Ein Tempel des Heiligen Geistes (1996)

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Ein Tempel des Heiligen Geistes (1996)

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Wir werden nicht von der Versuchung verschont

Daniel liebte Gott. Er nahm ihn ernst und gehorchte ihm. Und

doch floh er nicht aus der Welt, um ihrem verderblichen Einfluß zu

entkommen. Gott wollte, daß er in der Welt blieb, aber nicht „von

der Welt“ war. Trotz aller Versuchungen und der Faszination des

Hoflebens um ihn herum, stand er doch innerlich felsenfest zu seinen

Grundsätzen. Er machte Gott zu seiner Stärke und wurde von ihm in

der Zeit der größten Not nicht verlassen. Testimonies for the Church

IV, 569-570.

Das Ergebnis einer guten Erziehung

Daniels Eltern hatten ihn von Anfang an dazu erzogen, konsequent

gesund zu leben. Sie hatten ihn gelehrt, die Naturgesetze zu

beachten, denn durch Essen und Trinken beeinflußt man Körper,

Seele und Geist und auch die Beziehung zu Gott. Er wußte, daß er

vor Gott für seine Fähigkeiten verantwortlich war, weil sie eine Gabe

Gottes sind und nicht durch unser Handeln beeinträchtigt werden

dürfen. Als Ergebnis dieser Erziehung räumte er dem Gesetz Gottes

in seinem Denken und in seinem Herzen den wichtigsten Platz ein

und achtete es hoch.

Während der ersten Jahre seiner Gefangenschaft mußte Daniel

eine „Feuerprobe“ über sich ergehen lassen, die ihn mit dem Prunk

des Hoflebens vertraut machen sollte, mit Heuchelei und Heidentum.

Das war wirklich eine seltsame Schule, um für ein Leben tauglich

zu werden, in dem er Rechtschaffenheit, Fleiß und Zuverlässigkeit

an den Tag legen sollte. Und doch blieb er von der schlechten Umgebung

unbeeinflußt.

Was Daniel und seine jungen Freunde erlebten, zeigt die Vorteile,

die eine einfache Ernährung haben kann, und es zeigt auch, was Gott

für alle zu tun bereit ist, die bei der Reinigung und Veredelung

ihrer Seele mit ihm zusammenarbeiten wollen. Diese Jugendlichen

machten Gott Ehre. Sie waren am Königshof von Babylon ein helles

Licht.

Gottes Ruf an uns

In dieser Geschichte hören wir die Stimme Gottes, die uns persönlich

anspricht. Er bittet uns, die kostbaren Lichtstrahlen zu sam-

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