Die Liechtensteinische Landesbank und ich

llb

Die Liechtensteinische Landesbank und ich

Die Liechtensteinische

Landesbank und ich

� Sympathisch geworden. «Ein Glücksfall! Geschichte und Finanzen sind meine Leidenschaften!» � Besser als ein Reiseführer.

Norbert Hasler, Bereichsleiter Philatelie der Liechtensteinischen Post AG, hatte im letzten Jahr viel mit der LLB zu tun. � Tür zu –

Tür auf. Das Jubiläumsjahr 2011 war für Hermann Matt aus Mauren, den dienstältesten Mitarbeiter der LLB, gleichzeitig sein letztes

volles Kalenderarbeitsjahr. � Verantwortung wahrnehmen. «Eigentlich sind wir alle Natur, aber der Mensch macht sie

kaputt.» � «Kleinaktionär.» «Hallo! Ich bin Ben Oliver Marc Schädler und noch nicht so lange auf der Welt.» � Hart, aber fair.

Das Leben von David Hasler dreht sich rund um den Fussball. � «Im Hause muss beginnen . . .» Bereits für ihre Eltern war die

Liechtensteinische Landesbank Anlaufstelle in Geldsachen. � «Kleines Fürstenfest». Tight Knights – die «engen Ritter»? Ganz und

gar nicht – bis auf ihr Outfit, treten sie doch oft in Leggins auf. � Für Volk und Land. Als ein Institut mit zu Recht ausgezeichnetem

Ruf sieht Arthur Brunhart, Landtagspräsident und Vorsteher von Balzers, die Liechtensteinische Landesbank. � Starthilfe.

Über Ideen und Tatkraft zu verfügen, ist das eine, diese dann umsetzen zu können, das andere. � «Familienbank.» Nie langweilig

wird es bei Daniela und Johannes Hasler in Gamprin. � Wie eine Familie. Während 38 Jahren drehte sich vieles im Leben von

Annelies Hilti um die Liechtensteinische Landesbank.

2012


© Liechtensteinische Landesbank Aktiengesellschaft, Vaduz

Limitierte Auflage 2’700 Exemplare

Die Liechtensteinische Landesbank und ich

Seit mehr als anderthalb Jahrhunderten geniessen wir Ihr Vertrauen. So feierten wir 2011 unser

150-jähriges Bestehen. Die Jubiläumsfeierlichkeiten standen unter dem Motto «150 Jahre

Zukunft». Die Höhepunkte des Jubiläumsjahres waren unter anderem die Ausgabe einer LLB-

Briefmarke, ein grosses Familienfest in Vaduz sowie die Herausgabe des Buches «Im Wandel beständig,

1861 – 2011». Aber auch bekannte und beliebte Anlässe wie «Sommer im Hof» wurden

im Jubiläumsjahr fortgesetzt und waren mit renommierten Künstlern besetzt. Dabei stand für

uns stets im Vordergrund, unseren Kundinnen und Kunden Danke zu sagen.

Getreu unserem letztjährigen Motto gestalten wir auch weiterhin Zukunft. Das zu tun, war unsere

Bank immer bestrebt, und es hat weithin sichtbare Früchte getragen. Man denke dabei

etwa an die zahlreichen Immobilien in Liechtenstein, die unter finanzieller Mitwirkung unserer

Bank entstanden sind. Wie tief die Liechtensteinische Landesbank als fester Bestandteil bei den

Menschen im Land verwurzelt ist, zeigt sich am besten, wenn man diese befragt. Dabei stellt sich

heraus, dass die Mehrzahl der Menschen in Liechtenstein in irgendeiner Beziehung zu unserer

Bank stehen, manche aus beruflichen Gründen, andere aus privaten, manchmal über ganze Generationen

hinweg. Eines jedoch haben sie alle gemeinsam: Sie bestätigen, dass wir unsere

Grundsätze, die auf Werten wie Tradition, Kontinuität und Vertrauen basieren, in der Praxis wirklich

leben.

Deshalb kommen in unserem Bildkalender für das Jahr 2012 Menschen jeden Alters zu Wort. Ob

Klein oder Gross. Sie geben Einblick in ihr Privatleben und sagen zudem, wie sie die LLB sehen und

erleben. Daher steht unser Bildkalender unter dem Motto «Die Liechtensteinische Landesbank

und ich». So gewährt uns der Lauf des Jahres 2012 einen interessanten Einblick in das Leben der

Menschen und ihr Umfeld, und ganz nebenbei erfährt man auch einiges über die vielfältigen Tätigkeiten

unserer Bank.

Wir wünschen Ihnen, geschätzte Kundinnen und Kunden, viel Freude mit unserem Bildkalender

und alles Gute sowie viel Erfolg im Jahr 2012!

Ihre Liechtensteinische Landesbank AG

Konzept, Gestaltung Atelier Silvia Ruppen, Vaduz Texte Walter Nigg, Saxduxer Kommunikation, Schaan Fotografien Eddy Risch, Schaan

Bildbearbeitung Longo AG, Bozen Druck Gutenberg AG, Schaan Papier Munken Polar 200 g/m 2


Sympathisch geworden. «Ein Glücksfall! Geschichte und Finanzen sind meine Leidenschaften!» Christoph Merki, Wirtschaftshistoriker,

Autor und Redaktor der Festschrift zum 150-Jahr-Jubiläum der LLB, freute sich über den Auftrag, die Geschichte der Bank zu schreiben. > > >

Woche

52

1

2

3

4

5

Januar 2012

Berchtoldstag*

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

Neujahr 1

2 3 4 5 Hl. Drei Könige 6 7 8

9 10 11 12 13 14 15

16 17 18 19 20 21 22

23 24 25 26 27 28 29

30 31 Schulferien in Liechtenstein 1. – 8. Januar * Bankfeiertag


. . . Über einen Zeitraum von rund anderthalb Jahren hat er sich

mit der Geschichte der am 5. Dezember 1861 gegründeten LLB auseinandergesetzt.

