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Die dritte Start- und Landebahn am Flughafen ... - heller & partner

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<strong>Die</strong> <strong>dritte</strong> <strong>Start</strong>- <strong>und</strong> <strong>Landebahn</strong> <strong>am</strong> <strong>Flughafen</strong> München<br />

Planung für die Zukunft


Inhalt<br />

Einleitung<br />

Ein Blick zurück<br />

Warum Riem geschlossen wurde<br />

Der Standort Erdinger Moos<br />

Der <strong>Flughafen</strong> München <strong>am</strong> heutigen Standort<br />

Entwicklung seit 1992<br />

Das Drehkreuz München: Zahlen, Fakten <strong>und</strong> Vergleiche<br />

Was der <strong>Flughafen</strong> bedeutet<br />

Standortfaktor für die bayerische Wirtschaft<br />

Bedeutung für die Region<br />

<strong>Die</strong> Rolle des Airports in Deutschland<br />

MUC als Jobmotor<br />

Beschäftigte <strong>am</strong> <strong>Flughafen</strong><br />

Auswirkungen auf die Region<br />

Wie Arbeitsplätze geschaffen werden<br />

<strong>Die</strong> Zukunft des <strong>Flughafen</strong>s<br />

Prognosen für 2020<br />

Frühere Prognosen<br />

Einflussfaktoren auf Prognosen<br />

Es wird eng <strong>am</strong> <strong>Flughafen</strong><br />

Zwei Bahnen reichen nicht mehr<br />

Warum schafft London-Heathrow mit zwei Bahnen mehr?<br />

Was passiert, wenn München „dicht“ ist?<br />

Von 90 auf 120<br />

<strong>Die</strong> Lage der <strong>dritte</strong>n Bahn<br />

<strong>Die</strong> Vorgaben bei der Planung<br />

Warum Vorzugsvariante 5b?<br />

Auswirkungen auf das Umland<br />

Lärm <strong>und</strong> Schadstoffe<br />

Muss abgesiedelt werden?<br />

Tiere, Pflanzen, Landschaft<br />

Projekte r<strong>und</strong> um den Ausbau<br />

Reduzierung von Emissionen<br />

Nachtflugbeschränkungen<br />

Einbindung der Region<br />

Umlandfonds als Ausgleich<br />

Verbesserung der Verkehrsanbindung<br />

Auf einen Blick<br />

Alle Zahlen, soweit nicht anders bezeichnet, Stand Juli 2006<br />

4<br />

5<br />

5<br />

6<br />

7<br />

7<br />

8<br />

10<br />

10<br />

11<br />

11<br />

12<br />

12<br />

14<br />

15<br />

16<br />

16<br />

18<br />

18<br />

20<br />

20<br />

21<br />

21<br />

22<br />

23<br />

2<br />

24<br />

25<br />

25<br />

26<br />

27<br />

28<br />

28<br />

28<br />

28<br />

29<br />

29<br />

30


Einleitung<br />

Liebe Leserinnen, liebe Leser,<br />

eines der größten Ausbauvorhaben in der Geschichte<br />

des Münchner <strong>Flughafen</strong>s ist die geplante <strong>dritte</strong><br />

<strong>Start</strong>- <strong>und</strong> <strong>Landebahn</strong>. Bereits im Februar 2007 hat<br />

die Regierung von Oberbayern das Raumordnungsverfahren<br />

mit einer positiven landesplanerischen<br />

Beurteilung abgeschlossen. Im August hat die <strong>Flughafen</strong><br />

München GmbH (FMG) den Antrag auf Einleitung<br />

des Planfeststellungsverfahrens gestellt.<br />

<strong>Die</strong> Diskussion in der Öffentlichkeit, insbesondere<br />

im <strong>Flughafen</strong>umland, zeigt aber, dass der Bedarf<br />

an Information ungebrochen ist. <strong>Die</strong> Ihnen hier vorliegende<br />

Broschüre möchte ihren Teil dazu beitragen.<br />

Ausführlich, transparent <strong>und</strong> nachvollziehbar legt sie<br />

dar, warum der Ausbau notwendig ist, welche Auswirkungen<br />

auf das Umland er mit sich bringt <strong>und</strong><br />

warum für die <strong>dritte</strong> Bahn nur ein Standort infrage<br />

kommt.<br />

<strong>Die</strong> <strong>Flughafen</strong> München GmbH (FMG) stellt sich der<br />

Diskussion <strong>und</strong> ist sich voll <strong>und</strong> ganz bewusst, dass<br />

ein Ausbauvorhaben dieser Dimension nicht nur<br />

Vorteile mit sich bringt, sondern auch Belastungen,<br />

insbesondere für die Anwohner.<br />

Wir möchten aber auch deutlich sagen, dass eine<br />

<strong>dritte</strong> Bahn nicht auf Weisung von Luftverkehrsgesellschaften<br />

geplant wird, sondern durch die stetig<br />

steigende Nachfrage nach Flugverbindungen für<br />

Passagiere <strong>und</strong> Fracht notwendig wird. <strong>Die</strong> gut 30<br />

Millionen Passagiere, die den Münchner <strong>Flughafen</strong><br />

bereits 2006 genutzt haben <strong>und</strong> deren Anzahl weiterhin<br />

steigt, sprechen eine deutliche Sprache.<br />

Das Mobilitätsbedürfnis von uns allen – von Privatpersonen,<br />

Geschäftsleuten, Unternehmen, Organisationen<br />

<strong>und</strong> allen, die mit Menschen in anderen<br />

Städten, Ländern <strong>und</strong> Kontinenten zu tun haben –<br />

ist hoch. Und dieses Bedürfnis, möglichst direkt an<br />

sein Ziel reisen zu können, steigt weiter.<br />

Wir freuen uns auf den Dialog mit Ihnen.<br />

Ihre <strong>Flughafen</strong> München GmbH<br />

Ein Blick zurück<br />

Warum Riem geschlossen wurde<br />

Am 12. Oktober 1949 wurde die <strong>Flughafen</strong> München-<br />

Riem GmbH gegründet, wenig später konnte eine<br />

neu angelegte, knapp 2 000 Meter lange <strong>Start</strong>- <strong>und</strong><br />

<strong>Landebahn</strong> in Betrieb genommen werden. Das<br />

deutsche Wirtschaftsw<strong>und</strong>er <strong>und</strong> die Erholung der<br />

Weltwirtschaft nach dem Krieg sorgten dafür, dass<br />

bereits sechs Jahre später über 270 000 Fluggäste<br />

in Riem gezählt wurden. Schon zu diesem Zeitpunkt<br />

wurden Ausbaumaßnahmen diskutiert, die generelle<br />

Perspektive für Riem analysiert. 1957 wurde die<br />

Verlängerung der <strong>Start</strong>- <strong>und</strong> <strong>Landebahn</strong> auf 2 600<br />

Meter beschlossen.<br />

<strong>Die</strong> Verlegung des Münchner <strong>Flughafen</strong>s in das Gebiet<br />

zwischen Augsburg <strong>und</strong> München oder in den Hofoldinger<br />

Forst sowie der Bau einer zweiten Bahn waren<br />

heiß debattierte Themen Ende der 50er <strong>und</strong> Anfang<br />

der 60er Jahre. Ein tragischer Unfall verschärfte die<br />

Diskussion, den <strong>Flughafen</strong> vom Stadtgebiet weg zu<br />

verlegen: Am 17. Dezember 1960 streifte eine zweimotorige<br />

Maschine nach dem <strong>Start</strong> das Turmkreuz<br />

der Münchner St.-Pauls-Kirche <strong>und</strong> stürzte auf eine<br />

Tr<strong>am</strong>bahn. 52 Menschen k<strong>am</strong>en ums Leben.<br />

Am 28. Dezember 1962 wurde der millionste Fluggast<br />

des Jahres begrüßt, fünf Jahre später waren<br />

es schon zwei Millionen Passagiere pro Jahr. 1967<br />

wurde das Raumordnungsverfahren für einen neuen<br />

<strong>Flughafen</strong> auf den Standort Erding-Nord ausgedehnt.<br />

Das Passagieraufkommen von deutlich über fünf<br />

Millionen im Jahr 1977 belegte einmal mehr, dass<br />

Riem den Anforderungen eines stetig wachsenden<br />

Luftverkehrs nicht mehr gewachsen war.<br />

1979 erteilte die Regierung von Oberbayern grünes<br />

Licht für den Bau des neuen <strong>Flughafen</strong>s im Erdinger<br />

Moos, im November 1980 begannen die Bauarbeiten.<br />

<strong>Die</strong> ursprüngliche Planung von vier Bahnen <strong>und</strong> die<br />

prognostizierten Passagierzahlen wurden von den<br />

Gerichten in Zweifel gezogen <strong>und</strong> nur zwei Bahnen<br />

genehmigt. Ein gerichtlich verhängter vierjähriger Baustopp<br />

verzögerte zunächst die Arbeiten, sie wurden<br />

dann jedoch zügig weitergeführt. Derweil drohten<br />

r<strong>und</strong> elf Millionen Passagiere die Kapazität in Riem<br />

zu sprengen. Am 16. Mai 1992 ging in Riem mit Erlöschen<br />

der Anflugbefeuerung ein Luftfahrtkapitel<br />

zu Ende.<br />

Passagiere <strong>am</strong><br />

<strong>Flughafen</strong><br />

München-Riem<br />

1955 270 000<br />

1962 1 Million<br />

1967 2 Millionen<br />

1977 5,3 Millionen<br />

1990 11 Millionen<br />

Riem mit seiner einzigen Runway war dem ansteigenden Flugverkehr auf Dauer nicht gewachsen. Drangvolle Enge für die Passagiere in Riem<br />

Der Tower (rechts) galt als Wahrzeichen.<br />

4 Einleitung<br />

Ein Blick zurück<br />

5


Der Standort Erdinger Moos<br />

Am 17. Mai 1992 nahm der <strong>Flughafen</strong> <strong>am</strong> neuen Standort,<br />

28,5 Kilometer nordöstlich des Münchner Stadtzentrums<br />

gelegen, schließlich seinen Betrieb auf. Das<br />

d<strong>am</strong>als einzige Terminal im Westen des 1 500 Hektar<br />

großen Areals verfügte über 20 gebäudenahe Abstellpositionen<br />

für Flugzeuge, auf dem Vorfeld West war<br />

Platz für weitere 39 Positionen.<br />

Das Gr<strong>und</strong>konzept aus den frühen siebziger Jahren,<br />

das zwei parallele, 4 000 Meter lange <strong>und</strong> 1 500 Meter<br />

gegeneinander versetzte <strong>Start</strong>- <strong>und</strong> <strong>Landebahn</strong>en vorsah,<br />

wurde verwirklicht <strong>und</strong> prägt bis heute das Bild<br />

des Münchner <strong>Flughafen</strong>s. Der Trend zu immer höheren<br />

Passagierzahlen <strong>und</strong> steigendem Frachtaufkommen<br />

zeigte sich auch im Erdinger Moos ungebrochen.<br />

Das weite Erdinger Moos bietet beste Voraussetzungen für den Betrieb eines Hub-<strong>Flughafen</strong>s.<br />

Zwölf Jahre Baustelle: der neue <strong>Flughafen</strong> Ende 1980 begannen die Bauarbeiten.<br />

Der neue <strong>Flughafen</strong> war zu keinem Zeitpunkt als<br />

„Ersatzflughafen“ für Riem mit dessen bescheidenen<br />

Verkehrszahlen geplant. Stattdessen liefen bereits<br />

Jahrzehnte vor der Inbetriebnahme zahlreiche Untersuchungen<br />

<strong>und</strong> Planungen, den Luftverkehr in München<br />

<strong>und</strong> Bayern für die Zukunft bedarfsgerecht <strong>und</strong> langfristig<br />

zu gestalten.<br />

Allzu vorsichtige Prognosen führten allerdings dazu,<br />

dass der neue <strong>Flughafen</strong> eher unterdimensioniert<br />

geplant <strong>und</strong> gebaut wurde. Schon während der Bauzeit<br />

<strong>und</strong> später im Laufe des Betriebs sind zahllose<br />

Änderungen <strong>und</strong> Kapazitätserweiterungen notwendig<br />

geworden.<br />

Der <strong>Flughafen</strong> München <strong>am</strong> heutigen Standort<br />

