Vor dem Fest - Berliner Zeitung

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Vor dem Fest - Berliner Zeitung

Vordem Fest

Warum wir gerne schenken.

Wiedie Gans mal anders schmeckt.

Waseinen guten Glühwein ausmacht.

Wohin es sich lohnt, zum Weihnachtsmarktbesuch zu fahren.

Welche schönen Dinge sich selbst basteln lassen.

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2 Verlagsbeilage · F reitag, 30. November 2012· ·

Das Schenken

beschenkt auch

den Schenkenden

Die große Frage vor dem Fest ist die nach dem passenden Präsent.

Oft geht es gar nicht darum, etwas Teures zu kaufen, sondern das

Richtige. Aber das zu finden, ist nicht immer leicht. Hat man es

gefunden, ist das nicht nur für den Beschenkten, sondern auch

für den Schenkenden eine große Freude.

Vor dem Fest

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„Sag selbst, was ich Dirwünschen soll, ich weiß nichts

zu erdenken. Du hast ja Küch und Keller voll, nichts

fehlt in Deinen Schränken.“ Schon Friedrich Schiller

quälte sich Ende des 18. Jahrhunderts mit der Frage,

was er seiner Bekannten, Frau Griesbach, schenken

sollte.Der kluge Dichter verfasste kurzerhand neunmal

vier Zeilen über die Frage und schenkte der Dame das

Gedicht „Zum Geburtstag der Frau Griesbach“. Es ist

nun fester Bestandteil jeder Schiller-Anthologie.

Die Zeilen mögen auch in dieser Weihnachtszeit

manchem aus dem Herzen sprechen, der verzweifelt

überlegt, wie er seiner oder seinem Liebsten eine

Freude machen kann. „Am schwersten ist mein Mann

zu beschenken“, sagt die 50-jährige Margarete König

aus Mitte. „Auch, wenn wir tausendmal über Dinge

sprechen –wenn das Geschenk vor ihm liegt, kann er

ganz anders reagieren, als ich es mir vorgestellt habe.“

Die Marketing-Expertin nimmt beim Schenken regelmäßig

weite Wege auf sich, grübelt stundenlang, um

das „Richtige“ zu finden. Ob Mann oder Freund –es

kommt ihr vorallem darauf an, ein Leuchten in den Augen

ihres Gegenübers zu entfachen. „Neulich bin ich

durch die ganze Stadt gerannt, um ein bestimmtes

Buch zu finden“, erzählt sie. Als sie es ihrem Freund

zum Geburtstag übergab,fand sie in seinem Blick eine

Dankbarkeit, die sie entschädigte. „Dabei kann der

Mann sich alles leisten.“ Waszählt, ist nicht die Tatsache,

dass jemand Geld ausgegeben hat, sondern, dass

er sich im besten Sinn des Wortes bemüht hat.

Dabei gibt die Bibel in derWeihnachtsgeschichte ein

eher verwirrendes Beispiel fürs Schenken. DieHeiligen

aus dem Morgenland bringen dem neugeborenen Gottessohn

Gold, Weihrauch und Myrrhe, also die kostbarsten

Gaben der damaligen Zeit. Hätte sich das als

Modell durchgesetzt, würde Weihnachten ein teures

Fest. Die Drei Heiligen Könige wählten die edlen Geschenke

aber nicht aus, umMaria und Josef geldwerte

Rücklagen für die Ausbildung des kleinen Jesus zu

übergeben. Die Gaben sollten unter Beweis stellen,

dass ein König geboren wurde.Und dass andereKönige

vorihm niederknieten und sich um sein Wohl sorgten.

Diese Haltung gegenüber dem Nächsten ist lebenserhaltend

für die menschliche Rasse,sagt der Physiker

und Philosoph Stefan Klein. Der populäre Wissenschaftsautor

beschreibt in seinem Buch „Der Sinn des

Gebens“, wie notwendig das Schenken ist. „Würden

Menschen stets nur ihren eigenen Vorteil suchen, hätten

unsere Vorfahren kaum schwere Zeiten durchstehen

können“, erklärt er. Er geht aber noch weiter: Biochemische

Untersuchungen hätten gezeigt, schreibt

Klein, dass das Schenken Reizeimselben Areal des Gehirns

auslöst, wie beschenkt zu werden. Zuständig sei

das Belohnungssystem, jenes Geflecht vongrauen Zellen,

das Lustgefühle auslöse, wann immer eine Situation

vorteilhaft erscheine. Sein Fazit: „Zu geben macht

auf demselben Wegglücklich wie ein gutes Essen, ein

unerwartetes Geldgeschenk oder Sex.“

Auf die Frage nach der Bedeutung des Schenkens

antwortet der 39-jährige Nico Steinwand, dass für ihn

die Bedingungslosigkeit des Gebens das Wichtigste sei.

„Das Geschenk kann nicht zurückgefordertwerden“, so

der Mitarbeiter eines Flughafendienstleisters.Der Software-Trainer

Mirco Müller, 40, sagt: „Die Reaktion des

Gegenübers ist der Seismograph für die eigene Freude.“

Wasbedeutet es Steinwand und Müller, ein Geschenk

zu erhalten? Beide zögernkurz. „Es macht mich stolz“,

antwortet Steinwand.„DieWertschätzung“, fügt Müller

hinzu. Sein schönstes Geschenk sei ein BMX-Rad gewesen,

das er als Zwölfjähriger erhalten habe. Dabei

spielte vor allem eine Rolle, dass seine Eltern seinen

Wunsch erfüllten. Vonseiner Tochter erhalte er „viele

emotionale Dinge“, was ihn freue.

Müller und seine Frau stellen sich Weihnachten regelmäßig

vor eine große Aufgabe. Jeder muss dem anderen

drei Geschenke machen: „Etwas Allgemeines,etwas

besonders Persönliches, worüber der andere sich

sehr freut und etwas Selbstgemachtes.“ Als Beispiel für

das „Allgemeine“ nennt Müller einen Bademantel. Die

anderen beiden Punkte will er nicht verraten. DasEhepaar

hat die Messlatte extrahoch gelegt, um die Freude

zu vergrößern. Vorallem, die Freude zu schenken. Viel-

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leicht liegt der Zauber des Weihnachtsfests doch in der

Tradition des „Geschenke-Gebens“.

Eine Studie des Happiness-Instituts von Coca-Cola

in Berlin könnte diesen Eindruck erwecken:Weihnachten

ist nicht nur das Fest der Liebe,esist auch das Fest

der Lebensfreude.Das Happiness-Institut fand heraus,

dass Weihnachten an der Spitzeder Feste steht, die den

Menschen Lebensqualität vermitteln. Laut der Untersuchung

sagen 52 Prozent der Deutschen, dass sie zu

Weihnachten besonders viel Lebensfreude empfinden.

Damit liegt Weihnachten vor Familienfesten (47 Prozent),

dem eigenen Geburtstag (43 Prozent) und der

Fußballweltmeisterschaft (28 Prozent). Dabei liegt das

Fest den Männern mit 47 Prozent weniger am Herzen,

als den Frauen, die zu 58 Prozent sagten, dass dasWeihnachtsfest

wichtig und ein Quell für Lebensfreude ist.

Etwa 60 Prozent feiern den Heiligen Abend als großes

Familienfest, zu dem neben Eltern und Kindern

auch andereVerwandte kommen. DasFest findet, fand

die Studie heraus,traditionell in den eigenen vier Wänden

statt (77 Prozent). 48 Prozent feiern bei ihren Verwandten.

Für 16 Prozent der Befragten ist es wichtig,

dass Weihnachtsfest mit Freunden zu feiern. Für einen

kleinen Teil der Deutschen (zwei Prozent) ist „einfach

mal raus“ das Motto.Sie verreisen über die Feiertage.

Bei den Hunderttausenden von Feiern imganzen

Land werden vermutlich Millionen vonGeschenken gemacht.

Das dürfte den Einzelhandel freuen. Und –obwohl

dies viele Beschenkte vielleicht enttäuschen wird–

Geldgeschenke und Gutscheine werden erstmals das

Ranking der beliebtesten Geschenke anführen. Laut der

Wirtschaftsberatungsfirma Ernst &Young wollen 60 Prozent

der Befragten Baresoder Gutscheine verschenken.

Im Vorjahr waren es noch 53 Prozent. Im Durchschnitt

veranschlagen die Deutschen dafür 50 Euro, zehn Euro

mehr als im Vorjahr. Weitere Geschenke-Hits sind Bücher,

Kleidung und Süßigkeiten, wobei häufig Bücher

aus Bestsellerlisten gewählt werden. Ob diese dann als

„persönlich“ empfunden werden, ist fraglich.

34 Prozent der Frauen bekommen von

ihrem Partner ein besonders originelles

Geschenk zu Weihnachten –Parfüm!

Um die Enttäuschung am Tannenbaum zu vermeiden,

vereinbaren viele Paare, sich nichts zu schenken.

„MeinVater will keine Sachgeschenke“, sagt MircoMüller.Als

Ausweg aus dem Dilemma schenken seine Brüder

und er dem Vater „Zeit“: „Wir fahren gemeinsam in

den Urlaub oder machen einen Ausflug.“

DieÜbersättigung im Wohlstandsland Deutschland

wollen sich zahlreiche Spendenaktionen zunutze machen,

die in der Weihnachtszeit Hochkonjunktur

haben. Kirchliche und private Organisationen nutzen

die Bereitschaft zu geben, um Geld für die Arbeit des

ganzen Jahres zu sammeln. Werimmer Geld spendet,

unterstützt nicht nur andere, sondern hat möglicherweise

auch sein eigenes Leben verlängert. Stefan Klein

zitiert in„Die Kunst des Gebens“ drei große Langzeituntersuchungen

an mehreren Tausend Rentnern. Die

Wissenschaftler untersuchten den Gesundheitszustand

der Probanden und befragten sie, wie viel Hilfe

sie von Verwandten, Freunden und Nachbarn inAnspruch

nahmen –und selbst gaben. Einhalbes Jahr später

glichen die Forscher die Interviews mit Sterbedaten

ab und fanden heraus: „Je mehr sich die alten Menschen

um anderegekümmerthatten, umso größer war

die Wahrscheinlichkeit, dass sie noch lebten.“

Dabei war übrigens unwichtig, für wensie sich engagiert

hatten –obfür jemanden aus der Familie, einen

Unbekannten oder sogar ein Haustier: Die Hilfsbereiten

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·

Thomas Kammeier,46, ist Küchenchef im Hugos im Hotel Intercontinental an der Budapester Straße.

H

860

Kalorien hat ein Lebkuchenherz mit

Zuckergussschrift. Ein Spekulatius hingegen

hat nur 82 Kalorien.

Verlagsbeilage · F reitag, 30. November 2012 3 ·

Vor dem Fest

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Herr Kammeier, Sie haben einen Michelin-Stern, aber

keine Gans zu Weihnachten auf der Karte. Wiegeht das?

Gut geht das. Bei unserem Menü im Hugos am 24.

Dezember servieren wir konfiertes Wollschwein, Wolfsbarsch,

Hirschkalb. Und am 25. Dezember Hummer,

Loup de Merund Reh. Es muss nicht immer Gans sein.

Hauptsache,esist lecker und festlich und passt zur Jahreszeit.VorJahren

hab ich auch mal mit meinem Freund

und Kollegen Kolja KleebergimSchnee gegrillt zuWeihnachten,

das geht auch.

Das heißt, Sie werden das Fest ohne das Traditionstier

auf dem Teller erleben ...

... das ist noch nicht sicher.Dieses Jahr hab ich zum

ersten Malseit Langem anWeihnachten frei. Mein Sous-

Chef wird arbeiten. Und ich werde mit meiner Familie

zu meiner Mutter fahren. Was wir dort kochen, steht

noch nicht fest, da haben wir uns noch nicht geeinigt.

Vielleicht gibt es ja Gans.

Also doch. Undwenn Gans, werden Siediese zubereiten?

Klar.

Da kann man sicher einiges falsch machen ...

... naja, einige Punkte sollte man schon beachten.

Dasfängt beim Einkauf an. Ichwürde nie Tiefkühlware

verwenden. Lieber eine frische Oldenburger Mastgans

zum Beispiel. Diesollte nicht ganz weiß aussehen, sondern

eher marzipanfarben, sonst hat sie zu wenig Fett.

Und obdas Tier bio sein soll oder nicht, das hängt von

der Einstellung und auch vom Geldbeutel ab. Für eine

vier bis fünf Kilogramm schwere Gans –und so groß

sollte sie sein, damit dasVerhältnis vonFleisch und Körper

stimmt –muss man ja schon 100 Euro investieren.

Wersoviel Geld investiert, will dann weder zähes, trockenes

Fleisch noch fettige Haut auf dem Teller haben, wie

bekommt man das hin?

Ganz entscheidend ist die Temperatur beim Braten.

Sie muss niedrig sein. Höchstens 110 Grad und dann

fünf bis sechs Stunden lang. Aber wenn SieZeit haben,

wählen Sie 75Grad und lassen Sie die Gans ruhig 20

Stunden in der Röhre.

20 Stunden?! Istsie dann nicht ganz ausgetrocknet?

Nicht, wenn Sie die Gans vorher einwickeln, in

Frischhaltefolie am besten. So richtig dicht einpacken,

sozusagen mumifizieren. Dadurch konfiertdas Fleisch,

wirdherrlich zartund bleibt saftig. Erst nach den zwölf

Stunden regeln Siedie Temperatur hoch auf 160 bis 170

Grad und nehmen die Folie ab für eine dreiviertel

Stunde,damit die Gans eine schöne Farbe bekommt.

