PDF, ca. 1,5 MB - Gemeinde Todtmoos

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PDF, ca. 1,5 MB - Gemeinde Todtmoos

Infos und Buchung

Gruppenführungen und Ganztagsprogramme

Natürlich können Sie all die hier aufgeführten Stätten der Volksfrömmigkeit und

Kirchengeschichte im Wehratal selbst aufsuchen, erwandern und mit Fahrrad, Auto

oder Reisebus „er-fahren“.

Wir bieten Ihnen aber auch Gruppenführungen an, die sich besonders für Vereine,

Belegschaften, Clubs und andere Gesellschaften eignen.

Kompetente Führer/innen vermitteln Ihnen Wissenswertes über die Todtmooser

Wallfahrt, die Kirchen und Kapellen im Wehratal und über den Kreuzweg am

Humbel sowie die Mariengrotte.

Wir organisieren Ihnen gern Ein- oder Mehrtagesprogramme einschließlich Übernachtung,

Mittagessen, Kaffee und Kuchen sowie Vesper.

Rufen Sie uns einfach an!

Tourist-Information Todtmoos

Wehratalstraße 19

79682 Todtmoos

Telefon 0 76 74 / 90 60 - 0

Telefax 0 76 74 / 90 60 - 25

info@todtmoos.net

www.todtmoos.de

Tourist-Information Wehr

Hauptstraße 14

79664 Wehr/Baden

Telefon 0 77 62 / 808 - 601

Telefax 0 77 62 / 808 - 150

tourist-info@wehr.de

www.wehr.de

Text: Reinhard Valenta, Kulturamt Wehr. Gestaltung: sinopia graphics, Anja Keller, Menzenschwand. Druck: MBM Druck Team GmbH, St. Blasien

Kloster

Klingental

Durch die wilde Schlucht

zum Kloster Klingental

Der Minnesänger Walther von Klingen und sein Freund

König Rudolf von Habsburg gelten als Wegbereiter der

Todtmooser Wallfahrt – und des einst mächtigen Klosters

Klingental zu Wehr. Es lag am Ausgang der Wehraschlucht,

die Todtmoos und Wehr verbindet. Die Wolfgangskapelle,

einst im Besitz des Klosters, kündet noch

heute von dieser ruhmvollen Zeit.

Für „immer“ wollten die Nonnen bleiben, als sie Walther

von Klingen 1256 nach Wehr holte. Doch schon 1274

zog es sie nach Basel. Das Klirren von Schwertern und

Streitäxten lag damals in der Luft des heute so friedlichen

Wehratals.

Keinesfalls sei diese Zeit vergessen! Vor der Wolfgangskapelle

erinnert eine Dokumentation an die Frauen vom

Kloster Klingental. Und auch in der schön ausgestatteten

Wehrer Pfarrkirche St. Martin – weithin bekannt durch

die Orgeln von Winterhalter und Metzler – zeugt an der

Westseite der Basler Stab davon, dass die Kirche einst

den Nonnen gehörte.

St. Josef in Wehr

Kleinod am Erlebnispfad

Oberhalb des dörflich gebliebenen Wehrer Stadtteils Enkendorf liegt malerisch auf einem

Kalksporn die Josefskapelle. Sie wurde 1887 auf Initiative der Enkendörfer Bauern erbaut

und ist das jüngste Wehrer Gotteshaus, ein Denkmal tiefer Volksfrömmigkeit!

Der Textilunternehmer und Vorstandsvorsitzende der BRENNET AG, Stephan Denk, ließ sie

vor einigen Jahren grundlegend restaurieren und das Außengelände neu gestalten. Nun erstrahlt

das Kleinod, keine 500 Meter vom Wehratal-Erlebnispfad entfernt, in neuem Glanze.

Dass bereits die Alemannen in vorchristlicher Zeit hier ihre Toten begruben, spricht für die

Ausstrahlung des Ortes – ein Ort der Kraft, der zur Einkehr einlädt.

Kreuzweg

Der Öflinger Kreuzweg

am Humbel

Der Wehratal-Erlebnispfad verläuft entlang der Wehra und

verbindet Todtmoos und Wehr. Zu seinen Höhepunkten zählt

der Kreuzweg von Öflingen. Er wurde 2007 auf Initiative der

Arbeitsgemeinschaft Öflinger Dorf- und Wegkreuze eingerichtet

und befindet sich am Aufgang zum Humbel, der südöstlichen

Erhebung des Dinkelbergs.

