Arbeitsbelastungen bei Zahnärzten in niedergelassener Praxis - Spitta

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Arbeitsbelastungen bei Zahnärzten in niedergelassener Praxis - Spitta

Arbeitsbelastungen bei Zahnärzten in niedergelassener Praxis: Stress, Rücken- und Hautprobleme

Einleitung

Zahnärzte sind heutzutage einer stärkeren Stressbelastung ausgesetzt als noch in den 80er Jahren, wie nun

eine Studie des IDZ zu den Arbeitsbelastungen bei Zahnärzten in niedergelassener Praxis zeigt. Außerdem ist

ihr Beruf mit einer hohen Wirbelsäulenbelastung und einem hohen Risiko für Berufsdermatosen verbunden.

Diese gesundheitlichen Beeinträchtigungen stehen im Zusammenhang mit dem subjektiven Stressempfinden

des Zahnarztes. Je gestresster sich ein Zahnarzt fühlt, desto eher hat er Rückenschmerzen oder Hautprobleme.

Trotz der gestiegenen Belastungen arbeiten die meisten Zahnärzte gerne in ihrem Beruf. Dies verdanken sie

u. a. ihren intakten Stressbewältigungstrategien. Denn: Wer seinen Stress in der Freizeit oder durch eine

positive Geisteshaltung kompensieren kann, fühlt sich subjektiv weniger gestresst. Neben den

Vorsorgemaßnahmen für den Rücken und die Haut, sind es gerade diese Bewältigungsstrategien, die

zukünftig im Mittelpunkt der Bestrebungen für den Erhalt der Gesundheit und Leistungsfähigkeit des

Zahnarztes stehen sollten. Lesen Sie im Folgenden eine Zusammenfassung der Studienergebnisse zu

Wirbelsäulenbelastungen, Berufsdermatosen und Stressfaktoren nach.

Das Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ) präsentiert in ihrer Materialienreihe eine arbeitsmedizinische

Forschungsmonographie zu ausgewählten arbeitstypischen Beanspruchungen und Belastungen der

zahnärztlichen Berufsausübung. Im Zentrum der Untersuchung stehen die orthopädische Beanspruchung des

Stütz- und Bewegungsapparates durch die Behandlungstätigkeit, dermatologische Beanspruchungen durch

hygienische Schutzmaßnahmen und psychologische Beanspruchungen durch psychomentale und

psychosoziale Anforderungen des Zahnarztberufes. Neben Ergebnissen für die einzelnen Bereiche, legt diese

Untersuchung auch Werte zu Interdependenzen zwischen den Anforderungsbereichen vor. Ziel der Studie

war es, die verschiedenen Risiken für den gesundheitlichen Zustand des Zahnarztes aufzuzeigen, so dass

dieser rechtzeitig präventive Maßnahmen ergreifen kann. Um so wichtiger erscheint dies für diese

Berufsgruppe, als der Erfolg einer Zahnarztpraxis unmittelbar an die Person des Zahnarztes und seine

Leistungsfähigkeit, die wiederum eng mit seinem Gesundheitszustand korreliert, gekoppelt ist.

Durchführung der Studie

Die Studie wurde als repräsentative Querschnittsstudie mit Hilfe eines vollständig strukturierten Fragebogens

durchgeführt. Die Zielpersonen wurden über eine Stichprobe mit systemischer Zufallsauswahl gezogen, die

(bei der Bruttostichprobe) alle Kammerbereiche zu gleichen Teilen berücksichtigte. In die Auswertung

gingen schließlich 761 ausgefüllte und zurückgesandte Fragebögen von Zahnärzten, die in niedergelassener

Praxis tätig sind, ein. Diese Auswertungsgruppe bestand zu 90% aus Praxisinhabern und zu 10% aus

Vertretern bzw. Assistenten. Diese Nettostichprobe stellt - wie anhand der Auswertung wichtiger

sozialdemographischer Daten festgestellt werden konnte - einen repräsentativen Ausschnitt aus der

Grundgesamtheit der niedergelassenen Zahnärzte dar.

