Das Programm 1. Halbjahr 13 als PDF-Download - Tele-Akademie

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Das Programm 1. Halbjahr 13 als PDF-Download - Tele-Akademie

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Mitdenken – Weiterdenken – Mehr Erfahren!

24.02.2013 – 21.07.2013

SWR Fernsehen, sonntags, 8.00 Uhr I 3sat sonntags, 6.45 Uhr (eine Woche später)

24.02.13 Prof. Dr. Giovanni Maio

Therapieziel Dankbarkeit

Über die heilende Kraft der Annahme seiner selbst

3.03.13 Dr. Till Bastian

Krise und Medizin

10.03.13 Prof. Dr. Marcus Schiltenwolf

Schmerz und Medizin

17.03.13 Prof. Dr. Wolfgang Herzog

Droge Arzt

Menschliche Beziehung als Wirkfaktor in der Medizin

24.03.13 Dr. Gunter Frank

Der getriebene Patient

Irrwege der Medizin und des modernen Lifestyles

7.04.13 Prof. Dr. Detlev Ganten

Die Steinzeit steckt uns in den Knochen

Aspekte einer evolutionären Medizin

14.04.13 Prof. Dr. Otfried Höffe

Besonnenheit und Gerechtigkeit

Zur Ressourcenknappheit im Gesundheitswesen

21.04.13 Prof. Dr. Klaus Michael Meyer-Abich

An den Grenzen der naturwissenschaftlichen Medizin

Trägt unser Gesundheitswesen seinen Namen zu Recht?


28.04.13 Prof. Dr. Dietrich von Engelhardt

Gesundheit und Krankheit im Wandel der Kulturgeschichte

5.05.13 Prof. Dr. Karl-Josef Kuschel

Wozu heute noch Religion?

12.05.13 Prof. Dr. Hans Joas

Gesellschaft, Staat und Religion

Ihr Verhältnis in der Sicht der Weltreligionen

26.05.13 Prof. Dr. Rolf Schieder

Die Zukunft der Religion

2.06.13 Prof. Dr. Bernhard Casper

Das Fragen nach Gott und der Gott der Philosophen

9.06.13 Prof. Dr. Paul M. Zulehner

Kirchenenttäuschungen

Ein Plädoyer für Freiheit, Solidarität und den offenen Himmel

16.06.13 Prof. Dr. Helga Kohler-Spiegel

Die große Sprachlosigkeit

Heute der Jugend gegenüber von Gott reden

23.06.13 Prof. Dr. Jörg Splett

Prinzipien gelebter Menschlichkeit

Was heißt »Der Mensch ist Person«?

30.06.13 Prof. Dr. Susan Neiman

Moralische Klarheit

Leitfaden für erwachsene Idealisten

7.07.13 Prof. Dr. Jared M. Diamond

Kollaps

Was wir aus dem Untergang menschlicher Gesellschaften lernen können

14.07.13 Prof. Dr. Jürgen Wertheimer

Kulturen des Dialogs

Sprechen wir dieselbe Sprache?

21.07.13 Prof. Dr. Hans-Georg Gadamer

Die Vielfalt der Sprachen und das Verstehen der Welt

Fortsetzung des Programms voraussichtlich am 15.09. 2013.

Änderungen vorbehalten. Bitte beachten Sie mögliche Änderungen der Sendezeit an Feiertagen.

Fotos: picture-alliance / akg-images, picture-alliance / PhotoAlto, picture-alliance / akg-images / Cameraphoto, picture-alliance, istockphoto / Xavier Arnau, AFP/Getty Images


24.02.13

10.03.13

28.04.13

Prof. Dr. Giovanni Maio

Therapieziel Dankbarkeit

Über die heilende Kraft der Annahme seiner selbst

Die moderne Medizin konzentriert sich aus ihrem naturwissenschaftlichen Erbe heraus

ausschließlich auf die Möglichkeiten einer Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit des

Körpers. Dabei wäre es wichtig, Medizin nicht ausschließlich als Reparaturwerkstatt zu

verstehen, sondern sich auch in einer personalen Weise auf den Patienten einzulassen

und ihm dabei zu helfen, sich in ein gutes Verhältnis zu seinem Kranksein zu setzen.

