Die Zukunft der Energie - Urania

urania

Die Zukunft der Energie - Urania

www.urania.de Urania Berlin e.V., An der Urania 17, 10787 Berlin, Postvertriebsstück, Entgelt bezahlt, 42312

Jan.-Feb. ’10

Prof. Dr. Michael Succow

Auf den Spuren von

Sven Hedin

26.02., Seite 61

Die Zukunft der Energie

Das Wissenschaftsjahr 2010, S. 10 & 54

Dr. Gregor Gysi

Von der DDR-Staatspartei

zur BRD-Opposition

27.01., Seite 35

Filme aus dem

alten Berlin –

fast 24 Stunden

13./14.02., Seite 72ff.


4. KREBSAKTIONSTAG

www.krebsaktionstag.de

ICC-Berlin

Sonntag, 28. Februar 2010

09:30 – 17:00 Uhr

Eintritt frei!

Wir informieren Sie umfassend über Möglichkeiten der Vermeidung,

Therapie und Nachsorge von Tumorerkrankungen:

• Experten beantworten Ihre Fragen

• Umfassendes Vortragsprogramm zu Brust-, Darm-, Prostata-,

Haut- und Lungenkrebs sowie Leukämien und Lymphome, Krebs

im Kindesalter und Patientenrechte

• Gesundes Kochen mit Michael Hoff mann

• Vielseitige Aktionsfl ächen zum Mitmachen und Ausprobieren

• Präsentationen von Patienteninitiativen und Selbsthilfegruppen

sowie der Pharmaindustrie

• Begehbare Organmodelle


Liebe Mitglieder und Freunde der Urania,

mit besten Wünschen für

ein gutes Neues Jahr legen

wir Ihnen für Januar

und Februar wieder ein

Programm vor, das fachlichen

Anspruch, erstklassige

Referenten und praktischen

Nutzen in großer

Vielfalt bietet.

Das Jahr 2010 ist ein besonderes Jahr der

Wissenschaften: Große Jubiläen der Charité,

der Humboldt-Universität und der Akademie

der Wissenschaften sind Anlass, in Berlin

ein Wissenschaftsjahr zu begehen, an dem

sich die Urania mit ihren Veranstaltungen beteiligen

wird. Bundesweit ist „Die Zukunft

der Energie“ Thema des Wissenschaftsjahres

2010. Zum Auftakt begrüßen wir hierzu den

Direktor des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik,

Prof. Günther Hasinger, der das

Sonnenfeuer auf die Erde holen möchte. Der

Träger des Alternativen Nobelpreises Prof.

Michael Succow wird auf den Spuren von

Sven Hedin über das Ökosystem der Taklamakhan-Wüste

berichten, wo es die letzten

Euphratpappeln zu erhalten gilt. Unsere bewährten

Reihen setzen wir fort, besonders

die Veranstaltungen zum Jubiläum des Mauerfalls.

Mit Marianne Birthler und Gregor Gysi

erwarten wir spannende Diskussionen.

Gesundheit und Psychologie, Kunstgeschichte

und ferne Länder bieten abwechslungsreiche

Themen, darunter Expeditionen, die

sogar in das Guinness-Buch der Rekorde

aufgenommen wurden. Philosophisches Café

und große Bühne haben wir im Programm

und natürlich viele Diskussionsmöglichkeiten.

Und dann gibt es großes Kino. Wir setzen

unsere Reihe mit Filmen über Ostpreußen

fort und ergänzen sie durch einen Geschichtsvortrag

von Prof. Wippermann. Außerdem

startet eine Reihe von Filmen über das alte

Berlin. 2010 wird die Berlinale 60 Jahre alt,

und die Urania ist wieder Spielstätte. In der

Urania werden der Wettbewerb und die Special

Galas wiederholt.

Wir freuen uns sehr, Ihnen wieder viele

interessante Angebote machen zu können.

Mit besten Wünschen grüßt Sie,

Ihre

Dr. med. Jutta Semler

Vorstandsvorsitzende

Besucherinformationen siehe Seite 95.

Titel: Prof. Dr. Günther Hasinger, Direktor

des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik

EDITORIAL


4 INHALTSVERZEICHNIS

Dr. Dirk Rohrbach

Auf den Spuren

der Sioux

23.01., Seite 31

Kultur- und Geisteswissenschaften

Otto III. ................................................... 14

Albert Camus oder das Abenteuer,

ein Mensch zu sein ................................ 14

Die Freiheit der Idee –

7 mal Kunst vor 89 ................................. 16

Die Wohnräume Ludwigs II. von

Bayern in Neuschwanstein .................... 16

Ostpreußen unterm Hakenkreuz ............ 17

Friedrich Nietzsche ................................20

Die Schule der Neuen Prächtigkeit –

Blick zurück nach vorn ............................20

Die Erdkugel im Mittelalter ....................23

Friedrich II. von Preußen

und Schlesien .........................................23

Lucas Cranach d.Ä. ................................ 25

Preußische Königinnen, deutsche

Kaiserinnen .............................................26

Wie helfe ich mir beim

Fremdsprachenlernen? ..........................29

3000 Jahre Menschheitsgeschichte in

Oberägypten und Nubien .......................30

Sandro Boticelli zum 500. Todestag ......34

www.rosa-luxemburg-konferenz.de . www.jungewelt.de

Prof. Dr. Stefan

Rahmstorf

Neue Erkenntnisse

zum Klimawandel

29.01., Seite 37

Simone de Beauvoir ...............................40

Wie lebte Pharaos Volk? ........................40

Spiritualität und Philosophie ................... 41

Cäsar in Sanssouci ................................. 42

Können wir aus Erfahrung für die

Zukunft lernen? ......................................46

Pablo Picasso ......................................... 47

Weiter im „Nachtzug nach Lissabon“ ... 47

Ärzte in der Antike ..................................48

Alexander von Humboldt und die

Globalisierung .........................................49

Rückkehr der archäologischen

Sammlungen in das Neue Museum ......52

Caravaggio ..............................................52

Frédéric Chopin ......................................57

Girolamo Savonarola ..............................58

Al-Halladsch – Der lachende Sufi ...........59

Friedrich II. von Preußen und

Wilhelmine .............................................60

Königin Luise von Preußen .................... 61

Literatur, Identität und Philosophie –

Ingeborg Bachmann ............................... 61

XV. Internationale

Rosa

Luxemburg

Konferenz

Samstag, 09.01.2010

URANIA-HAUS, An der Urania 17,

10787 Berlin. Einlaß ab 10.00 Uhr

Gesamtkarte (Vorträge, Podium, Fete) 16 €/erm. 12 €

Podiumkarte (nur für Podiumsdiskusion) 5 €/erm. 4 €

Die Tageszeitung

jungeWelt


Marianne Birthler

20 Jahre Mauerfall

Das Ende der Stasi

15.02., Seite 51

www.implantatprofis.com

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INHALTSVERZEICHNIS 5

Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner

Bildungs- und

Wissenschaftspolitik

in Berlin

17.02., Seite 53

Medizin und Gesundheit

Psychologie und Modernes Leben

Heilungschancen bei Darmkrebs ........... 15 Liebeskummer – und nun? .....................22

Liebe bleibt jung, Gefühle altern nicht ... 17 Selbstveränderung – jeder kann es! ......22

Tinnitus – Ursachen und Therapien .......22 Selbstsicher-Jetzt! Adé Mauerblümchen ...23

Nie mehr Erkältungen – Wie geht das? 25 Schluss mit dem ewigen Aufschieben .. 27

Krampfadern, Venenschwäche,

Bauchentscheidungen: die Intelligenz

Thrombose ............................................. 27 des Unbewussten ..................................34

Kampf dem Brustkrebs. .........................26 Die 7 Fallen der Liebe umgehen ............36

Rückenschmerzen – Bandscheibe .........28 Stil und Etikette: Sicher auftreten in

Bluthochdruck beim älteren

allen Lebenslagen ..................................40

Menschen – Risiko und Therapien .........29 Die Bedeutung der Emotionen ..............48

Zahnprothesenstabilisierung mit

Depression im Alter ...............................49

Mini-Implantaten ....................................33 Das biografische Erbe als Chance

Weg mit dem Fett ..................................36 nutzen .....................................................49

Depression darf kein Tabu sein ..............39 Stimme und Körpersprache ...................55

Träumen – Wichtige Bedeutung

Selbstwertstärkung durch neurowissen-

für unsere Gesundheit ........................... 41 schaftliches Kommunikationstraining ....57

Gangstörungen – unterschätztes

Umgang mit „schwierigen Menschen“ –

Problem ..................................................46 Lebenswelten Borderline, Sucht & Co...58

Cholesterin .............................................48 Selbsthypnose ........................................59

Groß- und Kleinzeherkrankungen ...........53 Was macht uns eigentlich krank? ........... 60

Erkrankungen von Auge und Gehör .......57 Rückenschmerzen – Therapien .............. 62

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Mo bis Fr 10 – 20 Uhr, Sa 10 – 16 Uhr


6 INHALTSVERZEICHNIS

Naturwissenschaft und Technik

Das alternde Gehirn ............................... 13

Himmelsforschung in Chile .................... 15

Die Mathematik des Wählens ................ 16

Den Urknall verstehen ............................ 18

Mathematik (nicht nur) für Schüler ........20

Was ist eigentlich Energie? .................... 24

Intelligenz und Kultur bei Delfinen

und Walen ..............................................28

Die letzten Flüge der Space Shuttle ......30

Klimaforschung und Kopenhagen ..........37

Phänomene in der Nanowelt ................. 41

Galilei und die erste Revolution

der Physik ............................................... 47

Der Weg zu einem Fusionskraftwerk ....54

Gehirnstimulation und Glaube................60

Die Wüste Taklamakhan ......................... 61

Politik/Wirtschaft/Gesellschaft

Politik und internationale Finanzkrise ..... 27

SED, PDS, LINKE – Von der DDR-Staatspartei

zur BRD-Oppositionspartei ..........35

Polen auf der Suche nach einer Identität

im europäischen Haus ............................43

Das Ende der Stasi. ................................ 51

Bildungs- und Wissenschaftspolitik

in Berlin ..................................................53

Die Vermessung der Utopie ...................59

Religion und Weltanschauung

Altwerden lernen – Kann uns die Bibel

dabei noch Nutzen bringen? .................. 18

Einführung in die Schulen des

Buddhismus ........................................... 21

Die große Pilgerschaft ...........................35

Evangelikale in Deutschland ..................37

Das Buch der Wandlungen: I Ging ......... 42

Buddha in Love – Zen und die Liebe ....... 50

Pilgern als Erfahrung ................................ 52

Berlin

Der Kurfürstendamm ............................. 14

Die Spandauer Vorstadt ......................... 19

Schloss Schönhausen ............................ 19

Die Leipziger Straße ...............................20

Dunkle Welten – Bunker und Tunnel

unter Berlin .............................................35

Die Fluchttunnel von Berlin ....................33

Das Alt-Berliner Klosterviertel ...............39

Berlin zur Kaiserzeit ................................43

Die Große Hamburger Straße ................45

Verborgene Orte in Berlin ......................54

Länderkunde

Der Golf von Neapel ............................... 15

Rom die erste „Hauptstadt der Welt“ ... 17

Irland – Geschichte und Landschaft....... 21

Der Turmbau zu Dubai – Stadt der

Visionen oder Fata Morgana? ................ 21

Das Bernsteinzimmer ............................. 25

Königsberg und Ostpreußen ..................26

Mit Hurtigruten zum Nordkap ................28

Auf den Spuren der Sioux ...................... 31

Americana – allein mit dem Rad einmal

um die USA ............................................ 31

Mit dem Schiff von Moskau nach

St. Petersburg ........................................33

Potsdam und seine einzigartige

Schlösser- und Parklandschaft ...............34

Burgen, Schlösser und Dome an Saale

und Unstrut ............................................36

Madeira als Winterreiseziel .................... 37

Chile – Land der Eis- und Sandwüsten ..38

Australien ...............................................38

RUHR 2010 – die deutsche Kulturhauptstadt

Europas und ihre Projekte ............. 42

Die Schlösser an der Loire .....................45

Die Pyrenäen zu Fuß und mit Motorrad .......45

Weltbekannte Kunstschätze in der

Schweiz .........................................................54

Côte d’Azur und Provence .....................55

Kamtschatka – zu Fuß durch Russland ..56

Auf Fahrrädern in 161 Tagen um

die Erde ..................................................56

Südindien................................................58

30 Jahre Abenteuer................................63

Seminar

Das passende Rüstzeug für die erfolgreiche

Partnersuche ...............................50

Urania KulTouren

Reisetipp des Monats ............................ 81

Reiseziele und -vorträge ....................82-93


Filme

Die Standesbeamtin ...............................66

Vision – Aus dem Leben der

Hildegard von Bingen .............................66

Die Frau des Zeitreisenden ....................66

Wüstenblume .........................................66

Coco Chanel ...........................................67

Stärker als die Liebe ...............................67

Zerrissene Umarmungen .......................67

Away We Go ..........................................68

Slumdog Millionär ..................................68

Tannöd ....................................................68

Johannisfeuer .........................................68

Preußen am Nil.......................................69

Himmel und mehr –

Dorothea Buck auf der Spur ...................69

Liebe auf den zweiten Blick ...................69

Sturm ...................................................... 70

Die Päpstin ............................................. 70

Schattenzeit – Thema Depressionen ..... 70

Inglorious Basterds ................................ 70

Mitgefühl, Weisheit und Humor............. 71

Ich habe sie geliebt ................................ 71

Erzähl mir was vom Regen .................... 71

Heimaterde .............................................72

Abends in Berlin .....................................72

Die göttliche Jette ..................................72

Krach im Hinterhaus ...............................73

Krach im Vorderhaus ..............................73

Berlin – Gigant der Arbeit .......................73

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INHALTSVERZEICHNIS 7

Das Veilchen vom Potsdamer Platz .......73

Der Bauch von Berlin ............................. 74

Solang noch untern Linden .................... 74

Zeitprobleme in Berlin ............................ 74

Chéri – Eine Komödie der Eitelkeiten ..... 74

Das weiße Band ..................................... 75

Der Dorflehrer ........................................ 75

C’est la vie .............................................. 75

Urania Bühne

Tanz der vier Elemente. .......................... 24

Diven und Diseusen ...............................44

Ausstellungen

Bild des Monats ..................................... 18

Geschichte der DEFA .............................46

Urania-Specials

Interview „Kopf des Monats“ .......... 10, 11

Philosophisches Café ……….19, 32, 44, 62

Gesundheitstag Rückenschmerzen .......62

Interview zur DEFA-Ausstellung ............ 76

Service

Editorial ..................................................... 3

Vorschau…………………………..63, 64, 94

Mitgliedsanmeldung ..............................94

Besucherinformation ..............................95


NEU IN DER URANIA

+++ Exklusive Angebote für Urania-Besucher und -Mitglieder +++

Die Expedition geht weiter: Das Wissenschaftsjahr 2010 –

Die Zukunft der Energie

Die Frage nach einer nachhaltigen Energieversorgung

ist stellt eine der zentralen Aufgaben

der nächsten Jahrzehnte. Daher blickt

das bundesweite Wissenschaftsjahr 2010

auf „Die Zukunft der Energie“. Mittelpunkt

sind die neuen Ansätze der Energieforschung

Für Urania-Mitglieder: Sonderführungen im Museum für

Naturkunde

Das Museum für Naturkunde Berlin bietet

Urania-Mitgliedern zwei Sonderführungen

im Januar 2010: Nach einem kurzen Überblick

über ausgewählte Highlights, wie dem

größten aufgestellten Saurierskelett der

und vor allem der deutschen Forschungsleistungen.

Die Urania bringt sich u.a. mit

einer Vortrags- und Gesprächsreihe ein. Den

Auftakt macht Prof. Dr. Günther Hasinger,

„Der Weg zu einem Fusionskraftwerk“

(18.02., 19.30 Uhr, s.S. 54, Interview S. 10).

Für Urania-Mitglieder: Ausstellungsrundgang

„Der Jesus-Skandal“ in der Liebermann-Villa am Wannssee

Im Januar und Februar 2010 lädt Sie unser

Kulturpartner Liebermann-Villa am Wannsee

in die neue Ausstellung „Der Jesus-Skandal“

ein. Präsentiert wird Liebermanns Bild

„Der zwölfjährige Jesus im Tempel“ mit allen

erhalten gebliebenen Skizzen und Stu-

ShuT uP aND DaNcE! RELoADED

Welt, dem Brachiosaurus und dem Urvogel

Archaeopteryx, geht es in die aktuelle Sonderausstellung

„Tiefsee“. Anmeldung unter

Tel. 218 90 91 erforderlich, Termine: 22.01.,

15 Uhr und 23.01., 14 Uhr, Dauer: 45 min.

dien. Museumsleiter Dr. Martin Faass bietet

Urania-Mitgliedern kostenfreie Sonderführungen

am 22.01 und 19.02., je 15 Uhr an.

Voranmeldung unbedingt erforderlich, Tel.

218 90 91, Teilnahmeplätze begrenzt.

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REDAKTION 9

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10 REDAKTION

INTERVIEW

Urania: Herr Hasinger, Sie haben eine eindrucksvolle

wissenschaftliche Karriere als

Astrophysiker gemacht. Bereits als Praktikant

an der Sternwarte Bogenhausen durften

Sie spektrographische Untersuchungen

vornehmen, als 1978 im Sternbild Schwan

eine sehr nahe und helle Nova (neuer Stern)

entdeckt wurde. Zu welchen Ergebnissen

kamen Sie damals? Und inwieweit wurde

Ihre Laufbahn als Astrophysiker durch dieses

Erlebnis beeinflusst?

Meine Ergebnisse waren damals nicht so

spektakulär. Ich habe im Wesentlichen aus

den interstellaren Kalzium-Absorptionslinien,

die Entfernung zu dieser Nova bestimmt.

Mich hat allerdings sehr beeindruckt, dass

die beobachtenden Astrophysiker sehr nahe

an den Instrumenten arbeiten. Die Nova war

noch lange nach meinem Praktikum beobachtbar,

wurde aber immer schwächer.

Nach einigen Wochen habe ich ein eigenes

Suchfernrohr in den Spektrographen in Bogenhausen

eingebaut und konnte damit die

Nova noch mehrere Wochen länger beobachten,

bis mir das Oktoberfest einen Strich

durch die Rechnung gemacht hat.

In Ihrem Urania-Vortrag zeigen Sie, dass astrophysikalische

Vorgänge die Grundlage für

fossile und erneuerbare Energieformen auf

der Erde sind. Wie gut sind diese Vorgänge

erforscht und können sie irgendwann einmal

Prof. Dr. Günther Hasinger

Neue Energie:

Der Weg zum Fusionskraftwerk

Günther Hasinger ist wissenschaftlicher Direktor des Max-

Planck-Instituts für Plasmaphysik in Garching bei München.

Im Gespräch mit der Urania erklärt er, wie das Fusionskraftwerk

Sonne auf der Erde realisiert werden kann und was die

Menschen im Wissenschaftsjahr „Die Zukunft der Energie

erwartet. Am 18. Februar spricht Hasinger in der Urania zum

Thema Fusionsenergien (19.30 Uhr, s. S. 54).

das Menschheitsproblem der Energieknappheit

lösen?

Tatsächlich basieren alle Energieformen, die

wir auf der Erde nutzen, auf astrophysikalischen

Prozessen. Die fossilen Energieträger,

Kohle, Öl und Gas haben über Jahrmillionen

Sonnenenergie gespeichert, und die

heutigen „regenerativen“ Energieträger, Sonne,

Wind-, Wasserkraft und Biomasse resultieren

direkt aus der Sonneneinstrahlung.

Die Geothermie und die Kernspaltung basieren

auf schweren radioaktiven Elementen,

die frühere Generationen von Sternen in Supernovaexplosionen

erzeugt haben und dem

Sonnensystem bei seiner Geburt mitgegeben

haben. Die Fusionsforschung versucht

direkt den Prozess, mit dem die Sterne ihre

Energie erzeugen, auf die Erde zu holen.

Der zukünftige Energiebedarf der Menschheit,

vor allem der Bedarf an Strom, wird in

den nächsten 100 Jahren dramatisch weiter

ansteigen. Meiner Meinung nach müssen

wir alle möglichen Energieformen umweltverträglich

weiterentwickeln, um diese Herausforderung

zu bestehen und zu verhindern,

dass wir uns mit unserem Energiehunger

die Lebensgrundlage entziehen. Die

attraktivsten und prinzipiell ertragreichsten

Energieformen für die zweite Hälfte des

Jahrhunderts sind meiner Meinung nach

Solarstrom aus der Wüste und Fusionsstrom

aus Kraftwerken bei uns zu Hause.


2010 initiiert die Bundesregierung das Wissenschaftsjahr

Die Zukunft der Energie“–

zahlreiche öffentliche Veranstaltungen überall

in Deutschland informieren über die Suche

nach zukunftsfähigen Lösungen und die

Bedeutung der Energieforschung. Welche

Ziele können aus Ihrer Sicht erreicht

werden?

Wir müssen unser Energiesystem komplett

umbauen. Dazu ist sehr viel Arbeit und Geld

notwendig. Und wir benötigen eine vollkommen

neue Generation junger Forscher und

Ingenieure, die die Energiegesellschaft der

Zukunft entwickeln müssen. Ich glaube, das

Wissenschaftsjahr 2010 kann eine Menge

erreichen, die Rohstoffe in den Köpfen unserer

Kinder zu fördern.

REDAKTION 11

VITA

Prof. Dr. Günther Hasinger

ist einer der erfolgreichsten

Astrophysiker.

Nach seiner Promotion an

der Universität München

wechselte er an das Max-

Planck-Institut für extraterrestrische

Physik (MPE) in Garching. Von

1994 bis 2001 hatte er einen Lehrstuhl an

der Universität Potsdam inne, und er war

Direktor und von 1998 bis 2001 Sprecher

des Vorstands des Astrophysikalischen

Instituts Potsdam. Im Jahr 2001 wurde er

Wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-

Gesellschaft und Direktor am MPE. Heute

ist Prof. Hasinger wissenschaftlicher Direktor

des Garchinger Max-Planck-Instituts für

Plasmaphysik.

Urania_B_148x105:Urania_B_148x105 Das Interview führte Ulrich Weigand, Urania

21.08.2008 11:27 Uhr Seite 1

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Prof. Dr. Gerald Wolf

Medizinische Fakultät, Universität Magdeburg

Das alternde Gehirn – neueste Erkenntnisse der

Neurobiologie

Dass das Gehirn wie jedes Organ altert,

ist selbstverständlich. Aber es altert nicht

so wie andere Organe. Das Gehirn ist ein

hochplastisches Organ, das altersbedingte

Defizite auch ausgleichen kann, wenn wir

dafür genügend tun. Und es ist ein hochkomplexes

Organ mit einer hohen inneren

Dynamik. Daraus ergeben sich interessante

Gehirn und Mensch – Biologie

PROGRAMM 13

Fragen, z.B., was wir unserem Gehirn Gutes

tun können, um seinen Alterungsprozess im

positiven Sinne zu beeinflussen. Und natürlich

die Frage, ob sich das Altern verlangsamen

oder gar aufhalten lässt. Prof. Wolf

stellt Ihnen dazu die neuesten Ergebnisse

der Neurobiologie vor.

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Mo, 04.01.

15.30 Uhr

Vortrag mit

Diskussion

Urania-

Kino

17.00 Uhr

siehe S. 66


Mo, 04.01.

17.30 Uhr

Vortrag mit

Dias

Mo, 04.01.

19.30 Uhr

Vortrag mit

Diskussion

14 PROGRAMM

Urania-

Kino

20.00 Uhr

siehe S. 66

Di, 05.01.

15.30 Uhr

Vortrag mit

Dias

Urania-

Kino

17.00 Uhr

siehe S. 66

Geschichte

Dr. Stephan Elbern, Historiker, Bad Frankenhausen

Otto III. – Ein Kaiser zwischen Rom und Gnesen

Wie kein anderer Herrscher des Mittelalters

war der hochbegabte Enkel Otto d. Gr.

und Sohn der byzantinischen Prinzessin

Theophanu der Ewigen Stadt verbunden.

Als einziger Kaiser errichtete er sich eine

Pfalz an den Ufern des Tibers. In schwärmerischer

Begeisterung für die antike Tradition

erstrebte er eine Erneuerung des römischen

Weltreiches, scheiterte jedoch an

der politischen Wirklichkeit und erlag noch

Literatur und Psychologie

Dr. Irmgard Fuchs-Lévy, Psychotherapeutin und

Literaturwissenschaftlerin, Berlin

Albert Camus gilt als einer der bedeutendsten

Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Sein Begriff

der Revolte hat bis heute seine Bedeutung

und Brisanz bewahrt. Revolte ist für Camus

der Schlüssel zur menschlichen Reife,

Revolte meint, absurden Lebensverhältnissen

ein „Nein, nicht weiter so“ entgegenzusetzen.

Frau Dr. Fuchs-Lévy stellt Ihnen Leben

und Werk dieses faszinierenden Künst-

Berlin

Präsentiert von radioBERLIN 88,8

Wolfgang Feyerabend, Stadthistoriker und Autor, Berlin

Berühmte Berliner Straßen: Der Kurfürstendamm

Als Verbindung zwischen dem 1542 erbauten

Jagdschloss Grunewald und dem

Stadtschloss entstanden, befand sich der

einstige kurfürstliche Reitweg im 19. Jahrhundert

in einem beklagenswerten Zustand.

1889 erwarb die „Kurfürstendamm-Gesell-

jung der Malaria. Seine weltfremde Außenpolitik

förderte zudem die Staatenbildung in

Ungarn und Polen und führte damit zu ihrer

Lösung vom Reich. Hoch bedeutend ist die

Regierung Otto III. jedoch als eine fruchtbare

Epoche des frühen deutschen Kunstschaffens,

die in den Bildwerken seines Lehrers

und Freundes Bernward von Hildesheim ihren

Höhepunkt erreichte.

Zum 50. Todestag von Albert Camus

Albert Camus oder das Abenteuer, ein Mensch zu sein

lers und Denkers

vor und richtet den

Blick dabei besonders

darauf, welche

Aufgabe Dichtung

und Kunst bei der

Vergrößerung der

Summe von Freiheit

und Verantwortung zufällt.

schaft“ vom Fiskus ein beträchtliches Areal

im Grunewald. Die dort errichtete Villenkolonie,

zu der der Kurfürstendamm den Zugang

schuf, begründete dessen Aufstieg zur vornehmen

Wohnallee und schließlich zur eleganten

Geschäfts- und Vergnügungsmeile.


Dr. Stephan Elbern, Historiker, Bad Frankenhausen

Die legendären Sehenswürdigkeiten am Golf von Neapel

Die Region um den Golf von Neapel gehört

mit ihren landschaftlichen Reizen und

kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten

zu den herausragenden Reisezielen Europas.

