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Presseinformation (PDF | 66 KB) - Wacker Chemie

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PRESSEINFORMATION<br />

Nummer 12<br />

STARKES POLYSILICIUM-GESCHÄFT<br />

FEDERT UMSATZ- UND ERGEBNIS-<br />

RÜCKGANG IM 1. QUARTAL 2009 AB<br />

KONZERNUMSATZ SINKT IM 1. QUARTAL 2009 UM<br />

14 PROZENT AUF 873 MIO. €<br />

OPERATIVES ERGEBNIS (EBITDA) LIEGT IM<br />

BERICHTSZEITRAUM MIT 158 MIO. € UM 46 PROZENT<br />

UNTER VORJAHR<br />

POSITIVER NETTO-CASHFLOW VON 71 MIO. €<br />

UMSATZ UND ERGEBNIS IM GESAMTJAHR 2009 WERDEN<br />

DEUTLICH UNTER VORJAHR ERWARTET<br />

FORTFÜHRUNG DER STRATEGISCHEN WACHSTUMS-<br />

PROJEKTE MIT INVESTITIONEN VON RUND 800 MIO. € IM<br />

LAUFENDEN GESCHÄFTSJAHR<br />

München, 30. April 2009 – Die Auswirkungen der weltweiten<br />

Rezession haben bei der <strong>Wacker</strong> <strong>Chemie</strong> AG in den Geschäftszahlen<br />

des 1. Quartals 2009 deutliche Spuren hinterlassen. Der Münchner<br />

<strong>Chemie</strong>konzern erzielte von Januar bis März 2009 Umsatzerlöse von<br />

insgesamt 872,5 (Vj. 1.019,5) Mio. €. Dies sind 14 Prozent weniger<br />

als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Zurückzuführen ist dieser<br />

Rückgang in erster Linie auf niedrigere Absatzmengen, zum Teil auch<br />

auf niedrigere Preise. Dagegen hat der günstigere Wechselkurs des<br />

US-Dollar den Umsatz mit +4 Prozent gestützt.<br />

Die Maßnahmen, die WACKER schon beginnend mit dem 2. Halbjahr<br />

2008 ergriffen hat, um Kosten einzusparen und die Produktions-<br />

<strong>Wacker</strong> <strong>Chemie</strong> AG<br />

Hanns-Seidel-Platz 4<br />

81737 München, Germany<br />

www.wacker.com


Seite 2 von 11 der <strong>Presseinformation</strong> Nummer 12 vom 30.04.2009<br />

kapazitäten temporär der schwachen Nachfrageentwicklung<br />

anzupassen, zeigten im 1. Quartal 2009 positive Effekte in der<br />

Ergebnisentwicklung. Zwar fiel das Konzern-Ergebnis vor Zinsen,<br />

Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im Berichtszeitraum mit<br />

