Scannen auf der Akropolis - Trimble

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Scannen auf der Akropolis - Trimble

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Sie ist einer der am ausgiebigsten untersuchten

und dokumentierten Orte der Welt. Errichtet

auf einem als “Heiligem Felsen” bekannten

Kalksteinkamm, reicht die Akropolis vom Zentrum

der griechischen Hauptstadt Athen bis auf eine Höhe

von 150 m über dem Meeresspiegel. Sie erstreckt sich

über eine Fläche von etwa 30.000 m2 und weist sowohl

steile Klippen als auch eine fl ache, hauptsächlich von

Westen zugängliche obere Partie auf. Auf dem Felsen

stehen drei alte Tempel (Parthenon-, Erechtheion- und

Athena-Tempel), zusammen mit mehreren kleineren

Gebäuden und einer Reihe von Umfassungsmauern.

Zur Unterstützung der laufenden Untersuchungen

fi nanzierten die Europäische Union und die

griechische Regierung gemeinsam ein Projekt zum

Aufbau eines GIS für die Akropolis. Dieses vom

Akropolis Restoration Service des Griechischen

Kultur- und Tourismusministeriums (YSMA)

überwachte Projekt hat zum Ziel, die Akropolis so

detailliert und genau wie nie zuvor zu beschreiben.

Das GIS wird für Zwecke der wissenschaftlichen

Forschung ebenso genutzt wie zur Instandhaltung

und Restaurierung.

Zusätzlich zu akkuraten 3D-Daten wurden

realistische Darstellungen der Mauern und Baukörper

verlangt, und zwar einschließlich der Farb- und

Texturinformationen. Die Schaff ung eines solchen GIS

erfordert Daten in vermessungstechnischer Qualität

mit einem außergewöhnlich hohen Detaillierungsgrad,

und den Projektmitarbeitern war schnell klar, dass

dieses Vorhaben eine ganze Palette unterschiedlicher

Kompetenzen und Technologien erfordern

würde. Das Kultur- und Tourismusministerium

Technik&mehr; 2010-2

-2-

Titelgeschichte

Ein neue Modellierung der Geschichte

(YSMA) entschloss sich, ein Joint Venture aus zwei

Unternehmen (ELPHO Ltd. und GEOTECH UGP)

mit der Ausführung zu betrauen. Angesichts des

Umstands, dass genaue Vermessungsverfahren,

3D-Scans und photogrammetrische Methoden mit

Datenmanagement- und Visualisierungslösungen

kombiniert zum Einsatz kommen mussten, entschied

sich das Team für Instrumente und Software

von Trimble.

Projektkontrolle

Die erste Aufgabe bestand darin, ein Netz genauer,

dreidimensionaler Festpunkte als Grundlage für die

Messungen und die Aufnahme der Bilder anzulegen.

Die Spezifi kationen verlangten eine Lagegenauigkeit

von < 3 mm und eine Höhengenauigkeit von < 7

mm. Das Team setzte einen Trimble 5800 GPS-

Empfänger sowie statische GPS-Methoden ein, um

13 neue Triangulationspunkte auf dem Gelände

anzulegen. Mit Hilfe der Trimble Geomatics Offi ce

Software wurden die GPS-Daten verarbeitet und in

das Landeskoordinatensystem eingepasst. Um die

geforderte Höhengenauigkeit zu erreichen, nutzten

die Messtrupps ein Trimble DiNi® Digitalnivellier.

Nachdem das Triangulationsnetz angelegt war,

richteten die Messtrupps die Standpunkte für

die Scanner ein: 52 Punkte innerhalb der

Umfassungsmauern, sowie weitere 106 Punkte

außerhalb der Mauern. Bei den Arbeiten wurden

herkömmliche Polygonmessungen mit RTK GPS-

Verfahren kombiniert. Für die optischen Messungen

kam eine Trimble 5600 DR200+ Totalstation mit

Trimble ACU Controller zum Einsatz. Für die

kinematischen Messungen in Echtzeit (RTK)

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