EMPORIUM HAMBURG Nachbesprechung Auktion 64 Edelmetalle ...

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EMPORIUM HAMBURG Nachbesprechung Auktion 64 Edelmetalle ...

EMPORIUM HAMBURG

Nachbesprechung Auktion 64

Edelmetalle und Münzen erfreuen sich nach wie vor einer großen Beliebtheit unter Anlegern

und Sammlern. Dies hat sich in der Auktion 64 vom 11. und 12. November 2010 der Firma

EMPORIUM Hamburg bestätigt. In den zwei Tagen wurden insgesamt 4.500 Münzen,

Medaillen und antike Objekte angeboten und mit großem Erfolg zugeschlagen.

Auf besonders starkes Interesse stießen hierbei die Sammlung preußischer Silbermedaillen,

die Medaillen auf Moltke, die Goldmünzen aus Polen, die Spatenmünzen und das

Messergeld aus China sowie die Sammlung norddeutscher und skandinavischer Münzen,

insbesondere aus Dänemark, Schweden, Schleswig-Holstein und Hamburg. Auf diesen

Gebieten, die teilweise komplett verkauft wurden, lagen die Zuschläge regelmäßig weit über

den gewohnt fair gestalteten Ausrufpreisen.

Die größten Überraschungen brachten die chinesischen Münzen, die, wie schon in den

beiden vorangegangenen Auktionen, stark vorbeboten waren und erst nach intensiven

Bietergefechten im Saal den neuen Besitzern zugeschlagen werden konnten. Beispiele

hierfür finden sich bei Nr.1020, einer rundfüßigen Spatenmünze zu 1 Liang (um 300 v.Chr.),

die bei einer Taxe von Euro 230,- erst bei Euro 1.000,- zugeschlagen wurde, die Nr.1047 bis

1049, großes Messergeld der Chou-Dynastie (1122-255 v.Chr.), geschätzt zu Euro 300,-,

zugeschlagen zwischen Euro 1.300,- bis Euro 1.800,-, sowie die Nr.1061, Hohlstiel-

Spatenmünze der Chou-Dynastie, Schätzpreis Euro 550,-, Zuschlag Euro 2.700,- und

Nr.1059, großes Messergeld aus der Zeit von 650-500 v.Chr., die mit Euro 800,- geschätzt,

erst bei Euro 11.000,- verkauft werden konnte. Die Zuschläge erhielten sowohl deutsche

Bieter im Saal als auch internationale Interessenten aus Nordamerika und China.

Die unter Nr.1.651 bis 1.691 angebotenen modernen Goldmünzen aus Polen konnten bis auf

wenige Rücklose komplett versteigert werden, wobei die Restanten Nr.1.689 bis 1.691

bereits im laufenden Nachverlauf verkauft wurden. Die höchsten Zuschläge erhielten hierbei

Nr.1.677, 200 Zlotych 1996 (Henryk Sienkiewicz), Schätzpreis Euro 600,-, Zuschlag Euro

1.800,- sowie Nr.1.686, 200 Zlotych 2000 (1000 Jahre Gnesener Übereinkunft), Schätzpreis

Euro 1.250,-, Zuschlag Euro 1.850,-.

Als überragend erwies sich das Interesse an den großen Silbermedaillen wie der Nr.2.192,

einer seltenen Silbermedaille von Schwenzer auf den preußischen Generalfeldmarschall

Helmut von Moltke, Aufl.40 Stück, Schätzpreis Euro 450,-, Zuschlag Euro 2.500,-. Die

preußischen Medaillen auf die Krönung Friedrichs I. aus dem Jahr 1701, Nr.2.546 bis 2.548,

wurden alle über Schätzpreis zugeschlagen, Nr.2.547 und 2.548 brachten je Euro 1.150,-.