157,8 (Vj. 291,1) Mio. € um 46 Prozent niedriger aus als im Vorjahr.<br />

Das EBITDA wurde aber durch Einsparungen bei den Sach- und<br />

Personalkosten sowie durch günstigere Preise für Rohstoffe und<br />

Energie unterstützt. Die EBITDA-Marge liegt bei 18,1 (Vj. 28,6)<br />

Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des 1. Quartals<br />

2009 erreichte 58,2 (Vj. 198,7) Mio. €, das Periodenergebnis belief<br />

sich auf 5,5 (Vj. 130,6) Mio. €. Das Ergebnis je Aktie beträgt 0,17 €<br />

(Vj. 2,63 €).<br />

Den größten Umsatz- und Ergebnisbeitrag lieferte im 1. Quartal 2009<br />

das Geschäft mit Polysilicium. Der Umsatz des Geschäftsbereichs<br />

WACKER POLYSILICON übersprang erstmals in einem Quartal die<br />

Marke von 300 Mio. €, das EBITDA stieg um 136 Prozent. Deutlich<br />

rückläufig war dagegen die Entwicklung von Umsatz und Ergebnis in<br />

den übrigen Geschäftsbereichen. Besonders stark fiel der Rückgang<br />

im Halbleitergeschäft von Siltronic aus. Dort blieb der Umsatz um<br />

64 Prozent hinter dem Vorjahr zurück, das EBITDA sank auf -60,0<br />

Mio. €.<br />

Für das Gesamtjahr 2009 erwartet WACKER, dass sowohl der<br />

Umsatz als auch das operative Ergebnis deutlich unter den<br />

Vorjahreswerten liegen werden. Wie stark dieser Rückgang ausfallen<br />

wird, hängt dabei in erster Linie von der weiteren Nachfrage- und<br />

Preisentwicklung in den für WACKER wichtigen Abnehmerbranchen<br />

ab. Der Konzern fokussiert seine Investitionen auf die strategischen<br />

Wachstumsprojekte, vor allem auf die laufende Erweiterung der<br />

Produktionskapazitäten für Polysilicium. Aus heutiger Sicht wird das


Seite 3 von 11 der <strong>Presseinformation</strong> Nummer 12 vom 30.04.2009<br />

Investitionsvolumen von WACKER im Geschäftsjahr 2009 eine<br />

Größenordnung von 800 Mio. € erreichen.<br />

„Nach Jahren erfolgreichen Unternehmenswachstums befinden wir<br />

uns heute angesichts der weltweiten Rezession in einer Phase<br />

gesamtwirtschaftlicher Unsicherheit und damit vor einer großen<br />

unternehmerischen Herausforderung“, sagte Konzernchef Rudolf<br />

Staudigl am Donnerstag in München. „Unsere Maßnahmen, mit<br />

denen wir die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf unser<br />

Unternehmen begrenzen wollen, zeigen aber Wirkung. Die wichtigen<br />

Megatrends, von denen wir profitieren, sind nach wie vor intakt.<br />

Deshalb bin ich langfristig weiterhin optimistisch für die Zukunft von<br />

WACKER, auch wenn 2009 kein einfaches Jahr für uns sein wird.“<br />

Regionen<br />

Aufgrund der Wachstumsimpulse aus dem Polysilicium-Geschäft<br />

verzeichnete der WACKER-Konzern im 1. Quartal 2009 in<br />

Deutschland gegenüber dem Vorjahresquartal ein Umsatzwachstum<br />

von rund 3 Prozent auf 220,8 (Vj. 215,3) Mio. €. Im übrigen Europa<br />

ergibt sich hingegen ein Umsatzrückgang um 23 Prozent auf 202,0<br />

(Vj. 260,8) Mio. €. Nach wie vor größter Absatzmarkt von WACKER<br />

bleibt Asien. Allerdings hat sich dort das Umsatzvolumen im Berichtszeitraum<br />

Januar bis März 2009 um 23 Prozent auf 267,0 (Vj. 345,6)<br />

Mio. € verringert. Gut die Hälfte seiner Umsätze in Asien erwirtschaftete<br />

der WACKER-Konzern in China. In der Region Amerika<br />

erzielte der WACKER-Konzern im Berichtszeitraum Umsatzerlöse<br />

von 162,3 (Vj. 169,2) Mio. € und erreichte damit nahezu das Niveau<br />

des Vorjahres. WACKER profitierte dort von der Konsolidierung des<br />

früheren Partnerunternehmens Air Products Polymers ebenso wie<br />

von der günstigen Wechselkursentwicklung des Euro zum US-Dollar.