Kein Wunder, dass er mit diesem Vorverständnis die Materie

ganz und gar nicht als «trocken» ansah. Er sagt: «Im Gegenteil. Eine natürliche

Eigenschaft des Menschen, nämlich seine Neugier, wird beim Histo -

riker erfolgreich befriedigt. Beim Durchforsten von Urkunden und Akten

lassen sich nämlich Zusammenhänge erkennen, die sonst verschlossen

bleiben. Es ist ein bisschen wie Detektivarbeit, wobei einem das Herz höher

schlägt, wenn man wieder etwas Spezielles gefunden hat!» Schön seien

auch die Besonderheiten Liechtensteins. So etwa fand Merki im Bericht

über die Übergabe des Jahresberichts der Sparkasse für das Fürstentum

Liechtenstein, wie die LLB damals hiess, an den Landesfürsten im Jahr 1944

die Bezeichnung «gnädigste Durchlaucht» – ungewohnt für den aus der

Schweizer Republik stammenden Merki. Der Professor für Wirtschaftsgeschichte

ist in Luzern aufgewachsen, hat in der Schweiz und Deutschland

studiert und an der Universität in Bern seine Habilitation erlangt. Erstmals

in Kontakt mit Liechtenstein kam er im Jahr 2002, in der Folge verfasste er

unter anderem das Buch «Wirtschaftswunder Liechtenstein» und war am

Liechtenstein-Institut tätig. Seit 2010 wohnt er in Triesen, dort fühlt er sich

mit seiner Frau («wir haben 2002 in Vaduz geheiratet») in Haus und Garten

sehr wohl. Die Arbeit an der Jubiläumsschrift habe ihm einen wertvollen

Einblick in die Geschichte der LLB gegeben, vor allem aber habe er viel über

unser Land erfahren dürfen. «Die Entwicklung der LLB von einer kleinen Regionalsparkasse

zum internationalen Unternehmen im Kontext eines sich

entwickelnden Landes ist ein schönes Beispiel von Wirtschaftsgeschichte.»

Und er fügt an: «Es ist schon so: Wenn man sich mit einem Thema befasst,

befasst man sich auch mit den Menschen, die dahinterstecken. Und wenn

man das Wesentliche in einem Thema findet, dann findet man im wahrsten

Sinne des Wortes auch das Wesen dahinter. So habe ich ganz nebenbei

auch das Wesen der Bürger Liechtensteins über die Jahre entdeckt – und es

ist mir sympathisch geworden.»


Besser als ein Reiseführer. Norbert Hasler, Bereichsleiter Philatelie der Liechtensteinischen Post AG, hatte im letzten Jahr viel mit der LLB zu tun. Zu ihrem

150-Jahr-Jubiläum wurde am 14. März 2011 eine Briefmarke herausgegeben, die gleichzeitig eine Premiere in der Liechtenstein-Philatelie darstellt. > > >

Woche

5

6

7

8

9

Februar 2012

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

1 Mariä Lichtmess 2 3 4 5

6 7 8 9 10 11 12

13 14 15 16 17 18 19

20 Fasnachtsdienstag*

21 22 23 24 25 26

27 28 29

Schulferien in Liechtenstein 18. – 26. Februar * Bankfeiertag


. . . «Die vom Grafiker Ewald Frick gestaltete Marke ist mit einem

sogenannten QR-Code ausgestattet, einem ‹Quick Response›-Code, was

so viel heisst wie ‹schnelle Antwort›. Mit einem Smartphone lässt sich der

Code ablesen, und schon gelangt man auf die Website der LLB und ist

gleichzeitig mitten in Liechtenstein angelangt.» Diese technische Finesse

soll unter anderem ein Ausdruck dafür sein, dass die Arbeit der LLB, wie

auch jene der Philatelie, zwar auf bewährte Werte setzt, aber ebenso in

die Zukunft gerichtet ist und Bewährtes mit Neuem verbindet – und über

das Land informiert. Norbert Hasler: «Jährlich geben wir rund 15 Serien mit

insgesamt etwa 35 bis 40 Briefmarken heraus. Diese befassen sich mit

diversen Themen, die einen breit gefächerten Einblick in das Geschehen in

unserem Land geben. So werden wir oft als Botschafter unseres Landes gesehen.

Wenn man sich mit den Briefmarken befasst, dann erfährt man oft

mehr über ein Land als in einem Reiseführer.» Dem LLB-Jubiläum folgt für

Norbert Hasler dieses Jahr bereits ein nächstes: «Wir feiern ein 100-Jahr-

Jubiläum, denn die erste FL-Briefmarke wurde 1912 herausgegeben. Dazu

lassen wir uns natürlich ebenfalls etwas Besonderes einfallen.» Auf die

Frage nach der beliebtesten FL-Briefmarke lächelt Norbert Hasler: «Keine,

zum Glück. Das mag zwar seltsam tönen, ist andererseits jedoch ein dickes

Lob an uns. So zeigt es sich bei den Umfragen zu den schönsten Jahres-Marken

immer wieder, dass zwar eine gewinnt, aber dass es keine gibt, die

keine Stimmen erhält. Das heisst, dass wir irgendwie jeden Geschmack

treffen, was mich sehr freut. Zum Jubiläumsjahr 2012 werden wir unsere

rund 40’000 Kunden aus 70 Ländern zu einer Gesamtbewertung der letzten

100 Jahre einladen, und da bin ich mal gespannt.»

Beim Thema Philatelie bekommt übrigens der Begriff «jung» eine völlig

neue Bedeutung. Norbert Hasler: «Es gibt nur wenige wirklich junge Leute

unter den Sammlern. Diejenigen allerdings, die es tun, betreiben ihr Hobby

äusserst seriös. Deshalb braucht es keine Micky-Mouse-Motive. Die meisten

beginnen erst nach ihren Sturm- und Drangjahren mit dem Sammeln,

so zwischen 40 und 50, und die bleiben uns dann ihr Leben lang treu.» Auch

für den Einstieg in die Philatelie mag somit gelten: Was lange währt, wird

endlich gut.