Dank guter Ausgleichstechniken: hohe Berufszufriedenheit trotz erhöhter Stressbelastung und

vermehrter Verwaltungstätigkeiten

Die Antworten der befragten Zahnärzte auf Fragen zu den Stressoren und Stressreaktionen zeigten, dass sie

einer hohen Stressbelastung ausgesetzt sind. So hoben 81% die hohen konzentrativen Anforderungen hervor

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(Antwort 4 auf einer Skala von 1 = "stimmt gar nicht" bis 4 = "stimmt voll und ganz") und 57% sind nach

einem vollen Arbeitstag vollkommen erschöpft. Gegenüber einer vergleichbaren Studie von Micheelis (1984)

zeigte sich, dass der von den Zahnärzten wahrgenommene Stress seit den 80er Jahren angestiegen ist.

Insbesondere zeigt sich dies bei den Werten der konzentrativen Anforderung, der Erschöpfung nach einem

vollen Arbeitstag, der Belastung durch die berufliche Verantwortung sowie durch unvorhergesehene

Zwischenfälle.

Ein Zusammenhang der Stressfaktoren mit anderen Variablen zeigte sich beim Alter; so berichten Zahnärzte,

die über 45 Jahre alt sind etwas häufiger über Stress als jüngere. Ebenfalls eine leichte Korrelation besteht

zwischen wahrgenommener Stressbelastung und Dauer der Praxisführung - eine noch stärkere Korrelation

zeigt die Variable der Dauer der praktischen Tätigkeit nach der Approbation.

Der Stressbelastung wirkt die Nutzung von Coping-Techniken entgegen. Unter diesen versteht man

"Möglichkeiten und Strategien zur Verminderung oder Beseitigung von Stressoren und Stressreaktionen"

(45). Dazu tragen die Fähigkeit zur Entspannung, das Selbstvertrauen, die Offenheit gegenüber anderen, die

innere Ruhe und Lebensfreude bei. Wie die Studie zeigt, können Zahnärzte sehr gut mit Stress umgehen.

Eine der wichtigsten Strategien besteht offenbar in der Nutzung der Freizeit zur Entspannung. Fragen hierzu

wurden zu 69, 78, 80 und 91 Prozent mit der affirmativsten Möglichkeit (=4) beantwortet; so freuen sich

bspw. 91% ganz und gar auf ihre Freizeit. Auch die Bereiche "innere Ruhe" und "Selbstvertrauen" tragen

zum Stress-Coping bei.

Je besser der Zahnarzt Stress bewältigen kann, desto weniger fühlt er sich subjektiv gestresst. Dieser

naheliegende Zusammenhang konnte auch in den Studienergebnissen nachgewiesen werden. Zwischen dem

Coping-Verhalten und der erlebten Stressbelastung zeigte sich eine negative Korrelation. Im Vergleich der

Gesamtwerte dieser beiden Fragenkomplexe ergab sich der hohe Korrelationskoeffizient von r= -.31.

Nicht nur die Behandlungstätigkeit birgt Stressfaktoren, auch die Verwaltungstätigkeit, die mit der Führung

einer Zahnarztpraxis einhergeht, belastet den Zahnarzt. Auf einer Skala zwischen 1 (= "gar nicht") und 10 (=

"sehr stark") lag die durchschnittliche Belastung durch administrative Aufgaben 6,2 - wurde also als höher als

mitteldurchschnittlich angesehen. Der Modus (höchste Konzentration der Antworten) lag sogar auf dem Wert

8.

Trotz der unterschiedlichen, teilweise nachweislich gestiegenen Stressbelastungen, sind die meisten

Zahnärzte mit ihrem Los recht glücklich. 60% der befragten Zahnärzte stuften ihre berufliche Zufriedenheit

mit "zufrieden" ein und 7% sind sogar sehr zufrieden. Die Berufszufriedenheit, so zeigt die Studie auch, ist

von dem subjektiv empfundenen Verwaltungsaufwand (r= -.23), von der wahrgenommenen Stressbelastung

(r= -.33) und von den Strategien zur Stressbewältigung (r= .34) abhängig. Je höher die empfundene

Belastung, desto geringer die Berufszufriedenheit und umgekehrt: je besser die Stressbewältigung

funktioniert, umso höher die Berufszufriedenheit.

