Ein Tempel des Heiligen Geistes (1996)

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Ein Tempel des Heiligen Geistes (1996)

Anhang B: Typische Ansprachen Ellen G. Whites über das Thema Mäßigkeit 285

Als der Engel Gabriel dem Zacharias erschien, um ihm die Geburt

Johannes des Täufers vorherzusagen, lautete seine Botschaft:

„Denn er wird groß sein vor dem Herrn; Wein und starkes Getränk

wird er nicht trinken und wird schon von Mutterleib an erfüllt werden

mit dem heiligen Geist.“ Lukas 1,15.

Gott hatte dieses verheißene Kind für eine große Aufgabe auserwählt,

eine Aufgabe, die eigenständiges Denken und mutiges Handeln

erforderte. Es mußte körperlich gesund sein und geistige sowie

seelische Stärke besitzen, und um dies zu gewährleisten, sollten ihm

von Anfang an gute Gewohnheiten anerzogen werden.

Die ersten Schritte zur Unmäßigkeit werden oft schon in der

Kindheit und in der frühen Jugend getan. Deshalb ist es wichtig,

die Eltern über ihre diesbezügliche Verantwortung aufzuklären. Wer

Wein und Bier auf den Tisch stellt, kultiviert in den Kindern das

Bedürfnis nach starken Getränken. Wir drängen darauf, daß die

Grundsätze der Mäßigkeit in alle Bereiche des Familienlebens hineingetragen

werden, damit die Eltern durch ihr Vorbild ihre Kinder

Selbstbeherrschung und Verzichtsbereitschaft lehren und nachdrücklich

anerziehen, und dies, soweit möglich, schon von Geburt an.

Die Jugend ist die zukünftige Gesellschaft

Die Jugend von heute ist die Gesellschaft der Zukunft. Aus ihr

gehen die zukünftigen Lehrer, Gesetzgeber und Richter, die Führer

und Politiker hervor, die den Charakter und das Schicksal eines

Volkes bestimmen.

Wie verantwortungsvoll ist unter solchen Gesichtspunkten die

Aufgabe von Eltern und Erziehern, die Lebensgewohnheiten der

Kinder in rechte Bahnen zu lenken! Dadurch wird das Leben künftiger

Generationen beeinflußt. Menschenseelen zu formen ist die

verantwortungsvollste Aufgabe, die Menschen übertragen werden [297]

kann. Die Zeit der Eltern ist viel zu kostbar, um sie für die Befriedigung

der Genußsucht oder den Erwerb von Reichtum modischer

Kleidung zu vergeuden. Gott hat ihnen wertvolle junge Menschen

anvertraut, nicht nur, damit sie sie dazu erziehen, in diesem Leben

einen sinnvollen Platz auszufüllen, sondern damit sie auch für den

Himmel zubereitet werden. Wir dürfen das zukünftige Leben nie aus

den Augen verlieren und sollten so handeln, daß wir an den Toren

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