ZEITGENöSSISCHE KUNST

mwkkoeln

ZEITGENöSSISCHE KUNST

INTERN

DEzEmbER 2011


Unsere Frühjahrsauktionen 2012

Dekorative Kunst

1. Februar 2012

Vorbesichtigung:

27.–30. Januar 2012

Alte Kunst

11. mai 2012

Vorbesichtigung:

4. – 9. mai 2012

Europäisches Kunstgewerbe

und Schmuck

12. mai 2012

Vorbesichtigung:

4. – 9. mai 2012

Moderne Kunst

6. Juni 2012

Vorbesichtigung:

30. mai – 4. Juni 2012

Zeitgenössische Kunst

6. Juni 2012

Vorbesichtigung:

30. mai – 4. Juni 2012

Photographie

20. Juni 2012

Vorbesichtigung:

15. – 18. Juni 2012

Titel:

Michel Majerus (1967 – 2002)

Another Flowershop | 2001

Öl auf Leinwand | 270 x 270 cm

Schätzpreis: € 50.000

Ergebnis: € 118.750

Internationaler Auktionsrekord

für diesen Künstler

Editorial

„Hohe Investitionsbereitschaft für

erstklassige Werke“

Handelsblatt, 9. Dezember 2011

„Wenn es um den deutschen Künstler

Rudolf Bauer geht, ist das Kölner Auktionshaus

Van Ham so etwas wie De Beers für

Diamanten: Marktführer und eine sichere

Quelle“

Handelsblatt, 9. Dezember 2011

„Franz Pforrs ,Nächtliche Heimkehr‘ ist

im Kölner Auktionshaus VAN HAM für

exorbitante 740.000 Euro [ohne Aufgeld]

zugeschlagen worden“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26. November 2011

„Das Auktionshaus Van Ham macht mit

Gemälden des Romantikers Franz Pforr und

des Spätimpressionisten Alexander Koester

Furore“

Handelsblatt, 25. November 2011

„Golddosen, Silber und Schmuck gingen

weg wie geschnitten Brot“

Handelsblatt, 25. November 2011

„Das Kölner Auktionshaus Van Ham

versüßt Kunstfreunden die dunkle Jahreszeit

mit Werken herausragender Fotografen“

DIE WELT, 26. November 2011

VAN HAm kann 2011 – erneut – ein Rekordergebnis

melden. 26 millionen Euro bedeuten

eine Umsatzsteigerung von 8 Prozent zum

Vorjahr 2010.

2011 unterstreichen wir erneut unsere

deutsche Spitzenstellung bei der malerei des

19. Jahrhunderts. Dies ist nicht zuletzt das

Ergebnis unserer gewissenhaften Recherchen.

Der Auktionsrekord im Herbst für das kleinformatige

Gemälde von Franz Pforr vermag dies

eindrucksvoll zu verdeutlichen. Die FAz schrieb

am 16. November: „Franz Pforrs ,Nächtliche

Heimkehr‘ ist im Kölner Auktionshaus Van

Ham für exorbitante 740.000 Euro zugeschlagen

worden.“ Es handelte sich um eines der

ersten zeugnisse aus der Frühzeit der Nazarener,

um eine „Inkunabel der nazarenischen

malerei“ (Prof. Dr. Helmut börsch-Supan),

und war der Forschung bislang unbekannt

gewesen. Als unscheinbares Werk des 19.

Jahrhunderts eingeliefert ermittelten wir den

Autor, die Provenienz und vor allem die Prominenz

des Gemäldes, dessen Versteigerung

aufgrund nur fünf fest zugeschriebener Werke

des Künstlers eine Sensation war. Eine weitere

kunsthistorische Entdeckung war das Werk „In

letzter Not“ von Raden Saleh, das wir im Frühjahr

2011 für 1,95 millionen Euro verkaufen

konnten. Damit ist es das teuerste Gemälde

des 19. Jahrhunderts in Deutschland, und auch

dies stellte einen neuen Auktionsrekord für

diesen Künstler auf.

mit neuen Auktionsrekorden und Spitzenergebnissen

machten auch die moderne Kunst

und die zeitgenössische Kunst von sich reden.

In der Auktion „moderne Kunst“ erzielte

Rudolf bauer sowohl im Frühjahr als auch im

Herbst die besten Ergebnisse. „Wenn es um

den deutschen Künstler Rudolf bauer geht, ist

das Kölner Auktionshaus Van Ham so etwas

wir, De beers für Diamanten: marktführer und

eine sichere Quelle“, so das Handelsblatt.

In der Auktion „zeitgenössische Kunst“ überzeugten

ebenfalls eindruckvolle zuschläge.

Die beiden besten Ergebnisse waren Günther

Ueckers weißes Windfeld „Schrei“ für 216.500

Euro und Pierre Soulages typische Arbeit

mit markanten schwarzen Pinselstrichen für

141.000 Euro.

In den letzten Jahren hat VAN HAm regelmäßig

geschlossene Sammlungen angeboten.

In diesem Herbst kam der Nachlass von

margarete Hannsmann unter den Hammer.

Die Lyrikerin war seit 1967 die Lebensgefährtin

HAP Grieshabers und besaß eine beeindruckende

Sammlung seiner Arbeiten, denen VAN

HAm im Herbst ein eigenes Kapitel widmete.

Diese Sammlung umfasste 268 Objekte und

wurde schon im Vorfeld von VAN HAm in der

Presse und Öffentlichkeit zielgenau mit einer

Vorbesichtigung in unserer neu eröffneten

Stuttgarter Repräsentanz und umfangreichen

Werbe- und Pressemaßnahmen platziert. Eine

solch vielfältige und große Sammlung eines

3

einzelnen Künstlers kommt höchst selten auf

den Kunstmarkt. Die menge der zugeschlagenen

Objekte und die Ergebnisse bestätigten

uns in unserer Arbeit und sprachen für sich.

Die Abteilung Kunstgewerbe erzielte im

Herbst einen neuen Umsatzrekord – und das

in einem sich ständig wandelnden Umfeld.

Die höchsten zuschläge galten dem Außergewöhnlichen

und Singulären. Überzeugen Sie

sich von den Ergebnissen der Roentgen-Uhr

für 50.000 Euro – auch dies eine Entdeckung

– oder des kunsthistorisch bedeutenden und

prunkvollen Silberservice von Wilkens und

Söhne für 52.500 Euro, von dem es nur zwei

Exemplare auf der Welt gibt.

Auch mit dem Schmuck konnte VAN HAm

seine deutsche Spitzenstellung erneut bestätigen

und untermauerte dies mit einem sechsstelligen

zuschlag für einen Diamantring, der

für 121.000 Euro eine neue besitzerin fand.

