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Tag gelten nach der Rechtsprechung als zumutbar.

Sofern diese Werte überschritten werden, muss in

die WKA eine Abschaltautomatik eingebaut sein.

Die Belastung durch Schlagschatten und Schattenwurf

ist deshalb im Rahmen des Flächennutzungsplanes

nicht weiter zu prüfen.

Stimmenverhältnis der Abstimmung: 8 : 4

Sachverhalt: Einwand „Hohe Belastung durch Infraschall,

wenn gleich von 2 Seiten WKA errichtet werden

können“

Beschluss: Ab einem Abstand von 250 m von einer

WKA sind nach Aussagen von Immissionsschutzfachleuten

im Allgemeinen keine wesentlichen Belästigungen

durch Infraschall zu erwarten. Durch die

Entfernung der möglichen Windkrafträder zu den

Ortschaften von mindestens 900 m ist deshalb im

Rahmen des Flächennutzungsplanes keine weitere

Prüfung zum Infraschall geboten.

Stimmenverhältnis der Abstimmung: 9 : 3

Sachverhalt: Durch den Bau von WKA wird eine Gefährdung

für die Natur befürchtet. Vor allem Vögel

und Fledermäuse seien gefährdet. Die Tiere könnten

von den Rotorblättern getötet werden, WKA würden

die Trächtigkeit von Tieren beeinflussen, schnell ändernde

Luftdruckverhältnisse in der Nähe der Windräder

würden die Lungenbläschen der Vögel zum

Platzen bringen.

Beschluss: Der Erhalt der Biodiversität ist neben dem

Klimaschutz ein Leitziel für die Zukunft. Deshalb

muss der Ausbau von WKA natur- und umweltverträglich

erfolgen. Bei der Flächenpotentialanalyse

wurden deshalb FFH-Gebiete, das Landschaftsschutzgebiet

„Amperauen“ und Biotope ausgenommen.

Für die verbleibenden Flächen stellt die Flächeninanspruchnahme

durch die Überbauung (Mastfuß)

keine erhebliche Beeinträchtigung des Naturhaushal-

Demuth Rechtsanwälte

Klaus Demuth

Rechtsanwalt

Rathausplatz 2 · 85716 Unterschleißheim

Telefon 089/3160 90 30 · Telefax 089/3174347

E-Mail: mail@rademuth.de · www.rademuth.de

AUS DEM RATHAUS

tes im Sinne des § 14 Abs. 1 BNatSchG dar. Notwendige

Erschließungsmaßnahmen beim Bau von WKA

müssen gem. § 15 BNatSchG ausgeglichen werden.

Für die Flächennutzungsplanänderung ist ein Umweltbericht

zu erstellen, in welchem alle umweltrelevanten

Belange und die vorhandenen Daten und Untersuchungen

bewertet und die Ergebnisse der

Überprüfung zusammengefasst werden. Bei der Prüfung

des Schutzgutes „Arten und Lebensräume“ ist

festgehalten, dass ein Kollisionsrisiko für Fledermäuse

und Vögel besteht und auch Lebensraumverluste

von Vögeln nicht ausgeschlossen werden.

Beim Genehmigungsverfahren für WKA ist deshalb

eine spezielle artenschutzrechtliche Prüfung erforderlich.

Durch entsprechende Vermeidungs- und Minimierungsmaßnahmen

(siehe Ziffer 4. 2.3 Umweltbericht)

sind die Eingriffe möglichst gering zu halten.

Stimmenverhältnis der Abstimmung: 11 : 1

Sachverhalt: Es wurde die Gefahr einer Umweltverschmutzung

angeführt. Nach Ablauf der Laufzeit der

WKA müssten beim Abbau Teile als Sondermüll (v. a. Rotorblätter)

entsorgt werden. Es bestehe die Gefahr, dass

die WKA nicht abgebaut werden und so Ruinen in der

Landschaft nach der Nutzungsaufgabe stehen würden.

Beschluss: Bei der Genehmigung von WKA müssen

- wie bei Freiflächenphotovoltaikanlagen geschehen

- Regelungen getroffen werden hinsichtlich der Abbauverpflichtung

nach Nutzungsaufgabe und der

Verwertung von Wertstoffen, um so einer abfallrelevanten

Umweltbelastung vorzubauen.

Stimmenverhältnis der Abstimmung: 12 : 0

Sachverhalt: Es wird eine Minderung der Immobilienwerte

befürchtet beim Bau von WKA. Jeder Eigentümer

hätte ein berechtigtes Interesse am Werterhalt

seiner Immobilie. Ein hässliches Ortsbild

trage nicht zum Werterhalt einer Immobilie bei.

Axel Demuth

Rechtsanwalt

QUALITÄT DURCH

FORTBILDUNG

Fortbildungszertifikat der

Bundesrechtsanwaltskammer

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AUS DA G’MOA 6/2013 17

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