knock on wood!

mwkkoeln

knock on wood!

Die Kölner theaterzeitung / mai ‘09

Foto: SIGNA

3

KoStenloS

INTERVIEWT

Der SchauSpieler axel Siefer

über 25 Jahre „KontrabaSS“

Der lettiSche StarregiSSeur

alviS hermaniS über erotiK

unD JuDentum

GEMEINT

WaS bringt ein KulturentWicKlungSplan?

BESUCHT

gaStKritiKerin DeS monatS

Karin fiScher über fauSt 1.0

im raKetenKlub

KoNfRoNTIERT

bruchlanDung unD

hörexperiment: zWeimal

Wagner in Köln


3 MaI ‘09 02 inhalt

Manuel Moser in „Parsifal“ in der Studiobühne, Foto: Wolfgang Weimer

04 KoNfRoNTIERT

zWeimal Wagner in Köln:

parSifal unD triStan & iSolDe

06 BESUCHT

Karin fiScher vom Dlf über fauSt 1.0

im raKetenKlub

07 GEMEINT

KulturentWicKlungSplan

08 INTERVIEWT

intervieW mit axel Siefer

intervieW mit alviS hermaniS

10 KRITISIERT

leonce unD lena

im SchauSpielhauS

Spieltrieb

in Der halle KalK

SimpliciSSimuS teutSch

in Der halle KalK

Die haDeS fraKtur:

tagebuchaufzeichnungen

auS Dem hotel timp

finniSch

im Kabarett a–z

Der blaue vogel

in Der bühne Der Kulturen

Die Kleine meerJungfrau

im theater Die bauStelle

Dracula für 2 perSonen

im theater Die bauStelle

THEaTER

AulA GymnAsium

RodenkiRchen

Sürter Straße 55

50996 Köln

0221 935 5 510

Alte FeueRwAche

Melchiorstraße 3

50670 Köln

0221 973 15 50

ARtheAteR

Ehrenfeldgürtel 27

50825 Köln

0221 550 33 44

AtelieR theAteR

Roonstraße 78

50674 Köln

0221 24 24 85

BlAues hAus

Severinstraße 120

50678 Köln

0221 471 32 39

Bühne deR kultuRen

Platenstraße 32

50825 Köln

0221 955 95 10

BüRGeRhAus kAlk

Kalk-Mülheimer Straße 58

51103 Köln

0221 987 60 20

BüRGeRhAus stollweRck

Dreikönigenstraße 23

50678 Köln

0221 991 10 80

cAsAmAx theAteR

Berrenrather Straße 177

50937 Köln

0221 44 76 61

cAssiopeiA theAteR

Bergisch Gladbacher Straße

499-501

51067 Köln

0221 937 8 787

comediA

Löwengasse 7-9

50676 Köln

0221 399 60 10

eRFRischunGsRAum

Offenbachplatz

50667 Köln

0221 221 28 400

FloRA köln

Am Botanischen Garten

50735 Köln

0221 821 31 83

FReies weRkstAtt

theAteR

Zugweg 10

50677 Köln

0221 32 78 17

GloRiA theAteR

Apostelnstraße 11

50667 Köln

0221 66 06 30

hAlle kAlk

Neuerburgstraße 1

51103 Köln

0221 995 531 210

hänneschen-theAteR

Eisenmarkt 2-4

50667 Köln

0221 258 12 01

hAus BuRGpARk

Bachstraße 26

50354 Hürth

02233 64 5 45

hochschule FüR musik

und tAnz köln

Dagobertstraße 38

50668 Köln

0221 91 281 80

hoRizont theAteR

Thürmchenswall 25

50668 Köln

0221 13 16 04

kABARett A-z

Krefelder Str. 26

50670 Köln

0221 277 58 998

klünGelpütz kABARett

theAteR

Getrudenstr. 24

50667 Köln

0152 044 43 368

kAmmeRopeR köln

Friedrich-Ebert-Str. 4

50996 Köln

0221 24 36 12

kölneR künstleR

theAteR

Stammstraße 8

50823 Köln

0221 510 76 86

mARtin-lutheR-kiRche

Martin-Luther-Platz

50677 Köln

0221 348 14 14

musicAl dome

Goldgasse 1

50668 Köln

Karten: 0180 51 52 53 0

opeR köln

Offenbachplatz

50667 Köln

0221 221 28 400

oRAnGeRie theAteR

im VolksGARten

Volksgartenstraße 25

50677 Köln

0221 952 27 09

RAketenkluB

Weidengasse 21

50668 Köln

0221 257 12 08

scAlA theAteR

Hohenzollernring 48

50672 Köln

0221 420 75 93

schAuspiel köln

Offenbachplatz

50667 Köln

0221 221 28 400

senFtöpFchen-theAteR

Große Neugasse 2-4

50667 Köln

0221 258 10 58

seVeRins-BuRG-theAteR

Eifelstraße 33

50677 Köln

0221 32 17 92

Der teufel mit Den Drei

golDenen haaren

im Kabarett a–z

alparSlan marx

in Der bühne Der Kulturen

putzfrauen­Kabarett

in Der bühne Der Kulturen

Weib.licht.Keit

in Der StuDiobühne

ein geSpräch im hauSe Stein über

Den abWeSenDen herrn von goethe

im theater tiefrot

gaStSpiel DeS fringe enSemble

in Der StuDiobühne

Die Sanfte

im theater tiefrot

19 VoRGESCHaUT

8. Sommerblut­KulturfeStival

20 VERMITTElT

rheiniSche rebellen 2.0 – Wie funKtioniert

Der JugenDclub am Schau­

SpielhauS?

21 QUERGEBlICKT

theaterförDerung Wien: Wie eine

StaDt ihre freie Szene erblühen

lieSS unD ob Köln Sich Davon etWaS

abSchauen Könnte

22 PoRTRÄTIERT

tanz in Köln – Der StanD Der Dinge

anläSSlich DeS feStivalS tanz in nrW

24 NoTIERT

neuigKeiten auS Der theaterSzene

24 VoRGESTEllT

autoren Der theaterzeitung

25 DaTIERT

veranStaltungSKalenDer

32 VERRÄTSElT

theater­KreuzWorträtSel,

freiKarten zu geWinnen

schlosseRei

Krebsgasse

50667 Köln

0221 221 28 321

spicheRn höFe

Spichernstraße 6-10

50672 Köln

0221 95140 90

studioBühne

Universitätsstraße 16a

50937 Köln

0221 470 45 13

theAteR Am dom

Opern Passagen

Glockengasse 11

50667 Köln

0221 258 015 354

tAnzmuseum des

deutschen tAnzARchiVs

köln

Im Mediapark 7

50670 Köln

0221 226 57 57

theAteR Am sAchsenRinG

Sachsenring 3

50677 Köln

0221 31 50 15

theAteR dAs spielBRett

Käulchensweg 2

51105 Köln-Poll

0221 83 55 84

theAteR deR kelleR

Kleingedankstraße 6

50677 Köln

0221 272 20 990

theAteR die BAustelle

Bonner Str. 284

50968 Köln

0221 61 24 80

theAteR im BAutuRm

Aachener Str. 24-26

50674 Köln

0221 52 42 42

theAteR im hoF

Roonstr. 54

50674 Köln

0221 356 81 22

theAteR tieFRot

Dagobertstraße 32

50668 Köln

0221 460 0911

theAteRpädAGoGisches

zentRum (tpz)

Genterstraße 23

50672 Köln

0221 52 17 18

wohnzimmeRtheAteR

Probsteigasse 21

50670 Köln

0221 130 07 07

yAkult-hAlle

Offenbachplatz

50667 Köln

0221 221 28 400

ziRkus- und ARtistik-

zentRum köln (zAk)

An der Schanz 6

50735 Köln

0221 702 16 78

3 MaI ‘09 03 eDitorial

Dorothea marcus, Jahrgang 1969, studierte germanistik, geschichte und theaterwissenschaften in berlin. Seit 1999 ist sie freie Kulturjournalistin

für print und hörfunk in Köln, früher freiburg. ihre lieblingsthemen sind Kulturpolitik und internationaler theateraustausch. Sie

arbeitet für Dlf, taz, SWr, WDr, Die Deutsche bühne und www.nachtkritik.de. Seit Januar 2009 ist sie chefredakteurin der Kölner theaterzeitung

akt.

Foto: Wolfgang Weimer

15 PRoZENT?

15 prozent vom Stadttheater für das freie theater? es

ist ein sensationeller Satz, so sensationell, dass man ihn

wörtlich zitieren sollte: „Das freie theater erhält eine

Steigerung der fördermittel, und zwar fix von 15 prozent

des zuschusses für die bühnen“. Das hat die cDu soeben

im Kulturausschuss als vorschlag für den Kölner Kulturentwicklungsplan

eingebracht. neben einem bekenntnis

dazu, die „Spielstätten der freien theater zu erhalten und

auszuweiten, experimentelles zu unterstützen und vor allem

nachwuchsförderung zu ermöglichen“. ist das über­

haupt ein realistisches ansinnen? Was wird der rat der

Stadt Köln dazu sagen? hat dieser vorschlag überhaupt

chancen, in den seit über drei Jahren in arbeit befindlichen

plan aufgenommen und im Juni beschlossen zu weren?

eins ist klar: es tut sich etwas in Köln, was die darstellende

Kunst und die freien theater betrifft.

Deshalb soll es in der dritten ausgabe von akt auch stark

um Kulturpolitik gehen. ob das nun, anlässlich des festivals

tanz nrW im mai, eine bilanz ist, wie weit die planungen

des Kölner tanzhauses wirklich gediehen sind

CAPRICCIO / RICHARD STRAUSS /

PREMIERE 30. MAI 2009 /

(Seite 22/23), oder ob es um eine betrachtung des aktuellen

Stands des Kulturentwicklungsplanes – und die jeweilige

haltung der einzelnen fraktionen im rat geht

(Seite 7). oder ob, in der rubrik QuergeblicKt, der

blick auf eine andere Stadt in einem anderen land geworfen

wird, nämlich Wien. einen Querbezug gibt es allerdings:

der frühere Kölner theatermacher andré turnheim

ist – noch bis mai – einer der drei theaterkuratoren, die

die theaterreform in Wien durchgeführt haben und der

bis dahin bedeutungslosen und international unbeachteten

freien Szene Wien zu einem ganz neuen ruf verholfen

hat. Könnte man so etwas wohl auch auf Köln anwenden?

andiskutiert wird das zumindest auf Seite 21.

aber akt.3 hat noch mehr zu bieten. eigentlich hatten wir

uns ja vorgenommen, in jeder ausgabe die „ins zenierung

des monats“ zu küren. aber diesmal war nichts dabei, das

die redaktion und die autoren ästhetisch restlos überzeugt

hätte. Woran das wohl liegt? ein Kabarett­überhang

bei den premieren (die natürlich durchaus prämiertwürdig

sein können, es aber aufgrund ihres extrem reduzierten

bühnenbilds sowie der nicht immer gegebenen gesellschaftlichen

relevanz schwer haben)? zu leichte und

zu biedere hausmannskost in der freien Szene? Woran

liegt es, dass in Köln verhältnismäßig wenig experimentelle,

genre­überschreitende und ambitionierte theaterarbeiten

entstehen, die danach auf festivals wie „impulse“

oder „freischwimmer“ eingeladen werden? Diese frage

führt natürlich wieder zurück zur Kulturpolitik – und

wird akt auch in zukunft immer wieder beschäftigen. Sie

sind herzlich dazu eingeladen, sich an der Diskussion

zu beteiligen und ihre Kommentare und meinungen an

theaterzeitung@koeln.de zu schicken – wir veröffentlichen

gerne ihre vorschläge zur zukunft des Kölner theaters.

aber da nun einmal diesen monat keine herausragende

inszenierung dabei war, haben wir die Doppelseite 8/9

freigehalten, um sie richard Wagner zu widmen – denn

wann gibt es schon den seltenen fall, dass man eine große

operninszenierung der Städtischen bühnen direkt mit

einer kleinen, experimentellen produktion der gruppe

c.t. 201 vergleichen kann – geradezu eine David­gegen­goliath­Situation.

Die kleine gruppe hat gar nicht erst den

versuch gemacht, eine „inszenierung“ des parsifals aus

dem boden zu stampfen, sondern sich Wagner und den

rezeptionsschichten auf ganz andere Weise genähert: sie

hat ein erstaunliches hör­experiment vollführt, zu sehen

nur am Karfreitag in der Studiobühne – und auf seine art

ebenfalls absolut herausragend. Was mit dem tristan am

opernhaus geschehen ist, scheint weniger erfreulich, wie

Sie lesen werden – mittlerweile ist ein großer teil der Sänger

umbesetzt.

Kontroversen also an allen ecken. aber das ist doch nur

gut so. ich wünsche mir auf jeden fall eine diskussionsfreudige,

kontroverse zukunft von akt – und ihre lebhafte

beteiligung daran.

herzlich,

ihre Dorothea marcus

(chefredakteurin)

3548c_anz_capriccio_090420.indd 1 20.04.2009 15:01:59 Uhr

Konzept und Gestaltung: www.leitwerk.com


04 3 MaI ‘09

Konfrontiert

Besetzungsänderung aufgrund der schlechten Kritiken?

Die Rolle der Isolde wird im Mai Barbara Schneider übernehmen, die des Tristan wird von Robert Gambill gesungen.

Am 21. Mai singt Stefan Vinke den Tristan, Fotos: Klaus Lefebvre

ZWEIMal WaGNER

IN KölN Schauspieler

Wann hat man Schon einmal Den DireKten vergleich, Wie

groSSe bühne unD freie Szene mit Dem KomponiSten

richarD Wagner umgehen? Wie „triStan unD iSolDe“ an

Der oper Scheiterte unD „parSifal“ an Der StuDiobühne

zur experimentellen reiSe inS innere WurDe.

SchIFFBRuch In MonDLAnDSchAFT: TRISTAn unD ISoLDe An DeR oPeR KöLn

Da muss ein riesenbaby seinen baukasten auf die bühne

gekippt haben. neonbunt leuchtende Würfel, Quader,

platten, pfeiler, treppenelemente türmen sich zu einer

wüsten Kletterlandschaft. und zwei gestalten in regenbogenfarbigen

Kitteln spielen verstecken. Kraxeln durch

das gerümpel den berg hinauf, robben nahe an den abgrund,

verschwinden über die Spitze, tauchen unten aus

höhlen wieder auf. und singen dabei. Was? „o sink hernieder,

nacht der liebe“. Kein Witz. leider. Was man in

Köln unter dem titel „tristan und isolde“ besichtigen

kann, hat noch viel mehr solcher abstrusitäten zu bieten.

fünf Stunden sind halt lang, da kann man viel falsch

machen. und der regisseur David pountney hat die zeit

genutzt, nach Kräften unterstützt vom bühnenbildner robert

israel. Der hat für den ersten akt ein putziges bötchen

gebaut, mit einer kompletten rudermannschaft, die

allerdings tief unter dem Wasserspiegel zu vermuten ist.

Dort sitzen die herren des chors den ganzen ersten akt

lang mit dem rücken zum publikum, um endlich eine

frage zu beantworten, die seit 150 Jahren niemanden interessiert:

was machen eigentlich die leute, die im ersten

akt zwei kleine choreinsätze haben, den ganzen rest der

zeit? Der dritte akt ist irgendetwas zwischen mondlandschaft

und romantisch verwildertem friedhof mit umgestürzten

Steinen, die gemalten prospekte am boden und

an den Wänden suggerieren, dass wir uns wohl inzwischen

alle auf dem meeresgrund befinden. Der zweite

akt: siehe oben.

an pountneys personenführung wird keinen augenblick

erkennbar, was diese völlig unvereinbaren bilder bedeuten

sollen – von der verfolgungsjagd des großen Duetts

abgesehen ist sie völlig unspezifisch und könnte in jedem

anderen raum stattfinden. Jenseits aller künstlerischen

fragen ist dieses bühnenbild auch noch eine akustische

zumutung. ohne Wände und Decke gibt es den Sängern

keinerlei resonanz, die tonnen von Stoff, die in faltigen

lagen an den Wänden und über den boden verteilt sind,

stumpfen den Klang ab.

ob eine andere raumgestaltung, eine markantere personenregie

richard Decker und annalena persson vor

dem Schiffbruch bewahrt hätte, den sie als tristan und

isolde erleiden, muss dahingestellt bleiben. von David

pountney, dem künstlerischen leiter der bregenzer festspiele,

haben gewiss alle, die seine großartige und gefeierte

inszenierung der „Soldaten“ bei der ruhrtriennale

gesehen haben, mehr erwartet. und von Sängern, die in

einem großen haus wie der Kölner oper die titelpartien

interpretieren, muss man ganz einfach mehr fordern. Was

persson und Decker zu bieten haben, ist absolut unzulänglich,

selbst wenn man die monströsen anforderungen

der partien und die Knappheit von dramatischen Stimmen

auf dem Sängermarkt berücksichtigt. Sie hat einen

eher schmalen, hell timbrierten Sopran, den sie gewaltsam

in ein unangenehmes vibrato forcieren muss, um

irgendwie den anschein von vokaler Statur und Durchschlagskraft

zu erwecken – er vermeidet solche Kraftakte

und klingt – von einer engen höhe abgesehen – im ersten

Kraftlose Isolde

akt noch recht rund, aber im zweiten lassen die Kräfte

schon nach und der dritte findet musikalisch kaum mehr

statt. Statt tristans Siechtum erlebt das publikum des

Sängers erschöpfung.

So überforderte interpreten können keine partner werden

für markus Stenz und das gürzenich­orchester, und

das ist schade. Da man Stimmen und orchester in einem

komplexen gewebe wie der tristan­partitur unmöglich

auseinander dividieren kann, lässt sich nur ahnen, dass

hier ein stimmiges musikalisches Konzept verfolgt wird.

Das orchester klingt fast kammermusikalisch transparent,

die farben leuchten oft betörend, alles ist in einem

lebendigen, unendlich bewegten fluss. Dass man im

laufe des abends in dem schönen musizieren letzte intensität

und leidenschaft vermisst, kann sehr gut am

fehlenden beitrag der bühne liegen. Stenz scheint seine

interpretation nämlich gerade auf das vokale zugeschnitten

zu haben, wird niemals massiv und laut, schafft großen

raum für Stimmen – der nur leider ungenutzt bleibt.

So ertappt man sich bei dem gedanken, dass man das eigentlich

gern mal mit Sängern hören möchte – am liebsten

bei geschlossenem vorhang. und das ist wohl das

traurigste, was man über musiktheater sagen kann. Das

premierenpublikum war eher wütend als deprimiert und

tobte sich aus in einem buhsturm, wie man ihn in Köln

lange nicht gehört hat.

TeRMIne IM MAI: oPeRnhAuS, 3., 8., 21., 24.

uLRIKe GonDoRF

05 3 MaI ‘09

Konfrontiert

Manuel Moser taucht in seine eigene Familiengeschichte ein.

Foto: Wolfgang Weimer

eRLöSunG ALS KoPFGeBuRT: PARSIFAL An DeR STuDIoBühne

für solche Wahnsinnstaten muss es eine freie Szene geben.

Welcher etablierte theaterbetrieb würde sich wohl

an so ein unterfangen machen: Wagners „parsifal“ in

voller länge der musik, als monodrama mit einem einzigen

Schauspieler, der zudem noch stumm agiert, und das

ganze für genau eine aufführung im Jahr: am Karfreitag.

c.t.201 heißt die truppe, die sich in zusammenarbeit mit

der Studiobühne Köln und dem radiosender Kölncampus

diesem projekt verschrieben hat. Schon beim ersten

anlauf 2008 hat es preise und sogar eine „lobende

erwähnung“ in bayreuth für die inszenierung von Dietmar

Kobbolt gegeben. Kult könnte es werden, wenn alle

durchhalten und diesen „Karfreitagszauber“ ganz anderer

art alljährlich wiederholen. falls der augenschein nicht

trog, haben sich neben studentischem Stammpublikum

der Studiobühne nämlich schon diesmal einige erfahrene

Wagnerianer unter die zuschauer gemischt.

Wie dieser „versuch einer annäherung“ – so der untertitel

– technisch funktioniert, ist schnell geschildert. Der

radiosender Kölncampus strahlt den „parsifal“ aus – für

alle, die sich einschalten am Karfreitag und eine mittlerweile

legendäre aufnahme von den bayreuther festspielen

1970 hören wollen. Dafür gibt es gute gründe; sie heißen

unter anderem pierre boulez, franz crass, gwyneth

Jones, James King. live in der Studiobühne fängt ein reporterteam

vor beginn und in den pausen für die „nurhörer“

impressionen vom geschehen im theater ein, das

programm läuft auch dort über lautsprecher.

Wenn das publikum den theatersaal betritt, wartet dort

schon ein mann auf der bühne, die mit tiefen Sesseln,

einem kleinen tisch und ein paar pflanzen alles hat, um

ein Wohnzimmer vorzustellen. Der mann hat den Klavierauszug

bereit liegen und den Wein entkorkt. offenbar will

er weder allein trinken noch allein hören, denn es steht

ein zweites glas bereit. aber das vorspiel beginnt, und es

ist niemand gekommen. noch mehrmals im verlauf des

abends wird der mann zum handy greifen, und doch immer

im letzten moment davor zurückschrecken, ihn oder

sie – sagen wir im Kontext des „parsifal“ einfach den gast

– anzurufen.

Der mann bleibt also allein und wir sehen ihm zu beim

hören. zunächst vertieft er sich in die noten, dirigiert

und summt mit, spielt die kleinen ablenkungsmanöver

des Wein­eingießens und häppchen­holens. und nur

langsam legt sich beim zuschauer die besorgnis, dass das

unmöglich für fünf Stunden tragen, dass die Konzentration

auf die musik nachlassen und irgendeine, mutmaßlich

parodistische „action“ einsetzen wird. Sie bleibt aus. tatsächlich

hält sich der abend von anfang bis ende an den

ebenso nüchternen wie respektvollen untertitel: versuch

einer annäherung. maß und zielpunkt ist das Werk Wagners.

Diese annäherung, vom hoch konzentrierten und geradezu

„durchsichtigen“ Darsteller manuel moser spannend

verkörpert, vollzieht sich auf ganz unterschiedlichen ebenen.

ohne dass der hörende mann tatsächlich figuren

und Situationen nachspielen würde, sehen wir, welche

gedanken und gefühle die musik in ihm freilegt. So wie

im schöpferischen vorgang Wagner in all seinen figuren

war, so lässt der prozess des hörens, die nachschöpfung

im Kopf, den mann spüren, was ihn mit diesen personen

verbindet: parsifals naivität, Kundrys rebellische Wildheit,

die unerträgliche zerrissenheit Klingsors und – ganz

besonders intensiv herausgearbeitet – das unermessliche

leiden des amfortas. Selten ist bei einer „kompletten“

inszenierung des „parsifal“ so deutlich zu erfahren, dass

hier das zentrum des Stücks liegt.

Die identifikation mit personen und prozessen spiegelt

sich dabei hauptsächlich in ausdruck und Köperhaltung

des Schauspielers, der sich vor den augen der zuschauer

verwandelt. Sparsam und zeichenhaft wird dabei die verbindung

zur konkreten figur des mannes hergestellt, der

in seinem zimmer allein ist. Die wichtigen themen von

parsifals mutter­ und amfortas vater­Konflikt führen etwa

dazu, dass der mann anhand von alten fotos in seine eigene

familiengeschichte eintaucht. Klingsors gewaltfantasien

gegenüber Kundry setzen erschreckende aggressionen

frei, die sich gegen das unbenutzte Weinglas

richten, stellvertretend für die person, die ihn durch ihre

abwesenheit demütigt. eine suggestive lichtregie macht

die von der musik heraufbeschworenen räume auch auf

der bühne sichtbar und unterstützt diese reise in das innenleben

ebenso wie der einsatz von videobildern.

nicht alles entschlüsselt sich, nicht alles ist gleich stark

an diesem abend. Das große Duett parsifal­Kundry im

zweiten akt etwa läuft sich tot, wenn manuel moser beide

parts immer nur lippensynchron mitzusingen scheint

und sein gesicht dabei – von zwei verschiedenen Seiten

aufgenommen – riesig vergrößert auf der videoleinwand

erscheint. Das ist zwar technisch ungeheuer präzise gemacht,

lässt sich aber nicht entwickeln, um den raffinierten

psychologischen Wendungen dieser verführungsszene

zu folgen, und erschöpft sich daher schnell.

insgesamt aber fasziniert dieser szenische parsifal­Kommentar

von Dietmar Kobbolt, und manuel mosers Konzentrationskraft

und verwandlungsfähigkeit, die über die

mammutstrecke von fünf Stunden keine Sekunde nachlassen,

schaffen starke, bisweilen sogar unheimliche momente

der „annäherung“ an das psychologisch­musikalische

Drama, an den „parsifal“ in uns.

uLRIKe GonDoRF

TeRMIne: STuDIoBühne, KARFReITAG 2010


3 MaI ‘09 06 beSucht

Grete als erfolglose Schauspielerin mit Sehnsucht nach Brigitte-Abo? Andreas Schneiders, Matthias van den Berg

Fotos: Wolfgang Weimer

PoPIKoNEN IM ZITaTEHaCK

Die gaStKritiKerin DeS monatS Karin fiScher iSt

leiterin unD theaterKritiKerin Der SenDung „Kultur

heute“ im DeutSchlanDfunK unD hat im raKetenKlub

„fauSt 1.0“ von Der germaniacgroup geSehen

es hat lange gedauert, bis sich die rezeption von goethes

„faust“ nicht mehr nur auf das philosophieren über

den „faustischen menschen“ konzentrierte. Das ewige

ungenügen an sich selbst als ur­deutscher Wesenszug:

So konnte der teufelspakt sogar als folie für die irrationalismen

deutscher politik à la hitler dienen. lange

auch hat es gedauert, bis in germanistischen Seminaren

über fausts verhältnis zu frauen Klartext geredet wurde.

Die Weimarer Klassik suchte „helenen in jedem Weibe“.

für die exegeten heute ist klar: faust wollte einfach

nur ficken. oder wie tom martus, regisseur und künstlerischer

leiter der „germaniacgroup“ im radiointerview

sagte: „moralisch gesehen ist der plot des faust das

schlimmste Stück deutscher literaturgeschichte. zwei

männer missbrauchen eine minderjährige und beschweren

sich dann noch darüber, dass sie schwanger wird.“

Das regietheater hat den Studierstuben­faust und seinen

verteufelten Kompagnon deshalb längst zu den zwei Seiten

einer Selbstverwirklichungsmedaille gemacht, über

die ein naives mädchen auf der Suche nach echter liebe

tödlich zu fall kommt.

Das vor gut einem Jahr gegründete theaterkollektiv „germaniacgroup“

geht nun noch einen Schritt weiter. mephisto,

urbild des bösewichts, und der alte grübler faust,

der sich als „frust­faust“ tausendfach in der jüngeren

deutschen popliteratur tummelt, werden als pop­ikonen

betrachtet, die tom martus „runter brechen, nackt machen

will und gucken: was ist denn dann noch da.“ Das

Konzept erinnert an barbara Webers „unplugged“­Serie

über die raf oder britney Spears; auch elfriede Jelinek

und ihr regisseur nicolas Stemann arbeiteten so bei „ulrike

maria Stuart“, indem sie Schillers maria Stuart und

ulrike meinhof als verbrecher­Königinnen der herzen stilisierten,

um die modische ikonographie des terrors damit

gleichzeitig zu torpedieren. Dieses theater ist selbst

teil des pop, dessen mittel es verwendet, um im besseren

falle eine ironiefähige zeitgenossenschaft zu beanspruchen.

im schlechteren falle wird es zur wilden zitat­ und

bilderschleuder, die demonstriert, warum unter „postmodern“

oft nur noch „beliebig“ zu verstehen ist.

„faust 1.0“ ist erstmal beides nicht. Der raketenklub

im hinterhof der Kölner Weidengasse verströmt dem

charme einer nicht ganz fertig geweißelten garage; das

entrée ähnelt einer baustelle: bühne und requisiten

sind mit dünner malerfolie verhängt. hier wird nicht armes

theater inszeniert; dieses theater ist arm. mephisto

wechselt selbst die cDs mit der hintergrundmusik (peter

alexander!), und das gretchen hat man sich ganz gespart,

natürlich aus konzeptionellen gründen. goethes text ist

gerupft, aber erkennbar, der rest ist alltagssprache oder

filmzitat. faust und mephisto sind schon optisch gegen­Spieler,

letzterer offenbar mit höherem auftrag: den

„frust­faust zu 'ner Sau zu machen.“

Doch wer einen „bizarren parforceritt zwischen ‚rain

man’, ‚apocalypse now’ und ‚fight club’“ verspricht,

muss wissen, welche ästhetische fallhöhe er mitzitiert.

Da reicht es keineswegs, andreas Schneiders als mephisto

military­look und helm zu verpassen oder immer mal

wieder zum lispelnden autisten zu machen. Die philosophische

Dimension in all diesen filmen ist die tatsache,

dass bruder, freund oder todfeind nur je die andere Seite,

die abgründe des Selbst markieren. Doch dass mephisto

die „fleischgewordene Kreatur von fausts Seelenmüll“

sein soll, wie es auf der Webseite heißt, bleibt reine

behauptung.

Was wir sehen, ist ein faust­pop­mosaik voll interessanter

verweise, die aber kein bild ergeben. faust ist ein

dickleibiger, alt gewordener pop­literat in gestreiftem bademantel,

der den berühmten eingangs­monolog schnell

mit „bla bla bla“ abkürzt und sich mit einem überzeugenden

„fick die Diskurse“ vom drögen intellektuellendasein

verabschiedet. matthias van den berg hat bei allem

Andreas Schneiders (rechts) als Mephisto und zentrum der Inszenierung

mut zur halbnackten Körperlichkeit in seiner schimmeligen

Kleinststudierstube schlicht zu wenig Spiel­möglichkeit.

für ihn gilt, trotz mehrfachen rollentauschs,

mephistos Diktum: „Du bist am ende, was du bist“: ein

depressiver Suchender im urwald der eigenen begierden,

der sich schließlich eher luft als lust verschafft: in der

vergewaltigung eines transvestiten.

mephisto hingegen ist viele: abgeklärter zyniker und

philosoph; eine erfolglose Schauspielerin namens grete,

die sich eine Karriere ebenso wünscht wie Kinder und

„brigitte“­abo; ein zeremonienmeister und exorzist der

faustischen begierden in schwarzer perücke und roter

corsage; Jesus­imitat; aalglatter verführer; ausgebeutete

transe; ein Kämpfer im Kriegsgetümmel. andreas

Schneiders ist das eigentliche zentrum dieser aufführung,

denn er gibt jeder einzelnen seiner rollen, was der

inszenierung im ganzen fehlt: eine präzise, durchdachte,

strenge form. Die puzzleteile aus faust­ und filmzitaten

fügen sich ansonsten schlecht zusammen, die angestrebte

aktualisierung scheitert an den Klippen der ambition.

und wirft fragen auf: Wozu dient heute noch die frage

nach der religion? Wozu goethe, wenn gretchens Kerker

doch nur die Krise im eigenen Kopf symbolisiert? am

ende der immerhin kurzweiligen 80 minuten fühlt der zuschauer

sich alleine gelassen und erschöpft. „faust 1.0“

soll ja wohl heißen: theater unplugged, direkt, körperlich,

distanzlos, nicht­virtuell. Wer den Klassiker goethe als

popkulturlieferanten verwurstet, darf sich nicht wundern,

dass am ende zitate­hack heraus kommt. Das ist auch

nahrhaft, aber nicht dasselbe. Die gute nachricht dieses

abends aber lautet: Wenn das theater durch einen einzigen

Schauspieler mehr erzählt als die gesamte inszenierung,

hat letztlich doch das theater gewonnen.

TeRMIne IM MAI: RAKeTenKLuB, 8., 9., 28., 30. 5.

KARIn FIScheR

3 MaI ‘09 07 gemeint

IST KUlTUR PlaNBaR?

im mai Soll im KulturauSSchuSS Köln Der „KulturentWicKlungSplan“

in Seine enDgültige form gebracht WerDen – beSchloSSen

WerDen Soll DaS WerK vom rat noch vor Der SommerpauSe im

Juni. einige fraKtionen, allen voran Die cDu, haben für Die freie

theaterSzene bahn brechenDe vorSchläge vorgelegt.

Braucht es bei dieser schönen Aussicht noch einen Kulturentwicklungsplan?, Foto: istockphoto

eigentlich scheint alles gut zu sein. trotz Wirtschaftskrise

soll die Kulturförderung in Köln in einem seit fast drei

Jahren geplanten Kulturentwicklungsplan massiv festgeschrieben

werden. ähnliches forderte jüngst auch der

Deutsche bühnenverein, schließlich gestalte die öffentliche

Kulturförderung ja wie nichts sonst den „inneren zusammenhang

der gesellschaft“.

ganz abgesehen davon verspricht man sich in Köln mit

dem Kulturentwicklungsplan einiges an Stadtmarketing­

und image­effekten: Kultur als lockvogel und aushängeschild

– ein etwas konservativer ansatz, schließlich ist

Kunst ja erst dann gut, wenn sie zum Störfaktor wird.

Warum die ausarbeitung so lange gedauert hat? nicht zuletzt,

weil man dem Kulturentwicklungsplan von anfang

an vorwarf, einem altbacken repräsentativen Kulturbegriff

zu frönen – und kaum etwas zur zeitgenössischen und jungen

profilbildung der Stadt beizutragen. und wohl auch,

weil die freie theaterszene Kölns sich darin nicht angemessen

wieder fand. Schließlich sollten zunächst nur oper

und Schauspiel zur „führenden institution in allen Sparten“

werden. vor allem verschleppte sich die ausarbeitung

aber, da die freie Szene in die beratungen mit einbezogen

werden sollte – und eine widersprüchliche meinungsfülle

zu koordinieren war, die erst der neue Kulturamtsleiter

Konrad Schmidt­Werthern moderierend bändigen konnte.

eS GIBT BALD KeIne FReIe Szene MehR?

„im rat ist Konsens, dass ein unterschied zwischen freier

und etablierter Szene nicht mehr gemacht werden soll“,

erläutert Schmidt­Werthern. beide bereiche sollten einheitlich

gedacht werden – denn letztlich gehörten ja auch

freie bildende Künstler oder musikensembles zu so etwas

wie der „freien Szene“. Das trifft nicht überall auf zustimmung.

Wutschnaubend äußerte sich etwa der Schauspieler

axel Siefer von theater Konnex, ein kulturelles urgestein

von Köln, im akt­interview darüber, dass der begriff

freie Szene in der neuesten fassung des Kulturentwicklungsplans

zum verschwinden gebracht werde. „Der begriff

soll eliminiert werden und das ziel ist erreicht: es

gibt keine freie Szene mehr, nur noch eine verwaltete Szene.

verwaltet entweder durch konservative intendanten,

oder direkt durch das Kulturamt“, befürchtet er. „Das ist

nicht Sinn der Sache“, sagt allerdings die neue kulturpolitische

Sprecherin der SpD anke brunn. auf die grünen,

unterstützt von der SpD, geht der vorschlag zurück, im

Kep die „freie und institutionelle Szene gleichberechtigt“

zu behandeln. „man kann heute nicht mehr davon ausgehen,

dass Kunst und Kultur auf institutionen beschränkt

ist. es soll also nicht mehr von der art der finanzierung,

sondern von den inhalten her gedacht werden. Wir möchten

die interdisziplinarität stärker fördern, die dem freien

theater in Köln auch gut zu gesicht stehen würde – da

wächst der humus“, sagt sie. auch Dietmar Kobboldt,

vorsitzender der theaterkonferenz, sagt: „Wir gehen davon

aus, dass Kultur auf zwei gleichberechtigten Säulen

beruht – den städtischen instituten und der freien Szene.

Wenn eine wegfällt, bricht das gebäude zusammen.“

er will auf keinen fall freie Szene gegen städtische institutionen

ausspielen – sondern beide stärker vernetzen.

peter bach vom Kölner Kulturrat, der den Kep anfangs

stark kritisierte und dann konstruktive vorschläge vorlegte,

sagt außerdem noch: „Die rolle der freien Szene ist

im Kep deutlich stärker entwickelt, als es jemals in Köln

der fall war“. Sie sei darin als impulsgeber von unten geschätzt,

ihr entwicklungspotential und förderbedürfnis

anerkannt. auch sieht er einen „paradigmenwechsel“ heraufziehen:

„Die freie Szene in Köln wurde bisher falsch

und zu verengt definitiert“.

cDu: 15 PRozenT FüR FReIe TheATeR

Dass die freie theaterszene im Kulturentwicklungsplan

nicht unter den tisch fällt, dafür sorgen die vorschläge einiger

fraktionen, die in letzter minute noch eingebracht

werden sollen. Sie muten teilweise geradezu sensationell

an. allen voran muss man das Konzeptpapier der cDu erwähnen:

Darin ist vorgesehen, dass das freie theater in

Köln eine Steigerung der fördermittel erhalten soll, die

stets fünfzehn prozent des zuschusses für die Städtischen

bühnen beträgt. herauskommen würde die sensationelle

Summe von rund 6,6 mio. euro – wenn man vom städtischen

zuschuss von 44 mio. ausgeht. Das käme einer erhöhung

von rund 5 mio. euro gleich. Selbst, wenn man nur

vom Schauspiel­zuschuss ausginge (22 mio.) wäre es eine

verdoppelung des jetzigen etats.

