Ein Tempel des Heiligen Geistes (1996)

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Ein Tempel des Heiligen Geistes (1996)

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32 Ein Tempel des Heiligen Geistes

Eine Schande und ein Fluch für jedes Land

Die betrunkenen, heruntergekommenen menschlichen Wracks

— eigentlich Menschenseelen, für die Christus starb, und über die

Engel weinen — sind überall zu finden. Sie sind ein Schandfleck für

unsere vielgerühmte Zivilisation. Sie sind ein Fluch und eine Gefahr

für jedes Land. Medical Ministry, 330.

Die Ehefrau wird beraubt, die Kinder verhungern

Unter Alkoholeinfluß weiß der Mensch nicht, was er tut, und

doch wird der Verkäufer dieser Substanz, die ihn aggressiv und unzurechnungsfähig

macht, durch das Gesetz in seinem Zerstörungswerk

noch geschützt.

Es ist legal, wenn er der Witwe die Nahrung raubt, die sie braucht,

um am Leben zu bleiben. Es ist legal, wenn er die Familie seines

Opfers dem Hunger aussetzt und die hilflosen Kinder auf die Straße

geschickt werden, um eine Münze oder ein Stück Brot zu erbetteln.

Tag für Tag, Monat auf Monat und Jahr um Jahr wiederholen sich

diese schändlichen Szenen, bis das Gewissen des Alkoholverkäufers

hart und unempfindlich geworden ist, so als hätte man es mit einem

rotglühenden Eisen versengt. Die Tränen der leidenden Kinder und

die Schmerzensschreie der Mutter gehen ihm höchstens auf die

Nerven.

Der Alkoholhändler zögert nicht, die Schulden des Trinkers von

dessen leidender Familie einzutreiben. Er holt auch noch das absolut

Lebensnotwendige aus dem Haus des verstorbenen Ehemannes und

Vaters, um damit dessen Alkoholrechnung zu begleichen.

Was kümmert es ihn, wenn die Kinder verhungern? Er betrachtet

sie als degenerierte und dumme Geschöpfe, die sowieso mißhandelt

und herumgestoßen werden, und er verschwendet keinen Gedanken

auf ihr Wohlergehen. Doch Gott, der im Himmel herrscht, hat den

ersten Schritt auf diesem bösen Weg nicht aus den Augen verloren.

Er kennt die Ursache des unaussprechlichen Elends und des

gesellschaftlichen Abstiegs des Trinkers und seiner Familie, und das

himmlische Protokoll enthält jedes Detail dieser Geschichte. The

Review and Herald, 15. Mai 1894.

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