Antrag zum 3. Stern - Meinerzhagen

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Antrag zum 3. Stern - Meinerzhagen

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P r o j e k t a n t r a g R e g i o n a l e 2 0 1 3

1


OO

O

SÜDWESTFALEN REGIONALE 2013

OBEN AN DER VOLME

MEINERZHAGEN I KIERSPE I HALVER I SCHALKSMÜHLE

Projektantrag Regionale 2013

3. Stern

2


INHALT

Regionale 2013 Projektantrag 3. Stern

1. Zielsetzungen und Handlungsschwerpunkte

2. Vorgehensweise / Öffentlichkeitsarbeit / Partizipation

3. Qualifizierungsprozess

Regionales Entwicklungskonzept / Masterplan

Leitprojekte

4. Maßnahmenprogramm

Regionale 2013 - Maßnahmen mit räumlich-regionaler Bedeutung

Meinerzhagen

Kierspe

Halver

Schalksmühle

5. Realisierungsfähigkeit

6. Finanzierung

7. Weitere Maßnahmenqualifizierung

8. Maßnahmenvorbehalt

9. Verfestigung der interkommunalen Zusammenarbeit

4

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7

8

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3


Regionale 2013 Projektantrag 3. Stern

Der große Fortschritt des interkommunalen Projekts „Regionales Integriertes Entwicklungs-

und Handlungskonzept (RIEHK) für die Region Oben an der Volme“ mit der

Erarbeitung der Voraussetzungen zur Umsetzung der 11 Leitprojekte wurde mit viel

Elan und Engagement aller Beteiligten aus den 4 Kommunen Meinerzhagen I Kierspe I

Halver I Schalksmühle erreicht. Auch eine der höchsten Hürden wurde genommen: die

Aufstellung der Finanzierungs- und Haushaltspläne.

In mehreren Sitzungen der interfraktionellen Arbeitsgruppe jeder Kommune, 14 tägigen

jours fixes mit den Bürgermeistern und ihren (für die Regionale „abgestellten“) Mitarbeitern

konnte der mit dem allerersten Projektentwurf bereits gefundene Konsens umsetzungsorientiert

mit vielen inhaltlichen Maximen vertieft werden.

Das Fazit dieser intensiven erfolgsorientierten Kooperation mit Hilfe des Büros ArchitekturStadtplanungStadtentwicklung

Hamerla I Gruß-Rinck I Wegmann + Partner (ASS)

legen wir Ihnen als Projektantrag zur Vergabe des 3. Sterns vor.

Sowohl die Realisierungswürdigkeit als auch die Realisierungsfähigkeit sind den der

Bezirksregierung Arnsberg und der Südwestfalen Agentur vorliegenden Unterlagen zu

entnehmen. Das sind im Einzelnen:

1. Regionales Integriertes Entwicklungs- und Handlungskonzept „Oben an der

Volme“

2. Handlungskonzepte für die Innenstadt von Meinerzhagen, die Zentren von

Halver und Schalksmühle sowie den Stadtteil Kierspe-Bahnhof

3. Umsetzungskonzepte für die Maßnahmen des Regionale 2013 – Projekts

4. Mittelfristige Maßnahmen- und Förderprogramme mit den Maßnahmen, Kosten,

Trägern der Maßnahmen, Förderprogrammen, zeitlichen Realisierungsrahmen

und den Prioritäten

5. Grundsatzbeschlüsse der 4 Räte zum Gesamtprojekt und dem jeweiligen mittelfristigen

Maßnahmen- und Förderprogramm

6. Abgrenzung der Städtebaufördergebiete und Beschlüsse

7. Kosten- und Finanzierungsübersicht Stadterneuerung NRW

8. Haushalts-/Finanzierungspläne der Kommunen und die Haushaltsverfügungen

(Genehmigungen) zu § 76 GO NRW

Die wichtigsten Unterlagen sind in der Anlage beigefügt.

Die Konzepte und die Maßnahmenprogramme wurden im Grundsatz von den 4 Räten

beschlossen. Sie waren die Grundlage für die erfolgreiche Abstimmung mit der Bezirksregierung

Arnsberg und dem MWEBWV. Die darin aufgeführten Maßnahmen sind

rechtlich unbedenklich förderfähig. Hinsichtlich der Übernahme der Eigenanteile liegen

die genehmigten Haushaltspläne von Meinerzhagen, Kierspe und Schalksmühle vor.

Der Beschluss des Rats von Halver soll am 13.02.2012 erfolgen.

Das gesamte Maßnahmenprogramm umfasst ein Kostenvolumen von 26,8 Mio €,

davon entfallen auf die Städtebauförderung rund 17,0 Mio €. Zusammen mit den Maßnahmen

weiterer Träger (z.B. die Reaktivierung der Volmetalbahn durch die DB AG mit

29,0 Mio €) bewirken rd. 65 Mio € eine einzigartige Strukturförderung für die Region.

Unser gemeinsamer Erfolg liegt in der Realisierung der im Programm genannten Maßnahmen.

Die bisher spürbare, außergewöhnliche Unterstützung durch die Bezirksregierung

Arnsberg, das MWEBWV und nicht zuletzt die Regionale-Agentur motivieren uns,

den Antrag auf die Zuerkennung des 3. Sterns zu stellen.

4


1. Zielsetzungen und Handlungsschwerpunkte

Das „Regionale Integrierte Entwicklungs- und Handlungskonzept (RIEHK)“ für die Region

„Oben an der Volme“ formuliert durchgehend und detailliert in unterschiedlichen Sektoren

den Willen der 4 Kommunen Meinerzhagen I Kierspe I Halver I Schalksmühle, eine

langfristige Zusammenarbeit zu betreiben. Dazu wurden die einzelnen Maßnahmen und

Projekte besonders auf ihre Vernetzung und damit gesamtstädtische und weiter gehende

regionale Wirksamkeit untersucht.

Die gemeinsame, kontinuierlich abgestimmte Strategie soll den 4 Kommunen helfen, bei

einem engen finanziellen Korsett, inhaltlich wirkungsvoll, finanziell effizient und verantwortungsvoll

das Obere Volmetal als lebendige Region für die Zukunft zu stabilisieren

und weiter zu entwickeln. Dabei sind in der Interaktion die Folgen des

• demografischen Wandels,

• die Wahrung und Steigerung der Lebensqualität,

• die Verbesserung der Mobilität,

• die nachhaltige Siedlungsentwicklung und ein „anders denken“ in der

• Erwirtschaftung der Zukunftsfähigkeit

als komplexe Aufgaben in den kommenden 10 Jahren zu bewältigen.

Dies mit hohen Qualitätsansprüchen, durch interdisziplinäres Agieren und nicht zuletzt

mit Hilfe des bürgerschaftlichen Engagements. Dieses Vorgehen, das bereits vor Einführung

des Bundesförderprogramms „Kleinere Städte und Kommunen“ von den 4 Kommunen

praktiziert wurde, „ist in der Region Südwestfalen und darüber hinaus sicherlich

einmalig“ (Aussage Bezirksregierung Arnsberg).

Das RIEHK ist insgesamt, neben den genannten 5 Sektoren, eine ressortübergreifende,

inhaltliche Klammer für die Kommunikation, Kooperation und Interaktion der vier Kommunen.

Die daraus abgeleiteten Entwicklungsperspektiven münden in 11 Leitprojekte, aus

denen folgende Handlungsschwerpunkte für die Regionale 2013 definiert werden:

1. Reaktivierung der Volmetalbahn zwischen Lüdenscheid-Brügge und Meinerzhagen

(derzeit erfolgt der Ausbau; die Inbetriebnahme ist für Dezember 2015 vorgesehen)

mit dem Bau der Bahnhöfe und Verkehrsstationen sowie der Qualifizierung der

Umfelder

2. Volmeband mit Volmetalradweg und Skatingroute sowie Revitalisierung der Volme

(Vernetzung mit Regionale Projekt „Ein Kreis packt aus“)

3. Interkommunale Kunst- und Kulturachse „Art Volmetal“ mit Schwerpunkt in Halver

4. Etablierung und Ausbau des Tourismus als zukunftsfähiger Wirtschaftsfaktor der

Regi on mit den Teilprojekten

• „Balkon zum Sauerland“

• „VolmeFreizeitParkKierspe“ (Tourismus, Freizeit und Aufwertung Stadtteil Bahnhof)

• „Industrie entlang der Volme“ (besonders mit dem Projekt „Wasserkraft, Rena-

turierung und touristische Nutzung des Geländes der ehemaligen Fa. Brune“)

5


5. Attraktivierung der Stadtzentren

• Innenstadt Meinerzhagen - Programm Urbanität

• Stadtteil Kierspe Bahnhof - Total aktiv

• Zentrum Halver - Aufenthaltsqualität in neuen Räumen

• Ortskern Schalksmühle - Vitales Zentrum

Neben den Projekten, die sich durch eine herausragende regionale Bedeutung auszeichnen,

sollen die Ortskerne/Zentren in Meinerzhagen, Halver und Schalksmühle

sowie der Stadtteil Kierspe-Bahnhof so aktiviert werden, dass diese Zentren auch die

räumlichen und wirtschaftlichen Kristallisationspunkte für die Region zukünftig darstellen

können.