Der vorsitzende des Kulturausschusses lothar lemper ist

zuversichtlich, dass sein vorschlag im Kep festgehalten

wird. auch die anderen vorschläge der cDu können sich

sehen lassen: zwar lehnt man ein zentrales haus für die

freien theater ab und möchte die theater in ihren städtischen

„milieus“ lassen. aber sie schlagen etwa einen „Kölner

theatertag“ vor, ein angebot der freien theater an jeden

bürger, einmal im monat eine aufführung kostenlos

zu besuchen – die Stadt würde den finanziellen ausgleich

übernehmen. Sind diese visionen reine zukunftsmusik

ohne reale grundlage, etwas, das dem Kep vom Kulturrat

ebenfalls schon vorgeworfen wurde? Die cDu meint: nein.

aber natürlich muss man bedenken, dass der große fürsprecher

der Kultur, lothar lemper, in der nächsten legislaturperiode

kein ratsmandat mehr erhalten wird.

FüR DIe FDP zähLT DeR TAnz – unD AKT

Dagegen verhalten sich die übrigen fraktionen, was die

freie theaterszene betrifft, eher bedeckt. einig scheint

man sich lediglich darin zu sein, dass im tanz etwas passieren

muss, dass es ein tanzhaus sowie mittelfristig wieder

eine dritte Sparte tanz an den Städtischen bühnen

geben muss. Die fDp sieht den tanz und die errichtung

eines tanzhauses sogar als eine der wichtigsten prioritäten

in Köln, solange es keine dritte Sparte gibt, „Diese lücke

muss mit freiem tanz ausgefüllt werden“, sagt etwa ihr

kulturpolitischer Sprecher ulrich Wackerhagen. an zweiter

Stelle folgt der bau eines freien theaterhauses nach

dem vorbild des fft in Düsseldorf, in dem sich die freie

Szene vernetzen könnte und gastspiele zu sehen wären.

„Wir wollen die freie Szene weiter stärken, denn letztlich

erreicht sie genauso viel publikum wie das Stadttheater“,

so Wackerhagen. und er erinnert: “Wir können stolz darauf

sein, dass es das erste wirkliche förderprogramm in

Köln nicht für musik oder literatur, sondern für das theater

gab”. er lobt ausdrücklich die arbeit des Kulturamtes

– und das erscheinen der theaterzeitung akt. nach ähnlichem

vorbild soll es bald übrigens auch eine kostenlose,

unabhängige Kölner literaturzeitschrift geben.

SPD unD GRüne: AKADeMIe DeR KünSTe

Die SpD, die durch den verlust ihres kulturpolitischen

Sprechers hans­georg bögner etwas mitgenommen

war, befindet sich noch in der phase der Diskussion

ihr entwurf ist über den bereits im Januar vorgelegten

noch nicht hinausgelangt. Darin sind vor allen Dingen

die musik und die bildende Kunst als Schwerpunkte erwähnt

– sowie das projekt einer „akademie der Künste

der Welt“, das sie mit den grünen als vorschlag in den

rat eingebracht hatten. im nachfolgepapier soll ebenfalls

ein Schwerpunkt auf tanz und dem künftigen tanzhaus

liegen, auch das eint sie mit den grünen. „Die tanzszene

nrW ist in Köln zu hause und hat kaum entwicklungsmöglichkeiten

hier – das muss sich ändern“, sagt anke

brunn. auch einem theaterhaus stehen SpD und grüne

nicht abgeneigt gegenüber, allerdings habe es nach

dem tanzhaus erst zweite priorität. Die grünen und ihre

kulturpolitische Sprecherin angela Spizig meint: „Wir

wollen im Kep festlegen, dass alle maßnahmen geprüft

werden, die Künstler an Köln binden oder nach Köln bringen.“

und so scheint es letztlich doch, dass sich in Köln

viel bewegen würde durch den Kulturentwicklungsplan.

Die frage ist ohnehin, wie viel für die freie Szene „von

oben“ geplant werden kann. Da kann man es letztlich nur

mit dem Kulturdezernenten georg Quander halten. als er

letztens bei einem abend im Kulturforum den Kep vorstellte,

wurde ihm vorgeworfen: „Wir vermissen große visionen“.

zu recht erwiderte Quander damals allerdings,

dass er nicht für große visionen zuständig sei – denn

schließlich könne er nur Wege bereiten, und zwar möglichst

sinnvolle, um die eigentliche arbeit der Kultur, die

ideen und impulse, möglichst optimal geförderten, interessanten

Künstlern zu überlassen.

DoRoTheA MARcuS


08 3 MaI ‘09

intervieWt

TaUSEND Mal

BERüHRT

intervieW mit axel Siefer

DAS ouTFIT IST SeIT 25 jAhRen DAS GLeIche, nuR DIe LATSchen MuSSTen

zWeIMAL GeWechSeLT WeRDen, WeIL SIe DuRchGeLAuFen WARen. zuM 1000.

MAL SPIeLT AxeL SIeFeR In KöLn „DeR KonTRABASS“ Von PATRIcK SüSKInD –

unD IST FAST IMMeR AuSVeRKAuFT. DAS STücK IST FüR Ihn eIne ART BeSTIM-

MunG, DIe VoR 25 jAhRen In SeIn LeBen GeTReTen IST. DABeI ähneLT SeIn

PRIVATLeBen GAR nIchT DeM SeIneR RoLLe: DeR SchAuSPIeLeR LeBT nIchT

ALLeIn, SonDeRn In eIneR WohnGeMeInSchAFT, TRInKT LIeBeR WeIn ALS BIeR

unD BASS KAnn eR Auch nIchT SPIeLen.

AKT: WIe FInG eS An MIT Ihnen unD DeM KonTRABASS?

axel Siefer: Das war bei den ruhrfestspielen 1984 in

recklinghausen. ich gehörte zu einem ensemble, dem gekündigt

wurde. Damals bekam man nach Kündigung eine

ansehrolle, um sich bei anderen theatern zu bewerben –

der regisseur alexandre guini erarbeitete mit mir „Der

Kontrabass“. Damit sind wir losgezogen und kamen ein

paar monate später in einem kleinen theater in Köln an,

das gerade von ambitionierten theaterleuten gegründet

wurde – das theater im bauturm. Später war ich selbst

leiter des theaters, mit dem Stück wurde ich bezahlt. Davon

konnte ich meine familie ernähren.

AKT: DeR KonTRABASSIST In SüSSKInDS STücK IST

üBeRzeuGT: „MAn KAnn nIchT AuF Den BASS VeRzIchTen“.

WARuM Können SIe nIchT AuFhöRen?

Siefer: ich wollte das Stück zu anfang gar nicht machen,

weil ich es zu konservativ fand. eine art edelboulevard.

ich spiele es sicher etwas anders. aber mittlerweile

finde ich es auch ein wahnsinnig tolles Stück.

inzwischen geht es mir damit wirklich ein bisschen wie

dem Kontrabassisten mit seinem bass – ich kann nicht

mehr darauf verzichten. es gibt leute, die fragen mich,

nachdem sie sich den „Kontrabass“ zum zehnten mal angesehen

haben, ob wir ein Kölsch trinken wollen – und

das machen wir dann auch. Der Sog, den das Stück in

Köln ausübt, ist ja nur möglich, wenn die leute wiederkommen

und andere mitbringen. oder Studenten von

damals jetzt von ihren volljährigen Kinder begleitet werden.

Das finde ich irre. einmal habe ich einen älteren

mann an der theaterkasse getroffen, der sagte: „herr Siefer,

wissen Sie warum ich zum fünften mal komme? Das

Stück kenne ich ja schon lange. mich interessiert, wie Sie

sich verändern.“ genau deshalb spiele ich es immer noch.

AKT: VeRänDeRT SIch DADuRch, DASS SIe äLTeR

WeRDen, Auch IhRe RoLLe?

Siefer: im originaltext ist der Kontrabassist eigentlich

34, so alt wie ich, als ich anfing, jetzt ist er 57. mit 34 hat

man noch gedacht, der Kontrabassist ist zwar ein komischer

typ, aber der sieht doch ganz gut aus, der wird

schon noch ’ne frau kriegen. und jetzt denkt man, der ist

57, das wird schwierig mit all den hoffnungen, die er sich

macht. Da kann man nicht mehr glauben, dass sich beim

ihm noch viel ändert. So bekommt das Stück eine gewisse

tragik und ausweglosigkeit. und das finde ich sehr

spannend. aber das muss man auch als Schauspieler aushalten.

Wenn es mir zu tragisch wird, höre ich auf. aber

sonst gibt es gibt keinen grund, es abzusetzen, bevor der

Kontrabassist mit 65 in rente geht.

AKT: WAS BeDeuTeT DIe RoLLe FüR SIe?

Siefer: Sie begleitet mein leben auf angenehme Weise.

Wenn wir Schauspieler in schlechten zeiten keine Jobs

finden, entwickeln wir uns nicht weiter und bekommen

manchmal das gefühl, keine Schauspieler mehr zu sein.

Das kann schon nach drei Wochen so sein. Der beruf eines

Schauspielers ist sehr lebendig, und wenn man nicht

dran bleibt, kann es leicht passieren, dass man das Selbstbewusstsein

für die bühne verliert. „Der Kontrabass“ ist

also auch eine chance für mich, immer Schauspieler zu

bleiben. und durch ihn hatte ich auch die möglichkeit im

ausland zu spielen, in istanbul, budapest, lissabon oder

valencia. es gibt nichts Schöneres, ein anderes land kennen

zu lernen, dort einen beitrag zu leisten und etwas mit

zurück zu bringen.

AKT: KAnn MAn ALS SchAuSPIeLeR In DeR

FReIen TheATeRSzene eIGenTLIch jAhReLAnG

üBeRLeBen?

Siefer: Schauspieler sind sehr schlecht gestellt. Während

sich die zuschüsse für die theater, die überhaupt

geld gekommen, in den letzten 20 Jahren sicher verfünffacht

haben, haben sich die gagen höchstens verdoppelt.

für Künstler ist das katastrophal. ich bin da ein einzelfall:

zwar in der freien Szene, aber trotzdem mit einem

Stück, das gut besucht ist und hohe einnahmen hat.

normalerweise können Schauspieler froh sein, wenn sie

mit 100 euro nach hause gehen. Das ist desolat. vieles,

was in der Szene passiert, wird nach außen toll verkauft,

die künstlerischen bedingungen dahinter sind aber katastrophal.

auf der schauspielerischen Seite fehlt mir außerdem ein

Qualitätsbewusstsein. bei vielen projekten habe ich das

gefühl, das sie gedanklich dünn geführt sind. es ist oft

ein schmaler grundgedanke, den jeder spielen könnte.

Die Schauspieler sagen nur ihren text auf.

es ist aber wieder eine Sehnsucht nach menschentheater

da. ich habe weiß gott nichts gegen Konzepte, ich komme

ja noch aus der inhaltlich motivierten theaterzeit, mit

gesellschaftsveränderung und so. aber heute wird zuviel

Wert auf form gelegt und auf das so genannte regietheater.

Kollegen werden kaum noch dazu befähigt, menschen

darzustellen. Wir sind auf einer ebene, wo alles vertechnifiziert

wird – ein beamer muss immer dabei sein – und

dadurch lernen vor allem jüngere Kollegen nicht, wie man

menschen darstellt.

AKT: In Den LeTzTen 25 jAhRen In KöLn hABen SIe

MIT DeM „KonTRABASS“ jA Auch eInen GuTen üBeR-

BLIcK üBeR DIe FReIe Szene BeKoMMen.

Siefer: Die fluktuation in der freien Szene ist ziemlich

groß. meistens sind es eher junge leute ohne verpflichtungen,

die sich das leisten können. es hat sich hier keine

„alte“ freie Szene über die Jahre entwickeln können,

es gibt immer nur die „junge“ freie Szene. Dann gibt es

da natürlich die theater, die sind aber sehr überaltert.

Da ist es eher umgekehrt, das sind ältere Kollegen, die

teilweise gute arbeit machen, die aber von der Struktur

her konservativ sind. auch wenn sie sich frei nennen, ist

das konservatives intendantentheater. Die freie Szene ist

mittlerweile eindeutig weniger frei als die Stadttheater.

im Stadttheater hat die intendantin fünf Jahre lang die

möglichkeit zu machen, was sie will. Das ist die frucht

des bürgertheaters, vor 200 Jahren ungefähr entstanden:

die trennung zwischen geld und inhalt. Das war der große

fortschritt des humanismus, was theater angeht. und

bei den freien theatern sind inhalt und geld verbunden.

es wird nur zugelassen, was inhaltlich und formal auch

gemocht wird. Das ist für jemanden wie mich, der 25 Jahre

um das freie theater gekämpft hat, bitter.

AKT: SIe ScheInen PeSSIMISTISch, WAS DIe

FReIe Szene In KöLn BeTRIFFT? WAS MüSSTe

SIch änDeRn?

Siefer: alles! vor allem die zuschusshöhe und die zuschussart.

es gibt hier in Köln ein gremium, das den

leuten nach inhaltlichen vorgaben einen winzigen topf

geld zuteilt, das ist völlig absurd. grob gesagt, das ist

zensur – eine demokratische zensur. für künstlerische

arbeit braucht es allerdings nicht Demokratie, sondern

freiheit. eine idee wäre, dass Künstler gefördert werden

und nicht projekte, also dass man sagt, der Künstler

hat jetzt zwei drei gute projekte gemacht, den wollen wir

weiter fördern. Dafür braucht es auch kein aufgeblasenes

gremium, das sich auf den kleinsten gemeinsamen

nenner einigen muss. Da reicht es völlig, drei bis fünf

unterschiedliche theaterkenner durch die aufführungen

zu schicken. Die sollen dann ohne absprache untereinander

empfehlungen ans Kulturamt geben. Da muss

sich was entwickeln können, da muss Kontinuität entstehen.

Denn eine Kontinuität ist ja das, was Qualität erzeugt.

ich bin gerade in einer Krise, weil ich nicht weiß,

ob es sich lohnt, in der freien Szene weiterzumachen.

henRIeTTe WeSTPhAL

TeRMIne IM MAI: TheATeR IM BAuTuRM, 17., 31.,

AM 17.5., DeM TAG DeS juBILäuMS, FInDeT IM AnSchLuSS eIn

GeSPRäch MIT RAIneR neLLeSSen unD AxeL SIeFeR STATT.

09 3 MaI ‘09

intervieWt

Axel Siefer im Wandel der zeit. hier 1984, Foto: Ruhrfestspiele … hier 1999 …, Foto: Wolfgang Weimer

… und hier 2009, Foto: Wolfgang Weimer

Alvis hermanis beim akT-Interview, Fotos: ©MeYeR oRIGInALS

DIESE KoSMISCHE

TRaURIGKEIT

intervieW mit alviS hermaniS

SeIne InSzenIeRunG „KöLneR AFFäRe“ IST zuR STeTS AuSVeRKAuFTen KuLTVeRAnSTALTunG

GeWoRDen. VoR WenIGen TAGen hATTe DeR LeTTISche STARReGISSeuR ALVIS heRMAnIS MIT

Den „GeheIMnISSen DeR KABBALA“ DeS jüDISchen noBeLPReISTRäGeRS ISAAc BASheVIS SInGeR

PReMIeRe. eIn GeSPRäch üBeR KöLn, juDenTuM unD eRoTIK.

AKT: SIe Können SIch VoR ReGIeAnFRAGen

SIcheR KAuM ReTTen. WARuM InSzenIeRen SIe

WIeDeR In KöLn?

hermaniS: ich mag die Stadt. es ist nicht wie sonst in

Deutschland, die Kölner sind freundlich, sie haben viel

fantasie und keine angst vor fehlern. Wenn jemand

angst vor fehlern hat, wird es schnell langweilig. ich inszeniere

in der ganzen Welt und meist ist es kompliziert,

sich auf die lokalen eigenarten der Schauspieler einzustellen.

am Kölner theater geht es besonders gut.

AKT: hAT IhRe neue ARBeIT „DIe GeheIMnISSe DeR

KABBALA“ ähnLIchKeIT MIT „KöLneR AFFäRe“?

hermaniS: vielleicht nur insofern: Der Schriftsteller

isaac bashevis Singer war auch jemand, der die wahren

geschichten der realen menschen aufgeschrieben hat.

AKT: SInGeR GILT ALS DeR LeTzTe GRoSSe jIDDISche

AuToR. eR SeLBST SAGTe, DAS SeI So, WeIL ALLe

AnDeRen jIDDISchen SchRIFTSTeLLeR IM hoLocAuST

uMGeBRAchT WoRDen SeIen.

hermaniS: eigenartigerweise schrieb er auf jiddisch,

obwohl er fünzig Jahre seines lebens in den uSa verbrachte.

ich selbst habe zwei Jahre in new York gelebt –

eine sehr jüdische Stadt. Singer verlebte seine Kindheit

in einem osteuropäischen jüdischen Schtetl und lebte immer

weiter in dieser Sprache. mich fasziniert das verhältnis

der Juden zu ihrer Sprache. Wie sie sie bewahren, obwohl

sie dabei ist, zu verschwinden. meine muttersprache

ist lettisch, da kann ich das nachvollziehen, sie wird nur

noch von etwa einer million menschen gesprochen... uns

zwang man, russisch zu lernen. heute bin ich froh darüber.

russisch ist sehr emotional. für Sex, besonders. Da

ist russisch die beste Sprache. Wenn beim Sex englisch

geredet wird, hört sich das doch immer an wie in einem

schlechten film.

AKT: Von SInGeR, DeM KInD eIneS RABBIS, WIRD Ge-

SAGT, DASS SeIne GeSchIchTen So VoLLeR eRoTIK

WARen, DASS oRThoDoxe juDen SIch WeIGeRTen,

SeIne MAnuSKRIPTe zu BeRühRen. WAS FüR eIne

RoLLe SPIeLT In IhReR InSzenIeRunG DIe eRoTIK?

hermaniS: ich möchte mich nicht antisemitisch anhören,

aber ich habe den eindruck, dass männer aus einem

jüdischen Kontext von Sex stärker besessen sind

als andere. man muss sich nur filme von Woody allen

ansehen. vielleicht, weil ihre religion so viele regeln

vorschreibt, dass sie mehr kompensieren müssen. in un­

serer aufführung erzählen wir sowohl von einer stark in

sich geschlossenen, chassidischen gemeinschaft und auf

der anderen Seite von einer figur, die an ein anderes jüdisches

mädchen von heute erinnert: amy Winehouse.

aber es ist kein Stück über erotik. früher, als ich jung

war, interessierte ich mich für erotik im theater, aber

heute habe ich fünf Kinder. Singer war allerdings ein großer

frauenheld, er führte, wie er sagt, „liebschaften an

mehreren fronten“.

AKT: WARuM heISST IhRe InSzenIeRunG „GeheIMnIS-

Se DeR KABBALA“, ABGeSehen DAVon, DASS eIne

GeSchIchTe Von SInGeR So heISST?

hermaniS: Wir hatten einen sehr mächtigen ratgeber

für diesen abend, aber er hat uns verboten, darüber zu

sprechen! (lacht). Wir interessieren uns nicht nur für die

religion, sondern dafür, wie es funktioniert, eine hermetische

gemeinschaft so lange aufrecht zu erhalten. Die

Kabbala ist ein teil der vielen regeln, die chassidische

Juden in ihrem leben studieren und denen sie folgen.

ihre art, die religion zu leben, hält die gemeinschaft

zusammen. ein chasside ist traurig, wenn er am ende

seines lebens weniger als 90 enkel hat. Singer selbst

hält die religion nicht so hoch, für ihn ist sie teil des

lebens. Der magisch­mystische glaube war ihm ganz

selbstverständlich. er nennt das, was er schreibt, „mystischen

realismus“.

AKT: WIe IST eS MöGLIch, In DeuTSchLAnD heuTe

eIne GeSchIchTe üBeR DAS TRADITIoneLLe LeBen

oSTeuRoPäIScheR juDen zu MAchen?

hermaniS: es war eher ein zufall, dass ich diese jüdische

arbeit hier mache und gründete nicht im deutschen

Kontext von Schuld. es gibt keinen zusammenhang.

AKT: WeIL SIe LeTTe SInD? WARuM MAchen SIe DAnn

üBeRhAuPT eIne ARBeIT üBeR DAS juDenTuM?

hermaniS: auch die letten haben Juden verfolgt,

nicht ganz so schlimm wie die Deutschen. aber wer ist

das, die Deutschen? lettland gehörte bis vor nicht allzu

langer zeit auch dazu. Darum geht es in unserem Stück

nicht. ich bin hier ein ausländer – selbst wenn ich es

versuchen würde, könnte ich diesen Kontext niemals

verstehen oder fühlen. vielleicht machen wir es einfach

aus neugier! mich fasziniert es, dass man in eine eigene

Welt wie ein chamäleon eintritt, dass man sie spiegelt:

die ästhetik der chassidischen Juden. unsere recherchen

machen uns Spaß. ich glaube, dass präzision im

theater eine sehr große Kraft ist. man muss seine aufmerksamkeit

den kleinsten Details widmen. irgendwie

fühlt das publikum diese besessenheit der präzision.

letztlich ist es ein zufall, dass die arbeit einen jüdischen

Kontext hat, denn eigentlich versuchen wir, etwas

über tod, liebe und glauben herauszufinden. ganz abgesehen

davon wurde mir dabei wieder einmal sehr klar,

wie stark die tradition des jüdischen geschichtenerzählens

die gesamte westliche film­, Kunst­ und theaterkultur

begründet hat. riga, woher ich komme, war vor dem

Krieg sehr jüdisch. viele berühmte Juden kommen aus

lettland: mark rothko, Sergej eisenstein. Wenn man

ihre Kultur nicht kennt, hat man keine möglichkeit, theater

und film zu verstehen.

AKT: WAS hAT SIe An Den GeSchIchTen FASzInIeRT?

hermaniS: es sind einfache geschichten, sie behandeln

das alltägliche leben und gleichzeitig entwickeln sie über

kurz oder lang etwas größeres, traurigeres. alles, was

jüdisches leben betrifft, ist traurig – oder besser gesagt:

tragikomisch. aber letztlich entwickelt jedes leben diese

kosmische traurigkeit. ob das nun das leben der Kölner

prototypen ist oder das der chassidischen Juden.

AKT: KAnn MAn VeRGAnGeneS jüDIScheS LeBen

BeSchReIBen, ohne zu SAGen, WIe eS VeRnIchTeT

WuRDe?

hermaniS: es entsteht ja auch wieder. antwerpen hat

eine große chassidische gemeinde. in zwei Stunden sind

Sie da, im bahnhofsviertel leben etwa 20.000 chassiden.

auch die Kölner gemeinde hat uns unterstützt, Winfried

günther besuchte uns auf einer probe und zeigte

uns zum beispiel, wie man ordentlich mit dem gebetsriemen

umgeht. Wussten Sie, dass die Kölner oper an

genau dem platz steht, wo früher eine Synagoge stand?

natürlich wird der zuschauer eine verbindung mitdenken,

aber das war nicht unsere erste absicht. einer meiner

theaterlehrerinnen, eine Jüdin, die in berlin lebt,

sagte mir, dass sie den eindruck hat, dass in Deutschland

schließlich doch die zeit gekommen ist, dass man

jüdische themen ohne nervosität behandeln kann. vielleicht

ist es so wie bei Scheidungen. irgendwann kommt

ein moment, in dem man einander ohne vorwürfe begegnet,

ohne aggression. natürlich heißt es nicht, dass etwas

vergessen werden soll.

DoRoTheA MARcuS

TeRMIne IM MAI: SchLoSSeReI, 2., 4., 6., 7., 8., 14., 15., 16.


3 MaI ‘09 10 KritiSiert

erscheinung im künstlichen efeu: Maja Schöne, Ronald Kukulies, Mark Waschke, Foto: David Baltzer

KUPPElSHoW IM

VoRaBENDPRoGRaMM

regiSSeur Jan boSSe läSSt

im SchauSpiel Köln büchnerS

„leonce unD lena“ entgleiten

es ist alles immer so schön schein­improvisiert hier in diesem postdramatischen theater:

Während die zuschauer schon artig auf ihren Stühlen sitzen, wird vorn noch das

bühnenbild aufgebaut. Schaufensterpuppen und künstliche torten werden hereingetragen,

bis die bühne von Stéphane laimé aussieht wie das fenster eines dieser berüchtigten

eigelstein­läden: Sektglaspyramide aus plastik, gelbe und pinkfarbene plastikhandtaschen,

polyester­rüschenkleidchen in denselben farben – und dazwischen steht

Jan­peter Kampwirth und gibt mehr oder minder vergeblich anweisungen. Sieht ja alles

ganz putzig aus, aber man bekommt auch schon eine deutliche ahnung davon, dass es

sehr ironisch zugehen und ziemlich wenig büchner geben wird an diesem abend.

michael Wittenborn kommt eher wie der König von mallorca als wie König peter auf die

bühne, im weißen bademantel und mit halskettchen. leonce und rosetta sehen aus wie

präpariert für eine Kuppelshow im vorabendprogramm: blondiert, überschminkt und

darunter Sonnenstudio­verbrannt. und leider reicht das Décolleté von Julischka eichels

rosetta um einiges tiefer als die gedankliche tiefe der figuren. Die langeweile leonces

ist kein wirklich existentieller ennui, kein leiden an der nicht zu beantwortenden Sinnfrage,

sondern die ödnis einer debilen luxus­Schickeria.

Die geschliffenen büchner­Sätze tun einem leid im mund dieser primitivlinge. Die außerdem

zynisch wirken, denn sie sagen Dinge wie: „Wer arbeitet, ist ein subtiler Selbstmörder“

– ziemliche luxussorgen für alle opfer der Wirtschaftskrise. Schon büchners

verspieltes Stück trifft in zeiten einer wirklichen Krise kaum den richtigen ton. Jan

bosse hat mit „leonce und lena“ also ohnehin eine schwierige Wahl getroffen – sein

parodistischer zugang macht allerdings, dass es völlig deplatziert wirkt.

leonce und lena sollen unbekannterweise miteinander verheiratet werden, beide fliehen,

doch unerkannt finden sie sich als liebespaar. bei Jan bosse spielt sich das ab zwischen

hecken aus künstlichem efeu, die der rüpel valerio (ronald Kukulies) abrupft

und das eisengestänge darunter entblößt. phantastische träume, seien sie auch noch so

selbstironisch, kann bosse nicht stehenlassen.

Wenn man sich von einem text distanziert, der sich schon von sich selbst distanziert,

ist die entfernung für niemanden mehr aufholbar: fürs publikum nicht, das sich fragt,

warum man ihm büchner so vorführt, und für die Schauspieler auch nicht. maja Schöne

spielt lena etwas ratlos als vulgäre Schlampe, mark Waschke seinen leonce als nervenden

flegel mit aufmerksamkeits­Defizit­Syndrom. nur michael Wittenborn als König,

der viel lieber die existenz gottes beweisen als regieren will, und Jan­peter Kampwirth

als Staatsrats­präsident oder auch bossescher animateur zeigen ausreichend subtilen

Sinn für groben unfug und platzierten lässig so manchen gag – der allerdings auch nie

länger als eine minute vorhält.

Die Stärke des regisseurs Jan bosse ist es, Klassiker mit Schwung ins heute zu hieven.

„leonce und lena“ in Köln ist ihm mit Karacho entglitten.

DInA neTz

TeRMIne IM MAI: SchAuSPIeLhAuS, 9., 26.

eine Sporthallenwelt, in der alles ein Spiel ist: carlo Ljubek, Anna Blomeier, Foto: oliver Fantitsch

DaS lEBEN IST

EINE TURNHallE

am SchauSpiel Köln praSSeln

Die premieren: Juli zehS roman

„Spieltrieb“ in Der halle KalK

fein säuberlich räumen die Schauspieler zu beginn die buchseiten auf dem boden beiseite,

damit aus diesem gedankenschweren romankonstrukt ein echtes theater­„Spiel“

werden kann. als bühnenbild haben sie fortan nur stapelbare Sprungkästen aus dem

turnunterricht und die von der Decke gefilmte live­videoprojektion (bühne: florian lösche).

alle figuren in dieser variablen Sporthallenwelt tragen Kleidung in grün, blau,

rot, gelb, die farben von mensch­ärgere­Dich­nicht – mehr ist es ja auch nicht, das leben.

zumindest nicht aus der Sicht von ada, burschikos, mit kurzen haaren, hoch intelligent,

eloquent und gedankenschwer wie ihre erfinderin Juli zeh und neu an der Schule.

anna blomeier ist eine schauspielerische entdeckung, so sehr vereint sie toughness

und zartheit, sehnige Sportlichkeit und bodenständige Sinnlichkeit. alles ist ihr gleichgültig

– ob sie nun ihren musikerfreund olaf zum geburtstag oral befriedigt, weil die

freunde es wünschen, oder sich im unterricht theoretische gedankenschlachten mit ihren

lehrern liefert. nichts berührt sie, jedes gefühl scheint sich in ihren nihilistischen

theorien aufzulösen.

als alev in die Klasse kommt, ist der ex­liebhaber schnell vergessen. Der halbägypter

und viertelfranzose ist so intelligent wie sie, allerdings impotent, woraus er kein geheimnis

macht. carlo ljubek ist ein schöner Kosmopolit mit hochgestochener Sprache,

ebenfalls von „transzendentaler obdachlosigkeit“. er bringt adas Sinnsuche auf den

punkt: nur in einem Spiel, dessen regeln man bestimmen kann, steckt freiheit.

Dem roman „Spieltrieb“ hatten die Kritiker 2004 „ausufernde handlungsfülle“, einen

„zitate­overkill“ – vor allen Dingen robert musil stand pate – und seiner autorin Juli

zeh die haltung einer „überehrgeizigen Klassenstreberin“ vorgeworfen. auch an der

ersten bühnenversion, uraufgeführt 2006 in hamburg, wurde kaum ein gutes haar

gelassen. Doch die bemerkenswert erfolgreiche, 27­jährige regisseurin Jette Steckel

schafft es in Köln, mit ihren puren mitteln und sparsam, aber kraftvoll eingesetzter

musik, die essenz des romans auf verschiedenen ebenen einzufangen. Die figuren

scheinen aus fleisch und blut – und distanzieren sich zugleich immer wieder theoretisierend

von sich selbst. mit Dramaturgin Sibylle meier zusammen hat Steckel die

bühnenfassung von bernhard Studlar vorsichtig vereinfacht. Das bühnenbild könnte

aus einem freien theater stammen und stimuliert die fantasie: aus den 16 Sprungkästen

können Schülerbänke, lehrerpulte, ein häuschen in den masuren oder eben

jene Spielfläche werden, als die ada und alev das leben für sich beanspruchen. Die

selbst ernannten „urenkel der nihilisten“ haben sich ein besonders perfides ausgedacht:

alev lässt ada den Sportlehrer Smutek (andreas grötzinger) verführen, filmt

das – und erpresst ihn mit den aufnahmen zu weiterem Sex. Wie diese Szenen gezeigt

werden, ist beeindruckend: Während sich ada und Smutek auf dem Spielfeld reglos

gegenüberstehen, wird über die Deckenprojektion der tanz ihrer nackten Körper gezeigt,

wie sie sich rücken an rücken abwechselnd hochschleudern: vieldeutig, verloren

und verrucht zugleich. zum Schluss entwickelt ada doch so etwas wie gefühle

zu ihrem lehrer und steigt aus, alev wird von ihm verprügelt. Wo sind die grenzen

der moral? Welche Werte und „Spielregeln“ zählen in einer orientierungslosen Welt?

Kann man sich aus empathie theoretisch verabschieden, und welchen Sinn hat leben

dann? Die essentiellen fragen des romans bedrängen den zuschauer. am ende bedecken

die Darsteller den boden wieder mit blättern, die fiktion kehrt in den roman

zurück, die fragen bleiben.

TeRMIne IM MAI: hALLe KALK, 13., 17., 18.

DoRoTheA MARcuS

3 MaI ‘09 11 KritiSiert

Blutbad aus der Plastikflasche. omar el-Saeidi, Robert Dölle, jan-Peter Kampwirth, Foto: David Baltzer

KREISlaUf DES

SCHRECKENS

am SchauSpiel Köln WurDe Der

barocKe Weltroman „SimpliciSSimuS“

uraufgeführt

Die halle Kalk ist kaum verändert und doch zu einer

dunklen, geschändeten Kirche geworden: ein altarblock,

eine abgeblätterte madonna auf rädern, auf dem boden

liegt Stroh und die Weltenkulisse des Simplicissimus entsteht

mit hilfe von rund 50 holzstühlen. Wie brutal es in

deutschen Wäldern während des Dreißigjährigen Kriegs

zugegangen sein mag, erahnt man gleich: Der alte Simplicissimus

erschlägt in der Kirche den mann, der ihn einst

getauft hatte. Der mensch ist dem menschen ein Wolf, es

geht ums nackte überleben. genau die gleiche Szene beendet

nach fast vier Stunden einen großen, langen abend,

der bereits im Januar uraufgeführt wurde, aber erst jetzt

wieder gezeigt wird: Simplicissimus durchläuft in seinem

abenteuerlichen leben keine entwicklungsgeschichte,

sondern verkörpert das bild einer epoche. Deutschland

im Krieg, mitte des 17. Jahrhunderts: ein irdisches Jammertal,

in dem es keine hoffnung gab, in der gewalt,

mord und totschlag regieren. und obwohl das eigentlich

ein barocker gedanke ist, lässt er sich ohne weiteres auf

die heutige zeit anwenden.

BLuTFonTänen AuS PLASTIKFLASchen

regisseur thomas Dannemann ist eigentlich Schauspieler.

er war etwa der grandiose hamlet in Jürgen goschs

legendärer macbeth­inszenierung. Dass er der Schule

des altmeisters anhängt, spürt man den ganzen abend

lang. aber es tut ihm keinen abbruch: Wie gosch stellt

Dannemann verschwenderisch die theatralischen mit­

tel aus. blutfontänen spritzen aus plastikflaschen, um

das willkürliche morden zu zeigen, Kunstschnee wird

aus plastiktüten gekippt, wenn es in deutschen Wäldern

Winter wird, aus dem pullover wird ein Dudelsack, aus

einer alten Schnur ein Kälberschwanz, eine blechwanne

zum eingang in eine zauberhafte Wasserwelt. aus

fast nichts entsteht in der Kirche so ein Kaleidoskop

des Schreckens, eine endlosschleife der gewalt und

der abgesang auf die bestie mensch – obwohl der sich

so nach erlösung, frieden und Seelenheil sehnt. auch

dafür steht die Kirche als bühnenraum – immer wieder

braust im hintergrund ein echter orgelspieler. und weil

die mittel, die zu dieser düsteren erkenntnis führen, so

einfach und elementar sind und die fantasiereisen im

Kopf des zuschauers auslösen, entfaltet der abend große

Wucht.

VoM nAIVen ToR zuM MöRDeR

alles steht und fällt mit der hauptfigur. in Köln ist er

zweigeteilt: Der alte Simplicissimus ist weise, abgeklärt

und fast schon zynisch und wird von michael Weber im

hausmeisterkittel gespielt – am lebensende bleibt eben

nur noch die verwaltung der vergangenheit übrig. er

kommentiert, erzählt rückblickend, führt aber auch den

jungen Simplicius immer wieder auf den rechten lebensweg

zurück. Der junge, sein alter ego, wird von Janpeter

Kampwirth gespielt: zuerst im Strampelanzug, als

parzivalfigur. ein reiner, naiver tor, der weltfremd alles

mit sich machen lässt, im Stroh erbrochenes aufleckt

und sich als Kalb vorführen lässt, aber auch immer in

philosophischen tiefen schürft. oberwasser und richtige

Kleidung bekommt er erst, als er sich entschließt,

selbst zu morden und zu rauben. Die übrigen Schauspieler,

acht männer und eine frau, wechseln fliegend die

rollen, werden von adeligen zu Soldaten zu Wegelagerern,

von huren zu heulenden Kurzzeit­ehefrauen – und

spielen uns derb, urkomisch und liebevoll ein Stück

volkstheater vor, in der die figuren zwar Karikaturen

sind, aber dennoch ernstgenommen werden.

zWISchen GRoTeSKe unD GRAuen

im ersten teil wird der lebensweg des Simplicissimus

noch langsam auserzählt, später, je verwüsteter und dreckiger

die bühne aussieht, entgleitet auch die handlung,

der man auch im roman nicht mehr folgen kann – dann

schleichen sich längen ein. Doch noch schwieriger als

die nacherzählung der handlung des ersten deutschsprachigen

romans überhaupt ist das einfangen seiner Sprache.

Denn die ist derb, barock, oft dialektisch eingefärbt

und verschachtelt altertümlich. Die fassung des pseudonym­autorenkollektivs

Sören voima und des regisseurs

thomas Dannemann behilft sich mit metakommentaren

und modernismen. Das ist ein wenig schade, von der barocken

Sprechweise hätte man mehr als ein paar zitate

hören mögen. und doch gelingt nichts weniger, als den

geist eines nahezu unspielbaren Stücks Weltliteratur einzufangen:

zwischen groteske und grauen, endzeitstimmung

und ewigkeitssehnsucht.