Entwicklung seit 1992<br />

<strong>Die</strong> Entwicklung der Passagierzahlen <strong>und</strong> der Anstieg<br />

der Flugbewegungen des Münchner <strong>Flughafen</strong>s<br />

<strong>am</strong> jetzigen Standort sind eine Erfolgsgeschichte.<br />

Seit der Eröffnung im Jahre 1992 hat sich die Zahl<br />

der Passagiere von 12 Millionen auf 30,8 Millionen<br />

im Jahre 2006 mehr als verdoppelt.<br />

Ähnlich verhält es sich mit den Flugbewegungen:<br />

1992 waren es noch 192 000, nur knapp 14 Jahre<br />

später waren es schon 411 000 Flugbewegungen<br />

pro Jahr. Demzufolge beträgt die durchschnittliche<br />

Wachstumsrate <strong>am</strong> Münchner Airport bei den<br />

Passagieren pro Jahr 7,0 Prozent, bei den Flugbewegungen<br />

5,6 Prozent. Der Vergleich mit den anderen<br />

deutschen Verkehrsflughäfen beweist das<br />

überproportionale Wachstum Münchens. Von<br />

1992 bis 2006 wuchs das Passagieraufkommen in<br />

Deutschland (ohne MUC) um 4,3 Prozent, die Flugbewegungen<br />

stiegen im Schnitt um 1,4 Prozent.<br />

Bedarfsprognose bis 2020<br />

Gewerbliches Passagieraufkommen – Entwicklung <strong>und</strong> Prognose<br />

6 Ein Blick zurück<br />

Der <strong>Flughafen</strong> München <strong>am</strong> heutigen Standort<br />

7<br />

Passagiere in Millionen<br />

60<br />

50<br />

40<br />

30<br />

20 15,7<br />

12,0<br />

10<br />

Erfolgsgeschichte: In nur 15 Jahren hat sich die Zahl der Passagiere mehr als verdoppelt.<br />

0<br />

23,1<br />

30,8<br />

36,4<br />

Prognose<br />

1992 1996 2000 2006 2010 2015 2020<br />

55,8*<br />

Durchschnittliche jährliche<br />

Wachstumsraten<br />

46,9<br />

7,0 %<br />

München<br />

1992 - 2006<br />

4,3 %<br />

Deutschland<br />

(ohne MUC)<br />

1992 - 2006<br />

Von derzeit 30,8 Millionen Passagieren wird die Zahl der Fluggäste bis zum Jahr 2020 auf<br />

55,8 Millionen ansteigen (* 57,3 Millionen nach aktualisierter Prognose vom August 2007).<br />

4,5 %<br />

München<br />

Prognose<br />

2006 - 2020


Drehkreuz München: von hier aus in alle Welt<br />

Umsteigende<br />

Passagiere nutzen<br />

das Einkaufs<strong>und</strong>Gastronomieangebot<br />

<strong>am</strong> <strong>Flughafen</strong><br />

München genauso<br />

wie einsteigende.<br />

Das Drehkreuz München:<br />

Zahlen, Fakten <strong>und</strong> Vergleiche<br />

Der <strong>Flughafen</strong> München hat sich als Hub-<strong>Flughafen</strong><br />

(engl. hub = Nabe), als Drehkreuz im europäischen<br />

<strong>und</strong> interkontinentalen Luftverkehr etabliert.<br />

<strong>Die</strong> „Initiative Luftverkehr“ stellt dazu in ihrem Masterplan<br />

zur Entwicklung der <strong>Flughafen</strong>infrastruktur zur<br />

Stärkung des Luftverkehrsstandortes Deutschland<br />

im internationalen Luftverkehr fest:<br />

„In Deutschland kommt heute den Flughäfen<br />

Frankfurt <strong>und</strong> München die Rolle von Hubflughäfen<br />

zu. Beide Drehkreuze sind für den Luftverkehrsstandort<br />

Deutschland von überragender Bedeutung,<br />

da sie die umfassende Verknüpfung Deutschlands<br />

mit der Welt sicherstellen. Beide Flughäfen sind<br />

wichtige Knoten im weltweiten Luftverkehrsnetz<br />

mit einer erheblichen Anzahl von Ausland­Ausland­<br />

Umsteigern. <strong>Die</strong>se Funktion hat in den letzten Jahren<br />

im Zuge der Liberalisierung des Luftverkehrs <strong>und</strong><br />

anhaltender Globalisierungstendenzen enorm an<br />

Bedeutung gewonnen. <strong>Die</strong> Erhaltung <strong>und</strong> Weiterentwicklung<br />

der internationalen Wettbewerbsfähigkeit<br />

des Luftverkehrsstandortes Deutschland hängt<br />

in hohem Maße davon ab, dass diese beiden Flughäfen<br />

bedarfsgerecht ausgebaut werden. Sonst<br />

werden der Umsteigerverkehr <strong>und</strong> Teile des Frachtverkehrs<br />

über andere europäische <strong>und</strong> außereuropäische<br />

Drehkreuze abfließen.“<br />

Im Jahr 2006 waren <strong>am</strong> Münchner <strong>Flughafen</strong> 34 Prozent<br />

der Passagiere Umsteiger. Vor elf Jahren waren<br />

es nur 21 Prozent. <strong>Die</strong> Umsteiger sind zu 62 Prozent<br />

Passagiere, die aus dem Ausland kommend in München<br />

für den Weiterflug ins Ausland umsteigen. 19 Prozent<br />

kommen aus dem Ausland, um in München in einen<br />

Flug mit innerdeutscher Destination zu wechseln. Ebenso<br />

viele steigen von einem Inlandsflug zum Weiterflug<br />

ins Ausland um.<br />

Das umfangreiche Angebot an Langstreckenflügen<br />

ab <strong>und</strong> nach München wird erst durch die Umsteiger<br />

ermöglicht.<br />

R<strong>und</strong> ein Drittel aller Passagiere sind Umsteiger. Der größte Anteil<br />

von ihnen reist aus dem Ausland an, um von München aus weiter<br />

zu internationalen Destinationen zu starten.<br />

Umsteigeströme 2006<br />

Inland Inland<br />

< 1 %<br />

19 %<br />

MUC<br />

19 %<br />

62 %<br />

(2005: 60 %)<br />

International International<br />

246 Destinationen von München<br />

8 Der <strong>Flughafen</strong> München <strong>am</strong> heutigen Standort<br />

Der <strong>Flughafen</strong> München <strong>am</strong> heutigen Standort<br />

9<br />

Bewegungen in Tausend<br />

Beliebtester <strong>Flughafen</strong> Europas<br />

In der Gunst der Passagiere ist der Münchner<br />

<strong>Flughafen</strong> ganz oben angesiedelt: R<strong>und</strong> 7,8<br />

Millionen Passagiere wählten MUC in einer<br />

Umfrage von 170 Flughäfen der Welt auf den<br />

ersten Platz in Europa – zum <strong>dritte</strong>n Mal in<br />

Folge. Weltweit liegt München auf Platz vier.<br />

Bewertungskriterien waren unter anderem<br />

Servicequalität, Einkaufs- <strong>und</strong> Unterhaltungsangebote<br />

<strong>und</strong> Umsteigemöglichkeiten.<br />

<strong>Die</strong> Umsteiger nehmen genauso wie die Einsteiger<br />

die Gastronomie- <strong>und</strong> Einkaufsmöglichkeiten wahr<br />

<strong>und</strong> sorgen d<strong>am</strong>it für Wertschöpfung, Beschäftigung<br />

<strong>und</strong> Standortqualität <strong>am</strong> <strong>Flughafen</strong>.<br />

Nach Frankfurt ist München der zweitgrößte <strong>Flughafen</strong><br />

Deutschlands. Im europäischen Vergleich<br />

rangiert MUC nach dem Passagieraufkommen<br />

auf dem siebten Platz (Spitzenreiter ist London-<br />

Heathrow mit derzeit 67,5 Millionen Passagieren),<br />

weltweit liegt München auf Rang 30 (1996 war es<br />

noch Platz 49).<br />

Bedarfsprognose bis 2020<br />

<strong>Start</strong>s <strong>und</strong> Landungen – Entwicklung <strong>und</strong> Prognose<br />

700<br />

600<br />

500<br />

400<br />

300<br />

200<br />

100<br />

192<br />

233<br />

319<br />

411<br />

477<br />

554<br />

Prognose<br />

610*<br />

1992 1996 2000 2006 2010 2015 2020<br />

interkontinental<br />

europäisch<br />

innerdeutsch<br />

5,6 %<br />

München<br />

1992 - 2006<br />

22<br />

<strong>Die</strong> weitaus meisten Direktflüge von München bedienen<br />

innereuropäische Ziele.<br />

<strong>Die</strong> Anzahl der Flugbewegungen pro Jahr wird von jetzt 411 000 auf 610 000 im Jahre 2020 ansteigen<br />

(* 607 000 nach aktualisierter Prognose vom August 2007).<br />

Durchschnittliche jährliche<br />

Wachstumsraten<br />

1,4 %<br />

Deutschland<br />

(ohne MUC)<br />

1992 - 2006<br />

60<br />

2,8 %<br />

München<br />

Prognose<br />

2006 - 2020<br />

164<br />

Von München in die Welt<br />

Derzeit (Stand: Sommer 2007) fliegen über 100 Fluggesellschaften<br />

München regelmäßig an. Im Jahr 2006<br />

wurden von München aus 246 Ziele in insges<strong>am</strong>t 71<br />

Ländern regelmäßig angeflogen. 22 Destinationen liegen<br />

innerhalb Deutschlands, im Mittelstreckenbereich<br />

werden 164 Ziele angeflogen, Langstreckenflüge führen<br />

zu 60 Destinationen. Durchschnittlich werden <strong>am</strong> <strong>Flughafen</strong><br />

München pro Tag 1 224 Landungen <strong>und</strong> <strong>Start</strong>s<br />

im Ges<strong>am</strong>tverkehr abgefertigt – davon 365 im innerdeutschen<br />

Verkehr, 795 im Nah- <strong>und</strong> Mittelstreckenbereich<br />

(Kontverkehr) <strong>und</strong> 64 im Interkontverkehr.<br />

Beste Servicequalität wird in München großgeschrieben.


<strong>Die</strong> „Treiber“ des<br />

Mobilitätsbedürfnisses<br />

in Bayern<br />

■ 75Millionen<br />

Übernachtungen<br />

pro Jahr<br />

■ Exportvolumen<br />

141,3 Mrd. Euro<br />

■ Hightech-Standort<br />

erster Klasse<br />

■ Finanz-,Medien- <strong>und</strong><br />

Forschungsstandort<br />

Was der <strong>Flughafen</strong> bedeutet<br />

Standortfaktor für die bayerische<br />

Wirtschaft<br />

Ein internationaler <strong>Flughafen</strong> mit Drehscheibenfunktion<br />

steigert ganz eindeutig die Attraktivität einer<br />

Region. Für Bayern ist der <strong>Flughafen</strong> München das<br />

Tor zur Welt. Der Freistaat ist eine der dyn<strong>am</strong>ischsten<br />

<strong>und</strong> wirtschaftlich erfolgreichsten Regionen in Europa<br />

<strong>und</strong> auf eine leistungsstarke Luftverkehrsinfrastruktur<br />

angewiesen. So gilt Bayern etwa als das „Silicon<br />

Valley Europas“, als ein Hightech-Standort erster<br />

Klasse.<br />

Der Freistaat nimmt eine herausragende Position<br />

als Finanzplatz Nummer eins (Banken <strong>und</strong> Versicherungen)<br />

in Deutschland, als Medienstandort <strong>und</strong><br />

als weltweit geschätzter Forschungsstandort ein.<br />

All diese Vorzüge sind ohne erstklassige Luftverkehrsverbindungen<br />

<strong>und</strong>enkbar, denn die Verbindungen<br />

zu den globalen Wirtschaftszentren sichern Bayerns<br />

Position auf dem Weltmarkt. Der Freistaat bietet<br />

deshalb auch für die Ansiedlung neuer Unternehmen<br />

eine optimale Standortqualität.<br />

Hoch qualifizierte Kräfte schätzen besonders<br />

das kreative <strong>und</strong> technologiefre<strong>und</strong>liche Umfeld.<br />