Die Ergebnisse zeigen, dass viele menschen in

werthaltige Anlagen investieren möchten.

Im bereich Photographie haben wir mittlerweile

eine Führungsrolle in Deutschland

übernommen. Unter den Photographen der

klassischen moderne erzielen unsere „Hauskünstler“

Albert Renger-Patzsch und August

Sander regelmäßig die besten Ergebnisse. So

Renger-Patzschs Gebirgsforst mit einem Ergebnis

von 50.000 Euro. Damit stellen wir allein

fünf der internationalen Top 10 Ergebnisse.

„Erfolg verpflichtet“, wie man im Volksmund

sagt. bei uns verpflichtet er zur

Weiterentwicklung. Wir werden umziehen! Im

Sommer 2013 eröffnen wir einen modernen,

zeitgemäßen Neubau, der ebenfalls im Kölner

Süden liegen wird. Er verbindet zeitgemäße

Architektur, neuestes Design, die perfekte

Umsetzung der Funktionszusammenhänge von

der Anlieferung über die Ausstellung bis zum

Verkauf und modernste Technologie.

Auch im neuen Jahr werden mein Team und

ich Ihnen mit Kompetenz und Engagement bei

allen Fragen rund um den Kunstmarkt zur Seite

stehen. Wir freuen uns auf Ihre Einlieferungen,

die uns neue Herausforderungen bieten,

und auf neue kunsthistorische Entdeckungen.

Auch im nächsten Jahr wollen wir wieder

Rekordergebnisse und Spitzenpreise erzielen –

mit Ihren Objekten!

Wir wünschen Ihnen Fröhliche Weihnachten

und einen guten Start ins Jahr 2012.

Ihr

markus Eisenbeis

(pers. haftender Gesellschafter)


DIe Zukunft

vAn HAms

Es ist noch gar nicht lange her – Sommer

1999 – als ich viele unserer langjährigen

Kunden mit der meldung überraschte, dass

wir unseren angestammten Firmensitz im

Herzen der Stadt nach bayenthal verlegen

werden. zweifel an der Richtigkeit einer

solchen Entscheidung war eine häufige

Reaktion. Auch ich hatte diese zweifel,

hatte ich das Haus doch drei Jahre zuvor

übernommen.

Doch schnell wurde aus zweifel die

Sicherheit, die richtige Entscheidung getroffen

zu haben. Nicht nur die Skeptiker sind

uns erfreulicherweise treu geblieben. Die

Ausstrahlung unserer neuen und großzügigen

Räumlichkeiten hat auch eine stetig

wachsende zahl von neuen Kunstinteressenten

aus der Region, Deutschland und aus

aller Welt nach bayenthal gelockt. Dies und

letztendlich der geschäftliche Erfolg haben

uns bestätigt, dass es die richtige und wohl

auch wichtigste Entscheidung in unserer

Unternehmensgeschichte war. Unseren

Umsatz konnten wir seit diesem zeitpunkt

verdreifachen.

Nun ist es wieder an der zeit, die Weichen

für die zukunft zu stellen. Um für die

zukunft unabhängig zu sein, entwickeln

wir un ser eigenes Auktionshaus in nächster

Nachbarschaft, das den Anforderungen des

21. Jahrhunderts gerecht wird.

markus Eisenbeis

Ausgangslage für den neubau ist ein

grundstück, das die gleichen Vorteile

unseres bisherigen Standortes aufweist.

Die großzügige liegenschaft von über

5.000 qm bietet reichlich Platz für einen

großzügigen bau und viele Parkplätze,

ist leicht erreichbar und sorgt für die

bekannte bequemlichkeit und Diskretion

bei Anlieferung und Abholung.

Der Entwurf für diesen bau von dem

Kölner Architekten Klaus Müller war der

klare Sieger unseres Wettbewerbs.

DrEi FrAgEn An DEn inhAbEr

MArKUS EiSEnbEiS

Herr Eisenbeis, was hat Sie an diesem

Entwurf überzeugt?

Die klare Formsprache, die schlichte Eleganz,

die Eigenständigkeit und der souveräne Umgang

mit der örtlichen Gegebenheit.

Ansicht des neuen VAN HAm Gebäudes bei Tag

Gibt es eine Analogie zwischen der

Architektur und VAN HAM?

Für mich spiegelt der bau genau unser

Konzept für die zukunft wider. bei aller

Eigenständigkeit steht dieser Entwurf in der

Tradition der moderne und weist gleichzeitig

in die Gegenwart.

Natürlich fühlen wir uns der Tradition

unseres Hauses verpflichtet und werden auch

weiterhin „Generalisten“ bleiben. Unsere

klassischen Gebiete der Alten meister, malerei

19. Jahrhundert und Kunstgewerbe können

wir hier wunderbar zur Geltung bringen.

Unabhängig davon werden die neuen

Schwerpunkte die moderne Kunst und

zeitgenössische Kunst sein, die wir hier konsequent

ausbauen.

Worin sehen Sie die besondere Leistung

von Klaus Müller?

Klaus müller hat es sich zum ziel gesetzt,

einen prägnanten, aber stillen baukörper zu

schaffen, der von außen und im bereich der

Ausstellung eine museale Ruhe ausstrahlt,

bei der sich die Kunstobjekte in ihrer

eigenen Schönheit und Qualität entwickeln

können.

DrEi FrAgEn An DEn ArchitEKtEn

KlAUS MüllEr

Herr Müller, welchen besonderen Reiz

hat für Sie diese Aufgabe? Schließlich

werden nur äußert selten Auktionshäuser

gebaut.

Immer häufiger gelangen bedeutende

Kunst werke in den Auktionshandel, und das

Kunstauktionshaus bekommt mehr und mehr

eine zwischenstellung zwischen museum und

Verkaufsstätte. Und so sehen wir bei der Realisierung

eines Neubaus für das Kunst- und

Auktionshaus VAN HAm sowohl die Chance

als auch die Verpflichtung, eine dem zweck

entsprechende hochwertige Architektur zu

schaffen, deren Qualität der Funktion einen

adäquaten Rahmen schafft.

IntervIew mIt

Markus EisEnbEis und

klaus MüllEr

Welche besonderen Anforderungen

hat dieses Projekt?

Die Kunst in der Umsetzung eines Auktionshauses

besteht darin, dass die überaus

komplexen Funktionszusammenhänge von

Anlieferung, Fotostudio, Fachabteilungen,

beratungsbereichen, Ausstellungsflächen,

Archive etc. logistisch optimal miteinander

verwoben werden und das Ganze einen ruhigen

Rahmen erhält, dem man nicht unbedingt

die zusammenhänge dieser „maschine“

ansehen kann.