Vor diesem Hintergrund geht der Vortrag auf die Grenzen der wissenschaftlichen Medizin ein

und stellt die heilende Kraft von Zuwendung und Begegnung in den Mittelpunkt. Begrenztheit,

so Giovanni Maio, kann und soll auch als Chance gesehen werden, sich auf den Kern des

Lebens zu konzentrieren.

Professor Dr. Giovanni Maio ist Direktor des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin

der Universität Freiburg sowie Direktor des Interdisziplinären Ethik-Zentrums Freiburg

Prof. Dr. Marcus Schiltenwolf

Schmerz und Medizin

Menschen mit Schmerzen erwarten medizinische Hilfe. Und die Medizin hat heute für den

Hilfesuchenden eine Vielzahl diagnostischer und therapeutischer Angebote. Dabei haben

unsere Ansprüche an Schmerzbefreiung oder zumindest Schmerzlinderung stark zugenommen,

und im gleichen Maße sind die medizinischen Schmerz-Leistungen angestiegen.

Eine Eskalation der Mittel ist festzustellen, aber der Schmerz bleibt. Spontanverläufe und

andere Bewältigungsmöglichkeiten verschwinden hinter einer allgegenwärtigen Medikalisierung

und dem Anspruch, das Leben müsse frei von Schmerz sein. Fast unbemerkt hat

bei dieser Entwicklung das gesellschaftliche Leiden am Schmerz zugenommen.

Professor Dr. Marcus Schiltenwolf ist Arzt für Orthopädie, Rheumatologie und Unfallchirurgie.

Er leitet den Fachbereich Schmerztherapie an der Universitätsklinik Heidelberg.

Prof. Dr. Dietrich von Engelhardt

Gesundheit und Krankheit im Wandel der Kulturgeschichte

Gesundheit und Krankheit sind Grundphänomene des mensch-lichen Lebens. Sie beziehen

sich auf Natur und Kultur, sind Biologie und Geist.

Die jeweils herrschenden Vorstellungen von Gesundheit und Krankheit wirken sich tiefgreifend

auf die Therapie, auf Einstellung und Verhalten des Arztes, auf den Umgang des

Kranken mit dem eigenen Kranksein und auf die sozialen Reaktionen aus. Was Gesundheit

und Krankheit bedeuten, wird aber auch von den Künsten, der Philosophie und der

Theologie reflektiert. Gerade diese Disziplinen erinnern die Medizin an ihren anthropologischen

Charakter.

Dietrich von Engelhardt führt in diesem Vortrag durch die europäische Kultur- und Medizingeschichte.

Er zeigt die unterschiedlichen Einstellungen zu Gesundheit und Krankheit

in der Antike, im Mittelalter und in der Neuzeit.

Diese Traditionen sind nicht nur Vergangenheit. Sie können auch heute noch die medizinische

Praxis und die sozial-kulturelle Wahrnehmung anregen.

Professor Dr. Dietrich von Engelhardt war von 1983 bis 2007 Direktor des Instituts für

Medizin- und Wissenschaftsgeschichte der Universität Lübeck.


5.05.13

16.06.13

7.07.13

Prof. Dr. Karl-Josef Kuschel

Wozu heute noch Religion?

Nach zwei Jahrhunderten europäischer Aufklärung und Religionskritik haben sich viele

Vorbehalte gegenüber »der Religion« zu Standardargumenten verdichtet. Religion steht

unter dem Illusions-, Vertröstungs- und Regressionsverdacht. Und der weltweite Missbrauch

von Religion zur Rechtfertigung von Fanatismus, Gewalt und Unterdrückung

scheint den Kritikern Recht zu geben. Andererseits ist nicht zu übersehen, dass in vielen

Ländern Asiens, Afrikas und Lateinamerikas Religion für Hunderte Millionen von Menschen

ein lebenswichtiger Faktor geblieben ist.