Tür zu – Tür auf. Das Jubiläumsjahr 2011 war für Hermann Matt aus Mauren, den dienstältesten Mitarbeiter der LLB,

gleichzeitig sein letztes volles Kalenderarbeitsjahr, er geht diesen Frühling in Pension. > > >

Woche

9

10

11

12

13

März 2012

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

Josefitag

1 2 3 4

5 6 7 8 9 10 11

12 13 14 15 16 17 18

19 20 21 22 23 24 25

26 27 28 29 30 31


. . . In seiner über 40-jährigen Dienstzeit hat er sechs verschiedenen

Direktoren «gedient». Hermann Matt: «Meine Lehre begann ich im

April 1964 im heutigen Hauptgebäude. Das Kennenlernen ging schnell,

fand doch die ganze Bank damals im Erdgeschoss und im 1. Stock Platz,

im 2. Stock war das Landesmuseum. Nach der Lehre folgten insgesamt

rund fünf Auslandsjahre in London und in der Westschweiz. Dort konnte

ich meine Sprachkenntnisse vertiefen, vor allem sah ich, wie anderswo

gearbeitet wurde.» Zurück bei der Bank arbeitete Hermann Matt in verschiedenen

Abteilungen, bis zu seiner Pensionierung ist er Leiter der Daten-

Administration. Mit einem Schmunzeln erinnert er sich an Begebenheiten

der Anfangszeit: «Znüni essen zum Beispiel war in meiner Lehrzeit nicht erlaubt,

der damalige Direktor Eduard Batliner hat mir seinen Tarif der ‹alten

Schule› folgendermassen bekannt gegeben: ‹Znüni gässa wörd ned, und

gsuacht wörd um jeder Rappa.› Mein Arbeitskollege Eugen Seger fand dann

aber doch einen Weg, etwas Essbares zu beschaffen, womit wir uns zusammen

mit anderen Kollegen – vom Lehrling bis zum Prokuristen – dann im

Toilettentrakt heimlich stärkten. Die Aussage des damaligen Direktors hat

allerdings auf eine andere Art ihre Gültigkeit bis heute bewahrt. Lag damals

das Augenmerk auf Fleiss und Genauigkeit, so sehe ich das heute in etwa

so, dass der Faktor Zeit wichtiger denn je ist und dass die Suche um jeden

Rappen so gesehen werden kann, dass man aktiv Kunden anwerben muss.

Das war früher nicht notwendig, zumal ja keine eigentliche Konkurrenz -

situation zwischen den verschiedenen Banken bestand – es ging einfach

allen gut.» Als grösste Veränderung sieht Hermann Matt die Umstellung

auf EDV in Verbindung mit dem neuen Lohnsystem Ende der 70er-Jahre.

«Das war wie eine kleine Revolution, nachher war alles anders als vorher.»

Hermann Matts Motto ist es, nach vorn zu schauen: «Ich habe eine lange

Liste an Dingen, die ich künftig tun will. So möchte ich beispielsweise

kochen lernen, um meine Frau zu entlasten und nicht zuletzt auch deshalb,

weil ich selbst gern esse. Als ‹spätberufener› Familienvater werde ich

jedoch vor allem versuchen, meinem Sohn eine Hilfe zu sein. Natürlich gibt

es auch in Haus und Garten eine Menge zu tun und ich will mehr Zeit finden,

um Kultur zu geniessen. Es ist doch einiges, das lange ein bisschen zu kurz

gekommen ist. Ganz wichtig dabei erscheint mir, meinen Tagesrhythmus

beizubehalten, nach dem meine innere Uhr tickt. Ich mache zwar mit meiner

Pensionierung in Dankbarkeit gegenüber der LLB eine Tür zu, öffne aber

gleichzeitig freudvoll eine neue. Und natürlich freue ich mich auf das LLB-

‹Auffangnetz›, die Treffen mit anderen Pensionisten, meinen ehemaligen

Arbeitskollegen.»


Verantwortung wahrnehmen. «Eigentlich sind wir alle Natur, aber der Mensch macht sie kaputt.» Das sagt Brigit Elkuch aus Ruggell,

die diesem Missstand in langen Arbeitstagen entgegensteuert. > > >

Woche

13

14

15

16

17

18

April 2012

Ostermontag

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

2 3 4 5 Karfreitag* 6 7

1

8

9 10 11 12 13 14 15

16 17 18 19 20 21 22

23 24 25 26 27 28 29

30 Schulferien in Liechtenstein 5. – 22. April * Bankfeiertag


. . . So nimmt die 30-jährige Bäuerin ihre persönliche Verantwortung

gegenüber dieser Natur wahr, indem sie nach biologischen Grund -

sätzen arbeitet, dies auch zur Freude ihrer rund 80 Kühe und 60 Rinder. Das

wirkt sich natürlich auch auf die Qualität ihrer landwirtschaftlichen Produkte

aus. Zusammen mit ihrem Vater bewirtschaftet sie in einer Betriebsgemeinschaft

rund 120 Hektar Land, wobei die Milchwirtschaft mit eigener

Aufzucht im Zentrum steht. «Bei uns werden die meisten Kälbchen noch

auf natürliche Weise gezeugt, was in unseren Breitengraden recht selten

geworden ist. Ich freue mich aber vor allem auch für die Tiere, die auf diese

Weise ihre Natürlichkeit leben können.»

Brigit Elkuch interessierte sich schon als kleines Mädchen für die Landwirtschaft

und half ihrem Vater bei der Arbeit. «Bis ich dann in die Pubertät

kam, da war eine Weile Pause», sagt sie verschmitzt, «danach habe ich

meine landwirtschaftliche Ausbildung im Rheinhof Salez absolviert, und

ich bin froh darüber. Meine Arbeit macht mir heute noch sehr viel Freude,

ich habe meinen Traumberuf gefunden. Und ich kann meiner kleinen Tochter

Jessica auf dem Hof viel über das Leben beibringen.» Die Erziehung der

Kleinen füllt ihre Tage zusätzlich aus, aber für Brigit Elkuch steht nicht

selten auch nach Feierabend bei ihrem Engagement im Vorstand der Vereinigung

Bäuerlicher Organisationen und als Präsidentin des Vereins Bio

Liechtenstein viel Arbeit an. Das hat ebenfalls mit Verantwortung zu tun.