TeRMIne IM MAI: hALLe KALK, 3., 21., 22., 23.

DIE KONTRAKTE

DES KAUFMANNS

vON ELFRIEDE JELINEK

EINE WIRTSCHAFTSKOMÖDIE

REgIE: NICOLAS STEMANN

URAUFFüHRUNg: 16.04.09

TERMINE: 08.05. / 10.05. / 30.05.

EINE KOPRODUKTION MIT DEM THALIA

THEATER HAMbURg

DoRoTheA MARcuS

NUR WENIgE vORSTELLUNgEN!

Foto: David baltzer


3 MaI ‘09 12 KritiSiert

Frauen, die durch Wände wollen, Foto: SIGnA

DIE HöllE IST EIN SWINGERClUB

tagebuchaufzeichnungen auS Dem hotel timp

hoTeL TIMP, 7. 4.

„verstörend“, das ist eins jener schnell einsatzbereiten Worte, das man gerne für die performance­gruppe

Signa verwendet. verstörend sind an diesem leicht verregneten frühlingsabend

allerdings eher die zuschauer, mit denen ich im plüschigen hotel timp sitze.

viel verstörender als die bulligen türsteher vor dem eingang oder die in einem hauch aus

glitzerbikini bekleideten mädchen, die sich wie nackttänzerinnen lasziv um die Stangen

drehen. oder die männer in glänzenden anzügen, die uns durchdringend in die augen gucken

und mit hilfe von bunten farbbändern ihre gruppen zusammenstellen. verstörender

auf jeden fall auch als die kleinen Kondom­Schälchen neben der garderobe. tampons gibt

es auch (so sind hier die geschlechterfreuden verteilt). geradezu bedrohlich aber wirkt der

junge mann neben mir, der sichtlich gespannt, mit flackerndem blick und nervös wie auf

Drogen eine zigarette nach der anderen dreht. Später werde ich ihn halb ausgezogen auf

dem tigerfell von Dionysos’ Sofa wiederfinden, beim heavy petting. als sich Dionysos einem

anderen jungen mann zuwendet, wächst seine verzweiflung sichtbar.

oder der mann, der 17 Jahre lang türsteher im echten travestie­hotel timp war, bis es

seine pforten schloss. Später, nachdem er persephone, marcella und clara ausgiebig mit

zunge geküsst hat, wird er sich in die 17­jährige und tote cindy verlieben, die jüngste

und schönste der im hades gefangenen frauen und ihr die flucht versprechen. Sie ist

offenbar von mehreren halbgöttern vergewaltigt worden – ist nicht eben minos aus ihrem

zimmer gekommen und machte sich den gürtel zu? oder eri, die in meiner gruppe

ist und sich begeistert in die Selbstdarstellung wirft, wahlweise die mutter von achill,

die aufheizerin der männer aus unserer gruppe gibt oder minos dröhnend von den

Schönheiten der Stadt Wien erzählt.

befremdlich kommt mir auch günther mit dem goldenen haar vor, der punkte zusammenrafft,

als seien wir eine gruppe von ausgehungerten. er klaut sie sogar aus den

Schalen der gefangenen frauen – ob das im hades einen guten eindruck macht? Später

werde ich vier meiner männlichen gruppenmitglieder halbnackt auf dem Sofa sitzen

und gierig die schwellenden brüste von marcella berühren sehen, sauertöpfisch notiere

ich „hühnerbrüste und bierbäuche“ in mein inneres notizbuch. als frau ist man hier

einfach ausgeschlossen aus dem spaßigen treiben, zuweilen fühle ich mich hier als unfreiwillige

voyeurin in einem Swingerclub. Die reflexion von sexuellen machtstrukturen

scheint im hotel timp eine recht einsame weibliche aufgabe zu sein.

oder bin doch letztlich ich selbst die verstörendste von allen, die, trotz klarstem Durchblick

befangen im gruppendruck, cindy die ersten von 306 fußtritten auf den nackten,

leicht wogenden hintern verpasst? oder ivana mit meiner rechten flachen hand unter

ihr rosa Kleid schlägt, um weitere punkte zu bekommen? auch wenn ich mich bemühe,

ganz sanft zu schlagen, schäme ich mich zutiefst. aber da mich keiner küsst, wird

mir langweilig und ich blicke verachtungsvoll auf die nach nacktem, zarten fleisch oder

bunten punkten gierenden männern, die hier zudem deutlich in der überzahl sind. meine

gruppe ist peinlich unersättlich, ein schöner Spiegel der menschlichen gesellschaft,

wenn sie sich unbeobachtet glaubt.

Später, in den zwei Stunden zur freien verfügung, gehe ich natürlich dann doch mit der

finster blickenden hekate in eine ecke und sie erzählt mir, wie sie von ihrem vater in

Stücke gerissen wurde und sie bei jedem problem an mich denken wird, wenn ich honig

an einen Spiegel stelle. oder lasse mich vom öligen achill im lendenschurz fest in die

arme schließen, der vorher auf einer plastikplane mit paris gecatcht hat.

auf video beobachtet werden wir alle. Die Sichtzentrale ist im mittleren geschoss, dort

sitzt hades und bellt zuweilen befehle ins mikro. Sowie sich er oder ein anderer gott

zu Wort meldet, erstarren wir willfährig mit halb erhobenen armen beim jeweiligen

Reale Liebesspiele, meist für Männer: Thomas Bo nilsson, Foto: SIGnA

treiben. zum Schluss, lange nach eins, gewinnt die gruppe von ajax, der junge mann,

den Dionysos liebte. Wunderschöne zickenkriege brechen aus zwischen den frauen,

die heute nicht die freiheit gewonnen haben. gellend rufen die Schönen aus den fenstern

nach rettung. Die vertrauenserweckenden individuen, die wochentags gegen zwei

am heumarkt unterwegs sind, versuchen beherzt, ins hotel zu dringen und werden nur

mühsam von eisigen performerinnen­blicken daran gehindert. „nimmst du mich mit?“,

lallt einer und legt seinen arm um meine Schultern, fast hätte ich geglaubt, er gehöre

dazu. eigenartig unbefriedigt fahre ich nach hause. War nicht ruby town so charmant,

weil es die geschichten selbst spinnen ließ? hier ist man für drei Stunden lang gefangen

im Korsett einer Spielwelt, deren regeln ich nicht verstehe.

DoRoTheA MARcuS

hoTeL TIMP, 23. 4.

bin das wirklich ich? mein rechter arm tut so weh, dass ich ihn fast nicht zum gruß der

götter in die kleine Kamera oben rechts an der Decke erheben kann. aber ich habe gewonnen!

im armdrücken gegen eine brünette aus der gruppe von achill. meine gruppe

um den schönen paris ist stolz auf mich und cindy, das hübsche tote mädchen im weißen

negligé, streichelt mir über den rücken. Jetzt bekommen wir bunte plastikpunkte

in unseren behälter. „Steck dir ein paar in die hosentaschen“, raunt mir eins meiner

gruppenmitglieder zu. er ist schon zum zweiten mal im verwinkelten hotel timp und

kennt die tricks, um zu gewinnen. und noch mehr Signa­fans scheinen erfahrung zu

haben: eine junge besucherin geht wütend mit ihren fäusten auf den vom catchen mit

öl beschmierten paris los, beinahe als hätten sie eine beziehungskrise. Warum, erfahre

ich nicht. ist es ein abgesprochenes Spiel? oder ist die „hades fraktur“ für manche

besucher bereits zur realität geworden? ich bin verwirrt, aber vielleicht soll ich gerade

das auch sein. zum nachdenken bleibt mir keine zeit. eine schwarze gestalt mit Dobermann­Kopf

trennt mich von meiner gruppe und entführt mich in einen dunklen raum,

in dem die Quelle von „lethe“ steht, dem „Wasser des vergessens“. Das habe ich vorher

bereits in form von pflaumenschnaps und Wodka zu mir genommen. vielleicht finde

ich es deshalb nicht im geringsten eigenartig, mit einem übergroßen hundekopf über

meine träume zu reden.

Je später der abend wird, desto mehr fallen die hemmungen, besonders bei den performern,

die sich alle sichtlich wohl in ihren rollen fühlen. auch bei mir. mit so viel Körperlichkeit

habe ich allerdings nicht gerechnet. marcella fordert Küsse von den männlichen

gästen und ein komplett nackter hermes lässt sich auf Dionysos’ tigerfellbett nieder. Dionysos

küsst paris, und auf einmal schmecke auch ich paris’ Küsse mit minzgeschmack.

nach fast fünf Stunden hat nicht meine gruppe, sondern die vom hinkenden achill gewonnen.

bis auf einen Würfel ist ihr punkte­behälter leer und deshalb auch der Sieg:

„genau darum geht es hier: um nichts“, sagt der richter mit zigarre und stechenden

augen. Da scheint etwas dran zu sein und da nützen auch die in meiner hosentasche

versteckten punkte nichts mehr. einen feuchten abschiedskuss später stehe ich mit einer

plastikrose aus der unterwelt draußen am heumarkt und wundere mich über mich

selbst. War ich das?

henRIeTTe WeSTPhAL

TeRMIne IM MAI: hoTeL TIMP, 2.,

AM 14.5., 20:00, FInDeT IM eRFRISchunGSRAuM, SchAuSPIeL KöLn, eIne PoDIuMSDISKuSSIon MIT SIGnA

STATT., MoDeRATIon: DoRoTheA MARcuS, cheFRADAKTeuRIn AKT.

3 MaI ‘09 13 KritiSiert

Wer soll sich vor lauter Krawatten und Frauen denn heute noch für eine einzige entscheiden: Frank zollner,

Foto: Wolfgang Weimer

fREIHEIT MaCHT aRM

im Kabarett a­z WirD „finniSch“ von martin

hecKmann auf comeDY getrimmt

Wir sehen 1 gitarre, 3 Kölsch­Kisten, 17 Krawatten.

mehr passt auch kaum auf die kleine bühne des Kabarett

a­z – auch nicht, wenn man den zuschauerraum dazurechnet.

umso beeindruckender, wenn sich das winzige

theater in der Krefelder Straße das Stück eines der

erfolgreichsten gegenwartsdramatiker vornimmt, der eigentlich

als Sprachphilosoph und Konventionen­ablehner

gilt: „finnisch“ von martin heckmanns wurde 1999

in herford aufgeführt, danach kam der große erfolg des

autors. allerdings wird es im Kabarett a­z zu einer zuweilen

etwas penetrant kölschen und kabarettistischen

umdichtung auf das heutige Singleleben. Konnte man

den zuschauern den echten heckmanns nicht zumuten?

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Der echte heckmanns in „finnisch“ ist: ein verschrobener

einsamer, der sich selbst ein paket geschickt hat

und das treffen mit der postbotin herbeifantasiert – und

in Wirklichkeit fürchtet, dass seine fantasien eintreffen

werden.

frank zollner beginnt den abend im Kabarett a­z jedoch

mit einer betrachtung über die epidemischen

Wucherungen von Single­haushalten: 2013 wird es 233

millionen mehr davon geben als heute, 45 prozent aller

Kölner sind Singles. mit strengem blick geht er durch

die reihen und fragt, wo sie stecken – drei zuschauer

geben sich zu erkennen. in drei Kategorien kann man

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sie einteilen: freiwillig (Karl lagerfeld), halbfreiwillig

(der papst) und unfreiwillig (paris hilton). und doch

beginnt schließlich unmerklich das Stück, jene grotesktraurige

Selbstbetrachtung eines typischen lebensvermeiders,

der sich im ungefährlichen ungefähren

einrichtet, vom glück träumt und es zynisch gleich wieder

zerrupft. „fragt sich auch, wozu das gut sein soll –

hautkontakt. hilft einem im beruf ja nicht weiter“, ist

so ein typischer Satz eines menschen, der liebe und

Kennenlernen unter dem unbarmherzigen mikroskop

des Scheiterns betrachtet. Der erste Satz, der im Stück

mehrere male auftaucht „ich wache auf, manchmal wache

ich auf, liege neben dem bett und suche nach einer

erklärung“ wird der einfachheit halber meist mit einer

slapstickartigen aufstehnummer „zähneputzen, gurgeln,

haare gelen“ ersetzt.

frank zollner ist schlaksig und erscheint so „normal“

und „heutig“, dass man ihm seine figur jederzeit abnimmt.

außerdem ist er ein gut ausgebildeter Schauspieler,

der die zweimal 35 minuten ohne weiteres trägt.

Singen kann er auch noch: als liebesbarde mit Schmalzblick

und gitarre zupft und summt er immer wieder

melodiös von seiner postbotin, um sich gleich wieder

in vermeidungsstrategien zu verwickeln. abgesehen davon,

dass heckmanns selbst lesungen gern mit gitarre

begleitet, kommt davon nichts im Stück vor. und muss

es wirklich sein, dass er so platte liebesfragen abhandelt

wie: „Soll man eine frau damit konfrontieren, dass

sie zellulitis hat?“ oder seine figur lächerlich macht, in

dem er zwischen Dialekten und Sprachhaltungen hin­

und herspringt, mal lispelnde frauen nachäfft und oder

missglückte blind Dates nachstellt? all dies kommt im

Stück nicht vor. Der Krawattenständer dient dabei als

fenstergardine oder u­bahn­haltegriff. zum Schluss

kommt, im paket der postbotin, natürlich noch eine 18.

Krawatte dazu – bunt wie die ungenutzten möglichkeiten

des lebens.

in guten momenten ist es ein abend über die Selbsttorpedierung

des modernen menschen, der vor lauter freiheit

in handlungsunfähigkeit erstarrt. ein mensch, der

in schönster Watzlawick­manier das, was er ersehnt,

von vornherein schlechtmacht. Denn was nicht so alles

schiefgehen kann bei der liebe, und wie anstrengend

das alles ist… da lässt man es lieber gleich. Doch leider

schrammt er zu oft die grenze zum platten großstadtsingle­Kabarett

und verliert so poetische relevanz und

menschliche tiefe. Das ende ist eine kühne, hoffnungsfrohe

umdeutung des Stücks: als die postbotin zum

zweiten mal klingelt, stürzt frank zollner dann doch

noch von der bühne – zwar ins ungewisse, aber immerhin

entschiedende.

TeRMIne IM MAI: KABAReTT A–z, 7., 14.

www.theater-im-bauturm.de

DoRoTheA MARcuS

vierviertel


3 MaI ‘09 14 KritiSiert

Tyltyl und Mytyl auf der schwierigen Suche nach dem Glück, Foto: Wolfgang Weimer

DaS GlüCK aUf

DER BüHNE

maren SteingroSS (36) War mit

ihrer tochter carla (6) im puppenSpiel

„Der blaue vogel“ in

Der bühne Der Kulturen

„also, glück ist, wenn man sich was wünscht, ganz doll, und die eltern nein sagen, und

man das dann von jemand anderem bekommt“, erklärt carla mir vor beginn des Stücks

ihre auffassung des gewaltigen Wortes „glück“. und scheint schon zu begreifen, dass

es etwas ist, das nicht immer einfach zu bekommen ist und nur manchmal, dafür aber

oft völlig überraschend, zugeflogen kommt. genau wie der blaue vogel, der von maurice

maeterlinck zum Sinnbild dafür geschaffen wurde und 1911 wohl maßgebend für die

verleihung des literaturnobelpreises an den belgischen autor war. Der Welterfolg des

„blauen vogels“ nach Stanislawskis uraufführung am moskauer Künstlertheater 1908

ist heute für einige theaterkritiker nur noch theaterhistorisch erklärbar. „lyrischer

Kitsch“ und „schwer erträglich“ wird die geschichte der misserfolge der vergangenen

Jahrzehnte rekonstruiert. eine herausforderung für das Svetlana fourer ensemble,

den blauen vogel in der bühne der Kulturen noch mal fliegen zu lassen. und das mit

einfachsten requisiten: eine große blaue Kiste, ein weißes rollo, eine Kindergeburtstagströte,

auf der „oh, tannebaum“ ertönt, ein paar tücher und masken. und mit vielen

licht­ und akustikeffekten. alle rollen und Stimmen werden von den Schauspielern Joachim

Stern und ulrike Kundt in fast akrobatischer meisterleistung übernommen. eine

Stunde lang springen sie fast im minutentakt von rolle zu rolle und holen gleichzeitig

das zubehör hinter dem vorhang hervor.

Joachim Stern und ulrike Kundt erzählen die geschichte des geschwisterpaares tyltyl

und mytyl, die als holzpuppen – von Stern angefertigt – in roten anzügen in erscheinung

treten. Die beiden erhalten von der fee berylune einen auftrag: Sie sollen sich auf

die Suche machen nach dem blauen vogel. Wenn er gefunden wird, wird die Suche nach

dem geheimnis aller Dinge und dem glück beendet sein. ausgestattet mit einem zauberdiamanten,

mit dem man die Seelen der Dinge zum leben erwecken kann, beginnen

die geschwister ihre reise. begleitet werden sie dabei von den erweckten Seelen ihres

hundes und ihrer Katze, die als Stofftiere immer wieder auf der bühne in erscheinung

treten, und einiger Dinge aus dem haushalt, wie etwa herrn von und zu zucker, einem

weißen Sack mit zylinder. „Das glück scheint so nah, doch der Schein trügt uns oft“,

singt die Katzenseele als Wegbegleitung. aber nicht alle begleiter haben ein interesse,

dass die Kinder ihre mission erfüllen. Die geschwister müssen verschiedene tore öffnen,

hinter denen gespenster, Krankheiten und Kriege in form von nebelmaschinen

und pistolengeräuschen lauern. und sie finden auch den blauen vogel nicht. Weder im

land der erinnerung noch bei frau nacht, von zwei großen stoffbespannten flügeln

verkörpert und auf der blauen Kiste befestigt, noch an einem der anderen fantastischen

orte, durch die sie die nicht ungefährliche reise führt. erst als sie nach einem Jahr wieder

nach hause zurückkehren, finden sie den vogel in ihrem zimmer und erkennen,

dass das glück ganz in der nähe und doch nicht zu besitzen ist. eine botschaft, die heute

so aktuell ist wie vor hundert Jahren.

ob sie angst gehabt hätte, frage ich carla auf dem nachhauseweg. „nein!“, antwortet sie

fast vorwurfsvoll. und das lag ihrer meinung nach an Joachim Stern und ulrike Kundt,

„denn ich hab gemerkt, das sie auch mal gelächelt haben zwischendurch.“ über das

Stück schlussfolgert carla ziemlich erwachsen: „Das ganze glück ist nicht in einem vogel

drin, sondern in einem selbst, im menschen ist es drin. man darf sich nur nicht zu

viel wünschen, weil jeder ja ein bisschen vom glück braucht.“ am nächsten tag holt sie

ihre fast vergessenen Kasperlepuppen hervor und spielt mit ihrer Schwester ein frei erfundenes

Stück über liebe und freundschaft. und ich hoffe, dass das Svetlana fourer

ensemble diese Worte liest: Denn ist das nicht der wichtigste lohn, von dem theaterleute

leben? Dass sich fantasie und freude, die sie in ein Stück investiert haben, im nachhinein

fast zauberhaft vervielfachen? So sieht es wohl aus, das glück der Kreativen.

TeRMIne IM MAI: Bühne DeR KuLTuRen, 10., 16., AB SechS jAhRen

MARen STeInGRoSS

Der strenge Meereskönig (Richard Bagel) im Kreise seiner Töchter, Foto: ©MeYeR oRIGInALS

lIEBE IST

WaNKElMüTIG

Dorothea marcuS (39) unD nele

hauSmann (9) über DaS traurige

SingSpiel „Die Kleine meerJungfrau“

im theater Die bauStelle

DoRoTheA MARcuS: es ist ein märchen, das zumindest Sechsjährige leicht zum Weinen

bringen kann. hans christian andersens „Die keine meerjungfrau“ von 1837 ist wohl

eine der traurigsten geschichten überhaupt. undine ist die tochter des meerkönigs, bezaubert

alle mit ihrem gesang und hat sich von ferne in einen irdischen prinzen verliebt.

als sein Schiff kentert, rettet sie ihn sogar aus dem meer – und es sieht aus, als

würde der prinz ihre gefühle erwidern. um ihm noch näher zu sein, geht sie sogar zur

unheimlichen meerhexe, um sich in einen menschen verwandeln zu lassen – doch leider

muss sie dafür ihre liebliche Stimme hergeben. Sollte sich der prinz auch in sie verlieben,

würde sie dafür eine echte Seele bekommen.

neLe hAuSMAnn: Danach geht undine nach oben zum prinzen, aber sie kann leider nicht

mehr reden. und deshalb wollen die eltern des prinzen, dass der eine andere heiratet.

auch wenn er glaube ich echt in undine verliebt war. Die frau, die er heiraten soll, hat er

dann mit dem Schiff gesucht. und als er zurückkam, umarmte er die meerjungfrau – und

sagte ihr, dass er die heiraten will, die ihn vor dem ertrinken gerettet hat. Dabei hat doch

in Wirklichkeit undine ihm das leben gerettet. und da wird sie zu Schaum im meer.

DoRoTheA MARcuS: im charmanten hinterhof­theater Die baustelle sind die meisten Kinder

sogar noch unter sechs Jahren – harter Stoff für die Kleinen. Sie trinken bionade, räkeln

sich vor der bühne und sind auf dem blauen Satinstoff vor den kleinen pappwellen

fast selbst zu meeresbewohnern geworden. undine und ihre Schwestern tragen grün­blau

glitzernde Kleider, ihre meereswelt wird mit türkisen lichtspielen an der Wand erschaffen,

gewitter grollen mit hilfe von Wellblechen, die illusion wird mit einfachsten mitteln erzeugt

und verzaubert alle Kinder. undine ist überbehütet wie eine muslimin von ihrem fast

zu stimmgewaltigen vater (richard bagel) und wird nur verstanden von ihrer oma (ulrike

Jöris). ihre Schwestern sind die drei 11­ und 13­jährigen töchter von ensemblemitgliedern –

und singen teilweise schon wie die großen. texte und wunderschöne Songs wechseln sich ab,

die musik wurde vom Kölner musiker laurenz gemmer eigens für das theater geschrieben.

neLe hAuSMAnn: es war traurig, dass undine so einen strengen und doofen vater hatte

und dass der prinz sie einfach so stehen gelassen hat. vielleicht war die frau, die er

dann geheiratet hat, in Wirklichkeit ja die hexe? aber es gab auch Schönes: Sie hatte

nämlich eine ganz liebe oma. und ihre Schwestern waren auch sehr lieb. obwohl die

mädchen ja noch jung waren, haben sie genauso gut gesungen und gespielt wie die großen

Schauspieler. also ich selber hätte mich an undines Stelle nicht in einem menschen

verwandeln lassen, weil meerjungfrauen ja 300 Jahre alt werden und auch gut tauchen

können. So normale menschen werden ja nur 100, wenn alles gut geht. also nee, das hätte

ich nicht gemacht und das ist ja auch doof, wenn man die Stimme verliert. ich würde

das nur machen, wenn man weiß, dass man dann auch wirklich heiratet, also nur ganz

vielleicht… aber ich glaube eher nicht.

DoRoTheA MARcuS: Wankelmütig ist die liebe – und furchtbar äußerlich. zu dieser erschütternden

erkenntnis kommt allerdings nur die erwachsene zuschauerin, für nele

gilt es als ausgemacht, dass man sich auch in zwei personen gleichzeitig verlieben kann

und dass das auch nicht weiter schlimm ist.

neLe hAuSMAnn: also ich fand es in ordnung, dass es traurig war, denn wenn theater

nur fröhlich wäre, wäre das ja nicht mehr interessant und würde auch keinen Spaß machen.

Wenn man sich überhaupt nicht streitet, ist das ja auch langweilig. ich fand gut,

dass die Schauspieler gesungen und auch gesprochen haben. Das thema meerjungfrau

hat mir sehr gut gefallen.

DoRoTheA MARcuS

TeRMIne IM MAI: TheATeR DIe BAuSTeLLe, 2., 3., AB SechS jAhRen

3 MaI ‘09 15 KritiSiert

Victoria Wiese und Anne Scherliess spielen alle, hier etwa Benjamin Renfield und Dr. Arthur holmwood, Foto: Boris Becker

es ist die wohl bekannteste vampirgeschichte der Welt:

in einem religiös motivierten Krieg verliert der transsylvanische

graf vlad durch eine list seiner feinde seine

große liebe, die prinzessin elisabeta. Wütend schwört

er rache und entwickelt sich zum blutsaugenden graf

Dracula. Jahrhunderte später erkennt er in der engländerin

mina harker seine wiedergeborene große liebe

und reist nach london, um sie zu seiner braut zu machen.

Sie verfällt dem eleganten grafen und verwandelt

sich durch seinen biss zum vampir. Doch minas ehemann

Jonathan und ein professor van helsing verfolgen

ihn bis nach transsylvanien, um die schöne mina zu retten

– mit erstaunlichem ausgang.

inspiriert von Ken campbells zwei­personen horrorpersiflage

„frank & Stein“ haben anne Scherliess und victoria

Wiese vom „theater takeaway“ bram Stokers „Dracula“

zum rasanten theaterstück für zwei personen gemacht

(regie: charlotte Schneider). für ihre version des gruselromans

aus dem 19. Jahrhundert brauchen sie nur einen

tisch, zwei Stühle und eine handvoll mäntel und hüte.

Frank zollner und corinne Walter: Teufel und hexen, die in Alpträumen von Fünfjährigen

vermutlich nicht vorkommen. Fotos: Wolfgang Weimer

mit verstellten Stimmen und minimalen Kostümveränderungen

schlüpfen sie in die verschiedenen charaktere

und halten das publikum so gespannt auf den Stuhlkanten,

das sich nur beim lachen zuweilen entspannen kann.

Denn witzig wird es auf jeden fall. etwa, wenn Jonathan

sich als wahrer tierschützer erweist und sich im publikum

vergewissert, dass in transsylvanien auch wirklich

keine echten Wölfe (und nicht etwa Schafe, die dem publikum

vielleicht näher am herzen liegen würden) zu

Schaden gekommen sind. Dabei werden die etwas naive,

mit den Wimpern klimpernde mina mit ihrem adretten

blauen Käppchen oder ihre rassige freundin lucy mit

weißem Seidenschal je nach Szene auch mal von beiden

Schauspielerinnen abwechselnd dargestellt. gerne

schlüpfen sie auch in die haut des schüchternen ehemanns

Jonathan mit aktentasche und Schlapphut. Die

zuschauer stört das nicht, die Wahl der Kostüme lässt

keine zweifel aufkommen, wer gemeint ist. Die titelfigur

des grafen Dracula spielt anne Scherliess in einem

schwarzen, scheinbar samtenen umhang, diebisch ge­

lIEBER

fREIKaRTEN füR

ToKIo HoTEl?

„Der teufel mit Den 3 golDenen haaren“

für KinDer ab fünf Jahren im Kabarett a­z

findelkind paul ist ein waschechtes glückskind. So wird

ihm bereits als baby die hochzeit mit Königstochter pauline

prophezeit. Der geldgierige König Kunibert aber will

seine tochter nicht mit einem armen bauerntrampel verheiraten,

eher ertränkt er das Kind im fluss. Doch das

glück ist dem kleinen paul treu – und so wird er bald

aus den fluten gerettet und vom kinderlosen ehepaar

magenbitter aufgezogen. viele Jahre später kommt der

König in ihr Dorf und muss erkennen, dass sein mordversuch

fehlgeschlagen ist. Den stattlichen paul schickt

er sogleich mit einem streng geheimen brief zur Königin.

Darin verlangt der König, dass paul sofort getötet und begraben

werde. ahnungslos macht sich der Junge auf den

Weg. Doch für ein echtes glückskind ist die rettung nicht

weit. eine räuberbande findet in pauls taschen den brief

und ist vom Wunsch Kuniberts empört. heimlich stecken

sie paul eine fälschung zu, die statt dessen die sofortige

hochzeit pauls mit der prinzessin fordert. Schließlich

kehrt auch der „butterbitterböse“ König heim und ist außer

sich vor Wut, dass sich die prophezeiung erfüllt hat.

um sich als würdiger Schwiegersohn zu beweisen, soll

paul ihm die drei goldenen haare des teufels bringen –

auch wenn gattin Kunigunde lieber freikarten für ein tokio

hotel­Konzert gehabt hätte.

als „hochoffizieller königlich kunibertologischer teufelshaarausreißer“

erwarten paul auf seiner reise manche

rätsel. Warum treibt der baum der einen Stadt keine

goldenen äpfel mehr – und warum ist die Weinquelle

einer anderen Stadt versiegt? Wie kann der alte fähr­

VaMPIRPaRTy

aUf DEM

Sofa

DaS theater taKeaWaY

hatte mit

„Dracula“ premiere

im theater

Die bauStelle

bückt, mit russischem akzent, einem süffisanten grinsen

und einem verschwörerischen zwinkern zum publikum.

erst in den armen der schönen mina hat der

transsylvanische Dämon etwas sehr romantisches und

menschliches, wenn er die angebetete aus liebe vor

der existenz als vampir bewahren will – obwohl er es

vor blutgier kaum noch aushalten kann. am ende ist

es mina, die von sich aus unsterblichkeit fordert, um

für immer an seiner Seite zu sein – ihr ehemann ist ihr

wohl ein wenig zu langweilig geworden.

„Dracula“ gibt es übrigens nicht nur im theater Die baustelle

zu sehen, sondern auch „zum mitnehmen“ – denn

das theater „takeaWay“ spielt auf einladung auch gern

im heimischen Wohnzimmer. fragt sich nur, ob man

gern einen vampir auf dem eigenen Sofa sitzen hat. lohnen

würde es sich schon.

TeRMIne IM MAI: SeVeRInS-BuRG-TheATeR: 6., 7.,

TheATeR DIe BAuSTeLLe, 8., 9. 10.

mann endlich in die wohlverdiente rente gehen? auch

in den tiefen der rot ausgeleuchteten hölle bekommt

glückspilz paul unverhoffte hilfe. Die großmutter des

teufels erklärt sich bereit, ihm die goldenen haare des

enkels und die antworten auf die rätsel zu besorgen. zu

seinem Schutz verwandelt sie paul in eine kleine ameise

und versteckt ihn in ihren rockfalten.

Das klassische märchen der gebrüder grimm hat peter

Dorsch für Kinder ab 5 Jahren mit Jugendsprache, rapeinlagen

und modernster unterhaltungstechnik modernisiert.

in zweimal 30 minuten spielen theaterinhaber

corinne Walter und frank zollner alle figuren selbst. mit

roter baseballkappe, weißem Strohhut, filigranem Krönchen

oder altbackenem Kopftuch verändern sie nur minimal

ihr äußeres, um vor allem über Stimme und Körper

den verschiedenen figuren leben einzuhauchen.

für niklas (8), der das märchen schon aus büchern, hörspielen

und filmen kennt, war die geschichte zwar nicht

unbekannt, aber eindeutig besser erzählt als im film.

Dem kann sich sein freund ilia (7) nur anschließen. Der

kleine Jan (5) ist sicher: „Das war, weil es so modern und

lustig war“. am besten fanden die drei pauls reise in

die hölle, den grummeligen teufel und dass sie von den

Schauspielern immer wieder interaktiv in die geschichte

einbezogen wurden.

TeRMIne IM MAI: KABAReTT A-z, 3.,10.,17., 24.

SARAh RIchTeR

SARAh RIchTeR


3 MaI ‘09 16 KritiSiert

ein Drittel sind ohne Schulabschluss, nur 14 prozent haben abitur, die hausfrauenquote

ist riesig: türkischstämmige migranten sind in Deutschland mit abstand

schlechter integriert als andere zuwanderergruppen, ermittelte im Januar mal wieder

ein renommiertes deutsches forschungsinstitut. und einige von ihnen schaffen es

trotzdem zu Kabarettisten – und entlarven genau solche Sätze als latent rassistisch.

zum beispiel alparslan marx, erkennungszeichen: halbmond­Sticker auf dem anzugrevers.

„ich bin alparslan und türke“, stellt er sich vor. „Das war der erste Witz“.

Denn wenn er sich auf einer deutschen party in einen Smalltalk verwickelt, kann so

ein türke schon mal gefragt werden, ob er abitur hat, wie ein Sprengstoffgürtel eigentlich

so aussieht und wie man al Quaida buchstabiert. auch, wenn man wie der

in istanbul geborene marx seit 25 Jahren in Deutschland lebt, einen deutschen pass,

eine deutsche baufirma und eine deutsche frau hat.

an seinem subversiven „ethno­marketing­abend“ geht marx mit bräsig­rassistischen

Deutschen und sturen, macho­haften türken gleichermaßen ins gericht. Deutsche

fahrradfahrer, die sich lieber in einer blutlache opfern, als einem türkischen lKWfahrer

die vorfahrt zu lassen, etwa. oder türken, die ihre frauen nicht mehr allein

zu hause lassen, seitdem sie wissen, dass ein tisch männlich ist. „gibt es türken

im publikum?“, ruft er, „Womit habt ihr euren ruf so ruiniert?“ Waren es die türkischen

haarshampoos, die auch die haarausfall­probleme des glatzköpfigen marx ein

für alle mal erledigt haben? Die ausdauernden Sprachprobleme der Dönerbudenbesitzer?

Waren es die ausschweifenden grill­Sitzungen in Kölner parks, wo „feuer verboten“

heutzutage nur noch auf türkisch angeschrieben steht? Denn der türkische

mann kocht nicht, er grillt – alles andere wäre schwuchtelhaft. in der türkei gehört

ein grill im auto zum männlichen grundinventar. Wenn nicht die eu bestimmt hätte,

dass pro Kopf nur fünfmal im Jahr gegrillt werden darf... aber der handel mit grillemissionen

blüht, davon wird sich die türkei ihren beitritt nicht vermiesen lassen.

in Wirklichkeit gibt es aber gar nicht so viele unterschiede zwischen der türkei und

Deutschland. hier wie dort gibt es Kinderarbeit – auch wenn landfron hierzulande gerne

auch als „naturnahes lernen auf dem ponyhof“ verkauft wird.

alparslan marx macht vor keinem Klischee halt, um es lustvoll vorzuführen und zu zertrümmern.

mit scharfem Sarkasmus zelebriert er die politische unkorrektheit, denunziert

die selbstgefällige deutsche pseudo­integrationsmaschinerie, indem er einfach nur

aus dem einbürgerungstest vorliest. Die realsatirischste unter ihnen ist zweifellos die

nr. 4: Welches recht gehört zu den grundrechten in Deutschland? Waffenbesitz, Selbstjustiz,

meinungsfreiheit oder faustrecht? „Was für eine beleidigung!“ ruft marx, „dabei

steht der ehrenmord in der türkei doch an erster Stelle der grundrechte!“ blitzschnell

und intelligent verknüpft er deutsch­türkische vorurteile und realitäten miteinander

und führt den zuschauer an seine eigenen Schmerzgrenzen. So sollte gutes politisches

Kabarett sein, es legt den finger auf real existierende Wunden, um schließlich doch von

einem sinnvoll funktionierenden deutsch­türkischen rohrsystem zu fantasieren – da

verzeiht man alparslan marx gerne, das er auch nach 90 minuten seines ersten abendfüllenden

programms einfach nicht zum ende kommen will.

TeRMIne IM MAI: Bühne DeR KuLTuRen, 10. (SoMMeRBLuT-FeSTIVAL)

DoRoTheA MARcuS

3 MaI ‘09 17 KritiSiert

Alles nur wegen des türkischen haarshampoos: Alparslan Marx, Fotos: Wolfgang Weimer Würden Sie diese Frauen dazu zwingen, Sie zu heiraten?, Foto: Wolfgang Weimer

Geschlechterkampf: ellen Gronwald und Friederike Bohr, Foto: horst Baumann

ZWISCHEN TüRKEN-

GRIll UND PoNyHof

alparSlan marx unD Sein erSteS

abenDfüllenDeS programm „Der

integrator“

ZWaNGSEHEN UND

aUfRÄUM-fREUDEN

DaS Kölner putzfrauen­Kabarett

mit Seinem neuen programm

„multi­Kultimo“

endlich fängt multi­Kulti an in Deutschland zu funktionieren. Schließlich haben

kulturelle unterschiede schon jetzt berücksichtigung in der deutschen rechtsprechung

gefunden. Die Scharia lässt grüßen. Jedenfalls laut der gerichtsurteile, die die

Deutsch­türkinnen figen canatalay sowie die iranischen Schwestern afgah und asin

esmailzadeh zitieren – in denen frauen mit falsch verstandener toleranz und so genannten

„Kulturkreis­urteilen“ ihren gewalttätigen männern ausgeliefert werden.

Drei fleißige putzfrauen (die vierte fiel an diesem abend aus) lassen die zuschauer in

ihrem neuen programm „multi­Kultimo“ einen kritischen blick in die zukunft werfen:

in das von islamischer Kultur geprägte „islamanja“, das gar nicht mehr so fern ist. als

putzfrauen treten die drei Kabarettistinnen jedoch nur zu beginn der vorstellung auf.

Der name „putzfrauen­Kabarett“ geht auf das Jahr 1993 zurück, als türkische frauen

fast ausschließlich als putzfrauen bekannt waren. zumindest das hat sich teilweise geändert:

Die drei schlüpfen in die rollen von richterinnen und fernsehmoderatorinnen

ebenso gekonnt wie in die von traditionellen musliminnen. So richtig aufgeräumt und

saubergemacht wird aber weiterhin.