An acht stattlichen Granitsäulen zu je 4 Tonnen Gewicht sind

die 15 bronzenen Kreuzweg-Stationen aus der Werkstatt des

Osnabrücker Bildhauers Walter Mellmann angebracht.

Dank der Unterstützung des Unternehmerehepaars Heidi und

Stephan Denk und mit Hilfe der BRENNET AG konnte dieses

Projekt für die Seelsorgeeinheit Wehr-Öflingen-Schwörstadt

realisiert werden.

So wurde ein Traum der

Arbeitsgemeinschaft Öflinger

Dorf- und Wegkreuze wahr –

Volksfrömmigkeit in unserer

Zeit!

Die Mariengrotte

Klein-Lourdes am Humbel

Eine weitere wichtige Station des Wehratal-Erlebnispfades ist

die Mariengrotte am Humbel. Sie ist zudem der krönende

Abschluss des Kreuzweges und ebenfalls ein Ort gelebter

Volksfrömmigkeit.

Ende des 19. Jahrhunderts brachte Josefine Thomann, die

Wirtin des Alten Kreuzes, von einer Lourdes-Wallfahrt eine

Madonnenstatue mit, die sie in einer kleinen Grotte auf dem

oberhalb der Buntweberei BRENNET gelegenen Humbel

aufstellte. Die Mariengrotte wurde eine beliebte Stätte der

Marienverehrung und stand unter der besonderen Obhut der

Frauen aus der Unternehmerfamilie Denk.

Mit Unterstützung der BRENNET AG sorgt die Arbeits-

gemeinschaft Öflinger Dorf- und Wegkreuze für die Pflege

der hübschen Anlage.

Orte der Einkehr

und Besinnung

Volksfrömmigkeit im Wehratal

Ein kulturgeschichtlicher

Streifzug durch das Wehratal

von Todtmoos nach Wehr


Kapelle in Weg

Todtmoos

Ackerrainkapelle

Kapelle St. Josef

Kapelle in Rütte

Kapelle in Strick

Wallfahrtskirche

Kapelle in Au

Wehratal

Wolfgangskapelle

Kirche St. Martin

Wehr

Kreuzweg

Mariengrotte

Das Wehratal

Kraft, Einkehr, Besinnung

Das Wehratal zwischen der alten Wallfahrtsgemeinde Todtmoos

und dem idyllisch gelegenen Städtchen Wehr zählt zu

den reizvollsten Landstrichen im Schwarzwald. Landschaftliche

Vielfalt, unverfälschte Natur und ein reicher Schatz an

Traditionen bilden einen unvergleichlichen Dreiklang, dessen

Grundton die bis heute lebendige Volksfrömmigkeit ist.

Orte der Kraft, Stätten religiöser Einkehr, geistige Räume

der Rückbesinnung auf unser kulturelles Erbe – bei uns im

Wehratal können Sie diese erleben, erwandern und erfahren.

Die Todtmooser Marienwallfahrt mit der barocken Wallfahrtskirche,

Kapellen am Wegesrand, der Öflinger Kreuzweg,

die Mariengrotte am Humbel und die Wehrer Wolfgangs-

kapelle als Relikt des einst mächtigen Klosters Klingental

sind Zeugen einer Vergangenheit, deren Gegenwart wir

unseren Besuchern gern erschließen.

Die Todtmooser

Marienwallfahrt

Ein religiöser Anziehungspunkt

Seit dem Mittelalter zieht die Marienwallfahrt von Todtmoos

alljährlich Tausende hinauf zum „Schönen Bühl“, wo 1255

die Jungfrau Maria erschien. Gemäß der Wallfahrtslegende

wurde durch sie das „tote Moos“ in einen Ort lebendiger

Kraft verwandelt. Auf diese Weise erhielt das von Holzfällern

gegründete Dorf nicht nur seinen Namen, sondern auch einen

religiösen Anziehungspunkt.

Beispielsweise pilgern immer am Montag vor Pfingsten hunderte

Bewohner des Schweizer Fricktals vom Weindörfchen

Hornussen hinauf nach Todtmoos, eine Tradition seit dem

Mittelalter und ein Zeichen für unsere Zeit.