Besondere Anziehungskraft geht auch von den<br />

weichen Standortfaktoren aus: die attraktive Landschaft<br />

Bayerns mit dem besonders hohen Freizeitwert<br />

<strong>und</strong> das reichhaltige kulturelle Angebot.<br />

Wirtschaftswachstum durch<br />

Direktverbindungen: Beispiel Indien<br />

Im Großraum München haben sich beispielsweise<br />

r<strong>und</strong> 30 indische Unternehmen, vorwiegend aus<br />

der Informationstechnologie, niedergelassen <strong>und</strong><br />

Arbeitsplätze geschaffen. Davon haben einige<br />

durch Neueinstellung von Arbeitskräften expandiert.<br />

Nach Angaben des Bayerischen Staatsministeriums<br />

für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr<br />

<strong>und</strong> Technologie gibt es einen direkten Zus<strong>am</strong>menhang<br />

zwischen der Ansiedlung dieser Unternehmen<br />

<strong>und</strong> den täglich angebotenen Flügen<br />

München-Delhi. Demnach fragen auch indische<br />

Unternehmen aus Bangalore <strong>und</strong> Mumbai nach<br />

einer Nonstop-Verbindung nach München.<br />

Seine Stärke schöpft Bayern unter anderem aus<br />

seiner Exportwirtschaft, womit der Freistaat zu den<br />

20 stärksten Ländern weltweit zählt <strong>und</strong> noch vor<br />

Nationen wie Schweden, Brasilien oder Australien<br />

rangiert. Im vergangenen Jahr verzeichnete die<br />

bayerische Exportwirtschaft mit einem Ges<strong>am</strong>tvolumen<br />

von 141,3 Milliarden Euro zum dreizehnten<br />

Mal in Folge einen Rekord. Mit erstmals über 50<br />

Prozent hat die Exportquote der bayerischen Industrie<br />

einen neuen Höchststand erreicht.<br />

Gewaltiger Boom: das Frachtgeschäft <strong>am</strong> Airport Für jeden Bayern-Touristen ein Muss: das Schloss Neuschwanstein<br />

Der <strong>Flughafen</strong> sorgt auch dafür, dass die Region in Deutschland top ist.<br />

<strong>Die</strong> Vernetzung Münchens mit der ganzen Welt schafft<br />

die Voraussetzung für die weitere Entwicklung der<br />

bayerischen Tourismuswirtschaft <strong>und</strong> sichert die vorhandenen<br />

Strukturen.<br />

Bayern ist das beliebteste Urlaubs- <strong>und</strong> Reiseland in<br />

Deutschland: Mit 75 Millionen Übernachtungen pro<br />

Jahr ist der Freistaat spitze in der B<strong>und</strong>esrepublik.<br />

<strong>Die</strong> Tourismusbranche beschäftigt 560 000 Menschen<br />

in Bayern <strong>und</strong> setzt 24,3 Milliarden Euro pro Jahr um.<br />

Und weil diese Branche standortgeb<strong>und</strong>en ist, werden<br />

Arbeitsplätze geschaffen <strong>und</strong> gesichert, die nicht ins<br />

Ausland verlagert werden können.<br />

Bedeutung für die Region<br />

In erster Linie profitieren das direkte Umland des<br />

<strong>Flughafen</strong>s <strong>und</strong> die Landeshauptstadt München von<br />

den positiven Wirkungen des <strong>Flughafen</strong>s. In einem<br />

b<strong>und</strong>esweiten Regionalranking aller 435 deutschen<br />

Landkreise <strong>und</strong> kreisfreien Städte der „Initiative<br />

Neue Soziale Marktwirtschaft“ schnitt die ges<strong>am</strong>te<br />

<strong>Flughafen</strong>region ausgezeichnet ab. <strong>Die</strong> Studie wurde<br />

auf der Gr<strong>und</strong>lage von knapp 50 ökonomischen <strong>und</strong><br />

strukturellen Indikatoren wie Altersstruktur, Aus-<br />

bildungsplatzdichte, Arbeitseinkommen <strong>und</strong> Produktivität<br />

erstellt. Demnach rangiert der Landkreis<br />

München an erster Stelle, dicht gefolgt vom Landkreis<br />

Freising. <strong>Die</strong> Stadt München selbst befindet<br />

sich auf Rang vier.<br />

Wie attraktiv die Region ist, zeigt außerdem eine<br />

Studie, die die besten Standorte für Eigenheime in<br />

Deutschland ermittelte. Das Münchner Institut für<br />

Vermögensaufbau untersuchte erstmals die Chancen<br />

<strong>und</strong> Risiken langfristiger Investitionen in Wohnimmobilien<br />

in 440 Städten <strong>und</strong> Landkreisen. Entwickelt<br />

wurde ein Punkte- <strong>und</strong> Ratingsystem, das das Wertentwicklungspotenzial<br />

der kommenden 20 Jahre beurteilt.<br />

Erfasst wurden unter anderem „sehr attraktive“<br />

Standorte, die bis zum Jahr 2026 ein maximales Wertsteigerungspotenzial<br />

von 70 Prozent aufweisen. Freising<br />

liegt dabei mit 92,7 Punkten auf Platz eins. (Quelle:<br />

Focus Money 30/2007)<br />

<strong>Die</strong> Rolle des Airports in Deutschland<br />

Der <strong>Flughafen</strong> München sorgt nicht nur für einen<br />

Standortvorteil für Bayern <strong>und</strong> die Region, sondern<br />

trägt auch dazu bei, dass die Luftfahrt Motor der<br />

deutschen Volkswirtschaft ist. <strong>Die</strong> Luftverkehrsbranche<br />

sichert in Deutschland über 283 000 direkte,<br />

qualifizierte Arbeitsplätze in der Luftverkehrsindustrie,<br />

bei den Luftverkehrsgesellschaften, den Verkehrsflughäfen<br />

<strong>und</strong> bei der Flugsicherung. Zus<strong>am</strong>men mit<br />

den indirekten <strong>und</strong> induzierten Arbeitsplätzen hängen<br />

in Deutschland r<strong>und</strong> 850 000 Jobs vom Luftverkehr<br />

ab. D<strong>am</strong>it leistet die Luftfahrt einen wichtigen Beitrag<br />

zum Bruttosozialprodukt. Außerdem bietet die Branche<br />

exzellente Perspektiven: Bis zum Jahr 2020 können<br />

r<strong>und</strong> 411 000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.<br />

Studien belegen: <strong>Die</strong><br />

<strong>Flughafen</strong>region ist<br />

deutschlandweit Spitze.<br />

Ökonomisch, strukturell<br />

<strong>und</strong> beim Wertentwicklungspotenzial.<br />

10 Was der <strong>Flughafen</strong> bedeutet Was der <strong>Flughafen</strong> bedeutet<br />

11


MUC als Jobmotor<br />

Beschäftigte <strong>am</strong> <strong>Flughafen</strong><br />

Jobmotor <strong>Flughafen</strong> München: Ob im Gro<strong>und</strong> Handling ...<br />

... in Ausbildungsberufen ...<br />

Insges<strong>am</strong>t 27 400 Menschen in 554 Unternehmen<br />

<strong>und</strong> Behörden sind <strong>am</strong> Münchner <strong>Flughafen</strong> beschäftigt.<br />

Das ist das Ergebnis der jüngsten Arbeitsstättenerhebung<br />

vom Juni 2006. Das sind über<br />

4 000 Arbeitnehmer mehr als bei der letzten Befragung<br />

2003 <strong>und</strong> entspricht einem Zuwachs von<br />

knapp 18 Prozent. <strong>Die</strong>s ist die höchste Steigerung<br />

seit <strong>Flughafen</strong>eröffnung. Statistisch betrachtet<br />

sind d<strong>am</strong>it in den letzten Jahren täglich vier neue<br />

Arbeitsplätze <strong>am</strong> Münchner Airport entstanden.<br />

Größter Arbeitgeber <strong>am</strong> <strong>Flughafen</strong> ist der FMG-Konzern.<br />

<strong>Die</strong> Anzahl der Mitarbeiter in der FMG <strong>und</strong> ihren<br />

Tochterunternehmen stieg gegenüber 2003 um über<br />

zwei Prozent auf 7 415. Der stärkste Beschäftigungsmotor<br />

ist derzeit die Deutsche Lufthansa AG, die seit<br />

der letzten Erhebung um r<strong>und</strong> 1 800 Mitarbeiter <strong>und</strong><br />

d<strong>am</strong>it um ein Drittel auf 7 154 Arbeitnehmer zugelegt<br />

hat. <strong>Die</strong> Kranichlinie hat seitdem weitere Mitarbeiter<br />

eingestellt <strong>und</strong> dürfte in absehbarer Zeit die <strong>Flughafen</strong><br />

München GmbH als größten Arbeitgeber ablösen.<br />

Jobmaschine <strong>Flughafen</strong> München<br />

Beschäftigte auf dem <strong>Flughafen</strong>gelände<br />

Basis:<br />

55,8 Millionen Passagiere im Jahr 2020<br />

8 640<br />

1989<br />

15 500<br />

1994<br />

17 260<br />

1997<br />

20 180<br />

2000<br />

23 320<br />

2003<br />

27 400<br />

2006<br />

Prognose<br />

... oder der Flugzeugwartung – <strong>am</strong> Airport gibt es eine große Auswahl von Beschäftigungsmöglichkeiten.<br />

32 000<br />

2010<br />

37 500<br />

2015<br />

Vom Anstieg der Passagierzahlen wird auch der Arbeitsmarkt<br />

<strong>am</strong> <strong>Flughafen</strong> profitieren: Ein Plus von fast 14 000 neuen Jobs<br />

wird erwartet.<br />

41 000<br />

2020<br />

Azubis in 24 Berufsgruppen<br />

Auch bei der Berufsausbildung bleibt der Flug-<br />

hafen wichtigster Standort für die Jugendlichen<br />

aus der Region.<br />

Jobmotor <strong>Flughafen</strong> München<br />

■ 27 400 Beschäftigte in 554 Unternehmen<br />

<strong>und</strong> Behörden<br />

■ seit 2003 durchschnittlich jeden Tag vier<br />

neue Arbeitsplätze<br />

■ Lufthansa als stärkster Beschäftigungsmotor<br />

■ Durchschnittsgehalt 32 000 Euro p.a.<br />

■ hohe Ausbildungsquote in 24 Berufsgruppen<br />

Hoch hinaus: <strong>Die</strong> Towerlotsen haben einen verantwortungsvollen <strong>und</strong> interessanten Beruf.<br />

Ende 2006 wurden 624 Nachwuchskräfte in 24<br />

verschiedenen Berufsgruppen <strong>am</strong> Münchner<br />

<strong>Flughafen</strong> ausgebildet, 23 Prozent mehr als im<br />

Jahr 2003. Größter Ausbildungsbetrieb ist der<br />

FMG-Konzern. Mit 234 Jugendlichen werden<br />

allein beim <strong>Flughafen</strong>betreiber jährlich ein<br />

Drittel aller Auszubildenden auf ihr Berufsleben<br />

vorbereitet.<br />

Flexible Beschäftigungsverhältnisse<br />

<strong>Die</strong> Zahl der geringfügig Beschäftigten <strong>am</strong> Airport<br />

mit sogenannten 400-Euro-Jobs ist seit der letzten<br />

Erhebung Ende 2003 leicht gesunken <strong>und</strong> liegt<br />

jetzt bei r<strong>und</strong> 1 500 Stellen. Dagegen ist die An-<br />

zahl der Teilzeitbeschäftigten auf insges<strong>am</strong>t 6 000<br />

angestiegen.<br />

Mehr als 80 Prozent der Beschäftigten <strong>am</strong> Flug-<br />

hafen stehen in sozialversicherungspflichtigen<br />

Arbeitsverhältnissen. <strong>Die</strong>s übertrifft bei weitem<br />

den bayerischen oder B<strong>und</strong>esdurchschnitt sozialversicherungspflichtiger<br />

