Ausgabe 2 / Dezember 2005 - Fidfinvest Treuhand, Zug

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Ausgabe 2 / Dezember 2005 - Fidfinvest Treuhand, Zug

Ausgabe Nr. 2 / Dezember 2005 F i n a n z p l a t z Z u g CHF 9.50

w w w . f i n a n z p l a t z - z u g . c h

Top Story

S P O R T U N D B U S I N E S S

Im Gespräch mit Andy Meyenberg, 5-facher Wakeboard-Weltmeister

p o w e r e d b y E B C E c o n o m i c B u s i n e s s C e n t e r A G • C H - 6 3 0 1 Z u g • w w w . e b c - z u g . c h

Nr. 2 | Dezember 2005

CHF 9.50

Verkehrssituation im Kanton Zug:

Der Stau auf Zuger Strassen kostet jährlich 54 Millionen Franken.

Die wichtigsten Meinungen und Fakten.

B R E N N P U N K T

Neue Kaufmännische Grundbildung (NKG)

P O L I T I S C H E S I N T E R V I E W

Ständerat Rolf Schweiger zu den wichtigsten Wirtschaftsthemen


Das Kalenderjahr 2005 neigt sich dem Ende zu. Vieles hat uns

dieses Jahr stetig begleitet – der Irak-Krieg, die steigenden

Benzinpreise, die Terroranschläge rund um den Globus

(Bali, Neu Delhi, London) und die steigende Unzufriedenheit

der Bevölkerung in den grossen europäischen Demokratien.

Frankreich und die Niederlande (Nichtannahme der EU-Verfassung),

Deutschland (Abwahl der rot-grünen Regierung)

oder Italien (Adriano Celentano gegen Ministerpräsident

Silvio Berlusconi) zeigen deutlich auf, dass sich die Europäer

nur nach dem absolut Normalen sehnen.

Gesundheit, Arbeit und sozialer Wohlstand für alle – dafür

wählt man die Politiker. In der Schweiz, in Europa – überall

in den demokratischen Ländern. Die Ukraine ist zu erwähnen

– auch in diesem Land haben die Bürger für ein freieres

und besseres Land gewählt und dafür tage- und nächtelang

in der Kälte friedlich gekämpft. Knapp ein Jahr später –

Ernüchterung fast überall – es hat sich nicht viel geändert.

Eine Lockerung der politischen Überwachung bringt eben

auch keine Arbeit – und ohne Arbeit bleibt auch der Wohlstand

fern. Wohlstand bedeutet in vielen Ländern manchmal

auch nur, die Wohnung in den langen kalten Winternächten

heizen zu können.

Wohlstand kann verschiedenartig definiert und gelebt

werden.

In der Schweiz ist die Politik der gewählte und verlängerte

Arm des Volkes. Das Volk erwartet von der Politik die Festlegung

der sozialen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen

für die Erhaltung und auch für den Ausbau des

schweizerischen Wohlstandes. Diese Rahmenbedingungen

müssen immer wieder von Neuem angepasst und verbessert

werden. Heute, morgen und übermorgen – von Generation

zu Generation.

Wünschen wir uns allen – dass die Politik diese Verantwortung

übernimmt. Nicht die Politik der ruhigen Hand

(siehe Gerhard Schröder) ist gefragt, sondern das Anpacken

von Sachproblemen und die Lösung derselben – auf eine

zukunftsgerichtete, soziale und dennoch wirtschaftsfreundliche

Art.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein gesundes und erfolgreiches

Neues Jahr.

Francesco R. Fusco

Verleger

Editorial

F i n a n z p l a t z Z u g


F i n a n z p l a t z Z u g

Inhalt

To p s t o r y

Der Stau auf Zuger Strassen kostet jährlich 54 Millionen.

Finanzplatz Zug spricht mit dem Baudirektor des Kantons Zug, Hans-Beat Uttinger, über die

Verkehrssituation und zukünftige Verkehrsprojekte am Wirtschaftsstandort Zug. ................. 7

Schafft der öffentliche Verkehr die Trendwende im Pendlerverkehr? ..................................... 8

Die politischen Parteien nehmen Stellung zur Verkehrssituation im Kanton Zug:

B R E N N P U N K T

Die «Neue Kaufmännische Grundbildung (NKG)» im Fokus.

Wir haben umfassende Fakten und Meinungen zur NKG zusammengetragen. ................................ 36

Es kommen zu Wort:

Hansjörg Truttmann, Rektor.des.Kaufmännischen.Bildungszentrums.Zug.(KBZ)........................38

Kaufmännischer Verband Schweiz.........................................................................................................................40

Nachgefragt:.die.KV-Lernenden.des.KBZ.................................................................................................................42

A k t u e l l

Fritz Meili,.Altatec.Microtechnologies.AG:

«Kanton.Zug.als.guter.Industriestandort?».....24

Andy Meyenberg, der.5-fache.Wakeboard-

Weltmeister,.über.Sport.und.Business.............29

Dr. Bernhard Neidhart,.über.die.

Auswirkungen.der.Personenfreizügigkeit......33

Budget 2006 des Kantons Zug......................46

Finanzdirektor Peter Hegglin,

zum.Budget.2006.........................................................49

Der Druck der Europäischen Union.

auf.die.Schweiz.wächst.und.wächst.................50

Volkswirtschaftsdirektor Walter Suter,.

«Der.Vorsprung.wird.kleiner»................................62

Rolf Schweiger, über.aktuelle.

Wirtschaftsthemen......................................................74

Alternative...................................................................11 FDP........................................................................17

SP.......................................................................................13 SVP.........................................................................19

CVP...................................................................................15

P u b l i r e p o r t a g e n

Head Switzerland

Enthusiasmus.als.Leitfaden................................22

Bank Coop

Rezepte.für.nachhaltiges..

Gewinnstreben...........................................................23

Werner Keim

Limousine.Services:.Eine.Klasse.für.sich.....28

UBS

Internationale.Immobilienanlagen..

auf.Siegeszug..............................................................44

BDO Visura

Steuerspezialisten.auf.Top-Niveau.................45

Coiffure Valentino

Professionelles.Hairstyling...................................54

SAS Group AG International

Hochqualifizierte.Sicherheitslösungen.......68

EBC Economic Business School

Weiterbildung.für.die.Finanz-.und.

Wirtschaftsbranche .................................................80

S e r v i c e

Editorial...........................................................................3

Wirtschafts-Apéro.............................................. 53

Zahlen und Fakten............................................. 56

News und Tipps..................................................... 70

Firmenverzeichnis.............................................. 81

Impressum................................................................ 81

Personenverzeichnis........................................ 82

U n t e r h a l t u n g

Preisrätsel

Gewinnen.Sie.ein.Wellness-Weekend ........ 58

Cartoons

Die.Abenteuer.des.Herr.Zugerli...................... 81

G e s u n d h e i t

Gesundheitstipp

Wellness.in.der.eigenen.Badewanne.......... 73

S p e z i a l - R u b r i k e n

Ihr nächster Business-Lunch .....................26

Sicherheit: «Dunkelheit.macht.Diebe».... 67

O r g a n i s a t i o n e n

Advokatenverein des Kantons Zug..... 76

Club 111 – Donatorenvereinigung

des EV Zug................................................................. 78


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54 Millionen für Stau

Mobilität ist eine Grundvoraussetzung für die Lebens- und Entwicklungsfähigkeit eines

Wirtschaftsstandortes. Ein Interview mit Hans-Beat Uttinger, Baudirektor des Kantons Zug.

Mit Hans-Beat Uttinger sprach Francesco R. Fusco

Wie wichtig ist eine funktionierendeVerkehrsinfrastruktur

für den Wirtschaftsstandort

Zug?

Mobilität ist eine Grundvoraussetzung

für die Lebens- und Entwicklungsfähigkeit

eines Wirtschaftsstandortes.

Im Kanton

Zug wird die Mobilität aufgrund

des prognostizierten Wachstums

in den kommenden Jahren

weiter zunehmen. Gemäss

Hans-Beat Uttinger

Richtplan soll sich die Verkehrsleistung,

d.h. die gefahrenen

Kilometer pro Tag, bis ins Jahr 2020 spürbar erhöhen. Beim

öffentlichen Verkehr rechnet man mit einer Zuwachsrate von

38%, beim privaten Verkehr sogar mit einem Wachstum von

43%. Die Mehrleistung beim Privatverkehr muss vor allem im

Zusammenhang mit der Eröffnung der A4 im Knonaueramt

gesehen werden.

Wenn wir also mit dem Ausbau der Verkehrsinfrastrukturen

nicht mithalten, drohen in unserem Kanton noch höhere

Staukosten als die ermittelten 54 Mio. Franken pro Jahr. Jede

Million ist für den Wirtschaftsstandort Zug eine zuviel. Ein

wichtiges Signal müssen wir anhand der Nordzufahrt aussenden.

Wenn das Volk über eine Strasse abgestimmt hat, dann

wird diese gebaut - komme, was da wolle. Einsprachen können

das Vorhaben zwar verzögern, nicht aber verhindern.

Was gehört zu einem funktionierenden Verkehrskonzept?

Ein funktionierendes Verkehrskonzept baut grundsätzlich auf

einem hierarchisch gestalteten Verkehrsnetz auf. Dazu gehört

auf der obersten Ebene ein funktionierendes Hochleistungsstrassennetz,

in der Regel die heutigen Autobahnen.

Das Funktionieren dieses Netzes im Kanton Zug, auch nach

der Eröffnung der A4 durch das Knonaueramt, unterstützen

wir mit der Planung des 6-Spur-Ausbaus zwischen den Verzweigungen

Blegi und Rütihof.

In zweiter Linie ist ein gut ausgebautes Netz von regionalen

Verbindungsachsen wichtig. Diese bestehen weitgehend

aus dem heutigen Kantonsstrassennetz. Um diese Funktion

sicherzustellen, wurden im kantonalen Richtplan neue und

ergänzende Strassenabschnitte definiert.

Alle Projekte der ersten Priorität befinden sich in einer intensiven

Planungsphase. Für die übrigen Projekte werden Vorarbeiten

geleistet, um den benötigten Raum in den Siedlungsgebieten

sicherzustellen.

Welche der aktuellen Verkehrsprojekte favorisieren Sie?

Es sind die Vorhaben, die im Richtplan der Priorität 1 zugewiesen

sind. Auf der Ebene der Hochleistungsstrassen heisst

dies: 6-Spur-Ausbau der A4 zwischen den Verzweigungen

Blegi und Rütihof. Auf der Ebene Kantonsstrassen sind dringlich:

Nordzufahrt Baar/Zug, Tangente Neufeld und Kammerkonzept

Ennetsee.

Die INFRAS kommt in ihrem Bericht vom Mai 2003 zum

Schluss, dass im Kanton Zug jährliche Stau- und Langsamfahrkosten

von rund 54 Millionen Franken anfallen.

Was gedenken Sie dagegen zu unternehmen?

Als erster Kanton hat Zug – zusammen mit dem TCS – eine

Staustudie in Auftrag gegeben. Wir wollten damit einmal die

Stau- und Langsamfahrkosten ermitteln, die unsere Volkswirtschaft

jährlich belasten. Das Ergebnis ist bedenklich!

Es lässt nur eine Schlussfolgerung zu: Das Strassenbauprogramm,

wie es der Richtplan vorsieht, muss so schnell als

möglich realisiert werden.

Was ist Ihnen sonst zu diesem Thema wichtig?

Ich hoffe, dass sich folgende Einsicht möglichst rasch durchsetzt:

Die Behauptung «Wer Strassen sät, wird Verkehr ernten»

trifft für den Kanton Zug nicht zu. Zug «erntet» Verkehr,

ohne Strassen zu «säen». Dass dem so ist, kann angesichts

der Entwicklungszahlen nicht erstaunen. Seit 1960 hat sich

die Bevölkerung des Kantons Zug verdoppelt, die Zahl der

Arbeitsplätze verdreifacht und die Zahl der Motorfahrzeuge

verachtfacht!

Herr Uttinger – wir danken Ihnen für das Gespräch und

wünschen Ihnen alles Gute.

F i n a n z p l a t z Z u g


Von Reto Egloff

Schafft der öV die Trendwende im motorisierten

Verkehrsaufkommen?

Mit der Stadtbahn Zug hat der Kanton Zug seit Dezember

2004 das Angebot im öffentlichen Verkehr massiv gesteigert.

Das Vorzeigeprojekt funktioniert mittlerweile dank

einer Task Force von SBB und ZVB sehr gut und die Verantwortlichen

können bereits erste positive Zahlen vorweisen,

die dem grossen Aufwand Recht geben. 5% mehr

Personen auf Bus und Bahn und einen Rückgang des Pendlerverkehrs

von 2 – 5% auf der Chamerstrasse und Baarer-

strasse. Dies zeigt, dass im Verkehr eine Trendwende

erreicht werden konnte. Der Verkehr stieg bisher

im Kanton Zug um durchschnittlich 2,8% an. Ob diese

Entlastung der Strassen wirklich in dieser Form über

eine längere Periode aufrecht erhalten werden kann

und wie verbindlich diese Zahlen sind, werden weitere

statistische Auswertungen von Strassenkreuzungen des

Kantons Zug ergeben. Das Tiefbauamt des Kantons Zug,

das den Auftrag zur Analyse der «Auswirkung der Stadtbahn

auf die Verkehrsbelastung des motorisierten

Verkehrs» erteilt hat, wird in den nächsten Monaten wei-

tere Auswertungen veröffentlichen.

Stadtbahn Zug als Vorzeigemodell

Ende Oktober haben Vertreter von SBB und ZVB zusammen

mit dem Volkswirtschaftsdirektor des Kantons Zug,

Regierungsrat Walter Suter, eine erste Bilanz gezogen.

Fazit: Die im öffentlichen Verkehr gültige Formel, wonach

ein verbessertes Angebot auch mehr Kunden bringt,

bewahrheitet sich auch bei der Stadtbahn Zug. Die

Erfolgsfaktoren sind bekannt: Ein neuer Fahrplan mit

Trendwende

geschafft?

Die ersten Auswertungen von zwei Strassenkreuzungen lassen erhoffen, was

sich die Einwohnerinnen und Einwohner des Kantons Zug seit langem wünschen:

Der Verkehr auf den Hauptachsen ist leicht rückläufig. Ob der Pendlerstrom tatsächlich

nachhaltig reduziert werden kann, müssen weitere Erhebungen zeigen.

F i n a n z p l a t z Z u g

Foto: ZVB

einem dichteren Angebot, zusätzliche Haltepunkte, neues

Rollmaterial und die optimale Vernetzung mit dem

Busfahrplan der Zugerland Verkehrsbetriebe.

Nach den anfänglichen Startschwierigkeiten hat die

SBB im Februar mit Kurt John einen «Mister Stadtbahn»

eingesetzt, der mit einer Task Force die aufgetauchten

Probleme gezielt löste. «Heute kann ich festhalten,

dass die Anfangsschwierigkeiten im Betrieb der Stadtbahn

behoben sind. Alle Flirts sind im Einsatz und das

vernetzte System funktioniert gut», sagte Regierungsrat

Walter Suter, der als Volkswirtschaftsdirektor der eigentliche

Auftraggeber für die Stadtbahn Zug ist.

Das Modell der Stadtbahn Zug hat über die Schweiz

hinaus Interessenten gefunden. Die Herstellerfirma der

Stadtbahnzüge «Flirt» hat volle Auftragsbücher und

die Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zug konnte

das Konzept vielen Delegationen aus dem In- und Ausland

präsentieren. Die Lancierung des Projektes war sicher

ein gewagter Schritt. Doch nach der Behebung der

«Kinderkrankheiten» darf Zug mit Stolz auf eines der

besten ÖV-Netze in der Schweiz zählen. Damit emp-


fiehlt sich die Stadtbahn Zug als Vorzeigeprojekt für die

zukünftige Entwicklung von Agglomerations- und

S-Bahnverkehr.

Tarifverbund Zug mit leichtem Mehrumsatz

Auch der Tarifverbund Zug darf auf ein positives erstes

Halbjahr zurückblicken. Es konnte sicher auch dank des

erweiterten Z-Passes, der zusammen mit den Zürcher

Verkehrsbetriebe lanciert wurde, ein leichter Mehrumsatz

verzeichnet werden. Die umsatzstarken Monate

Oktober bis März stehen jedoch noch aus. Hier erhofft

man sich eine deutliche Umsatzsteigerung.

Foto: ZVB

Angebotsmassnahmen 2006

Nach dem Fahrplanwechsel im letzten Jahr wird es im

nächsten Jahr nur marginale Änderungen im Minutenbereich

geben. Die Erfahrungen aus den vergangen

Monaten wurden ausgewertet und fliessen in die neue

Fahrplangestaltung ein. Besonderes Augenmerk gilt den

Anschlüssen an die IR-Züge, die via Zürich Enge verkehren.

Hier werden auf der Linie 1 (Zug - Oberägeri), 2 (Zug

– Menzingen), 31 (Baar – Neuheim) und 51 (Hünenberg

– Rotkreuz) neue Anschlüsse geschaffen.

Foto: ZVB

Dann werden aus Kapazitätsgründen gewisse Linien ergänzt

oder zusammengelegt. Aufgrund der hohen Zuwachsrate

auf der Strecke Cham - Zug wird die Linie 4 an

Werktagen ausserhalb der Randzeiten am Bahnhof Cham

mit der Linie 41 betrieblich verknüpft.

Echtzeit Fahrpläne

Das ehrgeizige Projekt, den Passagieren an den wichtigsten

Hubs Echzeit-Fahrpläne anbieten zu können, ist

seit Mitte dieses Jahres Tatsache geworden. Nun gilt es

dieses System noch auf die Busse und die Stadtbahn

auszudehnen. Hier läuft zur Zeit nur ein Testbetrieb.

Verschiedene technische Probleme haben es bisher

erschwert, das System im rollenden Verkehr fehlerfrei

einzusetzen. Die Verantwortlichen der ZVB arbeiten

jedoch mit Hochdruck daran, diese Dienstleistung baldmöglichst

vollumfänglich anbieten zu können.

Der Vorteil dieses Systems liegt auf der Hand: Der Passagier

weiss immer über die genauen Abfahrtszeiten

Bescheid. Ist über allfällige Verspätungen im Bild und

kennt seine Umsteige- und Wartezeiten.

Foto: ZVB

ÖV als Problemlöser der Pendlerströme?

Der öffentliche Verkehr ist sicher ein wichtiger Faktor in

der Bewältigung des Pendlerverkehrs. Aber es braucht

weitere nachhaltige Infrastruktur-Bereinigungen im Kanton,

um dem motorisierten Verkehr «Herr» zu werden,

besonders wenn man als wichtiger Player im Standort-

Marketing weiterhin die Nase vorn haben will. Staufreie

Strassen sind eine wichtige Komponente in der Standort-

wahl eines Unternehmens.

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Alternative

Kanton Zug

Die Verkehrssituation im Kanton Zug. Ein Interview zu diesem Thema mit

Frau Manuela Weichelt-Picard, Präsidentin Alternative Kanton Zug.

Mit Manuela Weichelt-Picard sprach Patrick Baggenstos

Wie wichtig ist eine funktionierende

Verkehrsinfrastruktur

für den Wirtschaftsstandort

Zug?

Sehr wichtig! Die Betonung liegt

auf «funktionierend». Eine langfristig

ausgerichtete und intelligente

Verkehrsstrategie muss die

zwei Ziele «umweltverträglich»

und «effizient» miteinander verbinden

und die räumlichen Gegebenheiten

berücksichtigen.

Was gehört zu einem nachhaltigen Verkehrskonzept?

In unserem Kanton wohnen, arbeiten und kommunizieren

sehr viele Menschen auf engem Raum. Wir benötigen deshalb

einen gut ausgebauten, modernen öffentlichen Verkehrsverbund.

Investitionen in den öffentlichen Verkehr und

vor allem in städtischen Gebieten in den Langsamverkehr

(Velo und FussgängerInnen) bringen einen höheren «ROI»

(Return on investment) als teure Strassenprojekte. Neben

ökologischen Aspekten ist die simple Wahrheit: Wir haben

einfach nicht genügend Platz für 100‘000 Autos. Neue

Hauptachsen oder Zubringer verlagern bloss den Stau und

verstopfen die städtischen Zentren noch mehr mit Autos.

Strassenprojekte machen nur dann Sinn, wenn sie die Lebensqualität

von Stadtzentren entscheidend verbessern,

ohne Mehrverkehr zu schaffen.

Welche der aktuellen Verkehrsprojekte favorisiert Ihre

Partei?

Der Erfolg des Projektes «Bahn und Bus aus einem Guss» mit

der Stadtbahn als Rückgrat (und Imageträgerin!) zeigt es: Ein

attraktiver öffentlicher Verkehrsverbund zieht! Darauf ist aufzubauen.

Die Doppelspur zwischen Cham und Luzern muss

möglichst schnell durchgehend werden. Für die Teilstrecke

zwischen Cham und Rotkreuz drängen wir mit parlamenta-

rischen Vorstössen in Zug und Bern auf eine sofortige Realisierung.

Nur so ist der durchgehende Viertelstundentakt

bei der Stadtbahn realisierbar. Ebenso zwischen Luzern und

Zürich ist der Viertelstundentakt während den Hauptverkehrszeiten

ein grosses Bedürfnis. Für die Zuger Stadtkernentlastung

kämpfen wir seit vielen Jahren, schlussendlich

mit Erfolg. Auch im Zentrum von Cham sind Massnahmen

dringend, ob das Kammerkonzept die Lösung bringen wird,

muss sich noch zeigen.

Die INFRAS kommt in ihrem Bericht vom Mai 2003 zum

Schluss, dass im Kanton Zug jährliche Stau- und Langsamfahrkosten

von rund 54 Millionen Franken anfallen.

Was gedenkt Ihre Partei dagegen zu unternehmen?

Das Verkehrssystem ausbauen, das keinen Stau kennt und

hohe Personentransportkapazitäten auf kleinem Raum bietet!

Wir setzen uns für ein attraktives Angebot ein, damit

möglichst viele Menschen die öffentlichen Verkehrsmittel

oder das Fahrrad benutzen.

Was ist Ihnen sonst zu diesem Thema noch wichtig?

Umwelt und menschliche Gesundheit ist ein Thema von

hoher Brisanz. Luftschadstoffe, Lärm und Unfälle haben

Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Die Umsetzung von

Massnahmen zur Reinhaltung der Luft usw. müssen verbessert

werden.

Alternative Kanton Zug

Postfach 4806

6304 Zug

Tel. 041 710 13 15

Fax 041 710 28 62

info@alternative-zug.ch

www.alternative-zug.ch

F i n a n z p l a t z Z u g 11


SP Kanton Zug

Die Verkehrssituation im Kanton Zug. Ein Interview zu diesem Thema mit

Herr Hubert Schuler, Präsident der SP des Kantons Zug.

Mit Hubert Schuler sprach Patrick Baggenstos

Wie wichtig ist eine funktionierendeVerkehrsinfrastruktur

für den Wirtschaftsstandort

Zug?

Für den Wirtschaftsstandort Zug

ist eine intakte Verkehrsinfrastruktur

sehr wichtig. Dabei wird

nicht nur die innerkantonale

Infrastruktur mitberücksichtigt

sondern auch die Nähe resp. die

Erreichbarkeit der nationalen

und internationalen Zentren. Durch die Nähe zum Flughafen

Kloten sowie dem guten Anschluss (zeitlich und geografisch)

an das nationale wie internationale Eisenbahnnetz wird die

Attraktivität des Kantons Zug erhöht. Verglichen mit anderen

Städten oder Regionen kann die Verkehrsinfrastruktur

des Kantons Zug als gut bezeichnet werden.

Was gehört zu einem nachhaltigen Verkehrskonzept?

Die einzelnen Verkehrsangebote müssen aufeinander abgestimmt

sein, so dass ähnlich wie bei der Stadtbahn und dem

Busnetz eine optimale Synergie hergestellt werden kann.

Dabei muss der öffentliche Verkehr auch auf den indivi-

duellen Verkehr (und umgekehrt) abgestimmt werden. Keine

der beiden Angebote ist zu bevorteilen. Nur wenn bei beiden

Systemen die Vorteile ausgeschöpft werden, ergeben sich

die besten Resultate. Parkplätze, welche sinnvoll bewirtschaftet

werden, und genügend Velounterstände gehören

ebenso zu einem funktionierenden Verkehrskonzept wie ein

attraktives Fahrradstreckennetz.

Welche der aktuellen Verkehrsprojekte favorisiert Ihre

Partei?

Die Tangente Nord ist ein wichtiger Bereich, welcher dringend

und zügig realisiert werden muss. Im weiteren ist der

Ausbau der Autobahn Cham – Rotkreuz auf 6- Spur nochmals

aufzunehmen. Der Stadttunnel (für die Stadt Zug) sollte

ebenfalls zügig vorangetrieben werden. Im öffentlichen

Verkehr sollte die zweite Etappe umgesetzt und die dritte

evtl. auch die vierte Etappe geplant werden. Konkret heisst

das z.B. Doppelspur der SBB auf der Strecke Cham – Luzern,

Zug - Arth, Anschluss von Steinhausen an die Stadtbahn. Die

Busverbindungen und –linien sollen aufrechterhalten und

bei Bedarf ausgebaut werden.

Die INFRAS kommt in ihrem Bericht vom Mai 2003 zum

Schluss, dass im Kanton Zug jährliche Stau- und Langsamfahrkosten

von rund 54 Millionen Franken anfallen.

Was gedenkt Ihre Partei dagegen zu unternehmen?

Vorab wäre es hier natürlich interessant zu wissen, wie die

Kosten von 54 Mio Franken zustande kommen. Daraus

könnte dann hergeleitet werden, wo die Ansätze für eine

Verbesserung dieser Situation liegen. Mit der Inbetriebnahme

der Stadtbahn Zug konnte ein wichtiges Verkehrsprojekt

realisiert werden. Es wäre spannend zu wissen, welche

Auswirkung die Einführung dieses Konzeptes auf den Individualverkehr

hat. Zusätzlich werden in den nächsten Jahren

einige neue Strassen gebaut. Diese Verbesserungen sollten

diese Kosten reduzieren.

Was ist Ihnen sonst zu diesem Thema noch wichtig?

Der SP des Kantons Zug ist es sehr wichtig, dass die einzelnen

Verkehrsbereiche nicht gegeneinander ausgespielt

werden. Nur miteinander (öffentlicher, individueller und

Langsamverkehr) wird es möglich sein, dem Aufkommen

an Mobilität auch weiterhin sinnvoll zu begegnen. Dabei ist

es uns sehr wichtig, dass die Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden

gewährleistet werden kann. Besonders Kinder und

Langsamfahrende sind vom individuellen Verkehr besonders

gefährdet.

Sozialdemokratische Partei des Kantons Zug

Postfach 1326

6301 Zug

Tel. 041 750 71 44

Fax 041 750 71 94

www.sp-zug.ch

info@sp-zug.ch

F i n a n z p l a t z Z u g 1


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CVP Kanton Zug

Die Verkehrssituation im Kanton Zug. Ein Interview zu diesem Thema mit

Herr Beat Villiger, Fraktionschef CVP und Präsident der Strassenbaukommission.

Mit Beat Villiger sprach Patrick Baggenstos

Wie wichtig ist eine funktionierendeVerkehrsinfrastruktur

für den Wirtschaftsstandort

Zug?

Der Strassenbau ist für mich die

wichtigste politische Herausforderung

der nächsten Jahre. Hier

ist alles daran zu setzen, um die

Projekte der ersten Priorität realisieren

zu können. Eine gute

Infrastruktur muss mit den anderen

für Zug wichtigen Standortfaktoren

einhergehen.

