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Elternbrief - Der VdK

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<strong>Elternbrief</strong><br />

für Familien mit Kindern mit Behinderung<br />

<strong>Der</strong> <strong>Elternbrief</strong> ist ein kostenloser Service des Sozialverbandes <strong>VdK</strong> Bayern e.V.<br />

Nr. 48<br />

Heft 3/2012<br />

16. Jahrgang


Inhalt<br />

Inhalt<br />

2<br />

Vorwort ....................................................................Seite 3<br />

Neues aus der Sozialakademie ..........................Seite 4<br />

Wünsch Dir was....................................................Seite 6<br />

Agentur für leichte Sprache ................................Seite 10<br />

Leser fragen – Louisette antwortet ................Seite 12<br />

Die Zauberharfe ....................................................Seite 14<br />

Buchtipp....................................................................Seite 15<br />

Veranstaltungstipp ..................................................Seite 16<br />

Studie ........................................................................Seite 18<br />

<strong>VdK</strong>-Ferienfreizeit ..................................................Seite 22<br />

Veranstaltungskalender ........................................Seite 23<br />

Wanted ....................................................................Seite 27<br />

<strong>Der</strong> neue Schwerbehindertenausweis ..............Seite 28<br />

<strong>VdK</strong>-Infocenter ......................................................Seite 30<br />

Deutsche Schlaganfall-Hilfe ..................................Seite 31<br />

Blindeninstitut München ......................................Seite 32<br />

Projekt PARTicipation............................................Seite 34<br />

Spieltipp ....................................................................Seite 36<br />

<strong>VdK</strong>-Infomaterial ....................................................Seite 38<br />

Buchtipp ..................................................................Seite 39<br />

Internettipp..............................................................Seite 38<br />

Außergewöhnliche Fotos......................................Seite 39<br />

Ausmalseite für Kinder ........................................Seite 40<br />

<strong>VdK</strong>-Malwettbewerb..............................................Seite 41<br />

<strong>VdK</strong>-München ........................................................Seite 42<br />

Das schwarze Brett................................................Seite 43<br />

Impressum................................................................Seite 47


Liebe Leserinnen und Leser,<br />

wünsch Dir was!<br />

Weihnachten ist das Fest des Wünschens. Jeder Mensch hat Bedürfnisse und äußert<br />

sie auf unterschiedliche Art und Weise. Was wünschen Sie sich in diesen Tagen? Auf<br />

diese Frage antwortet ein Vater: „Klar, ich habe Wünsche. Ich wünsche mir, dass es<br />

meine Tochter in der Schule einfacher hat, dass sie schneller lernt. Ich wünsche,<br />

dass wir nicht immer so viel organisieren müssen. Ich wünsche meiner Frau und<br />

mir, dass wir mehr Zeit für uns und ohne die Kinder haben.“ Manchmal tut es gut,<br />

Wünsche einfach auszusprechen.<br />

Weihnachten ist auch die Zeit der Ruhe und der Besinnung. Suchen Sie sich doch<br />

gezielt eine Person, mit der Sie über Ihre unausgesprochenen Wünsche reden kön -<br />

nen.<br />

Vielleicht bringt die Stimmung in der Weihnachtszeit eine gute Atmosphäre für ein<br />

intensives Gespräch, nach dem Sie schon ganz lange auf der Suche sind.<br />

Wünsch Dir was!<br />

Die 15-jährige Annabell (Teilnehmerin der diesjährigen Geschwisterkinderfreizeit) hat<br />

auch laut gedacht. Dabei ist mit Hilfe des Cartoonzeichners Phil Hubbe die Zeich -<br />

nung auf Seite sechs von Annabell entstanden.<br />

Annabell sagt zu ihrem Bild: „Meine Schwester sitzt im Rollstuhl. Als meine andere<br />

Schwester, mein Vater und ich mit ihr mal Ski gefahren sind (sie im Mono-Ski),<br />

hat es ihr super gefallen und ich wünsche mir, dass wir öfter Ski fahren würden.<br />