Arbeitsverhältnisse, der<br />

jeweils bei r<strong>und</strong> 68 Prozent liegt.<br />

Auch dem hohen<br />

Bedarf an Teilzeitstellen<br />

kommt der<br />

<strong>Flughafen</strong> nach.<br />

12 MUC als Jobmotor<br />

MUC als Jobmotor<br />

1


Freising: geringste Arbeitslosenquote Viele Airline-Angestellte kommen aus dem Umland. <strong>Die</strong> Hotels profitieren von den Geschäftsreisenden.<br />

Hohe Kaufkraft der Airport-Beschäftigten<br />

Ein weiteres Indiz für den enormen ökonomischen<br />

Stellenwert des <strong>Flughafen</strong>s ist das Einkommen der<br />

Beschäftigten. R<strong>und</strong> 876 Millionen Euro wurden 2006<br />

an Löhnen <strong>und</strong> Gehältern ausbezahlt. D<strong>am</strong>it ist die<br />

Kaufkraft aller Airport-Beschäftigten, die in erster<br />

Linie der <strong>Flughafen</strong>region zugutekommt, gegenüber<br />

der letzten Untersuchung um ein Viertel angewachsen.<br />

Statistisch betrachtet werden pro Tag 2,4 Millionen<br />

Euro an Lohn bzw. Gehalt an Airport-Mitarbeiter<br />

ausbezahlt. Das Durchschnittsgehalt aller 27 400<br />

Beschäftigten beträgt knapp 32 000 Euro pro Jahr –<br />

über 1 000 Euro mehr als 2003. D<strong>am</strong>it liegt der Durchschnittslohn<br />

der Arbeitnehmer <strong>am</strong> Airport sogar<br />

unter Einbeziehung der Teilzeitkräfte noch über dem<br />

durchschnittlichen Verdienst, den das Statistische<br />

B<strong>und</strong>es<strong>am</strong>t auf der Basis von Vollzeitstellen für die<br />

Verkehrsbranche erhoben hat.<br />

Kein Billiglohngebiet<br />

<strong>Die</strong> Gehaltszahlen des <strong>Flughafen</strong>s dokumentieren<br />

vor allem aber auch, dass der Airport kein Billiglohngebiet<br />

ist, wie es oft von Kritikern behauptet wird.<br />

Dass in manchen Branchen dennoch niedrigere<br />

Löhne für Geringqualifizierte bezahlt werden, ist kein<br />

flughafenspezifisches Phänomen. Vielmehr handelt<br />

es sich dabei um eine ges<strong>am</strong>tgesellschaftliche<br />

Entwicklung der Arbeitswelt, die in Deutschland<br />

deutlich zugenommen hat.<br />

<strong>Die</strong> Arbeitslosenquote von Freising liegt seit dem <strong>Flughafen</strong>bau<br />

konstant unter dem (ober-)bayerischen Durchschnitt.<br />

14<br />

12<br />

10<br />

8<br />

6<br />

4<br />

2<br />

Arbeitslose in %<br />

aller zivilen Erwerbspersonen<br />

Quelle: Agentur für Arbeit, Freising<br />

1980<br />

1982<br />

1984<br />

1986<br />

1988<br />

1990<br />

1992<br />

1994<br />

1996<br />

1998<br />

2000<br />

2002<br />

2004<br />

2006<br />

B<strong>und</strong><br />

10,8 %<br />

Bayern<br />

6,8 %<br />

Oberbayern<br />

5,9 %<br />

Freising<br />

3,8 %<br />

Auswirkungen auf die Region<br />

Nirgendwo sonst in Deutschland gibt es so wenige<br />

Arbeitslose wie in der Region Erding-Freising. Daran<br />

hat der Münchner <strong>Flughafen</strong> zweifellos einen erheblichen<br />

Anteil. Zwar lag die Arbeitslosenquote auch vor<br />

der Inbetriebnahme des <strong>Flughafen</strong>s schon unterhalb<br />

der Werte von B<strong>und</strong> <strong>und</strong> Freistaat, sie lag aber zugleich<br />

über dem oberbayerischen Durchschnitt.<br />

Mit dem Bau des Münchner Airports hat sich das geändert.<br />

Seither liegt die Arbeitslosenquote im <strong>Flughafen</strong>raum<br />

konstant unter dem oberbayerischen<br />

Durchschnitt. Dabei ist die Schere zwischen der Beschäftigungssituation<br />

in der Region <strong>und</strong> der in Bayern<br />

<strong>und</strong> Deutschland immer weiter auseinandergegangen –<br />

wie alle <strong>am</strong>tlichen Statistiken bestätigen.<br />

Region profitiert von Jobmotor <strong>Flughafen</strong><br />

Das Umland des Münchner <strong>Flughafen</strong>s profitiert <strong>am</strong><br />

meisten vom Jobmotor. Statistisch gesehen sind knapp<br />

1 000 der 4 000 neuen Arbeitsplätze, die zwischen<br />

2003 <strong>und</strong> 2006 entstanden sind, durch Mitarbeiter<br />

besetzt worden, die im Landkreis <strong>und</strong> der Kreisstadt<br />

Freising zu Hause sind.<br />

<strong>Die</strong> Anzahl der Beschäftigten aus dem Landkreis<br />

Freising ist d<strong>am</strong>it um knapp 22 Prozent auf 5 531<br />

gestiegen. Ihr Anteil <strong>am</strong> ges<strong>am</strong>ten <strong>Flughafen</strong>-<br />

personal liegt bei über 20 Prozent. Fast ebenso<br />

viele neue Airport-Mitarbeiter kommen aus dem<br />

Münchner Stadtgebiet.<br />

Der weitaus größte Anteil der <strong>am</strong> <strong>Flughafen</strong> Beschäftigten<br />

ist in der Region zu Hause.<br />

<strong>Die</strong> 27 400 Beschäftigten <strong>am</strong> <strong>Flughafen</strong><br />

München wohnen in ...<br />

1 647<br />

3 435<br />

2 359<br />

2 918<br />

4 477<br />

Landkreis Freising<br />

Stadt/Landkreis München<br />

Landkreis Erding<br />

5 531<br />

7 033<br />

Stadt/Landkreis Landshut<br />

übriges Oberbayern<br />

übriges Bayern<br />

andere Wohnorte<br />

<strong>Die</strong> Stationierung eines Langstreckenflugzeuges kann mit der Ansiedelung eines mittelständischen Unternehmens verglichen werden.<br />

Mittlerweile wohnen 5 329 Beschäftigte in der<br />

Landeshauptstadt, 934 mehr (plus 21 Prozent)<br />

als 2003. Der Landkreis Erding verzeichnete einen<br />

Zugewinn von 328 Airport-Mitarbeitern <strong>und</strong> ist<br />

nunmehr Wohnort von insges<strong>am</strong>t 4 477 Arbeitnehmern.<br />

<strong>Die</strong> Stadt <strong>und</strong> der Landkreis Landshut<br />

stellen 2 918 Beschäftigte, 335 mehr als bei der<br />

letzten Untersuchung.<br />

So kommt ein Großteil der <strong>am</strong> <strong>Flughafen</strong> ausgeschütteten<br />

Löhne <strong>und</strong> Gehälter in Höhe von knapp<br />

900 Millionen Euro über die Kaufkraft <strong>und</strong> Einkommenssteuer<br />

auch den Heimatgemeinden der Lohnempfänger<br />

zugute. <strong>Die</strong> Beschäftigungsimpulse des<br />

Münchner <strong>Flughafen</strong>s enden aber keinesfalls <strong>am</strong><br />

<strong>Flughafen</strong>zaun. Mit jedem Arbeitsplatz <strong>am</strong> <strong>Flughafen</strong><br />

entstehen 1,1 Arbeitsplätze allein in der näheren<br />

Region, b<strong>und</strong>esweit sind es knapp 1,8 zusätzliche Jobs.<br />

(Quelle: Ernst Basler + Partner AG, BulwienGesa AG).<br />

Ein Langstreckenflugzeug schafft so viele Arbeitsplätze<br />

wie ein mittelständisches Unternehmen.<br />

Airbus A340<br />

ca. 150 direkte Arbeitsplätze<br />

Typisches mittelständisches<br />

Unternehmen<br />

< 200 direkte Arbeitsplätze Quelle: Deutsche Lufthansa<br />

Zahlreiche Unternehmen haben sich im Umland<br />

angesiedelt, weitere Firmen stehen als Lieferanten<br />

oder <strong>Die</strong>nstleister in intensiver Geschäftsbeziehung<br />

zum <strong>Flughafen</strong> <strong>und</strong> sorgen somit zusätzlich für Wachstum<br />

<strong>und</strong> Wohlstand in der Region.<br />

Wie Arbeitsplätze geschaffen werden<br />

<strong>Die</strong> über 4 000 neuen Arbeitsplätze <strong>am</strong> Münchner<br />

<strong>Flughafen</strong> sind besonders auf den Ausbau des Drehkreuzverkehrs<br />

durch die Deutsche Lufthansa <strong>und</strong><br />

ihre Partner zurückzuführen. <strong>Die</strong> stärksten Zuwächse<br />

hat die Lufthansa zu verzeichnen. Das ist auch der<br />

besonderen Qualität des Hubverkehrs zu verdanken.<br />

Dank des dichten Europanetzes, das die Lufthansa<br />

mit ihren Partnern in München betreibt, kann die<br />

Gesellschaft immer mehr der für Bayern so wichtigen<br />

Langstrecken anbieten.<br />

Langstreckenflugzeuge als Beschäftigungsquelle<br />

Jedes in München stationierte Langstreckenflugzeug<br />

vom Typ A340-300/600 bringt r<strong>und</strong> 150<br />

neue direkte Arbeitsplätze bei einer Kapitalbindung<br />

von 100 bis 150 Millionen Euro. <strong>Die</strong> Einrichtung<br />

einer neuen Langstreckenverbindung kann mit<br />

der Ansiedelung eines neuen mittelständischen<br />

Unternehmens verglichen werden.<br />

Entsprechende <strong>Start</strong>bahnkapazitäten voraus-<br />

gesetzt, plant die Lufthansa, ihre Langstrecken-<br />

flotte in München von derzeit 21 auf 45 Maschinen<br />

zu erweitern.<br />

14 MUC als Jobmotor<br />

MUC als Jobmotor<br />

15


Das Wachstum<br />

<strong>am</strong> Münchner<br />

<strong>Flughafen</strong> bringt<br />

für die Region bis<br />

2020 insges<strong>am</strong>t<br />

über 67 000 neue<br />

Arbeitsplätze.<br />

<strong>Die</strong> Zukunft des <strong>Flughafen</strong>s<br />

Prognosen für 2020<br />

Ausgehend von den bisherigen Wachstumsraten<br />

des Luftverkehrs – speziell <strong>am</strong> <strong>Flughafen</strong> München –<br />

sowie unter Berücksichtigung aller relevanten<br />

Faktoren können für den Münchner Airport zuverlässig<br />

weitere Zuwächse prognostiziert werden.<br />

Für das Jahr 2020 wird demnach ein gewerbliches<br />

Passagieraufkommen von 55,8 Millionen Passagieren<br />

pro Jahr vorausgesagt (neuester Stand August 2007:<br />

57,3 Millionen). Dabei wurde eine durchschnittliche<br />

Wachstumsrate von 4,5 Prozent zugr<strong>und</strong>e gelegt –<br />

eine weitaus vorsichtigere Schätzung als die bisher<br />

festgestellten durchschnittlichen 7,0 Prozent Wachstum<br />

pro Jahr.<br />

Auch bei den Flugbewegungen ist mit einem deutlichen<br />

Anstieg zu rechnen: von derzeit knapp 411 000 auf<br />

610 000 jährlich im Jahre 2020 (neuester Stand August<br />

2007: 607 000) – ein Plus von im Jahresdurchschnitt<br />

2,8 Prozent. <strong>Die</strong> Prognosen zur weltweiten Entwicklung<br />

des Luftverkehrs bestätigen den Aufwärtstrend<br />

bei den Passagierzahlen.<br />

Das München Airport Center (MAC) bietet zahlreiche Tagungs- <strong>und</strong> Shoppingmöglichkeiten sowie gastronomische Einrichtungen.<br />

