Ein Tempel des Heiligen Geistes (1996)

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Ein Tempel des Heiligen Geistes (1996)

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Anhang B: Typische Ansprachen Ellen G. Whites

über das Thema Mäßigkeit

In Christiana, Norwegen — 1886

Am Sonntag sprach ich über das Thema Mäßigkeit, weil mich

der Präsident des Abstinenzvereins darum gebeten hatte. Die Veranstaltung

wurde in der Militärsporthalle abgehalten, dem größten

Saal der Stadt. Sie hatten die amerikanische Flagge als Baldachin

über dem Sprechpult angebracht, und ich freute mich sehr über diese

nette Geste. Ungefähr 1. 600 Leute waren zusammengekommen,

darunter auch der Bischof der Staatskirche sowie etliche Geistliche.

Ein großer Teil der Zuhörer gehörte der besseren Gesellschaft an.

Der Einstieg

Ich ging vom religiösen Standpunkt an das Thema heran und

zeigte auf, daß die Bibel angefüllt ist mit historischen Zeugnissen

hinsichtlich der Mäßigkeit und daß Christus von Anfang an mit dem

Werk der Lebensreform verbunden war. Schließlich haben unsere

Ureltern gesündigt, weil sie ihre Eßlust nicht bezähmen konnten.

Christus aber machte das Versagen der Menschen wieder gut.

Obwohl er in der Wüste heftig versucht wurde, bestand er die

Prüfung, in der der Mensch versagt hatte. Während er schlimme

Hungerqualen litt und vom Fasten schwach und ausgezehrt war, griff

ihn Satan mit verschiedenen Versuchungen an. Er wollte die Schwäche

des Gottessohnes ausnutzen, ihn so besiegen und dadurch den

Erlösungsplan vereiteln. Christus aber blieb standhaft. Er überwand,

um die Menschheit aus der Entwürdigung der Sünde zu erlösen. Er

zeigte, daß es uns durch seine Kraft ebenfalls möglich ist, zu überwinden.

Jesus hat Mitgefühl mit der Schwachheit der Menschen. Er

kam auf diese Erde und brachte uns die seelisch-moralische Kraft,

die es uns möglich macht, zu siegen, wie stark die Leidenschaft oder

die Genußsucht auch sein mag.

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