Geschichte der italienischen Literatur

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Geschichte der italienischen Literatur

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2)ante.

beborf, TOie bic ßangonc ©iiibo ßaoatcanti'ö, unb um fo met)r,

Tüo biefer roiffenfdiaftid^e ©e^alt in atlegorifi^er ^orm erfrfieint.

3n einer fotc^en attegorifd^en ©inüeibung i)at ^ante bie ^t)ilofo=

pl^ie gefeiert. ®ie 3Sulgärfprad)e fc^ien it)m nid^t n)ürbig, einen

fo f)o^en @egenftanb in feiner raa^iren ©eftalt ju be^anbetn. j^erner

aber raollte er fid^ mit fotrfier ?^iction auö) bem ©ef^maiJe be§

^ublifumö anpaffen, it)eld)e§ ni(^t geroolint war, etroaS anbereö aU

Siebe in ben ©ebid^ten bargefteüt ju fetien (II, 13). 3roei feiner

aUegorifi^en (Sanjonen : Voi che intendendo il terzo ciel movete

unb Amor che nella mente mi ragiona, finb unter benen, n)e((i)e

er im Convivio commentirte, unb er ^at t)ierbei an6) bie Set)re

von ber poetifc^en 3lIIegorie, bie %i)eoxk von bem merfad^en- ©inne

ber 2)i(i)tung entroidelt (Conv. II, 1): „9Jian mu^ miffen," fagt

er, „bafe bie (Schriften rerftanben roerben fönnen unb erflärt wer-

ben muffen i)auptfä(^(id^ in t)ier 2lrten beä ©innes.'' ^er erfte ift

ber bud^ftäbtidie ©inn (senso litterale), b. f). ber, meld^er in ber

^abel ober ©efdiidite an fid) liegt, ber jmeite ber attegorifc^e, ber,

„metdier fid^ unter bem ©eroanbe ber ^abel »erftedt, eine 2öat)r;

t)eit »erborgen unter fd)öner Süge," ber britte ber moralifd^e, eine

Siegel ber 9Jiorat, metdie auö bem erjölilten RSorgange gebogen

wirb, ber üierte enblid^ ber anagogifdie, b. t). ein Bejug auf ba§

eroige Seben („t)inaufbe§ogen", intellectus tendens ad superiora,

roie Stnfelm fagte), inbem man in bem ©rjäfilten ben 3wft

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