Verantwortung in ganz anderem Zusammenhang sieht sie bei den Banken,

und sie hat gleichzeitig für die LLB ein dickes Lob parat: «Die LLB ist eigentlich

die einzige Bank, die ich von klein auf kenne, angefangen bei meinem

Sparkässile als Kind bis zur Abwicklung des gesamten Kapitalverkehrs meines

Hofes. Sie ist die massgebende Bank für die meisten Landwirte im Land,

und mit der LLB hat immer alles perfekt geklappt. Ich habe volles Vertrauen

in sie.» Zum Thema Geld legt sie ihre ganz persönliche Einstellung an den

Tag: «Ich bin zwar froh, wenn ich so viel davon habe, dass es mir gut zum

Leben reicht, aber allzu viel möchte ich davon gar nicht besitzen. Es gibt

nämlich Menschen, die an nichts anderes als an Geld denken. Das sind

schliesslich die Gefangenen ihres Geldes, für die jeder Verlust eine Katastrophe

bedeutet. Mit meiner Einstellung dagegen bin ich viel freier. Es ist

schon so: Geld allein macht nicht glücklich. Das Wichtigste für mich ist

meine Zufriedenheit und eine sichere Existenz.» Brigit Elkuch sagt‘s – und

geht, weiter Verantwortung wahrnehmen.


«Kleinaktionär.» «Hallo! Ich bin Ben Oliver Marc Schädler und noch nicht so lange auf der Welt,

aber die LLB sagt, es sei Zeit, dass ihr mich jetzt schon kennenlernt. > > >

Woche

18

19

20

21

22

Mai 2012

Pfingstmontag

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

Tag der Arbeit 1 2 3 4 5 6

7 8 9 10 11 12 13

14 15 16 Auffahrt

17 18 19 20

21 22 23 24 25 26 27

28 29 30 31


. . . Geboren wurde ich am 12. März 2010 und wohne mit meinen

Eltern Mirjana und Philip sowie meinen Schwestern Livia (12) und Silva (5)

in Vaduz. Meine Eltern rufen mich ganz einfach Ben – drei Namen, das

würde zu lange dauern!» Wir liessen gerade Ben sprechen, den jüngsten

Aktionär der LLB. «Da bekamen wir doch letztes Jahr eine Anfrage von der

Bank, ob Ben beim Bildkalender mitmachen wolle», schmunzelt Papa Philip

Schädler. «Auf unsere Frage nach dem Grund erfuhren wir, dass Ben der

jüngste Aktionär der LLB sei. Wir hatten völlig vergessen, dass es der Opa

war, der den Enkel bei seiner Geburt zum Teilhaber der ältesten Liechtensteiner

Bank gemacht hatte. Er hatte ihm ganz einfach ein paar Inhaber -

aktien geschenkt.»

Den kleinen Ben scheint sein Besitz im Moment noch ziemlich kalt zu

lassen, er hat anderes zu tun. Da er sich noch nicht so gut mit Worten ausdrücken

kann, macht er sich spontan auf Rundreise durch den Garten und

sagt es mit Taten: «Ich bin grad dabei, die Welt zu entdecken. Und die ist

sehr interessant. Natürlich bekomme ich dabei meinen Namen ziemlich oft

zu hören, und auch dann und wann ‹nein› oder ‹langsam› oder dergleichen.

Aber so lerne ich neben den Dingen grad auch noch unsere Sprache kennen.

Meine Eltern greifen aber erst ein, wenn es wirklich unangenehm werden

könnte, etwa wenn ich etwas Spitzes in die Finger bekomme.»

Seine beiden Schwestern Livia und Silva sorgen für Farbe in Bens Alltag. Sie

lieben ihn heiss und spielen oft mit ihm. Dazu Mutter Mirjana: «Nur wenn

sie ihm etwas vor die Nase halten und es ihm dann doch nicht geben, dann

wehrt er sich lautstark. Das macht er auch, wenn es Griessmus gibt, das

mag er gar nicht.» Ben liebt Wurst, Käse und Tomaten, auf süsse Getränke

verzichtet er jedoch lieber.

Mirjana: «Ben ist ein gemütlicher Mensch, wenn man das von einem Kind

überhaupt sagen kann. Er ist wirklich meistens zufrieden und glücklich.

Kurz gesagt, er ist pflegeleicht.»

Seine Eltern wünschen sich für die Zukunft ihrer Kinder vor allem eines:

«Dass sie glückliche Menschen werden und achtsam mit sich selbst und

anderen umgehen – und dass sie auf eigenen Beinen stehen können.» Klein

Ben scheint das verstanden zu haben und führt sogleich sein Lieblingskunststück

auf der Rutschbahn vor: lachend, auf dem Bauch, mit den

Beinen voran – eben: Damit man dann glücklich auf den eigenen Füssen

landen kann. Und dass Kinder sehr wohl aufmerksame Zuhörer sind, wenn

sie auch nicht alles verstehen, beweist gleich die grosse Schwester: «Ich will

auch LLB-Aktionen, oder wie die heissen», sagt sie beim Schlafengehen zu

ihrer Mutter.


Hart, aber fair. Das Leben von David Hasler dreht sich rund um den Fussball. Der Stürmer des FC Vaduz und der FL-Nationalmannschaft

begann seine Laufbahn als Dreikäsehoch beim USV Eschen / Mauren. > > >

Woche

22

23

24

25

26

Juni 2012

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

1 2 3

4 5 6 Fronleichnam 7 8 9 10

11 12 13 14 15 16 17

18 19 20 21 22 23 24

25 26 27 28 29 30


. . . «Danach folgten die LFV-Auswahlen U15 und U16 – dann bot

sich die Möglichkeit, in Basel ein Sportgymnasium zu besuchen. Da hiess

es, lernen und trainieren beim FC Basel – und durchbeissen! Für mich war

das die bisher beste Lebensschule. Als Halbwüchsiger kommst du ins Ausland

und begreifst, dass du nicht mehr verhätschelt wirst, nur weil du

Talent hast. Es ist knallhart. Man lernt, seinen Willen einzusetzen und dass

Talent allein noch lange nicht ausreicht. Man muss etwas daraus machen

und sich durchboxen.»

