Fischschutz Aktuell 2/13

FSVSiegburg

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Fischschutz Aktuell

Offizielles Organ des Fischschutzvereins Siegburg 9 0 e.V.

"Natur"

Was ist das?

Vom Versuch einer

sozialwissenschaftl.

Begriffsbestimmung

Das Glück am Haken

Der ewige

Traum vom

dicken Fisch

"Angelmüll"

Hinterlassenschaften

gefährden Tiere

und schaden dem

Ansehen der Angler

20. Jahrgang

Fischschutz Aktuell


eport

2

Fischschutz Aktuell

Inhalt

"Natur" Was ist das? ............................................................................................................ 2 u. 10 – 11

Einladung zum traditionellen Vereinsfischen 2013 ........................................................................ 3 – 4

Einladung zum Welsfischen 2013................................................................................................ 5 – 6

Einladung zum 4. Angelgeräte-Flohmarkt .................................................................................... 7 – 8

31. Uferreinigung und Nistkastenaktion................................................................................. 13 – 15

Harmonischer Jahrestreff in Kaldauen..................................................................................... 16 – 20

Glasaalbesatz an der Sieg ............................................................................................................. 22

Herzlichen Glückwunsch........................................................................................................ 23 – 25

Wandervögel sangen im Vereinshaus ........................................................................................... 26

Termine für das Jahr 2013 ......................................................................................................... 27 – 29

Angelmüll bitte mitnehmen ............................................................................................................ 30

Buchtipp "Das Glück am Haken"..................................................................................................... 31

Buchtipp "The Fish & The Fly"................................................................................................... 32 – 34

Frühlingszeit ist Maifischzeit ....................................................................................................35 – 37

Bärbel Krüger übernimmt wieder die Vereinshausökonomie ........................................................... 38

Impressum .................................................................................................................................. 38

Verein auf einen Blick ..................................................................................................................... 39

"Natur"

Was ist das?

Vom Versuch einer

sozialwissenschaftlichen

Begriffsbestimmung

von Klaus Weisser

Naturschutz ist nach wie vor

ein Dauerbrennerthema unserer

Gesellschaft. Themen

wie Nachhaltigkeit, Distanz

zur Natur (Naturentfremdung)

oder mangelndes Wissen um

die Natur sind Schlagworte,

die insbesondere in der Umweltrhetorik

sogenannter

Naturschützer oft verwendet

werden. Meist, um Kritik am

In naturreligiöser Mystifizierung wird heutzutage vielfach nur noch Resten

ursprünglicher Wildnis das Prädikat „Natur“ zugestanden

Handeln und der Entwicklung

unserer Gesellschaft

zu üben. All zu leicht lassen

sich Öffentlichkeit und Medien

von den verwendeten

Begriffen blenden und auf

die vermeintlich heilsbringende

Naturschutzlinie einschwören.

Doch die wirkliche

Bedeutung der Begriffe wie

z.B. des Begriffs „Natur“ ist

bei weitem nicht eindeutig.

Vielleicht werden Sie sich an

dieser Stelle fragen, warum

das so wichtig ist, doch wenn

Sie einmal genauer darüber

nachdenken, wie viele Entscheidungen

unter Verwendung

dieser Begriffe getroffen

werden, dann ist es geradezu

(Fortsetzung auf Seite 10)


unter uns

3

Einladung zum

traditionellen Vereinsfischen 20 3

Der Vorstand lädt alle Mitglieder sehr herzlich ein zum:

Vereinsfischen

am Sonntag, 23. Juni 2013

Treffpunkt und Uhrzeit: Vereinshaus Wahnbachtalstraße 13 um 7.30 Uhr

Teilnehmergebühr: 5,- Euro vor dem Fischen zu zahlen, Jugendliche sind von der Teilnehmergebühr

befreit. Teilnehmerkarte gilt als Los für die Tombola.

Jedes Mitglied muss seine Teilnehmerkarte persönlich abholen.

Bedingungen:

Wir fischen von 8.00 Uhr bis 11.30 Uhr im Siegfischereibezirk III (von der Eisenbahnunterführung

bei Dondorf siegabwärts bis zur Wiedereinmündung des Siegburger Mühlengrabens in die

Sieg kurz vor der Aggermündung bei Troisdorf-Friedrich-Wilhelmshütte in vier zuvor ausgelosten

Bereichen.

Alle Mitglieder einschließlich Jugendliche können mitmachen,

auch inaktive und solche, die keinen Erlaubnisschein für die Sieg haben.

Es gelten die Bestimmungen des Erlaubnisscheins und die Gewässerordnung vom 22. 03. 2009

Stand 01. 04. 2010

Jeder fischt für seinen eigenen Bedarf und eigene Verwertung. Fangergebnisse werden nicht

ermittelt. Alle Angelarten sind erlaubt. Unberingte Kopfruten sind nicht zugelassen. Jeder Teilnehmer

muss auf andere Angler Rücksicht nehmen.

Das sonstige Angeln in Vereinsgewässern ist für die Zeit des Vereinsfischens nicht gestattet (vgl.

§ 2 Abs. (5) der Gewässerordnung). Wer in der Zeit fischen möchte, soll an unserer Gemeinschaftsveranstaltung

teilnehmen.

Fischschutz Aktuell


unter uns

Um 12.00 Uhr treffen wir uns dann zur Erbsensuppe wieder im Vereinshaus.

Dann ermitteln wir den

Fischerkönig 2013 und den Jugendfischerkönig 2013.

Danach starten wir die Tombola und ziehen die morgens bei der Anmeldung erworbenen Lose.

Die Tombola besteht wieder aus wertvollem Angelgerät.

Nach dem Fischen können wir in unserem Vereinshaus den weiteren Nachmittag

verbringen, fachsimpeln und Freude miteinander haben.

Der Vorstand wünscht sich rege Beteiligung, allen Teilnehmern viel Petri Heil und Glück bei der

Tombola sowie ein gemütliches Beisammensein mit zahlreichen Mitgliedern.

Für den Vorstand:

Hubert Linden Klaus Weisser Michael Nagel

Vorsitzender stellv. Vorsitzender stellv. Vorsitzender

Fischschutz Aktuell


Einladung

zum Welsangeln 20 3

Der Vorstand lädt alle Mitglieder sehr herzlich ein zum:

Welsangeln

am Samstag, dem 24. August 2013

unter uns

Treffpunkt und Uhrzeit:

Unter der Autobahnbrücke A3, Sankt – Augustin - Buisdorf (linke Siegseite) um 19.00 Uhr

Teilnehmergebühr: wird nicht erhoben

Bedingungen:

Jedes Mitglied muss seine Teilnehmerkarte persönlich abholen.

Wir fischen von 19.30 Uhr bis 23.00 Uhr im Siegfischereibezirk III (von der Eisenbahnunterführung

bei Dondorf siegabwärts bis zur Wiedereinmündung des Siegburger Mühlengrabens in die

Sieg kurz vor der Aggermündung bei Troisdorf – Friedrich - Wilhelmshütte. Jeder wählt seinen

Angelplatz wo er möchte.

Es wird schwerpunktmäßig auf Wels geangelt. Gefangene Welse dürfen nicht zurückgesetzt

werden sondern sind sinnvoll zu verwerten. Ansonsten gelten die Bestimmungen des Erlaubnisscheins

und die Gewässerordnung vom 22. 03. 2009 Stand 01. 04. 2010.

Alle Mitglieder können mitmachen, auch inaktive und solche,

die keinen Erlaubnisschein für die Sieg haben.

Jeder fischt für seinen eigenen Bedarf und eigene Verwertung. Alle Angelarten sind erlaubt. Unberingte

Kopfruten sind nicht zugelassen. Jeder Teilnehmer muss auf andere Angler Rücksicht

nehmen.

Fischschutz Aktuell


unter uns

Ab 23.00 Uhr treffen wir uns dann wieder unter der Autobahnbrücke in Buisdorf und präsentieren

unsere Fangergebnisse (späteste Wertung 23.30 Uhr). Dort küren wir den

Dieser erhält eine Ehrengabe des Vereins.

Fischschutz Aktuell

Welskönig 2013.

Außerdem gibt es eine Erfrischung und Grillwürstchen.

Der Vorstand möchte mit diesem Welsangeln einen Anreiz geben, vermehrt auf Welse zu fischen

und möglichst viele davon aus der Sieg zu entnehmen. Außerdem soll dieses Gemeinschaftsfischen

die Anglerfreundschaft und den Vereinsgeist stärken.

