Selbsthilfe und Migration - SEKIS Berlin

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Selbsthilfe und Migration - SEKIS Berlin

SELBSTHILFE

UND MIGRATION

Informationen und Kontakte aus Berliner Selbsthilfe-Kontaktstellen


LIEBE LESERIN UND LIEBER LESER

GRUSSWORT VON GÜNTER PIENING

INFORMATION

WAS IST SELBSTHILFE?

FORMEN DER SELBSTHILFE

SELBSTHILFE ALS ÜBERSETZUNGSLEISTUNG

SELBSTHILFE IST AUF DER GANZEN WELT ZUHAUSE

FRAGEN AUS DER BERATUNG

ZAHLEN UND FAKTEN

BEST PRACTICE

DIE KLASSISCHE GESPRÄCHSGRUPPE

DIE ANGELEITETE GRUPPE

DURCH VERANSTALTUNGEN ZUR SELBSTHILFE

DURCH BERATUNG ZUR SELBSTHILFE

SERVICE

SELBSTHILFEGRUPPEN IN FREMDSPRACHEN

LISTE ALLER BERLINER SELBSTHILFEKONTAKTSTELLEN

LITERATURHINWEISE

IMPRESSUM

Seite 4

Seite 5

Seite 6-13

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Seite 8-10

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INHALT - Seite 3

INHALT


VORWORT

LIEBE LESERIN

UND LIEBER LESER,

zu verstehen und zu vermitteln, warum

so viele Menschen dieser Stadt sich

regelmäßig in Selbsthilfegruppen engagieren,

ist oftmals nicht leicht. Wer bisher

mit dieser Form der Zusammenarbeit

keinen Kontakt hatte, weiß meistens

wenig von den Qualitäten der Selbsthilfe.

Von der Erleichterung, ohne viele

Erklärungen verstanden zu werden. Vom

Fundus zusammengetragener Informationen,

ganz ohne marktwirtschaftliche

Hintergedanken. Vom Selbstbewusstsein

mündiger PatientInnen, die ihren

persönlichen Weg auch als solchen

erleben.

In Deutschland hat die Selbsthilfearbeit

mittlerweile eine über Jahrzehnte reichende

Tradition. Meistens kennt jeder

jemanden, der jemanden kennt, der

die dort gemachte Erfahrung richtig gut

fand. Für Menschen anderer Nationen

ist das nicht immer so. Die Idee, in einer

Gesprächsgruppe Gleichbetroffener problem-

oder krankheitsbezogene Themen

zu behandeln, klingt hier oft befremdlich.

Dabei bietet Berlin ein buntes Bild an

Seite 4 - LIEBE LESERIN UND LIEBER LESER

Selbsthilfeorganisationen im Migrationsbereich.

Menschen engagieren sich, um

ihre Kultur zu bewahren, Hilfsangebote

für Landsleute aufzubauen, Sport zu

treiben oder um einfach Anlaufstelle

für Begegnung und Austausch zu sein.

Eigentlich eine gute Voraussetzung,

auch bei persönlichen Problemlagen

den eigenverantwortlichen Austausch

zu suchen.

Mit dieser Broschüre möchten wir einen

Einblick in die bereits bestehende migrationsbezogene

Selbsthilfearbeit im Rahmen

der Selbsthilfekontaktstellen Berlins

geben. Wir möchten darüber informieren,

was Selbsthilfe meint und vor welchen

Herausforderungen dieses Konzept

eigenverantwortlichen Gesundheits-

Engagements steht, wenn es um seine

Umsetzung für, mit und von MigrantInnen

geht. Wir stellen Beispiele gelungener

Selbsthilfearbeit vor und wünschen uns,

durch die Unterschiedlichkeit der Anstöße

zu neuem Engagement anzuregen.

Schließlich werden Listen von bestehenden

Gruppen und Beratungsadressen

InteressentInnen und MultiplikatorInnen

bei der weiteren Vermittlung helfen. Wir,

das ist der Arbeitskreis Selbsthilfe und

Migration, der sich im Rahmen der, den

Berliner Stadtteilzentren angegliederten

Selbsthilfekontaktstellen, gegründet hat.

Die Broschüre stellt den Zwischenstand

unserer Arbeit dar. Wir bleiben am Thema

und freuen uns über alle Beobachtungen,

Ergänzungen und Gespräche,

die uns auch nach dieser Broschüre

durch Sie erreichen.

Gemeinsam geht es leichter!

AK Selbsthilfe und Migration

Diana Krause - Selbsthilfe-Treffpunkt

Friedrichshain-Kreuzberg

Brigitte Meier-Obi - SEKIS

Susanne Pistor - Selbsthilfe- und

Stadtteilzentrum Reinickendorf

Ricarda Raabe - Selbsthilfezentrum

Köpenick & Treptow

Birgit Sowade - Selbsthilfe- Kontakt- und

Beratungsstelle Mitte

Yvonne Vedder - Selbsthilfe- Kontakt-

und Beratungsstelle Marzahn-Hellersdorf


GRUSSWORT

des Beauftragten für

Integration und Migration,

Günter Piening

Ein Viertel der Berliner Bevölkerung

besitzt einen Migrationshintergrund.

Berlin ist geprägt vom Mit- Mit- oder auch

Nebeneinander unterschiedlicher KulKulturen und nicht nur Neuberliner/innen

schätzen den Kontakt zu ganz verschiedenen

Szenen und Lebensentwürfen.

Daraus schöpft die Stadt einen Großteil

ihrer Attraktivität. Vielfalt ist ein wertvolles

Potenzial. Vielfalt muss aber auch

gefördert und gepfl egt werden. Zentrale

Aufgabe muss es sein, für alle Men-

schen, gleich welcher Herkunft, gleiche

Chancen auf gesellschaftliche Teilhabe

zu ermöglichen. Umfassend in die Praxis

umgesetzt ist dieser Ansatz bisher nicht.

Aus diesem Grunde sind alle Initiativen

ungemein wertvoll und wichtig, die dazu

beitragen, Wege zur Chancengleichheit

zu ebnen. Nichts anderes ist das Ziel

jeder interkulturellen Öffnung.

Migrantinnen und Migranten sind mit

vielen Einrichtungen der sozialen Versorgung

oft weit weniger vertraut als Alteingesessene.

Sie benötigen Beratung

und Orientierungshilfen im nicht immer

leicht zu durchschauenden Dickicht der

Angebote, die Berlin bereithält. Eine

solche Hilfestellung ist der vorliegende

Wegweiser.

Ich würde mich freuen, wenn dieser

Wegweiser möglichst vielen Ratsuchenden

Orientierung bietet. Letztlich fördert

er damit die Begegnung zwischen den

Menschen unterschiedlicher Herkunft,

Nationalität oder Religion über kulturelle,

sprachliche oder ethnische Grenzen hinweg.

Ich danke allen Beteiligten, die diese

Übersicht über die unterschiedlichen

Anlaufstellen und Hilfsangebote zusammen

gestellt haben. Sie haben damit

praktische Hilfe zur Selbsthilfe geleistet.

Günter Piening

Beauftragter des Senats für Integration

und Migration

GRUSSWORT - Seite 5

GRUSSWORT


WAS IST SELBSTHILFE ?

Seite 6 - WAS IST SELBSTHILFE?

WAS IST

SELBSTHILFE?

SELBSTHILFE?

Selbsthilfe bietet ein Forum, in dem Menschenschen

sich Wissen und Kompetenzen

aneignen, um ihre gegenwärtige Lebenssituation

zu verbessern. In den Initiativen

fi nden sich Menschen zusammen, die

ein ein gemeinsames Thema verbindet. Oft

leiden die Mitglieder Mitglieder unter der gleichen

Krankheit, Behinderung Behinderung oder seelischen

Konfl Konfl iktsituation iktsituation und bemühen sich

gemeinsam um die Bewältigung von

Problemen. Problemen. Sie tauschen Erfahrungen

und Informationen aus und bieten vertrauensvolle

Beratung und Unterstützung

zu ihrem Thema.

Auch Angehörige von Betroffenen organisieren

sich in der Selbsthilfe, um die

Belastungen, die die Situation für ihren

eigenen Alltag und das Leben von Familie

und Freunden bedeuten kann, für sich

zu bearbeiten.

Für den Einzelnen kann das Engagement

in einer Gruppe Verschiedenes mit

sich bringen. Selbsthilfegruppen geben

den Betroffenen die Gelegenheit, sich

gegenseitig bei der Bewältigung von

Schwierigkeiten zu unterstützen und

neue Kenntnisse über die persönliche

Problemsituation zu erwerben. Die gegenseitige

Ermunterung seine Rechte einzufordern,

hilft den Betroffenen dabei einen

selbstsicheren Umgang mit Ärzten und

anderen Professionellen zu entwickeln.

Gemeinsam lässt sich eine konkrete Taktik

für ein Problem erarbeiten und neue

Lebensinhalte und Perspektiven können

entwickelt werden. Die gemeinsamen

Aktivitäten schaffen mehr BewegungsBewegungsfreiheit,

fördern den Kontakt zu anderen

Menschen und können helfen Ängste

abzubauen.

Viele Mitglieder von Selbsthilfegruppen

haben die Erfahrung gemacht, dass sie

durch die Teilnahme auch mit großen

Belastungen fertig werden. Häufi g gehen

sie selbständiger und selbstbewusster

mit ihren Problemen um. Die gemeinsame

Arbeit in einer Selbsthilfegruppe gibt

ihnen die Möglichkeit soziale, seelische

und krankheitsbedingte Folgen besser zu

verkraften. Selbsthilfe bedeutet deshalb,

die eigenen Probleme und deren Lösung

selbst in die Hand zu nehmen und im

Rahmen der eigenen Möglichkeiten aktiv

werden zu können.


FORMEN DER

SELBSTHILFE

Die bestehenden

Selbsthilfe-Initiativen lassen

sich (idealtypisch) in

drei unterschiedliche

Formen unterscheiden:

Im Wesentlichen gibt es drei Formen

der Selbsthilfe. Selbsthilfegruppen sind

die kleinste und loseste Form der Selbsthilfe.

Im Mittelpunkt der dort geleisteten

Gruppenarbeit steht der gemeinsame,

vertrauensvolle Erfahrungs- und

Informationsaustausch. Initiativen,

die ihr Wissen

auch anderen

Betroffenen zur

Verfügung stellen

wollen, sind in der

Regel als Selbsthilfeprojekte

aufgebaut.

Die dritte Form sind

sogenannte Selbsthilfeorganisationen.

In ihnen

sind Menschen organisiert,

d i e landes- und bundesweit ihre

Inte-ressen als Lobby wirkungsvoll

vertreten wollen.

Entsprechend ihren Zielen übernimmt

jede der drei Formen eine bestimmte

Aufgabe in der Selbsthilfe. Daher schließen

sich die unterschiedlichen Modelle

nicht gegenseitig aus, sondern bilden

wichtige Ergänzungen zu der Arbeit der

jeweils anderen Initiativen.

Egal ob chronische Erkrankungen, psychische

Probleme oder soziale Konfl iktsituationen

– zu jedem Thema lassen

sich Selbsthilfeinitiativen fi nden und es

werden ständig neue gegründet.

Selbsthilfegruppen sind freiwillige

Zusammenschlüsse von Menschen,

deren Aktivitäten sich in erster Linie

an den Wünschen und Bedürfnissen

der Gruppenmitglieder orientieren. Ihre

Inhalte und Arbeitsweisen werden von

den Mitgliedern selbst bestimmt. Die

regelmäßigen Treffen schaffen Vertrauen

und Nähe zwischen den Mitgliedern.

Ziel von Selbsthilfegruppen ist es, den

Einzelnen zu entlasten. Durch die Unterstützung

der anderen Mitglieder lernen

die Teilnehmer, dass sie nicht allein mit

ihren Problemen sind. Sie werden befähigt,

ihre Schwierigkeiten zu erkennen

und mit ihnen umzugehen.

