Katalog als PDF - VAN HAM Kunstauktionen

vanham

Katalog als PDF - VAN HAM Kunstauktionen

322. Auktion

Moderne kunst

7. Juni 2013


unsere Frühjahrsauktionen 2013

Historischer schmuck, Juwelen & uhren 16. Mai 2013

Vorbesichtigung: 10. – 14. Mai 2013

Alte kunst 17. Mai 2013

Vorbesichtigung: 10. – 14. Mai 2013

europäisches kunstgewerbe 18. Mai 2013

Vorbesichtigung: 10. – 14. Mai 2013

Moderne kunst 6.+ 7. Juni 2013

Vorbesichtigung: 31. Mai – 4. Juni 2013

Zeitgenössische kunst 6.+ 7. Juni 2013

Vorbesichtigung: 31. Mai – 4. Juni 2013

Photographie 14. Juni 2013

Vorbesichtigung: 8. – 11. Juni 2013

Vorschau auf unsere Herbstauktionen 2013

dekorative kunst 23. Oktober 2013

teppiche 30. Oktober 2013

Historischer schmuck, Juwelen & uhren 21. november 2013

Alte kunst 22. november 2013

europäisches kunstgewerbe 23. november 2013

Moderne kunst 4.– 7. Dezember 2013

Zeitgenössische kunst 4.– 7. Dezember 2013

Photographie 4.– 7. Dezember 2013

sonderauktion in Hamburg

schmuck & uhren 9.Dezember 2013

Einlieferungen von Sammlungen, nachlässen und Einzelstücken

sind bis zwei Monate vor den Auktionen möglich.

unsere Experten informieren Sie gerne über die aktuelle Marktsituation

und geben ihnen kostenlose Einschätzungen für ihre Kunstwerke.

Wir freuen uns auf ihren Anruf, ihre E-Mail bzw. ihre Post.


Moderne Kunst

Modern Art

322. Auktion

7. Juni 2013

Vorbesichtigung

PreView:

31. MAi bis

4. Juni 2013


So finden Sie uns

Adresse | address:

Schönhauser Straße 10–16

50968 Köln (Cologne), Germany

Telefon +49 221 925862-0

Telefax +49 221 925862-4

E-Mail: info@van-ham.com

Internet: www.van-ham.com

Eine detaillierte Wegbeschreibung

finden Sie auf unserer Homepage

unter „Anfahrtsplan“.

Please see our homepage under

„How to find us“ for detailed directions.

Großzügige Parkmöglichkeiten auf

dem Grundstück.

Parking spaces available on our

premises.

2

AACHEN

AB-Kreuz

Köln-Nord

AB-Kreuz

Köln-West

Barbarossaplatz

DÜSSELDORF

Hansaring

Christophstraße Gereonstraße

Magnusstraße

Victoriastraße

Neumarkt

Hahnenstraße

Neue Weyerstraße

Sachsenring

BONN

Tunisstraße

Nord-Süd-Fahrt

Ulrichgasse

Karolingerring

AB-Kreuz

Köln-Süd

Cäcilienstraße

AB-Kreuz

Köln-Gremberg

Theodor-Heuss-Ring

Theodor-Heuss-Ring

DOM/

HBF

Perlengraben

Chlodwigplatz

Bonner Straße

Konrad-Adenauer-Ufer

DORTMUND

DÜSSELDORF

Holzmarkt

Ubierring

Koblenzer

AB-Kreuz

Köln-Ost

Hohenzollernbrücke

Deutzer Brücke

Severinsbrücke

Aggripinaufer

Schönhauser Straße

OLPE

AB-Kreuz

Köln-Heumar

FRANKFURT

Alteburger Straße

Südbrücke

Gustav-Heinemann-Ufer

Flughafen

Köln-Bonn

KÖLN DEUTZ

LINIE 16

Siegburger Straße


Katalogbearbeitung Unser Service

Robert van den Valentyn

Tel. 0221 925862-19

r.valentyn@van-ham.com

Hellei Salehi

Tel. 0221 925862-22

h.salehi@van-ham.com

Hilke Hendriksen

Tel. 0221 925862-35

h.hendriksen@van-ham.com

Martina Dellmann

Tel. 0221 925862-50

m.dellmann@van-ham.com

Ann-Marie Wieckhorst

Tel. 0221 925862-62

a.wieckhorst@van-ham.com

Elisabeth Baumgärtner

Tel. 0221 925862-39

e.baumgaertner@van-ham.com

Barbara Töpper

Elisabeth Bonse

Digitale Photographie: Sas˘a Fuis

Digitale Bildbearbeitung:

Dr. Andreas Pohlmann

Fotos der Experten:

Bettina Fürst-Fastré

Satz:

MWK Zimmermann & Hähnel GmbH,

Köln

Druck:

VD Vereinte Druckwerke GmbH,

Dortmund

Auktionatoren

Markus Eisenbeis, öffentl. best. und

vereidigter Kunstversteigerer

Robert van den Valentyn

Kunstversteigerer

Katalogbestellungen

Nicole Burkhard

Tel. 0221 925862-13

n.burkhard@van-ham.com

Schriftliche/telefonische Gebote

Anja Bongartz

Tel. 0221 925862-17

a.bongartz@van-ham.com

Koordination Versand

Anja Bongartz

Tel. 0221 925862-17

a.bongartz@van-ham.com

Warenausgabe

Henryk Kowoll

Tel. 0221 925862-23

h.kowoll@van-ham.com

Buchhaltung

Guido Neuheisel

Tel. 0221 925862-58

g.neuheisel@van-ham.com

Sekretariat

Nicole Burkhard

Tel. 0221 925862-13

n.burkhard@van-ham.com

Rechnungen

Marie Schnermann

Tel. 0221 925862-16

m.schnermann@van-ham.com

Termine

Vorbesichtigung

Preview

31. Mai bis 4. Juni 2013

Freitag 10 bis 18 Uhr

Samstag 10 bis 16 Uhr

Sonntag 11 bis 16 Uhr

Montag – Dienstag 10 bis 18 Uhr

Auktion

Sale

Donnerstag, 6. Juni

Nr. 500 – 848 ab 10.00 Uhr

Nr. 849 – Ende ab 13.30 Uhr

Moderne und Zeitgenössische Kunst

Schätzpreise bis € 3.000

Freitag, 7. Juni

Nr. 300 – 429 ab 11.30 Uhr

Moderne Kunst

Nr. 1 – 295 ab 14.30 Uhr

Zeitgenössische Kunst

Live-Auktion

Die Auktion wird live im Internet

auf www.van-ham.com übertragen.

Es können live keine Gebote über das

Internet abgegeben werden.

Geschäftszeiten nach der Auktion

Business hours after the sale

Montag bis Freitag 10 bis 17 Uhr

Samstag 10 bis 13 Uhr

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Käufe

Katalogversand

Wir schicken Ihnen gerne unseren aktuellen

Katalog zu, den Sie übers Internet

(www.van-ham.com) oder telefonisch

unter 0221 925862-13 bestellen und

per Kreditkarte oder per Lastschrift (nur

Deutschland) bezahlen können. Auf

gleichem Wege können Sie auch ein

Katalogabonnement bestellen.

Vorbesichtigung

Während unserer Vorbesichtigung sind

sämtliche zum Aufruf kommenden

Gegenstände in unseren Räumen zu besichtigen.

Für Fragen stehen Ihnen unsere

Experten zur Verfügung.

Schriftliche/telefonische Gebote

Bitte beachten Sie, dass Gebote schriftlich,

per Fax oder über unseren Online-Katalog

spätestens 24 Stunden vor Auktion bei

uns eintreffen müssen, da wir sonst deren

Ausführung nicht zusichern können. Die

angegebenen Höchstgebote werden nur

so weit in Anspruch genommen, bis die

Mindestpreise erreicht oder durch einen

Saalbieter bzw. andere schriftliche Aufträge

überboten sind. Bei Schätzpreisen

ab € 250 haben Sie auch die Möglichkeit,

telefonisch mitzusteigern.

Ausruf und Steigerung

Die im Katalog aufgeführten Objekte

werden ca. 20% unterhalb des Schätzpreises,

damit i.d.R. unterhalb des Limits,

ausgerufen. Gesteigert wird in max.

10%-Schritten, wobei sich der Auktionator

Abweichungen vorbehält.

Aufgeld

Auf den Zuschlag wird ein Aufgeld von

25% auf die ersten € 100.000 und auf

die darüber hinausgehenden Beträge von

22% inkl. MwSt. (ohne Ausweis) berechnet.

Bei Objekten, die im Anhang des

gedruckten Kataloges als regelbesteuert

vermerkt sind, wird auf den Zuschlag

ein Aufgeld von 21% auf die ersten

€ 100.000 und auf die darüber hinausgehenden

Beträge von 18 % berechnet.

Auf die Summe von Zuschlag und Aufgeld

wird hierbei die gesetzliche Umsatzsteuer

von z.Zt. 7 % (Gemälde, Zeichnungen,

Skulpturen, Graphiken, etc.) bzw. 19%

(Kunstgewerbe, Möbel, Schmuck/Uhren,

Teppiche, Siebdrucke, Offsets, Photographien

etc.) erhoben. Für Personen, die

vorsteuerabzugsberechtigt sind, besteht

generell die Möglichkeit des MwSt.-

Ausweises. Wir bitten um schriftliche

Mitteilung vor Rechnungsstellung.

4

Folgerechtsumlage

VAN HAM ist gemäß § 26 UrhG zur Zahlung

einer gesetz lichen Folgerechts gebühr

auf den Verkaufserlös aller Originalwerke

der bildenden Kunst und der Photographie

verpflichtet, deren Urheber noch

nicht 70 Jahre vor dem Ende des Kalenderjahres

des Verkaufs verstorben sind.

Der Käufer ist an dieser Gebühr mit 1,5 %

auf den Zuschlag beteiligt.

Zahlung

Käufe müssen in bar, mit Scheck oder mit

EC-Karte während der Auktion bzw. bis

spätestens zwei Wochen nach Rechnungsstellung

bezahlt werden. Während

oder unmittelbar nach Auktion ausgestellte

Rechnungen unterliegen der Nachprüfung

und können berichtigt werden.

Bei Überweisungen oder Zahlungen in

anderer Währung gehen Kursverlust und

Bankspesen zu Lasten des Käufers. Bei

Zahlungsverzug können auf den Rechnungsbetrag

Zinsen in Höhe von 1% pro

angebrochenen Monat berechnet werden.

Abholung

Bezahlte Objekte können während der

Auktion abgeholt werden. Bei späterer

Abholung bitten wir um kurze Nachricht,

um Wartezeiten zu vermeiden. Objekte,

die nicht spätestens drei Wochen nach

Rechnungslegung abgeholt wurden,

können auf Kosten des Käufers eingelagert

werden.

Export

Von der Mehrwertsteuer befreit sind

Ausfuhrlieferungen in Drittländer (d.h.

außerhalb der EU) und – bei Angabe der

MwSt.-ldentifikations-Nr. – auch an Unternehmen

in anderen EU-Mitgliedstaaten.

Nehmen Auktionsteilnehmer ersteigerte

Gegenstände selber in Drittländer mit,

wird ihnen die MwSt. erstattet, sobald

dem Versteigerer der Ausfuhr- und Abnehmernachweis

vorliegen. Bei Ausfuhr

aus der EU sind das Europäische Kulturgüterschutzabkommen

von 1993 und

die Unesco-Konvention von 1970 zu

beachten.

Versand/Zoll

Nach Erhalt einer schriftlichen Versandanweisung

wird der Versand bestmöglich

durchgeführt und auf Wunsch versichert.

Bei einem Versand in ein Nicht-EU-Land ist

bei einem Gesamtwarenwert ab € 1.000 die

Vorlage von Ausfuhrgenehmigungen beim

Zoll zwingend erforderlich. Für die Erstellung

dieser Papiere berechnen wir € 25.

Auktionsergebnisse

Auktionsergebnisse werden in Echtzeit

in den Onlinekatalog übertragen. Diese

bedürfen der Nachprüfung und sind ohne

Gewähr. Auf Wunsch schicken wir Ihnen

Ergebnis- und Restantenlisten zu. Ab dem

ersten Werktag nach Auktion können Sie

bei uns die Ergebnisse erhalten und unter

www.van-ham.com einsehen (Telefon:

0221 925862-0).

Nachverkauf

In der Woche nach der Auktion können

die unverkauften Objekte bei uns besichtigt

und zum Schätzpreis plus Aufgeld

erworben werden.

Ein Euro entspricht 1,30 US $ bei den

Schätzpreisen.

Am Ende des Kataloges finden Sie:

Geschäftsbedingungen

Einlieferungsverzeichnis

Liste der regelbesteuerten Objekte

Stand: 1.10.2012


Purchases

Catalogue mailing

We will be happy to send you our latest

catalogue which you may order by

telephone +49 221 925862-0 or via our

home page (www.van-ham.com) and

pay by credit card. You may also order a

catalogue subscription.

Preview

All items to be auctioned may be inspected

at our premises during our preview.

Our experts will be available for any questions

you might have.

Commission/telephone bids

Please note that written or faxed bids

or bids via our on line catalogue must

be received at least 24 hours before the

auction commences. Otherwise we will

not be able to warrant consideration. The

stated maximum bid will only be exploited

until the reserve has been achieved or a

bidder at the auction resp. other written

quotations are outbid. On lots with estimates

exceeding € 250 you are also able

to bid by telephone.

Offer for sale and auctioning

The objects listed in the catalogue will

be offered for sale approx imately 20 %

below the estimated price i.e. usually

below the reserve. Auctioning will progress

in max. 10 %-steps; the auctioneer

reserves the right to deviations.

Buyers premium

For objects sold under the margin scheme

a buyers pre mium of 25 % on the first

€ 100,000 and 22 % on all monies in excess

thereof including VAT will be added

on the bid award. Lots which are listed

in the appendix to be sold with VAT are

calculated in line with standard taxation,

i.e. statutory turnover tax is levied on the

bid price plus 21% pre mium on the first

€ 100,000 and 18 % on all monies in

excess thereof. VAT currently amounts to

19 % (Objet d’arts, furniture, jewellery,

carpets, silkscreens, offsets, photographs,

etc.) i.e. 7% (paint ings, drawings, prints,

sculptures, etc.). Deal ers who are entitled

to prior-tax deduction generally have the

option of regular taxation. We kindly

request these dealers to inform us before

invoicing.

Stand: 1.10.2012

Artist’s Resale Right

In accordance with § 26 of the German

Copyright Law / UrhG VAN HAM is legally

obligated to pay droit de suite (artist’s

resale right) on all original works of art

as well as original photographic works,

whose authors have not been deceased at

least 70 years before the end of the legal

year of purchase. The buyer is currently

required to contribute 1,5 % of the hammer

price for this purpose.

Payment

Purchases must be paid in cash, by

cheque or EC card during the auction

resp. two weeks after invoicing at the latest.

Invoices made during or immediately

after the auction are subject to review and

may be corrected.

In case of remittance or payment in other

currencies, exchange losses and bank

expenses go to the account of the purchaser.

In case of payment delay, interest

to the amount of 1% per started month

may be added to the invoice total.

Pick-up

Paid objects may be picked up during

the auction. In case of pick-up at a later

date, we kindly request notification in

order to avoid waiting times. Objects not

picked up three weeks after invoicing at

the latest may be stored at the purchas er’s

expenses.

Export

Exports to third (i.e. non-EU) countries

will be exempt from VAT, and so will be

exports made by companies from other

EU member states if they state their VAT

identifica tion number. Persons who have

bought an item at auction and export it

as personal luggage to any third country

will be refunded the VAT as soon as the

form certifying the exportation and the

exporter’s identity has been returned

to the auctioneer. Our staff will be glad

to advise you on the export formalities.

Export to countries outside the Euro pean

Community is subject to the restrictions of

the European Agreement for the Protection

of Cultural Heritage from 1993 and

the Unesco conventions from 1970.

Shipment/Export licence

Upon receipt of a written shipment notification,

shipment will be made to the best

conditions possible and will be in sured

upon request. For shipment to a NON-

EU-country in case of invoices of more

than € 1,000 export documents have to

be presented at costumes which we will

prepare for your for a fee of € 25.

Auction results

Auction results are transferred in real time

to the online cata logue. No responsibility

is taken for the correctness of the

results. List of results and unsold items

will be mailed upon request. Starting the

first workday after the auction, you may

enquire about the results and find them

at www.van-ham.com (telephone:

+49 221 925862-0).

After sale

Starting the first day after the auction, the

unsold objects may be inspected at our

premises and may be purchased at the

estimate plus premium.

One Euro is equivalent to 1,30 US $

concerning the estimates.

You will find at the end of the

catalogue:

Conditions of sale

List of Consignors

List of Objects sold with VAT

5


Erläuterungen zum Katalog Explanations to the Catalogue

Maßangaben

Maßangaben gelten in folgender Reihenfolge: Höhe, Breite,

Tiefe; sie werden in cm angegeben; Maße für graphische Blätter

beziehen sich auf die Darstellungs größe, bzw. bei Radierungen

und Kupferstichen auf die Plattengröße, sofern nicht anders

angegeben ist. Maßangaben in Klammern „( )“ beziehen sich auf

die Blattgröße.

Skulpturen

Künstlerangaben und Datierungen bei Skulpturen beziehen sich

auf die geistige Urheberschaft des Modells, die Ausführungen

können auch später oder posthum entstanden sein. Größen-

an gaben in cm werden ohne Sockel angegeben.

Allgemeine Angaben

Die Beschreibung der Kunstwerke wurde mit größter Sorgfalt

vorgenommen. Wesentliche Mängel sind im Katalog erwähnt.

Der Zustand der Objekte wird immer in der Schätzung berücksichtigt.

Zustand

Da die Katalogtexte i.d.R. keine Angaben über den Zustand von

Medium, Träger und Rahmen enthalten, erteilen wir Ihnen gerne

weitere Informationen auf Anfrage. Für Rahmen kann keine

Haftung übernommen werden.

Name ohne Zusatz Unserer Meinung nach zweifelsfrei ein Werk

des angegebenen Künstlers.

zugeschrieben Unserer Meinung nach wahrscheinlich in Gänze

oder in Teilen ein Werk des angegebenen Künstlers.

Werkstatt/Schule Unserer Meinung nach aus der Werkstatt des

angegebenen Künstlers, vermutlich unter seiner Aufsicht.

Umkreis Unserer Meinung nach ein zeitgenössisches Werk, das

den Einfluss des angegebenen Künstlers zeigt.

Nach Unserer Meinung nach eine Kopie eines Werkes des angegebenen

Künstlers.

Titel in „…“ Unserer Meinung nach ist das Werk von der Hand

des Künstlers betitelt.

signiert/datiert Unserer Meinung nach ist das Werk von der

Hand des Künstlers signiert und/oder datiert.

bezeichnet Unserer Meinung nach ist das Werk von anderer

Hand signiert/ datiert.

6

Measurements

Measurements are valid as follows: height, width, depth; they

are given in cm; measures of graphical works refer to the actual

size of the representations; respectively the plate size for etchings

and engravings as far as not mentioned otherwise.

Measurements in brackets „( )“ refer to the paper size.

Sculptures

Indication of the artist and date refer to intellectual authorship of

the model; the work may also have been executed later or after

the artist‘s death. Size is stated in centimeters excluding base.

General references

The description of the works of art has been given greatest care.

The main deficiencies are mentioned in the catalogue. The condition

of the objects is always being considered in the estimated

price.

Condition

Since the catalogue text normally contains no particulars about

the condition of medium,substrate and frame, we will be happy

to provide you further information upon request. No liability can

be accepted for frames.

Name without addition In our opinion undoubtedly a work of

the stated artist.

zugeschrieben (attributed) In our opinion probably wholly or

partly a work of the stated artist.

Werkstatt/Schule (workshop/school) In our opinion from the

workshop of the stated artist, presumably under his supervision.

Umkreis (circle)

In our opinion a contemporary work showing the influence of

the stated artist.

Nach (after) In our opinion a copy of a work of the stated artist.

Title in “…” In our opinion the work was personally titled by the

artist.

signiert/datiert In our opinion the work was personally signed

and/or dated by the artist.

bezeichnet In our opinion the work was signed/dated by someone

else later.

Stand: 1.4.2013


Einlieferung Consignment

Schätzungen

Wir geben Ihnen gerne kostenlose und unverbindliche mündliche

Schätzungen für Ihre Objekte, die Sie während unserer Geschäftszeiten

präsentieren.

Sollten Sie nicht die Möglichkeit haben, persönlich zu kommen,

geben wir gerne eine Schätzung an Hand von Photos, die Sie

uns bitte mit zusätzlichen Informationen über Größe, Signaturen,

Zustand etc. per Post oder Email zuschicken.

Bei größeren Sammlungen kommen unsere Experten auch gerne

auf Wunsch zu Ihnen nach Hause.

Provision

Unsere Provision beträgt 15% vom Zuschlagpreis, bzw. 25% bei

Zuschlägen bis € 2.000. Sollte ein Objekt unverkauft bleiben,

entstehen für Sie keine Bearbeitungs- bzw. Versicherungskosten.

Folgerechtsumlage

Der Einlieferer ist gemäß § 26 UrhG zur Zahlung einer gesetzlichen

Folgerechtsgebühr auf den Verkaufserlös aller Originalwerke

der bildenden Kunst und der Photographie verpflichtet,

deren Urheber noch nicht 70 Jahre vor dem Ende des Kalenderjahres

des Verkaufs verstorben sind.

Der Einlieferer wird für diese Gebühr pauschal mit 1% vom

Hammerpreis, ggf. zuzüglich gesetzlicher Mehrwertsteuer, belastet

und ist damit von der eigenen Verpflichtung zur Zahlung des

Folgerechts befreit.

Abbildungen

Die Kosten für Farbabbildungen sind gestaffelt nach Größe.

Transport

Gerne organisieren wir Ihnen günstige Transporte auf Anfrage.

Versicherung

Die uns anvertrauten Gegenstände sind auf unsere Kosten

versichert.

Restaurierung

Wir vermitteln Ihnen fachgerechte Restaurierungen, die bei Verkäufen

empfehlenswert erscheinen.

Abrechnung

Fünf bis sechs Wochen nach Auktion erhalten Sie Ihre Abrechnung

zusammen mit einem Verrechnungsscheck, vorbehaltlich

des Zahlungseingangs vom Käufer. Für andere Zahlungsmethoden

bitten wir um kurze Nachricht.

Markus Eisenbeis

pers. haft. Gesellschafter,

öffentl. best. u. vereidigter Kunstversteigerer

Stand: 1.4.2013

Estimates

We will gladly give you free and non-committal verbal estimations

for your objects, which you may bring onto our premises

during our business hours.

Should you be unable to come personally, we will gladly mail you

an estimate based upon photographs which you kindly will send

to us by post or email along with additional information on size,

signatures, condition, etc.

For larger collections, our experts will also visit you at home, if

you wish.

Commission

Our commission is 15% of the hammer price resp. 25% in case

of a hammer price up to € 2,000. Should an object not be sold,

you will not incur any handling resp. insurance cost.

Artist’s Resale Right (Droit de Suite)

In accordance with § 26 of the German Copyright Law/UrhG the

consigner is legally obligated to pay droit de suite (artists’ resale

rights) on all original works of art as well as original photographic

works, whose authors are not dead or did not decease 70

years before the end of the legal year of purchase. The consignor

is currently required to contribute 1% of the hammer price plus

statutory VAT, if applicable, for this purpose and is therefore

released from all personal obligations to pay the droit de suite.

Illustrations

The illustration costs for colour are graduated depending

upon size.

Transport

We will gladly take over pick-up including packaging of your

items to be brought to our premises. Please enquire about our

favourable conditions also for a collect transport. In case of visits

to your house, we will gladly transport your items to be brought

to our premises to the extent possible free of charge.

Insurance

The items entrusted to us will be insured at our expenses.

Restoration

We will procure favourably-priced restoration services for you,

which appear recommendable for sales.

Accounting

Five to six weeks after the auction you will receive your

settlement statement together with a collection-only check subject

to receipt of payment from the buyer.

Please inform us of any other desired payment modes.

Markus Eisenbeis

General Partner, Managing Director

public sworn auctioneer

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Moderne Kunst

11:30 uhr

Moderne und Zeitgenössische Kunst

Unsere Experten (v.l.n.r.):

Hilke Hendriksen

Robert van den Valentyn

Hellei Salehi

Martina Dellmann


Moderne Kunst

ab 11.30 Uhr

Ackermann, Max

1887 Berlin - 1973 Bad Liebenzell

300 | $ 4.940 - 5.460 / € 3.800 - 4.200

Ohne Titel. 1951. Pastell auf Karton. Auf Karton montiert

(48,5 x 27,5cm). 32 x 12cm. Signiert und datiert unten Mitte:

Ackermann 51. Rahmen.

Das Werk ist im Max-Ackermann-Archiv unter der Nr. ACK5861

registriert.

10


Ackermann, Max

1887 Berlin - 1973 Bad Liebenzell

301 | $ 3.900 - 6.500 / € 3.000 - 5.000

Ohne Titel (Musikalisch-Rhythmische Komposition). Um 1960.

Pastell auf schwarzem CANSON & MONTGOLFIER - VIDALON-

LES-ANNONAY (Wasserzeichen). 50,3 x 32,5cm. Rahmen.

Das Werk ist im Max-Ackermann-Archiv unter der Nr. ACK3326

registriert.

Provenienz:

Nachlass Max Ackermann

Galerie Döbele, Stuttgart

Baukunst Galerie, Köln

Ausstellungen:

Baukunst Galerie, Köln 1997, Kat. Farbabb. S. 46.

11


Künstler-Postkarte Nr. 13 der

Galerie „Der Sturm“ von

Rudolf Bauer.

Bauer, Rudolf

1889 Lindenwald - 1953 Deal/New Jersey

302 | $ 390.000 - 520.000 / € 300.000 - 400.000

„Triangles“. 1938. Öl auf Leinwand. 130 x 100cm. Signiert

unten rechts: R. Bauer sowie verso auf der Leinwand oben links:

Rudolf Bauer. Rahmen. Rückseitig auf dem Keilrahmen zwei

Stempel ‹Das Geistreich. R. Bauer. An der Heerstraße 78. Charlottenburg-Westend›

und ‹L. A. Schröter & Co, Charlottenburg,

No 14 Hardenbergstrasse Nr. 14› sowie handschriftlich nummeriert

‹F. N. 212›. Auf der Rückwand des Rahmens Etikett der

Leonard Hutton Galleries New York.

Provenienz:

The Solomon R. Guggenheim Collection, New York

Leonard Hutton Galleries, New York

Privatsammlung Frankreich

Ausstellungen:

Das Geistreich, Berlin 1938

Baltimore Museum of Art, Baltimore 1939

The Solomon R. Guggenheim Museum, New York 1939,

Kat.-Nr. 212, S. 117

Wanderausstellung der The Solomon R. Guggenheim Collection,

San Diego, California, Cleveland, Ohio, Springfield, Massachusetts

Hutton Hutschnecker Galleries, New York 1970, Kat.-Nr. 59, S. 28.

Literatur:

Art of Tomorrow, Solomon R. Guggenheim Collection of Non

Objective Painting, New York 1939, S. 117, Kat.-Nr. 212

Ausst.-Kat. Rudolf Bauer, Weinstein Gallery, San Francisco/

Rudolf Bauer Estate and Archives, San Francisco, 2007, Abb. S. 28.

12

Hilla von Rebay, Solomon Guggenheim, Rudolf

Bauer mit „Triangles“ im Hintergrund anlässlich

des 80. Geb. von S. Guggenheim

„Im Jahr 1929 gründet Rudolf Bauer mit Unterstützung seiner

Freundin und Künstlerkollegin Hilla von Rebay in Berlin das Museum

für Gegenstandslose Malerei, „Das Geistreich“, in dem er

sowohl seine eigenen Arbeiten als auch die befreundeter Künstler,

wie beispielsweise Wassily Kandinsky, ausstellte. Als Beraterin

und Gründungsdirektorin der Sammlung Solomon R. Guggenheim,

macht Rebay Guggenheim zu einem Verehrer und begeisterten

Sammler der Werke Rudolf Bauers. Die ersten und legendären

Ausstellungen der Solomon R. Guggenheim Foundation in

New York unter dem Titel „Art of Tomorrow“ waren von großem

Schwung und Optimismus getragen. So äußert sich Rebay über

die Vielzahl der vertretenen Bauer-Arbeiten ganz euphorisch:

„In der Sammlung vertreten ist auch die Entwicklung eines Genies,

des größten aller Maler, dem spirituell am weitesten entfalteten

Künstler, dessen Einfluss in die Zukunft führt. Rudolf Bauer,

dessen jede ‚Non-objective‘ Arbeit ein vollendetes Meisterwerk

ist, daß keine Fläche, keine Form, keine Spitze geändert oder

fortgenommen werden könnte ohne die perfekte Organisation

seines Werkes anzugreifen. Darüber hinaus künden seine Leistungen

als herausragender Maler, Schriftsteller, Philosoph und

Musiker in Perfektion vom neuen Ideal der Spiritualität. Durch

seine selbstlose Unterstützung anderer ‚Non objective‘ Künstler

sucht er das notwendige Gegengewicht zu den vielen materialistischen

Malern zu schaffen. Seine neuesten Arbeiten sind von

mysteriösem, kraftvollem Leben erfüllt, das vorher von niemandem

in der Malerei erreicht wurde“ (Ausst.-Kat., Hilla von Rebay,

Art of Tomorrow, New York, 1939, S. 4 und 8).


Moderne Kunst

ab 11.30 Uhr

Baerwind, Rudi

Mannheim 1910 - 1982

303 | $ 4.550 - 5.200 / € 3.500 - 4.000

„nocturno“. Öl auf Leinwand. 80 x 120cm. Signiert unten rechts:

R.(?) Baerwind sowie signiert, datiert und betitelt verso:

R Baerwind 1969 nocturno. Rahmen.

14


Baumeister, Willi

Stuttgart 1889 - 1955

304 | $ 6.500 - 9.100 / € 5.000 - 7.000

Montaru. 1953. Farbserigraphie auf Bütten. 54 x 65cm

(63,6 x 73,3cm). Ex. 75/90. Signiert, datiert und nummeriert.

Rahmen.

Blatt gebräunt. Verso Fingerabdrücke. Hier umlaufend Reste alter

Montierung.

Im Wvz. abweichende Blattmaße (64,5x76cm).

Literatur:

Baumeister, Felicitas/Spielmann, Heinz: Willi Baumeister - Werkkatalog

der Druckgraphik, Ostfildern-Ruit 2005,

Wvz.-Nr. 196.

15


Moderne Kunst

ab 11.30 Uhr

16

Beckmann, Max

1884 Leipzig - 1950 New York

305 | $ 8.450 - 9.750 / € 6.500 - 7.500

Minette. 1922. Kaltnadelradierung auf Velin. 25,3 x 20cm

(51,3 x 33,2cm). Ex. 13/40. Signiert und nummeriert. Rahmen.

