Ein Tempel des Heiligen Geistes (1996)

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Ein Tempel des Heiligen Geistes (1996)

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212 Ein Tempel des Heiligen Geistes

A. und B. Dann kam er zu ihnen zurück und gab ihnen das Papier

und sagte fest und entschlossen, aber mit leiser Stimme: „Ihr beiden

seid in der größten Gefahr, euch von der Genußsucht überwinden zu

lassen.

Die Lebensreform muß an euren Eßtischen beginnen und dann

gewissenhaft weitergegeben werden, und zwar überall und zu jeder

Zeit. Euer ewiges Heil hängt von der Entscheidung ab, die ihr jetzt

trefft. Ihr beide habt gute Charaktereigenschaften, aber auch einige

Schwächen. Seht nur, was ihr durch euren Einfluß bewirkt habt.“ Ich

sah die Namen aller, die das Papier nicht unterschrieben hatten, auf

der Rückseite stehen ...

Wieder zeigte er das Papier und sagte in einer bestimmten Art:

„Unterschreibt jetzt dieses Schriftstück oder tretet von euren Posten

zurück. Ihr solltet das nicht nur unterschreiben, sondern diesen Entschluß

auch bei eurer Ehre einhalten. Bleibt euren Grundsätzen treu.

Als Gottes Bote komme ich zu euch und fordere eure Unterschrift.

Keiner von euch begreift, wie wichtig eine Änderung der Lebensgewohnheiten

ist. Doch wenn die Plagen Gottes über die Menschen

kommen, wird euch klar werden, wie sinnvoll die Gesundheitsprinzipien

sind und wie gut es ist, wenn man in allen Dingen maßvoll und

ausgewogen lebt und auf Genußgifte verzichtet. Ein solches Leben

ist die Grundlage aller guten Gaben, die von Gott kommen. Es ist die

Basis aller Siege, die errungen werden und wenn ihr euch weigert, zu

unterschreiben, werdet ihr nie wieder Gelegenheit dazu bekommen.

Ihr müßt beide Demut lernen und milde werden, verständnisvoll,

freundlich und verantwortungsbewußt, statt so grob und hart zu sein

und euren Dickkopf unbedingt durchzusetzen, koste es, was es wolle

...“

Ich träumte, daß sie daraufhin mit zitternden Händen unterschrieben,

und alle anderen 30 unterzeichneten ebenfalls.

Dann wurde eine sehr ernste Ansprache über Mäßigkeit gehalten.

Das Thema „Eßgewohnheiten“ wurde aufgegriffen. Der Sprecher

sagte: „Hier am Eßtisch wird das Bedürfnis nach Alkohol ausgebildet.

Hemmungslosigkeit und Genußsucht sind die vorherrschenden

Sünden dieser Zeit. Die unbeherrschten Eßgewohnheiten reizen den

Magen und bewirken eine gewisse Verrohung ...

Der Magen wird krank, der Appetit entartet und verlangt ständig

nach einem Reizmittel, das ihn aufputscht und erhitzt. Einige frönen

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