 11.665 TEUR (2008: 12.156 TEUR).

Die Mitglieder des Aufsichtsrats von SCA Hygiene Products SE erhalten gemäß §17 der Satzung außer dem

Ersatz der baren Auslagen eine feste Vergütung von jährlich 12.500 EUR, der Vorsitzende und dessen

Stellvertreter das Doppelte. Für zusätzliche Ämter in den Ausschüssen des Aufsichtsrats wird keine Vergütung

gewährt. Die im SCA-Konzern beschäftigten Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat haben vor Annahme des

Aufsichtsratsmandats auf die satzungsgemäße Vergütung verzichtet. Ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat von SCA

Hygiene Products SE ist mit dem Gehalt gemäß jeweiligem Dienstvertrag abgegolten. Entsprechend der

geltenden Satzungsbestimmung betrugen die Bezüge des Aufsichtsrats von SCA Hygiene Products SE für das

Geschäftsjahr 2009 insgesamt 139 TEUR (2008: 130 TEUR). Vorbehaltlich der Änderung von § 17 Absatz 1 der

Satzung durch die ordentliche Hauptversammlung 2010 erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats künftig für die

Teilnahme an den Aufsichtsratssitzungen ein Sitzungsgeld von 200 EUR; für die Teilnahme an

Ausschusssitzungen wird kein Sitzungsgeld gewährt.

Darüber hinausgehende Liefer- und Leistungsbeziehungen bestanden nicht. Es wurden keine Vorschüsse oder

Kredite an Organmitglieder ausgereicht.

Ende 2009 erfolgte eine gesellschaftsrechtliche Restrukturierung zur Optimierung der Ertragsteuerposition des

SCA AB-Konzerns, dem auch die SCA Hygiene Products SE mit ihren Tochtergesellschaften angehört. Zu

diesem Zweck wurden die Geschäftsanteile an der SCA Netherlands Alphabet Holding BV,

Amsterdam/Niederlande, welche die niederländischen operativen Beteiligungen des SCA Hygiene Products SE

Konzerns hält, durch die Clearwill Holding BV, Amsterdam/Niederlande, deren Geschäftsanteile mittelbar zu

100% von der SCA Hygiene Producs SE gehalten werden, am 22.12.2009 zum Buchwert in Höhe von 200,2 Mio.

120


EUR an die SCA Group Holding BV, Amsterdam/Niederlande, verkauft. SCA Hygiene Products SE ist mit der

SCA Group Holding BV als herrschendem Unternehmen über einen Beherrschungsvertrag verbunden. Der

Kaufpreis wurde ungesichert für 100 Jahre bis zum 31.12.2109 gestundet. Als Kaufpreisverzinsung erhält die

Clearwill Holding BV auf vertraglicher Grundlage aus dem Jahresüberschuss der SCA Group Holding BV jährlich

die von den niederländischen Aktivitäten erwirtschaftete Dividende. Sollte der Jahresüberschuss der SCA Group

Holding BV zur Bezahlung der erwirtschafteten Dividende nicht ausreichen, wird der Differenzbetrag durch die

Muttergesellschaft SCA AB geleistet, die vertraglich eine entsprechende Garantie übernommen hat. Durch eine

Managementvereinbarung mit der SCA Group Holding BV, der die SCA AB als 100%-Gesellschafter dieser

Gesellschaft beigetreten ist, wird der beherrschende Einfluss der Clearwill Holding BV auf das operative Geschäft

der niederländischen Beteiligungen einschließlich deren Rückforderung sichergestellt. Damit verbleibt das

wirtschaftliche Eigentum an den niederländischen operativen Beteiligungen weiterhin bei der SCA Hygiene

Products SE.

Im Geschäftsjahr wurden mit nahestehenden Unternehmen Geschäfte getätigt, die zu folgenden Abschlussposten

führten:

Abschlussposten mit

Mutterunternehmen

Mio. EUR

2009 2008

Erträge 0 0

Aufwendungen 1 0

Forderungen 0 0

Verbindlichkeiten 1 0

Abschlussposten mit

Schwesterunternehmen

Mio. EUR

2009 2008

Erträge 523 625

Aufwendungen 676 757

Forderungen 559 416

Verbindlichkeiten 928 913

Abschlussposten mit

assoziierten Unternehmen

Mio. EUR

2009 2008

Erträge 132 147

Aufwendungen 52 74

Forderungen 0 0

Verbindlichkeiten 1 1

Abschlussposten mit

Gemeinschaftsunternehmen

Mio. EUR

2009 2008

Erträge 1 0

Aufwendungen 33 39

Forderungen 0 2

Verbindlichkeiten 5 3

121


(35) Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich, indem das auf die Aktien entfallende Nettoergebnis durch die

durchschnittliche Zahl der Aktien geteilt wird. Eine Verwässerung dieser Kennzahl kann durch potenzielle

auszugebende Aktien (Optionen und Wandelanleihen) erfolgen. Dieser Sachverhalt ist bei SCA Hygiene Products

SE nicht gegeben, weil keine Optionsrechte bzw. Wandelanleihen mit dem Recht zum Bezug zusätzlicher Aktien

der Gesellschaft bestehen.

Ergebnisanteil der Aktionäre von

2009 2008

SCA Hygiene Products SE TEUR 173.784 101.936

Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien Stück 7.092.018 7.092.018

Ergebnis je Aktie

Unverwässert EUR 24,50 14,37

Verwässert EUR 24,50 14,37

Dividende EUR 15,15 1) 15,15

1) Vorschlag für das Geschäftsjahr 2009

(36) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Ende März 2010 wurde beschlossen, den Personal Care-Standort Linselles/Frankreich wegen zu hoher

Herstellkosten zu schließen. An diesem Standort werden Babywindeln und Inkontinenzprodukte produziert. Die

Produktion wird auf andere SCA-Standorte in Europa verlagert. Von der Schließung sind rund 270 Mitarbeiter

betroffen. SCA Hygiene Products SE ist an dem Standort Linselles mittelbar zu 45,85% beteiligt. Das

Unternehmen SCA Hygiene Products Holding S.A.S, Roissy Pôle/Frankreich, wird als assoziiertes Unternehmen

in den Konzernabschluss einbezogen.