2. Vorgehensweise / Öffentlichkeitsarbeit / Partizipation

Die Information und Beteiligung der Gesellschaft in der Region „Oben an der Volme“ ist

umso wichtiger, je konkreter die Vorhaben, Projekte und ihre Umsetzung werden. Ohne

privates Engagement wird die Realisierung einer Reihe nötiger Maßnahmen in kleineren

Quartieren die angestrebte nachhaltige Wirkung verfehlen. Der Umbau des „Alter Markt“

in Halver hat gezeigt, wie effektiv Private Hand anlegen können. Hier wurde ein kleiner

Platz zu einem multifunktionalen vergrößert.

Die Bürgerinnen und Bürger der 4 Kommunen wurden in mehreren Veranstaltungen (in

der Summe 7) über die Zielsetzung und Projekte informiert und auch über die Presse

und das digitale Netzwerk eingebunden: vier Auftaktveranstaltungen, eine „Bündelungsveranstaltung“

für die gesamte Region, zwei Bürgerinformationsveranstaltungen zum

Sachstand des Projekts machten den Ablauf der Erarbeitung und die kontinuierlichen

Schritte zur Umsetzung des RIEHK transparent. Die Anstrengungen der vier Kommunen

sollen noch gesteigert werden u. a. durch einen 14 tägig erscheinenden Newsletter in der

Presse und im Internet.

Der Partizipationsprozess, die Diskussion von Plänen, weiteren Ideen und die mögliche

Finanzierung von Projekten wurden zudem durch vier interfraktionell besetzte Arbeitsgruppen,

ergänzt um weitere Beteiligte, die mehrfach tagten und 14 tägige jours fixes mit

den Bürgermeistern und ihren verantwortlichen Mitarbeitern gestärkt und intensiv geführt.

Die bisherige Kooperation soll in dieser Form verfestigt und verstetigt werden.

6


3. Qualifizierungsprozess

Das Regionale-Projekt „Oben an der Volme“ hat am 15.12.2010 in dem regionalen Qualifizierungsprozess

den 2. Stern erhalten.

Die inhaltliche Klammer für die gemeinsame und nachhaltige Entwicklung der Region,

das „Regionale Integrierte Entwicklungs- und Handlungskonzept Oben an der Volme“,

wurde von den Kommunen Meinerzhagen, Kierspe, Halver und Schalksmühle Mitte Februar

2011 in zwei interkommunalen Sonderratssitzungen beschlossen. Es ist die Leitlinie

für das zukünftige gemeinsame Agieren.

Auf dieser Grundlage wurden für die vier Stadt-/Gemeindezentren (in Kierspe für den

Stadtteil Bahnhof) integrierte Handlungskonzepte erstellt. Diese berücksichtigen die Zielsetzungen

des RIEHK und der Regionale 2013. Sie konkretisieren die Maßnahmen mit

besonderer regionaler Bedeutung und verknüpfen sie mit örtlich wichtigen (Teil-)Projekten

und führen unterschiedliche Projektträger und Förderprogramme zusammen.

Aus diesem Anspruch heraus ergab sich ein großes Spektrum an Handlungserfordernissen.

Viele Maßnahmen - materielle und immaterielle, öffentliche und private - werden

helfen, die angestrebte regionale nachhaltige Entwicklung zu erreichen. Die gemeinsame

Plattform wird große Breitenwirkung und einen deutlichen Mehrwert (gegenüber isolierten

Einzelmaßnahmen) entfalten.

Die Konzepte sind in mittelfristige Maßnahmen- und Förderprogramme eingeflossen.

Diese definieren die Maßnahmen, Kosten, Träger der Maßnahmen, Förderprogramme,

zeitlichen Realisierungsrahmen und Prioritäten. Die Maßnahmen und insbesondere ihre

Prioritäten wurden innerhalb der Region abgestimmt. Die integrierten Handlungskonzepte

und die hieraus abgeleiteten mittelfristigen Maßnahmen- und Förderprogramme wurden

im Dezember 2011 von den Räten der vier Kommunen im Grundsatz beschlossen.

Bestandteile dieser Beschlüsse sind die Maßnahmengebiete zur Städtebauförderung, die

Zustimmung zur Antragstellung und die Bereitschaft, die notwendigen Finanzmittel in die

kommunalen Haushalte einzustellen.

7


Oben an der Volme Regionales Entwicklungskonzept

Masterplan

8


Oben an der Volme Leitprojekte

9


4. Maßnahmenprogramm

Regionale 2013 – Maßnahmen mit räumlich-regionaler Bedeutung

Die im Kapitel 1. aufgeführten Handlungsschwerpunkte betreffen in besonderer Weise

Maßnahmen mit räumlich-regionaler Bedeutung, die für die gesamte Region eine Strahlkraft

entfalten. Diese Projekte zeichnen sich durch verschiedene Projektträger - damit

auch Zuständigkeiten - und auch Förderprogramme aus. Es sind eine Vielzahl von Beteiligten

und Interessen zu koordinieren und auf das gemeinsame Ziel „Oben an der Volme“

einzuschwören. Der Qualifizierungsprozess dieser Maßnahmen weist unterschiedliche

Sachstände auf. In der Summe sind Maßnahmenkonkretisierungen erreicht, die die wesentlichen

Zielsetzungen der Region deutlich stützen. Dies betrifft besonders die Reaktivierung

der Volmetalbahn, den regionalen Volmetalradweg und die Revitalisierung der

Volme aus dem Programm „Ein Kreis packt aus“. Die Sachstände im kurzen Überblick:

Reaktivierung der Volmetalbahn und Ausbau der Bahnhöfe

Die Reaktivierung der Volmetalbahn beginnt mit dem aktuell laufenden Ausbau der

Strecke zwischen Marienheide und Meinerzhagen. Mit dem Winterfahrplan 2013 wird der

Bahnhof Meinerzhagen seine Funktion wieder erfüllen.

Im Jahr 2012 werden die technischen Voraussetzungen für den Bahnhof in Kierspe gelegt

und im Jahr 2015 soll der Personennahverkehr zwischen Meinerzhagen und Brügge

wieder aufgenommen werden. Damit ist dann eines der wichtigsten Ziele der Regionale

und des Regionalen Integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzepts erreicht.

Im Zusammenhang damit sind die Bahnhofsumfelder zu qualifizieren und die Verkehrsstationen

als Radbahnhöfe auszubauen (s. Maßnahmen in den Projektstädten).

Volmetalradweg

Der Volmetalradweg ist ein wichtiger Teil des Radwegenetzes Südwestfalen, auch hier

wird eine prioritäre Verwirklichung angestrebt. Über weite Strecken des Abschnitts zwischen

Meinerzhagen und Brügge wurde eine parallel laufende Trasse zur B 54 erarbeitet,

die von Straßen.NRW als Ersatz für einen straßenbegleitenden Radweg anerkannt werden

kann. Eine Verknüpfung in den Städten und besonders mit den Bahnhöfen gelingt

mit den dort geplanten Einzelmaßnahmen.

Es besteht eine große Chance, die bisher nahezu unüberbrückbare Lücke von Schalksmühle

nach Brügge über die Gleistrasse des nicht benötigten zweiten Gleises mit einem

Radweg zu schließen. Besondere Engstellen werden derzeit im Detail untersucht.

Revitalisierung der Volme

Die Revitalisierung der Volme steht im Kontext mit dem Programm des Märkischen

Kreises „Ein Kreis packt aus“. Wesentliche Maßnahmen sollen mit Mitteln, die der Umsetzung

der WasserRahmenRichtlinie dienen, verwirklicht werden. Auch hier ist die Verknüpfung

dieser Maßnahmen mit den städtischen besonders effektiv. Dazu gehören die

Öffnung der Volme rund um die Stadthalle in Meinerzhagen, die erste Realisierungsstufe

des Konzepts VolmeFreizeitParkKierspe und die ökologischen Wasserbaumaßnahmen

am Volme-Generationenpark in Schalksmühle.

„Art Volmetal“

Die „Art Volmetal“ soll ihren Sitz in Halver erhalten. Hierzu sollen die „Häuser der Kultur“,

zwei unter Denkmalschutz stehende Schieferhäuser, im Zusammenhang mit der Villa

Wippermann, umgebaut und u.a. als Sitz des neutralen, professionellen Kultur-Managements

genutzt werden.

10


Weitere Standorte für kulturelle Aktivitäten sollen die Villa im Volkspark in Meinerzhagen

und das Kreativzentrum Helit in Kierspe, das sich besonders um Kinder- und Jugendförderung

kümmert, sein.

„Balkon zum Sauerland“,

Der „Balkon zum Sauerland“, die Meinhardus-Schanzen, soll ein gemeinschaftlich getragenes

Highlight mit touristischer Breitenwirkung werden. Hier ist der Standort für das

Portal zum Sauerland-Höhenflug. Die Schanzen sollen mit Aufzug und Aussichtsplattform

sowie einer Illumination eine Landmarke besonderer Qualität werden (siehe auch Meinerzhagen).

