Jahresbericht 2011 (PDF) - Stiftung Zukunft Thurgau

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Jahresbericht 2011 (PDF) - Stiftung Zukunft Thurgau

jahresbericht 2011


vorwort des präsidenten

Die wirtschaftlichen Wellenbewegungen bleiben wie in der Vergangenheit an der

Tagesordnung. So ist nach einem 18-monatigen Rückgang die Arbeitslosenzahl

im zweiten Halbjahr des vergangenen Jahres wieder angestiegen. Die Auswirkungen

des starken Euros kamen aber weniger zum Tragen, als man zunächst

annehmen musste. Obwohl der Euro auf tiefem Niveau stabilisiert wurde, läuft

unsere Wirtschaft erstaunlich gut. Die exportorientierten Firmen haben offenbar

Wege gefunden, welche den Abbau von Arbeitsplätzen mindestens zum Teil verhindern

konnten. Erfreulicherweise entstehen auch immer wieder neue Stellenangebote,

welche entstandene Arbeitsmarktlöcher teilweise stopfen können.

Somit darf das vergangene Jahr gesamthaft betrachtet als wirtschaftlich erfolgreich

gewertet werden. Die Kurzarbeitsentschädigung verharrte im Vergleich zu

den beiden Vorjahren auf einem tiefen Stand. Es bleibt aber zu hoffen, dass sich

der Anstieg der Arbeitslosenzahlen 2012 nicht im gleichen Tempo fortsetzt.

Aktuelle Betriebsbefragungen zeigen ein ganz unterschiedliches Bild. Es gibt Firmen,

welche auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurückblicken, andere sprechen vom

schlechtesten Betriebsjahr seit langer Zeit. Die Stiftung Zukunft Thurgau muss

wie in der Vergangenheit auch heute und in den bevorstehenden Jahren eine

grosse Beweglichkeit unter Beweis stellen. Damit verbunden ist eine ausgewogene

Personalpolitik. Wie in den letzten Jahren wurden keine kurzfristigen personalpolitischen

Entscheidungen gefällt. Dieses Vorgehen hat sich bewährt und soll

uns auch erfolgreich in die Zukunft begleiten.

Die Sockelarbeitslosigkeit bewegt sich unabhängig vom wirtschaftlichen Verlauf

auf einem höheren Niveau, als dies früher der Fall war. Umso mehr sind Programme,

wie es die Stiftung Zukunft anbietet, sehr wichtig und nicht mehr wegzudenken.

Unser motiviertes und innovatives Personal ist Garant dafür, dass sich

die Programme laufend weiterentwickeln und notwendige Änderungen angepackt

werden. Das wird auch mit den guten Zahlen in Bezug auf die Wiedereingliederung

eindrücklich belegt. Es ist sehr erfreulich, dass trotz einem schwierigen

wirtschaftlichen Umfeld erneut viele Programmteilnehmende den Sprung in die

Wirtschaft und somit in den 1. Arbeitsmarkt geschafft haben.

Im Namen des Stiftungsrates danke ich der Geschäftsleitung und unseren Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern für den grossen und unermüdlichen Einsatz ganz

herzlich. In diesen Dank einschliessen möchte ich auch unsere zahlreichen Partner

aus der Wirtschaft, die Gemeinden und den Kanton, insbesondere das Amt für

Wirtschaft und Arbeit.

Markus Thalmann, Stiftungsratspräsident


Vorwort des Präsidenten

Entwicklung 2011 5

Berichte der Bereichsleiter

· basis-job 6

· opdi-werk 9

· passe-par-tout 12

· epro-job 13

· office-job 14

· Arbeitsintegration 16

· Zentrale Dienste 17

Teilnehmerstruktur 19

Erfolge 20

Organisation 22

Personen 23

Ausblick 2012 24


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Die Stiftung Zukunft Thurgau ist ein Dienstleistungsunternehmen, das Stellensuchende

bei der Integration in den Erwerbsprozess begleitet und unterstützt

Dafür bieten wir fünf unterschiedliche Integrationsprogramme und Weiterbildungsmassnahmen

an, die von über 1000 erwerbslosen Menschen im Kanton Thurgau genutzt

werden. Derzeit sind wir an fünf Standorten vertreten und decken die Bereiche

Werkstatt/Industrie, Office, externe Einsatzplätze, Intensivcoaching, Motivationssemester

für Jugendliche und Stellenvermittlung ab. Auf diese Weise können sich

unsere Teilnehmenden in unterschiedlichen Gebieten zusätzliche Referenzen und

Qualifikationen für ihre Stellensuche aneignen. Je nach Bereich steht Arbeit,

Bildung oder Coaching im Vordergrund.

ALV

Versicherte Teilnehmende

Arbeit

Bildung

Coaching

Arbeitsmarkt

IV/Soziale Dienste

Nicht versicherte Teilnehmende

Die Stiftung Zukunft Thurgau ist

insbesondere im Rahmen der

arbeitsmarktlichen Massnahmen

des Kantons Thurgau tätig und

wird vom Kanton Thurgau und dem

Verband der Thurgauer Gemeinden

getragen. Angemeldet werden

die Teilnehmenden durch die

Regionalen Arbeitsvermittlungszentren

(RAV), die Invalidenversicherung

(IV) sowie durch kommunale

Fürsorgeämter.


entwicklung 2011

«Zwischen den Krisen» könnte man unseren Zustand 2011 benennen. Die Finanzkrise

von 2008 hinter uns und die Eurokrise vor uns. Die Zeiten wurden schnelllebiger,

hektischer und menschlich anspruchsvoller als vor einigen Jahren. Dies hat

uns sehr gefordert. Die Umsetzung der AVIG-Revision, ein spürbarer Teilnehmer-

Rückgang und ein damit verbundener Personalrückbau waren anspruchsvolle

Themen, die wir konkret bei uns zu lösen hatten. Ich bin stolz darauf, dass wir in

der Stiftung Zukunft Thurgau nicht verharrt sind, sondern eine Vorwärtsstrategie

gewählt haben.

Wir haben im Jugendprogramm ein intensiveres Begleitverfahren «Start’n go» aufgebaut,

um die Wirksamkeit von Anfang an zu erhöhen. Für ausgesteuerte Personen

bieten wir seit April das «Stellennetz Thurgau» an, wobei wir diese Teilnehmenden

mit Erfolg direkt in den ersten Arbeitsmarkt integrieren. Mit Hilfe unseres Personalverleihs

konnten unsere Teilnehmenden «Lohn für 30 000 Arbeitsstunden» direkt

bei Partner-Firmen generieren. Damit werden die öffentlichen Sozialwerke entlastet

und Versicherungsbeiträge für die Teilnehmenden erarbeitet.

Auch unser Personal hat sich weiterentwickelt. Einerseits haben wir die «Tour de

Thurgau» durchgeführt, wobei 20 Mitarbeitende der Stiftung mindestens einmal

mit dem Velo zur Arbeit fuhren. Andererseits durften wir unser Kommunikationsverhalten

in anspruchsvollen Situationen an einer Weiterbildung reflektieren.

Beides hat uns geistig und körperlich sehr gefordert.

Wir können berechtigterweise auf ein sehr wertvolles Jahr zurückblicken. Diese

Krisen-Zwischenzeit konnten wir sinnvoll nutzen, um die Dienstleistungen für unsere

Teilnehmenden und Zuweiser weiter zu verbessern. So steigerten wir nochmals

unsere Integrationsquote auf sehr gute 46 %. Diese Leistung ist das Resultat

der partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Mitarbeitende der Stiftung,

den Zuweisern, Arbeitsmarktbehörden (AWA AMM), unserem Siftungsrat und all

den Arbeitgebenden. Herzlichen Dank.