(37) Entsprechenserklärung

Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft haben die nach §161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung

zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 18.06.2009 am 15.12.2009 abgegeben. Sie

wurde den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.scahygieneproductsse.com zugänglich

gemacht.

(38) Anteilsbesitz

Die vollständige Liste des Anteilsbesitzes von SCA Hygiene Products SE wird im elektronischen Bundesanzeiger

bekannt gemacht.

122


Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der

Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und

Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des

Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen

entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen

Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

München, 14. April 2010

Der Vorstand der

SCA Hygiene Products SE

Günter Kaske Walter Hirner

123


Bestätigungsvermerk Bestätigungsvermerk des des Abschlussprüfers

Abschlussprüfers

Wir haben den von der SCA Hygiene Products SE, München, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus

Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, der Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen,

Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht der SCA Hygiene Products SE, München, der

mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember

2009 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den IFRS, wie sie

in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen

Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage

der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten

Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der

Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen.

Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die

Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften

und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen

werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des

Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die

Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im

Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.

Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen

Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und

Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der

Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung,

dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der

Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB

anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den

tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der

zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes

Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, 21. April 2010

PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Alexander Winter ppa. Thomas Gillitzer

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

124


Abschluss SCA Hygiene Products SE

SCA SCA Hygiene Hygiene Products Products SE

SE

Gewinn Gewinn- Gewinn und und Verlus Verlustrechnung

Verlus trechnung

vom vom 1. 1. Januar Januar bis bis 31. 31. Dezember Dezember 2009

2009

TEUR Anhang 2009 2008

Umsatzerlöse (1) 95.163 85.967

Sonstige betriebliche Erträge (2) 5.069 4.106

Rohergebnis 100.232 90.073

Personalaufwand (3) -41.184 -34.983

Abschreibungen -600 -478

Sonstige betriebliche Aufwendungen (4) -68.630 -57.748

Ergebnis vor Finanzergebnis -10.182 -3.136

Ergebnis aus Beteiligungen 126.261 123.522

Zinsergebnis 1.726 -8.168

Finanzergebnis (5) 127.987 115.354

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 117.805 112.218

Ertragsteuern (6) -8.196 -4.173

Jahresüberschuss 109.609 108.045

Einstellung in andere Gewinnrücklagen -2.165 -601

Bilanzgewinn 107.444 107.444

125


SCA SCA Hygiene Hygiene Products Products SE

SE

Bilanz Bilanz zum zum 31. 31. 31. Dezember Dezember 2009

2009

AKTIVA Anhang 31.12.2009 31.12.2008

TEUR TEUR

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände (7) 105 78

Sachanlagen (8) 1.782 1.394

Finanzanlagen (9) 1.433.327 1.432.255

1.435.214 1.433.727

Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (10)

Forderungen gegen verbundene Unternehmen 489.928 399.369

Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 9.665 9.354

126

499.593 408.723

Flüssige Mittel (11) 31 90

499.624 408.813

Rechnungsabgrenzungsposten (12) 290 365

1.935.128 1.842.905

PASSIVA Anhang 31.12.2009 31.12.2008

TEUR TEUR

Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital (13) 181.305 181.305

Kapitalrücklage 128.765 128.765

Gewinnrücklagen (14) 589.634 587.469

Bilanzgewinn 107.444 107.444

1.007.148 1.004.983

Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 37.334 37.819

Steuerrückstellungen 7.840 3.195

Sonstige Rückstellungen (15) 15.600 9.604

60.774 50.618

Verbindlichkeiten (16)

Finanzschulden 620.011 581.356

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.397 3.892

Übrige Verbindlichkeiten 241.798 202.056

867.206 787.304

1.935.128 1.842.905


Anhang Anhang zur zur Bilanz Bilanz Bilanz und und zur zur Gewinn Gewinn- Gewinn und

und

Ve Verlustrechnung Ve lustrechnung für das Geschäftsjahr vom

1. 1. Januar Januar bis bis 31. 31. Dezember Dezember Dezember 2009

2009

Allgemeine Angaben

Die SCA Hygiene Products SE, München, führt als Obergesellschaft einen Teilkonzern der

Muttergesellschaft Svenska Cellulosa Aktiebolaget SCA, Stockholm/Schweden (SCA AB).

Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht der SCA

Hygiene Products SE für das Geschäftsjahr 2009 werden im elektronischen Bundesanzeiger

offengelegt und im Unternehmensregister hinterlegt.

Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung sind in der Bilanz und in der Gewinn- und

Verlustrechnung Posten zusammengefasst, die im Anhang gesondert erläutert werden.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Aufstellung des Jahresabschlusses der SCA Hygiene Products SE erfolgt nach den deutschen

handels- bzw. aktienrechtlichen Bestimmungen. Bei bestehenden Wahlrechten wird der jeweils

steuerlich günstigere Wert angesetzt.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert

um planmäßige lineare Abschreibungen, aktiviert.

Das Sachanlagevermögen wird mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige degressive

und lineare Abschreibungen, bewertet. Ab 2009 wird den steuerlichen Änderungen entsprechend

wieder degressiv abgeschrieben. Der Einfluss auf die Vermögenslage ist von untergeordneter

Bedeutung.

Die Nutzungsdauer beträgt grundsätzlich bei Gebäuden, je nach Ausführung, zehn bis 50 Jahre sowie

bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung drei bis zehn Jahre.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche

Ausleihungen werden mit dem Barwert, die übrigen Ausleihungen mit dem Nennwert ausgewiesen.

Soweit die nach diesen Grundsätzen bewerteten Finanzanlagen über dem beizulegenden Wert am

Bilanzstichtag liegen, werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung Abschreibungen

vorgenommen. Wertpapiere des Anlagevermögens werden, soweit erforderlich, auf den niedrigeren

Wert am Bilanzstichtag abgewertet. Es wurde eine Bewertungseinheit zwischen Ausleihungen an

verbundene Unternehmen und einem Devisentermingeschäft gebildet. Der beizulegende Zeitwert des

Devisentermingeschäfts zum Bilanzstichtag bestimmt sich aus der Differenz der mit den USD- bzw.

EUR-Zinssätzen abgezinsten Zeitwerten des Darlehens.

127


Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare

Einzelrisiken sowie allgemeine Kreditrisiken werden durch entsprechende Wertkorrekturen

berücksichtigt.

Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von mehr als einem Jahr werden

abgezinst. Die liquiden Mittel sind zu Nominalwerten bewertet.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden gebildet für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die

Aufwendungen für das Folgejahr darstellen.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf Basis eines Zinsfußes

von 6% in Höhe des versicherungsmathematischen Teilwerts gemäß § 6 a EStG dotiert und decken

alle Direktzusagen. Den Berechnungen liegen die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck

zugrunde. Bei Rückstellungen für Altersteilzeit kommt das Blockmodell zur Anwendung. Die in der

Rückstellung enthaltenen Aufstockungsbeträge stellen nach ihrem wirtschaftlichen Charakter eine

eigenständige Abfindungsverpflichtung dar und sind nach § 249 Abs.1 Satz 1 HGB passiviert. Darüber

hinaus wurden in die Rückstellungen auch Leistungen an Arbeitnehmer einbezogen, die das tarifliche

Angebot zur Altersteilzeit voraussichtlich noch bis Jahresende 2015 annehmen werden. Weitere

Versorgungsverpflichtungen werden durch eine Gruppenversicherung gedeckt. Die sonstigen

Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in

angemessener Höhe.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Währungsumrechnung

Nicht kursgesicherte Währungsforderungen werden grundsätzlich mit dem Kurs am Buchungstag oder

mit dem niedrigeren Briefkurs am Bilanzstichtag bewertet; kursgesicherte Währungsforderungen

grundsätzlich zum Sicherungskurs oder zum niedrigeren Buchwert.

Nicht kursgesicherte Währungsverbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Kurs am Buchungstag

oder mit dem höheren Geldkurs bewertet; kursgesicherte Währungsverbindlichkeiten grundsätzlich

zum Sicherungskurs oder zum höheren Geldwert.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(1) Umsatzerlöse

TEUR 2009 2008

Deutschland 4.242 4.846

Übrige Europäische Union 90.800 80.486

Übriges Ausland 121 635

Gesamt 95.163 85.967

128


SCA Hygiene Products SE hat die Umsatzerlöse in Höhe von 95,2 Mio. EUR (2008: 86,0 Mio. EUR)

im Wesentlichen mit 94,5 Mio. EUR (2008: 85,1 Mio. EUR) aus Serviceleistungen für

Konzernunternehmen erzielt. Die periodenfremden Umsatzerlöse betrugen -3,6 Mio. EUR (2008: -0,4

Mio. EUR).

(2) Sonstige betriebliche Erträge

Dieser Posten beinhaltet insbesondere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und

Weiterbelastungen an Konzernunternehmen sowie aus dem Verkauf von Dividendenrechten des

Wertpapiersondervermögens. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind 1,2 Mio. EUR (2008: 1,1

Mio. EUR) anderen Geschäftsjahren zuzuordnen.

(3) Personalaufwand

TEUR 2009 2008

Löhne und Gehälter 34.068 28.777

Soziale Abgaben und Aufwendungen für

Altersversorgung und für Unterstützung

7.116 6.206

(davon für Altersversorgung) (4.241) (3.528)

Gesamt 41.184 34.983

Der Anstieg des Postens Löhne und Gehälter ist überwiegend auf höhere einmalige Bonuszahlungen

zurückzuführen. Anderen Geschäftsjahren sind 1,0 Mio. EUR (2008: 0,7 Mio. EUR) zuzuordnen.

(4) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten insbesondere Verwaltungskosten, Mieten und

Vertriebskosten. Anderen Geschäftsjahren sind 1,2 Mio. EUR (2008: 1,1 Mio. EUR) zuzuordnen. In

den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind sonstige Steuern in Höhe von 23 TEUR enthalten

(2008: 31 TEUR). Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr ist

überwiegend auf erhöhte Serviceleistungen für Konzernunternehmen zurückzuführen.

129


(5) Finanzergebnis

TEUR 2009 2008

Ergebnis aus Beteiligungen

Erträge

Von Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 167

Von Unternehmen mit Ergebnisabführungsverträgen 128.914 125.155

Aufwendungen aus Verlustübernahmen -2.653 -1.800

Zinsergebnis

Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des

Finanzanlagevermögens

130

126.261 123.522

9.752 11.064

davon aus verbundenen Unternehmen (9.752) (9.915)

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.668 14.083

davon aus verbundenen Unternehmen (7.064) (12.890)

Zinsen und ähnliche Aufwendungen -15.694 -33.315

davon an verbundene Unternehmen (-15.149) (-33.106)

1.726 -8.168

Gesamt 127.987 115.354

Im Ergebnis aus Beteiligungen sind im Wesentlichen die Erträge aus dem Gewinnabführungsvertrag

mit der SCA Hygiene Products Holding GmbH, Oberding, enthalten.

Die Erträge aus Ausleihungen resultieren aus einer langfristigen Finanzierung der Tochtergesellschaft

SCA Hygiene Products US Beteiligungs GmbH, Oberding. Diese Ausleihung über 222,1 Mio. USD

wurde durch ein Devisentermingeschäft (Währungsswap) gesichert. Die Ausleihung und der

Währungsswap bilden eine Bewertungseinheit. Die Ausleihung wird daher entsprechend dem

Wechselkurs bei erstmaliger Erfassung mit 177,1 Mio. EUR bilanziert. Während die Ausleihung eine

Restlaufzeit von 1,5 Jahren aufweist, wird der Währungsswap jährlich prolongiert. Ein- und

Auszahlung aus der Prolongation werden als sonstige Verbindlichkeit bzw. sonstiger

Vermögensgegenstand erfolgsneutral abgegrenzt. Der zum 31.12.2009 bestehende und am

02.07.2009 abgeschlossene Währungsswap (157,2 Mio. EUR gegen 222,1 Mio. USD) weist einen

Marktwert von 2,1 Mio. EUR aus.

(6) Ertragsteuern

Der Posten Ertragsteuern enthält 2009 den Steueraufwand für das laufende Geschäftsjahr in Höhe

von 8,8 Mio. EUR sowie Aufwendungen aus Vorjahren mit 0,6 Mio. EUR und Erträge aus Vorjahren

mit 1,2 Mio. EUR.


ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

(7) Immaterielle Vermögensgegenstände

TEUR Konzessionen, gewerbliche

Anschaffungskosten

Schutzrechte und ähnliche

Rechte und Werte sowie Lizenzen

an solchen Rechten und Werten

Anfangsstand 01.01.2009 764

Zugänge 69

Abgänge 0

Endstand 31.12.2009 833

Abschreibungen

Anfangsstand 01.01.2009 686

Zugänge 42

Abgänge 0

Endstand 31.12.2009 728

Bilanzwert 31.12.2009 105

Bilanzwert 31.12.2008 78

(8) Sachanlagen

TEUR Bauten Andere Anlagen, Gesamt

Anschaffungs-/Herstellungskosten

auf fremden Betriebs- und

Grundstücken Geschäfts-

131

ausstattung

Anfangsstand 01.01.2009 183 4.632 4.815

Zugänge 3 1.002 1.005

Abgänge -42 -1.201 -1.243

Endstand 31.12.2009 144 4.433 4.577

Abschreibungen

Anfangsstand 01.01.2009 153 3.268 3.421

Zugänge 13 545 558

Abgänge -34 -1.150 -1.184

Endstand 31.12.2009 132 2.663 2.795

Bilanzwert 31.12.2009 12 1.770 1.782

Bilanzwert 31.12.2008 30 1.364 1.394


(9) Finanzanlagen

TEUR Anteile an Ausleihungen Beteili- Wertpapiere Gesamt

Anschaffungskosten

verbundenen an verbundene gungen des Anlage-

Unternehmen Unternehmen vermögens

Anfangsstand 01.01.2009 1.214.879 177.113 333 39.930 1.432.255

Zugänge 136 0 0 936 1.072

Abgänge 0 0 0 0 0

Endstand 31.12.2009 1.215.015 177.113 333 40.866 1.433.327

Abschreibungen

Anfangsstand 01.01.2009 0 0 0 0 0

Zugänge 0 0 0 0 0

Abgänge 0 0 0 0 0

Endstand 31.12.2009 0 0 0 0 0

Bilanzwert 31.12.2009 1.215.015 177.113 333 40.866 1.433.327

Bilanzwert 31.12.2008 1.214.879 177.113 333 39.930 1.432.255

Der Zugang der Anteile an verbundenen Unternehmen ergab sich aus einer Einlage der SCA Hygiene

Products SE in die Tochtergesellschaft SCA Americas Inc., Dover/USA.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens sind zweckgebunden zur Deckung der

Pensionsverpflichtungen und werden vom SCA Vorsorge-Treuhand e. V. treuhänderisch gehalten und

verwaltet.

Die Zugänge bei den Wertpapieren des Anlagevermögens ergaben sich aus dem Kauf von

Fondsanteilen, die vom SCA Vorsorge-Treuhand e. V. mit dem Mittelzufluss aus dem Verkauf von

Dividendenrechten und Fondsgutschriften finanziert wurden.

(10) Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

TEUR 31.12.2009 31.12.2008

Forderungen gegen verbundene Unternehmen 489.928 399.369

(davon Restlaufzeit über 1 Jahr) (0) (0)

Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein

Beteiligungsverhältnis besteht

132

1 0

(davon Restlaufzeit über 1 Jahr) (0) (0)

Sonstige Vermögensgegenstände 9.664 9.354

(davon Restlaufzeit über 1 Jahr) (5.590) (6.128)

Gesamt 499.593 408.723

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus

Ergebnisabführungsverträgen mit 128,9 Mio. EUR sowie Salden aus dem Cash Pool mit inländischen

Tochtergesellschaften mit 290,3 Mio. EUR. Der Anstieg der Forderungen gegen verbundene


Unternehmen resultiert im Wesentlichen aus der Finanzierung der Kapitalerhöhung bei der SCA

Hygiene Products LLC, Moskau/Russland, durch die SCA Hygiene Products Holding GmbH,

Oberding.

(11) Flüssige Mittel

In diesem Posten sind Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände enthalten.

(12) Rechnungsabgrenzungsposten

Bei den Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich überwiegend um Abgrenzungen von

Mietkosten, Flugkosten und Mitgliedsbeiträgen.

(13) Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der SCA Hygiene Products SE betrug zum Ende des Berichtsjahres 181.305

TEUR und ist in 7.092.018 Stückaktien eingeteilt. Jede Aktie hat eine Stimme. Die SCA Group Holding

BV, Amsterdam/Niederlande, hält an der SCA Hygiene Products SE eine Beteiligung von 96,6%.

(14) Gewinnrücklagen

Andere Gewinnrücklagen haben sich 2009 durch eine Einstellung von 2.165 TEUR auf 589.634 TEUR

erhöht.

(15) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten mit 11,2

Mio. EUR (2008: 7,7 Mio. EUR) und ausstehende Rechnungen für Lieferungen und Leistungen mit 3,3

Mio. EUR (2008: 1,0 Mio. EUR).

133


(16) Verbindlichkeiten

TEUR 31.12.2009 davon 31.12.2008 davon

Finanzschulden

Verbindlichkeiten

gegenüber Kreditinstituten

Verbindlichkeiten

gegenüber verbundenen Unternehmen

134

Restlaufzeit Restlaufzeit

bis 1 Jahr bis 1 Jahr

1.286 1.286 1.833 1.833

618.492 618.492 579.290 579.290

Sonstige Darlehen 233 233 233 233

Verbindlichkeiten aus Lieferungen

und Leistungen

Übrige Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten

gegenüber verbundenen Unternehmen

Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit

denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

620.011 620.011 581.356 581.356

5.397 5.397 3.892 3.892

216.763 216.763 163.568 163.568

5 5 0 0

Sonstige Verbindlichkeiten 25.030 4.162 38.488 1.896

aus Steuern (3.135) (3.135) (1.753) (1.753)

im Rahmen der sozialen Sicherheit (1.029) (58) (503) (9)

241.798 220.930 202.056 165.464

Verbindlichkeiten gesamt 867.206 846.338 787.304 750.712

Bei den sonstigen Verbindlichkeiten bestehen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr

und bis zu fünf Jahren in Höhe von 20.097 TEUR (2008: 36.150 TEUR) und mit einer Restlaufzeit von

über fünf Jahren in Höhe von 771 TEUR (2008: 442 TEUR). Die Verbindlichkeiten mit einer

Restlaufzeit von einem Jahr und bis zu fünf Jahren betreffen erfolgsneutral abgegrenzte Einzahlungen

aus der Prolongation des Devisentermingeschäfts zur Absicherung der Ausleihung über 222,1 Mio.

USD in Höhe von 19.897 TEUR (2008: 36.098 TEUR) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen

Sicherheit in Höhe von 200 TEUR (2008: 52 TEUR). Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von

über fünf Jahren betreffen ausschließlich Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit.

Sonstige Angaben

Entsprechenserklärung

Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft haben die nach § 161 AktG vorgeschriebene

Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom

18.06.2009 am 15.12.2009 abgegeben. Sie wurde den Aktionären auf der Internetseite der

Gesellschaft unter www.scahygieneproductsse.com dauerhaft zugänglich gemacht.


Honorar des Abschlussprüfers

Die Honorare des Abschlussprüfers PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft betrugen:

TEUR 2009 2008

Abschlussprüfung 148 172

Sonstige Bestätigungs- und Bewertungsleistungen 20 21

Steuerberatungsleistungen 138 129

Gesamt 306 322

Haftungsverhältnisse

TEUR 31.12.2009 31.12.2008

Bürgschaften und Garantien 542 542

Gewährleistungsverpflichtungen 26.204 31.762

Gesamt 26.746 32.304

Von den Haftungsverhältnissen betreffen 26,2 Mio. EUR (2008: 31,8 Mio. EUR) verbundene

Unternehmen. Der Rückgang der Gewährleistungsverpflichtungen resultiert im Wesentlichen aus den

Mietzahlungen der langfristigen Mietverträge für Bürogebäude in München und Ismaning.

SCA Hygiene Products SE hat darüber hinaus die gesamtschuldnerische Haftung für die aus den

Rechtsgeschäften der niederländischen Tochtergesellschaften bestehenden und zukünftig

entstehenden Verbindlichkeiten übernommen. Der Vorstand prüft die Haftungsübernahme jährlich.

Zum Bilanzstichtag betrugen die Verbindlichkeiten 133,5 Mio. EUR (2008: 145,1 Mio. EUR). Diesen

standen Vermögensgegenstände in den niederländischen Tochtergesellschaften von 530,4 Mio. EUR

(2008: 513,1 Mio. EUR) gegenüber.

Außerdem wurde im Zusammenhang mit der Veräußerung des Standorts in Roanne/Frankreich am

28.02.2007 dem Erwerber eine Ausfallbürgschaft für eventuelle Umweltrisiken gegeben. Das

maximale Risiko liegt nach interner Einschätzung bei 1,2 Mio. EUR. Der Miteigentümer, die SCA HP

De Breul Holding BV, Amsterdam/Niederlande, hat in Höhe seiner Beteiligung von 54,15% eine

Garantie gegenüber der SCA Hygiene Products SE abgegeben.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich auf 1,4 Mio. EUR (2008: 1,1 Mio. EUR). Es

handelt sich dabei im Wesentlichen um Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen. Diese

Leasingverträge betreffen im Wesentlichen bewegliches Anlagevermögen. Dies trägt zur Verringerung

135


der Kapitalbindung bei und belässt das Investitionsrisiko beim Leasinggeber. Die Leasingverträge

haben noch eine durchschnittliche Restlaufzeit von 1,7 Jahren und führen zu einem jährlichen

Leasingaufwand von 0,7 Mio. EUR.

Mitarbeiter

Der Personalstand der SCA Hygiene Products SE belief sich im Durchschnitt auf 265 Mitarbeiter

(2008: 235 Mitarbeiter). 2009 waren 159 männliche und 106 weibliche Mitarbeiter/-innen beschäftigt

(2008: 141 männliche und 94 weibliche Mitarbeiter/-innen).

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

gemäß § 285 Nr. 21 HGB

Ende 2009 erfolgte eine gesellschaftsrechtliche Restrukturierung zur Optimierung der

Ertragsteuerposition des SCA AB-Konzerns, dem auch die SCA Hygiene Products SE mit ihren

Tochtergesellschaften angehört. Zu diesem Zweck wurden die Geschäftsanteile an der SCA

Netherlands Alphabet Holding BV, Amsterdam/Niederlande, welche die niederländischen operativen

Beteiligungen des SCA Hygiene Products SE Konzerns hält, durch die Clearwill Holding BV,

Amsterdam/Niederlande, deren Geschäftsanteile mittelbar zu 100% von der SCA Hygiene Producs

SE gehalten werden, am 22.12.2009 zum Buchwert in Höhe von 200,2 Mio. EUR an die SCA Group

Holding BV, Amsterdam/Niederlande, verkauft. SCA Hygiene Products SE ist mit der SCA Group

Holding BV als herrschendem Unternehmen über einen Beherrschungsvertrag verbunden. Der

Kaufpreis wurde ungesichert für 100 Jahre bis zum 31.12.2109 gestundet. Als Kaufpreisverzinsung

erhält die Clearwill Holding BV auf vertraglicher Grundlage aus dem Jahresüberschuss der SCA

Group Holding BV jährlich die von den niederländischen Aktivitäten erwirtschaftete Dividende. Sollte

der Jahresüberschuss der SCA Group Holding BV zur Bezahlung der erwirtschafteten Dividende nicht

ausreichen, wird der Differenzbetrag durch die Muttergesellschaft SCA AB geleistet, die vertraglich

eine entsprechende Garantie übernommen hat. Durch eine Managementvereinbarung mit der SCA

Group Holding BV, der die SCA AB als 100%-Gesellschafter dieser Gesellschaft beigetreten ist, wird

der beherrschende Einfluss der Clearwill Holding BV auf das operative Geschäft der niederländischen

Beteiligungen einschließlich deren Rückforderung sichergestellt. Damit verbleibt das wirtschaftliche

Eigentum an den niederländischen operativen Beteiligungen weiterhin bei der SCA Hygiene Products

SE.

Kosten des Konzernmanagements werden im Kostenumlageverfahren an die Konzerngesellschaften

verrechnet. Aufgrund der unterschiedlichen nationalen Regelungen und vertraglichen Bedingungen

konnten 2.045 TEUR nicht an die Leistungsempfänger weiterverrechnet werden.

136


Hinsichtlich der durch die SCA Hygiene Products SE übernommenen gesamtschuldnerischen Haftung

für die aus den Rechtsgeschäften der niederländischen Tochtergesellschaften bestehenden und

zukünftig entstehenden Verbindlichkeiten, sowie der Ausfallbürgschaft für eventuelle Umweltrisiken

gegenüber dem Erwerber des ehemaligen Tissuestandorts in Roanne/Frankreich wird auf die

Ausführungen unter den Haftungsverhältnissen verwiesen.

Bezüge des Aufsichtsrats

Die Mitglieder des Aufsichtsrats von SCA Hygiene Products SE erhalten gemäß § 17 der Satzung

außer dem Ersatz der baren Auslagen eine feste Vergütung von jährlich 12.500 EUR, der Vorsitzende

und dessen Stellvertreter das Doppelte. Für zusätzliche Ämter in den Ausschüssen des Aufsichtsrats

wird keine Vergütung gewährt. Die im SCA-Konzern beschäftigten Anteilseignervertreter im

Aufsichtsrat haben vor Annahme des Aufsichtsratsmandats auf die satzungsgemäße Vergütung

verzichtet. Ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat von SCA Hygiene Products SE ist mit dem Gehalt gemäß

jeweiligem Dienstvertrag abgegolten. Entsprechend der geltenden Satzungsbestimmung, betrugen die

Bezüge des ersten Aufsichtsrats von SCA Hygiene Products SE für das Geschäftsjahr 2009,

vorbehaltlich der Billigung der ordentlichen Hauptversammlung, die über die Entlastung für das

Geschäftsjahr 2009 beschließt, insgesamt 139 TEUR (2008: 130 TEUR). Vorbehaltlich einer

möglichen Änderung von § 17 Abs. 1 der Satzung durch die ordentliche Hauptversammlung 2010

erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für die Teilnahme an den Aufsichtsratssitzungen ein

Sitzungsgeld von 200 EUR; für die Teilnahme an Ausschusssitzungen wird kein Sitzungsgeld

gewährt.

Vergütung des Vorstands

Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands von SCA Hygiene Products SE setzt sich aus einer fixen

Vergütung und einem variablen Vergütungsbestandteil zusammen. Der erfolgsbezogene, variable

Bestandteil beträgt ca. 30% der fest vereinbarten Vergütung. Der variable Anteil besteht

ausschließlich aus einer variablen Jahressondervergütung, die sich im Wesentlichen an den erzielten

Ergebnissen, insbesondere dem Cashflow, und der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft orientiert,

wobei die Bemessungskriterien seit Jahren konsistent angewendet werden. Mit den fixen Bezügen ist

auch die Übernahme von Mandaten durch Vorstandsmitglieder bei Konzerngesellschaften und

Verbänden sowie berufsständischen Organisationen abgegolten. Zusätzlich zu den fixen Bezügen

erhalten die Vorstandsmitglieder Sachzuwendungen, die insbesondere in der Überlassung von

Dienstwagen und Versicherungsschutz bestehen. Die auf die Sachzuwendungen entfallenden Steuern

werden von den Vorstandsmitgliedern getragen. Der Personalausschuss hat das Vergütungssystem

und die Gesamtvergütung für die einzelnen Vorstandsmitglieder in seiner Sitzung am 24.02.2010

beraten und dem Aufsichtsrat entsprechende Beschlussvorschläge unterbreitet. Der Aufsichtsrat hat

in seiner Sitzung vom gleichen Tag das Vergütungssystem und die Gesamtvergütung für die

einzelnen Vorstandsmitglieder seinerseits beraten und sich den Vorschlägen des

137


Personalausschusses angeschlossen. Die Bezüge des Vorstands im Geschäftsjahr 2009 betrugen

565 TEUR (2008: 613 TEUR), davon fix 466 TEUR (2008: 454 TEUR) und variabel 99 TEUR (2008:

159 TEUR). Vorstandsmitglieder haben unter bestimmten Voraussetzungen einen Anspruch auf

Pensionszahlungen. Am 31.12.2009 betrugen die Pensionsrückstellungen für Mitglieder des

Vorstands 767 TEUR (2008: 689 TEUR). Frühere Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen

erhielten 1.512 TEUR (2008: 1.503 TEUR). Für diesen Personenkreis bestanden Rückstellungen für

Pensionen von 11.665 TEUR (2008: 12.156 TEUR).

Von der individualisierten Offenlegung der Vorstandsgehälter wurde aufgrund des

Hauptversammlungsbeschlusses vom 07.08.2009 gemäß § 286 Abs. 5 HGB abgesehen.

Aufstellung des Anteilsbesitzes

Die vollständige Liste des Anteilsbesitzes der SCA Hygiene Products SE wird im elektronischen

Bundesanzeiger bekannt gemacht.

Angaben zum Mutterunternehmen

Mehrheitsgesellschafter der SCA Hygiene Products SE ist die SCA Group Holding BV,

Amsterdam/Niederlande. Diese wird ihrerseits in den Konzernabschluss der SCA AB einbezogen. Der

Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft in Stockholm erhältlich. Die SCA Group Holding BV,

Amsterdam/Niederlande, hält direkt 96,60% des Grundkapitals und der Stimmrechte an der

Gesellschaft.

SCA Group Holding BV, Amsterdam/Niederlande, hat SCA Hygiene Products SE am 14.12.2007

mitgeteilt, dass sie direkt 96,60% des Grundkapitals und der Stimmrechte der Gesellschaft hält.

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Jahresüberschuss der SCA Hygiene Products SE beträgt 109.609 TEUR. Nach Einstellung von

2.165 TEUR in die anderen Gewinnrücklagen verbleibt ein Bilanzgewinn von 107.444 TEUR. Der

Vorstand schlägt vor, diesen Bilanzgewinn zur Ausschüttung einer Dividende von 15,15 EUR je Aktie

für das dividendenberechtigte Grundkapital von 181.305 TEUR zu verwenden.

138


Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden

Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen

entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im

Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf

einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein

den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen

und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

München, 14. April 2010

Der Vorstand der

SCA Hygiene Products SE

Günter Kaske Walter Hirner

139


Bestätigungsvermerk Bestätigungsvermerk des des AAbschlussprüfers

A schlussprüfers

schlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang -

unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der SCA Hygiene Products SE, München,

der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31.

Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und

zusammengefasstem Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der

Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns

durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der

Buchführung und über den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der

Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung

vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und

Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze

ordnungsmäßiger Buchführung und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt

werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit

und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über

mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des

rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in

Buchführung, Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht überwiegend auf der Basis von

Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze

und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des

Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere

Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der

Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze

ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der zusammengefasste Lagebericht steht in

Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der

Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

140


München, 21. April 2010

PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Alexander Winter ppa. Thomas Gillitzer

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

141


Mandatsliste Mandatsliste von von Vorstand Vorstand Vorstand und und Aufsichtsrat

Aufsichtsrat

Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats von SCA Hygiene Products SE haben zum

31. Dezember 2009 Mitgliedschaften in folgenden gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten (1) und

vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen (2):

Vorstand

Günter Kaske, Oberaudorf Walter Hirner, Mannheim

(1) SCA Hygiene Products GmbH, Mannheim (Vorsitz) (1) SCA Hygiene Products GmbH, Mannheim

(1) SCA Hygiene Products GmbH, Wiesbaden (Vorsitz) (1) SCA Hygiene Products GmbH, Wiesbaden (Stellv. Vorsitz)

(2) SCA Hygiene Products GmbH, Wien (Vorsitz) (2) SCA Hygiene Products GmbH, Wien (Stellv. Vorsitz)

(2) SCA Austria AG, Laakirchen (Stellv. Vorsitz)

(2) SCA Hygiene Products Nederland BV, Zeist

(2) SCA Hygiene Products UK Ltd, Prudhoe

(2) THOSCA Holz GmbH, Hösbach (Vorsitz)

Aufsichtsrat

Jan Carlson, Täby/Schweden Klaus Huth, Kostheim

Unternehmensjustiziar SCA AB Vorsitzender des Betriebsrats der

(2) Svenska Rygginstitutet AB, Sundsvall SCA Hygiene Products GmbH, Wiesbaden

(2) Fastighets- och Bostads Aktiebolaget FOBOF, Stockholm (1) SCA Hygiene Products GmbH, Wiesbaden

(2) SCA Kraftfastigheter AB, Stockholm

Jan Friman, Sollentuna/Schweden Kurt Mayer, Neusiedel/Österreich

Leiter Konzernbereich Steuern SCA AB Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrats der

(2) SCA Austria AG, Laakirchen SCA Hygiene Products GmbH, Ortmann

(2) SCA Graphic Laakirchen AG, Laakirchen (2) SCA Hygiene Products GmbH, Wien

(2) SCA Graphic Holding AB, Stockholm

(2) SCA Hygiene Holding AB, Stockholm Detlef Stutter, Karlsruhe

(2) SCA Recovered Papers Holding AB, Stockholm Bezirksleiter der IG Bergbau, Chemie, Energie, Mannheim

(2) SCA Hedging AB, Stockholm (1) Roche Diagnostics GmbH, Mannheim

(2) Fastighets- och Bostads Aktiebolaget FOBOF, Stockholm (1) SCA Hygiene Products GmbH, Mannheim

(Vorsitz)

Frank Gottselig, Lampertheim Dr. jur. Gernot Wiedenbrüg, Riedering

Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der Vorstandsvorsitzender der SCA Hygiene Products AG i. R.

SCA Hygiene Products SE, München (2) Quantum Lebensversicherung AG, Vaduz

(1) SCA Hygiene Products GmbH, Mannheim (Stellv. Vorsitz)

142


Konsolidierungskreis

Konsolidierungskreis

SCA Hygiene Products Konzern zum 31. Dezember 2009

Gesellschaft Sitz Wäh- Gesellschafts- Beteili-

143

rung kapital gung

(1.000 Einheiten) % 1)

SCA Hygiene Products SE München EUR 181.305

SCA Hygiene Products Holding GmbH Oberding EUR 5.115 100

SCA Group Holding (Deutschland) GmbH Oberding EUR 25.570 100

SCA Hygiene Products GmbH Mannheim EUR 68.514 100

SCA Hygiene Products GmbH Wiesbaden EUR 8.692 100

SCA Hygiene Products Beteiligungs GmbH Mannheim EUR 26 100

GSW Süddeutsche Wohnungsgesellschaft mbH Mannheim EUR 205 100

THOSCA Holz GmbH Hösbach EUR 2.000 50

SCA Beteiligungs AB

(Aktiengesellschaft schwedischen Rechts) & Co. KG München EUR 11 100

SCA Hygiene Products US Beteiligungs GmbH Oberding EUR 25 100

Papyrus Wertstoff Service GmbH Bad Reichenhall EUR 26 100

SCA Hygiene Products S.A./N.V. Stembert/Belgien EUR 12.395 55,88

SCA Hygiene Products Holding S.A.S. Roissy Pôle/Frankreich EUR 105.152 45,85

SCA Hygiene France S.A.S. Roissy Pôle/Frankreich EUR 157.109 100

SCA Hygiene Products S.A.S. Roissy Pôle/Frankreich EUR 83.390 100

SCA Hygiene Products Supply S.A.S. Roissy Pôle/Frankreich EUR 91.350 100

Société d'Etudes et de Gestion d'Appareils Sanitaires S.A.S Roissy Pôle/Frankreich EUR 320 100