Seite 4 von 11 der <strong>Presseinformation</strong> Nummer 12 vom 30.04.2009<br />

In den Übrigen Regionen betrug der Umsatz im 1. Quartal 2009 20,4<br />

(Vj. 28,6) Mio. €.<br />

Netto-Cashflow und Investitionen<br />

WACKER hat von Januar bis März 2009 einen positiven Netto-<br />

Cashflow in Höhe von 70,9 (Vj. -3,3) Mio. € erwirtschaftet. Hier kam<br />

neben einem Anstieg der Kundenanzahlungen um 67,9 Mio. € und<br />

Reduzierungen im Umlaufvermögen auch die Fokussierung der<br />

Investitionen auf die strategischen Wachstumsprojekte des Konzerns<br />

zum Tragen. Zusätzlich war im 1. Quartal 2008 eine Auszahlung in<br />

Höhe von 173,4 Mio. € für den Erwerb der Anteile an den früheren<br />

Partnerunternehmen Air Products Polymers und <strong>Wacker</strong> Polymer<br />

Systems angefallen, die sich im Cashflow des Vorjahreszeitraums<br />

ausgewirkt hat.<br />

WACKER hat im 1. Quartal 2009 176,8 (Vj. 145,5) Mio. € investiert.<br />

Im Mittelpunkt standen die Ausbauprojekte für Polysilicium an den<br />

Standorten Burghausen und Nünchritz sowie der Ausbau des Silicon-<br />

Standorts Zhangjiagang (China). Allein für die laufende Erweiterung<br />

der Polysilicium-Kapazitäten wurden im Berichtszeitraum rund 100<br />

Mio. € aufgewendet. Mittelfristig will WACKER zudem einen neuen<br />

Standort zur Herstellung von polykristallinem Reinstsilicium in den<br />

USA errichten, um den erwarteten Bedarfsanstieg der Solar- und<br />

Halbleiterindustrie in den kommenden Jahren bedienen zu können.<br />

Dazu wurde im Februar im US-Bundesstaat Tennessee für knapp 20<br />

Mio. US-Dollar ein etwa 220 Hektar großes Grundstück erworben.<br />

Mitarbeiter<br />

Der WACKER-Konzern beschäftigte zum Stichtag 31. März 2009<br />

15.851 (31. Dezember 2008: 15.922) Mitarbeiter. Davon arbeiteten<br />

an den Standorten in Deutschland 12.103 (31. Dezember 2008:<br />

12.110) Mitarbeiter. International zählte der WACKER-Konzern zum


Seite 5 von 11 der <strong>Presseinformation</strong> Nummer 12 vom 30.04.2009<br />

Ende des 1. Quartals 2009 3.748 (31. Dezember 2008: 3.812)<br />

Beschäftigte. Um flexibel auf den derzeitigen Nachfragerückgang<br />

reagieren zu können, wurde für die Siltronic AG ab Januar 2009, für<br />

die <strong>Wacker</strong> <strong>Chemie</strong> AG ab Februar 2009 Kurzarbeit für jeweils sechs<br />

