Geschichte der italienischen Literatur

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Geschichte der italienischen Literatur

J)a§ 14. Sa^il^unbert. 389

ftetä in fid^. ©ie fpenbet bcn 2lrmcn mit freigebiger ipanb, an^

baö ^teib, ba§ [ie fetbft trägt ; fie pflegt bie e!etl^afteften, oon allen

üerlaffenen ^ranfen, toie eine 9J?agb. ©ie tl)ut SBunber, befelirt

oerftoclte ©etnütlier, t)eilt, rao bie 2lerjte üerjraeifeln, erroecft fd^on

©eftorbene, um il)nen 3eit sur 33u§e ju geroäliren. ^lirer ^ürbitte

miberftel^t ©ott ni(^t ; fie ftreitet mit il)m, um feine SBarmtiersigfeit

gu erlangen; fie !ennt il)re Tla^t bei tl)m, unb in itiren ©ebeten

fagt fie biämeilen „x6) will e§''. Um fie fi^aaren fi(^ berounbernb,

oerel^renb, balb auä) faft anbetenb §ol)lreid^e jünger, 3Jtänner unb

grauen, meldte fie il)re 9Jiutter nennen ober, mie fie e§ liebt, mit

familiärem 2lu§bru(fe la dolcissima Mamma. Unb il)re 2öirffam!eit

erweitert fi(^ unb geminnt ©influfe auf bie öffentlid^en 3lngelegen=

t)eiten. ©ie ftiftet ^rieben alä ^Vermittlerin in üielen j^amiliem

fetjben. ^um ^rieben ruft fie dürften unb 33öl!er. St)re beftänbige

3ibee ift ber ^reu^jug aller r^rifllid^en D^ationen; fie l)offt, menn

ber ^apft ba§ t)eilige 33anner erliebe, fo mürben fid^ atte jufammen=

fdfiaaren, bal)eim mürbe atter ©treit enben. 9^id^t meniger glülienb

erfelint fie bie ^leform ber ^irrfie; fie befd^roört ben ^apft, bie

fdl)le^ten Wirten §u befeitigen, bie übel ried^enben Slumen au§ bem

©arten be§ igerrn auszurotten, unb alö erfte Öebingung ju biefem

großen Söerfe betreibt fie bie 3w^ü

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