David Hasler, Jahrgang 1990, ist ein ruhiger Typ, der von sich selbst sagt:

«Es dauert lange, bis ich aggressiv werde . . .» Wie mag denn das wohl zu

einem Stürmer passen? «Das ist eine andere Sache. Wenn ich das Fussballtrikot

anziehe, bin ich ein anderer Mensch. Da geht es ums Gewinnen, und

das will ich immer, wenn ich auf dem Platz stehe. Dabei ist Aggressivität,

im positiven Sinne, unabdingbar. Aber es gilt: Fairplay steht über dem Gewinnen.

Hart, aber fair lautet die Devise.»

Seit 2010 spielt David Hasler beim FC Vaduz. «Mein Leben dreht sich sieben

Tage die Woche um Fussball. Mit der Matura habe ich jedoch eine wertvolle

Grundlage, um später eine andere Richtung einzuschlagen. Ich könnte mir

etwa ein Sportstudium vorstellen – und auch eine Tätigkeit als Trainer.»

Als schönstes Erlebnis aus Fussballersicht sieht David Hasler seinen ersten

Einsatz in der Nationalmannschaft im Spiel gegen Malta. «Dummerweise

haben wir kräftig eins auf den Deckel bekommen. Trotzdem war es schön,

weil es ein wichtiger Schritt für mich persönlich war.» Und das Schlimmste?

«Meine Verletzungen, die ich mir eingehandelt habe. Dann erst wird einem

klar: Gesundheit ist das Wichtigste im Leben.»

Fussball ohne Sponsoring, sagt David Hasler, sei heutzutage undenkbar,

und die LLB kennt er natürlich von Kindesbeinen an: «Ja, die Liechtensteinische

Landesbank. Von klein auf hatte ich ein Sparkässile. Ich finde es wichtig,

dass sie den FC Vaduz sponsert. So gesehen bin ich heute ja auch ein

‹Mitarbeiter› der LLB. Durch diese Zusammenarbeit unterstützt sie nicht

nur den Spitzenfussball, sondern auch den Breitensport, und sie gibt Interessierten

die Möglichkeit, auch hierzulande relativ hochstehenden Fussball

sehen zu können.» Seit David Hasler beim FC Vaduz spielt, wohnt er

wieder bei seinen Eltern in Mauren. «Sie haben mir immer schon Rückhalt

gegeben und wir haben ein sehr gutes Verhältnis. Und so ganz nebenbei:

Auf diese Weise kann ich ein paar Franken zurücklegen, die ich bei der LLB

‹zwischenlagern› und dann in meine weitere Zukunft investieren kann.»


«Im Hause muss beginnen . . .» Bereits für ihre Eltern war die Liechtensteinische Landesbank Anlaufstelle in Geldsachen, ebenso für sie wie

für ihren Mann Franz, ihre beiden Söhne und ihre vier Enkelkinder: Johanna Gassner aus Triesenberg setzt die LLB kurz gesagt mit «Sicherheit» > > >

Woche

26

27

28

29

30

31

Juli 2012

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

1

2 3 4 5 6 7 8

9 10 11 12 13 14 15

16 17 18 19 20 21 22

23 24 25 26 27 28 29

30 31 Schulferien in Liechtenstein 7. – 31. Juli


. . . oder «Geborgenheit» gleich. «Dies in dem Sinne, dass man

sich keine Sorgen um das Geld zu machen braucht, das man der Bank anvertraut

hat. Mit der LLB hat unsere Familie über Generationen hinweg nur

beste Erfahrungen gemacht.» Johanna Gassner sieht durchaus Parallelen

zwischen den Grundsätzen der LLB und jenen, die in Familien gelten sollten:

«Werte wie Tradition, Kontinuität und Ehrlichkeit, denen sich die LLB

verschrieben hat, sind auch gute Leitfäden für Familien. Mir kommt dabei

oft der alte Spruch ‹Im Hause muss beginnen, was leuchten soll im Vaterland›

in den Sinn. Das gilt für Menschen wie für Betriebe. Ich kenne beispielsweise

keinen, der eine schlechte Meinung von der LLB hat. Das

kommt wohl daher, dass niemand schlechte Erfahrungen mit ihr gemacht

hat, darauf wird wohl auch ihr Erfolg beruhen.» Johanna Gassner ist auf

einem Bauernhof aufgewachsen. Das habe sie geprägt, sagt sie. Sie habe

dabei vieles gelernt, das sie weitergeben könne. Johanna Gassner: «Da sind

beispielsweise althergebrachte Tätigkeiten, die man den Kindern zeigen

kann, wertvoller als alles, was man kaufen kann. Der Meinung, dass die

heutigen Kinder mit ‹altmodischen› Dingen nichts mehr anfangen könnten,

stimme ich ganz und gar nicht zu. Sie freuen sich riesig darüber, wenn wir

zusammen heuen gehen, Holz richten oder im Garten arbeiten. Dann sind

die Errungenschaften der heutigen Technik wie Fernsehen und Computerspiele

vorübergehend vergessen. Die Kinder fühlen sich als vollwertige

Kräfte akzeptiert und sehen den Sinn hinter der Arbeit. Und sie lernen, dass

ihre Mitarbeit geschätzt wird und wie die Dinge gemacht werden, die man

zum Leben braucht. Dabei bleibt im Hinterkopf: Wenn du etwas willst,

musst du etwas dafür tun. Natürlich bekommen sie auch einen ‹Lohn› für

ihre Hilfe, aber nicht unbedingt in Form von Geld, sondern in Naturalien

oder in Form von Hilfe bei ihren Problemen. So verbinden sie das gemeinsame

Erlebnis mit der Familie. Was wir alle besonders schätzen, ist natürlich

das Zusammensein mit meiner Mutter, ‹Urahna Erna›, von deren

Lebenserfahrung wir alle profitieren können.» Das Allerwichtigste im Leben

ist für Johanna Gassner aber die Gesundheit, dabei meint sie natürlich die

Gesundheit der ganzen Familie. Apropos Familie: «Uns Triesenbergern

kommt es natürlich zugute, dass wir eine eigene LLB-Geschäftsstelle

haben, dort geht es nämlich ebenfalls familiär zu und her.»