Was gehört zu einem nachhaltigen Verkehrskonzept?

In den letzten Jahren wurde mit Erfolg viel in den öffentlichen

Verkehr investiert. Es gilt nun, die einzelnen Bereiche wie Bahn,

Bus und Individualverkehr aufeinander abzustimmen. Das

Konzept von Bus und Bahn ist auf einem hohen Stande. Beim

Strassenbau sind wir in den letzten Jahren nicht weiterge-

kommen, obwohl in den Gemeiden und beim Kanton eigent-

lich Baulinien für den Strassenbau vorhanden gewesen wären.

Der Strassenbau hinkt der Siedlungsentwicklung und dem

aufzufangenden Individualverkehr um Jahre hintennach.

Welche der aktuellen Verkehrsprojekte favorisiert Ihre

Partei?

Wir setzen schon lange alles daran, dass die bereits bewillig-

te Nordzufahrt endlich gebaut werden kann. Leider bleibt

das Projekt wegen Beschwerden gegen den Landerwerb juristisch

fraglich blockiert. Nun hat sich auch das Bundesgericht

in dieser Sache noch zu befassen. Im Weiteren fordern

wir die Realisierung der Projekte 6-Spur-Ausbau, Kammerkonzept

und Tangente Neufeld.

Die INFRAS kommt in ihrem Bericht vom Mai 2003 zum

Schluss, dass im Kanton Zug jährliche Stau- und Langsamfahrkosten

von rund 54 Millionen Franken anfallen.

Was gedenkt Ihre Partei dagegen zu unternehmen?

Der unhaltbare Stau im Strassenbau muss ein Ende nehmen.

Der Kantonsrat hat Ende 2003 das Strassenbauprogramm

2004 bis 2011 verabschiedet und zwischenzeitlich auch den

Startschuss für die Planung der genannten Grossprojekte

gegeben. Es gilt, dieses Mehrjahresprogramm jetzt auch

zu realisieren. Die beiden Projekte Nordzufahrt und 6-Spur-

Ausbau auf der Autobahn zwischen Blegi und Rotkreuz sind

vordringlich. Wir haben für eine mögliche Vorfinanzierung

Fragen gestellt und werden prüfen, allenfalls eine Motion

noch nachzureichen. Es kann nicht sein, dass wir im Kanton

Zug nach der Eröffnung der Autobahn Knonaueramt während

Jahren dann einen eigentlichen Verkehrskollaps erleiden

müssen. Bei der Nordzufahrt unterstützen wir die von

der Strassenbaukommission eingebrachte Forderung an die

Regierung, die Ausführungsplanung jetzt zu vergeben, auch

wenn noch Beschwerden hängig sind. Dadurch kann Zeit

eingespart werden.

Was ist Ihnen sonst zu diesem Thema noch wichtig?

Alles ruft nach Strassen, aber niemand will sie haben. Das ist

auf der einen Seite verständlich, aber für die Zukunft unseres

Kantons unhaltbar. Es sind nicht die fehlenden Finanzen, sondern

die fehlenden Zustimmungen von betroffenen Grund-

eigentümerschaften und Anwohnern sowie die Beschwerden,

die den Strassenbau erschweren und zum Teil verunmöglichen.

Es ist deshalb alles daran zu setzen, damit die Ablauf-

prozesse im Strassenbau verkürzt werden können. Die Strassenbaukommission

hat dem Regierungsrat einen Vorschlag

dazu unterbreitet. Es liegt aber auch daran, dass den Landwirten

ein höherer und adäquater Preis beim Landerwerb

bezahlt werden müsste.

CVP Kanton Zug

Zugerstrasse 8a · 6340 Baar

Tel. 041 760 65 90

Fax 041 761 42 17

info@cvp-zug.ch · www.cvp-zug.ch

F i n a n z p l a t z Z u g 1


CVP Kanton Zug

Die Verkehrssituation im Kanton Zug. Ein Interview zu diesem Thema mit

Herr Beat Villiger, Fraktionschef CVP und Präsident der Strassenbaukommission.

Mit Beat Villiger sprach Patrick Baggenstos

Wie wichtig ist eine funktionierendeVerkehrsinfrastruktur

für den Wirtschaftsstandort

Zug?

Der Strassenbau ist für mich die

wichtigste politische Herausforderung

der nächsten Jahre. Hier

ist alles daran zu setzen, um die

Projekte der ersten Priorität realisieren

zu können. Eine gute

Infrastruktur muss mit den anderen

für Zug wichtigen Standortfaktoren

einhergehen.

Was gehört zu einem nachhaltigen Verkehrskonzept?

In den letzten Jahren wurde mit Erfolg viel in den öffentlichen

Verkehr investiert. Es gilt nun, die einzelnen Bereiche wie Bahn,

Bus und Individualverkehr aufeinander abzustimmen. Das

Konzept von Bus und Bahn ist auf einem hohen Stande. Beim

Strassenbau sind wir in den letzten Jahren nicht weiterge-

kommen, obwohl in den Gemeiden und beim Kanton eigent-

lich Baulinien für den Strassenbau vorhanden gewesen wären.

Der Strassenbau hinkt der Siedlungsentwicklung und dem

aufzufangenden Individualverkehr um Jahre hintennach.

Welche der aktuellen Verkehrsprojekte favorisiert Ihre

Partei?

Wir setzen schon lange alles daran, dass die bereits bewillig-

te Nordzufahrt endlich gebaut werden kann. Leider bleibt

das Projekt wegen Beschwerden gegen den Landerwerb juristisch

fraglich blockiert. Nun hat sich auch das Bundesgericht

in dieser Sache noch zu befassen. Im Weiteren fordern

wir die Realisierung der Projekte 6-Spur-Ausbau, Kammerkonzept

und Tangente Neufeld.

Die INFRAS kommt in ihrem Bericht vom Mai 2003 zum

Schluss, dass im Kanton Zug jährliche Stau- und Langsamfahrkosten

von rund 54 Millionen Franken anfallen.

Was gedenkt Ihre Partei dagegen zu unternehmen?

Der unhaltbare Stau im Strassenbau muss ein Ende nehmen.

Der Kantonsrat hat Ende 2003 das Strassenbauprogramm

2004 bis 2011 verabschiedet und zwischenzeitlich auch den

Startschuss für die Planung der genannten Grossprojekte

gegeben. Es gilt, dieses Mehrjahresprogramm jetzt auch

zu realisieren. Die beiden Projekte Nordzufahrt und 6-Spur-

Ausbau auf der Autobahn zwischen Blegi und Rotkreuz sind

vordringlich. Wir haben für eine mögliche Vorfinanzierung

Fragen gestellt und werden prüfen, allenfalls eine Motion

noch nachzureichen. Es kann nicht sein, dass wir im Kanton

Zug nach der Eröffnung der Autobahn Knonaueramt während

Jahren dann einen eigentlichen Verkehrskollaps erleiden

müssen. Bei der Nordzufahrt unterstützen wir die von

der Strassenbaukommission eingebrachte Forderung an die

Regierung, die Ausführungsplanung jetzt zu vergeben, auch

wenn noch Beschwerden hängig sind. Dadurch kann Zeit

eingespart werden.

Was ist Ihnen sonst zu diesem Thema noch wichtig?

Alles ruft nach Strassen, aber niemand will sie haben. Das ist

auf der einen Seite verständlich, aber für die Zukunft unseres

Kantons unhaltbar. Es sind nicht die fehlenden Finanzen, sondern

die fehlenden Zustimmungen von betroffenen Grund-

eigentümerschaften und Anwohnern sowie die Beschwerden,

die den Strassenbau erschweren und zum Teil verunmöglichen.

Es ist deshalb alles daran zu setzen, damit die Ablauf-

prozesse im Strassenbau verkürzt werden können. Die Strassenbaukommission

hat dem Regierungsrat einen Vorschlag

dazu unterbreitet. Es liegt aber auch daran, dass den Landwirten

ein höherer und adäquater Preis beim Landerwerb

bezahlt werden müsste.

CVP Kanton Zug

Zugerstrasse 8a · 6340 Baar

Tel. 041 760 65 90

Fax 041 761 42 17

info@cvp-zug.ch · www.cvp-zug.ch

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FDP

Kanton Zug

Die Verkehrssituation im Kanton Zug. Ein Interview zu diesem Thema mit

Frau Andrea Hodel, Rechtsanwältin, FDP des Kantons Zug.

Mit Andrea Hodel sprach Patrick Baggenstos

Wie wichtig ist eine funktionierendeVerkehrsinfrastruktur

für den Wirtschaftsstandort

Zug?

Die funktionierende Infrastruktur

ist einer der ganz wichtigen Pfeiler

unserer Standortattraktivität.

Nur wenn die Erreichbarkeit des

Wirtschaftsplatzes Zug gegeben

ist, sind wir für Unternehmen

und Arbeitgeber sowie Arbeitnehmer

und Arbeitnehmerinnen

auch in Zukunft als Wirtschaftsstandort attraktiv. Zeit ist Geld.

Dies bedeutet, dass eben der Verkehr rollen muss.

Was gehört zu einem nachhaltigen Verkehrskonzept?

Die Zuger Bevölkerung darf im Verkehr nicht ersticken.

Morgens und abends stehen wir auf der Nord-Süd und Ost-

West-Achse im Stau. Damit sich diese Situation verbessert, ist

eine Kombination des öffentlichen und privaten Verkehrs von

grosser Bedeutung. Mit der Stadtbahn sind die Weichen im

Bereich des öffentlichen Verkehrs gestellt. Nun muss es darum

gehen, die Ost-West-Entlastung und damit den direkten

Anschluss des Berges zur Autobahn sowie die Nord-Zufahrt

zu realisieren.

Welche der aktuellen Verkehrsprojekte favorisiert Ihre

Partei?

Die FDP des Kantons Zug steht hinter dem Verkehrsrichtplan,

welcher vom Kantonsrat im Januar 2004 verabschiedet

wurde. An erster Priorität ist die Entlastung der Ortszentren

von Zug, Baar und Cham sowie die bessere Erschliessung

der Arbeitsplatz- und Siedlungsgebieten durch die Realisierung

der Nord-Zufahrt, der Umfahrung von Cham (Kammer-

konzept) sowie der Tangente «Neufeld», d.h. der Anschluss

des Ägeritals über den Talacher direkt auf die Autobahn.

Die INFRAS kommt in ihrem Bericht vom Mai 2003 zum

Schluss, dass im Kanton Zug jährliche Stau- und Langsamfahrkosten

von rund 54 Millionen Franken anfallen.

Was gedenkt Ihre Partei dagegen zu unternehmen?

Wir fördern im Kanton Zug eigene Infrastrukturprojekte und

sind auch bereit, den geplanten Autobahnausbau auf sechs

Spuren zwischen den Verzweigungen Blegi und Rütihof

notfalls durch eine Vorfinanzierung zu beschleunigen.

Was ist Ihnen sonst zu diesem Thema noch wichtig?

Der Verkehr muss verflüssigt werden. Dies bedeutet, weniger

Signale, weniger Roundabouts und die Hauptachsen klar zu

priorisieren. Es kann nicht sein, dass die Hauptverkehrsachse

Zug-Baar mit immer mehr Lichtsignalanlagen für Linksabbieger

zusätzlich verlangsamt und der Verkehr in Zug auf dieser

wichtigen Hauptachse behindert wird.

FDP des Kantons Zug

Postfach 1413

CH-6301 Zug

Tel. 041 711 37 87

Fax 041 711 37 83

info@fdp-zg.ch

www.fdp-zg.ch

F i n a n z p l a t z Z u g 1


Wir haben einen Backofen entwickelt, der Ihre

Lieblingsrezepte auswendig kennt. Weil es Momente

im Leben gibt, in denen man alles vergisst.

Mehr Informationen unter www.bauknecht.ch oder Telefon 0848 801 002.


SVP

Kanton Zug

Die Verkehrssituation im Kanton Zug. Ein Interview zu diesem Thema mit

Frau Susanne Rietiker, Präsidentin der Wirtschaftskommission der SVP Stadt Zug.

Mit Susanne Rietiker sprach Patrick Baggenstos

Wie wichtig ist eine funktionierendeVerkehrsinfrastruktur

für den Wirtschaftsstandort

Zug?

Der Verkehr sichert den Zugang

zu Gewerbe, Handel, Arbeitsplätzen

und Freizeitaktivitäten.

Steht der Verkehr still, erstickt

die Wirtschaft. Deshalb kommt

dem funktionierenden Verkehr

in der kantonalen Politik und

der Gemeindepolitik eine hohe Priorität zu.

Was gehört zu einem nachhaltigen Verkehrskonzept?

In erster Linie hat sich ein Verkehrskonzept am kurzfristigen

Bedarf auszurichten. Weiter muss sie auf die langfristige Entwicklung

des Kantons abgestimmt sein. Doch darf der Verkehr

die Lebensqualität nicht unangemessen einschränken.

Der Verkehrssicherheit ist grosses Augenmerk beizumessen.

Welche der aktuellen Verkehrsprojekte favorisiert Ihre

Partei?

Die letzten beiden Jahre haben in allen aktuellen Projekten

gezeigt, dass dem politischen Wunsch faktische Hindernisse

- wie rechtliche oder technische Rahmenbedingungen - entgegenstehen

können. Deshalb sollte der Kanton dazu übergehen,

pragmatisch diejenigen Verkehrsprojekte, die am

schnellsten realisiert werden können, vorzuziehen.

Die INFRAS kommt in ihrem Bericht vom Mai 2003 zum

Schluss, dass im Kanton Zug jährliche Stau- und Langsamfahrkosten

von rund 54 Millionen Franken anfallen.

Was gedenkt Ihre Partei dagegen zu unternehmen?

Grosse Entscheidungen in der Verkehrspolitik sind politische

Kraftakte, die keine Partei alleine umsetzen kann. Deshalb

konzentrieren wir uns darauf, im Gespräch mit allen Parteien

und Interessengruppen einen breiten Konsens zu erzielen.

Wir haben unsere Konsensbereitschaft bei der Stadtbahn

bewiesen, werden dies auch weiter tun und erwarten diese

Konsensbereitschaft auch von allen anderen Parteien - im Interesse

des Kantons Zug.

Was ist Ihnen sonst zu diesem Thema noch wichtig?

Die Frage der Prioritätenliste muss neu angegangen werden.

Es hat sich gezeigt, dass sich die Realisierung von Verkehrsprojekten

nicht nach der politischen Tagesordnung

richtet. Wir müssen pragmatischer vorgehen und die Umsetzung

der Verkehrsprojekte auf breiter Front vorantreiben; sobald

fertig geplant ist, wird gebaut - egal welche Priorität das

Projekt haben mag. Wir können nicht wichtige Projekte auf

Jahre wegen einer imaginären Prioritätenliste blockieren.

SVP Kanton Zug

Postfach 1407

6301 Zug

Tel. 041 790 74 73

Fax 041 790 02 65

sekretariat@svp-zug.ch

www.svp-zug.ch

F i n a n z p l a t z Z u g 1


3M Digital WallDisplay

Die universelle Meetinglösung in Form eines

einzigen Produktes.

Mit herkömmlichen Multimedia-Geräten haben Sie als Präsentator

einen stark eingeschränkten Spielraum. Wenn Sie vor der Leinwand

stehen, wird das Bild auf Sie projiziert. Sie werden durch den hellen

Lichtstrahl geblendet. Mit dem 3M Digital WallDisplay ist damit Schluss.

Dank des patentierten Systems können Sie sich auch vor dem Bildschirm frei

bewegen, ohne dass Sie dabei in den Projektionsstrahl geraten.

Unterstützen Sie Ihre Meetings

künftig mit einem einzigen, universell

einsetzbaren Präsentations- und

Kommunikationsmedium.

Das 3M Digital WallDisplay ist sofort einsatzbereit und ausgesprochen

einfach zu bedienen: Signalquelle anschliessen, Einschaltknopf

drücken und schon kann Ihre Multimedia-Show beginnen. Mit dem 3M

Digital WallDisplay stehen Sie in direktem Kontakt mit Ihrem Publikum.

Das 3M Digital WallDisplay vereint:

< Multimedia-Projektor

< Abwischbares Whiteboard

< Soundsystem

< Copyboard

< Interaktives Whiteboard

3M Digital WallDisplay 9000PD

Multimedia-Projektor – Soundsystem – Abwischbares Whiteboard

Für Projektionen

Das Einstiegsmodell 9000PD beinhaltet einen Multimedia-Projektor,

ein abwischbares Whiteboard und ein Soundsystem. Es eignet sich

besonders für Räume, an deren Decken kein Multimedia-Projektor

angebracht werden kann. In kleineren Meetingräumen spart es das Flip-Chart

ein. Spontane Gedanken im Meeting lassen sich direkt auf dem abwischbaren

Whiteboard festhalten.

vorher

jetzt

Souveräne

Präsentationen

9000PD


Kreative

Meetings

9200IW

Multimedia-Projektor – Soundsystem

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Präsentationen

9200IC

Multimedia-Projektor – Soundsystem

– Abwischbares Whiteboard –

Copyboard mit Farbdrucker-

Anschluss* – Interaktives Whiteboard

3M Digital WallDisplay 9200IW

Mit interaktivem Whiteboard

Mit dem Modell 9200IW können Sie die auf dem Whiteboard

notierten Ergebnisse und Skizzen auf dem PC abspeichern und

bearbeiten. Das nachträgliche Protokollieren des Meetings

entfällt. Projizieren Sie Ihre Computerdaten via 3M WallDisplay, wird

dieses zu einem riesigen, interaktiven Touch-Screen. Den digitalen

Mausgriffel von 3M können Sie wie eine Computer-Maus einsetzen.

3M Digital WallDisplay 9200IC

Mit interaktivem Whiteboard und Copyboard

Das 3M Digital WallDisplay 9200IC ist die bekannte «All-in-One»-

Lösung für perfekte Meetings. Es vereint alle Präsentationsmedien

in einem Gerät: Multimedia-Projektor, abwischbares Whiteboard,

Copyboard, interaktives Whiteboard und Soundsystem.

*Drucker muss PCL 3 kompatibel sein.

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Fabienne Christen, EBC Economic Business Center AG

und Werner Nussbaumer, Bürocenter Walter AG

3M (Schweiz) AG

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Von Pascal Gautschi, Head Switzerland

Es war im Jahr 1948 als ein Raunen durch die Ski-Industrie

ging. Ein Flugzeugingenieur und passionierter Skifahrer mit

dem Namen Howard Head, der einige Jahre zuvor bereits das

erste grossflächige Tennisracket entwickelt hatte, präsentierte

in Nordamerika einen völlig neuen Ski. Nicht aus Holz sondern

aus Metall, industriell gefertigt und wesentlich stabiler als

alle anderen Produkte, die damals auf dem Markt verfügbar

waren. Der Head-Ski fand nicht bloss weltweite Beachtung

sondern auch eine grosse Anhängerschaft.

Ski – das wichtigste Standbein in der Schweiz

«Wir haben das Glück, in einer Branche zu arbeiten, die einerseits

Emotionen weckt, andererseits viele Menschen in

ihrer Freizeitbeschäftigung unterstützt», sagt Lucio Zallot, seit

einem Jahr Geschäftsführer bei Head Switzerland in Baar. «Das

ist noch immer ein Privileg.» Und es scheint, als ob die Mit-

22 F i n a n z p l a t z Z u g

HEAD – Enthusiasmus

als Leitfaden

In der Sportartikel-Branche steht der Name Head für Innovation und Qualität. In den

Bereichen Wintersport, Racketsport und Tauchen nimmt man auf der ganzen Welt eine

führende Rolle ein. Auch dank 31 Mitarbeitern in Baar.

Protection_AD_190x86 21.09.2005 10:18 Uhr Seite 1

Go big.

arbeiter dieses Privileg zu schätzen wissen: Die durchschnittliche

Anstellungsdauer betrage 10 Jahre, betont Zallot, der

seit 13 Jahren bei Head arbeitet und heute auf 31 Mitarbeiter

zählen kann. Zallot ist die Freude an seiner Arbeit anzumerken.

«Wir leben bei Head Enthusiasmus», sagt er mit Stolz.

26,5 Millionen Franken dürfte der Umsatz von Head Switzerland

in diesem Jahr betragen. Beim Blick auf die Umsatz-Anteile

wird schnell klar, wie wichtig das Winter-Geschäft

in der Schweiz ist: 42 Prozent wird im Sektor Ski

erwirtschaftet, 21 Prozent bei den Bindungen, 16 Prozent

bei den Skischuhen und 9 Prozent im Bereich Snowboards.

Die Head-Produkte, in unserem Land in 800 Sportfachgeschäften

erhältlich, sind im Branchen-Vergleich seit Jahren

fast überall an der Spitze vertreten. Nach den neusten Zahlen

belegt man unter anderem mit den Head-Ski sowie den

Tyrolia-Bindungen Platz 1, bei den Tennis- und Squashrackets

Platz 2, bei den Snowboards Platz 5. «Wir werden alles tun,

unsere Stellung weiter zu stärken», verspricht Zallot.

Again tomorrow.

h e a d . c o m


Rezepte für nachhaltiges

Gewinnstreben

Für die Bank Coop ist Nachhaltigkeit mehr als ein Modewort: Die Bank lebt nach diesem

Prinzip und bietet als eines der wenigen Finanzinstitute institutionellen und privaten Kunden

massgeschneiderte Dienstleistungen an, die sich an nachhaltigen Kriterien orientieren.

Von Christoph Loeb, Leiter Kommunikation, Bank Coop AG

Immer mehr Anlegerinnen und Anleger berücksichtigen

bei Anlageentscheiden auch ökologische und soziale Kriterien.

Sie wollen Verantwortung übernehmen und in eine

lebenswerte Zukunft investieren, ohne dabei auf eine marktgerechte

Rendite zu verzichten. Der Begriff Nachhaltigkeit

(englisch Sustainability) besagt: Wenn wir vom Apfelbaum

nur die Früchte essen und sein Holz nicht noch verwenden,

wird der Baum unseren Kindern auch in Zukunft die besten

Früchte geben.

Investieren und Verantwortung übernehmen

In der nachhaltigen Vermögensverwaltung wird in Unternehmen

investiert, die soziale, ethische und ökologische

Grundsätze berücksichtigen. So wird zum Beispiel

auf Investitionen in die Rüstungsindustrie oder

Atomenergie verzichtet, auch wenn diese im Moment

eine höhere Rendite versprechen als Industrieunternehmen

mit klaren Umweltrichtlinien. Das stösst auf

immer grösseres Interesse: Seit die Bank Coop im April

2002 mit dem Angebot für nachhaltige Anlagen gestartet

ist, haben sich die verwalteten Vermögen in diesem

Bereich verdreifacht. Auch bei institutionellen Investoren

fliesst das Kriterium der Nachhaltigkeit je länger je mehr in

die Bewertungsmodelle von Unternehmen ein.

Keine Einbusse bei der Rendite

Nachhaltig wirtschaftende Unternehmen setzen ihre Ressourcen

effizient ein und erreichen dadurch Kostensenkungen.

Ein nachhaltig geführtes Unternehmen besitzt

daher langfristig ein grösseres Potenzial zur Wertsteigerung

als eines mit herkömmlicher Ausrichtung. Die Folge:

Nachhaltigkeit und Rendite schliessen sich nicht aus. Im Gegenteil:

Ökologische wie soziale Verantwortung bilden die

Basis für den langfristigen finanziellen Erfolg. Das beweist

zum Beispiel die Entwicklung des Dow Jones Sustainability

Index, der in den letzten zehn Jahren besser als der Dow Jones

Global Index abgeschnitten hat.

Nachhaltiges Fondsangebot

Die Bank Coop vertreibt ausschliesslich Fremdfonds von

erstklassigen Anbietern. Um sich im Universum von tausenden

von Produkten besser zu orientieren, hat sie eine Basisfondspalette

mit 27 Fonds geschaffen. Hinzu kommen weitere

Fonds für die Ergänzungsfondspalette, welche aktuelle

Entwicklungen und Trends an den Finanzmärkten berücksichtigt.

Diese Basisfondspalette enthält sieben Nachhaltigkeitsfonds,

die verschiedene Nachhaltigkeitsansätze und Risikobedürfnisse

der Anleger abdecken. Dabei macht sich die Bank Coop

zur Pflicht, die Fonds sorgfältig auszuwählen und ihre Qualität

regelmässig zu überwachen. Es werden nur Fonds von

Gesellschaften mit guter Reputation und hoher Glaubwürdigkeit

angeboten. Dazu gehören Produkte von unabhängigen

Fondsgesellschaften wie Ethos, Dr. Höller, Sarasin oder

Swisscanto. Sechs Nachhaltigkeitsfonds bilden auch die

Palette des nachhaltigen Fondssparplans.

Eigenes Rating in der Vermögensverwaltung

Neben der Fondspalette bietet die Bank Coop auch eine nachhaltige

Vermögensverwaltung mit Einzeltiteln an. Für die

Auswahl der Unternehmen werden rund 130 Kriterien analysiert,

welche die Umweltleistung und die Wahrnehmung der

sozialen Verantwortung messen. Die Bank Coop arbeitet hier

mit dem Umwelt- und Sozialresearch der Zürcher Kantonalbank

zusammen. Diese Analyse garantiert die konsequente

Auswahl der in Bezug auf Nachhaltigkeit besten Unternehmen

jeder Branche. Dafür wurde ein eigenes Rating ent-

wickelt: So wie bei Obligationen die Schuldnerqualität (Bsp.

AAA) wird auch die Nachhaltigkeit von Unternehmen und

Ländern mit dem Rating N (Bsp. NNN) bewertet.

Bank Coop Zug

Tel. 041 710 85 35

www.bankcoop.ch

F i n a n z p l a t z Z u g 2


Kanton Zug als guter

Industriestandort?

Altatec Microtechnologies AG entwickelt und fertigt in Steinhausen miniaturisierte,

kundenspezifische, elektronische Schaltungen für eine internationale Kundschaft.

Mit Fritz Meili sprach Patrick Baggenstos

Fritz Meili, Delegierter des Verwaltungsrates

der Altatec Microtechnologies AG

2 F i n a n z p l a t z Z u g

Herr Meili, wer

ist Altatec Microtechnologies

AG?

Wir sind ein mittelständischesUnternehmen,

welches für

eine internationale

Kundschaft mikro-

elektronische Schaltungen

entwirft und

herstellt.

Wo findet man Ihre

Produkte?

Wir fertigen keine eigenen

Produkte. Sie

werden also nirgends

ein Gerät mit unserem

Label kaufen können.

Vielmehr liefern wir das Herzstück, die Elektronik für verschiedene

Geräte wie zum Beispiel Schliess- und Zutritts-

systeme, Hörgeräte oder Messapparaturen.

Sie produzieren also auch am Standort in Steinhausen?

Ja, das ist richtig. Sämtliche von uns angebotenen Leistungen

erbringen wir in unserem Hause.

Zug ist landläufig als steuergünstiger Kanton bekannt.

Deswegen befinden sich hier viele Verwaltungen von

international tätigen Grosskonzernen, aber auch namhafte

Finanz- und ergänzende Dienstleistungsanbieter.

Wie profitieren Sie als Produktionsbetrieb davon?

Zug ist dadurch ein finanzstarker Kanton geworden. Dies

widerspiegelt sich im Bereich der Infrastruktur wie zum

Beispiel dem Ausbildungsangebot und dem Angebot für

Büro- und Gewerberäume. Auch verkehrstechnisch hat

sich in den letzten Jahren einiges getan, wenn auch hier

noch weiterer Handlungsbedarf besteht. Diese Fakten

verleihen dem Kanton Zug auch einen internationalen

Touch, umso mehr als Zug ein Nachbarkanton von Zürich

ist und die globale Anbindung durch die Nähe zum

Flughafen gewährleistet wird.