Der Vorstand wünscht allen Teilnehmern viel Spaß und Petri Heil

Hubert Linden Klaus Weisser Michael Nagel

Vorsitzender stellv. Vorsitzender stellv. Vorsitzender


Einladung zum

. Angelgeräte - Flohmarkt

unter uns

Der Fischschutzverein lädt wieder zum Angelgeräte – Flohmarkt in sein Vereinshaus ein und bietet

Mitgliedern und Freunden der Angelfischerei erneut die Möglichkeit gebrauchtes Angelgerät

günstig zu erwerben und solches, dass man überzählig hat, zu günstigen Bedingungen zu veräußern.

Vielleicht können gerade Jugendliche, deren Anglerkarriere gerade erst beginnt und die sich

naturgemäß erst ausstatten müssen, so besonders preiswert Angelgerät und Zubehör erwerben.

Termin und Ort Samstag, 07. September 2013, ab 8.00 Uhr Aufbau,

9.00 bis 16.00 Uhr Verkauf,

Vereinshaus, Wahnbachtalstraße 13 in Siegburg

Wer darf anbieten

und kaufen?

Zugelassen sind alle privaten Anbieter und alle privaten Kaufinteressenten.

Gewerbliche Händler sind ausdrücklich nicht

zugelassen.

Was darf angeboten werden? Ausschließlich privates, in der Regel gebrauchtes Angelgerät

und Zubehör von privat an privat.

Wo werden die Stände

aufgebaut?

Im Clubraum des Vereinshauses und auf dem Außengelände,

soweit der Platz reicht. Die Stände werden durch die Leitung

zugewiesen. Den Anweisungen der Leitung ist unbedingt Folge

zu leisten.

Leitung: Stellvertretender Vorsitzender Klaus Weisser

Was müssen die

Anbieter mitbringen?

Im Clubraum stehen Tische in begrenzter Zahl zur Verfügung.

Dennoch müssen alle Anbieter vorsorglich, insbesondere für

den Außenbereich einen Tisch / Tapeziertisch o. ä. mitbringen.

Maximale Standbreite je Anbieter: 3Meter oder ein Tapeziertisch.

Fischschutz Aktuell


unter uns

Entstehen Kosten? Die Teilnahme ist für Anbieter und Kaufinteressenten kostenlos.

Was ist besonders

zu beachten?

Was den

Fischschutzverein betrifft

Gibt es was zu essen

und zu trinken?

Fischschutz Aktuell

Anbieter werden in der Reihenfolge ihres Eintreffens berücksichtigt.

Wenn alle Plätze belegt sind, müssen später eintreffende

Anbieter abgewiesen werden.

Spätestens um 16.00 Uhr sind die Stände abzubauen und zu

entfernen. Alles ist in eigener Regie und Verantwortung zu besorgen.

Verpackungsmaterial, nicht verkaufte Gegenstände,

einfach alles was mitgebracht wurde, muss auch wieder mitgenommen

und ordnungsgemäß entsorgt werden. Der Stand

ist in sauberem Zustand (wie angetroffen) zu verlassen. Er

darf erst verlassen werden, wenn er von der Leitung abgenommen

wurde.

Das Haus, seine Einrichtung und die Rasenflächen sind schonend

zu behandeln. Beim Auf- und Abbau ist auf große Sorgfalt

zu achten. Jeder Teilnehmer haftet für verursachte Schäden

gegenüber dem Verein und jedem sonstigen Geschädigten.

Alle Kaufgeschäfte finden ausschließlich zwischen Verkäufer

und Käufer satt. Der Fischschutzverein stellt ausschließlich

die Verkaufsfläche zur Verfügung. Jegliche Haftung durch den

Fischschutzverein ist ausgeschlossen.

Die Ökonomie des Vereinshauses hält während der gesamten

Veranstaltung Getränke nach Belieben und kleine Speisen zu

den bekannt günstigen Vereinshauskonditionen bereit.

Der Vorstand wünscht allen Verkäufern und Kaufinteressenten viel Freude, der Veranstaltung

einen harmonischen Verlauf unter Gleichgesinnten und allen Besuchern einen schönen

Tag.

Hubert Linden Klaus Weisser Michael Nagel

Vorsitzender stellv. Vorsitzender stellv. Vorsitzender


eport

0

frappierend, dass eigentlich

niemand eine klare Definition

für diese Begriffe liefern kann.

Auch ich habe mir bisher nie

Gedanken darüber gemacht,

bis ich auf den Artikel „Naturentfremdung?

Versuch einer

sozialwissenschaftlichen Begriffsbestimmung“

des Natursoziologen

Prof. Dr. Rainer

Brämer von der Universität

Marburg gestoßen bin. Es

lohnt sich wirklich, den Begriff

„Natur“ bzw. die oft kritisierte

„Distanz zur Natur“ (Naturferne,

Naturentfremdung) ein

wenig näher zu beleuchten.

Bei seinen Recherchen stellt

Prof. Brämer nämlich fest,

dass es zwar keine klare

Definition für diese Begriffe

gibt, dafür aber zahlreiche

Zustandsbeschreibungen.

Dabei ist augenfällig, dass in

diesen Beschreibungen eine

durchgängig negative Grundhaltung

abzulesen ist oder

wie Prof. Brämer es nennt,

ein gewisser „kulturpessimistischer

Grundzug“. Darüber

hinaus erkennt auch er Polarisierungen,

bei denen „dem

akuten Verlust an Naturnähe

und -kompetenz nicht selten

harmonische Naturbeziehungen

der Väter- bzw. Großvätergenerationen

gegenüber

gestellt werden.“ Wir kennen

solche Äußerungen zur Genüge,

die im Grundtenor meinen,

dass man früher noch

im Einklang mit der Natur

lebte, aber die heutige Generation

davon keine Ahnung

mehr hat. Interessanterweise

weist Prof. Bärmer in diesem

Zusammenhang darauf

hin, dass „Berck/Klee bereits

Fischschutz Aktuell

1992 anhand einer umfangreichen

Literaturrecherche

nachweisen konnten, dass

die Klagen über den Verlust

biologischen Grundwissens

bei Kindern bereits eine hundertjährige

Tradition haben“.

Diese kulturpessimistische

Klage über fehlendes Naturwissen

unserer Vorfahren

(Naturburschen, Naturkundler,

Naturwissenschaftler) bei

der jungen Generation unterschätzt

zum einen völlig das

potentielle Wachstum unserer

Wissensbestände und zum

anderen, dass viele Bereiche

dieses Wissens im heutigen

Alltag überhaupt nicht mehr

gebraucht werden. Prof. Bärmer

reklamiert zu Recht:

„Die heutige Jugend muss

sich ganz anderen Wissensherausforderungen

stellen

als in Zeiten von Botanisiertrommeln

und Bestimmungsbüchern.

Die Unterstellung,

dass ihre „Liebe zur Natur“

durch Wissenslücken gelitten

hat, lässt sich empirisch nicht

belegen.“ Wenn man sich nun

detailliert der Frage annehmen

möchte, ob sich die heutige

Gesellschaft zunehmend

von der Natur entfremdet,

dann könnte man klassisch

bei den Jägern und Sammlern

beginnen. Diese mussten

ihren Lebensunterhalt in einer

mehr oder weniger lebensfeindlichen

Umwelt sichern

und kämpften praktisch täglich

ums nackte Überleben.

Vom oft unterstellten Leben

„im Einklang mit der Natur“

fehlt dabei jede Spur. Das

Leben der Urbevölkerung war

vielmehr von einer rücksichts-

losen Auseinandersetzung

mit anderen konkurrierenden

oder lebensbedrohlichen Arten

geprägt. Prof. Brämer bezweifelt

demzufolge, dass es

zu dieser Zeit einen Begriff

der „Natur“ überhaupt gab, der

als eigenständiges Gegenüber

zur Menschheit existiert

hätte. Vor diesem Hintergrund

überrascht es wenig, dass

der Begriff „Natur“ teilweise

in den Sprachen heutiger Naturvölker

immer noch völlig

fehlt. Die Trennung zwischen

Natur auf der einen Seite und

menschlicher Gesellschaft

auf der anderen Seite, kam

erst mit der Sesshaftigkeit

der Menschen auf. Erst jetzt

konnte gedanklich zwischen

der feindlichen Außenwelt,

die vorrangig Lebensmittel

liefert und der inneren Geborgenheit

der Ansiedlungen, die

in erster Linie Schutz bedeutete,

unterschieden werden.