Aufgrund dieser Ergebnisse lag der Schluss nahe, der in der Studie bezüglich des Stressverhaltens der

Zahnärzte gezogen wurde: "Dass dennoch [trotz Zunahme der Stressbelastung und vermehrten

Verwaltungsaufgaben] die Berufszufriedenheit insgesamt als hoch bezeichnet werden kann, ist sicherlich

auch auf die besonders ausgeprägten Stressbewältigungsfertigkeiten zurückzuführen ... insbesondere wurde

die Möglichkeiten der aktiven und sportlichen Freizeitgestaltung zur Entspannung und Stressreduktion

genutzt und trugen somit auch zur beruflichen Zufriedenheit bei". (53, 54)

Wirbelsäulenbelastung: Stress fördert Rückenschmerzen

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Die Normalbevölkerung muss als Vergleichmaßstab herangezogen werden, möchte man herausfinden, ob

Zahnärzte aufgrund der bei Behandlungen einzunehmenden ungünstigen Körperhaltungen

überdurchschnittlich stark an Rückenbeschwerden leiden. In der Normalbevölkerung beträgt die

Punktprävalenz von Rückenschmerzen (ausgedrückt als die relative Häufigkeit von Rückenschmerzen zu

einem bestimmten Zeitpunkt) ca. 40% und die Lebenszeitprävalenz ca. 80% (57). Weiterhin gilt, dass Frauen

häufiger betroffen sind als Männer und Rückenschmerzen bis zum 6. Lebensjahrzehnt zu-, danach wieder

abnehmen.

Wie sieht es nun bei den Zahnärzten aus? Die Punktprävalenz der Nacken- und Rückenschmerzen (NRS)

beträgt bei Zahnärztinnen 44,1%, bei Zahnärzten 34,7% und liegt damit im Bevölkerungsdurchschnitt. Die

Jahresprävalenz für NRS liegt bei den Zahnärzten bei 86%; die Hälfte von diesen Befragten gab an, während

einer 4-stündigen Behandlung Schmerzen zu verspüren. Dies führte wiederum bei 22,9% dieser Zahnärzte

während der vergangenen Woche zu einem Behandlungsabbruch. Auf einer Werteskala zwischen 5 und 10

gaben 19,2% der Teilnehmer eine Schmerzintensität von über 5 an, der klinisch eine hohe Schmerzintensität

signalisiert.

In der Berufsausübung fühlten sich 15,8% der Studienteilnehmer beeinträchtigt, 19,1% außerhalb des Berufs.

Die Rückenschmerzen nehmen mit zunehmender Dauer der Berufsausübung zu. So haben 30,8% eine

Punktprävalenz NRS, die weniger als 5 Jahre in einer niedergelassenen Praxis arbeiten, hingegen klagen nach

15 Jahren 43,25% darüber; ähnlich sieht es bei der "Schmerzintensität vergangene Woche größer 5" aus: von

den Zahnärzten, die erst 5 Jahre arbeiten klagen darüber nur 12,5%, während es bei ihren Kollegen, die schon

über 15 Jahre tätig sind 22,6% sind.

Zwischen der Zufriedenheit im Beruf und der Wirbelsäulenbelastung konnte eine Korrelation festgestellt

werden: bei hoher Zufriedenheit lag der Wert für die Wirbelsäulenbelastung niedriger als bei

Unzufriedenheit. Einen Zusammenhang konnte man auch zwischen der Wirbelsäulenbelastung und

Stressoren beobachten. Bei steigender Stressbelastung steigen auch die Werte für NRS an. So betrug die

Punktprävalenz bei stärker gestressten Zahnärzten 44,7%; unter den weniger gestressten hatten nur 30,7%

eine Punktprävalenz für NRS.