Verschiedenste internationale Luftverkehrsverbände<br />

<strong>und</strong> Organisationen sowie n<strong>am</strong>hafte Flugzeughersteller<br />

wie Airbus <strong>und</strong> Boeing gehen von einem jährlichen<br />

Wachstum zwischen 3,5 Prozent <strong>und</strong> 4,9 Prozent bis<br />

ins Jahr 2020 aus.<br />

<strong>Die</strong> rasanten Wachstumsraten im Luftverkehr haben<br />

natürlich auch Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt.<br />

Bis zum Jahr 2020 werden pro einer Million zusätzlicher<br />

Fluggäste etwa 750 bis 950 neue direkte Arbeitsplätze<br />

entstehen.<br />

Für die Beschäftigtenzahl direkt <strong>am</strong> <strong>Flughafen</strong> München<br />

wird ein Zuwachs von jetzt 27 400 auf r<strong>und</strong> 41 000<br />

Mitarbeiter beim Bau der <strong>dritte</strong>n Bahn prognostiziert.<br />

Das entspricht einer Steigerung von knapp 50 Prozent.<br />

<strong>Die</strong> Ges<strong>am</strong>tzahl der Arbeitsplätze in der <strong>Flughafen</strong>region<br />

(ohne München) wird bis zum Jahr 2020 auf<br />

über 398 600 ansteigen – ein Zuwachs von r<strong>und</strong> 67 400<br />

neuen Stellen.<br />

Attraktiv für neue Unternehmen: Gewerbegebiet Hallbergmoos<br />

Gr<strong>und</strong>stückskapazitäten sind vorhanden<br />

Das Anwachsen der Bevölkerung im <strong>Flughafen</strong>umland<br />

wird zu keinem Engpass auf dem Gr<strong>und</strong>stücksmarkt<br />

führen. Laut des Gutachtens der BulwienGesa<br />

AG wurde ermittelt, dass r<strong>und</strong> 12,6 Millionen Quadratmeter<br />

Bruttogeschossfläche an Betriebsflächen (davon<br />

5,3 Millionen Quadratmeter in der Landeshauptstadt)<br />

zur Verfügung stehen. <strong>Die</strong>s übertrifft die Nachfrage<br />

von 5,9 Millionen Quadratmetern bis ins Jahr 2020<br />

deutlich.<br />

Auch das Potenzial von Wohnflächen ist völlig ausreichend.<br />

Das Gutachten geht von 9,5 Millionen<br />

Quadratmetern Flächenangebot aus (davon 4,6<br />

Millionen Quadratmeter in der Landeshauptstadt).<br />

Das ist weitaus mehr als der Bedarf von 5,5 Millionen<br />

Quadratmetern bis ins Jahr 2020.<br />

Luftverkehrsverbände <strong>und</strong> n<strong>am</strong>hafte Flugzeughersteller gehen von einem teils deutlichen Passagierzuwachs bis 2020 aus.<br />

Prognosevergleich<br />

Prognosen von ACI (Airport Council International – Internationaler <strong>Flughafen</strong>verband), ICAO (International Civil Aviation Organization –<br />

Sonderorganisation der Vereinten Nationen), IATA (International Air Transport Association – Weltverband der Fluggesellschaften),<br />

Airbus <strong>und</strong> Boeing zur Luftverkehrsentwicklung<br />

Passagierzuwachs pro Jahr<br />

16 <strong>Die</strong> Zukunft des <strong>Flughafen</strong>s<br />

<strong>Die</strong> Zukunft des <strong>Flughafen</strong>s<br />

17<br />

3,5 %<br />

3,6 %<br />

4,1 % 4,1 %<br />

ICAO ACI Europa ACI weltweit IATA MUC Airbus Boeing<br />

bis 2015 bis 2025 bis 2025 bis 2017 bis 2020 Passagierkilometer bis 2025<br />

4,5 %<br />

4,8 %<br />

4,9 %


Alle Prognosen<br />

zur Verkehrsentwicklung<br />

<strong>am</strong><br />

Münchner <strong>Flughafen</strong><br />

wurden übertroffen.<br />

Frühere Prognosen<br />

<strong>Die</strong> Prognosen zur Verkehrsentwicklung <strong>am</strong><br />

<strong>Flughafen</strong> München in der Vergangenheit haben<br />

eines gemeins<strong>am</strong>: Sie alle blieben mittel- bis<br />

langfristig hinter der tatsächlichen Passagierentwicklung<br />

zurück. Ein besonders drastisches<br />

Beispiel ist der Änderungsplanfeststellungsbeschluss<br />

von 1984, mit dem der fast vierjährige,<br />

gerichtlich verhängte Baustopp aufgehoben<br />

werden konnte. Darin wurden für das Jahr 2000<br />

etwa elf Millionen Passagiere prognostiziert.<br />

Tatsächlich waren es über 23,1 Millionen. Auch<br />

äußerst optimistische Szenarien wurden von<br />

der Wirklichkeit noch übertroffen.<br />

<strong>Die</strong> Prognose von „Dorsch Consult“ aus dem<br />

Jahre 1989 sagte für das Jahr 2005 ein Passagieraufkommen<br />

von 19 Millionen voraus – es waren<br />

faktisch aber 28,6 Millionen Fluggäste.<br />

Selbst das 1996 erstellte Gutachten von Professor<br />

Wolf, das für 2005 einen sogenannten „Best Case“<br />

prognostizierte, wurde von der Realität eingeholt:<br />

Statt angenommener 27,4 Millionen Passagiere<br />

waren es 1,2 Millionen mehr.<br />

Einflussfaktoren auf Prognosen<br />

Wer hätte das geahnt: Am Münchner <strong>Flughafen</strong> tummeln sich mehr Passagiere als je vorhergesagt.<br />

Selbstverständlich wurden bei den Prognosen für<br />

die <strong>dritte</strong> Bahn, die das Wachstum des Münchner<br />

<strong>Flughafen</strong>s betreffen, verschiedenste Faktoren <strong>und</strong><br />

Rahmenbedingungen berücksichtigt <strong>und</strong> analysiert.<br />

Dazu zählen unter anderem Ausbauvorhaben an<br />

anderen deutschen Flughäfen wie Frankfurt oder<br />

Berlin Brandenburg International bzw. Ausbaupläne<br />

an Flughäfen wie Amsterd<strong>am</strong>, London-Heathrow,<br />

Madrid oder Dubai. Bei der Prognose des Passagieraufkommens<br />

von 55,8 Millionen im Jahr 2020 wurde<br />

die Realisierung der Ausbaupläne unterstellt.<br />

Des Weiteren wurden die Auswirkungen des Kerosinpreises<br />

mit einbezogen. Abgesehen davon, dass der<br />

Treibstoffverbrauch bei Flugzeugen weiter gesenkt<br />

werden wird <strong>und</strong> dass neue Rohölvorkommen erschlossen<br />

werden, hat der Kerosinpreis nur geringe<br />

Auswirkungen auf die Prognosen. Bei 50 Prozent<br />

höheren oder niedrigeren Preisen wird die prognostizierte<br />

Passagierzahl ein bis zwei Jahre später oder<br />

früher erreicht als 2020. Auch ein Vergleich mit dem<br />

Straßenverkehr zeigt, dass trotz steigender Benzinpreise<br />

der Autoverkehr kontinuierlich zugenommen hat.<br />

Hier steht eine kurze Bildunterschrift.<br />

Trotz hoher Fluggastzahlen gilt der Service in München als vorbildlich.<br />

<strong>Die</strong> Auswirkungen eines veränderten Wirtschaftswachstums<br />

wurden ebenfalls berücksichtigt. Dabei<br />

ist vor allem festzuhalten, dass das Wirtschaftswachstum<br />

in Deutschland angesichts der internationalen<br />

Ausrichtung des Luftverkehrs nur einen Teil der Nachfrage<br />

nach Flügen von <strong>und</strong> nach München beeinflusst.<br />

Auch bei einem niedrigeren als dem unterstellten<br />

Wachstum muss mit erheblichen Zuwachsraten im<br />

Luftverkehr in München gerechnet werden. Das<br />

heißt, dass bei einer 0,5 Prozent höheren oder niedrigeren<br />

Wirtschaftsentwicklung bis 2020 die prognostizierte<br />

Passagierzahl r<strong>und</strong> zweieinhalb Jahre<br />

früher oder später erreicht wird als 2020.<br />

Selbst Steuerungsmaßnahmen wie Emissionshandel<br />

oder Klimaschutzabgaben wirken sich zwar auf die<br />

Ticketpreise aus, werden jedoch das Erreichen der<br />

prognostizierten Passagierzahlen nur um maximal zwei<br />

Jahre verzögern.<br />

Schließlich gibt es auch Ereignisse, die gänzlich<br />

unvorhersehbar sind <strong>und</strong> die zu Einbrüchen bei<br />

der Entwicklung des Luftverkehrs führen können.<br />

So war es während der Ölkrise 1979/1980, im<br />

Golfkrieg 1990/91, nach den Ereignissen des<br />

11. September 2001 oder nach Ausbruch der<br />

Lungenkrankheit SARS. Allerdings erholte sich<br />

die Nachfrage immer wieder schnell.<br />

Unter anderem wurden diese Faktoren bei<br />

den Wachstumsprognosen berücksichtigt:<br />

■ Ausbauvorhaben anderer Flughäfen<br />

■ veränderter Kerosinpreis<br />

■ verändertes Wirtschaftswachstum<br />

■ Umweltmaßnahmen wie Emissionshandel<br />

oder Klimaschutzabgabe<br />

18 <strong>Die</strong> Zukunft des <strong>Flughafen</strong>s<br />

<strong>Die</strong> Zukunft des <strong>Flughafen</strong>s<br />

19


Es wird eng <strong>am</strong> <strong>Flughafen</strong><br />

Zwei Bahnen reichen nicht mehr<br />

Angesichts der Wachstumsraten <strong>am</strong> Münchner <strong>Flughafen</strong><br />

ist die Leistungsgrenze absehbar. Mit 90 Flugbewegungen<br />

pro St<strong>und</strong>e ist die Leistungsgrenze des<br />

bestehenden Zwei-Bahn-Systems mit zwei parallelen,<br />

voneinander unabhängig zu betreibenden <strong>Start</strong>- <strong>und</strong><br />

<strong>Landebahn</strong>en bereits jetzt an mehreren St<strong>und</strong>en <strong>am</strong><br />

Tag erschöpft. Das Zwei-Bahn-System ist <strong>am</strong> Limit.<br />

Eine nennenswerte Steigerung ist nicht möglich.<br />

Besonders in den Morgen- <strong>und</strong> Abendst<strong>und</strong>en kommt<br />

es zu Engpässen. <strong>Die</strong> Slotnachfrage für den Sommerflugplan<br />

2007 (Slots = die für den Flugverkehr ver-<br />

gebenen <strong>Start</strong>- <strong>und</strong> Landezeiten) zeigt deutlich, dass<br />

sie werktags regelmäßig die Bahnkapazität von 90<br />

Bewegungen pro St<strong>und</strong>e übersteigt.<br />

Immer häufiger erhalten Fluggesellschaften nicht<br />

mehr die gewünschten Slots. Zu mehr als der Hälfte<br />

der täglichen Betriebsst<strong>und</strong>en können keine weiteren<br />

Flüge abgewickelt werden, trotz großer Nachfrage.<br />

Wenn München überfüllt ist, drohen häufige Verspätungen.<br />

Ein Hub-<strong>Flughafen</strong>, wie es der Münchner Airport ist,<br />

braucht aber Flexibilität. Denn ein Drehkreuz ist von<br />

mehreren Verkehrsspitzen <strong>am</strong> Tag geprägt, in denen<br />

in einem kurzen Zeitfenster viele Flugzeuge landen<br />

<strong>und</strong> in denen die Passagiere schnell umsteigen, um<br />

viele Ziele in kurzer Zeit erreichen zu können. <strong>Die</strong> Hub-<br />

Funktionalität erfordert deshalb zu Spitzenst<strong>und</strong>en<br />

eine hohe Kapazität <strong>und</strong> Flexibilität des Bahnsystems.<br />

Selbstverständlich wurden <strong>und</strong> werden auch in<br />

Zukunft alle Maßnahmen ergriffen, um die Kapazität<br />

des derzeitigen Zwei-Bahn-Systems noch stärker<br />

zu erhöhen. Beispielsweise wurden in Abstimmung<br />

mit der DFS Deutschen Flugsicherung GmbH zusätzliche<br />

Schnellabrollwege gebaut. <strong>Die</strong> Optimierungsmöglichkeiten<br />

sind jedoch weitgehend erschöpft.<br />

Um dem Nachfragedruck gerecht zu werden <strong>und</strong><br />

im Wettbewerb der europäischen Drehkreuze zu<br />

bestehen, ist eine Kapazitätserweiterung dringend<br />

geboten. Das ist nur mit einer <strong>dritte</strong>n <strong>Start</strong>- <strong>und</strong><br />