«Kleines Fürstenfest». Tight Knights – die «engen Ritter»? Ganz und gar nicht – bis auf ihr Outfit, treten sie doch oft in Leggins auf.

Ihre Musik hingegen ist so vielfältig wie die vier Jungs, die letzten Sommer im Innenhof der LLB begeisterten. > > >

Woche

31

32

33

34

35

August 2012

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

1 2 3 4 5

6 7 8 9 10 11 12

13 14 Liecht. Staatsfeiertag 15 16 17 18 19

20 21 22 23 24 25 26

27 28 29 30 31

Schulferien in Liechtenstein 1. – 19. August


. . . Tight Knights, das sind Nils Vogt (Balzers, Vocals und Guitar,

studiert Internationale Beziehungen), Kornel Korody (Vaduz, Bass, studiert

Publizistik und Kommunikationswissenschaften), Felix Kieber (Schaan,

Lead Guitar und Vocals, studiert Anglistik und Germanistik) und Leander

Walch (Planken, Drums, Back Vocals, studiert Maschinenbau). Unter dem

Namen «im Hof» finden seit 1996 Konzerte im Innenhof der LLB statt, wobei

die Bank auch regionalen Bands die Möglichkeit bietet, sich einem grösseren

Publikum zu präsentieren. Am 5. August 2010 kam diese Ehre den

Tight Knights zu. Nils: «Das Konzert war ein super Erlebnis. Ein voller Hof

mit Spitzenpublikum! Wir finden es toll, dass die LLB Bands aus der Region

diese Möglichkeit bietet. Das ist wie ein kleines Fürstenfest!» Und Kornel

fügt hinzu: «So leistet die LLB einen grossen Beitrag zur Förderung unserer

Kultur und spornt Kulturschaffende an, indem sie ihnen eine ‹internationale›

Bühne gibt. Und sie tut etwas für Kulturinteressierte, bei dieser Vielfalt

ist für jeden Geschmack etwas dabei.» Der Stil der Tight Knights nennt

sich «Indie-Desperado-Folk und Rock ‘n‘ Roll», ihre Musik fährt voll ein.

Felix: «Wofür wir schon oft gelobt wurden, ist unsere Vielfalt. So verschieden,

wie wir als Menschen sind, so abwechslungsreich ist unsere Musik,

jeder bringt seinen Charakter ein. Eigentlich ist es Rock ‘n‘ Roll in verschiedensten

Varianten.» Leander: «Ebenfalls gelobt wird unsere Bühnenpräsenz,

unsere Interaktion mit dem Publikum. Wir versuchen nicht nur, das

Publikum mitzureissen, sondern lassen uns auch von den Leuten antreiben.»

Die Band wurde 2008 unter dem Namen «Saturday Night Super -

heroes» gegründet. Kornel: «Unseren ersten Auftritt hatten wir bereits zwei

Wochen nach der ersten Probe, und er war ein voller Erfolg. Das spornte

uns an, weiterzumachen, verschiedene Konzerte folgten.» Im Herbst 2010

gewannen sie den Ostschweizer Newcomer Contest «bandXost». Nils: «Das

war der Hammer: Dreissig Bands nahmen an den Vorausscheidungen teil,

davon schafften es acht ins Finale. Als dort der Dritt- und der Zweitplatzierte

bereits ausgerufen worden waren, gab‘s für uns nur noch zwei Dinge:

totaler Jubel oder totale Enttäuschung. Umso grösser war unsere Freude

über den Sieg.» Der Lohn dafür war ein Plattenvertrag, so fand ihr erstes

Album «Leggindary» den Weg zu den Fans. Dieser Erfolg brachte auch eine

Namensänderung mit sich. Felix: «Wir brauchten einen kürzeren Namen

und kamen zum Schluss: Ritter sind immer cool und tight bedeutet auch

‹ziehend›, und das wollen wir: die Leute cool mitziehen.»


Für Volk und Land. Als ein Institut mit zu Recht ausgezeichnetem Ruf sieht Arthur Brunhart, Landtagspräsident und Vorsteher von Balzers,

die Liechtensteinische Landesbank. «Die LLB gehört genau genommen uns allen, da das Land Liechtenstein die Aktienmehrheit der LLB besitzt. > > >

Woche

35

36

37

38

39

September 2012

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

1 2

3 4 5 6 7 Mariä Geburt 8 9

10 11 12 13 14 15 16

17 18 19 20 21 22 23

24 25 26 27 28 29 30


. . . Somit gehört sie eigentlich mehrheitlich den Menschen im

Land. Bestimmt ist die LLB die Hausbank des Landes, die viele der finanziellen

Staatsgeschäfte abwickelt. Das gilt für unsere Gemeinden und zahlreiche

Privatleute. Für sie ist die LLB ebenfalls die typische Hausbank.» Besonders

schätzt Arthur Brunhart, dass es auch in Balzers eine Geschäftsstelle

gibt: «Diese Nähe war vor allem früher, als man noch nicht so mobil war, für

die Balzner ein enormer Vorteil und ist es heute noch. Dort arbeiten Leute,

die die Balzner kennen, denen sie vertrauen und die ihre Anliegen unkompliziert

und seriös bearbeiten.» Und er fügt mit einem Augenzwinkern

hinzu: «Da man aber durchaus auch vor Leuten, denen man im Grunde vertraut,

Geheimnisse haben darf, könnte man notfalls immer noch nach

Vaduz gehen. Trotzdem ist die Präsenz der Liechtensteinischen Landesbank

in unserer Gemeinde für uns in jedem Fall eine Art Auszeichnung, und

wir Balzner sind froh, eine Geschäftsstelle im Dorf zu haben.»

In ihrer langen Tradition habe sich die LLB zu einer Institution entwickelt,

die für den Staat und die Gesellschaft eine wichtige Funktion innehat.

Arthur Brunhart: «Bereits bei ihrer Gründung war ihr oberstes Ziel, Menschen

durch günstige Kredite zu helfen. Dieses Ziel hat sie bis heute bewahrt.