Vor dem unvergleichlichen Panorama

des Doppelkegels des Vesuvs präsentiert

sich Neapel heute als quirlige Hauptstadt

von Kampanien. Das antike römische

Leben ist bestens in den einst verschüt-

PROGRAMM 15

PD Dr. med. Hans-Peter Lemmens, Leitender Arzt, Chirurgische Abtlg.,

Dr. med. Harald Matthes, Leitender Arzt, Gastroenterologische Abtlg.,

beide Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe

Heilungschancen bei Darmkrebs

Neue integrative Therapien aus Schulmedizin und Anthroposophischer Medizin

Darmkrebs zählt zu den häufigsten bösartigen

Tumorerkrankungen, hierzulande erkranken

jährlich ca. 70. 000 Menschen. Die

Heilungschancen sind heute deutlich besser.

Mit moderner Diagnostik, individueller, interdisziplinärer

Therapie stiegen sie auf etwa 75

teten Städten Herkulaneum und Pompeji

zu studieren, und auch aus späteren Jahrhunderten

finden sich viele Zeugnisse –

bis hin zu der riesigen Schlossan lage der

Bourbonen in Caserta. Be gleiten Sie Dr.

Elbern außerdem bei einem Ausflug zur sorrentinischen

Halbinsel und nach Capri.

Neapel und Capri können Sie auch mit Urania-KulTouren

kennen lernen. Siehe Seite 83.

Astronomie

Prof. Dr. Dieter B. Herrmann, Direktor der Archenhold-Sternwarte und des

Zeiss-Großplanetariums i.R., Präsident der Leibniz-Sozietät, Berlin

Wendekreis des Steinbocks – Himmelsforschung in Chile

Chile hat sich zum Mekka der internationalen

Astronomie entwickelt. Zahlreiche Großobservatorien,

darunter das weltgrößte Very

Large Telescope mit seinen vier 8,2-m-

Instrumenten auf dem Cerro Paranal, operieren

in großer Höhe inmitten der Atacama-Wüste.

Welche wissenschaftlichen

Fragen bearbeiten die Forscher mit diesen

Großinstrumenten, und warum werden immer

neue und größere Geräte errichtet?

Länderkunde

Prof. Herrmann berichtet

in seinem

astronomischen

Reisebericht von

einem der trockensten

Gebiete der

Erde, einem Sternhimmel

von unbeschreiblicher

Schönheit und erklärt, was Pablo

Neruda mit den Sternen zu tun hat.

Medizin

Prozent. Sie erfahren was Darmkrebs bedeutet,

welche Stadien eine komplette Heilung

ermöglichen und welche schonenden OP-

Techniken es gibt. Das integrative Behandlungskonzept

vereint die Schulmedizin mit

speziellen anthroposophischen Therapien.

Di, 05.01.

17.30 Uhr

Vortrag mit

Dias

Di, 05.01.

19.30 Uhr

Vortrag mit

Medien

Urania-

Kino

20.00 Uhr

siehe S. 66

Mi, 06.01.

15.30 Uhr

Vortrag mit

Diskussion

Urania-

Kino

17.00 Uhr

siehe S. 66


16 PROGRAMM

Mi, 06.01.

17.30 Uhr

Vortrag mit

Medien

Mi, 06.01.

19.30 Uhr

Vortrag mit

Diskussion

Urania-

Kino

20.00 Uhr

siehe S. 66

Do, 07.01.

15.30 Uhr

Vortrag mit

Medien

Urania-

Kino

17.00 Uhr

siehe S. 66

Kunstgeschichte

Einführungsvortrag zur Ausstellung des Potsdam-Museums

Dr. Jutta Götzmann, Direktorin des Potsdam-Museums, Kuratorium der

Ausstellung

Die Freiheit der Idee – 7 mal Kunst vor 89

Dem 20-jährigen Jubiläum der friedlichen

Revolution vor dem Mauerfall ist die Kooperationsausstellung

des Potsdam-Museums

und der Galerie Ruhnke gewidmet.

20 Jahre nach der Wende gibt es nach wie

vor eine Diskussion darüber, welche Rolle

die Bildende Kunst in der DDR gespielt hat.

Mathematik / Gesellschaft

Kunstgeschichte

War die Kunst politisch, kritisch oder idealistisch,

war sie Mittel der Kommunikation,

der Integration oder des Protestes? Der Einführungsvortrag

zur Ausstellung nimmt auf

diese Frage Bezug und stützt sich dabei auf

Interviews, die mit den Künstlerinnen und

Künstlern geführt wurden.

Prof. Dr. Ehrhard Behrends, Institut für Mathematik, FU Berlin

Von der Qual der Wahl – Die Mathematik des Wählens

Kann der Wählerwille durch ein geeignetes

Wahlverfahren absolut gerecht umgesetzt

werden? Über diese Frage wird schon seit

Jahrhunderten diskutiert. Mehr oder weniger

naive Ansätze sind zwar durch ausgeklügelte

Verfahren ersetzt worden, aber auch mit

denen lassen sich unerwünschte Nebeneffekte

nicht vermeiden. Mathematiker und

Soziologen haben deswegen versucht, eine

Dr. Afra Schick, Kunsthistorikerin, Berlin

Die Wohnräume Ludwigs II. von Bayern in Neuschwanstein

Neuschwanstein, die romantische Residenz

hoch oberhalb der Pöllatschlucht in Bayern,

zählt zu den bekanntesten europäischen

Schlössern. Ludwig II. ließ sich im dritten

Stock des Wohnhauses ein Appartement

einrichten. In der Ausstattung mit aufwendig

geschnitzten Möbeln, reich bestickten

Seidenvorhängen und großformatigen Wand-

„ideale“ Umsetzung des Wählerwillens zu

finden. Es gab ein enttäuschendes Ergebnis:

Man konnte nämlich beweisen, dass es

kein Verfahren gibt, das eine Reihe von naheliegenden

„Gerechtigkeitsanforderungen“

erfüllt. Der Vortrag erläutert diese Problematik

des gerechten Wählens. Mathematische

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

gemälden gelang es dem König, seine Ideen

zum Bau eines Schlosses „im echten Styl

der alten deutschen Ritterburgen“ zu verwirklichen.

Die Betrachtung dieser kostbaren

Räume lässt eine reiche Bilderwelt erstehen,

die Szenen aus der mittelalterlichen

Geschichte, der Literatur und aus den Opern

Richard Wagners verbindet.


Dr. Stephan Elbern, Historiker, Bad Frankenhausen

Rom – die erste „Hauptstadt der Welt“

Caput Mundi, Hauptstadt der Welt, war

schon vor 2000 Jahren die treffende Bezeichnung

für das antike Rom, und Dr. Elbern

erklärt Ihnen, warum die Stadt diesen

Beinamen bis zum heutigen Tag verdient.

Denn hier sind nicht nur die Zeugnisse der

Hauptstadt des antiken Weltreiches, wie

das Kolosseum, das Forum Romanum und

Prof. Dr. Wolfgang Wippermann, Friedrich-Meinecke-Institut, FU Berlin

Land der Widersprüche – Ostpreußen unterm Hakenkreuz

Ostpreußen in der NS-Zeit war ein Land

der Widersprüche. Es war eine Hochburg

der Nationalsozialisten und Wohnsitz vieler

Widerstandskämpfer. Das Land erlebte zu

Beginn der NS-Zeit einen wirtschaftlichen

Aufschwung und war an ihrem Ende völlig

Anne Stabrey, Regisseurin, Journalistin, Autorin, Berlin

Liebe bleibt jung, Gefühle altern nicht!

Ein Plädoyer für die jungen Alten

Der Spielfilm „Wolke 9“ hat an ein Tabu

gerührt und das Thema „Liebe im Alter“

ins öffentliche Gespräch gebracht. Das Altersbild

wandelt sich in der Gesellschaft zunehmend

zu einem positiven. Die Älteren

selbst wagen Neues, auch eine neue Partnerschaft.

Und doch fragen sich manche,

kann ich das – oder vielleicht sogar – darf

ich das in meinem Alter noch? Lässt der Al-

Medizin / Psychologie

PROGRAMM 17

Länderkunde

der Pantheon, zu bewundern, sondern auch

die Monumente als Hauptstadt des Christentums,

von denen der Petersdom und die

Vatikanischen Paläste und Museen die bekanntesten

sind.

Rom können Sie auch mit Urania-KulTouren

kennen lernen. Siehe Seite 84.

Geschichte

zerstört. In Ostpreußen wurden Hitler und

seine Helfershelfer erst von vielen begrüßt,

um dann von fast allen verflucht zu werden.

Vom Hakenkreuz sowohl begeistert wie gezeichnet

schien seine Geschichte 1945 zu

Ende gegangen zu sein.

terungsprozess das zu? Anne Stabrey geht

den Bedürfnissen und Sehnsüchten nach,

forscht nach Verlusten und Gewinnen im

Alterungsprozess und danach, wie beides

sich auch auf das Sexualverhalten auswirkt.

Der Vortrag hat Antworten, die uns alle ermutigen.

Dazu wird auch aus ihren Büchern

„Wolke 9“ und „Liebe bleibt jung“ zitiert.

Do, 07.01.

17.30 Uhr

Vortrag mit

Dias

Do, 07.01.

19.30 Uhr

Vortrag mit

Diskussion

Urania-

Kino

20.00 Uhr

siehe S. 67

Fr, 08.01.

15.30 Uhr

Vortrag mit

Diskussion

Urania-

Kino

17.00 Uhr

siehe S. 67


18 PROGRAMM

Fr, 08.01.

17.30 Uhr

Vortrag mit

Dias

Fr, 08.01.

19.00 Uhr

Ausstellungseröffnung

Eintritt frei

Fr, 08.01.

19.30 Uhr

Urania Reihe: Von der Bibel in die Gegenwart

Die Bibel spricht aus einer lang vergangenen Zeit zu den Menschen. Haben diese Texte

angesichts der vielfältigen Veränderungen und Wandlungen, die es seitdem gegeben

hat, überhaupt noch Impulskraft? ChristInnen beanspruchen das zumindest. Die Reihe

stellt Ihnen in lockerer Folge vor, wie sich das Verhältnis von Bibelwort und Gesellschaft

heute möglicherweise noch verstehen lässt.

Prof. Dr. Rainer Kampling, Institut für Katholische Theologie, FU Berlin

Altwerden lernen – Kann uns die Bibel dabei noch Nutzen bringen?

„Du sollst vor grauem Haar aufstehen, das

Ansehen eines Greises ehren und deinen

Gott fürchten“, so heißt es in Lev 19,32. Ist

diese Programmatik nicht erheblich veraltet?

Können wir daraus überhaupt noch etwas

für das Altwerden in der heutigen Gesell-

Physik

Vortrag Prof. Dr. Hermann Nicolai

Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut), Golm

Urania-

Kino

20.00 Uhr

siehe S. 66

Bildwerke aus Berliner Ateliers

Das Bild des Monats

Den Urknall verstehen

Physik in kosmischen Extremsituationen

Die moderne Physik ruht auf zwei Pfeilern:

auf der Quantenmechanik, die die Vorgänge

im ganz Kleinen (Moleküle, Atome und

Elementarteilchen) beschreibt, und auf Einsteins

Allgemeiner Relativitätstheorie, die

für die Schwerkraft und damit die Phänomene

bei großen Abständen im Weltall gilt.

Quantentheorie und Relativitätstheorie „treffen“

sich im Urknall. Eine der großen Herausforderungen

an die Physiker ist des-

schaft ziehen? Haben wir beim Altwerden

nicht ganz andere Probleme als die des Ehrens

des Alters? Prof. Kampling diskutiert

mit Ihnen, ob das Biblische Wort heute noch

sinnvoll sein kann.

Der Berliner Maler Prof. Matthias Koeppel stellt dem Urania-Publikum das Gemälde

des Monats und den Künstler vor. Enthüllung und Präsentation in Anwesenheit des

Künstlers.

Dauer der Ausstellung: 08.01. – 26.02.2010

Das Bild des Monats ist zu besichtigen in der Cafeteria in der 1. Etage während der

Öffnungszeiten der Urania.

halb die Frage, wie diese beiden Theorien

miteinander in Einklang gebracht werden

können, um zu einem besseren Verständnis

des Urknalls und anderer kosmischer

Extremsituationen zu gelangen. Verschiedene

Ansätze der Quantengravitation oder

der Stringtheorie wird Prof. Nicolai, der diese

Forschungen selbst intensiv vorantreibt,

diskutieren.


Prof. Dr. Lutz von Werder, Philosoph und Publizist, Berlin

Weltende und ewige Wiederkehr – Friedrich Nietzsche

Friedrich Nietzsche hat sich Zeit seines Lebens

mit der Frage „Weltende oder Weltwende?“

herumgeschlagen. Dabei reichen

seine Antworten von skeptisch-pessimistisch

bis offensiv-optimistisch. Seine Auffassung

von der ewigen Wiederkehr ist der

Hintergrund vor dem der Mensch durch eine

Umwertung aller Werte sein dionysisches

Präsentiert von radioBERLIN 88,8

Jürgen Grothe, Stadthistoriker und Autor, Berlin

Ein historischer Berliner Stadtteil: Die Spandauer Vorstadt

Die Anfänge der Vorstadt, vor den Berliner

Festungswerken, waren bescheiden.

Doch mit dem Bau des Schlosses Monbijou

entstanden neue Straßen, die Sophienkirche

wurde erbaut, und die ehemals in

der Vorstadt stehenden Scheunen ersetzte

man durch Wohnhäuser. Im 19. Jahrhundert

wurde die Gegend bevorzugter Wohnsitz

PROGRAMM 19

Philosophisches Café: Weltende oder Weltwende?

Zur Kritik der apokalyptischen Philosophie

Potenzial entfaltet. Lutz von Werder stellt Ihnen

die Gedanken des wohl berühmtesten

deutschen Post-Apokalyptikers vor.

Das nächste Philosophische Café findet

am 07.02. zum Thema „Weltende in der

christlichen Philosophie – Papst Benedikt

der XVI.“ statt.

Berlin

osteuropäischer Juden, und Synagogen,

Schulen sowie Krankenhäuser entstanden.

Auf den Straßen fand Alfred Döblin die Motive

für sein Buch „Berlin Alexanderplatz“.

Schauen Sie mit Jürgen Grothe hinein in die

Straßen und Höfe, und vergleichen Sie mit

ihm das Gestern mit dem Heute.

Dr. Alfred Hagemann

Kunsthistoriker, Ausstellungskurator Schloss Schönhausen, Berlin

Schloss Schönhausen – Juwel des friederizianischen

Rokoko und Zeugnis der deutschen Geschichte

Schloss Schönhausen gehört zu den

Schlossbauten Berlins, die den Zweiten

Weltkrieg unversehrt überstanden haben,

und seit wenigen Wochen erstrahlt es in

neuem Glanz! 1740 schenkte Friedrich II. das

Anwesen seiner Gemahlin Elisabeth Christine,

die es bis zu ihrem Tode 1797 bewohnte.

Herausragend sind die originalen Raumausstattungen

des späten 17. und des 18. Jahrhunderts.

Denkwürdig ist der Ort auch we-

Berlin / Kunstgeschichte

gen seiner bewegten Geschichte: Kurfürst

Friedrich III. bereitete hier seine Erhebung

zum ersten preußischen König Friedrich I.

(1701) strategisch vor. In der Nachkriegszeit

diente das Schloss als Sitz des Präsidenten

der DDR, später als Gästehaus. Die

Tagungen des Zentralen Runden Tisches und

das Außenministertreffen der „Zwei-plus-

Vier-Gespräche“ 1990 verbinden den Ort

mit der jüngsten Geschichte Deutschlands.

So, 10.01.

10.30 Uhr

Gesprächsreihe

Mo, 11.01.

15.30 Uhr

Vortrag

mit Dias

Urania-

Kino

17.00 Uhr

siehe S. 66

Mo, 11.01.

17.30 Uhr

Vortrag mit

Digitalbildern


Mo, 11.01.

19.30 Uhr

Vortrag mit

Diskussion

20 PROGRAMM

Urania-

Kino

20.00 Uhr

siehe S. 66

Di, 12.01.

9.30 -

13.00 Uhr

Vorträge

9.30 Uhr

10.30 Uhr

11.30 Uhr

Di, 12.01.

15.30 Uhr

Vortrag mit

Medien

Di, 12.01.

17.30 Uhr

Vortrag mit

Medien

Urania-

Kino

18.00 Uhr

siehe S. 67

Urania Reihe – Philosophie der Wollust und der Liebe

Prof. Dr. Lutz von Werder, Philosoph und Publizist, Berlin

Lust und die Verzweiflung der Liebe – Friedrich Nietzsche

Friedrich Nietzsche ist bis heute umstritten,

was sein Frauenbild angeht. Für die einen

ist er ein verkappter Macho, der seine

sexuellen Verklemmungen in pseudorevolutionäres

Gedankengut verpackt, für die

anderen ein radikaler Tabubrecher, der für

Mathematik mit dem DFG-Forschungszentrum MATHEON

MathInside – Mathematik ist überall

Berlin / Präsentiert von radioBERLIN 88,8

Kunstgeschichte

Zur gleichnamigen Ausstellung (bis 15.01.10, Galerien am Lichthof, TU Berlin)

Prof. Matthias Koeppel, Berlin

Die Schule der Neuen Prächtigkeit – Blick zurück nach vorn

Die vier Berliner Maler Johannes Grützke,

Matthias Koeppel, Manfred Bluth und Karlheinz

Ziegler gründeten 1973 die „Schule der

Neuen Prächtigkeit“. In einer Zeit, die sich

gegen den Realismus in der Kunst wandte,

waren diese vier Künstler eine Provokation.

Sie malten gegenständlich, wenn auch in

ein neues Verständnis des Verhältnisses

von Lust und Liebe kämpft. Lutz von Werder

fragt, was dran ist an Nietzsches Auffassungen

zu Lust und Liebe. Der nächste

Vortrag zum Thema der Reihe beleuchtet

am 01.02. Simone de Beauvoir.

Die Vortragsreihe MathInside richtet sich an Schülerinnen und Schüler der 10. bis 13.

Klassen. Der Eintritt für das Vormittagsprogramm beträgt 3,- €

Rolf Möhring: Optimierung in Netzwerken: Transport und Verkehr

John M. Sullivan: Seifenblasen und Polyeder

Roland Wessäly: Schnelles Internet mit Mathematik

Johannes Prittwitz, Stadthistoriker und Autor, Berlin

Berühmte Berliner Straßen: Die Leipziger Straße

Kaum eine andere Berliner Straße ist in ihrem einst so prominente Straße und bietet Raum

Verlauf so unterschiedlich, steckt so voller für Wohnen, Arbeiten, Einkaufen, Vergnü-

spannender Geschichten. Vom Spittelmarkt gen und Kultur. Wie sah diese Straße in der

bis zum Leipziger Platz erstreckt sich die Kaiserzeit aus wie hat sie sich verändert?

ironischer Brechung. Bis heute haben sich

die Kraft der Provokation und die Schärfe

der Satire ihre Unabhängigkeit durch alle

Zeitströmungen hindurch in den Gemälden

erhalten. Der Maler Matthias Koeppel, der

als Professor an der TU Berlin lehrte, erläutert

die Ausstellung.


Dr. Klaus-Harro Tiemann, Historiker, Berlin

Irland – Geschichte und Landschaften einer

mythischen Insel

Irland hat noch immer den Ruf, eine mythische

Insel zu sein. Liegt das an den beeindruckenden

Bauten aus der Steinzeit, die

älter als Stonehenge und die ägyptischen

Pyramiden sind? Oder an den keltischen

Ringforts und Hochkreuzen, den mittelalterlichen

Burgen und Klosteranlagen? Sicher

PROGRAMM 21

In Zusammenarbeit mit der Buddhistischen Akademie Berlin-Brandenburg

Peter Gäng, Indologe, Vorstandsmitglied der Buddhistischen Akademie, Berlin

Einführung in die Schulen des Buddhismus:

Mahayana – Madhyamika und Yogamchara

Der heutige Buddhismus zeichnet sich durch

eine Vielzahl an Strömungen und Bewegungen

aus. Da fällt es nicht leicht, einen

Überblick zu bekommen. Die diesjährige

Spiritualität und Weltanschauung Geschichte

Vortragsreihe stellt Ihnen daher Schulen des

Buddhismus vor, die bis heute grundlegend

sind. Erfahren Sie von Peter Gäng, was es

mit dem „Großen Weg“ auf sich hat.

Länderkunde

auch zu diesem Ruf beigetragen haben die

einmaligen Karst- und Wiesenlandschaften

sowie die buchtenreiche, größtenteils felsige

Küste mit der Attraktion des „Fußwegs der

Riesen“. Lernen Sie durch Dr. Tiemann die

Geschichte und Landschaften einer mythischen

Insel kennen!

Dr. Oliver Schwedes, Soziologe und Politikwissenschaftler, Autor des

Buches „Mobile Cities. Dynamiken weltweiter Stadt- und Verkehrsentwicklung“,

Hochschulassistent am Fachgebiet Integrierte Verkehrsplanung der TU Berlin

Der Turmbau zu Dubai –

Stadt der Visionen oder Fata Morgana?

Fr, Di, 06.02. 12.01.

15.30 19.30 Uhr

Vortrag

Mi, 13.01.

15.30 Uhr

Vortrag

mit Dias

Länderkunde Mi, 13.01.

17.30 Uhr

Dubai galt bis vor kurzem als der Ort, wo die Visionen der Zukunft

der Welt umgesetzt werden. Die Stadt wurde innerhalb

weniger Jahre aus dem Wüstenboden gestampft, dabei jagte

eine Superlative die andere – das weltweit größte Hotel, der

höchste Tower oder die größte künstlich errichtete Insel. Dubai,

so hieß es bis zum Beginn der Finanzkrise, sei ein „Global

Hotspot“, der zukünftige weltweite Entwicklungen gleichsam

vorweg nimmt. Inwieweit kann Dubai tatsächlich als Vorbild

für einen globalen Entwicklungspfad gelten?

Urania-

Kino

17.00 Uhr

siehe S. 67

Vortrag mit

Digital-

bildern


Mi, 13.01.

19.30 Uhr

Vortrag mit

Diskussion

22 PROGRAMM

Urania-

Kino

20.00 Uhr

siehe S. 67

Do, 14.01.

15.30 Uhr

Vortrag mit

Diskussion

Urania-

Kino

17.00 Uhr

siehe S. 68

Do, 14.01.

17.30 Uhr

Vortrag mit

Buchpräsentation

Psychologie

Silvia Fauck, Psychologische Beraterin, Betreiberin von Liebeskummerpraxen,

Autorin und Dozentin, Berlin

Liebeskummer – Hilfe, wenn das Herz zu brechen droht!

Wer unter akutem Liebeskummer leidet, leidet

extrem an Herzschmerz und ist selten in

der Lage, an etwas anderes zu denken. Oft

wird der Schmerz belächelt. Der viel zitierte

Rat, sich abzulenken, ist nett gemeint, aber

zum Scheitern verurteilt. Silvia Fauck hat

sich dem Thema Trennung und seelischer

Schmerz gewidmet. Sie zeigt auch an le-

Medizin

In Zusammenarbeit mit dem Verlag Vandenhoeck & Ruprecht

Dipl.-Psych. Dr. Rudolf Stroß, Lehrbeauftragter, Universität zu Köln,

Psychotherapeut, Berater, Coach und Autor, Bergisch Gladbach

Selbstveränderung – Jeder kann es!

Selbstveränderung ist oft genauso wirksam

wie Veränderung unter professioneller Hilfe,

manchmal sogar besser als diese! Mit dem

Rauchen aufzuhören, endlich mehr Sport

zu treiben, den Job zu wechseln oder sich

aus einer Beziehung zu befreien – in jedem

steckt das Potential zur Selbstveränderung.

Wer möchte nicht gerne glücklicher und er-

bensnahen Beispielen tragische, berührende,

unterhaltsame oder groteske Trennungs- und

Liebeskummergeschichten. Häufig gestellte

Fragen werden von ihr im Vortrag diskutiert.

Die Referentin geht dabei mit Empathie vor,

hat aber auch mit einer Prise Humor Tipps

zur Lebenshilfe und Unterhaltung.

PD Dr. med. Birgit Mazurek, Tinnituszentrum, Charité – Universitätsmedizin

Berlin

Tinnitus: Forschung zu Ursachen und Therapien

Jeder Zehnte hat dieses Leiden, das zunächst

mit Geräuschen im Ohr beginnt und

als chronischer Tinnitus die gesamte Wahrnehmung

beeinflussen kann. In den letzten

Jahren hat die Wissenschaft ein umfassendes

Bild von den Entstehungsmechanismen

entwickelt. Ursachen eines chronischen

Psychologie

Tinnitus können neben häufigen Schädigungen

im Innenohrbereich auch eine Reihe

internistischer Erkrankungen, wie z.B. Diabetes,

Fettstoffwechselstörungen und Bluthochdruck

sein. Die heutigen Behandlungsmöglichkeiten

sind vielfältig und erfolgreich.

folgreicher sein? Der Wunsch nach Selbstveränderung

kann viele Gründe haben, persönliche

oder berufliche. Ist der Entschluss

einmal gefasst, stellt sich die Frage nach der

Umsetzung. Wie können die ersten Schritte

aussehen? Wie bleibt man am Ball? Wie geht

man mit Rückschlägen um? Dr. Stroß zeigt,

wie es gelingt, sich zu verändern!


Prof. Dr. Jürgen Wolf, Institut für Ältere Deutsche Philologie, TU Berlin

Keiner fiel von der Scheibe – Die Erdkugel im Mittelalter

Das Mittelalter gilt vielen als dunkel, rückständig,

dumm. Als Beleg wird immer wieder

auf den mittelalterlichen Irrglauben von

der Erde als Scheibe verwiesen. Bei ihren

Fahrten an die Ränder der Welt gab es für

die Wikinger dann nur eine Gefahr: von der

Erdscheibe zu fallen. Kolumbus machte sich

schließlich daran, die Kugelgestalt der Erde

mit seiner Fahrt nach Indien zu beweisen.

Er wurde damit zum strahlenden Held –

Dr. Gerhild H. M. Komander, Historikerin, Berlin

Friedrich II. – Die Kriege um Schlesien und

ihre Bedeutung für Preußen

Der Siebenjährige Krieg erhob Friedrich II.

zum Mittelpunkt des preußischen Patriotismus

und zum Leitbild der Berliner Aufklärer.