Dabei ist neben der rein formalen Ästhetik

natürlich auch modernste Technologie

hinsichtlich beleuchtung, belüftung, stabiler

Luft-Kondition und Sicherheit umzusetzen.

Was ist Ihr Fazit?

Ein Team von professionellen Fachplanern

setzt die gemeinsam mit dem bauherrn

entwickelten Parameter um, ganz im Sinne

eines zeitlosen Gebäudes, in dem sowohl der

besucher als auch das Team der Angestellten

eine optimale Hülle vorfinden.

Ansicht des neuen VAN HAm Gebäudes bei Nacht

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ZeItgenössIscHe

kunst

ErgEbnissE iM

HErbst 2011

näcHstE auktion:

6. Juni 2012

EinliEfErungEn:

bis anfang

april 2012

Unsere Experten für

Moderne Kunst

Zeitgenössische Kunst

Robert van den Valentyn

r.valentyn@van-ham.com

Telefon 0221 92 58 62-19

Honor Westmacott

h.westmacott@van-ham.com

Telefon 0221 92 58 62-35

Hellei Salehi

h.salehi@van-ham.com

Telefon 0221 92 58 62-22

Nicole Fassbender

n.fassbender@van-ham.com

Telefon 0221 92 58 62-50

Elisabeth bonse

e.bonse@van-ham.com

Telefon 0221 92 58 62-62

mit einem internationalen Auktionsrekord

endete das heftige bietgefecht um die Arbeit

von michel majerus. Sage und schreibe

119.000 Euro waren nötig, um den zuschlag

für das großformatige „Another Flowershop“

des Luxemburgers zu erlangen. Damit

liegt VAN HAm weit vor den Spitzenergebnissen,

die bisher in London erzielt wurden

(laut artprice). Aber auch eine frühe Arbeit

des französischen Künstlers Pierre Soulage

konnte mit dem Viereinhalbfachen des

Schätzpreises an einen französischen

Sammler verkauft werden.

Überhaupt waren die zeitgenossen sehr

erfolgreich. Nicht zuletzt die hohen

zuschläge für Künstler des zERO-Kreises

machen VAN HAm erneut zum Vorreiter

der Preisgestaltung. mit einem Ergebnis von

217.000 Euro für die 2002 entstandene

Arbeit konnten wir erneut einen Spitzenpreis

für eine Arbeit nach 2000 erzielen.

Resümierend lässt sich festhalten, dass

weiterhin ein Verkäufermarkt vorherrscht

und daher Spitzenpreise in Folge realisiert

werden können.

Robert van den Valentyn

Michel Majerus (1967 – 2002)

Another Flowershop | 2001

Öl auf Leinwand | 270 x 270 cm

Schätzpreis: € 50.000

Ergebnis: € 118.750

Internationaler Auktionsrekord

für diesen Künstler*

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ZeItgenössIscHe kunst

ErgEbnissE HErbst 2011

Otto Piene (1928)

„red fire flower“ | 1961/63

mischtechnik auf Leinwand

100 x 80 cm

Schätzpreis: € 15.000

Ergebnis: € 85.000

Pierre Soulages (1919)

Ohne Titel (Peinture) | 1957

Gouache auf Velin | 50,5 x 65 cm

Schätzpreis: € 30.000

Ergebnis: € 141.000

günther Uecker (1930)

„Schrei“ | 2002 | Nägel und Acryl auf Holz

105 x 75 x ca. 17 cm

Schätzpreis: € 80.000

Ergebnis: € 216.500

Internationaler Auktionsrekord für

eine Arbeit nach 2000 *

Joseph beuys (1921 – 1986)

„Toter mann und Hirschskelett“

1955/56 | bleistiftzeichnung auf Papier

21 x 24 cm

Schätzpreis: € 5.000

Ergebnis: € 65.000

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ZeItgenössIscHe kunst

ErgEbnissE HErbst 2011

Andy Warhol (1928 – 1987)

The Shadow | 1981 | Farbserigraphie

Ex. 74/200 | 96,5 x 96,5 cm

Schätzpreis: € 15.000

Ergebnis: € 23.750

Jonathan Meese (1970)

„Der Pseudomönch des netten Handwerks“

2006 | Collagierte mischtechnik auf Leinwand

210 x 140,5 cm

Schätzpreis: € 35.000

Ergebnis: € 47.500

sAmmlung HAnnsmAnn

ErfolgrEicHE VErMarktung

EinEs künstlErnacHlassEs aM

bEispiEl Hap griEsHabEr

hAP grieshaber (1909 – 1981)

Schmerzensbild | 1952 | Farbholzschnitt auf Velin | 148 x 132,5 cm

Schätzpreis: € 5.000 | Ergebnis: € 37.500

In den letzten Jahren hat VAN HAm regelmäßig

geschlossene Sammlungen sehr erfolgreich

versteigert. In diesem Herbst kam der

Nachlass von margarete Hannsmann unter

den Hammer. Die Lyrikerin war seit 1967 die

Lebensgefährtin HAP Grieshabers und besaß

eine beeindruckende Sammlung seiner Arbeiten,

denen VAN HAm im Herbst ein eigenes

Kapitel widmete. Die 268 Objekte umfassten

nicht nur freie Graphiken und Plakate, sondern

auch eine Vielzahl von Entwürfen, Probe-

und Farbandrucken. Das umfangreiche

Konvolut gab einen wunderbaren Einblick in

das Schaffen und den Schaffensprozess des

Künstlers.

Das Werk hAP grieshabers

HAP Grieshabers künstlerische Laufbahn

beginnt mit der Lehre zum Schriftsetzer und

buchdrucker. Daran schließt sich das Studium

der Graphischen Künste und des buchgewerbes

an der Staatlichen Kunstgewerbeschule

in Stuttgart an, das er 1928 beendet.

Erst ab 1932 setzt er sich intensiv mit dem

Holzschnitt auseinander. Anregungen hierzu

findet Grieshaber bei den alten meistern,

deren Schnitttechniken er übernimmt und an

deren gotischem Vokabular er sich orien-

tiert. Weitere Inspirationen bekommt er

von Künstlern der moderne, insbesondere

von Holzschnitten Paul Klees und Lyonel

Feiningers, bei denen er eine neue Form des

zeichnerischen entdeckt.