„hat se oder hat se nicht?“, das ist nicht die frage, heißt es dann in abwandlung des hamlet­zitats.

Wer in zukunft des ehebruches verdächtigt wird, dem gebührt in islamanja die

„gerechte“ Strafe der Steinigung. Was heute noch immer in einigen islamischen ländern

praktiziert wird, erlebt im neuen Deutschland seinen höhepunkt und fließt als olympische

Disziplin in die deutsche leitkultur ein. Das sind provozierende Sätze, aber die drei präsentieren

sie, als seien sie bald die unerbittliche Wahrheit. War es einst das anliegen des

putzfrauen­Kabaretts, uns ihre eigene Kultur näher zu bringen, scheinen sie sich nun nicht

nur integriert zu haben, sondern stellen ihre so genannte integration scharf in frage. zum

beispiel den heiratsmarkt, der im neu­deutschen islamanja eine neue blütezeit erlebt:

partneragenturen haben hochkonjunktur, in denen frauen für die freiwillige zwangsehe

(!) rekrutiert werden. Keine Qual der Wahl mehr; wer heiratswillig ist, bekommt den „richtigen“

ehemann einfach verpasst. hier werden der frau alle bürden abgenommen – einschließlich

die des Denkens. ist „eheglück doch nur eine phrase der gewöhnung“. in dieser

ganz neu interpretierten toleranz haben auch zweitfrauen eine berechtigung und die,

die ausrangiert werden „leben halt von der abwrackprämie“.

ihre verbale prügel lassen die Kabarettistinnen aber nicht nur auf die islamisch­deutsche

republik der nächsten zukunft niederprasseln. auch im hier und Jetzt setzen sie

ihre Sprachakrobatik gekonnt ein und verteilen hiebe nach allen Seiten. Das paket der

abzahlung des Konjunkturpaketes haben wir alle zu tragen, auch wenn wir gar kein

päckchen bestellt haben. Die schnell donnernden Spitzen des putzfrauen­Kabaretts,

für die rainer hannemann (regie und text) verantwortlich ist, lassen den zuschauern

kaum zeit zum luftholen. Sei es, weil die Künstlerinnen ihre Wortspiele manchmal derart

steigern, dass sie sich selbst zu überholen scheinen, sei es, weil einem manchmal

das lachen fast im halse stecken bleibt und man selbst erst einmal überlegen muss, wo

die eigenen geschmacks­ und humorgrenzen liegen.

ach ja, wäre noch zu erwähnen, dass angela merkel auch islamanja anführen wird und

verlauten darf: „Wir haben uns angepasst, weil wir haben nicht aufgepasst“. na also –

integration ist doch total einfach. „multi­Kultimo“ ruft jedenfalls dazu auf, frauen­ und

menschenrechte trotzdem zu schützen.

TeRMIn IM MAI: Bühne DeR KuLTuRen, 9. (SoMMeRBLuT-FeSTIVAL)

SIMone GLoGeR

RaMPoNIERTE

IDEoloGIEN

Die lichtgeStalten mit ihrer neuen

premiere „Weib.licht.Keit“ in Der

StuDiobühne

fmnsm – das Wort feminimus ist unaussprechlich

und deshalb halten es die lichtgestalten damit wie die

Juden mit dem namen dessen, an den sie glauben: sie

schreiben nur die Konsonanten. heilig ist der feminismus

deshalb aber ganz sicher nicht, zumindest nicht

dem jungen Kollektiv „lichtgestalten“, das bereits mit

der produktion „Wir werden siegen“ in der Kölner freien

Szene furore machte.

Der abend „Weib.licht.Keit. – fmnsm und andere probleme“

läßt weder feministinnen noch hüterinnen von

heim und herd ungeschoren, machos und neue männer

auch nicht. Schließlich leben wir in zeiten von gender

– was nun wieder ein schwieriges Wort für die feministin

der alten Schule ist. Jedenfalls für die überfeministin,

die auf einem bildschirm immer wieder über der

bühne schwebt und von rotwein und selbstgedrehten

zigaretten leidlich gestärkt versucht, etwas zu einem dicken

papierstapel zu sagen: genderdatenreport soll der

wohl heißen. Die frau im blauen Strickkleid (gespielt

von Sepp mortan) kann ohnehin nicht viel mit dem pa­

„he's a real nowhere man, sitting in his nowhere land,

making all his nowhere plans for nobody.“ Diese traurige

kleine ode an den niemandsmann eröffnet den abend

im theater tiefrot. ersonnen hat den Song John lennon

– die ikone der 70er, musikalisches genie und schon zu

lebzeiten eine legende. Ja, man kann tatsächlich parallelen

erkennen, im leben der beiden, lennon und goethe.

beide ausnahmefiguren ihrer zeit, beide allround­talente,

beide geprägt von ihren jeweiligen musen.

Daher hat die idee charme, charlotte von Stein zu beginn

in Yoko­ono­manier zu inzenieren – in weißem bademantel

und getönter Sonnenbrille, die dunklen haare unter

einem turban verborgen. Keine frage, welches Signal

durch diesen Kunstgriff ausgesandt werden soll: liebes

publikum, Sie sehen „ein gespräch im hause von Stein

über den abwesenden herrn von goethe“ in der regie von

volker lippmann. Das ist jedoch einerlei, denn die relation

goethe – von Stein weist weit über sich hinaus. es ist

ein immer gültiges thema, daher kann es ohne Weiteres

in die neuzeit transportiert werden. und so ist es auch.

peter hacks hat in dem 1975 verfassten Stück die frage

gestellt, wie wahrhaftig die liebe zwischen einem genius

und seiner liebe sein kann. und wie sie überhaupt funktioniert,

diese mann­frau­Kiste. Da wird keiner sagen können,

dass das thema an aktualität eingebüßt hat.

modern daher auch die bühnenausstattung. Kein schwereres

mobiliar, sondern kühler acryl­look. eine plastik­

Welt umgibt die moderne charlotte von Stein – eine, in

der sie und ihre umgebung zu ersticken drohen. alles ist

in folie gehüllt: der klobig­klotzige bosch­Kühlschrank,

pier anfangen und es wird es mit jeder einblendung

und jedem glas rotwein weniger. So erfährt das publikum

von diesem geist des feministischen aufbruchs der

70er oder 80er Jahre nichts, was den gern postulierten

generationenkonflikt in Sachen feminismus erhellt.

unter dem ramponierten ideologischen überbau im unglaublich

wandelbaren bühnenbild von claudia frinken

– vom biertisch bis zum fernsehstudio sind es immer

nur ein paar Klappgriffe – wird dafür alles zitiert, was

zum thema zu hören, sehen oder lesen war in den letzten

Jahren.

anfangs streiten zwei frauen (ellen gronwald, friederike

bohr) und zwei männer (carsten Keller, andreas

Schmid) über ausbeutung, missbrauch, 80er Jahre, feministische

bewegung, Doppelnamen, penis­ oder tittenneid

– eben vieles, was so thema ist zwischen mann

und frau. Doch ganz schnell löst sich die Konfrontation

auf, die textfetzen werden ständig wiederholt und dabei

ständig in neuen Dialogkonstellationen gesprochen.

Was eben noch ein realistischer frau­mann­Konflikt war,

klingt eine minute später zwischen zwei männern gesprochen

absurd. Dieses Stilmittel des collagierens, verschiebens

und verfremdens zieht sich durch den ganzen

abend. machosprüche werden von frauen wiederholt,

Jungs stehen als Supermodel­Kandidat auf dem treppchen

oder treten als eva hermann in der talkshow hilflos

für heim und herd ein. pornoproduzenten, feuchtgebiete,

hexenrezepte gegen ungewollte Schwangerschaft,

eine preisliste für genitale Schönheitsoperationen – je

rasanter die Szenen in einander verwoben werden, desto

grotesker klingt alles, was es zum thema geschlechtsbestimmter

identität zu sagen gibt. auch wenn das so manchen

lacher hervorruft, bleibt es dem publikum doch

noch öfter im hals stecken.

bei den lichtgestalten sieht man ein panorama, das zum

panoptikum mutiert. Diese feminismus­revue hinterlässt

ihr publikum ratlos, weil die gruppe ihr thema auslotet,

ohne dazu Stellung zu beziehen. vielleicht ist das ein

resultat des versuchs, im arbeitsprozess für den abend

gleichberechtigung zu leben: falls es damit geschlechtsspezifische

probleme gegeben haben sollte, lassen die

sich für außenstehende in der aufführung nicht mehr

ausmachen. So gesehen ist der abend ein gender­ (oder

doch frauen­?) politischer erfolg. ob er der feministischen

bewegung etwas erhellendes hinzufügen konnte,

muss leider bezweifelt werden.

TeRMIne IM MAI: STuDIoBühne, 30., 31.

EINE MUSE IM RaUSCH

„ein geSpräch im hauSe von Stein über Den abWeSenDen

herrn von goethe“ im theater tiefrot

Von Goethe verlassen: Marina Matthias als charlotte von Stein, Foto: Wolfgang Weimer

chRISTInA PuRKeRT

der schwarze porzellanhund in der ecke oder das tischchen,

auf dem die briefe goethes liegen. unwirtlich und

abweisend erscheint das, fast lebensfeindlich. So spiegelt

das äußere elegant die innere Welt der charlotte von

Stein wieder. Denn die Dame ist ja auch nahezu versteinert:

ihr geliebter goethe hat sie verlassen. fluchtartig

ist er nach italien aufgebrochen und hat ihre liebe verraten.

nun steht sie also da. Was bleibt ihr anderes, als ihren

goethe in dem gut anderthalb stündigen monolog zu denunzieren

und zu verfluchen? Das tut charlotte von Stein

alias marina matthias dann auch mit allergrößter Wonne.

ihre missachtung für diesen „grobian“ strömt aus jeder

einzelnen pore. einer furie gleich tobt sie über die

bühne – und verliert sich dabei. an diesem abend überschattet

die bitternis der frau von Stein sämtliche anderen

empfindungsnuancen, die eine liebende auf ihrer

gefühlsskala hat. Der schillernde hacks­monolog verliert

dadurch seine tiefe, und charlotte von Stein, diese große

liebende, bleibt einem merkwürdig fremd.

erst kurz vor Schluss blitzt dann doch noch etwas anderes

auf. es ist der moment, in dem charlotte von Stein

begreifen muss, dass sie ihren geliebten endgültig verloren

hat. in diesem kurzen augenblick umgibt marina

matthias eine wilde echtheit. Schade, dass schon kurz darauf

John lennons Stimme ertönt und das ende einläutet.

Denn jetzt, möchte man meinen, könnte ein viel versprechender

abend anfangen.

TeRMIne IM MAI: TheATeR TIeFRoT, 8., 9., 10.

nInA GIARAMITA


3 MaI ‘09 18 KritiSiert

Krotejew (Severin von hoensbroech) im Wodkarausch, Foto: Wolfgang Weimer

KoMa ZWISCHEN

ZUSCHaUERfüSSEN

DaS bonner „fringe enSemble“ zu

gaSt in Der StuDiobühne

Seit zehn Jahren gibt es das bonner fringe ensemble, aber noch beeindruckender ist ihr

repertoire von mittlerweile über 30 Stücken. ermöglicht wird ihr erfolgsmodell durch

eine regelmäßige finanzierung der Stadt bonn (160.000 euro), einen festen proben­ und

Spielort („theater im ballhaus“) und ein netz an Kooperationspartnern. und auch wenn

es nach bonn nicht weit ist, freut es doch, dass sie mal in Köln zu gast sind. in „letzte

tage“ von lothar Kittstein wird man auf eine Spurensuche geschickt. zwei frauen erzählen

geschichten, und die zuschauerhirne versuchen unwillkürlich, sie zusammen zu setzen.

Sind sie mutter und tochter? ist bettina marugg eine berühmte fernsehmoderatorin

oder eine reiche, verwirrte ältere Dame, die ständig ihr handy verliert? ist laila nielsen,

die vermeintliche tochter, Scheidungsopfer oder heruntergekommener eindringling? vor

einem verwirrenden bühnenbild aus herabhängenden tafeln – sie könnten auch Kacheln

oder ein eisengitter sein – ziehen die frauen in Wiederholungsschleifen, bei denen nur

Details sich ändern, uns jeweils auf ihre Seite. am ende nimmt jeder zuschauer eine eigene

version mit nach hause – ich etwa glaube, dass mutter und tochter in einer strengen

hassliebe miteinander verbunden sind, aber beide an Wirklichkeitsverzerrung leiden. genau

wie man selbst nach dieser verwirrenden, hervorragend gespielten Stunde Kopfkino.

eine halbe Stunde später fi ndet man sich in einem ganz anderen Szenario wieder. Der

Schauspieler Severin von hoensbroech ist das zerzauste zentrum einer textinstallation

aus den tagebüchern des russischen Dichters Wenedikt Jerofejew – und lässt sich in einem

Wort­ und Wodkarausch treiben. Die Worte liest er ab vom teleprompter, den Wodka

bietet er uns verschwenderisch an – oder kann ihn nicht bei sich behalten, aus einer

tupperdose wird erbrochenes auf den boden gekippt. Kein Wunder, dass es da trotz teleprompter

texthänger gibt, so viele, dass sich die technikerin in der ecke lauthals beschwert

– und schließlich schimpfend den raum verlässt. manchmal windet sich von

hoensbroech aber auch schlangengleich unter den Stuhlreihen hindurch und macht ein

Koma­nickerchen zwischen den zuschauerfüßen, der mann ist unberechenbar. Sein gegenspieler:

die zwei fernseher, aus dem sein alter ego (georg lennarz) mit ihm redet –

und die zeit, die rast, jedenfalls nach den abgerissenen Kalenderblättern zu urteilen, die

ein Jahr in Sprüngen vorbeirasen lassen. „es ist kein Sinn darin zu erkennen, und verstehend

werdet ihr es auch nicht“, fl immert zuweilen ein Satz über den fernseher. Das

haltlose Schwadronieren des alkoholikers dreht sich um hass gegen das „System“, um

liebe, glück und den Sinn des lebens, Kopulationen am freitag. aus einem radio auf

dem tisch scheppert immer wieder eine grieg­Weise und illustriert Jerofejews „steilen

Weg nach unten“, 2004 im (damals noch Kölner) tropen­verlag veröffentlicht. Schön unterlaufen

die genau inszenierten improvisationen jede zuschauererwartung, auch wenn

das programmierte chaos und der behauptete exzess auf die Dauer etwas übermüden.

Jetzt kommt

der Sommer

Langer SamStag,

9. mai biS 22 Uhr

mehr infos: www.chicbelgique.de

DoRoTheA MARcuS

TeRMIne IM MAI: AM 5. 5. hAT DAS neue STücK DeS FRInGe enSeMBLe PReMIeRe „I SAID The ThInGS You

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Der Pfandleiher (Volker Lippmann) und seine „Sanfte“ (clara Gerst), Foto: Wolfgang Weimer

MaCHTSTRUKTUREN

EINER EHE

„Die Sanfte“ von DoStoJeWSKi

im theater tiefrot

eine junge frau hat Selbstmord begangen. Jetzt erzählt ein pfandleiher im rückblick von

seiner kurzen ehe mit ihr – dabei widerspricht und verheddert er sich, stellt sich nicht

allzu vorteilshaft dar und weist doch jede Schuld von sich. und doch hört man heraus:

Die ehe war ein einziges aufrechnen, ein machtspiel, in dem er sie in ihrer jugendlichen

begeisterung ständig hat aufl aufen lassen, um die oberhand zu behalten, gleichsam abgerichtet

auf ein Schweigen, das eigentlich sein eigenes verhängnis markiert. Denn er war

zeuge einer beleidigung, ohne seinen regimentshauptmann zu verteidigen – und hat daraufhin

wenig ehrenhaft den abschied nehmen müssen. Weil ihm eine reiche patin geld

vererbt hat, kann er nun pfandleiher werden. Dabei trifft er seine zukünftige frau, die

„Sanfte“: Die 16­Jährige verpfändet bei ihm immer mehr, um einer anderen heirat zu entgehen.

indem er sie heiratet, kann er sich als „retter“ aufspielen.

Dostojewskis novelle von 1876 ist eine art innerer monolog, der die geschichte im

rückblick erzählt. im theater tiefrot liegt die tote (clara gerst) allerdings die ganze

zeit auf der bühne – und steht für rückblicke kurz auf und spielt mit. volker lippmann

spielt den pfandleiher als einen herrischen, aber fremdgelenkten menschen. er wirkt

wie eine am haken hängende marionette mit staksig beschwingtem Schritt und einer

Stimme, die in den besten momenten zwischen herrischer lautstärke und verzischender

Selbstunsicherheit wankt. monologische erinnerungen hören wir über lautsprecher

wie aus einem hörbuch, sie wechseln sich ab mit Spielszenen, die vom theater tiefrot

aus der novelle destilliert wurden (peter borschardt) – dazu wechselt das licht. Währenddessen

ist jedes Spiel stark zurückgenommen in ruhig fl ießende tableaux vivants.

Doch zu einem lächeln, von dem wir hören, sehen wir keines auf dem gesicht der jungen

frau. Die gestellten Situationen in schlaglichtartigen bildern verweigern eine übertriebene

illustrierung. Das ist gut so, da es dem publikum viel assoziationsraum lässt.

Wechselseitig wenden sich die beiden einander zu oder voneinander ab. Das lässt sich

in den ruhigen bildern vielleicht sogar besonders gut darstellen und verdeutlicht ganz

nebenbei einen dramatischen Wendepunkt dieser novelle – und damit einen wesentlichen

teil des machtgefüges. Denn als seine frau singt, als sei er nicht im raum, glaubt

er, sie habe sich endgültig von ihm abgewendet, er habe das „Spiel“ zu weit getrieben.

Da aber zeigt sich, wie sehr er umgekehrt von ihr abhängt: im pfandleiher löst ihre abkehr

eine ungeahnte hysterie aus. volker lippmann spielt das bis zur aufl ösung aus.

Das steht im krassen gegensatz zum beginn, der sich noch ans prinzip der ruhigen bilder

hielt und die Dramatik der Situationen eher untertrieb: Die rührselige hysterie des

pfandleihers überfällt das publikum auf den letzten metern – ein geradezu gewalttätigübertriebender

Schluss­eindruck. Schade. Denn bis dahin war es eine Stunde lang ein

gelungener abend, der eindringlich und zurückgenommen von den fatalen machtstrukturen

einer ehe erzählt. und das ist ja schließlich nicht nur ein thema von 1876.

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19 3 MaI ‘09

vorgeSchaut

Blind Date: choreograf Philipp Taylor bringt blinde und sehende Tänzer auf die Bühne, Fotos: Thomas Beck

MIT GRENZEN SPIElEN

DaS 8. Kölner Sommerblut­feStival Will vom 4. – 31. mai Die

politiSche auSeinanDerSetzung mit ranDgruppen – unD bringt

blinDe zum tanzen unD zuSchauen.

im Jahr 2007 verursachte das Kölner festival mit dem schönen namen „Sommerblut“

einen – nicht ganz unwillkommenen – Skandal, als es die pressekonferenz im bordell

pascha veranstaltete, wo auch mehrere Kabarettabende stattfi nden sollten. Schließlich

ging es bei dem festival immer schon um die teilnahme von „menschen mit behinderung

oder sozialer benachteiligung“, also selbstredend auch um prostituierte. nachdem

sich die bundesdeutsche medienlandschaft, die Kölner cDu und sogar radio vatikan

in die Debatte eingeschaltet hatten, war allerdings zumindest die eröffnungsfeier nicht

mehr im pascha, sondern im Kölner theaterhaus.

Das festival hat diesen Skandal lässig überlebt – im gegenteil, er steigerte sogar den

bekanntheitsgrad der bunten vier Wochen voller Kabarett, Konzerte, tanz und theater

aus der freien Szene, lesungen und ausstellungen. hatte es zu beginn 2002 noch 2.000

zuschauer, sind es mittlerweile über 10.000, tendenz steigend.

in diesem Jahr fand die pressekonferenz ganz gesittet im alten pfandhaus statt, doch

der Schwerpunkt des festivals hat sich nicht verändert. Die „randgruppe“, um die es

sich auch heute noch am meisten dreht, sind Schwule und lesben – auch wenn natürlich

fraglich ist, ob man die im heutigen Köln noch als solche bezeichnen kann. es fragt

sich auch, gegen was das festival eigentlich nicht ist – und was man politisch damit tatsächlich

bewirken kann, außer gutmenschentum zu demonstrieren. und auch wenn der

politische anspruch von rolf emmerich weit gespannt ist, fragt man sich auf der pressekonferenz

manchmal, ob die betonung einer randgruppe sie letztlich nicht gerade zu

einer solchen macht? Was sagt es aus, Schwule, lesben, gehörlose und blinde künstlerisch

zusammen zu spannen? nichtsdestotrotz gibt es vom 4. – 31. mai ein reichhaltiges

programm mit rund 500 Künstlern in 170 veranstaltungen, ein regelrechtes feuerwerk.

manches wirkt recht willkürlich zusammengewürfelt – in der multikulturell orientierten

„bühne der Kulturen“ scheint alles ins festival integriert, was ohnehin im monat mai

gelaufen wäre und irgendwie mit „integration“ zu tun hat.

und doch: es gibt spannende premieren im rahmen des festivals, die die politisch und

sozial ambitionierten vorgaben lust­ und kunstvoll ausloten. theaterhistorisch jedenfalls

auch schon fast eine randgruppe ist der Slowake milan Sladek, einer der ganz großen

und berühmten der – allerdings ein wenig aus der mode gekommenen – theatergattung

pantomime. mit seiner figuren­oper „Die liebe zu den drei orangen“ feierte er in

Slowenien große erfolge – und ist am 9. 5. in der musikhochschule Köln zum ersten mal

in europa zu sehen, ausgerechnet beim Sommerblut­festival.

einer der höhepunkte verspricht auch die uraufführung „blind Date“ (bürgerhaus

Stollwerk, ab 27. 5.) zu werden: ein tanzabend mit blinden, sehbehinderten laien – und

professionellen tänzern. für das Wahrnehmungsexperiment, das blinden gleichermaßen

zugänglich sein soll, wurde choreograf philipp taylor gewonnen. über zehn Jah­

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re lang war er erster Solotänzer beim legendären netherlands Dance theater, danach

ballettdirektor in münchen und augsburg, und hat schon – wie auch die regisseurin

Karin Winkelsträter – schon oft mit gehörlosen gearbeitet. Was für ein spezifi sches bewegungsrepertoire

haben blinde? Diese frage stand am anfang der recherchen, aber

auf keinen fall wollte taylor ein Sozialprojekt über die unterschiede von blinden und

nicht­blinden erarbeiten, sondern die spezifi schen Stärken von beiden erforschen. „ein

blinder mensch rennt nie“, erzählt er eines morgens kurz vor der probe in der Wachsfabrik,

„er geht oft mit gekrümmten händen und immer mit Spannung durch den raum,

immer im Wissen um den eigenen Körper und voller Kontrolle“. Diese bedingungen hat

er benutzt und bewusst durchbrochen: Was passiert, wenn blinde auf einmal doch rennen?

„mich interessiert, wenn sich menschen auf der bühne auf ihren eigenen grenzen

bewegen, das hat eine eigene Schönheit“, sagt er. Sein großes ziel ist, auch blinden den

besuch der vorstellung zu ermöglichen, ohne audiodeskription und tonbänder zu benutzen.

„Die texte, die wir benutzen, sollen poetische räume im Kopf der zuschauer öffnen“,

sagt er – teilweise von den tänzern und blinden selbst geschrieben, teilweise vom

(blinden) Dichter Jorge luis borges. auch werden bewusst geruchs­, gehör­ und tastsinn

der zuschauer gefordert. und nicht zuletzt sind vor dem thema liebe ohnehin alle

menschen gleich blind – und zuweilen auch vor zorn und eifersucht.

blind, gehörlos, ausländisch oder schwul – allein die reihung zeigt ihre absurdität –

sind bei „Sommerblut“ auch noch andere Künstler: zum beispiel die gehörlose comedy­Darstellerin

rosana, die komödiantisch den gehörlosen in uns allen entdeckt (16. 5.,

Klüngelpütz). Spannend wird zweifellos das altentheaterprojekt für lesben und Schwule

„gold & eden“, das ein echtes tabu­thema berührt: Wie altern lesben und Schwule

zwischen 38 und 79 Jahren, die erlebt haben, dass ihre sexuelle orientierung als

Straftatbestand galt? (freies Werkstatt theater, 21. 5.)

oder etwa der verein „versteckDichnicht e.v“, der tanztheater von behinderten und

nicht­behinderten menschen macht – und begleitet wird vom „rainbow Symphony cologne“,

das die toleranz gegenüber homosexuellen verstärken will. Das verspricht eine

gehörige ladung gutsein an einem abend (16. 5., gymnasium rodenkirchen).

ansonsten kommen viele alte comedy­bekannte wie malediva, eichhorn & pigor oder

lilo Wanders vorbei, und das theater der Keller widmet mit „Die millionärin“ der kölschen

Künstlerinnen­legende trude herr eine premiere. auf jeden fall ist bei „Sommerblut“

der Kunstbegriff sehr weit gedehnt: er reicht vom integrierten Queer­tangofestival

bis zu einer „Sodom und gomorrha“­ausstellung im ausstellungsraum Jürgen

bahr und lässt auf jeden fall raum für viele entdeckungen.

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DoRoTheA MARcuS


20 3 MaI ‘09

vermittelt

„Im haus der langen Schatten“ treffen Taschendiebe, Bankräuber und Psychopaten aufeinander – und Gregor mit dem Lackanzug (MItte), Fotos: Sandra Then

aUToNoMIE,

REBEllIoN UND lIEBE

Der JugenDclub „rheiniSche rebellen 2.0“

Jetzt sind es noch drei tage bis zur premiere. heute

ist die erste Kostümprobe. Die 18jährige lilli hat netzstrümpfe

und einen Jeansrock an, annabelle (17) trägt

ein gepufftes, schwarzes Kleid mit Spitze und hohe

Schuhe. Doch es gibt einen, der für sein outfit eindeutig

die meisten lacher erntet: gregor (21) kommt in einem

glänzenden, schwarzen lack­anzug herein. Später hat

er auf der bühne als frederik noch eine große braune

hornbrille auf, zum anzug soll die auf keinen fall passen.

Seit einem dreiviertel Jahr sind die rund 15 Schauspieler

teil der „rheinischen rebellen 2.0“, dem Jugendclub

des Schauspielhauses. Solche clubs gehören schon

lange zur identität vieler deutscher theaterhäuser. Der

erste Jugendclub am Kölner Schauspiel, der die Jugendlichen

selber theater machen ließ, entstand in der Spielzeit

1978/79. hans­günther heyme inszenierte mit dem

„Jugendklub Kritsches theater" heiner müllers „prometheus“.

auch mit dabei, als 17jähriger, war tv­Star Dirk

bach, der dort erste bühnenerfahrungen sammelte.

KeIne SozIALARBeIT

im august letzten Jahres wurde der Jugendclub wiederbelebt:

leiter anna horn und götz leineweber luden junge

erwachsene zwischen 17 und 25 Jahren zu einem gründungswochenende

ein, 60 interessierte kamen, fast alle

blieben dabei. ein richtiges vorsprechen gab es aber nicht.

„man hat gar nicht gemerkt, dass es ein casting war“, findet

annabelle. für die, die es nicht in die Schauspielgruppe

geschafft haben, gibt es dafür im hintergrund reichlich

aufgaben. philipp ist 18 und kommt extra jede Woche aus

leverkusen zu den proben. er erzählt begeistert, dass mehrere

„banden“ hinter der bühne agieren: eine für die Dramaturgie,

eine pressebande und eine ausstattungsbande,

die für Kostüme und bühnenbild verantwortlich ist. vorgaben

für ihre Schulbildung gab es keine, doch die meisten

sind gymnasiasten. „Das gehört einfach zum ‚gutbürgerlichen’

mittelstand, theater toll zu finden“, sagt leiter götz

leineweber, „aber wir machen auch keine Sozialarbeit. bei

uns geht es darum, junge menschen an das theater heranzuführen,

nicht sie zu missionieren.“ frei nach Schlingensief:

Wer theater macht, schmeißt keine bomben.

zwei Stücke sind in dieser Spielzeit entstanden, „Werkstattergebnisse“

genannt. und genau darum geht es auch.

theater als handwerk: mit historischen texten arbeiten,

eigene texte schreiben und diese in Szenen auf die bühne

bringen. in „von engeln und insekten“, das im Januar

premiere in der Schlosserei hatte, geht es um „verbrechen

und alltag“. in etwas fragment­artigen Szenen treffen verbrecherbiographien

wie von bonnie und clyde auf die von

Dagobert, dem Kaufhauserpresser. „ein Schuss und das

chaos ist perfekt“ – ein Satz aus dem Stück, der das leben

der verbrecher auf der bühne gut beschreibt: plötzlich aus

der gesellschaft ausgebrochen. Sind die rebellen auch

so aufständisch wie ihr name andeutet? Der 21jährige

tilman weiß nicht so recht eine antwort, findet aber den

namen „ganz süß“. immerhin machen sie, was sie wollen,

zumindest im netz: zum projekt (der zusatz „2.0“ verrät es

fast) gehört auch ein Webblog bzw. videoblog, auf dem sie

selbst texte veröffentlichen.

VeRBRechen IM ALLTAG

im neuen Stück „im haus der langen Schatten“ geht es

wieder um verbrechen, die jungen theatermacher sind

aber noch mehr gefordert. „alles ist von uns selbst geschrieben“,

sagt philipp. „Wir haben uns verschiedene

verbrecherbiographien ausgedacht und lassen sie aufeinander

treffen.“ an diesen ideen haben sie dann mit projektleiterin

anna horn gearbeitet, die erstaunt über die

vielen einfälle und den Spaß der Jugendlichen war. Sie

war, nach regieassistenzen an der volksbühne berlin,

regisseurin und Dramaturgin am berliner ballhaus ost.

Doch obwohl sie mit ihrer theatererfahrung die „bande“

anführt, sagt tilman: „anna gibt zwar auch anweisungen,

aber sie hat uns sehr viel freiraum gelassen. Wir können

total viel selbst in die Szenen mit reinbringen.“ und das

ist auch die aufgabe eines Jugendclubs: es geht mehr

ums selber ausprobieren als um das rezipieren von Stücken.

anna horn ist auf jeden fall für autonomie.

angesiedelt sind die Jugendclubs irgendwo zwischen Kinder­

und erwachsenentheater – stehen aber unter keinem

produktionsdruck. bestenfalls sollen sie ins künstlerischpädagogische

Konzept des theaters passen, anstatt nur

als marketingmittel zu dienen. positiver nebeneffekt: neben

den anzugträgern und deren gattinnen im kurzen

Schwarzen sitzen jetzt also auch wieder wache Jugendliche,

die sich im theater nicht mehr fremd fühlen. „alle

gehen mittlerweile oft ins theater“, sagt anna horn.

Die meisten der jungen Schauspieler stehen nicht das

erste mal auf der bühne. annabelle hat vorher schon mal

in musicals mitgespielt, die anderen haben in der Schule

oder im laientheater erfahrungen gemacht. aber dieses

projekt ist was besonderes: „es ist toll, dass wir direkt

am Schauspielhaus arbeiten. Da bekommt man mit, wie

das alles funktioniert bei einem großen theater“, sagt

philipp. viele von ihnen wollen später Schauspieler werden,

mira (20) beginnt gerade ihre bewerbungstour bei

den staatlichen Schauspielschulen. ein mädchen aus den

reihen der rebellen ist sogar schon an der udK in berlin

angenommen worden. Der Jungendclub kann also auch

Sprungbrett für die angehende Schauspielkarriere sein –

siehe Dirk bach.

zWISchen PRoBe unD ABISTReSS

zurück zur probe in den opernterrassen. in diesen räumen

residierte früher das ehemalige restaurant der oper.

nach seiner Schließung werden hier von theaterfernen

veranstaltern partys organisiert, doch im moment eben

jeden tag theater gespielt. gar nicht so leicht für die Jugendlichen,

neben Schule auch noch andere hobbies,

freunde und familie unter einen hut zu bringen. „in der

Schulzeit proben wir jedes Wochenende, aber jetzt in den

osterferien jeden tag“, sagt annabelle, findet aber, dass

gerade das die gruppe zusammenschweißt. einige der

Schauspieler machen in diesem Jahr abitur, eigentlich

müsste jetzt gelernt werden, aber das projekt ist gerade

das Wichtigste für alle.

Jetzt stehen alle rebellen in Kostümen auf der bühne,

eine hauptrolle hat hier keiner. anna horn gibt, ihren

kleinen Sohn auf dem arm, anweisungen: „alle auf die

plätze“. Das bühnenbild ist noch nicht fertig für die premiere

in drei tagen, die drehbaren häuser, mit einsehbaren

zimmern auf zwei etagen, sollen noch komplett

eingerichtet werden. Doch ich bin beeindruckt, wie gut

sich alle in ihre rollen einfinden. annabelle spielt marina,

die eigentlich natalie heißt, aus neukölln kommt und

mit geklauten Kreditkarten in den teuersten metropolen

der Welt einkaufen geht. frederik alias gregor erzählt

mit rumpelstilzchen­artiger Stimme, wie er jemanden

mit einem Küchenmesser umgebracht hat. „Da sie keine

‚echten’ Schauspieler sind, ist es für mich ist es eine große

Qualität, dass sie sich selten hinter Spiel und maske

verstecken, sondern so mutig sind, sich selbst zu zeigen“,

sagt anna horn. und was das bringt? geld. glück. ruhm.

Schönheit. Wahrheit. freiheit. liebe – laut anna horn.

in der nächsten Spielzeit geht es mit einem neuen projekt

weiter. interessierte Jugendliche zwischen 17 und 25

können sich unter rr@schauspielkoeln.de melden oder ab

dem 17. august unter 0221/ 22 12 83 15.

http://blog.rebell.tv/rheinische­rebellen/

henRIeTTe WeSTPhAL

21 3 MaI ‘09

QuergeblicKt

Im brut, dem freien Theaterhaus von Wien, trifft sich die Wiener Szene, Foto: brut

Drei Kuratoren von Wien im Aufbruch: André Turnheim, Angela Glechner, Marianne Veitisek, Foto: Andy urban

WUNDER-

STaDT WIEN

Wie eine StaDt ihre freie Szene

erblühen lieSS – unD ob Köln Sich

Davon etWaS abSchauen Könnte

in Wien herrschen paradiesische zustände. Jedenfalls für freie theatermacher, die von

außerhalb auf die Stadt blicken. es war im Jahr 2006, als in Wien eine grundlegende „theaterreform“

der Wiener off­theaterszene ins leben gerufen wurde, ein ehrgeiziges projekt

des Kulturstadtrats andreas malaith­pokorny (Spö).

einer der wichtigsten grundsätze der reform: sie überließ die empfehlung der förderwürdigen

projekte einem hauptberuflichen, dreiköpfigen Kuratorenteam, das die Wiener

projektgelder vergab – vorher taten das Stadtbeamte. Das geld, das vom Kuratorium

zweimal im Jahr verteilt werden kann, beläuft sich auf die beachtliche Summe von 2,5

mio. euro für projektförderung. nebenbei gibt die Stadt Wien aber auch noch 14 mio.

für institutionelle förderung aus – und es gibt noch eine „Standortförderung“, in der

7,5 mio. euro für Künstler vorgesehen sind, die aus den beiden anderen töpfen herausfallen.

eine art sozialer förderung, die jährlich anwächst – und immer wieder als „soziale

alimentierung“ kritisiert wird. insgesamt gibt Wien also rund 24 mio. euro für sein

freies theater aus. zum vergleich: Köln fördert seine freien theater, projekte sowie feste

häuser mit etwa 1,4 mio. – also weniger als ein zehntel. Das sind atemberaubende unterschiede.

fast drei Jahre lang war der ehemalige Kölner theatermacher (u. a. trash

theater) andré turnheim, neben angela glechner (produktionsleiterin) und marianne

veitisek (Dramaturgin), mitglied des Kuratorenteams. im mai werden drei neue Kuratoren

benannt. „natürlich hat Kultur in Wien eine ganz andere repräsentative funktion

als im karnevalistischen Köln“, sagt turnheim. natürlich ist es aber auch in Deutschland

so, dass vor allen Dingen die theaterszene von haupt­ oder landeshauptstädten gefördert

wird. in berlin erhält die freie Szene jährlich rund 12 mio. euro (inklusive dem 2000

eingeführten hauptstadtkulturfonds, der ein erheblicher grund für den künstlerischen

boom in berlin ist), in hamburg sind es zwar nur 400.000 euro projektförderung, aber das

freie produktionszentrum Kampnagel erhält aus einem anderen topf rund 4 mio., in einer

landeshauptstadt wie Stuttgart sind es insgesamt immerhin rund 7 mio.

VoR DeR ReFoRM: ähnLIch WIe heuTe In KöLn?