Die Politik hat nach wie vor eine wichtige Aufsichtsfunktion über die

Bank und sie ist zufrieden mit ihrer Arbeit, es gibt an ihrer Ausrichtung

nichts zu bemängeln.» Zu den ursprünglichen Geschäftsbereichen seien in

den letzten 150 Jahren natürlich noch zahlreiche andere dazugekommen,

was ebenfalls zum Erfolg beigetragen habe. «Die LLB steht heute vor ganz

anderen Herausforderungen als in früheren Zeiten.»

«Haus- und Schulbank» war die LLB für Arthur Brunhart schon von Kindesbeinen

an: «Die an Neujahr gesammelten Batzen steckten wir, bis auf das,

was wir am Neujahrsnachmittag ins Kino getragen hatten, ins LLB-Sparkässele

und nahmen es mit dem Sparbüchlein nach Dreikönig mit in die

Schule. Dort wurde das Münz und vielleicht sogar das eine oder andere Zehnernötle

von einem Bankmitarbeiter gezählt, in einem Säcklein versorgt

und nach Vaduz mitgenommen. Zurück kam es als eingetragene Gutschrift

im Sparbuch. Also wussten wir schon als Kinder: Denen kann man sein Geld

anvertrauen und man weiss, man bekommt es wieder zurück. Und das gilt

auch heute noch. Auf jeden Fall könnte man die viel zitierte Aussage von

Bertolt Brecht, dass Bankraub eine Initiative von Dilettanten sei, da wahre

Profis eine Bank gründen würden, in Bezug auf die Liechtensteinische Landesbank

mit Sicherheit entkräften.»


Starthilfe. Über Ideen und Tatkraft zu verfügen, ist das eine, diese dann umsetzen zu können, das andere. Denn oft fehlt vor allem Jungunternehmern

das notwendige Kapital, um ihre Innovationen zu realisieren; sie sind deshalb auf Starthilfe angewiesen. > > >

Woche

40

41

42

43

44

Oktober 2012

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

1 2 3 4 5 6 7

8 9 10 11 12 13 14

15 16 17 18 19 20 21

22 23 24 25 26 27 28

29 30 31

Schulferien in Liechtenstein 6. – 21. Oktober


. . . Mit dieser Thematik befasste sich Christina Nägele aus

Schaanwald in ihrem Studium an der Universität Liechtenstein. In ihrer

Seminar- und Abschlussarbeit im Masterstudium «Entrepreneurship &

Finance» beschäftigte sie sich mit der Kreditfinanzierung von Jungunternehmen

in Liechtenstein. In diesem Zusammenhang erwähnt sie: «Es hat

sich gezeigt, dass auch die Liechtensteinische Landesbank in unserem Land

einen wesentlichen Beitrag an Starthilfe dieser Art leistet. So hat die LLB

schon zahlreichen Unternehmern den Weg in eine erfolgreiche Selbstständigkeit

ermöglicht.» Neben ihrem Studium arbeitete Christina Nägele bei

«swisspartners», einer Vermögensverwaltungsgesellschaft in Liechtenstein

und zugleich Tochtergesellschaft der LLB, wo sie Berufspraxis sammeln

konnte. «Die LLB ist ihren langjährigen Prinzipien treu geblieben, der

Tradition und dem Vorhaben, Menschen zu helfen und ihnen Vertrauen

entgegenzubringen, damit sie ihre Zukunft autonom gestalten können. Die

LLB verdient sich ihr Vertrauen aber auch zurück, indem ihr das Vermögen

zur Verwaltung anvertraut wird.» Durch das Studium mit dem Schwerpunkt

Finanzen hat Christina Nägele zum Thema Geld Folgendes anzumerken:

«Um gesteckte Ziele zu erreichen, benötigen Unternehmen wie Private

Kapital, um Ideen und Vorhaben realisieren zu können. Es ist jedoch essenziell,

das vorab definierte Budget nicht aus den Augen zu verlieren, um unvorhersehbare

Ereignisse besser kontrollieren und abschätzen zu können.»

Privat ist ihr Geld nicht das Wichtigste. «Familie und Freunde haben einen

hohen Stellenwert – sowie Vertrauen und Traditionen, Werte, die auch die

Liechtensteinische Landesbank in ihrer langjährigen Geschichte immer

sehr hoch gehalten hat.» Deshalb habe sie sich bewusst für ein Studium in

der Region entschieden. «Zunehmend gewinnen internationale Netzwerke

an Bedeutung und gleichzeitig dürfen die lokalen Netzwerke in der Region

nicht unterschätzt werden, vor allem, um die Region und den Wirtschaftsstandort

zu fördern. Dadurch können Netzwerke und Beziehungen entstehen,

die auf gelebtem Vertrauen basieren und die wesentliche Grundlage

einer erfolgreichen Zukunftsgestaltung bilden.»


«Familienbank.» Nie langweilig wird es bei Daniela und Johannes Hasler in Gamprin,

sorgen doch die beiden kleinen Töchterchen Angelina und Sophia für viel Leben im Haus. Bei den Haslers läuft immer etwas. > > >

Woche

44

45

46

47

48

November 2012

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

Allerheiligen 1 2 3 4

5 6 7 8 9 10 11

12 13 14 15 16 17 18

19 20 21 22 23 24 25

26 27 28 29 30


. . . So verbringen sie, seit die Mädchen selbst laufen können, viel

Zeit im Freien. Daniela: «Jetzt können wir wieder vermehrt sportliche Aktivitäten

in Angriff nehmen.» In Gamprin hat es Familie Hasler gemütlich, die

Spielwiese für die Mädchen ist direkt vor ihrem Wohnzimmer. Johannes:

«Aber dennoch ist es nur eine Übergangslösung. Mich zieht es zurück zu

meinen Wurzeln nach Planken, wo ich aufgewachsen bin.» Und so laufen

die Planungen für ein eigenes Heim bereits. Auch Daniela ist voller Vorfreude:

«Planken ist in jeder Hinsicht speziell, und für die Kinder ist es ein

Paradies.» Für den Weg in dieses Paradies wird ihnen dann wahrscheinlich

die LLB zur Seite stehen. «Wenn wir bauen, werden wir selbstverständlich

bei der LLB um unsere Hypothek anfragen. Da wissen wir, dass wir uns auf

die Abmachungen verlassen können. Überhaupt ist die LLB für mich nicht

nur eine Bank, sondern ein fester Wert, der einfach zu Liechtenstein gehört

– sie ist wie ein Stück Heimat», sagt Johannes. Wer bauen will, muss natürlich

auch sparen, und damit beginnt man am besten früh genug. Daniela:

«Natürlich haben die Kinder ein LLB-Sparkässile, aber seit sie zu Weihnachten

eine ‹Sparkuh› bekommen haben, stecken sie ihre Rappen dort hinein.»