Marco Dörig, Geschäftsführer


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basis-job

Das Berichtsjahr in wenigen Worten zusammengefasst wür-

de lauten: Veränderungen und Bewegungen führen zu grossen

Herausforderungen und vielen Neuerungen. Selten habe

ich ein Jahr, wie es das 2011 war, mit einer solchen Menge

von verschiedensten Geschehnissen erlebt. Folgend einige

Stichworte, die uns, neben der alltäglichen Arbeit, ganzjährig

auf Trab hielten:

«AVIG-Revision», «Thurgau Plus», «Umbau der Räumlichkeiten»,

«SQS-Audit» «SECO-Revision», «1. Praktikantin FMS»,

«1. Thurgauer Berufsmesse», «mehrere gesundheitsbedingte

Personalausfälle»

Die AVIG-Revision per April führte zu Aussteuerungen bei

den Jugendlichen. Dies wurde aufseiten des Kantons mit der

Massnahme «TG Plus SEMO» erfolgreich aufgefangen. Fünfzehn

Jugendliche profitierten davon und überbrückten die

Zeit bis zum Lehrbeginn im basis-job.

Mehr als zehn Jugendliche wurden von Arbeitgebenden bereits

frühzeitig unter Vertrag genommen, sodass es zu keinen

Aussteuerungen gekommen ist. Die Kürzung der Taggelder

für Jugendliche bei der Arbeitslosenversicherung forderte

eine neue Programmstruktur. Auf das neue Schuljahr wurde

entsprechend ein neues Programm entwickelt. Durch die

neue Einführungswoche «start’n go!» (Gruppen mit 12 Teilnehmenden)

konnten die Jugendlichen effizient auf ihre Aufgabe

der Praktikums- und Lehrstellensuche vorbereitet und

begleitet werden. Sämtliche Zuweisungen konnten immer

sofort durch die Beratung bearbeitet werden. Die Jugendlichen

wurden unverzüglich ins Programm aufgenommen.

Dies ist der Neuregelung zu verdanken, dass Jugendliche

auch ohne Praktikumsstelle starten dürfen. Davon profitierten

etwa 40% der Jugendlichen. Während der Startphase

fanden sie dann ihr geeignetes Praktikum.

Im Sommer belästigte uns in Weinfelden der Baulärm. Doch

wir freuten uns über den Umbau, den wir in unseren Räumlichkeiten

an der Bahnhofstrasse in Weinfelden umsetzen

durften. Es ging darum, dass wir aufgrund der neuentwickelten

Programmstruktur auch unsere Infrastruktur anpassen

mussten. Das Kernstück des Umbaus betraf den Schulungsraum

sowie den Empfang. Die Platzverhältnisse und die

Infrastruktur wurden, hauptsächlich in Eigenarbeit, optimiert.

Das Resultat lässt sich sehen, und die notwendigen Investitionen

haben sich gelohnt.

Bereits im Herbst fand ein weiterer Höhepunkt statt: die

1. Thurgauer Berufsmesse. Wir erlebten drei interessante und

intensive Messetage. Es war und ist uns ein grosses Anliegen,

die Öffentlichkeit, vor allem die Eltern, Jugendliche, Lehrpersonen

und die Berufsberatung über unser Angebot zu informieren.

Die Berufsmesse zeigte sich auf Anhieb als Volltreffer.

Im Personalbereich hatten wir leider, über das ganze Jahr

2011 verteilt, verschiedenste kürzere und längere Arbeitsausfälle

von Mitarbeitenden zu verzeichnen. Ich wünsche

uns, dass im neuen Geschäftsjahr alle Wunden geheilt sein

werden. An dieser Stelle: «Gute Besserung.»

Es gelang uns, die jeweiligen Herausforderungen und Erwartungen,

die an das basis-job-Team gestellt wurden, anzunehmen

und zu erfüllen. Gemeinsam wurden immer wieder

neue tragfähige Lösungen kreiert. Die Jahresziele konnten

trotz erschwerter Bedingungen gut erfüllt werden, teilweise

wurden sie sogar übertroffen. Auf die erreichten Resultate

im Jahr 2011 sind wir stolz und sehen mit Freude, wie wir

uns selber und damit auch unser Programm weiter entwickelt

haben. An dieser Stelle bedanke ich mich beim basisjob-Team

für das Engagement, die Anpassungsfähigkeit, die

Zielstrebigkeit sowie das Durchhaltevermögen.

Bei der beruflichen Integration von Jugendlichen bedeuten

solche Erfolge auch immer neue berufliche Perspektiven.

Bis es so weit war, dass sie uns «mit der Lehrstelle im Sack»

verlassen konnten, wurde viel, sehr viel geleistet. Durch die

Begleitung im Motivationssemester erhielten die Jugendlichen

wertvolle Inputs, um sich im Lehrstellenmarkt zu

behaupten. Mit Zufriedenheit und Freude konnten wir viele

Jugendliche verabschieden, die an Selbstvertrauen, Selbstständigkeit,

Eigenverantwortung, Mut und Optimismus dazugewinnen

konnten. Wir wünschen unseren ehemaligen Teilnehmenden

viel Erfolg, Zufriedenheit und Befriedigung auf

ihrem weiteren beruflichen wie auch privaten Lebensweg.

Ein grosses Dankeschön geht an unsere auftraggebende

Stelle beim Kanton, die ihre Dynamik und Offenheit bei der

Zusammenarbeit im vergangenen Jahr unter Beweis gestellt

hatte.

Ganz wichtig und einen besonderen Dank erhalten unsere

Partnerfirmen. Sie haben erst ermöglicht, dass unsere Jugendlichen

die Chance erhielten, sich bei ihren Praxiseinsätzen

zu beweisen, und ihre Fähigkeiten und ihren Arbeitswillen

der Berufswelt zeigen konnten.

Martin Alt, Bereichsleiter basis-job


Highlight basis-job … Das Motivationssemester informierte die

Öffentlichkeit anlässlich der 1. Thurgauer Berufsmessse über ihr Angebot

Martin Alt: «Trifft

er den Nagel auf

den Kopf?»

«Vielen Dank für das Sponsoring

des Messestands», sagt Martin Alt

und übergibt einen feinen «Thurgauer

Tropfen» an Heinz Wendel,

Geschäftsführer Thurgauer

Gewerbeverband und Initiant der

Thurgauer Berufsmesse.

Wir freuen uns, dass die Berufsmesse

im Jahr 2012 vom

20. bis 22. September zum

zweiten Mal stattfindet.

Jasna Burtin, Beraterin basis-job,

und René Bommeli, Leiter

Berufs- und Studienberatung


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Arbeitgeberbericht basis-job

Migros Weinfelden

Bereits seit einigen Jahren arbeite ich mit der Stif-

tung Zukunft zusammen und habe dabei nur positive

Erfahrungen gemacht. In einem Praktikum habe ich

die Möglichkeit, junge Menschen über einen längeren

Zeitraum kennenzulernen. Oft sind so bereits Lehrverträge

entstanden. Als Arbeitgeberin habe ich nur Vorteile

– bei Schwierigkeiten kann ich auf kompetente

Unterstützung durch die Coachs der Stiftung Zukunft

bauen.

Heidi Wirz, Filialleiterin Migros Weinfelden

Dank meiner Beraterin und dem Motivationssemester

habe ich zuerst mein Praktikum und dadurch

eine Lehrstelle gefunden. Lernen konnte ich wirklich

sehr viel – im Praktikum wie auch im Bildungsteil, z.B.

Mathematik und Deutsch. Ich empfehle wirklich allen

Jugendlichen, die nach der Schule keine Lehrstelle

gefunden haben, das Motivationssemester zu besuchen

und die Chance zu nutzen.

Jehona Asipi, ehemalige Teilnehmerin basis-job

Praktikantenbericht basis-job

Yannik Semira Rechsteiner

Als erste Fachmaturapraktikantin im Motivationssemester

durfte ich einen umfassenden Einblick in

die verschiedenen Bereiche Beratung, Bildung und

Administration geniessen. Ich half auch an unterschiedlichen

Projekten mit, unter anderem an der

1. Thurgauer Berufsmesse. Meine Fachmatura schrieb

ich über die positive Einflussnahme auf das Selbstwertgefühl

und die Lernmotivation von leistungsschwachen

Schülern. Durch die Wahl dieses Themas

war ich häufig in den Bildungsmodulen tätig. Dabei

entdeckte ich, welchen Spass ich am Unterrichten und

an der Zusammenarbeit mit Jugendlichen hatte. So,

wie teils Jugendliche im Motivationssemester in die

Berufswelt einsteigen, so wurde auch ich durch dieses

Praktikum, nach meiner 12-jährigen Schulzeit, in die

Arbeitswelt eingeführt. Es war interessant, Jugendliche

ein weiteres Stück auf ihrem Weg zu begleiten.