Jahrelang war die freie Szene österreichs in desolatem zustand, kaum etwas drang nach

außen, erzählt andré turnheim am rande eines Kolloquiums über freies theater, das die

dreijährige tätigkeit der Kuratoren beendet und bilanz zog. in den 70er­ und 80er­Jahren

wurde „ohne zielgerichtetheit gefördert“, so turnheim. Kleine theater mit mini­prinzipalen

hatten die vorherrschaft. ihre existenz war an die eigene intendanz gebunden – oft

fehlten nach 20, 30 Jahren die notwendigen künstlerischen impulse und ihr betrieb verschlang

den löwenanteil der gelder. eine Situation, die der in Köln nicht ganz unähnlich

ist mit seinen rund 30 theatern, die zuweilen nicht mehr sind als winzige Kellerräume (allerdings

werden davon auch nur etwa 12 gefördert). vor lauter zwang, die zuschauerräume

zu füllen, geht an ihnen oftmals jede ästhetische und experimentelle entwicklung des zeitgenössischen

theaters vorbei. Deshalb begrenzte man in der Wiener theaterreform erstmals

die intendanzen kleiner theater zeitlich und führte eine auf vier Jahre beschränkte

Konzeptionsförderung ein. Das führte in Wien zu massiven protesten – hatte aber erfolg.

eIn neueS PRoDuKTIonShAuS FüR WIen

einer der hauptverantwortlichen für den theateraufschwung in Wien war sicher die

gründung des produktionszentrums brut. Seitdem es von den berlinern thomas frank

und haiko pfost geleitet wird und im november 2007 eröffnet wurde, wird das, was sich

bewegt, auch international beachtet. „Jahrelang war das image der Szene so schlecht, weil

freie gruppen willkürlich nach einem gießkannenprinzip gefördert wurden und niemand

sich darum kümmerte, perspektiven zu entwickeln und Qualität zu unterstützen“, meint

haiko pfost. Sie definieren das brut als „Künstlerlabor“. ihr prinzip: brut schiebt Koproduktionen

an und sorgt dafür, dass aus Wien neue künstlerische impulse nach europa

gehen – und in die Wiener Welt zurückwirken. “Wir gehen immer von der lokalen Szene

aus und laden ein, was dazu passt – daraus ergeben sich spannende Koproduktionen”,

erzählt haiko pfost. Wie zum beispiel während des mini­festivals im april „State of the

nation“, das im angesicht der finanzkrise österreichs nationalitäts­begriff untersuchte.

Der name „brut“ lässt dabei an champagner denken – und soll gleichzeitig das Wilde,

rohe der freien Szene betonen. brut betreibt explizit nachwuchsförderung und hat sich

auch dem tanz sowie der grenzüberschreitung der Künste verschrieben. und dabei war

es nicht einmal besonders kostenintensiv: die immobilie gab es in der Stadt bereits, das

bereits etablierte Doppelhaus für Konzerte und theater „dietheater“ wurde lediglich zu

„brut“ umgewidmet mit auch nur je rund 100 plätzen. es ist mit seiner bar und dem reizenden

balkon im ersten Stock trotzdem zum angesagten anlaufplatz geworden.

Auch In WIen WIRD GeMecKeRT

aber es gibt auch in Wien immer noch verbesserungsbedarf, das wurde zumindest auf

dem Kolloquium im april klar. Wie ist etwa zu erklären, dass die Kuratoren, die in drei

Jahren die Szene von Wien sehr gut kennengelernt haben, nun auf einmal ausgetauscht

werden – und ihre mühsam angesammelten Kontakte von drei neuen wieder ganz von

vorne aufgebaut werden müssen? Sinnvoller wäre ein rotationssystem gewesen, bei

dem jeweils ein Kurator pro Jahr ausgewechselt wird. angefeindet wurde das neue System

auch immer wieder von denjenigen, die nun nicht weiter gefördert wurden – allerdings

konnte sich Wien eben leisten, sie in den eher sozial orientierten topf der „Standortförderung“

zu verschieben. Das wäre in Köln wohl nicht so ohne weiteres möglich

– und natürlich ist es anrüchig, freien Künstler, die ihr leben lang in der freien Szene

einer Stadt gearbeitet haben, auf einmal jegliche gelder zu streichen. Denn kein Künstler

kann über Jahrzehnte hinweg jährlich förderungswürdiges hervorbringen, sollte

aber auch nicht ins soziale nichts gleiten. es brodelte also in den fast drei Jahren unterschwellig

in der Wiener Szene – selbst zum Kolloquium im april wurden noch anonyme

protest­e­mails, die gegen das Kuratorium wetterten, verschickt. immer wieder wurde

die arbeit der Kuratoren als „undemokratisch“ und „willkürlich“ bezeichnet.

VoRBILD FüR KöLn?

und doch scheint, als könnte man sich in Köln von dem prinzip der Wiener theaterreform

einiges abgucken – selbst, wenn man die schwindelerregenden unterschiede in

der finanziellen ausstattung beiseite lässt und auch, wenn man bedenkt, dass in Köln

die projekte seit langem nicht nur von Stadtbeamten verteilt werden, sondern von einem

kompetenten gremium aus Journalisten, experten und der referentin für tanz

und theater gisela Deckart. ähnlich wie in Wien gibt es in Köln zu viele zu schlecht

ausgestattete theater und demzufolge einen zu großen unterschied in der Qualität von

arbeiten. auch, wenn man die vier Kriterien der Wiener Kuratoren bedenkt, würden

eine menge von Kölner theatern bereits aus dem förderkonzept herausfallen – „innovative

ideen und Konzepte“, „fundiert beschriebene experimentelle arbeit“, „gesellschaftspolitische

relevanz“ sowie die „einbeziehung anderer künstlerischer Disziplinen“

werden, wenn man ehrlich ist, nur in wenigen Kölner gruppen und theaterhäusern gepflegt.

oftmals herrscht kabarett­ und boulevard­lastige biederkeit vor, der Klassikerkanon

wird abgespielt, um zuschauer zu gewinnen, ohne ihn neu zu befragen. ähnlich wie

in Wien wurden gruppen aus Köln schon lange nicht mehr zu großen off­festivals wie

„impulse“ oder „freischwimmer“ eingeladen, ambitionierte Kölner tanz­ und theatermacher

müssen auf nachbarstädte ausweichen, um zu produzieren. „Qualität entsteht

immer dort, wo menschen sich trauen, ihren apparat umzuorganisieren, um spezielle

vorgänge zu ermöglichen“, sagte auf dem Kolloquium eine podiumsteilnehmerin. Das

erfordert Konfliktbereitschaft – und den mut, die ja durchaus vorhandenen Kölner Kriterien

wie „experimentell“ auch radikal umzusetzen.

immerhin ist man sich in Köln des handlungsbedarfs bewusst. ein theaterhaus bzw. die

grundlegende verbesserung der produktionsbedingungen ist Konsens in allen fraktionen,

auch wenn diese absichtsbekundung schwammig bleibt. vor rund zwei Jahren wurde

begonnen, die förderpolitik der freien Szene zu straffen, mehrere kleine häuser fielen

– unter großen protesten – aus der förderung heraus, während die förderbeiträge aufgestockt

wurden.

Köln scheint also, auch mit dem Kulturentwicklungsplan, auf einem spannenden Weg

in eine neue theaterzukunft. es wird zeit – aber es wird noch lange dauern. Wien jedenfalls

ist mittlerweile, was freies theater betrifft, zu einer führenden adresse geworden.

haben Sie anregungen, wie sich die theaterförderung und die Situation der freien theaterszene

in Köln verbessern ließe? in akt.4 sollen Kölner theatermacher – und Sie zu

Wort kommen. Schreiben Sie uns doch unter theaterzeitung@koeln.de

DoRoTheA MARcuS


22 3 MaI ‘09

porträtiert

Wie bewegt sich Blau? henrietta horn in „Schimmer“, Fotos: ursula Kaufmann

NUR EIN lIPPENBEKENNTNIS?

in Köln Soll eS noch 2009 ein tanzhauS geben – aber Die planungen

Scheinen biSher unauSgegoren. in Der Szene regen Sich SKepSiS

unD hoffnung. eine beStanDSaufnahme anläSSlich DeS feStivalS

„tanz nrW 09“ vom 7. – 17. mai.

nrW­tänzer leben gern in Köln. fast die hälfte aller tänzer

und tänzerinnen des landes sollen hier leben. Das behauptet

jedenfalls der Kulturentwicklungsplan für Köln.

aber wo tanzen sie? überall und nirgends – „die strukturellen

arbeitsbedingungen sind schwierig“, hieß das im

Kulturentwicklungsplan ende 2008. Die verfasser sehen

deshalb neben der entwicklung eines tanzförderkonzeptes

auch den aufbau eines tanzhauses für freie Künstler und

ensembles unter den 15 wichtigsten maßnahmen.

gearbeitet wird auch schon am Kölner tanzhaus – noch

nicht handwerklich, aber gedanklich.

beim Kulturamt der Stadt wird die planung der neuen

Spielstätte vorangetrieben und beim festival tanz nrW

vom 7. ­ 17.5. sollen im Kölner rahmenprogramm lang gehegte

visionen wahr werden.

ein „tanzhaus für eine nacht“ sei die Kölner tanznacht

am Samstag, den 14. mai in den Spichernhöfen, sagt anja

Kolacek von raum13 über ihr projekt. Die tanznacht wird

die reale begegnung mit den tanzenden ermöglichen, die

Kolacek in ihrem Stadtkunstprojekt www.alleswastanzt.de

versammelt, eine art virtuelles tanzhaus im netz – jedes

vorgestellte gesicht ist ein baustein. gezeigt werden soll

das potential von kleiner ballettratte bis zur tanzschule,

die demenzkranken Senioren beine macht. und natürlich

das ganze Spektrum des bühnentanzes. Wirklich „alles

was tanzt“ in Köln kann sich um ein porträt bewerben,

austauschen und vernetzen. Wenn vom 14. auf den 15. mai

von 18 bis 6 uhr zwölf Stunden lang kleine Stücke bis 15

minuten länge gezeigt werden, dann soll aber auch spürbar

werden, dass ein künftiges reales tanzhaus in Köln

ein ort des austausches, nicht des einzelauftritts werden

müsste.

eine Diskussion zu Konzept und visionen für die zukunft

des Kölner tanzhauses findet sich leider nicht im rahmenprogramm

des tanzfestivals, das sieben Städte tragen.

obwohl dies nahe gelegen hätte. Schließlich werden in essen

und Düsseldorf themen wie Spitzenförderung und die

neue tanzagentur des landes auf podien debattiert. Die

fünf für das programm ausgewählten Kölner choreografinnen

– darunter barbara fuchs von „barnes crossing“ und

Stephanie thiersch – treten übrigens überwiegend nicht

Köln auf. ob das wohl ein zufall ist? oder zeigt es einmal

mehr, dass für größere tanzproduktionen hier eben kaum

bühnen zur verfügung stehen?

Kölner aufführungsort für tanz nrW­gastspiele ist die

Studiobühne am 15. und 16. mai. auftreten werden lang bekannte

größen der nrW­Szene. Kaiser & antonino Dance

ensemble und henrietta horn aus essen, die Wuppertaler

mark Sieczkarek company, dazu ebenfalls aus essen lotte

rudhart mit ihrem frank zappa Solo und das hip­hop en­

studiobühneköln

mai 2009 / www.studiobuehne.eu /

Unser Programm schicken wir

gerne regelmäßig und

kostenlos zu.

„Super me“: Das hiphop-Kollektiv e-Motion auf der Suche … … nach Liebe, Fotos: Georg Schreiber

8. Internationales Kulturfestival

4. bis 31. Mai 09

Konzert

Film- Tanz-Theater

Comedy-Kabarett

Lesung Austellung

präsentiert durch

semble e­motion – mit dem choreografen takao baba, der

am Düsseldorfer tanzhaus die Jugendlichen mitreißt. Das

Kölner rahmenprogramm wiederum nutzt Kulturräume,

die keine bühnen sind. Die getanzte museumsführung mit

der noch von mary Wigman ausgebildeten und seit über

50 Jahren aktiven ausdruckstänzerin Katherine Sehnert

verspricht historisches in vieldeutigem Sinn. vielversprechend

ist auch die premiere „Shifting grounds“ im Konzertsaal

der musikhochschule – die im februar gestartete

tanzwerkstatt trikon bringt am 17. mai, unter der leitung

von vera Sander und hans neuhoff, Südinder, afrikaner

und mitteleuropäer mit ihrer tanzkunst und musiktradition

zusammen.

Das könnte bei einer nächsten ausgabe des festivals in

zwei Jahren schon anders aussehen. Denn dann soll nach

dem erklärten Willen aller beteiligten das Kölner tanzhaus

bereits in betrieb sein.

Die ankündigung, dass schon ende 2009 die eröffnung

stattfinden könnte, betrachten jedoch inzwischen viele

aus der Kölner tanzszene mit Skepsis. Die SpD­politikerin

anke brunn, die als mitglied des Kulturausschusses und

als vorsitzende der gesellschaft für zeitgenössischen tanz

nrW das projekt tanzhaus unterstützt, geht davon aus,

dass „wahrscheinlich noch im Sommer größere fortschritte“

gemacht werden. Doch erst, wenn eine Standortent­

www.sommerblut.net

und an allen bekannten VVK-Stellen

23. April bis 5. Juli 2009

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23 3 MaI ‘09

porträtiert

scheidung gefallen ist, sei abzusehen, welche bauarbeiten da noch anfallen. beate Sokoll,

tanzmanagerin mit langjähriger erfahrung etwa beim aufbau des choreografischen zentrums

in essen, hält es für fast unmöglich, noch bis ende des Jahres einen professionellen

Spielort fertig zu stellen. Sie gehört wie viele tänzer und choreografen zum Kreis derer,

die das Kulturamt in unregelmäßiger folge zu einem runden tisch einlädt, um die künftigen

nutzer in die projektentwicklung einzubeziehen.

bei „tanz konkret“, wo beate Sokoll für die kommende Spielzeit die künstlerische leitung

übernimmt, werden jedoch schon neue impulse wahrgenommen: es wird über neue Konzepte

nachgedacht, die sich mit dem tanzhaus vernetzen ließen. auch das choreografennetzwerk

„barnes crossing“, das in der Wachsfabrik im Kölner Süden ein produktionszentrum

aufgebaut hat und sie zunehmend auch als Spielort etabliert, sieht einen impuls für die

freie Szene, die das tanzhaus schließlich schon seit den 90er Jahren fordert. „barnes crossing“

versteht sich als bindeglied zwischen freier Szene und publikum. Sie böten eine ungewöhnliche

experimentelle plattform für diese funktion und insofern verständen sie ihren

ort als ergänzung zum geplanten tanzhaus, meinen die fünf choreografinnen und „hoffen,

dass das Kulturamt diese chance und vielfalt noch wertschätzen wird, wenn das tanzhaus

steht.“ Klare vorstellungen hat „barnes crossing“ auch zur künstlerischen leitung des

tanzhauses: „Sie sollte schon in ihrer arbeitsstruktur in engem Kontakt mit der aktuellen

freien Szene hier vor ort sein. es darf nicht nur ein lippenbekenntnis sein, die freie Szene

zu fördern. als unterstützung kann ein beirat hilfreich sein. Der anteil der gezeigten produktionen

freier choreografen der region sollte 60 prozent betragen“, finden sie.

anders als die renommierte choreografin Stephanie thiersch fühlt sich „barnes crossing“

nicht hinreichend in die planung einbezogen. thiersch hofft, dass bald kulturpolitische

entscheidungen fallen werden. Was die künstlerische leitung angeht, optiert sie wie auch

beate Sokoll für einen blick über die Kölner Szene hinaus: „Die neue leitung muss für frischen

Wind sorgen, dieses haus visionär betreiben und Köln international als tanzstandort

aufwerten: durch die entdeckung des lokalen künstlerischen potentials und die präsentation

und reibung mit hochrangigen internationalen gästen.“

Das formuliert die Kölner tänzerinitiative, die seit 1994 die Kölner tänzerinnen und tänzer

kulturpolitisch vertritt, nicht ganz so entschieden. Sie erhielt kürzlich vom Kulturamt

das angebot, in den planungsgremien mitzuarbeiten und kommentiert dies so: „falls echte

mitgestaltung gemeint ist, begrüßen wir das sehr und wünschen uns weitere gremien

für die inhaltliche und betriebliche planung des hauses. Dies kann man nicht wie bisher

anvisiert einer international gesuchten zukünftigen leitung überlassen. Jemand der sich

engagiert um die leitung bewirbt, braucht grundlagen. Dafür möchten wir internationale

Kompetenz aus bestehenden tanzhäusern einholen. Denn man kann einen bau nicht sinnvoll

planen, ohne seine funktion vorher genau zu bestimmen. Diese ergibt sich aus den

inhalten und den finanziellen gestaltungsmöglichkeiten. für unsere mitarbeit setzen wir

voraus, dass es sich um ein echtes tanzhaus und nicht nur um eine abspielstätte handelt

und dass die bisherige Situation des Kölner freien tanzes wesentlich verbessert wird.“

Doch ob das tanzhaus tatsächlich nach dem vorbild anderer europäischer oder auch

nrW­tanzhäuser realisiert wird, ist aus den bisherigen planungen noch nicht ersichtlich.

Das hängt auch davon ab, wie das ebenfalls noch zu erarbeitende tanzförderkonzept für

Köln aussehen wird und wie sich die neuen residenzen in den proberäumen am Stadtgarten

mit dem tanzhaus verbinden werden. auch die förderung durch das land spielt eine

rolle. im tanzkonzept des landes (vorgestellt im Januar) ist das Kölner tanzhaus noch

nicht berücksichtigt. Was nicht heißen muss, dass dies nicht noch geschieht. im Januar

berichtete Kulturdezernent prof. georg Quander im Kölner Kulturausschuss, dass er mit

Kulturstaatssekretär hans­heinrich grosse­brockhoff über den tanz in Köln gesprochen

habe. im protokoll heißt es: „er habe ihm sehr genau von den bemühungen um das tanzhaus

berichtet und dass man im laufe des Jahres das tanzhaus realisieren werde. außerdem

sei bestätigt worden, dass sich das land mit 300.000 euro beteilige.“

aktuell hüllt sich das Kulturdezernat zum thema tanzhaus in Schweigen – jedenfalls

bis zum redaktionsschluss von akt.3. eine mitteilung der verwaltung an den Kulturausschuss

sei für die Sitzung am 28. april noch in arbeit, teilt das amt mit.

anfang mai wird man wissen, ob dieses papier die Standortfrage klärt. oder ob weiter nur

vermutungen kursieren, dass das tanzhaus rechtsrheinisch zu suchen sein wird.

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24 3 MaI ‘09

notiert/vorgeStellt

NoTIERT

IMMeR noch zWILLInGe GeSuchT

für ihr performance­projekt „zwillinge – how do i know i am me...“ im Juli

2009 in liverpool suchen die regisseure angie hiesl und roland Kaiser

immer noch eineiige zwillinge aus dem bereich Darstellende Kunst und

musik sowie paare, die keiner künstlerischen tätigkeit nachgehen. ihre figuren,

gesichtszüge und frisuren sollten sich stark ähneln. theatralisch,

musikalisch und bildnerisch setzt angie hiesl sich mit dem geheimnisvollen

phänomen der doppelten anwesenheit auseinander und verwebt die

szenischen aktionen und bildnerischen installationen mit der speziellen

architektur des Spielortes in liverpool. Die proben fi nden im mai in Köln

und ende Juni in liverpool statt. bewerbungen mit foto an angie.hiesl@

netcologne.de oder per post an angie hiesl produktion, Severinstraße 11,

50678 Köln.

juPITeR-BöRSe IM FWT

am 13. mai lädt die initiative Jupiter (Junges publikum ins theater) zur

12. Jupiter­infobörse für Kinder­ und Jugendtheater ins freie Werkstatt

theater ein. ab 16 uhr zeigen die Kölner Kindertheater, die auch nrW­

und bundesweit gastspiele geben, Szenenausschnitte aus ihren neuen

und aktuellen inszenierungen. lehrern, eltern und veranstaltern wird

so die auswahl geeigneter Stücke für theaterbesuche oder gastspieleinladungen

erleichtert. im theater­foyer gibt es infostände, an denen man

sich von theaterleitern und theaterpädagogen über die planungen von

projekten beraten lassen kann. Die initiative freut sich, in diesem Jahr

elisa priester als gastrednerin zum thema „theater für die allerkleinsten“

begrüßen zu dürfen. Der eintritt ist frei. programm und anmeldung

unter: risse@theaterkonferenz.de

DISKuSSIonSPLATTFoRM

Der Kölner Stadtrat plant eine „akademie der Künste der Welt“ (siehe

akt.2). Die Diskussion läuft schon lange und mit hochkarätiger beteiligung.

Jetzt kann die Debatte auch online fortgesetzt werden: auf der Webseite

www.kuult.de. Den ersten entwurf des initiativkreises, der mit der

planung beschäftigt ist, kann man dort downloaden. auch protokolle der

treffen sind einsehbar und alle interessierten sind aufgefordert, ihre ideen

per internetkommentar beizusteuern.

DIe coMeDIA KehRT zuRücK

nach zwei monaten asyl in Spielstätten der ganzen Stadt, spielt die comedia

wieder „zuhause“ in der löwengasse. ab dem 3. mai werden alle

Kinder­ und Jugendtheaterstücke wieder im eigenen haus gezeigt, am 6.

mai folgt das Kabarett­ und comedy­programm. nach dem einsturz des

historischen Stadtarchivs anfang märz war der notausgang des theaters

durch trümmer des nachbarhauses versperrt worden. Die städtische

bauaufsicht hat nun die genehmigung erteilt, den verschlossenen

notausgang wieder benutzbar zu machen. zu diesem zweck wird ein bauzaun

errichtet und ein neuer fluchtweg mit einer neuen Sicherheitsbeleuchtung

eingerichtet.

WIRBeL uM „SAMSon unD DeLILA“

noch vor der premiere der oper „Samson und Delila“ hatten sich 28 der

64 chormitglieder krank gemeldet. auch Dalia Schächter, die eine der beiden

hauptrollen singen sollte, hat dem projekt den rücken gekehrt. grund

dafür ist die inszenierung von tilman Knabe. Die darin vorkommenden

Kriegsszenen und massenvergewaltigungen würden die Sänger psychisch

belasten. zum teil haben einige von ihnen selbst Kriegserfahrungen gemacht.

nach einem klärenden gespräch mit regisseur tilman Knabe sollen

jetzt aber doch einige Sänger des chores zurückgekehrt sein und wie

geplant an der premiere am 2. mai teilnehmen.

MuSIKSPIeL-LIGA SuchT juGenDLIche

in der „musikspiel­liga“ treffen rap, hip hop und punk auf oper und

theater. Das projekt der „opernwerkstatt am rhein“ wendet sich an

Jugendliche aller Kulturen zwischen 11 und 16 Jahren. zwei Kurse (in

hürth und Köln­Kalk) proben einmal die Woche mit professionellen regisseuren,

Schauspielern und Sängern für ein musik­ und Schauspielduell

gegeneinander. in diesem Wettbewerb treten die beiden gruppen

gegeneinander an und improvisieren in Schauspiel und gesang. Dabei

wird z.b. eine liebeserklärung gerappt oder eine opernarie im Supermarkt

improvisiert. Die Workshops starten am 5. mai in Köln­Kalk und

am 6. mai in hürth. anmeldung bei Sascha von Donat (02233 – 692486)

oder Yazmeen acikgoez baker (0151 – 525 71827). Weitere infos unter

www.opernwerkstatt­am­rhein.de

neueR GeSchäFTSFühReR DeR KöLneR Bühnen

patrick Wasserbauer wird neuer geschäftsführer der Kölner bühnen.

Damit übernimmt der 43­jährige die nachfolge von peter f. raddatz, der

ab dem 1. September die berliner opernstiftung leiten wird. Wasserbauer

selbst ist seit mai 2007 geschäftsführender Direktor des Staatstheaters

Darmstadt. er ist gebürtiger Würzburger, studierte Jura in passau und

münchen, später noch Kulturmanagement. letzte berufl iche Stationen waren

das erzgebirgische theater und orchester in annaberg und die bochumer

Symphoniker. Sein erstes großes projekt in Köln wird die Sanierung

der oper und der neubau des Schauspielhauses im nächsten Jahr werden.

VoRGESTEllT

1 2 3 4

5 6 7 8

9 10 11

1/ chRISTIAne enKeLeR

ist Jahrgang 1976 und freie Kulturjournalistin für rundfunk (WDr,

Deutschlandfunk u.a.) und print (theater der zeit, Kölner Stadtmagazine,

tt05­festivalzeitung: theatertreffen berlin). Sie hat germanistik,

pädagogik und chemie in Köln und prag studiert.

2/ KARIn FIScheR

studierte germanistik und philosophie in tübingen. nach einem

volontariat beim SWr in baden­baden ist sie seit 1999 redakteurin bei

„Kultur heute“ im Deutschlandfunk, wo sie u.a. für die theaterthemen

zuständig ist. Seit 2005 ist sie leiterin der redaktion.

3/ nInA GIARAMITA

ist freie Journalistin vor allem für WDr­online und Deutschlandfunk

mit den Schwerpunkten Kultur und Soziales. Sie hat neue Deutsche

literatur studiert und stammt aus einem italienisch­fi nnischen elternhaus.

Sie ist auch romy­Schneider­fan.

4/ SIMone GLoGeR

ist freie Kulturjournalistin mit Schwerpunkt Kinder­ und Jugendtheater.

nach einem Studium der publizistik in hörfunk und presse tätig.

regieassistentin am Jugendtheater des Düsseldorfer Schauspielhauses

sowie in münchen.

5/ uLRIKe GonDoRF

arbeitet als Kulturjournalistin und theaterkritikerin in Köln, hauptsächlich

für den rundfunk (WDr, Dlr, Dlf). nach einem Studium der

germanistik und geschichte und einem zeitungsvolontariat war sie

Dramaturgin an verschiedenen theatern, bevor sie auf die journalistische

Seite zurückkehrte.

6/ neLe hAuSMAnn

ist neun Jahre alt und in Köln geboren. Sie geht zur Schule (lieblingsfach:

Sport, musik und mathe) und sehr gern ins theater. Sie interessiert

sich am meisten für pferde und tiere aller art, mag aber auch

gern lesen und toben. ihre lieblingsfarbe ist türkis.

7/ DInA neTz

geboren 1973 in essen, aufgewachsen in Dortmund, lebt heute in Köln.

Sie hat germanistik, romanistik und Journalistik in Dortmund, bochum,

brüssel und leipzig studiert und in Dresden ein zeitungs­volontariat gemacht.

Dina netz war danach einige Jahre redakteurin bei WDr3. heute

ist sie freie moderatorin und theater­ und literaturkritikerin für WDr3,

WDr5, Deutschlandfunk und andere.

8/ chRISTInA-MARIA PuRKeRT

schreibt seit vielen Jahren über tanz – vor allem für die Kulturprogramme

des arD hörfunks, aber auch für tanzzeitschriften wie ballettanz

und tanzjournal. Sie war mitglied in Jurys, unter anderem der Kölner

tanzpreisjury, und hat bei zahlreichen tanzfestivals in nrW publikumsgespräche

moderiert und Werkeinführungen gegeben.

9/ SARAh RIchTeR

ist Jahrgang 1984 und widmet sich seit abschluss ihres wirtschaftswissenschaftlichen

Studiums der Kölner theaterszene. Sie arbeitet als freie

autorin, Dramaturgie­ und regieassistentin und als theaterkritikerin

für akt und die Stadtrevue.

10/ MARen STeInGRoSS

1972 in hamburg geboren, hat in berlin germanistik und geschichte

studiert und arbeitet seit 14 Jahren als freie Journalistin und autorin,

Schwerpunkt Kultur, vornehmlich für das öffentlich­rechtliche fernsehen

in Köln und berlin sowie als Sprecherin.

11/ cARLA STeInGRoSS

ist 6 Jahre alt und in Köln geboren. Sie lernt bratsche und Klavier, hat

gerade eine mädchenbande gegründet, fi ndet ihre Klassenlehrerin „soooooo

mega nett“ und liebt Spaghetti vongole.

12/ henRIeTTe WeSTPhAL

wurde 1985 in osnabrück geboren und hat in Siegen literatur­, Kultur­

und medienwissenschaften studiert. Dort war sie chefredakteurin des

campus­radios und hat eine wöchentliche Kultursendung moderiert

und gestaltet. Seit februar 2009 arbeitet sie in der redaktion von akt,

der Kölner theaterzeitung.

12

IMPRESSUM

akT erscheint monatlich zum Monatsanfang

(10x jährlich, nicht im juli und August), liegt

kostenlos in Kölner Theatern und an ausgesuchten

Verteilstellen aus und kann für € 20,–

jährlich im Postversand bezogen werden.

reDaKtion (v.i.S.D.p.)

Dorothea Marcus

Alte Wallgasse 6, 50672 Köln

Telefon: 0221 272 59 81

theaterzeitung@koeln.de

aSSiStentin/praKtiKantin:

henriette Westphal

herauSgeber:

akT. gGmbh, c/o Studiobühne Köln

universität, 50923 Köln

geStaltungSKonzept:

Lange+Durach, Köln

verlag unD geStaltung:

MWK zimmermann & hähnel Gmbh

elisenstraße 24, 50667 Köln

Telefon: 0221 1234 35

info@mwk-koeln.de

anzeigen:

MWK zimmermann & hähnel Gmbh

Timea Basa, Ralf zimmermann

Mediaunterlagen unter www.mwk-koeln.de

Telefon: 0221 1234 35

ANZEIGENSCHLUSS:

für die nächste Ausgabe:

14. Mai 2009

Mit freundlicher unterstützung

sowie der Rheinenergiestiftung Kultur

Mermagen GmbH

WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT KÖLN

Wir beraten Privatkunden,

Freiberufler und Gewerbetreibende.

Wir beraten und prüfen Unternehmen,

Verbände und gemeinnützige

Organisationen und Einrichtungen.

Geschäftsführer

Dipl.-Kfm. Wilhelm Mermagen

Wirtschaftsprüfer und Steuerberater

Petra Heider

Rechtsanwältin und Steuerberaterin

Kartäuserwall 20 · 50678 Köln

Postfach 250106 · 50517 Köln

Telefon (02 21) 93 18 00 – 0

Telefax (02 21) 93 18 00 – 66

E-Mail: wpg @ mermagen.de

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In Kooperation mit

Mermagen GmbH

STEUERBERATUNGSGESELLSCHAFT LOHMAR

3 MaI ‘09 25 Datiert

DaTIERT

fr 01

Foto: Blaues haus

blaueS hauS

premiere 16:00 Rotkäppchen, Märchen von den

Gebr. Grimm als Puppenspiel ab 3 jahren

Rotkäppchen, ein kleines Mädchen mit roter Kappe,

macht sich auf den Weg zur kranken Großmutter, dabei

hat sie einen Korb voller Leckereien. Doch im tiefen,

dunklen Wald begegnet es dem bösen Wolf. Der möchte

nicht nur die Großmutter, sondern auch Rotkäppchen

fressen. Dazu zieht er sogar Großmutters nachthemd

an und legt sich in ihr Bett. Aber am ende wird natürlich

doch alles gut. Das bekannte Märchen als Puppentheater

ab 3 jahren.

ateliertheater

20:30 Sebastian Krämer: Krämer bei nacht, musikalisch-literarisches

entertainment

bühne Der Kulturen

premiere 20:00 Die Kriegberichterstatterin, Stück

von Theresia Walser, Regie: corinna nilson, ensemble

Bühnlein brillant

bürgerhauS StollWercK

20:00 Frederic hormuth: Gestöhnt wird überall, lustvolles

Politkabarett

caSamax

15:00 Arthur – eine Vogelscheuche will fl iegen, Theaterstück

von Daniel zambra, ab 4 jahren (mit Voranmeldung)

caSSiopeia theater

15:00 Kranichmädchen. Geschichte vom Glück. Musikmärchen

von claudia hann inspiriert von japanischen Märchen,

Regie: udo Mierke, Großfi gurentheater ab 6 jahren

hänneSchen theater

16:00 hännesche un Bärbelche, zwei kölsche Detektive,

Puppenspiel für Kinder

19:30 Wä hätt dat vun der Tant jedaach?, Puppenspiel

für erwachsene

Kabarett a­z

19:30 nächsten-hiebe, Gesellschaftskabarett mit corinne

Walter und Frank zollner

Kölner KünStler theater

15:00 Pirat(t)en-Pit auf Kaperfahrt, Figurentheater Sack

un’ Pack , Regie: Mecki claus, ab 4 jahren

Foto: Rolf Franke

Kammeroper

premiere 15:00 Die kleine zauberflöte, Kinderoper

nach W.A.Mozart, Inszenierung: Lajos Wenzel, musikal.

Leitung: Inga hilsberg, ab 4 jahren

„Die kleine zauberflöte“ ist ein guter einstieg für Kinder

in die Welt der Klassik. Die sonst drei Stunden lange

oper wurde auf rund 70 Minuten gekürzt. Die junge

Kammeroper hat den musikalischen Part auf das Klavier

übertragen, was dem Stück Intimität und natürlichkeit

gibt – und auf großen opernbühnen mit orchestern

manchmal auf der Strecke bleibt. Regisseur Lajos Wenzel

holt in Köln die ganz Kleinen in die oper: Das Stück

ist für Kinder ab 4 jahren.

muSical Dome

20:00 Monty Python’s Spamalot, Musical von eric Idle

Scala theater

17:30 jebohnert op Kölsch, Schwank von Walter Bockmayer

Senftöpfchen theater

20:15 Springmaus: Auf die couch, comedy-Impro

theater am Dom

20:00 Mondscheintarif, Komödie von Ildikó von Kürthy,

Bühnenfassung von Friedrich Dudy, Regie: Katja Wolff

theater am SachSenring

20:30 Kafkas Welten, Text: Franz Kafka, Regie: joe Knipp

theater Der Keller

20:00 non(n)sens, Musical von Dan Goggin, Regie:

herbert Wandschneider

theater im bauturm

20: 00 Werther von johann Wolfgang Goethe, Inszenierung:

Rüdiger Pape

Wohnzimmertheater

20:00 john Doyle: Du bist Deutschland – macht aber

nichts!, comedy

zirKuS­ unD artiStiKzentrum Köln

20:00 Wirklich Illusion?, Artistik, Tanz und Theater,

Atemzug – Kölner Verein für moderne Artistik

Sa 02

ateliertheater

20:30 uli Masuth: ein Mann packt ein, Politisches

Kabarett

blaueS hauS

16:00 Rotkäppchen, Märchen von den Gebr. Grimm als

Puppenspiel ab 3 jahren

bühne Der Kulturen

20:00 Die Kriegberichterstatterin, Stück von Theresia

Walser, Regie: corinna nilson, ensemble Bühnlein brillant

bürgerhauS StollWercK

16:00 zwergenfrühstück, musikalisches Theater-Spiel

der monteure von Andrea Lucas und Thomas Marey, ab

3 jahren

20:00 Frederic hormuth: Gestöhnt wird überall, lustvolles

Polikabarett

caSamax

15:00 Arthur – eine Vogelscheuche will fliegen, Theaterstück

von Daniel zambra, ab 4 jahren

comeDia

20:30 Wanninger und Rixmann: zwei ist eine zuviel,

Kabarett (verlegt in die Kölner Flora)

hänneSchen theater

16:00 hännesche un Bärbelche, zwei kölsche Detektive,

Puppenspiel für Kinder

19:30 Wä hätt dat vun der Tant jedaach?, Puppenspiel

für erwachsene

horizonttheater

15:00 Die Müllmaus von Alma jongerius für Kinder ab

3 jahren

20:00 nächte mit joan, hommage an joan crawford

von horst Königstein, Regie: Reiner hannemann

hotel timp

20:00 – 01:00 Die hades Fraktur, eine Performance-

Installation von Signa, ab 18 jahren, siehe Seite 12

Kabarett a­z

19:30 hirnlos Glücklich, Gesellschaftskabarett mit corinne

Walter und Frank zollner

Kammeroper

15:00 Die kleine zauberflöte, Kinderoper nach

W.A.Mozart, Inszenierung: Lajos Wenzel, musikal. Leitung:

Inga hilsberg, ab 4 jahren

Kölner KünStler theater

16:00 Pirat(t)en-Pit auf Kaperfahrt, Figurentheater Sack

un’ Pack , Regie: Mecki claus, ab 4 jahren

Foto: oper Köln

opernhauS

premiere 19:30 Samson et Dalila, oper von camille

Saint-Saëns, Dirigent: enrico Delamboye, Regie: Tilman

Knabe

Die oper in französischer Sprache mit deutschen übertiteln

spielt in Palästina, Gazastreifen. Die Israeliten werden

von „Philistern“ unterdrückt. Samson, der hebräer,

ist unbesiegbar, Dalila, die Philisterin, unwiderstehlich.