Königliche Propagandaschriften und

bürgerliche Graphik prägten in seiner Folge

PROGRAMM 23

Geschichte

dies wäre eine schöne Erfolgsstory der

Moderne, aber es ist alles Lüge: Natürlich

wussten die Menschen im Mittelalter und

am besten die seefahrenden Wikinger um

die Kugelgestalt der Erde. Sogar der Erdumfang

war ihnen mit rund 40.000 km nahezu

exakt bekannt. Doch wer hat dann die Mär

von der Erdscheibe erfunden, und warum

glauben wir heute noch alle daran?

Geschichte

das Bild des „Alten Fritz“. Die Siege in Mollwitz

und Czaslaw verhalfen Friedrich II. zu

großem Ansehen in Europa, und am Ende

des Zweiten Schlesischen Krieges wurde

Friedrich II. erstmals „der Große“ genannt.

In Zusammenarbeit mit dem Verlag Gräfe und Unzer

Caroline Krüll, Kommunikationstrainerin, Autorin des Buches

„Selbstsicher – jetzt!“, Berlin

Selbstsicher – Jetzt! Adé Mauerblümchen!

Mit richtiger Einstellung, Willen und Konsequenz zum Erfolg

Eine Idee durchzusetzen, sich von den Verpflichtungen

der Kollegen im Job freizumachen

oder das obligatorische „Darf es ein

bisschen mehr sein?“ an der Wursttheke zu

kontern – Selbstbewusstsein und sicheres

Auftreten sind in vielen Situationen nützlich.

Außerdem gilt, je selbstsicherer der

Auftritt ist, desto größer der Erfolg. Doch

genau hier scheitern viele. Abhilfe schafft

die Referentin Caroline Krüll. Denn sie weiß,

wie Sie Ihr Selbstvertrauen trainieren können.

Mit ihrem spannenden, kurzweiligen

Vortrag gibt sie Rat, wie jeder in einfachen

Schritten mit Hilfe der richtigen Einstellung,

Willen und Konsequenz an seinem Selbstbewusstsein

arbeiten kann.

Do, 14.01.

19.30 Uhr

Vortrag

mit Medien

Urania-

Kino

20.00 Uhr

siehe S. 68

Fr, 15.01.

15.30 Uhr

Vortrag

mit Dias

Urania-

Kino

17.00 Uhr

siehe S. 68

Psychologie Fr, 15.01.

17.30 Uhr

Vortrag mit

Buchpräsentation


24 PROGRAMM

Fr, 15.01.

19.30 Uhr

Vortrag

Urania-

Kino

20.00 Uhr

siehe S. 68

So, 17.01.

17.00 Uhr

Urania

Bühne

2010 – Jahr der Energie

Prof. Dr. sc. nat. Dierck-Ekkehard Liebscher,

Astrophysikalisches Institut Potsdam

Was ist eigentlich Energie?

Das Jahr 2010 steht unter dem Motto „Die

Zukunft der Energie“. Wir erzeugen, nutzen

und verteilen ständig Energie, wollen

sie einsparen und zahlen dafür. Doch was

ist eigentlich Energie genau? Von Newtons

Axiomen bis zur berühmten Einsteinschen

Formel E=mc², von der Energieerhaltung

bis hin zur Suche nach dunkler Energie im

Historischer Tanz

Studio für Historischen Tanz Berlin e. V

Wasser, Erde, Luft und Feuer – Tanz der vier Elemente

Das Studio für Historischen Tanz Berlin lässt

in seiner Aufführung die vier Elemente lebendig

werden. Ovids berühmte Verwandlungsgeschichten,

seine Metamorphosen,

bilden hierfür die Grundlage: Pluto entführt

Proserpina in das Feuer der Unterwelt, Deukaliom

und Pyrrha erschaffen aus Erde neue

Menschen, der Nordwind Boreas entführt

die Prinzessin Oreithyia in einem eisigen

Luftwirbel in sein Reich, und Galathea verwandelt

ihren ermordeten Geliebten Acis in

einen Fluss mit klarem Wasser.

Die Tänzerinnen und Tänzer erzählen mit

barocker Gestik von ihren Gefühlen und

Sehnsüchten und lassen mit ihren Tänzen

und Kostümen die Zeit von der Renaissance

bis zum Rokoko wieder lebendig werden.

Durch das Programm führt kein geringerer

Tanz: SHT Berlin e. V.

Ovid: Felix Mundt

Regie und Rahmenhandlung:

Niels Badenhop

Tanzrekonstruktion und -einstudierung: SHT Berlin e. V.

Eintritt: 10,- €, ermäßigt 9,- €, Urania-Mitglieder 8,- €

Universum wird der Energie-Begriff verwendet.

Was ist Vakuumenergie, und wie können

wir uns Energiequellen erschließen, wo

sie doch erhalten bleibt? Im Jahr der Energie

wird viel von ihr die Rede sein. Lassen Sie

sich von Prof. Liebscher erklären, was wir

meinen, wenn wir von Energie sprechen.

als Ovid höchstpersönlich, der seine Verwandlungsgeschichten

spannend und interessant

erzählt.


Dr. Burkhardt Göres, Kunsthistoriker, ehem. Schlösserdirektor der Stiftung

Preußische Schlösser und Gärten, Berlin-Brandenburg, Potsdam

Das Bernsteinzimmer – neue Erkenntnisse zu seiner

bewegten Geschichte

Um das weltberühmte Bernsteinzimmer haben

sich vor allem nach seinem Verschwinden

am Ende des Zweiten Weltkrieges viele

Legenden gebildet, aber auch die Entstehung

hat den Fachleuten bis vor wenigen

Jahren viel Kopfzerbrechen bereitet. Dr. Göres

wird Ihnen darlegen, wie die ursprüng-

PROGRAMM 25

Länderkunde

lichen Planungen von Friedrich Eosander

für das Schloss Charlottenburg und die veränderten

Planungen für das Schloss Oranienburg

aussahen. Und er wird Ihnen das

Bernsteinzimmer in seiner neu erstandenen

Pracht und Schönheit präsentieren.

Dr. med. Achim Kürten, Leiter des Zentrums für Traditionelle Chinesische

und Integrative Medizin, St. Hedwig-Krankenhaus Berlin

Nie mehr Erkältungen – Wie geht das?

Fast jeder ist einmal in den Herbst- und Wintermonaten

von einer Erkältungskrankheit

mit ihren Folgen wie Schnupfen, Husten,

Halsschmerzen betroffen. Wie man mit Methoden

der Integrativen und Chinesischen

Medizin das Immunsystem und die Abwehr

des Organismus stärkt, erfahren Sie im Vortrag.

Erleben Sie, welchen günstigen Einfluss

die richtige Ernährung auf Ihre Gesundheits-

Medizin / Alternative Heilmethoden

verfassung und auf Ihr Wohlbefinden hat und

wie einfach die Umsetzung der Regeln der

TCM-Küche ist. Einblicke in die chinesische

Ernährungslehre und Kräutertherapie geben

Ihnen die Möglichkeit, aktiv etwas zu tun,

um einer Erkältung in der kalten Jahreszeit

aus dem Weg zu gehen. Mit Verkostung

chinesischer Tees.

Aus Anlass der aktuellen Cranach-Ausstellung in Berlin

Thomas R. Hoffmann, M.A., Kunsthistoriker, Berlin

Lucas Cranach d. Ä.: Ein Malerunternehmer in Wittenberg

Schon zu Lebzeiten als Schnell- bzw. Vielmaler

gerühmt, war Cranach der produktivste

und zudem wirtschaftlich erfolgreichste

Künstler seiner Zeit, nicht zuletzt wegen seines

gleich einer Manufaktur strukturierten,

florierenden Ateliers. Neben Porträts und

alt- wie neutestamentarischen Themen nahmen

die mythologischen Bilder in Cranachs

Kunstgeschichte

Œuvre ein weites Feld ein. Der Kunsthistoriker

Thomas R. Hoffmann wird in die vielfältigen

Bilderfindungen Cranachs an Hand

des reichhaltigen Bestandes der Berliner

Gemäldegalerie einführen und das schöpferische

Potential seiner brillant organisierten

Werkstatt beleuchten.

Mo, 18.01.

15.30 Uhr

Vortrag mit

Digitalbildern

Urania-

Kino

17.00 Uhr

siehe S. 68

Mo, 18.01.

17.30 Uhr

Vortrag mit

Diskussion

Mo, 18.01.

19.30 Uhr

Vortrag mit

Medien

Urania-

Kino

20.00 Uhr

siehe S. 68


26 PROGRAMM

Di, 19.01.

15.30 Uhr

Vortrag mit

Dias

Di, 19.01.

17.30 Uhr

Vortrag mit

Digitalbildern

Urania-

Kino

18.00 Uhr

siehe S. 68

Di, 19.01.

19.30 Uhr

Vortrag mit

Diskussion

Geschichte

Uwe Marek, Berlin

Bewundert, (un-)geliebt oder vergessen –

Preußische Königinnen, deutsche Kaiserinnen

Sie galten als die anmutigsten oder geistvollsten

Frauen ihrer Zeit, machten sich verdient

um religiöse Toleranz oder wohltätige

Einrichtungen. Die bayerische Elisabeth war

dem „Romantiker auf dem Thron“ eine hingebungsvolle

Gattin, und die fortschrittlich

denkende Viktoria, Tochter der englischen

Länderkunde

Dr. Gunnar Strunz, Geologe und Reiseleiter, Berlin

Königsberg und das nördliche Ostpreußen

Die weiten, unverfälschten Landschaften

und die Zeugnisse der jahrhundertelangen

deutschen Geschichte haben das ehemalige

Ostpreußen zu einem interessanten Reiseziel

werden lassen! Dr. Strunz stellt Ihnen die

alte Hauptstadt Königsberg mit ihrem wieder

hergestellten Dom, Insterburg mit seinem

fast überall noch erhaltenen Straßenpflaster

Medizin

Queen, wurde als „Fremde“ misstrauisch

beargwöhnt. Bedeutende Zeitgenossen waren

Anbeter oder Widersacher dieser Frauen

– wie es Bismarck bei Augusta, der Gattin

Wilhelm I. gewesen ist. Außergewöhnliche

Lebensgeschichten, mit denen Uwe Marek

Sie vertraut machen wird.

und das sehenswerte Tilsit vor. Er macht Sie

außerdem mit der Kurischen Nehrung und

ihren riesigen Dünen, der Waldlandschaft der

Rominter Heide und den Moorlandschaften

des Großen Moorbruchs am Rand des Memeldeltas

vertraut.

Nach Nordostpreußen führen auch Urania-

KulTouren, siehe Seite 85.

Prof. Dr. med. Achim Schneider, M.P.H., Direktor, Klinik für Gynäkologie

mit Schwerpunkt gynäkologische Onkologie, Leiter Brustzentrum,

Prof. Dr. med. Ulrich Bick, Stellvertretender Direktor, Institut für Radiologie,

beide Charité – Universitätsmedizin Berlin

Kampf dem Brustkrebs

Bessere Prognose durch Risikoeinschätzung, Früherkennung, moderne Therapie

War Brustkrebs früher eine bedrohliche Diagnose,

so ist seine Prognose heute aussichtsreicher.

Doch was ist Stand der Forschung?

Es wird empfohlen, frühzeitig vorzubeugen

und die Risiken zur Entstehung von

Brustkrebs zu kennen. Der Vortrag klärt auf

über neue Erkenntnisse zu den Ursachen,

wie hoch bspw. der Einfluss genetischer,

familiärer Belastung oder anderer Faktoren

ist. Sie erfahren Wissenswertes zur Früherkennung

von Brustkrebs, z.B. zum Stellenwert

von Untersuchungsverfahren wie

Mammographie, Ultraschall oder Magnetresonanztomographie.

Was bedeutet die

Diagnose Brustkrebs, welches sind die modernsten,

wichtigsten Therapiestandards?

Die Spezialisten geben ein umfassendes

Bild zum Thema.


Dr. Harald Schumann, Buchautor, Red. für besondere Aufgaben beim

Tagesspiegel, Berlin

Als wäre nichts gewesen? Die politischen Reaktionen auf

die internationale Finanzkrise

Nach Beginn der großen Finanzkrise schien

die Politik zu weit reichenden Maßnahmen

bereit, um eine ähnliche Katastrophe in Zukunft

unmöglich zu machen – von der „Zerschlagung“

großer Bankinstitute bis hin zur

Forderung nach einer Umsatzsteuer auf Börsengeschäfte.

Doch bislang sind auf nationaler

und internationaler politischer Ebe-

Prof. Dr. Dr. med. B. M. Harnoss, Chefarzt d. Abt. für Allgemein-, Viszeral-

und Gefäßchirurgie im Martin-Luther-Krankenhaus, Berlin

Krampfadern, Venenschwäche, Thrombose

Ursachen, gefährliche Folgen und neue Therapieformen

Venenprobleme und Krampfadern sind ein

Volksleiden – betroffen sind etwa 30 Mil-

lionen Deutsche. Doch nach wie vor wird die

Erkrankung zu spät erkannt und behandelt.

Venenschwäche in Form von Krampfadern

ist nicht nur ein kosmetisches Problem, sondern

weist auf Blutstauungen hin. Venenentzündungen

und Thrombosen können

PROGRAMM 27

Medizin

lebensbedrohlich sein. Welche Vorbeugung

ist sinnvoll, helfen Medikamente, Kompressionsbehandlung

oder Bewegung? Zunehmend

gibt es neue Behandlungsmethoden,

die Hilfe versprechen. Was davon ist gesichert,

empfehlenswert oder verzichtbar? Der

Referent zeigt Möglichkeiten und Grenzen

von Therapiekonzepten.

Hans-Werner Rückert, Diplom-Psychologe, Psychoanalytiker,

Freie Universität Berlin, Autor des gleichnamigen Sachbuchs

Schluss mit dem ewigen Aufschieben!

Wer hat sich nicht vorgenommen, 2010 endlich

ein gesünderes Leben zu führen, den

alltäglichen Schlendrian zu bekämpfen und

Dinge nicht mehr aufzuschieben. Wer hat

nicht schon die Erfahrung gemacht, dass

Vorsätze fromme Wünsche blieben! Wer

schwierige Entscheidungen und wichtige

Projekte aufschiebt, leidet unter unrealis-

Politik / Wirtschaft / Gesellschaft Di, 19.01.

19.30 Uhr

ne nur wenige konkrete und kaum weit reichende

Maßnahmen beschlossen worden.

Gleichzeitig sind die überlebenden Banken

noch größer geworden und die Börsen- und

Finanzwelt scheint nach einigen Verlusten

genauso riskante Geschäfte zu betreiben,

wie vor der Krise. Stehen wir vor einer neuen,

noch gigantischeren Spekulationsblase?

Psychologie

tischen Ansprüchen an sich selbst, weiß

nicht, wie ein optimales Vorgehen aussehen

könnte, fürchtet Erfolg so wie Versagen!

Hans-Werner Rückert, erfahren in der

Behandlung von Aufschiebern, gibt Hinweise

und Tipps, diese Störung zu überwinden

oder sich selbst mit seinem Aufschieben zu

akzeptieren.

Vortrag mit

Diskussion

Mi, 20.01.

15.30 Uhr

Vortrag mit

Diskussion

Urania-

Kino

17.00 Uhr

siehe S. 69

Mi, 20.01.

17.30 Uhr

Vortrag mit

Diskussion


Mi, 20.01.

19.30 Uhr

Vortrag mit

Medien und

Diskussion

28 PROGRAMM

Urania-

Kino

20.00 Uhr

siehe S. 69

Do, 21.01.

15.30 Uhr

Vortrag mit

Diskussion

Urania-

Kino

17.00 Uhr

siehe S. 69

Do, 21.01.

17.30 Uhr

Vortrag mit

Digitalbildern

Biologie

Fabian Ritter, Dipl.-Biol., Leiter des Forschungsprojekts MEER, La Gomera

Intelligenz und Kultur bei Delfinen und Walen

Delfine und Wale gehören zu den höchstentwickelten

Lebewesen im Meer. Ihre

Sozialstrukturen sind sehr komplex – mit

einem hohen Maß an Kommunikation und

Kooperation. Ein großes Gehirn, lange Lebensspannen

und ausgeprägte Phasen des

Lernens prägen ihre Gemeinschaften. Der

Medizin

PD Dr. med. Klaus-D. Schaser, Dr. med. Alexander Disch,

Dr. med. Claudia Druschel, Dr. med. Tillmann Engelhardt, alle Klinik

für Orthopädie, Centrum für Muskuloskeletale Chirurgie, Charité, Berlin

Rückenschmerzen – Brennpunkt Bandscheibe

Die Ursachen für chronische Rückenschmerzen

sind vielfältig, häufig sind aber

die Bandscheiben von Abnutzungserscheinungen

betroffen. Überlastungen, einseitige

Bewegungen oder Übergewicht führen zu

schmerzhaften Schäden und Entzündungen.

Bleiben konservative Therapien erfolglos,

bieten moderne OP-Techniken und Implan-

Länderkunde

Oliver Ruess, Skandinavien-Experte und Buchautor, Berlin

Die schönste Seereise der Welt –

mit Hurtigruten zum Nordkap

Die 2500 Seemeilen lange Fahrt von Bergen

nach Kirkenes mit den Schiffen der Hurtigruten

gilt als die schönste Seereise der Welt!

Nirgendwo sonst kann man einzigartige Naturschönheiten

wie die spektakulären Fjorde,

die vom Golfstrom verwöhnten Inselgruppen

der Lofoten und Vesteralen und das legendäre

Nordkap entdecken, und gleichzeitig in

nicht weniger als 34 Hafenstädten an Land

gehen – darunter die Hansestadt Bergen,

Vortrag beleuchtet die Voraussetzungen für

Intelligenz und Kultur und geht dann mit Beispielen

und Erlebnisberichten auf die geistigen

Leistungen, kognitiven Fähigkeiten

und komplexen Verhaltensweisen von Delfinen

und Walen ein.

tate schnelle Therapieerfolge und Rehabilitation

bei höchst möglicher Patientensicherheit.

Ursachen bandscheibenbedingter

Beschwerden und minimal-invasive, chirurgische

Methoden werden erläutert.

Alle Vortragsthemen der Referenten unter

www.urania.de.

deren Hafenviertel mit seinen bunten Kontorhäusern

zum Weltkulturerbe gehört, die

frühere Königsstadt Trondheim mit einer der

größten mittelalterlichen Kirchen und Hammerfest,

die nördlichste Stadt der Welt. Begleiten

Sie Oliver Ruess auf der schönsten

Seereise der Welt!

Die Hurtigruten können Sie auch mit Urania-Kultouren

kennenlernen, siehe Seite 86.


Prof. Dr. med. Friedrich Wilhelm Lohmann, Internist, Kardiologe,

Hypertensiologe, Landesbeauftragter der Deutschen Hochdruckliga, Berlin

Schleichende Gefahr: Bluthochdruck beim

älteren Menschen

Ursachen, Folgen, Therapie und praktische Tipps

Bluthochdruck (Hypertonie) ist besonders

beim älteren Menschen sehr verbreitet.

Früher galt Hypertonie im Alter als normal,

wurde nur wenig ernst genommen. Doch

heute wissen wir um das erhöhte Risiko!

Bleibt Bluthochdruck unbehandelt, erhöht

sich die oft tödliche Gefahr für Schlaganfall

oder Herzinfarkt. Doch mit moderner, verträglicher

und individueller Medikamenten-

PROGRAMM 29

Pädagogik Do, 21.01.

Prof. Dr. Ludger Schiffler, Institut für Romanische Philologie, FU Berlin

19.30 Uhr

Vortrag mit

Wie helfe ich mir beim Fremdsprachenlernen?

Medien

Fremdsprachenlernen ist Maßarbeit: Zu welchem

Lerntyp gehören Sie? Wie kann man

sich darüber Klarheit verschaffen, und wie

sollten gerade Sie Vokabeln lernen? Prof.

Schiffler wird Ihnen genau dies deutlich machen!

Er wird von den leistungsfähigen mo-

Das Ich-Paradox

dernen Gedächtnistechniken berichten und

effektives Lernen anhand englischer und

französischer Vokabelübungen praktisch

demonstrieren und mit Ihnen einüben. Bitte

Schreibgeräte mitbringen.

behandlung und Ihrer Mithilfe können Spätfolgen

der Hochdruckerkrankung verhindert

oder verzögert werden. Verzweifeln muss

also heute niemand mehr mit Bluthochdruck,

nur ihn als Krankheit ernst nehmen. Im Vortrag

erfahren Sie alles über Ursachen, Studien

mit gesicherten Ergebnissen bei älteren

Hypertonikern und Tipps für Ihre Mitarbeit.

Zu was sage ich „ich“,

wenn ich zu mir ich sage?

Prof. Dr. Karen A. Swassjan

Identitätserfahrungen

Dr. Gunter Friedrich

mit anschließendem Gespräch

Mittwoch, 3. März 2010

19.00 Uhr

Urania

Eintritt 6 € / 5 €

www.stiftung-rosenkreuz.de

Medizin Fr, 22.01.

15.30 Uhr

STIFTUNG

ROSENKREUZ

Urania-

Kino

20.00 Uhr

siehe S. 69

Vortrag mit

Diskussion

Karen Swassjan war 1993/94

Forschungspreisträger der

Alexander von Humboldt-

Stiftung.

In einem Essay-Wettbewerb

zum Thema „Der Mensch im

Labyrinth der Identitäten“

erhielt er 2009 den ersten

Preis des Instituts für

Philosophie der Russischen

Akademie der Wissenschaften.


30 PROGRAMM

Fr, 22.01.

17.30 Uhr

Vortrag mit

Medien

Fr, 22.01.

19.30 Uhr

Vortrag mit

Medien

Archäologie

So, 08.11.

17.00 Uhr

22 PROGRAMM

Abenteuer und Extreme

Dr. Christian E. Loeben, Kestner-Museum, Multivision Hannover In Zusammenarbeit mit Schropp Land

3000 Jahre Kultur in Oberägypten und Bruno Nubien Baumann, Ethnologe, Exped

Die Tempel von Karnak und Luxor zeugen Amada-Tempel Auf des den Amun-Re Spuren erinnern des an Buddha die

eindrucksvoll von der Götterverehrung im Großmacht Nur Ägypten. wenige Persönlichkeiten Dr. Loeben, der in viele der Geistes

alten Ägypten.In Theben-West beeindru- Jahre in Luxor geschichte wissenschaftlich der Menschheit gearbeitet haben so we

cken die Gräber im Tal der Könige und die hat und ein und anerkannter so nachhaltig Kenner ausgestrahlt Oberägyp- wie Siddha

Totentempel. Tempel in Edfu, Kom Ombo tens und ta Nubiens Gautama, ist, stellt der „Buddha“, Ihnen auch und viele keine ha

und in Abu Simbel lassen die einstige Grö- weniger bekannte Asien so tief und geprägt erst in jüngster wie er. Doch Zeit wer wa

ße des Pharaonenreiches erahnen. Bis nach erforschte der Anlagen historische vor. Buddha, was ist seine Leh

Nubien erstreckte sich das Einflussgebiet

re, und auf welchen Wegen hat sich die

Ägyptens, und Bauten wie die Felsentem- Nach Oberägypten

se verbreitet?

und

Bruno

Nubien

Baumann

führt auch

hat sich au

pelanlage von Beit el-Wali, die Tempel von eine Urania-KulTour.

Spurensuche

Siehe

begeben.

www.urania.de/

Das Ergebnis is

ed-Dakka und von el-Maharraqa oder der studienreisen.

eine epische Reise, die ihn von der Heima

des Buddha, jener fruchtbaren Gangesebe

Naturwissenschaft und Technik

ne zu Füßen des Himalaya, über Sri Lanka

Thailand und Burma an den Mekong führ

Harro Zimmer, Stellv. Chefredakteur i.R. der Deutschen Entlang dieser Welle Lebensader tv, Berlin Asiens entstan

den glanzvolle Kulturen wie Angkor in Kam

Die letzten Flüge der Space Shuttle Urania- – bodscha Ende einer oder Luang Ära? Prabang in Laos. Ein

In den kommenden Monaten wird der Aus- dass Kino es tatsächlich ganz andere die Richtung letzte nahm Mission die ei- Lehre Bud

bau der Internationalen Raumstation ISS Auftakt ner Raumfähre dhas im sein Gepäck wird. der Wie Händler, aber wird die es auf der Se

vollendet sein. Damit geht, so die Planung Filmreihe weiter gehen, denstraße z.B. mit in Richtung der Versorgung Osten reisten. und Brun

der NASA, mit dem Flug 133 auch die Ostpreußen Ära dem Personentransport Baumann folgte zur auch ISS? ihren Wo steht Spuren bis i

des Space Shuttles zu Ende, der am 16. 11.00-19.00 die Entwicklung das Innere des der Nachfolgesystems als Todeswüste für verrufene

September 2010 zum letzten Mal starten die Uhrbemannte

Takla Raumfahrt Makan, wo der er USA? auf die Überreste vo

soll. Kenner der Szene bezweifeln jedoch, s. S. 61/62 Dandan-oilik, einem „Pompeji“ der Wüst

NEUJAHRSKONZERT UNTER SAURIERN

· SAMSTAG, 23. JANUAR 2010, 19:30 UHR ·

Musik für Frauenstimmen und Harfe – mit dem Frauenvokalensemble

St. Matthäus und Katharina Hanstedt, Harfe. Musik

von Britten, Holst und Strindberg. Chorleitung: Lothar Knappe

Kartenreservierung unter: evolution@mfn-berlin.de

Eintritt: 10,- € / ermäßigt 8,- €

Invalidenstr. 43 · 10115 Berlin-Mitte

museum für naturkunde


In Zusammenarbeit mit der Schropp‘schen Buchhandlung

Dr. Dirk Rohrbach, Arzt, Journalist und Fotograf, Otterfing

Auf den Spuren der Sioux

Das Herz der Erde – für die Sioux-Indianer

schlägt es in den Black Hills in South Dakota.

Für sie ist es heiliges Land, voller Tradition

und Geschichte. Und die Nachfahren berühmter

Krieger und Häuptlinge wie Crazy

PROGRAMM 31

Horse, Sitting Bull und Red Cloud sind Menschen

voller Stolz und Hoffnung, die versuchen,

die alten Traditionen nicht sterben zu

lassen. Auf vielen Reisen in den mittleren

Westen der USA hat Dirk Rohrbach außerdem

beeindruckende Impressionen der faszinierenden

Landschaften gesammelt: Von

bizarren Felsformationen in den unwirtlichen

Badlands, von den letzten großen Büffelherden

in der unendlichen Weite der nordamerikanischen

Prärie oder von Crazy Horse

Mountain, dem größten Monument der

Welt. „Auf den Spuren der Sioux“ ist eine

mystische Reise zu einer Kultur, die ebenso

faszinierend wie bedroht ist.