Meine Eltern, meine Schwestern und ich.“<br />

Wir wünschen Ihnen zu Weihnachten und für das neue Jahr gute Gelegenheiten<br />

für die Äußerung von Wünschen, denn so können diese auch von anderen wahr -<br />

genommen, gehört und erfüllt werden.<br />

Wünsch Dir was!<br />

Ihr Team „Familie und Jugend“ im <strong>VdK</strong> Bayern<br />

Vorwort<br />

3


Neues aus der Sozialakademie<br />

4<br />

Hochzeit<br />

Liebe Leserinnen und Leser,<br />

nach langen Jahren intensiven Prüfens haben wir es gewagt:<br />

aIm 22.09.2012 haben wir uns auf den Weg in das Abenteuer Ehe<br />

begeben. <strong>Der</strong> Tag startete mit starkem Regen, der uns fast den ganzen<br />

Tag begleitete. Doch immer wenn wir uns im Freien aufhalten<br />

mussten, war uns der Himmel gnädig und hat seine Schleusen geschlossen.<br />

Bei der kirchlichen Trauung hatten wir sogar für einige Zeit<br />

Sonnenschein.<br />

Gemäß unserem Trauspruch „Des Menschen Herz erdenkt sich seinen<br />

Weg; aber der HERR allein lenkt seinen Schritt.“ (Sprüche 16,9)<br />

werden wir unseren gemeinsamen Lebensweg gehen und bedanken<br />

uns für all die guten Wünsche.<br />

Eure<br />

Hannelore Riegler (bleibt) und Martin Ziemer


Neues aus der Sozialakademie<br />

Eine neue Mitarbeiterin stellt sich vor<br />

Liebe Leserinnen und Leser,<br />

mein Name ist Andrea Kreipe. Ich bin 52 Jahre alt, verheiratet und<br />

habe einen erwachsenen Sohn. Meine Eltern sind beide pflegebedürf -<br />

tig. Die Anforderungen und Herausforderung, die pflegende Angehörige<br />

täglich bewältigen müssen, sind mir somit sehr vertraut. Es ist auch<br />

für mich nicht einfach zu ertragen, wie die eigenen Eltern hilfebedürftig<br />

werden. Obwohl ich 25 Jahre Erfahrung aus der Kran ken- und<br />

Altenpflege mitbringe und den professionellen Hintergrund besitze,<br />

beschäftigen mich trotzdem Ängste und Zweifel.<br />

2005 bis 2007 absolvierte ich erfolgreich meine Weiterbildung zur Pflegesachverständigen. Diese<br />

Aus bil dung enthielt unter anderem die Prüfung und Erstellung von unabhängigen Pflegegutachten.<br />

Des Weiteren verfüge ich über gute Kenntnisse in den Bereichen als Fachberater für häusliche<br />

Pflege, Wohnungsanpassung, Case-Management, Geronto-Psychiatrie und chronische Wunden.<br />

Zu meinen Aufgaben in der Sozialakademie gehören:<br />

• Informationen zur Grund- und Behandlungspflege sowie Probleme im Pflegealltag mit ggf.<br />

Pflegetipps<br />

• die Bedeutung von aktivierender Pflege<br />

• sinnvoller Einsatz von Pflegehilfsmitteln<br />

• Erklärung von pflegerischen Fachbegriffen<br />

• Unterstützung bei der Suche von geeigneten Dienstleistern im Gesundheitswesen<br />

• pflegerische Plausibilitätsprüfung von MDK-Gutachten<br />

• selbstverständlich stehe ich auch für Entlastungsgespräche zur Verfügung<br />

Zukünftig können Sie sich auch auf unseren „Infobrief Pflege“ freuen. Die erste Ausgabe erscheint<br />

vor aus sichtlich Frühjahr/Sommer 2013.<br />

Bei Fragen rund um die Pflege können Sie mich über das „Infotelefon Pflege“ von Montag bis Freitag<br />