Der Mensch an sich ist aber

definitiv nichts Unnatürliches,

sondern Teil der Natur wie alle

anderen Arten auch. Im Kern

versuchen alle Arten dieser

Erde, genau wie der Mensch

auch, schlicht zu überleben.

Das heißt, Ressourcen (Nahrung,

Lebensraum) zu sichern

und Schutz vor Fressfeinden

zu finden. Im Vergleich zu den

anderen eher unorganisierten

Lebensformen auf dieser

Erde hat sich der Mensch als

Gattung durchgesetzt und

so seine Überlebensvorteile

Zug um Zug ausgebaut. Er

hat seinen Lebensraum nicht

nur gesichert, sondern auch

Tiere und Pflanzen zur reproduktiven

Nutzung gezähmt.


Aber auch das distanziert

die Menschheit nicht von der

Natur. Denn so Prof. Brämer:

„So klar der Mensch sich über

seine lebendige Konkurrenz

erhoben hat, so wenig konnte

er sich von den elementaren

Gestaltungskräften der Erde

wie von seiner eigenen Naturhaftigkeit

emanzipieren. Er

ist eine natürliche Spezies

geblieben, die sich mit ihrem

Überlebens- und Sicherheitskonzept

lediglich als besonders

durchsetzungsfähig

erwies. Als Laune der Natur,

als temporär dominierende

Spezies gleicht er letztlich

den Dinosauriern - mit dem

Unterschied, dass er seine

Herrschaft nicht per Größe,

sondern per Großhirn ausübt.“

Und genauso wie die

Dinosaurier einst ausstarben,

so könnte der Mensch eines

Tages aussterben, wenn seine

Lebensgrundlage durch

sein eigenes Handeln oder

einen äußeren Umstand (Meteoriteneinschlag

o.ä.) zerstört

wird. Er bleibt aber immer

ein Teil der Natur selbst.

Die Trennung der Begriffe

„Menschheit“ und „Natur“

(im Sinne einer unberührten

Restnatur) als sich gegenseitig

ausschließende Bestandteile

dieser Erde ist schlichtweg

falsch und entbehrt

jeder Grundlage. Bei den

Befürchtungen und Ängsten

der Menschheit geht es im

Grunde ja auch gar nicht um

eine Angst vor zunehmender

Distanz zur Natur oder dem

Verlust einer vermeintlichen

Ur-Natur (Wildnis), sondern

es geht vielmehr darum, dass

das Gleichgewicht und damit

die Lebensgrundlage für die

Menschheit verloren gehen

könnten. Eine Natur wird es

danach in jedem Fall weiter

geben, aber ohne den Menschen.

In den öffentlichen

Diskussionen schwingt jedoch

stets ein verklärter, romantisierter

Naturbegriff mit. Prof.

Bärmer schreibt dazu: „In einer

Mischung von Eroberer-

Romantik und naturreligiöser

Mystifizierung wird heutzutage

vielfach nur noch diesen

Resten ursprünglicher Wildnis

das Prädikat „Natur“ zugestanden,

während man alles

selbst Kultivierte der menschlichen

Kultur zuschlägt. Abgesehen

von seinem statischen

Naturverständnis wird dabei

der Umstand vernachlässigt,

dass auch die Kulturnatur,

ja nicht zuletzt sogar der

Mensch selber Produkte na-

report

türlicher Entwicklung sind und

nach wie vor im Wesentlichen

eigenständig heranwachsen.“

Die Naturferne ist seit Anbeginn

der Menschheit also kein

Verlust gewesen, sondern

bedeutet für uns Überlebenssicherheit.

Die nicht nachhaltige

Nutzung von Ressourcen

dagegen aber gefährdet die

Lebensgrundlage der Menschen.

Daher ist nicht die

„Naturnähe“, sondern die

„Balance“ (Nachhaltigkeit)

das entscheidende Kriterium,

nach dem wir uns in der

Zukunft ausrichten sollten.

Naturschutz bedeutet demnach

nicht, eine „unberührte“

Rest-Natur vor dem Menschen

zu schützen, sondern

die Lebensgrundlage des

Menschen durch nachhaltige

Nutzung zu bewahren. Wir

nennen das „Hege“.

Nicht die „Naturnähe“, sondern die „Balance“ (Nachhaltigkeit) ist

das entscheidende Kriterium für zukünftige Ausrichtungen

Fischschutz Aktuell


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3

3 . Uferreinigung

mit Nist- und Fledermauskastenaktion

von Klaus Weisser

Seit nunmehr 31 Jahren organisiert

der Fischschutzverein

Siegburg 1910 e.V. die

alljährliche Uferreinigung und

Nistkastenaktion an Sieg,

Mühlengraben und Allner

See. So auch am 16. März

2013. Pünktlich um 8.00 Uhr

versammelten sich die über

100 freiwilligen erwachsenen

und jugendlichen Helfer

in insgesamt drei Gruppen.

Die Gruppe Herchen traf sich

am Restaurant Löwenburg,

die Gruppe Hennef traf sich

an der Hängebrücke Hennef

Weingartsgasse und die

Gruppe Siegburg/Sankt Augustin

an unserem Vereinshaus

in der Wahnbachtalstraße.

Gerade der Anteil der

Jugendlichen war wie auch

in den vergangenen Jahren

besonders groß. In Folge der

zuvor schlechten Witterung

hatte die Stadt Siegburg ihren

Stadtputztag verschoben, der

ursprünglich wieder zeitgleich

mit der Uferreinigung stattfinden

sollte. Der Fischschutzverein

Siegburg blieb bei dem

bereits angekündigten Termin

und das Wetter spielte mit.

Morgendliches Treffen der Gruppe Siegburg/Sankt Augustin

am Vereinshaus in der Wahnbachtalstraße.

Trotz des abgesagten Stadtputztages

hatte der Leiter

des Umweltamtes Schmitz

bereits im Vorfeld Müllsäcke

und Handschuhe für die fleißigen

Helfer organisiert und

überzeugte sich persönlich

zur Begrüßungsrede des Vorsitzenden

Hubert Linden an

unserem Vereinshaus davon,

dass alles wie abgemacht vor

Ort eingetroffen war. Der harte

Kern der Helfer ist mittlerweile

schon so routiniert mit den

Aufräumarbeiten, dass die

Organisatoren keine langen

Einweisungen mehr geben

mussten. Gefahrstoffe sollten

nicht zu den Containern gebracht

werden und wurden

am Fundort für die Mitarbeiter

der Stadt lediglich kenntlich

gemacht. Vereinsmitglieder

mit großen Fahrzeugen oder

Anhängern sorgten für einen

schnellen Abtransport der

gefüllten Müllsäcke. Während

der Reinigungsarbeiten wurde

wie in jedem Jahr ein Pressegespräch

mit den lokalen Zeitungen

abgehalten, die sich

unmittelbar an der Sieg von

den Verunreinigungen und

den müllgefüllten Containern

Fischschutz Aktuell


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Vorsitzender Hubert Linden begrüßt die fleißigen Teilnehmer

zur 31. Uferreinigung und Nistkastenaktion

überzeugen konnten. Unterstützt

wurden die Arbeiten

erneut von den Tauchern der

DLRG, die insbesondere im

Mühlengraben zur Tat schritten.

In diesem Jahr hat sich

die Jugendgruppe des Fischschutzvereins

zum ersten Mal

auch den Fledermäusen an

der Sieg angenommen. Für

die bedrohten Flugsäuger

wurden 8 Quartiere beschafft,

darunter 5 Stck. (Fa. Hasselfeldt-Naturschutz)

und 3

Eigenbauten aus Holzbeton.

Im Rahmen der Uferreinigung

wurden sie an unseren Vereinsgewässern

zusammen

mit zehn selbstgebauten Vogelnistkästen

an geeigneten

Plätzen installiert. Nach den

Bruthilfen für unsere heimischen

Singvögel ist das

Fledermausprojekt unter der

Fischschutz Aktuell

Leitung des Jugendwartes

Martin Schumacher, ein weiterer

Meilenstein in der nachhaltigen

Umwelterziehung

unseres Nachwuchses. Den

Abschluss fand die Veranstaltung

bei einem gemütlichen

Beisammensein in unserem

schönen Vereinshaus, wo die

Helferinnen und Helfer wieder

für ihr Engagement mit deftigen

Hämmchen belohnt wurden.

Die wurden traditionell

vom Vorsitzenden des Mühlengrabenzweckverbandes

Horst Janoschek gesponsert.

Wir können mit Fug und Recht

stolz darauf sein, dass unser

über dreißigjähriges Engagement

für saubere Siegufer ein

gelungenes Vorbild für andere

ist. Besonders stolz können

wir aber auf unsere Jugend

sein, die immer zahlreich an

der Uferreinigung teilnimmt.