Gibt es aus Ihrer Sicht weitere Gründe, welche für den

Unternehmensstandort Kanton Zug sprechen?

Ja sicher. Nur alleine die Steuererleichterungen machen

die Attraktivität dieses Standortes nicht aus. Ein wichtiger

Erfolgsfaktor für jedes Unternehmen sind gut ausgebildete

und motivierte Arbeitskräfte. Genau diese finden wir hier

im Einzugsgebiet, weil die entsprechenden Ausbildungen

geboten werden. Zudem bietet Zug seinen Bewohnern und

somit unseren Mitarbeitern eine ausgezeichnete Lebensqualität

mit einem vielfältigen Freizeit- und Kulturangebot

sowie vielen Einkaufsmöglichkeiten. Nicht zu vergessen, die

schöne, intakte Landschaft mit ihren Naherholungsgebieten

und den Seen.

Herr Meili, Sie erwähnten, dass Ihr Unternehmen

internationale Kundschaft bedient. Können Sie auch

auf lokale Kundschaft zählen?

Die lokale Geschäftstätigkeit beschränkt sich leider

auf einen kleinen Prozentsatz gemessen am Gesamt-

ergebnis. Andererseits pflegen wir enge Kontakte zu anderen

lokalen High-Tech-Firmen, welche dann in Kooperation

dazu führen Projekte für Dritte, seien es schweizer- oder internationale

Firmen, realisieren zu können. Es ist sehr interessant

zu wissen, dass sich im Raum Zug wie auch in der

übrigen Zentralschweiz hoch spezialisierte und heute international

bekannte und beachtete Firmen entwickeln konnten.

Speziell auch für unseren Bereich, die Mikroelektronik,

trifft diese Aussage ganz besonders zu.


Wie beurteilen Sie das politische Umfeld für ein Unternehmen

im Kanton Zug?

Die Politik im Kanton Zug hat sich schon früh zur Förderung

des Standortes für Industrie- und Dienstleistungsbetriebe

bekannt. Aus einem Kanton, welcher

ursprünglich hauptsächlich von der Agrarwirtschaft getragen

wurde, ist durch die Schaffung der notwendigen

Rahmenbedingungen zu einem modernen Wirtschaftskanton

geformt worden. Auch das heutige politische Klima im

Kanton Zug ist mehrheitlich wirtschaftsfreundlich geprägt.

So zum Beispiel fördert und unterstützt der Kanton Zug den

Erfahrungsaustausch unter den Firmen auf verschiedenen

Ebenen. Das Networking spielt hier eine nicht zu unterschätzende

Rolle.

Welches sind die Erfolgsfaktoren für Zug und Ihre Firma?

Das bereits erwähnte wirtschaftsfreundliche Umfeld im

Kanton Zug und die weiteren als hoch zu bewertenden sogenannten

weichen Faktoren helfen natürlich mit, dass sich

Unternehmen hier niederlassen und entwickeln können.

Dies ist aber sicherlich nicht der alleinige Garant für den

Erfolg. Wir als Firma müssen darauf bedacht sein, jeden Tag

und nachhaltig eine Topleistung zu erbringen, welche sich

im internationalen Wettbewerb behaupten kann. Der gezielte

Einsatz unserer Ressourcen ist dabei sehr wichtig, um

auch im globalen Preiskampf bestehen zu können.

Herr Meili – wir danken Ihnen für das Gespräch und

wünschen Ihnen alles Gute.

Altatec Microtechnologies AG

Sumpfstrasse 7

6312 Steinhausen

Tel. 041 740 56 36

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F i n a n z p l a t z Z u g 2


Restaurant Brandenberg:

Vor 25 Jahren hat Gusty Brandenberg das Lokal von seinem Vater

übernommen. Ausgeschenkt wurde damals vor allem Bier. Zwei Erlebnisse

beeinflussten Gusty Brandenberg damals stark: eine Reise

mit der Feuerwehr nach Bordeaux... und ein Gast, der die Serviertochter

fragte, ob‘s im «Brandenberg» auch Flaschenwein gäbe. So

wurde Herr Brandenberg zum Weinkenner. 400 Weine stehen auf

seiner Karte, davon ein drittel Bordeaux zu sehr attraktiven Preisen.

Zum Glück hält die neue Zuger Stadtbahn nur gerade 100 Meter vom

«Brandenberg» entfernt. Doch nicht nur die Weinkarte, sondern auch

die schönen Holztische, die alten Reklametafeln, der riesige Garten

sowie der freundliche Service von Trix Brandenberg sorgen im 1930

erbauten Restaurant für eine gemütliche Atmosphäre.

Die Küche ist sehr vielseitig, von Cervelats und Weisswürsten bis

zu auserlesenen Gaumenfreuden. Das Lokal hat sich zu einem

sehenswerten Treffpunkt auf dem Platz Zug entwickelt. Ein

gemischtes Volk von Geschäftsleuten, Vereinen und Geniessern.

26 F i n a n z p l a t z Z u g

Ihr nächster

Ristorante Giardino:

Seit Januar 2001 führen Angelo & Gabriella Finelli das italienische

«Ristorante Giardino».

Ein Blick in die Speise- und Weinkarte genügt, um zu sehen, dass

mit viel Liebe zum Detail die italienische Küche zelebriert wird.

Die Reise durch Italien beginnt bei den verschiedenen Teigwarengerichten,

geht über zu diversen Fisch- oder Fleischgerichten und

endet bei den «dolci», den Desserts. Eine grosse Auswahl an Weinen

aus verschiedenen Regionen Italiens runden das Essen ab.

Natürlich sind auch Pizzas erhältlich.

Täglich wechselnde Mittagsmenus mit Antipasto oder Salat sorgen

dafür, dass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Für die Nichtraucher-Gäste

steht mittags das Säli zur Verfügung. Und für die Weingeniesser

sorgen die Qualitätsweine im Offenausschank, dass ein

guter Tropfen zu einem feinen Essen nicht fehlen darf. Der Gast

ist auf jeden Fall König und wird mit zuvorkommendem Service

bedient. Ein Besuch lohnt sich! «A presto al ristorante Giardino».


Business Lunch:

Hotel Restaurant AESCH Walchwil:

Bankett, Seminar und Erholung im Grünen

Das Hotel Aesch liegt inmitten des eigenen Rebberges oberhalb

Walchwil und wird in 4. Generation von der Familie Hürlimann

geführt.

Die herrliche Aussicht auf den Zugersee und die absolute Ruhe

bieten eine einmalige Kulisse und Atmosphäre für ein erfolgreiches

Seminar oder ein unvergessliches Bankett. Für Firmenfeiern und

Bankette bis 160 Personen bieten wir ideale Panoramasäle, bekannte

und gepflegte Küche mit grossem, saisonalem Angebot an. Drei

komfortable Seminarräume bieten bis zu 40 Seminargästen Platz.

Interessante Rahmenprogramme stellen wir Ihnen gerne nach

Ihren Wünschen zusammen.

Grosser Beliebtheit erfreut sich unser Apéro mit kleiner Weinkunde

und anschliessender Degustation der hauseigen produzierten

Walchwiler Weine.

Zugersee Schifffahrt:

Eine Brise Zugerseeluft

Je nach Wetter befördert die Zugersee Schifffahrt (SGZ) 130 000 bis

150 000 Passagiere pro Jahr. Ihre Schiffe fahren alle grösseren Ortschaften

am Zugersee an. Die Landestege liegen zentral und sind

mit den öffentlichen und privaten Verkehrsmitteln gut erreichbar.

Eine junge, moderne Flotte und ein kulinarisches Top-Angebot

zeichnen die Zugersee Schifffahrt aus. Mit vier Schiffen bietet die

Zugersee Schifffahrt für jeden Anlass und jede Gruppengrösse den

passenden Rahmen. Kursfahrten oder kulinarische Abendausflüge,

Gruppenangebote, Sonntagsbrunches oder Firmenjubiläen, Familienfeste

oder Geschäftsessen, das Angebot der Zugersee Schifffahrt

ist riesig.

Aktuell: Weihnachten auf dem Zuger- oder Ägerisee. Das spezielle

Ambiente ist garantiert! Weitere Infos finden Sie unter www.zuger-

Schiff Zug_Ins Xmas 2006 2.11.2005 17:17 Uhr Seite 1

see-schifffahrt.ch und www.aegerisee.ch

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Ihren ganz speziellen Festanlass

auf dem Zugersee oder Ägerisee

Telefon 041 728 58 58

www.zugersee-schifffahrt.ch

Telefon 041 728 58 50

www.aegerisee.ch

F i n a n z p l a t z Z u g 2


Werner Keim Limousine Services

Eine Klasse für sich

Das renommierte Limousine Service Unternehmen bietet

seit über 7 Jahren einen perfekten Limousinen Service. Das

Unternehmen wird vom Inhaber Werner Keim geführt und

durch ein Team von festangestellten, mehrsprachigen Chauffeuren

unterstützt.

Professionalität, Flexibilität und Diskretion zeichnen das Unternehmen

und den hohen Servicegrad aus, der von den

langjährigen Kunden sehr geschätzt wird. Der Kundenkreis

umfasst sowohl Privat- als auch Geschäftskunden.

Besonderer Wert wird auch auf den eigenen Wagenpark gelegt.

Dieser umfasst die neusten Luxuslimousinen der Marken

Mercedes, BMW und Audi. Ergänzt wird der Wagenpark

durch zwei geräumige Vans, die Platz für 8 Passagiere mit viel

Gepäck bieten. Werner Keim Limousine Services bietet mehr

als exklusive, stilvolle Fahrten.

«Wir gehen auf die individuellen Wünsche unserer Gäste ein,

bieten Zusatzservice wie beispielsweise Sight seeing Touren

an. Wir wollen unseren Fahrgästen eine erholsame und angenehme

Zeit bieten.»

Werner Keim Limousine Services · Bahnhofstrasse 52 · 8001 Zürich

Tel. +41 44 262 44 90 · info@wernerkeim.ch · www.wernerkeim.ch

2 F i n a n z p l a t z Z u g


Sport und Business

Wakeboarding ist seine Passion. Der 5-fache Weltmeister Andy Meyenberg ist auch

seit Jahren ein erfolgreicher Geschäftsmann auf dem Platz Zug.

Mit Andy Meyenberg sprach Reto Egloff

Wie lange betreibst Du diesen Sport schon und wie hat

alles angefangen?

Im Jahre 1996 hat ein guter Freund am Zürichsee ein Boot gekauft.

Von Bösch hat er dann verschiedene Sportgeräte zum

testen bekommen, die wir natürlich mit Freuden ausprobiert

haben. Darunter waren Wasserskis, Monoskies, Skyskies und

natürlich auch ein Wakeboard. Nach einigem rumprobieren

bin ich dann beim Wakeboard «hängengeblieben». Nachdem

ich schon einige Zeit als Snowboard-Lehrer tätig war,

kam mir dieser Ausgleich im Sommer sehr gelegen, eine

ideale Sommer-Trainingsmöglichkeit. Ich habe zu dieser Zeit

überhaupt nie daran gedacht, je Wettkämpfe zu fahren, bzw.

auf diesem Sportgerät erfolgreich sein zu können.

Ein perfekt ausgeführter «Methode Scare-Crow» von Andy Meyenberg auf dem Zugersee.

Wie wird man zum erfolgreichen Wakeboarder?

Anfang der neunziger Jahre war die Sportart Wakeboard fast

gänzlich unbekannt. Ich war aber keineswegs der erste, der

diesen Funsport ausübte. Meine Freunde haben mich bereits

nach kurzer Zeit darauf aufmerksam gemacht, dass ich sehr

talentiert sei und alles sehr einfach erlerne. So haben sie

mir den Vorschlag gemacht, ich soll doch in ein Wakeboard-

Trainingscamp gehen, das unter der Führung vom damaligen

Europameister Fredrik Träger stattfand. Dort habe ich dann

schnell einige Flips und Rotationen erlernt, so dass mich

die Kollegen drängten, doch einmal einen Wettkampf zu

fahren. Ich habe mich dann entschlossen, einen «Schnupperwettkampf»

zu bestreiten. Diesen habe ich dann zu meiner

grossen Überraschung gewonnen. Und so hat mich der Sport

immer mehr begeistert. Ich startete dann im Jahr 1997 an

den Regio-Cups. Weiter ging‘s mit den Swiss-Cups und den

Foto: www.marcweiler.ch

F i n a n z p l a t z Z u g 2


Schweizermeisterschaften. Nachdem diese Unterfangen

sehr erfolgreich waren, habe ich mich dann entschlossen,

Europa-Cup zu fahren. Nun fing ich an, herumzureisen und

internationale Luft zu schnuppern. Bis zu sieben Tourstops

waren zu bewältigen, was mit sehr viel Reisen verbunden

war. Nach grossen Erfolgen in der Tour war dann 1998 meine

erste Europameisterschaft angesagt. Mit dem Sieg dort

konnte ich eine eigentliche Sieges-Serie starten: 6 x Europameister

und 5 x Weltmeister ohne Unterbruch. Den letzten

Erfolg konnte ich dieses Jahr in Moskau feiern, wo ich zum

fünften Mal in Serie Weltmeister wurde.

Die Symbiose aus Sport und Business bringt Andy Meyenberg den

Erfolg.

Wie schafft man das, eine solche Kontinuität zu halten?

Die Konkurrenz wurde ja stetig grösser und stärker?

Vielleicht ist es ein Vorteil, dass ich immer ein paar Jahre

älter war als meine Mitbewerber. Es entscheidet vielfach

die mentale Verfassung und die Konzentration auf die

Läufe. So war ich vielleicht in vielen Fällen etwas abge-

klärter als meine Konkurrenz. Ich habe mich vor den Wett-

kämpfen immer seriös vorbereitet, habe mich voll auf den

Wettkampf konzentriert. Ich konnte manchen Lauf sauberer

und besser hinlegen als meine Verfolger.

Was treibt dich an, immer wieder solche Spitzenresultate

zu erzielen?

Wakeboarden ist meine Passion. Ich habe auch heute noch

eine enorme Freude daran. Und solange das so ist, werde

0 F i n a n z p l a t z Z u g

ich diesen Sport ausüben. Zudem hat sich die Wakeboard-

Szene in den letzten Jahren nicht sehr stark verändert. Jeder

kennt jeden, es ist wie eine grosse Familie. Nicht wie in der

Snowboard-Szene, wo mittlerweile alles sehr stark professionalisiert

wurde. Wir sind eine kleine Gruppe geblieben, und

das ist gut so.

Zahlen sich denn deine Weltmeistertitel aus? Konntest

Du dank deinem Erfolg gute Sponsoringverträge abschliessen?

Es ist leider so, dass das Wakeboarden als Randsportart sehr

schlecht unterstützt wird. Auch als Weltmeister investiert

man selber sehr viel Geld in den Sport. Wenn man diesen

Sport professionell betreiben wollte, müsste man nach Amerika

gehen und an der Pro-Tour teilnehmen. Dort herrschen

andere Verhältnisse und man kann davon Leben. Hier in

Europa ist das meiste noch auf dem Amateurlevel. Die WM-

und EM-Titel, die ich gewonnen habe, sind alles reine Amateurtitel.

Anfangs habe ich es als Profi versucht, aber die Sponsoring-

erträge haben nicht ausgereicht. Klar hatte ich vor allem am

Anfang gute Sponsoren. Doch diese haben sich immer mehr

zurückgezogen, weil sie gemerkt haben, dass die Medienpräsenz

klein bleibt.

Du kommst langsam in ein Alter, wo sich andere Spitzensportler

mit dem Rücktritt auseinandersetzen. Wie sieht

das bei Andy Meyenberg aus?

(Lacht) Diese Frage wird mir in den letzten Jahren von verschiedener

Seite immer wieder gestellt. Ich werde sicher

noch fahren, wenn es meine Gesundheit erlaubt. Solange die

Freude am Sport da ist, wird für mich Rücktritt kein Thema.

Ich muss nicht unbedingt nach einem grossen Titel abtreten.

Ich habe genügend geleistet, dass ich niemandem mehr etwas

beweisen muss. Damit werde ich der Szene vermutlich

noch eine Weile erhalten bleiben. Sicher ist, dass ich keine

Weltmeisterschaft mehr fahren werde. Die Europameisterschaft

werde ich vielleicht noch einmal in Angriff nehmen.

Doch das werde ich spontan entscheiden. Wenn die Fitness

stimmt und die Motivation da ist, werde ich da sicher nochmals

einen Auftritt haben.

Du hast dich in Zug nicht nur sportlich sondern auch

wirtschaftlich etabliert. Wie schaffst Du den Spagat

zwischen Sport und Businesswelt?

Für mich ist der Sport sicher nur dank einem sehr toleranten

Arbeitgeber möglich. Im Sommer kann ich jeweils eine dreimonatige

Auszeit nehmen, die mir erlaubt, die Wakeboard-

Schule «Wake‘n Wild» zu führen. Obwohl die Schule immer

gut ausgebucht ist, gibt es immer wieder die Gelegenheit selber

aufs Wasser zu gehen. So habe ich die Möglichkeit gut zu

trainieren. Die Abwechslung von Arbeit und Sport ist sicher

auch der Hauptgrund, weshalb ich immer noch so aktiv


Wakeboard fahre. Zudem war ich auch immer ein guter

Imageträger für meinen Arbeitgeber.

Ich möchte noch kurz auf deinen Arbeitgeber eingehen.

Es ist so, dass Du an den Shops doodah und Mr. Goodfun

beteiligt bist. Wie hat diese Geschichte begonnen?

Vis à vis vom Casino Zug in einem alten Haus ist Mr. Goodfun

entstanden. Ich war zu dieser Zeit dort noch Kunde und ging

viel ein und aus. Der Shop wurde dann kurzzeitig auf «Warp

Nine» umgetauft. Im Jahre 1993 wurde ich dann abgeworben

und bei Mr. Goodfun als Geschäftsführer angestellt. Top-

motiviert habe ich diese neue Herausforderung angenommen.

Ich habe dann bald gesehen, dass dieser Shop mein Leben

sein könnte und habe mich um eine Partnerschaft interessiert.

Als dann ein Partner ausgestiegen ist, bekam ich die Chance

mich zu beteiligen und so bin ich bis heute voll dabei. Ich

wollte nicht nur Geschäftsführer bleiben, sondern auch strategisch

bei der Entwicklung des Geschäftsmodells mitarbeiten.

Als dann ein Jahr später aus der Mr. Goodfun AG heraus der

Shop «doodah» gegründet wurde, haben wir festgestellt, dass

dieser die Zielgruppe noch besser anspricht als Mr. Goodfun.

Wir haben dann beschlossen, dieses Potential auszuschöpfen

und zu expandieren. Heute sind wir mit «doodah» bereits in

Zug, St. Gallen, Luzern, Genf, Lausanne und Basel präsent.

Mr. Goodfun war bei der Gründung eine absoluter trendy

Nischenplayer. Doch in den letzten Jahren ist die

Konkurrenz enorm nachgezogen. Was ist dein Erfolgsrezept,

dass Mr. Goodfun sich auch heute noch so gut auf

dem Platz positionieren kann?

Das ist sicher der Verdienst der topmotivierten Mitarbeiter

und der seriösen sympathischen Geschäftsführung. Unsere

langjährigen Mitarbeiter haben bei uns gute Perspektiven

und Möglichkeiten weiterzukommen und sind so auch interessiert,

alles für «ihren» Shop zu geben. Wir haben immer

versucht, bei der Expansion auf bestehende Mitarbeiter zurückzugreifen,

die dann einen Shop übernehmen konnten

oder eine führende Rolle übernahmen. Diese Motivation

spüren unsere Kunden und schätzen die unkomplizierte und

kompetente Beratung.

Ist deine Leidenschaft immer noch voll beim Wakeboarden

oder hat sich das Ganze in die Businesswelt

verlagert?

Es ist die Mischung, die den Erfolg bringt. Ich denke sicher

schon länger eher in der Businesswelt, aber ohne das

Wakeboarden würde mir das sicher schwerer fallen. Es ist so,

dass ich durch den Erfolg im Wakeboard immer wieder unheimlich

die «Batterien» aufladen kann und dann wieder voll

Power in der Geschäftswelt eintauche. Und umgekehrt ist es

genau gleich: Durch die Rückendeckung und die finanzielle

Absicherung kann ich befreiter meinen Sport ausüben und

komme so wiederum lockerer an meine sportlichen Ziele.

Was ist wakeboarding?

Wakeboarding ist eine Wassersportart ähnlich dem Wasserskifahren.

Anstelle von Skis gleitet der Sportler auf

einem Brett vergleichbar mit einem Surfboard (ca. 100

– 150 cm lang und 38 – 45 cm breit) über das Wasser. Im

Unterschied zum Surfboard sind auf dem Wakeboard die

Füsse des Athleten über eine Bindung mit dem Board verbunden.

Der Sportler wird an einem 15 – 25 m langen Seil

von einem Boot mit ca. 30 – 40 km/h gezogen. Dies ist

wesentlich langsamer als das konventionelle Wasserskifahren,

bei welchem Tempi von über 50 km/h gefahren

werden. Ziel des Athleten ist es, einen vorgegebenen Parcours

abzufahren und/oder die Zuschauer mit spektakulären

Sprüngen über die Heckwelle zu faszinieren.

Kurzer geschichtlicher Abriss

Wakeboard ist Mitte der 80er Jahren aus Surf-Skiing

entstanden. Die eigentliche Geburtsstunde erlebte das

Wakeboard 1991 mit der Konstruktion des ersten compression-molded

Hyperlite. Seither geniesst es ständig

zunehmende Aufmerksamkeit.

Wakeboarding heute

Faszination des Wakeboarding ist es, dass es im Vergleich

zum konventionellen Wasserskifahren viel einfacher erlernt

wird und somit vielen Leuten zugänglich ist. Zur Perfektionierung

gehört freilich ein beträchtlicher Aufwand

dazu. Es wird gleichwohl als Freizeitvergnügen und Wettkampfsport

betrieben. An Competitions wird «Freeride»

gefahren: Es ist also alles erlaubt auf dem Wasser. Es finden

nationale und internationale Meisterschaften statt.

Wakeboarding als Imageträger

Wakeboarding ist die jüngste der aufkommenden Trendsportarten

neben Snowboarding, Mountainbiking und

Kiteboarding, um nur einige zu nennen. Im Gegensatz

zu den anderen Trendsportarten ist Wakeboarding wenig

gesehen und erzeugt deshalb nicht nur Aufmerksamkeit,

sondern verursacht auch Interesse. Auf Grund der einfachen

Erlernbarkeit ist Wakeboarding ein volksnahes

Freizeitvergnügen, welches in Zukunft stark an Anhängerschaft

gewinnen wird. Somit kann sich der Betrachter

nicht nur aus der Ferne am Sport freuen, sondern viele

werden sich damit identifizieren können.

F i n a n z p l a t z Z u g 1


Helfen Sie Kindern in Not

Dream-it! hat sich zum Ziel gesetzt, unsere Armut und auch die

andere Armut zu visualisieren und zu bekämpfen. Auch wir müssen

tagtäglich um unser Wohlergehen kämpfen, aber in anderen

Ländern müssen die Menschen ums Überleben kämpfen. Jeden Tag

von morgens bis abends! Hunger, Durst, Krankheiten und

Ausweglosigkeit prägen deren Leben, und da möchte Dream-it!

ansetzten.

Dream-it! möchte sowohl in der Schweiz wie auch im Ausland

Menschen und Projekte finanziell und materiell unterstützen,

welche in Armut und Ausweglosigkeit leben. In der Schweiz

unterstützen wir Kinder, Mütter und Väter! Im Ausland unterstützen

wir entsprechende Projekte, welche die Armut vor Ort bekämpfen.

Dabei legen wir ein besonderes Augenmerk auf den Zweck und auf

die direkte Unterstützung der notdürftigen Menschen, insbesondere

Kinder!

Dream-it! hat sich die Aufgabe gestellt, diese Institutionen direkt vor

Ort zu besuchen und zu prüfen. Diese Prüfung dient insbesondere

dazu, dass von den Spendengeldern der allergrösste Teil in die Hilfe

der Menschen vor Ort einfliesst. Um dies zu gewährleisten, überprüft

Dream-it! in regelmässigen Abständen die einzelnen Projekte.

Postkarten

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Dream-it! AG, Baarerstrasse 135, CH-6301 Zug

Tel. +41 41 768 26 35, Fax +41 41 768 26 99

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Auswirkungen der

Personenfreizügigkeit

Nachdem das Schweizervolk und die Bewohner des Kantons Zug am 25. September

2005 «JA» zur erweiterten Personenfreizügigkeit gesagt haben, werden die Grenzen des

schweizerischen Arbeitsmarktes auf die 10 neuen EU Länder ausgedehnt.

Von Dr. Bernhard Neidhart, Volkswirtschaftsdirektion Zug

Dr. Bernhard Neidhart

Es gilt nun die positiven wirtschaftlichen Aspekte daraus

zu ziehen und die Chancen zu erkennen und zu

realisieren. Der letzte formelle Schritt ist die Zustimmung

des EU-Ministerates, bevor dann die Abkommen wie geplant

auf den 1. Januar 2006 in Kraft treten werden. Ein

offener Arbeitsmarkt bedeutet aus der Perspektive des

einzelnen Unternehmers vervielfachte Chancen, geeignetes

Personal für spezifische Aufgaben zu rekrutieren.

Damit öffnet die europaweite Freizügigkeit der Arbeitskräfte

den Weg zu einer Steigerung der Produktivität und der Wettbewerbsfähigkeit

der einzelnen Unternehmung. Gesteigerte

Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit bedeutet Wachstum

– und Wachstum ist das, was die Schweiz nach Jahren

der Stagnation dringend braucht. Eine wachsende Wirtschaft

bringt neue Arbeitsplätze hervor und eine wachsende

Produktivität sichert das Lohnniveau gegenüber anderen

konkurrierenden Wirtschaftsstandorten. Die langfristigen Interessen

der Arbeitnehmer werden also am besten gewahrt,

in dem Wachstum und Produktivität gefördert werden.

Interessant sind sicher auch folgende Zahlen der ständigen

Wohnbevölkerung (ohne Kurzaufenthalter mit

weniger als 12 Monaten) im Kanton Zug aus den neuen

EU Staaten (Stand April 05):

Land Anzahl Personen

Estland 4

Lettland 7

Litauen 4

Malta 4

Polen 59

Slowenien 17

Slowakische Republik 55

Tschechische Republik 78

Ungarn 47

Zypern 3

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F i n a n z p l a t z Z u g

Ich bin stolz darauf …

… ein Stadler-Mitarbeiter zu sein. Unser Chef

ist immer offen für Ideen, die das Arbeiten

erleichtern und die Qualität verbessern.

Unsere Firma gibt es seit 1892. Ausserdem

gehören wir zur Baumann Koelliker-Gruppe.

Dies ermöglicht uns eine gute Vernetzung von

Know-how und Können. So bleibt die Arbeit

für uns vielseitig und spannend.

Unsere Kunden schätzen besonders die

Beratung meiner Kollegen und Vorgesetzten.

Für Leute, die zum Beispiel ein neues Haus

oder eine Wohnung gekauft haben, machen

der Chef und die Projektleiter öfters

Informationsveranstaltungen, an denen sie

den Eigentümern Vorschläge zeigen zur

Lichtgestaltung und Steuerung der Storen

und aller elektrischen Einrichtungen. Die

Inszenierung der Wohnraumatmosphäre

steuert die EIB-Technik (europäischer

Installationsbus). So können behagliche

Lichtstimmungen letztlich mit einem einzigen

Tastendruck abgerufen werden.