Im Kampf um die Vorherrschaft der beiden Völker und

Religionen gelingt es Dalila, Samson zu betören. Mit ihr

vereint, verliert er seine Kraft. Am ende erfleht Samson

einmal noch seine Stärke zurück und reißt alle mit sich

in den Tod. Tilman Knabe, der manchen als Skandalregisseur

gilt, fand zuletzt u. a. in essen mit „Turandot“

und in Frankfurt mit „jenufa“ große Anerkennung.

muSical Dome

15:00 und 20:00 Monty Python’s Spamalot, Musical von

eric Idle

raKetenKlub

20:30 Mir ist es wirklich scheißegal, wo ich verrecken

tu´, Villon-Schauspielsolo mit Livemusik von Matthias

van den Berg

Scala theater

19:30 jebohnert op Kölsch, Schwank von Walter Bockmayer

SchauSpielhauS

19:30 Der letzte Riesenalk, ein Diorama, Regie und

Bühnenbild: Anna Viebrock

SchloSSerei

20.00 Die Geheimnisse der Kabbala, nach erzählungen

von Isaac Bashevis Singer, Regie: Alvis hermanis,

siehe Seite 9

Senftöpfchen theater

20:15 Springmaus: Auf die couch, comedy-Impro

SeverinS­burg­theater

20:00 Der elektrische Reiter, von heidi von Plato,

Inszenierung: Frank Kirchmaier, mit dem ensemble

theaterneuland.

Foto: Maria Schnee

theater tiefrot

premiere 20:30 Abschied – ein Abend des Aufbruchs,

ein musikalischer Ausflug vom Duo schöner-

Genc, Regie: christoph Kamcke

Abschied ist immer ein wenig wie Sterben, sagt ein

Sprichwort aus Frankreich. Aber heißt Abschied nicht

auch, dass wieder eine neue zeit anbricht? Das Duo

schönerGenc hat aus den verschiedensten musikalischen

Genres Songs zum Thema Abschied und

Aufbruch gesammelt und bringt sie auf sehr persönliche

Weise auf der Bühne zum Klingen.

theater am Dom

20:00 Mondscheintarif, Komödie von Ildikó von Kürthy,

Bühnenfassung von Friedrich Dudy, Regie: Katja Wolff

theater am SachSenring

20:30 Kafkas Welten, Text: Franz Kafka, Regie: joe Knipp

theater Der Keller

20:00 non(n)sens, Musical von Dan Goggin, Regie:

herbert Wandschneider

theater Die bauStelle

15:00 Die kleine Meerjungfrau. Singspiel nach einem

Märchen von hans christian Andersen. Regie: ulrike

johanna jöris, ab 6 jahren, siehe Seite 14

theater im bauturm

20:00 Werther von johann Wolfgang Goethe, Inszenierung:

Rüdiger Pape

theater im hof

20:00 Der Miesepeter. Liederlich-lächerliches Musik-

Kabarett mit Markus Berger

theaterpäDagogiScheS zentrum

16:00 Die zweite Prinzessin, Kindertheater von Gertrud

Pigor, Regie: Angelika Pohlert, ab 4 jahren

Wohnzimmertheater

20:00 john Doyle: Du bist Deutschland – macht aber

nichts!, comedy

zirKuS­ unD artiStiKzentrum Köln

20:00 Wirklich Illusion?, Artistik, Tanz und Theater,

Atemzug – Kölner Verein für moderne Artistik

So 03

ateliertheater

16:00 zwergenfrühstück, musikalisches Theater-Spiel

von den monteuren, Regie: joachim von der heiden, ab

3 jahren

blaueS hauS

16:00 Rotkäppchen, Märchen von den Gebr. Grimm als

Puppenspiel ab 3 jahren

bühne Der Kulturen

11:00 Aschenputtel, eine animierte Lesung mit Ivana

Langmajer, ensemble nicopoulos

20:00 Die Kriegberichterstatterin, Stück von Theresia

Walser, Regie: corinna nilson, ensemble Bühnlein brillant

premieren unD tageStippS KinDer­ unD JugenDtheater

bürgerhauS StollWercK

16:00 zwergenfrühstück, musikalisches Theater-Spiel

von den monteuren von Andrea Lucas und Thomas

Marey, ab 3 jahren

caSamax

15:00 Arthur – eine Vogelscheuche will fliegen, Theaterstück

von Daniel zambra, ab 4 jahren

comeDia

15:00 Romeo und julia nach William Shakespeare in

einer Theaterfassung von Bischof/Bodinek/Blum, Regie:

Rüdiger Pape, ab 6 jahren

20:30 Wanninger und Rixmann: zwei ist eine zuviel,

Kabarett (verlegt in die Kölner Flora)

hänneSchen theater

14:30 hännesche un Bärbelche, zwei kölsche Detektive,

Puppenspiel für Kinder

17:00 Wä hätt dat vun der Tant jedaach?, Puppenspiel

für erwachsene

halle KalK

18:00 Simplicissimus Teutsch, nach Grimmelshausen,

Regie: Thomas Dannemann, siehe Seite 11

horizonttheater

11:00 Die Stoffmarie von Andreas Strigl, Krabbeltheater

ab 2 jahren

15:00 Frühstück mit Wolf, Theaterstück mit Musik von

Gertrud Pigor, Regie:christos nicopoulos, ab 4 jahren

Kabarett a­z

15:00 Der Teufel mit den 3 goldenen haaren, Kindermärchen

frei nach Gebr. Grimm mit corinne Walter und

Frank zollner, ab 5 jahren, siehe Seite 15

Kammeroper

15:00 Die kleine zauberflöte, Kinderoper nach

W.A.Mozart, Inszenierung: Lajos Wenzel, musikal. Leitung:

Inga hilsberg, ab 4 jahren

Kölner KünStler theater

15:00 Drei kleine Schweinchen, Seifenblasen Figurentheater,

Regie: elke Schmidt, ab 3 jahren

muSical Dome

14:00 und 19:00 Monty Python’s Spamalot, Musical von

eric Idle

opernhauS

16: 00 Tristan und Isolde, oper von Richard Wagner,

Dirigent: Stenz, Regie: Pountney

Scala theater

17:30 jebohnert op Kölsch, Schwank von Walter Bockmayer

SchauSpielhauS

20:00 60 Years von Guy Weizman und Roni haver, mit

pretty ugly tanz köln

Senftöpfchen theater

20:15 Springmaus: Auf die couch, comedy-Impro

SeverinS­burg­theater

20:00 Der elektrische Reiter, von heidi von Plato,

Inszenierung: Frank Kirchmaier, mit dem ensemble

theaterneuland

theater am Dom

20:00 Mondscheintarif, Komödie von Ildikó von Kürthy,

Bühnenfassung von Friedrich Dudy, Regie: Katja Wolff

theater Die bauStelle

16:00 Die kleine Meerjungfrau. Singspiel nach einem

Märchen von hans christian Andersen. Regie: ulrike

johanna jöris, ab 6 jahren, siehe Seite 14

theater im bauturm

20:00 Mutters courage, Stück von George Tabori,

Inszenierung: harald Demmer

theater im hof

11:00 Schneewittchen von Fee Burger nach den Gebr.

Grimm, ab 3 jahren

15:00 hänsel und Gretel von Fee Burger nach den Gebr.

Grimm, ab 3 jahren

theater tiefrot

20:30 Abschied – ein Abend des Aufbruchs, ein musikalischer

Ausflug vom Duo schönerGenc, Regie: christoph

Kamcke

theaterpäDagogiScheS zentrum

16:00 Die zweite Prinzessin, Kindertheater von Gertrud

Pigor, Regie: Angelika Pohlert, ab 4 jahren

zirKuS­ unD artiStiKzentrum Köln

15:00 Wirklich Illusion?, Artistik, Tanz und Theater,

Atemzug – Kölner Verein für moderne Artistik

mo 04

ateliertheater

20:30 Rosa K. Wirtz: Plöte Plumen – wenn Frauen zu

sehr arbeiten, Kabarett

bürgerhauS StollWercK

10:00 Stein auf Stein, ein Spiel mit Kisten und Klötzen

für erfinder und entdecker

von den monteuren, für Kinder von 3-10 jahren


3 MaI ‘09 26 Datiert

caSamax

10:30 Arthur – eine Vogelscheuche will fliegen,

Theaterstück von Daniel zambra, ab 4 jahren (mit

Voranmeldung)

horizonttheater

11:00 und 20:00 Lysistrata, von Aristophanes, Inszenierung:

christos nicopoulos, ab 12 jahren

Foto: Theater der Keller

theater Der Keller

premiere 20:00 Die Millionärin, Komödie von Trude

herr, Regie: Ralf Borgartz, Sommerblut Festival,

Der Mythos von Trude herr lebt wieder auf: Die Komödie

„Die Millionärin“ eröffnet das Kulturfestival Sommerblut.

Der 4. Mai ist außerdem der Geburtstag des Kölschen

originals, das in diesem jahr 82 geworden wäre. cécile

Kott übernimmt die Rolle der Sophie Schmitz, die seinerzeit

von Trude herr verkörpert wurde. Die Landstreicherin

sucht eine Bleibe für den Winter, nistet sich in der

Villa eines erfolglosen Modeschöpfers ein und lässt ihn

in dem Glauben, seine reiche, sterbenskranke erbtante

einquartiert zu haben. Regisseur Ralf Borgartz ist selbst

ein großer Verehrer von Trude herr.

orangerie

20:00 Kong – Monolog für einen fremden helden, von

Klaus Fehling, Theater 1000 hertz, Reihe: Fremde helden

Teil 1, Inszenierung: christina Vayhinger

SchloSSerei

20.00 Die Geheimnisse der Kabbala, nach erzählungen

von Isaac Bashevis Singer, Regie: Alvis hermanis (i.a.

Publikumsgespräch), siehe Seite 9

Senftöpfchen theater

20:15 hG Butzko: Spitzenreiter, Kabarett

SeverinS­burg­theater

20:00 KGB – Kunst gegen Bares. offene Bühne Show

mit Gerd Buurmann und hildegart Scholten

theater am Dom

20:00 Mondscheintarif, Komödie von Ildikó von Kürthy,

Bühnenfassung von Friedrich Dudy, Regie: Katja Wolff

theater im bauturm

20:00 Mutters courage, Stück von George Tabori,

Inszenierung: harald Demmer

Di 05

ateliertheater

20:30 Marcos Schlüter: Alles Schlüter- die Rückkehr der

Rampensau, Kabarett

bühne Der Kulturen

20:00 chindu- cultural group, Musik und Tanzshow zum

50-jährigen jubiläum von Brot-für-die-Welt

freieS WerKStatt theater

19:00 Wir, die Alten!, Inszenierung: Ingrid Berzau, Dieter

Scholz und das FWT-Altentheaterensemble

horizonttheater

11:00 und 20:00 eiskind. ein Monolog über Bulimie von

elisabeth von Rathenböck, ab 12 jahren

orangerie

20:00 Kong – Monolog für einen fremden helden, von

Klaus Fehling, Theater 1000 hertz, Reihe: Fremde helden

Teil 1, Inszenierung: christina Vayhinger

Senftöpfchen theater

20:15 hG Butzko: Spitzenreiter, Kabarett

theater am Dom

20:00 Mondscheintarif, Komödie von Ildikó von Kürthy,

Bühnenfassung von Friedrich Dudy, Regie: Katja Wolff

theater Der Keller

20:00 Mutter courage und ihre Kinder, von Bertolt

Brecht, Regie: hanfried Schüttler, co – Produktion mit

der Schule des Theaters

theater im bauturm

20:00 „Kriegserklärungen“: Bagdad brennt, szenische

Lesung nach dem Girlblog von Riverbend, gelesen von

Lisa Sophie Kusz

theater tiefrot

20:30 Aalst, Dokudrama von Pol heyvaert und Dimitri Verhulst,

Deutsche erstaufführung, Regie: Günter overmann

YaKult halle

15.00 Der König, von umberto Giordano, Dirigent:

Rupert Burleigh, Regie: christian Schuller, Kinderoper

ab 6 jahren

mi 06

ateliertheater

20:30 Die Lottis: Starke Stücke, Musikkabarett

bühne Der Kulturen

20:00 Goethes Faust oder die hochzeit zwischen himmel

und hölle, Schauspielsolo von Klaus Adam mit haydar

zorlu, Regie: natalia Murariu, Sommerblut Festival

bürgerhauS StollWercK

20:00 Sven nagel: Das Leben nicht persönlich nehmen,

Kabarett

comeDia

10:30 Romeo und julia nach William Shakespeare in

einer Theaterfassung von Bischof/Bodinek/Blum, Regie:

Rüdiger Pape, ab 6 jahren

20:00 Wanninger und Rixmann: zwei ist eine zuviel,

Kabarett

freieS WerKStatt theater

15:00 Wir, die Alten!, Inszenierung: Ingrid Berzau, Dieter

Scholz und das FWT-Altentheaterensemble

gloria

20:00 Geschwister Pfister: In der Klinik, Kabarett, Sommerblut

Festival

hänneSchen theater

16:00 hännesche un Bärbelche, zwei kölsche Detektive,

Puppenspiel für Kinder

19:30 Wä hätt dat vun der Tant jedaach?, Puppenspiel

für erwachsene

horizonttheater

10:00 Die Pysiker von F. Dürrenmatt, Inszenierung:

Reinar ortmann, ab 12 jahren

20:00 (Fast) Alles von Schiller, Regie: christos nicopoulos,

Text: Reinar ortmann

Kölner KünStler theater

10:00 huckleberry Finn, zeitgemäße Inszenierung nach

Mark Twain, ab 10 jahren

muSical Dome

18:30 Monty Python’s Spamalot, Musical von eric Idle

raKetenKlub

20:30 Duke – Der Griff aus dem Spiegel, Schauspiel

als Rock’n Roll Mystery-Thriller von hanno Dinger und

Thomas Krutman

SchloSSerei

20.00 Die Geheimnisse der Kabbala, nach erzählungen

von Isaac Bashevis Singer, Regie: Alvis hermanis,

siehe Seite 9

SeverinS­burg­theater

20:00 Dracula, Theaterstück für zwei Personen nach

dem Roman von Bram Stoker, Theater TakeAWay,

siehe Seite 15

StuDiobühne

20:00 Torquato Tasso von johann Wolfgang von Goethe,

Koproduktion mit c.t.201, Regie: Dietmar Kobboldt

und Tim Mrosek

theater am Dom

20:00 Mondscheintarif, Komödie von Ildikó von Kürthy,

Bühnenfassung von Friedrich Dudy, Regie: Katja Wolff

theater Der Keller

20:00 Mutter courage und ihre Kinder, von Bertolt

Brecht, Regie: hanfried Schüttler, Koproduktion mit der

Schule des Theaters

theater im bauturm

20:00 Mutters courage, Stück von George Tabori,

Inszenierung: harald Demmer

theater tiefrot

20:30 Aalst, Dokudrama von Pol heyvaert und Dimitri Verhulst,

Deutsche erstaufführung, Regie: Günter overmann

YaKult halle

15.00 Der König, von umberto Giordano, Dirigent:

Rupert Burleigh, Regie: christian Schuller, Kinderoper

ab 6 jahren

Do 07

artheater

20:00 Szenar für einen nicht existierenden, jedoch

möglichen Instrumentalschauspieler, von Boguslaw

Schaeffer, Regie: jan Peszek, ensemble Futur3

ateliertheater

20:30 Kämmer & Rübhausen: es brennt, ein kabarettistisches

Drama

bühne Der Kulturen

20:00 Misafir – Der Gast, Stück von Bilgesu erenus in

türkischer Sprache mit deutschen untertiteln

bürgerhauS StollWercK

20:00 Volker Diefes: ein Bauch ist schon mal ein Ansatz,

Kabarett gegen Abnehmwahn und Diätenerhöhung

caSSiopeia theater

10:00 Das hässliche entlein, Musikmärchen von claudia

hann nach hans christian Andersen, Regie: udo Mierke,

Großfigurentheater ab 5 jahren (mit Voranmeldung)

comeDia

10:30 Romeo und julia nach William Shakespeare in

einer Theaterfassung von Bischof/Bodinek/Blum, Regie:

Rüdiger Pape, ab 6 jahren

freieS WerKStatt theater

10:30 Wir, die Alten!, Inszenierung: Ingrid Berzau, Dieter

Scholz und das FWT-Altentheaterensemble

gloria

20:00 Geschwister Pfister: In der Klinik, Kabarett, Sommerblut

Festival

hänneSchen theater

16:00 hännesche un Bärbelche, zwei kölsche Detektive,

Puppenspiel für Kinder

19:30 Wä hätt dat vun der Tant jedaach?, Puppenspiel

für erwachsene

horizonttheater

10:00 Die Pysiker von F.Dürrenmatt, Inszenierung: Reinar

ortmann, ab 12 jahre

20:00 nächte mit joan, hommage an joan crawford

von horst Königstein, Regie: Reiner hannemann

Kabarett a­z

19:30 Finnisch, Kabarettistisches Solotheaterstück von

Martin heckmanns mit Frank zollner, siehe Seite 13

Klüngelpütz Kabarett theater

20:30 Marina Barth & ewald Gutenkunst: Schillers Lokke,

Literarisches Kabarett

Kölner KünStler theater

10:00 Madeleines, Schauspiel mit Figuren, Regie: christian

Schweiger und Georg zum Kley, ab 5 jahren

muSical Dome

18:30 Monty Python’s Spamalot, Musical von eric Idle

opernhauS

19:30 cosi fan tutte (So machen es alle), oper von

Wolfgang Amadéus Mozart, Dirigent: christopher

Moulds, Regie: Michael hampe

Scala theater

19:30 jebohnert op Kölsch, Schwank von Walter Bockmayer

SchloSSerei

20.00 Die Geheimnisse der Kabbala, nach erzählungen

von Isaac Bashevis Singer, Regie: Alvis hermanis,

siehe Seite 9

SeverinS­burg­theater

20:00 Dracula, Theaterstück für zwei Personen nach

dem Roman von Bram Stoker, Theater TakeAWay

StuDiobühne

premiere in der probebühne 11:30 ein ganz

gewöhnlicher jude, ein Monolog von charles Lewinsky,

Inszenierung: Bastiane Franke.

20:00 Torquato Tasso von johann Wolfgang von Goethe,

Koproduktion mit c.t.201, Regie: Dietmar Kobboldt

und Tim Mrosek

theater am Dom

20:00 Mondscheintarif, Komödie von Ildikó von Kürthy,

Bühnenfassung von Friedrich Dudy, Regie: Katja Wolff

theater am SachSenring

20:30 Kafkas Welten, Text: Franz Kafka, Inszenierung:

joe Knipp

theater Der Keller

20:00 Mutter courage und ihre Kinder, von Bertolt

Brecht, Regie: hanfried Schüttler, Koproduktion mit der

Schule des Theaters

theater im bauturm

20:00 Draußen vor der Tür von Wolfgang Borchert,

Inszenierung: Stefan Rogge

theater im hof

20:00 Dilettantissimo von Ingo Albrecht, ein Szenespektakel

über Theorie und Praxis der Schauspielkunst

YaKult halle

11:30 Der König, von umberto Giordano, Dirigent: Rupert

Burleigh, Regie: christian Schuller, Kinderoper ab 6 jahren

fr 08

artheater

20:00 Szenar für einen nicht existierenden, jedoch

möglichen Instrumentalschauspieler, von Boguslaw

Schaeffer, Regie: jan Peszek, ensemble Futur3

ateliertheater

20:30 Alexandra Gauger: Fräulein cäsars Musikstunde,

Musikkabarett

bühne Der Kulturen

20:00 cadinin bohcasi yola cikti (Der hexe Bündel ist

auf dem Weg), Kabarettsolo von esmeray in türkischer

Sprache mit deutscher Anleitung

bürgerhauS StollWercK

20:00 christiane Weber und Timm Beckmann: Du

mich auch, Kabarett, Sommerblut Festival – Kölner elf

Wochenende

caSamax

10:30 Die Tochter des Sargmachers, eine Geschichte

über Fortgehen, Dableiben und die Kraft der erinnerung,

Regie: Matthias Weiland, ab 9 jahren (mit Voranmeldung)

comeDia

11:00 und 20:00 Beautiful Thing von jonathan harvey,

Gastspiel junges Theater Bonn, Regie: Andreas Lachnitt

freieS WerKStatt theater

20:00 halbschatten nach dem Roman von uwe Timm,

uraufführung, Regie: johannes Kaetzler

gloria

20:00 Geschwister Pfister: In der Klinik, Kabarett, Sommerblut

Festival

hänneSchen theater

16:00 hännesche un Bärbelche, zwei kölsche Detektive,

Puppenspiel für Kinder

19:30 Wä hätt dat vun der Tant jedaach?, Puppenspiel

für erwachsene

premieren unD tageStippS KinDer­ unD JugenDtheater

halle KalK

20:00 M. S. Adenauer, Die erste antiautoritäre Staatsoper

von Schorsch Kamerun

horizonttheater

11:00 eiskind. ein Monolog über Bulimie von elisabeth

von Rathenböck, ab 12 jahren

20:00 nächte mit joan, hommage an joan crawford

von horst Königstein, Regie: Reiner hannemann

Kabarett a­z

19:30 nächsten-hiebe, Gesellschaftskabarett mit corinne

Walter und Frank zollner

Kammeroper

20:00 Babytalk, ein Kinder-Krieg-Musical von Peter

Lund und Thomas zaufke, Gastspiel der neuköllner

oper Berlin, Sommerblut Festival

muSical Dome

20:00 Monty Python’s Spamalot, Musical von eric Idle

opernhauS

18:00 Tristan und Isolde, oper von Richard Wagner,

Dirigent: Stenz, Regie: Pountney, siehe Seite 4

raKetenKlub

20:30 Faust 1.0, Faust-Bearbeitung der Germaniac-

Group, Regie: Tom Martus, siehe Seite 6

Scala theater

19:30 jebohnert op Kölsch, Schwank von Walter Bockmayer

SchauSpielhauS

19:30 Die Kontrakte des Kaufmanns, Wirtschaftskomödie

von elfriede jelinek, Regie: nicolas Stemann,

Koproduktion mit dem Thalia Theater hamburg

SchloSSerei

20.00 Die Geheimnisse der Kabbala, nach erzählunge

von Isaac Bashevis Singer, Regie: Alvis hermanis,

siehe Seite 9

Senftöpfchen theater

20:15 Thomas Reis: Gibt’s ein Leben über 40?,

Kabarett

SeverinS­burg­theater

20:00 Kai Spitzl: Spitzl, Kabarett

StuDiobühne

20:00 Torquato Tasso von johann Wolfgang von Goethe,

Koproduktion mit c.t.201, Regie: Dietmar Kobboldt

und Tim Mrosek

20:00 (Probebühne) ein ganz gewöhnlicher jude, ein

Monolog von charles Lewinsky, Inszenierung: Bastiane

Franke.

theater am Dom

20:00 Mondscheintarif, Komödie von Ildikó von Kürthy,

Bühnenfassung von Friedrich Dudy, Regie: Katja Wolff

theater am SachSenring

20:30 Kafkas Welten, Text: Franz Kafka, Inszenierung:

joe Knipp

theater Der Keller

20:00 Die Millionärin, Komödie von Trude herr, Regie:

Ralf Borgartz, Sommerblut Festival

theater Die bauStelle

20:00 Dracula, Theaterstück für zwei Personen nach

dem Roman von Bram Stoker, Theater TakeAWay, siehe

Seite 15

theater im bauturm

20:00 Draußen vor der Tür von Wolfgang Borchert,

Inszenierung: Stefan Rogge

theater im hof

20:00 Duo Speziale von P. Steimel und I. Albrecht,

Komödie über Absurditäten des Alltags

theater tiefrot

20:30 ein Gespräch im hause Stein über den abwesenden

herrn von Goethe von Peter hacks, Regie: Volker

Lippmann

Sa 09

artheater

20:00 Szenar für einen nicht existierenden, jedoch

möglichen Instrumentalschauspieler, von Boguslaw

Schaeffer, Regie: jan Peszek, ensemble Futur3

ateliertheater

20:30 Astrid Gloria: Magic Kitchen – die magische

Kochshow, Koch-/zauberkabarett

blaueS hauS

16:00 Der mutige Mamo, Spiel: Adonnies, Puppentheaterstück

ab 2 jahren

bühne Der Kulturen

20:00 Multi-Kultimo, Putzfrauen-Kabarett, Regie Rainer

hannemann, siehe Seite 16

bürgerhauS KalK

20:00 Die Taubenhaucher, Improvisationstheater zwischen

comedy und Drama, Keller

20:00 Fatih cevikkollu: Komm zu Fatih!, Kabarett,

Großer Saal

bürgerhauS StollWercK

14:30 Von Dinos, Seehunden und Kamelen, Theater

jaro, Liederprogramm für Kinder von 2-8 jahren

20:00 christiane Weber und Timm Beckmann: Du

mich auch, Kabarett, Sommerblut Festival – Kölner elf

Wochenende

3 MaI ‘09 27 Datiert

caSamax

15:00 Die Tochter des Sargmachers, eine Geschichte

über Fortgehen, Dableiben und die Kraft der erinnerung,

Regie: Matthias Weiland, ab 9 jahren

comeDia

14:30 Romeo und julia nach William Shakespeare in

einer Theaterfassung von Bischof/Bodinek/Blum, Regie:

Rüdiger Pape, ab 6 jahren

20:00 Mathias Tretter: Staatsfeind nr.11, Kabarett

freieS WerKStatt theater

15:00 Der König hat geniest!, märchenhaftes erzähltheater

von und mit Peter Glass, ab 7 jahren

20:00 halbschatten nach dem Roman von uwe Timm,

uraufführung, Regie: johannes Kaetzler

hänneSchen theater

16:00 hännesche un Bärbelche, zwei kölsche Detektive,

Puppenspiel für Kinder

19:30 Wä hätt dat vun der Tant jedaach?, Puppenspiel

für erwachsene

halle KalK

20:00 M. S. Adenauer, Die erste antiautoritäre Staatsoper

von Schorsch Kamerun

horizonttheater

11:00 Die Müllmaus von Alma jongerius für Kinder ab

3 jahren

20:00 Shirley Valentine oder Die heilige johanna der

einbauküche von Willy Russel, Regie: Rainer hannemann

Kabarett a­z

19:30 hirnlos Glücklich, Gesellschaftskabarett mit corinne

Walter und Frank zollner

Kammeroper

20:00 Babytalk, ein Kinder-Krieg-Musical von Peter

Lund und Thomas zaufke, Gastspiel der neuköllner

oper Berlin, Sommerblut Festival

Klüngelpütz Kabarett theater

20:30 Marina Barth: Ich glaub’s nicht!, Kabarett

Kölner KünStler theater

16:00 Madeleines, Schauspiel mit Figuren, Regie: christian

Schweiger und Georg zum Kley, ab 5 jahren

muSical Dome

15:00 und 20:00 Monty Python’s Spamalot, Musical von

eric Idle

hochSchule für muSiK unD tanz Köln

20:00 Die Liebe zu den drei orangen von Sergej Prokofjew,

Pantomimentheater aus Köln und der Slowakei,

Regie: Milan Sladek, Sommerblut Festival

opernhauS

19:30 Samson et Dalila, oper von camille Saint-Saëns,

Dirigent: enrico Delamboye, Regie: Tilman Knabe, ab

19:00 einführung

raKetenKlub

20:30 Faust 1.0, Faust-Bearbeitung der Germaniac-

Group, Regie: Tom Martus, siehe Seite 6

Scala theater

19:30 jebohnert op Kölsch, Schwank von Walter Bockmayer

SchauSpielhauS

20:00 Leonce und Lena, Lustspiel von Georg Büchner,

Regie: jan Bosse, Koproduktion mit dem Maxim Gorki

Theater Berlin, siehe Seite 10

Senftöpfchen theater

20:15 Thomas Reis: Gibt’s ein Leben über 40?, Kabarett

SeverinS­burg­theater

20:00 Kai Spitzl: Spitzl, Kabarett

theater am Dom

20:00 Mondscheintarif, Komödie von Ildikó von Kürthy,

Bühnenfassung von Friedrich Dudy, Regie: Katja Wolff

theater am SachSenring

20:30 Kafkas Welten, Text: Franz Kafka, Inszenierung:

joe Knipp

theater Der Keller

20:00 Die Millionärin, Komödie von Trude herr, Regie:

Ralf Borgartz, Sommerblut Festival

theater Die bauStelle

16:00 ein Freund, ein guter Freund oder: Wie Löwe,

Storch und Ameise die besten Freunde wurden, Regie:

Lars Kalusky, ab 4 jahren

20:00 Dracula, Theaterstück für zwei Personen nach dem

Roman von Bram Stoker, Theater TakeAWay, siehe Seite 15

theater im bauturm

20:00 Mutters courage, Stück von George Tabori,

Inszenierung: harald Demmer

theater im hof

20:00 Russisch Roulette mit Sommerkleid von Beate

Sarrazin, Theaterstück

theater tiefrot

20:30 ein Gespräch im hause Stein über den abwesenden

herrn von Goethe von Peter hacks, Regie: Volker

Lippmann, siehe Seite x

So 10

blaueS hauS

16:00 Der mutige Mamo, Spiel: Adonnies, Puppentheaterstück

ab 2 jahren

bühne Der Kulturen

11:00 Das gefallene engelchen, akrobatisch-poetisches

Theaterstück ab 4 jahren, ensemble nicopoulos, Regie:

christa nachs

15:00 Der Blaue Vogel, Märchenspiel mit Puppen von

Maurice Maeterlinck ab 6 jahren, Regie: Svetlana Fourer,

siehe Seite 14

20:00 Der Integrator, Solostück von und mit Alparslan

Marx, siehe Seite 16

bürgerhauS KalK

15:00 Der Froschkönig, vom Töfte Theater frei nach den

Gebr. Grimm, openair-Kindertheater ab 4 jahren

20:00 Fatih cevikkollu: Yapma değil, Avrupa!, Kabarett

in türkischer Sprache

bürgerhauS StollWercK

15:30 Von Dinos, Seehunden und Kamelen, Theater

jaro, Liederprogramm für Kinder von 2-8 jahren

caSamax

15:00 Die Tochter des Sargmachers, eine Geschichte

über Fortgehen, Dableiben und die Kraft der erinnerung,

Regie: Matthias Weiland, ab 9 jahren

freieS WerKStatt theater

15:00 Der König hat geniest!, märchenhaftes erzähltheater

von und mit Peter Glass, ab 7 jahren

gloria

20:00 caveman: Du sammeln – ich jagen!, Kabarett-

Muttertagsspecial mit Guido Fischer

hänneSchen theater

14:30 hännesche un Bärbelche, zwei kölsche Detektive,

Puppenspiel für Kinder

17:00 Wä hätt dat vun der Tant jedaach?, Puppenspiel

für erwachsene

halle KalK

20:00 M. S. Adenauer, Die erste antiautoritäre Staatsoper

von Schorsch Kamerun

horizonttheater

11:00 Die Stoffmarie von Andreas Strigl, Krabbeltheater

ab 2 jahren

Kabarett a­z

15:00 Der Teufel mit den 3 goldenen haaren, Kindermärchen

frei nach Gebr. Grimm mit corinne Walter und

Frank zollner, ab 5 jahren

Kölner KünStler theater

15:00 Madeleines, Schauspiel mit Figuren, Regie: christian

Schweiger und Georg zum Kley, ab 5 jahren

muSical Dome

14:00 und 19:00 Monty Python’s Spamalot, Musical von

eric Idle

opernhauS

16:00 Il Barbiere di Siviglia (Der Barbier von Sevilla),

oper von Gioacchino Rossigni, Dirigent: enrico

Delamboye, Regie: christian Schuller

(mit Kinderbetreuung)

Scala theater

17:30 jebohnert op Kölsch, Schwank von Walter Bockmayer

SchauSpielhauS

18:00 Die Kontrakte des Kaufmanns, Wirtschaftskomödie

von elfriede jelinek, Regie: nicolas Stemann,

Koproduktion mit dem Thalia Theater hamburg

Senftöpfchen theater

20:15 Thomas Reis: Gibt’s ein Leben über 40?, Kabarett

SeverinS­burg­theater

20:00 ein Abend für … Mutter! Kabarett-Show mit Martin

cordemann und Gerd Buurmann

StuDiobühne

20:00 Torquato Tasso von johann Wolfgang von Goethe,

Koproduktion mit c.t.201, Regie: Dietmar Kobboldt

und Tim Mrosek

tanzmuSeum

17:00 Das Tanzmuseum stellt vor: Das Kölner Tanzensemble

DIn A 13, aus der Reihe Tanz in Köln

theater am Dom

20:00 Mondscheintarif, Komödie von Ildikó von Kürthy,

Bühnenfassung von Friedrich Dudy, Regie: Katja Wolff

theater Der Keller

18:00 Die Millionärin, Komödie von Trude herr, Regie:

Ralf Borgartz, Sommerblut Festival

theater Die bauStelle

16:00 ein Freund, ein guter Freund oder: Wie Löwe,

Storch und Ameise die besten Freunde wurden, Regie:

Lars Kalusky, ab 4 jahren

20:00 Dracula, Theaterstück für zwei Personen nach

dem Roman von Bram Stoker, Theater TakeAWay, siehe

Seite 15

theater im bauturm

20:00 Köln ist Kasse! Das uPDATe, eine realsatirische

charakterkomödie von heinrich Pachl

theater im hof

11:00 hänsel und Gretel von Fee Burger nach den Gebr.

Grimm, ab 3 jahren

15:00 Schneewittchen von Fee Burger nach den Gebr.

Grimm, ab 3 jahren

theater tiefrot

20:30 ein Gespräch im hause Stein über den abwesenden

herrn von Goethe von Peter hacks, Regie: Volker

Lippmann, siehe Seite 17

zirKuS­ unD artiStiKzentrum Köln

16:00 Die zweite Prinzessin, Kindertheater von Gertrud

Pigor, Regie: Angelika Pohlert, ab 4 jahren

mo 11

ateliertheater

20:30 Astrid Gloria: Magic Kitchen- die magische Kochshow,

Koch-/zauberkabarett

caSamax

10:30 Die Tochter des Sargmachers, eine Geschichte

über Fortgehen, Dableiben und die Kraft der

erinnerung, Regie: Matthias Weiland, ab 9 jahren

(mit Voranmeldung)

comeDia

19:00 Der Feind bist Du, jugendstück von Kai hensel,

Regie: ulrike Stöck, ab 14 jahren,

horizonttheater

11:00 Lost and Found, Regie: christos nicopoulos,

Theaterstück für Kinder mit ersten englischkenntnissen

ab 6 jahren

20:00 zugzwang, Gastspiel mit jörg M.Becker und

Simone Gür

SchloSSerei

20:00 Beat Generation, traurige Komödie von jack

Kerouac, Regie: jürgen Kruse

SeverinS­burg­theater

20:00 KGB – Kunst gegen Bares. offene Bühne Show

mit Gerd Buurmann und hildegart Scholten

Foto: Senftöpfchen Theater

Senftöpfchen theater

premiere 20:15 herr Stapper: Die Köln-Show, Kabarettist

Robert Griess trifft Kölner Gäste, u.a. heinrich

Pachl

Köln hat eine neue Talk-Show, in der es nur um eins

geht. unser Kölle, zwischen Römerzeit und Poldi-Mania.

Der Kölner Kabarettist Robert Griess moderiert in seiner

Paraderolle als herr Stapper. Der stammt aus dem

echten Kölner „Asi-Adel“ und nimmt kein Blatt vor dem

Mund, wenn es um seine Stadt geht. Die Gäste in der

ersten „Köln-Show“ sind heinrich Pachl und Klaus der

Geiger mit seinem Bühnenpartner Salossi. Dazu aktuelle

Gäste aus Politik, Sport oder Wirtschaft, mit denen herr

Stapper die heißen eisen der Stadt anfasst, von denen

es momentan ja wieder einige gibt.

theater am Dom

20:00 Mondscheintarif, Komödie von Ildikó von Kürthy,

Bühnenfassung von Friedrich Dudy, Regie: Katja Wolff

theater im bauturm

20:00 Köln ist Kasse! Das uPDATe, eine realsatirische

charakterkomödie von heinrich Pachl

theater im hof

20:00 zauber-ei, der magische Montag im hof mit Florian

Severin und Gästen

Di 12

ateliertheater

20:30 Meike Gottschalk: Agnetha und ich, Mini-Musical

mit ABBA hits

caSSiopeia theater

10:00 Das hässliche entlein, Musikmärchen von claudia

hann nach hans christian Andersen, Regie: udo Mierke,

Großfigurentheater ab 5 jahren (mit Voranmeldung)

comeDia

10:30 Der Feind bist Du, jugendstück von Kai hensel,

Regie: ulrike Stöck, ab 14 jahren

20:00 MS Romantik, Live-hörspiel von jan Weiler mit

Anette Frier und jan Weiler, Sommerblut Festival

horizonttheater

20:00 Geschlossene Gesellschaft, Schauspiel von jean

Paul Sartre, Regie christos nicopoulos

Senftöpfchen theater

20:15 Kay Ray: Solo-Show, comedy

theater am Dom

20:00 Mondscheintarif, Komödie von Ildikó von Kürthy,

Bühnenfassung von Friedrich Dudy, Regie: Katja Wolff

theater im bauturm

20:00 Köln ist Kasse! Das uPDATe, eine realsatirische

charakterkomödie von heinrich Pachl

theater Der Keller

20:00 Die Millionärin, Komödie von Trude herr, Regie:

Ralf Borgartz, Sommerblut Festival

premieren unD tageStippS KinDer­ unD JugenDtheater

Wohnzimmertheater

20:00 Fil Tägert: Die große Fil & Sharky Show, comedy

mi 13

ateliertheater

20:30 Volk und Knecht GbR: Das singende Modestübchen

– zwei Ladenhüter packen aus, Musikcomedy

bürgerhauS StollWercK

20:00 Thilo Seibel: Keine Gefangenen!, Polit-comedy,

Kabarett und Parodie

comeDia

19:00 clyde und Bonnie, von holger Schober, Regie:

ulrike Stöck, ab 16 jahren

hänneSchen theater

16:00 hännesche un Bärbelche, zwei kölsche Detektive,

Puppenspiel für Kinder

19:30 Wä hätt dat vun der Tant jedaach?, Puppenspiel

für erwachsene

halle KalK

20:00 Spieltrieb, nach dem Buch von juli zeh, Kölner

Fassung von jette Steckel und Sybille Meier, Regie:

jette Steckel, siehe Seite 10

horizonttheater

11:00 Dantons Tod, Schauspiel von Georg Büchner,

Regie: Rainer hannemann und Aydin Isik, ab 12 jahren

20:00 Dantons Tod, Schauspiel von Georg Büchner,

Regie: Rainer hannemann und Aydin Isik

Kölner KünStler theater

10:00 unter Menschen 2, Buch und Regie: Georg zum

Kley, ab 13 jahren

muSical Dome

18:30 Monty Python’s Spamalot, Musical von eric Idle

opernhauS

19:30 Samson et Dalila, oper von camille Saint-Saëns,

Dirigent: enrico Delamboye, Regie: Tilman Knabe, um

19:00 einführung

raKetenKlub

20:30 Duke – Der Griff aus dem Spiegel, Schauspiel

als Rock’n Roll Mystery-Thriller von hanno Dinger und

Thomas Krutman

SchauSpielhauS

20:00 Der Gott des Gemetzels, Schauspiel von Yasmina

Reza, Regie: Karin Beier

Senftöpfchen theater

20:15 Kay Ray: Solo-Show, comedy

Foto: Pretty ugly Tanz Köln

bühne Der Kulturen

premiere 20:00 DAWn one week stand – choreografische

Werkstatt mit pretty ugly tanz köln

Aus den erfahrungen der Reihe „one week stand“ mit

verschiedenen choreografen kreieren die Tänzer von

pretty ugly tanz köln im letzten Teil DAWn eigene choreografien.

es geht um Spontaneität und Improvisation:

Die Tänzer geben sich einer Musik hin, die sich aus dem

Moment heraus entwickelt. es entsteht eine Performance,

die von chaos und zufall beeinflusst ist.