Das ist Umwelterziehung, wie

sie im Buche steht und daran

sieht man wieder deutlich,

dass die die besten Umweltschützer

sind, die auch den

Nutzen einer sauberen Natur

Die Jugendgruppe mit íhren selbstgebauten Nistkästen, Helfern

sowie Jugendwart Martin Schumacher (1. v. r.)


zu schätzen wissen. Natur in

ihrer Ursprünglichkeit genießen

zu wollen, ist die größte

Triebfeder für Nachhaltigkeit

und umweltbewusstes Handeln.

Das Resümee der 31.

Uferreinigung: Die Container

und Müllsäcke wurden wieder

voll. Die Gedanken- und

Fleißige Mitglieder unseres Vereins bei der Arbeit

Achtlosigkeit unserer Mitbürger

kennt kaum Grenzen, sie

werden in den kommenden

Monaten bei ihren Grillfesten

und Partys an der Sieg oder

beim kostenlosen Entsorgen

ihres Sperrmülls wieder dafür

sorgen, dass es im nächsten

Jahr reichlich für uns zu tun

report

gibt. All denen, die es dieses

Jahr nicht geschafft haben,

an der Uferreinigung teilzunehmen,

rufen wir zu, dass

sie herzlich willkommen sind.

Seien Sie auch Vorbild und

stellen Sie selber fest, dass

es ein gutes Gefühl ist, als

leuchtendes Beispiel voran

gegangen zu sein.

Jedes Jahr das gleiche Bild. Eine Abnahme der jährlichen Müllflut ist nicht erkennbar.

Ohne das große Engagement unserer Mitglieder bei der Uferreinigung wäre es um den Zustand

unserer Vereinsgewässer schlecht bestellt.

Fischschutz Aktuell


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Fischschutz Aktuell

Harmonischer Jahrestreff

in Kaldauen

Mitgliederversammlung vom 2 . März 20 3

Wenn die Mitglieder der Meinung

sind, dass alles gut geregelt

ist im Verein und alles

seinen korrekten Weg geht,

also keine kontroversen Wortgefechte

bei der Mitgliederversammlung

zu erwarten

sind oder sarkastisch ausgedrückt,

der „Unterhaltungswert“

in Grenzen zu bleiben

verspricht, ist die Zahl der

Teilnehmer (leider) manches

mal mäßig.

Wie gut alles im 103 Jahre

alten Fischschutzverein Siegburg

geregelt ist, erfuhren

dann auch nur fünfundsiebzig

von achthundert Mitgliedern,

die an dem Tag persönlich im

Kaldauer Hof in Siegburg-Kaldauen

erschienen waren.

Vorsitzender Hubert Linden

begrüßte zu Beginn die Ehrenmitglieder

Hugo Henseler,

Manfred Böhm, Christfried

Petzold und Horst Bein und

bedankte sich für deren Erscheinen.

Ehrenmitglied Wilhelm

Fettweiß, ein halbes

Jahrhundert lang vorbildlicher

Geschäftsführer der Sieg Fischerei-Genossenschaft,

der

Harmonisch verlief die Mitgliederversammlung des Fischschutzvereins Siegburg

1910 e.V. in den Räumlichkeiten des Restaurants "Kaldauer Hof"

durch seine hochkorrekte

und qualitativ auf oberstem

Niveau angesiedelte Arbeit

die Genossenschaft zu hohem

Ansehen führte, hatte

sich in einem persönlichen

Brief an Vorsitzenden Hubert

Linden für seine Abwesenheit

entschuldigt, da er sich auf

Urlaubsreise befinde. In dem

Brief hatte er sein Bedauern

über sein Fernbleiben zum

Ausdruck gebracht und betont,

wie sehr ihm der große

Fischschutzverein, dem er

seit 62 Jahren angehört, am

Herzen liegt und wie sehr er

die Arbeit des Fischschutzvereins

und die der Vereinsführung

zu schätzen weiß.

Ebenfalls herzlich wurde der

Bezirksvorsitzende und Kreisfischereiberater

Helmut Thiery

begrüßt und Hubert Linden

versicherte ihm die Unterstützung

des größten und

ältesten Bezirksvereins und

stellte fest, dass er die neue

Qualität des neuen Fischereiberaters

bereits erkannt

habe. Er zeigte sich sicher,

dass diese Tatsache auch in

den übrigen Vereinen alsbald

erkannt werde. Helmut Thiery


überbrachte die Grüße des

Bezirks Sieg im Rheinischen

Fischereiverband und gab einen

Ausblick auf das im Bau

befindliche „Wildlachszentrum

Rhein-Sieg“ an dessen

Entstehen auch unser Vorsitzender

großen Anteil hat. Das

Wildlachszentrum, das auf

dem Gelände der Trinkwasseraufbereitung

des Wahnbachtalsperrenverbandes

in

Siegburg-Siegelsknippen entsteht,

ist eine Gemeinschaftsleistung

unseres Rheinischen

Fischereiverbandes von 1880

e. V., der Stiftung Wasserlauf,

des Landes NRW, der europäischen

Fischereiförderung,

der Fischereivereine unseres

Bezirks und der Sieg Fischerei

– Genossenschaft. Der

größte Vereinsanteil, der in

der Zustiftung der hiesigen Fischereivereine

in Höhe von €

108.000,- steckt, stammt vom

Fischschutzverein Siegburg,

der aufgrund seiner Größe, im

Grunde bei allen solchen Förderprogrammen

der Fischerei

an unserer Sieg, den größten

Hubert Linden (1. v. l.) überreicht dem Jugendwart Martin Schumacher

(Mitte) für seine erfolgreiche Arbeit die silberne Vereinsnadel

report

Bezirksvorsitzende und Kreisfischereiberater Helmut Thiery gab einen Ausblick

auf das im Bau befindliche „Wildlachszentrum Rhein-Sieg“ , das auf dem

Gelände der Trinkwasseraufbereitung des Wahnbachtalsperrenverbandes in

Siegburg-Siegelsknippen entsteht

Anteil hat. Weiter berichtete

Helmut Thiery über den Planungsfortgang

des Infozentrums

einschl. Verbandsgeschäftsstelle,

das neben dem

Vereinshaus unseres Vereins

an der Wahnbachtalstraße

alsbald entstehen soll. Unser

Verein hatte sich bei der Stadt

Siegburg sehr für diesen

Standort für die Verbandszentrale

eingesetzt.

Zu Beginn der Versammlung

gedachten die Erschienenen

mit einer Schweigeminute

den verstorbenen Mitgliedern

- Arthur Spang

- Carlheinz Galuschka

- Josef Pelzl

- Werner Räder

- Ehrenmitglied

Günter Märtens

Fischschutz Aktuell


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Für 40 Jahre treue und rührige Mitgliedschaft im Fischschutzverein

wird Heinz Reuter ausgezeichnet. (Mitte)

- Adolf Weber

- Dagmar Keller

- Bruno Engeländer

- Günter Bargel und

- Dr. Dieter Berns

Wie gut alles im Fischschutzverein

Siegburg geregelt ist,

wurde in aufschlussreichen

PowerPoint-Präsentationen

verschiedener Vorstandmitglieder

zum Ausdruck

gebracht. Für den urlaubsbedingt

abwesenden stellv.

Vorsitzenden Klaus Weisser

präsentierte stellv. Vors. Michael

Nagel die Arbeit des Redakteurs

unserer Vereinszeitschrift

Fischschutz Aktuell“,

die bereits im 20. Jahrgang

erscheint und die Öffentlichkeitsarbeit,

die ebenfalls von

Klaus Weisser geleitet wird.

Bei seinem Bericht über den

Internetauftritt des Vereins

erhielt Marcus Otto viel Lob

Fischschutz Aktuell

für die neu gestaltete Website

und die immerwährende Aktualität.

Stellv. Gewässerwart Jochen

Quabeck berichtete

hochqualifiziert und sehr

informatorisch über die chemisch-mineralogischeGewässeruntersuchung

und

konnte zufriedenstellende

Laborwerte unterbreiten.