Die meisten meiner Kollegen sind Allrounder

für Service, Störungen und Installation in

Neu- und Umbauten. Aber wir haben auch

Spezialisten im Bereich Telematik, wo’s um

Telefon, ADSL, Internetzugang, SPS oder

EIB geht.

Und was schätzen unsere Kunden noch?

Sie wissen, dass wir Stadler-Monteure sach-

und fachgerecht installieren und schätzen

die Qualität unserer Arbeit sehr. Dazu gehört

auch, dass sie eine ehrliche Auskunft bekommen,

ob eine Installation machbar ist,

bzw. welche Möglichkeiten es gibt.

Ja, ich bin wirklich stolz darauf, ein Stadler-

Mitarbeiter zu sein.

Ob Lichtszenen, Heizung, Storen,

Sicherheitseinrichtungen oder

Abwesenheitsmitteilungen:

Über das ABB-Panel als

Schaltzentrale lässt sich alles

leicht bedienen.

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bewegt. verbindet. begeistert.


Der Anteil aus den neuen EU Staaten im Verhältnis zur

Bevölkerung im Kanton Zug ist heute als gering einzuschätzen.

Kontingente und Kontrollen ermöglichen es,

dass die volle Freizügigkeit gegenüber den neuen Mitgliedstaaten

stetig und bis 2011 abgestuft eingeführt

wird, so dass die Anpassung der bestehenden Strukturen

ohne nennenswerte Probleme möglich ist.

Dadurch werden die Standortvorteile der Schweiz und

mit eingeschlossen auch des Kantons Zug gestärkt, so

dass der Arbeitsmarkt vergleichsweise noch offenerer,

flexiblerer und effizienterer wird. Durch die flankierenden

Massnahmen werden Auswüchse der Freizügigkeit, wie

beispielsweise Lohn- und Sozialdumping, verhindert.

Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate des realen

BIP lag in der Schweiz über die letzten zehn Jahre bei 1,3%

– das war nur rund halb so viel wie in der EU (2,2%).

Der Grund für die schwache Expansion der Schweizer

Wirtschaft liegt zu aller erst in der schwachen Entwicklung

ihrer Produktivität, des Einsatzes ihrer Produktions-

faktoren Kapital und Arbeit im Verhältnis zum Ertrag.

Die EU ist der mit Abstand bedeutendste Wirtschaftspartner

unseres Landes. Mit dieser Erweiterung und dem in

Kraft treten von sechs weiteren bilateralen Verträgen

(Bilaterale I) in dynamische ost- und mitteleuropäische

Absatzmärkte, gewinnt die EU für die Schweiz zusätzlich

an Bedeutung. Es ermöglicht der Schweizer Wirtschaft

einen Zugang zu Ländern mit weiteren 75 Millionen

potenziellen Konsumenten und mit einem grossem

Aufholbedarf.

Wie aus der untenstehenden Graphik (Eidg. Oberzoll-

direktion/SNB) entnommen werden kann, verzeichneten

die Exporte nach Mittel-/ und Osteuropa in den letzten

Jahren den stärksten Auftrieb.

Voraussichtlich wird rund die Hälfte dieses Wachstums-

impulses auf das Konto der Personenfreizügigkeit gehen.

Die Personenfreizügigkeit ist umso wichtiger, als das Angebot

schweizerischer Arbeitskräfte mittelfristig aus demografischen

Gründen zurückgehen wird. Der freie Personenverkehr

gilt umgekehrt auch für Schweizerinnen

und Schweizer, die in einem EU/EFTA Land leben und

arbeiten möchten.

Autor: Dr. Bernhard Neidhart, Volkswirtschaftsdirektion des

Kantons Zug

Co-Autor: Philippe Kälin-Pereda, Sachbearbeiter Abteilung

«Arbeitskräfte» im Amt für Wirtschaft und Arbeit

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F i n a n z p l a t z Z u g


Neue Kaufmännische

Grundbildung

Immer wieder ist Kritik am neuen Kaufmännischen Lernkonzept geübt worden! Die Zahl

der Lehrstellen ist stetig am Sinken – ist diese Aussage wahr? Sind die Lernenden wirklich

überfordert? Wir haben uns mit dieser Thematik befasst und können festhalten, dass die

Neue Kaufmännische Grundbildung (NKG) auf dem richtigen Weg ist.

Unsere Recherchen ergaben, dass nach einem harzigen Start die Probleme erkannt

wurden und nun nach Lösungen gesucht werden. Aber auf alle Fälle ist klar, dass es für

den Finanzplatz Zug absolut wichtig ist, dass die jungen Menschen gut auf das Berufs-

leben vorbereitet werden. Dazu sind sowohl die Lernenden, die Lehrbetriebe wie das

Kaufmännische Bildungszentrum Zug (KBZ) verpflichtet.

Von Francesco R. Fusco

Die Neue Kaufmännische Grundbildung (NKG) wurde im

Schuljahr 2003/2004 auf nationaler Ebene eingeführt. Aufgrund

von Schwierigkeiten bei der Umsetzung der NKG haben

die betroffenen Partner im Juni 2005 beschlossen, unter

der Schirmherrschaft des Bundesamtes für Berufsbildung

und Technologie (BBT) eine Taskforce ins Leben zu rufen.

Sie besteht aus Vertretern des Bundes, der Kantone, der Organisationen

der Arbeitswelt und verschiedene Interessengemeinschaften.

Die Taskforce muss ihre Arbeiten bis Ende

2005 abgeschlossen haben, damit die beschlossenen Massnahmen

weitergeleitet und vorbereitet werden können.

Diese sollten ab dem Schuljahr 2006/2007 in Kraft treten.

Die Taskforce hat sich zum Ziel gesetzt, die Aufgaben der

Ausbildungsbetriebe, Berufsschulen und Lernenden zu vereinfachen.

Zu diesem Zweck wird sie den innerhalb der bestehenden

Bestimmungen möglichen Handlungsspielraum

untersuchen.

Die Kantone werden gebeten, Stellung zum Beibehalt der

Ausbildungszusätze (Projektwochen usw.) im Hinblick auf

die Präsenz der Lernenden an ihrem Ausbildungsplatz im

Betrieb zu nehmen. Eine Lockerung der Abgabetermine

für die verschiedenen verlangten Arbeiten wird ausserdem

6 F i n a n z p l a t z Z u g

dazu beitragen, die jährliche Planung zu verbessern. Ferner

werden der Leistungsziel-Katalog überprüft und die Ausführungsbestimmungen

unter die Lupe genommen.

Die Taskforce wird also eine wichtige Aufgabe erfüllen, um

die Zufriedenheit der Lernenden, der Ausbildungsbetriebe

und der Berufsschulen ab dem nächsten Schuljahr steigern

zu können.

Zahlen und Fakten zum Kaufmännischen Bildungszentrum

Zug (KBZ)

Mitte der 90 Jahre besuchten rund 600 SchülerInnen das

KBZ. Vor drei Jahren stieg die Zahl der Lernenden auf über

900 – diese Zahl konnte auch nach der Einführung der NKG

stabil gehalten werden. Obwohl Kritik an der NKG laut geworden

ist, konnte die Zahl der Lehrstellen im Kanton Zug

gleich hoch gehalten werden. Es gilt darauf hinzuweisen,

dass rund 30% der Lernenden am KBZ aus den angrenzenden

Kantonen stammen.

Die nachstehende Aufstellung zeigt die aktuelle Zahl der

Lernenden am KBZ: (Siehe Tabelle Schülerzahl)

Die jährlichen Kosten für den Betrieb des KBZ betragen

rund 9,2 Mio. Franken, davon übernimmt der Kanton rund

79% (7,348 Mio. Franken) und der Bund 12% (1,088 Mio.

Franken). (Siehe Tabelle Jahresrechnung 2004)


Kaufmännisches Bildungszentrum Zug - Tabelle Schülerzahl

Lernende in der Grundbildung (ohne Berufsmaturität für Erwachsene)

Lehrjahr 1 2 3 4

«alte» Kaufmännische Lehre (auslaufend)

Erweiterte Kaufm. Grundbildung 13

Berufe des Detailhandels

Detailhandelsfachleute (neu) 116

Detailhandelslehre (auslaufend) 53 45

Verkaufslehre (auslaufend) 67

Neue Kaufmännische Grundbildung

Kaufm. Lehre B-Profil 14 20 31

Kaufm. Lehre E-Profil 136 99 94

Kaufm. Lehre M-Profil (Berufsmaturität) 31 52 40

Kaufm. Lehre Vinto-Lehrgang 8 9 9 10

Mediamatikerlehre 10 11 7 17

Total 315 311 226 40

Lehrlingsunterricht KBZ (Jahresrechnung 2004)

Aufwand

Personalkosten (Lehrpersonal, Verwaltung, Hausdienst) 7‘790‘540 85%

Lehrmittel, Schulmaterial, Fotokopien, Drucksachen, Seminare 682‘308 7%

Unterhalt Mobilien, Immobilien, Miete Sporthalle 387‘185 4%

Informatik (Schule und Verwaltung) 192‘307 2%

Verschiedenes 197‘170 2%

9‘249‘510 100%

Ertrag

Schulgelder und Prüfungsgebühren 49‘341 1%

Materialverkauf 418‘824 5%

Div. Einnahmen 257‘730 3%

Bundesbeitrag 1‘088‘664 11%

Beiträge anderer Schulen / Kantone 86‘635 1%

1‘901‘194 21%

Kantonsbeitrag 7‘348‘316 79%

F i n a n z p l a t z Z u g


Mit Hansjörg Truttmann, Rektor des KBZ

sprach Francesco R. Fusco

Mit der Einführung der

NKG wurde teilweise der

Frontalunterricht in gewissen

Fächern abgeschafft.

Hansjörg Truttmann

Hat sich dies bewährt?

Mit der NKG wollte man

den Lernenden eine zunehmende

Selbstverantwortung

übertragen. Diese dient auch

als Weg in eine grössere Selbständigkeit

des Einzelnen.

Dies kann jedoch nur gelingen,

wenn auch die Kompetenzen

der Lernenden ausgebaut werden. Dazu wurde der

Anteil des Frontalunterrichtes reduziert. Diese Reduktion

hat sich bewährt.

Je nach Situation und je nach Vertrauen seitens der Lehrperson

zur Klasse können die Lernenden auch in Arbeitsnischen,

welche sich in den Gangzonen befinden, oder auch

in Gruppenzimmer zurückziehen und ihre Aufgaben dort

lösen. Das so genannte «time on task» beträgt hohe 95%

Stimmt die Aussage, dass die Lernenden ihre Aufgaben

auch draussen in der freien Natur lösen können?

Ab und zu kann es vorkommen, dass eine Klasse draussen

ihre Aufgaben löst. Dies kommt jedoch selten vor und ist

eigentlich auch nicht das Ziel der NKG und auch nicht des

KBZ! Es ist aber auch zu erwähnen, dass die meisten

Lernenden erwachsen genug sind.

Mit dieser Selbstverantwortung werden die Lernenden

überfordert! Diese Kritik an der NKG hört man immer

wieder. Sind Sie mit dieser Aussage einverstanden?

In einer ersten gesamtschweizerischen Umfrage gaben 65%

der Lernenden zu, dass sie mit dem neuen Konzept überfordert

sind. Diese Umfrage aus dem Jahre 2004 hat ziemlich

viele überrascht. Die Unsicherheit – auch im KBZ – hat in den

letzten beiden Schuljahren jedoch deutlich abgenommen.

Natürlich muss man mit der NKG beim Lernenden auch

mehr Disziplin erwarten. Beim Selbststudium muss man

sich auf die nächsten Stunden allein vorbereiten. Anlässlich

des Unterrichtes erfolgt dann eine sachliche Betreuung seitens

der Lehrerschaft. Grundsätzlich ist der Unterricht eine

«Inputveranstaltung», bei welcher die Lernenden die Informationen

erhalten, welche sie für ihr Studium benötigen.

Die Lehrerschaft sollte jedoch stets mit Rat und Tat zur Seite

stehen.

F i n a n z p l a t z Z u g

Bei verschiedenen Fächern weiss der Lernende bereits vier

Wochen vorher, dass man eine grosse Prüfung schreiben

muss. Durch diese lange Vorabzeit kann der Lernende seine

persönliche Sozial- und Methodenkompetenz testen.

Wie wird mit der NKG die Lehrerschaft kontrolliert

bzw. überwacht, dass die Leistungs- und Lernziele der

Lernenden erreicht werden?

Vorab ist zu erwähnen, dass die Lehrerschaft am KBZ sich

mit einer grossen Eigeninitiative für die reibungslose Einführung

der NKG eingesetzt hat. Teilweise hat unsere

Lehrerschaft sogar einen Teil ihrer Freizeit dafür geopfert.

Dennoch müssen auch unsere LehrerInnen die vorgegebenen

Leistungs- und Lernziele mit ihren Lernenden erreichen.

Diese Kontrolle wird durch die Schulleitung ausgeübt.

Es kommt auch vor, dass ich in Einzelgesprächen Kritik üben

muss.

Auch werden Umfragen bei den Lernenden gemacht, aufgrund

deren die Schulleitung die Bewertung der Lehrerschaft

seitens der Schüler ermitteln kann.

Nebst der kaufmännischen Grundausbildung bietet das

KBZ ihren Lernenden auch weitere Kurse bzw. Workshops

an. Unter anderem wurden in den letzten Jahren

Workshops zu Themen wie: «Freundschaft, Liebe,

Sexualität, HIV und Aids», «Männer», «Frauenworkshop»,

«Selbstverteidigung», «Puder oder Luder...», «Zwischen

Romantik und Cybersex» usw. angeboten. Ist dies eine

Aufgabe der NKG?

In der gesamten Ausbildungszeit fehlt der Lebenskunde-

bereich für die Lernenden. Wir wollten den Lernenden aber

in Tages- oder Halbtagesworkshops die Möglichkeit bieten,

sich über diese wichtigen Themen zu informieren. Dafür

haben wir ein Gefäss geschaffen, wo die verschiedenen angesprochenen

Themen durch Fachpersonen, welche nicht

im KBZ angestellt sind, vermittelt und erklärt werden.

Wir haben dieses Gefäss «Gesundheitswoche» genannt. In

dieser Woche bieten wir je nachdem zwischen 12 und 15

Workshops an. Die externen Fachpersonen rekrutieren wir

alle aus fachlich bestens ausgewiesenen Stellen, wie z.B. die

Frauenzentrale Zug oder die AIDS-Präventionsstelle.

Und obwohl die Workshops zum Teil provokative Titel tragen,

sind diese absolut seriös und sehr fachlich gehalten.

Wie steht es mit der Zufriedenheit der Lehrbetriebe?

Also hier muss ich erwähnen, dass 75% der Lehrbetriebe die

NKG gewünscht haben. Die Lehrbetriebe wurden durch Einbindung

des Gewerbeverbandes im Vernehmlassungsverfahren

stark miteinbezogen.


Vor allem auf Wunsch der Wirtschaft hat man in der NKG

ein degressives Schulsystem eingeführt. Dies sollte die so

genannte «Lehrlingsrendite» der Lehrbetriebe steigern.

Es wurde gewünscht, dass man im 1. Lehrjahr mehr in die

Schule sein sollte als im 3. Lehrjahr!

Was sagen Sie dazu, dass anscheinend immer weniger

KMUs Lernende einstellen möchten?

Das wirtschaftliche Umfeld hat sich in den letzten Jahren verändert.

Auch hat sich zu Beginn der Einführung der NKG die

Meinung verbreitet, dass das Verhältnis Aufwand und Ertrag

bei der Lehrlingsausbildung nicht mehr stimmt. Dies führte

im Kanton Zug kurzzeitig zu einem Lehrstellenrückgang im

kaufmännischen Bereich. Die Talsohle wurde jedoch bereits

wieder durchschritten – auch die eingangs erwähnte stabile

Schülerzahl weist darauf hin.

Ich kann jedoch klar aussagen, dass die Akzeptanz an der

NKG seitens der Lehrbetriebe stetig wächst! Auch die Lernenden

und Eltern akzeptieren das neue Konzept immer

mehr. Dies zeigen auch Umfragen, welche wir gerade kürzlich

bei den Lernenden durchgeführt haben (1. Klassen).

Wissenschaftliche Auswertung erster Erfahrungen

mit dem Lernkonzept Mittelpunkt

Herr Dr. Kurt Hess vom Institut für Bildungsmanagement

und Bildungsökonomie IBB, Zug, hat im August 2004 eine

wissenschaftliche Auswertung publiziert. Wir erlauben

uns daraus die Ergebnisse stichwortartig zu zitieren (die

vollständige Auswertung ist auf www.finanzplatz-zug.ch

aufgeschaltet):

Auszug aus der Auswertung vom 25. August 2004:

3.2 …aus den Unterrichtsbeobachtungen

Die Lernenden konnten während den erfassten Lektionen

mehrheitlich in ihrem eigenen Lerntempo und auf

eigenen Wegen lernen. Sie scheinen allerdings teilweise

überfordert mit der grossen Freiheit, mit welcher sie ihr

Lernprogramm gestalten können.

3.3. Meinungen der Lernenden

Die meisten Aussagen der Lernenden spiegeln sich in den

oben festgehaltenen Ergebnissen. Sie drücken aus, dass

sie zu Beginn des Berufsschulunterrichts einer stärkeren

Führung bedürfen und die Übernahme von Lernverantwortung

sukzessive erweitern möchten.

Bezüglich Unterrichtsgestaltung in den verschiedenen

Fachbereichen wünschen sie eine grössere Variabilität.

Wieso hat man das «alte System» überhaupt geändert?

War es nicht gut genug?

Man wollte vom lehrerzentrierten Unterricht zu einem

schülerzentrierten Unterricht wechseln. Durch diesen Paradigmawechsel

wollte man die Nachhaltigkeit des Lernens

steigern und die Persönlichkeitsentwicklung des Lernenden

fördern.

Bereits Pestalozzi hat das Lernen als Kongruenz von «Kopf,

Herz und Hand» beschrieben. Nicht nur das «Hören» fördert

das Lernen sondern auch das Herz – durch das Wecken von

Emotionen und Gefühlen und die Hand mit dem Tun – z.B.

das Schreiben – fördern das nachhaltige Lernen.

Wie beurteilen Sie die Qualität des KBZ insgesamt und

der Lehrerschaft insbesondere?

Ich bin mit der Qualität von Schule und Lehrerschaft zufrieden.

Aber die Qualität derselben muss von Tag zu Tag erhalten

und zum Teil gesteigert werden. Daran arbeiten wir – die

Schulleitung, die Lehrerschaft und auch die Lehrbetriebe.

Herr Truttmann – wir danken Ihnen für das Gespräch

und wünschen Ihnen alles Gute.

3.3 Meinung der Lehrpersonen

Die Lehrpersonen stimmen den Bedürfnissen der Lernenden

weitgehend zu. Sie suchen nach erweiterten

methodisch-didaktischen Formen, um die Anliegen des

Lernkonzeptes auch hinsichtlich ihrer fachlichen und

fachdidaktischen Ansprüchen gerecht zu werden. Es ist

den Lehrpersonen und der Schulleitung ein grosses Bedürfnis,

die Lernenden auf dem Weg zu einem mitverantwortlicheren

Lernen mit vielfältigen und differenzierten

Massnahmen zu unterstützen.

Diese wissenschaftliche Auswertung zeigt auf, dass die

Meinungen von Lernenden und Lehrpersonen in eine

einheitliche Richtung weisen. Dr. Hess führt aus, dass der

erste (und mutige) Schritt zur Umsetzung getan ist, aber

eine koordinierte und strukturierte Weiterentwicklung

unbedingt notwendig ist.

Dennoch erhält das KBZ ein Kompliment – durch seine

Innovationskraft und seiner Evaluationskultur zeigt sich

das KBZ als lernende Organisation, die durch ihre Offenheit

und ihr pädagogisches Engagement überzeugt.

Literaturhinweis:

Hess, K. (2004). Explorative Studie zum Lernkonzept MittelPunkt

am KBZ Zug. Wissenschaftliche Evaluation und

Begleitung von Konzept und Umsetzung. PHZ Zug, IBB.

F i n a n z p l a t z Z u g


Kaufmännischer

Verband Schweiz

Der Kaufmännische Verband führte im Jahr 1895 die ersten Abschlussprüfungen

einer kaufmännischen Grundbildung durch. Um den Jugendlichen eine gute Grund-

lage für den Start ins Berufsleben zu ermöglichen, gehört es dazu die Ausbildung

immer wieder den Bedürfnissen der Zeit und der Wirtschaft anzupassen.

Von Franco Ferrara, Leiter Abteilung Berufsbildung KV Schweiz

Die Neue kaufmännische Grundbildung NKG wurde nach

einer Pilotphase im Schuljahr 2003/2004 gesamtschweizerisch

eingeführt. Neu ist die Aufwertung der betrieblichen

Bildung und der Branchen, um dem Ruf einer praxisnahen

Ausbildung gerecht zu werden. Es stehen drei

verschieden Ausbildungsprofile zur Verfügung: Profile B

Basisbildung, M Berufsmaturität und E erweiterte Grundbildung.

Fach-, Sozial- und Methodenkompetenz sollen

im Sinne des lebenslangen Lernens gleichwertig gefördert

werden. Neu ist auch, dass die Lehre mit einem Basiskurs

an einer kaufmännischen Berufsschule beginnt.

Der Schulanteil nimmt danach im Laufe der Lehre ab.

Die Interessengemeinschaft kaufmännische Grundbildung

Schweiz (IGKG) trägt als Dachorganisation der

Branchen gemeinsam mit der SKKAB (Schweizerische

Konferenz der kaufmännischen Ausbildungs- und Prüfungsbranchen)

die Verantwortung für den betrieblichen

Teil der Ausbildung.

Die Rolle Ausbildungsbetriebe wurde durch die NKG

aufgewertet, indem die Lernleistungen im Betrieb gleich

wie die schulischen gewichtet werden. Damit verbunden

ist jedoch auch eine engere Einbindung der Lehrbetriebe

und eine stärkere Belastung der Ausbildner. Die

abnehmende Ausbildungsbereitschaft der Wirtschaft

ist hinlänglich bekannt - heute bilden noch 20% der Betriebe

aus. Eigentlich schade – gerade mit der NKG hat

der Betrieb noch mehr Möglichkeiten auf die Ausbildung

Einfluss zu nehmen und dadurch die Lernenden stärker

in die betrieblichen Abläufe einzubinden.

0 F i n a n z p l a t z Z u g

Beurteilung der NKG

Methodisch, didaktisch und fachlich geht die NKG unbestritten

in die richtige Richtung. Die Ziele sind jedoch

ehrgeizig gesteckt. Dies führt zu Schwierigkeiten bei

denjenigen, die umsetzen sollen. Es braucht daher viel

Support der Ausbildenden.

Besonderes Augenmerk ist bei den kurzfristigen Anpassungen

auf die verschiedenen Profile und deren Durchlässigkeit

zu richten. Das Profil B ist ein eigenständiges

Profil und nicht «zweite Wahl». Auch bezüglich Attestausbildung

(geplant für 2007) bestehen Unklarheiten.

Die Attestausbildung ist für Jugendliche mit Lernschwierigkeiten

gedacht und nicht als Ersatz für die alte Büro-

lehre – letztere wurde mit dem B-Profil zu einer drei-

jährigen Lehre aufgewertet.

Inhaltlich ist die NKG zu kompliziert, zu wenig transparent

und zu anspruchsvoll für diejenigen, die damit arbeiten

müssen. Das heisst: Transparenz schaffen, vereinfachen

bezüglich Handhabung und Niveau für Lernende und Ausbildende,

entschlacken.


An vielen Schulen ist die gesetzlich verankerte Durchlässigkeit

der Profile aus schulorganisatorischen Gründen

noch nicht gegeben. Profil B wird vielerorts nicht in

der geforderten Ausprägung umgesetzt. Auch bei den

Basiskursen sind zurzeit viele verschiedene Modelle vorhanden.

Die Betriebe fühlen sich in der Anwendung des

Qualifikationsverfahrens zuwenig unterstützt und überfordert.

Handlungsbedarf

Das BBT hat mit dem Einsetzen einer Task Force von 20

Leuten, bestehend aus Vertretern der Branchen, der

Schulen und der Kantone auf die Kritik der NKG reagiert.

Erste Resultate sind ab 2006 zu erwarten.

Der KV als Arbeitnehmerverband kennt die Situation der

Lernenden und ist gleichzeitig vertraut mit der Situation

in den Betrieben – er kennt ihre Bedürfnisse und steht in

Kontakt «zur Basis». Zudem ist er eng verbunden mit der

schulischen Seite. Deswegen engagiert sich der Kaufmännische

Verband in diversen Gremien und agiert als

Bindeglied der verschiedenen Anspruchsgruppen.

Der KV sieht Handlungsbedarf in folgenden Themen-

bereichen:

- Die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe ist mit

allen Mitteln zu halten und zu fördern. Hierfür ist bei

der Reform 2009 auf die Bedürfnisse der Betriebe ein-

zugehen, vor allem im KMU-Bereich.

- Qualifikationsverfahren: Das heutige Beurteilungs-

system für den betrieblichen Teil erweist sich für die

Berufsbildner als aufwändig und schwierig handelbar.

Eine Alternative zu den Qualifikationsverfahren der

ALS (Arbeits- und Lernsituationen) in Form eines

Kompetenzenportfolios sowie das schulische Qualifi-

kationsverfahren im 3. Lehrjahr sind zu prüfen.

- Profile: Es ist zu überdenken, ob es wirklich drei Profile

plus eine Attest-Ausbildung braucht. Abgrenzung und

Durchlässigkeit müssen gewährleistet sein. Profil B soll

als eigenständiger Beruf mit entsprechenden

Leistungszielen und nicht als Lehre zweiter Klasse

positioniert sein.

- Schulischer Teil: Die Basiskurse sollen praxisorien-

tierter gestaltet werden.

- Zuständigkeiten: Die Verantwortung für die Er-

reichung der Leistungsziele ist klar der Schule, dem Be-

trieb oder den überbetrieblichen Kursen zuzuteilen.

- Neue Formen der dualen Bildung: Die abnehmende

Ausbildungsbereitschaft der Betriebe sowie zuneh-

mende Konkurrenz der herkömmlichen dualen Lehre

durch Handelsmittelschulen und Privatschulen zwin-

gen dazu, Alternativen zur dualen Bildung in der heu-

tigen Ausprägung zu untersuchen - dies jedoch ohne

vom Bekenntnis zur Dualität abzurücken. Der KV will

bei der Entwicklung von neuen Formen der Dualität

vorausdenken und aktiv bei deren Ausgestaltung

mitwirken.

- Der KV tritt für die Beibehaltung des Allbranchenkonzepts

ein. Nur mit einer breit gefassten Grund-

bildung, eventuell mit einigen Spezialisierungs-

modulen, kann den Kaufleuten die Flexibilität auf dem

Arbeitsmarkt gewährleistet werden; vertiefte Speziali-

sierungen sollen nach der Lehre erfolgen.

Bitte beachten Sie unsere Info-Schrift

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KV-Lehre! Der Aufbau und

die einzelnen Schritte der

Ausbildung – vom Lehrvertrag

bis zur Lehrabschlussprüfung

– werden

erklärt. Informationen zur

Ausbildung im Betrieb wie

in der Schule ergänzen

diese Zusammenfassung

über die Neue Kaufmännische Grundbildung (NKG)

(Bestellung von «KV-Lehre - alles klar!» nur unter

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F i n a n z p l a t z Z u g 1


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42 F i n a n z p l a t z Z u g

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Internationale Immobilien-

44 F i n a n z p l a t z Z u g

anlagen auf Siegeszug

Von Andreas Langenegger, Leiter Marktgebiet Zug

Vom lokalen zum globalen

Markt

Bis vor wenigen Jahren wurden

Immobilien in erster Linie

als lokale Anlagen betrachtet.