<strong>Landebahn</strong> zu erreichen.<br />

Nur mit einer <strong>dritte</strong>n Bahn gibt es auch weiterhin ein pünktliches „Go“ für alle <strong>Start</strong>s <strong>und</strong> Landungen. Fünf vor zwölf: München ist bald dicht.<br />

Warum schafft London-Heathrow<br />

mit zwei Bahnen mehr?<br />

Abgesehen davon, dass <strong>am</strong> <strong>Flughafen</strong> London-<br />

Heathrow mit Hochdruck eine <strong>dritte</strong> Bahn geplant<br />

wird, unterscheidet sich die Verkehrsstruktur der<br />

britischen Hauptstadt gr<strong>und</strong>legend von der Münchens.<br />

Auf den fünf Londoner Flughäfen Heathrow, Gatwick,<br />

Stansted, Luton <strong>und</strong> dem City Airport werden jährlich<br />

über 130 Millionen Passagiere abgefertigt. Flüge innerhalb<br />

Europas werden meist über Gatwick abgewickelt,<br />

Interkontinentalflüge vorwiegend über Heathrow.<br />

Deshalb können dort wesentlich häufiger Großraumflugzeuge<br />

eingesetzt werden, die pro Flugbewegung<br />

mehr Passagiere befördern können.<br />

Daraus ergeben sich höhere Passagierzahlen bei weniger<br />

Flugbewegungen als in München. In München liegt<br />

der Anteil der sogenannten „Wide Bodies“, das sind<br />

größere Flugzeuge mit zwei Gängen, an allen Flügen<br />

bei ca. 6,3 Prozent, in Heathrow sind es gut 30 Prozent,<br />

in Gatwick über 15 Prozent.<br />

<strong>Die</strong> in München <strong>am</strong> häufigsten eingesetzten Flugzeugtypen<br />

gehören mit einem Anteil von r<strong>und</strong> 40<br />

Prozent entweder zur Airbus A-320-F<strong>am</strong>ilie (A 318,<br />

319, 320, 321) oder zur Gruppe der Boeing 737 in<br />

allen Versionen – alles Flugzeuge mittlerer Größe.<br />

Das liegt daran, dass in München auch der Deutschland-<br />

<strong>und</strong> Europaverkehr abgewickelt wird.<br />

Sicher wird aufgr<strong>und</strong> der prognostizierten Passagierzuwächse<br />

im Interkontinentalverkehr der Einsatz<br />

von Großraumflugzeugen auch in München zunehmen.<br />

Aber dieser Anteil wird nicht die Größenordnung<br />

erreichen, die heute für London-Heathrow gilt,<br />

einem von mehreren Flughäfen in einem der größten<br />

Ballungsräume der Welt. Denn München gewinnt<br />

seine Bedeutung als Hub-<strong>Flughafen</strong> in erster Linie<br />

durch den dichten Europaverkehr <strong>und</strong> die d<strong>am</strong>it<br />

verb<strong>und</strong>enen Zubringerdienste. Der Einsatz von<br />

Großraumflugzeugen ist auf vielen dieser Strecken,<br />

die mittelgroße europäische Städte verbinden, nicht<br />

wirtschaftlich. Hinzu kommt, dass die Passagiere im<br />

Europaverkehr eine möglichst hohe Zahl an täglichen<br />

Flugfrequenzen dafür aber nur mit mittelgroßem<br />

Fluggerät wünschen, um bei ihrer Reise- <strong>und</strong> Terminplanung<br />

flexibel zu sein.<br />

Was passiert, wenn München „dicht“ ist?<br />

Unmittelbare Folge von verschärften Kapazitätsproblemen<br />

werden massive Verspätungen <strong>und</strong><br />

erhebliche Qualitätseinbußen sein. D<strong>am</strong>it gerät<br />

auch die Hubfunktion des Münchner <strong>Flughafen</strong>s<br />

zunehmend in Gefahr. Warteschleifen von Flugzeugen,<br />

die wegen fehlender Bahnkapazitäten<br />

nicht landen können, belasten die Umwelt zusätzlich.<br />

Das Angebot müsste eingeschränkt werden.<br />

Wegen bestehender Engpässe könnten Teile des<br />

künftigen Wachstums zu anderen Flughäfen in<br />

Europa abwandern. Insbesondere die Interkontinentalverbindungen<br />

wären gefährdet.<br />

<strong>Die</strong> Folgen würden sich nicht nur auf den <strong>Flughafen</strong><br />

selbst, sondern auf die ges<strong>am</strong>te Region negativ<br />

auswirken, zu einem deutlichen Rückgang der Wirtschaftskraft<br />

führen <strong>und</strong> nicht zuletzt Wohlstand <strong>und</strong><br />

Arbeitsplätze gefährden.<br />

Folgen von<br />

Kapazitätsproblemen<br />

<strong>am</strong> <strong>Flughafen</strong>:<br />

20 Es wird eng <strong>am</strong> <strong>Flughafen</strong><br />

Es wird eng <strong>am</strong> <strong>Flughafen</strong><br />

21<br />

■ Verspätungen<br />

■ Qualitätseinbußen<br />

■ Warteschleifen<br />

■ Einschränkung<br />

des Angebots<br />

■ Gefährdungvon<br />

Interkontinentalverbindungen


Von 90 auf 120<br />

Mit dem ermittelten Planungsziel von mindestens<br />

120 Bewegungen pro St<strong>und</strong>e kann der Luftverkehr<br />

den Anforderungen der Zukunft gerecht werden.<br />

Nachdem in München für das Jahr 2020 insge-<br />

s<strong>am</strong>t 610 000 Bewegungen vorhergesagt werden<br />

(neuester Stand August 2007: 607 000), mit dem<br />

Zwei-Bahn-System aber nur 90 Bewegungen pro<br />

Um den Anforderungen der Zukunft gerecht zu werden, muss die Kapazität auf 120 Flugbewegungen pro St<strong>und</strong>e gesteigert werden.<br />

St<strong>und</strong>e abgewickelt werden können, ergibt sich eindeutig,<br />

dass der Münchner Airport den Herausfor-<br />

derungen der näheren Zukunft nur mit einer <strong>dritte</strong>n<br />

<strong>Start</strong>- <strong>und</strong> <strong>Landebahn</strong> begegnen kann. <strong>Die</strong> neue Kapazitätsanforderung<br />

von 120 Bewegungen pro St<strong>und</strong>e<br />

ergibt sich durch die Gegenüberstellung ausgewählter<br />

Flughäfen mit hohem internationalem Umsteigeverkehr.<br />

<strong>Die</strong> Lage der <strong>dritte</strong>n Bahn<br />

Sechs Varianten k<strong>am</strong>en für den Standort einer <strong>dritte</strong>n Bahn in die engere Auswahl.<br />

<strong>Die</strong> Vorgaben bei der Planung<br />

Insges<strong>am</strong>t 33 Varianten für den Standort einer neuen<br />

<strong>dritte</strong>n <strong>Start</strong>- <strong>und</strong> <strong>Landebahn</strong> wurden im Vorfeld untersucht.<br />

Alle möglichen Lagen, Richtungen <strong>und</strong> Querabstände<br />

zum bestehenden Zwei-Bahn-System<br />

wurden betrachtet <strong>und</strong> einer aufwendigen Prüfung<br />

unterzogen.<br />

Dabei wurde festgestellt, dass nur voneinander unabhängige<br />

<strong>und</strong> zum jetzigen Bahnsystem parallele<br />

Bahnlagen das Planungsziel von mindestens 120<br />

Bewegungen pro St<strong>und</strong>e bei maximal vier Minuten<br />

durchschnittlicher Verspätung erreichen.<br />

Unabdingbar bei der Planung war auch, dass die <strong>dritte</strong><br />

Bahn einen vollwertigen Bestandteil des vorhandenen<br />

Systems darstellen muss.<br />

D<strong>am</strong>it ergab sich nach detaillierter Untersuchung eine<br />

Länge von 4 000 Metern für die neue Bahn. Nur d<strong>am</strong>it<br />

kann gewährleistet werden, dass dort alle Flugzeugtypen,<br />

auch Langstreckenflugzeuge, zu Spitzenzeiten<br />

starten können. Ebenso muss im Falle der Sperrung<br />

einer Bahn ein vollwertiges Zwei-Bahn-System mit<br />

90 Bewegungen pro St<strong>und</strong>e sichergestellt werden.<br />

Und schließlich sprechen die notwendige Flexibilität<br />

der Betriebsabläufe sowie Sicherheitsaspekte für<br />

eine 4 000-Meter-Bahn.<br />

All diese Kriterien konnten nach sorgfältiger Analyse<br />

nur sechs Varianten erfüllen.<br />

Über 30 Alternativen für eine zusätzliche Runway wurden überprüft.<br />

22 Von 90 auf 120<br />

<strong>Die</strong> Lage der <strong>dritte</strong>n Bahn<br />

2


<strong>Die</strong> geringsten Belastungen aller Varianten für Mensch <strong>und</strong> Umwelt ergeben sich durch die Vorzugsvariante „5b“ im Nordosten.<br />

<strong>Die</strong> Vorzugs-<br />

variante 5b liegt<br />

nordöstlich<br />

der Nordbahn:<br />

■ Achsabstand 1 180 m<br />

■ Schwellenversatz<br />

nach Osten 2 100 m<br />

Warum Vorzugsvariante 5b?<br />

<strong>Die</strong>se sechs Varianten (22a Süd, 4b Nord, 5a Nord,<br />

7 Nord, 8 Nord <strong>und</strong> 5b Nord) waren Untersuchungsgegenstand<br />

eines umfangreichen Gutachtens. In<br />

diesem Gutachten wurden die Varianten auf verschiedene<br />

Themenkomplexe hin gründlich geprüft:<br />

1. Inanspruchnahme von Gr<strong>und</strong>stücken<br />

2. Lärmauswirkungen auf Menschen<br />

3. Geländeinanspruchnahme <strong>und</strong><br />

Umweltauswirkungen<br />

4. Kapazitätsrelevante Zusatzfaktoren<br />

Vorzugsvariante 5b<br />

Nach gründlicher Abwägung hat sich die Vorzugsvariante<br />

5b, die sich nordöstlich der heutigen Nordbahn<br />

befindet, als die verträglichste herausgestellt.<br />

Sie liegt 1 180 Meter von der Nordbahn entfernt<br />

(Achsabstand) <strong>und</strong> ist 2 100 Meter parallel nach Osten<br />

verschoben (Schwellenversatz). Allein diese Variante<br />

garantiert die geringsten Belastungen für Mensch <strong>und</strong><br />

Umwelt <strong>und</strong> erfüllt auch die Kapazitätsanforderungen.<br />

Der <strong>Flughafen</strong> München mit der geplanten <strong>dritte</strong>n Bahn (orange)<br />

Auswirkungen auf das Umland<br />

Lärm <strong>und</strong> Schadstoffe<br />

Am Münchner <strong>Flughafen</strong> besteht ein kombiniertes<br />

Tag- <strong>und</strong> Nachtschutzgebiet, das seit 23. März 2001<br />

in seiner jetzigen Form existiert. Innerhalb dieses<br />

Areals haben von Fluglärm betroffene Bürger Anrecht<br />

auf Schallschutz in Aufenthalts- <strong>und</strong> Schlafräumen.<br />

In diesem Schutzgebiet hat die FMG für Schallschutzmaßnahmen<br />

Sorge zu tragen, die sicherstellen, dass<br />

in Aufenthalts- bzw. Schlafräumen ein Lärmpegel von<br />

maximal 55 Dezibel im Innenraum nicht überschritten<br />

wird. Im Rahmen der Schallschutzprogr<strong>am</strong>me hat die<br />

FMG im Umland des <strong>Flughafen</strong>s r<strong>und</strong> 21 000 Schallschutzfenster<br />