Der kürzlich erfolgte zweite

Durchstich von der Sieg zum

Mülldorfer Altarm habe auch

dort die Wasserqualität sehr

verbessert, allerdings wird

die Bezirksregierung, der für

die Maßnahme sehr gedankt

wird, aufgefordert, die teilweise

wieder erfolgte Zuschwemmung

vorläufig noch hin

und wieder zu beseitigen, bis

neue entstandene Ufervegetation

die verbesserten Verhältnisse

auf natürliche Weise

stabilisiert. Jochen Quabeck

sprach auch die Welsproblematik

an, denn dieser gefräßige

Großfisch erobert auch

die Sieg mehr und mehr. Über

250 kg dieser Fischart wurden

allein durch Angler des

Fischschutzvereins entnommen.

Darin dürfe nicht nach-

Bereits 50 Jahre im Fischschutzverein Siegburg

sind Florian Lindner (2. v. l.) und Manfred Winterscheid (2. v. r.)


gelassen werden, schließlich

gebe es kein gesetzliches

Mindestmaß für den Wels

mehr und diese Fische versprechen

zubereitet in jeder

Größe einen kulinarischen

Hochgenuss. Der Fang und

die Entnahme von rund 2.100

kg Fisch im Jahr 2012 aus der

Sieg, werde mit großer Wahrscheinlichkeit,

wie in den

Jahren zuvor, mehr ausmachen

als die Fangergebnisse

aller anderen Siegvereine

zusammengenommen. Nahezu

600 kg Fischertrag aus

dem Allner See sei ebenfalls

ein sehr zufriedenstellender

Wert. Ursächlich für diese guten

Fangergebnisse seien die

Hege der Fischbestände und

der jährliche Fischbesatz, der

die natürliche Reproduktion

zusätzlich wirkungsvoll unterstützt

und den sich der Verein

regelmäßig soviel kosten

lässt wie sonst niemand in der

Region,.

Michael Nagel berichtete,

dass der Verein das

NRW-Edelkrebsprojekt aktiv

unterstützt und speziell

ausgebildete Fischschutzvereinsmitglieder

bald damit

beginnen würden, in der Sieg

und im Allner See nach den

invasiven Krebsarten wie dem

amerikanischen Signalkrebs

zu forschen, der durch sein

Überhandnehmen in unseren

Gewässern und die durch ihn

report

9

Das NRW- Edelkrebsprojekt wird aktiv unter der Leitung des stellv. Vors.

Michael Nagel vom Fischschutzverein Siegburg untertsützt

eingeschleppte Krebspest

unseren europäischen Edelkrebs

und den ebenfalls einheimischen

Steinkrebs stark

gefährde.

Chef der Fischereiaufsicht

Achim Zank erläuterte seine

Arbeit und die seiner sechs

Kollegen im Fischschutzverein,

die unser Recht beschützen

und immer ein waches

Auge auf den Schutz unserer

Gewässer haben.

Martin Schumacher berichtete

über die Jugendarbeit im

Verein und dankte seien Mitstreitern

und den helfenden

Vätern und Großvätern. Die

Jugend erlerne nicht nur das

Angeln sondern auch Naturverständnis

für alle freilebenden

Arten. Das komme auch

im Bau und der Pflege zahlreicher

Vogelnistkästen und

speziell aufgehängter Kästen

für Fledermäuse zum Ausdruck.

Höhepunkt im abgelaufenen

Jahr war eine Fahrt

über ein Sommerwochenende

zu einem Fischereiverein

bei Darmstadt, der allen

Teilnehmern viel Freude und

auch anglerischen Erfolg an

den dortigen Gewässern beschert

hatte.

Vorsitzender Hubert Linden

bezeichnete die Arbeit in

einem deutlich verjüngten

Vorstand als sehr angenehm

und zollte allen Mitwirkenden

hohes Lob für engagierte Arbeit.

In diesem Team kenne

ein jeder seine Aufgabe und

jeder erledige diese völlig

selbständig und unaufgefordert

und das Zusammenwirken

bei Gemeinschaftsarbeiten

wie Fischbesatz,

Gewässerpflege und Vereinshausinstandhaltung

sei

Fischschutz Aktuell


eport

20

wirklich vorbildlich. Auch er

bestätigte zufriedenstellende

Fischerträge, kritisierte aber

das nordrhein-westfälische

Kormoranmanagement. Die

in Europa überhand nehmende

Vogelart, die sich

ausschließlich von Fischen

ernährt, bringt manche Fischart

an den Rand der Existenz.

Es sei wohl geradezu irrwitzig,

wenn das Wanderfischprogramm

NRW unterstützt

durch die Anglerschaft bei der

Wiedereinbürgerung des Atlantischen

Lachses im Rhein-

und Siegsystem in großer

Zahl Lachssmolts von ca. 20

cm Länge in die Sieg einsetzt,

die aber zum großen Teil von

Kormoranen gleich wieder

aufgefressen werden, bevor

sie ihre Reise in den Nordatlantik

überhaupt antreten

können. Weiterhin berichtete

er, dass bereits seit Dezember

zahlreiche Kormorane

vor dem Buisdorfer Wehr, die

sich dort versammelnden,

unter Naturschutz stehenden

Neunaugen auffressen. Es

sei ihm nicht erklärlich wie

Vogelschützer und bestimmte

Politiker nicht begriffen, dass

solche Querbauwerke, die

es fast noch in allen Flüssen

in NRW gebe, schlecht für

Fische und extrem gut für

Kormorane sind. Er forderte

die Politik auf, dafür zu sorgen,

dass durch Menschen

Fischschutz Aktuell

erbaute Hindernisse für wandernde

Fische, mindestens

auch menschliches Korrigieren

nach sich ziehen müssten.

An solchen Querbauwerken

werde auch in NRW noch

elektrischer Strom erzeugt,

obwohl in den Turbinen tausende

Fische, am erster Stelle

die hochgefährdeten Aale

förmlich zerstückelt würden.

Er zeigte erschütternde Bilder

hierzu und äußerte sein Unverständnis,

dass die Politik in

NRW an solcher Technik festhalte,

insbesondere vor der

Tatsache dass nur 0,4 % des

Stromes in NRW aus solchen

Minikraftwerken komme.

Die Kassenführung im Fischschutzverein

erwies sich einmal

mehr als sehr sparsam,

was auch die Kassenprüferinnen

Marianne Engeländer

und Elisabeth Thiery in ihrem

Bericht bestätigten. Dem

Antrag der Kassenprüfung

folgend, wurde der Vorstand

einschließlich der neuen Geschäftsführerin

Mariette Höck

einstimmig entlastet. Leider,

so bemerkte der Vorsitzende,

hatten aber zahlreiche Mitglieder

die Zahlungsaufforderung,

die erstmals mit der

Vereinszeitung Fischschutz

Aktuell versandt worden war,

nicht gleich bemerkt. Hierdurch

ging ein Großteil der

Mitgliedsbeiträge erst im neuen

Geschäftsjahr 2013 ein.

Weiter berichtete der Vorsitzende,

habe der verdiente

Geschäftsführer Hubert

Frielingsdorf mit Ablauf September

2012 seine Arbeit

altersbedingt an Mariette

Höck weitergegeben, die sich

bereits sehr gut einarbeitet

habe.

Wie in jedem Jahr waren

auch wieder Mitglieder für

ihre langjährige Zugehörigkeit

zum Verein auszuzeichnen

und erhielten silberne und

goldene Vereinsnadeln für

zwanzig und dreißigjährige

Vereinsmitgliedschaft sowie

eine Ehrengabe für vierzig-

und einen Zinnteller für fünfzigjährige

Mitgliedschaft. S.

hierzu „Verdiente Vereinsmitglieder…“

im Heft 1-2013 S.

25).

Nach zwei Stunden informativer

Berichte und Rechenschaftslegung

durch den Vorstand

über das Wirtschaftsjahr

2013 und beschlossenem

Haushaltsplan für das Jahr

2014 und sehr harmonischem

Versammlungsverlauf verabschiedete

der Vorsitzende

die Vereinsmitglieder und

wünschte allen viel Petri Heil

an den Vereinsgewässern im

Jahr 2013.


Von uns gegangen sind

Dr. Dieter Berns

* 24.02.1965 † 15.03.2013

Günter Bargel

* 05.01.1942 † 13.03.2013

Bruno Engeländer

* 06.10.1936 † 18.02.2013

Keller Dagmar

* 30.09.1950 † 30.12.2012

unter uns

2

Fischschutz Aktuell


eport

22

Am Mittwoch 03.04.2013 war

es wieder soweit, wir haben

unseren Glasaalbesatz an der

Sieg durchgeführt. Dieser Besatz

ist von großer Bedeutung

für unsere Sieg denn die Aalbestände

sind in den letzten

30 Jahren sehr stark zurück

gegangen. Das Abfischen

der Glasaale für den Export

nach Asien, sowie der immer

stärker werdende Kormoranbestand

und letztlich, die ach

so „grüne Wasserkraft“ tragen

ihren Anteil dazu bei, dass

wir gezwungen sind, diesen

so faszinierenden Fisch zu

besetzen. Auch wenn die EU

mittlerweile den Export der

Glasaale verboten hat, so ist

der angerichtete Schaden

einer Katastrophe gleich zu

setzen und wenn überhaupt

nur extrem langwierig zu beheben.