Der Bedeutungsverlust von Religion in der Moderne ist eine spezifisch europäische Erfahrung,

die nicht auf die Welt als Ganze übertragen werden kann. Ohne Kenntnisse vom Einfluss

der großen Religionen auf das Verhalten von Menschen versteht man die Welt des 3.

Jahrtausends nicht.

Karl-Josef Kuschel plädiert für ein Ernstnehmen des »Faktors Religion« in der Weltgesellschaft

von heute und für den interreligiösen Dialog im Interesse des Weltfriedens.

Professor Dr. Karl-Josef Kuschel lehrt Katholische Theologie an der Universität Tübingen. Er

ist stellvertretender Direktor des Instituts für ökumenische und interreligiöse Forschung.

Prof. Dr. Helga Kohler-Spiegel

Die große Sprachlosigkeit

Heute der Jugend gegenüber von Gott reden

Unsere pluralistische Konsum- und Erlebnisgesellschaft hat sich von früheren Orientierungsinstanzen

und Traditionen immer weiter entfernt. »Jeder ist sich selbst der Nächste«

lautet das moderne Credo. Institutionen, die bisher Halt, verbindliche Werte und Solidarität

vermittelt aber auch gefordert haben, verlieren an Attraktivität, vor allem bei jüngeren

Menschen. Diese Erfahrung machen Parteien und Verbände, ganz besonders aber

die Kirche. Immer mehr Schüler wählen, wenn sie es können, den Religionsunterricht ab.

Trotz gut besuchter Kirchentage hat sich die Kluft zwischen Kirche und Jugend immer

weiter vertieft. Religion wird von vielen jungen Menschen als altmodisch, als »uncool«

empfunden; sie spielt in ihrem Alltag oft überhaupt keine Rolle mehr. Diese Entfremdung

zwischen Kirche und Jugend ist das Thema des Vortrags von Helga Kohler-Spiegel.

Professor Dr. Helga Kohler-Spiegel lehrt seit 1999 Religionspädagogik an der Pädagogischen

Hochschule Vorarlberg in Feldkirch.

Prof. Dr. Jared M. Diamond

Kollaps

Was wir aus dem Untergang menschlicher Gesellschaften lernen können

Es gibt Gesellschaften und Kulturen, die auch nach Tausenden von Jahren noch existieren

und gedeihen. Andere hingegen sind zugrunde gegangen oder völlig verschwunden, wie

die Maya in Zentralamerika, die Wikinger in Grönland oder die Kultur der Osterinseln im

Pazifik.

Welche Faktoren spielen eine Rolle für den Erfolg oder den Untergang einer Gesellschaft?

Warum gelang es manchen Gesellschaften, Probleme erfolgreich zu lösen, die sich für

andere als unlösbar erwiesen? Und welche Schlüsse können wir aus den Schicksalen vergangener

Gesellschaften ziehen, die uns dabei helfen könnten, unsere heutigen Probleme

zu meistern?

Professor Dr. Jared M. Diamond lehrt Geographie an der Universität von Kalifornien in

Los Angeles. Für sein Buch »Arm und Reich« wurde er 1998 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet.


Mitdenken – Weiterdenken – Mehr Erfahren!

Die Tele-Akademie ist ein Angebot für alle interessierten

Menschen, sich mit aktuellen Fragen unserer Zeit

auseinanderzusetzen. Sie vermittelt Denkanstöße und

Wissen mit Tiefgang, anspruchsvoll aber verständlich.

Namhafte Redner aus allen Gebieten der Wissenschaft,

Gesellschaft und Kultur nehmen jede Woche Stellung

zu Themen, die über den Tag hinaus von Bedeutung

sind.

Die Themenschwerpunkte dieses

Programms sind:

• Medizin und Gesundheitswesen

• Religion, Glaube und Werte

• Sprache und Verständigung

Informationen zum Programm und alle Sendungen zum

Anschauen und als Videodownload:

www.tele-akademie.de

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Redaktion Monika Presting

76522 Baden-Baden

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