Aber zuvor muss die Gans ja gefüllt werden?

Ja,dafür empfehle ich einen Boskopapfel, eine halbe

Orange,Backpflaumen, Schalotten, ein bisschen Beifuß

und die Gans salzen und pfeffern.

Undwas mach ich mit den Innereien?

Magen und Herz würde ich kleinschneiden, mit

Schalotten anrösten und daraus mit dem in der Folie

aufgefangenen Fond, der beim Konfieren entstanden

ist, und einem Schluck Rotwein die Soße machen. Meist

reicht das aber nicht. Deshalb kann man der Gans vor

dem Braten noch die Flügel abtrennen, kleinschneiden

und mit für die Soße anrösten. Undzudem lässt sich ein

bisschen zugekauftes Gänse- oder Entenklein verwenden.

Schließlich brauchen SiejaSoße für die Knödel ...

... die Siesicher auch selbst machen ...

...aber ja, das ist ja kein Kunstwerk, Anfängernwürde

ich empfehlen, halbe halbe zu machen –also Klöße zur

Hälfte aus rohen und zur Hälfte aus gekochten Kartoffeln.

Aber ich muss zugeben, ich war neulich eingeladen

und da gab es Klöße aus gekauftem Teig. Die waren

wirklich nicht schlecht.

Dasheißt, man könnte dazu auch Rotkraut aus dem Glas

verwenden?

IMPRESSUM

Berliner Verlag GmbH

Anzeigenleitung:Mathias Forkel

Redaktion: Peter Brock (verantw.), Angelika Giorgis

Anzeigenverkauf: Jennifer Stern, Tel. 030 23 27 70 05,

eh-dl@berliner-verlag.de

ArtDirection: Jane Dulfaqar,Annette Tiedge

Daskann man sicher,ich würde es aber nicht tun.

Warum, schmeckt das nicht gut?

Ich weiß nicht, fertiges Rotkraut hab ich nie gegessen,

so was muss man einfach selbst machen.

Undwie?

Schwer ist das nicht. Sie schneiden den Rotkohl

klein, am besten viel mehr als Siebrauchen, denn wenn

man größere Portionen zubereitet, wird’s besser. Und

dann legen Sie das Rotkraut zwölf Stunden lang ein.

Undzwar in eine Marinade,die je zu einem Drittel aus

Orangen-, aus Kirsch- und aus schwarzem Johannisbeersaft

besteht. Danach schwitzen SieZwiebel und einen

Boskopapfel in Gänseschmalz an, lassen das Kraut

in der Marinade eine Stunde leicht köcheln, schmecken

mit Rotwein, Zucker und Essig ab und binden die Flüssigkeit

mit ein bisschen geriebenen Kartoffeln.

Danach braucht man dann aber einen Verdauungsschnaps!

Prinzipiell ja. Aber erstmal würde ich ein fruchtiges

Eisals Dessertempfehlen. Undich würde mir dann lieber

noch ein gutes Glas alten Portwein gönnen, weil ich

keinen Schnaps trinke.

DasGespräch führte Peter Brock.

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4 Verlagsbeilage· Freitag, 30. November 2012· ·

Die

Baumfrage

Ein Weihnachtsbaum muss echt sein, muss aus dem Wald kommen,

sagen die einen. Er muss praktisch sein, lange halten und darf nicht

nadeln, sagen die anderen. Die Diskussion, ob Plastik oder Natur,

beginnt alle Jahre wieder von Neuem.

Vor dem Fest

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Alle Jahrewieder.Dakommt nicht nur das Christuskind

auf die Erde nieder.Auch steht die eine entscheidende

Frage an, die so manchen Familienfrieden vorden Feiertagen

ernsthaft gefährden kann. Natur oder Plastik –

welcher Weihnachtsbaum kann das festlich geschmückte

Wohnzimmer besser zieren? Den Unentschiedenen

wird diese Entscheidung alles andere als

leicht gemacht. Denn hartkämpfen beide Lager um die

Vorherrschaft im Weihnachts-Duell.

OTannenbaum, oTannenbaum, wie grün sind deine

Blätter. Die Echtbaum-Fraktion als Bewahrer des natürlichen

Erbes nimmt diese Strophen ganz genau. Und

fühlt sich durch eine Stichprobe, die der Verband der

Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger Anfang

des Jahres durchgeführthat, auch bestätigt.„Die hat ergeben,

dass drei Viertel der Haushalte natürliches Grün

in ihrem Wohnzimmer stehen haben wollen“, sagt

Hans-GeorgDreßler,der Sprecher des Verbandes.„Für

viele Familien gehört der richtige Baum zu einem gelungenen

Weihnachtsfest einfach dazu.“

Am Weihnachtsbaum, die Lichter brennen, wie

glänzt er festlich, lieb und mild. Auch mit diesen Zeilen

fühlen sich die Naturbaum-Freunde eng verbunden.

Die Konsequenz für sie: Um den Baum auch wirklich

zum Glänzen zu bringen, ist für viele nicht nur die richtige

Beleuchtung mit echten Kerzen (trotz Feuergefahr)

wichtig, sondernechte Nadeln sind auch unabdingbar.

Denn der Baum grünt nicht nur in der Sommerzeit,

sondern auch im Winter, wenn es draußen vielleicht

schneit. Allerdings nur,wenn die Naturfreunde der trockenen

Heizungsluft mit ein wenig Mehr-Arbeit trotzen.

„Sie sollten schon jeden Tagzwei Liter Wasser in

den Baumständer nachgießen, damit ihr Weihnachtsbaum

auch mehrereTage frisch bleibt“, sagt Dreßler.

Vorallem praktisch muss es sein, so lautet die Devise

der Anhänger des künstlichen Baumes. „Ein künstlicher

Baum fängt erst gar nicht an zu nadeln. Und sie

können ihn lange stehen lassen. Derändertsein Aussehen

nicht“, sagt Tobias Hallert von EuroGreens, einem

der größten Produzenten vonKunstblumen, -pflanzen

und -bäumen in Deutschland. Mitder richtigen Mixtur

muss sich das Kunst-Gewächs, sosehen es zumindest

die Plastik-Fans, auch was den Romantik-Faktor angeht,

nicht mehr vor den Nordmanntannen und Blaufichten

verstecken. Seit einigen Jahren werden immer

mehr Bäume aus Spritzguss hergestellt. Die Nadeln

werden förmiger,der Stamm plastischer.Das Ergebnis:

ein großer Schritt in Richtung Echt-Holz-Imitat.

Diese Kampfansage fordert die Naturverbundenen

heraus.Wenn es nach ihnen geht, ist die Optik nicht der

einzige Grund, weshalb der Baum nur ein echter sein

kann. Auch die Nase soll sich freuen, getreu dem Motto:

Weihnachtston, Weihnachtsbaum, Weihnachtsduft in

jedem Raum. Und das könne nur der echte Baum garantieren,

so die Natur-Fraktion.

Doch auch die Gegenseite glaubt, für Nasenfreuden

ausreichend sorgen zu können. Laufend wird inden

Schnupper-Laboren getüftelt und an Düften experimentiert,

die dem Nadelaroma möglichst nahe kommen

sollen. Wassich für Echt-Baum-Fans wie ein Horrorszenario

aus dem Science-Fiction-Labor anhören

muss, ist für die Kunstbaum-Sympathisanten der Beweis,

dass sich das ganzeWeihnachts-Duft-Programm

auch mit solider Synthese herzaubernlässt.

Besonders stolz ist man auf die neuesten Erfindungen.

Mit einem Express-Aufbausystem, das den Baum

fast schon vonselbst in den Ständer gleiten lassen soll,

sowie integrierter Beleuchtung, die labbrige Lichterketten

unnütz macht, wähnt sich die Plastik-Anhängerschaft

schon im neuen Weihnachtsbaum-Zeitalter.

Bleibt die Qual der Weihnachtsbaum-Auswahl. Mit

vier häufig gekauften Modellen geht das Team Naturbaum

ins Rennen: Nordmanntanne, Blaufichte, Nobilistanne

und Rotfichte. Liebhaber mit Sonderwün-

5Prozent

der Weihnachtsgeschenke

werden in Deutschland nach dem Fest wieder

umgetauscht.

schen können ihre Zimmer auch mit Bergkiefern,

Schwarzkiefern, Serbischen Fichten, Douglastannen,

Korktannen oder Weißtannen schmücken.

Verfechter des Kunstbaumes müssen sich da schon

etwas mehr Zeit nehmen, wenn sie auf Beutezug gehen.

Je nach Anbieter finden sich im Angebot um die zwanzig

Modelle.Statt Tanne oder Fichte finden sich hier mit

Windsors, Canterburys oder Kensingtons Weihnachtsbäume,allesamt

nach englischen Schlössernbenannt.

Name hin, Nadelform her. Neben all den schönen Eigenschaften,

die für das eine oder das andere Modell

sprechen, hat auch der Geldbeutel ein gehöriges Mitspracherecht,

wenn der Baum gekauft wird. Kunstbaum-Produzent

Hallertsieht seine Truppe hier klar im

Vorteil. Ein 1,80-Meter-Baum in besserer PVC-Folie ist

für 50 Euro zu haben. Hochwertiger Spritzguss kostet

zwischen 150 und 200 Euro.„Daszahlen Sieeinmal, Sie

haben aber auch viele JahreFreude daran.“

Auch bei den echten Bäumen geht die Preisspanne

auseinander.16bis 22 Euro kostet die Nordmanntanne,

die Blaufichte gibt es für neun bis zwölf Euro,die Fichte

für fünf bis sieben Euro,jeweils proMeter.Auf den ersten

Blick ist die Natur billiger zu haben. Aufdie Jahregesehen,

wird esdann aber etwas teurer. 24Millionen

Bäume werden jährlich im Schnitt verkauft. Für Dreßler

ist das der Beleg, dass die Preise vonden Kunden akzeptiertwerden.

Zudem habe man die Gelegenheit, auf einem

der zahlreichen Höfe selbst den Baum zu schlagen,

der einem am besten gefällt.

Ist die Wahl getroffen, beginnt die kleine Baumpflege-Kunde.Dreßler

rät: „Lassen Sieden Baum lange

im Freien stehen, nehmen Sie ihn erst aus dem Netz

kurzbevor Sieihn aufstellen wollen. Schneiden Sieihn

am Stamm an, kurz bevor er in den Ständer kommt.

Und, ganz wichtig, halten Sie Abstand von der Hei-

MPZ (3); FOTOLIA

Die Nadeln der Kiefer sind besonderslang.Der Baum

ist deshalb nicht so leicht zu schmücken.

Die Blaufichte hat oft gleichmäßig etagenmäßig

gewachsene Äste und duftet sehr nach Wald.

Die Fichte ist der preiswerteste Weihnachtsbaum.

Vorallem auch deshalb, weil sie schnell nadelt.

zung.“ DerPlastik-Knigge liest sich da schon einfacher.

Rein in den Ständer,etwas Staub abwischen und Pflegespray

auftragen, fertig. Komplizierter wirdesnach dem

Fest. Dann muss der Baum so verpackt werden, dass er

auch im nächsten Jahr wieder für Freude sorgt.

Istdie Entscheidung für Natur oder Plastik endgültig

getroffen worden, kann man sich endlich entspannt zurücklehnen

und die Feiertage auf sich zukommen lassen.

Doch Vorsicht, die nächste Grundsatzdiskussion

steht schon bevor.Dann heißt die Frage: Soll der Weihnachtsbaum

mit Wachskerzen oder elektrischer Beleuchtung

in vollem Glanze erstrahlen? Auch hier sind

die Fronten verhärtet. Biszum 24. Dezember sollte die

Entscheidung getroffen sein. Dann wird aus der Heiligen

Nacht eine stille dazu. (pae.)


·

H

72 Prozent der Männer investieren zwei Stunden

fürs Einpacken der Geschenke. Nur 51 Prozent

der Frauen brauchen dafür so lange.

Verlagsbeilage · F reitag, 30. November 2012 5 ·

Vor dem Fest

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Herr Hammer,trinken SieGlühwein?

Das kommt darauf an. Wenn er selbst gemacht ist,

bei Freunden zum Beispiel, dann schon. Sonst aber lieber

nicht.

Aufdem Weihnachtsmarkt also nicht?

Nein. Auch fertigen in Flaschen oder Tetrapaks zum

Kauf angebotenen Glühwein trinke ich nicht.

Warum?

Weil das –bei dem Einkaufspreis von zum Teil nur

1,20 Euro pro Liter –Grund-, beziehungsweise Verarbeitungsweine

sind, die mit künstlichen Aromastoffen

und vor allem mit exorbitant viel Zucker aufgepimpt

werden.

Dasheißt, Kopfschmerzen sind programmiert?

Ja, das zum Teil auch, aber auf jeden Fall schmeckt

solcher Glühwein nicht.

Undwelcher schmeckt Ihnen?

Der selbst gemachte. Allerdings nur, wenn man einige

Punkte bei der Zubereitung beachtet.

Verraten Sieuns, wie man es schafft, einen solchen Glühwein

herzustellen, mit dem man auch Sieals Sommelier

zufriedenstellen kann?