Während meiner Praktikumszeit konnte ich wertvolle

Erfahrungen sammeln, die ich für meine berufliche

Zukunft mitnehmen kann. Ich danke allen Stiftungsmitarbeitenden

für die tolle Unterstützung während

meines Praktikums und hoffe, dass weitere Fachmittelschulabsolvierende

die Chance bekommen, ein solch

lehrreiches Praktikum bei basis-job absolvieren zu

dürfen.


opdi-werk

Mit Vollgas startete das opdi-werk ins Jahr 2011. Für das

opdi-Team folgte eine Zeit mit diversen grösseren Herausforderungen.

War das opdi-werk vor Jahresfrist noch mit ca.

20% Programmteilnehmenden überbelegt, erlebten wir im

1. Quartal einen massiven Teilnehmerrückgang. Im gleichen

Zeitraum lancierten wir das Projekt «Externer Einsatz Biro»;

unter der Leitung einer Vorarbeiterin des opdi-werks erledigte

eine Gruppe von ca. 20 Personen einen Auftrag vor Ort

in der Firma Biro AG in Romanshorn. Dieser Einsatz wurde

via Personalverleih der STZ abgerechnet. Für die Teilnehmenden

sicher eine sehr gute Erfahrung, fühlten sie wieder

einmal den Puls der Wirtschaft und konnten sich ein Bild

machen, was von ihnen auf dem 1. Arbeitsmarkt abverlangt

wird. Erfreulicherweise wurden einerseits einige Personen

durch die Firma Biro AG definitiv mit einem unbefristeten

Vertrag übernommen, andererseits mussten leider auch

Einzelne die ernüchternde Erfahrung machen, dass sie zur

Zeit noch nicht genügend vorbereitet sind für den 1. Arbeitsmarkt.

So erfreulich dieser Einsatz auch war, für das opdi-

werk ergaben sich daraus diverse Konsequenzen. Einerseits

fehlte uns eine Vorarbeiterin, andererseits mussten die Aufträge

im Hause auch noch erledigt werden. Die Herausforderung,

mit wenigen Teilnehmenden, die vielfach auch noch

aus gesundheitlichen Gründen ein vermindertes Leistungspotenzial

besitzen, die Aufträge in der geforderten Zeit und

Qualität auszuführen, brachte uns Mitarbeitende teilweise

an die Grenzen.

Ein weiteres spannendes Projekt führten wir zusammen

mit dem Kanton Thurgau durch. Unter dem Patronat «Auenschutz

des Kantons Thurgau» erstellten wir mit einer Aussengruppe

entlang des Thurufers sogenannte Eisvogelwohnungen.

Mit der Anstellung eines Sozialpädagogen am Standort

Kreuzlingen wurde die Ausrichtung der Unterstützung und

persönlichen Entwicklung der Teilnehmenden weiter aus-

gebaut. Nebst der täglichen Arbeit wurden 3 neue Förderstufen

(Arbeitsvorbereitung, Produktekontrolle, Qualitätsverantwortung)

entwickelt, als Pilotversuch getestet und

schlussendlich definitiv eingeführt. Zudem konnten weitere

«Blöcke» Kompetenzenbilanzierung durchgeführt werden,

was zur Ausstellung mehrerer Anerkennungs-Bestätigungen

durch das ABB führte. Als Erfolg konnte auch die

Einführung des Angebotes «Deichselstaplerkurs» gewertet

werden. Nebst diesen Schwerpunkten arbeiteten wir auch

an den Vorbereitungen zur Umsetzung der AVIG-Revision

sowie der damit verbundenen Änderungen im Bereich ausgesteuerte

Personen. Eine weitere grössere Aufgabe konnte

abgeschlossen werden. Beschäftigte uns die Vorbereitung,

insbesondere die Neugestaltung unserer Arbeitsordner auf

das Audit hin, doch über mehrere Monate. Der enorme Aufwand

hat sich jedoch gelohnt, was auch durch das Feedback

der Auditorien der SQS bestätigt wurde.

Einen schönen Moment anderer Art erlebten wir Mitarbeiter

an unserem Teamausflug ins Appenzellerland. Mit viel

Freude und einem hohem Spassfaktor wurden wir in die

Geschichte und die Geheimnisse der traditionellen Biber-

Backkunst eingeweiht.

Nicht erholen konnten wir uns von der angespannten Personalsituation.

Unfall- und krankheitsbedingte längere Abwesenheiten

unserer Mitarbeitende erforderte hohe Flexibi-

lität und einen enormen Einsatz. Das Team nahm jedoch die

diversen Herausforderungen an und meisterte diese schwierige

Zeit mit enormem Einsatz und hohem Engagement.

Diese teils belastenden Situationen schweissten jedoch auch

unser Team eng zusammen, und es entstand ein toller Teamgeist.

Der Funke der guten Teamstimmung ist auch auf die

Teilnehmenden übergesprungen, was im Alltag merklich

spürbar wurde. Dafür bedanke ich mich recht herzlich.

Hugo Weyermann, Bereichsleiter opdi-werk


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Highlight opdi-werk ...

Realisierung von «Eisvogelwohnungen»

Ein geeigneter Standort (Kriterien: Morgensonne, direkte

Angrenzung an ein Gewässer, freier Anflug im Umkreis

von 3 Metern) wurde gefunden. Die Aushubarbeiten können

beginnen. Mit der Rückverankerung durch Stahlseile

(«Todermann») wird eine hohe Stabilität erreicht. In einem

weiteren Schritt wird das Aushubmaterial aufgefüllt und

verdichtet. Die Verwendung von wasserdurchlässigem

Material unterhalb der eigentlichen Eisvogelwohnungen

ist von grosser Wichtigkeit.

Als Zugang zur Wohnung dient eine Öffnung in der Bretterwand.

Durch ein Tonrohr (ca. 50 bis 100 cm) gelangt man

in die eigentliche Wohnung. Damit entstehende Sekrete

der späteren Bewohner bei einem allfälligen Wassereinbruch

abfliessen, achtet man beim Verlegen, dass ein Gefälle

Richtung Ausgang entsteht. Als Seitenbegrenzung

der Wohnung dienen zwei Totholzwippen, die mit Totweiden

überdacht werden. Ein Vlies dient zur Abdichtung gegenüber

feinem Erdmaterial.

Zum Schluss werden die Eisvogelwohnungen mit Erdmaterial

überschüttet. Als Schutz vor grabenden Tieren

kann ein Drahtnetz über die Humusabdeckung verlegt

werden.

Damit keine Feinde des Eisvogels an der Bretterwand

hochklettern oder sich auf die Lauer legen können, muss

die Stirnseite der Bretterwand möglichst glatt sein und

ohne Absätze erstellt werden.

Das Ausflugloch soll über der Wasserlinie eines mittleren

Hochwassers liegen. Die Aufzucht der Jungvögel

erfolgt durch ein Elternteil. Gleichzeitig zieht die Partnerin

an einem möglichst nahen Standort eine zweite Brut

auf. Deshalb werden bei einem Bau immer mindestens 2

Wohnungen erstellt (Minimalabstand >70 cm). Dies steigert

die Effizienz der Vermehrung und dient dem Fortbestand

der Vogelart.

Ein vorgelagerter Stamm dient als erster «Anflughock».

Fertig ist das neue Zuhause. Die Wohnungen können bezogen

werden.


Teilnehmerstimmen opdi-werk

Barbara M., Anduena A., Fleur P., Michi G. und Luljeta S.