Blattkanten ein wenig unregelmäßig beschnitten. Verso Blatt

leicht gebräunt. Hier umlaufend Spuren alter Montierung.

Die Blatthöhe weicht von den Angaben im Wvz. (53,38cm) ab.

Literatur:

Hofmaier, James: Max Beckmann, Catalogue raisonné of his

prints, Bd. 2, Bern 1990, Wvz.-Nr. 238.VI.B.d.


Beöthy, Étienne (‘Beöthy, István’)

1897 Heves, Ungarn - 1961 Paris

306 | $ 5.200 - 7.800 / € 4.000 - 6.000

Ohne Titel (Stele). Wohl 1930er Jahre. Holz, 83,5 x 10 x 10cm.

Signiert auf der Plinthe: mit Künstlersignet (Schmetterling).

Provenienz:

Privatsammlung Budapest

Privatsammlung Köln

17


Moderne Kunst

ab 11.30 Uhr

18

Bissier, Julius Heinrich

1893 Freiburg - 1965 Ascona/Hagenau

307 | $ 3.900 - 6.500 / € 3.000 - 5.000

„Baron Serizy aus Balzac: Glanz und Elend

der Kurtisanen“. 1922. Öl auf Holz.

35,5 x 18cm. Künstlersignet und datiert

oben links: 1922 sowie verso signiert,

datiert und betitelt Jul. H. Bissier 1922

Baron Serizy aus Balzac: Glanz und Elend

der Kurtisanen. Zusätzlich unleserlich

bezeichnet. Rahmen.

Provenienz:

Privatsammlung Köln


Chagall, Marc

1887 Witebsk - 1985 St. Paul de Vence

308 | $ 19.500 - 26.000 / € 15.000 - 20.000

Le jugement de Chloé. 1961. Farblithographie auf ARCHES

(Wasserzeichen). 41,5 x 64cm (53,5 x 75,7cm). Ex. 35/60.

Signiert und nummeriert. Tériade Éditeur, Paris (Hrsg.).

Rahmen.

Blatt im Passepartoutausschnitt leicht gebräunt. Knickspuren in

den oberen Ecken. Knickspuren im oberen und rechten Randbereich.

Obere Kante in der Mitte minimal beschnitten. Verso leicht

verschmutzt. Reste alter Montierung in der Mitte der oberen

Blattkante.

Literatur:

Mourlot, Fernand: Chagall Die Lithographien, Ostfildern-Ruit,

1998, Wvz.-Nr. 315., Abb. Aus der Mappe «Daphnis et Chloé».

Außerhalb der Auflage von 250 signierten und nummerierten

Exemplaren.

19


Moderne Kunst

ab 11.30 Uhr

Chagall, Marc

1887 Witebsk - 1985 St. Paul de Vence

309 | $ 6.500 - 9.100 / € 5.000 - 7.000

Fiancés dans le ciel de Nice. 1967. Farblithographie auf Arches

(Wasserzeichen). 62 x 46cm (75 x 53cm). Ex. 18/150. Signiert

und nummeriert. Mourlot, Paris (Hrsg.). Rahmen.

Blatt gebräunt. Knickspuren in der linken oberen Ecke sowie entlang

der rechten Blattkante. Verso an den Blattkanten montiert.

20

Literatur:

Mourlot, Fernand und Sorlier, Charles: Chagall Lithograph, Monte

Carlo, 1969, Wvz.-Nr. CS 36, Abb. Blatt 11 aus der Folge «Nice

et la Côte d’Azur». Im Druck Druckvermerke: «Ch. Sorlier sculp.»

und «Marc Chagall pinx.». Verso Stempel mit Angaben zur Lithographie.

Nach einer gleichnamigen Gouache des Künstlers.


Chagall, Marc

1887 Witebsk - 1985 St. Paul de Vence

310 | $ 9.750 - 11.050 / € 7.500 - 8.500

Les Mimosas. 1968. Farblithographie auf Arches (Wasserzeichen).

60,5 x 43,5cm (75,5 x 53,5cm).

Ex. Epreuve d‘artiste XIX/XXV. Signiert und nummeriert.

Knickspur in der rechten unteren Ecke. Ansonsten in sehr gutem

Zustand.

Literatur:

Mourlot, Fernand und Sorlier, Charles: Chagall Lithograph,

Monte Carlo, 1969, Wvz.-Nr. 544, Abb.

Außerhalb der Auflage von 50 Exemplaren.

21


22

Cucuel, Edward

1875 San Francisco - 1954 Pasadena/Kalifornien

311 | $ 11.700 - 15.600 / € 9.000 - 12.000

„Evechen Meyerweissflog“. 1934. Öl auf Leinwand.

79,8 x 64,4cm. Signiert unten rechts: Cucuel sowie verso

signiert, bezeichnet und datiert Cucuel Evechen Meyerweissflog-

Starnberg-Sept.-1934. Rahmen.

Es liegt eine Echtheitsbestätigung in zweiter Ausfertigung von

Helmut Krause, Kunstsachverständiger der IHK Frankfurt vom

17. Mai 2007 vor.

Edward Cucuel, der von 1889 bis 1896 an der School of Design

bei Arthur Matthews in seiner Heimatstadt und u.a. an der

Académie Julian bei Jean Léon Gérôme in Paris studiert, arbeitet

bis 1906 überwiegend als Zeitungsillustrator und zeichnet sich

als weit gereister graphischer Chronist seiner Zeit aus. Dann

beschließt er, sich der freien Darstellung zuzuwenden. Er lässt

sich in München nieder, wo er den Künstlern des Scholle-Kreises

begegnet und für einige Jahre Schüler von Leo Putz wird. Gemeinsam

malen sie oft in Hartmannsberg (Chiemgau) und an

den bayrischen Seen. Von 1914 bis 1918 ist Cucuel in Holzhausen

am Ammersee ansässig, später richtet er sich Ateliers in

München und Starnberg ein. Hier verbringt der Künstler ab 1928

die Sommer während er bis 1934 die Wintermonate in New York

lebt. Der Kriegsbeginn nötigt ihn 1939 schließlich Deutschland

endgültig zu verlassen. Bis zu seinem Tod arbeitet er zurückgezogen

in seinem kalifornischen Domizil.

In seinen Gemälden entwickelt Cucuel einen ganz eigenen Stil,

der in der Motiv- und Farbenwahl stark den Einfluss der französischen

Impressionisten erkennen lässt. Neben anmutigen,

sinnlichen Frauenporträts und Akten, schildert er reizvolle lichtdurchflutete

bayrische Landschaften und Plein-air-Darstellungen

mit Gesellschaftsszenen.


Moderne Kunst

ab 11.30 Uhr

Dalí, Salvador

1904 - 1989 Figueras/Spanien

312 | $ 5.200 - 6.500 / € 4.000 - 5.000

Ohne Titel. Tuschfederzeichnung auf Velin. 30 x 24,4cm.

Bezeichnet unten Mitte: Dalí. Nochmals bezeichnet in der unteren

rechten Blatthälfte: Dalí. Darüber Widmung an Germaine

Nordmann. Rahmen.

Provenienz:

Laut dem Einlieferer aus dem Skizzenbuch Germaine Nordmann

Die Pariser Künstlerin Germaine Nordmann (1902-1997) fertigte

von ihren Künstlerkollegen Photographien an, welche sie ihnen

dann schenkte. Im Gegenzug bedankten sich die Kollegen oft

mit kleinen Zeichnungen, Aquarellen und Mischtechniken, die

jeweils auf einer Seite in die Skizzenbücher eingebracht wurden.

Diese Skizzenbücher vermachte sie dann noch zu Lebzeiten

ihrem Enkel, Herrn Gilles Nordmann, der in München lebt. Laut

Herrn Nordmann ereignete sich eine besonders schöne Episode

um die Arbeit von Dalí: Seine Großmutter hatte bei dem Photographieportrait

von Dalí vergessen, einen Film in die Kamera

einzulegen, hatte von ihm aber schon die uns vorliegende Zeichnung

in ihrem Skizzenbuch. Peinlich betroffen machte sie sich

auf den Weg zu Dalí, der ihr sagte, gut, wenn es keine Photographie

gäbe, dann solle sie ihm drei Haare aus dem Schweif

eines Elefanten bringen, was sie dann wohl auch tat.

24

aus: 313

Dalí, Salvador

1904 - 1989 Figueras/Spanien

313 | $ 4.550 - 5.200 / € 3.500 - 4.000

Le château d’Otrante. 1964. Kassette mit 12 Gravuren zu dem

Text von Horace Walpole. Auf Moulin Richard de Bas (Wasserzeichen).

Blätter jeweils: 44 x 24cm. Bezeichnet.

Ex. 29/180. Club Francais du Livre, Paris (Hrsg.).

In originaler, samtbezogener Kassette (26,5 x 48,5 x 4,8cm).

Blätter in tadellosem Zustand. Kassette in sehr gutem Zustand.

Wvz. Michler/Löpsinger, Nrn 100-111. Hier abweichend sind die

Druckgraphiken bezeichnet. Es fehlt die zusätzliche Radierung

auf schwarzem Ingres.


aus: 314

Dalí, Salvador

1904 - 1989 Figueras/Spanien

314 | $ 3.900 - 4.550 / € 3.000 - 3.500

Der alte Mann und das Meer. 1974. Suite von sechs Kaltnadelradierungen

auf ARCHES FRANCE (Wasserzeichen). Blätter

jeweils: 39,5 x 31,5cm (56 x 38cm). Ex. e.a. Bezeichnet. manus

presse, Stuttgart (Hrsg.) In originaler Mappe (56 x 38,5 x 0,5cm).

Blätter jeweils im unteren Bereich minimal gewellt. Wvz. Nr. 741:

Blatt gebräunt. Mappe mit minimalen Gebrauchsspuren.

Dazu das gleichnamige Buch mit der Erzählung von Ernest

Hemingway und beiliegenden sechs Granolithographien auf

farbigem Fond. Blätter 33 x 34cm. Ex. e.a. Mit leinenbezogenem

Deckel und kartoniertem Schuber (44 x 34,5 x 3cm).

Blätter in sehr gutem Zustand. Deckel mit leichten und Schuber

mit minimalen Gebrauchsspuren.

Wvz. Michler/Löpsinger, Nr. 736-741.

Dalí, Salvador

1904 - 1989 Figueras/Spanien - Nach

315 | $ 4.550 - 5.200 / € 3.500 - 4.000

Carmen Castanets. 1970. Bronze, partiell grün patiniert. Auf

dunkelgrauem Marmorsockel. 17,5 x 9 x 8cm. Ex. 81/350.

Bezeichnet, nummeriert und signiert (gestempelt) verso am

unteren Gewandsaum: FRA 81/350 Dali.

Mit originaler Holzschatulle und Zertifikat von 2049 Obra

Contemporánea Editor (Hrsg.).

25


Porträt Davringhausen

Davringhausen, Heinrich Maria

1894 Aachen - 1970 Cagnes-sur-Mer

316 | $ 52.000 - 78.000 / € 40.000 - 60.000

Portrait der Mutter. Um 1922. Öl auf Leinwand. 90 x 80cm.

Signiert unten links: ‹H. Davring›. Rahmen.

Provenienz:

Privatsammlung Süddeutschland

Ausstellungen:

Galerie am Rhein, Köln 1971

Städtisches Suermondt-Museum, Aachen 1972, Kat.-Nr. 25

Galerie Brockstedt, Hamburg 1973, Kat.-Nr. 21, Abb. 22

Städtisches Museum Simeonstift, Trier 1974, Kat.-Nr. 21

Pfalzgalerie des Bezirksverbandes Pfalz, Kaiserslautern 1974

Leopold Hösch Museum, Düren 1995

Kunstsammlung Gera-Orangerie, Gera 1996

Literatur:

Eimert, Dorothea: Heinrich Maria Davringhausen 1894-1970.

Monographie und Werkverzeichnis, Köln 1995, Wvz., Nr. 156,

Abb. S. 160

Ausst.-Kat. Heinrich Maria Davringhausen 1894-1970, Dorothea

Eimert (Hrsg.), Köln 1995, S. 160, Abb. 53

Galerie Wilbrand, 1976, Kat.-Nr. 142, S. 72, Abb.

Klinkel, Hans: Blick in neue Kataloge. Raritäten für Kenner und

Sammler, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.08.1976, S. 21,

Abb.

Heusinger von Waldegg, Joachim: H.M. Davringhausen 1894-

1970. Monographie mit Werkkatalog 1912-1932, Bonn 1977,

Nr. 93, Abb.

Milia, Gabriella Di: Heinrich Maria Davringhausen, in: FMR, Mensile

di Franco Mario Ricci, No. 37, Mailand 1985, S.91-104.

26

„Mit den Menschendarstellungen seit 1919 hat der Künstler

seinen ureigensten Bezirk gefunden. Diese Gemälde finden bei

den Kritikern großen Zuspruch. Selbst Oskar Maria Graf äußert,

daß dies der ‚endliche Durchbruch‘ sei und daß Davringhausen

wegen seiner ‚Ideenhaftigkeit‘ der Porträtmaler schlechthin sei

(…). Er vermag es ‚das Leben eines Gesichtes […], menschliches

Geheimnis in aller sachlichen Unmittelbarkeit‘ zur Geltung zu

bringen, schreibt Willi Wolfradt 1923. Es sind Typen, die er malt

und doch Individuen. ‚Das ist das Bezeichnende an diesem von

einer ganz neuen Eindringlichkeit Besessenen‘, schreibt Graf, daß

er immer an dem Beispiel eines Bildnisses gleichsam das Gesicht

eines Teiles der ganzen heutigen Menschhaftigkeit aufzeigt‘.

Auch Heinrich B. Schiffers bemerkt 1929, daß ‚die Übertragung

des inneren Gesichtes‘ maßgeblich ist. Er berichtet, daß Davringhausen

schnell arbeitet. ‚In langen Jahren schuf er fast ohne

Modelle. Eine Stunde genügte ihm meist, den wichtigsten Teil

des Bildes ergänzten Phantasie und Gedächtnis‘ (…).

Alle von Davringhausen Porträtierten sind eins mit dem Raum,

in dem sie platziert sind. Selbst Farbe wird zum Mittel, um das

Psychische deutlich zu machen, und der Raum scheint wahrhaftig

nur für diesen einen Typen geschaffen. Graf lobt die Darstellungsweise:

‚Hier hat zum ersten Mal einer mit einer Waghalsigkeit,

wie sie seinesgleichen sucht, begonnen und Menschen in

ihrem Raum, in ihre Welt gestellt‘. Die von Davringhausen dargestellten

Menschen erschienen im Zustand erstarrt. Die Räume, in

denen sie sich befinden, sind niemals verschlossen. Stets öffnet

sich eine Wand durch ein Fenster (…). Diese Fenster, diese Hinweise

auf die Ferne, auf Freiheit, auf weite Räume, kennzeichnen

auch die Werke der abstrakten Schaffensphase. Es ist der Raum,

den Davringhausen im Bild neu erobert und dem er psychologische

Bedeutung verleiht.“ (Dorothea Eimert, Heinrich Maria

Davringhausen – Eine Monographie, Köln 1995, S.62f.)


Moderne Kunst

ab 11.30 Uhr

Dufy, Raoul

1877 Le Havre - 1953 Forcalquier

317 | $ 5.200 - 6.500 / € 4.000 - 5.000

Composition florale sur fond turquoise. Mischtechnik auf Velin.

59 x 45,5cm. Stempel unterhalb der Darstellung rechts:

RD Bianchini Ferier (Manufaktur Bianchini, Férier Lyon). Rahmen.

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Enseling, Joseph

1886 Coesfeld - 1957 Düsseldorf

318 | $ 3.900 - 6.500 / € 3.000 - 5.000

Bildnis Frau Erica von Stein. 1920. Marmor, 63 x 42 x 8cm.

Signiert (geritzt) auf der rechten Kante: J. ENSELING 20.

Provenienz:

Nachlass Professor Joseph Enseling, Düsseldorf

Ausstellungen:

Stadtmuseum Düsseldorf, Joseph Enseling 1886-1957 - Skulpturen,

31.08. - 5.10.1986

Literatur:

Ausst.-Kat. mit Werkverzeichnis, Stadtmuseum Düsseldorf

(Hrsg.), Joseph Enseling 1886-1957 - Skulpturen, S. 78,

Wvz.-Nr. 14 (mit Abb.)


Nach einer Bildhauerlehre an der Kunstgewerbeschule Düsseldorf

(Rudolf-Bosselt, Wilhelm Kreis und Peter Behrens) von 1905

bis 1910 und einem anschließenden zweijährigen Studienaufenthalt

an der Pariser Akademie Colarossi, als Schüler Aristide

Maillols, trat Enseling ab 1913 zunächst eine Lehrtätigkeit an

der Folkwangschule Essen an, bevor er 1938 zudem einem Ruf

an die Düsseldorfer Kunstakademie folgte, wo auch der junge

Joseph Beuys zu seinen Schülern zählte. Zahlreiche Groß- und

Bauskulpturen sowie Industrie- und Bergarbeiterdenkmäler im

öffentlichen Raum zeugen davon, dass das Rhein-Ruhrgebiet zu

Enselings wichtigstem Betätigungsfeld wurde. Ferner schuf er

ausdrucksstarke Porträts wichtiger Persönlichkeiten seiner Zeit

sowie Frauenköpfe und Masken von tiefem seelischem Ausdruck.

Als Mitglied der Künstlervereinigungen Das junge Rheinland und

Rheinische Sezession war er nicht nur regelmäßig auf den Großen

Düsseldorfer Kunstausstellungen vertreten sondern fühlte

sich zu einer neuen rheinischen Künstlergeneration zugehörig,

die es sich nach den Erlebnissen des 1. Weltkriegs zur Aufgabe

machte, die Bildhauerei der zweiten Jahrhunderthälfte neu zu

definieren. Zu den wichtigsten Weggefährten Enselings zählen

der etwas ältere Wilhelm Lehmbruck und der aus Aachen stammende

Ewald Mataré.

Bei der Dargestellten handelt es sich um Erica von Stein, einem

Mitglied der bekannten Kölner Bankiersfamilie von Stein.

29


Moderne Kunst

ab 11.30 Uhr

Ende, Edgar

1901 Hamburg-Altona - 1965 Netterndorf

319 | $ 13.000 - 19.500 / € 10.000 - 15.000

„Der Weinberg“. 1947. Öl auf Hartfaser. 70,5 x 90,5cm.

Signiert und datiert unten rechts: E. Ende 47. Rahmen.

Provenienz:

Privatsammlung München

Ausstellungen:

Grosse Kunstausstellung Essen, 1947 (Aufkleber)

Galerie Wolfgang Ketterer, München 1972, Nr. 23, Abb.

Literatur:

Murken, Axel Heinrich: Edgar Ende 1901-1965 Der Träume Allmacht

mit der 2. verbesserten Auflage des Werkverzeichnisses

seiner Gemälde, Herzogenrath 2009, Nr. 123.

30

Edgar Ende wird oft zu den wichtigsten Vertretern des Surrealismus

in Europa gezählt. Er selbst sah sich aber einen neuen Weg

neben Surrealismus, magischem Realismus und Symbolismus

- den der „Geistigen Malerei“ - beschreiten. Seine Arbeiten zeigen

die phantastischen und visionären Sujets, die der Künstler in

seinen Dunkelkammerskizzen entstehen ließ. Sein Sohn Michael

Ende äußerte einmal dazu „Er hat das Atelier verdunkelt, sich auf

das Sofa gelegt und gewartet.“ (Zitat in: Ausst.-Kat. Edgar Ende

Gemälde, Gouachen und Zeichnungen, Hrsg. Jörg Krichbaum,

München 1988, S. 213). Seine spätere Lebensgefährtin Lotte

Schlegel erinnerte sich zudem, dass Edgar Ende dazu sagt, dass er

in seinem abgedunkelten Atelier eine Ebene sehen würde, auf der

sich die Ideen arrangierten. Diese brachte er zu Papier und verarbeitete

sie in einem oft über Jahre andauernden Arbeitsprozess

zu Zeichnungen, Gouachen und schließlich zu einem Gemälde.

Wir verweisen auf die Lose 541 – 543. Dort werden weitere

Arbeiten von Edgar Ende aus der gleichen Provinienz angeboten.


Ende, Edgar

1901 Hamburg-Altona - 1965 Netterndorf

320 | $ 13.000 - 19.500 / € 10.000 - 15.000

„Die kosmische Strickerin“. 1948. Öl auf Papier auf Hartfaser.

54,5 x 71,5cm. Signiert und datiert unten rechts: E. Ende 48.

Rahmen.

Provenienz:

Privatsammlung München

Ausstellungen:

Galerie Wolfgang Ketterer, München 1972, Nr. 32, Abb.

Palazzo della Ragione, Bergamo/Berlin, 2000/2001

Literatur:

Murken, Axel Heinrich: Edgar Ende 1901-1965 Der Träume Allmacht

mit der 2. verbesserten Auflage des Werkverzeichnisses

seiner Gemälde, Herzogenrath 2009, Nr. 145

Ausst.-Kat. Lo specchio nello specchio, Palazzo della Ragione,

Bergamo/Berlin, 2000/2001, Abb. 20, S. 57.

Wir verweisen auf die Lose 541 – 543. Dort werden weitere

Arbeiten von Edgar Ende aus der gleichen Provinienz angeboten.

31


Moderne Kunst

ab 11.30 Uhr

Ende, Edgar

1901 Hamburg-Altona - 1965 Netterndorf

321 | $ 10.400 - 15.600 / € 8.000 - 12.000

„Engel ein Pferd führend“. Öl auf Leinwand. 1964. 80 x 99,5cm.

Rahmen.

Provenienz:

Privatsammlung München

Ausstellungen:

Galerie Wolfgang Ketterer, München 1972, Nr. 110, Abb.

32

Literatur:

Murken, Axel Heinrich: Edgar Ende 1901-1965 Der Träume Allmacht

mit der 2. verbesserten Auflage des Werkverzeichnisses

seiner Gemälde, Herzogenrath 2009, Nr. 250.

Wir verweisen auf die Lose 541 – 543. Dort werden weitere

Arbeiten von Edgar Ende aus der gleichen Provinienz angeboten.


Ende, Edgar

1901 Hamburg-Altona - 1965 Netterndorf

322 | $ 19.500 - 26.000 / € 15.000 - 20.000

„Mit dem Pfeil“. 1928/ 35. Öl auf Leinwand. 70,2 x 90,3cm.

Bezeichnet und betitelt verso auf dem Keilrahmen rechts und

unten: E. Ende. München Kaulbachstr. 90 mit dem Pfeil.

Provenienz:

Privatsammlung München

Ausstellungen:

Galerie Wolfgang Ketterer, München 1972, Nr. 10, Abb.

Städtische Galerie im Lenbachhaus, München/Hamburger Kunsthalle/Städtische

Kunsthalle, Mannheim/Von der Heydt-Museum,

Wuppertal 1988

Palazzo della Ragione, Bergamo/Berlin, 2000/2001

Literatur:

Murken, Axel Heinrich: Edgar Ende 1901-1965 Der Träume Allmacht

mit der 2. verbesserten Auflage des Werkverzeichnisses

seiner Gemälde, Herzogenrath 2009, Nr. 85

Ausst.-Kat. Edgar Ende Gemälde, Gouachen und Zeichnungen,

Hrsg. Jörg Krichbaum, München 1988, Kat.-Nr. 27, S. 279,

Abb. S. 81

Ausst.-Kat. Lo specchio nello specchio, Palazzo della Ragione,

Bergamo/Berlin, 2000/2001, Abb. 11, S. 51.

Wir verweisen auf die Lose 541 – 543. Dort werden weitere

Arbeiten von Edgar Ende aus der gleichen Provinienz angeboten.

33


34

Erbslöh, Adolf

1881 New York, USA - 1947 Irschenhausen

323 | $ 26.000 - 39.000 / € 20.000 - 30.000

Montigny. 1917. Öl auf Leinwand. 54 x 63,5cm. Signiert oben

rechts: A.Erbslöh. Rahmen.

Provenienz:

Nachlass des Künstlers

Galerie Dr. Frese, München

Ausstellungen:

Kunst- und Museumsverein Wuppertal 1967, Kat.-Nr. 100

(Aufkleber)

Kunstverein in Wuppertal-Barmen 1931, Kat.-Nr. 38 (Aufkleber)

Städtisches Gustav-Lübcke-Museum, Hamm 1981, Kat.-Nr. 43

(Aufkleber)

Kunsthalle Bremen u.a. 1992, Kat.-Nr. 50, Farbtafel 30

Literatur:

Wille, Hans: Adolf Erbslöh (1991-1947), Mit einem Katalog der

Gemälde, Wuppertal 1967, Kat.-Nr. 100.

Adolf Erbslöh gehört als Zeitgenosse, Freund und Malerkollege

der neuen Künstlervereinigung München (NKVM) an, bei der er

1909 zusammen mit u. A. Kandinsky, Jawlensky, Kanoldt und

Wittgenstein mitwirkte, löste sich künstlerisch jedoch schon früh

aus dem Kreis der Expressionisten. Er fand stattdessen zurück zu

„einer gebändigten, naturnäheren Form, - aber die gesteigerte

Farbigkeit, die starken Formakzente in seinen stets streng gebauten

Bildern blieb erhalten. Zeit seines Lebens hat er es sich

sauer werden lassen, nie hat er sein Talent, sein Können, seinen

Fleiß dazu mißbraucht, Bild auf Bild zu malen und sich zu wiederholen.“

(Ausst.-Kat. Adolf Erbslöh, Wuppertal 1992, S. 112).

Besonders seine Landschaften weisen diesen Gleichklang auf,

seine tiefe Verbundenheit zu den expressionistischen Künstlern

und sein Verlangen nach einer wahrhaftigen, fast Cézannesquen

Darstellung des Gesehenen. Die brillante Farbigkeit seiner Bilder

und seine fast geometrischen Bildaufbauten zeugen heute von

der ihm eigenen bedachten und konzentrierten Arbeitsweise

dieses Künstlers.


Moderne Kunst

ab 11.30 Uhr

Feininger, Lyonel

New York 1871 - 1956

324 | $ 11.700 - 15.600 / € 9.000 - 12.000

Drei Figuren (Drei Ghosties). Tuschfederzeichnung und Aquarell

auf Papier. 7,1 x 12,5cm. Signiert unten rechts: Lyonel Feininger.

Modellrahmen.

Achim Möller hat die Echtheit dieses Werkes bestätigt. Das Werk

ist im Archiv des Lyonel Feiniger Project, New York - Berlin, mit

der Nummer 1204-04-10-13 registriert.

36


Felixmüller, Conrad

1897 Dresden - 1977 Berlin

325 | $ 7.800 - 10.400 / € 6.000 - 8.000

Die ferne Geliebte. 1918. Farblithographie auf Papier.

69 x 57,5cm (73,5 x 59cm). Signiert, betitelt und bezeichnet.

Modellrahmen.

Druckfarben deutlich ausgeblichen. Knickspuren. Leichte Einrisse

(bis max. 0,5 cm) an den Blattkanten. Verso Reste alter Montierung

in den Randbereichen. Farbspuren. Leicht verschmutzt.

Eines von ca. 20 Exemplaren.

Literatur:

Söhn, Gerhart (Hrsg.): Conrad Felixmüller - Das Grafische Werk,

1912 - 1977, Düsseldorf 1975, Wvz.-Nr. 123, Abb.

37


Moderne Kunst

ab 11.30 Uhr

Franck, Philipp

1860 Frankfurt am Main - 1944 Berlin Wannsee

326 | $ 19.500 - 26.000 / € 15.000 - 20.000

Der Reichenbach im Taunus. 1917. Öl auf Leinwand. 67 x 78cm.

Bezeichnet rechts unten: PHILIPP - FRANCK 1917. Rahmen.

Ausstellung:

Museum Giersch, Frankfurt am Main 2010

Literatur:

Immenhausen, Wolfgang/Tresckow, Almut von: Philipp Franck

(1860-1944), Werkverzeichnis der Gemälde, Berlin 2010,

Kat.-Nr. 49, S. 176, Abb.

38


Gaul, August

1869 Großauheim - 1921 Berlin

327 | $ 7.020 - 7.540 / € 5.400 - 5.800

Liegender Esel. 1911. Bronze, braun patiniert.

Auf schwarzem Marmorsockel. 7,6 x 12,5 x 6,5cm.

Signiert am hinteren Plinthenrand: A. GAUL. Gießerstempel

H. NOACK BERLIN.

Literatur:

Gabler, Josephine: August Gaul. Das Werkverzeichnis der

Skulpturen, Berlin 2007, Nr. 162

39


Moderne Kunst

ab 11.00 Uhr

Gaul, August

1869 Großauheim - 1921 Berlin

328 | $ 8.190 - 8.450 / € 6.300 - 6.500

Eselreiterin. 1913. Bronze, braun patiniert. Auf schwarz-weißem

Marmorsockel. 15 x 14,3 x 5,5cm. Signiert auf der Plinthe:

A. GAUL sowie auf der hinteren Plinthenkante Gießerstempel

H.NOACK BERLIN.

Literatur:

Gabler, Josephine: August Gaul. Das Werkverzeichnis der Skulpturen,

Berlin 2007, Nr. 182

40

„Ein Jahr nach dem kleinen Eselreiter schuf Gaul ein weibliches

Pendant, für das wohl die jüngere Tochter Charlotte Modell saß.

Durch die konventionelle Darstellung des bekleideten reitenden

Mädchens erweist sich die Figurengruppe eher als Familienstück

denn als autonome Plastik. Cassirer stellte die Arbeit auch erst

auf der großen Retrospektive des Künstlers 1919 aus.“ (Zitiert

aus: Wvz. Gabler, S. 179).


Gaul, August

1869 Großauheim - 1921 Berlin

329 | $ 4.940 - 5.460 / € 3.800 - 4.200

Eilender Bär auf vier Beinen. 1915. Bronze, braun patiniert.

Auf schwarz-weißem Marmorsockel. 5 x 9 x 2,5cm. Signiert auf

der Unterseite der linken hinteren Tatze: A. GAUL sowie auf der

Unterseite des Bauches H. NOACK BERLIN.

Literatur:

Gabler, Josephine: August Gaul. Das Werkverzeichnis der Skulpturen,

Berlin 2007, Nr. 215 (hier abweichend das Exemplar für

Tilla Durieux mit gegossener Plinthe abgebildet).

41


Moderne Kunst

ab 11.30 Uhr

Giacometti, Alberto

1901 Borgonovo - 1966 Chur

330 | $ 5.200 - 7.800 / € 4.000 - 6.000

Buste II. 1960. Lithographie auf BFK RIVES (Wasserzeichen).

31,5 x 20,5cm (65 x 50cm). Ex. 87/150. Signiert und nummeriert.

Maeght Éditeur, Paris (Hrsg.). Rahmen.

Minimale Knickspuren. Verso montiert.

Wvz. Lust, Nr. 31.