Firma Brune

Der Um- und Ausbau der ehemaligen Firma Brune als touristischer Zielort mit der Präsentation

von Wasserkraft und der Revitalisierung der Volme als Teil des Leitprojektes

„Historische Industrie entlang der Volme“ hat eine besondere Wertigkeit. Hierfür wird

ein separater Förderantrag mit der Zielsetzung „Initiative ergreifen“ gestellt (siehe auch

Kierspe).

Aktivierung der Stadtzentren

Die für die Aktivierung der Ortskerne relevanten Maßnahmen sollen die Zentren wirtschaftlich

stärken, Wohngebiete mit der Innenstadt verbinden, die Aufenthaltsqualität steigern

und das Erscheinungsbild aufwerten. Das RIEHK stellt diese Leitprojekte heraus,

um die Zentren als räumliche und wirtschaftliche Kristallisationsorte für die Region zu

profilieren.

Mit den Zielsetzungen Innenstadt Meinerzhagen „Programm Urbanität“, Stadtteil

Kierspe – Bahnhof „Total aktiv“, Zentrum Halver „Aufenthaltsqualität in neuen Räumen“

und Ortskern Schalksmühle „Vitales Zentrum“ wurden integrierte Handlungskonzepte

erarbeitet, die in interfraktionellen Arbeitskreisen und mit weiteren Akteuren diskutiert und

aus denen die Einzelmaßnahmen abgeleitet und priorisiert wurden.

Im Folgenden werden die Maßnahmen kurz vorgestellt. Eine Übersicht zeigt die wichtigsten

Konzepte, die Kosten, die Realisierungszeitpunkte und die Prioritäten. Die Starterprojekte

werden benannt.

Als Anlagen sind dem Antrag die Handlungskonzepte mit allen Maßnahmen sowie die

gesamten Maßnahmenprogramme, in denen alle Angaben im Detail aufgeführt sind,

beigefügt.

11


Meinerzhagen

Das Programm Urbanität für die Innenstadt von Meinerzhagen soll das Zentrum vitalisieren

und weiter entwickeln, dass es als Teil der bedeutsamen Industrieregion Südwestfalen

wieder an Bedeutung gewinnt. Neben vielfältigen Angeboten im Einzelhandel sollen

komplementär kulturelle stehen, die sich beide mit einer hohen Aufenthaltsqualität und

Qualifizierung des Stadtbilds verbinden.

Zur Qualifizierung der Innenstadt sind folgende Maßnahmen vorgesehen:

Der Bahnhof wird im Jahr 2013 ausgebaut, zudem werden der Zentrale Omnibubahnhof

sowie eine Radstation gebaut und die Neuorganisation der P+R Plätze vorgenommen.

Die nördlich liegenden Wohngebiete sollen über eine öffentliche Verbindung angebunden

werden. Diese geht in eine Brücke über, die den Bahnhof mit Treppen und Aufzügen

erschließt.

Eine barrierefreie Fußgängerverbindung vom Bahnhof zur Innenstadt besteht zukünftig

über die aufzuwertende Bahnhofstraße. Radwege sowie eine Querungshilfe sind anzulegen

und der Gehweg auf der Rathausseite ist zu verbreitern.

Der angenehmere direkte Weg führt durch den Volkspark. Um zwölf Meter Höhenunterschied

zwischen Bahnhof und Parkebene zu überbrücken, soll eine Reitertreppe gebaut

werden. Der denkmalgeschützte Park soll mit Hilfe eines Parkpflegewerks wieder

weitgehend seine historische Ausstrahlung und von der Bevölkerung gewünschte Aufenthaltsqualität

erhalten und das Bindeglied zwischen Bahnhof und Zentrum sein.

Im Park befindet sich eine unter Denkmalschutz stehende, schöne Villa aus dem 19.

Jahrhundert, die neben den „Häusern der Kultur“ in Halver als zweiter wichtiger Standort

für kulturelle Aktivitäten als „Haus der Kultur“ für die Region „Oben an der Volme“ ausgebaut

werden soll.

Rund um die Stadthalle bedarf es einer städtebaulichen Neuordnung. Dieses Quartier,

seine Angebote und sein Erscheinungsbild bilden das Entree zur Innenstadt von Norden

über die Volmestraße. Abhängig von einer neuen, innenstadtverträglichen Verkehrsführung

soll südlich der Stadthalle ein nur von Bussen befahrbarer Platz mit Zentralem

Omnibusbahnhof entstehen, der von einer geöffneten Volme durchflossen wird und für

den dort räumlich konzentrierten Wochenmarkt sowie Veranstaltungen und Aktionen

zur Verfügung steht. Mit der Steigerung der Aufenthaltsqualität an diesem städtebaulich

wichtigen Standort ist die Aufwertung des Zentrums und der Altstadt vorzunehmen.

Geplant sind die Vitalisierung der Fußgängerzone zum Beispiel durch ein Qualitätsquartier

mit einem Branchenschwerpunkt im Einzelhandel oder für Gastronomie im südlichen

Teil, die Aufwertung der Hauptstraße, des Kirchplatzes und der Fassaden stadtbildprägender

Gebäude.

Rund um die Meinhardus Schanzen als Mittelpunkt und weithin sichtbare Landmarke

soll auf einem großflächigen Gelände, dem „Balkon zum Sauerland“, ein modernes

Freizeit-, Event- und Aktivzentrum entstehen, das das Portal zum „Sauerland Höhenflug“

bildet. Es wurde in der Vergangenheit bereits touristisch genutzt, aber seine Potenziale

nicht ausreichend aktiviert und gestaltet. Für den Ausflugs-, Wander- und Freizeittourismus

eröffnet sich mit dem Ausbau eine neue Perspektive, die touristische Tradition von

vor 40 Jahren im Volmetal wieder aufleben zu lassen.

12


Meinerzhagen

1.

1.1

1.2

Kosten:

Reaktivierung der Volmetalbahn, Ausbau des

Bahnhofs Meinerzhagen und Qualifizierung

des Umfelds

Ausbau des Bahnhofs Meinerzhagen und

Qualifizierung der Verkehrsstation

Herstellung einer städtebaulich

hochwertigen Verbindung

Verkehrsstation /Bahnhof – Zentrum

Meinerzhagen

Zeitliche

Realisierung:

Priorität:

2.

2.1

Kosten:

3.

3.1

3.2

3.3

Städtebauliche Neuordnung des öffentlichen

Raums (Volmestraße) zwischen Zentrum und

Rathaus / Volkspark / Bahnhof

Innenstadtverträglicher Umbau der Volmestraße

Zeitliche

Realisierung:

Priorität:

Kosten:

ges. 3,279 Mio €

(ohne Bahnhof / DB AG und ZOB)

davon Städtebauförderung: 1,216 Mio €

2012 - 2015

I Starterprojekt

ges. 370 T €

davon Städtebauförderung: 170 T €

2014 - 2015

IIa

Realisierung Stadthallenquartier

„Volmemarkt“ als Ankermaßnahme im

Programm Urbanität / Innenstadt

Meinerzhagen

Innenstadtverträglicher Umbau der

Verkehrsführung in der nördlichen Innenstadt

(Stadthallenquartier)

Offenlegung Volme

Bau eines neuen zentralen multifunktionalen

Stadtplatzes („Volmemarkt“-Platz)

Zeitliche

Realisierung:

Priorität:

ges. 2,912 Mio €

davon Städtebauförderung: 1,357 Mio €

2013 - 2015

IIa

Innenstadt Meinerzhagen - Programm Urbanität

P+R

Brücke

Bahnhof

Radstation

Busbahnhof

Ausbau Bahnhof Meinerzhagen und Qualifizierung Umfeld

Städtebauliche Neuordnung der Verkehrsführung

Stadthalle und Umfeld „Volmemarkt“-Platz

13


4.

4.1

Stützung und Aufwertung des Zentrums und

Qualifizierung der Altstadt

Qualifizierung der Altstadt und Vernetzung mit

dem Zentrum

Kosten: 800 T € (Städtebauförderung)

Zeitliche

Realisierung: 2014 - 2016

Priorität: IIb

5.

5.1

5.2

6.

6.1

6.2

7.