Die Autoren der Studie erklären die annähernde Übereinstimmung der Punktprävalenz und der

Schmerzintensität von NRS der befragten Zahnärzten und der Normalbevölkerung mit dem sportlichen

Ausgleich der Zahnärzte. Etwa drei Viertel der Studienteilnehmer treiben im Durchschnitt 4 Stunden Sport

die Woche, was weit über dem Bevölkerungsdurchschnitt liegt. Weiterhin wurde festgestellt, dass das

Empfinden von Schmerz nicht unbedingt mit einer subjektiven Berufsbeeinträchtigung einhergehen muss. So

empfinden nur ca. 42% von den an Schmerzen leidenden Zahnärzten eine Berufsbeeinträchtigung. Bedenkt

man, dass immerhin 69% eine Wochenprävalenz angaben, müssen einige diese Schmerzen als nicht so große

Beeinträchtigung ansehen. Die Studienergebnisse zeigen weiterhin, dass mit der Anzahl der Berufsjahre die

Häufigkeit von NRS steigt, ähnlich wie in der Normalbevölkerung durch steigendes Alter. Ebenfalls ähnlich

wie in der Normalbevölkerung sieht die Korrelation zwischen Stress und NRS aus: Je mehr Stressbelastung,

desto mehr Schmerz und im Umkehrschluss: je erfolgreicher die Stressbewältigung, desto weniger Schmerz.

Einen positiven Effekt können Rückenschulen erwirken, wie drei Viertel derjenigen berichteten, die an einer

solchen Schulung teilgenommen hatten. Keinen eindeutigen Einfluss hingegen hat der Wechsel der

Behandlungspositionen.

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Stärkere Einbindung der Rückenschule ins Studium gefordert

Aus den hier gewonnenen Ergebnissen ziehen die Autoren den Schluss, dass es sinnvoll wäre, bereits im

Studium auf die Bedeutung der "Wirbelsäulenprophylaxe" hinzuweisen. Im Berufsleben sollte der Zahnarzt

diese Kenntnisse in wiederholten Rückenschulungen auffrischen. Da Stress Rückenbeschwerden fördert,

solle dieser möglichst vermieden oder durch geeignete Ausgleichfaktoren abgefedert werden.

Für therapeutische Bemühungen sei die Einsicht bedeutsam, dass nicht jeder wahrgenommene Schmerz

zwangläufig zu einer Berufsbeeinträchtigung führe.

Berufsdermatosen: Handschuhe, Desinfektionsmittel und Händewaschen werden subjektiv als

Ursachen eingestuft

Die Hautbelastung, die der Zahnarztberuf mit sich bringt sind sehr hoch. Insbesondere die Schutzmaßnahmen

des Handschuhtragens, Händewaschens und Desinfizierens beeinträchtigen die Haut, aber auch Kunststoffe

und andere Materialien, die in der Praxis verarbeitet werden, stellen potentielle Irritationsquellen für die Haut

dar.

In der Studie wurde festgestellt, dass 96,5% der Teilnehmer bei der Patientenbehandlung Handschuhe tragen.

Davon tragen 38,7% grundsätzlich Handschuhe, gleich, ob die Behandlung dies erfordert oder nicht.

Ungefähr die Hälfte der handschuhtragenden Zahnärzte verbraucht 7 Paar pro Tag, zwei Drittel dieser

Gruppe sogar mehr als 10 Paar. Mehr als 3 Stunden trugen 57,9% Handschuhe und mehr als 5 Stunden

41,5% und 63,2% der Befragten haben Handschuhe auch schon einmal länger durchgehend als eine Stunde

an.

Ähnlich hoch sieht die Belastung der Haut durch das Händewaschen und Desinfizieren aus: 83,9% waschen

sich mehr als 10-mal pro Tag die Hände, 31% sogar mehr als 30-mal. Desinfiziert wird nicht ganz so häufig:

bei 45,3% mehr als 10-mal pro Tag und nur bei 10,9% mehr als 30-mal pro Tag.

Der Belastung steht die Hautpflege mit Hautschutz- und Pflegepräparaten gegenüber. Zahnärztinnen (97,7%)

pflegen ihre Hände häufiger als ihre männlichen Kollegen (81,2%). Aus den Werten für die Hautbelastung

und den Hautschutz wurde ein Hautbelastungsscore gebildet, der in die Auswertung (s.u.) einging.