Sie sollten zunächst einmal einen guten Basiswein

kaufen, einen fruchtbetonten mit wenig Gerbstoffen,

trocken oder gern auch halbtrocken. Zum Beispiel einen

Dornfelder oder einen Syrah/Shiraz oder Merlot.

Muss es ein besonders hochwertiger und teurerWein sein?

Nein, für Glühwein teuren Wein zu nehmen, das

wäre Verschwendung, aber kaufen Sie auch nicht den

billigsten. Kaufen Sieeinen guten Qualitätswein, einen,

der so vier bis fünf Euro proFlasche kostet.

Unddann muss ich nur noch die Gewürzereingeben, erwärmen

und ...

Jürgen Hammer,44, ist Sommelier,Inhaber der HammersWeinbar

in Kreuzberg und Niederlassungsleiter

der deutschen Wein- und Sommelierschule Berlin.

... Halt! Wenn Sie das machen, wenn Sie den Wein

mitsamt Gewürzen erhitzen, wird erleicht bitter. Sie

sollten die Gewürze in den kaltenWein geben und dann

über Nacht oder zumindest einige Stunden lang mit

diesen Gewürzenruhen lassen. Allein durch den Alkohol

löst auch der kalteWein die Aromen aus den Gewürzen.

Danach nehmen Siedie Gewürze raus und erwärmen

den Wein auf Trinktemperatur,aber lassen Sieihn

nicht kochen.

Welche Gewürzeempfehlen Sie?

Zimtstange, Sternanis, frische Orangenschale und

ein bisschen Orangensaft muss sein. MitNelken sollten

Sie aufpassen, die schmecken leicht dominant. Nehmen

Siedeshalb nicht mehr als fünf proLiter Wein.

Dasgenügt?

Naja, Sie können, je nach Geschmack und je nach

Experimentierfreude auch noch ein bisschen Kardamom,

ein paar Koriandersamen, ein, zwei Scheiben frischen

Ingwer oder eine Vanilleschote in den Wein geben.

Undden Zucker,haben Sieden vergessen?

Nein, vergessen nicht. Aber ich würde zur Zubereitung

von Glühwein einfach keinen nehmen. Ich trinke

meinen Glühwein immer ohne Zucker.

Vielen wirdder dann zu herb sein ...

... stimmt, aber es kann ja jeder nach Belieben Nachsüßen,

wie beim Kaffee.

DasGespräch führte Peter Brock.

PRIVAT; CD

Nur trinken, was

man selbst mixt

Der Sommelier Jürgen Hammer warnt vor fertig angebotenen

Weinmischungen. Er rät dazu, seinen Glühwein lieber selbst

herzustellen. Das schmeckt besser und vermindert die Gefahr von

Kopfschmerzen am Morgen danach. Schwer ist das nicht.

Der Fachmann sagt, wie es geht.

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Nougatfreunden gestattet, die Ausstellungsobjekte

auch anzufassen.

Beantwortetwird dieFrage,wie die

Haselnuss zum Nougat wird, woher

Köstliche

Kreationen

Foto: Viba

Die VIBA Nougat Erlebniswelt mthüringischen Schmalkalden. Foto: Viba

die verwendeten Rohstoffe kommen

und was eine qualitativ hochwertigeNougat-Kreation

ausmacht.

Erlebnisreichist dieQuizstation: An

vier Countern kann die gesamte Familie

ihr Wissen um Lebensmittel,

die Viba-Geschichte und die Nougatproduktion

wieineiner Fernsehshow

unterBeweis stellen.Wer alle

Sinne bemühen möchte, darf von

denRohstoffen etwaskosten.„Es ist

unsergroßes Anliegen,dass wirden

Besuchernzeigen, werwir sind,wie

wir arbeiten und was wir verarbeiten“,

sagt Karl Heinz Einhäuser von

Viba Sweets.

Schokoladeselbstgestalten

Unterhaltsam wird es anschließend

in der Erlebnisfertigung: Hier

kann jeder Besucher in speziell dafürkonzipiertenKursenzeigen,

was

in ihm steckt und in lockerer Atmosphäre

seine eigenen Nougatpralinen,

Confiserie-Schokoladen oder

» Filigrane

Handwerkskunst«

Tafelschokoladen selbst gestalten.

Mitarbeiter von Viba erklären nicht

nur jeden einzelnen Schritt, sondern

haben am Rande auch jede

Menge nützlicher Informationen

parat. Am Ende winkt den Teilnehmern

einVibaSchokoDiplom.

Viel Spaß verspricht etwa die

Produktion einer individuellen

Nougat-Stange–mit einemGewicht

bis zu 500 Gramm kann diese dann

als Präsent mit nach Hause genommen

werden. Zur Auswahl stehen

23 verschiedene Zutaten. In der

Schau-Confiserie zeigt ein Team,

mit wie viel Liebe und Aufwand die

handwerklich gefertigten Confiserie-Produkteentstehen.Die

vorOrt

gerösteten Haselnüsse sorgen für

einen zauberhaften Duft, der sich

bis ins Viba Restaurant zieht. Nach

all den leckeren Schokogenüssen

erfreut dort leichte italienische

Kost die Besucher. Wer es deftig

mag, kann ausden ThüringerSpezialitäten

wählen, die sich ganz nach

der jeweiligen Saison richten. Auch

im Restaurant kommt das Thema

Nougat nicht zukurz –Nachspeisen

sind unter anderem hausgemachte

Nougat-Crepes, italienisches Nougat-Tiramisu

sowie kleine Nougattörtchen.

Zum Abschluss der Tour

durch die Viba Nougat Erlebniswelt

beeindruckt der 300 Quadratmeter

große Shop mit dem gesamten

Sortiment von Viba und einzigartigen

Geschenkideen –darunter Blumensträuße

aus Nougat-Minis oder

elegantverpackte Nougat-Pralinen.

Auf Wunsch können sich die Besucher

auch Pralinen individuell verzieren

lassen.

Ausflug nach Schmalkalden

Die Viba Nougat Erlebniswelt ist

in knapp vier Stundenvon Berlin aus

über die Bundesautobahn A9und

über die A4mit dem Auto erreichbar,

die Reise mit der Bahn dauert

von Berlin-Hauptbahnhof nach

Schmalkalden viereinhalbStunden.

Übrigens: Wer Zeit hat, sollte ein

ganzes Wochenende einplanen: Anfang

Dezember eröffnet derzauberhafteWeihnachtsmarktimZentrum

vonSchmalkalden. (gäd.)

ADrESSEN

Viba Shop im ALEXA

Grunerstraße 20, 10179Berlin

Viba Nougat-Welt

Die Erlebnis-Confiserie

Nougat-Allee 1, 98574 Schmalkalden

036 836921-600/601

www.viba-sweets.de


6 Verlagsbeilage · F reita

·

Räuchermännchen

und Zauberschiffe

I

Weranden Adventswochenenden einen Ausflug unternimmt,

kann in Deutschland die unterschiedlichsten Märkte entdecken

10 Prozent der Deutschen wissen laut einer

Umfrage nicht, warum das Weihnachtsfest

gefeiert wird.

8

Altstadt

Spandau

Zitadelle

Advent-Künstlerstation

Mexikoplat

22

Argentinische Allee

Mexikoplatz

E1

Spandauer Damm

9

Clayallee

Berliner Str.

Hohenzollerndamm

Pacelliallee

Kaiserin-Augusta-Allee

Westend

2

17

Richard-Wagner-Platz

Hansaplatz

Schloss

Charlottenburg

Tiergarten

Sozialer Weihnachtsmarkt

Klausnerplatz

Zoolog.

Garten

3

Jagdschloss Grunewald

Alt-Marienfelde

Bismarckstr.

Halensee

Kantstr.

Domäne Dahlem

4

Königin-Luise-Str.

Dahlem-Dorf

12

Unter den Eichen

Drakestr.

Hohenzollerndamm

Kurfürstendamm

Bundesallee

14

Schwedischer

Weihnachtsbazar

Gedächtniskirche

Hauptstr.

Vor de

··································································································································································································································································································

Der Klassiker der Weihnachtsmärkte –der Christkindlmarkt in Nürnberg.

In Nürnberg eröffnet am 30. November das Christkind den

wohl berühmtesten und einen der ältesten deutschen

Weihnachtsmärkte, den Nürnberger Christkindlesmarkt.

Als „Kindles-Marck“ wurde er im Jahr 1628 erstmals

schriftlich erwähnt. Das „Städtlein aus Holz und

Tuch“ hat einen ganz besonderen Charme vorder historischen

Kulisse mit Frauenkirche, Schönem Brunnen

und Blick auf die gotische Altstadtkirche St. Sebald. Es

werden Nürnberger Lebkuchen, Früchtebrot, Süßwaren,

Spielzeug, Weihnachts- und Christbaumschmuck sowie

Kunstgewerbe angeboten. Dienstag, Mittwoch, Donnerstag

und Freitag besucht das Christkind zwischen 15

und 16 Uhrden Christkindlesmarkt.

Öffnungszeiten: 30.11.: 9.30-22 Uhr, 1.-23.12.: Mo 9.30-20

Uhr, Fr/Sa 9.30-22 Uhr, So 10.30-20 Uhr. Heiligabend ist

der Marktvon 9.30 bis 14 Uhrgeöffnet.

Infos: www.christkindlesmarkt.de

In Dresden ist der Striezelmarkt auf dem Altmarkt der wohl

bekannteste Weihnachtsmarkt im Osten Deutschlands.

Er öffnet am 30. November zum 578. Mal. Seinen Namen

hat der Dresdner Striezelmarkt vomChriststollen,

der bei den Einheimischen auch Striezel genannt wird.

Am 1. Advent wird das Pfefferkuchenfest zu Ehren der

Pfefferküchlereien gefeiert. Am 8. Dezember treffen

sich die Weihnachtsmarktbesucher zum 19. Dresdner

Stollenfest und am 15. Dezember zum Pyramidenfest.

Die erzgebirgische Pyramide auf dem Striezelmarkt ist

mit ihren gut 14 Meterndie größte derWelt. An den festlich

geschmückten Ständen werden traditionell gefertigte

Waren und sächsische Volkskunst angeboten –

Blaudruck und Keramik aus der Lausitz, Korbwaren,

Plauener Spitzen, Schnitzereien, Weihnachtsfiguren

und Baumschmuck, Pyramiden und Räuchermännchen.

Kräppelchen, heiße Waffeln, Stollen, gebrannte

Mandeln, Marzipan, Nougat, Edelmaroni, Bratäpfel,

Glühwein und Feuerzangenbowle verströmen passenden

Duft. Die Bühne mit dem riesigen Adventskalender

ist als Märchenschloss in einem Märchenwald aufgebaut.

Auf der Bühne gibt es jeden TagKulturprogramm

und ein Kalenderfenster wirdauch täglich am Märchenschloss

geöffnet.

Öffnungszeiten: Bis zum 23. Dezember So/Mo-Do 10-21

Uhr, Fr/Sa 10-23 Uhr, am 24. Dezember von10bis 14 Uhr.

Infos: www.dresden.de; www.weihnachtsfreu.de

Im Erzgebirge öffnen am 1. Advent 35 Weihnachtsmärkte –

an vielen Orten mit Pyramidenanschieben oder mit Anlichteln.

Dann riecht die Luft nach gebrannten Mandeln,

Stollen und Räucherkerzen und in den Buden werden

neben Leckereien traditionell hergestellte Räuchermännchen,

Nussknacker, Engel, Pyramiden und

Schwibbögen angeboten. Höhepunkt sind der Bergauf-

zug in Seiffen am 15. Dezember und die Bergparade in

Annabergam23. Dezember.

Infos: www.erzgebirge-tourismus.de

Leipzig: Inmitten der historischen Altstadt liegt der Leipziger

Weihnachtsmarkt –mit 250 Ständen einer der

größten in Deutschland. Seine Tradition reicht bis ins

Jahr 1458 zurück. Im Böttchergässchen findet man den

mit 857 Quadratmeternweltgrößten frei stehenden Adventskalender,

dessen Fenster von Leipziger Schulen

gestaltet werden. Täglich um 16 Uhröffnet ein Fenster.

Posaunenbläser musizieren dazu vomBalkon des Alten

Rathauses. Den historischen Weihnachtsmarkt „Alt

Leipzig“ findet man auf dem Naschmarkt, unter anderem

mit einem Riesenrad, einem historischen Etagenkarussell

und einer Kindereisenbahn. Eine Pyramide

mit Feuerzangenbowle gibt es auf dem Nikolaikirchhof

und ein finnisches Dorfauf dem Augustusplatz. Am 22.

Dezember zieht die große Erzgebirgische Bergparade

ab 16 Uhrdurch die Innenstadt.

Öffnungszeiten: Biszum 22. Dezember Mo-So 10-21 Uhr,

am 23. Dezember bis 20 Uhr.

