“Auf der Jagd nach den Kanonenschlägen des ... - Ambient Recording

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“Auf der Jagd nach den Kanonenschlägen des ... - Ambient Recording

Pressebericht

“Auf der Jagd nach den Kanonenschlägen

des Pistolenkrebs”

München den 22.12.2011

- Eine neue Dimension der Unterwasser Dokumentation

- Erstmals wurden während der 14-tägigen Dokumentationsproduktion

auf Bonaire räumliche Unterwasser Surround Tonaufnahmen für

kommerzielle Zwecke eingesetzt.

- Der Mensch, der selbst nicht in der Lage ist, unter Wasser klar oder

räumlich zu hören, erlebt zum ersten Mal eine echte audiovisuelle

Reise ins Korallenriff und kann den Lebensraum Wasser so neu

begreifen.

- Die dazu notwendige Technologie wurde eigens zu diesem Zweck

entwickelt und steht ab sofort auch anderen Produktionen zur

Verfügung.

- Ein Team aus Redakteuren, Tourismus und Wirtschaft förderte und

finanzierte dieses bislang einmalige Projekt.

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Ambient Recording GmbH Phone: +49 (0)89 360 55 1013 www.sonar-surround.de

Schleißheimer Str. 181c Fax: +49 (0)89 651 85 58 www.ambient.de

D-80797 München Mail: timo@ambient.de


Die Vorgeschichte

Im Jahr 2008 startete eine Unesco Expedition zum Barriere Riff vor Belize. Ziel dieser Reise war es,

den Ist-Stand eines der letzten intakten Korallenriffsysteme der Welt audiovisuell festzuhalten.

Der technische Anspruch war immens:

Mit fünf HD_Kameras auf einem Rig sollten All-Dome Aufnahmen entstehen. Doch auch im Ton wollte

man neue Wege gehen. Anstatt – wie bis dahin Industriestandard – Mono-Aufnahmen in minderer

Qualität aufzunehmen, sollten die weltweit ersten Unterwasser-Surround-Aufnahmen aufgezeichnet

werden. Allein die Entwicklung des dafür nötigen Aufnahmesystems dauerte zwei Jahre.

Die Tonaufnahmen dieser Expedition brachten ungeahnte Ergebnisse. Dem Team offenbarte sich

eine so gar nicht stille, sondern ebenso lautstarke wie lebendige Unterwasserwelt mit einer

Klangvielfalt, wie man sie bislang nur aus dem Dschungel kannte.

Zurück in Hamburg stellte sich während der Post Produktion jedoch heraus, das aufgrund einer

unglücklichen Verkettung von technischen Problemen und Fehlern der Großteil des Bildmaterials

unbrauchbar war – für das Team natürlich eine absolute Katastrophe.

Dennoch, die Tonaufnahmen waren so überzeugend, dass die neue Technik zum internationalem

Patent angemeldet wurde.Mit Hilfe von einer EU EXIST-Förderung wurde eine neue Firma ins Leben

gerufen (Sonar Surround), um aus dem Prototypen ein marktreifes Produkt zu entwickeln. Im Sommer

2010 übernahm schließlich die marktführende Filmton-Firma Ambient Recording GmbH das junge

Startup Sonar Surround ein, um gemeinsam der erste Anbieter weltweit für professionelle

Unterwasser-Tonaufnahmen zu werden.

Die Idee

Ein Teil des Teams der ersten Expedition wollte sich mit dem Misserfolg nicht zufrieden geben. Die

Öffentlichkeit sollte von dieser erstaunlichen Klangvielfalt erfahren, die einem diesen Lebensraum viel

näher bringt

In der Karibik ist vor allem ein Tier für einen permanenten Geräuschteppich verantwortlich: Der

Pistolenkrebs oder „Pistol Shrimp“. Diese nur wenige Zentimeter große Spezies ist eines der lautesten

Tiere unserer Erde. Indem es seine vergrößerte Schere so schnell zuschlägt, dass das Wasser

verdampft und diese Blase auf Grund des Druckes implodiert, erzeugt dieser Winzling bis zu 140

Dezibel (lauter als ein Kanonenschlag) und eine Temperatur ähnlich der der Sonne. Mit dieser Waffe

tötet oder betäubt er Eindringlinge und Beutetiere. Wenn es Nacht wird, geht dieser Krebs im Rudel

auf die Jagd und das ganze Riff knistert und knallt.

Dieses einzigartige Naturschauspiel auf Bild und Ton einzufangen war daher die Intention für eine

zweite Karibikexpedition. Das Reiseunternehmen Karibiksport und Ambient Recording beschlossen in

einer Co-Produktion einen weiteren Versuch zu unternehmen, den ersten echten Unterwasser

Surround Dokumentarfilm zu drehen. Ausgestattet mit weniger Zeit und Geld, dafür aber umso mehr

Erfahrung, ging es nach Bonaire. Entstehen sollte eine Kurzdokumentation von ca. fünf bis zehn

Minuten Länge, die frei im Netz angeschaut werden kann – medial begleitet und unterstützt durch eine

Fotoreportage von Europas größtem Tauchsportmagazin „tauchen“.