«Als mir im vergangenen Jahr gesagt wurde, dass ich an einem Beschäftigungsprogramm teilnehmen muss, war es

im ersten Moment doch ein ziemlicher Schock für mich. Aber jetzt, nach fast zwei Monaten Arbeiten im opdi-werk,

denke ich ganz anders als damals. Ich bin sehr froh, dass ich hier arbeiten darf und somit wieder einen geregelten

Tagesablauf und feste Strukturen habe. Ich habe mich sehr schnell und auch gut eingelebt, da wir ein cooles Team

sind mit wirklich lieben Menschen! Am liebsten erledige ich Arbeiten, die zum Beispiel mit Einpacken, Etikettieren oder

mit Bostitchen zu tun haben. Was ich ändern würde, ist, dass man mehr dann und wann etwas mehr Abwechslung mit

gewissen Tätigkeiten hat.»

«Ich bin jetzt seit dem 16. Oktober 2011 hier im opdi-werk tätig. Da ich bis jetzt in der Gastronomie gearbeitet habe,

war meine Erfahrung in der Produktion noch nicht sehr gross. Ich muss aber sagen, dass ich eine neue Seite an mir

entdeckt habe. Die Arbeit hier macht mir sehr viel Spass. Ich kann jeden Tag etwas Neues dazulernen. Gleichzeitig

lernt man im opdi-werk aber auch, mit verschiedenen Charakteren umgehen zu können. Es ist nicht immer einfach,

mit Personen zu arbeiten, die es nicht schätzen, dass sie hier arbeiten dürfen. Ich persönlich kann es jedem

empfehlen, der wie ich schon längere Zeit zu Hause war, an diesem Programm teilzunehmen. Ich muss jetzt auch

meinen Alltag ganz anders gestalten, und der Kontakt mit anderen Leuten tut mir persönlich auch sehr gut.»

«Man hat eine Tagesstruktur und eine positive Beschäftigung. Es gibt immer wieder neue Leute, die man kennenlernt

und ihre Kultur. Man kann ihnen mit der bereits erlernten Routine unter die Arme greifen. Es ist eine abwechslungsreiche

Arbeit, die mir persönlich Freude bereitet. Die Förderstufe gibt einem die Möglichkeit, sich beruflich zu entwickeln.

Bei den Bewerbungen bekommt man kompetente Unterstützung, und für andere Probleme, egal welcher Art,

ist immer jemand da, und es wird einem auch wirklich geholfen. Es ist sehr gut, dass einem das PC-Zimmer jederzeit

zur Verfügung steht.»

«Ich bin froh, dass ich im opdi-werk arbeiten kann. Ohne Arbeit fällt es mir schwer, meine Tagesstruktur aufrechtzuerhalten.

Die Arbeit könnte meiner Meinung nach manchmal auch etwas anspruchsvoller und abwechslungsreicher

sein. Das Arbeitsklima und die Betreuung finde ich aber sehr gut. Zudem zeigen die Vorarbeiter auch sehr viel Verständnis

für persönliche Probleme. Dank dem opdi-werk wurde es mir im letzten Jahr ermöglicht, die Staplerprüfung

zu machen, welche mich sicher ein Stück näher ans Ziel bringt.»

«Seit dem 24. August 2011 bin ich hier im opdi-werk Kreuzlingen zu 40 Prozent angestellt. Ich arbeite zwei Tage

pro Woche. Bis jetzt habe ich vor allem im Reinigungsbereich gearbeitet. Durch das Programm hier im opdi-werk

habe ich gemerkt, dass ich zukünftig an und für sich lieber im Industriebereich arbeiten würde. Hier im opdiwerk

gibt es verschiedene Arbeiten zu erledigen. Hier habe ich auch die Gelegenheit, Erfahrungen zu sammeln,

die man bei der Arbeit in der Industrie braucht. Hier hat es viele verschiedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Ein paar arbeiten gerne, ein paar arbeiten weniger gerne. Ein paar arbeiten viel, andere weniger. Ich persönlich

arbeite hier gerne und auch viel. Hier komme ich gerne hin, weil ich Kontakt mit anderen Menschen habe. Deshalb

empfehle ich den anderen Arbeitslosen, ein Programm hier zu machen, weil das hilft einem Erfahrungen zu

sammeln.»


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Arbeitgeberbericht opdi-werk

ESGE AG bamix, Mettlen

«Aus Sicht der ESGE AG bamix of Switzerland Mettlen

ist uns die Stiftung Zukunft Thurgau und im Speziellen

das Projekt opdi-werk Kreuzlingen ein guter und zuverlässiger

Partner in vielerlei Hinsicht.

Die Termine werden zuverlässig eingehalten und die

vorab vereinbarten Mengen in der richtigen Stückzahl

geliefert.

Wenn Teile oder Baugruppen bei uns abgeholt oder zu

uns gebracht werden, geschieht dies stets mit grosser

Zuverlässigkeit.

Der Umgang mit kleinen und grossen Teilen – ob bei

leichten oder komplizierteren Arbeiten, bei einfachen

oder komplexen Baugruppen – geschieht stets zu unserer

Zufriedenheit.

Die Mitarbeiter arbeiten in den Gruppen nach kurzer

Einweisung in ihre Arbeit selbstständig. Wenn Mengen

innerhalb von kürzester Zeit hoch- oder runtergefahren

werden müssen, sind wir froh um die Flexibilität

von opdi-werk. Und wenn dann doch einmal

kleine Unregelmässigkeiten am bearbeiteten Material

auftreten sollten, dann erfolgen die Rückmeldungen

jeweils umgehend – was für das Qualitätsbewusstsein

spricht.

Sogar auf die Mithilfe beim Suchen und Finden von

cleveren Montagelösungen, die auf die Mitarbeitenden

zugeschnitten sind, kann man zählen. Und: Die Qualität

der Arbeit der opdi-werk-Teilnehmerinnen und

-Teilnehmer wird von den Mitarbeitenden zuverlässig

überwacht.

Wir wissen um die Schwierigkeiten, mit denen Ihre Organisation

täglich zu kämpfen hat – wie mit beispielsweise

wechselnden Teilnehmern und Teilnehmerzahlen,

mit Absenzen und ähnlichen Herausforderungen.

Auch darum zollen wir Ihren Begleit- und Führungskräften

unseren grössten Respekt und Dank.»

Hungerbühler Leo

Betriebsleiter ESGE AG bamix

passe-par-tout

Weiterhin hohe Teilnehmerzahlen im passe-par-tout prägten

das Jahr 2011. Dies ist sicherlich ein Resultat der qualitativ

hochstehenden Arbeit der Berater und Beraterinnen. Mit

dem ziel- und lösungsorientierten Ansatz der Beratungen

lernten die Teilnehmenden, sich auf ein Ziel zu fokussieren,

und wurden befähigt, ihre Ressourcen gewinnbringend für

die Stellensuche einzusetzen. Gleichzeitig werden die Bewerbungsunterlagen

optimiert und mit den Teilnehmenden

teilweise Vorstellungsgespräche trainiert.

Der Fachbereich Bildung konzipierte 2011 ein neues Seminar.

Mit «Spannungen und Belastungen im Alltag» vermitteln

wir den Teilnehmenden Instrumente zum Erkennen von

belastenden Situationen und zeigen ihnen Möglichkeiten auf,

wie sie damit umgehen können.

Teilnehmerstimmen passe-par-tout

D. Auer, A. Kuc und U. Ruckstuhl

«Meine bisherigen Erfahrungen mit passe-partout

sind durchwegs positiv. Freundliche Berater

in einem angenehmen Umfeld haben mir geholfen,

meine Arbeitssuche aus einem anderen Blickwinkel

zu betrachten. Dabei konnten wir schnell in ruhigen

Einzelgesprächen vorhandene Schwächen in den

Bewerbungen herausarbeiten und korrigieren. Besonders

angenehm empfand ich die respektvolle und

wertungsfreie Zusammenarbeit mit meiner Beraterin.»