Durch die Vitalität und Ausdrucksfülle seiner

großformatigen Farbholzschnitte kann er

ihnen als eigenständige bilder neben der malerei

Geltung verschaffen. Grieshaber bleibt

der Figuration verpflichtet, wobei er aber das

Gegenständliche abstrahiert. Durch seine

Figurenkompositionen, Landschaften und

Stillleben, vor allem aber durch seine großen

bildzyklen wie etwa „Osterritt“ (1964), „Totentanz

von basel“ (1966), „Josefslegende“

(1970) oder „Der bauernkrieg im Taubergrund“

(1975) erlangt HAP Grieshaber in

den 1960er/70er Jahren eine Popularität wie

kein anderer Künstler seiner zeit. mit seinen

großformatigen, reduzierten Farbdrucken

revolutioniert er das medium Holzschnitt und

eröffnet damit der nachfolgenden Künstlergeneration

weitere technische Entfaltungs-

und neue Ausdrucksmöglichkeiten.

Eine große Rolle spielt das Plakat für Grieshaber.

Es ist ein eigenständiger Ausdruck

seiner künstlerischen und politischen Auseinandersetzung.

bei kaum einem anderen

Künstler findet man so fließende Übergänge

zwischen den bereichen der freien und angewandten

Graphik. Daher nehmen die Plakate

und illustrierten bücher einen besonderen

Stellenwert in seinem Werk ein.

Die Vermarktung durch VAn hAM

Die Sammlung wurde schon im Vorfeld von

VAN HAm in der Presse und Öffentlichkeit

zielgenau platziert. Da HAP Grieshaber

im deutschen Südwesten aufgrund seiner

Herkunft besonderes Ansehen genießt, hat

VAN HAm in seiner Stuttgarter Repräsentanz

bei maier & Co. Fine Art ihn in einer umfangreichen

Vorbesichtigung gezeigt. Eingeleitet

wurde diese mit einem Pressegespräch.

Redaktionelle beiträge, Newsletter, Anzeigen

und persönliche Einladungen der Kunden

ließen diese Ausstellung zu einem „must“

der Grieshaber-Freunde werden. Die Auktion

schloss nahtlos an den Erfolg der Vorbesichtigung

an und zeichnete sich durch

herausragendes Interesse aus. Eine solch

vielfältige und große Sammlung eines einzelnen

Künstlers kommt höchst selten auf den

Kunstmarkt. Die menge der zugeschlagenen

Objekte und die Ergebnisse bestätigten uns

in unserer Arbeit und sprachen für sich. So

erzielte nicht nur die „Josefslegende“ mit

22.500 Euro einen Spitzenpreis, sondern

auch das „Schmerzensbild“, das mit 37.500

Euro ein Rekordergebnis für diesen Holzschnitt

erzielen konnte.

DIE WELT, 26. November 2011

Vorbesichtigung HAP Grieshaber in Stuttgart


moDerne kunst

ErgEbnissE iM

HErbst 2011

näcHstE auktion:

6. Juni 2012

EinliEfErungEn:

bis anfang

april 2012

Unsere Experten für

Moderne Kunst

Zeitgenössische Kunst

Robert van den Valentyn

r.valentyn@van-ham.com

Telefon 0221 92 58 62-19

Honor Westmacott

h.westmacott@van-ham.com

Telefon 0221 92 58 62-35

Hellei Salehi

h.salehi@van-ham.com

Telefon 0221 92 58 62-22

Nicole Fassbender

n.fassbender@van-ham.com

Telefon 0221 92 58 62-50

Elisabeth bonse

e.bonse@van-ham.com

Telefon 0221 92 58 62-62

„Tempo“ war das motto der Auktion

„moderne Kunst“. mit der so betitelten

und 1918 entstandenen Arbeit von Rudolf

bauer konnten wir mit knapp 300.000 Euro

einen weiteren Spitzenpreis für unseren

„Hauskünstler“ erzielen, für den wir uns mit

drei internationalen Auktionsrekorden einen

Namen gemacht haben. Auch ein zweites

ange botenes Werk bauers, eine Collage,

konnte die marke von 200.000 Euro überspringen.

Weitere Vertreter der klassischen

moderne wie Heinrich Hoerle, Otto Dix oder

max Pechstein wurden vom markt sehr gut

aufgenommen.

Die Sammler sind weiterhin selektiv an besonderer

Qualität interessiert und bewilligen

hier hervorragende Preise. mit 190.000 Euro

konnte VAN HAm einen herausragenden

internationalen Auktionsrekord für ein wunderbares

Stillleben von Karl Hofer erzielen.

Da Provenienzfragen in der Klassischen

moderne an bedeutung zunehmen, haben

wir unsere zusammenarbeit mit Werkverzeichnisverfassern

und auswärtigen Experten

weiter intensiviert und konnten alle Fälle

noch vor Katalogdruck klären. So haben wir

auch 2011 wieder das uns entgegen gebrachte

Vertrauen in jeder Hinsicht bestätigt

und freuen uns auf die Einlieferungen im

Jahr 2012.

Robert van den Valentyn

rudolf bauer (1889 – 1953)

„Tempo“ | 1918 | Öl auf sehr starkem

Karton | 73 x 104 cm

Schätzpreis: € 120.000

Ergebnis: € 295.800

12 | 13

„Wenn es um den deutschen Künstler Rudolf Bauer

geht, ist das Kölner Auktionshaus Van Ham so etwas

wie De Beers für Diamanten: Marktführer und eine

sichere Quelle“

Handelsblatt, 9. Dezember 2011


moDerne kunst

ErgEbnissE HErbst 2011

Karl hofer (1878 – 1955)

Stillleben mit Krug und Schachtel

Um 1920 | Öl auf Leinwand

Ergebnis: € 190.000

Internationaler Auktionsrekord

für ein Stillleben von Karl Hofer *

heinrich hoerle (1895 – 1936)

Stillleben mit Krug und birne | 1929

Öl auf Papier und Karton | 63,5 x 49 cm

Schätzpreis: € 25.000

Ergebnis: € 53.750

Max Ernst (1891 – 1976)

Volto | 1964 | Ex. 2/3 | muranoglas

22,5 x 15,8 x 4,7 cm

Schätzpreis: € 10.000

Ergebnis: € 20.000

Fritz Klimsch (1870 – 1960)

blick ins Weite | 1935 (Entwurf)

bronze | 64 x 45 x 35 cm

Schätzpreis: € 25.000

Ergebnis: € 32.500

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Alte kunst

ErgEbnissE iM

HErbst 2011

näcHstE auktion:

11. Mai 2012

EinliEfErungEn:

bis MittE

März 2012

„Franz Pforrs ,Nächtliche Heimkehr‘ ist im Kölner

Auktionshaus Van Ham für exorbitante 740.000 Euro

[ohne Aufgeld] zugeschlagen worden“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26. November 2011

Unsere Experten für gemälde

Reinhard Singer

r.singer@van-ham.com

Telefon 0221 92 58 62-20

Stefan Hörter

st.hoerter@van-ham.com

Telefon 0221 92 58 62-24

bernd mengel

b.mengel@van-ham.com

Telefon 0221 92 58 62-54

Die Auktion „Alte Kunst“ am 18. November

2011 bot die wohl einzigartige Gelegenheit,

ein Werk des Künstlers Franz Pforr (1788 –

1812) zu sehen und zu erwerben. In einem

spannenden und entschlossenen bietergefecht

an zwei Telefonen wurde das kleine Ölgemälde

von 130.000 Euro auf 915.000 Euro hoch

gesteigert.