Monate beantragt. Zudem nutzt der WACKER-Konzern alle Möglichkeiten,<br />

die sich durch das Auslaufen befristeter Arbeitsverträge und<br />

durch die Beendigung der Arbeitsverhältnisse von Leiharbeitnehmern<br />

ergeben, um die Personalkosten zu reduzieren. Aus der Halbleiter-<br />

Tochter Siltronic werden Mitarbeiter in andere Konzerneinheiten<br />

versetzt.<br />

Geschäftsbereiche<br />

Der Geschäftsbereich WACKER SILICONES erwirtschaftete im<br />

1. Quartal 2009 einen Gesamtumsatz in Höhe von 264,9 (Vj. 360,3)<br />

Mio. €. Die Entwicklung des Umsatzes war geprägt durch einen<br />

deutlichen Rückgang der Absatzmengen speziell bei Kunden aus den<br />

Marktsegmenten Bau und Automobil sowie bei Produkten für die<br />

Textilindustrie. Vergleichsweise besser entwickelten sich dagegen die<br />

Umsätze in den Segmenten Medizintechnik sowie Energieübertragung<br />

und -verteilung. WACKER SILICONES erzielte im Berichtszeitraum<br />

Januar bis März 2009 ein EBITDA in Höhe von 27,7 (Vj.<br />

64,8) Mio. €. Das entspricht einer EBITDA-Marge von 10,5 (Vj. 18,0)<br />

Prozent. Der Ergebnisrückgang gegenüber dem Vorjahr resultierte<br />

nahezu vollständig aus geringeren Mengen. Günstigere Wechselkurse<br />

und niedrigere Personalkosten beeinflussten das Ergebnis<br />

dagegen positiv.<br />

Die weltweit schwache Baukonjunktur sowie saisonale Einflüsse<br />

durch den strengen Winter in Europa haben die Umsatzentwicklung<br />

im Geschäftsbereich WACKER POLYMERS spürbar beeinträchtigt.


Seite 6 von 11 der <strong>Presseinformation</strong> Nummer 12 vom 30.04.2009<br />

Der Gesamtumsatz von Januar bis März 2009 liegt mit 172,3 (Vj.<br />

198,5) Mio. € um 13 Prozent unter Vorjahr. Bereinigt um den Zugang<br />

des Dispersionsgeschäfts von Air Products Polymers hat sich der<br />

Umsatz um 22 Prozent vermindert. Der Geschäftsbereich erwirtschaftete<br />

im 1. Quartal 2009 ein EBITDA in Höhe von 21,5 (Vj. 38,1)<br />

Mio. € und damit eine EBITDA-Marge von 12,5 (Vj. 19,2) Prozent.<br />

Der Ergebnisrückgang gegenüber dem 1. Quartal 2008 ist vor allem<br />

die Folge der rückläufigen Absatzmengen und des Preisdrucks.<br />

Dagegen haben niedrigere Rohstoffkosten und günstigere Wechselkurse<br />

das Ergebnis positiv beeinflusst. Auch die Maßnahmen, um die<br />

Produktionseffizienz zu optimieren, stützen das Ergebnis.<br />

Im Geschäftsbereich WACKER FINE CHEMICALS lag der Gesamtumsatz<br />

im 1. Quartal 2009 mit 21,6 (Vj. 27,7) Mio. € um 22 Prozent<br />

unter dem Niveau des Vorjahres. Dieser Umsatzrückgang erklärt sich<br />

unter anderem aus der Einstellung bestimmter Katalogprodukte im<br />

Zuge der Konsolidierung des Feinchemie-Geschäftes. Ein ähnliches<br />

Bild ergibt sich für die Ergebnisentwicklung des Geschäftsbereiches.<br />

Er erwirtschaftete von Januar bis März 2009 ein EBITDA von 1,9 (Vj.<br />

3,2) Mio. € und weist eine EBITDA-Marge von 8,8 (Vj. 11,6) Prozent<br />

aus. Erfreulich verlief bei WACKER FINE CHEMICALS das Geschäft<br />

mit biotechnologisch hergestellten Produkten wie Cyclodextrinen und<br />

Cystein. Gleiches gilt, dank steigender Absatzvolumina, für Pharmaproteine.<br />

Der Geschäftsbereich WACKER POLYSILICON profitierte auch im<br />

1. Quartal 2009 von der anhaltend starken Nachfrage nach Polysilicium.<br />

Er konnte seinen Gesamtumsatz im Berichtszeitraum mit<br />

315,0 (Vj. 155,9) Mio. € gegenüber dem Vorjahr verdoppeln. Zu<br />

diesem Wachstum hat vor allem der massive Ausbau der Produktionskapazitäten<br />

am Standort Burghausen beigetragen. Das EBITDA


Seite 7 von 11 der <strong>Presseinformation</strong> Nummer 12 vom 30.04.2009<br />