42

Grosz, George

Berlin 1891 - 1959

331 | $ 19.500 - 26.000 / € 15.000 - 20.000

Tanzbar, Berlin. 1920. Tuschfederzeichnung und Bleistift auf

Büttenkarton. 44 x 28,2cm. Signiert unten rechts: GROSZ. Verso

unten links Nachlassstempel mit der eingetragenen Nr.: 3-53-4.

Hier zudem bezeichnet: 1920; Lu Nr 1271; TR 1479.452.

Rahmen.

George Grosz ist Maler, Bühnenbildner, Lehrer und Schriftsteller,

- allem voran ist er aber immer Zeichner. Das gilt insbesondere

für seine Jahre in Berlin von 1912 bis 1933. Während dieser Zeit

hält er den Wandel der wilhelminischen Metropole ausdrucksvoll

in Zeichnungen fest. Seine Motive findet er auf Streifzügen durch

die Straßen sowie bei Besuchen von Cafés, Bars, Theatern und

Zirkusveranstaltungen. Mit spitzer Feder schildert er alle Facetten

des Großstadtlebens, das des „spießigen“ Bürgertums wie auch


das der „dunklen Halbwelt“. Dabei will er den moralisch entlarvenden

und verallgemeinernden Kern seiner Arbeiten nicht als

Karikaturen im herkömmlichen Sinne verstanden wissen, denn

er zeichnet sie nicht mit einem Augenzwinkern, sondern mit

bitterem Ernst und voller Wut. Nicht unterhalten will er, sondern

aufrütteln.

Dies tut Grosz, indem er seinem Blick hinter die Fassade des

menschlichen Treibens einen subtilen Ausdruck verleiht. So auch

bei der hier vorgestellten Darstellung eines anscheinend geselligen

Beisammenseins. Die Szenerie ist treffsicher mit wenigen

Strichen wiedergegeben: die Physiognomien und spontanen

Bewegungen, die Körpersprache und das Mienenspiel der Akteure

und nicht zuletzt die räumliche Umgebung. Dass hier kein

fröhlich ausgelassenes Vergnügen beschrieben wird, zeigen die

zu Fratzen verzerrten Gesichter der drei Tänzer. Vom Alkohol derartig

berauscht, taumeln die beiden Männer schwankend umher,

während die Frau scheinbar in ekstatische Bewegungen verfällt.

Die von ihnen ausgehende Dynamik „ergreift“ den gesamten

(Bild-)Raum, so dass alles aus den Fugen gerät und damit außer

Kontrolle ist. Der besondere Reiz dieser Federzeichnung besteht

in der Konzentration auf den flüchtigen Moment ohne erzählerischen

Kontext, wobei trotz der Skizzenhaftigkeit das Wesentliche

herausgefiltert ist. Das Blatt ist ein wunderschönes Beispiel für

Grosz‘ scharfe Beobachtungsgabe und seine überlegene Beherrschung

der graphischen Technik. Beide Eigenschaften weisen ihn

als einen der bedeutendsten Zeichner des 20. Jahrhunderts aus.

43


Moderne Kunst

ab 11.30 Uhr

44

Grosz, George

Berlin 1891 - 1959

332 | $ 5.200 - 7.800 / € 4.000 - 6.000

Gefreiter. 1915. Rohrfederzeichnung auf

Velin. 27 x 13/15,5cm. Signiert unten

rechts: Grosz. Bezeichnet oben links:

5758. Rahmen.

Es liegt eine Bestätigung der Authentizität

von Ralph Jentsch, George Grosz Estate,

Rom, vom 26. März 2013, vor. Die Zeichnung

wird in das in Vorbereitung befindliche

Werkverzeichnis der Arbeiten auf

Papier aufgenommen.


Grosz, George

Berlin 1891 - 1959

333 | $ 3.900 - 6.500 / € 3.000 - 5.000

Île de Bréhat. 1925. Bleistiftzeichnung auf leichtem Karton.

31,5 x 38cm. Gewidmet unten rechts: s. lieben Hans herzlichst,

George Grosz Dez. 1925. Rahmen.

Es liegt eine Bestätigung der Authentizität von Ralph Jentsch,

George Grosz Estate, Rom, vom 26. März 2013 vor. Die Zeichnung

wird in das in Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis der

Arbeiten auf Papier aufgenommen.

45


Moderne Kunst

ab 11.30 Uhr

46

Heckel, Erich

1883 Döbeln - 1970 Hemmenhofen/Berlin

334 | $ 5.200 - 7.800 / € 4.000 - 6.000

„Pfingstrosen“. 1960. Aquarell über Bleistift auf Velin.

64,5 x 49,5cm. Signiert, datiert und betitelt in der Darstellung

unten rechts: Heckel 60, - Pfingstrosen -. Rahmen.

Provenienz:

Nachlass der Witwe Heckels

Galerie Rosenbach, Hannover

Privatsammlung Nordrhein-Westfalen.


Hesse, Hermann

1877 Calw/Württemberg - 1962 Montagnola/Tessin

335 | $ 3.900 - 6.500 / € 3.000 - 5.000

Auch die Blumen. 1929. Aquarellierte Tuschezeichnung und

handgeschriebenes Gedicht. Jeweils: auf Velin (mit unbekanntem

Wasserzeichen). 30 x 24,5cm. Modellrahmen.

Provenienz:

Privatsammlung Schmidt, Elberfeld

Galerie Ludorff, Düsseldorf

Privatsammlung Nordrhein-Westfalen.

47


Moderne Kunst

ab 11.30 Uhr

Hofer, Karl

1878 Karlsruhe - 1955 Berlin

336 | $ 15.600 - 23.400 / € 12.000 - 18.000

Stillleben mit Birne. Um 1920. Ölskizze auf Leinwand.

25 x 34cm. Monogrammiert unten links: CH. (ligiert). Rahmen.

Provenienz:

Privatsammlung Berlin

48

Ausstellungen:

Karl Hofer, Galerie Pels-Leusden, Berlin 1968, Nr. 5

Staatliche Kunsthalle Berlin, Karl Hofer 1875-1955, Kat.-Nr. 40,

Abb. S. 43

Staatliche Galerie Moritzburg Halle, Karl Hofer, 1978/79,

Kat.-Nr. 18, Abb. S. 146

Literatur:

Wohlert, Karl Bernhard: Karl Hofer, Werkverzeichnis der Gemälde,

Bd. 2, VAN HAM Art Publications, Köln 2007, Wvz.-Nr. 441,

Abb. S. 91.


Hofer, Karl

1878 Karlsruhe - 1955 Berlin

337 | $ 20.800 - 26.000 / € 16.000 - 20.000

Kopf. Um 1928. Öl auf Pappe. 30 x 30,5cm. Monogrammiert

unten rechts (teilweise übermalt): CH. Rahmen.

Provenienz:

Sammlung Hansrudi Hofer, Berlin (rückseitig Adressstempel)

Privatsammlung Berlin

Ausstellung:

Staatliche Kunsthalle Berlin, 1978, Kat.-Nr. 205

Literatur:

Wohlert, Karl Bernhard: Karl Hofer, Werkverzeichnis der Gemälde,

Bd. 2, VAN HAM Art Publications, Köln 2007, Wvz.-Nr. 827,

Abb. S. 166.

49


Moderne Kunst

ab 11.30 Uhr

Hofer, Karl

1878 Karlsruhe - 1955 Berlin

338 | $ 39.000 - 65.000 / € 30.000 - 50.000

Reichenau Mittelzell. 1941. Öl auf Leinwand. 58,5 x 91cm

(Maßangaben im Werkverzeichnis falsch angegeben:

31,5 x 91cm). Monogrammiert und datiert unten rechts:

CH41 (ligiert). Rahmen.

Provenienz:

Privatsammlung Murnau (1941 direkt vom Künstler erworben)

50

Ausstellungen:

K.H am Bodensee, Konstanz 2003, S.21, Abb. 28

Literatur:

Wohlert, Karl Bernhard: Karl Hofer, Werkverzeichnis der Gemälde,

Bd. 2, VAN HAM Art Publications, Köln 2007, Wvz.-Nr. 1561,

Abb.


Hofer, Karl

1878 Karlsruhe - 1955 Berlin

339 | $ 45.500 - 58.500 / € 35.000 - 45.000

Mädchenkopf. 1945. Öl auf Leinwand. 51,5 x 35,5cm. Monogrammiert

und datiert oben rechts: CH45 (ligiert). Rahmen.

Provenienz:

Privatsammlung England

Christie‘s, London 1980, Kat.-Nr. 502, Abb.

Galerie Rosenbach, 1981

Privatsammlung Ibbenbüren

Literatur:

Wohlert, Karl Bernhard: Karl Hofer, Werkverzeichnis der Gemälde,

Bd. 2, VAN HAM Art Publications, Köln 2007, Wvz.-Nr. 1865,

Abb.

Hislop, Richard: The Annual Art Sales Index 1980/81 Volume 1,

1981, S. 652 cs, 19.1981, S. 816.

51


Moderne Kunst

ab 11.30 Uhr

52

Hofer, Karl

1878 Karlsruhe - 1955 Berlin

340 | $ 26.000 - 32.500

€ 20.000 - 25.000

„Drei Frauenakte“. 1949. Öl auf Leinwand.

90 x 50,2cm. Monogrammiert

unten rechts: CH49 (ligiert). Rahmen.

Provenienz:

Nachlass Hofer

Literatur:

Wohlert, Karl Bernhard: Karl Hofer-

Werkverzeichnis der Gemälde, Bd. 3,

VAN HAM Art Publications, Köln 2007,

Wvz.- Nr. 2238.


Hofer, Karl

1878 Karlsruhe - 1955 Berlin

341 | $ 9.100 - 11.700 / € 7.000 - 9.000

Kopf eines Jünglings. Aquarell auf Velin. 52,5 x 42cm. Monogrammiert

in der Darstellung unten rechts. Bezeichnet verso:

70442, Nr. 18: CH (ligiert).

53


Hubbuch, Karl

Karlsruhe 1891 - 1979

342 | $ 10.400 - 15.600 / € 8.000 - 12.000

Männer mit Tauben. Öl auf Sperrholz. 65 x 78cm. Nachlassstempel

unten links: R.h. Nachlass sowie verso bezeichnet Männer mit

Tauben, (?) und Nachlassstempel: Hubbuch (Nachlass). Rahmen.

Provenienz:

Myriam Hubbuch (Tochter des Künstlers).

Privatsammlung Süddeutschland

Karl Hubbuch zählt neben Georg Grosz und Otto Dix zu den

wichtigsten Vertretern der Neuen Sachlichkeit und des Realismus

in Deutschland. Von 1908 bis 1923 studiert er, unterbrochen

vom Kriegsdienst und schwerer Erkrankung, an der Akademie

in Karlsruhe und an der Lehranstalt des Kunstgewerbemuseums

in Berlin. Hier unterstützt ihn der Lehrer Emil Orlik in seinem

wachen und registrierenden Blick auf die Umwelt und ihre Menschen;

und sein Mitschüler Grosz stärkt seine Entwicklung von

der Selbstreflexion zu einer sozial-kritischen Zeitgenossenschaft.

So schildert Hubbuch eindrucksvoll in seinen bis 1933 entstehenden

Graphiken, Zeichnungen und Gemälden - erst um 1925

wendet er sich der Malerei zu - realistisch und voller Engagement

das Phänomen der modernen Großstadt und die politischen und

gesellschaftlichen Auseinandersetzungen während der Zeit der

Weimarer Republik. Aus der Distanz beobachtet er vor allem die

Menschen der Arbeiterklasse und zeigt sie mit liebevoller Ironie

in ihrem alltäglichen Lebensraum. In gleicher Weise verfährt er

auch mit einem weiteren Motiv, das er seit seiner ersten Frankreichreise

1926 immer wieder aufgreift: Die Metropole Paris und

ihre Bewohner, die Côte d‘Azur sowie die nordfranzösische

Küste und ihre Badegäste. Dies tut er zunächst in der Manier

der Neuen Sachlichkeit, die geprägt ist von dem Interesse an

54

stofflich materiellen Reizen und Gegenständen. Ab 1929 richtet

der Künstler sein Augenmerk auf die Zuständlichkeiten und

Zusammenhänge. Damit wandelt sich auch sein Stil. Dieser wird

lockerer, spontaner und expressiver. Zudem verleiht er seinen

Arbeiten, auch den Ölbildern, einen skizzenhaften Charakter. Mit

diesem Ausdrucksmittel der andeutenden Aufzeichnung erhöht

er das Dargestellte ins Allgemeine. 1933 tritt jäh eine Zäsur in

Hubbuchs Schaffen ein. Die Nationalsozialisten entlassen ihn

aus der Karlsruher Akademie für bildende Künste, an der er seit

1928 eine Professur für Malerei innehat. Darüber hinaus erhält

er Berufsverbot und verliert sein Atelier. Nach drei Jahren ohne

Auskommen verdient er sich von 1939 bis 1945 seinen Lebensunterhalt

als Hilfsarbeiter in der Karlsruher Majolika-Manufaktur

bzw. als Blumenmaler für Uhrengehäuse in Schwenningen.

Gleich nach dem Zweiten Weltkrieg konzentriert sich Hubbuch

wieder auf seine Kunst, wobei er seinen kritischen Blick auf

die Gesellschaft beibehält. Er sucht nach einem neuen Menschenbild,

um dann den Lebensraum als sozialphysiognomische

Komponente einzubeziehen. Damit knüpft er thematisch wie

auch inhaltlich an seine früheren Arbeiten an. Stilistisch orientiert

er sich während seiner erneuten Professur an der Akademie

in Karlsruhe von 1948 bis 1957 an einen Expressionismus, der

in seiner starken linearen Gerüsthaftigkeit an die Malerei Max

Beckmanns erinnert. Nach seiner Pensionierung greift Hubbuch

schließlich die spontane, malerisch-skizzenhafte Ausdrucksweise

der 1930er Jahre wieder auf und entwickelt diese konsequent zu

einer freieren Malerei weiter, ohne dabei in die Abstraktion zu

gleiten. Für ihn bleibt der Realismus das einzig adäquate Mittel,

das Erlebnis des Alltags zu registrieren, zu analysieren und zu

dokumentieren.


Moderne Kunst

ab 11.30 Uhr

56

Hubbuch, Karl

Karlsruhe 1891 - 1979

343 | $ 3.900 - 6.500 / € 3.000 - 5.000

Zwei Studien einer stehenden Frau in Rückenansicht. Farb- und

Bleistift über Tuschzeichnung auf Japan. 42,5 x 32,5cm.

Monogrammiert unten rechts: K.H. Rahmen.


Hoerle, Heinrich

Köln 1895 - 1936

343 A | $ 6.500 - 9.100 / € 5.000 - 7.000

Blumenstrauß in einer Glasvase. Öl und Tempera auf Karton.

38 x 27cm. Signiert unten links: Hoerle. Rahmen.

Diese Arbeit wird in das von Dirk Backes, Aachen, vorbereitete

Werkverzeichnis zu Heinrich Hoerle aufgenommen.

57


Jawlensky, Alexej

1867 Twer/ Moskau - 1941 Wiesbaden

344 | $ 162.500 - 195.000 / € 125.000 - 150.000

„Frühlingswind und Wiesen“. Ca. 1916. Öl auf Malkarton auf

Karton kaschiert (43,5 x 33,5cm). 34 x 25,7cm. Monogrammiert

unten rechts: A.J. Verso bezeichnet: KAT 49, Blumenwiese, 68,

Dr. Guradze mit Adressangabe, A.v. Jawlensky, Stilleben: Titel:

Frühlingswind und Wiesen 1916 sowie zwei Aufkleber mit technischen

Angaben. Rahmen.

Provenienz:

Dr. Guradze, Wiesbaden (direkt vom Künstler erworben)

Marianne Feilchenfeldt, Zürich

Selected Artists Galleries, New York (Aufkleber)

Privatsammlung New York

Hauswedell & Nolte 1985, Los 259, Abb. 8

Galerie Neher, Essen (Aufkleber)

Privatsammlung

Ausstellungen:

Kunsthalle Bern, 1957, Nr. 61

Galerie Beyeler, Basel 1957, Nr. 52, Abb.

Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf 1957,

Nr. 69, Abb.

Hamburger Kunstverein, 1957, Nr. 69, Abb.

Württembergischer Kunstverein, Stuttgart 1958, Nr. 74, Abb.

Städtische Kunsthalle, Mannheim 1958, Nr. 74, Abb.

Stephen Silagy Galleries, Los Angeles 1958, Nr. 6, Abb.

Redfern Galleries, London 1960, Nr. 23

Galerie Neher, Essen 1987, Abb. S. 43

Galerie Neher, Essen 1988/99, Abb. auf dem Titelblatt und S. 61

Casa Rusca, Locarno/Kunsthalle Emden 1989/90, Kat.-Nr. 69,

Farbabb. S. 121 (nicht ausgestellt)

Literatur:

Jawlensky, Maria/Pieroni-Jawlensky, Lucia/Jawlensky, Angelica:

Alexej von Jawlensky - Catalogue Raisonné of the Oil Paintings,

Volume Two 1914-1933, Wvz.-Nr. 855 mit Abb.

58

Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges zwingt Alexej Jawlensky,

Deutschland zu verlassen und in die Schweiz zu emigrieren.

Nach kurzer Zeit beginnt er hier eine äußerst produktive Schaffensphase,

in der er vehement seinen künstlerischen Weg hin zur

Abstraktion verfolgt. Schritt für Schritt reduziert er die Formen

des Motivs auf ein Grundmuster, innerhalb dessen er einzelne

Komponenten immer neu wandelt und kombiniert. Am Ende

dieser Entwicklung gelangt er zu einer drastischen Sparsamkeit

der malerischen Mittel und befreit sich völlig von der gegenständlichen

Darstellungsweise.

Während seines Aufenthaltes in St. Prex am Genfer See von

1914 bis 1916 malt Jawlensky das kleine Gemälde “Frühlingswind

und Wiesen”, das verstreute, nicht näher beschriebene

farbenfrohe Blüten zeigt. Die Bildgestaltung veranschaulicht, wie

weit der Künstler schon zu dieser Zeit in die Abstraktion vorgedrungen

ist: Der Bildaufbau ist stark vereinfacht. Die Farben sind

dünn auf den Karton aufgetragen, sodass der Malgrund immer

wieder hervor scheint. Die Halt gebenden Konturen sowie die

räumlichen Angaben sind verschwunden. Die derart losgelösten

Farbformen scheinen zu schweben, wobei sie sich zu einem ovalen

Bewegungsfluss zusammenfinden. Diese Dynamik wird durch

die kontrastreiche Farbgebung noch gesteigert. Nichts Dramatisches

geht von der leichten und lockeren Komposition aus. Man

kann sich dem Eindruck nicht erwehren, als könne man miterleben,

wie der Frühlingswind die bunten Blüten empor wirbelt,

um sie dann davon zutragen.

Jawlensky selbst bezeichnet das Gemälde als Stillleben (Casa

Rusca, Locarno/Kunsthalle in Emden, S. 237). Unter den zur

gleichen Zeit entstehenden Arbeiten dieses Sujets nimmt es eine

besondere Stellung ein. Denn nur selten hat er das Motiv derartig

dargestellt - meist zeigt er Blumen in Behältnissen, die oft mit

anderen Gegenständen auf einem Tisch arrangiert sind. Zudem

weist die Kompositionsweise eine sehr nahe Verwandtschaft zu

seinen Landschaftsbildern, den “Variationen”, auf, in denen er

seine ganz persönliche Sichtweise der erlebten Natur wiedergibt.


Moderne Kunst

ab 11.30 Uhr

60

Kádár, Béla

Budapest 1877 - 1955

345 | $ 4.550 - 7.150 / € 3.500 - 5.500

Mutter mit Kind. Gouache auf Velin.

35 x 20,8cm. Signiert unten rechts:

KÁDÁR BELA. Rahmen.

Auf der Rückseite befindet sich eine

signierte Tuschpinselzeichnung.

Die Authentizität der Arbeit wurde von

Herrn Miklos von Bartha, Galerie von

Bartha Basel, mündlich bestätigt.

Provenienz:

Privatsammlung Hessen.


Kádár, Béla

Budapest 1877 - 1955

346 | $ 6.500 - 9.100 / € 5.000 - 7.000

Frau mit Krug. Aquarell über Bleistiftzeichnung auf Velin.

31,8 x 42,5cm. Signiert unten rechts: Kádár Béla. Rahmen.

Auf der Rückseite des Blattes oben rechts befindet sich ein

Ausfuhrstempel(?) der Ungarischen Nationalgalerie mit der

handschriftlichen Nummerierung: «1355/1982»

Die Authentizität der Arbeit wurde von Herrn Miklos von Bartha,

Galerie von Bartha Basel, mündlich bestätigt.

61


Moderne Kunst

ab 11.30 Uhr

Kádár, Béla

Budapest 1877 - 1955

347 | $ 9.100 - 11.700 / € 7.000 - 9.000

Ohne Titel. Gouache auf leichtem Karton. 100,5 x 72cm. Signiert

in der Darstellung rechts: KÁDÁR BELA. Verso bezeichnet: K Z...,

„Ligies akt“ (durchgestrichen), 102 x 73, „nö parkban“. Oben

links befindet sich ein Ausfuhrstempel. Rahmen.

62

Provenienz:

Tochter des Künstlers

Privatsammlung Saarbrücken

Privatsammlung Hessen.


Kandinsky, Wassily

1866 Moskau - 1944 Neuilly-sur-Seine

348 | $ 20.800 - 23.400 / € 16.000 - 18.000

Kleine Welten III. 1922. Farblithographie auf Velin. 27,8 x 23cm

(28 x 26,8cm). Signiert.

Minimalste Bräunungsflächen. Leichte Oberflächenabreibung

jeweils im unteren und rechten Randbereich. Verso durchgeschlagene

Farbe.

Vom Werkverzeichnis abweichende Blattmaße (36,2 x 28,0cm).

Literatur:

Friedel, Helmut/Annegret, Hoberg (Hrsg.): Kandinsky - Das

graphische Werk, Complete prints, Köln 2009, Wvz.-Nr. 125,1.

63


Moderne Kunst

ab 11.30 Uhr

64

Kerkovius, Ida

1879 Riga - 1970 Stuttgart

349 | $ 9.100 - 11.700 / € 7.000 - 9.000

Ohne Titel (Figurative Komposition). Wohl um 1965. Farbige

Kreidezeichnung auf braunem Packpapier. 102 x 71,8cm.

Rahmen.

Figurenbilder nehmen nur einen kleinen Teil des Oeuvres der

Künstlerin ein. Ein wunderschönes Beispiel ist die hier vorliegende

Arbeit. Bei ihr handelt es sich um eine Studie zum linken

Flügel des 3-teiligen Ölgemäldes „Triptychon“ von 1965.

Literatur:

Leonhard, Kurt: Ida Kerkovius - Leben und Werk, Köln 1967,

vgl. S. 92, Farbtafel 31.


Khmeluk, Vasyl

1903 Berezivka - 1986 Paris

350 | $ 13.000 - 19.500 / € 10.000 - 15.000

Stillleben. Öl auf Leinwand. 59,7 x 72,4cm. Signiert unten links:

V. Khmeluk. Rahmen.

Provenienz:

Redfern Gallery London (Reste eines Etiketts)

Privatsammlung München.

65


Moderne Kunst

ab 11.30 Uhr

Kirchner, Ernst Ludwig

1880 Aschaffenburg - 1938 Frauenkirch/Davos

351 | $ 3.900 - 6.500 / € 3.000 - 5.000

Spielende Kinder. Tuschfederzeichnung auf chamoisfarbenem

Zeichenpapier. 17 x 21,5cm. Betitelt verso unten links: ‚Spiel.

Kinder‘ sowie Nachlassstempel mit handschriftlicher Bezeichnung

‚FDa/Bi 59‘. Modellrahmen.

66


Kirchner, Ernst Ludwig

1880 Aschaffenburg - 1938 Frauenkirch/Davos

352 | $ 9.750 - 12.350 / € 7.500 - 9.500

Erna mit Kater. Bleistift auf Papier. 29,7 x 20,5cm.

Modellrahmen.

Provenienz:

Nachlass Lise Gujer

Auktion Kornfeld und Klipstein, Bern 18.06.1968, Auktion 131,

Los 18

Literatur:

Presler, Gerd: Ernst Ludwig Kirchner, Die Skizzenbücher, „Ekstase

des ersten Sehens“, Monographie und Werkverzeichnis, Karlsruhe/Davos

1996, Nr. Skb 159-82v

Wir danken Herrn Prof. Dr. Dr. Gerd Presler für die freundliche

wissenschaftliche Unterstützung.

67


Moderne Kunst

ab 11.30 Uhr

68

Kirchner, Ernst Ludwig

1880 Aschaffenburg - 1938 Frauenkirch/Davos

353 | $ 3.900 - 6.500 / € 3.000 - 5.000

Obstbäume und Hügel bei Gollberode. 1907. Lithographie auf

Velin. 40 x 33cm (45 x 35,5cm). Signiert.

Blattkanten gebräunt. Knickspuren. Kleine Schmutz- bzw.

Stockflecken. Verso an den Ecken montiert.

Wvz. Dube, Nr. 42II.


Kleinschmidt, Paul

1883 Bublitz - 1949 Bensheim

353 A | $ . 19.500 - 26.000 / € 15.000 - 20.000

In der Garderobe beim Stiefelschnüren. 1943. Aquarell und

Bleistift auf Bütten. 77,8 x 58cm. Monogrammiert und datiert

unten: P. Kl. 4. Okt. 43. Verso bezeichnet: Woman dressing Kl.

P.(?) watercolor. Modellrahmen.

69


Moderne Kunst

ab 11.00 Uhr

Klimsch, Fritz

1870 Frankfurt a. M. - 1960 Saig

354 | $ 6.500 - 9.100 / € 5.000 - 7.000

Beschaulichkeit. Vor 1924. Bronze, braun patiniert.

32 x 22 x 31cm. Signiert verso am unteren Rand: F. Klimsch

sowie Gießerstempel H.NOACK BERLIN.

Literatur:

Braun, Hermann: Fritz Klimsch. Eine Dokumentation,

Van Ham Art Publications, Köln 1991, Nr. 121

„Einer jener Akte, die auf dreieckigem Grundriß in eben dieser

Form straff aufgebaut sind. Das verschlungene, nach innen gewandte

Bewegungsmotiv durchaus lyrisch in der Wirkung, jedoch

ohne einen Hauch von Sentimentalität“ (Wvz. Braun, Nr. 121).

70


Klimsch, Fritz

1870 Frankfurt a. M. - 1960 Saig

355 | $ 39.000 - 65.000

€ 30.000 - 50.000

Frühling. 1925/26 (Datum des Entwurfes).

Bronze, dunkelbraun patiniert.

179 x 38 x 36cm. Monogrammiert

auf der Plinthe: FK sowie darunter

Gießerstempel H. NOACK BERLIN.

Provenienz:

Privatsammlung Süddeutschland

Literatur:

Braun, Hermann: Fritz Klimsch.

Eine Dokumentation,

Van Ham Art Publications, Köln 1991,

Nr. 134

„Schönheit, Anmut und Kraft und mit

ihnen Lebensfreude, Lebensbejahung

und selbstbewußter Stolz sprechen aus

seinen weiblichen Figuren so unmittelbar,

daß zu ihrem Erfassen und Erfühlen

nicht viel Erklärung und Hinweis gegeben

werden muß. Aber obwohl das figürliche

Gesamtwerk von Fritz Klimsch auf diesen

einheitlichen Nenner gebracht werden

kann, weisen die einzelnen Werke eine

unendliche Vielheit der Nuance in der

Empfindung und im Ausdruck auf. Seine

zarten Mädchengestalten, seine kraftvollen

Frauenfiguren verkörpern mit ihrer

Haltung, ihren Gesten und Gebärden, (...)

Werte, die über das Körperliche hinausgehen

und geistige und seelische Ausblicke

eröffnen.“ (Werner Rittich, in: Herbert

Wolfgang Keiser, Hg., Das Meisterwerk -

Fritz Klimsch, Dresden o.J., S. 3)

71


Moderne Kunst

ab 11.00 Uhr

Klimsch, Fritz

1870 Frankfurt a. M. - 1960 Saig

356 | $ 19.500 - 26.000 / € 15.000 - 20.000

Blick ins Weite. 1935. Bronze, grünbraun patiniert.

65 x 50 x 40cm. Monogrammiert auf der linken Fußsohle:

FK (ligiert) sowie an der rechten Fußsohle H. NOACK BERLIN.

72

Provenienz:

Privatsammlung Gelsenkirchen

Privatsammlung Bochum

Literatur:

Braun, Hermann: Fritz Klimsch. Werke, Hannover 1980, Nr. 27,

Abb. S. 70

Braun, Hermann: Fritz Klimsch. Eine Dokumentation,

Van Ham Art Publications, Köln 1991, auf S. 32 erwähnt.


Klimsch, Fritz

1870 Frankfurt a. M. - 1960 Saig

357 | $ 4.160 - 4.550 / € 3.200 - 3.500

Sitzendes Mädchen. Ca. 1936. Bronze, braunschwarz patiniert.

25 x 27 x 16cm. Monogrammiert auf der rechten Fußsohle: FK.

Auf der Unterseite Gießerstempel Strassacker Kunstguss Süssen.

Wvz. Braun, Nr. 175.

73


Moderne Kunst

ab 11.00 Uhr

Klimsch, Fritz

1870 Frankfurt a. M. - 1960 Saig

358 | $ 10.400 - 15.600 / € 8.000 - 12.000

Kauernde. Ca. 1948. Bronze, dunkelbraun patiniert.

45 x 36 x 34cm. Monogrammiert auf der linken Fußsohle:

FK sowie am unteren rechten Rand Gießerstempel

H. NOACK BERLIN.

74

Provenienz:

Privatsammlung Süddeutschland

Literatur:

Braun, Hermann: Fritz Klimsch. Werke, Hannover 1980, Nr. 44,

S. 105 (Abb.).


Kogan, Moissey

1879 Orgjejeff, Bessarabien, Russland - 1943 Auschwitz

359 | $ 3.900 - 6.500 / € 3.000 - 5.000

Stehende. Nach 1939. Bronze, dunkelbraun patiniert. Auf

Plexiglassockel montiert. 27 x 8 x 7cm. Ex. 3/6. Signiert und

nummeriert auf der rechten Wade seitlich: Kogan 3/6 sowie

verso auf der linken Wade Gießerstempel L.THINOT fdr. PARIS.

Wvz. Henkel, Nr. 194.

75


Moderne Kunst

ab 11.30 Uhr

Kollwitz, Käthe

1867 Königsberg - 1945 Moritzburg

360 | $ 11.700 - 15.600 / € 9.000 - 12.000

Zwei weibliche Aktstudien. 1904-1906. Bewegungsstudien.

Kreide auf JCA France INGRE (Wasserzeichen). 63,5 x 48,2cm.

Signiert unten rechts: Kollwitz. Rahmen.