Der Fischschutzverein

Siegburg hat diese Entwicklung

schon sehr früh erkannt

und wieder Aalbesatz eingeführt.

Dass der Kormoran ein

sehr großer Fischräuber ist

und in der Menge, in welcher

er mittlerweile anzutreffen ist,

Schaden an unserem Fischbestand

anrichtet, sollte eigentlich

jedem beswusst sein.

Davon ist nicht nur der Aal

Fischschutz Aktuell

Glasaalbesatz an der Sieg

betroffen, sondern jede andere

Fischart auch. Die Wasserkraft

die einen Gesamtanteil

von nur ca. 0,4% !!! des in

NRW produzierten Stroms

ausmacht, richtet einen großen

Schaden bei jedem Fisch

an, der ein Wasserkraftwerk

passieren will oder muss.

Aale, Lachse und andere

Wanderfische sowie Rundmäuler

sind chancenlos und

werden praktisch gehäckselt

wenn sie durch die Turbienenröhren

schwimmen müssen.

In unseren Augen ist die

Stromgewinnung durch Wasserkraft

absolut nicht mehr

tragbar, dürfte nicht mehr als

Ökostromgewinnung geför-

Glasaale - fertig für den Besatz

dert werden und sollte letztendlich

sogar komplett abgeschafft

werden. Wasserkraft

produziert keinen grünen

Strom, sondern roten Strom.

All diese Faktoren tragen

dazu bei dass der Aalbesatz

zwingend notwenig ist.


Herzlichen Glückwunsch!

Allen unseren Mitgliedern,

die in der Zeit von Juni bis

September ihren Geburtstag

feiern, wünschen der Vereinsvorstand

und die Redaktion

von FISCHSCHUTZ AKTU-

ELL alles Gute im neuen

Lebensjahr, gute Gesundheit

und viel Petri Heil. Besonders

gratulieren wir unseren Senioren

und den Mitgliedern mit

„runden“ Geburtstagen:

unter uns

85 Jahre

Ferdinand Bücher wird 85

Ferdinand Bücher

53721 Siegburg

26. Juni

Hans Becker feiert

seinen 84. Geburtstag

91 Jahre

82 Jahre

Kurt Ruth

Hans Günther Kaltenpoth Ernst Eick

53721 Siegburg

53604 Bad Honnef

53721 Siegburg

29. September

03. August

27. September

84 Jahre

Hans Becker

53757 Sankt Augustin

12. August

Theo Günther

53721 Siegburg

05. September

83 Jahre

Hans Schulz

53757 Sankt Augustin

Ernst Eick wird 82

15. Juli

Hans Ottersbach wird 77

23

Fischschutz Aktuell


unter uns

2

Hermann Spangenberg wird 70

81 Jahre

Willi Opel

53639 Königswinter

13. Juli

80 Jahre

Konrad Eichner

53773 Hennef

08. September

79 Jahre

Marianne Kleinäspel

53840 Troisdorf

16. Juni

Karl Funken

53797 Lohmar

04. Juli

Herbert Kast

53721 Siegburg

25. September

Fischschutz Aktuell

77 Jahre

Johann Ottersbach

53721 Siegburg

12. Juni

Franz Josef Höhner

53773 Hennef

13. Juni

Albert Knott

53773 Hennef

10. Juli

Josef Mühlenbock

53757 Sankt Augustin

07. August

Ernst Franke

53773 Hennef

15. August

76 Jahre

Robert Schlösser

53229 Bonn

11. August

Rolf Grützenbach

53819 Neunkirchen-S.

19. August

Peter Moers

53127 Bonn

29. August

Franz Josef Klein

53757 Sankt Augustin

29. August

Raimund Bleninger feiert

75. Geburtstag

David Kühn

53757 Sankt Augustin

12. September

75 Jahre

Raimund Bleninger

53721 Siegburg

19. Juni

Gertrud Barion

53332 Bornheim

01. Juli

Manfred Nurna

53797 Lohmar 1

23. August

Edmund Seif

53721 Siegburg

28. August


Hans-Joachim Guld feiert

seinen 50.. Geburtstag

70 Jahre

Hermann Spangenberg

53639 Königswinter

03. Juni

Günter Doliwa

53721 Siegburg

13. Juni

Theo Orth

53819 Neunkirchen-S.

12. Juli

Franz-Josef Klein

53567 Limbach-Asbach

13. Juli

Werner Hohmann

53757 Sankt Augustin

27. September

60 Jahre

Rainer Knott

53721 Siegburg

29. Juli

Uwe Hinz

53773 Hennef

01. August

Karl-Heinz Hein

53844 Troisdorf

11. August

Peter Greitsch

53721 Siegburg

20. August

Hubert Roy

53560 Vettelschoss

12. September

50 Jahre

Hans-Joachim Guld

53797 Lohmar

10. Juni

Eugen Schlösser

53639 Königswinter

26. Juni

Frank Maur

53773 Hennef

02. Juli

Peter Beck

53721 Siegburg

22. Juli

Klaus Klein-Heßling

53797 Lohmar

16. September

unter uns

2

Fischschutz Aktuell


eport

2

Wandervögel sangen im Vereinshaus

Fischschutz Aktuell

Mitglied Peter Moers und die Rabenklaue Bonn

von Hubert Linden

Die Pflege und den Erhalt

des Bündischen Liedgutes

haben sich Peter Moers und

seine Freunde zur Aufgabe

gemacht. Ursprung ist die

Wandervogelbewegung, die

zur Zeit der Weimarer Republik

entstanden ist. Noch

heute gibt es Gruppen in

ganz Deutschland wie die Rabenklaue

Bonn, die von Peter

Moers geleitet wird.

An einem ergangenen Wochenende

im April fand ein

großes Treffen der Wandervögel

aus ganz Deutschland,

unter anderem aus Berlin bei

Peter Moers in Bonn statt.

Bei der Gelegenheit statteten

fünfzehn frohe Sänger und

Gitarristen am Freitagabend,

dem allwöchentlichen Vereinshausabend

einen Besuch

ab.

Eine gute Stunde hörten wir

schmissige Wanderlieder,

gekonnt dargeboten und begleitet

von diversen Gitarren

und einem Akkordeon. Das

erfreute die Angler und Gäste

im Vereinshaus sichtlich und

groß war der Applaus. Besonders

großen Anklang fand ein

Akkordeonsolo mit Gesang,

und wer den Text beherrschte

konnte nach Lust mit einstimmen.

Wir danken Peter Moers für

diese tolle Idee und die Bereicherung

unseres Freitagstreffs.


Termine für das Jahr 20 3

von Michael Nagel

Gerade an warmen Sommerabenden ein erholsamer Ort -

die Terrasse unseres Vereinshauses

termine

Datum / Uhrzeit: Aktion: Ort:

Jeden Freitag

ab 19:00 Uhr

Sonntag, 23. Juni 2013,

08:00 Uhr

Entspannter Wochenausklang

im Vereinshaus:

Freunde und Bekannte

sind willkommen!

An schönen Sommertagen

wird gegrillt!

Traditionelles Vereinsfischen

Im Anschluss gemütliche Einkehr im

Vereinshaus.

Siehe Einladung in diesem Heft.

Der Sommer rückt näher und

auch im Vereinshaus wird einiges

geboten. Jeden Freitag

heißen wir alle Mitglieder und

deren Freunde in unserem

Vereinshaus herzlich willkommen.

Gerade an warmen

Sommerabenden ist unsere

Terrasse ein erholsamer Ort.

Schauen sie doch mal rein

und genießen sie die preiswerten,

gekühlten Getränke

und Speisen. Hier haben sie

die Möglichkeit sich unter

Anglerkollegen auszutauschen,

zum Angeln zu verabreden

oder einfach nur allgemeinen

Smalltalk zu halten.

