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Versichert bei der VBG

Pflichtversicherung für Arbeitnehmer


VBG – Ihre gesetzliche Unfallversicherung

Die VBG ist eine gesetzliche Unfallversicherung mit rund 34 Mio. Versicherungsverhältnissen

in Deutschland. Versicherte der VBG sind Arbeitnehmer, freiwillig versicherte

Unternehmer, Patienten in stationärer Behandlung und Rehabilitanden, Lernende in

berufsbildenden Einrichtungen und bürgerschaftlich Engagierte. Zur VBG zählen über

eine Million Unternehmen aus mehr als 100 Branchen – vom Architekturbüro bis zum

Zeitarbeitsunternehmen.

Weitere Informationen: www.vbg.de

In dieser Publikation wird auf eine geschlechtsneutrale Schreibweise geachtet. Wo dieses

nicht möglich ist, wird zugunsten der besseren Lesbarkeit das ursprüngliche grammatische

Geschlecht verwendet. Es wird hier ausdrücklich darauf hingewiesen, dass damit auch

jeweils das andere Geschlecht angesprochen ist.


Versichert bei der VBG

Pflichtversicherung für Arbeitnehmer


Inhaltsverzeichnis

4

Wer ist die VBG? 5

Welche Aufgaben hat die VBG? 5

Für welche Unternehmen ist die VBG zuständig? 6

Wer ist bei der VBG pflichtversichert? 7

Was ist versichert? 8

Versicherungsschutz bei Tätigkeiten im Ausland 9

Welche Leistungen erhält ein Versicherter

nach Eintritt eines Versicherungsfalls? 10

Damit es gar nicht erst zu einem Unfall kommt –

unsere Leistungen der Prävention 13

Unser spezielles Angebot für Unternehmer 14

Allgemeines zum Thema Beitrag 14

Wie wird der Beitrag berechnet? 15

Was müssen Sie tun, 16

wenn Sie Arbeitnehmer beschäftigen?

Sie wünschen weitere Informationen? 16

Informationen zum Gefahrtarif 17

Gefahrtarif 18

Umschlagseite: Impressum

Umschlagrückseite: Anschriften unserer Bezirksverwaltungen


Wer ist die VBG?

Wir sind ein Träger der ge setz lichen Unfallversicherung

und da mit Teil der Sozial ver siche

rung. Bundesweit be treuen wir über eine

Welche Aufgaben hat die VBG?

Unsere Aufgabe ist es, Sie als Unternehmer

von Ihrer zivilrechtlichen Haftung für Arbeitsunfälle

und Berufskrankheiten gegenüber Ihren

Arbeitnehmern zu befreien. Sie sind auf

diese Weise vor Schadensersatzansprüchen

der versicherten Personen geschützt.

Vor diesem Hintergrund ist es unsere Verpflichtung,

• mit allen geeigneten Mit teln Un fälle bei

der Arbeit und auf dem Arbeitsweg, Berufskrank

heiten sowie arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren

zu verhüten und für eine wirksame

Erste Hilfe zu sorgen,

Million Unternehmen mit fast 9 Mil lio nen

pflicht versicherten Be schäft ig ten.

• nach Eintritt von Arbeitsunfällen oder Be-

rufskrankheiten mit allen ge eig neten Mit-

teln die medizinische, berufliche und sozi-

ale Rehabilitation der Versicherten zu ge-

währleisten,

• die betroffenen Versicherten sowie ihre

Angehöri gen und Hinterbliebenen durch

Geldleistungen finanziell abzusichern und

zu entschädigen (Verletztengeld, Verletztenrente).

5


Für welche Unternehmen ist die VBG zuständig?

Wir sind zuständig für Banken, Versicherungen,

Verwaltungen, freie Berufe und besondere

Unternehmen, Unternehmen der keramischen

und Glas-Industrie sowie Unternehmen

der Straßenbahnen, U-Bahnen und Eisenbahnen.

Zu unseren Mitglieds unter nehmen gehören

Dienstleister wie z. B. Unternehmen der Zeitarbeit,

Unternehmen der Informations- und

Kommunikationstechnologie, Softwareentwickler,

Call Center, Veranstalter, Rechtsanwälte,

Notare, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater,

Leasingunternehmen und Werbeunternehmen.