7.1

Weiterentwicklung von Park und Kultur im

Denkmal Volkspark Meinerzhagen

Qualifizierung des Volksparks (Denkmal)

und Verbesserung der Aufenthaltsqualität

Umbau der Villa im Park als ein Haus der

Kultur der Region Oben an der Volme, Standort

Meinerzhagen

Kosten: 1,391 Mio € (Städtebauförderung)

Zeitliche

Realisierung: 2013 - 2015

Priorität: I Starterprojekt / Teilprojekt

Balkon zum Sauerland: die Meinhardus

Schanzen und ihr Umfeld

Entwicklung des Standorts „Meinhardus

Schanzen“ als Portal zum Sauerland-Höhenflug

Ausbau der Meinhardus Schanzen zum „Balkon

zum Sauerland“

Kosten: 2,315 Mio €

Zeitliche

Realisierung: 2012 - 2016

Priorität: IV

Öffentlichkeitsarbeit, Kooperationen,

Quartiersmanagement

Interaktive Prozesse, Quartiersmanagement

Kosten: 120 T € (Städtebauförderung)

Zeitliche

Realisierung: 2012 - 2014

Priorität:

I Starterprojekt

Fußgängerzone

Qualitätsquartier

Vitalisierung Zentrum und Profilierung der Altstadt

Park (Denkmal) und Kultur

Volkspark Villa im Park

Städtebauliche Neuordnung der Verkehrsführung

Stadthalle und Umfeld „Volmemarkt“-Platz

Meinhardus Schanzen

Ausbau zum Balkon zum Sauerland

Altstadt

14


Kierspe

Der Stadtteil Kierspe-Bahnhof ist besonders gebeutelt durch extrem viele Leerstände im

Einzelhandel entlang der Kölner Straße. Chancen zur Revitalisierung werden gesehen

durch die Aktivierung der Bahn und der Etablierung eines Kreativquartiers. Die Stablisierung

des Einzelhandels geht einher mit zusätzlichen Angeboten für Arbeiten und Wohnen,

der Aufwertung des Erscheinungsbilds von Gebäuden und öffentlichen Räumen und

der Realisierung des Sport- und Freizeithighlights VolmeFreizeitParkKierspe als Eingangstor

in den Stadtteil von der B 54.

Momentan wird als erster Teil des neuen Bahnhofs der Zentrale Omnibusbahnhof mit

einem Teil von P+R- und Radstellplätzen gebaut. Zur Qualifizierung des Umfelds gehört

auch die Anlage eines kleinen Platzes, eventuell mit Kiosk (für den Betreiber sich bereits

ernsthaft interessieren). Der Bahnhof wird im Jahr 2012 gelegt, das heißt, es werden die

technischen Voraussetzungen geschaffen, die gesamte Strecke soll im Jahr 2015 zwischen

Marienheide und Brügge für den Personennahverkehr wieder eingleisig befahrbar

sein.

Wie alle anderen drei Verkehrsstationen auch erhält Kierspe eine Radstation mit 150

Stellplätzen. Dazu soll ein bestehendes Gebäude an der nördlichen Kölner Straße umgebaut

werden.

Der Stadtteil Bahnhof, unmittelbar südlich an die Verkehrsdrehscheibe angrenzend,

soll durch die Etablierung als Kreativquartier wiederbelebt werden. Eine vorhandene,

rege Kunst- und Designszene – Vereine und Einzelpersonen – bilden dafür die Grundlage.

Ein Programmkino im Norden, ein ehemaliger Supermarkt als Raum für große

Ausstellungsexponate, im Besonderen die Einrichtung „Kreativzentrum Helit“, mit dem

Schwerpunkt Kinder- und Jugendarbeit in kultureller Bildung, im südwestlichen Teil der

Kölner Straße, sowie ein intensives Leerstandsmanagement in Richtung Kunsthandwerk,

kreative Berufe wie Architektur, Fotografie oder Restaurierung von Gemälden oder Möbeln

z. B., lassen eine Erneuerung des Stadtteils erwarten. Parallel dazu ist das Erscheinungsbild

als Teil der Baukultur und Wirtschaftsförderung zu verbessern.

Die Brache an der B 54 Ecke Kölner Straße, der Stadteingang von Osten und süd-östlich

des neuen Bahnhofs gelegen sowie vom Volmetalradweg tangiert, soll ein freiräumliches

Refugium, der VolmeFreizeitParkKierspe, für alle Altersgruppen werden.

Geplant sind die Öffnung und Renaturierung der Volme mit angrenzenden freiräumlichen

attraktiven Aufenthaltsbereichen und der Bau eines öffentlichen Freizeitparks mit

einer Bühne für kulturelle Aktionen, Konzerte, Theater etc. und Freizeiteinrichtungen

wie Kletterwände, Beachvolleyball, Badminton etc. Als Privatmaßnahme können Gebäude

für die Bereiche Gesundheit und Prävention, Wellness und Fitness errichtet werden.

Südlich des „Kreativzentrums Helit“ befindet sich der erschlossene Tulpenplatz, eine

un(ter)genutzte und brachliegende Fläche (früher Tankstelle), die sich in der Nähe des

Kreativquartiers für eine Mobilisierung durch Mehrgenerationenwohnen und Arbeiten und

Wohnen besonders gut eignet.

Die ökologische Aufwertung der Volme sowie der Abriss und teilweise Wiederaufbau

von Gebäuden mit touristischer Nutzung und die Wiedernutzung der Wasserkraftanlage

auf dem Gelände der ehemaligen Fabrik Brune sollen ein Gemeinschaftsprojekt von

Heesfelder Mühle e.V. und dem Märkischen Kreis werden. Es ist beabsichtigt, dieses

Projekt mit Hilfe des Förderprogramms „Initiative ergreifen“ zu realisieren. Hierfür wird ein

separater Förderantrag gestellt.

15


Kierspe

1.

1.1

Kosten:

Reaktivierung der Volmetalbahn, Ausbau des

Bahnhofs Kierspe und Qualifizierung des

Umfelds

Ausbau des Bahnhofs Kierspe als

Verkehrsdrehscheibe und Qualifizierung des

Umfelds

Zeitliche

Realisierung:

Priorität:

2.

2.1

2.2

Kosten:

3.

3.1

ges. 807 T €

(ohne Bahnhof / DB AG und ZOB)

davon Städtebauförderung: 227 T €

2012 - 2015

Ia Starterprojekt

Erneuerung des Stadtteils Bahnhof durch

Initiierung des Kreativquartiers Kierspe

Kreativzentrum Helit

Schwerpunkt:

Kinder- und Jugendarbeit / Kunst-Aktionshaus

Kooperationsmaßnahme mit der Theodor-

Fischer-Stiftung

Nutzung leerstehender Ladenlokale für das

Kreativquartier Kierspe

Zeitliche

Realisierung:

Priorität:

Kosten:

ges. 1,840 Mio €

davon Städtebauförderung: 1.475 Mio €

2013 - 2015

II

Von der Brache zum VolmeFreizeitPark

Kierspe, der Volmepark mit Freizeitangeboten

für die Region

Aufbereitung des brachliegenden und

untergenutzten Areals, Öffnung und

Revitalisierung der Volme und Bau eines

öffentlichen Freizeitparks

Realisierung in Stufen / Bauabschnitten

Zeitliche

Realisierung:

Priorität:

ges. 2,572 Mio €

davon Städtebauförderung: 1,722 Mio €

2012 - 2014

Ib Starterprojekt

Stadtteil Kierspe Bahnhof - Total Aktiv

VolmeFreizeitParkKierspe

Bahnhof, ZOB, P&R, Fahrradstation

16


4.

4.1

4.2

„Mehrgenerationenwohnen“ und „Arbeiten

und Wohnen“ im Stadtteil Bahnhof

Aktivierung des brachliegenden Areals

Tulpenplatz mit den Zielsetzungen

„Mehrgenerationenwohnen“ und „Arbeiten und

Wohnen“

Aktivierung weiterer Potenziale im Stadtteil

(siehe 7.1)

Kosten: 430 T € (Städtebauförderung)

Zeitliche

Realisierung: 2013 - 2014

Priorität: III

5.

Priorität:

6.

6.1

6.2

7.

7.1

Wasserkraft und Renaturierung sowie

touristische Nutzung des Geländes

der ehemaligen Fa. Brune sowie des

Volmeabschnitts zwischen In der Grüne und

Oberbrügge

Separater Antrag

Kosten:

Aufwertung des Stadtraums Kölner Straße

Erhöhung der Verkehrssicherheit und

gestalterische Verbesserung der Kölner Straße

Erhaltung und Erneuerung historisch wertvoller

und stadtbildprägender Bebauung im Stadtteil

Bahnhof, insbesondere entlang der Kölner Straße

Zeitliche

Realisierung:

Priorität:

I

495 T €

davon Städtebauförderung: 420 T €

2015 - 2016

IV

Öffentlichkeitsarbeit, Kooperationen,

Quartiersmanagement

Interaktive Prozesse, Quartiersmanagement

Kosten: 375 T € (Städtebauförderung)

Zeitliche

Realisierung: 2012 - 2015

Priorität: I Starterprojekt

Kreativzentrum

Helit

Mehrgenerationenwohnen,

Arbeiten und Wohnen

Aktivierung der Brache Tulpenplatz

Kreativzentrum Helit

Schwerpunkt: Kinder- und Jugendarbeit / Kunst-Aktionshaus

Kölner Straße

Kölner

Straße

17


Halver

Mit der Realisierung der „Häuser der Kultur“ als Sitz des Managements der „Art Volmetal“,

dem Kulturplan für die gesamte Region „Oben an der Volme“ bekommt Halver eine

Bedeutung, die sich auch widerspiegeln soll in der selbstbewussten Präsentation eines

lebendigen Zentrums. Hierzu gehören ein starker Einzelhandel, vielfältige gastronomische

Angebote, möglichst mit Außengastronomie auf attraktiven Plätzen, eine hohe Aufenthaltsqualität,

die Aufwertung des Erscheinungsbilds und Realisierung von Wohnraum

für unterschiedliche Nutzergruppen.