2

Vereinshaus

Sieg +

Vereinshaus

Fischschutz Aktuell


termine

2

Fischschutz Aktuell

Datum / Uhrzeit: Aktion: Ort:

Samstag, 24.08.2013,

19:00 Uhr

Freitag, 06.09.2013,

ab 19:00 Uhr

Samstag, 22.09.2013 bis

Sonntag, 23.09.2013

Sonntag, 13. Oktober 2013,

10:00 – 12:30 Uhr

Freitag, 18. Oktober 2013

ab 19.00 Uhr

Sonntag, 20. Oktober 2013,

10:00 – 12:30 Uhr

Sonntag, 27. Oktober 2013,

10:00 – 12:30 Uhr

Welsangeln

Wir angeln gemeinsam von 19:00 – 23:30 Uhr.

Anschließend gemütlicher Ausklang

an der A3 Brücke

WM Qualifikation

Deutschland – Österreich

Bitte um Rücksichtnahme!

Kanu-Abfahrtrennen 23.09.2013

Bitte berücksichtigen Sie, dass eventuell auch

am Tag zuvor verstärkt Kanusport zwischen

dem Pegelhaus und dem Siegwehr

betrieben wird

*** BITTE VORMERKEN ***

Von Grönland bis zur Sieg - „Die Kontroll-

und Fangstation für Wanderfische

in Buisdorf“

Stadt Sankt Augustin / Fischschutzverein

Siegburg 1910 e.V

Wandervögel musizieren

im Vereinshaus

Lachsaufstieg in der Sieg

Stadt Siegburg / Fischschutzverein Siegburg

1910 e.V

Lachsaufstieg in der Sieg

Fischschutzverein Siegburg 1910 e.V

A3 Brücke

Sieg

Buisdorf

Vereinshaus

Pegelhaus

bis

Siegbwehr

Siegwehr

Buisdorf

Vereinshaus

Siegwehr

Buisdorf

Siegwehr

Buisdorf


termine

29

Datum / Uhrzeit: Aktion: Ort:

Samstag, 30. November 2013

08:00 Uhr

Geschäftsstelle:

Tel.(02241) 65188

E-Mail: fsv.siegburg@t-online.de

Wir hatten bereits über die

Parksituation am Allner See

berichtet. Die Stadt Hennef

hat dort seit letztem Jahr

Parkautomaten aufgestellt.

Da unsere Vereinsmitglieder

nicht von der Gebührenpflicht

entbunden sind, müssen

Angler dort ein Parkticket

über die entsprechende

Parkdauer lösen. Der Fischschutzverein

Siegburg

1910 e.V. erstattet jedoch

diese Parkgebühren. Dazu

bitte das gelöste Ticket aufbewahren

und bei der Geschäftsstelle

zur Erstattung

einreichen.

Vereinshausinstandhaltungstag und

Pflegeschnittmaßnahmen an

unseren Gewässer

Wichtige Telefonnummern und E-Mail-Adressen

Fam. Gerth Krüger / Vereinshaus:

Tel. (02241) 958831

Hinweis der Geschäftsstelle

Parkgebühren am Allner See

werden nach wie vor erstattet!

Treffpunkt

Vereinshaus

Fischschutz Aktuell


unter uns

30

Angelmüll bitte mitnehmen

und zuhause im Abfall entsorgen!

Immer wieder werden Überbleibsel

von Anglern an unseren

Vereinsgewässern aufgefunden.

Es versteht sich

von selbst, dass jeder Angler

seine Schnurreste, Haken und

ähnlichen Angelmaterialien

nicht am Gewässer zurücklässt,

sondern diese mitnimmt

und zuhause entsprechend

entsorgt. Auch wer derartigen

Angelmüll entdeckt, der von

Fischschutz Aktuell

Derartiger Angelmüll stellt an unseren Gewässern eine Gefahr für Tiere dar

und schadet dem Ansehen eines jeden Anglers

anderen zurückgelassen wurde,

nehme diesen bitte zur

Entsorgung mit. Bitte denkt

immer daran, auch wenn es

nicht der eigene Müll ist, die

Hinterlassenschaften sind

in jedem Fall eine Gefahr für

Tiere, die sich darin verfangen

oder dadurch verletzen

können. Darüber hinaus fällt

derartiger Müll immer auf uns

Angler zurück, ob er nun von

uns Anglern stammte oder

nicht. Daher sollte im Sinne

des Natur- und Umweltschutzes

und des Ansehens

der Angler in der Öffentlichkeit,

jeder handeln, der auf

solche achtlos zurückgelassenen

Angelmaterialien trifft.


Das Glück

am Haken

Der ewige

Traum vom dicken Fisch

Christoph Schwennicke

»Natürlich kann ich mich an

das erste Mal erinnern. Jeder

Mann kann sich an das erste

Mal erinnern. Das erste Mal,

ich war gerade sieben geworden,

tat ich es mit einer zartgrünen

Vollglassteckrute.«

Geistreich und selbstironisch

erzählt der renommierte Journalist

Christoph Schwennicke

von seiner Passion, dem Angeln.

Eine wunderbare und

nicht ganz grätenfreie Allegorie

auf das Leben, die Liebe

und das Glück.

Christoph Schwennicke studierte

Germanistik, Politikwissenschaft

und Journalistik in

Bamberg und besuchte die

Deutsche Journalistenschule

in München. Nach seinem

Studium arbeitete er als freier

Mitarbeiter für verschiedene

Tageszeitungen. Ab 1993 war

er Redakteur, später Bonner

Korrespondent der „Badischen

Zeitung“. 1996 wechselte

er zur „Süddeutschen

Zeitung“, wo er zunächst Korrespondent

der Parlamentsredaktion

in Bonn, dann Korrespondent

in London war.

Buchbesprechung

von Klaus Weisser

Ab 2005 leitete er die Parlamentsredaktion

der „Süddeutschen

Zeitung“ in Berlin und

wechselte schließlich zum

„Spiegel“. Seine Leidenschaft

gehört neben seiner Familie

dem Angeln.

buchtipp

Hardcover

Verlag Droemer

erschienen 20.08.2010

240 Seiten

ISBN: 978-3-426-27518-4

3

Fischschutz Aktuell


uchtipp

32

The Fish & The Fly

Unter dem Titel "The Fish &

The Fly" präsentiert der Naturfilmer

Niels Verstergaard

eine Serie spektakulärer

Film-DVDs über das Fliegenfischen.

Fischschutz Aktuell

Buchbesprechung

von Klaus Weisser

In atemberaubenden Unterwasseraufnahmen

werden

Details des Fliegenfischens,

aber auch der Nahrungsaufnahme

der Fische aufgedeckt.

Vestergaard lässt den Zuschauer

hautnah dabei sein,

wenn der versierte Angelprofi

Morten Øland vor packenden

Kulissen der schönsten Fischgewässer

dieser Erde Großsalmoniden

mit der Fliege

nachstellt.

Jeder Filmteil bietet rund

eine Stunde Spannung,


fantastische Einblicke und

lehrreiche Erfahrungen. Zusätzlich

wird das Binden der

effektivsten Fliegenmuster in

nachvollziehbaren Schritten

erläutert.

Auch wenn der Film in englischer

Sprache mit deutschem

Untertitel gedreht

wurde, der Faszination dieses

Films tut das keinen Abruch.

Schöner kann man Fliegenfischen

nicht zeigen.

The Fish & The Fly 1

Der erste Teil handelt von

der praktischen Fischerei mit

der Trockenfliegen. Zusammen

mit Morten Øland geht

es zu spannenden Gewässern

in Dänemark, Grönland,

Deutschland, Neuseeland und

Lappland in Schweden. Der

Zuschauer erlebt, wie Morten

Øland die zu imitierenden Insekten

findet und die richtige

buchtipp

33

Fliege für die jeweilige Situation

auswählt. Mit der Unterwasserkamera

geht es unter

die Oberfläche, zu Fliegen,

Fisch und Insekten aus einer

völlig neuen Perspektive. Die

Aufnahmen haben mehrere

Jahre gedauert. Das Ergebnis

sind atemberaubende Naturaufnahmen

und lehrreiche

Einblicke in Geheimnisse des

Fliegenfischens mit der Trockefliege.

Fischschutz Aktuell


uchtipp

3

The Fish & The Fly 2

Der zweite Teil der Serie erläutert

Details gängiger Angelsituationen.

Dazu ist Vestergaard

zu den schönsten

Angelgewässern gereist, um

die besten Möglichkeiten für

das Fliegenfischen mit Nymphen

zu finden. Zu sehen sind

Nymphen aus der Nähe in ihrer

natürlichen Umgebung und

das praktische Fliegenfischen

mit den besten Nymphen-Imitationen.