76

Provenienz:

Privatsammlung Köln

Literatur:

Nagel, Otto (Hrsg.): Käthe Kollwitz - Die Handzeichnungen,

Berlin 1972, Wvz.-Nr. 349.


Krauskopf, Bruno

1892 Marienburg - 1960 Berlin

361 | $ 3.900 - 5.200 / € 3.000 - 4.000

Felsige Flusslandschaft. Aquarell auf Velin. 65 x 50cm.

Signiert unten rechts: B Krauskopf. Rahmen.

Provenienz:

Privatsammlung Norwegen

77


78

Krauskopf, Bruno

1892 Marienburg - 1960 Berlin

362 | $ 32.500 - 45.500 / € 25.000 - 35.000

Herbststimmung bei den Lofoten. 1935. Öl auf Leinwand.

80 x 99cm. Signiert unten rechts: Krauskopf. Rahmen.

Provenienz:

Nachlass des Künstlers Galerie Norbert Bläser, Düsseldorf

Ausstellungen:

Galerie Norbert Blaeser, Düsseldorf 1991, Kat.-Nr. 6, Abb.

Literatur:

Zimmermann, Rainer (Hrsg.): Expressiver Realismus-Malerei der

verschollenen Generation, München 1994, S.99 Abb.

„Krauskopf war auch ein Romantiker. Das erklärt die Kraft seiner

Naturauffassung. Die konstruktive Ordnung der Bilder erzeugte

nicht der Intellekt, sondern die Genauigkeit eines formenden

Gefühls. Krauskopf besaß innerhalb seiner ihm auferzwungenen

Odyssee jeweils einen überraschenden Spürsinn für die lokale Atmosphäre.

Nicht nur seine Skizzenbücher mit ihren unmittelbaren

Umsetzungen des Gesehenen und Erlebten ins Bild, sondern

gerade auch seine Gemälde beweisen das, die aus der Berliner

wie aus der skandinavischen und amerikanischen Zeit. Was für

van Gogh Brabant und die Gegend von Arles war, wurde für

Krauskopf Norwegen. Dieser Zauberer sowohl des Lebens- als

auch der Farbenfreude, denn die Farben galten ihm als Sprache

des Lebens, hatte von Anfang an einen Hang für das Mystische,

ja Dämonische. Farbmagie ist seinen Bildern zueigen.“ (Walter

Huder, in: Bruno Krauskopf. Ölgemälde, Aquarelle, Zeichnungen.

Ausst.-Kat. Kunstamt Berlin-Charlottenburg 1972, S. 6).


Moderne Kunst

ab 11.30 Uhr

Lenk, Franz

1898 Langenbernsdorf - 1968 Fellbach

363 | $ 7.800 - 10.400 / € 6.000 - 8.000

Landschaft. 1961. Gouache auf Karton. 58 x 77,8cm. Monogrammiert

(ligiert) und datiert unten links: F.L. 1967. Rahmen.

Provenienz:

Galerie von Abercron, München.

80


Lörcher, Alfred

Stuttgart 1875 - 1962

364 | $ 3.900 - 6.500 / € 3.000 - 5.000

Bankett. 1948. Terrakotta, mit Gipswasser besprüht.

26,5 x 33,8 x 3cm.

Wvz. Grüterich, Nr. R 22.1 (hier abweichende Maße)

Das Terrakottarelief gehört zu einer Serie mehrerer Bankett-

und Konferenzreliefs, die zwischen 1948 und 1960 entstanden.

Anhand zahlreicher Zeichnungen belegt Marlis Grüterich, wie

eng der Zusammenhang zwischen flächiger und rundplastischer

Darstellung in Lörchers formaler Denkweise ist. „Es wurde schon

bei den rundplastischen Arbeiten immer wieder festgestellt, daß

er die Teile einer Gruppe in geometrischen und stereometrischen

Formaten anlegte, um darauf eine klare räumliche Gesamtdarstellung

aufzubauen - oder aber er machte die Abweichung vom

Format oder die Öffnung des Raums deutlich durch Gegensätze

kenntlich. [...] Typisch für Lörchers Zeichenstil in dieser Zeit ist

die eckige Kontur der Figuren, der sie den kubischen Sitz-, Tisch-

und Raumformaten angleicht.“ (Grüterich, S. 160f).

81


Moderne Kunst

ab 11.00 Uhr

82

Marcks, Gerhard

1889 Berlin - 1981 Burgbrohl/Eifel

365 | $ 7.800 - 10.400 / € 6.000 - 8.000

Raffaelo. 1941. Bronze, dunkelbraun

patiniert. 49 x 15 x 9cm. Eines von 3 oder

4 frühen Exemplaren. Signiert auf der

Plinthe: mit Künstlersignum.

Wir danken Dr. Arie Hartog,

Gerhard-Marcks-Stiftung, für die

freundliche Bestätigung der Authentizität.

Herr Dr. Hartog lobt vor allem den bemerkenswert

dünnwandigen Guss. Es handelt

sich wohl um einen Guss vor 1949.

Literatur:

Busch, Günther/Rudloff, Martina: Gerhard

Marcks - Das plastische Werk, Frankfurt

a.M./Berlin/Wien 1977, Wvz.-Nr. 398.


Marcks, Gerhard

1889 Berlin - 1981 Burgbrohl/Eifel

366 | $ 15.600 - 19.500

€ 12.000 - 15.000

Kleine verhüllte Eos. 1964/1969. Bronze,

braun patiniert. 80 x 17 x 15cm. Ex. 3/10.

Signiert auf der Plinthe: mit Künstlersignum.

Auf der hinteren Plinthenkante

nummeriert 3/10 sowie Gießerstempel

GUSS BARTH RINTELN.

Literatur:

Busch, Günther/Rudloff, Martina: Gerhard

Marcks - Das plastische Werk, Frankfurt

a.M./Berlin/Wien 1977, Wvz.-Nr. 832.

83


Moderne Kunst

ab 11.30 Uhr

Mataré, Ewald

1887 Aachen - 1965 Büderich

367 | $ 3.900 - 6.500 / € 3.000 - 5.000

Schiffe am Wasser. 1930. Holzschnitt auf Kupferdruckkarton.

28,5 x 43,5cm (53,5 x 75,5cm). Signiert und bezeichnet.

Knickspuren.

Kleine Bräunungsflecken. Einriss (ca. 0,5cm) an der linken Kante.

Verso Spuren alter Montierung an der oberen Kante.

Wvz. Mataré/Werd, Nr. 232. Unterhalb des Drucks links bezeichnet:

Am Wattenmeer. Einer von 8 bekannten Abzügen.

84


Mataré, Ewald

1887 Aachen - 1965 Büderich

368 | $ 5.200 - 7.800 / € 4.000 - 6.000

Schreitendes Pferd (nach rechts). 1950. Holzschnitt über rotbrauner

Tonplatte auf Velin. 40 x 45cm (50,5 x 53cm). Signiert und

bezeichnet. Rahmen.

Verso Farbspuren.

Wvz. Mataré/de Werd, Nr. 367III. Unter der Darstellung links

bezeichnet: Pferd. Es sind nur 10 Abzüge bekannt.

85


Moderne Kunst

ab 11.30 Uhr

Matisse, Henri

1869 Le Cateau-Cambrésis - 1954 Nizza

369 | $ 20.800 - 23.400 / € 16.000 - 18.000

Jeune hindoue. 1929. Lithographie auf Arches. 28,4 x 38cm

(39,5 x 49,5cm). Ex. 27/50. Signiert und nummeriert. Rahmen.

Minimale unregelmäßige Bräunungsflächen in den Randbereichen.

Literatur:

Duthuit-Matisse, Marguerit/Duthuit, Claude: Henri Matisse -

Catalogue raisonné de l‘œuvre gravé, Tome II, Paris 1983,

Wvz.-Nr. 508.

86


Mattis Teutsch, János

Brasov 1884 - 1960

370 | $ 9.100 - 11.700 / € 7.000 - 9.000

Female nude. Ca. 1928/30. Aluminium.

35,5 x 5,5 x 7,5cm. Monogrammiert

seitlich auf der Plinthenkante: MT.

Mit Expertise (Kopie) des Kunstmuseum

Brasov und Frau Veronica Bodea Tatulea

vom 5.8.2009.

Ausstellungen:

Brukenthal-Museum, Sibiu/Rumänien,

2007/2008

Kunstmuseum Brasov, Brasov/Rumänien,

2009

Literatur:

Ausst.-Kat. Brukenthal-Museum (Hrsg.):

Konfluenzen. Europäische Bezüge der

siebenbürgischen Kunst, Sibiu 2007,

S. 176, Nr. 96 (mit Abb.)

Ausst.-Kat. Kunstmuseum Brasov (Hrsg.):

Mattis-Teutsch, artist al avangardei,

Brasov 2009, S. 95, Nr. 64 (mit Abb.)

Beigabe: Ausstellungskatalog des

Brukenthal-Museums.

87


88

Mense, Carlo

1886 Rheine/Westfalen - 1965 Königswinter

371 | $ 13.000 - 19.500 / € 10.000 - 15.000

„St. Gereon in Köln“. Ca. 1930/40er. Öl auf Hartfaserplatte (im

Wvz. abweichend auf Malpappe). 75 x 100cm. Bezeichnet rechts

unten: C. Mense sowie verso C. Mense St. Gereon. Rahmen.

Literatur:

Drenker-Nagels, Klara: Carlo Mense, Sein Leben und sein Werk

von 1909 bis 1939, Köln 1993, Nr. 166, Abb.

„Bildete die Porträtmalerei den inhaltlichen Schwerpunkt seines

Schaffens in den zwanziger Jahren, so widmete sich Carlo Mense

in den dreißiger Jahren hauptsächlich der Landschaftsmalerei.

Doch hatte er in den zwanziger Jahren überwiegend die italienische

Landschaft thematisiert, so wandte er sich außer ihr nun

auch der deutschen zu.“ (Ausst.-Kat. Carlo Mense, Sein Leben

und sein Werk von 1909 bis 1939, Schäfke, Werner/Fehlemann,

Sabine (Hrsg.), Köln 1993, S. 135) Für die Gemälde aus den

dreißiger Jahren griff er „auf seine sublime, altmeisterlich glatt

verstrichen, die persönliche Handschrift gänzlich unterdrückende

Maltechnik zurück.“ (Schäfke/Fehlemann, S.135) „Wie schon in

den zwanziger Jahren klammerte Carlo Mense auch in seinen

Landschaften der dreißiger Jahre das zeitgenössisch Technisierte

der modernen Zivilisation weiterhin völlig aus. [.] Bukolischpastorale

Elemente kennzeichnen wie zuvor seine italienischen

Landschaften und erfahren in den heimischen eine Umdeutung

ins lokale bäuerliche Milieu.“ (Schäfke/Fehlemann, S.138) „[.]

In seiner veränderten stilistischen Gestaltung“ ist „eine erneute

Annäherung an die Romantik“ zu erkennen, „insbesondere an

die stimmungsvolle, melancholische Landschaftsmalerei C.D.

Friedrichs zu erkennen“ (Schäfke/Fehlemann, S. 139).


Moderne Kunst

ab 11.30 Uhr

90

Miró, Joan

1893 Montroig - 1983 Calamajor/ Mallorca

372 | $ 10.400 - 13.000 / € 8.000 - 10.000

Le Prophète Encerclé. 1965. Radierung und Aquatinta auf Arches

(Wasserzeichen). 77,7 x 57cm (89,8 x 63,5cm). Ex. 14/75.

Signiert und nummeriert. Maeght, Paris (Hrsg.). Rahmen.

Knickspur im unteren Bildbereich.

Literatur:

Dupin, Jacques/Lelong-Mainaud, Ariane: Miró Engraveur, Band II,

1961-1973, Barcelona 1989, Wvz.-Nr. 396.


Miró, Joan

1893 Montroig - 1983 Calamajor/ Mallorca

373 | $ 5.850 - 7.150 / € 4.500 - 5.500

Picasso i els reventos. 1973. Radierung und Aquatintaradierung

auf GUARRO (Wasserzeichen). 24 x 43,8cm (53 x 71cm). Ex. P.A.

Signiert und nummeriert. Gustavo Gili, Barcelona (Hrsg.).

Modellrahmen.

Blatt im oberen Randbereich leicht gewellt. Knickspuren im rechten

Randbereich. Zwei Stockflecken unterhalb der Darstellung.

Verso an den oberen Ecken montiert.

Wvz. Dupin, Nr. 588. Außerhalb der Auflage von 182 Exemplaren

auf Guarro-Papier. Diese Arbeit wurde mit einer Suite

von drei weiteren Zuständen zu Gunsten der Stiftung „Picasso-

Reventos” in einer Mappe veröffentlicht.

91


Moderne Kunst

ab 11.30 Uhr

92

Miró, Joan

1893 Montroig - 1983 Calamajor/

Mallorca

374 | $ 10.400 - 15.600

€ 8.000 - 12.000

Les Grandes Manoeuvres. 1973. Radierung,

Aquatinta und Carborundum auf

ARCHES FRANCE (Wasserzeichen).

138 x 60cm. Ex. 25/50. Signiert und

nummeriert. Maeght, Paris (Hrsg.).

Modellrahmen.

Blatt in den Randbereichen leicht gewellt.

Vereinzelt kleine Stockflecken. In den oberen

Ecken durchgedrückte Montierung.

Verso leicht gebräunt. Reste alter Montierung

in den oberen Ecken. Ansonsten

in gutem Zustand. Schöner farbintensiver

Druck.

Literatur:

Dupin, Jacques: Miró - Radierungen,

Band II, 1961-1973, Barcelona 1989,

Wvz.-Nr. 575.


Miró, Joan

1893 Montroig - 1983 Calamajor/ Mallorca

375 | $ 10.400 - 15.600 / € 8.000 - 12.000

Femme au miroir. 1957. Farblithographie auf BFK (Wasserzeichen).

38 x 56cm (39 x 56,5cm). Ex. 134/150. Signiert

und nummeriert. Maeght Éditeur, Paris (Hrsg.). Rahmen.

Obere Ecken leicht bestoßen. Verso minimal durchgeschlagene

Farbe sowie Farbspuren. Spuren und Reste alter Montierungen

in den Ecken.

Literatur:

Maeght, Adrien (Hrsg.): Juan Miro - Litógrafo, Band II, 1953 -

1963, mit einem Vorwort von Raymond Queneau, Barcelona

1975, Wvz.-Nr. 174 (hier abweichende Papierangabe: Arches)

Die Lithographie entstand für „Derrière le miroir“, Nr. 93:

„Dix ans d‘édition“, 1956. Zusätzlich erschien die Auflage von

150 Exemplaren. Neben Miró gestalteten auch Chagall, Bazaine,

Giacometti und Ubac Arbeiten für die Ausgabe der Zeitschrift.

93


Moderne Kunst

ab 11.30 Uhr

Miró, Joan

1893 Montroig - 1983 Calamajor/ Mallorca

376 | $ 5.070 - 5.590 / € 3.900 - 4.300

Terres de grand feu. 1960. Farblithographie auf Arches (Wasserzeichen).

39,5 x 57cm (47,6 x 65,2cm). Ex. 88/100. Signiert und

nummeriert. Maeght Éditeur, Paris (Hrsg.).

Blatt gleichmäßig gebräunt. Entlang der rechten Kante vereinzelte

Stockflecken. In den Ecken minimal bestoßen. Leichte

Knickspur in der Mitte der unteren Kante. Verso Reste alter

Montierung.

Wvz. Maeght, Nr. 198. Variante des Titelblattes der gleichnamigen

Ausgabe von «Derrière le miroir», Heft Nr. 87-88-89, 1956.

94


Miró, Joan

1893 Montroig - 1983 Calamajor/ Mallorca

377 | $ 7.150 - 9.750 / € 5.500 - 7.500

Femme, lune, étoile. 1963. Farblithographie auf RIVES (Wasserzeichen).

49,5 x 62,8cm (64,5 x 83,5cm). Ex. 38/300. Maeght

Éditeur, Paris (Hrsg.).

Rechte obere Ecke minimal berieben. Knickspuren in den oberen

Ecken sowie in der rechten unteren Ecke. Kleiner Einriss an der

linken Kante (ca. 0,3cm).

Wvz. Maeght, Nr. 1726. Mit dem Trockenstempel des Herausgebers.

Nach einem gleichnamigen Gemälde des Künstlers.

95


Moderne Kunst

ab 11.30 Uhr

Miró, Joan

1893 Montroig - 1983 Calamajor/ Mallorca

378 | $ 9.360 - 10.140 / € 7.200 - 7.800

La rhinocérine. 1971. Farblithographie auf ARCHES FRANCE

(Wasserzeichen). 119,5 x 77,5cm. Ex. 32/50. Signiert und

nummeriert. Maeght, Paris (Hrsg.). Modellrahmen.

Blatt minimal gebräunt. Leichte Papierquetschung an der linken

und rechten Blattkante. Leichte Knickspur an der linken Blattkante.

Kleiner Stockfleck an der unteren Blattkante. Verso leicht

durchschlagende Farbe. An der oberen Kante montiert.

96

Literatur:

Maeght, Adrien (Hrsg.): Joan Miró - Der Lithograph, Band IV,

1969-1972, mit einem Vorwort von Nicolas und Elena Calas,

Paris 1972, Wvz.-Nr. 699. Hier mit abweichenden Blattmaßen

(120 x 77,5cm).


Miró, Joan

1893 Montroig - 1983 Calamajor/ Mallorca

379 | $ 9.750 - 11.050 / € 7.500 - 8.500

Aus: Oda a Joan Miró. 1973. Farblithographie auf Guarro.

86,8 x 60,5cm (87,2 x 60,5cm). Ex. 29/75. Signiert und

nummeriert. Ediciones Polígrafa S.A., Barcelona (Hrsg.). Rahmen.

Leichte Verschmutzung im rechten oberen Bereich. An der oberen

Kante hinterlegter Einriss (ca. 0,5cm). Untere linke Kante minimal

bestoßen. Verso minimal gebräunt und leicht verschmutzt.

Sehr schöner farbintensiver Druck.

Literatur:

Maeght, Adrien (Hrsg.): Joan Miró - Lithographien, Band V,

1972-1975, Barcelona 1992, Wvz.-Nr. 905.

97


Moderne Kunst

ab 11.30 Uhr

98

aus: 380

Miró, Joan

1893 Montroig - 1983 Calamajor/ Mallorca

380 | $ 3.900 - 4.550 / € 3.000 - 3.500

Maravillas con variaciones acrósticas en el jardín de Miró. 1975.

20 Farblithographien auf Velin. 13 Farblithographien jeweils

ca. 45,3 x 34,5cm (50 x 35,7cm) sowie 7 Farblithographien

ca. 50 x 71,7cm. Ediciones Polígrafa, S.A., Barcelona (Hrsg.).

Eines von 1500 Exemplaren. Im Druck signiert.

Blätter sind zum Teil minimal gleichmäßig gebräunt. Auf einzelnen

Blättern vereinzelte leichte Stockflecken. Ecken teilweise

minimal bestoßen. Blätter zum Teil verso leicht verschmutzt.

Ansonsten in sehr gutem Zustand.

Wvz. Cramer, Nr. 1053-1072.


Moll, Margarete (Marg)

1884 Mühlhausen - 1977 München

381 | $ 5.200 - 7.800 / € 4.000 - 6.000

Mädchen. 1951. Bronze, hellbraun

patiniert. Auf Bronzesockel.

60 x 20 x 12,5cm (mit Sockel).

Signiert auf der Rückseite der linken

Wade: M. MOLL.

Literatur:

Filmer, Werner: Marg Moll, Eine deutsche

Bildhauerin 1884 - 1977, München 2009,

S. 140 (Abb.).

99


Moll, Oskar

1875 Brieg/Schlesien - 1947 Berlin

382 | $ 26.000 - 39.000 / € 20.000 - 30.000

Koenigsallee-Brücke. Um 1917. Öl auf Leinwand auf Spanplatte

aufgezogen. 58,5 x 63cm. Signiert unten rechts: Oskar Moll.

Rahmen.

Wir danken Herrn Dr. Gerhard Leistner, Regensburg, für die

wissenschaftliche Beratung. Die Arbeit wird in das in Vorbereitung

befindliche Werkverzeichnis aufgenommen.

Literatur:

Salzmann, Siegfried und Dorothea: Oskar Moll Leben und Werk,

München 1975, Nr. 155 (hier unter dem falschen Bildtitel

‹Brücke am Halensee› registriert).

„Oskar Moll [...] gehörte der in den siebziger und achtziger

Jahren des 19. Jahrhunderts geborenen Generation an, die neuen

künstlerischen Vorstellungen und Inhalten zum Durchbruch

verhalf. Seine Leistung ist mit den säkularen Erscheinungen und

Entwicklungen der Aufbruchsperiode der Moderne unauflöslich

verknüpft, und sein Vermächtnis bleibt wie das seines Freundes

Purrmann und anderer Mitglieder der Académie Matisse ein

100

wichtiger Beitrag zur neueren Kunstgeschichte.“(Salzmann,

Siegfried und Dorothea: Oskar Moll Leben und Werk, München

1975, S. 7) Oskar Moll gehörte zu dem Kreis deutscher Künstler,

die sich früh von der französischen Malerei beeinflussen ließen.

So ging er 1907 nach Paris, wo er an der Académie Matisse

studierte und sich dem Künstlerkreis um das Café du Dôme anschloss.

Das Werk von Henri Matisse hatte eine große Wirkung

und einen enormen Einfluss auf ihn als Künstler, und so war

er wohl derjenige von allen deutschen Schülern der Académie

Matisse, der dem Stil seines Lehrers am aller nächsten stand.

(Salzmann, S.121) Das Gemälde „Koenigsallee- Brücke“, welches

der Künstler um 1917 schuf, lässt sich eingliedern in eine Reihe

außergewöhnlicher Kunstwerke, die in dieser Zeit entstanden.

Oskar Moll war auf dem Höhepunkt seiner künstlerischen Schaffenskraft

angelangt. Die große Liebe zur Natur stellte Moll immer

wieder in ihrer Außergewöhnlichkeit in seinen Landschaftsbildern

dar. So war auch die Koenigsallee-Brücke, die in diesem Gemälde

zu sehen ist, ein beliebtes Motiv Molls, in dem seine Nähe zur

Natur wieder voll zur Geltung kommt. „Von einer grünen Rätseltiefe,

in die man hineinkriecht wie im Traum einen unendlichem

Licht entgegen“(Salzmann, S. 23, 24).


101


Moll, Oskar

1875 Brieg/Schlesien - 1947 Berlin

383 | $ 26.000 - 39.000 / € 20.000 - 30.000

Stillleben mit NOVEM. Um 1929. Öl auf Leinwand. 65 x 58,5cm.

Signiert unten links: Oskar Moll. Rahmen.

Wir danken Herrn Dr. Gerhard Leistner, Regensburg, für die wissenschaftliche

Beratung. Die Arbeit wird in das in Vorbereitung

befindliche Werkverzeichnis aufgenommen.

Literatur:

Salzmann, Siegfried und Dorothea: Oskar Moll - Leben und

Werk, München 1973, Nr. 279

Ausst.-Kat. Ausstellung der Studierenden. Gemälde, Plastik,

Graphik, Architektur,

Kunstgewerbe, Staatliche Akademie für Kunst und Kunstgewerbe

(Hrsg.), Breslau 1930, Nr. 17

102

1918 wurde Oskar Moll als Professor an die Kunstakademie

Breslau berufen und wurde deren Leiter bis zur Schließung 1932.

Allein seine Sammlung großartiger Gemälde von Matisse, Corinth,

Munch und anderen brachte ihm die Bewunderung seiner

Künstlerkollegen ein. Oskar Moll „war nebenbei ein Sammler

von Format, er verstand etwas von Kunst und war deshalb auch

ein ausgezeichneter Lehrer. Merkwürdigerweise war er es in

Breslau, und Schlesien schien gar nicht zu seinem Wesen zu

passen. Um so überraschter war man, zu hören, dass er Schlesier

von Geburt war wie der gleichaltrige Otto Mueller, der ‚Brücke‘-

Maler und Freund Kirchners, der an derselben Akademie bis

zum Tode unterrichtete. Und rätselhaft bleibt, dass gerade dieser

Schlesier unter allen ‚Brücke‘-Malern der sensibelste war und der

undoktrinärste. Die Sensibilität scheint in diesem Lande zu Hause

zu sein, und Moll besaß sie von Natur, nicht von Paris her. Wollte

man Moll auf künstlerische Zusammenhänge festlegen, müsste

man allerdings mehr im Westen als im Osten suchen, er gehört

wie August Macke zur Kultur des Rheinlandes und hatte dort

auch eine Zeitlang gewirkt. Es gibt Arbeiten von Moll, die denen

Mackes auf das innigste verwandt sind, obwohl sich die beiden

Maler, der Schlesier und der Freund des ‚Blauen Reiter‘-Kreises,

kaum begegnet sein dürften. Sie hatten beide die Liebe zur

Farbe, zu ihrer Reinheit und Leuchtkraft, ihren Harmonien und

Rhythmen, und das Erlebnis Matisse hätte im Leben Molls nicht

diese Rolle gespielt, wäre er für das Zusammentreffen mit dessen

Kunst in Paris nicht prädestiniert gewesen“ (Will Grohmann, in:

Ausst.-Kat. Oskar Moll, Hutton Galleries, New York, 1960; sowie

in: Siegfried und Dorothea Salzmann, Oskar Moll - Leben und

Werk, München 1975, S.53f.).


103


Künstler-Postkarte Nr. 17

der Galerie „Der Sturm“

von Johannes Molzahn

Molzahn, Johannes

1892 Duisburg - 1965 München

384 | $ 39.000 - 52.000 / € 30.000 - 40.000

Portrait J M II. 1953. Öl auf Leinwand. 59 x 48,5cm. Signiert,

datiert und betitelt verso unten links: Johannes Molzahn,

New York 1953, ‚J M II‘. Künstlerrahmen.

Provenienz:

Privatsammlung, Hessen

Nachlass des Künstlers

Johannes-Molzahn-Centrum für Dokumentation und

Publication®, Kassel

Ausstellungen:

Gries, Christian: Johannes Molzahn (1982-1965) und der

‚Kampf um die Kunst‘ im Deutschland der Weimarer Republik

(mit einem Werkverzeichnis der Gemälde), Diss. der Universität

Augsburg 1996, Wvz.-Nr. 300 A.

Literatur:

Gries, Christian: Johannes Molzahn (1982-1965) und der ‚Kampf

um die Kunst‘ im Deutschland der Weimarer Republik (mit einem

Werkverzeichnis der Gemälde), Diss. der Universität Augsburg

1996, Wvz.-Nr. 300 A

Während seines Kunstschaffens setzt sich Johannes Molzahn

immer wieder mit dem Thema Porträt auseinander. Bis in die

Zeit des Ersten Weltkrieges fertigt er Abbilder von sich selbst,

Verwandten und Freunden an, bei denen er noch ganz dem

Zeitgeist entsprechend den Charakter der jeweils dargestellten

Person genau herausarbeitet. Durch die intensive Beschäftigung

mit der Avantgardekunst schafft Molzahn dann in der folgenden

Dekade Bildnisse, bei denen er die neu gewonnenen

104

Stilmittel verwendet. Sie führen ihn zu einer zunehmenden

Abstrahierung des Gesehenen, was nicht nur die Wiedergabe

der Person, sondern auch die des Raumes betrifft. So setzt er in

zersplitterten und collageartig zusammengefügten Bildflächen

die vereinzelten Gliedmaße (Kopf und Arme) ohne Verbindung

zueinander. Hierbei nutz er den Raum nicht als perspektivische

Konstruktion; vielmehr dient dieser ihm als geistige Wirkungsmöglichkeit

des Bildes. Auf diese Weise sucht er nicht mehr das

„Individuum - Mensch“ zu erforschen, sondern das „Geheimnis

- Mensch“.

Um dieses aufzuspüren malt Molzahn etwa zwischen 1930 und

1935 eine Reihe Porträts von Freunden und Künstlerkollegen.

Signifikant ist, dass er nun den Kopf im Profil und „en face“

gleichzeitig darstellt, wobei er die Farbflächen des Gesichtes

ebenbürtig nebeneinander stehen lässt und den Raum indirekt

mittels Farbe suggeriert. Obwohl er beim Zeichnen der Umrisslinien

von Kopf und Gesicht bewusst die Wiedererkennbarkeit

des Porträtierten anstrebt, fügt er dieser Verfremdungen hinzu,

die über den Dargestellten hinaus verweisen. So integriert er

z.B. „Flächenauswüchse“ in die Gesichter, die die Konturen

durchbrechen oder setzt streifenartiges Bildlicht ein, um das

Antlitz teilweise aufzulösen. Mit diesen Kraftfeldern und -linien

gibt Molzahn seine Anschauung von dem im kosmischen Gesetz

eingebundenen Menschen Ausdruck.

Während seines 21 Jahre andauernden Exils in Amerika (1938-

1959) setzt Molzahn das Motiv ein letztes Mal malerisch um.

Von etwa 1947 bis 1953 schafft er einige Bildnisse in Öl allein

von seiner zweiten Frau Loretto und sich selbst. Das hier vorgestellte

Gemälde ist eines der letzten Selbstporträts. Es entsteht

kurz nachdem er die Professur an der New School for Social

Research in New York aufgegeben hat, um wieder als freier

Maler arbeiten zu können.

In der abgeklärten und puristischen Komposition negiert Molzahn

jegliches expressive und narrative Element. Auch bindet

er sein Konterfei nicht in eine groß inszenierte, von einem oder

mehreren Fluchtpunkten beherrschte, Kulisse ein, die uns in

seinen Bildern dieser Schaffensperiode so fasziniert. Vielmehr

führt er ein Kammerspiel auf, in dem nur zwei „Akteure“ mitwirken

- die Perspektive und der menschliche Kopf: In einer

Abfolge zeigt er sein gespiegeltes Abbild „en face“ aus einem

jeweils anderen Blickwinkel, wobei er es aus der Perspektivität

selbst darstellt. Bei dieser Gestaltungsart greift er auf die in der

Renaissance entwickelten optischen Anamorphosen zurück (das

bis zur Unkenntlichkeit verzerrte Bild, welches erst durch Änderung

des Sichtwinkels des Betrachters sein Geheimnis preis

gibt). Das für die Umformung nötige Raster deutet Molzahn

mittels der senkrechten Farbstreifen an. Sie verweisen darauf,

dass er sein Augenmerk allein auf die vertikale Blickrichtung

legt.

Die akribische Systematik, mit der Molzahn hier vorgeht, zeigt,

dass er als Maler und als Wissenschaftler agiert. Damit folgt er

konsequent seinem schon in den 1920er Jahren ausgesprochenem

Credo, dass der Künstler der Zukunft als Ingenieur den

Menschen konstruieren wird. Und so gibt er uns in dem stilllebenartigen

Bildnis ein eindrucksvolles Beispiel für den Einklang

von technischem Sehen und visueller Meditation.