6

Zu den „besonderen Unternehmen“ zählen

so unterschiedliche Unternehmensarten wie

Sportvereine, Zoos und Detektivbüros, aber

auch Künstler und kulturelle Einrichtungen

wie Theater und Museen.

Weiterhin sind wir für Unternehmen, in denen

keramische Erzeugnisse, Porzellan oder Glas

hergestellt werden und für Straßen-, Stadt-,

Hoch- und Untergrund-, Berg-, Seil- und Eisenbahnen

zuständig.

Eine Übersicht der Unternehmen, für die

wir zuständig sind, erhalten Sie auf unserer

Website unter www.vbg.de Suchwort: „Branchenzuordnung“

oder Sie entnehmen die Unternehmensarten

unserem Gefahrtarif, der ab

Seite 18 abgedruckt ist.


Wer ist bei der VBG pflichtversichert?

Zu den bei uns versicherten Personen gehören

alle Arbeitnehmer der Unternehmen, für

die wir zuständig sind. Für den Versicherungsschutz

ist es ohne Bedeutung, ob es sich um

Voll- oder Teilzeitbeschäftigte, Aushilfskräfte,

kurzfristig und geringfügig Beschäftigte, Minijobber

oder Ein-Euro-Jobber handelt. Ebenso

ist die Höhe des Verdienstes nicht entscheidend.

Zu den kraft Gesetzes versicher ten Personen

gehören auch:

• angestellte Geschäftsführer einer GmbH,

• Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH,

die weniger als 50 % Kapitalanteile innehaben

und über keine Sperrminorität verfügen,

• Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat einer

Aktiengesellschaft,

• Vorstandsmitglieder einer eingetragenen

Genossenschaft.

Lernende, die eine Bildungseinrichtung zur

beruflichen Aus- oder Weiterbildung besuchen,

können unter bestimmten Voraussetzungen

über die Einrichtung bei der VBG

versichert sein. Dies gilt auch für Teilnehmerinnen

und Teilnehmer an arbeitspolitischen

Maßnahmen, wenn die Person selbst

oder die Maßnahme über die Bundesagentur

für Arbeit oder ein Jobcenter gefördert wird.

Nähere Informationen erhalten Sie im Internet

unter www.vbg.de.

Wer für eine Körperschaft, Anstalt oder Stiftung

des öffentlichen Rechts bzw. deren Verbände

oder Arbeitsgemeinschaften ehrenamtlich

tätig wird, genießt den Schutz der

gesetzlichen Unfallversicherung. Auch ehrenamtliche

Tätigkeiten für öffentlich-rechtliche

Religionsgemeinschaften und deren Einrichtungen

stehen unter Versicherungsschutz.

7


Was ist versichert?

Wir bieten einen umfassenden Versicherungsschutz

gegen die Folgen von Arbeits- und Wegeunfällen

sowie von Berufskrankheiten.

Arbeitsunfälle sind Unfälle, die Arbeitnehmer

bei der Ausübung ihrer Arbeit oder auf Dienstreisen

erleiden. Entscheidend ist, dass die Tätigkeit

dem Unternehmen und nicht privaten

Zwecken dient.

Wegeunfälle sind Unfälle auf dem direkten

Weg zur Arbeit oder zurück. In der Regel beginnt

der Versicherungsschutz mit Verlassen

des Wohnhauses und endet mit dem Erreichen

der Arbeitsstätte. Der Versicherungsschutz

erstreckt sich auch auf Umwege, die

notwendig werden,

8

• um Kinder vor Arbeitsantritt unterzubringen,

• bei Fahrgemeinschaften,

• bei Umleitungen,

• weil der Arbeitsplatz über einen längeren

Weg zügiger erreicht werden kann.

Berufskrankheiten sind Krankheiten, die Versicherte

infolge einer versicherten Tätigkeit

erleiden. Diese anerkannten Erkrankungen

sind in einer Liste der Bundesregierung durch

Rechtsverordnung bezeichnet.


Versicherungsschutz

bei Tätigkeiten im Ausland

Für Arbeitnehmer, die im Voraus zeitlich befristet

ins Ausland entsandt werden, besteht der

Versicherungsschutz in der Regel auch während

des Auslandseinsatzes weiter.

Bei längeren, zeitlich nicht begrenzten Auslandsaufenthalten

oder für Arbeitnehmer,

die Sie speziell für Auslandstätigkeiten

einstellen, gelten unter Umständen zusätzliche

Einschränkungen. Durch den Beitritt zu

unserer Auslandsunfallversicherung können

Sie Ihre Arbeitnehmer in diesen Fällen jedoch

auch absichern.