Ob Krankheit, Krieg oder andere Schicksalsschläge: die Menschen

finden bei der Muttergottes von Todtmoos Trost und

Halt!

Die barocke

Wallfahrtskirche

Nur einige Schritte vom Schluchtensteig entfernt liegt die Todtmooser Wallfahrtskirche mit

ihren Zwiebelhauben. Für Fußwallfahrer und Wanderer ein besonderes Erlebnis. Aus der Mitte

des Dorfes führt der Weg an den liebevoll restaurierten Wallfahrtsständen vorbei hinauf zum

Schönbühl. Eine letzte Anstrengung – dann ist das Ziel erreicht. Der Hochaltar mit dem Gnadenbild

entschädigt für die Mühen des Aufstiegs. Auch die spätbarocke Ausstattung der Kirche

und das von Hans Michael Beer erbaute Pfarrhaus können sich sehen lassen. Heute befindet

sich hier ein Paulinerkloster, von dem aus die Wallfahrtskirche betreut wird.

Ein Blick ins Anliegenbuch, in das viele Besucher ihre Sorgen, aber auch Gefühle der Dankbarkeit

schreiben, zeugt von der Ausstrahlung der Todtmooser Wallfahrt in unserer Zeit.

Wallfahrt und Tourismus

Die Wallfahrer begegneten in der Wallfahrtskirche von

Todtmoos nicht nur Quellen spiritueller Kraft, sondern auch

einer weltoffenen Gastfreundschaft. Die Todtmooser öffneten

den Pilgern Haus und Hof und kümmerten sich fürsorglich

um das leibliche Wohl. So begann durch die Wallfahrt eine

touristische Erfolgsgeschichte, die von Mund zu Mund weiter

erzählt und durch die Todtmoos weit über den Schwarzwald

hinaus bekannt wurde.

Heute verbinden sich religiöse Sinnstiftung, kulturgeschichtliche

Neugier, kulinarischer Genuss und die Erfahrung landschaftlicher

Reize zu einem unvergesslichen Erlebnis, für das

Todtmoos mit seinem guten Namen bürgt.

Todtmoos zählt zu den bedeutendsten Wallfahrtsorten in

Südwestdeutschland, der Nordschweiz und dem Elsass.

Wallfahrt und kulinarischer Genuss

Blick auf Todtmoos mit der Wallfahrtskirche

Dass Wallfahrer den Gaumen nicht allein zum Beten, sondern auch zum kulinarischen Genuss

benutzten, zeigt eine Wallfahrtsbeschreibung des Murger Pfarrers Anton Georg Fischer aus dem

Jahr 1800. Aus Dankbarkeit, dass Murg nicht von französischen Soldaten geplündert worden

war, ging er mit seiner Gemeinde nach Todtmoos. Im „mittleren Wirtshaus“ nahm er folgendes

Nachtmahl ein:

Von Schwarzwälder Kirschtorte und dem köstlichen

Todtmooser Wallfahrtslebkuchen kein Wort,was

auch nicht verwunderlich ist:

Diese waren damals noch nicht erfunden.

Schade, wir hätten Pfarrer Fischer diesen

Genuss gern gegönnt!

Der Todtmooser

Kapellenkranz

Viele Wege führen nicht nur nach Rom oder Santiago

de Compostela, sondern auch nach Todtmoos. Und an

jedem dieser Wege bauten die Todtmooser im Laufe der

Jahrhunderte mindestens eine Kapelle. So entstand der

Todtmooser Kapellenkranz.

Die kleinen Gotteshäuser waren den Wallfahrern, die in

früheren Zeiten mit Schusters Rappen vorlieb nehmen

mussten, Orte der Einkehr, vor allem aber Vorboten des

großen Erlebnisses – der Begegnung mit dem Gnadenbild

in der Wallfahrtskirche.

Auch heute laden die Kapellen des Todtmooser Kapellenkranzes

zur Einkehr ein. Wieso auch nicht? Wanderer,

Walker und Mountain-Biker brauchen auch mal eine

Pause…

Kapelle in Todtmoos Au

Kapelle in Todtmoos Rütte

Kapelle in Todtmoos Strick

Kapelle in Todtmoos Weg

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