Selbsthilfeprojekte bieten auch Betroffenen

außerhalb der eigenen Gruppe ihre

Unterstützung an. Sie organisieren Informationsveranstaltungen

und betreiben

Öffentlichkeitsarbeit für ihr Thema. Ziel

der Projekte ist es, Menschen, die bisher

nicht in einer Gruppe mitarbeiten Informationen,

Beratung und Hilfestellung zu

geben. Dabei spielt es keine Rolle, ob

jemand selbst betroffen ist oder sich als

Angehöriger informieren und austauschen

möchte.

Selbsthilfeorganisationen bündeln

die Selbsthilfeaktivitäten in einem Bundesland

und deutschlandweit. Sie sind

in Gruppen und Vereinen organisiert und

vertreten die Interessen der Betroffenen

gegenüber Krankenkassen und Politik.

Sie bieten zudem ein Forum für den

Erfahrungsaustausch. Sie beraten in

Fragen des Sozialrechts und verfügen

meist über weit verzweigte Gruppenstrukturen

und hilfreiche Kontakte für

Betroffene und deren Angehörige.

Viele Gruppen und Organisationen sind

inzwischen akzeptierte und gefragte

Partner der Versorgung im Gesundheitswesen.

Selbsthilfe will nicht professionelle

Leistungen ersetzen. Sie ist ein

wichtiges, zusätzliches Angebot.

FORMEN DER SELBSTHILFE - Seite 7

FORMEN DER SELBSTHILFE


SELBSTHILFE ALS ÜBERSETZUNGSLEISTUNG

SELBSTHILFE ALS

ÜBERSETZUNGS-

LEISTUNG

Aspekte zur Gestaltung

von Selbsthilfegruppen im

Migrationsbereich

Berlinweit sind wenig MigrantInnen in

den Gesprächsgruppen der gesundheitsbezogenen

Selbsthilfearbeit zu fi nden.

Warum eigentlich? Was macht den

Zugang schwer? Und was hilft, die Idee

des Engagements in Selbsthilfegruppen

attraktiv klingen zu lassen? Menschen

aus der aktiven Selbsthilfearbeit Berlins

berichten von unterschiedlichsten

Aspekten:

Sprache

Ricarda Raabe, SHK Köpenick & Treptow

> Selbsthilfe bedeutet „reden“ und reden

hat mit Sprache zu tun. Wer unsicher

Seite 8 - SELBSTHILFE ALS ÜBERSETZUNGSLEISTUNG

im Umgang mit der

deutschen Sprache

ist, wird sich nicht in

Gruppen wohlfühlen,

in denen persönliche

Erfahrungen über die

deutsche Sprache

ausgetauscht werden.

Mangelnde Sprachkompetenz ist

daher für viele eine wirkliche Barriere hinsichtlich

der Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe.

Deshalb ist es um so wichtiger

muttersprachliche Selbsthilfegruppen

beim Aufbau und bei der Etablierung zu

unterstützen. Denn wirklicher Austausch

erfolgt nur in der mir vertrauten Sprache.

Hier ist meine Gefühlswelt zu Hause.

Beziehung

Michail Dubrovskij, SHG

„Eltern helfen Eltern“

> Der persönliche,

regelmäßige Kontakt

spielt eine wesentliche

Rolle beim Aufbau

von Selbsthilfegruppen.

Einladung

passiert von Mund

zu Mund. Das am besten dreimal im

Vorfeld – und kurz vorher noch einmal

mit persönlicher Verabredung. Allein aus

Interesse an einen Ort zu gehen, an dem

man niemanden kennt, passiert so gut

wie gar nicht.

Oft kommen die Leute drei, vier mal zu

mir zur Beratung, bis sie sich überhaupt

in die Gruppe einladen lassen. Und wenn

ich vor dem Gruppentreffen vorher nicht

anrufe, kann ich nie sicher sein, ob sie

tatsächlich da sein werden.

Scham

Hatice Akyüz,

türkische Sprechstunde SHK Mitte

> Die Erfahrung ist

immer die gleiche:

ich erzähle von der

Möglichkeit der

türkischsprachigen

Depressionsgruppe

und die Leute sind

sehr interessiert. Ich

will mich mit Ihnen zur Gruppe verabreden,

und niemand kommt mit. Die Angst

vor dem Tratsch im Netzwerk ist einfach

zu groß. In Moabit in die Depressionsgruppe

zu gehen und eine Woche später

sprechen mich meine Verwandten /

Freunde / Bekannten in Neukölln darauf

an - das will niemand riskieren.


Ich kenne Menschen, die, wenn sie die

Idee der Selbsthilfegruppe für sich überzeugend

fi nden, lieber in eine deutschsprachige

Gruppe gehen. Anonymität ist

dann wichtiger als Sprache.

Offener Rahmen

Özlem Ekinci, Gesundheit Interkulturell

> Ich sitze oft im Cafe´ meines Projektes,

um mit den Leuten in Kontakt zu kommen.

Manchmal werfe ich eine Frage ein

und alle reden

darüber. Sich

zu der selben

Frage in

einer Gruppe

zu treffen,

wäre nicht

möglich. So

passiert oft im offenen Bereich nichts

anderes als in einem „Selbsthilfegruppe“

genannten Treffen. Es fühlt sich für die

Beteiligten nur anders an. Vertrauter,

unverbindlicher, weniger nach verwerflicher

„Problemgruppe“.

Aber natürlich hat die Form ihre Grenzen.

Die Gruppendynamik kann ganz

schnell umschlagen und aus Mitgefühl

und Interesse wird Neugier und Tratsch.

Manchmal werde ich darum im Cafe´

angesprochen: „Kann ich mal kurz mit

Dir reden ...“. Dann weiß ich: die wichtigen

Sachen brauchen eben doch den

verlässlichen Schonraum.

Atmosphäre

Diana Krause,

SHK Friedrichshain-Kreuzberg

> Die Atmosphäre

des Raumes in dem

sie sich treffen spielt

für unsere russischen

Gruppen immer eine

große Rolle. Es muss

ihr Raum sein, damit

sie sich darin wohlfühlen

und öffnen

können. Da unsere Räume multifunktional

sind und von vielen verschieden Men-

schen genutzt werden, löst die russische

Rheumagruppe das Problem ganz eigen:

sie reisen mit einem kleinen Koffer an,

der von der Kerze bis zum Spitzendeckchen

alles enthält, was ihre Atmosphäre

schafft. Sind die Deckchen verteilt und

der Tee gekocht, kann es los gehen.

Autorität

Birgit Sowade, SHK Mitte

> MigrantInnen aus dem türkisch / arabischen

Raum orientieren sich in einer

Kontaktstelle häufi g

an einem festen

Ansprechpartner.

Sie möchten wissen,

wer „Chef“ ist. Auch

sogenannte „Selbsthilfegruppen“

sammeln sich oft

um einen Verantwortlichen,

wortlichen, der die Fäden in der Hand

hat und als als „Autorität“ „Autorität“ gilt. Gesucht wird

klare klare Anleitung mit klaren klaren Aussagen „was

muss ich ich tun um gesund zu werden“.

Das Modell „Austausch zur eigenverantwortlichenwortlichen

Entscheidung fi ndung“ klingt

nicht vertrauenswürdig.

Für mich heißt das: das: bei der Frage,

ob Selbsthilfegruppen längerfristig

angeleitet sein dürfen, sage ich ich im

Migrationszusammenhang Migrationszusammenhang heute:

„Wenn es der einzige Weg ist, Vertrauen Vertrauen

in Gruppe zu schaffen: ja!“

SELBSTHILFE ALS ÜBERSETZUNGSLEISTUNG - Seite 9

SELBSTHILFE SELBSTHILFE SELBSTHILFE ALS ÜBERSETZUNGSLEISTUNG


SELBSTHILFE ALS ÜBERSETZUNGSLEISTUNG

Erklärungsbedarf

Ismail Yasar,

SHG „Türkische Diabetiker“

> Selbsthilfe ist in

der in Deutschland

bekannten Form

bei den meisten

Migrantengruppen

eher unbekannt.

Auch das Wort

Selbsthilfe“ existiert

in vielen Sprachen

nicht.

Dort, wo es ähnliche Gruppentreffen zu

gesundheitlichen Themen gibt, haben

sie andere Formen. Entweder sind es

von Ärzten angeleitete Angebote ( Türkei)

oder Gruppen, die eher „Fachzirkeln“

ähneln und nicht für den Normalverbraucher

geöffnet sind (arabischer Raum).

Das heißt: wir haben Erklärungsbedarf.

Worum geht es bei unserem Angebot

überhaupt?

Seite 10 - SELBSTHILFE ALS ÜBERSETZUNGSLEISTUNG

Krankheitsverständnis

Wolfgang Hardt, SHK Neukölln-Nord

> Grundlegend scheint es deutliche

Unterschiede im Krankheitsverständnis

zu geben. Deutsche Patienten fühlen

sich häufi ger verantwortlich, sich für ihre

Situation einzusetzen um etwas zu verändern.

Hier spielt das psychosomatische

Hintergrundverständnis von Krankheit

grundlegend eine Rolle. Krankheit ist die

Herausforderung zu überlegen, wie ich

mein Leben gestalte. Ich bin für mich

verantwortlich, und damit auch für meinen

Körper und meine Erkrankung. Die

Haltung passt zum individualistischen

Menschenbild.

Für Migranten

(orient. / türk.) ist

Krankheit häufi g

ein „von außen“ auf

sie zukommendes

Ereignis, dass auch

„von außen“ über

Fachkräfte gelöst

werden muss. Mir ist

ein Schicksal widerfahren. Ich brauche

jemanden, der dieses Schicksal von mir

abwendet (womit erneut die Autorität ins

Spiel kommt).

Zeit

Brigitte Meier-Obi, SEKIS

> Vereinbarte Zeiten zur Raumnutzung

Raumnutzung

werden z. T. von Gruppen aus dem

Migrationsbereich Migrationsbereich sehr sehr großzügig

gehandhabt. Das Das führt führt in Selbsthilfe-

Kontaktstellen ab und an an zu Konfl ikten

mit nachfolgenden Gruppen. Gruppen. Das Haus

braucht aus organisatorischen Gründen

klare Vereinbarungen.

Trotzdem ist es möglich, die Zeitspanne

der Raumnutzung

bei Gruppen aus

dem Migrationsbereich

anders zu

handhaben, als es

die üblichen 1,5 –

Stunden-Sitzungen

der meisten anderen

Gruppen vorgeben.


SELBSTHILFE IST

AUF DER DER GANZEN GANZEN

WELT ZU HAUSE

Ist Selbsthilfe deutsch?

Prof. Barbara John,

Vorsitzende des PARI- PARI- PARI-

TÄTISCHEN LandesLandesverbandes Berlin e.V.

über weltweite Formen

der Selbsthilfe

Dass sich Menschen helfen, eine

schwierige schwierige Lebenslage gemeinsam zu

meistern, ist so alt wie die Menschheit

selbst. selbst. Als unsere Vorfahren noch als

Jäger und Sammler überleben mussten,

war es für alle eine Notwendigkeit, in der

Gruppe zu jagen, um dann die Beute zu

teilen. Allein auf sich gestellt, wäre es

kaum möglich gewesen, große Tiere mit

primitiven Werkzeugen zu töten und zu

zerlegen. Das ist lange her, ungefähr 10

Millionen Jahre, aber das Konzept des

gegenseitigen Helfens ist heute noch

aktuell. Es erlebt sogar eine neue Blütezeit.

Die sieht von Land zu Land sehr

verschieden aus.

Selbsthilfe mit

staatlicher Unterstützung

In Deutschland ist die Selbsthilfe verbunden

mit staatlichen Unterstützungen

und Einfl Einfl üssen. Es ist Tradition, dass der

Staat in seiner Rolle als „fürsorgliches

Oberhaupt“ sich auch um diejenigen

kümmert, die fi nanziell und ideell ideell ein

weiteres, bürokratieunabhängiges

Netzwerk Netzwerk betreiben wollen.