Warum? «Weil sie Milch gibt», belehrt uns die fünfjährige Angelina. Und

wenn die Kuh schwerer geworden ist, dann führt der nächste Ausflug zur

LLB. Wem sie denn ihr Geld bringe, wollen wir von der vierjährigen Sophia

wissen: «Der Gotta!», sagt die Kleine. «Die arbeitet nämlich am Schalter der

LLB», präzisiert Daniela, «die LLB ist also sozusagen unsere ‹Familienbank›».

Natürlich haben die beiden Mädchen noch wesentlich Wichtigeres zu tun,

als nur zu sparen. Was sie denn am liebsten tun, fragen wir sie, darauf Sophia:

«Malen und singen» – und beginnt zu malen. Und Angelina? «Turnen

und klettern.» Und zusammen? «Schmusen und streiten!» Gesagt, getan,

gefolgt von einem herzerweichenden Schluchzen von Sophia. Während die

Kleinere vom Papa getröstet wird, nutzt die Grössere sogleich die Gelegenheit,

noch etwas von sich preiszugeben: «Pippilotta Viktualia Rollgardina

Pfefferminz Efraimstochter Langstrumpf» sprudelt es aus ihr heraus. Das

sei auch eines ihrer «Hobbys», so ihre Mutter: «Rezitieren. Sie weiss ganze

Sätze auswendig, die sie mal in einer Geschichte gehört hat.» «Und reiten

auf dem Pferd von Papas Cousine tu ich auch gern», fügt Angelina an – sogar

dieses Pferd hatte gewissermassen mal eine Beziehung zur LLB, arbeitete

doch seine Besitzerin früher dort.


Wie eine Familie. Während 38 Jahren drehte sich vieles im Leben von Annelies Hilti um die Liechtensteinische Landesbank. Nach dem Schulabschluss

begann sie 1961 ihre Tätigkeit bei der LLB und arbeitete im Archiv und in der Spedition. > > >

Woche

48

49

50

51

52

1

Heiligabend*

Silvester*

Dezember 2012

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

1 2

3 4 5 6 7 Mariä Empfängnis 8 9

10 11 12 13 14 15 16

17 18 19 20 21 22 23

24 Weihnachten 25 Stephanstag 26 27 28 29 30

31 Schulferien in Liechtenstein 22. – 31. Dezember * Bankfeiertag


. . . Dann wechselte sie zur Wertschriftenabteilung und stieg

nach der Schaffung einer eigenen Couponverwaltung bis zur deren Abteilungsleiterin

auf. «Gewissermassen wurde ich als ‹Vorreiterin› für die

Frauen gesehen – nach zwanzig Jahren erhielt ich die Handlungsvollmacht

und wurde schliesslich erste Prokuristin der Bank. Heutzutage geht das

wohl ein bisschen schneller, auch bei den Frauen.»

Annelies Hilti hat natürlich die technische Entwicklung der letzten Jahrzehnte

hautnah miterlebt. «Am Anfang hatten wir noch alles auf Papier,

das für jeden Vorgang in die Hand genommen werden musste. Es wurde alles

mit manuellen Schreibmaschinen eingetragen, an denen man sich fast

die Finger wund schrieb. Wir hatten zwar Rechenmaschinen, aber die taten

ja nur das, was wir ihnen eingaben. Wir arbeiteten ebenfalls am Samstagmorgen,

und die Einführung der Fünftagewoche war am Anfang wie ein

verlängertes Wochenende. Dann folgte eine rasante Entwicklung bis hin

zu den Computern.» In Sachen Technik sei sie irgendwie vom Schicksal

begünstigt worden, wie sie scherzhaft schildert: «Ich hatte die erste elektrische

Schreibmaschine der gesamten Bank. Die war ursprünglich für die Direktionssekretärin

bestimmt, die wollte allerdings eine rote und gekommen

ist eine graue, zu meinem Glück.»

Gern denkt Annelies Hilti an ihre Zeit bei der LLB zurück. «Es war wie in

einer Familie, wo jeder jeden kannte und wo man sich gegenseitig half,

auch zwischen den Abteilungen. Entstanden ist eine tiefe Verbundenheit

und heute sehe ich, dass mein Einsatz belohnt wird. Die Bank kümmert sich

vorbildlich um ihre Pensionäre. Schon bei meinem Eintritt hatte die LLB

eine eigene Pensionskasse, was mir heute sehr zugute kommt. Doch nicht

nur das: Jedes Jahr werden wir zu einem Pensionistenausflug eingeladen

und sogar unsere selbst gegründete Pensionisten-Wandergruppe wird

unterstützt. Zum Jubiläumsausflug 2011 wurden wir Pensionäre ebenfalls

eingeladen. Da habe ich gedacht: Letzte Gelegenheit, da geh ich noch

einmal mit! Ich war ja schon 1961 beim 100-Jährigen dabei, aber für das

200-Jahr-Jubiläum wird‘s wohl nicht mehr reichen.»

Dem süssen Nichtstun hingegen gibt sich Annelies Hilti auch heute nicht

hin: «Mein Alltag ist ausgefüllt, ich treibe Sport und reise gern. Dreimal pro

Woche – bei jedem Wetter – laufe ich mit einer Freundin eine Stunde

durchs Schaaner Riet, und Fitnesstraining, Radfahren, Skifahren und Wandern

gehören zu meinem Alltag.» So hält sich Annelies Hilti fit – wer weiss,

vielleicht reicht’s ja doch noch fürs 200-Jahr-Jubiläum!

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine