Kritik Musicalgala - Wetzlarer Festspiele

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Kritik Musicalgala - Wetzlarer Festspiele

Auszüge aus der „Wetzlarer Neue Zeitung“, 26. Juli 2010:

F.act bietet Musicalgala

Zehnjähriges Bestehen: Das Rosengärtchen wird zur Showbühne

„Schon mit der Eröffnung, einem spritzigen Potpourri aus den Ouvertüren aller zehn F.act-Produktionen eroberte

das Ensemble die Herzen der Zuschauer. Die Musik lieferten die "F.act-Philharmoniker", ein 13-köpfiges

Orchester unter der Leitung von Martin Spahr.

Mit einem "Charly Brown Medley" riefen die "F.actler" zunächst ihren ersten großen Erfolg in Erinnerung.

Ehemalige Schüler der Goetheschule in Wetzlar hatten in der Musical AG Blut geleckt und wollten nach dem

Abitur weitermachen. Sie gründeten eine Musicalgruppe mit dem etwas sperrigen Namen "Ehemaligen

Musicalgruppe der Goetheschule Wetzlar". Bestärkt durch den großen Erfolg des Charly- Brown-Musicals blieb

das Ensemble bei der Stange und eroberte in jedem Jahr mit einer neuen Produktion das Publikum. Zu den

Höhepunkten, die im Rosengärtchen erklangen, gehörten Medleys aus den Musicals "Letterland" und "Das

Orangenmädchen". Dabei zeigten die Sängerinnen und Sänger nicht nur, dass sie sowohl als Solisten, als auch

im Ensemblegesang Großartiges leisten können, sondern auch veritable Tanzshows dazu abliefern.

Michael Höhler sang bestechend die Arie "Glanz und Glory" aus "Rent". Marco Knorz, inzwischen Schüler an

einer Schauspielschule, trat mit "Der Anruf" aus "Lucky stiff" und im zweiten Teil des Abends mit dem

"Masochistentango" als Solist hervor. Stefan Zink rief seine Paraderolle als Charly Brown in Erinnerung und

Ludwig Harsch überraschte mit dem Lied "Meine neue Freundin" von Bodo Wartke.

Mit der Hamburger Sängerin Anne Hoth hatten die "F.actler" eine Künstlerin zu Gast, die wunderbar in das

Ensemble passte. Den Zelleblock-Tango aus "Chicago" sangen überzeugend Franziska Ritz, Melanie Braun,

Sarah Jankowski, Miriam Frech und Wasilena Georgieva. Einige Stücke, wie "Mann ohne Bedeutung", hatte

F.act in deutscher Erstaufführung auf die Bühne gebracht.

Christoph Drewitz, heute künstlerischer Leiter am Operettenhaus Hamburg in der Produktion "Ich war noch

niemals in New York" und Miriam Klebe hatten die Übersetzung geschaffen. Drewitz zeichnet auch für das

Konzept und die Einstudierung der Gala verantwortlich.

Ein besonderer Höhepunkt war die Szene "Garantiert befriedigt" aus "I love You, Youre perfect, Now Change",

in der Sven Bühler, Verena Gerth, Jan Müller und Katharina Rambeaud begeisterten. Im "Orangenmädchen"-

Medley traten Bernhard Lefèvre, Johannes Fischbach, Franziska Deutscher und Verena Gerth als Solisten in den

Vordergrund. Und in weiteren Rollen waren Jens Schomber, Edgar Grundmann und Katharina Höhler zu

erleben.

Neben den Erinnerungen an die erlebten Aufführungen gaben die F.actler auch einen Einblick in die

Produktionen, die dem Publikum vorenthalten worden waren, weil aus unterschiedlichen Gründen die

Einstudierung abgebrochen worden war. Darunter "Swinging St. Pauli" aus dem Franziska Ritz und Katharina

Rambeaud das Duett "Mein Lied für Dich" vortrugen.

Nach zweieinhalb Stunden endete die fulminante Show mit dem Lied "Nimm Dein Herz in die Hand" aus "Tick,

Tick Boom", bei dem Tobias Weis aus der Rolle des Moderators in die des Darstellers schlüpfte und zusammen

mit Anne Hoth brillierte.“

Auszüge aus dem „Giessener Anzeiger“, 26. Juli 2010:

Geburtstagsgala mit viel Glanz

„ Als eine glanzvolle Revue erwies sich die Jubiläumsvorstellung der Musicalgruppe „F.act“ am Samstag im

Wetzlarer Rosengärtchen. Unter der Leitung von Christoph Drewitz rollte die originell gestaltete und vor allem


exzellent gesungene und getanzte Riesenshow ab wie ein Uhrwerk. Die Zuschauer konnten sich zudem über

adäquate Kostüme und einen tadellosen Sound freuen. Insgesamt wars ein rechtes Vergnügen.

Das war nicht direkt eine Überraschung, denn die „F.act“-ler, die einst aus der Musicalgruppe der Goetheschule

hervorgingen und inzwischen zum Wetzlarer Neuen Kellertheater gehören, sind ein hoch begabtes und, wie man

an diesem Abend wohltuend spürte, ebenso motiviertes Ensemble. Zum hohen Anlass hatte man Ehemalige und

Gäste auf die Bühne gebeten und keinen Aufwand gescheut - allein die ganz natürliche Übertragung der an die

20 Stimmen war schon eine große Leistung. Auch der Orchestersound ließ nichts zu wünschen übrig. Dirigent

Martin Spahr hatte zudem das musikalische Geschehen souverän im Griff. Auch am Ablauf mit den langen Auf-

und Abgängen im Rosengärtchen war nichts zu meckern; es lief rund.

Nicht nur das mit kundiger Hand gearbeitete Opening mit Melodien aus allen „F.act“-Musicals war

fachmännisch arrangiert und mitreißend musiziert und ließ das Ensemble noch bei Tageslicht glänzen.

An sich war der Abend eine versierte Kombination von Hits und Schwelgen in Erinnerungen an Showerfolge,

bei der sich jedoch einige Glanzlichter herausstellten. Das war zum einen Wasilena Georgieva, die mit

fabelhafter Substanz und enormer Expressivität restlos überzeugen konnte. Auch Marco Knorz ragte mit seiner

Interpretation von Tom Lehrers „Masochistentango“ heraus: exzellent gesungen und hinreißend getanzt war das.

Genau wie der „Zellenblock-Tango“ aus „Chicago“ mit Franziska Ritz, Melanie Braun, Sarah Jankowski,

Miriam Frech und Georgieva. Einen so erfrischend lebendigen und farbstarken Chor hört man nicht alle Tage,

und auch die enthaltenen Solonummern gaben mehr als einmal Anlass zu größter Heiterkeit.

Keine Ahnung, warum die Regie diese und einige andere Szenen im Schummerlicht verhungern ließ und erst

gegen Ende zu strahlendem Bühnenglanz fand - ärgerlich. Davis Hartlands originelle Choreographie nicht nur

der Massenszenen ließ hingegen die fachmännische Liebe zum Detail erkennen und die Fähigkeit des

Ensembles, das auch umzusetzen. Insgesamt ein sehr heiterer und gut klingender Abend, der der Tradition des

Laientheaters alle Ehre machte und die gut 700 Zuschauer zu Recht begeisterte.“

Auszüge aus der „Giessener Allgemeine“, 26. Juli 2010:

Jede Menge Hits und ein Schwelgen in

Erinnerungen

„ Einen vollen Erfolg konnte am Samstag das Musicalensemble F.act, geleitet von Christoph Drewitz, bei seiner

Jubiläumsvorstellung zum zehnjährigen Bestehen verbuchen. Etwa 750 Besucher erlebten eine spritzige

Mischung aus Gesang und Tanz, die in einem höchst unterhaltsamen Rutsch durchlief und noch dazu bestens

klang.

Zum hohen Anlass hatte man Ehemalige und Gäste auf die Bühne gebeten und keinen Aufwand gescheut - die

ganz natürliche Übertragung der an die 20 Stimmen war eine große Leistung, und auch der Orchestersound ließ

nichts zu wünschen übrig. Dirigent Martin Spahr hatte das musikalische Geschehen souverän im Griff. Und am

Ablauf mit den langen Auf- und Abgängen im Rosengärtchen gab es nichts zu meckern; es lief rund.

An sich war der Abend eine versierte Kombination von Hits und Erinnerungen an Showerfolge, bei der sich

einige Glanzlichter herausstellten. Zu diesen gehörte Wasilena Georgieva, die mit fabelhafter Substanz und

enormer Expressivität restlos überzeugen konnte. Marco Knorz ragte mit seiner Interpretation von Tom Lehrers

»Masochistentango« heraus: exzellent gesungen und hinreißend getanzt. Ebenso wie der »Zellenblock-Tango«

aus Chicago mit Franziska Ritz, Melanie Braun, Sarah Jankowski, Miriam Frech und Georgieva - ein erfrischend

lebendiger und farbstarker Chor, den man nicht alle Tage zu hören bekommt. Dabei gaben die enthaltenen

Solonummern mehr als einmal Anlass zu größter Heiterkeit.

Mit diesem fröhlichen und gut klingenden Abend, der der Tradition des Laientheaters alle Ehre machte, zeigte

sich die Compagnie von ihrer allerbesten Seite und heimste sich den Respekt der rund 700 Zuschauer ein.“

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