Das hat Vor- und Nachteile: Es ist hierzulande

leichter, Selbsthilfegruppen

aufzubauen, wenn dafür Geld Geld zur Verfügung

gestellt wird. Allerdings befi nden

sich dann dann die Selbsthilfeakteure Selbsthilfeakteure wieder

in einer gewissen Kontrolle von Ämtern

und Abrechnungsregeln. Deshalb ist

zu empfehlen, staatlich unterstützte

Gruppen professionell zu managen,

damit die Verwaltungsvorgänge nicht

den Elan und das eigentliche Anliegen

ersticken.

Keimzelle Familie

Die Keimzelle der Selbsthilfe ist natürlich

die Familie. Hier wird unvoreingenommen

und ganz selbstverständlich geholfen,

wenn Not droht und ein Problem

nur durch Zusammenhalt gemildert oder

gar beseitigt werden kann. Solche Situ-

ationen sind Einwanderern aus eigener

Erfahrung vertraut. Daran ist anzuknüpfen,

wenn sie tätig einbezogen werden

wollen.

Erfahrung wird Programm

Transparenz über

die Arbeit und

Delegation von

Verantwortung

müssen am Anfang

stehen. Geht es

z. B. um eine

Gruppe zum Thema

Kindererziehung,

könnte begonnen werden, indem Mütter

und auch Väter über ihre Erfahrungen

berichten und auch die Hilfen andeuten,

die sie brauchen. Daraus kann dann das

Programm schrittweise entstehen und

sich weiterentwickeln.

Selbsthilfe kennt keine Nationalität; sie

gewinnt ihre Kraft aus Mitmenschlichkeit

und Einfühlungsvermögen in Verbindung

mit gutem Projektmanagement

und einer klugen, fortwährenden

Analyse des Bedarfs an gegenseitiger

Unterstützung.

SELBSTHILFE IST IN DER GANZEN WELT ZUHAUSE - Seite 11

SELBSTHILFE IST IN DER GANZEN WELT ZUHAUSE


FRAGEN AUS DER BERATUNG

FRAGEN

ÜBER FRAGEN

... ergeben sich oft,

bevor tatsächlich das

erste Treffen einer

Selbsthilfegruppe

besucht wird. Hier folgen

10 der beliebtesten

Wie sieht

so ein

Treffen aus?

In Selbsthilfegruppen treffen sich Menschen

zum Austausch über ein Thema das

sie jeweils persönlich betrifft. Die Treffen fi nden

in irgend einer Form regelmäßig statt

(wöchentlich / vierzehntägig / monatlich).

Die Größe der Gruppe kann sehr unterschiedlich

sein. Üblich sind Gruppen mit

einer durchschnittlichen TeilnehmerInnenzahl

von ca. 6 – 8 Personen.Zwei Hauptbereiche

bestimmen meist das Gespräch:

Fragen der Information (Hintergründe,

Therapien, Erfahrungen mit Ärzten) und

persönliche Unterstützung (Fragen und

Erfahrungen rund um den Alltag mit der

Erkrankung/ dem Problem).

Seite 12 - FRAGEN AUS DER BERATUNG

Was

muss

ich mit-

bringen? Ohne es zu versuchen wird es dazu

Wichtig ist der Mut, sich auf bisher

fremde Menschen einzulassen und die

Bereitschaft, selbst Verantwortung für

das was passieren soll zu übernehmen.

Und schließlich noch ein bisschen Kleingeld

für die Raumnutzung. Unterlagen

oder Krankenkarten sind nicht nötig

mitzubringen.

Muss ich meinen

Namen oder

Adresse angeben?

Nein. Wer Freunde gewinnen will und

unter Umständen an Kontakten jenseits

der Gruppentreffen Interesse hat, wird

um ein paar Daten im Austausch nicht

herumkommen. Verpfl ichtungen gibt

es absolut keine. Jede/r TeilnehmerIn

bestimmtselbst, wie viel sie / er von sich

erzählen möchte.

Hilft

mir

das?

Ohne es zu versuchen wird es dazu

vermutlich keine Antwort geben. Das

Selbsthilfe an sich eine sehr informative,

unterstützende und im Umgang mit der

eigenen Erkrankung / dem eigenen Problem

selbstbewusst machende Erfi ndung

ist, hat sich seit vielen Jahrzehnten

gezeigt. Zumindest ist es einen Versuch

wert!

Ist da wirklich keine

Anleitung dabei? Funktioniert

das?

Die Professionalität in Selbsthilfegruppen

fi ndet sich in den Erfahrungen und

dem Hintergrundwissen der Betroffenen.

Und mit ein bisschen Übung auch in der

sozialen Fertigkeit mit sehr verschiednen

Menschen ein gemeinsames Interesse zu

verfolgen. Mit wenigen Spielregeln funktioniert

dies tatsächlich ohne Anleitung.

Die Verantwortung wird nicht abgeschoben.

Sie bleibt bei jedem einzelnen.


Kostet

das

was?

Da die Selbsthilfegruppen ihre Arbeit

selbst organisieren, entstehen auch

keine Kosten. Ausnahme ist oft eine

kleine Raumnutzungsspende für den

Ort, an dem die Gruppe sich trifft.

Muss ich da was sagen?

Sicher nicht gleich am Anfang. Alle anderen

kennen das Gefühl, neu und noch

unsicher in der Gruppe zu sein. Wer allerdings

über viele Termine Informationen

und persönliche Erfahrungen anvertraut

bekommt ohne sich selbst einzubringen,

wird sicher darauf angesprochen werden.

Selbsthilfe ist geben und nehmen.

Grundsätzlich aber gilt: jede/r erzählt

immer nur so viel wie er / sie möchte. Es

gibt überhaupt keine „Redeverpfl ichtung“.

Muss ich

immer

kommen?

Vertauen kann nur wachsen, wenn man

sich aufeinander verlassen kann. Darum

ist es für Selbsthilfegruppen wichtig zu

wissen, wen man an einem Tag treffen

wird. Niemand kann oder will immer

kommen. Aber die anderen sollten sich

darauf verlassen können, dass ich nicht

einfach kommentarlos wegbleibe.

Kann ich jemanden

mitbringen?

Das kann schwierig sein. Am besten fragt

man in der Gruppe selbst vorher nach.

Viele Gruppen schätzen es sehr, allein

unter Betroffenen zu sein. Manchmal gibt es

verabredete Tage, an denen Freunde oder

Familienmitglieder mit eingeladen werden

um die Gruppe vorzustellen. Regelmäßig

wird es sicher nicht gehen.

Sind da

Frauen

und

Männer?

Wenn es nicht anders ausgeschrieben ist,

sind Selbsthilfegruppen immer für beide

Geschlechter offen.

FRAGEN AUS DER BERATUNG - Seite 13

FRAGEN AUS DER BERATUNG


Berlin ist die bevölkerungsreichste Stadt

Deutschlands. Unter den insgesamt ungefähr

3,4 Millionen Einwohnern machen nicht-deutsche

Staatsangehörige 13,7 % aus. Mehr

als jede 8. Person in Berlin besitzt demnach

keine deutsche Staatsangehörigkeit.

Das alte Ost-Berlin hatte keinen

Anteil an der Zuwanderung von

Arbeitsemigranten vor 1989, daher

leben bis heute nur wenige Personen

mit türkischer, griechischer

und italienischer Staatsangehörigkeit

im Osten der Stadt.

D i e

nicht-deutsche

Bevölkerung

ist ungleichmäßig

über die Stadt verteilt.

Zwischen den Bezirken

variiert die Quote der

Bewohner ohne deutsche

Staatsangehörigkeit zwischen 3,3 %

(Treptow- Köpenick) bzw. 3,6 % (Marzahn-Hellersdorf)

und 23 % (Friedrichshain-Kreuzberg)

bzw.

28,7 % (Mitte).

Die meisten Personennicht-deutscherStaatsangehörigkeit

stammen

in Berlin im Jahr

2008 aus der Türkei

(111.285) gefolgt

von Staatsbürgern

aus Polen (43.700).

Die Gruppe der

Staatsbürger aus

der ehem. Sowjetunion

bildet eine

Stärke von 3.796

Personen.


Nach der Defi nition des Mikrozensus

2005 leben in Deutschland

15,3 Millionen Menschen

mit Migrationshintergrund, das

entsprich einem Anteil von 19%

der Gesamtbevölkerung. Der

Anteil in den Städten mit mehr

als 200.000 Einwohnern ist mit

26,5% deutlich höher gegenüber

dem Anteil von 11,7% in

kleinen Gemeinden mit weniger

als 20.000 Einwohnern.

Ehemalige

„Gastarbeiter“

Deutschstämmige

Menschen aus den

ehemaligen Ostblockstaaten insbesondere

Russland, Polen, Rumänien

Asylsuchende Menschen ohne Aufenthaltsgenehmigung

Alle Ausländer, die in Deutschland arbeiten

Alle Ausländer mit deutschem/r Partner/in und

deren Kinder

In Deutschland geborene Kinder mit deutscher

Staatsangehörigkeit, bei denen sich der Migrationshintergrund

aus dem Migrationsstatus der

Eltern ableitet


KLASSISCHE GESPRÄCHSGRUPPE

KLASSISCHE

GESPRÄCHSGRUPPE

„Reden, immer wieder

reden“

Kriegserfahrungen bleiben ein

Leben lang haften und belasten den

Alltag im Leben „danach“. Besonders,

wenn dieses Leben in einem

bis dahin völlig fremden Land stattfi

ndet. Azra Tatarević dem Selbsthilfezentrum

Köpenick & Treptow

berichtet über die Gründung ihrer

Selbsthilfegruppe für Frauen aus

Bosnien, Serbien und Kroatien.

Azra Taterević aus

Bosnien: Für uns Bosnierinnen

und Bosnier war

es nicht einfach die eigene

Heimat zu verlassen und

sich ein neues Leben in

Berlin aufzubauen. All die

Kriegserlebnisse und Erfahrungen,

die wir zwangsläufi g

in dieser Zeit sammeln mussten,

tragen wir heute noch in

uns. Es gelingt uns nicht immer dies zu

vergessen und viele von uns sind stark

traumatisiert und haben Probleme, den

Alltag mit seinen unterschiedlichen

Seite 16 - KLASSISCHE GESPRÄCHSGRUPPE

Thematiken zu bewäl- tigen. So

viel Zeit ist vergangen seit dem

Kriegsende 1995 und trotzdem

kommen immer wieder alte

Erinnerungen hoch.

Auch gibt es immer

wieder Schwie- rigkeiten

mit der Integra- t i o n .

Bosnischen Frauen fällt es schwer eine

fremde Spra- che zu lernen

und neue Freundinnen zu

fi nden da die deutsche

Kultur sich

sehr

von der bosnischen Kultur unterscheidet.

Mir ist es auch wichtig,

dass unsere Gruppe offen ist für kroa-

tische und serbische Frauen, die ähnliche

Traumatisierungen in der Kriegszeit

erfahren haben und sich mit anderen

Frauen austauschen möchten.

Vor einem Jahr habe ich aus diesem

Grund eine Selbsthilfegruppe für bosnische

Frauen gegründet: Reden, immer

wieder reden und sich gegenseitig stützen.

Das ist der Sinn unserer Treffen.

Wir sind eine kleine Selbsthilfegruppe.

Alle von uns leiden unter Ängsten und

Depressionen. Einmal im Monat treffen

wir uns und reden über unsere Probleme

und Sorgen. Dieser Austausch tut

uns gut und stärkt uns für unseren

Alltag in der Familie und in

unserem Beruf.

Dabei fällt mir immer wieder

auf, dass es nicht leicht ist bosnische

Frauen dazu zu bringen

sich zu öffnen. Eine große Hilfe

und absolute Voraussetzung ist

der Austausch in unserer Muttersprache!

Hier fällt es uns viel

leichter, einerseits überhaupt über

unsere Gefühle zu sprechen und

sie andererseits wirklich auszusprechen.

Unsere Hauptaufgabe besteht darin, uns

gegenseitig zu unterstützen.


So haben wir uns gefunden. Gemeinsam

in der Gruppe schaffen wir es, unser

Trauma zu verarbeiten, neue Wege

zu wagen, um unsere Lebenskrise zu

bewältigen. Und wie ich immer zu meinen

Frauen sage „Wir sollen aus dem

was uns passiert ist, etwas lernen und

möglichst das Beste daraus machen“.

Gruppe im

geschützten Raum

In der Gesundheitsetage des

AKARSU e.V. trifft sich eine Gruppe

türkischsprachiger Krebspatientinnen.

Diana Krause sprach mit

Berna Steber, ehemalige Leiterin der

Gesundheitsetage im AKARSU.

Frau Steber, sie leiten im AKARSU

die „Gesundheitsetage“. Was passiert

dort?

Zum Angebotsspektrum der Gesundheitsetage

gehören Gesundheitskurse,

Sport- und Bewegungsangebote,

diverse soziale und gesundheitliche

Beratungen und regelmäßige Informationsveranstaltungen

Besonders gekennzeichnet ist die Arbeit

dort durch multilinguale Angebote, die

Möglichkeit der Kinderbetreuung und

natürlich die Berücksichtigung kulturethnischer

Gewohnheiten und Interessen.

Seit einigen Jahren trifft sich in der

Gesundheitsetage eine Gruppe türkischsprachiger

Krebspatientinnen.

Wie ist sie entstanden und was zeichnet

sie Ihrer Ansicht nach aus?

Die Gruppe wurde 2001 gegründet und

traf sich 5 Jahre lang regelmäßig donnerstags

von 11.00 – 13.00 bzw.

13.00 – 15.00 Uhr.

Aufgrund der Einzigartigkeit der Gruppe,

die bisher die Hilfeform der organisierten

Selbsthilfegruppe nicht kannte, wurde

die Gruppe viele Jahre professionell

von einer muttersprachlichen Fachkraft

begleitet und unterstützt.

Es konnten Erfolge auf der persönlichen

Ebene der Frauen verzeichnet werden,

die ihre Selbsthilfekompetenzen erweitern

konnten und ihre Lebensqualität

steigern.

Auf der strukturellen Ebene hat die

Gruppe als sog. „Pioniergruppe“ sehr

zur Aufklärung über Selbsthilfegruppen

bei Menschen mit Migrationshintergrund

beigetragen und Zugangshemmnisse

und Barrieren bei anderen Betroffenen

reduziert. Derzeit trifft sich die Gruppe

regelmäßig selbst organisiert.

Selbst organisiert bedeutet, heute gibt

es keine weitere Anleitung mehr. Die

Gruppe trifft sich tatsächlich als klassische

Selbsthilfegruppe.

Wie kommt es, dass hier etwas funktioniert,

was an anderen Stellen oft

schwierig ist?

Obwohl die Gruppe ihre Treffen selbst

vereinbart und gestaltet, sind die Frauen

doch eingebunden in die Infrastruktur bei

AKARSU, nutzen zum Teil weitere Angebote

und fi nden bei Bedarf immer eine

Ansprechpartnerin. Die Nutzerinnen von

AKARSU sind zur Partizipation eingeladen

und tragen zu einer Atmosphäre, in

der Offenheit und Vertrauen wachsen

können, wesentlich bei.

Was macht die Gruppe Ihrer Ansicht

nach so besonders?

Sicherlich die erfolgreiche Gründung

der Gruppe. Es konnten mindestens 10

– 12 Frauen erreicht werden, die langfristig

und hoch motiviert an der Gruppe

teilnahmen.Die Gruppe ermöglichte den

Frauen einen geschützten Raum für die

Verarbeitung ihrer Krankheit unter Gleichgesinnten.

Persönliche Ressourcen und

Bewältigungsstrategien konnten durch

den synergieeffektvollen Austausch

gefördert werden.

Die Inhalte und Effekte der Gruppe

wurden auch in der Öffentlichkeit wie

z.B. Zeitungen, Krebskongresse und

türkische Gesundheitstage bekannt

gemacht.

KLASSISCHE GESPRÄCHSGRUPPE - Seite 17

KLASSISCHE GESPRÄCHSGRUPPE


ANGELEITETETE GRUPPE

ANGELEITETETE

GRUPPE

„In Russland haben wir

immer gerne zusammen

gesungen“

Die Atmosphäre des Raumes, der

Rahmen der Veranstaltung, die

Sicherheit, dass jemand für beides

sorgt – all das schafft eine wichtige

Grundlage für Gespräche zu den

schwierigen Themen des Lebens.

Susanne Pistor erfährt im Gespräch

mit Selma Merker, Leiterin einer

Selbsthilfegruppe für Spätaussiedlerinnen

in Reinickendorf, wie

Gesundheit durch die Seele geht.

Frau Merker, Sie haben eine Selbsthilfegruppe

für Aussiedler gegründet, die

sich im Selbsthilfe- und Stadtteilzentrum

Reinickendorf trifft.

Wie und wann hat sich Ihre Gruppe

gegründet?

Ich habe mich nach meiner Ausbildung

zur Altenpfl egerin 1996 mit einer Gruppe

von ehemaligen Mitschülern und Mitschülerinnen

in unregelmäßigen Abständen

getroffen. Wir erzählten, tauschten

Seite 18 - ANGELEITETE GRUPPE

uns über alles Mögliche aus, lachten,

sangen, aßen und tranken zusammen.

Wir waren alle Aussiedler/innen aus

Russland.

Wo haben Sie sich zuerst getroffen und

wie sind Sie auf unser Haus gekommen?

Zu dieser Zeit waren wir ca. 10 Personen.

Das waren zu viele Leute, um uns bei

jemandem Zuhause zu treffen. Daher fanden

die Treffen zuerst im Regenbogenhaus

der Diakonie im Märkischen Viertel

oder in russischen Restaurants statt. In

den Lokalen durften wir allerdings nicht

so laut sein, daher sangen wir dann ganz

leise unsere Lieder, damit keiner sich

beschwerte. Aber es war schwierig, weil

wir ja immer eingeschränkt waren.

Im September 2007 bekam ich von der

Freundin meiner Arbeitgeberin einen

Flyer von Ihrem deutsch-russischen

Café „Harmonie“. Bis dahin kannte ich

Ihr Haus noch gar nicht. Und weil es

ganz in der Nähe meiner Wohnung war,

ging ich einfach mal hin, um zu schauen,

was dort gemacht wurde. Dort saßen

die Leute um einen Tisch herum und

es wurde ein Vortrag über ein Thema

gehalten. Anschließend konnte man

darüber diskutieren. Ich dachte mir, das

wäre nicht das Richtige für unsere Leute.

Das war so ernst und auch ohne Musik.

Wir wollten ja doch auch singen und

tanzen und fröhlich sein und auch über

unsere eigenen Erfahrungen sprechen.

Also fragte ich bei Ihnen als Leiterinnen

nach, ob es vielleicht möglich wäre, sich

in Ihrem Haus auch so als Gruppe zu treffen.

Und Sie waren gleich einverstanden.

So sind wir ins Selbsthilfe- und Stadtteilzentrum

Reinickendorf gekommen.

Nun trifft sich unsere Aussiedler Gruppe

seit Dezember 2007 einmal im Monat

samstags. Wir sind sehr froh hier sein

zu dürfen und fühlen uns sehr wohl.

Was war die Motivation für die

Gruppe?

Viele unserer Leute – besonders die

Älteren - haben in Russland schlimme

Dinge erlebt, Vertreibung, Diskriminierung,

wir haben Angehörige verloren und

vieles mehr. Als die Situation in Russland

für uns immer schlimmer wurde, haben

wir uns entschlossen, die Heimat zu

verlassen, um in Deutschland vielleicht

besser leben zu können. Aber als wir

dann hierher kamen, wurden wir wieder

als Fremde – eben als Spätaussiedler-


angesehen, obwohl wir ja Deutsche

sind. Viele von uns sprechen nicht so gut

deutsch und sind dadurch unsicher. Das

ist nicht einfach. Viele sind auch krank

geworden, haben Depressionen u.a.m..

Heute leben besonders die Älteren, die

nicht mehr berufstätig sind z.T. recht

isoliert.

Diesen Menschen möchte ich mit der

Gruppe die Möglichkeit geben, mit

anderen, die Ähnliches erfahren haben,

zusammen zu kommen. Sie können bei

uns zum einen ihre Erfahrungen und

Erlebnisse miteinander teilen und zum

anderen auch einmal alle ihre Sorgen

und Nöte vergessen, indem man in der

Gemeinschaft fröhlich ist und für eine Zeit

lang alles andere vergisst. Und die, die in

unsere Gruppe kommen, bestätigen mir

jedes Mal wie viel ihnen das bedeutet,

und wie sehr es ihnen hilft.

Wie haben Sie die Gruppe aufgebaut?

Am Anfang waren es hauptsächlich meine

ehemaligen Ausbildungskolleginnen.

Dann hat sich immer mehr herum

gesprochen, wie es in unserer Gruppe

zugeht. Mittlerweile kommen Familien

aus Spandau, Charlottenburg und

anderen Berliner Stadtbezirken. Es

kommen nicht immer alle, aber beim

letzten Treffen waren wir insgesamt

sogar ca. 26 Personen - fast schon zu

viele. Es kommen inzwischen auch junge

Leute, viele Familien mit ihren Kindern

und sogar Enkelkindern. Eigentlich

sollte es ja eine Gruppe für die Älteren

sein, weil besonders die Zuhause

sitzen und isoliert sind, wenige

Kontakte haben. Aber nun ist es

ganz gemischt u n d

die Alten

freuen sich auch über die jungen

Leute und lassen sich von den Kindern

mitreißen. Die Gruppenteilnehmer sind

zwischen 1 und 75

Jahren alt. Die

Mehrheit ist

aber über 50

Jahre

alt.

ANGELEITETE GRUPPE - Seite 19

ANGELEITETETE GRUPPE


ANGELEITETETE GRUPPE

Inzwischen brauchen wir gar keine

Werbung mehr, weil wir schon so viele

sind. Wir haben sogar schon überlegt,

eine weitere Gruppe für die jungen

Aussiedler aufzumachen. Aber z. Zt.

geht es noch so.

Wie laufen die Gruppentreffen ab?

Haben sie eine feste Planung?

Zuerst wird den Geburtstagskindern

gratuliert.

D.h. allen, die seit dem letzten Treffen

Geburtstag hatten, wird „Happy Birthday“

und ein Wunschlied gesungen.

Jeder wird bedacht. Uns besuchen

regelmäßig zwei Schriftstellerinnen.

Sie lesen uns am Anfang des Abends

etwas selbst Geschriebenes vor. Danach

werden von den Teilnehmern verfasste

Texte vorgelesen, Gedichte u.ä.. Daran

haben alle viel Freude. Je nach Anlass

werden dann verschiedene Sachen

gemacht: Wenn also z. B. der Monat

März bevor steht, wird den Frauen gratuliert,

wegen des Frauentages und Texte

dazu vorgetragen. Im Februar wird den

Männern gratuliert und so weiter. Es gibt

mitgebrachtes Essen, z.B. Salate oder

Gebäck, und Getränke. Dann werden

noch einmal Lieder gesungen. In Russ-

Seite 20 - ANGELEITETE GRUPPE

land haben wir immer gerne zusammen

gesungen. Das hat uns miteinander

verbunden und geholfen, die schweren

Zeiten zu überstehen. Diese Tradition hat

sich auch hier in Deutschland fort gesetzt.

Es vermittelt uns ein Heimatgefühl.

Meist ist ein Musiker dabei, der auf

dem Akkordeon spielt. Irgendwann

tanzen und singen alle und es entsteht

eine wunderbare fröhliche Atmosphäre.

Hinterher bedanken sich die Leute bei

mir, dass sie für ein paar Stunden alles

ihre Sorgen, Krankheiten und Probleme

vergessen konnten und dass sie sich so

leicht und gesund fühlen.

Am Schluss bleiben ein paar Leute zum

Aufräumen. Viele haben einen weiten

Heimweg oder sind krank. Ich möchte

sie nicht so gern in Anspruch nehmen.

Dadurch dauert das Aufräumen länger.

Wie ist Ihre Gruppe organisiert?

Also, das Meiste mache

ich selbst. D.h. ich rufe die Leute vorher

alle an, obwohl sie immer sagen, das

brauche ich nicht. Aber ich mache es

trotzdem. Einige von ihnen rufen auch

noch andere an, um sie an unser Treffen

zu erinnern.

Es ist ganz schön viel Arbeit. Aber

meine Familie, mein Mann und unsere

drei erwachsenen Kinder, unterstützen

mich sehr beim Einkaufen, Vorbereiten

und Aufräumen. Sie sind auch bei der

Gruppe dabei. Einzelne Gruppenmitglieder

sind besonders engagiert und

reißen mit ihrem Schwung und interessanten

Vorführungen alle mit. Aber die

anderen helfen auch etwas mit. Das

würde ich allein gar nicht schaffen. Ich

muss ja noch arbeiten. Und ich bin auch

nicht ganz gesund, wie Sie wissen. Aber

es macht mir sehr viel Spaß und wenn

ich dann sehe, wie glücklich alle sind, tue

ich es noch mal so gern.


INFORMATIONS-

VERANSTALTUNG

„Gesund Im Kiez –

Semtimizde Sağlik „

Das interkulturelle Nachbarschaftszentrum

DIVAN e.V. liegt mitten im

Kiez in der Nähe des Klausener

Platzes in Charlottenburg. Es wird

nahezu zu 100% von Menschen mit

Migrationshintergrund genutzt. Seit

dem Herbst 2006 organisiert die

regionale Selbsthilfekontaktstelle

im DIVAN die Veranstaltungsreihe

„Gesund im Kiez – Semtimizde

sağlık“ auf Türkisch oder in

Türkischer Übersetzung. Über

die Veranstaltungen gelingt

es, auch die Möglichkeiten

der Selbsthilfe ins Gespräch

zu bringen. Ricarda Raabe,

ehemalige Mitarbeiterin der

Selbsthilfekontaktstelle im

Nachbarschaftshaus am Lietzensee,

berichtet von Ihren

Erfahrungen.

Der Alltag im DIVAN ist quirlig, bunt

und vielfältig. Hier treffen sich Gruppen,

werden kulturelle Veranstaltungen organisiert

und Kiezfeste geplant. Es werden

unterschiedliche Beratungen angeboten

und dreimal wöchentlich gibt es die gut

besuchte und beliebte Schularbeitshilfe.

Dazu entstehen Patenschaftsprojekte,

und Ferienprogramme für Kinder und

Jugendliche. Die Angebote werden zum

größten Teil von ehrenamtlich sehr engagierten

Bewohnerinnen und Bewohnern

aus dem Kiez gestaltet.

Seit dem Herbst 2006 organisiert die

Selbsthilfekontaktstelle Charlottenburg-

Wilmersdorf im DIVAN die Veranstaltungsreihe

„Gesund im Kiez – Semtimizde

sağlık“. Alle Veranstaltungen

fi nden in türkischer Sprache, oder mit

entsprechender Übersetzung, statt.

Die Themen kommen direkt von den

Nutzerinnen und den Teilnehmerinnen

des Eltern-Cafés.

Das Eltern-Café ist mittlerweile im Kiez

rund um den Klausener Platz ein beliebter

und sehr gut besuchter Treffpunkt

geworden. Es ist ein Ort der Begegnung,

Kommunikation und Selbsthilfe

von Migrantinnen und Migranten. Hier

sprechen Frauen und Männer über ganz

unterschiedliche Problematiken in

der Erziehung oder Familie und

tauschen sich über soziale und

gesundheitliche Themen aus. Das

Eltern-Café ist ein Forum für Information

und Partizipation und gibt unserer

Arbeit für die originäre Selbsthilfe neue

und wichtige Impulse. Hier eröffnen sich

alle Chancen eines innovativen

Selbsthilfeansatzes, der auch

andere Zugänge zu Betroffenen

mit einbezieht.

INFORMATIONSVERANSTALTUNGEN - Seite 21

INFORMATIONSVERANSTALTUNGEN


INFORMATIONSVERANSTALTUNGEN

Im Eltern-Café geht es um Erziehungsprobleme,

Stress, Übergewicht, Depression

eines Kindes, Medienkonsum in der

Familie, Ernährung, Osteoporoseerkrankung

der eigenen Mutter, Suchtproblematiken

des Ehemannes, Überforderung

der Mutter, Schulprobleme, Übergang

von Kita und Schule etc. - also eine sehr,

sehr bunte Mischung - aber auch um

Freizeitplanung, Spaß und Kieztratsch.

Wir haben uns bewusst entschieden

genau hier die Idee der Selbsthilfe zu

thematisieren. In regelmäßigen Treffen

habe ich über die Idee berichtet, Selbsthilfegruppen

und ihre Inhalte vorgestellt.

Auch bei meinen wöchentlichen Besuchen

habe ich immer wieder zu den

Frauen Kontakt gesucht. Unterstützt

wurde ich hier von unserer türkischen

Kollegin Elife Caner.

Wir haben in sensibel geführten

Gesprächen herausgefi ltert, welche

Thematiken in den Infoveranstaltungen

angesprochen werden sollen. Auch hier

kristallisierte sich immer häufi ger das

Thema Angst und Depression, sowie

Sucht heraus.

Seite 22 - INFORMATIONSVERANSTALTUNGEN

Wir konnten jedoch das Thema „Depression“

nicht so klar im Titel benennen und

überschrieben es mit: Schlafl osigkeit,

Unruhe, Lustlosigkeit und ähnlichen

Symptomen.

Jede der Gesundheitsveranstaltungen

wurde sehr gut besucht. Sie haben sich

im Kiez herum gesprochen. Wir blicken

positiv in die Zukunft, dass sich hier im

Kiez Selbsthilfegruppen für Menschen

mit Migrationshintergrund ansiedeln werden.

Vielleicht in einer anderen Form – mit

einer anderen Gründungsgeschichte und

einer anderen Regelmäßigkeit – aber sie

werden stattfi nden.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer

des Eltern-Cafés verstehen sich auch

als Sprachrohr für ihre Eltern und so

erhalten wir wichtige Informationen, was

die „Gastarbeitergeneration“ bewegt,

wo ihre Bedürfnisse liegen und wo wir

mit unserer Arbeit ansetzen können,

um ältere Migrantinnen zu erreichen.

Ein weiterer wichtiger Pfeiler ist die

Vernetzung mit den Multiplikator/innen

unterschiedlicher Einrichtungen im Kiez.

Die Veranstaltungen hatten bisher folgende

Inhalte: Ganzheitliche Ernährung,

Depression, Psychotherapie, Wechseljahre,

Osteoporose und Informationen

zu der Pfl egeversicherung und Krankenversicherung.

In 2009 wurden folgende

Veranstaltungen angeboten: Schlafstörung,

Stress und Stressbewältigung,

Unlust und Vergesslichkeit, Schilddrüse,

Bluthochdruck, Herzerkrankungen, Diabetes

und Rückenschmerzen.

Die türkischen Frauen treffen sich i.d.R

eine halbe Stunde vor Beginn der Veranstaltung

und bereiten den kulinarischen

Rahmen vor. Zum offi ziellen Beginn hält

die Referentin ein kurzes und verständliches

Impulsreferat. Hier geht es um

Information und Aufklärung. Im Anschluss

fi ndet ein intensiver Austausch statt. Die

Referentinnen geben Tipps zum Alltag

und gehen intensiv auf die Fragen und

Problematiken ein, geben Hinweise zu

Therapie- und Behandlungsmöglichkeiten

und zu Bewältigungsstrategien

in Form von Teilnahme an Selbsthilfegruppen.

Wenn vorhanden, werden

zu den jeweiligen Themen oder Krankheitsbildern

Publikationen auf Türkisch

zur Verfügung gestellt und Anregungen

aufgegriffen, wenn Folge- oder Vertie-


fungsveranstaltungen gewünscht werden.

Nach dem offi ziellen Teil tauschen

sich die Teilnehmerinnen zum Thema

weiter aus. Ich habe die Chance genutzt

und bin immer noch geblieben, Ich

hatte ich sehr intensive Gespräche und

habe bei Bedarf über die Möglichkeiten

der Gründung oder Teilnahme an einer

Selbsthilfegruppe informiert.

Wir möchten in den Veranstaltungen

auch die Lust auf eine gesunde Lebensweise

vermitteln, z.B. setzen wir bei der

Umsetzung von gesunder Ernährung auf

praktische Beispiele aus der türkischen

Küche. Hier können eigene Ressourcen

freigelegt und Selbsthilfepotentiale für

ein selbstbestimmtes Handeln – auch

gemeinsam in der Gruppe – aktiviert,

gefördert und gestärkt werden.

In regelmäßigen Kontakten zu den Nutzerinnen

und Nutzern im DIVAN wird der

Gedanke der Selbsthilfe weitergetragen.

Der DIVAN mit seinen unterschiedlichen

Angeboten, das Eltern-Café und die

Veranstaltungsreihe „Gesund im Kiez

– Semtimizde saclık „ bilden einen wichtigen

Ort der Begegnung und Kommuni-

kation. Hier haben wir die Möglichkeit auf

Impulse zu reagieren und Menschen mit

Migrationshintergrund auf ihrem ganz

persönlichen Weg in die Selbsthilfe zu

begleiten und unterstützen.

Die Veranstaltungen setzen auf das

Konzept einer ganzheitlichen Sichtweise

und beziehen sowohl den körperlichen,

seelischen als auch sozialen Bereich mit

ein. Lebenszufriedenheit, persönliches

Wohlbefi nden, nachbarschaftlicher und

sozialer Zusammenhalt sind die besten

Voraussetzungen für die Gesundheit, die

mehr als die Abwesenheit von Krankheit

bedeutet.

INFORMATIONSVERANSTALTUNGEN - Seite 23

INFORMATIONSVERANSTALTUNGEN


WEITERFÜHRUNG NACH BERATUNG

WEITERFÜHRUNG

NACH BERATUNG

„Wir haben eine feste

Verabredung“

Die Selbsthilfekontaktstelle Marzahn

–Hellersdorf hat ihren Sitz mitten

in Marzahn in einem Stadtteil, in

dem ca. 30.000 MigrantInnen aus

der ehemaligen Sowjetunion leben.

Yvonne Vedder (Selbsthilfekontaktstelle

Marzahn-Hellersdorf) erfährt

im Gespräch mit Regina Arndt und

Iryna Suchov, Moderatorinnen der

Selbsthilfegruppe russischsprachiger

Alkoholiker, wie Beratung den

Weg in die Selbsthilfegruppe ebnen

kann.

Viele russische Migranten unterliegen

einem besonderen Risiko, in die Situation

des Alkoholmissbrauchs zu geraten. Die

Mehrheit der Spätaussiedler hat jedoch

wenig oder keinerlei Kenntnisse über das

deutsche Hilfesystem für Suchtmittelabhängige

und Selbsthilfeangebote. Sie

haben oft auf Grund einer anderen Sozialisation

wesentlich größere Vorbehalte

gegenüber den Hilfsangeboten.

Um dem entgegenzuwirken, kam meine

Russisch sprechende Kollegin Regina

Seite 24 - WEITERFÜHRUNG NACH BERATUNG

Arndt auf die Idee, eine Selbsthilfegruppe

für russischsprachige Alkoholiker zu

gründen. Als Betroffene hat Frau Arndt

viele Erfahrungen in der Selbsthilfe aber

auch in der Arbeit mit Migranten.

Gemeinsam mit der damaligen Praktikantin

in der Suchtberatung, Frau Iryna

Suchov, machte sie es sich zum Ziel, die

Selbsthilfegruppe zu gründen.

Im Rahmen ihrer Diplomarbeit zum

Studium der Sozialarbeit nahm Frau

Suchov auf der Entwöhnungsstation

des Vivantes Klinikums Kontakt zu russischsprachigen

Patienten auf, um sie

über das Hilfesystem für Suchtkranke

zu informieren, und sie zur Teilnahme an

einer Selbsthilfegruppe zu motivieren.

Die Reaktionen waren positiv bis verhalten.

Die meisten Patienten erklärten sich

bereit, es einfach mal zu versuchen.

Seit Juni 2005 trifft sich eine russischsprachige

Selbsthilfegruppe zum Thema

Alkohol jeden Dienstag um 17.30 Uhr im

Alkoholfreien- Begegnungs- Centrum,

Alt-Marzahn 54 a, unter der Anleitung

von Frau Arndt und (oder) Frau Suchov.

In einem Gespräch berichten beide von

ihrer Arbeit

Regina, du hast gemeinsam mit Iryna

die Selbsthilfegruppe gegründet, wie

bzw. woher kommen die Betroffen in

die Selbsthilfegruppe?

Regina Arndt: Die meisten Teilnehmer

kommen über das Beratungsangebot

für russischsprachige Aussiedler in die

Gruppe. Die Information über das Selbsthilfeangebot

erfolgt in der Beratung. Die

meisten können mit dem Begriff Selbsthilfe

erst einmal nichts anfangen.

Irina Suchov: Die ersten Teilnehmer

kamen 2005 über die Abteilung Entwöhnung

des Vivantes Klinikums. Im Moment

kommen 90 Prozent über die Beratung,

und nach zwei bis drei Einzelberatungen

und Aufklärungen, was Selbsthilfe

bedeutet, kommen einige der Betroffenen,

um mal zu schauen. Die anderen

10 Prozent kommen aus öffentlichen

Einrichtungen wie Krankenhäusern und

Suchtberatungen, MPU -Stelle bei denen

wir unseren Flyer ausgelegt haben.

Regina Arndt: Das persönliche Gespräch

mit Iryna ist wichtig. Wenn man einfach

nur sagen würde, geh doch mal in die

Selbsthilfegruppe, dann würde keiner

ankommen. Man braucht Information

und Motivation und Verpfl ichtungen. Wir

verabreden uns zum Beispiel fest für einen

bestimmten Mittwoch in der Gruppe.


Was ist das Besondere an der russischsprachigen

Beratung? Was muss

beachtet werden?

Regina Arndt: Es muss viel mehr informiert

und aufgeklärt werden.

Iryna Suchov: Man braucht mehr Zeit, die

Beratungen dauern länger. Es bestehen

viele Unkenntnisse bei Betroffenen. Der

Begriff Selbsthilfe ist den meisten nicht

bekannt; man muss natürlich auf die

Sozialisation mit eingehen. Arbeit und

Beschäftigung spielt als Thema eine große

Rolle. Ich muss viel mehr erklären. Viele

sehen sich nicht als Alkoholiker und bagatellisieren

ihr Problem, sie können es nicht

anerkennen. Die meisten brauchen Hilfe

bei Formalitäten wie Anträgen und

dergleichen. Als Spätaussiedlerin

kann ich natürlich die Probleme,

die die Integration mit

sich bringt,

sehr gut

nachvollziehen.

Was wird von den Betroffenen unter

dem Begriff Selbsthilfe vermutet?

Iryna Suchov: Es kommen Fragen, die

Berührungsängste verdeutlichen. Zum

Beispiel, ob Selbsthilfe was Kirchliches

ist, oder eine Sekte. Viele fragen, was wir

damit erreichen wollen, ob das Ganze

anonym ist, wie das helfen soll.

Was ist wichtig um den Weg in die

Selbsthilfe zu erleichtern?

Regina Arndt: Viel Motivations- und Informationsarbeit.

Über unsere russischen

Flyer erreichen wir die Betroffenen in

ganz Berlin. Mittlerweile hört man von

uns aber auch über Mund-zu-Mund

Propaganda. Die Sprachkompetenz ist

wichtig, damit man sich in der Muttersprache

austauschen kann.

Iryna Suchov: Es ist wichtig, die russischen

Medien einzubeziehen.

Wir schreiben Aufklärungsartikel,

die wir in die russischen

Zeitungen setzen.

Welche Unterschiede seht Ihr zu deutschsprachigen

Selbsthilfegruppen?

Regina Arndt: Die meisten sehen die Leiterinnen

als Autoritätspersonen, die die

Organisation übernehmen sollen. Es gibt

auch wenig Sinn für Verbindlichkeit.

Iryna Suchov: Oft habe ich die Rolle

des Lehrers. Sie stellen die Fragen nicht

untereinander, sondern an mich, und ich

soll sie dann beantworten. Ich gebe die

Fragen dann zurück und an die anderen

Teilnehmer weiter. „Was meinst du denn

dazu, oder wie war es bei dir?“

Das mit der Verbindlichkeit ist richtig.

Keiner ruft jemand an, um sich zu

entschuldigen, wenn er nicht kommen

kann. Die meisten kommen auch nicht

regelmäßig wöchentlich. Regelmäßig

heißt bei den Teilnehmern: zwei bis

dreimal im Monat. Ausnahmen sind die

Betroffenen, die sich auf ihre Medizinisch

Psychologische Untersuchung (MPU)

vorbereiten.

Die Treffen werden als freiwillig angenommen

ohne Verpfl ichtung. Meine Vermutung

ist, dass einige auch nicht Nein

sagen können und schnell zustimmen,

um dann doch nicht zu kommen.

WEITERFÜHRUNG NACH BERATUNG - Seite 25

WEITERFÜHRUNG NACH BERATUNG


SERVICE

BERLINER

SELBSTHILFEGRUPPEN

IN FREMDSPRACHEN

RUSSISCH

Internationaler Konvent

Thema: Begegnung, Austausch

Zeit/Treffen: Individuelle Termine

Ort: Arbeiterwohlfahrt - Hofackerzeile

1B, Kontakt: Hr. Ewald - Tel. 5579526

Ukrainische Welt

Thema: Begegnung, Austausch

Zeit/Treffen: Individuelle, Termine

Ort: Arbeiterwohlfahrt - Hofackerzeile

1B, Kontakt: Fr. Zastow, Tel. 77906347

Russischsprachige Rheuma- und

Schmerzgruppe

Thema: Rheuma, Schmerzen

Zeit/Treffen: Do 13.00 – 16.00 Uhr,

nach Vereinbarung, Ort: Selbsthilfe

– Treffpunkt Boxhagener Str. 89, 10245

Berlin, Kontakt: SHK Tel. 2918348,

E-Mail: info@selbsthilfetreffpunkt.de

Kieztreff Interkulturell

Thema: Gesundheit, Zeit/Treffen: Do.

9:00 -12.00 Uhr, Ort: Kieztreff Interkulturell,

Boxhagener Str.89,10245 Berlin

Kontakt: Ljudmila Wendel,

Tel. 030 291 83 48

Seite 26 - SERVICE

Russische Selbsthilfegruppe für

Menschen mit Alkohol-/Med.

Abhängigkeit

Thema: Sucht, psychosoziale Probleme

Zeit/Treffen: Mittwoch, 12.30-17.00 Uhr

Ort: Selbsthilfe- Kontakt- und

Beratungsstelle, Alt-Marzahn 59a,

12685 Berlin, Kontakt: Frau Suchov,

Tel. 5425103 (SHK)

Selbsthilfegruppe Alkohol

Thema: Alkohol, Sprache:rusisch

Zeit/Treffen: Mittwoch, 17.30 – 19.00

Uhr, Ort: Alkoholfreies- Begegnungscentrum,

Alt-Marzahn 54, 12685 Berlin

Kontakt: Frau Suchov, Tel. 5425103

Eingliederungshilfe für psychisch

kranke Menschen

Thema: Beratung und Hilfe in med.,

soz. Fragen Zeit/Treffen: jeden

Mi.11.00-13.00 Uhr und nach Termin,

Ort: Kontakt u. Beratungsstelle,

Dorfstr. 46, 12621 Berlin,

Kontakt: Swetlana Müller,Tel. 56599593

Seniorentreff für Aussiedler

Thema: Austausch, Gespräche, soz.

med. und Rentenfragen, Zeit/Treffen:

1 mal monatlich, Ort: Stadtteilzentrum

Mosaik, Altlandsberger Platz 2, 12685

Berlin, Kontakt: Natalij Tibelius,

Tel. 54981305 / 54988183

Betreutes Wohnen für

Suchtkranke

Thema: Beratung, Betreuung

Ort: Alkoholfreies- Begegnungs- Centrum,

Alt-Marzahn 54, 12685 Berlin

Kontakt: Iryna Suchov

Tel.: 544374612

Aussiedlergruppe

Thema: Austausch, Kultur

Zeit/Treffen: 2. Sa. im Monat, 17.00-

20.00 Uhr, Ort: Selbsthilfe- u. Stadtteilzentrum

Reinickendorf, Eichhorster

Weg 32, 13435 Berlin, Kontakt: Tel.

416 48 42 (SHK)

Senioren-Frauen-Aussiedlergruppe

Thema: Austausch, Zeit/Treffen:

wöchentlich, Ort: Stadtteilladen Tegel

Süd, Bernauer Str. 130 A, 13607 Berlin

Albatros e.V., Tel. 93952444

Freizeit und Gesprächsgruppe

für Frauen Thema: Austausch, Sprache:

russisch , Zeit/Treffen: wöchentlich

Ort: Albatros e.V, Stadtteilladen Tegel

Süd, Bernauer Str. 130 A, 13607 Berlin

Kontakt: Tel. 93952444

Russisch-Treff

Thema: Beisammen sein

Zeit/Treffen: 1. Mi. im Monat 14.00-

15.30 Uhr, Ort: SHZ Eigeninitiative,


Genossenschaftsstr. 70, 12489 Berlin,

Kontakt: Fr. Iwastschenko, Tel. 6310985

Selmas Rezepte-Tausch-Gruppe

Thema: gesunde Ernährung, Austausch

zu Backen und Kochen

Zeit/Treffen: 4. Mo. im Monat 18.00-

21.00 Uhr, Ort: Selbsthilfe- u. Stadtteilzentrum

Reinickendorf, Eichhorster

Weg 32, 13435 Berlin, Kontakt: Tel. 416

48 42 (SHK)

POLNISCH

AA-Gruppe

Thema: Sucht, Zeit/Treffen: Mi. 19 Uhr

Ort: Landesstelle Berlin für Suchtfragen,

Gierkezeile 39, 10585 Berlin

Kontakt: Tel. 34 38 91 60, Fax 34 38 91

62, E-Mail: buero@landesstelle-berlin.de

Al-Anon

Thema: Sucht, Zeit/Treffen: Sa. 17 Uhr

Ort: Landesstelle Berlin für Suchtfragen,

Gierkezeile 39, 10585 Berlin

Kontakt: Tel. 34 38 91 60, Fax 34 38 91

62, E-Mail: buero@landesstelle-berlin.de

AA

Thema: Alkohol, Zeit/Treffen: So. 17.00-

19.00 Uhr, Ort: Kath. Kirchengemeinde

Sankt Dominicus, Lipschitzallee 74-76,

12353 Berlin

Tolerancja Po Polsku

Thema: Offenes Treffen schwuler Polen

Zeit/Treffen: 1. und 3. Mi im Monat,

19.30-22.00 Uhr, Ort: Mann-O-Meter,

Bülowstr. 106, 10783 Berlin

Kontakt: Tel. 216 80 08

AA Anonyme Alkoholiker

Thema: Alkoholismus, Zeit/Treffen: Mo.