SeverinS­burg­theater

20:00 Politisch, korrekt!, Interaktive Kabarett-Show mit

Gerd Buurmann und Martin cordemann, Gast: cris Revon

theater am Dom

20:00 Mondscheintarif, Komödie von Ildikó von Kürthy,

Bühnenfassung von Friedrich Dudy, Regie: Katja Wolff

theater am SachSenring

20:30 Kafkas Welten, Text: Franz Kafka, Inszenierung:

joe Knipp

theater im bauturm

20:00 Werther von johann Wolfgang Goethe, Inszenierung:

Rüdiger Pape

theater tiefrot

20:30 Die Sanfte, nach der erzählung von Fjodor Dostojewskij,

Konzeption: Dr. Peter Borchardt, siehe Seite 18

Wohnzimmertheater

20:00 Fil Tägert: Die große Fil & Sharky Show, comedy

Do 14

ateliertheater

20:30 Kämmer & Rübhausen: es brennt, ein kabarettistisches

Drama


3 MaI ‘09 28 Datiert

bühne Der Kulturen

20:00 DAWn one week stand – choreografische Werkstatt

mit pretty ugly tanz köln

bürgerhauS KalK

11:00 Gebr. und Grimm, vom Theater Kreuz und Quer

frei nach dem Froschkönig, ab 4 jahren

20:00 eine nacht voll Mond, ein Abend mit frei erzählten

Mondmärchen und Musik mit Lilith eckholt

comeDia

10:30 clyde und Bonnie, von holger Schober, Regie:

ulrike Stöck, ab 16 jahren

20:00 Moritz netenjakob: Multiple Sarkasmen, Kabarett

erfriSchungSraum

20:00 Publikumsgespräch „Die hades Fraktur“ mit

SIGnA und Teilnehmern

freieS WerKStatttheater

20:00 norway.Today, von Igor Bauersima, Gastspiel des

Spielball Theater, Regie: Peter Körner

hänneSchen theater

16:00 hännesche un Bärbelche, zwei kölsche Detektive,

Puppenspiel für Kinder

19:30 Wä hätt dat vun der Tant jedaach?, Puppenspiel

für erwachsene

horizonttheater

11:00 Dantons Tod, Schauspiel von Georg Büchner,

Regie: Rainer hannemann und Aydin Isik, ab 12 jahren

20:00 Geschlossene Gesellschaft, Schauspiel von jean

Paul Sartre, Regie christos nicopoulos

Foto: Raum13

Spichern höfe

18:00­06:00 Köln tanzt, eine Tanznacht, die die

Vielfalt des Tanzes in Köln zeigt, Stadtkunstprojekt

von raum13 Theater Fraktion Köln,

siehe Seite 22

„Köln tanzt“ ist eine „grenzenlose“ Tanznacht, die die

Vielfalt des Tanzes in Köln zeigt. Auf der Internetplattform

www.alleswastanzt.de haben sich viele Tanzbegeisterte,

ob professionell, semi-professionell oder als

hobbytänzer, bereits virtuell zusammen gefunden. In

dieser nacht geht es um die Frage: „Warum tanzt du?"

Alle, die im Internet ein Porträt erstellt haben, können

die Live-Performance mit einem 2-15minütigen Beitrag

mitgestalten. es gibt einblicke in unterschiedlichste

Tanzwelten und persönliche Geschichten der Kölner

Tänzer. Programm unter www.alleswastanzt.de

Kabarett a­z

19:30 Finnisch, Kabarettistisches Solotheaterstück von

Martin heckmanns mit Frank zollner, siehe Seite 13

muSical Dome

18:30 Monty Python’s Spamalot, Musical von eric Idle

orangerie

20:00 Blau, Deutschsprachige Theater-erstaufführung

von Derek jarman, Regie: Thomas j. jelinek, harald

jokesch, Produktion vom noMAD-theatre, Sommerblut

raKetenKlub

20:30 Being Almodovar – eine überdosis an Gefühl,

Musik- & Szenen-Revue von Die Garage, Regie: Martin

Schnick, Sommerblut Festival

Scala theater

19:30 jebohnert op Kölsch, Schwank von Walter Bockmayer

SchloSSerei

20.00 Die Geheimnisse der Kabbala, nach erzählungen

von Isaac Bashevis Singer, Regie: Alvis hermanis,

siehe Seite 9

Senftöpfchen theater

20:15 Lioba Albus: Mit heißem herzen – über Liebe,

Lust und Lustverlust, Kabarett

theater am Dom

20:00 Mondscheintarif, Komödie von Ildikó von Kürthy,

Bühnenfassung von Friedrich Dudy, Regie: Katja Wolff

theater am SachSenring

20:30 zwischentöne – Ray Bradburys Roman Fahrenheit

451, SchauspielerInnen lesen aus Lieblings-ScienceFiction-Romanen

theater Der Keller

20:00 Beim Film müsste man sein, Sommerkomödie von

neil Simon, Regie: hanfried Schüttler

theater im bauturm

20:00 Werther von johann Wolfgang Goethe, Inszenierung:

Rüdiger Pape

theater im hof

20:00 Duo Speziale von P. Steimel und I. Albrecht,

Komödie über Absurditäten des Alltags

fr 15

ateliertheater

20:30 Das Bundeskabarett: ein schwerer Fall, politisches

Kabarett

bühne Der Kulturen

15:00 Der Blaue Vogel, Märchenspiel mit Puppen von

Maurice Maeterlinck ab 6 jahren, Regie: Svetlana Fourer,

siehe Seite 14

20:00 orient comedy express mit Murat Topal, ozan

Akhan und Fatih cevikkollu, Sommerblut Festival

caSamax

10:30 Weiß weiß, was du nicht weißt,

ein Farbenspiel, Regie: Daniel zambra, ab 3 jahren

(mit Voranmeldung)

comeDia

10:30 zwei Monster, eine herrliche Streiterei von Gertrud

Pigor, Regie: catharina Fillers, ab 4 jahren

20:00 Malediva: ungeschminkt, poetische comedy,

Sommerblut Festival

freieS WerKStatt theater

20:00 Raucher/nichtraucher – Abenteuer im zelt. Von

Alan Ayckbourn, Regie: Stefan Karthaus Koproduktion

Berger/Karthaus/FWT

gloria

19:30 one way man, Solo-Stück von und mit Ingolf Lück

hänneSchen theater

16:00 hännesche un Bärbelche, zwei kölsche Detektive,

Puppenspiel für Kinder

19:30 Wä hätt dat vun der Tant jedaach?, Puppenspiel

für erwachsene

horizonttheater

11:00 und 20:00 (Fast) Alles von Schiller, Regie: christos

nicopoulos, Text: Reinar ortmann, ab 12 jahren

Kabarett a­z

19:30 nächsten-hiebe, Gesellschaftskabarett mit corinne

Walter und Frank zollner

Klüngelpütz Kabarett theater

20:30 Muhsin omurca: Türkenträume, deutsch-türkisches

Kabarett, Sommerblut Festival

muSical Dome

20:00 Monty Python’s Spamalot, Musical von eric Idle

opernhauS

19:30 cosi fan tutte (So machen es alle), oper von

Wolfgang Amadéus Mozart,

Dirigent: christopher Moulds, Regie: Michael hampe

orangerie

20:00 Blau, Deutschsprachige Theater-erstaufführung

von Derek jarman, Regie: Thomas j. jelinek, harald

jokesch, Produktion vom noMAD-theatre, Sommerblut

Festival

raKetenKlub

20:30 Being Almodovar – eine überdosis an Gefühl,

Musik- & Szenen-Revue von Die Garage, Regie: Martin

Schnick, Sommerblut Festival

Scala theater

19:30 jebohnert op Kölsch, Schwank von Walter Bockmayer

Foto: Dagmar Grasshoff

StuDiobühne

Festival TAnz nRW,

18:00 Piyut, choreographie: Avi Kaiser, Sergio Antonino,

Tanz: Kaiser Antonino Dance ensemble,

22:00 Moon Song, choreographie: Mark Sieczkarek,

Tanz: Mark Sieczkarek company anschließend: Frank

z., choreographie: Lotte Rudhart, Tanz: Lotte Rudhart,

siehe Seite 22

In Köln sind fünf Performances von Tanz nRW in der

Studiobühne zu sehen. „Piyut“ von Avi Kaiser und

Sergio Antonino verbindet Gebet und Musik. In „Moon

Song“ von Mark Sieczkarek suchen ein türkischer

Tenor, eine südkoreanische Tänzerin und ein schottischer

Tänzer nach einem gemeinsamen Weg. In „Frank

z.“ zeigt choreografin und Tänzerin Lotte Rudhart ihre

vielen Gesichter. henrietta horn zeigt in „Schimmer“,

welche Farbe welchen Bewegungsimpuls gibt. und das

hiphop-Kollektiv compagnie e-Motion lässt in „Super

Me“ nomaden der neuzeit als hungrige Liebessuchende

durch das netz surfen.

SchloSSerei

20.00 Die Geheimnisse der Kabbala, nach erzählungen

von Isaac Bashevis Singer, Regie: Alvis hermanis,

siehe Seite 9

Senftöpfchen theater

20:15 Robert Kreis: highlights, erlebnisse aus 30 jahren

Kabarett

SeverinS­burg­theater

20:00 Lauter, Improvisationstheater

theater am Dom

20:00 Mondscheintarif, Komödie von Ildikó von Kürthy,

Bühnenfassung von Friedrich Dudy, Regie: Katja Wolff

theater am SachSenring

20:30 zwischentöne – Ray Bradburys Roman Fahrenheit

451, SchauspielerInnen lesen aus Lieblings-Science-

Fiction-Romanen

theater Der Keller

20:00 Mutter courage und ihre Kinder, von Bertolt

Brecht, Regie: hanfried Schüttler, Koproduktion mit der

Schule des Theaters

theater im bauturm

20:00 Werther von johann Wolfgang Goethe, Inszenierung:

Rüdiger Pape

theater im hof

20:00 Dilettantissimo von Ingo Albrecht, ein Szene-

Spektakel über Theorie und Praxis der Schauspielkunst

20:00 Duo Speziale von P. Steimel und I. Albrecht,

Komödie über Absurditäten des Alltags

theater tiefrot

20:30 Die Sanfte, nach der erzählung von Fjodor Dostojewskij,

Konzeption: Dr. Peter Borchardt

Wohnzimmertheater

20:00 All Stars comedy, comedy mit aus night-Wash

und Quatsch-comedy-club bekannten Künstlern

Sa 16

aula gYmnaSium roDenKirchen

20:00 Versteck dich nicht, Tanzprojekt mit Menschen mit

und ohne Behinderung, Sommerblut Festival

blaueS hauS

16:00 jonathan will Sänger werden, Spiel: Adonnies,

Tischpuppentheaterstück ab 2 jahren

bühne Der Kulturen

15:00 Der Blaue Vogel, Märchenspiel mit Puppen von

Maurice Maeterlinck ab 6 jahren, Regie: Svetlana Fourer

bürgerhauS StollWercK

20:00 zwei Beiner: Du hast mich & ich hass Dich,

Kabarett von Anja Schöler und christoph Schmidtke,

Sommerblut Festival

caSamax

15:00 Weiß weiß, was du nicht weißt, ein Farbenspiel,

Regie: Daniel zambra, ab 3 jahren

comeDia

20:00 Malediva: ungeschminkt, poetische comedy,

Sommerblut Festival

freieS WerKStatt theater

20:00 Raucher/nichtraucher – Abenteuer im zelt. Von

Alan Ayckbourn, Regie: Stefan Karthaus

hänneSchen theater

16:00 hännesche un Bärbelche, zwei kölsche Detektive,

Puppenspiel für Kinder

19:30 Wä hätt dat vun der Tant jedaach?, Puppenspiel

für erwachsene

horizonttheater

15:00 Die Müllmaus von Alma jongerius für Kinder ab

3 jahren

20:00 Kaspar von Peter handke, Schauspiel, Regie:

eckhardt Kruse-Seiler

Kabarett a­z

19:30 hirnlos Glücklich, Gesellschaftskabarett mit corinne

Walter und Frank zollner

Klüngelpütz Kabarett theater

20:30 Rosana, comedy auf Gebärdensprache mit Gebärdendolmetscher,

Sommerblut Festival

Kölner KünStler theater

16:00 Maigers Wirsing, Regie: Iris Schleuss, ab 5 jahren

Foto: junge Kammeroper Köln

Kammeroper

premiere 19:30 Meisterklasse, ein Stück operngeschichte

von Terence Mcnally über Maria callas

Maria callas war wohl die berühmteste Sängerin des

20. jahrhunderts und einer der ersten großen opernstars

des Medienzeitalters. Terence Mcnally bringt in

„Meisterklasse“ eine hommage auf die Bühne, die die

zeit nach ende ihrer verhältnismäßig kurzen Bühnenkarriere

beleuchtet. In öffentlichen Meisterklassen forderte die

Sopranistin von ihren Schülern, was sie sich selbst immer

abverlangte: kompromisslose hingabe und Respekt gegenüber

dem Werk. Die von den Schülern vorgetragenen

Arien von Bellini, Verdi und Puccini rufen erinnerungen an

callas' eigenes Leben wach.

premieren unD tageStippS KinDer­ unD JugenDtheater 3 MaI ‘09

premieren unD tageStippS KinDer­ unD JugenDtheater

29 Datiert

muSical Dome

15:00 und 20:00 Monty Python’s Spamalot, Musical von

eric Idle

opernhauS

19:30 Samson et Dalila, oper von camille Saint-Saëns,

Dirigent: enrico Delamboye, Regie: Tilman Knabe,

19:00 einführung

Scala theater

19:30 jebohnert op Kölsch, Schwank von Walter Bockmayer

SchloSSerei

20.00 Die Geheimnisse der Kabbala, nach erzählungen

von Isaac Bashevis Singer, Regie: Alvis hermanis,

siehe Seite 9

Senftöpfchen theater

20:15 Robert Kreis: highlights, erlebnisse aus 30 jahren

Kabarett

SeverinS­burg­theater

20:00 Link!, Improvisationstheater

StuDiobühne

20:30 Festival TAnz nRW, Schimmer (Arbeitstitel), choreographie

und Tanz: henrietta horn

22:00 Super Me, choreographie: compagnie e-Motion,

Tanz: e-Motion, siehe Tagestipp am 15.Mai

theater am Dom

20:00 Mondscheintarif, Komödie von Ildikó von Kürthy,

Bühnenfassung von Friedrich Dudy, Regie: Katja Wolff

theater Der Keller

20:00 Mutter courage und ihre Kinder, von Bertolt

Brecht, Regie: hanfried Schüttler, Koproduktion mit der

Schule des Theaters

theater im bauturm

20:00 Werther von johann Wolfgang Goethe, Inszenierung:

Rüdiger Pape

theater tiefrot

20:30 Die Sanfte, nach der erzählung von Fjodor Dostojewskij,

Konzeption: Dr. Peter Borchardt, siehe Seite 18

Wohnzimmertheater

20:00 All Stars comedy, comedy mit aus night-Wash

und Quatsch-comedy-club bekannten Künstlern

So 17

aula gYmnaSium roDenKirchen

17:00 Versteck dich nicht, Tanzprojekt mit Menschen mit

und ohne Behinderung, Sommerblut Festival

blaueS hauS

16:00 jonathan will Sänger werden, Spiel: Adonnies,

Tischpuppentheaterstück ab 2 jahren

bühne Der Kulturen

premiere 20:00 Sacrifice I & Who is who?, zweiteiliger

Tanzabend von und mit natalia Murariu und Karen

D. Savage

caSamax

15:00 Weiß weiß, was du nicht weißt, ein Farbenspiel,

Regie: Daniel zambra, ab 3 jahren

comeDia

11:00 und 15:00 Die Geschichte von Lena, Theaterstück

für Kinder ab 8 jahre von Michael Ramløse und

Kira elhauge, Regie: Anke Gregersen

freieS WerKStatt theater

17:00 Das Gespenst von canterville, Theaterfassung

von joachim Berger und Stefan Karthaus nach der

erzählung von oscar Wilde

gloria theater

19:30 Fang den Mörder, Kriminacht für Kombinierer,

Schauspiel zum Mitraten mit Guildo horn

hänneSchen theater

14:30 hännesche un Bärbelche, zwei kölsche Detektive,

Puppenspiel für Kinder

17:00 Wä hätt dat vun der Tant jedaach?, Puppenspiel

für erwachsene

halle KalK

19:30 Spieltrieb, nach dem Buch von juli zeh, Kölner

Fassung von jette Steckel und Sybille Meier, Regie:

jette Steckel, siehe Seite 10

hochSchule für muSiK unD tanz Köln

19:00 Shifting Grounds, Trikon Tanzwerkstatt Köln,

Tanz- und Musikstück mit 20 Künstlern aus Mitteleuropa,

Afrika und Indien, choreografie: Vera Sander

horizonttheater

11:00 Die Müllmaus von Alma jongerius ab 3 jahren

15:00 Löwe sein ist wunderbar von Gertrud Pigor, zirkusmusical

ab 4 jahren

20:00 Mein Kampf, Schauspiel von George Tabori,

Inszenierung: Reinar ortmann

Kabarett a­z

15:00 Der Teufel mit den 3 goldenen haaren, Kindermärchen

frei nach Gebr. Grimm mit corinne Walter und

Frank zollner, ab 5 jahren

Kammeroper

15:00 Meisterklasse, ein Stück operngeschichte von

Terrence Mcnally über Maria callas, Inszenierung: Volker

hein, musikal. Leitung: h.P.Katzenburg

Klüngelpütz Kabarett theater

20:30 Muhsin omurca: Damsiz Girilmez, Kabarett auf

türkisch, Sommerblut Festival

Kölner KünStler theater

15:00 Maigers Wirsing, Regie: Iris Schleuss, für Kinder

ab 5 jahren

muSical Dome

14:00 und 19:00 Monty Python’s Spamalot, Musical von

eric Idle

opernhauS

18:00 cosi fan tutte (So machen es alle), oper von

Wolfgang Amadéus Mozart,

Dirigent: christopher Moulds, Regie: Michael hampe

Scala theater

17:30 jebohnert op Kölsch, Schwank von Walter Bockmayer

Senftöpfchen theater

20:15 Robert Kreis: highlights, erlebnisse aus 30 jahren

Kabarett

Annika Richter ist Iphigenie, Foto: janine Guldener

SchauSpielhauS

premiere 19:30 Iphigenie von euripides, Fassung

für Schauspiel Köln nach einer Bearbeitung von Søren

Voima, Regie: Karin henkel

Iphigenie war und ist ein beliebtes Motiv in der

Dichtkunst. heerführer Agamemnon soll seine Tochter

Iphigenie (Angelika Richter) opfern, um günstige Winde

für die Weiterfahrt seiner Flotte zu erwirken. Doch dann

wird Iphigenie durch die Göttin Artemis gerettet. Das ist

allerdings nicht das versöhnliche ende der erzählung.

Die opferung Iphigenies hat bittere, blutige Folgen:

Vatermord, Muttermord, Betrug, Raub und Krieg bilden

fortan eine Spirale der Gewalt, die sich von einer Generation

auf die nächste überträgt. Karin henkel fragt in

ihrer Inszenierung: Wer ist Iphigenie wohl für uns heute?

SeverinS­burg­theater

20:00 Kosmetik des Bösen, nach dem Roman von

Amélie nothomb, Gastspiel Theatergruppe glassbooth,

Inszenierung: eva zitta

tanzmuSeum

stündlich 11:00­14:00 und 17:00 ­19:00 Filmdokumentation

zu china-hair-connection Beijing-cologne,

Interdisziplinäres Performanceprojekt von Angie hiesl

und Roland Kaiser

15:00 Getanzte Führung durch die aktuelle Ausstellung

Fatal Attraction. Tanz, eleganz und Weiblichkeit, Tanz:

Katharine Sehnert

theater am Dom

20:00 Mondscheintarif, Komödie von Ildikó von Kürthy,

Bühnenfassung von Friedrich Dudy, Regie: Katja Wolff

theater Der Keller

18:00 Beim Film müsste man sein, Sommerkomödie von

neil Simon, Regie: hanfried Schüttler

theater im bauturm

20:00 Der Kontrabass von Patrick Süskind, Inszenierung:

Alexandre Guini mit Axel Siefer (1000ste Vorstellung,

i. A. Publikumsgespräch), siehe Seite 8

theater im hof

11:00, 15:00 nanu? comedy-zauber-Mitmach-Theater

von Markus Poetes ab 3 jahren

zirKuS­ unD artiStiKzentrum Köln

11:00 Die zweite Prinzessin, Kindertheater von Gertrud

Pigor, Regie: Angelika Pohlert, ab 4 jahren

mo 18

ateliertheater

20:30 Sia Korthaus: Auch Glückskekse krümeln, Kabarett

caSamax

10:30 Weiß weiß, was du nicht weißt, ein Farbenspiel,

Regie: Daniel zambra, ab 3 jahren (mit Voranmeldung)

halle KalK

19:30 Spieltrieb, nach dem Buch von juli zeh, Kölner

Fassung von jette Steckel und Sybille Meier, Regie:

jette Steckel, siehe Seite10

horizonttheater

11:00 Mein Kampf, Schauspiel von George Tabori,

Inszenierung: Reinar ortmann

20:00 Dantons Tod, Schauspiel von Georg Büchner,

Regie: Rainer hannemann und Aydin Isik

SchauSpielhauS

20:00 Der Gott des Gemetzels, Schauspiel von Yasmina

Reza, Regie: Karin Beier

Senftöpfchen theater

20:15 jochen Busse & henning Venske: Legende trifft

urgestein, Kabarett

SeverinS­burg­theater

20:00 KGB – Kunst gegen Bares. offene Bühne Show

mit Gerd Buurmann und hildegart Scholten

theater am Dom

20:00 Mondscheintarif, Komödie von Ildikó von Kürthy,

Bühnenfassung von Friedrich Dudy, Regie: Katja Wolff

Di 19

ateliertheater

20:30 holger edmaier: Spielwiese- ein eldorado für

Bekloppte, Popkabarett

blaueS hauS

20.00 Auf besonderen Wunsch – Liebe, Gedichtelesung

für erwachsene von Thomas Wissmann

caSSiopeia theater

10:00 Das hässliche entlein, Musikmärchen von

claudia hann nach hans christian Andersen, Regie:

udo Mierke, Großfigurentheater ab 5 jahren

(mit Voranmeldung)

comeDia

10:30 Die Geschichte von Lena, Theaterstück für Kinder

ab 8 jahre von Michael Ramløse und Kira elhauge,

Regie: Anke Gregersen

20:00 Irmgard Knef meets Lilo Wanders, comedy, Sommerblut

Festival

horizonttheater

11:00 Dantons Tod, Schauspiel von Georg Büchner,

Regie: Rainer hannemann und Aydin Isik, ab 12 jahren

20:00 (Fast) Alles von Schiller, Regie: christos nicopoulos,

Text: Reinar ortmann

raKetenKlub

20:30 Klaus Wildermuth: Der Waldläufer, Kabarett und

Roadmovie mit Akkordeon

Senftöpfchen theater

20:15 jochen Busse & henning Venske: Legende trifft

urgestein, Kabarett

theater am Dom

20:00 Mondscheintarif, Komödie von Ildikó von Kürthy,

Bühnenfassung von Friedrich Dudy, Regie: Katja Wolff

theater Der Keller

20:00 Die Millionärin, Komödie von Trude herr, Regie:

Ralf Borgartz, Sommerblut Festival

theater im bauturm

20:00 Ladies night (Ganz oder gar nicht) von Stephen

Sinclair und Anthony Mccarten

mi 20

ateliertheater

20:30 Die Lottis: Starke Stücke, Musikkabarett

bürgerhauS StollWercK

20:00 Von candlelight und Liebestötern, MM Theater,

eine kabarettistische Komödie von und mit Sabine Misiorny

und Tom Müller

comeDia

10:30 Die Geschichte von Lena, Theaterstück für Kinder

ab 8 jahre von Michael Ramløse und Kira elhauge,

Regie: Anke Gregersen

20:00 hennes Bender: egal gibt’s nicht!, comedy

hänneSchen theater

16:00 hännesche un Bärbelche, zwei kölsche Detektive,

Puppenspiel für Kinder

19:30 Wä hätt dat vun der Tant jedaach?, Puppenspiel

für erwachsene

horizonttheater

11:00 Antigone, Tragödie von Sophokles ab 12 jahren,

Regie: christos nicopoulos

20:00 (Fast) Alles von Schiller, Regie: christos nicopoulos,

Text: Reinar ortmann

Kammeroper

19:30 Meisterklasse, ein Stück operngeschichte von

Terrence Mcnally über Maria callas, Inszenierung: Volker

hein, musikal. Leitung: h. P. Katzenburg

Kölner KünStler theater

10:00 Maigers Wirsing, Regie: Iris Schleuss, ab 5 jahren

muSical Dome

18:30 Monty Python’s Spamalot, Musical von eric Idle

SchauSpielhauS

20:00 Wunschkonzert, Schauspiel von Franz xaver

Kroetz, Regie: Katie Mitchell

SeverinS­burg­theater

20:00 Der elektrische Reiter, von heidi von Plato,

Inszenierung: Frank Kirchmaier, mit dem ensemble

theaterneuland

theater am Dom

20:00 Mondscheintarif, Komödie von Ildikó von Kürthy,

Bühnenfassung von Friedrich Dudy, Regie: Katja Wolff

theater Der Keller

20:00 Die Millionärin, Komödie von Trude herr, Regie:

Ralf Borgartz, Sommerblut Festival

theater im bauturm

20:00 Ladies night (Ganz oder gar nicht) von Stephen

Sinclair und Anthony Mccarten

theater tiefrot

20:30 Femme Fatale, Komödie von Debbie Isitt, Regie:

Volker Lippmann

YaKult halle

11:30 Sid, die Schlange, die singen wollte, Kinderoper

von Malcom Fox, Musikalische Leitung: Siro Battaglin/

Raimund Laufen, Regie: christian Schuller, ab 5 jahren

Do 21

Foto: FWT

freieS WerKStatttheater

premiere 20:00 Gold & eden, eine schwul-lesbische

Theatercollage, Regie: charlott Dahmen, Sommerblut

Festival

Gibt es ein Paradies auf erden für eva & eva, Adam &

Adam? Was tun Schwule, wenn sie altern? Mit Witz und

ernst beschäftigen sich 13 Kölner Lesben und Schwule

zwischen 38 und 79 jahren in der Theatercollage mit

dem göttlichen Garten eden und zeigen Lebensarten und

Sichtweisen älterer Lesben und Schwuler. Für viele liegt

die zeit, in der homosexualität noch strafbar und absolut

tabu war, noch gar nicht lange zurück. Die Kooperation

zwischen dem Sommerblut Festival und dem Freien

Werkstatt Theater wird von charlott Dahmen inszeniert.

ateliertheater

20:30 Kämmer & Rübhausen: es brennt, ein kabarettistisches

Drama

bühne Der Kulturen

20:00 Glück, Kristóf Szabós uraufführung seines intermedialen

Werks, Sommerblut Festival

comeDia

20:00 zärtlichkeiten mit Freunden: Mitten ins herts,

comedy

freieS WerKStatttheater

20:00 Martin Rütter: hund – Deutsch // Deutsch –

hund, tierisches Infotainment-Kabarett

hänneSchen theater

16:00 hännesche un Bärbelche, zwei kölsche Detektive,

Puppenspiel für Kinder

19:30 Wä hätt dat vun der Tant jedaach?, Puppenspiel

für erwachsene

halle KalK

19:00 Simplicissimus Teutsch, nach Grimmelshausen,

Regie: Thomas Dannemann, siehe Seite 11

Kammeroper

19:30 Meisterklasse, ein Stück operngeschichte von

Terrence Mcnally über Maria callas, Inszenierung: Volker

hein, musikal. Leitung: h. P. Katzenburg

Foto: joachim Stern

theater Die bauStelle

premiere 16:00 Der kleine Wassermann. Puppenspiel

nach einem Märchen von otfried Preußler, Regie:

Bernd Lang, Gastspiel Puppentheater SternKundt, ab

4 jahren

Den Wassermanneltern, die am Grunde des Mühlenweihers

leben, wird ein kleiner junge geboren, mit grünen

haaren und Schwimmhäuten zwischen den zehen. Mutig

geht der kleine Wassermann mit seinem Vater oder

mit Freund cyprinus, dem Karpfen, auf entdeckungsreise.

er lernt den Weiher und die Menschen kennen und

erlebt viele Abenteuer. ulrike Kundt und joachim Stern

präsentieren ottfried Preußlers Kinderbuchklassiker als

Puppenspiel mit Tischfiguren und Schauspielern.

Kölner KünStler theater

15:00 Der kleine häwelmann von Theodor Storm, Regie:

christian Schweiger, ab 3 jahren

muSical Dome

18:30 Monty Python’s Spamalot, Musical von eric Idle

opernhauS

18:00 Tristan und Isolde, oper von Richard Wagner,

Dirigent: Stenz, Regie: Pountney, siehe Seite 4

Scala theater

17:30 jebohnert op Kölsch, Schwank von Walter Bockmayer

SchauSpielhauS

20:00 Wunschkonzert, Schauspiel von Franz xaver

Kroetz, Regie: Katie Mitchell

Senftöpfchen theater

20:15 ottfried Fischer: Wo meine Sonne scheint, Kabarett

SeverinS­burg­theater

20:00 Der elektrische Reiter, von heidi von Plato,

Inszenierung: Frank Kirchmaier, mit dem ensemble

theaterneuland

theater am Dom

20:00 Mondscheintarif, Komödie von Ildikó von Kürthy,

Bühnenfassung von Friedrich Dudy, Regie: Katja Wolff

theater Der Keller

20:00 Die Millionärin, Komödie von Trude herr, Regie:

Ralf Borgartz, Sommerblut Festival

theater im bauturm

20:00 Ladies night (Ganz oder gar nicht) von Stephen

Sinclair und Anthony Mccarten

theater im hof

11:00 Schneewittchen von Fee Burger nach den Gebr.

Grimm, ab 3 jahren

15:00 hänsel und Gretel von Fee Burger nach den Gebr.