Neben der kommerziellen Entwicklung in der Region „Oben an der Volme“ soll die kulturelle

gleichwertig betrieben werden: zur Stärkung einer Vielzahl qualifizierter Künstlerinnen

und Künstler und Vereine sowie als Pfeiler einer lebendigen Stadt und Region, zur

Stabilisierung ihrer Identität aber auch als touristischer Anziehungsfaktor. Deshalb sollen

die „Häuser der Kultur“ die „Schieferhäuser“ an der Frankfurter Straße und die „Villa

Wippermann“ (als integriertes Modell) als Hauptsitz der geplanten „Art Volmetal“ zu

einem soziokulturellen Zentrumumgebaut werden.

Die denkmalgeschützten „Schieferhäuser“ nehmen das regional wirksame professionelle

Kultur-Management, Ateliers (besonders für den bereits ansässigen Verein VAKT),

Schulungs- und Ausstellungsräume und ein Café auf. Die Immobilie soll in das Eigentum

der Stadt Halver übergehen. Momentan ist die Eigentümerin die Sparkasse Lüdenscheid.

Die „Villa Wippermann“ wird multifunktionale Räume für Theater- und Musikauffüh-rungen,

Schulungsräume besonders für Jugendliche und das erweiterte Heimatmuseum der

Region „Oben an der Volme“ mit dem Schwerpunkt „Industrie und Landwirtschaft an der

Volme“ aufnehmen. Die Immobilie bleibt im Eigentum der Stadt Halver.

Mit den Gebäuden sind der Platz um die „Schieferhäuser“ und der Park um die „Villa

Wippermann“ aufzuwerten, um beide für Veranstaltungen und Ausstellungen von Objekten

aber auch Außengastronomie (Schieferhäuser) nutzen zu können. Die Maßnahmen

stehen auch im Kontext mit dem durch privates Engagement bereits weitgehend neu

gestalteten „Alter Markt“ zu einem Stadtplatz im Zentrum sowie der geplanten Qualifizierung

des Umfelds der St. Nicolai-Kirche und des Platzes am Jugendheim.

Die Erreichbarkeit und flexible Nutzung ist abhängig von guten verkehrlichen Rahmenbedingungen,

eine optimierte Verkehrsführung ist zu untersuchen.

Wie in allen anderen vier Kommunen ist das Stadtbild aufzuwerten. Die Erfüllung baukultureller

Ansprüche ist ein Teil der Wirtschafts- und Tourismusförderung.

Von Norden nach Süden zieht sich östlich der Innenstadt das Bahnhofsumfeld, südlich

des Kulturbahnhofs. Es ist die Ansiedlung von Einzelhandel, Dienstleistungen und Wohnen

sowie eine adäquate Durchgrünung und Freiraumvernetzung geplant. Die Aufbereitung

und Erschließung des Areals soll als Investorenmaßnahme erfolgen. Hierfür wird

derzeit eine Ausschreibung durchgeführt.

Östlich des Parks soll die Grünfläche in Wohnbaufläche umgewandelt und Mehrgenerationenwohnen

realisiert werden.

18


Halver

1.

1.1

1.2

Kosten:

Reaktivierung der Volmetalbahn, Ausbau des

Bahnhofs Oberbrügge und Qualifizierung des

Umfelds

Ausbau des Bahnhofs Oberbrügge

Qualifizierung des Bahnhofsumfelds

Zeitliche

Realisierung:

Priorität:

2.

2.1

2.2

Kosten:

3.

3.1

3.2

ges. 615 T €

(ohne Bahnhof / DB AG)

davon Städtebauförderung: 195 T €

2015

I

Häuser der Kultur in der Region Oben an der

Volme

hier: Hauptsitz Halver und Etablierung

„Art Volmetal“

Realisierung der Häuser der Kultur als

integriertes Modell mit den Schieferhäusern an

der Frankfurter Straße und der Villa Wippermann

Management für die „Häuser der Kultur der

Region Oben an der Volme“ und Etablierung „Art

Volmetal“

Zeitliche

Realisierung:

Priorität:

ges. 2,193 Mio €

davon Städtebauförderung: 1,829 Mio €

2012 - 2014

Ia Starterprojekt

Städtebauliche Neuordnung des Quartiers

„Rathaus / Villa Wippermann“

Qualifizierung des Parks, der Plätze und Wege

als Knotenpunkt der beiden Hauptachsen im

Ortskern Halver

(s. Entwicklungs- und Handlungskonzept)

Behindertengerechte Erschließung Rathaus

einschließlich neuer Eingangssituation / Anteil-

finanzierung

Kosten: 799 T €

Zeitliche

Realisierung: 2012 - 2015

Priorität: II Starterprojekt

Zentrum Halver - Aufenthaltsqualität in neuen Räumen

Häuser der Kultur

Umfeld / Park

19


4.

4.1

4.2

4.3

5.

5.1

5.2

5.3

6.

6.1

Stützung und Aufwertung des Zentrums

Halver

Innenstadtverträgliche Verkehrsführung im

Zentrum

Umbau „Alter Markt“ zum (zentral gelegenen)

kleinen Stadtplatz im Zentrum

in 2 Bauabschnitten

Aufwertung des Stadtbilds im Zentrum und

Vitalisierung der Bahnhofstraße

Kosten: 430 T € (Städtebauförderung)

Zeitliche

Realisierung: 2013 - 2016

Priorität: III

Teilprojekt: I Starterprojekt

Kosten:

Steigerung der Aufenthaltsqualität in neuen

Räumen

Qualifizierung des Umfelds der Sankt Nicolai-

Kirche

Umgestaltung und Aufwertung des Platzes am

Jugendheim

Aufwertung des Berliner Platzes

Zeitliche

Realisierung:

Priorität:

Qualifizierung des Bahnhofsumfelds /

Kulturbahnhof Halver

Aufwertung des Umfelds des Kulturbahnhofs

Kosten: 130 T € (Städtebauförderung)

Zeitliche

Realisierung: 2016

Priorität: V

6.2 Entwicklung des brachliegenden Bahnareals

Halver

Ausschreibung als Investorenmaßnahme läuft derzeit

7.

7.1

ges. 587 T €

davon Städtebauförderung: 447 T €

2015 - 2016

IV

Öffentlichkeitsarbeit, Kooperationen,

Quartiersmanagement

Interaktive Prozesse, Quartiersmanagement

Kosten: 195 T € (Städtebauförderung)

Zeitliche

Realisierung: 2012 - 2014

Priorität: I Starterprojekt

Öffentlichkeitsarbeit REGIONALE 2013

Halver für die vier Volmekommunen

Kosten: 100 T € (Städtebauförderung)

Zeitliche

Realisierung: 2013

Priorität: II

Neue Räume in der Stadt:

Ausbau Alter Markt

Platz am Jugendheim

Kirchplatz

Umnutzung

Fabrik Koopmann

P+R

Ausbau

Bahnhof

Fußläufige

Oberbrügge

Verbindung mit

Bushaltestelle

Vorplatz

Radstation

Direkte

Verbindung

Bushaltestelle-

Bahnsteig

Ausbau Bahnhof Oberbrügge und Qualifizierung des Umfelds

20


Schalksmühle

Das Zentrum Schalksmühle bedarf dringend einer Vitalisierung und eines städtebaulichen

„liftings“. Es sind nachdrückliche, einschneidende Anstrengungen und Maßnahmen

nötig, um zentrale Angebote und Aufenthaltsqualitäten zu schaffen und das Erscheinungsbild

von Gebäuden wie Plätzen und der Bahnhofstraße zu verbessern.

Entlang der Bahnhofstraße ist besonders der Einzelhandel zu stabilisieren und attraktivieren

und das im Kontext mit der Ausweitung und Qualifizierung (außen-) gastronomischer

Angebote wie der Schaffung und Aufwertung öffentlicher Räume einerseits und der

Schaffung von Wohnraum andererseits. Die Identität und Stärkung der Identifikation der

Einwohner hängt stark mit einem positiven Erscheinungsbild und der Aufenthaltsqualität

zusammen. In beiden Fällen ist eine Attraktivierung nötig. Besonders wichtig ist die

unmittelbare räumliche Verbindung des Bahnhofs mit der Bahnhofstraße und weiteren

Teilbereichen des Ortskerns.

Zur Entwicklung eines vitalen Zentrums ist das Bahnhofsumfeld auf der Ebene der

Bahnhofstraße im nordwestlichen Teil – die Böschung wird abgetragen – mit zentralen

Angeboten zu versehen und anspruchsvoll zu gestalten. Eingerahmt von einem zentralen

Platz sollen drei Pavillons errichtet werden, die kleinteilige Nutzungen aufnehmen.

Der Platz soll sich ausdehnen in Richtung Volme und Volmepark und beide an die

Bahnhofstraße anbinden.