hat der Geschäftsbereich WACKER POLYSILICON mit 168,1 (Vj.<br />

71,3) Mio. € noch deutlich stärker gesteigert als den Umsatz. Der<br />

Zuwachs gegenüber dem Vorjahresquartal beträgt 136 Prozent. Die<br />

EBITDA-Marge liegt mit 53,4 (Vj 45,7) Prozent weiterhin auf dem<br />

hohen Niveau der zurückliegenden Quartale. Getragen wurde diese<br />

Entwicklung von höheren Absatzmengen, aber auch von positiven<br />

Preis- und Produktmix-Effekten.<br />

Bei Siltronic verstärkte sich im 1. Quartal 2009 die negative<br />

Geschäftsentwicklung der letzten Monate des Geschäftsjahres 2008<br />

nochmals erheblich. Die Umsatzerlöse lagen im Berichtszeitraum mit<br />

126,0 (Vj. 346,1) Mio. € um 64 Prozent unter dem Vergleichswert des<br />

Vorjahres. Die Nachfrage nach Silicium-Wafern aller Durchmesser<br />

war im Berichtsquartal in allen Regionen sehr schwach. Dies führte<br />

sowohl zu erheblich geringeren Absatzmengen als auch zu einem<br />

drastischen Verfall der Marktpreise. Auch das Geschäft mit Silicium-<br />

Einkristallen für die Solarindustrie und den Maschinen- und<br />

Anlagenbau zeigte sowohl beim Volumen als auch bei den<br />

erzielbaren Preisen am Spotmarkt deutliche Zeichen der aktuellen<br />

Marktkrise. Die extrem angespannte Lage auf den weltweiten<br />

Halbleitermärkten konnte auch durch günstigere Wechselkurse nicht<br />

ausgeglichen werden. Im Ergebnis erwirtschaftete Siltronic deshalb<br />

von Januar bis März 2009 ein EBITDA von -60,0 (Vj. 114,0) Mio. €.<br />

Entsprechend sank die EBITDA-Marge nach 32,9 Prozent im 1.<br />

Quartal 2008 auf -47,6 Prozent im 1. Quartal 2009. Um der negativen<br />

Ergebnissituation gegenzusteuern, hat Siltronic ein umfangreiches<br />

Maßnahmenpaket eingeleitet, mit dem die Personalkosten gesenkt<br />

werden. Dadurch hat sich im 1. Quartal 2009 der Personalaufwand<br />

gegenüber dem Vorjahr um 30 Prozent reduziert.


Seite 8 von 11 der <strong>Presseinformation</strong> Nummer 12 vom 30.04.2009<br />

Ausblick<br />

WACKER stellt sich für das Jahr 2009 auf einen weltweiten Wirtschaftsabschwung<br />

ein. Ob die Weltwirtschaft im Jahr 2010 wieder auf<br />

den Wachstumspfad zurückkehren wird, ist derzeit nicht absehbar.<br />

Angesichts der konjunkturellen Unsicherheiten lässt sich daher<br />

aktuell keine verlässliche quantifizierbare Prognose für die weitere<br />

Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr treffen. Der Münchner<br />

<strong>Chemie</strong>konzern geht nach jetzigem Stand bis zum Jahresende von<br />

einem deutlichen Rückgang beim Umsatz und beim operativen<br />

Ergebnis aus.<br />

Wachstumspotenziale sieht WACKER derzeit - trotz des insgesamt<br />

schwierigen Umfeldes – vor allem für den Geschäftsbereich<br />

WACKER POLYSILICON, der vom Ausbau der Anlagen und<br />

Produktlinien profitiert. Schwieriger wird sich die Geschäftsentwicklung<br />

in den anderen drei großen Geschäftsbereichen<br />

gestalten. Vor allem das Geschäft mit Siliciumwafern wird sich nach<br />

Einschätzung des Unternehmens sehr schwach entwickeln, bedingt<br />

unter anderem durch den Preisverfall für 300 mm-Wafer. In den<br />

Geschäftsbereichen WACKER SILICONES und WACKER<br />

POLYMERS ist derzeit eine verlässliche Prognose nicht möglich.<br />

Um den negativen Folgen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise<br />