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Expeditionstagebuch

Wer sich Bonaire als typische Insel mit Palmen und weißen Sandstränden vorstellt, erlebt eine

Überraschung. Die Insel besitzt auf engstem Raum verschiedenste Biotope. Der Norden ist übersät

von riesigen Kakteen und Buschwerk. So findet man sich plötzlich in einer „JurassicPark“-ähnlichen

Landschaft wieder.

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Im Süden bestimmen Mangroven und Salinen mit Flamingos das Bild.

Die Strände rund um die Insel bestehen ausschließlich aus Korallenstein.

Die Vielfalt der Flora und Fauna unter Wasser machte das Team fast täglich sprachlos. Eine

derart hohe Fischdichte hatten wir noch nie gesehen. Fast bei jedem Tauchgang sah man zum

Beispiel erstaunlich zutrauliche Schildkröten. Bereits mit bloßem Ohr konnte man die Papageienfische

an den Korallen kratzen hören. Allgegenwärtig war das Knistern der Pistolenkrebse, und auch

Trommlerfische und Knurrhähne sangen ständig. Besonders beeindruckend war diese

Geräuschvielfalt nachts.

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Zehn Drehtage waren sehr ambitioniert für dieses Projekt.Entsprechend eng sah der Drehplan aus.

Drei bis vier Tauchgänge wurden pro Tag absolviert,häufig auch nachts. Während der

Oberflächenpausen wurden die Landaufnahmen gemacht.

Da unser Kameramann und Guide vor Ort wohnte, konnten wir wetterbedingt unmögliche Aufnahmen

nach unserer Abreise noch nachzudrehen.

Unser Vorgehen sah so aus: Zuerst sind wir mit Segelschiff oder Speed Boot zu vermeintlich guten

Tauchspots gefahren. Dort haben wir mit unseren empfindlichen Hydrophonen (TC4042 in einer DS

Richtkugel) ins Wasser gehört, ob wir einen akustisch interessanten Spot gefunden hatten – und vor

allem, ob wir Pistolenkrebse orten konnten.

Wenn wir fündig geworden waren, wurde entweder direkt vom Boot oder später vom Land aus zu

diesem Spot getaucht. Da wir mit bis zu fünf Tauchern mit offenen Systemen im Wasser waren,

machte der dadurch entstehende Lärm qualitativ hochwertige Tonaufnahmen natürlich nahezu

unmöglich. Daher entschlossen wir uns, das Surround Rig

Ambient SD Unterwassergehäuse mit Surround Rig

und eine Kamera am Boden im Sand zu verankern und alles Weitere dem Glück und unseren Lampen

als Lockmittel zu überlassen.

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In der Zeit haben wir mit den anderen Kameras in der Umgebung weitere Videoaufnahmen gemacht.

Die Kameras waren mit einem TC4013 Hydrophon ausgestattet.

Canon 5D im Amphibico Gehäuse mit TC4013S Hydrophonen

So konnten wir, wenn nichts Spannendes vor dem Rig passiert ist, die Bilder der anderen Kameras

verwenden und mit der dort aufgenommenen Atmosphäre-Shots ergänzen.

Diese Technik bewährte sich besonders tagsüber, da hier unsere Lampen am Rig keine so große

Lockwirkung erzielten.

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Eine unserer größten Sorgen war die Handhabung des großen Rigs unter Wasser. Jedoch stellte

sich heraus, dass die Berechnungen korrekt waren und das ca. 25 Kilogramm schwere Rig mit zwei

Tarierkörpern perfekt neutral tariert war. So konnte selbst ein relativ unerfahrener Taucher diesen

Koloss problemlos handhaben.

Das Unterwasser Rig schwebt schwerelos vor seinem Erfinder Timo Klinge.

Die wahren Probleme zeigten sich wie immer, an unerwarteter Stelle. Leider war es recht schwierig

(gerade weil wir ihn so omnipräsent hörten) den Pistolenkrebs tatsächlich zu lokalisieren. Die Krebse

waren buchstäblich überall und nirgendwo. Wir suchten Rat bei unserem Guide, Park Rangern,

Fischern und noch vielen mehr. Doch es brauchte viel Geduld, bis wir den Krebs endlich fanden und

noch mehr, bis wir ihn in Aktion erlebten.

Doch jeden Abend, wenn wir bei einem karibischen Rum das Material sichteten und den Drehtag

durchsprachen, erinnerten wir uns an die unvorstellbar schönen Dinge, die wir jeden Tag sehen

durften.