Fragen zu diesem Thema beantworten Ihnen

gerne die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer

Bezirksverwaltungen. Rufen Sie einfach

in der für Sie zuständigen Bezirksverwaltung

an. Die Telefonnummern finden Sie auf der

letzten Seite dieser Broschüre.

Oder informieren Sie sich im Internet unter

www.vbg.de Suchwort: „Versicherungsschutz

Ausland“.

9


Welche Leistungen erhält ein Versi cher ter

nach Eintritt eines Versicherungsfalls?

Das Wichtigste nach Eintritt eines Versicherungsfalls

sind die Wiederherstellung der Gesundheit

des Versicherten und die Wiedereingliederung

in Arbeit und Gesellschaft. Hierfür

erbringen wir folgende Leistungen:

Heilbehandlung und medizinische

Rehabilitation

Von der Behandlung im Krankenhaus bis zur

Wiedereingliede rung am Arbeitsplatz steuern

wir aktiv die gesamte Rehabilitation.

Mit unserem Rehabilitations-Management sorgen

wir gemeinsam mit auf Unfallverletzungen

und Berufskrankheiten spezialisierten Ärzten

sowie Unfall- und Rehabilitationskliniken für

eine zielgenaue und zeitgerechte Abfolge aller

erforderlichen Leistungen.

10

Unser Leistungsspektrum umfasst:

• die sofort einsetzende notfallmedizinische

Erstversorgung,

• die qualifizierte ambulante und stationäre

ärztliche Behandlung,

• physikalische Therapien,

• die Versorgung mit orthopädischen und anderen

Hilfsmitteln,

• häusliche Krankenpflege und Pflege.


Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

Unser Ziel ist eine frühzeitige und dauerhafte

Wie dereingliederung in das Er werbs leben

nach einem Arbeits unfall oder einer Berufskran

kheit.

Die Rückkehr an den Arbeitsplatz ist in manchen

Fällen trotz op ti ma ler medizinischer

Rehabilita tion jedoch nicht ohne Weiteres

möglich. In diesen Fällen ist es unser wichtigstes

Ziel, zusammen mit dem Ar beit geber den

Arbeits platz zu erhalten. Hierbei können z. B.

technische Hilfen eingesetzt werden. Wir sorgen

auch für Qua li fi zie rungs maß nah men, damit

ei ne Umset zung innerhalb des Un ternehmens

mög lich wird.

Kann der bisherige Beruf aufgrund der Unfallfolgen

nicht mehr ausge übt werden, gewähren

wir Leistungen zur beruflichen An pas sung und

Weiterbildung. Das kann unter Umständen

auch eine neue Berufsaus bildung bedeuten.

Leistungen zur Teilhabe am Leben in der

Gemeinschaft

Mit der sozialen Rehabilitation ermöglichen

wir dem Versicherten die Rückkehr in das tägliche

Le ben und in die soziale Gemein schaft.

Da bei berücksichtigen wir jeweils die persönliche

Situation sowie Art und Schwere der

durch den Versicherungsfall entstandenen

Beein träch ti gungen.

Unser Leistungsangebot umfasst z. B.:

• Wohnungshilfe (z. B. Umbau der sanitären

Einrichtungen, Einbau von breiten Türen,

Fahrstühlen und Rampen),

• Kraftfahrzeughilfen,

• Rehabilitationssport,

• Kommunikationshilfen.

11


Finanzielle Hilfen

Unsere finanziellen Leistungen helfen Versicherten,

die wirtschaftlichen Folgen eines Arbeitsunfalls

bzw. einer Berufskrankheit abzumildern.

• Versicherte erhalten Verletztengeld, wenn

sie infolge eines Versicherungsfalls arbeitsunfähig

sind oder aufgrund einer Heilbehandlungsmaßnahme

eine ganztägige

Erwerbstätigkeit zunächst nicht ausüben

können.

• Versicherte erhalten Übergangsgeld zur Sicherung

des Unterhalts, wenn sie an einer

berufsfördernden Maßnahme teilnehmen.

12

• Versicherte erhalten Verletztenrente, wenn

infolge eines Versicherungsfalls körperliche

Beeinträchtigungen verbleiben, die die Erwerbsfähigkeit

auf dem Arbeitsmarkt mindern.