Infos: www.leipzig.de/weihnachtsmarkt

In Hamburg gibt es 16 Weihnachtsmärkte. AmMönckebergbrunnen

steht das weihnachtliche Wahrzeichen:

der zwanzig Meter hohe Weihnachtsbaum mit 14000

Lichtern. Dort führt anjedem Adventssonnabend die

große Weihnachtsparade mit Elfen, Weihnachtsmännern,

Wichteln und Rentieren vorbei. Der Rathausmarkt

ist für einen Monat Bühne für den historischen

Weihnachtsmarkt. Dievon Roncalli-Direktor Bernhard

Paul entworfene Marktarchitektur ist mit ihren thematisierten

Gassen einzigartig in Deutschland. Kinderaugen

leuchten, wenn der Weihnachtsmann über die Dächer

der Nasch- und Spielgasse fliegt. Eine besondere

Stimmung herrscht auf den Märchenschiffen auf der

Binnenalster: Kinder dürfen auf Backschiffen Plätzchen

backen und auf dem Theaterschiff Zauberer,Feen

und Fabeltiereauf fantastische Reisen begleiten.Weres

zur Weihnachtszeit gerne frivoler mag, ist auf dem

Santa Pauli Weihnachtsmarkt genau richtig. Mitten auf

der legendären Reeperbahn begegnen sich klassisches

Weihnachtsambiente und typische Kiezkultur.

Infos: www.hamburg-tourismus.de

Im Spreewald: Am zweiten Adventswochenende locken

Wichtel und zwei Weihnachtsmärkte in den winterlichen

Spreewald. Von Lübbenau aus geht es ab 10.30

Uhr imPendelverkehr mit einem Kahn zum historischen

Markt inLehde. Auf dem Lübbenauer Weihnachtsmarkt

am Großen Spreehafen kann man in den

kleinen Buden nach Geschenkideen suchen oder sich

mit Weihnachtsplinsen, Grog und heißem Kakao stärken.

Eingehüllt in warme Decken geht es per Kahn weiter.

Mit an Bord sind als Wichtel verkleidete Fremdenführer.

Inden erleuchteten Stuben des Freilandmuseums

Lehde lässt sich nacherleben, wie das Fest vor

150 Jahren begangen wurde.Der Weihnachtsmann des

Spreewaldes heißt Rumpodich und gemeinsam mit

dem „Bescherkind“ verrät er viel über alte Bräuche: Kochen,

Backen, einen Drehbaum schmücken oder Geschenke

basteln. Der letzte Kahn fährt um17Uhr zurück.Werlangsamer

zurückkehren möchte,kann an einer

Fackelwanderung nach Lübbenau teilnehmen.

Infos: www.spreewaldweihnacht.de

DPA

• •••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••

M.-Luther-Str.

Grunewaldstr.

Hauptstr.

Steglitzer Damm

Cha

Straße d. 17. Jun

Reichpietschufer

Haup

Potsda

Kutsc

od

Mehr Weihnachtsmärkte als in Berlin gibt es in keiner Stadt Deu

Die Besucher können wählen zwischen nostalgisch und tradition

Einige fanden es viel zu früh, anderekonnten es kaum erwarten: Bereits Ende November öffneten

die erstenWeihnachtsmärkte.77gibt es in Berlin –mehr als in jeder anderen Stadt in Deutschland.

Viele Besucher bummeln vorder festlichen Kulisse auf dem Gendarmenmarkt, probieren eine der

20 Glühweinsorten auf dem Breitscheidplatz, genießen die aufwändige Schlossbeleuchtung in

Charlottenburgoder stöbernaneinem der 400 Stände in der Altstadt in Spandau. Doch auch abseits

der großen und schon traditionellen Märkte gibt es viel zu entdecken: Trendsetter finden das

originellste Geschenk auf dem Designer-Markt Holy Shit Shopping am Ostbahnhof, Fernwehlässt

sich auf dem schwedischenWeihnachtsbazar inWilmersdorfstillen, Naturfreunde kaufen die Bio-

Gans fürs Festmahl am Kollwitzplatz. Ob trendig oder traditionell –für jeden ist etwas dabei. Hier

eine Auswahl:

Handwerklich: DerWeihnachtszauber auf dem Gendarmenmarkt ist nicht nur ein Fest für den

Gaumen. In beheizten Zelten zeigen Holzschnitzer,Gürtler und Schneider,wie sie zu Werke

gehen. Für Unterhaltung sorgen Akrobaten, Schauspieler,Chöreund Jongleure. EinTeil der Eintrittsgelder

wirdansoziale Projekte in Berlin gespendet. Bis31.12., 11- 22 ,24.12. 11- 18, 31.12. 11-

1Uhr,Gendarmenmarkt 1, Eintritt mit Bühnenprogramm 1Euro, Kinder bis 12 Jahrefrei.

Fürstlich: 250 internationale Anbieter bieten Kunsthandwerkund Leckerbissen rund um das

2

beleuchtete Schloss Charlottenburg. DieKinder können auf Zirkusponys durch den Winterwald

reiten, während die Erwachsenen das Schloss auf einer der Sonderführungen erleben. Bis

26.12., Mo-Do14-22, Fr-So 12-22 Uhr, 24.12. geschlossen, Spandauer Damm 20-24, Eintritt frei.

International: Bereits zum 29. Malfindet der Weihnachtsmarkt rund um die Gedächtniskirche

3

statt. An mehr als 100 Ständen aus neun Ländernfindet man viele Geschenke.Kälteempfindliche

können in den beheizten Weihnachtshäuschen 20 Sorten Glühwein testen . Bis 1.1., So-Do

11-21, Fr-Sa 11-22 Uhr, Breitscheidplatz, Eintritt frei.

Stimmungsvoll: Eine bunte Mischung aus Kunsthandwerk, Konzerten und weihnachtlichen

4

Speisen bietet der Adventsmarkt auf der Domäne Dahlem. Glasbläser,Hutmacher und Musikinstrumentenbauer

zeigen ihr Können. Kinder lernen Kerzen ziehen und –wenn es das Wetter

erlaubt –sogar Traktor fahren . 1./2.12., 08./09.12., 15./16.12., 22./23.12., 11-19 Uhr, Königin-Luise-

Straße 49, Eintritt 2, erm. 1Euro, Kinder bis 16 Jahrefrei.

Romantisch: Klein aber fein –40Stände und ein kulturelles Programm findet man auf dem Lucia

5

Weihnachtsmarkt in der Kulturbrauerei. DieBacksteinbauten und die Höfe sind stimmungsvoll

beleuchtet und lassen romantische Weihnachtsstimmung aufkommen. Bis23.12., Mo-Fr15-

22, Sa-So 13-22 Uhr, Schönhauser Allee 36, Eintritt frei.

Sportlich: DieWinterwelt am Potsdamer Platz bietet Europas größte Rodelbahn. Außerdem

6

können auf der Eislaufbahn Jung und Alt Runden drehen und beim Eisstockschießen die Zielsicherheit

testen. Für die Kleinen gibt es kostenlosen Eislaufunterricht. Natürlich darfamWochenende

auch die obligatorische Après-Ski-Party nicht fehlen. Bis26.12., 10-22, 24.12. 10-16 Uhr,

25.12. geschlossen, Potsdamer Platz. Eintritt frei.

Spektakulär: 150 Händler und Schausteller bauen ihreVerkaufsstände und Fahrgeschäfte ne-

7

ben dem Einkaufszentrum Alexa auf. DasHighlight auf dem Weihnachtsmarkt ist in diesem

Jahr das 55 Meter hohe Fahrgeschäft „Boostermaxxx“, das die Gäste einen spektakulären Flug mit

einer Beschleunigung vonNull auf Hundertinnur drei Sekunden erleben lässt. Bis26.12., Mo-Fr

14-22, Sa-So 12-22 Uhr, Alexanderstraße 35, Eintritt frei. Mittwochs ist Familientag: da gibt es ermäßigte

Preise bei den Fahrgeschäften.

Familiär: Mit400 Ständen ist der 39. Spandauer Weihnachtsmarkt der größte in Berlin. Lecke-

8

reien und Kunsthandwerkgibt es hier nicht nur für Erwachsene –der Kinderweihnachtsmarkt

unterhält auch die Kleinen. Mittwochs ist Familientag, dann bietet jeder Stand ein Produkt zum

Sonderpreis an. Bis28.12., Mo-Do11-20, Fr 11-21, Sa 11-22, So 11-20 Uhr, Altstadt Spandau, Eintritt

frei.

Märchenhaft: Aufdem Weihnachtsmarkt im Jagdschloss Grunewald mischen sich Frau Holle

9

und Co unter die Besucher.Fernab der Großstadthektik bieten Handwerker und Künstler im

Schlosshof ihre Waren an. 8./9.12., 11-19 Uhr, Hüttenweg 100, Eintritt 3(inklusive Eintritt ins

Schloss und ins Jagdzeugmagazin), erm. 2Euro, Kinder bis 6Jahrefrei.

Karitativ: Beim Alt-Rixdorfer Weihnachtsmarkt kann man im Schein vonPetroleumlampen

10

Selbstgebasteltes erstehen und Vereine unterstützen. Attraktionen sind unter anderem die

historische Schmiede und das Hexenhaus. 7.-9.12., Fr 17-21, Sa 14-21, So 14-20 Uhr. Richardplatz,

Eintritt frei.


g, 30. November 2012 7 ··································································································································································································································································································

m Fest

·

usseestr.

i

Invalidenstr.

tbhf.

Friedrichstr.

Boelckestr.

Großbeerenstr.

Wilhelmstr.

Mehringdamm

Friedrichstr.

Friedrichstr.

6

Potsdamer

Platz

mer Pl.

Kulturbrauerei

Weihnachtsrodeo

Kollwitzplatz

Unter den

Linden

Torstr.

Leipziger Str.

Gendarmenmarkt

Gneisenaustr.

5

18

11

Opernpalais

19

21

Schönhauser A.

Alexanderpl.

H.-Heine-Str.

7

Alexa

Kottbusser Tor

Hermannplatz

Naturschutzstation Malchow 16

Hermannstr.

Mohriner Allee

Greifswalder Str.

Karl-Marx-Allee

Skalitzer Str.

Buckower Damm

Sonnenallee

K.-Marx-Str.

Karl-

Marx-Str.

Kniprodestr. Danziger Str.

Ostbahnhof

15

Landsberger Allee

Samariterkirche

Stralauer Allee

Treptower Park

20

Alt-Rixdorfer

Weihnachtsmarkt

Indira-Gandhi-Str.

Designer-Weihnachtsmarkt

Holy Shit Shopping

hfahrt

er Techno

tschlands.

ell oder cool und chic. Hier eine Auswahl

10

Puschkinallee

Am Treptower Park

Konrad-Wolf-Str.

Späthstr.

Landsberger Allee

Frankfurter Allee

Neue Krugallee

Baumschulenweg

21

Rummelsburger Landstr.

Späth’sche Baumschule

Grün: Aufdem Adventsmarkt auf dem Kollwitzplatz in Prenzlauer Berg bieten Kunsthandwer-

11

ker und Ökomarkthändler Produkte aus biologischem Anbau und fairem Handel an ,vom

Baumschmuck bis zur Tanne. Auch die Bio-Gans fürs Festmahl kann man hier bestellen. 2.12.,

9.12., 16.12., 23.12., 12-19 Uhr, Kollwitzplatz, Eintritt frei.

Ländlich: Zum17. Mallädt Familie Lehmann zu ihrem Weihnachtsmarkt auf einen der letzten

12

Bauernhöfe Berlins.Dortgibt es keine Massenware, sondernoriginelle Geschenke wie frisch

gepresstes Leinöl oder geflochtene Körbe,deren Entstehung vorOrt beobachtet werden kann.

Und die Tiere dürfen natürlich auch gestreichelt werden. 7.-9.12., Fr 14-20, Sa/So 12-20 Uhr, Alt-

Marienfelde 35, Eintritt frei.

Mittelalterlich: DerkleineWeihnachtsmarkt auf dem KarlshorsterTheatervorplatz bietet mittel-

13

alterliche Handwerkswaren wie Schmiedekunst oder Geschenke aus der Tischlerei. Für die

Kinder gibt es ein noch immer handbetriebenes Karussell. 7.12., 19-21, 8.12., 13-21, 9.12., 13-18

Uhr, Ehrenfelsstraße, Eintritt frei.

Nordisch: Aufdem schwedischen Weihnachtsbazar in Wilmersdorferwarten die Besucher

14

schwedische und norwegische Köstlichkeiten sowie kunstvoll gefertigtes Handwerk. 1.12.,

10-19 ,2.12., 12-18 Uhr, Landhausstraße 26-28, Eintritt frei.

Trendig: Aufdem Designer-Weihnachtsmarkt Holy Shit Shopping gibt es unter anderem Mode,

15

Wohndesign, Schmuck, Taschen und Kunst vonaufstrebenden Designernzuentdecken. Zur

Musik stadtbekannter DJs kann man im Postbahnhof nicht nur Stöbern, sondernauch mit einem

Glühwein durch die Industriehallen tanzen. 15.12., 12-22, 16.12., 12-20 Uhr, Postbahnhof am Ostbahnhof,Eintritt

3Euro.

Natürlich: Aufdem Weihnachtsmarkt in der Naturschutzstation Malchowkann man sich eine

16

duftende Kiefer aus dem Bucher Forst sichern. Dortsteht alles im Zeichen der Natur:Sokann

man neben kunstvollen Adventsgestecken und selbst gedrehten Bienenwachskerzenauch Bio-

Rindfleisch oder Bio-Salami erstehen. 2.12., 13-17 Uhr, Dorfstraße 35, Eintritt frei.

Sozial: Der7.große sozialeWeihnachtsmarkt richtet sich an alle,die sich einen großen Gaben-

17

tisch nicht leisten können. Dortgibt es schöne Spielsachen, Geschenkartikel und alles,was an

und unter den Weihnachtsbaum gehört, zu einem günstigen Preis.Wichtig: ZumKauf benötigen

Besucher den „Berlinpass“ ,den ALGI-/II- oder Rentenbescheid oder eine Verdienstbescheinigung

sowie den Personalausweis. 8.12., 14-20 Uhr, Klausnerplatz, Eintritt frei.