«Für die Stellensuchenden ist das passe-par-tout

eine Supermöglichkeit, gute Tipps zum Bewerbungsschreiben

oder zum Vorstellungsgespräch zu holen,

man wird noch zudem motiviert, weiterzumachen.»

«Ich erlebe das passe-par-tout als einen Ort, wo ich

als Mensch wahrgenommen werde, wie ich bin. Ich

habe einen guten Überblick erhalten, z.B. Stellenbewerbung,

Inserate studieren, Anforderungen erkennen.

Durch die freundliche, hilfsbereite, kompetente

Beratung wurden mein Selbstvertrauen und meine

Motivation wieder gestärkt. Es ist Zeit vorhanden, um

Sorgen, Bedenken zu besprechen und konkrete Hilfe

für die Stellensuche zu erhalten.»


epro-job

Die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt machte sich

im epro-job durch sinkende Teilnehmerzahlen bemerkbar.

Dazu kam das Inkrafttreten des neuen AVIG (Arbeitslosenversicherungsgesetz),

was eine weitere Reduktion von Teilnehmenden

zur Folge hatte. Weniger Teilnehmende heisst

aber nicht weniger Arbeit. Im Gegenteil, die Anforderungen

an die Beratenden steigen mit sinkenden Arbeitslosenzahlen

durch die Zunahme von komplexen Problemstellungen der

weiterhin stellenlosen Personen auf dem Weg zur beruflichen

Integration. Dank einer soliden und fachkundigen Arbeit

der Berater und Beraterinnen vom epro-job erzielten wir

trotz diesen schwierigen Bedingungen ein Glanzresultat bei

der Zufriedenheitsstatistik sowohl von den Teilnehmenden

wie auch von den Einsatzplätzen.

Teilnehmerstimmen epro-job

Mignone Nadia und James Hunt

«Eigentlich möchte ich einen Roman schreiben, weil

ich sehr glücklich bin, dass ich in meiner Laufbahn die

Stiftung Zukunft kennengelernt habe und durch diese

Institution arbeiten konnte. Die Stiftung Zukunft hat

mir einige Türen aufgemacht, ohne ihre Unterstützung

hätte ich es nicht geschafft, mir meinen Traumberuf

zu ermöglichen. Was kann ich noch sagen? Daaaaaaaaaankeeeee!!!»

«Ich habe die Stiftung Zukunft und die damit verbundene

Beratung und Hilfe als sehr positiv empfunden.

Das Personal ist sehr professionell und kompetent.

Als ich ratlos war und in der Luft hing, habe ich dank

der Hilfe der Stiftung einen Weg gefunden, und ich

bin mir sicher, dass ich in nächster Zeit eine passende

Arbeitsstelle finden werde. Danke!»

Arbeitgeberbericht epro-job

APH Aaheim und Brocki Frauenfeld

«Wir arbeiten seit einigen Jahren mit der Stiftung

Zukunft Thurgau zusammen. Die Kontaktaufnahme

geschieht durch Herrn Glass. Diese gestaltet sich immer

sehr freundlich und wertschätzend. Es werden

uns Personen aus anderen Berufsbereichen vermittelt,

die gerne Erfahrungen im Pflegebereich machen

wollen. Bei einer Zusage unsererseits stellt uns Herr

Glass die Unterlagen der betreffenden Person sofort

zu. Die Anwärter melden sich in der Regel sehr

schnell telefonisch an. Daraufhin vereinbaren wir einen

Termin, damit wir uns gegenseitig kennenlernen

können. Bei gegenseitigem positivem Eindruck wird

ein Schnuppertag vereinbart. Verläuft dieser gut, wird

im anschliessenden Gespräch das weitere Vorgehen

abgemacht. Das Alterszentrum Aaheim konnte in der

Vergangenheit auch des Öfteren Praktikanten der

Stiftung Zukunft Thurgau weiter beschäftigen. Ich

arbeite seit 2 Jahren im Alterszentrum Aaheim und

somit mit der Stiftung Zukunft zusammen. Meine Erfahrungen

waren bis anhin vorwiegend sehr positiv,

und ich freue mich, weiterhin mit Herrn Glass und

der Stiftung Zukunft Thurgau zusammenarbeiten zu

dürfen.»

Monika Mordasini, Pflegedienstleiterin APH Aaheim

«Die Zusammenarbeit vom Heilsarmee Brocki Frauenfeld

mit der Stiftung Zukunft Thurgau ist wertvoll

in vielerlei Hinsicht: Immer wieder erleben wir, dass

Menschen, welche aus irgendwelchen Gründen keine

Anstellung mehr finden, neuen Mut und Freude bei

der Brockiarbeit erleben. Manchmal ist es die Tagesstruktur,

welche den Programmteilnehmern hilft,

etwas Ordnung in ihren Alltag zu bekommen. Andere

haben durch die Arbeitslosigkeit kaum mehr ein Beziehungsnetz

und freuen sich, dass sie wieder Kontakte

in einem Arbeitsumfeld haben. Wieder andere

entdecken ungeahnte Fähigkeiten bei den vielseitigen

Brockiarbeiten.»

Martin Hess, Heilsarmee Brocki Frauenfeld


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office-job

2011 war geprägt von einer unruhigen Zeit im Umfeld. AVIG-

Revision und sinkende Anmeldungszahlen sorgten für eine

grosse Herausforderung. Die Antwort von office-job war

Kontinuität und Transparenz der Abläufe. Im Gegensatz zum

Umfeld konnten wir 2011 die Teilnehmnden im Programm

sogar steigern.

Damit wir uns ein genaues Bild machen können und der Teilnehmer

möglichst individuell gefördert werden kann, haben

wir einen Abklärungsmonat eingeführt. Dieser beinhaltet

den Orientierungstag, eine kaufmännische Standortbestimmung,

einen Bewerbungsworkshop und das Aufstellen von

individuellen Zielen und Massnahmen nach einem Monat.

Der Teilnehmer stellt nach einem Monat seinem Berater seine

Ziele vor. Diese werden mit den Zielen des Auftraggebers

und des Programms abgestimmt. Der Teilnehmer weiss also,

was seine nächsten Schritte sind, und kennt auch im Bereich

Bildung und Bewerbung seinen Fahrplan und beurteilt seinen

Fortschritt. Er übernimmt also auch hier Verantwortung

für seine Entwicklung. Individualität ist gewährleistet durch

Aufstellen des Bildungsprogramms und der Arbeitsinhalte

sowie der Förderung und Abstimmung von Massnahmen im

Bewerbungsbereich.

Für die Sichtbarkeit der kaufmännischen Ziele in der Praxisfirma

sorgen Kennzahlen. Diese sind Leitplanken, die der

Leitung zur Steuerung dienen und den jeweiligen Fachabteilungen

ermöglichen, Massnahmen zur Zielerreichung

aufzustellen. Überprüft werden sie jeweils in zweimonatigen

Betriebsversammlungen, wo die Fachabteilungen der Praxisfirmenleitung

rapportieren. Nachfolgend ein Auszug und

eine Gegenüberstellung von 2010 und 2011 mit dem Ausblick

auf 2012.

office-job Praxisfirma 2010 IST 2011 IST 2012 SOLL

Umsatz Mio. CHF 4,26 8,75 7

Anzahl Bestellungen 4807 5193 5600

Reklamationen % 3,2 1,3 1,5

MA-Bestellungen TN/Tag 1,63 1,64 2

Bestellungen Ausland % 6,5 17 15

Kreditoren Tage 50 42 30

Debitoren Tage 99 25 25

Absenzen % Sollarbeitszeit 21,5 20,9 15,5

Wie zu Anfang des Berichts erwähnt, haben wir 2011 mehr

Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Programm gehabt als

2010. Wenn wir die Entwicklung der Anmeldungen im office-

job ansehen, dann ergibt sich daraus über die Jahre hinweg

folgendes Bild:

Kennzahlen 2009 2010 2011

Anmeldungen 103 119 125

Annullationen 26 41 19

Im Programm 71 100 81

Austritte 45 77 61

Stelle/ZV Effizienz 18 (40 %) 31 (51 %) 43 (56 %)

TN unter Programmdauer – – 19

Die Entwicklung im office-job ist sehr positiv. Wir konnten

die Teilnehmerzahl steigern und auch die Effizienz. Dies war

gerade deshalb eine Herausforderung, weil insgesamt die

Teilnehmerzahlen rückläufig waren und durch die AVIG-Revision

knapp ein Fünftel der Teilnehmenden eine geringere

Programmdauer hatte als die sechs Monate.