Wie in den anderen

Teilen wurden beim Fischen

Unterwasserkameras in den

Angelgebieten platziert. So

bekommt der Zuschauer

völlig neue Einblicke in das

Leben der Fische. Zu sehen

ist außerdem kreatives und

innovatives Fliegenbinden

auf hohem Niveau. In Nahaufnahmen

wird das Binden

von 10 effektiven Nymphen

demonstriert und wie diese in

der Praxis funktionieren.

Fischschutz Aktuell

The Fish & The Fly 3

Im dritten Teil geht es um

das Trockenfliegenfischen

mit Landinsekten (Terrestrials)

wie Grashüpfer, Käfer,

Schnaken und anderen. Mit

Landinsektimitationen geht

es auf fantastische Fischtouren

durch Dänemark,

Deutschland, Neuseeland

und Lappland in Schweden.

Als Zugabe wird das Binden

von Landinsektenimitationen

in einzelnen Schritten vorgeführt.

The Fish & The Fly 4

Der vierte und letzte Teil

der Filmserie behandelt das

Streamerfischen wie auch

das Fischen mit Fliegen an der

Oberfläche. Gezeigt wird, welche

Nahrung der Streamer eigentlich

zu imitieren versucht

und wie sich unterschiedliche

Fliegen im Einsatz verhalten.

In Unterwasseraufnahmen

sieht man hautnah, wie Forellen

die Streamer nehmen

und wie sie auf die Fliegen reagieren.

Der zugehörige Fliegenbindefilm

zeigt genau, wie

man Streamer und Fliegen für

die Oberfläche bindet.

Die Film-DVDs sind

erhältlich bei:

Wide Open Outdoor Film

Niels Vestergaard • Aastrupvej

28 A • 4850 Stubbekoebing

• Denmark

E-Mail: info@wideopen.dk

www.wideopen.dk


Frühlingszeit ist Maifischzeit

Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz

Nordrhein-Westfalen (LANUV)

report

Ein Aufruf zur Suche nach laichenden Maifischen auf den Kiesbänken des Rheins - Wie es früher einmal war

Mit den ersten warmen Frühlingstagen könnte erstmals wieder eine früher überaus häufige Fischart

in Rhein, Lippe und Sieg zurückkehren: der Maifisch.

Früher galt er im Rhein und seinen Zuflüssen als Frühlingsbote:

Die zum Laichen die Flüsse aufsteigenden heringsartigen Wanderfische versprachen den Fischern

das erste gute Einkommen des Jahres und den Wirts- und Brauhäusern ein gutes Geschäft,

denn sie wurden bis zum Ende des neunzehnten Jahrhunderts zu Hunderttausenden entlang

des Stroms gefangen und läuteten den Wonnemonat Mai ein.

3

Fischschutz Aktuell


eport

3

Noch heute erinnert das Volksfest Maispill in Köln-Poll an diese Zeit.

Ausgestorben und nun wieder da?

Ab 1920 war der Maifisch infolge der rigorosen Überfischung der Bestände, der Wasserverschmutzung

und des Ausbaus der Flüsse verschwunden. Dann aber war die Zeit gekommen,

eine Wiederansiedlung zu starten. Seit dem Jahr 2008 werden jährlich Tausende von Larven des

Maifischs in nordrheinwestfälische und hessische Zuflüsse des Rheins und den Strom selbst

ausgesetzt. Bis jetzt waren es insgesamt rund 8 Millionen.

Gezüchtet werden die Fischchen im Südwesten Frankreichs, wo es noch Bestände des Maifischs

gibt. Mit Hilfe des LIFE / LIFE+ Förderprogramms der EU und Unterstützern in Frankreich, Holland

und Deutschland wurden Zuchttechniken entwickelt und das erste Wiederansiedlungsprojekt dieser

einst in weiten Teilen West- und Mitteleuropas verbreiteten Art begründet.

Die Laichplätze des Maifisches in Rhein, Sieg und Lippe

Als Wanderfische bleiben die jungen Maifische nur wenige Monate in den Flüssen und wandern

bis zum Herbst in die brackigen Mündungsbereiche und später von dort ins Meer. Dort wachsen

sie in etwa 5 Jahren zur Geschlechtsreife heran und versammeln sich dann erneut in den Mündungsbereichen,

um zum Laichen in Schwärmen die Flüsse herauf zu wandern. Da vor 5 Jahren

die ersten rund 500.000 Maifischlarven in Seitengewässern des Rheins ausgewildert wurden,

könnten dieses Jahr die ersten erwachsenen Maifische aus dem Besatzprogramm zum Laichen

in den Rhein zurückkehren. Es bestehen Hoffnungen, dass die ersten Maifische geeignete Stellen

im Bereich der Mittelläufe der Flüsse zum Laichen aufsuchen. Neben kiesigen Abschnitten, wie

sie an den Innenbögen des Rheins vorhanden sind, sind dies zum Beispiel die Unterläufe von

Sieg und Lippe, die von den Maifischen zur Hochzeit genutzt werden.

Warum ist jetzt Hochzeit der Maifische und was kann man davon sehen?

Die Temperaturen der Gewässer haben sich in den letzten Tagen soweit erwärmt, dass die Maifische

bereits wandern. Gelaicht wird ausschließlich in den Abend- und Nachtstunden wenn die

Wassertemperatur mindestens 15°C beträgt. Ungeachtet der Dunkelheit ist das Paarungsritual

der Süßwasserheringe sehr auffällig: Die Fische laichen, in dem sie in´kreisförmigen Bewegungen

an der Oberfläche schwimmen und dabei mit den Schwanzflossen auf die Wasseroberfläche

schlagen. Dies erzeugt ein charakteristisches lautes Platschen, das gut vernehmbar und weithin

hörbar ist. Entsprechende Beobachtungen, Funde von nach dem Laichen typischerweise verendenden

Maifischen sowie Meldungen über Zufallsfänge von Anglern oder Fischern sollten nach

Möglichkeit an das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) oder

die Projektleitung des Maifischprojektes weitergeleitet werden. Nach dem Laichen sterben die

Elterntiere.

Fischschutz Aktuell


unter uns/impressum

3

Impressum:

Herausgeber: Fischschutzverein Siegburg 1910 e.V., Wahnbachtalstraße 13, 53721 Siegburg,

Tel.: 02241 / 65188, Fax: 02241 / 590646,

Bürostunden der Geschäftsstelle: Mittwochs 15.00 bis 18.00 Uhr.

Bankverbindung: VR-Bank Rhein Sieg, BLZ: 370 695 20, Konto-Nr.: 410 330 3015

E-Mail: fsv.siegburg@t-online.de, Internet: http://www.fischschutzverein-siegburg.de

Redaktion: Klaus Weisser, Burgstraße 62, 53757 Sankt Augustin, Tel. 02241 / 315019,

E-Mail: redaktion-fa@web.de

Druck: Kössinger AG , Fruehaufstraße 21 , 84069 Schierling

Anzeigenverwaltung: Fischschutzverein Siegburg 1910 e.V.

Fischschutz Aktuell erscheint dreimal jährlich auf 100% chlorfrei gebleichtem Papier.

Der Bezugspreis ist im Mitgliedsbeitrag enthalten.

Auflage: 950

Fischschutz Aktuell

Bärbel Krüger übernimmt wieder

die Vereinshausökonomie

Seit Anfang März hat Bärbel

Krüger wieder die gastronomische

Vereinshaubetreuung

übernommen.

Als Gisela Heide im Januar

mitteilte, die Vereinshausökonomie

aufgeben zu wollen,

erinnerte sich der Vorstand

an die hervorragende Zeit mit

Bärbel Krüger. Im Jahr 2009

hatte sie ihre Tätigkeit aus

gesundheitlichen Gründen

aufgegeben. Der Vorstand

wusste aber, dass Bärbel die

Aufgabe inzwischen wieder

gern übernehmen würde. So

ist Sie nun wieder an Freitagabenden

und bei unseren

Veranstaltungen für uns da

und auch bei allen privaten

Feierlichkeiten im Vereinshaus

wieder verantwortlich.

Wir konnten an mehreren

Freitagen bereits wieder ihre

leckeren kleinen Gerichte genießen

und freuen uns zum

zweiten Mal auf eine gute Zusammenarbeit

mit ihr.

Seit ersten Mai wohnt Bärbel

Krüger auch wieder im Vereinshaus

und ist nun auch

wieder für alle Vereinshausangelegenheiten

zuständig. Die

Rufnummer der Vereinshausökonomie

und der Anschluss

an der Theke bleibt weiterhin

02241 / 95 88 31.

Bärbel Krüger ist wieder

unsere Vereinshausökonomin


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