Geschichte der italienischen Literatur

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Geschichte der italienischen Literatur

222 5)te aÜegorifcl^=bibaftifc^e SDid^tung unb bie pl^ilofopl^ifc^e 2t)rif jc.

@r fagt @ott felber ben ^ienft auf, rozxl er bie ©ueifcn er«

niebrigt hat:

Eo non ti lodo, Dio, e non ti adoro,

E non ti prego e non ti rengrazio,

E non ti servo, ch' eo ne son piii sazio,

Che l'aneme di star en purgatoro ....

a)itt nod^ größerer ©eroanbt^eit atö t)on gotgore unb 6ene

töarb bie tjumoriftifd^e ^oefie ge^anb^abt oon ßecco 3lngiolieri

auö ©ieno, einem 2)ici^ter oon nid)t geroöl^nUd^er Begabung unb

Originalität, ber feinen ©egenftanb üorsugäroeife in ben nieberen

3Ser^ältniffen beö älEtagölebens fachte, ©ecco n)irb 1281 in ben

öffentlichen 9tegiftern feiner SSaterfiabt metirere 9Jia(e genannt aU

mit ©elbftrafe belegt, roeil er fi(^ bem 5lriegöbienfte entjog. «Sein

ä^ater 9)ieffer 3lngioliero befleibete Stmter ber ©ommune unb trat

fpäter in ben Drben ber ^rati ©aubenti ein; trog feineö SBo^l«

ftanbeä ^ielt er feinen ©o^n furj, fo ba^ bemfelben bie 3)iittel

§um frö^lid^en GJenuffe mangelten, p n)el(^em feine SJiatur i^n

trieb. 9)ian ^atte i^n an ein ^ä§li(^eö äßeib oer^eirattiet, welche

beftänbig mit i^m janfte, unb er fud^te fi^ @rfag in ber Siebe

feiner S3ecd^ina, ber ^od^ter eines ©(^ufters, raelrfie er auf feine

Sföeife in Siebern »er^errlii^t ^at. ©ineä biefer ©onette auf SSeo

d)ina (I' ho tutte le cose ch' io non voglio) entl)ält ha^ genaue

3)tttum beö 20, ^uni 1291. @r ^afete fein

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