105


Moderne Kunst

ab 11.30 Uhr

Molzahn, Johannes

1892 Duisburg - 1965 München

385 | $ 3.900 - 6.500 / € 3.000 - 5.000

„JM VIII“ (Selbstbildnis). 1953. Bleistiftzeichnung auf Karton.

51,7 x 65,8cm. Datiert und signiert in der Darstellung Mitte:

1953 Johannes Molzahn. Bezeichnet verso unten rechts:

Selbstbildnis.

Die Zeichnung ist verzeichnet im Archiv des Johannes-Molzahn-

Centrum für Dokumentation und Publication®, Kassel

106

Ausstellungen:

Neue Galerie am Landesmuseum Joanneum, Graz 1973,

Kat.-Nr. 92, Abb. auf Umschlag.

In der Zeichnung folgt Molzahn dem selben Gestaltungsprinzip

wie bei dem gleichzeitig entstandenen Gemälde (siehe Lot 384).

Allerdings beschränkt er sich bei dieser Sequenz nicht auf eine

einzige Ansicht seines Antlitzes, sondern kombiniert die Darstellung

seiner Vorderansicht mit der seines Profils.


Morach, Otto

1887 Solothurn - 1973 Zürich

386 | $ 7.800 - 10.400 / € 6.000 - 8.000

„Strasse in Paris“ (auch: „Pariser Strassenbild II“). Um 1931. Öl

auf Leinwand. 60 x 73cm. Bezeichnet auf Etikett auf dem Keilrahmen

verso mittig: ‹N° 10 Otto Morach Strasse in Paris Privatbesitz

O.›. Rahmen.

Provenienz:

Ehemals Sammlung J. Denger, Buchillon (Etikett)

Privatsammlung Deutschland/Schweiz

Ausstellungen:

Kunstmuseum Bern, 1931, Kat.-Nr. 87

Kunstmuseum Zürich, 1966, Kat.-Nr. 43.

Literatur:

Schaller, Marie-Louise: Otto Morach (1887-1973). Mit einem

kritischen Katalog der Staffeleibilder, Zürich 1983, Nr. 314

107


Moderne Kunst

ab 11.30 Uhr

Mueller, Otto

1874 Liebau/Schlesien - 1930 Breslau

387 | $ 3.900 - 6.500 / € 3.000 - 5.000

Mädchen-Halbakt im Profil (vor einem Bild). 1922. Lithographie

auf Velin. 22 x 17,5cm (38 x 31,5cm). Signiert. Fritz Gurlitt,

Berlin (Hrsg.).

108

Blatt beschnitten sowie gebräunt (besonders im Passepartoutausschnitt).

Kleine Stockflecken. Verso umlaufend Reste alter

Montierung.

Wvz. Karsch, Nr. 129a. Hier abweichende Blattmaße

(43 x 34cm).


Münter, Gabriele

1877 Berlin - 1962 Murnau

388 | $ 18.200 - 23.400 / € 14.000 - 18.000

Blumenstillleben. 1943(?). Öl auf Velin. 65 x 50,2cm.

Monogrammiert unterhalb der Darstellung links: Mü (ligiert). Daneben

sowie verso mit Werknummer versehen: 52a/43. Rahmen.

109


Münter, Gabriele

1877 Berlin - 1962 Murnau

389 | $ 18.200 - 23.400 / € 14.000 - 18.000

Blumenstillleben mit Giraffe. 1957. Öl auf Velin. 61 x 43cm.

Monogrammiert, datiert und bezeichnet unten links: MÜ (ligiert)

17. V. Daneben mit Werknummer bezeichnet: BB 16/57.

Bezeichnet verso: 25. Rahmen.

Während ihres gesamten Schaffens widmet sich Gabriele Münter

einem Thema ganz besonders - dem Blumenstillleben. Immer

wieder malt sie einzelne oder mehrere Sträuße in Vasen oder

Krügen und Topfpflanzen, die sie häufig mit Spielzeug- oder

Heiligenfiguren, Hinterglasbildern und anderen häuslichen Gegenständen

kombiniert. Gerade in der Abgeschiedenheit Murnaus,

wohin sie sich 1931 aufgrund der Diffamierung durch die

Nationalsozialisten zurückzieht, bietet ihr das «einfache» Motiv

unerschöpfliche Möglichkeiten, sinnliche Empfindungen zum

Ausdruck zu bringen. Dabei folgt sie nicht mehr der schlagenden

Expressivität ihrer frühen Schaffenszeit, sondern beschreibt

nun in einer besonnenen Sichtweise das, was ihr bildwürdig

erscheint. Was sie aber beibehält, ist ihre freie und großzügige

Gestaltungsweise sowie ihre leuchtende und lebendige Palette,

mit denen sie immer neue Farb- und Formenkonstellationen

aufspürt. Auf diese Weise führt sie in ihrem Spätwerk das Thema

zu einem weiteren Höhepunkt.

110

Davon zeugen die hier vorgestellten Werke. Mit leichter und

schneller Hand ist jeweils das Motiv auf das Papier gebracht. Doch

unterscheiden sie sich in der weiteren Ausführung: In dem Gemälde

von 1943 erhalten die Krüge und Blumen durch zum Teil zart

gezeichnete Konturen, kräftig gesetzte «Binnenschraffuren» und

fein abgestufte Farbnuancen einen dinghaften Charakter. Hierzu

tragen die Andeutung von Dekor sowie die waagerechte Linie, die

die Standfläche markiert, bei. Die Farbgebung umfasst Blau-, Gelb,

und Brauntöne. Obwohl sich die leuchtenden Blüten «gierig»

nach oben, dem Licht entgegen(?), strecken, geht von dieser

Komposition eine gewisse Schwermut aus.

In der Arbeit von 1957 fehlen jegliche Hinweise auf Plastizität

und Räumlichkeit. Die Vasen, Blüten und Blumenstengel wie

auch die beigefügte Giraffe sind mit breiten schwarzen Umrisslinien

dargestellt. Sie sind gefüllt mit kräftigen Farbstrichen bzw.

-klecksen, wobei viel Weiß des Papiers sichtbar bleibt. Die Palette

ist in Blau-, Gelb- und Rottönen gehalten. Auch hier öffnen sich

die Blüten in ihrer vollen Bracht. Doch gibt diese Bildgestaltung

eine freudige und lebendige Stimmung wieder. Beide Stillleben

zeigen feinfühlig und zugleich eindringlich die verschiedenen

Gemütszustände der Künstlerin, in denen sie sich beim Malen

befunden haben muss. So bringt sie im früheren Bild das Erleben

der bedrückenden Zeit während des Zweiten Weltkrieges zum

Ausdruck, während sie im späteren Blatt ihre immense Lebensfreude

mitteilt.


111


Moderne Kunst

ab 11.30 Uhr

Nesch, Rolf

1893 Obereßlingen/Württemberg - 1975 Oslo

390 | $ 4.160 - 4.940 / € 3.200 - 3.800

Vier Orientalen beim Handeln (Juden). 1922. Kaltnadelradierung

auf Kupferdruckkarton. 21,8 x 29,8cm (25 x 32,8cm).

Ex. Probedruck. Signiert und bezeichnet. Rahmen.

Blatt unfrisch. An der unteren Kante unregelmäßig beschnitten.

Je ein Knick in der oberen linken und unteren rechten Ecke.

Stockfleckig. Verso Reste alter Montierung an den oberen Ecken.

Wvz. Helliesen/Sorensen, Nr. 82. Unterhalb des Druckes bezeichnet

links: „Probedruck f. d. A...gesellschaft“ sowie rechts:

„Dresden Circestr. 43 M...“.

112


Peiffer Watenphul, Max

1896 Weferlingen - 1976 Rom

391 | $ 7.800 - 8.450 / € 6.000 - 6.500

Ischia. 1957. Aquarell über Bleistiftzeichnung auf C.M.FABRIANO

(Wasserzeichen). 34,7 x 51,8cm. Monogrammiert und datiert

unten rechts: M. P. W. 57. Rahmen.

Literatur:

Watenphul-Pasqualucci/Pasqualucci: Max Peiffer Watenphul

Werkverzeichnis, Bd. 1 Gemälde - Aquarelle, Köln 1989,

Nr. A 931. Hier abweichende Blattmaße (34 x 50cm).

113


Nolde, Emil

1867 Nolde - 1956 Seebüll

392 | $ 104.000 - 156.000 / € 80.000 - 120.000

Dampfer. 1946. Aquarell auf Japanpapier. 21,8 x 25,5cm.

Rahmen.

Die Expertise von Herrn Prof. Dr. Martin Urban vom 25. Juni

1996 liegt nicht mehr im Original vor. Diese wurde aber von

Herrn Prof. Dr. Manfred Reuther, Nolde Stiftung Seebüll, schriftlich

bestätigt.

Das Aquarell „gehört zur Reihe Meer-Aquarelle, die Nolde 1946

im Nordseebad St. Peter-Ording gemalt hat“ (lt. Experise von

Prof. Dr. Urban vom 25. Juni 1996).

Für Emil Nolde ist das Meer eines der wichtigsten Bildthemen in

seiner Malerei. Fasziniert von der ungeheuren Kraft und Schönheit

der See erarbeitet er sich das Motiv immer wieder neu. Um

1920/21 malt er es erstmals im Aquarell. Gerade das Arbeiten

mit den wasserlöslichen Farben kommt seiner expressiven Malweise

entgegen, denn hier ist es ihm möglich, völlig ungezwungen

aus dem Fluss der Farbe zu schöpfen und diesen zugleich in

eine kompositorische Ordnung zu lenken. Die Grenzen der Formauflösung,

zu denen er bei diesem Vorgehen vorstößt,

114

überschreitet er aber ganz bewusst nicht: „... anstatt Auflösung

suchte ich Bindung, anstatt Formenzertrümmerung Zusammenfassung

... Es zog mich ... zu einer festeren, großflächigen

gebundenen Gestaltung.“ (Emil Nolde, „Mein Leben“ [in einem

Band zusammengefaßte Ausgabe der vierbändigen Selbstbiographie],

Köln 1990, Bd. II, S. 222, 190)

Einen Höhepunkt der Meeresaquarelle stellen die im Sommer

1946 in St. Peter-Ording an der Nordsee entstandenen Blätter

dar. Zu den unvergleichlich frei und virtuos gemalten Arbeiten

gehört die hier gezeigte. Die Komposition ist geprägt von einem

kontrastreichen Farbendreiklang: Von der Abendsonne beleuchtet,

erscheint am Himmel eine dichte Wolkenwand in einem

warmen Rotbraunton, die sich im unteren Bildrand spiegelt.

Dazwischen heben sich in einem breiten Streifen die duftigen,

kühlen Gelb- und Blaunuancen der Wassermassen ab. In dieser

„Fahrrinne“ gleiten zwei leuchtend blaue Schiffe dahin. Da die

Farbschattierungen im Bereich des Horizontes fließend ineinander

übergehen, ist eine genaue Ortung von „Himmel und

Erde“ nicht möglich. Sie ist hier sicherlich von Nolde auch nicht

erwünscht, weil nicht notwendig. Denn seine Bilder sind stets

intensiver Ausdruck von Gefühltem und Erlebtem. So mag er mit

diesem Aquarell einen Einblick in sein neu gewonnenes Lebensgefühl

nach dem Niedergang des nationalsozialistischen Regimes

geben, das seine Kunst diffamierte: Die Gefahren noch vor Augen,

schaut er dennoch zuversichtlich in die Zukunft.


115


Ophey, Walter

1882 Eupen - 1930 Düsseldorf

393 | $ 10.400 - 15.600 / € 8.000 - 12.000

Komet. 1910. Öl auf Leinwand. 95 x 94,5cm. Signiert und

datiert unten rechts: WOphey 1910. Rahmen.

Ausstellung:

Weltausstellung (Exposition Universelle et Internationale de

Bruxelles), Pavillon des Deutschen Reiches, Brüssel 1910.

Literatur:

Kraus, Stefan: Walter Ophey 1881-1930 Leben und Werk mit

einem Werkverzeichnis der Gemälde und Druckgraphik, Stuttgart

1993, Nr. G 255, Abb.

Breuer, Robert: Deutschlands Raumkunst und Kunstgewerbe auf

der Weltausstellung zu Brüssel 1910, Stuttgart 1910, S. 53 Abb.

Kraus, Stefan: Walter Ophey und die rheinische Kunstszene bis

1930. Biographisches, Autobiographisches, Briefe und Kritiken,

in: Walter Ophey. Das Gesamtwerk, Ausst.-Kat. Düsseldorf/Aachen

1991, S.29, Abb.

Walter Ophey ist einer der bedeutendsten Vertreter des rheinischen

Expressionismus und gilt als einer der wichtigsten Wegbereiter

der Moderne. Er schuf eine Vielzahl von außergewöhnlichen

Werken; ein beeindruckendes Beispiel ist das Gemälde

„Komet“ aus dem Jahr 1910. Ophey war Zeit seines Lebens,

obwohl er Mitglied in mehreren Kunstvereinigungen im Rheinland

war, ein künstlerischer Einzelgänger. Er sah seine Kunst

nicht als etwas an, das der Masse gefallen sollte. Für ihn standen

seine künstlerischen Ziele über allem und so formulierte er 1906

nach einer für ihn erfolglosen Ausstellung seinen künstlerischen

116

Leitspruch: „[...] ich werde keinen Schritt von meinem Ziel abgehen

und eher einem ins Gesicht spucken, als das ich Publikumsbilder

male.“ Eines seiner ersten Ziele war die Hinwendung zu

Licht und Farbe, die er in die Düsseldorfer Landschaftsmalerei

miteinbrachte. Er entwickelte für das Rheinland eine geradezu

radikale Hellmalerei, die seinen Höhepunkt in Italien im Jahr

1910 fand. „Ophey will weiterhin hell malen, er sucht das Licht.

Im Frühjahr 1910 bricht er gemeinsam mit zwei Kommilitonen

[…] zu einer langen Italienreise auf. Italien wird für ihn zum

Höhe-und Endpunkt seiner Hellmalerei. Seine Sehnsucht nach

dem Licht erfährt hier endliche Befriedigung: Italien! Drei überglückliche

Monate, die Bilder werden ganz hell, die Farben aufgesogen

von Licht, Pinselstrich bei den wichtigen Bildern breit,

erinnert sich Ophey noch nach Jahren.“ 1910, das Jahr in dem

auch das Gemälde „Komet“ entstand. Man sieht hier deutlich

den Einfluss des italienischen Lichtes, der italienischen Farben

die Ophey so für sich und seine Kunst gesucht hat. Das Gemälde

erstrahlt förmlich durch seine Licht-und Farbgebung und lässt

erahnen, welche Bedeutung diese Reise für den Künstler und

seine Entwicklung gehabt haben muss. Der Biograph Opheys,

Konrad Niermann, beschrieb die Bedeutung dieser Reise so:

„Hier erreichte seine impressionistisch-lichtvolle Hellmalerei ihren

Höhepunkt. Mit sicherem Pinselstrich sind die Bilder in einer

pastosen Malart all prima durchgeführt und erreichen einen wohl

einzig in der deutschen Malerei dastehenden Grad an zart beseelter

Helligkeitswirkung.“ (alle Zitate aus: Kraus, Stefan: Walter

Ophey und die rheinische Kunstszene bis 1930. Biographisches,

Autobiographisches, Briefe und Kritiken, in: Walter Ophey. Das

Gesamtwerk, Ausst.-Kat. Düsseldorf/Aachen 1991, S.10, 143.)


117


Picasso, Pablo

1881 Malaga - 1973 Mougins

394 | $ 78.000 - 91.000 / € 60.000 - 70.000

Nu debout. 1905. Seite 25 aus dem Skizzenbuch Nr. 24.

Aquarell über Tuschfederzeichnung auf Papier. 14,4 x 8,6cm.

Bezeichnet verso: 25. Rahmen.

Provenienz:

Marina Picasso Collection

Galerie Jan Kuiger, Genf

Privatsammlung

Ausstellungen:

Haus der Kunst, München/ Joseph-Haubrich-Kunsthalle Köln

u.a. 1981/82, Kat.-Abb. S. 45 Abb. Nr. 25

Museu Picasso, Barcelona/Musée des Beaux-Arts, Bern 1992,

Kat.-Nr. 50, Farbabb. S. 186

Literatur:

Glimcher, Arnold/Glimcher, Marc (Hrsg.): Je suis le cahier - The

sketchbooks of Picasso, New York 1986, S. 36, Farbabb. Nr. 25

Spies, Werner (Hrsg.): Pablo Picasso. Eine Ausstellung zum hundertsten

Geburtstag. Werke aus der Sammlung Marina Picasso,

München 1981, S. 45, Abb. 25.

118

„Daniel- Henry Kahnweiler sagte, Picasso sei zum Zeichnen geboren.

Picasso selbst behauptet, er hätte, als er klein war, keine

Kinderzeichnungen gemacht: „Als ich zwölf war, zeichnete

ich wie Raffael“. Am Ende seines Lebens bleibt die Sicherheit

seines Zeichnens bestechend. Die Ausdruckskraft von Picassos

Zeichnungen verweist ihn in die Gruppe der größten Genies aller

Zeiten in dieser Kunstgattung. Und man versteht sehr wohl die

Bemerkung des Malers und Schriftstellers Henri Micheaux, der,

hätte er unter all den Schöpfungen Picassos wählen können,

sich ohne jedes Zögern für seine Zeichnungen entschieden

hätte. (…) Man könnte meinen, es gebe wie auch bei anderen

Künstlern eine eindeutige Hierarchie im Werk Picassos, in der

die Zeichnung eine erheblich niedrigere Position einnähme als

das Gemälde. Dies wäre richtig, wenn die Zeichnungen für ihn

nur ein der Malerei untergeordnetes Mittel darstellt. Doch in den

meisten Fällen ist es die Zeichnung als solche, der Picasso sich

hingibt und sie auf das Niveau seiner Malerei hebt. Hieraus entsteht

sein einzigartiger Stil, der das gezeichnete vom gemalten

Werk und selbst von der Gravure unabhängig macht“ (Zit. aus:

Passeron, Robert: Zeichnungen (1970-1972) aus der ehemaligen

Sammlung Bresnu, in: Picasso – Die verborgene Sammlung,

München 1996, S. 22 f.).


119


Moderne Kunst

ab 11.30 Uhr

Picasso, Pablo

1881 Malaga - 1973 Mougins

395 | $ 35.100 - 39.000 / € 27.000 - 30.000

Sculpteur, garçon et modèle avec un groupe sculpté représentant

le rapt d’Europe. 1933. Radierung auf Pergament. 18,8 x 25,5cm

(40 x 52,4cm). Ex. 3/3. Signiert und nummeriert.

Edition Vollard (Hrsg.).

Blatt leicht gewellt. Knickspur (?) in der Mitte der linken Kante.

Entlang der Blattkanten kleine Löcher (bis 0,3 mm Durchmesser).

Bräunungsflecken. Montiert an den oberen Ecken. Ansonsten in

einem guten Zustand.

120

Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich um Blatt 56 aus der

bekannten Suite Vollard. Es ist einer von drei Abzügen auf Pergament

aus einer Gesamtauflage von 320 Exemplaren.

Literatur:

Geiser, Bernd/Baer, Brigitte: Picasso - Peintre-Graveur, Bd. II,

Catalogue raisonné de l‘œuvre gravé et des monotypes,

1932-1934, Bern 1992, Wvz.-Nr. 318

Bloch, Georges, Pablo Picasso - Catalogue de l›œuvre gravé et

lithographié Bd. 1, 1904-1967, Bern, 1971, Wvz.- Nr. 165

(Le Repos du Sculpteur devant une Bacchanale au Taureau).


Picasso, Pablo

1881 Malaga - 1973 Mougins

396 | $ 15.600 - 19.500 / € 12.000 - 15.000

Vieux sculpteur et modèle assoupi avec un groupe sculpté représentant

des chevaux luttant. 1933. Radierung auf Montval.

19 x 26,8cm (33,4 x 44,7cm). Signiert und in der Platte datiert.

Edition Vollard (Hrsg.).

Blatt im unteren Randbereich minimal verschmutzt. Stockfleck im

oberen linken Randbereich. Verso Blatt leicht berieben. Vereinzelte

kleine Stockflecken. Ansonsten in einem gutem Zustand.

Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich um Blatt 64 aus der

bekannten Suite Vollard. Eines von 260 Exemplaren. Mit dem

Wasserzeichen des Herausgebers.

Literatur:

Geiser, Bernd/Baer, Brigitte: Picasso Peintre-Graveur, Bd. II, Catalogue

raisonné de l‘œuvre gravé et des monotypes, 1932-1934,

Bern 1992, Wvz.-Nr. 326/B/d, Abb.

Bloch, Georges: Pablo Picasso, Catalogue de l›œuvre gravé et

lithographié, Bd. 1, 1904-1967, Bern 1971, Wvz.-Nr. 173,

Abb. (Le Repos du Sculpteur III).

121


Moderne Kunst

ab 11.30 Uhr

Picasso, Pablo

1881 Malaga - 1973 Mougins

397 | $ 9.100 - 11.700 / € 7.000 - 9.000

Vieux sculpteur et jeune modèle avec le portrait sculpté du

modèle. 1933. Radierung auf Montval (Wasserzeichen).

19,5 x 27,8cm (34 x 44,5cm). Signiert und in der Platte datiert.

Edition Vollard (Hrsg.). Modellrahmen.

Minimaler Lichtrand am Passepartoutausschnitt. Leichte

Knickspur in der rechten oberen Ecke. Verso leichter Papierabrieb

in der linken oberen Ecke. In den Ecken montiert.

122

Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich um Blatt 63 aus der

bekannten Suite Vollard. Eines von 260 Exemplaren. Mit dem

Wasserzeichen des Künstlers.

Literatur:

Geiser, Bernd/Baer, Brigitte: Picasso Peintre-Graveur, Bd. II, Catalogue

raisonné de l‘œuvre gravé et des monotypes, 1932-1934,

Bern 1992, Wvz.-Nr. 325/B/d, Abb.

Bloch, Georges: Pablo Picasso, Catalogue de l›œuvre gravé et

lithographié, Bd. 1, 1904-1967, Bern 1971, Wvz.-Nr. 172,

Abb. (Le Repos du Sculpteur II).


Picasso, Pablo

1881 Malaga - 1973 Mougins

398 | $ 11.700 - 15.600 / € 9.000 - 12.000

A Pablo Picasso (Paul Eluard). 1945. Radierung auf Marais (Wasserzeichen).

20,1 x 16,5cm (26,5 x 19cm). Signiert. Trois Collines,

Genf (Hrsg.).

Blatt im Passepartoutausschnitt minimal gebräunt. Untere rechte

Ecke leicht bestoßen. Kleiner Einriss (ca. 0,1cm) in der linken

Blattkante. Zwei Einrisse (ca. 0,4 und 0,5cm) in der rechten

Blattkante.

Eines von 65 signierten Exemplaren.

Literatur:

Baer, Brigitte: Picasso Peintre-Graveur, Bd. III, Catalogue raisonné

de l‘œuvre gravé et des monotypes, 1935-1945, Bern 1985,

Wvz.-Nr. 701/II/b, Abb.

Bloch, Georges: Pablo Picasso, Catalogue de l›œuvre gravé et

lithographié, Bd. 1, 1904-1967, Bern 1971, Wvz.-Nr. 373, Abb.

123


Moderne Kunst

ab 11.30 Uhr

Picasso, Pablo

1881 Malaga - 1973 Mougins

399 | $ 3.900 - 5.200 / € 3.000 - 4.000

Artiste peintre peignant une Vénus au petit chien. 1968. Aquatinta

auf Velin. 20,9 x 26,5cm (32,9 x 40,2cm). Ex. 43/50. Nummeriert

und signiert. Galerie Louise Leiris, Paris (Hrsg.). Rahmen.

Innerhalb des Passepartoutausschnitts minimal gebräunt. An der

Kante des Passepartoutausschnitts leicht gebräunt. Rückseitig an

den beiden oberen Ecken montiert. Ansonsten in gutem Zustand.

Wvz. Baer, Nr. 1822/B/b / Bloch, Nr. 1805.

124


Picasso, Pablo

1881 Malaga - 1973 Mougins

400 | $ 3.900 - 5.200 / € 3.000 - 4.000

Échange de regards. 1968. Zuckertusche und Kaltnadel auf Velin.

14,8 x 20,8cm (28,3 x 35,2cm). Ex. 6/50. Nummeriert und signiert.

Galerie Louise Leiris, Paris (Hrsg.). Rahmen.

Innerhalb des Passepartoutausschnitts minimal gebräunt. An

den Kanten des Passepartoutausschnitts leicht gebräunt. Entlang

des unteren Blattrandes (ca. 0,5 cm) kleine Bräunungsflecken.

Rückseitig an den oberen beiden Ecken montiert. An der linken

und rechten Blattkante minimal verschmutzt. Darstellung in sehr

gutem Zustand.

Wvz. Bloch, Nr. 1671/Baer, Nr. 1687/II.

125


Moderne Kunst

ab 11.30 Uhr

Picasso, Pablo

1881 Malaga - 1973 Mougins

401 | $ 11.700 - 15.600 / € 9.000 - 12.000

Nature morte à la Charlotte. Um 1960. Farblithographie und

Pochoir auf Velin. 51,2 x 62,5cm (56,5 x 67cm). Ex. 155/350.

Signiert und nummeriert. Guy Spitzer, Paris (Hrsg.).

Knickspuren in der oberen linken Ecke sowie in den unteren

Ecken. Minimale Verschmutzung an der unteren Blattkante.

Verso leichte Verschmutzungen (Fingerabdrücke). Reste alter

Montierung an der oberen Blattkante. Ansonsten in gutem Zustand.

Schöner farbintensiver Druck. Mit dem Trockenstempel

des Herausgebers.

Nach dem gleichnamigen Gemälde von 1924.

126


Picasso, Pablo

1881 Malaga - 1973 Mougins

402 | $ 9.100 - 10.400 / € 3.000 - 5.000

Les Trois Femmes et le Torero. 1954. Umdrucklithographie auf

Arches (Wasserzeichen). 50 x 65cm. Ex. 43/50. Nummeriert und

signiert.

Gleichmäßig minimal gebräunt. Minimaler Lichtrand entlang der

oberen Kante (ca. 1cm). Vereinzelte kleine Flecken unten mittig

sowie oben links. Ansonsten in gutem Zustand.

Literatur:

Bloch, Georges: Pablo Picasso, Catalogue de l‘œuvre gravé et

lithographié, Bd. 1, 1904-1967, Bern 1971, Wvz. Nr. 755, Abb.

127


Moderne Kunst

ab 11.30 Uhr

128

Picasso, Pablo

1881 Malaga - 1973 Mougins

403 | $ 5.200 - 6.500 / € 4.000 - 5.000

La Ronde de la jeunesse. 1961. Farblithographie auf ARCHES

(Wasserzeichen). 48 x 45,5cm (65,3 x 50,2cm). Ex. 162/200.

Signiert und nummeriert sowie im Stein signiert und datiert.

Knickspuren in der linken oberen und rechten unteren Ecke.

Verso minimal verschmutzt. Ansonsten in gutem Zustand.

Nach einer Farbkreidezeichnung des Künstlers.


Picasso, Pablo

1881 Malaga - 1973 Mougins

404 | $ 5.200 - 6.500 / € 4.000 - 5.000

Un picador et deux femmes. 1960. Collotypie auf Velin.

39,5 x 52cm (41,3 x 53,3cm). Ex. 39/50. Signiert. Modellrahmen.

Ecken leicht bestoßen sowie Knickspur in der unteren Ecke.

Verso leicht verschmutzt. Ansonsten in gutem Zustand.

Vgl. Wvz. Cramer, Nr. 107. Reproduktion nach einer Zeichnung

des Künstlers von 1960. Aus dem Buch «Toros» mit Gedichten

von Pablo Neruda.

129


Moderne Kunst

ab 11.30 Uhr

130

Picasso, Pablo

1881 Malaga - 1973 Mougins

405 | $ 4.940 - 5.460 / € 3.800 - 4.200

Musicien, danseur, chevre et oiseau. 1959. Lithographie auf

ARCHES (Wasserzeichen). 63,5 x 50cm (69,5 x 62,5cm).

Ex. 111/200. Signiert und nummeriert sowie im Stein signiert

und datiert.

Knickspur in der oberen linken Ecke. Minimaler Papierverlust

(0,2 x 0,2cm) in der rechten oberen Ecke. Verso minimal gebräunt

und minimal verschmutzt.

Vgl. Wvz. Czwicklitzer, Nr. 368.


Picasso, Pablo

1881 Malaga - 1973 Mougins

406 | $ 10.400 - 13.000 / € 8.000 - 10.000

Personnages et colombe. 1954. Lithographie auf Arches (Wasserzeichen).

49 x 65,5cm (50,2 x 65,7cm). Ex. 41/50. Signiert und

nummeriert. Modellrahmen.

Blatt minimal gleichmäßig gebräunt. Vereinzelte kleine Stockflecken.

Verso an den Kanten montiert. Minimale Verschmutzungen.

Ansonsten in gutem Zustand.

Literatur:

Bloch, Georges: Pablo Picasso, Catalogue de l‘œuvre gravé et

lithographié, Bd. 1, 1904-1967, Bern 1971, Wvz.-Nr. 758, Abb.

Mourlot, Fernand: Picasso - Lithograph, Paris 1970, Wvz.-Nr.

254, Abb.

131


Moderne Kunst

ab 11.30 Uhr

Picasso, Pablo

1881 Malaga - 1973 Mougins

407 | $ 3.900 - 6.500 / € 3.000 - 5.000

Wood-owl. 1948. Weißes Steingut, farbig gefasst.

31,5 x 38,5 x 4,5cm. Ex. 99/200. Nummeriert verso in der Glasur

(geritzt): I 112, 99/200 sowie Stempel Madoura Plein Feu,

Edition Picasso.

Wvz. Ramié, Nr. 48.

132


Picasso, Pablo

1881 Malaga - 1973 Mougins

408 | $ 5.200 - 7.800 / € 4.000 - 6.000

Wood-owl. 1969. Weißes Steingut, farbig gefasst.

30 x 16 x 22cm. Ex. 86/500. Bezeichnet und nummeriert auf der

Unterseite: R 149 Madoura, Edition Picasso 86/500 sowie Stempel

Madoura Plein Feu, Edition Picasso.

Wvz. Ramié, Nr. 606.

133


Moderne Kunst

ab 11.30 Uhr

Poliakoff, Serge

1906 Moskau - 1969 Paris

409 | $ 6.500 - 9.100 / € 5.000 - 7.000

Composition verte. 1966. Farblithographie auf RIVES (Wasserzeichen).

63,5 x 47,5cm (79,5 x 63cm). Ex. 75/100. Signiert und

nummeriert. Galerie im Erker, St. Gallen (Hrsg.). Rahmen.

Blatt verso minimal gebräunt. Blatt unten links mit dem Trockenstempel

des Herausgebers versehen.