Nur fünf Gemälde des früh verstorbenen

Künstlers waren bisher bekannt. Alle befinden

sich in musealem besitz, was die „Nächtliche

Heimkehr“ zu einer einmaligen Rarität auf

dem Kunstmarkt machte.

Dem bisherigen besitzer waren weder der

Autor oder die Provenienz, geschweige denn

die Prominenz dieses Werkes bekannt. Erst

Dank unserer intensiven Recherche konn-

Franz Pforr (1788 – 1812)

Nächtliche Heimkehr

1808 | Öl auf Leinwand

26 x 20 cm

Schätzpreis: € 130.000

Ergebnis: € 915.000

Internationaler Auktionsrekord

für diesen Künstler*

ten wir es als herausragendes zeugnis aus

der Gründungsphase des Lukasbundes, der

frühen Anfänge der Nazarener, identifizieren.

Näheren Aufschluss gab das rückseitige

Etikett auf dem Keilrahmen: eine Radierung

Johann Friedrich von Overbecks mit den

Initialen des Lukasbundes, die alle in diesem

bund geprüften Werke als eine Art Vignette

tragen sollten.

Im Sommer 1808 bildet sich an der Wiener

Kunstakademie ein Künstlerkreis um die engen

Freunde Franz Pforr und Johann Friedrich

von Overbeck, der sich von der herrschenden

Lehrmeinung abwendet und sich stattdessen

von der in der Dichtung aufkommenden

romantischen mittelaltersicht anstecken lässt.

In Anlehnung an den Schutzpatron der maler

nennen sie sich die Lukasbrüder und gründen

1809 den Lukasbund. 1810 verlassen einige

der Lukasbrüder Wien und lassen sich in Rom

nieder. Dort leben sie in einer Art klösterlichen

bruderschaft und studieren die altitalienischen

Werke des spätmittelalterlichen Rom. Aus der

bezeichnung der Lukasbrüder werden mehr

und mehr die „Nazarener“.

Prof. Dr. Helmut börsch-Supan, der das

Gutachten für dieses außergewöhnliche Werk

geschrieben hat, nennt es eine „Inkunabel der

nazarenischen malerei“ und vermutet darin

sogar ein Selbstbildnis des Künstlers.

VAN HAm Kunstauktionen hat dieses

kunsthistorisch bedeutende Werk entdeckt

und seinen wahren Wert erkannt. Durch die

gezielte Platzierung auf dem Kunstmarkt und

die entsprechende bewerbung des Gemäldes

in den medien konnte dieses „exorbitante“

Ergebnis erzielt werden.

2011 unterstreicht VAN HAm erneut seine

führende Stellung bei der malerei des 19.

Jahrhunderts. Neben dem Rekordpreis für das

großformatige Gemälde „In letzter Not“ des

javanischen Prinzen Raden Saleh, welches im

mai 2011 mit 1,95 millionen Euro zum teuersten

in Deutschland verkauften Werk des 19.

Jahrhunderts wurde, zeigt auch Pforrs kleines

Werk „Nächtliche Heimkehr“, dass Gemälde

des 19. Jahrhunderts mit großer kunsthistorischer

bedeutung immer neue Spitzenpreise

erzielen.

Reinhard Singer

FAz, 26. November 2011

16 | 17


Alte kunst

ErgEbnissE HErbst 2011

carl Spitzweg

(1808 – 1885)

zwei Dirndl auf der Alm

Um 1870 | Öl auf Leinwand

22,2 x 39,4 cm

Schätzpreis: € 30.000

Ergebnis: € 41.250

Eugen Johann georg Klimsch

(1839 – 1896)

Das Picknick | Öl auf Karton

27 x 20 cm

Schätzpreis: € 9.500

Ergebnis: € 25.000

Internationaler Auktionsrekord

für diesen Künstler*

luigi bechi (1830 – 1919)

zwei Kinder mit brot und Äpfeln

bei der Pause | Öl auf Leinwand

116 x 88 cm

Schätzpreis: € 7.000

Ergebnis: € 35.000

18 | 19

Alexander Max Koester

(1864 – 1932)

Enten am Ufer des bodensees

Öl auf Leinwand | 75 x 100 cm

Schätzpreis: € 38.000

Ergebnis: € 100.000


Alte kunst

ErgEbnissE HErbst 2011

Jan baptist van

Fornenburgh

(1585 – 1649)

blumenstillleben mit

Salamander | Öl auf Holz

73 x 58 cm

Schätzpreis: € 50.000

Ergebnis: € 62.500

ernst seger

(1868 – 1939)

VAN HAm bietet regelmäßig ein sehr gutes

Angebot von bronzen und Skulpturen Ernst

Segers (1868-1939). Sein Oeuvre bewegt sich

stilistisch zwischen unterschiedlichen Einflüssen

und weist verschiedene Tendenzen von

Neubarock, Neuklassizismus, Jugendstil oder

Symbolismus auf.

Der deutsche bildhauer studierte ab 1884

bei Robert Härtel und Christian behrens an

der breslauer Kunstschule. Einige Jahre später

erhielt er erste größere Aufträge für Denkmäler.

1893 ging er nach Paris, um ein Jahr im

Atelier von August Rodin zu arbeiten, führte

jedoch später ein eigenes Atelier in berlin.

badende | Alabaster | Höhe: 79 cm

Schätzpreis: € 2.000

Ergebnis: € 5.000

Sandalenbinderin | Alabaster und zinn

Höhe: 41,5 cm

Schätzpreis: € 2.000

Ergebnis: € 5.000

Dort konnte Seger in einem nahezu unermüdlichen

Schaffensdrang die Stärke und

Eigenart seines eigenen Werkes formulieren

und schaffte in zahlreichen Ausführungen

eine Fülle an sinnlich eleganten, kraftvollen

aber dennoch geschmeidigen Frauengestalten,

die, in ihrer Widerspiegelung einer

heilen Welt von naiven und glücklichen

menschen, dem Künstler nicht unverdient

den beinamen „Apostel der Schönheit“

einbrachten.

