Variometer 2012 - Segelfluggruppe Skylark

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Variometer 2012 - Segelfluggruppe Skylark

schauen, wie es so geht. Ohne den Besuch eines Theoriekurses

würde sich ja der finanzielle Aufwand im Rahmen halten,

falls ich scheitere. Anfangs Juni dann bestand ich die

Prüfung im Birrfeld. So, damit hatte ich ganze zwei Jahre

Zeit bis zur praktischen Prüfung. Easy!

Bald darauf führte ich mir auch die Voice-Unterlagen von

Pascal zu Gemüte, erkannte aber schnell, dass dies, so alleine

im stillen Kämmerlein, nicht einfach zu lernen ist. Weil

ich in der Nähe von Kloten arbeite, meldete ich mich bei

HORIZON für einen Voice-Kurs an. Zum Glück, denn ohne

die vielen Sprechübungen hätte ich die Prüfung Ende September

2010 wohl nicht geschafft.

Somit war Herbst 2010 und ich war endlich bereit von der

Theorie in die Praxis umzusteigen.

Doch leider befanden wir uns inmitten turbulenter Zeiten; in

Buttwil durften wir vertragslos nicht mehr fliegen und Hausen

war noch nicht spruchreif. So ging der Winter vorbei und

der MoSe stand noch immer abgenagelt in Buttwil. Auch im

Frühling gabs noch keinen Hangarplatz in Hausen und sowieso

stand eine grössere Motorenrevision an. Remo überflog

verdankenderweise den Flieger nach Bex, bevor er wieder

zurück in die USA reiste.

So kam es, dass mein erster Flug mit dem MoSe im Juli (ein

Jahr nach der Theorieprüfung) im Sommerlager zustande

kam und zwar der Überflug von Bex nach Münster. Tage darauf

machte ich erste Flüge in Münster und übte alle gängigen

Procedures. Die vielen Knöpfe, Checkliste, Einziehfahrwerk,

Verstellpropeller, Motor aus/ein und die Grösse des

Fliegers bereiteten mir schon recht Mühe. Das hatte ich mir

einfacher vorgestellt.

Zurück aus dem Lager konnten wir den Motorsegler nun

endlich im Hangar in Hausen aufhängen. So nutzte ich den

August und September fleissig und flog unzählige Volten,

mit unzähligen touch-and-go’s und unzähligen full-stop

Landungen, mit und ohne Motor. Ich hatte so meine liebe

Mühe mit den verschiedenen Geschwindigkeiten und Hö-

von Richi Urech

TMG Umschulung. Eigentlich hatte ich mir gar nie Gedanken gemacht, jemals auf

Motorsegler umzuschulen. Erst anfangs 2010, als Pascal sich auf seine PPL-Theorieprüfung

vorbereitete und ich in seinen Kursunterlagen stöberte, weckte es mein

Interesse. So entschloss ich mich mal anhand dieser Unterlagen zu lernen und zu

hen, der Centerline und dem sauberen Aufsetzen. Ich war so

einige Male am Verzweifeln, fluchte und spielte mit dem Gedanken

aufzuhören. Wieso Hansueli und Kes nicht verzweifelten,

war mir ein Rätsel !

Ein Flug nach Kägiswil, der recht gut gelang, gab mir dann

aber wieder Auftrieb.

So hatte ich Mitte Oktober, nach meinen Ferien, wieder

richtig Lust aufs Motoren. Doch ich hatte die Rechnung ohne

das Wetter gemacht. Aussergewöhnlich viele Nebeltage waren

im Herbst 2011 die Folge und war es mal schön, konnte

ich nicht freimachen. Es war wie verhext.

So ging es sage und schreibe satte 6 Monate, bis ich wieder in

der ASK-16 sass. Natürlich gingen die Procedures nicht reibungslos

nach so langer Abstinenz. Einmal mehr machte

sich Resignation bei mir breit. In den nächsten drei Monaten

6 Solo-Landungen ohne Motor, auf 3 verschiedenen

Plätzen je mind. 2 Landungen und einen Navigationsflug

von mind. 270 km mit mind. 2 Landungen auf verschiedenen

Flugplätzen machen? Das erschien mir fast unmöglich.

Ende April ergab es sich dann doch, dass ich an zwei Tagen

üben konnte und dank höherer Sitzposition etc. auch besseren

Erfolg hatte. Am 1. Mai war dann wirklich ‚Tag der Arbeit‘

für mich. Hansueli wollte nach Triengen, damit ich

endlich mal auf einem Aussenplatz solo Volten fliegen könne.

Zusammen flogen wir hin und ich machte dort mal zwei

Landungen im Doppel, danach erfolgreich alleine zwei

Stück. Da es danach noch nicht spät im Tag war, entschlossen

wir uns gleich noch nach Langenthal zu fliegen und dort

auch noch Landungen zu machen. All diese Landungen waren

akzeptabel bis gut. Beromünster war mein dritter

Aussenlandeplatz, denn Hansueli musste dorthin zwecks

Hangarplatz-Erkundigung und Einweisungsflug. Also warum

nicht gleich mit dem Motorsegler hinfliegen und ein

paar Landungen machen. Gesagt, getan. Bereits am darauffolgenden

Donnerstag machte ich frei und absolvierte die

sechs Landungen ohne Motor in Hausen. Kaum freute ich

mich über das flotte vorwärts kommen, ging darauf wetterbedingt

wieder drei Wochen nichts. Es war nun Ende Mai,

18 Oben: Bressaucourt. Unten: Thunersee.

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