134

Literatur:

Poliakoff, Alexis/Schneider, Gérard: Serge Poliakoff - Graphik,

Estampes, Prints, Werkverzeichnis der Graphik, München 1998,

Wvz.-Nr. 53.


Porges, Clara

1879 Berlin - 1963 Samedan

410 | $ 6.890 - 7.540 / € 5.300 - 5.800

Blühende Sommerwiese. Öl auf Leinwand. 45,8 x 65cm.

Signiert unten rechts: C-PORGES. Rahmen.

135


Moderne Kunst

ab 11.30 Uhr

Purrmann, Hans

1880 Speyer - 1966 Basel

411 | $ 9.100 - 11.700 / € 7.000 - 9.000

Villa mit Balkon und Markisen (Castiglioncello). 1938. Aquarell

über Bleistiftzeichnung auf Büttenkarton (Wasserzeichen).

39,5 x 57,7cm. Signiert unten links: H. Purrmann. Rahmen.

Provenienz:

Prof. Herbert Gericke, Rom (Direktor der Villa Massimo)

seither in Familienbesitz

Literatur:

Lenz, Christian/Billeter, Felix: Hans Purrmann - Aquarelle

und Gouachen, Werkverzeichnis, Ostfildern 2008,

Wvz.-Nr. W 1938/25.

136


Rée, Anita

1885 Hamburg - 1933 Kampen auf Sylt

412 | $ 10.400 - 13.000 / € 8.000 - 10.000

Verkündigung. Öl auf Karton auf Holz. 59,5 x 73,5cm.

Signiert unten rechts: Ree. Rahmen.

Ausstellung:

Hamburger Kunsthalle, 1925, Nr. 270.

Literatur:

Bruhns, Maike: Anita Rée Leben und Werk einer Hamburger

Malerin 1885-1933, Hamburg 1986, Nr. G 46

Heuer, Claudia: Anita Reé Hamburg 1885-1933.

Ein vorläufiges Werkverzeichnis, Hamburg 1982, Nr. 134

Der Kreis, 3. Jahrgang, 1926, H. 8, S. 326.

Das Kunstblatt, Band 10, 1926, S. 355, Abb S. 361

137


Hilla von Rebay, ca. 1935

von Rebay von Ehrenwiesen, Hilla

1890 Straßburg - 1967 Westport/ Connecticut

413 | $ 32.500 - 45.500 / € 25.000 - 35.000

Cheerfulness. Ca. 1949. Öl auf Leinwand. 105,7 x 125,6cm.

Stempel verso auf dem Keilrahmen: ...Charlottenburg Nr. 14,

Hardenbergstr Nr. 14 (schwer leserlich). Rahmen.

Provenienz:

Weinstein Gallery, San Francisco (Aufkleber)

Gary Snider Fine Art, New York (Aufkleber)

DC Moore Gallery, New York (Aufkleber)

Privatsammlung Niederlande

Ausstellungen:

Hilla von Rebay and The Museum of Non Objective Painting,

Solomon R. Guggenheim Museum New

York/ Villa Stuck München, 2005

Literatur:

Rudolf Bauer, Weinstein Gallery San Francisco/ Rudolf Bauer

Estate and Archives, San Francisco 2007, S. 37 (Farbabb.)

Die Bedeutung Hilla von Rebays als Kunstmäzenin für gegenstandslose

Kunst sowie Gründerin und Direktorin des Guggenheim

Museums ist bis heute unumstritten. Als enge Freundin

und Beraterin des Großindustriellen Solomon R. Guggenheim,

den Rebay seit ihrer Ankunft in New York 1927 zum Erwerb von

abstrakten und gegenstandslosen Kunstwerken ermutigte, hat

sie maßgeblich den Charakter dieser Sammlung geprägt. Rudolf

Bauer, mit dem Rebay auch nach ihrer Liebesbeziehung stets eine

enge, wenn auch komplizierte Freundschaft verband, hatte die

138

Baroness auf die Idee gebracht, ein Museum of Non Objective

Painting zu gründen. Dieses Ziel verfolgte die Kunstliebhaberin

seitdem vehement. Nachdem sie 1943 den Stararchitekten Frank

Lloyd Wright von ihrem Vorhaben unterrichtet hatte und ihn um

einen Entwurf für dieses neuartige und moderne Museum gebeten

hatte, konnte der Bau erst 1959 mit dem Namen Solomon R.

Guggenheim Museum eröffnet werden.

Dass Hilla von Rebay auch als Künstlerin eine wichtige Position

in der Kunstgeschichte eingenommen hat, ist bis jetzt hingegen

weniger beachtet worden. Nachdem sie als Tochter eines

preußischen Offiziers eine fundierte akademische Ausbildung als

Malerin genossen und in den großen europäischen Metropolen

ausgestellt hatte, begann sie, sich mit den aktuellen künstlerischen

Neuerungen ihrer Zeit zu beschäftigen. Beeinflusst durch

Jean Arp und Hans Richter fing Rebay in den 1910er und 1920er

Jahren an, mit verschiedenen Malweisen zu experimentieren. Arp

war es auch, der sie mit den DADAisten und dem Berliner Galeristen

Herwarth Walden in Kontakt brachte. Durch Walden, dem

Begründer des Journals und der gleichnamigen Berliner Galerie

der „Sturm“, lernte Hilla von Rebay 1916 Rudolf Bauer kennen.

Sie wurde zu einem aktiven Mitglied der europäischen Avantgarde

und probierte verschiedene Techniken wie die Papiercollage,

Klebebilder und schließlich auch die abstrakte, gegenstandslose

Malerei aus. Das Gemälde „Cheerfulness“ von 1949 ist ein beeindruckendes

Zeugnis von der intensiven Auseinandersetzung

der Künstlerin mit den avantgardistischen bzw. gegenstandslosen

Bewegungen ihrer Zeit.


139


Rohlfs, Christian

1849 Niendorf - 1938 Hagen

414 | $ 49.400 - 62.400 / € 38.000 - 48.000

Buchenwald. Um 1900. Öl auf Leinwand. 101 x 75cm. Signiert

und unleserlich datiert unten rechts: C Rohlfs 19(?). Rahmen.

Provenienz:

H. Commerell, Höfen/Enz

Literatur:

Vogt, Paul: Christian Rohlfs, Oeuvre-Katalog der Gemälde,

Recklinghausen 1978, Werk-Nr.- 246, Abb.

Auf der Suche nach einer ganz eigenen Ausdrucksweise hat

sich Christian Rohlfs in seinem Schaffen immer wieder intensiv

mit den jeweils neu aufkommenden Kunstrichtungen auseinandergesetzt.

Dies tut er von Anbeginn seiner Malerkarriere. So

wendet er sich schon während des Studiums an der Weimarer

Kunstschule (1870-1884) von der akademischen Maltradition ab

und probiert andere Stilmittel aus. 1883 entdeckt er dann die

Landschaftsmalerei für sich und wendet sich mit ihr dem neuen

Realismus zu. Er arbeitet nun nicht mehr nach Skizzen im Atelier,

sondern draußen in der Natur direkt vor den Motiven. Diese

findet er reichlich in Weimar und Umgebung, wo er sich fast

ausschließlich aufhält.

140

Bis 1901 fertigt er fast nur „reine“ Landschaften an. In ihnen

geht es Rohlfs nicht um das nüchterne Abbilden der Natur, sondern

um das Einfühlen in die Dingwelt der Natur - er will im Einzelnen

immer das Ganze veranschaulichen. Mit der Hinwendung

zur Verallgemeinerung negiert er den reinen Objektcharakter der

Dinge, ohne jedoch im Sinne des Naturalismus sie als Stimmungsträger

hervorzuheben. Dies gelingt ihm, indem er durch das genaue

Beobachten des sichtbaren Seins eine adäquate malerische

Übersetzung für die Vielfältigkeit stofflicher Erscheinungsformen

in der Natur findet. Dabei konzentriert er sich auf das Bildobjekt

selbst wie auch auf dessen unterschiedliche Gestalt, die durch die

Materialität sowie durch das Wechselspiel von Licht und Schatten

und die sich daraus ergebende Farbveränderung auf der Oberfläche

hervorgerufen wird. Hinzukommt, dass er (nach 1890) infolge

seiner Beschäftigung mit den Lichteigenschaften von Farbe,

die atmosphärische Wirkung des Gesehenen in den Vordergrund

stellt, wodurch die Linie und damit die illusionistische Körperlichkeit

zurücktritt. Indes geht er aber nicht so weit, der Farbe einen

primären Bild- oder Buntwert zu geben. Vielmehr bleibt sie für

ihn Ausdruck der vitalen Kräfte der Natur. Auch in seiner Formgebung

bleibt er der Dingbezeichnung verhaftet. Denn er interessiert

sich weniger für eine bestimmte Farb- und Lichtstimmung,

als für die in sich geschlossene Bildkomposition, die den Eindruck

des Augenblickhaften bewahren soll.

Ein wunderschönes Beispiel aus dieser frühen Schaffensphase ist

das hier vorgestellte Gemälde „Buchenwald“. Es weist Rohlfs als einen

der führenden Vertreter der „deutschen Impressionisten“ aus.


141


Moderne Kunst

ab 11.30 Uhr

Schad-Rossa, Paul

1862 Nürnberg - 1916 Berlin

415 | $ 7.800 - 10.400 / € 6.000 - 8.000

Ohne Titel. Öl auf Leinwand. 70 x 95cm. Signiert unten links:

‚SCHAD-ROSSA‘. Rahmen. Verso auf dem Rahmen Etikett mit

Beschriftung ‚Frau Rittersgutbesitzer Eggert in Pirnau bei Grünhagen/

Pr. Pr. Holland’ sowie auf dem Keilrahmen mehrere

Nummernangaben.

142


Scheiber, Hugó

Budapest 1873 - 1950

416 | $ 3.900 - 6.500 / € 3.000 - 5.000

Junge Dame mit Zigarette. Mischtechnik (Gouache, Pastell) auf

Velin. Auf Karton aufgezogen. 62 x 59,8cm. Signiert unten

rechts: Scheiber H. Rahmen.

143


Moderne Kunst

ab 11.30 Uhr

144

Scheibe, Richard

Chemnitz 1879 - 1964

417 | $ 10.400 - 15.600

€ 8.000 - 12.000

Aufsteigende. 1945. Bronze, dunkelbraun

patiniert. 57 x 15 x 17,5cm. Monogrammiert

auf der Plinthe: R.Sch.

Wir danken Frau Carolin Jahn, Georg-

Kolbe Museum Berlin, für die wissenschaftliche

Unterstützung. Laut Frau Jahn

sind 3 Exemplare bekannt, und 1945

wohl das Datum des Erstgusses.

Literatur:

George, Magdalena: Werkverzeichnis

Richard Scheibe (nicht publizierte Diss.),

Leipzig 1961, Nr. 371.


Scheibe, Richard

Chemnitz 1879 - 1964

418 | $ 6.500 - 9.100 / € 5.000 - 7.000

Stehender Knabe. 1948. Bronze, rotbraun

patiniert. Auf grauem Steinsockel.

29,5 x 7,5 x 6cm. Monogrammiert auf

der Plinthe: R. Sch. Am Plinthenrand

Gießerstempel H. NOACK BERLIN.

Wir danken Frau Carolin Jahn, Georg-

Kolbe Museum Berlin, für die wissenschaftliche

Unterstützung. Laut Frau Jahn

sind ca. 5-6 Exemplare bekannt, und

1948 ist wohl das Datum des vorliegenden

Gusses.

Literatur:

George, Magdalena: Werkverzeichnis

Richard Scheibe (nicht publizierte Diss.),

Leipzig 1961, Nr. 427.

145


Schmidt-Rottluff, Karl

1884 Rottluff - 1976 Berlin

419 | $ 26.000 - 39.000 / € 20.000 - 30.000

Wicken in Blau und Rosé. Aquarell und Tusche auf Büttenkarton.

69 x 49,8cm. Signiert unten links: SRottluff. Widmung oben

links. Rahmen.

Provenienz:

Privatsammlung Deutschland (direkt vom Künstler erhalten)

Privatsammlung Nordrhein-Westfalen (seit ca. 1988)

Während seines gesamten Schaffens widmet sich Karl Schmidt-

Rottluff der Aquarellmalerei. Er nutzt sie nicht als Notizen oder

Vorarbeiten für spätere Ölgemälde; vielmehr führt er mit ihr ganz

eigenständige Bildgestaltungen aus. Zudem bietet ihm die Technik

die Möglichkeit, schnell auf Eindrücke zu reagieren. Auch

wenn er mit dem malerischen Vokabular das Vorübergehende

veranschaulicht, will er seine Aquarelle nicht als „Augenblicksbilder“

verstanden wissen. Dies gilt besonders für die Stillleben.

Zwar nimmt er in ihnen die Existenz der ihn umgebenen Gegenstände

zum Kompositionsanlass, doch geht es ihm nicht allein

um die Darstellung von Gesehenem, sondern auch immer um die

Wiedergabe von Erlebtem. So lässt er stets subtil seine jeweilige

146

Befindlichkeit in die Gestaltung mit einfließen. „Ich glaube, die

meisten Bilder handeln von Vorgängen: ich wollte immer das

Sein aufweisen und das stille Leben der Dinge.“ (Schmidt-

Rottluf, 1960, zit. nach Hans Kinkel: Das stille Leben der Dinge.

In Ausst.-Kat.: Karl Schmidt-Rottluff – Retrospektive, Kunsthalle

Bremen u.a. 1989, S. 70)

Von einem ruhigen Leben kann bei unserem Blumenaquarell kaum

die Rede sein. Denn die kleinen, dicht nebeneinander gesetzten

Flächen mit helleren und dunkleren Grünnuancen erzeugen eine

enorme Dynamik. Diese wird durch die sich der Sonne entgegenstreckenden

Blüten in leuchtendem Violett und Rosé noch

gesteigert. Die hier zum Ausdruck kommende Heiterkeit wird

jedoch getrübt: Bedrohlich ballen sich im Hintergrund dunkelgrüne

und -blauen Farbflächen zusammen, die in einem tiefen Schwarz

kulminieren. Dergestalt mag uns Schmidt-Rottluff sein Lebensgefühl

während der für ihn so unsicheren Zeit in den 1930er Jahren

mitteilen. Trotz seiner Diffamierung durch das Nationalsozialistische

Regime ab 1933 und die damit einhergehende Beschlagnahmung

vieler Werke aus deutschen Museen, gibt er seine künstlerische

Arbeit nicht. In ihr findet er immer wieder Freude und Ermutigung.


147


Moderne Kunst

ab 11.30 Uhr

148

Schmidt-Rottluff, Karl

1884 Rottluff - 1976 Berlin

420 | $ 15.600 - 19.500

€ 12.000 - 15.000

Stillleben mit Blumen und Birnen. Pastell

und Tuschpinsel auf Velin. 40,2 x 25,6cm.

Signiert unten rechts: SRottluff. Rahmen.

Provenienz:

Privatsammlung Nordrhein-Westfalen

Stillleben, allen voran Blumenstücke, nehmen

in Karl Schmidt-Rottluffs Schaffen

ab den 1950er Jahren einen zentralen

Stellenwert ein. Wie in den Werken der

Dekaden zuvor reflektiert er auch in ihnen

einfühlsam seine Befindlichkeit. Nun schildert

er aber nicht mehr die innere Emigration,

den Rückzug auf sich selbst. Vielmehr

nimmt er das stumme Dasein der

ihn umgebenden Dinge zum Anlass für

seine Kompositionen, in denen er intensive

Farbigkeit, klare und knappe Formen

sowie rhythmische Bewegungen zu einer

Einheit zusammenfügt. Dabei wendet er

sich immer mehr dem Malen mit Tusche,

Aquarellfarben und Farbkreiden auf Papier

zu. Ab 1963/64 muss er schließlich aufgrund

seiner körperlichen Altersbeschwerden

das Arbeiten in Öl ganz aufgeben.

Dies hindert ihn aber keineswegs daran,

zu seinem schwunghaften und souveränen

Spätstil zu finden.

Davon zeugt das „Stillleben mit Blumen

und Birnen“. Den besonderen Reiz des

Blattes macht die eigenwillige Kompositionsweise

aus, die sie eher als Zeichnung,

denn als Malerei kennzeichnet. Aber

gerade diese Gestaltungsart erwirkt die

Lebendigkeit, die aus dem Bilde spricht:

Mit schwarzen Konturlinien sind Blumen,

Vase und Früchte umrissen. Ihre Binnenflächen

sind mit Schraffuren gefüllt,

wobei die Farbabstufungen das Spiel von

Licht und Schatten andeuten. Auch die

Umgebung, die Tisch- und Wandfläche,

sind mittels kurzen, dicht aneinandergereihten

oder etwas weiter auseinander

stehenden Farbstrichen beschrieben.

Dergestalt scheint alles zu vibrieren; allein

das Schwarz gibt kompositorischen Halt.

Dennoch – nichts steht hier „wirklich“

still. Und das alles durchscheinende Weiß

des Papiers verleiht dieser Vitalität eine

Leichtigkeit.


Schmidt-Rottluff, Karl

1884 Rottluff - 1976 Berlin

421 | $ 3.900 - 6.500 / € 3.000 - 5.000

Die Sonne. 1914. Holzschnitt auf Maschinenbütten. 40 x 49,5cm

(51 x 61,5cm). Signiert.

Blatt gebräunt und z.T. leicht gewellt. Vereinzelte Stockflecken.

Knickspuren. Löcher in den Randbereichen (stecknadelgroß bis

ca. 0,8cm Durchmesser). Papierverlust in der oberen linken Ecke

(ca. 2 x 1,5cm) und in der oberen rechten Ecke (ca. 2,5 x 2,5cm).

Einrisse an der oberen Kante (von ca. 0,5 bis 2cm). Einriss an der

unteren Kante (ca. 2cm).

Wvz. Schapire, Nr. 152.

149


Moderne Kunst

ab 11.30 Uhr

Segal, Arthur

1875 Rumänien - 1944 London

422 | $ 23.400 - 31.200 / € 18.000 - 24.000

Stillleben mit Früchten und Blumen. 1911. Öl auf Hartfaserplatte.

61 x 86,5cm. Signiert oben rechts: A. Segal sowie verso bezeichnet

No. 9. Auf der Rückseite befindet sich ein Zollstempel.

Rahmen.

150

„In der künstlerischen Handschrift Segals kommt es um 1908

zu einer deutlichen Wandlung. War es bis jetzt der Pointillismus

eines Neoimpressionisten, der in einer sehr disziplinierten

Farbigkeit die dargestellten Objekte und Sujets in ihrer Erscheinungsform

realitätsgetreu wiedergibt, so werden nun die Pinselstriche

länger, deutlicher, ja sie bekommen teilweise fast einen

Liniencharakter, der sich jedoch nicht konturbildend manifestiert,

sondern vielmehr eigenartige Flächenstrukturen schafft. […] Die

Verwendung von dunklen Konturen ist ganz neu – die Abkehr

vom Neoimpressionismus vollständig. Die Farbe als Fläche, Streifen

oder Linie wird frei, raum- und körperbildend eingesetzt,

aber nicht überladen oder hektisch – hier ist ein kultivierter und

sensibler Expressionist am Werk.“ (Pavel Liska, in: Ausst.-Kat.

Arthur Segal 1875-1944, Köln/Berlin/Regensburg/Ascona 1987,

S. 24-26).


Seitz, Gustav

1906 Neckarau - 1969 Hamburg

423 | $ 9.100 - 11.700 / € 7.000 - 9.000

Porträt Ernst Niekisch. 1955. Bronze, dunkelbraun patiniert. Auf

Holzsockel. 32 x 20 x 24cm. Signiert hinter dem linken Ohr: Seitz.

Bei der vorliegenden Bronze handelt es sich wohl um einen von

drei Lebzeitgüssen, die bei Seiler & Seiler in Schöneiche bei Berlin

von Nieckisch in Auftrag gegeben wurden. Da Seiler damals (in

der DDR) nicht gezeichnet hat, ist kein Gießerstempel vorhanden.

Wir danken Dr. Bernd Schälicke, Gustav-Seitz-Stiftung Hamburg,

für die freundliche wissenschaftliche Unterstützung.

151


Moderne Kunst

ab 11.30 Uhr

Teuber, Hermann

1894 Dresden - 1985 München

424 | $ 3.900 - 6.500 / € 3.000 - 5.000

„Stilleben mit Zitronen“. 1952. Öl auf Hartfaser. 50 x 62,3cm.

Signiert oben rechts: ‚H Teuber 1952‘ sowie verso bezeichnet:

H Teuber und auf dem Rahmen schwer leserlich betitelt.

152


Varo, Remedios (Marí de los Remedios Varo y Uranga)

1908 Angèles/Spanien - 1963 Mexiko-Stadt

425 | $ 13.000 - 19.500 / € 10.000 - 15.000

Ludwig van Beethoven. Bleistiftzeichnung auf Velin.

37,5 x 34,4cm. Signiert unten rechts: R. VARO.

Zu dieser Arbeit liegt eine Bestätigung von Herrn Dr. Guillermo

Jimenez Martinez, Mexiko, vom 3. April 2013 vor. Wir danken

Herrn Dr. Martinez Jimenez für seine freundliche Unterstützung

Remedios Varo gehört neben Frida Kahlo zu den wichtigsten Vertreterinnen

des Surrealismus. Ihre ersten Studienjahre verbringt

sie in Madrid, wo sie erste Kontakte mit den Avantgardisten

macht. 1936 zieht sie nach Paris. Hier wird sie von der surrealistischen

Künstlergruppe um André Breton inspiriert, siedelt aber

schließlich nach Mexiko-Stadt über. Auch hier pflegt sie Kontakt

zu intellektuellen und revolutionären Künstlern wie Octavio Paz

oder Leonora Carrington. Varos Werk ist beeinflusst von Künstlern

wie René Magritte, de Chirico oder Max Ernst – ein großer

Teil ihrer Werke ist im Museo de Arte Moderna in Mexiko-Stadt

zu sehen.

153


154

Werner, Theodor

1886 Jettenburg - 1969 München

427 | $ 39.000 - 52.000 / € 30.000 - 40.000

„Volute“. 1950. Mischtechnik (Öl, Tempera, Farbkreide) auf

SCHOELLER HAMMER (Trockenstempel). 102 x 73cm. Signiert

und datiert unten rechts: Theodor Werner 1950. Nochmals

signiert und datiert sowie betitelt verso oben rechts:

Theodor Werner Volute 1950. Rahmen.

Die Rückseite des Kartons ist mit einer Kompositionsstudie versehen.

Sie ist signiert, bezeichnet, betitelt und datiert unten Mitte

links: Theodor Werner, B19, Volute 1950. Zudem befindet sich

auf dieser Seite oben rechts und unten links je ein Adressstempel

des Künstlers (Berlin-Charlottenburg).


155


Moderne Kunst

ab 11.30 Uhr

Winter, Fritz

1905 Altenbögge - 1976 Herrsching

428 | $ 16.900 - 23.400 / € 13.000 - 18.000

„Frei im Raum“. 1950. Öl auf Papier. Auf Leinwand aufgezogen.

50,5 x 62cm. Signiert und datiert unten rechts: Winter 50. Verso

von fremder Hand Angaben zum Gemälde. Rahmen.

156

Provenienz:

Galerie Elke und Werner Zimmer, Düsseldorf (Aufkleber)

Galerie Marbach, Paris (Aufkleber mit dem Vermerk:

außer Katalog)

Privatsammlung Spanien

Literatur:

Lohberg, Gabriele: Fritz Winter - Leben und Werk, München

1986, Wvz.-Nr. 947 mit Abb.


Winter, Fritz

1905 Altenbögge - 1976 Herrsching

429 | $ 5.200 - 7.800 / € 4.000 - 6.000

Treibende Kräfte. 1950. Öl auf Velin, auf Hartfaser aufgezogen.

50 x 69,7cm. Signiert und datiert unten links:

FWinter 50. Bezeichnet verso: G. R. no= A 158. Rahmen.

Wvz. Lohberg, Nr. 984.

Provenienz:

Privatsammlung Luxemburg.

157


Künstlerindex | Index of artists

A

Ackermann, Max 300, 301, 500, 501,

502- 506

Alechinsky, Pierre 1, 2

Alt, Otmar 3, 660

Althoff, Kai 661

Antes, Horst 4, 5, 6, 662

Anuszkiewicz, Richard Joseph 663

Anzinger, Siegfried 664-667

Aochima, Chiho 668

Arakawa, Shusaku 669

Arman (eigentlich Armand Fernandez)