18.00-20.00 Uhr, Ort: AA Kontaktstelle

192 95, Hessen Ring 47, 12101 Berlin

TÜRKISCH

Brustkrebsselbsthilfegruppe

Thema: Brustkrebs, Ort: AKARSU e.V.,

Oranienstr.25, 10999 Berlin

Kontakt: Tel. 616 76 93 0

Selbsthilfegruppe türkischsprachiger

Diabetiker

Thema: Diabetes, Zeit/Treffen:

Mi. 9.30-16.00 Uhr, Ort: SHK Mitte,

Perleberger Str. 44, 10559 Berlin SHK

Mitte, Kontakt: Herr Ismail Yasar,

Tel. 49902190, mobil: 0162/1591007

Gesundheit Interkulturell

Thema: Gesundheitsbezogene Selbsthilfe

in der Familienarbeit

Zeit/Treffen: Mo.10.00-18.00 Uhr,

Mi.10.00-15.30 Uhr, Fr.10.00-15.00 Uhr

Ort: Treffpunkt Lebenstraum, Lübecker

Str. 21, 10559 Berlin, Kontakt: Özlem

Ekinci, Tel. 4632040, Email: Gesundheit.Intrerkulturell@gmx.net

Frauen Frühstücksgruppe

Thema: Gesprächsgruppe

Zeit/Treffen: wöchentlich

Ort: Stadtteilladen Tegel Süd, Albatros

e.V., Kontakt: Tel. 93952444

Mütter mit behinderten Kindern

Thema: Austausch, Zeit/Treffen: auf

Anfrage, Ort: KIDÖB , Nachbarschaftshaus

Schöneberg, Holsteinische Straße

30,12161 Berlin, Kontakt: Kidöb:

Sebahat Sayik, Gökcen Demiragli Tel.

859951-60, Kerstin Bönsch:

Tel. 859951-30

ARABISCH

Sudanesischer Kulturverein

Thema: Kultur, Zeit/Treffen: 4. Sonntag

im Monat, Ort: SHK Mitte, Perleberger

Str. 44, 10559 Berlin SHK Mitte

Kontakt: Mohamed Elfatih, Tel. 3964846

Sudanesisch-Deutsche

Thema: Gesellschaft, Kultur, Demokratie,

Entwicklung, Zeit/Treffen: unregelmäßig,

Ort: SHK Mitte, Perleberger Str.

44, 10559 Berlin, Kontakt: Dr. Hamid

Fadlalla, Email: h-fad@gmx.de

SERVICE - Seite 27

SERVICE


SERVICE

ENGLISCH

Aufbau DA – Debtors Anonymous

Meeting Thema: Anonyme Schuldner

Ort: Selbsthilfe – Treffpunkt, Boxhagenerstr.

89, 10245 Berlin

Kontakt: SHK Tel. 2918348, E-Mail:

info@selbsthilfetreffpunkt.de

NA

Thema: Sucht, Zeit/Treffen: Di.19.30 Uhr

Ort: KIS, Fehrbelliner Str. 92, 10119,

Berlin, Kontakt: Tel. 4434317

SLAA

Thema: Sex-, Liebes- und Romanzensucht,

Zeit/Treffen: Do. 20.00 Uhr

Ort: KIS, Fehrbelliner Str. 92, 10119,

Berlin, Kontakt: Tel. 4434317

Eltern-Kind-Gruppe

Thema: Erziehung, Zeit/Treffen: Mo.

10.00, Mi. 16.00 Uhr, Ort: KIS, Fehrbelliner

Str. 92, 10119 Berlin, Kontakt: Tel.

4434317

Enugu Coal City Berlin-Brandenburg e.V.

Thema: Afrikanischer Kulturverein

Zeit/Treffen: letzter So. im Monat,

16.00-21.00 Uhr, Ort: Selbsthilfe- u.

Stadtteilzentrum Reinickendorf, Eichhorster

Weg 32, 13435 Berlin,

Kontakt: Tel. 416 48 42

Seite 28 - SERVICE

Ghanaian Women´s Association

Thema: Migration, Sozialberatung,

Kultur, Zeit/Treffen: letzter Sa im Monat,

16.00-19.00 Uhr, Ort: Kinder-, Jugend-

und Familienzentrum, Jeverstr. 9,

12157 Berlin, Kontakt: Tel. 85995130 / 33

Brongkyempem (Ghana)

Thema: Migration, Sozialberatung,

Kultur, Zeit/Treffen: 2.u.4. Sa. im

Monat 17.30-20.30 Uhr, Ort: Kinder-,

Jugend- und Familienzentrum, Jeverstr.

9, 12157, Kontakt: Tel. 85995130/-33

(Selbsthilfetreffpunkt Schöneberg)

Asanteman Kroye Kuo (Ghana)

Thema: Migration, Sozialberatung, Kultur,

Zeit/Treffen: 1. Sa. im Monat, 16-19

Uhr, Ort: Nachbarschaftshaus Schöneberg,

Holsteinischestr. 30, 12161

Berlin, Kontakt: Tel. 85995130/-33

Sudanesisch Deutsche Gemeinde

Thema: Migration, Sozialberatung,

Kultur, Zeit/Treffen: Fr. 19.15-22 Uhr

Ort: Nachbarschaftsheim Schöneberg,

Holsteinischestr. 30, 12161 Berlin,

Kontakt: 85995130/-33S (Selbsthilfetreffpunkt

Schöneberg,)

NA Narcotics Anonymous

Thema: Sucht, Zeit/Treffen: Sa. 12.30-

14 Uhr, Ort: Halk Kösesi, Crellestr. 10,

10827 Berlin, Kontakt: Tel. 78704050

AA Anonyme Alkoholiker Frauen

Thema: Alkoholismus, Zeit/Treffen: Di.

12.00 -13.00 Uhr, 18.30-19.30 Uhr

Ort: Kiez Oase Schöneberg, Barbarossastr.

65, 10781 Berlin, Kontakt:

Julia, Tel. 83223766 o. 7875288

Al Anon

Angehörige von Alkoholabhängigen

Menschen, Zeit/Treffen: Mi.19.00-

20.30, Sa.18.00-19.30, Ort: Kiez Oase

Schöneberg, Barbarossastr. 65, 10781

Berlin, Kontakt: Christina, Tel. 9238426

Coda Co-Dependents Anonymous

Thema: Co-Abhängigkeit, Zeit/Treffen:

Di. 18.00-19.30 Uhr, Ort: Kiez Oase

Schöneberg, Barbarossastr. 65, 10781

Berlin, Kontakt: Tel. 21730202

FRANZÖSISCH

Association des Ressortissants du

NDE (A.R.NDE) Thema: Kultur

Zeit / Treffen : jeden 3. So. im Monat,

15.00-18.00 Uhr, Ort: Selbsthilfe

– Treffpunkt, Boxhagenerstr. 89,10245

Berlin, Kontakt: Nadine Dfagang, Tel.

2918348 (SHK)


A.R. Menoua (A.RM)

Thema: Kultur, Sprache, Zeit/Treffen:

jeden letzten Sonntag im Monat, 16.00-

20.00 Uhr, Ort: Selbsthilfe - Treffpunkt,

Boxhagenerstr. 89, 10245 Berlin,

Kontakt: Herr Djoumetid

Sudanesischer Kulturverein

Thema: Kultur, Zeit/Treffen: 4. Sonntag

im Monat, Ort: SHK Mitte, Perleberger

Str. 44, 10559 Berlin SHK Mitte

Kontakt: Mohamed Elfatih, Tel.

3964846

Sudanesisch-Deutsche

Thema: Gesellschaft, Kultur, Demokratie,

Entwicklung, Zeit/Treffen: unregelmäßig,

Ort: SHK Mitte, Perleberger Str.

44, 10559 Berlin, Kontakt: Dr. Hamid

Fadlalla, Email: h-fad@gmx.de

JAPANISCH

Japanische Fraueninitiative

Thema: Kultur, Migration, Austausch

Zeit/Treffen: 2. So. im Monat 14.30-

18.00 Uhr, Ort: Selbsthilfekontaktstelle

im Nachbarschaftshaus am Lietzensee

e.V., Kontakt: Tel. 30306512 (Selbsthilfekontaktstelle)

Eltern-Kind-Gruppe

Thema: Erziehung, Zeit/Treffen: Mo.

10.00, Mi. 16.00 Uhr, Ort: KIS, Fehrbelliner

Str. 92, 10119 Berlin, Kontakt: Tel.

4434317

SPANISCH

Los Farolitos

Thema: Eltern-Kind-Gruppe

Zeit/Treffen: Fr. 16.30 Uhr, Ort: KIS,

Fehrbelliner Str. 92, 10119 Berlin,

Kontakt: Tel. 4434317

AA

Thema: Alkohol, Zeit/Treffen: Mo. 20.00

Uhr, Ort: KIS, Fehrbelliner Str. 92,

10119 Berlin, Kontakt: Tel. 4434317

PORTUGIESISCH

Kuvango Gruppe aus Angola

Zeit/Treffen: samstags nach Vereinbarung,

Ort: Selbsthilfe-Treffpunkt,

Boxhagener Str. 89, 10245 Berlin

Kontakt: 030 – 291 83 48 (SHK)

NIGERIANISCH

Enugu Coal City Berlin-Brandenburg

e.V.

Thema: Afrikanischer Kulturverein

Zeit/Treffen: letzter So. im Monat,

16.00-21.00 Uhr, Ort: Selbsthilfe- u.

Stadtteilzentrum Reinickendorf,

Eichhorster Weg 32, 13435 Berlin,

Kontakt: Tel. 416 48 42

BOSNISCH

Angst und Depressionen für bosnische

Frauen Thema: Angst, Depressionen,

Sprache: bosnisch, serbisch,

kroatisch, Ort: SHZ Eigeninitiative,

Genossenschaftsstr. 70, 12489 Berlin

Kontakt: Fr. Azra Tatarević,

Tel. 6310985

TAI - Südostasiatische Tanzgruppe

Thema: kultureller Austausch, Tanzen

Zeit/Treffen: bitte erfragen, Ort: Selbsthilfetreffpunkt

Siemensstadt, Hefnersteig,

13629 Berlin

AMHARISCH

Äthiopische Familien

Thema: Migration, Kultur, Erziehung

Zeit/Treffen: Termin erfragen, Ort: Kiez

Oase Schöneberg, Barbarossastr. 65,

10781 Berlin, Kontakt: Tel. 86201414

o. 21730202

SERVICE - Seite 29

SERVICE


SERVICE

SELBSTHILFE-

KONTAKTSTELLEN

IN BERLIN

Zwölf regionale Selbsthilfe-Kontaktstellen

entsprechend der

Berliner Großbezirke und SEKIS

als zentrale Anlaufstelle arbeiten

in Berlin im Bereich der gesundheitsbezogenen

Selbsthilfe eng

zusammen. Jede Kontaktstelle

bietet eigene Fremdsprachenkompetenzen,

um über Fragen der

Selbsthilfearbeit zu informieren.

Die Adressen aller Kontaktstellen

mit den zugehörigen Fremdsprachenkenntnissen

fi nden Sie in der

folgenden Aufstellung.

BERLIN ZENTRAL

SEKIS Selbsthilfe Kontakt- und

Informationsstelle

Albrecht-Achilles-Str.65, 10709 Berlin (Wilmersdorf)

Tel. 8926602, Fax 89028540

Email: sekis@sekis-berlin.de

Web: www.sekis-berlin.de

Fremdsprachkompetenz: Englisch

Träger: selko e.V.