Die Gründe, weshalb nur

widerstrebend über die Landesgrenzen

hinaus geschaut

wurde, sind dieselben, die

üblicherweise im Zusammenhang

mit einem Engagement

an ausländischen Märkten

angeführt werden. Dazu gehören

ein Mangel an lokalen Marktkenntnissen, komplexe

Steuerfragen, Sprachbarrieren, Unterschiede der Rechnungslegungsstandards

und politische Hürden.

Indessen wurden solche Eintrittsbarrieren im Immobilienmarkt

nach und nach abgebaut, wofür hauptsächlich zwei

Trends verantwortlich sind:

- Erstens entfalten sich zurzeit verschiedene Immobilien-

spezialisten mit globaler Reichweite und globalen Platt-

formen. Diese «Global Players» sind in der Lage, in allen

grösseren Märkten lokale Wissenszentren aufzubauen.

- Der zweite Trend, der globale Immobilienanlagen be-

günstigt, ist die Erweiterung und Vertiefung des börsen-

notierten Sektors.

REITS: Die modernen Immobilien-Anlagen

Vor allem der Siegeszug der Real Estate Investment Trusts

(REITs) hat zu einer markanten Steigerung der Transparenz

und der Liquidität beigetragen. Diese auf Unternehmensebene

steuerbegünstigten Immobiliengefässe

schütten einen Grossteil ihrer Gewinne als Dividende

aus, was insbesondere auch von institutionellen Investoren

zunehmend geschätzt wird. Eindrücklich wird dies im

Wachstum der Marktkapitalisierung von REITs sichtbar:

Seit 1990 hat der globale Marktwert von rund 20 Milliarden

USD auf aktuell über 400 Milliarden USD zugenommen

– Tendenz weiter steigend.

Das spricht für internationale Immobilien-Anlagen

Ein wichtiges Argument für internationale Immobilienanlagen

ist die breite geografische und sektorale Diversifikation.

In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass einzelne nationale

Immobilienmärkte einem Preiszerfall ausgesetzt sein

können, während die Immobilien in Nachbarstaaten eine

gute Performance abwerfen. Nationale Immobilienmärkte

befinden sich in unterschiedlichen Positionen innerhalb

eines Zyklus.

Aber steigende Objektrisiken rufen geradezu nach breiter

Diversifikation.

- Vor allem in Europa steht die laufende Ausdehnung des

Flächenangebotes einer tendenziell schrumpfenden

Nachfrage gegenüber, wodurch sich der Wettbewerbs-

druck zwischen den einzelnen Märkten und Objekten ver-

schärfen dürfte. Aufgrund der starken Segmentierung der

europäischen Märkte ist jedoch eine Diversifikation, z.B.

im Büromarkt, erst ab einer Investition in mehr als 100

Objekte zu erreichen.

- Von globaler Diversifikation kann zudem erst gesprochen

werden, wenn man auf den weltweit rund 50 Hauptmärk-

ten in jedem Sektor mit mehreren Objekten vertreten ist.

Die Investition in Immobilienaktienfonds stellt eine Möglichkeit

dar, relativ einfach eine regionale Diversifikation zu

erreichen. Eine regionale taktische Vermögensallokation in

diesem Bereich kann sich zusätzlich auszahlen.

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Andreas Langenegger

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Steuerspezialisten

auf Top-Niveau

Bei BDO Visura spielt die Kundennähe eine zentrale Rolle. Daher war es absehbar, dass

auch in der Region Zug die Aktivitäten verstärkt würden. Schliesslich werden schon seit

langer Zeit auch Zuger Kunden betreut.

Von Markus Metzger, BDO Visura

BDO Visura eröffnet die 29. Niederlassung in der Schweiz

Seit 1. Oktober 2005 verfügt BDO Visura nun auch in Zug

über eine Niederlassung. Damit umfasst das Unternehmen

29 Niederlassungen mit 660 Mitarbeitenden in der ganzen

Schweiz. Das vierköpfige Zuger Team unter der Leitung von

Markus Metzger, dipl. Steuerexperte, wird zusätzlich von

weiteren Steuerspezialisten unterstützt.

vlnr: Gilles Ronchi, Heidy Baettig, Simone Odermatt, Pius Imholz,

Markus Metzger, Roland Stüdle, Reto Leisibach, Erich Ettlin,

Tony Zgraggen.

Die neue Niederlassung bietet eine breite Dienstleistungspalette

an: Wirtschaftsprüfung, Treuhand, Unternehmensberatung

sowie Beratung von öffentlichen Verwaltungen und

Non Profit Organisationen. Gerade in diesem Bereich wurden

neue Tools wie z.B. der «Fitness-Test» für NPO‘s oder das Controllingsystem

BISS für öffentliche Verwaltungen entwickelt.

Eine der Haupttätigkeiten der neuen Niederlassung ist die

Beratung in internationalen und nationalen Steuerfragen.

Mit einem Steuerspezialistenteam auf Top-Niveau werden

auch komplexe und äusserst anspruchsvolle Steuerprobleme

im Bereich der nationalen und internationalen Mehr-

wertsteuer, der direkten Bundessteuer, der Kantons- und

Gemeindesteuer, der Grundstückgewinnsteuer aber auch

Fragen aus dem Transfer Pricing Bereich, der Vorsorge, der

Unternehmensnachfolge usw. bearbeitet und gelöst.

International vernetzt

Für Kunden mit Sitz in der Schweiz und Niederlassungen im

Ausland ist es ein grosser Vorteil, wenn sie sich durch eine

vertraute Revisionsfirma mit internationalem Netzwerk prüfen

lassen können. Die Prüfung durch BDO erfolgt nach international

einheitlichen Standards und Methoden. Nicht

nur für Kunden mit Sitz im Ausland, auch bei Kunden, die

ausschliesslich in der Schweiz domiziliert sind, stellen sich

immer mehr internationale Steuerfragen. BDO Visura bietet

diesen Unternehmungen sowie Privatpersonen kompetente

Beratung. Auch im Steuer- und im Treuhandbereich ist das

BDO-Netzwerk sehr gefragt.

BDO Visura

Poststrasse 14/Postfach 928

6301 Zug

Tel. 041 560 76 76

Fax 041 560 76 77

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F i n a n z p l a t z Z u g 45


Von der Finanzdirektion des Kantons Zug

Annahmen zur Wirtschaftsentwicklung

Für die Erarbeitung des Budgets erlässt der Regierungsrat

jeweils im April Richtlinien. Es zeigt sich, dass die damaligen

Annahmen (von 1.5%) zur Teuerung in etwa auch noch

den heutigen Prognosen von 1.4% entsprechen, während

in der Zwischenzeit die prognostizierten realen Wachstumsraten

für das Bruttoinlandprodukt (BIP) der Schweiz von

damals 1.8% auf 1.5% zurückgenommen wurden. Für den

Kanton Zug wird weiterhin mit 2.5% Wirtschaftswachstum

gerechnet.

Aufwandwachstum im Griff

Das Budget 2006 des Kantons Zug schliesst bei einem

Aufwand von 1‘079.4 Mio. Franken und einem Ertrag von

1‘082.7 Mio. Franken mit einem Ertragsüberschuss von 3.3

Mio. Franken ab. Dabei werden die in der Finanzstrategie

vorgegebenen Wachstumsraten beim Personalaufwand von

2.5% und bei den Beiträgen mit Zweckbindung von 3.0%

gegenüber dem letztjährigen Budget eingehalten beziehungsweise

unterschritten. Das gesteigerte Kostenbewusstsein

der ganzen Verwaltung zeigt sich namentlich beim

Sachaufwand: Während der nicht beeinflussbare Anteil

des Kantons an den eidgenössischen Finanzausgleich

massiv um 19.4 Mio. Franken oder 18.8% steigt, beträgt

die Zunahme des beeinflussbaren Sachaufwandes ledi-

glich 1.2 Mio. Franken und bewegt sich mit 1.4% im Rahmen

der angenommenen Teuerung. Dies ist bemerkenswert,

weil Zug als attraktiver Wirtschafts- und Lebensraum weiterhin

einen ungebremsten Zustrom von natürlichen und juristischen

Personen verzeichnet.

46 F i n a n z p l a t z Z u g

Budget 2006

des Kantons Zug

Nach einem Rekordergebnis im Rechnungsjahr 2005 (160 Mio. Franken, davon 122 Mio.

Franken aus dem Erlös des Verkaufs des Nationalbankgoldes) erwartet der Zuger Finanz-

direktor, Regierungrat Peter Hegglin, ein erneut positives Ergebnis.

Anhaltendes Wachstum der Steuererträge

Die Steuererträge wachsen mit 8.6% mehr als doppelt so

stark wie in der Finanzstrategie vom November 2003 angenommen.

Dazu tragen im wesentlichen die Vermögenssteuern

der natürlichen Personen und die Gewinnsteuern der

juristischen Personen bei. Der Kantonsanteil an der Direkten

Bundessteuer ist in der laufenden Rechnung nicht unter

«Steuern» sondern gemäss den geltenden Rechnungslegungsvorschriften

bei den «Beiträgen ohne Zweckbindung»

verbucht. Die hier budgetierten 282.0 Mio. Franken liegen

um 44.7 Mio. Franken über dem Budget 2005.

Selbstfinanzierung trotz hoher Investitionen

Die Investitionen erreichen mit netto 126.8 Mio. Franken den

höchsten Wert seit zehn Jahren, wofür neben des Zentralspitals

und des Strassenbaus auch die kantonalen Investitionsbeiträge

an Gemeinden für Schulneu- und Umbauten

verantwortlich sind. Um das Wachstum des Verwaltungsvermögens

und damit den Abschreibungsaufwand der Folgejahre

etwas abfedern zu können, sind im Budget zusätzliche

Abschreibungen von 41.2 Mio. Franken eingestellt. Der

Selbstfinanzierungsgrad von 104.2% bedeutet, dass sämtliche

Nettoinvestitionen mit der erwirtschafteten Liquidität

finanziert werden können.

Die nachfolgenden Tabellen geben einen Überblick über die

Laufende Rechnung sowie die Finanzrechnung:

Interview mit dem Zuger Finanzdirektor, Regierungsrat

Peter Hegglin, auf Seite 49.


Laufende Rechnung – Überblick

in Mio. Franken

Aufwand

Ertrag

Rechnung

2004

979.7

1‘025.2

Budget

2005

993.7

990.9

Budget

2006

1‘079.4

1‘082.7

B 2006-

B 2005

85.7

91.8

in %

8.6%

9.3%

B 2006-

R 2005

Ertrags- / Aufwandüberschuss 45.5 -2.8 3.3 6.1 -42.2

Finanzrechnung

in Mio. Franken

Aufwand

Ertrag

Rechnung

2004

979.7

1‘025.2

Budget

2005

993.7

990.9

Budget

2006

1‘079.4

1‘082.7

B 2006-

B 2005

85.7

91.8

99.7

57.5

in %

B 2006-

R 2005

10.2%

5.6%

Ertrags- / Aufwandüberschuss 45.5 -2.8 3.3 6.1 -42.2

Zuzüglich Abschreibungen

Veränderung Spezialfinanzierungen

Veränderung Reserven

71.3

2.8

-0.5

Finanzierungsbeitrag 119.1 78.1 132.1 54.0 13.0

Abzüglich Nettoinvestitionen -118.0 -115.5 126.8 11.3 -8.8

Finanzierungsüberschuss /

Finanzierungsfehlbetrag

73.5

8.0

-0.6

122.4

6.9

-0.5

48.9

-1.1

0.1

99.7

57.5

51.1

4.1

0.0

1.1 -37.4 5.3 42.7 4.2

Selbstfinanzierungsgrad 100.9% 67.6% 104.2%

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Werner Kurmann

Neue Töne

für die Zentralschweiz

Quelle: Finanzdirektion des Kantons Zug

Oliver Franzen Carmen Zettel Franz Jauch Andy Hochstrasser Patrick Caplazi David Kaufmann

Elena Beltrame Dani Steigmeier Adriano Gerussi Cornelia Burkhard Oliver Kuhn Silvan Fischer Alexandra Schmid

F i n a n z p l a t z Z u g 47


Mit Peter Hegglin sprach Francesco R. Fusco

Herr Regierungsrat – in

den letzten Wochen wurden

Sie für Ihre Arbeit

mit Lob quasi überschüttet.

Fast alle Parteien

würdigen Ihre Arbeit und

die Arbeit Ihrer MitarbeiterInnen.

Wie gehen

Sie mit dieser für einen

Politiker normalerweise

ungewohnten Situation

um?

Es freut mich, dass unse-

Peter Hegglin

re Arbeit geschätzt wird.

In diesem Sinne gebe ich

die Komplimente an meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

weiter. Diese positiven Reaktionen sind für uns Motivation

und Verpflichtung, die Arbeit mit der gewohnten Effizienz

und Qualität weiterzuführen.

Das Budget 2006 des Kantons Zug sieht einen Ertragsüberschuss

von 3.3 Mio. Franken vor. Kann der Bund

vom Kanton Zug etwas lernen?

Der Bund kann mit dem Kanton nicht direkt verglichen

werden. Die Ausgangslage ist gerade auf der Einnahmenseite

eine ganz andere. Auf der Aufwandseite könnte unsere

Finanzstrategie für den Bundesrat eine mögliche Ideenquelle

sein.

Für das Jahr 2005 erwartet man einen hohen Ertragsüberschuss

– es ist die Rede von rund 160 Mio. Franken

– davon der grösste Teil aus dem Erlös des Verkaufs

des Nationalbankgoldes (ca. 122 Mio. Franken). Somit

hat der Kanton Zug trotzdem rund 38 Mio. Franken

«verdient» – wie ist so etwas in der heutigen Zeit noch

möglich? Wo liegen die Gründe?

Auf der Einnahmen- und Aufwandseite. Zum einen zahlt

sich unsere langfristig angelegte Wirtschaftspolitik aus.

Unsere Unternehmen sind sehr breit diversifiziert und vor

allem international ausgerichtet. Sie können von der guten

Weltkonjunktur profitieren und erzielen überdurchschnittliche

Jahresabschlüsse. Über die Steuern tragen sie mass-

geblich zum erwarteten Überschuss bei. Zum anderen

haben wir auf der Aufwandseite die Kosten im Griff. Dies

bedingt aber vollen Einsatz und ein ständiges Suchen nach

Verbesserungsmöglichkeiten.

Sie wurden am 13. Mai 2005 in Solothurn in den Vorstand

der kantonalen Finanzdirektoren (FDK) gewählt.

Wie wurden Sie da als Vertreter des reichen Kantons

Zug begrüsst? Nimmt man in diesem Gremium ihre Argumente

– Sie vertreten dort nicht nur den Kanton Zug

sondern auch die anderen NFA-Geberkantone – überhaupt

ernst?

Die Wahl in den Vorstand der Finanzdirektoren beweist, dass

man die finanzstarken Kantone einbinden will. Die Vertretung

im Vorstand ist Voraussetzung, dass wir unsere Argumente

vorbringen können. Natürlich ist es dann aufgrund

der Mehrheitsverhältnisse nicht einfach, unsere Anliegen

auch durch zu bringen. Dank der angenehmen Diskussionskultur

sind meine Vorstandskollegen aber stets für sachlich

vorgetragene Vorstösse offen.

Im Oktober 2005 wurden Sie auf Vorschlag der FDK zum

Vorsitzenden der Arbeitsgruppe Finanz- und Fiskalfragen

der Konferenz der Kantonsregierungen (KdK) ernannt.

Was erwarten Sie für den Kanton Zug aus Ihrer

verantwortungsvollen Tätigkeit in diesem Gremium?

Aufgabe dieser Kommission ist es, die finanz- und steuerrelevanten

aussenpolitischen Entwicklungen und Verhandlungen

zu beobachten und Massnahmen zu ergreifen,

sofern dadurch kantonale Kompetenzen tangiert werden.

Insbesondere die Weiterentwicklung der Abkommen mit

der EU über die Zinsbesteuerung und die Entwicklungen

im Rahmen der OECD sind relevant. Für den international

orientierten Kanton Zug sind das sehr wichtige Bereiche.

Ich werde die Interessen der Kantone nachhaltig vertreten,

im Vordergrund steht die Erhaltung von attraktiven steuerlichen

Rahmenbedingungen.

Sie werden nächstes Jahr wieder für den Regierungsrat

kandidieren. Möchten Sie Finanzdirektor bleiben – oder

reizt es Sie nach einer anderen Direktion?

Mich reizen schwierige Aufgaben, deshalb habe ich mit

Freude und Engagement vor drei Jahren die Leitung der

Finanzdirektion übernommen. Inzwischen sind grosse politische

Knackpunkte ihren Lösungen näher gekommen.

Andere Aufgabengebiete wären sicher auch interessant, ich

will aber die begonnene Arbeit weiterführen.

Gehen wir richtig in der Annahme – dass Ihnen das Amt

des «Zuger Finanzdirektors» so richtig gut gefällt?

Ja, sehr!

Herr Hegglin – wir danken Ihnen für das Gespräch und

wünschen Ihnen alles Gute.

F i n a n z p l a t z Z u g 49


Von Francesco R. Fusco

Bald wird die seit Jahren angewendete fifty-fifty Praxis abgeschafft.

Damit hat sich Bundesrat Merz in diesem Frühjahr

dem langjährigen Druck der OECD (Organisation für

wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) gebeugt.

Gespräche mit Personen, welche in dieser Thematik

mitverhandelten, haben aufgezeigt, dass Bundesrat Merz

sich sehr wenig – wenn überhaupt – mit der entsprechenden

Thematik auseinandergesetzt hat. Ob diese Praxisabschaffung

für den Finanzplatz Schweiz und somit für den Finanzplatz

Zug Vorteile bringt, ist natürlich eher zu bezweifeln.

Die EU hat somit erfolgreich Druck auf die Schweiz aus-

geübt und dies ohne, dass sich der zuständige Bundesrat für

die Interessen der Schweiz eingesetzt hat.

Bereits Ende September 2005 wurde die nächste Attacke

geritten. Die EU setzt nun die Schweiz bei der Besteuerung

von Holdings mächtig unter Druck. Die EU kann oder will

die verschiedenen Besteuerungsarten – insbesondere das

Holdingprivileg – nicht verstehen. In einem Brief will die EU

vom Bundesrat wissen, wie es Schweizer Kantone mit der

Besteuerung von Gesellschaften halten. Der Kanton Zug

wird namentlich erwähnt.

Nebst der Holdingbesteuerung will die EU auch über die

Besteuerung der so genannten «gemischten Gesellschaften»

informiert werden.

Warum will die EU über diese Besteuerungsarten

Bescheid wissen?

Ganz einfach: sie stört sich daran, dass ausländische

Konzerne in der Schweiz einen Firmensitz halten, aber in

der Schweiz keine oder eine nur untergeordnete Geschäftstätigkeit

ausüben. Diese Gesellschaften, oft auch nur Briefkasten-

oder Domizilgesellschaften genannt, werden in

50 F i n a n z p l a t z Z u g

Der Druck der

auf die Schweiz

Die Europäische Union und der Versuch, die Schweiz und somit auch den Finanzplatz

Zug unattraktiv zu machen.

verschiedenen Kantonen zu einem speziellen Steuersatz

besteuert. Und genau das ist der EU und vielen Finanzministern

in den einzelnen EU-Staaten (Deutschland lässt grüssen)

ein Dorn im Auge.

Der Druck für die Abschaffung begann vor mehreren Jahren

via OECD. Unter anderem führte die OECD die Schweiz auf

einer Liste. Auf dieser Liste wurden jene Staaten aufgeführt,

welche in ihren Augen eine «schädliche Steuerpolitik» betreiben.

Der rechtlich nicht bindende EU-Verhaltenskodex

von 1997 bildete die Basis für die Erstellung dieser ominösen

Liste. Es ist hier auch darauf hinzuweisen, dass dieser

EU-Verhaltenskodex lediglich eine politische Absichtserklärung

darstellt.

Im OECD-Bericht des Jahres 1998 wurden die verschiedenen

Aspekte der «schädlichen Steuerpolitik» aufgeführt. Unter

anderem sind tiefe Steuerbelastungen, Steuerbefreiungen

oder begrenzte Bemessungsgrundlagen, keine wirksame

Amtshilfe (z.B. das Bankgeheimnis) als solche Faktoren betrachtet

worden. Einige Punkte wurden speziell wegen der

Schweiz aufgelistet. Die Schweiz hat diesem Bericht keine

wirkliche Beachtung geschenkt und ihm eine globale Betrachtungsweise

abgesprochen. Bei der Abstimmung über

die Akzeptanz dieses Berichtes hat sich die Schweiz der

Stimme enthalten.

Von 1998 bis 2003 hat die OECD weitere Berichte (follow-up)

generiert. Dabei wurden immer wieder Änderungen an den

so genannten «schädlichen Steuerfaktoren» vorgenommen.

So wurde im November 2001 das im Jahre 1998 noch für

schädlich gehaltene «ring fencing» (Steuervergünstigungen

für ausländische Unternehmungen) nicht mehr als negativ

empfunden. Vieles wurde von der Liste gestrichen, nicht

zuletzt deshalb, weil die USA ihre Haltung nach der Wahl

von George W. Bush zu den Steueroasen revidiert hat. Nach

einigem hin und her wurde die Arbeit der OECD zur Frage

abgeschlossen, inwieweit die in der Liste als potenziell


Europäischen Union

wächst und wächst

schädlich erachteten Besteuerungsarten auch tatsächlich

als schädlich einzustufen sind. Dabei kam die OECD zur Erkenntnis,

dass mit Ausnahme der Schweiz die in den anderen

Mitgliedstaaten geprüften Besteuerungsarten entweder

nicht als schädlich zu erachten sind oder diese bereits geändert

bzw. abgeschafft wurden. Daher figurierte im Jahre

2003 nur die Schweiz auf der schwarzen Liste, die mangels

Einstimmigkeit (fehlende Zustimmung der Schweiz) aber

nicht publiziert werden konnte.

Anfangs 2004 wurde die Schweiz, nach intensiven Verhandlungen,

von der Liste gestrichen. Der genaue Inhalt, der von

der Schweiz eingegangenen Verpflichtungen, ist jedoch

nicht bekannt. Fest steht einzig, dass sich die Schweiz bereit

erklärt hat, bei Holdinggesellschaften im Rahmen einer

Revision der Amtshilfeklausel in den schweizerischen

Doppelbesteuerungsabkommen Auskünfte über steuerrelevante

Daten auf Ersuchen hin zu leisten. Dies stellt einen

klaren Einbruch in die bisherige schweizerische Amts-

hilfepolitik dar. Dass die fifty-fifty Praxis abgeschafft wird, ist

bekannt.

Die neue Attacke der EU?

Für ihre neue Attacke hat die EU nun einen anderen Weg

gefunden. Sie vermutet in den oben rubrizierten Steuerarten

einen Verstoss gegen das Freihandelsabkommen

aus dem Jahre 1972. In diesem Freihandelsabkommen

ist zu lesen, dass jegliche staatliche Beihilfe für Unter-

nehmen verboten sei. Aber was machen viele Euro-

päische Staaten: Deutschland mit den neuen Bundesländern,

Frankreich mit seinem Protektionismus und den

Angriffen auf den EU-Kommissionspräsidenten Barroso wegen

des Arbeitsplatzabbaus bei Hewlett-Packard (France).

Also denkt sich die EU nun, dass die Holdingbesteuerung

und die Besteuerung der «gemischten Gesellschaften»

genau gegen dieses Prinzip verstossen. Dieses Freihandelsabkommen

ist seit mehr als 30 Jahren in Kraft – die Besteuerungsarten

ebenso.

Um was geht es der EU?

Um nichts anderes als um eine erneute Schwächung des

Finanzplatzes Schweiz. Die Schweiz wird immer mehr in

eine Ecke gedrängt – und durch die fehlende Kampfkraft

als auch durch das fehlende Wissen unserer Politiker wird es

soweit kommen.

Interessant ist aber der Umstand, dass auch andere

europäische Länder ein spezielles Besteuerungssystem

bezüglich Holdingstrukturen kennen (Holland, Spanien,

Dänemark). Die englischen Kanalinseln (Isle of Man,

Guernsey) kennen Steuermodelle, welche um einiges

attraktiver als die typisch Schweizerischen sind.

Diese Länder kennen die Problematik der Verrechnungssteuer

nicht. Aber genau diese Verrechnungssteuer birgt

die grösste Gefahr für den Finanzplatz Schweiz und somit

auch für den Finanzplatz Zug. Jeder kennt die 35 % Verrechnungssteuer

– auf Zinsen, Dividenden, usw. wird sie erhoben

– und jeder Steuerbürger kann sie via Einreichung der

Steuererklärung (natürliche Personen) oder via Formular 25

(juristische Personen) zurückfordern.

Dies ist jedoch im internationalen Steuerstandortkampf

nicht für alle möglich – und genau da setzt die EU an, um

den Finanzplatz Schweiz zu bekämpfen.

Hier ist natürlich auch das Zinsbesteuerungsabkommen

zwischen der EU und der Schweiz zu erwähnen.

Dieser Vertrag verpflichtet die Schweiz von der Verrechnungssteuer,

welche von den Zins- und Dividenden-

erträgen anfallen, 15% in der 1. Phase nach Brüssel

abzuliefern. Dieser Prozentsatz wird sich in den nächsten

Jahren auf 35% erhöhen. Schimmert da was durch?

10 Milliarden Franken – das ist die Summe, welche sich die

EU aus diesem Zinsbesteuerungsabkommen erhofft. Aber

die Summe wird um einiges tiefer sein – auch die Schweizer

Banken haben mit speziellen Anlagemöglichkeiten

darauf reagiert. Konkurrenz belebt das Geschäft – aber

auch der internationale Druck zwingt die Schweizer Banken

zu innovativem Denken – und das ist gut so. Nebenbei sei

nur kurz das Schweizer Bankgeheimnis erwähnt. Auch da

kämpft die EU noch dagegen an. Dies trotz des Inkrafttretens

des Zinsbesteuerungsabkommens.

F i n a n z p l a t z Z u g 51


Asterix und Obelix

Der Kampf um Eigenständigkeit und Souveränität geht

unvermindert weiter. Manchmal kommt es mir wie der

Kampf von Asterix und Obelix gegen die Römer vor. Eine

Übermacht greift uns an, immer wieder, nicht mit Waffen,

aber mit immer neuen Methoden. Diese politische Übermacht

versucht mit allen Mitteln, die Attraktivität des

Finanzplatzes Schweiz für ihre eigenen europäischen Bürger

unattraktiv zu machen.

Anstatt diesen Einsatz in der Verbesserung der eigenen

Politik und somit den eigenen Rahmenbedingungen

einzusetzen, versucht man die trotz allem erfolgreiche

Schweiz zu bekämpfen. Länder, welche die gleiche Rolle

wie die Schweiz spielen (Grossbritannien) halten sich still.

London als Finanzplatz profitiert am Meisten von der Un-

attraktivität der Schweiz. Andere Länder, wie z.B. Deutschland,

denken und hoffen, dass ihre eigenen Bürger sich

einsperren lassen.

Eines ist klar, die deutschen Bürger werden dies nicht zulassen,

nicht zuletzt nach Betrachtung der bedenklichen

Leistungen der deutschen Politik in den letzten Jahren.