7-9, 275, 670

Armleder, John Michael 671

Arp, Hans (Jean) 10

Assig, Martin 672

B

Bach, Elvira 11, 673, 674

Bachmann, Hans 507

Baerwind, Rudi 303

Baj, Enrico 12

Balkenhol, Stephan 675

Balwé, Arnold 508

Bargheer, Eduard 509- 513

Barker, Clive 13

Barry, Robert 676

Baselitz, Georg (Georg Kern) 16

Bauer, Rudolf 302

Bauermeister, Mary 677-679

Baumeister, Willi 304, 514

Baumgartner, Fritz 14, 15, 680

Beckmann, Max 305, 515

Beöthy, Étienne 306

Berber, Mersad 681-684

Berges, Werner 685, 686, 687

Berke, Hubert 516

Berner, Bernd 688, 689

Beuys, Joseph 17-22, 690-720

Bierbrauer, Adolf 24, 25

Bissier, Julius Heinrich 307, 721

Boehm, Armin 23

Bonato, Victor 722-724

Bonin, Cosima von 725

Bott, Francis 26-28

Braque, Georges 517-519

Breker, Arno 520, 521

Breyer, Robert 522

Broodthaers, Marcel 29

Brown, James 30

Bruni, Bruno 726

Buetti, Daniele 727

Bury, Pol 272

Buthe, Michael 31

Byars, James Lee 728

C

Calapez, Pedro 32

Calzolari, Pier Paolo 729

Castelli, Luciano 33

Castro, Lourdès 730

César 280, 281

Chagall, Marc 308-310, 523-525

Chillida, Eduardo 34-40, 731-734

Christo 41, 735-737

Coignard, James 42

Condo, George 43

Corinth, Lovis 526-528

Corneille 44, 45, 738-740

Cucuel, Edward 311

D

Dahmen, Karl Fred 46, 47, 741-743

Dalí, Salvador 312-535

158

Davringhausen, Heinrich Maria 316

Deix, Manfred 744

Demartini, Hugo 745

Derrière le miroir 600-601

Dexel, Walter 536

Dexel, Walter 537-538

Dieckmann, Henry 746, 747

Dobashi, Jun 748

Doig, Peter 48, 49

Dokoupil, Jiri Georg 50, 51

Dorazio, Piero 52

Dossi, Ugo 273

Dreher, Peter 749, 750

Droese, Felix 751-753

Dufy, Raoul 317, 539

Dürr, Louis 540

E

Ebersbach, Hartwig 754, 755

Eder, Martin 53

Edition EAT ART Galerie 288, 290

Ehsai, Mohammad 54

Ende, Edgar 319-322, 541-543

Enseling, Joseph 318

Erben, Ulrich 55-57, 756

Erbslöh, Adolf 323

Ernst, Max 544-547

Erró,

(eigentlich Gudmundur Gudmundsson) 757

F

Fassbender, Joseph 58, 758

Feibusch, Hans 548

Feininger, Lyonel 324

Felixmüller, Conrad 325, 549

Felten, Anne 759

Fetting, Rainer 59

Filliou, Robert und Williams, Emmett 295

Fleck, Ralph 760

Fontana, Lucio 61, 62

Förg, Günther 60, 761-763

Francis, Sam 63-66, 764-770

Franck, Philipp 326

Frohner, Adolf 771

Fuchs, Ernst 772

Fussmann, Klaus 67, 773, 774

G

Gaul, August 327-329

Gausson, Léo 550

Geiger, Rupprecht 775-778

Generalic, Josip 779

Gerdes, Ludger 68

Giacometti, Alberto 330

Giehler, Torben 69

Girke, Raimund 780, 781

González Bravo, Justo 70

Gotsch, Friedrich Karl 71

Götz, Karl Otto 782

Greis, Otto 783

Grieshaber, HAP 551-574

Grosz, George 331-333, 575-577

H

Hahn, Friedemann 784

Hamilton, Richard 785

Haring, Keith 72-75

Hartung, Hans 76

Heckel, Erich 334, 578

Heerich, Erwin 77

Heiliger, Bernhard 78, 79

Helnwein, Gottfried 80

Herkenrath, Peter 786-789

Herold, Georg 81

Hersberger, Lori 82

Hesse, Hermann 335

Hirst, Damien 83-86

Höckelmann, Antonius 790-793

Hockney, David 87, 88

Hoehme, Gerhard 794

Hoerle, Heinrich 343 A

Hoetger, Bernhard 579

Hofer, Karl 336-341, 580, 581

Holzer, Jenny 795

Horvat, Josip 796

Hrdlicka, Alfred 797

Hubbuch, Karl 342, 343

Huhnen, Fritz 798

Hundertwasser, Friedensreich 90, 91,

799, 800

I

Ihle, Hans Joachim 92

Immendorff, Jörg 93-96, 801

J

Jaeckel, Willy 582-584

Janssen, Horst 97, 802, 803

Jawlensky, Alexej 344

Jenkins, Paul 98

Jenkins, Paul 99

Jochims, Raimer 804

Jones, Allen 805-815

K

Kádár, Béla 345-347

Kandinsky, Wassily 348

Karlinsky, Anton Hans 585

Katz, Alex 100-102

Kaus, Max 586

Kerkovius, Ida 349

Khmeluk, Vasyl 350

Kippenberger, Martin 103, 104, 816, 817

Kirchner, Ernst Ludwig 351-353, 587, 588

Kirkeby, Per 818

Klein, Yves 105, 106

Kleinschmidt, Paul 353 A

Klimek, Ludwig 589

Klimsch, Fritz 354-358

Klinge, Dietrich 819

Kneffel, Karin 107

Kogan, Moissey 359

Kogan, Moissey 590

Kogler, Peter 110

Kolár, Jiri 111

Koller, Oskar 820, 821

Kollwitz, Käthe 360, 591-593

Köpcke, Arthur 822

Kopfermann, Sigrid 823

Kosuth, Joseph 112

Köthe, Fritz 108, 109

Krauskopf, Bruno 361, 362

Kunath, Friedrich 113

Kusama, Yayoi 825

L

Lalanne, Claude und François-Xavier 286

Lanskoy, André 826

Laurencin, Marie 594, 595

Lenk, Franz 363

LeWitt, Sol 827

Lichtenstein, Roy 115, 116, 282, 828

Lindner, Richard 277

Linnenbrink, Markus 829, 830

Locher, Thomas 831

Lomnitz, Walter Alfred 596

Long, Richard 832

Longo, Robert 117


Lörcher, Alfred 364

Lücke TPT 118, 119

Luginbühl, Bernhard 283

Lüpertz, Markus 833, 834

Luther, Adolf 120-125, 835-838

M

Mack, Heinz 126-128, 849, 850

Macke, Helmuth 597

Maillol, Aristide 598

Man Ray (Emanuel Rudnitzky) 114

Mangold, Joseph 599

Mappenwerk 129, 839-848

Marcks, Gerhard 365, 366, 602, 603

Marìn, Manuel 851

Marini, Marino 852, 853

Martin, Bernhard 130, 131, 854

Mataré, Ewald 367, 368, 604

Mathey, Georg Alexander 605

Matisse, Henri 369

Matschinsky-Denninghoff,

Brigitte und Martin 132

Mattis Teutsch, János 370

McCarthy, Paul 855

Meese, Jonathan 856, 857

Megert, Christian 858

Meistermann, Georg 133, 606

Mense, Carlo 371

Merz, Mario 134

Michaux, Henri 607

Mields, Rune 859

Miralda, Antoni und Dorothée Selz 287

Miró, Joan 372-380, 608-613

Moll, Margarete (Marg) 381

Moll, Oskar 382-383

Mollenhauer, Ernst 614

Molzahn, Johannes 384-385

Monogramist G.W. 616

Monogrammist ARF 615

Moore, Henry 617-618

Morach, Otto 386

Morellet, Francois 278-279

Morgan, Tony 274

Motherwell, Robert 860

Mueller, Otto 387

Müller, Johann Georg 136

Mullican, Matt 135

Mundt, Wilhelm 861

Münter, Gabriele 388-389

Music, Zoran 137-862

N

Nam, Kwan 140

Nay, Ernst Wilhelm 138, 139, 863, 864

Nemes, Endre 141

Nesch, Rolf 390

Noel, Georges 142

Nolde, Emil 392

O

Ohl, Lucien Frits 619

O‘Keeffe, Georgia 865

Oldenburg, Claes 143

Ophey, Walter 393

Otto, Waldemar 866

P

Paladino, Mimmo 144

Pap, Gyula 620, 621

Parrino, Steven 145

Partenheimer, Jürgen 146, 867, 868

Peiffer Watenphul, Max 391, 622

Penck, AR (Ralf Winkler) 869, 877

Pfahler, Georg Karl 147

Pfeifer, Philip 148

Phillips, Peter 878

Picasso, Pablo 394-408, 623-627

Piene, Otto 149-153,879-881

Pijuan, Joan Hernández 882

Platte, Ewald 628

Poliakoff, Serge 409-629

Polke, Sigmar 154-156, 883-890

Porges, Clara 410

Purrmann, Hans 411

Q

Quinte, Lothar 891

R

Rabuzin, Ivan 892

Räderscheidt, Anton 630-633

Rainer, Arnulf 157-159, 896, 897

Ramos, Mel 160

Rauch, Neo 161, 162

Rauschenberg, Robert 163, 893-895

Rée, Anita 412

Rhode, Nina 164

Richter, Gerhard 165-170, 898-900

Richter, Gerhard 901

Rickey, George 171

Ritschl, Otto 172

Rodin, Auguste René Francois 634

Rohlfs, Christian 414

Ronig, Ludwig Egidius 635

Rotar, Robert 173

Roth, Dieter 175-177, 265-269,

289, 902-910

Roth, Dieter und Page, Robin 174

Roth, Dieter und Wewerka, Stefan 911

Rühm, Gerhard 912

Ruoff, Fritz 913

S

Saint-Phalle, Niki de 178, 914

Sandback, Fred 915

Saura, Antonio 916

Schad-Rossa, Paul 415

Scheibe, Richard 417, 418

Scheiber, Hugó 416

Scheid, Bernd 179, 180

Scheid, Bernd 917

Schlichter, Rudolf 637

Schlipphacke, Hermann 181

Schmidt-Rottluff, Karl 419-421

Schoonhoven, Jan J. 918

Schröder-Sonnenstern, Friedrich 182

Schult, HA 919

Schultze, Bernard 183, 920, 921

Schulze, Andreas 184

Schumacher, Emil 185-188, 922

Schürch, Johann Robert 636

Schwarzer, Bernd 189-191, 923

Scully, Sean 192

Segal, Arthur 422, 638

Seitz, Gustav 423

Serra, Richard 193

Shan, Fan 924, 925

Sonderborg, Kurt Rudolf Hoffmann

926, 927

Song, Hyun-Sook 194, 195

Soto, Jesús Raphael de 196, 928

Spangenberg, Herbert 197-200, 929-931

Spindel, Ferdinand 294

Spoerri, Daniel 201, 260-264, 284,

285, 291, 292

Spoerri, Daniel und Page, Robin 293

Spoerri, Daniel und Schröter, Carlo 271

Stahl, Friedrich 639

Stamos, Theodoros 202

Staudt, Klaus 203

Stazewski, Henryk 932

Stefanek, Ivan 933

Steinberg, Saul 934

Stern, David 204

Stöhrer, Walter 935

Sturm, Helmut 205

Sugarman, George 206

Sweetlove, William 936, 937

T

Tàpies, Antoni 207, 208, 938-948

Terzenbach, Gunhild 949

Teuber, Hermann 424

Thieler, Fred 209-211

Thomkins, André 270, 276

Thöny, Wilhelm 640

Tobey, Mark 212-218, 952-971

Tobias, Gert und Uwe 950

Topljak, Petar 951

Toulouse-Lautrec, Henri de 641

Tsoclis, Costas 972

Tübke, Werner 973

Tuttle, Richard 219, 974

Tuymans, Luc 220, 975-977

U

Uecker, Günther 221-223, 978-981

Uhlig, Max 224, 982

Umberg, Günter 225

Unbekannter Künstler 642

V

Valenti, Italo 983

Vanni, D. 984

Varo, Remedios (Marí de los Remedios

Varo y Uranga) 425

Vasarely, Victor 226-228, 985, 986

Vecenaj, Ivan 987

Vecenaj-Leportinov, Nicola 988, 989

Velde, Bram van 990-992

Verheyen, Jef 230

Viegener, Eberhard 643

von Rebay von Ehrenwiesen, Hilla 413

Voss, Jan 229

Vostell, Wolf 993

W

Walther, Franz Erhard 994-1000

Warhol, Andy 231

Warhol, Andy 232-250, 1001-1009

Weischer, Matthias 1010

Werner, Theodor 427, 644

Werner, Theodor 645

Weseler, Günter 1011

Wesselmann, Tom 251-255, 1012, 1013

Wicht, John G. F., von 646-650

Wieselthier, Vally 651

Wilding, Ludwig 1014, 1015

Wind, Gerhard 1016

Winter, Fritz 428, 429, 1017

Wintersberger, Lambert Maria 257

Wittner, Gerhard 258

Wohnseifer, Johannes 1018

Wunderlich, Paul 1019-1021

Z

Zangs, Herbert 1022

Zille, Heinrich 652, 653

Zimmermann, Mac 654

Zimmermann, Peter 259, 1023

Zurkinden, Irene 655

159


Allgemeine Geschäftsbedingungen

1. Versteigerung

1.1 VAN HAM Kunstauktionen KG (nachfolgend

VAN HAM) versteigert in einer öffentlichen Versteigerung

gemäß §§ 474 Abs.1 Satz 2, 383 Abs. 3 Satz

1 BGB als Kommissionär im eigenen Namen und für

Rechnung der Auftraggeber, die unbenannt bleiben.

1.2 Die zur Versteigerung kommenden Gegenstände

können vor der Versteigerung besichtigt und geprüft

werden. Dabei haften die Interessenten für von ihnen

verursachte Schäden an den ausgestellten Objekten.

2. Beschaffenheit, Gewährleistung

2.1 Die zur Versteigerung gelangenden und im Rahmen

der Vorbesichtigung prüfbaren und zu besichtigenden

Kunstwerke sind ausnahmslos gebraucht.

Sie haben einen ihrem Alter und ihrer Provenienz

entsprechenden Erhaltungszustand. Beanstandungen

des Erhaltungszustandes werden im Katalog nur

erwähnt, wenn sie nach Auffassung von VAN HAM

den opti schen Gesamteindruck des Kunstwerkes

maßgeblich beeinträchtigen. Fehlende Angaben zum

Erhaltungszustand begründen infolge dessen auch

keine Garantie oder Beschaffenheitsvereinbarung im

kaufrechtlichen Sinne. Interessenten können einen

Zustandsbericht für jedes Kunstwerk anfordern.

Dieser Bericht, mündlich oder in Schriftform, enthält

keine abweichende Individualabrede und bringt lediglich

eine subjektive Einschätzung von VAN HAM zum

Ausdruck. Die Angaben im Zustandsbericht werden

nach bestem Wissen und Gewissen erteilt. Sie sind

keine Garantien oder Beschaffenheitsvereinbarungen

und dienen ausschließlich der unverbindlichen Information.

Gleiches gilt für Auskünfte jedweder Art,

sei es mündlich oder schriftlich. In allen Fällen ist der

tatsächliche Erhaltungszustand des Kunstwerkes

zum Zeitpunkt seines Zuschlages vereinbarte

Beschaffenheit im Sinne der gesetzlichen Bestimmungen

(§§ 434ff BGB).

2.2 Alle Angaben im Katalog beruhen auf den bis

zum Zeitpunkt der Drucklegung veröffentlichten oder

sonst allgemein zugänglichen wissenschaftlichen

Erkenntnissen. Wird zusätzlich ein Internet-Katalog

erstellt, sind dennoch die Angaben der gedruckten

Fassung maßgeblich; nur in den Fällen, in denen kein

gedruckter Katalog vorliegt bzw. die Objekte im Rahmen

einer sog. stillen Auktion versteigert werden, ist

der Internetkatalog maßgeblich. VAN HAM behält sich

vor, Katalogangaben über die zu versteigernden Kunstwerke

zu berichtigen. Diese Berichtigung erfolgt durch

schriftlichen Aushang am Ort der Versteigerung und/

oder mündlich durch den Auktionator unmittelbar vor

der Versteigerung des einzelnen Kunstgegenstandes.

Die berichtigten Angaben treten an die Stelle der

Katalogbeschreibung.

2.3 Unabhängig von der Regelung unter Ziff. 2.1

sind Teil der mit dem Käufer vereinbarten Beschaffenheit

nur diejenigen Katalogangaben, die sich auf

die Urheberschaft des Kunstwerkes beziehen. Eine

besondere Garantie, aus der sich darüber hinausgehende

Rechte (§§ 443, 477 BGB) ergeben, wird von

VAN HAM nicht übernommen. Weitere Beschaffenheitsmerkmale

als die Urheberschaft des Kunstwerkes

sind auch dann nicht vertraglich vereinbart, wenn das

Kunstwerk aus Gründen der Werbung herausgestellt

wird. Das gleiche gilt für die im Katalog befindlichen

Abbildungen. Diese Abbildungen dienen dem Zweck,

dem Interessenten eine Vorstellung von dem Kunstwerk

zu geben; sie sind weder Bestandteil der Beschaffenheitsvereinbarung

noch eine Garantie für die

Beschaffenheit.

2.4 Eine Haftung von VAN HAM wegen etwaiger

Mängel wird ausdrücklich ausgeschlossen, sofern VAN

HAM seine Sorgfaltspflichten erfüllt hat.

2.5 Weist der Käufer jedoch innerhalb eines Jahres

nach Übergabe des Kunstwerkes nach, dass Katalogangaben

über die Urheberschaft des Kunstwerkes unrichtig

sind und nicht mit der anerkannten Meinung

der Experten am Tag der Drucklegung übereinstimmten,

verpflichtet sich VAN HAM unabhängig von Ziffer

2.4, seine Rechte gegenüber dem Einlieferer geltend

zu machen. Im Falle der erfolgreichen Inanspruchnah-

160

me des Einlieferers erstattet VAN HAM dem Erwerber

ausschließlich den gesamten Kaufpreis. Darüber

hinaus verpflichtet sich VAN HAM für die Dauer von

einem Jahr bei erwiesener Unechtheit zur Rückgabe

der vollständigen Kommission. Voraussetzung ist

jeweils, dass keine Ansprüche Dritter an dem Kunstwerk

bestehen und das Kunstwerk am Sitz von VAN

HAM in Köln in unverändertem Zustand zurückgegeben

wird.

Der Unrichtigkeitsnachweis gilt u.a. als geführt,

wenn ein international anerkannter Experte für den

im Katalog angegebenen Urheber die Aufnahme des

Kunstwerkes in das von ihm erstellte Werkverzeichnis

(„Catalogue Raisonné“) verweigert.

2.6 Schadensersatzansprüche gegen VAN HAM

wegen Rechts- und Sachmängeln sowie aus sonstigen

Rechtsgründen (inkl. Ersatz vergeblicher Aufwendungen

sowie Ersatz von Gutachterkosten) sind ausgeschlossen,

soweit sie nicht auf vorsätzlichem oder

grob fahrlässigem Handeln von VAN HAM oder auf der

Verletzung wesentlicher Vertragspflichten durch VAN

HAM beruhen.

2.7 Alle Ansprüche gegen VAN HAM verjähren ein

Jahr nach Übergabe des zugeschlagenen Kunstwerkes,

soweit sie nicht auf einer vorsätzlichen Rechtsverletzung

beruhen oder rechtliche unabdingbar längere

Verjährungsfristen vorgegeben sind.

3. Durchführung der Versteigerung, Gebote

3.1 Die im Katalog angegebenen Schätzpreise sind

keine Mindest- oder Höchstpreise, sondern dienen nur

als Anhaltspunkt für den Verkehrswert der Gegenstände

ohne Gewähr für die Richtigkeit. Andere Währungsangaben

dienen lediglich der Information und sind

unverbindlich. Gegenstände von geringem Wert können

als Konvolute außerhalb des Katalogs versteigert

werden.

3.2 VAN HAM behält sich das Recht vor, während

der Versteigerung Nummern des Katalogs zu vereinen,

zu trennen, außerhalb der Reihenfolge auszubieten

oder zurückzuziehen.

3.3 Alle Gebote gelten als vom Bieter im eigenen

Namen und für eigene Rechnung abgegeben. Will ein

Bieter Gebote im Namen eines Dritten abgeben, so hat

er dies 24 Stunden vor Versteigerungsbeginn unter

Nennung von Namen und Anschrift des Vertretenen

und unter Vorlage einer schriftlichen Vollmacht mitzuteilen.

Andernfalls kommt der Kaufvertrag bei Zuschlag

mit dem Bieter zustande.

3.4 Jeder Bieter erhält nach Vorlage eines gültigen

Personaldokuments und Zulassung zur Auktion von

VAN HAM eine Bieternummer. Nur unter dieser Nummer

abgegebene Gebote werden auf der Auktion

berücksichtigt.

3.5 Von Bietern, die VAN HAM noch unbekannt sind,

benötigt VAN HAM spätestens 24 Stunden vor Beginn

der Auktion eine schriftliche Anmeldung mit gültigem

Personalausweis. VAN HAM behält sich das Recht vor,

eine zeitnahe Bankauskunft oder Referenzen für die

Zulassung zur Auktion anzufordern.

3.6 Bietet der Einlieferer oder ein von diesem beauftragter

Dritter auf selbst einge lieferte Ware und erhält

den Zuschlag, so ist er jedem anderen Bieter gleichgestellt.

Für den Eigenbieter gelten die Bestimmungen

der Versteigerungsbedingungen daher entsprechend.

3.7 VAN HAM kann für den Einlieferer bis zu einem

Betrag unterhalb des Limits auf dessen eingeliefertes

Los bieten, ohne dies offenzulegen und unabhängig

davon, ob anderweitige Gebote abgegeben werden

oder nicht.

3.8 Der Preis bei Aufruf wird vom Versteigerer

festgelegt; gesteigert wird im Regelfall um maximal

10% des vorangegangenen Gebotes in Euro. Gebote

können persönlich im Auktionssaal, sowie bei Abwesenheit

schriftlich, telefonisch oder mittels Internet

über den Online-Katalog auf der Homepage von VAN

HAM oder einer von VAN HAM zugelassenen Plattform

abgegeben werden.

3.9 Für die am Ende des Kataloges aufgeführten Katalognummern,

welche mit „+“ gekennzeichnet sind,

gelten die Bestimmungen der sog. „Stillen Auktion“

(vg. Ziff.10).

3.10 Alle Gebote beziehen sich auf den sog. Hammerpreis

und erhöhen sich um das Aufgeld, Mehrwertsteuer

sowie ggf. Folgerecht und Zollumlage.

Bei gleich hohen Geboten, unabhängig ob im Auktionssaal,

telefonisch, schriftlich oder per Internet abgegeben,

entscheidet das Los. Schriftliche Gebote oder Gebote

per Internet werden von VAN HAM nur mit dem

Betrag in Anspruch genommen, der erforderlich ist, um

ein anderes abgegebenes Gebot zu überbieten.

3.11 Gebote in Abwesenheit werden in der Regel

zugelassen, wenn diese mindestens 24 Stunden vor

Beginn der Versteigerung bei VAN HAM eingehen und,

sofern erforderlich, die weiteren Informationen gemäß

Ziff. 3.5 vorliegen. Das Gebot muss das Kunstwerk

unter Aufführung von Katalognummer und Katalogbezeichnung

benennen. Im Zweifel ist die Katalognummer

maßgeblich; Unklarheiten gehen zu Lasten des

Bieters. Die Bearbeitung der Gebote in Abwesenheit ist

ein zusätzlicher und kostenloser Service von VAN HAM,

daher kann keine Zusicherung für deren Ausführung

bzw. fehlerfreie Durchführung gegeben werden. Dies

gilt nicht, soweit VAN HAM einen Fehler wegen Vorsatzes

oder grober Fahrlässigkeit zu vertreten hat. Die

in Abwesenheit abgegebenen Gebote sind den unter

Anwesenden in der Versteigerung abgegebenen Geboten

bei Zuschlag gleichgestellt.

3.12 Das schriftliche Gebot muss vom Bieter unterzeichnet

sein. Bei schriftlichen Geboten beauftragt der

Interessent den Versteigerer, für ihn Gebote abzugeben.

3.13 Bei telefonischen Geboten wird ein im Saal

anwesender Telefonist beauftragt, nach Anweisung

des Telefonbieters, Gebote abzugeben. Telefonische

Gebote können von VAN HAM aufgezeichnet werden.

Mit dem Antrag zum telefonischen Bieten erklärt sich

der Antragsteller mit der Aufzeichnung von Telefongesprächen

einverstanden. VAN HAM haftet nicht für

das Zustandekommen und die Aufrechterhaltung von

Telekommunikationsverbindungen oder Übermittlungsfehler.

3.14 Internet-Gebote können sowohl als sog. „Vor-

Gebote“ vor Beginn einer Versteigerung als auch als

sog. „Live-Gebote“ während einer im Internet live

übertragenen Versteigerung sowie als sog. „Nach-

Gebote“ nach Beendigung der Versteigerung nach

Maßgabe der nachstehenden Regelungen abgegeben

werden. Gebote, die bei VAN HAM während einer

laufenden Versteigerung via Internet eingehen, werden

im Rahmen der laufenden Versteigerung nur dann

berücksichtigt, wenn es sich um eine live im Internet

übertragene Versteigerung handelt. Im Übrigen sind

Internet-Gebote nur dann zulässig, wenn der Bieter

von VAN HAM zum Bieten über das Internet durch Zusendung

eines Benutzernamens und eines Passwortes

zugelassen worden ist. Sie stellen nur dann gültige

Gebote dar, wenn sie durch den Benutzernamen und

das Passwort zweifelsfrei dem Bieter zuzuordnen sind.

Die über das Internet übertragenen Gebote werden

elektronisch protokolliert. Die Richtigkeit der Protokolle

wird vom Bieter/Käufer anerkannt, dem jedoch der

Nachweis ihrer Unrichtigkeit offen steht. Live-Gebote

werden wie Gebote aus dem Versteigerungssaal berücksichtigt.

Auch bei Internet-Geboten haftet VAN

HAM nicht für das Zustandekommen der technischen

Verbindung oder für Übertragungsfehler.

3.15 Der Nachverkauf ist Teil der Versteigerung. Bei

Nachgeboten kommt ein Vertrag erst dann zustande,

wenn VAN HAM das Gebot annimmt.

3.16 Das Widerrufs- und Rückgaberecht bei Fernabsatzverträgen

findet auf Schrift-, Telefon- und Internetgebote

keine Anwendung, sofern das Gebot nicht im

Rahmen einer sog. stillen Auktion erfolgte.

4. Zuschlag

Der Zuschlag erfolgt nach dreimaligem Aufruf an den

Höchstbietenden. Mit dem Zuschlag kommt zwischen

Stand: 1.4.2013


VAN HAM und dem Bieter, dem der Zuschlag erteilt

wird, ein Kaufvertrag zustande. VAN HAM kann den

Zuschlag verweigern oder unter Vorbehalt erteilen.

Dies gilt insbesondere dann, wenn ein Bieter, der dem

Versteigerer nicht bekannt ist oder mit dem eine Geschäftsverbindung

noch nicht besteht, nicht spätestens

bis zum Beginn der Versteigerung Sicherheit in Form

von Bankauskünften oder Garantien geleistet hat.

Ein Anspruch auf Annahme eines Gebotes besteht

jedoch grundsätzlich nicht. Wird ein Gebot abgelehnt,

so bleibt das vorangegangene Gebot wirksam. Wenn

mehrere Personen das gleiche Gebot abgeben und

nach dreimaligem Aufruf kein höheres Gebot erfolgt,

entscheidet das Los. VAN HAM kann den Zuschlag

zurücknehmen und die Sache erneut ausrufen, wenn

irrtümlich ein rechtzeitig abgegebenes höheres Gebot

übersehen worden ist oder wenn der Höchstbietende

sein Gebot nicht gelten lassen will oder sonst Zweifel

über den Zuschlag bestehen. Wenn trotz abgegebenen

Gebots ein Zuschlag nicht erteilt wird, haftet VAN

HAM dem Bieter nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit.

Bei einem unter Vorbehalt erteilten Zuschlag

bleibt der Bieter einen Monat an sein Gebot gebunden.

Ein unter Vorbehalt erteilter Zuschlag wird nur

wirksam, wenn VAN HAM das Gebot innerhalb eines

Monats nach dem Tag der Versteigerung schriftlich

bestätigt.

5. Kaufpreis und Zahlung

5.1 Neben der Zuschlagssumme ist vom Käufer für

die ersten € 100.000 ein Aufgeld von 25% und auf die

darüber hinausgehenden Beträge von 22% zu zahlen.

Hierin ist die gesetzliche Umsatzsteuer bereits enthalten,

welche jedoch wegen Differenzbesteuerung nach

§ 25a UStG nicht ausgewiesen wird. Bei Objekten, die

im Anhang als regelbesteuert vermerkt sind, wird auf

den Zuschlag auf die ersten € 100.000 ein Aufgeld von

21% und auf die darüber hinausgehenden Beträge von

18% erhoben. Auf die Summe von Zuschlag und Aufgeld

wird die gesetzliche Umsatzsteuer von z.Zt. 7%

(Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen, Graphiken, etc.)

bzw. 19% (Kunstgewerbe, Teppiche, Schmuck, Uhren,

Siebdrucke, Offsets, Photographien, etc.) erhoben.

5.2 Der Veräußerer ist gemäß § 26 Abs.1 UrhG zur

Zahlung einer gesetzlichen Folgerechtsgebühr auf den

Verkaufserlös aller Originalwerke der bildenden Kunst

und der Photographie verpflichtet, deren Urheber noch

nicht 70 Jahre vor dem Ende des Verkaufes verstorben

sind. Davon trägt der Käufer anteilig in Form einer pauschalen

Umlage von:

• 1,5% auf einen Hammerpreis bis zu € 200.000

• 0,5% für den übersteigenden Hammerpreis von

€ 200.001 bis € 350.000 bzw.

• 0,25% für einen weiteren Hammerpreis von

€ 350.001 bis € 500.000 sowie

• 0,125% für den weiter übersteigenden Hammerpreis

bis zu fünf Millionen; maximal € 6.250.

5.3 Für Unternehmer, die zum Vorsteuerabzug berechtigt

sind, kann die Rechnung auf Wunsch (nach

vorheriger Mitteilung) nach der Regelbesteuerung

ausgestellt werden. Von der Umsatzsteuer befreit sind

Auslieferungen in Drittländer (d.h. außerhalb der EU)

und – bei Angabe der USt.-ID-Nr. – auch an Unternehmen

in EU-Mitgliedsländer. Verbringen Auktionsteilnehmer

ersteigerte Gegenstände selbst in Drittländer,

wird ihnen die Umsatzsteuer erstattet, sobald VAN

HAM der Ausfuhr- und Abnehmernachweis vorliegt.

5.4 Während oder unmittelbar nach der Auktion

ausgestellte Rechnungen bedürfen der Nachprüfung;

Irrtum bleibt insoweit vorbehalten.

5.5 Die Zahlung des mit dem Zuschlag fälligen

Gesamtbetrages ist in bar oder durch bankbestätigten

Scheck zu entrichten. Schecks werden nur erfüllungshalber

angenommen. Alle Steuern, Kosten, Gebühren

der Überweisung oder der Scheckeinlösung (inklusive

der VAN HAM in Abzug gebrachten Bankspesen)

gehen zu Lasten des Käufers. Persönlich an der

Versteigerung teilnehmende Käufer haben den Kaufpreis

sofort nach erfolgtem Zuschlag an VAN HAM zu

zahlen. Bei Geboten in Abwesenheit gilt unbeschadet

der sofortigen Fälligkeit die Zahlung binnen 14 Tagen

nach Rechnungsdatum noch nicht als verspätet.

Stand: 1.4.2013

5.6 Die Gegenstände werden grundsätzlich erst nach

vollständiger Bezahlung aller vom Käufer geschuldeten

Beträge ausgehändigt.

6. Abholung und Gefahrtragung

6.1 Der Zuschlag verpflichtet zur Abnahme. Abwesende

Erwerber sind verpflichtet, die Gegenstände

unverzüglich nach Mitteilung des Zuschlages bei VAN

HAM abzuholen. VAN HAM organisiert die Versicherung

und den Transport der versteigerten Gegenstände

zum Käufer nur auf dessen schriftliche Anweisung hin

und auf seine Kosten und Gefahr. Da der Kaufpreis

sofort fällig ist und der Erwerber zur unverzüglichen

Abholung verpflichtet ist, befindet er sich spätestens

14 Tage nach Zuschlagserteilung oder Annahme des

Nachgebotes in Annahmeverzug, so dass spätestens

dann auch, unabhängig von der noch ausstehenden

Übergabe, die Gefahr auf den Erwerber übergeht.

6.2 Hat der Erwerber die Gegenstände nicht spätestens

drei Wochen nach erfolgtem Zuschlag bzw. nach

Mitteilung bei VAN HAM abgeholt, wird VAN HAM

den Erwerber zur Abholung der Gegenstände binnen

einer Woche auffordern. Nach Ablauf dieser Frist hat

VAN HAM das Recht, die Gegenstände auf Kosten und

Gefahr des Erwerbers bei einem Lagerhalter aufbewahren

zu lassen. Vor einer Aufbewahrung unterrichtet

VAN HAM den Erwerber. Bei einer Selbsteinlagerung

durch VAN HAM werden bis zu 1% p.a. des Zuschlagpreises

für Versicherungs- und Lagerkosten berechnet.

Unabhängig davon kann VAN HAM wahlweise Erfüllung

des Vertrages verlangen oder die gesetzlichen

Rechte wegen Pflichtverletzung geltend machen. Zur

Berechnung eines eventuellen Schadens wird auf Ziff. 5

und 8 dieser Bedingungen verwiesen.

6.3 VAN HAM trägt in keinem Fall eine Haftung für

Verlust oder Beschädigung nicht abgeholter oder mangels

Bezahlung nicht übergebener Gegenstände, es sei

denn, VAN HAM fiele Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit

zur Last.

7. Eigentumsvorbehalt, Aufrechnung,

Zurückbehaltungsrecht

7.1 Das Eigentum am ersteigerten Gegenstand geht

erst mit vollständigem Eingang aller nach Ziff. 5 und

8 geschuldeten Zahlungen auf den Käufer über. Für

den Fall, dass der Käufer diesen Gegenstand veräußert,

bevor er sämtliche Forderungen von VAN HAM erfüllt

hat, tritt der Käufer bereits jetzt sämtliche Forderungen,

die aus dem Weiterverkauf entstehen, an VAN

HAM ab. VAN HAM nimmt die Abtretung hiermit an.

7.2 Der Käufer kann gegenüber VAN HAM nur mit

unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen

aufrechnen.

7.3 Ein Zurückbehaltungsrecht des Käufers aufgrund

von Ansprüchen aus einem früheren Geschäft mit

VAN HAM ist ausgeschlossen. Soweit der Käufer

Kaufmann ist, verzichtet er auf seine Rechte aus

§§ 273, 320 BGB.

8. Verzug

8.1 Der Kaufpreis ist mit dem Zuschlag fällig. Zahlungsverzug

tritt 14 Tage nach Vertragsschluss, also

Zuschlagserteilung oder Annahme des Nachgebotes

ein. Zahlungen sind in Euro an VAN HAM zu leisten.

Entsprechendes gilt für Schecks, die erst nach vorbehaltloser

Bankgutschrift als Erfüllung anerkannt

werden.

8.2 Bei Zahlungsverzug werden Verzugszinsen in

Höhe von 1% pro Monat berechnet. Der Erwerber

hat das Recht zum Nachweis eines geringeren oder

keines Schadens. Im Übrigen kann VAN HAM bei

Zahlungsverzug wahlweise Erfüllung des Kaufvertrages

verlangen oder nach angemessener Fristsetzung vom

Vertrag zurücktreten. Im Fall des Rücktritts erlöschen

alle Rechte des Käufers am ersteigerten Gegenstand

und VAN HAM ist berechtigt, Schadensersatz in Höhe

des entgangenen Entgelts auf das Kunstwerk (Einliefererkommission

und Aufgeld) zu verlangen. Wird der Gegenstand

in einer neuen Auktion nochmals versteigert,

so haftet der säumige Käufer außerdem für jeglichen

Mindererlös gegenüber der früheren Versteigerung

sowie für die Kosten der wiederholten Versteigerung;

auf einen etwaigen Mehrerlös hat er keinen Anspruch.

VAN HAM hat das Recht, ihn von weiteren Geboten in

Versteigerungen auszuschließen.

8.3 Einen Monat nach Eintritt des Verzuges ist VAN

HAM berechtigt und auf Verlangen des Einlieferers verpflichtet,

diesem Namen und Adressdaten des Käufers

zu nennen.

9. Einwilligungserklärung Datenschutz

Der Bieter ist damit einverstanden, dass sein Name,

seine Adresse und Käufe für Zwecke der Durchführung

und Abwicklung des Vertragsverhältnisses sowie zum

Zwecke der Information über zukünftige Auktionen

und Angebote elektronisch von VAN HAM gespeichert

und verarbeitet werden. Sollte der Bieter im

Rahmen der Durchführung und Abwicklung dieses

Vertragsverhältnisses seinen vertraglichen Pflichten

nicht nachkommen, stimmt der Bieter zu, dass diese

Tatsache in eine Sperrdatei, die allen Auktions häusern

des Bundesverbands Deutscher Kunstversteigerer

e.V. zugänglich ist, aufgenommen werden kann. Der

Datenerhebung und weiteren Nutzung kann durch

Streichen dieser Klausel oder jederzeit durch spätere

Erklärung gegenüber VAN HAM mit Wirkung für die

Zukunft widersprochen werden.