Seite 30 - SERVICE

CHARLOTTENBURG – WILMERSDORF

Selbsthilfekontaktstelle Charlottenburg-Wilmersdorf

Herbartstr.25, 14057 Berlin (Charlottenburg)

Tel. 30306512, Fax 30306513

Email: selbsthilfe@nbh-lietzensee.de

Web: www.nbh-lietzensee.de

Fremdsprachkompetenz: Türkisch

Träger: Nachbarschaftshaus am Lietzensee e.V.

FRIEDRICHSHAIN - KREUZBERG

Selbsthilfekontaktstelle

Friedrichshain-Kreuzberg

Boxhagener Str.89, 10245 Berlin (Friedrichshain)

Tel. 2918348, Fax 290496 62

Email: info@selbsthilfe-treffpunkt.de

Web: www.selbsthilfe-treffpunkt.de

Fremdsprachkompetenz: Russisch, Englisch

Träger: Volkssolidarität LV Berlin e.V.

LICHTENBERG

Selbsthilfe- und

Nachbarschaftstreff Lichtenberg

Ahrenshooper Str.5, 13051 Berlin (Hohenschönhausen)

Tel. 9621033, Fax 36462736

Email: info@selbsthilfe-lichtenberg.de

Web:www.selbsthilfe-lichtenberg.de

Träger: Frei-Zeit-Haus e.V. Weißensee

Selbsthilfetreff Synapse Lichtenberg

Schulze-Boysen-Str.38, 10365 Berlin (Lichtenberg)

Tel. 5138888, Fax 510660 05

Email: selbsthilfe.synapse@kiezspinne.de

Web: www.kiezspinne-fas.de

Fremdsprachkompetenz: Russisch

Träger: Kiezspinne FAS e.V.

MARZAHN - HELLERSDORF

Selbsthilfe Kontakt- und Beratungsstelle

Marzahn - Hellersdorf

Alt-Marzahn 59A, 12685 Berlin (Marzahn)

Tel. 5425103, Fax 5406885

Email: selbsthilfe@wuhletal.de

Web: www.wuhletal.de

Träger: Wuhletal-Psychosoziales Zentrum GmbH

Selbsthilfe im Stadtteilzentrum

Pestalozzi-Treff

Pestalozzistr.1a, 12623 Berlin (Mahlsdorf)

Tel: 56586920, Fax 56588832

Email: selbsthilfegruppe@mut-gesundheit.de

Web: www.mut-gesundheit.de

Fremdsprachkompetenz: Russisch

Träger: MUT gGmbH

MITTE

Selbsthilfe - Kontakt- und

Beratungsstelle Mitte

Perleberger Str.44, 10559 Berlin (Tiergarten)

Tel: 3946364, Fax 3946485

Email: kontakt@stadtrand-berlin.de

Web: www.stadtrand-berlin.de

Fremdsprachkompetenz: Englisch, Russisch,

Türkisch

Träger: StandRand GmbH

NEUKÖLLN

Selbsthilfezentrum Neukölln-Süd

Lipschitzallee 80, 12353 Berlin (Gropiusstadt), Tel.

6056600, Fax 6056899

Email: SHKGropiusstadt@t-online.de

Web: www.selbsthilfe-neukoelln-sued.de, Fremdsprachkompetenz:

Arabisch, Russisch, Türkisch


Selbsthilfezentrum Neukölln-Nord

Hertzbergstr.22, 12055 Berlin (Rixdorf)

Tel. 681 60 64, Fax 681 60 68

info@selbsthilfe-neukoelln.de

www.selbsthilfe-neukoelln.de

Träger: Gesundheitszentrum Gropiusstadt e.V.

PANKOW

KIS Kontakt- und

Informationsstelle für Selbsthilfe

Pankow-Prenzlauer Berg

Fehrbelliner Str.92, 10119 Berlin (Prenzlauer Berg)

Tel. 4434317, Fax 443404 78

Email: kis@hvd-berlin.de

Web: www.kisberlin.de

Fremdsprachkompetenz: Englisch, Spanisch

Kontakt- und Informationsstelle für

Selbsthilfe in Pankow

im Stadtteilzentrum Pankow,

Schönholzer Str.10, 13187 Berlin (Pankow),

Tel. 499870910

Email: selbsthilfe@stz-pankow.de

Web: www.stz-pankow.de

Fremdsprachkompetenz: Ungarisch

Träger: Humanistischer Verband Deutschlands,

LV Berlin und SEIN e.V.

Selbsthilfe- und Stadtteilzentrum

Gesindehaus Buch - Pankow

Alt-Buch 51, 13125 Berlin (Buch)

Tel. 9415426, Fax 9415429

Email: shz.buch@web.de

Web: www.albatrosev.de

Fremdsprachkompetenz: Englisch

Träger: Albatros e.V.

REINICKENDORF

Selbsthilfe- und Stadtteilzentrum

Reinickendorf Günter–Zemla-Haus

Eichhorster Weg 32

13435 Berlin (Märkisches Viertel)

Tel. 4164842, Fax 41745753

Email: selbsthilfezentrum@unionhilfswerk.de

Web: www.unionhilfswerk.de

Fremdsprachkompetenz: Englisch, Türkisch

Träger: Unionhilfswerk – Sozialeinrichtungen gGmbH

SPANDAU

Selbsthilfetreffpunkt

Mauerritze im Kulturhaus Spandau

Mauerstr.6, 13597 Berlin (Spandau)

Tel. 3335026, Fax 3336043

Email: Shtmauerritze@arcor.de

Web: www.Spandauer-Selbsthilfetreffpunkte.de

Selbsthilfetreffpunkt Siemensstadt

Hefnersteig 1, 13629 Berlin (Siemensstadt)

Tel. 3817057 / 3824030, Fax 38307400

Email: shtsiemensstadt@arcor.de

Web: www.Spandauer-Selbsthilfetreffpunkte.de

Fremdsprachkompetenz: Englisch, Französisch

Träger: Spandauer Selbsthilfetreffpunkte e.V.

STEGLITZ - ZEHLENDORF

Nachbarschaftsheim Mittelhof e.V.

Selbsthilfekontaktstelle, Königstr. 42-43,

14163 Berlin (Zehlendorf)

Tel. 80 19 75 14, Fax 80 19 75 46

Email: selbsthilfe@mittelhof.org

Web: www.mittelhof.org

Standort Steglitz, Villa Folke Bernadotte

Jungfernstieg 19, 12207 Berlin (Lichterfelde)

Tel. 77059979

Fremdsprachenkompetenz: Englisch

Träger: Nachbarschaftsheim Mittelhof e.V.

TEMPELHOF - SCHÖNEBERG

Selbsthilfetreffpunkt im Nachbarschaftsheim

Schöneberg

Holsteinische Str.30, 12161 Berlin

(Friedenau), Tel. 85995130 /-33, Fax 85995111

Email: selbsthilfe@nachbarschaftsheim-schoeneberg.de

Web: www.nachbarschaftsheim-schoeneberg.de

Fremdsprachkompetenz: Englisch

Träger: Nachbarschaftsheim Schöneberg e.V.

TREPTOW - KÖPENICK

Eigeninitiative Selbsthilfezentrum

Köpenick & Treptow

Genossenschaftsstr.70, 12489 Berlin

Tel. 6310985, Fax 6310985

Email: eigeninitiative@ajb-berlin.de

Web: www.eigeninitiative-berlin.de

Fremdsprachkompetenz: Bosnisch, Russisch,

Träger: ajb gmbh – gemeinnützige Gesellschaft für

Jugendberatung und psychosoziale Rehabilitation

SERVICE - Seite 31

SERVICE


LITERATURHINWEISE

LITERATURHINWEISE

BÜCHERLISTE ZUM THEMA

SELBSTHILFE, GESUNDHEIT UND

MIGRATION UND MIGRATION

Hans-Jörg Assion

Migration und seelische Gesundheit

Springer Medizin Verlag Heidelberg

2005

Theda Borde, Matthias David

Frauengesundheit, Migration und

Kultur in einer globalisiert en Welt

Mabuse-Verlag 2008

Mattias David, Theda Borde

Kranksein in der Fremde? Türkische

Migrantinnen im Krankenhaus

Mabuse-Verlag 2001

Seite 32 - LITERATURHINWEISE

BROSCHÜRENLISTE ZUM THEMA

SELBSTHILFE, GESUNDHEIT UND

MIGRATION UND MIGRATION

(Off- und Online)

SEKIS

Selbsthilfe in Gruppen –

Eine Anleitung zum Handeln

Anfrage: sekis@sekis-berlin.de

Erhältlich in Deutsch, Englisch,

Russisch, Türkisch, Polnisch, Spanisch

IBBC e.V.

Wegweiser für Menschen mit

Behinderungen in Berlin Neukölln

Downoad: www.ibcc-berlin.de

Der Integrationsbeauftragte

des Senats von Berlin

Berlin international – Der Newsletter

des Integrationsbeauftragten

Anmelden: newsletter@intmig.berlin.de

Senatsverwaltung für Gesundheit,

Umwelt und Verbraucherschutz

Der Landesbeauftragte für Psychiatrie

Psychiatrie in Berlin

Downoad: www.berlin.de/imperia/

Senatsverwaltung für Integration,

Arbeit und Soziales

Mit Kopftuch außen vor?

Pressestelle der Senatsverwaltung

Downoad: www.berlin.de

TBB – Türkischer Bund

Berlin-Brandenburg

Beratungsführer Gesundheit

(dt., türk.)

Downoad: www.sekis-berlin.de

Rat und Tat e.V.

(Kempener Str. 135, 50733 Köln)

Leitfaden für Angehörige psychiatrischer

Patienten auf Türkisch

Downoad: www.psychiatrie.de

Bundesverband der Angehörigen

psychisch Kranker e.V. (Hg.)

Psychisch krank – und jetzt? (türk.)

Downoad: www.bapk.de

NAKOS

Konzepte und Praxis-Selbsthilfe

bei Migrantinnen und Migranten

fördern und unterstützen

Downoad: www.nakos.de

Der Beauftragte für Integration und

Migration, Berliner Beiträge zur

Integration und Migration

Vielfalt fördern - Zusammenhalt

stärken. Das Integrationskonzept

Abgeordnetenhaus Berlin, Drucksache

16/0715 vom 3.7.2007

Downoad: www.berlin.de


IMPRESSUM

IMPRESSUM

Herausgeber

Arbeitskreis Selbsthilfe und Migration der Berliner Selbsthilfekontaktstellen

c/o Verein zur Förderung von Selbsthilfe-Kontaktstellen selko e.V.

Albrecht-Achilles-Str.65, 10709 Berlin

Tel. 030.89 02 85 33

Fax 030.89 02 85 40

Email: sekis@sekis-berlin.de

Redaktion

Birgit Sowade, Selbsthilfe-Kontakt- und Beratungsstelle Mitte

Brigitte Meier-Obi, SEKIS

Diana Krause, Selbsthilfekontaktstelle Berlin Friedrichshain-Kreuzberg

Ricarda Raabe, Eigeninitiative Selbsthilfezentrum Köpenick & Treptow

Susanne Pistor, Selbsthilfe- und Stadtteilzentrum Reinickendorf

Yvonne Vedder, Selbsthilfe Kontakt- und Beratungsstelle Marzahn-Hellersdorf

Umsetzung

Illustration: Matthias Müller, Layout: Julius Luge, Druck: Druckerei Wagner, Großschirma

Aufl age 2.500

Namentlich gekennzeichnete Beiträge werden von den Autor/innen selbst verantwortet. Nachdruck / Übernahme

einzelner Abschnitte nur mit ausdrücklicher Genehmigung. Berlin, November 2009

Wir danken dem Paritätischen Wohlfahrtsverband, LV Berlin e.V. für die Finanzierung der Broschüre.

www.paritaet-berlin.de


SELBSTHILFE

UND MIGRATION

Informationen und Kontakte aus Berliner Selbsthilfe-Kontaktstellen

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