Geschichte der italienischen Literatur

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Geschichte der italienischen Literatur

S;te reltgiöfc Sgrif in Umbrien. 141

^a§ fpätefte botirte ber poütifc^en ©ebic^te (85) bejiefjt fid)

auf ^aifer ^einrt^ö VII. Slnfunft in ber Sombarbei 1311; am

\i)m fprid)t btefelbe ©tnpfinbimg toic auö bcn berühmten äöorteu

®onte'§, (Eino'ö unb 2)ino ßompagni'ö: ber neue ^aifer ift baä

rettenbe 2iä)t, toelc^eä @ott über bem ftürmifd^en ajfeere biefer

2BeIt f)at aufgellen laffen; er fteigt t)erab, bin ^rieben bringenb, unb

bie ©tobte fallen t{)m §u, ba fie feine ©üte unb Unpartljeili(^!eit fe(;en.

^ier unb an fielen ©teilen erfennt man ben 33ürger ber ©ee^

repubtif an ber SSorliebe, mit toetc^er er feine 33eifpiete unb 33er'

glcidie üom ©c^iffe unb 3Jieere t)ernimmt. ®a^ f(^led;t beroa^te

©rf)tff, beffen 9J?annfd^aft ]i6) forgtoö ber D^iufie unb ben 3ßi^ft^6ii=

ungen I)ingtebt, rairb oon bem auftauernben ^einbe überrafc^t unb

erobert; fo muffen mir, burc^ ba§ 9J?eer beä SebenS batitnfa^renb,

auf ber ^ut fein, ha^ un§ ber lauernbe 33öfe nid^t beifomme.

:I>abei rcerben aU bie brei ^auptfeinbe, meli^e un§ bebrof)en, bie

£after be§ ^o(^mutt)e§, ber ^abfud^t unb ber SBotluft bejeic^net,

atfo ber Söme, bie Sßölfin unb ber färbet ber göttlid^en ßomöbie

0lx. 39). 2)er bunfele Werfer, in meieren bie ^einbe bie 9J?aun=

fc^aft be§ eroberten ©c^iffeä werfen, bient (9^r. 54) aU 33i(b für

bie §ölle unb it)re Dualen, bei beren 3luf3äf)Iung ju bemerfen ift,

roie biefe(ben I)ier in ^ejietjung ju ber D^atur ber ©ünben fetbft

gefegt raerben ; ba ift 5lälte unb f^roft für bie, roetd^e Mi in ber

Siebe ju ©ott waren; ^infterni^ unb Dua(m für bie, meiere bem

götttid^en ßii^te nic^t gefolgt finb, fonbern bie bunfeten unb t)er=

morrenen ^fabe ber ©innli(^feit roanbetten; ber fdirecftidje Stnblicf

ber teufet für bie, meldte fo gierig nad^ ben (Sitelfeiten ber Sßelt

gef(^aut t)aben. greitii^ ift, mie man ftet)t, ber 3Serfud^ einer be=

beutungöooUeren 3tuffaffung ber ^öttenftrafen ^ier nod^ fe^r unmü-

fommen gegtücft.

VII.

Die reltgiöfc ftirik in Kmbrien.

^n Dberitaüen ift bie retigiöfe ©ic^tung oort)errf(^enb erjä^tenb

unb bibaftifc^; bagegen überwiegt ber tprifc^e ß^arafter in Umbrien,

bem voat)xen a)iitte(pun!te ber großen reügiöfen Bewegung ^taüenä

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