Cool: Beim Weihnachtsrodeo im Stadtbad Oderberger Straße findet man nützliche,kreative

18

und vorallem einzigartige Geschenke aus den Bereichen Design, Kunst, Fashion und Accessoires.Zuelektronischer

und weihnachtlicher Musik lässt es sich hier fernab der stressigen Einkaufsmeilen

entspannt stöbern. 8./9.12., 12-20 Uhr, Oderbergerstraße 57/59, Eintritt frei.

Nostalgisch: Rund um das Opernpalais bieten Kunsthandwerker aus Tschechien und dem Erz-

19

gebirge Krippenfiguren, Spielzeug, Marionetten, Christbaumschmuck und Holzarbeiten zum

Kauf an. Aufeiner romantischen Kutschfahrtkönnen Besucher die alte Mitte Berlins in weihnachtlicher

Atmosphäre genießen. Bis 26.12., Mo-Do, 12-21.30, Fr/Sa 11-22.30, So 11-21.30, 24.12. geschlossen,

25./26.12., 11.30-21 Uhr, Opernpalais, Unter den Linden, Eintritt frei.

Lokal: Aufdem beschaulichenWeihnachtsmarkt an der Samariterkirche in Friedrichshain prä-

20

sentieren sich 40 Händler aus dem Kiez,die unter anderem Kunsthandwerk, Schmuckdesign

oder Kinderspielzeug anbieten. In der Kirche finden Konzerte,Lesungen und ein Kinderprogramm

statt. 15./16.12., 13-20 Uhr, Samariterstraße 14, Eintritt frei.

Aktiv: DerWeihnachtsmarkt in der Späth’schen Baumschule lädt zuWeihnachtsbasteleien und

21

zum Kerzenziehen ein. Im Märchenzimmer begeistertdie Märchenfee Kinder und Erwachsene

mit ihren Geschichten, das Hoftheater gibt kleinere und größere Stücke zum Besten. 7.12.

15-20, 8./9.12., 11-20 Uhr, Späthstraße 80, Eintritt 3Euro, Kinder bis 16 Jahren frei.

Künstlerisch: DieAdvent-Künstlerstation in Zehlendorflädt Besucher ein zum besinnlichen

22

Bummeln. Wersich an der leeren Wand im Wohnzimmer der Omasattgesehen hat, stößt hier

auf eine große Auswahl an Bildern. 2.12., 9.12., 16.12., 23.12., 11-19 Uhr, Bahnhof Mexikoplatz, Eintritt

frei. (tas.)

Alle Märkte unter

www.weihnachteninberlin.de

Karlshorster

Theatervorplatz

Karlshorst

13

Treskowallee

An der Wuhlheide

Adlergestell

BERLINER ZEITUNG/RITABÖTTCHER

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Vanillekipferl und

5th Avenue

A

Im Advent verreisen? Das kann sich lohnen. Ob in die goldene Stadt

Prag oder in den Big Apple New York. Ein paar sehenswerte Ziele

Advent in Prag: Wenn in der goldenen Stadt die Weihnachtsmärkte

öffnen, liegt ein ganz besonderer Zauber

in der Luft. Am ersten Adventswochenende werden die

Lichterketten am Weihnachtsbaum am Altstädter Ring

angeschaltet und tauchen den vonhistorischen Gebäuden

eingerahmten Platz in stimmungsvolles Licht. Am

1. Dezember um 17 Uhr werden Tausende Zuschauer

auf diesen Moment warten. Der Markt am Altstädter

Ring ist der Klassiker unter den Prager Weihnachtsmärkten.

Weihnachtschöre treten dort auf und Kinder

spielen Theaterstücke. Anden Verkaufsständen findet

man landestypisches Kunsthandwerk – böhmisches

Glas, handgemachtes Holzspielzeug und den unverwechselbaren

tschechischen Weihnachtsschmuck.

Zum Essen gibt es unter anderem Weihnachtsstollen,

Vanillekipferl, klassisch zubereitete Krapfen oder „Staroceske

Trdlo“, ein altböhmisches Gebäck, das über offenem

Feuer gebacken wird. Heißer Honigwein, Glühwein

oder der traditionelle Likör „Becherovka“ wärmen

vonInnen.

DerWeihnachtsmarkt am Altstädter Ring hat bis 1.1. geöffnet.

Dergroße Marktauf demWenzelsplatz schließt am

6.1. Beide Märkte öffnen täglich von10-22 Uhr, Imbissbuden

bis 24 Uhr. Infos: http://germany.czechtourism.com

600000

Menschen haben im vergangenen Jahr

den Weihnachtsmarkt auf dem

Gendarmenmarkt besucht.

Eine Pracht –der Weihnachtsbaum vor dem Rockefeller Center in NewYork.

Zürich im Adventszauber: Derälteste Weihnachtsmarkt Zürichs

inmitten des Niederdorfs hat ein sehr romantisches

Ambiente. Hirschenplatz, Rosenhof und Niederdorfstraße

kleiden sich festlich in Lichter und Zimtduft. Im

Hauptbahnhof findet der 19. Züricher Christkindlmarkt,

einer der größten Indoor-Weihnachtsmärkte Europas,

statt. 150 Marktstände mit kulinarischen Genüssen, Geschenkideen

und Märchen-Vorlesungen für Kinder warten

auf Besucher.Glanzstück ist der 15 Meter hoheWeihnachtsbaum

mit mehr als 7000 funkelnden Swarowski-

Kristallen. Mitdem Schiff kann man vonZürich aus nach

Rapperswil reisen. Dort lockt der Christkindlimärt –mit

mehr als 200 Marktständen.

Öffnungzeiten: In Zürich bis 24. Dezember, So-Mi 11-21

Uhr, Do-Sa 11-22Uhr,Marktschluss: 24.12. 16 Uhr,

Infos: www.christkindlimarkt.ch;

In Rapperswil 14. bis 23.12., (17.12. ist Ruhetag).

Infos: www.christkindlimaert.ch

Weihnachtsstadt Göteborg: Seit Mitte November ist die

ganze Stadt herrlich beleuchtet. Kleine, gemütliche

Weihnachtsmärkte laden zum Bummeln und zum Glögtrinken

ein. Den größten Weihnachtsmarkt gibt es im

Vergnügungspark Liseberg mit einem üppigen Weihnachtsbuffet,

Glühwein, gebrannten Mandeln, Gesang

und Tanz auf dem Eis und fünf Millionen Weihnachtslichtern.

Er ist auch der größte Weihnachtsmarkt Schwedens.Dortfindet

man unter anderem das Haus desWeih-

nachtsmannes und ein Lapplanddorf. Am Hafen wird

eine Weihnachtssaga gespielt.

Öffnungszeiten: Bis 23. Dezember von 15bis 21 Uhr, am

Wochenende schon ab 12 oder 13 Uhr.

Infos: www.goteborg.com; www.visitsweden.com

Weihnachten im Elsass: Hier ziehen das sanfte Christkind

und der schreckliche Hans Trapp,der elsässische Cousin

von Knecht Ruprecht, von Haus zu Haus. Spätestens in

den letzten Novembertagen wetteifern die Elsässer um

den schönsten und originellsten Weihnachtsmarkt und

den höchsten Tannenbaum. Der Weihnachtsmarkt am

Fuße des Straßburger Münsters ist der älteste in Frankreich.

Er findet zum 443. Mal statt. Zwölf weitereWeihnachtsmärkte

sind über die Stadt verteilt, so der Markt

der elsässischen Aromen, der Markt der „Bredele“ (Lebkuchen),

der Weinbauernoder das Dorfder Kinder.

BeiUngersheim, im „Ecomusée d’Alsace“, dem größten

Freiluftmuseum Frankreichs,haben die elsässischen

Juweliereeinen Tannenbaum geschmückt. Töpfer,Wagner

und Schmiede zeigen besondere Krippen, und man

erfährt, wie die Christbaumkugeln entstanden. Abends

verleihen mehr als drei Kilometer Lichterketten, Lampions

und Laternen dem Orteinen wundervollen Glanz.

Geöffnet vom2.12. bis 6.1., 10-20 Uhr, Fr-Sa bis 21 Uhr.

Infos: http://www.noel.strasbourg.eu

DasWeihnachtsdorfhat bis zum 6.1. tgl. 10 bis 18 Uhrgeöffnet.

Infos: www.tourismus-elsass.com www.ecomuseealsace.fr,http://noel.tourisme-alsace.com/de/weihnachtsmärkte

Der Budapester Weihnachtsmarkt ist einer der stimmungsvollsten

in Europa. Aufdem Vörösmarty-Platz wirdauch

in diesem Jahr wieder der große Adventskalender an der

Fassade der traditionsreichen Konditorei Gerbeaud zu

sehen sein. Individuelles und originelles ungarisches

Kunsthandwerk, viele kulinarische Köstlichkeiten und

würziger Glühwein erwarten die Besucher. Indiesem

Jahr wirddas aus der Geburtskirche in Bethlehem stammende

Friedenslicht zum ersten Malauch auf dem Vörösmarty-Platz

entzündet.

Öffnungszeiten: täglich vom10bis 20 Uhr, am 24. Dezember

bis 14 Uhr. Infos: http://budapestinfo.hu

Christmas in New York City: Der Weihnachtsbaum im

Rockefeller Center leuchtet bereits. Mit diesem Christmas

Tree Lighting begann die Vorweihnachtszeit in New

York. Bis Mitte Dezember ist das Christmas Shopping

hier noch relativ entspannt. Zahllose Schnäppchen, Ausgefallenes

und Trendiges findet man am Times Square

und in der Fifth Avenue oder bei Macy’s, Bloomingdale’s,

Saks und in den vielen kleinen Boutiquen. Eisläufer sind

im Central Park,amRockefeller Center,imProspect Park

oder am American Museum of Natural Historyzusehen.

Im Kaufhaus Macy’s ist der Besuch im Santaland, eine

liebevoll weihnachtlich und festlich gestaltete Winterlandschaft,

ein Muss. Allerdings dauert esetwas, ehe

man dort dem Santa Claus begegnet und ein Erinnerungsfoto

bekommt. Biszum 30. Dezember startet sonntags

um 17.30 Uhrdie „Christmas Holiday Walking Tour“

(Preis: 20 Dollar) vonder Park Avenue,über die 5th Avenue

zum Rockefeller Center, vorbei an der St. Patrick’s

Cathedral, kleinen Märkten und Boutiquen wie Cartier’s.

Macy’s-Öffnungszeiten: Bis23. Dezember Mo-Fr9-21 Uhr,

Sa/So 8-21 Uhr, am 24. Dezember 7-16.30 Uhr.

Infos: www.nycinsiderguide.com


8 Verlagsbeilage · F reitag, 30. November 2012· ·

Die Verpackung

ist entscheidend

Weihnachten ist auch das Fest der Geschenke –aber was

sind diese schon ohne passendes Einpackpapier und passende

Schleife? Und selbst die eigene Wohnung will von

vielen zum Fest etwas feierlich gestaltet werden –mit

Christbaumkugeln, Amaryllisblüten oder auch Perlenbändern.

Vor dem Fest

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Hilfe, die di

von Herzen

kommt. mmt.

CHRISMAS DECORATION (2)

Bei somanchem könnten die Stunden vor der langersehnten

Bescherung Heiligabend zu plötzlichen panischen

Umtrieben führen. Bevor nämlich der eigene

Beutezug beginnen und die so sehr gewünschten Geschenke

in Augenschein genommen werden können,

ist erst mal noch Arbeit angesagt. Schließlich müssen ja

noch die ganzen Gaben, die in letzter Minute unter

Hochdruck für die liebe Verwandtschaft erhascht wurden,

in eine ansprechende Hülle gezwängt werden.

Denn genauso wie Kleider Leute zu ebensolchen machen,

verleiht auch erst die Verpackung den Geschenken

den richtigen Flair.

ZumGlück haben die Kaufhäuser Erbarmen mit ihren

gestressten Kunden, und es gehört zum meist kostenlosen

Service, dass sich das eben Gekaufte mit geschickten

Fingernunter den Mantel der Überraschung

schiebt. Schwierig wird eigentlich nur die Frage, welches

Papier wohl die größteVerzückung hervorruft. Der

Trend, das zeigt ein Streifzug vorbei an den Verzier-Stationen

in dieser Stadt, geht zur schlichten Verpackung.

Rentiere mit Weihnachtsmann-Mütze, die sich durch

das Schneetreiben pflügen, zählen da schon zu den

ausgefalleneren Motiven. Mehr als ein goldenes Merry

Christmas oder Fröhliche Weihnachten auf rotem oder

grünem Grund ist meist nur schwer zu finden. Zudem

gewinnt das Thema Recycling bei den Kunden an Bedeutung.

Torsten Kruse, Geschäftsführer von Galeria

Kaufhof am Alexanderplatz, sagt: „Der Trend geht weg

von zack zack auspacken und wegwerfen. Immer stärker

werden Kartonagen nachgefragt, die wiederverwertbar

sind.“ Wenn es allerdings um die Schleife geht,

die sich elegant um die Verpackung windet, darf es

dann doch schon ein wenig konventioneller sein und

vor allem auch knalliger.Vom sonnigen Gelb über das

klassische Rot bis hin zum grellen Hellgrün kann man

sich auf der ganzen Palette des Farbspektrums frei nach

Belieben austoben.

Doch nicht jeder wird inden komfortablen Genuss

der Einpack-Hilfe kommen. Und sobleibt am Ende

dann doch für viele nur der Selbstversuch als Alternative.

Die erste Schwierigkeit fängt schon an, wenn es

darum geht, die richtige Passformfür den entsprechenden

Inhalt zu finden. Die quadratische CD oder der

rechteckige Schmöker mögen die Sache ja noch relativ

unkompliziert machen. Glücklicherweise hat auch die

Industrie ein Herz für die eher unbegabteren Verpacker

und hat sich auf meist rechtwinklige Kartons eingerichtet.

Doch irgendwann wird jeder an den Punkt kommen,

an dem die erste wirkliche Prüfung ansteht. Der

edle Tropfen, der in dickem Flaschenbauch, könnte

eine sein.

Eine Notlösung, die so gut wie immer funktioniert,

ist Alufolie.Mit der passenden Schleife dazu verleiht sie

den Gaben mit ihrem silbernen Glanz ein durchaus ansprechendes

Erscheinungsbild. Auch die knautschige

Klarsichtfolie ist laut Torsten Kruse erlaubt. „Immer

häufiger werden Accessoires wie kleine Geschenke an

dem Geschenkpapier festgemacht. Da darf esdann

auch schlichter sein.“

Werinder größten Verpackungs-Not zur Altpapiersammlung

geht und hofft, seinen SpätstartindieWeih-

nachtssaison mit den Nachrichten der letzten Tage kaschieren

zu können, der läuft Gefahr, beim Fest zum

Außenseiter zu werden. Zeitungspapier ist und bleibt

ein Tabu.

Doch nicht nur die Geschenke sollen Weihnachten

hübsch aussehen. Fast noch wichtiger ist vielen, dass

auch die eigeneWohnung festlich erstrahlt.„Früher gab

es viel mehr Weihnachtsverweigerer als heute. Immer

mehr möchten es sich zu Hause so richtig gemütlich

machen“, sagt Kruse. Auf die richtige Dekoration

kommt es an. Girlanden, leuchtende Weihnachtsmänner,

schlichte Zweige. Natur in den eigenen vier Wänden,

das wünschen sich immer mehr.Das gilt nicht nur

für den Weihnachtsbaum und den Adventskranz. Auch

Moos, Tannenzapfen und Birkenstämmchen gehören

inzwischen zur Standardausstattung in vielen Haushalten.

Passend zusammengestellt, lässt sich vieles, was

Bäume und Sträucher so zu bieten haben, als Mitbringsel

in den weihnachtlichen Hüttenzauber integrieren.

Nicola Fink vomFachverband Deutscher Floristen sagt:

„Stimmungsvolle florale Dekorationen in den traditionellen

Farben Rotund Grün sind ein Dauertrend im Advent.

In diesem Jahr dominieren vielfach handgefertigte

Unikate und Naturmaterialien die adventliche

und weihnachtliche Floristik.“

Ob zum Heiligen Abend 2012 der Schnee die Stadt

verhüllt, kann derzeit natürlich noch niemand genau

7Weihnachtsfilialen

hat die Post –inHimmelpfort,

Himmelpforten, Himmelstür,

Nikolausdorf, St. Nikolaus, Engelskichen.

sagen. DieMöglichkeiten, zumindest zu Hause ein wenig

nachzuhelfen, sind groß. Ob Streu- oder Kristallschnee,Schneewatte

oder Zupfschnee.Viele Wege führenzum

Ziel der künstlichen weißen Weihnacht.

Doch auch der Pomp gehört invielen Haushalten

nach wie vor zueinem schönen Weihnachtsfest dazu.

Bei Christbaumkugeln, Kerzen und Sternen darf es

dann auch gerne mal klassisch golden sein. In Kombination

mit Amaryllisblüten, Rosen und Winter-Jasmin

wirdesbesonders feierlich. Undwer es gar ein bisschen

schwermütig oder barock mag, braucht sich nur um

Perlen, Schmuckdraht oder Metallic-Bänder zu bemühen.

Undschon ist das in sich geschlossene Gesamtbild

perfekt.

Nunmag es auch ein wenig an Zeit oder gar an Muße

mangeln, um sich dem Dekorations-Rausch hinzugeben.

DerTipp vomExperten lautet:„Auch mit kleineren

Dingen wie Nussknackern oder anderen Figuren, die

Weihnachten interpretieren, lässt sich die passende Atmosphäreins

Haus holen“, sagt Kruse. (pae.)

Nur richtig verpackt ist ein Geschenk auch ein Geschenk. Gefragt ist häufig aber auch schlichtes Papier.

AKTION vom 26.11. bis zum 2.12.2012

Für jedes bei Bäcker Wiedemann verkaufte

Honigkuchen-Herz gehen zehn

Cent an ein Kinderclubhaus in Neukölln.

Mit einer großen Hilfsaktion für Kinder stellt sich

Bäcker Wiedemann in der diesjährigen Vorweihnachtszeit

einmal mehr in den Dienst der

guten Sache: Für jedes verkaufte Honigkuchen-

Herz spendet der Berliner Traditionsbäcker

zehn Cent an das Kinderclubhaus Sternschnuppe

in Neukölln.

Sich selbst und anderen Gutes tun.

Nicht nur den Kindern in Neukölln tut man Gutes,

wenn man die leckeren Honigkuchen von

Bäcker Wiedemann genießt, sondern auch

sich selbst. Denn schon in der Herstellung sind

die schmackhaften Honigkuchen-Herzen etwas

ganz Besonderes. Sie werden nämlich –imGegensatz

zu billigen Lebkuchen –ganz ohne Zucker

gefertigt; nach überliefertem Familienrezept wird

ausschließlich mit reinem Bienenhonig gesüßt.


·

W

480

Selbst gemachter

Millionen Killowattstunden Strom verbrauchen

die Deutschen am 25. Dezember.

Rund ein Drittel mehr als an anderen Tagen.

Verlagsbeilage · F reitag, 30. November 2012 9 ·

Vor dem Fest

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Altes Geschirr? Das lässt sich ändern. Mit Porzellanmalstiften

lässt sich daraus ein Geschenk zaubern.

Weihnachten könnte eigentlich so schön sein. Wären

da nicht diese Geschenke.SchonWochen imVoraus beginnt

die nervenauftreibende Jagd nach ihnen. Etwas

Planung, Organisation und ein geschickter Ellenbogen

sind dabei alles,will man Heiligabend nicht mit leeren

Händen dastehen. Aber was soll es nur sein: Socken für

Vati? Ohrringe für Mutti? DiePlaystation für den Sohnemann

und das iPhone für das Töchterchen? Und die

Brotbackmaschine für die Schwägerin?

Weder noch.Werindiesem Jahr bei den Geschenken

die Nase vornehaben will, der legt selbst Hand an –und

bastelt.

Einselbst gebasteltes Geschenk ist immer noch das

schönste Geschenk. Das ist aber nicht nur irgendeine

Floskel, es ist ein neuer Trend. Kulturwissenschaftler

sprechen mittlerweile von einem neuen Bedürfnis

nach Arbeit, die einen Wert hat. Etwas selber zu machen,

schaffe einen Wert, der jenseits der klassischen

Lohn-Achtungs-Modelle liege.Wer etwas mit seinen eigenen

Händen schafft, der bekommt nicht nur Dank,

sondernauch Respekt und Anerkennung.

Für ein passendes Geschenk braucht es nicht viel:

ein bisschen Kreativität und vielleicht noch den Blick

ins Internet. Zahlreiche Internetseiten zeigen originelle

Geschenkideen und liefern gleich die entsprechende

Bastelanleitung mit. Sei esfür den ausgefallenen Kleiderhaken

aus einem besonders markanten Stück Holz,

für die ausgediente Käsereibe als Schmuckbaum oder

Brust raus: Krawatten müssen nicht langweilig sein –

vor allem wenn man sie selbst näht.

für den selbst designten Lampenschirm. Das Beste an

den Geschenken Marke Eigenbau: Man kann sie ganz

nach dem Geschmack und den Vorlieben des Beschenkten

gestalten. Die Frage, obesdas auch in der

Farbe Rosa zu kaufen gebe,stellt sich nicht mehr.Man

macht einfach.

Den Ideen und der Kreativität sind dabei keine

Grenzen gesetzt. Mankann kleine Handtaschen für die

Tochter oder die Nichte nähen und mit diversen Accessoires

verzieren. Genauso lassen sich Krawatten nähen

und gestalten, bunte Kissenbezüge oder feine Kimonos.

Man kann Schlüsselanhänger und Kühlschrankmagneten

basteln, Vasen verzieren und Windlichter

bauen. Dieselbst gemachten Geschenke müssen dabei

oft nicht einmal teuer sein, um große Wirkung zu erzielen.

Zum Beispiel kann man auch altem Porzellan zu

neuem Glanz verhelfen. Mit speziellen Porzellanmalstiften

ist das problemlos möglich. So bekommen Teller,

Schüsseln und Tassen ein neues und individuelles

Aussehen.

Jahrelang galt es als öde und einfallslos: selbst gestrickte

Sachen –seien es Socken, Pullover oder Mützen.

Aber Stricken ist wieder in. Mittlerweile gibt es sogar

eigene Strickcafés, indenen sich Strickbegeisterte

treffen und gemeinsam stricken. Beim sogenannten

Urban Knitting werden ganze Straßenlaternen, Geländer

oder Parkbänke bestrickt.

Auch Körperpflege-Produkte lassen sich selbst herstellen.

So wie das selbst gemachte Körperpeeling beispielsweise.

Die Zutaten dafür hat man schon im Küchenschrank

stehen: EineTasse Zucker,entweder braunen

oder weißen Zucker,jenach Geschmack. Zwei Teelöffel

grobes Meersalz, Olivenöl und je nach

Geschmack noch einige Tropfen ätherisches Öl zum

Beduften –zum Beispiel Lavendel und Melisse.

Werselber nicht gerne bastelt, aber doch gerne etwas

Selbstgemachtes verschenken möchte, wird auf

den Weihnachtsmärkten oder im Internet fündig. So

wie beispielsweise bei Dawanda.de –eine Artvirtueller

Marktplatz für Selbstgemachtes.Mit rund 2,5 Millionen

Produkten ist das Portal Marktführer in Europa. Hier

gibt es Selbstgemachtes aller Art: Porzellan, Kinderkleidung,

Kissen, Handtaschen, Möbel oder Schmuck.

Wert

STADIONANDERALTENFÖRSTEREI

WEIHNACHTS

SINGEN

FOTOLIA, DAWANDA

Wermit seinem Weihnachtsgeschenk punkten will, der legt

selbst Hand an –und bastelt. Das ist nicht etwa altmodisch und öde,

sondern ein neuer Trend. Für dieses Weihnachtsfest wird gestrickt,

gehäkelt, geschnitten und geklebt. Dabei sind der Kreativität so gut

wie keine Grenzen gesetzt.

23.12.12

SONNTAG|19UHR


10 Verlagsbeilage · F reitag, 30. November 2012· ·

Beste Wünsche in

einem Aufwasch

Seit 1843 gibt es sie –Weihnachtskarten. Mit ihnen lässt sich kurz

und knapp grüßen und ein wichtiges Ereignis mitteilen. Besondere

Designs sind heute sehr gefragt –die Farben Eisblau und Silber

sind dieses Jahr in. Werhelfen will, kann Unicef-Karten kaufen,

deren Erlös Kindern in Afrika zugute kommt.

Vor dem Fest

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CD (3); FOTOLIA

DDa war doch noch was? Aber was bloß? DieGeschenke

etwa? Nein, die sind alle schon gekauft. Aber irgendetwas

fehlt noch. Klar, die Weihnachtskarte! Wenn sich

das Jahr dem Ende neigt, wirdeshöchste Zeit, noch einmal

an all die Menschen zu denken, die man das Jahr

über vernachlässigt hat. Weihnachtskarten bieten dabei

nicht nur die Möglichkeit, dem Empfänger frohe

Weihnachten und einen guten Rutsch in einem Aufwasch

zu wünschen. Sie bieten vielmehr auch die

Chance,noch einmal das Jahr kurzRevue passieren zu

lassen: sei es der Umzug in eine neue Stadt, eine Trennung,

Scheidung, eine neue Liebe, ein neuer Job, die

Geburteine Kindes oder gar ein Todesfall.

Die Auswahl an Weihnachtskarten ist dabei schier

unendlich: Sei esnun ganz klassisch mit verschneiter

Winterlandschaft, sei es edel designt oder witzig gestaltet.

Weihnachtskarten sind genauso individuell und

unterschiedlich, wie es die Empfänger auch sind. Aus

diesem Grund sollte man sich vordem Kauf überlegen,

über welches Motiv und welche Art von Weihnachtskarte

sich der Beschenkte wohl am meisten freuen

würde.Doch auch bei Weihnachtskarten gibt es Trends

und Modefarben. DieTrendfarben für das Weihnachtsfest

2012 sind beispielsweise eisiges Blau und edles Silber.„Zudem

geht der Trend zu speziellen und originell

gestalteten Karten“, sagt die Illustratorin Inga Thiele.

Vorallem Firmen legten mittlerweile großen Wert auf

hochwertige und individuell gestaltete Karten. „Die

08/15-Karte ist sozusagen out“, sagt Thiele.

MiteinerWeihnachtskarte lassen sich aber nicht nur

Wünsche zum Fest und zum neuen Jahr verschicken,

sondern man kann damit auch etwas Gutes tun. Zum

Beispiel, wenn man mit dem Kauf einer Karte die SOS

Kinderdörfer unterstützt. Seit Anfang November können

zudem die Kunden vonKaiser’s in mehr als 500 Filialen

die bekannten Unicef-Grußkartensets kaufen.

Zum Preis von 7,50 Euro sind zwölf unterschiedliche

Kartensets mit jeweils fünf Doppelkarten inklusive

Umschlägen erhältlich. Das Besondere ander Aktion:

Dergesamte Erlös geht an das KinderhilfswerkUnicef.

„Bereits im vergangenen Jahr wurde die Aktion vonunseren

Kunden sehr gut angenommen und das Ergebnis

hat alle Erwartungen übertroffen“, sagt Raimund Luig,

Geschäftsführer der Kaiser’s Tengelmann GmbH. Im

vergangenen Jahr kamen bei der Aktion mehr als

138000 Euro zusammen. Bereits fünf verkaufte Grußkarten

reichen aus, um Kindern in Krisengebieten

zwölf Packungen hochproteinhaltige Kekse bereitzustellen.

Besonders in Nordafrika und der Sahelzone ist

die therapeutische Zusatznahrung ein unverzichtbarer

Lebensretter für schwer mangelernährte Kinder.

Die erste Weihnachtskarte stammt übrigens aus

dem Jahr 1843. Derjunge Beamte HenryCole hatte gerade

wenig Zeit für das damals übliche Briefeschreiben

mit ausführlichen Glück- und Segenswünschen an alle

Freunde, Bekannte und Verwandte. Deshalb wandte

sich der Brite an den Illustrator und Maler John Callcott

Das Design der Weihnachtskarten hat sich im Laufe der Zeit sehr geändert–von klassisch zu lustig.

Horsley. Dieser sollte für Cole eine Weihnachtskarte

entwerfen. DerText sollte dabei lauten: „Merry Christmas

and aHappy New Year to You“. Ein Klassiker war

geboren. Denn bis heute hat sich dieser Spruch eigentlich

kaum verändert. Horsley ließ sich bei der Gestaltung

durch die Form eines Altarbildes inspirieren und

komponierte das Bild eines harmonischen Familienfests.

Umrahmt wurde die Szenerie von Zweigen und

Reben, die dem Betrachter Fröhlichkeit und Wohltätigkeit

vermitteln sollten.

Die Karte maß 8,5 auf 14,5 Zentimeter. Das entspricht

heute ungefähr dem Standard-Postkartenformat.

In seiner eigenen Lithografen-Anstalt druckte

Henry Cole damals 1000 Exemplare von dieser Karte,

die noch von Hand koloriert wurden. Er verkaufte die

Karten für einen Shilling, was unter den damaligenVerhältnissen

ein horrender Preis war. Aber die Weihnachtskarte

kam an. Schon ein paar Jahre später wurden

Karten in höheren Auflagen gedruckt, sodass sie für

fast jedermann erschwinglich wurden. Im Dezember

2005 wurde die Originalkarte auf einer Auktion zum

Preis von9000 Pfund versteigert.

In den USA wurden die ersten Weihnachtskarten

1874 durch Louis Prang in Boston gedruckt. Prang verbesserte

den Farbdruck und benutzte bis zu zwanzig

230

Euro will jeder Deutsche dieses Jahr im

Schnitt für Weihnachtsgeschenke ausgeben,

das sind 8Prozent mehr als im Vorjahr.

verschiedene Farben. Er führte andereFormate ein und

organisierte Wettbewerbe für die künstlerische Gestaltung

seinerWeihnachtskarten. Diehohe Qualität seiner

Produkte und die verhältnismäßig gefühlvollen Texte

auf der Innenseite machten ihn zu einem erfolgreichen

Unternehmer. 1880 stellte er mehr als fünf Millionen

Glückwunschkarten im Jahr her.

Auch im Deutschland des 19. Jahrhunderts war das

Briefeschreiben zu Weihnachten üblich gewesen. Hierzulande

begann sich die Weihnachtskarte erst um 1900

durchzusetzen. Zwar wurden in Deutschland bereits

große Mengen von Weihnachtskarten für den Export

produziert, bis zum Ersten Weltkrieg sendeten die

Deutschen zu Weihnachten aber überwiegend sogenannte

Wunschblätter. Das waren Briefbögen mit gedruckten

Randornamenten und oft einem Bild, in die

handschriftliche Grüße oder Gedichte eingetragen

wurden. (spa.)

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Wohl keine Straße spiegelt

die Geschichte Berlins

wie diese – die Friedrichstraße.

Vom multikulturellen

Mehringplatz in Kreuzberg über

den charmanten Einkaufsboulevard

zwischen Leipziger Straße und Unter

den Linden bis zur Kreativmeile

Richtung Torstraße präsentiert die

Straße die Facetten der Hauptstadt

auf wenigen Kilometern. Eines haben

die verschiedenen Ecken der

Friedrichstraße aber gemeinsam:

Es ist hektisch, lebendig und vielfältig.

Großstadt eben. Nur abends,

wenn die Weihnachtsbeleuchtung

eingeschaltet wird,wandelt sich die

Stimmung. Der Lichterglanz sorgt

für weihnachtliche Stimmung und

EinkaufsboulEvard

frIEdrIchstrAssE

tagsüber hektisch,

abends gemütlich

Zwischen torstraßeund Mehringplatzzeigt sich

Berlin vonseiner großstädtischen seite

wirkt beruhigend. Selbst die wegender

U-Bahn-Bauarbeiten an der

Ecke Unter den Linden oberirdisch

verlegten Leitungen verschwinden

im Lichtermeer des Advents unter

Sternenund Sternschnuppen.

Weihnachtlicher Lichterglanz

Mateusz Hartwich, der Geschäftsführer

der Interessengemeinschaft

Friedrichstraße, mag

diese Ausstrahlung, vor allem zur

Weihnachtszeit. Und er freut sich,

dass die Weihnachtsbeleuchtung

wie inden Jahren zuvor von den

Geschäftsleuten und Unternehmen

entlang der Friedrichstraßefinanziellermöglicht

werden konnte. Mehr

als30Unternehmen habenGeldzur

Beleuchtung dazugegeben. „Vom

kleinen Einzelhändler bis zum großen

Konzern“, sagt Hartwich. „Die

Geschäftsleute zeigen,dass siesich

für den Standort verantwortlich

fühlen.“ Wenngleich die großzügig

über die Friedrichstraße verteilte

Beleuchtungschon ausreichen würde,

haben sich die Boutiquen, Kaufhäuser

undFachgeschäfte ebenfalls

in einen besonderen Lichterglanz

gehüllt. Wie ein Ruhepol wirkt zwischen

der Hektik des Weihnachtsgeschäfts

der Weihnachtsmarkt auf

demGendarmenmarkt,„derschönste

Weihnachtsmarkt der Stadt“, wie

Mateusz Hartwichsagt.

Anlässe, in die Friedrichstraße

zu kommen, gibt eseigentlich das

Advent in BerlinsMitte

Weihnachtsstimmung in der Friedrichstraße. Foto: Christian Kruppa

ganze Jahr, denn die Straße hat mit

ihren unzähligen Geschäften und

Restaurants wieder zu ihrem einstigen

Glanz gefunden. Im Norden

rund um den S-Bahnhof reihen

sich mit dem Friedrichstadt-Palast,

dem Quatsch-Comedy-Club, dem

Admiralspalast und der Distel die

Bühnen, während die passenden

Weihnachtsgeschenke Richtung

Süden zu finden sind. Vorbei am

Kulturkaufhaus geht entlang von

„The Q“ Richtung Galeries Lafayette,

den Stores namhafter Modemarken,

Parfümerien und Juweliere.

In Höhe des Checkpoints Charlie

erinnert das vom Künstler Yadegar

Asisi geschaffene Panorama der

Mauer an das geteilte Berlin, während

rund ums alte Zeitungsviertel

in Kreuzberg Kaffees und Restaurant

Ruhe vom Treiben des Alltags

versprechen.„In keiner anderenGegend

gibt so viele Restaurants mit

» Anlässe indie

Friedrichstraße

zu kommen, gibt

es eigentlich das

ganze Jahr. «

Michelin-Sternen wie rund um die

Friedrichstraße“,sagtMateusz Hartwich.Vom

Fischers Fritzund seinem

Sternekoch Christian Lohse imRegent

(Charlottenstraße49) über das

Margaux (Unter denLinden78D)bis

hinzum VAU(Jägerstraße54D)und

Tim Raue (Rudi-Dutschke-Straße

26)reichtdie Palette–und istlängst

nicht vollzählig. „Die Friedrichstraße

ziehtdie verschiedenen Gruppen

an“, sagt Mateusz Hartwich. Berlin-

Touristen, Studenten, Geschäftsleute,

Kulturfreunde oder Berliner

in Shoppinglaune: sie alle werden

in derFriedrichstraßefündig. (gäd)

INforMAtIoNEN

www.friedrichstrasse.co


S

Stille Nacht, Heilige Nacht? Vonwegen. In vielen Familien

steht neben Festessen und Bescherung auch jede

Menge Streit auf dem Programm. Laut einer Umfrage

des Online-Auktionshauses Ebay hat fast jeder zweite

Deutsche Angst vorFamilienstreit an den Weihnachtsfeiertagen.

Ein falsch gekauftes Weihnachtsgeschenk,

das richtige Wort zur falschen Zeit, ein ungeschickter

Kommentar –und schon fliegen mal wieder gewaltig

die Fetzen. Gerade an den so besinnlich-fröhlichen

Festtagen zoffen sich Familien und Paare besonders

gern. Aber warum eigentlich? „Perfekt-idyllische Weihnachten

gibt es einfach nicht“, sagt der Psychologe Fritz

Propach, Vorsitzender von Pro Psychotherapie e.V. Die

Werbung mache uns mit glücklichen Kindern, Puderzuckerschnee

und Kerzenschein etwas vor.

Die Realität sieht dabei häufig anders aus: Statt Einigkeit

und Harmonie gibt es Weihnachten vor allem

eines: Stress.Bei vielen Familien habe sich mittlerweile

ein regelrechter Weihnachtsfrust entwickelt, erklärtder

Psychologe. Denn zwischen Weihnachtsfeiern imKindergarten,

im Büro und im Verein, neben der Geschenksuche,

dem Esseneinkaufen und der Arbeit sei

oft keine Zeit mehr,umKonflikte zu lösen oder um einfach

mal auszuspannen. ZumWeihnachtsfest seien daher

viele Menschen ausgelaugt und empfindlich. Streitereien

sind quasi programmiert –besonders weil die

Erwartungen an das Fest hoch sind. Denn Weihnachten,

so die Vorstellung, soll die ganze Familie fröhlich

sein und harmonisch miteinander umgehen –und das

mehrereTage lang.

Die Familienpsychologin Brigitte Schweizer hat

Tipps,wie sich der Familienstreit vermeiden lässt.

Keine falschen Hoffnungen: „Unerfüllbare Erwartungen

sind eine der Hauptursachen für Konflikte.Das

fängt oft schon mit dem Wunsch nach weißen Weihnachten

an“, erklärt die Psychologin. Gerade Weihnachten

träfen diverse Erwartungshaltungen aufeinander.Der

eine möchte an Traditionen festhalten, der an-

·

80

Prozent der in Deutschland

verkauften

Weihnachtsbäume sind Nordmanntannen.

Verlagsbeilage · F reitag, 30. November 2012 11 ·

Vor dem Fest

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dere würde sie am liebsten durchbrechen. Weil gerade

KinderndasWeihnachtsfest sehr wichtig sei, rät Brigitte

Schweizer, den Ablauf mit den Kindern vorher zu besprechen.

„Dann wissen alle Bescheid, was in den

Weihnachtstagen geplant ist.“

Prioritäten setzen: Das Jahresende ruhig und besinnlich

ausklingen lassen –das ist zu schön, um wahr

zu sein. Gerade im Dezember kommt oft alles zusammen:

Stress in der Arbeit, Weihnachtsfeier mit der Abteilung,

Krippenspiel der Kinder. Für Eltern ein Drahtseilakt

–und eine Herausforderung an deren Zeitmanagement.

Schweizer rät deshalb: „Es kommt darauf

an, Prioritäten zu setzen.“ Nicht jede Weihnachtsfeier

ist Pflicht. Manmuss auch Nein sagen können. DiePsychologin

rät Arbeitnehmern, nur die wichtigsten Veranstaltungen

zu besuchen. Außerdem solle man die

Weihnachtsfeiertage als wertvolles Geschenk betrach-

Tipp

DERKüchENchEfEmpfIEhlt

Kohl zumfest

Das Restaurant ALvis ist bekannt

dafür, dass dort vor allem

mit regionalen Zutaten

gekochtwird.KüchenchefWolfgang

Kanow empfiehlt zur gebratenen

Gans Grünkohl.

Zutatenfür vier personen: 1Kilogramm

handgestrippter(nichtdurch

den Wolf gedrehter) tiefgefrorener

Grünkohl, 1/4 lGemüsebrühe, 1/4 l

Gänsefett, 200 gBauchspeck, 1Gemüsezwiebel,

ein zu Semmelmehl

geriebenes Brötchen,Salz, Peffer.