Und die zu erwartende Politik der neuen schwarz-roten

Koalition verspricht auch keine Besserung. Im Gegenteil,

viele deutsche Unternehmer erwarten im besten Fall einen

politischen Stillstand bezüglich allfälligen Massnahmen, um

die deutsche Wirtschaft wieder auf Vordermann bringen zu

können. Die Erhöhung der deutschen Mehrwertsteuer von

16% auf 19% (ab 1. 1. 2007) wird wohl auch nicht gerade das

Richtige für einen Wirtschaftsaufschwung sein.

England unter Ministerpräsident Tony Blair hat aber aufgezeigt,

dass man mit einer geschickten Wirtschafts- und

Standortpolitik die Attraktivität eines Landes innert kurzer

Zeit massiv steigern kann. Genau da sollte die Schweiz

endlich ansetzen. Die Attraktivität Deutschlands steigt nicht,

wenn die Attraktivität der Schweiz sinkt. Hier liegt die grosse

Verantwortung der hiesigen Politiker.

Wie weiter?

Die zukünftigen grossen Probleme werden nur gelöst, wenn

wir endlich die Gründe für die positive Entwicklung der

Schweiz in den letzten Jahrzehnten aufzeigen. Die anderen

Staaten können den Beispielen der Schweiz aber vor allem

auch Englands folgen!

Wir in der Schweiz müssen jedoch Wege finden, wie das

Wirtschaftswachstum gefördert werden kann, aber auch

wie die Bürokratie (z.B. Baubewilligungen etc.) eingedämmt

werden kann. Die Vereinfachung der Steuersysteme (z.B. bei

der Mehrwertsteuer) müssen möglichst schnell in die Wege

52 F i n a n z p l a t z Z u g

geleitet werden und das Schulsystem wieder auf Vordermann

gebracht werden (siehe Pisa-Studie).

Sollten wir in all diesen oder auch nur in einigen Belangen

scheitern – so wird die Attraktivität des Standortes Schweiz

und des Finanzplatzes Zug in einigen Jahren massiv an

Zuspruch verlieren. Und das bedeutet nebst Ausfällen bei

den Steuereinnahmen auch den Verlust von Arbeitsplätzen.

Die Politik muss sofort reagieren, denn man hat keine Zeit

zu verlieren. Es steht zu viel auf dem Spiel. Nämlich nichts

anderes als eine prosperierende Zukunft der Schweiz.

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Wirtschafts-Apéro

Der 2. Wirtschafts-Apéro im EBC Economic Business Center Zug wurde zur Taufe des

Magazins «Finanzplatz Zug» benutzt. Als Taufpatin amtete Fiona Hefti, Miss Schweiz 2005.

Passend zur Topstory des 1. Magazins hat der Gesundheitsdirektor

des Kantons Zug, Joachim Eder, einen interessanten

Vortrag «Gesundheit: Ein wichtiges Zuger

Markenzeichen» gehalten.

Fotoimpressionen vom 2. Wirtschafts-Apéro

Der anschliessende Apéro stellte eine ideale Plattform dar,

um geschäftliche Kontakte zu pflegen und das «Social-

Networking» zu üben.

F i n a n z p l a t z Z u g 53


Coiffure Valentino, eine

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vermittelt ein angenehmes Ambiente. Voll auf die Ansprüche

ihrer Kunden ausgerichtet, können die Hairstylisten von ihrem

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in die Beratung einbringen. So ist es dem Team möglich, immer

wieder an Hairshows als Stylisten ihr Können unter Beweis zu

stellen. Unter dem Label Mondo Valentino wurden Persönlichkeiten

wie Claudia Schiffer, Arnold Schwarzenegger, Robert

Redford, David Hasselhoff, Michael Jordi, Jürg Marquart usw.

bedient. Zudem wurde für Magazine wie Vogue, Elle, Harper‘s

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Trend immer auf der Spur als auch auf die klassischen Bedürf-

nisse der Kunden eingehen, das zeichnet Coiffure Valentino

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Haareschneiden übersprungen, überholt

und es wurde ein Lifestyle-Beauty-Konzept daraus.


Arbeitslosenquote des Kantons Zug im Vergleich zur Schweiz:

Quote in %

5%

4%

3%

2%

1%

0%

56 F i n a n z p l a t z Z u g

Zahlen und Fakten

3.6 3.7

2003

CH gesamt

Kanton Zug

3.5

3.9

2004

Von Esther Speck, Personal VAM

1.05

4.1 4.1

3.4 3.4 3.4

2.05

3.05

3.9 3.8

Kommentar des Vereins für Arbeitsmarktmassnahmen

(VAM) Oktober 2005

2‘663 Personen wurden per Ende Oktober 2005 (Ende September

2005: 2‘710 Personen) vom RAV beraten. 29 Fest-

und Temporärstellen sind durch das RAV vermittelt worden;

64 offene Stellen wurden registriert. 1‘087 Beratungs- und

1‘710 Kontrollgespräche fanden statt. Durch das Kantonale

Amt für Wirtschaft und Arbeit (KWA) mussten im Oktober

2005, 229 Sanktionen, z. B. wegen ungenügender Arbeitsbemühungen

ausgesprochen werden.

2. Teilnahme an VAM-Programmen

40 Personen sind in das Stellennetz eingetreten. Von den

im Oktober 2005 aus dem Stellennetz ausgetretenen 33

Personen haben 8 Personen eine Stelle gefunden. In den

VAM-Programmen sind zurzeit insgesamt 198 Personen beschäftigt;

davon sind 150 Personen im Stellennetz und 48

Personen im Programm «Einstieg in die Berufswelt».

Am Workshop «Wege in die Selbstständigkeit» nahmen 11

Personen teil. Am Berufspraktikum nahmen 11 Personen teil.

Quelle: http://www.zug.ch/kwa/32_0d.htm

3.3

4.05

Jahr

Konkurseröffnungen

3.2

3.7

5.05

300

250

200

150

100

50

0

188

3.1

2000

3.6

6.05

244

2001

3.1

3.5

7.05

267

2002

3.1

295

2003

Jahr

3.6

8.05

280

2004

3.0

3.6

9.05

Konkursspiegel des Kantons Zug:

134

2.9

260

3.6

10.05

5.2005 Stand

2.11.2005


Anzahl Stellenlose im Kanton Zug nach Alter. Arbeitslosenquote in der Schweiz (Oktober 2005):

Vergleich Mai bis Oktober 2005 Mai 2005

1200

1138

Oktober 2005

Anzahl Arbeitslose (Total 1709)

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1000

800

600

400

200

0

249

15-24

277

25-49

Alter

1030

448

50-65

402

> 4.0 %

3.1–4.0 %

2.0–3.0 %

< 2.0 %

CH: 3.7 %

Arbeitslosenquote im Kanton Zug (Oktober 2005):

Aktueller +/- zum

Monat Vormonat

Arbeitslosenquote: 2.9% -3.3%

Arbeitslose: 1709 -35

Stellensuchende: 2627 -27


Sudoku:

Hinweis zur Lösungszahl: Einwohnerzahl des Kantons Zug (Stand 01. Januar 2005)

Sudoku

Bei diesem Zahlenrätsel sind die Zahlen 1 bis 9 in die leeren Felder

der Grafik einzutragen, wobei sich jede dieser neun Zahlen nur

einmal in einem Neunerblock, nur einmal auf der Horizontalen und

nur einmal auf der Vertikalen befinden darf.

Spitzen Sie also Ihren Bleistift und nehmen einen Radiergummi zur

Hand, und los geht’s!

58 F i n a n z p l a t z Z u g

Senden Sie die richtige Lösungszahl des Sudokus

oder das Lösungswort des Kreuzworträtsels bis

spätestens 31. Januar 2006 an folgende Adresse:

Finanzplatz Zug, Preisrätsel,

Baarerstrasse 135, 6301 Zug

oder per email an:

wettbewerb@finanzplatz-zug.ch

Die Gewinner

In der Juli-Ausgabe haben wir Sie eingeladen, an unserem Kreuzworträtsel-Wettbewerb teilzunehmen. Das Lösungswort

lautet: «Firmensitz». Wir freuen uns, die glücklichen Gewinner einer Übernachtung für je 2 Personen in einer Junior Suite

(inkl. Frühstücksbuffet) im Hotel PALACE in Luzern, bekannt zu geben:

Selina Pinheiro, Cham, mit Vater (links)

und Grossvater Hans Raimann,

welcher das Rätsel gelöst hat

Gewinnen Sie …

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Hotel Graziella Weggis.

Jeanette Holliger, Neuheim Margrit Christen, Oberägeri


Kreuzworträtsel:

F i n a n z p l a t z Z u g 59


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F i n a n z p l a t z Z u g 61


Mit Walter Suter sprach Francesco R. Fusco

62 F i n a n z p l a t z Z u g

Herr Regierungsrat – vor

einigen Wochen haben Sie

mitgeteilt, dass Sie auf Ende

2006 aus der Zuger Regierung

ausscheiden werden.

Was kommt nachher?

Im Jahre 2007 werde ich 55

Jahre alt sein (Jahrgang 1951).

Interessieren würde mich eine

Führungsaufgabe in der Privatwirtschaft,

aber ich kann mir

auch eine selbständige Beratungstätigkeit

vorstellen.

Sie haben auf gemeindlicher und kantonaler Ebene

jeweils Exekutivmandate (Gemeinde- und Regierungsrat)

inne gehabt. Können Sie wirklich mit der Politik

aufhören oder könnten Sie sich auch ein Mandat in Bern

vorstellen?

Das Amt des Ständerates hätte ich mir vorstellen können.

Aber dieses Thema ist nicht aktuell.

Herr Regierungsrat – wie beurteilen Sie als Volkswirtschaftsdirektor

die heutige Attraktivität des Finanzplatzes

Zug – insbesondere unter dem nationalen Aspekt

der «Lex Bonny» und dem internationalen Druck seitens

der Europäischen Union und der OECD?

Der Vorsprung

wird kleiner

Walter Suter (CVP) ist seit 1991 Regierungsrat des Kantons Zug. Von 1991 bis 2002

war Walter Suter Erziehungsdirektor, seit Januar 2003 amtet er als Volkswirtschaftsdirek-

tor. In den kantonalen Gesamterneuerungswahlen 2006 wird er nicht mehr antreten. Wir

sprachen mit dem Volkswirtschaftsdirektor über die Zukunft des Finanzplatzes Zug, über

das neue Ausbildungssystem am Kaufmännischen Bildungszentrum (KBZ) und über seine

persönliche Zukunft nach einer langen und erfolgreichen Politik-Karriere.

Walter Suter

Der Kanton Zug ist nach wie vor ein attraktiver Wirtschaftsstandort

und Finanzplatz. Im nationalen Vergleich zeigt eine

CS-Studie, dass der Kanton Zug weiterhin auf dem 1. Rang

steht (Credit Suisse – Spotlight vom 13. Mai 2004 – Standortqualität:

Mehr als ein Schlagwort – siehe Tabelle). Dies nicht

nur in Bezug auf die tiefe Steuerbelastung sondern auch

bezüglich Ausbildungsstand der Bevölkerung, Verfügbarkeit

von hochqualifiziertem Personal und auch im Zusammenhang

mit der verkehrstechnischen Erreichbarkeit

(Flughafen).

Der Kanton Zug ist im nationalen und internationalen Vergleich

durchaus sehr konkurrenzfähig – aber der Vorsprung

wird kleiner. Im nationalen Umfeld wird die Konkurrenz

durch verschiedene Kantone offensichtlich, dies einerseits

wegen der Einführung von neuen kantonalen Unternehmensbesteuerungsgesetzen.

Der Regierungsrat will deshalb

auch im Kanton Zug die Doppelbelastung bei der Ausschüttung

von Dividenden mildern.

Überlegt sich der Kanton Zug auch die Einführung von

Steuererleichterungen für Unternehmen – so wie es auch

andere Kantone schon seit Jahren bereits ausüben?

Nein – der Kanton Zug hat diese Steuererleichterungen für

Unternehmen noch nie angewendet und wird dies auch in

Zukunft nicht machen.

Was halten Sie von den «Lex Bonny-Dekreten»?

Diese Dekrete sind wettbewerbsverzerrend!


Standortqualität und Standortfaktoren im Überblick

Synthetischer Indikator, CH=0

Kanton SQI 2004

Steuerbelastung

der natürlichen

Person

Steuerbelastung

der juristischen

Personen

Wachsen wir im Kanton Zug nur im Dienstleistungs-

bereich oder kann der Kanton Zug auch in anderen

Wirtschaftszweigen punkten und den Nachteil der

«Lex Bonny» wettmachen?

Der Kanton Zug konnte grosse Ansiedlungserfolge verbuchen.

Allein durch die Kontaktstelle Wirtschaft Zug haben

in den letzten drei Jahren rund 40 bis 50 Gesellschaften pro

Jahr ihren Sitz nach Zug verlagert (www.zug.ch/economy).

Dies hat ca. 400 Arbeitsplätze geschaffen.

Auch ist es wichtig, dass zukunftsträchtige «Cluster» gebildet

werden können. Im Bereich der Biotechnologie ist es

dem Kanton Zug gelungen, so einen «Cluster» zu bilden.

Die vielverbreitete Meinung, dass nur der «Finanzplatz Zug»

Ausbildungsstand

der Bevölkerung

Verfügbarkeit der

Hochqualifizierten

Verkehrstechnische

Erreichbarkeit

ZG 2.54 ++ ++ + ++ ++ ++

ZH 1.80 ++ = + + ++ ++

NW 1.09 ++ ++ = = = ++

GE 0.85 - -- = ++ + +

SZ 0.48 ++ ++ - = = +

AG 0.76 + + = = ++ +

BS 0.52 - -- = ++ ++ +

AR 0.44 + ++ = = = +

BL 0.25 = -- + + + =

AI 0.23 ++ ++ - - - =

TG 0.18 = - = = + =

SH 0.15 = - = = = =

OW 0.10 + + = = = =

VD 0.09 = - = + = =

SO -0.03 - - = = + =

BE -0.08 - + = = = =

LU -0.20 - + = = = -

SG -0.25 = = = = = =

TI -0.25 + + - = - =

GL -0.52 + - - - - -

FR -0.65 - = - = - -

GR -0.69 + -- = = - =

NE -0.72 -- - = + - -

VS -0.82 - + - = - -

UR -1.13 + - -- - - --

JU -1.22 -- - - - - --

+/++

-/--

=

Besser als CH-Mittel

Schlechter als CH-Mittel

CH-Mittel

Quelle: CREDIT SUISSE Economic & Policy Consulting, Spotlight vom 13. Mai 2004

SQI 2004

wächst, ist nicht richtig. Auch der Industriebereich wächst.

Natürlich gibt es in diesem Sektor einen Wandel – die traditionelle

Industrie ist nicht mehr so präsent wie früher – dafür

entstehen immer mehr Arbeitsplätze in so genannten

Hi-Tech-Industrien. Als Beispiel ist hier die Siemens Building

Technologie zu erwähnen – durch diesen Zuzug sind in

Zug gegen 600 Arbeitsplätze entstanden und rund 40 neue

Lehrstellen!

Als wichtig erscheint mir auch noch zu erwähnen, dass der

BIP (Bruttoinlandprodukt) im Durchschnitt 0,5 % bis 1,0 %

höher als in der restlichen Schweiz ausfällt – dies spricht für

die wirtschaftliche Stärke des Kantons Zug.

F i n a n z p l a t z Z u g 63


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Der internationale Druck auf den Kanton Zug wird immer

grösser. Das Image als Steueroase wird immer wieder

vor Augen geführt. Was sagen Sie als Volkswirtschaftsdirektor

dazu – sind wirklich nur die Steuern schuld am

«starken Kanton Zug»?

Der Druck wird in der Tat grösser – die steuerliche Ausgangslage

ist wichtig, aber nicht das Wichtigste. Aber ich möchte

auf Estland, Ungarn, Malta, Irland u.v.m. hinweisen. Auch

diese Staaten bieten heute sehr interessante Besteuerungsmöglichkeiten

an.

Wichtig sind jedoch auch die so genannten «Softfaktoren»

wie z.B.:

- Öffentlicher Verkehr – Anbindung zum Flughafen

- Lebensqualität für die ausländische Wohnbevölkerung

(Schulen, Internationalität des Standortes)

- Wirtschaftsfreundlichkeit der Behörden und der

Bevölkerung

- guter Ausbildungsstand der ArbeitnehmerInnen

- funktionierendes Gesundheitssystem

(medizinische Versorgung)

Bezüglich «Steuern» ist ein wichtiger Faktor sicherlich die

Höhe der Besteuerung. Was aber oft vergessen wird, ist auch

die Verlässlichkeit der Steuergesetzgebung.

Bei Gesprächen mit Entscheidungsträgern für mögliche

Ansiedlungen spielen all diese Faktoren eine wichtige Rolle

– all diese werden bewertet und erst danach wird entschieden.

Wie die Credit Suisse Studie zeigt, ist der Kanton Zug

auch in diesen Bereichen führend.

Immer wieder hört man Kritik an der Neuen Kaufmännischen

Grundbildung (NKG), welche seit dem

Schuljahr 2003/2004 am Kaufmännischen Bildungszentrum

(KBZ) eingesetzt wird. Was halten Sie von dieser

Kritik?

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Als zuständiger Regierungsrat gilt es anzubringen, dass

man zwei Sachen nicht zusammenbringen darf. Auf der einen

Seite gibt es die bindenden eidgenössischen Reformen,

welche auch wir im Kanton Zug umzusetzen haben. Es gilt

zu erwähnen, dass die eidgenössischen Änderungen unter

grossem Einbezug der Wirtschaft und des Gewerbes erfolgt

sind. Andererseits die grosse Arbeit seitens des KBZ. Nicht

nur die NKG wurde eingeführt, sondern es wurden auch

weitere Gefässe für die Lernenden geschaffen, welche sehr

positiv aufgenommen wurden.

Die KBZ hat diese Reformen erfolgreich eingeführt – obwohl

die Einführung nicht einfach war und eine Art von Pionierarbeit

dargestellt hat. Das Amt für Berufsbildung hat selten

Reklamationen seitens von Lehrbetrieben, Eltern und/oder

Lernenden erhalten. Und die aktuellen Umfragen und

Studien zeigen auf, dass die NKG eine immer grössere

Akzeptanz erhält.

Wurden seit der Einführung der NKG weniger Lehrstellen

im Kanton Zug geschaffen?

Seit der Einführung der NKG im August 2003 wurden in

drei Jahrgängen insgesamt 530 Lernende in kaufmännischen

Berufen am KBZ eingeschult. Davon sind 30%

aus den angrenzenden Kantonen – auch hier spielt der

Kanton Zug eine wichtige Rolle. Obwohl sich die wirtschaftliche

Situation in den letzten Jahren verändert hat,

konnte die Anzahl Lehrstellen im kaufmännischen Bereich

gehalten und insgesamt sogar gesteigert werden.

Was halten Sie persönlich vom neuen Lernkonzept – von

der so genannten Sozial- und Methodenkompetenz?

Das neue Lernkonzept hat einen guten und modernen Ansatz.

Die Eigenverantwortung der Lernenden wird erhöht.

Die SchülerInnen stehen im Mittelpunkt. Dieser Wechsel

war nicht einfach – aber in den letzten Jahren wurde die

Akzeptanz auch unter den Lernenden immer grösser. Auch

die Einbindung der Lehrbetriebe ist für die Ausbildung der

Einzelnen sehr wichtig. Zu erwähnen ist die Tatsache, dass

die Lernenden mehr am Arbeitsplatz sind als mit dem alten

Lernkonzept.

1. Lehrjahr 2 Tage Schule

2. Lehrjahr 1 ½ Tage Schule

3. Lehrjahr 1 Tag Schule

Wachstum im Kanton Zug – dies bringt Probleme mit

sich. Wie beurteilen Sie folgende Themen?

Öffentlicher Verkehr?

Zu den Stosszeiten ist es in der Tat nicht einfach, in die Stadt

Zug rein- oder rauszufahren. Die Regierung hat jedoch mit

der Stadtbahn und dem attraktiven Busfahrplan der ZVB ihr

bis heute mögliches getan. Bezüglich der Nordzufahrt hat

die Politik auch ihre Hausaufgaben gemacht.

F i n a n z p l a t z Z u g 65


Im nationalen und internationalen Vergleich muss man die

Problematik des Privatverkehrs relativieren, da steht der

Kanton Zug noch gut da.

Wohnräume?

Wir müssen zur Lebensqualität grosse Sorge tragen. Die Balance

zwischen Erhaltung der Lebensqualität und Knappheit

von Wohnräumen muss gefunden werden. Dazu müssen die

Richtpläne der Gemeinden begutachtet werden. Auch sollte

man mit dem Bewilligen von so genannten « Hochhäusern »

Zurückhaltung üben.

Büroräumlichkeiten?

Der Kanton Zug hatte in den letzten Jahren einen Überhang

an Büroflächen. Dieser Überhang entpuppte sich für den

Kanton Zug jedoch als Chance. Durch diese freien Büroflächen

haben sich verschiedene Gesellschaften im Kanton

Zug niedergelassen, weil die kurzfristige Verfügbarkeit von

Büroräumlichkeiten gegeben war.

Herr Suter – wir danken Ihnen für das Gespräch und

wünschen Ihnen alles Gute

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Foto: Bruno Arnold


Dunkelheit macht Diebe

Mit dem früheren Einnachten im Herbst nimmt die Gefahr zu, Opfer eines Einbruchs

zu werden. Diebe nützen den Schutz der frühen Dunkelheit aus, um bereits am späten

Nachmittag oder frühen Abend in unbeleuchtete und verlassen scheinende Liegenschaften

einzudringen. Dunkle Wohnungen oder Häuser signalisieren Einbrechern, dass

die Bewohner noch an der Arbeit oder beim Einkaufen sind und nützen die Zeitspanne

bis zu deren Rückkehr aus.

Von Andreas Luig, Zuger Polizei

Die Zuger Polizei empfiehlt Vorsichtsmassnahmen

Im Kanton Zug wurde im Jahr 2004 über 300 Mal in einem

privaten Wohnbereich eingebrochen. Ein Teil dieser Einbrüche

hätte mit geeigneten Vorsichtsmassnahmen verhindert

werden können. Dabei muss Sicherheit nicht teuer sein. Es

reichen oft schon einfache Massnahmen, um in vielen Fällen

einen Einbruch zu verhindern.

Vorsichtsmassnahmen für die Dämmerungszeit:

- Signalisieren Sie Anwesenheit!

Lassen Sie im Innern des Hauses oder Ihrer Wohnung

eine Lampe brennen. Das Montieren von Zeitschaltuhren

ermöglicht es, dass Lampen in unregelmässigen Abstän-

den ein- und ausschalten. Lassen Sie eventuell auch ein

Radiogerät laufen.

- Verhindern Sie den Blick ins Hausinnere!

Licht ermöglicht den Blick ins Hausinnere. Schliessen Sie

Fensterläden und Storen oder ziehen Sie die Vorhänge.

- Machen Sie den Sicherheitscheck!

Verschliessen Sie sorgfältig alle Türen und Fenster, bevor

Sie das Haus verlassen. Verraten Sie Ihre Abwesenheit nicht

durch Zettel an der Haustüre oder Mitteilungen auf dem

Telefonbeantworter.

- Erhöhen Sie die Sicherheit durch die Aufmerksamkeit

der Nachbarn!

Sprechen Sie mit Ihren Mitbewohnern und Nachbarn

über die Möglichkeit der Nachbarschaftshilfe. Thematisie-

ren Sie im Quartierverein das Problem.

- Vorsicht vor scheinbar sicheren Schlüsselverstecken!

Schlüsselverstecke wie Briefkästen, Türvorleger, Blumen-

töpfe etc. sind auch den Dieben bekannt.

- Melden Sie verdächtige Wahrnehmungen sofort der Polizei!

Besteht der geringste Verdacht auf einen Einbruch, ver-

ständigen Sie sofort über Notruf 117 die Polizei. Notieren

Sie die Anzahl und das Aussehen der Verdächtigen, die

Kennzeichen möglicher Fahrzeuge und andere Besonder-

heiten. Erweist sich ein Hinweis als unbegründet, hat der

Meldeerstatter keinerlei negative Folgen zu befürchten.

- Die häufigsten Delikte wie Diebstahl und Einbruch können

mit etwas Vorsicht und einfachen technischen Massnahmen

wirksam bekämpft werden!

Über Sicherheitsfragen und Verbrechensverhütung

werden Sie bei jeder Polizeidienststelle kostenlos beraten.

Was tun, wenn eingebrochen wurde?

- Bewahren Sie Ruhe.

- Betreten Sie den Tatort nicht und berühren Sie keine

Gegenstände, Türen, Fenster oder andere möglichen

Spurenträger.

- Verständigen Sie sofort die Polizei, Notruf 117 oder 112.

- Versuchen Sie nie selber einen Einbrecher aufzuhalten

oder gar zu stellen.

- Informieren Sie umgehend Ihre Versicherung.

Der Sachschaden nach einem

Einbruch kann beträchtlich sein.

Zuger Polizei

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F i n a n z p l a t z Z u g 67


Von Dominque Aeby

68 F i n a n z p l a t z Z u g

Hochqualifizierte

Mit dem Netzwerk, Know-how und

der Erfahrung von Fachspezialisten

in verschiedenen Ländern

bietet SAS GROUP AG ein umfassendes

Angebot von Wirtschafts-

und Sicherheitsberatungen.

Die SAS GROUP AG operiert sowohl

privat als auch für Unternehmen,

Behörden und Regierungen.

Im Zentrum steht die

Erweiterung von Wissen, Können

und Erfahrung im breit gefächerten

Feld der Sicherheitsanliegen

unserer Zeit. Die Gesamtheit die-

ser vielseitigen Fähigkeiten schafft ein unvergleichliches

Leistungsniveau und einen hohen Qualitätsstandard. Das

Qualitätsverständnis der SAS GROUP AG erfüllt auf Grund

der Zusammenarbeit mit hochkarätigen Partnern diese

anspruchsvollen Standards. Die Qualitätsanforderungen

sind für alle angebotenen Sicherheitsdienstleistungen

massgebend. Die Qualitätsansprüche an die SAS GROUP

AG beziehen sich einerseits auf ihre Offenheit gegenüber

öffentlich rechtlichen Institutionen und andererseits auf ein

loyales und korrektes Verhalten gegenüber ihren Partnern

und Kunden. Die Qualität der Arbeit misst sich einerseits

an den angebotenen spezifischen Sicherheitsdienstleistungen

und andererseits am hohen Mass der Verantwortung

gegenüber den Anliegen unserer Partnern und Kunden. Die

Spezialisierung der MitarbeiterInnen in verschiedenen Branchen

und Märkten gestattet die spezifische Anpassung der

Dienstleistungen und Unterstützung an jeden individuellen

Kundenwunsch. Die Vertrautheit mit den Besonderheiten

Sicherheit

Swiss quality! Das ist der Weg der SAS GROUP AG. Wir bieten hochqualifizierte Sicherheit

in der integralen Sicherheit, wo wir für nationale und internationale Konzerne in West- und

Osteuropa für die strategische- und operative Sicherheit und deren Umsetzung nachweisbar

zuständig sind.

Geschäftsführer:

Dominque Aeby

der Branchen der Unternehmen, für die wir tätig sind, gibt

unserem Fachwissen aus Sicht unserer Kunden und Partner

den entscheidenden Mehrwert. Kundenzufriedenheit und

das Erreichen des vereinbarten Kundennutzens sind unsere

primärsten Zielsetzungen. Die SAS GROUP AG ist strukturiert

in fünf Divisionen. Mit diesen Divisionen schaffen wir für

unsere Kunden und Partner ein hohes Vertrauen.