Das endgültige Ergebnis bleibt abzuwarten, doch spätestens nach der Entdeckung unseres

Pistolenkrebses sind wir alle zuversichtlich, dass sich die Arbeit ausgezahlt hat.

Autor: Timo Klinge

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Das Team

Mit Evert Bleijenberg und Ingo Vollmer konnten zwei sehr erfahrene Unterwasser-Kameramänner für

diese Produktion gewonnen werden. Da Evert Bleijenberg fest auf Bonaire wohnt und nahezu täglich

unter Wasser ist, war er gleichzeitig auch ein hervorragender Guide. Die Aufnahmeleitung vor Ort

übernahmen Inka Lübcke (die bereits bei der ersten Karibikexpedition dabei war) und Michiel van

Heusden (Bonaire), die von Lisa Weinreich assistiert wurden. Als Toningenieur war Timo Klinge

(Entwickler der eingesetzten Unterwasser-Aufnahmetechnik) mit dabei und für die Berichterstattung in

der Fachzeitschrift „tauchen“ begleitete uns Redakteur Michael Krüger.

Unser Team wurde von so vielen Seiten unterstützt, dass wir dafür einen extra Punkt aufführen. Ein

besonderer Dank gilt natürlich auch allen Sponsoren, die dieses außergewöhnliche Projekt erst

ermöglicht haben.

Material

Ton:

Speziell für diese Expedition wurde das erste Unterwassergehäuse für professionelle Tonrekorder

entwickelt.(7er Serie von Sound Devices)

Es besteht aus hart eloxiertem und mit Teflon beschichtetem Aluminium, bietet Zugriff auf alle

wichtigen Funktionen und acht wasserdichte Audio-Eingänge. Durch die leicht negative Tarierung ist

es für einen Taucher selbst mit wenig Erfahrung leicht zu bedienen. Es hält Drücken von über 100

Metern Wassertiefe stand und kann über zwei Griffe leicht geführt werden.

Auf dieses Gehäuse kann ein Surround Gestell montiert werden, dass wiederum bis zu sechs DS30-

Richtkugeln tragen kann.

Ambient Unterwassergehäuse mit RS5 Gestell, DS30 Richtkugeln und TC4042

Hydrophonen

An Hydrophonen waren fünf TC4042 (in den DS Kugeln) im Einsatz, drei TC4013S an den

Kameragehäusen und ein TC4032 um entfernte Signale aufzunehmen.

Aufgezeichnet wurde auf einem Sound Device 788t in 24 Bit 48kHz

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Bild:

1. Kamera1

Sony HXR-NX5E mit AmphibicoPhenom NX5 Gehäuse und Light & Motion Solar1400 LED

Lampen, Flatport w/ 2x, 4x Diopter, Standard Dome und super Weitwinkel Dome

2. Kamera 2

Canon EOS 5D MarkII mit Aquatica Gehäuse mit super Weitwinkel Dome und ausgestattet mit

zweiSubtronic 16:9 Doppelleuchten Flächen LED

3. Kamera 3

Sony HVR-V1E mit AmphibicoEndeavor Gehäuse und Hartenberger Nano Lights

Sony HVR-V1E im Amphibico Endeavor Gehäuse

Produktion

Produziert wurde das Projekt von

dem Reiseunternehmen Karibik Sport ,

Ambient Recording GmbH

und

dem Unterwasser-Video Ausrüster Marlin

In Zusammenarbeit mit

„tauchen“,Europas größter Tauchzeitschrift

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Sponsoren

Ohne unsere weiteren Sponsoren vor allem vor Ort wäre die Expedition ein logistischer Alptraum

gewesen. Vielen Dank daher noch einmal ausdrücklich an:

Das Djambo Tauchhotel Bonaire für die Unterkunft

Budget Car Rent für unsere Produktionsautos

Die Bowalie Segelschiff Crew für das „stille“ Fortbewegungsmittel

Evert Bleijenberg für die Speed Boote

Und

allen Mitarbeitern von unserem Team, Karibiksport und Ambient Recording, dessen außerordentliches

Engagement der eigentliche Motor der Dreharbeiten war.

Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung

Mit freundlichen Grüßen

Timo Klinge

/ Project - / Marketing Manager /

Sonar Surround

Ambient Recording GmbH

Schleissheimer Str. 181c

D-80797 München

Phone: +49 (0) 89 360 55 1013

Fax.: +49 (0)89 651 8558

mail: timo@ambient.de

www.sonar-surround.de

www.ambient.de

http://www.facebook.com/home.php?#!/pages/Sonar-Surround/136617026364789?ref=ts

Geschäftsführer: Günter Knon

UST-ID NR. / VAT: DE 811631 238

München HRB: 104569

Gerichtsstand München

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