Geschichte der italienischen Literatur

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Geschichte der italienischen Literatur

JJag 14. Sa^rl^unbert. 349

^oem L'Acerba; raaä er bamit fagen wollte, ift ftreitig; am

Toa^rfi^einlic^ften aber ^at man §u t)erftet)en l'opera acerba, „baö

Iierbe, bornige 2öer!", mit 33ejug auf bie ©c^roterigfeit ber in bem*

fetben enthaltenen ^inge. S)a§ ©ebic^t mürbe bann mit feiner

^läufigen Sun!el{)eit bem ^itel nur p gut entfprei^en. ßecco t)ielt

offenbar feine Acerba für eine Seiftung !^öt)erer 2lrt aU bie

ßomöbie ; gteic^ ju 3lnfang unb bann nod^ ju roieberl^olten aJJalen,

TOo er bie ©etegenfieit baju finbet, greift er 5Dante an; er leugnet,

ha^ berfelbe jemals, mie er fingt, im ^arabiefe geraefen; bagegen

in bie ^ötte ^aU if)n fein fi^roaci^er ©taube geführt, unb ba

brunten fei er geblieben unb nie su unö jurürfge!el)rt. 3" bem

(Sifer feiner ^olemi! giebt er fic^ nid^t iUn 9Jiül^e, ben ^u t)er=

fielen, meieren er tabelt; fo raenn er x\)m (II, 1) oormirft, ba^

er alleä auf ©rben ber ^^ortuna untert^an gemacht ^abe unb gegen

i^n ben freien Sßillen ber oernünftigen ©eele üert^eibigt, meldte

"ötn 6influ§ ber ©eftirne überroinben fönne, al§ ob $Dante nic^t

genau berfelben 3JJeinung geroefen märe; ober menn er it)n be^

fc^ulbigt, bie roa^re Siebe nid)t gefannt ju l^aben, meil er in einem

(Sonett an ßino t)on ^iftoia ben SBe^fel beä 2lffe!teä für möglich

erklärte (III, 1); ja fogar aud^ biefeä wirb jum St^abel ©ante'ä

benu^t, bafe er p einer irrigen Slnfic^t feineä ^reunbeä ©uibo

ßaüalcanti gefc^raiegen unb i^r ni(^t wiberfprod^en i)ahe. ^n

fe(i^ö§eiligen ©tropfen, meldte niditö anbereö finb alä eine Umfor^

mung ber S^erjine (A B A C B C), in nü(i)ternem unb farb=

lofem (Stt)le unb einer nod^ ftarf mit munbartlid^en Elementen er:

füllten

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