SAS CONSULTING

Die Fachleute der SAS CONSULTING erarbeiten für unsere

Kunden und Partner Lösungen in den Bereichen Wirtschaftsberatung,

Sicherheitsberatung, Netzwerke und Know-how.

Mehr denn je sind Führungskräfte durch den zunehmenden

Wettbewerb herausgefordert. Strukturbereinigung und Konzentration

schreiten in vielen Branchen weiter voran, und

durch die Liberalisierung werden neue Märkte eröffnet. Vor

allem erhöht sich die Schnelligkeit der Veränderungen. Um

als Unternehmen in der Welt von morgen erfolgreich zu sein,


aucht es zielgerichtete Strategien und eine konsequente,

rasche Umsetzung. Wir wollen Ihnen helfen, mit unseren

umfassenden Dienstleistungen diese Ziele zu erreichen,

Unsere Spezialisten in der Division SAS CONSULTING unterstützen

Führungskräfte und Unternehmen bei Deals und

Transaktionen in Krisenmanagement, Netzwerken, Notfallplanungen,

Evakuierungen, Know-how und im unternehmensweiten

Risikomanagement. Die SAS CONSULTING bietet

als unabhängige Unternehmung neutrale Ratschläge für

Konzeptionen und Ausführungen und vermittelt diese auch

wahrheitsgemäss. Dank dieser Positionierung bestehen für

die Firma keinerlei Verpflichtungen gegenüber Ausrüstungslieferanten

oder- herstellern. Dies ermöglicht uns eine äusserst

seriöse und individuelle Betreuung unserer Kundschaft

und Partner. Die Sicherheitsspezialisten der SAS CONSULTING

beraten unabhängig von der Konzeption über die Planung

bis zur Beauftragung und Realisation. Wir stellen diese Dienstleistungen

unseren Klienten weltweit zur Verfügung.

SAS ACADEMY

Die SAS ACADEMY mit Sitz in Andermatt und Solothurn

macht es sich zur Aufgabe, den wachsenden Ansprüchen

an geschulten Sicherheits-Fachpersonen eine Antwort zu

geben. Kommunikation und Vernetzung spielen dabei eine

entscheidende Rolle. Besonders in der internationalen

Zusammenarbeit mit hochqualifizierten Fachkräften und

weltweit erfahrenen Spezialisten sind Nutzung und Pflege

von Synergien von wesentlicher Bedeutung. Dadurch kann

Know-how ergänzt, entwickelt und neuen Ansprüchen angepasst

werden. Es ist der SAS ACADEMY ein zentrales Anliegen,

in diesem verantwortungsvollen Aufgabenbereich auf

nationaler und internationaler Ebene im Feld der Sicherheit

die Qualität zu fördern. Hinschauen ist der erste Schritt zur

Verbesserung. Wegschauen bringt keine Lösung. Im Sinne

der Unterstützung einer ethisch begründeten und positiv

wirkenden Atmosphäre in unserer Gesellschaft will die SAS

ACADEMY die Schulung, von mit Sicherheitsaufgaben betrauten

Personen anbieten, anpassen und vorantreiben.

SAS FINANCIAL SERVICES

Die SAS FINANCIAL SERVICES bietet unseren Kunden und

Partnern über ein internationales Internetportal die best-

möglichen Lösungen für den nationalen sowie internationalen

Versicherungsmarkt. Unsere Fachspezialisten können

sich alle über langjährige Berufserfahrung ausweisen. Der

persönliche Kontakt zu Ihnen ist unser wichtigstes Anliegen.

Wir beraten und betreuen Sie, sei es im Schadenfall oder bei

der Optimierung Ihrer Versicherungspolicen. Da wir mit allen

Versicherungen, national wie auch international, Maklerverträge

haben, können wir Ihnen das bestmöglichste Preis-

Leistungsangebot unterbreiten. Die Fachspezialisten der

SAS FINANCIAL SERVICES betreuen Sie unabhängig in allen

Versicherungs- und Bankangelegenheiten direkt während

24 Std. über unsere Alarmeinsatzzentrale.

SAS SECURITY

SERVICES

Mit der SAS SECU-

RITY SERVICES steht

Ihnen eine «Schutzgarde»

für sämtliche

Sicherheitsaufgaben

zur Seite. Unser

hochqualifiziertes

Team schützt Sie vor

Gewalt und Kriminalität und gibt Ihnen die gewünschte

Sicherheit. Für die immer anspruchsvoller werdenden Dienstleistungen

sind wir für Sie der geeignete Partner. Durch

regelmässige, intensive Seminare, Ausbildungslehrgänge

und Module in theoretischer und praktischer Hinsicht, halten

wir unsere Schutzgarde auf dem neuesten Stand. Ein er-

fahrenes, leistungsfähiges und tatkräftiges Team, dem man

vertrauen kann, macht sich Ihre Sicherheit zur Aufgabe.

SAS TRADING

SAS TRADING befasst sich mit dem Handel und Vertrieb von

Sicherheitsprodukten. Durch unser Know-How und welt-

weite Netzwerke können wir auch andere Produkte wie Werbeartikel,

Textilien oder Spezialanfertigungen anbieten.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Für Fragen stehen wir Ihnen

jederzeit gerne zur Verfügung.

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F i n a n z p l a t z Z u g 69


Digitale Rechnungsstellung reduziert

den Aufwand für KMU

swissDIGIN heisst das neu definierte Inhaltsformat für digitale

Rechnungen in der Schweiz. Immer mehr Grossunternehmen

verlangen von ihren Lieferanten Rechnungen in

elektronischer Form. Der swissDIGIN Standard basiert auf

den gesetzlichen Vorgaben und schafft eine wichtige Voraussetzung

für die technische Umsetzbarkeit dieser Forderung.

Bis heute gibt es so viele Formate wie Anzahl Debitoren, was

einen enormen Aufwand seitens der Rechnungssteller und

-empfänger bedeutet. Weitere Informationen zur elektronischen

Rechnungsstellung gibt es unter www.swissdigin.ch

WEKO verschärft die Kontrolle von

Handelshemmnissen

Nach einer einjährigen Übergangsfrist ist die Revision des

Kartellgesetzes abgelaufen. Innerhalb dieser Frist hatten die

Unternehmen Zeit, ihre Verträge und ihr Verhalten kartellgesetzkonform

auszugestalten. Das Sekretariat hat sich in der

Übergangsfrist auf die neue Möglichkeit der Durchsuchung

von Unternehmen vorbereitet, die gegen die Kartellgesetze

verstossen. Bei einer Durchsuchung gelten dabei folgende

Regeln:

1. Recht einen Anwalt beizuziehen

Das von einer Hausdurchsuchung betroffene Unternehmen

hat das Recht, einen Anwalt beizuziehen. Dieser kann dem

Unternehmen beratend zur Seite stehen, wird aber nicht

zum Ansprechpartner für das Sekretariat. Ansprechpartner

des Sekretariates ist der CEO bzw. die anwesende Person,

welche im Unternehmen die hierarchisch höchste Funktion

ausübt.

2. Keine Wartezeit auf den Anwalt

Ist kein Anwalt vor Ort, so werden die mit der Durchsuchung

beauftragten Mitarbeiter des Sekretariates dessen Ankunft

nicht abwarten, um mit der Durchsuchung von Büroräumen

oder der Beschlagnahme von Dokumenten und elektronischen

Dateien zu beginnen. Die während der Abwesenheit

des Anwaltes gefundenen Beweismittel werden gesammelt

und zur Seite gelegt, so dass sie der Anwalt nach seinem Eintreffen

einsehen, sich zu deren Inhalt aussprechen und allenfalls

eine Siegelung verlangen kann.

70 F i n a n z p l a t z Z u g

backup

News und Tipps rund ums Geld

3. Schutz der Verteidigerkorrespondenz

Die beim Unternehmen aufgefundene Verteidigerkorrespondenz

ist von der Beschlagnahmung ausgenommen,

d.h. Korrespondenz, welche die Verteidigung im aktuellen

Verfahren zum Inhalt hat. Andere von Anwälten erstellten

Dokumente, die sich beim Unternehmen befinden, unterliegen

der Beschlagnahmung.

4. Kein Anwaltsgeheimnis für Unternehmensjuristen

Ein Unternehmensjurist ist ein Arbeitnehmer des betroffenen

Unternehmens. Ihm mangelt es an der für die Gewährung

des Anwaltsgeheimnisses notwendigen Unabhängigkeit

vom Unternehmen. Es kommt ihm folglich kein anderer Status

zu als allen anderen Arbeitnehmern des Unternehmens.

(Quelle: Wettbewerbskommission)

Dreijährige Kündigungsfrist nach

Streitbeilegung bei Geschäftsliegenschaften

Die Kündigung einer Liegenschaft oder Geschäftsfläche ist

anfechtbar, wenn sie vom Vermieter vor Ablauf von drei Jahren

nach Abschluss eines Schlichtungs- oder Gerichtsverfahrens

ausgesprochen wird. Diese Sperrfrist besteht auch,

wenn der Mieter sich mit dem Vermieter ausserhalb eines

Verfahrens gütlich geeinigt hat.

Das Bundesgericht entschied, dass die Entstehung des Kündigungsschutzes

voraussetze, dass zwischen den Parteien

vorgängig Differenzen bestanden haben. Darunter seien

Streitigkeiten und Meinungsverschiedenheiten zwischen

Mieter und Vermieter zu verstehen.

Keinen Kündigungsschutz lösen Fälle aus, bei denen es gar

nicht erst zu einer Auseinandersetzung gekommen sei, weil

die eine oder andere Partei dem Begehren des Vertragspartners

sogleich entsprochen habe. Beispiel: Verzicht auf eine

Mietzinserhöhung nach erstmaliger Bestreitung durch den

Mieter. (Quelle: Verband der Geschäftsmieter)

Geldwäscherei und Aktionärsdarlehen

Vorsicht ist bei Kreditverhältnissen zwischen einem oder

mehreren Aktionären und der Aktiengesellschaft geboten.

Denn die Gewährung von Aktionärsdarlehen könnte unter


den Geltungsbereich des Geldwäschereigesetzes fallen.

Verfügt der Aktionär nicht über die absolute Mehrheit der

Stimmen und des Aktienkapitals und gewährt die AG ihr

oder weiteren Personen ein Darlehen mit einem Zinsertrag

von über Fr. 20'000.– pro Jahr, fällt dies bereits unter den Geltungsbereich

des Geldwäschereigesetzes. Gleiches gilt mit

Vorbehalten auch für GmbHs und Kollektivgesellschaften,

aber nicht für Genossenschaften und Stiftungen. Die Art,

der Verwendungszweck und die Refinanzierung spielen keine

Rolle für die Eingliederung in das Geldwäschereigesetz.

Es empfiehlt sich deshalb, frühzeitig eine Fachperson oder

direkt die Kontrollstelle für Geldwäscherei zu konsultieren,

wenn ein oder mehrere solche Darlehen vergeben werden.

Outsourcing

Steuerberatung

Wirtschaftsprüfung

Unternehmensberatung

(Quelle: Kontrollstelle für Geldwäscherei)

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Dokumentationsvorschriften bei der

Mehrwertsteuer

Beachten Sie peinlichst genau die Dokumentationsvorschriften

der Mehrwertsteuer, falls Sie in der ein- und ausführenden

Branche sind. Oft fehlen die Originale der Einfuhrsteuerausweise

oder die zollamtlich gestempelten

Exportdokumente. Es kommt auch vor, dass auf diesen Dokumenten

die falsche Firma eingetragen ist oder dass vorgeschriebene

Angaben fehlen bzw. falsch sind. Die Steuerverwaltung

ist in diesen Fällen konsequent und verweigert

die Steuerbefreiung wegen Export. Der Vorsteuerabzug wird

bei mangelhaften Einfuhrsteuerausweisen nicht zugelassen.

Aufrechnungen erfolgen in der Regel für das laufende Jahr

und für die vergangenen fünf Jahre zuzüglich 5% Verzugszins

pro Jahr.

Frauenquoten verstossen gegen das

Diskriminierungsverbot

Fixe Frauenquoten für die Anstellung bedürfen laut Bundesgericht

einer klaren Gesetzesgrundlage. Das hat das Bundes-

gericht in einem Entscheid gegen die Uni Freiburg entschieden.

Die Uni Freiburg muss einem männlichen Stellenbewerber

eine symbolische Entschädigung von einem Franken

zahlen, weil sie ihn bei der Bewerbung diskriminiert hat. Die

Universität hatte im Oktober 2001 die Stelle einer «assoziierten

Professorin» im öffentlichen Recht ausgeschrieben. Das

Inserat wies darauf hin, dass nur weibliche Bewerberinnen in

Frage kämen. Das Dossier eines Mannes, der sich trotzdem

beworben hatte, blieb unberücksichtigt. Das Bundesgericht

hat dem Mann nun Recht gegebenen und die Universität zur

Zahlung von einer Entschädigung verpflichtet. Nach dem

Urteil aus Lausanne braucht es für eine starre Frauenquote

eine konkrete Regelung in einem Gesetz. (Quelle: sda)

BGE-Entscheid: Kein Unterhaltsabzug

bei verwahrlosten Liegenschaften

Bei verwahrlosten Liegenschaften können die Kosten für die

Instandhaltung der neu erworbenen Liegenschaft während

fünf Jahren nicht abgezogen werden. Das Bundesgericht ist

der Ansicht, dass die gesamten Aufwendungen einen wertvermehrenden

Charakter haben und der Abzug deshalb

nicht gerechtfertigt ist. Der Entscheid resultierte aus einem

Rechtsstreit, bei dem Steuerpflichtige eine Liegenschaft für

über einen Drittel des Kaufpreises innerhalb eines Jahres renoviert

hatten. Da die Liegenschaft sich in einem miserablen

Zustand befand, konnten keine der Instandstellungskosten

in Abzug gebracht werden. (Quelle: BGE-Entscheid)

Umbauten bei Geschäftsliegenschaften

klar regeln

Um Unklarheiten bei der Beendigung des Mietverhältnisses

zu vermeiden, sind klare Absprachen mit dem Vermieter bezüglich

Ein- bzw. Umbauten zu treffen. Von zentraler Bedeutung

ist dabei die entsprechende Regelung im Mietvertrag.

Der Mieter darf Änderungen an der Mietsache vornehmen,

wenn der Vermieter diesen schriftlich zugestimmt hat, sei

es im Mietvertrag oder in einer separaten Vereinbarung. Die

Zustimmung muss schriftlich sein!

Nimmt der Mieter Umbauten ohne Zustimmung des Vermieters

vor, ist er in jedem Fall zur Wiederherstellung des

ursprünglichen Zustandes verpflichtet.

Ob der Mieter eine Wiederherstellungspflicht hat, muss ebenfalls

schriftlich geklärt werden. Hat der Vermieter schriftlich

den Mieterausbauten zugestimmt und wurde keine Rückbaupflicht

vereinbart, kann der Mieter für die Einbauten am

Ende des Mietverhältnisses eine Entschädigung verlangen,

falls das Mietobjekt bei Mietende einen erheblichen, noch

nicht amortisierten Mehrwert aufweist. Luxuriöse und aussergewöhnliche

Einrichtungen fallen ausser Betracht.

F i n a n z p l a t z Z u g 71


Steuertipp:

Keine Schenkungen an Schwiegersöhne

und Schwiegertöchter

Werden Schwiegersöhne

oder -töchter beschenkt,

gilt dies als Schenkung

an Nichtverwandte. Diese

unterliegen in den meisten

Kantonen einer hohen

Schenkungssteuer.

Diese Steuern lassen

sich vermeiden, wenn in

einem ersten Schritt der Sohn oder die Tochter beschenkt

wird. Die direkte Nachfolge kann dann in einem zweiten

Schritt den Ehepartner beschenken. Rechtlich liegen so

zwei Schenkungen vor, die steuerlich vorteilhaft sind. Denn

Schenkungen an Ehepartner oder Kinder unterliegen einem

attraktiveren Satz.

Vorsicht: Falls die Schenkungen zu nahe beieinander liegen,

könnte das Steueramt eine Steuerumgehung annehmen.

Fragen Sie deshalb bei einer Fachperson vorgängig nach.

Pilotprojekt «Neuer Lohnausweis»

startet

Mit einer Auswahl von Arbeitgebern aus dem privaten und

öffentlichen Sektor wird der neue Lohnausweis in Zusammenarbeit

mit den Spitzenverbänden der Wirtschaft getestet.

Es wird geprüft, ob der neue Lohnausweis technisch umsetzbar,

ökonomisch und steuerlich sinnvoll ist. Die Resultate

des Tests werden direkt in die Verbesserungen des Lohnausweises

einfliessen.

Wer an einer Teilnahme am Pilotprojekt interessiert ist, kann

sich bei der Schweizerischen Steuerkonferenz in Bern melden.

Die Teilnahme ist kostenlos und es kann mit einer kompetenten

Fachunterstützung gerechnet werden.

(Quelle: Schweizerische Steuerkonferenz)

BGE: Zeitpunkt eines Wohnsitz-

wechsels steuerlich entscheidend

Wegen der unterschiedlichen Steuertarife innerhalb der

Schweiz ist für viele Steuerpflichtige die Verlockung gross,

sich in einer Niedrigsteuer-Gemeinde niederzulassen. Jedoch

ändert sich durch eine Absichtserklärung allein die

persönliche Situation noch nicht, sondern erst durch den

Aufenthalt mit der Absicht des dauernden Verweilens, entschied

das Bundesgericht. Zum dauernden Verweilen reicht

die kurzfristige Präsenz am beabsichtigten neuen Wohnsitz,

unterbrochen durch Berufs- und Ferienabwesenheit, noch

72 F i n a n z p l a t z Z u g

nicht. «Der steuerliche Wohnsitz einer Person liegt dort, wo

sie sich mit der Absicht des dauernden Verbleibens aufhält

oder anders ausgedrückt, dort wo sich der Mittelpunkt des

Lebensinteresses befindet», so das Bundesgericht. Wenn

also gleichzeitig zwei Aufenthaltsorte angegeben werden,

werden die Gemeinden mit hohen Steuern sehr scharf die Situation

beobachten. Es ist durchaus üblich, dass mit Telefonkontrollen

oder Nachbarbefragungen die Situation geklärt

wird. Im konkreten Fall muss der Beklagte die Dividendenerträge

in der Hoch-Steuer-Gemeinde versteuern.

(Quelle: Bundesgerichtsentscheid)

Steuertipp:

Beziehen Sie Vorsorgeleistungen

in verschiedenen Jahren

Kapitalleistungen aus Vorsorge unterliegen in allen Kantonen

einem separaten Tarif. Mehrere Kapitalleistungen des

gleichen Jahres werden zur Satzbestimmung zusammengerechnet.

Aus steuerlicher Sicht ist es deshalb sinnvoll, Kapitalleistungen

aus Vorsorgeeinrichtungen, Freizügigkeitskonten

und der Säule 3a in verschiedenen Jahren zu beziehen.

Sinnvoll ist auch ein Vorbezug von Pensionskassengeldern

zum Zweck des selbstbewohnten Eigentums oder die Errichtung

mehrerer Konti Säule 3a, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten

aufgelöst werden können. Ehepartner sollten aus

diesem Grund die ihnen zustehenden Vorsorgeleistungen in

unterschiedlichen Jahren beziehen. Achtung: In einzelnen

Kantonen werden zur Satzbestimmung die Vorsorgeleistungen

mehrerer Jahre zusammengerechnet, zum Beispiel im

Kanton Thurgau.

Trotz gewissenhafter Bearbeitung und sorgfältiger Recherche

kann keine Haftung für den Inhalt der Beiträge übernommen

werden. Konsultieren Sie im Zweifelsfalle eine Fachperson.

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Von Reto Egloff

Gesundheitstipp

Wohlig warmes Wasser, die richtigen Badezusätze und das Wellness-Erlebnis in der

eigenen Badewanne kann beginnen. 20 Minuten totale Entspannung ist vor allem an

kalten Wintertagen eine Wohltat für Körper und Geist.

Das Kräuterbad

Der Klassiker unter den Badezusätzen sind Kräuter. Ein

Kräuterbad ist gesund und kann mit seinen Düften und

Dämpfen auch bei Erkältung Linderung verschaffen. Das

Grundrezept: Ein bis zwei Handvoll getrocknete Kräuter

(z.B. Rosmarin, Kamille, Lavendel) in zwei Liter kochendem

Wasser 15 Minuten ziehen lassen, durchsieben und ins

warme Badewasser schütten. Getrocknete Kräuter gibt es in

Apotheken. Kräuter-Öle für Vollbäder bieten auch Reformhäuser

und Apotheken.

Gut für die Haut

Für jeden Hauttyp geeignet sind Badezusätze aus dem

Meer, wie Salz und Algen. Speziell zu erwähnen gilt es hier

das Salz aus dem Toten Meer. Es enthält, im Gegensatz zu

normalem Meerwassersalz, mehr Kalzium- und Magnesiumsalze.

Diese Mineralien wirken beruhigend auf die Haut und

regen die Zellerneuerung an. Sie erhalten wirkungsvoll den

natürlichen Feuchtigkeitsmantel der Haut – das macht das

Salz aus dem Toten Meer zum wahren Jungbrunnen unserer

Zeit!

Auch zum Einschlafen

Natürliche Bade-Mittel gegen Nervosität und Schlafstörungen

sind Baldrian, Melisse, Hopfen, Passionsblume oder

Auch ein Bad im Whirlpool bringt wohltuende Entspannung.

Foto: Graziella Weggis

auch Lavendel. Nach etwa 10 Minuten werden die angenehm

einschläfernden ätherischen Öle langsam über die

Haut aufgenommen.

Nach dem Sport – für beanspruchte Muskeln

Bei Muskelschmerzen sorgen Wacholder oder Heublumen-

Extrakte für Entspannung – als Öle oder auch als Kräuterbad.

Salbei dagegen belebt, weil die Muskeln gut durchblutet

werden – ein gutes Bad, wenn man sich nach dem

Sport frisch und aktiv fühlen will. Bei Rheuma und Rückenschmerzen

wiederum hat sich das bisher wenig bekannte,

aber äusserst wirksame Wintergrün-Öl bewährt, dessen

Wirkstoff Methylsalicylsäure Entzündungen beruhigt (das

Öl gibt es im Reformhaus). Wer Gelenkschmerzen oder

einen Bluterguss hat, sollte einmal ein selbst gemachtes

Kräuter-Bad mit Arnika ausprobieren – die Beschwerden

verschwinden.

Bade-Regeln für die Wanne

Wie oft und wie lange?

Einmal pro Woche baden tut gut – aber höchstens 20

Minuten, sonst trocknet die Haut zu stark aus.

Wann nicht in die Wanne?

Bei hohem Fieber oder offenen Hautstellen. Andererseits

kann ein warmes Bad bei einem leichten grippalen Infekt

wie ein künstliches Fieber wirken und das Immunsystem

günstig beeinflussen.

Wie heiss darf Badewasser sein?

37 bis 39 Grad wird von Medizinern empfohlen! Zu lange

in zu heissem Wasser baden lässt den Kreislauf schnell

abfallen.

Welche Hautpflege danach?

Durch das Baden verliert die Haut fetthaltige Substanzen,

den natürlichen Schutzfilm. Deshalb – vor allem im

Winter – nach dem Bad eine fetthaltige Körperemulsion

auftragen (für jeden Hauttyp).

Quelle: Lenz 11/2005

F i n a n z p l a t z Z u g 73


Weniger Bürokratie ist

eine Notwendigkeit

Seit 1999 vertritt Rolf Schweiger (www.rolf-schweiger.ch) den Kanton Zug im Stände-

rat. Rolf Schweiger (FDP) wird über die Parteigrenzen als kompetenter und glaubwürdiger

Politiker geschätzt. Seine Meinungen haben in «Bundesbern» Gewicht. Wir haben Rolf

Schweiger zu verschiedenen Themen (EU, Verrechnungssteuer, MWST, usw.) befragt.

Mit Rolf Schweiger sprach Francesco R. Fusco

Herr Ständerat – hat die

Schweiz eine gute Zukunft im

europäischen Wirtschaftsumfeld?

Ich bin da sehr optimistisch.

Das ist überhaupt eine Eigenschaft,

welche mich auszeichnet.

Das Finden eines vernünf-

Rolf Schweiger

tigen Verhältnissesmit der

Europäischen Union ist wichtig,

aber eine grosse Bedeutung hat auch das übereuropäische

Verhältnis zu anderen Wirtschaftsregionen wie z.B. die

USA oder auch in den asiatischen Raum. Der Kanton Zug

hat diese Erkenntnis schon seit Jahrzehnten gemacht. Wir

sind vor allem im Bereich der Dienstleistungserbringung

sehr stark. Man sollte sich nicht nur auf die industrielle

Innovation fokussieren, sondern auch auf das Innovationspotenzial

im Dienstleistungsbereich. Diese müssen anerkannt,

akzeptiert und gefördert werden – weil wir da

wirklich stark sind.

Die fifty-fifty Praxis wird auf Druck der OEDC abgeschafft.

Sollte nun auch die Verrechnungssteuer einmal

gestrichen werden?

Was ich einfach feststellen kann, insbesondere im inter-

nationalen Kontakt, ist die Tatsache, dass unsere Ver-

rechnungssteuer bewirkt hat, dass die Schweiz eine hohe

Glaubwürdigkeit im internationalen Umfeld hat. Die

Schweiz ist durchaus ein Staat, welcher Willens und

bereit ist, eine geordnete Steuerpolitik zu betreiben. Somit

sollte die Verrechnungssteuer erhalten bleiben.

74 F i n a n z p l a t z Z u g

Aber es führt kein Weg daran vorbei, dass eine gewisse Entbürokratisierung

und Vereinfachung der Verrechnungssteuer

angestrebt werden muss. Dies wäre der richtige Weg.

Entbürokratisierung und Vereinfachung – auch bei der

Mehrwertsteuer sollte dies endlich passieren. Was halten

Sie davon?

Also – von mir aus gesehen ist die Entbürokratisierung und

Vereinfachung der Mehrwertsteuer für den Wirtschaftsplatz

Schweiz eine absolute Notwendigkeit.

Es gibt da ein Beispiel im Bundeshaus: Dort steht ein Kaffeeautomat.

Wenn jemand von SF DRS oder von der SRG dort

oben einen Kaffee kauft, dann ist es «normaler Kaffee». Falls

ein Parlamentarier das gleiche tut, stellt sich die Frage, ob er

den Kaffee am Tisch trinkt – dann wäre es eine Konsumation –

falls er den Kaffee mitnimmt, ist es ein «take away» – und dann

würde ein anderer Mehrwertsteuer-Satz angewendet werden.

Damit man dies jedoch herausfinden kann, müsste man

wohl an diesem Kaffeeautomat einen Studenten anstellen,

welcher jeden Parlamentarier fragt, was er mit seinem

Kaffee vor hat!

Das Gleiche gilt wohl auch für die Frage: «zum da

ässe oder zum mitnäh» – auch hier wird die Frage nur

gestellt, um den richtigen Mehrwertsteuersatz fest-

halten zu können. Der tiefere Mehrwertsteuersatz

für «take away» und der normale von 7,6% für das

«da Essen» – das kann wohl nicht sein – oder?

Nein, eben – und wenn es uns gelingen würde, eine radikale

Vereinfachung der Mehrwertsteuer mit einem Einheitssteuersatz

hinzukriegen, wäre dies auch ein internationales

Zeichen der Modernität, von einer wiederkommenden

Modernität der Schweiz. Was wir erreichen müssen, ist das


Image eines modernen innovativen Staates schaffen zu

können. Ein Element dafür ist die Vereinfachung der Steuergesetzgebung.