entgegenzuwirken, hat WACKER frühzeitig eine Reihe von<br />

Maßnahmen ergriffen. Dazu gehören unter anderem Budgeteinsparungen,<br />

Kurzarbeit und weitere Maßnahmen zur Reduzierung<br />

der Personalkosten, Zurückhaltung bei der Einstellung neuer<br />

Mitarbeiter, eine modifizierte Investitionsplanung sowie die sichere<br />

Finanzierung des operativen Geschäfts. Den Personalaufwand will<br />

WACKER im laufenden Geschäftsjahr um 15 Prozent, also rund 160<br />

Mio. € senken. Positive Effekte erwartet der Konzern für 2009


Seite 9 von 11 der <strong>Presseinformation</strong> Nummer 12 vom 30.04.2009<br />

außerdem bei den Rohstoff- und Energiekosten, die voraussichtlich<br />

unter dem Niveau des Vorjahres liegen werden.<br />

Langfristig sieht WACKER wichtige Megatrends weiter intakt, von<br />

denen das Unternehmen nachhaltig profitieren wird. Das Zukunftsthema<br />

Energie bedient der Konzern mit einer ganzen Reihe von<br />

Produkten. Die größten Wachstumschancen eröffnen sich dort nach<br />

wie vor durch die Herstellung von Polysilicium für die Solarindustrie.<br />

Beim Zukunftsthema Digitalisierung wird das Unternehmen mit der<br />

Produktion von Siliciumwafern für die Halbleiterindustrie weiterhin am<br />

Wachstum teilhaben. Regional kann WACKER durch seine hohe<br />

Präsenz in den Wachstumsmärkten Asiens und in Schwellenländern<br />

in anderen Teilen der Welt eine Vielzahl an Produkten und Lösungen<br />

anbieten, die dafür geeignet sind, den Wohlstand in diesen Regionen<br />

zu erhöhen. WACKER ist von der nachhaltigen Tragfähigkeit dieser<br />

Megatrends überzeugt und will mit ihnen wieder auf seinen angelegten<br />

Wachstumspfad zurückkehren, sobald die Weltwirtschaft die<br />

Rezession überwunden hat.<br />

Hinweis für die Redaktionen: Der Bericht zum 1. Quartal 2009<br />

steht auf den Internet-Seiten von WACKER (www.wacker.com)<br />

unter Investor Relations zum Download zur Verfügung.


Seite 10 von 11 der <strong>Presseinformation</strong> Nummer 12 vom 30.04.2009<br />