<strong>und</strong> r<strong>und</strong> 20 000 Lüfter eingebaut. Insges<strong>am</strong>t<br />

investierte die FMG r<strong>und</strong> 62 Millionen Euro in<br />

Schallschutzmaßnahmen.<br />

Durch den Betrieb einer <strong>dritte</strong>n <strong>Start</strong>- <strong>und</strong> <strong>Landebahn</strong><br />

wird der Fluglärm in einigen Gebieten steigen. Umfangreiche<br />

Gutachten, die dem Planfeststellungsverfahren<br />

Darstellung der Schutzzonen gemäß Novellierung 2007 des Fluglärmgesetzes<br />

für die <strong>dritte</strong> Bahn als Gr<strong>und</strong>lage dienen, haben<br />

jedoch festgestellt, dass das bestehende Tag-/<br />

Nachtschutzgebiet seine Schutzfunktion auch<br />

beim Betrieb einer <strong>dritte</strong>n Bahn ohne größere<br />

Anpassungen erfüllt. In einzelnen Bereichen<br />

wird jedoch der Lärmschutzbereich vergrößert<br />

werden müssen.<br />

Einige Gemeinden werden vom Fluglärm tagsüber<br />

höher betroffen sein. <strong>Die</strong>s betrifft vor allem die<br />

Kommunen im Norden <strong>und</strong> Osten des <strong>Flughafen</strong>s<br />

wie Attaching <strong>und</strong> Eittingermoos sowie Teile der<br />

Gemeinde Berglern.<br />

In diesen Gemeinden wird die FMG umfangreiche<br />

Vorsorge treffen: Neben Schallschutzmaßnahmen<br />

(wie Lärmschutzfenster) kann auch ein Anspruch<br />

auf Übernahme bestehen, das heißt die FMG unterbreitet<br />

ein Angebot zum Ankauf einer Immobilie.<br />

Planungsfall 2020<br />

Tagschutzzone 1: L Aeq Tag = 60 dB(A)<br />

Tagschutzzone 2: L Aeq Tag = 55 dB(A)<br />

Nachtschutzzone (ab dem 01.01.2011)<br />

Umhüllende NAT Nacht = 6mal 68 dB(A)/<br />

L Aeq Nacht = 50 dB(A)<br />

Kombiniertes Tag-/Nachtschutz-<br />

gebiet für den <strong>Flughafen</strong> München<br />

gemäß Änderungsgenehmigung<br />

der Regierung von Oberbayern vom<br />

23.03.2001<br />

24 <strong>Die</strong> Lage der <strong>dritte</strong>n Bahn<br />

Auswirkungen auf das Umland<br />

25


Der <strong>Flughafen</strong> München ist Bestandteil der Region.<br />

Das für den Betrieb der <strong>dritte</strong>n Bahn entwickelte Flugbetriebsmodell<br />

sieht eine Nutzung nachts nur in Ausnahmefällen<br />

vor. Hierdurch wird sichergestellt, dass<br />

nachts nur eine geringfügige Erhöhung der Schallbelastung<br />

eintritt. Für manche Gemeinden hat die<br />

räumliche Verteilung der Flugbewegungen beim<br />

Betrieb einer <strong>dritte</strong>n Bahn sogar eine Lärmminderung<br />

zur Folge.<br />

Nur geringer Anteil an Schadstoffbelastung<br />

Sorgfältige Messungen haben bisher ergeben, dass<br />

der Anteil des <strong>Flughafen</strong>s München an der Schadstoffbelastung<br />

im Umland nur gering ist: <strong>Die</strong> Situation<br />

im <strong>Flughafen</strong>bereich ähnelt der in anderen ländlich<br />

geprägten Räumen bzw. der von Stadtrandlagen.<br />

Daran wird sich auch beim Betrieb einer <strong>dritte</strong>n Bahn<br />

nur wenig ändern. <strong>Die</strong> Ergebnisse umfangreicher<br />

Berechnungen zeigen, dass – mit Ausnahme von<br />

Stickstoffdioxid – alle prognostizierten Schadstoffkonzentrationen<br />

in unkritischen Größenordnungen,<br />

das heißt deutlich unter den jeweiligen Grenzwerten<br />

liegen werden.<br />

Stickstoffdioxid hingegen kann vereinzelt gering-<br />

fügig den Grenzwert überschreiten. Das liegt auch<br />

an strengeren Grenzwerten, die ab 2010 gelten.<br />

Obwohl Belastungen durch Stickstoffdioxid hauptsächlich<br />

durch den Straßenverkehr verursacht werden,<br />

nimmt die FMG durch eine Optimierung des Rollverkehrs<br />

der Flugzeuge <strong>und</strong> durch einen umweltschonenden<br />

Fuhrpark Einfluss auf die Senkung dieses<br />

Schadstoffes.<br />

Muss abgesiedelt werden?<br />

Für Teile von Attaching werden tagsüber Dauerschallpegel<br />

erreicht werden, die zur Außenwohnbereichsentschädigung<br />

oder zu Übernahmeansprüchen führen<br />

können.<br />

Aufgr<strong>und</strong> des Flächenbedarfs für die <strong>dritte</strong> Bahn<br />

werden außerdem Anwesen in Schwaigermoos in<br />

den Bereich der Inanspruchnahme fallen.<br />

Kein Widerspruch: <strong>Flughafen</strong> <strong>und</strong> Natur Heimisch <strong>am</strong> Airport: der Große Brachvogel Zahlreiche Biotope wurden neu angelegt.<br />

Tiere, Pflanzen, Landschaft<br />

<strong>Die</strong> Tier- <strong>und</strong> Pflanzenwelt wird vor allem durch den<br />

Bedarf an Gr<strong>und</strong> <strong>und</strong> Boden im Zus<strong>am</strong>menhang mit<br />

der <strong>dritte</strong>n Bahn betroffen sein. Andere Einflüsse wie<br />

Lärm oder Schadstoffe haben den Gutachten zufolge<br />

keine oder nur äußerst geringe Bedeutung.<br />

Eindeutiger Schwerpunkt der vorhandenen wertvollen<br />

Lebensräume mit hoher biologischer Vielfalt<br />

<strong>und</strong> seltenen Tier- <strong>und</strong> Pflanzenarten ist das Erdinger<br />

Moos im Norden <strong>und</strong> im Nordosten des <strong>Flughafen</strong>s.<br />

Auch im nördlichen <strong>und</strong> östlichen Randbereich des<br />

bestehenden Airports, der durch den Ausbau direkt<br />

betroffen ist, sind einzelne, wertvolle Lebensräume<br />

vorhanden.<br />

Allerdings betreffen die relevanten Eingriffe vorwiegend<br />

erst durch den Bau des <strong>Flughafen</strong>s entstandene,<br />

wertvolle Sek<strong>und</strong>ärbiotope. Denn das Erdinger Moos,<br />

das lange intensiv landwirtschaftlich genutzt wurde,<br />

stellte vor der Errichtung des Airports keineswegs<br />

unberührte Natur dar.<br />

Ökologische Ausgleichs- <strong>und</strong> Ersatzmaßnahmen<br />

Um die Auswirkungen der <strong>dritte</strong>n Bahn auf unter anderem<br />

Tiere, Pflanzen <strong>und</strong> Landschaft naturschutzrechtlich<br />

zu kompensieren, wird die FMG ökologische<br />

Ausgleichsmaßnahmen treffen. Bereits in der Vergangenheit<br />

wurden weite Flächen in großem Ausmaß<br />

renaturiert. Waldähnliche Pflanzungen, Hecken <strong>und</strong><br />

Grünlandflächen wurden angelegt, Bäche in ihren<br />

ursprünglichen Zustand zurückgeführt <strong>und</strong> naturnah<br />

gestaltet sowie über 510 000 standorttypische Bäume<br />

<strong>und</strong> über eine Million Sträucher neu gepflanzt.<br />

<strong>Die</strong>se ökologischen Ersatzmaßnahmen verteilen sich<br />

im Umland auf über 5 000 Hektar. <strong>Die</strong> eigentlichen<br />

Ausgleichsflächen umfassen circa 348 Hektar. Auf dem<br />

<strong>Flughafen</strong>gelände selbst sind gut 60 Prozent (1 000<br />

Hektar) begrünt.<br />

Heimat für gefährdete Tierarten<br />

Zahlreiche gefährdete Tierarten sind mittlerweile in<br />

der Nachbarschaft des <strong>Flughafen</strong>s heimisch geworden,<br />

wo sie sich, geschützt vor Menschen <strong>und</strong> H<strong>und</strong>en,<br />

vermehren können. Beispielsweise existiert hier die<br />

größte Population des Großen Brachvogels in Bayern –<br />

einer Vogelart, die in anderen Regionen aus ihrem<br />

Lebensraum verdrängt wurde.<br />

Weil zudem auch andere seltene Vogelarten im <strong>Flughafen</strong>bereich<br />

ein ideales Biotop vorfinden, soll auf Anregung<br />

der FMG auch im Bereich der geplanten <strong>dritte</strong>n<br />

Bahn ein EU-Vogelschutzgebiet ausgewiesen werden.<br />

300 Hektar weniger Geländeverbrauch<br />

Der Geländeverbrauch für die <strong>dritte</strong> Bahn wird<br />

so gering wie möglich gehalten. So konnte in<br />

Vorbereitung des Planfeststellungsverfahrens<br />

der Flächenbedarf erheblich reduziert werden.<br />

Gegenüber den Planungen der Raumordnung<br />

verringert sich die Ausbaufläche um r<strong>und</strong> 300<br />

Hektar oder etwa ein knappes Drittel.<br />

<strong>Die</strong> enorme Flächenreduktion ist unter anderem<br />

deshalb möglich, weil der Verlauf der Staatsstraße<br />

2084 (Freising-Erding) zwischen die<br />

bestehende nördliche <strong>und</strong> die neue <strong>Start</strong>- <strong>und</strong><br />