Die Zubereitung: Speck und

Zwiebel imGänsefett anschwitzen,

den gefrorenen Grünkohl dazuge-

Rezept

ten. „Zeit ist besonders in unserer heutigen Arbeitswelt

ein kostbares Geschenk. DieWeihnachtsfeiertage bieten

Elternund KindernZeit für Dinge,die sie gerne machen

wollen.“

Arbeitsteilung: Lastet die Organisation des Weihnachtsfests

nur auf einer einzigen Schulter,dann seien

Stress und Streit unausweichlich, sagt die Psychologin.

Daher ihr Tipp: DieAufgaben sollten innerhalb der Familie

verteilt werden. DieKinder können zum Beispiel

den Baum schmücken, die Schwiegereltern sorgen für

den Nachtisch, die Einkäufe erledigt die Frau, der Mann

kümmert sich um passende Getränke und Kochen ist

Familiensache.

Es muss nicht alles perfekt sein: „Würstchen und

Kartoffelsalat“ –das wünschen sich laut einer Umfrage

rund 30 Prozent aller Deutschen als Essen am Heiligen

Abend. „Vor allem Frauen sollten sich selbst gegenüber

toleranter sein. Weder muss die Wohnung für Weihnachten

perfekt geputzt sein, noch muss es an drei Tagen

hintereinander ein Festmenü geben“, sagt Brigitte

Schweizer. Ähnliches gelte auch für die Sonderwünsche

der Gäste: Opa ist Diabetiker, der Bruder verträgt

keine Milch, die Schwägerin isst kein Fleisch –und so

geht es weiter.Ein Gastgeber sollte nicht versuchen, es

all seinen Gästen recht machen zu wollen.

Man kann nicht überall sein: „Auch beim Thema

Verwandtschaftsbesuche ist es wichtig, Prioritäten zu

setzen“, erklärt die Psychologin. Gerade bei Familien,

bei denen die Großeltern weit voneinander entfernt

wohnen, führtWeihnachten jedes Jahr zu einer Zerreißprobe.

Deshalb gelte: Die Zahl der Termine und Ortswechsel

muss erträglich und umsetzbar bleiben.

Man braucht auch mal Abstand: Die Kinder toben

kreischend durchs Haus, der Vater diskutiert lautstark

mit dem Schwiegervater,der Onkel plündertden Alkoholvorrat,

und in der Küche brennt die Soße ein –drei

Tage mit der ganzenVerwandtschaft können für alle Beteiligten

sehr anstrengend sein. Daher der Tipp: Man

muss nicht 24 Stunden aufeinander hocken. Rückzugsorte,

lange Spaziergänge oder auch interessante Zeitschriften

und Bücher beschäftigen dieVerwandten und

lassen keine Zeit für Streitereien. Heikel wird es, wenn

die Beziehung zu den Schwiegereltern oder Geschwisternvon

Haus aus unterkühlt ist. Familien können versuchen,

„erwachsen“ mit der Situation umzugehen;

kritische Themen sollten Weihnachten gar nicht erst

angesprochen werden. Der Rat der Psychologin: Die

Zusammensetzung der Weihnachtsfeier ändern. „Wer

Freunde einlädt, lockertdie Familienbindung.Typische

Familienthemen bleiben so außen vor“, erklärtSchweizer.

Planung ist alles: Panische Einkäufe bis kurzvor Ladenschluss

am 24. Dezember –das muss nicht sein. Mit

einem strukturierten Plan lassen sich Stress und Hektik

vermeiden.

Klasse statt Masse: keine Geschenke unter dem

Weihnachtsbaum? Für Kinder wahrscheinlich der Albtraum

schlechthin. Dabei muss nicht komplett auf Geschenke

verzichtet werden. „Aber man kann die Geschenke

auf ein realistisches Maßherunterschrauben“,

sagt die Psychologin. 230 Euro wollen die Deutschen

laut einer aktuellen Umfrage in diesem Jahr für Weihnachtsgeschenke

ausgeben. Eltern sollten, so die Psychologin,

die Aufrüstungsspirale durchbrechen. Aber

dabei nicht aus dem Rahmen fallen. „Wenn einer ein

iPhone schenkt, aber andererseits nur Socken bekommt,

ist schlechte Laune vorprogrammiert“, erklärt

Schweizer. (spa.)

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ben, weiter anschwitzen. Danach

mit der Brühe ablöschen und weiter

köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer

abschmecken. Nungibtman das geriebeneBrötchen

hinzu undlässtes

so lange köcheln, bis das Gänsefett

gebundenist.

Ein tipp zum Rotkohl: Der in

Streifen geschnittene Rotkohl und

die Gemüsezwiebel 24Stunden in

Glühweinmarinieren,abgießen und

den Rotkohl in Schmalz anschwitzen.

Dann mit Glühwein auffüllen,

Lorbeerblatt und Nelken, die Äpfel

(geschält undinWürfel geschnitten)

demRotkohl beigeben undweichkochen,

mit Salz, Pfeffer, Essig, Zucker

undMarmelade abschmecken. Wird

derRotkohl mitetwas Kartoffelstärke

gebunden, glänzt er appetitlich.

BERLINERPHILHARMONIKER

DIRIGENT SIR SIMON RATTLE

VIOLINE CHRISTIAN TETZLAFF

FELIX MENDELSSOHN BARTHOLDY

KONZERT FÜR VIOLINE UND ORCHESTER E-MOLL OP. 64

CD; NDR

LUDWIG VAN BEETHOVEN

9. SINFONIE D-MOLL OP. 125

SA.22.06.2013 • BEGINN 20.00UHR

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Tickets unter www. .de, 01805 -969 000 555 *

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Informationen unter www.deag.de

* (0,14€/Min. aus dem dt. Festnetz /max. 0,42€/Min. aus dem dt. Mobilfunknetz)

Abschied von

der Perfektion

Die Erwartungen sind groß. Manchmal zu groß. Es soll das Fest des

Friedens und der Freude sein. Es soll allen gefallen. Doch bei vielen

Familien endet Weihnachten im Streit. Dabei ist es gar nicht so

schwer,die Nerven zu behalten. Eine Psychologin gibt Tipps.

Weihnachten ist ein Familienfest. Aber nicht immer geht es so schadenfroh-lustig zu wie in der von Loriot erfundenen Familiengeschichte.

Örtliche Durchführung

KONZERTKARTEN

ZUM FEST

ESTRELTAINMENT

GRANDIOSE LIVE-SHOWS

DIE GESCHENK-

IDEE ZU

WEIHNACHTEN!

28.11. -26.12.

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05.- 27.JANUAR

ESTRELFESTIVAL CENTERBERLIN

SHOWTICKETSUNTER: 030 68316831

20 BIS 48,50 EURO ZZGL. GEBÜHREN

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Vom 26. November 2012

bis 23. Dezember 2012

Montag bis Freitag

14 – 22 Uhr

Samstag und Sonntag

12 – 22 Uhr


12 Verlagsbeilage · F reitag, 30. November 2012· ·

D

9100

Tonnen Lebkuchen haben die deutschen

Unternehmen von Januar bis September

in alle Welt exportiert.

Vor dem Fest

·······················································································································································································································································································

Der Heilige Abend steht bevor. Für die Weihnachtsmänner

dieser Welt ist das keine besinnliche, sondern

eine stressige Zeit. Jetzt geht es darum, sich auf den großen

Auftritt vorzubereiten. Familien müssen angerufen,

das Goldene Buch vonder Staubschicht befreit und

der Bart zurechtgezupft werden. Und damit beim

Hausbesuch auch nichts schiefgeht, wird jeder Handgriff

akribisch geplant. Nichts wäreschlimmer,als Kinder

zurückzulassen, die nach all der Vorfreude vom

Mann mit dem Rauschebartenttäuscht sind.

Damit das nicht passiert, wirdbei den Berliner Heinzelmännchen,

der größten Weihnachtsmann-Agentur

in Deutschland mit mehr als 5000 Buchungen proJahr,

nichts mehr dem Zufall überlassen. Bevor esimroten

Filzgewand auf Tour durch die Hauptstadt gehen kann,

müssen sich die Bewerber einem harten Casting stellen.

„Früher haben sich die Anwärter kurz vorgestellt,

und wir haben relativ schnell entschieden. Doch wir

haben gemerkt, dass das nicht mehr reicht“, sagt Hu-

Ping Chen, der beim StudentenwerkBerlin, zu dem die

Arbeitsvermittlung Heinzelmännchen gehört, den Einsatz

der rund 500 Weihnachtsmänner und 50 Engel koordiniert.

Mittlerweile bereitet ein Theaterpädagoge die angehendenWeihnachtsmänner

in einem extradafür konzipiertenWorkshop

vor. Dabei wirdgelernt, wie man Kinderaugen

zum Leuchten bringt und wie die Bescherung

zu einem Fest für die ganzeFamilie wird. Ganz wichtig

auch: Diegängigen Lieder muss der Schauspieler kennen.

Chen sagt: „Wir wollen sichergehen, dass die

Weihnachtsmänner auch wirklich einen guten Jobmachen.

Denn wenn sich jemand über sie beschwert, ist es

für den Betroffenen selbst eine halbe Katastrophe.“ Die

harte Schule habe sich inzwischen ausgezahlt.

Eigentlich kann jeder ein guter Weihnachtsmann

werden, einige Voraussetzungen sollte die Bewerber

aber mitbringen. „Man sollte schon ein richtiger Weihnachtsfan

sein“, sagt Chen. „Das heißt, dass man sich

auch mit Bräuchen und der Geschichte auskennt. Man

muss gut mit Menschen umgehen können und gute

Stimmung verbreiten können.“Welche Fähigkeiten be-

sonders gefragt sind, hängt dann natürlich starkdavon

ab, inwelchem Rahmen die Rauschebärte auftreten.

„Bei der Promotion im Kaufhaus sollten sie spontan

reagieren können. In der Kita ist der Weihnachtsmann

der sympathische Mann, der Geschenke bringt. Beider

Firmenfeier ist es wichtig, die Gesellschaft etwas aufzulockern.“

Egal für welchen Auftritt, zwei bis zweieinhalb Stunden

Vorbereitung pro Termin sollten die Weihnachtsmänner

schon einplanen.„Sie müssen versuchen, Infos

rauszukitzeln, die sie verarbeiten können. Das Repertoirereicht

vonMacken, Vorlieben bis hin zu Informationen

über ein Haustier, das die Beschenkten früher

mal hatten.“ Die Schwierigkeit bestünde dann darin,

diese Informationen zu einem gelungenen Programm

zu verweben. Und man sollte schon genau überlegen,

welche Informationen man preisgibt und welche nicht.

Fettnäpfchen lauernauf Weihnachtsfeiernviele.

DieEmanzipation macht auch voreiner der letzten

männlichen Bastionen nicht Halt. Weretwas Abwechslung

haben möchte, kann sich auch eine Weihnachtsfrau

ins Haus holen. DieHeinzelmännchen wollten damit

ein zunehmendes Problem lösen.„Es ist für uns immer

schwieriger geworden, Frauen unterzubekommen.“

Meistens kommen die weiblichen Bewerber

nach wie voraber als Engel daher,die den Mann mit der

dunklen Stimme begleiten. „Der Weihnachtsmann

kann manchmal schon beängstigend wirken. Mit einem

Engel ist die Atmosphäregleich eine ganz andere“,

sagt Chen. Wer einen waschechten Weihnachtsmann

inklusiveEngelsbegleitung bucht, ist mit 82 Euro dabei.

Alleine kosten die Weihnachtsboten die Hälfte.

Vor Weihnachten kann man beim Studentenwerk

auch einen Nikolaus ordern –mitsamt Mitra und Bischofsstab.Der

Service der Agentur hat sich kontinuierlich

erweitert. Knecht Ruprecht und die Heiligen Drei

Könige gehören genauso zum RepertoirewieVäterchen

Frost. Mit den Bestellungen sollte man sich allerdings

ein wenig sputen. Seit dem 1. November hat das Weihnachtsmann-Büro

schon geöffnet. Wer Heiligabend

Besuch bekommen möchte,sollte den Rauschebartbis

zum 6. Dezember geordert haben (Telefon-Hotline:

03039397711).

Lässt sich kein freier Weihnachtsmann mehr finden,

bleibt nur noch die Familienlösung.„Bei derVerwandtschaft

fällt den Kindern natürlich auf, wenn jemand

fehlt. Es hat alsoVorteile,wenn ein Fremder kommt“, so

Weihnachtsmann-Experte Chen. Zudem sei die Verwandlung

eine kostspielige Angelegenheit. Für ein gutes

Setsollte man mindestens 50 Euro investieren. Der

private Weihnachtsmann ist für Chen nur eine Notlösung.

„Wir geben so viel für Geschenke aus.Dasollte es

uns doch was wert sein, das Geld für einen richtigen

Weihnachtsmann auszugeben.“ Leuchtende Kinderaugen

sind dann auf jeden Fall garantiert. (pae.)

Profis mit Bart

oder Flügel

Die Nikoläuse, Weihnachtsmänner und Engel, die von den

Heinzelmännchen in Berlin zu Bescherung und Firmenfeier

geschickt werden, sind bestens geschult. Ein Theaterpädagoge

bereitet die Aushilfskräfte in Workshops auf ihren Job vor.Rund

5000 Auftritte werden sie in der Saison wieder absolvieren.

CHRISMAS DECORATION

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