Americana – Allein mit dem Rad einmal um die USA

Dirk Rohrbach ging es bei seiner Solo-

Umrundung der USA nicht um sportliche

Höchstleistungen – obwohl er in 180 Tagen

über 14.000 Kilometer gefahren ist! Er

wollte das Land und seine Bewohner anders

erfahren, wollte wissen, wie die Menschen

abseits der Hektik der Großstädte wirklich

leben, was sie beschäftigt und warum sie

bisweilen so herzerfrischend skurril sind. Auf

kleinen Nebenstraßen ließ er sich treiben

und erlebte dabei herzliche Begegnungen,

grandiose Landschaften und technische Herausforderungen

mit dem Rad. In der westtexanischen

Einöde brachen unter der Last

der 50 kg Gepäck vier Speichen gleichzeitig.

Auf dem Weg zum Pazifik ging ihm in

der Mojawe-Wüste bei 44 Grad das Wasser

aus. In Los Angeles traf Rohrbach auf

einen Musiker aus München, der es bis an

Eintritt jeweils 8,- €, ermäßigt 6,50 €, Urania-Mitglieder 5,- €

Länderkunde

die Spitze der Charts geschafft hat. In Indiana

wurde der deutsche Radler kurzerhand

als Grundschullehrer engagiert. Und in

den Bergen der Appalachen schließlich er-

wischten ihn die Ausläufer eines Hurricanes.

Am Ende blieb ein anderes, überraschendes

Bild Amerikas. Erleben Sie ein packendes

„Roadmovie“ – in Bildern!

Sa, 23.01.

14.00 Uhr

Multivision

17.00 Uhr

Multivision


So, 24.01.

10.30 Uhr

Gesprächsreihe

32 PROGRAMM

Philosophisches Café: Weltende oder Weltwende?

Zur Kritik der apokalyptischen Philosophie

Prof. Dr. Lutz von Werder, Philosoph und Publizist, Berlin

Weltende in der asiatischen Philosophie – Mircea Eliade

Mircea Eliade hat entschieden dazu beigetragen,

dass der Westen begann, das östliche

Denken zu verstehen. Seine wichtigste

These ist, dass das zyklische Zeitverständnis

etwa des Hinduismus und des Buddhismus,

das dem linearen Verständnis des Westens

so entgegengesetzt ist, eine neue kosmologische

und religiöse Dimension eröffnet, in

der auch für Weltuntergänge Platz ist. Die

Idee einer „kosmischen Religiosität“ verknüpft

sich dabei mit der Vorstellung, dass

die Menschheit, die mit der Zeit schwach

wird und sich verbraucht, „ins Gestaltlose“

zurückgezogen werden muss, damit sie wieder

ganz neu entsteht. Lutz von Werder

INFORMIERT STATT BLAMIERT.

Alles, was Sie wissen müssen. Alle 20 Minuten.

gibt der Idee der Gestaltlosigkeit heute eine

Gestalt. Das nächste Philosophische Café

findet am 07.02. zum Thema „Weltende in

der Christlichen Philosophie – Papst Benedikt

XVI.“ statt.


Dr. med. dent. Winfried Walzer, Zahnarzt, Berlin

Zahnprothesenstabilisierung mit Mini-Implantaten!

Wege zu mehr Tragekomfort und Ästhetik

Herausnehmbarer Zahnersatz ist für viele

Menschen noch immer mit Unannehmlichkeiten

verbunden. Das Lebensgefühl kann

erheblich beeinträchtigt werden. Die Verbesserung

des Prothesenhaltes durch Mini-

Implantate basiert auf jahrelanger klinischer

Erfahrung in den USA. Diese Therapie ist

nicht nur bei stark reduziertem Kieferknochen

anwendbar. Als eine kostengünstige

Präsentiert von radioBERLIN 88,8

Dietmar Arnold

Stadt- und Regionalplaner, Autor des gleichnamigen Buches, Berlin

Die Fluchttunnel von Berlin

Seit 1961 die Berliner Mauer errichtet wurde,

gab es immer wieder Versuche, mittels

Fluchttunnel den tödlichen Sperranlagen zu

entkommen. Bei diesen Fluchtversuchen

gab es spektakuläre Aktionen, Verrat, bitteres

Scheitern. Ein regelrechtes Katz- und

Maus-Spiel zwischen den Tunnelbauern

und der Staatsicherheit entstand, unter zu-

PROGRAMM 33

Anwendung verbessern Mini-Implantate die

Kaufunktion, tragen zu einem natürlicheren

Gefühl im Mund bei und haben einen höheren

Tragekomfort. Für viele betroffene

Menschen bedeutet es eine Verbesserung

der Lebensqualität. Der Vortrag informiert

Sie über das wissenschaftlich fundierte

Therapiekonzept.

Marion Kappler, Slawistin und Reiseleiterin, Berlin

Mit dem Schiff von Moskau nach St. Petersburg

Diese Flusskreuzfahrt verbindet die beiden

Zarenstädte mit ihren weltbekannten Sehenswürdigkeiten,

und darüber hinaus bietet

die 1500 Kilometer lange Reise mit modernen

Kreuzfahrtschiffen tiefe Einsichten

in die Geschichte. Lernen Sie mit Marion

Kappler alt-russische Städte wie Uglitsch

und Jaroslaw ebenso kennen wie die noch

Medizin

Länderkunde

in vielen Dörfern sowie im Freilichtmuseum

von Kizhy zu bestaunende Holzarchitektur,

und genießen Sie bei der Fahrt auf einigen

der bekanntesten Flüsse Russlands die von

weiten Ebenen, Seen und Wäldern geprägte

Landschaft.

Diese Flusskreuzfahrt können Sie auch mit

Urania-KulTouren kennen lernen, s. Seite 87.

nehmend erschwerten Bedingungen für die

Fluchtwilligen. Dietmar Arnold, exzellenter

Kenner der Berliner Stadtgeschichte, befragte

Zeitzeugen und Beteiligte, wertete

die einschlägigen Akten der Stasi aus und

stellt Ihnen mit unbekanntem, unveröffentlichten

Fotomaterial ein dramatisches Kapitel

der Geschichte der deutschen Teilung vor.

Mo, 25.01.

15.30 Uhr

Vortrag mit

Diskussion

Urania-

Kino

17.00 Uhr

siehe S. 69

Mo, 25.01.

17.30 Uhr

Vortrag mit

Digitalbildern

Berlin Mo, 25.01.

19.30 Uhr

Vortrag mit

Medien

Urania-

Kino

20.00 Uhr

siehe S. 69


34 PROGRAMM

Di, 26.01.

15.30 Uhr

Vortrag mit

Digitalbildern

Di, 26.01.

17.30 Uhr

Vortrag

mit Dias

Di, 26.01.

19.30 Uhr

Vortrag mit

Diskussion

Urania-

Kino

20.00 Uhr

siehe S. 70

Länderkunde

Dr. Wilfried Karl, Programmleiter Länderkunde Urania Berlin, Potsdam

Weltkulturerbe – Potsdam und seine Schlösserund

Parklandschaft

Der Große Kurfürst erhob Potsdam 1660

zur zweiten Residenz neben Berlin und zwei

Jahre später ließ er die alte Burg zu einem

eindrucksvollen Stadtschloss ausbauen. Der

Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. machte

Potsdam durch systematische Stadterweiterungen

zu einem Garnisonsstandort. Friedrich

der Große lebte während seiner fast

fünfzigjährigen Regentschaft oft in Potsdam,

Kunstgeschichte

Elke Krauskopf, M.A., Kunsthistorikerin, Berlin

Zum 500. Todestag

Sandro Botticelli – Meister der Frührenaissance

Bis heute ist Botticelli berühmt für seine

poetischen mythologischen Meisterwerke,

wie „Der Frühling“ und „Die Geburt der Venus“,

die er im Goldenen Zeitalter von Florenz

für die Medici-Fürsten geschaffen hat.

In unnachahmlicher Weise setzte er die von

den Dichtern und Philosophen am Hof von

Lorenzo dem Prächtigen und an der Plato-

Psychologie

Prof. Dr. Gerd Gigerenzer

Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Forschungsbereich Adaptives

Verhalten und Kognition, Autor zahlreicher Bücher, Berlin

Bauchentscheidungen: die Intelligenz des Unbewussten

Intelligenz stellen wir uns als überlegte, bewusste

Tätigkeit vor, die von den Gesetzen

der Logik bestimmt wird. Doch oft handeln

wir unbewusst, „aus dem Bauch heraus“,

anstatt alle Gründe gut abzuwägen. Trotzdem

wird Intuition – einst als die sicherste

Form der Erkenntnis gesehen – heute eher

er festigte mit dem Bau von Schloss Sanssouci

seinen Ruf als aufgeklärter Monarch

und demonstrierte mit dem Neuen Palais

den Rang Preußens als europäische Großmacht.

Der „Romantiker auf dem Thron“,

Friedrich Wilhelm IV., begründete schließlich

ab 1840 mit einer Vielzahl von italienisierenden

Bauten den Ruf Potsdams als

„preußisches Arkadien“.

nischen Akademie vertretenen Ideale des

Humanismus in seinem malerischen Werk

um. Elke Krauskopf stellt Ihnen die bedeutendsten

Bildnisse, Allegorien und religiösen

Werke Botticellis vor. An den Schauplätzen

großer gesellschaftspolitischer Ereignisse

geht sie den Lebensspuren des sensiblen

Künstlers nach.

als fragwürdig und unzuverlässig eingestuft.

Ist mehr Zeit und Nachdenken wirklich immer

von Vorteil? Professor Gigerenzer zeigt

in seinem Vortrag, wann intuitive Entscheidungen

von Vorteil sind und dass gute Intuitionen

alles andere als nur impulsive Launen

des Geistes sind.


Präsentiert von radioBERLIN 88,8

Dietmar Arnold, Dipl.-Ing., Stadt- und Regionalplaner, Autor, Berlin

Dunkle Welten – Bunker und Tunnel unter Berlin

40 Prozent der Bauwerke unserer Stadt

liegen unter dem Straßenpflaster:

U- und S-Bahn-Tunnel, Relikte aus Speers

„Germania“-Planungen, Großbunker unter

Alex und Pariser Platz, unterirdische Labyrin-

Dr. Gregor Gysi, Rechtsanwalt und MdB,

Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE, Berlin

SED, PDS, LINKE – von der DDR-Staats-

partei zur BRD-Oppositionspartei

Im Herbst 1989 hatten große Teile der Oppositionsbewegung

in der DDR noch das

Ziel, Reformen im eigenen Land zu erreichen.

Das größte Hindernis für den Aufbau

demokratischer Strukturen war zunächst die

alles dominierende SED. Als der langjährige

Generalsekretär Honecker abdankte und

sein Nachfolger Egon Krenz die „Wende“

aus- und zum Dialog aufrief, blieben viele

Bürger skeptisch. Schließlich wurden einige

Oppositionsgruppen noch vor den Volkskammerwahlen

im März 1990 an der Regierung

beteiligt und die Staatspartei in „Partei des

Spiritualität und modernes Leben

Edgar W. Harnack, Dipl. Psych. App. Psychotherapeut, Berlin

Die große Pilgerschaft – Idee, Psychologie und Geschichte

Pilgern kann man als Reise oder als Lebensreise

verstehen, als äußere oder als innere

Reise. Im historischen Rückblick und weltweit

spielte das Pilgern für den religiösen

Menschen jeder Zeit und überall eine bedeutende

Rolle, die heute wieder aktuell

geworden ist. Edgar W. Harnack stellt Ihnen

verschiedene Begriffe vom Pilgern in

Urania-Reihe „20 Jahre Mauerfall“

PROGRAMM 35

der abendländischen Geschichte vor – im

Lichte der christlichen Theologie, aber auch

anderer Religionen und. Erkenntnisse aus

der Ethnologie und Mythenforschung vertiefen

das Verständnis vom Pilgern als spiritueller

Form zu reisen. Über die Erfahrung

des Pilgerns berichtet Edgar W. Harnack am

17.02. um 15.30 Uhr.

Berlin

the unter Hitlers Neue Reichskanzlei, Spionage-

und Fluchtstollen. Dazu die Großstadtkatakomben

der Kanalisation, archäologische

Fundstätten unter Kirchen und Schlössern…

Demokratischen

So zialismus“ umgewandelt.

Durch

den Zusammenschluss

mit der WASG aus der alten Bundesrepublik

entstand 2007 DIE LINKE, die nicht

nur in mehreren Ländern an der Regierung

beteiligt ist, sondern auch aus den letzten

Bundestagswahlen gestärkt hervorging. Diskutieren

Sie mit Dr. Gysi, der diese Prozesse

in führenden Positionen mit gestaltet hat, die

Entwicklung von der DDR-Staatspartei zur

Oppositionspartei in der Bundesrepublik!

Mi, 27.01.

15.30 Uhr

Vortrag mit

Diskussion

Mi, 27.01.

17.30 Uhr

Vortrag mit

Dias

Mi, 27.01.

19.30 Uhr

Vortrag und

Diskussion

Urania-

Kino

20.00 Uhr

siehe S. 70


Do, 28.01.

17.30 Uhr

Vortrag mit

Diskussion

Eintritt frei

Do, 28.01.

19.30 Uhr

Vortrag mit

Diskussion

36 PROGRAMM

Do, 28.01.

15.30 Uhr

Vortrag mit

Dias

Urania-

Kino

20.00 Uhr

siehe S. 70

Länderkunde

Günther Creutzburg, Berlin

Burgen, Schlösser und Dome an Saale und Unstrut

Im mitteldeutschen Kernland, wo die Unstrut

in die Saale mündet, erstreckt sich eine

jahrtausendealte Kulturlandschaft voller

hochkarätiger Burgen, Schlösser, Klöster und

Dome, von denen die Memleber Kaiserpfalz

Ottos des Großen, das Freyburger Landgrafenschloss

und der legendäre Naumburger

Medizin

Dr. med. Martin Susewind, Teamchef Chirurgie, Adipositaszentrum, Klinik

für MIC, Berlin; Dr. Dr. med. Gerd Ludescher, Ärztlicher Leiter,

Gesundheitszentrum Prima Vita, Krankenhaus Waldfriede, Berlin;

Dipl.-Psych. Wolfgang Schwabe, Gesundheitszentrum Prima Vita,

Krankenhaus Waldfriede, Berlin; Doris Brecht, Ernährungsberaterin, Berlin

Weg mit dem Fett!

Aktuelle Behandlungsmöglichkeiten für Übergewichtige

Übergewicht ist die neue Volkskrankheit mit

drastischer Zunahme. Die Ursachen der Erkrankung

sind vielfältig – seien es genetische

oder sozio-kulturelle Störungen. Betroffenen

drohen meist schwerwiegende Begleiterkrankungen,

so dass die Gewichtsreduktion

ein wichtiges Ziel ist. Erfolge werden

dauerhaft nur mit ganzheitlichen Behandlungsmethoden

erreicht. Die Vortragsteile

Psychologie

Silvia Fauck, Psychologische Beraterin, Autorin, Dozentin, Berlin

Die 7 Fallen der Liebe

So umgehen Sie typische Liebes- und Beziehungsprobleme

Viele Menschen suchen bei Liebes- und

Beziehungsproblemen keine oder zu spät

Hilfe. Ist aber die Liebe zerbrochen, dann

ist das Leid groß und guter Rat teuer! Silvia

Fauck zeigt vorbeugend auf, wo sich Liebes-

Probleme verbergen. Es gibt „7 Fallen der

Liebe“, in die wir tappen können. Meistens

Dom die bekanntesten sind. Weltweite Beachtung

fand die Region durch den Fund der

Himmelsscheibe von Nebra. Begleiten Sie

Günther Creutzburg in eine Landschaft, die

vom Kontrast schroffer Kalkfelsen und grüner

Weinberge geprägt ist, bis nach Saaleck

„an der Saale hellem Strande“.

zeigen, wie der gewünschte Effekt mit konservativen

und chirurgischen Methoden erreicht

werden kann.

1. Adipositas – Schicksal, Krankheit oder

Sucht? Mythen, Fakten und Legenden

2. Verhaltenstherapie bei Übergewicht

3. Chirurgische Therapie der Adipositas

4. Ernährungsumstellung, ein wichtiger Aspekt

bei Übergewicht

realisieren die Betroffenen viel zu spät, dass

sie in eine dieser „Liebesfallen“ geraten

sind. Es gibt zudem Paarkonstellationen,

die im Hinblick auf Beziehungskrisen und

Trennungen besonders gefährdet sind. Im

Vortrag erfahren Sie die sieben Fallen und

an Beispielen, diese zu umgehen.


Dr. Andreas Meier, Publizist und Religionswissenschaftler, Berlin

Evangelikale in Deutschland:

Strömungen, Programme und Praktiken

In den USA sind die evangelikalen Bewegungen

eine starke Kraft in Religion und

Politik. Dort öffneten sie ihre politischen

Ziele in jüngster Zeit für ökologische Ansichten.

Wird das an ihrer Radikalität, an ihrem

politischen Einfluss etwas ändern? Im

Vergleich fragen wir, welche evangelikalen

Strömungen es in Deutschland gibt, wie

Dr. Almut Mey, Ethnologin und Kulturwissenschaftlerin, Berlin

Madeira als Winterreiseziel

Die berühmte „Blumeninsel im Atlantik“ ist

eigentlich eine Bergspitze im Atlantik, kleiner

als Rügen, jedoch mit so grandiosen

landschaftlichen Unterschieden, dass man

in einer halben Stunde von den Subtropen

auf eine „schottische“ Hochfläche zu gelangen

scheint, dann wieder fast 1000 Meter

steil hinabblickt, um anschließend durch

Prof. Dr. Stefan Rahmstorf, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung

Neueste Erkenntnisse der Klimaforschung und die

Ergebnisse von Kopenhagen

Wie wird es nach der Klimakonferenz von Kopenhagen

mit dem Klimaschutz auf unserer

Erde weiter gehen? Wie sind die Beschlüsse

zu bewerten, welche Konsequenzen ergeben

sich aus der aktuellen Klimaforschung,

und werden wir ihnen in den nächsten Jahren

gerecht? Sind Ziele, wie die Begrenzung

der Erderwärmung auf höchstens zwei Grad

die richtigen? Wie wird sich das Klima weiter

entwickeln, wenn die Ergebnisse von

Kopenhagen das letzte Wort bleiben? Prof.

PROGRAMM 37

Spiritualität

weit deren Einfluss reicht. Dr. Andreas Meier

stellt Ihnen die evangelikale Landschaft in

Deutschland vor. Die Gefahr muss gemieden

werden, Menschen als „evangelikal“

oder „fundamentalistisch“ ohne inhaltliche

Unterscheidung zu beschimpfen. Dr. Meier

hilft, Unterscheidungen zu treffen.

Länderkunde

eine Steinwüste zu wandern, wo man sich

nach Afrika versetzt fühlt. Man muss aber

kein Gipfelstürmer, Bergwanderer oder ausgewiesener

Botaniker sein, um hier Natur,

Kultur und zivilisatorische Annehmlichkeiten

in Hülle und Fülle zu finden – gerade auch im

Winter, weil auf der Insel in dieser Jahreszeit

sehr angenehme Temperaturen herrschen.

Naturwissenschaft und Technik

Rahmstorf, einer

der führenden Klimaforscher,

wird

Ihnen den neuesten

Stand der Forschung

zur Entwicklung

des Erdklimas

vorstellen und

diskutieren, welche

Folgen Kopenhagen für den Umgang mit

dem Klimawandel haben wird.

Fr, 29.01.

15.30 Uhr

Vortrag mit

Diskussion

Fr, 29.01.

17.30 Uhr

Vortrag mit

Dias

Fr, 29.01.

19.30 Uhr

Vortrag mit

Diskussion

Urania-

Kino

20.00 Uhr

siehe S. 70


38 PROGRAMM

So, 31.01.

14.00 Uhr

Multivision

17.00 Uhr

Multivision

Länderkunde

Christian Dose, Kommunikationsberater und Journalist, Sulzbach

Chile – Land der Eis- und Sandwüsten

Chile gilt als eines der geologisch interessantesten

Länder Südamerikas, denn das

schmale Land erstreckt sich mit seiner Länge

von mehr 4.300 Kilometern über mehrere

Klimazonen. Patagonien im Süden ist

u.a. von beeindruckenden Eisgletschern geprägt,

und hier findet sich mit dem Torres

del Paines der wohl schönste Nationalpark

Südamerikas. Im Norden stößt man dagegen

auf die Atacama, die trockenste Wüste

der Welt. In den Anden kann man schließlich

die höchstgelegenen Geysire der Welt

bewundern. Christian Dose macht Sie mit

neuestem Bildmaterial außerdem mit authentischen

Bergdörfern und Nachfahren

der Ureinwohner ebenso vertraut wie mit

den Kulturzeugnissen der über 400 Jahre

alten Hauptstadt Santiago de Chile.

Australien: Pulsierende Metropolen und faszinierende

Naturwunder

Down Under, das Land am anderen Ende

der Welt, fasziniert durch pulsierende Städte,

außergewöhnliche Landschaften und eine

einzigartige Tier- und Pflanzenwelt. Mit dem

Opernhaus und der Hafenbrücke wurde die

Silhouette von Sydney weltbekannt, aber sie

befindet sich weiterhin im Wettstreit mit

Eintritt jeweils: 8,- €, ermäßigt 6,50 €, Urania-Mitglieder 5,- €

anderen Metropolen wie Melbourne und

Perth. Im Nordosten des Kontinents treffen

sich mit dem Great Barrier Reef und dem

Daintree-Regenwald zwei Regionen, die als

Unesco-Weltnaturerbe gelten. Ebenfalls dazu

zählen der Kakadu-Nationalpark, in dem

sich bis zu 40.000 Jahre alte Felsenzeichnungen

finden, und große Teile der Insel

Tasmanien. In der Landesmitte liegt Alice

Springs, heute ein wichtiger Ausgangspunkt

ins Outback, dessen bekanntestes Symbol

der Uluru (Ayers Rock) ist. Und auch

die wohl einsamste Straße der Welt findet

sich in Australien – die Canning Stock Route

führt 2.000 Kilometer über 990 Dünen

in drei Wüsten. Entdecken Sie den fünften

Kontinent mit Christian Dose, der mit Pkw,

Wohnmobil, Geländewagen, Flugzeug, Helikopter

und Heißluftballon mehr als 40.000

Kilometer in Australien zurückgelegt hat.


Präsentiert von radioBERLIN 88,8

Johannes Prittwitz Stadthistoriker und Autor, Berlin

Das Alt-Berliner Klosterviertel –

zwischen Molkenmarkt und Alexanderplatz

Das Viertel rund um die Klosterkirche besaß

seinen eigenen, unverwechselbaren

Charme. Hier befanden sich einst der

„Große Judenhof“, die französische Hugenottenkirche

und der königliche Hetzgarten.

Welche Bedeutung hatten diese Bauten,

was ist aus ihnen geworden? Noch heute

prägen das Neue Stadthaus, das Amtsge-

PROGRAMM 39

Berlin

Medizin / Filmpremiere

Prof. Dr. med. Isabella Heuser, Direktorin,

Prof. Dr. med. Malek Bajbouj, Leiter des Bereiches Affektive Neurowissenschaften/Emotionsmodulation

(Stimulationsverfahren (EKT/ DBS),

Dr. med. Arnim Quante, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,

Dr. med. Francesca Regen, wissenschaftliche Mitarbeiterin,

Dipl.-Psych. Sara Zeugmann, wissenschaftliche Mitarbeiterin,

alle Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Charité, CBF, Berlin

Gregor Theus, Drehbuchautor, Regisseur und Kameramann, Berlin

Depression darf kein Tabu sein. Diese Krankheit ist

behandelbar!

Die seelische Erkrankung Depression tritt

sehr häufig auf, doch ebenso häufig wird sie

verschwiegen. Dabei kann den Betroffenen

– Patienten und deren Angehörigen – aus

dieser Isolation geholfen werden. Der Vortrag

zeigt aus medizinischer Sicht die Ursachen

einer Depressionserkrankung auf, die

Symptome und Diagnose. Die modernen,

individuellen Behandlungsmethoden und

-angebote sind verbessert, so dass die Erkrankung

heutzutage gut behandelbar ist.

Eintritt: 6,- €, ermäßigt 5,- €, Urania-Mitglieder 3,50 €

richt, die Parochialkirche, das historische

Gasthaus „Zur letzten Instanz“ und Reste

der mittelalterlichen Stadtmauer diesen reizvollen

Winkel Berlin. Durch Gegenüberstellung

von alten und neuen Fotos, mit Hilfe

historischer Stadtpläne und Zeichnungen

erweckt Johannes Prittwitz für Sie dieses

Berliner Viertel wieder zum Leben.

Der Filmbeitrag „Schattenzeit“, der heute

das erste Mal der Öffentlichkeit präsentiert

wird, zeichnet eindrucksvoll und einfühlsam

das Bild der Krankheit Depression aus Sicht

dreier Betroffener und vermittelt Emotionen

wie Sorgen, Verlustängste und Einsamkeit.

In der Diskussion gehen die Experten aus

verschiedenen Blickrichtungen auf Ihre Fragen

ein. Die Veranstaltung eignet sich für

Betroffene, Angehörige und Interessierte.

Mo, 01.02.

15.30 Uhr

Vortrag mit

Medien

Mo, 01.02.

17.30 -

20.00 Uhr

Vortrag,

Film-

premiere /

Diskussion


Mo, 01.02.

19.30 Uhr

Vortrag mit

Diskussion

40 PROGRAMM

Di, 02.02.

15.30 Uhr

Vortrag mit

Dias

Di, 02.02.

17.30 Uhr

Vortrag mit

Buchpräsentation

Urania Reihe – Philosophie der Wollust und der Liebe

Prof. Dr. Lutz von Werder, Philosoph und Publizist, Berlin

Lust und die patriarchalische Liebe – Simone de Beauvoir

Sie war nicht nur eine der Denkerinnen, die

nachhaltig das Bild und Selbstverständnis

der Frau reflektiert hat, sondern auch eine

Partisanin der Liebe, die im Denken wie im

Leben wesentlich dieses besondere Gefühl

Archäologie

Dr. Sylvia Falke, Ägyptologin, Urania Berlin

Wie lebte Pharaos Volk? Glanz und Elend im alten Ägypten

Das Pharaonenreich wurde von einer riesigen

Beamtenschaft getragen. Wie lebten

die hohen Würdenträger und ihre Familien?

Welche Aufgaben hatte der höchste Beamte,

der Wesir, im altägyptischen Staatsgefüge?

Welche Ausbildung musste man durchlaufen,

um in Amt und Würden aufzusteigen?

Welche Rolle spielte das Militär? Welchen

Einfluss hatte die Priesterschaft, welchen

Psychologie und Modernes Leben

aus unterschiedlichsten Perspektiven beleuchtet

und gelebt hat. Lutz von Werder

stellt Ihnen vor, was Simone de Beauvoir

auch heute noch aktuell macht.