• Ehegatten/eingetragene Lebenspartner

bzw. Waisen eines verstorbenen Versicherten

erhalten Witwer-/Witwen- bzw. Waisenrente.


Damit es gar nicht erst zu einem Unfall

kommt – unsere Leistungen der Prävention

Als Unternehmer tragen Sie die Ver antwortung

für den Arbeits schutz in Ih rem Unternehmen.

Mit unseren pra xisbezogenen Publi ka tionen

und mit fachkundiger Be ratung hel fen wir

Ih nen, die Vor schriften des Ar beits schutzes

umzusetzen und so Ihr be trieb liches

Arbeitsschutz ma nage ment zu organisieren.

Wir bieten Ihnen umfassende Hil fen und maßgeschneiderte

Lö sun gen für die sichere und

ge sund heits gerechte Gestaltung der Ar beitsplätze

in Ihrem Unter neh men an:

• Wir beraten Sie vor Ort in allen Fragen zur

Arbeitssicherheit und zum Gesundheitsschutz

und füh ren Systemberatungen zur

Op ti mie rung Ihrer Arbeits sys te me durch.

• Wir unterstützen Sie bei der Or ganisation der

sicherheits tech ni schen und arbeitsmedizinischen

Betreuung und beraten Sie bei der

Durchführung arbeitsmedizinischer Vor-

sor ge pro gramme.

• Wir prüfen betriebliche Ein rich tungen und

ermitteln gesund heit liche Belastungen für

Ihre Mit arbeiterinnen und Mitar bei ter.

• Wir bieten Ihnen praxisge rech te Informationsmedien,

die Sie im Internet unter

www.vbg.de im Medien-Center herunter-

laden bzw. bestellen können.

• Wir beraten Sie bei der Ein hal tung der

Arbeitsschutzvor schrift en.

• Wir bieten Ihnen ein umfangrei ches Seminarangebot.

In unse ren Se minaren erarbeiten

wir mit Ih nen alle Fachinfor ma tionen

so wie branchen- und be triebsbezogene

Lösungen, die Sie für Ihr En ga ge ment in

der Arbeits sicherheit und im Ge sundheitsschutz

benö ti gen.

Fragen zur Arbeitssicherheit und zum Gesundheitsschutz

werden Ih nen un ter

01805 8247728 (0,14 Euro/Min. aus dem

Festnetz, Mobilfunk max. 0,42 Euro/Min.) beantwortet.

13


Unser spezielles Angebot für Unternehmer

Auch Sie als Unternehmer haben die Möglichkeit,

sich die gleichen um fangrei chen

Leistungen, wie sie Ihren Beschäftigten zu-

gutekom men, durch den Beitritt zu un serer

freiwilligen Versicherung zu sichern.

Dies gilt auch für Personen, die Un ternehmern

gleichgestellt sind: Vor standsmitglieder

einer Aktiengesellschaft, Gesellschafter-Geschäftsführer

einer GmbH,

sofern sie maßgebenden Einfluss auf die

Entscheidungen der Gesellschaft haben,

Allgemeines zum Thema Beitrag

Der Beitrag zur VBG wird rückwirkend nach

Ab lauf eines Kalenderjahres er ho ben, in der

Regel im April des Fol ge jah res.

Ihr Beitrag dient vollständig der Er füllung

unserer be schrie be nen viel fältigen Auf ga -

ben. Sie zahlen je doch nur so viel, wie wir

unbe dingt benötigen. Hier zu legen wir unsere

Auf wen dungen nach dem Ende eines

Kalen der jahres auf al le Beitrags pflich tigen

um. Die Bei trä ge werden jährlich nachträg-

lich erhoben. Gewinne dürfen wir nicht erwirtschaften.

Anders als in den anderen Zwei gen der So-

14

und Kom man ditisten. Auch Ehe gatten und

eingetragene Lebenspartner von Unternehmern,

die im Unter nehmen mitarbeiten,

ge hören dazu, so fern sie nicht aufgrund eines

Ar beits vertrages be schäf tigt sind (dann besteht

Ver sicherungsschutz kraft Gesetzes).

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte

unserer Broschüre „Frei willig versichert

bei der VBG“, die Sie im Internet unter

www.vbg.de Suchwort: „freiwillig versichert“

herunterladen können.

zialversicherung zah len nur die Unternehmer

den Bei trag, da sie von der Verpflich -

tung entlastet wer den, im Falle eines Arbeitsunfalls

oder einer Berufskrankheit unmit

telbar Entschädigung gegenüber ih ren

Be schäf tig ten zu leisten. Die Unternehmen

der VBG zahlen zurzeit den niedrigsten Beitragssatz

in der Sozialversicherung.


Wie wird der Beitrag berechnet?

Der Beitrag berechnet sich nach dem Bruttoarbeits

ent gelt der Versicherten, den aktu-

ellen Bei trags füßen und der Ge fahrklasse, zu

der das Un ter neh men nach unse rem Ge fahrtarif

veranlagt ist.

Wir erheben einen Mindestbeitrag, wenn die

indivi du elle Beitragsberechnung einen Betrag

ergibt, der niedriger, als der von unserem

Vorstand be schlossene Mindestbeitrag (derzeit

50,00 Euro) ist (§ 161 SGB VII in Verbin-

Die jeweiligen Berechnungsformeln lauten:

dung mit § 24 Abs. 7 der Satzung der VBG).

Der Beitrag zur VBG setzt sich aus den

Positionen

a) „Beitrag zur allgemeinen Umlage“,

b) „Anteil an der Rentenaltlast“,

c) Anteil am Lastenausgleich“,

d) Anteil an der „Lastenverteilung nach

Entgelten“ und dem

e) „Anteil an der Lastenverteilung nach

Neurenten“ zusammen:

Bruttoarbeitsentgelt x Gefahrklasse x Beitragsfuß allg. Umlage

a)

1.000

Bruttoarbeitsentgelt x Beitragsfuß Rentenaltlast

b)

1.000

(Bruttoarbeitsentgelt - Freibetrag) x Beitragsfuß Lastenausgleich

c)

1.000

(Bruttoarbeitsentgelt - Freibetrag) x Beitragsfuß Lastenverteilung Entgelte

d)

1.000

Bruttoarbeitsentgelt x Gefahrklasse x Beitragsfuß Lastenverteilung Neurenten

e)

1.000

Die aktuellen Beitragsfüße finden Sie im Internet unter: www.vbg.de Suchwort: „Beitragsfuß“.

15


Was müssen Sie tun, wenn Sie Arbeitnehmer

beschäftigen?

Melden Sie Ihr Unternehmen unter

www.vbg.de an.

Sie wünschen weitere Informationen?

Fragen zum Versicherungsschutz und zu unseren

Leistungen be antwor ten Ihnen gerne

die Mit ar beiterinnen und Mitarbeiter

unse rer Bezirks verwaltungen. Rufen Sie

einfach die für Sie zuständige Bezirks ver -

waltung an oder schi cken Sie uns ein Fax. Die

Telefon- und Faxnummern finden Sie auf der

letzten Seite dieser Broschüre.

16

Fragen zum Beitrag beantworten Ihnen gerne

die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres

Kundendialogs, Tel.: 040 5146-2940.

Sie können uns auch im Internet unter

www.vbg.de besuchen.


Informationen zum Gefahrtarif

Der Gefahrtarif dient der Beitragsberechnung

und wird von der VBG auf Grund gesetzlicher

Bestimmungen erlassen. Er enthält alle Unternehmensarten,

für die die VBG sachlich

zuständig ist, sowie die für sie geltenden Gefahrklassen.

Gefahrklassen werden nicht für einzelne Unternehmen,

sondern für Unternehmensarten

(Gefahrtarifstellen) festgestellt. Eine Unternehmensart

umfasst Unternehmen gleicher

oder ähnlicher Art mit gleichem oder ähnlichem

Gefährdungsrisiko. Die Gefahrklassen

werden ermittelt, indem die Entschädigungsleistungen

für die Arbeits- und Wegeunfälle

sowie Berufskrankheiten einer Unterneh-

mensart/Gefahrtarifstelle den Entgelten gegenübergestellt

werden. Der aktuelle Gefahrtarif

berücksichtigt alle Entschädigungsleistungen

sämtlicher Versicherungsfälle sowie

die beitragspflichtigen Arbeitsentgelte der

abhängig Beschäftigten und die Versicherungssummen

der freiwillig versicherten Unternehmerinnen

und Unternehmer aus dem

Beobachtungszeitraum.

Die Gefahrklassen spiegeln das Gefährdungsrisiko

der jeweiligen Gefahrengemeinschaft

wider.