Hinsichtlich der Hautprobleme an Händen und Unterarmen ergab sich kein Unterschied zwischen Frauen und

Männern. Durchschnittlich lag sie bei 34,9%. Beeinträchtigt fühlten sich 66,3% der Betroffenen von ihren

Hautveränderungen; am häufigsten diejenigen, bei denen die Hautveränderung ständig besteht.

Der Zeitpunkt des Auftretens lag bei den meisten der von Hautveränderungen Betroffenen nach dem Studium

(ca. 70% gegenüber ca. 20% "seit dem Studium"). Bei drei Viertel derjenigen, die derzeit ständig

Hautprobleme haben, traten diese erst während der praktischen Tätigkeit auf. Ein Viertel von ihnen bekam

schon während des Studiums Probleme während sie vor dem Studium noch beschwerdefrei waren. Die

meisten der Betroffenen führen ihre Beschwerden auf die zahnärztliche Tätigkeit zurück.

Genetische Disposition entscheidend für die Entwicklung von Handekzemen

Bei der Auswertung der Daten zeigte sich, dass die Hautbelastung (nach den erhobenen Scorewerten), die

mit der Behandlungstätigkeit verbunden ist, alleine keine Erklärung für das Auftreten der Hautprobleme sein

kann. Denn es zeigte sich, "dass durch Handekzem Betroffene, statistisch gesehen, keiner höheren

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Hautbelastung unterliegen als Zahnärzte ohne Handekzeme" (88). Entscheidend für das Auftreten der

Hautprobleme sei die atopische Prädisposition, insbesondere atopische Dermatitis, wie aus dem

Datenmaterial abgeleitet werden konnte. Die genetische Disposition sei damit ein entscheidender Faktor für

die Entwicklung von Handekzemen - Händewaschen, Desinfizieren und Handschuhtragen hingegen stellten

Auslösefaktoren dar.

Prophylaxe: Hände pflegen, nicht zu oft waschen und desinfizieren

Die Autoren leiteten aus diesen Erkenntnissen die Forderungen ab, dass während des Studiums auch

Kenntnisse der Prävention und Hautpflege vermittelt werden sollten. Weiterhin solle der Zahnarzt nicht

übertrieben oft die Hände waschen und desinfizieren, da beides zusammen eine besonders hohe Belastung

darstelle. Liege keine Verunreinigung vor, reiche auch die Desinfektion.

Stress und Haut- bzw. Rückenbelastung: Interdependenzen und Bewältigungsstrategien

Der Zusammenhang zwischen Stress und Hautreaktionen fiel statistisch etwas schwächer aus, als die o.g.

Korrelation zwischen Stress und Wirbelsäulenbelastung. Zwischen Haut- und Wirbelsäulenbeschwerden

konnte ebenfalls eine schwache Beziehung entdeckt werden. Somit ist anzunehmen, dass sich Stressoren

gegenseitig beeinflussen. Stress fördert nicht nur Wirbelsäulen- und Hautprobleme, sondern die Autoren

vermuten, dass auch der umgekehrte Effekt bestehen könnte.

Für die Gesundheit und Leistungserhaltung sollte der Zahnarzt individuell alle in Frage kommenden

Stressfaktoren ermitteln, um eine adäquate Stressbewältigung zu starten. Dabei sollte sowohl der

Berufsbereich als auch das private Leben berücksichtigt werden.

Die Publikation "Arbeitsbelastungen bei Zahnärzten in niedergelassener Praxis", in dem die o.g.

Studienergebnisse detailliert ausgeführt werden, ist unter Mitwirkung von Dr. W. Micheelis entstanden. Das

Autorenteam besteht aus Dr. Victor Paul Meyer/IDZ, Köln; PD Dr. Randolf Brehler/Westfälische

Wilhelms-Universität Münster; Prof. Dr. William H.M. Castro/Orthopädisches Forschungsinstitut, Münster;

Prof. Dr. Christian G. Nentwig/Ruhr-Universität, Bochum

Ergebnisse: Gemäßigte Rückenbeschwerden durch Ausgleichssport erklärbar

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