<strong>Landebahn</strong> verlegt wurde.<br />

Ein westlich der bestehenden Nordbahn vorgesehener<br />

Rollweg ist nach der neuen Planung<br />

nicht mehr erforderlich. Auch ein veränderter<br />

Verlauf des <strong>Flughafen</strong>zauns trägt spürbar zur<br />

Flächenreduzierung bei.<br />

Ökologische<br />

Ausgleichs- <strong>und</strong><br />

Ersatzmaßnahmen<br />

<strong>am</strong> <strong>Flughafen</strong>:<br />

26 Auswirkungen auf das Umland<br />

Auswirkungen auf das Umland<br />

27<br />

■ Renaturierung<br />

■ Anlage waldähnlicherPflanzungen,<br />

Hecken<br />

<strong>und</strong> Grünflächen<br />

■ naturnahe<br />

Bachgestaltung<br />

■ Neuanpflanzung<br />

standortspezifischer<br />

Bäume <strong>und</strong> Sträucher<br />

■ Schaffung von<br />

Lebensräumen für<br />

Wiesenbrüter


Projekte r<strong>und</strong> um den Ausbau<br />

Reduzierung von Emissionen<br />

Neben den Maßnahmen zum Schallschutz (Schallschutz,<br />

Übernahmeanspruch) gibt es eine ganze<br />

Anzahl von effektiven Möglichkeiten, den Fluglärm<br />

spürbar zu senken. Dazu zählt beispielsweise die<br />

Selbstverpflichtung der Europäischen Luftfahrtindustrie<br />

mit visionären Zielen für 2020. Das Advisory<br />

Council of Aeronautical Research in Europe (ACARE)<br />

will bis 2020 den vom Menschen wahrgenommenen<br />

Fluglärm um die Hälfte senken.<br />

D<strong>am</strong>it einher geht die Reduzierung des Kerosinverbrauchs<br />

<strong>und</strong> des CO 2 -Ausstoßes um 50 Prozent.<br />

Stickstoffoxide sollen sogar um 80 Prozent gesenkt<br />

werden. Erreicht werden soll dies unter anderem<br />

durch neue Triebwerkskonzepte.<br />

Durch eine organisatorische Verbesserung auf europäischer<br />

Ebene ergibt sich ein enormes Einsparpotenzial.<br />

Denn eine einheitliche europäische Flugsicherung<br />

könnte die Lufträume besser <strong>und</strong> effektiver nutzen.<br />

Experten gehen davon aus, dass der Kerosinverbrauch<br />

allein durch diese Maßnahme um bis zu zwölf Prozent<br />

reduziert werden könnte. D<strong>am</strong>it wäre eine Optimierung<br />

der europäischen Flugsicherung das größte Klimaschutzprojekt<br />

der Luftfahrt in Europa.<br />

Auch die FMG trägt dazu bei, dass leisere Triebwerke<br />

bevorzugt werden. Am <strong>Flughafen</strong> München zahlen<br />

mit solchen Triebwerken ausgestattete Flugzeuge<br />

geringere Gebühren. <strong>Die</strong> Flugzeugtypen werden in<br />

Lärmklassen eingeteilt. Jets in der niedrigsten Lärmkategorie<br />

(weniger als 68,9 Dezibel) zahlen achtmal<br />

weniger als Jets der höchsten Lärmkategorie (mehr<br />

als 91 Dezibel). Der Lärmpegel für die Kategorisierung<br />

wird an zwei Messstellen (Pulling <strong>und</strong> Schwaig)<br />

gemessen.<br />

Außerdem soll auch eine Schadstoff-Komponente in<br />

die Entgelte eingebaut werden: Flugzeuge mit einem<br />

höheren Schadstoffausstoß sollen künftig mehr bezahlen<br />

als umweltfre<strong>und</strong>lichere Flugzeuge. Der <strong>Flughafen</strong><br />

München ist neben Frankfurt federführend bei<br />

diesem Pilotprojekt.<br />

Nachtflugbeschränkungen<br />

Um nachts die Belastung durch die <strong>dritte</strong> <strong>Start</strong>- <strong>und</strong><br />

<strong>Landebahn</strong> so gering wie möglich zu halten, gibt die<br />

landesplanerische Beurteilung vom 21. Februar 2007<br />

vor: „<strong>Die</strong> Nutzung der <strong>dritte</strong>n <strong>Start</strong>- <strong>und</strong> <strong>Landebahn</strong><br />

ist zur Abwicklung des Nachtflugverkehrs ausschließlich<br />

in Notsituationen, in meteorologischen Ausnahmesituationen<br />

oder beim Ausfall einer der beiden bestehenden<br />

Bahnen vorzusehen.“<br />

Einbindung der Region<br />

Bei dem Ausbauvorhaben legt die FMG großen Wert<br />

auf einen offenen <strong>und</strong> konstruktiven Dialog mit der<br />

<strong>Flughafen</strong>region. Um den berechtigten Interessen<br />

der Anwohner Rechnung zu tragen, wurde das Ausbauprojekt<br />

von Anfang an durch den Nachbarschaftsbeirat<br />

begleitet, dem neben der FMG die Landräte,<br />

Bürgermeister <strong>und</strong> Interessenvertreter der Region<br />

Im Nachbarschaftsbeirat werden die Aspekte r<strong>und</strong> um die <strong>dritte</strong> Bahn kontinuierlich diskutiert. Der Fluglärm wird sorgfältig überwacht.<br />

sowie Vertreter der Luftfahrt <strong>und</strong> der örtlichen Wirtschaft<br />

angehören. <strong>Die</strong>ser Beirat bietet den Beteiligten<br />

kontinuierlich <strong>und</strong> zeitnah Informationen über<br />

die laufende Ausbauplanung. Im Nachbarschaftsbeirat<br />

wurden auch einstimmige Resolutionen zur<br />

Verbesserung der Verkehrsanbindung der <strong>Flughafen</strong>region<br />

verabschiedet.<br />

Umlandfonds als Ausgleich<br />

In der 13. Sitzung des Nachbarschaftsbeirates <strong>am</strong><br />

28. April 2007 hat die FMG für Bürger <strong>und</strong> Kommunen,<br />

die durch den Bau der <strong>dritte</strong>n <strong>Start</strong>- <strong>und</strong> <strong>Landebahn</strong><br />

in besonderer Art <strong>und</strong> Weise belastet werden,<br />

die Einrichtung eines Umlandfonds in Höhe von<br />

100 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Dabei handelt<br />

es sich um eine freiwillige Maßnahme, die über<br />

Kompensationsmaßnahmen, die der <strong>Flughafen</strong> auf-<br />

gr<strong>und</strong> gesetzlicher, genehmigungsrechtlicher oder<br />

gerichtlicher Verpflichtungen ohnehin tragen muss,<br />

hinausgeht.<br />

<strong>Die</strong> Festlegung konkreter Projekte <strong>und</strong> Maßnahmen<br />

wird unter maßgeblicher Mitwirkung des Nachbarschaftsbeirates<br />

erfolgen. Der Umlandfonds ist nicht<br />

von einer Zustimmung der Kommunen zum Bau der<br />

<strong>dritte</strong>n Bahn abhängig.<br />

Verbesserung der Verkehrsanbindung<br />

Obwohl sich das Passagieraufkommen bis zum Jahre<br />

2020 nahezu verdoppeln wird, ist mit einem vergleichbaren<br />

Anstieg des Straßenverkehrs nicht zu rechnen.<br />

Gr<strong>und</strong> ist die Funktion des Münchner <strong>Flughafen</strong>s als<br />

Drehkreuz: 2020 werden nämlich 45 Prozent aller<br />

Passagiere Umsteiger sein, die auf dem Luftweg an-<br />

<strong>und</strong> abreisen <strong>und</strong> somit keinen zusätzlichen Straßenverkehr<br />

verursachen.<br />

Dennoch wird der Straßenverkehr bis 2020 deutlich<br />

zunehmen. Allerdings ist das nicht der <strong>dritte</strong>n Bahn<br />

zuzuschreiben, sondern einem allgemeinen Anstieg<br />

des Verkehrsaufkommens r<strong>und</strong> um den <strong>Flughafen</strong>.<br />

Direkt im Zus<strong>am</strong>menhang mit dem Ausbau wird eine<br />

Steigerung des Straßenverkehrs von r<strong>und</strong> 13 Prozent<br />

prognostiziert.<br />

Deshalb ist es wichtig, die Ausbaumaßnahmen im<br />

Straßennetz voranzutreiben. Dazu zählt die Fertigstellung<br />

der <strong>Flughafen</strong>tangente Ost, die bis 2010<br />

vorgesehen ist. Für den Bau der B<strong>und</strong>esstraße 388a,<br />

Durch den Bau einer <strong>dritte</strong>n Bahn wird der Straßenverkehr um den <strong>Flughafen</strong><br />

um nur 13 Prozent ansteigen.<br />

eine weitere dringend notwendige Maßnahme für die<br />

Verbesserung der Verkehrsanbindung, wurde der Planfeststellungsbeschluss<br />

erlassen. <strong>Die</strong> Nordostumfahrung<br />

von Freising im Zuge der B 301 ist im aktuellen B<strong>und</strong>esverkehrswegeplan<br />

unter „Vordringlicher Bedarf“ eingestuft.<br />

Schließlich wird auch die A 92 bis Feldmoching<br />

durchgängig sechsspurig ausgebaut.<br />

Auch Verbesserungen bei der Schienenanbindung<br />

sind dringend notwendig. Der Freistaat Bayern finanziert<br />

mit 40 Millionen Euro die Planungen für den<br />

S-Bahn-Ringschluss von Erding über den <strong>Flughafen</strong><br />

nach Freising (S 2) sowie für die sogenannte Walpertskirchener<br />

Spange.<br />

Über die Neufahrner Kurve ist die Domstadt Freising<br />

dann künftig direkt auf der Schiene mit dem Airport<br />

verb<strong>und</strong>en. <strong>Die</strong> Anbindung der Messe München<br />

erfolgt über den Erdinger Ringschluss. <strong>Die</strong> Walpertskirchener<br />

Spange wird den Anschluss an die Schienenstrecke<br />

der Deutschen Bahn Richtung Mühldorf/Freilassing-Salzburg<br />

ermöglichen. Beide Projekte werden<br />

parallel geplant. Mit dem Baurecht wird spätestens<br />

2010 gerechnet.<br />

Das Projekt Transrapid<br />

<strong>Die</strong> geplante Transrapidverbindung zwischen dem<br />

Münchner Hauptbahnhof <strong>und</strong> dem <strong>Flughafen</strong> soll den<br />

bislang fehlenden Fernbahnanschluss ersetzen <strong>und</strong><br />

die Anbindung an das Fernstreckennetz der deutschen<br />

Bahn sicherstellen. <strong>Die</strong> Zeitersparnis beträgt 30 Minuten<br />

im Vergleich zur bestehenden S-Bahn-Verbindung.<br />

Durch diese attraktive Verbindung kann der Verkehr<br />

auf der Straße reduziert werden.<br />

Ziel ist die bessere<br />

Anbindung des<br />

<strong>Flughafen</strong>s:<br />

28 Projekte r<strong>und</strong> um den Ausbau<br />

Projekte r<strong>und</strong> um den Ausbau<br />

29<br />

■ auf der Straße<br />

■ auf der Schiene<br />

■ per Fernbahn


0<br />

Auf einen Blick<br />

Eching<br />

<strong>Die</strong> Lage der <strong>dritte</strong>n Bahn nach der Vorzugsvariante „5b“ im Zus<strong>am</strong>menhang mit dem Umland des <strong>Flughafen</strong>s<br />

Aufnahme der Planungen einer <strong>dritte</strong>n Bahn: Juli 2005<br />

Antrag auf Einleitung des Raumordnungsverfahrens: Juli 2006<br />

Positiver Abschluss des Raumordnungsverfahrens: Februar 2007<br />

Einleitung des Planfeststellungsverfahrens: August 2007<br />

Dauer des Planfeststellungsverfahrens: ca. zwei bis zweieinhalb Jahre<br />

Geplante Inbetriebnahme: ab 2011<br />

Flächenbedarf (innerhalb des Zauns): ca. 648 Hektar<br />

Länge/Breite: 4 000 Meter/60 Meter<br />

Abstand zur Nordbahn: 1 180 Meter<br />

Schwellenversatz nach Osten: 2 100 Meter<br />

Auf einen Blick<br />

Neufahrn<br />

Daten <strong>und</strong> Fakten<br />

A 92<br />

Freising<br />

Südbahn<br />

Nordbahn<br />

geplante <strong>dritte</strong> Bahn<br />

A 92<br />

Erding<br />

Impressum<br />

Herausgeber:<br />

<strong>Flughafen</strong> München GmbH<br />

Unternehmenskommunikation<br />

Postfach 23 17 55<br />

85326 München<br />

Tel.: 089/975-00<br />

Fax: 089/975-4 10 06<br />

www.munich-airport.de<br />

www.muc-ausbau.de<br />

Text:<br />

Christopher Fritz<br />

Redaktion:<br />

<strong>Flughafen</strong> München GmbH<br />

Unternehmenskommunikation<br />

Projektte<strong>am</strong> Kapazitäten<br />

Christopher Fritz<br />

<strong>heller</strong> & <strong>partner</strong><br />

Fotos:<br />

Alex Tino Friedel<br />

Dr. Werner Hennies<br />

Henning Koepke<br />

Parole Gesellschaft für Kommunikation mbH<br />

Bildagenturen:<br />

S.10: mauritius-images/Henryk Thomasz Kaiser,<br />

mit fre<strong>und</strong>licher Unterstützung der<br />

Bayerischen Schlösserverwaltung<br />

S.27: Blickwinkel (Motiv Brachvogel)<br />

Grafiken:<br />

<strong>Flughafen</strong> München GmbH<br />

Unternehmenskommunikation<br />

Projektte<strong>am</strong> Kapazitäten<br />

Druck:<br />

Peschke Druck, München<br />

September 2007

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