VAN HAm betreut den wissenschaftlichen

Nachlass von Ernst Seger. Wir verfügen über

das unpublizierte Werkverzeichnis, das der

20 | 21

bruder, Fritz Seger, begonnen hat und unter

Prof. bloch, berlin, fortgeführt wurde. Darüber

hinaus befinden sich in unserem Archiv

zahlreiche unpublizierte Quellen und Segers

Autobiographie.

Das umfangreiche Angebot in der

Herbstauktion stieß auf großes Interesse.

Unter den besten Ergebnissen waren seine

Alabasterfiguren die „Sandalenbinderin“ und

die „badende“. Auch hier zeigt sich, dass

sich sorgfältige Recherche und Engagement

auch jenseits der ganz großen Namen im

Kunstbetrieb auszahlen und zu den wesentlichen

merkmalen unserer Arbeit zählen.


europäIscHes

kunstgewerbe

ErgEbnissE iM

früHJaHr 2011

näcHstE auktion:

12. Mai 2012

EinliEfErungEn:

bis MittE

März 2012

Unsere Experten für

Europäisches Kunstgewerbe

Christoph bouillon

ch.bouillon@van-ham.com

Telefon 0221 92 58 62-32

Susanne mehrgardt

s.mehrgardt@van-ham.com

Telefon 0221 92 58 62-56

mit einer hervorragenden Kunstgewerbe-

Auktion im November konnte man nahtlos an

das Ergebnis der erfolgreichen mai-Auktion

anknüpfen und beendete das Jahr mit dem

umsatzstärksten Gesamtergebnis der Abteilung

in der Geschichte des Hauses.

Ein besonderes Highlight der Herbstsaison

stellte die klassizistische Stutzuhr aus der

manufaktur des David Roentgen dar. Die Uhr

war der Fachwelt bisher nicht bekannt und

konnte erstmals der Öffentlichkeit präsentiert

werden. Nachdem sie über Jahrzehnte

unentdeckt blieb und ein Schattendasein in

einer rheinischen Villa fristete, zeichnete sich

schon im Vorfeld ein großes Interesse ab.

Nach einem langen bietgefecht ging die Uhr

für 50.000 Euro an einen deutschen Sammler

und konnte somit an alte Erfolge, den im

Frühjahr 2010 für 230.000 Euro verkauften

Roentgen-Tisch, anknüpfen.

besonderer beliebtheit erfreute sich auch

eine Sammlung von über 40 Golddosen

aus deutschem Privatbesitz. Spitzenlos war

hier eine Pariser Tabatière mit leuchtend

rotem Email, wohl von Jean-Joseph barrière

gefertigt.

Glanzpunkte setzte auch das umfangreiche

Angebot an außergewöhnlichen Silberar-

beiten, die momentan herausragende Preise

auf dem Kunstmarkt erzielen. So etwa eine

seltene frühbarocke Schraubflasche mit Nuppendekor

aus dem schlesischen Fraustadt, die

einen Rekordpreis von 57.000 Euro erzielte.

markant auch der dreiteilige Tafelaufsatz

mit Greifendekor, gefertigt von der bremer

Silberschmiede Koch und bergfeld, wohl

nach einem Entwurf von Carl Hugo Schaper.

bedeutend hier auch die Provenienz des

Tafelaufsatzes: Er stammte aus dem besitz

des bekannten berliner Kunstsammlers Oskar

mulert und dessen Nachfahren. Viele Stücke

dieser Sammlung befinden sich heute als

Stiftung im museum für angewandte Kunst

in Frankfurt.

Die Ergebnisse zeigen, dass vor allem das

Außergewöhnliche und besondere Provenienzen

sich besonderer beliebtheit erfreuen.

Christoph bouillon

Museale Stutzuhr

David roentgen

Neuwied | Um 1785

mahagoni | Höhe: 48 cm

Gesamttaxe: € 5.000

Gesamtergebnis: € 50.000

22 | 23


europäIscHes kunstgewerbe

ErgEbnissE HErbst 2011

Schraubflasche mit nuppendekor

Fraustadt | Wohl 2. Hälfte 17.Jh.

meister m.R. | Silber | Höhe: 22,5 cm

Schätzpreis: € 5.000

Ergebnis: € 57.500

bEdEutEndE dosEn

aus dEutscHEM

priVatbEsitz

„Golddosen, Silber und Schmuck gingen

weg wie geschnitten Brot“

Handelsblatt, 25. November 2011

höfische geschenktabatière

mit Miniatur ludwig XiV.

Datiert 1831| miniatur nach Jean Petitot

(1607–1691) | 2,5 x 8,5 x 6 cm

Schätzpreis: € 10.000

Ergebnis: € 22.500

tabatière mit Emailmedaillon

Wohl Paris | Um 1770 | 4,1 x 8,8 x 6,5 cm

Schätzpreis: € 16.000

Ergebnis: € 18.750

tabatière mit Miniaturmedaillon

Paris | Um 1780

Wohl Jean-Joseph barrière | 3 x 8 x 6,2 cm

Schätzpreis: € 20.000

Ergebnis: € 22.500

24 | 25


europäIscHes kunstgewerbe

ErgEbnissE HErbst 2011

großer dreiteiliger tafelaufsatz

mit greifen-Dekor

bremen | Um 1910/20

Koch & bergfeld

Entwurf möglicherweise

Carl Hugo Schaper, berlin | Silber

Schätzpreis: € 35.000

Ergebnis: € 40.000

Dass kunsthistorische besonderheiten auf

dem Kunstmarkt herausragende Preise erzielen

können, zeigt das prunkvolle und mit

28 Kilo äußerst gewichtige Silberservice aus

der bremer Silberschmiede Wilkens und

Söhne. Von diesem Service gibt es wohl

lediglich zwei Exemplare auf der Welt. Das

erste wurde eigens für Christian Graf von

Tattenbach, Deutscher botschafter Kaiser

Wilhelms I. in marokko, gefertigt. Das zweite

hier angebotene war eine Nachproduktion

des Tattenbach-Services für die Familie

Wilkens und befand sich lange zeit in

deren besitz.