Im Mai stand die Swissmeet in Delémont auf dem Programm.

Hier unser erfolgreiches Messeteam:

Ein weiteres Highlight von 2011 war der Katalog, der im August

vorgestellt wurde. Namhafte Partner aus dem Thurgau

konnten gewonnen werden. Mit seiner ansprechenden professionellen

Aufmachung hatten wir ein durchweg positives

Feedback. Das musste auch gefeiert werden.

Das Team im office-job hat sich bewährt und 2011 eine tolle

Leistung hingelegt. Dies belegen auch die positiven Rückmeldungen

der Teilnehmenden. An der Stelle vielen Dank

für den Einsatz.

Danke an alle, die mitmachen – mithelfen – mittragen – mitgestalten

– durch Miteinander den Einzelnen fordern und

fördern.

Yakirim Dolak, Bereichsleiter office-job


Teilnehmerstimmen office-job

«Meine Zeit im office-job Weinfelden»

«Beim Eintritt in das Abenteuer office-job war ich sehr skeptisch dem Programm gegenüber. Gleichzeitig wurde ich

aber neugierig, wie das Ganze betriebswirtschaftlich und kaufmännisch aufgebaut war, sodass imaginär gearbeitet

werden kann und der office-job wie eine richtige Firma funktioniert. Ich habe sehr schnell herausgefunden, dass es

sehr wichtig ist, als Teilnehmer den office-job als richtige ‹reale› Firma anzunehmen. Wenn man sich zu diesem Schritt

kompromisslos entschliessen kann, hat man richtig Spass und Freude, im office-job zu arbeiten. Die Arbeitsabläufe

in den verschiedenen Abteilungen fühlen sich echt an und man wird richtig gefordert – wie im richtigen Arbeitsleben.

Ich hatte eine ganz tolle Zeit im office-job: Meine kaufmännischen Kenntnisse konnte ich vertiefen und professionell

anwenden. Ich lernte neue Menschen mit ähnlichen Problemen und Hoffnungen kennen. Arbeitsbegleitend wurden

auch sehr wertvolle Kurse zur persönlichen Weiterbildung angeboten. Die gesamte Bereichsleitung schenkte mir ihr

Vertrauen und ich durfte sehr verantwortungsvolle Aufgaben selbstständig übernehmen. Das regelmässige, tägliche

Mitarbeiten verschafft einem eine extrem wichtige Routine, die, wie in meinem Fall, einen Wiedereinstieg ins Berufsleben

ungemein erleichtern kann. Die Einarbeitungszeit bei einem neuen Job verlangt einem sehr viel ab, da ist es schon

sehr hilfreich, wenn man mit beruflicher Routine durchstarten kann und sich voll auf den neuen Job konzentrieren

kann. Der office-job war eine sehr gute Erfahrung in meinem Leben – menschlich wie fachlich.

Fabian Eberli, Leitung Einkauf

Für mich sind die Monate hier im office-job Weinfelden äusserst interessant und lehrreich. Ich kann unheimlich viel

für mich mitnehmen und mein Wissen sowie meine Praxiserfahrungen erweitern. Dies ist nicht nur für mich selbst,

sondern besonders für den Bewerbungsprozess sehr wichtig und hilfreich. Zudem entdecke ich neue Fähigkeiten bei

mir, und habe hier Raum, mich weiterzuentwickeln, im fachlichen wie auch im persönlichen Bereich. Verschiedene

interne Kurs- und Seminarangebote sowie spannende Projekte bringen viel Abwechslung in den Arbeitsalltag. Eine

besondere Erfahrung, die ich hier machen darf, ist, dass Arbeit echt Spass machen kann! Dieses Programm ist das

Beste, was mir mein RAV- Berater bisher vermittelt hat.

Carmen Ritter, Sachbearbeiterin Einkauf

Wegen Krankheit war ich längere Zeit nicht mehr im offenen Arbeitsmarkt tätig. Nach mehreren gescheiterten Versuchen,

wieder meinen Platz im Berufsleben zu finden, war ich sehr froh, dass mir die Stiftung Zukunft die Möglichkeit

gegeben hat, im office-job zu arbeiten, um nach so langer Zeit wieder Tagesstruktur in meinen Alltag zu bekommen.

Das Gefühl, Verantwortung zu übernehmen und tagtäglich meine Arbeiten zu erledigen, half mir sehr dabei, mein nach

langer Arbeitslosigkeit verloren geglaubtes Selbstwertgefühl wiederzufinden. Und obwohl ich ursprünglich gelernter

Maler bin und damals über keinerlei Büroerfahrung verfügte, konnte ich mich mit der Hilfe von Mitarbeitern und der

Unterstützung von den Beratern schnell in den Bereich Einkauf einarbeiten. In kurzer Zeit bin ich zum Teamleiter

aufgestiegen, was für mich persönlich eine sehr positive Erfahrung war, weil ich auch stark an meinen eigenen Kompetenzen

zweifelte. Nach diversen Erfahrungen und Rückmeldungen kann ich mich selber mit meinen Stärken und

Schwächen besser einschätzen. Eine weitere für mich sehr gute Erfahrung, die ich im office-job gemacht habe, war

das Bewerbungsseminar. Die Strategie, sich als ein wertvoller, für den Betrieb wichtigen Arbeitnehmer zu präsentieren,

und nicht wie früher fast schon um eine Anstellung zu betteln, war für mich eine ganz neue Vorgehensweise.

Damit konnte ich erst gerade vor einigen Wochen einen Personalchef sehr positiv beeindrucken.

Abdullah Musa, Teamleiter Einkauf


16

Arbeitsintegration

«Jeder Tag ist ein neuer Anfang» – T.S. Elliot

2011 startete das Team Arbeitsintegration erstmals als separat

geführter Bereich. Neu fungiert die Abteilung in der

Stiftung Zukunft Thurgau unter anderem als Stabsstelle.

Die Dienstleistung der Stellenvermittlung/Arbeitsintegration

kann von den anderen Bereichen der Stiftung separat

angefordert werden. Damit spielt die Stiftung ihre Stärken

und Aufgaben noch konsequenter aus, und unsere Klienten

profitieren von zusätzlichen Angeboten.

Die neu zugemieteten, hellen Räumlichkeiten an der Pestalozzistrasse

18 in Weinfelden können für die Beratung der

Klienten ideal genutzt werden. Meist finden die Gespräche

direkt in den Büros der Integrationsberatenden statt.

Im Juli 2011 konnte die ausgeschriebene Stelle des Bereichsleiters

Arbeitsintegration mit dem Verfasser dieser

Zeilen besetzt werden. Mit einem gut gefüllten Rucksack

voller Erfahrung und Wissen aus der Welt der Wirtschaft, sozialen

Arbeit und Coaching ist die Gruppe ideal positioniert,

um die herausfordernden Aufgaben in Angriff zu nehmen.

Und deren gab und gibt es viele …

Das Projekt Stellennetz Thurgau startete bereits im April

2011. Mit dieser Dienstleistung sprechen wir Sozialhilfeempfänger

und Flüchtlinge an, welche den Weg zurück in die

Arbeitswelt suchen. Die Nachfrage der Gemeinden war von

Anfang an deutlich zu spüren, und so starteten wir mit viel

Elan und Pionierleistung. Schnell merkten wir, dass die Klienten

sehr unterschiedlich Zeit in Anspruch nahmen. Meist

war der Prozess bis zur angepeilten Integration langwierig,

manchmal auch in jener Situation noch gar nicht möglich.

