Ein Tempel des Heiligen Geistes (1996)

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Ein Tempel des Heiligen Geistes (1996)

Grundsätze für einen neuen Lebensstil 115

Der Mensch muß seinen Teil erfüllen

Gott kann den Menschen nicht gegen seinen Willen aus den

geschickt ausgelegten Schlingen Satans befreien. Der Mensch muß

sich bemühen, um jeden Preis zu widerstehen und zu siegen, so weit

es in seiner Macht steht, und Christus wird ihn mit seiner göttlichen

Kraft unterstützen.

Kurz gesagt, der Mensch muß überwinden, wie Christus überwunden

hat. Dann kann er durch den Sieg, den er durch den allmächtigen

Namen Jesu erringen darf, ein Erbe Gottes und ein Miterbe

Christi werden.

Das wäre nicht so, wenn Christus allein den Sieg erkämpfen

würde. Der Mensch muß seinen Teil dazu beitragen. Er muß durch

die Kraft und die Gnade, die Jesus ihm gibt, einen ganz persönlichen

Sieg erringen. Er muß sich bemühen, gemeinsam mit Christus zu

überwinden; dann wird er auch an Christi Ehre und Herrlichkeit

Anteil haben. The Review and Herald, 21. November 1882. [122]

„Zeig, daß du ein Mann bist!“

Die Opfer der Sucht müssen von der Notwendigkeit überzeugt

werden, daß sie sich selbst bemühen müssen. Andere werden sich

intensiv für sie engagieren; die Gnade Gottes wird ihnen kostenlos

angeboten, Christus wird eingreifen, seine Engel werden mithelfen.

Doch dies alles nützt nichts, wenn sie nicht dazu aufgerüttelt werden,

ganz persönlich zu kämpfen.

Die letzten Worte Davids an seinen Sohn Salomo, der damals

noch jung war und schon bald darauf zum König Israels gekrönt

werden sollte, lauteten: „Sei getrost und sei ein Mann!“ Diese inspirierten

Worte gelten jedem Menschen, jedem Anwärter auf die

Krone des Lebens: „Sei getrost und sei ein Mann!“

Diese schwachen, abhängigen Menschen müssen zu der Einsicht

geführt werden, daß sie eine tiefgreifende moralische Erneuerung

dringend nötig haben, damit sie stark werden. Gott ruft sie auf, sich

zusammenzureißen. Nur so können sie, in der Kraft Christi ihre von

Gott geschenkte Charakterstärke zurückerobern, die ihrer falschen

Nachgiebigkeit zum Opfer fiel.

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