Ein Tempel des Heiligen Geistes (1996)

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Ein Tempel des Heiligen Geistes (1996)

Vorwort

„Alkohol? Jetzt lieber nicht!“ So lautete das Motto einer Kampagne,

die das bayerische Sozialministerium im Juli 1996 startete. Die

Anzahl der Todesopfer durch alkoholbedingte Verkehrsunfälle, der

Anstieg der Mißbildungen bei Neugeborenen aufgrund des Alkoholkonsums

der Schwangeren, der volkswirtschaftliche Schaden (rund

60 Milliarden Mark jährlich) — das waren nur drei der Auslöser für

diese Aktion.

So anerkennenswert diese Initiative ist, die auf eine „Punktnüchternheit“

abzielt — das überzeugendste Mittel im Kampf gegen den

Alkoholismus kann nur völlige Abstinenz sein — und das trifft nicht

nur auf Alkohol, sondern auch auf Tabak und andere Drogen zu.

Es gibt zwar immer mehr „niedrigschwellige“ Angebote für

Süchtige (saubere Spritzen, warmes Essen usw.) oder gar legale

Drogen und Ersatzstoffe (beispielsweise Methadon), aber immer

weniger wird zum konsequenten Drogenverzicht ermutigt. Hier sind

Christen gefragt, die daran glauben, daß man mit der Hilfe Gottes

drogenfrei leben kann — zumindest, was eine bewußte, vermeidbare

Drogeneinnahme betrifft.

Der Wunsch, länger fit und einigermaßen gesund leben zu können,

ist sicher ein berechtigtes Motiv für einen drogenfreien Lebensstil.

Die Verantwortung gegenüber dem Schöpfer kommt bei

einem praktizierenden Christen noch hinzu. Doch in dieser Phase

der Weltgeschichte gewinnt ein Beweggrund an Bedeutung: die

Verantwortung gegenüber unseren jungen wie älteren Mitmenschen.

Man könnte sie auch Zeugnis- oder Vorbildfunktion nennen;

denn zu unserem Missionsauftrag gehört nicht nur das, was wir

sagen, sondern auch die Art und Weise, wie wir leben. Sehr gut hat

dies Johannes der Täufer, der Wegbereiter des ersten Kommens Jesu, [8]

veranschaulicht: Sein Lebensstil machte sichtbar, wie ernst er selbst

das nahm, was er predigte.

Weil wir nur mit einem klaren Kopf Kontakt mit Gott aufnehmen

sowie seine Weisungen „empfangen“ und verstehen können, wird

vii

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