Für viele führte der Weg über intensive Gespräche, Praktikumseinsätze

im opdi-werk, office-job oder über externe

Arbeitsplätze sowie über die gründliche Unterstützung in

der Bewerbung oder Stellensuche. Dabei erwies sich der

neu aufgebaute Personalverleih als wichtiges Sprungbrett

für den Übertritt in den 1. Arbeitsmarkt. Rund 30 000 bezahlte

Stunden mit einer Lohnsumme von über CHF 700 000

wurden via Personalverleih der Stiftung Zukunft in verschiedenen

Unternehmungen des Thurgaus geleistet. Dafür

danken wir den Arbeitgebern, welche hier oder via andere

Möglichkeiten (Wirtschaftspraktikum, Probeeinsatz) dem einen

oder anderen Stellensuchenden eine wichtige Türe aufgestossen

haben. Im letzten Jahr fanden letztendlich mehr

als ein Drittel unserer Klienten eine Anstellung im 1. Ar-

beitsmarkt. Auch wenn nicht alle die Integration auf Anhieb

schaffen, so ist es doch unser Credo, die Stellensuchenden

in der Zeit, wo wir sie begleiten, gut für den Stellenmarkt zu

qualifizieren. Auch grosse, weit entfernte Ziele beginnen mit

einem ersten Schritt.

Für die IV-Stelle durften wir im letzten Jahr ebenfalls einige

Mandate für ein Aufbautraining oder die wirtschaftsnahe

Integration und Support am Arbeitsplatz (WISA) übernehmen.

Diese Begleitungen sind anspruchsvoller und bedürfen

sorgfältiger Planung und besonderer Rücksicht. In unseren

Reihen haben wir ausgewiesene Fachleute, welche auf diese

erweiterten Ansprüche gut eingehen können.

Das zweite Halbjahr stand im Zeichen einer Stabilisierung.

Das Angebot wurde nochmals überdacht, Prozesse wurden

angepasst und verfeinert. Die Qualität unserer Dienstleistungen

soll laufend hochgehalten werden, weshalb wir

auch den Kontakt mit den Zuweisern als äusserst wichtig

schätzen. Gleichzeitig waren diese Monate auch für das junge

Team anspruchsvoll. Aufgaben und Verantwortlichkeiten

wurden überprüft und wo nötig neu verteilt. Intern musste

Position bezogen und Brücken zu den Schnittstellen geschlagen

werden.

Nachdem diese Schritte nun gut eingeleitet wurden, sehen

wir uns nun in einer gesunden Ausgangslage, weitere Herausforderungen

offen anzunehmen. Unser Fokus für 2012

wird vermehrt wieder in der Handlung nach aussen liegen.

Das heisst Netzwerkarbeit, die Pflege unserer vielfältigen

Kundschaft, Vermitteln der Klienten und und und …

Jeder Tag ist ein neuer Anfang.

Achim Jungclaus, Leiter Arbeitsintegration


Zentrale Dienste

Wir standen 2011 wiederum für unsere Kolleginnen und Kol-

legen unterstützend zur Seite. Nebst all den vielen üblichen

Aufgaben (Empfang, Raumreservation, Datenbankpflege,

Buchhaltung, Personalwesen) erweiterten wir unsere administrativen

Tätigkeiten insbesondere im Bereich Personalverleih,

wo wir durch die vielen Ausleihungen stark gefordert

wurden. Auch die Neuentwicklung des «Stellennetz

Thurgau» brachte viele Umstellungen und Anpassungen, die

wir effizient in unsere Prozesse integrieren konnten. Die IT-

Probleme im Herbst 2011 belasteten uns auf der anderen

Seite stark. Wir sind froh, dass wir das System stabilisieren

konnten, werden uns aber entscheiden müssen, ob wir zukünftig

mit dem gleichen Client-System fahren oder nicht.

Gut, dass wir uns am Bereichsausflug einer anderen Materie

widmen konnten. Wir durften in der Bildhauerschule Müllheim

eine Besichtigung und Einführung in die Bildhauerei

geniessen. Damit kommt auch der IT-Stein 2012 wieder gut

ins Rollen.

Marco Dörig, Leiter Zentrale Dienste


teilnehmerstruktur 2011

Versicherte Teilnehmende

904 (davon 53 % , 47 % )

2011 begleiteten wir insgesamt 1033 Menschen auf dem

Weg der beruflichen Integration. Bei den Versicherten und

Nicht-Versicherten war die Quote zwischen Männern und

Frauen fast ausgeglichen. Bezüglich Nationalitäten wurden

dieses Jahr auch wieder mehr Schweizer über die ALV, IV

und die Gemeinden angemeldet als ausländische Stellensuchende.

Hinsichtlich der Altersstruktur stellen wir 2011

eine starke Zunahme der Gruppe 50+ (50 bis 65 Jahre)

Nationalität

63 % Schweizer/-innen 57 %

37 % Ausländer/-innen 43 %

Alter

28 % unter 25 Jahre 17 %

12 % 26 – 30 Jahre 10 %

17 % 31 – 40 Jahre 19 %

22 % 41 – 50 Jahre 26 %

19 % 51 – 60 Jahre 26 %

2 % über 60 Jahre 2 %

Ausbildung

1 % Hochschulabschluss 0 %

54 % Berufsausbildung 38 %

25 % angelernt /ungelernt 47 %

15 % Schulabgänger 6 %

5 % nicht definiert 9 %

Nicht versicherte Teilnehmende

129 (davon 44 % , 56 % )

fest, während die Anzahl Jugendliche vergleichsweise abgenommen

hat. Entgegen dem allgemeinen Trend hatten

wir eine Zunahme bei den qualifizierten (ausgebildeten)

Arbeitnehmenden. Aufgrund der AVIG-Revision (Gesetzesänderung

führte zu veränderten Anmeldemodalitäten)

können noch keine schlüssigen Aussagen gemacht werden.

2012 werden wieder vergleichbare Werte vorhanden

sein.


20

erfolge 2005 – 2011

Monate

15006

5

1125

4

7503

2

375

1

0

Versicherte Teilnehmende Nicht versicherte Teilnehmende

1472

05

1446

06

Total Teilnehmende und — O/ Verweildauer im Programm (Monate pro Teilnehmer)

1207

07

1099

08

1197

150.0

112.5

Die gute Wirtschaftslage hielt 2011 trotz Hiobsbotschaften

der Märkte erstaunlich lange an. Deshalb konnten wir erneut

weniger Teilnehmende von der ALV aufnehmen (–16 %

= 177 Versicherte). Als Ausgleich gelang es uns, durch die

neue Dienstleistung «Stellennetz Thurgau» bedeutend mehr

ausgesteuerte, asylsuchende Menschen etc. zu begleiten

(+72 % = 54 Personen). So konnten wir unseren Kostensatz

auch ausbalancieren. Hinsichtlich Verweildauer zeigt sich

2011 ein schwer beurteilbares Bild. Die versicherten Teil-

09

1081

10

904

11

75.0

37.5

0.0

57

55

05 06

47

07

30

08

Monate

nehmenden waren 0,4 Monate länger bei uns im Programm.

Dies kann einerseits auf die höheren Anforderungen der

Fälle zurückzuführen sein oder auf einen leichten Lock-in.

Andererseits sind die Werte der Nicht-Versicherten mit 3,0

Monaten sehr tief. Darunter fallen 2011 auch Spezialfinanzierungen

(z.B. TG Plus), die das Bild evtl. verzerren. An sich

sind beide Werte sehr gut. Dies bedeutet, dass 46 % aller

Klienten in der Stiftung in 3,0 – 4,3 Monaten wieder eine Anstellung

im 1. Arbeitsmarkt gefunden haben.