Status die Handwerker, Landarbeiter und

Diener? Musste sich Pharaos Volk der Willkür

beugen, oder gelang es den Menschen,

ihre Rechte durchzusetzen? Welche Rolle

spielten Kriminalität und Hungersnöte?

Bildliche Darstellungen aus Gräbern und altägyptische

Texte geben Aufschluss über das

Leben der Menschen unter der Herrschaft

des „Herrn der beiden Länder“.

Uwe Fenner, Jurist, Personalberater, Coach und Autor des Buches „Erfolgreich

mit Stil. Der Knigge für alle Lebenslagen“, Berlin

Erfolgreich mit Stil – Sicher auftreten in allen Lebenslagen

Obwohl häufig vernachlässigt, sind Höflichkeit

und gutes Benehmen nach wie vor

Türöffner in vielen Situationen. Wer umgibt

sich nicht lieber mit Menschen, für die Rücksichtnahme

und Zuvorkommenheit keine

Fremdworte sind? Aber, wie benehme ich

mich eigentlich richtig? Welche Regeln haben

auch heute noch Bestand? Und: Ist es

noch zeitgemäß, nach Anstand und Etikette

zu fragen? In seinem Vortrag gibt der Experte

Uwe Fenner Auskunft zu vielen Fragen

des guten Stils im beruflichen, privaten und

auch gesellschaftlichen Umfeld.


Das Fernrohr ermöglicht uns, Planeten und

Sterne zu beobachten, und mit dem Lichtmikroskop

können wir winzige Objekte sichtbar

machen. Doch können wir Atome sehen?

Ein Trick aus der modernen Physik

erlaubt uns genau dies: ein Rastertunnelmikroskop

„sieht“ die Atome nicht, sondern

„fühlt“ sie, wenn eine äußerst feine Spitze

die Oberfläche des Objekts abtastet. Die

Spitze ist nicht nur unser „Auge“, sondern

PROGRAMM 41

Spiritualität und Philosophie Mi, 03.02.

15.30 Uhr

Dr. Ingolf Toll Ebel, Fachbereichsleiter Philosophie, Urania Berlin e.V.

Vortrag mit

Spiritualität und Philosophie – Gegensatz oder Ergänzung?

Diskussion

Spiritualität und spirituelle Erfahrung sind

Themen von wachsendem Interesse. Spirituelle

Konzepte bedienen sich dabei einerseits

philosophischer Grundannahmen,

andererseits werden spirituelle Konzepte

seitens der Philosophie oft skeptisch be-

trachtet. Befinden sich beide im Gegensatz,

oder vermögen sie sich zu ergänzen? Der

Vortrag zeigt Grundprobleme des Verhältnisses

beider Unternehmungen und skizziert

einen vermittelnden Ansatz.

Medizin Mi, 03.02.

17.30 Uhr

Prof. em. Prof. Dr. med. habil. Karl Hecht

Vortrag

Stress-, Schlaf-, Chrono-, Umwelt- und Raumfahrtmediziner, Berlin

Das Träumen – Wichtige Bedeutung für unsere Gesundheit

Solange die Menschheit existiert, träumt der

Mensch. Sigmund Freud bezeichnete den

Traum als Königsweg zum Unbewussten,

der Physiologe Loewich erträumte seinen

Nobelpreis. Doch medizinisch betrachtet:

Welche Rolle spielen Träume für unsere Gesundheit?

Träumen ist ein aktiver Gehirnprozess,

der mit Kernspintomografie sichtbar

wird. In das Traumerleben können sich alle

Nano-Physik

Prof. Dr. Katharina Franke, Institut für Experimentalphysik, FU Berlin

Phänomene in der Nanowelt

Können wir einzelne Moleküle sehen, manipulieren und technisch nutzen?

sie dient gleichzeitig als „Hand“, mit der wir

einzelne Atome und Moleküle manipulieren

können, und als kleinstes Strommessgerät,

mit dem wir fundamentale Wechselwirkungen

untersuchen können. Hilft uns

dieser Blick in die Nanowelt für technische

Anwendungen? Frau Prof. Franke wird erklären,

welche neuen Möglichkeiten sich in

der Welt der Moleküle für Forschung und

Anwendung eröffnen.

Sinnesorgane eintakten. Im Schlaf wechseln

sich Tiefschlaf- und Traumphasen ab.

Wie häufig träumen wir eigentlich, wovon

hängt die Traumwahrnehmung ab, welche

Art von Träumen gibt es, und welche Ursachen

haben angenehme und unangenehme

Träume? Der Vortrag beleuchtet die Faszination

Traum und wie er unserer Gesundheit

dienen kann.

Di, 02.02.

19.30 Uhr

Vortrag

mit Medien

Urania-

Kino

20.00 Uhr

siehe S. 70


Do, 04.02.

15.30 Uhr

Vortrag mit

Diskussion

42 PROGRAMM

Mi, 03.02.

19.30 Uhr

Vortrag

Urania-

Kino

20.00 Uhr

siehe S. 70

Do, 04.02.

17.30 Uhr

Vortrag mit

Powerpoint-

Präsentationen

Geschichte

Dr. Ullrich Sachse, Historiker, Stiftung Preußische Schlösser und Gärten

Berlin-Brandenburg, Autor des gleichnamigen Buches

Cäsar in Sanssouci – Die Politik Friedrich des Großen und

die Antike

Cicero, Cäsar, Trajan, Marc Aurel… was

mochten diese einst wirkmächtigen Persönlichkeiten

einem aufgeklärten Monarchen in

seine Politik-, Kultur- und Gesellschaftsentwürfe

zu diktieren gewusst haben? Welche

Auffassungen und Motive bewogen Friedrich

II., die Entwicklungen des römischen

Spiritualität und Philosophie

Dr. Henrik Jäger, Sinologe, Lehrer für Taijiquan und Quigong, Trier

Das Buch der Wandlungen – I Ging:

Orakel- und Weisheitslehre auch für die heutige Zeit?

Das Buch der Wandlungen (I Ging/Yijing)

ist die „Bibel“ der chinesischen Kultur, es

wurde immer als Werk der Philosophie und

als Orakelbuch verstanden. Diese Kombination

weckt jedoch bis heute im Westen Argwohn.

Der Vortrag bietet eine Einführung in

Länderkunde

das „Buch der Wandlungen“. Hierbei wird

geklärt, wie sich der praktische Umgang (das

Orakel) und das Eindringen in die geistige

Welt des I Ging (die Philosophie) wechselseitig

bereichern.

Dr. h.c. Fritz Pleitgen, Geschäftsführer der RUHR2010 GmbH, Essen

RUHR 2010 – die deutsche Kulturhauptstadt Europas

und ihre Projekte

Als Essen sich für das gesamte Ruhrgebiet um den Titel der

europäischen Kulturhauptstadt 2010 beworben und – knapp

vor Görlitz – erhalten hat, war das in mehrerer Hinsicht innovativ.

Erstmals bewarb sich eine ganze Region, und sie stellte im

Unterschied zu den meisten anderen Städten nicht ihre jahrhundertealte

Geschichte und deren Zeugnisse in den Vordergrund

der Bewerbung, sondern vielmehr die einzigartige Prägung vor

allem durch die relativ kurze Phase der Industrialisierung. Doch

damit nicht genug – auch bei den Planungen für dieses Jahr wurden

etliche neue Wege beschritten. Lassen Sie sich von Fritz

Pleitgen die deutsche Kulturhauptstadt Europas mit ihren vielen

hundert Projekten vorstellen!

Staatswesens zum Archetypus verfassungs-

und gesellschaftspolitischer Prozesse zu

bestimmen? Welchen Einfluss hatten die

Überlieferungen antiker Autoren auf die Politik-

und Gesellschaftskonzepte Friedrich

des Großen?


Über 200 Jahre wurde das tausendjährige

Polen durch die Interessen und Einflusszonen

zweier mächtiger Nachbarn beherrscht

und geformt. Sind heute – 20 Jahre nach der

Erlangung der inneren und äußeren Souveränität

– die erlittenen schmerzvollen Tiefpunkte

verarbeitet? Hat die Vorreiterrolle,

Präsentiert von radioBERLIN 88,8

Jürgen Grothe, Stadthistoriker und Autor, Berlin

Gründerjahre, Weltstadtfieber… Berlin zur Kaiserzeit

Wie entwickelte sich Berlin nach der Reichsgründung

1871 von der nachbiedermeierlichen

Haupt- und Residenzstadt Preußens

zur Weltstadt? Neue Wohnquartiere von

einem Hinterhof zum anderen, Großkaufhäuser

und Grandhotels, Prunkbahnhöfe

und Regierungspaläste – eine Kaiser- und

Weltstadt auf märkischem Sand war im entstehen.

Wie lebten die Menschen damals

Politik / Wirtschaft / Gesellschaft

Prof. Dr. Dieter Bingen, Mit-Herausgeber des Buches „Länderbericht Polen“,

Direktor des Deutschen Polen-Instituts, Darmstadt

Polen – Auf der Suche nach einer Identität im

europäischen Haus

Familien

nur 6 €

erleben Berlin

300 Preisvorteile

von A wie AquaDom

bis Z wie Zoo

Erhältlich u.a. bei Getränke Hoffmann, in Bibliotheken,

in der Urania und beim JugendKulturService

Info-Telefon 23 55 62 62 • www.jugendkulturservice.de

PROGRAMM 43

die die polnische Opposition bei der friedlichen

Revolution 1989 gespielt hat, dem

Land und seinen Bewohnern neues Selbstbewusstsein

gegeben? Und welche Rolle

spielt die Integration in die Europäische

Union bei der Standortbestimmung unserer

östlichen Nachbarn?

in unserer Stadt? Neben Glanz, Pracht und

wohlhabenden Müßiggängern im berühmten

Café Bauer, auf den Boulevards oder in den

zahlreichen Theatern gab es viel Elend im

Obdachlosenasyl und in den Mietskasernen.

Jürgen Grothe nutzt die Fülle seines historischen

Bildmaterials zu einer informativen

Dokumentation aus der (nicht nur) „guten

alten Zeit“.

DER JESUS-SKANDAL

22. Nov. 09 bis 1. März 10

Liebermann-Villa am Wannsee

Colomierstr. 3, 14109 Berlin

Do, 04.02.

19.30 Uhr

Vortrag und

Diskussion

Urania-

Kino

20.00 Uhr

siehe S. 71

Berlin Fr, 05.02.

15.30 Uhr

Vortrag mit

Dias

Urania-

Kino

17.00 Uhr

siehe S. 71


Fr, 05.02.

20.00 Uhr

Lieder und

Anekdoten

Urania-

Kino

20.00 Uhr

siehe S. 71

So, 07.02.

10.30 Uhr

Gesprächsreihe

44 PROGRAMM

Urania Bühne

Diven und Diseusen

Liederliches zu Lust und Frust

Natürlich kennen Sie den „Blauen Engel“

und „Die Sünderin“, aber wer kreierte den

Begriff „Alles Knorke“ und wurde von der

Gerüchteküche mit Marlene Dietrich liiert?

Welche Diva war trinkfester als die Herren

der Schöpfung? Mit welcher Kabarettistin

warb VW für den Käfer, und wer ist eigentlich

Tatjana Sais?

Erleben Sie Susann Hülsmann mit Liedern

und Anekdoten von Claire Waldoff, Marlene

Dietrich, Zarah Leander, Hildegard Knef,

Alexandra…

beflügelt am Klavier von Heiner Knapp.

Ein Abend über große Erfolge und kleine

Niederlagen.

Mal frech, mal melancholisch – einfach

schön!

Eintritt: 15,- €; ermäßigt 13,- €; Urania-Mitglieder

10,- €

Philosophisches Café: Weltende oder Weltwende?

Zur Kritik der apokalyptischen Philosophie

Prof. Dr. Lutz von Werder

Philosoph und Publizist, Berlin

Weltende in der christlichen Philosophie –

Papst Benedikt der XVI.

Das Verhältnis des Christentums zum Weltende

war immer problematisch, weil man

die Lehren und das Leben Jesu sowohl apokalyptisch

als auch anti-apokalyptisch deuten

kann. Das amtierende Haupt der katholischen

Kirche hat hierzu eine klare Meinung,

deren dogmatischer Kernsatz besagt, dass

ein apokalyptisches Verständnis unvereinbar

ist mit der Anerkennung der Existenz und

Unendlichkeit Gottes und seiner Liebe. Ob

ohne Gott tatsächlich alles Nichts ist, das

diskutiert Lutz von Werder heute mit Ihnen.

Das nächste Philosophische Café findet am

28.02. zum Thema „Weltende durch den

Krieg der Weltreligionen – Victor und Victoria

Trimondi“ statt.


Dr. Volker Ritter, Kunsthistoriker und Reiseleiter, Berlin

Die Schlösser an der Loire

„Stein gewordene Träume“ werden die vielen

Schlösser an der Loire genannt, und in

der Tat erwartet den Besucher ein traumhaftes

Panorama aus 600 Jahren französischer

Baugeschichte. Dr. Ritter macht Sie

mit den imposanten Bauwerken wie Cham-

PROGRAMM 45

Berlin Mo, 08.02.

15.30 Uhr

Präsentiert von radioBERLIN 88,8

Vortrag mit

Wolfgang Feyerabend, Stadthistoriker und Autor, Berlin

Dias

Berühmte Berliner Straßen: Die Große Hamburger Straße

Bereits 1672 entstand hier Berlins erster

Jüdischer Begräbnisplatz, auf dem nachmals

Persönlichkeiten wie der Mediziner

Marcus Herz oder der Philosoph Moses

Mendelssohn ihre letzte Ruhestätte fanden.

Die Bebauung der Straße selbst begann ab

1691 und verdankte sich der Erschließung

des Gebietes vor dem Spandauer Tor. 1713

Länderkunde Mo, 08.02.

17.30 Uhr

bord, Amboise und Chenonceau ebenso

vertraut wie mit kleineren, aber nicht weniger

prunkvollen Schlössern und Burgen.

Die Loire-Schlösser können Sie auch mit

Urania-KulTouren kennen lernen, s. S. 88.

Vortrag mit

Dias

Länderkunde Mo, 08.02.

19.30 Uhr

Jan Hübler, Fotojournalist, Erlach

Multivision

Die Pyrenäen – zu Fuß und mit dem Motorrad vom

Mittelmeer zum Atlantik

Zu Fuß und mit dem Motorrad hat Jan Hübler

mehrere Monate die Pyrenäen erforscht

und seine Eindrücke von den Künstlerstädtchen

der Mittelmeerküste bis ins mondäne

Biaritz am Atlantik technisch aufwendig ins

Bild gesetzt. Dabei hat diese großartige Gebirgsregion

weit mehr zu bieten als phänomenale

Landschaftseindrücke. Lassen Sie

sich mit eindrucksvollen Kulturzeugnissen

wie dem Wallfahrtszentrum Lourdes, dem

mittelalterlichen Jakobspilgerweg in Pamplona,

dem Cirque de Gavarnie, das wohl

konnte die evangelische Sophienkirche eingeweiht

werden. 1854 wurde das katholische

St. Hedwigs-Krankenhaus errichtet,

so dass die Straße fortan vom räumlichen

Miteinander der drei Konfessionen geprägt

wurde – ein Kapitel Berliner Toleranz, das in

der NS-Zeit ein jähes Ende fand.

gewaltigste Amphitheater aus Felsen, und

uralten, versteckten Bergklöstern vertraut

machen.

Urania-

Kino

17.00 Uhr

siehe S. 71

Urania-

Kino

20.00 Uhr

siehe S. 71


Di, 09.02.

15.30 Uhr

Vortrag mit

Diskussion

Di, 09.02.

17.30 Uhr

Vortrag mit

Diskussion

46 PROGRAMM

Urania-

Kino

18.00 Uhr

siehe S. 72

Di, 09.02.

19.30 Uhr

Vernissage

Medizin

Prof. Dr. med. Jürgen Kiwit, Chefarzt der Klinik für Neurochirurgie, Helios

Klinikum, Berlin-Buch

Wenn die Schritte sich verlangsamen... Gangstörungen

Moderne Therapien gegen das unterschätzte Problem

Gangstörungen können in jedem Lebensabschnitt

auftreten, sie nehmen aber mit

steigendem Alter deutlich zu. Die Lebensqualität

wird beeinträchtigt, Stürze und ein

höheres Verletzungsrisiko drohen. Gangstörungen

führen oft zu Unselbständigkeit und

sozialem Rückzug. Das Leiden lässt sich aber

gut behandeln, obwohl die Ursachen vielfäl-

Philosophie

tig sind: Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Medikamenten-Nebenwirkungen,

Erkrankungen

des Zentralnervensystems oder Abnutzungserscheinungen

des Bewegungsapparates.

Der Vortrag informiert über die modernen

Diagnostik- und Therapieverfahren - von der

konservativen Behandlung über minimal-

invasive Eingriffe bis zum Gelenkersatz.

In Zusammenarbeit mit dem Humanistischen Verband, L.V. Berlin

Prof. Dr. Peter Schulz-Hageleit, Historiker, vorm. TU Berlin

Können wir aus Erfahrung für die Zukunft lernen?

In seinen berühmten „Weltgeschichtlichen

Betrachtungen“ hat der bekannte Schweizer

Historiker Jacob Burckhardt gesagt: „Wir

wollen durch Erfahrung nicht sowohl klug

(für ein andermal) als weise für immer werden.“

Ist dieser Anspruch überholt, oder

besteht doch noch Hoffnung? Und was be-

Urania Berlinale Special

Sandra Bergemann, Fotografin, Berlin

Fotoausstellung „Gesichter der DEFA“

Für viele in Deutschland waren und sind sie

Ikonen, die Gesichter der DEFA. Die Berliner

Fotografin Sandra Bergemann hat in

den vergangenen Jahren Charaktere des

DEFA-Films porträtiert und präsentiert mit

jungem künstlerischem Blick Menschen,

die heute wie damals einen festen Platz

im deutschen Film und im Fernsehen haben

– ein Blick auf die deutsche Filmgeschichte,

dokumentarisch, enzyklopädisch,

künstlerisch und eindrücklich zugleich.

deutet es konkret und im Einzelnen, wenn

gefragt wird, ob wir aus Erfahrung für die

Zukunft lernen können? Wer ist „wir“? Was

ist „Erfahrung“? Was bedeutet „lernen“ im

Zusammenhang mit Erfahrung für unsere

persönliche Lebensgestaltung?

Heute wird die Ausstellung in Anwesenheit

der Fotografin und einiger Porträtierter

eröffnet. Die Eröffnungsansprache hält

der Vorsitzende der DEFA-Stiftung Helmut

Morsbach.

Dauer der Ausstellung: 09.02. bis 19.03.

Wir danken der DEFA-Stiftung für ihre

Unterstützung!

Ein Interview mit der Fotografin finden Sie

auf Seite 76.


Prof. Dr. Jürgen Renn

Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin

Galilei und die erste Revolution der Physik

Die Begründung der neuzeitlichen Mechanik

war die erste Revolution der Physik und

bedeutete zugleich das Ende des aristotelischen

Weltbildes und den Anfang der modernen

Wissenschaft. Prof. Renn geht der

Frage nach, ob diese Revolution ein Paradigmenwechsel

oder eine Transformation

des überlieferten Wissens war. Im Zentrum

steht dabei das Werk Galileo Galileis, das

Dr. Hans Thomas Carstensen, Kunsthistoriker, Hamburg

Pablo Picasso – ein spannungsvolles Künstlerleben

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts revolutionierte

Pablo Picasso die Kunstwelt, indem

er Gegenständlichkeit in abstrakte Grundformen

übersetzte. Seitdem gilt er als Schöpfer

der modernen Kunst. Doch am Ziel dieser

Entwicklung angekommen, verblüffte Picas-

Urania-Reihe „Literatur und Philosophie“

Mit der Reihe Literatur und Philosophie führt Dr. Thomas Schäfer Sie auf ein

spannendes Gelände der Ideen und der Kultur. An drei Beispielen zeigt er, wie

sich Literatur und Philosophie beeinflussen und durchdringen und wie sich

dadurch ganz neue Verständnisse beider ergeben können.

Dr. Thomas Schäfer, Dozent für Philosophie und Ethik, Berlin

Weiter im „Nachtzug nach Lissabon“ – Pascal Mercier:

Literatur mit Philosophie Teil 2

Pascal Mercier ist Bestsellerautor und Professor

für Philosophie. Die Philosophie spielt

in allen seinen Werken eine besondere Rolle.

In einer ersten Veranstaltung hat Ihnen Thomas

Schäfer bereits in Teilen vorgestellt wie

sich im „Nachtzug nach Lissabon“ philosophisches

Fragen und literarisches Erzählen

Kunstgeschichte

PROGRAMM 47

Physik

sich nach neuesten Forschungen als weniger

einzigartig und isoliert erweist als bisher

angenommen. Anhand zentraler Begriffe

der Mechanik beleuchtet Prof. Renn

die Transformationsprozesse, die zu neuen

Einsichten führen, eröffnet uns ein neues

Verständnis für die Struktur wissenschaftlicher

Revolutionen.

so mit dem Wandel seiner Bildsprache. Auch

sein eigenes Leben inszenierte er als einen

Prozess fortwährender Erneuerungen. Die

Beziehungen zu Frauen markieren Stationen

seiner künstlerischen Entwicklung, die auch

das Menschenbild seiner Kunst prägten.

verschränken und ergänzen. Heute vertieft

er mit Ihnen die Lektüre und rekapituliert

kurz die Ergebnisse des ersten Vortrags.

Der nächste Vortrag zum Thema findet am

26.02. zum Thema „Literatur, Identität und

Philosophie – Ingeborg Bachmann und Andere“

statt.

Di, 09.02.

19.30 Uhr

Vortrag

Mi, 10.02.

15.30 Uhr

Vortrag mit

Dias

Mi, 10.02.

17.30 Uhr

Vortrag mit

Diskussion


Mi, 10.02.

19.30 Uhr

Vortrag mit

Diskussion

Vortrag mit

Diskussion

48 PROGRAMM

Do, 11.02.

15.30 Uhr

Do, 11.02.

17.30 Uhr

Vortrag mit

Medien

Psychologie

Dr. phil. Irmgard Fuchs-Lévy, Psychotherapeutin, Berlin

Die Bedeutung der Emotionen für unsere Kritik-,

Konflikt- und Urteilsfähigkeit

Zu einer reifen Persönlichkeit gehört die Fähigkeit,

Urteile fällen, Kritik üben und mit

Konflikten umgehen zu können. Oft zeigt

sich jedoch, dass wir diese Fähigkeiten nur

ungenügend entwickelt haben. Wir stimmen

zu, wenn wir ablehnen möchten, und wir

scheuen jegliche Auseinandersetzungen.

Warum fehlen uns oft die Worte, um unsere

Gefühle auszudrücken und die Argumente,

Medizin

Prof. Dr. med. Elisabeth Steinhagen-Thiessen

Ärztliche Leitung/Geschäftsführung, Evangelisches Geriatriezentrum, Berlin

Cholesterin – Ist „je niedriger, desto besser“ immer richtig?

Cholesterin ist ein lebensnotwendiger Stoff

im Körper, sowohl das HDL als auch das vermeintlich

schädliche LDL. Schädlich wird

LDL erst, wenn zuviel davon im Blut ist.

Meist steigen im Laufe des Lebens die Werte

an und werden so zum Risiko für die Gefäße.

Herzinfarkt oder Schlaganfall im mittleren

oder höheren Lebensalter drohen. Welche

Aufgaben hat das Cholesterin, welche

Geschichte / Medizin

Risiken und Therapien gibt es? Muss das zu

hohe Cholesterin individuell gesenkt werden?

Wie tief gesenkt ist noch gesund? Kann

frühzeitig mit richtiger Ernährung oder Bewegung

einem zu hohen Cholesterinwert im

Alter vorgebeugt werden? Frau Prof. Steinhagen-Thiessen

spricht und diskutiert über

neueste Forschungserkenntnisse.

Heike Achner

Historikerin, Archäologin, Heilpraktikerin, Autorin des gleichnamigen Buches

Ärzte in der Antike

Der Drang des Menschen, Krankheiten zu

erklären und zu heilen, ließ Gesundheitskonzepte

reifen, die heute teils kurios, teils

aber auch erstaunlich modern klingen. Von

den frühen Heilkulten bis zur komplizierten

Hirnoperation: Die Medizin in der Antike ist

vielschichtig und faszinierend - Anatomie-

um unseren Standpunkt zu vertreten? Da

fühlen und denken nur die zwei Seiten einer

Medaille ausmachen, müssen beiden

genannten Haltungen – Autonomie und Anpassung

– bestimmte Fühl- und Denkgewohnheiten

zugrunde liegen. Um welche

es sich handelt und wie Veränderungen eingeleitet

werden können, soll im Vortrag erläutert

werden.

studien, Frauenmedizin, früheste Ansätze

zu einer ganzheitlichen Behandlung des Patienten…

Heike Achner stellt nicht nur die berühmtesten

Ärzte des Altertums wie Galen

und Hippokrates vor, sondern auch Frauen

im Arztberuf oder Richtlinien, wie ein Arzt

auszusehen hat und wie er auftreten soll.


Prof. Dr. Friedel M. Reischies, AG Neuropsychiatrie und Psychiatrische

Neuropsychologie, Charité und Friedrich von Bodelschwingh Klinik für

Psychiatrie und Psychotherapie, GPVA

Depression im Alter – Ursachen, Therapien, Perspektiven

Depressionen sind nach den Ereignissen des

letzten Jahres kein Tabuthema mehr. Allerdings

gilt für Depressionen im Alter, dass

sie häufig nicht richtig erkannt und oft auch

Ingrid Meyer-Legrand

Systemische Therapeutin, Supervisorin und Coach, Berlin

Immer noch auf der Flucht? Das biografische Erbe der

Eltern erkennen und als Chance nutzen

Welche spezifischen Verhaltensmuster haben

diejenigen, deren Eltern als Kinder den

Krieg und die Flucht erlebt haben? Sie werden

überrascht sein, wie sich dieses biografische

Erbe auf Ihr Leben auswirkt. Wird

aber das biografische Erbe als Schicksal oder

Chance wahrgenommen? Erfolgsmuster und

biographische Ereignisse sind eng verkop-

Wissenschaftsgeschichte / Berlin

PROGRAMM 49

Prof. Dr. Ottmar Ette, Universität Potsdam, Autor des gleichnamigen Buches

Alexander von Humboldt und die Globalisierung

Perspektiven für das Humboldt-Forum

Lange Zeit wurde Alexander von Humboldt

missverstanden als nur historisch interessante

Figur. Doch mittlerweile ist sowohl

die herausragende Qualität seiner literarischen

und wissenschaftlichen Schriften

als auch seine Bedeutung als Vordenker der

Globalisierung unbestritten. Keineswegs

zufällig wird er in der gegenwärtigen Phase

beschleunigter Globalisierung von einer

breiten Öffentlichkeit wahrgenommen. Wie

aktuell das Wissensideal dieses großen For-

schers, Schriftstellers und Denkers ist, zeigt

das geplante Humboldt-Forum in Berlins

Mitte. Welche Perspektiven eröffnen sich,

wenn hier die alte Idee einer „Freistätte für

Kunst und Wissenschaft“ geschaffen wird,

mit der die Gebrüder Humboldt schon im 19.