10-12 Uhr unter der Telefonnummer: 089/2117-112 oder nach Terminvereinbarung erreichen.<br />

Schriftlich erreichen Sie mich per E-Mail unter: a.kreipe@vdk.de.<br />

Postanschrift: Sozialverband <strong>VdK</strong> Bayern<br />

Andrea Kreipe<br />

Referentin für Pflege und pflegende Angehörige<br />

Schellingstraße 31<br />

80799 München<br />

5


<strong>VdK</strong>-Geschwisterkinder<br />

6<br />

Wünsch Dir was!<br />

Die <strong>VdK</strong>-Geschwisterkinderangebote haben das Hauptziel, den Ge -<br />

schwisterkindern Aufmerksamkeit zu schenken, da in ihren Familien oftmals<br />

und zwangsläufig das Kind mit Behinderung eine zentrale Rolle<br />

einnimmt.<br />

Das Thema unserer diesjährigen Geschwisterkinderfreizeit vom 02. bis<br />

09. September 2012 lautete: „Wünsch Dir was!“. 19 GeKis wünschten<br />

sich zusammen mit sieben Betreuer/-innen ein buntes Programm.<br />

Viele Ideen, wie zum Beispiel Disco, ein Ausflug in den Kletterwald,<br />

Aben teuerspiele, Nachtwanderungen etc. gingen in Erfüllung.<br />

Nach dem Erfolg des letzten Jahres haben sich die GeKis wieder den<br />

Cartoonist Phil Hubbe als Referenten und Begleiter gewünscht, der<br />

mit den Kindern Zeichnungen zum Thema anfertigte. In kleinen Gruppen<br />

besprachen die GeKis ihre Wünsche, die dann Phil Hubbe zu Papier<br />

brachte.<br />

Hier ist eine kleine Kostprobe der Wunschsituationen der <strong>VdK</strong>-Ge -<br />

schwisterkinder.<br />

Annabell


<strong>VdK</strong>-Geschwisterkinder<br />

Flug übers Meer „Auf dem Bild ist zu sehen, wie meine Familie und ich mit dem Flugzeug<br />

über ein Meer fliegen und dass wir ein außergewöhnliches Flugzeug haben. Und man kann sehen,<br />

dass wir gerade auf eine Insel zusteuern. Wieso ich mir das gewüncht habe? Weil meine Mama<br />

gerne reist! Weil Sebastian so etwas noch nie gemacht hat und sich da auch drüber freut! Weil<br />

wir sowas nie machen können wegen dem Rollstuhl!“ Hannah<br />

Besuch im Freibad „Mein Wunsch ist, dass mein Bruder schwimmen und springen kann, denn<br />

es ist voll langweilig, immer alleine zu sein.“ Nicolai<br />

7


<strong>VdK</strong>-Geschwisterkinder<br />

8<br />

Karneval in Venedig „In der Zukunft möchte ich unbedingt mit meinem Mann und hoffentlich<br />

mit meinen eigenen Zwillingen nach Venedig mit der Gondel fahren. Natürlich muss ich auch den<br />

riesigen Karneval ansehen. Ich muss unbedingt nach Venedig, weil ich schon immer dahin wollte,<br />

es ist einfach genial. Die Häuser, das Wasser.“ Melina<br />

Spaziergang auf dem Land „Weil ich Mama vermisse und ich was mit ihr machen will.“ Sophie


<strong>VdK</strong>-Geschwisterkinder<br />

Reitferien an der Nordsee „Ich wollte schon immer mit meiner Familie einen Reiturlaub am<br />

Meer machen. Darum hat Phil mich und meinen Bruder (mit Behinderung) auf Pferden gemalt<br />

wie wir den Strand entlang reiten. (Mein Bruder kann schon ein wenig reiten, aber nur wenn<br />

jemand führt).“ Jana<br />

Rock im Park „Meine Schwester hört gerne Musik. Ich wünsche mir, einmal mit ihr auf ein<br />

Kon zert gehen zu können.“ Pia<br />

9

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