Mit dem Bau des Platzes geht der einer offenen Rampe einher, um barriere– und angstfrei

den Bahnsteig erreichen zu können. Für den dazu im Weiteren nötigen An-schluss

über einen Aufzug muss die DB Station & Service AG gewonnen werden. Vorläufi g ist

der Bahnsteig über den Schnurrenplatz, südlich der Gleisanlage, für be-hinderte Menschen

erreichbar.

Der Schnurrenplatz bedarf der Verbesserung durch Bepflanzung und gut sichtbare

Zuwegung sowie der funktionalen Aufwertung durch den Bau eines Bahnhofsvorplatzes,

die Errichtung von ca. 60 P&R-Plätzen und einer Radstation (das westliche der 3

neuen Gebäude) mit 150 Stellplätzen. Über eine Treppe sollen die südlichen Wohngebiete

angebunden und die weitere Neubebauung mit Büros und Dienstleis-tungen direkt

erreichbar sein.

Der Rathausplatz ist das räumliche Gegenstück am südöstlichen Ende der Bahnhofstraße.

Momentan ist er eine steinerne „Wüste“ ohne urbanes Leben. Im Rahmen der

Erstellung eines jährlichen Aktionsprogramms ist seine kontinuierliche Bespielung, neben

einem wöchentlichen Markt, zu planen (z. B. als freiräumlicher Teil der „Art Volmetal“). Er

ist zu einem multifunktionalen Platz der Begegnung auszubauen, der auch der Visualisierung

des Themas Wasser Raum gibt.

Die nördliche Wand des Rathauskomplexes ist vorgesehen als Präsentationsfläche für

ein open-air-Kino oder public viewing bzw. als Medienort, temporäre Überdachungen

mit Wasser- und Stromanschlüssen ermöglichen unterschiedliche Veranstaltungen.

Es ist noch zu prüfen, ob das Erdgeschoss des Rathauses für Gastronomie, mit Außengastronomie,

umgebaut werden kann.

Zwischen den Polen Bahnhofs- und Rathausplatz liegt die ungestaltete Bahnhofstraße.

Die Nebenanlagen sind zu verbessern, die Bepflanzung ist mit höher wachsenden, den

Proportionen der Gebäude angepassten Bäumen vorzunehmen und es sind Verweilzonen

auch im Zusammenhang mit vorhandener Außengastronomie anzulegen.

21


Das nordwestliche Entree, die Bahnunterführung, soll mit einer attraktiven Illumination

aufgewertet werden und den Eingang in den Ortskern auffällig signalisieren.

Die Volmeufer und der Volmepark sind als kleines Naherholungsareal im nördlichen Teil

des Ortskerns auszubauen. Eine nach der Beseitigung des Wehrs mögliche Aufweitung

des Flussufers zur Erhöhung der ökologischen Bedeutung wird derzeit geprüft (Umsetzung

WasserRahmenRichtlinie, Märk.Kreis). Dann können die Ufer der Volme gestaltet

und der Park für unterschiedliche Generationen angelegt werden.

Südlich der Bahnunterführung liegt der historische Teil Schalksmühles. Er ist über

mehr und qualitativ anspruchsvolle Angebote und eine intensive gestalterische Verbesserung

aufzuwerten. Dazu können die Parkplätze im südlichen Teil der Mühlenstraße

zu einem Platz umgeplant werden, der z.B. mit einem temporären Cafe zum Aufenthalt

einlädt. Diese Maßnahme stärkt die umliegenden Einzelhandelsgeschäfte.

Im Norden wie Süden können Pflanzen in großen Trögen Tore als Eingang in die Altstadt/Mühlenstraße

bilden. Eine große Brandwand, südlich der Bahnunterführung, kann

als Projektionsfläche Veranstaltungshinweise, literarische Texte, Fotos wiedergeben.

An der Hälverstraße, in direkter Nähe zu imposanten Baudenkmälern mit Einzelhandel im

Erdgeschoss liegt ein ungestalteter Parkplatz. Er soll eine Randbegrünung erhalten.

Wertvolle Baukörper sollen über die Förderung aus dem Fassadenprogramm Unterstützung

zur Aufwertung erfahren.

Die Erlöserkirche, die über der Altstadt thront, soll über eine Umgestaltung des Umgangs

und der Grünflächen stärker wahrgenommen und an die Mühlenstraße angebunden

werden.

Der Schnurrenplatz, südlich der Bahnlinie, und der Kirchplatz liegen sich gegenüber. Den

Kirchplatz tangiert südlich der Schnurrenweg. Er läuft auf den Bahnhof zu, symbolisiert

heute noch den Verlauf der alten Bahntrasse und ermöglicht einen Rundgang zur Naherholung.

Er soll aufgewertet werden.

Die ausgeprägte Topographie Schalksmühles bedarf zur Orientierung eines Leitsystems,

besonders in der Altstadt, dem neuen Zentrum und im Bahnhofsumfeld.

22


Schalksmühle

1.

1.1

1.2

Kosten:

Aktivierung und Qualifizierung des

Bahnhofsumfelds Schalksmühle

Zentraler Platz an der Bahnhofstraße und

behindertengerechter Zugang: Zentrum –

Bahnhof

Aktivierung und Aufwertung Bahnhofsumfeld Süd

Zeitliche

Realisierung:

Priorität:

2.

2.1

2.2

2.3

2.4

Kosten:

ges. 2,115 Mio €

davon Städtebauförderung: 1,235 Mio €

2013 - 2015

II

Vitalisierung und Aufwertung Zentrum

Schalksmühle

Umbau Rathausplatz zum multifunktionalen Platz

der Begegnung

Aufwertung der Bahnhofstraße

Öffnung Volme und Ausbau Volmepark zum

Generationenpark

Zentrum Schalksmühle: Ort des Lichts

1,160 Mio € (Städtebauförderung)

Zeitliche

Realisierung: 2012 - 2014

Priorität: I Starterprojekt

Volmepark: II

Umbau Rathausplatz und Bahnhofstraße

Ortskern Schalksmühle - Vitales Zentrum

Bahnhof

Aktivierung und Aufwertung des Bahnhofsumfelds

Neuordnung Schnurrenplatz / Bahnhofsvorplatz

Zentraler Platz an der Bahnhofstraße

behindertengerechter Zugang zum Bahnhof

Radstation

Bahnhof

23


3.

3.1

3.2

3.3

4.

5.

Umbau der Realschule als ein Haus der

Kultur in der Region Oben an der Volme

Wohnen im Ortskern

5.1 Aktivierung der Potenziale im Ortskern

Bestandteil Quartiersmanagement (6.1)

6.

6.1

Vitalisierung Mühlenviertel / Aufwertung

Altstadt

Umbau Mühlenstraße und Vitalisierung des

historischen Geschäftsbereichs

Umgestaltung Umfeld Erlöserkirche

Leitsystem, Beschilderung

Kosten: 470 T € (Städtebauförderung)

Zeitliche

Realisierung: 2013 - 2016

Priorität: III

Illumination Eingangssituation I Starterprojekt

Später

Öffentlichkeitsarbeit, Kooperationen,

Quartiersmanagement

Interaktive Prozesse, Quartiersmanagement

und Verfügungsfonds

Kosten: 270 T € (Städtebauförderung)

Zeitliche

Realisierung: 2012 - 2014

Priorität: I Starterprojekt

Wohnen über der Volme

Profilierung der „Altstadt Schalksmühle“

Mühlenstraße und Platz Rund um die Kirche

Illumination

Schalksmühle: Ort des Lichts

Illuminierung Bahnunterführung und neue Projekte (einschließlich

Wettbewerb)

24


5. Realisierungsfähigkeit

Dem Regionaleprojekt „Oben an der Volme“ liegen das Regionale Integrierte Entwicklungs-

und Handlungskonzept und die integrierten Handlungskonzepte für die Zentren

der vier Volmekommunen sowie die hieraus abgeleiteten Maßnahmen (siehe 4.) zugrunde.

Für diese Maßnahmen wurden mittelfristige Programme erarbeitet und beschlossen.

Sie stellen die Maßnahmen und ihre Kosten, die Träger/Zuständigkeiten, zeitlichen Realisierungsrahmen

sowie die Prioritäten dar und sind im Anhang beigefügt.

Darüber hinaus sind die einzelnen Förderzugänge benannt, wie sie mit der Bezirksregierung

Arnsberg und dem MWEBWV abgestimmt wurden. Die Grundsatzbeschlüsse der

vier Räte sind ebenfalls in der Anlage enthalten.

Zur Städtebauförderung wurden die Maßnahmengebiete abgegrenzt und beschlossen.

Die Kosten- und Finanzierungsübersichten Stadterneuerung NRW wurden entsprechend

der Förderrichtlinien erstellt und abgestimmt.

Für die wesentlichen Maßnahmen liegen die rechtlichen Voraussetzungen zur Umsetzung

vor oder das Planungsrecht wird derzeit geschaffen. So soll die Änderung des

Bebauungsplans für das Bahnhofsumfeld in Meinerzhagen noch in diesem Jahr abgeschlossen

werden und für die wasserrechtlichen Verfahren der Teilprojekte, die im Zusammenhang

mit anderen Fördermaßnahmen (s. mittelfristige Maßnahmen- und Förderprogramme

im Anhang) realisiert werden sollen, wurden ebenfalls sehr enge Zeitrahmen

vereinbart. Insbesondere den beantragten städtebaulichen Maßnahmen stehen keine

rechtlichen Hemmnisse entgegen.

