Ein Tempel des Heiligen Geistes (1996)

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Ein Tempel des Heiligen Geistes (1996)

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290 Ein Tempel des Heiligen Geistes

Als Christus seinen Dienst begann, kniete er am Jordanufer nieder

und schickte ein Gebet für die Menschheit zum Himmel. Er hatte

sich von Johannes taufen lassen, der Himmel hatte sich geöffnet, der

Geist Gottes war sichtbar in Gestalt einer Taube auf ihn herabgekommen,

und eine Stimme hatte aus dem Himmel gesprochen: „Das

ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.“

Das Gebet Christi für eine verlorene Welt wurde erhört, und alle,

die an ihn glauben, werden durch den geliebten Sohn angenommen.

Die abgefallenen Menschen haben durch Christus wieder Zugang

zum Vater und können die Gnade bekommen, die sie befähigt, durch

die Verdienste des gekreuzigten und auferstandenen Erlösers zu

überwinden.

Die Bedeutung des Sieges Christi

Nach seiner Taufe wurde Christus vom Geist in die Wüste geführt.

Er war Mensch geworden und Satan prahlte, daß er ihn genauso

überwinden würde, wie er starke Menschen in der Vergangenheit

besiegt hatte. Satan greift ihn mit den Versuchungen an, die den Fall

der Menschen verursacht hatten. In dieser Welt mußte der große

Kampf zwischen Christus und Satan entschieden werden.

Wäre es dem Versucher gelungen, Christus in einem einzigen

Punkt zu besiegen, wäre die Welt dem Untergang geweiht gewesen.

Satan hatte die Macht, die Ferse des Gottessohnes zu verletzen, aber

der Same des Weibes (1.Mose 3,15) sollte der Schlange den Kopf

zertreten: Christus sollte den Fürsten der Finsternis schlagen.

Vierzig Tage fastete Christus in der Wüste. Wozu war das gut?

Hatte der Sohn Gottes irgend etwas in seinem Charakter, das eine

solch große Demütigung und solches Leid erforderlich machte?

Nein, er war sündlos. Er erduldetet diese Demütigung und Qual um

der gefallenen Menschen willen, und bevor wir nicht die geistliche

Bedeutung dieser langen Fastenzeit, die der Sohn Gottes auf

sich nahm, begreifen, können wir auch nicht verstehen, welch eine

schwerwiegende Sünde es ist, wenn wir unserer Genußsucht Raum

geben. Ebenso wenig verstehen wir die Macht der Versklavung durch

Eßlust und Triebhaftigkeit, wenn wir den Sinn der Auseinandersetzung

zwischen Christus und Satan nicht begreifen.

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