Geschichte der italienischen Literatur

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Geschichte der italienischen Literatur

S5a§ 14. 3tt^i"'^«"i'ert. 347

e§ gerabc bem 3lutor bequem ift. SZirgenb eine Sfiaturfd^itberung

t)on Sebeutung, überljaupt ntc^tö, was fonft in einer 9ieifebe](^rei=

bung 5U feffetn oerntag, ba ber 33erfaffer §u eilig unb flüchtig

ift unb ntd)t bie &aU anfd^auUc^er ©orfteEung in rcenigen rapibon

3ügen befi^t, wie ©ante; fo bleibt ba§ ©anje ein monotone^ 9tes

gifter. (g§ folgen nacii einanber bie ^efd^reibungen @riec^enlonb§,

(Sct)t^ienö, ©canbinaoiens, ^ö§men§, ©eutfc^lanbö, %mntxi\ä)§>,

©nglmibö unb ©panienä, ntit ^iftorifi^en ©igreffionen oon 3^^^

gu 3^it; ^^^ ©riec^enknb werben claffifd^e Wli)Ü)tn berüt)rt; in

9)tacebonien ftetten bie ©fulpturen in ber Soggia eineö ^alafteä

bie X'i)akn beö ^ercuteä unb bie ber macebonifc^en Könige bar;

in %vanixeiä) unb @ngtonb werben neben ber @efd)idjte bie alten

9iitterfagen erroälint. ^ie Steife burd^ 2lfrifa unb befonbers bie

burd^ 2legt)pten ift üoU t)on Seriditen über S^oturrounber, ^^iere,

^flan^en, ©teine, über monftröfe ^ölferfc^aften. 3Son ba gelangt

ber 2lutor in ba§ ^eilige Sanb; aber au(^ fein reltgibfer (gntl)ufia§=

ntuä bringt i^n nid^t von bem gen)ol)nten 3}erfal)ren ber trodenen

2luf§äl;lung ab. ©in ^ilger ergä^lt ^ier bie biblifd^e @ef(^td)te

von ber SBeltfc^öpfung biö auf bie ^ropl^eten. 2)amit, etroa in

ber mitU beä 6. S3uc^eä brid^t ba§ ©ebid^t ab; eä fet)lt faft ba§

ganje 3lfien. ©ein 2Ber! §u üoUenben warb ber 33erfaffer burdi

ben ^ob cerl^inbert, ber alfo wol^l balb nad) 1367 5U fe^en ift.

äßenn ^ajio begli Uberti bei feinem ganj »erfc^iebenen ©toffe

in jal^lreic^en ©injel^eiten bie ßomöbie nad^al)mte, wenn er felbft

oiele SSorte au% berfelben entlet)nte, fo bicnt baä nur burd^ bie

beftänbige Erinnerung an ba§ Original un§ ben gangen 2lbftanb

ber ungefd;idten ßopie ron bemfelben empfinben ju laffen. ©erabeju

fomif(^ wirb ^ajio, wenn er bisweilen Tlkm mad^t, feinen bürren

2^ra!tat mit einer affeftooHen ©cene nac^ ^ante'ö SBeife beleben

5U wollen, wie V, 1, wo er an ber ^üfte Slfrifa'ö ^liniu§ in

einer Sar!e antrifft, it)n üoH Siebe umarmt unb ju il)m fagt : „O

fü§er Später, ®u fennft mein 33erlangen," unb ber fü^e $ßater fein

33erlangen befriebigt, inbem er nom 2;i)ier!reife gu reben ant)ebt.

3u oerfdöiebenen 9)talcn fommt ber SDid^ter im Dittamondo

auf bie polittf^en SSerpltniffe feiner 3^it P fpred^en; bie 9?oma

flogt über ilire 3!^erlaffen^eit ; fie l)offt nii^t me^r auf 2)eutfd^e,