Auf den folgenden Seiten haben wir unseren

aktuellen Gefahrtarif für Sie abgedruckt.

17


MuB 112 L/5 (3) – 12.12 – 1/0/E

Gefahrtarif der VBG gemäß § 157 SGB VII

gültig Gefahrtarif zur Berechnung der VBG der gemäß Beiträge § 157 ab 01. SGB Januar VII 2011

Teil gültig I zur - Zuteilung Berechnung der der Beiträge Unternehmensarten ab 01. Januar 2011 zu den Gefahrklassen

Teil I - Zuteilung der Unternehmensarten zu den Gefahrklassen

Gefahrtarifstelle

Unternehmensarten Gefahrklasse

01 Erbringung von Finanzdienstleistungen / Versicherungsunternehmen

nur für „Leasingunternehmen“ 2011

ab 2012

02 Ingenieurwesen, Architekturunternehmen 0,80

03 Information, Kommunikation und Medien / Werbung und Gestaltung / Forschung 0,43

04 Bildungseinrichtung 1,52

05 Beratung und Auskunft / Interessenvertretung und Religionsgemeinschaft 0,59

06 Immobilienwirtschaft 1,30

07 Sicherheitsunternehmen 3,94

08 Makelndes und vermittelndes Unternehmen

1,21

nur für „Bausparkassenvertreterinnen und Bausparkassenvertreter“ 2011 1,04

2012 1,18

ab 2013 1,21

09 Unternehmen des Tourismus 0,66

10 Organisation zur Betreuung, Unterstützung im sozialen Bereich 4,27

11 Freizeitgestaltung / Kunst und Kultur 3,51

12 Hausbesorgung 3,42

13 Lotterie- und Wettunternehmen / Spielbank 2011 0,94

ab 2012 0,97

14*) Tierpark / Tierschutz, -pflege, -zucht und -dressur 2011 4,20

2012 4,80

2013 5,04

2014 5,28

2015 5,52

2016 5,76

15 Zeitarbeit

15.1 - Beschäftigte in Dienstleistungsbereichen sowie Stammpersonal 0,77

15.2 - Beschäftigte in allen anderen Bereichen 7,97

16**) Sportunternehmen

16.1**) 2011 und 2012

- bezahlte Sportler aus den oberen drei Fußball-Ligen Männer

ab 2013

- Fußballsportlerinnen und -sportler

57,81

nur für „bezahlte Sportler aus den oberen drei Fußball-Ligen Männer“ ab 2013 54,05

nur für „sonstige bezahlte Fußballsportlerinnen und -sportler“ 2013 47,29

2014 49,54

2015 51,80

2016 54,05

16.2**) - sonstige bezahlte Sportlerinnen und Sportler 2011 / 2012 45,04

2013 46,84

2014 48,64

2015 50,44

2016 52,25

16.3**) - übrige Versicherte 2011 / 2012 2,42

ab 2013 2,52

17 Unternehmen der Glas-Industrie 2,43

18 Grobkeramik 3,60

19 Feinkeramik 2,04

20 Bahnen und Bahndienstleistungen 2,85

21 Kraftfahrbetriebe

(Omnibus- und Obusbetriebe, Lastkraftwagenbetriebe usw.)

1,84

22 Sonstiges Dienstleistungsunternehmen, sofern es nicht einer namentlich genannten Unternehmensart zuzuordnen

ist

1,24

*) Geändert durch den dritten Nachtrag vom 06. Dezember 2012

**) Geändert durch den ersten Nachtrag vom 28. September 2011, den zweiten Nachtrag vom 05. September 2012 und den dritten Nachtrag

vom 06. Dezember 2012

18

0,38

0,34

0,38


uB 112 L/5 (4) – 12.12 – 1/0/E

Teil II - Grundlegende Bestimmungen

Teil II - Grundlegende Bestimmungen

1.1 Die Veranlagung eines Unternehmens zur Gefahrklasse wird durch seine Zugehörigkeit zu einer Unternehmensart

bestimmt. Die Zugehörigkeit richtet sich ausschließlich nach Art und Gegenstand des Unternehmens.

Die Zuordnung zu einer spezielleren Unternehmensart geht der Zuordnung zu einer allgemeineren

Unternehmensart vor.