Grimm, ab 3 jahren

20:00 Schleiff live und Philippo eine Palme und Meer,

ein zauberhaftes comedy-Theaterstück von christopher

Schleiff

zirKuS­ unD artiStiKzentrum Köln

16:00 Die zweite Prinzessin, Kindertheater von Gertrud

Pigor, Regie: Angelika Pohlert, ab 4 jahren

fr 22

alte feuerWache

20:00 Patterns beyond Traces, Tanz von DIn A 13

tanzcompany (Köln) & Dance Factory (Accra, Ghana),

choreografie: Gerda König, Sommerblut Festival

artheater

20:00 Szenar für einen nicht existierenden, jedoch

möglichen Instrumentalschauspieler, von Boguslaw

Schaeffer, Regie: jan Peszek, ensemble Futur3

ateliertheater

20:30 Die kleine Damenkapelle: Fönfieber – ein Agent

taut auf, musikalisches Spionage- Spektakel

bühne Der Kulturen

20:00 Glück, Kristóf Szabós uraufführung seines intermedialen

Werks, Sommerblut Festival

bürgerhauS StollWercK

20:00 hans Gerzlich: Geld für alle, Wirtschaftskabarett

caSamax

10:30 Robinsons andere Insel, eine Abenteuergeschichte

von George Isherwood, Regie: Daniel zambra, ab 6

jahren (mit Voranmeldung)

freieS WerKStatttheater

20:00 Gold & eden, eine schwul-lesbische Theatercollage,

Regie: charlott Dahmen, Sommerblut Festival

hänneSchen theater

16:00 hännesche un Bärbelche, zwei kölsche Detektive,

Puppenspiel für Kinder

19:30 Wä hätt dat vun der Tant jedaach?, Puppenspiel

für erwachsene

halle KalK

19:30 Simplicissimus Teutsch, nach Grimmelshausen,

Regie: Thomas Dannemann, siehe Seite 11

horizonttheater

11:00 Kaspar von Peter handke, Schauspiel, Regie:

eckhardt Kruse-Seiler, ab 14 jahren

20:00 Kaspar von Peter handke, Schauspiel, Regie:

eckhardt Kruse-Seiler

Kabarett a­z

19:30 nächsten-hiebe, Gesellschaftskabarett mit corinne

Walter und Frank zollner

Klüngelpütz Kabarett theater

20:30 Marina Barth & ewald Gutenkunst: Schillers Lokke,

Literarisches Kabarett

muSical Dome

20:00 Monty Python’s Spamalot, Musical von eric Idle

opernhauS

19:30 cosi fan tutte (So machen es alle), oper von

Wolfgang Amadéus Mozart,

Dirigent: christopher Moulds, Regie: Michael hampe

orangerie

20:00 The breath of dance – ein experiment, Tanzperformance

von pretty ugly tanz köln und The.Lab Art und

Media Gmbh Köln, Leitung: Anasha Droxler, Anubuddha

raKetenKlub

20 :30 Falsche hamburger, Rock´n Roll-Revue von und

mit den noizy neighbors

Scala theater

19:30 jebohnert op Kölsch, Schwank von Walter Bockmayer

SchauSpielhauS

20:00 Wunschkonzert, Schauspiel von Franz xaver Kroetz,

Regie: Katie Mitchell (i.a. Publikumsgespräch)

Senftöpfchen theater

20:15 ottfried Fischer: Wo meine Sonne scheint, Kabarett


3 MaI ‘09 30 Datiert

theater am Dom

20:00 Mondscheintarif, Komödie von Ildikó von Kürthy,

Bühnenfassung von Friedrich Dudy, Regie: Katja Wolff

theater am SachSenring

20:30 Thomas Reis: Gibt’s ein Leben über 40?, Kabarett

theater Der Keller

20:00 König ödipus, Tragödie von Sophokles, co-

Produktion mit den Wuppertaler Bühnen, Regie: hüseyin

Michael cirpici

theater Die bauStelle

16:00 Der kleine Wassermann. Puppenspiel nach einem

Märchen von otfried Preußler, Regie: Bernd Lang, Gastspiel

Puppentheater SternKundt, ab 4 jahren

Foto: Severins-Burg-Theater

SeverinS­burg­theater

20:00 Der elektrische Reiter, von heidi von Plato, Inszenierung:

Frank Kirchmaier

In einem verlassenen elektrowerk trifft ein Verlorener,

heimatlos und ohne erinnerung, auf die junge Aussteigerin

judith, die Kinderprostituierte ork und den chef der

Gruppe, Bomber. Bomber sieht in dem naiven Verlorenen

beste chancen, sich einen treuen Gehilfen zu züchten.

jeder der drei vertritt sein eigenes Lebensmodell,

mitten unter ihnen ist der Verlorene, der wie ein naives

Kind nach sich selbst sucht und in die Lebensentwürfe

der anderen eintaucht. Das verführt, manipuliert und

zerstört ihn schließlich.

theater im bauturm

20:00 Ladies night (Ganz oder gar nicht) von Stephen

Sinclair und Anthony Mccarten

theater im hof

20:00 Schleiff live und Philippo eine Palme und Meer,

ein zauberhaftes comedy-Theaterstück von christopher

Schleiff

theater tiefrot

20:30 Femme Fatale, Komödie von Debbie Isitt, Regie:

Volker Lippmann

Wohnzimmertheater

20:00 All Stars jubiläumsshow, 14 jahre Wohnzimmertheater,

comedy mit aus night-Wash und Quatschcomedy-club

bekannten Künstlern

YaKult halle

11:30 Sid, die Schlange, die singen wollte, Kinderoper

von Malcom Fox, Musikalische Leitung: Siro Battaglin/

Raimund Laufen, Regie: christian Schuller, ab 5 jahren

Sa 23

alte feuerWache

20:00 Patterns beyond Traces, Tanz von DIn A 13

tanzcompany (Köln) & Dance Factory (Accra, Ghana),

choreografie: Gerda König, Sommerblut Festival

artheater

20:00 Szenar für einen nicht existierenden, jedoch

möglichen Instrumentalschauspieler, von Boguslaw

Schaeffer, Regie: jan Peszek, ensemble Futur3

ateliertheater

20:30 Tumbrinck & Stani: Das Parkbankduo-Arbeit hat

frei, hartz-Kabarett-Programm

blaueS hauS

14:30 Borstel und Wuschel und der Geburtstagskuchen,

Puppentheater ab 3 jahren

16:00 Borstel und Wuschel im Märchenwald, Puppentheater

ab 3 jahren

bühne Der Kulturen

20:00 Glück, Kristóf Szabós uraufführung seines intermedialen

Werks, Sommerblut Festival

bürgerhauS KalK

20:00 Moritz netenjakob: Multiple Sarkasmen, Kabarett,

Sommerblut Festival openair

bürgerhauS StollWercK

16:00 Der Müllartist, dadaistisches Schauspiel über hab

und Gut von und mit joachim von der heiden, von 3-10

jahren

20:00 Volker Surmann: Gescheiter scheitern, Kabarett,

comedy, Literatur & Musik

caSamax

15:00 Robinsons andere Insel, eine Abenteuergeschichte

von George Isherwood, Regie: Daniel zambra, ab 6

freieS WerKStatttheater

20:00 Gold & eden, eine schwul-lesbische Theatercollage,

Regie: charlott Dahmen, Sommerblut Festival

hänneSchen theater

16:00 hännesche un Bärbelche, zwei kölsche Detektive,

Puppenspiel für Kinder

19:30 Wä hätt dat vun der Tant jedaach?, Puppenspiel

für erwachsene

halle KalK

19:30 Simplicissimus Teutsch, nach Grimmelshausen,

Regie: Thomas Dannemann, siehe Seite 11

horizonttheater

15:00 Frühstück mit Wolf, Theaterstück mit Musik von

Gertrud Pigor, Regie:christos nicopoulos, ab 4 jahren

20:00 nächte mit joan, hommage an joan crawford

von horst Königstein, Regie: Reiner hannemann

Kabarett a­z

19:30 hirnlos Glücklich, Gesellschaftskabarett mit corinne

Walter und Frank zollner

Kammeroper

19:30 Meisterklasse, ein Stück operngeschichte von

Terrence Mcnally über Maria callas, Inszenierung: Volker

hein, musikal. Leitung: h.P.Katzenburg

Klüngelpütz Kabarett theater

20:30 clamotta: undercover, Improvisationstheater

Kölner KünStler theater

16:00 Der kleine häwelmann von Theodor Storm, Regie:

christian Schweiger, für Kinder ab 3 jahren

muSical Dome

15:00 und 20:00 Monty Python’s Spamalot, Musical von

eric Idle

opernhauS

19:30 Samson et Dalila, oper von camille Saint-Saëns,

Dirigent: enrico Delamboye, Regie: Tilman Knabe, 19:00

einführung

raKetenKlub

20:30 Mir ist es wirklich scheißegal, wo ich verrecken

tu´, Villon-Schauspielsolo mit Livemusik von Matthias

van den Berg

Scala theater

19:30 jebohnert op Kölsch, Schwank von Walter Bockmayer

SchauSpielhauS

20:00 60 Years von Guy Weizman und Roni haver, mit

pretty ugly tanz köln

Senftöpfchen theater

20:15 ottfried Fischer: Wo meine Sonne scheint, Kabarett

SeverinS­burg­theater

20:00 Der elektrische Reiter, von heidi von Plato,

Inszenierung: Frank Kirchmaier, mit dem ensemble

theaterneuland

theater am Dom

20:00 Mondscheintarif, Komödie von Ildikó von Kürthy,

Bühnenfassung von Friedrich Dudy, Regie: Katja Wolff

theater am SachSenring

20:30 zwischentöne – Androiden schlafen fest, SchauspielerInnen

lesen aus ihren Lieblings-ScienceFiction-

Romanen

theater Der Keller

20:00 Die Millionärin, Komödie von Trude herr, Regie:

Ralf Borgartz, Sommerblut Festival

theater Die bauStelle

16:00 Der kleine Wassermann. Puppenspiel nach einem

Märchen von otfried Preußler, Regie: Bernd Lang, Gastspiel

Puppentheater SternKundt, ab 4 jahren

theater im bauturm

20:00 Bandscheibenvorfall, ein Abend für Leute mit haltungsschäden

von Ingrid Lausund, Regie: Rüdiger Pape

theater im hof

11:00 hänsel und Gretel von Fee Burger nach den Gebr.

Grimm, ab 3 jahren

15:00 Schneewittchen von Fee Burger nach den Gebr.

Grimm, ab 3 jahren

20:00 Dilettantissimo von Ingo Albrecht, ein Szene-

Spektakel über Theorie und Praxis der Schauspielkunst

theater tiefrot

20:30 Femme Fatale, Komödie von Debbie Isitt, Regie:

Volker Lippmann

Wohnzimmertheater

20:00 All Stars jubiläumsshow, 14 jahre Wohnzimmertheater,

comedy mit aus night-Wash und Quatschcomedy-club

bekannten Künstlern

YaKult halle

15:00 Sid, die Schlange, die singen wollte, Kinderoper

von Malcom Fox, Dirigent: Siro Battaglin/Raimund Laufen,

Regie: christian Schuller, ab 5 jahren

So 24

blaueS hauS

16:00 Rotkäppchen, Märchen von den Gebr. Grimm als

Puppenspiel ab 3 jahren

bürgerhauS StollWercK

16:00 Der Müllartist, dadaistisches Schauspiel über hab

und Gut von und mit joachim von der heiden, von 3-10

jahren

caSamax

15:00 Robinsons andere Insel, eine Abenteuergeschichte

von George Isherwood, Regie: Daniel zambra, ab 6

jahren

hänneSchen theater

14:30 hännesche un Bärbelche, zwei kölsche Detektive,

Puppenspiel für Kinder

17:00 Wä hätt dat vun der Tant jedaach?, Puppenspiel

für erwachsene

horizonttheater

11:00 Die Müllmaus von Alma jongerius für Kinder ab

3 jahren

15:00 Löwe sein ist wunderbar von Gertrud Pigor, zirkusmusical

für Kinder ab 4 jahre

Kabarett a­z

15:00 Der Teufel mit den 3 goldenen haaren, Kindermärchen

frei nach Gebr. Grimm mit corinne Walter und

Frank zollner, ab 5 jahren, siehe Seite 15

Kammeroper

15:00 Meisterklasse, ein Stück operngeschichte von

Terrence Mcnally über Maria callas, Inszenierung: Volker

hein, musikal. Leitung: h. P. Katzenburg

Kölner KünStler theater

15:00 Der kleine häwelmann von Theodor Storm, Regie:

christian Schweiger, für Kinder ab 3 jahren

martin­luther­Kirche

18:00 Goethe von der Kanzel, vom TheaterStudio –

Faust I, Peter Vogt predigt Faust

muSical Dome

14:00 und 19:00 Monty Python’s Spamalot, Musical von

eric Idle

opernfoYer

11:30 einführungsmatinée zu capriccio, oper von

Richard Strauss (Premiere am 30. Mai)

opernhauS

16:00 Tristan und Isolde, oper von Richard Wagner,

Dirigent: Stenz, Regie: Pountney, siehe Seite 4

Scala theater

17:30 jebohnert op Kölsch, Schwank von Walter Bockmayer

SchauSpielhauS

16:00 Iphigenie, Tragödie von euripides, Regie: Karin

henkel

Senftöpfchen theater

20:15 ottfried Fischer: Wo meine Sonne scheint, Kabarett

SeverinS­burg­theater

20:00 Der elektrische Reiter, von heidi von Plato,

Inszenierung: Frank Kirchmaier, mit dem ensemble

theaterneuland

theater am Dom

20:00 Mondscheintarif, Komödie von Ildikó von Kürthy,

Bühnenfassung von Friedrich Dudy, Regie: Katja Wolff

theater am SachSenring

20:30 Thomas Reis: Gibt’s ein Leben über 40?, Kabarett

theater Der Keller

18:00 König ödipus, Tragödie von Sophokles, Koproduktion

mit den Wuppertaler Bühnen, Regie: hüseyin

Michael cirpici

theater Die bauStelle

11:00 und 16:00 Der kleine Wassermann.

Puppenspiel nach einem Märchen von otfried Preußler,

Regie: Bernd Lang, Gastspiel Puppentheater Stern-

Kundt, ab 4 jahren

theater im bauturm

20:00 Bandscheibenvorfall, ein Abend für Leute mit haltungsschäden

von Ingrid Lausund, Regie: Rüdiger Pape

mo 25

alte feuerWache

20:00 Doppelvorstellung Loose Promise, Kate McIntosh

(Brüssel, Belgien) und urbanite, Kunja Dance Theatre

(nairobi, Kenia), Tanz im Rahmen von Globalize:cologne

europa-Premiere

ateliertheater

20:30 Rosa K. Wirtz: Plöte Plumen – wenn Frauen zu

sehr arbeiten, Kabarett

bürgerhauS StollWercK

10:00 Der Müllartist, dadaistisches Schauspiel über hab

und Gut von und mit joachim von der heiden, von 3-10

jahren

caSamax

10:30 Robinsons andere Insel, eine Abenteuergeschichte

von George Isherwood, Regie: Daniel zambra, ab 6

jahren (mit Voranmeldung)

horizonttheater

11:00 und 20:00 eiskind. ein Monolog über Bulimie

von elisabeth von Rathenböck, ab 12 jahren

orangerie

20:00 Kong – Monolog für einen fremden helden, von

Klaus Fehling, Theater 1000 hertz, Reihe: Fremde helden

Teil 1, Inszenierung: christina Vayhinger

SchauSpielhauS

20:00 Der Gott des Gemetzels, Schauspiel von Yasmina

Reza, Regie: Karin Beier

Senftöpfchen theater

20:15 Sophie Russel & oliver hoff: zwei kölsche engel,

Parodie

SeverinS­burg­theater

20:00 KGB – Kunst gegen Bares. offene Bühne Show

mit Gerd Buurmann und hildegart Scholten

theater am Dom

20:00 Mondscheintarif, Komödie von Ildikó von Kürthy,

Bühnenfassung von Friedrich Dudy, Regie: Katja Wolff

premieren unD tageStippS KinDer­ unD JugenDtheater 3 MaI ‘09

premieren unD tageStippS KinDer­ unD JugenDtheater

31 Datiert

theater im bauturm

20:00 Werther von johann Wolfgang Goethe, Inszenierung:

Rüdiger Pape

YaKult halle

15:00 Sid, die Schlange, die singen wollte, Kinderoper

von Malcom Fox, Musikalische Leitung: Siro Battaglin/

Raimund Laufen, Regie: christian Schuller, ab 5 jahren

Di 26

alte feuerWache

20:00 Doppelvorstellung Loose Promise, Kate McIntosh

(Brüssel, Belgien) und urbanite, Kunja Dance Theatre

(nairobi, Kenia), Globalize:cologne

ateliertheater

20:30 Das Bundeskabarett: ein schwerer Fall, politisches

Kabarett

caSSiopeia theater

10:00 Das hässliche entlein, Musikmärchen von claudia

hann nach hans christian Andersen, Regie: udo Mierke,

Großfigurentheater ab 5 jahren (mit Voranmeldung)

comeDia

10:30 herr Fuchs mag Bücher ein Krimi mit viel Musik

von Gertrud Pigor nach dem gleichnamigen Bilderbuch

von Franziska Biermann, ab 4 jahren

horizonttheater

11:15 Die Müllmaus von Alma jongerius für Kinder ab

3 jahren

20:00 Der Besuch der alten Dame, Tragische Komödie

von Friedrich Dürrenmatt, Regie: Reinar ortmann

orangerie

20:00 Kong – Monolog für einen fremden helden, von

Klaus Fehling, Theater 1000 hertz, Reihe: Fremde helden

Teil 1, Inszenierung: christina Vayhinger

SchauSpielhauS

20:00 Leonce und Lena, Lustspiel von Georg Büchner,

Regie: jan Bosse, Koproduktion mit dem Maxim Gorki

Theater Berlin, siehe Seite 10

Senftöpfchen theater

20:15 Sophie Russel & oliver hoff: zwei kölsche engel,

Parodie

theater am Dom

20:00 Mondscheintarif, Komödie von Ildikó von Kürthy,

Bühnenfassung von Friedrich Dudy, Regie: Katja Wolff

theater im bauturm

20:00 Werther von johann Wolfgang Goethe, Inszenierung:

Rüdiger Pape

mi 27

ateliertheater

20:30 First Ladies: Reich und sexy – in zwei Stunden,

Musikkabarett

bürgerhauS StollWercK

20:00 christoph Sieber: Das gönn’ ich euch, Kabarett/

comedy

comeDia

10:30 herr Fuchs mag Bücher ein Krimi mit viel Musik

von Gertrud Pigor nach dem gleichnamigen Bilderbuch

von Franziska Biermann, ab 4 jahren

20:00 Springmaus: nur vom Feinsten, Impro-comedy

Foto: Thomas Beck

bürgerhauS StollWercK

premiere 20:30 Blind Date, Tanztheater mit blinden,

sehbehinderten und sehenden Menschen, choreografie:

Philip Taylor, Sommerblut-Festival, siehe Seite 19

Blinde und sehende Darsteller tanzen und spielen bei

dem interkulturellen Projekt „Blind Date“ unter anderem

zu autobiografischen Texten und Gedichten des

blinden Dichters Borges. choreograf Philip Taylor und

Regisseurin Karin Winkelsträter lassen drei sehende

Profitänzer und drei sehbehinderte Laientänzer Alleinsein

und Begegnungen von Menschen erforschen, die alle

in irgendeiner Form „blind“ sind: vor Liebe, eifersucht,

Verlangen oder vor Wut.

hänneSchen theater

16:00 hännesche un Bärbelche, zwei kölsche Detektive,

Puppenspiel für Kinder

19:30 Wä hätt dat vun der Tant jedaach?, Puppenspiel

für erwachsene

horizonttheater

11:00 Der Besuch der alten Dame, Tragische Komödie

von Friedrich Dürrenmatt, Regie: Reinar ortmann, ab 12

jahren

20:00 Kaspar von Peter handke, Schauspiel, Regie:

eckhardt Kruse-Seiler

Kölner KünStler theater

10:00 Freddy Frettchen, Kindertheater, Regie: Georg

zum Kley, ab 3 jahren

muSical Dome

18:30 Monty Python’s Spamalot, Musical von eric Idle

orangerie

20:00 Kong – Monolog für einen fremden helden, von

Klaus Fehling, Theater 1000 hertz, Reihe: Fremde helden

Teil 1, Inszenierung: christina Vayhinger

SchauSpielhauS

19:30 Iphigenie, Tragödie von euripides, Regie: Karin

henkel

Senftöpfchen theater

20:15 Pause & Alich: Durchstarten, Kabarett

SeverinS­burg­theater

premiere 20:00 nach einlass kein Beginn!, ein

Abend mit vielen überraschungen und viel Theater vom

Severins-Burg-Theater-ensemble

StuDiobühne

20:30 Wir werden siegen! und das ist erst der Anfang

von PeterLicht, Studiobuehne.ensemble feat. lichtgestalten

theater am Dom

20:00 Mondscheintarif, Komödie von Ildikó von Kürthy,

Bühnenfassung von Friedrich Dudy, Regie: Katja Wolff

theater Der Keller

18:00 Ich bin etwas schief ins Leben gebaut, ein Ringelnatzabend

mit heinz Simon Keller und erik Schmid

(Klavier), Regie: Susanne Seuffert

theater im bauturm

20:00 Werther von johann Wolfgang Goethe, Inszenierung:

Rüdiger Pape

theater tiefrot

20:30 Maria Stuart, von Dacia Maraini, in der Auseinandersetzung

mit Schiller, Regie: Volker Lippmann

Do 28

alte feuerWache

20:00 Mouvoir/ blind questions: I see you me neither,

Freihandelszone, chroreografie: Stephanie Thiersch

ateliertheater

20:30 Kämmer & Rübhausen: es brennt, ein kabarettistisches

Drama

bürgerhauS StollWercK

20:00 Die ImproVisaToren: Mel Gibson singt Ibsen –

Reloaded, Improshow

20:30 Blind Date, Tanztheater mit blinden, sehbehinderten

und sehenden Menschen, choreografie: Philip

Taylor, Sommerblut-Festival, siehe Seite 19

comeDia

10:30 herr Fuchs mag Bücher ein Krimi mit viel Musik

von Gertrud Pigor nach dem gleichnamigen Bilderbuch

von Franziska Biermann, ab 4 jahren

20:00 Meine dicke freche türkische Familie, Kabarett

von und mit Moritz netenjakob

hänneSchen theater

16:00 hännesche un Bärbelche, zwei kölsche Detektive,

Puppenspiel für Kinder

19:30 Wä hätt dat vun der Tant jedaach?, Puppenspiel

für erwachsene

halle KalK

19:30 Kölner Affäre, Doku-Schauspiel, Regie: Alvis

hermanis

Foto: Bühne der Kulturen

bühne Der Kulturen

premiere 20:00 Schiller – ganz oder gar nicht – Vergessen

Sie Shakespeare – jetzt kommt Schiller!, Regie

Stefan Krause, neuesschauspiel köln

zum Schillerjahr 2009 ist „Ganz oder gar nicht“

das Motto der drei Schauspieler der freien Gruppe

neuesschauspiel köln. entschieden haben sie sich für

das ganze dramatische Werk von Friedrich Schiller. In

neunzig Minuten präsentieren sie „Don carlos", „Die

jungfrau von orleans", „Kabale und Liebe" und "Die

Räuber". Dabei kommen auf der Bühne ungeahnte

Interpretationen von Schillers gesammelten Werken

zum Vorschein. und deshalb wird es wohl auch eher

komisch als dramatisch.

horizonttheater

11:00 Kaspar von Peter handke, Schauspiel, Regie:

eckhardt Kruse-Seiler, ab 14 jahren

20:00 Paillettenhut im Sommerblut, Regie: eckhardt

Kruse-Seiler, Theater und Musik zum Sommerblut

Festival

Klüngelpütz Kabarett theater

15:00 Stenzel, Kivits & Menders: concerto tricolore,

Musikcomedy

muSical Dome

18:30 Monty Python’s Spamalot, Musical von eric Idle

orangerie

20:00 Kong – Monolog für einen fremden helden, von

Klaus Fehling, Theater 1000 hertz, Reihe: Fremde helden

Teil 1, Inszenierung: christina Vayhinger

raKetenKlub

20:30 Faust 1.0, Faust-Bearbeitung der Germaniac-

Group, Regie: Tom Martus, siehe Seite 6

Scala theater

19:30 jebohnert op Kölsch, Schwank von Walter Bockmayer

SchauSpielhauS

19:30 Der letzte Riesenalk, ein Diorama, Regie und

Bühnenbild: Anna Viebrock

Senftöpfchen theater

20:15 Pause & Alich: Durchstarten, Kabarett

SeverinS­burg­theater

20:00 nach einlass kein Beginn!, ein Abend mit vielen

überraschungen und viel Theater vom Severins-Burg-

Theater-ensemble

StuDiobühne

20:30 Wir werden siegen! und das ist erst der Anfang

von PeterLicht, Studiobuehne.ensemble feat. lichtgestalten

theater am Dom

20:00 Mondscheintarif, Komödie von Ildikó von Kürthy,

Bühnenfassung von Friedrich Dudy, Regie: Katja Wolff

theater am SachSenring

20:30 Flower Mauer Adenauer, szenischer Liederabend

mit nicole Kersten und Roland Riebeling

theater Der Keller

20:00 Kriegserklärungen: Bagdad brennt, Lesung nach

dem Girlblog von Riverbend, Inszenierung: julian Rauter

und Alex Weinstock

theater im bauturm

20:00 Werther von johann Wolfgang Goethe, Inszenierung:

Rüdiger Pape

theater im hof

11:00 Schneewittchen von Fee Burger nach den Gebr.

Grimm, ab 3 jahren

15:00 hänsel und Gretel von Fee Burger nach den Gebr.

Grimm, ab 3 jahren

20:00 Die weiße Rose – ein Kriegsmärchen von Lars

zastrow und janosch Roloff

YaKult halle

11:30 Sid, die Schlange, die singen wollte, Kinderoper

von Malcom Fox, Musikalische Leitung: Siro Battaglin/

Raimund Laufen, Regie: christian Schuller, ab 5 jahren

fr 29

alte feuerWache

20:00 Mouvoir/ blind questions: I see you me neither,

Freihandelszone, chroreografie: Stephanie Thiersch

ateliertheater

20:30 Meike Gottschalk: Agnetha und ich, Mini-Musical

mit ABBA hits

bühne Der Kulturen

15:00 Der Blaue Vogel, Märchenspiel mit Puppen von

Maurice Maeterlinck ab 6 jahren, Regie: Svetlana Fourer,

siehe Seite 14

20:00 Bir Muhabirin Anilari: Tek kisilik güldürü, comedy

von Kayihan Aras in türkischer Sprache

bürgerhauS StollWercK

20:00 janice Perry: not just another pretty face: 25+

years on tour, comedy, Sommerblut Festival

20:30 Blind Date, Tanztheater mit blinden, sehbehinderten

und sehenden Menschen, choreografie: Philip

Taylor, Sommerblut-Festival, siehe Seite 19

comeDia

10:30 zwei Monster, eine herrliche Streiterei von Gertrud

Pigor, Regie: catharina Fillers, ab 4 jahren

20:00 Susanne Pätzold und Alex Burgos: Du stehst auf

meinem Fuß, tänzerische Beziehungsgeschichte

hänneSchen theater

16:00 hännesche un Bärbelche, zwei kölsche Detektive,

Puppenspiel für Kinder

19:30 Wä hätt dat vun der Tant jedaach?, Puppenspiel

für erwachsene

horizonttheater

20:00 Paillettenhut im Sommerblut, Regie: eckhardt

Kruse-Seiler, Theater und Musik zum Sommerblut Festival

Kammeroper

19:30 Meisterklasse, ein Stück operngeschichte von

Terrence Mcnally über Maria callas, Inszenierung: Volker

hein, musikal. Leitung: h. P. Katzenburg

Klüngelpütz Kabarett theater

15:00 Stenzel, Kivits & Menders: concerto tricolore,

Musikcomedy

muSical Dome

20:00 Monty Python’s Spamalot, Musical von eric Idle

opernhauS

19:30 Samson et Dalila, oper von camille Saint-Saëns,

Dirigent: enrico Delamboye, Regie: Tilman Knabe, 19:00

einführung

Scala theater

19:30 jebohnert op Kölsch, Schwank von Walter Bockmayer

SchauSpielhauS

19:30 Iphigenie, Tragödie von euripides, Regie: Karin

henkel

Senftöpfchen theater

20:15 zu zweit: Ich war’s nicht!, singendes Kabarett-Duo

SeverinS­burg­theater

20:00 nach einlass kein Beginn!, ein Abend mit vielen

überraschungen und viel Theater vom Severins-Burg-

Theater-ensemble

theater am Dom

20:00 Mondscheintarif, Komödie von Ildikó von Kürthy,

Bühnenfassung von Friedrich Dudy, Regie: Katja Wolff

theater am SachSenring

20:30 Flower Mauer Adenauer, szenischer Liederabend

mit nicole Kersten und Roland Riebeling

theater DaS Spielbrett

20:00 Top Dogs, Stück von urs Widmer, Regie: Gisela

olroth-hackenbroch

theater Der Keller

20:00 Mutter courage und ihre Kinder von Bertolt

Brecht, Regie: hanfried Schüttler, Koproduktion mit der

Schule des Theaters

theater im bauturm

20:00 Köln ist Kasse! Das uPDATe, eine realsatirische

charakterkomödie von heinrich Pachl (i. A. Publikumsgespräch)

theater im hof

20:00 Die weiße Rose – ein Kriegsmärchen von Lars

zastrow und janosch Roloff

theater tiefrot

20:30 Maria Stuart von Dacia Maraini in der Auseinandersetzung

mit Schiller, Regie: Volker Lippmann

Wohnzimmertheater

20:00 All Stars comedy, comedy mit aus night-Wash

und Quatsch-comedy-club bekannten Künstlern

YaKult halle

15:00 Sid, die Schlange, die singen wollte, Kinderoper

von Malcom Fox, Musikalische Leitung: Siro Battaglin/

Raimund Laufen, Regie: christian Schuller, ab 5 jahren

Sa 30

ateliertheater

20:30 Meike Gottschalk: Agnetha und ich, Mini-Musical

mit ABBA hits

blaueS hauS

14:30 Borstel und Wuschel und der Geburtstagskuchen,

Puppentheater ab 3 jahren

16:00 Borstel und Wuschel im Märchenwald, Puppentheater

ab 3 jahren

Foto: movingtheatre

bürgerhauS StollWercK

20:30 Site Specific – you are not alone anyway, Tanztheater

vom movingtheatre.de, choreographie und

Tanz: Massimo Gerardi & emanuele Soavi, Sommerblut

Festival (Großer Saal)

Viele Mauern und Mauerbilder existieren in unserer

kollektiven erinnerung. Darum geht es in „Site specific“:

zwei Männer sind durch eine Mauer getrennt. Die Auflösung

der Begrenzung, erträumt und befürchtet zugleich,

wirft sie in eine unbekannte Welt. es folgen euphorie

und ernüchterung, Panik und entspannung. über allem

steht die große Frage: habe ich die richtige Wahl getroffen?

Ist Freiheit wirklich ein Gewinn? Die choreografen

und Tänzer Massimo Gerardi und emanuele Soavi

zeigen zum 20. jahrestag des Mauerfalls, wie Grenzen

unser Leben bestimmen.

bühne Der Kulturen

20:00 Die nachricht über den Tod, Stück von Agha

Waledeh

comeDia

20:00 Pigor singt, eichhorn muss begleiten. und ulf!,

comedy, Regie: Gertrud Pigor

hänneSchen theater

16:00 hännesche un Bärbelche, zwei kölsche Detektive,

Puppenspiel für Kinder

19:30 Wä hätt dat vun der Tant jedaach?, Puppenspiel

für erwachsene

Foto: Wolfgang Weimer

horizonttheater

premiere 15:00 Lotte will Prinzessin sein von Doris

Dörrie, Regie: Ivana Langmajer, ab 4 jahren

In „Lotte will Prinzessin sein“ herrscht verkehrte Welt.

hier macht nämlich das Kind – in diesem Fall die kleine

Lotte – seinen eltern Vorschriften und nicht umgekehrt.

Das Stück von Doris Dörrie zeigt mit viel humor, wie

alltägliche Mutter-Tochter-Situationen mal ganz anders

laufen, wenn nicht die Mama alles bestimmen darf. Auch

Konflikte sieht man plötzlich aus einem ganz anderen

Licht, wenn man Kindern nicht alles vorschreibt, sondern

ihnen Raum für Selbstbestimmung und persönliche

Freiheit lässt. Wo bleiben da die Grenzen? ob das im

Sinne von Michael Winterhoff ist?

halle KalK

19:30 Kölner Affäre, Doku-Schauspiel, Regie: Alvis

hermanis

Kammeroper

19:30 Meisterklasse, ein Stück operngeschichte von

Terrence Mcnally über Maria callas, Inszenierung: Volker

hein, musikal. Leitung: h.P.Katzenburg

Kölner KünStler theater

16:00 Freddy Frettchen, Kindertheater, Regie: Georg

zum Kley, ab 3 jahren

muSical Dome

15:00 und 20:00 Monty Python’s Spamalot, Musical von

eric Idle

Foto: Klaus Lefebvre

opernhauS

premiere 19.30 capriccio, oper von Richard Strauss,

Dirigent: Markus Stenz, Regie: christian von Götz

Frankreich im späten 18. jahrhundert: Der Komponist

Flamand und der Dichter olivier streiten um die Gunst

der Gräfin Madeleine. Dieser Streit ist zugleich ein Konflikt

um die Vorherrschaft von Wort oder Musik. Die Liebesbekundungen

Flamands und oliviers werden von der

Gräfin mit geistvoller Konversation erwidert. „capriccio“

ist Strauss’ letztes Bühnenwerk und voll von Reflexionen

über opernästhetik und literarischen Anspielungen. Die

Inszenierung von christian von Götz wurde zum ersten

Mal im Sommer 2007 im Rahmen des edinburgh International

Festival gezeigt.

raKetenKlub

20:30 Faust 1.0, Faust-Bearbeitung der Germaniac-

Group, Regie: Tom Martus, siehe Seite 6

Scala theater

19:30 jebohnert op Kölsch, Schwank von Walter Bockmayer

SchauSpielhauS

19:30 Die Kontrakte des Kaufmanns, Wirtschaftskomödie

von elfriede jelinek, Regie: nicolas Stemann,

Koproduktion mit dem Thalia Theater hamburg

SeverinS­burg­theater

20:00 nach einlass kein Beginn!, ein Abend mit vielen

überraschungen und viel Theater vom Severins-Burg-

Theater-ensemble

StuDiobühne

20:00 WeIB.LIcht.KeIT, Produktion der lichtgestalten /

studiobuehne.ensemble, siehe Seite 17

theater am Dom

20:00 Mondscheintarif, Komödie von Ildikó von Kürthy,

Bühnenfassung von Friedrich Dudy, Regie: Katja Wolff

theater am SachSenring

20:30 Kafkas Welten, Text: Franz Kafka, Inszenierung:

joe Knipp


3 MaI ‘09 32 Datiert

theater DaS Spielbrett

20:00 Top Dogs, Stück von urs Widmer, Regie: Gisela

olroth-hackenbroch

theater Der Keller

20:00 non(n)sens, Musical von Dan Goggin, Regie:

herbert Wandschneider

theater Die bauStelle

16:00 Rumpelstilzchen, erzähltheater für Kinder ab 4

jahren

theater im bauturm

20:00 Köln ist Kasse! Das uPDATe, eine realsatirische

charakterkomödie von heinrich Pachl

theater im hof

20:00 Die weiße Rose – ein Kriegsmärchen von Lars

zastrow und janosch Roloff

theater tiefrot

20:30 Maria Stuart, von Dacia Maraini, in der Auseinandersetzung

mit Schiller, Regie: Volker Lippmann

Wohnzimmertheater

20:00 All Stars comedy, comedy mit aus night-Wash

und Quatsch-comedy-club bekannten Künstlern

YaKult halle

15:00 Sid, die Schlange, die singen wollte,

Kinderoper von Malcom Fox, Musikalische Leitung: Siro

Battaglin/Raimund Laufen, Regie: christian Schuller,

ab 5 jahren

So 31

blaueS hauS

16:00 Rotkäppchen, Märchen von den Gebrüdern

Grimm als Puppenspiel ab 3 jahren

bürgerhauS StollWercK

20:00 caspar & Bianca: endlich solo! Die Lieder meiner Lieben,

Kabarett/comedy , Sommerblut Festival (Theater 509)

20:30 Site Specific – you are not alone anyway, Tanztheater

vom movingtheatre.de, choreographie und Tanz:

Massimo Gerardi & emanuele Soavi

hänneSchen theater

14:30 hännesche un Bärbelche, zwei kölsche Detektive,

Puppenspiel für Kinder

17:00 Wä hätt dat vun der Tant jedaach?, Puppenspiel

für erwachsene

hauS burgparK

18:30 navasart, Tanz und Musik vom ensemble Armenien,

Sommerblut Festival

horizonttheater

11:00 Die Stoffmarie von Andreas Strigl, Krabbeltheater

ab 2 jahren

15:00 Lotte will Prinzessin sein von Doris Dörrie, Regie:

Ivana Langmajer, für Kinder ab 4 jahren

Kölner KünStler theater

15:00 Freddy Frettchen, Kindertheater, Regie: Georg

zum Kley, ab 3 jahren

muSical Dome

14:00 und 19:00 Monty Python’s Spamalot, Musical von

eric Idle

opernhauS

16:00 Samson et Dalila, oper von camille

Saint-Saëns, Dirigent: enrico Delamboye, Regie: Tilman

Knabe (mit Kinderbetreuung), 15:30 einführung

Scala theater

17:30 jebohnert op Kölsch, Schwank von Walter Bockmayer

SchauSpielhauS

20:00 Der Gott des Gemetzels, Schauspiel von Yasmina

Reza, Regie: Karin Beier

SeverinS­burg­theater

20:00 nach einlass kein Beginn!, ein Abend mit vielen

überraschungen und viel Theater vom Severins-Burg-

Theater-ensemble

StuDiobühne

20:00 WeIB.LIcht.KeIT, Produktion der lichtgestalten /

studiobuehne.ensemble, siehe Seite 17

theater am Dom

20:00 Mondscheintarif, Komödie von Ildikó von Kürthy,

Bühnenfassung von Friedrich Dudy, Regie: Katja Wolff

fREIKaRTEN ZU GEWINNEN Foto:

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LöSunGSWoRT:

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premieren unD tageStippS KinDer­ unD JugenDtheater

theater am SachSenring

16:00 Kafka und Kuchen, Kaftkas Welten, Text: Franz

Kafka, Inszenierung: joe Knipp, im Theater wird Kaffee

und Kuchen serviert

theater Der Keller

20:00 es komme, was der himmel über mich

verhängt, nach Briefen von heinrich von Kleist,

Regie: heinz Simon Keller, Koproduktion mit dem

Theater Black Box

theater Die bauStelle

16:00 Rumpelstilzchen, erzähltheater für Kinder ab 4

jahren

theater im bauturm

20:00 Der Kontrabass von Patrick Süskind, Inszenierung:

Alexandre Guini mit Axel Siefer, siehe Seite 8

theater im hof

11:00 Schneewittchen von Fee Burger nach den Gebr.

Grimm

15:00 hänsel und Gretel von Fee Burger nach den Gebr.

Grimm

theater tiefrot

20:30 Maria Stuart von Dacia Maraini in der Auseinandersetzung

mit Schiller, Regie: Volker Lippmann

Das monatliche akt­theaterrätsel lösen Sie am besten nach

ausgiebiger lektüre der theaterzeitung. Wenn Sie erfolgreich

gewesen sind, schicken Sie uns das lösungswort per

e­mail an theaterzeitung@koeln.de. unter allen richtigen

einsendern verlosen wir 2 x 2 freikarten für eine theaterpremiere

im monat Juni. teilnahmeschluss ist der 31. mai.

viel glück!

WAAGeRechT:

1 alles muss heute ___ sein, ob eier, gemüse oder autos.

fragt sich nur, wie sich diese forderung aufs theater anwenden

ließe.

2 ein neuer plan soll sie weiterentwickeln. hoffen wir das

beste. Siehe Seite 7.

3 in Köln gewiss das beliebteste darstellende genre. Wird

zum beispiel im atelier­theater, im bürgerhaus Stollwerk

oder in der comedia abendlich ausgeübt.

4 vorname eines deutschen türken oder türkischen Deutschen,

der die selbstgefällige deutsche pseudo­integrationsmaschinerie

kabarettistisch bearbeitet.

5 Der fl ießt. egal, welche Katastrophen sonst noch in Köln

passieren.

6 Der mensch, sagte Schiller, ist nur dort mensch, wenn er es

tut. fatal nur, wenn es sich mit menschlichen trieben paart,

wie bei Juli zeh. Diese wollen wir deshalb unter den tisch fallen

lassen (siehe Seite 10).

SenKRechT:

1 altertümliche bezeichnung für die hiesige nationalität,

auch teil eines Stücks barocker Weltliteratur, das in Köln uraufführung

hatte.

2 Körperfl üssigkeit, die mit dem zusatz „Sommer“ einen kulturellen

anstrich bekommt.

3 man kann es auf vielfache Weise werden, vor Wut, liebe,

weil man einen schrecklichen unfall hatte – oder weil man

gerne jemand neuen kennenlernen möchte. Kommt auch in

einer tanzinszenierung vor.

4 „ein Waldschrat von instrument“ – behauptet zumindest

das gleichnamige theaterstück, das seit 25 Jahren in Köln

läuft.

5 Wenn ein Schauspieler die bekommt, ist er überglücklich.

lassen Sie den Kopf einfach weg.

6 freund von isolde.

Die gewinner des rätsels aus akt.1 waren

ingo blau und valerie rittel.

gewonnen haben sie jeweils 2 Karten für die premiere von

„Werther“ im theater im bauturm.

SIGNA

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