Deutschland zum Beispiel hat das Problem, dass die Steuergesetzgebung

sehr komplex ist. Die Höhe der Steuerbelastung

liegt nicht primär im Herzen der Deutschen, sondern

die Komplexität und das völlige Fehlen einer Planbarkeit der

Steuerbelastung für den Mittelstand und die Wirtschaft

macht den Deutschen Angst.

Nur schlanke und klare Regelungen bringen Sicherheit. Und

Sicherheit ist von mir aus gesehen das A und O für die Wirtschaft.

Der Staat muss dafür besorgt sein, dass eine einfache

und angepasste administrative Belastung die Sicherheit der

Entscheidungsprozesse gewährleistet.

«Swiss» – mit dem Verkauf an die Lufthansa – Ende gut

alles gut?

Per Saldo ist der Verkauf richtig und letztlich ist die Sache

mit der Swiss gut herausgekommen.

Der Kanton Zug schickt immer mehr Geld nach Bern.

Von Bern kommt aber sehr wenig Geld zurück. Im Falle

der Überschwemmungen erhalten einige Kantone sehr

viel Geld vom Bund – der Kanton Zug mit seinen grossen

Schäden (Unterägeri, Oberägeri) erhält nichts. Was

halten Sie davon, wenn der Kanton Zug sich in einigen

Jahren als eigenständige Republik ausruft und dem

Bund lediglich das Durchfahrtsrecht auf der Autobahn

und auf dem Schienennetz überlässt?

Das mag auf den ersten Blick ein charmanter Gedanke sein,

aber das Eingebunden sein in einem Staat mit internationaler

Positionierung hat, verbunden mit der Gewährleistung

von Seriosität, grössere und nicht messbare Vorteile.

Das ist für den Kanton Zug absolut wichtig. Hätten wir diese

Einbindung nicht, dann wäre auch die Attraktivität des

Finanzplatzes Zug nicht so gross.

Die Marke «Schweiz» spielt im internationalen Umfeld eine

trotzallem gute Rolle. Man kommt in die Schweiz, nicht nach

Zug – und sucht sich in der Schweiz den wirtschaftlich besten

Standort. Ohne die Marke «Schweiz» wäre Zug etwas

völlig anderes als es heute ist.

Die Bonny-Dekrete sind bis ins Jahr 2006 noch in Kraft.

Haben Sie das Gefühl, dass die Laufzeit dieser Dekrete

erneut verlängert wird?

Nein, ich hoffe nicht, diese Dekrete sind falsch!

Fulvio Pelli, der Präsident der FDP Schweiz hat gefordert,

dass die Partei weiter «links politisieren» sollte.

Muss das die FDP Schweiz?

Das darf man so nicht sagen. Und der Begriff «links» ist völlig

interpretationswürdig. Ich sehe eine gute Überlebens-

chance für die FDP, wenn es uns gelingt, uns auf die ur-

eigenen freisinnigen Kompetenzen zurück zu fokussieren.

Kompetenzen der FDP, in meinen Augen wurde die

Partei immer von starken Männern geführt und geprägt.

Das Programm der FDP interessiert – wie auch bei anderen

Parteien – erst nach «dem Begutachten» der führenden

Personen. Die Personen, welche «anestönd» sind

massgebend für den Wähler und die Wählerin und nicht

das Programm.

In der Tat ist es so - in der Politik entscheiden Personen und

A: deren Ansicht und B: deren Glaubwürdigkeit.

Bezüglich Parteiprogrammen: Es gibt Positionen von extremen

Parteien, welche bei der Wählerschaft gut ankommen.

Aber irgendeinmal erkennt man dies und findet heraus, dass

diese extremen Positionen nichts bringen. Diese Parteien

werden auch herausfinden, dass die Differenz zwischen dem,

was sie sagen und dem, was sie leisten immer grösser wird.

Und dies nicht zuletzt, weil radikale Parteien in der Tendenz

immer die unmittelbare Zukunft als das A und O ihrer Politik

betrachten und somit für wichtig betrachten. Und irgendeinmal

merkt man, dass diese Politik zu den einzelnen

Problemlösungen wenig beiträgt.

Ich habe mich immer geweigert der politischen Mitte

zugeordnet zu werden. Es gibt immer wieder politische

Positionen von verschiedenen Seiten, sei es finanz- und

oder wirtschaftspolitische, die wirklich gut sind. Aber in der

heutigen öffentlichen Wahrnehmung wird jemand, der politisch

modern und offen denkt, als «Linker» angeschaut. Es

ist nicht richtig, dass man Konservative als «rechts politisierende»

und «fortschrittlich Denkende» als links politisierende

Personen betrachtet. Es ist aber sehr schwierig, dies aus

den Köpfen zu schaffen.

Herr Ständerat – Sie haben bereits bekanntgegeben,

dass Sie nächstes Jahr wieder fürs «Stöckli» kandidieren

werden. Können Sie nebst Ihrem würdigen Amt und Ihrer

Arbeit als Wirtschaftsanwalt in Zug überhaupt noch

Freiheit geniessen und entsprechend abschalten? Zum

Beispiel in einem feinen «Ristorante»?

Also – ich kann sehr wohl abschalten. Essen ist eine Möglichkeit

oder auch schon beim selber Kochen. Man muss sich

jedoch schon selber dazu zwingen und Mittel und Wege

finden, um abschalten zu können.

Herr Ständerat – wir danken Ihnen für das Gespräch und

wünschen Ihnen alles Gute.

F i n a n z p l a t z Z u g 75


Von Dr. Roland Bruhin

Und eine solche Advokatur ist im Kanton Zug seit jeher vorhanden.

Vor knapp 100 Jahren wurde der Advokatenverein

des Kantons Zug gegründet. Nur wenige Monate später

fand er Aufnahme im Schweizerischen Anwaltsverband. Damals

bei der Gründung zählte der Advokatenverein sechs

Mitglieder. Bis heute ist der Advokatenverein auf fast 150

Mitglieder angewachsen und der Zulauf ist ungebrochen.

«Wir haben», so Werner Goldmann, Sekretär des Advokatenvereins,

«in den letzten Jahren praktisch immer zweistellige

Zahlen an neuen Mitgliedern gehabt.» Aufgenommen in

den Advokatenverein wird, wer zur Ausübung des Rechtsanwaltsberufes

berechtigt ist und den Beruf in einem Anwaltsbüro

im Kanton Zug selbständig ausübt. Diese selbständige

respektive unabhängige Berufsausübung gehört geradezu

zum Markenzeichen der Mitglieder des Advokatenvereins.

Ziele des Advokatenvereins

Seit jeher ist es ein wichtiges Anliegen des Advokatenver-

eins, die Unabhängigkeit des Anwaltes zu wahren. Diese

Unabhängigkeit ist von erstrangiger Bedeutung und gewährleistet

grösstmögliche Freiheit und Sachlichkeit

bei der Wahrung der Interessen der Klienten. Die Unabhängigkeit

stellt die Grundlage für das Vertrauen in den

Anwalt dar. Wer sich an einen Rechtsanwalt wendet, muss

und darf davon ausgehen, dass dieser nicht an Dritte gebunden

und dadurch entgegenstehenden Interessen ausgesetzt

ist. Der Rechtsanwalt soll sich voll und ganz auf die

Anliegen seines Klienten konzentrieren können. Genau für

diese Unabhängigkeit stehen der Advokatenverein und seine

Mitglieder ein.

Mithilfe bei öffentlichen Aufgaben

Der Advokatenverein beteiligt sich aber auch aktiv an der

Entwicklung von Rechtspflege und Gesetzgebung, bei-

76 F i n a n z p l a t z Z u g

Advokatenverein:

Ein starkes Stück

Dr. Roland Bruhin, Präsident des Advokatenvereins des Kantons Zug, sagt: «Ein

starker Handels- und Finanzplatz wie Zug braucht eine starke Advokatur.»

spielsweise im Rahmen von Vernehmlassungen. Dadurch

wird unter anderem gewährleistet, dass die Sicht des Praktikers

Eingang in neue Gesetze und Verordnungen findet.

Für Andrea Hodel, Mitglied des Vorstandes und politisch

aktiv, ist es denn auch von eminenter Wichtigkeit, dass die

Advokatur ihren grossen Erfahrungsschatz auf Gesetzesebene

einbringen kann. Dies geschieht unter anderem auch

dadurch, dass viele Mitglieder des Advokatenvereins in verschiedensten

Gremien Einsitz nehmen und dadurch öffentlichen

Anliegen dienen.

Herr Dr. Roland Bruhin (Präsident) und Frau Nicole Kistler (Kassier)

Unentgeltliche Rechtsauskunft

Seit Jahren bietet der Advokatenverein sehr erfolgreich

eine unentgeltliche Rechtsberatung an. Jedermann hat die

Möglichkeit, gratis und auf unkomplizierte Art und Weise

den Ratschlag eines Anwalts einzuholen. Während 20

Minuten steht ein Mitglied des Advokatenvereins der Rat

suchenden Person zur Verfügung und erteilt Auskunft

in den verschiedensten Rechtsgebieten. Die unentgeltliche

Rechtsauskunft findet jeweils am ersten Donnerstag


des Monates im Siehbachsaal an der Chamerstrasse 33 in

6300 Zug (ehemaliges Bürgerasyl) statt. Die unentgeltliche

Rechtsberatung des Advokatenvereins hat im Zuger Veranstaltungskalender

einen festen Stellenwert eingenommen

und ist nicht mehr wegzudenken.

Notariatswesen

Fast alle Mitglieder des Advokatenvereins sind zugleich

auch öffentliche Urkundspersonen oder besser bekannt unter

der Bezeichnung Notare. In dieser Eigenschaft können

sie die öffentlichen Beurkundungen vornehmen, beispielsweise

einerseits für Unternehmen bei Gründungen oder

Generalversammlungen oder andererseits für Private beim

Abschluss von Ehe- und Erbverträgen. Die Kombination

von Rechtsanwalt und Notar trägt den Vorteil in sich, dass

Lösungen rasch, kompetent und vor allem aus einer Hand

präsentiert werden können.

Der Vorstand des Advokatenvereins des Kantons Zug bei einer Sitzung:

v. l. n. r. : Werner Goldmann (Sekretär), Andrea Hodel (Leitung Ver-

anstaltungen), Dr. Max Brändli (Vizepräsident), Dr. Roland Bruhin

(Präsident), Nicole Kistler (Kassier).

Neue Dienstleistungen

Auch Anwälte stehen voll im Wettbewerb. Wie Dr. Max

Brändli, Vizepräsident des Advokatenvereins, ausführt, hat

sich der Beruf des Anwaltes in den letzten Jahren zusehends

geändert. Das Bild des Anwaltes, der vornehm zurückhaltend

die Klientel ausschliesslich in seinem Büro empfängt

und in verstaubten Ledersesseln berät, ist überholt. Die

Mitglieder des Advokatenvereins sind dynamisch und innovativ.

Neue Tendenzen werden frühzeitig erkannt und es

besteht auch die Bereitschaft, sich ständig weiter zu bilden.

Beispielsweise wird neu eine Ausbildung zum Fachanwalt

angeboten. Mit der Einführung des Fachanwaltes wird dem

geänderten Umfeld im Bereich der Rechtsdienstleistungen

Rechnung getragen. Der Klient soll wissen, welcher Anwalt

in welchem Sachgebiet spezialisiert ist. Den Titel eines Fachanwalts

kann jener erwerben, der über genügend Erfahrung

verfügt und einen Spezialisierungskurs mit anschliessender

Prüfung erfolgreich absolviert. Dadurch ist gewährleistet,

dass die Fachanwälte ihren Titel auch zu Recht tragen.

Zusammenarbeit mit Behörden und Wirtschafts-

verbänden

Wichtig sind dem Advokatenverein auch die Vernetzung

und das Zusammenspiel mit Behörden und Wirtschaftsverbänden.

In einem funktionierenden Handels- und Finanzplatz

müssen die Wege zu den Behörden kurz und die Koordination

mit allen Beteiligten zeitnah sein. Deshalb pflegt

der Advokatenverein nicht nur mit den Behörden einen

regelmässigen Gedankenaustausch, sondern ist auch stets

in Kontakt mit den andern Zuger Wirtschaftsverbänden.

Wenngleich politisch neutral, so nimmt der Advokatenverein

gleichwohl seit Jahren an den Präsidentenkonferenzen

der Zuger Wirtschaftsverbände teil. Diese Koordination trägt

viel dazu bei, ein Klima der Offenheit und des gegenseitigen

Vertrauens zu schaffen. Und so schliesst sich der Kreis: Eine

starke Advokatur trägt ihren Teil für einen starken Handels-

und Finanzplatz Zug bei.

Advokatenverein des Kantons Zug

Poststrasse 24 · 6301 Zug

Tel. 041 727 70 80

Fax 041 727 70 87

info@advokaten-zug.ch

www.advokaten-zug.ch

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F i n a n z p l a t z Z u g 77


Club 111 –

Donatorenvereinigung

Der EV Zug ist in Fahrt. Das Eishockey-Spitzenteam mischt nach einem Drittel

der Saison ganz vorne an der Tabellenspitze der Nationalliga A mit. Der Mannschaft von

Trainer Sean Simpson und seinem Assistenten Colin Muller ist ein sensationeller Start in

die Saison gelungen.

Von Patric Stalder

Das Team hat die Meisterschaft so gut begonnen, wie dies zuletzt

in der Saison 1997/98 der Fall war – und damals feierte

der EV Zug den ersten Gewinn des Schweizer Meistertitels

in der Vereinsgeschichte. Die vergangene Saison beendete

die Mannschaft nach dem Ausscheiden in den Halbfinals auf

dem 3. Rang, womit die Hoffnungen weiter vorhanden sind,

dass die Zuger in dieser Saison nach Höherem streben. Aber

nicht nur die erste Mannschaft hat Erfolg. Auch die Nachwuchsabteilung,

allen voran die Elite-A-Junioren mit Trainer

Leo Schumacher, jubelten in den letzten Jahren gleich mehrmals.

2003 und 2004 gewannen die Junioren die Schweizer

Meisterschaft, und auch das Frauenteam holte den Pokal an

den Zugersee.

Club-111-Anlass mit hochkarätigen Gästen. Club-111-Präsident Josef

Mathis (hinten) am runden Tisch neben Boris Becker und dessen

Geschäftspartner Dieter Cleven.

78 F i n a n z p l a t z Z u g

EVZ-Stürmer Duri Camichel (hinten) jubelt über ein Tor gegen den

HC Lugano.

Namhafter Beitrag in EVZ-Kasse

Hinter all diesen Erfolgen des sportlich grössten Aushängeschildes

der Zentralschweiz stehen unter anderem fünf

Donatoren- und Gönnervereinigungen. Einer der finanzkräftigsten

und einflussreichsten ist der Club 111. 1990 gründete

der damalige EVZ-Präsident Fredy Egli die Vereinigung mit

dem Ansporn, ein zusätzliches Segment zu schaffen, um den

EV Zug nachhaltig zu unterstützen. Nach Richi Hager (1990-

1994) und Ivo Bigliotti (1994-1996) führt nun seit rund zehn

Jahren Josef Mathis die Vereinigung als Präsident an. Jährlich

überweist der Club 111 dem EV Zug knapp 1 Million Franken,

wovon alleine 120‘000 Franken in die Kasse der Nachwuchsabteilung

fliesst. Von dieser Unterstützung profitieren die

ganz jüngsten Spieler wie auch die Cracks der ersten Mannschaft.

Einige davon haben unter anderem den Sprung in die

erste Mannschaft geschafft oder sind sogar eine wichtige

Stütze in der Schweizer Nationalmannschaft.


des EV Zug

Anlässe mit hochkarätigen Gästen

Wie der Name verrät, war es vor 15 Jahren das Ziel der

Initianten, dass der Club 111 auch 111 Mitglieder hat.

Und seit Josef Mathis die Gönnervereinigung führt,

wurde diese Marke seit Jahren sogar übertroffen. Die

Mitglieder kommen sowohl aus dem Handel, Gewerbe

oder der Industrie wie auch der Politik oder der Bankenbranche.

Im jährlichen Clubbeitrag ist ein privilegierter

Sitzplatz im Stadion Herti in Zug inbegriffen, wie auch

die Möglichkeit an den zahlreichen Club-111-Anlässen

teilzunehmen. So werden hochkarätige Gäste wie zum

Beispiel Boris Becker mit Dieter Cleven zu den Veranstaltungen

eingeladen. Es findet zudem jedes Jahr ein Saisoneröffnungslunch

mit der ersten Mannschaft auf dem

Zugersee statt wie auch ein Eishockey-Freundschaftsspiel

gegen den Zuger Kantonsrat. Für Präsident Josef

Mathis bringt eine Mitgliedschaft noch viel Positives

mehr mit sich: «Vor, während und nach jedem Heimspiel

treffen sich die Mitglieder im VIP-Zelt. Auf einem sportlich

neutralen Feld wird so in einem ungezwungenen

Ambiente das wirtschaftliche Networking gepflegt.»

Mit vollem Enthusiasmus dabei: Die Fans des EV Zug.

Torjubel im Hertistadion. Die EVZ-Spieler freuen sich über ein erzieltes

Tor gegen die Rapperswil-Jona Lakers.

Club 111 – der Vorstand

Josef Mathis, Präsident

Felix Zulauf, Vize-Präsident

Alain B. Fuchs

Guido Mettenleiter

Peter Hodel

Werner Triner

Der Club-111-Präsident Josef Mathis ist gerne bereit,

Sie in einem persönlichen Gespräch über die Clubziele

eingehend zu informieren.

Sämtliche Auskünfte und Informationen erhalten Sie

unter folgender Telefonnummer: 041 766 04 40 oder

per E-Mail an: j.mathis@ssz-zug.ch

F i n a n z p l a t z Z u g 79


80 F i n a n z p l a t z Z u g

Zielgerichtete

Weiterbildung

Die EBC Economic Business School bietet Firmen und Privatpersonen zielgerichtete

Weiterbildung rund um die Finanz- und Wirtschaftsbranche. Im Jahr 2006 läuft zum

aktuellen und komplexen Thema «Mehrwertsteuer» eine interessante Kursreihe. Unter der

Leitung von ausgewiesenen MWST-Spezialisten der VATAX Beratung AG.

Von Reto Egloff

Mehrwertsteuer-Kurse

Die Kursreihe vermittelt ihnen vertiefte Kenntnisse über

die vielfältigen Aspekte und korrekte Abbildung der

MWST im Unternehmen. Sie erarbeiten selbständig Lösungen

zu komplexen MWST-Problemstellungen. Dies

gibt Ihnen die Sicherheit in Bezug auf die MWST-relevante

Organisation des Rechnungswesens. Nebst der Vermittlung

vom notwendigen, theoretischen Wissen steht die

Behandlung von teils anspruchsvollen Fallbeispielen im

Aktuell:

MWST-

Kurse

Vordergrund. Die breite und langjährige Erfahrung der

Referenten sind Garant für praktische Ratschläge und

Hinweise für die korrekte Abbildung und Umsetzung der

MWST. Selbstverständlich steht auch der Erfahrungsaustausch

von Teilnehmenden und Referenten im Zentrum.

• MWST-Basiskurs (4 Kurstage)

• MWST im Gesundheitswesen (1 Kurstag)

• MWST für Führungskräfte (½ Kurstag)

• MWST News (½ Kurstag)

Detailinformationen: www.ebc-school.ch

Zielgerichtete Weiterbildung

für die Finanz- und Wirtschaftsbranche

Baarerstrasse 135, CH-6301 Zug

Telefon 041 763 55 50

sekretariat@ebc-school.ch


Firmenverzeichnis

3M (Schweiz) AG, Rüschlikon 20

Al Barari, Dubai 64

Altatec Microtechnologies AG, Steinhausen 24

Akorug AG, Zug 52

AndreasKlink AG, Cham 16

Anglo-Swiss Hotel GmbH Swisshotel Zug US 3

Angolo Food AG, Hünenberg 10

Auto Kaiser AG, Zug 43

Bank Coop AG, Zug 23

Bauknecht AG, Lenzburg 18

BDO Visura, Zug 45

Bellagio Group GmbH, Zug 64, 66

Bellagio Middle East LLC, Dubai 64, 66

bildxzug, Zug 5

Bruno Wickart AG, Zug 12

Bürocenter Walter AG, Baar 20

Dream-it!, Zug 32, 65

EBC Economic Business Center AG, Zug 53, 60

EBC Economic Business School GmbH, Zug 80

Fidfinvest Treuhand AG, Zug 35

Goldwell, Baar 56

Head Switzerland AG, Baar 44

Hotel Aesch, Walchwil 27

Hotel Graziella, Weggis 14

Hotel Sursee, Sursee 14

HUGO BOSS (Schweiz) AG, Zug 42, 48

Immoway GmbH, Zug 5

L‘interno AG, Zug US 2

MIBAG Property & Facility Management, Zug US 4

Mondo Valentino, Zürich 54

Mr. Goodfun AG, Zug 31

Restaurant Brandenberg, Zug 26

Restaurant Giardino, Finelli + Partner AG, Zug 26

Restaurant Rütli, Zug 28

SAS GROUP AG, Solothurn 68

Schifffahrtsgesellschaft für den Zugersee AG, Zug 27

Stadler AG, Elektro und Telekommunikation, Zug 34

Thomas Varga, DDS Zahnarzt SSO, Hünenberg 28

UBS AG, Zug 22

Valentino Coiffure, Zug 54

VATAX Beratung AG, Bern 80

Vaudoise Versicherungen, Generalagentur Zug 10

Weber-Vonesch AG, Getränke, Zug 57

Werner Keim, Limousine Services, Zürich 5, 28

Zugerland Verkehrsbetriebe AG, Zug 6, 8

Das Magazin «Finanzplatz Zug» ist eine unabhängige Zeitschrift für die Finanz- und Wirtschaftsthemen im Kanton Zug. Einsender von Manuskripten erklären

sich mit der redaktionellen Bearbeitung ihrer Texte einverstanden. Der Verlag haftet nicht für Inhalt, Herkunft, Wahrheitsgehalt und Qualität der eingesandten

Texte und Anzeigen/Inserate. Der Verlag haftet ebenso wenig für Satz-/Druckfehler. Interviews werden möglichst wortgetreu wiedergegeben. Texte, vom

Verlag erstellte Anzeigen, Fotos und jegliche grafische Darstellung aus dem Inhalt des Magazins dürfen nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages unter

Quellenangabe kopiert, reproduziert, nachgedruckt oder in digitaler Form verwertet werden. Titel, Logos, Fotos und Inhalte sind urheberrechtlich geschützt.

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Impressum:

Verlag:

Pro Media Verlags GmbH

Baarerstrasse 135

6301 Zug

Tel. 041 763 58 58

Fax 041 763 58 59

admin@promedia-verlag.ch

Herausgeber:

Francesco R. Fusco

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Anzeigen:

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m.fritschi@finanzplatz-zug.ch

Administration/Redaktion:

Reto Egloff - Verlagsleiter

r.egloff@finanzplatz-zug.ch

Patrick Baggenstos

p.baggenstos@finanzplatz-zug.ch

Sandra Häusler

s.haeusler@finanzplatz-zug.ch

Layout, Grafik:

Armin Studhalter

a.studhalter@promedia-verlag.ch

Sabina Saracino

s.saracino@promedia-verlag.ch

Titelbild:

Bruno Arnold, www.bildhaus.ch

Lektorat:

Petra Müller, Unterägeri

Online:

www.finanzplatz-zug.ch

Erscheinungsdaten:

April 2006

Juni 2006

Spezialausgabe Wahlen September 2006

November 2006

F i n a n z p l a t z Z u g 81


Personenverzeichnis

Aeby Dominique 68

Baggenstos Patrick 11, 13, 15, 17, 19

Baetig Heidy 45

Barroso José Manuel 51

Blair Tony 52

Becker Boris 78

Bigliotti Ivo 78

Brandenberg Gusti u. Trix 26

Brändli Max, Dr. 77

Bruhin Roland 76, 77

Bush George W. 50

Camichel Duri 78

Christen Fabienne 21

Christen Margrit 58

Cleven Dieter 78

Eder Joachim 53

Egli Fredy 78

Egloff Reto 8, 29, 54, 73

Ettlin Erich 45

Ferrara Franco 40

Finelli Angelo u. Gabriella 26

Fuchs Alain B. 79

Fusco Franceso R. 3, 36, 38, 49, 50, 62, 74

Gautschi Pascal 44

Gilles Ronchi 45

Goldmann Werner 77

Good Andreas 21

Hager Richi 78

Hasselhoff David 54

Hefti Fiona 53

Hegglin Peter 49

Hess Kurt, Dr. 39

Hodel Andrea 17, 76, 77

Hodel Peter 79

Holliger Jeanette 58

Hürlimann-Boog, Fam. 27

Imholz Pius 45

Jans Adrian 5

Jordi Michael 54

Jud Guido, Dr. 82

Kälin-Pereda Philippe 35

Keim Werner 5, 28

Kistler Nicole 76, 77

Kryenbühl René 5

Langenegger Andreas 22

Leisibach Reto 45

Luig Andreas 67

Loeb Christoph 23

Mathis Josef 78

Marquart Jürg 54

Mettenleiter Guido 79

Metzger Markus 45

Merz Hans-Rudolf 50

Meili Fritz 24

Meyenberg Andy 29

Muller Colin 78

Neidhart Bernhard 33

Nussbaumer Werner 21

Odermatt Simone 45

Pelli Fulvio 75

Pinheiro Selina 58

Raimann Hans 58

82 F i n a n z p l a t z Z u g

Redford Robert 54

Rietiker Susanne 19

Schiffer Claudia 54

Schuler Hubert 13

Schwarzenegger Arnold 54

Schweiger Rolf 74

Simpson Sean 78

Speck Esther 56

Stalder Patric 78

Stüdle Roland 45

Suter Walter 8, 62

Triner Werner 79

Truttmann Hansjörg 38

Uttinger Hans-Beat 7

Varga Thomas 28

Villiger Beat 15

Weber Maria 54

Weichelt-Picard Manuela 11

Zenger-Huwiler Otto u. Luzia 28

Zgraggen Tony 45

Zulauf Felix 79

Von der Finanzdirektion des Kantons Zug

Dr. Guido Jud ist der neue Leiter der Steuerverwaltung.

Als Nachfolger des per Ende März

2006 in den Ruhestand tretenden

Hans Oswald hat der Regierungsrat

den in Baar wohnhaften Guido Jud

zum neuen Leiter der Steuerverwaltung

ernannt. Der 38-jährige Guido

Jud studierte an den Universitäten St.

Gallen und Zürich Betriebswirtschaft

und Rechtswissenschaften und schloss

Dr. Guido Jud

im Jahre 1996 mit der Promotion

zum Dr. oec. publ. sowie zum lic. iur. ab.

1998 erwarb er zudem den Abschluss als eidg. dipl. Steuerexperte.

In seiner beruflichen Laufbahn war Guido Jud nach

diversen Revisions-, Banken- und Gerichtspraktika während

sieben Jahren beim kantonalen Steueramt St. Gallen tätig,

vorerst als juristischer Mitarbeiter und zuletzt als Leiter der

Hauptabteilung Spezialsteuern. Anschliessend arbeitete er

während drei Jahren bei einer internationalen Steuerberatungskanzlei,

davon für die Dauer eines halben Jahres in

Washington USA. Im Mai 2003 trat Guido Jud als Leiter der

Abteilung juristische Personen in die kantonale Steuerverwaltung

Zug ein.

Aufgrund seiner Ausbildung und der beruflichen Erfahrung

bringt Guido Jud die besten Voraussetzungen für die anforderungsreiche

Aufgabe mit.


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