Geschichte der italienischen Literatur

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Geschichte der italienischen Literatur

^Petrarca. 433

unb oon i{)m rütiren ofinc Sw'ßifßt ^^^ ^te !urjcn SlngaBcn über

ben Binn ber fämmtUd^en ©clogen f)er, toelcEie eine eftenfifc^e ^anb=

f^rift aufbetoa^rt §at. ©pöter tiaben fi($ au(^ anbete, 33ent)enuto

von ^mola unb 5Donato begli äKban^ani, mit bcr ©ommentirung

befd^äftigt. ß{terarl)iftorifc^ finb atte biefe ©ebid^te üon 2Bi(^tig=

feit; äft^etil'cben 2Bertt) bagegen i)aben nur graei, in wetd^en fic^,

ber unglücflidien ßonception §um Strome, eine roaxme ©mpfinbung

Sda^n bridit @§ finb bie 11., bie ^lage am ©rabe Saura'ä, unb

bie 8. auf beä S)ic^terä Scheiben oom ßarbinat ßolonna, atä er

1347 ju (Sota bi Stienjo nac^ 9tom ge{)en wollte.

S)ie lateinifd^en ©pifteln in 33erfen rüt)ren auä ben oerfd^ie^

benften 3^iten l)er unb enthalten ©rjä^tungen von ©reigniffen aus

beö Sßerfafferö Seben, SWoralifationen, ^otemifen, SSefpred^ungen

literarifd^er unb politifc^er ©egenftänbe, alles oon großem ^ntep

effe für feine 33iograp^ie. 3)er poetifd^e @ef)alt ift, raie ba§ bei

33riefen natürlid), in ben meiften nid[)t bebeutenb ; boc^ entfaltet fid^

berfelbe in größerer ?^ütte, voo Petrarca ®inge ber 9?atur, ©cenen

au§ feinem Beben in ber ©infamfeit fc^itbert, fein ©innen unb

^irf)ten im t)oc^gelegenen, ftillen äöalbe üon ©etoapiana bei ^arma

{II, 1 7), feine länblidjen 33efd^äftigungen in SSaudufe, mit ber an=

mut^igen ©rfinbung feines i^ampfeä gegen bie 3fir)mpt)en beä g^luffes

©orgue, n)eld)e, eiferfüd^tig auf bie in feinen ©d)u| geflüchteten

5DJufen, fein am ^elfenranbe i^nen abgerungenes ©arteten beftän^

big üon neuem überftutl^en unb jerftören (III, 1). S)ie fd^önfte

biefer ©pifteln ift jebod) bie 7. bes 1. Sud^es. @r erjä^lt ^icr

^acopo ßotonna von ben Seiben feiner Siebe; raie feine unerträg==

lid^e ^ein if)n trieb, ben Ort ju meiben, an raeld^em er ben @e-

genftanb feiner ^offnungstofen Seibenfd^aft ftets t)or 2lugen J)atte,

raie er mit taufenb ©d)merjen fidf) (osri§, nai^ ©üben unb Sfiorben

raeit bie Sänber burdiftreifte, faum §urücfgefef)rt aber bie SBunbe

ron neuem im ^er^en füllte ; raie er bann bie (ginfamfeit in 35au=

ctufe fud)te, unb boc^ aud)'l^ier bas Silb berer ii)n unabläffig oer=

fotgte, öor ber er geftofien, fo ba§ fie i^m im 2^raume erfc^ien,

t)a^ er i^r Stntli^ aus bem 33uf^e, bem Reifen, ber DueHe t)er=

öortaudien fat). darauf befd^reibt er bem greunbe weiter fein

ftittes Seben in ©efeUfd^aft feiner 58üc^er, unb raie er, t)on biefeu

(Jfoäpar^, Jtot. Stteratutgeff^ic^te. 1. 28

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