DWS Aktienfonds - Skandia Lebensversicherung AG

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DWS Aktienfonds - Skandia Lebensversicherung AG

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Aktienmärkte im Geschäftsjahr

bis zum 30.9.2011

Aktienmärkte unter dem Einfluss der

Schuldenkrise

Von Anfang Oktober 2010 bis zum Juli

2011 stiegen die Kurse an den internationalen

Aktienmärkten zunächst überwiegend

deutlich an, da sich die globale Konjunktur

überraschend gut entwickelte. Im

August/September 2011 spitzte sich die

Schuldenkrise in Euroland jedoch zu und

es kam zu einem Kurssturz an den Börsen.

Die Erwartung eines soliden Wachstums

wich Rezessionsbefürchtungen.

Dies wiederum wurde als notwendig

angesehen, um die hohe Verschuldung

zurückzuführen. Die Saison der Unternehmensberichte

zum zweiten Quartal

2011 vermochte nicht, ein Gegengewicht

zu den negativen Einflüssen zu bilden.

Zudem verfügten die Notenbanken nur

noch über spürbar eingeschränkte Möglichkeiten,

die Wirtschaft zu stimulieren.

Die Leitzinsen beispielsweise lagen vielfach

nahe Null, so dass kaum Zinssenkungsspielraum

bestand. Hoffnungen

auf ein besseres Umfeld gründeten sich

vor allem auf die Sparanstrengungen der

hoch verschuldeten Staaten. Diese waren

im Euroraum maßgebend für Transferzahlungen

aus dem Rettungsschirm,

den Europäische Union und Internationaler

Währungsfonds aufgestockt hatten.

Unterstützung boten Länder wie China

mit ihrem anhaltend kräftigen Wirtschaftswachstum.

Vor diesem Hintergrund

verzeichnete der MSCI World-

Index während der 12 Monate einen

Wertrückgang von 3,8% in US-Dollar

(-3,2% auf Euro-Basis).

Der US-amerikanische Aktienmarkt

legte während der ersten Berichtsjahreshälfte

zunächst deutlich zu. Grund dafür

war eine positive Entwicklung der Unter-

nehmens- und Konjunkturdaten, die sich

im weiteren Verlauf jedoch spürbar abschwächte

und zu einem erneuten Aufkeimen

von Rezessionssorgen führte.

Zur Eintrübung des Marktumfeldes trugen

auch die anhaltenden Diskussionen

um die Staatsverschuldung in den westlichen

Industrienationen bei. In den USA

konnte zwar eine Einigung im Hinblick

auf die Anhebung der Schuldengrenze

erzielt werden. Allerdings veranlasste

die gestiegene Unsicherheit eine der führenden

Ratingagenturen, die Bonitätseinschätzung

der USA herabzustufen.

Zudem wurde durch die Zuspitzung der

Schuldenkrise in Europa eine Beeinträchtigung

der Weltwirtschaft befürchtet.

Ferner hatte die weiterhin angespannte

Situation auf dem amerikanischen Immobilien-

und Arbeitsmarkt einen dämpfenden

Einfluss auf die Kursentwicklung

amerikanischer Aktien. Diese verzeichneten

über das gesamte Berichtsjahr gesehen

– gemessen am S&P 500-Index –

einen Wertzuwachs von 1,1% auf US-

Dollar-Basis (+1,8% in Euro).

Europa zeigte ein zweigeteiltes Bild. In

Deutschland und in den nordeuropäischen

Ländern mit vergleichsweise solider Führung

der öffentlichen Haushalte dominierte

zunächst das erfreuliche konjunkturelle

Umfeld das Klima an den Börsen. Impulse

gingen dabei vom starken Wachstum

in den aufstrebenden Industrieländern

und der sich belebenden Inlandsnachfrage

aus. Hier kam vielen Unternehmen

die hohe internationale Wettbewerbsfähigkeit

zugute. Der drohenden Eskalation

der Verschuldungskrise zum Ende der

Berichtsperiode konnten sich aber auch

diese Märkte nicht entziehen. So ermäßigte

sich der DAX per saldo um 11,7%

Ausgeprägte Kursbewegungen

im 5-Jahres-Zeitraum

140

Deutschland

120

100

80

USA

60

40

Internationale Aktienmärkte im

Geschäftsjahr 2010/2011

Wertentwicklung in %

DAX

STOXX Europe 50

S&P 500

TOPIX

9/06* 9/07 9/08 9/09 9/10 9/11

Aktienindizes: Auf Euro-Basis

STOXX

* 29.9.2006 = 100

Europe 50

S&P 500

TOPIX

STOXX ist eine

eingetragene Marke der

STOXX Ltd. und DAX

DAX

der Deutsche Börse AG

MSCI World

MSCI Emerging

Markets

in Landeswährung

in Euro

Japan

Europa

-11,7

-10,0

1,1

1,8

-6,1

2,7

-3,8

(in US-Dollar)

-3,2

-15,9

(in US-Dollar)

-15,4

-20 -15 -10 -5 0 5 10

Aktienindizes:

Deutschland: DAX – Europa: STOXX Europe 50 –

USA: S&P 500 – Japan: TOPIX – weltweit: MSCI World –

Emerging Markets: MSCI Emerging Markets

auf Euro-Basis. Demgegenüber verzeichneten

die Börsen der hochverschuldeten

Länder Südeuropas mit ihren Wachstumssorgen

bis zum Kurssturz Ende Juli/

Anfang August 2011 – wenn überhaupt –

nur wenig ausgeprägte, vergleichsweise

kurz andauernde Aufwärtsphasen. Daher

waren hier auf den gesamten Berichtszeitraum

bezogen die Kurseinbußen

exorbitant – auch im historischen Vergleich.

Italienische Aktien zum Beispiel

fielen, gemessen am MIB 30, um 24,2%

zurück. Das erklärte zudem das merklich

höhere Minus des EURO STOXX 50-

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