Productos Familia S.A. Medellín/Kolumbien COP 800.000 23,73

Familia del Pacifico Ltda Caloto/Kolumbien COP 33.609.585 100

Productos Familia Sancela del Ecuador S.A. Pichincha/Ecuador USD 9.404 100

Familia Sancela de Venezuela S.A. Miranda/Venezuela VEB 1.557.049 100

Productos Familia de Puerto Rico Inc. San Juan/Puerto Rico USD 1.000 100

Productos Familia Sancela S.A. (Sucursal Bolivia) Santa Cruz/Bolivien BOB 161 100

Sancela Jamaica Ltd Kingston/Jamaika JMD 12.352 100

Sancela Chile S.A. Vitacura/Chile CLP 1.122.068 50

Continental de Negocios S.A. Santo Domingo/Dominik. Republik DOP 35.000 50

Productos Familia Sancela S.A. Santo Domingo/Dominik. Republik DOP 9.215 100

(Sucursal Republica Dominicana)

Familia Sancela Argentina S.A. Buenos Aires/Argentinien ARS 212 100

Productos Sancela del Peru S.A. Lima/Peru PEN 2.077 50

Productos Sancela del Peru S.A. (Sucursal de Bolivia) Santa Cruz/Bolivien BOB 8 100

Belovo Paper Mill S.A. Belovo/Bulgarien BGN 5.748 28,42

SCA Hygiene Products GmbH Wien/Österreich EUR 145 87,73

Bunzl & Biach Ges.m.b.H. Wien/Österreich EUR 36 50

Papyrus Altpapierservice Handelsgesellschaft m.b.H. Wien/Österreich EUR 229 31,67

Abwasserverband Oberes Piestingtal Pernitz/Österreich EUR 0 100

THOSCA Holz Hallein GmbH Hallein/Österreich EUR 100 100

CLEARWILL HOLDING BV Amsterdam/Niederlande EUR 18 100

SCA Hygiene Products Nederland BV Zeist/Niederlande EUR 22.689 97,30

SCA Hygiene Products Suameer BV Bergum/Niederlande EUR 200 100

SCA Hygiene Products Zeist BV Zeist/Niederlande EUR 4.000 100

SCA Hygiene Products Hoogezand BV Hoogezand/Niederlande EUR 30.000 100

SCA Hygiene Products Gennep BV Gennep/Niederlande EUR 200 100


Gesellschaft Sitz Wäh- Gesellschafts- Beteili-

144

rung kapital gung

(1.000 Einheiten) % 1)

SCA Hygiene Products Tilburg BV Tilburg/Niederlande EUR 2.000 100

SCA/PWA Alpha Holding BV Amsterdam/Niederlande EUR 18 100

SCA Hygiene Products Holding BV Amsterdam/Niederlande EUR 19 100

SCA Hygiene Products Sp. z o.o. Olawa/Polen PLN 100.000 100

Green Papίr Hulladékkezelö Kereskedelmi Kft. Lukácsháza/Ungarn HUF 3.000.000 25

SCA Hygiene Products Russia LLC Moskau/Russland RUB 6.399.000 100

SCA Hygiene Products LLC Moskau/Russland RUB 84 100

SCA Hygiene Products Nättraby Bruks AB Göteborg/Schweden SEK 100 100

SCA Hygiene Products (NI) Ltd Belfast/Nordirland GBP 539 100

SCA Hygiene Products (Fluff) Ltd Dunstable/UK GBP 5.000 100

AM Paper Group Ltd Skelmersdale/UK GBP 17 100

AM Paper Ltd Skelmersdale/UK GBP 50 100

SCA Hygiene Products Chesterfield Paper Mill Ltd Chesterfield/UK GBP 10 100

SCA Hygiene Products Skelmersdale Ltd Skelmersdale/UK GBP 50 100

SCA Hygiene Products Tawd Paper Mill Ltd Skelmersdale/UK GBP 0,002 100

Pennington Paper Products Ltd Skelmersdale/UK GBP 0,133 100

SCA Hygiene Finance Ltd Dunstable/UK GBP 295.249 100

SCA Hygiene Products UK Ltd Prudhoe/UK GBP 50.000 100

PWA Group Holdings (UK) Ltd London/UK GBP 15.000 100

KSS Supplies Ltd Leeds/UK GBP 6 100

Bowland Converters Ltd Dunstable/UK GBP 500 100

Pendigo Disposables Ltd Birmingham/UK GBP 3.012 100

MACR Ltd Dunstable/UK GBP 10 100

Macrocom (358) Ltd Dunstable/UK GBP 102 100

Valley Paper Products Ltd Dunstable/UK GBP 315 100

North Wales Tissue Ltd Oakenholt/UK GBP 5.000 100

SCA Hygiene West Ltd Dunstable/UK GBP 60.001 100

SCA Hygiene Guernsey Ltd St Peter Port/UK GBP 10 100

SCA Hygiene Products Corporation Muntinlupa City/Philippinen PHP 2.611.509 100

Herrera Holdings Co. Makati City/Philippinen PHP 31.400 40

Amphora Properties Inc. Makati City/Philippinen PHP 49.277 40

SCA Americas Inc. Dover, Delaware/USA USD 0,200 68,16

SCA Tissue North America Inc. Dover, Delaware/USA USD 0,090 100

SCA Tissue North America LLC Wilmington, Delaware/USA USD 0 100

SCA Personal Care North America Inc. Dover, Delaware/USA USD 0,350 100

SCA Personal Care Inc. Dover, Delaware/USA USD 100 100

SCA Graphic Paper North America LLC Dover, Delaware/USA USD 0,010 100

American Fiber Services LLC Atlanta, Georgia/USA USD 0 50

1) Es ist jeweils die Summe der direkten Prozentsätze der Muttergesellschaften angegeben


SCA Hygiene Products SE

Terminalstraße Mitte 18

(MAC)

85356 München-Flughafen

Deutschland

Tel.: +49 (0) 89 97006-0

Fax: +49 (0) 89 97006-204

E-Mail: info.hygienese@sca.com

www.scahygieneproductsse.com

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