Eckdaten WACKER-Konzern<br />

in Mio. € Q1 2009 Q1 2008<br />

Veränd.<br />

in %<br />

Umsatzerlöse 872,5 1.019,5 -14,4<br />

EBITDA (1) 157,8 291,1 -45,8<br />

EBITDA-Marge (2) 18,1% 28,6% -36,7<br />

EBIT (3) 58,2 198,7 -70,7<br />

EBIT-Marge (2) 6,7% 19,5% -65,8<br />

Finanzergebnis -7,1 -0,8 >100<br />

Ergebnis vor Steuern 51,1 197,9 -74,2<br />

Periodenergebnis 5,5 130,6 -95,8<br />

Ergebnis je Aktie in € 0,17 2,63 -93,6<br />

Investitionen in Sachanlagen und<br />

immaterielles Anlagevermögen 176,8 145,5 21,5<br />

Auszahlungen für Akquisitionen 0,0 -173,4 -100<br />

Netto-Cashflow 70,9 -3,3 n.a.<br />

in Mio. €<br />

31. März<br />

2009<br />

31. März<br />

2008<br />

31. Dez.<br />

2008<br />

Eigenkapital 2.106,1 1.908,6 2.082,8<br />

Finanzverbindlichkeiten 283,9 250,2 272,4<br />

Pensionsrückstellungen 382,5 374,4 376,1<br />

Nettofinanzverbindlichkeiten -100,7 -152,8 -32,9<br />

Bilanzsumme 4.705,1 4.226,8 4.625,1<br />

Mitarbeiter (Anzahl zum Stichtag) 15.851 15.<strong>66</strong>0 15.922<br />

1 EBITDA ist EBIT vor Abschreibungen/Zuschreibungen auf Anlagevermögen.<br />

2 Margen sind jeweils bezogen auf die Umsatzerlöse.<br />

3 EBIT ist das Ergebnis fortgeführter Geschäftstätigkeiten für die betreffende Berichtsperiode vor Zins- und übrigem Finanz-<br />

ergebnis, Kommanditergebnis anderer Gesellschafter und Steuern vom Einkommen und vom Ertrag.


Seite 11 von 11 der <strong>Presseinformation</strong> Nummer 12 vom 30.04.2009<br />

Diese <strong>Presseinformation</strong> enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf<br />

Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung von WACKER beruhen.<br />

Obwohl wir annehmen, dass die Erwartungen dieser vorausschauenden Aussagen<br />

realistisch sind, können wir nicht dafür garantieren, dass die Erwartungen sich auch<br />

als richtig erweisen. Die Annahmen können Risiken und Unsicherheiten bergen, die<br />

dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den vorausschauenden<br />

Aussagen abweichen. Zu den Faktoren, die solche Abweichungen verursachen<br />

können, gehören u. a.: Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen<br />

Umfeld, Wechselkurs- und Zinsschwankungen, Einführung von Konkurrenzprodukten,<br />

mangelnde Akzeptanz neuer Produkte oder Dienstleistungen und<br />

Änderungen der Geschäftsstrategie. Eine Aktualisierung der vorausschauenden<br />

Aussagen durch WACKER ist weder geplant noch übernimmt WACKER die<br />

Verpflichtung dafür.<br />

Die Inhalte dieser <strong>Presseinformation</strong> sprechen Frauen und Männer gleichermaßen<br />

an. Zur besseren Lesbarkeit wird nur die männliche Sprachform (z.B. Kunde,<br />

Mitarbeiter) verwendet.<br />

Weitere Informationen erhalten Sie von:<br />

<strong>Wacker</strong> <strong>Chemie</strong> AG<br />

Presse und Information<br />

Christof Bachmair<br />

Tel. +49 89 6279-1830<br />

Fax +49 89 6279-1239<br />

christof.bachmair@wacker.com<br />

Unternehmenskurzprofil:<br />

WACKER ist ein global operierender <strong>Chemie</strong>konzern mit rund 15 900<br />

Beschäftigten und einem Jahresumsatz von rund 4,3 Mrd. € (2008).<br />

WACKER verfügt über 27 Produktionsstätten und mehr als<br />

100 Vertriebsgesellschaften weltweit.<br />

WACKER SILICONES<br />

Siliconöle, -emulsionen, -kautschuk und -harze, Silane, Pyrogene<br />

Kieselsäuren, Thermoplastische Siliconelastomere<br />

WACKER POLYMERS<br />

Polyvinylacetat und Vinylacetat-Copolymere in Form von Dispersionspulvern,<br />

Dispersionen und Festharzen als Bindemittel für bauchemische Produkte,<br />

Farben, Klebstoffe, Lacke, Putze und Vliesstoffe<br />

WACKER FINE CHEMICALS<br />

Feinchemikalien, Biologics und weitere biotechnologische Produkte, wie<br />

Cyclodextrine und Cystein<br />

WACKER POLYSILICON<br />

Polysilicium für die Halbleiter- und Photovoltaikindustrie, Solarwafer<br />

Siltronic<br />

Reinstsiliciumwafer und -einkristalle für Halbleiter-Bauelemente

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