Jahrhundert den Blick auf die Verbindungen

zwischen den Kulturen polylogisch zu öffnen

suchten? Und wie ließe sich Alexander von

Humboldt ins 21. Jahrhundert übersetzen?

Gehirn und Mensch Fr, 12.02.

15.30 Uhr

nicht ausreichend behandelt werden. Prof.

Reischies, der über Depressionen im Alter

habilitiert hat, stellt Ihnen vor, was Sie zum

Thema wissen sollten.

pelt. Diesen Zusammenhang sich einmal näher

anzuschauen, könnte der Schlüssel dafür

sein, endlich ganz bei sich anzukommen - im

Privaten wie im Beruflichen. Plötzlich finden

Sie Ihren Platz im Leben und werden sogar

gelassener. Die Referentin arbeitet an diesen

Fragen in ihrer Praxis.

Do, 11.02.

19.30 Uhr

Vortrag mit

Diskussion

Vortrag mit

Diskussion

Psychologie Fr, 12.02.

17.30 Uhr

Vortrag mit

Diskussion


Fr, 12.02.

19.30 Uhr

Vortrag und

Diskussion

50 PROGRAMM

Urania-

Kino

Sa,13.02.,

16.00 Uhr,

19.00 Uhr

siehe S. 72

So, 14.02.

11.00-

Psychologie

17.00 Uhr Christian Thiel, Single- und Partnerschaftsberater, Autor, Berlin

Seminar –

Partner-

suche am

Valentinstag

Urania-

Kino

16.00 Uhr,

19.00 Uhr,

Spiritualität und Weltanschauung

In Zusammenarbeit mit der KWAN UM ZEN SCHULE

Zoeng Hyang, Zen-Meisterin und Buddhistische Lehrerin, Oberhaupt der

Internationalen KWAN UM ZEN SCHULE

Buddha in Love – Zen und die Liebe

Von Achtsamkeit, Mitgefühl und Güte hören

wir oft im Kontext buddhistischer Lehren

und Praxis. Aber von Liebe? Wir wissen

vielleicht, dass Mahayana-buddhistische

Traditionen mit zum Teil asketischen Praktiken

grundsätzlich nicht lebensfern ausgerichtet

sind. Das Heilsziel, so hören wir,

besteht darin, klar zu werden, in Harmonie

mit der Wirklichkeit zu leben und alle Wesen

aus dem Leiden zu befreien. Benötigen

wir dazu nicht unermessliche Liebe zu

allem Lebendigen? Welchen Stellenwert

nimmt die Liebe im Zen-Buddhismus ein?

Mit diesen Fragen wird sich Zen-Meisterin

Soeng Hyang gemeinsam mit Ihnen in ihrem

Vortrag auseinandersetzen. Sie ist die Dharma-Erbin

von Zen-Meister Seung Sahn, dem

78. Patriarchen des koreanischen Zen und

Begründer der KWAN UM ZEN SCHULE.

Vortrag in englischer Sprache mit

Übersetzung.

Das passende Rüstzeug für die erfolgreiche Partnersuche

Seit längerem unglücklich Single oder nach einer Trennung

wieder allein – was nun? Der Workshop eignet sich für jeden,

der gerne wieder gemeinsam mit einem Partner oder einer

Partnerin durchs Leben gehen möchte. Dazu werfen wir einen

Blick auf Ihre Stärken. Denn wer weiß, was er selbst als

Partner bzw. als Partnerin zu bieten hat, kommt schneller ans

gewünschte Ziel. Schließlich sollen auch Ihre Ansprüche an

eine Beziehung geklärt werden. Wer weiß, wohin er will, hat

keinen Grund mehr, weiter zu verharren. Gelegenheit macht

Liebe. Doch gerade mit den Gelegenheiten ist es bei vielen

Menschen, sind sie erst einmal in den Dreißigern, Vierzigern

oder Fünfzigern, nicht mehr weit her.

Im Seminar lernen Sie wichtige Suchstrategien kennen und erfahren, welcher Suchtyp

Sie sind. Und wer das weiß, hat den größten Teil des Weges hin zum Prinzen oder zur

Prinzessin fürs Leben schon geschafft. Schreibzeug bitte mitbringen. Nur kurze Pausen

vorgesehen.

Eintritt: 69,– €, ermäßigt 65,– €, Mitglieder 59,– €. 10 % Frühbucher-Rabatt bei Anmeldung

bis 20. Januar 2010. Teilnehmerzahl begrenzt auf 25.


Urania-Reihe „20 Jahre Mauerfall“

Marianne Birthler, Ministerin für Bildung, Jugend und Sport in Brandenburg

(1990–1992), seit 2000 Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes

der ehemaligen DDR, Berlin

Das Ende der Stasi und der Umgang mit ihren Akten

Eine der spektakulärsten Aktionen zivilen Ungehorsams

durch die Oppositionsbewegung

der DDR war die Besetzung der Bezirks- und

Kreisdienststellen im Dezember 1989 und

der Berliner Zentrale der Staatssicherheit im

Januar 1990. Die Arbeit des zentralen Machtinstruments

der SED wurde faktisch beendet

und die Vernichtung von Akten durch ihre

Mitarbeiter gestoppt. Die Beschäftigung

mit den Überlieferungen des Ministeriums

für Staatssicherheit ist ein wichtiger Teil der

Auseinandersetzung mit der SED-Diktatur.

Wie an keiner anderen Stelle spiegelt sich

in den Akten das Räderwerk eines gigantischen

Überwachungsapparates.

Die Erfahrungen der jüngsten Vergangenheit

für die Zukunft zu erschließen, zu bewahren

und zu vermitteln, ist eine der Aufgaben der

Behörde der Bundesbeauftragten für die

Stasi-Unterlagen. Marianne Birthler berich-

PROGRAMM 51

tet über deren Entwicklung und Arbeit. Diskutieren

Sie mit ihr über das Ende der Stasi

und den Umgang mit ihren Akten! Auch aktuelle

Fragen werden zur Sprache kommen.

Bildung unterirdisch …

Experten vermitteln Wissen aus der Unterwelt

Mo, 15.02.

19.30 Uhr

Vortrag mit

Diskussion

22. – 26. März ........... 2010 ... ........... Zivil- und Katastrophenschutz

19. – 23. April ........... 2010 . ............. Verkehrstechnik Berlin

17. – 21. Mai ............. 2010 ............... Die Schlacht um Berlin 1945

14. – 18. Juni ............. 2010 ............... Reichshauptstadt Germania

Neben diesen Seminaren bieten wir auch zweitägige Kurzseminare an. Unsere Seminare sind nicht

nur in Berlin nach dem Berliner Bildungsurlaubsgesetz als Bildungsurlaub anerkannt, sondern auch

in vielen anderen Bundesländern. Informieren Sie sich telefonisch unter 030 - 49 91 05 17 oder auf

unseren Internetseiten unter

Urania-

Kino

16.00 Uhr

siehe S. 73,

www.berliner-unterwelten.de

BERLINER UNTERWELTEN E.V. •Brunnenstraße 105•(im Südeingang U-Bhf. Gesundbrunnen)•13355 Berlin


52 PROGRAMM

Di, 16.02.

19.30 Uhr

Vortrag mit

Medien

Urania-

Kino

16.00 Uhr

siehe S. 73

Mi, 17.02.

15.30 Uhr

Vortrag mit

Diskussion

Mi, 17.02.

17.30 Uhr

Vortrag mit

Dias

Archäologie / Berlin

Dr. Alix Hänsel

Stellvertretende Direktorin, Museum für Ur- und Frühgeschichte, Berlin

Auferstanden aus Ruinen – Rückkehr der archäologischen

Sammlungen in das Neue Museum auf der Museumsinsel

Nach mehr als einem Jahrzehnt Bauzeit

konnte das von Friedrich August Stüler in

der Mitte des 19. Jahrhunderts errichtete

und im 2. Weltkrieg stark zerstörte Neue

Museum im Oktober 2009 wiedereröffnet

werden. Schon drei Wochen später durfte

die Direktion den 125.000 Besucher begrüßen.

Was macht dieses Gebäude zu einem

Spiritualität und Modernes Leben

Edgar W. Harnack

Dipl. Psych. und App. Psychotherapeut, Berlin

Pilgern als Erfahrung, Selbsterfahrung und praktische

Bewegungsmystik

Die rechte Art zu pilgern kann ebenso auf einer

Pigerreise stattfinden wie im städtischen

Alltag. Pilgern als Bewegungsmystik wird,

wenn sie bestimmten Bedingungen folgt,

zu erlebter Spiritualität. Edgar W. Harnack

geht theoretisch und praktisch der Frage

Kunstgeschichte

Hildegard Rupeks-Wolter

Kunsthistorikerin, Berlin

nach: „Wie bereiten wir uns vor auf unsere

Pilgerreise – sei es die Reise zu einem Pilgerort

oder hier im Alltag?“ Wie gestalten

wir sie als spirituelle Einkehr, wie bereiten

wir sie nach? Der Vortrag ist inhaltlich unabhängig

vom Vortrag am 27.01.

Aus Anlass des 400. Todesjahres

Caravaggio –

ein Genie zwischen Kunst, Skandal und Kriminalität

Nur wenige Künstler haben mit ihrem Werk

und Leben so fasziniert wie der italienische

Maler Michelangelo Merisi, genannt Caravaggio

(1571 – 1610). Seine meisterhaften

Inszenierungen mit Licht und Schatten revolutionierten

die Malerei. Religion, Erotik und

Gewalt gehören zu den Hauptthemen des

solchen Publikumsmagnet? Wie realisierte

der Sieger des internationalen Architektenwettbewerbs

David Chipperfield sein Konzept

eines „behutsamen Weiterbauens“?

Wie gelang es, die Sammlungen des Ägyptischen

Museums und des Museums für

Vor- und Frühgeschichte in die wieder hergestellten

Säle zu integrieren?

Mitbegründers des Barock. Aber nicht nur

der Künstler, auch der Mensch stand oft im

Licht der Öffentlichkeit. Seine stete Gewaltbereitschaft,

die sogar zu einem Todesfall

führte, zwang Caravaggio sogar zur Flucht

aus Rom, um dem Henker zu entgehen.


Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner

Senator für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Berlin

Bildungs- und Wissenschaftspolitik in Berlin

Bilanz und Herausforderungen

In kaum einem Politikbereich in Berlin sind

so viele Neuerungen diskutiert und angegangen

worden, wie in der Bildungs- und

Wissenschaftspolitik – und die Diskussionen

waren zeitweise sehr heftig. Lässt sich

Chancengleichheit und -gerechtigkeit mit

dem seit einem Jahr laufenden Pilotprojekt

der Gemeinschaftsschule tatsächlich erhöhen?

Warum soll es eine neue Schulstruktur

geben? Gelingt es wirklich, Berlin mit dem

Masterplan zum führenden Wissenschaftsstandort

Deutschlands auszubauen? Und

wie begegnet der Senat den Protesten? Und

schließlich: Fängt Bildung nicht bereits im

Kindergarten an? Diskutieren Sie mit Prof.

Zöllner die Bildungs- und Wissenschaftspolitik

in Berlin!

PROGRAMM 53

Politik / Wirtschaft / Gesellschaft Mi, 17.02.

19.30 Uhr

PD Dr. med. Andreas Halder

Chefarzt Klinik für Endoprothetik, Sana Kliniken Sommerfeld

Wenn der Schuh drückt…

Groß- und Kleinzeherkrankungen und ihre moderne, operative Behandlung

Wer kennt sie nicht, die Redewendung „Mit

beiden Füßen im Leben stehen“. Die Füße

sind das Fundament unseres Körpers. Doch

die Realität sieht oft anders aus, schmerzhafte

Fehlstellungen der Füße gehören zu

den häufigsten Erkrankungen des Bewegungsapparates.

In Deutschland klagen

mehrere Millionen Menschen über Ballenbeschwerden

und schmerzhafte Zehen-

deformationen. Dabei kann die moderne

Fußchirurgie Fehlstellungen sogar Gelenk

erhaltend korrigieren. Ein funktionell vollbelastbarer

Fuß kann wiederhergestellt werden,

dies mit optimaler Beweglichkeit der

Gelenke. Das Gehen ist wieder schmerzfrei

möglich. In vielen Fällen erlauben heutige

OP-Techniken eine schmerzfreie Belastbarkeit

beim Sport.

Vortrag und

Diskussion

Urania-

Kino

20.00 Uhr,

22.00 Uhr

siehe S. 74

Medizin Do, 18.02.

15.30 Uhr

Vortrag mit

Diskussion


54 PROGRAMM

Do, 18.02.

17.30 Uhr

Vortrag mit

Dias

Do, 18.02.

19.30 Uhr

Vortrag mit

Medien

Fr, 19.02.

15.30 Uhr

Länderkunde

Dr. Halina Wingerath, Kunsthistorikerin und Reiseleiterin, Schwirzheim

Weltbekannte Kunstschätze in der Schweiz

Dass die Schweiz wertvolle Kulturzeugnisse

in altehrwürdigen Städten zu bieten

hat, ist bekannt – weniger bekannt ist, dass

gleichzeitig vielerorts zum Teil weltberühmte

Kunstschätze der Neuzeit zu entdecken sind!

So finden sich in Zürich im Frauenmünster

Wissenschaftsjahr 2010 – Jahr der Energie

Prof. Dr. Günther Hasinger, Wissenschaftlicher Direktor des Max-Planck-

Instituts für Plasmaphysik, Garching

Der Weg zu einem Fusionskraftwerk

Die Kernfusion ist die Grundlage unserer Existenz.

Alle schwereren Elemente und damit

auch die Grundlage sämtlichen Lebens wurden

in den Kernfusionsöfen im Zentrum der

Sterne wie unserer Sonne hergestellt oder in

Supernova-Explosionen erzeugt. Sämtliche

Energieformen auf der Erde, seien es fossile

oder erneuerbare Energien, Geothermie oder

Kernspaltung basieren also auf astrophysikalischen

Vorgängen. Der Traum der Fusionsforschung

ist es, das Sonnenfeuer auf die

Erde zu bringen. Der derzeitige Rekordhalter

Berlin

Präsentiert von radioBERLIN 88,8

Vortrag mit

Medien Axel Klappoth, M.A., Ethnologe und Autor des gleichnamigen Buches, Berlin

Verborgene Orte in Berlin – Die Stadt hinter der Stadt

Kennen Sie die einhundert Jahre alten Gewerbehöfe,

in denen sich das Deutsche

Architektur Zentrum eingerichtet hat, den

lagunenartigen Flutgraben, wo Kreuzberg an

Treptow grenzt, den Spiegelsaal in Clärchens

Ballhaus oder die Neuköllner Gartenschätze?

Axel Klappoth berichtet von kreativen und

schillernden Orten zwischen Kladow und

Mahlsdorf, Pankow und Wannsee, Frohnau

die Chagall-Fenster und im altehrwürdigen

Luzern sind in der Kunstsammlung Rosengart

u.a. 125 Bilder von Klee und 50 von

Picasso. Die versteckten Kunstschätze in

der Schweiz können Sie auch mit Urania-

Kultouren kennenlernen, siehe Seite 89.

– JET – hat bereits fast den „Break-Even“

erreicht, also annähernd so viel Fusionsleistung

erzeugt, wie ursprünglich zur Heizung

seines Plasmas aufgebracht werden musste.

Bis zu einem kommerziellen Kraftwerk müssen

aber noch große Forschungs- und Entwicklungsleistungen

aufgebracht werden.

Wenn die notwendigen Mittel aufgebracht

werden, kann die Fusionskraft künftig einen

signifikanten Anteil des stark ansteigenden

Energiebedarfes decken. S.a. Interview mit

Prof. Hasinger, Seite 10.

und Adlershof. Jenseits der Tourismus-Inszenierungen

bietet die Stadt eine Vielzahl

von Attraktionen wie das einzige von Mies

van der Rohe gebaute, öffentlich zugängliche

Privathaus, die Wirkungsspuren der Gründerzeitliebhaberin

Charlotte von Mahlsdorf

oder das dörflich-mediterrane Idyll, das sich

hinter dem Namen Mutter Fourage verbirgt.


PROGRAMM 61 55

Länderkunde Archäologie Do, Fr, 19.02. 22.10.

15.30 17.30 Uhr

Dr. Sylvia Halina Falke Wingerath, Kunsthistorikerin und Reiseleiterin, Schwirzheim Vortrag

mit

Ägyptologin, Côte d’Azur Urania und Berlin Provence e.V. – auf den Spuren berühmter

Das Künstler Ägyptische im Süden Museum Frankreichs Kairo –

mit Dias Dias

Schatzkammer Viele weltberühmte Künstler der Pharaonen

haben sich von und Wirkungsstätten der Künstler in Nizza,

Was der sanften Sie in diesem Landschaft, Museum den antiken sehen ist Stätten, über- vieles St. Tropez, erscheint Arles rätselhaft: und einigen Wozu kleineren dienten Orwältigend:

den Weiten Nicht des Mittelmeeres nur der einzigartige und dem Grabun- Scheintüren, ten an der Côte Uschebtis d’Azur und und in der Totenbücher, Provence!

schatzvergleichlichen des Tutanchamun Licht im begeistert Süden Frankreichs in seiner welchen Die Côte Zweck d’Azur hatten und Provence die zahlreichen können Sta- Sie

goldenen zu einigen Pracht, der berühmtesten auch Diademe Gemälde und anderes der tuen auch hoher mit Urania-KulTouren Würdenträger, was kennen sagen lernen, uns

Geschmeide, Kunstgeschichte kunstvoll inspirieren gearbeitetes lassen! Mobiliar Beglei- Stelen siehe Seite und Reliefs 90. über Leben und Jenseits-

aus ten Edelhölzern, Sie Frau Dr. prächtig Wingerath bemalte zu den Särge Lebens- und vorstellung im Niltal?

reich verzierte Sarkophage zeugen von der Nach Ägypten führen auch Urania-KulTou-

hohen Kunstfertigkeit ihrer Schöpfer. Und ren, s. S. 76.

Psychologie Fr, 19.02.

19.30 Uhr

Eva Loschky, Klassische Sängerin, Schauspielerin, Trainerin und Länderkunde Coach, Do, Vortrag 22.10. mit

Autorin, Berlin / München

17.30 praktischen Uhr

Heidrun Stimme Richter, und Körpersprache:

Reiseleiterin, Berlin

Andalusien Überzeugend – Das einsetzen, maurische erfolgreich Spanienkommunzieren

Vortrag Übungenmit

Dias

Nirgendwo Ihre Wirkung in der auf Welt andere verschmelzen hängt zu mehr Orient als Süden Sie mit Spaniens Ihrer Stimme geprägt die hat. Herzen Frau Ihrer Richter Ge-

und 90 Prozent Okzident vom so Klang zauberhaft Ihrer wie Stimme, in Sevilla von macht sprächspartner Sie außerdem leicht mit erreichen. der Semana Sie lernen, Santa

mit Ihrer dem Sprechweise Alcàzar, in und Córdoba Ihrer Körpersprache

mit einer der

größten ab. Die gestresste Moscheen der Stimme Erde und macht in Granada das be-

mit ste der Outfit weltberühmten unwirksam, Alhambra. gehetztes Die Sprechen se drei

Städte ruiniert zeugen die Botschaft, bis heute von unsichere der großartigen Körper-

mittelalterlichen sprache schwächt Hochkultur Ihr Anliegen. der In Mauren, diesem

die interaktiven über mehr Vortrag als sieben wird Jahrhunderte die Macht dieser den

drei Faktoren deutlich: Sie erfahren, wie

von wie Sevilla, deutliches der Sprechen berühmtesten Sicherheit Osterprozes- schenkt.

sion Sie erleben, Spaniens, wie oder eindeutige mit Ronda, Körpersprache

dem historischen

Ihr Anliegen Zentrum untermauert. des Stierkampfes Sie wissen – vertraut. nach

dem Vortrag, wie Sie Stimme und Körper-

Andalusien sprache bewusst, können wirkungsvoll Sie auch mit und Urania- zielsi-

KulTouren cher einsetzen. kennen lernen, siehe Seite 77.

Urania-

Kino

Sa, 20.02.,

16.00 Uhr

siehe S. 74


56 PROGRAMM

So, 21.02. Abenteuer und Extreme

14.30 Uhr

Live-Dia-

Show

18.00 Uhr

Live-

Multivision

In Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Schropp

Ronald Prokein, Schlosser, Musiker und Autor, Rostock

Kamtschatka – zu Fuß durch Russlands große Wildnis

Dichte Taiga, feuerspeiende Vulkane, sprudelnde

Geysire, ungebändigte Flüsse, majestätische

Berge, bedeckt mit ewigem Eis,

und eine grandiose Tierwelt mit Wölfen und

Bären machen die russische Halbinsel Kamtschatka

zu einem Symbol für Wildnis und

Abenteuer. Ein geheimnisvolles Paradies

am „östlichen Ende der Welt“, das bis heute

fast unberührt geblieben ist. Als erste

Menschen durchquerten Markus Möller und

Ronald Prokein dieses Gebiet und legten,

zusammen mit zwei Schäferhunden 1.000

Kilometer zurück – durch atemberaubende

Landschaften, weltentlegene Reservate und

militärische Sperrzonen. Sie begegneten

Geheimdienstlern und Kaviar-Mafiosi, Vulkanologen

und Einsiedlern, und sie erlebten

Stürme, Hitze und beklemmende Einsamkeit.

Ein Abenteuer voller Überraschungen

und Gefahren, auf dem sich die Männer

zwischen Vernunft und Ehrgeiz entscheiden

mussten.

Mit dem Rad in das Guinness-Buch der Rekorde:

Durchgetreten – Auf Fahrrädern in 161 Tagen um die Erde

In 161 Tagen auf Fahrrädern durch drei Kontinente

um die Erde, fast 18.000 Kilometer

über Stein-, Schlamm- und Sandpisten, also

146 Kilometer als durchschnittliche Tagesetappe!

Geplagt von Mücken, Fieber

und Schmerzen durchquerten Ronald Prokein

und Markus Möller drei Kontinente,

schliefen unter freiem Himmel, in Nobelherbergen

und Armenhäusern, in Kirchen

und Feuerwehrstationen. Sie gerieten in

Handgemenge und Polizeigewahrsam, sprachen

mit Botschaftern und Prostituierten,

mit Ministern und Umweltbossen, wurden

verwöhnt und bestohlen. Kurz: Ein Bericht

Eintritt jeweils: 8,– €, ermäßigt 6,50 €, Urania-Mitglieder 5 €

über eine extreme „Fahrrad-Tour“, mit der

die beiden in das Guinness-Buch der Rekorde

aufgenommen wurden.


Dr. Gunnar Strunz, Berlin

Aus Anlass des 200. Geburtstages

Fréderic Chopin – Weltbürger der Musik und

polnischer Patriot

Chopins unstetes und kurzes Leben, das

als Wunderkind begann, seine Triumphe

als Komponist und Virtuose, seine Jahre als

Liebling der Pariser musikalischen Salons,

seine Liaison mit George Sand und sein Tod

im Alter von nur 39 Jahren waren nur zu oft

Gegenstand der Trivialliteratur. Er war der

Musikgeschichte

PROGRAMM 57

Begründer der polnischen Nationalmusik

und blieb zeitlebens seiner Heimat auf das

Innigste verbunden. In einem eigenen, unnachahmlichen

Stil voll expressiven Melos,

voll kühner harmonischer Wendungen ist

Chopin unerreichtes Vorbild für viele Komponisten

der Klaviermusik nach ihm.

Mo, 22.02.

15.30 Uhr

Vortrag mit

Medien

Medizin / Alternative Heilmethoden Mo, 22.02.

17.30 Uhr

Dr. med. Achim Kürten, Leiter des Zentrums für Traditionelle Chinesische Vortrag mit

und Integrative Medizin, St. Hedwig-Krankenhaus Berlin

Diskussion

Erkrankungen von Augen und Gehör: Diagnose und

Behandlung aus Sicht von Schulmedizin und TCM

Am Beispiel der Erkrankungen von Augen

und Gehör lernen Sie, wie Schulmedizin

und Traditionelle Chinesische und Integrative

Medizin bei Diagnose und Behandlung

vorgehen und was die Ansichten und Erkenntnisse

bei der Entstehung von Erkrankungen

sind. Anhand häufiger Leiden, wie

Makuladegeneration, Grauer und Grüner

Star, trockenen bzw. chronisch entzündeten

Augen, Schwerhörigkeit, Hörsturz oder Tinnitus

werden Ihnen die verschiedenen Behandlungsansätze

vermittelt. Individuelle

Therapieprinzipien werden auf Basis chinesischer

Medizin erläutert. Ihnen wird gezeigt,

wie Sie als Patient selbst eine Therapie mit

chinesischer Medizin unterstützen können

(Ernährung/Eigenbehandlung).

Psychologie / Neurobiologie Mo, 22.02.

19.30 Uhr

Dr. Jens Fleischhut, Dozent, Medienpädagoge, FU Berlin

Vortrag mit

Diskussion

Selbstwertstärkung durch neurowissenschaftliches

Kommunikationstraining

Die Neurobiologie ist eine sich stürmisch

entwickelnde Wissenschaft, heute ist es sogar

möglich, die Wirkung von Umweltreizen,

z.B. Worten, durch bildgebende Verfahren

in den Hirnbereichen zu zeigen. So gelingt

es, jene Sprachmuster zu identifizieren, die

zur positiven Veränderung des Selbstbildes,

der Selbstwertstärkung und zur Förderung

des Selbstwertgefühls von sich selbst und

anderen Menschen führen. Dr. Fleischhut

war Leiter des Forschungsprojektes „Emotional

Neuroscience“. Mit dem „Neurowissenschaftlichen

Kommunikationstraining“

lassen sich die Erkenntnisse anwenden und

im Alltagsleben positive Entwicklungen für

sich und andere anregen.

Urania-

Kino

17.00 Uhr

siehe S. 74

Urania-

Kino

20.00 Uhr

siehe S. 75


58 PROGRAMM

Di, 23.02.

15.30 Uhr

Vortrag mit

Dias

Urania-

Kino

17.00 Uhr

siehe S. 75

Di, 23.02.

17.30 Uhr

Vortrag mit

Dias

Di, 23.02.