Für die als Starterprojekt beantragte Maßnahme „Häuser der Kultur“ in Halver liegt ein

schlüssiges Betriebs- und Finanzierungskonzept vor, es ist in der Anlage beigefügt. Es

wurde mit den Beteiligten (auch Sponsoren und Nutzern) abgestimmt und der Hauptausschuss

der Stadt Halver hat es (Modell B) am 08.02.2012 dem Rat zur Beschlussfassung

empfohlen.

Die Reaktivierung der Volmetalbahn und der Ausbau der Bahnhöfe durch die DB AG werden

bereits vollzogen. Wie an anderer Stelle dargestellt, soll der Bahnhof in Meinerzhagen

bereits im Dezember 2013 seinen Betrieb aufnehmen. Hierfür ist die Verwirklichung

wichtiger, nach Städtebauförderung und EntflechtG beantragter Maßnahmen im Umfeld

notwendig. Ein zeitlicher Aufschub ist nicht mehr möglich.

Auch der Bahnhof in Kierspe wird bereits in diesem Jahr betriebstechnisch gelegt, der

Bau des ZOBs läuft derzeit.

Mit diesen Maßnahmen wird die Aussage der DB AG unterlegt, dass der Betrieb für die

gesamte Stecke zwischen Meinerzhagen und Brügge im Dezember 2015 aufgenommen

werden soll.

Insgesamt bleibt festzuhalten, dass die wesentlichen Bausteine des Regionale 2013 –

Projekts „Oben an der Volme“ realisierungsfähig sind.

25


6. Finanzierung

Die Finanzierung der Maßnahmen des Projekts „Oben an der Volme“ ist, soweit die beantragte

Förderung bewilligt wird, in allen vier Kommunen gesichert. Dies wurde erreicht,

indem in allen interfraktionellen Arbeitsgruppen, parallel zur Erörterung der Inhalte der

maßgeblichen Maßnahmen, ihre Finanzierbarkeit diskutiert wurde und die Abstimmung

von Ausschuss zu Ausschuss sowie mit den Projektpartnern erfolgte.

Die Kosten aller beantragten Maßnahmen – entsprechend der in der Anlage beigefügten

mittelfristigen Maßnahmen- und Förderprogramme wurden in die Haushalte der 4 Kommunen

eingestellt. Dies gilt einmal für die aufgeführten Starterprojekte mit ersten Kostenwirkungen

im Jahr 2012 aber auch für die gesamten mittelfristigen Förderprogramme.

Die Haushalte für Meinerzhagen, Kierspe und Schalksmühle wurden einschließlich der

vorgelegten Haushaltssicherungskonzepte gemäß Haushaltsverfügungen zu § 76 GO

NRW für

Meinerzhagen am 27.12.2011

Kierspe am 15.12.2011

Schalksmühle am 29.12.2011

bestätigt. Die Verfügungen sind in der Anlage beigefügt.

Der Hauptausschuss der Stadt Halver hat am 08.02.2012 den Haushaltsplanentwurf mit

dem Haushaltssicherungskonzept dem Rat zur Beschlussfassung am 13.02.2012 empfohlen.

Der Beschluss wird nachgereicht.

Die Kommunalaufsicht des Märkischen Kreises hat ihre Zustimmung auch zum Haushalt

der Stadt Halver signalisiert. Somit wurden alle 4 Haushaltspläne mit der Kommunalaufsicht

einvernehmlich abgestimmt.

Als Fazit kann herausgestellt werden:

Die im „Mittelfristigen Maßnahmen- und Förderprogramm“ genannten Vorhaben in der

Zuständigkeit der vier Kommunen sind finanziell, auch bezogen auf die kommunalen

Eigenanteile und die Mittel Dritter, gesichert.

Kostenvolumen Regionaleprojekt Oben an der Volme

Einschließlich begleitender Maßnahmen weiterer Träger

Das Kostenvolumen des gesamten Maßnahmenprogramms beträgt 26,8 Mio €

Davon entfallen auf die Städtebauförderung 17,0 Mio €

und auf andere Förderprogramme 9,0 Mio €

Nicht zuwendungsfähig sind 0,8 Mio €

Maßnahmen weiterer Träger (z.B. Aktivierung der Volmetalbahn /

DB AG mit 29,0 Mio €) werden beziffert mit 38,3 Mio €

Summe 65,1 Mio €

26


7. Weitere Maßnahmenqualifizierung

Die Region ist sehr bestrebt, mit Hilfe der Regionale 2013 ihre strukturellen und städtebaulichen

Probleme zu beseitigen und einen nachhaltigen Entwicklungsprozess auszulösen.

Die intensive interkommunale Kooperation bietet hierfür die Plattform. Gleichwohl

wird der Erfolg auch daran gemessen werden, wie beständig und innovativ die angestrebten

Maßnahmen in der Fachwelt und in der gesamten Öffentlichkeit wahrgenommen

werden. Deshalb wurden im bisherigen Partizipationsprozess für alle wesentlichen Maßnahmen

Konzeptalternativen erarbeitet, diskutiert und weiterentwickelt. Die favorisierten

Lösungen wurden vereinbart und diesem Projektantrag zugrunde gelegt.

Für komplexe Maßnahmen mit großer Breitenwirkung sollen darüber hinaus Wettbewerbe

und Mehrfachbeauftragungen zur weiteren Qualifizierung beitragen. Zwischen den

beteiligten Kommunen, der Südwestfalen-Agentur, der Bezirksregierung Arnsberg und

dem koordinierenden Planungsbüro ASS wurde mit der oben dargestellten Zielsetzung

vereinbart, Wettbewerbe für folgende Maßnahmen durchzuführen:

Städtebauliche Realisierungswettbewerbe

1. Meinerzhagen, Stadthallenumfeld „Stadtplatz Volmemarkt“

2. Kierspe „VolmeFreizeitParkKierspe“

3. Halver, öffentlicher Raum „Quartier Rathaus / Häuser der Kultur“

Verfahren:

1. Stufe: Bewerberverfahren

2. Stufe: begrenzter Teilnehmerkreis = maximal 8

Licht-Gestaltungswettbewerb Schalksmühle „Ort des Lichts“

Gestaltungswettbewerb (2-stufig)

für die Bahnunterführung und Eingang Mühlenstraße / Altstadt sowie für die städtebaulichen

Maßnahmen in Schalksmühle der Regionale 2013. Dieser Wettbewerb soll in

Kooperation mit der heimischen Wirtschaft durchgeführt werden.

Die Ergebnisse des Wettbewerbs sollen als Gestaltfamilie auch in geeignete Maßnahmen

der anderen Kommunen, unter Beachtung der spezifischen örtlichen Gegebenheiten,

einfließen.

Regionaler Radweg

Wettbewerb für Gestaltungsleitlinien

Der Wettbewerb folgt der Zielsetzung der Tourismusförderung. Die Ergebnisse sollen in

ein Gestaltungshandbuch einfließen, das eine Gestaltfamilie für den gesamten Volmetalradweg

und für Verknüpfungspunkte mit anderen Projekten deklariert.

Balkon zum Sauerland

Für den Ausbau der Meinhardus Schanzen zum „Balkon zum Sauerland“ wird ein auf

die gesamte Region ausstrahlendes Tourismusprojekt angestrebt. Sollte eine Förderung

möglich werden, ist auch hierfür ein Realisierungswettbewerb geplant.

Bahnhof Meinerzhagen, Brücke und Stadtteilverbindung

Mehrfachbeauftragung (3 Büros) für leichtes, innovatives Bauwerk

Der Bahnhof Meinerzhagen soll noch in diesem Jahr ausgebaut werden. Die Inbetriebnahme

ist für Dezember 2013 vorgesehen. Aufgrund dieser zeitlichen Vorgaben ist eine

Mehrfachbeauftragung geplant, die alternative, innovative Lösungen (Teilleistungen

Vorentwurf) aufzeigt.

Die Kosten für die Durchführung der Wettbewerbe wurden in die Maßnahmen- und

Förderprogramme aufgenommen und, soweit sie der Städtebauförderung zugeordnet

werden können, mit der Bezirksregierung Arnsberg abgestimmt.

27


8. Maßnahmenvorbehalt

Die wesentlichen Bausteine des Regionaleprojekts 2013 „Oben an der Volme“ sind (wie

im Einzelnen dargestellt) realisierungsfähig. Das kann bei einem auch räumlich-regional

ausgerichteten Projekt mit der Beteiligung von vier Kommunen und vielen weiteren Maßnahmenträgern

nicht für alle Teilprojekte gleichermaßen gelten.

Für einige wichtige Maßnahmen ist es notwendig, diese weiter zu qualifizieren und die

Voraussetzungen für eine Förderung noch weiter im Detail, im engen Zusammenspiel mit

den betroffenen Förderdezernaten und der Regionaleagentur zu erarbeiten.