1.2 Jedes Unternehmen, das nach Teil I Gefahrtarifstellen 15 (Zeitarbeit) und 16 (Sportunternehmen) veranlagt

ist, wird in der in Teil I genannten Gefahrtarifstelle zu allen Unterpunkten veranlagt.

2. In besonderen Fällen, in denen z. B. eine Unternehmensart neu entstanden ist, kann die Verwaltung die

Gefahrklasse festsetzen.

3.1 Mehrere Unternehmensteile (Haupt-, Nebenunternehmen), die verschiedenen in Teil I genannten Unternehmensarten

angehören oder deren Gefahrklasse festgesetzt wird, werden gesondert veranlagt. In besonderen

Fällen kann die Verwaltung die Gefahrklasse festsetzen.

3.2 Abs. 1 gilt auch für einen Unternehmensteil, der nicht in die Zugehörigkeit der VBG fällt (fremdartiges

Nebenunternehmen). Wird ein fremdartiges Nebenunternehmen nach Abs. 1 Satz 1 gesondert veranlagt,

wird die Gefahrklasse nach der für das Jahr 2009 maßgeblichen Beitragshöhe der Berufsgenossenschaft

festgesetzt, die für die Unternehmensart des Nebenunternehmens zuständig ist.

3.3 Teile eines Unternehmens, die einem oder mehreren Unternehmensteilen dienen und nicht überwiegend

eigene wirtschaftliche Zwecke verfolgen, werden als Hilfsunternehmen dem Unternehmensteil zugeordnet,

dem sie hauptsächlich dienen. Hierzu gehören auch Vorbereitungs-, Fertigstellungs- und Abwicklungsarbeiten.

Für ein rechtlich selbstständiges Hilfsunternehmen (§ 136 Abs. 2 Satz 4 SGB VII) gilt die Veranlagung

des Unternehmens bzw. Unternehmensteils, dem es ausschließlich dient.

4.1 Die Veranlagung einer freiwilligen Unternehmerversicherung (§ 6 Abs. 1 Nr. 1, 2 SGB VII) richtet sich nach

der Veranlagung des Unternehmens.

4.2 Gilt eine freiwillige Unternehmerversicherung für verschiedene Unternehmen im Zuständigkeitsbereich der

VBG, so wird eine Mischgefahrklasse nach dem Verhältnis des auf die einzelnen Unternehmen entfallenden

Arbeitsaufwands gebildet. Bei mehreren Unternehmensteilen erfolgt die Veranlagung der freiwilligen

Unternehmerversicherung nach der Veranlagung des Hauptunternehmens.

4.3 Absätze 1 und 2 gelten entsprechend für Versicherte nach § 2 Abs.1 Nr. 6 SGB VII.

5. Für die Unternehmen und die freiwilligen Unternehmerversicherungen (§ 6 Abs. 1 Nr. 1, 2 SGB VII) , die zu

den Gefahrtarifstellen 17 bis 21 veranlagt sind, gilt:

5.1 Es werden die durchschnittlichen Gefahrklassen der Unternehmen des Beitragsjahres 2010 mit denen, die

sich aus der Anwendung dieses Gefahrtarifs ergeben, verglichen. Die durchschnittliche Gefahrklasse eines

Unternehmens ist der Quotient aus dessen Gesamtbeitragseinheiten und seinen Entgeltsummen.

5.2 Steigt die durchschnittliche Gefahrklasse für 2011 um mehr als 40 % gegenüber 2010, wird der Beitrag

für das Unternehmen abweichend unter folgender Maßgabe festgesetzt: Im ersten Geltungsjahr dieses

Gefahrtarifs darf die durchschnittliche Gefahrklasse des betroffenen Unternehmens um maximal 40 %

gegenüber 2010 steigen, im zweiten Jahr um maximal 60 %, im dritten Jahr um maximal 80 % und ab

dem vierten Jahr um maximal 100 %. Dabei müssen die Steigerungen allein durch die Umstellung auf

diesen Gefahrtarif begründet sein; andere Effekte, z. B. Veranlagungsänderungen aufgrund geänderter

Unternehmensverhältnisse, werden nicht berücksichtigt.

5.3 Für Unternehmen, die nach dem 31.12.2010 in das Unternehmerverzeichnis eingetragen werden, gilt diese

Regelung nicht, auch wenn die Eintragung mit Wirkung von Zeiten vor dem 01.01.2011 erfolgt.