39

09

75

10

129

11

6

5

4

3

2

1

0


100% 100% 100%

80% 80% 80%

60% 60% 60%

40% 40% 40%

20% 20% 20%

0% 0% 0%

Integrationsquote

Feststelle, Selbstständigkeit, Zwischenverdienst 2007 2008 2009 2010

46%

29%

38%

epro-job passe-par-tout opdi-werk basis-job* o ce-job ce- oce-jo ooce-job -joe

o b bjob

b

Die durchschnittliche Integrationsquote von 46 % kann sich

sehen lassen (2 % mehr als 2010). Dies trotz Zunahme von

Klienten mit Mehrfachproblemen (z.B. ausgesteuerte Menschen

…).

Positive Entwicklungen waren 2011 insbesondere beim opdi-werk,

Stellennetz Thurgau, den Jugendlichen vom basis-

70%

56%

* inkl. Lehre, Anlehre, ** ab 1.4.2011

41%

O/ 46%

Stellennetz Thurgau**

job und beim office-job bemerkbar. Dies freut uns, weil wir

insbesondere dort auch Entwicklungsschwerpunkte definiert

hatten. Natürlich werden wir 2012 an diesen Bestrebungen

festhalten und noch weitere Dienstleistungen wie

z.B. «sana-job» ergänzend dazu anbieten. 2012 wollen wir

unsere Erfolge von 2011 verteidigen.


22

organisation

basis-job

Praktika für

Jugendliche in der

Wirtschaft oder in

der Lernwerkstatt

Tripartite Kommission

Zentrale Dienste

opdi-werk

Werkstätte mit

Lohnarbeit für

Industrie und

Gewerbe

Stiftungsrat

Geschäftsleitung

passe-par-tout

Intensives Coaching

bei der Stellensuche;

bei Bedarf kombiniert

mit Arbeit in einem

anderen Programm

Arbeitsintegration

Stellennetz Thurgau

(Vermittlung/Jobcoaching

von Ausgesteuerten),

Personalverleih,

Stellenvermittlung

office-job

Kaufmännische

Praxisfirma

epro-job

Einsatzplätze in

Non-Profit-

Organisationen

und öffentlichen

Institutionen


personen

Stiftungsrat

Markus Thalmann, Stiftungsratspräsident

Edgar G. Sidamgrotzki, Vizepräsident

Florentina Wohnlich, Mitglied

Andreas Helbling, Mitglied

Markus Graf, Mitglied

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Zentrale Dienste

Roman Bollmann, Sekretariat Geschäftsleitung

Claudia Debrunner, Sekretariat und Disposition

Susanne Keller, Sekretariat und Disposition

Monika Meier, Sekretariat und Disposition

Angelo Miano, Informatik

Leo Rodelli, Informatik

Arbeitsintegration

Achim Jungclaus, Leiter Arbeitsintegration

Christina Basualdo, Jobcoach

Karin Hutter, Stellenvermittlung

Ursina Steiner, Jobcoach/Stellenvermittlung

epro-job

Thomas Plattner, Bereichsleiter, Stv. Geschäftsleiter

Rosi Bachmann, Beraterin

Stefan Glass, Berater

Antoinette Moser, Beraterin

Andreas Weber, Berater

Niklaus Zimmermann, Berater

office-job

Yakirim Dolak, Bereichsleiter

Marion König, Beraterin

Chiara Suriano, kaufm. Mitarbeiterin

Urs Truninger, kaufm. Mitarbeiter

passe-par-tout

Thomas Plattner, Bereichsleiter, Stv. Geschäftsleiter

Othmar Abegglen, Berater

Vroni Anderegg, Beraterin

Barbara Horn, Beraterin IIZ

Rolf Jud, Seminarleiter

Patrizia Wegmüller, Ausbildnerin ECDL

Geschäftsleitung

Marco Dörig

basis-job

Martin Alt, Bereichsleiter

Jasna Burtin, Beraterin

Yvonne Knus, Beraterin

Ernst Kurzbein, Berater

Claudia Spühler, Beraterin

Marianne Wenger, Beraterin IIZ

Rolf Buess, Lernwerkstatt

Roger Eicher, Lernwerkstatt

Andreas Schaaf, Leiter Lernwerkstatt

Peter Alef, Lehrer

Hans-Christian Dörr, Lehrer

Corinna Lang, Lehrerin

Brigitte Lach, Administration

opdi-werk

Hugo Weyermann, Bereichsleiter

Arnold Geiges, Werkstattleiter

Serim Berisha, Chauffeur

Martin Aebischer, Vorarbeiter

Erich Dudler, Chauffeur

Romy Eugster, Erwachsenenbildnerin

Ursula Dalla Corte, Vorarbeiterin

Lilo Gasser, Vorarbeiterin

Josef Hofer, Vorarbeiter

José Jiménez, Vorarbeiter

Peter von Arx, Vorarbeiter

Karin Kolb, Administration

Monica Sartori, Administration


24

ausblick 2012

«Integrieren – unsere Leidenschaft» wird auch 2012 unser Motto bleiben. All unsere

Bemühungen richten wir darauf aus, dass wir möglichst viele Menschen in

den 1. Arbeitsmarkt integrieren können.

Im Speziellen werden wir die Stabsstelle «Arbeitsintegration» aufgrund der vielen

Anmeldungen für ausgesteuerte Teilnehmende mit zusätzlichen personellen

Ressourcen ausstatten. Damit wollen wir unser Netzwerk erweitern, den Zuweisern

gerecht werden, schnellere Platzierungen im ersten Arbeitsmarkt erreichen

und unsere Partnerfirmen besser unterstützen.

Weiter werden wir «sana-job» – unser neustes Kind – in einem Pilotversuch starten.

Mit sana-job wollen wir ein Kompetenzzentrum für die Vermittlung in Pflegeberufe

schaffen. Damit decken wir schweizweit als erste Institution eine wichtige

Lücke in der Gesundheitsbranche ab. Wir freuen uns, dass der Verband «CURAVI-

VA Thurgau» uns als Patron unterstützend zur Seite steht. Vielen Dank an dieser

Stelle an Herrn Dominique Nobel (Präsident) und die Geschäftsführerin Frau Julia

Käppeler.

In puncto Arbeitslosigkeit werden wir mit zwei unterschiedlichen Projekten Öffentlichkeitsarbeit

betreiben. Einerseits werden wir eine Theaterproduktion mit

stellensuchenden Menschen in den Thurgau holen und andererseits eine Veranstaltungsreihe

(22.11.2012, 22.1.2013, 20.2.2013) zusammen mit der Stiftung

Lilienberg Unternehmerforum durchführen. Dort werden wir den ethischen Umgang

mit Stellenabbau und Personalrekrutierung fokussieren. Sicherlich spannend

im derzeitigen Umfeld.

2012 wird also ein lebendiges und arbeitsreiches Jahr werden. Wir freuen uns

darauf.

Marco Dörig, Geschäftsführer


Konzept und Gestaltung: www.sags.ch


Stiftung Zukunft Thurgau

Stiftung Zukunft Thurgau

Pestalozzistrasse 18, Eingang Bahnhofstrasse 14a

8570 Weinfelden

Tel. 071 626 24 24

Fax 071 626 24 20

Mail info@stiftung-zukunft.ch

www.stiftung-zukunft.ch

passe-par-tout

Pestalozzistrasse 18

8570 Weinfelden

Tel. 071 626 30 70

Fax 071 626 30 79

epro-job

Pestalozzistrasse 18

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Fax 071 626 24 20

office-job

Pestalozzistrasse 18

8570 Weinfelden

Tel. 071 666 87 77

Fax 071 666 87 78

arbeitsintegration

Pestalozzistrasse 18

8570 Weinfelden

Tel. 071 626 24 24

Fax 071 626 24 20

basis-job

Bahnhofstrasse 22

8570 Weinfelden

Tel. 071 626 23 33

Fax 071 626 23 39

basis-job Lernwerkstatt

Breitestrasse 16

8500 Frauenfeld

Tel. 052 721 03 90

Fax 052 721 03 94

opdi-werk

St.Gallerstrasse 18

8500 Frauenfeld

Tel. 052 730 14 37

Fax 052 730 14 39

opdi-werk

Hafenstrasse 50, Eingang G

8280 Kreuzlingen

Tel. 071 670 17 50

Fax 071 670 17 58

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