19.30 Uhr

Vortrag mit

Diskussion

Urania-

Kino

20.00 Uhr

siehe S. 75

Kunstgeschichte

Dr. Almut Mey, Ethnologin und Kulturwissenschaftlerin, Berlin

Südindien – Wo die Kunst den Gottheiten dient

Im Süden Indiens, im „Land, wo der Pfeffer

wächst“, haben hunderttausend Göttinnen

und Götter des Hinduismus ihre Heimstatt

auf bis zu 70 m hohen Tempeltürmen gefunden.

Schon im 8. Jahrhundert wurde der südindische

Dravida-Stil entwickelt, der seinen

Geschichte

Dr. habil. Ernst Piper, Privatdozent für Neuere Geschichte, Universität

Potsdam, Autor des gleichnamigen Buches

Girolamo Savonarola – Der Prophet der Diktatur Gottes

im Florenz der Medici

Der Bußprediger Girolamo Savonarola

(1452-1498) versuchte, die katholische Kirche

von innen heraus zu reformieren. 1494

vertrieb man die Medici aus Florenz, und

der Dominikanermönch wurde zur beherrschenden

Figur in der Renaissancestadt.

Mit gewaltigen Bußpredigten schlug er die

Florentiner in seinen Bann. Selbst Künstler

Psychologie

wie Botticelli gehörten zu seinen Anhängern.

Unter Savonarolas Anleitung wurde

die Stadtverfassung reformiert, doch als

der Prediger sich mit dem Papst anlegte,

wurde ihm das zum Verhängnis. Der Konflikt

mit dem berüchtigten Renaissancepapst

Alexander VI. endete mit Savonarolas

Hinrichtung.

Dr. med. Andreas Dieckmann, Chefarzt, Vivantes Entwöhnungstherapie,

Hartmut-Spittler-Fachklinik am Auguste-Viktoria-Klinikum, Berlin

Lebenswelten von Borderline, Sucht & Co.

Denkweisen verstehen, den Umgang mit „schwierigen“ Menschen verbessern

In Prozessen zu Gewaltdelikten ziehen psychiatrische

Gutachter oft den Zorn der Menschen

auf sich, weil Gerichtsurteile ihre

festgestellte Schuldunfähigkeit berücksichtigen.

Gefühlsduselei von Kuschelpsychiatern

oder fachgerechte Beurteilung?

Der Vortrag gibt Einblicke in Erlebensweisen

persönlichkeitsgestörter Menschen.

Höhepunkt im Brihadesvara-Tempel in Tanjore

fand, der wohl als großartigster Tempel

Indiens gilt. Hier finden Tempelfeste statt, zu

denen unzählige Pilger herbeiströmen, und

die leuchtenden Farben der Saris wetteifern

dann mit den buntbemalten Götterfiguren.

Die verzerrte Sicht auf die Realität akzentuiert

sich noch durch den Versuch, mit Alkohol

oder Drogen die Symptome zu lindern.

Der Vortrag wendet sich an interessierte

Laien, Angehörige, Kollegen und Vorgesetzte,

die im Umgang mit „schwierigen“

Mitmenschen verzweifeln und sich in ungewohnte

Denkweisen einfühlen wollen.


Urania Reihe – „Mystik einst und jetzt“

Harald Alexander Korp, Religionswissenschaftler, Lach-Yoga Trainer, Berlin

Al-Halladsch – Der lachende Sufi

„Ich bin die absolute Wahrheit“, beschrieb

der islamische Mystiker Al-Halladsch im 10.

Jahrhundert seinen Weg. Ein Satz, der nach

orthodoxen islamischen Glauben nur Gott

selbst zusteht. Als Al-Halladsch für diese

Worte in Bagdad hingerichtet wird, soll er

seine Henker ausgelacht haben. Er verkün-

Werner Eberwein, Dipl.-Psych., Psych. Psychotherapeut, Deutsche Gesellschaft

für Hypnose und Hypnotherapie, Berlin

Selbsthypnose: Wie funktioniert sie, was bewirkt sie?

Methoden der Tiefentspannung und Versenkung

wurden schon im alten Ägypten

beschrieben – heute sind sie Bestandteil

moderner Therapieverfahren. Selbsthypnose

erleichtert es, Kontakt mit dem Unbewussten

und dem Körper aufzunehmen,

schwierige Situationen zu bewältigen und

psychische oder körperliche Selbstheilungsprozesse

zu fördern. Für Ängste, Depressi-

PROGRAMM 59

Mi, 24.02.

15.30 Uhr

Vortrag mit

Diskussion

Psychologie Mi, 24.02.

17.30 Uhr

onen, Abhängigkeiten, Traumata, psychosomatische

oder Beziehungsstörungen,

medizinische Eingriffe und körperliche Erkrankungen

gibt es eine Vielzahl von Selbsthypnoseformen,

so dass jeder eine Methode

finden kann, die für ihn funktioniert. Die

Zuhörer können leichte Trancezustände

selbst erfahren und lernen, wie man Selbsthypnosetechniken

im Alltag anwendet.

Prof. Dr. Elmar Altvater, em. Prof. für Politische Ökonomie, FU Berlin

Dr. Raul Zelik, Schriftsteller, Journalist und Gastprof. für Politik, Nationaluniversität

Bogota, Autoren des gleichnamigen Buches

Moderation: Prof. Dr. Bernd Ladwig, Prof. für Politische Theorie, FU Berlin

Die Vermessung der Utopie

Zwanzig Jahre nach dem Ende des real existierenden

Sozialismus ist anlässlich der größten

Finanz- und Wirtschaftskrise seit 1929

für viele Menschen die Frage nach der Überlebensfähigkeit

des Kapitalismus wieder aktuell

geworden. Und auch bei den Themen

Klimawandel, industrielle Überkapazitäten,

Arbeitslosigkeit oder Verteilung des Reichtums

scheint der »freie Markt« grundlegende

dete, alle Religionen hätten den gleichen

Ursprung, und es sei besser, Gott zu gedenken,

als nach Mekka zu pilgern. Für die

Geistlichen im damaligen Bagdad bedeutete

dies pure Gotteslästerung und die Gefahr

eines Volksaufstandes. Welche Rolle spielt

Al-Halladsch heute im Islam?

Vortrag mit

praktischen

Übungen

Politik / Wirtschaft / Gesellschaft Fr, 24.02.

19.30 Uhr

soziale, wirtschaftliche und ökologische Probleme

nicht lösen zu können. Doch ist eine

Gesellschaft jenseits des Kapitalismus

überhaupt noch vorstellbar? Raul Zelik und

Elmar Altvater liefern eine radikal-kritische

Analyse der Gegenwart, und sie versuchen,

ein Gesellschaftsmodell zu entwickeln, das

das ökologische und soziale Gemeinwohl

einbezieht.

Urania-

Kino

17.00 Uhr

siehe S. 74

Experten-

gespräch

und

Lesung

Urania-

Kino

20.00 Uhr

siehe S. 75


60 PROGRAMM

Do, 25.02.

15.30 Uhr

Vortrag mit

Dias

Urania-

Kino

17.00 Uhr

siehe S. 75

Do, 25.02.

17.30 Uhr

Vortrag mit

Diskussion

Do, 25.02.

19.30 Uhr

Buch -

vorstel lung

mit Podiumsgespräch

Urania-

Kino

20.00 Uhr

siehe S. 75

Geschichte

Dr. Gerhild H. M. Komander, Historikerin, Berlin

Geschwisterliebe: Friedrich II. von Preußen und Wilhelmine

Der Tempel im Park von Sanssouci mit

der Statue der Markgräfin Wilhelmine von

Bayreuth verweist auf ein wichtiges Kapitel

im Leben Friedrich II. Wilhelmine, die zwei

Jahre ältere Schwester des preußischen Königs,

musste den väterlichen Hof verlassen

und wäre doch am liebsten in Preußen ge-

Psychologie

Wir glauben oft zu wissen, was uns krank

gemacht hat. Allzu rasch suchen wir das Böse

nur im Außen. Die Begriffe „Stress“ und

„Trauma“ kennzeichnen Trends, mit denen

wir versuchen, seelische Krankheitsursachen

als äußere Einwirkung zu begreifen.

Sätze wie „Ich mach’ mir Stress“ zeigen

aber, dass auch unsere Persönlichkeit mit im

Gehirn und Mensch

In Zusammenarbeit mit dem Humanistischen Verband, LV Berlin

Prof. Dr. Gerald Wolf, Medizinische Fakultät, Universität Magdeburg

Glaube mir, es gibt mich nicht –

Gehirnstimulation und Glaube

Gesprächspartner: Dr. Ingolf Toll Ebel, Urania Berlin

Dr. Alexander Kirchgässner ist Single und

in den besten Jahren. Als Philosoph ist er

auch bereit, unkonventionelle Wege zu gehen.

Dazu hat er sich einen Magnet-Helm

beschafft, bei dem die Werbung verspricht:

„Durch magnetische Stimulation des Gehirns

zu einer höheren Wirklichkeit finden!“

blieben. In Bayreuth imitierte sie Sanssouci,

trotzte dem König und blieb dem Bruder

künstlerische Partnerin. Die enge emotionale

und geistige Bindung der königlichen

Geschwister widerstand bis zum Tod der

Markgräfin der Entfernung, mancher Intrige

und gegenseitiger Verletzungen.

Prof. Dr. Hans Stoffels, Chefarzt, Facharzt für Psychiatrie und

Psychotherapie, Schlosspark-Klinik Berlin

Trauma, Biographie und Persönlichkeit. Was macht uns

eigentlich krank?!

Spiel ist. Welche Rolle hat die Biographie?

Welche alterstypischen Konflikte sind zu

lösen, damit sich etwas ändern lässt? Der

Vortrag zeigt, wann Therapie erfolgreich sein

kann. Denn wissenschaftliche, objektive Erkenntnis

kann subjektive und biographische

Faktoren nicht eliminieren.

Und tatsächlich macht er damit unheimlich

Erfahrungen... Magnetische Hirnstimulation,

Science Fiction oder reale Option. Mit

seinem Wissenschaftsroman bietet Gerald

Wolf neueste Erkenntnisse unterhaltsam

und spannend verpackt.

Mit anschließender Diskussion.


Präsentiert von radioBERLIN 88,8

Uwe Marek, Berlin

PROGRAMM 61

Geschichte

Aus Anlass des 200. Todesjahres

Königin Luise von Preußen – geliebt, verklärt und unvergessen

Schon als ganz junge Frau wuchs Luise über

das oberflächliche Hofleben hinaus, nahm

Anteil an den gesellschaftlichen und kulturellen

Strömungen und wurde als Königin

von Preußen zur Seele des Widerstandes

gegen Napoleon. Ihre Schönheit, ihre Standhaftigkeit

trotz persönlichen Leidens und ihr

Eines der zentralen Themen in der Literatur

ist die Identität. Schon in der Antike wird

das Problem thematisiert, aber erst mit der

Moderne so richtig virulent. Thomas Schäfer

früher Tod haben eine Verehrung hervorgerufen,

die fast einer Verklärung gleichkommt

und heute noch fortlebt. Uwe Marek führt

Sie nach Charlottenburg, Potsdam, Paretz,

Auerstedt, Neustrelitz… und zeigt, wie die

Erinnerung an Luise wach geblieben ist.

Urania-Reihe „Literatur und Philosophie“

Dr. Thomas Schäfer, Dozent für Philosophie und Ethik, Berlin

Literatur, Identität und Philosophie – Ingeborg Bachmann

und andere Autoren

stellt Ihnen anhand von Ingeborg Bachmann

und anderen Autoren beispielhaft vor, wie

das Thema Identität in der Literatur eine philosophische

Behandlung erfährt.

Ökologie

Prof. Dr. Michael Succow, Träger des Alternativen Nobelpreises, ehem.

Direktor d. Inst. f. Botanik der Uni. Greifswald, Träger der Urania-Medaille

Auf den Spuren Sven Hedins – die Wüste Taklamakhan

Prof. Succow ist berühmt für seinen Einsatz

zum Schutz gefährdeter Ökosysteme

in vielen Ländern der Welt. Die von ihm gegründete

Stiftung engagiert sich nicht nur

in Deutschland, sondern auch in Ländern

wie Aserbaidshan oder Turkmenistan. Und

Prof. Succow ist auch in China, in der Wüste

Taklamakhan aktiv, die von vielen Berichten

über die legendäre Seidenstraße

und natürlich durch die spektakuläre Durchquerung

von Sven Hedin bekannt ist. Hier

wird über die Ökosysteme

der traditionellen

Tugai-Wälder

geforscht, ihre traditionelle

Nutzung und

ihre aktuelle Vernichtung.

Prof. Succow

berichtet aber

auch über die Bemühungen, die letzten Reste

der Euphrat-Pappelauen zu erhalten.

Fr, 26.02.

15.30 Uhr

Vortrag mit

Dias

Fr, 26.02.

17.30 Uhr

Vortrag mit

Diskussion

Fr, 26.02.

19.30 Uhr

Vortrag mit

Diskussion


62 PROGRAMM

Sa, 27.02.

10.00-

14.00 Uhr

Vorträge mit

Diskussion

Informationsstände

Eintritt frei

So, 28.02

10.30 Uhr

Medizin / Gesundheitstag

Die Klinik für Orthopädie mit dem Centrum für Muskuloskeletale Chirurgie der

Charité –Universitätsmedizin Berlin lädt Sie zum Informationstag ein.

Ärztliche Leitung: PD Dr. med. Klaus-D. Schaser

Rückenschmerzen – Moderne Behandlungsformen gegen

das Leiden

Drei von vier Deutschen leiden mindestens

einmal im Leben an Rückenschmerzen. Ursachen

für chronische Rückenschmerzen

sind vielfältig, doch oft sind es verschleißbedingte

Veränderungen der Wirbelgelenke

und Bandscheiben. Aber auch muskuläre

Ursachen und psychosomatische, stressbedingte

Faktoren wirken mit. Rückenschmerzen

sind für den Patienten extrem

belastend, die Bewegung stark eingeschränkt,

die Lebensqualität und Teilnahme

am sozialen oder beruflichen Leben wird

sehr beeinträchtigt. Der Schmerzmittelverbrauch

ist mitunter enorm hoch.

Doch gezielte Diagnostik und effiziente Nutzung

der verfügbaren konservativen, krankengymnastischen

und manualtherapeutischen

Therapien, zusammen mit Training

für Muskeln, Haltung und Bewegung führen

Philosophisches Café: Weltende oder Weltwende?

Zur Kritik der apokalyptischen Philosophie

Prof. Dr. Lutz von Werder

Philosoph und Publizist, Berlin

Weltende durch den Krieg der Weltreligionen? – Victor und

Victoria Trimondi

Die Apokalypse ist ein „universelles Szenario,

das in den Weltreligionen und bei vielen

Sekten mit Millionen von Anhängern zu finden

ist“, so schreiben Victor und Victoria Trimondi.

Wegen der medialen Globalisierung

ist diese Ideologie heute eine „weltweite

mentale Krankheit“. Ist da noch Rettung

zu einer deutlichen Besserung. Der Gesundheitstag

informiert Sie über modernste Behandlungsformen,

auch chirurgische Verfahren,

die gegen das Leiden Rückenschmerz

helfen.

Alle Vorträge und Referenten unter

www.urania.de.

möglich? Lutz von Werder stellt Ihnen vor,

ob und wie das Weltende durch religiöse

Abrüstung eventuell noch abzuwenden ist.

Das nächste Philosophische Café findet am

04.04. zum Thema „Weltende und Apokalypse-Industrie

– Matthias Horx“ statt.


Nur einmal in Berlin!

Michael Martin, Diplom-Geograf, Fotograf, Autor, München

30 Jahre Abenteuer

Michael Martin ist Fotograf, Forschungsreisender,

Abenteurer: Seit dreißig Jahren bereist

er die Wüsten dieser Erde. Ob auf die

erste Mofa-Tour nach Marokko, im alten Peugeot

kreuz und quer durch die Sahara oder

mit dem Motorrad um die ganze Welt –

Michael Martins Zwischenbilanz »30 Jahre

Abenteuer« ist mehr als ein »Best Of«: Als

Abenteurer, der mittlerweile alle Strecken

mit dem Motorrad bewältigt, berichtet er

von stundenlangen Sandstürmen, brüllender

Hitze, klirrender Kälte und seinen Erlebnissen

in den entlegensten und unwirtlichsten

Gegenden der Erde. Als Forschungsreisender

erzählt er mit fundiertem Wissen von

Abenteuer und Extreme

der Vielfalt dieser kargen Lebensräume. Und

als Fotograf beweist er einen einzigartigen

Sinn für die Schönheit der Wüsten. Eintritt:

12,- €, ermäßigt 9,50 €, Urania-Mitgl. 8,- €

Berlin hören. Pop fühlen.

VORSCHAU 63

Di, 16.03.

19.30 Uhr

Multivision


Do, 11.03

20.00 Uhr

Comedy

Sa, 20.03.

20.00 Uhr

Comedy

Sa, 24.04.

So, 25.04.

16.00 Uhr

Bühne

64 VORSCHAU

Urania goes Comedy

Glas Blas Sing Quintett

„Keine Macht den Dosen“

Nach dem erfolgreichen Auftritt in der Urania

Comedy Show lädt das GlasBlasSing

Quintett zum exklusiven Soloprogramm-

Abend: Ob Blues, Rumba oder Uptempo-

Rocksong, ob selbst komponiert und getextet

oder frech adaptiert - wer Flaschenmusik

so wie das GlasBlasSing Quintett versteht,

duldet keine stilistischen Grenzen. Außerdem

gilt: „Keine Macht den Dosen!“ Denn

hier kommt nichts aus der Konserve. Musik

nach dem deutschen Reinheitsgebot!

Urania goes Comedy

Jörg Knör

„Peinlich-Neues aus Promiland“

Jörg Knör, der Entertainer unter den Comedians,

jongliert mit allem, was auf der

Bühne Wirkung hat : Komik, Musik, Parodie

und blitzschnellen Karikaturen. Das aktuelle

Programm des Bambi-Preisträgers ist ein

spannender Ausflug in die Welt der Stars,

die gerade Schlagzeilen machen und beginnt

genau da, wo Frauke Ludowig`s Star-

Geflüster aufhört!

Kinderballett

Gastspiel der Deutschen Oper Berlin

Kinder tanzen für Kinder

Tschaikowskij-Gala

Höhepunkte aus den Ballett-Klassikern

Dornröschen, Schwanensee und

Der Nussknacker.

Choreographie und Inszenierung:

Felicitas Binder

Kindereintritt: 6,- € Erwachsene: 12,- €,

ermäßigt 11,- €, Urania-Mitglieder 10,- €


Das Filmarchiv des Bundesarchivs präsentiert

Filme aus dem ALTEN BERLIN – fast 24 Stunden

Kuratorin: Evelyn Hampicke, Filmarchiv des Bundesarchivs

FILME 65

kinoprogramm Januar/Februar

OmU = Originalfassung mit dt. Untertiteln, OF = Originalfassung, DF = dt. Fassung

Berlin im Film, das sind nicht nur die Bilder der historischen Umwälzungen, die mittlerweile alle

kennen. Berlin im Film, das sind vor allem Bilder, die noch nicht bekannt sind. Dank der Arbeit des

Filmarchivs des Bundesarchivs gibt es einen reichen Schatz an Spiel-, Dokumentar-, Werbe- und

so genannten „Ohne Titel“-Filmen, die keinen Berlin-Kitsch bieten, sondern Unbekanntes entdecken,

Vergessenes ans Projektionslicht der Öffentlichkeit holen und Berlin in ganz speziellen Sichtweisen

vorstellen. Die ersten bewegten Berlin-Bilder waren die von Max Skaldanovsky aus dem

Jahre 1895. Was danach gekurbelt wurde, das zeigen wir in diesem und in den Folgejahren immer

zur Berlinale – für die Berliner und die Berlinale-Gäste. In diesem Jahr begegnen Ihnen „Das

Veilchen vom Potsdamer Platz“ und die „Göttliche Jette“. Es wird „Krach im Hinterhaus“ und

„Krach im Vorderhaus“ geben und auch das Brandenburger Tor wird eine Rolle spielen. In der

„Überraschungsbox Berlin Kurzmetrage“ sehen Sie Filme zusammengefasst in speziellen Programmen.

Die Programme heißen: „Der Bauch von Berlin“ (1922-1930), „Zeitprobleme in Berlin“

(1918-1973) und „Abends in Berlin“ (1934-1968). mit dem wir am 13.02 um 17 Uhr beginnen.

VORHANG AUF

FÜR DIE 60. BERLINALE


66 FILME

Filme über die Liebe

Mo, 04.01., 17.00 Uhr + Di, 05.01., 20.00 Uhr

Die Standesbeamtin

CH 2009 / Regie: Micha Lewinsky / Darsteller: Marie Leuenberger, Dominique Jann,

Oriana Schrage, Beat Schlatter u.A. / 90 min.

Rahel Hubli arbeitet als Standesbeamtin in einem idyllischen Schweizer Städtchen. An die große

Liebe glaubt sie aber schon lange nicht mehr. Als ihr Jugendfreund Ben plötzlich wieder auftaucht,

erinnert sich Rahel daran, wie es sich anfühlt, verliebt zu sein. Und das führt zu Problemen, denn

Rahel ist verheiratet. Und Ben will sich verheiraten lassen: von Rahel.

Filme zur Spiritualität

Mo, 04.01., 20.00 Uhr + Di, 05.01., 17.00 Uhr

Vision – Aus dem Leben der Hildegard von Bingen

D 2009 / Regie: Margarethe von Trotta / Darsteller: Barbara Sukowa, Heino Ferch, Hannah

Herzsprung, Alexander Held, Lena Stolze u. A. / ab 12 / 111 min.

Margarethe von Trotta entwirft in ihrem neuen Film das einfühlsame, intensive Porträt einer

außergewöhnlich begabten, mutigen und visionären Frau, die mit ihrem Erfolg und ihrer Strahlkraft

heftigen Widerstand in der Kirche ausgelöst hat. Ein bewegender Film über eine mutige Frau, die

sich von der Institution Kirche nicht hat klein machen lassen.

Filme zur Literatur

Mi, 06.01., 17.00 + 20.00 Uhr + Mo, 11.01., 17.00 + 20.00 Uhr

Die Frau des Zeitreisenden

USA 2009 / Regie: Robert Schwentke / Darsteller: Rachel McAdams, Eric Bana, Arliss

Howard, Ron Livingston u.A. / DF / 107 min.

Clare liebt Henry schon ihr Leben lang. Ihre Beziehung ist allerdings fragil, denn Henry ist ein Zeitreisender.

Er leidet unter einer seltenen Gen-Anomalie, durch die sein Leben auf ständig wechselnden

Zeitebenen verläuft, über die er keinerlei Kontrolle hat. Verfilmung des Bestsellers von

Audrey Niffenegger.

Filme zur politik

Do, 07.01., 17.00 Uhr + Fr, 08.01., 20.00 Uhr

Wüstenblume

D / At / F 2009 / Regie: Sherry Hormann / Darsteller: Liya Kebede, Sally Hawkins, Timothy

Spall, Juliet Stevenson u.A. / ab 12 / DF / 120 min.

Ihre Geschichte berührte Millionen: Waris Diries Buch wurde ein Weltbestseller. Die inspirierende

Geschichte einer außergewöhnlichen, stolzen und mutigen Frau, ein modernes Märchen zwischen

schillernder Glamourwelt und archaischen Ritualen, voller Lebendigkeit, emotionaler Tiefe und

großem Einfühlungsvermögen.


FILME 67

Filme zur Lage der mode

Do, 07.01., 20.00 Uhr + Fr, 08.01., 17.00 Uhr

Coco Chanel – Der Beginn einer Leidenschaft

F 2009 / Regie: Anne Fontaine / Darsteller: Audrey Tautou, Benoît Poelvoorde, Alessandro

Nivola u.A. / ab 6 / DF / 110 min.

Ein kleines Mädchen, das vergeblich auf den Vater wartet. Eine Varietésängerin mit schwacher

Stimme, die vor betrunkenen Soldaten singt. Eine arme Näherin, die im Hinterzimmer Säume stichelt,

eine Rebellin, die an den Konventionen erstickt und die Kleidung ihrer Liebhaber trägt. Dies

ist die Geschichte einer der berühmtesten Frauen des 20. Jahrhunderts, legendäre Modeschöpferin,

Verkörperung der modernen Frau, zeitloses Symbol für Erfolg, Freiheit und Stil.

Das Filmarchiv des bundesarchivs präsentiert

Di, 12.01., 18.00 Uhr

„Zwischen Herzschmerz und Propaganda“

Eine Zeitreise durch das gewesene Ostpreußen und seine Kunstform im zeitgenössischen

Filmbild. Mit Einführung durch Evelyn Hampicke vom Filmarchiv des Bundesarchivs

Stärker als die Liebe

D 1938 / Spielfilm / Regie: Joe Stöckel / Darsteller: Paul Wegener, Leny Marenbach, Paul

Richter, Eric Ode u.A. / 84 min.

Oberförster Mierau hat zwei schöne Töchter: Die eine trifft sich mit einem Gutsinspektor, der

nicht des Vaters Präferenz ist, die andere findet den Mann, der den Wünschen des Vaters entspricht.

Neben dem Problem mit der Tochter hat Mierau aber auch noch ein Problem mit einem

Wilderer. Und damit beginnt ein ostpreußischer Frauen- und Heimatroman als Film, denn die Jagd

nach dem Wilderer ist natürlich verknüpft mit dem Schicksal der Töchter...

Eintritt: 8,- €, ermäßigt 7,- €, Urania-Mitglieder 5,50 €

Filme über die Liebe

Mi, 13.01., 17.00 + 20.00 Uhr

Zerrissene Umarmungen

E 2009 / Regie: Pedro Almodóvar / Darsteller: Penélope

Cruz, Lluís Homar, Blanca Portillo u.A. / ab 12 / DF /

127 min.

Schon beim Casting für seinen neuesten Film verliebt sich der

junge Regisseur Mateo Blanco leidenschaftlich in die wunderschöne

Hauptdarstellerin Lena. Eine gefährliche Leidenschaft,

denn Lena ist mit einem Bankier verheiratet, der sie argwöhnisch

überwacht. Mit dieser dramatischen Liebesgeschichte bietet der

Meister des Melodrams wieder ein virtuos verschachteltes Spiegelkabinett,

bei dem Realität und Fiktion kunstvoll miteinander

verschmelzen.


68 FILME

Filme zur unterhaltung

Do, 14.01., 17.00 + 20.00 Uhr

Away We Go

USA / UK 2009 / Regie: Sam Mendes / Darsteller: John Krasinski, Maya Rudolph, Jeff

Daniels, Catherine O‘Hara u.A. / DF / ab 12 / 98 min.