10. Stille Auktion

VAN HAM führt für die am Ende des Kataloges aufgeführten

Objekte, die mit „+“ gekennzeichnet sind,

eine sog. „Stille Auktion“ durch. Für diese „Stille

Auktion“ gelten diese Versteigerungsbedingungen

entsprechend, jedoch mit der Maßgabe, dass Bieter

nur in schriftlicher Form sowie über Internet mitbieten

können. Die Objekte der „Stillen Auktion“ werden

nicht aufgerufen, so dass keine persönlichen oder

telefonischen Gebote abgegeben werden können. Die

Gebote für eine „Stille Auktion“ müssen der Gültigkeit

wegen mindestens 24 Stunden vor Auktionsbeginn

schriftlich bei VAN HAM vorliegen; im übrigen wird auf

Ziff.3 verwiesen.

11. Sonstige Bestimmungen

11.1 Diese Versteigerungsbedingungen regeln sämtliche

Beziehungen zwischen dem Käufer und VAN

HAM. Allgemeine Geschäftsbedingungen des Käufers

haben keine Geltung. Mündliche Nebenabreden bestehen

nicht. Änderungen bedürfen zu ihrer Gültigkeit

der Schriftform.

11.2 Erfüllungsort und Gerichtsstand für den kaufmännischen

Verkehr ist ausschließlich Köln. Es gilt

deutsches Recht; das UN-Abkommen über Verträge

des internationalen Warenkaufs (CISG) findet keine

Anwendung.

11.3 Vorstehende Bestimmungen gelten sinngemäß

auch für den freihändigen Verkauf der zur Auktion

eingelieferten Gegenstände und insbesondere für den

Nachverkauf, auf den, da er Teil der Versteigerung ist,

die Bestimmungen über Käufe im Fernabsatz keine

Anwendung finden.

11.4 Sollte eine der vorstehenden Bestimmungen ganz

oder teilweise unwirksam sein, wird die Gültigkeit der

übrigen davon nicht berührt. Die unwirksame Bestimmung

ist durch eine wirksame zu ersetzen, die in ihrem

wirtschaftlichen Gehalt der unwirksamen Bestimmung

am nächsten kommt. Entsprechendes gilt, wenn der

Vertrag eine ergänzungsbedürftige Lücke aufweist.

In Zweifelsfällen ist die deutsche Fassung der Versteigerungsbedingungen

maßgeblich. Übersetzungen in

andere Sprachen dienen nur der inhaltlichen Orientierung.

Markus Eisenbeis

(pers. haft. Ges. und öffent. best. und vereidigter

Versteigerer für Kunst und Antiquitäten)

161


General Auction Terms

1. Auction

1.1 VAN HAM Kunstauktionen KG (hereinafter

referred to as “VAN HAM”) conducts auctions in a

public auction in terms of Section 474, Para.1 Line 2

and Section 383 Para. 3 Line 1 of the German Civil

Code (BGB) as a commissioner on his own behalf and

on account of the clients (the “sellers”), who shall

remain anonymous.

1.2 The items to be auctioned may be viewed and

examined prior to the auction, potential buyers being

liable for any damage caused by them to the items

exhibited.

2. Condition, Warranty

2.1. The works of art that are up for auction and

can be examined and viewed as part of the advance

viewing are, without exception, used items. They

are in a state of repair that corres ponds to their age

and provenance. Objections to the state of repair are

only mentioned in the catalogue if, in the opinion of

VAN HAM, they adversely affect the visual impression

of the work of art as a whole. Lack of information

regarding the state of repair does therefore not justify

any claims based on a guarantee or agreement on the

condition. Potential buyers may request a condition

report for every work of art. This report, be it verbal

or written, does not contain any differing, individually

negotiated terms, and expresses VAN HAM’s

subjective assessment only. The information contained

in the condition report is provided to the best of

our knowledge and belief. It does not constitute

any guarantee or agreement on the condition and

serves the purpose of the provision of nonbinding

information only. The same applies to general information

of any kind, be it verbal or written. In all cases

the actual state of repair of the work of art at the time

of the acceptance of the bid is the agreed condition in

terms of statutory provisions (Sections 434 et seq. of

the German Civil Code (BGB)).

2.2 All information contained in the catalogue is

based on knowledge published until the date on the

auction and on other general scientific knowledge

available to the public. If an additional internet

catalogue is prepared, the information in the printed

version shall never theless prevail; only in the event

that no printed catalogue exists or that the items

are auctioned in a silent auction shall the internet

catalogue prevail. VAN HAM reserves the right to

correct catalogue information on the works of art that

are to be auctioned. Said correction is made by written

notice at the location of the auction and/or orally by

the auctioneer immediately before the specific work of

art is auctioned. The corrected information will

replace the description in the catalogue.

2.3 Irrespective of the provisions laid down in

fig. 2.1, the information in the catalogue relating to

authorship of the work of art is part of the condition

that is agreed with the buyer. VAN HAM provides

no special guarantee resulting in additional rights

(Sections 443, 477 of the German Civil Code (BGB)).

Characteristics of the condition other than authorship

of the work of art are not contractually agreed, even

if the work of art is presented for advertising purposes.

The same applies to reproductions contained in the

catalogue. The purpose of said reproductions is to

give potential buyers an idea of the work of art; they

are neither an integral part of the agreement on

the condition nor a guarantee with regards to the

condition.

2.4 VAN HAM is explicitly excluded from liability

for any defects, provided statutory liability is not

mandatory by law.

2.5 If, however, within one year of transferring the

work of art, the information in the catalogue concerning

authorship is deemed to be incorrect and did not

correspond to the acknowledged opinion of experts on

the day of the auction, VAN pledges to assert his rights

162

vis-à-vis the con signor, irrespective of fig.2.4 in the

event of successfully taking recourse to the consignor,

VAN HAM shall reimburse the buyer for no more than

the full purchase price. Furthermore, provided proof of

unauthenticity is furnished, VAN HAM promises to return

the premium in full for a period of two years. This is

subject to there being no third party claims to the work

of art and the work of art being returned in unaltered

condition to the VAN HAM headquarters in Cologne.

Proof of inaccuracy is also considered as given if an

internationally recognised expert on the author refuses

to include the work of art in the Catalogue Raisonné

prepared by him.

2.6 Damages claims against VAN HAM for legal

and material defects and on other legal grounds

(including compensation for futile expenses or cost

for expert opinions) are excluded unless they are due

to intentional or grossly negligent conduct by VAN

HAM or to the breach of significant contractual duties

by VAN HAM or are caused by injury to life or limb or

damage to heal.

2.7 All claims against VAN HAM shall expire after

one year after the work of art for which there is a

successful bid is handed over, provided they are not

due to a legal breach that is intentional or that longer

periods of limitation are mandatory by law.

3. Conduct of Auctions, Bids

3.1 The estimates stated in the catalogue are not

minimum or maximum prices but are used only as an

indication for the market value of the items and no

warranty is given as to their accuracy. Information as

to the value in other currencies than Euro is provided

simply for informational purposes and is not binding.

Low value items may be auctioned as group lots

outside the catalogue.

3.2 VAN HAM reserves the right to combine,

separate, offer out of sequence or withdraw numbered

lots during an auction.

3.3 All bids are considered as submitted by the bidder

on his own behalf and for his own account. If a bidder

wishes to bid on behalf of a third party he must notify

this 24 hours prior to the start of the auction, stating

name and address of the party he is representing and

sub mitting a written power of attorney. Otherwise the

purchase contract is concluded with the bidder when

the bid is accepted.

3.4 After presentation of a legal personal-document

and admission to the auction, each bidder will be given

a bidder’s number by VAN HAM. Only bids using this

number will be included in the auction.

3.5 Bidders, so far unknown to VAN HAM, have to

submit a written application no later than 24 hours

before the auction, together with a document of

identification. VAN HAM may ask for a recent bank

reference or other references for the admission to the

auction.

3.6 With regards to goods consigned, the respective

consignor is not permitted to place own bids or to

have bids placed by third parties on his behalf. If

the consignor, or a third party authorised by him,

nevertheless submits a bid and if this bid is accepted,

his status is equivalent to that of other bidders.

Therefore, the Conditions of Sale apply accordingly to

the consignor.

3.7 VAN HAM is entitled to place a bit or series

of bids on behalf of the Seller up to the limit on the

consigned lot, without disclosing this openly and

irrespective of whether or not other bids are placed.

3.8 The initial bid price is determined by the

auctioneer; bids are generally sub mitted in Euros at

maximum 10% above the previous bid. Bids may be

made in person in the auction hall or, in absentia, in

writing, by phone or over the internet via our online

catalogue on VAN HAM’s homepage or via a platform

that has been approved by VAN HAM.

3.9 The provisions of silent auctions (cf.fig.10) apply

for the catalogue numbers listed at the end of the

catalogue and marked with “+”.

3.10 All offers are based on the so-called hammer

price and increase with premium, VAT and droit de

suite and customs charges where applicable). When

there are equal bids, irrespective of whether they were

submitted in the auction hall, by phone, in writing or

over the internet, a decision shall be made by drawing

lots. Written bids or bids submitted via the internet

shall only be taken into consideration by VAN HAM to

that amount that is required to outbid another bid.

3.11 Absentee bids are generally permitted if the

bidder has applied to VAN HAM for per mission at

least 24 hours prior to the start of the auction and

has, as far as possible, provided additional information

pursuant to fig. 3.5. The application must specify

the work of art, along with its catalogue number

and catalogue description. In case of doubt, the

catalogue number is decisive; the bidder shall bear

the consequences of any uncertainties. VAN HAM

provides the service of executing absentee bids for

the convenience of clients free of charge. VAN HAM

therefore provides no guarantee for the effectuation

or flawless execution of bids. This does not apply

where VAN HAM is responsible for a mistake made

intentionally or through gross negligence. Absentee

bids shall be equivalent to bids made in the auction.

3.12 The written bid must be signed by the bidder.

In the event of written bids, the interested party

authorises the auctioneer to submit bids on his behalf.

3.13 In the event of telephone bids, a telephonist

present in the auction hall is authorised to submit bids

on instruction of the telephone bidder. Telephone

bids may be recorded by VAN HAM. By applying for

telephone bidding, the applicant declares that he

agrees to the recording of telephone conversations.

VAN HAM is not liable for setting up and maintaining

telecommunications connections or for transmission

errors.

3.14 Bids via the internet can be submitted as “prebids”

prior to the beginning of the auction, as “live

bids” during a live web-cast auction, or as “postbids”

after conclusion of the auction according to the

provisions stated hereinafter. Bids received by VAN

HAM via internet during an auction will only be taken

into account for the respective auction if it is a live,

web-cast auction. Furthermore, bids via internet are

only admissible if the bidder has been authorised by

VAN HAM to bid over the internet by providing him

with a user name and password. They only represent

valid bids if they can be unequivocally matched to the

bidder by means of such user name and password. Bids

via internet are recorded electronically. The accuracy of

the corresponding transcripts is accepted by the bidder/

buyer, who is nevertheless free to furnish evidence that

the transcript is inaccurate.

Live bids are considered equivalent to bids submitted in

the auction hall during the auction.

3.15 The after sale is part of the auction. In the event

of post-bids, a contract is concluded only after VAN

HAM accepts the bid.

3.16 With distance contracts, the right of return and

rescission shall not apply to written, phone or internet

bids unless the bid was made in a so-called silent

auction.

4. Acceptance of Bids

A bid is accepted after the auctioneer has called

the highest bidder’s bid three times. When a bid is

accepted a purchase contract is concluded between

VAN HAM and the bidder whose bid was accepted.

Stand: 1.4.2013


VAN HAM may refuse to accept the bid or accept it

subject to reservation. This applies in particular when

a bidder, who is not known to the auctioneer or with

whom there is no business relationship as yet, does

not provide security in the form of bank information

or guarantees until – at the latest – the start of the

auction. In principle, however, no entitlement to

having a bid accepted exists. If a bid is refused, the

previous bid remains valid. If several individuals place

the same bid and there is no higher bid after three

calls, the decision will be made by drawing lots. VAN

HAM may revoke acceptance of the bid and re-offer

the item if a higher bid that was made in due time

has been overlooked by accident, if the highest bidder

does not want his bid to stand, or if there are other

doubts as to the acceptance. If no bid is successful

even though several bids were submitted, VAN

HAM is liable to the bidder only for intent or gross

negligence. A bidder remains bound to a bid that has

been accepted subject to reservation for a period of

one month. A bid accepted subject to reservation only

becomes valid if VAN HAM confirms the bid in writing

within one month after the date of the auction by

submitting a corresponding invoice.

5. Purchase Price and Payment

5.1 In addition to the bid award, the buyer must

pay a premium of 25% on the first € 100,000 and a

premium of 22% on all sums exceeding this amount.

This includes statutory VAT, which will however not be

stated due to the margin scheme in terms of Section

25a of German Turnover Tax Law. With regards to

items listed in the appendix as subject to standard

taxation, a premium of 21% on the first € 100,000

and of 18 % on all sums exceeding this amount will

be levied, in addition to the bid award. Statutory VAT

of currently 7% (for paintings, drawings, sculptures,

prints etc.) and 19% (objets d’art, carpets, jewellery,

watches, silkscreens, offsets, photographs etc.)

respectively will be levied on the sum of bid award

and premium.

5.2 Pursuant to Section 26 Para.1 of the German

Copyright Act (UrhG), VAN HAM is obliged to pay

a droit de suite (artists’ resale rights) on the sales

proceeds of all original works of art and original

photographic works, whose creators deceased less

than 70 years before the end of the legal year of

purchase. The buyer shall bear a partial amount in the

form of a lump-sum charge amounting to:

• 1,5% of the hammer price up to € 200,000

• 0.5% of hammer price in excess of this of

€ 200,001 to € 350,000

• 0.25% of a hammer price exceeding this of

€ 350,001 to € 500,000

• 0.125% of any price exceeding the hammer

price up to five million; € 6,250 maximum.

5.3 For buyers who have a right to deduct input tax,

the invoice may, if desired, (after prior notification) be

made out in line with standard taxation. VAT is not

charged on shipments to foreign countries (i.e. outside

the EU) nor – when the VAT-ID no. is stated – to

companies in EU member states. If parties participating

in an auction take purchased items into foreign

countries themselves, they will be reimbursed the

turnover tax as soon as VAN HAM has the export and

acquirer certificate.

5.4 Invoices issued during or immediately after the

auction must be verified; errors remain reserved to this

extent.

5.5 Payment of the total amount due upon acceptance

of a bid must be made in cash or by bank

certified cheque. Cheques are only accepted on

account of performance. All taxes, costs, transfer or

encashment fees (including the bank charges deducted

by VAN HAM) are to be borne by the buyer. Purchasers

who participate in person at the auction must pay VAN

HAM the purchase price immediately after the bid is

accepted. Without prejudice to the fact payment is due

Stand: 1.4.2013

immediately, bids made in absentia may be paid within

14 days of the invoice date without being considered

delayed.

5.6 Default in payment commences two weeks after

the date of the invoice. Payments must be made to VAN

HAM in Euros. The same applies to cheques, which are

only accepted as payment once they have been fully

cleared by the bank.

5.7 The auctioned items are generally only handed

over after full payment of all amount owed by the

buyer has been received.

6. Collection and Assumption of Risk

6.1 Acceptance of a bid imposes an obligation to

collect the item. Buyers who are not present must collect

their items immediately after VAN HAM has advised

them that the bid has been successful. AN HAM shall

organise the insurance and shipment of the work of art

to the buyer only upon the latter’s written instructions

and at his cost and risk. Since the purchase price is due

immediately and the buyer is obliged to promptly collect

his items, he will find himself in default of acceptance

no later than two weeks after acceptance of the bid or

post-bid, so that then at the very latest, and irrespective

of the still undelivered items, the risk will be passed on

the buyer.

6.2 If the buyer has not collected the items from

VAN HAM at the latest three weeks after his bid has

been accepted and/or after he has been notified, VAN

HAM will call upon the buyer to collect the items

within one week. At the end of said period VAN HAM

is entitled to have the items kept in a warehouse at

the cost and risk of the buyer. VAN HAM shall inform

the buyer prior to storage. If VAN HAM stores the

items in his own warehouse, he shall charge 1%

p.a. of the hammer price for insurance and storage

costs. Irrespective of this, VAN HAM may demand

performance of the contract or assert statutory rights

for breach of duties. For the purpose of calculating

any loss, reference is made to fig. 5 and 8 of these

terms and conditions. VAN HAM shall under no

circumstances be liable for loss of or damage to items

that have not been collected or not handed over due

to non-payment, unless VAN HAM acted intentionally

or with gross negligence.

6.3 VAN HAM shall under no circumstances be liable

for loss of or damage to items that have not been

collected or not handed over due to non-payment,

unless VAN HAM acted intentionally or with gross

negligence.

7. Retention of Title, Offset, Right of Retention

7.1 Title to the work of art passes to the buyer only

upon receipt of all payments owed under fig. 5 and 8

in full. In the event that the buyer sells the work of art

before he has met all of VAN HAM’s claims, the buyer

hereby assigns all claims arising from the resale to VAN

HAM. VAN HAM hereby accepts such assignment.

7.2 Against claims by VAN HAM, the buyer can only

offset claims that are undis puted or that have been

legally and finally determined.

7.3 The buyer has no right of retention based on

claims arising from any prior transaction with VAN

HAM. Insofar as the buyer is a merchant registered

in the commercial register, he waives his rights under

Sections 273,320 of the German Civil Code (BGB).

8. Default

8.1 The purchase price is due upon acceptance of

the bid.

8.2 In the event of default in payment, default

interest of 1% per month is charged. The buyer is

entitled to provide evidence that the loss is less or

that there is no loss. In addition, in case of default

in payment, VAN HAM may elect to demand

performance of the purchase contract or may

rescind the contract after setting a suitable period

for performance. In the event of rescission, all of

the buyer’s rights to the purchased work of art shall

lapse and VAN HAM shall be entitled to demand

damages amounting to the lost fee for the work of

art (consignor commission and premium). If the item

is re-auctioned at a new auction, then the defaulting

buyer is additionally liable for any shortfall in proceeds

compared with the earlier auction and for the costs

of the repeat auction; he is not entitled to any excess

proceeds. VAN HAM has the right to exclude him from

further bids in auctions.

8.3 One month after default has occurred, VAN

HAM is entitled to and, if the consignor demands it,

required to provide the latter with details of the name

and address of the buyer.

9. Data Privacy Declaration

The buyer agrees that his name, address and any

consignments being stored elec tro nically and

processed by VAN HAM for the purpose of fulfilling

and performing the contractual relationship, as well as

to provide information about future auctions and offers.

Should the buyer not meet the contractual obligations,

within the scope of fulfilling and performing this

con tractual relationship, then he consents to this

fact being added to a list which will be accessible to

all auction houses of the Bundesverband Deutscher

Kunstversteigerer e.V (German Federal Association of

Art Auctioneers). The buyer is entitled to object to

the future collection and use of data by removing the

said clause or by submitting notice to VAN HAM at a

later date

10. Silent Auction

VAN HAM shall carry out a so-called “silent auction”

for the items listed at the end of the catalogue and

marked with “+”. These Auction Terms and Conditions

apply accordingly to the “silent auction”, provided that

bidders only bid in written form or via the internet.

Since the items of the “silent auction” are not called

out, no bids can be made in person or by phone. Bids

for the “silent auction” must be submitted to VAN

HAM at least 24 hours before the start of the auction

in order to be valid; in all other respects, please refer

to fig.3.

11. Miscellaneous Provisions

11.1 These Auction Terms and Conditions shall

govern all relations between the buyer and VAN

HAM. The buyer’s General Commercial Terms and

Conditions shall not apply. There are no verbal ancillary

agreements. Amendments must be made in writing to

be valid.

11.2 Insofar as it is possible to agree, Cologne shall be

the place of performance and jurisdiction. The law of

the Federal Republic of Germany shall apply exclusively.

The UN Convention on Contracts for the International

Sale of Goods (CISG) shall not apply.

11.3 The aforementioned provisions apply mutatis

mutandis to the private sale of items consigned for

auction.

11.4 If any of the above provisions are invalid in whole

or in part, the validity of the remaining provisions shall

be unaffected. The invalid provision shall be replaced

by a valid regulation which most closely resembles the

commercial content of the provision which was invalid.

The same applies if the contract reveals a loophole in

need of amendment. In cases of doubt the German

version of the Consignment Conditions shall prevail.

Markus Eisenbeis

(General Partner/Managing Director, publicly appointed

and sworn auctioneer)

163


Einliefererverzeichnis

45963: 373, 406 - 46440: 357 - 46476: 342, 355, 358 - 46728: 300, 303, 308, 310, 311, 315, 317, 341, 346, 348,

349, 367, 369, 372, 377, 379, 396, 398, 401, 403, 404, 405, 409, 414 - 48085: 325 - 48406: 354 - 49078: 387 -

49816: 312 - 53451: 381 - 53803: 301 - 55769: 376, 391 - 56723: 334 - 58280: 417, 418 - 62025: 366 - 63035:

327, 328, 329, 351, 352 - 65935: 408 - 65962: 384, 385 - 67136: 399, 400 - 67403: 362 - 69052: 340 - 71580:

368 - 72999: 318 - 73773: 364 - 73829: 307 - 73892: 371 - 74224: 336, 337 - 75411: 324 - 75616: 411 - 76057:

402 - 76071: 415 - 76130: 412 - 76330: 344 - 79241: 422 - 79376: 423 - 80248: 363, 380, 394 - 80281: 331 -

81906: 413 - 81966: 313, 314 - 84380: 353 - 84437: 392 - 84448: 304 - 84489: 374 - 85409: 393 - 85442: 323

- 85478: 302 - 85518: 386 - 85532: 383, 420 - 85592: 365 - 85717: 421 - 85728: 309 - 85729: 382 - 85747: 332,

333 - 85755: 339 - 85771: 407 - 85831: 335 - 85861: 356 - 85862: 370 - 85881: 338 - 85891: 361 - 85904: 343 -

85908: 388, 389 - 86052: 345, 347, 416 - 86075: 350 - 86080: 360 - 86099: 375 - 86120: 330, 397, 428 - 86132:

359 - 86141: 419 - 86154: 425 - 86163: 395 - 86164: 316 - 86170: 306 - 86171: 319, 320, 321, 322 - 86172: 305,

378, 390, 410, 427 - 86183: 424 - 86200: 326

Folgende Lots sind regelbesteuert:

300, 301, 303, 304, 305, 308, 310, 311, 312, 315, 317, 325, 341, 342, 346, 348, 349, 355, 358, 360, 361, 362,

363, 366, 367, 369, 371, 372, 373, 376, 377, 378, 379, 380, 390, 391, 394, 395, 396, 398, 401, 403, 404, 405,

406, 409, 410, 412, 414, 422, 427

164


Candida Höfer (1944)

„Teatro Colón Buenos Aires I 2006“ | C-Print | 200 x 304 cm

Schätzpreis: € 50.000 – 60.000

Photographie

14. Juni 2013

Vorbesichtigung: 8.– 11. Juni 2013

Online-Kataloge | Informationen | Termine: www.van-ham.com

Katalog: 15 € | 20 € | 25 € (D | EU | Weltweit)

Van Ham Kunstauktionen Schönhauser Straße 10–16 | 50968 Köln

Telefon: 0221 92 58 62-0 | Fax: 0221 92 58 62-4 | info@van-ham.com


„Bestes Archiv der Auktionshäuser“

Weltkunst, 2008

„Den professionellsten Auftritt

leistet sich VAN HAM

Weltkunst, 2008

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aus der gleichen Epoche


Gebotsformular | Bidding form

Auktion Nr. | Sale no: 322

Vorname, Nachname, Titel | First, Last name, Title

Straße | Street

PLZ, Ort | Postcode, city

Land | Country

Lot Titel | Title Tel. Gebot | Tel. bid Max.Gebot (Gebot ohne Aufgeld)

Max.bid (Bid without premium

Stand: 1.9.2012

Telefon für Auktion | Telephone for the sale

Telefon für Auktion | Telephone for the sale

Tel.| Fax

E-Mail

Bitte Rechnung vorab per E-Mail

Please send invoice in advance via e-mail.

Wir bitten Neukunden, uns eine Kopie ihres Personalausweises zukommen zu lassen.

VAN HAM behält sich das Recht vor, weitere Referenzen anzufordern. Bitte beachten Sie die umseitigen Hinweise.

We ask new clients to provide us with a copy of their ID card or passport. VAN HAM maintains the right to request further references.

ANGABEN BITTE IN DRUCKBUCHSTABEN | PLEASE WRITE CLEARLY

Gebote müssen 24 Stunden vor Auktion für Bestätigung eingehen. Bei identischen Geboten wird das als erstes eingegangene akzeptiert.

Bids must arrive 24 hours prior to the auction for confirmation. In the event of identical bids, the earliest bid received will take precedence.

Nur für Kunst-Händler | For art dealers only:

Bitte mit MwSt-Ausweis Please use my VAT-No. for my invoice (VAT-identification number)

Bitte beachten Sie, dass die Ausführung von schriftlichen und telefonischen Geboten ein Service unseres Hauses ist. VAN HAM kann daher keine

Zusicherung für deren Ausführung bzw. fehlerfreie Durchführung geben. Hiermit erkenne ich die im Katalog abgedruckten Geschäftsbedingungen an.

I understand that VAN HAM provides the service of executing absentee bids for the convenience of clients and that VAN HAM is not

responsible for failing to execute bids or for errors related to the execution of bids. I accept the standard business conditions (see catalogue).

Ort, Datum | Place, date Unterschrift | Signature

Van Ham Kunstauktionen KG

Schönhauser Straße 10–16

50968 Köln

Tel. +49 (0) 221 925862-0

Fax. +49 (0) 221 925862-4





info@van-ham.com

www.van-ham.com

USt-ID Nr. DE 122 771 785

HRA Köln 375


Lot Titel | Title Tel. Gebot | Tel. bid Max.Gebot (Gebot ohne Aufgeld)

Max.bid (Bid without premium

Hinweise für nicht anwesende Bieter | Information for absentee bidders

Schriftliche / telefonische Gebote | Absentee / Telephone bids

Die umstehend und hier eingetragenen Gebote sind bindend und werden nur soweit in Anspruch genommen, wie andere Gebote überboten werden

müssen. Das Aufgeld ist nicht enthalten; maßgeblich sind die eingetragenen Katalog nummern. Bei Schätz preisen ab € 500 haben Sie auch die Mög lichkeit,

telefonisch mitzusteigern. Per Fax geschickte Gebote müssen uns mit Original-Unterschrift bestätigt werden. Telefonische Gebote werden wie schriftliche

Gebote behandelt. Bitte ge ben Sie uns statt des Höchst gebotes Ihre Te le fon-Nr. an, unter der Sie zum Zeit punkt der Auktion zu erreichen sind. Gespräche

beim telefonischen Bieten können aufgezeichnet werden.

Im Interesse der Einlieferer können Gebote unter zwei Drittel der Schätzpreise nicht be rücksichtigt werden. Aus fuhrlieferungen sind von der Mehr wertsteuer

be freit, innerhalb der EU jedoch nur bei branchengleichen Unternehmen mit Umsatz steuer-Identifikations-Nr.

The overleaf and here inscribed bids are binding and will only be utilized to the extent necessary to overbid other bids. The buyer’s premium is not included.

Decisive are the inscribed lot numbers. You have the possibility to bid for lots from € 500 upwards. Bids sent via fax have to be confirmed with the original

signature. Telephone bids are treated like absentee bids. Telephone bidders should provide the telephone number at which they can be reached instead of

a maximum bid. Phone calls during the telephone bidding can be recorded.

Bids below 2/3rds of the estimate price cannot be accepted. Exported purchases are free of VAT and within the EU only for art dealers with a VAT number.

Abholung | Transport

Bezahlte Objekte können während der Auktion abgeholt werden. Bei späterer Ab ho lung bitten wir um kurze Nachricht vorab, um Wartezeiten zu vermeiden.

Objekte, die nicht spätestens drei Wo chen nach Rechnungslegung abgeholt wurden, können auf Kosten des Käu fers eingelagert oder zugesandt werden.

Paid objects can be collected during the auction. In case of a later pick-up, please inform us to avoid delays. Objects not collected within three weeks of the

invoice‘s issue date can be shipped or stored at the buyer‘s expense.

Auktionsergebnisse | Auction results

Ab dem ersten Werktag nach Auktion können Sie die Ergebnisse im Internet unter www.van-ham.com einsehen.

You find our results one day after the auction on www.van-ham.com.

Ort, Datum | Place, date Unterschrift | Signature









Stand: 1.9.2012


Beirat

Wilhelm karl Prinz von Preußen Vorsitzender

Prof. dr. Albert Mayer

Honorarkonsul Prof. ottmar Braun Sprecher

Markus eisenbeis

Mitgliedschaften

unsere repräsentanzen

Hamburg

Pia von Buchwaldt

elisabeth Bonse

c/o Flo Peters Gallery

Chilehaus | Pumpen 8

20095 Hamburg

Tel.: +49 (40) 41 91 05-23

Fax: +49 (40) 41 91 05-24

hamburg@van-ham.com

München

dr. Barbara Haubold

Elly-ney-Str. 15

82327 Tutzing

Tel.: +49 (8158) 90 34 60

Fax: +49 (8158) 90 34 61

muenchen@van-ham.com

stuttgart

thomas Maier

dr. Anja Gebauer

c/o Maier & Co. Fine Art

Eberhardstraße 6

70173 Stuttgart

Tel.: +49 (711) 51 89 07 10

Fax: +49 (711) 51 89 07 09

stuttgart@van-ham.com

Belgien und niederlande

dr. Petra Versteegh-kühner

Sterrenlaan 6

3621 Rekem | Belgien

Tel.: +32 89 71 60 04

Fax: +32 89 71 60 05

Mobil: +31 620 40 21 87

p.versteegh@van-ham.com

Luxemburg

Comtesse Marina von kamarowsky

MvK Fine Art

2, Rue nicolas Braunshausen

1257 Luxemburg

Tel.: +352 691 16 88 22

Fax: +352 44 04 92

luxemburg@van-ham.com

schweiz

rolf Welti

RWMA GmbH

Gotthardstr. 88 / PF 54

6474 Amsteg | Schweiz

Tel.: +41 44 202 40 41

Fax: +41 41 884 01 02

schweiz@van-ham.com

Abbildung Titel:

nr. 302 Rudolf Bauer

„Triangles“ | 1938

Abbildung Rückseite:

nr. 392 Emil Nolde

Dampfer | 1946

© nolde Stiftung Seebüll


322. Auktion

Moderne kunst

7. Juni 2013

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