Christoph bouillon

26 | 27

Prunkvolles Service

für neun Personen

bremen | Wilkens & Söhne

Silber | Insgesamt 65 Teile

Schätzpreis: € 17.000

Ergebnis: € 52.500


europäIscHes kunstgewerbe

ErgEbnissE HErbst 2011

Jugendstil Etagerenschrank

mit intarsien

Louis majorelle | Nancy

Um 1900 | Nussbaum

Schätzpreis: € 8.000

Ergebnis: € 23.750

scHmuckAbteIlung

unter neuer leItung

Dr. Nina Lindau

Ab 2012 betreut Dr. nina lindau Sie

in allen belangen rund um das thema

Schmuck und Uhren. 2007 begann sie

ihren Werdegang bei VAn hAM Kunstauktionen

und hat nun die Abteilungsleitung

übernommen.

Dr. Nina Lindau studierte Kunstgeschichte,

Neuere Deutsche Literatur- und Architekturgeschichte

in Aachen, Wien und bonn und

promovierte 2009. Ein Aufbaustudium im

Fach betriebswirtschaftslehre schloss sie 2008

an der Hochschule Stuttgart erfolgreich ab.

Nach einer Anstellung beim Art Loss Register,

Köln (2006), begann Dr. Nina Lindau

2007 ihren Werdegang bei VAN HAm in

der Abteilung „Historischer Schmuck und

klassische Juwelen“. bereits während des

Studiums war sie jahrelang im Schmuckhandel

tätig. Nach ihrem Einstieg bei VAN

HAm spezialisierte sie sich auf historischen

Schmuck sowie Armband- und Taschenuhren.

Geschult am Gemmologischen Institut

in Idar-Oberstein steht Frau Dr. Lindau Ihnen

kompetent zur Seite.

Ihre persönliche Leidenschaft ist die

Epoche des Art Déco – Sachlichkeit gepaart

mit luxuriösesten materialien: herausragende

Kreationen französischer Juweliere wie

Van Cleef & Arpels oder boucheron, die mit

avantgardistischen Entwürfen und wertvollen

Edelsteinen, Perlen und Email herausragende

Schmuckstücke entwarfen. Die betont

geometrische Formensprache geht auch

über in den Uhrenbereich. Uhren wie z.b.

Patek Philippe aus der Gondolo Kollektion

lassen ihr Herz höher schlagen. „mit viel Engagement

möchte ich die führende Stellung

VAN HAms in Deutschland in diesem bereich

weiter vorantreiben“, sagt Dr. Nina Lindau

zu ihren zielen für die nächsten Jahre.

28 | 29


HIstorIscHer

scHmuck,

Juwelen & uHren

ErgEbnissE iM

früHJaHr 2011

näcHstE auktion:

12. Mai 2012

EinliEfErungEn:

bis MittE

März 2012

Unsere Expertin für

historischen Schmuck, Juwelen & Uhren

Dr. Nina Lindau

n.lindau@van-ham.com

Telefon 0221 92 58 62-83

In der Herbstauktion „Europäisches Kunstgewerbe

und Schmuck“ wurde mit einem

sechsstelligen zuschlag im Juwelenbereich

der höchste Schmuckzuschlag in Deutschland

erzielt, womit VAN HAm seine deutsche

Führungsrolle erneut bestätigen konnte. Ein

moderner Solitaire-Ring mit 5,748 Karat und

einem sehr guten Farbgrad von Feinem Weiß

erzielte ein herausragendes Ergebnis von

121.000 Euro. Auch die seltenen und exklusiven

Entwürfe des historischen Schmucks

konnten unsere Kunden wieder überzeugen.

So ließ eine florale Demi Parure von 1870/80

das Herz eines Sammlers höher schlagen,

genauso wie eine historisch stilisierte blütenbrosche

mit ca. 11,20 Karat von Altschliff-

Diamanten. Ein exklusiver Entwurf war auch

die Damenarmbanduhr von Rolex aus dem

70er Jahren, die zeittypisch mehr einem

Schmuckstück glich und für 11.875 Euro ihre

Würdigung fand.

Die Ergebnisse der Auktion bestätigen,

dass Diamanten in einem hohen Farb- und/

oder Reinheitsgrad ab 2 Karat äußerst selten

zu finden und seit Anfang 2011 um etwa 20

– 25% teurer geworden sind. Die erhöhte

Nachfrage aus Fernost und die boomende

Uhrendindustrie sind als Ursachen auszu-

machen. Das Auktionsergebnis zeigt, dass

viele menschen in werthaltige Anlagen

investieren. Diamanten eignen sich nicht

für kurzfristige Spekulationen, wohl zur

Wertsicherung. Für die zukunft müssen

wir bedenken, dass Edelsteine als auch

Diamanten Naturprodukte und nicht beliebig

vermehrbar sind.

Ich freue mich auf Ihre Einlieferungen und

berate Sie gerne bei der erfolgreichen Vermarktung

Ihrer Pretiosen.

Dr. Nina Lindau

Solitaire-brillantring

Gelbgold | brillant ca. 5,748 Karat

Schätzpreis: € 88.000

Ergebnis: € 121.000

30 | 31


HIstorIscHer scHmuck,

Juwelen & uHren

ErgEbnissE HErbst 2011

oben

Florale Demi Parure

Collier und Ohrgehänge

Diamanten zus. ca. 25 Karat

Schätzpreis: € 20.000

Ergebnis: € 24.500

unten

rolex

Cocktailarmbanduhr mit brillantbesatz

Um 1965/70

Schätzpreis: € 11.000

Ergebnis: € 11.875

links

Solitaire-ring mit Diamant-brillantbesatz

Platin | brillant ca. 3,029 Karat | Art Déco

Schätzpreis: € 15.000

Ergebnis: € 25.000

rechts

historisch stilisierte blütenbrosche

Gelbgold | Altschliff-Diamanten zus.

ca. 11,20 Karat | Diamant ca. 2,86 Karat

Um 1870/75

Schätzpreis: € 4.500

Ergebnis: € 10.000

Im bereich der Armbanduhren waren besonders

die Reverso-modelle von Jaeger LeCoultre

stark gefragt. Uhren sind für Frauen wie

für männer zu einem modischen Accessoire

geworden, was die steigenden Preise auf

dem Kunstmarkt verdeutlichen.

Die Jaeger LeCoultre Reverso, 1931

erfunden, gilt als zeitlos schöner Klassiker,

der den Stil des Art Déco perfekt verkörpert

und deren einzigartiges Uhrwerk für zwei

zifferblätter schlägt. Sie ziert nun für 8.750

Euro ein neues Handgelenk. Die sportliche

als auch modische Patek Philippe Twenty 4

ist eine zeitgemäße Neuinterpretation der

Damenuhren aus der klassischen Gondolo

Kollektion, die sich ebenfalls weitgehend an

den Art Déco-Stil anlehnt.