5.4 Absätze 1 bis 3 gelten entsprechend für Versicherte nach § 2 Abs.1 Nr. 6 SGB VII.

6. Änderungen von Art und Gegenstand des Unternehmens sowie sonstiger für die Veranlagung maßgebender

Verhältnisse sind unverzüglich anzuzeigen.

19


Beschlossen von der Vertreterversammlung der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft am

08. Juli 2010.

Die Vertreterversammlung

gez. Palsbröker

(Vorsitzender der Vertreterversammlung)

Genehmigung

Der vorstehende, von der Vertreterversammlung der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft am

8. Juli 2010 beschlossene Gefahrtarif zur Berechnung der Beiträge ab 1. Januar 2011 wird gemäß

§ 158 Abs. 1 SGB VII genehmigt.

Bonn, den 26. Juli 2010 Bundesversicherungsamt

III1-69310.50-536/2010 Im Auftrag

gez. Meurer

1. Nachtrag zum Gefahrtarif der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft

Beschlossen in der Vertreterversammlung am 28. September 2011.

Die Vertreterversammlung

gez. Metzler gez. Palsbröker

Vorsitzender stellv. Vorsitzender

Genehmigung

Der vorstehende, von der Vertreterversammlung der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft am

28. September 2011 beschlossene 1. Nachtrag zum Gefahrtarif zur Berechnung der Beiträge ab

1. Januar 2011 wird gemäß § 158 Abs. 1 SGB VII genehmigt.

Bonn, den 13. Oktober 2011 Bundesversicherungsamt

III1-69310.50-536/2010 Im Auftrag

gez. Meurer

2. Nachtrag zum Gefahrtarif der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft

Beschlossen in der Vertreterversammlung am 5. September 2012.

Die Vertreterversammlung

gez. Metzler gez. Urlaub

Vorsitzender alt. Vorsitzender

Genehmigung

Der vorstehende, von der Vertreterversammlung der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft am

5. September 2012 beschlossene 2. Nachtrag zum Gefahrtarif zur Berechnung der Beiträge ab

1. Januar 2011 wird gemäß § 158 Abs. 1 SGB VII genehmigt.

Bonn, den 18. September 2012 Bundesversicherungsamt

III1-69310.50-536/2010 Im Auftrag

gez. Meurer

20


3. Nachtrag zum Gefahrtarif der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft

Beschlossen in der Vertreterversammlung am 6. Dezember 2012.

Die Vertreterversammlung

gez. Metzler gez. Urlaub

Vorsitzender alt. Vorsitzender

Genehmigung

Der vorstehende, von der Vertreterversammlung der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft am

6. Dezember 2012 beschlossene 3. Nachtrag zum Gefahrtarif zur Berechnung der Beiträge ab

1. Januar 2011 wird gemäß § 158 Abs. 1 SGB VII genehmigt.

Bonn, den 11. Dezember 2012 Bundesversicherungsamt

III1-69310.50-536/2010 Im Auftrag

gez. Meurer

21


Herausgeber

VBG - Ihre gesetzliche Unfallversicherung

Deelbögenkamp 4

22297 Hamburg

Postanschrift: 22281 Hamburg

Artikelnummer: 62-13-0002-1

Nachdruck nur mit schriftlicher Genehmigung der VBG

Ausgabe 2013-04

Der Bezug dieser Informationsschrift ist für Mitgliedsunternehmen

der VBG im Mitgliedsbeitrag enthalten.


Wir sind für Sie da!

Sie erreichen uns montags bis donnerstags von 8.00 – 17.00 Uhr,

freitags von 8.00 – 15.00 Uhr

Bezirksverwaltung Bergisch Gladbach

Kölner Straße 20

51429 Bergisch Gladbach

Tel.: 02204 407-444, Fax: 02204 407-217

E-Mail: BV.BergischGladbach@vbg.de

Bezirksverwaltung Berlin

Markgrafenstraße 18, 10969 Berlin

Tel.: 030 77003-444, Fax: 030 77003-233

E-Mail: BV.Berlin@vbg.de

Bezirksverwaltung Bielefeld

Nikolaus-Dürkopp-Straße 8

33602 Bielefeld

Tel.: 0521 5801-444, Fax: 0521 5801-144

E-Mail: BV.Bielefeld@vbg.de

Bezirksverwaltung Dresden

Wiener Platz 6, 01069 Dresden

Tel.: 0351 8145-444, Fax: 0351 8145-432

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