Geschichte der italienischen Literatur

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Geschichte der italienischen Literatur

86 gortfc^itng ber I^rtfd^cn ©id^tung in 9D?tttelitaKen.

welä^e je nad^ i^tex ^ortl^et bcn ^ömpfern ein ücrfd^tebcnc§ ^ro^

gnofticon ftetten. 9Jlontc 3lnbrea fpottet ber citeten Hoffnung ber

©flibeHinen, er rertraut auf ^arl§ ^raft, ba er Sefdiü^cr be§

S^ted^teö fei, unb ^apft unb ^irt^e auf feiner ©eite ftünben; er

erinnert an Steinend' IV. 3lu§fpru(^ über (Sonrabin, ba^ er üon

f(^Ie(^ten S^iotfigebern rcie ein Samnt pr ©d^tad^tbanf geführt

werbe, ©(^iatta bi aJleffer ^Itbijso ^attanittani oertfieibigt bie

©ad^e ber @i)ibettinen ; er prop^egeit, ba^ ba§ (Biüd fid^ roenben

unb man fc^on fe^en roerbe, raie baö Samm beiden fönnc.

Drianbuccio Drafo erwartet, e§ werbe einen Iiei^en ©treit mit

jweifeliiaftem 2Iu§gange geben, ba betbe ^f)ei(e fef)r ftar! feien,

^alamibeffe 33elinbore meint, ber junge ßonrabin folle lieber feinen

^falter lefen ; wenn er 33erftanb ^aht, werbe er fid^ nid^t mit bem

Kämpen ©t. ^eterö eintaffen; Seroarbo S^otajo §weifelt an ^ar(§

9Kutf) unb 3^ü(^tigfeit, unb ©er ßione '^ota\o glaubt gar, er werbe

üor 2lnfunft ber S)eutfd^en baä 2Beite fud^en. 2lnberöwo wirb über

bie 2luöfic^ten ber ^rätenbenten auf bic beutfd^e ^aiferfrone ge=

ftritten, be§ ^önig§ 2lIfon§ ron Gaftilien unb Md^arbö üon (Sorn;

wall, ober über bie ^riebrid^ö t)on SJJei^en (Federigo di StufFo)

auf ben ficitifd^en ^^ron. ©o erfafiren wir I)ier bie nerfd^iebenen

2Infid^ten ber ftorentinifd^en 33ürger, S^iotare unb ^anbwerfer über

bie 3)inge ber großen SBelt brausen, weldpe fie mit regem ^ntereffe

rerfotgen, unb eö ift nur ju bebauern, ba§ biefe potitifd^e (Son=

nerfation noc^ nic^t üoUftänbig unb in if)rer rid^tigen S^eifienfotge

befannt gemad^t ift.

2luf (Sonrabins 3ug begießt fid) aud^ eine ßansone, voei^e

bie raticanifd^e Sieberfammlung bem ®on Slrrigo beilegt, b. i. bem

Infanten Son Enrique, Sruber 2Ilfon§' beö SSeifen t)on ßaftilien

unb SSetter ^arl§ »on 2lniou. tiefer fam 1266 nad^ Italien,

warb juerft, mit Rarl eng »erbunben, burd^ feinen Seiftanb ©enator

t)on diom, jerfiel aber bann mit i^m unb würbe einer ber tiaupt;

fäd^tid^fien Sln^änger (Sonrabins. SBirflid^ enthält ba§ ©ebid^t 2ln=

fpielungen auf perfönlid^e SSerbältniffe beö ^ringen, fo ba§ e§ fogar

ol)ne ^enntni^ berfetben unüerflänblid; bleibt, ^nbeffen wäre eö

auffaflenb, bafe ein ©panier, ber fid^ erft fo furje 3eit in Italien

öuf^ielt, in ber ©pradie be§ Sanbeä gcbid^tet tiaben fottte, unb

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