Die Uhrenpreise steigen stetig. Frauenherzen

schlagen vor allem bei den marken Cartier,

Chopard und Piaget höher. bei männern

sind Rolex und Patek Philippe gefragt. Sie

interessieren sich besonders für die raffinierten

zusatzkomplikationen wie mondphasen

oder Gangreserven.

Dr. Nina Lindau

Audemas Piguet

Day Date mondphase

Herrenarmbanduhr

Schätzpreis: € 3.500

Ergebnis: € 7.500

32 | 33

Patek Philippe

Twenty 4 | Damenarmbanduhr

Schätzpreis: € 2.200

Ergebnis: € 5.000

cartier

Tank Americaine | Damenarmbanduhr

Schätzpreis: € 2.200

Ergebnis: € 6.250

Jaeger lecoultre

Reverso Duo Face | Herrenarmbanduhr

Schätzpreis: € 4.500

Ergebnis: € 8.750


pHotogrApHIe

ErgEbnissE iM

HErbst 2011

näcHstE auktion:

20. Juni 2012

EinliEfErungEn:

bis MittE

april 2012

„Das Kölner Auktionshaus Van Ham

versüßt Kunstfreunden die dunkle Jahreszeit

mit Werken herausragender Fotografen“

DIE WELT, 26. November 2011

Unsere Experten für Photographie

Anne Ganteführer-Trier

a.gantefuehrer@van-ham.com

Telefon 0221 92 58 62-28

martina Dellmann

m.dellmann@van-ham.com

Telefon 0221 92 58 62-80

Das Ergebnis der diesjährigen Photographie-

Herbstauktion bei VAN HAm knüpft nahtlos

an die außerordentlich positive Entwicklung

der letzten Jahre an. Im Vergleich zum Vorjahr

konnte das Gesamtergebnis um mehr

als 12 % verbessert werden, was uns zum

führenden Haus in Deutschland für Photographie

macht.

Hierzu haben einmal mehr die Klassiker

des Photomarktes beigetragen. Vor allem

die Originalabzüge von Albert Renger-

Patzsch erzielten herausragende Ergebnisse,

allen voran der „Gebirgsforst“ aus dem

Jahr 1926, der sich von 14.000 Euro auf

50.000 Euro mehr als verdreifachte! mit

diesem Ergebnis konnte VAN HAm nicht

nur seine eindrucksvolle marktposition bei

Arbeiten von Albert Renger-Patzsch erneut

bestätigen, sondern auch seine Spitzenstellung

in der klassischen Photographie

in Deutschland.

Auch Originalabzüge von August Sander

erzielten beeindruckende zuschläge. Das

Portrait „bildhauerin (Ingeborg von Rath)“

verbesserte sich von 4.000 Euro auf hervorragende

20.000. Gefragt waren auch die

Rheinlandschaften des Photographen, die

bis zu 16.250 Euro erzielten. Die bemerkenswerten

Ergebnisse der Auktion lassen vermuten,

dass die Nachfrage nach Spitzenstücken

der klassischen Photographie ihren Höhepunkt

noch lange nicht erreicht hat.

Aber auch unter den zeitgenössischen

Photoarbeiten gab es hervorragende zu-

schläge. Eine Spitzenstellung nahmen einmal

mehr Arbeiten des Kölner Künstlers Jürgen

Klauke ein. Die siebenteilige Arbeit „Rot“

wurde für 33.750 Euro an den deutschen

Kunsthandel zugeschlagen.

Van Ham Kunstauktionen bestätigt mit

den diesjährigen Photoauktionen erneut

seine hervorragende marktstellung. Vor

allem das Ergebnis der Herbstauktion sucht

im deutschen Auktionsmarkt seines gleichen.

Wir sind davon überzeugt, unsere starke

marktposition auf dem nationalen und internationalen

markt weiter zu festigen, und

freuen uns auf Ihre Einlieferungen 2012.

Anne Ganteführer-Trier

34 | 35

Jürgen Klauke

(1943 – lebt und arbeitet in Köln)

„Rot“ (7teilige Arbeit)

1974 | 7 C-Prints | Eines von

3 Exemplaren | Jeweils 40 x 30 cm

Schätzpreis: € 18.000

Ergebnis: € 33.750


pHotogrApHIe

ErgEbnissE HErbst 2011

August Sander (1876 – 1964)

bildhauerin (Ingeborg von Rath) | 1929

Vintage. 23 x 16,3 cm

Schätzpreis: € 4.000

Ergebnis: € 20.000

Albert renger-Patzsch

(1897 – 1966)

„Gebirgsforst“ | 1926 | Vintage

22,7 x 16,9 cm

Schätzpreis: € 14.000

Ergebnis: € 50.000

36 | 37


kontakt &

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Van ham Kunstauktionen

Schönhauser Straße 10–16

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Europäisches Kunstgewerbe & Schmuck

2 Kataloge / Jahr

D 30 € | E 35 € | W 40 € | Einzelpreis: 20 €

Dekorative Kunst

2 Kataloge / Jahr

D 30 € | E 35 € | W 40 € | Einzelpreis: 10 €

Moderne & Zeitgenössische Kunst

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impressum

Herausgeber: markus Eisenbeis,

Van Ham Kunstauktionen

Redaktion: Kristina Echterling

Gestaltung: grossgestalten

Layout & Satz: www.mwk-koeln.de

Fotos: Sasa Fuis, Köln

Digitale bildbearbeitung:

mathias und Dr. Andreas Pohlmann, Köln

Druck: Köllen Druck

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Alle Ergebnisse verstehen sich als

Zuschlag inkl. Aufgeld

*Internationale Auktionsrekorde laut

artprice.com

Unsere Frühjahrsauktionen 2012

Dekorative Kunst

1. Februar 2012

Vorbesichtigung:

27.–30. Januar 2012

Alte Kunst

11. mai 2012

Vorbesichtigung:

4. – 9. mai 2012

Europäisches Kunstgewerbe

und Schmuck

12. mai 2012

Vorbesichtigung:

4. – 9. mai 2012

Moderne Kunst

6. Juni 2012

Vorbesichtigung:

30. mai – 4. Juni 2012

Zeitgenössische Kunst

6. Juni 2012

Vorbesichtigung:

30. mai – 4. Juni 2012

Photographie

20. Juni 2012

Vorbesichtigung:

15. – 18. Juni 2012

beirat

Wilhelm Karl Prinz von Preußen Vorsitzender

honorarkonsul Prof. Ottmar braun Sprecher

Prof. Dr. Albert Mayer


JEdE kunst

ist wErtVoll

durcH das

scHöpfEriscHE

in iHr.

michail Ivanovic menkov

Den Wert Ihrer Kunst auf dem markt erfahren Sie von uns.

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