Letztendlich konnten aus dem Angebot fast alle Stücke verkauft werden. Die intensivsten

Bietergefechte entbrannten u.a. um die Nr.2.677, eine Silbermedaille auf Wilhelm II. als

offizielle Ehrengabe der Kaiserin und Königin Augusta(!) Victoria. Dieses Exemplar wurde

wegen des falschen Namens nicht als Ehrengabe verwendet und wechselte bei einem

Schätzpreis von Euro 150,- erst bei Euro 1.900,- den Besitzer. Gleiches geschah nach dem

Ausruf der Nr.2.704, einer Zinnmedaille von 1895 auf die Einweihung der Gnadenkirche in

Berlin. Diese seltene Medaille zeigt auf der Vorderseite das Brustbild der Kaiserin Auguste

Victoria und auf der Rückseite die Kaiserin als Ordensschwester und den Kaiser als Ritter,

die kniend das Kirchenmodell halten. Die Gebote schossen vom Schätzpreis von Euro 100,-

Emporium Hamburg Nachbericht 64. Auktion 1/2


schnell auf den Zuschlagspreis von Euro 2.200,-. Doch auch die preußischen Goldmünzen

fanden Käufer. So wurde die vorzüglich erhaltene Nr.2.537, Georg Wilhelm, 2 Dukaten 1638,

geprägt in Cölln, für Euro 5.700,- einer neuen Sammlung zugeführt.

Im Anschluss an die große Norddeutschland Sammlung, die kürzlich von einem

bedeutenden deutschen Auktionshaus versteigert wurde, traf auch die Sammlung von

EMPORIUM Hamburg auf starke Neugier bei Sammlern und Händlern. Die Münzen aus

Schleswig-Holstein, einer alten Sammlung entstammend, reichten zeitlich von den Pfennigen

des Harald Blauzahn (940-985) und Hardeknut (1035-1042) bis zum Beginn des

Kaiserreichs 1871. Die Sammlung konnte bis auf wenige Restlose für den Nachverkauf mit

guten Zuschlägen veräußert werden, wobei schon die frühen wikingerzeitlichen Pfennige aus

Haithabu (Nr.3.258-3.261) sehr begehrt waren und bei einer Taxe von Euro 350,- bis 500,-

zwischen Euro 550,- bis Euro 1.100,- zugeschlagen wurden. Auch die kleine Serie der

Speciestaler aus Glückstadt von Christian IV. von Dänemark (Nr.3.282-3.286) konnte

vollständig verkauft werden. Die Zuschläge lagen zumeist deutlich über den Schätzpreisen.

Der Dukat Nr.3.299 aus dem Jahr 1682, ebenfalls in Glückstadt geprägt, war mit Euro

2.500,- ausgepreist, er erreichte Euro 5.100,-. Die nur in wenigen Exemplaren angefertigte

Probe des 2/3 Talers 1799 des Stempelschneiders Milton in London (Nr.3.341) wurde bei

Euro 2.400,- zugeschlagen. Auch die Taler des 17. Jahrhunderts erfreuten sich großer

Beliebtheit und konnten fast vollständig zugeschlagen werden, z.B. Nr.3.411-3.425 aus

Schleswig-Holstein-Gottorp. Gleiches gilt für die Dukaten und Doppeldukaten aus Hamburg

(Nr.2.828-2.832; 3.671-3.679) und Lübeck (Nr.2.964-2.968) aus dem 18. und 19.

Jahrhundert.

Das Ergebnis der 64. Auktion der Firma EMPORIUM Hamburg kann als überaus erfolgreich

bezeichnet werden. Der Nachverkauf der nicht zugeschlagenen Lose läuft derzeit sehr rege,

so dass sich auch für die letzten Münzen und Medaillen der Preußen- und aus der

Schleswig-Holstein-Sammlung schnell Käufer finden werden.

Schauen Sie in die Ergebnisliste, die auch auf unserer Homepage zu finden ist und rufen Sie

an, um die Verfügbarkeit gewünschter Lose zu prüfen bevor sie verkauft sind!

Emporium Hamburg Nachbericht 64. Auktion 2/2

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