Als Burt und Verona, beide um die 30, erfahren, dass Verona schwanger ist, ergreift sie die Panik.

Noch dazu, wo Burts Eltern auswandern wollen und von ihnen keine Unterstützung zu erwarten

ist. Was tun? Nach dem Oscar-Hit „American Beauty“ und dem Drama „Zeiten des Aufruhrs“

bietet Sam Mendes ein geistreiches und wunderbar komisches Road-Movie.

Filme zur Literatur

Fr, 15.01., 17.00 + 20.00 Uhr

Slumdog Millionär

UK / USA 2008 / Regie: Danny Boyle / Darsteller: Dev Patel, Anil Kapoor, Madhur Mittal,

Freida Pinto u. A. / ab 12 / OmU / Länge: 120 min.

Glauben Sie an das Schicksal? Für Jamal Malik ist es der größte Tag seines bisherigen Lebens.

Nur noch eine Frage trennt ihn vom 20-Millionen-Rupien-Hauptgewinn in Indiens TV-Show „Wer

wird Millionär?“. Doch was in aller Welt hat ein Youngster aus den Slums von Mumbai in dieser

Sendung verloren? Und wie kommt es, dass er auf alle Fragen eine Antwort weiß?

Filme zur Literatur

Mo, 18.01., 17.00 + 20.00 Uhr

Tannöd

D 2009 / Regie: Bettina Oberli / Darsteller: Julia Jentsch, Monica Bleibtreu, Volker Bruch,

Brigitte Hobmeier u.A. / ab 12 / 97 min.

Abgelegen im blauschwarzen Tannenwald liegt er, der Mordhof. Hier wurde die gesamte Familie

Danner brutal mit der Spitzhacke erschlagen, auch die Kinder und die neue Magd. Niemand im

Dorf hat von der grausamen Tat etwas mitbekommen. Wundern tut es aber keinen... Ein Drama

über menschliche Abgründe – mit der großartigen Monica Bleibtreu in ihrer letzten Kinorolle.

Das Filmarchiv des bundesarchivs präsentiert:

Di, 19.01., 18.00 Uhr

Johannisfeuer

D 1939 / Spielfilm / Regie: Arthur Maria Rabenalt / Darsteller: Otto Wernicke, Gertrud Meyen,

Hans Brausewetter, Anna Dammann, Maria Koppenhöfer u.A. / 82 min.

Georg Vogelreuter war viele Jahre in Afrika. Jetzt ist er zurückgekehrt auf den Hof seiner Pflegeeltern

in Masuren. Dort trifft er auf Trude, die Tochter seiner Ziehfamilie, die seine Braut werden

soll, und Marikke, ein hübsches Mädchen mit einem dunklen Geheimnis…

Mit Einführung durch Evelyn Hampicke vom Filmarchiv des Bundesarchivs

Eintritt: 8,- €, ermäßigt 7,- €, Urania-Mitglieder 5,50 €


FILME 69

Filme zur geschichte und zu berlin – Dokumentation

Mi, 20.01., 17.00 Uhr – Digitale Projektion

Mit Einführung durch Dr. Sylvia Falke, Ägyptologin, Urania Berlin

Preußen am Nil – Die Königlich Preußische Expedition und ihre

Schätze

D 2009 / Regie: Sebastian Eschenbach / 55 min.

Von 1842 bis 1845 erforschte die Königlich Preußische Expedition unter Karl Richard Lepsius die

Altertümer entlang des Nils. Die Expedition legte den Grundstein für die Berliner Ägyptische

Sammlung. Über 160 Jahre später begibt sich ein Filmteam auf die Spuren dieser Expedition und

bereist Ägypten und den Sudan. Der Film schlägt dabei immer wieder die Brücke zum Ägyptischen

Museum in Berlin und seinen Exponaten.

Filme mit Filmgespräch – Dokumentation

Mi, 20.01., 20.00 Uhr – Digitale Projektion

Gäste: Regisseurin Alexandra Pohlmeier und Prof. Dr. Andreas Heinz, Charité Berlin

Himmel und mehr – Dorothea Buck auf der Spur

D 2008 / Regie: Alexandra Pohlmeier / Mitwirkende: Dorothea Buck, Anne Fischer,

Manuela Ziskoven, Prof. Dr. Andreas Heinz, Prof. Dr. Thomas Bock / 90 min.

1917 geboren, gerät Dorothea Buck mit 19 Jahren in eine schwere psychische Krise. Die Diagnose

„Schizophrenie“ stempelt sie im Dritten Reich als „minderwertig“ ab. Sie wird zwangssterilisiert

und entgeht nur knapp dem Mordprogramm der „Euthanasie“. Sie überlebt das Nazi-Regime

und entgegen der ärztlichen Unheilbarkeitsdiagnose versucht sie zu verstehen, wie sie in die Psychose

fiel. Zugleich entwickelt sie sich als Künstlerin und vielfach ausgezeichnete Bildhauerin. So

findet sie auch den Schlüssel zur Heilung. Ein Film der Mut macht!

Eintritt: 8,- €, ermäßigt 7,- €, Urania-Mitglieder 5,50 €

Filme über die Liebe

Do, 21.01., 17.00 + 20.00 Uhr + Mo, 25.01., 17.00 + 20.00 Uhr

Liebe auf den zweiten Blick

UK / USA 2008 / Regie: Joel Hopkins / Darsteller: Dustin

Hoffman, Emma Thompson, James Brolin, Kathy Baker

u.A. / DF / 93 min.

Für Harvey Shine läuft es gerade nicht gut. Seine Karriere als

Komponist stockt, und bei der Hochzeit seiner einzigen Tochter

Susan zu der er nach London fliegt, soll an seiner statt der Schwiegervater

die Braut führen. Tief gekränkt verlässt er das Fest und verpasst auch seinen Flug. Aber

er trifft in der Flughafenbar auf Kate, und beide stellen fest: Große Gefühle kennen kein Alter! Dustin

Hoffman und Emma Thompson in absoluter Höchstform.


70 FILME

Filme zur politik

Di, 26.01., 20.00 Uhr + Mi, 27.01., 20.00 Uhr

Sturm

D / DK 2009 / Regie: Hans-Christian Schmid / Darsteller: Kerry Fox, Anamaria Marinca,

Stephen Dillane, Rolf Lassgård / DF / ab 12 / 103 min.

Dieser Film war einer der Höhepunkte der diesjährigen Berlinale. Die Geschichte um die Anklägerin

am Kriegsverbrechertribunal in Den Haag, die einen Prozess gegen einen ehemaligen Befehlshaber

der jugoslawischen Volksarmee führen soll, zeigt die ganze Palette der Schwierigkeiten,

mit der die Gerechtigkeit heute konfrontiert ist: Ein Kampf im Spannungsfeld zwischen den politischen

Interessen der UN und dem Anspruch auf Unabhängigkeit des Rechts.

Filme zur Spiritualität

Do, 28.01., 20.00 Uhr + Fr, 29.01., 20.00 Uhr

Film zur medizin – informationsabend zum Thema Depression

Mo, 01.02., 17.30 Uhr

Filme zu geschichte(n)

Di, 02.02., 20.00 Uhr + Di, 03.02., 20.00 Uhr

Die Päpstin

D / UK / It / E 2009 / Regie: Sönke Wortmann / Darsteller:

Johanna Wokalek, David Wenham, John Goodman, Iain

Glen u.A. / DF / ab 12 / 148 min.

Ihre Existenz war ein Geheimnis, ihr Name wurde aus den Geschichtsbüchern

getilgt. Dennoch wurde das Leben der Johanna,

die als Papst Johannes Anglicus im 9. Jahrhundert die katholische

Kirche lenkte, zur Legende. Den Weltbestseller von Donna W. Cross bringt Sönke Wortmann als

packendes Historienepos auf die Leinwand.

Eintritt: 8,- €, ermäßigt 7,- €, Urania-Mitglieder 5,50 €

Schattenzeit

D 2009 / Regie: Gregor Theus / 60 min.

Dokumentation, nähere Angaben s. Seite 39

Inglorious Basterds

USA / D 2009 / Regie: Quentin Tarantino / Darsteller: Brad Pitt, Diane Kruger, Christoph

Waltz, Daniel Brühl, Til Schweiger u.A. / DF / ab 16 / 154 min.

Ohne Zweifel gehört Quentin Tarantino auch 15 Jahre nach seinem Welterfolg mit „Pulp Fiction“

zu den aufregendsten Kreativen des modernen Kinos. Mit seinem neuen Film schreibt er das erste

Mal „historische“ Fiction und bringt ein leidenschaftliches Rache-Abenteuer auf die Leinwand,

das im von Deutschland besetzten Frankreich spielt und die absolute Starbesetzung bietet.

Eintritt: 8,- €, ermäßigt 7,- €, Urania-Mitglieder 5,50 €


FILME 71

Filme zur Spiritualität – Dokumentation

Do, 04.02., 20.00 Uhr

Mitgefühl, Weisheit und Humor

D 2008 / Regie: Boris Penth / Mitwirkende: Sogyal Rinpoche, John Cleese, Thigyal Lakar,

Saymo Thinley, Elisabeth Nowotny / 89 min.

Sogyal Rinpoche gilt neben dem Dalai Lama als einer der wichtigsten Lehrer des Tibetischen Buddhismus.

Er ist Gründer der weltweiten Organisation Rigpa und Autor des millionenfach verbreiteten

Werks „Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben“. Als junger Mann kam er in den

Westen und studierte Vergleichende Religionswissenschaften in Cambridge. Der Film porträtiert

diesen bedeutenden buddhistischen Lehrer, kehrt an die Stätten seiner Kindheit zurück, zeigt nie

gesehene Aufnahmen von Tempeln und Wirkungsstätten großer Meister und entfaltet die Grundessenz

buddhistischer Weisheitslehren.

Filme über die Liebe

05.02., 17.00 Uhr + Mo, 08.02., 20.00 Uhr

Ich habe sie geliebt

F 2009 / Regie: Zabou Breitman / Darsteller: Daniel Auteuil, Marie-Josée Croze, Florence

Loiret Caille u.A. / DF / ab 6 / 115 min.

Eine frisch verlassene Frau und ein alternder Mann, der seine große Liebe aus Feigheit verloren

hat: Die Konfrontation von zwei unterschiedlichen Schicksalen in einem abgelegenen Berghaus

hat die Erfolgsautorin Anna Gavalda in ihrem ersten Roman „Ich habe ihn geliebt“ beschrieben.

Die Schauspielerin und Regisseurin Zabou Breitman setzt Anna Gavaldas Bestseller in ihrer eigenen

Handschrift für das Kino um.

Filme zur politik

05.02., 20.00 Uhr + Mo, 08.02., 17.00 Uhr

Erzähl mir was vom Regen

F 2008 / Regie: Agnès Jaoui / Darsteller: Agnès

Jaoui, Jean-Pierre Bacri, Jamel

Debbouze, Pascale Arbillot u.A. / DF / 98 min.

Agathe Villanova, erfolgreiche, engagierte Feministin

mit politischen Ambitionen, muss der Quote wegen

zum Wahlkampf nach Südfrankreich reisen, ausgerechnet

in den Ort ihrer Kindheit. Doch diese Reise

in die Vergangenheit konfrontiert sie mit den Problemen

von (politischer) Theorie und (Lebens-) Praxis

auf ganz neue Art und Weise. Und sie entlarvt liebevoll

die kleinen Schwächen, die wir alle in uns

tragen.


72 FILME

Das Filmarchiv des bundesarchivs präsentiert

Di, 09.02., 18.00 Uhr

Heimaterde

D 1941 / Spielfilm / Regie: Hans Deppe / Darsteller: Viktor Staal, Käte Haack, Theodor

Loos, Paul Dahlke, Viktoria von Ballasko u.A. / 89 min. Mit Einführung durch Evelyn

Hampicke vom Filmarchiv des Bundesarchivs

Ein Grenzhof, dessen Eigner, ein Förster, ein Mord, und der Förster als Verdächtiger. Dieser Film

bietet ein Heimatmelodram klassischen Zuschnitts, denn der Förster wird zwar freigesprochen,

aber von den Dorfbewohnern weiter verdächtigt. Zehn Jahre muss er leiden, bis sich herausstellt,

dass sein einziger Freund sich doch als Schurke erweist. Und es gibt ein Happy End.

Eintritt: 8,- €, ermäßigt 7,- €, Urania-Mitglieder 5,50 €

Filmfestspiele von berlin 60. internationale Filmfestspiele - berlinale

Fr, 12.02. bis So, 21.02.

In der Zeit vom 12.02. bis zum 21.02. ist die Urania Spielstätte der

60. Internationalen Filmfestspiele von Berlin. Informationen zu diesem

Programmsegment entnehmen Sie bitte den Publikationen der Berlinale.

Das Filmarchiv des bundesarchivs präsentiert

Filme aus dem ALTEN BERLIN – fast 24 Stunden

An einigen Tagen während der Berlinale bietet die Urania Ihnen in Zusammenarbeit mit

dem Filmarchiv des Bundesarchivs Special Screenings mit unbekannten Berlinfilmen.

Sa, 13.02., 16.00 Uhr

Einführung: Kuratorin Evelyn Hampicke vom Filmarchiv des Bundesarchivs.

Überraschungsbox Berlin Kurzmetrage:

„Abends in Berlin: 1934–1968“

mit folgenden Filmen: Ein vergnügter Abend (1937), Berlin - mal ganz anders noch (1938), Onkel

Theodor amüsiert sich (1934), Ein Abend an der Spree (1962), Großstadttypen (1938), Abends in

Berlin (1942), Berlin für seine Gäste (1968).

Eintritt: 8,- €, ermäßigt 7,- €, Urania-Mitglieder 5,50 €

Sa, 13.02., 19.00 Uhr

Einführung: Karl Griep, Leiter und Direktor des Filmarchiv des Bundesarchivs.

Die göttliche Jette

D 1937 / Spielfilm / Regie: Erich Waschneck / Darsteller: Grethe Weiser, Paul Westermeier,

Maria von Ditmar u.A. / 97 min.

Ein Musikfilm, der die göttliche Jette alias Grethe Weiser als Berliner Gesangstalent von der Spree

nach Österreich und wieder zurück nach Spree-Athen führt. Berliner „Schnauze“ und Witz trifft

auf Österreichischen Charme, aber Berlin bleibt eben Berlin - und hier gehör‘n wa hin...

Eintritt: 8,- €, ermäßigt 7,- €, Urania-Mitglieder 5,50 €


Filme aus dem ALTEN BERLIN fast 24 Stunden

FILME 73

Das Filmarchiv des bundesarchivs präsentiert

So, 14.02., 16.00 Uhr – Spielfilm

Krach im Hinterhaus

D 1935 / Regie: Veit Harlan / Darsteller: Henny Porten, Eduard von Winterstein, Rotraut

Richter u.A. / 83 min.

In einem Berliner Hinterhaus gibt es pausenlos Krach unter den Mietern, denn es werden ständig

Kohlen aus dem Keller gestohlen. Besonders Witwe Bock steht unter Verdacht, denn der Portier

Krüger kann sie nicht leiden. Nun überlegt sie, wie man den wahren Täter zur Strecke bringen

kann. Und so kommt Sprengstoff zum Einsatz und auch ums Heiraten gibt es Krach. Aber am Ende

wird der Kohlenklau gefasst und es versöhnen sich fast alle.

Eintritt: 8,- €, ermäßigt 7,- €, Urania-Mitglieder 5,50 €

So, 14.02., 19.00 Uhr – Spielfilm

Krach im Vorderhaus

D 1941 / Regie: Paul Heidemann / Darsteller: Grethe Weiser, Rotraut Richter, Wolfgang

Kieling, Karl-Heinz Schroth, Mady Rahl u.A. / 79 min.

Eine Immobilienspekulation, eine Konditorei, ein zerstörtes Wasserrohr, ein singendes Serviermädchen

und die Witwe Bock, das sind nur einige der Ingredienzien dieses Unterhaltungsfilms

nach dem Roman von Maximilian Böttcher. Mit der Musik von Willi Kollo.

Eintritt: 8,- €, ermäßigt 7,- €, Urania-Mitglieder 5,50 €

Mo, 15.02., 16.00 Uhr – Dokumentation

Berlin, Gigant der Arbeit – Stadt der Schönheit

D 1930er / 92 min.

Der Film aus den frühen 30er Jahren, noch vor der Machtergreifung der Nazis gedreht, ist eine

Antwort auf die „Bilder einer Großstadt“ und bietet Beobachtungen des Aufbruchs einer Stadt

mit Blick auf die zwei Seiten einer Metropole.

Eintritt: 8,- €, ermäßigt 7,- €, Urania-Mitglieder 5,50 €

Di, 16.02., 16.00 Uhr – Spielfilm

Das Veilchen vom Potsdamer Platz

D 1936 / Regie: Johannes-Alexander Hübler Kahla / Darsteller: Rotraut Richter, Paul

Westermeier, Alfred Beierle, Lotte Werkmeister u.A. / 89 min.

Roßschlächter Knallkopp, Hauswirt des Droschkenkutschers Pietsch, will dem Kutscher wegen

hoher Mietschulden seinen alten Gaul wegnehmen, um mit dem Schlachterlös des Pferdes an

sein Geld zu kommen. Nur Mariechen, die Blumenverkäuferin vom Potsdamer Platz, versucht Geld

aufzunehmen um Pietsch zu helfen...Ein manchmal etwas rühriges Stück mit echtem Berliner

Millieu.

Eintritt: 8,- €, ermäßigt 7,- €, Urania-Mitglieder 5,50 €


74 FILME

Das Filmarchiv des bundesarchivs präsentiert

Mi, 17.02., 20.00 Uhr – Stummfilme mit Begleitung

Überraschungsbox Berlin Kurzmetrage:

„Der Bauch von Berlin: 1922-1930“

Mit folgenden Filmen:

Der Bauch von Berlin (1922), Berlins Entwicklung – Bilder vom Werdegang einer Weltstadt

(1921), Die Markthallen und Märkte (1930)

Am E-Piano begleitet: Stephan Carsten Graf von Bothmer

Eintritt: 10,- €, ermäßigt 8,- €, Urania-Mitglieder 6,- € / Essen und Trinken; begrenzte Platzzahl

Mi, 17.02., 22.00 Uhr – Stummfilm mit Begleitung

Durchs Brandenburger Tor – Solang noch untern Linden...

D 1929 / Regie: Max Knaacke und Wilhelm Dieterle / Darsteller: Paul Henckels, June

Marlowe, Aribert Mog, Inge Borg u.A. / 78 min.

Im Jahr 1914. Die Gesellen des Schusters Lehmann wetteifern um die Gunst seiner Tochter Frieda.

Sie liebt eigentlich ihren Vetter, den strebsamen Fritz. Aber es ist der gerissene Franz, der es

versteht, sie einzuwickeln. Und als Fritz in den Krieg zieht, gibt Frieda nach und heiratet Franz, der

jedoch ein Schurke ist. Fritz gilt bald als vermisst, und der alte Schuster stirbt vor Kummer. Und

doch gibt es ein Happy End...

Am E-Piano begleitet: Stephan Carsten Graf von Bothmer

Eintritt: 10,- €, ermäßigt 8,- €, Urania-Mitglieder 6,- € / Essen und Trinken; begrenzte Platzzahl

Sa, 20.02., 16.00 Uhr – Dokumentationen

Überraschungsbox Berlin Kurzmetrage:

„Zeitprobleme in Berlin: 1919-1973“

Mit folgenden Filmen:

Die Märzrevolution in Berlin (1919), Zeitprobleme – wie der Berliner Arbeiter wohnt (1930),

Berliner Milieu – Ackerstraße (1973)

Eintritt: 8,- €, ermäßigt 7,- €, Urania-Mitglieder 5,50 €

Filme über die Liebe

Mo, 22.02. 17.00 Uhr + Mi, 24.02., 17.00 Uhr

Chéri – Eine Komödie der Eitelkeiten

UK/ D / F 2009 / Regie: Stephen Frears / Darsteller: Michelle Pfeiffer, Kathy Bates, Rupert

Friend u.A. / DF / ab 6 / 93 min.

Die Edelkurtisane Léa kommt langsam in ein gewisses Alter. Sie hat sich aus dem Geschäft der

Liebe zurückgezogen und frönt dem Luxus. Auf Wunsch ihrer ehemaligen Rivalin Madame Preloux

soll sie deren hübschen und verwöhnten Sohn Chéri in die Geheimnisse der Liebe einweihen.

Und was als Flirt beginnt, wird zu einer leidenschaftlichen Beziehung; ein Kurs in Liebesdingen

der die Frage aufwirft: Kann eine unmögliche Liebe ihre Erfüllung finden? Stephen Frears hat eine

wunderbare Komödie inszeniert – mit einer wunderbaren Michelle Pfeiffer als Kurtisane.


FILME 75

Filme zur geschichte

Mo, 22.02. 20.00 Uhr + Mi, 24.02. 20.00 Uhr

Das weiße Band – Eine deutsche

Kindergeschichte

D / At / F / It 2009 / Regie: Michael Haneke /

Darsteller: Christian Friedel, Leonie Benesch,

Ulrich Tukur, Ursina Lardi, Burghart Klaußner /

ab 12 / 144 min. / sw

Ein Dorf im protestantischen Norden Deutschlands

1913/14, Vorabend des Ersten Weltkriegs. Die Geschichte

des vom Dorflehrer geleiteten Schul- und

Kirchenchors ist ein von Michael Haneke meisterhaft

in Szene gesetztes Drama um Familien- und Zeitgeist,

in dem seltsame Unfälle passieren, die nach und nach den Charakter ritueller Bestrafungen annehmen.

Wer steckt hinter dieser schwarzen Pädagogik und welches Schicksal erleiden die

Kinder?

Filme über die Liebe

Di, 23.02. 17.00 Uhr + 20.00 Uhr

Der Dorflehrer

CZ / F / D 2008 / Regie: Bohdan Sláma / Darsteller: Pavel Liška, Zuzana Bydžovská,

Ladislav Šedivý u.A. / DF / ab 12 / 120 min.

Der junge Petr kehrt der Großstadt den Rücken, um auf dem Land eine Stelle als Dorflehrer anzunehmen.

Im idyllisch gelegenen Dorf lernt er Marie kennen, die zusammen mit ihrem Sohn einen

Bauernhof bewirtschaftet. Doch während die verwitwete Marie sich von dieser Freundschaft

bald mehr erhofft, reagiert der Lehrer zurückhaltend. Bohdan Sláma gelingt eine wunderschöne

und bewegende Geschichte über Menschen, die sich innig nach Liebe sehnen und doch nicht zusammen

kommen können.

Filme zum Zeitgeist

Do, 25.02. 17.00 Uhr + 20.00 Uhr

C’est la vie

F 2008 / Regie: Rémi Bezançon / Darsteller:

Jacques Gamblin, Zabou Breitman, Déborah

François, Marc-André Grondin, Pio Marmaï u.A.

/ DF / ab 12 / 112 min.

Was tun, wenn der eine Sohn trotz eines gewissen

Alters noch das Hotel Mama belegt und der andere

mit der Familie nichts mehr anfangen kann? Eine berührende

Familiengeschichte über fünf unterschiedliche

Menschen an Wendepunkten ihres Lebens.


76 FILME

inTerVieW

Urania: Frau Bergemann, wie kam es zur Idee

der Aufnahmen und der Ausstellung „Gesichter

der DEFA“?

2002 hatte ich eine Reportage über die Schauspielerin

Helga Göring gesehen und fragte mich,

wo die ganzen Schauspieler aus dem Osten

sind, denn zu dem Zeitpunkt waren nur wenige

in Film und Fernsehen zu sehen. In Stralsund

hatten wir das berühmte Funkloch, so dass ich

als Kind nur sehr selten „West-Fernsehen“ zu

sehen bekam und mir eben jenes Fehlen der

mir bekannten Gesichter auffiel. Von dieser Frage

ausgehend entwickelte ich das Konzept zu

diesem Projekt.

Welche Themen bestimmten die Filme der

DEFA?

Die Welt der DEFA war keine Glamourwelt, wie

man es von Hollywood her kennt. Sie hatte auch

ihre „Stars“, aber das aus der Bekanntheit und

der Qualität vieler Filme heraus. Nicht weil ein

Management hinter ihnen stand, um sie mit gezielten

Medienaktionen zu pushen wie heute.

Außerdem waren die Inhalte der DEFA-Filme

sehr oft im normalen Alltag angesiedelt. Es gab

zwar auch Science-Fiction und die bekannten

Märchenfilme, aber die wichtigsten Filme

spielten im Alltag der DDR oder handeln von der

Bewältigung des Kriegstraumas.

Wie haben Sie sich den Persönlichkeiten fotografisch

angenähert?

Aufgrund der Historie der DEFA habe ich die

Porträts authentisch fotografiert. Ich wollte zumindest

versuchen die Person hinter der Schauspielermaske

zu zeigen. Es war mir wichtig, diesen

Teil der deutschen Filmgeschichte nicht in

Sandra Bergemann

Fotoausstellung „Gesichter der DEFA“

Anlässlich der 60. Internationalen Filmfestspiele Berlin zeigt

die Urania die Fotoausstellung „Gesichter der DEFA“ vom

09.02. bis 19.03.2010 (Details s. S. 46). Fotografin und

Ausstellungsmacherin Sandra Bergemann gibt einen ersten

Einblick in das beeindruckende Projekt.

Vergessenheit geraten zu lassen, da es doch ein

Teil der Geschichte der Menschen ist, die damals

in der DDR gelebt haben. Die DEFA gehört

doch zu ihrer Geschichte wie der Muckefuck.

Da spielt doch gelebtes Leben mit rein, nicht

nur dass der Protagonisten sondern auch das

des Publikums, der Ausstellungsbesucher aus

Ost oder West. Ich denke, die Ausstellung trägt

ihren Teil dazu bei, von der Zeit damals und der

Entwicklung bis heute zu erzählen, gerade weil

die meisten der Schauspieler in dem Buch auch

heute ihre Spuren auf der Leinwand oder im

Fernsehen hinterlassen.

Welche Situation hat Sie bei der Durchführung

der Aufnahmen besonders beeindruckt?

Es gab viele tolle Begegnungen. Etwa diese:

Eva-Maria Hagen fotografierte ich am Gendarmenmarkt,

sie erzählte wie sie nach dem Krieg

dort lebte. Sie ging zu Brecht ins Theater arbeiten

und nachts versuchte sie einen sicheren Schlafplatz

in den Ruinen zu finden. Spannend, ungefähr

sechzig Jahre später am selben Platz zu

stehen und diese Geschichte zu hören, wahre

Geschichte.

Das Interview führte Ulrich Weigand, Urania

Mehr Informa-

tionen unter

www.gesichterder-defa.de

und

www.sandrabergemann.de

DEFA-Star: Armin Mueller-Stahl

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