Geschichte der italienischen Literatur

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Geschichte der italienischen Literatur

ßgO

5Dante.

fi^, md)t eine Mo^e atn^öufung üon getefirten ©in^sel^eiten, rate

ki Srunetto Satini, fonbern tourbe jur lebenbigen ©efinnung.

liberal! mifc^t fi um aucf) in feinem raiffenfd^aftlic^en ©treben befon^

berä intereffirt, ift fc^Uefeüc^ feine eigene ©eftatt. ®ie Siebe wirb

t)on if)m pl^ilofopt)ifi^ befinirt; aber bie ^f)iIofop^ie felbft wirb

t|m Siebe; fie ift ein „tiebenber a^erfebr mit ber aBeiöt)eit" (III, 12).

2)aö Convivio ift ein ^robuft ber ©diolaftif in feiner fd)lep:

penben, ftittogtftifd^en 3)arfteIIung, in feinen (Subtilitäten, feiner

2öeitfd)roeifigfeit, raeldie alleö ergrünben unb beroeifen mitt, ba§

^teinfte unb an fic^ ^tare, wie ha^ ©rö^te unb 2)un!elfte. §eute

ift ba§ ^ebanterei ; im 9JlitteIatter mar e§ ber attgemeine unb not^^

menbige ©^arafter ber miffenfdiaftlicben Unterfu(^ung. ©einen

©ipfet errei(^t biefeö 3Serfa^ren in bem langen 33erg(ei(^e ber

SSiffenfc^aften mit ben ^efm ioimmeln (II, 14 f.), ber ©rammati!

mit bem beö 3Ronbe§, ber SDiateftif mit bem beö 3Rerfur, ber dl^e--

tori! mit bem ber 3Senu§, unb fo fort biö jum ©mptireum, meldbeä

ber ^^fieofogie entfprec^en foll, mit jenen munbertidien 33egrünbun=

^m für jcben einzelnen SBergteic^. Slber biefe ^ülle fc^merfättiger

©eletirfamfeit oermag eä nid^t un§ ben gj?enf($en unb ben ®id)ter

§u nerbergen. ©ante'ö 3Uiffaffung nom Unicerfum felbft tä^t 9iaum

für bie 2:^ätigfeit ber ^t)antafie. ^oetifc^ ift bie aftronomifd^e

9lnfc^auung§n)cife, jene 33orftettung nom Urfprunge ber ^immetä-

bre^ung, non ber Siebe al§ bem ^rinjipe ber 33eroegung. Siebe

unb Sid^t, meldte ba§ ganje Sßeltall burd^bringen, alles Seben unb

atte triebe ermeden, jener ©egenfa^ ber unfaparcn (Sefd^roin;

t)ig!eit beS (Er^ftall^immels ^u ber feeligen 9tul)e be§ göttlid^en

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