Das gilt für folgende Maßnahmen:

Meinerzhagen, Ausbau der Meinhardus Schanzen zum „Balkon zum Sauerland“,

Tourismusprojekt

• Wasserkraft und Renaturierung sowie touristische Nutzung des Geländes der ehema-

ligen Fa, Brune, Stadt Kierspe, Heesfelder Mühle e. V. und Märkischer Kreis,

Programm „Initiative ergreifen“

und Wasserbaumaßnahme außerhalb der Ortskerne / Zentren sowie des Stadtt

eils Kierspe Bahnhof

• Interkommunale Kunst- und Kulturachse „Art Volmetal“, regionale Kulturförderung

Für den Ausflugs-, Wander- und Freizeittourismus eröffnet sich mit dem Ausbau der

Meinhardus Schanzen eine neue Perspektive, die touristische Tradition von vor 40 Jahren

im Volmetal wieder aufleben zu lassen.

Wie die Qualitätssteigerung abhängig von den Nutzungen und Funktionen der einzelnen

Bausteine aussehen soll, welche Synergien sich wie ergeben können, welche Auswirkungen

ein Ausbau des gesamten Areals vor dem Hintergrund der aufgezeigten planerischen

Intentionen hat, z. B. auf das Beherbergungsgewerbe, soll in einem Rahmenkonzept dargestellt

werden. Es bestehen gute Chancen, die Mittel für diese Studie über Sponsoren

akquirieren zu können. Voraussetzung ist allerdings die positive Perspektive, den Ausbau

gefördert zu bekommen.

Es wurde aufgezeigt, dass mehr Fördermittel für Kultur zur Verfügung gestellt werden

sollen. Grundsätzlich besteht die Hoffnung, dass auch für die „Art Volmetal“, den Zusammenschluss

der 4 Kommunen auf kultureller Ebene, etwas mehr „abfällt“ als bisher

avisiert. Die im RIEHK genannten Projekte „Volmeparade“ und „Volmeparcours der fünf

Sinne“, z. B. sind als kontinuierlich wieder kehrende Kultur-Events geplant, die auch

Touristen anlocken sollen. Der Antrag zur Förderung eines Kulturentwicklungsplans und

zur Besetzung der Stelle des Kulturmanagements wurde Ende September 2011 bei der

Bezirksregierung Arnsberg gestellt.

Für die vier Kommunen und die Verantwortlichen der Regionale 2013 ist es wichtig, dass

in den Jahren 2013 und 2014 über die städtebaulichen Maßnahmen hinaus, Aktionen,

Veranstaltungen, Events die Lebendigkeit der Region aufzeigen und damit Verbündete in

der gesamten Bevölkerung gefunden werden können, die die angestrebten Perspektiven

auch mittel- bis langfristig tragen.

Wenn im Qualifizierungsprozess zur Regionale 2013 das Projekt „Oben an der Volme“

mit dem 3. Stern versehen wird, wird vorgeschlagen, die o. a. Maßnahme unter den Vorbehalt

der weiteren Konkretisierung und Qualifizierung zu stellen und den Erfolg dieser

Bemühungen durch die „Regionale-Gremien“ freigeben zu lassen. Gleichzeitig werden

alle Beteiligten um Unterstützung gebeten.

28


9. Verfestigung der interkommunalen Zusammenarbeit

In der bisherigen, äußerst effektiven, vertrauensvollen und ergebnisorientierten Interaktion

der 4 Kommunen sehen alle eine Grundlge für die fortzuführende Zusammenarbeit

und eine große Chance für eine positive und langfristige Entwicklung der Region. Der

in den jours fixes der Verwaltungen und den politischen Gremien mit Unterstützung des

Büros ArchitekturStadtplanungStadtentwicklung Hamerla I Gruß-Rinck I Wegmann +

Partner (ASS) ohne Reibungsverluste gefundene Konsens ergab letztendlich auch die

politische und finanzielle Sicherheit zur Umsetzung der Projekte. Dass nun nach Jahren

der Stagnation der Stadtentwicklung solch ein Tempo in die Verwirklichung von Plankonzepten

aus dem letzten Jahr kommt, hat alle Beteiligten „mitgerissen“. Denn zum Teil

werden Maßnahmen bereits in diesem Jahr begonnen. Das größere Maßnahmenbündel

kann und soll bis zu den Jahren 2015/2016 umgesetzt werden; wobei der Schwerpunkt

mit den wichtigsten Maßnahmen des Regionale 2013-Projekts in den Jahren 2012 –

2014 liegen wird.

Dafür ist die geübte (und bewährte) Form der Kooperation zu verfestigen. Für den zukünftigen

Arbeitsprozess soll ein mehrstufiges Aktionsbündnis geschaffen werden, das

die unterschiedlichen Beteiligten zusammenführt und die Plattform bietet, die regionale

Zusammenarbeit zu verstetigen und, über die Ansprüche der Regionale 2013 hinaus,

möglichst langfristig weiter zu führen.

Struktur des mehrstufigen Aktionsbündnisses:

1. Lenkungsgruppe

Bezirksregierung und MWEBWV, 1 - 2 VertreterInnen

Südwestfalen Agentur, 1 VertreterIn

Bürgermeister und MitarbeiterInnen (enger Kreis), Region OadV

ASS, 2 VertreterInnen (Moderation und Betreuung)

2. Ziel: Interkommunaler Arbeitskreis

politisch besetzt

Abstimmung regionalwirksamer Planungen und Maßnahmen

3. Interfraktionelle Arbeitsgruppe in jeder Kommune

Sitzungen nach Bedarf 2 – 4 pro Jahr

4. Jours fixes der 4 Bürgermeister und ihrer MitarbeiterInnen alle 4 Wochen

teilweise mit Vertretern der Bezirksregierung und der Südwestfalen Agentur

5. Einzelforen

z.B. Innenstadtforum oder „Art Volmetal“

6. Gründung Förderverein Oben an der Volme

Die Koordination des mehrstufigen Aktionsbündnisses und die Unterstützung des Arbeitsprozesses

erfolgen auf der Grundlage der bewährten Zusammenarbeit durch ASS

- Hamerla | Gruss-Rinck | Wegmann + Partner, Düsseldorf.

Die inhaltlichen Schwerpunkte der Arbeit sind:

• Strategien und Planungen zur regionalen Kooperation

• Abstimmung und vertiefende Vernetzung der räumlich-regionalen Teil-Projekte und

der weiteren mit besonderer regionaler Strahlkraft

• Beurteilung, Unterstützung und Förderung der nachhaltigen Wirkung der Maßnahmen

• Qualifizierungsprozess: Optimierung der Projekte durch Wettbewerbe, Werkstattverfahren

etc.

• Stützung und Beurteilung der Qualität der Konzepte sowie Umsetzung der Maßnahmen

• Kontinuierliche Evaluation der Vorhaben und ihrer Finanzierbarkeit, Prioritätenbildung

29


Das Regionaleprojekt „Oben an der Volme“ kann ein einzigartiger Erfolg werden. Die

interkommunale Zusammenarbeit und die Unterstützung von vielen Seiten haben eine

Aufbruchstimmung erzeugt, die, wird das beantragte Programm unterstützt, die Region

für die Zukunft rüsten wird. Wir bitten um Zertifizierung unseres Projekts mit dem 3. Stern.

Erhard Pierlings

Bürgermeister der Stadt Meinerzhagen

Dr. Bernd Eicker

Bürgermeister der Stadt Halver

Frank Emde

Bürgermeister der Stadt Kierspe

Meinerzhagen, Kierspe, Halver und Schalksmühle, 10.02.2012

Jörg Schönenberg

Bürgermeister der Gemeinde Schalksmühle

30


IMPRESSUM

Stadt Meinerzhagen

Bürgermeister Erhard Pierlings

Bahnhofstraße 15 I 58540 Meinerzhagen

Fon 02354-77-101

Fax 02354-77-220

E-Mail buergermeister@meinerzhagen.de

Stadt Kierspe

Bürgermeister Frank Emde

Springerweg 21 I 58566 Kierspe

Fon 02359-661-100

Fax 02359-661-106

E-Mail sekretariat@kierspe.de

Stadt Halver

Bürgermeister Dr. Bernd Eicker

Thomasstr. 18 I 58553 Halver

Fon 02353-73-100

Fax 02353-73-116

E-Mail buergermeister@halver.de

Gemeinde Schalksmühle

Bürgermeister Jörg Schönenberg

Rathausplatz 1 I 58579 Schalksmühle

Fon 02355-84-202

Fax 02355-84-290

E-Mail buergermeister@schalksmuehle.de

INHALT, TExT UND LAyOUT

ArchitekturStadtplanungStadtentwicklung

Hamerla | Gruß-Rinck | Wegmann + Partner

Kanalstraße 28 | 40547 Düsseldorf

Hans-Joachim Hamerla

Jutta Gruß-Rinck

Stavros Lolis

Fon 0211 - 55 02 46 0

Fax 0211 - 57 96 82

E-Mail due@archstadt.de

Februar 2012

31

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